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Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Annual Report Aug 4, 2023

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Annual Report

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Zwischenlagebericht 1
Wirtschaftsbericht 5
Nachtragsbericht 32
Prognosebericht 32
Risiko- und Chancenbericht 32
Corporate Governance 32
Konzernzwischenabschluss 33
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 33
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 34
Konzern-Bilanz 35
Konzern-Kapitalflussrechnung 36
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 38
Konzernanhang 40
1. Die Gesellschaft und Grundlage der Darstellung 40
2. Akquisitionen, Unternehmenszusammenschlüsse, Beteiligungen, Erwerb von immateriellen
Vermögenswerten und Investitionen in Fremdkapitalinstrumente sowie Desinvestitionen und
Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten
44
3. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppe 45
4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 46
5. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 49
6. Vorräte 52
7. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 52
8. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 53
9. Kapitalmanagement 53
10. Aktienbasierte Vergütungspläne 54
11. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten 55
12. Finanzinstrumente 60
13. Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen 64
14. Wesentliche Ereignisse seit Ende des 1. Halbjahrs 2023 67
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht 69
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 70

Zwischenlagebericht

In dem vorliegenden Bericht beziehen sich die Begriffe "FMC AG & Co. KGaA", "die Gesellschaft", "der Konzern", "wir", "uns" oder "unser" in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA oder auf die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die folgende Darstellung und Analyse des Zwischenlageberichts der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften sollte in Verbindung mit unserem Konzernzwischenabschluss und dem zugehörigen Konzernanhang gelesen werden, die sich an anderer Stelle dieses Berichts befinden. Zudem sollten in diesem Zusammenhang auch die enthaltenen Angaben und Erläuterungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 gemäß § 315 HGB und dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2022) berücksichtigt werden.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 haben wir mit der Berichterstattung begonnen, die unser neues globales Betriebsmodell widerspiegelt, in dem wir unser Geschäft in zwei globalen Geschäftssegmenten reorganisiert haben. Vor dem 1. Januar 2023 wurden der verantwortlichen Unternehmensinstanz keine separaten Finanzinformationen auf der Grundlage der neuen Struktur zur Verfügung gestellt. Außerdem waren die notwendigen System- und Berichtsänderungen zur Umsetzung der neuen Struktur nicht vorhanden. Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement, das Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beinhaltet. Die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery, das sich in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz (End-Stage Renal Disease, ESRD) und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme, und umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. in den USA, die in unseren Kliniken für die Gesundheitsversorgung unserer Patient*innen eingesetzt werden. Unser Global Medical Office, das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und sein Gewinn oder Verlust werden den Segmenten zugewiesen. In ähnlicher Weise ordnen wir Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da wir der Ansicht sind, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten und die globale interne Revision beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Konzernkosten (Zentralbereiche) ausgewiesen. Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden auch separat als Zentralbereiche ausgewiesen. Für weitere Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Die Bezeichnung "zu konstanten Wechselkursen" bedeutet, dass wir die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt) und andere Positionen der laufenden Berichtsperiode mit dem Durchschnittskurs des Vorjahres umrechnen, um, wie im Kapitel "Wirtschaftsbericht" in Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS®-Kennzahlen" beschrieben, einen Periodenvergleich ohne den Einfluss von Wechselkursschwankungen der Umrechnung zu ermöglichen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. In diesem Bericht wird mit der Verwendung der Worte "Ausblick", "erwartet", "geht davon aus", "beabsichtigt", "plant", "ist der Überzeugung", "strebt an", "schätzt", "Ausrichtung", "Ziel" und ähnlicher Ausdrücke beabsichtigt, zukunftsbezogene Aussagen kenntlich zu machen. Obwohl wir davon überzeugt sind, dass die in solchen zukunftsbezogenen Aussagen widergespiegelten Annahmen und Erwartungen plausibel sind, unterliegen zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß Risiken und Unsicherheiten, von denen viele nicht genau vorhergesagt werden können und einige möglicherweise überhaupt nicht vorhergesehen werden können. Darüber hinaus sind spätere Ereignisse und tatsächliche Ergebnisse, finanzieller und anderer Art, in der Vergangenheit anders ausgefallen und können in der Zukunft wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen, die an anderer Stelle in diesem Bericht dargestellt oder in Betracht gezogen werden, abweichen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von aktuellen Annahmen und Einschätzungen formuliert, die wir nach bestem Wissen getroffen haben. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse einschließlich unserer Finanzlage und unserer Profitabilität wesentlich sowohl positiv als auch negativ von denjenigen Ergebnissen abweichen können, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Des Weiteren können sich in die Zukunft gerichtete Schätzungen und Voraussagen, die auf Gutachten oder Informationen Dritter basieren, als unrichtig herausstellen. Daher können wir keine Zusicherungen hinsichtlich der zukünftigen Richtigkeit der in diesem Bericht dargestellten Meinungen oder hinsichtlich des tatsächlichen Eintretens der hier beschriebenen Entwicklungen machen. Auch sind unsere zukünftigen Ergebnisse, selbst wenn sie den hier dargestellten Erwartungen entsprechen sollten, nicht notwendigerweise indikativ für unsere Leistung in zukünftigen Geschäftsjahren.

Zu den Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, einschließlich der damit verbundenen Kosten, welche unsere tatsächlichen Ergebnisse von den geschätzten abweichen lassen könnten, gehören insbesondere:

  • Änderungen in Erstattungen von staatlichen Stellen und privaten Versicherern für unser gesamtes Produktund Dienstleistungsangebot, einschließlich des Medicare-Erstattungssystems für Dialysedienstleistungen und andere Gesundheitsdienstleistungen in den USA. Dies umfasst auch potenziell signifikante Änderungen des "Patient Protection and Affordable Care Act - Gesetzes" aus dem Jahr 2010 (Pub. L. 111-148) in seiner durch das "Health Care and Education Reconciliation Act – Gesetz" (Pub. L. 111-152) geänderten Fassung (zusammen ACA), die sich aufgrund zukünftiger Bemühungen um Überarbeitung oder Aufhebung des ACA ergeben können, und Änderungen der Aufsichtsbehörden an bestimmten Erstattungsmodellen, wie z. B. dem "ESRD Treatment Choices-Modell" (ETC) und dem "Comprehensive Kidney Care Contracting-Modell" (CKCC), die die Leistung im Rahmen dieser Modelle auf unvorhergesehene Weise erheblich beeinflussen könnten;
  • unsere Fähigkeit zur genauen Interpretation und Einhaltung der komplexen gegenwärtigen und zukünftigen staatlichen Regelungen, die Anwendung auf unser Geschäft finden, einschließlich der Einhaltung von Sanktionen und Gesetzen beziehungsweise Vorschriften zur Ausfuhrkontrolle, Gesetzen und Vorschriften in Bezug auf Umwelt, Soziales und Governance sowie Auswirkungen von Gesundheits-, Steuer- und Handelsrechtreformen und -vorschriften, insbesondere die Initiativen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Umverteilung von Besteuerungsrechten an Marktstaaten (erste Säule) und zur Einführung einer globalen Mindeststeuer (zweite Säule) sowie eine mögliche US-Steuerreform, Kartell- und Wettbewerbsgesetze in den Ländern und Orten, in denen wir tätig sind, und andere staatliche Regulierung; diese Regelungen schließen in den USA das Bundesgesetz über Medicare- und Medicaid-Betrug und -Missbrauch von 1977 in seiner geänderten Fassung (den Anti-Kickback Statute), den False Claims Act, das Bundesgesetz über die Selbstüberweisung von ärztlichem Fachpersonal (das Stark Law), das Civil Monetary Penalty Law, den Health Insurance Portability and Accountability Act, den Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act, den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) sowie den Food, Drug and Cosmetic Act und, außerhalb der USA, unter anderem die Verordnung der Europäischen Union (EU) über Medizinprodukte, die EU-Datenschutz-Grundverordnung, das Zwei-Rechnungen-System, die "Buy China"-Politik, volumenbasierte Beschaffungspolitik sowie das Ausschreibungs- und Bieterverfahrensgesetz (Tendering and Bidding Law) in China und entsprechende Landesgesetzgebung sowie vergleichbare aufsichtsrechtliche Regelwerke in vielen der Länder, in denen wir Gesundheitsdienstleistungen oder Produkte anbieten, ein;
  • der Einfluss privater Versicherer (einschließlich Integrated Care-Organisationen, privater Versicherungen und Plänen gemäß Medicare Advantage, auch bekannt als Medicare Teil C, die von privaten Krankenversicherern angeboten werden, denen von den CMS die Genehmigung erteilt wurde, ihre Mitglieder mit Medicare-Leistungen gemäß Teil A, Teil B und in der Regel Teil D zu versorgen (Medicare-Advantage-Pläne)) sowie die Bemühungen dieser Organisationen, Kosten durch die Beschränkung von Gesundheitsleistungen, das Einengen ihrer Netzwerke, die Reduzierung der Erstattung an die Anbieter beziehungsweise die Einschränkung von Optionen für Patient*innen zur Finanzierung von Krankenversicherungsprämien zu steuern, einschließlich der potenziellen Bemühungen von betrieblichen Gesundheitsplänen und privaten Versicherern, die Erstattung für Dialyseleistungen außerhalb des Netzwerks infolge des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA in der Rechtssache Marietta Memorial Hospital Employee Health Benefit Plan, et al. v. DaVita Inc.,142 S. Ct. 1968 (2022), zu einem niedrigeren Satz zu leisten, insbesondere falls der US-Kongress die vorgeschlagenen Rechtsvorschriften zur Rückgängigmachung der Auswirkungen dieser Entscheidung nicht verabschiedet;
  • die Auswirkungen von weltweiten Pandemien (zum Beispiel des schweren akuten Atemwegsyndroms Coronavirus 2 und der damit verbundenen Coronavirus-Erkrankung (Covid-19)), darunter eine signifikante Zunahme der Sterblichkeit von Patient*innen mit chronischen Nierenerkrankungen sowie eine Zunahme von Personen mit Nierenversagen, die Auswirkungen von globalen Viruserkrankungen auf unsere Patient*innen, Pflegekräfte, Beschäftigte, Lieferanten, Lieferkette, Geschäftstätigkeit und Betrieb und die Folgen von Konjunktureinbrüchen aufgrund von globalen Pandemien;
  • unsere Fähigkeit, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und langfristig zu binden, und Risiken, dass Personalengpässe und Konkurrenz um Arbeitskräfte, hohe Fluktuationsraten und deutlich gestiegene Personalkosten , einschließlich höherer Kosten aufgrund der zunehmenden Inanspruchnahme von Leiharbeit, sowie Gesetzgebungs-, Gewerkschafts- oder andere, den Arbeitsmarkt betreffende Aktivitäten beziehungsweise Veränderungen zu einem signifikanten Anstieg unserer betrieblichen Aufwendungen, zu einem signifikanten Rückgang der Produktivität und teilweisen Betriebsunterbrechungen geführt haben und weiterhin führen werden und unsere Fähigkeit beeinträchtigen, zusätzliche Behandlungen und erneutes Wachstum zu generieren;

  • der Anstieg der Rohmaterial-, Energie-, Arbeits- und sonstigen Kosten (einschließlich der Auswirkungen dieser Kostensteigerungen auf unsere Initiativen zur Kostensenkung und Erhöhungen aufgrund geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen (zum Beispiel Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine (Ukraine-Krieg)) sowie die potenziellen Auswirkungen der Inflation auf eine mögliche Wertminderung unseres Firmenwerts, unserer Beteiligungen oder sonstiger Vermögenswerte (siehe oben);

  • das Ergebnis staatlicher und interner Ermittlungen sowie Rechtsstreitigkeiten;
  • Produkthaftungsrisiken und das Risiko eines Rückrufs unserer Produkte durch Behörden;
  • unsere Fähigkeit, weiterhin in unserem Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und -produkten zu wachsen, einschließlich durch Akquisitionen, und unsere Strategie umzusetzen;
  • die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsschwankungen, einschließlich des erhöhten Risikos von Schwankungen infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen, die Auswirkungen des gegenwärtig gesamtwirtschaftlich inflationären Umfelds auf die Zinssätze und die damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten;
  • möglicher Wertminderungsaufwand auf unseren Firmenwert, Investitionen oder andere Vermögenswerte aufgrund von Verringerungen des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte gegenüber ihrem Buchwert, insbesondere infolge von Herabstufungen durch unabhängige Ratingagenturen, gepaart mit einem wirtschaftlichen Abschwung in verschiedenen Regionen oder infolge geopolitischer Konflikte in bestimmten Regionen;
  • unsere Fähigkeit, Informationstechnologie-Systeme und geschützte Gesundheitsinformationen gegen Cyber-Attacken zu schützen und andere Verletzungen von Datenschutz oder -sicherheit bezüglich unserer Daten oder der Daten von Dritten zu verhindern sowie unsere Fähigkeit, Effizienzziele effektiv zu messen und vertragliche und sonstige Anforderungen im Zusammenhang mit Aktivitäten zur Auslagerung von Daten in andere Länder zu erfüllen;
  • Änderungen der Beschaffungskosten und des Verordnungsumfelds für Medikamente und unsere anderen Gesundheitsprodukte und Verbrauchsmaterialien, mangelnde Beschaffungsmöglichkeiten für Rohmaterialien oder Störungen in unserer Lieferkette;
  • die Einführung von Generika oder neuen Medikamenten und medizinischen Produkten, die mit unseren Produkten oder Dienstleistungen konkurrieren oder die verstärkte Nutzung von Medikamenten, die das Fortschreiten von chronischem Nierenversagen reduzieren;
  • die Einführung neuer Technologien, Fortschritte bei medizinischen Therapien oder neue Marktteilnehmer, die mit unseren Geschäftsaktivitäten konkurrieren;
  • potenzielle Zollerhöhungen und Handelshemmnisse, die sich aus dem Rückzug einzelner oder mehrerer Länder aus multilateralen Handelsabkommen oder der Einführung von Sanktionen, Vergeltungszöllen und anderen Gegenmaßnahmen im Zuge von Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikten in bestimmten Regionen ergeben könnten;
  • die Einbringlichkeit unserer Forderungen, die hauptsächlich von der Wirksamkeit unserer Abrechnungspraxis, der finanziellen Stabilität und Liquidität staatlicher und privater Versicherungsträger und den Strategien der Versicherungsträger zur Verzögerung, Anfechtung oder Vereitelung der Forderungseinziehung abhängt;
  • unsere Fähigkeit, Verträge zu sichern und im Rahmen verschiedener Gesundheitsrisikomanagementprogramme, an denen wir teilnehmen oder beabsichtigen teilzunehmen, Kosteneinsparungen und gewünschte klinische Ergebnisse zu erzielen;
  • die Größe, Marktmacht, Erfahrung und das Produktangebot von bestimmten Wettbewerbern in bestimmten geographischen Regionen und Geschäftsfeldern;
  • die Verwendung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, und Beurteilungen sowie die Interpretation von Rechnungslegungsgrundsätzen in unserem Konzernabschluss;
  • unsere Fähigkeit, die geplanten Kosteneinsparungen innerhalb des vorgesehenen Zeitraums im Rahmen der zuvor angekündigten Transformation unserer Betriebsstruktur und der Schritte zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25) und durch die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden und Margen-verwässernden Geschäftsbereichen zu erreichen, sowie die Möglichkeit, dass eine Änderung oder Ausweitung der Aufgabengebiete unserer Beschäftigten aufgrund dieser Transformation kurzfristig zusätzliche Ressourcen erfordern könnten; und
  • unsere Fähigkeit, die prognostizierten Preiserhöhungen für unsere Produkte und entsprechende Dienstleistungen zu erzielen.

Wichtige Faktoren, die zu derartigen Abweichungen beitragen können, sind im Kapitel "Wirtschaftsbericht", Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen", in Anmerkung 4 e) und in Anmerkung 11 im Konzernanhang sowie im Geschäftsbericht 2022 in Anmerkung 22 im Konzernanhang und im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" des Konzernlageberichts beschrieben. Weitere Faktoren sind auch unter "Risikofaktoren" in unserem Prospekt vom 6. Juni 2023 (Registrierungsnummer 333-271081) enthalten, den wir in Verbindung mit der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2023 zur Beschlussfassung über den Rechtsformwechsel veröffentlicht haben. Weitere Informationen zu unseren Bemühungen, verschiedene Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen anzugehen, finden Sie in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht unter www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/ueberblick-investoren/. Durch den Verweis auf unseren nichtfinanziellen Konzernbericht und die Bereitstellung dieser Website-Adresse in diesem Bericht beabsichtigen wir jedoch nicht, Inhalte aus unserem nichtfinanziellen Konzernbericht oder Informationen auf unserer Website in diesen Bericht aufzunehmen, und, soweit nicht ausdrücklich hierin angegeben, sind Informationen in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht und auf unserer Website nicht als Bestandteil dieses Berichts zu betrachten.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt darüber hinaus weiteren Risiken und Unsicherheiten, die wir in den regelmäßig veröffentlichten Berichten darstellen. Veränderungen in jedem dieser Bereiche könnten dazu führen, dass unsere Ergebnisse wesentlich von den Ergebnissen abweichen, die wir oder andere vorhergesagt haben oder vorhersagen werden.

Die tatsächlich angewandten Rechnungslegungsgrundsätze, die Beurteilungen im Rahmen der Auswahl und Anwendung dieser Grundsätze sowie die Sensitivität der berichteten Ergebnisse in Bezug auf Änderungen in den Rechnungslegungsgrundsätzen, Annahmen und Schätzungen stellen zusätzliche Faktoren dar, in deren Kontext der vorliegende Konzernzwischenabschluss und die im Folgenden unter III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" dargestellten Ausführungen zu betrachten sind. Eine Erläuterung unserer wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze ist im Geschäftsbericht 2022 in Anmerkung 2 im Konzernanhang zu finden.

Aufgrund von Rundung geben Zahlen und Prozentsätze, die in diesem oder anderen Berichten dargestellt werden, die absoluten Zahlen eventuell nicht präzise wieder. Einige Zahlen (einschließlich Prozentsätze) in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. In einigen Fällen summieren sich solche gerundeten Zahlen und Prozentsätze möglicherweise nicht zu 100% oder zu den in diesem Bericht enthaltenen Summen oder Zwischensummen. Darüber hinaus können Summen und Zwischensummen in Tabellen aufgrund von kaufmännischen Rundungen geringfügig von den in diesem Bericht enthaltenen ungerundeten Zahlen abweichen. Ein Bindestrich (-) zeigt an, dass für eine bestimmte Position im betreffenden Geschäftsjahr oder Zeitraum keine Daten gemeldet wurden, während eine Null (0) verwendet wird, wenn der relevante Wert gerundet Null beträgt.

Wirtschaftsbericht

I.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick

Wir sind weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patient*innen). Wir bieten Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Unsere Gesundheitsprodukte umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen und Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen sowie für die Apherese-Therapie. Wir versorgen Dialysekliniken, die wir besitzen, betreiben oder leiten, mit einer breiten Produktpalette und verkaufen zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Wir verkaufen unsere Gesundheitsprodukte an Kunden in rund 150 Länder und setzen sie auch bei unseren eigenen Gesundheitsdienstleistungen ein. Unser Dialysegeschäft ist folglich vertikal integriert. Unsere anderen Gesundheitsdienstleistungen beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren, nephrologische und kardiologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal und ambulante Behandlungen. Wir schätzen, dass die Bereitstellung von Dialysedienstleistungen und der Vertrieb von Dialyseprodukten einen weltweiten Markt von etwa 82 MRD € im Geschäftsjahr 2022 darstellte. Der Zuwachs von Dialysepatient*innen wird durch Faktoren wie die demographischen Veränderungen und die steigende Lebenserwartung sowie den Mangel an Spenderorganen für Nierentransplantationen verursacht. Darüber hinaus tragen ein steigendes Aufkommen von Niereninsuffizienz und Diabetes, Bluthochdruck und anderen Krankheiten, welche häufig zu einem chronischen Nierenversagen führen, zu einem steigenden Patientenaufkommen bei. Auch eine höhere Überlebensrate der von diesen Erkrankungen betroffenen Patient*innen, Verbesserungen bei der Behandlungsqualität, neue Medikamente und Produkttechnologien, durch die das Leben des Behandelten verlängert wird, und die sich verbessernden Lebensstandards in den Entwicklungsländern, durch die lebensrettende Dialysebehandlungen verfügbar werden, haben einen Einfluss auf das Patientenwachstum. Zudem engagieren wir uns in verschiedenen Bereichen der Forschung zu therapeutischen Gesundheitsprodukten.

Als globales Unternehmen für Gesundheitsdienstleistungen und -produkte stehen wir vor der Herausforderung, den Bedürfnissen einer großen Bandbreite an Interessengruppen wie Patient*innen, Kunden, Versicherern, Aufsichtsbehörden und Gesetzgebern in vielen unterschiedlichen wirtschaftlichen Umfeldern und Gesundheitssystemen gerecht zu werden. Im Allgemeinen kommen staatlich finanzierte Programme (in manchen Ländern in Kooperation mit privaten Versicherern) für bestimmte an ihre Bürger erbrachte Gesundheitsleistungen und -dienstleistungen auf. Nicht alle Gesundheitssysteme decken die Zahlungen für Dialysebehandlungen ab. Daher beeinflussen die Erstattungssysteme sowie das Umfeld für die Verordnung von Zusatzdienstleistungen verschiedener Länder unser Geschäft erheblich.

Unser Geschäft ist Konjunkturzyklen in relativ geringem Maße unterworfen. Dadurch unterscheiden wir uns beispielsweise von Konsumgüterherstellern, die einer eher zyklischen Produktnachfrage unterliegen. Beeinflusst wird unser Geschäft vielmehr von staatlich festgelegten Vergütungssystemen und Erstattungssätzen. Die Dialyse ist eine lebensnotwendige medizinische Dienstleistung, deren Kosten deshalb in der Regel vom zuständigen Gesundheitssystem getragen werden. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist derzeit von Inflation geprägt und führt zu höheren Rohstoffkosten sowie gestiegenen Energiepreisen, obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Rohstoffmärkte wie erwartet stabilisieren.

Wesentliche Erstattungsentwicklungen in den USA

Ein Großteil der von uns erbrachten Gesundheitsdienstleistungen wird von staatlichen Institutionen bezahlt. Etwa 25% der Umsatzerlöse des Konzerns im 1. Halbjahr 2023 resultierten aus den Erstattungen von staatlich finanzierten US-Gesundheitsprogrammen wie Medicare und Medicaid, deren Erstattungssätze durch die Centers for Medicare and Medicaid (CMS) festgelegt werden. Gesetzesänderungen können die Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen betreffen. Beeinflusst wurde die Stabilität der Erstattungssätze in den USA durch (i) ein Pauschalvergütungssystem für Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz (PVS), (ii) die pauschalen Ausgabenkürzungen des US-Haushalts bezüglich der Zahlungen an Medicare-Dienstleister, im Folgenden die "Kürzungen des US-Haushalts" (vom 1. Mai 2020 bis 31. März 2022 vorübergehend ausgesetzt, anschließend wurde vom 1. April bis zum 30. Juni 2022 eine Kürzung in Höhe von 1% wirksam und am 1. Juli 2022 trat die volle Kürzung von 2% wieder in Kraft) und (iii) die stufenweise Kürzung des PVS-Erstattungssatzes zur Berücksichtigung der gesunkenen Verordnungen bestimmter Medikamente und Biopharmazeutika für Dialysebehandlungen durch das "American Taxpayer Relief Act of 2012-Gesetz" (ATRA) einschließlich der späteren Änderungen durch das "Protecting Access to Medicare Act of 2014-Gesetz" (PAMA). Nachstehend werden diese und weitere Entwicklungen im Bereich der Gesetzgebung ausführlicher dargestellt:

  • Nach dem "Medicare Improvements for Patients and Providers Act of 2008-Gesetz" (MIPPA) werden für Medicare-Patient*innen alle Dialysebehandlungen aufgrund von terminaler Niereninsuffizienz mit einem einzigen festen, pauschalen Vergütungssatz, dem PVS, vergütet, der im Wesentlichen sämtliche während der Dialysebehandlung verwendeten Produkte und erbrachten Dienstleistungen abdeckt. Zusätzlich wurde mit dem MIPPA auch das Qualitätsverbesserungsprogramm (QVP) eingeführt, das für Dialysekliniken in den USA, die die von den CMS festgelegten jährlichen Qualitätsstandards nicht erreichen, Basis-Erstattungskürzungen um bis zu 2% in einem Folgejahr nach sich ziehen kann.
  • Darüber hinaus bewirkte das "Budget Control Act of 2011-Gesetz" (BCA) eine 2%ige Kürzung der Medicare-Zahlungen und nachfolgende Aktivitäten im US-amerikanischen Kongress, nämlich pauschale Ausgabenkürzungen bei diskretionären Programmen in Höhe von 1,2 BIO US\$, die am 1. April 2013 in Kraft traten und weiterhin fortbestehen. Die 2%ige Kürzung wurde ab dem 1. Mai 2020 im Rahmen der Bemühungen der US-Regierung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie mehrmals vorübergehend ausgesetzt. Im März 2021 unterzeichnete Präsident Biden das "American Rescue Plan Act of 2021-Gesetz", das nach Schätzungen der Haushaltsbehörde des Kongresses zu Haushaltsdefiziten führen wird, die gemäß dem "Statutory Pay-As-You-Go Act of 2010-Gesetz" (Statutory PAYGO) eine Kürzung der Medicare-Zahlungen für das Jahr 2022 um 4% erforderlich machen. Das "Protecting Medicare and American Farmers from Sequester Cuts Act-Gesetz" schob die 4%ige Kürzung der Medicare-Zahlungen, die aufgrund der Auswirkungen des American Rescue Plan Act-Gesetzes auf den Haushalt durch Statutory PAYGO ausgelöst worden wäre, bis 2023 auf. Mit dem "Consolidated Appropriations Act of 2023-Gesetz" wurden die Statutory PAYGO-Kürzungen für 2023 und 2024 erneut ausgesetzt. Die Ausgabenkürzungen des US-Haushalts haben sich in der Vergangenheit negativ auf unsere Ertragslage ausgewirkt und werden dies nach Aufhebung der Aussetzung auch weiterhin tun. Darüber hinaus wurden von Zeit zu Zeit Möglichkeiten zur Umstrukturierung des Medicare-Programms in Richtung eines beitragsorientierten Prämienunterstützungsmodells und zur Umstellung der Medicaid-Finanzierung auf einen Pauschalzuschuss oder eine Pro-Kopf-Regelung mit größerer Flexibilität für die Bundesstaaten vorgeschlagen oder erwogen. Änderungen der Zahlungsmethoden und der Finanzierungs- oder Zahlungsvorschriften unter anderem des PVS-Vergütungssatzes, der Gebührenordnung für ärztliches Fachpersonal, der Gebührenordnung für klinische Labore und des Zahlungssystems für ambulante chirurgische Zentren können wesentliche Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Wir können auch mit Änderungen der Auslegung von staatlichen Vorschriften durch die Gerichte konfrontiert werden. Unsere Möglichkeiten, das Ausmaß dieser Änderungen zu beeinflussen oder vorherzusagen, sind sehr begrenzt.
  • Am 26. Juni 2023 haben die CMS einen Regelungsentwurf zum PVS-Vergütungssatz für das Kalenderjahr 2024 veröffentlicht. Der vorgeschlagene Basis-Pauschalvergütungssatz für das Kalenderjahr 2024 beträgt 269,99 US\$ je Behandlung, was einer Erhöhung um 1,7% gegenüber dem Basis-Pauschalvergütungssatz für 2023 in Höhe von 265,57 US\$ entsprechen würde. Der vorgeschlagene Anstieg um 1,7% basiert auf einer Warenkorberhöhung in Höhe von 2,0%, die durch eine im ACA vorgeschriebene Multifaktor-Produktivitätsanpassung in Höhe von 0,3% teilweise ausgeglichen wird. Der Regelungsentwurf sieht eine routinemäßige Aktualisierung des Lohnindexes auf der Grundlage der bestehenden Handhabung vor, was unserer Meinung nach dem erheblichen Anstieg der Arbeitskosten in den letzten Jahren nicht vollständig Rechnung trägt. Der Vergütungssatz für die Behandlung akuter Nierenschäden für das Kalenderjahr 2024 soll dem Basis-Pauschalvergütungssatz für das Kalenderjahr 2024 entsprechen. Die CMS merken an, dass das Ziel von 1,0 Prozent an ESRD-Ausreißerzahlungen im Kalenderjahr 2022 nicht erreicht wurde. Die Ausreißerzahlungen machten statt 1,0 Prozent etwa 0,9 Prozent der Gesamtzahlungen aus, was im Vergleich zu den Vorjahren dem Ziel sehr nahe kommt. Die CMS schlugen Richtlinien zur Präzisierung der Kriterien für TPNIES (Transitional add-on Payment adjustment for New and Innovative Equipment and Supplies - TPNIES) vor. Die CMS haben eine Änderung der TDAPA-Richtlinie (Transitional Drug Add-On Payment Adjustment - TDAPA) im Zusammenhang mit dem PVS für das Kalenderjahr 2024 vorgeschlagen. Die CMS schlagen einen neuen Erstattungszuschlag für bestimmte neue Dialysemedikamente und biologische Produkte in bestehenden PVS-Funktionskategorien nach dem Ende des TDAPA-Zeitraums vor. Die CMS bezeichnen diesen als "Post-TDAPA-Erstattungszuschlag". Die CMS schlagen außerdem vor, mit Wirkung zum 1. Januar 2024 für die Jahre 2024, 2025 und 2026 einen neuen Erstattungszuschlag in Höhe von 30 Prozent des Erstattungsbetrags pro Behandlung für alle Nierendialysedienstleistungen für pädiatrische Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz einzuführen und anzuwenden. Zudem schlagen die CMS formell vor, dass ESRD-Einrichtungen die "Zeit an der Maschine" (d. h. die Zeit, die ein Patient mit einer Hämodialysebehandlung im Zentrum verbringt) auf den Erstattungsanträgen erfassen müssen. Die Gesamtauswirkung der Änderungen für das Kalenderjahr 2024 wird voraussichtlich eine Erhöhung der Medicare-Erstattungen um 1,6 Prozent sein. Die CMS schätzen, dass die Gesamtausgaben für das PVS im Kalenderjahr 2024 im Vergleich zum Kalenderjahr 2023 um etwa 130 MIO US\$ steigen würden. Hierin berücksichtigt ist ein Anstieg von 140 MIO US\$ aufgrund der vorgeschlagenen Aktualisierung der Vergütungssätze, einschließlich geschätzter TDAPA-Zahlungen in Höhe von ca. 1,7 MIO US\$.

  • Die CMS bewerten im Rahmen des QVP die Gesamtleistung jeder Einrichtung anhand einer Reihe von jeweils für ein Zahlungsjahr festgelegten Kenngrößen und nehmen für Einrichtungen, die einen für die Gesamtleistung (Total Performance Score – TPS) festgelegten Mindestwert nicht erreichen, eine Zahlungskürzung von bis zu 2 Prozent vor. Im Regelungsentwurf für das Kalenderjahr 2024 schlagen die CMS vor, eine Reihe von Kenngrößen mit Wirkung für die Jahre 2026 und 2027 hinzuzufügen oder zu ändern, darunter unter anderem die zu berichtenden Kenngrößen "Screening sozialer Einflüsse auf die Gesundheit" und "Unterstützung gesundheitlicher Chancengleichheit". Die CMS schlagen außerdem vor, mehrere Kenngrößen zu streichen, darunter die "Ultrafiltrationsrate".

  • Am 13. Juli 2023 haben die CMS einen Regelungsentwurf zu Erstattungssystemen für ambulante Kliniken und Operationszentren ("Ambulatory Surgical Center" – ASC) für das Kalenderjahr 2024 bekannt gegeben. Der Regelungsentwurf zur Aktualisierung des ASC-Erstattungssystems für das Kalenderjahr 2024 beinhaltet eine allgemeine Erhöhung der Erstattungssätze für das in einem ASC verfügbare Leistungsspektrum. Die vorgeschlagene durchschnittliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beträgt 2,8%. Am 13. Juli 2023 haben die CMS darüber hinaus den Entwurf der ärztlichen Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2024 veröffentlicht. Der vorgeschlagene Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2024 beträgt 32,75 US\$, entsprechend einer Verringerung um 1,14 US\$ (oder 3,34%) gegenüber dem Umrechnungsfaktor für die ärztliche Gebührenordnung für das Kalenderjahr 2023 in Höhe von 33,89 US\$. Aufgrund gesetzlich festgelegter Faktoren wird vorgeschlagen, die Erstattungssätze im Rahmen der ärztlichen Gebührenordnung im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 um insgesamt 1,25% zu senken. Das "Consolidated Appropriations Act of 2023-Gesetz" sieht für 2024 eine Erhöhung des Umrechnungsfaktors um 1,25% vor, um die erwarteten Kürzungen abzumildern.
  • Am 29. April 2022 veröffentlichten die CMS eine finale Regelung für das Kalenderjahr 2023 für Medicare-Advantage-Pläne. In dieser finalen Regelung legten die CMS die Anforderung fest, dass die Grenze des maximalen Eigenanteils (maximum out-of-pocket - MOOP) (oberhalb welcher der Plan 100 Prozent der Medicare-Advantage-Kosten übernimmt) im Rahmen von Medicare-Advantage-Plänen auf der Grundlage der insgesamt aufgelaufenen Medicare-Kostenbeteiligung an der Planleistung berechnet werden muss, unabhängig davon, ob diese Medicare-Kostenbeteiligung vom Begünstigten, von Medicaid oder einer anderen Zweitversicherung gezahlt wird oder unbezahlt bleibt (einschließlich aufgrund bundesstaatlicher Begrenzung der Beträge für die Medicare-Kostenbeteiligung oder der Befreiung doppelt anspruchsberechtigter Personen (d. h. Personen, die Anspruch sowohl auf Medicare Teil A und/oder Teil B als auch auf irgendeine Form von Medicaid-Leistungen haben) von der Medicare-Kostenbeteiligung nicht gezahlter Kostenbeteiligungen). Während einige Kostenträger die MOOP bereits auf diese Weise berechneten, begrenzt die Regeländerung potenziell die Höhe der Kostenbeteiligung, die uns für doppelt berechtigte Patient*innen im Jahr 2023 entgehen wird. Die CMS gehen davon aus, dass aufgrund der Änderung die bundesstaatlichen Medicaid-Behörden über einen Zeitraum von zehn Jahren 2 MRD US\$ (2 MRD €) einsparen und die Zahlungen an Gesundheitsdienstleister, einschließlich Dialyseanbieter, die doppelt anspruchsberechtigte Patient*innen versorgen, über einen Zeitraum von zehn Jahren um 8 MRD US\$ (8 MRD €) steigen werden. Die Gesellschaft hat mit zahlreichen Medicare-Advantage- und privaten Versicherungsplänen Managed-Care-Verträge zur Erbringung von Dienstleistungen als In-Network-Anbieter abgeschlossen. Medicare-Advantage-Pläne sind verpflichtet, ihren Anbietern außerhalb des Netzwerks mindestens den Satz zu zahlen, der für das traditionelle Medicare-Leistungsvergütungsprogramm gilt. Daher werden Medicare-Advantage-Pläne, mit denen wir keinen Vertrag haben, mindestens 80 Prozent des künftigen Zahlungsbetrags für die PVS-Artikel und -Dienstleistungen zahlen, mit denen wir ihre Mitglieder versorgen. Am 22. Mai 2020 erließen die CMS eine Verordnung, mit der die ambulante Dialyse aus der Liste der Spezialdienstleistungen gestrichen wurde, für die bestimmte Zeit- und Entfernungsstandards hinsichtlich der Angemessenheit des Medicare-Advantage-Netzwerks gelten. Obwohl wir bisher keine wesentlichen Auswirkungen feststellen konnten, könnte diese Regelung die Möglichkeiten der Gesellschaft zur Teilnahme an Medicare-Advantage-Plan-Netzwerken in Zukunft beeinträchtigen.

Derzeit bestehen beträchtliche Unsicherheiten hinsichtlich möglicher zukünftiger Änderungen der Regulierung des Gesundheitswesens, auch in Bezug auf die Regulierung der Erstattung für Dialysedienstleistungen. Infolge des Drucks zur Senkung der Gesundheitskosten sind die staatlichen Erstattungssätze in den USA in der Vergangenheit nur in begrenztem Umfang gestiegen, und es wird erwartet, dass dies auch weiterhin der Fall sein wird. Ein erheblicher Rückgang bei Medicare, privaten Versicherungen oder Medicare-Advantage-Plänen oder beim Zugang von Patient*innen zu Versicherungsplänen privater Versicherer oder Medicare-Advantage-Plänen könnte jedoch wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und, da die Nachfrage nach Dialyseprodukten von der Medicare-Erstattung beeinflusst wird, auf unser Produktgeschäft haben. Soweit Erhöhungen der Betriebskosten, die von der Inflation betroffen sind, wie zum Beispiel Lohn- und Beschaffungskosten, nicht vollständig durch eine entsprechende Erhöhung der Erstattungssätze ausgeglichen würden, hätte dies nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage. Darüber hinaus wird das jüngste Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA in der Rechtssache Marietta Memorial Hospital Employee Health Benefit Plan, et al. v. DaVita Inc. et al. 142 S. Ct. 1968 (2022) (Marietta) es den Gesundheitsplänen erleichtern, die Leistungen für Medicare-berechtigte Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz so zu gestalten, dass private Krankenversicherungen für Personen mit terminaler Niereninsuffizienz vergleichsweise unattraktiver und Medicare vergleichsweise attraktiver werden. Das Marietta-Urteil könnte auch dazu führen, dass bestimmte betriebliche Gesundheitspläne die Leistungen für die Dialyse reduzieren, was, je nach Anzahl der betroffenen Patient*innen, wesentliche und nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Im Juli und August 2022 wurde das "Restore Protections for Dialysis Patients Act-Gesetz" (H.R. 8594/S. 4750) sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat eingebracht. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, zu dem Verständnis des Medicare Secondary Payer Act-Gesetzes zurückzukehren, das vor der Marietta-Entscheidung galt. Die Befürworter des Gesetzentwurfs bemühen sich um die Einbringung eines Gesetzentwurfs, der sich mit der Marietta-Entscheidung befassen würde, in den derzeitigen US-Kongress. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass sich dies für 2023 wesentlich auf die Versicherungspläne auswirken wird, allerdings sind die Erstattungssätze von Medicare und Medicaid in der Regel geringer als die Erstattungssätze, die von privaten Versicherern gezahlt werden, und eine Verlagerung von privat versicherten Patient*innen zu Medicare und Medicaid könnte im Jahr 2024 und darüber hinaus wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben.

Weitergehende Informationen zu aufsichtsrechtlichen Angelegenheiten sind im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Gesundheitsreformen" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 enthalten.

Weitergehende Informationen sind im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht", Abschnitt "Risiken" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 enthalten.

Prämien-Hilfsprogramm

Das Betreiben wohltätiger Prämien-Hilfsprogramme, wie das des American Kidney Fund, hat in den vergangenen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit der CMS und der Versicherungsaufsicht und Gesetzgeber auf Bundesstaatenebene erhalten. Das Ergebnis dessen könnte ein regulatorischer Rechtsrahmen sein, der sich vom derzeitigen Rahmen unterscheidet oder von Bundesstaat zu Bundesstaat variiert. Auch wenn die CMS oder staatliche Regierungsbehörden und Gesetzgeber keine Maßnahmen ergreifen, um den Zugang der Patient*innen zu Prämien-Hilfsprogrammen einzuschränken, könnten Versicherer wahrscheinlich ihre Bemühungen fortsetzen, Prämienzahlungen durch Prämien-Hilfsprogramme an unsere Patient*innen einzuschränken. Sollte dies in einem für unsere US-Geschäftstätigkeit wesentlichen Bereich oder Umfang gelingen, hätte dies wesentliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Ertragslage.

"Executive Order" für neue Erstattungsmodelle

Am 10. Juli 2019 wurde in den USA eine Verordnung (Executive Order) zur Förderung der Nierengesundheit unterzeichnet. Die Verordnung sieht unter anderem die Entwicklung neuer Medicare-Erstattungsmodelle durch den U.S.-Gesundheitsminister vor, welche eine frühere Erkennung und Behandlung von Nierenerkrankungen sowie den Ausbau von Heimdialysebehandlungen und Transplantationen fördern sollen. Eines dieser Modelle, das ESRD ETC-Modell, ist ein verpflichtendes Modell, das finanzielle Anreize für Heimdialysebehandlung und Nierentransplantationen schafft. Die Regelung für dieses Modell, die am 29. September 2020 finalisiert wurde, sieht den Start für das Modell im Januar 2021 und eine Laufzeit bis Juni 2027 vor. Im Rahmen des Modells werden für einen Zeitraum von sechseinhalb Jahren sowohl positive wie negative Anpassungen von durch ärztliches Fachpersonal und Dialyseeinrichtungen beantragten Erstattungen für bestimmte Medicare-Heimdialysebehandlungen vorgenommen. Die Teilnehmer an diesem Modell basieren auf einer zufälligen Auswahl von 30% der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser. Zum 30. Juni 2023 gehören 976 unserer US-Dialyseeinrichtungen (etwa 35% unserer US-Dialyseeinrichtungen) zur zufälligen Auswahl der Versorgungsgebiete der Krankenhäuser und befinden sich damit in den Bereichen, die für die Teilnahme an dem Modell ausgewählt wurden. Ab Januar 2021 werden für die ersten drei Jahre des Modells ausschließlich Zuschlagszahlungen für Heimdialysebehandlungen (Home Dialysis Payment Adjustment – HDPA) geleistet. Diese verringern sich von anfänglich 3% im ersten HDPA-Zahlungsjahr auf 2% im zweiten HDPA-Zahlungsjahr sowie 1% im letzten HDPA-Zahlungsjahr. Zudem beinhaltet das Modell ab Juli 2022 eine leistungsabhängige Erstattungsanpassung (Performance Payment Adjustment – PPA). Die PPA-Zahlungen ergeben sich aus einer kombinierten Berechnung aus Heimdialyse- (Heimdialyse, Selbstdialyse und nächtliche stationäre Dialyse) und Transplantationsquoten (Lebendspender-Transplantationen und Warteliste für Transplantate) auf der Grundlage der historischen Leistung eines Teilnehmers beziehungsweise von zunehmend gewichteten Vergleichsdaten aus geographisch ähnlichen Gebieten. Die CMS verwenden bei der PPA-Bewertung einen zweistufigen Ansatz zur Schichtung von Teilnehmern mit einem hohen Anteil an Leistungsempfängern, die doppelt anspruchsberechtigt, sowohl für Medicare als auch für Medicaid, oder Bezieher von Niedrigeinkommenssubventionen sind. Mögliche PPA-Zahlungen erhöhen sich im Zeitablauf und werden im ersten PPA-Erstattungsjahr (beginnend ab Juli 2022) zwischen (5%) und 4% für ärztliches Fachpersonal und Einrichtungen betragen und im letzten PPA-Erstattungsjahr (endend im Juni 2027) auf zwischen (9%) und 8% für ärztliches Fachpersonal sowie auf zwischen (10%) und 8% für Einrichtungen steigen.

Am 31. Oktober 2022 finalisierten die CMS Verbesserungen des ETC-Modells. Diese beinhalten unter anderem eine Änderung zur Verbesserung der Bewertungsmethodik und eine Änderung der Anforderungen in Bezug auf die Flexibilität bei der Erbringung und Abrechnung von Patientenschulungsleistungen für Nierenerkrankungen im Rahmen des ETC-Modells. Die CMS haben zudem ihre Absicht erörtert, Leistungsdaten auf Teilnehmerebene zu veröffentlichen. Diese Änderungen führten nicht zu zusätzlichen geschätzten Einsparungen für das Medicare-Programm. Zum jetzigen Zeitpunkt haben unsere Erstattungsanpassungen im Rahmen des ETC-Modells zu einer positiven Nettoanpassung geführt.

Gemäß der Verordnung kündigte der Gesundheitsminister zudem die freiwilligen Erstattungsmodelle "Kidney Care First" (KCF) und CKCC ("graduated", "professional" und "global"), die auf dem bestehenden UV-Modell aufbauen sollen, an. Diese freiwilligen Modelle schaffen finanzielle Anreize für Gesundheitsdienstleister, die Versorgung von Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem Nierenversagen zu koordinieren, den Dialysebeginn hinauszuzögern, und Anreize für Nierentransplantationen zu bieten. Bei den freiwilligen Modellen können Gesundheitsdienstleister durch die Bildung einer sogenannten Kidney Care Entity (KCE) unterschiedliche finanzielle Risikoumfänge eingehen. Zwei Optionen, das "global" und das "professional" CKCC-Modell, erlauben es Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Nierengesundheit, ein Risiko sowohl positiver als auch negativer finanzieller Abweichungen einzugehen. Eine dritte Option, das "graduated" CKCC-Modell, ist auf die Annahme potentieller positiver Abweichungen beschränkt, steht KCEs, denen große Dialyseorganisationen wie die Gesellschaft angehören, jedoch nicht zur Verfügung. Im Rahmen des "global" Modells trägt die KCE das Risiko für 100% der Gesamtversorgungskosten von Medicare Teil A- und B-Leistungen für entsprechende Leistungsempfänger. Im "professional" Modell übernimmt die KCE das Risiko für 50% dieser Gesamtkosten. Die Anträge für die freiwilligen Modelle wurden im Januar 2020 eingereicht. Wir haben 25 CKCC-Anträge zur Teilnahme am "professional" Modell eingereicht und waren in vier weiteren CKCC-Anträgen von Nephrologen vertreten. Alle 29 KCE-Anträge wurden im Juni 2020 angenommen. Von den 29 angenommenen Anträgen haben 28 KCEs beschlossen, an der am 15. Oktober 2020 gestarteten Implementierungsphase teilzunehmen, welche eine Anlaufphase bot, in der die KCE keinem finanziellen Risiko ausgesetzt ist. Wir haben am 1. Januar 2022 mit der Teilnahme am ersten Leistungsjahr des CKCC-Modells begonnen; ab diesem Zeitpunkt übernimmt jedes teilnehmende Unternehmen das finanzielle Risiko. Von den 28 KCEs, die innerhalb der Umsetzungsfrist teilnahmen, haben wir 20 KCEs im ersten Leistungsjahr weitergeführt. Das CKCC-Modell wird voraussichtlich bis 2026 in Kraft bleiben. Für das zweite Leistungsjahr im CKCC-Modell haben wir 4 zusätzliche CKCC-Anträge eingereicht (3 im Rahmen der Option "professional" und ein Antrag im Rahmen der Option "global") und waren auch in einem weiteren CKCC-Antrag vertreten, der von Nephrologen im Rahmen der Option "global" eingereicht wurde. Alle 5 Anträge wurden angenommen, wenngleich wir den CMS mitgeteilt haben, dass wir einen dieser Anträge nicht weiterverfolgen werden. Diese neu akzeptierten KCEs übernahmen ab dem 1. Januar 2023 ein finanzielles Risiko. Stand Juni 2023 waren etwa 60.000 Patient*innen auf KCEs ausgerichtet, an denen wir beteiligt waren.

Konzernstruktur

Wie oben dargestellt haben wir mit Wirkung vom 1. Januar 2023 mit der Berichterstattung begonnen, die unser neues globales Betriebsmodell widerspiegelt, in dem wir unser Geschäft in zwei globalen Geschäftssegmenten reorganisiert haben: Care Delivery und Care Enablement. Die den wie oben definierten Zentralbereichen zugeordneten Posten werden nicht in die Analyse der Segmentergebnisse einbezogen, sondern werden in der folgenden Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erläutert. Für weitere Informationen zu unseren Geschäftssegmenten siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Am 21. Februar 2023 hat der Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care Management AG (Management AG) dem Beschluss des Vorstands zugestimmt, konkrete Planungen für einen Rechtsformwechsel der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien in eine Aktiengesellschaft einzuleiten (Rechtsformwechsel). Am 14. Juli 2023 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt, um über den Rechtsformwechsel zu beschließen. Im Zusammenhang mit der außerordentlichen Hauptversammlung hat die Gesellschaft eine Registrierungserklärung auf Formblatt F-4 bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht, die am 6. Juni 2023 für wirksam erklärt wurde. Der in der F-4-Registrierungserklärung enthaltene Prospekt wurde den Aktionären der Gesellschaft zugänglich gemacht, enthält zusätzliche Informationen über den geplanten Rechtsformwechsel und ist auf der Website der SEC unter www.sec.gov verfügbar. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre den vorgeschlagenen Beschlüssen mit der erforderlichen Mehrheit zu. Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister eintritt, wird die Management AG, eine Tochtergesellschaft der Fresenius SE Co. KGaA (Fresenius SE), aus der Gesellschaft ausscheiden und die Fresenius SE wird die Gesellschaft nicht mehr beherrschen (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse). Darüber hinaus hat die Gesellschaft am 10. Juli 2023 die Bestellung von Martin Fischer zum Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 bekanntgegeben. Herr Fischer wird dann Mitglied des Vorstands der Fresenius Medical Care AG werden. Für weitere Informationen zu den Ergebnissen der Beschlüsse und den Veränderungen in unserem Vorstand und Aufsichtsrat (einschließlich der Bestellung von Herrn Fischer) siehe Anmerkung 14 im Konzernanhang.

II. Erläuterung von Kennzahlen

Nicht-IFRS-Kennzahlen

Bestimmte der nachfolgend dargestellten finanziellen Kenngrößen und andere in diesem Bericht verwendete finanzielle Informationen sowie Erläuterungen und Analysen enthalten Kenngrößen, die nicht gemäß IFRS®- Rechnungslegungsstandards definiert sind (Nicht-IFRS-Kennzahlen). Wir halten diese Informationen, neben vergleichbaren finanziellen IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kenngrößen, für unsere Investoren für nützlich, da sie eine Grundlage für die Messung unserer Leistung, Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der erfolgsabhängigen Vergütung, der Einhaltung von Auflagen und verbesserten Transparenz sowie Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse darstellen. Diese Nicht-IFRS®-Kennzahlen sollen nicht als Ersatz für nach IFRS-Rechnungslegungsstandards dargestellte Finanzinformationen betrachtet oder interpretiert werden.

Konstante Wechselkurse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Unsere Darstellung von manchen in diesem Bericht verwendeten finanziellen Kenngrößen, etwa die Entwicklung der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses und des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt), wird durch die Entwicklung der Wechselkurse beeinflusst. In unseren Veröffentlichungen berechnen und präsentieren wir diese Finanzkennzahlen sowohl nach IFRS-Rechnungslegungsstandards als auch zu konstanten Wechselkursen, um die Entwicklung dieser Kenngrößen und anderer Positionen ohne periodische Wechselkursschwankungen darzustellen. Gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards werden die in lokaler (das heißt Nicht-Euro-)Währung generierten Beträge zum Durchschnittskurs der jeweiligen Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Nach der Umrechnung zu konstanten Wechselkursen berechnen wir dann die Veränderung in Prozent aus den Beträgen der laufenden Periode zu Wechselkursen des Vorjahres im Vergleich zu den Beträgen des Vorjahres. Dieser Prozentsatz ist eine Nicht-IFRS-Finanzkennzahl, die sich auf die Änderung als einen Prozentsatz zu konstanten Wechselkursen bezieht. Die währungsbereinigten Finanzkennzahlen werden mit dem Begriff "zu konstanten Wechselkursen" kenntlich gemacht.

Wir sind der Ansicht, dass Kennzahlen zu konstanten Wechselkursen für Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger von Nutzen sind, da diese Informationen ihnen ermöglichen, den Einfluss von Wechselkursschwankungen auf unsere Umsatzerlöse, unser operatives Ergebnis, das Konzernergebnis und auf andere Positionen im Periodenvergleich zu beurteilen. Darüber hinaus wird für unsere Vergütungspläne mit langfristiger Anreizwirkung die Erreichung bestimmter Zielvorgaben anhand des zu konstanten Wechselkursen ermittelten Wachstums der Umsatzerlöse und des Konzernergebnisses gemessen. Wir verwenden die Entwicklung zu konstanten Wechselkursen im Periodenvergleich dennoch nur als Maß für den Einfluss von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung fremder Währung in Euro. Wir bewerten unsere Ergebnisse und Leistungen immer unter Einbeziehung:

    1. der Entwicklung der Werte für die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis, das Konzernergebnis und andere Positionen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards gegenüber dem Vergleichszeitraum sowie
    1. der Entwicklung der entsprechend ermittelten Werte zu konstanten Wechselkursen.

Wir empfehlen den Leser*innen des Berichts, diese Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit den Veränderungen der Umsatzerlöse, des operativen Ergebnisses, des Konzernergebnisses und anderer Positionen, die gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelt wurden, zu würdigen. Wir stellen die jeweilige Wachstumsrate der entsprechenden Nicht-IFRS-Kennzahlen der jeweiligen Wachstumsrate von IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahlen wie Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, Konzernergebnis und andere Positionen gegenüber. Da die Überleitung der Nicht-IFRS-Finanzkennzahlen zu den gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten Finanzkennzahlen im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" enthalten ist, sind wir der Meinung, dass eine separate Überleitungsrechnung keinen zusätzlichen Nutzen bieten würde.

Kenngrößen ohne Sondereffekte

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen. Sondereffekte sind Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Bei der Darstellung der erwarteten Geschäftsentwicklung in unserem Ausblick werden Sondereffekte daher nicht berücksichtigt. Die Darstellung unserer Ergebnisse ohne Sondereffekte gewährleistet die Vergleichbarkeit der dargestellten Zahlen mit den finanziellen Zielen der Gesellschaft, die ohne Sondereffekte definiert wurden.

Im 1. Halbjahr 2022 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und die Hyperinflation in der Türkei und im 1. Halbjahr 2023 die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten sowie die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios (jeweils unten definiert) als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung nützliche Zusatzinformationen bietet. Diese Ergebnisse zu konstanten

Wechselkursen ohne Sondereffekte werden im Rahmen der Erläuterung zur Ertragslage ebenso wie Überleitungen der Kenngrößen für den Konzernabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards auf die Kenngrößen zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt. Diese Ergebnisse zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Die Rendite auf das investierte Kapital (Return on Invested Capital, ROIC) bezieht das operative Ergebnis der letzten zwölf Monate nach angepassten Ertragsteuern (Net Operating Profit After Tax, NOPAT) auf das durchschnittlich investierte Kapital der letzten fünf Quartalsstichtage, jeweils angepasst um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen Anpassungen, die wie unten beschrieben bei der Ermittlung des angepassten EBITDA vorgenommen wurden (siehe "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Der ROIC gibt Auskunft darüber, wie effizient wir mit dem zur Verfügung stehenden Kapital arbeiten beziehungsweise wie effizient der Kapitaleinsatz für Investitionsvorhaben ist.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals ausgehend von der Summe der Vermögenswerte, die wir als vergleichbarste IFRS-Rechnungslegungsstandards-Finanzkennzahl ansehen, sowie die Ermittlung des ROIC:

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------ -- -- --

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

2023 30. Juni
2023
31. März
2023
31. Dezember
2022
30. September
2022
30. Juni
2022
Summe Vermögenswerte 34.960 35.501 35.754 38.406 36.070
Plus: Kumulierte
Firmenwertabschreibung und
Wertminderungsaufwand 644 640 645 699 665
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.363) (1.224) (1.274) (1.114) (1.025)
Minus: Darlehen an nahestehende
Unternehmen
(1) (3) (1)
Minus: Aktive latente Steuern (314) (307) (313) (328) (310)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten (1)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
(721)
(99)
(822)
(91)
(813)
(118)
(828)
(81)
(837)
(102)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(3.018) (3.007) (3.008) (3.488) (3.222)
Minus: Verbindlichkeiten für
Ertragsteuern
(230) (215) (171) (242) (207)
Investiertes Kapital 29.859 30.475 30.701 33.021 31.031
Durchschnittlich investiertes Kapital
zum 30. Juni 2023
31.017
Operatives Ergebnis 1.441
Ertragsteuern (3) (509)
NOPAT 932

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC

in MIO €, sofern nicht anders angegeben
2023 30. Juni
2023
31. März
2023 (4)
31. Dezember
2022 (4)
30. September
2022 (4)
30. Juni
2022 (4)
Summe Vermögenswerte 576
Minus: Flüssige Mittel (55)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
(9)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(4)
Investiertes Kapital 508
Anpassung durchschnittlich
investiertes Kapital zum 30. Juni 2023
102
Anpassung Operatives Ergebnis (4) (13)
Anpassung Ertragsteuern (4) 5
Anpassung NOPAT (8)

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)

in MIO €, sofern nicht anders angegeben
2023 30. Juni
2023
31. März
2023 (4)
31. Dezember
2022 (4)
30. September
2022 (4)
30. Juni
2022 (4)
Summe Vermögenswerte 34.960 35.501 35.754 38.406 36.646
Plus: Kumulierte
Firmenwertabschreibung und
Wertminderungsaufwand
644 640 645 699 665
Minus: Flüssige Mittel (1) (1.363) (1.224) (1.274) (1.114) (1.080)
Minus: Darlehen an nahestehende
Unternehmen
(1) (3) (1)
Minus: Aktive latente Steuern (314) (307) (313) (328) (310)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten (1)
(721) (822) (813) (828) (846)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
(99) (91) (118) (81) (102)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(3.018) (3.007) (3.008) (3.488) (3.226)
Minus: Verbindlichkeiten für
Ertragsteuern
(230) (215) (171) (242) (207)
Investiertes Kapital 29.859 30.475 30.701 33.021 31.539
Durchschnittlich investiertes Kapital
zum 30. Juni 2023
31.119
Operatives Ergebnis (4) 1.428
Ertragsteuern (3), (4) (504)
NOPAT 924
ROIC in % 3,0
in MIO €, sofern nicht anders angegeben
2022 31. Dezember
2022
30. September
2022
30. Juni
2022
31. März
2022
31. Dezember
2021
Summe Vermögenswerte 35.754 38.406 36.070 34.724 34.367
Plus: Kumulierte
Firmenwertabschreibung und
Wertminderungsaufwand
645 699 665 641 612
Minus: Flüssige Mittel (1.274) (1.114) (1.025) (1.173) (1.482)
Minus: Darlehen an nahestehende
Unternehmen
(1) (3) (1) (4) (15)
Minus: Aktive latente Steuern (313) (328) (310) (299) (315)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
(813) (828) (837) (790) (736)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
(118) (81) (102) (70) (121)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(3.008) (3.488) (3.222) (3.188) (3.319)
Minus: Verbindlichkeiten für
Ertragsteuern
(171) (242) (207) (194) (174)
Investiertes Kapital 30.701 33.021 31.031 29.647 28.817
Durchschnittlich investiertes Kapital
zum 31. Dezember 2022
30.643
Operatives Ergebnis 1.512
Ertragsteuern (3) (487)
NOPAT 1.025

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl, nicht bereinigt)

Anpassungen des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC

in MIO €, sofern nicht anders angegeben

2022 31. Dezember
2022
30. September
2022 (4)
30. Juni
2022 (4)
31. März
2022 (4)
31. Dezember
2021 (4)
Summe Vermögenswerte 576 539 528
Minus: Flüssige Mittel (55) (52) (51)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
(9) (8) (8)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(4) (4) (3)
Investiertes Kapital 508 475 466
Anpassung durchschnittlich
investiertes Kapital zum
31. Dezember 2022
290
Anpassung Operatives Ergebnis (4) (25)
Anpassung Ertragsteuern (4) 8
Anpassung NOPAT (17)
in MIO €, sofern nicht anders angegeben
2022 31. Dezember
2022
30. September
2022 (4)
30. Juni
2022 (4)
31. März
2022 (4)
31. Dezember
2021 (4)
Summe Vermögenswerte 35.754 38.406 36.646 35.263 34.895
Plus: Kumulierte
Firmenwertabschreibung und
Wertminderungsaufwand 645 699 665 641 612
Minus: Flüssige Mittel (1.274) (1.114) (1.080) (1.225) (1.533)
Minus: Darlehen an nahestehende
Unternehmen
(1) (3) (1) (4) (15)
Minus: Aktive latente Steuern (313) (328) (310) (299) (315)
Minus: Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
(813) (828) (846) (798) (744)
Minus: Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
(118) (81) (102) (70) (121)
Minus: Rückstellungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (2)
(3.008) (3.488) (3.226) (3.192) (3.322)
Minus: Verbindlichkeiten für
Ertragsteuern
(171) (242) (207) (194) (174)
Investiertes Kapital 30.701 33.021 31.539 30.122 29.283
Durchschnittlich investiertes Kapital
zum 31. Dezember 2022
30.933
Operatives Ergebnis (4) 1.487
Ertragsteuern (3), (4) (479)
NOPAT 1.008
ROIC in % 3,3

Überleitung des durchschnittlich investierten Kapitals und des ROIC (Nicht-IFRS-Kennzahl)

(1) Enthält Beträge im Zusammenhang mit Vermögenswerten und zugehörigen Verbindlichkeiten, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden (siehe Anmerkung 3 im Konzernanhang).

(2) Enthalten sind langfristige Rückstellungen, langfristige Personalverbindlichkeiten und ausstehende variable Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen, nicht enthalten sind Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Put-Optionen.

(3) Bereinigt um nicht beherrschende Anteile von Personengesellschaften.

(4) Beinhaltet Anpassungen für in den letzten 12 Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt.

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse

Unsere Konzern-Kapitalflussrechnung ermöglicht einen Einblick, auf welche Weise wir Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Cash Flow) erwirtschaftet und wie wir diese verwendet haben. In Verbindung mit unseren übrigen Hauptbestandteilen des Konzernzwischenabschlusses liefert die Konzern-Kapitalflussrechnung Informationen, die helfen, die Änderungen unseres Reinvermögens und unserer Finanzstruktur (einschließlich Liquidität und Solvenz) bewerten zu können. Anhand des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit kann beurteilt werden, ob ein Unternehmen die finanziellen Mittel eigenständig erwirtschaften kann, die zur Finanzierung von Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen benötigt werden. Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts und die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens, insbesondere des Forderungsbestands, beeinflusst. Aus der Kennzahl Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse lässt sich erkennen, wie viel Prozent der Umsatzerlöse in Form von finanziellen Mitteln zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die operative Finanzierungskraft unseres Konzerns.

Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Free Cash Flow (den wir als Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen definieren) ist der frei verfügbare Cash Flow, einschließlich des Cash Flows, der gewissen Restriktionen des Verwendungszwecks unterliegen mag. Der Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse ist ein Indikator, wie viel Prozent der Umsatzerlöse für Akquisitionen und Beteiligungen, für die Dividenden an die Aktionäre, für die Kredittilgung oder für Aktienrückkäufe zur Verfügung stehen.

Die Darstellung der Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Halbjahr 2023 und 2022 und eine Überleitung des Free Cash Flows beziehungsweise des Free Cash Flows in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse sind im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage – Finanzlage – Liquiditätsquellen" zu finden.

Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)

Der Netto-Verschuldungsgrad ist ein finanzieller Leistungsindikator für das Kapitalmanagement. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung beziehungsweise Net Debt) und EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um folgende Sachverhalte angepasst:

  • Effekte von innerhalb der letzten zwölf Monate getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in unserer syndizierten revolvierenden Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2 MRD € (syndizierte Kreditlinie) festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang),
  • nicht zahlungswirksame Aufwendungen,
  • Wertminderungen und
  • Sondereffekte, einschließlich
  • i. der Aufwendungen für das Programm FME25,
  • ii. der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern (IAS 29), in der Türkei (Hyperinflation in der Türkei),
  • iii. der Auswirkungen der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc. (Neubewertung des Anteils an Humacyte),
  • iv. des Nettogewinns im Zusammenhang mit dem am 24. August 2022 vollzogenen Unternehmenszusammenschluss zwischen Fresenius Health Partners, Inc. (FHP), dem Geschäftsbereich für wertbasierte Versorgung der 100%igen Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care Holdings, Inc., InterWell Health LLC, einem Nephrologen-Netzwerk, das Innovationen im Bereich der Nierenversorgung in den USA vorantreibt, und Cricket Health, Inc. (Cricket), einem US-amerikanischen Anbieter von wertbasierter Nierenversorgung mit einer Plattform zur Information und Einbindung von Patient*innen. Das neue Unternehmen firmiert unter dem Markennamen InterWell Health (InterWell Health). Der Nettogewinn ist einschließlich des Gewinns aus der Neubewertung unserer vor der Transaktion gehaltenen Beteiligung an InterWell Health LLC, der Wertminderung bestimmter langfristiger Vermögenswerte von Acumen Physician Solutions, LLC, die im Rahmen der Transaktion auf InterWell Health übertragen wurde, und bestimmter transaktionsbezogener Kosten (Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health) (für weitere Informationen bezüglich des Unternehmenszusammenschlusses zu InterWell Health siehe Anmerkung 2 im Konzernanhang),
  • v. der Wertberichtigungen auf Forderungen in Russland und der Ukraine und der Wertminderung einer Produktionsstätte und der zugehörigen Maschinen infolge der gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen, die sich negativ auf unsere Lieferkette in das Land auswirkten, als Folge des Ukraine-

Kriegs (Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg). Obwohl der Ukraine-Krieg bisher nur geringfügige Auswirkungen auf unseren Werthaltigkeitstest des Firmenwerts hatte, da wir weiterhin Patient*innen behandeln und Gesundheitsprodukte für unsere Kliniken in diesen Ländern bereitstellen, Kostenerstattungen erhalten und Cash Flows generieren, hatte er aufgrund der anhaltenden Feindseligkeiten Auswirkungen auf die Bewertung bestimmter Vermögenswerte und Forderungen,

  • vi. bestimmter Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung unserer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die derzeit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten), sowie
  • vii. der Auswirkungen aus strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung unseres Geschäftsportfolios identifiziert werden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird (Optimierung des Bestandsportfolios). Im 1. Halbjahr 2023 umfassen diese Aufwendungen hauptsächlich die Ausbuchung von aktivierten Entwicklungskosten und die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten (Lizenzen und Vertriebsrechte) sowie Abwicklungskosten (einschließlich bestimmter Aufwendungen für vertragliche Verpflichtungen) im Zusammenhang mit einem Entwicklungsprogramm für einen Dialysecycler, das im 1. Quartal 2023 eingestellt wurde, sowie sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit einer im 2. Quartal 2023 vereinbarten Veräußerung (siehe Anmerkung 3 im Konzernanhang).

Das Verhältnis ist ein Indikator dafür, wie lange es dauert, die Netto-Verschuldung aus eigenen Mitteln zu tilgen. Nach unserer Auffassung liefert der Netto-Verschuldungsgrad, ergänzend zur absoluten Höhe unserer Verschuldung, alternative Informationen, die der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin als nützlich erachtet, um zu beurteilen, ob wir in der Lage sind, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Wir haben eine starke Marktposition in globalen, wachsenden und größtenteils nichtzyklischen Märkten. Zudem verfügen die meisten Kunden über eine hohe Kreditqualität, da die Dialysebranche durch stabile Cash Flows gekennzeichnet ist. Wir sind der Meinung, dass wir dadurch mit einem angemessenen Anteil an Fremdkapital arbeiten können.

Für unsere selbst gesetzte Zielspanne und für die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 siehe im Abschnitt III. "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage – Finanzlage – Liquiditätsquellen".

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wesentliche Ereignisse

Die folgenden Sachverhalte stellen bemerkenswerte Auswirkungen oder Trends in unserem Geschäft und/oder unserer Branche im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 dar:

Optimierung des Bestandsportfolios

Wie oben dargestellt überprüfen wir derzeit unser Geschäftsportfolio, insbesondere im Hinblick auf den Ausstieg aus nicht nachhaltigen Märkten und Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie die Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird. Im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 umfassen die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios hauptsächlich die Aufwendungen, die oben in Punkt vii. unter "Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)" beschrieben sind (siehe Anmerkung 3 im Konzernanhang).

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios resultierten in einem negativen Effekt auf das operative Ergebnis; der Effekt beläuft sich auf 10 MIO € im 2. Quartal 2023 und 94 MIO € im 1. Halbjahr 2023.

Inflation und gestiegene Energiepreise sowie Rohstoffkosten

Das gesamtwirtschaftliche, von Inflation geprägte Umfeld bleibt schwierig und führt zu höheren Rohstoffkosten sowie gestiegenen Energiepreisen, obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Rohstoffmärkte wie erwartet stabilisieren. Da das inflationäre Umfeld anhält, erwarten wir, dass die Ergebnisentwicklung insbesondere im Bereich Care Enablement auch im Jahr 2023 deutlich beeinträchtigt sein wird.

Programm FME25

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 haben wir mit der Berichterstattung begonnen, die unser neues globales Betriebsmodell widerspiegelt, in dem wir unser Geschäft in zwei globalen Geschäftssegmenten reorganisiert haben. Vor dem 1. Januar 2023 wurden der verantwortlichen Unternehmensinstanz keine separaten Finanzinformationen auf der Grundlage der neuen Struktur zur Verfügung gestellt. Außerdem waren die notwendigen System- und Berichtsänderungen zur Umsetzung der neuen Struktur nicht vorhanden. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Die Aufwendungen für das Programm FME25 wirkten sich negativ auf das operative Ergebnis aus; der Effekt beläuft sich auf 25 MIO € im 2. Quartal 2023 (2. Quartal 2022: 21 MIO €) und 51 MIO € im 1. Halbjahr 2023 (1. Halbjahr 2022: 57 MIO €). Die wiederkehrenden Einsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 beliefen sich im 2. Quartal 2023 auf 75 MIO € (2. Quartal 2022: 19 MIO €) und 136 MIO € im 1. Halbjahr 2023 (1. Halbjahr 2022: 28 MIO €).

In der nachstehenden Erläuterung unserer Ergebnisse für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum 2. Quartal und zum 1. Halbjahr 2022 werden die Auswirkungen der Kosten und Einsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 netto dargestellt.

Andere Trends

Im Jahr 2022 sahen wir uns mit beispiellosen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in den USA, konfrontiert, die zu Personalengpässen, hohen Fluktuationsraten und deutlich höheren Kosten führten. Wir haben eine Stabilisierung sowohl des Arbeitsmarkts als auch des inflationären Umfelds festgestellt. Während zudem die Behandlungen im 1. Halbjahr 2023 insgesamt im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 relativ stabil blieben, da der Annualisierungseffekt der Covid-19-bedingten Übersterblichkeit das Wachstum weiterhin beeinträchtigt, zeigte sich im 1. Halbjahr 2023 weltweit ein Trend zu einer Verbesserung der Behandlungsvolumina, wobei die Behandlungsvolumina in den USA sequenziell stabil blieben, wie in den Erläuterungen zu unseren konsolidierten Umsatzerlösen und operativen Segmentergebnissen sowie in den Tabellen unter "Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen" unten angegeben.

Die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und die Aufwendungen für das Programm FME25 werden als Sondereffekte behandelt.

Die folgenden Abschnitte fassen unsere konsolidierte Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie die Steuerungsgrößen nach Berichtssegment und Zentralbereichen für die angegebenen Zeiträume zusammen. Wir haben die Informationen in der gleichen Art und Weise und auf der gleichen Basis aufbereitet, wie unser Management intern finanzielle Informationen zur Unterstützung operativer Entscheidungen und zur Beurteilung der Leistung der Unternehmensführung verarbeitet.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis, die in Ländern außerhalb der Eurozone erwirtschaftet werden, unterliegen Währungsschwankungen. Da ein erheblicher Teil unserer Geschäftstätigkeit auf unser US-Geschäft entfällt, kann die Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben und Wechselkurseffekte und Währungsumrechnungseffekte sind in der nachstehenden Erörterung unserer bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen und wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren enthalten.

2. Quartal 2023 im Vergleich zum 2. Quartal 2022

Ertragslage
in MIO €
2. Quartal Veränderung in %
2023 2022 Wie
berichtet
Währungsum
rechnungs
effekte
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Umsatzerlöse 4.825 4.757 1 (5) 6
Umsatzkosten (3.628) (3.511) 3 5 8
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten (775) (758) 2 4 6
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten in %
der Umsatzerlöse
16,1 15,9
Forschung und Entwicklung (57) (55) 3 1 4
Ergebnis assoziierter Unternehmen 48 19 149 0 149
Sonstige betriebliche Erträge (2) 76 110 (31) (8) (23)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (2) (132) (221) (40) 11 (29)
Operatives Ergebnis 357 341 5 0 5
Operative Marge 7,4 7,2
Zinserträge 24 13 89 (16) 105
Zinsaufwendungen (105) (85) 24 4 28
Ertragsteuern (81) (63) 29 0 29
Ergebnis nach Ertragsteuern 195 206 (5) 0 (5)
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes
Ergebnis
(55) (59) (7) 1 (6)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt)
140 147 (5) (1) (4)
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € 0,48 0,50 (5) (1) (4)

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

(2) Für weitere Informationen zur überarbeiteten Darstellung der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen siehe Anmerkungen 1 und 4 c) im Konzernanhang.

Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der Segmente zugrunde legen. Aufgrund der oben erwähnten Änderung unserer operativen Struktur ab dem 1. Januar 2023 haben wir die Finanzinformationen für die vorangegangene Vergleichsperiode für unsere operativen Segmente angepasst, um der Darstellung des laufenden Jahres zu entsprechen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 1 und Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Umsatzerlöse

in MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen, Patient*innen und Kliniken

Veränderung in %
2. Quartal
2023
2022 Wie
berichtet
Währungsum
rechnungs
effekte
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Orga
nisches
Wachstum
Organisches
Behandlungs
wachstum (2)
Umsatzerlöse 4.825 4.757 1 (5) 6 6
Segment Care Delivery 3.873 3.822 1 (5) 6 6 0,3
davon: U.S. 3.120 3.066 2 (2) 4 4 (0,1)
davon: International 753 756 0 (14) 14 15 0,9
Segment Care
Enablement
1.325 1.318 0 (6) 6 6
Eliminierungen
zwischen den
Segmenten
(373) (383) (3) (6) 3
Dialysebehandlungen 12.969.414 13.074.041 (1)
Patient*innen 344.086 345.687 0
Kliniken 4.050 4.163 (3)

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

(2) Das organische Behandlungswachstum entspricht dem Wachstum der Anzahl der Dialysebehandlungen, bereinigt um bestimmte Effekte, u. a. um Behandlungen aus Akquisitionen, Klinikverkäufen und -schließungen und Abweichungen in den Behandlungstagen.

Konzern

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum 2. Quartal 2022 ergab sich aus organischem Wachstum in Care Delivery und Care Enablement (einschließlich der Auswirkungen der Hyperinflation) (+6%). Dies wurde größtenteils durch einen negativen Währungsumrechnungseffekt (-5%) ausgeglichen.

Care Delivery

Der Anstieg der Umsatzerlöse in Care Delivery ergab sich aus organischem Wachstum (+6%). Gegenläufig wirkte ein negativer Währungsumrechnungseffekt (-5%). Zum 30. Juni 2023 blieb die Anzahl der Patient*innen, die in Kliniken behandelt wurden, die wir besitzen oder betreiben, in Care Delivery im Vergleich zum 30. Juni 2022 relativ stabil. Die Anzahl der Dialysebehandlungen in unserem Segment Care Delivery sank im Vergleich zum 2. Quartal 2022, im Wesentlichen aufgrund von Klinikverkäufen und -schließungen (-1%). Im 2. Quartal 2023 eröffneten wir 8 Dialysekliniken und konsolidierten oder verkauften 18 Kliniken.

U.S.

In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse auf organisches Wachstum (+4%) zurückzuführen, das durch einen günstigen Effekt aus unserem wertbasierten Versorgungsgeschäft, Erhöhungen der Erstattungssätze und einen günstigen Effekt im Versicherer-Portfolio unterstützt wurde. Gegenläufig wirkte ein negativer Währungsumrechnungseffekt (-2%). In den USA wurden 206.692 Patient*innen (30. Juni 2022: 206.766) in Dialysekliniken behandelt, die wir besitzen oder betreiben. Die Anzahl der Behandlungen im 2. Quartal 2023 blieb mit 7.815.213, verglichen mit 7.852.474 im 2. Quartal 2022 relativ stabil. In den USA besaßen oder betrieben wir zum 30. Juni 2023 2.634 Dialysekliniken (30. Juni 2022: 2.682). Im 2. Quartal 2023 eröffneten wir 6 Dialysekliniken und konsolidierten oder verkauften 8 Kliniken.

International

In unserem Geschäft außerhalb der USA (International) blieben die Umsatzerlöse relativ stabil, da organisches Wachstum (einschließlich erheblicher Auswirkungen der Hyperinflation) (+15%) von einem negativen Währungsumrechnungseffekt (-14%) und Klinikverkäufen und -schließungen (-1%) ausgeglichen wurde. In den Dialysekliniken, die wir in International besitzen oder betreiben, wurden 137.394 Patient*innen behandelt, was einem Rückgang von 1% (30. Juni 2022: 138.921) entspricht. Die Anzahl der Behandlungen verringerte sich in International im 2. Quartal 2023 um 1% auf 5.154.201 im Vergleich zu 5.221.567 im 2. Quartal 2022, was auf Klinikverkäufe und schließungen (-2%) zurückzuführen war, die teilweise durch organisches Behandlungswachstum (+1%) ausgeglichen wurden. In International besaßen oder betrieben wir 1.416 Dialysekliniken zum 30. Juni 2023 (30. Juni 2022: 1.481). Im 2. Quartal 2023 eröffneten wir 2 Dialysekliniken und konsolidierten oder verkauften 10 Kliniken.

Care Enablement

Die Umsatzerlöse in Care Enablement blieben im Vergleich zum 2. Quartal 2022 relativ stabil, da, neben anderen, kleineren Effekten, ein höherer Absatz von Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen, von Produkten für die Intensivmedizin (einschließlich Produkten für die Akutdialyse und Produkten für akutes Herz-Lungen-Versagen) und von Produkten für die Heimhämodialyse größtenteils von einem negativen Währungsumrechnungseffekt ausgeglichen wurden. Die Entwicklung der Umsatzerlöse in Care Enablement spiegelte die gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten in bestimmten Ländern sowie die gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere Produkte wider.

Operatives Ergebnis
in MIO € Veränderung in %
2. Quartal Wie Währungsum
rechnungs
Zu
konstanten
Wechsel
2023 2022 berichtet effekte kursen (1)
Operatives Ergebnis 357 341 5 0 5
Segment Care Delivery 384 433 (11) (1) (10)
Segment Care Enablement 2 (11) n.a n.a
Eliminierungen zwischen den Segmenten (4) 3 n.a n.a
Zentralbereiche (25) (84) (70) (1) (69)
Operative Marge 7,4 7,2
Segment Care Delivery 9,9 11,3
Segment Care Enablement 0,1 (0,8)

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Konzern

Der Anstieg unseres operativen Ergebnisses war weitgehend auf einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum und einen günstigen Effekt aus der Neubewertung des Anteils an Humacyte zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der Wegfall von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister (einschließlich der teilweisen Aussetzung der Kürzungen des US-Haushalts im Jahr 2022). Weitere Informationen zu den spezifischen Treibern unserer Segmentergebnisse sind im Folgenden aufgeführt:

Care Delivery

Das operative Ergebnis in Care Delivery verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister (einschließlich der teilweisen Aussetzung der Kürzungen des US-Haushalts im Jahr 2022), inflationsbedingter Kostensteigerungen, der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios und höherer Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen. Der Rückgang wurde teilweise durch einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum, geringeren Personalaufwand aufgrund von verbesserter Produktivität und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 ausgeglichen.

Care Enablement

Im 2. Quartal 2023 verzeichnete Care Enablement einen Gewinn im Rahmen des operativen Ergebnisses in Höhe von 2 MIO € im Vergleich zu einem Verlust in Höhe von 11 MIO € im 2. Quartal 2022. Dies war im Wesentlichen auf einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum (aufgrund von Volumen- und Preiseffekten) und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 zurückzuführen. Gegenläufig wirkten inflationsbedingte Kostensteigerungen und ungünstige Wechselkurseffekte.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zum Konzernergebnis beitragen

Der Anstieg der Umsatzkosten beruhte hauptsächlich auf gestiegenen Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum, dem Wegfall von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister, inflationsbedingten Kostensteigerungen und ungünstigen Wechselkurseffekten. Gegenläufig wirkten ein positiver Währungsumrechnungseffekt, geringerer Personalaufwand aufgrund von verbesserter Produktivität und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund eines negativen Effekts aus Geschäftswachstum, höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen und des Wegfalls von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister. Gegenläufig wirkten ein positiver Währungsumrechnungseffekt und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten war weitestgehend auf höhere Kosten für die Entwicklung von Programmen für die Zentrumsdialyse zurückzuführen.

Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP zurückzuführen, hauptsächlich getragen von einem gestiegenen Absatz von Medikamenten zur Behandlung von chronischem Nierenversagen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge war im Wesentlichen auf niedrigere Wechselkursgewinne und einen negativen Währungsumrechnungseffekt zurückzuführen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruhte im Wesentlichen auf einem günstigen Effekt aus der Neubewertung des Anteils an Humacyte und einem positiven Währungsumrechnungseffekt.

Der Netto-Zinsaufwand stieg um 13% von 72 MIO € auf 81 MIO €. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus Refinanzierungsaktivitäten (einschließlich Zinserhöhungen bei mehreren Instrumenten). Gegenläufig wirkten höhere Zinserträge im Zusammenhang mit bestimmten Beteiligungen, Fremdkapitalinstrumenten und Bankeinlagen sowie ein positiver Währungsumrechnungseffekt.

Der effektive Steuersatz stieg von 23,4% für den entsprechenden Zeitraum 2022 auf 29,4%. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf eine Zunahme des proportionalen Anteils der steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen im Vergleich zu den steuerpflichtigen Einkünften und höhere Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit Änderungen der Steuergesetze zurückzuführen.

Der Rückgang des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisses beruhte auf geringeren Erträgen von Unternehmen, an denen wir zu weniger als 100% beteiligt sind, und einem positiven Währungsumrechnungseffekt.

Der Rückgang des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt) war der Gesamteffekt der zuvor erläuterten Posten.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ging im 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurück, im Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Rückgangs des Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien stieg zum 30. Juni 2023 auf 293,4 MIO (30. Juni 2022: 293,1 MIO), im Wesentlichen aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen.

Zum 30. Juni 2023 beschäftigten wir 124.295 Personen (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl) (30. Juni 2022: 130.448). Dieser Rückgang in Höhe von 5% beruhte im Wesentlichen auf einem Rückgang der Einstellungsaktivitäten in Verbindung mit einer höheren Fluktuationsrate, insbesondere in den USA, und als Folge eines weltweiten Rückgangs der Zahl der Kliniken sowie auf einem Personalabbau im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen.

Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse (ohne Sondereffekte) nur in Verbindung mit den oben dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 2. Quartal 2022 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und die Hyperinflation in der Türkei und im 2. Quartal 2023 die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten und die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen bietet. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2023 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die Erträge aus dem Provider Relief Fund entsprechend angepasst.

Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren für den Konzernzwischenabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren ohne Sondereffekte sowie zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte. Diese Ergebnisse ohne Sondereffekte sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €
2. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse
2023
Programm
FME25
Neubewertung
des Anteils an
Humacyte
Rechts
formwechsel
Kosten
Optimierung
des Bestands
portfolios
Ergebnisse
2023 ohne
Sonder
effekte
Währungsum
rechnungs
effekte
Ergebnisse
2023 ohne
Sonder
effekte zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Zu
Wechsel
kursen der
Berichts
periode
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Umsatz
erlöse
4.825 4.825 216 5.041 1% 6%
Operatives
Ergebnis
357 25 4 5 10 401 7 408 41% 44%

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €
2. Quartal
Sondereffekte
Ergebnisse
2022
Programm
FME25
Ukraine
Krieg
Neubewertung
des Anteils an
Humacyte
Hyperinflation
in der Türkei
PRF Angepasste
Ergebnisse
2022
Umsatzerlöse 4.757 4.757
Operatives Ergebnis 341 21 2 75 6 (161) 284

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022

Ertragslage

in MIO €
1. Halbjahr Veränderung in %
2023 2022 Wie
berichtet
Währungsum
rechnungs
effekte
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Umsatzerlöse 9.529 9.305 2 (2) 4
Umsatzkosten (7.183) (6.886) 4 2 6
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten (1.557) (1.548) 1 0 1
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten in %
der Umsatzerlöse
16,3 16,6
Forschung und Entwicklung (113) (105) 7 0 7
Ergebnis assoziierter Unternehmen 76 30 154 0 154
Sonstige betriebliche Erträge (2) 193 239 (19) (13) (6)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (2) (327) (347) (6) 17 11
Operatives Ergebnis 618 688 (10) 1 (11)
Operative Marge 6,5 7,4
Zinserträge 36 27 35 (11) 46
Zinsaufwendungen (199) (168) 19 1 20
Ertragsteuern (126) (130) (3) (1) (4)
Ergebnis nach Ertragsteuern 329 417 (21) 1 (22)
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes
Ergebnis
(102) (112) (10) (1) (11)
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt)
227 305 (26) 0 (26)
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € 0,77 1,04 (26) 0 (26)

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

(2) Für weitere Informationen zur überarbeiteten Darstellung der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen siehe Anmerkungen 1 und 4 c) im Konzernanhang.

Bedeutsamste finanzielle Kenngrößen

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich auf unsere beiden Geschäfts- und Berichtssegmente und auf die Zielgrößen, welche wir der Steuerung der Segmente zugrunde legen. Aufgrund der oben erwähnten Änderung unserer operativen Struktur ab dem 1. Januar 2023 haben wir die Finanzinformationen für die vorangegangene Vergleichsperiode für unsere operativen Segmente angepasst, um der Darstellung des laufenden Jahres zu entsprechen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 1 und Anmerkung 13 im Konzernanhang.

Umsatzerlöse

in MIO €, außer Angaben zu Dialysebehandlungen

Veränderung in %
2023 1. Halbjahr
2022
Wie
berichtet
Währungsum
rechnungs
effekte
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Orga
nisches
Wachstum
Organisches
Behandlungs
wachstum (2)
Umsatzerlöse 9.529 9.305 2 (2) 4 4
Segment Care Delivery 7.628 7.469 2 (1) 3 4 0,2
davon: U.S. 6.123 5.996 2 1 1 2 (0,1)
davon: International 1.505 1.473 2 (11) 13 14 0,7
Segment Care
Enablement
2.635 2.586 2 (3) 5 5
Eliminierungen
zwischen den
Segmenten
(734) (750) (2) (2) 0
Dialysebehandlungen 25.812.988 25.932.144 0

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

(2) Das organische Behandlungswachstum entspricht dem Wachstum der Anzahl der Dialysebehandlungen, bereinigt um bestimmte Effekte, u. a. um Behandlungen aus Akquisitionen, Klinikverkäufen und -schließungen und Abweichungen in den Behandlungstagen.

Konzern

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 ergab sich aus organischem Wachstum in Care Delivery und Care Enablement (einschließlich der Auswirkungen der Hyperinflation) (+4%). Gegenläufig wirkte ein negativer Währungsumrechnungseffekt (-2%).

Care Delivery

Der Anstieg der Umsatzerlöse in Care Delivery ergab sich aus organischem Wachstum (+4%). Gegenläufig wirkten ein negativer Währungsumrechnungseffekt (-1%) und der Wegfall einer teilweisen Auflösung einer Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus dem Vorjahr (-1%). Die Anzahl der Dialysebehandlungen in unserem Segment Care Delivery blieb im 1. Halbjahr 2023 mit 25.812.988 im Vergleich zu 25.932.144 im 1. Halbjahr 2022 relativ stabil, da Klinikverkäufe und -schließungen (-1%) durch einen Anstieg der Behandlungstage (+1%) ausgeglichen wurden.

U.S.

In den USA war der Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen auf organisches Wachstum (+2%), das durch einen günstigen Effekt aus unserem wertbasierten Versorgungsgeschäft, Erhöhungen der Erstattungssätze und einen günstigen Effekt im Versicherer-Portfolio unterstützt wurde, sowie auf einen positiven Währungsumrechnungseffekt (+1%). Gegenläufig wirkte der Wegfall einer teilweisen Auflösung einer Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus dem Vorjahr (-1%). Trotz Erhöhungen der Erstattungssätze im Jahr 2023 wurde das organische Wachstum in den USA durch die Auswirkung der Abrechnung von Umsätzen für das letzte Leistungsjahr unserer ESRD Seamless Care Organizations (ESCOs) im Vorjahr beeinträchtigt. Die Anzahl der Behandlungen in den USA blieb im 1. Halbjahr 2023 mit 15.525.016 im Vergleich zu 15.544.134 im 1. Halbjahr 2022 relativ stabil.

International

In International war der Anstieg der Umsatzerlöse auf organisches Wachstum (einschließlich erheblicher Auswirkungen der Hyperinflation) (+14%) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten ein negativer Währungsumrechnungseffekt (-11%) und Klinikverkäufe und -schließungen (-1%). Die Anzahl der Behandlungen in International verringerte sich im 1. Halbjahr 2023 um 1% auf 10.287.972 im Vergleich zu 10.388.010 im 1. Halbjahr 2022, was auf Klinikverkäufe und -schließungen (-2%) zurückzuführen war, die teilweise durch organisches Behandlungswachstum (+1%) ausgeglichen wurden.

Care Enablement

Der Anstieg der Umsatzerlöse in Care Enablement im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz von Produkten für die Intensivmedizin (einschließlich Produkten für die Akutdialyse und Produkten für akutes Herz-Lungen-Versagen), von Produkten für die Heimhämodialyse und von Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein negativer Währungsumrechnungseffekt. Die Entwicklung der Umsatzerlöse in Care Enablement spiegelte die gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten in bestimmten Ländern sowie die gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere Produkte wider.

Operatives Ergebnis in MIO € Veränderung in % 1. Halbjahr Wie berichtet Währungsumrechnungseffekte Zu konstanten Wechselkursen (1) 2023 2022 Operatives Ergebnis 618 688 (10) (1) (11) Segment Care Delivery 669 731 (8) 2 (10) Segment Care Enablement (23) 59 n.a n.a Eliminierungen zwischen den Segmenten (13) (8) 91 (1) 90 Zentralbereiche (15) (94) (84) 1 (85) Operative Marge 6,5 7,4 Segment Care Delivery 8,8 9,8 Segment Care Enablement (0,9) 2,3

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Konzern

Der Rückgang unseres operativen Ergebnisses war weitgehend auf den Wegfall im Jahr 2023 von i) staatlichen Hilfsgeldern für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister (einschließlich der teilweisen Aussetzung der Kürzungen des US-Haushalts im Jahr 2022), ii) einer teilweisen Auflösung einer Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus dem Vorjahr und iii) der Auswirkung der Abrechnung der für das letzte Leistungsjahr unserer ESCOs erfassten Umsätze im Vorjahr, sowie die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, ungünstige Wechselkurseffekte und inflationsbedingte Kostensteigerungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkten ein günstiger Effekt aus Geschäftswachstum, Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und ein günstiger Effekt aus der Neubewertung des Anteils an Humacyte. Weitere Informationen zu den spezifischen Treibern unserer Segmentergebnisse sind im Folgenden aufgeführt:

Care Delivery

Das operative Ergebnis in Care Delivery verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls im Jahr 2023 von i) staatlichen Hilfsgeldern für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister (einschließlich der teilweisen Aussetzung der Kürzungen des US-Haushalts im Jahr 2022), ii) einer teilweisen Auflösung einer Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus dem Vorjahr und iii) der Auswirkung der Abrechnung der für das letzte Leistungsjahr unserer ESCOs erfassten Umsätze im Vorjahr sowie inflationsbedingter Kostensteigerungen und der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios. Der Rückgang wurde teilweise durch einen günstigen Effekt aus Geschäftswachstum, Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und geringeren Personalaufwand aufgrund von verbesserter Produktivität ausgeglichen.

Care Enablement

Im 1. Halbjahr 2023 verzeichnete Care Enablement einen Verlust im Rahmen des operativen Ergebnisses im Vergleich zu einem Gewinn im 1. Halbjahr 2022. Dies war im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios, inflationsbedingte Kostensteigerungen und ungünstige Wechselkurseffekte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten ein günstiger Effekt aus Geschäftswachstum (aufgrund von Volumen- und Preiseffekten) und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren und andere Faktoren, die zu Gewinn und Verlust beitragen

Der Anstieg der Umsatzkosten beruhte hauptsächlich auf gestiegenen Kosten im Zusammenhang mit Geschäftswachstum, dem Wegfall von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister, inflationsbedingten Kostensteigerungen und ungünstigen Wechselkurseffekten. Gegenläufig wirkten ein positiver Währungsumrechnungseffekt, geringerer Personalaufwand aufgrund von verbesserter Produktivität und Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund eines negativen Effekts aus Geschäftswachstum, höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen und des Wegfalls von staatlichen Hilfsgeldern im Jahr 2023 für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister. Gegenläufig wirkten Nettoeinsparungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25.

Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten war weitestgehend auf höhere Kosten für die Entwicklung von Programmen für die Zentrumsdialyse zurückzuführen.

Der Anstieg des Ergebnisses assoziierter Unternehmen war im Wesentlichen auf höhere Erträge von VFMCRP zurückzuführen, hauptsächlich getragen von einem gestiegenen Absatz von Medikamenten zur Behandlung von chronischem Nierenversagen.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge war im Wesentlichen auf niedrigere Wechselkursgewinne und einen negativen Währungsumrechnungseffekt zurückzuführen. Gegenläufig wirkte ein günstiger Effekt aus der Neubewertung von bestimmten Beteiligungen, einschließlich der Neubewertung des Anteils an Humacyte.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruhte im Wesentlichen auf einem günstigen Effekt aus der Neubewertung des Anteils an Humacyte und einem positiven Währungsumrechnungseffekt. Gegenläufig wirkten die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios.

Der Netto-Zinsaufwand stieg um 16% von 141 MIO € auf 163 MIO €. Der Anstieg entstand im Wesentlichen aus Refinanzierungsaktivitäten (einschließlich Zinserhöhungen bei mehreren Instrumenten) und einem negativen Währungsumrechnungseffekt. Gegenläufig wirkten höhere Zinserträge im Zusammenhang mit bestimmten Beteiligungen, Fremdkapitalinstrumenten und Bankeinlagen.

Der effektive Steuersatz stieg von 23,7% für den entsprechenden Zeitraum 2022 auf 27,6%. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf einen Anstieg des proportionalen Anteils der steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen im Vergleich zu den steuerpflichtigen Einkünften und höhere Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit Änderungen der Steuergesetze zurückzuführen.

Der Rückgang des auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisses beruhte im Wesentlichen auf geringeren Erträgen von Unternehmen, an denen wir zu weniger als 100% beteiligt sind. Gegenläufig wirkte ein negativer Währungsumrechnungseffekt.

Der Rückgang des Konzernergebnisses (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA entfällt) war der Gesamteffekt der zuvor erläuterten Posten.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ging im 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr zurück, im Wesentlichen aufgrund des zuvor beschriebenen Rückgangs des Konzernergebnisses. Die Zahl der durchschnittlich im Berichtszeitraum ausstehenden Aktien stieg zum 30. Juni 2023 auf 293,4 MIO (30. Juni 2022: 293,1 MIO), im Wesentlichen aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

Die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Steuerung des Unternehmens, einschließlich der Erstellung des Ausblicks, zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte herangezogen. Somit ist der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der Meinung, dass die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen in der externen Berichterstattung zudem auch zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte dargestellt werden sollten, um die Transparenz und die Vergleichbarkeit unserer Angaben zu erhöhen.

Wir sind der Ansicht, dass die folgenden Ergebnisse (ohne Sondereffekte) nur in Verbindung mit den oben dargestellten Ergebnissen analysiert werden sollten. Im 1. Halbjahr 2022 haben wir die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und die Hyperinflation in der Türkei und im 1. Halbjahr 2023 die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten und die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte identifiziert, deren Ausschluss aus den dargestellten Kennzahlen den Leser*innen weitere für die Beurteilung unserer operativen Entwicklung im Vergleich zu den finanziellen Zielen nützliche Zusatzinformationen bietet. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2023 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die Erträge aus dem Provider Relief Fund entsprechend angepasst.

Zum Zweck der Vergleichbarkeit mit unseren im Ausblick dargestellten finanziellen Zielen zeigt die folgende Tabelle eine Überleitung der Leistungsindikatoren für den Konzernzwischenabschluss gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU angewendet werden, auf die Leistungsindikatoren ohne Sondereffekte sowie zu konstanten Wechselkursen ohne Sondereffekte. Diese Ergebnisse ohne Sondereffekte sind lediglich als Ergänzung zu unseren dargestellten Ergebnissen gemäß IFRS-Rechnungslegungsstandards zu betrachten.

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €

1. Halbjahr Veränderung in %
ohne Sondereffekte und
PRF
Sondereffekte
Ergebnisse
2023
Programm
FME25
Neubewertung
des Anteils an
Humacyte
Rechts
formwechsel
Kosten
Optimierung
des
Bestands
portfolios
Ergebnisse
2023 ohne
Sonder
effekte
Währungsum
rechnungs
effekte
Ergebnisse
2023 ohne
Sonder
effekte zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Zu
Wechsel
kursen der
Berichts
periode
Zu
konstanten
Wechsel
kursen (1)
Umsatzerlöse 9.529 9.529 139 9.668 2% 4%
Operatives
Ergebnis
618 51 (15) 7 94 755 (6) 749 12% 11%

Operative Entwicklung ohne Sondereffekte für den Konzern

in MIO €

Sondereffekte
Ergebnisse
2022
Programm
FME25
Ukraine
Krieg
Neubewertung
des Anteils an
Humacyte
Hyperinflation
in der Türkei
PRF Angepasste
Ergebnisse
2022
Umsatzerlöse 9.305 9.305
Operatives Ergebnis 688 57 23 78 6 (177) 675

(1) Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe vorstehenden Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen".

Finanzlage

Liquiditätsquellen

Wesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (für Informationen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen siehe Anmerkung 5 c) im Konzernanhang), die Erlöse aus der Ausgabe langfristiger Verbindlichkeiten sowie Desinvestitionen. Wir benötigen diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Netto-Umlaufvermögens, des Programms FME25 sowie von Akquisitionen und für den Betrieb der Kliniken, für die Entwicklung eigenständiger Dialysekliniken und anderer Gesundheitseinrichtungen, zur Anschaffung von Ausrüstung für bestehende oder neue Dialysekliniken und Produktionsstätten. Weiterhin benötigen wir sie zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Dividendenausschüttungen (siehe hierzu die Abschnitte "Cash Flow aus Investitionstätigkeit" und "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit") und zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Put-Optionen gegenüber Inhabern von Minderheitsanteilen an unseren Tochtergesellschaften.

Zum 30. Juni 2023 betrug unser finanzieller Spielraum aus nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien etwa 3,3 MRD €, einschließlich 2,0 MRD € aus der syndizierten Kreditlinie, die wir als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke halten (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang).

In unserem langfristigen Kapitalmanagement orientieren wir uns in erster Linie am Netto-Verschuldungsgrad, einer Nicht-IFRS-Kennzahl (siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen – Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)"). Unser selbst gesetztes Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom Management als der Gesellschaft angemessen angesehen wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Netto-Verschuldung und des angepassten EBITDA sowie die Berechnung des Netto-Verschuldungsgrads zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022.

Überleitung angepasstes EBITDA und Netto-Verschuldungsgrad zur am ehesten vergleichbaren IFRS®-Kennzahl

in MIO €, ausgenommen Netto-Verschuldungsgrad

30. Juni
2023
31. Dezember
2022
Verschuldung (1) 13.077 13.213
Minus: flüssige Mittel (2) (1.363) (1.274)
Netto-Verschuldung 11.714 11.939
Ergebnis nach Ertragsteuern (3) 805 895
Ertragsteuern (3) 321 325
Zinserträge (3) (77) (68)
Zinsaufwendungen (3) 392 360
Abschreibungen (3) 1.700 1.718
Anpassungen (3), (4) 319 320
Angepasstes EBITDA 3.460 3.550
Netto-Verschuldungsgrad 3,4 3,4

(1) Beinhaltet Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen, die in den Verbindlichkeiten in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind.

(2) Beinhaltet flüssige Mittel, die in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten enthalten sind (siehe Anmerkung 3 im Konzernanhang).

  • (3) Letzte 12 Monate.
  • (4) Der letzten 12 Monate um Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte Größenordnung von 50 MIO € übersteigt (2023: -12 MIO €: 2022: -22 MIO €), nicht zahlungswirksame Aufwendungen, im Wesentlichen aus Pensionsaufwand (2023: 51 MIO €; 2022: 54 MIO €), Wertminderung (2023: 168 MIO €; 2022: 120 MIO €) und Sondereffekte, einschließlich der Aufwendungen für das Programm FME25 (2023: 142 MIO €; 2022: 155 MIO €), der Rechtsformwechsel-Kosten (2023: 7 MIO €), der Optimierung des Bestandsportfolios (2023: 71 MIO €), des Nettogewinns im Zusammenhang mit InterWell Health (2023: -114 MIO €; 2022: -114 MIO €), der Neubewertung des Anteils an Humacyte (2023: 10 MIO €; 2022: 103 MIO €), der Hyperinflation in der Türkei (2023: -1 MIO €; 2022: 5 MIO €) und der Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg (2023: -3 MIO €; 2022: 19 MIO €). Siehe hierzu den Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen – Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Zum 30. Juni 2023 verfügten wir über flüssige Mittel in Höhe von 1.361 MIO € (31. Dezember 2022: 1.274 MIO €).

Der Free Cash Flow (Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit nach Investitionen in Sachanlagen und aktivierten Entwicklungskosten, vor Akquisitionen und Beteiligungen) ist eine Nicht-IFRS-Kennzahl, der zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, der am ehesten vergleichbaren IFRS-Rechnungslegungsstandards-Kennzahl, übergeleitet wird. Weitere Erläuterungen sind im Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen – Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse" und "– Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse (Nicht-IFRS-Kennzahl)" zu finden.

Die folgende Tabelle zeigt die Cash Flow bezogenen finanziellen Leistungsindikatoren im 1. Halbjahr 2023 und 2022 und eine Überleitung des Free Cash Flow beziehungsweise des Free Cash Flow in Prozent der Umsatzerlöse zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beziehungsweise zum Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse:

Cash Flow bezogene finanzielle Leistungsindikatoren

in MIO €
1. Halbjahr
2023 2022
Umsatzerlöse 9.529 9.305
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.150 910
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (298) (334)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 2 5
Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten, netto (296) (329)
Free Cash Flow 854 581
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in % der Umsatzerlöse 12,1 9,8
Free Cash Flow in % der Umsatzerlöse 9,0 6,2

Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Im 1. Halbjahr 2023 betrug der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.150 MIO € (im 1. Halbjahr 2022: 910 MIO €). In Prozent der Umsatzerlöse erhöhte sich der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2023 auf 12% (im 1. Halbjahr 2022: 10%). Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit wird durch die Rentabilität unseres Geschäfts, die Entwicklung unseres Netto-Umlaufvermögens, insbesondere des Vorratsbestands und des Forderungsbestands, sowie durch Mittelabflüsse aufgrund verschiedener nachstehend erläuterter Einzelsachverhalte beeinflusst. Der Anstieg des Cash Flows aus betrieblicher Geschäftstätigkeit in Prozent der Umsatzerlöse im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022 ergab sich im Wesentlichen aus der Verrechnung von Vorauszahlungen im Jahr 2022, die ursprünglich im Jahr 2020 im Rahmen des CMS-Programms für beschleunigte und vorgezogene Zahlungen erhalten wurden.

Die Rentabilität unseres Geschäfts hängt wesentlich von den Erstattungssätzen für unsere Dienstleistungen ab. Etwa 79% unserer Umsatzerlöse erzielen wir mit Gesundheitsdienstleistungen, von denen ein erheblicher Anteil entweder von staatlichen Gesundheitsorganisationen oder von privaten Versicherern erstattet wird. Im 1. Halbjahr 2023 entfielen etwa 25% der Umsatzerlöse des Konzerns auf Erstattungen durch staatliche US-Gesundheitsprogramme wie Medicare und Medicaid. Gesetzesänderungen könnten sowohl die Medicare-Erstattungssätze für einen erheblichen Teil unserer Dienstleistungen als auch den Umfang der Medicare-Leistungen betreffen. Eine Senkung der Erstattungssätze oder eine Verringerung des Leistungsumfangs könnte wesentliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Finanz- und Ertragslage haben und damit auf unsere Fähigkeit, Cash Flow zu generieren. Siehe den obigen Abschnitt I. "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen".

Wir beabsichtigen, unseren gegenwärtigen Bedarf an flüssigen Mitteln und Finanzierungen auch weiterhin aus dem Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, Ausgaben im Rahmen unseres Commercial Paper Programms (siehe Anmerkung 7 im Konzernanhang) sowie der Nutzung unseres Forderungsverkaufsprogramms (siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang) und von bilateralen Kreditlinien zu bestreiten. Die Gesellschaft und die Fresenius SE haben vereinbart, die unbestätigte revolvierende Kreditlinie mit Wirkung zum Zeitpunkt des Rechtsformwechsels zu kündigen (siehe Anmerkung 7 im Konzernanhang). Wir gehen davon aus, dass uns ungeachtet der Beendigung dieser Fazilität unter den oben genannten anderen Fazilitäten und Instrumenten angemessene Finanzierungsquellen zur Verfügung stehen werden. Zudem steht unsere syndizierte Kreditlinie als zusätzliche Liquiditätsabsicherung zur Verfügung. Zusätzlich gehen wir davon aus, die für Akquisitionen oder für sonstige Zwecke benötigten Mittel durch die Inanspruchnahme langfristiger Finanzierungen sichern zu können, etwa durch die Ausgabe von Anleihen (siehe unten "Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit").

Der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hängt auch von der Einziehung der Forderungen ab. Kommerzielle Kunden und staatliche Einrichtungen haben im Allgemeinen unterschiedliche Zahlungszyklen. Eine Verlängerung dieser Zahlungszyklen könnte einen wesentlichen negativen Effekt auf unsere Fähigkeit haben, Cash Flow zu generieren. Des Weiteren könnten wir bei der Durchsetzung und Einziehung der Forderungen aufgrund der Rechtssysteme und der wirtschaftlichen Lage in einigen Ländern auf Schwierigkeiten stoßen. Die Forderungslaufzeiten (Days Sales Outstanding, DSO) bezogen auf den Forderungsbestand nach Wertberichtigungen zum 30. Juni 2023 betrugen etwa 68 Tage (31. Dezember 2022: 68 Tage).

Zur Berechnung der DSO nach Segmenten werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen abzüglich Vertragsverbindlichkeiten des Segments, abzüglich Umsatzsteuer mit dem Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet und durch die durchschnittlichen Tagesumsätze dieses Segments der vorangegangenen zwölf Monate – ebenfalls zum Durchschnittskurs der Berichtsperiode in Euro umgerechnet – dividiert. Sowohl die Forderungen als auch die Umsatzerlöse werden um Effekte aus in der Berichtsperiode getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis eine Schwelle von 50 MIO € übersteigt, im Einklang mit den jeweiligen Anpassungen bei der Ermittlung des angepassten EBITDA (siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen – Netto-Verschuldungsgrad (Nicht-IFRS-Kennzahl)", angepasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Forderungslaufzeiten nach Segmenten:

in Tagen
30. Juni
2023
31. Dezember
2022
Anstieg/Rückgang
hauptsächlich aufgrund von:
Care Delivery 61 60 Verzögerungen von Zahlungseingängen staatlicher
Gesundheitsorganisationen in bestimmten Regionen
Care Enablement 97 100 verbesserten Zahlungseingängen in bestimmten Regionen
FMC AG & Co. KGaA
(durchschnittliche
Forderungslaufzeiten)
68 68

Da wir einen Großteil unserer Erstattungen von staatlichen Gesundheitsorganisationen und privaten Versicherern erhalten, gehen wir davon aus, dass die meisten unserer Forderungen einbringlich sind.

Informationen zum Risiko von Rechtsstreitigkeiten sowie zu laufenden und künftigen steuerlichen Betriebsprüfungen finden Sie in Anmerkung 11 im Konzernanhang.

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

Für die Investitionstätigkeit verwendeten wir im 1. Halbjahr 2023 Mittel in Höhe von netto 297 MIO € (im 1. Halbjahr 2022: 409 MIO €). Die folgende Tabelle zeigt einen Aufriss unserer Investitionstätigkeit im 1. Halbjahr 2023 und 2022:

Cash Flow aus Investitionstätigkeit

in MIO €
Akquisitionen,
Beteiligungen, Erwerb
Investitionen in
immaterieller Vermögens
Sachanlagen und aktivierte
werte sowie Investitionen in
Entwicklungskosten, netto
Fremdkapitalinstrumente
Erlöse aus Desinvestitionen
und aus der Veräußerung von
Fremdkapitalinstrumenten
1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Care Delivery 152 195 41 79 48 16
Care Enablement 144 134 36 68 28 51
Gesamt 296 329 77 147 76 67

Der größte Teil der Investitionen in Sachanlagen im 1. Halbjahr 2023 entfiel auf Dialysegeräte, die an unsere Kunden vermietet wurden, auf die Instandhaltung bestehender Kliniken und Zentren, auf aktivierungsfähige Entwicklungskosten, die Ausrüstung neuer Kliniken und Zentren und auf IT-Implementierungskosten. Die Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Prozent der Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr 2023 bei etwa 3% (im 1. Halbjahr 2022: 4%).

Die übrigen Investitionen im 1. Halbjahr 2023 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten. Veräußerungen im 1. Halbjahr 2023 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten sowie von Kliniken und Zentren. Im 1. Halbjahr 2023 wurden Akquisitionen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Dialysekliniken getätigt.

Die übrigen Investitionen im 1. Halbjahr 2022 entfielen hauptsächlich auf den Erwerb von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten. Veräußerungen im 1. Halbjahr 2022 entfielen hauptsächlich auf die Veräußerung von Fremd- und Eigenkapitalinstrumenten. Im 1. Halbjahr 2022 wurden Akquisitionen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Dialysekliniken getätigt. Außerdem entfielen im 1. Halbjahr 2022 die Käufe von immateriellen Vermögenswerten im Wesentlichen auf Emissionszertifikate.

Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir Investitionen in Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von etwa 0,9 MRD € sowie die Ausgaben für Akquisitionen und Beteiligungen zu begrenzen, während wir uns auf das organische Wachstum unseres Geschäfts konzentrieren.

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit

Im 1. Halbjahr 2023 verwendeten wir für die Finanzierungstätigkeit 701 MIO €, wohingegen wir im 1. Halbjahr 2022 995 MIO € für die Finanzierungstätigkeit verwendeten.

Im 1. Halbjahr 2023 wurden Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen), die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen), Dividendenzahlungen und Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile verwendet. Dies wurde teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen) ausgeglichen.

Im 1. Halbjahr 2022 verwendeten wir Mittel hauptsächlich für die Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich der Rückzahlung von Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 700 MIO US\$ (533 MIO € zum Zeitpunkt der Emission) am 31. Januar 2022, die Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen), Dividendenzahlungen, die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen) und für Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile. Dies wurde teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich von Aufnahmen im Rahmen des Commercial Paper Programms und von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen), die Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten (einschließlich der Begebung von Schuldscheindarlehen mit einem Gesamt-Nennbetrag von 225 MIO €) und die Inanspruchnahme des Forderungsverkaufsprogramms ausgeglichen. Für weitere Informationen siehe Anmerkung 8 im Konzernanhang.

Am 22. Mai 2023 wurde eine Dividende für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 1,12 € je Aktie gezahlt (2022 gezahlt für 2021: 1,35 € je Aktie). Die Dividendenzahlung liegt insgesamt bei 329 MIO € (2022: 396 MIO €).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2023 sank um 2% auf 35,0 MRD € im Vergleich zu 35,8 MRD € zum 31. Dezember 2022. Abgesehen von einem negativen Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2% blieb die Bilanzsumme relativ stabil mit 35,7 MRD € im Vergleich zu 35,8 MRD € zum 31. Dezember 2022.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme stieg leicht auf 24% zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 23% zum 31. Dezember 2022. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 43% zum 30. Juni 2023 blieb unverändert im Vergleich zum 31. Dezember 2022, da ein Rückgang des Eigenkapitals (hauptsächlich durch Währungsumrechnungsdifferenzen und Dividendenzahlungen) sowie ein Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch das Konzernergebnis und einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen und konzernfremden Dritten (kurz- und langfristiger Anteil) sowie der langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen wurden. Der ROIC verringerte sich von 3,3% zum 31. Dezember 2022 auf 3,0% zum 30. Juni 2023. Dieser Rückgang ist weitgehend auf die Aufwendungen für das Programm FME25 und die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios zurückzuführen. Für weitere Informationen zum ROIC, siehe das obige Kapitel II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen – Rendite auf das investierte Kapital (Nicht-IFRS-Kennzahl)".

Gesamtaussage der Unternehmensleitung

Das 2. Quartal 2023 macht deutlich, dass wir mit der Umsetzung unseres strategischen Plans absolut auf Kurs sind. Wir setzen die Optimierung des Bestandsportfolios um, führen unser Programm FME25 erfolgreich fort und beschleunigen unsere Turnaround-Maßnahmen. Wie erwartet haben sich der Arbeitsmarkt und das inflationäre Umfeld stabilisiert. Unsere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung – unterstützt durch die gezielte Schließung von Dialysezentren – tragen zur positiven Entwicklung bei. Dies gibt uns die Zuversicht, unsere Prognosespanne für das operative Ergebnis des Geschäftsjahrs 2023 auf das obere Ende einzugrenzen.

Nachtragsbericht

Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Anmerkung 14 im Konzernanhang.

Prognosebericht

Der Vorstand steuert unser Unternehmen anhand von strategischen und operativen Vorgaben sowie verschiedenen finanziellen Kenngrößen, die auf Basis der IFRS-Rechnungslegungsstandards in Euro ermittelt werden, sowie anderen Kenngrößen, wie im Kapitel "Grundlagen des Konzerns", Abschnitt "Steuerungssystem" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 beschrieben.

Wir bestätigen den Ausblick 2023 für die Umsatzerlöse und präzisieren auf Basis der Ergebnisentwicklung im 1. Halbjahr 2023 die Zielspanne für das operative Ergebnis. Wir erwarten nun, dass das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 stabil bleibt oder im bis zu niedrigen einstelligen Prozentbereich zu konstanten Wechselkursen zurückgeht. Der Ausblick 2023 beruht auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 genannten Annahmen, basiert auf konstanten Wechselkursen und berücksichtigt keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Rechtsformwechsel-Kosten und die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren beziehungsweise deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.

Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2022 ohne Sondereffekte, das heißt ohne die Aufwendungen für das Programm FME25, den Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Hyperinflation in der Türkei und die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Um die Vergleichbarkeit des Ausblicks für 2023 zu gewährleisten, wurde die Vorjahresbasis zudem um die Erträge aus dem Provider Relief Fund entsprechend angepasst.

Ausblick für die bedeutsamsten finanziellen Kenngrößen 2023

Ausblick 2023
(zu konstanten Wechselkursen)
Umsatzerlöse (1) Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich
Operatives Ergebnis (1) Stabil bis zu Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich
(ursprünglich: stabil bis zu Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich)

(1) Ausblick 2023 basiert auf den im Kapitel "Prognosebericht" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 genannten Annahmen und ist ohne Sondereffekte. Sondereffekte umfassen die Aufwendungen für das Programm FME25, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, Rechtsformwechsel-Kosten und die Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Wachstumsraten basieren auf den Ergebnissen 2022 ohne die Aufwendungen für das Programm FME25, den Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, die Hyperinflation in der Türkei und die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse 2022 um die Erträge aus dem Provider Relief Fund angepasst. Für weitere Informationen zu konstanten Wechselkursen siehe Abschnitt II. "Erläuterung von Kennzahlen – Nicht-IFRS-Kennzahlen" im Kapitel "Wirtschaftsbericht".

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Informationen zu unseren Risiken sind in den Anmerkungen 11 und 12 im Konzernanhang sowie im Zwischenlagebericht unter den Abschnitten "Zukunftsbezogene Aussagen" und "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" dargestellt. Für weitere Informationen kann das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" auf Seite 62 – 80 im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2022 eingesehen werden.

Chancenbericht

Im 1. Halbjahr 2023 haben sich im Vergleich zu den in unserem Geschäftsbericht 2022 unter dem Abschnitt "Risikound Chancenbericht" auf Seite 80 – 85 im Konzernlagebericht veröffentlichten Informationen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Corporate Governance

Die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch den Vorstand der Fresenius Medical Care Management AG, und der Aufsichtsrat der FMC AG & Co. KGaA haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Die Gesellschaft hat die Erklärung auf ihrer Internetseite dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht:

https://www.freseniusmedicalcare.com/de/investoren/corporate-governance/entsprechenserklaerung/.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie
2. Quartal 1. Halbjahr
Ziffer 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse
Gesundheitsdienstleistungen 4a 3.828.628 3.781.920 7.541.359 7.388.727
Gesundheitsprodukte 4a 996.648 974.760 1.988.135 1.916.322
4.825.276 4.756.680 9.529.494 9.305.049
Umsatzkosten
Gesundheitsdienstleistungen 3.036.784 2.934.415 6.058.823 5.834.384
Gesundheitsprodukte 591.281 576.701 1.124.318 1.051.247
3.628.065 3.511.116 7.183.141 6.885.631
Betriebliche (Erträge) Aufwendungen
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 775.235 757.945 1.557.389 1.547.918
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 4b 57.184 55.418 112.944 105.091
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (48.270) (19.367) (75.784) (29.854)
Sonstige betriebliche Erträge 4c (75.830) (110.387) (193.301) (239.244)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4c 132.265 221.445 327.541 347.329
Operatives Ergebnis 356.627 340.510 617.564 688.178
Zinsergebnis
Zinserträge (24.130) (12.747) (36.211) (26.859)
Zinsaufwendungen 104.673 84.326 199.326 167.535
Ergebnis vor Ertragsteuern 276.084 268.931 454.449 547.502
Ertragsteuern 81.138 62.926 125.650 129.691
Ergebnis nach Ertragsteuern 194.946 206.005 328.799 417.811
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes
Ergebnis
54.587 58.865 102.078 113.310
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die
Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA
entfällt) 140.359 147.140 226.721 304.501
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 4d 0,48 0,50 0,77 1,04
Ergebnis je Aktie (verwässert) 4d 0,48 0,50 0,77 1,04

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in TSD €

2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Ergebnis nach Ertragsteuern 194.946 206.005 328.799 417.811
Übriges Comprehensive Income (Loss)
Komponenten, die nicht in das Ergebnis umgebucht
werden:
Anteil am Gesamtergebnis aus Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen
524 (11.936)
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Eigenkapitalinstrumente
13.647 9 13.647 8.676
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus
leistungsorientierten Pensionsplänen
(15.430) 97.113 (15.792) 240.299
Ertragsteuern auf Komponenten des Übrigen
Comprehensive Income (Loss), die nicht umgebucht
werden
4.814 (29.279) 4.908 (72.319)
Komponenten, die in Folgeperioden in das Ergebnis
umgebucht werden:
3.031 68.367 2.763 164.720
Gewinne (Verluste) aus
Währungsumrechnungsdifferenzen
(97.462) 1.038.976 (424.303) 1.324.313
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Fremdkapitalinstrumente
(4.703) (14.391) 3.286 (33.380)
Gewinne (Verluste) aus Cash Flow Hedges 2.646 (2.036) 3.244 (436)
Hedgingkosten (430) 681 277 1.448
Ertragsteuern auf Komponenten des Übrigen
Comprehensive Income (Loss), die umgebucht werden
131 3.002 (1.644) 5.690
(99.818) 1.026.232 (419.140) 1.297.635
Übriges Comprehensive Income (Loss), netto (96.787) 1.094.599 (416.377) 1.462.355
Gesamtergebnis 98.159 1.300.604 (87.578) 1.880.166
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes
Gesamtergebnis 55.324 141.748 76.777 221.215
Auf die Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA
entfallendes Gesamtergebnis
42.835 1.158.856 (164.355) 1.658.951

Konzern-Bilanz

Konzern-Bilanz

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Aktienstückzahl

30. Juni 31. Dezember
Ziffer 2023 2022
Vermögenswerte
Flüssige Mittel 1.361.298 1.273.787
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen
konzernfremde Dritte
3.558.731 3.574.270
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 5 87.318 140.072
Vorräte 6 2.335.440 2.296.214
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 956.049 919.112
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3 48.176
Summe kurzfristige Vermögenswerte 8.347.012 8.203.455
Sachanlagen 3.953.840 4.152.682
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 3.976.932 4.187.126
Immaterielle Vermögenswerte 1.400.533 1.518.677
Firmenwerte 15.423.273 15.791.181
Latente Steuern 313.831 312.679
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 13 696.388 773.724
Sonstige langfristige Vermögenswerte 848.329 814.590
Summe langfristige Vermögenswerte 26.613.126 27.550.659
Summe Vermögenswerte 34.960.138 35.754.114
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden
Dritten
720.307 813.255
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 5 98.905 118.083
Rückstellungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.337.507 3.355.144
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 7 901.334 665.013
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 7 3.000 4.000
Kurzfristig fälliger Anteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten 8 701.222 694.062
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber
konzernfremden Dritten 627.003 649.844
Kurzfristig fälliger Anteil der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber
nahestehenden Unternehmen
5 24.964 23.981
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 193.106 143.932
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 3 16.829
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 6.624.177 6.467.314
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 8 6.997.112 7.170.734
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber konzernfremden Dritten
abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 3.685.222 3.875.216
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber nahestehenden Unternehmen
abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils
5 125.933 129.722
Rückstellungen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.151.352 1.183.910
Pensionsrückstellungen 544.845 514.219
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 37.343 27.345
Latente Steuern 863.968 936.475
Summe langfristige Verbindlichkeiten 13.405.775 13.837.621
Summe Verbindlichkeiten 20.029.952 20.304.935
Eigenkapital
Stammaktien, ohne Nennwert, Nominalwert 1,00 €, 362.370.124 Aktien genehmigt,
293.413.449 ausgegeben und in Umlauf am 30. Juni 2023 (31. Dezember 2022:
293.413.449)
293.413 293.413
Kapitalrücklage 3.371.128 3.372.799
Gewinnrücklagen 10.643.220 10.711.709
Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss) (779.544) (388.468)
Summe Eigenkapital der Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA 13.528.217 13.989.453
Nicht beherrschende Anteile 1.401.969 1.459.726
Summe Eigenkapital 14.930.186 15.449.179
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital 34.960.138 35.754.114

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

in TSD €

1. Halbjahr
Ziffer 2023 2022
Betriebliche Geschäftstätigkeit
Ergebnis nach Ertragsteuern 328.799 417.811
Überleitung vom Ergebnis nach Ertragsteuern auf den Cash Flow aus
betrieblicher Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen und Wertminderung 13 872.005 841.707
Veränderung der latenten Steuern (58.535) (63.140)
(Gewinn) Verlust aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Nutzungsrechten,
Finanzanlagen und aus Desinvestitionen
(29.205) 82.753
Ergebnis assoziierter Unternehmen 13 (75.784) (29.854)
Zinsaufwendungen, netto 163.115 140.676
Veränderungen bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ohne
Auswirkungen aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
gegen konzernfremde Dritte
(80.313) (55.838)
Vorräte (110.681) (118.345)
Sonstige Vermögenswerte 59.636 (39.883)
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 52.288 32.951
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (17.451) (28.242)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden
Dritten, Rückstellungen und sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten (10.509) (274.801)
Veränderung der Steuerverbindlichkeiten 217.774 224.506
Erhaltene Dividenden aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 144.495 89.018
Gezahlte Zinsen (186.462) (138.032)
Erhaltene Zinsen 35.639 26.620
Gezahlte Ertragsteuern (154.832) (197.797)
Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.149.979 910.110
Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen und aktivierte Entwicklungskosten (297.538) (334.267)
Akquisitionen, Beteiligungen und Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (14.256) (60.845)
Investitionen in Fremdkapitalinstrumente (62.472) (85.807)
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 1.701 5.124
Erlöse aus Desinvestitionen 25.319 39.901
Erlöse aus der Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten 50.624 26.906
Cash Flow aus Investitionstätigkeit (296.622) (408.988)
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber
konzernfremden Dritten 729.964 574.074
Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten
Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber
(488.646) (367.433)
nahestehenden Unternehmen 10.204 68.000
Tilgung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen
(11.204) (122.500)
Einzahlungen aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten 9.514 248.342
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber
(24.397) (716.357)
konzernfremden Dritten (356.842) (366.393)
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber
nahestehenden Unternehmen (13.125) (10.872)
Anstieg (Rückgang) des Forderungsverkaufsprogramms
Einzahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen
(92.536)
166.226
20.145
Dividendenzahlungen (328.623) (395.556)
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile (156.001) (139.009)
Kapitaleinlagen von nicht beherrschenden Anteilen 21.147 46.421
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (700.545) (994.912)

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung (fortgesetzt)

in TSD € 1. Halbjahr
2023 2022
Wechselkursbedingte Veränderung der flüssigen Mittel (65.301) 36.807
Flüssige Mittel
Nettoerhöhung (-verminderung) der flüssigen Mittel 87.511 (456.983)
Flüssige Mittel am Anfang des Jahres 1.273.787 1.481.655
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.361.298 1.024.672

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

Stammaktien Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)
Ziffer Anzahl
der Aktien
Betrag Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Währungs
umrechnungs
differenzen
Cash Flow
Hedges
Pensionen Änderungen des
beizulegenden
Zeitwerts
Summe Eigenkapital
der Anteilseigner der
FMC AG & Co. KGaA
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Stand am 31. Dezember 2021 293.004.339 293.004 2.891.276 10.826.140 (982.506) (9.115) (369.998) 49.982 12.698.783 1.280.254 13.979.037
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und
Steuereffekte
409.110 409 19.988 20.397 20.397
Dividendenzahlungen (395.556) (395.556) (395.556)
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen
ohne Kontrollverlust
8.643 8.643 24.407 33.050
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von
Änderungen des Konsolidierungskreises
(2.561) (2.561)
Kapitaleinlagen von / Ausschüttungen an nicht
beherrschende Anteile
(121.791) (121.791)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 57.991 57.991 57.991
Umgliederung kumulierter Gewinne/Verluste von
Eigenkapitalinstrumenten
8.551 (8.551)
Ergebnis nach Ertragsteuern 304.501 304.501 113.310 417.811
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.230.414 (708) (14.080) 782 1.216.408 107.905 1.324.313
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten 757 757 757
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten 168.105 168.105 168.105
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach
Steuereffekten
(30.820) (30.820) (30.820)
Gesamtergebnis 1.658.951 221.215 1.880.166
Stand am 30. Juni 2022 293.413.449 293.413 2.919.907 10.801.627 247.908 (9.066) (215.973) 11.393 14.049.209 1.401.524 15.450.733

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (fortgesetzt)

in TSD €, mit Ausnahme der Anzahl der Aktien

Stammaktien Kumuliertes Übriges Comprehensive Income (Loss)
Ziffer Anzahl
der Aktien
Betrag Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Währungs
umrechnungs
differenzen
Cash Flow
Hedges
Pensionen Änderungen des
beizulegenden
Zeitwerts
Summe Eigenkapital
der Anteilseigner der
FMC AG & Co. KGaA
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Stand am 31. Dezember 2022 293.413.449 293.413 3.372.799 10.711.709 (207.210) (627) (155.526) (25.105) 13.989.453 1.459.726 15.449.179
Erlöse aus der Ausübung von Aktienoptionen und
Steuereffekte
(1.190) (1.190) (1.190)
Dividendenzahlungen (328.623) (328.623) (328.623)
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen
ohne Kontrollverlust
(481) (481) (10.996) (11.477)
Nicht beherrschende Anteile aufgrund von
Änderungen des Konsolidierungskreises
(12.272) (12.272)
Kapitaleinlagen von / Ausschüttungen an nicht
beherrschende Anteile
(111.266) (111.266)
Verbindlichkeiten aus Put-Optionen 12 33.413 33.413 33.413
Ergebnis nach Ertragsteuern 226.721 226.721 102.078 328.799
Übriges Comprehensive Income (Loss) aus:
Währungsumrechnungsdifferenzen (401.751) (314) 2.708 355 (399.002) (25.301) (424.303)
Cash Flow Hedges nach Steuereffekten 2.619 2.619 2.619
Pensionsverpflichtungen nach Steuereffekten (10.677) (10.677) (10.677)
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach
Steuereffekten
15.984 15.984 15.984
Gesamtergebnis (164.355) 76.777 (87.578)
Stand am 30. Juni 2023 293.413.449 293.413 3.371.128 10.643.220 (608.961) 1.678 (163.495) (8.766) 13.528.217 1.401.969 14.930.186

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Konzernanhang

1. Die Gesellschaft und Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft

Die Fresenius Medical Care Aktiengesellschaft & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Sitz in Hof an der Saale, Deutschland (FMC AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft), ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen (auf Basis der veröffentlichten Umsatzerlöse und der Anzahl der behandelten Patient*innen). Die Gesellschaft bietet Dialyse und damit verbundene Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen sowie andere Gesundheitsdienstleistungen an. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt zudem eine breite Palette an Gesundheitsprodukten. Die Gesundheitsprodukte der Gesellschaft umfassen Hämodialysegeräte, Cycler für die Peritonealdialyse, Dialysatoren, Lösungen für die Peritonealdialyse, Konzentrate, Lösungen sowie Granulate für die Hämodialyse, Blutschlauchsysteme, Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen, Wasseraufbereitungsanlagen und Produkte für akutes Herz-Lungen-Versagen sowie für die Apherese-Therapie. Die Gesellschaft versorgt Dialysekliniken, die sie besitzt, betreibt oder leitet, mit einer weiten Produktpalette und verkauft zudem Dialyseprodukte an andere Dialysedienstleister. Die anderen Gesundheitsdienstleistungen der Gesellschaft beinhalten wert- und risikobasierte Versorgungsprogramme, die Distribution verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Gefäßchirurgie sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren, nephrologische und kardiologische Dienstleistungen durch niedergelassenes ärztliches Fachpersonal und ambulante Behandlungen.

Im vorliegenden Konzernanhang beziehen sich die Begriffe FMC AG & Co. KGaA oder die Gesellschaft in Abhängigkeit vom Kontext auf die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA oder auf die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und deren Tochtergesellschaften auf konsolidierter Basis. Die Begriffe Fresenius SE und Fresenius SE & Co. KGaA beziehen sich auf die Fresenius SE & Co. KGaA. Die Begriffe Management AG und persönlich haftende Gesellschafterin beziehen sich auf die Fresenius Medical Care Management AG, deren alleinige Aktionärin die Fresenius SE ist. Die Management AG ist die persönlich haftende Gesellschafterin der FMC AG & Co. KGaA. Der Begriff Vorstand bezieht sich auf die Mitglieder des Vorstands der Management AG während sich der Begriff Aufsichtsrat auf die Mitglieder des Aufsichtsrates der FMC AG & Co. KGaA bezieht.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2023 haben die Aktionäre der Gesellschaft dem Vorschlag zugestimmt, die Rechtsform der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) zu ändern (Rechtsformwechsel). Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister eintritt, wird die Management AG aus der Gesellschaft ausscheiden und die Fresenius SE wird die Gesellschaft nicht mehr beherrschen (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse). Siehe Anmerkung 14.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 hat die Gesellschaft mit der Berichterstattung begonnen, die unser neues globales Betriebsmodell widerspiegelt, in dem die Gesellschaft ihre Geschäfte in zwei globalen Geschäfts- und Berichtssegmenten reorganisiert. Die Bezeichnung "Care Enablement" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Enablement und die Bezeichnung "Care Delivery" bezieht sich auf das Geschäftssegment Care Delivery. Vor dem 1. Januar 2023 wurden der verantwortlichen Unternehmensinstanz keine separaten Finanzinformationen auf der Grundlage der neuen Struktur zur Verfügung gestellt. Außerdem waren die notwendigen System- und Berichtsänderungen zur Umsetzung der neuen Struktur nicht vorhanden. Aufgrund der Änderung der operativen Struktur der Gesellschaft ab dem 1. Januar 2023 hat die Gesellschaft die Finanzinformationen des Vorjahres für ihre Geschäfts- und Berichtssegmente angepasst, um der Darstellung des laufenden Jahres zu entsprechen. Für weitere Informationen zu den Geschäfts- und Berichtssegmenten der Gesellschaft siehe Anmerkung 13.

Grundlage der Darstellung

Die Gesellschaft erfüllt als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) ihre Pflicht, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), den IFRS®-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Anwendung von § 315e Handelsgesetzbuch (HGB), unter Heranziehung des Euro als Berichts- und funktionale Währung, aufzustellen und zu veröffentlichen.

Der Zwischenbericht entspricht den Vorschriften des International Accounting Standard IAS 34, Interim Financial Reporting und enthält einen verkürzten Abschluss, da er nicht alle Anmerkungen zum Konzernanhang enthält, die in einem vollständigen Abschluss erforderlich wären, sondern nur ausgewählte erläuternde Anmerkungen. Die primären Abschlussbestandteile werden jedoch in einem Format, das mit dem des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2022) gemäß IAS 1 übereinstimmt, dargestellt.

Weiterhin erstellt die Gesellschaft einen Konzernzwischenabschluss nach IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, der als Bestandteil des Form 6-K bei der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission – SEC) eingereicht wird.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Der in diesem Bericht dargelegte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 sowie für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 wurde von unserem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Konzernzwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem nach IFRS-Rechnungslegungsstandards erstellten Konzernabschluss gemäß § 315e HGB zum 31. Dezember 2022 (Bestandteil des Geschäftsberichts 2022) gelesen werden. Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses nach IFRS-Rechnungslegungsstandards macht Schätzungen und Annahmen durch die Unternehmensleitung erforderlich, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Höhe der Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraums beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Der Konzernzwischenabschluss gibt alle Anpassungen wieder, die nach Ansicht der Unternehmensleitung für eine sachgerechte Darstellung der Ergebnisse für die aufgeführten Zeiträume erforderlich sind. Dabei handelt es sich in allen Fällen um normale, wiederkehrende Anpassungen.

Aufgrund der Inflationsentwicklung in Argentinien, im Libanon und in der Türkei wendet die Gesellschaft in ihren dort operierenden Tochtergesellschaften IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern, (IAS 29) an. In der folgenden Tabelle sind das Datum der erstmaligen Anwendung von IAS 29 und die spezifischen Inputs aufgeführt, die zur Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Nettoposition der monetären Posten auf länderspezifischer Basis für das 1. Halbjahr 2023 verwendet werden. Die laufenden Umrechnungseffekte aus der Hyperinflationsbilanzierung und deren Effekte auf Vergleichsbeträge werden im Konzernzwischenabschluss der Gesellschaft im Übrigen Comprehensive Income (Loss) erfasst. Die sich daraus ergebenden Gewinne oder Verluste aus der Nettoposition der monetären Posten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise sonstigen betrieblichen Aufwendungen und in der Konzern-Kapitalflussrechnung der Gesellschaft in den sonstigen kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Inputs zur Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Nettoposition der monetären Posten

Argentinien Libanon Türkei
Datum der erstmaligen Anwendung von IAS 29 1. Juli 2018 31. Dezember 2020 30. Juni 2022
National Institute of Central Administration Turkish Statistical
Verbraucherpreisindex Statistics & Censuses of Statistics Institute
Index zum 30. Juni 2023 1.709,6 4.549,4 1.351,6
Anstieg im Kalenderjahr 51% 122% 20%
(Gewinn) Verlust aus der Nettoposition der
monetären Posten in TSD €
28.961 (1.154) 1.431

Der effektive Steuersatz von 29,4% für das 2. Quartal und 27,6% für das 1. Halbjahr 2023 (23,4% für das 2. Quartal und 23,7% für das 1. Halbjahr 2022) ermittelt sich auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes, der für das Gesamtjahr erwartet und auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Zwischenabschlusses angewendet wird.

Aus dem operativen Ergebnis für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 kann nicht notwendigerweise auf das operative Ergebnis für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr geschlossen werden.

Im Zusammenhang mit der Implementierung des neuen globalen Betriebsmodells der Gesellschaft, wie oben dargestellt, hat die Gesellschaft eine Neuallokation des Firmenwerts zu den Segmenten im Rahmen ihrer neuen Betriebsstruktur vorgenommen und die Auswirkungen dieser Neuallokation auf die Werthaltigkeit des Firmenwerts bewertet. Der Firmenwert, der den jeweiligen Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units - CGUs) zuzuordnen war, wurde direkt zugeordnet. Der verbleibende Firmenwert wurde den jeweiligen CGUs auf Basis des Durchschnitts des geplanten Gewinn- und Verlustbeitrags der CGUs der folgenden drei Jahre zugewiesen, um die Synergien zu berücksichtigen, die bei Care Enablement durch den Erwerb einer Einheit oder von Vermögenswerten in Care Delivery entstehen. In den Geschäftssegmenten wurde zum 1. Januar 2023 jeweils eine CGU bestimmt (Care Enablement und Care Delivery), ohne Hinweis auf eine Wertminderung.

Der Firmenwert zum 30. Juni 2023 betrug 15.423.273 € (1. Januar 2023: 15.791.181 €), davon entfielen 13.321.579 € (1. Januar 2023: 13.642.445 €) auf Care Delivery und 2.101.694 € (1. Januar 2023: 2.148.735 €) auf Care Enablement.

Im 1. Halbjahr 2023 erhöhte sich die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 um 43% auf 12.842.707 € (31. Dezember 2022: 8.969.649 €). Die Marktkapitalisierung bleibt jedoch unterhalb des Eigenkapitals der Anteilseigner der FMC AG & Co. KGaA, welches sich zum 30. Juni 2023 um 3% auf 13.528.217 € (31. Dezember 2022: 13.989.453 €) verringerte.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

In Anbetracht dessen, dass der Buchwert des Nettovermögens die Marktkapitalisierung der Gesellschaft übersteigt, eines Anstiegs der Zinssätze und anhaltender Unsicherheit im makroökonomischen Umfeld, hat die Gesellschaft die Auswirkungen auf die Impairment Tests, die für die Zwecke der Neuallokation des Firmenwerts zum 1. Januar 2023 durchgeführt wurden, überprüft. Die Gesellschaft verglich im 2. Quartal 2023 die Buchwerte ihrer CGUs, Care Delivery und Care Enablement, mit dem Nutzungswert der jeweiligen CGU, wobei die Free Cash Flows der bei der Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigten CGUs zum 1. Januar 2023 herangezogen wurden. Die Gesellschaft hat ihre Prognosen für die Free Cash Flows anhand der Ergebnisse der letzten verfügbaren Bewertungen aktualisiert. Die Projektionen wurden auf der Grundlage des Stands der laufenden Initiativen erstellt, ohne Berücksichtigung von Wachstum und Verbesserungen durch Initiativen im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Betriebsstruktur der Gesellschaft und Maßnahmen zur Erzielung von Kosteneinsparungen (Programm FME25), die zum 30. Juni 2023 noch nicht angelaufen waren sowie unter Ausschluss künftiger Cash Flows im Zusammenhang mit den Vermögenswerten, die in Verbindung mit der in Anmerkung 3 dargestellten geplanten Veräußerung als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Hauptannahmen der Berechnung der Nutzungswerte, die auf der Grundlage des zum 30. Juni 2023 durchgeführten Impairment Tests dargestellt werden.

Hauptannahmen

in %
Care Delivery Care Enablement
Durchschnittliches Umsatzwachstum über den Zehnjahres-Planungshorizont mittlerer einstelliger
Bereich
mittlerer einstelliger
Bereich
Durchschnittliches EBIT-Wachstum über den Zehnjahres-Planungshorizont (1) hoher einstelliger
Bereich
niedriger dreistelliger
Bereich
Wachstumsrate in der ewigen Rente 1,00 1,00
Vor-Steuer WACC 9,62 8,80
Nach-Steuer WACC 7,35 6,65

(1) Das durchschnittliche EBIT-Wachstum für Care Enablement wird durch negative EBIT-Prognosen im Jahr 2023 beeinflusst, die in erster Linie auf bestimmte strategische Programme zurückzuführen sind, und wird durch positives Wachstum in zukünftigen Perioden ausgeglichen.

Für eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise beim Impairment Test siehe Anmerkungen 1 g) und 2 a) im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2022. Zum 30. Juni 2023 wurde der Impairment Test für unsere neuen Geschäftssegmente (Care Delivery und Care Enablement) durchgeführt. Die Bewertung ergab keinen Hinweis auf eine Wertminderung zum 30. Juni 2023. Das Management beobachtet die Situation weiterhin.

Der erzielbare Betrag der Gruppe der CGUs Care Enablement überstieg den Buchwert zum 30. Juni 2023 um 1.210.311 €. Auf der Grundlage der durchgeführten Bewertung ergaben die Sensitivitätsanalysen für diese CGU, dass kein Wertminderungsaufwand erfasst werden müsste, auch dann nicht, wenn der Nach-Steuer-Diskontierungssatz in Höhe von 6,7% um 11% steigen würde.

Die operative Marge müsste in jedem Projektionsjahr um 1,31 Prozentpunkte für Care Enablement sinken, damit der erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entspricht.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Umsatzkosten in Höhe von 100.486 € im 2. Quartal 2022 und 184.727 € im 1. Halbjahr 2022 aus den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten herausgenommen, um diese Aufwendungen angemessener darzustellen und diese Beträge in Übereinstimmung mit der Art und Weise, wie das Management die neuen Geschäftssegmente ab 1. Januar 2023 parallel zur Transformation der Geschäftssegmente der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Programm FME25 überprüft. Diese Überarbeitung war das Ergebnis einer Bewertung der internen und externen Berichterstattung durch das Management mit dem Ziel, die Transparenz zu erhöhen und die Finanzinformationen, die nach Ansicht des Managements für das Verständnis der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft relevanter ist, anzugleichen. Diese Bewertung führte zu einer freiwilligen Verfeinerung der Richtlinie der Gesellschaft hinsichtlich der Darstellung bestimmter Aufwendungen, wobei die Klassifizierung der Aufwendungen auf der Grundlage eines konzernweiten Kostenstellenansatzes erfolgt. Hierbei werden Aufwendungen, die auf die Erbringung von Dienstleistungen ausgerichtet sind und mit der Erzielung von Umsatzerlösen verbunden sind, den Umsatzkosten zugeordnet und Aufwendungen, die auf Verwaltungsfunktionen und -aktivitäten ausgerichtet sind, den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet.

Darüber hat sich die Gesellschaft dafür entschieden, sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung freiwillig separat auszuweisen. Im 2. Quartal 2022 wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 110.387 € und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 221.445 € aus den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten herausgenommen (im 1. Halbjahr 2022: 239.244 € und 347.329 €), um der Berichterstattung des aktuellen Jahres zu entsprechen, die im Zusammenhang mit dem

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Programm FME25 überarbeitet wurde, um die externe Berichterstattung mit der Art und Weise, wie das Management die Ergebnisse der Gesellschaft überprüft, zu harmonisieren, und um den Nutzern des Konzernabschlusses relevantere Informationen zu liefern. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beinhalten unter anderem Wechselkursgewinne und -verluste, Gewinne und Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen und aus dem Verkauf von Anlagevermögen und Kliniken, die Auswirkungen der Neubewertung bestimmter Beteiligungen sowie bestimmte Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit bestimmten strategischen Veräußerungsprogrammen. Für weitere Informationen zu den wesentlichen Bestandteilen der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen siehe Anmerkung 4 c).

Am 2. August 2023 genehmigte der Vorstand die Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses der Gesellschaft.

Neue Verlautbarungen

Neu angewendete Rechnungslegungsverlautbarungen

Im 1. Halbjahr 2023 wurden die IFRS-Rechnungslegungsstandards zugrunde gelegt, die für die Zwischenberichterstattungen anzuwenden sind, die am 1. Januar 2023 beginnen. Im 1. Halbjahr 2023 hat die Gesellschaft den folgenden neuen Standard, der für ihre Geschäftstätigkeit relevant ist, erstmals angewendet:

IFRS 17, Versicherungsverträge (IFRS 17)

Im Mai 2017 verabschiedete das IASB IFRS 17. Im Juni 2020 und Dezember 2021 wurden Änderungen dazu veröffentlicht. IFRS 17 regelt die Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Anhangangaben für ausgegebene Versicherungsverträge. IFRS 17 ersetzt IFRS 4, Versicherungsverträge, welcher 2004 als vorübergehend gültiger Standard erlassen wurde. Dieser ließ eine Übernahme der angewendeten nationalen Bilanzierungsvorschriften für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS-Rechnungslegungsstandards zu. Infolgedessen war die Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen nicht gegeben. IFRS 17 beseitigt die Unterschiede in der Praxis, indem er vorschreibt, dass alle Versicherungsverträge unter Verwendung aktualisierter Schätzungen und Annahmen bilanziert werden, die den Zeitpunkt der Zahlungsströme und alle Unsicherheiten im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen widerspiegeln.

Die Gesellschaft bietet einem Krankenversicherer für Nierenerkrankungen im Endstadium eine Rückversicherung an. Die Prämieneinnahmen werden im Laufe des Jahres auf der Grundlage des Schadenverlaufs vereinnahmt. Für diesen Rückversicherungsvertrag wendet die Gesellschaft den Prämienallokationsansatz (PPA) nach IFRS 17 an, da der Deckungszeitraum ein Jahr oder weniger beträgt. Beim erstmaligen Ansatz der Deckungsrückstellung für eingetretene Schadenereignisse bleiben die Schätzungs- und Bewertungsverfahren im Vergleich zur Anwendung von IFRS 4 unverändert. Die Folgebewertung der Versicherungsverbindlichkeiten basiert auf den geschätzten Kosten für die Regulierung der eingetretenen, aber noch nicht erfassten Schadenereignisse (incurred, but not yet recorded - IBNR). Die Schätzung der IBNR erfolgt auf der Grundlage der tatsächlich gezahlten Schadenzahlungen und der Anwendung historischer Schadenabwicklungsfaktoren, die die Auswirkungen sowohl inflationärer als auch sozioökonomischer Faktoren umfassen können, sowie unter Verwendung von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit, die um aktuelle Trends und andere Faktoren, die die Erfahrungen aus der Vergangenheit verändern würden, bereinigt werden. In Bezug auf die Bewertung der Deckungsrückstellung für noch nicht eingetretene Deckungszusagen entspricht die Deckungsrückstellung den erhaltenen Prämienzahlungen abzüglich der Zahlungen für Abschlusskosten. Alle Zahlungen für Abschlusskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand verbucht. Die Gesellschaft berücksichtigt bei der Bewertung der Deckungsrückstellung für eingetretene Schadenereignisse die Auswirkungen und den Zeitwert des Geldes nicht, da erwartet wird, dass der damit verbundene Cash Flow innerhalb eines Jahres oder weniger ab dem Zeitpunkt des Eintritts der Ansprüche gezahlt oder erhalten wird. Die Gesellschaft erhält keine Prämien im Voraus. Folglich ist die Haftung für die verbleibende Deckung gleich Null.

Die Gesellschaft hat zum Zeitpunkt der Umstellung aufgrund der Undurchführbarkeit der Erhebung von Cash-Flow-Schätzungen und Risikoanpassungen für nichtfinanzielle Risiken zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes des Rückversicherungsvertrags den modifizierten retrospektiven Ansatz angewendet. Die Umsatzrealisierung der erhaltenen Prämien aus Versicherungsverträgen basiert auf dem Zeitablauf. Mit der Anwendung von IFRS 17 hat sich die Umsatzrealisierung nicht geändert. IFRS 17 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Verbindlichkeiten, das Konzernergebnis oder die Gewinnrücklagen der Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf den Rückversicherungsvertrag der Gesellschaft. Für weitere Informationen zu Umsatzerlösen aus Versicherungsverträgen siehe Anmerkung 4 a).

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des alleinigen Portfolios an Versicherungsverträgen der Gesellschaft, die die in der Konzern-Bilanz innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen konzernfremde Dritte ausgewiesenen Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen zum 30. Juni 2023 gemäß IFRS 17 überleitet:

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen

in TSD €
2023
Barwert der
künftigen
Cash Flows
Risiko
anpassung
für nicht
finanzielles
Risiko
Gesamt
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen
zum 1. Januar
18.085 (1.801) 16.284
Eingetretene Schadenereignisse und andere direkt zurechenbare Kosten (152.011) 545 (151.466)
Änderungen, die sich auf vergangene Leistungen beziehen - Änderungen
der Erfüllungs-Cash Flows in Bezug auf LIC
(9.964) (9.964)
Bezahlte Schadensansprüche und andere direkt zurechenbare Kosten 5.473 5.473
Erhaltene Prämien 297.222 297.222
Fremdwährungsumrechnung und sonstige Veränderungen (1.014) 31 (983)
Forderungen (Verbindlichkeiten) aus Versicherungsverträgen
zum 30. Juni 157.791 (1.225) 156.566

2. Akquisitionen, Unternehmenszusammenschlüsse, Beteiligungen, Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Investitionen in Fremdkapitalinstrumente sowie Desinvestitionen und Veräußerung von Fremdkapitalinstrumenten

Die Gesellschaft hat im 1. Halbjahr 2023 Akquisitionen, Beteiligungen, den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten sowie Investitionen in Fremdkapitalinstrumente in Höhe von 76.728 € getätigt (im 1. Halbjahr 2022: 150.367 €).

Am 24. August 2022 (Erwerbszeitpunkt) vollzog die Gesellschaft einen Unternehmenszusammenschluss zwischen Fresenius Health Partners, Inc. (FHP), dem Geschäftsbereich für wertbasierte Versorgung der 100%igen Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care Holdings, Inc., InterWell Health LLC, einem Nephrologen-Netzwerk, das Innovationen im Bereich der Nierenversorgung in den USA vorantreibt, und Cricket Health, Inc. (Cricket), einem USamerikanischen Anbieter von wertbasierter Nierenversorgung mit einer Plattform zur Information und Einbindung von Patient*innen. Das neue Unternehmen InterWell Topco L.P. (NewCo) firmiert unter dem Markennamen InterWell Health (InterWell Health).

Dieser Unternehmenszusammenschluss wurde als nicht zahlungswirksame Transaktion durchgeführt.

Die Einbringung des Nettovermögens von InterWell Health LLC und Cricket wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Die Einbringung des Nettovermögens von FHP durch die Gesellschaft wurde unter gemeinsamer Beherrschung zum jeweiligen Buchwert zum Erwerbszeitpunkt erfasst und die Verringerung der gehaltenen Anteile der Gesellschaft an FHP, als Gegenleistung für erhaltenes Nettovermögen von InterWell Health LLC und Cricket, wurde als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Nach Vollzug des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses hält die Gesellschaft etwa 75% an NewCo. Die früheren Eigentümer von Cricket und InterWell Health LLC halten etwa 17% beziehungsweise 8% als nicht beherrschende Anteile an NewCo.

Die Gesellschaft befindet sich im Prozess, die für die Kaufpreisallokation erforderlichen Informationen zu überprüfen und zu vervollständigen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die endgültige Allokation der Kapitalzinsen. Jegliche Anpassungen der Akquisitionsbilanzierung, abzüglich der damit verbundenen Einkommenssteuerauswirkungen, werden innerhalb eines Jahres ab dem Erwerbszeitpunkt mit einer entsprechenden Anpassung des Firmenwerts erfasst. Der ursprünglich erfasste Firmenwert in Zusammenhang mit der Transaktion betrug 703.070 US\$ (707.742 €). Aufgrund von Änderungen der Kaufpreisallokation wurde dieser im 4. Quartal 2022 um 43.519 US\$ (43.809 €) reduziert.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

3. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Veräußerungsgruppe

Im 1. Halbjahr 2023 beschloss das Management der Gesellschaft einen Plan zur Veräußerung ihres Gesundheitsdienstleistungsgeschäfts innerhalb von Care Delivery in den folgenden Ländern oder Regionen:

  • die Gesellschaft unterzeichnete im Rahmen ihres Programms FME25 eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer lokalen Dialysedienstleistungsunternehmen an einen Betreiber von Privatkliniken und anderen medizinischen Einrichtungen in Ungarn, die am 11. Juli 2023 abgeschlossen wurde; und
  • die Gesellschaft unterzeichnete im Zusammenhang mit ihrem Programm zur Optimierung des Bestandsportfolios (wie unten definiert) eine Vereinbarung über den Verkauf von 51 ihrer Dialysekliniken im südlichen Afrika an eine südafrikanische Krankenhausgruppe.

Transaktionen, die zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht abgeschlossen sind, bedürfen noch behördlicher Genehmigungen, werden aber voraussichtlich innerhalb eines Jahres nach dem Berichtsdatum abgeschlossen sein.

Für die vereinbarte Veräußerung von Ungarn wurde unmittelbar vor der Klassifizierung dieser Veräußerungen als zur Veräußerung gehalten Wertminderungsaufwand in Höhe von 11.892 € erfasst, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist (für weitere Informationen siehe Anmerkung 4). Die Buchwerte der Vermögenswerte in der Veräußerungsgruppe für die geplante Veräußerung von Ungarn werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten erfasst. Der beizulegende Zeitwert beträgt insgesamt 2.432 € für diese Transaktion, wurde für die nicht wiederkehrende Bewertung unter Verwendung des vorläufigen Kaufpreises bestimmt und als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingeordnet. Die geplante Veräußerung des Kliniknetzwerks der Gesellschaft im südlichen Afrika führte nicht zu einem Wertminderungsaufwand und die Vermögenswerte werden zu ihrem Buchwert ausgewiesen. Zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 wurden die folgenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur Veräußerung gehalten klassifiziert:

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe

in TSD €
30. Juni
2023
31. Dezember
2022
Sachanlagen 5.622
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen 6.978
Firmenwert (1) 26.633
Sonstige 8.943
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 48.176
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 11.739
Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten 5.090
Verbindlichkeiten i. Zshg. m. zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 16.829

(1) Der Firmenwert wurde der Veräußerungsgruppe auf Basis des relativen beizulegenden Zeitwerts zugeordnet.

Zum 30. Juni 2023 beliefen sich die im übrigen Comprehensive Income erfassten kumulierten Währungsumrechnungsgewinne im Zusammenhang mit der Veräußerungsgruppe auf 4.220 €.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Aufgrund der Änderung der operativen Struktur der Gesellschaft sowie der Einführung von IFRS 17 hat die Gesellschaft die nachstehenden Finanzinformationen des Vorjahres angepasst, um der Darstellung des laufenden Jahres zu entsprechen.

Die Gesellschaft hat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 und 2022 folgende Umsatzerlöse ausgewiesen:

Umsatzerlöse

in TSD €

Umsatzerlöse
aus Verträgen
mit Kunden
Umsatzerlöse aus
Versicherungs
verträgen
Umsatzerlöse aus
Leasingverträgen
Summe
2. Quartal 2023
Gesundheitsdienstleistungen 3.671.802 156.826 3.828.628
Gesundheitsprodukte 987.464 9.184 996.648
Gesamt 4.659.266 156.826 9.184 4.825.276
2. Quartal 2022
Gesundheitsdienstleistungen 3.640.283 141.637 3.781.920
Gesundheitsprodukte 949.726 25.034 974.760
Gesamt 4.590.009 141.637 25.034 4.756.680
1. Halbjahr 2023
Gesundheitsdienstleistungen 7.244.137 297.222 7.541.359
Gesundheitsprodukte 1.964.033 24.102 1.988.135
Gesamt 9.208.170 297.222 24.102 9.529.494
1. Halbjahr 2022
Gesundheitsdienstleistungen 7.132.798 255.929 7.388.727
Gesundheitsprodukte 1.861.708 54.614 1.916.322
Gesamt 8.994.506 255.929 54.614 9.305.049

Die folgende Tabelle stellt eine Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 und 2022 dar:

Aufgliederung von Umsatzerlösen nach Kategorien

in TSD €

2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Care Delivery
US 3.119.875 3.066.295 6.122.591 5.996.233
International 752.667 755.287 1.505.498 1.472.738
Gesamt (1) 3.872.542 3.821.582 7.628.089 7.468.971
Care Enablement
Gesamt (einschließlich Umsatzerlösen zwischen den
Segmenten) (1)
1.324.740 1.318.297 2.635.269 2.585.566
Eliminierungen zwischen den Segmenten (372.006) (383.199) (733.864) (749.488)
Gesamt Care Enablement Umsatzerlöse mit Dritten 952.734 935.098 1.901.405 1.836.078
Gesamt 4.825.276 4.756.680 9.529.494 9.305.049

(1) Für weitere Informationen zu den Segmentumsätzen siehe Anmerkung 13.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

b) Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im 1. Halbjahr 2023 in Höhe von 112.944 € (im 1. Halbjahr 2022: 105.091 €) sind neben den Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten auch die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 4.856 € (im 1. Halbjahr 2022: 4.150 €) enthalten.

c) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Beträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 und 2022 dar:

Sonstige betriebliche Erträge

in TSD €

2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Wechselkursgewinne 53.842 89.532 125.981 195.152
Gewinne aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem
Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen
11.949 7.721 25.574 21.815
Neubewertung bestimmter Beteiligungen (4.318) 14.968
Sonstige 14.357 13.134 26.778 22.277
Sonstige betriebliche Erträge 75.830 110.387 193.301 239.244

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TSD €
2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Wechselkursverluste 70.011 100.970 154.413 202.386
Verluste aus Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen, aus dem
Verkauf von Sachanlagen, Kliniken und Beteiligungen
8.130 10.177 18.669 20.504
Neubewertung bestimmter Beteiligungen 74.934 78.383
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen 32.015 3.696 115.454 3.696
Sonstige 22.109 31.668 39.005 42.360
Sonstige betriebliche Aufwendungen 132.265 221.445 327.541 347.329

In der Position "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die geplanten Veräußerungen und die damit verbundenen Wertminderungen bestimmter Geschäftsbereiche im Zusammenhang mit strategischen Programmen wie der Optimierung des Bestandsportfolios (unten definiert) und dem Programm FME25 enthalten. Für weitere Informationen zu den geplanten Veräußerungen und den damit verbundenen Wertminderungen siehe Anmerkung 3. In Übereinstimmung mit der Entscheidung der Gesellschaft, wie in Anmerkung 1 oben beschrieben, Wertminderungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen, werden diese Aufwendungen, die sich auf die Umsatzkosten, die Vertriebs- und Verwaltungskosten oder die Forschungs- und Entwicklungskosten beziehen, nun in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die "Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen" bestehen hauptsächlich aus:

  • Aufwendungen im Zusammenhang mit strategischen Veräußerungen, die bei der Überprüfung unseres Geschäftsportfolios identifiziert wurden, hauptsächlich aufgrund des Ausstiegs aus nicht nachhaltigen Märkten und Nicht-Kerngeschäftsbestandteilen sowie der Einstellung bestimmter Forschungs- und Entwicklungsprogramme, um eine gezieltere Kapitalallokation auf Bereiche in unserem Kerngeschäft zu ermöglichen, von denen ein höheres profitables Wachstum erwartet wird, einschließlich der Einstellung eines Entwicklungsprogramms für einen Dialysecycler und der Veräußerung des Kliniknetzwerks der Gesellschaft im südlichen Afrika im Jahr 2023 (Optimierung des Bestandsportfolios),
  • bestimmte Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Programm FME25, und
  • bestimmte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung ihrer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die derzeit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden (Rechtsformwechsel-Kosten).

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Die Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen setzten sich im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 und 2022 wie folgt zusammen:

Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und Programmen

in TSD € 2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Optimierung des Bestandsportfolios 11.022 94.461
Ausbuchung von aktivierten Entwicklungskosten und
Abwicklungskosten (1)
(826) 58.287
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen (2)
10.724 35.050
Sonstige 1.124 1.124
Programm FME25 14.290 3.696 14.290 3.696
Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen (2)
2.398 3.696 2.398 3.696
Wertminderung aus der Bewertung von zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten (2)
11.892 11.892
Rechtsformwechselkosten 6.703 6.703
Aufwendungen aus strategischen Transaktionen und
Programmen
32.015 3.696 115.454 3.696

(1) Hauptsächlich Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

(2) Hauptsächlich Umsatzkosten und Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten.

Für weitere Informationen zur als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe siehe Anmerkung 3.

d) Ergebnis je Aktie

Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Zähler und Nenner für die Ermittlung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2023 und 2022 dar:

Überleitung Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert)

in TSD €, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

2. Quartal 1. Halbjahr
2023 2022 2023 2022
Zähler
Konzernergebnis (Ergebnis, das auf die Anteilseigner der
FMC AG & Co. KGaA entfällt) 140.359 147.140 226.721 304.501
Nenner
Durchschnittlich ausstehende Aktien
Potenziell verwässernde Aktien
293.413.449
293.145.413
293.413.449
293.076.643
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,48 0,50 0,77 1,04
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,48 0,50 0,77 1,04

e) Auswirkungen von Covid-19

Die Gesellschaft bietet lebenserhaltende Dialysebehandlungen und andere wichtige Gesundheitsdienstleistungen und -produkte für Patient*innen an. Die Patient*innen der Gesellschaft benötigen regelmäßige und häufige Dialysebehandlungen, andernfalls sind sie mit erheblichen negativen gesundheitlichen Folgen konfrontiert, die zu einem Krankenhausaufenthalt oder zum Tod führen können. Um die Versorgung ihrer Patient*innen angesichts Covid-19 fortsetzen zu können, beschloss die Gesellschaft, eine Reihe operativer und finanzieller Maßnahmen zu ergreifen, um ausreichend Personalkapazität aufrecht zu erhalten, durch erweiterte Protokolle für persönliche Schutzausrüstung zum Schutz von Patient*innen und Beschäftigten beizutragen, und Kapazitäten für einen kurzfristigen Anstieg an potenziellen oder bestätigten Covid-19-Infizierten aufzubauen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft aufgrund der Pandemie einen Verlust von Umsatzerlösen in bestimmten Bereichen ihres Geschäfts verzeichnet, der teilweise durch eine erhöhte Nachfrage nach ihren Dienstleistungen und Produkten in anderen Teilen ausgeglichen wurde. Verschiedene Regierungen haben in Regionen, in denen die Gesellschaft tätig ist, wirtschaftliche Hilfsprogramme zur Bewältigung der Folgen der Pandemie für Unternehmen und zur Unterstützung von Gesundheitsdienstleistern und Patient*innen bereitgestellt.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Die Gesellschaft erfasste im 1. Halbjahr 2023 2.694 € (im 1. Halbjahr 2022: 181.404 €) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für staatliche Hilfsgelder in verschiedenen Regionen, in denen sie tätig ist. Zusätzlich zu den angefallenen Kosten, die in verschiedenen Ländern für die staatlichen Zuschüsse in Frage kommen, war die Gesellschaft von den Auswirkungen von Covid-19 auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte betroffen, sowie durch Effekte im Zusammenhang mit Lockdowns. Im 1. Halbjahr 2022 erhielt die Gesellschaft 232.175 US\$ (212.344 €) an zusätzlichen Mitteln des US-Gesundheitsministeriums, die für von der Covid-19-Pandemie betroffene Gesundheitsdienstleister verfügbar sind. Im 1. Halbjahr 2023 hat die Gesellschaft keine zusätzlichen Mittel vom US-Gesundheitsministerium erhalten. Der verbleibende Betrag der erhaltenen Hilfsgelder der US-Regierung, der im Rechnungsabgrenzungsposten erfasst wurde, betrug zum 30. Juni 2023 741 US\$ (682 €) (31. Dezember 2022: 6.104 US\$ (5.723 €)).

5. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Fresenius SE ist mit einer Beteiligung von 32,2% der Anteile der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 deren größte Anteilseignerin. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung ist die alleinige Anteilseignerin der Fresenius Management SE, persönlich haftende Gesellschafterin der Fresenius SE, und hat die alleinige Befugnis, den Aufsichtsrat der Fresenius Management SE zu wählen. Die Gesellschaft hat verschiedene Vereinbarungen in Bezug auf den Kauf und Verkauf von Dienstleistungen und Produkten mit der Fresenius SE, Tochtergesellschaften der Fresenius SE und mit assoziierten Unternehmen der Gesellschaft geschlossen. Diese Vereinbarungen werden im Abschnitt a) beschrieben. Im Abschnitt b) werden die Leasingverhältnisse mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften erläutert. Die Konditionen für Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus diesem Kauf und Verkauf von Produkten, Leasingverhältnissen sowie diesen Dienstleistungsvereinbarungen entsprechen grundsätzlich den gewöhnlichen Geschäftsbedingungen der Gesellschaft mit Dritten und die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass diese Vereinbarungen marktübliche Bedingungen widerspiegeln. Die Gesellschaft weist die wirtschaftliche Angemessenheit ihrer Vereinbarungen mit nahestehenden Personen und Gesellschaften mithilfe verschiedener Methoden nach. Die Konditionen für Darlehen und Anleihen, wie in dem folgenden Abschnitt c) beschrieben, werden zum Zeitpunkt, an dem die Transaktion geschlossen wurde, festgelegt und entsprechen dem aktuellen Marktzinssatz zum Zeitpunkt der Transaktion. Im Abschnitt d) werden die Beziehungen der Gesellschaft zu Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management erläutert.

a) Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte

Die Gesellschaft hat mit der Fresenius SE und einigen Tochtergesellschaften der Fresenius SE Dienstleistungsvereinbarungen geschlossen. Sie umfassen unter anderem Verwaltungsdienstleistungen, Management-Informationsdienstleistungen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Versicherungen, IT-Dienstleistungen und Steuer- und Finanzdienstleistungen. Die oben genannten Vereinbarungen haben in der Regel eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren und werden im Bedarfsfall bei Fälligkeit neu verhandelt. Für ein assoziiertes Unternehmen führt die Gesellschaft auch administrative Tätigkeiten aus.

Die Gesellschaft verkauft Produkte an die Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften und bezieht Produkte bei Tochtergesellschaften der Fresenius SE und assoziierten Unternehmen. Außerdem bezieht Fresenius Medical Care Holdings, Inc. (FMCH) das Produkt Heparin über einen unabhängigen Beschaffungsverband von der Fresenius Kabi USA, Inc. (Kabi USA). Kabi USA ist eine indirekte, hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE. Die Gesellschaft hat keinen direkten Liefervertrag mit Kabi USA und bestellt nicht direkt bei Kabi USA. FMCH tätigt die Heparin-Einkäufe bei Kabi USA zu marktüblichen Konditionen, was von dem Beschaffungsverband im Namen aller seiner Mitglieder ausgehandelt wurde.

Im Dezember 2010 gründete die Gesellschaft mit Galenica Ltd. (jetzt bekannt als CSL Vifor) das pharmazeutische Unternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd., ein assoziiertes Unternehmen, an dem die Gesellschaft 45% der Anteile hält. Die Gesellschaft hat exklusive Liefervereinbarungen über den Einkauf von bestimmten Pharmazeutika sowie bestimmte exklusive Vertriebsvereinbarungen mit Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. abgeschlossen.

Unter der Teilnahme an einem Versorgungsmodell für Behandlungen des chronischen Nierenversagens (End-Stage Renal Disease, ESRD) der CMS hat die Gesellschaft mit teilnehmendem ärztlichen Fachpersonal Gesellschaften, sogenannte Organisationen für die nahtlose Versorgung von Patient*innen mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD Seamless Care Organizations, ESCOs), gegründet. Dieses Zahlungs- und Versorgungsmodell zielt auf eine Verbesserung der Gesundheit von Medicare Patient*innen mit chronischem Nierenversagen bei gleichzeitiger Kostensenkung der CMS ab. Die Gesellschaft hat Teilnahme- und Dienstleistungsvereinbarungen mit den ESCOs abgeschlossen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Es wird erwartet, dass diese ESCOs im 2. Halbjahr 2023 aufgelöst werden.

Im Oktober 2019 veröffentlichten die CMS eine Aufforderung zur Einreichung von Anträgen für die Teilnahme an ihrem neuen Modell Comprehensive Kidney Care Contracting (CKCC). Im Rahmen des CKCC-Modells nehmen Gesundheitsdienstleister im Bereich der Nierengesundheit teil, indem sie eine sogenannte Kidney Care Entity (KCE) bilden. Über die KCE übernehmen die Gesundheitsdienstleister im Bereich der Nierengesundheit die Verantwortung für die Gesamtkosten und die Qualität der Versorgung von Medicare-Leistungsempfängern mit chronischen

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Nierenerkrankungen der Stufen 4 und 5 oder mit chronischem Nierenversagen. Um teilnehmen zu können, müssen die KCEs Nephrolog*innen und Transplantationsdienstleister umfassen, wobei auch Dialyseanbieter und andere Dritte teilnehmen können. Zum 30. Juni 2023 hat die Gesellschaft in 24 KCEs teilgenommen (31. Dezember 2022: 20). Die Gesellschaft hat mit diesen KCEs, die als Beteiligungen nach der Equity-Methode bilanziert werden, Teilnahme-/Dienstleistungsverträge abgeschlossen. Aufgrund der Ungewissheit über die von den CMS zu erstattenden Beträge verbucht die Gesellschaft die Einnahmen für diese KCEs im Nachhinein, sobald eine Abstimmung der Erstattungsbeträge durch die CMS erfolgt ist.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen, einschließlich der daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

Dienstleistungsvereinbarungen und Produkte mit nahestehenden Unternehmen

in TSD €

1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022 30. Juni 2023 31. Dezember 2022
Erbrachte
Lieferungen
und Leis
tungen
Empfangene
Lieferungen
und Leis
tungen
Erbrachte
Lieferungen
und Leis
tungen
Empfangene
Lieferungen
und Leis
tungen
Forde
rungen
Verbindlich
keiten
Forde
rungen
Verbindlich
keiten
Dienstleistungs
vereinbarungen (1)
Fresenius SE 73 20.196 68 22.974 4.001 26 2.820
Tochtergesellschaften der
Fresenius SE
5.972 34.602 2.084 47.047 928 7.014 1.168 8.585
Assoziierte Unternehmen (2) (1.213) 26.614 62.964 120.507
Gesamt 4.832 54.798 28.766 70.021 63.892 11.015 121.701 11.405
Produkte
Tochtergesellschaften der
Fresenius SE
35.641 21.414 31.210 19.320 18.627 9.344 16.078 5.826
Assoziierte Unternehmen 245.697 207.747 77.827 73.563
Gesamt 35.641 267.111 31.210 227.067 18.627 87.171 16.078 79.389

(1) Zusätzlich zu den oben dargestellten Verbindlichkeiten beliefen sich die Rückstellungen für Dienstleistungsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen zum 30. Juni 2023 auf 6.501 € (31. Dezember 2022: 6.520 €).

(2) Im 1. Halbjahr 2023 enthielten die erbrachten Lieferungen und Leistungen an assoziierte Unternehmen eine Anpassung in Höhe von 4.683 US\$ (4.334 €) an die im Zusammenhang mit den KCEs der Gesellschaft erhaltenen Einsparungen, die auf einer Anpassung der von den CMS berechneten Einsparungsrate für das erste Leistungsjahr beruhte.

b) Mietverträge

Zusätzlich zu den oben angeführten Dienstleistungsvereinbarungen und Produkten mit nahestehenden Unternehmen hat die Gesellschaft Mietverträge für Immobilien mit der Fresenius SE und deren Tochtergesellschaften abgeschlossen, die vorwiegend die Konzernzentrale in Bad Homburg v. d. Höhe (Deutschland) und die Produktionsstandorte Schweinfurt und St. Wendel (Deutschland) beinhalten. Die Mietverträge haben Laufzeiten bis zum Ende des Jahres 2032 und werden auch nach dem Rechtsformwechsel fortbestehen. Für weitere Informationen zum Rechtsformwechsel siehe Anmerkung 14.

Es folgt eine Übersicht der oben dargestellten Leasingverhältnisse mit nahestehenden Unternehmen.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

in TSD €
1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022 30. Juni 2023 31. Dezember 2022
Ab
schreibung
Zins
aufwand
Miet
aufwand (1)
Ab
schreibung
Zins
aufwand
Miet
aufwand (1)
Nutzungs
rechte aus
Leasing
verhältnissen
Verbindlich
keiten aus
Leasing
verhältnissen
Nutzungs
rechte aus
Leasing
verhältnissen
Verbindlich
keiten aus
Leasing
verhältnissen
Fresenius SE
Tochter
4.457 704 200 4.066 268 741 37.417 38.315 38.688 39.626
gesellschaften der
Fresenius SE
8.906 654 6.858 491 111.007 112.582 112.684 114.077
Gesamt 13.363 1.358 200 10.924 759 741 148.424 150.897 151.372 153.703

Mietverträge mit nahestehenden Unternehmen

(1) Kurzfristige Leasingverhältnisse und Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen sowie Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte sind von der bilanziellen Erfassung ausgenommen.

c) Finanzierung

Die Gesellschaft erhielt kurzfristige Darlehen von der Fresenius SE und gewährte in vergangenen Perioden kurzfristige Darlehen an die Fresenius SE. Im Februar 2023 beendete die Gesellschaft die Teilnahme am Cash Management System der Fresenius SE, welches zuvor zur Verrechnung bestimmter konzerninterner Forderungen sowie Verbindlichkeiten mit Tochtergesellschaften und anderen nahestehenden Unternehmen genutzt wurde. Die Gesellschaft führte im März 2023 ein eigenes Cash Management System ein. Zum 31. Dezember 2022 hatte die Gesellschaft Forderungen aus dieser kurzfristigen Finanzierung gegen die Fresenius SE in Höhe von 1.477 €. Die Verzinsung für diese Cash Management Transaktionen wurden täglich angepasst und basierten für die entsprechende Währung auf den jeweiligen Referenzsätzen, mit einer Untergrenze von Null, für täglich fällige Geldeinlagen.

Am 19. August 2009 und am 28. November 2013 erhielt die Gesellschaft von der persönlich haftenden Gesellschafterin ein unbesichertes Darlehen in Höhe von jeweils 1.500 €. Die Fälligkeitstermine wurden periodisch verlängert und im Jahr 2022 zu einem Darlehen mit einem Zinssatz von 1,3348% zusammengefasst. Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels hat die Management AG das Recht, die aufgenommenen Beträge jederzeit zu erhalten. Für weitere Informationen zum Rechtsformwechsel siehe Anmerkung 14.

Die Gesellschaft und die Fresenius SE haben vereinbart, die unbestätigte revolvierende Kreditlinie mit Wirkung zum Zeitpunkt des Rechtsformwechsels zu kündigen. Für weitere Informationen zu dieser Kreditvereinbarung siehe Anmerkung 7.

Zum 31. Dezember 2022 erhielt die Gesellschaft von der Fresenius SE ein Darlehen in Höhe von 1.000 € zu einem Zinssatz von 2,468%. Für weitere Informationen zu diesen Darlehen siehe Anmerkung 7.

d) Personen und Unternehmen in einer Schlüsselposition im Management

Aufgrund der Rechtsform der Gesellschaft als KGaA bekleidet die Management AG als persönlich haftende Gesellschafterin eine Schlüsselposition im Management der Gesellschaft. Daneben stehen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats als Inhaber von Schlüsselpositionen im Management sowie deren enge Familienangehörige der Gesellschaft nahe.

Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass der Management AG als persönlich haftende Gesellschafterin alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit einschließlich der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands erstattet werden. Für ihre Geschäftsführungstätigkeit erhielt die Management AG im 1. Halbjahr 2023 insgesamt 16.046 € (im 1. Halbjahr 2022: 14.367 €). Zum 30. Juni 2023 hatte die Gesellschaft Forderungen gegen die Management AG in Höhe von 4.799 € (31. Dezember 2022: 816 €). Zum 30. Juni 2023 hatte die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber der Management AG in Höhe von 719 € (31. Dezember 2022: 27.289 €).

Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels wird die persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft ausscheiden und keinen Anspruch mehr auf Erstattung der Vergütung ihrer Organmitglieder (mit Ausnahme etwaiger ausstehender Beträge für Tätigkeiten vor dem Wirksamwerden des Rechtsformwechsels) haben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der FME AG und des Vorstands der FME AG, als Personen in einer Schlüsselposition im Management, sowie deren nahe Angehörige werden als nahe stehende Personen der FME AG angesehen. Für weitere Informationen zum Rechtsformwechsel siehe Anmerkung 14.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

6. Vorräte

Zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

Vorräte

in TSD €
30. Juni
2023
31. Dezember
2022
Fertige Erzeugnisse 1.406.390 1.310.995
Verbrauchsmaterialien 477.963 553.821
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 318.815 306.994
Unfertige Erzeugnisse 132.272 124.404
Vorräte 2.335.440 2.296.214

7. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 setzten sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TSD €
30. Juni
2023
31. Dezember
2022
Commercial Paper Programm 831.934 495.424
Kurzfristige Darlehen 69.328 169.511
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 72 78
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten 901.334 665.013
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (siehe
Anmerkung 5 c)) 3.000 4.000
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 904.334 669.013

Die Gesellschaft und einige Tochtergesellschaften verfügen über ein Cash Management System mit einem währungsübergreifenden Notional Pooling. Hierbei werden sowohl Euro als auch Fremdwährungsbeträge innerhalb des Cash Pools gegeneinander aufgerechnet, ohne physisch auf ein Cash Pool Konto transferiert zu werden. Der Cash Pool dient hierbei der effizienten Verwendung von Mitteln innerhalb des Konzerns. Die Voraussetzungen für eine Saldierung innerhalb dieses Cash Management Systems wurden erfüllt. Zum 30. Juni 2023 saldierte die Gesellschaft 131.606 € (31. Dezember 2022: 80.603 €) flüssige Mittel mit kurzfristigen Darlehen. Vor Saldierung betrugen die flüssigen Mittel zum 30. Juni 2023 1.492.904 € (31. Dezember 2022: 1.354.390 €) und die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 1.032.940 € (31. Dezember 2022: 745.616 €).

Commercial Paper Programm

Die Gesellschaft verfügt über ein Commercial Paper Programm, in dessen Rahmen kurzfristige Schuldtitel von bis zu 1.500.000 € ausgegeben werden können. Zum 30. Juni 2023 hatte die Gesellschaft Commercial Paper in Höhe von 834.000 € (31. Dezember 2022: 496.500 €) begeben.

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft ist Vertragspartei einer unbesicherten Darlehensvereinbarung, nach der die Gesellschaft als Darlehensnehmer bei der Fresenius SE als Darlehensgeber ein oder mehrere kurzfristige Darlehen bis zu einem Gesamtbetrag von 600.000 € anfragen und erhalten kann. Die Gesellschaft und die Fresenius SE haben vereinbart, die unbestätigte revolvierende Kreditlinie mit Wirkung zum Zeitpunkt des Rechtsformwechsels zu kündigen. Für weitere Informationen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen siehe Anmerkung 5 c).

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

8. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 setzten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in TSD €

30. Juni 31. Dezember
2023 2022
Schuldscheindarlehen 224.645 224.612
Anleihen 7.336.121 7.389.365
Forderungsverkaufsprogramm 93.725
Sonstige 137.568 157.094
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.698.334 7.864.796
Kurzfristig fälliger Anteil (701.222) (694.062)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich des kurzfristig fälligen Anteils 6.997.112 7.170.734

Forderungsverkaufsprogramm

Die Gesellschaft verfügt über ein Forderungsverkaufsprogramm mit einem maximal abrufbaren Betrag in Höhe von 900.000 US\$ (768.049 € zum Zeitpunkt der Ausführung) und einer Laufzeit bis zum 11. August 2024.

Die folgende Tabelle zeigt die zur Verfügung stehenden Fazilitäten und die Inanspruchnahmen aus dem Forderungsverkaufsprogramm zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022:

Forderungsverkaufsprogramm - Verfügbare und in Anspruch genommene Fazilitäten

in TSD Kreditfazilitäten (1)
30. Juni 2023
Inanspruchnahmen (2)
30. Juni 2023
Forderungsverkaufsprogramm \$ 900.000 828.272 \$
Kreditfazilitäten (1)
31. Dezember 2022
Inanspruchnahmen (2)
31. Dezember 2022
Forderungsverkaufsprogramm \$ 900.000 843.803 \$ 100.000 93.756

(1) Vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Forderungen, die die vertraglichen Bestimmungen erfüllen.

(2) Finanzierungskosten sind in den angegebenen Beträgen nicht berücksichtigt.

Weiterhin nutzte die Gesellschaft im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms zum 30. Juni 2023 Letters of Credit in Höhe von 28.332 US\$ beziehungsweise 26.074 € (31. Dezember 2022: 12.532 US\$ beziehungsweise 11.750 €). Die Letters of Credit sind nicht in den oben genannten Inanspruchnahmen zu diesen Zeitpunkten enthalten, reduzieren jedoch die zur Verfügung stehenden Beträge des Forderungsverkaufsprogramms entsprechend.

Syndizierte Kreditlinie

Die Gesellschaft hat im Juli 2021 eine syndizierte revolvierende Kreditlinie mit Nachhaltigkeitskomponente in Höhe von 2.000.000 € abgeschlossen (syndizierte Kreditlinie), die als zusätzliche Liquiditäts-Absicherung für allgemeine Unternehmenszwecke dient und zum 30. Juni 2023 nicht in Anspruch genommen war. Am 2. Juni 2023 wurde die syndizierte Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis zum 1. Juli 2028 verlängert, wobei das Volumen der Kreditfazilität im letzten Jahr 1.918.367 € beträgt.

9. Kapitalmanagement

Zum 30. Juni 2023 betrug die Eigenkapitalquote 42,7% (31. Dezember 2022: 43,2%), und das Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (einschließlich Beträge in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) zur Bilanzsumme belief sich auf 37,4% (31. Dezember 2022: 37,0%).

Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator auf Konzernebene ist der Netto-Verschuldungsgrad, der sich aus dem Net Debt/EBITDA-Verhältnis berechnet. Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen abzüglich der flüssigen Mittel (Netto-Verschuldung oder Net Debt) und EBITDA werden zueinander ins Verhältnis gesetzt, um so den Netto-Verschuldungsgrad zu bestimmen. Dabei wird das EBITDA um in den letzten zwölf Monaten getätigte Akquisitionen und Desinvestitionen, deren Kaufpreis die in der syndizierten Kreditlinie festgelegte

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Größenordnung von 50.000 € übersteigt, sowie um nicht zahlungswirksame Aufwendungen, Wertminderungen und Sondereffekte, einschließlich

  • der Aufwendungen für das Programm FME25,
  • der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IAS 29, Rechnungslegung in Hochinflationsländern (IAS 29), in der Türkei,
  • der Auswirkungen der Neubewertung unseres Anteils an Humacyte, Inc.,
  • des Nettogewinns im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss zu InterWell Health, einschließlich des Gewinns aus der Neubewertung unserer vor der Transaktion gehaltenen Beteiligung an InterWell Health LLC, der Wertminderung bestimmter langfristiger Vermögenswerte von Acumen Physician Solutions, LLC, die im Rahmen der Transaktion auf InterWell Health übertragen wurde, und bestimmter transaktionsbezogener Kosten,
  • der Wertberichtigungen auf Forderungen in Russland und der Ukraine und der Wertminderung einer Produktionsstätte und der zugehörigen Maschinen infolge der gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen, die sich negativ auf unsere Lieferkette in das Land auswirkten, als Folge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine,
  • bestimmter Aufwendungen im Zusammenhang mit dem geplanten Rechtsformwechsel, vor allem in Bezug auf die erforderliche Umregistrierung unserer Produkte, Transaktionskosten (zum Beispiel Aufwendungen für externe Berater und die Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einrichtung von einzelnen Verwaltungsfunktionen, die für das Management bestimmter Dienstleistungen erforderlich sind, die derzeit auf der Ebene des Fresenius SE-Konzerns ausgeführt und an die Gesellschaft belastet werden, sowie
  • der Auswirkungen der Optimierung des Bestandsportfolios

angepasst. Das selbst gesetzte Ziel für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0 bis 3,5x, was vom Management als der Gesellschaft angemessen angesehen wird. Der Netto-Verschuldungsgrad betrug zum 30. Juni 2023 3,4 (31. Dezember 2022: 3,4). Damit lag der Netto-Verschuldungsgrad im Rahmen des selbst gesetzten Ziels. Zu Zielen des Kapitalmanagements und weiteren Informationen wird auf den im Geschäftsbericht 2022 enthaltenen Konzernabschluss verwiesen.

Die Finanzierungsstruktur und das Geschäftsmodell der Gesellschaft spiegeln sich im Rating wider. Die Gesellschaft wird von Standard & Poor's, Moody's und Fitch mit Investment-Grade bewertet. Am 24. Februar 2023 stufte Standard & Poor's das Unternehmensrating der Gesellschaft von BBB auf BBB- herab und änderte den Ausblick von stabil auf negativ. Am 27. Februar 2023 bestätigte Moody's das Unternehmensrating der Gesellschaft und änderte den Ausblick von stabil auf negativ, während Fitch das Unternehmensrating der Gesellschaft auf "Ratingüberprüfung auf Herabsetzung" setzte.

Die aktuellen Unternehmensratings und Ausblicke der Ratingagenturen für die Gesellschaft sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Kreditrating (1)
Standard & Poor´s Moody´s Fitch (2)
Unternehmensrating BBB- Baa3 BBB
Ausblick negativ negativ Ratingüberprüfung auf
Herabsetzung

(1) Ein Rating ist keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren der Gesellschaft und kann von der Ratingagentur jederzeit ausgesetzt, geändert oder widerrufen werden.

(2) Fitch gab an, dass die Ratingagentur erwartet, das Rating der Gesellschaft um nicht mehr als eine Stufe herabzusetzen (auf unter Investment-Grade), wenn der Rechtsformwechsel wirksam wird. Siehe Anmerkung 14.

10. Aktienbasierte Vergütungspläne

Am 1. März 2023 wurden unter dem Management Board Long Term Incentive Plan 2020 276.587 Performance Shares mit einem Gesamtmarktwert von 8.896 € an die Mitglieder des Vorstands und an bestimmte ehemalige Mitglieder des Vorstands zugeteilt. Hiervon entfielen 212.148 Performance Shares mit einem Gesamtmarktwert von 6.829 € auf die Mitglieder des Vorstands und 64.439 Performance Shares mit einem Gesamtmarktwert von 2.067 € auf bestimmte ehemalige Mitglieder des Vorstands. Diese Beträge werden über den dreijährigen Erdienungszeitraum verteilt. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende Zeitwert pro Performance Share betrug zum Tag der Zuteilung 32,16 €.

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11. Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Rechtliche und behördliche Angelegenheiten

Die Gesellschaft ist regelmäßig in Klagen, Rechtsstreitigkeiten, behördliche und steuerbehördliche Prüfungen, Ermittlungen und sonstige Rechtsangelegenheiten involviert, die sich größtenteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Erbringung von Dienstleistungen und Lieferung von Produkten im Gesundheitswesen ergeben. Im Folgenden werden solche rechtlichen Angelegenheiten beschrieben, die die Gesellschaft derzeit als wesentlich oder beachtenswert erachtet. Die Gesellschaft bildet ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für bestimmte Gerichtsverfahren und regulatorische Angelegenheiten, soweit die Gesellschaft feststellt, dass ein ungünstiger Ausgang wahrscheinlich ist und die Höhe des Verlusts vernünftig geschätzt werden kann. Für die übrigen, der im Folgenden beschriebenen Angelegenheiten erachtet die Gesellschaft den Schadenseintritt als unwahrscheinlich und/ oder kann den Schaden oder den Rahmen des möglichen Schadens vernünftigerweise nicht zum jetzigen Zeitpunkt abschätzen. Der genaue Ausgang von Rechtsstreitigkeiten und anderen Rechtsangelegenheiten kann stets nur schwer vorhergesagt werden, und es können sich Resultate ergeben, die von der Einschätzung der Gesellschaft abweichen. Die Gesellschaft ist überzeugt, stichhaltige Einwände gegen die in anhängigen Rechtsangelegenheiten geltend gemachten Ansprüche oder Vorwürfe zu besitzen und wird sich vehement verteidigen. Dennoch ist es möglich, dass die Entscheidung einer oder mehrerer derzeit anhängiger oder drohender rechtlicher Angelegenheiten wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben könnte.

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2012 bestimmte Mitteilungen erhalten, die das Vorliegen von Verhaltensweisen in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten behaupten, die gegen den U.S. Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) oder andere Anti-Korruptionsgesetze verstoßen könnten. Die Gesellschaft führte unter Mitwirkung von externen Anwälten Untersuchungen durch und hat, in einem fortwährenden Dialog, die Securities and Exchange Commission (SEC) sowie das United States Department of Justice (DOJ) über diese Untersuchungen informiert. Das DOJ und die SEC führten ebenfalls eigene Untersuchungen durch, bei denen die Gesellschaft kooperiert hat.

Im Laufe dieses Dialoges hat die Gesellschaft Verhalten ermittelt und an das DOJ und die SEC berichtet, welches zur Folge hatte, dass das DOJ und die SEC die Verhängung von Geldstrafen, einschließlich der Herausgabe von Gewinnen, und andere Abhilfemaßnahmen gegen die Gesellschaft anstrebten. Die Gesellschaft hat bezüglich dieses Verhaltens Abhilfemaßnahmen ergriffen. Dieses Verhalten drehte sich im Wesentlichen um das Produktgeschäft der Gesellschaft in Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten.

Am 29. März 2019 ist die Gesellschaft ein Non-Prosecution-Agreement (NPA) mit dem DOJ sowie eine separate Vereinbarung mit der SEC (SEC Order) eingegangen mit dem Ziel, vollständig und abschließend die aus der Untersuchung resultierenden Vorwürfe der US Regierung gegen die Gesellschaft beizulegen. Die Laufzeiten beider Vereinbarungen begannen am 2. August 2019. Im Jahr 2019 zahlte die Gesellschaft Strafen und Gewinnabschöpfung in einer Gesamthöhe von ungefähr 231.715 US\$ (205.854 €) an das DOJ und die SEC im Zusammenhang mit diesen Vereinbarungen. Der gesamte an DOJ und SEC gezahlte Betrag war durch Rückstellungen gedeckt, die das Unternehmen in den Jahren 2017 und 2018 vorgenommen und 2018 bekannt gegeben hat. Als Teil der Beilegung stimmte die Gesellschaft bestimmten Selbstberichtsverpflichtungen und der Einsetzung eines unabhängigen Compliance Monitors (der Monitor) zu. Teilweise aufgrund der Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie wurde der Monitor mit gewissen Verzögerungen konfrontiert, aber die Gesellschaft arbeitet weiter an der Umsetzung ihres Compliance-Programms in Verbindung mit der Vereinbarung mit dem DOJ und der SEC. Der Monitor bescheinigte dem Unternehmen am 30. Dezember 2022 die Umsetzung eines wirksamen Compliance-Programms zur Korruptionsbekämpfung und legte seinen abschließenden Zertifizierungsbericht am 31. Januar 2023 vor. Das DOJ und die SEC haben die Zertifizierung des Monitors angenommen und das NPA und die SEC-Verfügung sind am 1. März 2023 beziehungsweise 29. März 2023 ausgelaufen.

Im Jahr 2015 berichtete die Gesellschaft selbst der deutschen Staatsanwaltschaft über Verhalten mit einem potenziellen Bezug zu Deutschland und kooperiert weiterhin mit Regierungsbehörden in Deutschland bei deren Prüfung des Verhaltens, welches die Untersuchungen der Gesellschaft und der Regierung der Vereinigten Staaten veranlasst hat.

Seit 2012 hat die Gesellschaft weitere bedeutende Investitionen in ihre Compliance- und Finanzkontrollen sowie in ihre Compliance-, Rechts- und Finanzorganisationen getätigt und wird dies auch weiterhin tun. Zu den Abhilfemaßnahmen der Gesellschaft gehörte die Trennung von den Beschäftigten, die für das oben genannte Verhalten verantwortlich sind. Die Gesellschaft reagiert weiterhin auf verschiedenen Ebenen auf Überprüfungsfragen im Nachgang zur FCPA-Untersuchung. Die Gesellschaft bekennt sich auch weiterhin vollumfänglich zur Einhaltung des FCPA und anderer anwendbarer Anti-Korruptionsgesetze.

Schadenersatzverfahren wegen Personenschäden und damit zusammenhängende Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Säurekonzentrat von FMCH, das als Granuflo® oder Naturalyte® bezeichnet wird, traten erstmals im Jahr 2012 auf. Die Versicherer von FMCH stimmten dem Vergleich aus 2017 im Schadenersatzverfahren wegen Personenschäden zu und haben, unter wechselseitigem Rechtsvorbehalt, 220.000 US\$ (179.284 €) der Vergleichssumme in Höhe von 250.000 US\$ (203.732 €) bereitgestellt. FMCH entstand für die Durchführung des

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Vergleichs Netto-Aufwendungen in Höhe von insgesamt 60.000 US\$ (48.896 €), welche einen Beitrag in Höhe von 30.000 US\$ (24.448 €) zum Schadensersatzvergleich zzgl. 30.000 US\$ (24.448 €) für unversicherte Gebühren und Kosten umfassten. Nach dem Vergleich leiteten die zur AIG-Gruppe gehörenden Versicherer von FMCH einen Rechtsstreit gegen FMCH ein, um von FMCH für ihre Aufwendungen in Höhe von 220.000 US\$ (179.284 €) entschädigt zu werden, und FMCH leitete ein Verfahren gegen die AIG-Gruppe ein, um die von FMCH getragenen Verteidigungs- und Entschädigungskosten zurückzuerhalten. National Union Fire Insurance gegen Fresenius Medical Care, 2016 Index Nr. 653108 (Supreme Court of New York for New York County).

Im weiteren Verlauf des Rechtsstreits präzisierten die Parteien ihre Positionen, so dass AIG die Rückerstattung von etwa 60.000 US\$ (48.896 €) ihres Vergleichsbetrags und FMCH 108.000 US\$ (88.012 €) an Verteidigungsgebühren und Kosten forderte. Die Parteien stellten mehrere Anträge und Gegenanträge auf ein Urteil im beschleunigten Verfahren. Am 12. Januar 2023 entschied das Gericht über diese Anträge. Unter anderem wies das Gericht sowohl die Argumente von FMCH für die Erstattung von Verteidigungskosten als auch die Argumente von AIG für die Erstattung von Vergleichszahlungen weitgehend zurück. Allerdings wies das Gericht die Anträge beider Parteien in einem Punkt ab und trennte diesen zur weiteren Verhandlung vor Gericht ab. Die Verhandlung über diese verbleibende Frage ist für den 11. März 2024 angesetzt. Beide Parteien haben sich die Einlegung von Berufung gegen die Entscheidungen des Gerichts im beschleunigten Verfahren vorbehalten.

Im August 2014 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung der US-Bundesanwaltschaft (United States Attorney's Office – USAO) des District of Maryland, die Informationen zu vertraglichen Vereinbarungen von FMCH mit Krankenhäusern und ärztlichem Fachpersonal, einschließlich Verträgen bzgl. des Managements von stationären Akutdialyse-Dienstleistungen abfragt in dieser Untersuchung. Anschließend, nachdem der USAO Ermittlungen durchgeführt hat, bei denen FMCH kooperierte, hat er es abgelehnt, in dieser Angelegenheit einzuschreiten. Nachdem der United States District Court für Maryland eine sogenannte Qui-Tam-Beschwerde eines Beschwerdeführers aus dem Jahr 2014 entsiegelte, die Anlass zur Untersuchung gab, stellte der Beschwerdeführer die Beschwerde zu und verfolgte die Angelegenheit alleine weiter, indem er eine geänderte Klage einreichte, gegen die FMCH aus mehreren Gründen Schritte auf Abweisung eingeleitet hat. Am 5. Oktober 2021 hat der District Court für Maryland, auf Grundlage des Antrags der FMCH auf mangelnde Zuständigkeit, an den United States District Court of Massachusetts verwiesen. Flanagan v. Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627. Am 5. Oktober 2021 übertrug das Bezirksgericht für Maryland auf Antrag von FMCH den Fall an das US-Bezirksgericht für Massachusetts. Flanagan gegen Fresenius Medical Care Holdings, Inc., 1:21-cv-11627. Am 5. Dezember 2022 gab das Bezirksgericht von Massachusetts dem Antrag von FMCH statt und wies den Fall vorläufig ab. Der Kläger hat Berufung eingelegt.

Im Jahr 2014 reichten zwei New Yorker Ärzte eine versiegelte qui-tam-Klage beim United States District Court for the Eastern District of New York (Brooklyn) ein, in der sie Verstöße gegen den False Claims Act im Zusammenhang mit dem Geschäftszweig Vascular Access von FMCH geltend machten. Wie bereits bekannt gegeben, hat der Staatsanwalt der Vereinigten Staaten für den östlichen Bezirk von New York (Brooklyn) am 6. Oktober 2015 Vorladungen an FMCH gerichtet, die darauf hindeuten, dass seine Ermittlungen nun im Zusammenhang mit der Klage der beiden Kläger stehen. FMCH kooperierte bei der Untersuchung in Brooklyn, die getrennt von den 2015 in Connecticut, Florida und Rhode Island abgeschlossenen Vergleichen zu den Vorwürfen gegen American Access Care LLC (AAC) nach der Übernahme von AAC durch FMCH im Jahr 2011 betrachtet wurde.

Am 12. Juli 2022, nachdem das Gericht die Anträge der USAO auf Erneuerung der Versiegelung der Beschwerde der Kläger abgelehnt hatte, reichte die USAO eine Beschwerde als Streithelfer ein. United States ex rel. Pepe and Sherman v. Fresenius Vascular Care, Inc. et al, 1:14-cv-3505. In der Klage der Vereinigten Staaten und der Beschwerdeführer wird behauptet, dass die Beklagten staatliche Zahlungen für medizinisch nicht notwendige Operationen in Rechnung gestellt und erhalten haben. Die FMCH wird sich gegen die Vorwürfe, die in diesem jetzt laufenden Verfahren erhoben werden, verteidigen.

Am 18. November 2016 erhielt FMCH eine Vorlageverfügung unter dem False Claims Act der US-Bundesanwaltschaft für den Eastern District of New York (Brooklyn), mit der Unterlagen und Informationen bezüglich der Geschäftstätigkeit der im Oktober 2013 von der FMCH erworbenen Shiel Medical Laboratory, Inc. (Shiel) angefragt wurden. FMCH informierte den USAO, dass es aufgrund der Verkaufsbedingungen im Rahmen der Übernahme von Shiel im Jahr 2013 nicht für das Verhalten von Shiel vor dem Zeitpunkt der Übernahme verantwortlich sei. Am 12. Dezember 2017 verkaufte FMCH bestimmte Geschäftsbereiche von Shiel an Quest Diagnostics. Dennoch kooperierte FMCH bei der Ermittlung des USAO in Brooklyn.

Am 14. Juni 2022 lehnte der Brooklyn USAO es ab, zwei Anzeigen beizutreten, die den Ermittlungen zugrunde lagen. Die Kläger, von denen ein Kläger anonym bleibt, führen auf eigene Kosten einen Rechtsstreit gegen Shiel und FMCH und behaupten, dass die Beklagten die staatlichen Kostenträger zu Unrecht veranlasst haben, für Labortests zu zahlen, die falsch oder nicht ordnungsgemäß in Rechnung gestellt wurden, und dass sie Vergeltungsmaßnahmen gegen die Kläger ergriffen haben, weil diese gegen das angebliche Fehlverhalten Einspruch erhoben haben. Relator v. Shiel Medical Laboratory, 1:16-cv-01090 (E.D.N.Y. 2016); Relator v. Shiel Holdings, 1:17-cv-02732 (E.D.N.Y. 2017). FMCH wird sich gegen Anschuldigungen, die sich gegen von FMCH kontrollierte Unternehmen richten, verteidigen.

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Am 17. Dezember 2018 wurde FMCH vom United States Attorney for the District of Colorado (Denver) eine Vorlageverfügung unter dem False Claims Act als Teil einer Untersuchung von Vorwürfen gegen DaVita, Inc. (DaVita) zugestellt, die Geschäfte zwischen FMCH und DaVita einschließt. Die gegenständlichen Geschäfte beinhalten Verkäufe und Käufe von Dialysekliniken, dialysebezogenen Produkten und Medikamenten, einschließlich Dialysemaschinen und Dialysatoren, und Verträge für bestimmte administrative Dienstleistungen. FMCH kooperierte bei der Untersuchung.

Am 28. Juni 2019 reichten bestimmte Tochtergesellschaften der FMCH eine Klage gegen die Vereinigten Staaten ein, mit dem Ziel, die Zahlung der ihnen vom US-Verteidigungsministerium im Rahmen des Tricare-Programms geschuldeten Gelder zu erreichen und zu verhindern, dass Tricare zuvor gezahlte Gelder einbehält. Bio-Medical Applications of Georgia, Inc., et al. v. United States, CA 19-947, United States Court of Federal Claims. Tricare gewährt die Erstattung für Dialysebehandlungen und andere medizinische Versorgungsleistungen, die gegenüber Mitgliedern der Streitkräfte, deren Angehörigen und Pensionären erbracht werden. Die Rechtsstreitigkeiten betreffen unveröffentlichte Verwaltungsklagen von Tricare-Administratoren, die die Höhe der Vergütung für Dialysebehandlungen, die den Tricare-Begünstigten gewährt wurden, auf der Grundlage einer Neufassung von Gebührenziffern (Automatisches Ersetzen durch eine Gebührenziffer, die für eine andere Dienstleistung als die von FMCH erbrachte gilt und für die sie ihren Antrag gestellt hat, sogenannte Crosswalkings), die seit vielen Jahren ohne Widerspruch in der Rechnungsstellung verwendet und befolgt wurden, reduzieren. Tricare-Administratoren haben die unveröffentlichte Verwaltungsaktion anerkannt und es abgelehnt, sie zu ändern oder aufzugeben. Am 8. Juli 2020 reichte die US-Regierung ihre Antwort ein (und bestätigte ihre Position) und der Prozess wird fortgeführt. Das Gericht hat noch keinen Termin für die Verhandlung in dieser Angelegenheit festgesetzt. FMCH hat eine Beschränkung der Höhe der Umsätze vorgenommen, die ansonsten nach dem Tricare-Programm anerkannt würden. Diese Beschränkung reicht nach Ansicht von FMCH unter Betrachtung der derzeit bekannten Tatsachen für die Berücksichtigung der Risiken dieses Rechtsstreits aus.

Im Februar 2022 erhielt die Gesellschaft ein förmliches Auskunftsersuchen des Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HBDI). Das Auskunftsersuchen bezieht sich auf bestimmte Datenverarbeitungsfunktionen einiger Peritonealdialysegeräte der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist bestrebt, dem Ersuchen des HBDI nach bestem Wissen nachzukommen und mit ihm zu kooperieren, und arbeitet daran, die entsprechenden Informationen bereitzustellen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gesellschaft, die Privatsphäre der Patienten gemäß den geltenden Gesetzen und den Standards zum Schutz der Privatsphäre zu wahren und zu schützen sowie die Geräte unter Berücksichtigung der technischen, rechtlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen kontinuierlich zu verbessern.

Am 20. März beziehungsweise 12. April 2022 reichte ein Anwalt, der von 2013 bis 2016 als Chefsyndikus für das nordamerikanische Geschäft der Gesellschaft tätig war, eine Beschwerde bei der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) gemäß dem Sarbanes-Oxley Act von 2002 und anderen Anti-Vergeltungsgesetzen sowie eine Zivilklage in Suffolk County, Massachusetts, ein, um eine Entschädigung für angeblich für ihn nachteilige Personalentscheidungen zu erhalten. OSHA Case No. 1-076-22-049; Kott v. National Medical Care, Inc., Case No. 22-802 (Superior Court, Suffolk County, Massachusetts).

Der Kläger behauptet zur Unterstützung seiner Entschädigungsforderungen, dass er als Vergeltungsmaßnahme für seine Rechtsberatung in Bezug auf eine Lizenzvereinbarung mit DaVita in Bezug auf pharmazeutische Tätigkeiten und Produkte auf eine untergeordnete Position in der globalen Rechtsabteilung versetzt und anschließend im Rahmen des Programms FME25 gekündigt wurde. Die Lizenzvereinbarung mit DaVita lief 2017 gemäß ihren Bedingungen aus.

Wie bereits im Jahresabschluss der Gesellschaft offengelegt, hat das US-Justizministerium mehrere Aspekte des fraglichen DaVita-Vertrags geprüft, einschließlich derjenigen, die für die Behauptungen des Klägers relevant sind. Es wurden keine Vollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft eingeleitet.

Andere vom Kläger behauptete Gründe für Vergeltungsmaßnahmen beziehen sich auf interne Angelegenheiten zu Personal und den Schutz der Privatsphäre, welche keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb haben und zu denen sich die Gesellschaft nicht äußert.

Am 3. Januar 2023 erhielt die FMCH eine Vorlageverfügung des Generalstaatsanwalts für den District of Columbia, die sich auf die Aktivitäten der American Kidney Foundation (AKF) bezog und mit kartellrechtlichen Bedenken, einschließlich der Marktaufteilung im District of Columbia, begründet wurde. Die Beziehung zwischen FMCH und der AKF war Gegenstand früherer Untersuchungen durch US-Behörden und eines Rechtsstreits mit United Healthcare, die beigelegt worden sind. FMCH kooperiert bei den District of Columbia-Ermittlungen.

Die Gesellschaft ist im normalen Geschäftsverlauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Ermittlungen hinsichtlich verschiedenster Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig entsprechende Informationen einschließlich, sofern zutreffend, ihre Verteidigungsmaßnahmen und ihren Versicherungsschutz, und bildet die erforderlichen Rückstellungen für wesentliche aus solchen Verfahren resultierende Verbindlichkeiten.

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Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft unterliegt, wie die anderer Gesundheitsdienstleister, Krankenversicherer und Lieferanten, strengen staatlichen Regulierungen und Kontrollen. Die Gesellschaft muss Vorschriften und Auflagen einhalten, die sich auf die Sicherheit und Wirksamkeit medizinischer Produkte, auf das Marketing und den Vertrieb solcher Produkte, den Betrieb von Produktionsanlagen, Laboren, Dialysekliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sowie auf den Umwelt- und Arbeitsschutz beziehen. Im Hinblick auf Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb medizinischer Produkte kann die Gesellschaft bei Nichtbeachtung der einschlägigen Vorschriften zum Gegenstand erheblicher nachteiliger regulatorischer Maßnahmen der FDA und vergleichbarer Behörden außerhalb der USA werden. Derartige regulatorische Maßnahmen können Warning Letters oder andere Mitteilungen der FDA und/oder vergleichbarer ausländischer Behörden umfassen, wodurch die Gesellschaft gezwungen werden könnte, erhebliche Zeit und Ressourcen aufzuwenden, um geeignete Korrekturmaßnahmen zu implementieren. Falls die Gesellschaft im Hinblick auf die in Warning Letters oder anderen Mitteilungen adressierten Punkte nicht zur Zufriedenheit der FDA und/oder vergleichbarer ausländischer Behörden für Abhilfe sorgt, können diese Behörden weitere Maßnahmen einleiten, einschließlich Produktrückrufe, Vertriebsverbote für Produkte oder Verbote des Betriebs von Produktionsstätten, Zivilstrafen, Beschlagnahmungen von Produkten der Gesellschaft und/oder Strafverfolgung. FMCH hat Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit einem Warning Letter der FDA abgeschlossen und wartet auf Bestätigung, ob diese Angelegenheit damit abgeschlossen ist. Die Gesellschaft muss ebenfalls die US-Bundesgesetze über das Verbot illegaler Provisionen (Anti-Kickback Statute), gegen betrügerische Zahlungsanforderungen an staatliche Einrichtungen (False Claims Act), das Stark Law, das Gesetz über zivilrechtliche Geldstrafen (Civil Monetary Penalties Law) sowie Vorschriften gegen Korruption im Ausland (Foreign Corrupt Practices Act) und andere US-Bundes- und Staatsgesetze gegen Betrug und Missbrauch einhalten. Die zu beachtenden Gesetze und Regulierungen können geändert werden oder Kontrollbehörden oder Gerichte können die Vorschriften oder geschäftliche Tätigkeiten anders auslegen als die Gesellschaft. In den USA hat die Durchsetzung der Vorschriften für die amerikanische Bundesregierung und für einige Bundesstaaten eine hohe Priorität erlangt. Außerdem ermuntern die Bestimmungen des False Claims Act (Gesetz gegen betrügerische Zahlungsanforderungen), die dem Anzeigenden eine Beteiligung an den verhängten Bußgeldern zusichern, private Kläger, Whistleblower-Aktionen einzuleiten. Angesichts dieses von Regulierungen geprägten Umfeldes sind die geschäftlichen Aktivitäten und Praktiken der Gesellschaft Gegenstand intensiver Überprüfungen durch Regulierungsbehörden und Dritte sowie von Untersuchungsverlangen, Vorlageverfügungen, anderen Anfragen, Rechtsansprüchen und Gerichtsverfahren, die sich auf die Einhaltung der relevanten Gesetze und Regulierungen beziehen. Die Gesellschaft wird nicht in jedem Falle von vornherein wissen, dass Untersuchungen oder Aktionen gegen sie angelaufen sind; das gilt insbesondere für Whistleblower-Aktionen, die von den Gerichten zunächst vertraulich behandelt werden.

Die Gesellschaft betreibt eine große Anzahl von Betriebsstätten, hat Umgang mit persönlichen Daten von Patient*innen und Versicherten in allen Teilen der USA und in anderen Ländern und arbeitet mit Geschäftspartnern zusammen, die sie bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten im Gesundheitswesen unterstützen. In einem derart weit ausgebreiteten, globalen System ist es häufig schwierig, das wünschenswerte Maß an Aufsicht und Kontrolle über Tausende von Beschäftigten sicherzustellen, die bei einer Vielzahl von Tochterunternehmen und bei Geschäftspartnern beschäftigt sind. Gelegentlich können die Gesellschaft oder ihre Geschäftspartner Verstöße gegen Datenschutz- und Datensicherheitsvorschriften unter dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA), der Datenschutzgrundverordnung der EU oder weiterer ähnlicher Gesetze (Datenschutzgesetze) feststellen, etwa durch unzulässige Nutzung, Zugang oder Zugänglichmachen ungesicherter persönlicher Daten oder wenn die Gesellschaft oder ihre Geschäftspartner es versäumen, in ihren Systemen und Geräten die erforderlichen administrativen, technischen oder physischen Schutzmaßnahmen zu implementieren; oder durch Datenschutzverletzungen, die zu unzulässiger Nutzung, Zugang oder Zugänglichmachen von personenbezogenen Daten (personal identifying information) von Beschäftigten, Patient*innen und Versicherten führen. In solchen Fällen müssen die Gesellschaft und ihre Geschäftspartner in Übereinstimmung mit anwendbaren Meldepflichten handeln und geeignete Abhilfemaßnahmen ergreifen.

Bei der Führung, dem Management und der Kontrolle ihrer Beschäftigten verlässt sich die Gesellschaft auf ihre Führungsstruktur, ihre Ressourcen in den Bereichen Regulatory und Recht sowie auf das wirksame Funktionieren ihres Compliance-Programms. Trotzdem kommt es gelegentlich vor, dass die Gesellschaft feststellen muss, dass ihre Beschäftigte oder Vertreter absichtlich, sorglos oder versehentlich die Gesellschaftsrichtlinien missachten oder gegen das Gesetz verstoßen. In solchen Fällen wird die Gesellschaft angemessene Korrektur- und/oder Disziplinarmaßnahmen ergreifen. Dieses Verhalten jener Beschäftigter kann zur Haftung der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften führen, unter anderem nach dem Anti-Kickback Statute, dem Stark Law, dem False Claims Act, den Datenschutzgesetzen, dem Health Information Technology for Economic and Clinical Health Act sowie dem FCPA oder anderen Rechtsvorschriften und vergleichbaren Gesetzen auf Ebene der Bundesstaaten und in anderen Ländern geltend gemacht werden.

Es werden zunehmend Prozesse gegen ärztliches Fachpersonal, Krankenhäuser und andere Akteure des Gesundheitswesens wegen der Verletzung von Berufspflichten, Behandlungsfehlern, Produkthaftung, Mitarbeiterentschädigungs- und ähnlicher Ansprüche angestrengt, von denen viele zu hohen Schadensersatzforderungen und zu erheblichen Anwaltskosten führen. Gegen die Gesellschaft sind auf Grund der Art ihres Geschäfts solche Prozesse geführt worden und werden gegenwärtig geführt, und es ist damit zu rechnen,

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

dass auch in Zukunft solche Verfahren angestrengt werden. Obwohl die Gesellschaft in angemessenem Umfang versichert ist, kann sie nicht garantieren, dass die Obergrenzen des Versicherungsschutzes immer ausreichend sein werden oder dass alle geltend gemachten Ansprüche durch die Versicherungen abgedeckt sind. Ein erfolgreich durchgesetzter Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft oder gegen irgendeine ihrer Tochtergesellschaften, der den Versicherungsschutz übersteigt, könnte eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Jeder Schadensersatzanspruch, unabhängig von seiner Begründetheit oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Gegen die Gesellschaft sind auch Schadensersatzansprüche geltend gemacht und Klage erhoben worden, die sich auf angebliche Patentrechtsverletzungen oder von der Gesellschaft erworbene oder veräußerte Unternehmen beziehen. Diese Ansprüche und Verfahren können sich sowohl auf den Geschäftsbetrieb als auch auf das Akquisitions- oder Veräußerungsgeschäft beziehen. Die Gesellschaft hat eigene Ansprüche geltend gemacht, sofern dies angebracht war. Eine erfolgreiche Klage gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie auf ihre Finanz- und Ertragslage haben. Sämtliche Ansprüche, unabhängig von ihrem sachlichen Gehalt oder dem Ausgang eines möglichen Verfahrens, können wesentliche nachteilige Auswirkungen auf den Ruf und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft unterliegt im gewöhnlichen Geschäftsverlauf derzeit und in der Zukunft steuerlichen Betriebsprüfungen in den USA, in Deutschland sowie in weiteren Ländern. Die Steuerbehörden nehmen routinemäßige Anpassungen der Steuererklärungen vor und versagen geltend gemachte Steuerabzüge. Sofern angemessen, fechtet die Gesellschaft diese Anpassungen und Nichtanerkennungen an und macht eigene Rechtsansprüche geltend. Eine erfolgreiche Klage im Zusammenhang mit Steuerrechtsstreitigkeiten gegen die Gesellschaft oder eine ihrer Tochtergesellschaften könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit sowie auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die deutschen Finanzbehörden haben eine Umqualifizierung der in den Jahren 2006 bis 2013 erhaltenen Dividenden im Zusammenhang mit Vorzugsaktien in voll steuerpflichtige Zinszahlungen vorgenommen, was zu zusätzlichen Steuerzahlungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen könnte. Darüber hinaus haben die deutschen Steuerbehörden die Steuererklärungen der Gesellschaft beanstandet und die Auffassung vertreten, dass die Einkünfte einer der Finanzgesellschaften der Gesellschaft für die Jahre ab 2017 der Hinzurechnungsbesteuerung (German Controlled Foreign Corporation taxation) unterliegen sollten, was zu möglichen zusätzlichen Steuerzahlungen im oberen zweistelligen Millionenbereich führen könnte. In beiden Fällen wird die Gesellschaft alle geeigneten rechtlichen Schritte nutzen, um ihre Position zu verteidigen.

Die Gesellschaft unterliegt in bestimmten Leasingverträgen, hauptsächlich Verträge über Immobilien, bei denen sie der Leasingnehmer ist, Restwertgarantien in Höhe von 650.619 US\$ (598.765 €). Zum 30. Juni 2023 überstieg der geschätzte Marktwert der zugrundeliegenden geleasten Vermögenswerte die Restwertgarantien, so dass die Gesellschaft keinem Risiko im Zusammenhang mit diesen Garantien ausgesetzt war.

Über die oben genannten Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten hinaus ist der gegenwärtige geschätzte Umfang der sonstigen bekannten einzelnen Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft unbedeutend.

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12. Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022:

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

in TSD €

30. Juni 2023 30. Juni 2023
Buchwert Beizulegender Zeitwert
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Erfolgswirksam
zum
beizulegenden
Zeitwert
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
Nicht
klassifiziert
Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Flüssige Mittel 1.089.881 271.417 1.361.298 271.417
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Forderungen gegen konzernfremde
Dritte
3.477.642 81.089 3.558.731
Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen
87.318 87.318
Derivate - Cash Flow Hedges 11.638 11.638 11.638
Derivate - nicht als
Sicherungsinstrumente designiert
29.124 29.124 29.124
Eigenkapitalinstrumente 96.409 74.015 170.424 48.200 75.196 47.028
Fremdkapitalinstrumente 104.272 346.001 450.273 450.273
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (1)
117.514 117.103 234.617
Sonstige kurz- und langfristige
Vermögenswerte
117.514 229.805 420.016 128.741 896.076
Finanzielle Vermögenswerte 4.772.355 501.222 420.016 209.830 5.903.423
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
720.307 720.307
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
98.905 98.905
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 904.334 904.334
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.698.334 7.698.334 6.482.842 362.183
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen
4.463.122 4.463.122
Derivate - Cash Flow Hedges 790 790 790
Derivate - nicht als
Sicherungsinstrumente designiert
3.788 3.788 3.788
Ausstehende variable
Kaufpreiszahlungen
35.781 35.781 35.781
Verbindlichkeiten aus Put
Optionen
1.409.209 1.409.209 1.409.209
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten (2)
1.099.444 1.099.444
Sonstige kurz- und langfristige
Verbindlichkeiten
1.099.444 39.569 1.409.999 2.549.012
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.521.324 39.569 5.873.121 16.434.014

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente

in TSD €

31. Dezember 2022 31. Dezember 2022
Buchwert Beizulegender Zeitwert
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Erfolgswirksam
zum
beizulegenden
Zeitwert
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
Nicht
klassifiziert
Gesamt Level 1 Level 2 Level 3
Flüssige Mittel 1.118.503 155.284 1.273.787 155.284
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Forderungen gegen konzernfremde
Dritte
3.489.680 84.590 3.574.270
Forderungen gegen nahestehende
Unternehmen
140.072 140.072
Derivate - Cash Flow Hedges 9.151 9.151 9.151
Derivate - nicht als
Sicherungsinstrumente
designiert 10.627 10.627 10.627
Eigenkapitalinstrumente 80.201 69.792 149.993 36.227 70.973 42.793
Fremdkapitalinstrumente
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte (1)

121.095
106.215
338.589

128.015
444.804
249.110
444.804


Sonstige kurz- und langfristige
Vermögenswerte
121.095 197.043 408.381 137.166 863.685
Finanzielle Vermögenswerte 4.869.350 352.327 408.381 221.756 5.851.814
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
konzernfremden Dritten
813.255 813.255
Verbindlichkeiten gegenüber
nahestehenden Unternehmen
118.083 118.083
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 669.013 669.013
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7.864.796 7.864.796 6.366.775 474.930
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen
4.678.763 4.678.763
Derivate - Cash Flow Hedges 568 568 568
Derivate - nicht als
Sicherungsinstrumente
designiert
7.422 7.422 7.422
Ausstehende variable
Kaufpreiszahlungen
37.846 37.846 37.846
Verbindlichkeiten aus Put
Optionen
1.468.517 1.468.517 1.468.517
Sonstige kurzfristige finanzielle
Verbindlichkeiten (2)
1.107.827 1.107.827
Sonstige kurz- und langfristige
Verbindlichkeiten
1.107.827 45.268 1.469.085 2.622.180
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.572.974 45.268 6.147.848 16.766.090

(1) Zum 30. Juni 2023 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Leasingforderungen, Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen und Forderungen aus Lieferantenrabatten. Zum 31. Dezember 2022 beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Leasingforderungen, Mietkautionen, Garantien, Sicherungseinlagen, Forderungen aus Lieferantenrabatten und Schuldscheinforderungen.

(2) Zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 beinhalten die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen kreditorische Debitoren und Verbindlichkeiten für erhaltene Güter und Leistungen.

Derivative und nicht derivative Finanzinstrumente werden entsprechend der im Folgenden beschriebenen, dreistufigen Fair Value Hierarchie aufgeteilt. Die Aufgliederung erfolgt basierend auf den Daten, die für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden. Level 1 umfasst quotierte Marktpreise für gleichartige Finanzinstrumente an aktiven Märkten. Level 2 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Preisdaten zugeordnet werden, die nicht quotierte Marktpreise in aktiven Märkten darstellen. Level 3 beinhaltet die Nutzung von Bewertungsmodellen (d. h. Mark-to-Model) mit Inputfaktoren, zu denen alle nicht-beobachtbaren Werte gehören, für die keine oder nur wenige Marktdaten zur Verfügung stehen und die deshalb die Entwicklung von unternehmenseigenen Angaben erforderlich machen. Es wird kein beizulegender Zeitwert für Finanzinstrumente angegeben, sofern der Buchwert, aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Instrumente eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellt. Dies gilt für Flüssige Mittel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Forderungen aus

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber konzernfremden Dritten, Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Zum 30. Juni 2023 beziehungsweise 31. Dezember 2022 wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value Hierarchie vorgenommen. Die Gesellschaft nimmt Umgruppierungen grundsätzlich am Ende der Berichtsperiode vor.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Steuerung der Zins- und Währungsrisiken tritt die Gesellschaft im Rahmen der von der persönlich haftenden Gesellschafterin festgelegten Limite in verschiedene Sicherungsgeschäfte mit Banken mit einem hohen Rating (im Allgemeinen Investment-Grade-Status) ein. Die Gesellschaft tätigt überwiegend Devisentermingeschäfte. In gewissen Fällen schließt die Gesellschaft Derivate ab, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, die jedoch zur Absicherung von wirtschaftlichen Risiken genutzt werden (economic hedges). Die Gesellschaft verwendet Finanzinstrumente nicht für spekulative Zwecke.

Nicht-derivative Finanzinstrumente

Im Folgenden werden die wesentlichen Methoden und Annahmen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von nicht-derivativen Finanzinstrumenten erläutert.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsmodell sowie das Zahlungsstromkriterium der finanziellen Vermögenswerte analysiert. Der Großteil der nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte wird zur Vereinnahmung von vertraglichen Cash Flows gehalten. Die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte lassen den Rückschluss zu, dass es sich bei den Cash Flows ausschließlich um Tilgungs- und Zinszahlungen handelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen gegen konzernfremde Dritte (einschließlich Forderungen im Zusammenhang mit dem Forderungsverkaufsprogramm, siehe Anmerkung 8), Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden folglich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Flüssige Mittel enthalten Barmittel und kurzfristige Finanzinvestitionen. Barmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die kurzfristigen Finanzinvestitionen sind äußerst liquide und können leicht in einen festgelegten Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden. Kurzfristige Finanzinvestitionen werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Risiko von Wertschwankungen ist unwesentlich.

Eigenkapitalinstrumente werden nicht zu Handelszwecken gehalten. Beim erstmaligen Ansatz hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ausgewählter strategischer Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral im OCI zu erfassen. Beizulegende Zeitwerte von Eigenkapitalinstrumenten, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, basieren auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Falls erforderlich, zieht die Gesellschaft externe Unternehmen für die Fair Value Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die als Level 3 der Fair Value Hierarchie eingestuft sind, hinzu. Die externe Bewertung verwendet ein Discounted-Cash Flow Modell, das auf signifikanten, nicht beobachtbaren Einflussfaktoren wie zum Beispiel beteiligungsspezifischen, erwarteten Finanzdaten und einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz, der die aktuelle Markteinschätzung widerspiegelt sowie auf einer ewigen Wachstumsrate beruht.

Der Großteil der Fremdkapitalinstrumente wird in einem Geschäftsmodell gehalten, dessen Zielsetzung die Vereinnahmung der vertraglich festgelegten Cash Flows und der Verkauf von Instrumenten ist. Die marktüblichen Anleihen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Folglich werden diese finanziellen Vermögenswerte als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im OCI klassifiziert. Ein kleiner Teil der Fremdkapitalinstrumente führt nicht zu Cash Flows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Die Bewertung erfolgt daher erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Grundsätzlich wird die Mehrheit dieser Fremdkapitalinstrumente auf einem aktiven Markt gehandelt.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden erstmalig mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten werden anhand vorhandener Marktinformationen ermittelt. Finanzverbindlichkeiten, für die Kursnotierungen verfügbar sind, werden mit diesen Kursnotierungen bewertet. Der beizulegende Zeitwert der anderen langfristigen Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der entsprechenden zukünftigen Cash Flows. Für die Ermittlung dieser Barwerte werden die am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze und Kreditmargen der Gesellschaft berücksichtigt.

Ausstehende variable Kaufpreiszahlungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Schätzungen der jeweiligen beizulegenden Zeitwerte basieren auf den vertraglich festgelegten Einflussfaktoren, die die künftigen Zahlungen bedingen, sowie der Erwartungshaltung, die die Gesellschaft für diese Werte hat. Die Gesellschaft beurteilt die Wahrscheinlichkeit im Hinblick auf die Erreichung der festgelegten Zielgrößen und dessen Zeitpunkt. Die getroffenen Annahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu dem Barwert des Ausübungspreises der Option angesetzt. Der Ausübungspreis der Option basiert auf beizulegenden Zeitwerten und kann in bestimmten, begrenzten Fällen einen festen Mindestpreis enthalten. Zur Schätzung dieser beizulegenden Zeitwerte setzt die Gesellschaft den höheren Wert aus Netto-Buchwert der Verbindlichkeit und Gewinnmultiplikatoren an, wobei die Gewinnmultiplikatoren auf historischen Gewinnen, dem Entwicklungsstadium des zugrunde liegenden Geschäftes und anderen Faktoren beruhen. Die Gesellschaft beauftragt gelegentlich ein externes Unternehmen zur Unterstützung bei der Bewertung von bestimmten Put-Optionen. Die externe Bewertung unterstützt die Gesellschaft bei der Schätzung der beizulegenden Zeitwerte mittels einer Kombination aus Discounted-Cash Flow und Gewinn- und/oder Umsatzmultiplikatoren. Unter diesen begrenzten Umständen, unter denen die Put-Option einen festen Basispreis enthalten könnte, kann das externe Unternehmen die Gesellschaft bei der Bewertung unterstützen, indem sie eine Monte-Carlo-Simulationsanalyse durchführt, um den Ausübungspreis zu simulieren. Die Verbindlichkeiten aus Put-Optionen werden zu einem Diskontierungssatz vor Steuern abgezinst. Dieser spiegelt die Marktbewertung des Zinseffektes und das spezifische Risiko der Verbindlichkeit wider. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen schwanken und die Discounted-Cash Flows und Gewinn- und/oder Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die Verbindlichkeit erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Zur Analyse der Auswirkungen von Änderungen nicht beobachtbarer Inputfaktoren auf die Marktbewertung von Verbindlichkeiten aus Put-Optionen unterstellt die Gesellschaft einen Anstieg der Gewinne (beziehungsweise des Unternehmenswerts für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses zu InterWell Health gewährten Put-Optionen) um 10% gegenüber der tatsächlich verwendeten Schätzung am Berichtsstichtag. Die daraus folgende Erhöhung der Marktbewertung um 115.000 € wird zu der Summe der Verbindlichkeiten und zu dem Konzern-Eigenkapital ins Verhältnis gesetzt. Diese Analyse ergibt, dass ein Anstieg der relevanten Gewinne (beziehungsweise des Unternehmenswerts für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses zu InterWell Health gewährten Put-Optionen) um 10% einen Einfluss auf die Summe der Verbindlichkeiten und das Konzern-Eigenkapital von jeweils weniger als 1% hätte.

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022:

2023 2022
Eigenkapital
instrumente
Ausstehende
variable
Kaufpreis
zahlungen
Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen
Eigenkapital
instrumente
Ausstehende
variable
Kaufpreis
zahlungen
Verbindlichkeiten
aus Put-Optionen
992.423
646.271
(2.570) (35.906) (6.499) (7.026)
2.259 (433) (13.968) (3.904)
(15.774) (180.431)
(816) (142) (25.895) 3.278 513 17.280
47.028 35.781 1.409.209 42.793 37.846 1.468.517
42.793
2.792
37.846
1.080
1.468.517
18.267
50.679
2.804
47.690
46

Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der in Level 3 eingestuften Finanzinstrumente

(1) Beinhaltet realisierte und nicht realisierte Gewinne / Verluste.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

13. Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen

Mit Wirkung vom 1. Januar 2023 hat die Gesellschaft mit der Berichterstattung begonnen, die ihr neues globales Betriebsmodell widerspiegelt, in dem die Gesellschaft ihre Geschäfte in zwei globalen Geschäfts- und Berichtssegmenten reorganisiert: das Segment Care Enablement und das Segment Care Delivery. Die Geschäftssegmente ergeben sich aus der Art, wie die Gesellschaft nach der Zuständigkeit für Produkte und Dienstleistungen ihre Geschäfte steuert und die Ressourcen allokiert, und sind auf die Finanzinformationen abgestimmt, die der verantwortlichen Unternehmensinstanz vierteljährlich vorgelegt werden. Das Segment Care Enablement ist im Wesentlichen mit dem Vertrieb von Produkten und Anlagen, einschließlich Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik, Vermarktung und Vertrieb sowie unterstützende Funktionen wie Regulierungs- und Qualitätsmanagement beschäftigt. Das Segment Care Delivery ist in erster Linie mit der Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen für die Behandlung von terminaler Niereninsuffizienz und anderen extrakorporalen Therapien beschäftigt, einschließlich wert- und risikobasierter Versorgungsprogramme. Care Delivery umfasst auch das Geschäft mit pharmazeutischen Produkten und das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Zusammenhang mit dem Verkauf bestimmter Medikamente zur Behandlung von chronischem Nierenversagen von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma Ltd. in den USA, die in den Kliniken der Gesellschaft für die Gesundheitsversorgung ihrer Patient*innen eingesetzt werden.

Das Global Medical Office der Gesellschaft, das zur Aufgabe hat, medizinische Behandlungen und klinische Prozesse im Unternehmen zu optimieren und sowohl Care Delivery als auch Care Enablement unterstützt, wird zentral verwaltet und seine Gewinne und Verluste werden den Segmenten zugewiesen. Ebenso ordnet die Gesellschaft Kosten zu, die in erster Linie als Gemeinkosten der Konzernzentrale anzusehen sind, einschließlich Buchhaltungs- und Finanzkosten sowie bestimmter Personal-, Rechts- und IT-Kosten, da die Gesellschaft der Ansicht ist, dass diese Kosten den Segmenten zurechenbar sind und bei der Allokation von Ressourcen für Care Delivery und Care Enablement verwendet werden. Diese Kosten werden zu budgetierten Beträgen allokiert, wobei die Differenz zwischen budgetierten und tatsächlichen Werten in den Zentralbereichen erfasst wird. Bestimmte Kosten, die sich hauptsächlich auf Aktionärsaktivitäten, Managementaktivitäten, die globale interne Revision und die Neubewertung von bestimmten Investitionen beziehen, werden jedoch nicht einem Segment zugeordnet, sondern als Zentralbereiche ausgewiesen. Diese Aktivitäten erfüllen nicht die Voraussetzungen für den Ausweis als Geschäftssegment gemäß IFRS 8, Geschäftssegmente und werden separat als Zentralbereiche ausgewiesen (Zentralbereiche). Finanzierung ist eine zentrale Aufgabe, die nicht dem Einfluss der Geschäftssegmente unterliegt. Daher gehen Zinsaufwendungen für die Finanzierung nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein. Darüber hinaus gehen Steueraufwendungen nicht in die Zielgröße für ein Geschäftssegment ein, da diese nicht im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen.

Die Zielgrößen, an denen die Geschäftssegmente vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin gemessen werden, sind so gewählt, dass diese alle Erträge und Aufwendungen beinhalten, die im Entscheidungsbereich der Geschäftssegmente liegen. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin ist davon überzeugt, dass die dafür am besten geeigneten Kennzahlen die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis sind. Die Gesellschaft transferiert Produkte zwischen den Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert. Die damit verbundenen internen Umsätze und Aufwendungen sowie ein verbleibender intern erwirtschafteter Gewinn oder Verlust für die Produkttransfers werden zunächst innerhalb der Geschäftssegmente erfasst, im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene eliminiert und in der Position "Eliminierungen zwischen den Segmenten" ausgewiesen. Investitionen in die Produktion erfolgen unter Berücksichtigung der erwarteten Nachfrage durch die Geschäftssegmente und konsolidierter Rentabilitätsüberlegungen.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Angaben über die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im 2. Quartal und im 1. Halbjahr 2023 und 2022 nach Segmenten und Zentralbereichen enthält die folgende Tabelle. Infolge der geänderten Zusammensetzung der Berichtssegmente der Gesellschaft wurden die für die vorangegangene Periode vorgelegten Informationen in Übereinstimmung mit IFRS 8 angepasst:

Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen

in TSD €

Eliminierungen
Care Delivery Care
Enablement
Summe
Segmente
zwischen den
Segmenten
Zentral
bereiche
Gesamt
2. Quartal 2023
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.671.802 3.671.802 3.671.802
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 43.914 943.550 987.464 987.464
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.715.716 943.550 4.659.266 4.659.266
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 156.826 156.826 156.826
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) 9.184 9.184 9.184
Umsatzerlöse mit Dritten 3.872.542 952.734 4.825.276 4.825.276
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 372.006 372.006 (372.006)
Umsatzerlöse 3.872.542 1.324.740 5.197.282 (372.006) 4.825.276
Operatives Ergebnis 384.254 1.536 385.790 (3.880) (25.283) 356.627
Zinsergebnis (80.543)
Ergebnis vor Ertragsteuern 276.084
Abschreibungen (283.026) (115.438) (398.464) 9.866 (17.466) (406.064)
Wertminderung (20.189) (7.938) (28.127) (28.127)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 45.550 2.720 48.270 48.270
Zugänge Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen (1)
197.342 107.594 304.936 10.781 315.717
2. Quartal 2022
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 3.640.283 3.640.283 3.640.283
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 39.662 910.064 949.726 949.726
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 3.679.945 910.064 4.590.009 4.590.009
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 141.637 141.637 141.637
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) 25.034 25.034 25.034
Umsatzerlöse mit Dritten 3.821.582 935.098 4.756.680 4.756.680
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 383.199 383.199 (383.199)
Umsatzerlöse 3.821.582 1.318.297 5.139.879 (383.199) 4.756.680
Operatives Ergebnis 433.080 (10.511) 422.569 1.796 (83.855) 340.510
Zinsergebnis (71.579)
Ergebnis vor Ertragsteuern 268.931
Abschreibungen (298.656) (113.194) (411.850) 3.668 (13.834) (422.016)
Wertminderung (551) (42) (593) (141) (734)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 24.088 (4.721) 19.367 19.367
Zugänge Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und Nutzungsrechte aus
Leasingverhältnissen (1)
223.338 83.923 307.261 15.572 322.833

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Informationen zu den Segmenten und Zentralbereichen (fortgesetzt)

in TSD €

Care
Delivery
Care
Enablement
Summe
Segmente
Eliminierungen
zwischen den
Segmenten
Zentral
bereiche
Gesamt
1. Halbjahr 2023
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 7.244.137 7.244.137 7.244.137
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 86.730 1.877.303 1.964.033 1.964.033
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 7.330.867 1.877.303 9.208.170 9.208.170
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 297.222 297.222 297.222
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) 24.102 24.102 24.102
Umsatzerlöse mit Dritten 7.628.089 1.901.405 9.529.494 9.529.494
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 733.864 733.864 (733.864)
Umsatzerlöse 7.628.089 2.635.269 10.263.358 (733.864) 9.529.494
Operatives Ergebnis 668.739 (22.939) 645.800 (13.132) (15.104) 617.564
Zinsergebnis (163.115)
Ergebnis vor Ertragsteuern 454.449
Abschreibungen (571.255) (230.473) (801.728) 19.582 (35.523) (817.669)
Wertminderung (22.105) (32.231) (54.336) (54.336)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 71.651 4.133 75.784 75.784
Summe Vermögenswerte (1) 40.909.915 14.883.693 55.793.608 (30.077.381) 9.243.911 34.960.138
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 360.550 335.838 696.388 696.388
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte
und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1)
385.828 216.883 602.711 23.593 626.304
1. Halbjahr 2022
Umsatzerlöse aus Gesundheitsdienstleistungen (1) 7.132.798 7.132.798 7.132.798
Umsatzerlöse aus Gesundheitsprodukten (1) 80.244 1.781.464 1.861.708 1.861.708
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (1) 7.213.042 1.781.464 8.994.506 8.994.506
Umsatzerlöse aus Versicherungsverträgen (1) 255.929 255.929 255.929
Umsatzerlöse aus Leasingverträgen (1) 54.614 54.614 54.614
Umsatzerlöse mit Dritten 7.468.971 1.836.078 9.305.049 9.305.049
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 749.488 749.488 (749.488)
Umsatzerlöse 7.468.971 2.585.566 10.054.537 (749.488) 9.305.049
Operatives Ergebnis 730.578 58.677 789.255 (6.862) (94.215) 688.178
Zinsergebnis (140.676)
Ergebnis vor Ertragsteuern 547.502
Abschreibungen (592.025) (223.358) (815.383) 7.150 (27.949) (836.182)
Wertminderung (2.711) (930) (3.641) (1.884) (5.525)
Ergebnis assoziierter Unternehmen 40.330 (10.476) 29.854 29.854
Summe Vermögenswerte (1) 41.789.859 13.956.883 55.746.742 (28.062.867) 8.385.851 36.069.726
davon Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (1) 436.001 298.733 734.734 734.734
Zugänge Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte
und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (1)
412.178 159.907 572.085 29.763 601.848

(1) Diese Positionen sind enthalten, um die Anforderungen von IFRS 8 und IFRS 15 zu erfüllen, oder werden auf freiwilliger Basis bereitgestellt, sind aber nicht in den Informationen enthalten, die regelmäßig von der verantwortlichen Unternehmensinstanz überprüft werden.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

14. Wesentliche Ereignisse seit Ende des 1. Halbjahrs 2023

Am 21. Februar 2023 hat der Aufsichtsrat der Management AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt, konkrete Planungen für einen Rechtsformwechsel der Gesellschaft von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien in eine Aktiengesellschaft einzuleiten (Rechtsformwechsel). Am 14. Juli 2023 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt, um über den Rechtsformwechsel zu beschließen. Im Zusammenhang mit der außerordentlichen Hauptversammlung hat die Gesellschaft eine Registrierungserklärung auf Formblatt F-4 bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht, die am 6. Juni 2023 für wirksam erklärt wurde. Der in der F-4-Registrierungserklärung enthaltene Prospekt wurde den Aktionären der Gesellschaft zugänglich gemacht, enthält zusätzliche Informationen über den geplanten Rechtsformwechsel und ist auf der Website der SEC unter www.sec.gov verfügbar.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre über folgende Punkte ab:

  • i. den Rechtsformwechsel, einschließlich der Umfirmierung der Gesellschaft in Fresenius Medical Care AG (FME AG);
  • ii. die Wahl von vier Mitgliedern des Aufsichtsrats der FME AG, die von den Aktionären der FME AG gewählt werden; und
  • iii. die Bestätigung der Wahl der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 sowie zum Prüfer für die etwaige prüferische Durchsicht von unterjährigen Finanzinformationen.

Jeder der oben genannten Beschlüsse wurde gefasst.

Mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels, das mit Eintragung des Rechtsformwechsels in das zuständige Handelsregister eintritt, wird die Management AG, eine Tochtergesellschaft der Fresenius SE, aus der Gesellschaft ausscheiden und die Fresenius SE wird die Gesellschaft nicht mehr beherrschen (im Sinne von IFRS 10, Konzernabschlüsse). Ebenso mit Wirksamwerden des Rechtsformwechsels werden die Amtszeiten der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder als Mitglieder des Aufsichtsrats enden. Der Aufsichtsrat der FME AG wird aus zwölf Mitgliedern bestehen, die sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammensetzen.

Die folgenden Personen, die zur Wahl als vier der sechs Anteilseignervertreter des Aufsichtsrats der FME AG vorgeschlagen wurden, wurden von den Aktionären der Gesellschaft auf der Hauptversammlung gewählt:

  • a. Shervin J. Korangy, President und Chief Executive Officer der BVI Medical, Inc. Shervin J. Korangy ist außerdem Mitglied des Board of Directors der BVI Group Ltd, der The Hain Celestial Group, Inc. und der Motus GI Holdings, Inc.
  • b. Dr. Marcus Kuhnert, Mitglied der Geschäftsleitung der E. Merck KG (bis 31. Juli 2024). Dr. Kuhnert ist außerdem Mitglied des Verwaltungsrats der Döhler Group SE und war bis zum 30. Juni 2023 Mitglied der Geschäftsleitung und Finanzvorstand der MERCK Kommanditgesellschaft auf Aktien.
  • c. Herr Gregory Sorensen, M.D., der derzeit Mitglied des Aufsichtsrats und des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin ist.
  • d. Frau Pascale Witz, die derzeit Mitglied des Aufsichtsrats und des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin ist.

Die Fresenius SE hat das ausschließliche Recht, zwei der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der FME AG zu bestellen, solange sie 30% oder mehr des Grundkapitals der Gesellschaft hält, und das ausschließliche Recht, einen der sechs Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der FME AG zu bestellen, solange sie mindestens 15% (aber weniger als 30%) des Grundkapitals der Gesellschaft hält, sowie diese Anteilseignervertreter abzuberufen. Die Fresenius SE hat Herrn Michael Sen und Frau Sara Hennicken, die derzeit Mitglieder des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin und Vorstandsmitglieder der Fresenius Management SE sind, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der FME AG bestellt.

Herr Sen wurde vom Aufsichtsrat der FME AG zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der FME AG gewählt (der im Falle einer Stimmengleichheit im Aufsichtsrat der FME AG bei einer erneuten Abstimmung über denselben Gegenstand zwei Stimmen hat, wenn diese ebenfalls zu einer Stimmengleichheit führt).

Die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats der FME AG werden nach dem deutschen Mitbestimmungsgesetz gewählt werden. Um eine paritätische Besetzung des Aufsichtsrats der FME AG noch vor Abschluss des Wahlverfahrens zu erreichen, beabsichtigt die Gesellschaft, beim Amtsgericht einen formellen Antrag auf gerichtliche Bestellung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der FME AG zu stellen. Eine solche gerichtliche Bestellung ist ein übliches Verfahren, und die Gesellschaft erwartet, dass der Gesamtbetriebsrat oder die zuständigen Gewerkschaften entsprechend vorgehen.

Konzernanhang In TSD, mit Ausnahme der Beträge je Aktie und der Anzahl der Aktien

Die derzeitigen Vorstandsmitglieder (Helen Giza, Franklin W. Maddux, M.D., Dr. Katarzyna Mazur-Hofsäß und William Valle) wurden vom Aufsichtsrat der FME AG zu Mitgliedern des Vorstands der FME AG bestellt. Die bestehenden Dienstverträge (einschließlich Nebenvereinbarungen) der Vorstandsmitglieder der Management AG werden mit Wirkung zum Tag nach Wirksamwerden des Rechtsformwechsels von der Management AG auf die FME AG übertragen.

Am 10. Juli 2023 hat die Gesellschaft die Bestellung von Martin Fischer zum Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 bekanntgegeben. Er folgt in dieser Rolle auf die Vorstandsvorsitzende Helen Giza, die die Funktion des Finanzvorstands bis zum Eintritt von Herrn Fischer in die Gesellschaft kommissarisch weiterführt. Herr Fischer wird dann Mitglied des Vorstands der FME AG werden.

Seit Ende des 1. Halbjahrs 2023 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die die ausgewiesenen Kennzahlen und Geschäftsergebnisse in irgendeiner Form nennenswert beeinflussen. Derzeit sind keine weiteren wesentlichen Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gesellschaft oder im Personalbereich vorgesehen.

Hof an der Saale, den 2. August 2023

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG

Der Vorstand

H. Giza F. W. Maddux, MD Dr. K. Mazur-Hofsäß W. Valle

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Hof an der Saale

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Hof an der Saale, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der geschäftsführenden Komplementär-AG der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, den 2. August 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Kartscher Holger Lutz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."

Hof an der Saale, den 2. August 2023

Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA

Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Fresenius Medical Care Management AG

Der Vorstand

H. Giza F. W. Maddux, MD Dr. K. Mazur-Hofsäß W. Valle

FRESENIUS MEDICAL CARE Else-Kröner-Str. 1 61352 Bad Homburg v. d. H. Deutschland www.freseniusmedicalcare.com/de

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