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ABB Ltd Annual Report 2015

Jun 9, 2016

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Annual Report

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Publication

ABB AG

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhalt

Bericht des Vorstands

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2015

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Fünfjahresübersicht

Impressum

ABB weltweit auf einen Blick

Bericht des Vorstands

Liebe Leserinnen und Leser,

in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld hat sich ABB Deutschland im Jahr 2015 gut geschlagen. Mit der zweiten Stufe der Next-Level-Strategie hat der Gesamtkonzern im September 2015 den Fahrplan bis 2020 vorgestellt. Ein Unternehmen wie ABB ist eine lebende Organisation, die sich permanent anpasst, um nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein zu können. Verändern heißt umbauen. Das gilt für unser Geschäftsmodell in gleichem Maße wie im nächsten Schritt für unsere Organisation. Seit 01. Januar 2016 gibt es vier statt bisher fünf Divisionen: Stromnetze, Elektrifizierungsprodukte, Prozessautomation sowie Industrieautomation und Antriebe. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Neuausrichtung noch flexibler und schneller auf die Anforderungen unserer Kunden eingehen können und wir so die Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiter vereinfachen und verbessern. Mit der Fokussierung auf wachstumsstarke Märkte, der Risikominimierung des Geschäftsmodells und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wird ABB die Führungspositionen in der Energie- und Automatisierungstechnik weiter ausbauen können.

Kundenorientierung verbessert

Der Fokus der neuen Strategie liegt auf organischem Wachstum. ABB ist gerade in Deutschland gut positioniert, um mit Innovationen Zeichen zu setzen: Deutschland ist für ABB weltweit der viertgrößte Markt und in Europa sogar der größte. Im deutschen Markt ist Wachstumspotenzial vorhanden - bei Stromnetzen und Elektromobilität, im Service, beim Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen, und auch bei intelligenten Gebäuden.

Im Einklang mit der Next-Level-Strategie und zur Stärkung unseres Geschäfts mit Niederspannungsprodukten am Standort Deutschland hat ABB im November 2015 ihre 51 % ige Beteiligung an der ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, auf 100 % erhöht. ABB Striebel & John entwickelt, fertigt und vertreibt Energie-Verteilersysteme. Das Unternehmen überzeugt seit Jahrzehnten durch eine sehr hohe Innovationskraft sowie zahlreiche wegweisende Produkt- und Systementwicklungen. ABB wird mit der Übernahme ihre Angebotspalette im Bereich Niederspannungsprodukte noch stärker bündeln.

Die wichtigste Aufgabe ist der Dienst am Kunden. Mit der jährlichen Erhebung der Kundenzufriedenheit bekommen wir konkrete Hinweise auf Schwachstellen und Verbesserungspotenziale. In Sachen Kundenzufriedenheit sind wir auf einem guten Weg. 2015 haben wir beim Net Promotor Score (NPS), mit dem die Kundenzufriedenheit gemessen wird, einen Wert von 43 % erreicht, Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswert von 31 %. Und wir arbeiten weiter an Verbesserungen: Denn nur zufriedene Kunden werden zu treuen Kunden - und treue Kunden sind die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolgs.

Märkte im Umbruch

Im Rückblick war das Jahr 2015 für die deutsche ABB erfolgreich. Der Auftragseingang stieg um 15 % und belief sich auf 3,38 Mrd. €. Der Auftragsbestand legte um 1,5 % auf 4,62 Mrd. € zu. Beim Umsatz konnten wir ein Plus von knapp 11 % verbuchen, er erhöhte sich auf 3,29 Mrd. €. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war durch erhebliche, negative Sondereffekte geprägt. Operativ konnte das Ergebnis trotz eines schwierigen Marktumfelds in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Die Zahl der Mitarbeiter lag mit 10.770 Beschäftigten leicht unter der Zahl des Vorjahres. Der Markt der Energietechnik, insbesondere in der Stromerzeugung, verändert sich in Deutschland weiter rasant. Die deutschen Stromnetze stehen vor einer gewaltigen Modernisierungswelle. Erneuerbare Energien haben inzwischen sowohl bei der Erzeugung als auch beim Verbrauch Platz eins übernommen und insofern ist die Energiewende tatsächlich im Gang. Im Dezember hat der Bundesrat das Gesetz verabschiedet, nach dem künftig mehr Leitungen mit Erdkabeln gebaut werden können und damit die Weichen für einen zügigeren Ausbau der Stromnetze gestellt. Mit unserem neuen 525-kV-VPE-Gleichstromkabel kann ein Kabelsystem erstmals die gleiche Leistung übertragen wie ein Freileitungssystem. ABB ist das einzige Unternehmen weltweit, das Kabel, Umrichter und Halbleiter im eigenen Haus fertigt und somit die Kompetenz für das Gesamtsystem hat.

Die Kompetenz von ABB auf diesem Gebiet verdeutlicht auch das Projekt NordLink, das die Stromnetze Norwegens und Deutschlands mit einer mehr als 600 Kilometer langen Hochspannungs-Gleichstrom-Trasse verbinden wird. Das ist die längste Verbundleitung ihrer Art in Europa. ABB liefert für rund 900 Mio. € die Stromrichterstationen und das Kabelsystem für den deutschen Sektor. Ein weiterer Meilenstein war die Übergabe von DolWin 1 Ende Juli vergangenen Jahres. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Verbindung (HGÜ) bindet Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Festlandnetz an. Die HGÜ-Technik ist ein wichtiges Wachstumsfeld im Rahmen der Next-Level-Strategie von ABB. Gleichzeitig halten sich in dieser Zeit des Umbruchs aber traditionelle Kunden aus der Energiebranche mit Investitionen zurück. Neue Kraftwerke werden nicht mehr gebaut. Diese Investitionszurückhaltung wirkt sich weiterhin negativ aus.

Die vierte industrielle Revolution

Auch im Markt für Automatisierungstechnik vollzieht sich ein grundlegender Wandel. Durch die Digitalisierung befinden wir uns inmitten der vierten industriellen Revolution, die die Welt tiefgreifend verändern wird. Allein für die Industrie gehen Experten davon aus, dass die Digitalisierung die Produktivität um mindestens 30 % steigern kann. Damit eröffnen sich für uns neue Wachstumschancen, von denen wir bereits heute profitieren. Das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen spielt bei unserer Next-Level-Strategie eine entscheidende Rolle. Mit seinen Automatisierungslösungen ist ABB eine der treibenden Kräfte bei diesem Thema. Auf der so genannten „Plattform Industrie 4.0", einem Gemeinschaftsprojekt unter Führung des Bundeswirtschaftsministeriums, ist ABB derzeit mit einer ganzen Reihe von konkreten Anwendungsbeispielen vertreten.

Eines dieser Beispiele und zugleich ein Höhepunkt 2015 aus technologischer Sicht, war die Markteinführung von YuMi®, dem weltweit ersten kollaborativen Roboter, auf der Hannover Messe. Innovative und präzise Roboterlösungen von ABB führen zu einer neuen Dimension in der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Damit repräsentiert YuMi® die vierte industrielle Revolution. Im vergangen Jahr hat ABB sein Roboterportfolio weiter ausgebaut. Mit der Übernahme der ABB gomtec GmbH, Seefeld, wurde das Angebot von kollaborativen Robotern erweitert. Mit dem Industrieroboter IRB 8700 hat ABB Ende 2015 den größten ABB-Roboter aller Zeiten auf den Markt gebracht. Der neue Schwerlastroboter hat eine Handhabungskapazität von bis zu 1.000 Kilogramm und ist 25 % schneller als vergleichbare Roboter am Markt. Zudem hat ABB das Portfolio mit dem SCARA-Roboter IRB 910SC ergänzt. Vom Aufbau her ähneln sie dem menschlichen Arm, da sie einen nur in horizontaler Richtung schwenkbaren Gelenkarm haben. SCARA-Roboter (Selective Compliance Assembly Robot Arm) eignen sich ideal für Verpackungsaufgaben.

Innovationen vorantreiben

Für die Zukunft ist ABB gut gerüstet. So haben wir in Deutschland 2015 rund 204 Mio. € in die Forschung und Entwicklung investiert. Das sind 17 % mehr als im Vorjahr und entspricht mehr als 6 % des Umsatzes. Investitionen aus den Vorjahren haben mit der Markteinführung wegweisender Technologien erneut Früchte getragen. Ende August feierte eine innovative ABB-Technologie Premiere: Der Schweizer Energieversorger ewz weihte in Zürich ein neues Umspannwerk ein. Das Herzstück bilden die weltweit ersten Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen, die mit einem ökoeffizienten Gasgemisch isoliert sind. Durch seine einfache Bedienbarkeit traf auch das neue Haussteuerungssystem free@home der ABB-Tochter Busch-Jaeger genau den Geschmack der Kunden. Das System verwandelt das Haus oder die Wohnung in ein intelligentes Zuhause. Besonders attraktiv: Gegenüber einer konventionellen Elektroinstallation entstehen nur geringe Mehrkosten. Auf der IFA 2015 in Berlin wurde erstmals eine Sprachsteuerung für das System präsentiert. Intelligente Produkte, cyber-physische Systeme und die flexible Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sind die zentralen Elemente, bei denen wir mit Innovationskraft punkten können.

Attraktiver Arbeitgeber

Für innovative Produkte und komplexe Projekte brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte. Das gemischte Bild in den Geschäftseinheiten spiegelt sich auch hier wider: Während in einigen Bereichen Personal reduziert wird, eröffnen sich in anderen Bereichen neue Chancen. Der demografische Wandel führt unwiderruflich zu einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und zum immer stärker werdenden Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte am Markt. Hinzu kommt der rasante technologische Wandel, der auch Veränderungen innerhalb der ABB-Organisation erfordert.

Die Initiative „ATraCt" bietet als interner Dienstleister unterschiedliche Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter innerhalb der deutschen ABB, die von betrieblichen Änderungen betroffen sind. Im Jahr 2015 konnten mehr als 60 Mitarbeiter intern auf eine neue Stelle vermittelt werden. Interne Versetzungen sowie die soziale Absicherung haben Vorrang vor Personalabbau. Auf diese Weise stellt ABB Deutschland unter Beweis, dass das Unternehmen der sozialen Verantwortung gerecht wird.

ABB schafft zudem attraktive Beschäftigungsbedingungen und legt dabei den Fokus auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, etwa mit der Einführung von Sabbaticals oder dem Kinderbetreuungszuschuss. Nicht zuletzt ist die eigene Ausbildung ein Kernpunkt: Im Ausbildungsjahr 2015 /2016 haben 451 junge Menschen bei ABB Deutschland oder Verbundpartnern eine Ausbildung oder ein Studium begonnen. Die Ausbildungsquote blieb mit knapp 7 % konstant. Im September hat ABB in Berlin zudem den Grundstein für ein neues Ausbildungszentrum gelegt, das 2016 offiziell den Betrieb aufnehmen wird. Allein am Standort Berlin werden wir dann 800 Ausbildungsplätze anbieten können.

Soziales Engagement

Wir vergessen bei ABB jedoch nicht, auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Seit über 15 Jahren ist ABB Deutschland Premium Partner der Special Olympics, der Sportbewegung für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. In dieser Zeit haben wir die Organisation nicht nur mit rund 3 Mio. € finanziell unterstützt. Bis heute haben sich fast 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Spielen ehrenamtlich für die Betreuung der Athleten engagiert. Bei den diesjährigen Sommerspielen werden erstmals ABB-Kollegen und Sportler der Lebenshilfe Mannheim gemeinsam mit einem Fußballteam aktiv am Wettbewerbsgeschehen teilnehmen. Wie auch bereits der inklusive Chor ist dies Teil der im Juli vergangenen Jahres geschlossenen Kooperation zwischen ABB und der Lebenshilfe.

Darüber hinaus feiert eine, in der deutschen Unternehmenslandschaft in dieser Form einzigartige Einrichtung, im Jahr 2016 ihr 60-jähriges Jubiläum: Seit 1956 können im ABB Kinderferienhaus in Schapbach im Schwarzwald Kinder unserer Beschäftigten ganzjährig auf Kosten des Unternehmens ihre Ferien verbringen. Eine Sozialleistung, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten über 28.000 Kinder genutzt haben, und die gerade in der heutigen Zeit einen wichtigen Beitrag für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf leistet. Seit Juni besteht zudem eine Kooperation mit der Lebenshilfe Mannheim.

Die deutsche ABB hat mit ihrer Innovationskraft, dem zukunftsweisenden Technologieportfolio und nicht zuletzt den engagierten Mitarbeitern ein starkes Fundament, auf das wir in Zukunft bauen und Wachstumspotenziale ausschöpfen werden. Mittelbis langfristig kann die deutsche Landesgesellschaft von der Energiewende und der zunehmenden Automatisierung der industriellen Produktion profitieren.

Ich danke den Mitarbeitern, Partnern und Kunden ganz herzlich für ihr Vertrauen in unser Unternehmen und damit für ihren wesentlichen Anteil an „power and productivity for a better world".

ABB AG

Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsjahr 2015

Im Interesse einer effizienten Berichterstattung wurde der Lagebericht der ABB AG mit dem Lagebericht des deutschen ABB-Konzerns zu einem einheitlichen Bericht zusammengefasst, wobei in diesem zusammengefassten Lagebericht neben der ABB AG, Mannheim, als Mutterunternehmen weitere 23 inländische sowie zwei ausländische Tochterunternehmen einbezogen wurden, an denen die ABB AG unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist.

Die operativen Geschäftsaktivitäten der deutschen ABB-Gruppe sind im Berichtsjahr -unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur - in fünf Divisionen unterteilt, die ihrerseits wiederum in 30 Geschäftsbereiche und diese wiederum in 145 Produktgruppen unterteilt sind, so dass sich die Lageberichterstattung in erster Linie an dieser divisionalen Unternehmensstruktur orientiert.

Von den zuvor genannten fünf Divisionen mit ihren jeweiligen Geschäftsbereichen und Produktgruppen sind im Berichtsjahr die Division Energietechnik-Systeme sowie die wesentlichen Aktivitäten der Division Energietechnik-Produkte unmittelbar innerhalb der ABB AG angesiedelt, während die Divisionen Industrieautomation und Antriebe, Niederspannungsprodukte sowie Prozessautomation in rechtlich selbständigen Tochterunternehmen beheimatet sind, an denen die ABB AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist.

Darüber hinaus erstreckt sich die operative Tätigkeit der ABB AG auf die Grundlagenforschung und die bereichsübergreifenden Entwicklungstätigkeiten des Konzernforschungszentrums in Ladenburg sowie auf verschiedene Holding- und Dienstleistungsfunktionen.

Die ABB AG ist mit den meisten ihrer Beteiligungsunternehmen über Gewinnabführungsverträge verbunden, so dass sich die Ertragslage der ABB AG gleichgerichtet zur Ertragslage der deutschen ABB-Gruppe entwickelt.

Ende des Jahres 2015, aber mit Wirkung zum 01. Januar 2016, hat die ABB-Gruppe eine organisatorische Neuausrichtung ihrer Divisionsstruktur vorgenommen. Im Rahmen einer kundenorientierten Neuausrichtung wurden die fünf Divisionen auf vier Divisionen reduziert, um das organische Wachstum zu fördern, indem ABB seine Kunden besser und zielgerichteter bedient, und ihnen so zu zusätzlicher Wertschöpfung verhilft.

Die neue Division Stromnetze besteht zum einen aus den Geschäftsbereichen Transformatoren und Hochspannungsprodukte, die zur bisherigen Division Energietechnik-Produkte zählten, und zum anderen aus der Mehrzahl der Aktivitäten, die bislang zur Division Energietechnik-Systeme gehörten. Die zweite neu gegründete Division Elektrifizierungsprodukte wurde aus dem Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte - bisher Teil der Division Energietechnik-Produkte - und den Geschäftsbereichen der bisherigen Division Niederspannungsprodukte gebildet.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 5 HGB

Aufgrund des am 01. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst war bei der ABB AG erstmals bis zum 30. September 2015 für

1. den Aufsichtsrat,
2. den Vorstand,
3. die Führungsebene 1 unter dem Vorstand und
4. die Führungsebene 2 unter dem Vorstand

jeweils eine bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgröße für den jeweiligen Frauenanteil festzulegen.

1. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat der ABB AG wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2015 beschlossen (§ 111 Abs. 5 AktG):

Nachdem die Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2018 betreffend das Geschäftsjahr 2017 andauert, wird gemäß § 111 Abs. 5 AktG beschlossen, dass der derzeitige Anteil an weiblichen Mitgliedern im Aufsichtsrat von 12,5 % bis zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll.

Sofern ein Mitglied des Aufsichtsrats (m/w) vor Ablauf der Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet und noch kein Ersatzmitglied gewählt ist, werden sich die Vertreter der Anteilseignerseite bzw. der Arbeitnehmerseite jeweils nach besten Kräften bemühen, auch geeignete weibliche Ersatzmitglieder zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen.

2. Im Hinblick auf den Vorstand der ABB AG wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25. September 2015 beschlossen (§ 111 Abs. 5 AktG):

Nachdem aus heutiger Sicht bis zum 30.06.2017 weder ein Wechsel im Vorstand noch eine Vergrößerung des Vorstands der ABB AG geplant ist, beträgt die gemäß § 111 Abs. 5 AktG festzulegende Zielgröße für den bis zum 30.06.2017 im Vorstand der ABB AG zu erreichenden Frauenanteil 0 %.

Bei - aus heutiger Sicht unvorhergesehenen - Nachbesetzungsentscheidungen wird sich der Aufsichtsrat aber nach besten Kräften bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in den Auswahlprozess über die Nachbesetzung einzubeziehen. Der geringe Frauenanteil in den technischen Berufen und die daraus auch für ABB resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen bei ABB zu gewinnen, sind dem Aufsichtsrat hierbei bewusst.

3. Im Hinblick auf die Führungsebene 1 unter dem Vorstand wurde durch den Vorstand der ABB AG am 25. September 2015 beschlossen (§ 76 Abs. 4 AktG):

Der Frauenanteil beträgt auf der entsprechend definierten Führungsebene 1 unter dem Vorstand derzeit 15 %. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG wird beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene 1 unter dem Vorstand von derzeit 15 % zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll (Zielgröße zum 30.06.2017).

4. Im Hinblick auf die Führungsebene 2 unter dem Vorstand wurde durch den Vorstand der ABB AG am 25. September 2015 beschlossen (§ 76 Abs. 4 AktG):

Der Frauenanteil beträgt auf der entsprechend definierten Führungsebene 2 unter dem Vorstand derzeit 25 %. Gemäß § 76 Abs. 4 AktG wird beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene 2 unter dem Vorstand von derzeit 25 % zum 30.06.2017 nicht unterschritten werden soll (Zielgröße zum 30.06.2017).

Weltwirtschaft wächst 2015 erneut schwächer als erwartet -Entwicklung in Deutschland leicht über den Erwartungen

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2015 mit real + 2,5 % erneut weniger stark gewachsen als vor einem Jahr erwartet (+ 2,8 %). Das schwache Wachstum des Jahres 2014 wurde nicht erreicht, so dass der Rückstand gegenüber dem langjährigen Durchschnitt von rund 3 % weiter gewachsen ist.

Maßgeblicher Treiber des weltweiten Wachstums war erneut Asien (ohne Japan) mit + 5,8 %, vor den USA mit + 2,4 %. Beide Regionen sind damit etwa wie im Vorjahr gewachsen. Es folgen Westeuropa (+ 1,7 %) und Japan (+ 0,6 %), die beide als einzige Regionen zulegen konnten. Schlusslichter unter den Regionen waren im Berichtsjahr Osteuropa (+ 0,0 %) und Lateinamerika (- 0,3 %), die erneut sehr starke Rückgänge gegenüber den Wachstumsraten des Jahres 2014 (+ 1,8 % bzw. + 1,5 %) hinnehmen mussten. Am stärksten gewachsen ist Indien (+ 7,4 %), das China (+ 6,9 %) hinter sich gelassen hat. Auf Rang 3 folgt Irland (+ 6,7 %).

Die deutsche Wirtschaft hat sich mit real + 1,7 % etwas stärker entwickelt, als dies vor einem Jahr (+ 1,5 %) erwartet wurde. Damit lag Deutschland innerhalb Westeuropas im Durchschnitt, in der Euro-Zone leicht über dem Durchschnitt, blieb aber deutlich hinter den führenden europäischen Ländern Irland, Schweden (+ 3,4 %) und Spanien (+ 3,2 %) zurück.

Stärkster Wachstumstreiber in Deutschland war erneut der Private Verbrauch (+ 1,9 %) mit einem Beitrag von 1,0 %-Punkten vor dem Öffentlichen Konsum (+ 2,4 %) mit einem Beitrag von 0,5 %-Punkten. Während die Ausrüstungsinvestitionen (+ 4,8 %) einen Wachstumsbeitrag von 0,3 %-Punkten beisteuerten, haben die Bauinvestitionen (+ 0,3 %) fast stagniert. Der Export legte 2015 mit + 5,4 % zwar merklich stärker als im Vorjahr zu, der Wachstumsbeitrag des Außenhandels hat sich mit 0,2 %-Punkten aber halbiert, da der Import mit + 5,8 % noch etwas stärker zulegen konnte.

Die Verarbeitende Industrie in Deutschland ist 2015 mit + 1,1 % nicht so stark gewachsen wie erwartet (+ 2 %); die schwächere Entwicklung betraf die meisten Branchen. Die Automobilindustrie lag mit + 2,6 % als einzige der großen Branchen über den Erwartungen (+ 2 %) von Anfang 2015, während Chemie (+ 0,7 %), Elektrotechnik (+ 0,9 %) und insbesondere der Maschinenbau (- 1,0 %) doch deutlich unter den prognostizierten + 2 % blieben. Insgesamt haben die Unternehmen der Verarbeitenden Industrie ihre Investitionen im Jahr 2015 nach dem neuesten ifo-Investitionstest um + 4 % gesteigert (2014: + 3 %) - allerdings sind dies noch Planwerte, da die Umfrage im Herbst 2015 stattfand.

Wachstum der Weltwirtschaft bleibt 2016 weiter unter dem langjährigen Durchschnitt - Deutschland soll geringfügig stärker wachsen als 2015

Die weltweite Produktion soll auch 2016 mit + 2,6 % den langjährigen Durchschnitt von 3 % verfehlen. Treiber des Wachstums bleibt Asien (ohne Japan, + 5,6 %), vor den USA (+ 2,2 %). Es folgen Westeuropa (+ 1,7 %), vor Osteuropa (+ 1,5 %) und Japan (+ 1,0 %), Schlusslicht bleibt Lateinamerika (+ 0,0 %). Zumindest in den drei letztgenannten Regionen bleibt das Wachstumstempo unbefriedigend, obwohl sie sich alle deutlich besser entwickeln sollen als im Jahr 2015. Indien (+ 7,7 %) soll seinen Vorsprung als Wachstumsführer gegenüber dem sich weiter leicht abschwächenden China (+ 6,5 %) deutlich ausbauen. In Westeuropa soll erneut Irland (+ 4,3 %) am stärksten wachsen, vor Schweden (+ 3,2 %) und Spanien (+ 2,7 %).

Für Deutschland wird 2016 ein Wachstum von + 1,8 % prognostiziert - das liegt etwa im Durchschnitt der Euro-Zone und Westeuropa insgesamt. Impulse werden vor allem aus dem Inland erwartet, das Konsum-Wachstum soll mit + 2,0 % noch geringfügig zulegen. Das Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen soll auf + 3 % sinken; damit würde der Rekordwert von 2008 nur noch um 1 % verfehlt. Die Bauinvestitionen sollen mit + 2 % ihre letztjährige Stagnation überwinden und den höchsten Wert seit 2001 erreichen. Stärkster Wachstumstreiber bleibt zwar der Wohnungsbau, aber auch der Private und der Öffentliche Sonstige Hochbau sowie der Tiefbau sollen leicht zulegen. Der Anstieg der staatlichen Konsumausgaben um + 3,5 %, teilweise durch den starken Anstieg der Anzahl von Flüchtlingen bedingt, führt dazu, dass dieser Bereich gut ein Drittel des BIP-Wachstums trägt, zusammen mit dem Privaten Konsum sogar nahezu das gesamte BIP-Wachstum. Export (+ 4 %) und Import (+ 5 %) sollen 2016 etwas schwächer steigen als im Jahr 2015. Da die Entwicklung beim Export etwas stärker ausfallen dürfte, ist vom Außenhandel eher ein kleiner negativer Impuls auf das BIP-Wachstum zu erwarten.

Die Produktion der Verarbeitenden Industrie soll 2016 um gut + 1 % steigen, das entspricht in etwa dem erwarteten Gesamtwachstum in den vier großen Industriebranchen: Automobil (+ 2 %), Elektrotechnik (+ 1 %), Chemie (+ 1 %) und Maschinenbau (0 %). Der Anstieg der Industrie-Investitionen soll sich mit + 5 % leicht beschleunigen und im Jahr 2016 deutlich stärker ausfallen als der Anstieg der Gesamt-Ausrüstungsinvestitionen.

Zuwachs beim Auftragseingang - Auslandsanteil gesteigert

Am Ende des Berichtsjahres lag der Auftragseingang der deutschen ABB bei 3.380 Mio. € und übertraf damit den Vorjahreswert in Höhe von 2.934 Mio. € um 15 %. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Export.

Der Auftragseingang aus dem Inland belief sich im Berichtsjahr auf 1.574 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Bestellvolumen aus dem Inland bei 1.576 Mio. € lag, verlief die Entwicklung somit konstant. Die Entwicklung in den einzelnen Divisionen verlief allerdings durchaus unterschiedlich.

So musste die Division Energietechnik-Systeme im Inlandsgeschäft einen deutlichen Rückgang von 28 % hinnehmen. Hauptsächlich rührt dieser Rückgang aus dem Geschäftsbereich Elektrische Netze her, in dem im Vorjahr einige Großaufträge auf dem deutschen Markt als Auftragseingang gebucht werden konnten. Aber auch im Geschäftsbereich Schaltanlagen ging der Bestelleingang aus dem Inland im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück; der Inlandsanteil am Auftragseingang reduzierte sich damit ganz wesentlich. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung war das Inlandsgeschäft rückläufig - maßgeblich hierfür waren vor allem fehlende Großaufträge. Im Geschäftsbereich Automation und Kommunikation konnte hingegen ein deutlicher Anstieg beim Auftragseingang von inländischen Kunden erzielt werden. Auch im Geschäftsbereich Software übertraf der Auftragseingang aus dem Inland den Vorjahreswert.

In der Division Energietechnik-Produkte lag der Auftragseingang von deutschen Kunden im Berichtsjahr um 12 % über den Werten des Vorjahres. Sämtliche Geschäftsbereiche konnten ihr Volumen steigern. Einen deutlichen Zuwachs konnte insbesondere der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte erreichen. Auch der Geschäftsbereich Transformatoren erzielte spürbare Zuwächse. Im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte fiel der Zuwachs ebenfalls deutlich, aber nicht ganz so hoch aus. Der Service im Inland erlebte erneut eine uneinheitliche Nachfrage aufgrund unzureichender Investitionssicherheit bei den deutschen Kunden.

Für das Inlandsgeschäft der Division Niederspannungsprodukte fiel die Entwicklung im Berichtsjahr sehr positiv aus. Insgesamt lagen die Auftragseingänge um 7 % über dem Niveau des Vorjahres. Ein Großteil des Zuwachses resultierte aus der erstmaligen Berücksichtigung der ABB Kaufel GmbH und der PMA Deutschland GmbH. Die beiden Unternehmen wurden von der deutschen ABB als Integrationsschritt der globalen Akquisition der Thomas & Betts-Gruppe übernommen und sind überwiegend im deutschen Markt aktiv. Für die Busch-Jaeger Elektro GmbH war auch im Berichtsjahr das günstige Marktumfeld die Basis für weitere Zuwächse beim Auftragseingang - insbesondere weil die Gebäudeinvestitionen in Deutschland im Vorjahresvergleich erneut angestiegen sind. Das Inlandsgeschäft der ABB Stotz-Kontakt GmbH konnte Zuwächse in den Segmenten Installationsgeschäft, Schaltanlagenbau und Maschinenbau bzw. im Geschäft mit OEM erzielen. Der inländische Auftragseingang der ABB Striebel & John GmbH & Co. KG blieb auf konstant hohem Niveau. Vor allem das gute Wachstum der neuen Schrankserie TwinLine, aber auch andere Produkte für den Markt im Bereich Schaltanlagenbau, bewirkten diesen Geschäftsverlauf. Zudem verzeichnete das Segment Elektrogroßhandel stabile Auftragseingänge. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte und überwiegend im Inland tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen erreichte den Auftragseingang des Vorjahres hingegen nicht. Der relevante Markt ist durch rückläufiges Investitionsverhalten von Schwerindustrie und Energieerzeugung geprägt, verbunden mit anhaltend hohem Wettbewerb und daraus resultierendem Preisdruck. Der Neuanlagenbereich ist davon stärker als der Service betroffen.

In der Division Prozessautomation ließ sich im Inlandsgeschäft des Berichtsjahres ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr von rund 4 % erreichen. Den größten Anstieg des Bestelleingangs von deutschen Kunden konnte der Geschäftsbereich Turbocharging erringen. Obwohl der weltweite Schiffsmarkt auch im Berichtsjahr durch Überkapazitäten und sinkende Frachtraten unter Druck war, kam es zu einer Erholung des Markts. Unter anderem war der Anstieg der Nachfrage durch eine absehbar stärkere Regulierung ab dem Jahr 2016 zu erklären. Gut ein Drittel des Auftragseingangs im Inland rührte vom Geschäftsbereich Measurement & Analytics her. Im Vorjahresvergleich wurde ein leichter Zuwachs beim Inlandsvolumen erreicht. Der lokale Markt für Messtechnik war in Berichtsjahr und Vorjahr durch ein Fehlen größerer Projekte, einen stärkeren Wettbewerb und Preisdruck geprägt. Ein weiteres Drittel des Inlandsvolumens wurde im Berichtsjahr in den Geschäftsbereichen Process Industries und Oil, Gas & Chemicals erzielt, welche im Vorjahr noch zusammengefasst als Geschäftsbereich Industry Solutions geführt wurden. Der Vorjahreswert wurde gesamthaft im Inland aber nicht erreicht.

Die Division Industrieautomation und Antriebe hatte im Berichtsjahr einen Anstieg des inländischen Auftragseingangs in Höhe von 4 % zu verzeichnen. Der in der ABB Automation Products GmbH angesiedelte Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion konnte im Berichtsjahr beim Inlandsvolumen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreichen. Der Geschäftsbereich ist sowohl im Produktgeschäft wie auch im Projektgeschäft tätig. Das Geschäftsgebiet Power Conversion konnte im Bahngeschäft erhebliche Steigerungen erzielen. Das Geschäftsgebiet Drives entwickelte sich uneinheitlich, das Geschäftsgebiet Motors stand einer rückläufigen Nachfrage gegenüber. Das Servicegeschäft aller Geschäftsgebiete hat sich positiv entwickelt. Der Anteil des Inlandsgeschäfts wurde ausgebaut. Der in der ABB Automation GmbH angesiedelte Geschäftsbereich Robotics erzielte im Vorjahresvergleich ebenfalls eine leichte Steigerung des Auftragsvolumens im Inland. Begründet ist dies durch die weiterhin gute Nachfrage aus dem Segment Automotive an der nahezu alle Produktgruppen beteiligt waren. Der Geschäftsbereich ist überwiegend im deutschen Markt tätig.

Die Entwicklung des Auftragseingangs aus dem Ausland verlief im Berichtsjahr günstiger als dies im Inlandsgeschäft der Fall war. Der Auftragseingang beim Auslandsgeschäft betrug 1.806 Mio. €, so dass im Vorjahresvergleich ein Zuwachs in Höhe von 33 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.358 Mio. € zu Buche schlug. Insgesamt stieg der Auslandsanteil an den Bestellungen von 46 % im Vorjahr auf 53 % im Berichtsjahr.

Für diese Entwicklung insbesondere verantwortlich war der Geschäftsverlauf in der Division Energietechnik-Systeme, wo der Bestelleingang aus dem Ausland ausgesprochen deutlich anstieg. Unverändert zählten im Berichtsjahr der arabische Raum und Afrika, aber auch Europa, zu den auftragsstärksten Exportregionen. Vor allem im Geschäftsbereich Schaltanlagen konnten im Berichtsjahr einige Großaufträge aus dem Ausland als Auftragseingang gebucht werden, woraus ein starker Anstieg gegenüber Vorjahr resultierte. Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete auch der Geschäftsbereich Elektrische Netze - insbesondere durch die Buchung einiger Großaufträge sowie von Nachträgen zu Großaufträgen. Im Exportgeschäft des Geschäftsbereichs Stromerzeugung wurde im Berichtsjahr nur ein leichter Zuwachs erzielt, der den Rückgang im Inlandsgeschäft nicht kompensieren konnte. Das Auslandsgeschäft des Geschäftsbereichs Automation und Kommunikation und das Exportvolumen im Geschäftsbereich Software verliefen leicht rückläufig.

Vergleichbar zum Inlandsgeschäft der Division Energietechnik-Produkte sind die Auftragseingänge aus dem Ausland kräftig, nämlich um 11 %, gestiegen. Dabei entwickelte sich im Berichtsjahr insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland für Produkte des Geschäftsbereichs Hochspannungsprodukte sehr erfreulich. Einen deutlichen Zuwachs im Exportvolumen konnte auch der Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte verzeichnen. Der Auftragseingang von ausländischen Kunden verbesserte sich im Vorjahresvergleich auch im Geschäftsbereich Transformatoren, wenngleich nicht im selben Umfang wie bei Mittelspannungs- und Hochspannungsprodukten. Das Service-Geschäft im Ausland konnte eine positive Entwicklung verzeichnen.

Mit einem Zuwachs von 2 % im Vorjahresvergleich konnte das Exportgeschäft der Division Niederspannungsprodukte weiter ausgebaut werden. Ein Großteil dieser Entwicklung resultierte aus dem Geschäftsverlauf der ABB Stotz-Kontakt GmbH. Die Zuwächse im Export konnten hierbei die bereits geschilderte Entwicklung im Inland noch übertreffen. Auch der Auftragseingang der Busch-Jaeger Elektro GmbH auf Auslandsmärkten verzeichnete einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Ein bedeutender Wachstumsmarkt waren im Berichtsjahr insbesondere die Vereinigten Arabischen Emirate. In den wichtigen Kernmärkten Niederlande und Österreich konnte die Marktführerschaft gehalten werden. Der gezielte Ausbau des Exports wird auch in den kommenden Jahren ein Kernpunkt der Unternehmensstrategie der Busch-Jaeger Elektro GmbH bleiben. Wie im Inland ist ein Teil des Zuwachses darüber hinaus durch die erstmalige Berücksichtigung der ABB Kaufel GmbH und der PMA Deutschland GmbH verursacht. Der Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen in der ABB Automation Products GmbH übertraf beim Auslandsgeschäft den Vorjahreswert leicht, insgesamt ist das Exportgeschäft für diesen Geschäftsbereich aber nur von untergeordneter Bedeutung. Das Auslandsgeschäft der ABB Striebel & John GmbH & Co. KG musste im Berichtsjahr dagegen einen Rückgang hinnehmen, der insbesondere aus der politischen Lage in Russland und der damit verbundenen Schwäche der russischen Währung resultierte.

Die Division Prozessautomation erzielte im Berichtsjahr einen deutlichen Zuwachs von 39 % im Exportgeschäft. Den Großteil des Anstiegs beim Auftragseingang von Kunden aus dem Ausland realisierte der Geschäftsbereich Process Industries, der im Vorjahr noch Teil des Geschäftsbereichs Industry Solutions war. Im Berichtsjahr war eine spürbare Abnahme der kundenseitigen Investitionszurückhaltung vergangener Jahre festzustellen. Durch die Hereinnahme größerer Projekte, beispielsweise aus Algerien und Chile, stieg der Auslandsanteil am Auftragseingang deutlich an. Im Geschäftsbereich Measurement & Analytics verlief das Auslandsgeschäft, wie auch das Geschäft in Deutschland, im Berichtsjahr nahezu konstant. Durch den niedrigen Ölpreis und die Finanzkrise in China fiel die Auslandsnachfrage aber schwächer als erwartet aus. Der Geschäftsbereich Control Technologies, der im Inlandsgeschäft einen leichten Zuwachs buchen konnte, blieb im Exportbereich hinter den Vorjahreswerten zurück. Allerdings ist der Vorjahresvergleich wegen der Neuzuordnung des Geschäftsvolumens durch den globalen Geschäftsbereich nur eingeschränkt möglich.

Das Exportgeschäft der Division Industrieautomation und Antriebe konnte im Berichtsjahr um 17 % gegenüber dem Vorjahresniveau zulegen. Die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Drives, Motors & Power Conversion der ABB Automation Products GmbH verlief dabei nahezu konstant. Aufgrund der guten Entwicklung im Inland ging der Auslandsanteil zurück. Einen ordentlichen Zuwachs erzielte der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH im Exportgeschäft, wobei der Geschäftsbereich unverändert überwiegend auf dem deutschen Markt tätig ist. Auftragseingänge außerhalb Deutschlands waren hauptsächlich im Systemgeschäft zu verzeichnen.

Anstieg des Umsatzes - Inlandsanteil gestiegen

Im Berichtsjahr belief sich der Umsatz auf 3.295 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr, wo der Umsatz bei 2.975 Mio. € lag, bedeutet dies einen Anstieg der Erlöse von insgesamt 320 Mio. € bzw. um 11 %.

Unsere Einschätzung aus dem Vorjahr, die von einem leicht steigenden Marktvolumen mit entsprechend positiven Auswirkungen auf das eigene Geschäftsvolumen ausging, hat sich damit erfüllt.

Im Inlandsgeschäft beliefen sich die Umsatzerlöse auf 1.796 Mio. €, womit sie um 321 Mio. € bzw. um 22 % über den Umsatzerlösen des Vorjahres in Höhe von 1.475 Mio. € lagen. Der Export dagegen verblieb konstant - die Exporterlöse reduzierten sich von 1.500 Mio. € um 1 Mio. € auf 1.499 Mio. €. Der Anteil des Inlandsgeschäfts stieg aufgrund dieser Entwicklung deutlich an, wohingegen die Exportquote im Berichtsjahr von 50 % auf 45 % sank.

Haupteinfluss auf den Anstieg des Inlandsanteils hatte die Division Energietechnik-Systeme. Während das Volumen auf dem deutschen Markt ausgesprochen deutlich über dem Vorjahreswert lag, gingen die Exporterlöse im Vergleich zum Vorjahr stark zurück. Das Umsatzvolumen lag im Berichtsjahr aber insgesamt immer noch deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Erhöhung der Umsatzerlöse ist hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Elektrische Netze zurückzuführen. Durch die Endabrechnung diverser Großprojekte - hauptsächlich im Inland - übertraf das Umsatzvolumen im Berichtsjahr den Vorjahreswert sehr. Im Geschäftsbereich Automation und Kommunikation lag der Umsatz im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau; hauptsächlich Projekte aus Europa konnten endabgerechnet werden. Eine rückläufige Entwicklung der Umsatzerlöse aufgrund fehlender Großprojekte war im Geschäftsbereich Stromerzeugung zu verzeichnen. Auch im Geschäftsbereich Schaltanlagen lag der Umsatz im Berichtsjahr insgesamt unter dem Vorjahreswert. Aufgrund eines fehlenden Auftragsbestands aus den Vorjahren lag der Umsatz im Bereich Software erheblich unter dem Vorjahreswert.

Wie beim Auftragseingang stieg der Umsatz der Division Energietechnik-Produkte im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl das inländische Umsatzvolumen wie auch die Exporterlöse konnten im Berichtsjahr gesteigert werden, wobei dem Export wesentlich höhere Zuwächse gelangen. Im Geschäftsbereich Transformatoren gelang die Steigerung des Abrechnungsvolumens sowohl bei Aufträgen mit deutschen Kunden, wie auch im Exportgeschäft gleichermaßen deutlich. Ebenfalls eine deutliche Steigerung im Exportvolumen gelang dem Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte.

Die Vorjahreswerte beim Export konnten im Berichtsjahr signifikant übertroffen werden. Der Umsatz mit inländischen Kunden ging hingegen zurück, so dass der Zuwachs insgesamt nicht ganz so hoch ausfiel. Im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte konnte ein spürbarer Anstieg der Umsätze im Ausland erreicht werden. Im Inlandsgeschäft dieses Geschäftsbereichs hingegen war ein geringer Rückgang der Umsatzerlöse zu verzeichnen, wobei in Summe aber eine Erhöhung der Umsatzerlöse verblieb.

Die Umsatzerlöse in der Division Niederspannungsprodukte konnten im Vergleich zum Vorjahr einen spürbaren Zuwachs erfahren. Hauptsächlich die Inlandsumsätze, aber auch die Exporterlöse steigerten sich im Berichtsjahr. Wie schon beim Auftragseingang erläutert, trägt die erstmalige Berücksichtigung der ABB Kaufel GmbH und der PMA Deutschland GmbH einen Teil zu dieser Entwicklung bei. Aber das Geschäft mit Niederspannungsprodukten profitierte überwiegend von der positiven Entwicklung seiner Märkte. Wachstum im Umsatz erzielte die Busch-Jaeger Elektro GmbH insbesondere auf dem Inlandsmarkt aufgrund gestiegener Gebäudeinvestitionen. Und auch in verschiedenen Auslandsmärkten konnten Zuwächse erzielt und Markführerschaften behauptet werden. Ein Anstieg der Umsatzerlöse war auch bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH zu verzeichnen. Ein Wachstum konnte sowohl im Inland, als auch im Ausland erreicht werden, wobei der Exportzuwachs deutlicher ausfiel. Die Umsatzsteigerungen betrafen alle Segmente: Installation, Schaltanlagenbau und Maschinenbau bzw. das Geschäft mit OEM. Uneinheitlich verlief der Umsatz im Berichtsjahr für die ABB Striebel & John GmbH & Co. KG. Zuwächsen im Inlandsgeschäft standen Rückgänge im Export gegenüber, wobei aber insgesamt ein Rückgang der Umsatzerlöse entstand. Der überwiegend im Neuanlagen- und Servicegeschäft auf dem Inlandsmarkt tätige Geschäftsbereich Niederspannungsschaltanlagen der ABB Automation Products GmbH erreichte insgesamt die Umsatzzahlen des Vorjahres nicht, teilweise auch dadurch bedingt, dass die Endabrechnung eines größeren Kraftwerksprojekts noch aussteht.

In der Division Prozessautomation entwickelten sich die Umsatzerlöse im Berichtsjahr deutlich nach oben. Dies gilt für die Umsätze im Export, wie auch in noch stärkerem Ausmaß für die Umsatzerlöse im Inland. In den Geschäftsbereichen Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals, die im Vorjahr noch zusammengefasst den Geschäftsbereich Industry Solution bildeten, fiel der Anstieg beim Umsatz sehr deutlich aus und verteilte sich auf Inland und Ausland gleichermaßen. Dies hängt im Geschäftsbereich Process Industries insbesondere mit der Endabrechnung von Großprojekten aus den vergangenen Jahren zusammen. Der Geschäftsbereich Full Service hatte im Berichtsjahr einen deutlichen Umsatzzuwachs zu verzeichnen. Der Umsatz stammte dabei primär aus der Abwicklung des langfristigen Auftragsbestands am Standort Bobingen, da ein Teil des Geschäftsbereichs Full Service bereits Ende 2014 aus dem Portfolio der ABB ausgeschieden war. Der Geschäftsbereich Measurement & Analytics hatte leichte Umsatzzuwächse mit nahezu unverändert hohem Auslandsanteil. Im Geschäftsbereich Turbocharging konnte das Gesamtgeschäft aufgrund des starken Schiffsmarktes die Erwartungen übertreffen -Zuwächse bei den Umsatzerlösen wurden im Inland und im Export erzielt. Auch der Geschäftsbereich Marine & Ports lag beim Umsatz gesamthaft über den Erlösen des Vorjahres. Der Geschäftsbereich Control Technologies hingegen konnte das Umsatzvolumen des Vorjahres nicht erreichen, wobei die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr aufgrund der Neuzuordnung von Geschäftsvolumen durch den globalen Geschäftsbereich nur eingeschränkt möglich ist.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse verlief für die Division Industrieautomation und Antriebe im Berichtsjahr insgesamt leicht rückläufig. Während im Inland ein geringer Zuwachs erreicht werden konnte, gingen die Exporterlöse leicht zurück. Der Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion der ABB Automation Products GmbH konnte im Inlandsgeschäft und auch im Export das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen. Der bessere Auftragseingang konnte sich im Umsatz noch nicht niederschlagen. Der Exportanteil ging dabei leicht zurück. Der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH erzielte Zuwächse im Inlandsgeschäft und beim Export, wobei aber auch hier der Exportanteil zurückging. Der Umsatzzuwachs ist überwiegend durch die Endabrechnung von Projekten bedingt.

Der Auftragsbestand zum Ende des Berichtsjahres betrug 4.619 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 4.552 Mio. € stieg der Auftragsbestand um 67 Mio. € bzw. um 1,5 % an. Den weitaus größten Auftragsbestand wies die Division Energietechnik-Systeme auf. Rechnerisch deckt der Bestand an Aufträgen zum Ende des Berichtsjahres ein Umsatzvolumen von rund 17 Monaten ab.

Deutlicher Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war im Berichtsjahr ausgeglichen und lag damit um rund 191 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 191 Mio. €.

Das Ergebnis war dabei stark belastet durch Restrukturierungskosten und zugehörige Aufwendungen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich.

Die Maßnahmen sind eingebettet in die zweite Stufe der Next-Level-Strategie des ABB-Konzerns mit dem Ziel, Geschäftsprozesse zu gestalten, die noch fokussierter an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet sind. Die Schwerpunktbereiche sind dabei profitables Wachstum, konsequente Umsetzung und bereichsübergreifende Zusammenarbeit.

Das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte operative Ergebnis betrug im Berichtsjahr 98 Mio. € und lag damit um 139 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 237 Mio. €.

Während im Vorjahr das Ergebnis nicht unwesentlich durch die gute Verzinsung des für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögens positiv beeinflusst wurde, war im Berichtsjahr eine negative Rendite dieses Deckungsvermögens zu verzeichnen. Zudem war das Ergebnis im Berichtsjahr durch einen erheblichen Anstieg der Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen belastet, da sich der für die Pensionsrückstellungsermittlung anzuwendende Diskontierungssatz von 4,58 % im Vorjahr auf 3,94 % zum Ende des Berichtsjahres vermindert hat. Wir verweisen diesbezüglich auf Ziffer 29 des Konzernanhangs.

Insgesamt hat sich die Einschätzung einer leicht positiven Entwicklung unseres Ergebnisses aus dem Vorjahr insbesondere aufgrund der vorgenannten Sondereffekte damit nicht erfüllt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel in der Division Energietechnik-Systeme für das Berichtsjahr deutlich schlechter als im Vorjahr aus. Unverändert sind rückläufige Projektmargen in einem schwierigen Wettbewerbs- und Marktumfeld als Hauptursache hierfür zu nennen. Vor allem im Geschäftsbereich Stromerzeugung verschlechterte sich das Ergebnis deutlich und fiel zum Ende des Berichtsjahres negativ aus. Zu den geschilderten rückläufigen Umsatzerlösen aufgrund fehlender Großaufträge kam eine weitere Verschlechterung der Projektmargen hinzu. Eine Ergebnisverschlechterung war auch im Geschäftsbereich Schaltanlagen zu verzeichnen. Verursacht wurde dies sowohl durch einen geringen Auftragsbestand aus den Vorjahren, als auch durch niedrigere Margen in den Projekten. Nur leicht verschlechtert hat sich das Ergebnis im Geschäftsbereich Elektrische Netze. Ein leicht negatives Ergebnis zum Ende des Berichtsjahres erreichte der Geschäftsbereich Software, wobei dies im Vorjahresvergleich gleichwohl eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation darstellt. Ein stabiles, positives Ergebnis trug der Geschäftsbereich Automation und Kommunikation bei.

In der Division Energietechnik-Produkte wurde das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus dem Vorjahr deutlich verfehlt. Zwar machte sich die erfolgreiche Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen bereits positiv bemerkbar. Trotzdem blieb das Ergebnis in einzelnen Geschäftsbereichen hinter den Erwartungen zurück und war zudem durch Restrukturierungsaufwendungen belastet. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Mittelspannungsprodukte fiel leicht schlechter als im Vorjahr aus, lag aber immer noch auf einem zufriedenstellenden, positiven Niveau. Negativ fielen die Ergebnisse in den Geschäftsbereichen Transformatoren und Hochspannungsprodukte aus. Im Geschäftsbereich Hochspannungsprodukte blieb das Ergebnis auch deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück. Die Ergebnisse im Geschäftsbereich Transformatoren lagen leicht hinter den Vorjahreswerten zurück und waren stark durch Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Insbesondere aufgrund der Steigerungen beim Umsatzvolumen konnte die Division Niederspannungsprodukte eine Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr erzielen. Eine erneute Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte insbesondere die ABB Stotz-Kontakt GmbH. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf das höhere Umsatzvolumen zurückzuführen. Auch Währungseinflüsse beeinflussten das Ergebnis positiv. Dazu kamen positive Sondereffekte durch die konzerninterne Übertragung von Technologie und durch die Erstattung von Forschungsaufwendungen. Die Busch-Jaeger Elektro GmbH konnte das hohe Ergebnisniveau der Vorjahre erneut leicht übertreffen. Trotz des geringeren Umsatzvolumens konnte die ABB Striebel & John GmbH & Co. KG das Ergebnis deutlich verbessern. Haupteinflussgrößen waren ein positiver Mix der Vertriebskanäle, eine gute Preisdurchsetzung und eine weiterhin hohe Disziplin bei den eingeleiteten Einsparmaßnahmen. Das Ergebnis des in der ABB Automation Products GmbH angesiedelten Geschäftsbereichs Niederspannungsschaltanlagen verbesserte sich ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Trotz deutlich gestiegener Umsatzerlöse fiel das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr in der Division Prozessautomation deutlich schlechter als im Vorjahr aus. Insbesondere der Geschäftsbereich Measurement & Analytics blieb hinter den Erwartungen zurück. Während das Geschäftsvolumen in Inland und Ausland nahezu konstant verlief, konnte das Ergebnis im Berichtsjahr die guten Vorjahreswerte nicht erreichen und fiel insgesamt negativ aus. Gegenläufig hat sich das Ergebnis der Geschäftsbereiche Process Industries sowie Oil, Gas & Chemicals, die im Vorjahr beide im Geschäftsbereich Industry Solutions zusammengefasst waren, insgesamt verbessert. Das Ergebnis im Geschäftsbereich Control Technologies fiel positiv und besser als im Vorjahr aus. Auch das Ergebnis im Geschäftsbereich Turbocharging fiel - aufgrund des günstigen Geschäftsverlaufs bei Auftragseingang und Umsatz - positiv aus, konnte das Vorjahresniveau aber nicht erreichen.

Die Division Industrieautomation und Antriebe konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres insgesamt nicht erreichen. Belastet wurde das Ergebnis der Division durch den bereits genannten Rückgang der Umsatzerlöse sowie durch einen deutlichen Anstieg an Restrukturierungsaufwendungen, die für diese Division anfielen. Innerhalb der Division gilt dies insbesondere für den Geschäftsbereich Drives, Motors & Power Conversion der ABB Automation Products GmbH. Der Geschäftsbereich Robotics der ABB Automation GmbH hingegen profitierte von einem Zuwachs an Umsatzerlösen und konnte sein operatives Ergebnis erneut verbessern.

Mit Wirkung zum 01. Januar 2011 wurde zwischen der ABB AG, Mannheim, und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, so dass das Jahresergebnis der konsolidierten Gesellschaften, mit denen ebenfalls ein solcher Gewinnabführungsvertrag besteht, von der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, übernommen wird. Vor Abführung des Ergebnisses ergab sich im Berichtsjahr für den Konsolidierungskreis ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von - 5 Mio. €, das um 139 Mio. € unter dem Ergebnis nach Steuern des Vorjahres in Höhe von 134 Mio. € lag.

Ergebnisrechnung

in Mio. € 2015 % 2014 %
Umsatz 3.295 2.975
Gesamtleistung 3.527 100 3.057 100
Materialaufwand - 1.762 - 50 - 1.421 - 46
Personalaufwand - 815 - 23 - 780 - 26
Übrige Aufwendungen und Erträge - 950 - 27 - 665 - 22
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - - 191 6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - - - 14 -
Steuerumlage durch die Muttergesellschaft - 5 - - 43 - 2
Jahresfehlbetrag / -Überschuss vor Ergebnisübernahme - 5 - 134 4
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft - 18 - 1 - 81 - 2
Jahresfehlbetrag / -überschuss nach Ergebnisübernahme - 23 - 1 53 2

Bilanzsumme leicht rückläufig

Die Bilanzsumme des Konsolidierungskreises verminderte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von 2.102 Mio. € um 90 Mio. € auf insgesamt 2.012 Mio. €.

Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig um 3 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 60 Mio. € und lagen damit um 13 Mio. € über den diesbezüglichen Abschreibungen. Unter Berücksichtigung der Anlagenabgänge ergab sich ein Anstieg des Sachanlagevermögens um 8 Mio. €.

Das Nettovorratsvermögen verminderte sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 54 Mio. €, wobei dieser Rückgang durch einen Anstieg der Bruttovorräte gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 146 Mio. € einerseits, und einen Anstieg der Fortschrittszahlungen in Höhe von 200 Mio. € andererseits zu erklären ist. Sowohl der Anstieg der Bruttovorräte als auch der Anstieg der Fortschrittszahlungen stehen im Zusammenhang mit der Anarbeitung verschiedener Großprojekte, für welche die Kundenanzahlungen an andere, nicht konsolidierte ABB-Einheiten weiterzuleiten waren.

Bilanz

Aktiva in Mio. € 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Anlagevermögen 342 17 339 16
Vorräte 2.877 2.731
/. verrechnete Kundenanzahlungen - 2.204 - 2.004
673 33 727 35
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445 22 425 20
Sonstige Aktiva 133 7 220 10
Flüssige Mittel 419 21 391 19
Summe Aktiva 2.012 100 2.102 100
Passiva in Mio. € 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Eigenkapital 626 31 668 32
Rückstellungen für Pensionen 106 5 68 3
Übrige Rückstellungen 576 29 539 26
Erhaltene Anzahlungen 410 20 488 23
Andere Verbindlichkeiten 294 15 339 16
Summe Passiva 2.012 100 2.102 100

Die mit dem für Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen verrechneten Pensionsrückstellungen lagen aufgrund einer weiteren Absenkung des anzuwendenden Diskontierungssatzes um 49 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung von Pensions- / Altersteilzeitverpflichtungen und Deckungsvermögen hat sich von 121 Mio. € um rund 83 Mio. € auf 38 Mio. € reduziert, was in erster Linie auf eine negative Rendite des reservierten Deckungsvermögens während des Berichtsjahres zurückzuführen ist. Nach Berücksichtigung der nicht verrechneten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 106 Mio. € verbleibt insgesamt eine Unterdeckung im Umfang von 68 Mio. €.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um rund 45 Mio. € erklärt sich in erster Linie aus der Neubildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um 18 Mio. € erhöht, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rund 59 Mio. € vermindert haben, was vor dem Hintergrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrags zu sehen ist. Auf der Grundlage dieses Vertrags werden der Großteil des im Konsolidierungskreis erwirtschafteten Ergebnisses sowie eine auf dieses Ergebnis entfallende Steuerumlage an die zuletzt genannte Gesellschaft abgeführt. Während sich der abzuführende Betrag im Vorjahr auf insgesamt 124 Mio. € belief, beläuft sich die Abführungsverpflichtung des Berichtsjahres auf insgesamt 23 Mio. €, so dass sich der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weitgehend aus diesem Sachverhalt erklärt.

Das Konzerneigenkapital hat sich im Wesentlichen um den Jahresfehlbetrag in Höhe von 23 Mio. € auf 626 Mio. € reduziert, wobei der Jahresfehlbetrag aus den Ergebnissen solcher Konzerngesellschaften resultiert, deren Ergebnisse nicht über einen Gewinnabführungsvertrag an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt werden. Des Weiteren beinhaltet der Jahresfehlbetrag die ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen - insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte. Ferner ergab sich eine Verminderung der Gewinnrücklagen aus der Einbeziehung der im Berichtsjahr erworbenen Anteile (49 %) der Einheiten der ABB Striebel & John-Gruppe.

Unter Berücksichtigung der rückläufigen Bilanzsumme ergibt sich ein Rückgang der Eigenkapitalquote von 32 % im Vorjahr auf 31 % zum Ende des Berichtsjahres.

Bruttoliquidität mit leichtem Zuwachs - Nettoliquidität deutlich über Vorjahresniveau

Die Bruttoliquidität - definiert als Summe aus flüssigen Mitteln und Mittelanlagen bei Gesellschaften der ABB Ltd, Zürich / Schweiz - lag zum Ende des Berichtsjahres mit 419 Mio. € um 28 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der um 38 Mio. € verminderten konzerninternen Kreditaufnahmen (ohne Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung für 2015) ergab sich ein Anstieg der Nettoliquidität um 66 Mio. €.

Die Entwicklung der Bruttoliquidität ist maßgeblich durch den zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, geschlossenen Gewinnabführungsvertrag beeinflusst, auf Basis dessen das Vorjahresergebnis inklusive Steuerumlage in Höhe von rund 124 Mio. € zu Beginn des Berichtsjahres an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, abgeführt wurde.

Positiv wirkte sich hingegen der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit aus, der mit 162 Mio. € nur leicht unter dem Cash Flow des Vorjahres in Höhe von 171 Mio. € lag.

Die Ausgaben für Investitionen in Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 60 Mio. €, wobei auch im Berichtsjahr der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den produzierenden Einheiten der Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Dazu kamen Ausgaben im Zusammenhang mit dem Erwerb der ABB gomtec GmbH, Seefeld, sowie für die Erhöhung der Anteile von 51 % auf 100 % an unseren Tochtergesellschaften ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, sowie ABB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Sasbach, in Höhe von 38 Mio. €.

Unter weiterer Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens und des zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen dienenden Deckungsvermögens ergibt sich eine Erhöhung der Bruttoliquidität um 28 Mio. €.

ATraCt: Switch - Change – Assignment

Der demografische Wandel führt zu einem gravierenden Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und zum immer stärker werdenden Kampf um die besten Fach- und Führungskräfte am Markt. Hinzu kommt der rasante technologische Wandel, der Veränderungen innerhalb der ABB erfordert.

Vor diesem Hintergrund verfolgt ABB langfristig das Ziel, vom Arbeitsplatzverlust bedrohte Mitarbeiter weiterhin im Unternehmen zu halten und ihnen einen neuen Arbeitsplatz innerhalb der ABB anbieten zu können. Um diesem Ziel gerecht zu werden, wurde die Ende des Jahres 2013 eingeführte Initiative „Stay, Switch, Change & Go" im Berichtsjahr durch die Implementierung der Einheit „ATraCt" weiter verstetigt. ATraCt bietet als interner Dienstleister unterschiedliche Veränderungs- und Entwicklungsperspektiven für Mitarbeiter innerhalb der deutschen ABB, die von betrieblichen Änderungen - beispielsweise Restrukturierungen - betroffen sind, aus der Elternzeit oder einem internationalen Arbeitseinsatz zu ABB Deutschland zurückkehren oder sich aus persönlicher Motivation weiterentwickeln möchten. Im Jahr 2015 konnten mehr als 60 vom Abbau betroffene Mitarbeiter intern auf eine neue Stelle vermittelt werden.

Damit stellt ABB in Deutschland unter Beweis, dass das Unternehmen der sozialen Verantwortung im Sinne eines beschäftigtenfreundlichen Unternehmens gerecht wird und interne Versetzungen sowie die soziale Absicherung Vorrang vor Abbau haben.

Selbstverständnis und Vision der Personalarbeit

Die Personalarbeit der ABB in Deutschland orientiert sich an den Kernaufgaben im Unternehmen: Dem bedarfsgerechten Finden, Binden und Entwickeln von Beschäftigten. Im Fokus stehen dabei die Themen Kultur und Führung, ohne die eine nachhaltige Verankerung der Botschaften und Maßnahmen im Unternehmen nicht gelingt. Die Angebote und Maßnahmen lassen sich unter anderem den nachfolgenden Handlungsfeldern zuordnen:

Bewerber: Begeistern und Anziehen
Nachwuchs: Ausbilden und Fördern
Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern
Gesundheit: Schützen und Vorsorgen
Wissen: Erhalten und Teilen
Potenziale: Erkennen und Entfalten
Engagement und Ideen: Kennen und Wertschätzen

Den Schlüssel zum Erfolg bildet das Leitbild „Erfolgreich führen - Führen zum Erfolg". Es handelt sich dabei um einen ganzheitlichen und unternehmensweiten Ansatz, der bestehende Prozessabläufe und Instrumente zum Thema Führung verzahnt und in den kommenden Jahren das Führungshandeln bei ABB entscheidend und nachhaltig prägen soll. Dies setzt die dauerhafte Auseinandersetzung mit allen führungsrelevanten Themen voraus. Im Kern handelt es sich dabei um die Themenfelder „Strategie", „Organisation" und „Mensch". Nichts prägt menschliches Erleben und Verhalten in Organisationen so sehr, wie die persönlichen und direkten Impulse einer Führungskraft.

Während der Fokus im Jahr 2014 darauf lag, das Konzept „Erfolgreich führen -Führen zum Erfolg" ins Leben zu rufen, stand das Jahr 2015 im Zeichen der nachhaltigen Verankerung des Ansatzes in der Unternehmenskultur. Der Ansatz umfasst unter anderem die drei jährlich wiederkehrenden Führungselemente Ziel-Dialog, Standortbestimmung und PDA-Prozess. Insbesondere die Standortbestimmung, idealerweise im Dialog zwischen Führungskraft und HR-Business-Partner, stand 2015 im Fokus. Sie hilft dabei, ein klares und ganzheitliches Bild von der aktuellen Situation zu bekommen und notwendige Maßnahmen zur Entwicklung abzuleiten: Für die Organisationseinheit und für die Führungskraft selbst. Insbesondere im Hinblick auf die Next-Level-Strategie unterstützt das Instrument der Standortbestimmung die Führungskräfte dabei, die definierten Ziele zu erreichen und die Strategie umzusetzen.

Vielfalt erkennen - Vielfalt leben

Das Erkennen der Vielfalt der eigenen Beschäftigten ist die Grundvoraussetzung für Übernahme von Verantwortung im Rahmen der sogenannten Corporate Social Responsibility. Vielfalt bedeutet, dass es viele Gruppen gibt, die sich durch verschiedene Merkmale auszeichnen, wie beispielsweise Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Um insbesondere auch die Führungskräfte für ihre Rolle und Verantwortung zu sensibilisieren, fand Mitte 2015 im Rahmen der Special-Olympics-Landesspiele in Paderborn, ein spezielles Führungskräfte-Training statt. Unsicherheiten beim Umgang mit einer neuen Zielgruppe abzubauen, die Fähigkeit zur Selbstreflexion zu optimieren und für das Thema Vielfalt im Unternehmen zu sensibilisieren - dies sind die zentralen Zielsetzungen, die mit Durchführung des speziellen Führungstrainings verfolgt wurden. Im Rahmen der Winterspiele von Special Olympics Deutschland im März 2015 engagierten sich rund 100 ABB-Mitarbeiter aus 20 verschiedenen Standorten als freiwillige Helfer und leisteten somit ihren persönlichen Beitrag zur Inklusion.

Im Jahr 2015 hat die deutsche ABB ihre Aktivitäten zur Förderung der Inklusion von Menschen mit geistiger Behinderung weiter ausgeweitet: Im zweiten Quartal 2015 hat ABB mit der Lebenshilfe Mannheim eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die Lebenshilfe Mannheim setzt sich nicht nur für die Betreuung von geistig behinderten Menschen ein, sondern steht auch für Inklusion, Vielfalt und Nachhaltigkeit. So haben bereits erste Aktivitäten stattgefunden, um die Kooperation zu verankern, beispielweise erste Auftritte eines inklusiven Chors sowie gemeinsames Training einer inklusiven Fußballmannschaft. Langfristiges Ziel ist es, eine Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei ABB zu ermöglichen.

Auch die gegenwärtige Flüchtlingssituation in Deutschland beschäftigt die deutsche ABB. Ende 2015 hat ABB festgelegt, in den drei Bereichen „Soziales Engagement" (z. B. Infrastrukturmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften, gemeinsame Ausflüge mit Flüchtlingen, Sprachförderung), „Spenden und Sponsoring" (z. B. finanzielle Unterstützung von Aktionen, Verkaufs- und Spendenaktionen an verschiedenen ABB-Standorten) und „Ausbildung und Beschäftigung" (z. B. Angebote zur Berufsorientierung und Qualifizierung, Schaffung von Praktikums- oder Ausbildungsplätzen in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit) zu unterstützen. Die Maßnahmen werden in enger Abstimmung und Kooperation mit den Kommunen geplant und umgesetzt.

Weiterhin haben im Berichtsjahr Programme wie Girlsatec oder FEMTEC zu einer integrativen und vielfältigen Kultur beigetragen - durch Girlsatec wird das Interesse von Schülerinnen für technikorientierte Berufe gefördert. Mithilfe von FEMTEC konnten 2015 drei weibliche Nachwuchskräfte bei ABB eingestellt werden.

Bewerber: Begeistern und Anziehen

Bedingt durch den demografischen Wandel werden ABB in Deutschland bis 2020 rund 12 % der Beschäftigten verlassen. Auf der Grundlage einer strategischen und nachhaltigen Personalplanung werden daher proaktiv Maßnahmen zur Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs eingeleitet. Dies heißt auch, neue und kreative Wege der Personalgewinnung zu gehen.

Im Hinblick auf den überdimensional wachsenden Markt an Online-Employer-Branding-Möglichkeiten und Sozialen Netzwerken zielt ABB darauf ab, sich in geeigneter Form online zu präsentieren und sich als attraktiver Arbeitgeber bekannt zu machen. Hierzu startete 2015 eine Analyse und Bewertung der vorhandenen Plattformen, um sich gezielter in sozialen Netzwerken und sonstigen Plattformen platzieren zu können.

Im Sinne einer abgestimmten und bereichsübergreifenden Marktbearbeitung wurde das Projekt „Regionales HR-Marketing" im Jahr 2015 weiter forciert. Durch die Vernetzung diverser Akteure aus den Bereichen Ausbildung, Forschung und Entwicklung, Vertrieb, HR und Marketing bzw. Kommunikation sollen Synergieeffekte genutzt und eine höhere Sichtbarkeit am Bewerbermarkt erreicht werden. Hierzu wurde eine gesamthafte Übersicht von regionalen Maßnahmen und Aktivitäten erstellt und etabliert.

Durch das Projekt „Nachwuchswerbung mit System" soll der Aktivitätenvielfalt bei ABB rund um die Nachwuchswerbung ein stimmiges und attraktives Gesamtbild verliehen werden.

Für ein global agierendes Unternehmen wie ABB ist es außerdem von Interesse, international nach geeigneten Bewerbern in anderen Ländern zu suchen und ausländische Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Vor diesem Hintergrund konnte ABB in Deutschland im Jahr 2015 bei rund 560 Neueinstellungen 82 Mitarbeiter mit ausländischem Hintergrund gewinnen.

Nachwuchs: Ausbilden und Fördern

Die passenden Nachwuchskräfte zu finden, auszubilden und letztlich für den Berufseinstieg bei ABB zu gewinnen, ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft.

Grundsätzlich beruht die Nachwuchsförderung bei ABB auf fünf Standbeinen: der eigenen Ausbildung bzw. dem Dualen Hochschulstudium, der ganzheitlichen Kooperation mit Hochschulen, einem Bindungsprogramm für Talente, dem ABB-Traineeprogramm für Hochschulabsolventen sowie dem berufsbegleitenden Masterstudium. Im Berichtsjahr konnte bei ABB in Deutschland die Ausbildungsquote mit knapp 7 % weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Die beiden ABB-Ausbildungszentren in Heidelberg und Berlin bieten ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen an. Mit dem HR-Projekt „Ausbildung aus einer Hand" verfolgt ABB die Zielsetzung, eine flächendeckend hohe Qualität in der Ausbildung sicherzustellen - sowohl bezugnehmend auf die Ausbildungsinhalte, als auch die entsprechende Ausbildungsinfrastruktur und die verwendeten Gerätschaften. Darüber hinaus wird angestrebt, dass die „Ausbildung bei ABB" deutschlandweit über einheitliche Qualitätskriterien und Ausbildungsstandards sowie harmonisierte Prozessabläufe verfügt.

Eine weitere wichtige Zielgruppe sind Studierende. Während eines Praktikums, einer Abschlussarbeit oder einer Werkstudententätigkeit lernen sich die Studierenden und ABB im beruflichen Alltag sehr gut kennen. Die „Besten" werden für die Aufnahme in das Talent Relationship Program (TRP) empfohlen. Mit dem TRP wird aktiv eine Bindung zu den Nachwuchstalenten aufgebaut und der Berufseinstieg nach Abschluss des Studiums koordiniert. Im Berichtsjahr konnte der Bewusstseinswandel zur nachhaltigen Nachwuchsförderung weiter intensiviert werden - dies äußerte sich unter anderem in einer hohen Praktikantenquote von 5,5 %. Bei etwa 29 % der Praktikanten handelt es sich um Studierende aus dem Ausland.

Im Hinblick auf die stetig steigende Bedeutung von Internationalität wurde 2015 eine Initiative zur Förderung von internationalen Praktika gestartet, die auf die Implementierung einheitlicher Standards und Prozesse abzielt. Es soll eine Win-win-Situation erreicht werden, bei der interessierte Ländergesellschaften Praktikanten gezielt vermitteln können und auf der anderen Seite auch qualifizierte junge Talente aus dem Ausland im eigenen Land einsetzen können.

Hinzu kommt, dass das bewährte duale ABB-Ausbildungskonzept „Duales Studium" um die Komponente „Internationalität" erweitert werden soll: Ziel ist es, dass künftig mindestens eine Praxisphase in einer ausländischen ABB-Einheit stattfinden soll.

Berufs- und Privatleben: Unterstützen und Erleichtern

Den beruflichen und privaten Alltag in Balance zu bringen und zu halten, ist eine Herausforderung für die Beschäftigten, die sich negativ auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit auswirken kann. Im Rahmen der Personalarbeit ist ABB in Deutschland daher bestrebt, verschiedene Lebenssituationen mit ihren jeweiligen Bedarfen zu analysieren, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Nur so kann es gelingen, Beschäftigte aktiv und nachhaltig bei der persönlichen Vereinbarkeit zu unterstützen.

Vor diesem Hintergrund wurde 2015 die Kooperation mit dem Dienstleister für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, Care.com Europe GmbH, initiiert. Der Vertrag ist ab dem 01. Januar 2016 gültig. Mit Care.com wird das Serviceangebot für ABB-Mitarbeiter im Bereich Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ausgeweitet - im Sinne einer individuell gestaltbaren Suche nach Betreuungslösungen und sonstigen Alltagshelfern.

Das ABB-Elternnetzwerk konnte im Jahr 2015 weiter verankert werden - so fanden neun Vor-Ort-Veranstaltungen an den Standorten Mannheim und Ratingen statt. Interessierte Mitarbeiter in Mutterschutz oder Elternzeit erhalten in regelmäßigen Abständen den Newsletter „Stay in touch!", der sie über themenspezifische Inhalte und aktuelle Veranstaltungsangebote informiert, um so auch während ihrer Auszeit mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

Darüber hinaus feiert eine in der deutschen Unternehmenslandschaft in dieser Form einzigartige Einrichtung im Jahr 2016 ihr 60-jähriges Jubiläum: Seit 1956 können im ABB Kinderferienhaus in Schapbach im Schwarzwald Kinder unserer Beschäftigten ganzjährig auf Kosten des Unternehmens ihre Ferien verbringen. Eine Sozialleistung, die in den vergangenen sechs Jahrzehnten über 28.000 Kinder genutzt haben, und die gerade in der heutigen Zeit einen wichtigen Beitrag für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf leistet.

Zur Integration ausländischer Kollegen bzw. zur Unterstützung beim Knüpfen sozialer Kontakte konnte die sogenannte Ambassador-Initiative im Berichtsjahr an verschiedenen Standorten in Deutschland ausgerollt werden. 22 Botschafter an sieben ABB-Standorten in Deutschland unterstützen nun bei der Integration und stehen den ausländischen Kollegen als Ansprechpartner zur Seite.

Um die Mitarbeiterzufriedenheit stetig zu fördern und weitere Verbesserungspotenziale zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben identifizieren zu können, soll im Jahr 2016 - in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung - die „Familienfreundlichkeit" von ABB Deutschland überprüft werden.

Gesundheit: Schützen und Vorsorgen

Die Gesundheit ist ein Grundbedürfnis des Menschen und bildet die Grundlage für seine Leistungsfähigkeit. Die Gesundheit möchte ABB nicht nur schützen, sondern auch erhalten. Für ein schützendes und vorsorgendes Arbeitsumfeld sorgt das Unternehmen im Rahmen des ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Dieses ist unterteilt in die vier Bereiche Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Gesundheitsförderung.

Dass die Mitarbeiter leistungsfähig und motiviert sind und auch bleiben hängt in entscheidendem Maße von den Führungskräften ab. Wertschätzung, Anerkennung, Mitarbeiterförderung - all das sind wichtige positive Gesundheitsindikatoren, über die sich jede Führungskraft bewusst sein sollte. Daher wurden 2015 Trainings zum Thema „Gesundes Führen" sowie ein Leitfaden für Führungskräfte konzipiert, um Führungskräfte hinsichtlich der Gesundheitschancen und -risiken ihrer Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld zu sensibilisieren.

Im vergangenen Jahr wurde erstmals eine deutschlandweite und anonymisierte Befragung zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchgeführt. Insgesamt nahmen 53 % der Beschäftigten an der psychischen Gefährdungsbeurteilung teil. Die Teilnahme fand innerhalb der drei Gruppen „Ohne Führungsverantwortung", „Mit Führungsverantwortung" und „DH-Studenten und Trainees" statt. Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse und Planung von Maßnahmen auf Standortebene ist bereits durch die Standortlenkungskreise vor Ort erfolgt. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf Abteilungsebene liegt in der Verantwortung der Führungskräfte, weshalb diese Zugriff auf die Auswertungen pro Abteilung haben. Gemeinsam mit dem Team sollen so Verbesserungspotenziale erkannt und Maßnahmen zur Veränderung abgeleitet werden.

Unterstützend wurde hierfür ein spezieller Workshop zum Thema „Psychische Belastungen" aufgesetzt, um die Maßnahmenableitung durch einen neutralen und geschulten Moderator begleiten zu können. Die Ableitung von Maßnahmen zur Reduktion von psychischen Belastungen, ist Bestandteil der allgemeinen Gefährdungsbeurteilung. Im Jahr 2016 werden zudem deutschlandweite Maßnahmen zur Reduktion von Erschöpfungsgefühlen initiiert werden.

Nachdem der Prozess der Arbeitsmedizinischen Vorsorge und Eignungsuntersuchungen im Jahr 2014 überarbeitet wurde, konnten seit August 2015 alle arbeitsmedizinischen Untersuchungen zentral erfasst werden, wodurch ein Reporting für durchgeführte und anstehende arbeitsmedizinische Untersuchungen möglich wird.

Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), welches die Wiedereingliederung der Mitarbeiter nach einer Krankheit von länger als sechs Wochen (innerhalb eines Jahres) in den Betrieb koordiniert, werden ab Anfang 2016 monatliche Auswertungen und Einladungen erfolgen, um die Wiedereingliederung der betroffenen Mitarbeiter möglichst frühzeitig realisieren zu können. Denn: Eine Arbeitsunfähigkeit schnell zu überwinden, liegt sowohl im Interesse des Unternehmens, als auch der Beschäftigten.

Zur aktiven Förderung der Mitarbeitergesundheit wurden 2015 zentrale und dezentrale Gesundheitsaktionen durchgeführt, welche die Mitarbeiter zu einem eigenverantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit sensibilisieren und zur allgemeinen gesundheitlichen Aufklärung beitragen sollen.

Wissen: Erhalten und Teilen

Wissen ist für ABB ein erfolgskritischer Faktor. Es geht darum, Wissen zugänglich zu machen, zu erhalten und zu teilen. Gerade vor dem Hintergrund der stetig voranschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt schafft ABB die Rahmenbedingungen, die eine Weitergabe und Weiterentwicklung von Wissen erleichtern. Neben den strukturellen Voraussetzungen und Werkzeugen, die eine Dokumentation ermöglichen, ist eine Kultur von Bedeutung, die den Wissenstransfer priorisiert, fordert und fördert.

Der „ABB Senior Expert Service" hat genau das zum Ziel: Er bietet älteren Mitarbeitern auch nach ihrer Pensionierung die Möglichkeit, ABB weiterhin ihr Wissen für befristete Einsätze zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrung zeigt, dass beide Seiten davon profitieren. Denn jüngere Mitarbeiter lernen auch vom impliziten Wissen, d. h. dem Wissen, das nicht niedergeschrieben ist, sondern Erfahrene „in sich tragen". Seit dem Go-Live des „ABB Senior Expert Service" konnten bereits 90 Kandidaten für den Senior Expert Pool gewonnen werden. Aus dem gesamten Pool sind bzw. waren im Berichtsjahr 44 Kandidaten als Senior Experts tätig und es kamen hierdurch 50 Einsätze zustande.

Auch das Instrument einer Wissensstafette für Fachexperten unterstützt den Transfer von unternehmenskritischem Erfahrungswissen von Fachexperten an „Wissensnehmer". Es handelt sich um einen strukturierten Prozess zwischen Führungskraft, Wissensgeber und Wissensnehmer, so dass das Wissen „along the job" zielgerecht, strukturiert und rechtzeitig an einen Wissensnehmer übertragen wird. Im Jahr 2015 wurde das Instrument der Wissensstafette flächendeckend eingeführt - das Jahr 2016 steht in diesem Zusammenhang im Zeichen der nachhaltigen Verankerung dieses Instruments in der Unternehmenskultur.

Potenziale: Erkennen und Entfalten

Die Kompetenzen der Mitarbeiter sind ein wichtiger Grundstein für den Erfolg von ABB. Um als Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben und flexibel auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können, ist ABB auf Mitarbeiter angewiesen, die sich kontinuierlich weiterqualifizieren. Die berufliche Fort- und Weiterbildung stärkt die Handlungskompetenz und Motivation der Beschäftigten.

Im Rahmen der sogenannten Talent Sessions wurde seit 2014 / 2015 ein Schwerpunkt auf das People Portfolio gelegt. Neben der Weiterentwicklung von Potenzialträgern liegt der Fokus auch auf „Performern", welche ebenso in der Nachfolgeplanung berücksichtigt werden, z. B. mittels eines Job Enlargements oder der Teilnahme an einer sogenannten Short-Term-Assignment-Position.

Insbesondere bei der Auswahl von internen Kandidaten bei offenen Stellen sowie bei der individuellen Karriereberatung gewinnt das Talent Profile innerhalb des ABB-Konzerns zunehmend an Bedeutung. Durch zielgruppenspezifische Maßnahmen ist es 2015 gelungen, das Talent Profile sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht zu verbessern, welches eine wichtige Basis für die individuelle Karriereplanung und das Talent Management bei ABB insgesamt darstellt. Die verstärkte Nutzung des Talent Profiles hat mit dazu beigetragen, dass 2015 ein Großteil der Schlüsselpositionen mit internen Nachwuchskräften besetzt werden konnte.

Das jährliche PDA-Gespräch (Performance and Development Appraisal) zwischen Mitarbeiter und Führungskraft stellt einen zentralen Bestandteil des Talent Managements dar und gilt als wichtigstes Personal- und Führungsinstrument. Um die Verbindlichkeit der im PDA-Gespräch vereinbarten Qualifizierungsmaßnahmen zu erhöhen, wurden die Auswertungen der Qualifizierungsmaßnahmen 2015 weiter forciert. Die Quote der durchgeführten Qualifizierungsmaßnahmen konnte im dritten Jahr in Folge gesteigert werden. Als Vorbereitung auf den PDA-Prozess lag 2015 der Schwerpunkt der Führungskräfteschulungen auf der Steigerung der Gesamtqualität -beispielsweise durch eine aussagekräftige Eingabe der Qualifizierungsmaßnahmen im PDA-Dokument.

Im Bereich der Personalentwicklungs-Instrumente Functional Competency Development Program (FCDP) und Functional Competency Assessment (FCA) konnte im Jahr 2015 ein einheitlicher Prozessablauf zur Durchführung von allen FCDP und FCA bei ABB in Deutschland (beispielsweise Project Management, Engineering, Sales, R & D, Site Management, Finance) implementiert werden.

Engagement und Ideen: Kennen und Wertschätzen

Das persönliche Engagement und die Ideen der Beschäftigten sind wertvoll für das Unternehmen und die Gesellschaft. Um Freiräume für Kreativität und Innovation zu fördern, wurde 2015 wieder der Preis der deutschen ABB an Projekte vergeben, die sich insbesondere an den Zielen der drei strategischen Fokusbereiche „Profitables Wachstum (PIE-Modell)", „Konsequente Umsetzung" und „Bereichsübergreifende Zusammenarbeit" orientieren. Vor diesem Hintergrund gilt es, das Konzept des Ideenprogramms 2016 ganzheitlich zu überprüfen, um „Innovationen" einen noch höheren Stellenwert im Unternehmen zu verschaffen und eine Innovationskultur aufzubauen. Seit 1990 beweisen ABB-Mitarbeiter ihre Kreativität mit rund 80.700 eingereichten Ideen, aus denen bisher Einsparungen von rund 69 Mio. € resultierten.

Optimierung der HR-internen Arbeitsprozesse und –organisation

Nachdem in der Vergangenheit verschiedene Lösungsansätze eruiert wurden, um die HR-interne Organisation inklusive Tools, Prozesse und Rollen noch einmal zu beleuchten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren, konnten im Berichtsjahr die HR-Business-Partner-Einheiten vor Ort stärker gebündelt und HR-übergreifend Synergieeffekte durch eine stärkere divisionale Ausrichtung mit regionaler Aufgabenbündelung, erzeugt werden. Durch die Differenzierung der HR-Business-Partner-Rollen in den Einheiten vor Ort konnte eine klare Regelung der Rollen und Verantwortlichkeiten realisiert werden.

Für das Jahr 2016 wird der Fokus darauf liegen, die HR-Business-Partner-Einheiten vor Ort von administrativen und transaktionalen Tätigkeiten zu entlasten und in einer Shared-Services-Umgebung einzubetten. Auch 2016 gilt es weiter zu analysieren, welche HR-Produkte und HR-Services aus Kostenaspekten auch über ein „Niedriglohnland" gesteuert werden können. Diese Thematik wird ABB im Jahr 2016 weiter begleiten; insbesondere auch, um einen kontinuierlichen Ausbau des Produktportfolios der lokalen HR-Shared-Service-Center-Organisation anzustreben, der in Summe mit einer Kosteneinsparung verbunden ist.

Digitalisierung der Arbeitswelt

Das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen, in Deutschland auch unter dem Begriff „Industrie 4.0" bekannt, hat nicht nur Auswirkungen auf Fabriken und Industrieanlagen, sondern ebenso auf die Arbeitswelt und die Arbeitskräfte. Um die neuen Anforderungen, die mit dem Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen einhergehen, ganzheitlich erfolgreich umsetzen zu können, spielt der Mensch eine entscheidende Rolle. So wurde im Jahr 2015 das Projekt „Arbeiten 4.0 in Industrie 4.0" ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Anforderungen, Veränderungen und Auswirkungen im Hinblick auf diesen Themenkomplex zu erfassen. Im Berichtsjahr konnten bereits erste Arbeitspakete definiert werden. Im Jahr 2016 sollen in den Bereichen „Kompetenzen", „Aus- und Weiterbildung", „Führung" und „Arbeitsumgebung" zukünftige Kompetenzanforderungen identifiziert und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2015 hat ABB Deutschland 204 Mio. € in die Entwicklung innovativer neuer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen investiert. Das entspricht rund 6 % vom Umsatz. Etwa 10 % der gesamten Ausgaben des weltweiten ABB-Konzerns für Forschung und Entwicklung fließen in die Konzernforschung, die die technologische Grundlage für die nächste und übernächste Generation von Produkten bereitstellt. Die Aktivitäten der Konzernforschung sind in zehn Forschungsfelder gegliedert, welche die wichtigsten Technologiefelder für die ABB-Produkte abdecken.

Mit über hundert Mitarbeitern ist das deutsche Forschungszentrum in Ladenburg eines von insgesamt sieben in der globalen Struktur des ABB-Konzerns. Auf dieser Struktur basierend fokussiert sich das deutsche Forschungszentrum auf neue Technologien für die Prozessautomation, Fabrikautomation und Gebäudeautomation sowie zunehmend auf Lösungen für die Energienetze der Zukunft, die vor dem Hintergrund der Energiewende in Deutschland eine besondere Bedeutung haben. Dabei ist es Lead Center für das große Technologiefeld Software, die in allen ABB-Produkten eine immer wichtigere Rolle spielt.

Lösungen für die Gebäudeautomation, neue Formen der sicheren und effizienten Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen in der Produktion, Algorithmen für die Analyse großer Datenmengen und deren Anwendung im industriellen Umfeld, sowie die Forschung für das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen, die Zukunft der industriellen Produktion, sind die aktuellen Themenschwerpunkte des deutschen Forschungszentrums.

Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen

Seit mehr als zehn Jahren hat ABB Technologien für das Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen mit seinen Kontrollsystemen, Kommunikationslösungen, Sensoren und Software weiterentwickelt. Diese Technologien erlauben Kunden aus Industrie, Energieversorgung und Infrastruktur Daten intelligenter auszuwerten und so ihre Betriebsführung zu optimieren, die Produktivität und Flexibilität zu erhöhen. Allein für die Industrie gehen Experten davon aus, dass die Digitalisierung die Produktivität um mindestens 30 % steigern kann.

Technologien zur mobilen Kommunikation, Cloud Computing oder Big Data-Analyse sorgen dafür, dass aus dem industriellen IntRAnet, das in vielen Fabriken seit Jahren Basis für die Industrieautomatisierung ist, jetzt verstärkt ein industrielles IntERnet wird. Durchsatz und Verfügbarkeit der Anlagen können so gesteigert werden, flexiblere Produktion sorgt für eine bessere Auslastung der Anlagen und Skaleneffekte der Großserie können mit individualisierten Produkten kombiniert werden.

Nur der Dreiklang von Dingen, Dienstleistungen und Menschen kann zu einer sinnvollen Integration führen, die Vorteile für Produktivität und Effizienz mit sich bringt. Ein Paradebeispiel dafür stellt der weltweit erste kollaborative Roboter mit zwei Armen dar, den ABB seit 2015 als marktfähiges Produkt anbietet. Dieser Roboter leitet einen Paradigmenwechsel in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ein.

Erstmals können beide Hand in Hand arbeiten - ohne störende Sicherheitsmaßnahmen. ABB ist ein führendes Unternehmen in der Robotik und hatte 1974 den weltweit ersten mikroprozessorgesteuerten elektrischen Industrieroboter vorgestellt. Heute verrichten mehr als 250.000 Industrieroboter von ABB ihren Dienst, viele davon bereits mit intelligenter Fernwartung.

Effiziente Automatisierungslösungen für mehr Produktivität

Im April 2015 hat ABB die ABB gomtec GmbH übernommen und damit ihr Angebot von kollaborativen Robotern erweitert. Die ABB gomtec GmbH mit Sitz in der Nähe von München entwickelt mechatronische Systeme für Kunden in den unterschiedlichsten Branchen und greift dabei auf ihr fachübergreifendes Know-how in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Telekommunikationstechnik, Steuerungstechnik und Computertechnik zurück.

Die Technologieplattform von ABB gomtec wird ABB bei der Entwicklung einer neuen Generation von kollaborativen Robotern mit integrierten Sicherheitskomponenten unterstützen, die ohne herkömmliche Einhausungen oder Schutzgitter auskommen. Das wird die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitern. Mit der Übernahme von ABB gomtec baut ABB ihr Portfolio von Automationstechnologien für die Mensch-Roboter-Kooperation aus, das bereits YuMi® umfasst.

Dieser weltweit erste echte kollaborative Zweiarm-Industrieroboter, den ABB auf der Hannover Messe 2015 erstmals vorgestellt hat, eignet sich ideal für die Automatisierung der Kleinteilmontage. Mit dem IRB 8700 hat ABB Ende 2015 den größten ABB-Roboter aller Zeiten auf den Markt gebracht. Der neue Schwerlastroboter hat eine Handhabungskapazität von bis zu 1.000 Kilogramm und ist 25 % schneller als vergleichbare Roboter am Markt. Zu den besonderen Eigenschaften des IRB 8700 zählt das einfache Design mit wartungsarmen Hochleistungskomponenten. Jeweils ein Hochleistungsmotor und -getriebe je Achse, Gegengewichte und mechanische Federn statt störanfälligen Gasdruckfedern sorgen für einen wartungsarmen Betrieb und die niedrigsten Betriebskosten in dieser Roboterklasse. Zudem hat ABB das Portfolio mit dem SCARA-Roboter IRB 910SC um einen weiteren Robotertyp erweitert.

SCARA-Roboter (Abkürzung für engl. Selective Compliance Assembly Robot Arm) bieten vier Freiheitsgrade und sind ideal für Pick-&-Place-Aufgaben geeignet. Vom Aufbau her ähneln sie dem menschlichen Arm, da sie einen nur in horizontaler Richtung schwenkbaren Gelenkarm haben. Zum Einsatz kommen sie typischerweise bei der Kleinteilmontage, Handhabungsaufgaben sowie bei der Teileprüfung.

Ein Beispiel für den Nutzen herstellerübergreifender Technologie-Plattformen ist der „Field Information Manager" (FIM). Auf Basis des neuen Industriestandards FDI (Field Device Integration) verfügt ABB seit 2015 über eine Lösung zur Integration von Feldgeräten in der Prozessautomatisierung. FIM ermöglicht die Inbetriebnahme innerhalb weniger Minuten und bietet Zugriff auf alle benötigten Geräteinformationen.

Die Decathlon-Software von ABB steht für eine leistungsstarke und sichere Lösung, um große Datenmengen zu erfassen und zu analysieren, Berichte zu erstellen, Leitsysteme und Datenquellen zu verbinden sowie Historiendaten abzulegen, so dass rechtzeitig die richtige Information zur Verfügung steht. Decathlon Services lassen sich leicht um zusätzliche Industrie-Anwendungen erweitern, um flexibel auf Trends, Vorschriften und Normen reagieren zu können.

Zu den im vergangenen Jahr auf den Markt gebrachten intelligenten Automatisierungslösungen von ABB zählen auch Smartphone-Apps und die drahtlose Anbindung von ABB-Frequenzumrichtern. Service-Ingenieure und Montageunternehmen können mit der App „Drivebase" die installierten Geräte verwalten und den Wartungsbedarf planen. Mit ihr können sie die Antriebe registrieren, auf installierte Antriebe und die Dokumentation zugreifen sowie Service-Empfehlungen erhalten.

Dabei verwendet die App die Technologie des dynamischen QR-Tags zur Übertragung von Informationen zwischen Antrieb und Mobilgerät. Die App „Drivetune" eignet sich bei Inbetriebnahme, Störungssuche und Einstellung der Frequenzumrichter. Diese App liefert nicht nur bessere Informationen als die in der Industrie üblichen Standard-Bedienpanels, sie enthält auch einen Echtzeit-Zugriff über Bluetooth auf den Antrieb und den Cloud-basierten Internet-Service.

Innovative Lösungen für die Energiewirtschaft

Die technischen Möglichkeiten und betriebswirtschaftlichen Vorteile für Industriebetriebe durch das Internet der Dinge, Dienste und Menschen sind zunehmend eng verbunden mit energietechnischen Lösungen. Energiesystem und Industrie sind eng miteinander verknüpft. Da die Stromerzeugung wegen der erneuerbaren Energien zunehmend volatiler wird, muss auch die Industrie flexibler agieren können. Dies kann zu innovativen Geschäftsmodellen führen.

Die Industrie hat mit Abstand den größten Anteil am Stromverbrauch - im Jahr 2014 waren es in Deutschland 47 % - und ist damit auf eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Elektrizität angewiesen. Die Stromversorgung der Zukunft wird jedoch vielfältiger, fragmentierter, volatiler und überwiegend dezentraler sein. Technische und wirtschaftliche Gründe führen dazu, dass die Industrie sich an eine mehr oder weniger fluktuierende Stromversorgung anpassen muss.

ABB ist seit Jahrzehnten Weltmarktführer in der Stromübertragung und Stromverteilung. Bereits vor mehr als 60 Jahren hat ABB die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung entwickelt und seither stetig weiterentwickelt. Heute verfügt das Unternehmen über viele innovative Produkte und Systeme, die für die Energiewende entwickelt und in vielen Pilotprojekten national und international erprobt werden. Mit diesen Bausteinen und einer kompetenten Beratungsdienstleistung lassen sich bestehende traditionelle Stromversorgungssysteme Schritt für Schritt in moderne, zukunftsfähige Systeme transformieren, die verlässlich die vernetzten Industrieprozesse unterstützen, aufbauend auf dem digitalen Netz der Zukunft.

Zur Verbesserung der Energie- und Umwelteffizienz von gasisolierten Schaltanlagen (GIS), die für die Sicherheit und Verfügbarkeit moderner Netze unabdingbar sind, hat ABB eine neue Lösung für eine 170-kV-GIS entwickelt. Diese Anlage kommt durch ein neuartiges Isoliergasgemisch ohne das Treibhausgas Schwefelhexafluorid (SF6) aus. Das neue Gemisch von ABB weist ähnliche Isolationseigenschaften auf wie SF6, ist aber wesentlich umweltschonender und reduziert über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg die Schadstoffemission um 50 %. Die neue Technologie ist seit August in einem Umspannwerk des Versorgungsunternehmens „ewz" in Zürich als Pilot erstmalig im Einsatz.

Nordlink - längste HGÜ-Leitung Europas

Im März vergangenen Jahres hat ABB den Vertrag für das NordLink-Projekt unterzeichnet. NordLink spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbindung der deutschen und norwegischen Stromnetze. Im Rahmen des Projekts liefert ABB Onshore-HGÜ-Stromrichterstationen und das Kabelsystem für den deutschen Sektor und unterstützt damit den ersten Interkonnektor zwischen dem norwegischen und deutschen Stromnetz.

Die Leitung wird mit einer Trassenlänge von 623 Kilometern die längste Verbundleitung Europas für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) und soll 2020 in Betrieb gehen. NordLink wird die Einspeisung aus Wind oder Solaranlagen in Deutschland erzeugter, überschüssiger Energie in norwegische Pumpspeicherkraftwerke ermöglichen, um so die Schwankungen der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energien auszugleichen. Das erhöht die Versorgungssicherheit in beiden Ländern und unterstützt die Integration erneuerbarer Energien ins norwegische und deutsche Stromnetz. NordLink hat eine Rekordkapazität von 1.400 Megawatt und kann mehr als 3,6 Mio. deutsche Haushalte mit Strom versorgen. Der Auftrag untermauert die Technologieführerschaft von ABB im HGÜ-Sektor und umfasst auch einen fünfjährigen Servicevertrag.

ABB übernimmt die Planung, Konstruktion, Lieferung und Inbetriebnahme von zwei Konverterstationen für 525 Kilovolt (kV) und 1.400 MW, die auf der selbstgeführten (oder VSC - voltage source converter) HGÜ-Technologie basieren, die bei ABB HVDC Light genannt wird. Eine Konverterstation wird bei Tonstad in Südnorwegen errichtet, die andere in der Nähe von Wilster in Norddeutschland. Im Rahmen des Projekts wird ABB zudem ein masse-imprägniertes 525-kV-Kabelsystem planen, herstellen und im deutschen Projektgebiet verlegen, das 154 Kilometer Seekabel und 54 Kilometer Landkabel umfasst. ABB ist das einzige Unternehmen, das sowohl masse-imprägnierte als auch extrudierte Kabel für eine Spannung von 525 kV liefern kann.

Intelligente Lösungen für die Gebäudeautomation

Im vergangenen Jahr haben ABB, Bosch und Cisco das international tätige Gemeinschaftsunternehmen mozaiq operations GmbH gegründet. Das Joint-Venture wird eine offene Softwareplattform für das vernetzte Haus anbieten, um Nutzern eine einfachere Steuerung von Geräten und Anlagen zu ermöglichen. Der gemeinsame Einsatz für die Entwicklung einer offenen Softwareplattform für das vernetzte Haus passt perfekt zur Strategie von ABB, das wachsende Potenzial des Internet der Dinge, Dienstleistungen und Menschen für Verbraucher und Unternehmen nutzbar zu machen. Die Softwareplattform wird dazu beitragen, die bisherigen individuellen Lösungen für die Hausautomatisierung zu vereinheitlichen und geräteübergreifende Kompatibilität zu schaffen. Mozaiq wird Möglichkeiten für viele neue Dienstleistungen eröffnen, indem sie den einfachen, aber sicheren Datenaustausch unter verschiedenen Geräten und ihren Nutzern ermöglicht.

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin hat Busch-Jaeger mit Buschbalance® SI ein neues Schalterprogramm vorgestellt. Mit der neuen Schalterserie ergänzt der Marktführer für Elektroinstallationstechnik das erfolgreiche Schalterprogramm Reflex SI. Busch-balance® SI mit seinem eleganten, klassischen Designund mit einer zeitlosen Ästhetik ist die ideale Ergänzung zu Reflex SI, das seit über 30 Jahren erfolgreich am Markt ist. Mit dem neuen Standard-Schalterprogramm Busch-balance® SI deckt Busch-Jaeger die beiden Formsprachen ab, die es im Designbereich gibt - rund und eckig. Busch-balance® SI ist deutlich eckiger als der Reflex SI. Der Kunde kann selbst entscheiden, welches Design er bevorzugt: einen runden oder einen Schalter mit Ecken und Kanten.

Zum Beispiel müssen für den Einsatz in Kindergärten bestimmte Radien eingehalten werden. Dabei handelt es sich um ein umfängliches Projektgeschäftsthema. Während andere Anbieter vor einiger Zeit das Design gewechselt haben, hat Busch-Jaeger ab sofort zwei Standard-Schalterprogramme im Angebot und ist einer der wenigen Anbieter, die in diesem Segment Produkte beider Formsprachen anbieten kann. Eine weitere Innovation: Auf der IFA 2015 stellte Busch-Jaeger eine Sprachsteuerung für das 2014 auf den Markt gebrachte Gebäudeautomationssystem free@home vor.

Hybridantrieb für Schienenfahrzeuge

Elektrisch fahren, auch wenn kein Fahrdraht vorhanden ist. Wie soll das gehen? Etwa die Hälfte der Strecken des Schienennetzes in Deutschland ist nicht elektrifiziert und wird vorwiegend von konventionellen Dieselloks und Dieseltriebwagen befahren - mit entsprechenden Emissionen. Die Überlegung: Könnte man die Triebwagen nicht ähnlich wie beim Auto als Hybridfahrzeuge auslegen und die Dieselmotoren durch einen elektrischen Antrieb ergänzen? Mehr Energieeffizienz im Bahnverkehr ist das Ziel des Innovationsprojektes „EcoTrain" der Erzgebirgsbahn. Bei dem Vorserienprojekt ist ABB Partner für den dieselelektrischen Antrieb und die Bordnetzsteuerung und bringt ihre Kompetenzen für sparsame Antriebskonzepte ein.

Die DB RegioNetz Verkehrs GmbH wird zunächst einen ihrer 16 Dieseltriebwagen der Baureihe Desiro VT 642 auf Hybridantrieb umrüsten, später die ganze Flotte. Die Erzgebirgsbahn fährt auf einer der anspruchsvollsten Strecken Deutschlands bis in fast 1.000 Meter Höhe mit starken Steigungen und Gefällen. Im dieselelektrischen, seriellen Hybridbetrieb treibt ein Dieselmotor einen Generator an, der Strom für die Antriebsmotoren liefert. Die Traktionsleistung wird elektrisch erbracht.

Eine Batterie arbeitet als Energiespeicher und kann - etwa beim Bremsen - überschüssige Energie aufnehmen und bei Bedarf als zusätzliche Leistung bereitstellen. Zusammen mit der Prognose der noch benötigten Leistung bietet die Batterie zudem die Möglichkeit, bis zum Endbahnhof rein elektrisch weiter zu fahren und dort aus dem Netz nachzuladen. So kann sogar Strom aus erneuerbaren Quellen zum Einsatz kommen.

Konsequentes Chancen- und Risikomanagement

ABB agiert als Technologieführer auf internationalen Märkten mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten und Dienstleistungen. Diese Märkte sind von der Globalisierung geprägt - und infolgedessen durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Chancen und Risiken gekennzeichnet. ABB stellt sich dieser Herausforderung auf verschiedenen Ebenen durch konsequente und systematische Nutzung von Chancen und Minimierung von Risiken.

Bei ABB steht der bewusste Umgang mit Chancen und Risiken im Vordergrund, nicht die bloße Risikovermeidung. Die Aufgabe des Risikomanagementsystems bei ABB besteht somit nicht nur im Erfüllen gesetzlicher Anforderungen, sondern vor allem in der Sicherung der nachhaltigen Ertragskraft des Unternehmens.

Um Chancen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten, setzt ABB vielfältige Regelungen und Instrumente ein. Diese werden sowohl von der Konzernobergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, als auch vom Vorstand der ABB AG, Mannheim, sowie von den Geschäftsleitungen der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche vorgegeben. Zentrales Element des Risikomanagementsystems bei ABB ist der Planungsprozess, in dessen Verlauf alle Chancen und Risiken der Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche untersucht und bewertet werden. Fester Bestandteil hiervon sind Markt- und Wettbewerbsanalysen in den operativen Bereichen. Darauf basierend werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, um vorhandene Möglichkeiten weitestgehend zu nutzen und etwaige Gefahren so gut wie möglich zu vermeiden.

Weitere Komponenten des Risikomanagements der ABB sind ein System weltweit gültiger Konzernrichtlinien als normativer Rahmen für alle Unternehmensfunktionen, dezentrale Verantwortlichkeiten sowie ein effizientes Berichtswesen. Mit Hilfe der weltweit gültigen Konzernrichtlinien für alle wesentlichen Funktionen im Unternehmen wird nicht nur ein einheitliches Vorgehen innerhalb des Konzerns sichergestellt, sondern auch die Grundlage für ein konzernweit einheitliches Verständnis des Chancen- und Risikomanagements geschaffen, das die Grundvoraussetzung eines effizienten Risikomanagementsystems darstellt.

Das einheitliche Verständnis des Chancen- und Risikomanagements wird zentral von der Konzernleitung koordiniert und gesteuert - die Verantwortung für dessen konkrete Ausgestaltung liegt bei den einzelnen Landesgesellschaften und deren jeweiligen Geschäftseinheiten. Durch dezentrale Richtlinien auf Ebene der Landesgesellschaften und der Geschäftseinheiten wird die praktische Umsetzung konkretisiert. Darüber hinaus erfolgt die Einbettung lokaler Gegebenheiten in das konzernweite Risikomanagement beispielsweise durch das jährlich durchgeführte ABB Enterprise Risk Management Programm, in dessen Rahmen über verschiedene Geschäftseinheiten, Regionen und Funktionen hinweg wesentliche Risiken und Strategien zur Risikovermeidung aufgenommen und nachverfolgt werden.

Durch ein zeitnahes und umfassendes Reporting aller geschäftsrelevanten Daten wird darüber hinaus sichergestellt, dass den Entscheidungsträgern der jeweils zuständigen Managementebene alle risikorelevanten Informationen aktuell zur Verfügung stehen. Diese Berichterstattung basiert auf Kostenstellen- und Profit-Center-Rechnungen und umfasst neben den jeweiligen vergangenheitsorientierten Monats und Quartalsberichterstattungen eine rollierende Kurzfristplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr, eine Budgetierung für das jeweilige Folgejahr sowie eine mittelfristige Planung mit einem Planungshorizont von mehreren Jahren. Ergänzt wird dieses Standardreporting durch eine kurzfristige, wochengenaue Liquiditätsplanung sowie durch eine Vielzahl themenspezifischer Sonderberichte.

Risikofelder der ABB:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wesentliche externe Risiken für ein international agierendes Unternehmen liegen im Konjunkturverlauf und in den damit einhergehenden Nachfrageschwankungen in den jeweiligen Märkten, denen durch eine systematische Analyse der jeweiligen Absatzmärkte sowie durch die frühzeitige Ausrichtung der Geschäftsstrategien an sich abzeichnenden Veränderungen Rechnung getragen wird, um insbesondere Unterbeschäftigungsrisiken frühzeitig entgegenzuwirken.

Zur Sicherstellung eines marktgerechten Angebots an Systemlösungen, Produkten und Serviceleistungen kommt den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Leistungsspektrums eine zentrale Rolle zu, um auch künftig die Produktivität und Effektivität unserer Kunden nachhaltig verbessern zu können. Im Interesse dieser Zielsetzung investieren wir jährlich rund 6 % unserer Umsatzerlöse in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Beschaffungspreisrisiken

Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere bei Leitermaterialien, Stahlerzeugnissen und Kunststoffen, war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Derartigen Preisrisiken auf den Beschaffungsmärkten begegnen wir im Rahmen unseres Risikomanagements durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen. Typische Maßnahmen sind beispielweise ein aktives Management von Warengruppen in globalen Märkten sowie die Absicherung von Preisrisiken bei längerfristigen Aufträgen, sowie der bewusste Umgang mit Konfliktstoffen, um den zunehmenden Auswirkungen auf Beschaffungs- und Prozesskosten aktiv entgegenzuwirken.

Absatzpreisrisiken

Aufgrund des anhaltenden Preisdrucks auf einzelnen Absatzmärkten sehen sich die operativen Einheiten des Konzerns nicht nur den zuvor beschriebenen Beschaffungspreisrisiken, sondern auch dem Risiko nicht auskömmlicher Absatzpreise gegenüber. Diesem Risiko wird Rechnung getragen, indem regelmäßig die Möglichkeiten zur weiteren Optimierung der Fertigungsabläufe und der Kostenreduzierung überprüft und durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Risiken der Auftragsabwicklung

Insbesondere die im Anlagenbau und im Systemgeschäft tätigen Einheiten unseres Konzerns sind dem Risiko unvorhergesehener technischer Schwierigkeiten oder Störungen in der Wertschöpfungskette aufgrund von Problemen bei unseren Vertragspartnern und Subunternehmern ausgesetzt.

Durch intensive technische und kommerzielle Analysen möglicher Chancen und Risiken im Vorfeld der Angebotsabgabe, durch ein systematisches und umfassendes Projektmanagement sowie durch regelmäßig durchgeführte Risk Reviews auf Basis aktueller Auftragskalkulationen für Großprojekte wird solchen Risiken Rechnung getragen. Darüber hinaus unterziehen wir unsere weltweiten Lieferanten und Subunternehmer einer strengen Qualitäts- und Bonitätsprüfung.

Im Produktgeschäft umfasst das Risikomanagement systematische Marktanalysen und Benchmarks, deren Ergebnisse in die aktuelle Planung einfließen. Darüber hinaus werden Risiken aus Gewährleistungszusagen einer regelmäßigen Bewertung unterzogen, deren Ergebnisse sowohl in den Kalkulationsprozess einfließen, als auch gleichzeitig die Grundlage für eine ausreichende bilanzielle Risikovorsorge darstellen.

Produktionsrisiken

Auslastungsschwankungen in der Produktion können durch entsprechende flexible Arbeitszeitmodelle innerhalb eines bestimmten Rahmens kostengünstig und situativ ausgeglichen werden.

Das Risiko von Produktionsausfällen oder Produktionsunterbrechungen ist durch angemessene Versicherungsverträge abgedeckt. Standortbezogen ist ein Business Continuity Plan etabliert, der regelmäßig und in Zusammenarbeit mit dem Versicherungsgeber aktualisiert wird. Auch werden Abhängigkeiten zwischen einzelnen Produktionsstandorten untersucht, um mögliche Auswirkungen von Ausfällen frühzeitig erkennen zu können.

Umweltrisiken

Innerhalb des ABB-Konzerns erfolgen sämtliche Prozessabläufe unter Berücksichtigung nationaler wie auch internationaler Umweltregelungen / -verordnungen, deren konkrete Anforderungen in den einzelnen operativen Einheiten berücksichtigt werden. Hierzu sind in den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001 eingeführt und zertifiziert. Darüber hinaus unterliegen unsere Managementsysteme auch den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001, OHSAS 18001, DIN EN ISO 50001 bzw. DIN EN 16247-1.

Die einzelnen Einheiten werden regelmäßig verschiedenen Auditierungen, z. B. internen Audits und externen Audits durch unabhängige Zertifizierungsorganisationen unterzogen, im Rahmen derer auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen festgestellt wird. Im Bereich Brandschutz gibt es regelmäßige Bewertungen der Brandschutzkonzepte und Beurteilungen der Sachversicherer.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit und nicht zuletzt auch in Bezug auf die Umwelt nimmt der ABB-Konzern regelmäßig eine Einschätzung seiner Verhältnisse vor, setzt sich bei erkannten Potenzialen Ziele und hält deren Erreichung nach. Die funktions- und konzernübergreifenden Maßnahmen werden in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, um eine größtmögliche Transparenz der Aktivitäten zu gewährleisten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung sind mit den operativen Geschäftsaktivitäten der einzelnen Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche sowohl Währungs- als auch Zinsänderungsrisiken verbunden, denen durch entsprechende Sicherungsgeschäfte (hauptsächlich Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt wird. Durch konzerninterne Richtlinien und Vorschriften werden der Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten für solche Sicherungsgeschäfte verbindlich festgelegt. Gemäß dieser konzerninternen Regelungen dürfen Finanzderivate ausschließlich zur Sicherung entsprechender Grundgeschäfte eingesetzt werden, wobei der Zusammenhang zwischen dem Grundgeschäft und dem jeweiligen Sicherungsgeschäft transaktions-bezogen zu dokumentieren ist. Der Einsatz von Finanzderivaten zum Zwecke der Spekulation ist nicht zulässig. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobegrenzung auf diesem Gebiet dadurch, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen ausschließlich über das Treasury Center des ABB-Konzerns abgewickelt werden.

Das Forderungsausfallrisiko wird durch umfangreiche Bonitätsprüfungen unserer Kunden sowie durch ein leistungsfähiges und straff organisiertes Mahnwesen begrenzt. ABB Deutschland hat einen einheitlichen Kreditmanagementprozess implementiert, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu mindern und einen zeitnahen Forderungsausgleich zu fördern. Auf der Basis verfügbarer externer und interner Informationen werden an zentraler Stelle Kredit-Freigabegrenzen ermittelt, die den Gesellschaften bzw. Geschäftsbereichen zeitnah bereitgestellt werden. Daneben wurde ein Country Credit Committee eingerichtet, das bereichsübergreifend in regelmäßigen Abständen das Zahlungsverhalten sowie die Bonität wesentlicher Kunden, im Falle gegenseitiger Geschäftsbeziehungen auch Lieferanten, begutachtet.

Geschäftsbeziehungen zu Kunden und Lieferanten aus politisch riskanten Ländern unterliegen besonderen Regelungen. Die entsprechende Bewertung von Ländern und Einstufung als „politisch riskant" basieren auf konzernweit einheitlichen Kriterien. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien sind Geschäfte in Ländern, die als riskant einzustufen sind, durch die Beistellung von Sicherheiten abzusichern. Hierfür kommen die üblichen Sicherungsinstrumente zum Einsatz, wie Warenkreditversicherungen oder Exportkreditgarantien durch HERMES-Deckung, oder es wird eine Absicherung des jeweiligen Geschäftes durch Akkreditiv oder Vorauszahlung vertraglich vereinbart.

Dem Liquiditätsrisiko wird Rechnung getragen, indem die Gesellschaften bzw. Geschäftsbereiche ihre jeweils fälligen Verbindlichkeiten jederzeit bei der ABB AG refinanzieren können, der ihrerseits Refinanzierungsmöglichkeiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns offen stehen. Darüber hinaus sind die kurzfristige Cash Flow- und Liquiditätsplanung sowie die mittelfristige Finanzplanung wesentliche Bestandteile des konzerninternen Planungs- und Controllingprozesses.

Sonstige Risiken

Als internationaler Technologiekonzern benötigt ABB Mitarbeiter, die zukunfts- und prozessorientiert, kompetent und zuverlässig denken und handeln, da technologische Führerschaft ohne hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht denkbar ist. Insofern steht ABB mit anderen Arbeitsplatzanbietern im Wettbewerb, um die nachhaltige Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter zu sichern.

Um dieses Ziel auch angesichts der demografischen Entwicklung zu erreichen, ist eine weltweite Personalstrategie definiert, die einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie darstellt und in allen Ländern als Leitbild für die tägliche Personalarbeit dient. Die auf den Seiten 25 bis 33 beschriebenen Maßnahmen sind Teil dieser Personalstrategie und nach unserem Dafürhalten geeignet, den oben beschriebenen Personalrisiken entgegenzuwirken.

Seit dem Jahr 2003 erfasst ABB auf Konzernebene Arbeits- und Gesundheitsschutzdaten. Arbeitssicherheit ist für ABB ein Anliegen von höchster Priorität, weil ein exzellenter Unternehmensbetrieb nur mit einem hohen Maß an Arbeitssicherheit möglich ist. Das Engagement des Managements, die individuelle Führungsstärke, die Aufmerksamkeit für Details und die Disziplin, die zur Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards notwendig sind, sind auch Voraussetzung für hohe Qualität in der Produktion und im Kundenservice sowie für hohe Integrität. Durch den Einsatz von Sicherheitsexperten an vielen Stellen des ABB-Konzerns sollen höchste Maßstäbe gesetzt werden.

Hinsichtlich laufender oder sich abzeichnender Rechtsstreitigkeiten sehen wir keine wesentlichen Risiken, für die nicht bereits bilanzielle Vorsorge getroffen worden wäre.

Ein Information Security Management System (ISMS) auf Basis der international anerkannten Sicherheitsnorm „ISO 27001" steuert bei ABB Deutschland die Informationssicherheit. Regelwerke zur Informationssicherheit werden durch Sicherheitsverfahren fortlaufend überwacht und auf deren Effektivität geprüft. Geschäftsdaten und -prozesse werden durch anforderungsspezifische Sicherheitskonzepte gesichert. Konzernweit verbindliche Management-, Planungs- und Auditprozesse steuern die Geschäftsrisiken, die sich auch auf die Entwicklung von IS-Verfahren und deren Anwendung auswirken. Die Beschäftigten werden durch regelmäßige „IS-Security Trainings" geschult, um das Bewusstsein zum sicheren Umgang mit Daten und Informationen stets aktuell zu halten.

Datenschutz wird bei ABB sehr ernst genommen. Er ist fester Bestandteil des integrierten Management Systems (IMS). Durch die Idee der Einbettung in die Geschäftsprozesse wird erreicht, dass die Erfordernisse des Datenschutzes automatisch berücksichtigt werden. Die Datenschutzorganisation der deutschen ABB ist u. a. für diesen prozessorientierten Ansatz in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Abschließend ist festzuhalten, dass die Qualität unseres Risikomanagementsystems regelmäßig sowohl durch unsere interne Revision als auch durch interne Testprozeduren in den Geschäftsbereichen bzw. Gesellschaften geprüft wird, wobei die aus diesen Prüfungen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger Verbesserungspotenziale für ein effizientes Risikomanagement zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus werden das Design und die Effektivität von Kontrollen innerhalb bedeutsamer Prozesse im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch unseren Wirtschaftsprüfer getestet. Dies umso mehr, als ABB durch die Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) auch den amerikanischen Kapitalmarktgesetzen und somit auch den Regelungen der U. S. Securities and Exchange Commission (SEC) und des im Jahre 2002 erlassenen Sarbanes Oxley Act (SOA) unterliegt, wonach alle Prozesse und Kontrollen, die die Qualität der Finanzberichterstattung nachhaltig beeinflussen, zu dokumentieren, auf ihre Wirksamkeit zu testen und revisionssicher nachzuweisen sind.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Unter Würdigung aller zuvor genannten Risikofelder und der beschriebenen Maßnahmen, die im Rahmen unseres Risikomanagementsystems ergriffen werden, liegen bestandsgefährdende Risiken nicht vor.

Geschäftserwartung

In allen Weltregionen besteht weiterhin großer Bedarf an Stromübertragungs-Infrastruktur - dies gilt sowohl für den Ersatz alter Systeme als auch für neue Projekte. Mit der weiter gewachsenen Einsicht in die Notwendigkeit einer grundlegenden Erneuerung der Netze - Stichwort Smart Grids - wird dieser Bedarf noch steigen und sich auf die anderen Netzebenen, insbesondere auf die Verteilnetzebene, ausweiten. Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Projekten und aufgrund unsicherer politischer Rahmenbedingungen werden jedoch weiterhin viele Investitionen im Bereich Energietechnik verschoben.

Zumindest in Deutschland wurde der Investitionsstau auch im Jahr 2015 nicht abgebaut. Der politische Wille zur Energiewende und für die dazu nötigen Investitionen wurde durch die anhaltende Diskussion über Kosten und ihre Verteilung eher schwächer und die Verunsicherung der potenziellen Investoren stieg weiter. Dazu kommt, dass einzelne Regionen in Deutschland sich massiv gegen den Übertragungsnetzausbau in ihrem Gebiet wehren. Da auch für 2016 wohl noch keine zielführenden politischen Rahmenbedingungen zu erwarten sind, ist im Inland eine Belebung der Geschäftstätigkeit in der neuen Division Stromnetze eher unwahrscheinlich. Aus dem Ausland sind wegen der eher verstärkten politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Unsicherheiten in vielen Ländern in diesem langfristig orientierten Sektor auch keine deutlichen Impulse zu erwarten.

Die Nachfrage auf den industriellen Absatzmärkten von ABB hängt weitgehend von den Investitionen der Verarbeitenden Industrie ab. Diese haben sich 2015 in Deutschland mit + 4 % gemäß neuestem ifo-Investitionstest weiter erholt und hätten damit den bisherigen Rekordwert von 2008 um 2 %-Punkte übertroffen. Für 2016 planen die Unternehmen ihre Investitionen um etwa + 5 % zu erhöhen. Die fortschreitende Digitalisierung wird die Welt tiefgreifend verändern. Allein für die Industrie gehen Experten davon aus, dass die Digitalisierung die Produktivität um mindestens 30 % steigern kann. Mittelfristig sind zudem weitere Impulse aus der notwendigen Steigerung der Energieeffizienz zu erwarten. Dies gilt sowohl für neue Produkte, die eine deutlich bessere Energieausnutzung als im Prinzip noch einsatzfähige ältere Produkte aufweisen, als auch für Systeme, komplette Anlagen und Dienstleistungen.

Die Hauptabsatzbereiche der Division Industrieautomation und Antriebe haben 2015 in Deutschland etwa stagniert. Die größte Branche - der Maschinenbau - soll 2016 nach dem leichten Rückgang im Jahr 2015 stagnieren. Die Automobilindustrie plant für 2016 einen Anstieg der Investitionen um 3 %, nach einem Rückgang um 2 % im Jahr 2015. Aus dem Ausland sind positive Impulse vor allem aus Westeuropa und den USA zu erwarten, zumindest wenn der Euro sich gegenüber dem US-Dollar nicht deutlich erholt, womit zurzeit mehrheitlich nicht gerechnet wird. Dagegen werden aus den außereuropäischen Schwellenländern insgesamt keine wesentlichen Impulse erwartet. Dies ist durch die wirtschaftliche Schwäche in wichtigen Ländern wie Russland und Brasilien, die Konsolidierung in China und niedrige Rohstoffpreise begründet. Chancen könnten vor allem Indien und vielleicht auch der Iran bieten.

Die Investitionsentwicklung in den prozessorientierten Branchen dürfte sich nach den deutlichen Anstiegen in den letzten Jahren konsolidieren. Die Chemie als größte prozessorientierte Branche will ihre Investitionen 2016 gemäß eigenen Verbandserhebungen auf hohem Niveau allenfalls konstant halten, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie nach dem Rekordniveau 2015 um 3 % zurückfahren. Für die Nachfrage aus dem Ausland gelten im Wesentlichen die obigen zu den fertigungsorientierten Branchen gemachten Aussagen. Der niedrige Ölpreis dürfte sich hier stärker negativ auswirken, was allerdings durch den dringenden Modernisierungsbedarf der iranischen Ölförderanlagen zumindest kompensiert werden könnte.

Der Anstieg der Hochbauinvestitionen von etwa 2 % bei stagnierender Maschinenproduktion dürfte 2016 die Inlandsnachfrage nach Produkten der neuen Division Elektrifizierungsprodukte etwas beleben. Zusätzliche Impulse sind am ehesten aus der weiteren leichten Erholung in Westeuropa zu erwarten, sowie - insbesondere bei anhaltend niedrigem Euro-Kurs - wohl auch von dem weiterhin starken amerikanischen Wachstum.

Insgesamt könnte unser relevantes Marktvolumen im Geschäftsjahr 2016 leicht steigen, jedenfalls außerhalb der Division Stromnetze. Auf Grundlage unseres internen Konzernberichtswesens rechnen wir mit einem stabilen Geschäftsvolumen und einem bereinigten operativen Ergebnis auf Höhe des Berichtsjahres. Aufgrund der teilweise großen Schwankungen im Investitionsverhalten unserer Kunden und aufgrund der anhaltenden Finanzkrise bestehen allerdings Chancen und Risiken bei der Erreichbarkeit dieser Planungen.

Für 2017 wird ein etwas stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % erwartet, also fast im langjährigen Durchschnitt. Dabei sollen sich die Krisen-Regionen Lateinamerika (+ 2,2 %) und Osteuropa (+ 2,4 %) weiter erholen, ohne jedoch die guten Wachstumsraten früherer Jahre zu erreichen. Asien, die USA und Westeuropa sollen ähnlich stark wachsen wie im Jahr 2016.

Zusammen mit dem mittelfristig weiter anhaltenden Trend zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen erwarten wir daher für 2017 ein eher stärkeres Wachstum der Märkte für alle Divisionen, an dem wir überdurchschnittlich partizipieren wollen.

Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015

Es liegen keine wichtigen Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 vor.

Mannheim, 01. März 2016

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm durch Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er beriet und überwachte den Vorstand. Neben der Planung, der Rentabilität und der Lage der Gesellschaft und des deutschen Teilkonzerns standen die Geschäftsentwicklung der Divisionen und des Servicegeschäfts sowie die Umsetzung der Next-Level-Strategie des ABB-Konzerns in der deutschen ABB im Vordergrund der Erörterungen. Weitere Schwerpunkte bildeten die Wachstumschancen der deutschen ABB beim Thema Industrie 4.0 sowie aufgrund der Energiewende. Ausführlich erörtert wurde darüber hinaus die Bedeutung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst für die ABB AG.

Der Aufsichtsrat unterrichtete sich in jeder Sitzung über den Stand des Compliance Programms und damit zusammenhängende Fragen. Er tagte pro Quartal einmal. In der Sitzung, in der der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigte, berichtete der Wirtschaftsprüfer über das Ergebnis seiner Prüfung. Zudem erstattete der Vorstand dem Aufsichtsrat monatlich und quartalsweise schriftlichen Bericht. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Gesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand. Der Personalausschuss konferierte im Berichtsjahr dreimal. Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Über die Arbeit des Personalausschusses berichtete der Vorsitzende des Aufsichtsrates dem Gesamtaufsichtsrat.

Der Jahresabschluss der ABB AG und der Konzernabschluss wurden im Auftrag des Aufsichtsrats von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nahm von dem Prüfergebnis zustimmend Kenntnis. Nach seiner eigenen abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses sowie des mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefassten Konzernlageberichts ergaben sich keine Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in seiner Sitzung am 23. März 2016 gebilligt und damit festgestellt.

In der Sitzung des ersten Quartals 2015 wurden die variablen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 beschlossen. In der Sitzung des zweiten Quartals 2015 wurden die Kriterien für die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 festgelegt und es wurde die jährliche Anpassung der Vorstandsbezüge beschlossen. In der Sitzung des dritten Quartals 2015 wurde Herr Markus Ochsner mit Wirkung ab 01. September 2016 für die Dauer von weiteren drei Jahren zum Mitglied des Vorstands und zum Arbeitsdirektor der ABB AG bestellt. Bei allen Beschlussfassungen folgte der Aufsichtsrat der jeweiligen Empfehlung des Personalausschusses.

Mannheim, 23. März 2016

Bernhard Jucker

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Segmentberichterstattung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang

Konzernbilanz

Aktiva

in Tsd. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. Anlagevermögen (3)
I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 41.145 45.440
II. Sachanlagen 292.536 284.535
III. Finanzanlagen 8.396 8.793
Summe 342.077 338.768
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 2.876.959 2.730.916
Verrechnete Kundenanzahlungen - 2.203.561 - 2.004.138
673.398 726.778
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 263.582 244.040
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5, 6) 639.256 616.222
3. Sonstige Vermögensgegenstände (5) 38.265 37.081
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (6) 15.902 16.915
Summe 1.630.403 1.641.036
C. Rechnungsabgrenzungsposten 704 691
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (7) 38.562 121.325
Bilanzsumme 2.011.746 2.101.820
Passiva
in Tsd. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
A. Eigenkapital (8)
I. Gezeichnetes Kapital (9) 167.500 167.500
II. Kapitalrücklagen (9) 51.046 51.046
III. Gewinnrücklagen (10) 163.106 175.094
IV. Bilanzgewinn 243.951 270.307
V. Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter (11) - 3.940
Summe 625.603 667.887
B. Sonderposten aus Investitionszulagen (12) 3.374 1.189
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (13) 106.464 67.547
2. Steuerrückstellungen (14) 27.987 36.065
3. Sonstige Rückstellungen (15) 548.128 503.118
Summe 682.579 606.730
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (16) 182 339
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (16) 2.613.816 2.491.815
Verrechnet mit Vorräten - 2.203.561 - 2.004.138
410.255 487.677
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16) 111.895 93.819
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (6, 16) 124.988 183.799
5. Sonstige Verbindlichkeiten (16) 50.418 58.880
Summe 697.738 824.514
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.037 542
F. Passive latente Steuern (17) 1.415 958
Bilanzsumme 2.011.746 2.101.820
Haftungsverhältnisse (18) 908 1.685

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. € Anhang 2015 2014
1. Umsatzerlöse (22) 3.294.932 2.975.188
2. Bestandsveränderungen - 18.039 - 108.221
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.277 4.053
4. Sonstige betriebliche Erträge (22) 243.562 186.373
5. Gesamtleistung 3.526.732 3.057.393
6. Materialaufwand (23) - 1.761.987 - 1.421.362
7. Personalaufwand (24) - 814.723 - 779.828
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und auf Sachanlagen (26) - 64.472 - 60.381
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) - 755.350 - 591.889
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 130.200 203.933
11. Beteiligungsergebnis (28) - 170 -
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (29) 637 4.657
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (29) - 130.623 - 18.198
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 44 190.392
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (30) 18 - 14.086
(davon latente Steuern) (3.713) (- 875)
16. Steuerumlage durch die Muttergesellschaft (30) - 4.809 - 42.771
17. Jahresfehlbetrag / -Überschuss vor Ergebnisübernahme - 4.747 133.535
18. Ergebnisübernahme durch Muttergesellschaft (31) - 18.239 - 80.926
19. Jahresfehlbetrag / -Überschuss nach Ergebnisübernahme - 22.986 52.609
20. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 267.318 220.379
21. Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter - 381 - 2.681
22. Bilanzgewinn 243.951 270.307

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tsd. € 2015 2014
1. Jahresfehlbetrag / -überschuss vor Ergebnisübernahme - 4.747 133.535
2. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 64.472 60.381
3. Veränderungen der Rückstellungen 75.543 - 10.025
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 5.332 - 70.962
5. Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen - 7.952 - 407
6. Veränderung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen 56.241 344.661
7. Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 19.617 7.439
8. Veränderung sonstiger Aktiva 88.839 - 17.055
9. Veränderung der erhaltenen Kundenanzahlungen - 77.448 - 267.332
10. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.416 - 37.365
11. Veränderung sonstiger Passiva 57 12.846
12. Korrektur von Einflüssen aus Investitions- / Desinvestitionstätigkeit im Deckungsvermögen - 72.714 15.484
13. = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 162.422 171.200
14. Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 30.180 2.515
15. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen - 103.593 - 83.508
16. Einzahlungen aus Abgängen von Deckungsvermögen 64.064 63.266
17. Auszahlungen für Investitionen in das Deckungsvermögen - - 7.353
18. = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 9.349 - 25.080
19. Abführung Vorjahresergebnis an Muttergesellschaft - 80.926 - 150.308
20. = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 80.926 - 150.308
21. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (= Summe Zeilen 13, 18, 20) 72.147 - 4.188
22. Veränderungen des Finanzmittelfonds auf Grund von Veränderungen des Konsolidierungskreises - 5.391 1.701
23. Finanzmittelfonds am 1.1. 319.641 322.128
24. = Finanzmittelfonds am 31.12. vor Ergebnisübernahme * 386.397 319.641

* Hinsichtlich der Zusammensetzung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf Ziffer 6 des Konzernanhangs

Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung per 31.12.2015 in Tsd. € Prozess-

automation
Industrie-

automation und Antriebe
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 478.509 400.761 477.564 448.776
Außenumsatz 463.112 421.326 470.658 476.068
Interner Umsatz 6.546 6.847 10.048 11.465
Gesamtumsatz 469.658 428.173 480.706 533
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung 6.159 47.030 4.591 24.823
Restrukturierungsaufwendungen - 5.792 - 5.414 - 12.366 - 1.120
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung 367 41.616 - 7.775 23.703
Abschreibungen auf Sachanlagen * - 4.168 - 3.746 - 4.825 - 2.854
Investitionen in Sachanlagen * 4.966 3.546 1.980 1.766
Zinserträge 43 45 357 18
Zinsaufwendungen - 39.169 - 4.377 - 407 - 86
Segmentvermögen 424.205 457.882 60.045 18.929
Segmentverbindlichkeiten 247.949 251.966 42.298 - 858
Zahl der Mitarbeiter 1.810 1.849 1.046 1.015
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 in Tsd. € Nieder-

spannungs-

produkte
Energietechnik- Produkte
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 1.032.733 979.060 806.526 723.775
Außenumsatz 928.572 878.586 737.276 657.968
Interner Umsatz 84.593 83.412 34.526 17.740
Gesamtumsatz 1.013.165 961.998 771.802 675.708
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung 163.348 134.894 10.934 25.321
Restrukturierungsaufwendungen - 3.092 - 14.903 - 12.957 - 10.833
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung 160.256 119.991 - 2.023 14.488
Abschreibungen auf Sachanlagen * - 30.104 - 28.626 - 12.041 - 12.391
Investitionen in Sachanlagen * 27.111 24.746 12.612 13.177
Zinserträge 40 86 115 1.418
Zinsaufwendungen - 16.229 - 4.272 - 17.988 - 3.275
Segmentvermögen 485.415 474.761 411.421 440.801
Segmentverbindlichkeiten 279.692 293.566 387.454 409.717
Zahl der Mitarbeiter 3.297 3.356 2.359 2.331
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 in Tsd. € Energietechnik- Systeme Sonstige Einheiten / Konsolidierung
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 700.267 497.459 - 115.548 - 115.867
Außenumsatz 668.983 517.262 26.331 23.978
Interner Umsatz 16.063 14.076 48.655 48.297
Gesamtumsatz 685.046 531.338 74.986 72.275
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung - 30.419 10.239 - 56.894 - 5.320
Restrukturierungsaufwendungen - 4.381 - 14.325 - 59.087 -
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung - 34.800 - 4.086 - 115.981 - 5.320
Abschreibungen auf Sachanlagen * - 2.293 - 2.423 - 11.041 - 10.341
Investitionen in Sachanlagen * 1.907 3.680 38.335 30.276
Zinserträge 75 347 7 2.743
Zinsaufwendungen - 18.211 - 2.297 - 38.619 - 3.891
Segmentvermögen 524.982 571.171 105.678 138.276
Segmentverbindlichkeiten 523.949 554.870 - 95.199 - 75.328
Zahl der Mitarbeiter 1.299 1.388 959 984
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 in Tsd. € Konzern
2015 2014
--- --- ---
Auftragseingang 3.380.051 2.933.964
Außenumsatz 3.294.932 2.975.188
Interner Umsatz 200.431 181.837
Gesamtumsatz 3.495.363 3.157.025
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Restrukturierung 97.719 236.987
Restrukturierungsaufwendungen - 97.675 - 46.595
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Restrukturierung 44 190.392
Abschreibungen auf Sachanlagen * - 64.472 - 60.381
Investitionen in Sachanlagen * 86.911 77.191
Zinserträge 637 4.657
Zinsaufwendungen - 130.623 - 18.198
Segmentvermögen 2.011.746 2.101.820
Segmentverbindlichkeiten 1.386.143 1.433.933
Zahl der Mitarbeiter 10.770 10.923

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Segmentberichterstattung per 31.12.2015 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen in % Prozess-

automation
Industrie-

automation und Antriebe
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 47 55 82 82
Europa * 21 24 11 11
Amerika 16 9 1 2
Asien 11 11 6 5
Afrika 5 1 - -
Sonstige Regionen - - - -
Umsatz
Deutschland 58 56 82 81
Europa * 21 21 11 13
Amerika 6 8 2 2
Asien 14 14 5 4
Afrika 1 1 - -
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen in % Nieder-

spannungs-

produkte
Energietechnik Produkte
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 64 63 23 23
Europa * 22 24 31 30
Amerika 3 3 9 13
Asien 10 9 20 21
Afrika 1 1 17 12
Sonstige Regionen - - - 1
Umsatz
Deutschland 63 62 25 24
Europa * 23 25 34 35
Amerika 3 3 11 18
Asien 10 9 20 21
Afrika 1 1 10 2
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen in % Energietechnik Systeme Sonstige Einheit Konsolidierung
2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 33 65 100 100
Europa * 27 16 - -
Amerika 2 2 - -
Asien 27 15 - -
Afrika 11 2 - -
Sonstige Regionen - - - -
Umsatz
Deutschland 64 38 100 100
Europa * 16 22 - -
Amerika 3 1 - -
Asien 5 6 - -
Afrika 12 33 - -
Segmentberichterstattung per 31.12.2015 Auftragseingang und Umsatz nach Regionen in % Konzern
2015 2014
--- --- ---
Auftragseingang
Deutschland 47 54
Europa * 24 23
Amerika 6 6
Asien 16
Afrika 7 4
Sonstige Regionen - -
Umsatz
Deutschland 55 50
Europa * 23 25
Amerika 6 7
Asien 11 11
Afrika 5 7

* Ohne Deutschland

Konzern-Eigenkapitalspiegel

in Tsd. € Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital * Kapitalrücklage u Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Eigenkapital
--- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2013 167.500 51.046 392.826 611.372
Gezahlte Dividenden - - - -
Übrige Veränderungen - - - 7 - 7
Jahresergebnis - - 52.582 52.582
Stand am 31.12.2014 167.500 51.046 445.401 663.947
Gezahlte Dividenden - - - -
Übrige Veränderungen - - - 106 - 106
Veränderung der Anteile von Minderheitsgesellschaftern - - - 14.871 - 14.871
Jahresergebnis - - - 23.367 - 23.367
Stand am 31.12.2015 167.500 51.046 407.057 625.603
in Tsd. € Minderheitsgesellschafter Minderheitenkapital Konzerneigenkapital Gesamt
--- --- ---
Stand am 31.12.2013 4.901 616.273
Gezahlte Dividenden - 988 - 988
Übrige Veränderungen - - 7
Jahresergebnis 27 52.609
Stand am 31.12.2014 3.940 667.887
Gezahlte Dividenden - 140 - 140
Übrige Veränderungen - 279 - 385
Veränderung der Anteile von Minderheitsgesellschaftern - 3.902 - 18.773
Jahresergebnis 381 - 22.986
Stand am 31.12.2015 - 625.603

* 6.552.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien

Konzernanhang

Vorstand

Dipl.-Volksw. Hans-Georg Krabbe
Vorsitzender, Automationstechnik
- Niederspannungsprodukte
- Prozessautomation
- Industrieautomation und Antriebe
Dipl.-Kfm. Markus Ochsner
Finanzen und Arbeitsdirektor,
CFO der Region Europa
Dr.-Ing. Martin Schumacher
Energietechnik
- Energietechnik-Produkte
- Energietechnik-Systeme

Aufsichtsrat

Bernhard Jucker
Zürich / Schweiz,
Mitglied des Executive Committee der ABB Ltd,
Zürich / Schweiz,
Vorsitzender
Jürgen Eisenbeiß 1)
Heidelberg,
Elektrotechniker,
stellv. Vorsitzender
Stefan Basenach 1)
Neustadt / Weinstraße,
Leiter der Product Group EPC Solutions
ABB Deutschland / Schweiz, Power Grids,
Vorsitzender Konzernsprecherausschuss
der Leitenden Angestellten
Markus Beumer
Frankfurt / Main,
Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG,
Frankfurt / Main
Verena zu Dohna-Jaeger 1)
Frankfurt / Main,
Rechtsanwältin,
Gewerkschaftssekretärin beim IG Metall Vorstand,
Frankfurt / Main
Klaus Eble
Wollerau / Schweiz,
Leiter Konzernfunktion Interne Revision
der ABB Asea Brown Boveri Ltd,
Zürich / Schweiz
Mirko Geiger 1)
Heidelberg,
1. Bevollmächtigter der IG Metall,
IG Metall Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Georgi
Starnberg,
Executive Advisor,
Mitglied div. Aufsichtsräte
Kai-Uwe Glörfeld 1)
Lüdenscheid,
KVP-Trainer
Lothar Kämpfer 1)
Mannheim,
Vorsitzender Konzernbetriebsrat ABB AG,
Mannheim
Davor Kuminoti 1)
Düsseldorf,
Industriemeister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach
Düsseldorf,
Vorstandsvorsitzender der Capital Stage AG,
Hamburg
Daniela Schiermeier 1)
Mannheim,
Präsidentin Europäischer ABB-Betriebsrat,
Mannheim
Bernhard Schreier
Walldorf,
Handelsrichter,
ehem. Vorsitzender des Vorstands
der Heidelberger Druckmaschinen AG,
Heidelberg
Prof. em. Dr. Alfred Storck
Wettingen / Schweiz,
Honorarprofessor (im Ruhestand), Betriebswirtschaftliche
Steuerlehre und Unternehmensfinanzierung
Universität St. Gallen,
St. Gallen / Schweiz,
Gastprofessor, Wirtschaftsuniversität,
Wien/Österreich
Rudolf Zimmermann
Neulußheim,
Rechtsanwalt

1) von den Arbeitnehmern gewählt

Erläuterungen

1. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Beteiligungsgesellschaften einbezogen, an denen die ABB AG, Mannheim (im Folgenden ABB AG), unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist und bei denen sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Im Berichtsjahr sind außer der ABB AG 23 inländische und 2 ausländische Unternehmen konsolidiert sowie 1 Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2012 übernahm der ABB-Konzern die Thomas & Betts Corporation, einen führenden nordamerikanischen Anbieter von Niederspannungsprodukten. In Deutschland ist Thomas & Betts mit der Vertriebsgesellschaft in Heidelberg, mit der Firma PMA mit Sitz in Haßfurt, Weltmarktführer bei Kabelschutzsystemen, sowie mit der Firma Kaufel in Berlin, Hersteller von Sicherheitsbeleuchtungs- und Stromversorgungssystemen, vertreten.

In diesem Zusammenhang wurden im Vorjahr die Thomas & Betts Vertriebs GmbH, Heidelberg, die PMA Deutschland GmbH, Haßfurt, sowie die ABB Kaufel GmbH, Berlin, erworben und somit erstmalig in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogen. Die Thomas & Betts Vertriebs GmbH, Heidelberg, wurde im Vorjahr auf die ABB AG verschmolzen.

Ferner wurden im Vorjahr die Ausbildungsaktivitäten unseres Trainingscenters in Berlin in der ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin, rechtlich verselbständigt. Die ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin, wurde im Vorjahr erstmals in die Konsolidierung einbezogen.

Darüber hinaus wurde im Vorjahr die im Geschäftsjahr 2012 erworbene Trasfor Engineering GmbH, Bremen, auf die ABB AG verschmolzen.

Eine weitere Veränderung im Konsolidierungskreis ergab sich im Vorjahr insoweit, als die Full-Service-Aktivitäten, die bis dahin in der ABB Automation GmbH, Mannheim, angesiedelt waren, in eine eigenständige Gesellschaft eingebracht und hieran anschließend im Rahmen einer weltweiten Transaktion des ABB-Konzerns im Interesse einer weiteren Portfoliobereinigung an die schwedische Investmentgesellschaft Nordic Capital veräußert wurden.

Zum Ende des Berichtsjahres hat die ABB AG ihre (direkten) Anteile an der ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, sowie an der ABB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Sasbach, von jeweils 51 % auf nunmehr 100 % erhöht. Im Zuge dieser Maßnahme hat sich der (indirekte) Anteil an der ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsgesellschaft mbH, Heidelberg von 75,5 % auf nunmehr ebenfalls 100 % erhöht, wobei die drei zuletzt genannten Einheiten bereits in den Vorjahren vollständig in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogen wurden.

Eine Erweiterung des Konsolidierungskreises ergab sich durch die Übernahme der ABB gomtec GmbH, Seefeld, in der ersten Hälfte des Berichtsjahres.

Die ABB gomtec GmbH, Seefeld, entwickelt mechatronische Systeme für Kunden in den unterschiedlichsten Branchen und greift dabei auf ihr fachübergreifendes Know-how in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Telekommunikationstechnik, Steuerungstechnik und Computertechnik zurück.

Durch die Übernahme der ABB gomtec GmbH, Seefeld, baut ABB das Portfolio von Automationstechnologien für die Mensch-Roboter-Kooperation aus, das bereits den YuMi®, den weltweit ersten kollaborativen Zweiarm-Industrieroboter umfasst, der sich ideal für die Automatisierung der Kleinteilmontage eignet.

Erstmalig und unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen wurde die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main. Bei der mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, das im Berichtsjahr von ABB, Bosch und Cisco gegründet wurde und an dem jedes der genannten Unternehmen jeweils ein Drittel der Anteile übernommen hat. Die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, wird eine Plattform entwickeln und betreiben, über die Haushaltsgeräte unterschiedlichster Hersteller miteinander kommunizieren können.

Des Weiteren wurde die Lorentzen & Wettre GmbH, München, während des Berichtsjahres auf die ABB Automation GmbH, Mannheim, verschmolzen.

Die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem des Vorjahres wird durch die zuvor beschriebenen Änderungen des Konsolidierungskreises aufgrund des geringen Geschäftsvolumens der betroffenen Einheiten nicht beeinträchtigt.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2015 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Gesellschaften wurden von Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Jahresabschlüsse der ABB AG und ihrer Tochterunternehmen gemäß US GAAP werden in den Konzernabschluss der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, einbezogen.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Ein nach der Buchwertmethode entstandener aktivischer Unterschiedsbetrag wurde bis zum Geschäftsjahr 1998 in der Konzernbilanz im Jahr der erstmaligen Konsolidierung zu Lasten der anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Den Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen betrachten wir als eine Transaktion zwischen den Gesellschaftergruppen und verrechnen deshalb den Unterschied zwischen dem Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile und dem entsprechenden Buchvermögen der Tochterunternehmen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital.

Ab dem 01. Januar 1999 wurde bei bedeutenden Akquisitionen ein aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen und dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs als Geschäfts oder Firmenwert aktiviert und über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, wobei nach einer Kaufpreisallokation verbleibende Geschäfts- bzw. Firmenwerte grundsätzlich innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben werden. In begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Sofern der beizulegende Wert am Stichtag unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegen sollte, werden solche Wertminderungen im Rahmen von außerplanmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Geschäfts- bzw. Firmenwerte erfasst. Sollten die Gründe für eine solche außerplanmäßige Abschreibung zu einem späteren Zeitpunkt entfallen, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten bzw. fortgeführt.

Passivische Unterschiedsbeträge werden aufgrund der durch das BilMoG geänderten Konsolidierungsregelungen ungeachtet ihres bilanziellen Charakters grundsätzlich in einem gesonderten Posten nach dem Konzerneigenkapital ausgewiesen. Sofern solche passivischen Unterschiedsbeträge eigenkapitalähnlichen Charakter aufweisen und eine technisch bedingte Folge gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit sind, werden diese Unterschiedsbeträge auch nach dem 01. Januar 2010 unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2015 entfielen 35.148 Tsd. € der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte auf aktivische Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung stammen und planmäßig abgeschrieben werden. In Höhe von 59.924 Tsd. € wurden aktivische Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Weitere 14.871 Tsd. € wurden als aktiver Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb weiterer Anteile an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen der Vergangenheit beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 41.617 Tsd. €.

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter sind aus dem jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und unter Einschluss von Gewinn- und Verlustanteilen im Bilanzposten „Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter" ausgewiesen.

Die Equity-Konsolidierung assoziierter Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode, wobei als Stichtag für die Kapitalaufrechnung der Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode zugrunde gelegt wird. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens wird den Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und etwaigen Sonderposten des assoziierten Unternehmens zugeordnet und entsprechend dieser Positionen fortgeführt.

Sofern nach der zuvor beschriebenen Zuordnung ein Geschäfts- oder Firmenwert verbleibt, wird dieser nach den zuvor beschriebenen Grundsätzen zur Bilanzierung und Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten behandelt.

Ein gegebenenfalls nach der zuvor beschriebenen Zuordnung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach den Grundsätzen des § 309 II HGB bilanziert.

Währungsumrechnung

Die Bilanzwerte der ausländischen Tochtergesellschaften werden für die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet, während die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Durchschnittskursen umgerechnet werden. Unterschiede aus dieser Umrechnung sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Sie beeinflussen das Jahresergebnis somit nicht.

Die Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals von assoziierten Unternehmen erfolgt zum jeweiligen Kurs zum Stichtag der Kapitalaufrechnung, d. h. zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der Equity-Methode. Die Wertfortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen im Umfang der jeweiligen Jahresergebnisse erfolgt zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Gewinnausschüttungen von assoziierten Unternehmen werden zum jeweiligen Kurs im Zeitpunkt der Ausschüttung umgerechnet.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

In der Bilanz werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 I HGB mit den darauf entfallenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen; wesentliche Zwischenergebnisse aus diesen Umsätzen sind eliminiert. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen enthaltene ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sowohl die konzerninternen Geschäftsbeziehungen der in den Konzernabschluss der ABB AG einbezogenen Unternehmen als auch Geschäftsbeziehungen dieser Konzernunternehmen zu anderen nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des AktG aufgestellt.

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung wurde geändert. Der Finanzmittelfonds enthält abweichend zum Vorjahr nun auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten und Kreditverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die einzelnen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den bei der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Soweit ausländische Gesellschaften aufgrund landesrechtlicher Bestimmungen im Einzelabschluss von diesen Methoden wesentlich abweichen, werden diese Abschlüsse für die Konsolidierung angepasst.

Eine Anpassung der Einzelabschlüsse von assoziierten Unternehmen erfolgt im Hinblick auf die Wahlmöglichkeit in § 312 V HGB nur in solchen Fällen, in denen die dem jeweiligen Einzelabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zentralen Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Bilanzrechts widersprechen.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet:

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden die Erlöse aus dem Systemgeschäft, aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, soweit solche Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen resultieren. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. im Zeitpunkt der Leistungserbringung. Erlösschmälerungen werden als Minderung der Umsatzerlöse erfasst.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwerts wird grundsätzlich eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren festgelegt; in begründeten Fällen werden Geschäfts- bzw. Firmenwerte über einen darüber hinausgehenden Zeitraum abgeschrieben, falls die individuelle Nutzungsdauer eines Geschäfts- bzw. Firmenwertes nachgewiesenermaßen mehr als fünf Jahre beträgt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (§ 248 II HGB) wird mit Blick auf die diesen Vermögensgegenständen innewohnende Unsicherheit bezüglich ihrer Werthaltigkeit kein Gebrauch gemacht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten und die auf diese Einzelkosten entfallenden Gemeinkosten.

Sowohl Gebäude als auch bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben; in Einzelfällen wird auch von der geometrisch-degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht, sofern diese Methode besser geeignet erscheint, den tatsächlichen Verlauf des Werteverzehrs sachgerecht widerzuspiegeln.

Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten selbstständig nutzbarer, beweglicher und der Abnutzung unterliegender Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig als Aufwand erfasst, sofern deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 150 Euro nicht überschreiten. Liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten solcher Vermögensgegenstände über 150 Euro bis 410 Euro, werden diese Vermögensgegenstände seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Jahren vor 2010 wurden solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über 150 Euro bis 1.000 Euro in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Die sonstigen Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Werten angesetzt, sofern nachhaltige Wertminderungen eingetreten sind; gleiches gilt für die Wertpapiere des Anlagevermögens, sofern es sich nicht um Wertpapiere handelt, die zur Sicherung von Altersversorgungsverpflichtungen gehalten werden. Diese Wertpapiere werden zu Marktwerten bewertet und hiernach gemäß § 246 II HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Analog hierzu wird mit solchen Wertpapieren des Anlagevermögens verfahren, die der Sicherung von Altersteilzeitguthaben dienen. Die Marktwerte werden durch entsprechende Depotauszüge des jeweiligen Vermögensverwalters nachgewiesen.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Buchwertmethode (Equity-Methode) aktiviert.

Langfristige unverzinsliche bzw. niedrigverzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Abzinsungen werden als Abschreibung, Aufzinsungen als Zuschreibung ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Handelswaren sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit niedrigeren Tagespreisen bewertet, wobei zur Ermittlung der Anschaffungskosten in der Regel die Durchschnittsmethode angewendet wird.

Den in den Vorräten liegenden Risiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie für bestellte Anlagen in Arbeit werden die Kosten gemäß § 255 II Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit berücksichtigt; darüber hinausgehende Verluste werden als Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften passiviert. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko bei Forderungen ist im Rahmen einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen erfasst. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen werden gemäß der Regelung des § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Forderungen auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wohingegen Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet werden. Eine Zusammenfassung von Fremdwährungsforderungen mit auf diese Forderungen entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB erfolgt nicht.

Alle übrigen Positionen des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert angesetzt. Erkennbare Risiken werden dabei durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Sonderposten aus Investitionszulagen

Im Interesse eines transparenten Bilanzausweises werden Investitionszulagen öffentlicher oder privater Geldgeber - soweit sie für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens gewährt werden - in dem gesonderten Passivposten „Sonderposten aus Investitionszulagen" ausgewiesen und im Umfang der auf diese Anlagengegenstände entfallenden Abschreibungsbeträge erfolgswirksam aufgelöst.

Im Gegenzug werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieser Anlagengegenstände in voller Höhe aktiviert und - soweit abnutzbar - über den Zeitraum ihrer Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis der „Projected Unit Credit-Methode", so dass der Wert der Pensionsverpflichtung zum Bewertungsstichtag den versicherungsmathematischen Barwert all jener Leistungen darstellt, die durch die Rentenformel der Versorgungsordnung den bis zu diesem Zeitpunkt abgeleisteten Dienstzeiten zugeordnet werden.

Die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren per Ende November. Ferner erfolgt die Berechnung der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenanpassungen. Als Formel- und Tafelwerk werden die Heubeck-Richttafeln 2005 G zugrunde gelegt, die jedoch entsprechend der allgemein beobachteten Sterblichkeitsveränderungen durch den von uns mit der Bewertung beauftragten Aktuar regelmäßig angepasst werden.

Im Geschäftsjahr 2000 wurde den aktiven Mitarbeitern sowie den mit einem unverfallbaren Anspruch ausgeschiedenen Mitarbeitern eine jährliche Anpassung der Rentenzahlungen in Höhe von 1 % p. a. zugesagt. Diese Rentenanpassungsgarantie wurde im Geschäftsjahr 2007 auf den Kreis der Leistungsempfänger ausgeweitet.

Am 01. März 2006 wurde rückwirkend zum 01. Januar 2006 für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter eine Betriebsvereinbarung zur Überleitung der bisherigen leistungsorientierten Pensionsordnung auf eine beitragsorientierte Versorgungsordnung abgeschlossen; im Geschäftsjahr 2010 wurde auch für leitende Angestellte sowie für Geschäftsführer die betriebliche Altersversorgung auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt.

Die Pensionsverpflichtungen beinhalten auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie z. B. Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre.

Sofern am jeweiligen Bilanzstichtag Vermögensgegenstände vorhanden sind, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die Pensionsverpflichtungen - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit diesen Vermögensgegenständen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Darüber hinaus werden auch die zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenstände der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, in den Konzernabschluss einbezogen und mit den entsprechenden (mittelbaren) Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet.

Die Bemessung der anderen Rückstellungen erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag, so dass auch künftige Preis- bzw. Kostenveränderungen in die Rückstellungsermittlung einbezogen werden; darüber hinaus wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Rückstellungen für ausstehende Kosten, für drohende Verluste aus Kundenaufträgen sowie für andere Verpflichtungen aus der operativen Geschäftstätigkeit werden auf Basis der noch zu erbringenden Leistungen, d. h. auf der Basis der voraussichtlich noch anfallenden Herstellungskosten, bewertet.

Die Ermittlung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte bis zum 31. Dezember 2011 in der Weise, dass die über die jeweilige Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zurückgestellt wurden.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen aus Verträgen, die nach dem 01. Januar 2012 abgeschlossen wurden, werden so bemessen, dass die über die Vertragsdauer zu entrichtenden Aufstockungsbeträge aufgrund ihres Entgeltcharakters über den Zeitraum der Beschäftigungsphase (linear) aufgebaut werden.

Sofern der jeweilige Altersteilzeitvertrag eine Abfindungsregelung enthält, werden die vertraglich zugesagten Abfindungsbeträge bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zurückgestellt - dies gilt unabhängig davon, ob der jeweilige Vertrag vor oder nach dem 01. Januar 2012 geschlossen wurde.

In Abhängigkeit des jeweils gewählten Altersteilzeitmodells können sich während der Vertragslaufzeit Erfüllungsrückstände ergeben, die bei der Bemessung der Altersteilzeitrückstellungen ebenfalls berücksichtigt werden.

Darüber hinaus wird bei der Bemessung von Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen auch biometrischen Aspekten Rechnung getragen.

Der auf diese Weise ermittelte Verpflichtungsumfang wird mit dem für diese Verpflichtungen reservierten und zu Zeitwerten bewerteten Vermögen verrechnet. Ergibt sich aus dieser Vermögensverrechnung ein passivischer Überhang, erfolgt der Ausweis dieser Nettoverpflichtung unter den sonstigen Rückstellungen; resultiert aus der Vermögensverrechnung ein aktivischer Überhang, wird dieser auf der Aktivseite unter der Position „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Aufwandsrückstellungen werden ausschließlich für im Berichtsjahr unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen ausgewiesen, die voraussichtlich zum Ende des ersten Quartals des auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahres abgeschlossen sein werden.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, sofern die Zinseffekte werterheblich sind. Die Abzinsung erfolgt dabei mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten Zinssätzen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend der Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Beläuft sich die Restlaufzeit dieser Verbindlichkeiten auf mehr als ein Jahr, erfolgt die Anpassung an den Devisenkassamittelkurs unter Beachtung des Imparitätsprinzips, während Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet werden.

Von einer Zusammenfassung von Fremdwährungsverbindlichkeiten mit den auf diese Verbindlichkeiten entfallenden Devisentermingeschäften zu Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die für die Bewertung herangezogenen Devisenkassamittelkurse entsprechen den von „Reuters" veröffentlichten Marktkursen.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Einheiten, die sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder ausgleichen werden. Bestehen am jeweiligen Bilanzstichtag steuerliche Verlustvorträge, können auch hieraus latente Steueransprüche resultieren.

Die Ermittlung und der Ausweis solcher latenter Steuern im Sinne des § 274 HGB erfolgt bei Vorliegen steuerlicher Organschaftsverhältnisse beim jeweiligen Organträger, wobei von der Möglichkeit zur Aktivierung des aktivischen Überhangs bei solchen latenten Steueransprüchen kein Gebrauch gemacht wird.

Neben den zuvor beschriebenen, aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Einheiten resultierenden latenten Steuern im Sinne des § 274 HGB können sich im Konzernabschluss weitere latente Steuern im Sinne des § 306 HGB ergeben, sofern Konsolidierungsmaßnahmen zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen führen und sich diese Wertdifferenzen in künftigen Jahren wieder ausgleichen werden.

Die aus solchen Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden latenten Steuerbelastungen und Steueransprüche werden miteinander verrechnet und als „Aktive latente Steuern" bzw. als „Passive latente Steuern" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus dem industriellen Projekt- und Seriengeschäft werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Die Absicherung von Beschaffungspreisrisiken auf den Rohstoffmärkten erfolgt durch den Einsatz von Warentermingeschäften.

Wie bereits im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten ausgeführt, wird von der in § 254 HGB eingeräumten Möglichkeit zur Bildung von Bewertungseinheiten kein Gebrauch gemacht.

3. Anlagevermögen

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwerte sowie EDV-Software, Konzessionen und Schutzrechte enthalten.

Der Zugang im Bereich der Geschäfts- bzw. Firmenwerte resultiert aus der eingangs erwähnten erstmaligen Konsolidierung der ABB gomtec GmbH, Seefeld.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns ABB Deutschland ist auf den Seiten 74 bis 75 aufgeführt.

Zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der neu gegründeten mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, bestand ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital und damit ein Geschäfts- bzw. Firmenwert in Höhe von 0 Tsd. €.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen betreffen unterschiedliche Investitionen der operativen Einheiten, wobei der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auch im Berichtsjahr wieder bei den beiden Divisionen Niederspannungsprodukte und Energietechnik-Produkte lag. Es handelt sich hierbei insbesondere um neue Produktions- bzw. Montagelinien sowie um eine Vielzahl geringvolumiger Einzelmaßnahmen in den produzierenden Werken dieser Einheiten.

Darüber hinaus umfassen die Zugänge des Sachanlagevermögens auch die Neuanschaffung von EDV-Hardware, wobei in den vergangenen Jahren bestimmte Komponenten dieser EDV-Hardware im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings angeschafft wurden. Während des Berichtsjahres wurden diese Vermögensgegenstände käuflich erworben. Zum Ende des Vorjahres belief sich der Buchwert dieser - zum damaligen Zeitpunkt noch geleasten - Vermögensgegenstände auf 4.016 Tsd. €.

Entwicklung des Anlagevermögens

in Tsd. € Stand per 31.12.2014 Veränderung * Konsolid. Kreis Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand per 31.12.2015
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 64.099 93 2.734 492 2.230 65.188
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 4.673 1.500 14.026 - 154 16.576 3.469
Geschäfts- oder Firmenwert 181.535 - 9.688 - 28.220 163.003
Geleistete Anzahlungen - - 191 - - 191
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 250.307 1.593 26.639 47.026 231.851
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 347.618 - 809 14.587 13.748 349.266
Technische Anlagen und Maschinen 419.748 300 5.919 9.927 11.899 423.995
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.742 189 18.353 8.671 18.246 357.709
Anlagen im Bau 28.916 - 29.128 - 29.052 46 28.946
Geleistete Anzahlungen 6.044 - 6.063 - 4.471 433 7.203
Sachanlagen (gesamt) 1.151.068 489 60.272 - 338 44.372 1.167.119
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - - 1.880 - - 1.880
Sonstige Beteiligungen 181 - - - 130 51
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen - - 875 - - 875
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 - - - - 5.760
Sonstige Ausleihungen 2.852 - - - 2.852 -
Finanzanlagen (gesamt) 8.793 - 2.755 - 2.982 8.566
Anlagevermögen (gesamt) 1.410.168 2.082 89.666 - 94.380 1.407.536
in Tsd. € Abschreibungen Geschäftsjahr Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Equity- Anpassung
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 4.196 60.609 -
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 519 2.242 -
Geschäfts- oder Firmenwert 12.798 127.855 -
Geleistete Anzahlungen - - -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 17.513 190.706 -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.169 243.782 -
Technische Anlagen und Maschinen 17.607 339.256 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.183 291.545 -
Anlagen im Bau - - -
Geleistete Anzahlungen - - -
Sachanlagen (gesamt) 46.959 874.583 -
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - - - 170
Sonstige Beteiligungen - - -
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
Sonstige Ausleihungen - - -
Finanzanlagen (gesamt) - - - 170
Anlagevermögen (gesamt) 64.472 1.065.289 - 170
in Tsd. € Buchwerte per 31.12.2015 Buchwerte per 31.12.2014
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 4.579 5.684
Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen 1.227 1.498
Geschäfts- oder Firmenwert 35.148 38.258
Geleistete Anzahlungen 191 -
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (gesamt) 41.145 45.440
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 105.484 98.450
Technische Anlagen und Maschinen 84.739 87.251
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.164 63.917
Anlagen im Bau 28.946 28.873
Geleistete Anzahlungen 7.203 6.044
Sachanlagen (gesamt) 292.536 284.535
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.710 -
Sonstige Beteiligungen 51 181
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 875 -
Wertpapiere des Anlagevermögens 5.760 5.760
Sonstige Ausleihungen - 2.852
Finanzanlagen (gesamt) 8.396 8.793
Anlagevermögen (gesamt) 342.077 338.768

* Zugänge erfolgen zu historischen Anschaffungskosten

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(Stand: 31.12.2015) Gewinn-

abführungs-

vertrag
Eigenkapital

in Tsd. LW
Konzer-

nanteil in %
Beteiligung bei Nr. Ergebnis Geschäfts-

jahr

in Tsd. LW
Umsatz 2015

in Mio. LW
Mitarbeiter 31.12.2015
I. Verbundene Unternehmen der ABB AG
1. ABB AG, Mannheim 846.265 € - 1.386 3.944
2. ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, Berlin 737 € 100 1. 755 4 74
3. ABB Automation GmbH, Mannheim * 128.737 € 100 22. - 566 1.646
4. ABB Automation Products GmbH, Ladenburg 25.777 € 100 3. - 21.756 390 1.270
5. Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid * 16.290 € 100 8. - 1.148 284 1.020
6. ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim * 1.922 € 100 1. - - 7
7. ABB Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim 285.758 € 100 1. 22.108 - -
8. ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim * 47.759 € 100 1. - - -
9. ABB Business Services GmbH, Heidelberg * 93 € 100 1. - 10 118
10. ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg * 5.394 € 100 1. - 48 41 24
11. ABB gomtec GmbH, Seefeld 4.480 € 100 3. 4.289 29
12. Hartmann & Braun Grundstücksverwaltung GmbH, Mannheim 262.124 € 100 7. - 3.703 1
13. ABB Kaufel GmbH, Berlin - 368 € 100 8. - 1.680 15 89
14. ABB Patent GmbH, Ladenburg * 44 € 100 1. - - -
15. PMA Deutschland GmbH, Haßfurt * 4.897 € 100 8. - 13 20
16. Pucaro Elektro-Isolierstoffe GmbH, Roigheim 700 € 100 8. - 213 56 269
17. ABB abService GmbH, Bobingen 1.461 € 100 1. - 693 16 16
18. ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg * 26.326 € 100 8. - 1.616 504 1.534
19. ABB Stotz-Kontakt / Striebel & John Vertriebsges. mbH, Heidelberg 613 € 100 18. / 20. 309 87 143
20. ABB Striebel & John GmbH & Co. K G,Sasbach 1.800 € 100 1. 777 84 360
21. ABB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Sasbach 865 € 100 1. 2 - -
22. ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg 116.338 € 100 1. / 7. / 12. - 5 141
23. ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim * 512 € 100 1. - 5 40
24. Newron System SA, Toulouse / Frankreich 1.959 € 100 5. 226 2 14
25. Striebel France S.a.r.l., Fellering / Frankreich 5.811 € 100 21. 41 2 12
26. ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim 37.896 € 100 1. - 3.259 - 18
II. Assoziierte Unternehmen
27. mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main 5.130 € 33 5. - 510 - -
III. Sonstige Beteiligungen
28. PEHLA Gesellschaft für elektrische Hochleistungsprüfungen GbR1), Mannheim 43 € 14 1. - 12
29. SOLUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG, Düsseldorf 50 € 99 10.

1) Zahlen 2014

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Anteile teilweise zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden, so dass dieser Anteil des Wertpapierspezialfonds - entsprechend des in § 246 II HGB formulierten Saldierungsgebotes - mit den entsprechenden Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet wurde.

Bezüglich weiterer Details zur Vermögensverrechnung verweisen wir auf die Ziffern 7, 13 und 15 dieses Anhangs.

4. Vorräte

in Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 105.718 102.982
Unfertige Erzeugnisse 33.855 43.212
Bestellte Anlagen in Arbeit 965.141 973.689
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 65.415 63.619
Geleistete Anzahlungen 1.706.830 1.547.414
Summe Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen 2.876.959 2.730.916
./. verrechnete Kundenanzahlungen - 2.203.561 - 2.004.138
Vorräte (gesamt) 673.398 726.778

Aufgrund der großen Bedeutung des Anlagengeschäfts werden Bestellte Anlagen in Arbeit im Vorratsvermögen gesondert ausgewiesen. Erhaltene Kundenanzahlungen werden auftragsweise bis zur Höhe der aktivierten Vorräte offen von diesen abgesetzt.

Das Bruttovorratsvermögen hat sich um 146 Mio. € auf insgesamt 2.877 Mio. € erhöht. Dieser Anstieg entfällt hauptsächlich auf die Division Energietechnik-Systeme, die im Berichtsjahr größere Anzahlungen im Zusammenhang mit der Anarbeitung von Windparkprojekten an andere ABB-Einheiten zu leisten hatte.

Unter Berücksichtigung der um rund 200 Mio. € gestiegenen Fortschrittszahlungen, der ebenfalls in erster Linie auf die Division Energietechnik-Systeme entfällt, ergibt sich eine leichte Reduzierung des Nettovorratsvermögens um rund 54 Mio. €.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 263.582 244.040
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (906) (2.422)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 639.256 616.222
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (177) (149)
Sonstige Vermögensgegenstände 38.265 37.081
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (821) (872)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (gesamt) 941.103 897.343
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (1.904) (3.443)

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 28 % auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 29 %). Der Restbetrag entfällt überwiegend auf kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft ABB Ltd, Zürich / Schweiz.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u. a. Schadenersatzansprüche, Darlehensforderungen an Dritte, Steuererstattungsansprüche, Forderungen aus Konsortialgeschäften, Zins- und Versicherungsansprüche sowie kurzfristige Vorschüsse und Darlehen an Mitarbeiter enthalten.

6. Flüssige Mittel

in Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.902 16.915
Finanzmittelanlagen bei Konzerngesellschaften (in Pos. Aktiva B.II.2 enthalten) 403.521 374.114
Flüssige Mittel 419.423 391.029
Finanzschulden einschließlich Kreditaufnahme bei Konzerngesellschaften vor Ergebnisabführung (in Pos. Passiva D.4. enthalten) 33.026 71.388
Flüssige Mittel ./. Finanzschulden 386.397 319.641

Bei den Finanzmittelanlagen innerhalb des Konzerns handelt es sich in überwiegendem Maße um kurzfristige Geldanlagen bei Tochtergesellschaften unserer Obergesellschaft, der ABB Ltd, Zürich / Schweiz, im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings.

Die Erhöhung der flüssigen Mittel um 28 Mio. € erklärt sich in der Hauptsache aus dem Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 162 Mio. €, aus dem investitionsbedingten Mittelabfluss in Höhe von 9 Mio. € sowie aus dem finanzierungsbedingten Mittelabfluss in Höhe von 81 Mio. €.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält u. a. Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermögen im Umfang von 103 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich die Einzahlungen aus der Veräußerung von Deckungsvermögen zum Zwecke der Erstattung von Rentenzahlungen in Höhe von 64 Mio. € sowie Einzahlungen aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 30 Mio. € aus.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Abführung des Vorjahresergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft, Mannheim, in Höhe von 81 Mio. €.

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung von Altersversorgungs- und Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögenswerten, die ausschließlich zur Erfüllung derartiger Verpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, führte insgesamt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt 38.562 Tsd. € (Vorjahr: 121.325 Tsd. €).

Von diesem Betrag entfallen 34.998 Tsd. € (Vorjahr: 117.846 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem hierfür reservierten Vermögen und 3.564 Tsd. € (Vorjahr: 3.479 Tsd. €) auf die Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen.

Bei dem für die Altersversorgungsverpflichtungen reservierten Deckungsvermögen handelt es sich in erster Linie um Anteile an einem Wertpapierspezialfonds, die im Rahmen eines im Jahr 2004 etablierten Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch auf den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, und von diesem wiederum sicherungshalber auf den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen wurden. Darüber hinaus enthält dieses Deckungsvermögen die Vermögenswerte (im Wesentlichen Anteile an dem zuvor erwähnten Wertpapierspezialfonds) der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, sowie in einem geringen Umfang auch das Deckungskapital aus Rückdeckungsversicherungen.

Die vorzunehmende Verrechnung von Deckungsvermögen und Altersversorgungsverpflichtungen wurde für jedes der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gesondert vorgenommen, so dass aus dieser Verrechnung sowohl aktive Unterschiedsbeträge als auch Pensionsrückstellungen resultierten.

Der Wert der in die Vermögensverrechnung einbezogenen Pensionsverpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf insgesamt 1.045.143 Tsd. € (Vorjahr: 1.039.858 Tsd. €), während der Zeitwert der für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten Vermögenswerte insgesamt 1.080.141 Tsd. € (Vorjahr: 1.157.704 Tsd. €) betrug. Die Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände bezifferten sich auf 824.146 Tsd. € (Vorjahr: 875.422 Tsd. €), während die kumulativen Marktwertanpassungen insgesamt 255.996 Tsd. € betrugen (Vorjahr: 282.282 Tsd. €).

Im Berichtsjahr wurden keine Einzahlungen in das Deckungsvermögen vorgenommen, während im Vorjahr insgesamt 8.403 Tsd. € in das Deckungsvermögen eingezahlt wurden. Die für Rentenerstattungen verwendeten Auszahlungen aus dem Deckungsvermögen beliefen sich auf 69.142 Tsd. € (Vorjahr: 70.766 Tsd. €).

Bezüglich weiterer Details zu dem Contractual Trust Arrangement, zu der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und zu dem Deckungsvermögen verweisen wir auf Ziffer 13 und Ziffer 15 dieses Anhangs.

Neben der zuvor beschriebenen Verrechnung von Altersversorgungsverpflichtungen mit dem für diese Verpflichtungen reservierten Vermögen wurden auch Altersteilzeitverpflichtungen mit Teilen eines Wertpapierspezialfonds verrechnet, die zum Zwecke der Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben verpfändet wurden.

Die in diese Vermögensverrechnung einbezogenen Altersteilzeitverpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2015 auf 19.976 Tsd. € (Vorjahr: 20.781 Tsd. €).

Der Zeitwert der mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechneten Vermögenswerte belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 23.540 Tsd. € (Vorjahr: 24.260 Tsd. €), während sich die Anschaffungskosten dieser Vermögenswerte auf 18.165 Tsd. € (Vorjahr: 18.165 Tsd. €) und die kumulativen Marktwertanpassungen auf 5.375 Tsd. € (Vorjahr: 6.095 Tsd. €) beliefen.

8. Entwicklung des Eigenkapitals

Wie bereits an anderer Stelle dieses Anhangs ausgeführt, wurde im Geschäftsjahr 2011 mit Rückwirkung zum 01. Januar 2011 zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Auf der Grundlage dieses Gewinnabführungsvertrages wird der größte Teil des von den konsolidierten Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisses an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt.

Lediglich die Ergebnisse solcher konsolidierter Einheiten, deren Ergebnisse nicht im Rahmen von Gewinnabführungsverträgen abgeführt oder ausgeglichen werden, sowie die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte verbleiben in Höhe des in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresergebnisses im Konsolidierungskreis und verändern dementsprechend das Konzerneigenkapital.

In Abhängigkeit der Kapitalstruktur der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist es möglich, dass unrealisierte Erträge im Zusammenhang mit der Bewertung des für Altersversorgungszwecke reservierten Vermögens ganz oder teilweise einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre im Sinne des § 268 VIII HGB unterliegen, so dass sich in diesen Fällen eine Erhöhung des Eigenkapitals ergibt. Sofern zu einem späteren Zeitpunkt eine solche Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre aufgrund rückläufiger Marktwertentwicklung nicht oder nicht mehr vollständig zum Tragen kommt, wird der ehemals gesperrte Betrag ausgeschüttet bzw. im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages abgeführt, so dass es insoweit zu einer Verminderung des Eigenkapitals kommt.

Unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Sachverhalte sowie unter weiterer Berücksichtigung von Gewinnverwendungsmaßnahmen von Minderheitsgesellschaftern, ergibt sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres eine Verminderung des Konzerneigenkapitals um 42.284 Tsd. €.

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel.

9. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Konzernobergesellschaft, der ABB AG, ausgewiesen. Am 31. Dezember 2015 befand sich das gesamte Aktienkapital der ABB AG im unmittelbaren und mittelbaren Besitz der ABB Asea Brown Boveri Ltd, Zürich / Schweiz.

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus früheren Kapitalerhöhungen und aus dem Umtausch von Genussscheinen der ABB AG.

10. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten, neben der gesetzlichen Rücklage und den anderen Gewinnrücklagen der ABB AG, den Konzernanteil an Gewinnrücklagen der konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, soweit diese seit deren Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden.

In den Gewinnrücklagen werden darüber hinaus die ergebniswirksamen Konsolidierungseffekte der Vorjahre berücksichtigt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung sowie um den Eigenkapitalanteil des Sonderpostens mit Rücklageanteil.

Ferner enthalten die Gewinnrücklagen einen Betrag in Höhe von 5.916 Tsd. € aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zu Beginn des Geschäftsjahres 2010 im Zusammenhang mit der Abzinsung langfristiger Rückstellungen der ABB AG (außer Pensionsrückstellungen).

11. Ausgleichsposten für Anteile fremder Gesellschafter

Die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen entfielen im Vorjahr auf die ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach, und deren Tochtergesellschaften. Der im Ausgleichsposten des Vorjahres enthaltene Anteil am Kapital (ohne Bilanzergebnis) belief sich auf 1.259 Tsd. €. Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden kumulierten Gewinnanteile beliefen sich im Vorjahr auf 2.801 Tsd. €; auf konzernfremde Gesellschafter entfallende kumulierte Verlustanteile betrugen im Vorjahr 120 Tsd. €.

Aufgrund der Übernahme der bisher von konzernfremden Gesellschaftern gehaltenen Anteile an den ABB Striebel & John-Einheiten, ergeben sich zum Ende des Berichtsjahres nur noch konzernfremde Anteile am Jahresergebnis in Höhe von 381 Tsd. € (Vorjahr: 147 Tsd. €). Die auf Konzernfremde entfallenden Verlustanteile zum Ende des Vorjahres beliefen sich auf 120 Tsd. €.

12. Sonderposten aus Investitionszulagen

Sofern für die Anschaffung oder Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens öffentliche oder private Mittel gewährt werden, werden diese Zuwendungen unter diesem Sonderposten ausgewiesen und in künftigen Jahren in dem Umfang erfolgswirksam aufgelöst, in dem diese Anlagengegenstände plan- oder außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Der zum Berichtsjahresende ausgewiesene Betrag in Höhe von 3.374 Tsd. € (Vorjahr: 1.189 Tsd. €) entfällt auf die Zuwendung von Bundes- und Landesmitteln zum Zwecke der Sanierung eines Gebäudes auf dem Berliner Gewerbestandort PankowPark, wo bis zum Ende des Jahres 2016 ein hochmodernes Ausbildungszentrum entstehen wird.

Sowohl unser Trainingscenter in Berlin als auch unser Trainingscenter in Heidelberg verstehen sich als Bildungsdienstleister und bieten im Rahmen einer sogenannten Verbundausbildung die Ausbildung in 16 Berufen an.

Dies bedeutet, dass ABB in diesen beiden Trainingseinrichtungen nicht nur eigene Auszubildende, sondern auch Auszubildende von Partner- und Drittunternehmen ausbildet und damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin und in der Metropolregion Rhein-Neckar leistet.

13. Pensionsverpflichtungen, Deckungsvermögen und Vermögensverrechnung

Im Interesse der Absicherung von Anwartschaften und laufenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung aus Direktzusagen sowie zur Schaffung von saldierungsfähigem Deckungsvermögen hat die deutsche ABB-Gruppe ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand etabliert.

In diesem Zusammenhang hat die ABB AG sowie die meisten ihrer Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandverträgen und mittels gesonderter Vermögensübertragungsvereinbarungen einen Großteil der bis dahin im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere treuhänderisch an den ABB Vermögenstreuhand e. V., Mannheim, übertragen, der diese Wertpapiere wiederum sicherungshalber an den ABB Sicherungstreuhand e. V., Mannheim, übertragen hat.

Darüber hinaus sind bestimmte Teile der Pensionsverpflichtungen durch Rückdeckungsversicherungen gesichert.

Zum 31. Dezember 2015 betrugen die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen des Konsolidierungskreises der ABB AG insgesamt 1.101.305 Tsd. € (Vorjahr: 1.052.105 Tsd. €). Diesem Betrag liegt ein Diskontierungsfaktor in Höhe von 3,94 % (Vorjahr: 4,58 %) zugrunde; es handelt sich hierbei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz für Verpflichtungen mit einer Laufzeit von 15 Jahren.

Analog zum Vorjahr wurde der Zinssatz per Ende November für die Bewertung der Pensionsrückstellungen herangezogen.

Ferner liegt der Berechnung ein Gehaltstrend in Höhe von 2,5 % p. a. sowie ein Rentenanpassungstrend in Höhe von 1,5 % p. a. zugrunde, so dass sich bezüglich des unterstellten Gehalts- und Rententrends keine Veränderung zum Vorjahr ergibt.

Hinsichtlich der langfristig erwarteten Verzinsung der Beiträge bzw. Kapitalkonten unseres beitragsorientierten Pensionsplanes wurde eine auf längerfristige Sicht erzielbare Rendite in Höhe von 4,3 % p. a. (Vorjahr: 5,0 %) unterstellt.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen (Direktzusagen) der ABB AG und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1.101.305 Tsd. € belief sich der Wert der nach gleichen Grundsätzen bewerteten mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen auf insgesamt 62.770 Tsd. € (Vorjahr: 66.910 Tsd. €), wovon ein durch Vermögenswerte gedeckter Anteil in Höhe von 50.302 Tsd. € (Vorjahr: 55.300 Tsd. €) durch die Konsolidierung der ABB-Unterstützungseinrichtung GmbH in Mannheim, Mannheim, bilanziell erfasst wurde.

Die in § 246 II HGB geforderte Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit den für die Erfüllung dieser Verpflichtungen reservierten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerten erfolgte gesondert für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, so dass sich - in Abhängigkeit des jeweiligen Deckungsgrades - sowohl aktive als auch passive Unterschiedsbeträge aus der Vermögensverrechnung ergaben.

Nach erfolgter Verrechnung von Pensionsverpflichtungen mit dem diesbezüglichen Deckungsvermögen verblieben aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von insgesamt 34.998 Tsd. € (Vorjahr: 117.846 Tsd. €), sowie passive Unterschiedsbeträge im Umfang von insgesamt 106.464 Tsd. € (Vorjahr: 67.547 Tsd. €).

Die aktiven Unterschiedsbeträge werden in der Bilanzposition „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen, während die passiven Unterschiedsbeträge weiterhin unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden.

Aus mittelbaren Versorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit unserer Unterstützungseinrichtung bestand zum Ende des Berichtsjahres ein Fehlbetrag in Höhe von 12.468 Tsd. € (Vorjahr: 11.610 Tsd. €).

14. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Zahlungsverpflichtungen für in- und ausländische Gewinnsteuern sowie für sonstige Steuern.

15. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die noch erwarteten Herstellungskosten abgerechneter Kundenaufträge (ausstehende Lieferantenrechnungen und noch zu erbringende Eigenleistungen), Rückstellungen für Garantieleistungen, Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie andere Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Ferner enthält diese Position Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen, Rückstellungen für schwebende Prozesse, Rückstellungen für noch abzugeltende Urlaubs- und Gleitzeitansprüche und für Vorruhestandsleistungen, Rückstellungen für Jubiläumsgeldzahlungen an Mitarbeiter sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverträge, sofern diese nicht durch entsprechende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögenswerte gedeckt sind.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wurden künftige Kosten- und Preisveränderungen einerseits, sowie - im Falle langfristiger Verpflichtungen -Abzinsungseffekte andererseits berücksichtigt.

Zum Ende des Berichtsjahres belief sich der Gesamtwert der sonstigen Rückstellungen auf 548.128 Tsd. € (Vorjahr: 503.118 Tsd. €), wobei der Anstieg der sonstigen Rückstellungen in erster Linie auf höhere Restrukturierungsrückstellungen -insbesondere für geplante Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Produktivitätssteigerung im Angestelltenbereich - zurückzuführen ist. Des Weiteren ergab sich ein Anstieg der Rückstellungen für noch erwartete Kosten abgerechneter Kundenaufträge infolge des höheren Umsatzvolumens.

Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Rückstellungen für negative Marktwerte aus am Stichtag noch nicht geschlossenen Devisentermingeschäften infolge der Entwicklung der Währungskurse während des Berichtsjahres.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen beliefen sich - vor deren Verrechnung mit dem hierfür reservierten Vermögen - zum Ende des Berichtsjahres auf 19.976 Tsd. € (Vorjahr: 20.781 Tsd. €).

Im Interesse der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitguthaben wurden Teile eines Wertpapierspezialfonds verpfändet und damit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Per 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert (Marktwert) der verpfändeten Wertpapiere 23.540 Tsd. € (Vorjahr: 24.260 Tsd. €); dieser Betrag wurde mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 19.976 Tsd. € (Vorjahr: 20.781 Tsd. €) verrechnet, so dass sich ein Aktivposten aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 3.564 Tsd. € ergab (Vorjahr: 3.479 Tsd. €). Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zu Ziffer 7 dieses Anhangs.

16. Verbindlichkeiten

in Tsd. € 31.12.2015 Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2014 Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 182 182 339 339
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.613.816 2.608.642 2.491.815 1.506.231
(davon von verbundenen Unternehmen) (153.465) (153.161) (145.571) (87.994)
Verrechnet mit Vorräten - 2.203.561 199 - 2.004.138 - 1.211.444
Erhaltene Anzahlungen nach Verrechnung mit Vorräten 410.255 409.443 487.677 294.787
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 111.895 111.895 93.819 93.799
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 124.988 18.935 183.799 173.551
Sonstige Verbindlichkeiten 50.418 49.412 58.880 56.413
(davon aus Steuern) (25.460) (25.460) (22.627) (22.627)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (654) (654) (664) (664)
Verbindlichkeiten (gesamt) 697.738 589.867 824.514 618.889

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 58 Tsd. € (Vorjahr: 77 Tsd. €) und von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben 9.470 Tsd. € (Vorjahr: 10.248 Tsd. €) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verminderung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (nach Verrechnung mit Vorräten) ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die insgesamt gestiegenen Kundenanzahlungen in einem größeren Umfang mit angearbeiteten Kundenprojekten verrechnet werden konnten (Fortschrittszahlungen), so dass sich nach der (auftragsbezogenen) Verrechnung mit den Vorräten eine Verminderung der Netto-Anzahlungen um rund 78 Mio. € ergab. Ferner ist dieser Effekt auf größere Zahlungseingänge in der Division Energietechnik-Systeme im Zusammenhang mit Offshore-Projekten zurückzuführen, die jedoch größtenteils an liefernde Einheiten innerhalb des weltweiten ABB-Konzerns in Form geleisteter Anzahlungen weitergeleitet wurden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 47 % (Vorjahr: 12 %) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist hauptsächlich eine Folge des bereits an anderer Stelle erwähnten Gewinnabführungsvertrages zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim.

Aufgrund dieses Unternehmensvertrages werden die Jahresergebnisse der meisten konsolidierten Einheiten an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt, wobei das jeweils abzuführende Jahresergebnis in eine Steuerumlage und in ein Nettoergebnis unterteilt wird.

Die Summe der abzuführenden Beträge belief sich im Berichtsjahr auf insgesamt 23 Mio. €, während sich im Vorjahr ein Betrag in Höhe von insgesamt 124 Mio. € ergab, so dass aus diesem Sachverhalt ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Umfang von rund 101 Mio. € resultiert.

Gegenläufig wirkte sich der stichtagsbedingte Anstieg der ABB-internen Lieferverbindlichkeiten um rund 37 Mio. € aus.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, Verbindlichkeiten aus der Auflösung von Arbeitsverträgen, Verbindlichkeiten aus einbehaltenen Steuern der Mitarbeiter und aus anderen Steuern sowie Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften.

Eine Besicherung von Verbindlichkeiten wurde nicht vorgenommen, dies gilt gleichermaßen für Berichts- und Vorjahr.

17. Latente Steuern

Steuerlatenzspiegel Betrag

in Tsd. €
Steuersatz in %
Aktivlatenzen
Vorräte 356 30,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.983 30,00
Sonstige Vermögensgegenstände 220 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 689 30,00
Jubiläumsrückstellungen 10 30,00
Sonstige Rückstellungen 63 30,00
Anteil Tochterkapitalgesellschaften 44.622 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 42.743 14,00
Summe Aktivlatenzen 91.686
Passivlatenzen
Wertpapiere des Anlagevermögens 883 30,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.791 30,00
Sonstige Rückstellungen 820 30,00
Anteil Tochterkapitalgesellschaften 32.562 30,00
Anteil Tochterpersonengesellschaften 31.095 14,00
Summe Passivlatenzen 67.151
Verlustvortrag Körperschaftsteuer 19.152 15,83
Verlustvortrag Gewerbesteuer 5.442 14,00
Summe Verlustvorträge 24.594
Summe Latenzen 49.129

Latente Steuern ergeben sich aus den Einzelabschlüssen durch zeitliche Differenzen aufgrund von unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund der steuerlichen Organschaften erfolgen Ermittlung und Ausweis latenter Steuern aller Organgesellschaften beim jeweiligen Organträger.

Die aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen zum 31. Dezember 2015 betragen im Konzern 91.686 Tsd. €, während die passiven latenten Steuern 67.151 Tsd. € betragen. Durch Verlustvorträge ergeben sich im Konzern latente Steuern in Höhe von 24.594 Tsd. €. Wir machen von der Möglichkeit zur Aktivierung eines aktivischen Überhangs latenter Steueransprüche aus den Einzelabschlüssen keinen Gebrauch.

Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich passivische latente Steuern in Höhe von 1.415 Tsd. €, die auf Basis eines Steuersatzes von 30 % ermittelt und in der Bilanz erfasst sind.

18. Haftungsverhältnisse

in Tsd. € 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 908 1.685
Haftungsverhältnisse (gesamt) 908 1.685

In den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften sind 866 Tsd. € (Vorjahr: 1.643 Tsd. €) für ehemalige konsolidierte Unternehmen enthalten. Für die aufgeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt.

Das Eingehen von Haftungsverhältnissen erfolgt nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der ABB AG oder mit der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen.

Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess.

Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können, so dass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich einschätzen.

19. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

in Tsd. € 31.12.2015 Gesamtbetrag 31.12.2015 Jahresbetrag 31.12.2014 Gesamtbetrag 31.12.2014 Jahresbetrag
IS- und Telefonie-Infrastruktur sowie Dienstleistungen 31.821 23.021 45.402 36.602
Wesentliche Miet- und Pachtverträge 38.397 5.778 43.983 8.164
Andere Geschäfte 43.522 15.535 38.921 14.477
Gesamt 113.739 44.334 128.306 59.243

Der Gesamtbetrag außerbilanzieller Geschäfte beläuft sich am Bilanzstichtag auf 114 Mio. € (Vorjahr: 128 Mio. €). Der Jahresbetrag dieser Geschäfte beläuft sich auf 44 Mio. € (Vorjahr: 59 Mio. €).

Bei den nicht bilanzierten Geschäften handelt es sich vorrangig um Leasing- und Dienstleistungsvereinbarungen im IS- und Telefoniebereich sowie um Dienstleistungsvereinbarungen im Bereich des Flächenmanagements. Der Gesamtbetrag solcher Verträge beläuft sich auf 32 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 23 Mio. € (Vorjahr: 37 Mio. €).

Solche Verträge dienen der Standardisierung eingesetzter Technologien und Dienstleistungen sowie deren Kostenoptimierung. In der Hauptsache fällt hierunter der globale Servicevertrag zwischen dem ABB-Konzern und IBM, der zum 30. September 2015 zwar gekündigt, jedoch bis Ende des Jahres 2016 verlängert wurde. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Als weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sind wesentliche, in der Regel längerfristige, Miet- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamtbetrag von 38 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) über die gesamte Restlaufzeit der Verträge zu nennen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf 6 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung des Standortmanagements geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

Unter den anderen Geschäften sind im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen aus Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten enthalten. Der Gesamtbetrag solcher Geschäfte beläuft sich auf 44 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €). Der Jahresbetrag aus derartigen Geschäften beläuft sich auf 16 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Solche Verträge werden grundsätzlich aus geschäftspolitischen Gründen und zur Optimierung der Lieferkette geschlossen. Risiken aus diesen Verträgen werden nicht gesehen.

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen gemäß Ziffer 18 und nicht unter Ziffer 19 als nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf 25 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €). Es handelt sich hierbei in erster Linie um Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, sowie um das Bestellobligo aus Investitionen. Der Jahresbetrag aus derartigen Verträgen beläuft sich auf etwa 19 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).

21. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften (Einkaufsund Verkaufsgeschäfte) abgeschlossen. Es handelt sich hierbei überwiegend um Währungsderivate.

Das Volumen der am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 818.303 Tsd. € (Vorjahr: 542.515 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser zum Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte beträgt insgesamt - 8.209 Tsd. € (Vorjahr: - 21.681 Tsd. €). Dieser Wert entspricht dem Ergebniseffekt, zu dem diese Geschäfte am Bilanzstichtag hätten abgewickelt werden können. Der beizulegende Wert (Marktwert) wird anhand einer Discounted-Cash-Flow-Methode, die auf erhältlichen Marktinformationen basiert, ermittelt.

Neben Devisentermingeschäften wurden auch Warentermingeschäfte abgeschlossen, die ebenfalls überwiegend als Forward getätigt wurden. Das Volumen solcher Geschäfte betrug im Berichtsjahr 11.048 Tsd. € (Vorjahr: 13.040 Tsd. €). Der beizulegende Wert dieser Geschäfte belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf insgesamt - 1.237 Tsd. € (Vorjahr: - 388 Tsd. €).

Im Interesse einer einheitlichen Vorgehensweise innerhalb des Konsolidierungskreises der ABB AG wird auf die Bildung von Bewertungseinheiten verzichtet. Ergeben sich zum Bilanzstichtag bei den einzelnen Sicherungsgeschäften negative Marktwerte, werden diese Beträge unter den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Eine Saldierung negativer Marktwerte mit positiven Marktwerten erfolgt dabei nicht.

Für Devisen- und Warentermingeschäfte wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 15.697 Tsd. € (Vorjahr: 25.889 Tsd. €) passiviert.

22. Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lagen mit 3.295 Mio. € um rund 320 Mio. € bzw. um knapp 11 % über dem Umsatzniveau des Vorjahres.

Mit Ausnahme der Division Industrieautomation und Antriebe, in der die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig waren, konnten alle anderen Divisionen einen zum Teil deutlichen Umsatzzuwachs verzeichnen, wobei der Schwerpunkt des Umsatzwachstums in unserem Geschäftsfeld Elektrische Netze der Division Energietechnik-Systeme lag. Aber auch in der Division Energietechnik-Produkte konnten deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden, insbesondere im Transformatoren- sowie im Hochspannungsgeschäft.

Bezüglich weiterer Informationen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht sowie auf die Segmentberichterstattung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie aus anderen Dienstleistungen für nicht konsolidierte Konzernunternehmen, Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens und immateriellem Anlagevermögen sowie Erträge aus der Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Weiterhin sind Gewinne aus Wechselkursänderungen in Höhe von 50.930 Tsd. € (Vorjahr: 26.329 Tsd. €) enthalten.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um rund 57 Mio. € resultiert einerseits aus den oben erwähnten Währungsgewinnen, die im Berichtsjahr um rund 25 Mio. € über den Währungsgewinnen des Vorjahres lagen. Des Weiteren wirkten sich in dieser Position Erträge aus konzerninternen Technologietransfers an ausländische Konzernunternehmen aus.

23. Materialaufwand

in Tsd. € 2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.524.458 - 1.157.926
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 237.529 - 263.436
Materialaufwand (gesamt) - 1.761.987 - 1.421.362

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.762 Mio. € und lag damit um rund 341 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres, was in erster Linie auf die um 470 Mio. € gestiegene Gesamtleistung des Berichtsjahres zurückzuführen ist.

Bezogen auf die Gesamtleistung hat sich die Materialeinsatzquote somit von 46 % im Vorjahr auf 50 % im Berichtsjahr erhöht.

24. Personalaufwand

in Tsd. € 2015 2014
Löhne und Gehälter - 688.875 - 667.248
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 125.848 - 112.580
(davon für Altersversorgung) (- 8.585) (-)
Personalaufwand (gesamt) - 814.723 - 779.828

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 34.895 Tsd. € erhöht, wobei die Lohn- und Gehaltskosten gegenüber dem Vorjahr - bei nahezu unveränderter Mitarbeiterzahl - um 21.627 Tsd. € angestiegen sind, was im Wesentlichen auf die Tarifanpassungen im Mai 2014 (+ 2,2 %) sowie im April 2015 (+ 3,4 %) zurückzuführen ist.

Ferner ergab sich ein Anstieg der Altersversorgungskosten im Rahmen der Dotierung der Pensionsrückstellungen im Umfang von knapp 9 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die wesentlichen Ergebniseffekte im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellungen im Zinsergebnis niedergeschlagen haben, so dass wir insoweit auf unsere Ausführungen unter Ziffer 29 verweisen.

25. Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt 2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 3.141 3.183
Angestellte 6.971 6.927
Arbeitnehmer im Sinne § 267 HGB 10.112 10.110
Auszubildende 724 761
Mitarbeiter (gesamt) 10.836 10.871

Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich im Jahresdurchschnitt geringfügig um 35, während die Mitarbeiterzahl stichtagsbezogen von 10.923 zum Ende des Vorjahres um 153 auf 10.770 zum Ende des Berichtsjahres zurückgegangen ist.

26. Abschreibungen

Soweit in der Vergangenheit Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen wurden, haben diese das Jahresergebnis nachfolgender Geschäftsjahre nicht wesentlich beeinflusst.

Hinsichtlich der handelsrechtlichen Abschreibungsmethodik bezüglich beweglicher Gegenstände des Sachanlagevermögens verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Ziffer 2 dieses Anhangs.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem den Verwaltungs- und Vertriebsaufwand einschließlich der Verkaufssonderkosten, Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens (außer Vorräte und Wertpapiere), Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens (außer Vorräte), Garantieaufwendungen, Mieten, Pachten und Instandhaltungsaufwendungen, Transport- und Verpackungskosten, Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wechselkursänderungen in Höhe von 88.590 Tsd. € (Vorjahr: 54.854 Tsd. €), wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass unter den sonstigen betrieblichen Erträgen auch positive Wechselkurseffekte enthalten sind.

Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 163 Mio. € gestiegen, was in erster Linie auf die Bildung von Rückstellungen für geplante Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und zur Steigerung der Produktivität im Angestelltenbereich zurückzuführen ist, was zu einem Anstieg der Restrukturierungsaufwendungen um 51 Mio. € führte. Ferner schlugen sich die um 34 Mio. € gestiegenen Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen, deutlich höhere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, akquisitionsbedingte Einmaleffekte sowie der Anstieg einer Vielzahl von Kostenarten aufgrund der deutlich höheren Gesamtleistung in dieser Position nieder.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen sonstigen Steuern, Zölle und ähnliche Abgaben belaufen sich im Berichtsjahr auf 5.221 Tsd. € (Vorjahr: 4.851 Tsd. €).

28. Beteiligungsergebnis

in Tsd. € 2015 2014
Aufwendungen aus der Equitykonsolidierung assoziierter Unternehmen - 170 -
Beteiligungsergebnis - 170 -

Das Beteiligungsergebnis entfällt in voller Höhe auf mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, einem Gemeinschaftsunternehmen, das im Berichtsjahr von ABB, Bosch und Cisco gegründet wurde und an dem jedes der genannten Unternehmen jeweils ein Drittel der Anteile übernommen hat.

Die mozaiq operations GmbH, Frankfurt am Main, wird eine Plattform entwickeln und betreiben, über die Haushaltsgeräte unterschiedlichster Hersteller miteinander kommunizieren können.

29. Zinsergebnis

in Tsd. € 2015 2014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 637 4.657
(davon von verbundenen Unternehmen) (75) (178)
(davon aus Ab- / Aufzinsung) (498) (4.407)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 130.623 - 18.198
(davon an verbundene Unternehmen) (- 36)
(davon aus Ab- / Aufzinsung) (- 128.815) (- 16.422)
Zinsergebnis - 129.986 - 13.541

Das Zinsergebnis des Berichtsjahres belief sich auf - 129.986 Tsd. € und lag damit um 116.445 Tsd. € unter dem Zinsergebnis des Vorjahres.

Das Zinsergebnis enthält auch die Effekte aus der Auf- bzw. Abzinsung langfristiger Rückstellungen sowie Gewinne und Verluste im Zusammenhang mit (saldierungsfähigen) Vermögenswerten, die der Erfüllung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres einen Zinsaufwand in Höhe von 116.501 Tsd. € (Vorjahr: 83.855 Tsd. €), wovon 68.018 Tsd. € (Vorjahr: 33.581 Tsd. €) aus der Änderung des anzuwendenden Zinssatzes von 4,58 % im Vorjahr auf 3,94 % zum Ende des Berichtsjahres resultierten.

Des Weiteren enthält das Zinsergebnis des Berichtsjahres Aufwendungen aus der Verzinsung des saldierungsfähigen Vermögens bezüglich der Pensionsverpflichtungen und der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von insgesamt 7.709 Tsd. €, während das Ergebnis im Vorjahr Erträge in Höhe von 72.393 Tsd. € beinhaltete, so dass die deutliche Verschlechterung des oben aufgeführten Zinsergebnisses maßgeblich auf die gesunkene Rendite des saldierungsfähigen Vermögens zurückzuführen ist.

Die im Zinsergebnis ausgewiesenen Erträge aus der Abzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 495 Tsd. € (Vorjahr: 3.324 Tsd. €), während sich die Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen auf 4.585 Tsd. € (Vorjahr: 3.888 Tsd. €) beliefen.

Adjustiert man das Zinsergebnis um die zuvor beschriebenen Effekte, ergibt sich für das Berichtsjahr ein bereinigtes Zinsergebnis in Höhe von - 1.686 Tsd. € (Vorjahr: - 1.515 Tsd. €).

30. Steuern

Aufgrund des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, im Geschäftsjahr 2011 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages resultiert ein Teil des für das Berichtsjahr ausgewiesenen Steueraufwands aus einer Steuerumlage durch die zuletzt genannte Gesellschaft in Höhe von 4.809 Tsd. € (Vorjahr: 42.771 Tsd. €).

31. Ergebnisübernahme aufgrund Gewinnabführungsvertrag

Der Jahresfehlbetrag bzw. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich im Berichtsjahr auf - 4.747 Tsd. € (Vorjahr: 133.535 Tsd. €). Infolge des zwischen der ABB AG und der ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, bestehenden Gewinnabführungsvertrages werden von diesem Betrag insgesamt 18.239 Tsd. € (Vorjahr: 80.926 Tsd. €) an die ABB Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim, abgeführt. Der verbleibende Jahresfehlbetrag bzw. Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung in Höhe von - 22.986 Tsd. € (Vorjahr: 52.609 Tsd. €) entfällt auf die Ergebnisse solcher Konzerngesellschaften, deren Ergebnisse thesauriert werden, auf ergebniswirksame Konsolidierungseffekte sowie auf Ergebnisanteile, die einer Ausschüttungssperre unterlagen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen zu Ziffer 8 dieses Anhangs.

32. Honorare und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die Prüfungshonorare und sonstigen Vergütungen für Dienstleistungen unseres Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, betrugen:

in Tsd. € 2015 2014
Honorar für Abschlussprüfungsleistungen 807 786
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 49 5
Honorar für Steuerberatungsleistungen 99 23
Gesamthonorar 955 814

33. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands, Kredite

Die Höhe der im Geschäftsjahr 2015 aufgewendeten Aufsichtsratsvergütungen belief sich auf insgesamt 363 Tsd. €.

Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 betrugen insgesamt 1.560 Tsd. €. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 5.431 Tsd. €.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der ABB AG und ihren Hinterbliebenen waren zum Berichtsjahresende insgesamt 63.971 Tsd. € zurückgestellt.

Kredite im Sinne der §§ 89, 115 AktG bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 59 bis 61 aufgeführt.

34. Verzicht auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse gemäß § 264 III HGB und § 264b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 III HGB oder § 264b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:

ABB Training Center GmbH & Co. KG, Heidelberg
ABB Beteiligungs-Management GmbH, Mannheim
ABB Business Services GmbH, Heidelberg
Busch-Jaeger Elektro GmbH, Lüdenscheid
ABB Bauprojektmanagement GmbH, Mannheim
ABB Grundbesitz GmbH, Ladenburg
ABB Patent GmbH, Ladenburg
PMA Deutschland GmbH, Haßfurt
ABB Stotz-Kontakt GmbH, Heidelberg
ABB Striebel & John GmbH & Co. KG, Sasbach
ABB Wirtschaftsbetriebe GmbH, Mannheim

35. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der ABB AG, Mannheim (Kurzfassung)

Bilanz

in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 87,9 87,9
Finanzanlagen 389,5 370,4
Anlagevermögen 477,4 458,3
Vorräte (netto) 444,6 492,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 389,1 442,0
Flüssige Mittel und Kredite an Konzerngesellschaften 843,3 762,8
Gesamtvermögen 2.154,4 2.156,0
Eigenkapital 846,3 846,3
Rückstellungen 381,4 335,4
Erhaltene Anzahlungen (netto) 354,6 423,8
Finanzschulden und Kredite von Konzerngesellschaften 404,3 417,0
Andere Verbindlichkeiten 167,8 133,5
Gesamtkapital 2.154,4 2.156,0

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2015 2014
Umsatz 1.386,0 1.130,2
Gesamtleistung 1.588,0 1.204,3
Personal- und Materialaufwand - 1.196,0 - 839,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen - 501,6 - 349,6
Beteiligungs- und Zinsergebnis 70,7 74,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 38,9 89,5
Außerordentliches Ergebnis - - 3,3
Ergebnis vor Steuern - 38,9 86,2
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft - 18,2 - 80,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 57,1 - 5,3
Jahresüberschuss - -
Gewinnvortrag 0,4 0,4
Bilanzgewinn 0,4 0,4

Der Jahresabschluss der ABB AG, Mannheim, wird im Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.

Mannheim, 01. März 2016

ABB AG

Der Vorstand

Krabbe

Ochsner

Dr. Schumacher

Bestätigungsvermerk

„Wir haben den von der ABB AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Mannheim, 8. März 2016

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Th. Müller, Wirtschaftsprüfer

Reiter, Wirtschaftsprüfer

Fünfjahresübersicht

Bilanz

in Mio. € 2015 2014 2013 2012 2011
Immaterielle Vermögensgegenstände 41 45 44 74 103
Sachanlagen 293 285 272 258 246
Finanzanlagen 8 9 9 11 43
Summe Anlagevermögen 342 339 325 343 392
Vorräte einschließlich geleistete Anzahlungen 2.877 2.731 2.605 2.304 1.683
Verrechnete Kundenanzahlungen - 2.204 - 2.004 - 1.536 - 1.485 - 1.126
\= Summe Vorräte (netto) 673 727 1.069 819 557
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445 425 429 489 491
Flüssige Mittel inklusive Kredite an verbundene Unternehmen 419 391 406 422 537
Sonstige Aktiva * 133 220 198 196 153
Summe Umlaufvermögen 1.670 1.763 2.102 1.926 1.738
Bilanzsumme 2.012 2.102 2.427 2.269 2.130
Gezeichnetes Kapital 168 168 168 168 168
Rücklagen (inklusive Fremdanteile) 214 227 262 282 327
Konzerngewinn (inklusive Fremdanteile) 244 273 186 183 73
Summe Eigenkapital 626 668 616 633 568
Rückstellungen für Pensionen 106 68 61 95 96
Übrige Rückstellungen 576 539 552 582 682
Summe Rückstellungen 682 607 613 677 778
Erhaltene Anzahlungen 410 488 755 539 274
Sonstige Passiva ** 294 339 443 420 510
Bilanzsumme 2.012 2.102 2.427 2.269 2.130
Finanzmittelbestand 419 391 406 422 537
Finanzschulden 51 152 234 168 283
Nettoliquidität 368 239 172 254 254

* Inklusive Rechnungsabgrenzungsposten und Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

** Inklusive Sonderposten aus Investitionszulagen

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. € 2015 2014 2013 2012 2011
Gesamtleistung 3.527 3.057 3.315 3.234 3.435
Materialaufwand - 1.762 - 1.421 - 1.569 - 1.574 - 1.633
Personalaufwand - 815 - 780 - 794 - 781 - 739
Abschreibungen - 64 - 60 - 85 - 82 - 86
Übrige Aufwendungen ./. übrige Erträge - 886 - 605 - 661 - 584 - 685
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 5 - 57 - 70 - 49 - 71
Jahresfehlbetrag / -überschuss vor Ergebnisübernahme - 5 134 136 164 221
Ergebnisübernahme Muttergesellschaft - 18 - 81 - 150 - 98 - 200
Jahresfehlbetrag / -überschuss nach Ergebnisübernahme - 23 53 - 14 66 21
Auftragseingang
Inland 1.574 1.576 1.518 1.542 2.296
Ausland 1.806 1.358 1.576 1.524 1.488
Summe 3.380 2.934 3.094 3.066 3.784
Auslandsanteil 53 % 46 % 51 % 50 % 39 %
Umsatz
Inland 1.796 1.475 1.360 1.414 1.454
Ausland 1.499 1.500 1.745 1.487 1.914
Summe 3.295 2.975 3.105 2.901 3.368
Auslandsanteil 45 % 50 % 56 % 51 % 57 %
Investitionen in Sachanlagen * 87 77 73 70 53
Abschreibungen auf Sachanlagen * - 64 - 60 - 85 - 82 - 86
Mitarbeiter (jeweils am 31.12.) 10.770 10.923 10.942 10.989 10.868

* Inklusive immaterielle Vermögensgegenstände

Impressum

Herausgeber:

ABB AG

Unternehmenskommunikation

Postfach 10 01

64 68001 Mannheim

Gestaltung:

RiegerDesign, Heidelberg

Druck: NINO Druck GmbH, Neustadt

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

ABB weltweit auf einen Blick

ABB Ltd, Konzern, Zürich

in Mio. US $ * 31.12.2015 ** 31.12.2014
Auftragseingang 36.429 41.515
Umsatz und übrige Betriebserlöse 35.481 39.830
Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) 3.049 4.178
Operatives EBITA 4.169 4.475
Gewinn aus weitergeführten Aktivitäten, vor Steuern und Minderheitsanteilen 2.840 3.896
Konzerngewinn 1.933 2.594
Eigenkapital (ohne Minderheiten) 14.481 16.269
Bilanzsumme 41.356 44.852
Mitarbeitende 135.800 140.400
Segmentergebnisse (Operatives EBITA)
Prozessautomation 755 958
Industrieautomation und Antriebe 1.271 1.589
Niederspannungsprodukte 1.096 1.241
Energietechnik-Produkte 1.178 1.319
Energietechnik-Systeme 274 - 96
Konzern und Übrige - 405 - 536

* Die Abschlüsse wurden nach U. S. Generally Accepted Accounting Principles (U. S. GAAP) erstellt.

** Vorläufige Zahlen gemäß Bilanzveröffentlichung der ABB Ltd, Zürich/Schweiz, vom 3. Februar 2016.

Der Geschäftsbericht und weitere Informationsschriften des ABB-Konzerns sind erhältlich bei der ABB AG, Unternehmenskommunikation, Postfach 10 01 64, 68001 Mannheim, oder bei der ABB Ltd, Corporate Communications, Affolternstraße 54, 8050 Zürich / Schweiz.