Management Reports • Jul 20, 2023
Management Reports
Open in ViewerOpens in native device viewer
01
02
03
04
05
06
07
08
09
2
Geschäftsbericht 2022

Bestätigungsvermerk Konzernabschluss

Die Smartbroker Gruppe vernetzt Deutschlands Investmentmarkt für Privatanleger, bietet eine umfassende digitale Brokerage-Plattform und betreibt die mit Abstand größte Gruppe verlagsunabhängiger Finanzportale im deutschsprachigen Raum.
Wir ermöglichen es Anlegerinnen und Anlegern, fundierte Finanzentscheidungen zu treffen und ihre Anlagestrategien optimal umzusetzen – mit Smartbroker, unserem kostengünstigen Online-Broker und der aktivsten Anleger-Community des Landes.
"Das vergangene Geschäftsjahr war nach einem starken Start im ersten Quartal geprägt von einem herausforderndem Marktumfeld, das unsere Wachstumschancen in beiden Bereichen – Media und Transaktion – beeinflusste. Der Krieg in der Ukraine, die Verunsicherung an den Märkten, die Zurückhaltung der Aktionäre und Aktionärinnen, steigende Inflation und die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Corona-Pandemie führten zu Rückgängen in der Handelsaktivität von Privatanlegern und verfügbaren Werbebudgets.
Dennoch konnten wir die Profitabilität im Mediengeschäft beibehalten und damit die Investitionen in den Transaktionsbereich fortsetzen. Unser wichtigstes Zukunftsprojekt – Smartbroker 2.0 – schritt nach signifikanten Verzögerungen und Abschreibungen voran. Wir haben mit der Baader Bank einen zuverlässigen Partner gefunden, mit dem es möglich wird, die Neuauflage unseres beliebten Brokers in 2023 auf den Markt zu bringen und die kommerziellen Vorteile des verbesserten Geschäftsmodells voll auszuschöpfen."
5
| in € Mio. gerundet | 2022 HGB |
2021 HGB |
Änderung in % | 2021 Proforma | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 52,8 | 48,2* | +10 % | 56,8** | 28,2 |
| davon Mediengeschäft | 34,1 | 35,5 | -4 % | 35,5 | 26,9 |
| davon Transaktionsgeschäft | 18,7 | 12,7 | +51 % | 21,3 | 1,3 |
| Operatives EBITDA*** nach Kundengewinnungskosten |
8,8 | 4,4 | +99 % | 4,4 | 4,5 |
| davon Mediengeschäft | 14,6 | - | - | - | - |
| davon Transaktionsgeschäft | (5,8) | - | - | - | - |
| Betriebsergebnis | (8,4) | 0,3 | n.a. | 0,3 | 2,0 |
| Ergebnis vor Steuern | (9,9) | 0,0 | n.a. | 0,0 | 4,6 |
| Ergebnis nach Steuern | (10,1) | (0,5) | -1.913 % | (0,5) | 3,6 |
| Operativer Cashflow | 5,0 | 13,9 | -64% | 13,9 | 1,2 |
| Free Cashflow | (16,9) | (19,8) | +15% | (19,8) | (1,3) |
| Investitionen (Sachanlagen, imm. Vermögenswerte) |
(14,5) | (19,8) | -26,8% | (19,8) | (1,3) |
| Eigenkapital | 49,4 | 49,5 | -0,1% | 49,5 | 30,2 |
| Nettofinanzmittel/ (-schulden) | 12,7 | 19,8 | -35,9% | 19,8 | 6,6 |
| Bilanzsumme | 73,9 | 75,4 | -1,9 % | 75,4 | 51,2 |
| Anzahl Aktien (in Stück) | 15.681.252 | 15.101.252 | +3,8% | 15.101.252 | 14.382.144 |
| Ergebnis je Aktie, in € | (0,64) | 0,04 | n.a. | 0,04 | 0,25 |
* Smartbroker AG vollkonsolidiert ab 1. August 2021 ** Smartbroker AG vollkonsolidiert ab 1. Januar 2021 | Nach Management Information System lag der Umsatz 2021 wie im Geschäftsbericht 2021 ausgewiesen bei € 51,4 Mio., ohne nennenswerte Auswirkung auf das EBITDA. *** 2021 ist das EBITDA um Kosten i.H.v. -€ 0,5 Mio. im Zusammenhang mit der im Juli 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung bereinigt. **Basierend auf dem Wert für das Gesamtjahr 2021.
| in € Mio. gerundet | 2022 | 2021 | Änderung in % | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Wertpapierdepots | 267.000 | 246.000 | 8% | 117.000 |
| Betreutes Kundenvermögen (in € Mio.) | 9.156 | 8.820 | 4% | 4.310 |
| Ø betreutes Vermögen je Depot (in €) | 34.300 | 35.800 | -4% | 37.000 |
| Anzahl Trades (in Mio.) | 4,6 | 5,3 | -12% | 1,7 |
| Ø Anzahl Trades je Depot | 18 | 29 | -38% | 29 |
| Seitenaufrufe Finanzportale (in Mio.) | 2.600 | 3.900 | -33% | 3.400 |
| Ø Anzahl Mitarbeiter | 239 | 196 | 22% | 107 |
Die Smartbroker Gruppe betreibt den Smartbroker – einen Online-Broker, der als einziger Anbieter in Deutschland das Produktspektrum der klassischen Broker mit den günstigen Konditionen der Neobroker verbindet. Gleichzeitig betreibt die Gruppe vier reichweitenstarke Börsenportale sowie die zugehörigen Apps (wallstreet-online.de, boersenNews.de, FinanzNachrichten.de und Ariva.de). Mit mehreren Hundert Millionen monatlichen Seitenaufrufen ist die Gruppe der größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und unterhält außerdem die größte Finanz-Community.

2022 stellte unsere Unternehmensgruppe vor viele Herausforderungen. Die weltweit steigende Inflation führte zu erhöhten Zinsen und damit auch zur Verunsicherung an den Aktienmärkten. Der Krieg in der Ukraine sorgte vor allem in Europa für einen starken Anstieg der Energiekosten und befeuerte die Inflation zusätzlich. Das Marktumfeld belastete unser Geschäft an verschiedenen Stellen und führte zu einem Rückgang der Besucherzahlen auf unseren Portalen und Apps, der Werbeeinahmen sowie der Anzahl der Transaktionen, die Anlegerinnen und Anleger über unseren Broker tätigten. Ähnliche Entwicklungen wurden in der Branche vielfach verzeichnet. Zudem kam es bei unserem derzeit wichtigsten Investitionsprojekt Smartbroker 2.0 zu Verzögerungen, wodurch der geplante Projektstart auf 2023 verschoben werden musste.
Der Gruppenumsatz ging im Proforma-Vergleich um 4 % auf € 53 Mio. zurück. Das profitable Mediengeschäft und die verringerten Aufwendungen für die Neukundengewinnung beim Smartbroker ermöglichten dennoch das Erzielen eines EBITDAs von € 9 Mio. auf Gruppenebene.
Ende 2022 betreuten wir rund 267.000 Wertpapierdepots und ein Kundenvermögen von annähernd € 9,2 Mrd. Bereits im Laufe des Jahres 2022 gaben wir bekannt, dass wir die Investitionen in den Ausbau unseres Kundenstamms stark reduzieren, um die Entwicklung und Markteinführung des Smartbroker 2.0 in den Vordergrund zu rücken. Nach dem Produktstart und dem Umzug der Bestandskunden auf das neue System wird ab Ende 2023 der Fokus erneut auf die Neukundengewinnung gelegt.
Die nachhaltige Bedeutung der Aktienmärkte für den privaten Vermögensaufbau zeigte sich trotz des generell herausfordernden Börsenumfelds auch im Jahr 2022. Das Deutsche Aktieninstitut meldete über 800.000 neue Aktionärinnen und Aktionäre. Der Anteil der am Aktienmarkt engagierten Deutschen über 14 Jahren stieg damit auf über 18 Prozent und stellte damit den bisherigen Rekord von 2001 ein. Das Angebot digitaler, kostengünstiger Lösungen, die, wie unser Smartbroker, einfachen und sicheren Zugang zu den Kapitalmärkten bieten, unterstützt diesen Trend.
Der Produktstart für Smartbroker 2.0 war ursprünglich für Ende 2022 geplant. Die Entwicklungsarbeiten waren zu großen Teilen an externe Dienstleister ausgelagert. Zu unserer Enttäuschung haben nicht alle Dienstleister die vereinbarten Zeitpläne und Qualitätsstandards eingehalten. Aus diesem Grund wurden größere Änderungen des ursprünglich geplanten Setups für Smartbroker 2.0 erforderlich. In diesem Zuge wurden die Arbeiten an den Frontends Ende 2022 internalisiert, für die Depot- und Kontoführung, die Transaktionsabwicklung und die weiteren Backend-Funktionen wurde im Dezember 2022 eine Kooperation mit der Baader Bank geschlossen.
Auch wenn dieser Schritt zu zusätzlichen Entwicklungskosten, Sonderabschreibung in Höhe von rund € 13 Mio. und einem erheblichen Zeitverlust geführt hat, ermöglicht er es, dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren. Für Smartbroker 2.0 entwickeln wir ein benutzerfreundliches Frontend bestehend aus einer Android-App, einer iOS-App und einer überarbeiteten Desktop-Lösung. Wir können flexibel neue Features umsetzen, bieten unseren Kunden eine rasche Antragsstrecke und können die Verzahnung mit unseren Medienportalen vorantreiben. Wir stellten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, vor allem in den Bereichen Produkt & Entwicklung, und bauten Expertise und Know-How auf mit

der Erweiterung unseres Management-Teams vor allem für den Transaktionsbereich und den Smartbroker. Zudem wurden mehrere aufsichtsrechtlich relevante Stellen besetzt, darunter im Bereich Datenschutz, Compliance und Auslagerungsmanagement.
Das negative Börsenumfeld und die erwähnten Krisen haben 2022 auch im Media-Geschäft ein herausforderndes Umfeld geschaffen. Trotz zurückgehender Besucherzahlen und Seitenaufrufe ist es uns gelungen, das Geschäftsfeld Media weiterhin hochprofitabel zu gestalten. Hierbei haben uns vor allem unsere langfristigen Kooperationen mit Premium-Werbepartnern geholfen. Auch das werbeunabhängige B2B-Geschäft unserer Tochtergesellschaft ARIVA.DE AG läuft weiterhin sehr stabil, sodass dieser Geschäftsbereich ein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet. Das Mediengeschäft erzielte bei einem Umsatz von rund € 34 Mio. ein EBITDA von rund € 15 Mio., was einer Marge von 43 % entspricht.
Die erzielte Profitabilität ermöglichte die umfassenden Investitionen in Smartbroker 2.0. Zudem wurden rund € 23 Mio. an frischem Kapital durch eine Barkapitalerhöhung und durch von unseren Hausbanken bereitgestelltes Fremdkapital aufgenommen. Auch in dem schwierigen Marktumfeld konnten wir unseren Zugang zu Kapital sichern und wie geplant nutzen.
Die Diversifizierung der Umsatzströme wurde mit dem Aufbau einer neuen Redaktion für bezahlte Premiuminhalte (Börsenbriefe) und Videocontent fortgesetzt.
Auf Gruppenebene nimmt der Umsatzanteil des Transaktionsgeschäfts anteilig wie geplant weiter zu. Smartbroker soll in den kommenden Jahren zum wichtigsten Wachstumsmotor der Gruppe werden. Dafür wurden in den letzten Monaten die Weichen gestellt. Wir bauten die Smartbroker-Belegschaft weiter aus, investierten in die neuen Frontends und die Middleware und bereiteten die Integration mit unserer neuen Partnerbank vor.
Im Namen des gesamten Vorstandes bedanke ich mich herzlich bei unseren Kundinnen und Kunden für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Ebenso gilt mein Dank unseren Investorinnen und Investoren für das Durchhaltevermögen auch in schwierigen Phasen. Und er gilt vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im letzten Jahr erneut mit viel Engagement und Einsatz am Erfolg der Smartbroker-Gruppe mitgewirkt haben. Dieser Rückhalt lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir sehen der Weiterentwicklung unseres operativen Geschäfts in beiden Bereichen, Media und Transaktion, optimistisch entgegen, und freuen uns, das Projekt Smartbroker 2.0 baldmöglichst auf den Markt bringen zu können.
Es grüßt Sie herzlich André Kolbinger Vorstandsvorsitzender
Zur Verdeutlichung, welche Informationen sich auf das Mutterunternehmen und welche sich auf den Konzern beziehen, wird für das Mutterunternehmen "Smartbroker Holding AG", die AG oder die Muttergesellschaft verwendet. Für Angaben zum Konzern, verweist der Bericht auf die "Smartbroker Gruppe", "die Gruppe", "den Konzern", "das Unternehmen" oder schlicht auf "Wir". Wo vorstehende Unterscheidungen nicht zur Anwendung kommen und keine anderen Hinweise erfolgen, betreffen die Angaben gleichermaßen den Konzern wie das Mutterunternehmen.
Aus Vereinfachungsgründen wird in Teilen des Geschäftsberichts nur eine Geschlechtsform verwendet. Jede andere Geschlechtsform ist darin ausdrücklich ebenfalls eingeschlossen.
Der vorliegende Bericht enthält vorausschauende Aussagen, die sowohl eigene Annahmen als auch Einschätzungen Dritter einbeziehen. Solche Aussagen sind stets mit Unsicherheiten und Risiken verbunden. Sollten grundlegende Annahmen nicht wie geplant eintreffen, kann es zu Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen kommen.
Die Smartbroker Gruppe ist ein Finanztechnologieanbieter mit umfassendem Produktangebot, der digitale private Vermögensanlage mit der Bereitstellung von Finanzmedien und Börseninformationen verbindet. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Deutschlands größte Finanz-Communitys und -portale. Außerdem bietet der Konzern maßgeschneiderte B2B-Softwarelösungen in den Bereichen Finanzdaten, Webservices und regulatorische Dokumente an.

Die Gruppe verbindet die Bereiche Brokerage und digitale Medien für Privatanleger und profitiert damit von Wachstumstrends beider Märkte.
Media: Im Bereich Media positioniert sich die Smartbroker Gruppe als führender Anbieter von Börsenportalen, News-Apps und Finanz-Communitys. Die große Reichweite basierend auf einer etablierten Marktstellung, das spezifische Publikum sowie eigene, innovative Werbeformate bilden wichtige Unterscheidungsmerkmale.
Transaktion: Über die Tochtergesellschaft Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) bietet die Gruppe verschiedene Brokerage-Produkte für Privatanleger. Die Verbindung eines umfassenden Produktspektrums mit niedrigen Kundengebühren hebt Smartbroker von der Konkurrenz ab.
Weitere Details zu den einzelnen Geschäftsbereichen finden sich im Lagebericht.
Synergien: Seit dem Start des Geschäftsfelds Transaktion deckt die Smartbroker Gruppe die Wertschöpfungskette des privaten Vermögensaufbaus – von der Informationsbeschaffung über die Investitionsentscheidung bis zum Tätigen der Transaktion – ab. Das Unternehmen legt laufend Wachstumsinitiativen für die einzelnen Bereiche fest und wird nach dem Start von Smartbroker 2.0 auch einen verstärkten Fokus auf die Synergien zwischen den Bereichen Media und Transaktion setzen.
Dazu zählt unter anderem die Nutzung der Medienportale und Apps zur Ansprache potenzieller Neukunden für den Smartbroker sowie die Einbindung der Medien- und News-Angebote innerhalb der Smartbroker Trading-App. Für Werbetreibende soll es die Möglichkeit plattformübergreifender Werbekampagnen geben. Außerdem soll ein direkter Handel mit Finanzinstrumenten aus den Medienseiten und Diskussionsforen heraus möglich werden.
Die Smartbroker Holding AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Berlin. Die Aktien der Gesellschaft sind im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
| ISIN | DE000A2GS609 |
|---|---|
| WKN | A2GS60 |
| Ticker Symbol | SB1 |
| Notierung | Frankfurt Stock Exchange (Basic Board) |
| Aktientyp | Inhaberaktien |
| Grundkapital | € 15.681.252 |
| Anzahl der Aktien | 15.681.252 |
Das Tickersymbol änderte sich unterjährig entsprechend der Namensänderung der Gesellschaft von WSO1 auf SB1.
| Kurs 30. Dez. 2022 | € 5,84 |
|---|---|
| Kurs 30. Dez. 2021 | € 21,6 |
| 52W Performance 2022 | -73 % |
| 52W Periodentief | € 5,74 |
| 52W Periodenhoch | € 22,2 |
* Kursdaten beziehen sich auf XETRA Schlusskurse; 52W = 30. Dezember 2021 - 30. Dezember 2022
**Basierend auf dem Wert für das Gesamtjahr 2021.

Aktionärsstrukturdaten per 31. Dezember 2022 André Kolbinger und Familie Kolbinger gesamt dargestellt
Das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung bewusst, Überlegungen zu Nachhaltigkeit, Umwelt und sozialer Verantwortung in die Unternehmensführung und die Beurteilung der Geschäftstätigkeit einfließen zu lassen. Es ist dem Management daran gelegen, die Analysen und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sukzessive zu vertiefen und in einem freiwilligen ESGC-Reporting (Environmental, Social, Governance, Compliance-Reporting) zusammenzuführen. Die Vertiefung in den Bereichen Umwelt und Soziales sowie die Vereinheitlichung der Standards, die teilweise bereits bei Tochtergesellschaften des Konzerns verankert sind, stellen wichtige Anliegen im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung dar.
Derzeit umgesetzte Maßnahmen umfassen:
Die Smartbroker Gruppe verantwortet die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ihrer Dienstleistungen und Produkte. Bei der Entwicklung und Realisierung wird an allen Standorten den schonenden Umgang mit allen Ressourcen beachtet. Dazu zählt auch der zweckmäßige und sparsame Einsatz von Energie und Verbrauchsmitteln oder anderer Materialien.
Damit wird erreicht, dass die Geschäftsaktivitäten einen möglichst geringen negativen Einfluss auf die Umwelt haben und im Einklang mit den Umweltschutzgesetzen und Regeln stehen. Das Unternehmen fördert umweltbewusstes Handeln der Mitarbeiter sowie den Einsatz umweltfreundlicher Betriebsmittel.
Verantwortungsvolle, umsichtige Unternehmensführung, die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben, aber auch ethische Verantwortung, Transparenz und Offenheit sind Kernprinzipien aller unternehmerischen Handlungen der Smartbroker Gruppe.
Die Tochtergesellschaft Smartbroker AG ist ein von der BaFin lizenziertes Wertpapierinstitut (Zugelassenes Wertpapierinstitut § 15 WpIG) und unterliegt damit einer Vielzahl nationaler und internationaler Vorgaben und gesetzlichen Bestimmungen, die die gesteigerten Anforderungen etwa hinsichtlich dem Risikomanagement und der Compliance-Funktion regeln, aber auch Verhaltensregeln und Organisationsanforderungen vorgeben.
Ein detailliertes Organisationshandbuch beschreibt die Geschäftsorganisation, regelt alle wesentlichen Aspekte der internen Abläufe und erklärt die Verhaltens,-, Organisations,- und Transparenzpflichten hinsichtlich des Wertpapierdienstleistungsgeschäfts, der Compliance-Funktion, der Maßnahmen zur Geldwäsche- und Betrugsprävention und des Risikomanagements. Zudem sind darin Informationen zur Erstschulung und Weiterbildung von Mitarbeitern und den Grundsätzen für die Ausführung persönlicher Geschäfte festgelegt.
Das Berichts- und Meldewesen stellt sicher, dass alle Anzeige- und Informationspflichten eingehalten werden. Für die Meldung von Regel- und Rechtsverstößen steht jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin Zugang zu einem Hinweisgebersystem zur Verfügung.
des Smartbroker-Konzerns und der Smartbroker Holding AG (vormals wallstreet:online AG)
Der Smartbroker Konzern ("Smartbroker Gruppe", "die Gruppe", "der Konzern", "das Unternehmen" oder schlicht "wir") ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Berlin und beschäftigt über 240 Mitarbeiter an den Standorten Berlin, Kiel, Leipzig, München und Zürich. Als Finanzdienstleister entwickelt und betreibt die Gruppe über Tochterunternehmen digitale Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Finanzmedienportale und verbindet damit wichtige Aspekte des Retail-Investmentmarktes.
Die beiden Hauptgeschäftsfelder sind "Transaktion" (digitale Brokerage-Lösungen) und "Media" (Finanz- und Börsenportale, Diskussionsforen, B2B-Softwarelösungen).
Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 waren folgende Personen als Mitglieder des Vorstandes der Smartbroker Holding AG bestellt:
• André Kolbinger | Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer Kaufmann, Vorstandsmitglied seit 19. August 2022, zudem im Aufsichtsrat der ARIVA.DE AG, Kiel, (Tochterunternehmen der Smartbroker Holding AG) und im Aufsichtsrat der crumbl AG i.L., Berlin (Tochterunternehmen der Smartbroker Holding AG), tätig
André Kolbinger wurde unterjährig am 19. August 2022 in den Vorstand berufen und löste Matthias Hach in der Rolle des Vorstandsvorsitzenden ab. Nach Verständigung mit den relevanten Gremien legte Herr Hach sein Amt als Vorstandsvorsitzender der Smartbroker Holding AG und der Smartbroker AG einvernehmlich mit sofortiger Wirkung vorzeitig nieder und schied aus der Unternehmensgruppe aus.
Der Aufsichtsrat der Smartbroker Holding AG setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2022 wie folgt zusammen:
20
• Marcus Seidel | Aufsichtsratsmitglied Kaufmann, Aufsichtsratsmitglied seit 20. August 2020
Bis zu seinem Wechsel in den Vorstand war André Kolbinger Aufsichtsratsvorsitzender. Mit dem 19. August 2022 schied er aus dem Gremium aus und wechselte in den Vorstand. Silvia Gromoll wurde von der Hauptversammlung der Aktionäre der Smartbroker Holding AG am 15. Juni 2022 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 2. Dezember 2022 wurde sie zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Der Sitz der Muttergesellschaft, Smartbroker Holding AG, ist Berlin ("Smartbroker Holding AG", "die AG" oder "die Muttergesellschaft"). Die Muttergesellschaft hatte zum Abschlussstichtag unmittelbar bzw. mittelbar folgende Tochtergesellschaften mit Beteiligungshöhe über 50 %:

Die Smartbroker Gruppe ist ein Finanztechnologieanbieter, der digitale private Vermögensanlage mit der Bereitstellung von Finanzmedien und Börseninformationen verbindet. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Brokerage-Plattformen für Privatanleger sowie Finanz-Communitys und -portale. Außerdem bietet der Konzern individuelle B2B-Softwarelösungen in den Bereichen Finanzdaten, Webservices und regulatorische Dokumente an.
Aus dem 1998 gegründeten Geschäftsfeld der Finanzmedien entwickelte sich über die Beteiligung an der Smartbroker AG der Zugang zum Brokerage-Sektor. Ende 2019 wurde das Kernprodukt im Bereich Transaktion, der Smartbroker, lanciert. Das Unternehmen positioniert sich mit seinen Webseiten, Apps und Foren im Bereich Aktien und Märkte und in Kombination mit dem Angebot verschiedener Dienstleistungen im Brokerage-Markt als Anbieter für die Bereiche Information und Transaktion für Sparer, Privatanleger und Kapitalmarkt-Interessierte. Die Smartbroker Gruppe wendet sich damit an folgende Kunden- und Nutzergruppen:
• Sparer und Anleger haben mit dem Smartbroker die Möglichkeit nahezu sämtliche in Deutschland zugelassenen Wertpapiere an jedem deutschen Handelsplatz zu handeln.
SMARTBROKER HOLDING AG Berlin, de
TRANSAKTION 100%
100%
100%
100%
100%
50%
85%
90%
90%
100%
MEDIA
Smartbroker AG Berlin
wallstreet:online Fonds Advisory GmbH* Berlin
Wallstreet:online Corporate Finance AG* Berlin
Markets Inside Media GmbH Leipzig
ABC New Media AG Zürich, CH
ARIVA.DE AG Kiel
Smart Investor Media GmbH München
wallstreet:online Publishing GmbH Berlin
crumbl AG* Berlin
Blockchain Consult GmbH* Frankfurt
Mint Assets GmbH* Berlin
40%
60%
100%
Erste ICO Consulting Projektgesellschaft GmbH* Berlin
• Kapitalmarkt-Interessierten bieten die Websites und Apps der Smartbroker Gruppe Zugang zu Berich
terstattung zu Wirtschafts- und Börsennachrichten, Anlagetrends und Analysen. Sparer, Anleger und Kapitalmarkt-Interessierte können sich in den sozialen Online-Foren austauschen und erhalten so weiterführende Informationen zu Finanz- und Investmentthemen.
• Werbekunden und Bankpartner nutzen die Angebote der Gruppe für die gezielte Ansprache attraktiver Verbrauchergruppen – via Web und In-App.
Das Geschäftsfeld Transaktion wird im Wesentlichen über die Tochtergesellschaft Smartbroker AG betrieben. Gegenstand ist unter anderem die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), die Vermittlung von Anlagekonten und Depots ohne Wertpapierdienstleistung (Leerkonten/-depots) sowie der Betrieb und die Vermarktung von Finanzportalen im Internet. Die Haupteinnahmequellen erwachsen aus Transaktions-, Abschluss-, Bestandsund Innenprovisionen sowie Rückvergütungen von Bankpartnern und Handelsplätzen.
Den wichtigsten Bestandteil und gleichzeitig größten Umsatz- und Wachstumstreiber im Geschäftsfeld Transaktion stellt der Smartbroker dar – ein digitaler Broker für Privatanleger. Der Broker ist über eine Weboberfläche und nach Einführung von Smartbroker 2.0 auch über mobile Apps für iOS und Android zugänglich. Die Depotführung sowie die technische Durchführung des Wertpapierhandels erfolgt bis zum Umzug der Bestandskunden über die Partnerbank DAB BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, München ("DAB"). Im neuen System Smartbroker 2.0 obliegt die Depotführung und die Transaktionsabwicklung der Baader Bank AG.
Eine weitere Brokerage-Plattform, FondsDISCOUNT, ist auf die Vermittlung von Fonds, Direkt- und Crowdinvesting und Beteiligungen spezialisiert. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, ohne Emissionsaufschläge in Fonds zu investieren. Die Smartbroker Gruppe betreut außerdem Anlagekunden, die 2020 von der Volkswagen Bank übernommen wurden.
Über das gesamte Brokerage-Segment hinweg betreute die Gruppe über ihre Tochtergesellschaft Smartbroker AG ("SB AG") Ende 2022 rund 267.000 Wertpapierdepots und Kundenvermögen von annähernd € 9,2 Mrd. Dies entspricht einem durchschnittlichen Volumen von mehr als € 34.000 je Kundendepot.
Das Unternehmen entwickelt und betreibt zudem Finanz- und Börsenportale und Diskussionsforen zu finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Themen, im Wesentlichen rund um die Felder Börse, Markttrends, Investieren, Geldanlage, Vermögensaufbau und -management, angeführt von wallstreet-online.de, boersenNews.de, Finanznachrichten.de und Ariva.de. Ergänzt wird das Medienangebot durch das Printmedium Smart Investor (auch digital unter smartinvestor.de) sowie eine 2022 gestartete Börsenredaktion, die das bisherige Medienangebot erstmals durch Bezahl-Produkte (Börsenbriefe) erweitert.
Innerhalb des Bereichs B2C-Media stammen die Haupteinnahmequellen des Unternehmens aus der Werbung, die auf den verschiedenen Medien von Bankpartnern, Emittenten von Finanzprodukten sowie Werbeagenturen im Auftrag von Verbrauchermarken und Unternehmen platziert werden. Zusätzlich ergeben sich geringere Einnahmen aus Abonnements für Börsenbriefe und für das Magazin Smart Investor in der Print- und Digitalausgabe.
Ergänzt wird das Feld um B2B-Media. Das Tochterunternehmen ARIVA. DE AG bietet die Erstellung von Internetauftritten (Web, App), die Verarbeitung und Bereitstellung von Finanzdaten und regulatorischer Dokumente und liefert Marktdaten, Stammdaten und Kursinformationen an Banken, Finanzinstitute und Privatanleger. Hierbei erwachsen die Umsätze aus der Lizenzierung von Software ("software as a service") und dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen rund um die Entwicklung und Bereitstellung digitaler Inhalte. Insbesondere die Leistungen rund um die Bereitstellung von Marktdaten, Kursinformationen, und Charts werden in den selbstentwickelten Frontends (Web, App) des Smartbroker 2.0 Anwendungen finden, was einen Synergieeffekt zwischen dem Medien- und dem Brokerage-Angebot der Gruppe darstellt.
Die Smartbroker Gruppe verfolgt die Strategie, umfassende Produkte und Anwendungen für private Anleger, Sparer und Kapitalmarktinteresse zu bieten und damit das Kundeninteresse in den Bereichen Information und Transaktion zu verknüpfen. Das Wachstum im profitablen Mediengeschäft ermöglichte die wesentlichen Investitionen in den Bereich Transaktion – zunächst in Form der Beteiligung an der Smartbroker AG und seit Ende 2019 in das gemeinsam gestartete Projekt Smartbroker. Damit wurden die Umsätze der Gruppe diversifiziert und ein neues Geschäftsfeld aufgebaut, das einerseits an sich ein Wachstumspotenzial darstellt und andererseits komplementär zum bestehenden Produkt ist und Synergiepotenziale sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite bietet.
Aus diesem Ansatz leitet sich die derzeitige und künftige Unternehmensstrategie ab. Der Konzern setzt sich zum Ziel, das Wachstum in den Geschäftsfeldern Media und Transaktion für sich genommen weiter fortzuführen. Für beide Bereiche wurden Produkt- und Geschäftsinitiativen festgelegt, um die Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Dazu zählen für den Bereich Media etwa die laufende visuelle und funktionelle Überarbeitung der Portale (z.B. Relaunch der Ariva News App) oder der Produktstart der firmeneigenen Börsenbriefe. Auf Seiten des Transaktionssegments ist der wichtigste Wachstumsprojekt der Produktstart von Smartbroker 2.0. Zudem bietet die synergetische Verbindung beider Bereiche die Möglichkeit, Privatanlegern Werkzeuge, Produkte und Dienstleistungen entlang des gesamten Investmentprozesses zu bieten – von der Finanzbildung und der Informationsbeschaffung über die Auswahl konkreter Anlageinstrumente bis hin zur kostengünstigen Transaktionsausführung und der Möglichkeit der nachlaufenden Überwachung bzw. Optimierung des eingesetzten Kapitals. Ziel der Strategie ist der nachhaltige Ausbau der Wettbewerbsposition bei gleichzeitig ertragsorientiertem Wachstum. Für 2023 plant SB AG mit einer geringen Anzahl an neueröffneten Wertpapierdepots und aufgrund der Migration insgesamt einen Rückgang an betreuten Depots bis zum Jahresende im Vergleich zum 31.12.2022. Es soll sich um das letzte Übergangsjahr handeln, bevor Smartbroker 2.0 ab 2024 ganzjährig zur Umsatzgenerierung beitragen kann. Das bedeutet wie im Jahr 2022, dass der Fokus auch in 2023 nicht auf der Neukundengewinnung liegt.
Die Smartbroker Holding AG ist bestrebt, ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot permanent weiterzuentwickeln, effizient zu gestalten sowie sinnvolle und ergänzende Nutzer- und Kundenwünsche schnell und sachgerecht umzusetzen. Forschungsarbeiten im grundlegenden Sinne werden nicht durchgeführt.
Die Gruppe führte 2022 die Entwicklungsarbeiten am Projekt Smartbroker 2.0 fort. Das Projekt umfasst die Erweiterung der eigenen IT-Infrastruktur, die Erstellung von web- und app-basierten Kundenzugängen, Kundendatenbanken, Teile der sogenannten Middleware sowie die notwendigen internen Integrationen und jene zu den depotführenden und transaktionsabwickelnden Systemen der Partnerbank. Die Arbeiten werden größtenteils intern umgesetzt.
Im Laufe des Jahres kam es zu erheblichen Änderungen im Projektplan. Aufgrund von Verzögerungen bzw. Nicht-Lieferung zentraler Bestandteile, die an externe Dienstleister ausgelagert waren, musste der geplante Produktstart auf 2023 verschoben werden. Das Unternehmen sah im Zuge der Umstellung davon ab, die gesamte Transaktionsplattform und die Depotführung zu internalisieren. Diese werden im neuen Setup von Smartbroker 2.0 an die Baader Bank ausgelagert. Die Smartbroker Gruppe steuert die Frontends bei, die intern entwickelt werden, sowie einige Backoffice-Funktionen, regulatorische Komponenten und die Middle-Ware, die in Zusammenarbeit mit einem weiteren Partner bereitgestellt wird. Die Kundenbetreuung verbleibt wie gehabt in der Gruppe.
In diesem Zusammenhang ergaben sich einmalige Sonderabschreibungen in Höhe von rund €13 Mio., die sich zum Teil auf aktivierte Eigenleistungen für Plattformteile bezogen, die im neuen Setup mit der Baader Bank nicht mehr benötigt wurden und zu einem größeren Teil auf Kosten externer Dienstleister zurückgehen. Sämtliche betroffenen Dienstleister sind nicht mehr Teil des finalen Projekts.
Im Projektzeitraum 2021 und 2022 investierte die Gruppe gesamt rund € 3,2 Mio. (Investitionen in Höhe von € 15,8 Mio. abzgl. Sonderabschreibungen in Höhe von € 12,6 Mio.) in die neue Tradingplattform, einschließlich der oben genannten Sonderabschreibungen des Jahres 2022.
Trotz vielfältiger Krisen, darunter die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise, Schwierigkeiten in den Lieferketten und der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, entwickelte sich die deutsche Wirtschaft stabil. Das Bruttoinlandsprodukt konnte um rund 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Die positive Entwicklung im privaten Konsum (+4,6 %) ermöglichte den Anstieg, die ihrerseits wiederum auf Nachholeffekte aufgrund der Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen und der Erholung gewisser Lieferengpässe zurückzuführen ist. Wenngleich das zweite Halbjahr 2022 wirtschaftlich stärker ausfiel als prognostiziert, trübten Unsicherheiten über den weiteren Ausblick und die hohe Inflationsrate im Winterhalbjahr 2022/2023 die Entwicklung und die Investitionsbereitschaft. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate (gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat) bei +8,6 %. Der Durchschnittswert der Teuerung lag für das letzte Quartal 2022 bei rund +9,7%. Das Konsumklima zeigte sich zum Jahresende pessimistisch, da die Aufholeffekte langsam ausliefen und negative Faktoren wie die hohe Teuerung und Unsicherheiten in Bezug auf die erwarteten Energiekosten Überhand gewannen.2
Die Inflationsrate erreichte im Oktober 2022 ihren Jahreshöchststand mit 10,4 %, im Dezember lag der Wert bei 8,6 %. Im Jahresdurchschnitt belief sich die Teuerungsrate 2022 auf 7,9 %, im Vergleich zu den 3,1 % im Jahr 2021. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die hohen Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges zurückzuführen. Allein Energieprodukte verteuerten sich 2022 im Durchschnitt um mehr als 34 %, wobei diese 2021 preislich bereits um 10,4 % im Vergleich zum Vorjahr zulegten. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise, die teilweise durch staatliche Entlastungsmaßnahmen abgefedert wurden, läge die Inflationsrate 2022 bei rund 5 %. Hinzu kamen krisenund kriegsbedingte Sondereffekte wie Lieferengpässe, die sich auch auf die vorgelagerten Wirtschaftsstufen auswirkten.3
Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelte sich 2022 trotz der genannten Krisen stabil. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurschnitt im Vergleich zu 2021 leicht auf 5,3 %, trotz Erfassung ukrainischer Geflüchteter ab der Jahresmitte. Auch die Quote der Unterbeschäftigung war rückläufig. Der Sicherungsmechanismus der Kurzarbeit fand weiterhin Verwendung, wenngleich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den Corona-Jahren 2020 und 2021. Die Erwerbstätigkeit stieg auf 46,6 Mio. Menschen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überstieg zur Jahreshälfte das Vor-Corona-Niveau aus Juni 2019. Die Statistik der offenen Stellen erreichte mit 845.000 gemeldeten Posten einen neuen Höchststand.4
Die Ausgaben des öffentlichen Gesamthaushalts stiegen während der ersten drei Quartale 2022 um 1,5 %. Demgegenüber stand eine Zunahme der Einnahmen der öffentlichen Hand um 9,1 %, was zu einer Reduktion des Finanzierungsdefizites um € 85 Mrd. im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2021 führte. Der Anstieg der Steuereinnahmen ist auf das erhöhte Preisniveau sowie auf die schwache Vergleichsbasis 2021 zurückzuführen, während derer vor allem die Umsatzsteuer von den Corona-Eindämmungsmaßnahmen negativ beeinflusst wurde.5
Auch die globale Wirtschaft war 2022 geprägt von den zunehmenden Risiken in Verbindung mit dem russischen Angriffskrieg, Lieferengpässen und Anstiegen in den Preisniveaus. Hinzu kommen Sonderfaktoren wie der Rückgang des Wachstums in China, vor allem im Zusammenhang mit der strikten Corona-Politik und den Entwicklungen im dortigen Immobiliensektor. Das Wachstum des Welthandels ging basierend auf dem rückläufigen Produktionswachstums 2022 um mehr als 4 % zurück und lag trotz Öffnung nach vielen Corona-Lockdowns weiterhin unter dem historischen Durchschnitt. Dies wird etwa auch in der Entwicklung des S&P Global Index (EMI, Einkaufsmanagerindex) sichtbar, der im Dezember 2022 weiter unter der Wachstumsschwelle (50 Punkte) bei 48 Punkten notierte.6
Der deutsche Aktienindex DAX erzielte die schlechteste Jahresperformance seit vier Jahren und schloss mit -12 % unter der 14.000-Marke. Der TecDAX ging im Jahresvergleich um 25 % zurück, der SDAX um rund 27 %. Auch internationale Indizes schlossen das Jahr deutlich negativ ab, etwa der S&P 500 Index mit einer Jahresperformance von -19 % oder der NASDAQ 100 Index mit historischen -33 %.7
Die Bundesbank geht von einer leichten Schrumpfung der deutschen Wirtschaft 2023 von 0,5 % aus, wobei sich in den Folgejahren erneut ein Wachstum von 1,7 % in 2024 bzw. von 1,4 % in 2025 ergeben soll. Der Rückgang im laufenden Jahr ist vor allem auf die Belastung der Produktion aufgrund der hohen Energiekosten, gedämpftem Export, sowie auf die sinkenden Reallöhne und damit einhergehende Einschränkungen im privaten Konsum zurückzuführen. Nachlassender Preisdruck, sinkende Inflation (Planwert 2023: 7,2 %, Rückgang bis 2025 auf 2,8 %) und steigende Auslandsnachfrage sollen erneut zu wachsendem Wirtschaftsvolumen in den Folgejahren führen.8
Im vergangenen Jahr erreichte die Anzahl an Privatanlegern laut dem Deutschen Aktieninstitut ("DAI") einen neuen Höchststand und stellte damit den bisherigen Rekord von 2001 ein. 2022 haben demnach 12,9 Mio. Menschen in Aktien, Fonds und ETFs investiert, was über 18 % der Bevölkerung ab 14 Jahren
26
in Deutschland entspricht. Jeder Fünfte nutzte trotz vielfachen Kursrückgängen die Kapitalmärkte für die eigene Vermögensbildung. Rund 600.000 Menschen unter 30 Jahren investierten 2022 erstmals in Aktien, Fonds oder ETFs – ein Anstieg von 40% gegenüber dem Vorjahr.9
Zu den Gründen des Anstiegs der Anzahl zählen unter anderem die breite Verfügbarkeit digitaler Broker, die den einfachen Zugang zum Kapitalmarkt ermöglichen und aufgrund günstiger Gebührenstrukturen und niedriger Mindestanlagebeträge auch für Einsteiger geeignet sind. Themen rund um

Anzahl deutscher Privatanleger in Mio., zum Jahresende
Von den beinahe 13 Mio. Aktionären sind rund 7,6 Mio. in Fonds und ETFs, 2,4 Mio. in Aktien und 2,9 Mio. in beiden Kategorien investiert.10 Laut Bundesbank lag die Anzahl an Wertpapierdepots privater Haushalte in Deutschland Ende 2022 bei knapp 30 Mio.11
die private Zukunftssicherung und die finanzielle Bildung gewinnen auch in den Medien und den sozialen Netzwerken an Bedeutung und schaffen so Aufmerksamkeit und Engagement. Vieler der Anleger sind langfristig orientiert und versuchen die wachsende Rentenlücke abzufedern. So nutzen rund 70 % der unter 35-jährigen Anleger Sparpläne für Aktien, ETFs und Fonds und 77 % der jungen Investoren geben als wichtigstes Anlagemotiv den langfristige Vermögensaufbau an.12
28
Der Renteneintritt der "Generation Babyboomer" bedingt eine Verdoppelung der Rentenbezieher bis 2040. Die Beibehaltung des Rentenniveaus sowie Deckelung der Beiträge auf dem derzeitigen Niveau würden die Defizite der gesetzlichen Rentenversicherungen ab 2025 gravierend steigern. Bereits heute können die rund 35 Mio. Bundesbürger im Alter zwischen 20 und 65 Jahren ihren Lebensstandard im Alter nicht rein mit der gesetzlichen Rente absichern. Bei Renteneintritt erhalten sie durchschnittlich 48 % des letzten Einkommens, woraus sich eine Versorgungslücke zum lebensstandsichernden Einkommen von rund € 540 pro Monat ergibt. Etwas mehr als die Hälfte der Berufstätigen verkleinert diese Lücke mit gesetzlichen Zusatzvorsorgen (Riester-Rente) oder betrieblicher Altersvorsorge. Durch ein vermutetes künftiges Absinken des Rentenniveaus kommt dem privaten Teil der Vorsorge eine entscheidende Rolle zu.13 Bis zum Jahr 2025 ist das derzeitige Rentenniveau gesetzlich garantiert. Danach müssten bei einem Absinken unter 48 % geeignete Maßnahmen zum Gegensteuern vorgeschlagen werden. Nach 2030 ist keine Untergrenze für die Entwicklung des Rentenniveaus vorgesehen.14 Der aktuelle Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Rentenversicherung modelliert ein Absinken des Rentenniveaus auf 45 % im Jahre 2036 und verweist auf den Handlungsbedarf der Versicherten, ihre Einkommen im Alter zu verbessern. 2021 lag der durchschnittliche monatliche Rentenzahlbetrag für Altersrenten aus der gesetzlichen Rente für Männer bei rund € 1.200 und für Frauen bei rund € 800.15
Das steuerlich berücksichtigte Vermögen, das 2021 in Deutschland vererbt wurde, stieg um mehr als 26 % auf € 63,4 Mrd. Der Großteil hiervon, € 35 Mrd., entfiel auf die Kategorie "Übriges Vermögen: Bankguthaben, Wertpapiere, Anteile und Genussscheine". Berücksichtigt man gleichzeitig das per Schenkung übertragene Vermögen erhält man einen Gesamtwert von € 118 Mrd., wobei der Großteil der Schenkungen auf Betriebsvermögen entfällt und rund € 13 Mrd. der Kategorie "Übriges Vermögen" zuzurechnen ist.16 Das tatsächlich vererbte Vermögen liegt deutlich höher, da die amtliche Statistik nur die steuerlich wirksamen Erbschaften außerhalb der Freibeträge erfasst.
Das Geldvermögen der deutschen Haushalte sank im dritten Quartal 2022 zum dritten Mal in Folge aufgrund anhaltender Bewertungsverluste, die sich zwar gegenüber dem zweiten Quartal abschwächten, aber dennoch allein im Q3 noch € 88 Mrd. im Vergleich zum Vorquartal ausmachten. Die größten Wertverluste ergaben sich in Pensions- und Versicherungsansprüchen (-€ 43 Mrd.), gefolgt von Aktien und sonstigen Anteilsrechten (-€28 Mrd.) und Investmentfonds (-€ 21 Mrd.). Dem gegenüber standen Mittelzuflüsse in Bargeld und Einlagen (+€ 36 Mrd.), Aktien, Anteilsrechten und Fonds (+€9 Mrd.) und Versicherungen (+€ 22 Mrd.). Die Verschuldungsquote bleib stabil. Die Sparquote sank 2022 erwartungsgemäß auf rund 11 % des verfügbaren Einkommens ab, was in etwa dem langjährigen Mittel der Vor-Coronazeit entspricht, und wird von der Bundesbank für den Projektionszeitraum bis 2025 auf etwa diesem Niveau fortgeschrieben. Die Aufteilung des Geldvermögens blieb weitestgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr. Basierend auf den Daten für das dritte Quartal 2022 legten die deutschen Haushalte € 3.193 Mrd. in Bargeld, Einlagen und Schuldverschreibungen an, € 2.625 Mrd. entfielen auf Versicherungs-, Alterssicherungs- und Standardgarantie-Systeme und sonstige Forderungen sowie € 1.657 Mrd. auf Aktien, sonstige Anteilsrechte und Anteile an Investmentfonds (darin enthalten sind etwa € 390 Mrd. auf nicht-börsennotierte Aktien und sonstige Anteilsrechte).17
Trotz Bewertungsverlusten zeigt sich demnach die anhaltende Bereitschaft der Haushalte, auch in einem schwierigen Marktumfeld Kapital an den Börsen anzulegen.
Zum Jahresende 2022 verzeichnete die Bundesbank rund 29,9 Mio. Wertpapierdepots privater Haushalte in Deutschland, wobei große Teile auf Großbanken, Sparkassen, Landesbanken und andere Kreditinstitute entfielen.18
Wie vom Online-Vermarkterkreis im Bundesverbands Digitale Wirtschaft ("OVK") prognostiziert, erzielte der digitale Werbemarkt 2021 ein außerordentlich hohes Wachstum von 25 %

Quelle: Deutsche Bundesbank gegenüber dem Vorjahr. Die Digitalisierung schritt aufgrund der Covid-19 Pandemie weiter voran. Home-Office und Online-Shopping nahmen zu und sind nur zwei der Faktoren, die zu einer direkten Stärkung der Display-Werbung führten. Viele der Trends erwiesen sich auch nach Ende der Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie als nachhaltig. Für 2022 geht der OVK daher davon aus, dass das Werbevolumen um weitere 7 % auf € 5,5 Mrd. steigen wird.
Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate zwischen 2018 und 2022 steigt damit auf 14 % (durchschnittliche Wachstumsrate 2018 – 2021: 12 %). Zu den Hauptwachstumstreibern zählen die Videowerbung und programmatische Werbung. Mehr als ein Drittel des Umsatzes soll 2022 auf Bewegtbild-Formate entfallen. Mehr als zwei Drittel der Displaywerbung wird programmatisch platziert. Der Bereich Finanzen konnte im ersten Halbjahr 2022 auf den dritten Platz der Top Wirtschaftsbereiche nach Bruttowerbeinvestitionen aufsteigen.19
Die Smartbroker Gruppe profitiert von den verschiedenen Markttrends. Das Unternehmen setzt auf Webseiten und Apps, präsentiert Text- und Videoinhalte und bietet damit Raum für diverse Displaywerbeformate, die sowohl direkt als auch auf programmatisch platziert werden.
2022 stellte die Smartbroker Gruppe vor vielfältige Herausforderungen. Die herausfordernde Marktlage, geprägt von Inflation, Verunsicherung an den Märkten und rückläufigen Haushaltseinkommen, wirkte sich negativ auf die größten Geschäftsbereiche der Gruppe aus. Die jährlichen Seitenaufrufe auf den Medienportalen und Apps ging um mehr als 30% zurück. Die durchschnittliche Anzahl an Transaktionen pro Jahr und Depot verringerten sich von 29 Trades in 2021 auf rund 18 Trades in 2022. Beides belastete die Umsatzentwicklung.
Zudem führten interne, strategische Fehlentscheidung zu einer weitreichenden Verschiebung der Markteinführung von Smartbroker 2.0. Das Projekt wurde neu ausgerichtet und im Umfang der intern zu entwickelnden Plattformteile neu bestimmt. Große Teile der internen und externen Entwicklungsarbeiten, die bis zur Umstellung geleistet wurden, konnten nicht in das finale Setup übernommen werden. Das Ergebnis wurde dadurch wesentlich von außerordentlichen Abschreibungen belastet. Die Kostenbasis ist aufgrund der Einführung von Smartbroker 2.0 und der zeitlichen Verzögerung mit erhöhten Einmalkosten belastet.
Die Profitabilität im Mediengeschäft konnte erhalten bleiben. Dies ermöglichte es, die erhöhten Investitionen in Smartbroker 2.0 zu tragen und das Projekt fortzuführen.
Die Smartbroker AG konnte die Anzahl der geführten Wertpapierdepots sowie die betreuten Vermögenswerte im Laufe des Jahres 2022 zwar ausbauen, jedoch mit deutlich geringerem Momentum. Der Wachstumsrückgang ist auf das herausfordernde Marktumfeld und vor allem auf die Verschiebung der Markteinführung von Smartbroker 2.0 zurückzuführen.
Zum 31.12.2022 führte die Tochtergesellschaft Smartbroker AG rund 267.000 Wertpapierdepots (Vorjahr: 246.000). Das betreute Kundenvermögen lag zeitgleich bei etwa € 9,2 Mrd. (Vorjahr: € 8,8 Mrd.). Dies entspricht einem Wachstum von 4 % im Vergleich zu Ende 2021 und einem durchschnittlichen Volumen von rund € 34.000 je Depot.
Die Gruppe erzielte 2022 Umsatzerlöse von € 52,8 Mio., was einem Wachstum von rund 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Vorjahr: € 48,2 Mio.). Der Jahresfehlbetrag belief sich auf € 10,1 Mio. (Vorjahr Jahresfehlbetrag: € 0,5 Mio.).
Die angestrebte 100%-Beteiligung an der Smartbroker AG (vormals wallstreet:online capital AG) konnte 2022 abgeschlossen werden. Das Squeeze-Out Verfahren nach § 327a AktG wurde im April 2022 erfolgreich beendet. In den Vorjahreswerten 2021 wird die Smartbroker AG mit Erreichen der Mehrheitsbeteiligung ab 1. August 2021 vollkonsolidiert, davor wurde nach dem 'at equity'-Verfahren konsolidiert.
Die für die Gesellschaft (Konzern) im operativen Betrieb bedeutsamen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:
| Leistungsindikatoren | IST 2022 | Plan 2022 |
|---|---|---|
| Umsatz | € 52,8 Mio. | ~ € 52 Mio. |
| EBITDA | € 8,8 Mio. | ~ € 9 Mio. |
Für den Einzelabschluss stellen sich die Leistungsindikatoren wie folgt dar:
| Leistungsindikatoren | IST 2022 | Plan 2022 |
|---|---|---|
| Umsatz | € 18,2 Mio. | ~ € 19 Mio. |
| EBITDA | € 5,9 Mio. | ~ € 2,4 Mio. |
Zur Darstellung der Vermögenslage im Einzelnen verweisen wir auf die Bilanz und den Konzernanlagenspiegel. Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2022 € 73.933 Tsd. (Vorjahr: € 75.409 Tsd.).
| in € Mio. | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 36,9 | 40,6 |
| Umlaufvermögen | 36,3 | 34,4 |
| Eigenkapital | 49,4 | 49,5 |
| Verbindlichkeiten | 18,5 | 16,6 |
| Bilanzsumme | 73,9 | 75,4 |
| Eigenkapitalquote | 67 % | 66 % |
Zur Darstellung der Vermögenslage im Einzelnen verweisen wir auf die Bilanz und den Anlagenspiegel. Die Bilanzsumme belief sich für das Jahr 2022 auf € 88.606 Tsd. (Vorjahr: € 77.186 Tsd.), ein Plus von € 11.421 Tsd. im Vergleich zum Vorjahr. Dies war im Wesentlichen bedingt durch die in 2022 durchgeführten Kapitalerhöhung, die Aufnahme von Bankdarlehen und die Zahlung von hohen offenen Verbindlichkeiten des Vorjahres.
| in € Mio. | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 63,6 | 57,7 | |
| Umlaufvermögen | 24,7 | 19,4 | |
| Eigenkapital | 58,6 | 50,2 | |
| Verbindlichkeiten | 27,7 | 23,5 | |
| Bilanzsumme | 88,6 | 77,2 | |
| Eigenkapitalquote | 66 % | 65 % |
Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Zum 31. Dezember 2022 wurde ein Cash-Bestand in Höhe von € 27.374 Tsd. ausgewiesen.
| in € Mio. | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 5,0 | 13,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (22,0) | (19,8) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 18,7 | 17,3 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 25,5 | 14,1 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 27,4 | 25,5 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich aufgrund des schwierigeren Marktumfelds. Die Erhöhung der Investitionstätigkeit ist vor allem auf die Erstellung der Smartbroker Cloud Platform, auf nachgelagerte Zahlungen im Zuge des Erwerbs des VW-Kundenstammes, auf die Ausweitung der bestehenden Beteiligung an der Smartbroker AG im Rahmen des Squeeze-Out Verfahrens sowie nachgelagerte Kaufpreiszahlungen für weitere Beteiligungen und Investitionen im Rahmen des Umzugs in neue Büroräume zurückzuführen. Die Finanzierungstätigkeit umfasste vor allem die im Juli 2022 durchgeführte Kapitalerhöhung sowie neu aufgenommene Bankdarlehen.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Zum 31. Dezember 2022 wurde ein Cash-Bestand in Höhe von € 15.781 Tsd. (Vorjahr: € 5.626 Tsd.) ausgewiesen. Zur Unterstützung der bereits vorhandenen Liquidität sowie weiterer Investitionen hat die Smartbroker Holding AG im Jahr 2022 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre beschlossen, inklusive der Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von € 10.034 Tsd.
Zudem hat die Smartbroker Holding AG in 2022 einen Bankkredit über € 13.000 Tsd. aufgenommen.
Die Liquiditätsplanung sieht für das Geschäftsjahr 2023 eine komfortable Entwicklung vor, sodass ausreichend Liquidität für die Finanzierung des Wachstums des Smartbrokers zur Verfügung steht.
Aufgrund des herausfordernden Marktumfelds konnten wir 2022 nicht an das Wachstum des Vorjahres anschließen. Der Umsatz stieg zwar um 10%, dies ist jedoch auf die ganzjährige Vollkonsolidierung der Smartbroker AG zurückzuführen, die 2021 zunächst "at equity"-konsolidiert wurde und ab August 2021 vollkonsolidiert wurde. Ergebnisseitig konnte der Konzern operativ deutlich zulegen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern) stieg von € 3.558 Tsd. in 2021 auf € 8.773 Tsd. in 2022. Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf die reduzierten Kundengewinnungskosten für den Smartbroker zurückzuführen, die sich aufgrund der geplanten Umstrukturierung des Setups des Smartbroker 2.0 ergaben. Die hohen Abschreibungen auf das alte Setup führten final zu einem deutlichen Verlust in 2022.
Auf Konzernebene erwirtschaftete die Smartbroker Gruppe 2022 € 52.788 Tsd. (Vorjahr: € 48.203 Tsd.) an Umsatzerlösen. Entsprechend der strategischen Unternehmensausrichtung konnte die Umsatzsteigerung und die erzielte Profitabilität im Bereich Media wiederum gezielt eingesetzt werden, um das Wachstum des Smartbrokers zu forcieren.
Der Materialaufwand ist auf € 21.058 Tsd. zurückgegangen (Vorjahr: € 25.852 Tsd.), wobei € 4.019 Tsd. auf die Kundengewinnungskosten für den Smartbroker entfielen (Vorjahr: € 12.867 Tsd.). Die Personalkosten stiegen um 48 % auf € 18.746 Tsd. (Vorjahr: € 12.637 Tsd.). Die Summe der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen machte 2022 € 17.185 Tsd. (Vorjahr: € 3.209 Tsd.) aus, wobei € 2.845 Tsd. (Vorjahr: € 1.798 Tsd.) Geschäfts- und Firmenwerten sowie stille Reserven aus der Kapitalkonsolidierung zuzurechnen waren. Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf das alte Setup des Projektes Smartbroker 2.0 in Höhe von insgesamt € 12.586 Tsd. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 7.956 Tsd. (Vorjahr: € 7.653 Tsd.) umfassten die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, wie Miete, Versicherungen und Beratungskosten, Kosten für Börsennotierung etc.
Das Finanzergebnis lag 2022 bei € -1.520 Tsd. (Vorjahr: € -307 Tsd.). Darunter waren € -1.172 Tsd. Abschreibungen auf Finanzanlagen (Beteiligung an FinMarie GmbH, Wertpapiere).
Der Konzern erzielte einen Jahresfehlbetrag von € 10.067 Tsd. (Vorjahr Jahresfehlbetrag: € 537 Tsd.).
| in € Mio. | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 52,8 | 48,2 |
| Materialaufwand | (21,1) | (25,9) |
| Personalaufwand | (18,7) | (12,6) |
| Abschreibungen | (17,2) | (3,2) |
| EBIT | (8,4) | 0,3 |
| Jahresfehlbetrag | (10,1) | (0,5) |
Die Smartbroker Holding AG erzielte Umsätze in Höhe von € 18.218 Tsd. für das Jahr 2022 (Vorjahr: € 22.510 Tsd.) – ein Minus von 19 %.
Im Jahr 2022 wurden keine neuen B2B-Media-Aufträge akquiriert. Bereits bestehende Verträge wurden abgearbeitet. Die Umsätze konnten mit € 425 Tsd. im Vergleich zu 2021 leicht gesteigert werden (Vorjahr: € 388 Tsd.).
Die Kooperationsvereinbarung mit Smartbroker AG über den gemeinsamen Betrieb des Smartbrokers ist wie geplant weiterhin aufrecht. Die Muttergesellschaft übernimmt wesentliche Produktentwicklungs- und Marketingkosten für das Projekt Smartbroker und bezieht im Gegenzug einen Teil der Einnahmen der Tochtergesellschaft. Die Umsätze aus dem Bereich Smartbroker beliefen sich im Jahr 2022 auf € 1.187 Tsd. (Vorjahr: € 4.079 Tsd.). Der Rückgang beruht auf der vertraglich vereinbarten Absenkung des prozentualen Anteils an den Einnahmen. Die Umsätze aus dem im Jahr 2020 erworbenen VW-Kundenstamm beliefen sich auf € 797 Tsd. (Vorjahr: € 995 Tsd.).
Der Materialaufwand belief sich 2022 auf € 9.659 Tsd. (Vorjahr € 17.787 Tsd.), was einem Rückgang von 46 % entspricht. Der größte Teil hiervon, € 4.019 Tsd. (Vorjahr: € 12.867 Tsd.), entfiel planmäßig auf die Kundengewinnungssowie Kundenlegitimationskosten, die für den Smartbroker übernommen wurden.
Der Personalaufwand lag 2022 bei € 5.922 Tsd. (Vorjahr: € 5.899 Tsd.).
Die Abschreibungen stiegen 2022 auf € 7.042 Tsd. (Vorjahr: € 367 Tsd.). Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf das alte Setup des Projektes Smartbroker 2.0 in Höhe von insgesamt € 6.653 Tsd. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 49 % auf € 2.292 Tsd. gesunken (Vorjahr: € 4.512 Tsd.). Grund hierfür waren unter anderem der Rückgang der Beraterkosten für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Smartbrokers.
Das Finanzergebnis ist um 47 % auf € 3.599 Tsd. (Vorjahr: € 6.734Tsd.) zurückgegangen. Die Smartbroker Holding AG entschied sich im Jahr 2022 dazu, die Beteiligung an der FinMarie GmbH abzuwerten. Zusätzlich wurden die Wertpapiere auf ihren aktuellen Marktwert abgeschrieben. Positiv auf das Finanzergebnis wirkten sich die Ergebnisabführungen der Markets Inside Media GmbH sowie der ARIVA.DE AG aus.
Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf € 1.663 Tsd.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem den vertraglich vereinbarten Kauf weiterer Anteile an der FinMarie GmbH (€ 267 Tsd.) sowie den Kauf von Wertpapieren (€ 250 Tsd.), den Kauf von immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von € 11.840 Tsd., sowie den Kauf von Sachanlagen in Höhe von € 1.700 Tsd.
Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurden Investitionen für die Neu- bzw. Weiterentwicklung des Projektes Smartbroker in Höhe von € 5.824 Tsd. getätigt. Die getätigten Investitionen in Sachanlagen betreffen im Wesentlichen Neuanschaffungen im Bereich Hardware. Im Bereich der Finanzanlagen wurden folgende Investitionen in verbundene Unternehmen/Beteiligungen getätigt:
| Name | Anteil in % gesamt |
Art |
|---|---|---|
| FinMarie GmbH, Berlin |
17 % | 2. Kaufpreisrate |
| Smartbroker AG, Berlin |
100 % | Einzahlung in die Kapitalrück lage und Zukäufe im Rahmen des Squeeze out Ver fahrens |
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Abschreibungen auf Wertpapiere wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von € 382 Tsd. vorgenommen.
Zum 31. Dezember 2022 wurde wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung die Beteiligung an der FinMarie GmbH um € 790 Tsd. abgewertet.
Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 239 Mitarbeiter beim Smartbroker Konzern beschäftigt.
| Jahresdurchschnitt | |||
|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Änderung | |
| Anzahl Mitarbeiter | 239 | 196 | 43 |
Werte inkl. Vorstände und Studenten
Der Zuwachs an Mitarbeitern ergibt sich im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern in Zusammenhang mit dem Projekt Smartbroker.
Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 50 Mitarbeiter bei der Smartbroker Holding AG einschließlich vier Vorstände beschäftigt.
| Jahresdurchschnitt | |||
|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Änderung | |
| Anzahl Mitarbeiter | 50 | 43 | 7 |
Werte inkl. Vorstände und Studenten
Die Gruppe blickt auf ein schwieriges Jahr 2022 zurück. Dem Rückgang der Trade-Einnahmen und dem Rückgang im Bereich Investor-Relation-Werbung konnte durch Einsparungen im Bereich der Kundengewinnungskosten für Smartbroker entgegengewirkt werden. Durch die Änderungen im Setup des Smartbrokers 2.0 ergaben sich hohe Abschreibungen, die das Jahresergebnis 2022 deutlich belasteten. Trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte im Bereich des Portalgeschäft ein deutlich profitables Ergebnis erzielt werden. Es konnten rund 30.000 neue Smartbroker-Wertpapierdepots eröffnet und das betreute Vermögen weiter gesteigert werden.
Insgesamt schloss der Konzern mit einem Verlust nach Steuern von € 10,1 Mio. Die Bilanzsumme ist um € 1,5 Mio. auf € 73,9 Mio. gesunken. Der Konzern-Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf € 5,0 Mio. Die Finanzmittel zum 31. Dezember 2022 betrugen € 27,4 Mio.
Der Smartbroker Konzern ist in einem dynamischen Marktumfeld positioniert, konnte in den letzten Jahren starkes Wachstum verzeichnen und hat sich zum Ziel gesetzt, auch weiterhin nachhaltig profitabel zu wachsen und getroffene Prognosen einzuhalten. Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 25-jährige Firmengeschichte zurück und ist seit 2006 börsennotiert im Freiverkehr der Frankfurter Börse. Das gewonnene Know-how, die Branchenkenntnis und das dichte Partnernetzwerk, das in dieser Zeit aufgebaut werden konnte, erlauben es dem Unternehmen, die aus der unternehmerischen Tätigkeit erwachsenden Chancen zu erkennen und zu realisieren.
Die Angaben zum Chancen- und Risikomanagement gelten sowohl für den Konzern als auch für die Muttergesellschaft, sofern nicht gesondert vermerkt.
Das Unternehmen etablierte sich seit der Gründung 1998 durch organisches und anorganisches Wachstum, laufende Investitionen in das Produktangebot und die unternehmensinterne Entwicklung eigener Medienplattformen größten verlagsunabhängigen Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Europa. 2019 wurde gemeinsam mit der mittlerweile 100%igen Tochtergesellschaft Smartbroker AG der digitale Next Generation Broker Smartbroker auf den Markt gebracht – ein Unternehmen, das seinerseits wiederum auf eine erfolgreiche Wachstumsgeschichte zurückblickt.
Das Unternehmen profitiert von den oben genannten Marktentwicklungen, da der Zielmarkt der privaten Geldanlage in börsennotierte Titel an sich wächst und innerhalb des Segmentes eine Marktbewegung zu digitalen, kostengünstigen Anbietern zu beobachten ist, die vermehrt von selbst entscheidenden Investoren eingesetzt werden. Mit dem breit aufgestellten Angebot im Transaktionsbereich wird ein Spektrum bevorzugter Anlageklassen und -formen (Aktien, Fonds, ETFs; Direktanlage, Sparpläne) angeboten. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen Anleger bei der Entscheidungsfindung durch die Kombination aus Information (Börsenportale) und Transaktion (Brokerage-Plattformen). Das Unternehmen geht langfristig von einer weiterhin positiven Marktentwicklung aus, vermischt mit kurzfristiger Volatilität, die sich zeitweise auch negativ auswirken kann. Digitale, kostengünstige Lösungen erlauben eine gezielte Produktgestaltung und Kundenansprache. Spezialisierte, digitale Broker erfüllen den Anspruch, dauerhaft günstige Konditionen anzubieten, und bieten gleichzeitig möglichst das Produktspektrum, das Anleger und Sparer von traditionellen Banken gewohnt sind. Aus Sicht des Unternehmens sind Next Generation Broker wie der Smartbroker, die vergleichbare Leistungen zu geringen bzw. ohne Gebühren bieten, gut platziert, um Marktanteile der teureren Anbieter zu übernehmen. Der zersplitterte Bankenmarkt in Deutschland mit seinen mehr als 1.670 Kreditinstituten20 bietet den Herausforderern zudem die Möglichkeit, die eigene Marktposition leichter auszubauen als auf einem Markt, der von wenigen Teilnehmern dominiert wird. Weitere Chancen sieht das Unternehmen in der zunehmenden Wertpapieraffinität privater Sparer und Anleger. Dies zeigt sich etwa im wachsenden Anteil an Aktionären in Deutschland und an dem Kundenwachstum, das Neobroker und andere digitale Broker verzeichnen. Mit zunehmend ausdifferenziertem Produktangebot steigt üblicherweise auch die Nachfrage preissensibler Anleger nach kostengünstigen Angeboten und die Wechselbereitschaft, was Plattformen wie Smartbroker zugutekommt.
Die Digitalisierung, die Verschiebung der Nutzergewohnheiten hin zu digitalen Medien auf App- und Webplattformen und der damit verbundene Anstieg der Werbeausgaben stellt eine Chance für das Mediengeschäft des Unternehmens dar.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gruppe aus Unternehmenssicht über diversifizierte Einkommensquellen verfügt und sich dank der Produktqualität, Innovationskraft und dem Preismodell eine gesicherte Wettbewerbsposition erarbeitet hat. Die Gruppe geht davon aus, dass die Zielmärkte ausreichend Raum für langfristiges Wachstum bieten. Weitere Investitionen in die Technologie- und Produktkapazitäten sollen den Ausbau des Partner- und Kundennetzwerkes ermöglichen. Zudem bietet die engere Verzahnung der beiden Hauptgeschäftsfelder zusätzliche Wachstumschancen für den Umsatz und den Profit des Unternehmens.
Im Folgenden wird zunächst auf das Risikomanagement der Tochtergesellschaft Smartbroker AG für das Geschäftsfeld eingegangen. Danach folgen Angaben zum Risikomanagement der Smartbroker Holding AG für das Mediengeschäft und bezüglich allgemeiner Geschäftsrisiken.
Die betreffende Tochtergesellschaft Smartbroker AG ist ein von der BaFin lizensiertes Wertpapierinstitut, das folglich den anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen unterliegt. Das Wertpapierinstitutsgesetz fordert solide Regelungen für die Unternehmensführung, die zweckdienlich, sowie der Art, dem Umfang und der Komplexität der dem Geschäftsmodell innewohnenden Risiken und den Geschäften des Wertpapierinstituts angemessen sind. Zudem werden die Gesamtverantwortung des Vorstands für die Risikostrategie und die internen Grundsätze zum Umgang mit Risiken wie auch die Überwachungsfunktion des Verwaltungs- oder Aufsichtsorgans beschrieben.
Die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation umfasst ein angemessenes Risikomanagement, welches unter anderem aus Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit, der Festlegung von Strategien sowie der Einrichtung von Kontrollverfahren besteht, Regelungen zur jederzeitigen Bestimmung der finanziellen Lage des Instituts, ein internes Kontrollsystem sowie angemessene Sicherheitsvorkehrungen für den EDV-Einsatz.
Das Risikomanagementsystem der Smartbroker AG beinhaltet im Wesentlichen die Festlegung einer Risikopolitik (grundsätzliche Aussagen zum Umgang mit Risiken) sowie Risikokultur (Charakter der Umsetzung der Risikopolitik) sowie den Risikomanagementprozess (Kreislauf von der Identifikation der Risiken über die Beurteilung, Steuerung und Überwachung bis hin zur Kommunikation). Die Risikopolitik der Smartbroker AG basiert auf einer wertorientierten Unternehmensführung und stellt sicher, dass der Risikoappetit, also der akzeptierte, aggregierte Risikoumfang nach Risikominderungsmaßnahmen nicht das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotential überschreitet. Die Risikokultur beschreibt unter anderem die Vorbildfunktion des Vorstands, die Eckpunkte des Wertesystems – Integrität und Aufrichtigkeit, Rechenschaftspflicht, Respekt sowie Diversität – aktiv zu leben. Auch die Eigenverantwortlichkeit aller Mitarbeiter, die Tätigkeit am Wertesystem, am festgelegten Risikoappetit und den definierten Risikolimits auszurichten sowie offene Kommunikation und kritischer Dialog sind Teil der Kultur.
Der Risikomanagementprozess baut auf der Identifikation der Risiken anhand einer Risikoinventur auf, die mindestens jährlich sowie anlassbezogen ermittelt, überprüft und bei Bedarf angepasst wird. Die ermittelten Risiken werden wie folgt kategorisiert:
Fraud-Risiken, Personalrisiken, Betriebsrisiken, Haftungsrisiken, Informationssicherheitsrisiken, Pensionsrisiken oder Projektrisiken)
• Sonstige Risiken (etwa strategische Risiken, Reputationsrisiken sowie Geschäftsrisiken)
Zudem werden diese klassifiziert als bestandsgefährdende Risiken, wesentliche Risiken, relevante Risiken oder nicht relevante Risiken und auf Konzentrationen geprüft.
Grundsätzlich versucht die Smartbroker AG, identifizierte Risiken, die nicht mit der direkten Geschäftstätigkeit im Zusammenhang, stehen, zu vermeiden. Für alle anderen identifizierten Risiken werden individuelle Mitigationsmöglichkeiten eruiert und geschäftspolitisch bewertet. Über die Verfahren zur Quantifizierung und Steuerung der Risiken wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das Risikodeckungspotential abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Dies gilt sowohl für die normative wie auch für die ökonomische Perspektive der Risikotragfähigkeit. Risikoseitig fließen in die Betrachtung der ökonomischen Perspektive Risikopotenziale wesentlicher Risiken aus den Risikoarten Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, operationelle Risiken, Geschäftsrisiken und sonstige Risiken zu einem festgelegten Konfidenzniveau ein. Hierdurch erfolgt der Nachweis, dass das ökonomische Risikodeckungspotential auch bei schlagend werdenden, seltenen und schweren Verlustausprägungen ausreicht, um den Fortbestand des Instituts aus eigenen Mitteln, das heißt ohne Rückgriff auf externe Mittel, zu gewährleisten und somit die Gläubiger vor Verlusten zu schützen.
Die normative Perspektive soll im Kern sicherstellen, dass die Institute alle regulatorischen und externen Beschränkungen sowie darauf basierende interne Anforderungen laufend erfüllen.
Ziel beider Betrachtungen ist es, die fortlaufende Einhaltung der regulatorischen Anforderungen wie auch der internen Ziele, also der ökonomischen Sicht, sicherzustellen und somit den Going-Concern-Ansatz zu bestätigen.
Auf dieser Basis erfolgt eine Entscheidung zwischen Umsetzung von Risikominderungsmöglichkeiten oder dem Selbsttragen der Risiken. Der Umgang mit den Risiken wird laufend überwacht, etwa durch die Funktionen Compliance, Information-Security-Management, Datenschutz und Risikocontrolling, welche direkt dem Vorstand für die Marktfolge unterstellt und diesem berichts- und rechenschaftspflichtig sind.
Als Werbetechnologieunternehmen und Anbieter von Software-Lösungen ist die Gruppe auf die durchgehende Verfügbarkeit seiner IT-Systeme, technologischen Infrastruktur und Kommunikationssysteme angewiesen. Jegliche Unterbrechung könnte zu Umsatz- oder Kundenverlust sowie zu Reputationsschäden führen. Systemunterbrechungen könnten etwa auf äußere Umstände, höhere Gewalt, Cyber-Angriffe oder Computerviren zurückgehen. Der Konzern setzt zur Risikominimierung auf den Einsatz von Firewalls, redundanten Serverstrukturen, ein durchgehendes System-Monitoring, den Einsatz von Software namhafter Drittanbieter in den Bereichen, in denen die Entwicklung nicht selbst erfolgt, sowie relevante Mitarbeiterschulungen.
Zudem bewegt sich das Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld, das geprägt ist von technologischen Neuerungen und sich rasch ändernden Produktstandards und -anforderungen. Neue oder verbesserte Produkte und Technologien von Mitbewerbern könnten die Marktposition der Gruppe schwächen oder die Platzierung ihrer Produkte erschweren (z. B. Ad Blocking). Vor allem im mobilen Umfeld verfügen Alphabet (Google) und Apple mit ihren Plattformen über eine große Marktmacht und damit auch über die Kanäle zur Ausspielung von Informationen und Werbung. Um dem entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf kontinuierliche Investitionen in das Produktangebot und stimmt dieses bestmöglich auf die aktuellen und antizipierten Anforderungen seiner Kunden, Partner und der relevanten Plattformen ab.
Im Bereich Portalgeschäft ist das Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld tätig. Derzeitige oder künftige Mitbewerber könnten über eine höhere Kapitalausstattung verfügen und diese einsetzen, um ihre Marktposition auf Kosten von Smartbroker Holding auszubauen. Neue Markttrends könnten das Angebot der Gruppe weniger attraktiv oder schlimmstenfalls obsolet machen. Auf Seiten des Werbegeschäfts könnten große, marktbestimmende Unternehmen fundamentale Marktdynamiken ändern, die den Einsatz der Produkte der Smartbroker Holding erschweren oder verhindern (z. B. Einführung neuer Richtlinien zum Datenschutz von App-Usern und den Einsatz von Tracking zum Zwecke der Platzierung gezielter Werbung durch Apple; geplante Beendigung der Nutzung von Cookies von Drittanbietern im Browser Chrome durch Google). Maßnahmen in diesen Bereichen wurden 2022 zum Teil umgesetzt bzw. werden zeitnah erwartet. Bisher ergaben sich für das Unternehmen aber keine abträglichen Auswirkungen. Anpassungsmaßnahmen in der In-App Werbung (z.B. kontext-basierte Werbung) kommen zur Anwendung und gleichen die negativen Auswirkungen im Wesentlichen aus, die Vermarktung eigener Produkte gewinnt an Bedeutung und die Medien-Outlets der Smartbroker Holding profitieren von den Vorteilen, die themenbezogene Webseiten und Apps mit gezielter Leserschaft genießen. Die betreffenden Tochtergesellschaften analysieren die Entwicklungen und ermöglichen die technische Umsetzbarkeit etwaiger, von Werbekunden oder -netzwerken gewünschter, Anpassungsmaßnahmen.
In dem Geschäftsfeld Transaktion könnte die Adaption des Produktangebots traditioneller Banken in Anlehnung an die Neobroker zur weiteren Verschärfung des Wettbewerbs führen (etwa app-basierte Brokerage-Lösungen, Angleichung der Gebührenstrukturen etc.)
Eine allgemeine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds, Rezessionstendenzen oder eine anhaltend schwache Performance der Aktienmärkte, könnten dazu führen, dass Partner ihre Werbeinvestitionen einschränken und Nutzer die Produkte von Smartbroker Holding in geringerem Ausmaß oder gar nicht nutzen. Gesondert hervorzuheben ist hierbei die weitere Entwicklung des Ukrainekriegs und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Die Smartbroker Gruppe hat nach Ansicht des Unternehmens in ihrer 25-jährigen Firmengeschichte ein breit gefächertes Produktspektrum mit gut diversifizierten Einnahmequellen etabliert. Die erzielten Gewinne werden eingesetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu fördern. Die engen Kundenbeziehungen und die langjährige Expertise der Smartbroker Holding Produkt- und Managementteams ermöglichen die Früherkennung von Trends und Marktänderungen.
Die Gruppe unterliegt bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl rechtlicher Vorgaben. Die Einführung neuer Richtlinien oder Verordnungen, etwa im Bereich des Datenschutzes oder der Rückvergütung von Handelsplätzen und Emissionshäusern an Banken und Broker ("payment for order flow"), könnte negative Auswirkungen auf die Ertragskraft des Unternehmens haben.
Die einzelnen Gruppenunternehmen erfüllen sämtliche sie jeweils treffenden rechtlichen Anforderungen und stellen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung, um die Einhaltung nachhaltig zu gewährleisten und rasch auf etwaige Änderungen in den äußeren Rahmenbedingungen reagieren zu können. Den operativen Risiken im Werbegeschäft wird mit entsprechenden rechtlichen Haftungsausschlusserklärungen begegnet. Diese werden regelmäßig auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft, auch unter Zuhilfenahme von externem Rechtsbeistand. Die Gruppe verfügt über ausreichenden Versicherungsschutz, um sich gegen mögliche Haftungsrisiken abzusichern. Zum Zeitpunkt des vorliegenden Berichts war die Gruppe an keinen Gerichtsverfahren beteiligt, die das Potenzial hätten, wesentlich auf das Geschäftsergebnis einzuwirken.
Um die Profitabilität des Unternehmens zu erhalten und weiter auszubauen, ist das Unternehmen darauf angewiesen, sein Kundennetzwerk zu erweitern, bestehende Kundenbeziehungen zu erhalten und die Vermarktung seiner Produkte weiterhin erfolgreich fortzuführen.
Die Marktentwicklung und der Konkurrenzdruck könnten zu sinkenden Umsatz- und Gewinnmargen führen. Zudem ist das Unternehmen von der Zahlungsmoral seiner Kunden abhängig. Die Forderungen sind in der Regel unbesichert und resultieren aus Umsätzen, die überwiegend mit Kunden mit Sitz in Europa generiert werden. Vor allem die Forderungen aus den Werbeumsätzen können im Jahresverlauf entlang der natürlichen Saisonalität des Werbemarktes schwanken. Zusätzlich sind diese Einnahmen vom allgemeinen Zustand der Kapitalmärkte abhängig.
Das Unternehmen hält ausreichend Liquidität vor, um die Working-Capital-Anforderungen zu erfüllen. Zum Jahresende 2022 belief sich der Cash-Bestand auf Konzernebene auf rund € 27 Mio.
Um auch im Falle einer kurzfristigen negativen Geschäftsentwicklung über ausreichend Liquidität zu verfügen, hält das Unternehmen in der Regel einen positiven Barbestand vor. Daneben bestehen zum Berichtszeitpunkt eine ungenutzte Kreditlinie in Höhe von € 2 Mio. und Zugang zu weiteren externen Finanzierungsmöglichkeiten zu marktüblichen Konditionen. Eine mögliche negative Entwicklung der Finanzmärkte könnte die (Re-)Finanzierung zu annehmbaren Konditionen erschweren oder verhindern. Der Aktienkurs der SBH-Aktie wies seit der Erstnotierung erhebliche Schwankungen aus und dürfte auch in Zukunft volatil bleiben. Die allgemeinen Schwankungen des Aktienmarkts – gerade Technologiewerte weisen oft signifikante Fluktuation in Preis und Handelsvolumen auf – können den Kurs der SBH-Aktie unabhängig von den tatsächlichen Geschäftsergebnissen beeinträchtigen.
Das Unternehmen bestätigt, für die laufende Periode über ausreichend Finanzmittel zu verfügen, um die bestehende Geschäftstätigkeit und die geplanten Produktinvestitionen umsetzen zu können. Außerdem verfügt Smartbroker Holding über langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen zu ihren Hausbanken und geht folglich davon aus, dass bestehende Kreditlinien auf Wunsch verlängert oder neue Kreditrahmen abgeschlossen werden können.
Der Unternehmenserfolg der Smartbroker Gruppe hängt zu großen Teilen von der Fähigkeit ab, talentierte Mitarbeiter und Fachpersonal mit Branchenkenntnis für das Unternehmen gewinnen und langfristig beschäftigen zu können. Der Arbeitsmarkt ist speziell im Bereich Technologie sehr umkämpft und die Nachfrage nach Experten etwa im Bereich der Programmierung oder dem Produktmanagement anhaltend hoch. Ähnliches trifft zu für die Personalsuche in Bereichen wie Compliance und Risikocontrolling, die im Wesentlichen das Segment Transaktion betreffen. Können wichtige Schlüsselpositionen nicht rechtzeitig besetzt werden oder sollte sich eine größere Anzahl an Mitarbeitern in einer kurzen Zeitspanne dazu entschließen, das Unternehmen zu verlassen, könnte dies zu erheblichen Einschränkungen in den Betriebsprozessen führen.
Smartbroker Holding setzt unter anderem auf branchenübliche Vergütung inklusive leistungsbezogener variabler Elemente sowie ein umfassendes Angebot an zusätzlichen Leistungen. Das Unternehmen ist bestrebt, eine hochmoderne Arbeitsumgebung zu schaffen und mobiles Arbeiten abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Rolle zu ermöglichen. Zudem sollen unternehmensinterne Schulungsmaßnahmen sicherstellen, dass kritische Positionen stets mit Stellvertretern abgesichert sind.
Sämtliche Planungen und zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf Annahmen und unterliegen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Die regelmäßige Überprüfung dieser Annahmen durch den Vorstand soll die Früherkennung etwaiger Abweichungen und die Durchsetzung von Gegenmaßnahmen ermöglichen. Das Erreichen der Umsatz- und Profitabilitätsziele für 2023 und der weiteren Geschäftsvision in den Folgejahren hängen unter anderem von der Einführung von Smartbroker 2.0 und der erfolgreichen Migration der Bestandskunden auf das neue System ab, dem erfolgreichen Ausbau des Redaktionsnetzwerks der Smartbroker Holding AG sowie dem Erhalt und der Erweiterung des Netzwerks an lukrativen Werbepartnern.
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Entwicklung der hiesigen und weltweiten Wirtschaft haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Finanztechnologie-Branche. Dies zeigte sich während der COVID-19-Pandemie etwa aufgrund des Einflusses der umfassenden Eindämmungsmaßnahmen auf die wirtschaftliche Entwicklung und zuletzt aufgrund des Ukrainekriegs. Eine Abschwächung des wirtschaftlichen Wachstums könnte Auswirkungen auf verfügbare Werbebudgets und das Interesse von Privatanlegern an Investitionen am Kapitalmarkt haben. Wenngleich derartige Krisen zum Anstieg der Volatilität und damit kurzfristig zur Zunahme in der Anzahl der Wertpapiertransaktion führen können, besteht die Gefahr eines längerfristigen negativen Marktumfelds, was abträgliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben könnte.
Die Gesellschaft prüft äußere Einflüsse und antizipiert mögliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit bestmöglich.
Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung der Smartbroker Gruppe. Der Vorstand zeichnet sich verantwortlich für die Einführung, Aktualisierung und Umsetzung des Risikomanagementsystems. Seine Wirksamkeit wird vom Aufsichtsrat überwacht.
Das bei der Gesellschaft implementierte Risikomanagementsystem analysiert aktuelle Entwicklungen in den Geschäftsbereichen der Gesellschaft und vergleicht diese mit den Planungen. Im Falle etwaiger Abweichungen werden Pläne zur zügigen Umsetzung von Gegenmaßnahmen eingeleitet. Der Vorstand informiert sich monatlich über die Ertrags- und Liquiditätssituation der Gesellschaft und laufend zur allgemeinen Geschäftslage. Die Steuerung der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Wachstum und Wertsteigerung mit vertretbaren Risiken zu erzielen.
Der Aufsichtsrat wird in seinen Sitzungen regelmäßig zu bestehenden Risiken und Gegenmaßnahmen informiert und erhält einen detaillierten Überblick über die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft und andere wichtige Kennzahlen für die Einzelgesellschaften der Gruppe als auch für die Muttergesellschaft. Dies sind insbesondere Umsatz, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Liquiditätsstatus und die Bruttomarge bestimmter Produkte.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts waren für den Vorstand weder für Einzelgesellschaften noch für den Konzern bestandsgefährdende Risiken oder Liquiditätsrisiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe erkennbar.
Zudem soll das interne Kontrollsystem die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung der Gruppe und des Konzerns sicherstellen, um das Ziel zu erfüllen, mit der Finanzberichterstattung die tatsächlichen Verhältnisse hinsichtlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens abzubilden. Auch hierfür liegt die operative Verantwortung beim Vorstand, der durch die kaufmännische Unternehmensleitung unterstützt wird.
Das Kontrollsystem umfasst die Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens sowie andere Unternehmensprozesse, die für die Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses benötigte Informationen liefern. Das Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, EDV-gestützte Zugriffsbeschränkungen und Kontrollen, standardisierte Finanzbuchhaltungsprozesse und einheitliche Bilanzierungsstandards sind wichtige Säulen der ordnungsgemäßen Durchführung.
Insgesamt sind weder für die Einzelgesellschaft noch für den Konzern bestandsgefährdende Risiken noch Liquiditätsrisiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus heutiger Sicht erkennbar.
2023 soll der Fokus auf der Markteinführung von Smartbroker 2.0, der Migration der Bestandskunden auf die neue Plattform sowie der nachgelagerten Wiederaufnahme der verstärkten Neukundengewinnung für den Online-Broker liegen. In der Finanzplanung stellt 2023 daher ein Brückenjahr dar, in dem höhere Kosten für die Entwicklung von Smartbroker 2.0 und die geplante Migration bei gleichzeitigem Betrieb der derzeitigen Version des Brokers zu einem negativen Cash-Flow führen werden. Die Investition in das Neukundenmarketing wird im Vergleich zu 2022 erneut gesenkt, auf rund € 2 Mio. Ab 2024 soll Smartbroker 2.0 erstmals ganzjährig zum Umsatz, und erstmalig auch zur Profitabilität der Gruppe, beitragen.
• Trotz historisch herausforderndem Marktumfeld 2022 (Inflation, Zinsanstieg, Rückgang der deutschen Haushaltsvermögen, Kursrückgänge, negative Sentiments und Unsicherheiten an vielen Märkten, Volatilität) wurden hunderttausende Anleger erstmals an den Kapitalmärkten aktiv (Quelle: Deutsches Aktieninstitut). Das deutsche Aktieninstitut schätzt, dass mittlerweile mehr als 18% der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren gelistete Wertpapiere halten, was den bisherigen Höchststand des Jahres 2001 übertrifft.
Online-Banking für ihre täglichen Bankgeschäfte nutzen und keine Berührungsängste mit digitalen Plattformen zum Wertpapierhandel und allgemein zu digitalen Finanzdienstleistungen haben.
Diese und weitere Faktoren bedingen nach Ansicht der Gesellschaft das nachhaltige Wachstum der Zielmärkte, die die Smartbroker Gruppe bearbeitet. Das Unternehmen hat eine umfassende Produkt-Roadmap und abgestimmte Vermarktungsstrategien entwickelt, um das Marktpotenzial durch den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und die Erweiterung des Partnernetzwerks weiter zu erschließen.
die Kundengewinnungskosten senken
Zusätzlich zu den im Risikobericht genannten Faktoren und Unsicherheiten ist unklar, wie sich die weiteren Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf die Wirtschaft in Europa, die Volatilität der Finanzmärkte, die verfügbaren Werbebudgets und damit die Geschäftstätigkeit der Gruppe auswirken werden.
Die Smartbroker-Gruppe rechnet für 2023 mit einem Umsatz zwischen € 51 Mio. bis € 56 Mio. Das operative EBIT-DA nach den Kundengewinnungskosten soll sich auf € 1 Mio. bis € 4 Mio. belaufen.
Dabei ist hervorzuheben, dass die Einführung des Smartbrokers 2.0 auch in 2023 zu erheblichen Anlaufkosten führt, die aufgrund der Migration im zweiten Halbjahr noch nicht mit entsprechend höheren Umsätzen aus dem operativen Geschäft gedeckt werden. Das Projekt stellt jedoch eine Investition in die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung der Gruppe dar.

1 2023F: Prognose auf Grundlage aktueller Annahmen und Planungen, vorbehaltlich Risiken und Ungewissheiten
Die Planung basiert auf der Annahme, dass das Mediengeschäft entsprechend der Marktentwicklung stabil bleibt bzw. leicht zulegen kann, in beiden Fällen jedoch gewohnt hohe EBITDA-Margen erzielen kann. Im Brokerage plant die Gesellschaft mit einem geringen Bruttokundenzuwachs. Da der Fokus allerdings nicht auf der Neukundenakquise, sondern auf der Markteinführung von Smartbroker 2.0 und der darauffolgenden Migration der Bestandskunden liegt, sollte die Kundendepotanzahl bis Ende 2023 im Vergleich zum Vorjahr sinken, da es im Zuge der Migration auf die neuen Transaktionsplattform zu Schwund kommen kann.
Die oben genannten Informationen beziehen sich auf den Konzern. Für die Einzelgesellschaft plant die Unternehmensführung auf Basis eines sich regulär entwickelnden Börsenumfelds mit einer stabilen organischen Entwicklung für das Mediengeschäft. Die zugrundeliegende Ertragskraft soll auch 2023 in den weiteren Ausbau der Marktposition des Smartbroker 2.0, investiert werden. Trotz umfangreicher Aufwände bis zum Abschluss dieses Projekts rechnet das Unternehmen wieder mit einem deutlich positiven EBITDA für die Smartbroker Holding AG im Jahr 2023, das im einstelligen Millionenbereich liegen soll.
zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
Gemäß § 312 AktG haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der mit der folgenden Erklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG abschließt:
"Über die im Abhängigkeitsbericht genannten Sachverhalte hinaus, sind keine Rechtsgeschäfte durchgeführt worden oder Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder damit verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen worden.
Die Smartbroker Holding AG hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden."
Berlin, 18. Juli 2023
| André Kolbinger | |
|---|---|
| Michael Bulgrin | Oliver Haugk |
| Roland Nicklaus | Stefan Zmojda |
| Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022 | Anlage 1 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2022-31.12.2022 | Anlage 2 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung 01.01.2022-31.12.2022 | Anlage 3 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 01.01.2022-31.12.2022 | Anlage 4 |
| Konzernanhang zum 31. Dezember 2022 | Anlage 5 |
| Anlage zum Anhang - Konzern-Anlagenspiegel 01.01.-31.12.2022 | Anlage 5 |
| Anlage zum Anhang - Konzern-Kreditspiegel 01.01.-31.12.2022 | Anlage 5 |
| AKTIVA | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 36.914 | 40.602 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 33.639 | 37.469 |
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
0 | 488 |
| 2. Entgeltlich erworbene Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte |
8.644 | 8.025 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert davon aus Kapitalkonsolidierung |
20.805 20.321 |
22.592 22.054 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögengegenstände |
4.190 | 6.365 |
| II. Sachanlagen | 1.771 | 905 |
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.771 | 863 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 42 |
| III. Finanzanlagen | 1.504 | 2.228 |
| 1. Beteiligungen | 10 | 533 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 980 | 1.112 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 514 | 582 |
| B. Umlaufvermögen | 36.265 | 34.369 |
| I. Vorräte | 3 | 4 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 8.889 | 8.839 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.149 | 6.968 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.739 | 1.871 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 27.374 | 25.525 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 754 | 410 |
| Summe der Aktiva | 73.933 | 75.381 |
| PASSIVA | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | 49.431 | 49.464 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.681 | 15.101 |
| II. Kapitalrücklage | 38.727 | 29.273 |
| III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 637 | 298 |
| IV. Bilanzverlust/-gewinn | -5.649 | 4.393 |
| V. Nicht beherrschende Anteile | 35 | 400 |
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 0 | 40 |
| C. Rückstellungen | 4.013 | 6.114 |
| I. Steuerrückstellungen | 549 | 1.078 |
| II. Sonstige Rückstellungen | 3.464 | 5.036 |
| D. Verbindlichkeiten | 18.466 | 16.587 |
| I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 14.867 | 5.702 |
| II. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 184 | 88 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.982 | 8.880 |
| IV. Sonstige Verbindlichkeiten | 433 | 1.917 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.185 | 2.300 |
| F. Passive latente Steuern | 839 | 875 |
| Summe der Passiva | 73.933 | 75.381 |
| in TEUR | 01.01.-31.12.22 | 01.01.-31.12.21 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 52.788 | 48.203 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-1 | -6 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.392 | 876 |
| Gesamtleistung | 55.178 | 49.074 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 1.355 | 626 |
| 5. Materialaufwand | -21.058 | -25.852 |
| Rohergebnis | 35.475 | 23.848 |
| 6. Personalaufwand | -18.746 | -12.637 |
| 7. Abschreibungen | -17.185 | -3.209 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.956 | -7.653 |
| Betriebsergebnis | -8.412 | 349 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 280 |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 29 | 9 |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen assoziierter Unternehmen | 0 | -242 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
-1.172 | -191 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -378 | -164 |
| Ergebnis vor Steuern | -9.932 | 41 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -134 | -578 |
| davon aus der Auflösung/Bildung von latenten Steuern | 219 | 103 |
| Ergebnis nach Steuern | -10.067 | -537 |
| Konzernjahresfehlbetrag | -10.067 | -537 |
| 15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust/Gewinn | 25 | -23 |
| 16. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr | 4.393 | 4.953 |
| Konzernbilanzverlust/-gewinn | -5.649 | 4.393 |
Kapitalflussrechnung (gem. DRS 21)
| in TEUR | 01.01.-30.12.2022 | 01.01.-30.12.2021 13.929 |
||
|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 5.040 | |||
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) |
-10.067 | -537 | ||
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens |
18.357 | 3.798 | ||
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -2.101 | 3.287 | ||
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 1.271 | 718 | ||
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-392 | -2.256 | ||
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-1.230 | 9.031 | ||
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 348 | 154 | ||
| Sonstige Beteiligungserträge | 0 | 38 | ||
| Ertragsteueraufwand/-ertrag | 134 | 578 | ||
| Ertragsteuerzahlungen | -1.281 | -882 | ||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -21.988 | -19.791 | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens |
45 | 0 | ||
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -18.854 | -11.449 | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
157 | 1 | ||
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.700 | -1.033 | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens |
73 | 2.357 | ||
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -521 | -538 | ||
| Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -1.217 | -9.138 | ||
| Erhaltene Zinsen | 29 | 9 |
| in TEUR | 01.01.-30.12.2022 | 01.01.-30.12.2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 18.666 | 17.165 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens |
10.034 | 19.128 |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Aufnahme von (Finanz-) Krediten |
13.000 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -3.990 | -1.800 |
| Gezahlte Zinsen | -378 | -164 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds |
1.717 | 11.707 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds |
131 | 153 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.849 | 11.455 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 25.525 | 14.070 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 27.374 | 25.525 |
| in TEUR | 01.01.2022 | 01.01.2021 | Kapitalerhöhung | beherrschende Anteile | Abgang/Zugang nicht | Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss |
Währungs umrechnung |
31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |||||
| Konzerneigenkapital | 49.464 | 30.225 | 10.034 | 19.128 | -340 | 357 | -10.066 | -537 | 339 | 291 | 49.431 | 49.464 |
| Eigenkapital des Mutterunternehmens |
49.064 | 30.205 | 10.034 | 19.128 | 0 | 0 | -10.041 | -560 | 339 | 291 | 49.397 | 49.064 |
| Gezeichnetes Kapital | 15.101 | 14.382 | 580 | 719 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.681 | 15.101 |
| Kapitalrücklage | 29.272 | 10.863 | 9.454 | 18.409 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 38.727 | 29.272 |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung |
298 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 339 | 291 | 637 | 298 |
| Bilanzverlust/-gewinn | 4.393 | 4.953 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.041 | -560 | 0 | 0 | -5.648 | 4.393 |
| Nicht beherrschende Anteile |
400 | 20 | 0 | 0 | -340 | 357 | -25 | 23 | 0 | 0 | 35 | 400 |
Anlage 5
Der Konsolidierungskreis (Vollkonsolidierung) umfasst folgende Gesellschaften:
2 Markets Inside Media GmbH, Leipzig 100,00 3 ABC New Media AG, Zürich, Schweiz 100,00 4 ARIVA.DE AG, Kiel 100,00 5 Smart Investor Media GmbH, München 90,00 6 Blockchain Consult GmbH i.L., Frankfurt am Main2 50,00 7 crumbl AG i.L., Berlin2 84,62 8 wallstreet:online Fonds Advisory GmbH i.L., Berlin2 100,00 9 Wallstreet Online Corporate Finance AG i.L., Berlin2 100,00 10 wallstreet:online publishing GmbH, Berlin 90,00 11 Mint Assets GmbH i.L., Berlin2 100,00 12 Erste ICO Consulting Projektgesellschaft GmbH i.L., Berlin2 100,00 13 GF Global Funds SICAV, Liechtenstein 66,00 14 Smartbroker AG, Berlin3 100,00
Die ZV Zertifikate Verlag GmbH, Kiel wurde zum 29.06.2022 liquidiert.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Für die Anteile, die im Jahr 2022 erworben wurden, wird die Neubewertungsmethode zum
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht.
1 Die wallstreet:online AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 24.06.2022 in
2 Diese Gesellschaften befinden sich mit Beschlüssen aus 2021 und 2022 in Liquidation. 3 Die wallstreet:online capital AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom
Konsolidierungsgrundsätze
Zeitpunkt des Erwerbs angewendet.
die Smartbroker Holding AG umfirmiert.
15.06.2022 in die Smartbroker AG umfirmiert.
1 Smartbroker Holding AG, Berlin1 Muttergesellschaft
Einbezogene verbundene Unternehmen Anteil am Kapital in %
Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.
Die Muttergesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 96260 B eingetragen.
In den Konzernabschluss werden alle Unternehmen einbezogen, auf die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.
Bei Tochterunternehmen ohne wesentlichen Geschäftsbetrieb, die auch in ihre Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows von untergeordneter Bedeutung sind, wurde von der Konsolidierung im Konzernabschluss abgesehen.
| Einbezogene verbundene Unternehmen | Anteil am Kapital in % | |
|---|---|---|
| 1 | Smartbroker Holding AG, Berlin1 | Muttergesellschaft |
| 2 | Markets Inside Media GmbH, Leipzig | 100,00 |
| 3 | ABC New Media AG, Zürich, Schweiz | 100,00 |
| 4 | ARIVA.DE AG, Kiel | 100,00 |
| 5 | Smart Investor Media GmbH, München | 90,00 |
| 6 | Blockchain Consult GmbH i.L., Frankfurt am Main2 | 50,00 |
| 7 | crumbl AG i.L., Berlin2 | 84,62 |
| 8 | wallstreet:online Fonds Advisory GmbH i.L., Berlin2 | 100,00 |
| 9 | Wallstreet Online Corporate Finance AG i.L., Berlin2 | 100,00 |
| 10 | wallstreet:online publishing GmbH, Berlin | 90,00 |
| 11 | Mint Assets GmbH i.L., Berlin2 | 100,00 |
| 12 | Erste ICO Consulting Projektgesellschaft GmbH i.L., Berlin2 | 100,00 |
| 13 | GF Global Funds SICAV, Liechtenstein | 66,00 |
| 14 | Smartbroker AG, Berlin3 | 100,00 |
Der Konsolidierungskreis (Vollkonsolidierung) umfasst folgende Gesellschaften:
Die ZV Zertifikate Verlag GmbH, Kiel wurde zum 29.06.2022 liquidiert.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Für die Anteile, die im Jahr 2022 erworben wurden, wird die Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs angewendet.
Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht.
1 Die wallstreet:online AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 24.06.2022 in die Smartbroker Holding AG umfirmiert.
2 Diese Gesellschaften befinden sich mit Beschlüssen aus 2021 und 2022 in Liquidation.
3 Die wallstreet:online capital AG wurde mit Beschluss in der Hauptversammlung vom 15.06.2022 in die Smartbroker AG umfirmiert.
Anlage 5
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die identifizierten und dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordneten Kundenstämme der ARIVA.DE AG und der
Für den Firmenwert des im Jahr 2018 übernommenen Unternehmens Markets Inside Media GmbH wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Markennamen und die darauf entfallenden passiven
Bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährliche Werthaltigkeitstests
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bei voraussichtlich dauerhaften
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bekannten
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt.
Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Wertminderungen und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
latenten Steuern werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.
und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Smartbroker AG werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.
durchgeführt.
vorgenommen.
Abschläge einkalkuliert.
Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag wird ergebniswirksam über 10 Jahre, was der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände entspricht, aufgelöst. Die Unterschiedsbeträge der nicht mehr operativ tätigen Gesellschaften wurden direkt gegen den Gewinn- und Verlustvortrag der Muttergesellschaft aufgelöst. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen werden aufgerechnet.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie anderen konzerninternen Erträgen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises liegen im Jahr 2022 vor. Im Rahmen des smartbroker-Projektes wurden aufgrund von Aktivierungen auf Eigenleistungen der Ariva.de AG bei der Mutter Zwischenergebnisse in Höhe von TEUR 182 eliminiert.
Die bei der Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstehenden Währungsdifferenzen werden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen berücksichtigt.
Im Jahr 2022 wurden alle restlichen Anteile an der Smartbroker AG und damit weitere indirekte Anteile an der GF Global Funds SICAV auf insgesamt 66 % erworben.
Zwischenergebnisse aus Lieferungen an diese Unternehmen existieren nicht.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB).
Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II).
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Erworbene Domainnamen werden nicht planmäßig abgeschrieben, da der Domainname grundsätzlich eine zeitlich unbeschränkte Nutzungsmöglichkeit und daraus resultierende wirtschaftliche Vorteile bietet.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die identifizierten und dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordneten Kundenstämme der ARIVA.DE AG und der Smartbroker AG werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Für den Firmenwert des im Jahr 2018 übernommenen Unternehmens Markets Inside Media GmbH wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Markennamen und die darauf entfallenden passiven latenten Steuern werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.
Bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährliche Werthaltigkeitstests durchgeführt.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Gesellschaften sind geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge einkalkuliert.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen berücksichtigt.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
TEUR 12.586 vorgenommen.
815).
Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im
Die Zugänge von TEUR 12.840 bei den Immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung basieren vor allem auf Zukäufe und aktivierten Eigenleistungen aus dem Aufbau eines Front- und Backends (TEUR 11.799) sowie der Anschaffung vom CRM Programm Salesforce (TEUR 915). Infolge einer Produktänderung und Neuausrichtung beim Smartbroker wurde im Geschäftsjahr 2022 eine außerplanmäßige Abwertung um
Die Abgänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.472 resultieren aus der Einstellung des "ARIVA Regulatory Service" sowie den Ersatz der Ariva-Apps durch neue extern erstellte Versionen (TEUR 1.625) sowie Korrekturbuchungen beim Projekt "Aufbau eines Front- und Backends" (TEUR
Der Geschäfts- und Firmenwert enthält einen Betrag in Höhe von TEUR 484, der vor 2020 in dem Jahresabschluss der Markets Inside Media GmbH entstanden ist. Die
Aus den Squeeze Out der Anteile an der Smartbroker AG (3,69 %) resultiert ein Zugang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 879 aus Kapitalkonsolidierung.
In der Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren die Zugänge in Höhe von
Die Smartbroker Holding AG hat im 1. Halbjahr 2022 eine 2. Tranche in Höhe von TEUR 267 für die Beteiligung an der FinMarie GmbH, Berlin (17 %) gezahlt. Zum 31. Dezember 2022 wurde aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung die Beteiligungen an
Es wurden neue Wertpapiere in Höhe von TEUR 250 von der Smartbroker Holding AG gekauft. Wertpapiere im Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr um TEUR 382 aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.
Die sonstigen Ausleihungen enthalten zwei Darlehen (TEUR 334 an die TS private
restlichen TEUR 20.321 resultieren aus der Kapitalkonsolidierung von Anteilen.
TEUR 1.700 vor allem aus Anschaffungen für das neue Bürogebäude.
assets GmbH und TEUR 180 an die Neunfeldtneun GmbH & Co. KG).
der FinMarie GmbH um TEUR 790.000 abgewertet.
Anlagevermögen
Anlage 5
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst alle bis zum Bilanzstichtag getätigten Einnahmen, soweit sie Erträge künftiger Perioden darstellen.
Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen durch Aufdeckung stiller Reserven gemäß den §§ 300 bis 307 HGB, nicht jedoch aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Außerdem werden latente Steuern aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gebildet.
Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag.
Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet.
Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen.
Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro überführt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.
Währungskursbedingte Differenzen aus der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden grundsätzlich ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen berücksichtigt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Zugänge von TEUR 12.840 bei den Immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung basieren vor allem auf Zukäufe und aktivierten Eigenleistungen aus dem Aufbau eines Front- und Backends (TEUR 11.799) sowie der Anschaffung vom CRM Programm Salesforce (TEUR 915). Infolge einer Produktänderung und Neuausrichtung beim Smartbroker wurde im Geschäftsjahr 2022 eine außerplanmäßige Abwertung um TEUR 12.586 vorgenommen.
Die Abgänge bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.472 resultieren aus der Einstellung des "ARIVA Regulatory Service" sowie den Ersatz der Ariva-Apps durch neue extern erstellte Versionen (TEUR 1.625) sowie Korrekturbuchungen beim Projekt "Aufbau eines Front- und Backends" (TEUR 815).
Der Geschäfts- und Firmenwert enthält einen Betrag in Höhe von TEUR 484, der vor 2020 in dem Jahresabschluss der Markets Inside Media GmbH entstanden ist. Die restlichen TEUR 20.321 resultieren aus der Kapitalkonsolidierung von Anteilen.
Aus den Squeeze Out der Anteile an der Smartbroker AG (3,69 %) resultiert ein Zugang des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 879 aus Kapitalkonsolidierung.
In der Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren die Zugänge in Höhe von TEUR 1.700 vor allem aus Anschaffungen für das neue Bürogebäude.
Die Smartbroker Holding AG hat im 1. Halbjahr 2022 eine 2. Tranche in Höhe von TEUR 267 für die Beteiligung an der FinMarie GmbH, Berlin (17 %) gezahlt. Zum 31. Dezember 2022 wurde aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung die Beteiligungen an der FinMarie GmbH um TEUR 790.000 abgewertet.
Es wurden neue Wertpapiere in Höhe von TEUR 250 von der Smartbroker Holding AG gekauft. Wertpapiere im Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr um TEUR 382 aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.
Die sonstigen Ausleihungen enthalten zwei Darlehen (TEUR 334 an die TS private assets GmbH und TEUR 180 an die Neunfeldtneun GmbH & Co. KG).
Sonstige Rückstellungen
TEUR 140) gebildet.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf
Verbindlichkeiten aus
davon aufgrund VW
davon im Rahmen der
keitsspiegel im Einzelnen dargestellt.
in TEUR Restlaufzeit
New Media AG und ARIVA.DE AG abgesichert.
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5
Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern inklusive Urlaubsrückstellungen (TEUR 1.260; Vorjahr TEUR 1.556), ausstehende Rechnungen (TEUR 842; Vorjahr TEUR 2.166), Tantieme Vorstand und Geschäftsführer (TEUR 484; Vorjahr TEUR 631), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 389; Vorjahr TEUR 181), sowie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 142; Vorjahr
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlich-
gegenüber Kreditinstituten 4.424 1.976 10.443 3.726 0 0 14.867 5.702
Bestellungen 184 88 0 0 0 0 184 88
Lieferungen und Leistungen 2.982 8.880 0 0 0 0 2.982 8.880
Sonstige Verbindlichkeiten 433 1.917 0 0 0 0 433 1.917
Kundenstamm 0 1.500 0 0 0 0 0 1.500 davon aus Steuern 298 343 0 0 0 0 298 343
sozialen Sicherheit 16 12 0 0 0 0 16 12 Summe 8.023 12.861 10.443 3.726 0 0 18.466 16.587
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 10.985 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften/Mithaftung der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG und der Smartbroker AG abgesichert. Außerdem sind TEUR 3.651 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften/Mithaftung der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC
Anlage 5
Jahre gesamt
2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von TEUR 2.327 (Vorjahr TEUR 1.757) enthalten. Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen aus Kautionen in Höhe von TEUR 497 (Vorjahr TEUR 104), davon haben TEUR 104 eine Fälligkeit von unter 1 Jahr.
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem 31. Dezember 2022 enthalten, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.
Der Zugang bei dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.034 (Vorjahr TEUR 19.128) stammt aus einer Kapitalerhöhung (TEUR 580, Vorjahr TEUR 719) und Zuzahlung in die Kapitalrücklage (TEUR 9.454; Vorjahr TEUR 18.409) der Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG. Die Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr TEUR 291) sind durch die Umrechnung des Eigenkapitals der ABC New Media AG von CHF in EUR entstanden. Der Abgang bei den nicht beherrschenden Anteilen stammt vor allem aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der Smartbroker AG (TEUR 340; Vorjahr Zugang von TEUR 357).
Der im Jahr 2021 neu gebildete passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 40 als rein technischer Differenzbetrag, der bei der Erstkonsolidierung der GF Global Funds SICAV und den weiteren indirekten Anteilserwerben entstanden ist, wurde im Jahr 2022 erfolgswirksam aufgelöst.
Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern inklusive Urlaubsrückstellungen (TEUR 1.260; Vorjahr TEUR 1.556), ausstehende Rechnungen (TEUR 842; Vorjahr TEUR 2.166), Tantieme Vorstand und Geschäftsführer (TEUR 484; Vorjahr TEUR 631), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 389; Vorjahr TEUR 181), sowie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 142; Vorjahr TEUR 140) gebildet.
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt.
| gesamt | |
|---|---|
| 2021 | |
| 5.702 | |
| 88 | |
| 8.880 | |
| 1.917 | |
| 1.500 | |
| 343 | |
| 12 | |
| 16.587 | |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 10.985 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften/Mithaftung der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG und der Smartbroker AG abgesichert. Außerdem sind TEUR 3.651 durch gesamtschuldnerische Bürgschaften/Mithaftung der Tochtergesellschaften Markets Inside Media GmbH, ABC New Media AG und ARIVA.DE AG abgesichert.
Anlage 5
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgliederung der Umsatzerlöse
in TEUR 2022 % 2021 %
(Finanzportale/B2B) 33.298 63,08 38.873 80,64
(smartbroker/VW/FondsDISCOUNT) 19.490 36,92 9.330 19,36
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.355 (Vorjahr TEUR 626) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 922; Vorjahr TEUR 106) und Erlöse aus Währungsumrechnung (TEUR 140;
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von
Der Materialaufwand beträgt TEUR 21.058 (Vorjahr TEUR 25.852) ein Minus in Höhe von TEUR 4.794 im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund hierfür liegt in den deutlich
Die Personalaufwendungen bestehen aus den Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 16.257 (Vorjahr TEUR 11.126) und Soziale Abgaben Höhe von 2.474 (Vorjahr TEUR 1.506) sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR
niedrigeren Kundengewinnungskosten im Vergleich zum Vorjahr.
52.788 100 48.203 100
Umsatzerlöse
Umsatzerlöse - Mediageschäft
Sonstige betriebliche Erträge
TEUR 17 (Vorjahr TEUR 134) enthalten.
Vorjahr TEUR 189).
Materialaufwand
5).
Personalaufwendungen
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten u. a. Abgrenzungen von Abo-Zahlungen (TEUR 314; Vorjahr TEUR 588).TEUR 871(Vorjahr TEUR 1.822) ergeben sich vor allem aus Abgrenzungen von Werbeumsätzen im Investor Relations-Bereich, die schon in 2022 vereinnahmt aber erst in 2023 geleistet wurden.
Die passiven latenten Steuern resultieren ausfolgenden Sachverhalten und haben sich folgendermaßen entwickelt:
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Latente Steueransprüche aus der Aufdeckung stiller Reserven |
588 | 653 | -65 |
| Latente Steueransprüche aus der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen |
250 | 222 | 28 |
| Summe | 839 | 875 | -37 |
Der Berechnung wird für inländische Steuern ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Für die Berechnung der Steuer für die Schweiz (ABC New Media AG) werden 17 % verwendet.
| in TEUR | 2022 | % | 2021 | % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||
| - Mediageschäft (Finanzportale/B2B) |
33.298 | 63,08 | 38.873 | 80,64 |
| - Transaktionsgeschäft (smartbroker/VW/FondsDISCOUNT) |
19.490 | 36,92 | 9.330 | 19,36 |
| 52.788 | 100 | 48.203 | 100 |
Aufgliederung der Umsatzerlöse
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.355 (Vorjahr TEUR 626) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 922; Vorjahr TEUR 106) und Erlöse aus Währungsumrechnung (TEUR 140; Vorjahr TEUR 189).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 134) enthalten.
Der Materialaufwand beträgt TEUR 21.058 (Vorjahr TEUR 25.852) ein Minus in Höhe von TEUR 4.794 im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund hierfür liegt in den deutlich niedrigeren Kundengewinnungskosten im Vergleich zum Vorjahr.
Die Personalaufwendungen bestehen aus den Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 16.257 (Vorjahr TEUR 11.126) und Soziale Abgaben Höhe von 2.474 (Vorjahr TEUR 1.506) sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 5).
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
von größer 5 Jahren TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 0)
Finanzielle Verpflichtungen
in TEUR
Leasing
Mieten
wird.
Konto
Die Smartbroker Holding AG hat eine Patronatserklärung für den Mietvertrag der Tochtergesellschaft Smartbroker AG in Höhe von TEUR 10.932. Davon sind zum Stand
Smartbroker Konzern 31.12.2022
Summen Leasing 182 189 0
Summen Mieten 1.820 7.173 1.576
Summe der finanziellen Verpflichtungen 2.002 7.362 1.576
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis 1 Jahr betragen TEUR 2.002 (Vorjahr TEUR 2.949) und von 1 bis 5 Jahren TEUR 7.362 (Vorjahr TEUR 6.570) sowie
Die Position Miete besteht vor allem aus der Miete des Bürogebäudes der Ariva.de AG in Kiel mit einer finanziellen Verpflichtung von TEUR 1.105 in den nächsten 5 Jahren und einer der Miete der Büroräume für die Smartbroker AG und Smartbroker Holding AG in Berlin mit einer finanziellen Verpflichtung von insgesamt TEUR 9.431 laut Mietvertrag.
Beides stellt eine größere finanzielle Belastung dar, ist aber gerade im Hinblick auf das Projekt Smartbroker und dem damit zusammenhängenden größeren Personalbedarf notwendig. Entgegengewirkt wird dem Risiko durch Untermietverträge an externe Unternehmen in der Zeit, in der die Fläche noch nicht für die eigenen Mitarbeiter genutzt
bis 12/2023 1 bis 5
Jahre > 5 Jahre
31.12.2022 TEUR 8.928 noch offen. Das Risiko der Inanspruchnahme ist gering.
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Anlage 5
Die Abschreibungen unterteilen sich in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.599(Vorjahr TEUR 3.209) und in außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 12.586 (Vorjahr TEUR 0).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.956 (Vorjahr TEUR 7.653) beinhalten operative Verwaltungsaufwendungen wie Kosten für Miete und Mietleasing (TEUR 1.637; Vorjahr TEUR 859), Kosten für nicht abzugsfähige Vorsteuer (TEUR 923; Vorjahr TEUR 928) Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.131; Vorjahr 2.748), Buchführungs- und Abschlusskosten (TEUR 582; Vorjahr TEUR 340) sowie Aufwendungen für Lizenzen (TEUR 412; Vorjahr TEUR 53) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 421 (Vorjahr TEUR 467).
Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr TEUR 82).
Die Smartbroker Holding AG hat eine Patronatserklärung für den Mietvertrag der Tochtergesellschaft Smartbroker AG in Höhe von TEUR 10.932. Davon sind zum Stand 31.12.2022 TEUR 8.928 noch offen. Das Risiko der Inanspruchnahme ist gering.
Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
| Smartbroker Konzern Finanzielle Verpflichtungen |
31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | |||
| Konto | bis 12/2023 |
1 bis 5 Jahre |
> 5 Jahre |
| Leasing | |||
| Summen Leasing | 182 | 189 | 0 |
| Mieten | |||
| Summen Mieten | 1.820 | 7.173 | 1.576 |
| Summe der finanziellen Verpflichtungen | 2.002 | 7.362 | 1.576 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis 1 Jahr betragen TEUR 2.002 (Vorjahr TEUR 2.949) und von 1 bis 5 Jahren TEUR 7.362 (Vorjahr TEUR 6.570) sowie von größer 5 Jahren TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 0)
Die Position Miete besteht vor allem aus der Miete des Bürogebäudes der Ariva.de AG in Kiel mit einer finanziellen Verpflichtung von TEUR 1.105 in den nächsten 5 Jahren und einer der Miete der Büroräume für die Smartbroker AG und Smartbroker Holding AG in Berlin mit einer finanziellen Verpflichtung von insgesamt TEUR 9.431 laut Mietvertrag.
Beides stellt eine größere finanzielle Belastung dar, ist aber gerade im Hinblick auf das Projekt Smartbroker und dem damit zusammenhängenden größeren Personalbedarf notwendig. Entgegengewirkt wird dem Risiko durch Untermietverträge an externe Unternehmen in der Zeit, in der die Fläche noch nicht für die eigenen Mitarbeiter genutzt wird.
Mitarbeiter
einbezogenen Unternehmen:
Übersicht Mitarbeiter Konzern
Prüfungs- und Beratungshonorare
Smartbroker Gruppe auswirken werden.
Gesellschaft haben könnte.
Abschlussprüfungsleistungen.
Nachtragsbericht
Gesellschaft haben.
Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter der im Konzernanhang
Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar der Abschlussprüfer des Konzerns beträgt für TEUR 300 (Vorjahr TEUR 139) und entfällt vollumfänglich auf
Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die mit Sicherheit eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der
Anzuführen ist der andauernde Ukraine-Krieg. Es ist unklar, wie sich die weiteren Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf die Wirtschaft in Europa, die Volatilität der Finanzmärkte und die Geschäftstätigkeit der Smartbroker Holding AG wie der
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Entwicklung der hiesigen und weltweiten Wirtschaft haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Finanztechnologie-Branche. Die abebbende COVID-19-Pandemie hat gezeigt, welchen Einfluss umfassende Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die wirtschaftliche Entwicklung, verfügbare Werbebudgets und das Interesse von Privatanlegern an Investitionen am Kapitalmarkt haben können. Wenngleich derartige Krisen zum Anstieg der Volatilität und damit kurzfristig zur Zunahme in der Anzahl der Wertpapiertransaktionen führen können, besteht die Gefahr eines längerfristigen negativen Marktumfelds, was abträgliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der
Smartbroker Holding AG 50 43 Ariva.de AG 61 51 Markets Inside Media GmbH 12 8 Smart Investor Media GmbH 3 4 Smartbroker AG 113 90 Summe 239 196
2022 2021
Anlage 5
Im Berichtsjahr gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen.
Im Jahr 2020 schloss die Smartbroker Holding AG einen Vertrag über ein Partnerprogramm mit der Firstlead GmbH, Berlin. Hauptgesellschafter der Firstlead GmbH ist der Aufsichtsrat Marcus Seidel. Der mit der Firstlead GmbH vereinbarte Vertrag ist marktüblich.
Die Smartbroker Holding AG hat mit ihren Tochterunternehmen Markets Inside Media GmbH, Leipzig, Ariva.de AG, Kiel, und der ABC New Media AG, Zürich (Schweiz), die Vermarktung von Werbung auf den zu den Töchtern gehörenden Medien vertraglich vereinbart. Die Vergütung an die Smartbroker Holding AG ist jeweils marktüblich.
Im Rahmen der Treuhandvereinbarung mit der Smartbroker AG bezüglich des Erwerbs des VW-Depotbestands erhält die Smartbroker Holding AG im 1. Halbjahr 2022 einen Umsatzanteil in Höhe von 55 % der Einnahmen, die mit diesem Kundenstamm erzielt werden. Im Rahmen des Kooperationsvertrages mit der Smartbroker AG bezüglich den Projektes Smartbroker erhält die Smartbroker Holding AG bis zum 28.02.2022 einen Umsatzanteil in Höhe von 70 % der Einnahmen, die mit den Smartbrokerkunden erzielt werden. Ab den 01.03.2022 erhält Sie einen Umsatzanteil von 10 %. Die Smartbroker Holding AG trägt die Kosten für Marketing, Postident zur Legitimation der neuen Kunden, Entwicklung eines eigenen Internetauftritts. Der Vertrag ist marktüblich.
Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betragen TEUR 4.156 (Vorjahr TEUR 2.717). Darin enthalten sind Abfindungen in Höhe von TEUR 513.
Die Bezüge des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen belaufen sich auf TEUR 126 im Jahr 2022 (Vorjahr TEUR 107).
Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter der im Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:
| Summe | 239 | 196 |
|---|---|---|
| Smartbroker AG | 113 | 90 |
| Smart Investor Media GmbH | 3 | 4 |
| Markets Inside Media GmbH | 12 | 8 |
| Ariva.de AG | 61 | 51 |
| Smartbroker Holding AG | 50 | 43 |
| 2022 | 2021 |
Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar der Abschlussprüfer des Konzerns beträgt für TEUR 300 (Vorjahr TEUR 139) und entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die mit Sicherheit eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Anzuführen ist der andauernde Ukraine-Krieg. Es ist unklar, wie sich die weiteren Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf die Wirtschaft in Europa, die Volatilität der Finanzmärkte und die Geschäftstätigkeit der Smartbroker Holding AG wie der Smartbroker Gruppe auswirken werden.
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und die Entwicklung der hiesigen und weltweiten Wirtschaft haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Finanztechnologie-Branche. Die abebbende COVID-19-Pandemie hat gezeigt, welchen Einfluss umfassende Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die wirtschaftliche Entwicklung, verfügbare Werbebudgets und das Interesse von Privatanlegern an Investitionen am Kapitalmarkt haben können. Wenngleich derartige Krisen zum Anstieg der Volatilität und damit kurzfristig zur Zunahme in der Anzahl der Wertpapiertransaktionen führen können, besteht die Gefahr eines längerfristigen negativen Marktumfelds, was abträgliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben könnte.
Berlin, 18. Juli 2023
Gez. Andre Kolbinger
Gez. Michael Bulgrin Gez. Oliver Haugk
Gez. Roland Nicklaus Gez. Stefan Zmojda
Der Vorstand
Smartbroker Holding AG
Anlage 5
Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft Smartbroker Holding AG für das Geschäftsjahr 2022 weist einen Bilanzverlust von EUR -5.648.901,64 aus. Der Vorstand wird im Zuge der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 vorschlagen, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit beinhaltet ungefähr TEUR 1.600 Auszahlungen für Leistungen aus 2021 im Rahmen des Einkaufes von Leads (Kundengewinnungskosten).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet vor allem den Kauf von immateriellen Vermögensgegenständen in Entwicklung in Höhe von TEUR 18.854 (Vorjahr TEUR 11.449), darunter und TEUR 17.132 (Vorjahr TEUR 6.392) für Ausgaben für das Projekt "smartbroker", TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 4.300) für den VW Kundenstamm, TEUR 1.700 für den Kauf von Büroeinrichtung und Einbauten im Rahmen des neuen Büros, sowie den Kauf der zusätzlichen Anteile an der Smartbroker AG (TEUR 1.217 Vorjahr TEUR 9.138). TEUR 5.333 stammen aus Leistungen aus 2021(Deloitte Frontend), die
im Rahmen des Projektes "smartbroker" investiert wurden.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet Einzahlungen aus neu aufgenommenen Krediten in Höhe von TEUR 13.000 und Einzahlungen aufgrund der durch die Mutter vorgenommenen Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 10.034 (Vorjahr TEUR 19.128). Auszahlungen entstehen vor allem durch die Tilgung der im Jahr 2020 und 2022 aufgenommenen Kredite in Höhe von TEUR 3.990 (Vorjahr TEUR 1.800).
| Anlage 5 | ||
|---|---|---|
| -- | ---------- | -- |
Berlin, 18. Juli 2023
Smartbroker Holding AG
Der Vorstand
Gez. Andre Kolbinger
Gez. Michael Bulgrin Gez. Oliver Haugk
Gez. Roland Nicklaus Gez. Stefan Zmojda
Anlage 5
| Buchwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2022 | Aufnahme | Tilgung | Zinsen | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
| Darlehen | 5.702 | 13.000 | -3.990 | 155 | 14.867 | 5.702 |
| Verbindlichkeiten Kreditinstitut (b.1J) | 388 | 0 | -275 | 0 | 113 | 388 |
| Verbindlichkeiten Kreditinstitut (1-5J) | 352 | 0 | -235 | 0 | 117 | 352 |
| Darlehen BVB 4,5 Mio | 3.075 | 0 | -900 | 0 | 2.175 | 3.075 |
| Darlehen DZ Bank 2,5 Mio. | 1.887 | 0 | -566 | 0 | 1.321 | 1.887 |
| Darlehen DZ Bank 8 Mio | 0 | 8.000 | -1.265 | 155 | 6.891 | 0 |
| Darlehen BVB 5 Mio | 0 | 5.000 | -750 | 0 | 4.250 | 0 |
Anlage 5
| Konzern Smartbroker Holding AG Anlagenspiegel zum 31.12.2022 |
(vormals wallstreet:online AG) | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||||||||
| historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||||
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | buchungen Um |
Zugang zum rungskreis Konsolidie |
31.12.2022 | 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | 31.12.2022 | 01.01.2022 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände I. |
||||||||||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und 1. Selbst geschaffene gewerbliche |
||||||||||||
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte |
2.533 | 0 | 1.626 | 0 | 0 | 907 | 2.045 | 301 | 1.439 | 907 | 0 | 488 |
| ähnliche Rechte und Werte sowie | ||||||||||||
| Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.838 | 1.041 | 32 | 548 | 0 | 11.396 | 1.813 | 955 | 17 | 2.752 | 8.644 | 8.025 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 26.130 | 0 | 0 | 0 | 879 | 27.009 | 3.538 | 2.666 | 0 | 6.204 | 20.805 | 22.592 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögens gegenstände |
6.440 | 11.799 | 840 | -548 | 0 | 16.852 | 76 | 12.586 | 0 | 12.662 | 4.190 | 6.365 |
| 44.942 | 12.840 | 2.497 | 0 | 879 | 56.164 | 7.472 | 16.508 | 1.456 | 22.525 | 33.639 | 37.469 | |
| Sachanlagen II. |
||||||||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.909 | 1.700 | 600 | 42 | 0 | 4.051 | 2.046 | 678 | 443 | 2.280 | 1.771 | 863 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42 | 0 | 0 | -42 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 42 |
| 2.951 | 1.700 | 600 | 0 | 0 | 4.051 | 2.046 | 678 | 443 | 2.280 | 1.771 | 905 | |
| Finanzanlagen III. |
||||||||||||
| 1. Beteiligungen | 533 | 267 | 0 | 0 | 0 | 800 | 0 | 790 | 0 | 790 | 10 | 533 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.303 | 250 | 0 | 0 | 0 | 1.553 | 191 | 382 | 0 | 573 | 980 | 1.112 |
| 3. sonstige Ausleihungen | 582 | 5 | 73 | 0 | 0 | 514 | 0 | 0 | 0 | 0 | 514 | 582 |
| 2.419 | 521 | 73 | 0 | 0 | 2.867 | 191 | 1.172 | 0 | 1.363 | 1.504 | 2.228 | |
| Summe Anlagevermögen | 50.311 | 15.062 | 3.170 | 0 | 879 | 63.082 | 9.709 | 18.358 | 1.899 | 26.168 | 36.914 | 40.602 |
An die Smartbroker Holding AG, Berlin
Wir haben den Konzernabschluss der Smartbroker Holding AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Smartbroker Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des Geschäftsberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
rufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
fassten Lagebericht zu dienen.
SONSTIGE INFORMATIONEN
stätigungsvermerks.
lich. Die Sonstigen Informationen umfassen:
"VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Be-
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammenge-
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwort-
― die übrigen Teile des Geschäftsberichts ("1. Highlights", "2. Brief des Vorstands", "3. Geschäftsmodell", "4. Die Smartbroker Holding AG Aktie" und "5. ESGC-Bericht") mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Be-
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungs-
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informatio-
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder
urteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
nen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die Sonstigen Informationen umfassen:
― die übrigen Teile des Geschäftsberichts ("1. Highlights", "2. Brief des Vorstands", "3. Geschäftsmodell", "4. Die Smartbroker Holding AG Aktie" und "5. ESGC-Bericht") mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses

Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entschei-
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-
― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen in-
― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsur-
― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertre-
tern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit
― beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ver-
dungen von Adressaten beeinflussen.
terner Kontrollen beinhalten können.
nicht mehr fortführen kann.
mittelt.
teil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
haltung. Darüber hinaus
Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 18. Juli 2023
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Zink gez. Paape Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Smartbroker Holding AG Ritterstraße 11 10969 Berlin Germany
Die Smartbroker Gruppe betreibt den Smartbroker – einen Online-Broker, der als einziger Anbieter in Deutschland das Produktspektrum der klassischen Broker mit den günstigen Konditionen der Neobroker verbindet. Gleichzeitig betreibt die Gruppe vier reichweitenstarke Börsenportale sowie die zugehörigen Apps (wallstreet-online.de, boersenNews.de, FinanzNachrichten.de und Ariva.de). Mit mehreren Hundert Millionen monatlichen Seitenaufrufen ist die Gruppe der größte verlagsunabhängige Finanzportalbetreiber im deutschsprachigen Raum und unterhält außerdem die größte Finanz-Community.
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.