Interim / Quarterly Report • Sep 16, 2022
Interim / Quarterly Report
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| 01 | HIGHLIGHTS | 5 |
|---|---|---|
| 02 | BRIEF DES VORSTANDS | 7 |
| 03 | OPERATIVE GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 9 |
| 04 | GESCHÄFTSMODELL & TECHNOLOGIE | 12 |
| 05 | KONZERNLAGEBERICHT | 14 |
| ƒ Grundlagen des Konzerns » Geschäftsmodell » Unternehmensstrategie |
14 | |
| ƒ Wirtschaftsbericht » Marktumfeld » Geschäftsentwicklung » Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage » Gesamtaussage zur Unternehmensentwicklung |
16 | |
| ƒ Chancen- und Risikobericht ƒ Prognosebericht ƒ Schlusserklärung |
20 21 22 |
|
| 06 | KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS | 23 |
| 07 | ANHANG ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS | 30 |
INVESTIEREN NEU DEFINIERT | Die Smartbroker Gruppe vernetzt Deutschlands Investmentmarkt für Privatanleger, bietet eine umfassende digitale Brokerage-Plattform und betreibt die mit Abstand größte Gruppe verlagsunabhängiger Finanzportale im deutschsprachigen Raum.
Wir ermöglichen es Anlegerinnen und Anlegern, fundierte Finanzentscheidungen zu treffen und ihre Anlagestrategien optimal umzusetzen – mit Smartbroker, Deutschlands größtem Next Generation Broker nach betreutem Vermögen, und der aktivsten Anleger-Community des Landes.
| Für das 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|
| in € Mio. gerundet | 2022 | 2021 | Änderung in % |
| Umsatz | 27,7 | 27,2* | +2 %* |
| Operatives EBITDA vor Kundengewinnungskosten | 7,9 | 9,0 | -13 % |
| Operatives EBITDA nach Kundengewinnungskosten | 4,7 | 1,1 | +312 % |
| Wertpapierdepots | 269.000 | 187.000 | +44 % |
| Betreutes Vermögen (in € Mio.) | 8.600 | 6.800 | +26 % |
| Ø betreutes Vermögen je Depot (in €) | 33.000 | 36.000 | -8 % |
| Ø Anzahl Trades je Depot (annualisiert) | 22 | 29** | - |
| Seitenaufrufe Finanzportale (in Mio.) | 1.500 | 2.300 | -35 % |
| Ø Anzahl Mitarbeiter | 244 | 200 | +22 % |
*Der Wert für H1 2021 entspricht dem Proforma-Umsatz, der die Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) vollkonsolidiert nach HGB ab 1. Januar 2021 darstellt. Nach Management Information System, wie in der Präsentation zu den Halbjahreszahlen 2021 vom 13. September 2021 dargestellt, würde sich dieser Wert auf € 23,8 Mio. belaufen. Geprüfter Jahresabschluss 2021: Vollkonsolidierung der Smartbroker AG ab 1. August 2021 (HGB)
**Basierend auf dem Wert für das Gesamtjahr 2021.
Die Smartbroker-Gruppe betreibt unter anderem den Smartbroker – einen mehrfach ausgezeichneten Next Generation-Broker, der als einziger Anbieter in Deutschland das umfangreiche Produktspektrum der klassischen Broker mit den äußerst günstigen Konditionen der Neobroker verbindet. Gleichzeitig betreibt die Gruppe vier reichweitenstarke Börsenportale (wallstreet-online.de, boersenNews.de, FinanzNachrichten.de und ARIVA.de). Mit mehreren Hundert Millionen monatlichen Seitenaufrufen ist die Gruppe der mit Abstand größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und unterhält die größte Finanz-Community.

eine wichtige Neuerung vorab – nach der erfolgreichen Umfirmierung darf ich Ihnen ab sofort über die Entwicklungen der Smartbroker Holding AG (vormals wallstreet:online AG) berichten. Zudem wurde die Smartbroker Betreibergesellschaft in Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) umfirmiert. Es war uns ein Anliegen, die gesteigerte Bedeutung des Transaktionsgeschäfts bereits im Firmennamen zum Ausdruck zu bringen. Die strategische Ausrichtung der Gruppe soll damit auch am Kapitalmarkt sichtbarer werden – schließlich ist es nicht nur möglich, mit dem Smartbroker, sondern durch unsere Börsennotierung auch in den Smartbroker zu investieren. Gleichzeitig bleibt die starke Marke der wallstreet:online für unser Mediengeschäft erhalten. Unsere journalistischen Angebote, einschließlich der neuen, exklusiven Börsenbriefe, sind in der wallstreet:online Publishing GmbH gebündelt.
Im August übernahm ich den Posten des Vorstandsvorsitzenden von Matthias Hach, der sein Amt nach Einigung mit dem Aufsichtsrat niederlegte. Hauptgrund für diese Veränderung waren unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Implementierung der festgelegten Strategie, vor allem in Bezug auf die Fertigstellung und Markteinführung von Smartbroker 2.0. Es ist mir ein Anliegen, hier nochmals zu verdeutlichen, dass es keinen Wechsel in unserer Strategie oder der Vision an sich gibt. Wir arbeiten nach wie vor daran, die beiden Bereiche Information und Transaktion zu verbinden und privaten Anleger:innen und Sparer:innen eine integrierte Finanzplattform zu bieten, mit der sie fundierte Investitionsentscheidungen treffen und alle gängigen Anlageklassen zu günstigen Konditionen handeln können. Ich freue mich darauf, diese Ziele gemeinsam mit unserem Team umzusetzen und nehme die Herausforderung an, Smartbroker trotz der veränderten Marktsituation zum führenden Next Generation Broker Deutschlands zu machen.
Das herausfordernde Aktienumfeld trug in den vergangenen Monaten zur Verunsicherung der Märkte und Anleger:innen bei. Dabei stehen nach unserer Meinung die Einflüsse des Ukraine-Kriegs, der Inflation, der Änderungen in den Leitzinsen und die langsame wirtschaftliche Erholung nach den Lieferengpässen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Vordergrund.
Dennoch konnte die Smartbroker Gruppe an das Erfolgsjahr 2021 anknüpfen und im ersten Halbjahr 2022 Umsätze in Höhe von € 27,7 Mio. erwirtschaften. Das operative EBITDA lag bei € 7,9 Mio. Der 13%ige Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist der kurzfristigen Doppelbelastung im Geschäftsbereich Transaktion geschuldet. Das Unternehmen finanziert die Entwicklung von Smartbroker 2.0, der bis zur Markteinführung keinen Umsatzbeitrag leistet.
Smartbroker 2.0 ist die Neuauflage unseres beliebten Brokers, die kundenseitig vor allem eine neue Nutzeroberfläche, eine Trading-App und neue Produkte bieten wird. Im Hintergrund bauen wir eine eigene Transaktions- und Handelsplattform auf, die alle Prozesse von der Depoteröffnung, Orderaufgabe, über Order-Routing, Verbuchung, Reporting bis hin zur Anbindung an Clearing-Stellen und Handelsplätze abbildet. Dies macht uns unabhängiger von externen Partnern, erschließt neue Umsatzquellen und optimiert unser Geschäftsmodell dank steigender Margen mit zunehmenden Transaktionszahlen.
Die internen Tests ergaben weiteren Entwicklungsbedarf, der eine Verschiebung des Produktstarts auf Mitte 2023 bedingt. Die Migration der Bestandskunden startet direkt nach Produkteinführung und soll innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden. Neukunden nutzen Smartbroker 2.0 ab dem ersten Tag.
Das Projekt ist umfangreich und komplex, die Arbeiten daran laufen mit höchster Priorität. Weitere Teile der neuen Plattform werden internalisiert und durch unser Team fertiggestellt. Die Gesellschaft baute in den vergangenen Quartalen neben dem Team an Bereichsverantwortlichen auch eigene Techniker:innen und Programmierer:innen auf und besetzt weiterhin offene Stellen.
Neben der technischen Entwicklung war der Erwerb sämtlicher Anteile an Smartbroker AG zentraler Bestandteil der organisatorischen Voraussetzung für den Smartbroker 2.0-Start, der im April 2022 erfolgreich abgeschlossen wurde. Um die erweiterte BaFin-Lizenz (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) zur Erbringung zusätzlicher Wertpapierdienstleistungen wurde im Juli 2021 angesucht. Die Gesellschaft schaffte die nötigen organisatorischen und personellen Voraussetzungen und bestellte mit Uwe Lüders im September 2022 zuletzt einen erfahrenen Marktfolgevorstand auf Ebene der Smartbroker AG. Im Namen des gesamten Managements begrüße ich Uwe herzlich in der Unternehmensgruppe. Seine Expertise und relevante Markterfahrung im Bereich Banking und Financial Technology werden einen wertvollen Beitrag zu Start und Wachstum von Smartbroker 2.0 leisten.
Die Verschiebung im Smartbroker 2.0-Zeitplan bedingt auch eine Verzögerung der verstärkten Neukundengewinnung, die nach Markteinführung forciert werden soll. Die Marktlage löste zudem ab dem zweiten Quartal einen Rückgang in der Anzahl der Seitenaufrufe der Medienportale und der Transaktionen je Wertpapierdepot hervor. Im August aktualisierten wir daraufhin unsere Umsatzguidance für das Gesamtjahr 2022. Die Einsparung in den Kundengewinnungskosten ermöglichte die Beibehaltung des EBITDA-Ziels nach Kundengewinnungskosten. Wir rechnen nunmehr mit Umsatzerlösen zwischen € 54 Mio. und € 57 Mio. und einem operativen EBITDA vor Kundengewinnungskosten zwischen € 14 Mio. und € 16 Mio.
Im derzeitigen Marktumfeld bewährt sich das Mediengeschäft als solides Fundament der Gruppe, dessen Profi tabilität in Initiativen wie den Smartbroker 2.0 reinvestiert wird. Auch das Brokerage-Geschäft an sich ist rentabel – nicht zuletzt aufgrund unserer werthaltigen, erfahrenen Kunden, die auch in schwierigen Marktphasen rege mit durchschnittlichen Ordergrößen von über € 3 Tsd. handeln. Smartbroker führt mittlerweile rund 269 Tsd. Wertpapierdepots, deren durchschnittliches Volumen bei über € 30 Tsd. liegt. Wir freuen uns, dass die einzigartige Mischung aus Produktvielfalt, Preisvorteil und hauseigenem Kundenservice so viel Anklang fi ndet. Bei Smartbroker handeln Kunden:innen Aktien, Fonds und ETFs inklusive Sparpläne auf allen inländischen Handelsplätzen zu günstigen Konditionen.
Wir legen großen Wert auf gesundes Unternehmenswachstum, Wirtschaftlichkeit, eff ektives Kostenmanagement und Unabhängigkeit in der Finanzierung. Im Zuge einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage konnte das Unternehmen im Juli 2022 rund € 10 Mio. einnehmen. Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem für die technologische Weiterentwicklung von Smartbroker und dessen Kundenwachstum verwendet werden. Mehr als die Hälfte der neuen Aktien wurde von Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates gezeichnet – ein klares Bekenntnis zur Vision der Gruppe.
Mit Smartbroker 2.0 setzen wir uns kein geringeres Ziel, als den hiesigen Retail-Brokerage-Markt zu revolutionieren. Das Gebührenmodell des Smartbrokers soll weiterhin fairer, transparenter und radikal günstiger sein als vergleichbare Konkurrenzprodukte. Dabei genießen unsere Kunden das volle Produktspektrum herkömmlicher Broker und können künftig sogar Kryptowährungen über eine integrierte Oberfl äche – per App oder Web-Anwendung – handeln.
Wir bedanken uns bei unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Aktionär:innen für das uns entgegengebrachte Vertrauen und für ihre Treue, auch und gerade mit Blick auf das schwierige Börsenumfeld. Sie geben uns die Stabilität, unsere Strategie langfristig und nachhaltig umzusetzen.
Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die täglich hart daran arbeiten, unsere Vision umzusetzen. Sie erzielen hervorragende Leistungen und stellen sich der Herausforderung, im Regelbetrieb unseres bestehenden Produktspektrums ein von Grund auf neu konzipiertes Angebot bis zur Marktreife zu entwickeln.
André Kolbinger Vorstandsvorsitzender
Umsatz, in € Mio. (2019 - H1 2022, 2022 Guidance)

*Anmerkung: Proforma-Umsätze, die die Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) vollkonsolidiert ab 1. Januar 2021 darstellen (HGB). Nach Management Information System lagen die Umsatzwerte für das erste Halbjahr 2021 bei € 23,8 Mio. und für das Gesamtjahr 2021 bei € 51,4 Mio., jeweils ohne nennenswerte Auswirkungen auf das EBITDA.
Die Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von € 27,7 Mio.
Das operative EBITDA vor Kundengewinnungskosten lag bei € 7,9 Mio., der Wert nach Kundengewinnungskosten bei € 4,7 Mio.
4,7
| in € Mio. gerundet | H1 2022 | H1 2021** | Änderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 27,7 | 27,2 | +2 % |
| davon Transaktion | 10,7 | 9,7 | +10 % |
| davon Media | 17,0 | 17,7 | -4 % |
| EBITDA | 4,7 | 0,6 | +638 % |
| Bereinigung Einmaleffekte* | 0,0 | 0,5 | - |
| Operatives EBITDA | 4,7 | 1,1 | +327 % |
| Kundengewinnungskosten Smartbroker | 3,2 | 7,9 | -59 % |
| Operatives EBITDA vor Kundengewinnungskosten | 7,9 | 9,0 | -12 % |
* Das operative EBITDA 2021 ist um Einmaleffekte bereinigt. Im H1 2021 beziehen sich die Einmaleffekte im Wesentlichen auf Kosten der Kapitalerhöhung.
** Proforma-Werte, die die Smartbroker AG vollkonsolidiert ab 1. Januar 2021 darstellen | Nach Management Information System, wie in der Präsentation zu den Halbjahreszahlen 2021 vom 13. September 2021 dargestellt, würde sich der Umsatz auf € 23,8 Mio. belaufen, ohne nennenswerte Auswirkungen auf das EBITDA.
Zur Verdeutlichung, welche Informationen sich auf das Mutterunternehmen und welche sich auf den Konzern beziehen, wird für das Mutterunternehmen "Smartbroker Holding AG", die AG oder die Muttergesellschaft verwendet. Für Angaben zum Konzern verweist der Bericht auf die "Smartbroker Gruppe", "die Gruppe", "den Konzern", "das Unternehmen" oder schlicht auf "Wir". Wo vorstehende Unterscheidungen nicht zur Anwendung kommen und keine anderen Hinweise erfolgen, betreffen die Angaben gleichermaßen den Konzern wie das Mutterunternehmen.
Aus Vereinfachungsgründen wird in Teilen des Geschäftsberichts nur eine Geschlechtsform verwendet. Jede andere Geschlechtsform ist darin ausdrücklich ebenfalls eingeschlossen.
Der vorliegende Bericht enthält vorausschauende Aussagen, die sowohl eigene Annahmen als auch Einschätzungen Dritter einbeziehen. Solche Aussagen sind stets mit Unsicherheiten und Risiken verbunden. Sollten grundlegende Annahmen nicht wie geplant eintreffen, kann es zu Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen kommen.
Die Smartbroker Gruppe ist ein Finanztechnologieanbieter mit umfassendem Produktangebot, der digitale private Vermögensanlage mit der Bereitstellung von Finanzmedien und Börseninformationen verbindet. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Deutschlands größte Finanz-Communitys und -portale. Außerdem bietet der Konzern maßgeschneiderte B2B-Softwarelösungen in den Bereichen Finanzdaten, Webservices und regulatorische Dokumente an.

2019 präsentierte die Gruppe mit der Einführung des Smartbrokers eine neue Generation von digitaler Investmentmöglichkeiten für private Anleger und Sparer. Kern des Angebots ist die Verbindung des umfangreichen Produktumfangs herkömmlicher Banken und Broker mit den äußerst günstigen Konditionen sogenannter Neobroker.
Nachdem Smartbroker in der kurzen Zeit bis Ende 2021 mehr als 200.000 Depots generieren konnte, folgt mit Smartbroker 2.0 ab Mitte 2023 eine umfassende Neuaufl age und Erweiterung des Produkts. Im Vordergrund stehen die Internalisierung großer Teile der Brokerage-Wertschöpfungskette, die das Unternehmen unabhängiger und handlungsfähiger hinsichtlich künftiger Innovation und Entwicklungen macht. Zudem bietet das optimierte Geschäftsmodell skalierbare Kostenstrukturen und höhere Umsätze je Kunden-Transaktionen, da der Umsatzanteil mit der derzeitigen Partnerbank entfällt.
Smartbroker 2.0 verbindet die Bereiche Transaktion und Information in einem Produkt und legt den Grundstein, das Transaktionsgeschäft zum größten Umsatzbeitrag der Gruppe zu machen. Mit der Internalisierung und der erweiterten BaFin-Lizenz (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) wird Smartbroker vom Depot-Vermittler zum vollumfänglichen Broker.
Eine ausführliche Beschreibung aller Teilbereiche des Geschäftsmodells fi ndet sich im Geschäftsbericht 2021, der auf der Website des Unternehmens unter www.smartbroker-holding.de zugänglich ist.
des smartbroKer-Konzerns
Der Smartbroker Konzern ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Berlin und beschäftigt annähernd 250 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Kiel, Leipzig, München und Zürich. Als Finanzdienstleister entwickelt und betreibt die Smartbroker Gruppe digitale Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Finanzmedienportale und verbindet damit wichtige Aspekte des Retail-Investmentmarktes.
Die beiden Hauptgeschäftsfelder sind "Transaktion" (digitale Brokerage-Lösungen) und "Media" (Finanz- und Börsenportale, Diskussionsforen, B2B-Softwarelösungen).
Wir verbinden digitale private Vermögensanlage mit der Bereitstellung von Finanzmedien und Börseninformationen. Unser Unternehmen entwickelt und betreibt Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Finanz-Communitys und -portale. Außerdem bieten wir individuelle B2B-Softwarelösungen in den Bereichen Finanzdaten, Webservices und regulatorische Dokumente an.
Aus dem 1998 gegründeten Geschäftsfeld der Finanzmedien entwickelte sich über die im Jahr 2019 eingegangene Beteiligung an der Smartbroker AG (vormals: wallstreet:online capital AG) der Zugang zum Transaktions-Sektor. Das Unternehmen positioniert sich mit seinen Webseiten, Apps und Foren im Bereich Aktien und Märkte und in Kombination mit dem Angebot verschiedener Dienstleistungen im Brokerage-Markt als Anbieter für die Bereiche Information und Transaktion für Sparer, Privatanleger und Kapitalmarkt-Interessierte. Smartbroker Holding wendet sich damit an folgende Kunden- und Nutzergruppen:
1 Wallstreet-online Client Analysis 2021 Germany Investments an Trading Report (Investment Trends), diese Angabe in Zusammenhang mit der genannten Analyse stellt eine sonstige Information dar, die nicht Gegenstand der Jahresabschlussprüfung ist.
Das Geschäftsfeld Transaktion wird im Wesentlichen über die Tochtergesellschaft Smartbroker AG betrieben. Gegenstand ist unter anderem die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), die Vermittlung von Anlagekonten und Depots ohne Wertpapierdienstleistung (Leerkonten/-depots) sowie der Betrieb und die Vermarktung von Finanzportalen im Internet. Die Haupteinnahmequellen erwachsen aus Transaktions-, Abschluss-, Bestands- und Innenprovisionen sowie Rückvergütungen von Bankpartnern und Handelsplätzen.
Den wichtigsten Bestandteil und gleichzeitig größten Umsatz- und Wachstumstreiber stellt der Smartbroker dar – ein digitaler Next Generation Broker für Privatanleger.
Der Broker ist über eine Weboberfläche zugänglich. Im Zuge der Einführung des "Smartbroker 2.0", die für Mitte 2023 geplant ist, werden den Kunden auch mobile Apps und weitere Neuerungen zur Verfügung stehen. Die Depotführung sowie die technische Durchführung des Wertpapierhandels erfolgt derzeit über die Partnerbank DAB BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, München. Mit Markteinführung von Smartbroker 2.0 werden Teile der Abwicklung internalisiert. Nach Migration aller Bestandskunden auf den neuen Smartbroker 2.0 wird die Transaktionsabwicklung durch das Unternehmen erbracht und die Zusammenarbeit mit der Partnerbank entfällt.
Eine weitere Brokerage-Plattform, Fondsdiscount, ist auf Fonds, Direct & Crowdinvesting und Beteiligungen spezialisiert. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, ohne Emissionsaufschläge in Fonds zu investieren. Smartbroker AG betreut außerdem Anlagekunden, die 2020 von der Volkswagen Bank übernommen wurden.
Über das gesamte Brokerage-Segment hinweg betreute die Smartbroker Gruppe über ihre Tochter Smartbroker AG zum Ende des ersten Halbjahres 2022 ein Kundenvermögen von über € 8,6 Mrd. in rund 269.000 Wertpapierdepots. Diese Angabe umfasst analog zu den Vorperioden sowohl eröffnete als auch in Eröffnung befindliche Depots.
Das Unternehmen entwickelt und betreibt zudem Finanz- und Börsenportale und Diskussionsforen zu finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Themen rund um die Felder Börse, Markttrends, Investieren, Geldanlage, Vermögensaufbau und -management etc., angeführt von wallstreet-online.de, boersenNews.de, Finanznachrichten.de und Ariva.de. Ergänzt wird das Medienangebot durch das Printmedium Smart Investor (auch digital unter smartinvestor.de) sowie eine 2022 gestartete Wirtschaftsredaktion, die Märkte, Trends, Unternehmen und Assets analysiert und daraus konkrete Anlagetipps für Investoren ableitet. Mit diesem Schritt wird das bisherige Medienangebot erstmals durch Paid Content Produkte erweitert.
Innerhalb des Bereichs B2C-Media stammen die Haupteinnahmequellen unseres Unternehmens aus der Werbung, die auf den verschiedenen Outlets von Bankpartnern, Emittenten von Finanzprodukten sowie Werbeagenturen im Auftrag von Verbrauchermarken und Unternehmen platziert werden. Zusätzlich ergeben sich Einnahmen aus Zeitschriften-Abonnements für das Magazin Smart Investor, sowohl in der Print- als auch in der Digitalausgabe.
Ergänzt wird das Feld um B2B-Media. Hier bieten wir die Erstellung von Internetauftritten (Web, App), die Verarbeitung und Bereitstellung von Finanzdaten und regulatorischen Dokumenten und liefern Marktdaten, Stammdaten und Kursinformationen an Banken, Finanzinstitute und Privatanleger. Hierbei erwachsen die Umsätze aus der Lizenzierung von Software ("software as a service") und dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen rund um die Entwicklung und Bereitstellung digitaler Inhalte.
Das Wachstum im profitablen Mediengeschäft ermöglichte die Investition in den Bereich Transaktion – zunächst in Form der Beteiligung an der Smartbroker AG (vormals: wallstreet:online capital AG) und Ende 2019 dann in das gemeinsam gestartete Projekt Smartbroker. Damit wurden die Umsätze der Gruppe diversifiziert und ein neues Geschäftsfeld aufgebaut, das einerseits ein Wachstumspotenzial an sich darstellt und andererseits komplementär zum bestehenden Produkt ist und Synergien sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite bietet.
Aus diesem Ansatz leitet sich weiterhin die derzeitige und künftige Unternehmensstrategie ab. Der Konzern setzt sich zum Ziel, das Wachstum in den Geschäftsfeldern Media und Transaktion für sich genommen weiter fortzuführen. Für beide Bereiche wurden Produkt- und Geschäftsinitiativen festgelegt, um die Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Zudem bietet die synergetische Verbindung beider Bereiche die Möglichkeit, Privatanleger während des gesamten Investmentprozesses zu begleiten – von der Finanzbildung über die Informationsbeschaffung bis hin zur Investition und dem langfristigen Vermögensaufbau. Ziel der Strategie ist der nachhaltige Ausbau der Wettbewerbsposition bei gleichzeitig ertragsorientiertem Wachstum. Die Gruppe rechnet mit einem Umsatz zwischen € 54 Mio. und € 57 Mio. in 2022.
Das wichtigste Wachstumsprojekt stellt die Markteinführung von Smartbroker 2.0 dar, das unter anderem die Einführung der Smartbroker Trading-App, die Neugestaltung der derzeitigen Desktop-Anwendung sowie den Aufbau einer eigenen IT-Infrastruktur beinhaltet. Damit wird die Gruppe in die Lage versetzt, die Wertpapierdepots selbst zu führen und etwa den Prozess der Depoteröffnung zu erleichtern und zu beschleunigen. Zu diesem Zweck wurde für die Smartbroker AG bei der BaFin um die Lizenzerweiterung der bisherigen Zulassung als Wertpapierinstitut um die entsprechenden, weiteren Wertpapierdienstleistungen angesucht. Zum Zeitpunkt dieses Reports liegt die Lizenzerweiterung nicht vor. Diese ist notwendige Voraussetzung für die Markteinführung von Smartbroker 2.0.
Die ausführliche Beschreibung des Marktumfelds findet sich im Geschäftsbericht 2021 der Gesellschaft. Nachstehend werden relevante Entwicklungen, die sich im ersten Halbjahr 2022 ergaben, ergänzt.
Die Teuerung hielt im ersten Halbjahr 2022 weiter an. Die Bundesbank gab in ihrem Monatsbericht für den Juli bekannt, dass die Inflation in den vorgelagerten Wirtschaftsstufen auf beinahe historisch hohem Niveau anhielt. Preissteigerungen bei den Einfuhren und den inländischen Erzeugerstufe beliefen sich teils auf über 30 %. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 %. Die leichte Abschwächung der Teuerung im Vergleich zum Vormonat ergab sich lediglich aus den Zuschüssen zum öffentlichen Nahverkehr und Ausgaben für Treibstoffe. Mit Auslaufen dieser Programme dürfte die Teuerung erneut anwachsen. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten weiter hoch bleiben und sogar zulegen dürfte.2
Die europäische Zentralbank erhöhte mit ihrer Entscheidung im Juli 2022 die drei Leitzinssätze der EZB um jeweils 50 Basispunkte und stellte eine weitere Normalisierung der Zinssätze in Aussicht. Damit und mit etwaigen weiteren Maßnahmen soll erreicht werden, dass die Inflation mittelfristig auf den Zielwert von 2 % zurückkehrt.3
Die Bundesregierung legte im Juni 2022 Eckpunkte für das sogenannte Zukunftsfinanzierungsgesetz vor, das derzeit in Arbeit ist. Darin wird dargestellt, wie der Kapitalmarkt in Deutschland nachhaltig gefördert und die Attraktivität von Aktien und börsennotierten Wertpapieren als Kapitalanlage erhöht werden soll. Die geplanten Maßnahmen umfassen für Anleger und Sparer unter anderem neue steuerliche Vorteile (Freibetrag für im Privatvermögen erzielte Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und von Aktienfondsanteilen, Abschaffung des gesonderten Verlustverrechnungskreis für Aktienveräußerungsverluste, Erhöhung des Freibetrags für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen) sowie Förderprogramme für das Aktiensparen. Für Unternehmen sollen sich Erleichterungen bei den Börsenzulassungsanforderungen und den Folgepflichten ergeben. Die Modernisierung des Kapitalmarkts soll zudem durch weitere Digitalisierung der Prozesse gefördert werden.4
Viele der skizzierten Punkte würden das langfristige Wachstum unseres Zielmarkts der privaten Anleger in Deutschland beschleunigen. Die Pläne decken sich mit der Überzeugung des Managements, dass der Zugang zum Kapitalmarkt nachhaltig erleichtert werden muss, um ihn als wichtige Säule der privaten Altersvorsorge ausbauen zu können.
Kurzfristig sieht sich die Gesellschaft in beiden Geschäftsbereichen, Medien und Transaktion, mit einem veränderten Kapitalmarktumfeld konfrontiert, das sich negativ auf die bisherige Geschäftsentwicklung 2022 auswirkte. Die Verunsicherung der Investoren u.a. wegen des Ukraine-Kriegs, den volatilen Marktbewegungen, der steigenden Inflation und der Anhebung der Leitzinsen, führte unter anderem zu einem Rückgang der Transaktionen je Depot und zu einer Abnahme der Seitenaufrufe auf den Medienportalen.
2 Bundesbank, Monatsbericht Juli 2022.
3 Europäische Zentralbank, Pressemitteilung, Juli 2022 4 Bundesfinanzministerium, Eckpunkte für ein Zukunftsfinanzierungsgesetz, Juni 2022
Die Smartbroker Gruppe konnte zu Beginn des Jahres an das Erfolgsjahr 2021 anschließen und erzielte im ersten Halbjahr 2022 Umsatzerlöse von € 27,7 Mio. bei einem Periodenüberschuss von € 1,2 Mio.
Nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs zeigte sich zunehmende Verunsicherung am Kapitalmarkt. Gepaart mit der steigenden Inflation und den Zinsänderungen kam es zu einem Rückgang der Aktivitäten von Privatinvestoren. Dies wirkte sich auf beide Geschäftsbereiche der Gruppe - Medien und Transaktion - aus. Die Gesellschaft verzeichnete einen Rückgang der Seitenaufrufe ihrer Medienportale, was in Teilbereichen zu sinkenden Werbeeinnahmen führte. Auch nahm die Anzahl der Transaktionen je Wertpapierdepot auf der Brokerage-Seite ab. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr lag das Unternehmen während des zweiten Quartals bei etwa 22 Transaktionen p.a., statt den ursprünglich geplanten und im Vorjahr verzeichneten ca. 30 Transaktionen.
Dennoch konnte der Konzern seine Kundenzahlen im Transaktionsbereich ausbauen und verzeichnete rund 21 Tsd. neue Wertpapierdepots im ersten Halbjahr 2022. Zum Ende der Periode führte der Konzern damit rund 269 Tsd. Depots, das betreute Vermögen belief sich auf € 8,6 Mrd. Der im Geschäftsfeld generierte Umsatz betrug in den ersten sechs Monaten € 10,7 Mio. ein Plus von 10 % im Vergleich zum Vorjahr.
Das Mediengeschäft bildet aufgrund der erreichten Marktstellung, der attraktiven Margen und der hohen Cash-Generierung weiterhin das solide Fundament der Gruppe sowie Raum für Investitionen in künftiges Wachstum. Die Reichweite der Webportale und mobilen Apps machen die Gruppe zum zweitgrößten Finanzplattformbetreiber im deutschsprachigen Raum (Quelle: IVW, Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.). Die Anzahl der jährlichen Seitenaufrufe war im ersten Halbjahr 2022 rückläufig im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2021. Dies beeinflusste teilweise die Werbeeinnahmen und führte zu einem Umsatz im Segment von € 17,0 Mio.
Der Smartbroker Konzern führte die Investitionen in die eigene Tradingplattform Smartbroker 2.0 sowie die neue Börsenbrief-Redaktion fort und erzielte wichtige Fortschritte.
Zur Darstellung der Vermögenslage im Einzelnen verweisen wir auf die Bilanz und den Konzernanlagenspiegel. Die Bilanzsumme zum 30.06.2022 beträgt € 82.195 Tsd.
| in € Mio. | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 49,9 | 40,6 |
| Umlaufvermögen | 31,8 | 34,4 |
| Eigenkapital | 50,6 | 49,5 |
| Verbindlichkeiten | 21,5 | 16,6 |
| Bilanzsumme | 82,2 | 75,4 |
| Eigenkapitalquote | 62% | 66 % |
Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Zum 30.06.2022 wurde ein Cash-Bestand in Höhe von € 22.777 Tsd. ausgewiesen.
| in € Mio. | H1 2022 | H1 2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
4,7 | 0,1 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
(18,6) | (1,3) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
11,0 | 18,1 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
25,5 | 14,1 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
22,8 | 30,9 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erhöhte sich aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens. Die starke Erhöhung der Investitionstätigkeit ist vor allem auf die Erstellung der Smartbroker Cloud Platform sowie auf die Ausweitung der bestehenden Beteiligung an der Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) im Rahmen des Squeeze-outs zurückzuführen. Die Finanzierungstätigkeit umfasst vor allem die im März und April 2022 aufgenommenen Bankdarlehen.
Die Liquiditätsplanung sieht für die zweite Hälfte des Geschäftsjahr 2022 eine komfortable Entwicklung vor, sodass ausreichend Liquidität für die Finanzierung des Wachstums des Smartbrokers zur Verfügung steht.
Der Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2022 € 27.739 Tsd. (Vorjahr: € 19.695 Tsd. (HGB)) an Umsatzerlösen, was einem Wachstum von 40 % entspricht. Der Umsatzanstieg resultiert aus der in 2022 erstmals vollständigen Konsolidierung der Smartbroker AG. Entsprechend der strategischen Unternehmensausrichtung konnte die erzielte Profitabilität im Bereich Media gezielt eingesetzt werden, um das Wachstum des Smartbrokers zu forcieren.
Der Materialaufwand belief sich entsprechend auf € 11.515 Tsd. (Vorjahr: € 12.123 Tsd.), wobei € 3.215 Tsd. auf die Kundengewinnungskosten für den Smartbroker entfielen (Vorjahr: € 7.916 Tsd.).
Die Personalkosten stiegen um 103 % auf € 9.501 Tsd. (Vorjahr: € 4.675 Tsd.).
Die Summe der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug im ersten Halbjahr 2022 € 2.155 Tsd. (Vorjahr: € 1.311 Tsd.), wobei € 1.322 Tsd. (Vorjahr: € 661 Tsd.) Geschäfts- und Firmenwerten zuzurechnen sind.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 3.645 Tsd. (Vorjahr: € 2.597 Tsd.) umfassten die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen wie Miete und Mietleasing, Kosten für nicht abzugsfähige Vorsteuer und Beratungskosten etc.
Das Finanzergebnis lag bei € -175 Tsd. (Vorjahr: € -230 Tsd.) und umfasst im Wesentlichen Zinsen auf aufgenommene Bankdarlehen.
Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2022 einen Gewinn vor Steuern von € 2.339 Tsd. (Vorjahr: € -1.057 Tsd.) und einen Konzernüberschuss nach Steuern von € 1.210 Tsd. (Vorjahr: € -1.152 Tsd.).
| in € Mio. | H1 2022 | H1 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27,7 | 19,7 |
| Materialaufwand | (11,5) | (12,1) |
| Personalaufwand | (9,5) | (4,7) |
| Abschreibungen | (2,2) | (1,3) |
| EBIT | 2,5 | (0,8) |
| Periodenüberschuss / Periodenfehlbetrag |
1,2 | (1,2) |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem den Kauf der zusätzlichen Anteile an der Finmarie GmbH (€ 267 Tsd.) sowie den Kauf von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von € 15.798 Tsd., überwiegend für Ausgaben für das Front- und Backend im Zusammenhang mit der Entwicklung von Smartbroker 2.0. Die Investitionen in Sachanlagen (€ 1.524 Tsd.) betreffen im Wesentlichen Aktivierungen im Rahmen des Umzugs der Gesellschaft.
Im ersten Halbjahr 2022 waren durchschnittlich 244 Mitarbeiter beim Smartbroker Konzern beschäftigt.
| Durchschnitt | |||
|---|---|---|---|
| H1 2022 | H1 2021 | Änderung | |
| Anzahl Mitarbeiter | 244 | 118 | +126 |
Werte inkl. Vorstände und Studenten
Der Zuwachs ergibt sich zu annähernd gleichen Teilen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern und dem Zukauf der Smartbroker AG.
Trotz der erschwerten Marktbedingungen im ersten Halbjahr erreichte der Konzern ein solides Geschäftsergebnis gemäß der Jahresplanung. Der Umsatz lag bei € 27,7 Mio., das EBIT bei € 2,5 Mio., das Periodenergebnis bei € 1,2 Mio. Die Investitionen in die Neukundengewinnung für den Smartbroker beliefen sich auf € 3,2 Mio. und ermöglichten der Smartbroker AG die Eröffnung von 21 Tsd. neuen Wertpapierdepots. Die Bilanzsumme stieg auf € 82,2 Mio., die Eigenkapitalquote lag bei 62 %.
Die Arbeiten am wichtigsten Projekt für das weitere Wachstum der Gruppe – Smartbroker 2.0 – wurden fortgesetzt. Nach Periodenende gab der Konzern eine Verschiebung des Startdatums von Smartbroker 2.0 auf Mitte 2023 bekannt. Ebenfalls im August 2022 wurde eine aktualisierte Guidance für das Gesamtjahr 2022 bekanntgegeben.
Für die detaillierte Darstellung der Chancen- und Risikosituation des Konzerns verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021.
Das Marktumfeld ist weiterhin von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs geprägt. Die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten nahmen indes zu, unter anderem aufgrund der steigenden Infl ation, der Energiepreise und der veränderten Zinssituation. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Entwicklungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 anhalten werden.
Bereits im zweiten Quartal zeigten sich die negativen Auswirkungen dieser Umstände auf die Handelsaktivität von Privatanlegern und zum Teil auch auf verfügbare Marketingbudgets von Firmenkunden. Anhaltende negative, externe Einfl üsse bergen das Risiko, die Neukundengewinnung sowie die Steigerung der Transaktionsund Werbeumsätze zu erschweren. Das Unternehmen reduzierte die eigenen Kundengewinnungsaktivitäten und die damit verbunden Marketingkosten und analysiert die weitere Kostenbasis auf Einsparungspotentiale, derzeit insbesondere in den Bereichen der Büro- und Gemeinkosten.
Im August 2022 aktualisierte die Gruppe die Prognose für das Gesamtjahr 2022. Wir erwarten nunmehr einen Umsatz auf Gruppenebene zwischen € 54 Mio. und € 57 Mio. (bisher: € 62 Mio. und € 67 Mio.), jedoch weiterhin ein konsolidiertes operatives EBITDA zwischen € 10 Mio. und € 12 Mio. Die geplanten Kosten für die Neukundengewinnung des Smartbrokers reduzieren sich auf € 4 Mio. (bisher: € 6 Mio.), sodass das operative EBITDA vor Kundengewinnungskosten nunmehr zwischen € 14 Mio. und € 16 Mio. liegen soll.
Die Änderung ist vor allem auf die herausfordernde Marktsituation zurückzuführen. Die Verunsicherung der Investoren u.a. wegen des Ukraine-Kriegs und den volatilen Marktbewegungen führte zu Abschlägen auf den Aktienmärkten und einen Rückgang der Handelsaktivität unter Privatanlegern. Die Smartbroker Gruppe verzeichnete eine Reduktion der Transaktionen je Depot auf ca. 20 p.a., im Vergleich zu den rund 30 Transaktionen, die für 2022 geplant und im Vorjahr zu beobachten waren. Außerdem reduzierte sich die Zahl der Seitenaufrufe auf den Medienportalen der Gruppe.
Die Zeit bis zur Markteinführung von Smartbroker 2.0 Mitte 2023 stellt eine Übergangsphase für unsere Gesellschaft dar. Um kurz vor der Migration auf die Smartbroker 2.0-Infrastruktur so wenig wie möglich Friktion für Neukunden des Unternehmens zu erzeugen, reduzierten wir die Investitionen in die Neukundengewinnung. Das Tempo der Neukundengewinnung soll nach Markteinführung des Smartbroker 2.0 wieder gesteigert werden.
Die Prognose ist mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die aktualisierte Planung bildet das unsichere Marktumfeld, die verringerte Anzahl an Transaktionen je Depot, Neukunden und Seitenaufrufen ab. Auch wenn im August eine leichte Erholung der Anzahl an Transaktionen und Seitenaufrufe erkennbar war, bleibt der Aktienmarkt angespannt.
Für eine detaillierte Darstellung wird zudem auf den Risikobericht des Geschäftsberichts 2021 verwiesen.


* Anmerkung: Der Umsatz für 2021 entspricht dem Proforma-Umsatz, der die Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) vollkonsolidiert nach HGB ab 1. Januar 2021 darstellt. Nach Management Information System läge dieser Wert bei € 51,4 Mio., ohne nennenswerte Auswirkungen auf das EBITDA.
Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
Gemäß § 312 AktG haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit der folgenden Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG abschließt:
"Über die im Abhängigkeitsbericht genannten Sachverhalte hinaus, sind keine Rechtsgeschäfte durchgeführt worden oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder damit verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen worden.
Die Smartbroker Holding AG hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden."
Berlin, 16. September 2022
Der Vorstand der Smartbroker Holding AG
André Kolbinger
Michael Bulgrin Oliver Haugk
Roland Nicklaus Stefan Zmojda
| Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2022 | Anlage 1 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2022-30.06.2022 | Anlage 2 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung 01.01.2022-30.06.2022 | Anlage 3 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 01.01.2022-30.06.2022 | Anlage 4 |
| Konzernanhang zum 30. Juni 2022 | Anlage 5 |
| Anlage zum Anhang – Konzern-Anlagenspiegel 01.01.-30.06.2022 | Anlage 5 |
| Anlage zum Anhang – Konzern-Kreditspiegel 01.01.-30.06.2022 | Anlage 5 |
in TEUR
| AKTIVA | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 49.863 | 40.602 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 45.261 | 37.469 |
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
291 | 488 |
| 2. Entgeltlich erworbene Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | 8.004 | 8.025 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 22.124 | 22.592 |
| davon aus Kapitalkonsolidierung | 21.613 | 22.054 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögengegenstände |
14.842 | 6.365 |
| II. Sachanlagen | 2.149 | 905 |
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.408 | 863 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 741 | 42 |
| III. Finanzanlagen | 2.453 | 2.228 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | <1 | <1 |
| 2. Beteiligungen | 800 | 533 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.112 | 1.112 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 542 | 582 |
| B. Umlaufvermögen | 31.790 | 34.369 |
| I. Vorräte | 4 | 4 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 9.009 | 8.839 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.165 | 6.968 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.844 | 1.871 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 22.777 | 25.525 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 542 | 410 |
| Summe der Aktiva | 82.195 | 75.381 |
in TEUR
| PASSIVA | 30.06.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | 50.607 | 49.464 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.101 | 15.101 |
| II. Kapitalrücklage | 29.273 | 29.273 |
| III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 570 | 298 |
| IV. Bilanzgewinn | 5.563 | 4.393 |
| V. Fremde Anteile | 99 | 400 |
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 42 | 40 |
| C. Rückstellungen | 7.441 | 6.114 |
| I. Steuerrückstellungen | 1.633 | 1.078 |
| II. Sonstige Rückstellungen | 5.809 | 5.036 |
| D. Verbindlichkeiten | 21.538 | 16.587 |
| I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16.865 | 5.702 |
| II. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 32 | 88 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.343 | 8.880 |
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 299 | 1.917 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.776 | 2.300 |
| F. Passive latente Steuern | 792 | 875 |
| Summe der Passiva | 82.195 | 75.381 |
| in TEUR | 01.01.-30.06.22 | 01.01.-30.06.21 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 27.739 | 19.695 |
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.336 | 0 |
| Gesamtleistung | 29.075 | 19.695 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 255 | 185 |
| 4. Materialaufwand | -11.515 | -12.123 |
| Rohergebnis | 17.815 | 7.756 |
| 5. Personalaufwand | -9.501 | -4.675 |
| 6. Abschreibungen | -2.155 | -1.311 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.645 | -2.597 |
| Betriebsergebnis | 2.514 | -827 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 47 |
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
0 | <1 |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4 | 5 |
| 11. Aufwendungen für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | -208 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -179 | -74 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.339 | -1.057 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.129 | -95 |
| davon aus der Auflösung/Bildung von latenten Steuern | 84 | 86 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.210 | -1.152 |
| Konzernperiodenüberschuss/-fehlbetrag | 1.210 | -1.152 |
| 14. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust/Gewinn | -39 | -2 |
| 15. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.393 | 4.953 |
| Konzernbilanzgewinn | 5.563 | 3.799 |
ANLAGE 3
| in TEUR | 01.01.- 30.06.2022 |
01.01.- 30.06.2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4.747 | 56 |
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) |
1.210 | -1.146 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.155 | 1.311 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 1.327 | 765 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -138 | -47 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-301 | 126 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
96 | -481 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 175 | 69 |
| Sonstige Beteiligungserträge | 0 | 155 |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag | 1.129 | 95 |
| Ertragsteuerzahlungen | -906 | -791 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -18.583 | -1.277 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens |
109 | 29 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -15.798 | -2.119 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
44 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.524 | -250 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens |
43 | 1.297 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -269 | -2 |
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -1.193 | -237 |
| Erhaltene Zinsen | 4 | 5 |
| in TEUR | 01.01.-30.06.2022 | 01.01.-30.06.2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 10.983 | 18.119 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens |
0 | 19.128 |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme von (Finanz-) Krediten |
13.000 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -1.837 | -935 |
| Gezahlte Zinsen | -179 | -74 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -2.852 | 16.898 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds |
105 | -34 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -2.748 | 16.864 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 25.525 | 14.070 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 22.777 | 30.934 |
| in TEUR | 01.01. 2022 |
01.01. 2021 |
Kapital erhöhung |
Zugang | Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss |
Währungs umrechung |
30.06. 2022 |
31.12. 2021 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 HJ 2022 | 2021 | 1 HJ 2022 | 2021 | 1 HJ 2022 | 2021 | 1 HJ 2022 | 2021 | |||||
| Konzerneigenkapital | 49.465 | 30.225 | 0 | 19.128 | -340 | 357 | 1.210 | -537 | 272 | 291 | 50.607 | 49.464 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens |
49.065 | 30.205 | 0 | 19.128 | 0 | 0 | 1.171 | -560 | 272 | 291 | 50.508 | 49.064 |
| Gezeichnetes Kapital | 15.101 | 14.382 | 0 | 719 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.101 | 15.101 |
| Kapitalrücklage | 29.273 | 10.863 | 0 | 18.409 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 29.272 | 29.272 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung |
298 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 273 | 291 | 571 | 298 |
| Bilanzgewinn/-verlust | 4.393 | 4.953 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.171 | -560 | 0 | 0 | 5.564 | 4.393 |
| Nicht beherrschende Anteile |
400 | 20 | 0 | 0 | -340 | 357 | 39 | 23 | 0 | 0 | 99 | 400 |
Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Die Muttergesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 96260 B eingetragen.
In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, auf die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.
Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die auch in ihre Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Konsolidierung im Konzernabschluss abgesehen.
| Einbezogene verbundene Unternehmen | Anteil am Kapital in % |
|
|---|---|---|
| 1 | Smartbroker Holding AG, Berlin1 | Muttergesellschaft |
| 2 | Markets Inside Media GmbH, Leipzig | 100,00 |
| 3 | ABC New Media AG, Zürich, Schweiz | 100,00 |
| 4 | ARIVA.DE AG, Kiel | 100,00 |
| 5 | Smart Investor Media GmbH, München | 90,00 |
| 6 | Blockchain Consult GmbH, Frankfurt am Main | 50,00 |
| 7 | crumbl AG, Berlin | 84,62 |
| 8 | wallstreet:online Fonds Advisory GmbH, Berlin | 100,00 |
| 9 | Wallstreet Online Corporate Finance AG, Berlin | 100,00 |
| 10 | wallstreet:online publishing GmbH, Berlin | 90,00 |
| 11 | Mint Assets GmbH, Berlin | 100,00 |
| 12 | Erste ICO Consulting Projektgesellschaft GmbH, Berlin | 100,00 |
| 13 | GF Global Funds SICAV, Liechtenstein | 66,00 |
| 14 | Smartbroker AG, Berlin2 | 100,00 |
Der Konsolidierungskreis (Vollkonsolidierung) umfasst folgende Gesellschaften:
Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die ZV Zertifikate Verlag GmbH, Kiel wurde zum 29.06.2022 liquidiert.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Für die Anteile, die im Jahr 1 Halbjahr 2022 erworben wurden, wird die Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs angewendet.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrech-
1 Die wallstreet:online AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 24.06.2022 in die Smartbroker Holding AG umfirmiert.
2 Die wallstreet:online capital AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 15.06.2022 in die Smartbroker AG umfirmiert.
net. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht.
Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag wird ergebniswirksam über 10 Jahre, was der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände entspricht, aufgelöst. Aus Vereinfachungsgründen wurden die Unterschiedsbeträge der nicht mehr operativ tätigen Gesellschaften direkt gegen den Gewinn- und Verlustvortrag der Muttergesellschaft aufgelöst. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden aufgerechnet.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises liegen im 1 Halbjahr 2022 vor. Im Rahmen des smartbroker-Projektes wurden aufgrund von Aktivierungen auf Eigenleistungen der Ariva.de AG bei der Mutter Zwischenergebnisse in Höhe von TEUR 47 eliminiert.
Die bei der Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstehenden Währungsdifferenzen werden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen berücksichtigt.
Im 1. Halbjahr 2022 wurden alle restlichen Anteile an der Smartbroker AG und damit weitere indirekte Anteile an der GF Global Funds SICAV auf insgesamt 66 % erworben.
Zwischenergebnisse aus Lieferungen an diese Unternehmen existieren nicht.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB).
Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II).
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 2 bis 15
Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Erworbene Domainnamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, weil in Anwendung der steuerlichen Betrachtung der Domainname grundsätzlich eine zeitlich unbeschränkte Nutzungsmöglichkeit und daraus resultierende wirtschaftliche Vorteile bietet.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die identifizierten und dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordneten Kundenstämme der ARIVA.DE AG und der Smartbroker AG werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Für den Firmenwert des im Jahr 2018 übernommenen Unternehmens Markets Inside Media GmbH wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Markennamen und die darauf entfallenden passiven latenten Steuern werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge einkalkuliert.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle bis zum Bilanzstichtag getätigten Einnahmen, soweit sie Erträge künftiger Perioden darstellen.
Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen durch Aufdeckung stiller Reserven gemäß den §§ 300 bis 307 HGB, nicht jedoch aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Außerdem werden latente Steuern aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gebildet.
Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag.
Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet.
Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen.
Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
sind zum Durchschnittskurs in Euro überführt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.
Währungskursbedingte Differenzen aus der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden grundsätzlich ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen berücksichtigt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Abgänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 170.
Der Geschäfts- und Firmenwert enthält einen Betrag in Höhe von TEUR 511, der vor 2020 in dem Jahresabschluss der Markets Inside Media GmbH entstanden ist. Die restlichen TEUR 21.613 resultieren aus der Kapitalkonsolidierung von Anteilen.
Aus den Squeeze Out der Anteile an der Smartbroker AG (3,69 %) resultiert ein Zugang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 854 aus Kapitalkonsolidierung.
Die Zugänge von TEUR 8.955 bei den Immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung basieren auf Zukäufe und aktivierten Eigenleistungen aus dem Aufbau eines Front- und Backends sowie einer App für das Projekt "Smartbroker".
In der Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren die Zugänge in Höhe von TEUR 1.524 vor allem aus Anschaffungen für das neue Bürogebäude.
Die Smartbroker Holding AG hat im 1. Halbjahr 2022 eine 2. Tranche in Höhe von TEUR 267 für die Beteiligung an der Finmarie GmbH, Berlin (17 %) gezahlt.
Die sonstigen Ausleihungen enthalten zwei Darlehen (TEUR 332 an die TS private assets GmbH und TEUR 210 an die Neunfeldtneun GmbH & Co. KG).
Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe berücksichtigt.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 1.319 (Vorjahr TEUR 1.757) enthalten. Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 497 (Vorjahr TEUR 104), wie im Vorjahr mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.
Die Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 570 (Vorjahr TEUR 298) sind durch die Umrechnung des Eigenkapitals der ABC New Media AG von CHF in EUR entstanden. Der Abgang bei den nicht beherrschenden Anteilen stammt aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der Smartbroker AG (TEUR 340).
Der im Jahr 2021 neu gebildete passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 40 ist ein rein technischer Differenzbetrag, der bei der Erstkonsolidierung der GF Global Funds SICAV und den weiteren indirekten Anteilserwerben entstanden ist. Durch den Erwerb der restlichen Anteile an der Smartbroker AG und der damit verbundenen indirekten Beteiligungserhöhung an der GF Global Funds SICAV hat sich dieser um TEUR 1 erhöht.
Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 2.586; Vorjahr TEUR 2.166), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern inklusive Urlaubsrückstellungen (TEUR 1.771; Vorjahr TEUR 1.556), Tantieme Vorstand und Geschäftsführer (TEUR 675; Vorjahr TEUR 631), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 322; Vorjahr TEUR 181), sowie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 125; Vorjahr TEUR 140) gebildet. Verbindlichkeiten
in TEUR
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.
in TEUR 30.06.2022
| Restlaufzeit | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Art der Verbindlichkeit |
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr |
mehr als 5 Jahre | Gesamt | |||||
| 30.06.2022 | 2021 | 30.06.2022 | 2021 | 30.06.2022 | 2021 | 30.06.2022 | 2021 | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
4.285 | 1.976 | 12.580 | 3.726 | 0 | 0 | 16.865 | 5.702 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
31 | 88 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 | 88 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.343 | 8.880 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.343 | 8.880 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten |
299 | 1.917 | 0 | 0 | 0 | 0 | 299 | 1.917 |
| - davon aufgrund VW-Kundenstamm |
0 | 1.500 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.500 |
| - davon aus Steuern |
289 | 343 | 0 | 0 | 0 | 0 | 289 | 343 |
| Summe | 8.958 | 12.861 | 12.580 | 3.726 | 0 | 0 | 21.538 | 16.587 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 4.149 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG abgesichert. Außerdem sind TEUR 12.329 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG und der Smartbroker AG abgesichert.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten u. a. Abgrenzungen von Abo-Zahlungen (TEUR 539; Vorjahr TEUR 588).
Die passiven latenten Steuern resultieren ausfolgenden Sachverhalten und haben sich folgendermaßen entwickelt:
| in TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steueransprüche aus der Aufdeckung stiller Reserven |
621 | 653 | -32 | |
| Latente Steueransprüche aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen |
171 | 222 | -51 | |
| Summe | 792 | 875 | -83 |
Der Berechnung wird für inländische Steuern ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Für die Berechnung der Steuer für die Schweiz (ABC New Media AG) werden 17 % verwendet.
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 255 (Vorjahr TEUR 185) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 97; Vorjahr TEUR 0) und Erlöse aus Sachanlagenverkäufen (TEUR 44; Vorjahr TEUR 9).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 12) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.645 (Vorjahr TEUR 2597) beinhalten operative Verwaltungsaufwendungen wie Kosten für Miete und Mietleasing (TEUR 768; Vorjahr TEUR 266), Kosten für nicht abzugsfähige Vorsteuer (TEUR 530; Vorjahr TEUR 0) Rechts- und Beratungskosten (TEUR 455; Vorjahr 317), Buchführungs- und Abschlusskosten (TEUR 360; Vorjahr TEUR 156) enthalten.
Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 20; Vorjahr TEUR 67.
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
| Smartbroker Konzern Finanzielle Verpflichtungen |
30.06.2022 | |
|---|---|---|
| in TEUR | bis 06/2023 | 1 bis 5 Jahre |
| Summen Leasing | 182 | 372 |
| Summen Mieten | 1.699 | 6.596 |
| Summe der finanziellen Verpflichtungen | 1.881 | 6.968 |
Im Berichtsjahr gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen.
Im Jahr 2022 schloss die Smartbroker Holding AG einen Beratungsvertrag mit ihrem Aufsichtsrat Herrn René Krüger. Der mit Herrn Krüger vereinbarte Vertrag ist marktüblich.
Im Jahr 2020 schloss die Smartbroker Holding AG einen Vertrag über ein Partnerprogramm mit der Firstlead GmbH, Berlin. Hauptgesellschafter der Firstlead GmbH ist der Aufsichtsrat Marcus Seidel. Der mit der Firstlead GmbH vereinbarte Vertrag ist marktüblich.
Die Smartbroker Holding AG hat mit ihren Tochterunternehmen Markets Inside Media GmbH, Leipzig, Ariva.de AG, Kiel, und der ABC New Media AG, Zürich (Schweiz), die Vermarktung von Werbung auf den zu den Töchtern gehörenden Medien vertraglich vereinbart. Die Vergütung an die Smartbroker Holding AG ist jeweils marktüblich.
Im Rahmen der Treuhandvereinbarung mit der Smartbroker AG bezüglich des Erwerbs des VW-Depotbestands erhält die Smartbroker Holding AG im 1. Halbjahr 2022 einen Umsatzanteil in Höhe von 55 % der Einnahmen, die mit diesem Kundenstamm erzielt werden. Im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der Smartbroker AG bezüglich den Projektes Smartbroker erhält die Smartbroker Holding AG bis zum 28.02.2022 einen Umsatzanteil in Höhe von 70 % der Einnahmen, die mit den Smartbrokerkunden erzielt werden. Ab den 01.03.2022 erhält Sie einen Umsatzanteil von 10 %. Die Smartbroker Holding AG trägt die Kosten für Marketing, Postident zur Legitimation der neuen Kunden, Entwicklung eines eigenen Internetauftritts.
Die Bezüge des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen belaufen sich auf TEUR 78 im ersten Halbjahr 2022 (Vorjahr TEUR 51).
Durchschnittliche Zahl der während der ersten Jahreshälfte beschäftigten Mitarbeiter der im Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| H1 2022 | GJ 2021 | |
|---|---|---|
| Smartbroker Holding AG | 46 | 43 |
| Ariva.de AG | 60 | 50,75 |
| Markets Inside Media GmbH | 11 | 8 |
| Smart Investor Media GmbH | 4 | 4 |
| Smartbroker AG | 122 | 89,75 |
| ABC New Media AG | 1 | 1 |
| Summe | 244 | 196,5 |
Für die detaillierte Darstellung der Chancen- und Risikosituation des Konzerns verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021.
Das Marktumfeld ist weiterhin von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und des Ukraine-Kriegs geprägt. Die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten nahmen indes zu, unter anderem aufgrund der steigenden Inflation, der Energiepreise und der veränderten Zinssituation. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Entwicklungen in der zweiten Jahreshälfte 2022 anhalten werden.
Bereits im zweiten Quartal zeigten sich die negativen Auswirkungen dieser Umstände auf die Handelsaktivität von Privatanlegern und zum Teil auch auf verfügbare Marketingbudgets von Firmenkunden. Anhaltende negative, externe Einflüsse bürgen das Risiko, die Neukundengewinnung sowie die Steigerung der Transaktions- und Werbeumsätze zu erschweren.
Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 04.08.2022 wurde Herr Andre Kolbinger zum neuen CEO gewählt. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Herr Matthias Hach hat das Unternehmen zum 31.08.2022 verlassen.
Im Juli 2022 führte die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 10.034 gegen Bareinlage durch. Das Grundkapital wurde dadurch um knapp 4 % auf TEUR 15.600 erhöht. Der Platzierungspreis je neuer Aktie betrug EUR 17,30. Die Kapitalerhöhung wurde rechtskonform unter Ausschluss des Bezugsrechts für Aktionäre durchgeführt.
Weitere Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-/, Finanz-/ und Ertragslage des Konzerns waren nach Schluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem den Kauf von immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung in Höhe von TEUR 15.798, darunter die letzte Tranche in Höhe von TEUR 1.500 für den VW-Kundenstamm und TEUR 14.298 für Ausgaben für das Front- und Backend im "Smartbroker"-Projekt. Zudem haben Auszahlungen in Höhe von TEUR 1.524 vor allem für Büro- und Geschäftsausstattung und Umbaumaßnahmen im Rahmen des Neubezugs eines Bürogebäudes stattgefunden. Weitere Auszahlungen gab es im Rahmen des Kaufes der restlichen Anteile an der Smartbroker AG in Höhe von TEUR 1.193.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Aufnahme von 2 neuen Krediten in Höhe von TEUR 13.000 sowie die Tilgung aller aufgenommenen Kredite in Höhe von TEUR 1.837.
Berlin, 16. September 2022 Smartbroker Holding AG Der Vorstand Gez. Andre Kolbinger Gez. Michael Bulgrin Gez. Oliver Haugk
Gez. Roland Nicklaus Gez. Stefan Zmojda
| Buchwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In EUR | 1.1.2022 | Aufnahme | Tilgung | Zinsen | 30.6.2022 | 31.12.2021 |
| Darlehen | 5.702 | 13.000 | -1.837 | 0 | 16.865 | 5.702 |
| 3151 Verbindlichkeiten Kreditinstitut (b.1J) |
388 | 0 | -255 | 0 | 133 | 388 |
| 3160 Verbindlichkeiten Kreditinstitut (1-5J) |
3.427 | 0 | -628 | 0 | 2.799 | 3.427 |
| 3161 Darlehen DZ Bank 2,5 Mio. |
1.887 | 0 | -283 | 0 | 1.604 | 1.887 |
| 3162 Darlehen DZ Bank 8 Mio. |
0 | 8.000 | -421 | 0 | 7.579 | 0 |
| 3163 Darlehen BVB 5 Mio. |
0 | 5.000 | -250 | 0 | 4.750 | 0 |
| m 30.06.2022 |
|---|
| Konzern-Anlagenspiegel zu |
| historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Um buchun gen |
Zugang zum Konsolidie- rungskreis |
30.06.2022 | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2022 | 30.06.2022 | 01.01.2022 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche I. |
||||||||||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.598 | 0 | 170 | 0 | 0 | 2.428 | 2.110 | 156 | 129 | 2.137 | 291 | 488 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.838 | 10 | 15 | 425 | 0 | 10.259 | 1.813 | 441 | 0 | 2.255 | 8.004 | 8.025 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 26.130 | 0 | 0 | 0 | 854 | 26.984 | 3.538 | 1.322 | 0 | 4.860 | 22.124 | 22.592 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||
| befindliche immaterielle Vermögengegenstände | 6.375 | 8.956 | 53 | -425 | 0 | 14.852 | 11 | 0 | 0 | 11 | 14.842 | 6.365 |
| 44.942 | 8.965 | 238 | 0 | 854 | 54.523 | 7.472 | 1.919 | 129 | 9.262 | 45.261 | 37.469 | |
| Sachanlagen II. |
||||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.909 | 825 | 94 | 0 | 0 | 3.640 | 2.046 | 236 | 50 | 2.232 | 1.408 | 863 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42 | 700 | 0 | 0 | 0 | 741 | 0 | 0 | 0 | 0 | 741 | 42 |
| 2.951 | 1.524 | 94 | 0 | 0 | 4.381 | 2.046 | 236 | 50 | 2.232 | 2.149 | 905 | |
| Finanzanlagen III. |
||||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | <1 | 0 | 0 | 0 | 0 | <1 | 0 | 0 | 0 | 0 | <1 | <1 |
| 2. Beteiligungen | 533 | 267 | 0 | 0 | 0 | 800 | 0 | 0 | 0 | 0 | 800 | 533 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.303 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.303 | 191 | 0 | 0 | 191 | 1.112 | 1.112 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 582 | 2 | 43 | 0 | 0 | 542 | 0 | 0 | 0 | 0 | 542 | 582 |
| 2.419 | 269 | 43 | 0 | 0 | 2.645 | 191 | 0 | 0 | 191 | 2.453 | 2.228 | |
| Summe Anlagevermögen | 50.311 | 10.758 | 376 | 0 | 854 | 61.549 | 9.709 | 2.155 | 179 | 11.685 | 49.863 | 40.602 |
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