Earnings Release • Jun 2, 2022
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Download Source Filea.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Vorbemerkungen Die a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung (kurz „a.a.a. ag“ oder „Gesell- schaft“) ist an der Frankfurter Börse unter der Wertpapiernummer 722800 gelistet. Der Vor- stand der Gesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2021 von der Regelung des § 315 Abs. 5 i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und den Lagebericht der a.a.a. ag und des Konzerns zu- sammengefasst. Die a.a.a. ag ist zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach deutschem Han- delsrecht verpflichtet. Der Konzernabschluss ist nach § 315a Abs. 1 HGB nach internationalen Rechnungslegungsstandards aufzustellen. Soweit im Lagebericht zahlenmäßige Darstellungen erfolgen, beziehen sich diese auf den nach deutschen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzel- abschluss der a.a.a. ag und den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf- gestellten Konzernabschluss. 1. Grundlagen des Konzerns / Unternehmens Der Konzern der a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung („a.a.a. ag-Konzern“) befasste sich wie bisher mit der Immobilienverwaltung. Muttergesellschaft ist die a.a.a. akti- engesellschaft allgemeine anlageverwaltung („a.a.a. ag“). Die Beteiligungen mit mehr als 50 % Anteilsbesitz werden im Konzern voll konsolidiert. Zum 31.12.2021 umfasst der Konzern eine Gruppe von 13 Gesellschaften (zu Einzelheiten verweisen wir auf die im Konzernanhang ent- haltene Aufstellung). Die Verwaltung des Immobilienportfolios erfolgt durch die Muttergesell- schaft. Im Rahmen einer auf der Hauptversammlung vom 27.08.2007 beschlossenen Satzungs- änderung wurde der Geschäftsgegenstand um das weitere Geschäftsfeld der Immobilienent- wicklung für Dritte erweitert, die Tätigkeit aber noch nicht aktiv aufgenommen. Es werden bisher nur eigene Projekte entwickelt. Seit dem 30. April 2009 ist die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH, Frankfurt am Main, Hauptaktionär. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Unternehmensstruktur unverändert. Der Geschäftsbereich des Konzerns umfasst die Projektentwicklung und die Immobilienver- waltung. Bezogen auf das zum 31.12.2021 bestehende Portfolio unterteilen sich die verwalteten Im- mobilien in die Bereiche - - - Büro- und Geschäftsimmobilien Hotelgebäude Industrieflächen Seite 1 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2021 gemäß der jüngsten Meldung des Statistischen Bundesamts um 0,3 % zurückgegangen. Der Rückgang war weniger stark als ur- sprünglich befürchtet, weshalb das Jahresergebnis 2021 um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 % aufwärts korrigiert wurde. Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr steht seit wenigen Wochen ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland spüren den Konflikt vor allem an den stark gestiegenen Energiepreisen. Die ho- hen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen. Wie groß diese Effekte sind und was sie für die Entwicklung des Bruttoin- landsprodukts bedeuten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beziffern. Die in der Konjunkturberichterstattung genutzten Indikatoren zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage haben nämlich einen zeitlichen Nachlauf von ein bis zwei Monaten. Die aktuellen Indika- toren sind vom Stand Ende Januar. Damals zeigte sich die deutsche Industriekonjunktur in guter Verfassung: So stieg die Industrieproduktion im Januar erneut, nachdem sie bereits in den drei vorangegangenen Monaten zulegen konnte. Damit schien die Industrie zunehmend besser mit den Lieferengpässen bei wichtigen Vorleistungen und Rohstoffen zurecht zu kom- men. Dementsprechend hatte sich auch die Stimmung in den Unternehmen des Verarbeiten- den Gewerbes weiter aufgehellt. Auch der Boom am Arbeitsmarkt setzte sich fort: Die re- gistrierte Arbeitslosigkeit sank im Februar weiter, die Erwerbstätigkeit nahm im Januar zu. Gleichzeitig erholten sich die Einzelhandelsumsätze nach einem schwachen Weihnachtsge- schäft. (Quelle: https.bmwi.de/DE/Dossier/konjuktur-und-wachstum.html) Der Frankfurter Büromarkt hatte nach einem sehr stabilen ersten Halbjahr bereits im dritten Quartal deutliche Erholungstendenzen erkennen lassen, aber das Jahresschlussquartal hat noch einmal alle Erwartungen übertroffen. Mit einem Flächenumsatz (inkl. Eigennutzer) von 209.000 m² in Q4 wurde das drittstärkste Quartalsergebnis der vergangenen Jahre erzielt und der Gesamtjahresumsatz 2021 im Marktgebiet auf 538.000 m² gesteigert (davon 458.000 m² im gif-Marktgebiet). Dies entspricht einem Wachstum von fast 40 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz des weiterhin herausfordernden Umfelds im Zuge der Corona-Pandemie konnte nun in der Bankenmetropole ein Flächenumsatz auf dem Niveau des 10-Jahresdurchschnitts erzielt werden. Über alle Größenklassen hinweg ist die Marktdynamik gestiegen, allen voran im mitt- leren Größensegment. Positiv fallen Verträge über 10.000 m² ins Gewicht. Mit insgesamt sie- ben Abschlüssen ist der Umsatz gegenüber 2021 um 46 % auf 110.000 m² gestiegen und das Ergebnis liegt damit im langjährigen Durchschnitt (111.000 m²). (https://www.rea- lestate.bnpparibas.de/marktberichte/bueromarkt/frankfurt-at-a-glance) Seite 2 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung b) Geschäftsverlauf Konzern Da die Bestandsliegenschaften weitestgehend voll vermietet ins Geschäftsjahr gestartet sind, hat sich die Entwicklung des Bürovermietungsmarktes nicht auf unsere Liegenschaften ausge- wirkt. Auf Grund des noch immer boomenden Immobilienmarktes und Rekordpreisen für Objekte haben wir die Liegenschaft Annaberger Straße in Chemnitz sowie die unbebauten Grundstü- cke in Sossenheim veräußert. Der Verkauf erfolgte über den zuletzt festgestellten Verkehrs- werten, so dass sich im Konzern ein Veräußerungsergebnis von € 1,8 Mio. ergab. Zum Jahres- ende wurden die Liegenschaften Orber Straße und Wächtersbacher Straße in Frankfurt am Main veräußert. Der Vertrag wird zum 31. März 2022 wirksam. Hieraus resultieren Zuschrei- bungen von € 17,8 Mio., die das Konzernergebnis wesentlich erhöhten. Bei einigen Bestandsobjekten ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen, die der sich stabilisierenden wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen. Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Insgesamt beträgt das operative Ergebnis (EBIT) für 2021 T€ 21.807. Damit wurden die im La- gebericht 2020 abgegebene Prognose von einem EBIT in Höhe von T€ 1.700 weit übertroffen. Die im Lagebericht 2020 gegebene Prognose war jedoch ohne Berücksichtigung von Son- dereinflüssen, insbesondere aus der Bewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immo- bilien. Ohne diese Werterhöhungen sowie die Zuschreibungen aufgrund der zum Jahresende abgeschlossenen Kaufverträge für die Objekte Orber Straße und Wächtersbacher Straße in Frankfurt von insgesamt T€ 17.767 sowie den Gewinnen aus dem Verkauf der unbebauten Grundstücke in Sossenheim sowie der Liegenschaft Annaberger Straße in Chemnitz von T€ 1.823 ergibt sich ein EBIT von T€ 2.217 welches ebenfalls über der Prognose liegt. Die Abwei- chungen sind auf geringere Instandhaltungsaufwendungen sowie Einsparungen im Rahmen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Die Abweichungen zu den im Lagebericht 2020 gegebenen Prognosen sind wie folgt: Prognose Ist vor Sondereinflüssen 2021 Abweichung 2021 EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) T€ 1.700 30,00 % T€ 2.217 37,74 % T€ +517 +7,74 % Umsatzrentabilität (EBIT zu Umsatzerlösen) Eigenkapitalrentabilität (EBIT zu Eigenkapital) 3,50 % 1,60 % 3,39 % 1,84 % -0,11 % +0,24 % Gesamtkapitalrentabilität (EBIT zu Gesamtkapital) Seite 3 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Muttergesellschaft Das Jahresergebnis der a.a.a. aktiengesellschaft ist durch die übernommenen Gewinne aus der Veräußerung der Objekte der Grundstücksverwaltung Sossenheim GmbH und der Grund- stücksverwaltung Annaberger Straße GmbH von T€ 2.180 geprägt. Das Ergebnis nach Steuern beträgt danach T€ 901. Das im Vorjahr prognostizierte leicht negative Ergebnis vor Steuern und ohne Sondereinflüsse ist eingetreten. Die Mieterträge sind entgegen der Prognose zurückgegangen. Der Sachaufwand für die Ob- jekte ist jedoch durch Preissteigerungen und Instandhaltungsaufwendungen angestiegen. Auch die Personalaufwendungen haben sich entgegen der Prognose durch eine unterjährig geringere Beschäftigtenzahl leicht vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind durch den Wegfall von im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen für Prozesskosten zurück- gegangen, haben sich jedoch aufgrund von Preissteigerungen nicht im geplanten Ausmaß ver- mindert. c) Ertragslage Nach Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichts- punkten vorgenommen wurden, ergibt sich für den Konzern die folgende Ertragsübersicht: 2021 2020 Veränderung T€ % T€ % T€ % Umsatzerlöse 5.875 100 5.784 100 91 2 Aufwand für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien -1.890 3.985 2.337 -947 17.702 -1.267 -32 68 40 -16 301 -22 -2.495 3.289 1.084 -981 -3.851 -1.679 -43 57 19 -17 -67 -29 -605 696 1.253 -34 21.553 -412 -24 21 * -3 * Sonstige Erträge Personalaufwand Zu-/Abschreibungen übriger betrieblicher Aufwand -25 Operatives Ergebnis Zinsergebnis Steueraufwendungen 21.810 -1.472 -3.299 371 -25 -56 -2.138 -1.037 350 -37 -18 6 24.101 435 3.649 * 42 * Ergebnis der Periode 17.039 290 -2.825 -49 19.864 * * Wegen mangelnder Aussagekraft wird auf die Angabe verzichtet. Die Umsatzerlöse (Mieterlöse und die Erlöse aus Mietnebenkosten) sind gegenüber dem Vor- jahr um T€ 91 angestiegen. Der Aufwand für die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien enthielt im Vorjahr Auf- wendungen für die Beseitigung eines Wasserschadens, denen Versicherungserstattungen von Seite 4 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung T€ 317, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, gegenüberstan- den. Insgesamt wird ein gegenüber dem Vorjahr um T€ 696 verbessertes Rohergebnis ausge- wiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Veräußerungsgewinne mit T€ 1.823. Der Personalaufwand ist durch geringere durchschnittliche Beschäftigtenzahlen zurückgegan- gen. Zu Einzelheiten zu den Vorstandsvergütungen verweisen wir auf den Vergütungsbericht, der auf der Internetseite veröffentlicht wird. Die Zu-/Abschreibungen enthalten Zuschreibungen die zur Veräußerung bestimmtem Objekte Orber Straße und Wächtersbacher Straße mit T€ 17.173 sowie Zuschreibungen für die Objekte Friedrich-Ebert-Anlage, Wilhelm-Fay-Straße, Gutleutstraße 163-167 und Mainzer Landstraße 86 mit insgesamt T€ 594. Daneben sind planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und im- materielle Vermögenswerte von T€ 65 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um T€ 412 unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen mit T€ 352 auf Rechts- und Beratungskosten, die im Vor- jahr T€ 300 zuführung zu Rückstellungen für den Rechtsstreit mit dem Generalunternehmer für das Objekt in der Friedrich-Ebert-Anlage enthielten, und geringere Bürokosten ( T€ 23). Das negative Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 435 erhöht. Der Anstieg entfällt allein auf die Gewinnanteile der Minderheitsgesellschafter an Personengesellschaften. Durch die vorstehend beschriebenen Einflüsse ergibt sich für 2021 ein Periodenergebnis vor Steuern von T€ 20.338 (Vj. T€ -3.185). Nach Steueraufwendungen von T€ 3.299, die aus der Zuführung latenter Steuern für stille Reserven sowie Ertragsteuern für das Ergebnis 2021 re- sultieren, hat sich das Gesamtergebnis der Periode von T€ - 2.825 im Vorjahr auf T€ 17.039 erhöht. Im sonstigen Ergebnis der Periode werden versicherungsmathematische Veränderun- gen der Pensionsverpflichtungen sowie darauf entfallende latente Steuern ausgewiesen. Seite 5 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Für den Jahresabschluss der Muttergesellschaft ergibt sich nach Zusammenfassungen und Saldierungen, die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgenommen wurden, die folgende Ertragsübersicht: 2021 2020 Veränderung T€ % T€ % T€ % Umsatzerlöse 1.620 100 1.710 100 -90 -5 Sachaufwand Objekte abzüglich erhaltener Nebenkosten Personalaufwand -330 -947 -861 -20 -58 -53 -276 -981 -819 -16 -57 -48 54 -34 42 20 -3 5 Abschreibungen Sonstiger betrieblicher Aufwand abzüglich sonstiger Erträge -472 -29 -628 -37 -156 -25 BETRIEBLICHER AUFWAND BETRIEBSERGEBNIS -2.610 -990 * -2.704 -994 * -94 4 -3 0 -61 -58 Beteiligungsergebnis Zinsergebnis Ertragsteuern 2.955 -808 -256 * -50 -16 3.777 -762 -378 * -45 -22 -822 46 -122 -22 6 -32 JAHRESERGEBNIS 901 56 1.643 96 -742 -45 * Auf die Angabe wird wegen mangelnder Aussagefähigkeit verzichtet. Die Umsatzerlöse (es werden hier lediglich die Mieterlöse ausgewiesen) der Muttergesell- schaft haben sich um T€ 90 vermindert. Der Sachaufwand für die Objekte beinhaltet die Ener- gieaufwendungen, Grundsteuer, Kosten für Wartungen und Reparaturen und liegt durch hö- here Instandhaltungsaufwendungen sowie Preissteigerungen über dem Vorjahr. Die Personal- aufwendungen sind durch durchschnittlich weniger Beschäftigten leicht zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Fremdleistungen, allgemeine Versiche- rungsbeiträge sowie Rechts- und Beratungskosten aber auch allgemeine Verwaltungskosten für die eigenen Objekte, die nicht durch die Umlagen an die Tochtergesellschaften gedeckt werden. Hiervon wurden die sonstigen betrieblichen Erträge wie Verwaltungskostenumlagen sowie weiterbelastete Kosten an die Tochtergesellschaften abgesetzt. Der Rückgang ist auf die im Vorjahr erfolgte Zuführung zur Rückstellung für Prozesskosten von T€ 300 im Zusam- menhang mit dem Rechtsstreit mit dem Generalunternehmer für das Objekt in der Friedrich- Ebert-Anlage zurückzuführen. Das Beteiligungsergebnis ist durch die übernommenen Ergeb- nisse der Grundstücksverwaltung Sossenheim GmbH sowie Grundstücksverwaltung Annaber- gerstraße GmbH aus der Veräußerung der Objekte nur um T€ 822 vermindert. Die Abwertung der Beteiligung an der Grundstücksverwaltung Annaberger Straße GmbH aufgrund der Veräu- ßerung des Objektes ist mit T€ 367 enthalten. Der Steueraufwand entfällt auf das Ergebnis des Geschäftsjahres. Insgesamt wird danach ein Jahresüberschuss von T€ 901 ausgewiesen. Seite 6 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung d) Finanzlage Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zugleich die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Die Gesamtstrategie ist gegenüber 2020 unverändert. da) Kapitalstruktur Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Nettoschulden (Fremdkapitalaufnahmen abzüg- lich Barmittel und Bankguthaben) sowie dem Eigenkapital des Konzerns. Dieses setzt sich zu- sammen aus den ausgegebenen Aktien (gezeichnetes Kapital), der Kapitalrücklage und sons- tigen Rücklagen, den Gewinnrücklagen und den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter. Das Eigenkapital des Konzerns hat sich durch das Gesamtergebnis der Periode auf T€ 65.341 erhöht und deckt die langfristigen Vermögenswerte. Die verzinslichen Darlehen von Kreditinstituten betragen insgesamt T€ 40.637. Alle Darlehen sind festverzinslich. Rund 5 % der Darlehen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und rund 36 % haben Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren. Die Zinssätze der festver- zinslichen Darlehen liegen im Durchschnitt bei rd. 2,5 %. Die finanziellen Schulden haben sich gegenüber dem Vorjahr im Saldo um T€ 3.444 verringert. Damit beträgt der Anteil der externen Finanzierungen rd. 34 % der gestiegenen Bilanzsumme. Das Loan-to-Value-Ratio (Verhältnis der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Marktwert der Bestandsimmobilien) hat sich auf rd. 66 % zum 31. Dezember 2021 erhöht (Vorjahr rd. 49 %). Der Nettoverschuldungsgrad zum Jahresende stellt sich wie folgt dar: 31.12.2021 T€ 31.12.2020 T€ Bankverbindlichkeiten 40.637 -878 44.081 -424 Barmittel und Bankguthaben Nettoschulden 39.759 43.657 Eigenkapital 65.341 48.302 Nettoschulden zu Eigenkapital 60,85 % 90,38 % Zum Abschlussstichtag weist die Bilanz der Muttergesellschaft eine Bilanzsumme von T€ 83.463 aus. Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss auf T€ 39.465 und hat damit einen Anteil an der gestiegenen Bilanzsumme von rd. 47 %. Seite 7 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung db) Investitionen a.a.a. aktiengesellschaft Im Geschäftsjahr erfolgten lediglich geringe Investitionen in Betriebs-und Geschäftsausstat- tung von T€ 13. Konzern Auch im Konzern waren keine nennenswerten Investitionen zu verzeichnen. dc) Liquidität Bezüglich der Liquidität im Konzern verweisen wir auf die Darstellung in der Konzernkapital- flussrechnung. Die Veränderung des Finanzmittelbestands sowie die dafür ursächlichen Mittelbewegungen für die Muttergesellschaft werden anhand der nachfolgenden Kapitalflussrechnung aufge- zeigt: 2021 T€ 2020 T€ 1. Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit Periodenergebnis 901 1.643 + Zuschreibungen/Abschreibungen 1.227 0 236 819 -125 584 -/+ Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen +/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen -/+ Zu-/Abnahme Forderungen und übrige Aktiva +/- Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten -406 1.035 2.993 3.032 5.848 11.801 Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2. Cash flow aus der Investitionstätigkeit + - Einzahlungen aus Anlageabgängen Investitionen in Anlagevermögen Cash flow aus der Investitionstätigkeit 0 -13 -13 151 -10.629 -10.478 3. Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit Neuaufnahme von Bankverbindlichkeiten Tilgung von Bankverbindlichkeiten Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit 0 -2.776 -2.776 0 -1.265 -1.265 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode Zahlungswirksame Veränderungen Summe 1-3 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 204 92 58 34 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 296 92 5. Zusammensetzung der Finanzmittelfonds Liquide Mittel Finanzmittelfonds am Ende der Periode 296 296 92 92 Seite 8 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist gut. Es sind keine Engpässe zu erwarten. e) Vermögenslage Aus den Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre ergeben sich nach Zusammenfassungen die folgenden Vermögens- und Kapitalstrukturen: Konzern 2021 2020 Veränderung T€ % T€ % T€ % als Finanzanlagen gehaltene Immobilien 61.300 50,9 89.577 87,6 -28.277 -32 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Ausleihungen 381 7.060 0,3 5,9 440 0 0,5 0,0 -59 7.060 -13 * langfristige Vermögenswerte 68.741 57,1 90.017 88,1 -21.276 -24 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4.419 878 3,6 0,7 11.775 424 11,5 0,4 -7.356 454 -62 * flüssige Mittel Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 46.500 51.797 38,6 42,9 0 12.199 0,0 11,9 46.500 39.598 18.322 * * kurzfristige Vermögenswerte Summe Vermögenswerte 120.538 100,0 102.216 100,0 18 Eigenkapital 65.341 54,2 48.302 47,3 17.039 35 Minderheitsanteile an Personengesell- schaften finanzielle Schulden 1.935 38.654 1,6 32,1 1.276 40.632 1,2 39,8 659 -1.978 52 -5 Pensionsverpflichtungen latente Steuerschulden langfristige Schulden 7 6.161 0,0 5,1 11 3.158 0,0 3,1 -4 3.003 1.680 -36 95 4 46.757 38,8 45.077 44,1 finanzielle Schulden 1.983 1,6 3.449 3,4 -1.466 -43 übrige Rückstellungen übrige Verbindlichkeiten 2.648 3.809 2,2 3,2 2.399 2.989 2,3 2,9 273 820 11 27 kurzfristige Schulden 8.440 7,0 8.837 8,6 -397 -4 Summe Eigenkapital und Schulden 120.538 100,0 102.216 100,0 18.322 18 * Wegen mangelnder Aussagefähigkeit wird auf die Angabe verzichtet. Seite 9 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 18 % erhöht. Dies ist auf die Aufwertungen der zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte sowie der Bestandslie- genschaften zurückzuführen. Das Eigenkapital hat sich um das Gesamtergebnis der Periode erhöht und beträgt nun 54,2 % der gestiegenen Bilanzsumme. Die langfristigen finanziellen Schulden haben sich durch planmäßige Tilgungen um T€ 1.978 vermindert und die kurzfristigen finanziellen Schulden um T€ 1.466. Die übrigen Verbindlich- keiten sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Muttergesellschaft 2021 2020 Veränderung T€ % T€ % T€ % Immaterielles Vermögen und Sachanlagen Finanzanlagen 30.431 46.136 76.567 36,5 55,3 91,8 31.279 39.442 70.721 37,2 46,9 84,1 -848 -3 6.694 17 8 ANLAGEVERMÖGEN 5.846 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 264 0,3 578 0,7 -314 -54 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.714 296 6,8 0,4 0,7 8,2 12.145 92 14,4 0,1 -6.431 204 -53 * flüssige Mittel Sonstige Aktiva 622 531 0,7 91 17 -48 UMLAUFVERMÖGEN 6.896 13.346 15,9 -6.450 AKTIVA 83.463 100,0 84.067 100,0 -604 1 EIGENKAPITAL 39.465 47,4 38.564 45,9 901 2 Pensionsverpflichtungen 6 0,0 10 0,0 -4 -40 Bankverbindlichkeiten langfristig 22.435 26,8 23.729 28,2 -1.294 -5 -5 Fremdkapital langfristig 22.441 26,8 23.739 28,2 -1.298 Sonstige Rückstellungen 3.038 1.297 3,7 1,6 2.798 2.779 3,3 3,3 240 9 Bankverbindlichkeiten kurzfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -1.482 -53 710 0,8 78 0,1 632 781 * 5 15.520 18,5 14.739 17,5 Sonstige Verbindlichkeiten 992 1,2 1.370 1,7 -378 -28 -1 Fremdkapital kurzfristig 21.557 25,8 21.764 25,9 -207 PASSIVA 83.463 100,0 84.067 100,0 -604 -1 * Wegen mangelnder Aussagefähigkeit wird auf die Angabe verzichtet. Seite 10 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Die Bilanzsumme des Mutterunternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 1 % ver- mindert. Dies resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen. Die Vermögenslage des Konzerns und der Muttergesellschaft sind geordnet. Die langfristigen Vermögenswerte sind zu rd. 89 % durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten finan- ziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Konzernumsatz um 2 % von T€ 5.784 auf T€ 5.875 an- gestiegen. Gleichzeitig ist der Aufwand für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien um T€ 605 zurückgegangen, so dass das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Aufwand für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) um T€ 696 über dem Vorjahr liegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich um T€ 23.948 erhöht, da gegenüber dem Vorjahr hohe Wertsteigerungen für zur Veräußerung gehaltene Immobilien zu verzeichnen waren und sich zusätzlich ein positives Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf der unbebauten Grundstücke in Sossenheim und des Objektes Annabergerstraße in Chemnitz von T€ 1.823 ergeben hat. Die Nettoverschuldung sank von 90,38 % auf 60,85 %. Der Konzern verfügt unverändert über eine noch hohe Eigenkapitalquote von 54,2 % (Vj. 47,3 %). Die Muttergesellschaft hatte aus der Vermietungstätigkeit einen leichten Umsatzrückgang von T€ 1.710 auf T€ 1.620. Aufgrund der Übernahme der Ergebnisse der Grundstücksverwal- tung Sossenheim GmbH und der Grundstücksverwaltung Annaberger Straße GmbH, die durch die Veräußerung der Grundstücke sehr hoch waren, wird ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von T€ 1.965 nach T€ 2.783 im Vorjahr ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern beträgt da- nach T€ 901. Die Nettoverschuldung beträgt 59,58 % (Vj. 68,50 %) und die Eigenkapitalquote 47,3 % (Vj. 45,9 %). f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der Überwachung und Steuerung des Konzerns werden finanzielle Leistungsindi- katoren verwendet. Einige Faktoren wie Netto-Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote wurden bereits in den vorstehenden Ausführungen angegeben. Darüber hinaus ergeben sich für den Konzern folgende Kennzahlen, welche der Überwachung und Steuerung des Konzerns unterliegen: 2021 T€ 21.810 2020 T€ -2.138 EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Umsatzrentabilität (EBIT zu Umsatzerlösen) 371,23 % -36,96 % Eigenkapitalrentabilität (EBIT zu Eigenkapital) 33,79 % 18,09 % -4,43 % Gesamtkapitalrentabilität -2,09 % (EBIT zu Gesamtkapital) Seite 11 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr 2021 erwartungsgemäß verbessert. Durch den Verkauf der unbebauten Grundstücke in Sossenheim und der Liegenschaft Annaberger Straße in Chemnitz sowie planmäßigen Tilgungen der Darlehen konnte der der Anstieg in Folge der Bewertung der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte teilweise kompensiert wird. Der Anstieg der Bilanzsumme beträgt 18 % gegenüber dem Vorjahr. Der Netto-Verschuldungs- grad hat sich im Jahr 2021 durch Tilgungen der Bankverschuldung und Erhöhung der flüssigen Mittel verbessert. Die ausgewiesenen flüssigen Mittel sind stichtagsbedingt und werden für laufende Verpflichtungen eingesetzt. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft war im Berichtsjahr weiterhin darum bemüht, sämtliche Kundenanfragen in- nerhalb kürzester Zeit zu bearbeiten und die Zufriedenheit der Mieter sicherzustellen. Durch weitere Verbesserungen der internen Struktur und insbesondere der EDV-Systeme gehen wir davon aus zukünftig noch besser auf die Probleme unserer Mieter reagieren zu können. Die Gesellschaft verursacht größenbedingt keine wesentlichen, die Umwelt beeinträchtigen- den Emissionen. Durch stetige Modernisierung des Immobilienbestandes, insbesondere der Leuchtmittel, sowie der Arbeitsmittel werden Energieverbräuche und Emissionen gesenkt. g) Gesamtaussage Konzern Im Konzern hat sich das Rohergebnis infolge leicht gestiegener Mieterlöse und geringerer Auf- wendungen für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien um T€ 696 auf T€ 3.985 verbes- sert. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Veräußerungsgewinne aus dem Ver- kauf der unbebauten Grundstücke in Sossenheim und des Objektes Annabergerstraße in Chemnitz von T€ 1.823. Das EBIT ist wesentlich beeinflusst durch das Bewertungsergebnis für die zur Veräußerung bestimmten Liegenschaften und Bestandsliegenschaften. Insgesamt beträgt das operative Er- gebnis (EBIT) für 2021 T€ 21.810. Damit wurden die Prognosen im Lagebericht 2020 weit über- troffen. Allerdings war die Prognose ohne Sondereinflüsse. Rechnet man die Bewertungs- und Veräußerungsgewinne ab ergibt sich ein positives EBIT in Höhe von T€ 2.217, dass die Prog- nose um T€ 517 übersteigt. Die im Lagebericht 2020 gegebene Prognose für ein positives Konzernergebnis ohne Son- dereinflüsse ist ebenfalls eingetreten. Ohne die Auswirkungen aus der Bewertung ergibt sich ein Ergebnis von T€ 626. Das auf die Konzerngesellschafter entfallende Eigenkapital hat sich durch den Jahresüber- schuss erhöht. Die planmäßige Tilgung der Bankverbindlichkeiten sowie das gestiegene Eigen- kapital führten zu einer Verringerung des Nettoverschuldungsgrades auf 60,85 %. Die Bilanz- summe im Konzern hat sich durch Werterhöhungen für Bestandsobjekte und zum Verkauf be- stimmte Vermögenswerte um 18 % erhöht. Das gestiegene Eigenkapital deckt die langfristigen Vermögenswerte vollständig. Seite 12 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Muttergesellschaft Bei der Muttergesellschaft haben sich die Mieterlöse leicht vermindert. Der Sachaufwand für die Objekte ist höher als im Vorjahr. Das Jahresergebnis ist durch die Ergebnisabführung der Veräußerungsgewinne der Grundstücksverwaltung Sossenheim GmbH und der Grundstücks- verwaltung Annaberger Straße GmbH geprägt. Das negative Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr infolge höherer Kreditinanspruchnahme bei verbundenen Unternehmen um T€ 46 erhöht. Insgesamt wird ein Jahresüberschuss von T€ 901 ausgewiesen. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss auf T€ 39.465 erhöht und beträgt nun 47,3 % der verminderten Bilanzsumme. Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital decken das Anlagevermögen mit 89 %. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Nachdem sich die Auswirkungen der nun schon seit zwei Jahren andauernden Corona-Pande- mie weiter vermindert haben und unseren Konzern zumindest nur durch geringe Mietausfälle betroffen wurde, hat sich nun durch die Kriegshandlungen in der Ukraine eine neue Risikolage entwickelt. Inwieweit sich die sich bereits zeigende Verteuerung der Energiepreise sowie dro- hende Verknappungen bei Rohöl und Gas aber auch weiter steigende Lebenshaltungskosten auf unseren Konzern auswirken werden ist noch nicht absehbar. Steigende Energiepreise im Bereich Heizöl, Gas und Strom werden an die Mieter weitergegeben und haben somit nur für unsere eigenen Büroräume sowie Leerstände Einfluss auf das Ergebnis. Inwieweit unsere Mie- ter die steigenden Fixkosten, insbesondere bei den Hotelimmobilien, an die Kunden weiter- geben können und wie steigende Lebenshaltungskosten das Konsumverhalten beeinflussen ist schwer zu beurteilen. Es könnte sein, dass hier Ertragseinbußen den Mieter entstehen und diese danach die Mieten nicht mehr oder nicht mehr vollständig begleichen können. Anderer- seits muss man auch sehen, dass die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht werden müssen und hierfür zumindest Hotels in der niedrigen und mittleren Preisklasse verwendet werden können. Vor diesem Hintergrund haben wir für unsere Prognose den Verlauf des Jah- res 2022 ohne noch nicht absehbare Sondereinflüsse zu Grunde gelegt. Der Konzern hat zum Jahresende eine solide Liquidität. Durch die Kaufpreiszahlungen für den Verkauf der Objekte Orber Straße und Wächtersbacher Straße, die spätestens im April 2022 erfolgen wird, verfügen wir über ein sehr gutes Polster und haben keine Liquiditätsengpässe. Rund 51 % der langfristigen Mieterträge werden mit Hotel- und Gastronomiebetrieben erzielt. Die Mieter unserer Hotelimmobilien sind langfristig etablierte Unternehmen, die in wirtschaft- lich rentablen Zeiten zukunftsfähige Konzepte leben und in finanziell kritischen Situationen weitsichtig agieren. Die Mieter sind bisher, mit Ausnahme der gesetzlichen Stundung, ihren Zahlungsverpflichtun- gen nachgekommen. Aufgrund von Verhandlungen nach dem Bilanzstichtag wurden einem Hauptmieter ein Teil der gestundeten Mieten erlassen. Auf Grund der Aufhebung von Be- schränkungen gehen wir davon aus, dass sich die Verhältnisse weiter verbessern. Seite 13 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Die planmäßigen Tilgungen der langfristigen Darlehen werden zu einer weiteren Verbesserung des Nettoverschuldungsgrades führen. Auch der Zinsaufwand wird hierdurch positiv beein- flusst. Seite 14 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Zu den einzelnen Liegenschaften: Wächtersbacher Str. 83 in Frankfurt am Main Das Objekt wurde mit Wirkung zum 31.03.2022 veräußert. Damit ist für das Jahr 2022 nur mit einem Ergebnisbeitrag für 3 Monate zu rechnen. Orber Straße in Frankfurt am Main Das Objekt wurde mit Wirkung zum 31.03.2022 veräußert. Damit ist für das Jahr 2022 nur mit einem Ergebnisbeitrag für 3 Monate zu rechnen. Gutleutstraße 163 – 167 in Frankfurt am Main Das Objekt war im Jahr 2021 fast voll vermietet und wir rechnen auch für 2022 mit einem positiven Ergebnis auf gleichem Niveau. Hotel in Frankfurt-Sossenheim Da es sich bei dem Objekt um eine Hotelimmobilie handelt, können wir die Entwicklung für das Geschäftsjahr 2022 noch nicht abschließend beurteilen. Wir gehen jedoch davon aus, dass auch hier wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet wird. Friedrich-Ebert-Anlage 3 in Frankfurt am Main Auch hier sind die Hauptmieter im Bereich Hotel und Gaststätten. Wir gehen davon aus, dass sich für 2022 ebenfalls ein positives Ergebnis, wenn auch leicht unter dem Ergebnis des abge- laufenen Geschäftsjahres, erwirtschaften lässt. Moselstraße 40 in Frankfurt am Main Das in dem Objekt betriebene Hostel ist ebenfalls von der Krise betroffen. Aber auch hier sind wir davon überzeugt, dass für 2022 ein positives Ergebnis erzielt werden kann. Gutleutstraße 173 in Frankfurt am Main Auch hier handelt es sich um eine Hotelimmobilie, jedoch wurden im Geschäftsjahr alle Miet- forderungen beglichen, weshalb wir gegenüber dem Vorjahr kein vermindertes Ergebnis er- warten. Gutleutstraße 175 in Frankfurt am Main Das Objekt ist voll vermietet und wir erwarten auch für das Geschäftsjahr 2022 keine Verän- derung und somit ein positives Ergebnis. Seite 15 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Gesamtaussage Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir für den Konzern ein leicht positives Ergebnis vor Sondereinflüssen. Die Zinsaufwendungen werden durch planmäßige Tilgungen von Darlehen unter den Aufwendungen für 2021 liegen. Die Mieterträge werden durch den Wegfall der Mie- ten der beiden veräußerten Objekte um rd. T€ 1.600 absinken. Nachstehend ist die Planung für das Geschäftsjahr 2021 ohne Sondereinflüssen dargestellt: Prognose 2022 EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) T€ 2.900 27,00 % Umsatzrentabilität (EBIT zu Umsatzerlösen) Eigenkapitalrentabilität (EBIT zu Eigenkapital) 2,5 % Gesamtkapitalrentabilität 1,56 % (EBIT zu Gesamtkapital) Für die Muttergesellschaft wird ebenfalls von gleichbleibenden Mieterträgen ausgegangen. Der Sachaufwand für die Objekte sollte wieder leicht zurückgehen. Bei dem Personalaufwand erwarten wir eine moderate Steigerung. Die übrigen Aufwendungen werden ohne Sonderef- fekte ebenfalls geringer ausfallen. Das Beteiligungsergebnis wird sich wesentlich erhöhen, da im Geschäftsjahr due Veräußerungsgewinne aus den Objekten Wächtersbacher Straße und Orber Straße mit insgesamt rd. € 24 Mio. in das Beteiligungsergebnis einfließen. Somit wird für die Muttergesellschaft ein Ergebnis von rd. € 24 Mio. vor Steuern und ohne weitere Son- dereinflüsse erwartet. 3.2. Risikobericht Der Vorstand der Muttergesellschaft befasst sich intensiv mit Risiken der künftigen Entwick- lung. Über die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmens- planung, insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, erhält der Aufsichtsrat die notwendigen Informationen, um im Zusammenwirken mit dem Vorstand zu einer Verbes- serung der internen und externen Unternehmensüberwachung zu kommen. Er hat geeignete Maßnahmen getroffen, um Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, früh zu erkennen. Potenzielle Risiken werden im Risikomanagementsystem anhand geeigneter Indikatoren erfasst und klassifiziert und auf ihre möglichen Auswirkungen geprüft. Dies ermöglicht die Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Bewältigung der spezifischen Risi- ken. Das Überwachungssystem bezieht sich auf die Unternehmensplanung mit Finanz- und Liquiditätsplanung, Ergebnisplanung, Investitionsplanung und Fragen des Personalbedarfs. Besondere Bedeutung kommt der Vermietungssituation mit der Leerstandsentwicklung zu. Dabei ist im System auch ein Soll/Ist-Vergleich vorhanden. Zur Vermeidung von Forderungs- Seite 16 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung ausfallrisiken werden die offenen Forderungen intensiv überwacht, so dass zeitnah alle not- wendigen Maßnahmen getroffen werden können, um die Chancen der Realisierung von For- derungen zu erhöhen. Die Risikostrategie der Gesellschaft sieht vor: • • Das Portfolio durch selektive Verkäufe und Zukäufe sowohl strukturell zu verbessern als auch auf den Großraum Frankfurt zu fokussieren. Durch aktive Zusammenarbeit mit sämtlichen namhaften Maklerhäusern die Leer- standszeiten zu minimieren und freigewordene Flächen wieder dem Markt zuzuführen und flexibel auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. • • Durch aktives Bestandsmanagement und stetige persönliche Kontakte mit den Mie- tern die Zahlungsausfälle zu minimieren und die Mieter langfristig zu binden. Konservative Finanzierungsstrategie mit einem festen Zinssatz und einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren. Im Einzelnen ist die Gesellschaft folgenden spezifischen Risiken ausgesetzt: 1. Immobilienmarktrisiko Grundsätzlich ist der Markt für Immobilien vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld und dem da- raus resultierenden Nachfrageverhalten der Marktteilnehmer beeinflusst. Der Immobilien- markt ist von zahlreichen, sich zum Teil auch gegenseitig beeinflussenden Faktoren abhängig und unterliegt Schwankungen, die nicht vorhersehbar und durch die a.a.a. ag nicht beeinfluss- bar sind. Eine Korrelation mit einem bestimmten anderen Markt ist nicht erkennbar; folgende Faktoren spielen für die Marktentwicklung eine Rolle: a) gesamtwirtschaftliches Wachstum, Zinsniveau und die Erwartungen der Unterneh- men über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere die weiteren Aus- wirkungen der Corona-Pandemie b) daraus resultierend das Angebot und die Nachfrage an den Immobilienmärkten un- ter Berücksichtigung von lagespezifischen Besonderheiten, c) die gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen. 2. Vermietungsrisiko Die Objekte der Gesellschaft sind im Wesentlichen voll vermietet. Die Mieteinnahmen verteilen sich - außer bei den langfristig vermieteten Hotelobjekten - auf Seite 17 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung verschiedene Mieter pro Objekt. Durch diese Konstellation wird der vollständige Leerstand einzelner Objekte bei Auszug eines Mieters vermieden. Für die Gesellschaft besteht jederzeit das Risiko, dass auslaufende Mietverträge nicht verlän- gert werden, oder die Leerstände nicht vermietet werden können. Diesen Risiken wird durch aktives Bestandsmanagement sowie durch die Zusammenarbeit mit sämtlichen namhaften Maklerhäusern entgegengewirkt. Eine besondere Risikosituation besteht zurzeit im Immobilienbesitz des Konzerns nicht. Für generelle Risiken wird, wenn befristete Mietverträge auslaufen, durch frühzeitige Kontaktauf- nahme sichergestellt, dass im Falle einer Beendigung des Vertrages ohne Verzögerung mit der Neuvermietung begonnen werden kann. 3. Baukostenrisiko, Bauzeitverlängerungsrisiko Die Strategie der Gesellschaft sieht sowohl die aktive Bestandshaltung als auch in dargestell- tem Umfang Projektentwicklungen vor. Dabei können im Zuge von Modernisierungen und Neubauten Risiken wie Kostenüberschreitung, Terminverzug als auch Mängel in der Bauaus- führung entstehen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, bedient sich die Gesellschaft bei Bauprojekten externer Berater, um im Prozess der Projektentwicklung Risiken frühzeitig zu identifizieren und entge- genwirken zu können. Im Zuge regelmäßiger Projektmeetings werden dabei entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung erarbeitet. In der Baubranche herrscht eine extreme Hochkonjunktur. Dadurch wird zum einen die Ver- fügbarkeit geeigneter Handwerksbetriebe eingeschränkt, zum anderen sind die Preise für Handwerkerleistungen deutlich erhöht. Rohstoffverknappungen und die hohe Inflationsquote führen zu weiteren Preissteigerungen. Insgesamt führt dies dazu, dass geplante Instandhal- tungen nicht oder erst viel später und dann auch teurer als geplant durchgeführt werden kön- nen. 4. Bewertungsrisiko Die Immobilien der a.a.a. ag werden in der Konzernbilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert gemäß IAS 40 ausgewiesen. Die Bewertung der Immobilien erfolgt durch einen öffentlich be- stellten und vereidigten Sachverständigen. Da die Bewertungen von Immobilien durch zahl- reiche Faktoren beeinflusst werden, können Veränderungen in der Bewertung auftreten, die auch Auswirkungen auf die in der Bilanz ausgewiesenen Wertansätze haben. 5. IT-Risiken Die Zuverlässigkeit und Sicherheit des IT-Systems werden durch einen externen IT-Dienstleis- ter sichergestellt, da ein Ausfall der IT-Systeme zur Unterbrechung der Geschäftstätigkeit und somit höheren Kosten führen kann. Ein redundantes System schützt vor Datenverlust und ho- hen Ausfallzeiten. Seite 18 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung 6. Personalrisiken Mit dem vorhandenen Team können wir alle relevanten Aufgaben erfüllen. In Teilbereichen setzen wir auf die Unterstützung spezialisierter, externer Berater. Der Umgang zwischen Mit- arbeitern, Beratern und Führungskräften ist dabei von Respekt und dem Bewusstsein geprägt, dass die Unternehmensziele nur gemeinsam erreicht werden können. 7. Rechtsrisiken Rechtsrisiken umfassen das Risiko nachteiliger Wirkungen durch neue gesetzliche Regelungen, Unwirksamkeit oder Mangelhaftigkeit vertraglich vereinbarter Bestimmungen sowie deren mangelnde Durchsetzbarkeit vor Gericht. Zur Vermeidung solcher Risiken setzt die Gesell- schaft jeweils anerkannte Fachleute wie Rechtsanwälte Architekten etc. zur Prüfung und Er- stellung von Verträgen und Anträgen ein. 8. Risiken im Finanzbereich Risikofaktoren im Finanzbereich sind das Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiko. Für den Konzern ist im Wesentlichen das Zinsrisiko gegeben. Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflow eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwankt. Um diesem Risiko nicht ausgesetzt zu sein, werden mit wenigen Ausnahmen langfristige, festverzinsliche Darlehen abgeschlossen. Kurzfristig variabel verzinsliche Darlehen werden nur bei entsprechender Prognose für die Zinsentwicklung abgeschlossen. Da es sich dabei zudem um kurze Laufzeiten während Bau- phasen handelt, sieht die Gesellschaft hieraus keine wesentlichen Risiken. Kreditrisiken be- stehen nur in begrenztem Umfang. Bei den Forderungen beläuft sich das maximale Ausfallri- siko auf den Buchwert. Das Ausfallrisiko wird durch Richtlinien, Verfahren und Kontrollen des Konzerns für das Ausfallrisikomanagement bei Kunden gesteuert. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überwacht. Das Liquiditätsrisiko wird durch konzernweite Finanzplanung weitgehend abgesichert. Die zu erwartende Entwicklung der Liquidität wird jährlich im Voraus erstellt und auf Basis der Ist- Daten zeitnah aktualisiert. Risikosituation Die vorhandenen Kontroll- und Überwachungssysteme und das Berichtswesen an den Auf- sichtsrat und Vorstand haben sichergestellt, dass Risiken erkannt und minimiert werden, dass nicht vermeidbaren Risiken entgegengewirkt wird und der Aufsichtsrat seine Kontrollfunktion ausüben kann. Der Vorstand sieht die Verpflichtungen des Risikomanagements durch die Maßnahmen erfüllt. Gegen die Risiken des Geschäfts hat sich die a.a.a. ag ausreichend versichert. Die Immobilien sind gegen Sachschäden sowie Mietverluste versichert. Eine Haftpflichtversicherung besteht Seite 19 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung ebenfalls. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Konjunkturentwicklung werden sich auch im Jahr 2022 weiter abbauen. Inwieweit die Auswirkungen aus den Kriegshandlungen in der Ukraine den Geschäftsverlauf im Konzern beeinflussen werden, können wir noch nicht absehen. Aus diesem Grund ist es oberstes Ziel der Gesellschaft, die Liquidität zu erhalten und, nach Vorliegen verlässlicher Zahlen und Informationen über die künftige Entwicklung, die wei- tere Verwendung der Objekte zu prüfen. Insgesamt lassen sich jedoch keine unmittelbaren Risiken auf eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft ableiten. 3.3. Chancenbericht Wir beobachten auch weiterhin den Markt, um unser Portfolio ergänzen zu können. Für zwei veräußerte Objekte wurden steuerliche Rücklagen für Ersatzinvestitionen gebildet, die wir auch nutzen möchten. 3.4. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanage- ments im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Im Rahmen der Analyse von Risikofaktoren und bestandsgefährdenden Risiken wird auch die Kontrolle der rechnungslegungsrelevanten Prozesse vorgenommen. Sämtliche Funktionen im Bereich der Rechnungslegungsprozesse sind eindeutig zugeordnet. Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugten Zugriff geschützt und die Daten sind durch die eingerichteten Sicherungssysteme jederzeit wiederherstellbar. Eine Notfallplanung für den Ausfall der Systeme liegt vor. Es wird ausschließlich Standardsoftware eingesetzt. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen sind entsprechend qualifiziert. Die Vollstän- digkeit und Richtigkeit von Daten des Rechnungswesens werden durch Kontrollen Dritter im Rahmen der Halbjahresberichterstattung überprüft. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet. Aufgrund der personellen Struktur kann es durch den längeren Ausfall von Personen in Schlüsselpositionen, insbeson- dere im Rechnungswesen, zu Störungen der Betriebsabläufe kommen. In diesen Fällen kann die Gesellschaft jederzeit auf einen Dienstleister zurückgreifen, der über die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt und die Aufgaben wahrnehmen kann. Der Aufsichtsrat befasst sich u.a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements. Insgesamt ist sichergestellt, dass bei der a.a.a. aktiengesellschaft sowie bei allen in den Kon- zernabschluss einbezogenen Unternehmen die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben vorgenommen wird. Seite 20 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung 4. Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB sowie 315d HGB) Die Erklärung zur Unternehmensführung ist Teil der Lageberichterstattung der a.a.a. aktien- gesellschaft allgemeine anlageverwaltung und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021. Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung wird gemäß § 289f Abs. 1 Satz 2 HGB im April 2022 auf der Internetseite der Gesellschaft (http://www.aaa-ffm.de/pages/iv-finanzbe- richte.html) zugänglich gemacht. Auf eine weitere Veröffentlichung der Erklärung zur Unter- nehmensführung im zusammengefassten Lagebericht wird verzichtet. 5. Sonstige Angaben 5.1. Vergütungsbericht Einzelheiten ergeben sich aus dem Vergütungsbericht, der auf der Homepage der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wird. 5.2. Angaben gemäß § 315 a Abs. 4 HGB Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 41.200.000,00. Es ist eingeteilt in 19.741.379 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich ausnahmslos um Stammaktien, verschiedene Aktiengattungen sind nicht vorgesehen. Der Anspruch der Ak- tionäre auf Verbriefung ihrer Anteile ist ausgeschlossen. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von der in § 60 Abs. 1 und 2 AktG ge- troffenen Regelung bestimmt werden. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (§ 17 der Satzung). Beschränkungen, die Stimmrechte von Aktien betreffen, auch solche aus Vereinbarungen zwi- schen Gesellschaftern, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Eine Stimmrechtskontrolle am Kapital beteiligter Arbeitnehmer besteht nicht. Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstandes erfolgt gemäß § 84 AktG. Danach ist für die Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds nach § 6 der Satzung der Aufsichtsrat zuständig. Die Änderung der Satzung kann nur durch Beschluss der Hauptver- sammlung erfolgen (§§ 119, 179 AktG). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, bis zum 04. Juli 2022 das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien, um insgesamt bis zu € 20.600.000,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 9.870.689 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Die Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien kann dabei gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen. Dabei ist den Seite 21 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Die neuen Aktien können auch von einem oder meh- reren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmens mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelba- res Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates a) Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; b) das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sach- einlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Be- teiligungen an Unternehmen oder sonstiger Vermögensgegenstände erfolgt; c) das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des zum Zeit- punkt der Erteilung und des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung sowie des zum Zeit- punkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht über- schreitet, um die neuen Aktien gegen Bareinlage zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages, der möglichst zeitnah zur Platzierung der Stückaktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne des §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräu- ßert werden. Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe ein- schließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Weiter wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. August 2020 er- mächtigt, bis zum 18. August 2025 eigene Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Hiervon wurde bisher noch kein Gebrauch gemacht. Entschädigungsvereinbarungen wegen Kontrollwechsel bestehen nicht. 5.3. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Für die Rechnungslegung im Geschäftsjahr 2021 hat der Vorstand der a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unterneh- men – Abhängigkeitsbericht – nach § 312 AktG aufgestellt. Die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH, Frankfurt am Main, ist seit dem 30. April 2009 mit 95,63 % zurechenbaren Stimmrechtsanteilen die Konzernobergesellschaft dieses Teilkonzerns. Seit dem 18. Dezember 2014 ist die Rothenberger 4 x S Holding GmbH, Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 102182, Mutterunternehmen der Rothenber- ger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH. Die Rothenberger 4 x S Holding GmbH wurde zum Seite 22 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung 31.12.2021 auf die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH verschmolzen. Damit stellt die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH einen Konzernabschluss auf, in den sie die a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung und deren Tochterunternehmen einbezieht. Die Rothenberger 4 x S Vermögensverwaltung GmbH ist somit Mutterunterneh- men für den größten Kreis verbundener Unternehmen für die a.a.a. aktiengesellschaft. Der Vorstand der a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung hat den Abhängig- keitsbericht der Gesellschaft mit folgender Schlusserklärung abgeschlossen: „Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnah- men wurden weder getroffen noch unterlassen.“ Frankfurt am Main, den 31.03.2022 Der Vorstand Dr. Sven-G. Rothenberger Seite 23 von 23 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Frankfurt am Main Bilanz zum 31. Dezember 2021 AKTIVA 31.12.2021 € 31.12.2020 € € A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen 10.938,00 14.589,00 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 29.967.547,81 30.764.516,81 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. Anlagen im Bau 366.462,83 86.327,51 419.456,83 80.667,51 30.420.338,15 46.135.732,19 31.264.641,15 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 39.075.607,19 7.060.125,00 39.442.207,19 0,00 39.442.207,19 B. UMLAUFVERMÖGEN I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 263.925,47 578.129,14 5.713.803,83 5.248.459,35 3. Sonstige Vermögensgegenstände 594.366,95 7.395.866,24 13.222.454,73 6.572.096,25 II. Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten 295.643,71 27.430,00 92.115,12 30.816,00 C. RECHNUNGSABGENZUNGSPOSTEN D. AKTIVE LATENTE STEUERN 345,00 158,00 83.462.523,30 84.066.981,19 1/2 PASSIVA 31.12.2021 € 31.12.2020 € € A. EIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 41.200.000,00 1.227.445,77 41.200.000,00 1.227.445,77 III. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage 986.210,68 986.210,68 IV. Bilanzverlust -3.948.729,55 -4.849.713,26 38.563.943,19 39.464.926,90 B. RÜCKSTELLUNGEN 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.280,00 485.640,00 10.409,00 2. Steuerrückstellungen 273.650,00 3. Sonstige Rückstellungen 2.551.900,00 2.523.800,00 2.807.859,00 3.043.820,00 C. VERBINDLICHKEITEN 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.731.859,33 709.978,37 26.507.874,32 78.347,00 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.520.239,48 182.240,01 14.738.809,03 4. Sonstige Verbindlichkeiten 561.351,65 40.144.317,19 2.209,21 41.886.382,00 D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN E. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.547,00 807.250,00 807.250,00 83.462.523,30 84.066.981,19 2/2 a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung Frankfurt am Main Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2021 2021 € Vorjahr € € 1. Umsatzerlöse 2.485.689,26 2.419.002,36 2. Sonstige betriebliche Erträge 1.021.849,54 198.879,80 3.507.538,80 -625.986,96 2.617.882,16 3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen -509.203,77 4. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben -825.697,74 -855.791,93 -121.002,96 -946.700,70 -124.958,99 -980.750,92 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und 5. auf Sachanlagen -860.885,04 -818.516,41 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen -2.062.307,24 -1.301.952,24 -3.869.892,98 -3.101.219,57 2.700.865,02 619.601,65 3.626.439,69 8. Erträge aus Beteiligungen 233.623,06 davon aus verbundenen Unternehmen € 619.601,65 (Vj. € 233.623,06) 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 250.841,03 260.751,46 davon aus verbundenen Unternehmen € 219.897,13 (Vj. € 256.187,86) 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -366.600,00 0,00 0,00 11. Verluste aus Beteiligungen -59.094,64 davon aus verbundenen Unternehmen Vj. € 59.094,64 12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -24.661,55 -1.058.746,42 -1.022.798,65 davon an verbundene Unternehmen € 470.522,19 (Vj. € 419.132,03) davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 156,00 (Vj. € 272,00) 2.145.961,28 -256.036,43 3.014.259,37 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -378.231,63 davon aus der Auflösung/Zuführung latenter Steuern € 187,00(Vj. € -412,00) 15. Ergebnis nach Steuern 16. Sonstige Steuern 901.583,71 -600,00 1.643.486,56 -600,00 17. Jahresüberschuss 900.983,71 1.642.886,56 18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.849.713,26 -6.492.599,82 -3.948.729,55 -4.849.713,26 19. Bilanzverlust
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