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ABB Ltd — Annual Report 2017
Apr 13, 2018
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Annual Report
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Publication

ABB AG
Mannheim
Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
ABB Deutschland
Geschäftsbericht 2017
Inhalt
Bericht des Vorstands
Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2017
Bericht des Aufsichtsrats
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang
Bestätigungsvermerk
Fünfjahresübersicht
Impressum
ABB weltweit auf einen Blick
Bericht des Vorstands
Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2017 war ein anspruchsvolles aber aussichtsreiches Jahr für die deutsche ABB. Die Herausforderungen waren und sind noch immer vielfältig. Im Markt beeinflussten uns die Krise im Euroraum, der Brexit, die Unsicherheiten in den USA und die langwierige Regierungsbildung in Deutschland. Aber auch intern stellten zum Beispiel die Maßnahmen der Next-Level-Strategie und marktbedingte Restrukturierungen das Unternehmen immer wieder vor neue Aufgaben.
Anfang 2017 haben wir die globale Organisation auf vier Divisionen umgestellt: Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe, Industrieautomation und Stromnetze. Die vier Divisionen sind nun kundenorientierter, wettbewerbsfähiger und fokussierter als je zuvor. Hiermit haben wir unsere Wettbewerbsposition ausgebaut und setzen im Jahr 2018 auf Wachstum.
ABB gestaltet den digitalen Wandel
Wir haben es uns bei ABB zur Aufgabe gemacht, führend bei Industrie 4.0 zu sein. Seit über 40 Jahren haben wir Erfahrung in Digitalisierung und statten seither Geräte und Systeme mit Software und Schnittstellen aus. Schon heute hat ABB eine installierte Basis mit mehr als 70 Millionen angeschlossenen Geräten und mehr als 70.000 digitalen Steuerungssystemen. Nun sind wir dabei, einen echten Quantensprung bei der Digitalisierung zu vollziehen. Mit der neuen digitalen Plattform ABB AbilityTM bündeln wir alle unsere digitalen Lösungen. Damit können unsere Kunden zum Beispiel Daten intelligenter auswerten, um Produktionsabläufe zu optimieren. Im Gebäude sind so bis zu 30 % Energieeinsparung möglich. In der Robotik können Ausfallzeiten um 25 % reduziert werden.
Im Herbst 2017 haben wir in Pisa Roboter-Geschichte geschrieben, als der kollaborative Roboter YuMi®, das Lucca Philharmonic Orchestra dirigiert hat. YuMi® hat gezeigt, wie schnell und lernfähig er ist. In nur wenigen Tagen hat der Roboter Hand in Hand mit dem menschlichen Kollegen gelernt, ein komplettes Orchester zu dirigieren. Im vollbesetzten Teatro Verdi hat er so nicht nur dem Tenor Andrea Bocelli fast die Show gestohlen.
Übernahmen steigern globale Wettbewerbsfähigkeit
Mit zwei großen Übernahmen hat der Konzern sein Profil geschärft und eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen. Vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden werden wir mit GE Industrial Solutions unsere Position als weltweite Nummer 2 in der Elektrifizierung ausbauen. Damit stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit, vor allem auf dem nordamerikanischen Markt. Wir erwarten das Closing im ersten Halbjahr 2018. Ein Stück weiter sind wir bereits mit B&R. Zusammen mit den neuen Kollegen bringen wir die Integration voran und schließen so eine historische Angebotslücke. Der Standort Eggelsberg in Österreich ist zum globalen Zentrum für Maschinen- und Fabrikautomation geworden.
Mit nunmehr über 2.000 zusätzlichen Mitarbeitern hat das Cluster Deutschland und Österreich enorm an Bedeutung gewonnen. B&R beschäftigt in Deutschland etwa 200 Mitarbeiter und wird nach seinem inländischen Geschäftsvolumen zu den drei größten lokalen Business Units in Deutschland gehören.
Fit für Strom aus erneuerbaren Energien
ABB trägt mit seinen Technologien zu einem leistungsstärkeren, intelligenteren und grüneren Stromnetz bei. Mit zwei Großaufträgen sorgt die deutsche ABB dafür, dass die Energiewende hierzulande weiter Fortschritte macht. In Philippsburg wird mit einem 40-Millionen-Euro-Projekt von TransnetBW die Netzinfrastruktur verstärkt. Ab Mitte 2020 wird eine gasisolierte 380-kV-Schaltanlage von ABB für die reibungslose Einspeisung von erneuerbaren Energien in das Übertragungsnetz sorgen.
Für ein stabileres Netz sorgt ebenfalls der hybride statische Kompensator (STATCOM), der im Umspannwerk Borken in Hessen installiert wird. Er wird das Netz mit flexibler Blindleistungskompensation und dynamischer Spannungsversorgung unterstützen und damit das Risiko von Spannungseinbrüchen und Stromausfällen reduzieren. Dank des 25-Millionen-Euro-Auftrags von TenneT werden künftig Millionen Menschen mit sauberer Windenergie versorgt.
Die Arbeit an wichtigen Zukunftsthemen wie der Elektromobilität ist für uns bereits heute sehr konkret. Das zeigt ein Auftrag der EnBW, mit dem ABB den Strom auf die Straße bringt: Bis Ende des Jahres installierte ABB 117 Schnellladesäulen an Standorten des Raststättenbetreibers Tank & Rast. So bauen wir die international führende Position bei der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität weiter aus.
Maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden
Mitte 2018 wird am Standort unseres Forschungszentrums in Ladenburg eines von drei digitalen Laboren der ABB-Welt entstehen. Ladenburg wird weltweit das erste sogenannte ABB AbilityTM Customer Experience Center sein. Zwei weitere wird es in Bangalore und Houston geben. Dort wollen ABB-Experten zusammen mit Kunden und Partnern von Universitäten und Start-ups digitale Lösungen erarbeiten, die explizit auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden. Wir versprechen uns von diesen Entwicklungen einen weiteren Impuls für mehr Wachstum in Deutschland - ein zusätzliches Wachstum, das erst durch die Digitalisierung möglich geworden ist.
In Technologieworkshops arbeiten wir bereits heute gemeinsam mit unseren Kunden an maßgeschneiderten Lösungen. Wir merken hier: Das klassische Kunden-/Dienstleisterverhältnis entwickelt sich weiter hin zu einem partnerschaftlichen, gemeinsamen Arbeiten. Neben der Vielzahl an Daten und technologischen Lösungen bleibt der Mensch nach wie vor der entscheidende Faktor, auch wenn sich die Anforderungen an uns verändern.
Ausbildung ist ein Wettbewerbsvorteil
In der heutigen Arbeitswelt stellt uns die Digitalisierung vor gänzlich neue Herausforderungen. Für uns bei ABB ist sie zugleich eine große Chance. Denn wir wollen nicht nur führend sein bei Industrie 4.0, auch bei Arbeit 4.0 wollen wir Maßstäbe setzen. Das beginnt mit einer zukunftssicheren Ausbildung mit digitalen Kompetenzen in den beiden Ausbildungszentren in Heidelberg und Berlin. Als Verbundausbilder schätzen vor allem viele kleinere und mittlere Unternehmen unsere Expertise. Aber es geht nicht nur um den Nachwuchs. Auf dem Weg zu Arbeit 4.0 nehmen wir alle Generationen mit.
Familienfreundlicher Arbeitgeber
Bei der deutschen ABB waren 2017 rund 300 Beschäftigte in Elternzeit, darunter erfreulicherweise mehr als die Hälfte Väter. Darüber hinaus unterstützen wir die Mitarbeiter mit vielfältigen Sozialleistungen dabei, Privat- und Berufsleben besser zu vereinen. Kinderbetreuungszuschuss, Sabbatical, Urlaubseinkauf oder flexible Arbeitszeitmodelle sind nur einige der zahlreichen Angebote. Mit guter Resonanz: Im Januar 2018 hat das Unternehmen das Qualitätssiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ der Bertelsmann Stiftung erhalten.
Ende letzten Jahres haben wir die langjährige Partnerschaft mit Special Olympics Deutschland um weitere drei Jahre verlängert. Seit dem Jahr 2000 hat ABB die Organisation mit insgesamt mehr als drei Millionen Euro unterstützt. Das Engagement ist längst ein wesentlicher Teil der Unternehmenskultur. Damit rücken wir die gesellschaftliche Bedeutung von Inklusion in den Mittelpunkt.
Pole Position mit Formel E
Die neue Partnerschaft von ABB und Formel E ist für die deutsche ABB eine große Chance im Autoland Deutschland. Hier steht die Elektromobilität kurz vor dem Durchbruch, enorme Wachstumsimpulse sind zu erwarten. Im Vertrag der Großen Koalition ist vereinbart, dass bis 2020 mindestens 100.000 Ladepunkte installiert werden sollen - davon mindestens ein Drittel Schnellladesäulen.
ABB verfügt über vielseitige Kompetenzen in der Entwicklung von Elektrifizierungslösungen. Als Marktführer haben wir zudem die bisher größte Zahl von Schnellladestationen für Elektroautos weltweit installiert. Damit ist das Unternehmen der ideale Industriepartner für die Rennserie und tritt als Namensgeber der neuen ABB FIA Formel E Meisterschaft auf. Sie bietet eine Plattform, um relevante Technologien für die Elektromobilität zu entwickeln und erproben.
Als ABB Deutschland wollen wir 2018 wieder alle PS auf die Straße bringen. Wir sind eines der Zugpferde des Konzerns und der drittgrößte Markt weltweit. Die deutsche Wirtschaft floriert und die großen Wachstumsthemen des Konzerns sind bei uns in Deutschland verankert. Mit unseren engagierten Mitarbeitern und unserer Innovationskraft haben wir die idealen Voraussetzungen.
Ich danke den Mitarbeitern, Partnern und Kunden ganz herzlich für ihr Vertrauen in unser Unternehmen. Let’s write the future. Together.
ABB AG
Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender
Lagebericht Geschäftsjahr 2017
Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Lagebericht des deutschen ABB-Konzerns zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst. In diesem zusammengefassten Lagebericht wurden neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 18 inländische sowie ein ausländisches Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.
Die operativen Geschäftsaktivitäten der deutschen ABB sind im Berichtsjahr - unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - in vier Divisionen unterteilt. Diese sind in Geschäftsbereiche gegliedert, die sich wiederum in verschiedene Produktgruppen aufteilen. Die Lageberichterstattung orientiert sich in erster Linie an der divisionalen Unternehmensstruktur.
Die wesentlichen Aktivitäten der Division Stromnetze sind unmittelbar innerhalb der ABB AG angesiedelt. Teile der ABB AG sind auch den Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Industrieautomation zugeordnet. Die wesentlichen Teile der Divisionen Industrieautomation, Elektrifizierungsprodukte sowie Robotik und Antriebe sind in rechtlich selbständigen Tochterunternehmen organisiert, an denen die ABB AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist.
Darüber hinaus erstreckt sich die operative Tätigkeit der ABB AG auf die Grundlagenforschung und die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.
Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, so dass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB entwickelt.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB
Aufgrund des am 01. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst waren bei der ABB AG erstmals bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgrößen für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Führungsebenen 1 und 2 unter dem Vorstand festzulegen. Wie im Lagebericht 2016 berichtet, betrugen diese bis zum 30. Juni 2017 zu erreichenden Zielgrößen im sechzehn köpfigen Aufsichtsrat 12,5 %, im dreiköpfigen Vorstand - mangels geplantem Wechsel oder geplanter Vergrößerung des Vorstands - 0 %, auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand 15 % und auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand 25 % .
Diese Zielgrößen wurden allesamt erreicht bzw. übertroffen. So betrug der Frauenanteil zum 30. Juni 2017 im Aufsichtsrat 12,5 %, im Vorstand 0 %, auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand 15,79 % und auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand 29,73 %.
Mit dem Ende der ersten Zielerreichungsperiode am 30. Juni 2017 wurden neue Zielgrößen festgelegt, die bis zum 30. Juni 2022 zu erreichen sind. Die Beschlussfassungen im Hinblick auf den Aufsichtsrat und den Vorstand lauten:
| 1. | Der Aufsichtsrat beschließt gemäß § 111 Abs. 5 AktG, dass der Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat der ABB AG, Mannheim, von derzeit 12,5 % auf 25 % (Zielgröße) erhöht werden soll. Dabei wird angestrebt, dass sich - bei unveränderter Größe des Aufsichtsrats von derzeit 16 Mitgliedern - sowohl unter den Vertretern der Anteilseigner als auch unter den Vertretern der Arbeitnehmer jeweils zwei weibliche Mitglieder befinden werden. Die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat werden sich nach besten Kräften bemühen, dieses Ziel entsprechend Ihrer Einflussmöglichkeit mit den nächsten regulären Wahlen 2018 in den Aufsichtsrat zur Umsetzung zu bringen. Die Zielgröße von 25 % bleibt bis zum 30. Juni 2022 maßgeblich. |
| 2. | Nachdem aus heutiger Sicht weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der ABB AG geplant ist, beträgt die bis zum 30. Juni 2022 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der ABB AG, Mannheim, 0 % (§ 111 Abs. 5 AktG). Bei - aus heutiger Sicht nicht geplanten - Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands vor dem 30. Juni 2022 wird sich der Aufsichtsrat aber nach besten Kräften bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen. Der geringe Frauenanteil in den technischen Berufen und die daraus auch für ABB resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen bei ABB zu gewinnen, sind dem Aufsichtsrat hierbei bewusst. |
Im Hinblick auf die Führungsebenen 1 und 2 unter dem Vorstand wurde gemäß § 76 Abs. 4 AktG festgelegt, dass der Frauenanteil von - zum Zeitpunkt der Festlegung - 15,79 % auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand und von 29,73 % auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand bis zum 30. Juni 2022 jeweils nicht unterschritten werden soll.
ABB betrachtet die Förderung von Frauen - sowie allgemein die Förderung der Vielfalt und Gleichberechtigung - über die Grenzen einzelner Konzerngesellschaften hinweg als wichtige Aufgabe und wird weiterhin daran arbeiten, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Dabei geht es ABB nicht um die bloße Erfüllung einer Quote, sondern um die Gewinnung von talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik). ABB ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams erhöhte Chancen für mehr Innovationskraft bieten und zu höherer Produktivität führen. Dabei sollen alle Beschäftigten gleichberechtigt Wertschätzung erfahren, um motiviert ihr Potenzial einbringen zu können.
Erwartungen deutlich übertroffen - Weltwirtschaft und Deutschland wachsen stärker als im langfristigen Mittel
Die Weltwirtschaft hat sich 2017 deutlich besser entwickelt als am Anfang des Jahres erwartet. Zum ersten Mal seit 2010 wächst die globale Ökonomie mit real + 3,3 % stärker als im langfristigen Durchschnitt von + 3,0 %. Die Erwartungen vom Anfang des Jahres wurden damit um + 0,5 %-Punkte übertroffen.
Global zeigen sich aber deutliche Unterschiede bei der Verteilung des Wachstums. Weltweiter Wachstumsführer bleibt Asien (ohne Japan). Das anfänglich prognostizierte Wachstum wurde hier um + 0,7 %-Punkte übertroffen und erreichte + 6,3 %. Die Wachstumsraten in Westeuropa, Osteuropa und in den USA lagen mit + 2,3 %, + 2,1 % bzw. + 2,2 % nahe beieinander, aber deutlich hinter den Ergebnissen aus Asien. Während die Anfang 2017 geschätzten Wachstumsraten für Osteuropa und die USA damit fast genau erzielt worden sind, hat sich die Wirtschaft in Westeuropa deutlich besser als zuvor prognostiziert entwickelt. Statt der erwarteten Stagnation (- 0,2 %) ergab sich ein höheres Wachstum als in anderen Teilen der Welt mit Ausnahme Asiens.
Am unteren Ende der Wachstumsraten lagen letztes Jahr Japan (+ 1,4 %) und Lateinamerika (+ 1,0 %), wobei allerdings die Rezession in den wichtigen südamerikanischen Länder Argentinien und Brasilien überwunden werden konnte. Neben Indien (+ 6,8 %) sind auch die Philippinen (+ 6,7 %) und Bangladesch (+ 7,2 %) sehr stark gewachsen. China hat sich leicht besser als erwartet entwickelt (+ 6,9 %).
Irland bleibt wachstumsstärkstes Industrieland, wobei sich das Wachstum von + 4,1 % im Jahr 2016 auf + 3,8 % im Berichtsjahr etwas verlangsamt hat. Die deutsche Wirtschaft hat sich sehr positiv entwickelt. Das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist 2017 mit + 2,2 % nochmals um + 0,3 %-Punkte stärker gewachsen als 2016 und um + 0,9 %-Punkte als am Anfang 2017 erwartet. Zwar liegt dies nur im Durchschnitt der Länder Westeuropas, jedoch deutlich über den Wachstumsraten in den anderen großen westeuropäischen Volkswirtschaften. Frankreich wuchs mit + 1,7 %, Großbritannien mit + 1,8 % und Italien mit + 1,3 %. Die tatsächlichen Ergebnisse lagen damit um jeweils + 0,3 bis + 0,4 %-Punkte über den ursprünglichen Prognosen. Neben Irland (+ 3,8 %) waren Spanien und Schweden (jeweils + 2,7 %) Wachstumstreiber der westeuropäischen Wirtschaft. Im Gegensatz zu den großen westeuropäischen Ökonomien hat sich hier jedoch das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt.
Die Wirtschaft in Deutschland profitierte wie in den Vorjahren vor allem vom privaten Konsum (+ 2,0 %). Der Beitrag zum Wachstum blieb dabei mit + 1,1 %- Punkten konstant im Vergleich zum Vorjahr. Die Bruttoanlageinvestitionen weisen ebenfalls einen konstanten Beitrag zum Wachstum in Deutschland auf (+ 0,6 %-Punkte) und sind 2017 um + 3,0 % gewachsen.
Dabei sind die Ausrüstungsinvestitionen deutlich gestiegen (+ 3,5 %), während das Wachstum der Bauinvestitionen leicht zurückgegangen ist (+ 2,6 %). Dies entspricht Wachstumsbeiträgen in Höhe von + 0,2 %-Punkten (Ausrüstungen) bzw. + 0,3 %-Punkten (Bau). Die Bedeutung des öffentlichen Konsums für das Wirtschafts- wachstum ist dagegen deutlich gesunken (+ 1,4 %). Der Beitrag zum Wachstum hat sich mehr als halbiert und liegt bei nur noch + 0,3 %-Punkten. Der Außenbeitrag lieferte 2017 im Gegensatz zu 2016 wieder einen positiven Beitrag zum Wachstum (+ 0,2 %-Punkte). Zwar sind sowohl Importe (+ 5,2 %) als auch Exporte (+ 4,7 %) von allen Gütern und Dienstleistungen deutlich stärker gewachsen als 2016, die Wachstumsrate der Exporte ist jedoch um etwa + 80 % und damit deutlich höher als für die Importe (+ 33 %) gestiegen.
Im Berichtsjahr wuchs die verarbeitende Industrie mit + 2,7 % deutlich besser als ursprünglich am Anfang des Jahres erwartet (+ 1,0 %). Die Produktion in den vier großen Industriebranchen war ebenfalls deutlich besser als Anfang 2017 vorhergesagt. Die Automobilindustrie wuchs um + 4 % (Prognose: + 1,5 %), die Elektrotechnik um + 4,6 % (Prognose: + 1 %), die Chemieindustrie um + 2,3 % (Prognose: + 0,5 %) und der Maschinenbau um + 3 % (Prognose: + 1 %). Nach Angaben der Ifo-Investitionsumfrage kann man 2017 in der verarbeitenden Industrie mit einem Investitionswachstum von rund + 7 % rechnen. Dies sind etwa + 2 %-Punkte mehr als 2016 erwartet. Die chemische Industrie soll 2017 + 5 %, die Automobilindustrie und der Maschinebau+ 10 % mehr investieren. In der Elektrotechnik gab es im Jahr 2017 laut Branchenverband ein Investitionsplus in der erwarteten Höhe von + 10 %.

Wachstum 2018: Gute Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft und Deutschland
Folgt man den aktuellen Konjunkturprognosen für das Jahr 2018, wird die Weltwirtschaft wieder mit + 3,3 % und damit überdurchschnittlich und in allen Regionen wachsen. Das höchste Wachstum wird wieder in Asien (ohne Japan) erwartet, jedoch soll es unter den Werten des Vorjahres liegen (+ 5,9 %). Die USA sollen u. a. aufgrund der Steuerreform mit + 2,6 % ein stärkeres Wachstum als 2017 erleben. Die Erholung in Lateinamerika könnte sich fortsetzen. Das dortige Wachstum (+ 2,4 %) wird stärker erwartet als in Westeuropa (+ 2,2 %). Für Osteuropa wird ein konstantes Wachstum von + 2,1 % prognostiziert. Japan bildet mit + 1,3 % wieder das Schlusslicht bei den Wachstumserwartungen. Das Wachstum in Indien soll sich um + 0,5 %-Punkte erhöhen und bei + 7,3 % liegen. China soll dahinter zurückfallen und 2018 mit + 6,5 % wachsen. Die Konjunkturforscher erwarten für die Philippinen (+ 6,9 %) und Bangladesch (+ 7,1 %) ein höheres Wachstum als in China.
Die westeuropäischen Industrieländer könnten im Jahr 2018 ebenfalls deutlich wachsen. Irland soll weiterhin Wachstumsführer bleiben (+ 3,9 %), gefolgt von Spanien (+ 2,7 %) und Schweden (+ 2,4 %). Die Schätzungen für Deutschland liegen nur unwesentlich darunter (+ 2,3 %), auch Frankreich (+ 2,0 %) und Italien (+ 1,4 %) rechnen mit steigenden Wachstumsraten. In Großbritannien soll das Wachstum jedoch um + 0,4 % -Punkte auf + 1,4 % zurückgehen. Hier könnte sich der bevorstehende Austritt des Landes aus der EU immer stärker bemerkbar machen.
Die Wachstumsprognosen für Deutschland liegen für 2018 im Mittel bei + 2,3 % und damit nochmals höher als im Jahr 2017 (+ 0,1 %-Punkte) sowie leicht über dem Durchschnitt für Westeuropa bzw. die Eurozone. Neuesten Veröffentlichungen zufolge könnte sich das Wachstum noch stärker beleben. Größter Wachstumsträger bleibt der private Konsum, obwohl die Prognosen im Mittel ein geringeres Wachstum von + 1,7 % vorhersagen. Die Anlageinvestitionen sollen auf ein deutlich höheres Niveau steigen und mit + 3,9 % wachsen, dabei sollen die Ausrüstungsinvestitionen (+ 5,3 %) deutlich stärker wachsen als die Bauinvestitionen (+ 3,0 %). Die Bedeutung des Wohnungsbaus geht dabei zurück, während sich der Nichtwohnungsbau stärker beleben soll. Exporte (+ 4,6 %) und Importe (+ 5,0 %) sollen in ähnlichem Umfang wie 2017 wachsen. Der Außenbeitrag bleibt damit leicht positiv.
Für die verarbeitende Industrie wird ein etwas geringeres Wachstum als im Vorjahr vorhergesagt (+ 2,0 %), es bliebe damit jedoch über dem Wachstum von 2016. Die vier wichtigen Industriebranchen könnten ein ähnliches (Automobil, Chemie) oder leicht höheres Wachstum (Elektrotechnik, Maschinenbau: + 3,0 %) aufweisen.
Rückgang beim Auftragseingang im Inland - Auslandsanteil gestiegen
Der Auftragseingang der deutschen ABB lag im Berichtsjahr bei 3.079 Mio. € und verfehlte den Vorjahreswert in Höhe von 3.156 Mio. € knapp um 2 %. Der inländische Auftragseingang konnte die sehr erfreuliche Vorjahresentwicklung nicht wiederholen, während das Exportvolumen das Vorjahresniveau leicht übertraf.
Der inländische Auftragseingang betrug im Berichtsjahr 1.617 Mio. €. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Bestellvolumen aus dem Inland bei 1.699 Mio. € lag, einen Rückgang von 5 % dar. Die Entwicklung in den einzelnen Divisionen verlief aber durchaus unterschiedlich.


Der Auftragseingang in der Division Stromnetze war, trotz sehr positiver Entwicklungen in den Geschäftsbereichen Hochspannungsprodukte und Transformatoren, insgesamt deutlich rückläufig. Der inländische Bestelleingang im Berichtsjahr im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte stieg deutlich an und belegte damit die hohe Nachfrage im heimischen Markt. Der Geschäftsbereich Transformatoren konnte die deutlich positive Entwicklung aus den Vorjahren erneut wiederholen und einen spürbaren Anstieg beim Auftragseingang auf dem inländischen Markt verzeichnen. Einen deutlichen Rückgang mussten jedoch die Geschäftsbereiche Grid Automation und Grid Integration hinnehmen. Insgesamt ging der Inlandsanteil am Auftragseingang gegenüber Vorjahr leicht zurück.
In einem stark durch Veränderungen der Rechts- und Vertriebsstrukturen geprägten Geschäftsjahr lag der inländische Auftragseingang der Division Elektrifizierungsprodukte im Berichtsjahr um 12 % über dem Wert des Vorjahres. Nahezu sämtliche Geschäftseinheiten und -bereiche konnten ihr Volumen erneut steigern. Während der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte den deutlichen Zuwachs aus dem Vorjahr nicht umfänglich bestätigen konnte, nutzte insbesondere die Busch-Jaeger Elektro GmbH das weiterhin günstige Marktumfeld im Berichtsjahr und verzeichnete weiter deutliche Zuwächse beim Auftragseingang - insbesondere durch den erneuten Anstieg der Gebäudeinvestitionen in Deutschland. Das Inlandsgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH konnte wiederholt starke Zuwächse in den Segmenten Installationsgeschäft, Schaltanlagenbau und Maschinenbau sowie im Geschäft mit OEMs erzielen. Der Auftragseingang der ABB Striebel & John GmbH blieb leicht unter dem gewohnt konstant hohen Niveau - die Segmente Elektrogroßhandel und Schaltanlagenbau sorgten für stabile Auftragseingänge auf dem inländischen Markt. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte und überwiegend im Inland tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen sowie die ebenfalls in dieser Gesellschaft angesiedelten Bereiche Ladesäuleninfrastruktur (EVC) und unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) verzeichneten einen spürbar positiven Auftragseingang.
Der Auftragseingang der Division Industrieautomation stieg im Berichtsjahr im Inland um erfreuliche 8 % gegenüber Vorjahr. Durch deutliche Veränderungen bzw. Reorganisation der Division Industrieautomation ist ein Vorjahresvergleich auf Ebene der Geschäftsbereiche nur bedingt aussagekräftig. Insgesamt konnte ein spürbarer Anstieg des Bestelleingangs von deutschen Kunden registriert werden. Bei insgesamt uneinheitlich verlaufender Entwicklung der einzelnen, in der Division Industrieautomation angesiedelten Geschäftsbereiche, sind neben positiver Entwicklung im Geschäftsbereich Measurement & Analytics vor allem Volumensteigerungen in den Geschäftsbereichen Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals festzustellen. Die starke Entwicklung des Auftragseingangs im erst kürzlich neu geformten Geschäftsbereich Machine & Factory Automation ist äußerst vielversprechend; das in diesem Bereich konzentrierte Leistungsportfolio wird vor allem im Inland stark nachgefragt.
Für das Berichtsjahr verzeichnete die Division Robotik und Antriebe einen Rückgang des inländischen Auftragseingangs in Höhe von etwa 11 % und konnte damit die starke Vorjahresentwicklung nicht wiederholen. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsbereich Robotik sowie in den Geschäftsfeldern Frequenzumrichter und Generatoren war dabei erfreulich. Dies konnte aber den Rückgang im Geschäft mit Bahnapplikationen, überwiegend durch kundenseitige Verzögerungen bei der Vergabe von Aufträgen, nicht umfänglich kompensieren. In allen Einheiten sehr zufriedenstellend verlief hingegen die Entwicklung im Servicegeschäft.
Das Exportgeschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017 besser als das Inlandsgeschäft. Der Auftragseingang aus dem Ausland betrug 1.462 Mio. € im Vergleich zu 1.457 Mio. €, so dass eine leichte Steigerung festzustellen war. Dadurch erhöhte sich der Auslandsanteil am Auftragseingang von 46 % im Vorjahr auf 47 % im Berichtsjahr.
Der Auftragseingang aus dem Ausland erreichte in der Division Stromnetze das Vorjahresvolumen nicht. Dies war maßgeblich auf den ungünstigen Geschäftsverlauf im Geschäftsbereich Grid Integration zurückzuführen, wo die Vorjahre durch Großaufträge und Nachträge zu Großaufträgen geprägt waren. Der Geschäftsbereich Grid Automation lag beim Auftragseingang auf Vorjahresniveau - hier erhöhte sich der Anteil des Exportgeschäfts erneut leicht. Unverändert zählten der arabische Raum und Afrika, aber ebenfalls Europa, im Berichtsjahr zu den auftragsstärksten Exportregionen. Im Auslandsgeschäft des Geschäftsbereichs Hochspannungsprodukte war ein Anstieg der Auftragseingänge zu verzeichnen - insbesondere aus den Regionen Amerika sowie Mittlerer Osten und Afrika. Auch im Geschäftsbereich Transformatoren konnte die erfreuliche Vorjahresentwicklung im Exportgeschäft bestätigt werden - der Auftrags ein gang legte leicht zu.
Die Division Elektrifizierungsprodukte konnte den ausländischen Bestelleingang im Geschäftsjahr 2017 um 6 % steigern. Der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte konnte das Exportvolumen steigern - speziell die Nachfrage nach gasisolierten Schaltanlagen war, nach einem Rückgang im Vorjahr, gegen Ende des Berichtsjahres erfreulich positiv. Der Anstieg resultierte, neben der allgemein positiven Wirtschaftslage, vor allem auf einem sich erholenden Ölpreis und dessen positiver Auswirkung auf die Investitionsbereitschaft der Zielmärkte. Der Auftragseingang der Busch-Jaeger Elektro GmbH in den Auslandsmärkten konnte gegenüber Vorjahr deutlich zulegen. In einem starken Exportgeschäft waren im Berichtsjahr insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate, China sowie Russland bedeutende Wachstumsmärkte. Der Ausbau des Exportgeschäfts der Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte im Sinne der im letzten Jahr kommunizierten Unternehmensstrategie erfolgreich umgesetzt werden und wird weiterhin im Fokus bleiben. Auch bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH entwickelte sich der Geschäftsverlauf mit ausländischen Kunden positiv. Das Auslandsgeschäft der ABB Striebel & John GmbH konnte im Berichtsjahr dagegen keinen erneuten Zuwachs erzielen und blieb leicht unter Vorjahr. In einigen europäischen Ländern sowie Ägypten wurden dabei trotzdem gute Wachstumsraten erreicht. Der Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH sah sich beim Auslandsgeschäft starkem Wettbewerbsdruck ausgesetzt, so dass der Auftragseingang rückläufig blieb.
Für die Division Industrieautomation verlief das Exportgeschäft im Berichtsjahr erfreulich. Im Vorjahresvergleich konnte ein Zuwachs von 13 % erreicht werden. Wie im Inlandsgeschäft bereits angeführt, ist aufgrund von organisatorischen Veränderungen ein Vorjahresvergleich auf Ebene der Geschäftsbereiche nur eingeschränkt möglich. Im Auslandsgeschäft des Geschäftsbereichs Power Generation war im Berichtsjahr ein über den Erwartungen liegender Auftragseingang festzustellen. Im Geschäftsbereich Measurement & Analytics war das Auslandsgeschäft im Berichtsjahr leicht positiv. Im Geschäftsbereich Process Industries war keine weitere Zunahme kundenseitiger Investitionstätigkeit, wie dies für das vergangene Jahr galt, festzustellen. Die Marktsituation ist insbesondere durch lokale Anbieter weiterhin sehr angespannt. Der Geschäftsbereich Control Technologies lag, vor allem aufgrund der Neuorganisation des PLC-Geschäftes und der Ansiedlung dieses Geschäftsfeldes in einem separaten Geschäftsbereich, deutlich unter Vorjahr.
Ebenfalls positiv verlief die Entwicklung des Auslandsgeschäfts der Division Robotik und Antriebe im Berichtsjahr; es konnte ein Zuwachs von 27 % gegenüber Vorjahr erzielt werden. Eine deutliche Steigerung erzielten hier vor allem die im Geschäftsbereich Robotik tätigen Gesellschaften ABB gomtec GmbH und ABB Automation GmbH. Zuwächse konnten beispielsweise bei Zulieferern der Automobilindustrie in Europa erzielt werden. Aber auch in den Geschäftsfeldern Antriebstechnik und Generatoren der ABB Automation Products GmbH war dieser positive Trend durch zusätzliche Auftragseingänge erkennbar. Unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs im Inland stieg der Auslandsanteil im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr deutlich an.
Rückgang des Umsatzes - Auslandsanteil leicht gestiegen
Nachdem im Vorjahr durch die Abrechnung einiger großvolumiger Exportaufträge ein deutlicher Zuwachs auf 4.287 Mio. € erzielt werden konnte, ging der Umsatz im Berichtsjahr insgesamt um 297 Mio. € bzw. um 7 % zurück.
Unsere Einschätzung im Vorjahr, die von einem stabilen Geschäftsvolumen ausging, hat sich damit nicht erfüllt.
Das Inlandsgeschäft erreichte im Berichtsjahr ein Umsatzvolumen von 2.357 Mio. € und verfehlte den Umsatz des Vorjahres in Höhe von 2.620 Mio. € um 263 Mio. € bzw. um 10 %. Auch im Exportgeschäft konnten im Berichtsjahr die Umsatzerlöse des Vorjahres in Höhe von 1.667 Mio. € nicht ganz erreicht werden. Die Exporterlöse lagen bei 1.633 Mio. € und damit um 34 Mio. € bzw. 2 % unter Vorjahr. Der Anteil des Auslandsgeschäfts erhöhte sich im Berichtsjahr von 39 % auf 41 % im Vorjahresvergleich.
Maßgeblichen Anteil am Rückgang des inländischen Umsatzvolumens hatte die Division Stromnetze. Die Exporterlöse der Division bewegten sich auf Vorjahresniveau. Das Volumen auf dem deutschen Markt lag aber deutlich unter dem Vorjahreswert, was in erster Linie auf die letztjährige Abrechnung diverser Großprojekte im Geschäftsbereich Grid Integration zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse im Bereich Grid Automation entwickelten sich hingegen positiv. Im Geschäftsbereich Transformatoren konnte die Steigerung des Abrechnungsvolumens im Vorjahr, bedingt durch eine konsequente Abarbeitung des Auftragsbestands mit deutschen Kunden, erneut deutlich übertroffen werden und dabei den leichten Umsatzrückgang im Exportgeschäft mehr als kompensieren. Nach deutlich positiven Entwicklungen des Exportvolumens in den Vorjahren musste der Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte im Berichtsjahr einen signifikanten Umsatzrückgang feststellen. Im Wesentlichen verringerte sich das Umsatzvolumen in den Regionen Mittlerer Osten sowie Saudi Arabien. Der Umsatz mit inländischen Kunden konnte indes wieder leicht gesteigert werden.
Im Gegensatz zum Auftragseingang konnte der Umsatz der Division Elektrifizierungsprodukte im Berichtsjahr nicht erneut gesteigert werden, blieb aber weitgehend stabil auf hohem Niveau. Stagnierende bzw. leicht rückläufige Inlandsumsätze wurden durch das ausländische Umsatzvolumen im Berichtsjahr nahezu kompensiert. Eine Umsatzsteigerung erzielte die Busch-Jaeger Elektro GmbH.
Insbesondere durch gestiegene Gebäudeinvestitionen auf dem Inlandsmarkt konnte der Vorjahresumsatz erneut deutlich übertroffen werden. Ein Anstieg der Umsatzerlöse war auch bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH, basierend auf positiven Entwicklungen in Inland und Ausland, zu verzeichnen. Die Umsatzsteigerungen betrafen alle Segmente: Installation, Schaltanlagenbau und Maschinenbau bzw. das Geschäft mit OEMs. Unter Berücksichtigung der ABB-internen Umsätze blieben auch die Umsatzerlöse der ABB Striebel & John GmbH auf erfreulich hohem Niveau. Neben deutlichen Zuwächsen im Inlandsgeschäft, getrieben durch die Bereiche Großhandelsgeschäft und Schaltanlagen, stagnierte das Exportgeschäft und blieb leicht unter Vorjahr. Der in der ABB AG angesiedelte Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte verzeichnete einen spürbaren Umsatzrückgang. Dies galt für das Geschäft mit inländischen Kunden in stärkerem Maße als für das Exportgeschäft. Die Geschäftsentwicklung der ABB Kaufel GmbH verlief im Berichtsjahr positiv und verzeichnete in Inlands- und Auslandsgeschäft leichte Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Der überwiegend auf dem Inlandsmarkt im Neuanlagen- und Servicegeschäft tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichte insgesamt einen Anstieg der Umsatzerlöse, wobei der Vorjahreswert auf dem ausländischen Markt nicht erreicht werden konnte.
Die Division Industrieautomation konnte die positive Entwicklung aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Ein rückläufiges Umsatzvolumen der ABB Automation GmbH und zusätzliche organisatorische Veränderungen der Divisionsstruktur hatten spürbare Auswirkungen auf das Umsatzvolumen der Division. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr entwickelten sich in den einzelnen Geschäftsbereichen uneinheitlich, konnten aber weder in Inland noch Ausland das Vorjahresniveau erreichen. Während die Geschäftsbereiche Measurement & Analytics, Marine & Ports und Turbocharging ihren Inlands- und Gesamtumsatz leicht gegenüber Vorjahr steigern konnten, waren negative Entwicklungen des Umsatzvolumens in den Geschäftsbereichen Power Generation, Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals festzustellen. Diese sind vor allem auf Effekte aus der Endabrechnung mehrerer größerer Projekte im vergangenen Jahr sowie aus der Reorganisation einiger der Division zuzuordnender Geschäftsbereiche zurückzuführen. So wurde der Geschäftsbereich Machine & Factory Automation neu gegründet. Die positive Entwicklung der Auftragseingänge in diesem Bereich verspricht zukünftig eine günstige Umsatzentwicklung für diesen Geschäftsbereich.
In der Division Robotik und Antriebe lag der Umsatz im Berichtsjahr leicht unter Vorjahresniveau. Das Vorjahr war durch die Abrechnung eines Großauftrags im Ausland geprägt. Auch spiegelt sich der leicht rückläufige Auftragseingang im Umsatz wider. Im Inlandsgeschäft fiel der Rückgang insgesamt gering aus - im Geschäftsbereich Motoren und Antriebe der ABB Automation Products GmbH geringer als im Geschäftsbereich Robotik der ABB Automation GmbH. Im Export war der Rückgang deutlicher und entfiel überwiegend auf den Geschäftsbereich Robotik. Der Exportanteil ging dadurch leicht zurück.
Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 2.417 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 3.482 Mio. € sank der Auftragsbestand um 1.065 Mio. € bzw. um 30,6 %. Den weitaus größten Auftragsbestand wies die Division Stromnetze auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Ende des Berichtsjahres ein Umsatzvolumen von rund 7 Monaten ab.


Rückgang beim Ergebnis vor Gewinnsteuern
Das Ergebnis vor Gewinnsteuern lag im Berichtsjahr bei 192 Mio. € gegenüber einem Ergebnis von 217 Mio. € im Vorjahr. Dabei waren die Ergebnisse beider Perioden durch Restrukturierungskosten und zugehörige Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen, im Vorjahr insbesondere auch mit Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich belastet.
Das Ergebnis des Vorjahres beinhaltete darüber hinaus eine deutliche Ergebnisverbesserung aus der Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens sowie aus einem Rückgang der Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen. Maßgeblich war hierfür ein Einmaleffekt aus dem Anstieg des für die Pensionsrückstellungsermittlung anzuwendenden Diskontierungssatzes verantwortlich. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 29 des Konzernanhangs.
Das um vorgenannte Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Gewinnsteuern betrug im Berichtsjahr 294 Mio. € und lag damit um 15 Mio. € über dem ebenfalls bereinigten Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 279 Mio. €.
Insgesamt wurde die Erwartung eines vergleichbaren bereinigten operativen Ergebnisses aus dem Vorjahr damit übertroffen.
In der Division Stromnetze fiel das Ergebnis vor Gewinnsteuern, bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, für das Berichtsjahr erneut deutlich besser als im Vorjahr aus; das positive Vorjahresergebnis konnte ausgebaut werden. Gesteigerte Projektmargen in einem schwierigen Wettbewerbs- und Marktumfeld sowie Einmaleffekte im Berichtsjahr sind als Hauptursache hierfür zu nennen. Eine Ergebnisverbesserung wurde insbesondere durch Projekte mit besserer Ergebnisqualität erreicht. Bedingt durch die besseren Auftragsergebnisse hat sich vor allem das Ergebnis im Geschäftsbereich Grid Integration positiv entwickelt. Ein ebenfalls erfreuliches Ergebnis zum Ende des Berichtsjahres erreichte der Geschäftsbereich Grid Automation. Auch das Ergebnis aus der geschäftlichen Tätigkeit im Geschäftsbereich Transformatoren fiel deutlich besser als im Vorjahr aus. Ein spürbarer Ergebnisabfall war im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte zu verzeichnen. Im Wesentlichen resultierte dies aus einem gesunkenen Umsatzvolumen in einem von starkem Preisdruck geprägten Marktumfeld.
Die Division Elektrifizierungsprodukte konnte das sehr gute Ergebnis vor Gewinnsteuern aus dem Vorjahr nicht erneut erreichen. Die erfolgreiche Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen machte sich zwar positiv bemerkbar, trotzdem blieb das Ergebnis in einzelnen Geschäftsbereichen hinter den Erwartungen zurück und war zudem durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte lag auf einem erfreulich positiven Niveau. Die ABB Kaufel GmbH konnte ihr Ergebnis ebenfalls deutlich verbessern. Die ABB Stotz-Kontakt GmbH konnte die Verbesserung des Ergebnisses vor Gewinnsteuern aus dem Vorjahr bestätigen und ein solides, positives Ergebnis erzielen. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte das hohe Ergebnisniveau der Vorjahre nicht vollständig bestätigen. Den Entwicklungen bei Auftragseingang und Umsatz folgend, konnte die ABB Striebel & John GmbH das Ergebnis vor Gewinnsteuern gegenüber Vorjahr nicht wiederholen. Das Ergebnis des in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsbereichs Niederspannungsschaltanlagen verschlechterte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls.
Das Ergebnis vor Gewinnsteuern in der Division Industrieautomation konnte im Berichtsjahr maßgeblich aufgrund erneut hoher Restrukturierungsaufwendungen nicht gegenüber Vorjahr verbessert werden. Der Gesamtentwicklung des Geschäftsvolumens der Division im Inland und Ausland folgend, konnte das Ergebnis im Berichtsjahr die Vorjahreswerte insgesamt nicht erreichen. Das operative Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Hohe Restrukturierungsaufwendungen überlagerten die durchaus positiven Entwicklungen von Auftragseingang und Umsatz vor allem im Geschäftsbereich Measurement & Analytics, der daher weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Auch die Geschäftsbereiche Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals konnten die Vorjahreswerte insgesamt nicht bestätigen, wobei auch diese Bereiche erneut durch Aufwendungen in Verbindung mit Restrukturierungsmaßnahmen belastet waren. In etwa auf Vorjahresniveau lag das Ergebnis im Geschäftsbereich Turbocharging. Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr günstigeren Geschäftsverlaufs bei Auftragseingang und Umsatz konnte das Vorjahresergebnis aber nicht vollständig erreicht werden.
Die Division Robotik und Antriebe konnte das Ergebnis vor Gewinnsteuern nicht erneut verbessern. Das Ergebnis wurde zwar schwächer als in den Vorjahren, aber erneut durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Innerhalb der Division trugen insbesondere die Geschäftsbereiche Antriebe sowie Motoren & Generatoren der ABB Automation Products GmbH zu einer Ergebnisverbesserung bei. Der Geschäftsbereich Robotik der ABB Automation GmbH konnte das deutlich positive operative Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen.
Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinn- abführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 130 Mio. €, das um 32 Mio. € unter dem Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme des Vorjahres in Höhe von 162 Mio. € lag.

Ergebnisrechnung
| in Mio. € | 2017 | % | 2016 | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.990 | 4.287 | ||
| Gesamtleistung | 4.079 | 100 | 4.405 | 100 |
| Materialaufwand | - 2.318 | - 57 | - 2.627 | - 60 |
| Personalaufwand | - 808 | - 20 | - 835 | - 19 |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | - 761 | - 18 | - 726 | - 16 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern | 192 | 5 | 217 | 5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 7 | - | 3 | - |
| Steuerumlage durch die Muttergesellschaft | - 55 | - 2 | - 58 | - 1 |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 130 | 3 | 162 | 4 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 129 | - 3 | - 140 | - 3 |
| Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme | 1 | - | 22 | 1 |
Bilanzsumme leicht über Vorjahr
Die Bilanzsumme des Berichtsjahres erhöhte sich für den Konsolidierungskreis im Vorjahresvergleich von 2.237 Mio. € um 62 Mio. € auf 2.299 Mio. €.
Das Anlagevermögen reduzierte sich geringfügig um 7 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 47 Mio. € und lagen damit auf Höhe der diesbezüglichen Abschreibungen. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ergab sich ein Rückgang des Sachanlagevermögens um 8 Mio. €. Die Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte mit rund 13 Mio. € wurden durch Zugänge in ähnlicher Höhe im Wesentlichen ausgeglichen.
Das Nettovorratsvermögen verminderte sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 38 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert einerseits aus einer Reduzierung der Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 860 Mio. €, und ergibt sich andererseits aus geringeren Fortschrittszahlungen in Höhe von 822 Mio. €. Sowohl Rückgang der Bruttovorräte als auch Rückgang der Fortschrittszahlungen stehen im Zusammen - hang mit Großprojekten, insbesondere aus der Division Stromnetze, für die im Berichtsjahr die Fertigstellung und Abrechnung möglich wurde.
Bilanz
| Aktiva in Mio. € | 31.12.2017 | % | 31.12.2016 | % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 327 | 14 | 334 | 15 |
| Vorräte | 1.232 | 2.092 | ||
| abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen | - 676 | - 1.498 | ||
| 556 | 24 | 594 | 27 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 572 | 25 | 552 | 25 |
| Sonstige Aktiva | 202 | 9 | 157 | 7 |
| Flüssige Mittel | 642 | 28 | 600 | 27 |
| Summe Aktiva | 2.299 | 100 | 2.237 | 100 |
| Passiva in Mio. € | 31.12.2017 | % | 31.12.2016 | % |
| Eigenkapital | 649 | 28 | 648 | 29 |
| Rückstellungen für Pensionen | 96 | 4 | 88 | 4 |
| Übrige Rückstellungen | 618 | 27 | 630 | 28 |
| Erhaltene Anzahlungen | 352 | 15 | 336 | 15 |
| Andere Verbindlichkeiten | 584 | 26 | 535 | 24 |
| Summe Passiva | 2.299 | 100 | 2.237 | 100 |
Aufgrund eines rückläufigen Diskontierungszinssatzes bei der Bewertung stiegen die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr um 19 Mio. € an. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensionsverpflichtungen und Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Deckungsvermögen hat sich von 56 Mio. € um rund 5 Mio. € auf 51 Mio. € verringert. Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 96 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) verbleibt im Berichtsjahr insgesamt eine Unterdeckung von 45 Mio. € (Vorjahr: 32 Mio. €).
Der Rückgang der übrigen Rückstellungen um 12 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus dem Rückgang der Restrukturierungsrückstellungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich stichtagsbedingt um rund 53 Mio. € erhöht, während die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahezu unverändert blieben.
Das Konzerneigenkapital hat sich im Wesentlichen um den Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme in Höhe von knapp 1 Mio. € auf 648 Mio. € erhöht. Der Jahresüberschuss resultiert überwiegend aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresüberschuss die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte.
Unter Berücksichtigung der angestiegenen Bilanzsumme ergibt sich bei nahezu unverändertem Eigenkapital ein Rückgang der Eigenkapitalquote von 29 % im Vorjahr auf 28 % zum Ende des Berichtsjahres.
Bruttoliquidität leicht über Vorjahr - Nettoliquidität ebenfalls angestiegen
Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich/Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 642 Mio. € um 42 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um 9 Mio. € geringeren konzerninternen Kreditaufnahmen, welche die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für das Berichtsjahr beinhalten, ergab sich ein Anstieg der Nettoliquidität um ca. 50 Mio. €.
Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist maßgeblich durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage in Höhe von rund 140 Mio. € zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.
Positiv wirkte sich der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus, der mit 185 Mio. € um 23 Mio. € über dem Vorjahreswert lag. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit endete hingegen bei einem Auszahlungsüberschuss von rund 5 Mio. €.
Die Ausgaben für Investitionen in Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 47 Mio. €, wobei auch im Berichtsjahr der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den produzierenden Einheiten der Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Stromnetze lag. Unter weiterer Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens und des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen dienenden Deckungsvermögens ergibt sich eine Erhöhung der Bruttoliquidität um 42 Mio. €.

HR-Organisation und HR-Transformation
Der Personalbereich von ABB in Deutschland hat in den letzten Jahren maßgebliche Veränderungs- und Entwicklungsprozesse durchlaufen. Während er vor rund zehn Jahren dezentral agierte, wurde mit der Gründung von ABB PersonalDirekt im Jahr 2007 ein lokales Shared Service Center geschaffen, das die Umsetzung aller administrativen Tätigkeiten im Personalbereich für die rund 10.000 Mitarbeiter bei ABB in Deutschland verantwortet.
Durch das HR-Drei-Säulen-Modell (HR Business Partner, Center of Expertise und Global Business Services) wurde die Zusammenarbeit im lokalen und globalen Kontext weiterentwickelt, sodass seit Juli 2016 definierte administrative Personalprozesse nicht mehr in Deutschland, sondern durch Mitarbeiter der Global Business Services (GBS) an den Standorten Krakau und Bangalore abgewickelt werden.
Nach einer umfassenden Prozessanalyse wurden im Jahr 2017 rund 40 % der administrativen Prozesse erfolgreich zum GBS HR Krakau und 10 % zum GBS HR Bangalore verlagert. Begleitet wurde die HR-Transformation durch Roadshows in Deutschland, bei denen gemeinsam mit den Geschäftsbereichen ein Austausch über das HR-Geschäftsmodell sowie seine Chancen und Risiken stattfand.

Einheitliche Personalpolitik - Abschluss des WCP-Programms
Das White-Collar-Productivity (WCP)-Programm wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Im Zeichen von Personalumbau statt -abbau verfolgte die deutsche ABB das Ziel, von betrieblichen Veränderungen (beispielsweise Restrukturierungen) betroffene Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und ihnen Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven innerhalb von ABB in Deutschland anzubieten bzw. aufzuzeigen.
Es wurde ein einheitlicher Tarifsozialplan abgeschlossen, der auf alle ABB-Standorte Anwendung gefunden hat. Mit dem sogenannten Rahmen-Interessenausgleich wurde gewährleistet, dass bei ABB in Deutschland ein einheitliches, geordnetes, aber auch transparentes Verfahren bezüglich der Umsetzung von Maß nahmen im Rahmen des WCP-Programms greift.
ATraCt und Transfergesellschaft
Im Rahmen des WCP-Programms hat sich die Einheit ATraCt als interner Personaldienstleister und neutraler Ansprechpartner für veränderungswillige Mitarbeiter etabliert. Die Einheit ATraCt bietet mit den Kernelementen Switch, Change und den neu eingeführten Assignments unterschiedliche Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter innerhalb der deutschen ABB, die beispielsweise von betrieblichen Änderungen betroffen sind.
Mit einer Portfolioerweiterung im Jahr 2017 spricht ATraCt auch neue Zielgruppen an und bietet unter anderem auch Mitarbeitern mit Veränderungswünschen Orientierungsgespräche an.
Insgesamt konnten im Berichtsjahr 97 Beschäftigte auf freie Stellen im Konzern wechseln (Switch), 42 Beschäftigte in Projekteinsätzen tätig sein (Assignment) und sich ein Beschäftigter mit einer Change-Vermittlung auf eine später frei werdende Zielposition qualifizieren (Change).
Digitalisierung der Arbeitswelt
Um Führungskräfte und Mitarbeiter auf die bevorstehenden Veränderungen im Zuge der Digitalisierung vorzubereiten und mitzunehmen, gilt es verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. Dabei spielt die Identifizierung und Vermittlung von Kompetenzen der Zukunft sowie die Sensibilisierung der Führungskräfte und Mitarbeiter im Hinblick auf die Chancen und Risiken der Digitalisierung eine große Rolle.
Genau diese Themen werden in neuen Digitalisierungs-Workshops behandelt, die über das neue Learning Management System „MyLearning“ gebucht werden können, über das mittelfristig alle Qualifizierungsmaßnahmen und Trainings abgewickelt werden. Im Rahmen der sich verändernden Arbeitswelt hat ABB Deutschland im Jahr 2017 drei „Digital Trainees“ eingestellt und wird im Folgejahr auch im Personalbereich neue Konzepte zum Thema „Future of work“ und neue Technologien wie beispielsweise einen ChatBot, der Mitarbeiterfragen zu Personalthemen beantwortet, implementieren.
Vielfalt erkennen, Vielfalt leben
Soziale Verantwortung zu zeigen und sich für Inklusion, Vielfalt und Nachhaltigkeit einzusetzen, ist Teil der ABB-Unternehmenskultur. Das Erkennen der Vielfalt der eigenen Beschäftigten ist die Grundvoraussetzung für die Übernahme von Verantwortung im Rahmen der sogenannten Corporate Social Responsibility. Vielfalt bedeutet, dass es viele Gruppen gibt, die sich durch verschiedene Merkmale auszeichnen, wie beispielsweise Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung.
Daher beteiligt sich ABB Deutschland auch im Jahr 2017 bei der Unterstützung von Menschen mit geistigen Behinderungen, beispielsweise durch Einstellungen, Beteiligung an sozialen Projekten wie dem inklusiven ABB-Chor oder als Sponsor der Special Olympics. Auch die ABB-Flüchtlingshilfe wurde im Rahmen des Fit4Ing-/Fit4Future-Programms erfolgreich weitergeführt und ausgebaut, sodass im Berichtsjahr drei Flüchtlinge für Ausbildungs- bzw. Studienplätze übernommen wurden.
Im Geschäftsjahr 2017 hat sich ABB Deutschland weiterhin dafür eingesetzt, mehr Frauen für technische MINT-Berufe zu gewinnen und weiblichen sowie männlichen Nachwuchskräften eine Fach- oder Führungslaufbahn zu ermöglichen. Dabei geht es nicht um das Erfüllen von Quoten, sondern beispielsweise um die Gewinnung von talentiertem Nachwuchs. Das Frauennetzwerk sowie das neue Mentoringprogramm „(Wo)-mentoring“ sind zwei Beispiele, die im Speziellen die Förderung von Frauen zum Ziel haben.
Bewerber: Begeistern und Anziehen
Bedingt durch den demografischen Wandel werden ABB in Deutschland bis 2025 rund ein Viertel der Beschäftigten verlassen. Zusätzlich gestaltet sich durch den anhal tenden Fachkräftemangel auch die Gewinnung von Fachkräften, wie Vertriebs- und Servicemitarbeitern, zunehmend schwieriger. Auf der Grundlage einer strategischen und nachhaltigen Personalplanung werden daher Maßnahmen zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs und im Speziellen zur Identifizierung von potentiellen ABB-Kandidaten im Bereich Vertrieb und Service eingeleitet.
Dies bedeutet auch, neue und kreative Wege der Personalgewinnung zu gehen - beispielsweise durch den Aufbau eines professionellen Talent Sourcing und die Ausweitung der externen und internen Talent Pools. Auch die Intensivierung der ganzheitlichen Hochschulkooperationen mit dem KIT Karlsruhe, der TU Dortmund, der TU Darmstadt und der RWTH Aachen, sowie die Gewinnung der eigenen Mitarbeiter als Brand Ambassadors, spielen hierbei eine wichtige Rolle. Um Letzteres zu unterstützen, wurde ein Evaluierungs-Projekt für ein digitales Mitarbeiterempfehlungsprogramm gestartet, mit dem ABB-Mitarbeiter Kandidaten für extern ausgeschriebene Stellen über soziale Medien gewinnen können.
Nachwuchs: Ausbilden und Fördern
Die passenden Nachwuchskräfte zu finden, auszubilden und letztlich für den Berufseinstieg bei ABB zu gewinnen, ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Hier gilt es, die Ausbildungsquote von mindestens 7 % weiterhin zu halten und möglichst allen Auszubildenden einen unbefristeten Arbeitsplatz nach Beendigung der Ausbildung anbieten zu können.
Die Qualität der Ausbildung muss dabei höchsten Ansprüchen genügen und den technischen Veränderungen Rechnung tragen. Die Eröffnung des hochmodernen Ausbildungszentrums in Berlin im Jahr 2016, die Einführung von „Digital Trainee“- Stellen im Jahr 2017 sowie die geplante Ausstattung aller gewerblich-technischen Auszubildenden mit IT-Endgeräten spielt hierbei weiterhin eine wichtige Rolle. Insgesamt konnten im Berichtsjahr 207 Auszubildende und DH-Studenten ausgebildet werden, von denen 90 % übernommen wurden.
Potenziale: Erkennen und Fördern
Die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ein wichtiger Grundstein für den Erfolg von ABB. Daher legt ABB den Fokus auf eine professionelle Beratung und Begleitung der Beschäftigten bei anstehenden betrieblichen und persönlichen Veränderungen, um kompetente Mitarbeiter zu halten. Dazu wurde im Jahr 2017 ein Konzept für ein Kontakthalteprogramm mit Beschäftigten, die sich in Elternzeit befinden, erarbeitet, das im Folgejahr umgesetzt werden soll.
ABB Deutschland legt darüber hinaus verstärkt einen Fokus auf die Positionierung der Potentialträger und hält dabei auch bereichsübergreifend Ausschau nach Einsatzmöglichkeiten. Das Talent Profile sowie die Weiterentwicklung der strategischen Personalplanung haben dazu beigetragen, dass die deutsche ABB im Berichtsjahr 86 % der offenen Stellen mit ABB-internen Kandidaten besetzen konnte. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise die Erstellung einer Matching- Datei zur Nachverfolgung der Personal- und Veränderungsmaßnahmen oder die Portfolioerweiterung des internen Personaldienstleisters ATraCt.
Um auch die Führungskräfte von ABB in Deutschland zu unterstützen, wurde das Programm „Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg“ weiterentwickelt. Hierzu wurde erstmalig ein Führungskräfte-Kalender für das Jahr 2018 erstellt, der Informationen und Anregungen zur bestmöglichen Ausübung der Führungstätigkeit beinhaltet und Führungskräfte das ganze Jahr über mit Tipps, Tricks sowie Einzel- und Teamübungen begleitet.
Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern
Den beruflichen und privaten Alltag in Balance zu bringen und zu halten, ist eine Herausforderung für die Beschäftigten. Im Rahmen der Personalarbeit ist ABB in Deutschland daher bestrebt, verschiedene Lebenssituationen mit ihren jeweiligen Bedarfen zu analysieren und Beschäftigte aktiv und nachhaltig bei der persönlichen Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund hat ABB in Deutschland das Siegel für die Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber erworben und stellt verstärkt das Erkennen von White Spots und Entwicklungspotenzialen zur Weiterentwicklung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in den Fokus. In diesem Rahmen wurden bereits bestehende Programme wie das Angebot des ABB Kinderferienhauses im Schwarzwald, bei dem Kinder von Beschäftigten auf Kosten des Unternehmens Ferienfreizeiten verbringen können, weiter fortgeführt und neue Maßnahmen wie die Einführung eines Home Days und die Einführung eines Langzeitkontos für Sabbaticals angestoßen, um die Arbeitszeiten und Beschäftigungsbedingungen im Jahr 2018 noch flexibler gestalten zu können.
Im Kontext der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben stellt auch der ABB Senior Expert Service ein wichtiges Element dar. Er bietet älteren Mitarbeitern auch nach ihrer Pensionierung die Möglichkeit, ABB weiterhin ihr Wissen für befristete Einsätze zur Verfügung zu stellen. Insgesamt gab es im Geschäftsjahr 2017 42 Einsätze von Senior Experts. Seit dem Berichtsjahr können sich Kandidaten auch online für den Pool registrieren, der aus 110 Experten besteht.
Gesundheit: Schützen und Vorsorgen
Gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen. Daher investiert ABB Deutschland in das betriebliche Gesundheitsmanagement, um das physische, psychische und soziale Wohlbefinden der Mitarbeiter dauerhaft zu fördern und um arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu senken.
Neben diversen Fit-for-Life-Aktionen in Kooperation mit der SBK, der Teilnahme an der Global Health Challenge und der erstmaligen Durchführung eines ABB- Betriebssportfests lag der Schwerpunkt im Jahr 2017 auf der Stärkung der psychischen Gesundheit. Die Implementierung eines ganzheitlichen Stressmanagements, das präventive Angebote wie Resilienztrainings sowie Maßnahmen in und nach akuter Betroffenheit berücksichtigt, bildet hierfür die Grundlage.
Im Hinblick auf ein nachhaltiges Stressmanagement wird der Fokus im Jahr 2018 darauf liegen, die verschiedenen Maßnahmen rund um das Thema mentale Gesundheit zu verknüpfen. Zentraler Baustein bildet hierfür ein Gesundheitskompass, über den ABB-Mitarbeiter die für sie passenden Angebote zur Stressreduktion oder zu weiteren Themen, zum Beispiel „Living Ergonomics“, finden können.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2017 hat ABB Deutschland 227 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 6 % vom Umsatz. Etwa 10 % der gesamten Ausgaben des weltweiten ABB-Konzerns für Forschung und Entwicklung fließen in die Konzernforschung, die die technologische Grundlage für die nächste und übernächste Generation von Produkten bereitstellt. Die Aktivitäten der Konzernforschung sind in acht Forschungsfelder gegliedert, welche die wichtigsten Technologiefelder für die ABB-Produkte abdecken.
Mit über hundert Mitarbeitern ist das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg eines von insgesamt sieben in der globalen Struktur des ABB-Konzerns. Auf dieser Struktur basierend fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum auf neue Technologien für die digitale Transformation in der Industrie, innovative Gebäudeautomation sowie für die Energienetze der Zukunft.
Aktuelle Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums sind dabei Methoden der Massendatenanalyse, der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens und deren Anwendung im industriellen Umfeld, neue Produktionsszenarien mit kollaborativen, lernfähigen und autonomen Robotern, integrierte Lösungen für die intelligenten Gebäude der Zukunft sowie Szenarien, Konzepte und Technologien für die zukünftigen Energienetze. Im Mittelpunkt steht dabei die Forschung für Angebote an digitalen Lösungen und Dienstleistungen über alle Branchen hinweg, die ABB unter ABB AbilityTM zusammengeführt hat.
Mit ABB AbilityTM ins digitale Zeitalter
Mit ABB AbilityTM bündelt ABB ihr führendes Portfolio als globaler, digitaler Champion der Industrie. In Ladenburg entsteht derzeit, neben Houston und Bangalore, eines von weltweit drei ABB AbilityTM Customer Experience Center (ACE). In diesem Center werden ABB-Spezialisten aus allen Bereichen und Divisionen mit Kunden und Partnern, aber auch Universitäten und Startups über digitale Lösungen und deren Beitrag zur Wertschöpfung diskutieren. Das ACE ist damit ein wichtiger Baustein, um ABB AbilityTM und ABB als Treiber der Digitalisierung weiter bekannt zu machen. Ziel ist es, die individuellen Bedürfnisse der Kunden bei digitalen Themen noch besser zu verstehen.
Die Zukunft der digitalen Welt zu gestalten, erfordert leistungsstarke Lösungen. ABB AbilityTM vereint das branchenübergreifende digitale Know-how von ABB und erstreckt sich vom einzelnen Gerät bis hin zur Cloud. Die Geräte, Systeme, Lösungen, Services und ABB AbilityTM-Plattformen versetzen Kunden in die Lage, schneller, besser und weiter zu gehen.

ABB AbilityTM ist das branchenführende Portfolio von mittlerweile mehr als 210 Digitallösungen von ABB für Unternehmen in der Energieversorgung, der Industrie sowie im Transport- und Infrastruktursektor. Das Angebot baut auf den Pionierleistungen von ABB sowie der mehr als 40-jährigen Erfahrung als Innovationsführer in der industriellen Digitalisierung.
Digitale Lösungen für die Netze der Zukunft
Im Bereich der Stromnetze erfordert die verstärkte Integration erneuerbarer Energien im Zuge der Energiewende in Deutschland den Einsatz innovativer Lösungen zur Netzstabilisierung und -optimierung. Digitale Lösungen für das Stromnetz, die auf der ABB AbilityTM-Plattform basieren, unterstützen die Kunden dabei, das Stromnetz zu stabilisieren und effizienter zu betreiben. ABB AbilityTM bringt die digitalen Produkte und Services von ABB zusammen und kombiniert das Technologie-Angebot, die Kompetenzen auf diesem Gebiet und die installierte Basis mit dem breiten Portfolio, zu dem auch Unternehmenssoftware-Lösungen und neue dezentrale Energieversorgungssysteme (DERMS) gehören.
Digitale Umspannwerke werden im Energiesystem der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Analoge Signale über Kupferkabel werden durch digitale Kommunikation über Glasfaserkabel ersetzt, wodurch Flexibilität, Verfügbarkeit und Sicherheit steigen und gleichzeitig Kosten, Risiken und Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden. Die wachsenden Datenmengen, die in digitalen Umspannwerken verfügbar sind, werden auch eine verbesserte Überwachung, Diagnose, Sicherung und Optimierung der Anlagen ermöglichen. Über das Internet der Dinge werden Zustandsdaten in Echtzeit und rund um die Uhr gesammelt. Die ABB AbilityTM- Lösungen können diese Daten mit cloud-basierter Software, die wir auf der Grundlage unserer fundierten Erfahrungen in der Stromübertragungsindustrie entwickelt haben, filtern und analysieren.
Weltweit führend bei Elektromobilitäts-Lösungen
Als weltweit führender Anbieter von Elektromobilitäts-Lösungen deckt ABB das gesamte Spektrum der Ladetechniken für Elektroautos sowie Elektro- und Hybridbusse ab und bietet zudem Lösungen für die Elektrifizierung von Schiffen und Bahnen. Bei der Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist ABB mit mehr als 6.000 bereits installierten Schnellladesäulen heute der weltweit führende Anbieter. So sorgen ABB-Schnellladesysteme - etwa an deutschen Autobahn-Tankstellen - für ein stets dichter werdendes Versorgungsnetz. Zudem tragen ABB-Ladestationen in weiteren 56 Ländern, darunter Russland, Schottland, den Vereinigten Staaten von Amerika oder Kanada zu einer reichweitenstarken Elektromobilität bei. Das Portfolio von ABB bei DC-Schnelladelösungen reicht von Wallboxen mit 20kW bis hin zu Ultra-Fast-Charging-Lösungen für Autos und eBusse von 600 kW.
Im vergangenen Jahr hat ABB vom Energieversorger EnBW einen weiteren Großauftrag zum Ausbau der Ladesäulen an deutschen Autobahnen erhalten. Die Ladesäulen der neuesten Generation sind über eine Cloudlösung an das Internet angebunden, so dass Kunden unter anderem bargeldlos bezahlen können. Damit baut ABB seine international führende Position bei der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität auch in Deutschland weiter aus. In Europa und in den USA ist ABB Marktführer: Kein anderes Unternehmen hat eine so große installierte Basis.
Digitale Lösungen aus dem ABB AbilityTM-Portfolio runden die Technologieführerschaft ab. So wird etwa die Funktion jeder einzelnen Ladesäule der Stromtankstellen durch die ABB Connected Services in Kombination mit unserem Network- Operation Center rund um die Uhr überwacht. Internetbasierte Services - auf Basis von Microsofts Cloud-Computing-Plattform Azure - ermöglichen eine vorausschauende Steuerung. Dadurch sinken die operativen Kosten, und die Verfügbarkeit der Anlagen wird maximiert.
Durch die im Januar 2018 bekanntgegebene Partnerschaft mit der Organisation der Formel E-Rennserie, die nun als ABB FIA Formel E-Meisterschaft ausgerichtet wird, kann ABB seine Kompetenz in das Design und die Funktionalität von elektrischen Fahrzeugen einbringen und die Grenzen der Elektromobilität neu definieren.
Smarter Home - der neue Maßstab für ein intelligentes Zuhause
Gewerbe- und Wohngebäude - insbesondere Heizung, Kühlung und Haushaltsgeräte - sind für rund 38 % des weltweiten Energiebedarfs verantwortlich. Der Einsatz intelligenter Hausautomation ermöglicht Energieeinsparungen bis zu 30 %.
Die Smart-Home-Lösungen von ABB regeln Temperatur, Beleuchtung und andere Umgebungsfaktoren, um sie exakt an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Die ABB i-bus® KNX-Technologie basiert auf dem weltweit ersten offenen Standard zur Steuerung aller intelligenten Gebäudetypen. Vollständig integrierte Geräte ermöglichen eine zentrale und nutzerfreundliche Gebäudesteuerung über das Smartphone, das Tablet oder den Computer. So kann das gewünschte Ambiente aus der Ferne eingestellt werden.
Digitalisierung steigert die Produktivität in den Prozessindustrien
Im Bereich der Prozessindustrien suchen viele Betreiber nach Möglichkeiten, existierende Anlagen zu erweitern und die Effizienz zu erhöhen. Die neuen Technologien rund um das Thema Industrie 4.0 bieten zahlreiche Möglichkeiten, die immer größer werdende Datenflut in sinnvolle Informationen und Entscheidungen zu verwandeln. Leistungsfähige und gleichzeitig preisgünstige Sensortechnologie, entsprechende PCs und Server, schnelle Netzwerke bis zu günstigem Cloud-Speicher befeuern die Digitalisierung von Produktionsprozessen, wie es noch vor wenigen Jahren schwer vorstellbar war.
Eine zentrale Rolle bei Industrie 4.0 spielt die Analyse und die daraus abgeleitete Nutzung von Daten. Der steigende Einsatz von „Embedded Systems“ und „Connected Devices“ sowie die immer stärkere Vernetzung der Wertschöpfungsketten führen zu rasant steigenden Datenmengen, die bisher jedoch nicht immer strukturiert und sinnhaft verwendet werden. Von der Feldebene bis zur Betriebsebene bietet ABB verschiedene digitale Lösungen und Services zur Verbesserung von Betriebsabläufen und -prozessen.
Digitale Lösungen für die Industrieautomation
Nach dem großen Erfolg des weltweit ersten wirklich kollaborativen industriellen Zweiarmroboters YuMi® hat ABB im November 2017 ihr Portfolio von kollaborativen Robotern um eine Einarm-Variante erweitert. Ebenso wie YuMi®, der 2015 für die Kleinteilmontage entwickelt wurde, hat auch der neue Roboter eine Traglast von 500 Gramm. Dank seiner Kompaktheit kann er leicht in bestehende Montagelinien integriert werden und so die Produktivität steigern.
Darüber hinaus ist der neue Roboter mit Lead-Through-Programmierung ausgestattet, was eine spezielle Schulung des Bedienpersonals überflüssig macht. Kombiniert man diese Roboter mit digitalen Lösungen von ABB AbilityTM, können s-ie die Effizienz und Zuverlässigkeit in der Fertigung beträchtlich steigern. Kollaborative Roboter sind speziell auf die Zusammenarbeit mit Menschen im Fertigungsbereich ausgelegt. Durch sie kann die Produktivität gesteigert— und der Übergang zur kundenindividuellen Massenproduktion unterstützt werden. Die offizielle Markteinführung des neuen Roboters erfolgt 2018.
ABB hat Software-Lösungen für die virtuelle Inbetriebnahme entwickelt, die bei der Planung und dem Betrieb von industriellen Automatisierungssystemen Zeit sparen, das Risiko von Fehlplanungen reduzieren und die Produktivität beim Engineering erhöhen. Mit Software-Lösungen können Systemintegratoren und Maschinenbauer die Projektkosten um bis zu 25 % senken und die Engineering- Produktivität steigern. Die Simulation senkt das Risiko von Fehlplanungen und spart Zeit beim Engineering.
ABB bietet zudem neue Lösungen, um das Engineering der Anlage flexibel an Projektänderungen anzupassen. Mit dem ganzheitlichen Konzept „Intelligent Projects“ und der neuesten Ergänzung zu ABB AbilityTM-System 800xA, der „Single Channel I/O Select I/O“ können Anlagen schon vor der Inbetriebnahme simuliert werden, der Zustand der Anlagen noch besser beurteilt und prognostiziert werden, um die Produktion zeitnah den Kundenanforderungen anzupassen und unvorhergesehene Anlagenstillstände zu vermeiden bzw. die Planung der Instandhaltung der Anlage zu optimieren.
Für Nutzer des „MyABB/My Control System“-Kundenportals sind viele neue Funktionen online verfügbar: Nach Login können mit dem Lifecycle-Fingerprint die einzelnen Komponenten der installierten Leitsystem-Hardware analysiert werden und die Verfügbarkeit für die kommenden Jahre anhand des individuellen Lebenszyklus geplant werden. Mit wenigen Klicks können Nutzer die vorhandene Software und die von ABB validierten Patches aktualisieren und mit wenig Aufwand den Schutz des Leit- und Betriebssystems deutlich erhöhen.
Mit dem „ABB AbilityTM Manufacturing Operations Management“-Softwarepaket lassen sich zuverlässig aus Daten Entscheidungen ableiten. Das führt zur Steigerung der Qualität und zur Reduzierung von Fehlern und spart bis zu 50 % der eingesetzten Ressourcen durch definierte Workflows, Prozesse und Spezifikationen, Echtzeit-Updates und einen genauen Überblick über die Materialnutzung bzw. die Verbesserung der Ressourcennutzung, Vorlaufzeit und Erhöhung der Verarbeitungsmenge.
Mittels „ABB AbilityTM Collaborative Operations“ unterstützen Experten die Betreiber der Anlagen, um Energieverbrauch, Umweltbelastung und Produktivität zu optimieren. Collaborative Operations nutzt die ABB AbilityTM-Plattform und Cloud- Infrastruktur. Die Plattform ermöglicht dem Kunden seine Daten sicher zu integrieren und aggregieren, erlaubt vorausschauende Analysen und erzeugt Erkenntnisse, die zur Profitabilitätssteigerung beitragen.
Digitalangebote erhöhen die Effizienz in der Marineindustrie
Die Digitalisierung hält mehr und mehr auch in der Schifffahrt Einzug. Das Digitalangebot bietet zahlreiche, speziell auf die Bedürfnisse der Marineindustrie zugeschnittene Software-Pakete und digitale Services an, etwa für die Fern- oder zustandsbezogene Wartung sowie für Kursoptimierungen von Fracht- oder Passagierschiffen.
Unter dem Stichwort „Collaborative Operations” werden von ABB alle ihre digitalen Marine-Services zusammenfasst. Lösungen aus dem ABB-AbilityTM-Portfolio helfen, Daten aus digitalen Produkten und Systemen auszuwerten und aus den gewonnenen Informationen konkrete Handlungen abzuleiten. Damit werden etwa Wartungskosten gesenkt, die Lebensdauer von Anlagen verlängert, operative Abläufe effizienter gestaltet, Umweltauswirkungen reduziert und die Arbeitssicherheit verbessert.
Zur weltweiten, lückenlosen Kontrolle von Schiffen betreibt ABB weltweit sieben sogenannte Collaboration Operation Center, die den Kunden nicht nur in Notfällen, sondern auch im alltäglichen Betrieb in die Lage versetzt, z. B. vorausschauende Wartungen zu planen und allgemein den Betrieb der Schiffe zu optimieren. Ganze Flotten können so rund um den Globus vernetzt und koordiniert werden. Sowohl die Eigner, als auch die Service-Bereiche von ABB, greifen online auf gleiche Informationen zu. Zurzeit überwacht ABB auf diese Art und Weise fast 1.000 Schiffe weltweit, womit ABB auf dem Weltmarkt führend ist. Vom Schiffsantrieb bis zur Brücke kombiniert ABB aufbauend auf ihren jahrzehntelangen Erfahrungen im Marinesektor traditionelle Technologien mit den Industrie 4.0-Lösungen von morgen.
Konsequentes Chancen- und Risikomanagement
ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.
Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.
Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.
Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.
Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.
Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit- Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats- und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.
Risikofelder der ABB:
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.
Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 6 % unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Beschaffungspreisrisiken
Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten und die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.
Absatzpreisrisiken
Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.
Risiken der Auftragsabwicklung
Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.
Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken bereits im Vorfeld der Angebotsabgabe, wird die Grundlage für eine optimale Projektabwicklung gelegt. Aufgrund der Langfristigkeit der Auftragsabwicklung und der oft erforderlichen Spezifikationsänderungen setzt ABB auf ein systematisches und umfassendes Projektmanagement, um Risiken in den Aufträgen zu minimieren. Durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews - auf Basis aktueller Auftragskalkulationen - wird die Auftragsplanung ständig aktualisiert. Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.
Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.
Produktionsrisiken
Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.
Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Auch werden Abhängigkeiten zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.
Umweltrisiken
Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen/-verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, OHSAS 18001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1.
Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.
Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß diesen konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktionsbezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.
Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. ABB Deutschland hat einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.
Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und die Einstufung als „politisch riskant“ basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.
Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.
Sonstige Risiken
Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.
Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die im Personalbericht beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.
Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden.
Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.
Konzernweit verbindliche Vorgaben zum Thema IS-Security Management wirken sich auf die Entwicklung von IS-Sicherheitsverfahren und die Steuerung von Geschäftsrisiken aus. Ein etabliertes Information Security Management System (ISMS) orientiert sich an der international anerkannten Sicherheitsnorm „ISO 27001“ und steuert bei ABB Deutschland die Informationssicherheit. Abgeleitete, etablierte technische und organisatorische Maßnahmen werden durch Sicherheitsverfahren überwacht und auf ihre Einhaltung und Effektivität geprüft. Geschäftsdaten und -prozesse werden durch anforderungsspezifische Sicherheitskonzepte gesichert. Die Beschäftigten werden durch regelmäßige „IS-Security Trainings“ geschult, um das Bewusstsein zum sicheren Umgang mit Daten und Informationen stets aktuell zu halten.
Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.
Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.
Beurteilung des Gesamtrisikos
Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.
Geschäftserwartung
Die wachsende Weltwirtschaft benötigt eine zuverlässige Versorgung mit Energie. Daher wird auch im kommenden Jahr ein großer Bedarf an Infrastruktur für die Stromübertragung bestehen. Dies gilt sowohl für den Neubau von Stromnetzen, beispielsweise zur Installation von „Smart Grids“, als auch für den Ersatz alter Übertragungssysteme. Möglicherweise lassen sich 2018 mehr Projekte realisieren, da auch die Investitionserwartungen ansteigen. Es bleibt jedoch die Frage, ob politische und wirtschaftliche Lage stabil bleiben. Insbesondere gilt dies für die Frage der Finanzierung von Investitionen bei einem möglicherweise international steigenden Zinsniveau. Die Turbulenzen am Aktienmarkt scheinen jedoch nicht durch realwirtschaftliche Veränderungen hervorgerufen worden zu sein.
In Deutschland sind mit einer neuen Bundesregierung weitere Anstrengungen zum Ausbau und zur Modernisierung der Stromnetze zu erwarten. Hieraus ergeben sich möglicherweise neue Chancen für zusätzliche Geschäftstätigkeiten in der Division Stromnetze.
International gehen von den USA auch aufgrund der aktuellen Steuerreform Wachstumsimpulse aus, jedoch können protektionistische Maßnahmen der gegenwärtigen US-Administration nicht ausgeschlossen werden. Zusätzlich wurde im vergangenen Jahr der Euro gegenüber dem US-Dollar um etwa + 15 % aufgewertet, wodurch die deutschen Exporte verteuert wurden . Darüber hinaus gibt es Anzeichen, dass sich im US-Dollar-Raum, als auch für die Euro-Zone, das Zinsniveau zumindest mittelfristig erhöhen wird.
Die Investitionstätigkeit in der verarbeitenden Industrie könnte 2017 ein Rekordniveau in Höhe von + 7 % erreicht haben. Für 2018 ist aufgrund der Prognosen für die Gesamtwirtschaft kaum mit einem niedrigeren Level zu rechnen. Dies kann möglicherweise positive Auswirkungen auf die Nachfrage bei der ABB haben. Da die neue Bundesregierung die Klimaziele bis 2030 einhalten möchte, kann auch im Bereich der Energieeffizienz mit weiteren Anstrengungen gerechnet werden. Die Digitalisierung ist einer der großen Wachstumstreiber - sowohl in Deutschland als auch weltweit. „Industrie 4.0“ wird, analog zu früheren Einführungen neuer Technologien, zu erheblichen Produktivitätsfortschritten führen. Für Deutschland wird zudem 2018 ein deutlicher Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen erwartet (+ 5,0 %).
Auch für die Divisionen Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation hat sich die Ausgangslage verbessert. Im Maschinenbau soll die Produktion 2018 genauso wie im Vorjahr um + 3,0 % wachsen. Die Automobilindustrie erwartet 2018 ein Wachstum von + 2,0 % nach + 4,0 % im Jahr 2017. Es wird erwartet, dass eine neue Bundesregierung die Elektromobilität intensiver fördern wird . Da im laufenden Jahr in allen Weltregionen ein spürbares Wachstum prognostiziert wird, können auch aus dem Ausland positive Wachstumsimpulse kommen. Dies gilt u. a. für die südamerikanischen Schwellenländer, die 2018 auch aufgrund steigender Rohstoffpreise ihre Wirtschaftskrise endgültig überwinden könnten. Unsicherheiten ergeben sich u. a. aus den protektionistischen Tendenzen der US-amerikanischen Regierung und der Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar.
Bei den prozessorientierten Branchen wie Chemie sowie Nahrungs- und Genussmittel ergibt sich 2017 ein gemischtes Bild. Zwar stieg die Produktion in beiden Branchen (Chemie: + 2,3 %, Nahrung und Genussmittel: + 4,8 %), jedoch werden nur für die Chemie-Industrie steigende Investitionen von + 5,0 % erwartet. Für den Nahrungs- und Genussmittelbereich wird für 2018 mit einem Rückgang der Investitionen in Höhe von - 5,0 % gerechnet. Da auch 2018 keine sinkenden Ölpreise erwartet werden können, kann die chemische Industrie auch mit einer anhaltenden Nachfrage aus dem Ausland rechnen. Allerdings könnte der gestiegene Euro-Kurs dämpfend wirken. Aufgrund der gestiegenen Wachstumserwartungen der Weltwirtschaft gilt dies im Jahr 2018 auch für andere prozessorientierte Branchen. Unsicherheiten ergeben sich möglicherweise aus der Handelspolitik der US-amerikanischen Regierung und einem möglicherweise anhaltend schwächeren Kraftwerksbau.
Die Division Elektrifizierungsprodukte könnte 2018 von den prognostizierten wachsenden Bauinvestitionen und der steigenden Produktion im Bereich Maschinenbau von je + 3,0 % profitieren. Ebenso kann das anhaltende Wachstum der Weltwirtschaft in allen Regionen zu einer Belebung der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der ABB führen. Der Ausbau und die Erneuerung der Strominfrastruktur könnten zumindest mittelfristig durch die Gesetzesvorhaben der neuen Bundesregierung profitieren. Ob sich auch die gestiegenen Wachstumserwartungen in den USA bemerkbar machen, hängt von der Handelspolitik, der Entwicklung der Wechselkurse und einer möglichen divergierenden Zinsentwicklung zwischen den USA und der Euro-Zone ab.
Wir rechnen damit, dass sich unser relevantes Marktvolumen im Geschäftsjahr 2018 erhöht. Auf Grundlage unseres internen Konzernberichtswesens rechnen wir mit einer leicht positiven Entwicklung unseres Geschäftsvolumens und einem bereinigten operativen Ergebnis spürbar über dem Niveau des Berichtsjahres. Die attraktiven langfristigen Aussichten zur Nachfrage in drei wichtigen Kundensegmenten von ABB - Energieversorgung, Industrie, Transport und Infrastruktur - stützen sich auf die Energiewende und die vierte industrielle Revolution. ABB ist gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen. Aufgrund der teilweise großen Schwankungen im Investitionsverhalten unserer Kunden und aufgrund der erläuterten politischen und ökonomischen Einflussfaktoren bestehen allerdings Chancen und Risiken bei der Erreichbarkeit dieser Planungen.
Für 2019 wird ein weitgehend stabiles Wachstum erwartet. Die Weltwirtschaft soll nach den vorliegenden Prognosen um + 3,2 % wachsen. Dabei sollen sich vor allem die Ökonomien in Lateinamerika weiter erholen (+ 2,7 %). Asien (ohne Japan, + 6,0 %) und Osteuropa (+ 2,1 %) sollen ähnlich wachsen wie im Jahr 2017. Leichte Rückgänge werden für Westeuropa und Japan erwartet (jeweils - 0,3 %-Punkte). Für die USA wird ein Rückgang der Wachstumsrate um - 0,5 %-Punkte auf + 2,1 % prognostiziert. Dies könnte auf Einmaleffekte durch die aktuelle Steuerreform in den USA zurückzuführen sein. Da sich das andauernde Wachstum scheinbar auch im Jahr 2019 fortsetzt, könnte dies auch die Entwicklung der ABB-Divisionen positiv beeinflussen.
Mannheim, den 01. März 2018
ABB AG
Der Vorstand
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand.
Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung der Divisionen und des Servicegeschäfts sowie die Wachstumschancen der deutschen ABB aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung - insbesondere die damit verbundenen Möglichkeiten für das ABB AbilityTM Portfolio - im Vordergrund der Erörterungen. Schwerpunkte bildeten ferner die weitere Umsetzung des White-Collar-Productivity-Programms in der deutschen ABB, Anpassungsmaßnahmen in der Division Stromnetze aufgrund veränderter Marktbedingungen, die Implementierung der Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung in der deutschen ABB, die Festlegung neuer, bis 30. Juni 2022 maßgeblicher Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sowie die Transformation des Bereichs Measurement Analytics der Division Industrieautomation, insbesondere die im Rahmen dieser Transformation in der deutschen ABB umzusetzenden Maßnahmen.
Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen. Er tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss nach § 27 III MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrats dem Gesamtaufsichtsrat.
Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 23. März 2018 gebilligt und damit festgestellt.
In der Sitzung des ersten Quartals 2017 wurde die Verlängerung der Bestellung von Herrn Krabbe zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands um weitere drei (3) Jahre beschlossen. Herr Stefan Basenach ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2016 als Vertreter der leitenden Angestellten aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für ihn wurde durch Beschluss des Amtsgerichts Mannheim vom 02. Februar 2017 Herr Stefan Habild als Vertreter der leitenden Angestellten in den Aufsichtsrat bestellt.
Mannheim, den 23. März 2018
Bernhard Jucker, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017
ABB AG, Mannheim
Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang
Konzernbilanz
ABB AG
Aktiva in Tsd. €
| Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (3) | ||
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | 24.621 | 24.273 | |
| II. Sachanlagen | 293.320 | 301.040 | |
| III. Finanzanlagen | 9.456 | 8.625 | |
| Summe | 327.397 | 333.938 | |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | (4) | 1.231.638 | 2.092.422 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | - 675.753 | - 1.498.213 | |
| 555.885 | 594.209 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 344.531 | 295.196 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (5,6) | 976.426 | 910.301 |
| 3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | (5) | 367 | 144 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | (5) | 30.996 | 33.215 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | (6) | 10.173 | 13.006 |
| Summe | 1.918.378 | 1.846.071 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 745 | 1.356 | |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (7) | 50.795 | 55.789 |
| E. Aktive latente Steuern | (16) | 2.159 | 29 |
| Bilanzsumme | 2.299.474 | 2.237.183 | |
| Passiva in Tsd. € | |||
| Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| A. Eigenkapital | (8) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | (9) | 167.500 | 167.500 |
| II. Kapitalrücklagen | (9) | 51.046 | 51.046 |
| III. Gewinnrücklagen | (10) | 128.473 | 144.207 |
| IV. Bilanzgewinn | 301.306 | 284.722 | |
| Summe | 648.325 | 647.475 | |
| B. Sonderposten aus Investitionszulagen | (11) | 11.976 | 10.731 |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (12) | 96.025 | 88.497 |
| 2. Steuerrückstellungen | (13) | 18.870 | 18.413 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (14) | 598.636 | 611.225 |
| Summe | 713.531 | 718.135 | |
| D. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 52 | 442 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (15) | 1.027.593 | 1.834.577 |
| Verrechnet mit Vorräten | - 675.753 | - 1.498.213 | |
| 351.840 | 336.364 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 164.216 | 111.664 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (6,15) | 339.440 | 344.234 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (15) | 69.028 | 66.556 |
| Summe | 924.576 | 859.260 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.066 | 1.582 | |
| Bilanzsumme | 2.299.474 | 2.237.183 | |
| Haftungsverhältnisse | (17) | 404 | 685 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
ABB AG
| in Tsd. € | Anhang | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (21) | 3.990.009 | 4.286.523 |
| 2. Bestandsveränderungen | - 75.550 | - 14.459 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.337 | 3.427 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (22) | 161.176 | 129.636 |
| 5. Gesamtleistung | 4.078.972 | 4.405.127 | |
| 6. Materialaufwand | (23) | - 2.318.360 | - 2.626.988 |
| 7. Personalaufwand | (24) | - 807.697 | - 834.791 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen | (26) | - 62.132 | - 64.516 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (27) | - 677.783 | - 684.749 |
| 10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 213.000 | 194.083 | |
| 11. Beteiligungsergebnis | (28) | - 669 | - 1.316 |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (29) | 1.780 | 27.547 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (29) | - 22.535 | - 3.254 |
| 14. Ergebnis vor Gewinnsteuern | 191.576 | 217.060 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (30) | - 6.647 | 2.594 |
| (davon latente Steuern) | (2.130) | (1.444) | |
| 16. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft | (30) | - 54.901 | - 57.655 |
| 17. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 130.028 | 161.999 | |
| 18. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft | (31) | - 129.170 | - 140.057 |
| 19. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme | 858 | 21.942 | |
| 20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr | 300.448 | 262.780 | |
| 21. Bilanzgewinn | 301.306 | 284.722 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
ABB AG
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| 1. Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 130.028 | 161.999 |
| 2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 62.132 | 64.516 |
| 3. Veränderungen der Rückstellungen | - 4.604 | 35.556 |
| 4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -57.489 | - 54.900 |
| 5. Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | - 4.540 | - 9.771 |
| 6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen | 38.324 | 79.124 |
| 7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 19.995 | - 107.335 |
| 8. Veränderung sonstiger Aktiva | - 45.430 | - 25.019 |
| 9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen | 15.476 | - 73.891 |
| 10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 47.701 | 49.893 |
| 11. Veränderung sonstiger Passiva | 11.548 | 15.047 |
| 12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions-/Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen | 11.565 | 26.299 |
| 13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 184.716 | 161.518 |
| 14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen | 11.931 | 17.263 |
| 15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | - 64.226 | - 62.858 |
| 16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen | 64.363 | 65.869 |
| 17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen | - 17.203 | - 36.403 |
| 18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | - 5.135 | - 16.129 |
| 19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft | - 140.057 | - 18.239 |
| 20. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | - 140.057 | - 18.239 |
| 21. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13,18,20) | 39.524 | 127.150 |
| 22. Veränderungen des Finanzmittelfonds auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - 1.747 |
| 23. Finanzmittelfonds am 01.01. | 511.800 | 386.397 |
| 24. = Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme* | 551.324 | 511.800 |
| 25. Ergebnisübernahme 31.12. | - 129.170 | - 140.057 |
| 26. = Finanzmittelfonds am 31.12. nach Ergebnisübernahme (= Bilanzausweis) | 422.154 | 371.743 |
* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs
Segmentberichterstattung per 31.12.2017
ABB AG
| Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst | Industrieautomation | Robotik und Antriebe | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 572.684 | 519.068 | 489.888 | 519.104 |
| Außenumsatz | 553.651 | 629.609 | 480.462 | 508.298 |
| Interner Umsatz | 12.307 | 9.172 | 13.205 | 10.575 |
| Gesamtumsatz | 565.958 | 638.781 | 493.667 | 518.873 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung | 49.111 | 44.559 | 9.079 | 32.636 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -42.621 | -29.629 | 2.184 | -14.261 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung | 6.490 | 14.930 | 11.263 | 18.375 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -4.352 | -4.400 | -5.922 | -4.698 |
| Investitionen in Sachanlagen * | 2.232 | 3.555 | 2.247 | 1.190 |
| Zinserträge | 167 | 4.163 | 54 | 2.696 |
| Zinsaufwendungen | -2.609 | -140 | -4.116 | -72 |
| Segmentvermögen | 462.125 | 477.138 | 63.020 | 23.278 |
| Segmentverbindlichkeiten | 293.135 | 313.762 | 66.625 | -7.597 |
| Zahl der Mitarbeiter | 1.957 | 2.109 | 975 | 1.062 |
| Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst | Elektrifizierungsprodukte | Stromnetze | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 1.532.467 | 1.401.290 | 615.320 | 790.063 |
| Außenumsatz | 1.331.279 | 1.332.397 | 1.561.081 | 1.753.960 |
| Interner Umsatz | 149.020 | 96.359 | 14.173 | 28.163 |
| Gesamtumsatz | 1.480.299 | 1.428.756 | 1.575.254 | 1.782.123 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung | 183.631 | 215.945 | 46.949 | 31.595 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -15.149 | -25.043 | -32.651 | -15.620 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung | 168.482 | 190.902 | 14.298 | 15.975 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -34.504 | -37.010 | -8.220 | -8.779 |
| Investitionen in Sachanlagen * | 37.789 | 28.990 | 8.630 | 8.819 |
| Zinserträge | 405 | 3.504 | 719 | 5.893 |
| Zinsaufwendungen | -4.783 | -834 | -5.714 | -2.310 |
| Segmentvermögen | 648.557 | 639.336 | 865.872 | 829.858 |
| Segmentverbindlichkeiten | 441.014 | 413.611 | 810.869 | 782.766 |
| Zahl der Mitarbeiter | 4.227 | 4.186 | 2.153 | 2.226 |
| Vorjahreszahlen an aktuelle Konzernstruktur angepasst | Sonstige Einheiten/Konsolidierung | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | -131.782 | -73.729 | 3.078.577 | 3.155.796 |
| Außenumsatz | 63.536 | 62.259 | 3.990.009 | 4.286.523 |
| Interner Umsatz | 166.289 | 156.154 | 354.994 | 300.423 |
| Gesamtumsatz | 229.825 | 218.413 | 4.345.003 | 4.586.946 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern vor Restrukturierung | -14.518 | -21.669 | 274.252 | 303.066 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 5.561 | -1.453 | -82.676 | -86.006 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern nach Restrukturierung | -8.957 | -23.122 | 191.576 | 217.060 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -9.134 | -9.629 | -62.132 | -64.516 |
| Investitionen in Sachanlagen * | 11.828 | 18.759 | 62.726 | 61.313 |
| Zinserträge | 435 | 11.291 | 1.780 | 27.547 |
| Zinsaufwendungen | -5.313 | 102 | -22.535 | -3.254 |
| Segmentvermögen | 259.900 | 267.573 | 2.299.474 | 2.237.183 |
| Segmentverbindlichkeiten | 39.506 | 87.166 | 1.651.149 | 1.589.708 |
| Zahl der Mitarbeiter | 875 | 954 | 10.187 | 10.537 |
* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände
| Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | Industrieautomation | Robotik und Antriebe | ||
|---|---|---|---|---|
| in % | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||
| Deutschland | 50 | 51 | 82 | 87 |
| Europa * | 26 | 28 | 13 | 7 |
| Amerika | 7 | 6 | 2 | 2 |
| Asien | 14 | 12 | 3 | 4 |
| Afrika | 3 | 3 | - | - |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
| Umsatz | ||||
| Deutschland | 52 | 50 | 84 | 81 |
| Europa * | 25 | 31 | 9 | 14 |
| Amerika | 7 | 4 | 2 | 2 |
| Asien | 11 | 12 | 5 | 3 |
| Afrika | 5 | 3 | - | - |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
| Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | Elektrifizierungsprodukte | Stromnetze | ||
|---|---|---|---|---|
| in % | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||
| Deutschland | 61 | 59 | 30 | 34 |
| Europa * | 22 | 23 | 33 | 37 |
| Amerika | 3 | 4 | 14 | 8 |
| Asien | 13 | 13 | 12 | 12 |
| Afrika | 1 | 1 | 11 | 9 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
| Umsatz | ||||
| Deutschland | 60 | 59 | 58 | 65 |
| Europa * | 23 | 23 | 18 | 13 |
| Amerika | 3 | 4 | 4 | 4 |
| Asien | 13 | 13 | 14 | 7 |
| Afrika | 1 | 1 | 6 | 11 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
| Auftragseingang und Umsatz nach Regionen | Sonstige Einheiten/Konsolidierung | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| in % | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | ||||
| Deutschland | 132 | 146 | 53 | 54 |
| Europa * | -32 | -46 | 26 | 26 |
| Amerika | - | - | 6 | 5 |
| Asien | - | - | 12 | 12 |
| Afrika | - | - | 3 | 3 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
| Umsatz | ||||
| Deutschland | 134 | 144 | 60 | 61 |
| Europa * | -34 | -44 | 21 | 20 |
| Amerika | - | - | 4 | 4 |
| Asien | - | - | 12 | 10 |
| Afrika | - | - | 3 | 5 |
| Sonstige Regionen | - | - | - | - |
* Ohne Deutschland
Konzern-Eigenkapitalspiegel
ABB AG
| Mutterunternehmen | Konzerneigenkapital | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | Gezeichnetes Kapital * | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2015 | 167.500 | 51.046 | 407.057 | 625.603 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 70 | - 70 |
| Jahresergebnis | - | - | 21.942 | 21.942 |
| Stand am 31.12.2016 | 167.500 | 51.046 | 428.929 | 647.475 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 8 | - 8 |
| Jahresergebnis | - | - | 858 | 858 |
| Stand am 31.12.2017 | 167.500 | 51.046 | 429.779 | 648.325 |
* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien
Konzernanhang
Vorstand
Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe
Vorsitzender,
Automationstechnik
• Elektrifizierungsprodukte
• Industrieautomation
• Robotik und Antriebe
Dipl.-Kfm. Markus Ochsner
Finanzen und Arbeitsdirektor,
CFO der Region Europa
Dr.-Ing. Martin Schumacher
Energietechnik
• Stromnetze
Aufsichtsrat
Bernhard Jucker
Wettingen/Schweiz,
Ehem. Mitglied des Executive Committee
der ABB Ltd,
Zürich/Schweiz
Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG,
Winterthur/Schweiz
Vorsitzender
Jürgen Eisenbeiß 1)
Heidelberg,
Elektrotechniker, stellv. Vorsitzender
Markus Beumer
Darmstadt,
Mitglied des Vorstands der
ODDO BHF Aktiengesellschaft,
Frankfurt/Main
Verena zu Dohna-Jaeger 1)
Frankfurt/Main,
Rechtsanwältin,
Gewerkschaftssekretärin
beim IG Metall Vorstand,
Frankfurt/Main
Klaus Eble
Wollerau/Schweiz,
Leiter Konzernfunktion Interne Revision
der ABB Asea Brown Boveri Ltd,
Zürich/Schweiz
Mirko Geiger 1)
Heidelberg,
1. Bevollmächtigter der IG Metall,
IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi
Starnberg,
Executive Advisor,
Mitglied div. Aufsichtsräte
Kai-Uwe Glörfeld 1)
Lüdenscheid,
KVP-Trainer
Stefan Habild 2)
Ladenburg,
Leiter des Geschäftsbereichs HVDC
ABB Deutschland,
Division Stromnetze,
Vorsitzender Konzernsprecherausschuss
der Leitenden Angestellten
(ab 02.02.2017)
Lothar Kämpfer 1)
Mannheim,
Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,
Mannheim
Davor Kuminoti 1)
Düsseldorf,
Industriemeister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach
Düsseldorf,
Unternehmer,
Mitglied in div. Aufsichtsräten
Daniela Schiermeier 1)
Mannheim,
Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat,
Mannheim
Bernhard Schreier
Walldorf,
Handelsrichter,
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der Heidelberger Druckmaschinen AG,
Heidelberg
Prof. em. Dr. Alfred Storck
Wettingen/Schweiz,
Honorarprofessor (im Ruhestand),
Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
und Unternehmensfinanzierung
Universität St. Gallen,
St. Gallen/Schweiz,
Gastprofessor Wirtschaftsuniversität,
Wien/Österreich
Rudolf Zimmermann
Neulußheim,
Rechtsanwalt
1) von den Arbeitnehmern gewählt
2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt
1. Konsolidierungsgrundsätze
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 18 inländische und 1 ausländisches Unternehmen konsolidiert sowie 1 Unternehmen unter Anwendung der Equity- Methode einbezogen.
Änderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Berichtsjahr durch gesellschaftsrechtliche Umwandlungen im Interesse einer weiteren Straffung der Konzernstruktur. Es erfolgte die Verschmelzung der ABB Stotz-Kontakt/Striebel & John Vertriebsgesellschaft mbH, Heidelberg, auf die Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüden scheid, mit Wirkung zum 01. Januar 2017. Des Weiteren wurde die PMA Deutschland GmbH, Haßfurt, ebenso mit Wirkung zum 01. Januar 2017 auf die ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, verschmolzen.
Im Berichtsjahr wurde außerdem das Hochspannungskabel-Systemgeschäft global an NKT A/S, Broendby/Dänemark, verkauft. Hierzu wurde dieser Geschäftsbereich im Rahmen eines Asset Deals von der ABB AG veräußert.
Des Weiteren erfolgte im Berichtsjahr der globale Kauf des Geschäftsfelds Kommunikationsnetze für anwendungskritische Systeme der Keymile-Gruppe durch ABB Schweiz. In diesem Zusammenhang übernahm die ABB AG den Geschäftsbetrieb der Hytec Gerätebau GmbH, Mannheim, sowie ausgewählte Vermögensgegenstände der Keymile GmbH, Hannover.
Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem des Vorjahres wird durch die zuvor beschriebenen Änderungen nicht beeinträchtigt.
Die Firma ABB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2017 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US-GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164,68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54,8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.
Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.
Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden grundsätzlich über die geplante individuelle Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 15 Jahren liegt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.
Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2017 entfielen 11.752 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 74.856 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 41.617 Tsd. €.
Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.
Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den bereits genannten Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt. Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschieds- betrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.
Währungsumrechnung
Die Bilanzwerte etwaiger ausländischer Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung werden innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Sie beeinflussen das Jahresergebnis somit nicht.
Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, das heißt zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.
Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen
In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.
Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.
Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung enthält neben der Bilanzposition „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“ auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie entsprechende Forderungen.
Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.
Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.
Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:
Umsatzerlöse
Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.
Anlagevermögen
Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.
Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.
Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch- degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 € bis 410 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Contractual Trust Arrangement (CTA) sind.
Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.
Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.
Umlaufvermögen
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.
Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.
Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.
Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Bloomberg“ veröffentlichten Marktkursen.
Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.
Sonderposten aus Investitionszulagen
Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in dem gesonderten Passivposten „Sonderposten aus Investitionszulagen“ ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.
Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode“, so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.
Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.
Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.
Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.
Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.
Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.
Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Darüber hinaus werden auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.
Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.
Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.
Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.
In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.
Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.
Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.
Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.
Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.
Die aus letztgenannten Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und als „Aktive latente Steuern“ bzw. als „Passive latente Steuern“ ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente
Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.
Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.
3. Anlagevermögen
In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten. Aktivierte Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben, die im Regelfall zwischen 5 und 15 Jahren liegt. Die Zugänge des Berichtsjahres betreffen im Wesentlichen die Übernahme eines Geschäftsfelds von einem Unternehmen im Konzernverbund der ABB Ltd, Zürich/Schweiz.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Folgeseiten aufgeführt.
Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den produzierenden Einheiten in der Division Elektrifizierungsprodukte und der Division Stromnetze lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Erweiterung des Portfolios einzelner Komponenten und Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen. Daneben resultierte das Investitionsvolumen aus einer Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Qualität sowie zur Kostenoptimierung.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.
Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7,12 und 14 dieses Anhangs.
Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern
ABB AG
| in Tsd. € | Stand per 01.01.2017 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand per 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| EDV-Software | 65.868 | 1.793 | 522 | 20.112 | 48.071 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 2.274 | 13 | 140 | 169 | 2.258 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 155.615 | 13.600 | - | 99.249 | 69.966 |
| Geleistete Anzahlungen | 178 | 27 | -178 | - | 27 |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 223.935 | 15.433 | 484 | 119.530 | 120.322 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 355.756 | 677 | 4.470 | 13.308 | 347.595 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 434.054 | 7.691 | 15.072 | 9.602 | 447.215 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 366.363 | 16.195 | 4.537 | 20.218 | 366.877 |
| Anlagen im Bau | 26.131 | 17.059 | - 19.518 | 131 | 23.541 |
| Geleistete Anzahlungen | 8.000 | 5.671 | - 5.045 | - | 8.626 |
| Sachanlagen (gesamt) | 1.190.304 | 47.293 | - 484 | 43.259 | 1.193.854 |
| Finanzanlagen | |||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 2.155 | - | - | - | 2.155 |
| Sonstige Beteiligungen | 51 | - | - | - | 51 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 2.145 | 1.500 | - | - | 3.645 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.760 | - | - | - | 5.760 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 10.111 | 1.500 | - | - | 11.611 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 1.424.350 | 64.226 | - | 162.789 | 1.325.787 |
| in Tsd. € | Abschreibungen 01.01.2017 | Abschreibungen Geschäftsjahr | Abschreibungen Veränderungen * | Abschreibungen 31.12.2017 | Kumulierte Equity- Anpassung |
|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| EDV-Software | 62.150 | 2.197 | - 20.107 | 44.240 | - |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 2.183 | 18 | - 29 | 2.172 | - |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 135.329 | 13.209 | -99.249 | 49.289 | - |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 199.662 | 15.424 | - 119.385 | 95.701 | - |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 240.299 | 5.274 | - 6.201 | 239.372 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen | 345.516 | 18.765 | - 9.329 | 354.952 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 303.309 | 22.669 | - 19.768 | 306.210 | - |
| Anlagen im Bau | 140 | - | - 140 | - | - |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen (gesamt) | 889.264 | 46.708 | - 35.438 | 900.534 | - |
| Finanzanlagen | |||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | - | - | - | - | - 2.155 |
| Sonstige Beteiligungen | - | - | - | - | - |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | - | - | - | - | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - |
| Finanzanlagen (gesamt) | - | - | - | - | - 2.155 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 1.088.926 | 62.132 | - 154.823 | 996.235 | - 2.155 |
| in Tsd. € | Buchwerte per 31.12.2017 | Buchwerte per 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| EDV-Software | 3.831 | 3.718 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 86 | 91 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 20.677 | 20.286 |
| Geleistete Anzahlungen | 27 | 178 |
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 24.621 | 24.273 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 108.223 | 115.457 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 92.263 | 88.538 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 60.667 | 63.054 |
| Anlagen im Bau | 23.541 | 25.991 |
| Geleistete Anzahlungen | 8.626 | 8.000 |
| Sachanlagen (gesamt) | 293.320 | 301.040 |
| Finanzanlagen | ||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | - | 669 |
| Sonstige Beteiligungen | 51 | 51 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 3.645 | 2.145 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.760 | 5.760 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 9.456 | 8.625 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 327.397 | 333.938 |
* Veränderung Konsolidierungskreis, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen
Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzern
ABB AG
| (Stand: 31.12.2017) | Gewinnabführungsvertrag | Eigenkapital in Tsd. LW |
Konzernanteil in % |
Beteiligung bei Nr. | Ergebnis Geschäftsjahr in Tsd. LW |
Umsatz 2017 in Mio. LW |
Mitarbeiter 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen der ABB AG | |||||||
| 1. ABB AG, Mannheim | 846.265 € | - | 2.021 | 3.651 | |||
| 2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin | 1.766 € | 100 | 1. | 943 | 5 | 60 | |
| 3. ABB Automation GmbH, Mannheim | * | 128.737 € | 100 | 17. | - | 569 | 1.580 |
| 4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg | - 6.621 € | 100 | 3. | - 27.687 | 418 | 1.130 | |
| 5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | * | 19.365 € | 100 | 7. | 1.881 | 431 | 1.180 |
| 6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim | 346.158 € | 100 | 1. | 27.684 | - | - | |
| 7. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | * | 47.759 € | 100 | 1. | - | - | - |
| 8. ABB Business Services GmbH, Heidelberg | * | 560 € | 100 | 1. | 467 | 11 | 89 |
| 9. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg | 11.379 € | 100 | 1. | 5.236 | 43 | 31 | |
| 10. ABB gomtec GmbH, Seefeld | * | 4.480 € | 100 | 3. | - | 7 | 32 |
| 11. Hartmann & Braun GmbH, Grundstücksverwaltung Mannheim | 263.198 € | 100 | 6. | 95 | 1 | - | |
| 12. ABB Kaufel GmbH, Berlin | - 3.082 € | 100 | 7. | 2.764 | 16 | 79 | |
| 13. ABB Patent GmbH, Ladenburg | * | 44 € | 100 | 1. | - | - | - |
| 14. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim | 6.714 € | 100 | 7. | 3.663 | 59 | 287 | |
| 15. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg | * | 31.306 € | 100 | 7. | - 2.330 | 605 | 1.532 |
| 16. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach | 14.811 € | 100 | 1. | 3.577 | 92 | 344 | |
| 17. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | 116.338 € | 100 | 1./6./11. | - | 6 | 147 | |
| 18. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim | * | 512 € | 100 | 1. | - | 5 | 34 |
| 19. Striebel France S.a.r.l., Fellering/Frankreich | 6.016 € | 100 | 16. | 156 | 2 | 11 | |
| 20. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim | 28.835 € | 100 | 1. | - 4.531 | 1 | 17 | |
| II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | |||||||
| 21. mozaiq operations GmbH 1), Frankfurt am Main | - 7.986 € | 33 | 5. | - 4.140 | - | 5 | |
| III. Sonstige Beteiligungen | |||||||
| 22. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR2), Mannheim | 43 € | 14 | 1. | - 12 | - | - | |
| 23. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i. L., Düsseldorf | 50 € | 99 | 9. | - | - | - |
1) Vorläufige ungeprüfte Zahlen per 31.12.2017
2) Zahlen per 31.12.2015
4. Vorräte
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 107.433 | 103.239 |
| Unfertige Erzeugnisse | 35.790 | 35.476 |
| Bestellte Anlagen in Arbeit | 874.569 | 951.024 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 62.882 | 62.224 |
| Geleistete Anzahlungen | 150.964 | 940.459 |
| Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen | 1.231.638 | 2.092.422 |
| abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen | -675.753 | - 1.498.213 |
| Vorräte (gesamt) | 555.885 | 594.209 |
Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.
Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 861 Mio. € auf 1.232 Mio. € reduziert. Dieser Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Geleistete Anzahlungen, die um 789 Mio. € zurückging. Insbesondere in der Division Strom netze konnten im Berichtsjahr große Inlandsaufträge fertiggestellt und abgerechnet werden.
Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 822 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 38 Mio. €.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 344.531 | 295.196 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (9.099) | (75) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 976.426 | 910.301 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (155) | (812) |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 367 | 144 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 30.996 | 33.215 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (953) | (1.004) |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) | 1.352.320 | 1.238.856 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (10.207) | (1.891) |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt um rund 49 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 227.643 Tsd. € (Vorjahr: 256.983 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.
6. Flüssige Mittel
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 10.173 | 13.006 |
| Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) | 631.867 | 587.303 |
| Flüssige Mittel | 642.040 | 600.309 |
| Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva D.4. enthalten) | 219.886 | 228.566 |
| Flüssige Mittel abzgl. Finanzschulden | 422.154 | 371.743 |
Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung derartiger Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 50.795 Tsd. € (Vorjahr: 55.789 Tsd. €).
Von diesem Betrag entfallen 50.612 Tsd. € (Vorjahr: 51.833 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen und 183 Tsd. € (Vorjahr: 3.956 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen.
Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.
Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultierten.
Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2017 auf insgesamt 1.057.493 Tsd. € (Vorjahr: 1.049.663 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.108.105 Tsd. € (Vorjahr: 1.101.496 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 772.524 Tsd. € (Vorjahr: 806.055 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 335.581 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 295.441 Tsd. €).
Im Berichtsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 17.203 Tsd. € (Vorjahr: 36.403 Tsd. €) in das Deckungsvermögen vorgenommen. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen, einschließlich Auszahlungen aus der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, beliefen sich auf 69.671 Tsd. € (Vorjahr: 70.389 Tsd. €).
Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.
Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.
Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2017 auf 24.191 Tsd. € (Vorjahr: 20.164 Tsd. €).
Der Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 24.374 Tsd. € (Vorjahr: 24.120 Tsd. €), während sich die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 6.209 Tsd. € (Vorjahr: 5.955 Tsd. €) beliefen.
8. Entwicklung des Eigenkapitals
Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.
Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.
In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, so dass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.
Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres eine Erhöhung des Konzerneigenkapitals um 850 Tsd. €.
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern- Eigenkapitalspiegel.
9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2017 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz.
Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.
10. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.
In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.
11. Sonderposten aus Investitionszulagen
Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.
Der zum Ende des Berichtsjahres ausgewiesene Betrag in Höhe von 11.976 Tsd. € (Vorjahr: 10.731 Tsd. €) entfällt im Wesentlichen auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln, welche zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark genutzt wurde.
Sowohl unser Ausbildungszentrum in Berlin als auch unser Training Center in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in einer Vielzahl von Berufen an.
Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.
12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung
Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.
In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlage vermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.
Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.
Zum 31. Dezember 2017 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.110.601 Tsd. € (Vorjahr: 1.091.383 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 3,71 % (Vorjahr: 4,03 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde.
Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 2,84 % (Vorjahr: 3,28 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 VI HGB beträgt 110.764 Tsd. € (Vorjahr: 88.972 Tsd. €).
Sowohl für das Berichtsjahr, wie auch für das Vorjahr, liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,75 % p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,75 % p. a. zugrunde.
Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3 % p. a. unterstellt.
Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.110.601 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 51.663 Tsd. € (Vorjahr: 56.570 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 42.917 Tsd. € (Vorjahr: 46.777 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch passive Überhänge aus der Vermögensverrechnung ergaben.
Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 50.612 Tsd. € (Vorjahr: 51.833 Tsd. €) sowie passive Überhänge im Umfang von insgesamt 96.025 Tsd. € (Vorjahr: 88.497 Tsd. €).
Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen, während die passiven Überhänge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.
Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 8.746 Tsd. € (Vorjahr: 9.793 Tsd. €).
13. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.
14. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.
Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 598.636 Tsd. € (Vorjahr: 611.225 Tsd. €). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen ist in erster Linie auf niedrigere Restrukturierungsrückstellungen und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde teilweise durch den Anstieg der Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit kompensiert.
Die Rückstellungen für negative Marktwerte aus am Stichtag noch nicht geschlossenen Devisentermingeschäften sind infolge der Entwicklung der Währungskurse während des Berichtsjahres zurückgegangen.
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 24.191 Tsd. € (Vorjahr: 20.164 Tsd. €).
Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.
Per 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 24.374 Tsd. € (Vorjahr: 24.120 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 24.191 Tsd. € (Vorjahr: 20.164 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 183 Tsd. € ergab (Vorjahr: 3.956 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.
15. Verbindlichkeiten
| in Tsd. € | 31.12.2017 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2016 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit > 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52 | 52 | - | 442 | 442 | - |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.027.593 | 1.026.844 | 749 | 1.834.577 | 1.829.975 | 4.602 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (119.231) | (119.144) | (87) | (155.374) | (154.984) | (390) |
| Verrechnet mit Vorräten | - 675.753 | - 675.260 | - 493 | - 1.498.213 | - 1.494.455 | - 3.758 |
| Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten | 351.840 | 351.584 | 256 | 336.364 | 335.520 | 844 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 164.216 | 164.216 | - | 111.664 | 111.663 | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 339.440 | 231.555 | 107.885 | 344.234 | 234.616 | 109.618 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69.028 | 67.628 | 1.400 | 66.556 | 66.217 | 339 |
| (davon aus Steuern) | (29.844) | (29.844) | (-) | (42.293) | (42.293) | (-) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (24) | (24) | (-) | (4) | (4) | (-) |
| Verbindlichkeiten (gesamt) | 924.576 | 815.035 | 109.541 | 859.260 | 748.458 | 110.802 |
Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 8 Tsd. € (Vorjahr: 46 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 7.886 Tsd. € (Vorjahr: 8.683 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.
Der Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen um 807 Mio. € resultiert in allererster Linie aus der Fertigstellung und Abrechnung einiger Großaufträge.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Berichtsjahr 103.821 Tsd. € (Vorjahr: 108.672 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen auch Beträge aus dem bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.
Aufgrund dieses Unternehmensvertrags werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, mittelbar abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.
Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 184 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 198 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von 14 Mio. € resultiert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.
Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.
16. Latente Steuern
| Steuerlatenzspiegel | Betrag in Tsd. € |
Steuersatz in % |
|---|---|---|
| Aktivlatenzen | ||
| Firmenwert | 2.509 | 30,00 |
| Vorräte | 2.831 | 30,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.550 | 30,00 |
| Sonstiges Anlagevermögen | 2.016 | 30,00 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 107 | 30,00 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.965 | 30,00 |
| Anteil Tochterkapitalgesellschaften | 103.733 | 30,00 |
| Anteil Tochterpersonengesellschaften | 561 | 14,00 |
| Summe Aktivlatenzen | 119.272 | |
| Passivlatenzen | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.062 | 30,00 |
| Grund und Boden | 3.075 | 30,00 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 3.815 | 30,00 |
| Sonstige Rückstellungen | 117 | 30,00 |
| Anteil Tochterkapitalgesellschaften | 89.374 | 30,00 |
| Anteil Tochterpersonengesellschaften | 21 | 14,00 |
| Summe Passivlatenzen | 97.464 | |
| Verlustvortrag Körperschaftsteuer | 10.006 | 15,83 |
| Verlustvortrag Gewerbesteuer | 562 | 14,00 |
| Summe Verlustvorträge | 10.568 | |
| Summe Latenzen | 32.376 |
Latente Steuern ergeben sich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.
Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2017 betragen im Konzern 119.272 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 97.464 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 10.568 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.
Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich aktivische latente Steuern in Höhe von 2.159 Tsd. €, die auf Basis eines Steuersatzes von 30 % ermittelt und in der Bilanz erfasst sind. Zum Ende des Vorjahres ergaben sich aktivische latente Steuern in Höhe von 29 Tsd. €.
17. Haftungsverhältnisse
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 404 | 685 |
| Haftungsverhältnisse (gesamt) | 404 | 685 |
In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 362 Tsd. € (Vorjahr: 643 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.
Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.
Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.
18. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
| in Tsd. € | 31.12.2017 Gesamtbetrag | 31.12.2017 Jahresbetrag | 31.12.2016 Gesamtbetrag | 31.12.2016 Jahresbetrag |
|---|---|---|---|---|
| IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen | 11.491 | 5.866 | 13.968 | 6.468 |
| Wesentliche Miet- und Pachtverträge | 29.758 | 4.310 | 34.159 | 4.802 |
| Andere Geschäfte | 12.720 | 12.720 | 57.566 | 25.043 |
| Gesamt | 53.969 | 22.896 | 105.693 | 36.313 |
Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 54 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 23 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).
Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich einerseits um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 11 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 6 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).
Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 30 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 4 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 13 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 13 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
19. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 17 und nicht unter Ziffer 18 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 27 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €).
Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 16 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).
20. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.
Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 706.132 Tsd. € (Vorjahr: 732.051 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 7.369 Tsd. € (Vorjahr: - 20.808 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow- Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.
Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 28.290 Tsd. € (Vorjahr: 19.813 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 1.748 Tsd. € (Vorjahr: 2.806 Tsd. €).
Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.
Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 3.635 Tsd. € (Vorjahr: 24.525 Tsd. €) passiviert.
21. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 3.990 Mio. € und liegen damit um 7 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 4.287 Mio. €.
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 297 Mio. € ist hauptsächlich auf die Division Stromnetze zurückzuführen. Die Umsatzerlöse waren im Vorjahr aufgrund der Abrechnung diverser Großprojekte deutlich angestiegen. Im Berichtsjahr lagen die Umsatzerlöse dieser Division somit unter dem Vorjahreswert. Die Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Industrieautomation sowie Robotik und Antriebe verzeichneten im Wesentlichen stagnierende bzw. leicht rückläufige Umsatzerlöse.
Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.
22. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellem Anlage vermögen. Des Weiteren sind die Erträge aus dem Verkauf des Hochspannungskabel-Systemgeschäfts an NKT A/S, Broendby/Dänemark, enthalten. Im Vorjahr wirkten sich in dieser Position Erträge aus konzerninternen Technologietransfers an ausländische Konzernunternehmen der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, maßgeblich aus.
Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 35.491 Tsd. € (Vorjahr: 33.201 Tsd. €) enthalten.
23. Materialaufwand
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.258.078 | - 1.609.694 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 1.060.282 | - 1.017.294 |
| Materialaufwand (gesamt) | - 2.318.360 | - 2.626.988 |
Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 2.318 Mio. € und lag damit um 309 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist in erster Linie auf die um 326 Mio. € gesunkene Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen.
Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote somit von 60 % im Vorjahr auf 57 % im Berichtsjahr leicht verringert.
Insbesondere in der Division Stromnetze lag der Materialaufwand aufgrund des verringerten Umsatzvolumens unter dem Vorjahr.
24. Personalaufwand
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | - 678.466 | - 687.548 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 129.231 | - 147.243 |
| (davon für Altersversorgung) | (- 13.534) | (- 31.675) |
| Personalaufwand (gesamt) | - 807.697 | - 834.791 |
Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 27.094 Tsd. € verringert, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr um 9.082 Tsd. € gesunken sind. Dies ist im Wesentlichen auf die geringere Mitarbeiter zahl zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Tariferhöhungen im Juli 2016 (+ 2,8 %) und April 2017 (+ 2,0 %) aus.
Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Erfolgsrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.
Im Vorjahr führten die Änderungen der Bewertungsparameter dazu, dass sich die im Personalaufwand auszuweisende Zuführungskomponente deutlich erhöhte.
Im Vergleich zum Vorjahr war die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten somit rückläufig. Im Berichtsjahr führte die Verringerung des Diskontierungssatzes zu einem Anstieg der Zinskomponente. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf Ziffer 29 dieses Anhangs.
Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 13.534 Tsd. € (Vorjahr: 31.675 Tsd. €).
25. Mitarbeiter
| im Jahresdurchschnitt | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 2.970 | 3.042 |
| Angestellte | 6.585 | 6.805 |
| Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB | 9.555 | 9.847 |
| Auszubildende | 697 | 698 |
| Mitarbeiter (gesamt) | 10.252 | 10.545 |
Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich im Jahresdurchschnitt um 293, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.537 zum Ende des Vorjahres um 350 auf 10.187 zum Ende des Berichtsjahres zurückgegangen ist.
26. Abschreibungen
Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 2 dieses Anhangs.
27. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.
Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 43.876 Tsd. € (Vorjahr: 54.234 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.
Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7 Mio. € gesunken.
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnlichen Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.251 Tsd. € (Vorjahr: 5.669 Tsd. €).
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 82.676 Tsd. € (Vorjahr: 86.006 Tsd. €).
28. Beteiligungsergebnis
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus der Equitykonsolidierung assoziierter Unternehmen | - 669 | - 1.316 |
| Beteiligungsergebnis | - 669 | - 1.316 |
Das Beteiligungsergebnis entfällt in voller Höhe auf die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, einem Gemeinschaftsunternehmen, das im Geschäftsjahr 2015 von ABB, Bosch und Cisco gegründet wurde und an dem jedes der genannten Unternehmen jeweils ein Drittel der Anteile hält.
29. Zinsergebnis
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.780 | 27.547 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (13) | (29) |
| (davon aus Abzinsung) | (1.106) | (935) |
| (davon aus Aufzinsung) | (-) | (- 31.424) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 22.535 | - 3.254 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (- 110) | (- 120) |
| (davon aus Aufzinsung) | (- 80.874) | (- 2.506) |
| Zinsergebnis | -20.755 | 24.293 |
Das Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf - 20.755 Tsd. € und liegt somit um 45.048 Tsd. € unter dem Niveau des Vorjahres.
Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.
Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 78.667 Tsd. € (Vorjahr: 31.424 Tsd. €). Davon resultieren 36.275 Tsd. € (Vorjahr: - 9.600 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 4,03 % im Vorjahr auf 3,71 % zum Ende des Berichtsjahres.
Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 59.206 Tsd. € (Vorjahr: 57.089 Tsd. €).
Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 1.106 Tsd. € (Vorjahr: 935 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 2.207 Tsd. € (Vorjahr: 2.506 Tsd. €) beliefen.
Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von - 193 Tsd. € (Vorjahr: 199 Tsd. €).
30. Steuern
Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 54.901 Tsd. € (Vorjahr: 57.655 Tsd. €).
31. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinn - abführungsvertrag
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme beläuft sich im Berichtsjahr auf 130.028 Tsd. € (Vorjahr: 161.999 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags werden von diesem Betrag insgesamt 129.170 Tsd. € (Vorjahr: 140.057 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.
Der verbleibende Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von 858 Tsd. € (Vorjahr: 21.942 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.
32. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Honorar für Abschlussprüfungsleistungen | 793 | 790 |
| Honorar für andere Bestätigungsleistungen | 5 | 43 |
| Honorar für Steuerberatungsleistungen | 110 | 51 |
| Honorar für sonstige Leistungen | - | 25 |
| Gesamthonorar | 908 | 909 |
33. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2017 betrug 365 Tsd. €.
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 betrugen insgesamt 1.675 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.931 Tsd. €.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.756 Tsd. € zurückgestellt.
34. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB
Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:
ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg
ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim
ABB Business Services GmbH, Heidelberg
Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid
ABB Patent GmbH, Ladenburg
ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg
ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim
35. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)
Bilanz
| in Mio. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 78,8 | 81,8 |
| Finanzanlagen | 489,9 | 490,1 |
| Anlagevermögen | 568,7 | 571,9 |
| Vorräte (netto) | 344,7 | 393,3 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 565,8 | 507,9 |
| Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften | 832,3 | 831,4 |
| Gesamtvermögen | 2.311,5 | 2.304,5 |
| Eigenkapital | 846,3 | 846,3 |
| Rückstellungen | 383,2 | 388,6 |
| Erhaltene Anzahlungen (netto) | 323,1 | 305,3 |
| Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften | 540,4 | 538,6 |
| Andere Verbindlichkeiten | 218,5 | 225,7 |
| Gesamtkapital | 2.311,5 | 2.304,5 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatz | 2.021,3 | 2.306,4 |
| Gesamtleistung | 2.034,3 | 2.405,1 |
| Personal- und Materialaufwand | - 1.656,6 | - 2.058,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen | - 238,6 | - 331,6 |
| Beteiligungs- und Zinsergebnis | 94,0 | 126,5 |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern | 139,1 | 141,5 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | - 129,2 | - 140,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 9,9 | - 1,4 |
| Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | - | - |
| Gewinnvortrag | 0,4 | 0,4 |
| Bilanzgewinn | 0,4 | 0,4 |
Der Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird im Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.
Mannheim, den 01. März 2018
ABB AG
Der Vorstand
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bestätigungsvermerk
An die ABB AG
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der ABB AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel sowie der Konzernsegmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ABB AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den im „Geschäftsbericht 2017 der ABB Deutschland“ enthaltenen Bericht des Vorstands, den Bericht des Aufsichtsrats, die Übersicht „ABB weltweit auf einen Blick“ sowie die „Fünfjahresübersicht“. Daneben enthält der Lagebericht der ABB AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, als sonstige Information die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
| • | holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
| • | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 8. März 2018
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Th. Müller, Wirtschaftsprüfer
Reiter, Wirtschaftsprüfer
Fünfjahresübersicht
Bilanz
| in Mio. € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 25 | 24 | 41 | 45 | 44 |
| Sachanlagen | 293 | 301 | 293 | 285 | 272 |
| Finanzanlagen | 9 | 9 | 8 | 9 | 9 |
| Summe Anlagevermögen | 327 | 334 | 342 | 339 | 325 |
| Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen | 1.232 | 2.092 | 2.877 | 2.731 | 2.605 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | -676 | -1.498 | -2.204 | -2.004 | -1.536 |
| \= Summe Vorräte (netto) | 556 | 594 | 673 | 727 | 1.069 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 572 | 552 | 445 | 425 | 429 |
| Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen | 642 | 600 | 419 | 391 | 406 |
| Sonstige Aktiva * | 202 | 157 | 133 | 220 | 198 |
| Summe Umlaufvermögen | 1.972 | 1.903 | 1.670 | 1.763 | 2.102 |
| Bilanzsumme | 2.299 | 2.237 | 2.012 | 2.102 | 2.427 |
| Gezeichnetes Kapital | 168 | 168 | 168 | 168 | 168 |
| Rücklagen (inklusive Fremdanteile) | 180 | 195 | 214 | 227 | 262 |
| Konzerngewinn (inklusive Fremdanteile) | 301 | 285 | 244 | 273 | 186 |
| Summe Eigenkapital | 649 | 648 | 626 | 668 | 616 |
| Rückstellungen für Pensionen | 96 | 88 | 106 | 68 | 61 |
| Übrige Rückstellungen | 618 | 630 | 576 | 539 | 552 |
| Summe Rückstellungen | 714 | 718 | 682 | 607 | 613 |
| Erhaltene Anzahlungen | 352 | 336 | 410 | 488 | 755 |
| Sonstige Passiva ** | 584 | 535 | 294 | 339 | 443 |
| Bilanzsumme | 2.299 | 2.237 | 2.012 | 2.102 | 2.427 |
| Finanzmittelbestand | 642 | 600 | 419 | 391 | 406 |
| Finanzschulden | 220 | 228 | 51 | 152 | 234 |
| Nettoliquidität | 422 | 372 | 368 | 239 | 172 |
* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen
Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 4.079 | 4.405 | 3.527 | 3.057 | 3.315 |
| Materialaufwand | -2.318 | -2.627 | -1.762 | -1.421 | -1.569 |
| Personalaufwand | -808 | -835 | -815 | -780 | -794 |
| Abschreibungen | -62 | -65 | -64 | -60 | -85 |
| Übrige Aufwendungen abzgl. übrige Erträge | -699 | -661 | -886 | -605 | -661 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -62 | - 55 | -5 | -57 | -70 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisübernahme | 130 | 162 | -5 | 134 | 136 |
| Ergebnisübernahme Muttergesellschaft | -129 | -140 | -18 | -81 | -150 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Ergebnisübernahme | 1 | 22 | -23 | 53 | -14 |
| Auftragseingang | |||||
| Inland | 1.617 | 1.699 | 1.574 | 1.576 | 1.518 |
| Ausland | 1.462 | 1.457 | 1.806 | 1.358 | 1.576 |
| Summe | 3.079 | 3.156 | 3.380 | 2.934 | 3.094 |
| Auslandsanteil | 47% | 46% | 53% | 46% | 51% |
| Umsatz | |||||
| Inland | 2.357 | 2.620 | 1.796 | 1.475 | 1.360 |
| Ausland | 1.633 | 1.667 | 1.499 | 1.500 | 1.745 |
| Summe | 3.990 | 4.287 | 3.295 | 2.975 | 3.105 |
| Auslandsanteil | 41% | 39% | 45% | 50% | 56% |
| Investitionen in Sachanlagen * | 63 | 61 | 87 | 77 | 73 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen * | -62 | -65 | -64 | -60 | -85 |
| Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) | 10.187 | 10.537 | 10.770 | 10.923 | 10.942 |
* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände
Impressum
Herausgeber
ABB AG
Unternehmenskommunikation
Postfach 10 01 64
68001 Mannheim
Gestaltung:
RiegerDesign, Heidelberg
Druck:
NINO Druck GmbH, Neustadt
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
ABB weltweit auf einen Blick
ABB Ltd, Konzern, Zürich/Schweiz
| in Mio. US-Dollar * | 31.12.2017 ** | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 33.387 | 33.379 |
| Umsatz und übrige Betriebserlöse | 34.312 | 33.828 |
| Operatives EBITA | 4.130 | 4.191 |
| Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen | 3.231 | 2.799 |
| Konzerngewinn | 2.365 | 2.034 |
| Eigenkapital (ohne Minderheiten) | 14.819 | 13.395 |
| Bilanzsumme | 43.262 | 39.202 |
| Mitarbeitende (circa) | 135.000 | 132.000 |
| Segmentergebnisse (Operatives EBITA) | ||
| Elektrifizierungsprodukte | 1.510 | 1.459 |
| Robotik und Antriebe | 1.178 | 1.223 |
| Industrieautomation | 935 | 897 |
| Stromnetze | 972 | 998 |
| Konzern und Übrige | -465 | -386 |
* Die Abschlüsse wurden nach U. S. Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) erstellt.
** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz vom 08. Februar 2018.
Der Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164,68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54,8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.
ABB AG
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Die deutsche ABB auf einen Blick
ABB Deutschland
| in Mio. € | 2017 | 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 3.079 | 3.156 | - 2 % |
| Inland | 1.617 | 1.699 | - 5 % |
| Ausland | 1.462 | 1.457 | - |
| Auslandsanteil | 47 % | 46 % | + 3 % |
| Auftragsbestand | 2.417 | 3.482 | - 31 % |
| Umsatz | 3.990 | 4.287 | - 7 % |
| Inland | 2.357 | 2.620 | - 10 % |
| Ausland | 1.633 | 1.667 | - 2 % |
| Auslandsanteil | 41 % | 39 % | + 5 % |
| Zahl der Mitarbeiter (31.12.) | 10.187 | 10.537 | - 2 % |
| Forschung und Entwicklung | 227 | 209 | + 9 % |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 47 | 61 | - 23 % |
| Bilanzsumme | 2.299 | 2.237 | + 3 % |
| Ergebnis vor Gewinnsteuern | 192 | 217 | - 12 % |
| Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme | 130 | 162 | - 20 % |
| Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft | - 129 | - 140 | - 8 % |
| Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss nach Ergebnisübernahme | 1 | 22 | - |
Bilanz
ABB AG, Mannheim
Aktiva in Tsd. €
| Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | (4) | ||
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | 1.694 | 2.356 | |
| II. Sachanlagen | 77.117 | 79.418 | |
| III. Finanzanlagen | 489.914 | 490.065 | |
| Summe | 568.725 | 571.839 | |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | (5) | 907.226 | 1.797.998 |
| Verrechnete Kundenanzahlungen | - 562.557 | - 1.404.732 | |
| 344.669 | 393.266 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (6) | 189.111 | 155.197 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (6,7) | 1.133.799 | 1.107.294 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | (6) | 18.742 | 21.767 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | (7) | 9.375 | 7.212 |
| Summe | 1.695.696 | 1.684.736 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 395 | 1.004 | |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (8) | 46.678 | 46.906 |
| Bilanzsumme | 2.311.494 | 2.304.485 | |
| Passiva in Tsd. € | |||
| Anhang | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| A. Eigenkapital | (9) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | (10) | 167.500 | 167.500 |
| II. Kapitalrücklage | (10) | 51.046 | 51.046 |
| III. Gewinnrücklagen | (11) | 627.368 | 627.368 |
| IV. Bilanzgewinn | 351 | 351 | |
| Summe | 846.265 | 846.265 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (12) | 49.289 | 44.648 |
| 2. Steuerrückstellungen | (13) | 9.799 | 12.026 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | (14) | 324.079 | 331.941 |
| Summe | 383.167 | 388.615 | |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 52 | 442 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (15) | 885.662 | 1.710.067 |
| Verrechnet mit Vorräten | - 562.557 | - 1.404.732 | |
| 323.105 | 305.335 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 73.782 | 60.253 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (7,15) | 638.040 | 654.610 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | (15) | 46.935 | 48.733 |
| Summe | 1.081.914 | 1.069.373 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 148 | 232 | |
| Bilanzsumme | 2.311.494 | 2.304.485 | |
| Haftungsverhältnisse | (16) | 59.951 | 56.209 |
Gewinn- und Verlustrechnung
ABB AG, Mannheim
| in Tsd. € | Anhang | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (20) | 2.021.346 | 2.306.428 |
| 2. Bestandsveränderung | - 102.244 | 28.869 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 154 | 58 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | (21) | 115.030 | 69.786 |
| 5. Gesamtleistung | 2.034.286 | 2.405.141 | |
| 6. Materialaufwand | (22) | - 1.337.643 | - 1.726.143 |
| 7. Personalaufwand | (23) | - 318.974 | - 332.330 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (25) | - 15.813 | - 16.731 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (26) | - 316.740 | - 314.965 |
| 10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 45.116 | 14.972 | |
| 11. Beteiligungsergebnis | (27) | 101.756 | 110.097 |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (28) | 2.447 | 18.384 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (28) | - 10.243 | - 1.981 |
| 14. Ergebnis vor Gewinnsteuern | 139.076 | 141.472 | |
| 15. Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft | (33) | - 129.170 | - 140.057 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (29) | 1.291 | 7.998 |
| 17. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft | (29) | - 11.197 | - 9.413 |
| 18. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss | - | - | |
| 19. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr | (9) | 351 | 351 |
| 20. Bilanzgewinn | 351 | 351 |
Anhang
Vorstand
Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe
Vorsitzender,
Automationstechnik
• Elektrifizierungsprodukte
• Industrieautomation
• Robotik und Antriebe
Dipl.-Kfm. Markus Ochsner
Finanzen und Arbeitsdirektor,
CFO der Region Europa
Dr.-Ing. Martin Schumacher
Energietechnik
• Stromnetze
Aufsichtsrat
Bernhard Jucker
Wettingen/Schweiz,
Ehem. Mitglied des Executive Committee
der ABB Ltd,
Zürich/Schweiz
Verwaltungsratspräsident der Rieter Holding AG,
Winterthur/Schweiz
Vorsitzender
Jürgen Eisenbeiß 1)
Heidelberg,
Elektrotechniker,
stellv. Vorsitzender
Markus Beumer
Darmstadt,
Mitglied des Vorstands der
ODDO BHF Aktiengesellschaft,
Frankfurt/Main
Verena zu Dohna-Jaeger 1)
Frankfurt/Main,
Rechtsanwältin,
Gewerkschaftssekretärin
beim IG Metall Vorstand,
Frankfurt/Main
Klaus Eble
Wollerau/Schweiz,
Leiter Konzernfunktion Interne Revision
der ABB Asea Brown Boveri Ltd,
Zürich/Schweiz
Mirko Geiger 1)
Heidelberg,
1. Bevollmächtigter der IG Metall,
IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi
Starnberg,
Executive Advisor,
Mitglied div. Aufsichtsräte
Kai-Uwe Glörfeld 1)
Lüdenscheid,
KVP-Trainer
Stefan Habild 2)
Ladenburg,
Leiter des Geschäftsbereichs HVDC
ABB Deutschland,
Division Stromnetze,
Vorsitzender Konzernsprecherausschuss
der Leitenden Angestellten
(ab 02.02.2017)
Lothar Kämpfer 1)
Mannheim,
Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,
Mannheim
Davor Kuminoti 1)
Düsseldorf,
Industriemeister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach
Düsseldorf,
Unternehmer,
Mitglied in div. Aufsichtsräten
Daniela Schiermeier 1)
Mannheim,
Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat,
Mannheim
Bernhard Schreier
Walldorf,
Handelsrichter,
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der Heidelberger Druckmaschinen AG,
Heidelberg
Prof. em. Dr. Alfred Storck
Wettingen/Schweiz,
Honorarprofessor (im Ruhestand),
Betriebswirtschaftliche Steuerlehre
und Unternehmensfinanzierung
Universität St. Gallen,
St. Gallen/Schweiz,
Gastprofessor Wirtschaftsuniversität,
Wien/Österreich
Rudolf Zimmermann
Neulußheim,
Rechtsanwalt
1) von den Arbeitnehmern gewählt
2) vom Amtsgericht Mannheim gemäß § 104 AktG als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt
Erläuterungen
1. Tätigkeitsfeld der ABB AG
Die Geschäftsaktivitäten der ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), umfassen neben verschiedenen Holding- und Dienstleistungsfunktionen auch operative Geschäftsaktivitäten. Enthalten sind die wesentlichen Bereiche der Division Stromnetze. Außerdem sind Teile der Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Industrieautomation enthalten.
Darüber hinaus sind in der ABB AG die Grundlagenforschung und die geschäftsbereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg, die Treasury-Aktivitäten zum Zwecke des konzerninternen Cash-Poolings sowie die Risikoberatung und die Vermittlung und Verwaltung von Versicherungen aller Art enthalten.
Im Berichtsjahr wurde das Hochspannungskabel-Systemgeschäft global an NKT A/S, Broendby/Dänemark, verkauft. Hierzu wurde dieser Geschäftsbereich im Rahmen eines Asset Deals von der ABB AG veräußert. Im Vorjahr waren in der ABB AG die Vertriebsaktivitäten des Geschäftsfelds Kabelmanagement-Systeme angesiedelt. Diese wurden im Berichtsjahr an die ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg, verkauft.
Des Weiteren erfolgte im Berichtsjahr der globale Kauf des Geschäftsfelds Kommunikationsnetze für anwendungskritische Systeme der Keymile-Gruppe durch ABB Schweiz. In diesem Zusammenhang übernahm die ABB AG den Geschäftsbetrieb der Hytec Gerätebau GmbH, Mannheim, sowie ausgewählte Vermögensgegenstände der Keymile GmbH, Hannover.
2. Offenlegung des Jahresabschlusses
Die Gesellschaft ist unter der Firma ABB AG im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 4664 eingetragen.
Der Jahresabschluss der ABB AG wird beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht. Die ABB AG stellt einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Der Lagebericht der ABB AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst; er ist im Geschäftsbericht des Konzerns 2017 enthalten und wird mit dem Konzernabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht und bekanntgemacht.
Der Jahresabschluss der ABB AG gemäß US-GAAP wird in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 100164,68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54,8050 Zürich/Schweiz, bezogen werden. Darüber hinaus kann er im Internet unter www.abb.com eingesehen und abgerufen werden.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden entsprechend den Regelungen des § 265 VII HGB einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Abschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.
Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:
Umsatzerlöse
Unter den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie aus Dienstleistungen ausgewiesen.
Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.
Anlagevermögen
Gegen Entgelt erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.
Die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit ab-nutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.
Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch- degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 € nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 € bis 410 €, werden diese Vermögensgegenstände im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind. Gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden und Bestandteil unseres Con tractual Trust Arrangement (CTA) sind.
Diese als Deckungsvermögen bezeichneten Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.
Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.
Umlaufvermögen
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird in der Regel die Durchschnittsmethode (gleitender Durchschnitt) angewandt.
Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken sowie unter Berücksichtigung spezieller Länderrisiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrig-verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden.
Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.
Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Bloomberg“ veröffentlichten Marktkursen.
Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode“, so dass der Wert der Pensionsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.
Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem Ende November von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser Durchschnitt berechnet sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Der Unterschiedsbetrag bei Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 VI HGB wird an entsprechender Stelle im Anhang genannt.
Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.
Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.
Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde die betriebliche Altersversorgung für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer ebenfalls auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.
Die Pensionsverpflichtungen der ABB AG beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.
Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.
Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, das heißt gemäß den voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.
Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt.
In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden. Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.
Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.
Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.
Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden, sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung und der Ausweis latenter Steuern erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger.
Die ABB AG ist Organgesellschaft einer mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Organschaft, so dass im Berichtsjahr bei der ABB AG keine aktiven oder passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden sowie aus Verlustvorträgen ausgewiesen werden.
Derivative Finanzinstrumente
Fremdwährungsrisiken werden grundsätzlich durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften abgesichert, während die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten durch den Einsatz von Warentermingeschäften erfolgt.
Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.
4. Anlagevermögen
Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände beinhaltet zum Ende des Berichtsjahres im Wesentlichen EDV-Software.
Der Buchwert des Sachanlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 2.301 Tsd. € auf 77.117 Tsd. € verringert. Begründet ist dies durch die Höhe der Abschreibungen. Gegenläufig wirkten die Investitionsmaßnahmen insbesondere in unseren Fabriken an den Standorten Ratingen, Bad Honnef und Hanau.
Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 373.813 Tsd. € konstant. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der ABB AG ist auf den Folgeseiten aufgeführt.
Der Bestand an Wertpapieren des Anlagevermögens hat sich während des Berichtsjahres um 151 Tsd. € auf 16.101 Tsd. € verringert. Es handelt sich bei diesen Wertpapieren um Anteile an einem Spezialfonds, soweit sie nicht zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden und somit - entsprechend dem in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebot - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurden.
Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 8,12 und 14 dieses Anhangs.
Entwicklung des Anlagevermögens
| in Tsd. € | Stand per 01.01.2017 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand per 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| EDV-Software | 32.528 | 521 | 19.629 | 190 | 13.610 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 1.001 | - | 140 | 140 | 1.001 |
| Geleistete Anzahlungen | 178 | - | - | - 178 | - |
| Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 33.707 | 521 | 19.769 | 152 | 14.611 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 74.720 | 64 | 7.622 | 57 | 67.219 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 114.360 | 3.332 | 3.164 | 2.609 | 117.137 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 110.270 | 7.968 | 7.623 | 902 | 111.517 |
| Anlagen im Bau | 5.526 | 1.952 | - | - 1.051 | 6.427 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.688 | 2.006 | - | - 2.669 | 3.025 |
| Sachanlagen (gesamt) | 308.564 | 15.322 | 18.409 | - 152 | 305.325 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 375.788 | - | - | - | 375.788 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000 | - | - | - | 100.000 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 16.252 | - | - | - 151 | 16.101 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 492.040 | - | - | - 151 | 491.889 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 834.311 | 15.843 | 38.178 | - 151 | 811.825 |
| in Tsd. € | Abschreibungen 01.01.2017 | Abschreibungen Geschäftsjahr | Abschreibungen Veränderungen** | Abschreibungen 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| EDV-Software | 30.350 | 1.187 | -19.621 | 11.916 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 1.001 | - | - | 1.001 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 31.351 | 1.187 | -19.621 | 12.917 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 50.127 | 961 | -5.091 | 45.997 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 92.276 | 4.678 | -3.053 | 93.901 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 86.603 | 8.987 | -7.280 | 88.310 |
| Anlagen im Bau | 140 | - | -140 | - |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| Sachanlagen (gesamt) | 229.146 | 14.626 | -15.564 | 228.208 |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.975 | - | - | 1.975 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | - | - | - | - |
| Finanzanlagen (gesamt) | 1.975 | - | - | 1.975 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 262.472 | 15.813 | -35.185 | 243.100 |
| in Tsd. € | Buchwerte per 31.12.2017 | Buchwerte per 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| EDV-Software | 1.694 | 2.178 |
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | - | - |
| Geleistete Anzahlungen | - | 178 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) | 1.694 | 2.356 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 21.222 | 24.593 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 23.236 | 22.084 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.207 | 23.667 |
| Anlagen im Bau | 6.427 | 5.386 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.025 | 3.688 |
| Sachanlagen (gesamt) | 77.117 | 79.418 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 373.813 | 373.813 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 100.000 | 100.000 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens * | 16.101 | 16.252 |
| Finanzanlagen (gesamt) | 489.914 | 490.065 |
| Anlagevermögen (gesamt) | 568.725 | 571.839 |
* Reduzierung Stückzahl verpfändeter Anteile Planvermögen
** Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen
Aufstellung des Anteilsbesitzes
| (Stand: 31.12.2017) | Gewinnabführungs- vertrag |
Eigenkapital in Tsd. LW |
Konzernanteil in % |
Beteiligung bei Nr. | Ergebnis Geschäftsjahr in Tsd. LW |
Umsatz 2017 in Mio. LW |
Mitarbeiter 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen der ABB AG | |||||||
| 1. ABB AG, Mannheim | 846.265 € | - | 2.021 | 3.651 | |||
| 2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin | 1.766 € | 100 | 1. | 943 | 5 | 60 | |
| 3. ABB Automation GmbH, Mannheim | * | 128.737 € | 100 | 17. | - | 569 | 1.580 |
| 4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg | - 6.621 € | 100 | 3. | - 27.687 | 418 | 1.130 | |
| 5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid | * | 19.365 € | 100 | 7. | 1.881 | 431 | 1.180 |
| 6. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim | 346.158 € | 100 | 1. | 27.684 | - | - | |
| 7. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim | * | 47.759 € | 100 | 1. | - | - | - |
| 8. ABB Business Services GmbH, Heidelberg | * | 560 € | 100 | 1. | 467 | 11 | 89 |
| 9. ABB Immobilien und Projekte GmbH, Ladenburg | 11.379 € | 100 | 1. | 5.236 | 43 | 31 | |
| 10. ABB gomtec GmbH, Seefeld | * | 4.480 € | 100 | 3. | - | 7 | 32 |
| 11. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim | 263.198 € | 100 | 6. | 95 | 1 | - | |
| 12. ABB Kaufel GmbH, Berlin | - 3.082 € | 100 | 7. | 2.764 | 16 | 79 | |
| 13. ABB Patent GmbH, Ladenburg | * | 44 € | 100 | 1. | - | - | - |
| 14. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim | 6.714 € | 100 | 7. | 3.663 | 59 | 287 | |
| 15. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg | * | 31.306 € | 100 | 7. | - 2.330 | 605 | 1.532 |
| 16. ABB Striebel & John GmbH, Sasbach | 14.811 € | 100 | 1. | 3.577 | 92 | 344 | |
| 17. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg | 116.338 € | 100 | 1./6./11. | - | 6 | 147 | |
| 18. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim | * | 512 € | 100 | 1. | - | 5 | 34 |
| 19. Striebel France S. a. r. l., Fellering/Frankreich | 6.016 € | 100 | 16. | 156 | 2 | 11 | |
| 20. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim | 28.835 € | 100 | 1. | - 4.531 | 1 | 17 | |
| II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | |||||||
| 21. mozaiq operations GmbH 1), Frankfurt am Main | - 7.986 € | 33 | 5. | - 4.140 | - | 5 | |
| III. Sonstige Beteiligungen | |||||||
| 22. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR2), Mannheim | 43 € | 14 | 1. | - 12 | - | - | |
| 23. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG i. L., Düsseldorf | 50 € | 99 | 9. | - | - | - |
1) Vorläufige ungeprüfte Zahlen per 31.12.2017
2) Zahlen per 31.12.2015
5. Vorräte
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 44.093 | 40.726 |
| Unfertige Erzeugnisse | 7.792 | 7.176 |
| Bestellte Anlagen in Arbeit | 709.207 | 812.497 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 6.871 | 6.946 |
| Geleistete Anzahlungen | 139.263 | 930.653 |
| Summe Vorräte inkl. geleisteter Anzahlungen | 907.226 | 1.797.998 |
| abzgl. verrechnete Kundenanzahlungen | - 562.557 | - 1.404.732 |
| Vorräte (gesamt) | 344.669 | 393.266 |
Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.
Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 891 Mio. € auf 907 Mio. € reduziert. Der Rückgang entfällt überwiegend auf die Position Geleistete Anzahlungen, die um 791 Mio. € zurückging. Insbesondere in der Division Stromnetze konnte im Berichtsjahr ein besonders großer Inlandsauftrag fertiggestellt und abgerechnet werden.
Unter weiterer Berücksichtigung der um rund 842 Mio. € gesunkenen Fortschrittszahlungen ergibt sich eine Verminderung des Nettovorratsvermögens um 49 Mio. €.
6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 189.111 | 155.197 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (9.065) | (-) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.133.799 | 1.107.294 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (155) | (812) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 18.742 | 21.767 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (714) | (721) |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) | 1.341.652 | 1.284.258 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | (9.934) | (1.533) |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbedingt um rund 34 Mio. € über dem Wert des Vorjahres.
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 198.393 Tsd. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 225.516 Tsd. €). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurz- und mittelfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich/Schweiz.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.
7. Flüssige Mittel
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 9.375 | 7.212 |
| Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2. enthalten) | 822.960 | 824.177 |
| Flüssige Mittel | 832.335 | 831.389 |
| Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften (in Pos. Passiva C.4. enthalten) | 540.413 | 538.591 |
| Flüssige Mittel abzgl. Finanzschulden | 291.922 | 292.798 |
Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in erster Linie um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften der ABB AG sowie bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.
Die Finanzschulden resultieren im Wesentlichen aus Mittelanlagen unserer Beteiligungsgesellschaften beim Treasury-Bereich der ABB AG.
Darüber hinaus beinhalten die (konzerninternen) Finanzschulden auch die Verpflichtung der ABB AG zur Abführung ihres Nettoergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Diese Verpflichtung belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf 129 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €).
8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung solcher Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 46.678 Tsd. € (Vorjahr: 46.906 Tsd. €).
Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Vermögen handelt es sich größtenteils um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V. und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen wurden.
Zum 31. Dezember 2017 belief sich der Buchwert (Marktwert) dieser für Altersversorgungsansprüche reservierten Wertpapiere auf insgesamt 554.476 Tsd. € (Vorjahr: 551.055 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 379.491 Tsd. € (Vorjahr: 397.249 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 174.985 Tsd. € (Vorjahr: 153.806 Tsd. €) betrugen.
Neben den im Rahmen unseres CTA gehaltenen Wertpapieren beinhaltet das für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögen auch das Deckungskapital einer Rückdeckungsversicherung, dessen Zeitwert sich per 31. Dezember 2017 auf 19.488 Tsd. € (Vorjahr: 20.310 Tsd. €) belief.
Die Altersversorgungsverpflichtungen beliefen sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 576.575 Tsd. € (Vorjahr: 569.579 Tsd. €), wovon ein Anteil in Höhe von 49.289 Tsd. € (Vorjahr: 44.648 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell entfällt, dem keine saldierungsfähigen Vermögenswerte gegenüberstanden, so dass sich der in die Vermögensverrechnung einbezogene Anteil der Altersversorgungsverpflichtungen auf 527.286 Tsd. € (Vorjahr: 524.931 Tsd. €) belief.
Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.
Der Marktwert dieser zum Zwecke der Insolvenzsicherung verpfändeten Wertpapiere belief sich per 31. Dezember 2017 auf 10.479 Tsd. € (Vorjahr: 10.169 Tsd. €), wobei die historischen Anschaffungskosten 7.809 Tsd. € (Vorjahr: 7.658 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 2.670 Tsd. € (Vorjahr: 2.511 Tsd. €) betrugen.
Die Altersteilzeitverpflichtungen wiesen zum Ende des Berichtsjahres einen Wert in Höhe von 11.736 Tsd. € (Vorjahr: 9.697 Tsd. €) auf. Die Verrechnung der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen führte somit zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 1.257 Tsd. €, während im Vorjahr ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 472 Tsd. € vorlag.
Nach Verrechnung der zuvor genannten Vermögenswerte mit den Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen ergibt sich insgesamt der eingangs genannte aktive Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 46.678 Tsd. €. Aus der Marktwertbewertung der Wertpapiere ergibt sich zum 31. Dezember 2017 ein grundsätzlich abführungsgesperrter Betrag von insgesamt 177.655 Tsd. € (Vorjahr: 156.317 Tsd. €). Aufgrund der in ausreichender Höhe vorhandenen frei verfügbaren Rücklagen besteht jedoch keine Abführungssperre, so dass das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis in voller Höhe abgeführt wird.
Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement sowie zur Bewertung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen verweisen wir auf Ziffer 12 und Ziffer 14 dieses Anhangs.
9. Entwicklung des Eigenkapitals
Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossen.
Aufgrund dieses Gewinnabführungsvertrages wird das im Berichtsjahr erwirtschaftete Ergebnis der ABB AG an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, so dass sich das Eigenkapital der ABB AG - unverändert zum Vorjahr - auf 846.265 Tsd. € beläuft.
10. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Das Grundkapital der ABB AG beträgt 167.500 Tsd. € und ist in 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt.
Am 31. Dezember 2017 befand sich das gesamte Aktienkapital im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich/Schweiz, wobei der größte Anteil unserer Aktien von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, gehalten wird.
Die Kapitalrücklage enthält die Einstellung von Aufgeldern aus Kapitalerhöhungen sowie die Aufgelder aus dem Umtausch von Genussscheinen früherer Geschäftsjahre.
11. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen in Höhe von unverändert 627.368 Tsd. € beinhalten eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 3.120 Tsd. €.
12. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung
Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.
In diesem Zusammenhang hat die ABB AG im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V. übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V. übertragen hat.
Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert.
Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Pensionsverpflichtungen der ABB AG insgesamt 576.575 Tsd. € (Vorjahr: 569.579 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 3,71 % (Vorjahr: 4,03 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren, wie er per Ende November veröffentlicht wurde.
Dieser Durchschnitt berechnet sich im Berichtsjahr, wie auch im Vorjahr, aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren. Bei Ansatz eines Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein davon abweichender durchschnittlicher Zinssatz in Höhe von 2,84 % (Vorjahr: 3,28 %). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB beträgt 53.703 Tsd. €.
Sowohl für das vorliegende Berichtsjahr, wie auch für das Vorjahr, liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,75 % p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,75 % p. a. zugrunde.
Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplans wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3 % p. a. unterstellt.
Von dem Gesamtbetrag der Pensionsverpflichtungen per 31. Dezember 2017 in Höhe von 576.575 Tsd. € (Vorjahr: 569.579 Tsd. €) entfällt ein Anteil in Höhe von 49.289 Tsd. € (Vorjahr: 44.648 Tsd. €) auf ein Deferred Compensation-Modell, dem keine verrechnungsfähigen Vermögenswerte im Sinne von § 246 II HGB gegenüberstanden, so dass dieser Anteil der Pensionsverpflichtungen nicht in die Vermögensverrechnung einbezogen wurde.
Die Pensionsverpflichtungen, denen zum 31. Dezember 2017 verrechnungsfähige Vermögenswerte gegenüberstanden, beliefen sich somit auf insgesamt 527.286 Tsd. € (Vorjahr: 524.931 Tsd. €).
Diesem Anteil der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 527.286 Tsd. € standen am 31. Dezember 2017 zu Marktwerten bewertete, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogene und ausschließlich für Altersversorgungsverpflichtungen reservierte Vermögensgegenstände im Gesamtwert von 573.964 Tsd. € (Vorjahr: 571.365 Tsd. €) gegenüber, so dass sich aus dem in § 246 II HGB geforderten Saldierungsgebot ein aktiver Unterschiedsbetrag im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen und Pensionsvermögen in Höhe von 46.678 Tsd. € (Vorjahr: 46.434 Tsd. €) ergibt.
Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 5.552 Tsd. € (Vorjahr: 6.222 Tsd. €).
13. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Zahlungsverpflichtungen für ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.
14. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen umfassen neben noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen) im Wesentlichen die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.
Ferner enthält diese Position Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen - Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor Verrechnung mit den für diese Verpflichtungen reservierten Vermögenswerten - zum Ende des Berichtsjahres auf 11.736 Tsd. € (Vorjahr: 9.697 Tsd. €).
Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.
Per 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Anteile 10.479 Tsd. € (Vorjahr: 10.169 Tsd. €). Dieser Betrag beinhaltet die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 7.809 Tsd. € (Vorjahr: 7.658 Tsd. €) sowie die kumulativen Marktwertanpassungen in Höhe von 2.670 Tsd. € (Vorjahr: 2.511 Tsd. €).
Der Buchwert der verpfändeten Anteile in Höhe von 10.479 Tsd. € wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen der ABB AG in Höhe von insgesamt 11.736 Tsd. € verrechnet, so dass die Verrechnung zu einer verbleibenden Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von 1.257 Tsd. € führte, während im Vorjahr ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 472 Tsd. € vorlag.
15. Verbindlichkeiten
| in Tsd. € | 31.12.2017 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2016 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit > 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52 | 52 | - | 442 | 442 | - |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 885.662 | 885.662 | - | 1.710.067 | 1.707.567 | 2.500 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (117.091) | (117.091) | - | (146.629) | (146.415) | 214 |
| Verrechnet mit Vorräten | - 562.557 | - 562.557 | - | - 1.404.732 | - 1.402.678 | - 2.054 |
| Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten | 323.105 | 323.105 | - | 305.335 | 304.889 | 446 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 73.782 | 73.782 | - | 60.253 | 60.253 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 638.040 | 638.040 | - | 654.610 | 653.797 | 813 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 46.935 | 45.560 | 1.375 | 48.733 | 48.493 | 240 |
| (davon aus Steuern) | (21.989) | (21.989) | - | (33.615) | (33.615) | - |
| Verbindlichkeiten (gesamt) | 1.081.914 | 1.080.539 | 1.375 | 1.069.373 | 1.067.874 | 1.499 |
Sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Stichtag nicht (Vorjahr: 16 Tsd. €).
Der Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen um 824 Mio. € entfällt in allererster Linie auf die Division Stromnetze der ABB AG; hier konnte im Berichtsjahr ein besonders großer Inlandsauftrag abgeschlossen und abgerechnet werden.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 87.289 Tsd. € (Vorjahr: 108.565 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten auch die Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, welche im Berichtsjahr 129.170 Tsd. € beträgt (Vorjahr: 140.057 Tsd. €).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konsortialgeschäften, Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen sowie Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern.
Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleicher maßen für Berichts- und Vorjahr.
16. Haftungsverhältnisse
| in Tsd. € | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 37.030 | 36.491 |
| Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen und sonstige Haftungsverhältnisse | 22.921 | 19.718 |
| Haftungsverhältnisse (gesamt) | 59.951 | 56.209 |
In den Haftungsverhältnissen sind 362 Tsd. € (Vorjahr: 643 Tsd. €) für ehemals konsolidierte Unternehmen enthalten, für die entsprechende Rückhaftungsvereinbarungen abgeschlossen wurden. Die restlichen Haftungsverhältnisse in Höhe von 59.589 Tsd. € (Vorjahr: 55.566 Tsd. €) beziehen sich auf konsolidierte verbundene Unternehmen.
Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.
Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.
Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen.
17. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
| in Tsd. € | 31.12.2017 Gesamtbetrag | 31.12.2017 Jahresbetrag | 31.12.2016 Gesamtbetrag | 31.12.2016 Jahresbetrag |
|---|---|---|---|---|
| IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen | 10.993 | 5.368 | 13.317 | 5.817 |
| Wesentliche Miet- und Pachtverträge | 17.814 | 2.365 | 19.572 | 2.344 |
| Gesamt | 28.807 | 7.733 | 32.889 | 8.161 |
Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 29 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 8 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €).
Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich einerseits um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich Flächenmanagement. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 11 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €).
Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fallen hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und dem international tätigen IT-Dienstleister Wipro über die Lieferung von Hardware und Zubehör sowie der Vertrag zwischen ABB und T-Systems über Telekommunikationsdienstleistungen für die deutsche ABB. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind andererseits wesentliche, in der Regel längerfristige Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 18 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €).
Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.
18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 16 und nicht unter Ziffer 17 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf rund 32 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €), wovon 22 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen (Vorjahr: 21 Mio. €).
Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie um das Bestellobligo aus genehmigten Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 14 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €).
19. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.
Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 486.553 Tsd. € (Vorjahr: 596.037 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt 7.114 Tsd. € (Vorjahr: - 20.232 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow- Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.
Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug zum Bilanzstichtag 15.464 Tsd. € (Vorjahr: 9.075 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt 784 Tsd. € (Vorjahr: 1.285 Tsd. €).
Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb der ABB AG sowie innerhalb des deutschen ABB-Teilkonzerns wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.
Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2.026 Tsd. € (Vorjahr: 23.097 Tsd. €) passiviert.
20. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres belaufen sich auf 2.021 Mio. € und liegen damit um 12 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2.306 Mio. €.
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 285 Mio. € entfällt hauptsächlich auf die Division Stromnetze. Das Volumen der abgerechneten Aufträge ist, nach einer Steigerung von 82 % im Vorjahr, um 12 % zurückgegangen.
In dem auf die Division Industrieautomation entfallenden Teil der ABB AG ist der Umsatz um 30 % auf 109 Mio. € zurückgegangen. In dem auf die Division Elektrifizierungsprodukte entfallenden Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte sind die Umsatzerlöse um 17 % gesunken.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und nach geografischen Merkmalen ergibt folgendes Bild:
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Industrieautomation | 108.921 | 154.762 |
| Elektrifizierungsprodukte | 291.681 | 353.669 |
| Stromnetze | 1.515.953 | 1.716.629 |
| Sonstiges/Konsolidierung | 104.791 | 81.368 |
| Umsatzerlöse (gesamt) | 2.021.346 | 2.306.428 |
| davon: | ||
| Deutschland | 1.153.259 | 1.396.595 |
| Übriges Europa | 384.813 | 392.916 |
| Asien | 304.553 | 224.724 |
| Afrika | 108.318 | 197.207 |
| Amerika | 66.821 | 91.002 |
| Sonstige Regionen | 3.582 | 3.984 |
21. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Holding- Umlagen, Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen. Darüber hinaus sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 25.975 Tsd. € (Vorjahr: 25.728 Tsd. €) enthalten.
22. Materialaufwand
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 321.004 | - 754.108 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 1.016.639 | - 972.035 |
| Materialaufwand (gesamt) | - 1.337.643 | - 1.726.143 |
Der Rückgang des Materialaufwands um 388 Mio. € ist in erster Linie auf die um 371 Mio. € gesunkene Gesamtleistung zurückzuführen.
23. Personalaufwand
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | - 267.176 | - 272.783 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 51.798 | - 59.547 |
| (davon für Altersversorgung) | (- 7.643) | (- 15.290) |
| Personalaufwand (gesamt) | - 318.974 | - 332.330 |
Die Lohn- und Gehaltssumme ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies ist zum einen auf die rückläufige Anzahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten um 128 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Tariferhöhungen im Juli 2016 (2,8 %) und April 2017 (2,0 %) aus.
Bezüglich der Altersversorgungskosten ist zu berücksichtigen, dass der in einem Geschäftsjahr den Pensionsrückstellungen zuzuführende Betrag sich in der Gewinn- und Verlustrechnung sowohl im Personalaufwand als auch im Zinsaufwand niederschlägt.
Im Vorjahr führten die Änderungen der Bewertungsparameter dazu, dass sich die im Personalaufwand auszuweisende Zuführungskomponente deutlich erhöhte. Im Vergleich zum Vorjahr war die Personalaufwandskomponente der Altersversorgungskosten somit rückläufig. Im Berichtsjahr führte die Verringerung des Diskontierungssatzes zu einem Anstieg der Zinskomponente. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf Ziffer 28 dieses Anhangs.
Im Berichtsjahr betrugen die im Personalaufwand auszuweisenden Altersversorgungskosten 7.643 Tsd. € (Vorjahr: 15.290 Tsd. €).
24. Mitarbeiter
| im Jahresdurchschnitt | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 849 | 873 |
| Angestellte | 2.620 | 2.724 |
| Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB | 3.469 | 3.597 |
| Auszubildende | 242 | 246 |
| Mitarbeiter (gesamt) | 3.711 | 3.843 |
Im Jahresdurchschnitt ging die Anzahl der Mitarbeiter von 3.843 um 132 auf 3.711 zurück.
Bezogen auf den jeweiligen Bilanzstichtag ergab sich ein Rückgang der Mitarbeiterzahl von 3.834 im Vorjahr um 186 auf 3.648 zum Ende des Berichtsjahres.
25. Abschreibungen
Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik im Bereich des Anlagevermögens verweisen wir auf die Erläuterungen zu Ziffer 3 dieses Anhangs.
26. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, konzerninterne Umlagen, Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Garantieaufwendungen, Bußgelder, Mieten, Pachten, Instandhaltungs- sowie Transport- und Verpackungskosten und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, soweit die entsprechenden Aufwendungen nicht zur Erzielung von Umsatzerlösen anfielen.
Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 34.252 Tsd. € (Vorjahr: 45.514 Tsd. €). Darüber hinaus beinhaltet diese Position auch die sonstigen Steuern in Höhe von 1.566 Tsd. € (Vorjahr: 3.016 Tsd. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres liegen in etwa auf Vorjahresniveau. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie weitere Aufwendungen für Maßnahmen zur Reorganisation betrugen im Berichtsjahr 44.229 Tsd. € (Vorjahr: 28.038 Tsd. €).
27. Beteiligungsergebnis
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | - | 100 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (-) | (100) |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 103.359 | 120.100 |
| Aufwand aus Verlustübernahmen | - 24 | - |
| Aufwand aus Gewinnabführungsverträgen | - 1.579 | - 10.103 |
| Beteiligungsergebnis | 101.756 | 110.097 |
Das Beteiligungsergebnis lag im Berichtsjahr mit 102 Mio. € um 8 Mio. € unter dem Beteiligungsergebnis des Vorjahres.
Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zur Ergebnissituation im Beteiligungsbereich der ABB AG verweisen wir auf unsere Ausführungen in unserem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde.
28. Zinsergebnis
| in Tsd. € | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.447 | 18.384 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (1.433) | (1.785) |
| (davon aus Abzinsung) | (762) | (782) |
| (davon aus Aufzinsung) | (-) | (- 16.363) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 10.243 | - 1.981 |
| (davon aus Aufzinsung) | (- 41.498) | (- 1.850) |
| Zinsergebnis | - 7.796 | 16.403 |
Das negative Zinsergebnis des Berichtsjahres beläuft sich auf - 7.796 Tsd. € und liegt somit um 24.199 Tsd. € unter dem Niveau des Vorjahres.
Das Zinsergebnis enthält vor allem die Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen. Ferner enthält das Zinsergebnis den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie die Effekte aus der Auf- und Abzinsung anderer langfristiger Rückstellungen.
Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 39.825 Tsd. € (Vorjahr: 16.363 Tsd. €). Davon resultieren 17.686 Tsd. € (Vorjahr: - 4.417 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 4,03 % im Vorjahr auf 3,71 % zum Ende des Berichtsjahres.
Des Weiteren enthält das Zinsergebnis auch Gewinne und Verluste aus der Verzinsung bzw. aus Marktwertanpassungen des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Gewinne in Höhe von insgesamt 31.591 Tsd. € (Vorjahr: 31.513 Tsd. €).
Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich auf 762 Tsd. € (Vorjahr: 782 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 1.673 Tsd. € (Vorjahr: 1.850 Tsd. €) beliefen.
Adjustiert man das Zinsergebnis um diese Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes positives Zinsergebnis in Höhe von 1.349 Tsd. € (Vorjahr: 2.321 Tsd. €).
29. Steuern
Im Berichtsjahr ergab sich ein Steueraufwand in Höhe von 9.906 Tsd. € (Vorjahr: 1.415 Tsd. €).
Der Steueraufwand des Berichtsjahres resultierte im Wesentlichen aus zwei Sachverhalten. Zum einen aus der Verpflichtung zur Abführung einer Steuerumlage in Höhe von 11.197 Tsd. € an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim. Zum anderen ergaben sich positive Ergebniseffekte aus der Freiwerdung nicht mehr benötigter Rückstellungen.
30. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Hinsichtlich der im Geschäftsjahr 2017 angefallenen Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der ABB AG.
31. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütung an den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2017 betrug 361 Tsd. €.
Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 betrugen insgesamt 1.675 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.931 Tsd. €.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 61.756 Tsd. € zurückgestellt.
32. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft
Wie an anderer Stelle in diesem Anhang bereits ausgeführt, wurde im Juni 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 mit der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Aus diesem Grunde wird das von der ABB AG im Berichtsjahr erzielte Netto-Ergebnis in Höhe von 129.170 Tsd. € (Vorjahr: 140.057 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.
Mannheim, den 01. März 2018
ABB AG
Der Vorstand
Krabbe
Ochsner
Dr. Schumacher
Bestätigungsvermerk
An die ABB AG
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der ABB AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Ein- klang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prü- fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) im Lagebericht.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens- tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grund- lage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens- tätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 8. März 2018
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Th. Müller, Wirtschaftsprüfer
Reiter, Wirtschaftsprüfer
ABB AG
Unternehmenskommunikation
Kallstadter Str. 1
68309 Mannheim
Postfach 10 01 64
68001 Mannheim
Phone: + 49 (0) 621 4381 0
Fax: + 49 (0) 621 4381 372
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