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ABB Ltd Annual Report 2019

Apr 22, 2020

803_rns_2020-04-22_bab41977-7b8f-4d5a-beca-8941757c92df.html

Annual Report

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Publication

ABB AG

Mannheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Die deutsche ABB auf einen Blick

ABB Deutschland

in Mio. € 2019 2018 Veränderung
Auftragseingang 2.846 3.299 -14%
Inland 1.829 1.741 + 5%
Ausland 1.017 1.558 -35%
Auslandsanteil 36% 47% -
Auftragsbestand 1.907 2.610 -27%
Umsatz 2.984 3.135 -5%
Inland 1.614 1.644 -2%
Ausland 1.370 1.491 -8%
Auslandsanteil 46% 48% -
Zahl der Mitarbeiter (31.12.) 8.135 10.182 -20%
Forschung und Entwicklung 196 211 -7%
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 59 49 + 12%
Bilanzsumme 2.292 2.316 -1%
Ergebnis vor Ertragsteuern 257 43 -
Ergebnis nach Ertragsteuern 179 14 -
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -134 -5 -
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme 45 9 -

Bilanz

ABB AG, Mannheim

Aktiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2019 31.12.2019 vergleichbar * 31.12.2018
A. Anlagevermögen (4)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 782 1.176 1.227
II. Sachanlagen 42.720 80.305 72.434
III. Finanzanlagen 509.601 509.611 489.585
Summe 553.103 591.092 563.246
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (5) 577.534 1.089.057 1.096.185
Verrechnete Kundenanzahlungen -450.708 -677.973 -696.537
126.826 411.084 399.648
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 111.186 154.323 170.998
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6,7) 1.372.893 1.563.641 1.138.620
3. Forderungen gegen sonstige Beteiligungen (6,7) - - -
4. Sonstige Vermögensgegenstände (6) 15.977 21.463 14.181
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (7) 5.123 5.221 6.555
Summe 1.632.005 2.155.732 1.730.002
C. Rechnungsabgrenzungsposten 756 3.609 2.967
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (8) 28.994 28.994 -
Bilanzsumme 2.214.858 2.779.427 2.296.215

* vgl. dazu Anhangerläuterungen, Ziffer 1

Passiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2019 31.12.2019 vergleichbar * 31.12.2018
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital (10) 167.500 167.500 167.500
II. Kapitalrücklage (10) 57.131 57.131 51.046
III. Gewinnrücklagen (11) 468.806 627.418 627.368
IV. Bilanzgewinn 351 351 351
Summe 693.788 852.400 846.265
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 52.873 64.424 70.300
2. Steuerrückstellungen (13) 8.003 9.319 8.403
3. Sonstige Rückstellungen (14) 231.575 312.124 335.065
Summe 292.451 385.867 413.768
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 36 57 56
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 572.163 1.043.911 1.047.504
Verrechnet mit Vorräten -450.708 -677.973 -696.537
121.455 365.938 350.967
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 38.561 75.512 84.451
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7,15) 1.033.448 1.042.762 557.793
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 35.119 56.891 42.869
Summe 1.228.619 1.541.160 1.036.136
D. Rechnungsabgrenzungsposten - - 46
Bilanzsumme 2.214.858 2.779.427 2.296.215

* vgl. dazu Anhangerläuterungen, Ziffer 1

Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG, Mannheim

in Tsd.€ Anhang 2019 2019 vergleichbar * 2018
1. Umsatzerlöse (20) 772.641 1.126.643 986.238
2. Bestandsveränderung -79.866 -20.942 142.211
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 26 200 56
4. Sonstige betriebliche Erträge (21) 132.522 146.143 43.342
5. Gesamtleistung 825.323 1.252.044 1.171.847
6. Materialaufwand (22) -356.844 -582.177 -583.734
7. Personalaufwand (23) -212.107 -317.899 -317.552
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (25) -9.212 -15.059 -14.775
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (26) -186.921 -294.851 -299.307
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 60.239 42.058 -43.521
11. Beteiligungsergebnis (27) 84.818 84.818 96.197
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 20.781 20.442 2.612
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen (27) -9.543 -9.543 -
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -2.262 -4.928 -76.290
15. Ergebnis vor Ertragsteuern 154.033 132.847 -21.002
16. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (32) -133.640 -118.904 -4.457
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) 371 463 1.137
18. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (29) -20.764 -14.406 24.322
19. Ergebnis nach Ertragsteuern / Jahresüberschuss - - -
20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr (9) 351 351 351
21. Bilanzgewinn 351 351 351

*  vgl. dazu Anhangerläuterungen, Ziffer 1

Anhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender des Vorstands,

Automationstechnik

• Elektrifizierung

• Industrieautomation

• Antriebstechnik

• Robotik und Fertigungsautomation

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Arbeitsdirektor

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

• Stromnetze (bis 30.11.2019)

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Wettingen/ Schweiz,

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehem. Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich/Schweiz,

Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG,

Winterthur/Schweiz

Jürgen Eisenbeiß1)

Heidelberg,

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Heidelberg

Sabine Busse

Zürich/Schweiz,

Senior Vice President,

Managing Director Measurement & Analytics

Industrial Automation Business der ABB Management Services Ltd.,

Zürich/Schweiz

Verena zu Dohna-Jaeger1)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin

beim IG Metall Vorstand,

Frankfurt / Main

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich/Schweiz

Mirko Geiger1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte

Kai-Uwe Glörfeld1)

Lüdenscheid,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Lüdenscheid

Stefan Habild1)

Ladenburg,

Leiter des Geschäftsbereichs HVDC

ABB Deutschland,

Division Stromnetze,

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss der Leitenden Angestellten,

Mannheim

(bis 31.10.2019)

Steffen Hoffmann1)

Heddesheim,

CFO der ABB Automation Products GmbH,

Vertreter der Leitenden Angestellten, Ladenburg

(ab 01.11.2019)

Regina Jebril2’

Lampertheim,

Betriebsratsvorsitzende

Standort Ladenburg

(ab 05.11.2019)

Davor Kuminoti1)

Düsseldorf,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Ratingen

Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Unternehmer,

Mitglied in div. Aufsichtsräten

Dr. Ursula Redeker

Lörrach,

Strategic Projects,

F. Hoffmann-La Roche AG,

Basel/Schweiz

Daniela Schiermeier1)

Mannheim,

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der ABB AG,

Präsidentin des Europäischen Betriebsrats der ABB,

Mannheim

Wilhelm Schönenberg1)

Linz/ Rhein,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Bad Honnef

(bis 31.10.2019)

Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands der Heidelberger Druckmaschinen AG,

Heidelberg

Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1)  von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht bestellt

Erläuterungen

1. Tätigkeitsfeld der ABB AG

Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen neben verschiedenen Holding- und Dienstleistungsfunktionen auch operative Geschäftsaktivitäten. Enthalten sind Teile der Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Industrieautomation sowie für das erste Quartal 2019 die wesentlichen Bereiche der Division Stromnetze.

Darüber hinaus sind in der ABB AG die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg, die Treasury-Aktivitäten zum Zwecke des konzerninternen Cash-Poolings sowie die Risikoberatung und die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art enthalten.

Ende des Jahres 2018 hat die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, bekannt gegeben, dass der globale ABB-Konzern das Stromnetze-Geschäft zum 30. Juni 2020 in ein Joint-Venture mit Hitachi Ltd., Tokio/Japan (im Folgenden Hitachi), einbringen wird. Zur Vorbereitung dieser Transaktion wurde der Geschäftsbereich Stromnetze im Wege der Abspaltung zur Aufnahme an die ABB Power Grids AG, Mannheim, mit Eintragung im Handelsregister am 04. November 2019 übertragen. Der vereinbarte Spaltungsstichtag war der 01. April 2019, ab welchem alle Handlungen der ABB AG, die den Geschäftsbereich Stromnetze betreffen, als für Rechnung der ABB Power Grids AG, Mannheim, vorgenommen gelten. Im Rahmen der Abspaltung wurden auch die Anteile an der Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, übertragen, so dass diese ab dem 01. April 2019 keine Tochtergesellschaft der ABB AG mehr ist und auch nicht mehr in den Konsolidierungskreis des ABB-Konzerns in Deutschland einbezogen wird.

Aus diesem Grund sind die Bilanz zum 31. Dezember 2019 und die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 um eine weitere Spalte ergänzt. Diese enthält zusätzlich die Werte des Geschäftsbereichs Stromnetze zum Stichtag 31. Dezember 2019 (Bilanz) sowie für den gesamten Zeitraum 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (Gewinn- und Verlustrechnung).

Zudem wurde im Sinne einer weiteren Straffung unserer Beteiligungsstruktur die ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2019 auf die ABB AG verschmolzen. Zu den wesentlichen Auswirkungen dieses Vorgangs verweisen wir auf Ziffer 4 des Anhangs.

2. Offenlegung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss der ABB AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Die ABB AG stellt einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2019 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht.

Die Geschäftszahlen der ABB AG gemäß US-GAAP wird in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/ Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend den Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrischdegressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten.

Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu beizulegenden Zeitwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode“, so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerken werdeb die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger.

Die ABB AG ist Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, so dass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden sowie aus Verlustvorträgen ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

4. Anlagevermögen

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet zum Ende des Berichtsjahres im Wesentlichen EDV-Software.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 29.714 Tsd. € auf 42.720 Tsd. € verringert. Begründet ist dies im Wesentlichen durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze sowie planmäßige Abschreibungen. Gegenläufig wirkten die Investitionsmaßnahmen insbesondere am Standort Ratingen.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhte sich um 117.224 Tsd. € auf 491.037 Tsd. €. Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Verschmelzung der ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim, auf die ABB AG. Aus der Übertragung des Vermögens der ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim, sind die Anteile an der ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, der Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid, der Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, sowie Anteile an weiteren verbundenen Unternehmen zu Buchwerten auf die ABBAG übertragen worden.

Eine Veränderung ergab sich zum einen aus dem Abgang der Anteile an der Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, welche im Zuge der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze auf die ABB Power Grids AG, Mannheim, übertragen wurden. Zum anderen erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der ABB Kaufel GmbH, Berlin, in Höhe von 9.543 Tsd. € aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben sich um 100 Mio. € verringert. Die Ausleihung bestand gegen die ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim, und ist im Zuge der Verschmelzung der Gesellschaft auf die ABB AG durch Konfusion erloschen.

Der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens hat sich im Berichtsjahr von 15.772 Tsd. € auf 18.564 Tsd. € erhöht. Es handelt sich bei diesen Wertpapieren um Anteile an einem Spezialfonds, soweit sie nicht zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8, 12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd.€ AHK * 31.12.2018 AHK Zugänge AHK Abgänge AHK Umbuchungen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 13.162 585 4.113 -
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.001 - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 14.163 585 4.113 -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 66.784 424 14.187 -
Technische Anlagen und Maschinen 122.826 2.070 75.845 31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.024 6.690 56.296 29
Anlagen im Bau 4.941 1.610 6.003 -60
Geleistete Anzahlungen 2.879 4.988 2.554 -
Sachanlagen (gesamt) 303.454 15.782 154.885 -
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 375.788 158.706 31.939 -
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.000 - 100.000 -
Wertpapiere des Anlagevermögens ** 15.772 - - 2.792
Finanzanlagen (gesamt) 491.560 158.706 131.939 2.792
Anlagevermögen (gesamt) 809.177 175.073 290.937 2.792
in Tsd.€ AHK 31.12.2019 Abschreibungen 31.12.2018 Abschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen Veränderungen *** Abschreibungen 31.12.2019
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 9.634 11.935 635 -3.718 8.852
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.001 1.001 - - 1.001
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 10.635 12.936 635 -3.718 9.853
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 53.021 46.647 765 -9.339 38.073
Technische Anlagen und Maschinen 49.082 98.117 2.968 -61.990 39.095
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.447 85.987 4.844 -46.366 44.465
Anlagen im Bau 488 268 - -271 -3
Geleistete Anzahlungen 5.313 1 - - 1
Sachanlagen (gesamt) 164.351 231.020 8.577 -117.966 121.631
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 502.555 1.975 9.543 - 11.518
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens ** 18.564 - - - -
Finanzanlagen (gesamt) 521.119 1.975 9.543 - 11.518
Anlagevermögen (gesamt) 696.105 245.931 18.755 -121.684 143.002
in Tsd.€ Buchwerte per 31.12.2019 Buchwerte per 31.12.2018
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 782 1.227
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen - -
Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 782 1.227
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.948 20.137
Technische Anlagen und Maschinen 9.987 24.709
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.982 20.037
Anlagen im Bau 491 4.673
Geleistete Anzahlungen 5.312 2.878
Sachanlagen (gesamt) 42.720 72.434
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 491.037 373.813
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 100.000
Wertpapiere des Anlagevermögens ** 18.564 15.772
Finanzanlagen (gesamt) 509.601 489.585
Anlagevermögen (gesamt) 553.103 563.246

*  Anschaffungs-/Herstellungskosten

** Reduzierung Stückzahl verpfändeter Anteile Deckungsvermögen

*** Veränderung Konsolidierungskreis, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Stand: 31.12.2019) Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital in Tsd.€ Konzernanteil in% Beteiligung bei Nr. Ergebnis Geschäftsjahr in Tsd. € Umsatz 2019 in Mio. € Mitarbeiter 31.12.2019
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim 693.788 € - 773 1.803
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH Berlin 3.310 € 100 1. 555 5 52
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 17. - 622 1.652
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 7.107 € 100 3. 10.753 479 1.064
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 20.490 € 100 1. 4.617 501 1.153
6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 399.158 € 100 1. 41.377 - -
7. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 388 € 100 1. - 10 65
8. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 8.339 € 100 1. 43 28
9. ABB gomtec GmbH, Seefeld * 4.480 € 100 3. - 6 24
10. Hartmann & Braun Grundstücks Verwaltung GmbH, Mannheim 263.472 € 100 6. 725 1 -
11. IMV (Deutschland) GmbH , Neumünster 3.587 € 100 1. 819 11 20
12. Industrial C&S Germany GmbH, Neumünster 1.720 € 100 1. -1.504 42 77
13. ABB Kaufel GmbH, Berlin 863 € 100 1. -1.128 15 75
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG (Fortsetzung)
14. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
15. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 33.143 € 100 1. 7.116 676 1.604
16. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 31.396 € 100 1. 7.457 113 355
17. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./6./10. - 6 132
18. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. - 4 31
19. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 22.392 € 100 1. -4.673 521 16
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
20. mozaiq operations GmbH i. L., Frankfurt am Main 1) - 39 5. -2.155 -
III. Sonstige Beteiligungen
21. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim  2) 296 € 14 1. 163 - 1
22. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i. L., Düsseldorf 50 € 99 8. - -

1) vorläufige Zahlen per 31.12.2019

2) Daten aus 2018

5. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.376 43.254
Unfertige Erzeugnisse 9.185 11.007
Bestellte Anlagen in Arbeit 487.022 848.288
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 6.490 6.735
Geleistete Anzahlungen 54.461 186.901
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 577.534 1.096.185
./. verrechnete Kundenanzahlungen -450.708 -696.537
Vorräte (gesamt) 126.826 399.648

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 519 Mio. € auf 578 Mio. € verringert. Der Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Bestellte Anlagen in Arbeit, die um 361 Mio. € abnahm. Die geleisteten Anzahlungen verringerten sich um 132 Mio. €.

Unter weiterer Berücksichtigung der um 246 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verringerung des Nettovorratsvermögens um 273 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze zurückzuführen.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 111.186 170.998
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (3) (587)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.372.893 1.138.620
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (978)
Forderungen gegen sonstige Beteiligungen - -
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 15.977 14.181
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (721) (722)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.500.040 1.323.799
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (724) (2.287)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um rund 60 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 79.638 Tsd. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 170.307 Tsd. €).

Der Restbetrag entfällt wie im Vorjahr überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

7. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.123 6.555
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 1.169.187 859.625
Flüssige Mittel 1.174.310 866.180
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) 966.663 458.572
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 207.647 407.608

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury-Bereich der ABB AG.

Darüber hinaus beinhalten die (konzerninternen) Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 134 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 28.994 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen überstiegen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich größtenteils um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2019 belief sich der beizulegende Zeitwert dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 517.281 Tsd. € (Vorjahr: 498.628 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 333.227 Tsd. € (Vorjahr: 363.205 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 184.054 Tsd. € (Vorjahr: 135.423 Tsd. €) betrugen.

Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögen auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen beizulegender Zeitwert sich per 31. Dezember 2019 auf 17.067 Tsd. € (Vorjahr: 17.892 Tsd. €) belief.

Die Altersversorgungsverpflichtungen beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 558.227 Tsd. € (Vorjahr: 586.820 Tsd. €), wovon ein Anteil in Höhe von 52.873 Tsd. € (Vorjahr: 54.019 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell entfällt, dem keine saldierungsfähigen Vermögenswerte gegenüberstanden, so dass sich der in die Vermögensverrechnung einbezogene Anteil der Altersversorgungsverpflichtungen auf 505.354 Tsd. € (Vorjahr: 532.801 Tsd. €) belief.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Der beizulegende Zeitwert dieser zum Zwecke der Insolvenzsicherung verpfändeten Wertpapiere belief sich per 31. Dezember 2019 auf 7.263 Tsd. € (Vorjahr: 10.735 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 5.346 Tsd. € (Vorjahr: 8.138 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 1.917 Tsd. € (Vorjahr: 2.597 Tsd. €) betrugen.

Die Altersteilzeitverpflichtungen wiesen zum Ende des Berichtsjahres einen Wert in Höhe von 10.175 Tsd. € (Vorjahr: 13.765 Tsd. €) auf. Die Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen führte somit zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 2.912 Tsd. € (Vorjahr: 3.030 Tsd. €).

Nach Verrechnung der zuvor genannten Vermögenswerte mit den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen, verbleibt insgesamt somit ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 28.994 Tsd. €.

Aus der Marktwertbewertung der Wertpapiere ergibt sich zum 31. Dezember 2019 ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von insgesamt 185.971 Tsd. € (Vorjahr: 138.020 Tsd. €). Aufgrund der in ausreichender Höhe vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen besteht jedoch keine Abführungssperre, so dass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis in voller Höhe abgeführt wird.

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement sowie zur Bewertung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

9. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.

Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrages wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Im Berichtsjahr hat sich das Eigenkapital aufgrund von gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen von 846.265 Tsd. € auf 693.788 Tsd. € reduziert. Diese Änderungen sind in Ziffern 10 und 11 näher beschrieben.

10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.

Am 31. Dezember 2019 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird. Die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, teilte uns zum 10. September 2019 mit, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 20 I und III AktG an der ABB AG gehört.

Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre.

Im Berichtsjahr hat sich die Kapitalrücklage aufgrund der Übertragung von Vermögenswerten und Schulden aus Abspaltungsvorgängen um 6.085 Tsd. € auf 57.131 Tsd. € erhöht.

11. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen sind aufgrund der Vermögensminderung durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze um 158.562 Tsd. € auf 468.806 Tsd. € zurückgegangen. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von 465.686 Tsd. €.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 558.227 Tsd. € (Vorjahr: 586.820 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 3,25%) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde. Die Differenz zum Zinssatz per Ende Dezember ist als nicht wesentlich einzuschätzen.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 2,00% (Vorjahr: 2,36%). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 38.279 Tsd. € (Vorjahr: 56.043 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,25% p. a. (Vorjahr: 2,75% p. a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,25% p. a. (Vorjahr: 1,75% p. a.) zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3% p. a. unterstellt.

Von dem Gesamtbetrag der Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2019 in Höhe von 558.227 Tsd. € (Vorjahr: 586.820 Tsd. €) entfällt ein Anteil in Höhe von 52.873 Tsd. € (Vorjahr: 54.019 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell, dem keine verrechnungsfähigen Vermögenswerte im Sinne von § 246 II HGB gegenüberstanden, so dass dieser Anteil der Pensionsverpflichtungen nicht in die Vermögensverrechnung einbezogen wurde.

Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31. Dezember 2019 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich somit auf insgesamt 505.354 Tsd. € (Vorjahr: 532.801 Tsd. €).

Diesem Anteil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 505.354 Tsd. € standen am 31. Dezember 2019 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 534.348 Tsd. € (Vorjahr: 516.520 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II HGB geforderten Saldierungsgebot nach Verrechnung ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 28.994 Tsd. € ergibt. Im Vorjahr ergab sich nach Verrechnung eine verbleibende Verpflichtung in Höhe von 16.281 Tsd. €.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 3.923 Tsd. € (Vorjahr: 5.855 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Zahlungsverpflichtungen für ausländische Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr neben noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen) im Wesentlichen die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor Verrechnung mit den für diese Verpflichtungen reservierten Vermögenswerten - zum Ende des Berichtsjahres auf 10.175 Tsd. € (Vorjahr: 13.765 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2019 betrug der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Anteile 7.263 Tsd. € (Vorjahr: 10.735 Tsd. €). Dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 5.346 Tsd. € (Vorjahr: 8.138 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 1.917 Tsd. € (Vorjahr: 2.597 Tsd. €).

Der Buchwert der verpfändeten Anteile in Höhe von 7.263 Tsd. € wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen der ABB AG in Höhe von insgesamt 10.175 Tsd. € verrechnet, so dass die Verrechnung zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 2.912 Tsd. € (Vorjahr: 3.030 Tsd. €) führte.

15. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
in Tsd. € 31.12.2019 bis 1 Jahr >1 Jahr 31.12.2018 bis 1 Jahr >1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36 36 - 56 56 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 572.163 572.055 108 1.047.504 1.046.092 1.412
(davon von verbundenen Unternehmen) (24.253) (24.248) 5 (158.758) (158.544) 214
Verrechnet mit Vorräten -450.708 -450.623 -85 -696.537 -695.598 -939
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 121.455 121.432 23 350.967 350.494 473
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.561 38.392 169 84.451 84.446 5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.033.448 1.010.159 23.289 557.793 557.793 -
Sonstige Verbindlichkeiten 35.119 35.107 12 42.869 42.508 361
(davon aus Steuern) (13.448) (13.448) - (18.854) (18.854) -
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (6) (6) - (7) (7) -
Verbindlichkeiten (gesamt) 1.228.619 1.205.126 23.493 1.036.136 1.035.297 839

Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Stichtag keine (Vorjahr: 5 Tsd. €).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 59.584 Tsd. € (Vorjahr: 90.254 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch die

Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, welche im Berichtsjahr 133.640 Tsd. € beträgt (Vorjahr: 4.457 Tsd. €).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 40.699 38.268
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen
und sonstige Haftungsverhältnisse 6.900 18.126
Haftungsverhältnisse (gesamt) 47.599 56.394

In den Haftungsverhältnissen sind 142 Tsd. € (Vorjahr: 142 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten, für die entsprechende Rückhaftungsvereinbarungen abgeschlossen wurden. Die restlichen Haftungsverhältnisse in Höhe von 47.457 Tsd. € (Vorjahr: 56.252 Tsd. €) beziehen sich auf konsolidierte verbundene Unternehmen.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen.

17. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd.€ 31.12.2019 Gesamtbetrag 31.12.2019 Jahresbetrag 31.12.2018 Gesamtbetrag 31.12.2018 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 8.630 5.110 10.875 5.250
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 10.860 1.469 13.312 2.053
Gesamt 19.490 6.579 24.187 7.303

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 19 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 7 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich einerseits um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich Flächenmanagement. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 9 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 5 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 11 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 1 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €).

Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 16 und nicht unter Ziffer 17 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 6 Mio. € (Vorjahr: 29 Mio. €), wovon rund 4 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (Vorjahr: 18 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 5 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €).

19. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 299.875 Tsd. € (Vorjahr: 386.599 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -649 Tsd. € (Vorjahr: -2.441 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können.

Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB-Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 4.395 Tsd. € (Vorjahr: 3.836 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 268 Tsd. € (Vorjahr: - 196 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB-Teilkonzerns wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 1.810 Tsd. € (Vorjahr: 4.786 Tsd. €) passiviert.

20. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 773 Mio. € und liegen damit um 22% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 986 Mio. €.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um rund 214 Mio. € entfällt hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Stromnetze. Aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs mit Wirkung zum 01. April 2019 sind nur die Umsätze des ersten Quartals mit 120 Mio. € enthalten.

In dem auf die Division Industrieautomation entfallenden Teil der ABB AG ist der Umsatz um 33% auf 109 Mio. € angestiegen. In dem auf die Division Elektrifizierungsprodukte entfallenden Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte sind die Umsatzerlöse um 4% zurückgegangen.

Im Bereich „Sonstiges / Konsolidierung“ werden zum einen Aktivitäten berichtet, die nach Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze bei ABB verbleiben werden.

Zum anderen sind Umsatzerlöse der Holding- und Dienstleistungsfunktionen der ABB AG enthalten.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:

in Tsd.€ 2019 2018
Industrieautomation 108.863 81.584
Elektrifizierungsprodukte 309.630 322.449
Power Grids 120.440 425.888
Sonstiges / Konsolidierung 233.708 156.317
Umsatzerlöse (gesamt) 772.641 986.238
davon:
Deutschland 275.938 349.308
Übriges Europa 240.910 343.986
Asien 184.969 179.455
Afrika 22.057 66.896
Amerika 44.914 41.775
Sonstige Regionen 3.853 4.818

21. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Holding- Umlagen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie der Gewinn aus der Erfassung der Verschmelzung der ABB Beteiligungs- Management GmbH, Mannheim, auf die ABB AG. Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 21.680 Tsd. € (Vorjahr: 24.166 Tsd. €) enthalten.

Die periodenfremden Erträge betragen 34.183 Tsd. € und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

22. Materialaufwand

in Tsd.€ 2019 2018
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -211.996 -384.529
Aufwendungen für bezogene Leistungen -144.848 -199.205
Materialaufwand (gesamt) -356.844 -583.734

Der Rückgang des Materialaufwands um 227 Mio. € ist in erster Linie auf die um 347 Mio. € gesunkene Gesamtleistung zurückzuführen.

23. Personalaufwand

in Tsd.€ 2019 2018
Löhne und Gehälter -179.752 -268.874
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -32.355 -48.678
(davon für Altersversorgung) (-3.981) (- 7.960)
Personalaufwand (gesamt) -212.107 -317.552

Die Lohn- und Gehaltssumme ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Dies ist auf die rückläufige Anzahl der Beschäftigten um 1.757 Mitarbeiter (stichtagsbezogen), im Wesentlichen aufgrund des Betriebsübergangs der Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Stromnetze auf die ABB Power Grids AG, Mannheim, zurückzuführen. Gegenläufig wirkte das tarifliche Zusatzgeld, welches erstmalig im Jahr 2019 ausbezahlt wurde.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten, auch aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl, rückläufig. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 28 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 3.981 Tsd. € (Vorjahr: 7.960 Tsd. €).

24. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2019 2018
Gewerbliche Arbeitnehmer 741 843
Angestellte 2.159 2.501
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 2.900 3.344
Auszubildende 187 223
Mitarbeiter (gesamt) 3.087 3.567

Im Jahresdurchschnitt ging die Anzahl der Mitarbeiter von 3.567 um 480 auf 3.087 zurück.

Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Rückgang der Mitarbeiterzahl von 3.558 im Vorjahr um 1.757 auf 1.801 zum Ende des Berichtsjahres.

25. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 3 dieses Anhangs.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, konzerninterne Umlagen, Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Garantieaufwendungen, Bußgelder, Mieten, Pachten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, soweit die entsprechenden Aufwendungen nicht zur Erzielung von Umsatzerlösen anfielen.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 27.629 Tsd. € (Vorjahr: 27.036 Tsd. €). Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 979 Tsd. € (Vorjahr: 1.814 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 22.933 Tsd. € (Vorjahr: 2.401 Tsd. €).

27. Beteiligungsergebnis und Abschreibungen auf Finanzanlagen

in Tsd.€ 2019 2018
Erträge aus Beteiligungen 15 -
(davon von verbundenen Unternehmen) (-) (-)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 85.751 99.597
Aufwand aus Verlustübernahmen - -92
Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen -948 -3.308
Beteiligungsergebnis 84.818 96.197

Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr mit 85 Mio. € um 11 Mio. € unter dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres.

Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur Ergebnissituation im Beteiligungsbereich der ABB AG verweisen wir auf unsere Ausführungen in unserem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde.

Außerdem erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der ABB Kaufel GmbH, Berlin, in Höhe von 9.543 Tsd. € aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der Gesellschaft.

28. Zinsergebnis

in Tsd. € 2019 2018
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.781 2.612
(davon von verbundenen Unternehmen) (784) (1.412)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (19.486) (183)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 2.262 -76.290
(davon an verbundene Unternehmen) (-) (-)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-39) (-75.724)
Zinsergebnis 18.519 -73.678

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 18.519 Tsd. € und liegt somit um 92.197 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 48.244 Tsd. € (Vorjahr: 45.608 Tsd. €). Davon resultieren 22.856 Tsd. € (Vorjahr: 20.064 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 3,25% im Vorjahr auf 2,75% zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 67.636 Tsd. € (Vorjahr: Verluste in Höhe von 29.690 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 94 Tsd. € (Vorjahr: 183 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 39 Tsd. € (Vorjahr: 426 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes negatives Zinsergebnis in Höhe von 928 Tsd. € (Vorjahr: positives Zinsergebnis von 1.863 Tsd. €).

29. Steuern

Im Berichtsjahr ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 20.393 Tsd. € (Vorjahr: Steuerertrag in Höhe von 25.459 Tsd. €).

Der Steueraufwand des Berichtsjahres resultierte im Wesentlichen aus zwei Sachverhalten. Zum einen aus der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage in Höhe von 20.764 Tsd. € von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Zum anderen ergaben sich positive Ergebniseffekte aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Rückstellungen.

30. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2019 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.

31. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 betrug 342 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 betrugen insgesamt 1.573 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.756 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.403 Tsd. € zurückgestellt.

32. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft

Wie an anderer Stelle in diesem Anhang bereits ausgeführt, wurde im Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Aus diesem Grund wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 133.640 Tsd. € (Vorjahr: 4.457 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Die gesamten ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 VIII HGB ergeben sich in Höhe von 186.851 Tsd. € aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

Mannheim, den 27. März 2020

ABBAG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Bestätigungsvermerk

An die ABB AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden: Lagebericht) der ABB AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt 2 im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31 Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lage-

berichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen,
die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mannheim, den 27. März 2020

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Isele

gez. Zandt Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer

Geschäftsbericht ABB Deutschland 2019

Inhalt Geschäftsbericht 2019

Inhalt

Bericht des Vorstands

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2019

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Fünfjahresübersicht

Impressum

ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2019 war herausfordernd und erfolgreich zugleich für die deutsche ABB. Wirtschaftlich haben wir das Jahr erfolgreich abgeschlossen, auch wenn zwei große Transformationsprojekte im laufenden Tagesgeschäft durchaus eine Herausforderung waren. 2019 war ein wahrer Kraftakt!

Der Startschuss für die Transformation fiel noch Ende 2018. Ziel war es, die Unternehmensstruktur zu vereinfachen, um so noch besser auf die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden eingehen zu können. Vorrangig wurden dafür die vier neuen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation und Antriebstechnik eigenständiger aufgestellt. Die Neuausrichtung zum Technologieführer für digitale Industrien wurde somit vorangetrieben.

Zusätzlich galt es, die Sparte Stromnetze (Power Grids) aus dem ABB-Konzern herauszulösen und ein eigenständiges Unternehmen aufzubauen. Die neue ABB Power Grids Germany AG wird im Rahmen der globalen Transaktion von ABB in ein Joint-Venture mit Hitachi eingebracht. Unter Vorbehalt der Zustimmung der Behörden soll die Transaktion bis Ende des ersten Halbjahres 2020 abgeschlossen sein.

Wachstum trotz großer Veränderung

Zwei Mammutprojekte, die ABB Deutschland - aber auch die Kollegen weltweit - in nur einem Jahr gemeistert hat. Und trotzdem hat es die deutsche ABB geschafft, das Jahr 2019 erfolgreich abzuschließen. Das ist ein ganz ausgezeichneter Erfolg und eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Kundenorientierung!

Welche Produkte und Lösungen wir für unsere Kunden entwickelt haben, zeigen wir jedes Jahr aufs Neue auf der Hannover Messe. Mit Schweden als Partnerland war die Messe im letzten Jahr ein ganz besonderes Highlight. So konnten wir nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel und den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven bei uns am Stand begrüßen, sondern auch Prinz Carl Philipp aus dem schwedischen Königshaus.

Zum ersten Mal waren auch die Kollegen des ABB Ability™ Customer Experience Centers (ACE) auf dem Messestand vertreten. Gemeinsam mit Kunden treiben sie in Co-Creation Workshops den digitalen Wandel voran.

Neue Wege der „Customer Experience“

Letztes Jahr wurde in Ladenburg das erste von drei digitalen Laboren der ABB-Welt eröffnet. In den ACE-Centern arbeiten ABB-Experten bereichsübergreifend gemeinsam mit Kunden an digitalen Lösungen. Ziel ist es, den individuellen Bedürfnissen der Kunden noch besser zu entsprechen. Großkonzerne, mittelständische Unternehmen, Lieferanten und Start-ups entwickeln so gemeinsam mit uns neue Geschäftsideen zur Ladeinfrastruktur, Fabrik der Zukunft, Prozessautomatisierung, zu Smart Buildings oder Smart Cities.

Nicht nur das ACE, auch der Start-up-Accelerator zeigt, dass ABB das Potenzial von neuen Formen der Zusammenarbeit mit Kunden und Partner erkannt hat. Mit dem Accelerator, der 2019 erstmals gestartet wurde, treiben wir die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (Kl) in der Industrie voran. Letztes Jahr arbeiteten sieben Start-ups aus Europa gemeinsam mit ABB-Experten an Lösungen. Der Gewinner entwickelte ein Tool für Kl-basierte Energieprognosen für Wind, Sonne und Verbrauch sowie Entscheidungshilfen für den Stromhandel und die Anlagenoptimierung. Eine Lösung, die beim „Mission to Zero“-Projekt bereits zum Einsatz kommt.

Start der Mission to Zero

Mitte letzten Jahres hatten wir allen Grund zum Feiern: Die Eröffnung unseres ersten nahezu klimaneutralen Produktionsstandorts bei der ABB-Tochter Busch-Jaeger in Lüdenscheid. ABB verfolgt mit der „Mission to Zero“ die Vision einer energieautarken und CO2-neutralen Industrieproduktion. Dafür werden erneuerbare Energien mit vernetzten, skalierbaren Energiemanagementlösungen verknüpft. In Lüdenscheid zeigt ABB eindrucksvoll, wie ein System im Sinne von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung optimiert werden kann. Das Werk wird so jedes Jahr rund 630 Tonnen CO2 einsparen.

Elektromobilität auf der Pole Position

Die Dekarbonisierung muss auch im Verkehrssektor schnell Fortschritte machen. Deshalb gilt es, der Elektromobilität in Deutschland endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Mit dem Sponsoring für die erste vollelektrische Rennserie, ABB FIA Formel E, wollen wir eine breite Öffentlichkeit für Elektromobilität begeistern. Denn gefahren werden die Rennen mitten auf Stadtkursen direkt in den Metropolen, im vergangenen Jahr auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Doch geht es nicht nur darum, Begeisterung mit der Rennserie zu entfachen. Die Rennen sind eine besondere Plattform, um neue Technologien zu testen. So kam die Schnellladetechnik von ABB in der Saison 2019 erstmals im Motorsport in der neuen Jaguar I-Pace eTrophy - der ersten rein elektrischen Serie für Serienfahrzeuge - zum Einsatz, die begleitend auch in Berlin stattfand.

Das Jubiläumsjahr der GIS war gleichzeitig die Geburtsstunde der Terra HP High-Power Ladestation. Damit können Elektrofahrzeuge in nur acht Minuten genug Energie für 200 Kilometer Reichweite laden. Die neue DC-Schnellladestation ergänzt das breite Portfolio von ABB, das auch Ladelösungen für Busse und Schiffe umfasst. Auch aufgrund der Errungenschaften im Bereich Elektromobilität zählt ABB nach Meinung des Fortune Magazins zu den Top 8 Unternehmen, die die Welt verändern.

Corporate Social Responsibility

ABB nimmt die Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft und Beschäftigten sehr ernst und setzt hierbei drei Schwerpunkte: Die gesellschaftliche Verantwortung, die ABB als Arbeitgeber innehat, unsere Produkte und Lösungen, die einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz leisten und - als dritte „Säule“ - unsere Mitarbeiter.

Für unsere Mitarbeiter bieten wir deshalb ein breites Angebot an Sozialleistungen, darunter Sabbatical, Urlaubseinkauf oder das ABB Kinderferienhaus, in dem Kinder von Beschäftigten kostenlos ihre Ferien verbringen können. Zudem hat jeder Mitarbeiter Anspruch, an fünf Tagen im Monat von Zuhause aus zu arbeiten. So möchten wir es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Berufs- und Privatleben noch besser in Einklang zu bringen.

Soziale Verantwortung ist fester Teil der ABB-Kultur: Unser Engagement als langjähriger Premium Partner bei Special Olympics ist eine echte Herzensangelegenheit. Seit vielen Jahren unterstützen unsere Mitarbeiter im Volunteering-Programm Special Olympics, die deutsche Organisation der weltweit größten Breitensportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.

Deutschland ist nach wie vor der drittgrößte Absatzmarkt für ABB weltweit. Mit unseren engagierten und hochqualifizierten Mitarbeitern und unserer Innovationskraft haben wir beste Bedingungen für ein erfolgreiches Jahr 2020!

Für das entgegengebrachte Vertrauen danke ich allen Partnern, Kunden und Mitarbeitern der ABB Deutschland ganz herzlich.

Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender der ABB AG

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2019

Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Konzernlagebericht der ABB AG (im Folgenden deutsche ABB) zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst. In diesem zusammengefassten Lagebericht wurden neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 18 inländische Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Gemäß dem zum 01. April 2019 eingeführten Geschäftsmodell verteilen sich die operativen Geschäftsaktivitäten der ABB-Gruppe - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - auf die vier operativ tätigen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik, welche die volle operative Verantwortung für Produkte, Funktionen, Forschung und Entwicklung sowie geographische Gebiete innehaben.

Die Geschäftsbereiche sind in Geschäftseinheiten gegliedert, die sich wiederum in verschiedene Produktgruppen aufteilen. Der Konzernlagebericht orientiert sich in erster Linie an dieser Unternehmensstruktur nach Geschäftsbereichen. Die operativ tätigen Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik werden durch die Geschäftsbereiche Stromnetze sowie Sonstige Einheiten/ Konsolidierung ergänzt und in der Segmentberichterstattung einzeln dargestellt.

Die ABB AG umfasst die wesentlichen Teile des Geschäftsbereichs Stromnetze. Teile der ABB AG sind auch den Geschäftsbereichen Elektrifizierung und Industrieautomation zugeordnet. Ein Teil des Geschäftsbereichs Stromnetze, der sogenannte Non-core-Aktivitäten umfasst, ist dem Bereich Sonstige Einheiten zugeordnet. Die wesentlichen Teile der Geschäftsbereiche Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik sind in rechtlich selbstständigen Tochterunternehmen enthalten, die sich direkt oder indirekt vollständig im Anteilsbesitz der ABB AG befinden.

Darüber hinaus erstreckt sich die operative Tätigkeit der ABB AG auf die Grundlagenforschung und die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen. Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, so dass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB entwickelt.

Ende des Jahres 2018 gab die ABB Ltd, Zürich / Schweiz bekannt, den Geschäftsbereich Stromnetze in ein Joint-Venture mit Hitachi Ltd., Tokio/ Japan (im Folgenden Hitachi), einzubringen. An diesem Joint-Venture wird die ABB-Gruppe nach dem Closing, das für Mitte des Jahres 2020 geplant ist, mit 19,9% beteiligt sein. Darüber hinaus ist mit Hitachi eine Ausstiegsklausel vereinbart worden, die nach Ablauf von drei Jahren nach dem Closing der Transaktion ausgeübt werden kann.

Zur Vorbereitung des Joint-Ventures wurden verschiedene gesellschaftsrechtliche Maßnahmen umgesetzt, um die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Stromnetze im Wege der Abspaltung aus dem deutschen Teilkonzern herauszulösen. Der Geschäftsbereich Stromnetze der ABB AG wurde auf die ABB Power Grids Germany AG,

Mannheim, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. April 2019 durch eine Abspaltung zur Aufnahme übertragen. Im Rahmen dieser Abspaltung wurden auch die Anteile an der Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, übertragen.

Aufgrund der großen Bedeutung des Geschäftsbereichs Stromnetze für die ABB AG und den mit der Abspaltung verbundenen erheblichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ABB AG wurden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung durch eine Zusatzspalte „2019 vergleichbar“ ergänzt. Mittels dieser Spalte soll eine Vergleichbarkeit der Geschäftsentwicklung mit dem Vorjahr ermöglicht werden.

Die ABB AG nutzt verschiedene Kennzahlen zur Steuerung der Leistungen im Hinblick auf die obersten Unternehmensziele. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Auftragseingänge und Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern. Des Weiteren wird ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis vor Ertragsteuern ermittelt. Als nicht-finanzbezogene Steuerungsgröße verwendet die deutsche ABB die Anzahl der Mitarbeiter.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4HGB

Gemäß §§ 111 Abs. 5, 76 Abs. 4 AktG hat die ABB AG am 30. Juni 2017 die nachfolgenden Zielgrößen für den Anteil weiblicher Mitglieder in Aufsichtsrat (unten 1.), Vorstand (unten 2.) und auf den Führungsebenen 1 und 2 unter dem Vorstand (unten 3.) festgelegt, die jeweils bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen sind.

1. Der Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat der ABB AG, Mannheim, soll von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 12,5% auf 25% (Zielgröße) erhöht werden.

2. Nachdem zum Zeitpunkt der Festlegung weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der ABB AG geplant ist, beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der ABB AG 0%. Bei Wechseln oder Vergrößerungen vor dem 30. Juni 2022 wird sich der Aufsichtsrat bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen. Der geringe Frauenanteil in den technischen Berufen und die daraus auch für ABB resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen zu gewinnen, sind dem Aufsichtsrat hierbei bewusst.

3. Der Anteil weiblicher Mitglieder von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 15,79% auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand und von - zum Zeitpunkt der Festlegung -29,73% auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand soll jeweils nicht unterschritten werden.

ABB betrachtet die Förderung von Frauen - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - über die Grenzen einzelner Konzerngesellschaften hinweg als wichtige Aufgabe und wird weiterhin daran arbeiten, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Dabei geht es ABB nicht um die bloße Erfüllung einer Quote, sondern um die Gewinnung von talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik). ABB ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams erhöhte Chancen für mehr Innovationskraft bieten und zu höherer Produktivität führen. Dabei sollen alle Beschäftigten gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können.

Die wirtschaftliche Lage im Berichtsjahr

Die Weltwirtschaft entwickelte sich in 2019 weiterhin gedämpft. Sie ist geprägt durch den Abschwung der Industriekonjunktur, der nicht zuletzt auf protektionistische Tendenzen zurückzuführen ist. Die globale Industrieproduktion ist zwar im November gegenüber dem Vormonat etwas gestiegen und übertraf ihr Vorjahresniveau wieder leicht, gleichzeitig verringerte sich aber der globale Warenhandel und für das Gesamtjahr 2019 zeichnet sich beim Warenhandel erstmals seit zehn Jahren ein Rückgang ab. In Anbetracht der aktuellen Indikatorenlage gehen die internationalen Organisationen für das laufende und kommende Jahr von einer nur wenig beschleunigten, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Die schwachen Impulse aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld wirken grundsätzlich dämpfend auf den deutschen Außenhandel. Insofern bleiben auch die näheren Aussichten verhalten. Die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen sind im Dezember saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen im Vergleich zum Vormonat um 1,6% gestiegen, nachdem sie allerdings im November um 3,8% zurückgegangen waren. Im vierten Quartal insgesamt ergab sich ein leichter Zuwachs von 0,3 %, der aufgrund leicht gestiegener Ausfuhrpreise in realer Rechnung etwas geringer ausfallen dürfte. Die ifo Exporterwartungen sind zum Jahresbeginn 2020 wieder gefallen, blieben aber per Saldo noch im positiven Bereich. Auch die Importe von Waren und Dienstleistungen haben sich im Dezember saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen im Vergleich zum November erhöht (+ 0,9%).

In der Industrie hält die Konjunkturschwäche an. Darauf deuten sowohl die schwache Entwicklung von Auftragseingängen, Umsätzen und Produktion hin. Auf der anderen Seite hat sich die Stimmung in den Unternehmen zuletzt wieder verbessert. Dies spricht dafür, dass sich die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten zumindest etwas stabilisieren dürfte. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe

insgesamt nahm im Dezember um 3,5% ab. Dieser deutliche Rückgang ist allerdings aufgrund einer hohen Anzahl an Brückentagen merklich überzeichnet. Darauf deutet auch das kräftige Produktionsminus von 8,7% im Teilbereich Baugewerbe hin. Die Erzeugung in der Industrie ging um 2,9% zurück. Die Energieproduktion erhöhte sich um 2,0%.

Im Jahresschlussquartal insgesamt wurde die Herstellung im Produzierenden Gewerbe um 1,9% eingeschränkt. In der Industrie fiel das Minus mit -2,3% etwas stärker aus, was insbesondere auf die Kfz-Industrie und den Maschinenbau zurückzuführen ist (-4,6% bzw. -4,5%). Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe haben sich im Quartalsvergleich um 0,5% verringert, aber nicht mehr so stark wie in den Vorquartalen.

Insgesamt befand sich die deutsche Wirtschaft in 2019 in einer Konsolidierungsphase. Im Jahresschlussquartal konnte sie ihre gesamtwirtschaftliche Leistung halten. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im vierten Quartal 2019 preis-, kalender- und saisonbereinigt (+/-0,0%) gegenüber dem Vorquartal, in dem es sich aufwärts revidiert um 0,2% erhöht hatte. Nachfrageseitige Impulse blieben im vierten Quartal rar, lediglich die Investitionen in Bauten und in sonstige Anlagen wurden ausgeweitet. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben dürften ihr Niveau in etwa gehalten haben. Die Exporte und im Gefolge auch die Investitionen in Ausrüstungen wurden eingeschränkt. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich damit 2019 insgesamt preisbereinigt um 0,6%.

* Quelle: Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2019/20, Prognose 2020

* Quelle: BMWi, Jahreswirtschaftsbericht 2020, Prognose 2020

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2020:

Deutliche Abkühlung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich merklich verlangsamt. Dazu trägt insbesondere die Schwäche der Industrie bei. Gleichzeitig kam es zu einem Rückgang des Welthandelsvolumens. Die gestiegene Unsicherheit, nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst, dämpft das Investitionswachstum. Im Prognosezeitraum dürfte die konjunkturelle Dynamik weiter verhalten bleiben. Zu den Risiken für die weitere Entwicklung zählt eine erneute Eskalation der Handelskonflikte. Gute politische Einigungen böten hingegen die Chance auf ein höheres Wachstum.

Zudem haben sich zwischenzeitlich die Risiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld durch die Ausbreitung des Corona-Virus erhöht. Die damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf China und seine Handelspartner sind gegenwärtig noch nicht abschätzbar.

Im Euro-Raum hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ebenfalls verlangsamt. Insbesondere die Investitionen und Exporte entwickelten sich schwächer. Dabei zeigt sich eine heterogene Entwicklung in den Mitgliedstaaten. Für das Jahr 2020 erwartet der Sachverständigenrat eine Zuwachsrate des BIP im Euro-Raum von 1,1%. Die Inflationsrate des harmonisierten Verbraucherpreisindex ist mit den gesunkenen Energiepreisen zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre bereits expansive Geldpolitik weiter gelockert. Dies geht jedoch mit Risiken, etwa für die Finanzstabilität, einher.

Deutschland ist von der globalen Wachstumsverlangsamung, insbesondere in der Industrie, besonders betroffen. Dabei spielt neben der Offenheit der deutschen Volkswirtschaft die starke Ausrichtung auf Investitionsgüter eine Rolle. Das Wirtschaftswachstum hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verlangsamt und liegt unterhalb der Potenzialrate.

Die Konjunktur in der deutschen Wirtschaft ist weiterhin zweigeteilt. Während sich die mehr binnenwirtschaftlich orientierten Dienstleistungsbereiche und das Baugewerbe wirtschaftlich gut und robust entwickeln, steht die exportorientierte Industrie anhaltend unter Druck und befindet sich in einer Rezession. Die Konjunkturindikatoren für die Industrie senden gegenwärtig gemischte Signale. Während die Umsätze und die Produktion im Jahresschlussquartal nochmals kräftig abnahmen, hellten sich ihre Geschäftserwartungen weiter etwas auf, was absehbar für eine Stabilisierung der Industriekonjunktur spricht.

Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Anzeichen für eine Abschwächung. Der kräftige Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre dürfte zu einem vorläufigen Ende kommen. Von einer breiten gesamtwirtschaftlichen Rezession ist derzeit jedoch nicht auszugehen.

Für das Jahr 2020 erwartet der Sachverständigenrat eine Zuwachsrate des BIP von 0,9%. Ohne den positiven Kalendereffekt ergibt sich für das Jahr 2020 ein Wachstum von nur 0,5%. Damit hat der Sachverständigenrat frühere Prognosen deutlich abgesenkt. Angesichts pessimistischer Geschäftserwartungen, einer schwierigen Auftragslage sowie hoher Unsicherheit dürften vor allem die Ausrüstungsinvestitionen kaum wachsen. Vom Außenhandel sind ebenfalls keine Impulse zu erwarten. Positiv dürfte sich dagegen der Konsum entwickeln. Hierbei kommt nicht zuletzt die positive Lohndynamik zum Tragen. Im Jahr 2020 dürfte die Produktionslücke geschlossen sein.

Rückgang der Auftragseingänge - Exportanteil gesunken

Der Auftragseingang der deutschen ABB belief sich im Berichtsjahr auf 2.846 Mio. € und lag damit um 14 % bzw. 453 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.299 Mio. €. Der Auftragseingang im Inland konnte von 1.741 Mio. € auf 1.829 Mio. € gesteigert werden. Der Auftragseingang aus dem Ausland erreichte im Berichtsjahr einen Wert in Höhe von 1.017 Mio. € und lag damit um 541 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 1.558 Mio. €. Der Auslandsanteil am Auftragseingang ging von 47 % im Vorjahr auf 36% zurück.

Auftragseingang Außengeschäft

2019 2018 2017 2016 2015
Gesamt 2.846 3.299 3.079 3.156 3.380
Auslandsanteil 36% 47% 47% 46% 53%

Die Auftragseingänge des Geschäftsbereichs Stromnetze gingen gegenüber Vorjahr deutlich zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mit Wirkung zum 01. April 2019 die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Stromnetze im Wege der Abspaltung aus dem deutschen Teilkonzern herausgelöst wurden. Die Aktivitäten wurden durch gesellschaftsrechtliche Maßnahmen innerhalb der globalen ABB-Gruppe neu organisiert. Dies ist Teil der Maßnahmen, die notwendig sind, um den Geschäftsbereich Stromnetze zum 30. Juni 2020 in ein Joint-Venture mit dem japanischen Mischkonzern Hitachi einzubringen, wie dies Ende des Jahres 2018 angekündigt wurde. Die im deutschen Teilkonzern verbleibenden Auftragseingänge entfallen auf das erste Quartal 2019. Der aus der Abspaltung resultierende hohe Rückgang der Auftragseingänge wirkte sich hauptsächlich auf das Auslandsgeschäft aus.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte im Berichtsjahr die hohe Zahl an Auftragseingängen insgesamt nicht erreichen. Im Vorjahresvergleich betrug der Rückgang rund 4%. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem Export, während der Inlandsumsatz leicht anstieg.

In nahezu allen Segmenten der ABB Stotz-Kontakt GmbH wurden Zuwächse erzielt. Das Geschäft mit Installationstechnik, in Schaltanlagenbau und Maschinenbau/OEM verlief positiv. Allerdings trübte sich das konjunkturelle Umfeld im Industriesektor etwas ein. Vom unverändert günstigen Marktumfeld in Wohn- und Zweckbau profitierte die Busch-Jaeger Elektro GmbH. Die ABB Striebel & John GmbH konnte in den relevanten Marktsegmenten Wohnbau und Zweckbau/Infrastruktur den Wachstumspfad fortsetzen. Die beiden Vertriebskanäle Elektrogroßhandel über Busch-Jaeger und Direktvertrieb/Schaltanlagenbau über ABB Stotz-Kontakt waren erfolgreich. Das Geschäft mit Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH musste deutliche Volumenrückgänge verzeichnen.

Das Geschäft mit Ladesäulen konnte jedoch vom gesamtwirtschaftlichen Trend zur Elektromobilität profitieren. Die Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte der ABB AG konnte die Auftragseingänge des Vorjahres weder im Inland noch im Ausland erreichen.

Die Auftragseingänge im Geschäftsbereich Industrieautomation lagen im Berichtsjahr um rund 12% unter den Werten des Vorjahres. Im Inlandsgeschäft konnte der Geschäftsbereich Zuwächse erzielen. Allerdings waren die Rückgänge im Exportvolumen damit nicht zu kompensieren. Fehlende Großaufträge, die durch Volumenzuwächse im Bereich Öl & Gas und einen Anstieg im Servicevolumen im Bereich Kraftwerke nicht kompensiert werden konnten, führten in der Geschäftseinheit Energy Industries insgesamt zu einem Rückgang beim Auftragseingang. Für die Geschäftseinheit Turbocharging reduzierten sich die Auftragseingänge in einem unverändert wenig stabilen Markt, der durch eine rückläufige Entwicklung im Schiffsbau und durch organisatorische Neuausrichtungen von Reedereien geprägt ist. Auch in der Geschäftseinheit Measurement & Analytics gingen die Auftragseingänge, insbesondere aus dem Ausland, zurück. Einen erfreulichen Geschäftsverlauf erlebte die Geschäftseinheit Process Industries: die Inlandsnachfrage stieg insbesondere im Bereich Metals deutlich an, und das Auslandvolumen erreichte aufgrund von größeren Aufträgen das Vorjahresniveau. Die Geschäftseinheit Marine & Ports erzielte aufgrund größerer Aufträge im zweiten Halbjahr Volumenzuwächse in Inland und Ausland.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation gingen die Auftragseingänge um rund 8% zurück. Während die Werte des Berichtsjahres im Inland etwa auf Vorjahreshöhe waren, blieben die Exportzahlen gegenüber dem Vorjahr spürbar zurück. Das Geschäft mit Premiumherstellern der Automobilindustrie im Bereich der Roboterprodukte war weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Auftragseingänge im System- und im Servicebereich entwickelten sich jedoch rückläufig. Der Inlandsanteil erhöhte sich leicht - das überwiegende Volumen wurde auf dem deutschen Markt realisiert. Aufträge außerhalb Deutschlands stammen zu einem großen Teil aus dem Systemgeschäft.

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik konnte im Geschäftsjahr 2019 insgesamt ein deutlicher Anstieg des Auftragseingangs erreicht werden. Die Geschäftsentwicklung fiel im Vorjahresvergleich vor allem im Inlandsgeschäft ausgesprochen erfreulich aus. In allen Segmenten konnten Steigerungen der Auftragseingänge erzielt werden. Insbesondere das Geschäft mit Bahnapplikationen und Generatoren sowie das Geschäft mit OEM-Kunden konnten die Erwartungen deutlich übertreffen. Die Entwicklung im Servicegeschäft verlief zufriedenstellend. Das Auslandsgeschäft hingegen konnte die Vorjahreswerte nicht erreichen. Der gute Geschäftsverlauf im Geschäft mit Generatoren konnte den Rückgang bei Auslandsaufträgen mit OEM-Kunden nicht vollständig kompensieren, so dass der Export insgesamt zurückging.

Rückgang beim Umsatz - Exportquote leicht gesunken

Die Umsatzerlöse der deutschen ABB betrugen im Berichtsjahr 2.984 Mio. €. Im Vorjahresvergleich ging der Umsatz um 151 Mio. € zurück und lag rund 5% unter dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von 3.135 Mio. €. Einem deutlichen Rückgang des Umsatzes durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze stand eine überwiegend positive Entwicklung der Umsatzerlöse in den anderen operativen Geschäftsbereichen gegenüber.

Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf rund 1.615 Mio. € und lagen damit um 29 Mio. € bzw. um 2% unter dem Umsatzniveau des Vorjahres in Höhe von 1.644 Mio. €. Im Auslandsgeschäft ging der Umsatz um 8% zurück. Die Exporterlöse gingen von 1.491 Mio. € um 122 Mio. € auf 1.369 Mio. € zurück.

Hauptursache für den Rückgang der Umsatzerlöse war der Geschäftsbereich Stromnetze. Mit Wirkung vom 01. April 2019 wurde der Geschäftsbereich Stromnetze durch Abspaltung aus der ABB AG zur Aufnahme in die ABB Power Grids Germany AG, Mannheim, aus dem deutschen Teilkonzern der ABB ausgegliedert.

Aufgrund dieser Maßnahme ist für den Geschäftsbereich Stromnetze nur das erste Quartal 2019 in den Geschäftszahlen der deutschen ABB enthalten.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung erzielte beim Umsatzvolumen erfreuliche Zuwächse. Diese fielen im Inlandsgeschäft deutlicher als im Exportgeschäft aus.

In allen Segmenten der ABB Stotz-Kontakt GmbH wurden Zuwächse beim Umsatz erzielt. Dies galt für das Inlandsgeschäft und den Export gleichermaßen. Bei der Busch-Jaeger Elektro GmbH konnten insbesondere die Umsatzerlöse im Exportgeschäft spürbar gesteigert werden. Beim Umsatz konnte die ABB Striebel & John GmbH ein nahezu stabiles Geschäft verzeichnen. Das Geschäft mit Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH musste Volumenrückgänge verzeichnen, während das Geschäft mit Ladesäulen Umsatzzuwächse erzielte. Die in der ABB AG angesiedelte Geschäftseinheit Mittelspannungsprodukte konnte im Inland die Umsatzerlöse knapp erreichen, das Exportgeschäft blieb jedoch hinter den Vorjahreswerten zurück.

Im Geschäftsbereich Industrieautomation konnte im Berichtsjahr ein erfreulicher Zuwachs bei den Umsatzerlösen erreicht werden. Während der Umsatz im Inland nur knapp über dem Vorjahr lag, wurde ein spürbarer Zuwachs beim Umsatz mit dem Ausland erreicht. Einen größeren Rückgang der Umsatzerlöse verzeichnete die Geschäftseinheit Measurement & Analytics. Einen größeren Anstieg der Umsatzerlöse verzeichnete die Geschäftseinheit Process Industries - dies ist hauptsächlich auf die Endabrechnung eines Projekts im Ausland zurückzuführen.

Im Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation wurden die Umsatzerlöse des Vorjahres deutlich verfehlt. Hauptsächlich ist dies durch das Inlandsgeschäft begründet, wo der Rückgang gegenüber dem Vorjahr deutlich ausfiel. Aber auch das Exportgeschäft konnte die Werte des Vorjahres nicht erreichen. Wie für den Auftragseingang bereits berichtet, verzeichnete die Robotik eine Abschwächung der Nachfrage insbesondere im Automobilbereich. Außerdem stieg der Anteil an angearbeiteten Aufträgen, die noch nicht endabgerechnet und damit als Umsatz ausgewiesen werden konnten.

Deutliche Zuwächse der Umsatzerlöse erzielte der Geschäftsbereich Antriebstechnik. Dies gilt insbesondere für das für Inlandsgeschäft. Insgesamt nahm das Geschäft mit Antrieben, Frequenzumrichtern sowie Motoren und Generatoren einen sehr positiven Geschäftsverlauf.

Auch im Bereich Sonstige Einheiten / Konsolidierung fielen nennenswerte Umsatzerlöse an. Neben Umsatzerlösen aus Dienstleistungen der ABB AG und anderer Servicegesellschaften werden in diesem Bereich auch Aktivitäten berichtet, aus denen ABB entschieden hat, auszusteigen. In diesen sogenannten Non-core-Aktivitäten wird kein Neugeschäft erwartet. Im Berichtsjahr konnten einige Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, so dass eine Steigerung des Umsatzes gegenüber Vorjahr resultierte. Die Abarbeitung des Auftragsbestands erfolgte im Großen und Ganzen gemäß den Erwartungen.

Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 1.907 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 2.610 Mio. € ging der Auftragsbestand um 703 Mio. € bzw. um rund 27% zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze bedingt. Von den verbleibenden operativ tätigen Geschäftsbereichen wies der Geschäftsbereich Industrieautomation den weitaus größten Auftragsbestand auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Ende des Berichtsjahres ein Umsatzvolumen von rund 8 Monaten ab.

Umsatz Außengeschäft in Mio. €

2019 2018 2017 2016 2015
Gesamt 2.984 3.135 3.990 4.287 3.295
Auslandsanteil 46% 48% 41% 39% 45%

Deutlicher Anstieg des Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtsjahr bei 257 Mio. € gegenüber einem Ergebnis von 44 Mio. € im Vorjahr.

Im Berichtsjahr war das Ergebnis durch Restrukturierungskosten für Kapazitätsanpassungen belastet, während im Vorjahr größere Risikovorsorge im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft anfiel. Das Ergebnis des Berichtsjahres beinhaltete eine deutliche Ergebnisverbesserung aus der Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens, während im Vorjahr das Ergebnis aufgrund ungünstiger Entwicklung der Kapitalmärkte deutlich belastet war. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtungen belastete das Ergebnis in Berichtsjahr und Vorjahr gleichermaßen. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 29 des Konzernanhangs.

Das um vorgenannte Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 268 Mio. €. Das ebenfalls bereinigte operative Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres belief sich demgegenüber auf 233 Mio. €.

Insgesamt fiel das Ergebnis im Geschäftsbereich Stromnetze im Berichtsjahr besser als im Vorjahr aus. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass mit Wirkung zum 01. April 2019 die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze aus der ABB AG zur Aufnahme in die ABB Power Grids Germany AG, Mannheim, erfolgte. Da diese Gesellschaft nicht zum deutschen Konsolidierungskreis gehört, ist der Geschäftsbereich Stromnetze nur bis Ende des ersten Quartals 2019 in den Geschäftszahlen der deutschen ABB enthalten.

Der Geschäftsbereich Elektrifizierung konnte im Berichtsjahr trotz erheblicher Aufwendungen für Restrukturierung das Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres übertreffen. Die ABB Stotz-Kontakt GmbH verfehlte das Ergebnis aus dem Vorjahr operativ nur knapp, war aber mit Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte die guten Ergebnisse der Vorjahre übertreffen. Das Ergebnis der ABB Striebel & John GmbH fiel solide aus. Das Ergebnis der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftseinheit Niederspannungsschaltanlagen war leicht positiv, aber mit Aufwendungen zur Restrukturierung belastet. Der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte konnte trotz Umsatzrückgängen das Ergebnis des Vorjahres übertreffen.

Der Geschäftsbereich Industrieautomation übertraf beim Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr das Vorjahr deutlich. Aufwendungen zur Restrukturierung fielen nur in geringem Umfang an. Eine erfreuliche Steigerung des Ergebnisses konnte die Geschäftseinheit Process Industries aufgrund des hohen Anstiegs der Umsatzerlöse und des damit verbundenen Ergebnisbeitrags erzielen. Die Geschäftseinheit Turbo-charging erzielte ein solides Ergebnis, das den Vorjahreswert aber nicht erreichen konnte. Einen spürbaren Rückgang des Ergebnisses musste insbesondere die Geschäftseinheit Measurement & Analytics hinnehmen.

Der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation verfehlte das Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres deutlich. Allerdings war das Berichtsjahr auch mit nennenswerten Aufwendungen zur Restrukturierung belastet. Aufgrund geringerer Umsatzerlöse fehlten Ergebnisbeiträge. Negative Projektabweichungen und niedrigere Margen bei Großaufträgen im Bereich der Roboterlieferungen kamen hinzu.

Im Geschäftsbereich Antriebstechnik war die Ergebnisentwicklung sehr erfreulich. Nach einem negativen Ergebnis im Vorjahr fiel das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr deutlich positiv aus. Hauptsächlich waren niedrigere Restrukturierungsaufwendungen, striktes Kostenmanagement, eine Ergebnisverbesserung im Geschäft mit Antrieben, Frequenzumrichtern und Motoren und Generatoren, sowie das Umsatzwachstum dafür verantwortlich.

Im Bereich Sonstige Einheiten / Konsolidierung war eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern möglich. Hauptursächlich hierfür sind die Aktivitäten im Non-core-Bereich. Im Berichtsjahr konnten einige Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, so dass eine Steigerung des Umsatzes gegenüber Vorjahr mit entsprechenden Ergebnisbeiträgen resultierte.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 179 Mio. €, der um 165 Mio. € über dem Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme des Vorjahres in Höhe von 14 Mio. € lag.

Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme in Mio. €

Ergebnisrechnung

in Mio.€ 2019 % 2018 %
Umsatz 2.984 3.135
Gesamtleistung 3.047 100 3.367 100
Materialaufwand -1.451 -47 -1.629 -48
Personalaufwand -728 -24 -818 -24
Übrige Aufwendungen und Erträge -611 -21 -876 -27
Ergebnis vor Ertragsteuern 257 8 44 1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15 -17 -1
Steuerumlage durch die Muttergesellschaft -63 -2 -13
Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 179 6 14
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -134 -5 -5
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme 45 1 9 1

Bilanzsumme leicht unter Vorjahr

Die Bilanzsumme des Berichtsjahres verringerte sich für den Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich von 2.316 Mio. € um 24 Mio. € auf 2.292 Mio. €.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 63 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 55 Mio. € und lagen damit über den diesbezüglichen Abschreibungen von 41 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge, insbesondere durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze, ergab sich ein Rückgang des Sachanlagevermögens um 48 Mio. €. Die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte betrugen rund 7 Mio. €, während die Zugänge etwa 3 Mio. € betrugen.

Das Nettovorratsvermögen im Geschäftsjahr 2019 verringerte sich im Vorjahresvergleich insgesamt um rund 259 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert einerseits aus dem Rückgang der Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 512 Mio. €, und ergibt sich andererseits aus der Minderung der Fortschrittszahlungen in Höhe von 254 Mio. €. Auch diese Veränderungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze.

Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen nahmen im Wesentlichen aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze im Berichtsjahr um 54 Mio. € ab. Aus der Verzinsung des Deckungsvermögens, bedingt durch die im Berichtsjahr positive Entwicklung der Kapitalmärkte, ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Deckungsvermögen von 29 Mio. € (Vorjahr: 0 €). Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 132 Mio. € (Vorjahr: 183 Mio. €) verbleibt im Berichtsjahr insgesamt eine Unterdeckung von 103 Mio. € (Vorjahr: 183 Mio. €).

Bilanz

Aktiva in Mio. €

31.12.2019 % 31.12.2018 %
Anlagevermögen 257 11 320 14
Vorräte 921 1.433
. /. verrechnete Kundenanzahlungen -553 -806
368 16 627 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411 18 545 24
Sonstige Aktiva 230 10 161 7
Flüssige Mittel 1.026 45 663 29
Summe Aktiva 2.292 100 2.316 100

Passiva in Mio. €

31.12.2019 % 31.12.2018 %
Eigenkapital 557 24 658 28
Rückstellungen für Pensionen 132 6 183 8
Übrige Rückstellungen 469 20 605 26
Erhaltene Anzahlungen 174 8 389 17
Andere Verbindlichkeiten 960 42 481 21
Summe Passiva 2.292 100 2.316 100

Der Rückgang der übrigen Rückstellungen um rund 137 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze sowie aus reduzierten Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen bzw. für Projektrisiken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um rund 65 Mio. € verringert, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aufgrund von Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen sowie im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings um 556 Mio. € anstiegen.

Das Konzerneigenkapital hat sich von 658 Mio. € auf 557 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund der Vermögensminderung durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze, verringert. Der Jahresüberschuss resultiert überwiegend aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresüberschuss die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte.

Unter Berücksichtigung der leicht geringeren Bilanzsumme ergibt sich bei reduziertem Eigenkapital eine Eigenkapitalquote von 24% zum Ende des Berichtsjahres, die um 4%-Punkte unter der Eigenkapitalquote des Vorjahres liegt.

Bruttoliquidität deutlich über Vorjahr-Nettoliquidität gesunken

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 1.026 Mio. € um etwa 363 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um 565 Mio. € höheren konzerninternen Kreditaufnahmen, welche die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für das Berichtsjahr beinhalten, ergab sich ein Rückgang der Nettoliquidität um rund 202 Mio. €.

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist einerseits durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde. Darüber hinaus wird die Liquidität auch durch Geldmittelzuflüsse und -anlagen von außerhalb des Konsolidierungskreises beeinflusst, da die ABB AG als Träger des Cash-Pools aller Gesellschaften in Deutschland agiert.

Negativ wirkte sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus, der einen Auszahlungsüberschuss in Höhe von 31 Mio. € aufwies. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit endete bei einem Einzahlungsüberschuss in Höhe von rund 28 Mio. €. Aus Veränderungen des Konsolidierungskreises resultierte ein Finanzmittelabfluss in Höhe von 64 Mio. €. Unter weiterer Berücksichtigung der Ergebnisabführung von der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ergab sich ein Rückgang der Nettoliquidität um 202 Mio. €.

Liquidität in Mio. € (Nettoliquidität/Finanzschulden/Bruttoliquidität)

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Mio. €

Wirtschaftsbericht der ABB AG

Die ABB AG mit Sitz in Mannheim ist das Mutterunternehmen der 18 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Sie übt neben ihrem operativen Geschäft auch die Holdingfunktion für die deutsche ABB aus.

Der vollständige, mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der ABB AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, dort veröffentlicht und von diesem an das Unternehmensregister weitergeleitet.

Bilanz der ABB AG, Mannheim

in Mio.€ 31.12.2019 31.12.2018
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 43,5 73,7
Finanzanlagen 509,6 489,6
Anlagevermögen 553,1 563,3
Vorräte (netto) 126,8 399,6
Forderungen und sonstige Vermögegensgegenstände 360,6 467,1
Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 1.174,4 866,2
Gesamtvermögen 2.214,9 2.296,2
Eigenkapital 693,8 846,3
Rückstellungen 292,5 413,8
Erhaltene Anzahlungen (netto) 121,5 351,0
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 966,8 458,6
Andere Verbindlichkeiten 140,3 226,5
Gesamtkapital 2.214,9 2.296,2

Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim

in Mio. € 2019 2018
Umsatz 772,6 986,2
Gesamtleistung 825,3 1.171,8
Personal- und Materialaufwand - 569,0 -901,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -196,0 -314,0
Beteiligungs- und Zinsergebnis 93,7 22,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 154,0 -21,0
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -133,6 -4,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20,4 25,5
Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme - -
Gewinnvortrag 0,4 0,4
Bilanzgewinn 0,4 0,4

Aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze im Jahr 2019 sind Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Entwicklung der Ertragslage

Der Gesamtumsatz der ABB AG im Geschäftsjahr 2019 lag bei 773 Mio. € und damit um 213 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 986 Mio. €. Der Rückgang der Umsatzerlöse entfällt hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Stromnetze. Aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs mit Wirkung zum 01. April 2019 sind nur die Umsätze des ersten Quartals enthalten.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 154 Mio. €. Nach einem Verlust in Höhe von -21 Mio. € im Vorjahr stellt dies eine Ergebnisverbesserung um 175 Mio. € dar. Dabei verbesserte sich insbesondere das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit deutlich. Aber auch die günstige Entwicklung des Kapitalmarkts und die daraus resultierenden Gewinne aus Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassung des mit Pensionsverpflichtungen saldierten Deckungsvermögens verbesserten das Ergebnis.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der ABB AG verringerte sich von 2.296 Mio. € zum 31. Dezember 2018 auf 2.215 Mio. € zum 31. Dezember 2019.

Dieser Rückgang von 81 Mio. € resultiert wesentlich aus der Entwicklung des Vorratsvermögens, das geringere Anlagen in Arbeit und geleistete Anzahlungen aufweist.

Unter weiterer Berücksichtigung geringerer erhaltener Fortschrittszahlungen reduzierte sich das Nettovorratsvermögen um 273 Mio. €. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze zurückzuführen.

Das Eigenkapital reduzierte sich im Berichtsjahr von 846 Mio. € auf 694 Mio. €.

Der Rückgang um 152 Mio. € entfiel im Wesentlichen auf die Gewinnrücklagen und ist das Resultat der Vermögensminderung durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze auf die ABB Power Grids Germany AG.

Chancen und Risiken

Die ABB AG unterliegtim Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die deutsche ABB. Auch gelten Prognosen für die Zukunft für die ABB AG und die deutsche ABB gleichermaßen.

HR-Organisation und HR-Transformation

Mit der Neuaufstellung der ABB-Gruppe durch die Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze und der Implementierung des neuen Organisationsmodells ABB-OS™ stand der Personalbereich im Jahr 2019 ganz im Zeichen der Transformation.

Die Veränderung wurde durch verschiedene Change-Management-Aktivitäten begleitet: Es wurde ein 7-Schritte-Plan verfolgt, um offene Stellen vorrangig mit internen Kandidaten zu besetzen und von der Transformation betroffene Mitarbeiter bei ABB zu halten. Die Einheit ATraCt hat einen wichtigen Beitrag bei der Erfüllung dieses „ABB Employees First“ -Ansatzes geleistet und konnte mit Orientierungsdialogen für Mitarbeiter und Teamworkshops für betroffene Abteilungen Perspektiven aufzeigen.

Die interne und externe Kommunikation war ein wichtiger Erfolgsfaktor, um die verschiedenen Zielgruppen über die Vielzahl an Veränderungen zu informieren.

Um die Transformation kommunikativ zu begleiten, wurden unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen wie Leadership Calls, Townhall-Meetings oder Newsletter eingesetzt. Zusätzlich wurde mit der neuen HR-Organisation im Rahmen von ABB-OS™ an der weiteren Harmonisierung und Standardisierung von Prozessen gearbeitet.

Gesundheit: Schützen und vorsorgen

Mit der deutschlandweiten Mitarbeiterbefragung „Mein Arbeitsplatz“ und dem „Global Engagement Survey“ hat ABB im Jahr 2019 zwei umfangreiche Umfragen durchgeführt. Diese dienten dazu, Erkenntnisse der aktuellen Situation zu erhalten, Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einzubinden und dadurch die Feedbackkultur zu stärken.

Aus den Befragungen wurden verschiedene Gesundheitsmaßnahmen abgeleitet. Zusätzlich hat ABB bereits im Vorfeld der Befragungen den bestehenden Kooperationsvertrag mit dem Fürstenberg-Institut erweitert: Mit diesem steht den Mitarbeitern ein Partner zur psychischen und Sozialberatung zur Verfügung, der spezifische Leitungen anbietet, um z. B. positiv auf die Reduktion von Stress einzuwirken.

Future of Work - Arbeiten 4.0

Auch die Relevanz von „Future of Work“ hat sich in den Ergebnissen der im Jahr 2019 durchgeführten Mitarbeiterbefragungen widergespiegelt. Zu diesem identifizierten Handlungsfeld wurden bereits vor Abschluss der Befragungen Initiativen umgesetzt: Am Standort Mannheim steht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beispielsweise eine Musterwabe zur Verfügung, in der das Arbeiten der Zukunft im Büroumfeld erlebbar ist. Neben modernen und kreativen Arbeitselementen stehen auch Rückzugsorte zum konzentrierten Arbeiten zur Verfügung.

Zukünftig ist eine verstärkte Einbindung von neuen Medien in den Produktionsbereichen geplant. Die Durchführung der Befragungen mit Tablets bei Produktionsmitarbeitern ist ein erstes Beispiel hierfür.

Bewerber: Begeistern und gewinnen

Aufgrund der Neuausrichtung von ABB lag der Fokus bei der Besetzung offener Stellen im Berichtsjahr im Rahmen des „ABB Employees First“-Ansatzes auf den ABB-Mitarbeitern. Zudem hat ABB neue Wege der Rekrutierung eingeführt. Mit dem digitalen Mitarbeiterempfehlungsprogramm „Firstbird“ können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offene Stellen über soziale Netzwerke teilen. Dadurch konnte die Besetzungsdauer „Time-to-hire“ weiter reduziert werden.

Nachwuchs: Ausbilden und fördern

Bei der Rekrutierung von Nachwuchs stellt die Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten sowie die ABB-eigene Ausbildung einen Eckpfeiler für die Förderung von Nachwuchskräften dar. Im Jahr 2019 konnte die Ausbildungsquote mit 7% konstant gehalten werden.

Durch verschiedene Maßnahmen hat die Digitalisierung auch in diesem Bereich Einzug gehalten: Um Interessierten passende Azubi- oder Werkstudentenplätze anbieten zu können, wurde erstmalig künstliche Intelligenz in Form einer Matching-App auf Messen eingesetzt. Zusätzlich soll die Digitalisierung in der Ausbildung mit der Installation einer neuen Lernfabrik gefördert werden, für die der Spatenstich im Jahr 2019 in Berlin erfolgt ist.

Potenziale: Erkennen und fördern

Um Potenziale weiter zu fördern, wurde das Angebot an „Meet the Management“-Veranstaltungen erweitert, in denen sich Talente mit Vertretern aus dem ABB-Management austauschen können. Zusätzlich wurde das „Womentoring“-Programm durchgeführt, um gezielt weibliche Fach- und Führungskräfte zu unterstützen und die Diversität bei ABB auszubauen.

Auch wurden die Modelle „Vertrieb im Tandem“ und „Vertrieb auf Probe“ mit dem Ziel eingeführt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innerhalb von ABB Perspektiven aufzuzeigen, sie an neue Tätigkeitsgebiete heranzuführen und Talente für den Vertrieb zu gewinnen. Insgesamt konnte die Anzahl an Potenzialträgern, die den nächsten Karriereschritt machen, gesteigert werden.

Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg

Im Jahr 2019 wurde erstmals ein digitales Dashboard für Führungskräfte bei ABB mit personalrelevanten Kennzahlen zur Verfügung gestellt. Dieses liefert wertvolle Impulse, um auf Basis von personalbezogenen Kennzahlen Entscheidungen treffen und Personalmaßnahmen ableiten zu können.

Ausblick 2020

Mit der neuen Ausrichtung durch ABB-OS™ wird ein enger Austausch zwischen den Global Business Services HR und den Geschäftsbereichen wichtiger denn je. Hierfür wird derzeit eine neue Governance-Struktur erarbeitet, die eine reibungslose Zusammenarbeit gewährleisten soll.

Mit einer Brand Ambassador Kampagne und einer nachhaltigen Social Media Strategie möchte ABB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2020 noch stärker an das Unternehmen binden und neue Talente für das Unternehmen begeistern.

Zusätzlich soll die Feedbackkultur durch die Einführung sogenannter Pulsbefragungen gefördert werden: Führungskräfte erhalten die Möglichkeit, Mitarbeiter über freiwillige Kurzbefragungen einzubinden und Feedback zu verschiedenen Themen einzuholen.

Des Weiteren soll sichergestellt werden, dass die abgeleiteten Maßnahmen aus den beiden Befragungen aus dem Jahr 2019 umgesetzt werden - darunter solche zur Förderung von mentaler Gesundheit, zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und Förderung des Themas „Future of Work“.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2019 hat ABB Deutschland 196 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 7% vom Umsatz.

Die Digitalisierung verändert die heutige Branche in vielerlei Hinsicht. Intelligente Geräte, breite Vernetzung und ein freier Datenfluss bringen für Kunden von ABB einen Mehrwert durch eine gesteigerte Produktivität und neuartige Angebote.

Mit etwa hundert Mitarbeitern fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg auf neue Technologien für die digitale Transformation in der Industrie

sowie intelligente Elektrifizierung von Gebäuden und Infrastruktur, z. B. für die Elektromobilität. Aktuelle Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums sind digitale Technologien zur Realisierung von zunehmend autonomeren Systemen in allen Bereichen, insbesondere Industrieanlagen und Fabriken, Roboterlösungen oder Gebäude.

Die wichtigsten Technologien zur Realisierung solcher Systeme stellen künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalyse dar. Im Mittelpunkt steht dabei die Forschung für Angebote an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Branchen hinweg, die ABB unter der Digitalplattform ABB Ability™ zusammengeführt hat.

Mit ABB Ability™ ins digitale Zeitalter

Die Zukunft der digitalen Welt zu gestalten, erfordert leistungsstarke Lösungen. ABB Ability™ mit mittlerweile hunderten Digitallösungen vereint das branchenübergreifende digitale Know-how von ABB und erstreckt sich vom einzelnen Gerät bis hin zur Cloud. Mit ABB Ability™ bündelt ABB das Portfolio als einer der Technologieführer in der digitalen Industrie. Im weltweit ersten ABB Ability™ Customer Experience (ACE) Center in Ladenburg erarbeiten Kunden und Partner mit ABB-Spezialisten aus allen Bereichen maßgeschneiderte, digitale Lösungen.

Aufwand für Forschung und Entwicklung in Mio. €

Künstliche Intelligenz (KI) ist Schlüsseltechnologie der Digitalisierung

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) wandeln sich technische Lösungen und Prozesse in hohem Maße. Die KI ist das Werkzeug, mit der die Autonomie von Systemen ein neues Niveau erreichen kann. ABB setzt schon heute auf Systeme, die KI nutzen, und kooperiert bei ihrer Weiterentwicklung mit Universitäten und Startups.

ABB entwickelt KI-Kompetenzen in vielen Geschäftsbereichen und will dieses Feld künftig weiter ausbauen, auch in Zusammenarbeit mit Partnern. So kooperiert ABB mit der universitären Forschung, insbesondere mit dem KIT in Karlsruhe, der TU Darmstadt und der TU Dresden. Eines der Kooperationsprojekte wurde jüngst ausgezeichnet: Die Innovationsplattform „KEEN - Künstliche-Intelligenz-Inkubator-Labore in der Prozessindustrie", an der sich ABB maßgeblich beteiligt, ist einer der Gewinner im Kl-Innovationswettbewerb des BMWi. KEEN bietet ABB die Möglichkeit, gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen und Universitäten direkt an Fragestellungen von Endanwendern zu arbeiten. ABB wird in KEEN Werkzeuge entwickeln, die es Anwendungsexperten erlauben, Modelle zur Überwachung und Optimierung von chemischen Prozessen zu erstellen.

Grundsätzlich bedeutet KI nicht eine einzige Lösung, sondern umfasst eine ganze Reihe von Technologien. KI ist ein Methodenbaukasten, der ein technisches Werkzeug darstellt, um eine gewisse Autonomiestufe zu erreichen und das System weiterzuentwickeln. In der Fabrik der Zukunft werden autonome Systeme die Betreiber dabei unterstützen, rechtzeitig bessere Entscheidungen zu treffen. Dadurch wird das Fachpersonal von alltäglichen, sich wiederholenden Aufgaben entlastet und kann sich auf höherwertige Tätigkeiten konzentrieren. Zudem wird die Betriebsführung von Anlagen und Fabriken sicherer und Prozesse können optimiert werden.

Agil durch Co-Creation und Start-ups

Mit der Technologie wandelt sich auch ihr Entwicklungsprozess. Die Kunden wollen immer schneller erste Lösungen sehen, die Entwicklung wird daher immer agiler. Dem wird ABB gerecht, indem das Unternehmen stark auf Co-Creation setzt, also schon früh im Prozess gemeinsam mit den Kunden Lösungen entwickelt. Zudem hat ABB ein Programm für Start-ups initiiert, die ihre Kl-Lösungen in der Industrie testen und vermarkten wollen. Mit diesem Accelerator-Programm fördert ABB die Entwicklung von künstlicher Intelligenz (Kl) für die Industrie und die nächste Stufe der industriellen Revolution. In Zukunft werden KI-Komponenten für industrielle Automatisierungslösungen von entscheidender Bedeutung und integraler Bestandteil von ABB Ability™ sein.

Das Accelerator-Programm ergänzt die Start-up-Aktivitäten von ABB und legt den Schwerpunkt auf industrielle künstliche Intelligenz und europäische Start-ups. In dem Programm haben von Januar bis Mai 2019 sieben ABB-Einheiten mit je einem ausgewählten Start-up an spezifischen KI-Anwendungsfällen zusammengearbeitet. Die Ergebnisse des Accelerators wurden im Mai 2019 in Berlin vorgestellt. Den Preis der Expertenjury gewann das schwedische Start-up Greenlytics mit einer Software, die die Produktion von Strom aus erneuerbarer Energie mit hoher Genauigkeit prognostiziert und die in die ABB-Software OPTIMAX integriert werden kann.

Erfolgreiches Musterprojekt

OPTIMAX kommt auch beim „Mission to Zero“-Projekt bei Busch-Jaeger am ABB-Stand- ort Lüdenscheid zum Einsatz. ABB hat sich in der „Mission to Zero“ dazu bekannt, anderen zu helfen, einen Beitrag zu einer CO2-neutralen Zukunft der Energieerzeugung zu leisten. Das Projekt in Lüdenscheid ist für dieses Engagement ein gutes Beispiel. Es zeigt, wie sich die Eigenerzeugung erhöhen lässt und wie sich die C02-Emissionen vermindern, die Energiekosten langfristig senken und die Verknüpfungen mit E-Mobilität sinnvoll umsetzen lassen. Zudem beweist das Projekt, dass auch bei bestehenden Gebäuden und Liegenschaften eine nachhaltige Energieerzeugung machbar ist. Das nachhaltige und effiziente Energiemanagement am ABB-Standort Lüdenscheid dient damit als Denkanstoß und erfolgreiches Muster für Kunden, die ähnliche Ziele umsetzen und zum Klimaschutz beitragen wollen.

Die neue Lösung für die intelligente Energiesteuerung enthält als technologisches Herzstück das skalierbare und flexible Energiemanagementsystem OPTIMAX for Industrial and Commercial Sites aus der ABB Ability™ Energy Management Suite

(EMS). Es ist speziell auf die Anforderungen von kleineren und mittleren Industriestandorten ausgerichtet und weniger komplex als klassische Leitsysteme für große Versorgungsanlagen. Mit OPTIMAX wird es möglich, die gesamte Erzeugung, den Verbrauch und den Energiespeicher eines Standortes optimal zu steuern.

ABB bringt den digitalen Wandel in der Industrie voran

Die digitalen Lösungen von ABB ermöglichen es, bei Unternehmen jeder Größe in der Fertigungs- und Prozessindustrie, die Produktivität zu steigern, die betriebliche Effizienz zu steigern und die Sicherheit zu verbessern.

ABB kündigte Ende vergangenen Jahres die erste voll-integrierte maschinenzentrierte Robotiklösung an. Die Integration von Robotik und Maschinensteuerung in eine einheitliche Architektur bietet ein beispielloses Maß an Flexibilität und Präzision und ermöglicht es Herstellern, dem Trend der Massenanpassung zu folgen und ihre Prozesse in Losgröße eins zu optimieren. Die neue Lösung reduziert die Komplexität und erhöht die Synchronisation, um den Kunden eine beispiellose Präzision und benutzerfreundlichere Programmierung zu bieten. So können Roboter mit Maschinen auf einer Ebene innerhalb von wenigen Sekunden kommunizieren.

Zudem hat ABB hat den Umfang seines ABB Ability™ Digital Powertrain-Konzepts, das Antriebe, Motoren, Pumpen und Lager mit einer neuen Option für zustandsorientierte Wartung von Antrieben verbindet, erweitert. Diese neue Option bietet die frühestmögliche Warnung vor Störungen, die zu einem vorzeitigen Ausfall eines Antriebs führen könnten. Die ABB Ability™ Condition-Based Maintenance überwacht den Zustand von Frequenzumrichtern und schätzt die Restlebensdauer der Schlüsselkomponenten genau ein.

Mit ABB Ability™ Verification for measurement devices bietet ABB die bestmögliche Überprüfung für Messgenauigkeit, ohne die Geräte aus dem Produktionsprozess zu nehmen.

Neue Möglichkeiten in der Prozessindustrie

Mit ihrem neuen, nicht-invasiven Temperatursensor eröffnet ABB in der Prozessindustrie neue Möglichkeiten der Temperaturmessung. Das Gerät misst an der Oberfläche einer Rohrleitung - und das genauso präzise und zuverlässig wie im Inneren. Für diese Innovation wurde ABB gleich zweifach ausgezeichnet - mit dem German Innovation Award in Gold und einer Top-3-Nominierung für den Hermes Award 2019.

Um die Sicherheit und die Effizienz in der Prozessindustrie zu erhöhen, hat ABB ein digitales Assistenzsystem entwickelt. Der Intelligent Knowledge Assistant (IKA) stellt Servicetechnikern auf Anfrage und ereignisgesteuert alle relevanten Anlageninformationen zur Verfügung. IKA erleichtert den Umgang mit der digitalen Anlageninfrastruktur, damit der Domänenexperte sich auf seine Aufgabe konzentrieren kann. Das System versteht Industrieprozesse, spricht die Sprache der Anwender und stellt ihnen alle Informationen bereit, die sie für ihre jeweilige Aufgabe benötigen.

Die Qualitätssicherung von Chargenprozessen ist komplex und zeitaufwendig. ABB Ability™ Batchlnsight ermittelt Abweichungen automatisiert, so dass Anlagenführer diese sofort korrigieren können. Das steigert die Profitabilität in der Produktion. Dauerte es bisher mehrere Stunden, um Anomalien in Chargenprozessen zu identifizieren und deren Ursachen zu ermitteln, erledigt sich das mit ABB Ability™ Batchlnsight in wenigen Minuten. Batchlnsight unterstützt eine effizientere und sicherere Chargenproduktion, indem sie aufwendige Arbeitsschritte wie das Datenhandling automatisiert. Die neue Lösung kombiniert spezialisierte Monitoring- und Analysemethoden mit Kl.

Digitale Intelligenz für Windparks

Ein weiteres Beispiel für den praktischen Einsatz von Kl ist die vorausschauende Wartung von Windparks. Als größter Anbieter von elektrischen Komponenten, Systemen und Dienstleistungen für die Windkraftindustrie verfügt ABB über jahrzehntelange Erfahrung und hat mehr Ausrüstung in Windparks installiert als jeder andere Anbieter.

Mit ABB Ability™ Remote Support Services für Windparkbetreiber bietet ABB jetzt eine digitale Technologie an, die die Verfügbarkeit der Turbine erhöht und die Betriebs- und Wartungskosten sowie die Kosten für die Energieerzeugung senkt. Die Analyse der erfassten Daten mittels KI bildet die Grundlage für Remote Support und vorausschauende Wartung - die Kombination von Cloud Computing, Machine Learning und ABB-Know-how ermöglicht gezielte Instandhaltungsmaßnahmen, bevor Probleme auftreten können.

Smarter Home, Smarter Building, Smarter Mobility

Digitalisierung und Vernetzung gewinnt auch im Bereich der Gebäudeautomation immer mehr an Bedeutung. ABB ist einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für Smarter Home, Smarter Building und weiteren intelligenten Lösungen. Die ABB-Tochtergesellschaft Busch-Jaeger, der Marktführer für Elektroinstallationstechnik, feierte im vergangenen Jahr ihren 140. Geburtstag auf der IFA in Berlin und präsentierte dort zahlreiche Neuheiten und Lösungen rund um die Themen Smarter Home und Smarter Building. Durch intelligente und automatisierte Beleuchtung, Klimatisierung, Heizung und Bewegungserkennung sorgt ABB für mehr Energieeffizienz, mehr Komfort und mehr Sicherheit. Mit digitalen Lösungen kann alles aus der Ferne gesteuert werden, sodass der Kunde überall und jederzeit die volle Kontrolle hat.

ABB bietet ein Portfolio von kompakten AC-Wandladestationen, DC-Schnellade- stationen mit stabiler Konnektivität bis hin zu innovativen On-Demand-Lade- systemen für Elektrobusse. Die Anbindung von Ladestationen an ABB Ability™ ermöglicht einen schnellen Service und proaktive Wartung. Seit dem Eintritt in das Geschäftsfeld elektrischer Ladeinfrastruktur im Jahr 2010 hat sich ABB zu einem weltweit führenden Anbieter von Schnellladelösungen entwickelt und mehr als 11.000 DC-Schnellladegeräte in 76 Ländern weltweit verkauft.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen und weiterer bindenden Verpflichtungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standard-Reporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Chancenlage der ABB:

Chancen durch globalen Marktauftritt

Der ABB AG und ihre Tochtergesellschaften bieten sich aufgrund ihres breiten und in vielen Arbeitsgebieten zur Branchenspitze gehörenden Portfolios gute Chancen für die Zukunft. Hierbei ist insbesondere die Fähigkeit hervorzuheben, durch die Zugehörigkeit zum weltweit agierenden ABB-Konzern, globale Kunden auf breiter Basis weltweit zu bedienen. Eine Vielzahl von Märkten lässt sich durch das breit aufgestellte Angebotsspektrum bedienen. Die internationale Ausrichtung des globalen ABB-Konzerns trägt dazu bei, international agierende Kunden und ihrem jeweiligen Marktumfeld mit Lösungen versorgen zu können.

Wie bereits in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung beschrieben, bestehen Chancen und Risiken grundsätzlich in der aktuellen Marktentwicklung und der globalen Unsicherheit über die weitere geopolitische Entwicklung. Das Investitionsverhalten der Kunden ist sehr sensibel und unterliegt teilweise großen Schwankungen. Stabilisierung und Beruhigung der Märkte sind momentan schwer einzuschätzen. Ein Anziehen der Märkte, in stärkerem Umfang als erwartet, bietet das Potential, die Auftragsbestände, die Umsätze und die Auslastung zu erhöhen. Ein Ausbleiben der erwarteten Nachfrage führt zu signifikanten Schwierigkeiten in diesen Bereichen. Wir verweisen hierzu auch auf unsere Ausführungen zur Geschäftserwartung in unseren Geschäftsbereichen.

Ein geeignetes Instrument zur Erweiterung des Produktportfolios und zur Schließung von Angebotslücken sind Akquisitionen. In den letzten Jahren hat der globale ABB-Konzern mit einigen Akquisitionen eine Ausweitung der Angebotspalette vorgenommen. Auch das Einbringen des Stromnetze-Geschäfts in ein Joint-Venture mit Hitachi ist als Maßnahme zur Bereinigung des Angebotsportfolios zu werten. Für die deutsche ABB ergeben sich Chancen, insbesondere durch die damit verbundene strategische Ausrichtung auf die für ABB wichtigen Wachstumsfelder in der Automatisierung und Digitalisierung.

In diesem Kontext sind auch die Verlagerung und Bündelung bestimmter betrieblicher Funktionen zu sehen. Zentrale Aktivitäten wie Einkauf und Dienstleistungen in den Bereichen Finance, Human Resources und Information Systems werden von ABB an zentralen Stellen gebündelt. Hierdurch sollen unsere Kosten gesenkt und unsere globale Wettbewerbsposition gestärkt werden, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern aus Ländern mit günstigeren Kostenstrukturen.

Chancen durch Innovation

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich einen beträchtlichen Teil unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Als innovatives Unternehmen arbeiten wir ständig an neuen Technologien, von denen wir erwarten, dass sie Lösungen für die Anforderungen der aktuellen Megatrends liefern. Dazu gehören der Umgang mit Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung. In unseren Ausführungen zu Forschung und Entwicklung skizzieren wir einige Felder, auf denen wir tätig sind und auf denen wir für unsere Kunden und Partner innovative Lösungen erarbeiten.

Durch unsere führende Rolle in der Technologieentwicklung sehen wir erhebliche Chancen, zusätzliches Volumen zu generieren. Durch innovative digitale Produkte, Dienstleistungen und Lösungen wird unsere Geschäftsentwicklung profitieren.

Wir sehen Wachstumschancen darin, durch Innovation den Zugang zu neuen Märkten und Kunden zu erschließen. Unsere Fokussierung auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht uns, Mehrwert für unsere Kunden zu liefern.

Chancen durch Risikomanagement

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der globalen Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.

Beurteilung der Chancenlage

Aufgrund der Einbindung in den globalen ABB-Konzern und der Fähigkeit beständig neue und innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln, bieten sich für die deutsche ABB große Chancen. Aufgrund des chancenorientierten Umgangs mit Risiken sehen wir gute Möglichkeiten, aus diesen Chancen Wachstum und Profitabilität zu realisieren.

Risikofelder der ABB:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Rohstoffpreise, beispielsweise bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen, sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.

Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken bereits im Vorfeld der Angebotsabgabe, wird die Grundlage für eine optimale Projektabwicklung gelegt. Aufgrund der Langfristigkeit der Auftragsabwicklung und der oft erforderlichen Spezifikationsänderungen setzt ABB auf ein systematisches und umfassendes Projektmanagement, um Risiken in den Aufträgen zu minimieren. Durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews - auf Basis aktueller Auftragskalkulationen - wird die Auftragsplanung ständig aktualisiert. Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.

Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Auch werden Abhängigkeiten zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.

Umweltrisiken

Innerhalb des deutschen ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen/ -verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, OHSAS 18001/DIN EN 45001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung bindenden Verpflichtungen mit den inkludierten gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Wäh- rungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein integriertes Mahnwesen begrenzt. ABB Deutschland hat einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.

Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant“ basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.

Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offenstehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controlling-Prozesses.

Sonstige Risiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den vorhergehenden Seiten beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Sowohl der globale ABB-Konzern wie auch die einzelnen Gesellschaften in den Ländern halten sich strikt an außenwirtschaftsrechtliche Beschränkungen und Sanktionen. Sie haben entsprechende Verfahren und Verantwortlichkeiten festgelegt. Zunehmende oder sich kurzfristig ändernde Vorgaben und gesetzliche Regelungen stellen dabei eine große Herausforderung bei der Umsetzung dar.

Informations- und Kommunikationstechnologien werden mehr und mehr zu einem wesentlichen Bestandteil moderner Geschäftsprozesse. Der hohe Grad der Vernetzung von IT-Systemen und auch die Verlagerung von IT-Prozessen auf mobile Endgeräte stellen dabei erhöhte Sicherheitsanforderungen an den Informationsschutz, um die Verfügbarkeit, die Vertraulichkeit und die Integrität von Daten und Informationen sicherzustellen. Die Geschäftseinheiten der ABB Deutschland arbeiten mit einem nach ISO 9001 zertifizierten „Integrated Management System" (IMS). Das IMS sorgt für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und bietet die Plattform zur Integration der Informationsschutzprozesse. Um potenziellen IS-Risiken entgegenzuwirken, hat ABB an der Sicherheitsnorm ISO /IEC 27001 ausgerichtete, verbindliche globale Vorgaben geschaffen, welche in daraus abgeleitete, länderspezifische Weisungen, Richtlinien und Regelungen überführt wurden. Diese sind für alle ABB-Beschäftigten und externen Partner obligatorisch und bilden die Basis für alle technischen und organisatorischen Maßnahmen im Sinne der ISO 27001.

Datenschutz wird bei ABB ernst genommen. Das weltweite Datenschutzsystem der ABB-Gruppe, das ABB Privacy Management Tool, welches als Bestandteil des Konzernprogramms zur Umsetzung der DSGVO implementiert wurde, ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Dies beinhaltet insbesondere Datenschutzsysteme in Bezug auf die Einhaltung der Rechenschaftspflicht, wie ein elektronisches Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten mit integrierter Risikoanalyse und ggfs. Datenschutz-Folgeabschätzung sowie ein System zur Steuerung der Datenschutzhinweise zur Erfüllung des Transparenzgebots (Informationspflichten). Ferner gibt es ein System zur Behandlung der Anträge der betroffenen Personen nach der DSGVO. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB wurde dementsprechend angepasst.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagement- systems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

Erwartung der Geschäftsbereiche in Deutschland

Der im Vorjahr für 2019 prognostizierte, leichte Anstieg der Auftragseingänge und Umsatzerlöse wurde nicht ganz erreicht. Der für 2019 prognostizierte deutliche Anstieg des Ergebnis vor Ertragsteuern sowie des um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis vor Ertragsteuern wurde hingegen erreicht. Auch ging die Zahl der Mitarbeiter wie erwartet zurück.

Auf Grundlage der Erwartungen unserer einzelnen Geschäftsbereiche planen wir für das Jahr 2020 mit Auftragseingängen auf Vorjahresniveau sowie mit leicht ansteigenden Umsatzerlösen. Wir rechnen proportional mit einem Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses sowie einem Ergebnis vor Ertragsteuern. Hinsichtlich Zahl der Mitarbeiter erwartet die deutsche ABB einen leichten Rückgang.

Geschäftsbereich Antriebstechnik

Das anhaltende positive Investitionsverhalten im Bausektor sowie im Infrastruktur- und Transportbereich - speziell bei der Wasser- und Abwasserbehandlung sowie bei Schienenfahrzeugen - bieten gute Chancen auf ansteigende Auftragseingänge. Auch im Sektor Automotive sehen wir gute Chancen für die Antriebstechnik und das zur Verfügung stehende Frequenzumrichter-Portfolio.

Während 2019 für das Projektgeschäft mit Großmotoren positiv verlaufen ist, trüben sich für 2020 aufgrund der in einigen Ländern unsicheren politischen Situation sowie fehlenden Großprojekten die Erwartungen für 2020 eher ein. Ähnliches gilt entsprechend für Großprojekte mit Antrieben. Ebenso zeigt sich eine deutlich rückläufige Marktaktivität im Bereich Maschinenbau sowie im Bereich Energieerzeugung.

Geschäftsbereich Elektrifizierung

Maßgebliche Segmente für die Entwicklung des Geschäftsbereiches Elektrifizierung sind Industrie und OEM einerseits sowie Gebäude andererseits. Der Industriesektor und hier besonders der Maschinenbau haben schon im Geschäftsjahr deutliche Rückgänge verzeichnet. Für 2020 ist keine Änderung dieser Entwicklung zu erwarten. Auch im Gebäudesegment konnte in 2019 insgesamt nur eine stagnierende Marktentwicklung verzeichnet werden. Für 2020 gehen die Prognosen zu den wichtigsten Indikatoren im Wohn- und Zweckbau (Genehmigungen und Fertigstellungen von Gebäuden) von einer stagnierenden Entwicklung aus. Gute Wachstumsaussichten bestehen auch in 2020 für die Geschäfte mit Ladeinfrastruktur im Bereich E-Mobilität. Es ist mit einem weiter zunehmenden Bedarf und steigenden

Investitionen als Folge der auch politisch stark geförderten Entwicklung hin zu Elektromobilen oder Hybridfahrzeugen zu rechnen. ABB ist hier gut positioniert.

In Verbindung mit Paketlösungen ergeben sich hierdurch auch Chancen für Mittelspannungsprodukte. Schon in 2019 waren hier bedeutende Projekte im Markt.

Der Anteil des Exports am Geschäftsvolumen ist im Geschäftsbereich Elektrifizierung signifikant. Aufgrund der oben schon genannten Faktoren werden für das Auslandsgeschäft allerdings eher Risiken als Chancen erwartet. Besonders die Unsicherheiten ausgehend von China als Handelspartner sowohl für den Export wie auch als Zulieferer sind signifikant.

Geschäftsbereich Industrieautomation

Im Bereich Turbocharging stehen einer Konsolidierungstendenz im Markt für Schiffsanwendungen deutliche Wachstumschancen bei dezentralen Kraftwerken gegenüber. Für den Bereich Marine & Ports war 2019 ein positives Jahr. Das starke Wachstum war getrieben durch hohe Nachfrage bei Kreuzfahrtschiffen. Auch elektrische Antriebssteuerungen, Azipod-Propulsion-Upgrades, Energiespeicherlösungen sowie Landanschlusslösungen werden in den nächsten Jahren zu den stabilen Wachstumstreibern gehören.

Im Bereich Energy Industries erwarten wir in der Chemie- und Prozessindustrie eine Auftragslage auf Vorjahresniveau, bei smarten Energieversorgungs- und Steuerungssystemen einen leichten Anstieg der Nachfrage. Hier erweist sich unser OPTIMAX-System als ein sehr wettbewerbsfähiges Angebot. Gleichzeitig werden wir den sich fortsetzenden Trend von Remote-Anlagenüberwachungen und -steuerungen über die Funktionalität unseres Collaborative Operation Center nutzen und dessen Auslastung am Standort Mannheim weiter erhöhen. Wir sehen auch im Bereich der Power Generation einige Projekte, die ein gesundes Wachstum stützen werden.

Die Prozess-Industrie profitierte im Berichtsjahr von einer hohen Nachfrage im Segment Metals. Diese wird sich unserer Erwartung nach aufgrund sich am Markt abzeichnender Überkapazitäten in den nächsten beiden Jahren abkühlen. Im Segment Mining erwarten wir in den nächsten beiden Jahren ein eher verhaltenes Wachstum. Im Segment Pulp & Paper rechnen wir mit einer stabilen Nachfrage.

Wir erwarten, dass die Mess- und Analysetechnik aufgrund neuer Produkte ein stärkeres Wachstum aufzeigen. Innovative Produkte wie Gas Leakage-Detection oder nicht-invasive Temperatursensoren können dazu beitragen. Auch im Segment Oil & Gas streben wir ein überdurchschnittliches Wachstum an, insbesondere getrieben durch den Markt USA. Eine weitere Antriebsfeder für Wachstum sollte unserer Einschätzung nach der Bereich Marine sein. Hier erwarten wir in den nächsten Jahren aufgrund neuer gesetzlicher Auflagen zusätzliche Nachfrage nach Produkten der Analysetechnik.

Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation

Die Unsicherheiten in den globalen Märkten beeinflussten im Berichtsjahr auch den Markt für Industrieroboter. Die Kunden neigten im Allgemeinen dazu, Investitionen eher zu verschieben. Speziell im Bereich der Automobil- und Elektronikindustrie war 2019 ein schwieriges Jahr und insgesamt durch eine Wachstumspause des weltweiten Industrierobotermarktes geprägt. Der längerfristige Ausblick ist jedoch weiterhin positiv und wir erwarten, dass der anhaltende Automatisierungstrend sowie der technische Fortschritt zu weiterem Wachstum führen.

In Deutschland, dem fünftgrößten Robotermarkt weltweit und dem größten Markt in Europa, wird die Nachfrage vor allem von der Automobilindustrie bestimmt. Der Einsatz neuer Materialien, die Entwicklung energieeffizienter Antriebssysteme und der Ausbau der Elektromobilität, die von der Bundesregierung im Klimaschutzpaket 2030 beschlossen wurde, werden Treiber für zukünftige Investitionen sein. Wir erwarten, dass der Trend zur Automatisierung auch in der Automobilzulieferindustrie zunimmt, da Roboter zunehmend flexibler, einfacher zu programmieren und kostengünstiger sein werden. Durch die Entwicklung von kollaborativen Industrierobotern (Cobots), die die Zusammenarbeit von Menschen und Robotern ermöglichen, erschließen sich neue Einsatzgebiete und Märkte für den Einsatz von Robotern, die zu weiteren Wachstumsmöglichkeiten führen.

Für das Jahr 2020 rechnet der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation zumindest im ersten Halbjahr weiterhin mit einer angespannten Marktsituation, mittelfristig jedoch mit einem positiven Trend, der abhängig von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung auch schon im zweiten Halbjahr einsetzen könnte.

Mannheim, den 27. März 2020

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand.

Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung in den fünf Businesses (ehemals Divisionen) Robotik & Fertigungsautomation (RA), Elektrifizierung (EL), Industrieautomatisierung (IA), Antriebstechnik (MO) und Stromnetze (PG) jeweils einschließlich des Servicegeschäfts im Vordergrund der Erörterungen. Weitere Schwerpunkte bildeten der am 17. Dezember 2018 bekannt gegebene Verkauf des PG-Geschäfts an das Joint Venture mit Hitachi und die damit zusammenhängende Abspaltung des PG-Geschäfts der ABB AG auf die neu gegründete ABB Power Grids Germany AG sowie die Neuausrichtung des ABB-Konzerns unter dem neuen ABB Operating System (ABB-OS).

Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen. Er tagte pro Quartal einmal in ordentlicher Sitzung sowie am 23. Juli 2019 in einer außerordentlichen Sitzung zu den genannten Themen Verkauf des PG-Geschäfts und Neuausrichtung unter ABB-OS.

In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr viermal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. III MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrates dem Gesamtaufsichtsrat.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 27. März 2020 gebilligt und damit festgestellt.

Aufgrund ihrer Wechsel zu der ABB Power Grids Germany AG schieden auf der Arbeitnehmerseite Wilhelm Schönenberg und Herr Stefan Habild (Vertreter der Leitenden Angestellten) mit Ablauf des 31. Oktober 2019 aus dem Aufsichtsrat der ABB AG aus. Für Herrn Habild rückte mit Wirkung ab dem 01. November 2019 Herr Steffen Hoffmann als gewähltes Ersatzmitglied nach. Für Herrn Schönenberg wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Mannheim vom 05. November 2019 Frau Regina Jebril zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Da die ABB AG nach der Abspaltung des PG-Geschäfts per 04. November 2019 die Schwelle von 10.000 eigenen und zugerechneten Mitarbeitern unterschritt, hat der Vorstand der ABB in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden durch Beschluss vom 07. November 2019 ein Statusverfahren zur Verkleinerung des Aufsichtsrats auf die nach dem MitbestG vorgesehene Größe von 12 Mitgliedern eingeleitet. Demnach dauert die Amtszeit in der bisherigen 16-köpfigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats bis einschließlich der Sitzung am 27. März 2020 an. Danach ist der Aufsichtsrat für eine neue 5-jährige Amtszeit mit jeweils 6 Mitgliedern des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer zu besetzen. Die Arbeitgebervertreter sollen per Beschluss in der Hauptversammlung im Anschluss an die Sitzung am 27. März 2020 ernannt werden. Die Arbeitnehmervertreter sollen gemäß Antrag an das Amtsgericht Mannheim anstelle einer Wahl, die erst 2018 stattgefunden hat, gerichtlich bestellt werden.

In der Sitzung des ersten Quartals am 12. April 2019 wurde zunächst die Verlängerung der Bestellung von Herrn Dr. Schumacher als Mitglied des Vorstands um weitere drei (3) Jahre beschlossen. Herr Dr. Schumacher wechselte dann in Abstimmung mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern der ABB AG in den Vorstand der neu gegründeten ABB Power Grids Germany AG und schied mit Ablauf des 30. November 2019 aus dem Vorstand der ABB AG aus.

Mannheim, den 27. März 2020

Bernhard Jucker

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss RE Geschäftsjahr 2019 ABB AG, Mannheim

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Konzernbilanz

ABB AG

Aktiva in Tsd.€

Anhang 31.12.2019 31.12.2019 vergleichbar * 31.12.2018
A. Anlagevermögen (3)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 14.707 15.425 20.909
II. Sachanlagen 235.608 285.334 283.973
III. Finanzanlagen 5.811 5.821 14.816
Summe 256.126 306.580 319.698
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 920.879 1.438.979 1.433.250
Verrechnete Kundenanzahlungen -552.654 -779.919 -806.215
368.225 659.060 627.035
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 270.495 321.039 332.292
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5,6) 1.319.168 1.508.229 995.975
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen (5) - - 652
4. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 42.137 49.305 29.601
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (6) 5.617 5.736 6.897
Summe 2.005.642 2.543.369 1.992.452
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.179 4.050 3.309
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (7) 29.019 29.019 -
E. Aktive latente Steuern (16) - - 548
Bilanzsumme 2.291.966 2.883.018 2.316.007

* vgl. dazu Erläuterungen im Konzernanhang, Ziffer 1

Passiva in Tsd. €

Anhang 31.12.2019 31.12.2019 vergleichbar * 31.12.2018
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 57.131 57.131 51.046
III. Gewinnrücklagen (10) -35.573 128.573 118.170
IV. Bilanzgewinn 368.297 370.741 320.845
Summe 557.355 723.945 657.561
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (11) 12.897 12.897 12.481
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (12) 132.157 144.640 182.714
2. Steuerrückstellungen (13) 20.269 21.960 19.396
3. Sonstige Rückstellungen (14) 448.831 532.305 585.398
Summe 601.257 698.905 787.508
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 46 67 99
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (15) 727.078 1.199.027 1.195.548
Verrechnet mit Vorräten -552.654 -779.919 -806.215
174.424 419.108 389.333
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (15) 143.875 184.120 208.457
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (6,15) 735.262 754.830 179.608
5. Sonstige Verbindlichkeiten (15) 61.272 83.568 77.064
Summe 1.114.879 1.441.693 854.561
E. Rechnungsabgrenzungsposten 5.289 5.289 3.896
F. Passive latente Steuern (16) 289 289 -
Bilanzsumme 2.291.966 2.883.018 2.316.007

* vgl. dazu Erläuterungen im Konzernanhang, Ziffer 1

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

ABB AG

in Tsd.€ Anhang 2019 2019 vergleichbar * 2018
1. Umsatzerlöse (21) 2.983.648 3.362.347 3.135.281
2. Bestandsveränderungen -79.256 -16.461 143.502
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.603 3.777 2.531
4. Sonstige betriebliche Erträge (22) 139.449 154.208 85.504
5. Gesamtleistung 3.047.444 3.503.871 3.366.818
6. Materialaufwand (23) -1.451.405 -1.688.185 -1.629.323
7. Personalaufwand (24) -727.849 -842.040 -817.918
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (26) -49.399 -56.589 -53.878
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -586.340 -701.487 -670.366
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 232.451 215.570 195.333
11. Beteiligungsergebnis (28) - - -2.007
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (29) 31.758 31.449 1.777
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen (28) -3.645 -3.645 -
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (29) -3.085 -6.228 -151.480
15. Ergebnis vor Ertragsteuern 257.479 237.146 43.623
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (30) -14.638 -14.468 -16.800
(davon latente Steuern) (-837) (-837) (-1.611)
17. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (30) -63.842 -57.484 -13.160
18. Ergebnis nach Ertragsteuern 178.999 165.194 13.663
19. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft (31) -133.640 -118.904 -4.457
20. Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 45.359 46.290 9.206
21. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 322.938 324.451 311.639
22. Bilanzgewinn 368.297 370.741 320.845

* vgl.dazu Erläuterungen im Konzernanhang, Ziffer 1

Konzern-Kapitalflussrechnung

ABB AG

in Tsd.€ 2019 2018
1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme 178.999 13.663
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 53.044 53.878
3. Veränderungen der Rückstellungen -88.361 65.398
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -125.058 57.821
5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -14.120 -1.722
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen -25.230 -71.024
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.069 34.519
8. Veränderung sonstiger Aktiva -86.970 40.649
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen 8.255 37.493
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -15.589 55.714
11. Veränderung sonstiger Passiva -4.951 2.881
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions-/Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen 68.552 -102.008
13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -31.360 187.262
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 27.653 14.487
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -56.095 -57.561
16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen 63.455 63.250
17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen -6.949 -17.600
18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 28.064 2.576
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft -4.457 -129.170
20. Umgliederung von Einflüssen aus Finanzierungstätigkeit - -
21. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -4.457 -129.170
22. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13, 18, 21) -7.753 60.668
23. Veränderungen des Finanzmittelfonds auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises -64.356 2.192
24. Finanzmittelfonds am 01.01. 614.184 551.324
25. = Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme * 542.075 614.184
26. Ergebnisübernahme 31.12. -133.640 -4.457
27. = Finanzmittelfonds am 31.12. nach Ergebnisübernahme (= Bilanzausweis) 408.435 609.727

* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs

Segmentberichterstattung

ABB AG

Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Industrieautomation Robotik & Fertigungsautomation Antriebstechnik
in Tsd. € 2019 2018 2019 2018 2019
Auftragseingang 497.022 564.092 322.115 351.150 333.963
Außenumsatz 562.064 498.445 287.234 346.211 286.532
Interner Umsatz 14.147 -791 8.585 9.442 6.140
Gesamtumsatz 576.211 497.654 295.819 355.653 292.672
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung 33.090 18.723 11.545 17.413 18.395
Restrukturierungsaufwendungen -59 -756 -2.748 - -285
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung 33.031 17.967 8.797 17.413 18.110
Abschreibungen auf Sachanlagen * -3.597 -3.808 -4.403 -4.620 -375
Investitionen in Sachanlagen * 4.417 3.473 1.317 1.213 979
Zinserträge 6.220 150 - -28 2.204
Zinsaufwendungen -410 -24.646 -45 -16 331
Segmentvermögen 445.676 464.914 49.113 48.784 35.900
Segmentverbindlichkeiten 269.293 312.681 44.714 42.058 28.915
Zahl der Mitarbeiter 1.936 1.982 633 646 369
Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Antriebstechnik Elektrifizierung Stromnetze
in Tsd. € 2018 2019 2018 2019
Auftragseingang 265.938 1.625.448 1.694.003 132.932
Außenumsatz 248.648 1.523.585 1.466.931 132.263
Interner Umsatz 14.471 193.641 177.441 86
Gesamtumsatz 263.119 1.717.226 1.644.372 132.349
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung -13.181 190.894 158.163 -4.778
Restrukturierungsaufwendungen -955 -21.888 -1.841 -
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung -14.136 169.006 156.322 -4.778
Abschreibungen auf Sachanlagen * -306 -32.256 -28.850 -1.820
Investitionen in Sachanlagen * 648 36.363 31.965 2.059
Zinserträge -6 3.393 389 -6.515
Zinsaufwendungen -22.922 -2.017 -25.845 -123
Segmentvermögen 34.084 685.864 679.958 -
Segmentverbindlichkeiten 37.729 475.875 487.290 -
Zahl der Mitarbeiter 350 4.334 4.312
Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Stromnetze Sonstige Einheiten / Konsolidierung Konzern
in Tsd. € 2018 2019 2018 2019 2018
Auftragseingang 569.999 -65.849 -145.886 2.845.631 3.299.296
Außenumsatz 458.870 191.970 116.176 2.983.648 3.135.281
Interner Umsatz 20.675 143.126 166.088 365.725 387.326
Gesamtumsatz 479.545 335.096 282.264 3.349.373 3.522.607
Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung -36.889 50.567 -96.052 299.713 48.177
Restrukturierungsaufwendungen -1.582 -17.254 580 -42.234 -4.554
Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung -38.471 33.313 -95.472 257.479 43.623
Abschreibungen auf Sachanlagen * -8.057 -6.948 -8.237 -49.399 -53.878
Investitionen in Sachanlagen * 7.270 13.552 4.418 58.687 48.987
Zinserträge 631 26.456 641 31.758 1.777
Zinsaufwendungen -12.184 -821 -65.867 -3.085 -151.480
Segmentvermögen 349.870 1.075.413 738.397 2.291.966 2.316.007
Segmentverbindlichkeiten 340.040 923.200 438.648 1.741.997 1.658.446
Zahl der Mitarbeiter 1.919 863 973 8.135 10.182

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

ABB AG

Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Industrieautomation Robotik & Fertigungsautomation
in% 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 60 48 79 72
Europa* 24 29 18 17
Amerika 4 6 - 3
Asien 11 11 3 8
Afrika 1 6 - -
Sonstige Regionen - - - -
Umsatz
Deutschland 48 51 74 75
Europa* 33 26 8 16
Amerika 13 6 5 2
Asien 6 14 12 7
Afrika - 3 1 -
Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Antriebstechnik Elektrifizierung
in% 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 95 79 64 60
Europa* 1 13 20 24
Amerika 1 3 4 4
Asien 3 5 11 11
Afrika - - 1 1
Sonstige Regionen - -
Umsatz
Deutschland 83 79 60 59
Europa* 11 13 24 25
Amerika 2 3 4 3
Asien 4 5 11 12
Afrika - - 1 1
Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Stromnetze Sonstige Einheiten / Konsolidierung
in% 2019 2018 2019 2018
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 74 33 262 138
Europa* 35 41 -196 -36
Amerika 7 7 -1 -
Asien -24 14 33 -1
Afrika 7 5 2 -1
Sonstige Regionen 1 - -
Umsatz
Deutschland 32 32 608 193
Europa* -11 43 -499 -63
Amerika 5 6 -2 -
Asien 60 15 -11 2
Afrika 14 4 4 -32
Segmentberichterstattung per 31.12.2019 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst Konzern
in% 2019 2018
--- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 65 53
Europa* 24 29
Amerika 3 5
Asien 7 11
Afrika 1 2
Sonstige Regionen - -
Umsatz
Deutschland 54 52
Europa* 27 29
Amerika 6 4
Asien 12 12
Afrika 1 3

* Ohne Deutschland

Konzern-Eigenkapitalspiegel

ABB AG

Mutterunternehmen Konzerneigenkapital
in Tsd.€ Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Eigenkapital Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2017 167.500 51.046 128.473 301.306 648.325 648.325
Gezahlte Dividenden - - - - - -
Übrige Veränderungen - - -10.303 10.333 30 30
Jahresergebnis - - - 9.206 9.206 9.206
Stand am 31.12.2018 167.500 51.046 118.170 320.845 657.561 657.561
Gezahlte Dividenden - - - - - -
Übrige Veränderungen ** - 6.085 -153.743 2.093 -145.565 -145.565
Jahresergebnis - - - 45.359 45.359 45.359
Stand am 31.12.2019 167.500 57.131 -35.573 368.297 557.355 557.355

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien

** Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen den Verkauf des Geschäftsbereichs Stromnetze.

Konzernanhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe

Vorsitzender des Vorstands,

Automationstechnik

Elektrifizierung
Industrieautomation
Antriebstechnik
Robotik & Fertigungsautomation

Dipl.-Kfm. Markus Ochsner

Finanzen und Arbeitsdirektor

Dr.-Ing. Martin Schumacher

Energietechnik

Stromnetze (bis 30.11.2019)

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker

Wettingen/ Schweiz,

Vorsitzender des Aufsichtsrats,

ehern. Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,

Zürich/Schweiz,

Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG,

Winterthur/Schweiz

Jürgen Eisenbeiß  1)

Heidelberg,

stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Heidelberg

Sabine Busse

Zürich/Schweiz,

Senior Vice President,

Managing Director Measurement & Analytics

Industrial Automation Business

der ABB Management Services Ltd.,

Zürich/Schweiz

Verena zu Dohna-Jaeger  1)

Frankfurt/ Main,

Rechtsanwältin,

Gewerkschaftssekretärin

beim IG Metall Vorstand,

Frankfurt/ Main

Klaus Eble

Wollerau / Schweiz,

Leiter Konzernfunktion Interne Revision

der ABB Asea Brown Boveri Ltd,

Zürich/Schweiz

Mirko Geiger  1)

Heidelberg,

1. Bevollmächtigter der IG Metall,

IG Metall Heidelberg

Prof. Dr. Andreas Georgi

Starnberg,

Executive Advisor,

Mitglied div. Aufsichtsräte

Kai-Uwe Glörfeld  1)

Lüdenscheid,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Lüdenscheid

Stefan Habild  1)

Ladenburg,

Leiter des Geschäftsbereichs HVDC

ABB Deutschland,

Division Stromnetze,

Vorsitzender Konzernsprecherausschuss der Leitenden Angestellten,

Mannheim

(bis 31.10.2019)

Steffen Hoffmann 1)

Heddesheim,

CFO der ABB Automation Products GmbH,

Vertreter der Leitenden Angestellten, Ladenburg

(ab 01.11.2019)

Regina Jebril 2)

Lampertheim,

Betriebsratsvorsitzende

Standort Ladenburg

(ab 05.11.2019)

Davor Kuminoti 1)

Düsseldorf,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Ratingen

Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach

Düsseldorf,

Unternehmer,

Mitglied in div. Aufsichtsräten

Dr. Ursula Redeker

Lörrach,

Strategie Projects,

F. Hoffmann-La Roche AG,

Basel/ Schweiz

Daniela Schiermeier 1)

Mannheim,

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der ABB AG, Präsidentin des Europäischen Betriebsrats der ABB, Mannheim

Wilhelm Schönenberg  1)

Linz/ Rhein,

Betriebsratsvorsitzender

Standort Bad Honnef

(bis 31.10.2019)

Bernhard Schreier

Walldorf,

Handelsrichter,

ehem. Vorsitzender des Vorstands

der Heidelberger Druckmaschinen AG,

Heidelberg

Rudolf Zimmermann

Neulußheim,

Rechtsanwalt

1)  von den Arbeitnehmern gewählt

2) vom Amtsgericht bestellt

Anhang

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 18 inländische Unternehmen konsolidiert sowie ein Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen.

Änderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr durch die nachfolgenden Sachverhalte:

Im Vorjahr wurde aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbs zum Bilanzstichtag auf die Einbeziehung der IMV (Deutschland) GmbH, Neumünster, in den Konzernabschluss gem. § 296 I S. 2 HGB verzichtet und die Anteile unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgte somit die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Zudem wurde im Sinne einer weiteren Straffung unserer Beteiligungsstruktur die ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim, rückwirkend zum 01. Januar 2019 auf die ABB AG verschmolzen.

Ende des Jahres 2018 hat die ABB Ltd, Zürich/Schweiz, bekannt gegeben, dass der globale ABB-Konzern das Stromnetze-Geschäft zum 30. Juni 2020 in ein Joint-Venture mit der Hitachi Ltd., Tokio/Japan (im Folgenden Hitachi), einbringen wird. Zur Vorbereitung dieser Transaktion wurde der Geschäftsbereich Stromnetze im Wege der Abspaltung zur Aufnahme von der ABB AG an die ABB Power Grids AG, Mannheim, mit Eintragung im Handelsregister am 04. November 2019 übertragen. Der vereinbarte Spaltungsstichtag war der 01. April 2019, ab welchem alle Handlungen der ABB AG, die den Geschäftsbereich Stromnetze betreffen, als für Rechnung der ABB Power Grids AG, Mannheim, vorgenommen gelten. Als Teil der Abspaltung wurden die Anteile an der Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim, übertragen, so dass auch diese Tochtergesellschaft zum 01. April 2019 nicht weiter in den Konzernabschluss einbezogen wurde.

Aufgrund der Änderungen im Konsolidierungskreis sind die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar. Um die Vergleichbarkeit herzustellen, wurden Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2019 um eine Zusatzspalte „2019 vergleichbar“ ergänzt. Diese enthält zusätzlich die Werte des Geschäftsbereichs Stromnetze zum Stichtag 31. Dezember 2019 (Konzernbilanz) sowie für den gesamten Zeitraum 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung).

Die Firma ABB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2019 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Die Geschäftszahlen der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/ Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich/ Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden grundsätzlich über die geplante individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahren liegt. Sofern der beizulegende Zeitwert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die

Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden, soweit vorhanden, aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2019 entfielen 3.105 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 62.804 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 41.652 Tsd. €.

Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den bereits genannten Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Währungsumrechnung

Die Bilanzwerte etwaiger ausländischer Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Sie beeinflussen das Jahresergebnis somit nicht.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung enthält neben der Bilanzposition „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie entsprechende Forderungen.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Anlagevermögen

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. In Abhängigkeit von der Akquisition liegt die Nutzungsdauer zwischen fünf und zehn Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrischdegressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 250 € bis 800 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.

Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen. Eine Saldierung analog hierzu erfolgt auf Ebene der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/ oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.

Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in einem gesonderten Passivposten ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.

Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.

Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1% p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den

Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wert-

ansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.

Die aus letztgenannten Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Passive latente Steuern" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten. Aktivierte Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 10 Jahren liegt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Folgeseiten aufgeführt.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr im Wesentlichen wieder bei den produzierenden Einheiten des Geschäftsbereichs Elektrifizierung lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Erweiterung des Portfolios einzelner Komponenten und Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Daneben resultierte das Investitionsvolumen aus einer Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie zur Kostenoptimierung.

Der Rückgang bei den sonstigen Beteiligungen betrifft die IMV (Deutschland) GmbH, Neumünster, welche im Berichtsjahr erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Im Vorjahr wurde aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbs zum Bilanzstichtag auf die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss gem. § 296 I S. 2 HGB verzichtet und die Anteile unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde. Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7, 12 und 14 dieses Anhangs.

Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern

ABB AG

in Tsd.€ AHK * 31.12.2018 AHK Veränderung Konsolidierungskreis AHK Zugänge AHK Umbuchungen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 47.984 - 1.131 539
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 2.238 - 12 -
Geschäfts- oder Firmenwert 73.771 - 2.592 -
Geleistete Anzahlungen 109 - 138 -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 124.102 - 3.873 539
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.055 - 771 387
Technische Anlagen und Maschinen 452.234 - 6.171 9.126
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 368.719 - 14.568 5.196
Anlagen im Bau 21.188 - 19.776 -11.880
Geleistete Anzahlungen 11.921 - 13.528 -3.368
Sachanlagen (gesamt) 1.201.117 - 54.814 -539
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 4.162 - - -
Sonstige Beteiligungen 5.411 -5.360 - -
Ausleihungen an Beteiligungen 3.645 - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 - - -
Finanzanlagen (gesamt) 18.978 -5.360 -
Anlagevermögen (gesamt) 1.344.197 -5.360 58.687 -
in Tsd.€ AHK Abgänge AHK Stand per 31.12.2019 Abschreibungen 31.12.2018 Abschreibungen Geschäftsjahr
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 22.911 28.997 45.104 1.637
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 23 2.227 2.101 35
Geschäfts- oder Firmenwert 1.000 75.363 55.988 6.902
Geleistete Anzahlungen - 247 - -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 23.934 106.804 103.193 8.574
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.061 294.152 242.812 4.369
Technische Anlagen und Maschinen 126.058 346.399 362.350 17.999
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.278 332.595 311.713 18.457
Anlagen im Bau 7.680 21.404 268 -
Geleistete Anzahlungen 6.084 15.997 1 -
Sachanlagen (gesamt) 267.161 1.010.547 917.144 40.825
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - 4.162 -
Sonstige Beteiligungen - 51 - -
Ausleihungen an Beteiligungen - 3.645 - 3.645
Wertpapiere des Anlagevermögens - 5.760 -
Finanzanlagen (gesamt) - 13.618 - 3.645
Anlagevermögen (gesamt) 291.095 1.130.969 1.020.337 53.044
in Tsd.€ Abschreibungen Veränderungen ** Abschreibungen 31.12.2019 Kumulierte Equity-Anpassung
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software -22.113 24.628 -
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen -17 2.119 -
Geschäfts- oder Firmenwert 236 63.126
Geleistete Anzahlungen - -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) -21.984 89.873 -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -37.020 210.161 -
Technische Anlagen und Maschinen -106.398 273.951 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -61.657 268.513 -
Anlagen im Bau -271 -3 -
Geleistete Anzahlungen - 1 -
Sachanlagen (gesamt) -205.346 752.623 -
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - - -4.162
Sonstige Beteiligungen - - -
Ausleihungen an Beteiligungen - 3.645 -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
Finanzanlagen (gesamt) - 3.645 -4.162
Anlagevermögen (gesamt) -227.330 842.496 -4.162
in Tsd.€ Buchwerte per 31.12.2019 Buchwerte per 31.12.2018
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 2.115 2.880
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 108 137
Geschäfts- oder Firmenwert 12.237 17.783
Geleistete Anzahlungen 247 109
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 14.707 20.909
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.991 104.243
Technische Anlagen und Maschinen 67.522 89.884
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.692 57.006
Anlagen im Bau 21.407 20.920
Geleistete Anzahlungen 15.996 11.920
Sachanlagen (gesamt) 235.608 283.973
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - -
Sonstige Beteiligungen 51 5.411
Ausleihungen an Beteiligungen - 3.645
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 5.760
Finanzanlagen (gesamt) 5.811 14.816
Anlagevermögen (gesamt) 256.126 319.698

*  Anschaffungs-/Herstellungskosten

** Veränderung Konsolidierungskreis, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen

Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzern

ABB AG

Gewinnabführungsvertrag Eigenkapital Konzernanteil in% Beteiligung Ergebnis Geschäftsjahr Umsatz 2019 Mitarbeiter
(Stand: 31.12.2019) in Tsd.€ bei Nr. in Tsd. € in Mio. € 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABBAG, Mannheim 693.788 € - 773 1.803
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 3.310 € 100 1. 555 5 52
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 17. - 622 1.652
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 7.107 € 100 3. 10.753 479 1.064
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 20.490 € 100 1. 4.617 501 1.153
6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 399.158 € 100 1. 41.377 - -
7. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 388 € 100 1. - 10 65
8. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg * 8.339 € 100 1. - 43 28
9. ABB gomtec GmbH, Seefeld * 4.480 € 100 3. - 6 24
10. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 263.472 € 100 6. 725 1 -
11. IMV (Deutschland) GmbH , Neumünster 3.587 € 100 1. 819 11 20
12. Industrial C&S Germany GmbH, Neumünster 1.720 € 100 1. -1.504 42 77
13. ABB Kaufel GmbH, Berlin 863 € 100 1. -1.128 15 75
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG (Fortsetzung)
14. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
15. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 33.143 € 100 1. 7.116 676 1.604
16. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach 31.396 € 100 1. 7.457 113 355
17. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1./6./10. - 6 132
18. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. 4 31
19. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 22.392 € 100 1. -4.673 521 16
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
20. mozaiq operations GmbH i.L., Frankfurt am Main 1) - 39 5. -2.155 - -
III. Sonstige Beteiligungen
21. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR, Mannheim 2) 296 € 14 1. 163 - 1
22. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i. L., Düsseldorf 50 € 99 8. - - -

1) vorläufige Zahlen per 31.12.2019

2) Daten aus 2018

4. Vorräte

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 80.695 107.249
Unfertige Erzeugnisse 33.993 35.699
Bestellte Anlagen in Arbeit 657.423 1.020.722
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 67.781 65.539
Geleistete Anzahlungen 80.987 204.041
Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen 920.879 1.433.250
./. verrechnete Kundenanzahlungen -552.654 -806.215
Vorräte (gesamt) 368.225 627.035

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 512 Mio. € auf 921 Mio. € vermindert. Dieser Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Bestellte Anlagen in Arbeit, die um 364 Mio. € abnahm, sowie die geleisteten Anzahlungen, welche sich um 123 Mio. € verringerten.

Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 254 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 259 Mio. €.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 270.495 332.292
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (218) (630)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.319.168 995.975
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (978)
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen - 652
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 42.137 29.601
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (944) (945)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 1.631.800 1.358.520
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.162) (2.553)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen um rund 62 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 140.555 Tsd. € (Vorjahr: 213.085 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind analog zum Vorjahr u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.617 6.897
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) 1.019.920 655.700
Flüssige Mittel 1.025.537 662.597
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva D.4. enthalten) 617.102 52.870
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 408.435 609.727

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen von Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises beim Treasury-Bereich der ABB AG. Darüber hinaus beinhalten die Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 134 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, kann zu einem aktiven Unterschiedsbetrag führen. Im Berichtsjahr ist ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 29.019 Tsd. € (Vorjahr: 0 €) ausgewiesen, da die entsprechenden Vermögenswerte die Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen überstiegen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen

eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden.

Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unter- stützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultieren können.

Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2019 auf insgesamt 994.769 Tsd. € (Vorjahr:

1.015.769 Tsd. €), während der beizulegende Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.023.763 Tsd. € (Vorjahr: 999.488 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 672.163 Tsd. € (Vorjahr: 742.003 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 351.600 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 257.485 Tsd. €).

Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 6.949 Tsd. € (Vorjahr: 17.600 Tsd. €) in das Deckungsvermögen vorgenommen. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen, einschließlich Auszahlungen aus der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, beliefen sich auf 66.311 Tsd. € (Vorjahr: 68.882 Tsd. €).

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf 24.654 Tsd. € (Vorjahr: 27.619 Tsd. €).

Der beizulegende Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 24.679 Tsd. € (Vorjahr:

23.962 Tsd. €), während sich die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 6.514 Tsd. € (Vorjahr: 5.797 Tsd. €) beliefen.

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABBAG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierten Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, so dass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.

Des Weiteren ergibt sich im Berichtsjahr eine Vermögensminderung durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze, welcher das Konzerneigenkapital um 158.562 Tsd. € vermindert.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres insgesamt eine Verringerung des Konzerneigenkapitals um 100.206 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2019 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.

Im Berichtsjahr hat sich die Kapitalrücklage der ABB AG aufgrund der Übertragung von Vermögenswerten und Schulden aus Abspaltungsvorgängen um 6.085 Tsd. € auf 57.131 Tsd. € erhöht.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

Die Gewinnrücklagen sind um 153.743 Tsd. € auf -35.573 Tsd. € zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf die Vermögensminderung durch Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. € sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von -38.693 Tsd. €. Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich zusammen aus Rücklagen der ABB AG in Höhe von 465.686 Tsd. € sowie aus negativen Rücklagen, welche im Wesentlichen auf die nachfolgend beschriebenen Konsolidierungseffekte zurückzuführen sind.

In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.

11. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Der zum Ende des Berichtsjahres ausgewiesene Betrag in Höhe von 12.897 Tsd. € (Vorjahr: 12.481 Tsd. €) entfällt im Wesentlichen auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln, welche zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark genutzt wurde.

Sowohl unser Ausbildungszentrum in Berlin als auch unser Training Center in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in einer Vielzahl von Berufen an.

Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.

12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.090.879 Tsd. € (Vorjahr: 1.144.710 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 3,25%) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde. Die Differenz zum Zinssatz per Ende Dezember ist als nicht wesentlich einzuschätzen.

Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 2,00% (Vorjahr: 2,36%). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB beträgt 87.619 Tsd. € (Vorjahr: 118.227 Tsd. €).

Für das vorliegende Berichtsjahr liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,25% p. a. (Vorjahr: 2,75% p. a.) sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,25% p. a. (Vorjahr: 1,75% p. a.) zugrunde.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3% p. a. unterstellt.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.090.879 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 42.592 Tsd. € (Vorjahr: 47.125 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 36.047 Tsd. € (Vorjahr: 37.492 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert für der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch passive Überhänge aus der Vermögensverrechnung ergeben können.

Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 29.019 € (Vorjahr: 0 Tsd. €) sowie passive Überhänge im Umfang von insgesamt 132.157 Tsd. € (Vorjahr: 182.714 Tsd. €).

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen, während die passiven Überhänge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 6.545 Tsd. € (Vorjahr: 9.633 Tsd. €).

13. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern sowie für sonstige Steuern.

14. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen analog zum Vorjahr im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 24.654 Tsd. € (Vorjahr: 27.619 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2019 betrug der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Wertpapiere 24.679 Tsd. € (Vorjahr: 23.962 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 24.654 Tsd. € (Vorjahr: 27.619 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung von 25 Tsd. € ergab (Vorjahr: Passivischer Überhang in Höhe von 3.657 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.

15 .Verbindlichkeiten

in Tsd.€ 31.12.2019 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr 31.12.2018 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46 46 - 99 99 -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 727.078 725.828 1.250 1.195.548 1.192.416 3.132
(davon von verbundenen Unternehmen) (26.159) (26.114) (45) (159.942) (159.523) (419)
Verrechnet mit Vorräten -552.654 -551.704 -950 -806.215 -804.103 -2.112
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 174.424 174.124 300 389.333 388.313 1.020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143.875 142.473 1.402 208.457 208.122 335
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 735.262 702.910 32.352 179.608 170.928 8.680
Sonstige Verbindlichkeiten 61.272 60.216 1.056 77.064 75.277 1.787
(davon aus Steuern) (24.926) (24.926) (-) (28.247) (28.247) (-)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (6) (6) (-) (7) (7) (-)
Verbindlichkeiten (gesamt) 1.114.879 1.079.769 35.110 854.561 842.739 11.822

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 4 Tsd. € (Vorjahr: 2 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 6.259 Tsd. € (Vorjahr: 7.078 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 108.036 Tsd. € (Vorjahr: 118.019 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten auch Beträge aus dem bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrags werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, mittelbar abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 198 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 18 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 180 Mio. € resultiert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten analog zum Vorjahr im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

16. Latente Steuern

Steuerlatenzspiegel Betrag in Tsd. € Steuersatz in%
Aktivlatenzen
Firmenwert 2.086 30,00
Grund und Boden 88 30,00
Vorräte 3.932 30,00
Forderungen 1.200 30,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 8.315 30,00
Sonstiges Anlagevermögen 1.252 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 169 30,00
Sonstige Rückstellungen 6.604 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 1.157 14,00
Summe Aktivlatenzen 24.803
Passivlatenzen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.379 30,00
Sonstiges Anlagevermögen 2.922 30,00
Sonstige Rückstellungen 253 30,00
Summe Passivlatenzen 4.554
Verlustvortrag 2.234
Summe Latenzen 22.483

Latente Steuern ergeben sich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2019 betragen im Konzern 24.803 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 4.554 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 2.234 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.

Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Berichtsjahr passivische latente Steuern in Höhe von 289 Tsd. €, die auf Basis eines Steuersatzes von 30% ermittelt und in der Bilanz erfasst sind. Zum Ende des Vorjahres ergaben sich aktivische latente Steuern in Höhe von 548 Tsd. €.

17. Haftungsverhältnisse

in Tsd.€ 31.12.2019 31.12.2018

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.290 1.166

Haftungsverhältnisse (gesamt) 1.290 1.166

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 142 Tsd. € (Vorjahr: 142 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2018
in Tsd.€ Gesamtbetrag Jahresbetrag Gesamtbetrag Jahresbetrag
--- --- --- --- ---
IS-und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 39.169 18.683 48.344 19.198
Wesentliche Miet-und Pachtverträge 13.030 1.365 21.084 3.365
Andere Geschäfte 14.798 14.798 5.131 5.131
Gesamt 66.997 34.846 74.559 27.694

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 67 Mio. € (Vorjahr: 75 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 35 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich im Wesentlichen um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie Dienstleistungen im Bereich Real Estate. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 39 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 19 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der Dienstleistungsvertrag zwischen ABB und Apleona für Integrated Facility Management, der Dienstleistungen wie beispielsweise Bewachung, Instandhaltung, Wartung sowie Reinigung umfasst und für alle Standorte der ABB in Deutschland gilt. Weiterhin fallen hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 13 Mio. € (Vorjahr: 21 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 1 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 25 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €).

Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 16 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €).

20. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 428.793 Tsd. € (Vorjahr: 589.929 Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt -1.215 Tsd. € (Vorjahr: -2.790 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können.

Der beizulegende Wert (Marktwert) wird von der ABB Gruppe auf Basis erhältlicher und öffentlich zugänglicher Marktinformationen ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 15.874 Tsd. € (Vorjahr: 17.615 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 1.022 Tsd. € (Vorjahr: -482 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.920 Tsd. € (Vorjahr: 6.654 Tsd. €) passiviert.

21. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 2.984 Mio. € und liegen damit um 5% unter dem Vorjahreswert in Höhe von 3.135 Mio. €.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 151 Mio. € ist hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Stromnetze zurückzuführen. Aufgrund der Abspaltung dieses Geschäftsbereichs zum 01. April 2019 sind nur die Umsatzerlöse des ersten Quartals enthalten.

Der Geschäftsbereich Robotik & Fertigungsautomation (-17%) verzeichnete rückläufige Umsatzerlöse. Die Geschäftsbereiche Elektrifizierung (+4%), Industrieautomation (+13%) sowie Antriebstechnik (+15%) konnten die Umsatzerlöse steigern.

Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten analog zum Vorjahr unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellem Anlagevermögen.

Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 27.232 Tsd. € (Vorjahr: 32.692 Tsd. €) enthalten. Die periodenfremden Erträge betrugen 60.404 Tsd. € und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

23. Materialaufwand

in Tsd.€ 2019 2018
Aufwendungen für Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.259.437 -1.374.159
Aufwendungen für bezogene Leistungen -191.968 -255.164
Materialaufwand (gesamt) -1.451.405 -1.629.323

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.451 Mio. € und lag damit um 178 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist in erster Linie auf die um 320 Mio. € gesunkene Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen.

Bezogen auf die Gesamtleistung bleibt die Materialeinsatzquote zum Vorjahr unverändert bei 48%.

24. Personalaufwand

in Tsd.€ 2019 2018
Löhne und Gehälter -619.406 -692.306
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -108.443 -125.612
(davon für Altersversorgung) (-4.458) (-12.183)
Personalaufwand (gesamt) -727.849 -817.918

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 90.069 Tsd. € verringert, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr um 72.900 Tsd. € gesunken sind. Dies ist im Wesentlichen auf die rückläufige Anzahl der Beschäftigten aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs Stromnetze zurückzuführen.

Gegenläufig wirkte das tarifliche Zusatzgeld, welches erstmalig im Jahr 2019 ausbezahlt wurde.

Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt. Im Vergleich zum Vorjahr war die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten, auch aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl, rückläufig. Zur Erläuterung der Zinskomponente verweisen wir auf Ziffer 29 dieses Anhangs.

Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 4.458 Tsd. € (Vorjahr: 12.183 Tsd. €).

25. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2019 2018
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.729 2.970
Angestellte 6.181 6.461
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 8.910 9.431
Auszubildende 624 668
Mitarbeiter (gesamt) 9.534 10.099

Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich im Jahresdurchschnitt um 565, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.182 zum Ende des Vorjahres um 2.047 auf 8.135 zum Ende des Berichtsjahres zurückgegangen ist.

26. Abschreibungen

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 2 dieses Anhangs.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten analog zum Vorjahr unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 36.426 Tsd. € (Vorjahr: 36.765 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnlichen Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 3.512 Tsd. € (Vorjahr: 3.911 Tsd. €). Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 43.551 Tsd. € (Vorjahr: 4.554 Tsd. €).

Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 84 Mio. € gesunken.

28. Beteiligungsergebnis und Abschreibungen auf Finanzanlagen

in Tsd.€ 2019 2018
Aufwendungen aus der Equitykonsolidierung assoziierter Unternehmen - -2.007
Beteiligungsergebnis -2.007

Das Beteiligungsergebnis des Vorjahres entfiel in voller Höhe auf die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main. Die mozaiq operations GmbH wurde mit Gesellschaftsbeschluss vom 27. Februar 2019 mit sofortiger Wirkung aufgelöst und die ausstehenden Darlehensforderungen gegenüber der mozaiq operations GmbH in Höhe von 3.645 Tsd. € vollständig abgeschrieben.

29. Zinsergebnis

in Tsd.€ 2019 2018
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.758 1.777
(davon von verbundenen Unternehmen) (173) (7)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (30.752) (723)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.085 -151.480
(davon an verbundene Unternehmen) (-88) (-99)
(davon aus Ab-/Aufzinsung) (-492) (-150.630)
Zinsergebnis 28.673 -149.703

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf 28.673 Tsd. € und liegt somit um 178.376 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 94.206 Tsd. € (Vorjahr: 93.049 Tsd. €). Davon resultieren 51.809 Tsd. € (Vorjahr: 53.076 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 3,25% im Vorjahr auf 2,75% zum Ende des Berichtsjahres.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 125.058 Tsd. € (Vorjahr: Verluste in Höhe von 56.358 Tsd. €).

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen belaufen sich auf 519 Tsd. € (Vorjahr: 407 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 419 Tsd. € (Vorjahr: 1.194 Tsd. €) belaufen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes negatives Zinsergebnis in Höhe von 2.279 Tsd. € (Vorjahr: positives Zinsergebnis 491 Tsd. €).

30. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 63.842 Tsd. € (Vorjahr: 13.160 Tsd. €).

31. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme beläuft sich im Berichtsjahr auf 178.999 Tsd. € (Vorjahr: 13.663 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags werden von diesem Betrag insgesamt 133.640 Tsd. € (Vorjahr: 4.457 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Der verbleibende Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von 45.359 Tsd. € (Vorjahr: 9.206 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

32. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betrugen im Berichtsjahr:

in Tsd. € 2019 2018
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 912 669
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 46 -
Honorar für Steuerberatungsleistungen - 6
Gesamthonorar 958 675

33. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 betrug 342 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 betrugen insgesamt 1.573 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.756 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.403 Tsd. € zurückgestellt.

34. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg

ABB Business Services GmbH, Heidelberg

Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid

ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg

ABB Patent GmbH, Ladenburg

ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg

ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim

Mannheim, den 27. März 2020

ABBAG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Bestätigungsvermerk

An die ABB AG, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ABB AG, Mannheim, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt 2 im Konzernlagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen

unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Informationen im Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mannheim, den 27. März 2020

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Isele, Wirtschaftsprüfer

gez. Zandt, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio. € 2019 2018 2017 2016 2015
Immaterielle Vermögensgegenstände 15 21 25 24 41
Sachanlagen 236 284 293 301 293
Finanzanlagen 6 15 9 9 8
Summe Anlagevermögen 257 320 327 334 342
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 921 1.433 1.232 2.092 2.877
Verrechnete Kundenanzahlungen -553 -806 -676 -1.498 -2.204
\= Summe Vorräte (netto) 368 627 556 594 673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411 545 572 552 445
Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen 1.026 663 642 600 419
Sonstige Aktiva * 230 161 202 157 133
Summe Umlaufvermögen 2.035 1.996 1.972 1.903 1.670
Bilanzsumme 2.292 2.316 2.299 2.237 2.012
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inklusive Fremdanteile) 22 169 180 195 214
Konzerngewinn/-verlust (inklusive Fremdanteile) 368 321 301 285 244
Summe Eigenkapital 558 658 649 648 626
Rückstellungen für Pensionen 132 183 96 88 106
Übrige Rückstellungen 469 605 618 630 576
Summe Rückstellungen 601 788 714 718 682
Erhaltene Anzahlungen 174 389 352 336 410
Sonstige Passiva ** 959 481 584 535 294
Bilanzsumme 2.292 2.316 2.299 2.237 2.012
Finanzmittelbestand 1.026 663 642 600 419
Finanzschulden 618 53 220 228 51
Nettoliquidität 408 610 422 372 368

* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio.€ 2019 2018 2017 2016 2015
Gesamtleistung 3.047 3.367 4.079 4.405 3.527
Materialaufwand -1.451 -1.629 -2.318 -2.627 -1.762
Personalaufwand -728 -818 -808 -835 -815
Abschreibungen -49 -54 -62 -65 -64
Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge -562 -822 -699 -661 -886
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -78 -30 -62 -55 -5
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme 179 14 130 162 -5
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft -134 -5 -129 -140 -18
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme 45 9 1 22 -23
Auftragseingang
Inland 1.829 1.741 1.617 1.699 1.574
Ausland 1.017 1.558 1.462 1.457 1.806
Summe 2.846 3.299 3.079 3.156 3.380
Auslandsanteil 36% 47% 47% 46% 53%
Umsatz
Inland 1.615 1.644 2.357 2.620 1.796
Ausland 1.369 1.491 1.633 1.667 1.499
Summe 2.984 3.135 3.990 4.287 3.295
Auslandsanteil 46% 48% 41% 39% 45%
Investitionen in Sachanlagen * 59 49 63 61 87
Abschreibungen auf Sachanlagen * -49 -54 -62 -65 -64
Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) 8.135 10.182 10.187 10.537 10.770

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich / Schweiz

in Mio. US-Dollar * 31.12.2019 ** 31.12.2018 **
Auftragseingang 28.588 28.590
Umsatz und übrige Betriebserlöse 27.978 27.662
Operatives EBITA 3.107 3.005
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 1.090 1.575
Konzerngewinn 1.439 2.173
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 13.526 13.952
Bilanzsumme 46.108 44.441
Mitarbeitende (circa) 144.000 147.000
Segmentergebnisse (Operatives EBITA)
Elektrifizierung 1.688 1.626
Robotik Fertigungsautomation 393 528
Industrieautomation 732 914
Antriebstechnik 1.082 1.023
Konzern und Übrige -788 -1.086

* Die Abschlüsse wurden nach U.S. Generally Accepted Accounting Principles (U.S. GAAP) erstellt.

** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz vom 05. Februar 2020. Am 17. Dezember 2018 gab ABB bekannt, dass das Unternehmen eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Division Stromnetze geschlossen hat. Infolgedessen erfolgt der Ausweis als nichtfortgeführte Aktivitäten.