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CEWE Stiftung & Co. KGaA Annual Report 2023

Mar 22, 2024

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Annual Report

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zusammen wachsen

Geschäftsbericht 2023

CEWE auf einen Blick

An die Aktionäre

Zusammengefasster Lagebericht

Vergütung

98 Vergütungssystem Vergütungsbericht

Konzernabschluss

Weitere Informationen

Berichtsnavigation

Seitenverweis Verweis auf externe Dokumente

→ Vorwort

Vorwort

schauen Sie gerne in die verschiedenen Zahlenwerke Ihres Unternehmens CEWE:

Ihr Unternehmen markierte im Jahr 2023 neue Höchstwerte

Die wesentlichen Kennzahlen sprechen eine deutliche Sprache – ob Gewinn- und Verlustrechnung (z. B. EBIT 83,9 Mio. Euro, + 10,0 %), Free-Cash Flow (82,3 Mio. Euro, + 163 % – allerdings auch durch Sondereffekte) oder die Bilanz (Eigenkapitalquote 58,4 %, + 1,1 %): Ihr Unternehmen hat das Jahr 2023 erneut sehr erfolgreich abgeschlossen. Oder wie wir hier bei CEWE zu sagen pflegen: "Wir sind nicht ganz unzufrieden."

Alle Bereiche haben zu diesem Erfolg beigetragen

In unserem Hauptgeschäftsfeld Fotofinishing stieg der Umsatz um 6,9 % auf 658,8 Mio. Euro und ermöglichte damit einen EBIT-Anstieg um 8,6 % auf 80,0 Mio. Euro. Bemerkenswert dabei: Im sehr wichtigen Weihnachtsgeschäft erzielte die CEWE-Gruppe erneut eine Ergebnissteigerung. Zu dieser schönen Entwicklung haben alle unsere Marken ihren Beitrag geleistet: natürlich CEWE, aber auch Cheerz, DeinDesign, Pixum und WhiteWall. Sie alle sind integrale Bestandteile unseres innovativen Fotofinishing-Angebots. Auch im zweiten größeren Geschäftsfeld, dem Kommerziellen Online-Druck, legte der Umsatz um 6,6 % zu, und das Ergebnis steigerte sich um 81 % auf 4,2 Mio. Euro. Damit ist das Geschäftsfeld nicht nur wieder im Plus, es überzeugt auch mit einer für dieses Geschäft sehr vorzeigbaren EBIT-Marge von 4,5 %.

Yvonne Rostock Vorstandsvorsitzende → Der Vorstand

2

Der Vorstand

Von links nach rechts: Patrick Berkhouwer, Christina Sontheim-Leven, Dr. Reiner Fageth, Yvonne Rostock, Carsten Heitkamp, Thomas Mehls, Dr. Olaf Holzkämper

→ Vorwort

Großer Dank an alle 4.000 Kolleginnen und Kollegen!

Für diese gute Entwicklung danke ich allen 4.000 Kolleginnen und Kollegen von Herzen. Auch 2023 kam der Erfolg nicht von allein, sondern weil die Mitarbeitenden der CEWE-Gruppe sich kräftig "ins Zeug gelegt" haben. Nur aus diesem Grund können wir heute auf diese vorzeigbaren Ergebnisse schauen. Ganz herzlichen Dank dafür!

Damit setzt sich eine lange Erfolgsreihe fort

Besonders freut uns, dass sich damit hinsichtlich vieler dieser verschiedenen Werte lange Erfolgsreihen fortsetzen. Wenn wir die Pandemie-Sonderkonjunktur des Jahres 2020 ausblenden, dann haben wir das EBIT in schönen, stetigen Schritten seit 2012 von 28,3 Mio. Euro auf nun die oben genannten 83,9 Mio. Euro steigen sehen. CEWE optimiert nicht auf ein Jahr oder gar auf nur ein Quartal. CEWE ist ein Langstreckenläufer und denkt in großen Entwicklungszyklen über Dekaden.

15. Dividendensteigerung in Folge geplant

So auch bei der Dividende. Wie Sie seit vielen Jahren unserem Geschäftsbericht entnehmen können, ist es unsere erklärte Dividendenpolitik, die Dividende je Aktie stetig steigen zu lassen, wenn die Unternehmensergebnisse dies erlauben. Kleine, operative Schwankungen in den Ergebnissen können wir dabei selbstverständlich ausgleichen. Daher freuen wir uns, Ihnen auf unserer Hauptversammlung am 5. Juni 2024 mit 2,60 Euro je Aktie eine erneut höhere Dividende vorzuschlagen. Sollten Sie unserem Vorschlag folgen, wäre das die 15. Dividendensteigerung in Folge. Damit wäre CEWE weiterhin eines der drei in Deutschland börsennotierten Top-Unternehmen mit den meisten Dividendensteigerungen in direkter Folge bis heute. Darüber freuen wir uns sehr und setzen den Weg gerne mit Ihnen fort.

Genießen Sie nun das Frühjahr, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Nutzen Sie die Zeit für Ausflüge und Reisen und die sich damit ergebenden Foto-Gelegenheiten. Ihr Unternehmen steht bereit, wenn Sie diese Fotos in Fotoprodukte der CEWE-Gruppe umsetzen möchten.

Für uns heißt das natürlich: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Oder genauer: Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. Ihr Unternehmen hat Weihnachten 2023 sehr erfolgreich abgeschlossen und nimmt nun diesen Schwung mit in die Vorbereitung der nächsten Hochsaison: Weihnachten 2024. Jetzt werden die Grundlagen für die Innovationen gelegt, die im Laufe des Jahres realisiert werden und Ihnen, so wie auch unseren Kundinnen und Kunden, spätestens zu Weihnachten angeboten werden.

Für den CEWE-Vorstand

Ihre

Yvonne Rostock

→ Die CEWE-Gruppe

Die CEWE-Gruppe

Europas führender Foto-Service und Online-Druck-Anbieter

Die CEWE-Gruppe ist Europas führender Foto-Service und Online-Druck-Anbieter.

Aus den Anfängen im Jahr 1912 hat sich CEWE als erste Adresse im Foto-Service für alle entwickelt, die mehr aus ihren Fotos machen wollen. Dafür steht insbesondere das vielfach ausgezeichnete CEWE FOTOBUCH mit jährlich rund sechs Millionen verkauften Exemplaren. Weitere personalisierte Fotoprodukte erhalten Kunden zum Beispiel unter den Marken CEWE, Cheerz, DeinDesign, Pixum und WhiteWall – sowie bei vielen führenden europäischen Einzelhändlern. Rund um ihre persönlichen Fotos werden sie in diesen Markenwelten zu vielfältigen kreativen Gestaltungen inspiriert und vertrauen dem Unternehmen jährlich mehr als 2 Mrd. Fotos an.

Zusätzlich hat die CEWE-Gruppe für den Online-Druck-Markt eine hocheffiziente Produktion für Werbe- und Geschäftsdrucksachen aufgebaut. Über die Vertriebsplattformen SAXOPRINT, LASERLINE und viaprinto erreichen jährlich Milliarden Qualitätsdruckprodukte zuverlässig ihre Kunden.

Die CEWE-Gruppe ist auch durch die Gründerfamilie Neumüller als Ankeraktionär auf nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet und wurde dafür bereits mehrfach ausgezeichnet: wirtschaftlich langfristig orientiert; partnerschaftlich und fair mit Kunden, Mitarbeitenden sowie Lieferanten; gesellschaftlich verantwortlich und umweltsowie ressourcenschonend.

Die CEWE-Gruppe ist mit 4.000 Mitarbeitenden in 21 Ländern präsent. Die CEWE-Aktie ist im SDAX notiert. Mehr unter company.cewe.de.

5

Präsent in Europa

BETRIEBSSTÄTTEN MIT

VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN

Oldenburg (Hauptsitz    ), Bad Kreuznach, Dresden, Freiburg (Eschbach), Frechen, München (Germering), Budapest (HU), Koźle (PL), Paris (FR), Prag (CZ), Warwick (UK)

BETRIEBSSTÄTTEN

Mönchengladbach, Montpellier (Fabrègues (FR)), Rennes (Vern-sur-Seiche (FR))

VERTRIEBSNIEDERLASSUNGEN

Aarhus (Åbyhøj (DK)), Berlin, Bratislava (SK), Bukarest (RO), Göteborg (SE), Köln, Ljubljana (SI), Madrid (ES), Mechelen (BE), Münster, Nunspeet (NL), Oslo (NO), Warschau (PL), Wien (AT), Zagreb (HR), Zürich (Dübendorf (CH))

LIEFERGEBIET CEWE-PRODUKTE

Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn

siehe Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen, Seite 216

Geschäftsbericht 2023

→ Unternehmenskennzahlen CEWE-Gruppe 2023

27

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

Unternehmenskennzahlen CEWE-Gruppe 2023

6,1 Mio.

im Jahr 2023

Vertriebsniederlassungen CEWE FOTOBUCH Exemplare

780,2 Mio. Euro

Umsatz im Jahr 2023

> 22.000 CEWE Fotostationen

2,39 Mrd.

Fotos im Jahr 2023

21 Europäische Länder

7

20.000

Handelspartner

14 Betriebsstätten 4.000

Mitarbeitende

Geschäftsbericht 2023

→ Resultate 2023

8

Resultate 2023

Gruppen-Ergebnis

  • → Berichteter Gruppen-Umsatz steigt 2023 um 47,5 Mio. Euro auf 780,2 Mio. Euro (2022: 732,7 Mio. Euro): ein Plus von 6,5 %
  • → Berichtetes Gruppen-EBIT legt auf 83,9 Mio. Euro zu (2022: 75,6 Mio. Euro)
  • → Gruppen-Umsatz inkl. der im Dezember 2023 veräußerten Gesellschaft futalis steigt um + 6,5 % bzw. 47,8 Mio. Euro auf 788,8 Mio. Euro (2022: 741,0 Mio. Euro), so berechnetes EBIT der CEWE-Gruppe steigt auf 81,6 Mio. Euro (2022: 75,6 Mio. Euro)
  • → Alle Zielsetzungen für 2023 damit am oberen Ende der geplanten Bandbreiten erreicht bzw. übertroffen
  • → Steuerquote auf erwartet normalem Niveau von 32,2 %
  • → Ergebnis je Aktie steigt auf 8,10 Euro (2022: 7,20 Euro)

Fotofinishing

  • → Der Fotofinishing-Umsatz steigt 2023 um + 6,9 %: 658,8 Mio. Euro (2022: 616,1 Mio. Euro)
  • → CEWE konvertiert starkes Urlaubsreiseverhalten mit vielen neuen Fotos bei Konsumenten erfolgreich in eigenen Geschäftszuwachs
  • → Das Fotofinishing-EBIT verbessert sich um 6,3 Mio. Euro auf 80,0 Mio. Euro (2022: 73,7 Mio. Euro)
  • → Preiserhöhungen kompensieren die inflationsgetriebene Verteuerung auf der Wareneinsatz- bzw. Kostenseite
  • → Trend einer sich kontinuierlich verbessernden operativen Ergebnismarge setzt sich erfreulich fort: nach 12,7 % in 2022 nun 2023 mit 12,8 %

Einzelhandel

  • → Der Umsatz mit Foto-Hardware und -Zubehör lag 2023 mit 31,3 Mio. Euro strategiegemäß leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 32,4 Mio. Euro)
  • → Der Einzelhandel zeigt sich weiter gut aufgestellt und verbesserte trotz leichtem Umsatzrückgang das EBIT deutlich um 0,3 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro (2022: 0,2 Mio. Euro)

Kommerzieller Online-Druck

  • → Der Kommerzielle Online-Druck steigert mit der "Bestpreisgarantie" für seine Kunden den Umsatz um + 6,6 % auf 92,2 Mio. Euro (2022: 86,5 Mio. Euro)
  • → Optimierte Kostenstruktur verbessert Ertragssituation weiter nachhaltig, der KOD steigert sein EBIT auf 4,2 Mio. Euro (2022: 2,3 Mio. Euro) und erzielt eine EBIT-Marge von 4,5 %

Bilanz und Finanzierung

  • → Bilanzsumme um 33,3 Mio. Euro auf 666,0 Mio. Euro gestiegen (+ 5,3 %)
  • → CEWE mit starker Eigenkapitalquote von 58,4 % (Vorjahr: 57,3 %)
  • → Capital Employed steigt vor allem durch gestiegene liquide Mittel um 26,7 Mio. Euro

Cash Flow

  • → Der betriebliche Cash Flow steigt um 37,4 Mio. Euro auf 130,8 Mio. Euro und liegt damit über dem Vor-Corona-Niveau
  • → Vor allem betrieblicher Cash Flow lässt Free-Cash Flow um 51,4 Mio. Euro ansteigen
  • → Normalisierter Free-Cash Flow mit 69,7 Mio. Euro 8,3 Mio. Euro über dem Niveau des normalisierten Vorjahreswertes von 61,4 Mio. Euro

Kapitalrentabilität

→ ROCE mit 18,8 % weiterhin deutlich über den 14,8 % des letzten Vor-Corona-Jahres 2019

→ Entwicklung Finanzkennzahlen 2023 9

Entwicklung Finanzkennzahlen 2023

An die Aktionäre

Rückblick 2023 und Ausblick 2024

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Langfristige Entwicklung

Die langfristige Umsatzentwicklung von CEWE lässt sich in drei verschiedene Phasen unterteilen: Nach dem Börsengang Anfang der 1990er-Jahre ist CEWE im rein analogen Fotofinishing-Markt durch die regionale Expansion zum europäischen Marktführer gewachsen. Ab 2000 folgte die Dekade der Analog/Digital-Transformation: Die Digitalkamera eroberte den Massenmarkt, und CEWE baute durch frühzeitige Anpassungen von Produktionstechnologie, Vermarktung und Produktsortiment sowie mit dem Aufbau der Marke CEWE FOTO-BUCH seine Marktführerschaft im digitalen Fotofinishing aus. So wuchs CEWE dann ab 2010 v. a. durch die konsequente Weiterentwicklung und den Ausbau des Kerngeschäftsfeldes Fotofinishing. Parallel dazu erfolgte während dieser Zeit zudem der Aufbau des neuen, zusätzlichen Geschäftsfeldes Kommerzieller Online-Druck.

Parallel zum Fotofinishing betreibt CEWE derzeit rund 100 eigene Foto-Einzelhandelsgeschäfte, um über diesen Vertriebskanal v. a. Fotofinishing-Produkte direkt zu vermarkten. Neben dieser im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesenen Hauptaktivität erzielt der Einzelhandel auch ein Ergebnis mit Foto-Hardware (Kameras, Objektive etc.), welches als Geschäftsfeld Einzelhandel separat berichtet wird.

Auf Basis der in der Transformation im Fotofinishing gewonnenen Digitaldruckfähigkeiten und durch Zukauf von Online-Offsetdruckkompetenz, etablierte CEWE dann ab 2009/2010 den Kommerziellen Online-Druck als moderne Online-Druckerei für Geschäftsdrucksachen. Dieses zusätzliche Geschäftsfeld wuchs in den darauffolgenden Jahren schnell auf eine Größenordnung von rund 100 Mio. Euro Umsatz.

In den Jahren 2020 und 2021 hatte die Coronapandemie einen besonderen Einfluss auf die Nachfrage- und Umsatzentwicklung in allen CEWE-Geschäftsfeldern: So wirkte der damalige "Stay-at-home"-Effekt besonders positiv auf den Absatz von Fotoprodukten des Fotofinishings, dagegen hatten Corona-Einschränkungen und Geschäftsschließungen negative Auswirkungen auf die Nachfrage in den Geschäftsfeldern Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel. Das Jahr 2022 war gekennzeichnet durch die sich fortsetzende Corona-Normalisierung mit v. a. wieder verstärkter Reiseaktivität und daraus resultierenden neuen Fotoaufnahmen. Die einsetzende Wiederbelebung des Geschäftslebens ließ auch die Nachfrage nach Werbedrucksachen wieder deutlich steigen. Nach vollständiger Überwindung der Coronapandemie wurde im Jahr 2023 wieder sehr viel gereist: Die hohe Urlaubsreiseaktivität führte zu vielen neuen Fotoaufnahmen bei Konsumenten, die CEWE durch

13

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

seine Markenpositionen und durchgeführte Marketingaktivitäten in den eigenen Geschäftszuwachs erfolgreich konvertieren konnte. So legte der nach IFRS ausgewiesene Umsatz im jüngst abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 nochmals deutlich auf 780,2 Mio. Euro zu: ein Plus von 47,5 Mio. Euro bzw. 6,5 % (2022: 732,7 Mio. Euro). Berücksichtigt man den Umsatz der Ende Dezember verkauften und daher gem. IFRS 5 aus der Gewinn- und Verlustrechnung ausgegliederten Gesellschaft futalis, so stieg der so berechnete Gruppen-Umsatz sogar auf 788,8 Mio. Euro (Gruppen-Umsatz 2022 inkl. futalis: 741,0 Mio. Euro). CEWE hatte für 2023 einen Gruppen-Umsatz in der Zielbandbreite von 720 bis 780 Mio. Euro geplant.

Schon seit der Analog/Digital-Transformation zeigt sich im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing ein teils auch heute noch anhaltender Produktmixwandel: Zu Beginn der Digitalisierung fragten Konsumenten verstärkt weiterhin

Umsatz in 2023

einzelne Fotoabzüge nach – wie früher von analogen Filmen jetzt eben von digitalen Bildformaten. Mit den digitalen Produktinnovationen veränderte sich dann die Nachfrage von diesen einfachen (niedrigmargigen) Fotoabzügen zu höhermargigen "Mehrwertprodukten" wie dem CEWE FOTOBUCH, Fotokalendern, Wandbildern, Grußkarten und vielen weiteren Fotogeschenken. So hat v. a. diese Veränderung des Fotofinishing-Produktmixes zu einer stetig steigenden operativen Fotofinishing-EBIT-Marge

Langfristige Umsatzentwicklung Langfristige Ergebnisentwicklung (EBIT in Mio. Euro)

  • Starkes EBIT in 2023: Mit 83,9 Mio. Euro erreicht CEWE das höchste Ergebnis der Unternehmensgeschichte
  • CEWE gelingt es, die hohe Urlaubsreiseaktivität in 2023 mit vielen neuen Fotoaufnahmen bei Konsumenten in den eigenen Geschäftszuwachs erfolgreich zu konvertieren
  • Mit klarer Verbesserung tragen auch das Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel positiv zum Gruppen-EBIT bei

Geschäftsbericht 2023

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

geführt und damit auch die Ergebnissituation für die CEWE-Gruppe insgesamt kontinuierlich verbessert.

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Im nun zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 stieg das nach IFRS berichtete EBIT (ohne die Gesellschaft futalis) um 11,0 % bzw. 8,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr auf 83,9 Mio. Euro (2022: 75,6 Mio. Euro) und erreichte damit einen neuen Höchststand. CEWE hatte Ende Dezember 2023 die Gesellschaft futalis, die bisher im Segment "Sonstiges" ausgewiesen wurde, wie angekündigt verkauft. Inklusive futalis legte das so berechnete operative Ergebnis (EBIT) der CEWE-Gruppe 2023 auf 81,6 Mio. Euro zu (2022: 75,6 Mio. Euro). CEWE hatte für 2023 ein EBIT von 70 bis 82 Mio. Euro geplant.

Langfristige Ergebnisentwicklung (EBIT in Mio. Euro)

Mio. Euro EBIT in 2023

Kerngeschäftsfeld Fotofinishing

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Rückkehr zum üblichen Nachfrageverhalten

War in den Corona-Jahren die Nachfrage nach Fotofinishing-Produkten stark durch die unterschiedliche Abfolge von Lockdowns und Lockerungen der Corona-Maßnahmen bestimmt (viele CEWE-Kundinnen und -Kunden hatten die Zeit zu Hause im Lockdown genutzt, um Fotoprodukte – auch mit älteren Fotos aus zurückliegenden Jahren – zu bestellen), so folgte das Bestellverhalten von Konsumentinnen und Konsumenten im Jahr 2023 grundsätzlich wieder mehr der üblichen Saisonalität: Das erste Quartal legt dabei zu, zweites und drittes Quartal sind eher flat bzw. vielleicht sogar etwas rückläufig, und das vierte Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft wird tendenziell stärker. Die einfache Formel: Im Frühling und Sommer mit schönem Wetter finden viele Reisen, Feiern und Events statt – die Zeit des Jahres mit vielen Gelegenheiten für viele neue Fotoaufnahmen. In der dunkleren Jahreshälfte verbringen viele Menschen dann mehr Zeit zu Hause und bestellen Fotoprodukte – natürlich besonders oft als Geschenk zu Weihnachten. So wurden auch im nun zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 viele Erlebnisse in einem CEWE FOTOBUCH, einem Fotokalender, auf einem Wandbild und mit vielen weiteren persönlichen Fotogeschenken zu bleibenden Erinnerungen.

Fotovolumen und CEWE FOTOBUCH-Absatz legen weiter erfreulich zu

Gerade Fotoprodukte haben für viele Menschen einen sehr hohen emotionalen Wert und werden weitestgehend unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zunehmend nachgefragt. Dabei ist es CEWE im zurückliegenden Geschäftsjahr u. a. durch seine starken Markenpositionen und die durchgeführten Marketingaktivitäten gelungen, insbesondere die in 2023 wieder erstarkte

Urlaubsreiseaktivität mit vielen neuen Fotoaufnahmen bei Konsumentinnen und Konsumenten in den eigenen Geschäftszuwachs erfolgreich zu konvertieren: Die Gesamtanzahl an Fotos über alle CEWE-Produkte stieg im Berichtsjahr um 4,8 % auf 2,39 Mrd. Stück (2022: 2,28 Mrd. Fotos) und erreichte damit einen Wert am oberen Ende bzw. übertraf sogar leicht die für 2023 geplante Zielbandbreite von 2,2 bis 2,3 Mrd. Stück. Auch das CEWE FOTOBUCH hat mit einem Plus von 3,4 % auf eine Absatzmenge von 6,1 Mio. Exemplaren erfreulich zugelegt (2022: 5,8 Mio. Exemplare) und ebenso die geplante Zielsetzung für 2023 von bis zu 6,0 Mio. Exemplare übertroffen. Damit hat CEWE seit 2005 über 86 Mio. CEWE FOTOBUCH Exemplare für seine Kundinnen und Kunden produziert: Das CEWE FOTOBUCH ist und bleibt das beliebteste Fotobuch in Europa.

Fotofinishing-Umsatz legt um 6,9 % auf 658,8 Mio. Euro zu

Der Jahresauftakt 2023 startete im Fotofinishing mit einem sehr starken Q1 und Umsatzwachstum von + 12,0 %. Es folgten Q2 und Q3 mit + 9,0 % bzw. + 7,1 % Umsatzplus, auch das vierte Quartal konnte im Vergleich zum hohen Vorjahresniveau noch mal um + 4,1 % zulegen. Insgesamt legte der Fotofinishing-Umsatz damit im Gesamtjahr 2023 erfreulich um + 6,9 % auf 658,8 Mio. Euro zu: ein Plus von 42,7 Mio. Euro (FF-Umsatz 2022: 616,1 Mio. Euro). Dabei haben Kundinnen und Kunden zum einen verstärkt Fotoprodukte bestellt, zum anderen unterstützen umgesetzte Preiserhöhungen entlang fast aller Produktgruppen den Umsatzzuwachs. Die Preiserhöhungen waren notwendig geworden, um inflationsgetriebene Kostensteigerungen entlang fast aller GuV-Positionen wie Wareneinsatz, Personalkosten, sonstiger betrieblicher Aufwand (u. a. Logistik und Energiekosten) zu kompensieren.

  • Der Fotofinishing-Umsatz steigt 2023 um + 6,9 %: 658,8 Mio. Euro (2022: 616,1 Mio. Euro)
  • CEWE konvertiert starkes Urlaubsreiseverhalten mit vielen neuen Fotos bei Konsumenten erfolgreich in eigenen Geschäftszuwachs
  • Das Fotofinishing-EBIT verbessert sich um 6,3 Mio. Euro auf 80,0 Mio. Euro (2022: 73,7 Mio. Euro)
  • Preiserhöhungen kompensieren die inflationsgetriebene Verteuerung auf der Wareneinsatz- bzw. Kostenseite
  • Trend einer sich kontinuierlich verbessernden operativen Ergebnismarge setzt sich erfreulich fort: nach 12,7 % in 2022 nun 2023 mit 12,8 %

über

86 Mio. Euro

CEWE FOTOBUCH Exemplare seit 2005

Umsatz Fotofinishing in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

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CEWE gelingt es, die starke Urlaubsreiseaktivität in 2023 mit vielen neuen Fotoaufnahmen in den eigenen Geschäftszuwachs erfolgreich zu konvertieren.

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Fotos gesamt in Mio. Stück /  Veränderung zum Vorjahr in %

Anzahl CEWE FOTOBUCH Exemplare gesamt in Tsd. Stück /  Veränderung zum Vorjahr in %

Konsumenten fragen auch 2023 erneut mehr Fotoprodukte nach, zusätzlich wirken inflationsbedingt notwendige Preissteige rungen umsatzerhöhend.

Das vierte Quartal hat mit dem Weihnachtsgeschäft weiterhin die größte Bedeutung für die Fotofinishing-Entwicklung: Mit einem Umsatzanteil von 44,6 % am Gesamtjahresumsatz dokumentiert sich dieser Trend erneut (2017: 42,5 %, 2018: 43,7 %, 2019: 44,2 %, 2020: 45,9 %, 2021: 44,9 %, 2022: 45,8 %). So erreichte der Fotofinishing-Umsatz im Berichtsquartal 293,6 Mio. Euro (Q4 2022: 282,1 Mio. Euro).

Umsatz pro Foto legt auf 27,60 Cent zu

Umsatz Fotofinishing in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in % Seit Jahren stärkt der Trend zu höherwertigen Fotoprodukten die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing. Nach 27,04 Cent im Jahr 2022 erreichte der Umsatz pro Foto im Berichtsjahr erneut ein stärkeres Niveau: 27,60 Cent pro Foto. Dabei liegt dieser Umsatzwert pro Foto sogar über den hohen Werten der Corona-Jahre, in denen während der Lockdowns Wandbilder mit einem sehr hohen Umsatz pro Foto besonders stark nachgefragt waren und die Kennzahl beschleunigt gestärkt hatten.

Kundinnen und Kunden erstellen in 2023 erneut    mehr CEWE FOTOBUCH Exemplare: ein Plus von 3,4 %.

2019 568,0 + 13,8 % 2020 620,0 + 9,2 % + 4,4 % 2022 616,1 – 4,8 % 2021 590,1 + 6,9 % 2023 658,8

Umsatz pro Foto legt mit + 2,1 % weiter zu.

Fotofinishing-Umsatz pro Foto in Eurocent /  Veränderung zum Vorjahr in %

EBIT-Fotofinishing in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Fotos gesamt in Mio. Stück /  Veränderung zum Vorjahr in %

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Fotofinishing-EBIT legt 2023 mit erneut stärkerem Weihnachtsgeschäft auf 80,0 Mio. Euro zu

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Mit einem erneut stärkeren Weihnachtsgeschäft erreichte der Geschäftsbereich Fotofinishing 2023 ein EBIT von 80,0 Mio. Euro: ein Plus von 6,3 Mio. Euro (FF-EBIT 2022: 73,7 Mio. Euro). Wie in jedem Jahr hat CEWE auch 2023 den größten Anteil des Jahresgewinns dabei im vierten Kalenderquartal erwirtschaftet. Durch starke Skaleneffekte in der Produktion unter Vollauslastung im Weihnachtsgeschäft ist dieser hohe Ergebnisanteil des vierten Quartals völlig typisch. Mit schwächerer Auslastung und aufgrund der hohen Fixkostenremanenz können Q1, Q2 und Q3 regelmäßig nur einen geringeren Ergebnisanteil liefern.

Auch das isolierte vierte Quartal konnte 2023 erneut zulegen: Nach einem EBIT von 74,6 Mio. Euro im Vorjahres-Q4 verbesserte sich das EBIT im Berichtsquartal um 3,6 Mio. Euro auf 78,2 Mio. Euro.

Ein erneut stärkeres Weihnachtsgeschäft führt zu einem starken Fotofinishing-Jahresergebnis: 80,0 Mio. Euro EBIT in 2023.

+ 8,6 %

80,0

2023

+ 3,5 %

– 19,7 %

71,2

2021

73,7

2022

Veränderung zum Vorjahr in % EBIT-Fotofinishing in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

88,6 + 32,4 % Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 sind dabei insgesamt rund – 4,0 Mio. Euro Sondereffekte im Rahmen der Abschreibungen aus den Kaufpreisallokationen von Cheerz (– 0,9 Mio. Euro), WhiteWall (– 2,1 Mio. Euro) und Hertz (0,5 Mio. Euro) sowie aus einer Abschreibung für nicht mehr benötigte Software-Lizenzen (– 0,5 Mio. Euro) angefallen. Im Vorjahr 2022 waren als Sonderaufwendungen zusammen – 4,2 Mio. Euro für Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen (Cheerz – 1,7 Mio. Euro, WhiteWall – 2,1 Mio. Euro und Hertz – 0,4 Mio. Euro) gebucht worden. Bereinigt um diese Sondereffekte erreichte das operative EBIT des Geschäftsfeldes Fotofinishing 84,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 (bereinigtes operatives EBIT 2022: 77,9 Mio. Euro).

Operative Fotofinishing-EBIT-Marge steigt weiter leicht auf starke 12,8 %

Operative Fotofinishing-EBIT-Marge 1 steigt weiter in %

Die operative Ergebnismarge (vor oben beschriebenen Sonderaufwendungen) im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing kann auch 2023 den Trend einer sich langfristig kontinuierlich steigernden Profitabilität fortsetzen: Nach 12,7 % in

Operative Fotofinishing-EBIT-Marge 2023

2022 legte die Fotofinishing-EBIT-Marge mit 12,8 % erneut leicht zu. Vor allem der anhaltende Produktmixwandel sowie die zusätzlichen Deckungsbeiträge aus dem langfristigen Umsatzzuwachs haben die operative EBIT-Marge im Fotofinishing in den letzten Jahren stetig ansteigen lassen. Dabei zeigte das Jahr 2020 besonders eindrucksvoll, welche Marge bei entsprechendem Mengenwachstum möglich ist: Der starke, coronabedingte Nachfrageanstieg ließ die operative EBIT-Marge vorübergehend auf außergewöhnlich hohe 15,1 % springen.

Nach 12,7 % in 2022 steigt die Fotofinishing-EBIT-Marge auch 2023 auf ordentlichem Niveau weiter leicht auf nun 12,8 %.

Umsatz Einzelhandel in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

1 ohne ausgewiesene Sondereffekte (hauptsächlich PPA-Effekte)

Geschäftsbericht 2023

2019

2020

66,9 + 15,7 %

Fotofinishing-Umsatz pro Foto in Eurocent / 

18

Geschäftsfeld Einzelhandel

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

CEWE betreibt in Polen, Tschechien, der Slowakei sowie Norwegen und Schweden Multi-Channel-Retailing in Form von stationären Läden und Online-Shops. Der klare Fokus des CEWE RETAIL liegt auf der Generierung des Fotofinishing-Geschäfts, also auf der Vermarktung von CEWE FOTOBUCH, Kalendern, Grußkarten, Wandbildern und weiteren Fotogeschenken. Der Umsatz- und Ergebnisbeitrag dieses Fotofinishing-Sortiments wird dabei im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen. Im Geschäftsfeld Einzelhandel verbleiben lediglich Umsatz und Ergebnis aus dem Foto-Hardware-Geschäft mit zum Beispiel Kameras und Fotozubehör. Dieses Handelswarengeschäft wird CEWE auch zukünftig margenoptimal unter bewusstem Verzicht auf unprofitable Umsätze entwickeln.

Einzelhandel mit 31,3 Mio. Euro Umsatz in 2023

Der Hardware-Einzelhandel erreichte mit seinen rund 100 Filialen in Skandinavien und Mittelosteuropa 2023 einen Jahresumsatz von 31,3 Mio. Euro (2022: 32,4 Mio. Euro; – 3,4 %). Bereinigt um Währungseffekte legte der Umsatz dabei sogar mit 1,4 % leicht zu. Auch für den Einzelhandel ist besonders das vierte Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft und einem Umsatzanteil von über 30 % das wichtigste Quartal des Jahres: Nach 10,2 Mio. Euro Q4-Umsatz im letzten Jahr erreichte der CEWE-Einzelhandel im nun abgeschlossenen Berichtsquartal einen Umsatz in Höhe von 9,5 Mio. Euro (– 7,1 %). Bereinigt um Währungseffekte zeigt der Hardware-Einzelhandel einen um 3,0 % schwächeren Q4-Umsatz.

CEWE fokussiert sich im Einzelhandel weiterhin auf das (im Segment Fotofinishing ausgewiesene) Geschäft mit Fotofinishing-Produkten und nutzt den eigenen Einzelhandel als B2C-Vertriebskanal für das CEWE FOTOBUCH, EBIT-Einzelhandel Fotokalender, Wandbilder und viele weitere Fotoprodukte. in Mio. Euro / 

Durch den bewussten Verzicht auf margenschwaches Foto-Hardware-Geschäft und die Fokussierung auf Fotofinishing-Produkte reduziert CEWE bereits seit einigen Jahren aktiv den Foto-Hardware-Umsatz.

Veränderung zum Vorjahr in %

  • Der Umsatz mit Foto-Hardware und -Zubehör lag 2023 mit 31,3 Mio. Euro strategiegemäß leicht unter dem Vorjahreswert (2022: 32,4 Mio. Euro)
  • Der Einzelhandel zeigt sich weiter gut aufgestellt und verbesserte trotz leichtem Umsatzrückgang das EBIT deutlich um 0,3 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro (2022: 0,2 Mio. Euro)

100

Einzelhandels-Filialen mit Fokus auf den Absatz von Fotofinishing-Produkten

Im Bereich der Foto-Hardware (Kameras und Zubehör) verzichtet CEWE weiter bewusst auf margenschwaches Handelsgeschäft. So lag die aktive Umsatzreduktion im Geschäftsfeld Einzelhandel in vorausgegangenen Jahren üblicherweise bei rund – 10 %.

Hardware-Einzelhandel trotz leichtem Umsatzrückgang mit verbessertem EBIT

In der Ergebnisentwicklung zeigt sich die gute Aufstellung des Einzelhandels: Trotz des leichten Umsatzrückgangs konnte das Geschäftsfeld Einzelhandel 2023 seinen Beitrag zum Gruppen-EBIT recht deutlich um 0,3 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro verbessern (2022: 0,2 Mio. Euro). Angesichts typischerweise relativ niedriger Handelswarenmargen eine erstklassige Leistung. CEWE hatte bereits im ersten Pandemie-Jahr 2020 beschlossen, insgesamt etwas mehr als 40 Filialen in allen Ländern, in denen CEWE Einzelhandel betreibt, zu schließen. Von dieser beschleunigten Optimierung der Filialstruktur hat der CEWE-Einzelhandel auch im nun abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 weiter profitiert.

Auch im Einzelhandel ist das Weihnachtsgeschäft und damit das vierte Quartal entscheidend für die Ergebnisentwicklung im Gesamtjahr. Mit einem vor allem im Dezember-Weihnachtsgeschäft erzielten Q4-EBIT von 0,9 Mio. Euro wurde auch in diesem Jahr der bis zum Ende des dritten Quartals bestehende Ergebnisrückstand vollständig aufgeholt und ein positiver Beitrag zum Gruppenergebnis erwirtschaftet (EBIT Q4 2022: 0,7 Mio. Euro).

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

  • • Der Kommerzielle Online-Druck steigert mit der "Bestpreisgarantie" für seine Kunden den Umsatz um + 6,6 % auf 92,2 Mio. Euro (2022: 86,5 Mio. Euro)
  • Optimierte Kostenstruktur verbessert Ertragssituation weiter nachhaltig, der KOD steigert sein EBIT auf 4,2 Mio. Euro (2022: 2,3 Mio. Euro) und erzielt eine EBIT-Marge von 4,5 %

Umsatzwachstum im Kommerziellen Online-Druck in 2023

EBIT-Einzelhandel in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck

CEWE ist mit den Online-Druck-Marken SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE im europäischen Markt mit dem Schwerpunkt in der DACH-Region für online bestellte Werbeund Geschäftsdrucksachen bestens aufgestellt: SAXO-PRINT bedient mit der Bestpreisgarantie Kunden primär im Offsetdruck sowohl im Inland als auch in den anderen internationalen Märkten, viaprinto ist als Anbieter hochwertiger Druckprodukte in kleinen Auflagen vornehmlich im Digitaldruck positioniert, und LASERLINE ist besonders stark im Berliner und Brandenburger Raum aufgestellt und bedient dort regional ansässige Kunden.

Kommerzieller Online-Druck wächst auch 2023

Im nun abgeschlossenen Berichtsjahr 2023 konnte der Kommerzielle Online-Druck mit der "Bestpreisgarantie" für seine Kunden erneut ein Umsatzplus realisieren: Mit 92,2 Mio. Euro und einem Wachstum von 6,6 % übertraf der Umsatz den Vorjahreswert um 5,7 Mio. Euro (2022: 86,5 Mio. Euro). Dabei betrug der Umsatzbeitrag des vierten Quartals 25,9 Mio. Euro (Umsatz Q4 2022: 26,5 Mio. Euro). Die "Bestpreisgarantie" steht für das Versprechen, dass Druckprodukte von SAXOPRINT immer zum günstigsten Preis im Markt angeboten werden. Sollte ein SAXOPRINT-Kunde einen günstigeren Preis für ein vergleichbares Produkt bei Wettbewerbern finden, so erstattet SAXOPRINT die Preisdifferenz. Möglich wird diese Bestpreisgarantie durch die erreichte Kosteneffizienz in der SAXOPRINT-Produktion: Der hoch automatisierte Produktionsstandort von SAXOPRINT in Dresden gilt als einer der modernsten Technologieparks für den Online-Offsetdruck in Europa. Zum weiteren Ausbau der eigenen Wertschöpfungstiefe hatte SAXOPRINT mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 Vermögenswerte der Eastprint GmbH, Dresden, übernommen. SAXOPRINT hatte den Großformatdruck bisher an Eastprint fremdvergeben, der mit dieser Übernahme nun internalisiert wurde.

Der Kommerzielle Online-Druck wächst mit der "Bestpreisgarantie" für seine Kunden auch im     Geschäftsjahr 2023 weiter: + 6,6 % Umsatzwachstum.

EBIT Kommerzieller Online-Druck in Mio. Euro / 

Veränderung zum Vorjahr in %

21

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

KOD-Ergebnis deutlich gesteigert auf 4,2 Mio. Euro

Obwohl der Vor-Pandemie-Umsatz aus dem Jahr 2019 (103,2 Mio. Euro) noch nicht wieder erreicht ist, verbessert der Kommerzielle Online-Druck seinen EBIT-Beitrag zum Gruppenergebnis erfreulich um 1,9 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro und erreicht damit zum wiederholten Mal eine starke Verbesserung des Vorjahresergebnisses (KOD-EBIT 2022: 2,3 Mio. Euro). Mit optimierter Kostenstruktur beweist der Geschäftsbereich Kommerzieller Online-Druck damit erneut seine erfolgreich gesenkte Break-even-Schwelle: Die erreichte Kosteneffizienz in der Produktion und (dadurch mögliche) "Bestpreisgarantie" für seine Kunden lassen den KOD so weiter profitabel wachsen. Im isolierten vierten Quartal 2023 erwirtschaftete der KOD mit 2,7 Mio. Euro ein um 18,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal verbessertes EBIT (KOD-EBIT Q4 2022: 2,3 Mio. Euro).

EBIT Kommerzieller Online-Druck in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

Geschäftsbericht 2023

Geschäftsfeld Sonstiges

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

CEWE führt seine Struktur- und Gesellschaftskosten sowie das Ergebnis aus Immobilienbesitz und Beteiligungen im Geschäftsfeld Sonstiges. Als geschäftsfeldübergreifende Struktur- und Gesellschaftskosten fallen im Wesentlichen Kosten der Aufsichtsgremien sowie der Hauptversammlung und aus der Investor-Relations-Tätigkeit an. Ferner wurden bisher die Ergebnisse der Konzerngesellschaft futalis in diesem Geschäftsfeld ausgewiesen, da sich die geschäftliche Tätigkeit von futalis als Erzeuger von Tierfutter nicht den anderen Geschäftsfeldern zuordnen ließ. CEWE hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die Gesellschaft futalis per Ende Dezember 2023 veräußert und entsprechend IFRS 5 futalis aus der Gruppen-GuV ausgegliedert.

Inklusive futalis sind im Geschäftsjahr 2023 im Geschäftsfeld Sonstiges Umsatzerlöse in Höhe von 8,6 Mio. Euro (2022: 8,3 Mio. Euro) angefallen, die vollständig der Gesellschaft futalis zuzurechnen sind. Bezieht man futalis wie bisher in die Ermittlung des EBITs mit ein, so erreichte das Geschäftsfeld Sonstiges im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Ergebnis von – 3,1 Mio. Euro (2022: – 0,6 Mio. Euro). Davon entfielen – 2,3 Mio. Euro auf die Gesellschaft futalis, die sich aus – 1,0 Mio. Euro operativem Ergebnis, – 0,8 Mio. Euro Abschreibung einer Produktionsanlage und – 0,5 Mio. Euro Entkonsolidierungsergebnis zusammensetzen.

Ohne futalis sind im Geschäftsfeld Sonstiges im Jahr 2023 keine Umsatzerlöse angefallen (2022: 0,0 Mio. Euro), der so berechnete Beitrag zum Gruppen-EBIT des Geschäftsfeldes betrug dabei – 0,8 Mio. Euro (2022: – 0,6 Mio. Euro).

Gruppen-GuV

Gruppen-Umsatz steigt auf 780,2 Mio. Euro

Umsatz in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

Das Umsatzwachstum in den Geschäftsfeldern Fotofinishing und Kommerzieller Online-Druck führte im Gesamtjahr 2023 zu einem nach IFRS berichteten Gruppenumsatz von 780,2 Mio. Euro (2022: 732,7 Mio. Euro; + 6,5 %). Dieser Wert beinhaltet nicht den Umsatz der im Dezember 2023 veräußerten Gesellschaft futalis, da diese entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 aus den einzelnen GuV-Positionen als "nicht fortgeführter bzw. verkaufter Geschäftsbereich" auszugliedern war (siehe dazu auch die Ausführungen im Abschnitt zum "Geschäftsfeld Sonstiges"). Der inklusive der futalis-Umsatzerlöse berechnete Gruppen-Umsatz legte mit + 6,5 % um 47,8 Mio. Euro auf 788,8 Mio. Euro zu (2022: 741,0 Mio. Euro). Mit beiden Werten übertrifft CEWE die für 2023 geplante Zielsetzung von 720 bis 780 Mio. Euro Umsatz.

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Gruppen-EBIT legt auf 83,9 Mio. Euro zu

Das berichtete EBIT der CEWE-Gruppe steigt 2023 auf 83,9 Mio. Euro und erreicht damit einen neuen Höchststand (EBIT 2022: 75,6 Mio. Euro). Das inklusive des futalis-Ergebnisses berechnete EBIT legt auf 81,6 Mio. Euro zu und liegt damit am oberen Ende der in gleicher Logik aufgebauten Zielsetzung von 70 bis 82 Mio. Euro EBIT für 2023. Dabei konnten alle (v. a. inflationsbedingten) Kostensteigerungen entlang sämtlicher GuV-Positionen durch eigene Preissteigerungen kompensiert werden. Sowohl das Fotofinishing, der Einzelhandel als auch der Kommerzielle Online-Druck haben zu dieser Ergebnisverbesserung beigetragen. Eine sehr schöne Entwicklung in allen drei CEWE-Geschäftsfeldern im Jahr 2023.

Mit Wachstum im Fotofinishing und Kommerziellen Online-Druck erreicht CEWE 2023 ein Umsatzplus von 47,5 Mio. Euro bzw. 6,5 %. Erneut eine starke Entwicklung.

  • Berichteter Gruppen-Umsatz steigt 2023 um 47,5 Mio. Euro auf 780,2 Mio. Euro (2022: 732,7 Mio. Euro): ein Plus von 6,5 %
  • Berichtetes Gruppen-EBIT legt auf 83,9 Mio. Euro zu (2022: 75,6 Mio. Euro)
  • Gruppen-Umsatz inkl. der im Dezember 2023 veräußerten Gesellschaft futalis steigt um + 6,5 % bzw. 47,8 Mio. Euro auf 788,8 Mio. Euro (2022: 741,0 Mio. Euro), so berechnetes EBIT der CEWE-Gruppe steigt auf 81,6 Mio. Euro (2022: 75,6 Mio. Euro)
  • Alle Zielsetzungen für 2023 damit am oberen Ende der geplanten Bandbreiten erreicht bzw. übertroffen
  • Steuerquote auf erwartet normalem Niveau von 32,2 %
  • Ergebnis je Aktie steigt auf 8,10 Euro (2022: 7,20 Euro)

24

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Auch 2023 wird das vierte Quartal nochmals stärker

Die traditionelle Saisonspitze im vierten Quartal 2023 hat erneut mit nahezu 100 % des Jahresergebnisses ganz entscheidend zum Erfolg des zurückliegenden Geschäftsjahres beigetragen: Der Umsatz legte im Vorjahresvergleich um 3,3 % auf 327,0 Mio. Euro zu (Q4 2022: 316,7 Mio. Euro), das EBIT um 5,9 % auf 81,6 Mio. Euro (EBIT Q4 2022: 77,0 Mio. Euro). Dabei profitiert CEWE insgesamt weiter stark von seiner frühzeitigen Transformation in ein Online-Geschäftsmodell: Sowohl der Trend zum Fotografieren mit dem Smartphone sowie einfach online oder mobil über Apps bestellbare Fotoprodukte treiben das Wachstum. Gemeinsam mit seinen starken Handelspartnern, die mit über 20.000 Ladengeschäften in Europa ein zusätzlicher Garant für einen kundennahen Service sind, entwickelt CEWE den Fotomarkt durch Innovationen kontinuierlich weiter. Erneut hat es sich gezeigt: Gerade Fotoprodukte haben für viele Menschen – besonders als Weihnachtsgeschenk – einen

sehr hohen emotionalen Wert und werden weitestgehend unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zunehmend nachgefragt.

Inflationsbeeinflusste Veränderungen der GuV-Positionen folgen maßgeblich der Geschäftsentwicklung

Der Beitrag der verschiedenen Geschäftsfelder zur Gewinnund Verlustrechnung hat jeweils eine andere Struktur: Im Fotofinishing bewirkt der Trend zu Mehrwertprodukten tendenziell eine Reduktion des Materialeinsatzes, während der Personaleinsatz und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zulegen. Im Vergleich zum Fotofinishing ist der Kommerzielle Online-Druck tendenziell durch einen höheren Materialaufwand und etwas geringere Personalund sonstige betriebliche Aufwendungen gekennzeichnet. Dagegen weist der Einzelhandel im Vergleich zu den beiden anderen Geschäftsfeldern deutlich höhere Materialaufwendungen, aber geringere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen auf.

83,9 Mio. Euro EBIT in 2023 –

ein neuer Höchststand

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 3.903 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der CEWE-Gruppe beschäftigt (2022: 3.816). Davon arbeiteten 2.615 Mitarbeitende und damit rund 67,0 % (2022: 2.537 Mitarbeiter bzw. 66,5 %) in den inländischen und 1.288 Mitarbeiter und damit 33,0 % (2022: 1.279 Mitarbeiter bzw. 33,5 %) in den internationalen Betrieben der CEWE-Gruppe.

Die kleine Veränderung im Vorjahresvergleich resultiert dabei teilweise aus Neueinstellungen im Bereich der Zentralfunktionen am Hauptstandort Oldenburg, bei WhiteWall und

Ergebnis nach Steuern in Mio. Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

25

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

beim Kommerziellen Online-Druck am Produktionsstandort in Dresden. Zudem ging bei der Durchschnittsberechnung die Mitarbeiterzahl der im Vorjahr übernommenen Hertz GmbH, dem Systemlieferanten für die CEWE Fotostation, nun mit vollen 12 Monaten ein. Gegenläufig reduzierte sich leicht die Mitarbeiterzahl im CEWE-Einzelhandel.

Konzernsteuerquote auf normalem Niveau

Die Konzernsteuerquote auf das ausgewiesene EBT liegt mit 32,2 % auf dem erwarteten, normalen Niveau (Konzernsteuerquote 2021: 31,7 %).

Nachsteuerergebnis von 57,3 Mio. Euro führt zu 8,10 Euro Ertrag je Aktie

Mit 57,3 Mio. Euro erreicht die CEWE-Gruppe für das Geschäftsjahr 2023 ein um 6,2 Mio. Euro gestiegenes Nachsteuerergebnis (2022: 51,1 Mio. Euro). Daraus folgend liegt das (unverwässerte) Ergebnis je Aktie bei 8,10 Euro (2022: 7,20 Euro).

Spitzenwert.

Ergebnis je Aktie in Euro /  Veränderung zum Vorjahr in %

Die Konzernsteuerquote auf das ausgewiesene EBT beträgt 32,2 % für das Geschäftsjahr 2023 und liegt damit auf dem    erwarteten, normalen Niveau.

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Gruppen-Gewinn- und Verlustrechnung

Im Vorjahr höhere Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen; zudem Rückgang durch weniger Erträge mit recyclingfähigen Restanten aus dem Produktionsprozess im Bereich der Verbrauchsmaterialien als im Vorjahr.

Tarifanpassungen, Zahlung einer Inflationsprämie und mit dem Geschäftszuwachs erfolgte Einstellungen in den Fotofinishing-Zentralfunktionen sowie dem Kommerziellen Online-Druck erhöhen die Position. Im Vorjahr hatte die kursgünstige Ausübung eines Aktienoptionsprogramms die Personalkosten zudem leicht reduziert.

Leichte absolute Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen; insgesamt rückläufige Abschreibungsquote in Prozent vom Umsatz.

Die Gewinnausschüttung eines VC-Fonds erhöht die Finanzerträge.

2022 2023 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 732.730 780.198 6,5
Erhöhung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
– 48 234
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.881 4.161 44,4
Sonstige betriebliche Erträge 29.157 25.494 – 12,6
Materialaufwand – 180.540 – 187.380 – 3,8
Rohergebnis 584.180 622.707 6,6
Personalaufwand – 202.536 – 218.861 – 8,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 252.802 – 266.106 – 5,3
EBITDA 128.842 137.740 6,9
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens und Sachanlagen
– 53.234 – 53.830 – 1,1
EBIT 75.608 83.910 11,0
Finanzerträge 738 5.953 707
Finanzaufwendungen – 1.542 – 1.946 – 26,2
Finanzergebnis – 804 4.007
EBT 74.804 87.917 17,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 23.748 – 28.302 – 19,2
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
51.056 59.615 16,8
Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen
Geschäftsbereichs
9 – 2.302
Ergebnis nach Steuern Konzern 51.056 57.313 12,2

Wachstum sowohl im Geschäftsfeld Fotofinishing (+ 6,9 %) als auch     Kommerzieller Online-Druck (+ 6,6 %) treiben das Umsatzwachstum in der CEWE-Gruppe.

Die Übernahme der Hertz GmbH, des     Systemlieferanten für die CEWE Fotostation, führt zu höheren aktivierten Eigenleistungen für die nun selbsterstellten und nicht mehr fremdbeschafften Fotostationen.

Korrespondierend zur Umsatzentwicklung erhöht sich der Materialaufwand absolut. Der rückläufige Einzelhandels-Anteil und v. a. die starke Fotofinishing-Entwicklung mit Preisanpassungen im Umsatz lassen die Wareneinsatzquote vom Umsatz leicht zurückgehen.

V.a. geschäftsgetriebene absolute Erhöhung der Position, u. a. durch Logistik- und Vertriebskosten sowie gestiegene Marketingaufwendungen. Trotzdem insgesamt leicht unterproportionale Entwicklung der Position im Vergleich zum Umsatz.

Der Verkauf der Tochtergesellschaft futalis führt zu einem Ergebnis von – 2,3 Mio. Euro (– 1,0 Mio. Euro operatives    Ergebnis 2023, – 0,8 Mio. Euro Abschreibung einer Produktionsmaschine, – 0,5 Mio. Euro Entkonsolidierungsergebnis).

→ Rückblick 2023 und

Bilanz

Ausblick 2024

  • Bilanzsumme um 33,3 Mio. Euro auf 666,0 Mio. Euro gestiegen (+ 5,3 %)
  • CEWE mit starker Eigenkapitalquote von 58,4 % (Vorjahr: 57,3 %)
  • Capital Employed steigt vor allem durch gestiegene liquide Mittel um 26,7 Mio. Euro

Bilanzsumme um 33,3 Mio. Euro auf 666,0 Mio. Euro gestiegen (+ 5,3 %)

Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitpunkt hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 von 632,7 Mio. Euro um 33,3 Mio. Euro auf 666,0 Mio. Euro erhöht. Vor allem der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 29,3 Mio. Euro führt zu dieser Entwicklung. Hier wirken vor allem der Liquiditätsaufbau um 44,3 Mio. Euro und gegenläufig die veranlagungsbedingte Rückführung der kurzfristigen Forderungen aus Ertragsteuererstattungen, in denen im Vorjahr als Ergebnis der Corona-Sonderkonjunktur noch hohe Steuervorauszahlungen ausgewiesen wurden. Daneben wurden kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geringer ausgewiesen, da im Vorjahr Handelspartner-Zahlungen verspätet und damit erst im abgelaufenen Geschäftsjahr beglichen wurden.

Langfristige Vermögenswerte sind um 4,0 Mio. Euro auf 380,1 Mio. Euro angestiegen. Verantwortlich dafür sind vor allem Sachanlageninvestitionen in neue bzw. ertüchtigte Produktionsflächen des Geschäftsfelds Fotofinishing. Gegenläufig wirkten die abschreibungsbedingt gesunkenen immateriellen Vermögenswerte sowie die rückläufige Fair-Value-Bewertung von Finanzinvestitionen, da ein VC-Fondsinvestment eine Gewinnausschüttung vorgenommen hat.

CEWE mit starker Eigenkapitalquote von 58,4 % (Vorjahr: 57,3 %)

Im Vergleich zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich das Eigenkapital um insgesamt 26,5 Mio. Euro auf 389,2 Mio. Euro, vor allem durch das positive Gesamtergebnis der vergangenen vier Quartale von 51,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ist nach bereits sehr solidem Vorjahresniveau (31. Dezember 2022: 57,3 %) nochmals auf 58,4 % gestiegen.

Die Konzernverschuldung (Summe der kurz- und langfristigen Schulden) steigt um 6,8 Mio. Euro von 269,9 Mio. Euro auf 276,7 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist auf das um 6,2 Mio. Euro auf 202,4 Mio. Euro gestiegene kurzfristige Fremdkapital, und zwar auf die darin enthaltenen Personalverbindlichkeiten sowie die ergebnisbedingt gestiegenen Steuerrückstellungen, zurückzuführen. Die langfristigen Schulden haben sich mit einem Anstieg von 0,6 Mio. Euro auf 74,3 Mio. Euro nur geringfügig verändert, dem Anstieg der darin im Wesentlichen enthaltenen Pensionsrückstellungen stehen verfristungsbedingt gesunkene langfristige Leasingverbindlichkeiten gegenüber.

In der Managementbilanz wird die Bilanzsumme von 666,0 Mio. Euro um die kurzfristigen operativen und somit nicht zinstragenden Schulden in Summe von 192,9 Mio. Euro gekürzt und zeigt die durch Zinsen und Dividenden zu bedienenden Fremd- und Eigenkapitalelemente in Summe von 473,1 Mio. Euro.

27

Capital Employed steigt um 26,7 Mio., vor allem durch umsatzbedingt gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und investitionsbedingt gestiegenem Anlagevermögen

Im Vorjahresvergleich ist das Capital Employed um 26,7 Mio. Euro aufgebaut worden, indem sowohl die liquiden Mittel (+ 44,3 Mio. Euro) als auch die langfristigen Vermögenswerte (+ 4,0 Mio. Euro) gestiegen sind. Damit spiegelt die Liquidität die Stärke des operativen Cash Flows wieder. Gegenläufig ist das Netto-Working Capital (– 21,6 Mio. Euro) hauptsächlich durch die Rückführung der kurzfristigen Forderungen aus Ertragsteuererstattungen und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch die ergebnisbedingt gestiegenen Steuerschulden gestiegen.

Solides Eigenkapital lässt Capital Invested um 26,7 Mio. Euro steigen

Der Anstieg des Capital Invested um 26,7 Mio. Euro ist auf das um 26,5 Mio. Euro gestiegene Eigenkapital zurückzuführen. Im Eigenkapital zeigt sich durch das Gesamtergebnis von 51,5 Mio. Euro die Ertragsstärke von CEWE, die die Dividendenzahlung sowie die übrigen Eigenkapitalveränderungen überkompensiert. Die Brutto-Finanzschulden sinken infolge des Rückgangs der Leasingverbindlichkeiten um 3,9 Mio. Euro. Die nicht operativen Schulden betreffen überwiegend die Pensionsrückstellungen und steigen infolge eines gesunkenen Rechnungszinses um 4,2 Mio. Euro an.

Wesentliche Veränderungen in den Bilanzpositionen

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

(+ 44,3 Mio. Euro)

gegenüber Handelspartnern

Wesentliche Veränderungen in den Positionen der Management-Bilanz

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

30

Cash Flow

Der betriebliche Cash Flow steigt um 37,4 Mio. Euro auf 130,8 Mio. Euro und liegt damit über dem Vor-Corona-Niveau

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Nachdem sich der betriebliche Cash Flow schon im Vorjahr um 27,7 Mio. Euro steigern konnte, steigt er im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 37,4 Mio. Euro auf 130,8 Mio. Euro und liegt damit über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019.

Im operativen Netto-Working Capital kehrte sich die durch die auf den Jahresbeginn 2023 verzögerten Zahlungen von Handelspartnern verursachte Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Jahres 2022 um, indem die Handelspartnerzahlungen 2023 vereinnahmt wurden, und nahm dadurch um 26,0 Mio. Euro ab. Im abgelaufenen Jahr haben sich die

Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in % Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wenig verändert, sodass sie nach dem Aufbau des Vorjahres um 10,8 Mio. Euro weniger zum betrieblichen Cash Flow beitrugen. Unter Berücksichtigung eines geringfügigen Vorratsaufbaus nahm das operative Netto-Working 14,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr weniger Cash auf. Auch das sonstige Netto-Working Capital nahm 2,8 Mio. Euro weniger Cash auf als im Vorjahr. Die Steuerzahlungen reduzierten sich ebenfalls und gingen um 10,9 Mio. Euro zurück.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit geht durch weniger Unternehmenskäufe und gegenläufige Finanzerträge auf – 47,9 Mio. Euro zurück

Vor allem der Wegfall von Zahlungen für den Kauf von Unternehmensanteilen, höhere Zuflüsse aus Finanzanlagen und geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegende Zahlungen für operative Investitionen lassen den Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit auf – 47,9 Mio. Euro sinken.

Ergebnisanstieg (+ 8,8 Mio. Euro): Summe aus EBITDA und zahlungsunwirksamen Effekten

Operatives Netto-Working Capital (+ 14,4 Mio. Euro): Abnahme durch deutliche Rückführung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Frühere Handelspartnerzahlungen bei konstanten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Steuerzahlungen (+ 10,9 Mio. Euro): Abnahme durch Erstattung von        Vorauszahlungen

Sonstiges Netto-Working Capital (+ 2,8 Mio. Euro): Gesunkene Umsatzsteuerpositionen

  • Der betriebliche Cash Flow steigt um 37,4 Mio. Euro auf 130,8 Mio. Euro und liegt damit über dem Vor-Corona-Niveau
  • Vor allem betrieblicher Cash Flow lässt Free-Cash Flow um 51,4 Mio. Euro ansteigen
  • Normalisierter Free-Cash Flow mit 69,7 Mio. Euro 8,3 Mio. Euro über dem Niveau des normalisierten Vorjahreswertes von 61,4 Mio. Euro

130,8

Mio. Euro Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit

Vor allem betrieblicher Cash Flow lässt Free-Cash Flow um 51,4 Mio. Euro ansteigen

In Summe erhöhte sich der Free-Cash Flow um 51,4 Mio. Euro auf 82,8 Mio. Euro. Dies war eine Folge des Anstiegs des Cash Flows aus betrieblicher Tätigkeit um 37,4 Mio. Euro auf 130,8 Mio. Euro sowie eines auf 47,9 Mio. Euro gesunkenen Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit.

Normalisierter Free-Cash Flow mit 69,7 Mio. Euro 8,3 Mio. Euro über dem Niveau des normalisierten Vorjahreswertes von 63,7 Mio. Euro

Für das Geschäftsjahr 2022 ergab sich, dass einige Handelspartner – wie zuvor bereits beschrieben – dem Geschäftsjahr 2022 zuzuordnende Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 9,0 Mio. Euro erst im Geschäftsjahr 2023

getilgt hatten. Daneben ergaben sich mit 3,9 Mio. Euro über dem Steueraufwand des Jahres 2022 liegende Steuerzahlungen. Im Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit führte die Kaufpreiszahlung für Hertz sowie der Erwerb eines Verwaltungsgrundstücks am Standort Oldenburg zu einem zusätzlichen Mittelbedarf in Höhe von 17,0 Mio. Euro. Zusammenfassend wurde der Free-Cash Flow des Jahres 2022 dadurch um 29,9 Mio. Euro reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der betriebliche Cash Flow durch die infolge der Erstattung von Steuervorauszahlungen unter dem Steueraufwand des Jahres 2023 liegenden Steuerzahlungen um 11,5 Mio. entlastet. Ebenso waren im 1. Quartal 2023 zusätzliche ca. 9,0 Mio. Euro aus dem Geschäftsjahr 2022 resultierende Verbindlichkeiten der Handelspartner getilgt worden. So wurde der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit um 20,5 Mio. Euro erhöht. Im

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ergaben Mittelabflüsse aus kapazitätserhöhenden Neubauten bzw. signifikanten Erweiterungen von Produktionsstandorten einen zusätzlichen Mittelbedarf in Höhe von 12,8 Mio. Euro. Daneben wurden Gewinnausschüttungen von Finanzinvestitionen in Höhe von 5,4 Mio. Euro vereinnahmt. Der Free-Cash Flow des Jahres 2023 wurde dadurch in Summe um 13,1 Mio. Euro erhöht.

Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Mio. Euro / 

Veränderung zum Vorjahr in %

Free-Cash Flow in Mio. Euro / Veränderung zum Vorjahr in %

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Normalisierter Cash Flow 2022 vs. 2023 in Mio Euro

Ohne diese Effekte hätte der Free-Cash Flow des Jahres 2022 61,4 Mio. Euro betragen und der des aktuellen Geschäftsjahres 69,7 Mio. Euro und damit klar über dem des Vorjahres gelegen.

Vor allem betrieblicher Cash Flow lässt Free-Cash Flow des 4. Quartals um 25,6 Mio. Euro steigen

Der Free-Cash Flow des vierten Quartals 2023 erhöht sich um 25,6 Mio. Euro auf 92,7 Mio. Euro. Von diesem Anstieg entfielen im Vergleich zum Vorjahresquartal 22,1 Mio. Euro auf den Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit.

Die Summe von EBITDA und den zahlungsunwirksamen Effekten steigt um 5,3 Mio. Euro. Das Netto-Working Capital sinkt im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres (15,7 Mio. Euro) und stärkt damit den Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit. Dieser Rückgang ergibt sich durch die im Jahr 2023 wieder im vierten Quartal erfolgten Handelspartnerzahlungen und eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gleichzeitig wurden 1,1 Mio. Euro weniger Steuerzahlungen geleistet. Als weitere Einflussgröße auf den Free-Cash Flow ist der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit zu nennen, der hauptsächlich aufgrund der Gewinnausschüttungen aus Finanzinvestitionen um 3,5 Mio. Euro stieg.

33

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

• ROCE mit 18,8 % weiterhin deutlich über den 14,8 % des letzten Vor-Corona-Jahres 2019

18,8 %

ROCE – CEWE schafft Wert

Kapitalrentabilität

ROCE mit 18,8 % weiterhin deutlich über den 14,8 % des letzten Vor-Corona-Jahres 2019

Der Return on Capital Employed (ROCE) als Kennzahl der Kapitalrentabilität erhöhte sich von 17,6 % auf 18,8 %. Damit liegt er weiterhin deutlich über 14,8 % des letzten Vor-Corona-Jahres 2019. Der Wert von 18,8 % ergibt sich aus dem 12-Monats-EBIT von 83,9 Mio. Euro und dem durchschnittlichen Capital Employed der vier Quartalsstichtage des Jahres 2023 von 445,9 Mio. Euro.

ROCE in % /  Veränderung zum Vorjahr in Prozentpunkten

Ausblick 2024

CEWE weiter auf langfristigem Wachstumskurs

Der Konzernumsatz soll 2024 von 780,2 Mio. Euro im Jahr 2023 auf 770 Mio. Euro bis 820 Mio. Euro im Mittel weiter zulegen. Dabei soll sich der Umsatz im Stammgeschäft Fotofinishing im Mittel leicht steigend entwickeln. Das Geschäftsfeld Einzelhandel soll geplant weiterhin eine leicht rückläufige Umsatzlinie mit Foto-Hardware zeigen, und der Kommerzielle Online-Druck sollte in den meisten Märkten weiter leicht im Umsatz zulegen können.

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

EBIT-Ergebniszielkorridor 2024: 77 bis 87 Mio. Euro

Das Konzern-EBIT soll 2024 im Korridor von 77 Mio. Euro bis 87 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 75,5 Mio. Euro und 85,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 51 Mio. Euro und 58 Mio. Euro.

Operative Investitionen auf typischem Normalniveau geplant

Die für 2023 geplanten operativen Investitionen (d. h. Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe) sollten auf dem Niveau von etwa 65 Mio. Euro liegen.

Dividende soll möglichst weiter kontinuierlich steigen

CEWE sieht sich als äußerst verlässlichen Dividendenzahler. Mit der für 2023 vorgeschlagenen Dividende soll diese zum 15. Mal in Folge steigen. CEWE verfolgt grundsätzlich das Ziel der Dividendenkontinuität. Soweit dies angesichts

77 – 87

Mio. Euro EBIT für 2024 geplant

der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und der vorhandenen Investitionsmöglichkeiten möglich erscheint, bedeutet dies eine mindestens absolut konstante, idealerweise steigende Dividende. Die absolute Höhe der Dividende ist dabei klar im Fokus, die Ausschüttungsquote oder gar die Dividendenrendite ist ein Residuum dieser Politik.

35

→ Rückblick 2023 und Ausblick 2024

Die Bandbreiten dieser Ziele für 2024 reflektieren die Unsicherheiten, die sich derzeit aus der allgemeinen Verteuerung sowie der aktuell hohen Inflation und deren potenziellen Auswirkungen auf die CEWE-Geschäftsentwicklung ergeben.

Weiter bestehende exogene Unsicherheiten drücken sich in Zielbandbreiten für 2024 aus

Auch im Geschäftsjahr 2024 muss sich CEWE auf exogen bedingte Unsicherheiten einstellen: Zum einen könnten allgemeine Kostensteigerungen bei Konsumenten einen negativen Einfluss auf die Konsumneigung haben oder auch zu reduzierten Urlaubsreisen führen und damit auf das Fotografier- und Bestellverhalten einwirken. Zum anderen könnte eine anhaltende Inflation bei CEWE zu einer weiteren Verteuerung auf der Wareneinsatz- und Kostenseite führen. Dann erforderliche und kompensierende Preiserhöhungen müssten umgesetzt werden und könnten sich negativ auf die Nachfrage von Konsumentinnen und Konsumenten auswirken. Um diesen externen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen und deren potenzielle Auswirkungen auf die CEWE-Geschäftsentwicklung planerisch zu erfassen, hat CEWE auch für das Geschäftsjahr 2024 für alle relevanten Zielgrößen Bandbreiten festgelegt. Langfristige Umsatzentwicklung EBIT-Entwicklung in Mio. Euro

Diese Zielbandbreiten für 2024 stellen in etwa erwartete Größenordnungen dar und reflektieren dabei die vorgegebenen Unsicherheiten. Selbstverständlich orientiert sich der Vorstand bei seiner operativen Maßnahmenplanung für 2024 an einem Zielwert in der oberen Hälfte dieses geplanten Korridors.

erreichen.

Zielsetzung für 2024 CEWE-Konzern

2024 Veränderung
in %
Fotos Mrd. Stck. 2,3 bis 2,4 – 2 bis + 2
CEWE FOTOBUCH Mio. Stck. 5,9 bis 6,2 – 2 bis + 2
Operative Investitionen 1 Mio. Euro ~ 65
Umsatz Mio. Euro 770 bis 820 – 1 bis + 5
EBIT Mio. Euro 77 bis 87 – 8 bis + 4
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. Euro 75,5 bis 85,5 – 14 bis – 3
Nachsteuerergebnis Mio. Euro 51 bis 58 – 10 bis + 1
Ergebnis je Aktie Euro/Aktie 7,26 bis 8,22 – 10 bis + 2

1 Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe

Geschäftsbericht 2023

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Interview

Ein Dialog mit Yvonne Rostock, Vorstandsvorsitzende von CEWE, über Integration, Komplexität und zukünftige Impulse

Bevor wir loslegen, Frau Rostock: Was hat es mit dem neuen Design auf sich? Wo ist das gewohnte Rot?

→ Interview

YR: Das Rot lebt weiter – in der Dachmarke von CEWE. Aber wir haben uns zu dem wichtigen Schritt entschieden, der CEWE-Unternehmensgruppe mit seinen vielen starken Marken eine neue Plattform zu geben. Visuell, wie Sie hier sehen, aber vor allem inhaltlich. Mit gemeinsamen Zielen, Prioritäten und Prinzipien. Alle Marken sollen hier gleichwertig strahlen. Denn wir sind eine Gruppe und gemeinsam sind wir mehr als die Summe unserer Einzelteile.

Das klingt so, als hätten Sie sich bereits ein sehr gutes Bild von dieser vielseitigen Gruppe gemacht und sich insgesamt gut bei CEWE eingelebt.

YR: Ja, definitiv! Mein Einstieg bei CEWE liegt nun bereits ein Jahr zurück.

Die Zeit vergeht schnell.

YR: In der Tat, besonders bei CEWE. Dennoch möchte ich zwei Anmerkungen zu Ihrer Frage machen.

Wir sind gespannt darauf!

YR: Zum einen möchte ich mich bei all meinen Kolleginnen und Kollegen für den fantastischen Empfang bedanken. Angefangen bei den übrigen Vorstandsmitgliedern wurde ich auch überall sonst mit offenen Armen empfangen. Ob in Oldenburg, Koźle, Mönchengladbach, Köln, Paris oder Germering – CEWE zeichnet sich durch einen bemerkenswerten Teamgeist aus, den ich überall gespürt habe. Es war eine großartige Erfahrung, die mir die immense Stärke von CEWE verdeutlicht hat: Das ausgezeichnete Miteinander, das wir als "The WE in CEWE" bezeichnen. Wir können aufeinander zählen. In einem Unternehmen, in dem viele Prozesse so eng miteinander verbunden sind, ist ein gutes Zusammenwirken von entscheidender Bedeutung.

Und die zweite Anmerkung?

YR: Dass unser Geschäft einzigartig und komplex ist, schließlich produzieren wir on demand. Wir verfügen über eine sehr große Wertschöpfungstiefe, die es uns ermöglicht, eine hochintegrierte Lösung im Bereich des Fotofinishing

anzubieten – und das mit steigender Kundenzufriedenheit. Dies erfordert im Unternehmen ein tiefes Verständnis für viele Verästelungen und Details, die Zeit brauchen, um verstanden und gemanagt zu werden. Und hier kommt wieder das Thema des Zusammenwirkens ins Spiel. Nicht nur haben unsere Kolleginnen und Kollegen das Verständnis für diese Details, sondern sie arbeiten auch hervorragend zusammen, um die Leistung von CEWE für unsere Kunden ständig zu verbessern. Ein wichtiges Learning meines ersten Jahres war die Fähigkeit, diese unglaubliche Qualität zu managen, die CEWE einzigartig macht. Vor allem zur Crunch Time, die sich bei uns über das gesamte vierte Quartal, unser Weihnachtsquartal, erstreckt, kommt es darauf an, dass alles Hand in Hand geht. Die Produktion ist im Dreischichtbetrieb, das Marketing läuft auf Hochtouren, und der Kundenservice kümmert sich rund um die Uhr um unsere Kundinnen und Kunden. Wie gut wir das alle zusammen meistern, beweisen wir Jahr für Jahr aufs Neue.

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Verstanden. Sie sprechen von einem komplexen Geschäft – war der Verkauf von futalis ein Schritt dahin, die Komplexität zu verringern?

→ Interview

YR: futalis, das junge Unternehmen mit Fokus auf individualisiertes Hundefutter, hat verschiedene Entwicklungsstadien durchlaufen. Zu Beginn erhielt das Unternehmen Unterstützung von High-Tech-Gründerfonds (HTGF), einem von der Bundesregierung initiierten Venture-Capital-Investor, der mit seinem Start-up-Wissen geholfen hat.

Nach dieser Phase musste der spezielle Prozess der individualisierten Fertigung industrialisiert werden. Diese Aufgabe passte perfekt zu CEWE, da wir Experten in hoch automatisierter Fertigung von Einzelstücken sind, ähnlich wie im Fotofinishing seit Jahrzehnten. Daher haben wir uns stärker engagiert und weitere Anteile übernommen. Unsere Expertise haben wir genutzt, um futalis bei der Entwicklung und Implementierung einer Maschine zu unterstützen, die den Mischvorgang für das individuelle Hundefutter automatisiert. Mit dieser Technologie erreichte futalis einen wichtigen Meilenstein: Das Geschäft ist nun grundsätzlich profitabel skalierbar.

Das klingt vielversprechend. Warum dann der Verkauf?

YR: Nun, von da an ging es vor allem um Marktkenntnisse, sowohl im Einkaufsmarkt der Zutaten für das Hundefutter als auch im Absatzmarkt. Also keine Kernkompetenz von CEWE. Bei futalis sieht das anders aus – dort liegen die Kenntnisse vor oder werden kontinuierlich aufgebaut. Obwohl futalis weniger als 10 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete, erforderte es dennoch Aufmerksamkeit. Aus diesen

Gründen haben wir bereits 2019/2020 einen Verkaufsprozess gestartet, der durch die Pandemie erschwert wurde. Nach der Pandemie haben wir einen neuen Anlauf genommen, der Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Entkonsolidierungseffekte sind im Jahresabschluss von CEWE zu sehen. Wir wünschen dem futalis-Team weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg!

Immerhin beseitigen Sie damit einen Verlustbringer aus der Gewinn- und Verlust-Rechnung!

YR: Nun, so sollte man das nicht interpretieren. Im vergangenen Jahr ist futalis trotz der Tatsache, dass viele Menschen in der Zeit nach der Pandemie ihre Ausgaben für Haustiere reduzierten, um mehr als 4 % gewachsen. Der Verlust, der 2023 aus der Gewinn- und Verlust-Rechnung von CEWE herausgelöst wurde, ist größtenteils auf einmalige Effekte zurückzuführen. Futalis hat sich in den letzten Jahren eine respektable Marktposition erarbeitet, auf der aufgebaut werden kann.

Frau Rostock, Sie haben für das Jahr 2023 ein Ergebnis ohne futalis erzielt, das über Ihrem EBIT-Zielkorridor von 70 bis 82 Millionen Euro liegt. Ein beeindruckender Start als CEO. Andere neue CEOs buchen oft in ihrem ersten Jahr alle möglichen Wertberichtigungen – und verweisen dann auf ihre Vorgänger, die dies verursacht hätten. Warum haben Sie das nicht getan?

YR: Es ist nicht meine Art, mit Ergebnissen zu taktieren. Mir geht es darum, immer mein Bestes zu geben und eine nachhaltige Weiterentwicklung des Geschäfts zu fördern – nicht um kurzfristige Effekte. Dies spiegelt sich gut in der

Unternehmenskultur von CEWE wider, die langfristige Perspektiven bevorzugt – bei CEWE denken wir in Dekaden. Wir fördern eine solide und dabei profitable Entwicklung. Es war entscheidend, das Jahr 2023 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit sehr guten Ergebnissen abzuschließen. Das ist uns gelungen, und wir haben uns das ganze Jahr über darauf vorbereitet. Im vierten Quartal sind schließlich alle Fäden zusammengelaufen, wir haben ein hervorragendes Geschäft abgeliefert und abermals bewiesen, dass wir "Weihnachten können".

Wo setzen Sie Ihre Impulse? Was möchten Sie ändern?

YR: Meine Impulse liegen darin, die Stärken zu stärken und Potenziale zu heben. Als CEWE Group werden wir von verschiedenen Marken wie CEWE, Cheerz, Pixum oder Saxoprint getragen, die einzeln florieren und zu einem hervorragenden Gesamtergebnis beitragen. Wir wollen weiter in diese Marken investieren, mit unserem Knowhow, spannenden Innovationen und unserer wichtigsten Ressource – den einzelnen Menschen, die unseren Kundinnen und Kunden mit ihrer Arbeit Freude bereiten. Dabei verfolgen wir eine klare Strategie mit gesundem Wachstum vor Augen. Unser Leitbild "WE in CEWE" definiert die Führungsrolle und das Miteinander im Unternehmen: auf Augenhöhe, transparent und wertschätzend. Nach diesen Prinzipien leben und arbeiten wir bei CEWE. Wir unterstützen uns gegenseitig und sind füreinander da. Mit dieser verinnerlichten Haltung streben wir stetig nach Optimierungen und Fortschritt unter der Prämisse, so effizient wie

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möglich zu handeln. Dabei sind wir innovationsgetrieben – dieser Gedanke ist tief in der DNA von CEWE verankert und hat das Unternehmen bereits in der Vergangenheit durch Transformationen getragen. Nicht umsonst spricht CEWE von 4.000 Innovatorinnen und Innovatoren, die im Fotofinishing und Kommerziellen Online-Druck arbeiten. Auch bei aktuellen Transformationsprozessen sind wir stets Stateof-the-Art: Wie erwähnt, werden Innovationen bei CEWE von allen Mitarbeitenden mitgestaltet. Dies gilt ebenso für die Themen, die uns rund um die Künstliche Intelligenz beschäftigen. So erhalten beispielsweise alle Kolleginnen und Kollegen einen unkomplizierten Zugang zur KI mittels CEWE GPT. Gleichzeitig forschen Expertenteams wie unser Mobile & Artificial Intelligence Campus – kurz MAIC – an der Entwicklung neuer Basis-Technologien. Wir nutzen heute schon KI – zum Beispiel zur Qualitätsverbesserung der Fotos, die vorher per WhatsApp versandt wurden. KI bietet uns ein vielversprechendes Potenzial entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette und für die verschiedenen Stakeholder. Unser Anspruch ist es, diese mit Verantwortung einzusetzen. Wenn wir KI richtig integrieren, können wir sie als Partner nutzen, der uns assistiert und von Routineaufgaben entlastet – für Konsumenten als Co-Creator, für Mitarbeitende als Co-Worker und für uns als Unternehmen als Co-Pilot.

→ Interview

Die bevorstehenden Zeiten versprechen spannend zu werden. Gibt es ein Leitprinzip, das Sie verkörpern möchten, wenn Sie eins auswählen müssten?

YR: Da bin ich direkt beim Thema Customer Centricity. Das ist wohl auch das Element, das mich in meinem Werdegang, aus der Beauty- und Konsumgüterbranche kommend,

am stärksten geprägt hat. Das bringt unterschiedliche, zusätzliche Perspektiven mit sich, die ich gerne weiter einbringen möchte. Hier und da wird nachjustiert, aber das CEWE-System läuft – wie gesagt – hervorragend, wie die Ergebnisse des vergangenen Jahres zeigen. Wir alle bei CEWE sorgen als Team dafür, mit unseren Fotoprodukten Freude zu bereiten. Das funktioniert nur im Einklang mit unseren Kundinnen und Kunden, deren Kreativität und Individualität aus unseren Angeboten Herzensprodukte machen, die hoch emotional sind und voller persönlicher Geschichten, Erinnerungen und Erlebnisse stecken. So erstellen wir Produkte, deren Wert viel höher ist als ihr Preis. Unser Ziel ist es, dieses Gefühl bei jeder Bestellung auszulösen. Und genau deshalb richten wir den Fokus stark auf Kennzahlen wie den NPS (Net Promoter Score), einer der wichtigsten internen KPIs für uns. Wenn die Kunden zufrieden sind, zeigt sich das meist auch in unseren Geschäftszahlen.

Tatsächlich, die Zahlen sprechen für sich!

YR: Das ist wohl wahr. Das Jahr 2023 war ein Jahr von neuen Rekordwerten für CEWE. Mit einem Umsatz von 780,2 Millionen Euro, einem EBIT von 83,9 Millionen Euro, einem bereinigten, damit meine ich einen "heruntergerechneten", Free-Cash Flow von 69,7 Millionen Euro, einem ROCE von 18,8 % und einer Eigenkapitalquote von 58,4 % wurden entweder neue Höchstwerte erreicht oder lagen sehr nahe an ihnen. Hier hat das gesamte Team eine großartige Vorarbeit geleistet – umso glücklicher bin ich darüber, nun Teil des Ganzen zu sein.

Eine Frage noch, da Sie auch für den Vertrieb zuständig sind: Die guten Ergebnisse, die Sie gerade erwähnten, basieren auch auf Preiserhöhungen, die Sie 2023 vorgenommen haben. Einige Unternehmen wurden in den Medien wegen "Gierinflation" angeprangert, weil sie deutlich höhere Preiserhöhungen im Verkauf durchsetzten, als auf ihrer Beschaffungsseite gerechtfertigt waren. Wie sieht es bei Ihnen aus?

YR: Tatsächlich sind wir – ähnlich wie 2022 – auch 2023 sehr bedacht vorgegangen. Unser Ziel war es, die Kostensteigerungen, die durch die Inflation entstanden sind, zumindest als absoluten Betrag auf der Umsatzseite wieder hereinzuholen. Angesichts der steigenden Umsätze, die zumindest teilweise inflationsbedingt waren, hätte dies eine Reduzierung der prozentualen Marge zur Folge gehabt. Daher mussten wir durch Effizienzgewinne zusätzlich gegensteuern, um die Marge stabil zu halten oder zu erhöhen. Wenn man sich beispielsweise die wohl aussagekräftigste operative Marge im Fotofinishing ansieht, so konnte diese 2022 bei 12,7 % gehalten und 2023 sogar leicht auf 12,8 % gesteigert werden. CEWE hat sich hier sehr maßvoll verhalten: Wir haben getan, was nötig war, aber nicht mehr.

Frau Rostock, vielen Dank für das Gespräch! Wir haben den Eindruck, dass Sie sich wirklich bei CEWE eingelebt haben.

YR: Vielen Dank für die freundlichen Worte. Es freut mich ebenfalls, hier zu sein.

CEWE-Aktie

Liquiditätsstarke Blue-Chips und Technologiewerte treiben die Aktienmärkte in 2023

→ CEWE-Aktie

Die Entwicklung an den Finanzmärkten wurde im Jahr 2023 von einer Vielzahl an Einflussfaktoren geprägt: Mit der anhaltend hohen Inflation, den Zinserhöhungen führender Notenbanken, der Aussetzung der US-Schuldenobergrenze, den Turbulenzen im Bankensektor, dem andauernden Ukraine-Krieg und mit dem Entflammen des Israel-Konfliktes gab es vielzählige Belastungen und Unsicherheiten. Dabei entwickelten sich die Finanzmärkte teilweise überraschend positiv. Trotz häufig positiver Kursperformance war in vielen deutschen Werten jedoch ein deutlicher Abfluss von Liquidität im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten, da viele Investoren ihre Gelder wieder vermehrt in

Kennzahlen der Aktie

Wertpapiertyp Stückaktie
Marktsegment geregelter Markt PRIME STANDARD
Index SDAX (ab 23. März 2009)
ISIN DE 0005403901
Symbol CWC
Reuters CWCG.DE
Bloomberg CWC GR
Datum Erstnotierung 24. März 1993
Aktienanzahl 7.442.003 Stück
Tagesvolumen (Durchschnitt 2023) 4.906 Stück
Jahreshöchstkurs 2023 102,00 Euro
Jahrestiefstkurs 2023 82,40 Euro
Jahresendkurs 2023 101,20 Euro

festverzinsliche Anlagen allokierten. Besonders Small und Mid Caps litten unter dieser Entwicklung, da hier häufig auch der Adressatenkreis potenzieller Investoren kleiner wurde. Auch wenn es in 2023 erste Anzeichen für eine Öffnung des Primärmarktes gab, konnten selbst höher kapitalisierte IPOs und Spin-offs in der DACH-Region nur mit großen Bewertungsabschlägen platziert werden.

Segmentiert betrachtet, haben sich vor allem die Blue-Chip-Unternehmen in der Eurozone und den USA sehr gut entwickelt. Im Zuge dessen erreichte der DAX mit 17.003 Punkten zum Jahresende ein neues Allzeit-Hoch. Zusätzlich sorgte der AI-Boom, beginnend mit dem Launch von ChatGPT, für eine Sonderkonjunktur bei vielen Technologiewerten. Aufgrund der anhaltend hohen, allgemeinen Unsicherheiten erlitten jedoch vor allem Werte mit geringer Liquidität und niedriger Marktkapitalisierung weitere Abschläge in der Bewertung, was dann auch zu einer heterogenen Performance

der deutschen Aktien-Indizes führte: Der DAX legte 2023 um 20,3 % zu, der MDAX nur um 8,0 %, der SDAX wieder stärker um 17,0 % und der TecDAX um 14,3 %. Verloren hat der Scale All Share mit – 3,6 % und der Scale 30 sogar mit – 15,8 %.

CEWE-Aktie legt 2023 um 14,1 % zu

Die CEWE-Aktie konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 mit 14,1 % ordentlich zulegen und schloss das Jahr mit einem Jahresendkurs in Höhe von 101,20 Euro ab (Jahresendkurs 2022: 88,70 Euro). Damit entwickelte sie sich in etwa auf dem Niveau aller 70 SDAX-Unternehmen, die zusammen im Durchschnitt rund 17 % im Kurswert zulegen konnten. Der durchschnittliche monatliche XETRA-Handelsumsatz der CEWE-Aktie betrug 2023 rund 9,7 Mio. Euro (Monatsdurchschnitt 2021: 15,6 Mio. Euro). Der schwächere Handelsumsatz der CEWE-Aktie geht einher mit einem in 2023 insgesamt im XETRA-Handel aller börsengelisteten Unternehmen gesunkenen Orderbuchumsatz.

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Speziell Small- und Mid-Caps – wie CEWE – waren hier erneut besonders betroffen, da Investoren verstärkt v. a. hochliquide DAX-Werte bevorzugten und damit die Reduzierung der Handelsvolumina bei den kleineren Unternehmen weiter forcierten.

→ CEWE-Aktie

CEWE gestärkt im SDAX positioniert

Maßgeblich für die Zugehörigkeit eines Unternehmens zu einem deutschen Aktien-Index ist die "Marktkapitalisierung". Zusätzlich überprüft die deutsche Börse regelmäßig, ob ein Unternehmen die Anforderungen an eine bestimmte Mindestliquidität erfüllt. Die CEWE-Aktie übererfüllt dabei die Anforderungen an die Mindestliquidität deutlich, nach der Marktkapitalisierung verbessert sich CEWE per Jahresende 2023 auf Rang 129 (31.12.2022: Rang 137). Damit stärkt die CEWE-Aktie ihre Positionierung im SDAX, der typischerweise Aktien ab der Position 165 – und besser – berücksichtigt.

Dividende für 2023 soll zum 15. Mal in Folge steigen

Im Sinne der Dividendenkontinuität strebt CEWE eine jährlich idealerweise steigende, mindestens absolut konstante Dividende an, soweit dies angesichts der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und der vorhandenen Investitionsmöglichkeiten möglich erscheint. Vorstand und Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2023 die Anhebung der Dividende auf 2,60 Euro je dividendenberechtigter Aktie vor (Dividende für das Geschäftsjahr 2022: 2,45 Euro). Auf Basis des Jahresendkurses 2023 von 101,20 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,6%. Stimmt die am 5. Juni 2024 tagende Hauptversammlung diesem Vorschlag zu, ist es die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte und zugleich die 15. Dividendenerhöhung in Folge. Seit 2008 ist die Dividende von damals 1,00 Euro pro Aktie auf nun 2,60 Euro kontinuierlich Jahr für Jahr gestiegen.

Übersicht der aktuellen Analystenurteile

Analysten
urteil
Datum
Hauk & Aufhäuser Kaufen 15.02.2024
Baader Bank Kaufen 21.02.2024
montega Kaufen 15.02.2024
GSC Research Kaufen 21.02.2024
FMR Research Kaufen 15.12.2023
Kepler Cheuvreux Kaufen 14.02.2024
Warburg Research Kaufen 14.02.2024

Alle Analysten sind sich in ihrem positiven Anlageurteil weiter einig und empfehlen die CEWE-Aktie zum Kauf.

Analysten empfehlen die CEWE-Aktie zum Kauf

Alle CEWE begleitenden Analysten sind sich in ihrem positiven Anlageurteil weiter einig und stufen die CEWE-Aktie mit "Kaufen" ein. Eine stets aktuelle Übersicht der Analysten und Empfehlungen ist online im Investor-Relations-Bereich der CEWE-Homepage verfügbar. ir.cewe.de

Die Dividende für das Geschäftsjahr 2023 soll auf 2,60 Euro je     Aktie steigen: die 15. Dividendenerhöhung in Folge!

41

Stabile Aktionärsstruktur stärkt den Kurs des Managements

Die Erben des Firmengründers Heinz Neumüller – Alexander Neumüller (AN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg) und Dr. Caroline Neumüller (CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg) – sind mit zusammen 27,1 % die größten CEWE-Aktionäre, mit denen das Unternehmen schon seit vielen Jahren eine hohe Stabilität auf der Eigentümerseite aufweist. Darüber hinaus zählt die Union Investment Privatfonds GmbH zu den meldepflichtigen Investoren mit über 5 % Anteilsbesitz, die mit der Small- und Mid-Cap-Orientierung ihres Fonds bestens zu CEWE passt.

→ CEWE-Aktie

Die CEWE-Equity-Story: Verlässliche Stabilität, stetig zunehmende Profitabilität, Marktführer mit Wachstum

Was macht das Investment in CEWE besonders attraktiv? Nach folgenden vier Aspekten lässt sich die CEWE-Equity-Story prägnant zusammenfassen:

CEWE hat seit Jahren eine hohe Stabilität auf der Eigentümerseite.

Aktionärsstruktur in % (100 % beziehen sich auf 7,4 Mio. Aktien)

(1) Verlässliche Stabilität

Mit einer starken Eigenkapitalquote von fast 60 % und einer sehr soliden Net-Cash-Position blickt CEWE auf eine äußerst solide Bilanz. Die Nachfrage (v. a. im Fotofinishing) ist weitestgehend unabhängig von der allgemeinen Wirtschaftslage. Stabilität in der Bilanz und Stabilität in der Nachfrage bieten CEWE ein sehr verlässliches und solides Fundament.

(2) Stetig zunehmende Profitabilität

Die seit Jahren stetig zunehmende Ergebnismarge im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing, protektioniert durch starke Marken, sowie der nachhaltig in der Profitabilität gestärkte Kommerzielle Online-Druck versprechen auch für die Zukunft wachsende Erträge für die CEWE-Gruppe insgesamt.

(3) Marktführer mit Wachstum

Als Marktführer und damit natürlicher Konsolidator im Fotofinishing hat CEWE in vielen europäischen Ländern Wachstumsmöglichkeiten. Darüber hinaus sind Innovationen und die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte die DNA von CEWE. Der Trend zur Smartphone-Fotografie sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktkonfiguration und -bestellung unterstützen dabei das Wachstum.

(4) Starke Ergebnisse

Mit seit Jahren steigenden Ergebnissen (wie weiter vorne im Abschnitt "Langfristige Entwicklung" ausgeführt) und mit einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) auf sehr ordentlichem Niveau zeigt sich CEWE nicht zuletzt als äußerst verlässlicher Dividendenzahler: Mit der für das Geschäftsjahr 2023 vorgeschlagenen Dividende bietet CEWE seinen Aktionären die 15. Dividendenerhöhung in Folge.

Jahre mit ununterbrochen steigender Dividende: Damit ist CEWE weiterhin unter den Top 3 aller 644 börsengelisteten Unternehmen in Deutschland!1

CEWE ist für seine Aktionäre da

Die Investor-Relations-Arbeit bei CEWE hat das klare Ziel, alle Marktteilnehmer nach den Prinzipien des "Fair Disclosure" zeitnah, umfassend und gleichmäßig zu informieren sowie insgesamt eine hohe Transparenz sicherzustellen.

So veröffentlicht CEWE selbstverständlich sämtliche Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Kapitalmarktinformationen auch im Internet unter ir.cewe.de/ publikationen. Alle Analysten-Telefonkonferenzen werden als Web- und Audio-Cast nach Durchführung auf der CEWE-Internetseite bereitgestellt, auf der auch die CEWE-Unternehmenspräsentation in der stets aktuellen Fassung verfügbar ist.

Der Vorstand und das Investor-Relations-Team präsentieren das Unternehmen auf den wichtigen Kapitalmarktkonferenzen und sind auf Roadshows in den wichtigen Finanzmarktzentren unterwegs. Den aktuellen Stand der Termine für 2024 finden Sie im Finanzkalender auf Seite 218 dieses Berichts oder auf der IR-Website direkt unter ir.cewe.de.

1 Ermittelt auf Basis der Dividendenstudie 2023 von Dividenden Adel, isf Institut und Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW

Bericht des Aufsichtsrates

→ Bericht des Aufsichtsrates

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Freunde des Unternehmens

im Geschäftsjahr 2023 konnte CEWE in einem geopolitisch und wirtschaftlich unruhigen Umfeld die konstant positive Entwicklung fortsetzen.

Der Aufsichtsrat dankt sehr herzlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für den gemeinsamen Einsatz sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, den wechselnden und wachsenden Anforderungen des Berichtsjahres erneut erfolgreich zu begegnen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Insbesondere wurde die Tätigkeit des Vorstands sorgfältig und regelmäßig überwacht und die Leitung und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Entscheidungen beratend begleitet. Darüber hinaus standen die Vorsitzenden des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Über wichtige Erkenntnisse wurde spätestens in der nächsten Aufsichtsratssitzung berichtet.

Aufsichtsratssitzungen, Hauptversammlung

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat als Plenum sieben Sitzungen, und zwar am 22. Februar, 22. März (Bilanzsitzung), 5. April (a.o.), 11. Mai (a.o.), 7. Juni, 13. September und 8. November 2023 abgehalten. Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2023 die folgenden Mitglieder und hat Sitzungen an folgenden Daten durchgeführt:

Kersten Duwe Aufsichtsratsvorsitzender der CEWE Stiftung & Co. KGaA

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 43
→ Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2023 nach Durchführungsart und Teilnahme

22.02.
Präsenz
22.03.
Präsenz
05.04.
virtuell
11.05.
virtuell
07.06.
Präsenz
13.09.
Präsenz
08.11.
Präsenz
Petra Adolph A A A A A A (V) A
Nurol Altan (ab 07.06.2023) F A A
Marc Bohlken (ab 07.06.2023) A A A
Paolo Dell'Antonio A A A A A A A
Kersten Duwe (ab 07.06.2023) A A A
Patricia Geibel-Conrad (bis 07.06.2023) A A A A
Marion Gerdes (bis 07.06.2023) A A A A
Jan Grüneberg (ab 07.06.2023) A A A
Prof. Dr. Christiane Hipp A A A A A A A (V)
Insa Lukaßen A A A A A A A
Daniela Mattheus (ab 07.06.2023) A A A
Alexander Oyen (bis 07.06.2023) A A A A
Martina Sandrock A A A A A A A
Markus Schwarz A A F A A A A
Dr. Birgit Vemmer A A A A A A A
Elwira Wall (bis 07.06.2023) A A A F
Frank Zweigle (bis 07.06.2023) A A A A

A= anwesend

F= fehlt entschuldigt

V= Teilnahme virtuell

Mit Ausnahme von drei je einmal aus persönlichen Gründen verhinderten Mitgliedern (Herr Altan, Herr Schwarz, Frau Wall) waren in allen Sitzungen sämtliche Mitglieder anwesend oder digital zugeschaltet.

Die Mitglieder des Vorstands haben – mit Ausnahme der Sitzungen vom 5. April, 11. Mai und 7. Juni – an den Sitzungen des Aufsichtsrates teilgenommen. Bei Bedarf hat der Aufsichtsrat im Anschluss an die Sitzungen intern getagt.

Schwerpunkte der im Aufsichtsratsplenum behandelten Themen

In allen ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand für die einzelnen Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe, nach Bedarf differenziert auch nach Inland und Ausland und unter Einbeziehung der Vorjahreszahlen und Planzahlen, die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzern dargestellt. Der Aufsichtsrat hat sich in jeder ordentlichen Sitzung den aktuellen Stand des Risikoberichtes sowie der Weiterentwicklung der gruppenweiten IT-Struktur berichten lassen. Ferner stand jeweils der Bericht des Compliance-Beauftragten auf der Tagesordnung.

→ Bericht des Aufsichtsrates

In der Sitzung am 22. Februar 2023 wurden mit dem Vorstand zusätzlich vertiefend erörtert: potenzielle Auswirkungen des Gremienstreits des Jahres 2022 auf die Gesellschaft (insbesondere Vermögenssituation der geschäftsführenden Stiftung, Reaktionen von Investoren und des Kapitalmarktes), die Selbstorganisation des Vorstandes in den ersten Monaten des Berichtsjahres (ohne CEO), das Vorgehen im Onboarding der neuen CEO, die Übersicht der Unternehmensplanung und Investitionen 2023, die Personalstrategie sowie der Spendenbericht. Zudem wurde die Kompetenzmatrix für den Aufsichtsrat erarbeitet.

In der Bilanzsitzung am 22. März 2023 wurden die Prüfungsergebnisse zum Jahres- und Konzernabschluss sowie zum zusammengefassten Lagebericht, zur zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, zur Corporate Governance und zum Risikomanagement, zum Abhängigkeitsbericht sowie zum Vergütungsbericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurde gebilligt.

Basierend auf der Empfehlung des Prüfungsausschusses beschloss der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die Wahl der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 vorzuschlagen.

Der Bericht des Aufsichtsrates wurde diskutiert und verabschiedet.

Schließlich wurden durch den Vorstand die Entwicklungen im Gremienstreit dargestellt.

In der außerordentlichen Sitzung am 5. April 2023 wurden durch den Aufsichtsrat die Vorschläge an die Hauptversammlung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen in den Aufsichtsrat bestätigt. Zudem stimmte der Aufsichtsrat dem Entwurf der Einladung zur Hauptversammlung zu. Die Zustimmung umfasste eine in Ziffer 8. vorgesehene Satzungsänderung zur Ermöglichung künftiger virtueller Hauptversammlungen.

In der außerordentlichen Sitzung am 11. Mai 2023 wurde durch RAin Dr. Nase der Anwaltskanzlei P+P Pöllath + Partners Rechtsanwälte und Steuerberater mbB (Gast) dem Aufsichtsrat das Thema der Ersatzfähigkeit von Kosten der Stiftung im Zusammenhang mit der Gremienbesetzung dargestellt.

Im Anschluss an die Wahl der Anteilseignervertreter auf der am 7. Juni 2023 stattgefundenen Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat in seiner konstituierenden Sitzung Herrn Kersten Duwe als Vorsitzenden und Herrn Markus Schwarz zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Frau Daniela Mattheus wurde zur Vorsitzenden, die Herren Kersten Duwe, Nurol Altan und Markus Schwarz zu weiteren Mitgliedern des Prüfungsausschusses gewählt. Frau Dr. Birgit Vemmer sowie die Herren Paolo Dell'Antonio und Kersten Duwe wurden zu Mitgliedern des Nominierungsausschusses gewählt.

In der Sitzung am 13. September 2023 wurde durch den Aufsichtsrat die Technologie in der Produktion vertieft diskutiert, dabei wurde auch der neue Taschensorter in Oldenburg besichtigt.

Der Vorstand berichtete über die Entscheidung zur Vorbereitung des Verkaufs der Beteiligung an der futalis GmbH und der entsprechenden Überlegungen.

Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über behandelte Themen der letzten Ausschusssitzungen, insbesondere die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Halbjahresabschlusses zum 30. Juni 2023 durch den Abschlussprüfer sowie über den Prozess der Ausschreibung der Konzern- und Jahresabschlussprüfung 2024.

Der Aufsichtsrat ermächtigte den Vorstand, das Aktienoptionsprogramm 2023 und Mitarbeiteraktienprogramm 2023 entsprechend den vorgestellten Bedingungen durchzuführen.

In der Sitzung am 8. November 2023 berichtete der Vorstand neben den regelmäßigen Themen über die Entwicklung von DeinDesign und die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung von Umsatz und Ergebnis. Zudem wurde über Einsatz und Entwicklung von KI in der Organisation, den Prozessen und den Produkten informiert. Schließlich war Gegenstand der Sitzung der Stand von Personalstruktur und strategischer Personalarbeit, die Entwicklung der Frauenquote in der Führung, der Arbeitgebermarke sowie von Recruiting und Nachwuchsplanung. Die Kompetenzmatrix des Aufsichtsrates wurde aktualisiert.

→ Bericht des Aufsichtsrates

Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über behandelte Themen der Ausschusssitzung des Vortages. Der Prozess der Ausschreibung der Konzern- und Jahresabschlussprüfung 2024, der aufgrund der turnusgemäß erforderlichen externen Rotation des Abschlussprüfers erforderlich war, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses beschloss der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Abschlussprüfer von Jahres- und Konzernabschluss 2024 vorzuschlagen. Darüber hinaus beschloss der Aufsichtsrat über die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung 2023.

Der aktuelle Abschlussprüfer berichtete über die Ergebnisse der Vorprüfung und der ISA 315 (Revised) Prüfung.

Der Aufsichtsrat setzte zur effizienteren Begleitung der Weiterentwicklung der gruppenweiten IT-Struktur einen beratenden Ausschuss ein, der durch den Vorstand regelmäßig über wesentliche Entwicklungen informiert wird. In diesen Ausschuss wurden Frau Petra Adolph, Frau Dr. Birgit Vemmer (Vorsitzende) sowie die Herren Marc Bohlken und Paolo Dell'Antonio gewählt. Die erste Sitzung fand Anfang des Jahres 2024 statt.

Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass es im Berichtsjahr keine zu genehmigenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen oberhalb des Schwellenwertes gegeben hat.

Sitzungen der Ausschüsse

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr die Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Frank Zweigle sowie der Prüfungsausschussvorsitzenden Frau Patricia Geibel-Conrad besprochen und eine Auswahl von Kandidaten und Kandidatinnen getroffen. Er

hat am 22. Februar, 10. März, 22. März und 29. März getagt und nach sehr konstruktiven Gesprächen und Abwägungen der Stärken und Schwächen verschiedener Personen beschlossen, dem Aufsichtsrat zum Vorschlag an die Hauptversammlung Frau Daniela Mattheus und Herrn Kersten Duwe vorzuschlagen. Als Mitglieder des Ausschusses haben Herr Paolo Dell'Antonio (Vorsitzender), Frau Patricia Geibel-Conrad, Frau Dr. Birgit Vemmer und Herr Frank Zweigle fungiert.

Dem Prüfungsausschuss gehörten im Berichtsjahr Frau Patricia Geibel-Conrad (Vorsitzende, bis 7. Juni 2023), Frau Daniela Mattheus (Vorsitzende, ab 7. Juni 2023), Herr Markus Schwarz, Herr Paolo Dell'Antonio (bis 7. Juni 2023) sowie die Herren Nurol Altan und Kersten Duwe (jeweils ab 7. Juni 2023) an. Bezüglich der Zuständigkeiten und Zusammensetzung der Ausschüsse wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung (auf den Seiten 83 ff.) des Geschäftsberichts verwiesen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr achtmal (am 21. März, 2. August, 7. August, 3. November ordentlich sowie – aus Anlass des Ausschreibungsverfahrens zur Abschlussprüfung nach der EU-Abschlussprüferverordnung (Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission – "EU-Abschlussprüferverordnung") am 22. August, 25. September, 9. Oktober und 7. November außerordentlich), jeweils in Form von Präsenzsitzungen bzw. Videokonferenzen.

Im Vorfeld der Sitzungen gab es jeweils einen vertraulichen Austausch zwischen der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dem Abschlussprüfer über die Prüfungsergebnisse und sonstige prüfungsrelevante Aspekte. Die Sitzungen und Beschlussfassungen wurden durch Berichte und andere Informationen des Vorstands vorbereitet. An allen Sitzungen nahmen regelmäßig verschiedene Mitglieder des Vorstands bzw. der Abschlussprüfer teil. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten berichteten zusätzlich die Leiter und Leiterinnen der betreffenden Konzernfunktionen, insbesondere Corporate Accounting, Recht & Compliance,

Risikomanagement und Interne Revision, und standen für Fragen zur Verfügung. Der Prüfungsausschuss tagte zudem regelmäßig und bei Bedarf zeitweise ohne den Vorstand und/oder den Abschlussprüfer.

Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen hat die jeweilige Ausschussvorsitzende das Plenum jeweils zeitnah und umfassend unterrichtet.

Die jeweilige Vorsitzende des Prüfungsausschusses stand auch außerhalb von Ausschusssitzungen in einem regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Vorstand beziehungsweise einzelnen Vorstandsmitgliedern sowie ausgewählten Leitungsfunktionen, wie Risikomanagement, Compliance, Interne Revision.

Zudem fand auch zwischen den Sitzungen ein vertraulicher Informationsaustausch ohne Teilnahme des Vorstands zwischen der jeweiligen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dem Abschlussprüfer zu Prüfungsfragen und weiteren, für die Arbeit des Aufsichtsrats bedeutsamen Fragen statt. Die wesentlichen Belange daraus wurden den übrigen Mitgliedern spätestens in der folgenden Ausschusssitzung vorgestellt.

Der Prüfungsausschuss beauftragte den Abschlussprüfer nach dessen Wahl durch die Hauptversammlung 2023 mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des für die CEWE & Co. KGaA sowie den Konzern zusammengefassten Lageberichts sowie mit der prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr 2023 und legte dabei das Prüfungshonorar fest und diskutierte auch die sogenannten Key Audit Matters. Es wurde vereinbart, dass der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich informiert. Für die Erbringung von nach den entsprechenden EU-Vorgaben zulässigen Nicht-Prüfungsdienstleistungen wurden entsprechende Rahmenbedingungen festgelegt. Auch überzeugte sich der Prüfungsausschuss von der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Gleichfalls beauftragte der Prüfungsausschuss den Abschlussprüfer mit einer inhaltlichen Überprüfung der für die CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie den Konzern zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Erklärung, die in Form eines gesonderten nichtfinanziellen

Berichts erstellt wird, sowie mit einer inhaltlichen Überprüfung des Vergütungsberichts im Sinne von § 162 Aktiengesetz (AktG) und des Abhängigkeitsberichts im Sinne von § 312 AktG. Der Vergütungsbericht wird der Öffentlichkeit durch Veröffentlichung auf der Internetseite zugänglich gemacht.

Der Prüfungsausschuss hat sich mit der Rechnungslegung der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der unterjährigen Finanzberichte (Quartalsmitteilungen und Halbjahresfinanzbericht) befasst und diese mit dem Vorstand diskutiert. Hierzu berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner im Auftrag des Aufsichtsrats beziehungsweise im Auftrag des Vorstands durchgeführten Prüfungshandlungen sowie über sonstige für die Arbeit des Prüfungsausschusses wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse. Es gab keine Beanstandungen.

Der Prüfungsausschuss befasste sich auch mit dem Rechnungslegungsprozess, der Wirksamkeit des internen konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie dessen Weiterentwicklung. Ebenso wurden die vierteljährlichen Risikoberichte erörtert. Behandelt wurden auch die Berichte des Compliance Officer über die Compliance im Konzern und wesentliche Rechtsstreitigkeiten sowie der Statusbericht der Internen Revision.

Zudem hat sich der Prüfungsausschuss mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Implementierung der Berichtsanforderungen aus der EU-Taxonomie und CSRD-Regulierung befasst. Der Prüfungsausschuss hat sich auch im Berichtsjahr fortlaufend über die Veränderungen des regulatorischen Umfeldes informieren lassen und sich über die Maßnahmen ausgetauscht, u. a. die Auswirkungen des Gesetzes zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur globalen Mindestbesteuerung.

Die Erbringung von Nicht-Prüfungsdienstleistungen durch den Abschlussprüfer und das Einhalten der hierfür festgelegten Rahmenbedingungen wurden überwacht und angepasst.

Ferner legte der Vorstand seinen Bericht über die Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen dar. Zustimmungsbedürftige Geschäfte im Sinn von §111b AktG lagen nicht vor.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit des Prüfungsausschusses lag im Geschäftsjahr 2023 – aufgrund der turnusgemäß erforderlichen externen Rotation des Abschlussprüfers zum Ablauf des Geschäftsjahres 2023 – auf der Durchführung eines transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens für die Auswahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024. Hierfür hatte der Prüfungsausschuss in seiner ordentlichen Sitzung am 2. August 2023 die Einleitung eines Ausschreibungsverfahrens gemäß Art. 16 der EU-Abschlussprüferverordnung beschlossen. Nach einem mehrstufigen Prozess und sorgfältiger Prüfung der Bieter mit Blick auf deren Qualifikation und Unabhängigkeit hat der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 7. November 2023 dazu einen Beschluss gefasst. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat unter Angabe von Gründen empfohlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, entweder die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, oder die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das

→ Bericht des Aufsichtsrates

Geschäftsjahr 2024 und zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen. Dabei hat der Prüfungsausschuss eine begründete Präferenz für die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, mitgeteilt.

In seiner Bilanzsitzung am 18. März 2024 erörterte der Prüfungsausschuss in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahres- und Konzernabschluss sowie den für die CEWE Stiftung & Co. KGaA und den Konzern zusammengefassten Lagebericht und den für die CEWE Stiftung & Co. KGaA und den Konzern zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023 einschließlich der jeweiligen Prüfungsberichte und Vermerke des Abschlussprüfers, den entsprechenden Gewinnverwendungsvorschlag, den Vergütungs- und den Abhängigkeitsbericht und bereitete die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor. Der Prüfungsausschuss ließ sich detailliert die Prüfungstätigkeiten und Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers bei der Muttergesellschaft und den in- und ausländischen Tochtergesellschaften erläutern, insbesondere auch in Bezug auf die Key Audit Matters und die festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Auch die Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie des Risikofrüherkennungssystems waren Gegenstand intensiver Diskussionen. Zudem befasste sich der Prüfungsausschuss in dieser Sitzung mit dem Prozess und der Qualität der Abschlussprüfung. An dieser Bilanzsitzung des Prüfungsausschusses konnten auch weitere Mitglieder des Aufsichtsrats als Gäste teilnehmen.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat war im Berichtsjahr mit acht Frauen (bis zum 7. Juni 2023) bzw. sechs Frauen (ab dem 7. Juni 2023) und mit vier Männern (bis zum 7. Juni 2023) bzw. sechs Männern (ab 7. Juni 2023) besetzt und erfüllte damit weiterhin die gesetzlich geforderte Quote im Aufsichtsrat.

Vorstand und Aufsichtsrat haben für das Geschäftsjahr 2023 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung steht. Darüber hinaus berichtet der Vorstand in der Erklärung zur Unternehmensführung, den sich der Aufsichtsrat inhaltlich zu eigen macht, über die Corporate Governance bei CEWE (abrufbar unter ir.cewe.de im Bereich Corporate Governance/ Entsprechenserklärung).

Interessenkonflikte

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten im Berichtszeitraum nicht auf.

Aus- und Fortbildung

Die Mitglieder des Aufsichtsrates nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. CEWE unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrates hierbei, indem ihnen die Mitgliedschaft in einem Online-Aufsichtsratsportal mit entsprechenden Lehrinhalten und Nachschlagewerk zugänglich gemacht wird. Neue Mitglieder des Aufsichtsrates können sich durch den Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen mit Vorstand und fachverantwortlichen Führungskräften einen Überblick über das Unternehmen verschaffen (Onboarding).

Veränderungen in der Besetzung der Organe

Das Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung hat mit Beschluss vom 13. September 2022 Frau Yvonne Rostock, Ratingen, zur Vorstandsvorsitzenden der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bestellt. Der Amtsantritt erfolgte am 1. März 2023.

Geschäftsbericht 2023

auf der Basis der Prüfungsberichte und des Berichts des Vorstands davon, dass beide Abschlüsse gemeinsam mit dem zusammengefassten Lagebericht unter Beachtung der

Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin für die Verwendung des Bilanzgewinnes unter Beachtung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage angemessen ist, und hat ihm nach Beratung in Anwesenheit des Abschlussprüfers zugestimmt. Schließlich hat der Aufsichtsrat seine Prüfungspflicht nach § 171 Abs. 1 Satz 4 AktG in Bezug auf die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung wahrgenommen und keine Beanstandungen erhoben.

periode von etwa 5 Jahren, d. h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die des Einzel- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes, einschließlich der Key Audit Matters und der weiteren Prüfungsschwerpunkte. Auch die Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie des Vergütungsberichtes wurden eingehend erläutert und diskutiert. Der Abschlussprüfer stand in der gesamten Sitzung für darüber hinausgehende Fragen zur Verfügung. Er berichtete insbesondere auch über die Ausgestaltung der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen und das Risiko-

erläuterte ausführlich in der Sitzung Ablauf und wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung

managementsystem. Wesentliche Schwächen wurden nicht berichtet. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete im Aufsichtsratsplenum am 19. März 2024 über die Ergebnisse. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 sowie den Konzernabschluss, den zusammengefassten Konzernlagebericht sowie den Vergütungsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2023, auch seinerseits

geprüft. Sämtliche Unterlagen einschließlich der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden zeitgerecht zugestellt. Der Abschlussprüfer war ebenfalls bei der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 19. März 2024 zugegen und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Weitere Fragen der Aufsichtsratsmitglieder führten zu einer vertiefenden

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

→ Bericht des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss und der mit dem Lagebericht der CEWE Stiftung & Co. KGaA zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind sowie nach den ergänzend gemäß § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.

worden. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind wiedergewählt worden.

Im Jahr 2023 erfolgten turnusgemäß Neuwahlen in den Aufsichtsrat für die nächste Wahl-

Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach Beginn der Amtszeit beschließt, wobei das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgezählt wird. Die Aufsichtsratsmitglieder Frau Patricia Geibel-Conrad, Frau Marion Gerdes, Herr Alexander Oyen, Frau Elwira Wall und Herr Frank Zweigle sind am 7. Juni 2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Dafür sind Frau Daniela Mattheus und Herr Kersten Duwe durch Wahl der Hauptversammlung und Herr Marc Bohlken, Herr Nural Altan, Herr Jan Grüneberg durch Wahl der Mitarbeitenden der CEWE erstmals in den Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA gewählt

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer des Wirtschaftsjahres 2023 gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den mit dem Lagebericht der CEWE Stiftung & Co. KGaA zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen seit dem Geschäftsjahr 2019 Herr Jörg Sabath und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Herr Christoph Hyckel seit dem Geschäftsjahr 2021. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Prüfungsausschuss überzeugte sich auf der Sitzung vom 18. März 2024 zunächst

anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften ein Bild vermitteln, das den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entspricht. Der Abschlussprüfer Nach der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 18. März 2024 billigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 19. März 2024 den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie den zusammengefassten Lagebericht, verbunden mit der Feststellung, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat sich nach der Diskussion in der Bilanzsitzung am 19. März 2024 dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an die Hauptversammlung angeschlossen, den Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA festzustellen. Er hat ferner dem Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin zugestimmt, der eine Dividende von Euro 2,60 vorsieht.

Diskussion der vorgestellten Ergebnisse.

Geschäftsbericht 2023

Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Kersten Duwe, Vorsitzender

Oldenburg, 19. März 2024

Abhängigkeitsbericht sowie Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht haben dem Prüfungsausschuss in der Sitzung am 18. März 2024 sowie sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern in der Bilanzsitzung am 19. März 2024 vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat auch nach der Erörterung mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gegen die Erklärung der persönlich haftenden Gesellschafterin am Ende des Abhängigkeitsberichtes keine Einwendungen erhoben. Er hat das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichtes durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen.

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei keinem der im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte die Leistung der Gesellschaft unangemessen hoch war."
  • persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Berichtsjahr. Der Abhängigkeitsbericht wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden Bestätigungsvermerk versehen:

Gegenstand der eigenständigen Prüfung durch den Aufsichtsrat war ebenfalls der von der

Abhängigkeitsbericht

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

→ Bericht des Aufsichtsrates

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

Wirtschaftsbericht

Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Übernahmerelevante Angaben

Angaben nach § 289a und § 315a HGB

Jahresabschluss der

Berichte zur Unternehmensführung

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

CEWE operiert in drei strategischen Geschäftsfeldern: Fotofinishing, Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck. Nach diesen strategischen Geschäftsfeldern richtet sich auch neben einem weiteren Geschäftsfeld Sonstiges die Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern.

Das Kerngeschäft: Fotofinishing

Als Fotofinishing wird das Geschäft mit Fotoprodukten bezeichnet. CEWE ist europäischer Marktführer im Fotofinishing, früher auf Basis analoger Filme, heute auf Basis digitaler Daten. Dabei hat sich das CEWE FOTOBUCH als Hauptprodukt etabliert. Darüber hinaus hat CEWE das Produktsortiment stetig konsequent erweitert.

CEWE entwickelt mit dem Produktmanagement aber nicht nur neue Produkte, sondern stärkt auch durch Produkt- und Markenkommunikation die Nachfrage und den Absatz. CEWEs Fotofinishing-Produkte können von Konsumenten bei von CEWE belieferten Handelspartnern und auch direkt bei CEWE bezogen werden. Für den weitaus größten Teil der bei CEWE bestellten Fotofinishing-Produkte übernimmt CEWE auch die Auftragsannahme und die Kundenkommunikation.

CEWE betreibt das Fotofinishing-Geschäft zu fast 100 % in Europa.

CEWE RETAIL: Eigener Hardware-Einzelhandel ist auch Vertriebskanal für Fotofinishing-Produkte

Mit einem Multi-Channel-Retailing für Foto-Hardware und Fotofinishing-Produkte ist CEWE in Polen, Tschechien, der Slowakei sowie in Skandinavien aktiv. Neben dem Verkauf von Foto-Hardware sind die stationären Läden sowie die Online-Shops ein wichtiger Vertriebskanal für CEWE-Fotoprodukte direkt zum Endkonsumenten. Diese Umsätze und Erträge mit Fotofinishing-Produkten werden im Geschäftsfeld Fotofinishing gezeigt.

Kommerzieller Online-Druck: Druckprodukte für den gewerblichen Einsatz

Im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck ist CEWE mit der Produktion und Vermarktung von Werbedrucksachen über die Vertriebsplattformen SAXOPRINT, viaprinto und LASERLINE aktiv. CEWE betreibt den Kommerziellen Online-Druck für Werbedrucksachen in Deutschland und auch in weiteren europäischen Ländern, in denen lokale Websites präsent sind. Die Wertschöpfungstiefe im Kommerziellen Online-Druck ist dem Fotofinishing sehr ähnlich. CEWE liefert hier jedoch weniger Software zur Erstellung des Druckproduktes (anders als etwa beim CEWE FOTOBUCH).

Organisation und Steuerungssysteme

Organisationsstruktur

Die CEWE-Unternehmensgruppe gliedert sich wie folgt:

siehe Vorstand, Seiten 185 f.

Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung wurde 2023 durch sieben Vorstände vertreten. Die verbleibenden 3.896 Mitarbeiter des Konzerns (Durchschnittswert für 2023) waren in der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie in den nachgelagerten Konzerngesellschaften beschäftigt.

Rechtliche Struktur kombiniert Vorteile von Kapitalmarkt und Familie

Die Rechtsform der KGaA bietet für die CEWE-Gruppe gleichzeitig die typischen Stärken von kapitalmarktorientierten Unternehmen und Familienunternehmen.

Der Unternehmensgründer Senator h.c. Heinz Neumüller wollte sicherstellen, dass seine unternehmerischen Prinzipien dauerhaft im Unternehmen verankert werden und der Bestand des Unternehmens nachhaltig gewährleistet wird. Hierzu dienen die Neumüller CEWE COLOR Stiftung sowie die hohe Beteiligung der AN Assets GmbH & Co. KG und der CN Assets GmbH & Co. KG (Erben des Firmengründers Heinz Neumüller, größte Aktionäre mit zusammen 27,1 %, siehe Aktionärsstruktur, Seite 41). Erstere gewährleistet, dass die Unternehmensgruppe im Sinne des Vermächtnisses von Heinz Neumüller weitergeführt wird, und unterstützt hierdurch den Charakter des Familienunternehmens. Sie steht für eine langfristige Ausrichtung der Unternehmenspolitik. Aus diesem Grund obliegt ihr auch die Geschäftsführungsfunktion.

Der Unternehmensgründer forderte auch immer, dass die CEWE-Unternehmensgruppe innovativ und ertragsoptimiert agiert. Diese unternehmerischen Ziele werden effektiv durch den Kapitalmarkt gefördert. Die Wahrung der Interessen der Aktionäre an einem attraktiven Investment fordert und fördert die Entscheidungen der Gremien, also der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats, mit dem Ziel einer anhaltend soliden und auf nachhaltige Wertsteigerung ausgerichteten Entwicklung des Unternehmens und damit des Investments. siehe Resultate, ab Seite 61

→ Grundlagen des Konzerns

Die Kombination beider Vorteile ermöglicht nach Ansicht des Vorstandes ein wirtschaftlich nachhaltig und ertragsorientiert geführtes, innovatives Unternehmen, das auch seiner gesellschaftlichen Rolle als Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor gerecht wird.

Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung hat als Komplementärin gegenüber der CEWE Stiftung & Co. KGaA Anspruch auf Ersatz beziehungsweise Übernahme all ihrer sich im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit ergebenden Aufwendungen. Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung erhält für die Übernahme der Geschäftsführung und der persönlichen Haftung eine gewinn- und verlustunabhängige jährliche Vergütung in Höhe von 50.000 Euro zuzüglich etwaig anfallender Umsatzsteuer.

CEWE operiert in insgesamt 35 Tochtergesellschaften

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft der gesamten CEWE-Konzernaktivitäten. Der Einzelhandel ist direkt mit dem Fotofinishing in den Ländern verknüpft, in denen eine Produktionsstätte besteht, andernfalls operiert er autark. Operativ werden in den Einzelhandelsgesellschaften auch die Fotoprodukte vertrieben. In der strategischen Steuerung sind diese jedoch zum Geschäftsfeld Fotofinishing zu zählen, da sie einem völlig anderen Wachstumspfad folgen und eine andere strategische Bedeutung haben als die unter Einzelhandel ausgewiesene Foto-Hardware.

Führung der CEWE-Gruppe

Der Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung ist für die Gesamtplanung und Realisierung der Ziele der CEWE-Gruppe verantwortlich. Die Verteilung der Zuständigkeiten ist im Anhang unter den "Sonstigen Angaben" 1 siehe Seiten 185 f. dargestellt.

Regelmäßige Strategiearbeit: Wirtschaftliche Prognose basierend auf auszumachenden Trends

Die langfristige Strategie der CEWE-Gruppe wird durch den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung festgelegt. Diese orientiert sich an den Entwicklungen des Wettbewerbs-, Absatzmarkt- und Technologieumfelds. Der Vorstand überprüft mehrmals im Jahr die strategische Ausrichtung und diskutiert die sich daraus ergebenden taktischen und operativen Umsetzungsmaßnahmen. An diesen Gesprächen nehmen bei Bedarf auch externe Experten teil. Mindestens jährlich wird die aktuelle Strategie mit den Aufsichtsgremien und den Führungskräften diskutiert und die Eckpfeiler im Unternehmen werden kommuniziert.

Investitionen auf Basis von Rentabilitätsrechnungen

Bestandteil der Unternehmensplanung sind auch die Investitionen, die konsequent Rentabilitätsrechnungen voraussetzen und durch ein mitlaufendes und nachlaufendes Controlling begleitet werden.

Enges Monitoring durch monatliche Plan/Ist-Vergleiche

Monatlich wird für die strategischen Geschäftsfelder sowie für jedes der Profitcenter und die CEWE-Gruppe in Summe ein Plan/Ist-Vergleich durchgeführt. Die Profitcenter der Einzelgesellschaft CEWE Stiftung und Co. KGaA sind Bestandteil dieses Monitorings. Diese Plan/Vorjahr/Ist-Vergleiche ermöglichen ein engmaschiges Monitoring der Zielerreichung sowie eine frühzeitige Reaktion des Vorstands und der Geschäftsführung. Gleichzeitig werden diese und weitere operative Kennzahlen der Betriebsstätten und Vertriebsgesellschaften allen Leitern dieser Profitcenter zum internen Benchmarking und Erfahrungsaustausch zur Verfügung gestellt. Die wichtigsten bei CEWE verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren sind im Abschnitt "Ziele und Strategien" siehe Seiten 54 f. beschrieben.

Ziele und Strategien

Die in der Marktforschung und der Strategiearbeit gewonnenen Erkenntnisse werden in das langfristige CEWE-Prognosemodell eingepflegt und geben dem CEWE-Management dort eine Perspektive auf mögliche zukünftige Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen, Cash Flows und den Unternehmenswert.

Kontinuierliche Unternehmensweiterentwicklung: CEWE definiert Initiativen und setzt diese konsequent um

Auf Basis dieser Prognose definiert CEWE Initiativen, um die zukünftige Entwicklung im Sinne des Unternehmens und aller Stakeholder voranzutreiben. Die Wirkung dieser Initiativen wird ebenfalls in das CEWE-Prognosemodell eingepflegt. In der Folge überwacht das Management in den oben beschriebenen Strukturen kontinuierlich die Umsetzung dieser Initiativen. So arbeitet CEWE permanent an seiner Weiterentwicklung.

Langfristigen Gewinn und Unternehmenswert im Blick

Mit diesen Maßnahmen zielt CEWE klar auf die Optimierung der langfristigen Unternehmensperformance. Das Ergebnis eines Quartals und auch eines Jahres ist der langfristigen Entwicklung des Unternehmens untergeordnet. CEWE denkt in Dekaden.

Ziel: Profitables und kapitaleffizientes Wachstum soll Unternehmenswert steigern

Das oberste langfristige Ziel der CEWE-Gruppe ist nachhaltig profitables und kapitaleffizientes Wachstum. Dafür verfolgt CEWE nichtfinanzielle und finanzielle Leistungsindikatoren, für die Jahreszielwerte veröffentlicht werden. Für die zusätzlichen bilanzbezogenen Leistungsindikatoren werden keine Zielwerte veröffentlicht.

1 Dieses Symbol bedeutet: Sie finden weiterführende Informationen im Bericht.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren: Anzahl der Fotos und CEWE FOTOBUCH Exemplare

Als nichtfinanzieller Leistungsindikator im Fotofinishing verwendet CEWE die Gesamtzahl der Fotos. Zu den Fotos zählen auch dabei alle Bilder, die in Mehrwertprodukten (z. B. CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken) verwendet werden. Aufgrund der großen Bedeutung dieses Produktes wird die Anzahl der produzierten Exemplare des CEWE FOTOBUCHs als separate Kennzahl ausgewiesen. All diese Kennzahlen analysiert das CEWE-Management mindestens wöchentlich, teilweise täglich. Auch im Geschäftsbericht informiert CEWE als Plan/Ist-Vergleich über die Entwicklung und diskutiert sie im Kapitel "Resultate" siehe Seite 61. In der Prognose wird ein Zielwert für das Folgejahr genannt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren spielen beim Kommerziellen Online-Druck keine vergleichbar große Rolle und werden daher nicht in der Außenkommunikation diskutiert.

Umsatz und EBIT/EBT operativ sehr eng überwacht

CEWE analysiert in allen Einheiten die Umsatzentwicklung täglich (jedoch nicht konsolidiert) und die Ergebnisse bis zum EBT monatlich als wichtigste Steuergrößen. Hierbei werden die von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellten Abschlüsse ebenso konsolidiert und in einem Plan/ Ist/Vorjahres-Vergleich analysiert. Plan- und Vorjahresabweichungen werden hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die finanziellen Ziele untersucht und im Rahmen eines Kommentars bereits bei der Erstellung des Berichtswesens von den verantwortlichen Personen erläutert. Die Ergebnisse der strategischen Geschäftsfelder werden auf den Ebenen Umsatz und EBIT überwacht. Sowohl die Ergebnisse der strategischen Geschäftsfelder und des Gesamtkonzerns als auch die Detailzahlen der einzelnen Profitcenter werden im Vorstand monatlich diskutiert. Die Profitcenter der Einzelgesellschaft CEWE Stiftung und Co. KGaA sind Bestandteil dieses Monitorings. Umsatz, EBIT und EBT werden auch

CEWE-Leistungsindikatoren

Internes Reporting Externes Reporting Jahresprognose
Nichtfinanzielle Kennzahlen Gesamtzahl der Fotos Woche Quartal ja
CEWE FOTOBUCH Exemplare ja
Finanzielle Kennzahlen Umsatz Tag Quartal ja
EBIT Monat ja
EBT ja
Investitionen Monat /Quartal Quartal ja
Nachsteuerergebnis Quartal Quartal ja
Ergebnis je Aktie ja
Zusätzliche Indikatoren ROCE Quartal Quartal
Free-Cash Flow
Operatives Working Capital
Eigenkapitalquote
Dividende Jahr Jahr

im Geschäftsbericht im Plan/Ist-Vergleich dargestellt und in den Resultaten diskutiert; es wird ein Prognosewert für das Folgejahr bekannt gegeben.

Investitionen

Investitionen sind eine wichtige Kennzahl, da sie einen wesentlichen (und für die Nutzungsdauer des Anlageguts praktisch unumkehrbaren) Effekt auf das eingesetzte Kapital haben bzw. neben dem Ergebnis den wichtigsten Effekt auf den Free-Cash Flow haben. Dies ist beim zusätzlichen Indikator "operatives Working Capital" anders, wie weiter unten erläutert wird. Daher werden Investitionen bei CEWE sehr eng kontrolliert. Über das freigegebene Maß hinaus sind relevante nachträgliche Erhöhungen nicht möglich, ohne dass weitere Freigaben der Investitionsverantwortlichen erteilt werden. Ein konsolidiertes

Investitionsreporting erfolgt in der ersten Jahreshälfte mindestens quartalsweise. In der Phase höherer Investitionen, d. h. in der Vorbereitung auf das Jahresendgeschäft, kontrolliert das Management diese Kenngröße auf monatlicher Basis.

Zusätzliche Indikatoren: ROCE, Free-Cash Flow und operatives Working Capital

Mit jeder Quartalsmitteilung, jedem Quartals- und Geschäftsbericht analysiert CEWE den ROCE, um nachzuvollziehen, wie sich das im Unternehmen eingesetzte Kapital verzinst hat. Seit Jahren erzielt CEWE Werte oberhalb von 15 %. Da der für CEWE anzusetzende Vorsteuer-Kapitalkostensatz nach den Berechnungen der Analysten in den Research-Berichten seit Jahren unter 10 % liegt, operiert CEWE zweifelsfrei wertsteigernd. Langfristiges Ziel ist ein weiterhin klar über den Kapitalkosten liegender ROCE.

Geschäftsbericht 2023

nutzen vermag.

Der Free-Cash Flow ist eine für den Unternehmenswert entscheidende Einflussgröße und wird daher im Geschäftsbericht transparent analysiert. Neben den – wie beschrieben eng kontrollierten – Investitionen und dem EBIT ist die Entwicklung des operativen Working Capital ein wichtiger Einflussfaktor für das eingesetzte Kapital und den Free-Cash Flow. Daher wird diese Größe in einem Zug mit ROCE und Free-Cash Flow erläutert. Wie beschrieben, muss dies nicht häufiger erfolgen, da stichtagsbedingt ungewollte Effekte im Working Capital meist kurzfristig wieder ausgeglichen werden können. Ein um wenige Tage verspäteter Zahlungseingang eines Handelspartners zum Jahresende beispielsweise kann leicht den Free-Cash Flow um einige Millionen Euro senken. Auch wenn eine solche Entwicklung selbstverständlich aufmerksam beobachtet wird, so ist sie operativ meist bedeutungslos – zumal andere operative Kontrollsysteme solche Verzögerungen viel unmittelbarer anzeigen als die Cash Flow-Rechnung. Auch ist – auf der Seite des Liquiditätsabflusses argumentiert – CEWE so liquiditätsstark, dass das Unternehmen eine Ergebnisopportunität auch kurzfristig auf Kosten der Liquidität zu

Solide Bilanz: Eigenkapitalquote als weiterer Indikator CEWE hat das Ziel einer nachhaltigen und stetigen Unternehmensentwicklung. Kennzeichen einer starken Bilanz sind beispielsweise ausreichende Cash-Reserven bzw. nutzbare Kreditlinien ebenso wie eine solide Eigenkapitalquote. CEWE hält sich gegenwärtig mit einer Eigenkapitalquote von über 50 % für stabil kapitalisiert. Eine ausreichende Liquidität oder ausreichende Kreditlinien einerseits und eine auch im Wettbewerbsvergleich äußerst solide Eigenkapitalausstattung andererseits erhöhen nach der

Überzeugung von CEWE nicht nur die Stabilität und Krisenresilienz des Unternehmens, sondern versetzen CEWE zudem in die Lage, sich bietende strategische Optionen – wie etwa attraktive Akquisitionsgelegenheiten – entschlossen zu nutzen.

Der ROCE, der Free-Cash Flow, das Working Capital und die Eigenkapitalquote werden jeweils zu den Quartalsabschlüssen detaillierter analysiert. Aufgrund möglicher kurzfristiger Verschiebungen, die – wie oben beschrieben – im Cash Flow oder im Working Capital auftreten können, werden für diese zusätzlichen Indikatoren keine exakten Plangrößen angegeben. Aufgrund ihrer Bedeutung werden diese Kennzahlen ausführlich im Kapitel "Resultate" diskutiert siehe Seite 61.

Ziel: Möglichst jährlich absolut steigende Dividende

CEWE hat das erklärte Ziel, seinen Aktionärinnen und Aktionären auf Basis des erwirtschafteten Ergebnisses eine jährlich möglichst leicht steigende oder mindestens konstante Dividende zu bieten, wenn es die wirtschaftliche Situation des Unternehmens erlaubt. Die Ausschüttungsquote ist dabei explizit keine Steuerungsgröße, sondern das Residuum dieser Dividendenpolitik.

Forschung und Entwicklung

Im Dezember 2023 waren fast genau drei von vier Bildern, die von den Bestellclients in die CEWE-Produktionsstätten zur Produktion übertragen wurden, von Smartphones aufgenommen worden. Dies ist auf allen Bestellwegen (Desktop, Mobile und an der CEWE FOTOSTATION) etwa gleich. Es zeigt sich auch in diesem Jahr, dass der Ansatz der CEWE

Brands, Lösungen für den Rechner, für Browser und Apps anzubieten, richtig ist und der Aufwand sich auszahlt, alle wichtigen Betriebssysteme zu unterstützen und relevante Onlinespeicherorte wie von Google, Apple, Amazon oder Microsoft integrativ beim Gestaltungsvorgang anzubinden. Der Ausbau der Verknüpfungen dieser Bestellwege über CEWE myPhotos oder direkt von der App auf dem Smartphone zu den CEWE FOTOSTATIONEN und damit die Unterstützung des Omni-Channel Ansatzes wurde wiederum im Berichtsjahr nochmals intensiviert und wird weiter ausgebaut.

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Die im "Mobile und Artificial Intelligence Campus" (MAIC) bei CEWE entwickelten Anwendungen wurden im Berichtsjahr erweitert und auch bei Tochtergesellschaften ausgerollt und nach Ansicht des Vorstands wiederum verbessert und durch neue Features ergänzt, die die Freude am Gestalten von Produkten nochmals erhöhen. Als Beispiel sei hier das KI-basierte optimierte Ermitteln des relevanten Bildausschnittes in einem zur Verfügung stehen Rahmen bei der Gestaltung und der ebenfalls KI-basierte Vorschlag der passenden Hintergrundfarben für eine Seite genannt.

Solche neuen Entwicklungen wurden in die unterschiedlichen Bestellwege implementiert. Ein nach Ansicht des Unternehmens nochmals in Funktionsumfang und erfreulicherweise auch in der Nutzung deutlich verbesserter Chatbot wurde für den Kundendienst weiterentwickelt und auch bei unseren Töchterunternehmen bereitgestellt. Das Feedback der Kundinnen und Kunden ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzumachen und den Bot stärker für die Bearbeitung einfacher und sich wiederholender Anfragen einzusetzen.

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Grundlagen des Konzerns

→ Grundlagen des Konzerns

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Diese und alle anderen Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (auch kombiniert mit klassischen Algorithmen) sind in der CEWE-Kunden-Charta unter 1 www.cewe.ai transparent dargestellt und durch einige weitere Anwendungen 2023 ergänzt worden. Dabei stehen stets der Nutzen des Kunden und die Sicherung der Privatsphäre im Vordergrund. Die Bilder werden in keine öffentlichen Alben, auf keinen Server außerhalb des Zugriffs der DSGVO oder an Dritte zur Vermarktung übertragen. Der Konsument hat nach wie vor die volle Kontrolle über den Verbleib und die Analyse seiner Bilder für Gestaltungsvorschläge.

Meine CEWE FOTOWELT

Ein CEWE FOTOBUCH wird in der Regel von Konsumenten mit der Software "Meine CEWE FOTOWELT" erstellt, die für Windows, Mac und Linux auf dem Rechner und für Android und iOS auf den Smartphones verfügbar ist. Viele CEWE-Kundinnen und -Kunden transferieren ihre Bilder daher von den Smartphones auf ihre Rechner. Die Kundinnen und Kunden haben den Vorteil des Übertragens der Bilder auf den Rechner bei CEWE schon lange erkannt: Die Gestaltung geht noch schneller und intuitiver, und gleichzeitig hat man dadurch einen Back-up der wichtigen Bilder. Hier wurden weitere Funktionen aus dem MAIC integriert. Dadurch wurde das Gestalten einzelner Seiten, aber auch der automatisierte Vorschlag mit dem CEWE FOTOBUCH Assistenten in der Desktop Software und der App für Smartphones weiter verbessert. Bei den Smartphone Apps wurde beim CEWE KALENDER ein neuer Editor zum Bestellen vor der Weihnachtssaison fertiggestellt und den Kundinnen und Kunden zur Verfügung gestellt. Dies hat die Conversion Rate hier nochmals erhöht, vor allem aber die Kundenzufriedenheit.

Es wurden wiederum neue Produkte in allen Kategorien integriert, das CEWE FOTOBUCH mit zusätzlichen Designs und Vorlagen für die Jahrbuchkampagne und Veredelungen ausgestattet sowie CEWE KALENDER und die Geschenkartikel vor allem um attraktive Designs erweitert. Diese zusätzlichen Möglichkeiten wurden nach Ansicht des Vorstands sehr schnell von den Konsumenten genutzt, um noch attraktivere Geschenke zu Weihnachten zu erstellen. Rechtzeitig zu Weihnachten wurde die Desktop Software in Deutschland und Österreich eingeführt, die neuen Apps standen in allen Lieferländern zur Verfügung.

COPS – das CEWE ONLINE PRINTING SYSTEM

Auch hier wurde stark an den Editoren zum Bestellen der Produkte gearbeitet. Dies hat sich vor allem bei einer stärkeren Nutzung über das Smartphone zum Bestellen sogenannter Einbildprodukte gezeigt. Die Nutzung ist hier über Smartphones stark gestiegen, da Kundinnen und Kunden dafür nicht unbedingt eine App auf ihrem Gerät installieren wollen. Der Vorstand geht davon aus, dass die Ziele, die Produkte und Produktdetails besser darstellen zu können und vor allem auch die mobile Journey für die Kundinnen und Kunden zu verbessern, voll erreicht wurden. Dadurch konnte auch die Homogenität der Darstellung über alle Bestellwege verbessert und wiederum auch in diesem Bestellweg der Omni-Channel Ansatz verfeinert werden.

Leistungsstarkes Backend weiter optimiert und KI-basierte Funktion verbessert

Im Berichtsjahr hat CEWE die Bandbreiten zum Übertragen der Bilddaten von der Onlineplattform investiert und somit in die Produktionsstätten erweitert. Dies gilt für die primären Leitungen und auch für die Back-up-Leitungen. Somit konnten die Daten schneller übertragen werden und unterstützen damit das ambitionierte Ziel, Lieferungen zu Weihnachten rechtzeitig auszuliefern. Alle beschriebenen Applikationen und die Bestellungen in den Ladengeschäften der CEWE-Handelspartner über die CEWE FOTOSTATION liefern die erstellten Aufträge auf dem CEWE-Backend ab. Das Backend ist nach wie vor auf zwei unabhängige und redundante Rechenzentren verteilt. Um diese Datenmengen schnell von den zentralen Rechenzentren in die Produktionsbetriebe zu leiten, wurden die dazu notwendigen zusätzlichen Server wie jedes Jahr vor der Weihnachtssaison neu installiert. Bilder mit geringer Auflösung (z. B. aus Whats-App) werden mit KI-Methoden (Generative Adversarial Networks – GANs) hochgerechnet und verbesserte Versionen im Berichtsjahr getestet und implementiert. Damit liefern wir bei großflächigen Bildern wie auf einem großformatigen CEWE KALENDER bessere Produktergebnisse.

Auch die Nachhaltigkeit in den IT-Prozessen wurde weiter optimiert. Durch die weitere Virtualisierung und durch neue leistungsfähigere Server und Speicher konnte der Bedarf an Racks und somit auch der Stromverbrauch in den Rechenzentren erneut gesenkt werden.

1 Dieses Symbol bedeutet: Sie finden weiterführende Informationen im Internet. Die Inhalte dieser Verweise sind freiwillige Angaben, die durch den Abschlussprüfer nicht geprüft wurden.

Wirtschaftsbericht

Märkte

Hohe Inflation dämpft die Weltwirtschaft

Nach den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wachstum 2023 nur noch bei 3,1 % (2022: 3,5 %). Dabei verringerte sich das Wachstum in den entwickelten Ländern von 2,6 % im Jahr 2022 auf nunmehr 1,6 % im Jahr 2023. Die Wirtschaft der Eurozone wuchs mit 0,5 % im Jahr 2023 deutlich langsamer als noch im Vorjahr (2022: 3,5 %).1

Den IWF-Schätzungen zufolge fiel das Wirtschaftswachstum insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in den Vereinigten Staaten sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern stärker als erwartet. Dabei trugen staatliche und private Ausgaben real zum Aufschwung bei. Zuwächse beim verfügbaren Einkommen stützen den Konsum angesichts der immer noch angespannten – wenn auch sich entspannenden – Arbeitsmärkte. Die Haushalte griffen dabei auf ihre während der Pandemie angesammelten Ersparnisse zurück. Zu einer angebotsseitigen Ausweitung trugen ein breit angelegter Anstieg der Erwerbsbeteiligung und die Lösung der Lieferkettenprobleme aus der Pandemie-Ära bei. Die steigende Dynamik war jedoch nicht überall zu spüren: Besonders das gedämpfte Wachstum im Euroraum war auf die

schwache Verbraucherstimmung und die anhaltenden Auswirkungen hoher Energiepreise und die Schwäche bei zinssensitiven Produktions- und Unternehmensinvestitionen zurückzuführen.2

Rezession in Deutschland

Das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt ist laut IWF 2023 um – 0,3 % geschrumpft – nach einem Wachstum von 1,8 % im Vorjahr. Damit lag Deutschland auch 2023 deutlich unter dem durchschnittlichen Wachstum der Eurozone von 0,5 %.2

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Durchschnitt des gesamten Jahres 2023 ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 5,7 %. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 2022 von 0,4 Prozentpunkten. Dies ist in erster Linie auf die große Zahl an Zuwanderern, vor allem Flüchtlingen, zurückzuführen. So wurden die ukrainischen Flüchtlinge etwa ab der Jahresmitte 2022 in das Sozialversicherungssystem der Bundesrepublik integriert.3

Im Jahr 2023 lag die Inflationsrate, wie bereits im Vorjahr, in Deutschland im historischen Vergleich außergewöhnlich hoch. Die HVPI-Rate betrug im Jahresdurchschnitt 6,0 % (2022: 8,7 %), wobei die Inflationsrate im Jahresverlauf deutlich rückläufig war. Für die nach wie vor hohe Teuerungsrate

waren insbesondere die sehr hohen, gegenüber 2022 nochmals gestiegenen Preiszuwächse bei Nahrungsmitteln verantwortlich. Auch Dienstleistungen verteuerten sich 2023 noch stärker als zuvor.4 Zugleich legten aber auch die Nominallöhne in Deutschland stark zu: So stiegen die Nominallöhne im 3. Quartal 2023 um 6,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal, während die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 5,7 % kletterten. Die Reallöhne lagen damit um 0,6 % höher als im Vorjahresquartal.5

Hohe Inflation und zehn Zinserhöhungen in Folge

Weltweit lag die Inflationsrate 2023 bei 6,8 %. Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) verringerte sich die Preisdynamik, wobei die höchsten Preissteigerungen bei "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" (12,6 %) und "Gaststätten und- Beherbergungsdienstleistungen" (8,4 %) zu verzeichnen waren. Auf Monatsbasis verringerte sich die Inflationsrate in der Eurozone im Dezember 2023 auf 2,9 %, nachdem im Oktober 2022 mit rund 10,6 % der höchste Wert seit dem Bestehen der Eurozone gemessen wurde.6 Auf die hohe Inflationsdynamik hat die EZB am 21.7.2022 reagiert und erstmals nach elf Jahren die Zinsen im Euroraum wieder angehoben: von null auf 0,5 %. Danach folgten neun weitere Zinsschritte.2 Nach der zehnten Zinserhöhung in Folge am 14.9.2023 pausierte der Leitzins ab dem 26.10.2023 schließlich bei 4,5 %.7

1 IMF: World Economic Outlook, Update Jan. 2024, S. 1 ff.
 2 Ebd.

Der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar lag im Jahresdurchschnitt 2023 bei 1,0813 Euro und damit deutlich über dem Vorjahresdurchschnitt von 1,0530 Euro (2022) – bei einer Schwankungsbreite von 1,1255 (18. Juli 2023) und

→ Wirtschaftsbericht

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1,0469 (3. Oktober 2023). Bei den für CEWE relevanten Währungen gewann der Euro gegenüber der Schwedischen Krone, der Norwegischen Krone und gegenüber dem Britischen Pfund an Wert, verlor aber gegenüber Tschechischer Krone, Polnischem Zloty und Schweizer Franken an Wert. Der Wert des Euro gegenüber der schwedischen Krone lag im Jahresdurchschnitt bei 11,4788 SEK und damit mit einem Plus von rund 8 % auf einem signifikant höheren Niveau als im Vorjahr (2022: 10.6296 SEK) – bei einem Minimum von 11,0030 SEK (24. Februar) und einem Maximum von 11,9872 (18. September 2023). Gegenüber der Norwegischen Krone gewann der Wert des Euro im Jahresdurchschnitt deutlich um 13 % auf 11,4248 NOK (2022: 10,1026 NOK) – bei einer Schwankungsbreite von 10,5135 NOK (2. Januar 2023) und 12,0045 NOK (31. Mai 2023). Auch gegenüber dem Britischen Pfund legte der Wert des Euro zu: Im Jahresdurchschnitt lag das Austauschverhältnis bei 0,86979 GBP/Euro (2022: 0,85276 GBP) – bei einer Schwankungsbreite von 0,85110 GBP (11. Juli 2023) und 0,89338 GBP (7. Februar 2023). Gegenüber der Tschechischen Krone lag der Wert des Euro im Durchschnitt bei 24,004 CZK und damit um gut zwei Prozent unter Vorjahresniveau (2022: 24.566 CZK) – bei einer Schwankungsbreite von 23,271 CZK (13. April 2023) bis 24,724 CZK (29. Dezember 2023). Gegenüber dem Polnischen Zloty verringerte sich der Wert des Euro im Jahresdurchschnitt leicht auf 4,5420 Zloty (2022: 4,6861 Zloty) – bei einer Schwankungsbreite von 4,3090 (15. Dezember 2023) und 4,7875 Zloty (13. Februar 2023). Noch stärker gab der Euro gegenüber dem Schweizer Franken nach: Im Jahresdurchschnitt 2023 sank der Wert des Euro auf 0,9718 Franken (2022: 1.0047

Franken) – bei einem Minimum von 0,9260 Franken (29. Dezember 2023) und einem Maximum von 1,0056 Franken (12. Januar 2023).1

CEWE weiterhin weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen

In einer schwierigen, von einer hohen Inflation geprägten gesamtwirtschaftlichen Lage zeigte sich CEWE auch im Geschäftsjahr 2023 vor allem im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing weitgehend unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen. CEWE konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die inflationsbedingten Kostensteigerungen durch eigene Preiserhöhungen kompensieren.

Trotz insgesamt steigender Lebenshaltungskosten und damit verbundener genereller Kaufzurückhaltung von Konsumenten, hat die Nachfrage nach hochwertigen Fotoprodukten, die vielfach emotionale Momente widerspiegeln, nicht nachgelassen. Über alle Altersgruppen hinweg werden Fotoprodukte dabei immer selbstverständlicher digital bestellt.

Fotofinishing-Markt

In den vergangenen Jahren wurden mehr Fotos als jemals zuvor gemacht. Die Zahl der Aufnahmen stieg durch mobile Endgeräte deutlich an. Wurden 2013 weltweit noch 660 Mrd. Fotos aufgenommen, stieg dieser Wert bereits im Jahr 2017 auf 1.200 Mrd. Fotos an.2 2023 waren es bereits 1,81 Trillionen Fotos. Dies entspricht etwa 57.000 Fotos pro Sekunde.3

Auch der Absatz der Smartphones in Deutschland, welcher im Jahr 2015 mit 26,2 Mio. Stück seinen Höhepunkt erreichte, bleibt 2019 und 2020 mit ca. 22 Mio. Stück auf einem stabil hohen Niveau. 2022 setzt sich dieses stabile Niveau mit ca. 22 Mio. Stück fort.2

Der Anteil der Bundesbürger, welche ein Smartphone besitzen, nimmt weiter zu. So nutzten im Jahr 2022 ca. 83 % der ab 16-Jährigen ein Smartphone. Der Anteil von 2022 entspricht einer Gesamtzahl von ca. 57,4 Millionen Menschen.4

96 % gaben an, dass das Smartphone eine große Erleichterung im Alltag darstelle. Dies stellt ein leichtes Plus von 1 Prozentpunkt im Vergleich zu 2021 mit 95 % dar. Für 90 % der Deutschen ist das Smartphone so wichtig geworden, dass es nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken ist. Hier ist ein Plus von 2 Prozentpunkten im Vergleich zu 2021 mit 88 % zu verzeichnen. Gleichzeitig wird das Smartphone auch in einer Zukunftsprognose immer wichtiger werden. Befragt zur Zukunft im Jahr 2030 geben 91 % der Befragten an, dass das Smartphone weiter an Bedeutung gewinnen wird, und 71 % vermuten, dass das Smartphone noch weitere Funktionen als ohnehin übernehmen wird.4

Diese Entwicklung zeigt sich auch am Interesse der deutschen Bevölkerung für Fotografie: 2019 gaben 8,67 Millionen Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren an, dass sie ein (besonderes) Interesse an Fotografie haben. In 2021 stieg dieser Wert auf 8,93 Millionen, 2022 lag er bei 8,76 Mio. Personen.5

Betrachtet man das Personenprofil der Fotointeressierten aus dem Jahr 2023, lässt sich feststellen, dass weit über die Hälfte der Fotografiebegeisterten mit ca. 58 % im jüngeren Segment der 18- bis 39-Jährigen einzuordnen sind. Einen großen Anteil machen ebenfalls die über 50- Jährigen mit 36 % aus. Diese Zahlen sind im Vergleich zu

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2022 gleichbleibend. Im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt sind die Fotobegeisterten eher weiblich (55 % im Vergleich zum Referenzdurchschnitt mit 50 %; somit eine Zunahme um einen Prozentpunkt; 2022 lagen die Werte bei 54 % im Vergleich zum Referenzschnitt mit 49 %).

Ordnet man sie im Innovationszyklus ein, lässt sich feststellen, dass sie im Bereich der "Innovators" und "Early Adopters" sehr stark vertreten sind. So stiegen die Anteile um 3 Prozentpunkte von 13 % im Jahr 2022 auf 16 % im Jahr 2023. Der durchschnittliche Bundesbürger hat hier nur einen Anteil von ca. 11 %.

Ebenfalls fällt bei einer Betrachtung der Interessenslage von Fotografiebegeisterten auf, dass besonders das Thema Reisen mit 58 % deutlich höher ausgeprägt ist als im Bevölkerungsschnitt mit nur 44 %. Diese Zahlen sind stabil zu den 2022er-Werten.

Die Fotografiebegeisterten sind gerne aktiv und "draußen unterwegs". Dies zeigt eine Auswertung der Hobbys. So nehmen sie mit 54 % im Vergleich zu 41 % im Durchschnitt sehr gerne an Outdooraktivitäten teil. Diese Begeisterung spiegelt sich auch darin wider, dass die Fotografiebegeisterten angeben, mit 63 % deutlich häufiger beim Reisen in der Natur unterwegs zu sein als der Bevölkerungsdurchschnitt mit 50 %.1

1 STATISTA (2023): Consumer & Brands – Target Group: Photography enthusiasts in Germany; www.statista.com/study/122931/photographyenthusiasts-in-germany/

2 BVDM-Konjunkturtelegramm Dezember 2023

3 Eurostat I Absatzvolumen des Einzelhandels im Euroraum (https://ec.europa. eu/eurostat/documents/2995521/16047758/4-06022023-AP-DE. pdf/54e2d05b-4fee-d746-d80f-5c4ea3b003ac)

Online-Druck-Markt

Das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche hellte sich in den ersten Monaten des Jahres 2023 auf, verlor aber in der Jahresmitte an Schwung und drehte dann deutlich ins Minus. Zum Dezember lag dann das Geschäftsklima bei saisonbereinigt 87,0 Punkten und damit 3 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahres. Die Geschäftslage in der Druckindustrie wurde in den Unternehmen noch schlechter eingeschätzt und lag im Dezember bei 81,9 und damit rund 7,0 Punkte weiterhin deutlich unter seinem entsprechenden Vorjahresniveau. Mit einem Indexwert von durchschnittlich 81,8 ist die Stimmung in den Geschäftsetagen der Druck- und Medienunternehmen im letzten Quartal des Jahres 2023 damit deutlich eingetrübt und liegt rund 14,3 % unter dem Durchschnitt des ersten Quartals. Ausschlaggebend dafür waren eine konjunkturbedingt schwierige Auftragslage und die ausbleibende gesamtwirtschaftliche Erholung sowie der anhaltende Kostendruck, der die Unternehmen weiterhin zu vergleichsweise hohen Preisen für Druckerzeugnisse zwingt. Die optimistischeren Einschätzungen der Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres konnten sich somit im Verlauf des Jahres nicht in einer Verbesserung der Geschäftslage manifestieren.

Der Beschaffungsmarkt insbesondere bei Papier hat sich allerdings im Laufe des Jahres 2023 stabilisiert, gleichwohl beeinflusst der anhaltend hohe Kostendruck die Geschäftslage der Unternehmen weiterhin negativ. Hinzu kommt die getrübte Auftragslage.

Die Beschäftigung in der Druckindustrie ist insgesamt um 3,7 % im Jahr 2023 gefallen. Es zeigen sich jedoch große Unterschiede nach Größe der Unternehmen. So steigt die Beschäftigung bei großen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden um 9,3 % signifikant. Dies ist ein Hinweis auf die fortschreitende Konsolidierung in der Druckindustrie.2

Einzelhandelsmarkt

Gegenüber dem Vorjahr 2022 sind die durchschnittlichen jährlichen Einzelhandelsumsätze 2023 sowohl in der EU als auch im Euroraum um 1,8 % gesunken.3

Eine gute Verzahnung von stationärem Handel und Online-Handel ist unseres Erachtens von wesentlicher Bedeutung, um erfolgreich zu sein. Die Möglichkeit, Waren anfassen und an-/ausprobieren zu können, wird von Kunden sehr geschätzt. Das Ladengeschäft nimmt nach Sicht von CEWE in Zeiten der Digitalisierung daher immer öfter die Funktion als Erlebnisort und Showroom für Information und Inspiration wahr, während die Bedeutung als reiner Point of Sale in den Hintergrund rückt. Nach unserer Einschätzung lebt der stationäre Einzelhandel von der lokalen Frequenz und muss diese durch eine aktive Sortimentspolitik, mit der er Kundenbedürfnisse abdeckt und Kaufideen vermittelt, entwickeln.

Der in den letzten Jahren zu erkennende Trend hin zu steigenden Durchschnittspreisen im Kamerasegment hat sich auch in 2023 fortgesetzt. Während Kompaktkameras (mit fest eingebautem Objektiv) und Spiegelreflexkameras (DSLR) in Stückmengen weiterhin rückläufig sind, ist der Absatz von höherwertigen spiegellosen Systemkameras (CSC) auf konstant hohem Niveau, was nach Einschätzung von CEWE insbesondere dem spezialisierten Foto-Fachhandel zugutekommt, da dieser für diese Modelle die notwendige Beratungskompetenz aufweist.

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Resultate

Gruppen-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. Euro

2022 2023 Veränderung
in Mio. Euro
Umsatzerlöse (1) 732,7 780,2 47,5
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 0,2 0,3
Andere aktivierte Eigenleistungen (2) 2,9 4,2 1,3
Sonstige betriebliche Erträge (3) 29,2 25,5 – 3,7
Materialaufwand (4) – 180,5 – 187,4 – 6,8
Rohergebnis 584,2 622,7 38,5
Personalaufwand (5) – 202,5 – 218,9 – 16,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) – 252,8 – 266,1 – 13,3
EBITDA 128,8 137,7 8,9
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen (7) – 53,2 – 53,8 – 0,6
EBIT 75,6 83,9 8,3
Finanzerträge (8) 0,7 6,0 5,2
Finanzaufwendungen (8) – 1,5 – 1,9 – 0,4
Finanzergebnis – 0,8 4,0 4,8
EBT 74,8 87,9 13,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) – 23,7 – 28,3 – 4,6
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 51,1 59,6 8,6
Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 0,0 – 2,3 – 2,3
Ergebnis nach Steuern Konzern 51,1 57,3 6,2
Ergebnis je Aktie Konzern (in Euro)
unverwässert 7,20 8,43 1,23
verwässert 7,19 8,42 1,24

Umsatzerlöse

Der Gruppenumsatz (1) hat sich im Geschäftsjahr 2023 mit + 6,5 % und insgesamt 780,2 Mio. Euro (Vorjahr: 732,7 Mio. Euro) positiv entwickelt. Die Umsatzsteigerung ist in den Geschäftsfeldern Fotofinishing und Kommerzieller Online-Druck zu verzeichnen. Das Geschäftsfeld Einzelhandel weist einen leichten Rückgang auf, der auf Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen ist. Für die Gruppenentwicklung sind insbesondere die Umsatzerlöse des Fotofinishing maßgebend, welche sich um 42,7 Mio. Euro erhöht haben. Die erzielten Gruppen-Umsatzerlöse liegen leicht über dem oberen Ende der erwarteten Bandbreite.

Dabei hat die CEWE-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 2,39 Mrd. (Vorjahr: 2,28 Mrd.) Fotos produziert. Damit liegen die Stückzahlen innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Zudem hat sich das Volumen des CEWE FOTOBUCH im Berichtsjahr mit 6,05 Mio. Stück (Vorjahr: 5,85 Mio.) positiv entwickelt und liegt damit sogar leicht über der prognostizierten Bandbreite.

Veränderung einzelner GuV-Positionen

Die signifikante Veränderung der anderen aktivierten Eigenleistungen (2) (+ 1,3 Mio. Euro) erklärt sich insbesondere durch vom Tochterunternehmen Hertz Systemtechnik GmbH selbst hergestellte CEWE Fotostationen.

→ Wirtschaftsbericht

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Die sonstigen betrieblichen Erträge (3) sind im Vorjahresvergleich um 3,7 Mio. Euro bzw. 12,6 % gesunken. Diese Entwicklung ist zu einem großen Teil durch geringere Erträge mit recyclingfähigen Restanten aus dem Produktionsprozess im Bereich der Verbrauchsmaterialien zu erklären sowie durch geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Materialaufwendungen (4) sind, korrespondierend zur Umsatzsteigerung, ebenfalls angestiegen. Die Materialaufwandsquote verzeichnet eine Reduzierung um ca. 0,6 Prozentpunkte und liegt im Berichtsjahr bei 23,9 % (Vorjahr: 24,5 %).

Der Personalaufwand (5) der CEWE-Gruppe ist im Vorjahresvergleich moderat (16,3 Mio. Euro bzw. 8,1 %) gestiegen und beträgt 218,9 Mio. Euro (Vorjahr: 202,5 Mio. Euro). Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 3.903 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der CEWE-Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 3.816). Im Wesentlichen tragen Tariferhöhungen sowie geringer ausfallende Leistungen der Sozialversicherung in Form von Kurzarbeitergeld zu dieser Entwicklung bei.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (6) sind im Geschäftsjahr 2023 im Vorjahresvergleich ebenfalls angestiegen und liegen mit 266,1 Mio. Euro, entsprechend 34,1 % vom Umsatz (Vorjahr: 252,8 Mio. Euro bzw. 34,5 % vom Umsatz), geschäftsgetrieben über dem Vorjahreswert. Die im Vorjahresvergleich um 0,6 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen (7) sind zum überwiegenden Teil planmäßiger Natur.

Das Finanzergebnis (8) hat sich im Vorjahresvergleich positiv entwickelt. Bei leicht steigendem Niveau der im Gesamtjahr anfallenden Zinsaufwendungen (2023: 1,9 Mio. Euro; 2022: 1,5 Mio. Euro) sind im Berichtsjahr mit 6,0 Mio. Euro deutlich mehr Finanzerträge (2022: 0,7 Mio. Euro) angefallen.

Die Konzernsteuerquote auf das ausgewiesene EBT beträgt 32,2 % für das Geschäftsjahr 2023 und liegt damit leicht über dem Vorjahr (31,7 %). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) steigen leicht und betragen in 2023 28,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,7 Mio. Euro).

Ergebnisentwicklung

Das Gruppen-EBIT ist im Vorjahresvergleich, gleichlaufend zur Umsatzentwicklung, um ca. 11,0 % bzw. 8,3 Mio. Euro auf 83,9 Mio. Euro (Vorjahr: 75,6 Mio. Euro) angewachsen (vgl. Erläuterungen zu den Geschäftsfeldern Seite 67). Das EBIT liegt damit oberhalb der prognostizierten Bandbreite.

Entsprechend zum EBIT entwickelte sich auch das EBT im Vorjahresvergleich positiv und liegt mit 87,9 Mio. Euro um 17,5 % über dem Vorjahresergebnis (74,8 Mio. Euro) (vgl. Erläuterungen zu den Geschäftsfeldern Seite 67). Damit wurde ein EBT oberhalb der prognostizierten Bandbreite erreicht.

Mit 59,6 Mio. Euro erzielte die CEWE-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 ein um 8,6 Mio. Euro höheres Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (vgl. Erläuterungen der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag).

Das (unverwässerte) Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen lag mit 8,43 Euro über dem Vorjahreswert (7,20 Euro).

Das Ergebnis der veräußerten Tochtergesellschaft futalis, das als Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs dargestellt wird, lag bei – 2,3 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahr ausgeglichen bei 0,0 Mio. Euro lag. Es enthält einen operativen Verlust nach Steuern in Höhe von 1,8 Mio. Euro sowie einen Entkonsolidierungsverlust von 0,5 Mio. Euro.

Mit 57,3 Mio. Euro erzielte die CEWE-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 ein um 6,2 Mio. Euro höheres Ergebnis nach Steuern und liegt damit ebenfalls oberhalb der Prognose.

Das (unverwässerte) Ergebnis je Aktie lag mit 8,10 Euro über dem Vorjahreswert (7,20 Euro) und damit oberhalb des prognostizierten Wertes.

Geschäftsfelder

2023 in Mio. Euro

Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
Online-Druck
Sonstiges Intersegment
Umsätze 1
CEWE-Gruppe
Umsatz 658,8 31,3 92,2 0,0 – 2,0 780,2
Veränderung zum Vorjahr (in %) 6,9 – 3,4 6,6 6,5
Veränderung zum Vorjahr 42,7 – 1,1 5,7 0,0 0,2 47,5
EBIT 80,0 0,5 4,2 – 0,8 83,9
Veränderung zum Vorjahr (in %) 8,6 179 81,4 – 37,0 11,0
Veränderung zum Vorjahr 6,3 0,3 1,9 – 0,2 8,3
EBIT-Marge (in %) 12,1 1,5 4,5 10,8

2022 in Mio. Euro

Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
Online-Druck
Sonstiges Intersegment
Umsätze 1
CEWE-Gruppe
Umsatz 616,1 32,4 86,5 0,0 – 2,2 732,7
EBIT 73,7 0,2 2,3 – 0,6 75,6
EBIT-Marge (in %) 12,0 0,5 2,7 10,3

1 Die Intersegment-Umsätze betreffen die Konsolidierung von Umsätzen zwischen zwei unterschiedlichen Segmenten.

Erläuterung der Segmente:

Fotofinishing inkl. der Umsätze und Ergebnisse aus CEWE-Fotoarbeiten des eigenen Einzelhandels. Einzelhandel beinhaltet nur das Handelswarengeschäft ohne eigene CEWE-Fotoarbeiten.

Sonstiges beinhaltet Holding-/Strukturkosten (v. a. AR- und IR-Kosten), Immobilien.

Fotofinishing

Die Umsatzerlöse aus dem Segment Fotofinishing sind im Vorjahresvergleich um 42,7 Mio. Euro auf 658,8 Mio. Euro gestiegen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 6,9 %. Das EBIT aus dem Fotofinishing trägt mit 80,0 Mio. Euro (Vorjahr: 73,7 Mio. Euro) in wesentlichem Maße zum Gruppen-EBIT bei. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die der Corona-Zeit nachfolgende, weiterhin verstärkte Reiseaktivität, bei gleichzeitiger weitestgehender Kompensation von inflationsbedingten Kostensteigerungen.

Einzelhandel

Im Einzelhandel ist im Vorjahresvergleich ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr betragen 31,3 Mio. Euro und liegen damit 1,1 Mio. Euro unter denen des Vorjahres. Das EBIT im Geschäftsfeld Einzelhandel steigt um 0,3 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) und verbessert sich damit leicht.

Geschäftsbericht 2023

bereich futalis und werden infolgedessen dort nicht mehr ausgeweisen. Das EBIT dieses Geschäftsfeldes beläuft sich auf – 0,8 Mio. Euro und liegt leicht unter dem des Vor-

und Gesellschaftskosten sowie das Ergebnis aus Immobilienbesitz und Beteiligungen abgebildet.

Im Geschäftsfeld Sonstiges sind insbesondere Struktur-

Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck sind im Vorjahresvergleich mit 92,2 Mio. Euro (Vorjahr: 86,5 Mio. Euro) deutlich angestiegen. Die anhaltende Corona-Normalisierung und Wiederbelebung des Geschäftslebens führte zu einer starken Nachfrage nach Werbedrucksachen. Die starke Umsatzentwicklung, gepaart mit einer optimierten Kostenstruktur, zeigt sich auch im Ergebnis. Das EBIT liegt mit 4,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahres-

Die bisher im Geschäftsfeld Sonstiges ausgewiesenen Umsatzerlöse betrafen den aufgegebenen Geschäftsjahres (– 0,6 Mio. Euro) und ist auf Struktur- und Gesellschaftskosten zurückzuführen.

Bilanz

→ Wirtschaftsbericht

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,5 % und betrug zum Jahresende 666,0 Mio. Euro (Vorjahr:

632,7 Mio. Euro).

in TEuro

Aktiva

Diese Entwicklung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf einen Anstieg der Sachanlagen und der liquiden Mittel zurückzuführen. Einen gegenläufigen Effekt auf die Bilanzsumme hat der Rückgang der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Ertragsteuererstattungen im Vergleich zum vorherigen Berichtszeitraum.

64

Aktiva 31.12.2022 31.12.2023 Veränderung
in Mio. Euro
Sachanlagen 224,7 233,9 9,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 19,0 18,8 – 0,2
Geschäfts- oder Firmenwerte 81,8 81,8 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 24,6 21,3 – 3,2
Finanzanlagen 9,7 6,7 – 3,0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1,0 0,8 – 0,1
Langfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte 1,8 1,8 0,0
Aktive latente Steuern 13,6 14,9 1,3
Langfristige Vermögenswerte 376,1 380,1 4,0
Vorräte 59,3 60,5 1,3
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98,1 91,1 – 7,0
Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen 11,1 1,5 – 9,6
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3,1 3,2 0,1
Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte 11,9 12,3 0,4
Liquide Mittel 73,1 117,4 44,3
Kurzfristige Vermögenswerte 256,6 285,9 29,3
Aktiva 632,7 666,0 33,3

Kommerzieller Online-Druck

wert von 2,3 Mio. Euro.

Sonstiges

Der Stichtagsbestand der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Vorjahresvergleich um 7,0 Mio. Euro geringer. Ein wesentlicher Treiber sind verbesserte Zahlungsmethoden. Weiterhin beeinflusst das Zahlungsverhalten der Handelspartner maßgeblich den Stichtagsbestand der Forderungen.

65

Die Vorräte haben sich im Berichtsjahr um 2,1 % bzw. 1,3 Mio. Euro aufgebaut.

Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie aktiven latenten Steuern zusammen.

Die Sachanlagen sind im Vorjahresvergleich um 9,2 Mio. Euro gestiegen und betragen zum Stichtag 233,9 Mio. Euro. Die Wertentwicklung ist im Wesentlichen auf über den planmäßigen Abschreibungen liegende Zugänge zurückzuführen. Die operativen Investitionen (Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle VG, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immaterielle VG, ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe) des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich auf 51,7 Mio. Euro und liegen damit unterhalb der Prognose.

Die immateriellen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. Euro bzw. 13,2 % gesunken. Im Wesentlichen sind hier Kundenstämme, -listen und Markenrechte sowie erworbene Software enthalten. Hinsichtlich der Entwicklung der Buchwerte stehen im Wesentlichen Zugänge in Höhe von 8,0 Mio. Euro entgegen, darunter 0,7 Mio. Euro außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen Beteiligungen an Venture-Capital-Fonds und wurden Gewinnausschüttungsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. Euro bzw. 31,0 % zurückgeführt.

Die aktiven latenten Steuern bestehen mit 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) auf Verlustvorträge und mit 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio. Euro) auf temporäre Differenzen aus Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und Steuerrecht betreffend die Pensionsrückstellungen sowie von Sachanlagevermögen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betreffen überwiegend kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, liquide Mittel sowie Vorräte.

Die liquiden Mittel haben sich im Vorjahresvergleich mit 44,3 Mio. Euro bzw. 60,6 % aufgebaut.

Der Stichtagsbestand der kurzfristigen Forderungen aus Ertragsteuererstattungen ist im Vorjahresvergleich um 9,6 Mio. Euro geringer. Veranlagungsbedingt wurden Steuervorauszahlungen erstattet.

→ Wirtschaftsbericht

Passiva

Die Erhöhung der Bilanzsumme ist auf Ebene der Passiva größtenteils auf die positive Entwicklung des Eigenkapitals der CEWE-Gruppe zurückzuführen. Weiterhin ist im Bereich der kurzfristigen Schulden ein Anstieg der kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten sowie der kurzfristigen Steuerschulden zu verzeichnen. Bei den kaum veränderten langfristigen Schulden wurde der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen verringert und durch einen Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasing kompensiert.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 ist das Eigenkapital um 26,5 Mio. Euro bzw. 7,3 % gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg in den Gewinnrücklagen und im Bilanzgewinn, getrieben durch das Gesamtergebnis, von 51,5 Mio. Euro zu finden. Ein gegensätzlicher Effekt entstammt indes den im Berichtsjahr durchgeführten Dividendenzahlungen in Höhe von 17,4 Mio. Euro sowie den Aktienrückkäufen, die im Wesentlichen den Anstieg der eigenen Anteile zu Anschaffungskosten, die als Abzugsposten vom Eigenkapital ausgewiesen werden, um 9,0 Mio. Euro erhöhen. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende, trotz der Bilanzverlängerung, mit 58,5 % über dem Vorjahreswert von 57,3 %.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vorjahresvergleich um 0,9 Mio. Euro erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf zunehmende Geschäftstätigkeit, sowohl operativ als auch durch Investitionen, im vierten Quartal zurückzuführen.

Durch die Verringerung des Rechnungszinses für die Berechnung der Pensionsrückstellungen sind die langfristigen Rückstellungen für Pensionen im Vorjahresvergleich um 4,9 Mio. Euro bzw. 16,7 % gestiegen.

in TEuro

Passiva 31.12.2022 31.12.2023 Veränderung
in Mio. Euro
Gezeichnetes Kapital 19,3 19,3 0,0
Kapitalrücklage 73,8 74,0 0,2
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten – 26,2 – 34,1 – 7,9
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 295,9 330,0 34,1
Eigenkapital 362,8 389,2 26,5
Langfristige Rückstellungen für Pensionen 29,1 34,0 4,9
Langfristige passive latente Steuern 2,1 1,6 – 0,6
Langfristige übrige Rückstellungen 0,6 0,6 0,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0,1 0,0 – 0,1
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 40,5 37,1 – 3,4
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0,7 0,6 – 0,1
Langfristige übrige Verbindlichkeiten 0,5 0,5 0,0
Langfristige Schulden 73,7 74,3 0,6
Kurzfristige Steuerschulden 5,1 7,7 2,6
Kurzfristige übrige Rückstellungen 2,7 3,0 0,4
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0,2 0,1 – 0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 9,7 9,5 – 0,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120,6 121,6 0,9
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0,3 0,1 – 0,1
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 57,6 60,5 2,8
Kurzfristige Schulden 196,2 202,4 6,2
Passiva 632,7 666,0 33,3

→ Wirtschaftsbericht

Weitere 17,2 Mio. Euro sind induziert durch das operative und sonstige Working Capital, in dem insbesondere die

Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr einer Zunahme im Vorjahr gegenübersteht. Die Netto-Steuerzahlungen sind im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Mio. Euro geringer ausgefallen.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit liegen im Berichtsjahr 2023 mit 47,9 Mio. Euro um 14,0 Mio. Euro spürbar unter denen des Vorjahres. Während im Vorjahr noch der Kauf eines Verwaltungsgebäudes (9,3 Mio. Euro) sowie Akquisitionszahlungen (7,7 Mio. Euro) zu höheren Mittelabflüssen führten, sind im Berichtsjahr gegenläufig Zuflüsse aus einer Finanzinvestition (5,4 Mio. Euro) angefallen. Die operativen Investitionen, die um Akquisitionen und Unternehmenskäufe bereinigt sind, liegen um 2,7 Mio. Euro über denen des Vorjahres.

In Summe ist der Free-Cash Flow mit 82,8 Mio. Euro gegenüber 31,5 Mio. Euro im Vorjahr aus den oben genannten Gründen stark gestiegen.

67

Weiterhin sind die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit mit 38,9 Mio. Euro gegenüber 42,6 Mio. Euro im Vorjahr leicht gesunken. Im Berichtsjahr 2023 haben insbesondere die gezahlte Dividende mit 17,3 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6 Mio. Euro), der Erwerb von eigenen Anteilen mit 9,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,7 Mio. Euro) sowie die Abflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden mit 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,5 Mio. Euro) zu Mittelabflüssen geführt.

Der im Rahmen der Saisonalität immer anfallende unterjährige Liquiditätsbedarf konnte jederzeit mit den zur Verfügung stehenden Finanzierungsmitteln bedient werden. Die Finanzierung der CEWE-Gruppe erfolgt über die CEWE Stiftung & Co. KGaA. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zum Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA – Finanzierung siehe Seite 82 verwiesen.

Verkürzte Kapitalflussrechnung in Mio. Euro

2022 2023 Veränderung
in Mio. Euro
Cash Flow aus der laufenden Betriebstätigkeit 93,4 130,8 + 37,4
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit – 61,9 – 47,9 + 14,0
Free-Cash Flow 31,5 82,8 + 51,4
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit – 42,6 – 38,9 + 3,7
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 84,4 73,1 – 11,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds – 11,1 43,9 + 55,1
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel – 0,2 0,4 + 0,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 73,1 117,4 + 44,3

Höhere Umsatzsteuerverbindlichkeiten zum Jahresende sowie ein höheres Niveau an noch auszuzahlenden Löhnen und Gehältern haben die kurzfristigen übrigen Verbindlichkeiten ebenfalls um 2,8 Mio. Euro bzw. 4,9 % ansteigen lassen.

Die kurzfristigen Steuerschulden haben sich im Vorjahresvergleich um 2,6 Mio. Euro erhöht und folgen damit der guten Ergebnisentwicklung der gesamten Gruppe.

Kapitalrentabilität

Der Return on Capital Employed (ROCE) als Kennzahl der Kapitalrentabilität liegt mit 18,8 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 17,6 %). Der Wert von 18,8 % ergibt sich aus dem 12-Monats-EBIT von 83,9 Mio. Euro und dem durchschnittlichen Capital Employed der vier Quartalsstichtage des Jahres 2023 von 445,9 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist der gleichlaufenden Erhöhung des 12-Monats-EBIT sowie des durchschnittlichen Capital Employed zuzuschreiben.

Cash Flow

Die CEWE-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cash Flow aus der laufenden Betriebstätigkeit in Höhe von 130,8 Mio. Euro (Vorjahr: 93,4 Mio. Euro) erzielt. Damit liegt der Cashflow um 37,4 Mio. Euro deutlich über dem des Vorjahres.

Der Anstieg des Cash Flows aus der laufenden Betriebstätigkeit ist durch mehrere Faktoren zu erklären. Ein Effekt von 8,9 Mio. Euro ist dem EBITDA zuzurechnen und entstammt demnach der allgemeinen Geschäftsentwicklung.

Nachtragsbericht

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Auf Basis der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 beurteilt der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiter positiv.

Im Kapitel "Resultate" werden die Entwicklungen in Umsatz und Ergebnissen nach Geschäftsfeldern, in der GuV-Struktur, in der Bilanz und Finanzierung sowie in Cash Flow und Kapitalrentabilität vorgestellt siehe Resultate, Seite 61.

Im Kerngeschäft Fotofinishing setzt sich der Produktmixwandel von einfachen Fotoabzügen zu den Mehrwertprodukten CEWE FOTOBUCH, Fotokalender, Wandbilder, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken immer noch leicht fort. Bei diesen Mehrwertprodukten, die von Konsumenten bei diversen Handelspartnern und auch direkt bei CEWE bezogen werden, hat CEWE eine größere Wertschöpfung und geht mit hohen Aufwendungen zur Vorbereitung des Weihnachtsgeschäfts in den ersten zehn Monaten jedes Jahres sehr stark "in Vorleistung". Daher hat CEWE hier auch die Chance, eine leicht höhere Marge zu erzielen. Die Verwendung des Smartphones als vollwertige Kamera und Bestellgerät zugleich wird von CEWE als Chance begriffen, und das Unternehmen vollzieht diese Entwicklung in allen Funktionen.

Der Einzelhandel spielt – wie in der Beschreibung des Geschäftsmodells dargestellt – nicht primär durch das (im Geschäftsfeld Einzelhandel) ausgewiesene Foto-Hardware-Geschäft eine wichtige Rolle. Vielmehr ist er an seinen Standorten verstärkt Vertriebskanal für (im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesene) Fotofinishing-Produkte – auch hier direkt an Konsumenten. Dies zeigt sich am zunehmenden Umsatz mit Fotofinishing-Produkten, die vom Einzelhandel mittels der Online-Webshops bzw. in den Filialen verkauft werden.

Als drittes Geschäftsfeld betreibt CEWE den Kommerziellen Online-Druck. Nach Ansicht von CEWE besteht mit der stark automatisierten und hocheffizienten Produktion bei SAXOPRINT in Dresden eine gute Chance, sich in diesem Markt erfolgreich weiterzuentwickeln.

Die CEWE-Geschäftsentwicklung verlief auch zu Beginn des Jahres 2024 entsprechend den Erwartungen des Vorstands. Insgesamt sieht sich der Vorstand damit in der Festlegung der im Kapitel "Prognosebericht" genannten Ziele für das Geschäftsjahr 2024 bestärkt siehe Prognosebericht, Seiten 72 ff.

Nachtragsbericht

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Die potenziellen Auswirkungen der sich fortsetzenden Inflation mit Wirkungen auf die Geschäftsentwicklung von CEWE sind im Rahmen des gegenwärtigen Kenntnisstands in den Prognose-, Chancen- und Risikobericht eingeflossen.

Zum weiteren Ausbau der eigenen Wertschöpfungstiefe hat die CEWE-Tochtergesellschaft SAXOPRINT mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Rahmen eines Asset Deals Vermögenswerte der Eastprint GmbH, Dresden, übernommen. SAXOPRINT hatte den Großformatdruck bisher an Eastprint fremdvergeben, der mit dieser Übernahme nun internalisiert wurde. Daneben liegen keine weiteren besonderen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres vor.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Chancen zu ergreifen sowie die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu analysieren und mit geeigneten Strategien zu reduzieren, vermeiden oder übertragen sind wichtige Faktoren des unternehmerischen Handelns. Systematisches Chancenund Risikomanagement ist die fortwährende Aufgabe des Vorstands und Führungsaufgabe in jedem Verantwortungsbereich.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch die Unternehmensleitung

Chancen und Risiken werden regelmäßig jeweils einzeln erfasst und beschrieben. Ihre Bewertung erfolgt quantitativ mit der Einschätzung ihres Auswirkungswertes. Die Kombination des Auswirkungswertes mit der angenommenen Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt den Risikoerwartungswert. Zur Steuerung der Risiken werden die dazugehörigen Maßnahmen erfasst; schließlich werden auch die zur Früherkennung implementierten Indikatoren dokumentiert. Bei der Bewertung der Risiken werden korrespondierende Maßnahmen ebenfalls berücksichtigt. Insoweit erfolgt auch eine Netto-Risikobetrachtung.

Der im Sommer 2022 überarbeitete Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) legt ein besonderes Gewicht auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Der Begriff Nachhaltigkeit meint dabei auf die Umwelt (Ökologie) und auf Soziales bezogene Ziele. Das bedeutet, dass sie integraler Bestandteil der zu erarbeitenden Strategien, der Planung sowie der operativen Prozesse sein sollten. Damit sind sie auch integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems, des Compliancemanagementsystems und des internen Kontrollsystems. CEWE macht sich diese Ziele zu eigen.

Ein Großereignis kann bewirken, dass Einzelrisiken durch die Kombination, das Zusammenwirken und durch gegenseitige Wechselwirkungen eine verstärkende Wirkung entfalten können. In der vergangenen Coronapandemie hatte CEWE dem bei der Beurteilung und Bewertung der Risiken besonders Rechnung getragen. Das spezifische Corona-Risiko hatte sich im Vergleich zum Vorjahr entsprechend des Pandemieverlaufs nochmals deutlich reduziert und wird aktuell im Rahmen eines, allgemeiner gefassten, Pandemierisikos in die Betrachtungen eingezogen.

Aus der regelmäßigen Risikoeinschätzung des Vorstandes im Rahmen des Risikomanagementprozesses sowie der Risikoinventur zum 31. Dezember 2023 ergibt sich, dass einzelne Risiken oder solche in Wechselwirkung mit anderen keine existenzgefährdende Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CEWE-Gruppe erkennen lassen.

Unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Bewertung stellen für CEWE die vielschichtigen Risiken aus den Anforderungen an die Nachhaltigkeit, die Cyberrisiken, die Risiken aus hoher Regelungsdynamik und Regelungsdichte sowie die Risiken im Blick auf die Fach- und Führungskräfteversorgung einen Schwerpunkt dar. Hier liegt ein besonderer Managementfokus.

Im Vorjahresvergleich wurde insbesondere dem Cyber-Risiko, dem Mitarbeiterfluktuationsrisiko, den Risiken im Zusammenhang mit der technischen Infrastruktur, aber auch dem Risiko aus hoher Regelungsdichte und Regelungsdynamik im Bereich der rechtlichen Risiken eine höhere Bedeutung beigemessen.

CEWE geht weiterhin davon aus, vom Ukraine-Konflikt weder auf der Beschaffungs- noch auf der Absatzseite direkt betroffen zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es weiterhin keine Anzeichen negativer Einflüsse auf die Konsumenten-Neigung und damit auf die Umsatzentwicklung.

Im Folgenden werden zunächst die wesentlichen, im Risikomanagementsystem geführten Risikokategorien näher erläutert:

Strategische Risiken

Die Kerngeschäftsbereiche Fotofinishing, Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel beinhalten strategische Risiken.

Im Bereich des Kerngeschäfts setzen sich die wesentlichen strategischen Risiken aus dem Technologie- und Innovationsrisiko, den mit der Marke CEWE im Zusammenhang stehenden Risiken sowie dem Risiko in der Entwicklung des mobilen Fotofinishing-Markts zusammen. Um dem Wandel durch die mobilen Geräte und der hohen Bedeutung des Internets als Bestellweg gerecht zu werden, hat CEWE die Programmier- und Entwicklungskapazitäten in diesem Bereich verstärkt. Dem Technologie- und Innovationsrisiko wird insbesondere mit strategischen Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen, regelmäßigen Marktanalysen und Wettbewerbsbeobachtungen begegnet. Die konsumentenorientierte Markenkommunikation, stetige Markenstärkung und ein effektives und effizientes Krisenmanagement begrenzen die im Zusammenhang mit der Marke CEWE stehenden möglichen Risiken.

70

Operative Risiken

Sowohl im Fotofinishing als auch im Kommerziellen Online-Druck bestehen die wesentlichen operativen Risiken aus allgemeinen Preisrisiken sowie aus verschiedenen Risiken der technischen Infrastruktur und der Funktionalität der produktions- und kundennahen Systeme. Für das Preisrisiko spielt in allen Bereichen ein konsequentes Preiscontrolling eine wichtige Rolle.

Die technische Infrastruktur wird grundsätzlich durch gruppenweit standardisierte IT-Strukturen, Hochverfügbarkeits-Techniken, Back-up-Rechenzentren sowie Back-up-Leitungen für die Datenübertragung sichergestellt. Virenund Zugangsschutz sowie Verschlüsselungssysteme sind wichtige Techniken zum Schutz gegen unbefugten Zugriff von außen und innen. Auch die Produktionskapazitäten werden durch redundante Prozesse an verschiedenen Standorten sichergestellt. Dabei spielt auch die Möglichkeit, die Kapazität zentral steuern zu können, eine wichtige Rolle. Das allgemeine Risiko der Materialversorgung und -beschaffung wird durchaus erkannt, jedoch nicht als besonders wesentlich angesehen. In allen Beschaffungslinien gelten die Mehrlieferantenstrategie und Mehrjahresverträge als angemessene Maßnahmen.

Für das CEWE-Geschäftsmodell sind Cyberrisiken signifikant und haben ein besonderes Gewicht. Im Wesentlichen sind damit allgemeine Angriffe auf Sicherheitslücken in den eingesetzten Software-Produkten, speziell gegen CEWE gerichtete Hacker-Angriffe sowie Angriffe auf die Datenverbindungen zwischen CEWE und seinen Kunden gemeint. Um diesen Risiken zu begegnen, wird laufend an technischen und organisatorischen Verbesserungen im Bereich der IT gearbeitet. Die IT-Sicherheit wird personell weiter verstärkt,

bestehende Notfallpläne laufend verbessert und in andere Notfallpläne eingebettet. Schließlich spielen hier die Aufklärung, die Schulung und das Training innerhalb des Gesamtunternehmens eine wichtige Rolle.

Im Bereich des Umweltrisikos wurden 2023 keine Verstöße gegen Umweltauflagen festgestellt. Das Risiko wird durch regelmäßige interne Kontrollen an allen Produktionsstandorten überwacht; es wird als niedrig eingestuft.

Das Risiko, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und zu halten, ist weniger von seiner unmittelbaren als vielmehr von seiner mittelbaren Wirkung wesentlich. Hier spielt die Präsenz der Dachmarke CEWE auch im Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle. In enger Begleitung durch die Unternehmensleitung werden Aus- und Weiterbildung sowohl im fachnahen Bereich wie im Bereich der Persönlichkeits- und Führungskompetenz konsequent angeboten. Auf die Mitarbeiterbindung wird ein besonderer Management-Fokus gelegt.

Finanzrisiken

Die zu den Finanzrisiken zählenden Risiken aus Zinsänderungen, Währungsschwankungen, Kreditversorgung, Risiko aus der Vermarktung recyclingfähiger Restanten aus dem Produktionsprozess und Forderungsausfall zählen für CEWE nicht zu den existenzgefährdenden Risiken. Durch die geringe zinsbelastete Fremdfinanzierung und den hohen Bestand an liquiden Mitteln aus dem saisonalen Geschäftsverlauf würden auch stark steigende Marktzinsen keine Gefährdung darstellen. Soweit Kapitalflüsse im Nicht-Euroraum stattfinden, betreffen sie ganz überwiegend lokales Geschäft, das währungskongruent abgewickelt wird, sodass auch Kursschwankungen keine ausgeprägt nachhaltige Belastung darstellen. Für die nachhaltig gesicherte Kreditversorgung der CEWE-Gruppe sorgen zentral verhandelte, mittel- bis langfristige Kreditverträge.

Die Bedeutung des Forderungsausfallrisikos nimmt durch die stete Zunahme auch des Konsumentengeschäftes weiter ab. Forderungen gegenüber Geschäftskunden werden eng betreut und sind marktüblich und ausreichend versichert. Konsumentenforderungen stellen für sich kein Risiko dar und unterliegen einem professionellen Inkassomanagement.

Sonstige Forderungen bestehen u. a. gegenüber der öffentlichen Hand, gegenüber Mitarbeitern und Versicherungen. Das Risiko potenzieller Wertminderungen durch Ausfälle ist auch hier von untergeordneter Bedeutung. Es wird reduziert, indem in enger Abstimmung mit allen befassten Stellen des Unternehmens die Bonität und das Zahlungsverhalten der Schuldner ständig überwacht wird. Gegebenenfalls auftretende Einzelrisiken wurden stets durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt, wenn und soweit der Eintritt des Ausfalls ausreichend wahrscheinlich ist.

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken zählen interne wie externe dolose Handlungen sowie Risiken aus dem Datenschutz und dem gewerblichen Rechtsschutz. Bei diesen Risiken greifen Maßnahmen und Prozesse des engmaschigen Corporate-Governance-Systems, des internen Kontrollsystems, der internen Revision sowie des Konzerncontrollings. Das Unternehmen ist sich der Herausforderungen durch hohe Regelungsdichte und Regelungsdynamik bewusst, verfolgt eine eingehende Überwachung und implementiert effektives Management, um diesen Risiken aktiv zu begegnen. Darüber hinaus werden regelmäßige Informationen und Schulungen eingesetzt, um Risiken aufzuzeigen und Maßnahmen umzusetzen.

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

71

Zum Bilanzstichtag wurden die BEPS Pillar 2 Regelungen (MinBestRL-UmsG) in deutsches Recht überführt (MinStG) und sind mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 27. Dezember 2023 in Kraft getreten. Die Regelungen des Mindeststeuergesetzes finden erstmalig auf Wirtschaftsjahre Anwendung, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen und sind daher noch nicht für das Berichtsjahr anwendbar. Auch wenn diese Regelungen bereits anwendbar gewesen wären, würde die CEWE-Gruppe weder im Berichtsjahr, noch im Geschäftsjahr 2024 dem Anwendungsbereich des MinStG oder ausländischer Mindeststeuergesetze unterliegen, da die für die Anwendung dieser Regelungen maßgebliche Umsatzgrenze von 750 Mio. € im Konzernabschluss erstmals im Berichtsjahr überschritten wurde. Ungeachtet dessen geht CEWE davon aus, dass die maßgebliche Umsatzgrenze auch im Geschäftsjahr 2024 überschritten wird, sodass die Regelungen des MinStG erwartungsgemäß erstmals für das Geschäftsjahr 2025 anzuwenden sind.

Die CEWE-Gruppe wird daher im Geschäftsjahr 2024 mit einem Projekt zur Prüfung der Betroffenheit bzgl. der Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar 2 Top-up Tax beginnen. Eine Quantifizierung der möglichen zusätzlichen Steuerbelastung ist aktuell nicht möglich. Nach aktueller Einschätzung wird allerdings nicht davon ausgegangen, dass die Anwendung des MinStG bzw. ausländischer Mindeststeuergesetze zu einer signifikanten zusätzlichen steuerlichen Belastung führen wird, da die CEWE-Gruppe fast ausschließlich in Ländern tätig ist, deren nominelle Ertragsteuerbelastung bei über 15 % liegt und für die daher voraussichtlich keine oder nur eine unwesentliche Steuerbelastung entstehen sollte.

Die CEWE-Gruppe verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem er tätig ist, und wird die bestehenden Reporting- und ComplianceProzesse im Hinblick auf eine zukünftige lokale und zentrale Ermittlung der Top-up tax Belastung sowie im Hinblick auf die zukünftige Abgabe des Mindeststeuerberichts und der entsprechenden Steuererklärungen im In- und Ausland anpassen.

Chancenbericht

Das Chancen- und das Risikomanagementsystem der CEWE-Gruppe sind eng miteinander verknüpft. Als Chancen werden mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse verstanden, die zu einer positiven Planabweichung führen können.

CEWE ist mit seinen Geschäftsfeldern in dynamischen, sich schnell wandelnden Marktfeldern tätig. Chancen in diesen Geschäftsfeldern durch Innovationen, Konsolidierung oder organisches Wachstum zu nutzen oder weitere Chancen in angrenzenden, artverwandten, neuen Geschäftsfeldern zu erkennen und dabei unnötige Risiken zu vermeiden ist die Basis für ein nachhaltiges Wachstum der CEWE-Gruppe. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Potenziale handeln.

Soweit es wahrscheinlich ist, dass die Chancen eintreten, hat CEWE sie in der Unternehmensplanung und im Ausblick für 2024 berücksichtigt. Insoweit bezieht sich der Chancenbericht auf Ereignisse, die zu einer potenziell positiven Abweichung von diesen Planzahlen führen können.

Das Chancenmanagement wird bei CEWE als Kern des unternehmerischen Handelns verstanden. Chancen zu suchen, abzuwägen und aufzugreifen ist wesentlicher,

laufender Teil der Managementarbeit. Insoweit sind die Dokumentationen der Konzepte und Protokolle Teil des Chancenmanagements.

Chancen im Bereich Fotofinishing

Chancen sieht CEWE in Mehrerträgen aus zusätzlichem Umsatz durch verbesserte oder neue Bestellapplikationen für mobile Endgeräte, soweit diese noch stärkere Akzeptanz bei den Endverbrauchern finden.

Chancen im Bereich Kommerzieller Online-Druck

Während der Coronapandemie wurde im Kommerziellen Online-Druck in verstärktem Maße an der Effizienz der kundenbezogenen Prozesse und an den Kostenstrukturen gearbeitet. Nach Überwindung der Coronapandemie und der Einstellung von staatlichen Coronamaßnahmen ist die Wiederbelebung des allgemeinen Geschäftslebens und damit eine Stärkung der Nachfrage nach Geschäfts- und Werbedrucksachen bereits teilweise eingetreten. Hier liegen weitere Chancen, über die Planung hinaus Umsätze und Erträge zu erwirtschaften, insbesondere vor dem Hintergrund der nachhaltigen Kosteneffizienz.

Chancen im Bereich Einzelhandel

Im eigenen Einzelhandel in Norwegen, Schweden, Polen, Tschechien und in der Slowakei betreibt CEWE eigene Foto-Einzelhandelsgeschäfte. Grundsätzlich besteht das Ziel, die Präsenz des Einzelhandels durch eigene Läden im Markt entsprechend dem Kaufverhalten der Endverbraucher weiterhin zu optimieren. In Norwegen, Schweden und Polen hat CEWE Webshops für Artikel rund um die Fotografie aufgebaut, bei deren Optimierung Chancen auf weitere Umsatzsteigerungen und Erträge im Onlinebereich gesehen werden.

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

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Prognosebericht

Langfristige Unternehmensentwicklung durch drei Elemente

CEWE verfolgt die Weiterentwicklung der CEWE Group unverändert entlang der folgenden drei strategischen Prioritäten:

(1) Markenstärkung und Innovationsführerschaft im Kerngeschäft Fotofinishing

Im Fotofinishing setzt CEWE als Omni-Channel-Anbieter seine Ausrichtung fort, die im Premiumsegment positionierten Marken neben den Kernmärkten in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich auch in allen anderen von CEWE belieferten europäischen Ländern weiter auszubauen. Ziel ist es, die positive Konsumentenhaltung und hohe Markenbekanntheit für das Unternehmen CEWE insgesamt zu nutzen. Die Differenzierungsvorteile der Leistungs- und Qualitätsversprechen, für die die Marken stehen, sollen schrittweise für ein wachsendes Produktportfolio genutzt werden. Ergänzend zur Marke CEWE adressieren die weiteren Marken der CEWE Group, insbesondere Cheerz, DeinDesign, Pixum und WhiteWall, spezielle Kundengruppen und/oder Regionen bzw. bieten spezielle Produktkategorien an.

Die von CEWE angebotenen Produkte und Dienstleistungen werden permanent und dauerhaft weiterentwickelt. Innovationen waren bereits die wesentliche Triebkraft der Analog/Digital-Transformation. CEWE strebt danach, diese Innovationsdynamik in allen Geschäftsfeldern aufrechtzuerhalten, um auf dieser Basis die marktführende

Position weiter auszubauen. Dazu gehören zum Beispiel umfassende Software-Updates, die Weiterentwicklung mobiler Applikationen oder diverse Produktneuheiten und -verfeinerungen.

(2) Profitables Wachstum im Kommerziellen Online-Druck

Der Kommerzielle Online-Druck bei CEWE bietet eine Reihe von Vorteilen für den Besteller: Qualitätsgewinn und Preisvorteile durch hochmoderne Druckkapazitäten, zusätzlich einen Zeitgewinn durch bedienerfreundliche Internet-Bestellung sowie schnelle Produktion und zügige Lieferung. CEWE sieht sich hier – v. a. durch den nach Ansicht des Vorstands hocheffizienten und kostenoptimal organisierten Druckstandort von SAXOPRINT in Dresden – hervorragend aufgestellt, um das Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck erfolgreich weiterzuentwickeln.

(3) Weiterentwicklung der Geschäftsfelder

Bei potenziellen Beteiligungsmöglichkeiten sucht die CEWE-Gruppe insbesondere nach Online-Geschäftsmodellen, die – genauso wie CEWE – individualisierte, hochwertige Produkte mit hohem Kundennutzen fertigen und damit eine starke Marke aufbauen und zugleich die CEWE-Gruppe in Zukunft unternehmerisch weiterentwickeln können. Wachstum in neue Geschäftsfelder sollte also idealerweise die in der Gruppe vorhandenen Kompetenzen nutzen.

Weiterhin Fokus auf Europa

CEWE betreibt sein Geschäft weitestgehend in Europa und plant derzeit keine Veränderung der regionalen Präsenz.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2024: Weltwirtschaft wächst langsamer als im historischen Schnitt seit 2000

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2024 ein weltweites Wachstum von 3,1 % und von 3,2 % im Jahr 2025. Das erwartete Expansionstempo liegt jedoch unterhalb der historischen Wachstumsraten im Zeitraum 2000 bis 2019 in Höhe von 3,8 %. Ursachen sind nach IWF-Einschätzung die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, eine verringerte fiskalische Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung und ein geringes zugrunde liegendes Produktivitätswachstum. In den entwickelten Ländern wird das Wachstumstempo mit 1,5 % (2024) und 1,8 % (2025) erheblich unter dem Niveau der globalen Wachstumsdynamik liegen. Noch langsamer wächst nach IWF-Einschätzung die Eurozone: von 0,5 % (2023) um 0,9 % im Jahr 2024 und um 1,7 % im Jahr 2025. Basis dafür sind nach IWF-Einschätzung höhere Konsumausgaben der Haushalte, zurückgehende Energiepreise, niedrigere Inflationsraten und reale Einkommenszuwächse. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Wachstum von 0,5 % (2024) und 1,6 % (2025).1

Die Inflation sinkt in den meisten Regionen schneller als erwartet, da sich die angebotsseitigen Probleme lösen und die Geldpolitik weniger restriktiv sein dürfte. Die globale Gesamtinflation wird nach IWF-Einschätzung von 6,8 % (2023) im Jahr 2024 auf 5,8 % und 2025 auf 4,4 % sinken.2

Einschätzung des Managements von CEWE zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2024

Auch 2023 hat sich CEWE trotz des schwachen konjunkturellen Umfelds in Deutschland mit einem um – 0,3 % niedrigeren Bruttoinlandsprodukt resilient gezeigt.3 Wie

1 IMF: World Economic Outlook, Update Jan 2024, S. 1 ff.

2 IMF: World Economic Outlook, Update Jan 2024, S. 1 ff.

3 Bundesbank: Monatsbericht 1/2024, S. 5

73

→ Prognose-, Chancenund Risikobericht

bereits 2022 konnte CEWE auch im Berichtsjahr die Inflation durch Preiserhöhungen kompensieren. Entgegen der generell stagnierenden Konsumhaltung wuchs die Nachfrage nach individuellen, hochwertigen Fotoprodukten weiter. Das Management bleibt auch für 2024 zuversichtlich, dass sich das Kerngeschäft Fotofinishing weiter positiv entwickeln wird. Hochwertige Fotoprodukte, die vielfach emotionale Momente spiegeln, scheinen zu den Produkten zu gehören, auf die Verbraucher auch bei einer generell eher schwachen Konsumneigung nicht verzichten möchten. Mit dem CEWE FOTOBUCH und den weiteren Markenprodukten sowie der starken Internet-Kompetenz sieht sich CEWE wie in den vergangenen Jahren gut positioniert, um den anhaltenden Produktmixwandel von einfachen Fotoabzügen zu den Mehrwertprodukten wie Fotobüchern, Fotokalendern, Wandbildern, Grußkarten und weiteren Fotogeschenken aktiv zu fördern. Im Ergebnis sollte dieser Trend zu Mehrwertprodukten das Fotofinishing auch 2024 stärken.

Der Einzelhandel soll auch 2024 wieder durch den Absatz von CEWE-Fotoprodukten einen signifikanten Umsatzbeitrag erwirtschaften. Diese über den eigenen Einzelhandel vertriebenen Fotofinishing-Produkte werden umsatz- und ergebnisseitig im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen. CEWE wird voraussichtlich auch 2024 – wie seit einigen Jahren schon – den im Geschäftsfeld Einzelhandel ausgewiesenen Hardware-Umsatz mit Kameras, Objektiven, Fotozubehör bewusst weiter reduzieren.

Der Kommerzielle Online-Druck ist mit seiner hocheffizienten automatisierten Produktion, die hohe Größenvorteile erzielt, nach Überzeugung des Vorstandes gut auf das Geschäftsjahr 2024 vorbereitet. Das Geschäftsfeld soll sich auch 2024 positiv entwickeln. Dabei zahlt sich die

Bestpreisstrategie für Unternehmenskunden eindeutig in einem wachsenden Vertrauen und damit einer höheren Loyalität der Kunden aus.

Inflationskompensation auch 2024 angestrebt

CEWE ist es in den zurückliegenden zwei Jahren gelungen, die inflationsgetriebenen Kostensteigerungen auf der Aufwandsseite durch eigene Preiserhöhungen auf der Umsatz-/Ertragsseite auszubalancieren und damit absolut zu kompensieren. CEWE wird auch 2024 die Entwicklung der Inflation und die damit für das Unternehmen einhergehende stärkere Kostenbelastung kontinuierlich analysieren und versuchen, diese durch abwägend und ausgewogen durchgeführte Preisanpassungen möglichst auszugleichen.

Finanzielle Solidität sichert Handlungsspielräume

Die operative Stärke von CEWE soll es auch 2024 erlauben, Investitionen in das organische Wachstum sowie die jährliche Dividendenzahlung allein über den operativen Cash Flow zu finanzieren.

Weiterhin keine Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf CEWE erwartet

CEWE war bisher weder auf der Beschaffungs- noch auf der Absatzseite von dem Krieg in der Ukraine direkt betroffen. Auch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anzeichen negativer Einflüsse auf die Konsumenten-Neigung und damit auf die Umsatzentwicklung. Die CEWE-Planung für 2024 berücksichtigt etwaige Auswirkungen – v. a. auf die Konsumhaltung – einer möglichen Eskalation des Ukraine-Kriegs jedoch nicht.

EBIT-Ergebniszielkorridor 2024: 77 bis 87 Mio. Euro

Der Konzernumsatz soll 2024 von 780,2 Mio. Euro im Vorjahr 2023 auf 770 Mio. Euro bis 820 Mio. Euro im Mittel

weiter zulegen. Das Konzern-EBIT soll 2024 im Korridor von 77 Mio. Euro bis 87 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 75,5 Mio. Euro und 85,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 51 Mio. Euro und 58 Mio. Euro.

Die Bandbreiten dieser Ziele für das Geschäftsjahr 2024 stellen in etwa erwartete Größenordnungen dar und reflektieren dabei die Unsicherheiten, die sich derzeit aus der Verteuerung/Inflation auf der Wareneinsatz- und Kostenseite und deren potenziellen Auswirkungen auf die CEWE-Geschäftsentwicklung ergeben. Der Vorstand orientiert sich bei seiner operativen Maßnahmenplanung für 2024 an einem Zielwert in der oberen Hälfte des geplanten Korridors.

Die für 2024 geplanten operativen Investitionen (d. h. Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe) sollten auf dem Niveau von etwa bis zu 65 Mio. Euro liegen.

Dividende soll möglichst weiter kontinuierlich steigen

CEWE sieht sich als äußerst verlässlichen Dividendenzahler. Mit der für 2023 vorgeschlagenen Dividende soll diese zum 15. Mal in Folge steigen. CEWE verfolgt grundsätzlich das Ziel der Dividendenkontinuität. Soweit dies angesichts der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und der vorhandenen Investitionsmöglichkeiten möglich erscheint, bedeutet dies eine mindestens absolut konstante, idealerweise steigende Dividende. Die absolute Höhe der Dividende ist dabei klar im Fokus, die Ausschüttungsquote – oder gar die Dividendenrendite – ist ein Residuum dieser Politik.

Zielsetzung für 2024 CEWE-Konzern

2024 Veränderung in %
Fotos Mrd. Stck. 2,3 bis 2,4 – 2 bis + 2
CEWE FOTOBUCH Mio. Stck. 5,9 bis 6,2 – 2 bis + 2
Operative Investitionen 1 Mio. Euro ~ 65
Umsatz Mio. Euro 770 bis 820 – 1 bis + 5
EBIT Mio. Euro 77 bis 87 – 8 bis + 4
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. Euro 75,5 bis 85,5 – 14 bis – 3
Nachsteuerergebnis Mio. Euro 51 bis 58 – 10 bis + 1
Ergebnis je Aktie Euro/Stck. 7,26 bis 8,22 – 10 bis + 2

1 Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe

CEWE gibt mit diesem Geschäftsbericht einen zusammengefassten Lagebericht sowohl für die CEWE-Gruppe als auch für die Einzelgesellschaft CEWE Stiftung & Co. KGaA ab. Daher ist – den rechtlichen Anforderungen entsprechend – für die Einzelgesellschaft CEWE Stiftung & Co. KGaA auch eine Prognose zu spezifizieren: CEWE erwartet nach 401,9 Mio. Euro Umsatz in 2023 für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz der CEWE Stiftung & Co. KGaA in der Bandbreite von 390 Mio. Euro bis 440 Mio. Euro. Dabei wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern nach 57,1 Mio. Euro in 2023 zwischen 45 Mio. Euro und 55 Mio. Euro für 2024 erwartet. Die Gesamtbeurteilung für die Entwicklung der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist dementsprechend positiv.

Geschäftsbericht 2023

werden.

Fragestellungen zieht der Compliance-Beauftragte die hierfür im Unternehmen jeweils ressortverantwortlichen Personen sowie bei Bedarf externen Rechtsrat bei. Es wurde ferner ein externer Rechtsanwalt als Ombudsmann beauftragt, an den sich jeder Mitarbeiter und auch Dritte wenden können, um auf mögliche Gesetzes- oder Richtlinienverstöße in Unternehmen des Konzerns hinzuweisen. Im Berichtszeitraum gab es vier Meldungen beim

möglich sicherstellen sollen. Der für diesen Bereich bestellte Compliance-Beauftragte befasst sich ständig mit der anforderungs- und unternehmensgemäßen Pflege und Weiterentwicklung der Compliance-Organisation der Gesellschaft bzw. des Konzerns. Hierbei

nahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien sowie deren Beachtung durch die Konzernunternehmen große Bedeutung bei. Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin hat im Rahmen seiner diesbezüglichen Verantwortlichkeiten verschiedene Mechanismen implementiert, die die Compliance best-

stehen besonders die Mitarbeiterschulung und das rechtliche Risikomanagement im Fokus. Er berichtet an die CEO der persönlich haftenden Gesellschafterin. Für spezifische

konnten jedoch keine relevanten Verstöße festgestellt

Die Gesellschaft misst der Compliance im Sinne von Maß-

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Compliance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ("DCGK") sieht Angaben zu dem internen Kontroll- und Risikomanagement vor, die über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinausgehen und somit von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichtes durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind ("lageberichtsfremde Angaben"). Diese werden thematisch der Erklärung zur Unternehmensführung zugeordnet; sie sind zudem von den inhaltlich zu prüfenden Angaben durch separate Absätze abgegrenzt.

Risikomanagementsystem

Ziele und Strategie des Risikomanagementsystems

Als international agierende Unternehmensgruppe unterliegen die CEWE Stiftung & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften verschiedenen Risiken, die nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. CEWE hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Chancen und Risiken zu erkennen, zu bewerten und erforderlichenfalls mit entsprechenden Maßnahmen gegenzusteuern. Das Kontroll- und Risikomanagement ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informationsund Kommunikationssystem der CEWE-Gruppe eingebunden und ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems der

CEWE-Gruppe. Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Das Risikomanagementsystem bei CEWE wird ständig weiterentwickelt. Dazu gehört, dass es mit dem internen Kontrollsystem und anderen Managementsystemen weiter verzahnt wird.

Als Funktion, die die Risiken frühzeitig erkennt, sie laufend überwacht und zur Risikosteuerung beiträgt, gehört das Risikomanagement zur zweiten Linie des integrierten Governance-, Risiko- und Compliance-Ansatzes.

Organisatorischer und struktureller Aufbau des Risikomanagementsystems

Mit der Aufgabe des Kontroll- und Risikomanagements sind der Vorstand, die Leiter der regionalen Profitcenter im In- und Ausland sowie die Zentralabteilungen und Projektverantwortlichen betraut. Die federführende Verantwortung für die Gestaltung des Kontroll- und Risikomanagements liegt beim Vorstand. Fachlich hat der Vorstand die operative Durchführung der Überwachungs-, Koordinations- und Weiterentwicklungsaufgaben der Risikomanagementprozesse dem Konzernrisikomanagement übertragen.

Das Risikomanagementsystem erfasst die Chancen und Risiken der einzelnen Risikofelder in einer jährlichen konzernweiten Risikoinventur. Auf Grundlage der Risikoinventur wird der jährliche Chancen- und Risikobericht erstellt.

→ Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

76

→ Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Unterjährig erfolgt mindestens quartalsweise eine Überprüfung der Chancen- und Risikobewertungen. Diese werden mindestens quartalsweise an den Aufsichtsrat berichtet. Neu auftretende Chancen und Risiken werden nach Meldung an den Risikobeauftragten in das Risikomanagementsystem aufgenommen und einem Risikoverantwortlichen zugewiesen. Abseits der periodischen Prozesse besteht stets die Möglichkeit, Ad-hoc-Risiken bei kurzfristig eingetretenen Entwicklungen zu erfassen und zu berichten. Bei der Bewertung der Risiken werden korrespondierende Maßnahmen ebenfalls berücksichtigt. Insoweit erfolgt auch eine Netto-Risikobetrachtung.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse der CEWE-Gruppe. Ziel ist es, dass alle operativen Einheiten, bei denen Risiken entstehen können und dort gemanagt werden müssen, solche Risiken durch interne Kontrollen frühzeitig erkennen und behandeln können. Es soll die Einhaltung der externen und internen Vorgaben sicherstellen. Das interne Kontrollsystem stellt damit die erste Linie des integrierten Managementansatzes dar. Es umfasst eine Vielzahl von Überwachungs- und Steuerungsmechanismen und beruht im Wesentlichen auf fünf Prinzipien:

  • Vier-Augen-Prinzip
  • Unterschriftenrichtlinien
  • IT-Berechtigungskonzept
  • Funktionstrennung
  • Integriertes Berichtswesen

Das Vier-Augen-Prinzip wird durch Regelungen wie Satzungen, Richtlinien, Geschäftsordnungen, Anweisungen, Vertretungssowie Zeichnungsbefugnisse gewährleistet. Wichtiger Ausdruck dieser Regelungen sind die operativ wirksamen Unterschriftenrichtlinien. Einen weiteren Steuerungs- und Überwachungsmechanismus stellt das bei der CEWE-Gruppe vorliegende abgestimmte IT-Berechtigungskonzept dar, welches konkret den Zugang und die Tätigkeiten einzelner Personen und Personengruppen zu den überwiegend SAPbasierten Anwendungen und zu deren Funktionsbereichen regelt.

Um die Sicherheit von Abläufen und in der Folge die Qualität der einzelnen Prozesse zu gewährleisten, wird bei der CEWE-Gruppe eine strikte Funktionstrennung von kritischen Geschäftsprozessen vorgenommen. Bestimmten Fachbereichen sind zudem zentrale Aufgabenstellungen zugewiesen, sodass auch eine gegenseitige Kontrollverantwortung implementiert ist. Das integrierte Berichtswesen umfasst ein detailliertes Planungs-, Steuerungs- und Berichtskonzept zur Lage und zum Ausblick des Konzerns. Der Planungsprozess erfolgt aus einer Kombination von Bottom-up- und Top-down-Ansatz und ist auf monatliche Planwerte ausgerichtet. Das bestehende Konzerninformationssystem wird sowohl auf Ebene der einzelnen Profitcenter als auch auf Gruppenebene durch einen monatlichen Plan/Ist/Vorjahres-Vergleich und ergänzend durch standortübergreifende Business Reviews gewährleistet. Dort werden Entwicklungen, Chancen, Risiken sowie Maßnahmen diskutiert und entsprechend dokumentiert.

Die CEWE-Gruppe überwacht im Rahmen des Kontroll- und Risikomanagementsystems auch die Werthaltigkeit ihrer Beteiligungen an Tochterunternehmen. Die Beteiligungswerte werden regelmäßig sowie anlassbezogen entsprechenden Impairment-Tests unterzogen.

Weiterhin werden in regelmäßigen zeitlichen Abständen alle Gesellschaften und Profitcenter, die Bereiche Finanzund Rechnungswesen, IT, technische Sicherheit und Versicherungen sowie die übrigen Funktionsbereiche fachbezogenen, eingehenden Revisionen als dritte Linie des integrierten Managementansatzes unterzogen, die entweder durch externe oder interne Fachkräfte durchgeführt werden.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist als Teil des gesamten internen Kontrollsystems (IKS) der CEWE-Gruppe in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet. Es dient dazu, das Risiko einer materiellen Falschaussage in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu minimieren, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen. Hierdurch wird gewährleistet, dass konzernrelevante Sachverhalte gesetzeskonform und normengerecht in den Einzelabschlüssen und im Konzernabschluss dargestellt werden.

77

→ Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich sämtlicher Konsolidierungsschritte erfolgt durch die Einheit "Konzernbilanzen" im Zentralbereich Finanzen. Der Abschlussprozess der CEWE-Gruppe basiert auf einer konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die regelmäßig den rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst wird. Die Richtlinienkompetenz bezüglich der Bilanzierungsrichtlinie liegt ausschließlich beim Vorstand.

Die Konzernbilanzierungsrichtlinie regelt die Rechnungslegung nach IFRS für alle Konzerngesellschaften im Inund Ausland, um für den IFRS-Konzernabschluss die Anwendung einheitlicher Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden zu gewährleisten. Für die konzerninternen Abstimmungen und übrigen Abschlussarbeiten sind verbindliche Anweisungen vorgegeben. In der Konzernrichtlinie sind auch alle wesentlichen Termine gruppenweit festgelegt.

Die lokalen Gesellschaften sind für die Einhaltung der relevanten Regelungen verantwortlich und werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt und überwacht. Die Konsolidierung der überwiegend in SAP erstellten Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften wird zentral durch das Konzernrechnungswesen in einem spezifischen Konsolidierungsmodul durchgeführt.

Die im Rahmen der Rechnungslegung notwendigen Arbeitsschritte werden vielfältigen automatischen und manuellen Kontrollen und Plausibilitätsprüfungen unterzogen. Seitens der internen Revision wird zusätzlich kontinuierlich die Effektivität der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen überprüft. Dies erfolgt sowohl durch interne als auch durch beauftragte externe Revisoren. Im Rahmen eines rollierenden Verfahrens ist sichergestellt, dass alle Gesellschaften des Konsolidierungskreises dem Kontrollprozess unterliegen. Die Resultate der Effektivitätsprüfungen werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse werden von unterschiedlichen lokalen Abschlussprüfern geprüft. Hierbei werden die Einhaltung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sowie die Richtigkeit und Vollständigkeit aller anderen dezentral erstellten konzernabschlussrelevanten Dokumente sichergestellt. Die im Rahmen der Abschlussprüfungen auf Einzel- und Konzernabschlussebene zur Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems der CEWE-Gruppe getroffenen Feststellungen werden vom externen Konzernabschlussprüfer zusammengefasst und an den Aufsichtsrat berichtet.

Übernahmerelevante Angaben

Angaben nach § 289a und § 315a HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, Beschränkungen, die Stimmrechte oder

die Übertragung von Aktien betreffen

Das gezeichnete Kapital der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, setzt sich aus folgenden Aktiengattungen zusammen:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Aktienart ISIN Aktienform Anzahl
der Gattung
Anteil am
gezeichneten Kapital
in Euro
Anteil am
gezeichneten Kapital
in %
Rechte und Pflichten
Inhaberaktien DE 0005403901 Stückaktien 7.442.003 19.349.207,80 100,0 Die Aktien sind voll stimm- und dividendenberechtigt, soweit
nicht zwingende Regelungen des Aktiengesetzes dagegen
sprechen (z. B. Aktien als eigene Anteile der Gesellschaft).
7.442.003 19.349.207,80 100,0

Aktien, die im Rahmen von Mitarbeiteraktienprogrammen an Mitarbeiter ausgegeben wurden, unterliegen Haltefristen. Für insgesamt 60.732 Aktien gilt die Haltefrist bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres des Mitarbeiteraktionärs oder bis zu seinem Bezug einer gesetzlichen Rente (Vorjahr: 56.141 Aktien). Darüber hinausgehende Stimmrechtsoder Übertragungsbeschränkungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Die AN Assets GmbH & Co. KG und CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg, Deutschland haben uns gemäß § 33 WpHG am 1. Juli 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, Deutschland, ISIN: DE0005403901, WKN: 540390 am 30. Juni 2020 durch Aktien die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat. Alexander Neumüller (AN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg) und Dr. Caroline Neumüller (CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg)

sind mittels Stimmenbindungsvertrag zu 27,2 % (das entspricht 2.020.001 Stimmrechte bezogen auf die zum Meldezeitpunkt ausgegebenen Gesamtstimmrechte) beteiligt.

Nach den veröffentlichten Mitteilungen und den vorliegenden Informationen gibt es an der Gesellschaft folgende direkte und indirekte Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Mitteilungspflichtiger Art der Beteiligung Anteil der angezeigten Stimmrechte
am gezeichneten Kapital in %
AN Assets GmbH & Co. KG und CN Assets GmbH & Co. KG, Oldenburg Direkt 27,1

→ Übernahmerelevante Angaben

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

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Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer der CEWE-Gruppe als Aktionäre an der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, beteiligt sind, bestehen nach Kenntnis der Gesellschaft keine Besonderheiten bei der Möglichkeit der Stimmrechtsausübung. Weder sind Rechtsgemeinschaften von Arbeitnehmern an einer oder mehreren Aktien (§ 69 Abs. 1 AktG) noch Stimmbindungsvereinbarungen zwischen Arbeitnehmeraktionären bekannt.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, liegen die Geschäftsführungs- und die Vertretungsbefugnis in der Kompetenz der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg (§ 8 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA). Die Rechtsbeziehungen zwischen der Gesellschaft und der persönlich haftenden Gesellschafterin werden, soweit sie sich nicht zwingend aus Satzung oder Gesetz ergeben, durch eine gesonderte Vereinbarung geregelt; dabei wird die Gesellschaft durch den Aufsichtsrat vertreten. Das Ausscheiden

der persönlich haftenden Gesellschafterin wird durch §  9 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA geregelt. Danach hat die Neumüller CEWE COLOR Stiftung diese Stellung unabhängig von einer Vermögenseinlage; andererseits bleiben aber die zwingenden gesetzlichen Ausscheidungsgründe für die persönlich haftende Gesellschafterin unberührt (§ 9 Abs. 1 der Satzung). Im Falle des Ausscheidens hat sie keinen Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben (§ 9 Abs. 2 der Satzung). Für den Fall, dass die Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft ausscheidet oder dass ihr Ausscheiden absehbar ist, enthält § 9 Abs. 3 zur Vermeidung einer Auflösung der CEWE Stiftung & Co. KGaA die folgende Regelung: Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist berechtigt und verpflichtet, unverzüglich bzw. zum Zeitpunkt des Ausscheidens eine Kapitalgesellschaft, deren sämtliche Anteile von der CEWE Stiftung & Co. KGaA gehalten werden, als neue, allein geschäftsführungsbefugte und vertretungsberechtigte persönlich haftende Gesellschafterin in die CEWE Stiftung & Co. KGaA aufzunehmen (Satz 1). Scheidet die Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin aus der Gesellschaft aus, ohne dass gleichzeitig eine solche neue persönlich haftende Gesellschafterin aufgenommen wird, soll die CEWE Stiftung & Co. KGaA übergangsweise von den Kommanditaktionären allein fortgesetzt werden (Satz 2). Der Aufsichtsrat soll in diesem Fall beim zuständigen Gericht unverzüglich die Bestellung eines Notvertreters

beantragen, der die Gesellschaft bis zur Aufnahme einer neuen persönlich haftenden Gesellschafterin vertritt, insbesondere für den Fall, dass eine Kapitalgesellschaft für die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin von der CEWE Stiftung & Co. KGaA erst noch erworben oder gegründet werden muss (Satz 3). Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Wechsel der persönlich haftenden Gesellschafterin zu berichtigen (Satz 4).

Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung wird durch ihren Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Damit obliegt ihm auch die Führung der Geschäfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA. Der Vorstand der Stiftung wird durch das Kuratorium bestimmt, wobei ein Mitglied des Vorstands durch die satzungsmäßigen Destinatäre der Stiftung bestimmt werden kann. Die Mitglieder des Vorstands werden für eine Funktionsperiode von bis zu fünf Jahren berufen. Über dienstrechtliche Fragen entscheidet das Kuratorium.

Für die Änderung der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA gelten die gesetzlichen Bestimmungen (§§179 ff., 285 Abs. 2 und 181 AktG).

→ Übernahmerelevante Angaben

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hatte eine Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals bis zum 30. Mai 2022 beschlossen. In der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2022 wurde die Ermächtigung mit Wirkung zum Ablauf des 14. Juni 2027 erneuert. Sie ist erteilt worden, um die Aktien

  • mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§53a AktG) wieder über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu verkaufen.
  • mit Zustimmung des Aufsichtsrats, ganz oder zum Teil, einmal oder mehrfach, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden.
  • mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Sachleistung zu veräußern; insbesondere können sie Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen angeboten oder gewährt werden.
  • mit Zustimmung des Aufsichtsrats Arbeitnehmern der Gesellschaft oder von anderen verbundenen Unternehmen im Sinne der §§15 ff. AktG zum Erwerb anzubieten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als einem Jahr zuzusagen bzw. zu übertragen; die eigenen Aktien dürfen den Erwerbsberechtigten auch zur Erfüllung von Dividendenansprüchen aus Aktien der Gesellschaft zugesagt und übertragen werden.
  • mit Zustimmung des Aufsichtsrats Arbeitnehmern einschließlich den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung im Rahmen eines Aktienoptionsprogrammes zum Erwerb anzubieten. In diesem Fall beträgt die Wartezeit vier Jahre. Die Einzelheiten der aktienbasierten Vergütung für die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt.

Das Kuratorium der persönlich haftenden Gesellschafterin wird ermächtigt, erworbene eigene Aktien Vorstandsmitgliedern der persönlich haftenden Gesellschafterin als variable Vergütungskomponente zu gewähren.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

In den mit den wesentlichen Bankpartnern abgeschlossenen Finanzierungsverträgen gibt es die üblichen Change-of-Control-Regelungen; diese machen unter Umständen eine Änderung, Ergänzung oder Neuregelung der bestehenden Kreditverträge erforderlich. Darüber hinaus gibt es keine Vereinbarungen der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, mit Dritten, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen und die für sich allein oder in ihrer Gesamtheit hieraus folgende Wirkungen haben könnten.

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Entschädigungsvereinbarungen

Vereinbarungen der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung oder Arbeitnehmern getroffen wurden und zu Entschädigungen oder anderen Leistungen der Gesellschaft führen können, bestehen nicht.

→ Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Das operative Geschäft der CEWE Stiftung & Co. KGaA stellt nur einen Ausschnitt der Geschäftstätigkeit der gesamten CEWE-Gruppe dar; die folgenden Absätze beziehen sich nur auf den Jahresabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 26,4 Mio. Euro auf 401,9 Mio. Euro. Wesentliche Ursache hierfür waren Umsatzsteigerungen im Geschäftsfeld Fotofinishing im Inland. Dabei ist die Umsatzentwicklung im Vorjahresvergleich sowohl durch Preis- als auch durch Mengeneffekte begründet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 7,9 Mio. Euro im Vorjahr um 0,7 Mio. Euro auf 7,2 Mio. Euro gesunken, entsprechend 1,8 % vom Umsatz (Vorjahr: 2,1 %) bedingt durch geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigung von Forderungen.

Die Materialquote sank geringfügig um 0,4 Prozentpunkte auf 24,8 % (Vorjahr: 25,2 %). Absolut steigt der Materialaufwand auf 99,6 Mio. Euro (Vorjahr: 49,6 Mio. Euro) analog zum Umsatzanstieg.

Entsprechend steigt auch der Personalaufwand um 7,8 Mio. Euro auf 113,3 Mio. Euro (Vorjahr: 105,5 Mio. Euro) bei einer lediglich um 0,1 Prozentpunkte höheren Personalaufwandsquote von 28,2 % (Vorjahr: 28,1 %). Im Wesentlichen tragen Tariferhöhungen sowie eine gestiegene Beschäftigtenzahl zu dieser Erhöhung bei.

Die Abschreibungen sind gegenüber Vorjahr um 2,7 Mio. Euro auf 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 20,7 Mio. Euro) investitionsbedingt gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen deutlich um 16,6 Mio. Euro auf 131,0 Mio. Euro (Vorjahr: 114,4 Mio. Euro); quotal zum Umsatz steigen sie ebenfalls um 2,1 Prozentpunkte auf 32,6 % (Vorjahr: 30,5 %). Der Anstieg ergibt sich hauptsächlich durch den Verkauf von futalis, bei dem ein Verlust von 10,3 Mio. Euro entstanden ist, sowie gestiegene Vertriebskosten.

Das Finanzergebnis steigt von 9,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,1 Mio. Euro. Ursache hierfür ist im Wesentlichen das höhere Beteiligungsergebnis an verbundenen Unternehmen sowie anderen Beteiligungen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern geht im Vorjahresvergleich auf jetzt 57,1 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 58,1 Mio. Euro), entsprechend 14,2 % vom Umsatz (Vorjahr: 15,5 %).

Trotz des niedrigeren Vorsteuerergebnisses steigt der Steueraufwand leicht auf 20,1 Mio. Euro (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro) bei gestiegener Ertragsteuerquote.

So liegt auch der Jahresüberschuss mit 36,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro) bei einer Umsatzrentabilität nach Steuern von 9,1 % (Vorjahr: 10,3 %).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der CEWE-KGaA erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 62,0 Mio. Euro auf 717,9 Mio. Euro.

Dabei erhöht sich der Anteil des Anlagevermögens und liegt mit 334,3 Mio. Euro um 14,6 Mio. Euro über dem Vorjahr (Vorjahr: 319,6 Mio. Euro). Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen die Erweiterung des Produktionsstandortes in Eschbach.

Das Umlaufvermögen erhöht sich um 47,1 Mio. Euro auf 378,2 Mio. Euro. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der liquiden Mittel um 54,2 Mio. Euro auf 101,9 Mio. Euro sowie gegenläufig aus dem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 10,8 Mio. Euro auf 250,0 Mio. Euro. Der Vorratsbestand bewegt sich mit 26,3 Mio. Euro (Vorjahr: 22,7 Mio. Euro) 3,6 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den erzielten Bilanzgewinn abzüglich der im Geschäftsjahr 2023 für 2022 gezahlten Dividende sowie durch den Erwerb eigener Anteile um insgesamt 11,4 Mio. Euro auf 377,4 Mio. Euro bei einer Eigenkapitalquote von jetzt 52,6 % (Vorjahr: 55,8 %). Weitere Erläuterungen sind im Anhang zu finden.

Geschäftsbericht 2023

nehmen um 42,0 Mio. Euro, bedingt durch einen Anstieg der Cashpool-Verbindlichkeiten auf 218,8 Mio. Euro, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,8 Mio. Euro auf 38,9 Mio. Euro.

Finanzlage

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen verteilen sich über alle Standorte der KGaA mit 31,2 Mio. Euro auf Sachanlagen und 3,6 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist insbesondere durch die Rückstellungen für Pensionen gekennzeichnet, welche sich im Vorjahresvergleich um 3,1 Mio. Euro auf 33,3 Mio.

Die Verbindlichkeiten steigen um 47,1 Mio. Euro auf 276,8 Mio. Euro, ursächlich ist im Wesentlichen der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unter-

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mit 15,6 Mio. Euro ein Großteil der Sachanlageinvestitionen in Technische Anlagen und Maschinen investiert, gefolgt von 10,4 Mio. Euro in die Anlagen im Bau, 4,4 Mio. Euro in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 0,7 Mio. Euro in Grundstücke.

Die Finanzanlagen erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 12,9 Mio. Euro. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2023 bestand ein Bestellobligo von 9,8 Mio. Euro, das sich mit 9,3 Mio. Euro auf Sachanlagen, hiervon 6,3 Mio. Euro für den Bau einer Produktionshalle, und 0,5 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände aufteilt.

Finanzierung

Die im Geschäftsjahr 2018 verhandelten Kreditfazilitäten wurden mit insgesamt zehn Banken des privaten wie des öffentlich-rechtlichen Sektors vereinbart. Die gezogenen Kredite haben zum Stichtag eine Laufzeit von ein bis drei Jahren (Vorjahr: ein bis vier Jahre). Zum Jahresende lag die gesamte Kreditlinie der CEWE-Gruppe bei 91,0 Mio. Euro (Vorjahr: 153,0 Mio. Euro); bei der Reduzierung handelt es sich um eine planmäßige Rückführung langfristig nicht mehr benötigter Kreditlinien. Nach Abzug der gesamten Kreditinanspruchnahme (0,0 Mio. Euro, Vorjahr: 0,84 Mio. Euro) – es handelt sich nicht um eine liquiditätsrelevante Inanspruchnahme, sondern um die Anrechnung seitens der Kreditinstitute für die bereitgestellten Avale – und unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität (117,37 Mio. Euro, Vorjahr: 73,07 Mio. Euro) betrug das starke Liquiditätspotenzial zum Stichtag insgesamt 207,5 Mio. Euro (Vorjahr: 225,23 Mio. Euro). Es bestehen damit ausreichende, langfristig bis zu drei Jahren zugesagte, revolvierende Kreditlinien sowie laufend erneuerte Einjahreslinien sowie darüber hinaus bis auf Weiteres zur Verfügung gestellte Kreditlinien, die insgesamt der Finanzierung des unterjährig saisonal stark schwankenden Liquiditätsbedarfs dienen. Es bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung der Kreditlinien. Damit ist sichergestellt, dass CEWE seinen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen kann.

Alle langfristigen Kreditzusagen unterliegen banküblichen Vereinbarungen; es wurden keine Financial Covenants vereinbart. Wesentliche Sicherheiten wurden nicht gewährt. Die Zinsbedingungen für Kontokorrentkredite beruhen auf der €STR (Euro Short-Term Rate) als Basiszins, zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland; bei sonstigen Finanzierungen stützen sie sich ganz überwiegend auf den 1- bis 3-Monats-EURIBOR als Basiszinsen, zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Punkt D64, siehe Seite 171) sowie die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht verwiesen ( siehe Seite 66).

Für die CEWE Stiftung & Co. KGaA erhöhte sich der nach DRS 21 ermittelte Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 auf 111,2 Mio. Euro (Vorjahr: 65,2 Mio. Euro). Er lag damit über dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von – 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: – 43,2 Mio. Euro). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf – 34,1 Mio. Euro (Vorjahr: – 33,9 Mio. Euro), sodass sich der Finanzmittelfonds insgesamt auf 101,9 Mio. Euro verringert (Vorjahr: 47,7 Mio. Euro).

Euro erhöht haben.

CEWE Stiftung & Co. KGaA

Berichte zur Unternehmensführung

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f und § 315d des Handelsgesetzbuchs umfasst die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes, eine Bezugnahme auf die Internetseite der Gesellschaft, auf der der Vergütungsbericht über das letzte Geschäftsjahr und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG sowie der letzte Vergütungsbeschluss gemäß § 113 Abs. 3 des Aktiengesetzes öffentlich zugänglich gemacht werden, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Ferner beinhaltet sie die Angaben zu den Festlegungen nach § 76 Abs. 4 AktG und nach § 111 Abs. 5 AktG, Angaben zum Mindestanteil von Frauen und Männern bei der Besetzung des Aufsichtsrats nach § 96 Abs. 2 AktG, Angaben dazu, ob die Gesellschaft im Bezugszeitraum mindestens eine Frau und einen Mann als Vorstandsmitglied bestellt hat, sowie eine Beschreibung des Diversitätskonzepts.

Zur Entsprechenserklärung nach §161 Aktiengesetz

Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Aufsichtsrat haben im November 2023 die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA misst den Regeln ordnungsgemäßer Corporate Governance große Bedeutung bei.

Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ("DCGK") mit den nachfolgenden Ausnahmen gegenwärtig und zukünftig entsprochen wird:

Modifikationen aufgrund der Rechtsform der KGaA

Bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft auf Aktien ("KGaA"). Die Aufgaben eines Vorstands einer Aktiengesellschaft ("AG") obliegen bei einer KGaA der persönlich haftenden Gesellschafterin. Alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist die Neumüller CEWE COLOR Stiftung, deren Vorstand die Führung der Geschäfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA obliegt.

Im Vergleich zu dem Aufsichtsrat einer AG sind die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats einer KGaA eingeschränkt. Insbesondere hat der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA keine Kompetenz zur Bestellung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin, zur Regelung der vertraglichen Bedingungen des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin, zum Erlass einer Geschäftsordnung für den Vorstand oder zur Festlegung von zustimmungspflichtigen Geschäften. Diese Aufgaben werden vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen.

Der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA sind der Ansicht, dass, soweit der DCGK in seiner jeweils gültigen Fassung Empfehlungen zu den Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrats enthält, die rechtsformbedingt vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen werden, diese Empfehlungen auf die CEWE Stiftung & Co. KGaA nicht anwendbar sind. Dies gilt für die Empfehlungen des DCGK bezüglich der Besetzung des Vorstands (Empfehlungen B.1 bis B.5) und dessen Vergütung (Empfehlungen G.1 bis G.16). Soweit von diesen Empfehlungen künftig rechtsformbedingt abgewichen wird, wird dies mangels Anwendbarkeit der Empfehlungen nicht explizit in dieser Entsprechenserklärung offengelegt. Die gesetzlichen Regelungen bleiben unberührt.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten rechtsformspezifischen Besonderheiten erklären der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweiligen Fassung ("DCGK") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im November 2022 mit den nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wurde und zukünftig mit folgenden Ausnahmen entsprochen werden soll:

Aufsichtsratswahlen: Beifügung und Inhalt der Lebensläufe (Abweichung von Empfehlung C.14 DCGK)

Die Erweiterung der Einladung zur Hauptversammlung im Falle von anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat um Lebensläufe aller Kandidaten würde dieses ohnehin schon

Geschäftsbericht 2023

Zugänglichmachung der Geschäftsordnung auf der Internetseite der Gesellschaft (Abweichung von Empfehlung D.1 DCGK)

Geschäftsordnung des Aufsichtsrats:

sehr lange Dokument nur unnötig um viele zusätzliche Seiten verlängern und unübersichtlicher machen. Daher soll der Kodex-Empfehlung, dass die Lebensläufe den Kandidatenvorschlägen "beigefügt" werden sollen, nicht gefolgt werden. Die von der Empfehlung angestrebte Verbesserung der Informationsgrundlage für die Aktionäre wird effizienter dadurch erreicht, dass die Lebensläufe aller Kandidaten auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar sind und auf diese Informationsmöglichkeit in

Wir sehen in diesem Zusammenhang auch von der Empfehlung ab, die "wesentlichen Tätigkeiten" der Kandidaten im Lebenslauf aufzuführen. Die §§ 124 Abs. 3 Satz 4 und 125 Abs. 1 Satz 5 AktG enthalten abschließende und ausreichende Vorgaben für die bei Vorschlägen zur Wahl eines Aufsichtsrates beizubringenden Informationen. Hiernach müssen bereits ausgeübter Beruf und Mandate in anderen Kontrollgremien dargelegt werden; diese Angaben vermitteln einen weitgehenden Eindruck von Inhalt und Umfang anderer Tätigkeiten eines Kandidaten und seiner fachlichen Qualifikation. Weitere Angaben zu fordern würde über den Gesetzeswortlaut hinausgehen und im Gegenteil letztlich zu mehr Rechtsunsicherheit führen, auch weil der Begriff der "wesentlichen Tätigkeiten" zu unbestimmt ist und bei der Vielzahl unterschiedlicher Lebensentwürfe doch sehr unterschiedlich interpretiert werden kann.

der Einladung zusätzlich hingewiesen wird.

Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Bei der Geschäftsordnung handelt es sich um ein wesentliches Instrument zur Organisation des Aufsichtsrats, das Verfahrensfragen innerhalb des Aufsichtsrats regelt. Wir sind daher der Ansicht, dass

es sich bei der Geschäftsordnung um ein internes Dokument des Gremiums Aufsichtsrat handelt, welches nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist.

Vergütungssystem Aufsichtsrat/Vergütungsbericht

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA (CEWE-KGaA) in ihrer spezifischen Rechtsform wird gesetzlich vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Neumüller CEWE COLOR Stiftung (CEWE-Stiftung). Diese handelt durch ihren Vorstand, der damit auch die CEWE-KGaA steuert. Die Entscheidung über das Vergütungssystem des Vorstands erfolgt auf der Ebene der CEWE-Stiftung nach Maßgabe der für sie geltenden Regeln. Die Vergütungsberichterstattung, also die freiwillige Veröffentlichung des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands der CEWE-Stiftung sowie die Veröffentlichung und Vorlage des Vergütungsberichts gemäß § 162 AktG, erfolgen durch den Vorstand der CEWE-Stiftung und den Aufsichtsrat der CEWE-KGaA. Die zugrunde liegenden Dokumente und der Beschluss der Hauptversammlung gemäß § 113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sind unter https://ir.cewe.de abrufbar.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die CEWE-Gruppe führt ihre Geschäfte traditionell in Übereinstimmung mit nationalen und internationalen Gesetzen sowie allgemein anerkannten ethischen Grundsätzen.

Bekenntnis zu sozialer Verantwortung als Teil der Unternehmenskultur

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA bekennt sich zu ihrer sozialen Verantwortung und ist überzeugt, dass soziale Verantwortung ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg des Unternehmens ist. In diesem Zusammenhang hat die CEWE-Gruppe ein Leitbild entwickelt, welches ihre Unternehmenskultur verdeutlicht, die durch Integrität, Vertrauenswürdigkeit und Verantwortung geprägt wird. Die Grundwerte und Grundsätze dieses Leitbildes können im Internet unter https://company.cewe.de/de/ueber-uns/verantwortung/ compliance.html abgerufen werden.

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Ferner hat die CEWE Stiftung & Co. KGaA wesentliche Leitlinien in einem Verhaltenskodex zusammengefasst, der auf ethischen Werten und darauf basierenden Geschäftsgrundsätzen beruht, die von Integrität und Loyalität geprägt sind. Dieser Verhaltenskodex gilt für sämtliche Mitarbeiter konzernweit und dient der Umsetzung der folgenden Verhaltensgrundsätze:

  • Integrität und rechtmäßiges Verhalten bestimmen unser Handeln.
  • Unser Handeln ist davon geprägt, die Spitzenposition der CEWE-Gruppe als Europas führender Foto-Dienstleister zu sichern und auszubauen.
  • Unsere Geschäftsbeziehungen sind sachbezogen und frei von unlauteren Methoden.
  • Konflikte zwischen den Interessen der CEWE-Gruppe und privaten Interessen vermeiden wir.
  • Mit Geschäftsinformationen oder Betriebsgeheimnissen gehen wir vertraulich um.
  • Wir dulden keinen Missbrauch der eigenen Position zu persönlichem Vorteil, zugunsten Dritter oder zum Nachteil der CEWE-Gruppe.

Weitergehende Informationen zu dem Verhaltenskodex sind auf der folgenden Website öffentlich zugänglich: https://company.cewe.de/de/ueber-uns/verantwortung/compliance.html

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA unterstützt zudem die Prinzipien der Compliance-Initiative des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME). Weitergehende Informationen zu den Prinzipien des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) finden Sie unter www.bme-compliance.de.

→ Berichte zur Unternehmensführung

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Zur Arbeitsweise von Geschäftsleitung und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Aufgrund der Vorschriften des Aktiengesetzes, der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA und der Geschäftsordnungen der verschiedenen Gremien bestehen bei der CEWE Stiftung & Co. KGaA Regeln für die Geschäftsleitung und deren Überwachung, die den Anforderungen des DCGK gerecht werden. Der vom DCGK beabsichtigte Schutz der Kapitalgeber, die das unternehmerische Risiko tragen, wird erreicht.

Der Vorstand, das Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und der Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens vertrauensvoll und eng zusammen. Alle wesentlichen Geschäftsvorfälle werden mit den zuständigen Gremien gemeinsam behandelt. Die Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und Aufsichtsrat, auch Zustimmungsvorbehalte für die Tätigkeit des Vorstands, sind insbesondere in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Geschäftsleitung

Am Grundkapital der CEWE Stiftung & Co. KGaA hält die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung ("Geschäftsleitung") 20.020 auf den Inhaber lautende Stückaktien und damit rund 0,27 %, die Kommanditaktionäre halten den Rest. Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung führt die Geschäfte durch ihren Vorstand nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie gemäß ihrer eigenen Satzung und der Geschäftsordnung für ihren Vorstand. Aufgrund der

unbeschränkten persönlichen Haftung hat die Neumüller CEWE COLOR Stiftung ein großes Interesse an der Ordnungsmäßigkeit und Effizienz des Geschäftsbetriebs der CEWE Stiftung & Co. KGaA und übt entsprechenden Einfluss aus. Die vom Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung beschlossene und vom Kuratorium genehmigte Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in seinen Sitzungen, die regelmäßig einmal pro Woche stattfinden. Jedes Mitglied des Vorstands unterrichtet die übrigen Mitglieder rechtzeitig über wichtige Maßnahmen und Vorgänge aus seinem Geschäftsbereich. Bestimmte Aufgaben sind durch einen Geschäftsverteilungsplan einzelnen Vorstandsmitgliedern zugewiesen.

Die Geschäftsleitung bestimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, plant und legt das Unternehmensbudget fest, verantwortet die Mittelverteilung und kontrolliert die Geschäftsentwicklung. Sie ist zuständig für die Aufstellung des Jahresabschlusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA, des Konzernabschlusses und der Quartals- und Halbjahresabschlüsse. Die Geschäftsleitung sorgt ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensintern geltenden Regelungen und wirkt auf deren Beachtung durch alle Gesellschaften der CEWE-Gruppe hin. Mit dem integrierten Governance-, Risiko- und Compliance-Ansatz hat der Vorstand einen Steuerungsrahmen für die CEWE-Gruppe geschaffen und implementiert, der auf ein angemessenes und wirksames internes Kontroll- und Risikomanagement abzielt. Die im Rahmen dieses Ansatzes umgesetzten Maßnahmen zielen ebenfalls auf die Wirksamkeit und Angemessenheit des

internen Kontroll- und Risikomanagements ab und werden beispielsweise im Chancen- und Risikobericht näher erläutert ( siehe Seite 69 ff). Im Rahmen der Verankerung des Modells der drei Linien und der gesetzlichen Rahmenbedingungen finden zugleich unabhängige Überwachungen und Prüfungen statt, insbesondere durch die Prüfungen der Funktion Internal Auditing und deren Berichterstattung an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats sowie durch sonstige externe Prüfungen.

Aus der Befassung mit dem internen Kontroll- und Risikomanagement sowie der Berichterstattung der Funktion Internal Auditing sind dem Vorstand keine bedeutsamen Umstände bekannt, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme in ihrer Gesamtheit sprechen. Die Geschäftsleitung unterrichtet den Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Zusätzlich informiert die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich über die Jahresplanung und die strategischen Konzepte des Unternehmens. Die Geschäftsleitung unterrichtet den Aufsichtsrat überdies regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance und kommt somit ihrer Berichtspflicht umfassend nach. Darüber hinaus berichtet die Geschäftsleitung regelmäßig, umfassend und zeitnah in schriftlicher oder mündlicher Form über alle Vorgänge, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind. Nähere Einzelheiten regeln die Geschäftsordnungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Satzung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung.

→ Berichte zur Unternehmensführung

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Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bei der Unternehmensführung. In der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates sind die Aufgaben des Aufsichtsrates festgelegt. Zu den wesentlichen Aufgaben des Aufsichtsrates gehören die Erörterung der Quartalsberichte, die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie die Vorbereitung des Beschlusses der Hauptversammlung zur Feststellung des Jahresabschlusses. Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA wird nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes besetzt.

Auf der Grundlage der Informationen der Geschäftsleitung befasst sich der Aufsichtsrat mindestens vierteljährlich mit dem Gang der Geschäfte und der Lage des Unternehmens. Zu den Sitzungen des Aufsichtsrats werden die Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE COLOR Stiftung geladen, soweit der Aufsichtsrat im Einzelfall nicht etwas anderes beschließt. Jede Aufsichtsratssitzung hat einen Teil, in dem sich der Aufsichtsrat ohne die Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE COLOR Stiftung berät. Der Aufsichtsrat setzt sich auf jeder seiner Sitzungen planmäßig zudem mit folgenden Themen auseinander:

  • Corporate Governance
  • Compliance
  • Risikosituation des Unternehmens

In wesentliche Entscheidungen des Vorstands werden informativ der Aufsichtsrat sowie das Stiftungskuratorium frühzeitig eingebunden. Auch außerhalb der Sitzungen besprechen sich Geschäftsleitung und Aufsichtsrat regelmäßig zu Fragen zur Strategie und Planung sowie zur aktuellen Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat steht in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsleitung, um sich frühzeitig über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle zu informieren. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig, ob Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Stiftungskuratoriums im Hinblick auf die Tätigkeit für die CEWE Stiftung & Co. KGaA bestehen könnten.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Im Berichtszeitraum nahm ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) die Aufgaben wahr, die ihm durch Gesetz und durch seine vom Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit erlassene Geschäftsordnung übertragen wurden.

Der Prüfungsausschuss bereitet die Verhandlungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie die Verabschiedung des Vorschlages an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Auch befasst er sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung, insbesondere mit der Auswahl und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Qualität der Abschlussprüfung und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen.

Dem Prüfungsausschuss gehörten zum 31. Dezember 2023 Frau Daniela Mattheus (Vorsitzende), Herr Markus Schwarz (Stellvertretender Vorsitzender), Herr Kersten Duwe sowie Herr Nurol Altan an. Gemäß § 107 Abs. 4 i.V.m. § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Frau Daniela Mattheus, verfügt auf dem Gebiet der Abschlussprüfung über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Abschlussprüfung. Frau Daniela Mattheus ist nach jahrelanger Tätigkeit für verschiedene namhafte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften derzeit als selbstständige Beraterin und in verschiedenen Aufsichtsräten tätig. Frau Daniela Mattheus ist daher ständig mit Fragen der Abschlussprüfung befasst in ihrer Rolle als Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, der Deutschen Bahn AG, Berlin und der Jenoptik AG, Jena.

Weiterer Experte gemäß § 100 Abs. 5 AktG im Prüfungsausschuss war zum 31. Dezember 2023 Herr Kersten Duwe. Er verfügt als Rechtsanwalt und Steuerberater über die entsprechende Sachkunde und nahm die Stellung als Financial Expert im Bereich Rechnungslegung ein.

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Weiterhin hat der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss gebildet. Der Nominierungsausschuss bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Kommanditaktionäre vor. Dabei orientiert er sich an den vom Aufsichtsrat benannten Kriterien für die Zusammensetzung und an dem vom Aufsichtsrat beschlossenen Kompetenzprofil. Zum 31. Dezember 2023 sind Herr Kersten Duwe, Frau Dr. Vemmer und Herr Paolo Dell'Antonio Mitglieder des Nominierungsausschusses.

Der Aufsichtsrat setzte zur effizienteren Begleitung der Weiterentwicklung der gruppenweiten IT-Struktur einen beratenden Ausschuss ein, der durch den Vorstand regelmäßig über wesentliche Entwicklungen informiert wird. In diesen Ausschuss wurden Frau Petra Adolph, Frau Dr. Birgit Vemmer (Vorsitzende) sowie die Herren Marc Bohlken und Paolo Dell'Antonio gewählt. Die erste Sitzung fand Anfang des Jahres 2024 statt.

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse unterziehen sich regelmäßig einer eigenen Effizienzprüfung und lassen die Ergebnisse in die zukünftige Arbeit einfließen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17. März 2021 eine Selbstevaluation der Wirksamkeit der Aufsichtsratstätigkeit im Sinne von Empfehlung D.12 DCGK durchgeführt. Im Ergebnis regten verschiedene Mitglieder an, die Arbeit des Aufsichtsrats durch mehr Fortbildung und Vorträge von externen Experten anzureichern.

Weitergehende Informationen können dem Bericht des Aufsichtsrats (im Geschäftsbericht auf den Seiten 42 ff. und im Internet unter https://company.cewe.de/de/ueberuns/verantwortung/compliance.html) entnommen werden.

Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung

Ein Teil der Kompetenzen, die in einer Aktiengesellschaft beim Aufsichtsrat liegen, werden bei CEWE von der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und hierbei vom Kuratorium der Neumüller CEWE COLOR Stiftung wahrgenommen. Daher soll nachfolgend auch das Kuratorium beschrieben werden.

Das Kuratorium besteht aus sechs Mitgliedern. Das Kuratorium hat den Vorstand zu beraten und zu überwachen. Es unterrichtet sich sowohl über die Angelegenheiten der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als auch der CEWE Stiftung & Co. KGaA und kann zu diesem Zweck die Handelsbücher und sonstigen Unterlagen der Gesellschaft sowie die Vermögenswerte einsehen und prüfen. Nach § 7 Abs. 2 der Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA bedarf die Geschäftsleitung für bestimmte Geschäfte, die über den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb hinausgehen, der Zustimmung des Aufsichtsrats. Auch die Satzung der Neumüller CEWE COLOR Stiftung sieht für bestimmte außergewöhnliche Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Kuratoriums vor. Das Kuratorium wird nach Bedarf einberufen, tagt jedoch mindestens viermal im Jahr.

Die Hauptversammlung der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Die ordentliche Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Gleichzeitig steht der Hauptversammlung Beschlusskraft für Satzungsänderungen zu. Die Kommanditaktionäre der CEWE Stiftung & Co. KGaA nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr.

Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG sowie Mindestanteile bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Da die Gesellschaft gemäß § 278 AktG keinen Vorstand besitzt, findet die Bestimmung des § 111 Abs. 5 AktG hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstands auf die Gesellschaft keine Anwendung. Zudem entfällt die Pflicht zur Zielgrößensetzung für den Vorstand, sofern für den Vorstand das Beteiligungsgebot nach § 76 Abs. 3a AktG gilt (§ 111 Abs. 5 S. 9 AktG). Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen wurde für den Vorstand keine Zielquote festgelegt.

Das Aktiengesetz in der Fassung des Zweiten Führungspositionen-Gesetzes sieht für Unternehmen, die börsennotiert und paritätisch mitbestimmt sind sowie über einen Vorstand mit mehr als drei Mitgliedern verfügen, ein Mindestbeteiligungsgebot von einer Frau und einem Mann im Vorstand vor. Ungeachtet der rechtlichen Frage, ob

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

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die Bestimmung des § 76 Abs. 3a AktG überhaupt auf die CEWE Stiftung & Co. KGaA direkt oder entsprechend anwendbar ist, entsprach die Gesellschaft im Berichtszeitraum dieser Vorgabe, da Frau Yvonne Rostock mit Wirkung zum 1. März 2023 zur Vorstandsvorsitzenden (CEO) und Frau Christina Sontheim-Leven mit Wirkung zum 1. Januar 2022 als Vorständin der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bestellt worden sind.

In Übereinstimmung mit der gesetzlichen Verpflichtung aus § 76 Abs. 4 AktG sowie der eigenen personalpolitischen Zielsetzungen für eine perspektivisch langfristig ausgewogene Geschlechterbalance hat der Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung neue Zielgrößen mit Zielerreichungszeitraum bis zum 30. Juni 2027 wie folgt festgelegt:

  • erste Führungsebene der CEWE Stiftung & Co. KGaA unterhalb des Vorstands: 33,3 % Frauenanteil
  • zweite Führungsebene der CEWE Stiftung & Co. KGaA unterhalb des Vorstands: 40 % Frauenanteil

Die erste Führungsebene umfasst dabei alle Führungskräfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA mit einer direkten Berichtslinie an den Vorstand. Die zweite Führungsebene umfasst alle Führungskräfte der CEWE Stiftung & Co. KGaA, die an Führungskräfte mit einer direkten Berichtslinie an den Vorstand berichten.

Als international agierendes Unternehmen mit entsprechend ausgerichteten (Führungs-)Strukturen strebt die CEWE-Gruppe auf dem Weg zu einer langfristig paritätischen Besetzung als freiwilliges Ziel die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen in allen (Länder-)Gesellschaften und Brands an. Hier zeigt der Blick auf die gesamte CEWE-Gruppe auch bereits eine erfreuliche Entwicklung.

Der Aufsichtsrat wurde im Berichtszeitraum neu gewählt. Er setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen, die zur Hälfte von den Aktionären und zur Hälfte von den Arbeitnehmern gewählt werden. Nach der Neuwahl gehörten dem Aufsichtsrat auf der Anteilseignerseite vier weibliche Mitglieder an. Auf Anteilseignerseite wurde damit eine Frauenquote in Höhe von zwei Dritteln erreicht (4 von 6 Sitzen der Anteilseignerseite). Auf der Arbeitnehmerseite gehörten dem Aufsichtsrat nach der Neuwahl zwei weibliche Mitglieder an. Auf der Arbeitnehmerseite wurde damit eine Frauenquote in Höhe von einem Drittel erreicht (2 von 6 Sitzen der Arbeitnehmerseite). Sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer wurden demnach die gesetzlichen Zielvorgaben einer Frauenquote im Aufsichtsrat in Höhe von mindestens 30 % erfüllt.

Diversitätskonzept im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats

Die Empfehlungen A.2, B.1 und C.1 S. 2 des DCGK behandeln das Thema Vielfalt (Diversity), und zwar betreffend die Besetzung des Vorstands, die Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen und die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Im Rahmen einer guten Corporate Governance haben sich Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA ausführlich mit diesem Thema beschäftigt, soweit ihre Zuständigkeiten reichen.

Vorstandsbesetzung

Der Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung bestand im Berichtszeitraum aus fünf männlichen Mitgliedern und (ab dem 1. März 2023) zwei weiblichen Mitgliedern. Sämtliche Mitglieder des Vorstands verfügen über einen internationalen Erfahrungshorizont.

Mit Wirkung zum 1. März 2023 wurde Frau Yvonne Rostock zur Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Neumüller CEWE COLOR Stiftung und damit der CEWE-Gruppe bestellt. Neben der CEO-Funktion trägt Frau Yvonne Rostock die Gesamtverantwortung für den Vertrieb der CEWE-Gruppe.

Bei der Auswahl von Vorstandsmitgliedern wird eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt sowie allgemein auf Vielfalt (Diversity) geachtet.

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Aufsichtsratsbesetzung

Der Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA besteht aus zwölf Mitgliedern. Er ist traditionell mit international erfahrenen Mitgliedern besetzt.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung & Co. KGaA ist in § 2.1. der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat eine Altersgrenze vorgesehen. Danach soll die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat grundsätzlich am 31. Dezember des Jahres enden, in dem das Aufsichtsratsmitglied das 71. Lebensjahr vollendet. Abweichend hiervon kann durch Beschluss der übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats, der mit einer 2/3-Mehrheit zu fassen ist, die Mitgliedschaft verlängert werden, nicht jedoch über den Ablauf des Jahres hinaus, in dem das betreffende Mitglied das 75. Lebensjahr vollendet.

Besetzungsziele und Kompetenzprofil des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich im September 2023 ein Kompetenzprofil gegeben und auf der Unternehmenshomepage unter https://company.cewe.de/de/ueber-uns/unternehmensgruppe. html veröffentlicht. Die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats entsprechen diesem Kompetenzprofil.

Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsrat erfüllte in der im Berichtszeitraum vorhandenen Besetzung weitestgehend die Vorgaben der Empfehlungen C.1 bis C.12 des DCGK. Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeit seiner Mitglieder geprüft.

Herr Frank Zweigle war durch Beschluss des Amtsgerichts Oldenburg mit Wirkung ab dem 1. Januar 2023 bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2023 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Zeitgleich war Herr Zweigle, beginnend mit dem 1. Januar 2023 und endend mit der ordentlichen Hauptversammlung 2023, zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt worden.

Ungeachtet des Umstands, dass Herr Frank Zweigle bis zum 31. Dezember 2021 Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung war, war er als unabhängig von der Gesellschaft und dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin anzusehen, da er in keiner persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder dem Vorstand stand, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründet. Die Zugehörigkeit zum Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin in den zwei Jahren vor Ernennung ist nur einer von vier Indikatoren, die nach dem DCGK bei der Beurteilung der Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats zu berücksichtigen waren und nicht allein ausschlaggebend. Für die Einschätzung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds sind nach Ansicht des Aufsichtsrats alle relevanten Umstände in einer Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen. Die anderen drei ausdrücklich im DCGK genannten Indikatoren, die bei der Einschätzung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds zu beurteilen sind, waren in Bezug auf Herrn Frank Zweigle nicht erfüllt. Diese Indikatoren sind namentlich, ob das Aufsichtsratsmitglied selbst oder ein naher Familienangehöriger des Aufsichtsratsmitglieds

  • aktuell oder in dem Jahr bis zu seiner Ernennung direkt oder als Gesellschafter oder in verantwortlicher Funktion eines konzernfremden Unternehmens eine wesentliche geschäftliche Beziehung mit der Gesellschaft oder einem von dieser abhängigen Unternehmen unterhält oder unterhalten hat,
  • ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds ist,
  • dem Aufsichtsrat seit mehr als zwölf Jahren angehört.

Es lag nach Einschätzung des Aufsichtsrats im Unternehmensinteresse, die langjährigen Erfahrungen von Herrn Frank Zweigle als Vorstandsmitglied der persönlich haftenden Gesellschafterin auch weiterhin für die Gesellschaft zu nutzen. Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass ein zweijähriges Abwarten nach dem Ausscheiden aus dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin nicht erforderlich war, um die Unabhängigkeit von Herrn Frank Zweigle zu gewährleisten.

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht
→ Berichte zur Unternehmensführung
4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 90
Kompetenzmatrix
oder Überwachung von Unter
nehmen oder Organisationen
1. Erfahrung in der Führung
2. Erfahrungen in international
tätigen Unternehmen oder
Organisationen
3. Vertrautheit mit Branche der
Märkte/Wertschöpfungskette
Unternehmenstätigkeit/
4. Verständnis der strategischen
Entwicklung von Unternehmen,
Technologien, Kunden und
Märkten
5. Kenntnis der Mitbestimmung rung, Rechnungswesen, Recht,
6. Angem. Kenntnis der Bilanzie
Compliance und Risikomgmt.
Abschlussprüfung, einschließ
lich Nachhaltigkeitsberichts
7. Angem. Kenntisse der
erstattung
der Themen der Nachhaltigkeit
8. grundlegende Kenntnisse
9. IT, IT-Sicherheit, Daten
sicherheit, Datenschutz
der ind. Fertigung und Service
Innovation, F&E, Technologie
10. Erfahrungen im Bereich
11. Kenntnisse Digitalisierung, IT,
Prozesse, Change & Start-ups
12. Kommunikationsexpertise,
Medien
bzw. aktienrechtliche sowie
13. Grundlegende börsen
Finanzmarkt-Kenntnisse
14. Personalmanagement/HR
Kersten Duwe
Paolo Dell'Antonio
Daniela Mattheus
Prof. Dr. Christiane Hipp
Martina Sandrock
Dr. Birgit Vemmer
Markus Schwarz
Nurol Altan
Insa Lukaßen
Marc Bohlken
Petra Adolph
Jan Grüneberg

Alle im Berichtszeitraum amtierenden Aufsichtsratsmitglieder der CEWE Stiftung & Co. KGaA sind als unabhängig im Sinne der Empfehlungen C.6 bis C.12 DCGK einzuschätzen.

91

Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat

Die Dauer der Zugehörigkeit der einzelnen Mitglieder zum Aufsichtsrat stellt sich wie folgt dar:

Aufsichtsratsmitglied Seit
Kersten Duwe 6/2023
Paolo Dell'Antonio 1/2017
Prof. Dr. rer pol. habil. Christiane Hipp 6/2012
Daniela Mattheus 6/2023
Martina Sandrock 10/2022
Dr. Birgit Vemmer 6/2018
Markus Schwarz 10/2015
Petra Adolph 6/2018
Nurol Altan 6/2023
Marc Bohlken 6/2023
Jan Grüneberg 6/2023
Insa Lukaßen 6/2018

Einhaltung der Mindestanteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist mit vier Frauen auf der Seite der Anteilseignervertreter und zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmervertreter besetzt. Damit ist das vom Gesetzgeber eingeführte Erfordernis eines Anteils von 30 % weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat mehr als erfüllt. Unter Wahrung

der gesetzlichen Vorgaben wird der Aufsichtsrat auch bei zukünftigen Wahlvorschlägen das Vorliegen der erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufsichtsratstätigkeit angemessen berücksichtigen.

Besetzung von Führungspositionen

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA hat zur Umsetzung von Empfehlung A.2 DCGK bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, die die Vielfalt (Diversity) – insbesondere einen höheren Anteil von Frauen – in Führungsfunktionen fördern sollen.

So hat die CEWE Stiftung & Co. KGaA beispielsweise folgende konkrete Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie umgesetzt:

  • Vertrag mit dem AWO-Eltern- und Seniorenservice in Oldenburg für eine kostenlose Beratung von Mitarbeitenden, die Kinder oder auch Eltern unterbringen müssen.
  • Seit August 2022 Angebot zweier Großtagepflegestätten auf dem Gelände der CEWE Stiftung & Co. KGaA in Oldenburg. Mit der zweiten Kindertagesstätte können zusätzliche Plätze aufgrund der hohen Nachfrage angeboten werden.
  • Kurs zur mentalen Stärkung für Mütter und Väter ("Hol dir deine Power zurück").
  • Keep in Touch Kontakthalteprogramm während der Elternzeit.
  • Führung in Teilzeit.
  • Mobiles Arbeiten und flexiblere Arbeitszeiten, die in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen und damit entlasten.
  • Eigene Kinderferienbetreuung in den Oster-, Sommerund Herbstferien.

Auch im Recruiting wurden stärkende Maßnahmen implementiert, wie beispielsweise:

  • Überarbeitung der Formulierungen in Stellenausschreibungen
  • Geplante Teilnahme an Karrieremessen, welche sich speziell an ein weibliches Publikum richten (HERCareer)
  • Stärkerer Fokus auf Ausschreibung von Stellen auch in Teilzeit

Ferner hatte der Vorstand in seiner Sitzung vom 13.02.2023 den Beschluss des Vorstandes der CEWE COLOR Holding AG vom 31. Januar 2011 ausdrücklich bestätigt:

Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen wird eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt sowie allgemein auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Neben den bereits bestehenden Maßnahmen zur Förderung dieses Kriteriums sollen ferner folgende Maßnahmen implementiert werden:

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Erarbeitung und Durchführung eines Programms, das sich insbesondere mit dem Thema "Frauen in Führungspositionen", "Förderung von Frauen als Nachwuchsführungskräfte" sowie "Internationalität auf der Führungsebene" befasst. Dieser Beschluss besitzt für die Vergabe von Führungspositionen und die Strukturierung von internen Führungskräfteentwicklungsprogrammen weiterhin Gültigkeit.

Bei Vorschlägen für die Besetzung von Führungspositionen berücksichtigt die CEWE Stiftung & Co. KGaA zudem unter anderem das Alter, das Geschlecht, die kulturelle Herkunft, den Bildungs- oder Berufshintergrund und strebt eine möglichst vielfältige Zusammensetzung an.

Schlusserklärung des Vorstands der persönlich haftenden Gesellschafterin zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Stellung des persönlich haftenden Gesellschafters führt grundsätzlich zur Annahme einer Abhängigkeit der CEWE Stiftung & Co. KGaA von ihrer Komplementärin, der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, im Sinne von § 17 AktG. Da mit der CEWE Stiftung kein Beherrschungsvertrag gemäß §291 AktG besteht, hat der Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung als Geschäftsführungsorgan der CEWE Stiftung & Co. KGaA gemäß §312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben:

"Wir erklären hiermit, dass bei den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch nicht benachteiligt wurde. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Neumüller CEWE COLOR Stiftung übt die Stellung einer geschäftsführenden Komplementärin aus. Am Kapital der Gesellschaft ist sie mit 20.020 Stückaktien beteiligt. Zur Regelung dieses Verhältnisses besteht mit der CEWE Stiftung & Co. KGaA ein Geschäftsführungs- und Aufwandsübernahmevertrag. Er bestimmt, dass ihr alle Aufwendungen, die sich im Zusammenhang mit der Geschäftsführungstätigkeit ergeben, insbesondere bei den Organen Vorstand, Geschäftsführung und Kuratorium, ersetzt werden. Darüber hinaus steht ihr für die Geschäftsführungs- und Vertretungstätigkeit und für die Übernahme ihres persönlichen Haftungsrisikos eine jährliche, angemessene und gewinn- und verlustunabhängige Vergütung zu.

Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht nach § 289b Abs. 1 und 3 HGB und § 315b Abs. 1 und 3 HGB wird im Geschäftsbericht dargestellt. Dieser wird gleichzeitig mit dem zusammengefassten Lagebericht auf der Internetseite der Gesellschaft https://ir.cewe.de/websites/ cewe/German/6000/corporate-governance.html#pages6080 veröffentlicht.

Oldenburg, 19. März 2024

CEWE Stiftung & Co. KGaA Für die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung – Der Vorstand –

Yvonne Rostock (Vorstandsvorsitzende)

Patrick Berkhouwer Dr. Reiner Fageth

Dr. Olaf Holzkämper

Carsten Heitkamp

Geschäftsbericht 2023 Thomas Mehls

Christina Sontheim-Leven

→ Beschreibung wesentlicher Kennzahlen

Beschreibung wesentlicher Kennzahlen

Inhaltliche Definition wesentlicher, im Bericht verwendeter Kennzahlen

Anlagevermögen

Sachanlagen zuzüglich der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, der Geschäfts- oder Firmenwerte, immateriellen Vermögenswerte und der Finanzanlagen

Brutto-Cash Flow

Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Brutto-Finanzschulden

Summe aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten; siehe auch Finanzverbindlichkeiten

Brutto-Working Capital

Kurzfristige Vermögenswerte ohne liquide Mittel

Capital Employed (CE) Netto-Working Capital zuzüglich der langfristigen Vermögenswerte und der liquiden Mittel

Capital Invested (CI)

Eigenkapital zuzüglich der nicht operativen Schulden und der Brutto-Finanzschulden

Days Working Capital

Laufzeit des Netto-Working Capital in Tagen, gemessen am Umsatz des abgelaufenen Quartals

EBIT Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis

EBITDA

Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen

EBT

Ergebnis vor Steuern

Eigenkapital

Rechnerisch der gemäß IAS 32 geltende Residualanspruch auf das nach Abzug der Schulden verbleibende Nettovermögen

Eigenkapitalquote

Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital; rechnerisch das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme

Finanzverbindlichkeiten

Als solche ausgewiesene langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ohne bilanziell unter anderen Linien ausgewiesene verzinsliche Rückzahlungsansprüche

Free-Cash Flow

Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit abzüglich Cash Flow aus Investitionstätigkeit (beides gemäß Kapitalflussrechnung)

Freefloat

Auch Streubesitz, bezeichnet den Anteil der frei handelbaren Aktien des Unternehmens am Markt

Fremdkapital

Summe der unter den Passiva als langfristige und kurzfristige Schulden ausgewiesenen Werte

GuV

Gewinn- und Verlustrechnung

Kapitalrentabilität

Siehe Return on Capital Employed

→ Beschreibung wesentlicher Kennzahlen

Kurzfristige übrige Schulden

Kurzfristige Steuerrückstellungen, kurzfristige übrige Rückstellungen, kurzfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten sowie kurzfristige übrige Verbindlichkeiten

Liquiditätsquote

Rechnerisch die liquiden Mittel im Verhältnis zur Bilanzsumme

Netto-Cash Flow

Brutto-Cash Flow abzüglich der Investitionen

Netto-Cash-Position/Netto-Finanzschulden

Langfristige Finanzverbindlichkeiten zuzüglich kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel; wenn die Differenz negativ ist, spricht man von Netto-Cash-Position, andernfalls von Netto-Finanzschulden

Netto-Working Capital

Kurzfristige Vermögenswerte ohne liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Schulden ohne kurzfristige Sonderposten für Investitionszuwendungen und ohne kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Nicht operative Schulden

Lang- und kurzfristige Sonderposten für Investitionszuwendungen, langfristige Rückstellungen für Pensionen, langfristige passive latente Steuern, langfristige übrige Rückstellungen, langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie langfristige übrige Verbindlichkeiten

NOPAT

EBIT abzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der sonstigen Steuern

Operative Investitionen

Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, saldiert um Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen; ohne Akquisitionen und Unternehmenszukäufe

Operatives Netto-Working Capital

Vorräte plus kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

POS

Point of Sale ist der Verkaufsort, d. h. die Ladengeschäfte der Handelspartner und die eigenen Einzelhandelsfilialen

Return on Capital Employed (ROCE)

Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis (EBIT) im Verhältnis zum Capital Employed; rechnerisch wird zur Ermittlung grundsätzlich die Zwölf-Monats-Perspektive gewählt, um eine rollierende Jahresrentabilität zu zeigen

Return on Capital Employed (ROCE) vor Restrukturierung

Ergebnis vor Steuern und vor dem Finanzergebnis (EBIT), bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen im Verhältnis zum Capital Employed

Sonstige betriebliche Cash Flows

Veränderungen aus den gezahlten Steuern sowie Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen

Sonstiges Brutto-Working Capital

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte

Sonstiges Netto-Working Capital

Sonstiges Brutto-Working Capital abzüglich der kurzfristigen übrigen Schulden

Working Capital-induzierter Cash Flow

Veränderungen aus dem Netto-Working Capital

Hinweis:

Wenn in diesem Finanzbericht über Digitalfotos gesprochen wird, beinhaltet die Zahl immer die CEWE FOTOBUCH Prints sowie die Bilder der Foto-Geschenkartikel.

Alle Zahlenangaben werden grundsätzlich mit möglichst exakten Werten gerechnet und in der Darstellung kaufmännisch gerundet. Dadurch können speziell zum Beispiel bei Summenbildungen Rundungsabweichungen entstehen.

Vergütung

98 Vergütungssystem

Vergütungsbericht

→ Vergütungssystem

Vergütungssystem

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA (CEWE-KGaA) in ihrer spezifischen Rechtsform wird gesetzlich vertreten durch ihre persönlich haftende Gesellschafterin, die Neumüller CEWE COLOR Stiftung (CEWE-Stiftung). Diese handelt durch ihren Vorstand, der damit auch die CEWE-KGaA steuert. Die Entscheidung über das Vergütungssystem des Vorstands erfolgt auf der Ebene der CEWE-Stiftung nach Maßgabe der für sie geltenden Regeln. Die Vergütungsberichterstattung, also die freiwillige Veröffentlichung des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands der CEWE-Stiftung sowie die Veröffentlichung und Vorlage des Vergütungsberichts gemäß §§ 162 und 120 a Abs. 4 AktG, erfolgen durch den Vorstand der CEWE-Stiftung und den Aufsichtsrat der CEWE-KGaA.

Grundzüge des Vergütungssystems für Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE COLOR Stiftung

Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ist klar und verständlich gestaltet. Das Kuratorium der CEWE-Stiftung ist für die Ausgestaltung der Vorstandsverträge zuständig. Das Kuratorium geht davon aus, dass alle Vorstandsmitglieder gleichwertige Beiträge zum Erfolg der

CEWE-Gruppe leisten, wobei die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden wegen der erhöhten Verantwortung angemessen abweicht. Das Vergütungssystem entspricht im Übrigen der Internationalität und erforderlichen Flexibilität des in weiten Teilen saisonalen Geschäftsmodells. Die Vergütung setzt sich unverändert aus festen und erfolgsabhängig variablen Bezügen zusammen. Kriterien für die Bemessung der Gesamtvergütung sind neben den Vorstandsaufgaben der wirtschaftliche Erfolg und das Vergleichsumfeld der CEWE-Gruppe. Die Vergütungsstruktur soll eine nachhaltige und langfristige, positive Unternehmensentwicklung fördern.

Festsetzung, Umsetzung sowie Überprüfung des Vergütungssystems

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder wird durch das Kuratorium der CEWE-Stiftung festgelegt. Die Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) werden dabei berücksichtigt. Soweit im Rahmen der Bearbeitung des Vergütungssystems ein Vergütungsberater hinzugezogen wird, achtet das Kuratorium auf dessen Unabhängigkeit von Vorstand und Unternehmen. Für das geltende Vergütungssystem wurde kein externer Vergütungsexperte hinzugezogen.

Das Kuratorium achtet darauf, dass die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder einerseits in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und Leistungen steht und

andererseits die wirtschaftliche und finanzielle Lage der CEWE-Gruppe widerspiegelt. Zusätzlich wird die Vorstandsvergütung auf eine langfristige und nachhaltige Entwicklung ausgerichtet.

Die Angemessenheit der Vergütung wurde in 2023 durch das Kuratorium fortwährend überprüft. Bei der Prüfung werden in einem horizontalen Vergleich Vergütungshöhen von Unternehmen vergleichbarer Größe und Komplexität berücksichtigt. In einem vertikalen Vergleich werden Vergütungen der Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie durchschnittliche Vergütungen der Belegschaft in der CEWE-Gruppe betrachtet. Schließlich wird auch die Entwicklung im Zeitablauf berücksichtigt.

Die langfristige Entwicklung in der Gesellschaft wird durch das Vergütungssystem gefördert, indem die erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile ausgewogen sind und so verhindert wird, dass die Vorstandsmitglieder zum Zwecke der Bonuserzielung unangemessen hohe Risiken eingehen.

Das Vergütungssystem im Zusammenhang

Die Vorstandsmitglieder erhalten als Vergütung für ihre Tätigkeit eine Festvergütung und eine variable Vergütung. Die variablen Vergütungen enthalten eine Tantieme sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Geschäftsbericht 2023

Mit allen Vorständen wurden bezüglich der Vergütung regelungsgleiche Verträge abgeschlossen; dies betrifft die vertraglichen Regelungen wie auch die Struktur der Vergütung mit Ausnahme der Regelung zur Maximalvergütung bei der Tantieme II. Die entgeltrelevanten Bedingungen der Vorsitzenden des Vorstands liegen über denen der anderen Vorstandsmitglieder.

Feste Vergütung

Die feste Vergütung besteht aus einem monetären Fixum (Festvergütung) sowie aus Sachbezügen (Nebenleistungen). Die Festbezüge des Vorstandsvorsitzenden liegen gut 50 % über denen aller weiteren ordentlichen Vorstandsmitglieder. Die Festvergütung ist erfolgsunabhängig und wird in gleichen Raten monatlich ausgezahlt. Die Festvergütungen der Vorstandsmitglieder sind so angepasst worden, dass sie, mit Ausnahme des Vorsitzenden des Vorstands, gleich hoch sind; dieser Gleichlauf wird unabhängig von den individuellen Vertragslaufzeiten beibehalten.

Weiterhin erhalten die Vorstandsmitglieder Sachbezüge, die in Höhe der zu versteuernden Werte angesetzt sind. Im Wesentlichen handelt es sich um die Nutzung eines Dienstwagens sowie um berufsbezogene Versicherungsbeiträge; die Sachbezüge stehen ihnen in gleicher Weise zu und werden von den einzelnen Vorstandsmitgliedern versteuert. Schließlich besteht Anspruch auf Erstattung von Bewirtungsaufwendungen und Reisekosten in Höhe der steuerlichen Höchstsätze, soweit sie ausschließlich im Interesse der CEWE-Stiftung anfallen.

Die CEWE-Stiftung trägt die Umzugskosten des Vorstandsmitglieds. Sie erstattet einmalig ortsübliche Maklerkosten für ein angemessenes, gemietetes Domizil in Oldenburg oder Umgebung. Im Falle eines Kaufes trägt die CEWE-KGaA auf der Basis eines Mietwertes zwei Monatsmieten.

Die Gesellschaft unterhält für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung (D&O-Versicherung). Der Deckungsschutz für die Vorstandsmitglieder und die Aufsichtsratsmitglieder der CEWE-KGaA wurde so gestaltet, dass er den Anforderungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entspricht. So verbleiben 10 % eines möglichen Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung bei dem versicherten Vorstandsmitglied.

Versicherungsschutz besteht außerdem im Rahmen von Versicherungen für Manager-Haftpflicht und Strafrechtsschutz für sämtliche Betriebsangehörige. Mitversichert sind hier auch die Vorstandsmitglieder gegen Verstöße, die sie in Ausübung ihrer dienstlichen Verrichtung begehen oder begangen haben sollen. Schließlich besteht eine Unfallversicherung für alle leitenden Angestellten, in die auch alle Vorstandsmitglieder aufgenommen sind.

Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen Pensionszusagen in Form einer Direktzusage. Die Höhe der Pensionsansprüche ermittelt sich aus den zuletzt bezogenen Festbezügen für die Tätigkeit als Vorstand in der CEWE-Stiftung.

Der Versorgungsanspruch wird nach einem Zeitraum von 15 Jahren und in einem Fall nach 20 Jahren der Vorstandstätigkeit erdient und beträgt maximal 50 % bis zwei Drittel der zuletzt bezogenen Festvergütung. Die Struktur der Altersversorgung gilt gleichermaßen für alle Vorstandsmitglieder der CEWE-Stiftung. Das Ruhegeld wird in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt und jeweils am Monatsletzten fällig. Eine Hinterbliebenenversorgung ist grundsätzlich nicht Teil der gegebenen Zusagen; in Einzelfällen wurden davon abweichend Hinterbliebenenversorgungen vereinbart, die aufwandsneutral gestaltet wurden. In Einzelfällen, wenn das Vorstandsmitglied vor seiner Berufung in den Vorstand als Geschäftsführer für die CEWE-Gruppe tätig war, besteht im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zusätzlich eine Lebensversicherung mit Kapitalzahlung im vorzeitigen Todesfall als Hinterbliebenenversorgung oder im Erlebensfall als Altersversorgung. Anstelle der oben beschriebenen, üblichen Altersversorgung werden der im Frühjahr 2023 eingetretenen neuen Vorsitzenden des Vorstands jeweils nach Abschluss eines Dienstjahres im Februar des Folge-Dienstjahres Eigentum an 5.000 Aktien der CEWE-KGaA übertragen.

Variable Vergütung

Die Vorstandsmitglieder erhalten eine variable, erfolgsabhängige Vergütung. Die variablen Vergütungsbestandteile sind aufgeteilt in drei Komponenten und bestehen aus einer einjährigen variablen Vergütung, das heißt einem jährlich auszuzahlenden Tantiemeanteil (Tantieme I) und einer mehrjährigen variablen Vergütung in Form eines mehrjährigen Tantiemeanteils (Tantieme II) sowie einem

99

→ Vergütungssystem

→ Vergütungssystem

100

langfristigen, aktienbasierten Vergütungsbestandteil (Aktienoptionsplan). Diese Vergütungsbestandteile haben folgenden wesentlichen Inhalt:

Die Tantieme I und die Tantieme II werden jeweils getrennt berechnet.

Die Tantieme I orientiert sich am Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie an den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte der CEWE-Gruppe. Sie ist insgesamt begrenzt auf maximal 100 % der Festbezüge desselben Jahres. Dabei werden nur solche abschreibungsrelevanten Tantiemeanteile berücksichtigt, die durch das Vorsteuerergebnis verdient wurden (verdiente Abschreibungen). Die Tantieme I wird jeweils im Folgejahr binnen zehn Tagen, nachdem der Konzernabschluss Verbindlichkeit erlangt hat, errechnet und ausgezahlt.

Die Tantieme II mit ihrem mehrjährigen Anteil bezieht sich auf das Ergebnis vor Steuern (EBT); die Bemessungsgrundlage ist die Summe des EBT der Laufzeit des Dienstvertrages. Eine Verzinsung der mehrjährigen Tantieme II findet nicht statt. Sie ist in drei Fällen begrenzt auf maximal 100 % der Festbezüge. Das Guthaben aus der Tantieme II wird für die mehrjährige Dauer der persönlichen Vertragslaufzeit zurückbehalten und sechs Monate nach Beendigung des Dienstvertrages ausgezahlt.

Für beide Tantiemeteile, Tantieme I und Tantieme II, gilt, dass der Anspruch des Vorsitzenden des Vorstands etwa ein Viertel bis zur Hälfte über denen eines weiteren ordentlichen Vorstandsmitgliedes liegt.

Im Falle eines unterjährigen Ausscheidens werden Tantieme I und Tantieme II pro rata temporis berechnet und im Folgejahr binnen zehn Tagen nach Verbindlichkeit des Konzernabschlusses ausgezahlt.

In den Jahren 2019 sowie 2021 bis 2023 wurden Aktienoptionsprogramme aufgelegt, an denen die jeweils aktiven Vorstandsmitglieder in gleicher Weise und in gleichem Umfang teilnehmen konnten. Sie haben das Ziel, über den Aktienkurs die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes zu prämieren. Alle Aktienoptionsprogramme (AOP 2019, AOP 2021, AOP 2022 und AOP 2023) hatten und haben im Wesentlichen die gleichen Bedingungen; seit dem AOP 2019 sind diese so gestaltet, dass im Falle einer erfolgreichen Ausübung der Optionsrechte der wirtschaftliche Vorteil nur noch in Aktien der CEWE-KGaA und nicht mehr in Geld zufließen wird. Die Teilnahme selbst

und der Umfang des Optionserwerbs sind den Mitgliedern des Vorstands bis zu einer maximalen Gesamtzahl freigestellt; ein vertraglicher Anspruch auf Durchführung und auf Teilnahme besteht nicht. Eine Haltefrist für teilnehmende Mitglieder des Vorstands bei den Aktien, die aus den Aktienoptionsprogrammen kommen, ist nicht vorgesehen. Basispreise, Erfolgsziele und Fair Value der Optionsrechte aus den zurzeit laufenden Optionsprogrammen sind nachfolgend dargestellt. Zu den weiteren Angaben über die Programme siehe Seiten 162 ff.

Nichtfinanzielle Erfolgsziele sind nicht vereinbart. Die Verträge enthalten keine Clawback-Regelungen.

In die Ermittlung von Tantieme I und Tantieme II gehen außergewöhnliche Entwicklungen (etwa die Veräußerung von Unternehmensanteilen und die Hebung stiller Reserven) nicht ein. Im Falle der Verschlechterung der Lage der CEWE-KGaA kann die CEWE-Stiftung die Bezüge auf eine angemessene Höhe herabsetzen, wenn die Weitergewährung ansonsten unbillig wäre.

Aktienoptionsprogramme – Zeitwerte, Basispreise und Erfolgsziele

Anzahl
Teilnehmer
Anzahl
ausgegebene
Rechte
Zeitwert
Euro/Opt.
Zeitwert
in Euro
Basispreis
Euro/Opt.
Erfolgs
aufschlag
in %
Erfolgsziel
Euro/Opt.
AOP 2023 Vorstand 7 8.400 18,19 152.796,00 87,00 120 104,40
AOP 2022 Vorstand 7 8.400 23,88 200.592,00 76,00 120 91,20
AOP 2021 Vorstand 7 8.400 22,63 190.092,00 121,00 120 145,20
AOP 2019 Vorstand 7 8.400 12,82 107.688,00 81,00 125 101,25
Gesamt Vorstand 33.600 651.168,00

Aufgrund der einheitlich hohen Motivation im Gesamtvorstand hält das Kuratorium der CEWE-Stiftung spezifische Regelungen und eine Ziel-Gesamtvergütung für Einzelvorstände nicht für erforderlich. Differenzierungen für verschiedene Geschäftsbereiche wurden nicht vorgenommen.

Insgesamt sind die Vergütungen so bemessen, dass die festen Vergütungsanteile etwa 50 % bis 70 % der Gesamtvergütung, die variablen Vergütungsanteile etwa 30 % bis 50 % der Gesamtvergütung ausmachen.

Sonstige vergütungsbezogene Regelungen

Bei den Verträgen mit Mitgliedern des Vorstands handelt es sich ausnahmslos um Zeitverträge, die nach den Bestimmungen der Satzung der CEWE-Stiftung für bis zu fünf Jahre abgeschlossen werden können. Eine ordentliche Kündigung eines Vertrags ist nicht vorgesehen. Die Vertragslaufzeiten sind derzeit für die Mitglieder des Vorstands unterschiedlich und hinsichtlich der jeweiligen Beendigungszeitpunkte gestaffelt gestaltet. Die Laufzeiten sind in keinem Fall länger als drei Jahre.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses gelten für die Vorstandsmitglieder folgende Regelungen: Bei einer Abberufung aus wichtigem Grund ist der Vertrag zum Zeitpunkt der Abberufung beendet. Erfolgt die Abberufung nicht aus wichtigem Grund oder hat das Vorstandsmitglied diesen nicht zu vertreten, so wird die Festvergütung bis zum Ende der Vertragslaufzeit gezahlt. Darüber hinaus erhält das Vorstandsmitglied in diesem Fall eine Abfindung in Höhe der Hälfte der Festvergütung, wenn der Zeitraum bis zum Pensionsbeginn mindestens

zwölf Monate beträgt, ansonsten einen anteiligen Ausgleichsbetrag. Für die Auszahlung eines etwaigen positiven Guthabens für Tantieme II gelten Regeln für eine anteilige Auszahlung. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebotes (§315a Abs. 1 Nr. 9 HGB).

Im Falle der Kündigung durch das Vorstandsmitglied bei einem Kontrollwechsel werden die Festvergütung und die Tantiemen I und II pro rata temporis gezahlt. Eine Abfindung für zukünftig entgehende Festvergütungen oder Tantiemen wird nicht gezahlt.

Das Kuratorium der CEWE-Stiftung behält sich vor, ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot zu vereinbaren.

Bezüge von anderen Gesellschaften der CEWE-Gruppe werden nicht gewährt. Ebenso gibt es keine Vereinbarungen über diskretionäre oder garantierte Bonuszahlungen.

Das Vergütungssystem für Mitglieder des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht lediglich aus einer Festvergütung; damit wird die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gefördert, weil Entscheidungen nicht durch Erreichung von Bonuszielen angetrieben werden. Die Regelung wurde als Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats erarbeitet, durch den Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und den Aufsichtsrat

jeweils separat beschlossen und durch die Hauptversammlung am 15. Juni 2022 beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde § 14 der Satzung der CEWE-KGaA neu gefasst. Die Regelung gilt ab dem Geschäftsjahr 2022.

101

Im Einzelnen gilt: Die Grundvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds beträgt 43.000 Euro (Vorjahr: 43.000 Euro). Für den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden im Aufsichtsrat sowie den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ist eine erhöhte Vergütung vorgesehen. Sie beträgt für den/die Vorsitzende(n) des Aufsichtsrats das Doppelte, für seine(n) Stellvertreter(in) und den/die Vorsitzende(n) des Prüfungsausschusses das Eineinhalbfache der Grundvergütung. Daneben erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für die persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, gleich ob physisch, virtuell oder telefonisch, ein Sitzungsgeld von 2.000 Euro (Vorjahr: 2.000 Euro). Eine Hälfte der festen Vergütung wird zum 30. Juni des jeweils laufenden Geschäftsjahres und die weitere Hälfte sowie die Sitzungsgelder innerhalb eines Monats nach Abschluss des jeweiligen Geschäftsjahres, auf das sich die Vergütung bezieht, zur Zahlung fällig.

Die CEWE-KGaA erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern etwaige auf ihre Vergütung entfallende Umsatzsteuer. Mitglieder des Aufsichtsrats werden in den Schutz der D&O-Versicherung einbezogen. Für sie wird ein Selbstbehalt von 10 % des möglichen Schadens bis zur Höhe von insgesamt dem Eineinhalbfachen der festen Aufsichtsratsvergütung eingerichtet.

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Vergütungssystem

Vergütungsbericht

Im Rahmen der Vergütungsberichterstattung erstellen der Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung (CEWE-Stiftung) und der Aufsichtsrat der (CEWE-KGaA) den nachfolgenden Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG. Vorstand und Aufsichtsrat legen ihn der Hauptversammlung der CEWE-KGaA zur Beschlussfassung über die Billigung vor (§ 120a Abs. 4 AktG). Berichtet wird über die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der CEWE-Stiftung, der Aufsichtsratsmitglieder der CEWE-KGaA sowie ehemaliger Mitglieder des Vorstands der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG, die 2013 formwechselnd in die CEWE Stiftung & Co. KGaA umgewandelt worden war, und der CEWE-Stiftung. In der ordentlichen Hauptversammlung am 7. Juni 2023 wurde der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 durch Beschluss gebilligt.

Individuelle Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE Color Stiftung für das Jahr 2023

Der nachfolgende Ausweis der Vergütungen des Berichtsund Geschäftsjahres 2023 erfolgt nach § 162 AktG. In den Tabellen soll unterschieden werden zwischen den tatsächlich zugeflossenen Vergütungen (gewährte Vergütungen im Sinne des § 162 Abs. 1, Satz 1 AktG) und den bereits fälligen, aber noch nicht ausgezahlten Vergütungen (geschuldete Vergütungen im Sinne des § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG); zusätzlich wird unterschieden – und auf freiwilliger Basis berichtet – nach geschuldeten, zugesagten, aber noch nicht fälligen Vergütungen sowie schließlich nach sonstigen Leistungen an ein Vorstandsmitglied für den Fall der regulären Beendigung seiner Tätigkeit (Leistungen im Sinne des § 162 Abs. 2, Ziffer 3 AktG).

Mit dem 1. März 2023 ist Frau Yvonne Rostock als Vorstandsvorsitzende in den Vorstand eingetreten; über ihre Vergütung wird somit erstmalig in diesem Berichtsjahr berichtet. Für die einzelnen Vorstandsmitglieder gliedern sich die Vergütungen wie folgt:

→ Vergütungsbericht

Die Festvergütungen der amtierenden Vorstandsmitglieder wurden in Einzelfällen so gestaltet, dass sie unabhängig von der individuellen Laufzeit der Dienstverträge gleich hoch waren. Sie blieben bis zum Stichtag 31. Dezember 2023 unverändert. Abweichend vom Vergütungssystem wurde Frau Rostock zum Antritt im August 2023 eine einmalige Antrittsprämie in Höhe von 200.000 Euro ausgezahlt, welche in den Nebenleistungen enthalten ist.

→ Vergütungsbericht

Tatsächlich zugeflossene Vergütungen in Euro

Yvonne Rostock
(seit 01.03.2023)
Vorstandsvorsitzende und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Dr. Christian Friege
(bis 31.12.2022)
Vorstandsvorsitzender und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Patrick Berkhouwer
Vorstand Ausland
und Expansion in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Dr. Reiner Fageth
Vorstand Technik und F&E in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Carsten Heitkamp
Vorstand Produktion, Einkauf
und Logistik in der Neumüller
CEWE COLOR Stiftung
2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023
Feste Vergütung
Festvergütung 0 373.333 420.000 56.081 270.000 288.000 270.000 288.000 270.000 288.000
Nebenleistungen 0 217.436 15.165 0 8.651 6.717 17.928 17.521 16.568 16.148
Feste Vergütung gesamt 0 590.769 435.165 56.081 278.651 294.717 287.928 305.521 286.568 304.148
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 0 100 73 13 69 72 47 73 69 49
Variable Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 0 140.291 143.922 110.017 112.882 110.017 112.882 110.017 112.882
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 0 0 24 32 27 28 18 27 27 18
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme II 0 0 0 243.719 0 0 184.704 0 0 199.941
Aktienoptionsplan 0 0 18.120 0 18.120 0 24.880 0 17.430 0
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 0 0 3 55 4 0 34 0 4 32
Variable Vergütung gesamt 0 0 158.411 387.641 128.137 112.882 319.601 112.882 127.447 312.823
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 0 0 27 87 31 28 53 27 31 51
Gesamt zugeflossene Vergütung 0 590.769 593.576 443.722 406.788 407.599 607.529 418.403 414.015 616.971
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 104
------------------------ -------------------- --------------------------------- ------------- -------------------- ------------------------- -- -- -- ----- --

→ Vergütungsbericht

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Tatsächlich zugeflossene Vergütungen in Euro

Dr. Olaf Holzkämper
Vorstand Finanzen
und Controlling in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Thomas Mehls
Vorstand Marketing
und Akquisition in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Christina
Sontheim-Leven
(seit 01.01.2022)
Vorstand Personal und
Organisationsentwicklung in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Frank Zweigle
(bis 31.12.2021)
Vorstand Verwaltung der
Stiftung in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Gesamt
Zugeflossene Vergütungen
Vorstand der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023
Feste Vergütung
Festvergütung 270.000 288.000 270.000 288.000 270.000 288.000 0 2.040.000 2.157.414
Nebenleistungen 10.060 11.454 16.778 18.584 25.202 9.290 0 110.352 297.150
Feste Vergütung gesamt 280.060 299.454 286.778 306.584 295.202 297.290 0 0 2.150.352 2.454.564
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 68 73 66 49 100 72 0 0 68 63
Variable Vergütung
Einjährige variable Vergütung 110.017 112.882 110.017 112.882 0 112.882 0 0 690.377 821.214
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 27 27 25 18 0 28 0 0 22 179
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme II 0 0 0 199.941 0 0 0 0 184.704 643.601
Aktienoptionsplan 21.500 0 40.080 0 0 0 17.379 0 157.509 0
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 5 0 9 32 0 0 100 0 11 16
Variable Vergütung gesamt 131.517 112.882 150.097 312.823 0 112.882 17.379 0 1.032.590 1.464.815
in % der gesamt zugeflossenen Vergütung 32 27 34 51 0 28 100 0 32 37
Gesamt zugeflossene Vergütung 411.577 412.336 436.875 619.407 295.202 410.172 17.379 0 3.182.942 3.919.379
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 105
→ Vergütungsbericht

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr gab es Vergütungen, die bereits fällig, aber noch nicht ausgezahlt waren (geschuldete Vergütungen im Sinne des § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG).

Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglied keinem Vorstandsmitglied Leistungen zugesagt oder gewährt worden. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der CEWE-Stiftung für das Geschäftsjahr

2023 mit Auszahlung im Jahr 2024 (Tantieme I) konnten in Höhe von 895 TEuro über denen des Jahres 2023 (821 TEuro) liegen. Namentlich stellt sich dies wie folgt dar:

Tantieme I für das Berichtsjahr – Auszahlung in 2024 in Euro

Yvonne Rostock
(seit 01.03.2023)
Vorstandsvorsitzende und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Dr. Christian Friege
(bis 31.12.2022)
Vorstandsvorsitzender und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Patrick Berkhouwer
Vorstand Ausland
und Expansion in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Dr. Reiner Fageth
Vorstand Technik
und F&E in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Carsten Heitkamp
Vorstand Produktion, Einkauf und
Logistik in der Neumüller
CEWE COLOR Stiftung
2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024
0 152.292 143.922 0 112.882 123.771 112.882 123.771 112.882 123.771

Tantieme I für das Berichtsjahr – Auszahlung in 2024 in Euro

Dr. Olaf Holzkämper
Vorstand Finanzen
und Controlling in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Thomas Mehls
Vorstand Marketing
und Akquisition in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Christina
Sontheim-Leven
(seit 01.01.2022)
Vorstand Personal und
Organisationsentwicklung in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Gesamt
Tantieme I für das Berichtsjahr
Vorstand der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024
112.882 123.771 112.882 123.771 112.882 123.771 821.216 894.918

Bei den geschuldeten, aber noch nicht fälligen Vergütungen betreffen die mehrjährigen variablen Vergütungen die Anteile der Tantieme II sowie den in den Jahren der Wartezeit für die Aktienoptionsprogramme gemäß IFRS 2.10 ff. erfassten Aufwand aus der Zugangsbewertung der aktienbasierten Vergütung; maßgeblich ist hier der beizulegende Zeitwert am Zusagetag. Die geschuldeten, aber noch nicht fälligen Vergütungen stellen sich wie folgt dar:

Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen in Euro

Yvonne Rostock
(seit 01.03.2023)
Vorstandsvorsitzende und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Dr. Christian Friege
(bis 31.12.2022)
Vorstandsvorsitzender und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Patrick Berkhouwer
Vorstand Ausland
und Expansion in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Dr. Reiner Fageth
Vorstand Technik
und F&E in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Carsten Heitkamp
Vorstand Produktion, Einkauf und
Logistik in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023
Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme II 0 92.750 82.294 0 67.332 77.054 67.332 77.054 67.332 77.054
Aktienoptionsplan 0 0 10.635 17.799 10.635 17.799 10.635 17.799 10.635 17.799
Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen gesamt 0 95.243 92.929 17.799 77.967 96.924 77.967 96.924 77.967 96.924

Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen in Euro

Dr. Olaf Holzkämper
Vorstand Finanzen
und Controlling in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Thomas Mehls
Vorstand Marketing
und Akquisition in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Christina
Sontheim-Leven
(seit 01.01.2022)
Vorstand Personal und
Organisationsentwicklung der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Frank Zweigle
(bis 31.12.2021)
Vorstand Verwaltung der
Stiftung in der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
Gesamt
Erdiente, noch nicht fällige
Vergütungen Vorstand der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023
Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme II 67.332 77.054 67.332 77.054 67.332 77.054 0 0 486.284 555.074
Aktienoptionsplan 10.635 17.799 10.635 17.799 0 7.164 10.635 10.635 74.445 124.593
Erdiente, noch nicht fällige Vergütungen gesamt 77.967 96.924 77.967 96.924 67.332 86.289 10.635 10.635 560.729 679.667

→ Vergütungsbericht

In die Konten der persönlichen Ansprüche aus der Tantieme II wurden insgesamt 555 TEuro eingestellt (Vorjahr: 486 TEuro). Die Konten der Vorstandsmitglieder wiesen zum 31. Dezember 2023 im Einzelnen folgenden Stand aus:

Die langfristige Entwicklung der Gesellschaft wird gefördert, indem die erfolgsunabhängigen und die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile ausgewogen sind und so verhindert wird, dass die Vorstandsmitglieder zum Zwecke der Bonuserzielung unangemessen hohe Risiken eingehen.

Tantieme II in Euro

Anfangsbestand Zuführung Auszahlung Endbestand Zuführung Auszahlung Endbestand
01.01.2022 2022 2022 31.12.2022 2023 2023 31.12.2023
Yvonne Rostock (Vorsitzende)
(ab 01.03.2023)
0 0 0 0 92.750 0 92.750
Dr. Christian Friege (Vorsitzender)
(bis 31.12.2022)
161.425 82.294 0 243.719 0 – 243.719 0
Patrick Berkhouwer 65.453 67.332 0 132.785 77.054 0 209.839
Dr. Reiner Fageth 184.704 67.332 – 184.704 67.332 77.054 0 144.386
Carsten Heitkamp 132.609 67.332 0 199.941 77.054 – 199.941 77.054
Dr. Olaf Holzkämper 65.453 67.332 0 132.785 77.054 0 209.839
Thomas Mehls 132.609 67.332 0 199.941 77.054 – 199.941 77.054
Christina Sontheim-Leven
(ab 01.01.2022)
0 67.332 0 67.332 77.054 0 144.386
Gesamt aktive
Vorstandsmitglieder
742.253 486.286 – 184.704 1.043.835 555.074 – 643.601 955.308

An den Programmen AOP 2019 sowie AOP 2021 bis AOP 2023 haben alle Vorstandsmitglieder in dem ihnen angebotenen vollen Umfang teilgenommen. Im Berichtsjahr 2023 wurde kein AOP abgewickelt. Basispreise, Erfolgsziele und Fair

Value der Optionsrechte aus den zurzeit laufenden Optionsprogrammen sind wie nachfolgend dargestellt. Zu den weiteren Angaben über die Programme siehe Seiten 162 ff.

Aktienoptionsprogramme – Zeitwerte, Basispreise und Erfolgsziele

Anzahl
Teilnehmer
Anzahl
ausgegebene
Rechte
Zeitwert
Euro/Opt.
Zeitwert
in Euro
Basispreis
Euro/Opt.
Erfolgs
aufschlag
in %
Erfolgsziel
Euro/Opt.
AOP 2023 Vorstand 7 8.400 18,19 152.796,00 87,00 120 104,40
AOP 2022 Vorstand 7 8.400 23,88 200.592,00 76,00 120 91,20
AOP 2021 Vorstand 7 8.400 22,63 190.092,00 121,00 120 145,20
AOP 2019 Vorstand 7 8.400 12,82 107.688,00 81,00 125 101,25
Gesamt Vorstand 33.600 651.168,00

Die variablen Vergütungsbestandteile Tantieme I und Tantieme II bemessen sich am EBT bzw. an den Abschreibungen der CEWE-Gruppe und, entsprechend dem Vergütungssystem,

nicht an individuellen Leistungskriterien oder Zielvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Bei den sonstigen Leistungen an ein Vorstandsmitglied für den Fall der regulären Beendigung seiner Tätigkeit handelt es sich um Pensionszusagen in Form einer Direktzusage.

Sonstige Leistungen im Fall der regulären Beendigung in Euro

Yvonne Rostock
(ab 01.03.2023)
Vorstandsvorsitzende und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Dr. Christian Friege
(bis 31.12.2022)
Vorstandsvorsitzender und
Vorstand Vertrieb In- und
Ausland in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Patrick Berkhouwer
Vorstand Ausland
und Expansion in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Dr. Reiner Fageth
Vorstand Technik
und F&E in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Carsten Heitkamp
Vorstand Produktion, Einkauf und
Logistik in der Neumüller
CEWE COLOR Stiftung
2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023
Versorgungsaufwand 0 0 424.506 0 338.270 192.565 326.373 220.906 300.347 206.083

Sonstige Leistungen im Fall der regulären Beendigung in Euro

Dr. Olaf Holzkämper
Vorstand Finanzen
und Controlling in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Thomas Mehls
Vorstand Marketing
und Akquisition in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Christina
Sontheim-Leven
(seit 01.01.2022)
Vorstand Personal und
Organisationsentwicklung in der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Gesamt
Zugeflossene Vergütungen
Vorstand der Neumüller CEWE
COLOR Stiftung
2022 2023 2022
2023
2022
2023
2022 2023
Versorgungsaufwand 338.207 188.449 348.646 199.441 224.938 112.020 2.301.287 1.119.464

Erworbene Aktien anstelle einer Altersversorgung in Euro

2023
Anspruch Aktien
in Stück
Tagestiefpreis
15.02. in Euro
Übertragene Aktien
in Stück
Yvonne Rostock 4.166 105,00 2.189
Gesamt CEWE Stiftung & Co. KGaA 4.166 105,00 2.189

Nachfolgend werden die Vorstandspensionen der CEWE-Stiftung dargestellt. Die Höhe der Pensionsansprüche ermittelt sich aus den zuletzt bezogenen Festbezügen für die Tätigkeit als Vorstand in der CEWE-Stiftung.

Vorstandspensionen Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung in TEuro

2022 2023
Erworbene
Pensions
ansprüche
Pensions
ansprüche
31.12.2022
Dienstzeit
aufwand
für Alters
versorgung
Zurück
gestellte
Pensions
verpflichtung
Erworbene
Pensions
ansprüche
Pensions
ansprüche
31.12.2023
Dienstzeit
aufwand
für Alters
versorgung
Zurück
gestellte
Pensions
verpflichtung
Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Yvonne Rostock (Vorsitzende ab 01.03.2023) 0 0 0 0 0 0 0 0
Patrick Berkhouwer 10 70 338 1.354 15 85 193 1.934
Dr. Reiner Fageth 11 122 326 2.394 18 140 221 2.972
Carsten Heitkamp 12 108 300 1.472 20 128 206 2.088
Dr. Olaf Holzkämper 9 95 338 1.817 17 112 188 2.521
Thomas Mehls 11 97 349 1.801 18 115 199 2.539
Christina Sontheim-Leven (ab 01.01.2022) 7 7 225 112 7 14 112 275
Gesamt aktive Vorstände 60 499 1.876 8.950 95 594 1.119 12.329
Dr. Christian Friege (Vorsitzender bis 31.12.2022) 17 118 425 1.575 0 118 0 1.788
Dr. Rolf Hollander (Vorsitzender bis 30.06.2017) 0 324 0 5.249 53 377 0 5.917
Andreas F. L. Heydemann (bis 31.12.2015) 13 110 0 1.707 0 110 0 1.659
Harald H. Pirwitz (bis 31.12.2015) 0 117 0 1.674 0 117 0 1.616
Frank Zweigle (bis 31.12.2021) 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamt ehemalige Vorstände 30 669 425 10.205 53 722 0 10.980
Gesamt CEWE Stiftung & Co. KGaA 90 1.168 2.301 19.155 148 1.316 1.119 23.309

Anmerkung: Im Fall eines Versorgungsausgleichs wird der ungekürzte Versorgungsanspruch gezeigt.

Eine Hinterbliebenenversorgung ist grundsätzlich nicht Teil der gegebenen Zusagen. Die gezeigten Barwerte von Dienstzeitaufwand und zurückgestellten Pensionsverpflichtungen umfassen auch solche, wie sie in Einzelfällen für mögliche Hinterbliebene zugesagt wurden; solche Fälle bewegen sich nach wie vor im Vergütungssystem für Vorstände der CEWE-Stiftung, weil sie kostenneutral gestaltet wurden. Für die Herren Dr. Reiner Fageth, Dr. Olaf Holzkämper und Patrick Berkhouwer wurde abweichend von der oben beschriebenen Versorgungsregelung eine Hinterbliebenenversorgung eingerichtet, die unter versicherungsmathematischen Gesichtspunkten durch eine Absenkung

der Altersleistungen im Vergleich zu den im Grundsatz bestehenden Regelungen kostenneutral ist. Der Dienstzeitaufwand für Altersversorgung im Jahr 2023 stellt sich unter einem Rechnungszins von 3,2 % (Vorjahr: 3,7 %) gemäß der Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens nach IFRS wie oben gezeigt dar.

→ Vergütungsbericht

Yvonne Rostock werden abweichend zu der üblichen Altersversorgung jeweils nach Abschluss eines Dienstjahres im Februar des Folge-Dienstjahres Eigentum an 5.000 Aktien der CEWE-KGaA übertragen. Die Halteverpflichtung beträgt für die Aktien 5 Jahre; diese Halteverpflichtung

endet mit Ausscheiden aus dem Unternehmen. Frau Rostock hat die Möglichkeit die sogenannte "Sell-to-cover-Option" zu wählen, in der die Anzahl der Aktien, die zur Begleichung des Steuerbetrags erforderlich sind, von der CEWE-Stiftung einbehalten werden und durch den (fiktiven) Veräußerungserlös der Steuerbetrag finanziert wird.

Für das Jahr 2023 hat Frau Rostock Anspruch auf eine Übertragung von 4.166 Aktien (pro rata temporis). Frau Rostock hat sich für die "Sell-to-Cover-Option" entschieden. Am Stichtag betrug der Tagestiefpreis 105,00 Euro, und es wurden 2.189 Aktien in das Depot von Frau Rostock übertragen.

Schließlich wird für die Herren Dr. Reiner Fageth und Dr. Olaf Holzkämper im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zusätzlich eine Lebensversicherung mit Kapitalzahlung im vorzeitigen Todesfall als Hinterbliebenenversorgung oder im Erlebensfall als Altersversorgung über eine Versicherungssumme von jeweils 38 TEuro unterhalten. Die jährlichen Aufwendungen hierfür betragen pro Vorstandsmitglied jeweils 1 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro).

Betriebliche Altersversorgung in TEuro

2022
Erworbene
Pensions
ansprüche
Pensions
ansprüche
31.12.2022
Dienstzeit
aufwand
für Alters
versorgung
Erworbene
Pensions
ansprüche
Pensions
ansprüche
31.12.2023
Dienstzeit
aufwand
für Alters
versorgung
Vorstände der
Neumüller CEWE COLOR Stiftung
Yvonne Rostock (Vorsitzender ab 01.03.2023) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Dr. Christian Friege (Vorsitzender bis 31.12.2022) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Patrick Berkhouwer 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Dr. Reiner Fageth 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Carsten Heitkamp 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Dr. Olaf Holzkämper 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Thomas Mehls 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Christina Sontheim-Leven (ab 01.01.2022) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Frank Zweigle (bis 31.12.2021) 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt aktive Vorstände 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Andreas F. L. Heydemann (bis 31.12.2015) 0,0 3,0 0,0 0,0 3,0 0,0
Gesamt ausgeschiedene Vorstände 0,0 3,0 0,0 0,0 3,0 0,0
Gesamt CEWE Stiftung & Co. KGaA 0,0 3,0 0,0 0,0 3,0 0,0

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

111

Kredite und Vorschüsse sind nicht gewährt worden. Des Weiteren wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder des Vorstands eingegangen. Soweit vertragliche Regelungen zu Maximalvergütungen bestehen, wurden diese geprüft; sie wurden in keinem Fall verletzt oder überschritten. Vorzeitige Auflösungen von Dienstverträgen wurden im Berichtsjahr nicht vereinbart. Herr Zweigle, der mit dem 31. Dezember 2021 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, hat die Optionsrechte aus den Programmen AOP 2017, AOP 2019 und AOP 2021 behalten. Bei Herrn Dr. Friege, der zum 31. Dezember 2022 ausgeschieden ist, bleiben die während der Dienstzeit angebotenen und erworbenen Optionsrechte ungeachtet seines Ausscheidens für deren Laufzeit weiterhin bestehen und können von ihm ausgeübt werden. Darüber hinaus wurden keine Zusagen an ein früheres Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im letzten Geschäftsjahr gemacht, die im letzten Geschäftsjahr gewährt wurden (§ 162 Abs. 2 Nr. 2 AktG). Schließlich wurden im Berichtsjahr auch keine vorübergehenden Abweichungen vom bestehenden Vergütungssystem vereinbart oder beschlossen.

Vergütung des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Der Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht seit 2022 nur noch aus einer Festvergütung. Die seit dem Geschäftsjahr 2022 geltende Regelung wurde neu gefasst und hat die alten Bestimmungen in § 14 der Satzung der CEWE-KGaA ersetzt.

Im Einzelnen gilt: Die Grundvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds beträgt 43.000 Euro (Vorjahr: 43.000 Euro). Für den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden im Aufsichtsrat sowie den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ist eine erhöhte Vergütung vorgesehen. Sie beträgt für den/die Vorsitzende(n) des Aufsichtsrats das Doppelte, für seine(n) Stellvertreter(in) und den/die Vorsitzende(n) des Prüfungsausschusses das Eineinhalbfache der Grundvergütung. Daneben erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für die persönliche Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder einer seiner Ausschüsse, gleich, ob physisch, virtuell oder telefonisch, ein Sitzungsgeld von 2.000 Euro (Vorjahr: 2.000 Euro).

Eine Hälfte der festen Vergütung wird zum 30. Juni des jeweils laufenden Geschäftsjahres und die weitere Hälfte sowie die Sitzungsgelder werden innerhalb eines Monats nach Abschluss des jeweiligen Geschäftsjahres, auf das sich die Vergütung bezieht, zur Zahlung fällig.

→ Vergütungsbericht

Folgende Vergütungen sind an die Aufsichtsratsmitglieder in 2023 abgerechnet worden:

Aufsichtsrat Bezüge, Aktienbesitz, Optionsrechte in TEuro

20221 20232
Festvergütung Sitzungsgelder Bezüge gesamt Aktienbesitz Optionsrechte Festvergütung Sitzungsgelder Bezüge gesamt Aktienbesitz Optionsrechte
Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl
Aufsichtsrat der CEWE Stiftung & Co. KGaA
Frank Zweigle (Vorsitzender bis 07.06.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 43,0 16,0 59,0 1.157 2.400
Kersten Duwe (Vorsitzender ab 07.06.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 50,2 20,0 70,2 200 0
Otto Korte (Vorsitzender bis 31.12.2022) 86,0 28,0 114,0 300 0 0,0 0,0 0,0 0 0
Paolo Dell'Antonio 43,0 20,0 63,0 0 0 43,0 24,0 67,0 0 0
Patricia Geibel-Conrad (bis 07.06.2023) 64,5 26,0 90,5 0 0 32,3 18,0 50,3 0 0
Prof. Dr. Christiane Hipp 43,0 20,0 63,0 0 0 43,0 14,0 57,0 0 0
Daniela Mattheus (ab 07.06.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 37,6 20,0 57,6 0 0
Dr. Birgit Vemmer 43,0 20,0 63,0 0 0 43,0 22,0 65,0 0 0
Dr. Hans-Henning Wiegmann (bis 31.08.2022) 28,7 14,0 42,7 0 0 0,0 0,0 0,0 0 0
Martina Sandrock (ab 21.10.2022) 7,2 6,0 13,2 0 0 43,0 14,0 57,0 0 0
Zwischensumme 315,4 134,0 449,4 300 0 335,1 148,0 483,1 1.357 2.400
Petra Adolph 43,0 18,0 61,0 0 0 43,0 14,0 57,0 0 0
Nurol Altan (ab 25.05.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 25,1 18,0 43,1 37 0
Marc Bohlken (ab 25.05.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 25,1 6,0 31,1 35 0
Marion Gerdes (bis 25.05.2023) 43,0 26,0 69,0 49 0 17,9 10,0 27,9 0 0
Jan Grüneberg (ab 25.05.2023) 0,0 0,0 0,0 0 0 25,1 6,0 31,1 0 0
Insa Lukaßen 43,0 20,0 63,0 41 0 43,0 14,0 57,0 41 0
Alexander Oyen (bis 25.05.2023) 43,0 20,0 63,0 0 0 17,9 8,0 25,9 0 0
Markus Schwarz (stellvertretender Vorsitzender) 64,5 26,0 90,5 57 0 64,5 28,0 92,5 59 0
Elwira Wall (bis 25.05.2023) 43,0 20,0 63,0 56 0 17,9 6,0 23,9 0 0
Zwischensumme 279,5 130,0 409,5 203 0 279,5 110,0 389,5 172 0
Aufsichtsrat CEWE Stiftung & Co. KGaA 594,9 264,0 858,9 503 0 614,6 258,0 872,6 1.529 2.400

1 Eine Hälfte der festen Vergütung ist zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres (also zum 30.06.2023) und die weitere Hälfte sowie die Sitzunggelder 2023 innerhalb eines Monats nach Abschluss des Geschäftsjahres in 2024 zahlbar.

2 Eine Hälfte der festen Vergütung ist zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres (also zum 30.06.2024) und die weitere Hälfte sowie die Sitzunggelder 2024 innerhalb eines Monats nach Abschluss des Geschäftsjahres in 2025 zahlbar.

113

Die CEWE-KGaA erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern etwaige auf ihre Vergütung entfallende Umsatzsteuer. Die vorgenannten Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied keinem der Mitglieder des Aufsichtsrats Leistungen gewährt worden oder zugeflossen. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erbrachte im Vorjahr in geringem Umfang Beratungsleistungen (2023: 0 TEuro, 2022: 14 TEuro).

Auch Aufsichtsratsmitglieder sind in den Schutz der D&O-Versicherung einbezogen. Für sie wurde ein Selbstbehalt von 10 % des möglichen Schadens bis zur Höhe von insgesamt dem Eineinhalbfachen der festen Aufsichtsratsvergütung eingerichtet. Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsräte sind nicht gewährt worden. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen.

Versorgungszusagen und Ruhegehälter ehemaliger Mitglieder des Vorstands der Neumüller CEWE COLOR Stiftung beziehungsweise der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG

→ Vergütungsbericht

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG sowie der CEWE-Stiftung bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 16.970 TEuro (Vorjahr: 14.393 TEuro). Die Pensionsbezüge für das Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf 1.190 TEuro (Vorjahr: 1.091 TEuro). Mit Wirkung ab dem 1. April 2007 wurden die Pensionszusagen der zu diesem Zeitpunkt bereits im Ruhestand befindlichen ehemaligen Vorstände auf die CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, übertragen. Sie wird in den Konzernabschluss einbezogen. Für die übrigen ehemaligen Vorstände wurden die Versorgungszusagen in Form einer Direktzusage beibehalten. Kredite, Vorschüsse und Haftungsverhältnisse wurden für ehemalige Organmitglieder (das heißt Vorstand oder Aufsichtsrat, soweit vorliegend) der CEWE-Stiftung, der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG bzw. der jetzigen CEWE-KGaA nicht gewährt.

Ehemaligen Mitgliedern des Aufsichtsrats sind keine Bezüge gewährt worden.

Vergleichende Darstellung der Vergütungs- und Ertragsentwicklung für die gegenwärtigen und ehemaligen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CEWE Stiftung und Co. KGaA, der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG und der Neumüller CEWE COLOR Stiftung

Die folgende vergleichende Darstellung stellt die jährliche Veränderung der gewährten und geschuldeten Vergütung

der gegenwärtigen und früheren Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, der Ertragsentwicklung der CEWE-KGaA sowie der CEWE-Gruppe und der Vergütung von Arbeitnehmern auf Vollzeitäquivalenzbasis dar. Bei der Ermittlung der Vergütung von Arbeitnehmern wird auf die durchschnittlichen Löhne und Gehälter der Mitarbeiter der CEWE-KGaA im jeweiligen Geschäftsjahr abgestellt. Die interne Vergleichsgruppe wird bewusst auf die CEWE-KGaA beschränkt, zum einen wegen des externen Vergleichs der CEWE-Vorstandsvergütung mit denen der Unternehmen des SDAX und zum anderen, weil dort die meisten Mitarbeiter beschäftigt sind.

114

Vergleichende Darstellung der Vergütungs- und Ertragsentwicklung in TEuro

2023 2022 2023/2022 in % 2022/2021 in % 2021/2020 in % 2020/2019 in % 2019/2018 in %
Gegenwärtige Mitglieder des Vorstands
Yvonne Rostock (Vorsitzende ab 01.03.2023) 591 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Patrick Berkhouwer 408 624 – 34,7 – 34,7 34,5 14,5 14,3
Dr. Reiner Fageth 418 466 – 10,1 – 10,1 3,7 – 15,3 51,3
Carsten Heitkamp 617 468 31,9 31,9 – 13,2 32,3 12,3
Dr. Olaf Holzkämper 412 623 – 33,9 – 33,9 39,8 14,2 – 14,2
Thomas Mehls 619 474 30,8 30,8 – 13,0 33,8 12,9
Christina Sontheim-Leven 410 295 38,9 0,0 0,0 0,0 0,0
Ehemalige Mitglieder des Vorstands
Dr. Christian Friege (Vorsitzender bis 31.12.2022) 444 594 – 25,2 – 7,9 – 5,5 34,5 2,8
Frank Zweigle (bis 31.12.2021) 0 17 – 89,3 – 89,3 – 3,0 17,8 32,8
Gegenwärtige Mitglieder des Aufsichtsrats
Frank Zweigle (Vorsitzender bis 07.06.2023) 59 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kersten Duwe (Vorsitzender ab 07.06.2023) 70 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Paolo Dell'Antonio 67 63 6,3 – 41,7 123,6 – 7,1 16,9
Patricia Geibel-Conrad 50 91 – 44,4 – 33,0 158,1 41,7 392,0
Prof. Dr. Christiane Hipp 57 63 – 9,5 – 41,7 119,1 – 5,2 5,5
Daniela Mattheus 58 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Dr. Birgit Vemmer 65 63 3,2 – 41,7 119,1 41,3 436,9

→ Vergütungsbericht

115

Vergleichende Darstellung der Vergütungs- und Ertragsentwicklung in TEuro

2023 2022 2023/2022 in % 2022/2021 in % 2021/2020 in % 2020/2019 in % 2019/2018 in %
Martina Sandrock (ab 21.10.2022) 57 13 331,8 0,0 0,0 0,0 0,0
Petra Adolph 57 61 – 6,6 – 43,0 117,0 45,4 516,4
Nurol Altan 43 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Marc Bohlken 31 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Marion Gerdes 28 69 – 59,6 – 37,8 112,2 41,7 392,0
Jan Grüneberg 31 0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Insa Lukaßen 57 63 – 9,5 – 41,7 119,1 41,3 436,9
Alexander Oyen 26 63 – 58,9 – 41,7 119,1 41,3 436,9
Markus Schwarz 93 91 2,2 – 44,5 119,1 7,8 32,7
Elwira Wall 24 63 – 62,1 – 41,7 119,1 41,3 534,5
Ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats
Otto Korte (bis 31.12.2022) 0 114 – 100,0 – 47,0 122,8 – 4,5 5,8
Dr. Hans-Henning Wiegmann (bis 31.08.2022) 0 43 – 100,0 – 60,5 119,1 – 5,2 5,5
Arbeitnehmende
Durchschnitt Arbeitnehmende der
CEWE Stiftung & Co. KGaA (CEWE-KGaA)
65 62 1 100,0 11,8 – 0,9 3,4 4,9
Ertragsentwicklung
Ergebnis vor Steuern der CEWE-KGaA 50.391 61.536 1 – 18,1 – 16,9 – 12,8 15,9 14,3
Ergebnis vor Steuern der CEWE-Gruppe 87.917 74.804 1 17,5 20,9 – 4,8 43,4 – 0,1

1 Vorjahreszahl wurde angepasst.

Zwischenverweis im Lagebericht auf Entgeltbericht

Alle fünf Jahre veröffentlicht CEWE entsprechend dem Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) einen Entgeltbericht, zuletzt für das Geschäftsjahr 2021. Damit werden die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Jedoch gilt auch für das Geschäftsjahr 2023: Frauen und Männer mit dem

Status der leitenden Angestellten werden entsprechend ihrer Position vergütet. Im Rahmen dieser Betrachtung wird kein Unterschied zwischen Frauen und Männern gemacht. CEWE legt darüber hinaus einen starken Fokus auf gleiche Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen und Männer.

Konzernabschluss

→ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2023 der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

Anhang 2022 2023 Veränderung in %
Umsatzerlöse C27 732.730 780.198 6,5
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen – 48 234
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.881 4.161 44,4
Sonstige betriebliche Erträge C28 29.157 25.494 – 12,6
Materialaufwand C29 – 180.540 – 187.380 – 3,8
Rohergebnis 584.180 622.707 6,6
Personalaufwand C30 – 202.536 – 218.861 – 8,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen C31 – 252.802 – 266.106 – 5,3
Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) 128.842 137.740 6,9
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen C32 – 53.234 – 53.830 – 1,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 75.608 83.910 11,0
Finanzerträge C33 738 5.953 707
Finanzaufwendungen C33 – 1.542 – 1.946 – 26,2
Finanzergebnis – 804 4.007
Ergebnis vor Steuern (EBT) 74.804 87.917 17,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag C34 – 23.748 – 28.302 – 19,2
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 51.056 59.615 16,8
Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 9 – 2.302
Ergebnis nach Steuern Konzern 51.065 57.313 12,2
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (in Euro)
Unverwässert 7,20 8,43 17,1
Verwässert 7,19 8,42 17,2
Ergebnis je Aktie Konzern (in Euro)
Unverwässert C35 7,20 8,10 12,5
Verwässert C35 7,19 8,10 12,6

Die Vergleichszahlen wurden angepasst (vgl. Erläuterungen unter Abschnitt A3, Seite 127 f.)

Geschäftsbericht 2023

→ Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr 2023 der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

Anhang 2022 2023 Veränderung in %
Ergebnis nach Steuern 51.065 57.313 12,2
Unterschied aus Währungsumrechnung A5 – 324 611
Beträge, die gegebenenfalls in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden – 324 611
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste D54, D55 10.795 – 3.783
Ertragsteuern auf erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen – 3.112 1.142
Sonstiges Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten – 518 – 3.796 – 633
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 7.165 – 6.437
Sonstiges Ergebnis 6.841 – 5.826
Gesamtergebnis 57.906 51.487 – 11,1

→ Konzernbilanz

Konzernbilanz

zum 31. Dezember 2023 der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

AKTIVA Anhang 31.12.2022 31.12.2023 Veränderung in %
Sachanlagen D36 224.699 233.933 4,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien D37 19.016 18.819 – 1,0
Geschäfts- oder Firmenwerte D38 81.775 81.775
Immaterielle Vermögenswerte D39 24.558 21.316 – 13,2
Finanzanlagen D40 9.681 6.678 – 31,0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte D41 978 841 – 14,0
Langfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte D41 1.751 1.789 2,2
Aktive latente Steuern D42 13.648 14.917 9,3
Langfristige Vermögenswerte 376.106 380.068 1,1
Vorräte D43 59.267 60.518 2,1
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen D44 98.148 91.122 – 7,2
Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen D45 11.094 1.450 – 86,9
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte D46 3.122 3.174 1,7
Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte D47 11.902 12.262 3,0
Liquide Mittel D48 73.067 117.369 60,6
Kurzfristige Vermögenswerte 256.600 285.895 11,4

Aktiva 632.706 665.963 5,3

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 121
------------------------ -------------------- --------------------------------- ------------- -------------------- ------------------------- -- -- -- -- -----

→ Konzernbilanz

PASSIVA Anhang 31.12.2022 31.12.2023 Veränderung in %
Gezeichnetes Kapital D49, D50 19.349 19.349
Gezeichnetes Kapital D49, D50 19.349 19.349
Kapitalrücklage D51, D52 73.782 74.023 0,3
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten D53 – 26.237 – 34.141 – 30,1
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn D54 295.869 330.008 11,5
Eigenkapital 362.763 389.239 7,3
Langfristige Rückstellungen für Pensionen D55 29.119 33.970 16,7
Langfristige passive latente Steuern D56 2.144 1.590 – 25,8
Langfristige übrige Rückstellungen D57 567 577 1,8
Langfristige Finanzverbindlichkeiten D58 116 0
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing D59 40.536 37.103 – 8,5
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten D60 698 571 – 18,2
Langfristige übrige Verbindlichkeiten D61 526 512 – 2,7
Langfristige Schulden 73.706 74.323 0,8
Kurzfristige Steuerschulden D62 5.109 7.676 50,2
Kurzfristige übrige Rückstellungen D63 2.690 3.047 13,3
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten D64 214 77 – 64,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing D59 9.717 9.468 – 2,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D65 120.616 121.555 0,8
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten D66 253 104 – 58,9
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten D67 57.638 60.474 4,9
Kurzfristige Schulden 196.237 202.401 3,1
Passiva 632.706 665.963 5,3

→ Konzern-Eigenkapital veränderungsrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Erwirt
schaftetes
Konzern
eigenkapital
Versicherungs
mathematische
Gewinne und
Verluste
Ausgleichs
posten aus
Währungs
umrechnung
Erfolgsneutral
berücksichtigte
Ertragsteuern
Gewinn
rücklagen und
Bilanzgewinn
Summe Eigene Anteile zu
Anschaffungs
kosten
Konzern
eigenkapital
Stand 01.01.2022 19.349 76.123 270.023 – 15.837 – 4.887 5.269 254.568 350.040 – 14.206 335.834
Gesamtergebnis 0 0 50.547 10.795 – 324 – 3.112 57.906 57.906 0 57.906
Gezahlte Dividende – 16.605 – 16.605 – 16.605 – 16.605
Erwerb eigener Anteile – 13.703 – 13.703
Aktienoptionspläne – 2.341 – 2.341 1.672 – 669
Eigentümerbezogene
Eigenkapitalveränderungen
0 – 2.341 – 16.605 0 0 0 – 16.605 – 18.946 – 12.031 – 30.977
Stand 31.12.2022 19.349 73.782 303.965 – 5.042 – 5.211 2.157 295.869 389.000 – 26.237 362.763
Gesamtergebnis 0 0 53.517 – 3.783 611 1.142 51.487 51.487 0 51.487
Gezahlte Dividende – 17.348 – 17.348 – 17.348 – 17.348
Erwerb eigener Anteile – 8.994 – 8.994
Aktienoptionspläne 241 241 1.090 1.331
Eigentümerbezogene
Eigenkapitalveränderungen
0 241 – 17.348 0 0 0 – 17.348 – 17.107 – 7.904 – 25.011
Stand 31.12.2023 19.349 74.023 340.134 – 8.825 – 4.600 3.299 330.008 423.380 – 34.141 389.239

Details siehe D 49 – D 54

→ Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr 2023 der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

Anhang 2022 2023 Veränderung in %
EBITDA 128.842 137.740 6,9
+
Zahlungsunwirksame Effekte
1.058 1.005 – 5,0
+/– Abnahme (+)/ Zunahme (–) Operatives Netto-Working Capital – 8.723 5.664
+/– Abnahme (+)/ Zunahme (–) Sonstiges Netto-Working Capital (ohne Ertragsteuerpositionen) – 187 2.622
– Gezahlte Steuern – 27.676 – 16.772 39,4
+
Erhaltene Zinsen
43 512 > 1.000
= Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 93.357 130.771 40,1

Abflüsse aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
– 55.327 52.882 4,4

Abflüsse aus Käufen von konsolidierten Anteilen/Akquisitionen und Desinvestition
A3 – 7.682 – 670 1 91,3
+
Zuflüsse aus Investitionen in Finanzanlagen
285 4.666 > 1.000
+
Zuflüsse aus Investitionen in langfristige Finanzinstrumente
266 137 – 48,5
+
Zuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
568 821 44,5
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit – 61.890 – 47.928 22,6
= Free-Cash Flow 31.467 82.843 163
– Gezahlte Dividenden D54 – 16.605 – 17.347 – 4,5

Erwerb von eigenen Anteilen
D53 – 13.703 – 8.994 34,4

Auszahlungen aus Aktienoptionsplänen
– 357 – 33 90,8
= Abflüsse an Anteilseigner – 30.665 – 26.374 14,0

Abflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden
– 11.485 – 12.066 – 5,1
– Gezahlte Zinsen – 448 – 458 – 2,2
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit – 42.598 – 38.898 8,7
Liquide Mittel zum Beginn der Berichtsperiode 84.389 73.067 – 13,4
+/– Wechselkursbedingte Änderungen der liquiden Mittel – 191 357
+
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit
93.357 130.771 40,1

Cash Flow aus Investitionstätigkeit
– 61.890 – 47.928 22,6

Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
– 42.598 – 38.898 8,7
= Liquide Mittel zum Ende der Berichtsperiode 73.067 117.369 60,6

1 Mit dem Verkauf von aufgegebenen Geschäftsbereichen (futalis) veräußerter Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten

nach Geschäftsfeldern

→ Segmentberichterstattung

124

Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern 1

für das Geschäftsjahr 2023 der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

in TEuro

Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
Online-Druck
Sonstiges Intersegment
Umsätze 2
CEWE-Gruppe
Außenumsatzerlöse 2023 658.762 31.295 92.161 – 2.020 780.198
2022 616.073 32.385 86.495 – 2.223 732.730
Außenumsatzerlöse währungsbereinigt 2023 659.491 32.848 92.127 782.446
2022 616.073 32.385 86.495 732.730
EBIT 2023 80.036 472 4.165 – 763 83.910
2022 73.710 169 2.296 – 567 75.608
Planmäßige Abschreibungen 2023 41.631 3.540 6.756 649 52.576
2022 41.855 3.891 6.835 494 53.075
Außerplanmäßige Abschreibungen 2023 828 29 397 1.254
2022 108 37 14 159

1 Die Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2 Die Intersegmentumsätze betreffen die Konsolidierung von Umsätzen zwischen zwei unterschiedlichen Segmenten.

Erläuterung der Segmente

» Fotofinishing inkl. der Umsätze und Ergebnisse aus CEWE-Fotoarbeiten des eigenen Einzelhandels.

» Einzelhandel beinhaltet nur das Handelswarengeschäft ohne eigene CEWE-Fotoarbeiten.

» Sonstiges beinhaltet Holding-/Strukturkosten (v. a. AR- und IR-Kosten), Immobilien.

$$\subseteq \quad \boxplus \quad \not\subseteq \quad \not\subseteq \quad \langle \mathfrak{n} \rangle$$

→ Anhang: A. Allgemeine Angaben

Anhang

der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

A. Allgemeine Angaben

1 Unternehmensinformation

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA (im Folgenden: CEWE-KGaA) ist eine börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien deutschen Rechts mit Sitz in Deutschland (Meerweg 30 – 32, 26133 Oldenburg). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 208214 eingetragen.

Die CEWE-KGaA ist Muttergesellschaft der CEWE-Gruppe (im Folgenden: CEWE). CEWE ist ein international tätiger Konzern, dessen Schwerpunkte als Technologie- und Marktführer im Bereich Fotofinishing, im Kommerziellen Online-Druck sowie im Fotoeinzelhandel liegen.

Der vorliegende Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden vom Vorstand der CEWE-KGaA aufgestellt und werden beim Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.

2 Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der CEWE-KGaA für das Berichtsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Accounting Interpretation Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften erstellt.

Folgende Standards und Überarbeitungen sowie Interpretationen waren seit dem Berichtsjahr erstmals anzuwenden:

Änderung/Standard

Datum der
Veröffent
lichung
Datum der
Übernahme
in EU-Recht
Anwendungs
zeitpunkt (EU)
IFRS 17 "Versicherungsverträg" inkl. Änderungen an IFRS 17
vom 25.06.2020
18.05.2017 19.11.2021 01.01.2023
Änderungen an IAS 8 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
Änderungen von Schätzungen und Fehler: Definition von
Bilanzierungsschätzungen
12.02.2021 02.03.2022 01.01.2023
Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses und IFRS
Practice Statement 2: Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
12.02.2021 02.03.2022 01.01.2023
Änderungen an IAS 12 Steuern vom Einkommen: Latente
Steuern hinsichtlich Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus
Einzeltransaktionen
07.05.2021 11.08.2022 01.01.2023
Änderungen an IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17
und IFRS 9 – Vergleichsinformationen
09.12.2021 08.09.2022 01.01.2023
Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern: Int. Steuerreform – Säule 2
Modellregeln
23.05.2023 08.11.2023 01.01.2023

Die genannten Standards sind in dem Berichtsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden.

Geschäftsbericht 2023

→ Anhang:

A. Allgemeine Angaben

Folgende in EU-Recht übernommene IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden.

Änderung/Standard

Datum der
Veröffent
lichung
Datum der
Übernahme
in EU-Recht
Anwendungs
zeitpunkt (EU)
Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses:
» Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig;
» Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig – 23.01.2020 /
Verschiebung des Zeitpunkts des Inkrafttretens; 15.07.2020 /
» Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants 31.10.2022 19.12.2023 01.01.2024
Änderungen an IFRS 16 Leasingverhältnisse: Leasingverbindlich
keiten in einem Sale-and-Leaseback Vertrag 22.09.2022 20.11.2023 01.01.2024

Die Angaben beschreiben Standards und Änderungen, die zum Bilanzstichtag bereits beschlossen wurden. Jedoch sind die Inhalte noch nicht in Kraft getreten, die Effekte werden erst in einem späteren Bilanzierungsjahr erkennbar.

Aus den neuen Standards und Änderungen bestehender Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Nachfolgende Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die ebenfalls vom IASB zum Bilanzstichtag herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Deren Anwendung setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") der EU angenommen werden:

126

Änderung/Standard

Datum der
Veröffent
lichung
Datum der
Übernahme
in EU-Recht
Anwendungs
zeitpunkt (EU)
Änderungen an IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der
Wechselkurse: Mangel der Umtauschbarkeit
23.01.2020 /
15.07.2020
offen 01.01.2025
Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung und IFRS 7 Finanz
instrumente: Anhangsangaben: Vereinbarungen zu Lieferantenkrediten
31.10.2022 offen 01.01.2024

Die Angaben zeigen Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend in der EU anzuwenden sind. Die genannten Inhalte sind jedoch verpflichtend beschlossen und werden zurzeit in einem Endorsement-Verfahren der EU in staatliches Recht übernommen.

Die Anwendung der zum Bilanzstichtag herausgegebenen, aber noch nicht verbindlich umzusetzenden Standards wird im Hinblick auf zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage noch geprüft. Unter Umständen werden aufgrund einiger Standards zusätzliche Anhangangaben erforderlich sein. Die neuen Standards werden erst nach Abschluss des Endorsement-Verfahrens in der EU angewendet.

→ Anhang: A. Allgemeine Angaben

Bestimmung von beizulegenden Zeitwerten

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet CEWE so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet:

  • Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.
  • Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. als Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
  • Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Mit Ausnahme der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivate werden im vorliegenden Abschluss sämtliche Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz eine gute Näherung an den beizulegenden Zeitwert dar.

Die bilanzierten ausgewiesenen Derivate sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die von den Kreditinstituten ermittelten Marktwerte ergeben sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Verträge auf Basis individueller, nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3 nach IFRS 7). Die Effekte sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden sämtliche Wertinformationen in TEuro gemacht.

3 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 sind neben der CEWE Stiftung & Co. KGaA die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen die CEWE Stiftung & Co. KGaA unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Unternehmen vorliegen und der Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2023 neben der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, als Obergesellschaft 12 inländische und 19 ausländische Gesellschaften (vgl. E69, Seite 179). Daneben werden die auf die CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, ausgelagerten Pensionsverpflichtungen gemäß IAS 19 in den Konzernabschluss einbezogen. Es liegt kein Treuhandmodell (Contractual Trust Arrangement – CTA) vor, da die Pensionsverpflichtungen rechtlich bei der CEWE-KGaA verbleiben. Insoweit die Versorgungskasse ihren Verpflichtungen nicht aus eigenen Mitteln nachkommen kann, werden ihr diese durch die CEWE-KGaA zur Verfügung gestellt.

Wegen untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde, wie im Vorjahr, die nicht operativ tätige Bilder-planet.de GmbH, Köln, sowie die im Oktober 2022 neu gegründete und noch nicht operativ tätige Gesellschaft Diginet Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark.

Die Tochtergesellschaft futalis GmbH wurde zum 21. Dezember 2023 veräußert, am selben Datum ging die Beherrschung der Gesellschaft auf die Erwerber über. Nachdem die CEWE-Gruppe in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Geschäfts von futalis geleistet hatte, sollen die nächsten strategischen Schritte in eigener Regie erfolgen. Infolgedessen war futalis erstmalig zum 30. September 2023 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden. Die Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst, um den aufgegebenen Geschäftsbereich gesondert von den fortgeführten Geschäftsbereichen darzustellen. Die futalis GmbH wird im Segment "Sonstiges" Seite 22 dargestellt.

→ Anhang: A. Allgemeine Angaben

Die Auswirkungen der Veräußerungen auf die Bilanzposten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Auswirkungen der Veräußerung auf die Bilanzposten des Konzerns in TEuro

2023
Langfristige Vermögenswerte – 503
Kurzfristige Vermögenswerte – 1.972
Langfristige Schulden 327
Kurzfristige Schulden 11.962
Netto-Vermögenswerte und -Schulden 9.814
In Zahlungsmitteln erhaltenes Entgelt 0
Veräußerter Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten – 670
Netto-Abflüsse an Zahlungsmitteln – 670

Das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche, das in das Ergebnis nach Steuern einbezogen wurde, stellt sich wie folgt dar:

Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche in TEuro

2022 2023
Erlöse des aufgegebenen Geschäftsbereichs 8.394 8.707
Aufwendungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs – 8.385 – 10.503
Laufender Verlust des aufgegebenen Geschäftsbereichs 9 – 1.797
Verlust aus dem Verkauf des aufgegebenen Geschäftsbereichs 0 – 505
Verlust des aufgegebenen Geschäftsbereichs 9 – 2.302

Im Laufe des Jahres trug futalis – 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) zum Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit bei, zahlte 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) für die Investitionstätigkeit sowie + 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: – 0,1 Mio. Euro) für die Finanzierungstätigkeit.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde aus den einbezogenen in- und ausländischen Abschlüssen der Tochterunternehmen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entwickelt. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet.

Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Etwaige bedingte Gegenleistungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit eingestuften bedingten Gegenleistung werden im Rahmen von IFRS 9 bewertet, und ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

→ Anhang: A. Allgemeine Angaben

Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs sowie eventuell dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt.

Beim Hinzuerwerb von Anteilen an bereits im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen erfolgt die Erfassung erfolgsneutral. Der Ansatz von Vermögenswerten, Schulden wie auch Firmenwerten des bereits konsolidierten Unternehmens wird nicht geändert. Die jährlich vorzunehmenden Werthaltigkeitstests (Impairment-Tests) für Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Umsatzwachstumsraten sowie Annahmen über die Margen- und Ergebnisentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der Unternehmenseinheit abgezinst. Getestet wird auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Während des Jahres wird zusätzlich dann ein Impairment-Test durchgeführt, wenn Ereignisse die Annahme nahelegen, dass der Wert nachhaltig gesunken sein könnte.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengewinne aus Konzernlieferungen werden konsolidiert, soweit sie von Bedeutung für die Darstellung des Bildes der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanzund Ertragslage sind. Die gruppeninternen Lieferungen und Leistungen werden sowohl auf der Basis von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen berechnet, die auf der Grundlage des Fremdvergleichs ("dealing at arm's length") ermittelt wurden. Soweit erforderlich, wird bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen eine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Aktienoptionspläne wurden als ausgegebene Eigenkapitalinstrumente für künftige Arbeitsleistungen nach IFRS 2 mit dem Fair Value bewertet. Die sich daraus ergebenden Effekte wurden aufwandsmäßig über die Laufzeit verteilt, im Personalaufwand gezeigt und gegen das Eigenkapital gebucht. Soweit die Bedingungen der Optionen nicht erfüllt werden, ist die Bewertungsposition innerhalb des Eigenkapitals erfolgsneutral aufzulösen.

Unternehmen, die nicht mehr als zu konsolidierende Unternehmen zu klassifizieren sind, werden von der Konsolidierung ausgeschlossen. Der Zeitpunkt wird durch den Stichtag des Ausscheidens, d. h. durch den Zeitpunkt des Verlustes der Kontrolle über die Finanzund Geschäftspolitik, bestimmt. Bis zum Abgang entstandene Aufwendungen und Erträge des konsolidierten Unternehmens werden noch in die Konzern-GuV einbezogen. Als Abgangswert werden alle das konsolidierte Unternehmen repräsentierenden Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt unmittelbar vor dem Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis berücksichtigt. Der Ertragseffekt aus der Entkonsolidierung ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Veräußerungs- oder Liquiditätserlös und dem Abgangswert. Die Konsolidierungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

5 Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Berichtswährung und funktionale Währung des Konzerns ist der Euro.

Vermögenswerte und Schulden der einzubeziehenden ausländischen Unternehmen werden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag (Bilanz-Kurs), die Erträge und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnitt der jeweiligen Mittelkurse (GuV-Kurs) umgerechnet.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei ausländischen Tochtergesellschaften aus der Kapitalkonsolidierung entstehen, werden zu historischen Anschaffungswerten fortgeführt.

Auch das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt, sondern in einem separaten Posten des Eigenkapitals. Währungsdifferenzen aus der Umrechnung langfristiger Darlehen an Konzerngesellschaften werden ebenfalls erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden wesentlichen Kurse zugrunde:

Währungsumrechnung

2022 2023
Bilanz-Kurs GuV-Kurs Bilanz-Kurs GuV-Kurs
CHF Schweizer Franken 0,98470 1,00477 0,92600 0,97182
CZK Tschechische Krone 24,11500 24,56368 24,72500 24,00285
DKK Dänische Krone 7,43650 7,43957 7,45290 7,45093
GBP Britisches Pfund Sterling 0,88693 0,85264 0,86905 0,86978
HUF Ungarischer Forint 400,25000 391,29718 382,78000 381,94637
NOK Norwegische Krone 10,51380 10,09836 11,24050 11,42452
PLN Polnischer Zloty 4,68990 4,68722 4,34800 4,54366
SEK Schwedische Krone 11,12180 10,62566 11,09600 11,47879
USD US-Dollar 1,06660 1,05306 1,10500 1,08129

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

6 Allgemeine Angaben

→ Anhang: A. Allgemeine Angaben B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden – unverändert zum Vorjahr – grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Jahresabschlüssen.

Der Vorstand muss zur Erstellung des Konzernabschlusses eine Reihe von Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die Einfluss auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Nachstehend angeführte Schätzungen und damit zusammenhängende Annahmen können Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Sofern Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögenswerte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben werden, sind der beizulegende Zeitwert dieser Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt sowie die erwartete Nutzungsdauer zu schätzen. Sowohl die Ermittlung der Zeitwerte als auch der Nutzungsdauern basiert auf Beurteilungen des Managements.

Um Wertminderungen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten sowie Geschäfts- oder Firmenwerten zu bestimmen, müssen Schätzungen bezüglich der Ursache, des Zeitpunkts und der Höhe der Wertminderungen und, soweit zulässig, Zuschreibungen vorgenommen werden. Die Beurteilung von Hinweisen, die auf Wertminderungen hindeuten, die Schätzung künftiger Cash Flows und die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten sind abhängig von Einschätzungen hinsichtlich der erwarteten Cash Flows, der Nutzungsdauern, der Diskontierungssätze sowie der Restwerte. Die Entwicklung der künftigen Cash Flows wird hauptsächlich durch die Entwicklung der zukünftigen Nachfrage nach den Produkten bestimmt. Sollte die tatsächliche Entwicklung der Nachfrage unter den Erwartungen liegen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Umsätze und Cash Flows. Dadurch könnten sich weitere Wertberichtigungsaufwendungen ergeben, die sich negativ auf die zukünftige Ertragslage auswirken.

→ Anhang: B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Um dem Ausfallrisiko von Forderungen zu begegnen, werden neben der Kreditrisikovorsorge (Expected Credit Loss) Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet. Basis für die Ermittlung der Kreditrisikovorsorge sind die Fälligkeitsstruktur, aktuelle Marktsituationen sowie vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte. Sofern sich die Finanzlage der Kunden verschlechtert, könnten die tatsächlichen Forderungsausfälle über den erwarteten Forderungsausfällen liegen.

Die CEWE-Gruppe ist in verschiedenen Ländern (im Wesentlichen in Europa) zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Deshalb sind wesentliche Annahmen erforderlich, um die gruppenweiten Ertragsteuerschulden zu ermitteln. Die Ertragsteuern werden ermittelt, indem für jedes Steuersubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer sowie die sich aus temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten des Konzernabschlusses und den steuerrechtlichen Abschlüssen ergebenden Steuerlatenzen errechnet werden. Hierzu müssen Annahmen zur Auslegung der geltenden Steuervorschriften im In- und Ausland getroffen werden. Außerdem muss eingeschätzt werden, ob die Möglichkeit besteht, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichend hohes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Es gibt Geschäftsvorfälle und Berechnungen, bei denen die endgültige Besteuerung nicht abschließend ermittelt werden kann. Der Konzern bemisst die Höhe der Rückstellungen für erwartete Steuerprüfungen auf Basis von Schätzungen, ob und in welcher Höhe zusätzlich Ertragsteuern fällig werden. Sofern die endgültige Besteuerung dieser Geschäftsvorfälle von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben. Würden die endgültigen Werte (in den von Schätzungen betroffenen Bereichen) um 10 % von den Schätzungen des Managements abweichen, müsste der Konzern die Steuerschulden um 768 TEuro und die latente Steuerverbindlichkeit um 159 TEuro erhöhen, wenn die Abweichung nachteilig ist, oder die Steuerschulden um 768 TEuro und die latente Steuerverbindlichkeit um 159 TEuro reduzieren, wenn die Abweichung vorteilhaft ist. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Diese Bewertungen fußen im Wesentlichen auf Annahmen zu Abzinsungsfaktoren, zu Gehalts- und Rententrends sowie zu Lebenserwartungen. Es kann zu wesentlichen Veränderungen der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen kommen, sofern diese Annahmen aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen.

Der Ansatz und die Bewertung von sonstigen Rückstellungen und Eventualschulden hängen in hohem Maße von der Komplexität des zugrunde liegenden Geschäftsvorfalls und von Schätzungen ab. Hierzu müssen Annahmen zu Eintrittswahrscheinlichkeiten und zur Höhe der Inanspruchnahme getroffen werden, die von Erfahrungswerten, von Einschätzungen von Kostenentwicklungen und von der Einschätzung von anderen Informationen abhängen. Änderungen dieser Schätzungen können sich erheblich auf die Ertragslage auswirken.

Einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden.

7 Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der CEWE-Gruppe liegt in der Erbringung von Fotofinishing- bzw. sonstigen Druckleistungen sowie im Handel mit Foto-Hardware und Fotofinishing-Produkten und -Dienstleistungen. Dabei hat CEWE überwiegend Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und nur in geringfügigem Umfang aus der Erbringung von Dienstleistungen. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden als Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Alle anderen Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge gezeigt (vgl. C28, Seite 139). Umsatzerlöse werden anhand eines fünfstufigen Modells erfasst. Hiernach sind diejenigen Beträge als Umsatzerlöse zu erfassen, die als Gegenleistung für die Übertragung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen an einen Kunden erwartet werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt, wenn (oder sobald) die Verfügungsgewalt über Waren oder Dienstleistungen entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt an einen Kunden übertragen wurde. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Umsatzbezogene Aufwendungen oder Rückstellungen werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse berücksichtigt; das beinhaltet auch geschätzte Beträge für Rabatte und Skonti und andere Erlösschmälerungen. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

→ Anhang:

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

8 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit Abnutzungen vorliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck wird für Offsetdruckmaschinen die Methode der leistungsbezogenen Abschreibung angewendet. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden aktiviert. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst.

9 Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Für Leasingvereinbarungen setzt CEWE zur Ersteinbuchung eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts der bestehenden Zahlungsverpflichtung an, angepasst um aktivisch oder passivisch abgegrenzte Leasingzahlungen. Variable Leasingzahlungen fallen nur in unwesentlichem Umfang an. Die Folgebilanzierung erfolgt nach der Effektivzinsmethode. Für die Barwertbestimmung erfolgt die Abzinsung mit einem risiko- und laufzeitäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatz, wenn die Bestimmung des impliziten Zinssatzes nicht möglich ist. Der in der Bilanz separat auszuweisende kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeit wird über den in den Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteil der nächsten zwölf Monate bestimmt.

Alle Nutzungsrechte aus den Leasingvereinbarungen werden von CEWE zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Leasinglaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer des identifizierten Vermögenswerts. Wenn Ereignisse oder veränderte Umstände eine Wertminderung vermuten lassen, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36.

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird im Wesentlichen durch die Einschätzung zur Laufzeit beeinflusst. Im Rahmen der Bestimmung der Leasinglaufzeit werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von bestehenden Optionen bieten. Die unterstellte Laufzeit umfasst daher auch Perioden, die von Verlängerungsoptionen abgedeckt sind, wenn mit einer hinreichenden Sicherheit von einer Ausübung ausgegangen wird.

10 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden.

Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst.

Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses als Vermieter mit einer anderen Partei belegt wird.

12 Immaterielle Vermögenswerte

hindeuten.

Immaterielle Vermögenswerte sind gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, entgeltlich erworbene Software, selbst erstellte Software, Kundenstämme sowie -listen, Markenrechte sowie auf die aufgezählten Vermögenswerte entfallende geleistete Anzahlungen. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung findet darüber hinaus immer dann statt, wenn Ereignisse eingetreten sind, die auf eine mögliche Wertminderung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bestimmt und bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen dabei alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert, da keine Vermögenswerte mit sich über einen längeren Zeitraum erstreckender Erstellungs- bzw. Herstellungsphase vorliegen. Sonstige Entwicklungskosten werden ebenfalls nicht aktiviert, da die Bedingungen für die Aktivierung in der Regel nicht erfüllt sind. Immaterielle Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – niedriger ist als der Buchwert. Wertminderungen werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen erfasst. Bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Neuentwicklungen im Bereich gruppenweit einsetzbarer vertriebs- und produktionsspezifischer Softwaresysteme.

13 Wertminderungen

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

→ Anhang:

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern in Jahren

31.12.2022 31.12.2023
Anlagegut
Kundenstämme und Kundenlisten 5 5
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 3 bis 8 3 bis 8
ERP-Software 5 5
Gebäude 25 bis 50 25 bis 50
Maschinen
Klebebindegeräte und -maschinen 8 8
Offsetdruckmaschinen 8 bis 10 8 bis 10
Digitaldruckmaschinen 4 bis 7 4 bis 7
Sortieranlagen 5 bis 8 5 bis 8
EDV-Anlagen 3 bis 7 3 bis 7
Pkw 5 5
Büromöbel 13 13

Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wird aufgrund der bisherigen Nutzungserfahrungen mit dem Anlagegut, seinen aktuellen und voraussichtlichen Einsatzmöglichkeiten sowie der spezifischen technischen Entwicklung vorgenommen.

Die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung überprüft. Sind derartige Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierender Einheiten) sind. In diesem Fall wird die Ermittlung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit durchgeführt, der der jeweilige Vermögenswert

11 Geschäfts- oder Firmenwerte

→ Anhang: B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

zugeordnet ist. Die Verteilung erfolgt dabei auf angemessener und stetiger Grundlage auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer oder solchen, die noch nicht genutzt werden können, wird ein Wertminderungstest mindestens jährlich und bei Anhaltspunkten einer Wertminderung durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die zukünftigen Zahlungsströme aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem risikoangepassten Zinssatz diskontiert. Die Zahlungsströme werden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen, vom Vorstand verabschiedeten Planung bestimmt. Diese Planungen basieren auf Erwartungen auf zukünftige Marktanteile, das Wachstum auf den jeweiligen Märkten sowie die Profitabilität der Produkte. Über den Detailplanungszeitraum hinausgehende Zahlungsstromprognosen werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Der Planungszeitraum beträgt fünf Jahre. Diese berücksichtigen dabei sowohl die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes als auch die den Vermögenswert betreffenden Risiken, sofern diese nicht bereits in der Schätzung der Zahlungsströme Berücksichtigung gefunden haben. Die für die Diskontierung der Zahlungsströme herangezogenen risikoangepassten Zinssätze vor Steuern liegen im Geschäftsfeld Fotofinishing zwischen 5,7 % und 11,6 %, im Geschäftsfeld Einzelhandel zwischen 7,5 % und 9,2 % und im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck zwischen 9,2 % und 12,2 %. Dem risikoangepassten Zinssatz der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC – Weighted Average Cost of Capital) zugrunde. Deren Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital Asset Pricing Model (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung des risikoangepassten Zinssatzes für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden spezifische Peergroup-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie der Fremdkapitalkostensatz verwendet. Nicht in den Planungsrechnungen enthaltene Perioden werden durch Ansatz eines Restwerts (Terminal Value) abgebildet. Darüber hinaus werden verschiedene Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Sofern der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit dessen Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrags vorgenommen. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt.

Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Für den Fall, dass sich der Wertminderungsaufwand wieder aufholen sollte, wird der Buchwert des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den neu ermittelten erzielbaren Betrag erhöht. Der erhöhte Buchwert darf jedoch den Buchwert nicht übersteigen, der ermittelt worden wäre (abzüglich planmäßiger Abschreibungen), wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der dieser zugeordnet ist, auf eine Wertminderung hin untersucht. Hierfür wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich Synergien aus dem Zusammenschluss zieht. Dabei entspricht die maximale Größe der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem operativen Geschäftsfeld, wie es auch Teil der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger ist, und knüpft somit am internen Berichtswesen an. Der Werthaltigkeitstest erfolgt mindestens einmal im Jahr und zusätzlich, sofern Anhaltspunkte einer Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorliegen.

Für den Fall, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dem der Geschäftsoder Firmenwert zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag übersteigt, ist dieser zugewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe der festgestellten Differenz abzuschreiben. Einmal vorgenommene Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes dürfen nicht mehr rückgängig gemacht werden. Übersteigt der festgestellte Differenzbetrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes, erfolgt in Höhe des verbleibenden Wertminderungsbetrags eine anteilige Wertminderung der Buchwerte der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte.

14 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist zum Fair Value bewertet. CEWE prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Hinweise auf Wertminderungen vorliegen. Im Finanzanlagevermögen enthaltene Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Hierbei handelt es sich nicht um Planvermögen.

hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch betriebliche Nutzung realisiert werden sollen. Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Sofern sich der beizulegende Zeitwert zu einem späteren Zeitpunkt erhöht, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der erfassten Wertminderung.

15 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sind Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten, deren Buchwerte innerhalb der nächsten zwölf Monate

16 Vorräte

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, sofern sie der Produktion zuzurechnen sind. Angeschaffte Gegenstände des Vorratsvermögens werden nach der Durchschnittswertmethode mit dem gewichteten Durchschnittswert bewertet. Sofern der Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Bestände, die aufgrund von Überalterung oder technischem Fortschritt selten verwendet werden, werden durch Gängigkeitsabschläge abgewertet. Langfristige Fertigungsaufträge liegen nicht vor.

17 Originäre Finanzinstrumente

Originäre Finanzinstrumente setzen sich aus finanziellen Vermögenswerten (Forderungen, übrigen Vermögenswerten, ausgereichten Krediten und Zahlungsmitteln) sowie finanziellen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten) zusammen. Sie werden nach den Vorschriften des IFRS 9 bilanziert und bewertet. Danach erfolgt der Ansatz eines Finanzinstruments, wenn eine Gegenleistung in Zahlungsmitteln bzw. finanziellen Vermögenswerten erbracht wird. Die Einbuchung bzw. Ausbuchung erfolgt hierbei grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten. Unverzinsliche Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden, soweit sie langfristig sind, abgezinst. Die Folgebewertung ist gemäß IFRS 9 abhängig von der nachstehenden Kategorisierung der Finanzinstrumente.

Finanzielle Vermögenswerte

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Finanzbeteiligungen werden zum Fair Value mit Erfassung von Wertänderungen im sonstigen Gesamtergebnis bewertet.

Kredite und Forderungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert werden, werden grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Hierunter fallen langfristige finanzielle Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige übrige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte. Bestehen an der Einbringlichkeit von einzelnen Forderungen Zweifel, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Objektive Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderung. Im Übrigen werden Forderungen nach dem Expected-Loss-Ansatz bewertet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Liquide Mittel werden zum Zeitwert angesetzt. Bestände und Guthaben in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten sowie übrige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

18 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente wie Zins- und Fremdwährungsoptionen, Zinsswaps, kombinierte Zins- und Währungsswaps sowie Rohstofftermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken werden in eng definierten Grenzen eingesetzt. Gemäß den Risikomanagementgrundsätzen werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Handelszwecken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden in der Bilanz zunächst zu Anschaffungskosten und in der Folge zu ihrem Marktwert erfasst. Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten hängt von der Art der zu sichernden Position ab. Für die Bestimmung des Marktwerts werden anerkannte Bewertungsmodelle angewandt. Bei Derivaten, bei denen kein Hedge Accounting angewendet wird, erfolgt der Ansatz zum Fair Value.

135

→ Anhang: B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

→ Anhang: B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

19 Latente Steuern

Gemäß IAS 12 werden aktive und passive latente Steuern für alle temporären Abweichungen von Aktiva und Passiva zwischen Steuer- und IFRS-Bilanz, für Steuergutschriften und Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Zur Berechnung werden die zum Bilanzstichtag jeweils geltenden oder die zukünftig geltenden nationalen Steuersätze angewendet. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung erfasst. Aktive latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden nur insoweit berücksichtigt, als ihre Realisierung hinreichend konkretisiert und wahrscheinlich ist. Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Latente Steuerschulden werden im Rahmen der Rückstellungen ausgewiesen. Sie werden auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode) berechnet und weisen die steuerlichen Effekte aus den Bewertungsunterschieden zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und dem Konzernabschluss aus. Weder aktive noch passive latente Steuern werden abgezinst.

Die Abgrenzungen werden mit den Steuersätzen berechnet, die bei Umkehr der zeitlich befristeten Unterschiede nach heutigem Kenntnisstand zu erwarten sind.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Durchschnittliche Steuersätze zur Ermittlung der latenten Steuern in %

2022 2023
Deutschland 32,00 31,00
Belgien 25,00 25,00
Dänemark 22,00 22,00
Frankreich 25,00 25,00
Großbritannien 19,00 19,00
Niederlande 25,80 25,80
Norwegen 22,00 22,00
Österreich 25,00 25,00
Polen 19,00 19,00
Schweden 20,60 20,60
Schweiz 23,00 23,00
Slowakische Republik 21,00 21,00
Tschechische Republik 19,00 21,00
Ungarn 9,00 9,00
USA 21,00 21,00

20 Eigenkapital

Unter dem Eigenkapital wird das gezeichnete Kapital zum Nennbetrag angesetzt. Das Agio aus der erstmaligen Aktienemission ist als Kapitalrücklage mit dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der ausgegebenen Inhaberstammaktien und dem erzielten Ausgabebetrag bewertet.

Gezeichnetes Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und werden wie bei dieser ausgewiesen. Durch den offen vom Eigenkapital abgezogenen Posten für eigene Anteile werden die eigenen Anteile in Höhe ihrer vollständigen, ursprünglichen Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten zum Zeitpunkt

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

ihres Rückkaufs als Abzugsposten ausgewiesen (siehe Punkt D52, Seiten 162 ff.). Die Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn sind nach Gesetz und Satzung der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, gebildet und mit dem Nominalwert angesetzt. Daneben enthalten sie die über die handelsrechtlichen Ergebnisse hinaus sich ergebenden Unterschiede zu der Rechnungslegung nach IFRS. Ebenso werden solche Effekte ausgewiesen, die aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten entstehen, die sich aus der Fair-Value-Bewertung von Sicherungsgeschäften und Aktienoptionsplänen ergeben (siehe Punkt D51, Seiten 159 ff.), sowie die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen und versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste. Die im Rahmen von sukzessiven Anteilserwerben erfasste Veränderung der stillen Reserven wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.

21 Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen werden entsprechend dem in IAS 19 vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) für leistungsorientierte Altersversorgungszusagen ermittelt. Hiernach wird die zukünftige Verpflichtung ausgehend von den bis zum Bilanzstichtag erworbenen Ansprüchen aus den Zusagen unter Berücksichtigung zusätzlicher Parameter auf ihren Barwert abgezinst. Abweichungen zwischen den Schätzannahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen sowie Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Diese werden direkt im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der laufende Dienstzeitaufwand sowie die in den Pensionsaufwendungen enthaltenen Zinsaufwendungen werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Die genannten Angaben beziehen sich nur auf den Kreis von Mitarbeitern, für die als Pensionsberechtigte eine Pensionsverpflichtung zu passivieren ist.

Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen "Heubeck-Richttafeln 2018 G" bzw. vergleichbaren ausländischen Sterbetafeln ermittelt. Für einige der bilanzierten Pensionszusagen bestehen in geringem Umfang Rückdeckungsversicherungen.

22 Rückstellungen

→ Anhang:

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht. Voraussetzung ist, dass diese Verpflichtung künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt und sich die Belastungen zuverlässig schätzen lassen. Der Ansatz erfolgt, wenn die Wahrscheinlichkeit höher als 50 % liegt, auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden, soweit sie wesentlich sind, in Höhe des Barwerts des erwarteten Vermögensabflusses angesetzt. Die Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen Kapitalmarktsätzen. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

23 Anteilsbasierte Vergütung

Zur bilanziellen Behandlung von Aktienoptionsplänen wird IFRS 2 beachtet. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zusagezeitpunkt ("grant date") wird auf der Grundlage von Marktpreisen (Kursen der Deutschen Börse AG, Frankfurt) unter Berücksichtigung der Ausgabebedingungen sowie allgemein anerkannter Bewertungstechniken für Finanzinstrumente ermittelt. Bei der Bewertung werden der Ausübungspreis, die Laufzeit, der augenblickliche Marktwert des Optionsgegenstandes (CEWE-Aktie), die erwartete Volatilität des Marktpreises, die zu erwartenden Dividenden auf die Aktien sowie der risikofreie Zinssatz für die Laufzeit der Optionen einbezogen. Als Besonderheiten der Ausübungsmöglichkeit werden weiterhin die notwendige Wartezeit (Sperrfrist) sowie gegebenenfalls die möglichst frühzeitige Optionsausübung durch die Berechtigten beachtet. In der folgenden Bilanzierung wird der ermittelte Wert der Aktienoptionen auf die Laufzeit unter Berücksichtigung der angenommenen Dienstzeit bzw. Fluktuation der Berechtigten aufwandsmäßig verteilt. Die im Rahmen der ausgegebenen Optionsrechte eingenommenen Optionsprämien werden in den Gewinnrücklagen erfasst.

24 Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten

Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst.

Geschäftsbericht 2023

138

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Anhang: C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

25 Eventualschulden und Eventualforderungen

Als Eventualschulden werden Schulden ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht in der Bilanz erfasst wurde, weil

  • der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder
  • die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualschuld offengelegt.

Eventualforderungen werden nicht bilanziert und nur dann angegeben, wenn der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Sie beinhalten mögliche Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle der Gesellschaft stehen.

26 Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

27 Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern in TEuro

2022 Anteil
in %
2023 Anteil
in %
Erlöse Fotofinishing 616.073 84,1 658.762 84,4
Veränderung zum Vorjahr (in %) – 4,8 6,9
Erlöse Einzelhandel 32.385 4,4 31.295 4,0
Veränderung zum Vorjahr (in %) – 8,7 – 3,4
Erlöse Kommerzieller Online-Druck 86.495 11,8 92.161 11,8
Veränderung zum Vorjahr (in %) – 2,6 6,6
Sonstiges 0 0,0 0 0,0
Veränderung zum Vorjahr (in %) 15,9
Intersegment-Umsätze – 2.223 – 0,3 – 2.020 – 0,3
Veränderung zum Vorjahr (in %) – 74,1 9,1
Erlöse gesamt 732.730 100,0 780.198 100,0

Die Umsätze fallen größtenteils durch den Verkauf der Produkte von CEWE an, daher erfolgt die Aufteilung in vorstehender Tabelle nach Geschäftsfeldern.

Geschäftsbericht 2023

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Anhang:

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Umsatz nach geografischen Regionen teilt sich nach der folgenden Zuordnung auf. Die Zuordnung der Umsätze mit externen Kunden erfolgt nach dem geografischen Ort des Geschäftsbetriebs des Kunden.

Umsatz nach geografischen Regionen in TEuro

2022 2023
Inland 392.178 417.124
Ausland 340.552 363.074
Gesamt 732.730 780.198

Die Umsätze mit Handelspartnern werden nach Abzug aller Erlösschmälerungen gezeigt. Hierbei werden oftmals retrospektiv wirkende Rabatte vereinbart, die auf dem Gesamtumsatz eines Zeitraums basieren. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises abzüglich der vereinbarten Rabatte erfasst. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit (ausgewiesen in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) wird für voraussichtlich an den Kunden zu zahlende Rabatte für bis zum Ende der Berichtsperiode getätigte Verkäufe erfasst. Verkäufe über den Mailorderversand werden im Fotofinishing und Kommerziellen Online-Druck überwiegend mittels Vorkasse erfasst. Über die von CEWE betriebenen Einzelhandelsgeschäfte werden Foto-Hardware sowie Fotofinishing-Produkte verkauft. Die Zahlung des Transaktionspreises ist sofort fällig, wenn der Kunde das Produkt erwirbt und die Lieferung im Ladengeschäft abnimmt. Sonstige Erlöse, die nicht aus der Lieferung und Leistung typischer Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen stammen (gewöhnliche Geschäftstätigkeit der CEWE-Gruppe), werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zum Stichtag liegen keine Verträge vor, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung des versprochenen Guts bzw. der Dienstleistungen auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden ein Jahr überschreitet. Entsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst.

28 Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge in TEuro

2022 2023
Mieteinnahmen 3.808 4.159
Nebenerlöse aus Verkäufen an Dritte 6.969 4.145
Erträge aus weiterberechneten Aufwendungen 3.604 3.258
Erträge aus Währungsumrechnungen 2.425 2.429
Kostenerstattungen eigenes Personal 1.384 2.334
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.689 2.012
Erträge aus Mahngebühren 757 760
Erträge aus dem Eingang wertberichtigter Forderungen 1.461 426
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 96 188
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.964 5.783
Sonstige betriebliche Erträge gesamt 29.157 25.494

Die Nebenerlöse aus Verkäufen an Dritte betreffen die Erlöse aus Aluminiumverkäufen aus der Vermarktung von im Offsetdruck genutzten Druckplatten sowie Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens.

Die Erträge aus weiterberechneten Aufwendungen beinhalten insbesondere Weiterberechnungen von Verkaufshilfsmitteln, Werbeleistungen, Logistik- und sonstigen Transportleistungen.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen verschiedene Einzelposten im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Rückstellungen wurden aufgelöst, wenn nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag nicht mehr oder mit einer geringeren Inanspruchnahme zu rechnen war.

tionäre 3 Zusammengefasster L

140

→ Anhang: C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursveränderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt oder der Bewertung monetärer Posten zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (siehe Punkt C31, Seite 142) ausgewiesen.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge sowie sonstige, anderen Erläuterungspositionen nicht zuzuordnende Sachverhalte enthalten.

29 Materialaufwand

Materialaufwand in TEuro

2022 2023
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren – 155.634 – 164.072
Aufwendungen für bezogene Leistungen – 24.906 – 23.308
Materialaufwand gesamt – 180.540 – 187.380

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten im Geschäftsfeld Fotofinishing insbesondere Bezüge von Fotopapier, Fototaschen, Chemie und sonstigen Verpackungen, während im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck im Wesentlichen Aufwendungen für Druckplatten, Papier und Frachtaufwand ausgewiesen werden. Für den Bereich Einzelhandel beinhaltet diese Position den Bezug von Handelswaren.

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Fremdarbeiten in den Geschäftsfeldern Fotofinishing und Kommerzieller Online-Druck enthalten.

30 Personalaufwand

Personalaufwand in TEuro

2022 2023
Löhne und Gehälter – 166.901 – 181.380
Soziale Abgaben – 32.092 – 34.324
Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 3.543 – 3.157
Personalaufwand gesamt – 202.536 – 218.861

Mitarbeitende Anzahl

2022 2023
Angestellte 2.343 2.427
Gewerbliche Arbeitnehmer:innen 1.305 1.304
Mitarbeitende gesamt 3.648 3.731

Mitarbeitende nach Geschäftsfeldern Anzahl

Mitarbeitende gesamt 3.648 3.731
Sonstige 54 55
Kommerzieller Online-Druck 459 487
Einzelhandel 411 405
Fotofinishing 2.724 2.784
2022 2023

Die obigen Angaben beziehen sich auf den Jahresdurchschnitt. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren insgesamt 3.955 Arbeitnehmer:innen im Konzern beschäftigt (31. Dezember 2022: 3.920 Arbeitnehmer:innen).

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

→ Anhang:

Auf Löhne gewerblicher Arbeitnehmer:innen entfallen 63.312 TEuro (Vorjahr: 59.160 TEuro), auf Gehälter angestellter Arbeitnehmer:innen entfallen 118.068 TEuro (Vorjahr: 107.741 TEuro).

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betreffen überwiegend Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen; für Organmitglieder der geschäftsführenden Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg, als persönlich haftende Gesellschafterin hat sich die Pensionsrückstellung um 3.379 TEuro erhöht (Vorjahr: 5.220 TEuro reduziert). Im Übrigen wird auf die Ausführungen zu den langfristigen Rückstellungen für Pensionen verwiesen (siehe Punkt D55, Seiten 165 ff.).

Die Zugangsbewertung der Aktienoptionspläne erfolgt anhand der in der folgenden Tabelle dargestellten Parameter:

Parameter Aktienoptionspläne

2019 2021 2022 2023
Zeitwert in TEuro 357 631 664 519
Sonstiger Personalaufwand
p. a.
in TEuro 89 158 166 130
Ende der Sperrfrist 31.12.2023 31.12.2025 31.12.2026 31.12.2027
Erfolgsziel in % vom Basispreis 125 120 120 120
Exit Rate in % 3,00 3,00 3,00 3,00
Risikoloser Zinssatz in % – 0,70 – 0,42 2,01 2,69
Historische Volatilität in % 27,90 28,29 29,31 28,94

Die sich aus der Zugangsbewertung der Aktienoptionspläne (IFRS 2.10 ff.) ergebenden Zeitwerte werden zeitanteilig bis zum Ende der jeweiligen Sperrfrist abgegrenzt, als "Sonstiger Personalaufwand" berücksichtigt und gegen die Rücklagen im Eigenkapital gebucht. Zu der Struktur der Aktienoptionspläne wird auf die Erläuterungen zum Eigenkapital verwiesen (siehe Punkt D51 Seiten 159 ff.). Im Einzelnen wurde für die Bewertungen jeweils eine Monte-Carlo-Simulation eingesetzt. Dabei wurde eine Simulation des lognormalverteilten Prozesses für den Kurs der CEWE-Aktie durchgeführt, um das Erfolgsziel in Form der Steigerung des durchschnittlichen Schlusskurses gegenüber dem Basispreis an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen abzubilden.

Ebenso wurden in den Simulationen entsprechend dem von Hull und White vorgeschlagenen Ansatz auf modifizierter Basis die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung unter Berücksichtigung der Ausübungsfenster und das sogenannte frühzeitige Ausübungsverhalten der Berechtigten berücksichtigt. Es wurde simuliert, dass nach der Sperrfrist pro Jahr über eine Exit Rate in 3,00 % Aktienoptionen bei entsprechender Möglichkeit wegen Ausscheidens aus dem Unternehmen sofort ausgeübt werden. Der risikofreie Zinssatz für die Laufzeit wurde zum jeweiligen Stichtag des 30. Dezember des Jahres angenommen. Es wurde mit diskreten Dividenden gerechnet; als Berechnungsbasis wurden die öffentlich verfügbaren Schätzungen verwendet. Schließlich wurde die historische Volatilität herangezogen und auf den 30. Dezember des jeweiligen Jahres angesetzt. Direkte Leistungen für Unterstützung sind nicht angefallen.

→ Anhang: C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

31 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen in TEuro

2022 2023
Vertriebskosten – 163.424 – 173.222
Verwaltungskosten – 40.187 – 42.061
Betriebskosten – 12.705 – 12.632
Raumkosten – 12.560 – 14.090
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen – 3.548 – 2.578
Kfz-Kosten – 2.440 – 2.621
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen – 1.343 – 1.320
Übrige betriebliche Aufwendungen – 16.595 – 17.582
Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt – 252.802 – 266.106

Als wesentliche Position enthalten die Vertriebskosten Aufwendungen für die Fahrdienste und den Versand für Filial- und Mailordergeschäft im Mailordergeschäft des Fotofinishings sowie Marketingaufwendungen. Die Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen betreffen überwiegend Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (2023: 854 TEuro, 2022: 936 TEuro), die sich aus der Einschätzung des Ausfalls zukünftiger Rückflüsse ergeben.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten im Wesentlichen Währungsverluste aus Kursveränderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursgewinne aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (siehe Punkt C28, Seiten 139 f.) ausgewiesen.

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr neben den Kosten für fremde Dienstleistungen und Personal in Höhe von 3.377 TEuro (Vorjahr: 3.656 TEuro) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 382 TEuro (Vorjahr: 380 TEuro) enthalten.

Honorare Abschlussprüfer in TEuro

2022 2023
Abschlussprüfungsleistungen 416 1 410
Andere Bestätigungsleistungen 40 37
Gesamt 456 447

1 Davon für das Vorjahr 20 TEuro

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalten im Wesentlichen Entgelte für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Einzelabschlüsse der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen betreffen die prüferische Durchsicht der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung. In den Prüfungsleistungen enthalten sind unter anderem prüferische Durchsichten von Quartalsabschlüssen.

Geschäftsbericht 2023

Die Aufteilung der Abschreibungen und außerplanmäßigen Abschreibungen ist dem
Anlagespiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr wurden auf
Geschäfts- oder Firmenwerte keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

33 Finanzerträge und Finanzaufwendungen

32 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

des Anlagevermögens und Sachanlagen

Finanzerträge/Finanzaufwendungen in TEuro

2022 2023
Erträge aus Beteiligungen 695 5.441
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43 512
Finanzerträge 738 5.953
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 448 – 458
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten – 1.094 – 1.488
Finanzaufwendungen – 1.542 – 1.946

Erträge aus Beteiligungen beinhalten Gewinnausschüttungen aus Beteiligungen an Startup-Unternehmen in Höhe von 5.441 TEuro (Vorjahr: 695 TEuro).

34 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Effektive und latente Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in TEuro

2022 2023
Effektive Steuern Inland 1 – 22.778 – 25.954
Effektive Steuern Ausland 2 – 1.730 – 3.079
Effektive Steuern gesamt – 24.508 – 29.033
Latente Steuern Inland 758 877
Latente Steuern Ausland 2 – 146
Latente Steuern gesamt 760 731
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gesamt – 23.748 – 28.302
1 Davon periodenfremd Inland – 210 – 465
2 Davon periodenfremd Ausland 72 – 279

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen im Inland die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer. Im Ausland sind die vergleichbaren Ertragsteuern der Tochtergesellschaften enthalten.

Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen aus Steuersatzänderungen oder aus der Einführung neuer nationaler oder ausländischer Steuern.

143

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

→ Anhang:

$$
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\boxed{\quad} & \heartsuit & \heartsuit & \heartsuit \
\end{array}
$$

→ Anhang: C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand lässt sich aus dem erwarteten Ertragsteueraufwand wie folgt entwickeln:

Überleitung Ertragsteueraufwand in TEuro

2022 2023
Ergebnis vor Steuern 74.813 87.917
Theoretischer Steuersatz (in %) 30,0 30,0
Erwarteter Ertragsteueraufwand 22.445 26.376
Erhöhung und Minderung der Ertragsteuerbelastung durch:
Abweichung durch Anwendung des lokalen Steuersatzes – 371 – 305
Abweichung durch unterschiedliche Bemessungsgrundlagen
– Steuerfreie Erträge (–) – 1.869 – 2.626
– Sonstige steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen 0 0
– Nicht abzugsfähige Aufwendungen (+) 3.150 2.665
– Abschreibungen auf steuerlich nicht ansetzbare Posten 0 0
Ansatz und Bewertung latenter Steuern
– Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 1.359 2.579
– Zuschreibung/Nachträglicher Ansatz latenter Steuern – 82 – 226
Aperiodische Effekte
– Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen (–) – 415 – 561
– Andere aperiodische Effekte – 463 404
Sonstige Effekte – 6 – 4
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 23.748 28.302

Für die Gesamtertragsteuerbelastung wird ein theoretischer Steuersatz von 30,0 % (Vorjahr: 30,0 %) zugrunde gelegt. Er setzt sich aus einem Steuersatz von 15,0 % für Körperschaftsteuer (Vorjahr: 15,0 %), 5,5 % für den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuerschuld (Vorjahr: 5,5 %) sowie einem pauschalen Durchschnitt von rund 14 % für Gewerbeertragsteuer (Vorjahr: 14,0 %) zuzüglich geringfügiger Rundung zusammen.

Die bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern entfielen auf Wertunterschiede bei folgenden Bilanzpositionen sowie auf Verlustvorträge:

Zuordnung der latenten Steuerabgrenzungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Verlustvorträge und Steuergutschriften 7.091 0 6.034 0
Sachanlagen 173 – 10.027 127 – 7.427
Immaterielle Vermögenswerte 1.755 – 1.573 1.969 – 1.356
Finanzanlagen 336 – 1.036 331 0
Vorräte 315 0 320 – 10
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 195 – 389 22 – 173
Sonderposten für Investitionszuwendungen
(Investitionszuschüsse)
43 – 6 43 0
Pensionsrückstellungen 5.049 0 6.088 0
Sonstige Rückstellungen 294 – 2 440 – 2
Finanzverbindlichkeiten 6.186 0 5.304 0
Übrige Verbindlichkeiten 3.100 0 1.618 0
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0
Steuerabgrenzungen auf temporäre
Differenzen
24.537 – 13.033 22.296 – 8.968
Saldierung – 10.889 10.889 – 7.379 7.379
Bilanzposten 13.648 – 2.144 14.917 – 1.589

Sämtliche Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern waren im Geschäftsjahr und im Vorjahr mit Ausnahme eines Teils der aktiven latenten Steuern bei den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam. Die erfolgsneutrale Veränderung der aktiven latenten Steuern bei den Pensionsrückstellungen beträgt im Geschäftsjahr 1.075 TEuro (Vorjahr: 3.112 TEuro).

Der gesamte Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste beläuft sich auf 65.022 TEuro (Vorjahr: 80.657 TEuro). Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 30.740 TEuro (Vorjahr: 31.414 TEuro) wurden aktive latente Steuern bilanziert. Für die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge ist die künftige Realisierbarkeit

145

→ Anhang: C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

ausschlaggebend, die im Wesentlichen von künftigen steuerlichen Gewinnen während jener Perioden, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können, abhängt. Für die Aktivierung wird von jenen Gewinnerwartungen ausgegangen, die für wahrscheinlich gehalten werden. Auf Basis der genehmigten Budgets und Geschäftspläne geht CEWE davon aus, dass die latenten Steueransprüche unter Verwendung des geschätzten zukünftigen zu versteuernden Einkommens realisierbar sind. Von den Verlustvorträgen sind 64.403 TEuro (Vorjahr: 74.568 TEuro) unbegrenzt vortragsfähig.

Gesamtertragsteueraufwand im Eigenkapital in TEuro

2022 2023
In der GuV ausgewiesener Ertragsteueraufwand – 23.748 – 28.302
Im Eigenkapital direkt ausgewiesener Steueraufwand – 3.112 – 1.142
Gesamtertragsteueraufwand im Eigenkapital – 26.860 – 29.444

Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen

2022 2023
Ergebnis nach Steuern in TEuro 51.056 59.615
Gewichteter Durchschnitt unverwässerte Aktienzahl in Stück 7.089.068 7.071.350
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 7,20 8,43
Konzernergebnis nach Ergebnisanteilen Dritter in TEuro 51.056 59.615
Gewichteter Durchschnitt unverwässerte Aktienzahl in Stück 7.089.068 7.071.350
Verwässernder Effekt der ausgegebenen Aktienoptionen in Stück 16.756 8.466
Gewichteter Durchschnitt verwässerte Aktienzahl in Euro 7.105.824 7.079.816
Verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 7,19 8,42

Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

2022 2023
Ergebnis nach Steuern in TEuro 9 – 2.302
Gewichteter Durchschnitt unverwässerte Aktienzahl in Stück 7.089.068 7.071.350
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,00 – 0,33
Konzernergebnis nach Ergebnisanteilen Dritter in TEuro 9 – 2.302
Gewichteter Durchschnitt verwässerte Aktienzahl in Stück 7.089.068 7.071.350
Verwässernder Effekt der ausgegebenen Aktienoptionen in Stück 16.756 8.466
Gewichteter Durchschnitt verwässerte Aktienzahl in Euro 7.105.824 7.079.816
Verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,00 – 0,32

35 Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie Konzern

Q4 2022 2022 Q4 2023 2023
Ergebnis nach Steuern in TEuro 52.379 51.065 57.754 57.313
Gewichteter Durchschnitt
unverwässerte Aktienzahl
in Stück 7.066.395 7.089.068 7.054.079 7.071.350
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 7,41 7,20 8,19 8,10
Konzernergebnis nach
Ergebnisanteilen Dritter
in TEuro 52.379 51.065 57.754 57.313
Gewichteter Durchschnitt
verwässerte Aktienzahl
in Stück 7.066.395 7.089.068 7.054.079 7.071.350
Verwässernder Effekt der
ausgegebenen Aktienoptionen
in Stück 15.978 16.756 8.843 8.466
Gewichteter Durchschnitt
verwässerte Aktienzahl
in Euro 7.082.373 7.105.824 7.062.922 7.079.816
Verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 7,40 7,19 8,18 8,10
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 146
→ Anhang:
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
D. Erläuterungen zur Bilanz
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Ergebnis nach Steuern und
dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen
Die Angabe des verwässerten Ergebnisses je Aktie zum 31. Dezember 2023 erfolgt zu
Vergleichszwecken. Die eigenen Anteile werden bei der Ermittlung des verwässerten

Ergebnisses je Aktie nicht einbezogen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Aktienzahl abzüglich der eigenen Anteile ermittelt.

Anlagevermögen gesamt der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Entwicklung 2023 in TEuro

Sachanlagen Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Geschäfts- oder
Firmenwerte
Immaterielle
Vermögenswerte
Langfristige
Finanzanlagen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 594.613 35.599 124.163 152.780 10.339 917.494
Änderungen Konsolidierungskreis – 25 – 3.839 – 3.864
Währungsänderungen 518 – 23 495
Zugänge 58.424 317 4.838 2.951 66.530
Abgänge – 19.840 – 9.337 – 5.954 – 35.131
Umbuchungen – 2.780 135 – 5.547 – 8.192
Stand am 31.12. 630.910 36.051 120.324 142.711 7.336 937.332
Abschreibungen
Stand am 01.01. 369.914 16.583 42.388 128.222 658 557.765
Änderungen Konsolidierungskreis – 3.839 – 3.839
Währungsänderungen 397 – 36 361
Zugänge planmäßig 44.969 649 7.244 52.862
Zugänge außerplanmäßig 1.209 786 1.995
Abgänge – 17.345 – 9.314 – 26.659
Umbuchungen – 2.167 – 5.507 – 7.674
Stand am 31.12. 396.977 17.232 38.549 121.395 658 574.811
Buchwert am 31.12. 233.933 18.819 81.775 21.316 6.678 362.521
1 CEWE auf einen Blick
-- ------------------------- -- -- --

Entwicklung 2022 in TEuro

Sachanlagen Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Geschäfts- oder
Firmenwerte
Immaterielle
Vermögenswerte
Langfristige
Finanzanlagen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 553.582 33.180 120.146 147.801 10.447 865.156
Änderungen Konsolidierungskreis 3.585 1.828 5.413
Währungsänderungen – 1.806 – 367 – 2.173
Zugänge 56.911 2.419 4.017 5.458 1.293 70.098
Abgänge – 17.624 – 1.975 – 1.401 – 21.000
Umbuchungen – 35 35
Stand am 31.12. 594.613 35.599 124.163 152.780 10.339 917.494
Abschreibungen
Stand am 01.01. 341.199 16.089 42.388 121.810 658 522.144
Währungsänderungen – 1.085 – 327 – 1.412
Zugänge planmäßig 44.367 494 8.570 53.431
Zugänge außerplanmäßig 45 114 159
Abgänge – 14.565 – 1.945 – 16.510
Zuschreibungen – 47 – 47
Stand am 31.12. 369.914 16.583 42.388 128.222 658 557.765
Buchwert am 31.12. 224.699 19.016 81.775 24.558 9.681 359.729
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

Umgliederung von Anlagevermögen in "Vermögenswerte klassifiziert als zur Veräußerung gehalten" in TEuro

Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Umgliederung
Abschreibungen
Umgliederung
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken – 855 408 – 447
2. Technische Anlagen und Maschinen – 1.597 1.558 – 39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung – 262 201 – 61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50 0 50
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. erworbene Software – 2.993 2.972 – 21
2. selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte – 124 124 0
3. Kundenstamm und Markenrechte – 2.411 2.411 0
Gesamt – 8.192 7.674 – 518

36 Sachanlagen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen. Die dort gezeigten planmäßigen Abschreibungen sowie die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen gezeigt. Aufgrund von Werthaltigkeitstests wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf technisch nur noch eingeschränkt nutzbare Anlagen in Höhe von 1.209 TEuro vorgenommen (Vorjahr: 45 TEuro).

Der Buchwert des nur zeitweise ungenutzten Sachanlagevermögens ist von untergeordneter Bedeutung; Gleiches gilt für das Sachanlagevermögen, das endgültig nicht mehr genutzt wird. Es wird davon ausgegangen, dass der Zeitwert der Sachanlagen nicht wesentlich vom Buchwert abweicht. Verpfändetes Sachanlagevermögen besteht nicht. Der Betrag der Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen (Bestellobligo) beläuft sich auf 9.532 TEuro (Vorjahr: 17.943 TEuro).

CEWE auf einen Bl
-- -- ------------------- --

$$
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
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\end{array}
\begin{array}{ccc}
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\begin{array}{ccc}
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\end{array}
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\end{array}
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\begin{array}{ccc}
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\begin{array}{ccc}
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\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}
\end{array}
\begin{array}{ccc}
\end{array}$$

Entwicklung der Sachanlagen 2023 in TEuro Entwicklung der Sachanlagen 2022 in TEuro
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten ein
schließlich der
Bauten auf
fremden Grund
stücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im
Bau
Gesamt Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten ein
schließlich der
Bauten auf
fremden Grund
stücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im
Bau
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand am 01.01. 180.986 289.335 104.267 20.025 594.613 Stand am 01.01. 166.170 282.260 101.780 3.372 553.582
Änderungen
Konsolidierungskreis
– 71 46 – 25 Änderungen
Konsolidierungskreis
3.374 211 3.585
Währungsänderungen – 352 366 271 233 518 Währungsänderungen – 783 – 493 – 523 – 7 – 1.806
Zugänge 14.621 20.204 11.610 11.989 58.424 Zugänge 15.516 11.519 10.354 19.522 56.911
Abgänge – 5.574 – 5.885 – 8.380 – 1 – 19.840 Abgänge – 3.468 – 6.507 – 7.649 – 17.624
Umbuchungen 2.726 8.794 – 525 – 13.775 – 2.780 Umbuchungen 177 2.556 94 – 2.862 – 35
Stand am 31.12. 192.407 312.743 107.289 18.471 630.910 Stand am 31.12. 180.986 289.335 104.267 20.025 594.613
Abschreibungen Abschreibungen
Stand am 01.01. 67.936 219.679 82.299 369.914 Stand am 01.01. 57.791 203.654 79.754 341.199
Währungsänderungen – 103 269 231 397 Währungsänderungen – 341 – 314 – 430 – 1.085
Zugänge planmäßig 11.932 22.552 10.485 44.969 Zugänge planmäßig 11.532 22.677 10.158 44.367
Zugänge außerplanmäßig 397 812 1.209 Zugänge außerplanmäßig 8 37 45
Abgänge – 3.656 – 5.473 – 8.216 – 17.345 Abgänge – 999 – 6.340 – 7.226 – 14.565
Umbuchungen – 404 – 1.210 – 553 – 2.167 Umbuchungen – 6 6
Stand am 31.12. 76.102 236.629 84.246 396.977 Zuschreibungen – 47 – 47
Buchwert am 31.12. 116.305 76.114 23.043 18.471 233.933 Stand am 31.12. 67.936 219.679 82.299 369.914

Buchwert am 31.12. 113.050 69.656 21.968 20.025 224.699

Zum 31. Dezember 2023 schließen die Sachanlagen die folgenden Beträge mit ein, bei denen der Konzern nach IFRS 16 Leasingnehmer war:

Zugänge, Abschreibungen und sonstige Veränderungen bei geleasten Sachanlagen 2023 in TEuro

Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten ein
schließlich der
Bauten auf
fremden Grund
stücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im
Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01. 75.673 832 5.670 82.175
Änderungen
Konsolidierungskreis
46 46
Währungsänderungen – 527 50 30 – 447
Zugänge 6.890 176 2.582 9.648
Abgänge – 5.482 – 605 – 1.572 – 7.659
Umbuchungen – 841 – 841
Stand am 31.12. 75.713 453 6.756 82.922
Abschreibungen
Stand am 01.01. 29.246 649 3.550 33.445
Währungsänderungen – 143 51 16 – 76
Zugänge planmäßig 8.862 129 2.109 11.100
Zugänge außerplanmäßig 397 397
Abgänge – 3.637 – 606 – 1.511 – 5.754
Umbuchungen – 395 – 395
Stand am 31.12. 34.330 223 4.164 38.717
Buchwert am 31.12. 41.383 230 2.592 44.205

Zugänge, Abschreibungen und sonstige Veränderungen bei geleasten Sachanlagen 2022 in TEuro

Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten ein
schließlich der
Bauten auf
fremden Grund
stücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im
Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01. 71.482 905 5.469 77.856
Änderungen
Konsolidierungskreis
3.354 11 3.365
Währungsänderungen – 923 33 – 35 – 925
Zugänge 5.186 147 1.938 7.271
Abgänge – 3.426 – 253 – 1.713 – 5.392
Stand am 31.12. 75.673 832 5.670 82.175
Abschreibungen
Stand am 01.01. 21.923 564 3.293 25.780
Währungsänderungen – 400 31 – 25 – 394
Zugänge planmäßig 8.688 307 1.921 10.916
Abgänge – 965 – 253 – 1.639 – 2.857
Stand am 31.12. 29.246 649 3.550 33.445
Buchwert am 31.12. 46.427 183 2.120 48.730

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Aufteilung zwischen im Eigentum befindlichen Sachanlagen und geleasten Sachanlagen 2023 in TEuro

Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten ein
schließlich der
Bauten auf
fremden Grund
stücken
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen im
Bau
Gesamt
Im Eigentum befindliche
Sachanlagen
74.922 75.884 20.451 18.471 189.728
Geleaste Sachanlagen 41.383 230 2.592 44.205
Buchwert am 31.12.2023 116.305 76.114 23.043 18.471 233.933

Aufteilung zwischen im Eigentum befindlichen Sachanlagen und geleasten Sachanlagen 2022 in TEuro

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt Im Eigentum befindliche Sachanlagen 66.623 69.473 19.848 20.025 175.969 Geleaste Sachanlagen 46.427 183 2.120 – 48.730 Buchwert am 31.12.2022 113.050 69.656 21.968 20.025 224.699 Folgende Beträge sind in der Berichtsperiode für Leasingaktivitäten angefallen:

in TEuro

2022
Betrag
2023
Betrag
Aufwand für Leasingverbindlichkeiten über Vermögenswerte
von geringem Wert
200 200
Aufwand für variable Leasingzahlungen, der in die Bewertung
von Leasingverbindlichkeiten nicht einbezogen wurde
65 0
Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse im Cash Flow
aus der betrieblichen Tätigkeit
265 200
Zahlungsmittelabflüsse für Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten 9.717 9.468
Zahlungsmittelabflüsse für Zinsen im Zusammenhang
mit Leasingverbindlichkeiten
1.094 1.488

Die konzerninternen Lieferungen und Leistungen (z. B. Digitaldruckmaschinen, CEWE Fotostationen) werden auf der Basis sowohl von Marktpreisen als auch von Verrechnungspreisen vorgenommen, die auf der Grundlage des "Dealing at arm's length"-Grundsatzes (Fremdvergleichsgrundsatz) ermittelt wurden. Im Anlagevermögen enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Bei den erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und entsprechend latente Steuern in Ansatz gebracht.

Geschäftsbericht 2023

37 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um Gewerbeimmobilien in Bad Schwartau und Berlin sowie um die Teile des Betriebsgrundstücks des Dresdner Produktionsstandortes, die fremdvermietet und nicht mehr betrieblich genutzt werden. Die nicht betrieblich genutzten Gebäude werden gemäß IAS 40 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die den planmäßigen linearen Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern liegen bei 25 bis 50 Jahren. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von 317 TEuro (Vorjahr: 2.419 TEuro). Im Geschäftsjahr betrugen die Mieteinnahmen 2.512 TEuro (Vorjahr: 2.440 TEuro). Auf die vermieteten Objekte entfielen einschließlich Abschreibungen, Instandhaltung und Nebenkosten Aufwendungen in Höhe von 2.046 TEuro (Vorjahr: 1.668 TEuro).

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt 26.574 TEuro (Vorjahr: 30.173 TEuro). Der beizulegende Zeitwert wurde dabei intern ermittelt.

38 Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben. Die Entwicklung der Werte nach Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte 2023 in TEuro

Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
Online-Druck
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 59.251 366 22.158 81.775
Stand am 31.12. 59.251 366 22.158 81.775

Entwicklung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in TEuro

2022 2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 33.180 35.599
Zugänge 2.419 317
Stand am 31.12. 35.599 36.051
Abschreibungen
Stand am 01.01. 16.089 16.583
Zugänge planmäßig 494 649
Stand am 31.12. 16.583 17.232
Buchwert am 31.12. 19.016 18.819

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Anhang:

D. Erläuterungen zur Bilanz

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte 2022 in TEuro

Fotofinishing Einzelhandel Kommerzieller
Online-Druck
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 55.234 366 22.158 77.758
Zugänge 4.017 4.017
Stand am 31.12. 59.251 366 22.158 81.775

Für die CEWE-Gruppe wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte sind den folgenden Geschäftsfeldern am Bilanzstichtag zugeordnet:

Geschäftsfeld und zahlungsmittelgenerierende Einheit in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Kommerzieller Online-Druck SAXOPRINT 17.809 20.489
Kommerzieller Online-Druck LASERLINE 2.680
Kommerzieller Online-Druck viaprinto 1.668 1.668
Fotofinishing Cheerz 31.198 31.198
Fotofinishing WhiteWall 18.040 18.040
Fotofinishing Diginet 2.874 2.874
Fotofinishing DeinDesign 2.515 2.515

Das operative Geschäft der zahlungsmittelgenerierenden Einheit LASERLINE ist im Rahmen eines konzerninternen Asset-Deals in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit SAXOPRINT aufgegangen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag durch die Bestimmung des Nutzungswerts ermittelt. Hierzu werden Zahlungsstromprognosen verwendet, die auf der verabschiedeten Unternehmensplanung basieren. Im Detailplanungszeitraum der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte wird im Geschäftsfeld Fotofinishing ein durchschnittiches jährliches Umsatzwachstum von rund 5,5 % (Vorjahr: 5,8 %) unterstellt und im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck 4,8 % (Vorjahr: 8,2 %). Über fünf Jahre hinausgehende Zahlungsströme werden in Anwendung unten aufgeführter Wachstumsraten extrapoliert. Die Planungen beruhen auf Vergangenheitserfahrungen, den aktuellen Geschäftsergebnissen und den bestmöglichen Schätzungen zu wesentlichen Entwicklungen einzelner Einflussfaktoren wie Entwicklung von Beschaffungspreisen oder Marktwachstum.

Im Folgenden werden für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit mit einem wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwert die langfristige Wachstumsrate und Diskontierungsrate für die Nutzwertkalkulation angegeben sowie der erzielbare Betrag im Falle von Wertberichtigungen.

2023 in %

SAXOPRINT viaprinto Cheerz WhiteWall Diginet DeinDesign
Langfristige
Wachstumsrate
1,0 1,0 0,75 0,75 0,75 0,75
Vorsteuerzinssatz 7,88 7,94 8,32 9,34 9,73 8,82
2022 in %
SAXOPRINT LASERLINE viaprinto Cheerz WhiteWall Diginet DeinDesign
Langfristige
Wachstumsrate
1,0 1,0 1,0 0,75 0,75 0,75 0,75
Vorsteuerzinssatz 8,03 7,65 8,18 6,48 8,31 8,77 8,14

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Bandbreite der Diskontierungszinssätze vor Steuern liegt in den jeweiligen Geschäftsfeldern wie folgt:

Geschäftsfelder 2023

Geschäfts- oder
Firmenwert
in TEuro
Bandbreite des
Diskontierungs
zinssatzes
in %
Fotofinishing 59.251 5,7 bis 11,6
Einzelhandel 366 7,5 bis 9,2
Kommerzieller Online-Druck 22.158 9,2 bis 12,2
Gesamt 81.775 5,7 bis 12,2

Geschäftsfelder 2022

Geschäfts- oder
Firmenwert
Bandbreite des
Diskontierungs
zinssatzes
in TEuro in %
Fotofinishing 59.251 4,3 bis 11,1
Einzelhandel 366 6,3 bis 11,4
Kommerzieller Online-Druck 22.158 8,2 bis 11,9
Gesamt 81.775 4,3 bis 11,9

Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen CEWE tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Zahlungsströme für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu zusätzlichen Wertberichtigungen oder, falls sich die erwarteten Entwicklungen umkehren sollten, zu Wertaufholungen führen können, sofern es sich nicht um Geschäftsoder Firmenwerte handelt.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für zahlungsmittelgenerierende Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wurden eine Minderung der EBIT-Margen in der ewigen Rente um 10 % sowie eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um 1 Prozentpunkt angenommen. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit DeinDesign hätte sich bei der Erhöhung des Diskontierungssatzes eine Wertminderung des Buchwertes des Geschäfts- oder Firmenwertes um 409 TEuro ergeben. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Cheerz hätte sich bei der Erhöhung des Diskontierungssatzes eine Wertminderung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwertes um 1.761 TEuro ergeben. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. für die Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergibt sich auf dieser Grundlage kein Wertminderungsbedarf.

39 Immaterielle Vermögenswerte

Bei Software und ähnlichen Schutzrechten handelt es sich um erworbene ERP-Software, verschiedene Office-Produkte für Arbeitsplatzrechner sowie Neu- und Nachaktivierungen bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten für den internen Gebrauch und zur Marktunterstützung in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Kommerzieller Online-Druck. Im Rahmen der selbst erstellten Software wurden Eigenleistungen von 596 TEuro (Vorjahr: 518 TEuro) aktiviert.

Aufgrund von Werthaltigkeitstests wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von neuen Erkenntnissen in Höhe von 757 TEuro auf erworbene Software (Geschäftsfeld Fotofinishing) sowie 29 TEuro (Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck) auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte vorgenommen (Vorjahr: 14 TEuro (Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck).

Für immaterielle Vermögenswerte bestand ein Bestellobligo in Höhe von 510 TEuro (Vorjahr: 936 TEuro).

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

CEWE verfügt gegenwärtig über Kundenstämme, Kundenlisten sowie Markenrechte in den drei Geschäftsfeldern Fotofinishing, Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck. Die übrigen Kundenstämme, Kundenlisten und Markenrechte stammen aus früheren Käufen kleinerer Wettbewerber. CEWE ist der Auffassung, dass sie zwar für die Entwicklung des

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2023 in TEuro

Geschäftes wichtig, aber in keinem Einzelfall entscheidend sind. Nicht aktivierte Forschungsund Entwicklungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 16.392 TEuro (Vorjahr: 14.893 TEuro) angefallen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Es handelt sich um Kosten, die das Kriterium der verlässlichen Bewertung nicht erfüllen.

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2022 in TEuro

Erworbene
Software
Selbst
geschaffene
immaterielle
Vermögens
werte
Kunden
stamm /-liste /
Markenrechte
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand am 01.01. 75.440 17.205 55.238 4.897 152.780
Währungsänderungen – 58 35 – 23
Zugänge 1.796 596 19 2.427 4.838
Abgänge – 8.181 – 137 – 1.019 – 9.337
Umbuchungen – 1.167 162 – 2.411 – 2.131 – 5.547
Stand am 31.12. 67.830 17.826 51.862 5.193 142.711
Abschreibungen
Stand am 01.01. 67.422 14.875 45.925 128.222
Währungsänderungen – 58 22 – 36
Zugänge planmäßig 3.521 871 2.852 7.244
Zugänge außerplanmäßig 757 29 786
Abgänge – 8.159 – 136 – 1.019 – 9.314
Umbuchungen – 2.974 – 124 – 2.409 – 5.507
Stand am 31.12. 60.509 15.515 45.371 121.395
Buchwert am 31.12. 7.321 2.311 6.491 5.193 21.316
Erworbene
Software
Selbst
geschaffene
immaterielle
Vermögens
werte
Kunden
stamm /-liste /
Markenrechte
Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Stand am 01.01. 73.984 16.683 55.437 1.697 147.801
Änderungen
Konsolidierungskreis
1.828 1.828
Währungsänderungen – 178 – 189 – 367
Zugänge 1.424 518 3.516 5.458
Abgänge – 1.768 – 197 – 10 – 1.975
Umbuchungen 150 201 – 316 35
Stand am 31.12. 75.440 17.205 55.238 4.897 152.780
Abschreibungen
Stand am 01.01. 65.371 14.271 42.168 121.810
Währungsänderungen – 175 – 152 – 327
Zugänge planmäßig 3.985 767 3.818 8.570
Zugänge außerplanmäßig 14 100 114
Abgänge – 1.759 – 177 – 9 – 1.945
Stand am 31.12. 67.422 14.875 45.925 128.222
Buchwert am 31.12. 8.018 2.330 9.313 4.897 24.558

→ Anhang:

D. Erläuterungen zur Bilanz

40 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen im Konzern beinhalten Anteile an sonstigen Beteiligungen in Höhe von 6.317 TEuro (Vorjahr: 9.345 TEuro). Darin enthalten sind die Beteiligungen an den Fonds Capnamic United Venture Fund GmbH & Co. KG sowie High-Tech Gründerfonds GmbH & Co. KG.

Die Veränderungen betreffen im Wesentlichen die Ein- und Auszahlungen von Fondsgesellschaften (767 TEuro) sowie die im OCI erfassten Fair-Value-Anpassungen (– 3.796 TEuro). Die Abgänge aus der Folgebewertung des Fair-Values resultieren im Wesentlichen aus der Realisierung von Finanzerträgen der Fondsgesellschaften.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 361 TEuro (Vorjahr: 336 TEuro) betreffen im Wesentlichen den Rückkaufswert der betrieblichen Rückdeckungsversicherung.

Entwicklung der langfristigen Finanzanlagen 2023 in TEuro

Langfristige
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
Langfristige
Beteiligungen
Langfristige
sonstige
Ausleihungen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01. 48 9.955 336 10.339
Zugänge 3.193 25 2.951
Abgänge – 6.221 – 5.954
Stand am 31.12. 48 6.927 361 7.336
Abschreibungen
Stand am 01.01. 18 640 0 658
Stand am 31.12. 18 640 0 658
Buchwert am 31.12. 30 6.287 361 6.678

Langfristige Anteile an verbundenen Unternehmen Langfristige Beteiligungen Langfristige sonstige Ausleihungen Gesamt Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01. 43 10.057 347 10.447 Zugänge 5 1.270 18 1.293 Abgänge – – 1.372 – 29 – 1.401 Stand am 31.12. 48 9.955 336 10.339 Abschreibungen Stand am 01.01. 18 640 0 658 Stand am 31.12. 18 640 0 658 Buchwert am 31.12. 30 9.315 336 9.681

41 Langfristige Forderungen und Vermögenswerte

Entwicklung der langfristigen Finanzanlagen 2022 in TEuro

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Kautionen und Sicherheitsleistungen. Die langfristigen übrigen Forderungen und Vermögenswerte betreffen ausschließlich aktive Abgrenzungen.

Geschäftsbericht 2023

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

42 Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern 2023 Zusammensetzung und Entwicklung in TEuro

Aus temporären
Differenzen
Aus steuerlichen
Verlustvorträgen
Gesamt
Stand zum 01.01. 6.435 7.213 13.648
Währungsänderung 8 8
Zuführung 2.402 99 2.501
Auflösung – 201 – 1.039 – 1.240
Stand zum 31.12. 8.644 6.273 14.917

Aktive latente Steuern 2022 Zusammensetzung und Entwicklung in TEuro

Aus temporären
Differenzen
Aus steuerlichen
Verlustvorträgen
Gesamt
Stand zum 01.01. 8.841 7.882 16.723
Währungsänderung – 2 – 2
Zuführung 890 360 1.250
Auflösung – 3.294 – 1.029 – 4.323
Stand zum 31.12. 6.435 7.213 13.648

Aktivierte Steuerlatenzen weisen im Wesentlichen Bewertungsunterschiede bei den Pensionsund sonstigen Rückstellungen sowie Ergebniseffekte aus der Konsolidierung aus. Die Aktivierung von latenten Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen wurde nur in solchen Fällen vorgenommen, in denen die Ergebniserwartungen der jeweiligen Konzerngesellschaft eine Verlustnutzung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit und in ausreichender zeitlicher Nähe zulassen. Im Berichtsjahr sind latente Steuern in Höhe von 6.034 TEuro (Vorjahr: 7.213 TEuro) auf Verlustvorträge aktiviert. Für nähere Erläuterungen wird auf die Erläuterungen zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verwiesen (siehe Punkt C34, Seiten 143 ff.).

43 Vorräte

Vorräte in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.393 45.718
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.101 1.141
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.724 13.313
Geleistete Anzahlungen 49 346
Gesamt 59.267 60.518

Die Abschreibung auf Vorräte beträgt 158 TEuro (Vorjahr: Abschreibung – 181 TEuro).

Abschreibungen auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren sind in der Gewinnund Verlustrechnung unter der Position Materialaufwand enthalten. Im Geschäftsjahr sind Vorräte der CEWE Norge AS, Oppegård, Norwegen, mit einem Buchwert von 240 TEuro (Vorjahr: 257 TEuro) zur Absicherung von Mietkautionen verpfändet.

44 Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.750 70.588
davon durch Versicherungen gedeckter Betrag 54.334 52.320
Bruttobetrag der wertgeminderten Forderungen 24.123 22.180
Höhe der gebildeten Wertberichtigungen 1.725 1.646
Gesamt 98.148 91.122

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Unmittelbare Forderungen aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen sind vollständig kurzfristiger Natur und bestehen gegenüber fremden Dritten. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben unterjährig folgende Entwicklung genommen:

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Stand zum 01.01. 2.510 1.725
Währungsänderungen 4 6
Zuführung 1.039 915
Auflösung – 1.423 – 608
Inanspruchnahme – 405 – 392
Stand zum 31.12. 1.725 1.646

Zuführungen zu den Wertberichtigungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen, Auflösungen über die sonstigen betrieblichen Erträge gezeigt. Die direkten Ausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ebenfalls unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt; sie belaufen sich im Geschäftsjahr auf 466 TEuro (Vorjahr: 407 TEuro).

CEWE wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über eine Periode von 36 Monaten vor dem 31. Dezember 2022 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Im Geschäftsjahr sind Kundenforderungen der CEWE Norge AS, Oppegård, Norwegen, mit einem Buchwert von 138 TEuro (Vorjahr: 95 TEuro) verpfändet. Eine endgültige Ausbuchung erfolgt dann, wenn die Ausbuchungsregelungen nach IFRS 9 erfüllt sind.

45 Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen

Hier handelt es sich im Wesentlichen um Erstattungsansprüche aus im aktuellen Jahr geleisteten Steuervorauszahlungen für das Berichtsjahr.

46 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Debitorische Kreditoren 345 283
Forderungen an Mitarbeitende 315 355
Übrige kurzfristige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 2.462 2.536
Gesamt 3.122 3.174

47 Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte

Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Kurzfristiger aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 6.548 7.057
Steuererstattungsansprüche 5.354 5.193
Kurzfristige Forderungen gegenüber Versicherungen 0 12
Gesamt 11.902 12.262

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

48 Liquide Mittel

Ausgewiesen werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände. Euro-Guthaben wurden bei verschiedenen Kreditinstituten zu 3,25 % verzinst (Vorjahr: 0,33 %). Währungsguthaben (2023: 24.378 TEuro, Vorjahr: 28.630 TEuro) wurden entsprechend ihren spezifisch verhandelten Sätzen verzinst; sie sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

49 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wie auch die Kapitalrücklage der CEWE-Gruppe betreffen die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und werden wie bei dieser ausgewiesen.

Das Grundkapital beträgt 19.349.207,80 Euro und ist in 7.442.003 Inhaberaktien mit einem Nennwert von 2,60 Euro eingeteilt.

Jede Inhaberaktie der CEWE Stiftung & Co. KGaA gewährt eine Stimme. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beträgt 7.442.003.

Im Umlauf befindliche Anteile in Stück

Entwicklung des
Geschäftsjahres
2022
Entwicklung des
Geschäftsjahres
2023
Stand zum 01.01. 7.191.198 7.077.863
Käufe eigener Anteile – 132.440 – 97.100
Verkäufe eigener Anteile 19.105 12.159
Stand zum 31.12. 7.077.863 6.992.922

50 Genehmigtes Kapital

Darüber hinaus wurde das Grundkapital um bis zu 650.000 Euro mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2022 bedingt erhöht, durch die Ausgabe von bis zu 250.000 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stückaktien (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Optionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2020 bis zum 5. Oktober 2025 gewährt werden.

Die persönlich haftende Gesellschafterin ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Juni 2021 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. Juni 2026 durch Ausgabe von bis zu 150.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 390.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Nach teilweiser Ausschöpfung im Jahr 2021 verbleibt ein Betrag von 342.981,60 Euro. Das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Arbeitnehmer der CEWE Stiftung & Co. KGaA und ihrer verbundenen Unternehmen (Mitarbeiteraktien) ausgegeben werden.

51 Aktienoptionspläne

Aktienoptionsprogramme seit 2014

Seit dem Jahr 2014 hat der Vorstand Aktienoptionsprogramme aufgelegt (AOP 2015, AOP 2016, AOP 2017, AOP 2019, AOP 2021, AOP 2023). Grundlage der Programme ist der Hauptversammlungsbeschluss vom 4. Juni 2014; die dort genannten Bedingungen wurden eingehalten. Die erforderlichen Zustimmungsbeschlüsse des Aufsichtsrats der Gesellschaft liegen jeweils vor.

D. Erläuterungen zur Bilanz

Alle Programme sind in gleicher Weise strukturiert. Jedes der Aktienoptionsprogramme hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Nach dem Ablauf einer vierjährigen Wartezeit (Sperrfrist) können im fünften Jahr der Laufzeit die Optionsrechte ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung ist die Erreichung des Erfolgsziels, wenn also die Schlussauktionspreise der CEWE-Aktie im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG an zehn aufeinanderfolgenden Börsenhandelstagen mindestens den Basispreis zuzüglich des jeweiligen Erfolgsaufschlages erreicht bzw. überschritten haben.

Die Ausübung der Optionsrechte sowie der spätere Verkauf von Aktien aus dem Optionsgeschäft sind nur innerhalb von sechs Ausübungszeiträumen von jeweils vier Wochen erlaubt. Die Ausübungszeiträume beginnen jeweils mit der Veröffentlichung des Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres, mit der Bilanzpressekonferenz, mit der ordentlichen

Aktienoptionsprogramme Struktur

Hauptversammlung sowie am Tag der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Einhaltung der Fristen wird vom Compliance-Beauftragten der CEWE-Gruppe überwacht.

Die Optionen wurden einem festgelegten Kreis der obersten Führungs- und Expertenebene der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie anderer Gruppenunternehmen im In- und Ausland zu einer Optionsprämie von jeweils 0,50 Euro je Option angeboten. Die Anzahl der angebotenen Optionsrechte ist beschränkt. Die Maximalzahl für ein Vorstandsmitglied beträgt 1.200 Rechte, für andere Führungskräfte und Experten liegt sie je nach Führungsebene und Nähe zum Unternehmenserfolg darunter.

Im Einzelnen stellen sich die Bedingungen der aktuellen Aktienoptionsprogramme wie folgt dar:

Anzahl
Teilnehmer
Anzahl
ausgegebene
Wartezeit
Beginn
Wartezeit
Ende
Ausübungszeit
Ende
Basispreis Erfolgsaufschlag Erfolgsziel
Rechte Euro/Opt. in % Euro/Opt.
AOP 2023 Vorstand 1 7 8.400 01.01.2024 31.12.2027 31.12.2028
Andere Führungskräfte 27 20.250
Gesamt 34 28.650 87,00 120 104,40
AOP 2022 Vorstand 1 7 8.400 01.01.2023 31.12.2026 31.12.2027
Andere Führungskräfte 26 19.500
Gesamt 33 27.900 76,00 120 91,20
AOP 2021 Vorstand 1 7 8.400 01.01.2022 31.12.2025 31.12.2026
Andere Führungskräfte 26 19.500
Gesamt 33 27.900 121,00 120 145,20
AOP 2019 Vorstand 1 7 8.400 01.01.2020 31.12.2023 31.12.2024
Andere Führungskräfte 26 19.500
Gesamt 33 27.900 81,00 125 101,25

1 Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung

161

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aktienoptionsprogramme sind entsprechend IFRS 2.10 ff. zu bewerten. Der jeweilige Zeitwert ist zeitanteilig als sonstiger Personalaufwand auf die Periode der Wartezeit (Sperrfrist) abzugrenzen und gegen die Rücklagen im Eigenkapital zu buchen. Die Werte für die laufenden Programme sind wie folgt:

Aktienoptionsprogramme Zeitwert und Abgrenzungsaufwand

Zeitwert
Euro/Opt.
Vergebene
Optionen
Zeitwert
in Euro
Einnahmen
Optionsprämie
(0,50 Euro/Opt.)
Abzugrenzender
Personalaufwand
2021 in Euro
Abzugrenzender
Personalaufwand
2022 in Euro
Abzugrenzender
Personalaufwand
2023 in Euro
Abzugrenzender
Personalaufwand
2024 in Euro
AOP 2023 Vorstand 1 18,19 8.400 152.796 4.200
Andere Führungskräfte 18,10 20.250 366.525 10.125
Gesamt 28.650 519.321 14.325 0 0 0 129.830
AOP 2022 Vorstand 1 23,88 8.400 200.592 4.200
Andere Führungskräfte 23,79 19.500 463.905 9.750
Gesamt 27.900 664.497 13.950 0 0 166.124 166.124
AOP 2021 Vorstand 1 22,63 8.400 190.092 4.200
Andere Führungskräfte 22,59 19.500 440.505 9.750
Gesamt 27.900 630.597 13.950 0 157.649 157.649 157.649
AOP 2019 Vorstand 1 12,82 8.400 107.688 4.200
Andere Führungskräfte 12,79 19.500 249.405 9.750
Gesamt 27.900 357.093 13.950 89.273 89.273 89.274 0
Gesamt 56.175 89.273 246.922 413.047 453.603

1 Vorstand der Neumüller CEWE COLOR Stiftung

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

An Aufsichtsratsmitglieder oder Mitglieder anderer zur Aufsicht bestimmter Organe der CEWE Stiftung & Co. KGaA wurden zu den Ausgabezeitpunkten wie folgt vergeben:

Aktienoptionspläne

Anzahl Aktienoptionen
in Stück
2023 0
2022 0
2021 0
2019 0

Die Anzahl der ausgegebenen Aktienoptionen im Rahmen der laufenden Programme hat sich wie folgt ermittelt:

Ausgegebene Aktienoptionen Anzahl

2022 2023
Zum 01.01. ausstehend 140.200 83.700
Während des Jahres verfallen 2.750 0
Während des Jahres ausgeübt 81.650 0
Während des Jahres zugesagt 27.900 28.650
Zum 31.12. ausstehend 83.700 112.350

Im Berichtsjahr wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs der ausgeübten Optionen betrug im Vorjahr: 93,77 Euro.

52 Kapitalrücklage

Ausgewiesen werden das Agio, welches bei der Ausgabe der 600.002 Inhaberaktien (nach dem 1999 durchgeführten Aktiensplit 1:10 6.000.020 Inhaberaktien) über den Nennbetrag der Aktien hinaus erzielt wurde (29.144 TEuro), die Einstellung aus Kapitalherabsetzung (1.560 TEuro), die Dotierung im Rahmen der Wandlung der atypisch stillen Gesellschafteranteile (27.868 TEuro), die durch die Endabrechnung dieser Wandlung im Laufe des Geschäftsjahres 2007 um 2.375 TEuro reduziert wurde, das Agio, welches bei der Ausübung des Aktienbezugsrechts der Stiftung entstanden ist (415 TEuro), sowie der Gewinn aus dem Verkauf eigener Anteile (12.689 TEuro).

Die Kapitalrücklage enthält den Zeitwert der für die Aktienprogramme ausgegebenen Aktienoptionen, die zwischen dem jeweiligen Ausgabezeitpunkt und der Fälligkeit der Aktienoptionsprogramme ratierlich der Kapitalrücklage zugeführt werden, nebst den einbehaltenen Optionsprämien. Zusätzlich werden dort die Auswirkungen der Ausgabe von Belegschaftsaktien erfasst.

$$
\begin{array}{ccc}
\mathsf{in} & \heartsuit & \heartsuit & \heartsuit \
\end{array}
$$

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

53 Eigene Anteile zu Anschaffungskosten

Eigene Anteile

Gesamt Rückkauf Verkauf Gesamt Rückkauf Verkauf Gesamt Rückkauf Verkauf Gesamt
Zeitraum des Rückkaufs Stichtag
31.12.2020
01.01.21 bis
31.12.21
01.01.21 bis
31.12.21
Stichtag
31.12.2021
01.01.22 bis
31.12.22
01.01.22 bis
31.12.22
Stichtag
31.12.2022
01.01.23 bis
31.12.23
01.01.23 bis
31.12.23
Stichtag
31.12.2023
Eigene Aktien im Bestand Anzahl 214.721 55.520 – 19.436 250.805 132.440 – 19.105 364.140 97.100 – 12.159 449.081
Anteil am Grundkapital zum Stichtag in TEuro 558 143 – 50 652 344 – 50 946 252 – 31 1.167
Anteil am Grundkapital zum Stichtag in % 2,89 0,74 – 0,26 3,37 1,78 – 0,26 4,89 1,30 – 0,16 6,03
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in Euro 39,54 120,12 49,12 56,64 103,47 87,51 72,05 92,62 89,65 76,02
Gesamtwert der zurückgekauften Aktien in TEuro 8.491 6.669 – 955 14.205 13.703 – 1.672 26.237 8.993 – 1.090 34.140

Die eigenen Anteile werden in einer eigenen Zeile innerhalb des Eigenkapitals als sogenannte Contra-Equity-Position gezeigt. Sie werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bewertet und mindern damit das Eigenkapital (Cost-Methode).

Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 15.489 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen.

Auf der Basis des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 28. Mai 2008 begann die CEWE-KGaA am 16. Juni 2008 mit einem Aktienrückkaufprogramm.

Die Erwerbsermächtigung für eigene Anteile wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2022 erneuert und gilt nunmehr bis zum 14. Juni 2027. Die von der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endete zum 30. Mai 2022.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 10.890 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft sowie aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 bis zum 28. Oktober 2011 weitere 248.787 Stückaktien zurückgekauft. Im Ergebnis sind im Jahr 2011 insgesamt 237.897 eigene Anteile hinzugekommen.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 16.796 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 10.654 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen. Im Rahmen der Ausübung des Aktienoptionsplans wurden 2014 insgesamt 26.065 eigene Anteile benötigt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 11.087 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen. Im Rahmen der Ausübung des Aktienoptionsplans wurden 2014 insgesamt 3.800 eigene Anteile benötigt.

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Weiterhin hat der Vorstand im Jahr 2016 beschlossen, den Mitarbeitern der inländischen Tochtergesellschaften der CEWE-KGaA Aktien der Gesellschaft zu einem vergünstigten Preis als Belegschaftsaktien zum Erwerb anzubieten. Dafür waren insgesamt 8.410 Aktien erforderlich. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen. Im Rahmen des Aktienrückkaufs wurden 2016 insgesamt 21.500 eigene Aktien zurückgekauft.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 16.548 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden 5.586 Stückaktien für den Erwerb von Cheerz verwendet sowie im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 17.758 Stückaktien an Mitarbeiter verkauft. Die dafür notwendigen Aktien wurden aus dem Bestand der CEWE-KGaA genommen.

Im Jahr 2019 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 17.100 Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage sowie der Ausgabe eigener Anteile aus dem Bestand der CEWE-KGaA.

Im Jahr 2020 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 8.980 neue Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage.

Im Jahr 2021 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 18.084 neue Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage.

Im Jahr 2022 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 6.695 Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus der Ausgabe eigener Anteile aus dem Bestand der CEWE-KGaA.

Im Jahr 2023 wurden im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms insgesamt 9.489 Stückaktien kostenfrei an Mitarbeiter ausgegeben. Die Bedienung erfolgte aus der Ausgabe eigener Anteile aus dem Bestand der CEWE-KGaA.

Der nach deutschem Aktienrecht maßgebliche Bestand eigener Anteile zum 31. Dezember 2023 in der CEWE-KGaA lag bei 336.329 Aktien (Vorjahr: 251.388 Aktien). Die von der CEWE COLOR Versorgungskasse e. V., Wiesbaden, gehaltenen 112.752 Aktien gelten nicht als eigene Anteile im Sinne des deutschen Aktienrechts. Nach IAS 19 sind sie in den Konzernabschluss einzubeziehen. Danach weist der Abzugsposten für eigene Anteile nach IAS 32 entsprechend 449.081 Stückaktien – zu einem Gesamtwert von 34.141 TEuro (Vorjahr: 26.237 TEuro) – aus.

Im Einzelnen entwickelten sich die eigenen Anteile wie folgt:

Entwicklung der eigenen Anteile in Stück

CEWE Stiftung
& Co. KGaA
CEWE COLOR
Versorgungskasse e.V.
CEWE-Gruppe
2022 2023 2022 2023 2022 2023
Stand zum 01.01. 138.053 251.388 112.752 112.752 250.805 364.140
Käufe eigener Anteile 132.440 97.100 132.440 97.100
Verkäufe eigener Anteile – 19.105 – 12.159 – 19.105 – 12.159
Stand zum 31.12. 251.388 336.329 112.752 112.752 364.140 449.081

54 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entspricht der Position Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital und beinhaltet das jeweilige Gesamtergebnis, bestehend aus dem Ergebnis nach Steuern (57.313 TEuro) sowie dem sonstigen Ergebnis von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten (– 3.796 TEuro), nach Abzug der für 2022 gezahlten Dividende. Zur Ausschüttungsbemessung ist der handelsrechtlich ermittelte Bilanzgewinn der CEWE-KGaA maßgeblich. Zum 31. Dezember 2023 betrug nach Dotierung der Gewinnrücklagen gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Bilanzgewinn der CEWE-KGaA 36.848 TEuro (Vorjahr: 38.751 TEuro). Ausschüttungssperren bestehen für die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien (2023: 336.329 Stückaktien; Vorjahr: 251.388 Stückaktien). 2023 wurden Dividenden in Höhe von insgesamt 17.348 TEuro (Vorjahr: 16.605 TEuro) gezahlt. Dies entspricht einer Ausschüttung von 2,45 Euro (Vorjahr: 2,35 Euro) je dividendenberechtigter Stückaktie.

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Bestandteile der anderen Gewinnrücklagen sind der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zu entnehmen. Den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung betreffen alle Fremdwährungsunterschiede, die aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe entstehen. Erfolgsneutral berücksichtigte Ertragsteuern betrafen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr ausschließlich die im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung enthaltenen, erfolgsneutral erfassten Währungsdifferenzen aus langfristigen Darlehen zwischen Konzerngesellschaften sowie die latenten Steuern bezüglich des versicherungsmathematischen Ergebnisses.

55 Langfristige Rückstellungen für Pensionen

Langfristige Pensionsrückstellungen in TEuro

Entwicklung des
Geschäftsjahres
2022
Entwicklung des
Geschäftsjahres
2023
Stand zum 01.01. 38.268 29.119
Währungsänderungen 1
Verbrauch – 9.236 – 354
Zuführung 181 5.177
Auflösung – 68 – 1
Umbuchung – 27 29
Stand zum 31.12. 29.119 33.970

Für derzeitige und frühere Mitarbeiter von CEWE sowie deren Hinterbliebene bestehen in Deutschland, Frankreich und (in geringem Maße) in Polen unterschiedliche Formen betrieblicher Versorgungszusagen. Die betriebliche Altersversorgung basiert auf leistungsorientierten Versorgungszusagen ("defined benefit") sowie in geringem Umfang auch auf Beitragszusagen ("defined contribution"). Weiterhin besteht für Mitarbeiter die Möglichkeit, an Entgeltumwandlungsplänen teilzunehmen. Die Rückstellungsbewertung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird den Begünstigten durch das Unternehmen oder über einen externen Versorgungsträger eine bestimmte Leistung zugesagt; im Gegensatz zu den Beitragszusagen sind die vom Unternehmen zu erbringenden Aufwendungen nicht im Vorhinein festgelegt. In Deutschland sind die Vorstandszusagen in Form von Endgehaltsplänen ausgestaltet; zudem wurden einigen leitenden Angestellten Festrentenzusagen erteilt. In Frankreich werden abhängig von der Dauer der Dienstzugehörigkeit Kapitalzusagen gewährt, die bis zum Jahr 2021 teilweise mit Rückdeckungsversicherungen hinterlegt waren. Die Aufwendungen aus den Zusagen werden auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen über die Dienstzeit der Beschäftigten verteilt und sind nach IAS 19 in laufenden Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand (den Saldo aus rechnungsmäßiger Verzinsung des Verpflichtungsumfangs und Erträgen aus dem Deckungsvermögen) aufzuteilen. Zum jeweiligen Bilanzstichtag (dem 31. Dezember eines Jahres) wird der Rechnungszins anhand von aktuellen Kapitalmarktdaten sowie langfristigen Trendannahmen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt. CEWE verfügt über mehrere leistungsorientierte Pläne und hat grundsätzlich aggregierte Angaben bezüglich dieser Pläne zur Verfügung gestellt, da diese Pläne keinen wesentlich voneinander abweichenden Risiken ausgesetzt sind. Durch die Pläne in Deutschland und Frankreich ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Investitionsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Gehaltsrisiko.

Investitionsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern die Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, führt dies zu einer Unterdeckung des Plans.

Zinsänderungsrisiko: Ein Rückgang des Abzinsungssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Geschäftsbericht 2023

Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der

Sonstige Leistungen an diese Arbeitnehmer sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen.

Gehaltsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen

Es besteht in keinem der betrachteten Länder ein Planvermögen im Sinne des IAS 19 zur Absicherung der Versorgungsleistungen.

Dagegen werden bei Beitragszusagen fest definierte Beiträge (z. B. bezogen auf das maßgebliche Einkommen) zugesagt und gezahlt. Der Arbeitgeber hat über die Zahlung der Beiträge hinaus faktisch keine weitere Verpflichtung. Bei Beitragszusagen ist keine Rückstellungsbildung in der Bilanz erforderlich. Es wird lediglich der zu zahlende Beitrag des Unternehmens in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Im Folgenden werden die wesentlichen Kenngrößen für die leistungsorientierten Pensionen dargestellt:

Entwicklung des Verpflichtungsumfangs in TEuro

Planverbindlichkeit.

2022 2023
Barwert der erdienten Pensionsansprüche zu Beginn des Wirtschaftsjahres 38.268 29.119
Laufender Dienstzeitaufwand 2.548 1.330
Zinsaufwand 446 1.051
Versicherungsmathematische Verluste (+) / Gewinne (–) – 10.778 3.806
Methodenänderung Bewertung 0 – 5
Zahlung von Leistungen – 1.285 – 1.282
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 80 – 49
Barwert der erdienten Pensionsansprüche zum Ende des Wirtschaftsjahres 29.119 33.970
Davon direkt zugesagt (ohne Planvermögen) 29.119 33.970

Insgesamt ergibt sich der folgende Finanzierungsstatus:

Finanzierungsstatus in TEuro

D. Erläuterungen zur Bilanz

→ Anhang:

2022 2023
Barwert der erdienten Pensionsansprüche zum Ende des Wirtschaftsjahres 29.119 33.970
Bilanzwert zum Ende des Wirtschaftsjahres 29.119 33.970
Erfahrungsbedingte Anpassung des Barwerts der erdienten
Pensionsansprüche (DBO)
2.651 1.547

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne (Aufwendungen abzüglich Erträgen) setzt sich wie folgt zusammen:

Netto-Pensionsaufwand in TEuro

2022 2023
Laufender Dienstzeitaufwand 2.548 1.330
Zinsaufwand 446 1.051
Änderung Konsolidierungskreis Bewertung 0 – 5
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 80 – 49
Gesamt 2.914 2.327

167

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Im Geschäftsjahr 2023 sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 3.806 TEuro entstanden (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 10.778 TEuro), die im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Die versicherungsmathematischen Verluste im Jahr 2023 sind hauptsächlich (mit einem Anteil von 2.259 TEuro) durch die Reduktion des IAS-19-Rechnungszinssatzes begründet Die Prämissen für die versicherungsmathematische Bewertung des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche sowie des Netto-Pensionsaufwands richten sich nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde.

Bei den Berechnungen werden aktuelle versicherungsmathematisch ermittelte biometrische Wahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Des Weiteren kommen Annahmen über die künftige Fluktuation in Abhängigkeit von Alter und Dienstjahren ebenso zur Anwendung wie konzerninterne Pensionierungswahrscheinlichkeiten und Gehalts- und Rententrends.

Bezogen auf den Barwert der erdienten Pensionsansprüche ergeben sich die folgenden gewichteten Bewertungsannahmen:

Gewichtete Annahmen für die Ermittlung des Barwertes der erdienten Pensionsansprüche in %

31.12.2022 31.12.2023
Rechnungszins 3,70 3,20
Gehaltstrend/Anwartschaftsdynamik 3,00 3,00
Rentendynamik 2,00 1 2,00 2
Fluktuation 1,50 1,50

1 zzgl. 8 % Kurzfristtrend für Rentner

2 zzgl. 4 % Kurzfristtrend für Rentner

Als biometrische Wahrscheinlichkeit wurden die in den jeweiligen Ländern gültigen Wahrscheinlichkeiten angesetzt. Als Pensionierungszeitpunkt wurde der Zeitpunkt angenommen, an dem eine frühestmögliche Inanspruchnahme der Leistungen möglich ist.

Das Planvermögen bestand bis zum Jahr 2021 für die französischen Verpflichtungen aus Rückdeckungsverträgen (inzwischen wurde dieses durch Auszahlungen aufgelöst).

Barwert der Verpflichtungen und Zeitwert der Planvermögen in TEuro

2020 2021 2022 2023
Barwert der Verpflichtung 40.119 38.268 29.119 33.970
Zeitwert Planvermögen 1 68 0 0 0
Fehlbetrag 40.051 38.268 29.119 33.970

1 Ohne die Finanzinstrumente der CEWE COLOR Versorgungskasse e.V., Wiesbaden

Erfahrungsbedingte Anpassungen in TEuro

2020 2021 2022 2023
Planschulden 1.006 326 2.651 1.547
Planvermögen – 2 0 0 0

Sensitivitätsanalyse

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.

Die folgenden Tabellen geben Auskunft über die Sensitivitäten bezüglich der wichtigsten Bewertungsparameter (Auswirkungen auf den Verpflichtungsumfang) und die erwarteten Pensionsleistungen der folgenden zehn Geschäftsjahre.

Sensitivitätsanalyse in %

Veränderungen Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz 1,0 – 12,3 15,4
Zukünftige Gehaltssteigerungen 0,5 1,3 – 1,2
Zukünftige Pensionserhöhungen 0,5 5,1 – 4,6
Lebenserwartung (Jahre) 1,0 5,2 – 5,3

Für die kommenden zehn Geschäftsjahre werden folgende Auszahlungen von Pensionsleistungen erwartet:

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Auszahlungen von Pensionsleistungen in TEuro

Betrag
2024 1.410
2025 1.442
2026 1.489
2027 1.535
2028 1.657
2029 bis 2033 9.371

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Aufwendungen im Zusammenhang mit Beitragszusagen in Höhe von 15.695 TEuro (Vorjahr: 16.645 TEuro) getätigt. Davon entfielen 12.764 TEuro (Vorjahr: 13.653 TEuro) auf Beiträge zu gesetzlichen oder staatlichen beitragsorientierten Plänen. Hierbei besteht keine rechtliche oder faktische Verpflichtung von CEWE zur Zahlung dieser künftigen Leistungen.

Für 2024 wird mit Aufwendungen in ähnlicher Höhe gerechnet.

56 Langfristige passive latente Steuern

Langfristige passive latente Steuern in TEuro

Entwicklung des
Geschäftsjahres 2022
Entwicklung des
Geschäftsjahres 2023
Stand zum 01.01. 2.202 2.144
Änderungen Konsolidierungskreis 643
Verbrauch – 658 – 484
Zuführung 10
Umbuchung – 1
Auflösung – 42 – 80
Stand zum 31.12. 2.144 1.590

Die Veränderungen in den latenten Steuern betreffen hauptsächlich die Veränderung der temporären Differenzen. Die Fristigkeit der Steuerlatenzen bewegt sich weitestgehend zwischen einem und fünf Jahren.

57 Langfristige übrige Rückstellungen

Die Position betrifft die Rückbauverpflichtungen für Sanierungsmaßnahmen bei Mietereinbauten. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

Langfristige übrige Rückstellungen in TEuro

2022 2023
Stand zum 01.01. 398 567
Änderungen Konsolidierungskreis 15
Währungsänderungen – 8 – 12
Verbrauch 4
Zuführung 158 23
Auflösung – 1
Stand zum 31.12. 567 577

58 Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die im Geschäftsjahr 2018 verhandelten Kreditfazilitäten wurden mit insgesamt zehn Banken des privaten wie des öffentlich-rechtlichen Sektors vereinbart. Die gezogenen Kredite haben zum Stichtag eine Laufzeit von ein bis eineinhalb Jahren (Vorjahr: ein bis zweieinhalb Jahre). Zum Jahresende lag die gesamte Kreditlinie der CEWE-Gruppe bei 91,0 Mio. Euro (Vorjahr: 153,0 Mio. Euro); bei der Reduzierung handelt es sich um eine planmäßige Rückführung langfristig nicht mehr benötigter Kreditlinien. Nach Abzug der gesamten Kreditinanspruchnahme (0,87 Mio. Euro, Vorjahr: 0,84 Mio. Euro) – es handelt sich nicht um eine liquiditätsrelevante Inanspruchnahme, sondern um die Anrechnung seitens der Kreditinstitute für die bereitgestellten Avale – und unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität (117,37 Mio. Euro, Vorjahr: 73,07 Mio. Euro) betrug das Liquiditätspotenzial insgesamt 207,50 Mio. Euro (Vorjahr: 225,23 Mio. Euro). Es bestehen langfristig bis zu 1,5 Jahre zugesagte, revolvierende Kreditlinien sowie laufend erneuerte Einjahreslinien und bis auf Weiteres zur Verfügung gestellte Kreditlinien, die insgesamt der Finanzierung des unterjährig saisonal stark schwankenden Liquiditätsbedarfs dienen. Es bestehen grundsätzlich keine Beschränkungen hinsichtlich der Verwendung der Kreditlinien. Damit ist sichergestellt, dass CEWE seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Alle langfristigen Kreditzusagen unterliegen banküblichen Vereinbarungen; es wurden keine Financial Covenants vereinbart. Wesentliche Sicherheiten wurden nicht gewährt. Die Zinsbedingungen für Kontokorrentkredite beruhen auf der €STR (Euro Short-Term Rate) als Basiszins zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland; bei sonstigen Finanzierungen stützen sie sich ganz überwiegend auf den 1- bis 3-Monats-EURIBOR als Basiszins, zuzüglich einer marktüblichen Marge in Deutschland. Im Übrigen wird auf die Erläuterungen zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Punkt D64, Seite 171) sowie die Erläuterungen

59 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing

im zusammengefassten Lagebericht verwiesen ( Seite 82).

Den Nutzungsrechten von 48.730 TEuro (Vorjahr: 52.076 TEuro) stehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 Leasingverbindlichkeiten mit einem Barwert von 46.571 TEuro (Vorjahr: 50.253 TEuro) gegenüber. Der langfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten beträgt 37.103 TEuro (Vorjahr: 40.536 TEuro). Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeit beträgt 9.468 TEuro (Vorjahr: 9.717 TEuro). Die Zahlungsverpflichtungen weisen die folgende Fälligkeitsstruktur auf:

Leasingverbindlichkeiten diskontiert in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Summe der künftigen Leasingzahlung IFRS 16
Fällig innerhalb eines Jahres 9.717 9.468
Fällig zwischen zwei und fünf Jahren 22.946 20.110
Fällig nach mehr als fünf Jahren 17.590 16.993

60 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber verbliebenen Altgesellschaftern von verbundenen Unternehmen.

Die langfristigen übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungsposten aus Investitionen.

62 Kurzfristige Steuerschulden

→ Anhang:

D. Erläuterungen zur Bilanz

Die Position enthält zurückgestellte Ertragsteuerverpflichtungen. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

Kurzfristige Steuerschulden 2023 in TEuro

Ertragsteuern
Stand zum 01.01. 5.109
Währungsänderungen – 10
Verbrauch – 1.378
Zuführung 4.021
Auflösung – 66
Stand zum 31.12. 7.676

Kurzfristige Steuerschulden 2022 in TEuro

Ertragsteuern
Stand zum 01.01. 4.013
Währungsänderungen 7
Verbrauch – 1.259
Zuführung 2.886
Umbuchung – 25
Auflösung – 513
Stand zum 31.12. 5.109

170

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

63 Kurzfristige übrige Rückstellungen

Zurückgestellte übrige sonstige Verpflichtungen betreffen laufende Rechtsstreitigkeiten und sonstige Verpflichtungen.

Kurzfristige übrige Rückstellungen 2023 in TEuro

Prüfung
Jahresabschluss
einschließlich
interner
Abschlusskosten
Garantie und
Kulanz
Archivierungs
kosten
Verpflichtungen
im Arbeitnehmer
bereich
Restrukturie
rungskosten
Steuer
erklärungen
Prozesskosten Übrige sonstige
Verpflichtungen
Gesamt
Stand zum 01.01. nach Anpassungen 575 126 225 740 98 78 20 828 2.690
Währungsänderungen 3 18 21
Verbrauch – 443 – 60 – 262 – 35 – 792 – 1.592
Zuführung 488 72 9 216 75 1.133 1.993
Umbuchung – 14 20 6
Auflösung – 27 – 8 – 1 – 35 – 71
Stand zum 31.12. 582 130 233 694 98 118 20 1.172 3.047

Kurzfristige übrige Rückstellungen 2022 in TEuro

Prüfung
Jahresabschluss
einschließlich
interner
Abschlusskosten
Garantie und
Kulanz
Archivierungs
kosten
Verpflichtungen
im Arbeitnehmer
bereich
Restrukturie
rungskosten
Steuer
erklärungen
Prozesskosten Übrige sonstige
Verpflichtungen
Gesamt
Stand zum 01.01. 548 77 219 607 381 58 36 1.094 3.020
Änderungen Konsolidierungskreis 17 73 1 91
Währungsänderungen 3 – 7 – 4
Verbrauch – 474 – 76 – 110 – 81 – 12 – 810 – 1.563
Zuführung 533 65 7 262 49 563 1.479
Auflösung – 52 – 13 – 1 – 19 – 202 – 17 – 16 – 13 – 333
Stand zum 31.12. nach Anpassungen 575 126 225 740 98 78 20 828 2.690

Geschäftsbericht 2023

64 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Kontokorrentgeführte Konten bei Banken 214 77
Gesamt 214 77

Überleitungsrechnung IAS 7 2023 in TEuro

Stand
zum
01.01.
Zahlungs
wirksamer
Cash Flow
Zahlungs
unwirksam
Stand
zum 31.12.
Erwerb
Langfristige Schulden 116 – 116 0
Kurzfristige Schulden 214 – 137 77
Leasingverbindlichkeiten 50.253 – 11.813 8.131 46.571
Summe der Schulden aus
Finanzierungstätigkeit
50.583 – 12.066 8.131 46.648

Überleitungsrechnung IAS 7 2022 in TEuro

Stand
zum
01.01.
Zahlungs
wirksamer
Cash Flow
Zahlungs
unwirksam
Stand
zum 31.12.
Erwerb
Langfristige Schulden 407 – 291 116
Kurzfristige Schulden 276 – 62 214
Leasingverbindlichkeiten 53.184 – 11.132 8.201 50.253
Summe der Schulden aus
Finanzierungstätigkeit
53.867 – 11.485 8.201 50.583

65 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 121.555 TEuro (Vorjahr: 120.616 TEuro).

66 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 253 104
Gesamt 253 104

171

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

67 Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2023 verfügt die CEWE-Gruppe über folgende Kreditlinien:

Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 20.594 22.759
Verbindlichkeiten aus Steuern 31.516 31.952
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.841 3.489
Abgrenzungsposten 757 1.325
Übrige Verbindlichkeiten 930 949
Gesamt 57.638 60.474

Kreditlinien 2023 in Mio. Euro

Inland Ausland Gesamt
per 31.12.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 67,00 0,00 67,00
Restlaufzeit über 1 Jahr 24,00 0,00 24,00
Gesamt 91,00 0,00 91,00

Kreditlinien 2022 in Mio. Euro

Inland Ausland Gesamt
per 31.12.
Restlaufzeit bis 1 Jahr 127,00 0,00 127,00
Restlaufzeit über 1 Jahr 26,00 0,00 26,00
Gesamt 153,00 0,00 153,00

68 Finanzielles Risikomanagement

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ist der Konzern finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich insbesondere um Liquiditäts-, Währungs-, Zins- und Kreditrisiken. Diese Risiken werden durch das Management gesteuert und begrenzt. Die Überwachung erfolgt durch das konzernweite Risikomanagement.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Diesem Risiko wird durch die Liquiditätsplanung sowie durch das Cash-Management begegnet, indem die Mittelzu- und -abflüsse laufend überwacht und gesteuert werden. Hauptsächliche Quellen von Liquidität sind das operative Geschäft sowie externe Finanzierungen. Mittelabflüsse werden im Wesentlichen zur Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen verwendet.

Von diesen Kreditlinien sind zum Stichtag 90,1 Mio. Euro (Vorjahr: 152,2 Mio. Euro) nicht in Anspruch genommen worden und standen neben den liquiden Mitteln in Höhe von 117,4 Mio. Euro (Vorjahr: 73,1 Mio. Euro) zur Abdeckung zukünftiger Liquiditätsbedarfe zur Verfügung. Es handelt sich nicht um eine liquiditätsrelevante Inanspruchnahme, sondern um die Anrechnung seitens der Kreditinstitute für die bereitgestellten Avale.

173

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Eine Übersicht über die Fälligkeiten der zu den finanziellen Verbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus den derivativen Finanzinstrumenten gehörenden undiskontierten Zahlungsströme unter Berücksichtigung der zugehörenden Zinszahlungen zeigt die erwarteten Zahlungsabflüsse aus Sicht des Bilanzstichtags zum 31. Dezember 2023:

Cash Flows aus finanziellen Verbindlichkeiten 2023 in TEuro

31.12.2023
Buchwert
Bis zu 1 Jahr Über 1
bis 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77 77 0 77
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.555 121.555 0 121.555
Sonstige Finanzinstrumente 58.245 58.245 0 58.245
Gesamt 179.877 179.877 0 179.877

Cash Flows aus finanziellen Verbindlichkeiten 2022 in TEuro

31.12.2022
Buchwert
Bis zu 1 Jahr Über 1
bis 5 Jahre
Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 330 214 116 330
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120.616 120.616 0 120.616
Sonstige Finanzinstrumente 56.010 56.010 0 56.010
Gesamt 176.956 176.840 116 176.956

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der CEWE-Gruppe ergeben sich Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen. Währungsrisiken ergeben sich aus Umsätzen, die in einer anderen Währung fakturiert werden als die zugehörigen Kosten, aus den in der Bilanz ausgewiesenen Vermögenswerten und Schulden in fremder Währung, deren Zeitwert durch eine Veränderung der Wechselkurse negativ beeinflusst werden kann, sowie aus

schwebenden Fremdwährungsgeschäften, deren zukünftige Zahlungsströme sich aufgrund von Wechselkursveränderungen nachteilig auswirken können. Das Risikomanagementsystem überwacht laufend die Risikopositionen aus Währungsrisiken. Um diese zu begrenzen, werden auf Euro lautende Geschäftsbeziehungen von Gesellschaften in Ländern, die nicht dem Euroraum angehören, außerhalb des Lieferungs- und Leistungsbereiches nach Möglichkeit reduziert. Nach eingehender Prüfung werden fallweise auflaufende, den Währungsraum übergreifende Sicherungsgeschäfte mit den Hausbanken abgeschlossen.

Das wesentliche Marktrisiko im Fremdwährungsbereich liegt bei stichtagsbedingt offenen Währungspositionen. Wesentliche Fremdwährungsposten bestehen bei der schweizerischen, tschechischen sowie britischen Landesgesellschaft. Zur Sensitivitätsanalyse werden die entsprechenden Fremdwährungsposten mit hypothetischen Kursen bewertet. Würden sich die drei Fremdwährungen gegenüber dem Euro jeweils um 20 % abwerten, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):

Währungssensitivität in TEuro

2022 2023
Finanzielle Vermögenswerte – 40.670 – 80.192
Finanzielle Verbindlichkeiten 25.262 50.262

Würden sich die drei Fremdwährungen gegenüber dem Euro jeweils um 20 % aufwerten, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):

Währungssensitivität in TEuro

2022 2023
Finanzielle Vermögenswerte – 21.725 – 43.171
Finanzielle Verbindlichkeiten 31.997 63.124

174

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Die CEWE-Gruppe unterliegt Zinsrisiken gegenüber dritten Parteien in nicht sehr ausgeprägtem Maße. Zinssensitive Vermögenswerte bestehen aus Darlehen an Kunden und Mitarbeiter sowie kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Zinssensitive Finanzschulden bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Hieraus ergaben sich aufgrund der gegenwärtigen Zinsentwicklung keine wesentlichen Risikopositionen. Ziel der Zinssicherungsstrategie ist der regelmäßige Abschluss neuer mittel- bis langfristiger Kreditverträge mit Festzinsvereinbarung. Würden sich die Zinsen für variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten jeweils um 10 % reduzieren, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):

Zinssensitivität in TEuro

2022 2023
Zinserträge – 4,3 – 51,2
Zinsaufwendungen 44,8 45,8

Würden sich die Zinsen für variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten jeweils um 10 % erhöhen, ergäben sich folgende Chancen (positive Werte) bzw. Risiken (negative Werte):

Zinssensitivität in TEuro

2022 2023
Zinserträge 4,3 51,2
Zinsaufwendungen – 44,8 – 45,8

Es bestehen keine Sicherungsgeschäfte.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte führten im Geschäftsjahr 2023 zu Nettoergebnissen in Höhe von 40 TEuro (Vorjahr: 42 TEuro). Die Nettoergebnisse aus den vorliegenden Finanzinstrumenten enthalten insbesondere Wertberichtigungen, Erträge aus abgeschriebenen Forderungen sowie die Ergebnisse aus der Fair-Value-Bewertung. Dividendenerträge und Zinsen sind nicht enthalten. Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten liegen im Geschäftsjahr 2023 bei 1.946 TEuro (Vorjahr: 1.544 TEuro).

Zinserträge, die im Zusammenhang stehen mit nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten, belaufen sich auf 512 TEuro (Vorjahr: 43 TEuro), entsprechende Zinsaufwendungen auf 79 TEuro (Vorjahr: 39 TEuro). Wertminderungen auf Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, betrugen im Geschäftsjahr 466 TEuro (Vorjahr: 407 TEuro); sie wurden aufgrund von Abschreibungen auf Forderungen gebucht.

Zusätzlich dazu sind im Geschäftsjahr 1.488 TEuro (Vorjahr: 1.094 TEuro) an Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten enthalten (Punkt C33, Seite 143).

Die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2023 stellt sich wie folgt dar:

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen
------------------------ -------------------- --------------------------------- ------------- -------------------- -------------------------

175

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Aufgliederung der Finanzinstrumente 31.12.2023 in TEuro

Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Nichtfinanzielle
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten
Auf Basis öffentlich
notierter Marktpreise
(Stufe 1)
Auf Basis beobachtbarer
Marktdaten
(Stufe 2)
Auf Basis individueller
nicht beobachtbarer
Inputparameter (Stufe 3)
Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert
in der Bilanz
Langfristige Vermögenswerte
Finanzanlagen 71 6.607 6.678
AC 54 54
FVTOCI 6.262 6.262
FVTPL 345 345
Ausleihungen und Forderungen 17 17
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 91.122 91.122
AC 91.122 91.122
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3.174 3.174
AC 3.174 3.174
Zahlungsmittel 117.369 117.369
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0
AC 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 37.103 37.103
AC 37.103 37.103
Langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 571 571
AC 571 571
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 77 77
AC 77 77
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 9.468 9.468
AC 9.468 9.468
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.555 121.555
AC 121.555 121.555
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 104 104
AC 104 104
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 60.474
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 60.474
Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 60.474 0

AC: At Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten); FVTOCI: At Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral); FVTPL: At Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen
------------------------ -------------------- --------------------------------- ------------- -------------------- -------------------------

Aufgliederung der Finanzinstrumente 31.12.2022 in TEuro

Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Nichtfinanzielle
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten
Auf Basis öffentlich
notierter Marktpreise
(Stufe 1)
Auf Basis beobachtbarer
Marktdaten
(Stufe 2)
Auf Basis individueller
nicht beobachtbarer
Inputparameter (Stufe 3)
Buchwert
Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert Buchwert in der Bilanz
Langfristige Vermögenswerte
Finanzanlagen 54 9.627 9.681
AC 54 54
FVTOCI 9.291 9.291
FVTPL 336 336
Ausleihungen und Forderungen 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.148 98.148
AC 98.148 98.148
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3.122 3.122
AC 3.122 3.122
Zahlungsmittel 73.067 73.067
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 116 116
AC 116 116
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 40.536 40.536
AC 40.536 40.536
Langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 698 698
AC 698 698
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 214 214
AC 214 214
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 9.717 9.717
AC 9.717 9.717
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120.616 120.616
AC 120.616 120.616
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 253 253
AC 253 253
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 57.638
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 57.638
Nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 57.638 0

AC: At Amortized Cost (zu fortgeführten Anschaffungskosten); FVTOCI: At Fair Value through Other Comprehensive Income (zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral); FVTPL: At Fair Value through Profit or Loss (zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam)

Geschäftsbericht 2023

Die nicht nach IFRS 9 bewerteten Finanzanlagen betreffen Rückdeckungsversicherungen. Sie werden mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert angesetzt. Die Buchwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Zahlungsmittel sowie die Buchwerte der Kontokorrentverbindlichkeiten, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der übrigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bilden jeweils einen angemessenen Näherungswert an die beizulegenden Zeitwerte. Ursächlich hierfür ist dabei vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente. Bei der Ermittlung der Buchwerte wurden risikobedingte Wertberichtigungen berücksichtigt. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten bestehen nicht.

CEWE bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf der Basis unterschiedlicher Parameter, wie beispielsweise Zinssatz und Bonität des Darlehensnehmers. Auf der Grundlage dieser Bewertung werden gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen bei der Ermittlung des Buchwertes berücksichtigt. Für lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (mit Ausnahme der Kontokorrentverbindlichkeiten) besteht eine Festzinsvereinbarung, sodass auch hier der Buchwert dem Zeitwert entspricht.

Die Buchwerte werden mit banküblichen Methoden bestimmt.

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und es zu einem Ausfall der Forderung kommt. Vereinzelt und in nicht wesentlichem Umfang kommt Factoring als Instrument zur Minimierung des Kreditrisikos zum Einsatz. Im Rahmen des Forderungsmanagements als Bestandteil des Risikomanagementsystems werden Forderungen auf Ebene der einzelnen Gesellschaften monatlich umfassend analysiert sowie auf Ebene der Konzernzentrale im Rahmen des Delkredere-Reportings an die zentrale Unternehmensleitung berichtet. Für mittlere und große Kunden werden Kreditsicherungsverträge abgeschlossen. Soweit kein Versicherungsschutz oder ein Versicherungsselbstbehalt besteht, werden Forderungen einzelwertberichtigt, sofern es objektivierbare Anzeichen dafür gibt, dass die Forderung ganz oder teilweise mit überwiegender Wahrscheinlichkeit uneinbringlich wird. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch auf Erfahrungswerten basierende Einzelwertberichtigungen begegnet. Das maximale Kreditrisiko aus einer möglichen Zahlungsunfähigkeit von Schuldnern aus Ausleihungen und Forderungen beträgt zum 31. Dezember 2023 95.137 TEuro (Vorjahr: 102.248 TEuro) und setzt sich wie folgt zusammen:

Kreditrisiko in TEuro

D. Erläuterungen zur Bilanz

→ Anhang:

31.12.2022 31.12.2023
Langfristige Forderungen 978 841
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige kurzfristige Forderungen
101.270 94.296
Gesamt 102.248 95.137

Die wertberichtigten Ausleihungen und Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigte Ausleihungen und Forderungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Bruttowert 24.123 22.180
Wertberichtigung – 1.725 – 1.646
Gesamt 22.398 20.534

Weitere 13.405 TEuro (Vorjahr: 12.595 TEuro) waren bereits überfällig, aber nicht wertberichtigt. Die Altersstruktur der überfälligen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Altersstruktur der überfälligen Forderungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Bis zu 30 Tagen 10.691 11.462
Zwischen 30 und 90 Tagen 1.249 1.131
Älter als 90 Tage 655 812
Gesamt 12.595 13.405

→ Anhang: D. Erläuterungen zur Bilanz

Im Rahmen des Forderungsmanagements werden diese Posten sehr eng begleitet, sodass nach Einschätzung der einzelnen Risiken die Vornahme von Teilwertberichtigungen in der oben genannten Höhe ausreicht. Die nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte werden als werthaltig angesehen. Das Risiko von Ausfallrisiken wird reduziert, indem in enger Abstimmung mit den marktorientierten Stellen des Unternehmens die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden ständig überwacht und, wenn möglich, versichert werden; außerdem wird bei auffälligen Adressen das Geschäftsvolumen durch Einzelentscheidungen gesteuert. Wertminderungen bei Konsumentenforderungen werden durch ein professionelles Inkassomanagement sowie durch Systemeinstellungen zur Risikovermeidung und Informationsgewinnung minimiert. Diese automatischen Systemeinstellungen sowie die zusätzlichen qualitativen Informationen bilden eine informative Basis, die für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen hinzugezogen wird.

Zum Bilanzstichtag wurden die BEPS Pillar 2 Regelungen (MinBestRL-UmsG) in deutsches Recht überführt (MinStG) und sind mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 27. Dezember 2023 in Kraft getreten. Die Regelungen des Mindeststeuergesetzes finden erstmalig auf Wirtschaftsjahre Anwendung, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen und sind daher noch nicht für das Berichtsjahr anwendbar. Auch wenn diese Regelungen bereits anwendbar gewesen wären, würde die CEWE-Gruppe weder im Berichtsjahr, noch im Geschäftsjahr 2024 dem Anwendungsbereich des MinStG oder ausländischer Mindeststeuergesetze unterliegen, da die für die Anwendung dieser Regelungen maßgebliche Umsatzgrenze von 750 Mio. € im Konzernabschluss erstmals im Berichtsjahr überschritten wurde. Ungeachtet dessen geht CEWE davon aus, dass die maßgebliche Umsatzgrenze auch im Geschäftsjahr 2024 überschritten wird, sodass die Regelungen des MinStG erwartungsgemäß erstmals für das Geschäftsjahr 2025 anzuwenden sind.

Die CEWE-Gruppe wird daher im Geschäftsjahr 2024 mit einem Projekt zur Prüfung der Betroffenheit bzgl. der Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar 2 Top-up Tax beginnen. Eine Quantifizierung der möglichen zusätzlichen Steuerbelastung ist aktuell nicht möglich. Nach aktueller Einschätzung wird allerdings nicht davon ausgegangen, dass die Anwendung des MinStG bzw. ausländischer Mindeststeuergesetze zu einer signifikanten zusätzlichen steuerlichen Belastung führen wird, da die CEWE-Gruppe fast ausschließlich in Ländern tätig ist, deren nominelle Ertragsteuerbelastung bei über 15 % liegt und für die daher voraussichtlich keine oder nur eine unwesentliche Steuerbelastung entstehen sollte.

Die CEWE-Gruppe verfolgt aufmerksam den Fortschritt des Gesetzgebungsverfahrens in jedem Land, in dem er tätig ist, und wird die bestehenden Reporting- und ComplianceProzesse im Hinblick auf eine zukünftige lokale und zentrale Ermittlung der Top-up tax Belastung sowie im Hinblick auf die zukünftige Abgabe des Mindeststeuerberichts und der entsprechenden Steuererklärungen im In- und Ausland anpassen.

Nachfolgend werden die wesentlichen Kapitalpositionen dargestellt. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten ergeben sich aus der Saldierung der Brutto-Finanzverbindlichkeiten mit den liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag.

Kapitalpositionen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Bilanzsumme 632.706 665.963
Eigenkapital 362.763 389.239
Eigenkapitalquote (in %) 57,3 58,4
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 116 0
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 40.536 37.103
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 214 77
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 9.717 9.468
Liquide Mittel 73.067 117.369
Netto-Finanzverbindlichkeiten – 22.484 – 70.721

Das vorrangige Ziel des Kapitalmanagements der CEWE-Gruppe ist es, sicherzustellen, dass auch in Zukunft die Schuldentilgungsfähigkeit und die finanzielle Substanz des Konzerns erhalten bleiben. Neben der Sicherung der langfristigen Liquiditätsversorgung wurde das Zinsänderungsrisiko begrenzt und erneut eine flexible Kreditstruktur zur Abdeckung der unterjährigen Saisonalität des Geschäftsverlaufes geregelt. Es wurden keine Sicherheiten gestellt. Für weitere Informationen vergleiche die Anmerkungen im Risikobericht auf den Seiten 69 f.

Die CEWE-KGaA unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Bezüglich des genehmigten Kapitals und der Verpflichtung zur Veräußerung oder Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit Aktienoptionsplänen wird auf die entsprechenden Passagen dieses Anhangs verwiesen (siehe Punkt D49, D50, D51, D52, Seiten 159 – 162).

Geschäftsbericht 2023

E. Sonstige Angaben

69 Anteilsbesitz

Die Beteiligungsquoten der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

Anteilsbesitz in %
31.12.2022
Kapital
31.12.2023
Kapital
1. CEWE Beteiligungs GmbH, Oldenburg 100,00 100,00
2. CEWE S.A.S., Paris, Frankreich 1 100,00 100,00
3. CEWE Belgium NV, Mechelen, Belgien 1 100,00 100,00
4. CEWE Nederland B.V., Nunspeet, Niederlande 1 100,00 100,00
5. CEWE Magyarország Kft., Budapest, Ungarn 1 100,00 100,00
6. CeWe Color a.s., Prag, Tschechische Republik 1 100,00 100,00
7. CEWE a.s., Bratislava, Slowakische Republik 1 100,00 100,00
8. CEWE AG, Dübendorf, Schweiz 1 100,00 100,00
9. CEWE Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark 1 100,00 100,00
10. CEWE Sp. z o.o., Kozle, Polen 1 100,00 100,00
11. CEWE NORGE AS, Oslo, Norwegen 1 100,00 100,00
12. CEWE-PRINT NORDIC A/S, Åbyhøj, Dänemark 2 100,00 100,00
13. CEWE Sverige AB, Göteborg, Schweden 3 100,00 100,00
14. CEWE Limited, Warwick, Großbritannien 1 100,00 100,00
15. Diginet GmbH & Co. KG, Köln 100,00 100,00
16. Bilder-planet.de GmbH, Köln 4 100,00 100,00
17. Diginet Management GmbH, Köln 100,00 100,00
18. Diginet Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark 4 100,00 100,00
19. Wöltje GmbH & Co. KG, Oldenburg 5 100,00 100,00
20. Wöltje Verwaltungs-GmbH, Oldenburg 5 100,00 100,00
21. viaprinto Beteiligungs-GmbH, Oldenburg 8 100,00 100,00

→ Anhang:

E. Sonstige Angaben

Anteilsbesitz in %

31.12.2022
Kapital
31.12.2023
Kapital
22. viaprinto GmbH & Co. KG, Münster 100,00 100,00
23. CeWe Color Inc., Delaware, USA 1 100,00 100,00
24. Saxoprint GmbH, Dresden 100,00 100,00
25. Saxoprint Ltd., London, Großbritannien 6 100,00 100,00
26. Saxoprint AG, Zürich, Schweiz 6 100,00 100,00
27. Laserline GmbH, Berlin 100,00 100,00
28. DeinDesign GmbH, Bad Kreuznach 100,00 100,00
29. futalis GmbH, Leipzig 81,64 0,00
30. Stardust Media and Communications, SAS, Paris, Frankreich 1 100,00 100,00
31. CEWE Fotovertriebsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 1 100,00 100,00
32. WhiteWall Media GmbH, Frechen 100,00 100,00
33. Whitewall USA Inc., Delaware, USA 7 100,00 100,00
  1. Hertz Systemtechnik GmbH, Delmenhorst 100,00 100,00

1 Beteiligung über die CEWE Beteiligungsgesellschaft mbH, Oldenburg

2 Beteiligung über die CEWE Danmark ApS, Åbyhøj, Dänemark

3 Beteiligung über die CEWE Norge AS, Oslo, Norwegen

4 Beteiligung über die Diginet GmbH & Co. KG, Köln

5 Beteiligung über die CEWE AG, Dübendorf, Schweiz

6 Beteiligung über die Saxoprint GmbH, Dresden

7 Beteiligung über die WhiteWall Media GmbH, Frechen

8 Beteiligung viaprinto Beteiligungs-GmbH, Oldenburg

70 Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Die potenziellen Auswirkungen der sich fortsetzenden Inflation mit Wirkungen auf die Geschäftsentwicklung von CEWE sind im Rahmen des gegenwärtigen Kenntnisstands in den Prognose-, Chancen- und Risikobericht eingeflossen.

Zum weiteren Ausbau der eigenen Wertschöpfungstiefe hat die CEWE Tochtergesellschaft SAXOPRINT mit Beginn des Geschäftsjahres 2024 im Rahmen eines Asset Deals Vermögenswerte der Eastprint GmbH, Dresden, übernommen. SAXOPRINT hatte den Großformatdruck bisher an Eastprint fremdvergeben, der mit dieser Übernahme nun internalisiert wurde. Daneben liegen keine weiteren besonderen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres vor.

71 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 verändert haben. Entsprechend IAS 7 wurde dabei zwischen Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit, Cash Flow aus Investitionstätigkeit sowie Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die ausgewiesenen Zahlungsmittel umfassen die Bilanzpositionen Bankguthaben mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und Kassenbestände einschließlich etwaiger Festgeldguthaben. Sie entsprechen den in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln.

Die Zuflüsse und Abflüsse aus der Veränderung der Finanzschulden ergeben sich aus Tilgungen, fristigkeitsbedingten Umgliederungen sowie Aufnahmen von Darlehen wie folgt:

Veränderung Finanzschulden 2023 in TEuro

→ Anhang:

E. Sonstige Angaben

Kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
Langfristige Finanz
verbindlichkeiten
Brutto
finanzschulden
Stand zum 01.01. 214 116 330
Tilgungen – 137 – 116 – 253
Stand zum 31.12. 77 – 0 77

Veränderung Finanzschulden 2022 in TEuro

Kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
Langfristige Finanz
verbindlichkeiten
Brutto
finanzschulden
Stand zum 01.01. 276 407 683
Tilgungen – 62 – 291 – 353
Stand zum 31.12. 214 116 330

72 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen

Es bestehen Miet- und Pachtverhältnisse, die von ihrem wirtschaftlichen Gehalt her Operating-Lease-Verhältnisse darstellen, sodass die Leasinggegenstände nicht der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen sind. Im Wesentlichen handelt es sich um Verträge über die Nutzung von Produktions- und Büroflächen, Kraftfahrzeugen sowie vereinzelt Vereinbarungen über Bürogeräte und IT-Hardware. Die im Geschäftsjahr gezahlten Mieten betragen 636 TEuro (Vorjahr: 510 TEuro). Die Laufzeiten der Verträge liegen zwischen einem und sechs Jahren.

→ Anhang:

E. Sonstige Angaben

Leasingzahlungen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 2.458 3.714
Fällig innerhalb eines Jahres 496 644
Fällig zwischen zwei und fünf Jahren 1.606 2.444
Fällig nach mehr als fünf Jahren 356 626

Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Lease-Verhältnissen vermietet sind, haben einen Buchwert von insgesamt 18.820 TEuro (Vorjahr: 19.016 TEuro). Die Leasingverträge enthalten keine Klauseln (z. B. Verlängerungs-, Kauf- oder Preisanpassungsoptionen), die zu der Annahme von Finanzleasing beim Leasingnehmer führen würden. Die Summen der künftigen Mindestleasingeinnahmen als Leasinggeber aus unkündbaren Operating-Lease-Verträgen betragen:

Leasingeinnahmen in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen 23.366 18.098
Fällig innerhalb eines Jahres 3.284 3.416
Fällig zwischen zwei und fünf Jahren 12.605 9.429
Fällig nach mehr als fünf Jahren 7.477 5.253

Hier handelt es sich um die Vermietung von gewerblichen Nutzflächen sowie Geräten, die den Kunden mietweise überlassen werden. Die im Geschäftsjahr vereinnahmten Raten belaufen sich auf 3.360 TEuro (Vorjahr: 3.075 TEuro). Hiervon entfallen 825 TEuro (Vorjahr: 628 TEuro) auf Erträge aus der Untervermietung. Sie werden unter der Position Übrige sonstige betriebliche Erträge, C28, Seite 139 f. gezeigt. Im Rahmen eines systematischen Vertragsmanagements werden eventuelle Leasingkomponenten in den bestehenden Verträgen erfasst und gemeldet.

73 Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern

Der Konzern verfügt mit diesem Abschluss über vier berichtspflichtige Geschäftsfelder; drei davon stellen die strategischen Geschäftsfelder des Konzerns dar. Im Einzelnen sind das die Geschäftsfelder Fotofinishing, Kommerzieller Online-Druck sowie Einzelhandel. Die strategischen Geschäftsfelder bieten unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen an und erfordern unterschiedliche Technologien, Investitions- und Marketingstrategien. Informationen über andere Geschäftstätigkeiten und Geschäftssegmente, die nicht berichtspflichtig sind, werden im Geschäftsfeld Sonstiges zusammengefasst. Für jedes strategische Geschäftsfeld überprüft der Vorstand des Konzerns interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Geschäftsfelder entsprechen den in Abschnitt B erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Entsprechend der internen Berichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Konsolidierungseffekten gezeigt.

Der Umsatz teilt sich auf die in Abschnitt C27 Seiten 138 f. dargestellten geografischen Regionen auf.

Die Umsatzkategorien sind Fotofinishing-Erlöse, Einzelhandelserlöse sowie Erlöse aus Kommerziellem Online-Druck. Ihre Aufteilung geht aus dem Segmentbericht nach Geschäftsfeldern hervor. Von den Segmentumsätzen entfallen 417.124 TEuro (Vorjahr: 392.178 TEuro) auf inländische Umsätze sowie 363.074 TEuro (Vorjahr: 340.552 TEuro) auf ausländische Umsätze.

Der Umsatz mit einem wesentlichen Kunden liegt im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr bei über 10 % der Umsatzerlöse des Konzerns und beträgt 110.907 TEuro (Vorjahr: 103.828 TEuro). Die Umsatzerlöse mit diesem Kunden sind überwiegend dem Geschäftsfeld Fotofinishing zuzuordnen.

→ Anhang: E. Sonstige Angaben

Das immaterielle und das Sachanlagevermögen teilen sich auf folgende geografische Regionen auf:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach geografischen Regionen in TEuro

2022 2023
Inland 220.139 200.387
Ausland 29.118 54.862
Gesamt 249.257 255.249

74 Sonstige Erläuterungen

Es bestanden Eventualschulden aus der Hingabe von Bürgschaften und Garantien für Dritte, aus möglichen Prozessrisiken und aus anderen Sachverhalten in Höhe von 1.325 TEuro (Vorjahr: 1.309 TEuro). Das Risiko, aus diesen Eventualschulden in Anspruch genommen zu werden, wird als gering bis weniger wahrscheinlich eingestuft. Die Einschätzung der Beträge und des jeweiligen Grades der Eintrittswahrscheinlichkeit wird laufend überwacht. Eventualforderungen bestanden nicht. Im Berichtsjahr erhielt die CEWE-Gruppe Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 220 TEuro (Vorjahr: 584 TEuro). Im Wesentlichen betreffen die Zuwendungen mit 67 TEuro Personalkostenzuschüsse (Vorjahr: 112 TEuro) für Schulungskosten sowie Ersatz von Aufwendungen für Beschäftigungsverbote. Sonstige Zuwendungen betreffen in Höhe von 153 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) Investitionsprämien.

Für die aktiven Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands sowie des Aufsichtsrats wurden für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben folgende Gesamtbezüge gezahlt:

Zugeflossene Vergütung in TEuro

31.12.2022 31.12.2023
Feste Vergütung
Festvergütung 2.040 2.157
Nebenleistungen 110 297
Feste Vergütung gesamt 2.150 2.455
Variable Vergütung
Einjährige variable Vergütung 690 821
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme II 185 644
Aktienoptionsplan 158 0
Variable Vergütung gesamt 1.033 1.465
Gesamt zugeflossene Vergütung 3.183 3.919
Geschuldete Vergütung 561 695
Sonstige Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.301 1.119
Gesamtvergütung Vorstand 6.045 5.733
Gesamtvergütung Aufsichtsrat 859 873
Gesamtvergütung Vorstand und Aufsichtsrat 6.904 6.606

Die Tabelle weist den Zufluss im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr aus Festbezügen, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung sowie den Versorgungsaufwand aus. Die Bezüge aus der Bonusbank betreffen fällig gewordene Ansprüche einschließlich der vertraglichen Zinsen. Der Dienstzeitaufwand wurde nach IAS 19 ermittelt; er stellt keinen Zufluss im engeren Sinne dar, wird aber zur Verdeutlichung der Gesamtvergütung aufgenommen.

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder für ihre Gremientätigkeiten ergeben sich aus der Satzung und setzen sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammen; sie sind ausschließlich kurzfristiger Natur.

Über die oben beschriebenen Vergütungen hinaus gibt es keine weiteren Bezüge oder Ansprüche, die im Geschäftsjahr oder Vorjahr gewährt, bisher aber in keinem Konzernabschluss angegeben worden sind.

Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht dargestellt ( Seiten 102 ff.).

Von einem Dritten sind im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglied keinem der aktiven oder ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Leistungen zugeflossen; Gleiches gilt für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Kredite und Vorschüsse sind in keinem Fall gewährt worden. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats eingegangen.

Im Berichtsjahr wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats keine Beratungsleistungen erbracht (Vorjahr: 14 TEuro). Weitere Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen durch Mitglieder des Aufsichtsrats wurden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr erbracht.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Vergütungen an ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands gezahlt (Vorjahr: 0 TEuro). Die Versorgungsbezüge für frühere Mitglieder der Vorstände der Neumüller CEWE COLOR Stiftung als persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA sowie der ehemaligen CEWE COLOR Holding AG belaufen sich auf 1.190 TEuro (Vorjahr: 1.091 TEuro). Die für sie gebildeten Pensionsrückstellungen betragen 16.970 TEuro (Vorjahr: 14.393 TEuro). Es gibt keine Verpflichtungen gegenüber dieser Personengruppe, für die keine Rückstellungen gebildet wurden.

Als nahestehende Personen werden in der CEWE-Gruppe die Mitglieder des Vorstands und des Kuratoriums der Neumüller CEWE COLOR Stiftung sowie des Aufsichtsrats definiert. Ebenfalls zu dieser Gruppe gehören die nahen Familienangehörigen und nahestehende Unternehmen dieses Personenkreises.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind marktüblich und entsprechen der Drittvergleichbarkeit.

75 Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten durch Tochterunternehmen

Die folgenden Tochterunternehmen, die in den vorliegenden Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind, nehmen die Möglichkeit der Befreiung von den Offenlegungsvorschriften nach §325 HGB und die Möglichkeit zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs nach §264b HGB in Anspruch:

  • Diginet GmbH & Co. KG, Köln
  • Wöltje GmbH & Co. KG, Oldenburg
  • viaprinto GmbH & Co. KG, Münster

→ Anhang:

E. Sonstige Angaben

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Anhang: E. Sonstige Angaben

76 Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat Inklusive Aufsichtsratsmandaten sowie Mandaten in vergleichbaren und ausländischen Kontrollgremien der CEWE Stiftung & Co. KGaA

Frank Zweigle, wohnhaft in Oldenburg (Vorsitzender bis 7. Juni 2023)

Januar 2023 1

Geschäftsführer der Schlaues Haus Oldenburg GmbH, Oldenburg, Unternehmensberater und Lehrbeauftragter der Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth

• Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (bis 7. Juni 2023)

Paolo Dell'Antonio, wohnhaft in Braunschweig

Januar 20171

Diplom-Kaufmann, MBA

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Kuratoriums der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Gesellschafterausschusses und Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Th. Simon GmbH & Co. KG (vormals: Bitburger Holding GmbH), Bitburg
  • Mitglied des Gesellschafterausschusses der Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg 2

Kersten Duwe, wohnhaft in Oldenburg (Vorsitzender ab 7. Juni 2023)

Juni 20231

Rechtsanwalt, Steuerberater, Sprecher der Geschäftsführung der Treuhand Weser-Ems GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (ab 7. Juni 2023)
  • Gesellschafter der Treuhand Oldenburg KG, Oldenburg
  • Gesellschafter der Treuhand Rechtsberatung Hochhäusler Duwe & Partner Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Oldenburg (bis 31. März 2024)
  • Sprecher der Geschäftsführung der Treuhand Weser-Ems GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Oldenburg (bis 2. Januar 2024)

Patricia Geibel-Conrad, wohnhaft in Leonberg (bis 7. Juni 2023)

Juni 2018 1

Wirtschaftsprüfer/Steuerberaterin in eigener Praxis, Unternehmensberatung

  • Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (bis 7. Juni 2023)
  • Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Deutz Aktiengesellschaft, Köln 2
  • Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der NEMETSCHEK SE, München (bis 23. Mai 2023) 2

Prof. Dr. Christiane Hipp, wohnhaft in Cottbus

Juni 2012 1

Seit 1. Dezember 2005 Professorin für Organisation und Unternehmensführung (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Kuratoriums der DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH, Berlin

Daniela Mattheus, wohnhaft in Berlin (ab 7. Juni 2023)

Juni 2023 1

Rechtsanwältin, Managementberaterin

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Commerzbank AG, Frankfurt am Main 2
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Deutsche Bahn AG, Berlin 2
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Jenoptik AG, Jena (seit 1. November 2023) 2
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Yunex GmbH, München (bis 31. Oktober 2023) 2

Martina Sandrock, wohnhaft in Hamburg

Oktober 2022 1

Aufsichtsrätin, Beirätin, Kuratorin, ehemalige Vorsitzende des Vorstands der LSH AG, Hamburg

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Vorsitzende des Beirates der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, Heroldsberg 2
  • Vorsitzende des Beirates der E. H. Worlée GmbH & Co. KG, Hamburg 2
  • Mitglied des Beirates der Zentis GmbH & Co. KG, Aachen 2
  • Mitglied des Kuratoriums der Joachim Herz Stiftung, Hamburg

Dr. Birgit Vemmer, wohnhaft in Bielefeld

Juni 20181

Managementberaterin und Coach

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • 1 Beginn der Aufsichtsratstätigkeit
  • 2 Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
  • 3 Konzernmandat

Geschäftsbericht 2023

Petra Adolph, wohnhaft in Hannover

Juni 20181

Stellv. Landesbezirksleiterin Nord der IG BCE

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Aufsichtsrates der K+S Aktiengesellschaft, Kassel2
  • Mitglied des Aufsichtsrates des K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel

Nurol Altan, wohnhaft in Oldenburg (ab 25. Mai 2023)

Mai 20231

Freigestellt als Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Marc Bohlken, wohnhaft in Oldenburg (ab 25. Mai 2023)

Mai 20231

Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH), Technischer Leiter am Standort Oldenburg der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Marion Gerdes, wohnhaft in Berne (bis 25. Mai 2023)

Juni 20181

Industriekauffrau/Leiterin Personal der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (bis 25. Mai 2023)

Jan Grüneberg, wohnhaft in Hannover (ab 25. Mai 2023)

Mai 20231

Assessor iuris, Rechtsassessor, Abteilungsleiter der Abt. Mitbestimmung/Aufsichtsrecht der IGBCE

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Sonic Healthcare Seven GmbH, Berlin

Insa Lukaßen, wohnhaft in Edewecht

Juni 20181

Abteilungsleitung der strategischen Versandentwicklung der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Alexander Oyen, wohnhaft in Bremen (bis 25. Mai 2023)

Juni 20181

E. Sonstige Angaben

→ Anhang:

Bezirksleiter IG BCE Oldenburg

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Markus Schwarz, wohnhaft in Oldenburg (stellvertretender Vorsitzender)

Oktober 20151

Freigestelltes Betriebsratsmitglied der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

• Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Elwira Wall, wohnhaft in Hatten (bis 25. Mai 2023)

Juni 20181

Datenschutzbeauftragte

• Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (bis 25. Mai 2023)

Persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA:

• Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg

Vorstand

Yvonne Rostock, wohnhaft in Ratingen (ab 1. März 2023)

Vorstandsvorsitzende der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den nationalen und internationalen Vertrieb

Patrick Berkhouwer, wohnhaft in Bremen

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den Bereich Ausland und Expansion

1 Beginn der Aufsichtsratstätigkeit 2 Konzernmandat

(bis 25. Mai 2023)

→ Anhang: E. Sonstige Angaben

Dr. Reiner Fageth, wohnhaft in Oldenburg

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die Bereiche Technik, IT, Forschung und Entwicklung

  • Mitglied des Aufsichtsrates der CEWE COLOR Inc., Delaware, USA 1
  • Mitglied des Beirates der ELA Container GmbH, Haren (Ems)

Carsten Heitkamp, wohnhaft in Oldenburg

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für Produktion, Einkauf und Logistik

Dr. Olaf Holzkämper, wohnhaft in Oldenburg

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für die Bereiche Finanzen & Controlling, Unternehmensentwicklung, Investor Relations, Corporate Information Management, Recht und On-Site-Finishing

  • Mitglied des Beirates der Oldenburgische Landesbank AG, Oldenburg und der Deutsche Bank AG, Bremen.
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Remmers Gruppe AG, Löningen

Thomas Mehls, wohnhaft in Oldenburg

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den Bereich Marketing, Online Photo Service, CEWE-Print, viaprinto, Akquisition New Business und Nachhaltigkeit

  • Mitglied des Aufsichtsrates der Baskets Oldenburg GmbH & Co. KG, Oldenburg
  • Mitglied des Kuratoriums der Heinz Neumüller Stiftung, Oldenburg

Christina Sontheim-Leven, wohnhaft in Düsseldorf (ab 1. Januar 2022)

Vorstandsmitglied der Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg Zuständig für den Bereich Personal und Organisationsentwicklung

  • Mitglied des Beirates der LegalTegrity GmbH, Frankfurt am Main
  • Mitglied des Vorstands des Arbeitgeberverbandes Oldenburg e. V., Oldenburg

Im Übrigen wird auf die Erläuterungen im Vergütungsbericht auf den Seiten 102 ff. verwiesen.

77 Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der vom Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der CEWE-Gruppe werden mit Unterzeichnung durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

78 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Die nach §161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären im Internet unter www.cewe.de zugänglich gemacht.

1 Konzernmandat

→ Anhang:

E. Sonstige Angaben

Bilanzeid

Erklärung gemäß §§297 Abs. 2 Satz 4, 315 Abs. 1 Satz 5 HGB (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernanhang die notwendigen Angaben und besonderen Umstände enthält, die die Lage des Konzerns zutreffend beschreiben.

Ebenso versichern wir nach bestem Wissen, dass der zusammengefasste Lagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im neuen Geschäftsjahr beschrieben sind.

Oldenburg, 19. März 2024

CEWE Stiftung & Co. KGaA Für die persönlich haftende Gesellschafterin Neumüller CEWE COLOR Stiftung – Der Vorstand –

Yvonne Rostock

Patrick Berkhouwer Dr. Reiner Fageth Carsten Heitkamp

Dr. Olaf Holzkämper Thomas Mehls

Christina Sontheim-Leven

→ Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der CEWE Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMA-TIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Der zusammengefasste Lagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Diese Querverweise sowie die Informationen, auf die sich die Querverweise beziehen, haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. Der zusammengefasste Lagebericht enthält als ungeprüft gekennzeichnete, nicht vom Gesetz vorgesehene Querverweise. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf diese Querverweise sowie die Information, auf die sich die Querverweise beziehen.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Wir haben die folgenden Sachverhalte als die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind:

    1. UMSATZREALISIERUNG IM SEGMENT FOTOFINISHING
    1. WERTHALTIGKEIT DER GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE IN DEN SEGMENTEN KOMMERZIELLER ONLINE-DRUCK UND FOTOFINISHING

Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing

Sachverhalt

Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft im Konzernabschluss Umsatzerlöse im Segment Fotofinishing in Höhe von EUR 659 Mio. aus (84,4 % der Gesamtumsatzerlöse). Bedingt durch den diesen Umsatzerlösen zugrunde liegenden hochautomatisierten Prozessablauf, das sehr hohe zu verarbeitende Datenvolumen sowie die aufgrund der differenzierten Produktpalette verschiedenen IT-Systeme sehen wir hier besondere Anforderungen an die IT-Systeme bezüglich der zutreffenden Erfassung und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse. Angesichts dessen waren die IT-Systeme bei der Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing für uns im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Angaben der CEWE Stiftung & Co. KGaA zu den Umsatzerlösen im Segment Fotofinishing sind im Abschnitt "C27" des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Zur Adressierung des Risikos im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung im Segment Fotofinishing haben wir für alle Teilbereiche einheitliche Prüfungshandlungen durchgeführt. Wir haben die Umsetzung der Konzernregelungen zur Umsatzrealisierung in den IT-Systemen dahingehend beurteilt, ob die jeweilige Software geeignet ist, die

Geschäftsvorfälle ordnungsgemäß abzubilden. Unser Prüfungsansatz umfasste neben der Aufbauprüfung auch Funktionsprüfungen relevanter Kontrollen und Einzelfall- sowie analytische Prüfungshandlungen. Insbesondere haben wir bei konzernweit eingesetzten IT-Systemen, mittels derer die Rechnungsstellung durchgeführt wird, sowie deren Schnittstellen zum jeweiligen Hauptbuch die angemessene Ausgestaltung des IT-Kontrollsystems beurteilt. Zur Prüfung von dessen Wirksamkeit haben wir Kontrolltests der in den Prozessen implementierten Kontrollaktivitäten durchgeführt. Bei den Prüfungshandlungen haben wir interne Spezialisten hinzugezogen. Darüber hinaus haben wir uns mittels Stichproben von der korrekten Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse überzeugt.

Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte in den Segmenten Kommerzieller Online-Druck und Fotofinishing

Sachverhalt

Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft im Konzernabschluss Geschäfts- oder Firmenwerte in den Segmenten Kommerzieller Online-Druck in Höhe von EUR 22,16 Mio. und Fotofinishing in Höhe von EUR 59,62 Mio. aus.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 den jährlich durchzuführenden Wertminderungstest vorgenommen.

Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die jeweiligen Nutzungswerte werden mittels des Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Planung des Konzerns den Ausgangspunkt für die Ermittlung. Die über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden zukünftigen Zahlungsströme werden mit Hilfe langfristiger Wachstumsraten fortgeschrieben. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Die Ermittlung des jeweiligen Nutzungswertes ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der verwendeten Diskontierungssätze, der Wachstumsraten sowie von weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund sowie der insbesondere durch die Coronapandemie ausgelösten Unsicherheit der Prognose der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Segmenten Kommerzieller Online-Druck und Fotofinishing im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Angaben der CEWE Stiftung & Co. KGaA zu den Geschäfts- oder Firmenwerten in den Segmenten Kommerzieller Online-Druck und Fotofinishing sind in den Abschnitten A4 Konsolidierungsgrundsätze, B6 Allgemeine Angaben, B11 Geschäfts- oder Firmenwerte, B13 Wertminderungen, D. Erläuterungen zur Bilanz (Entwicklung des Anlagevermögens) und D38 Geschäfts- oder Firmenwerte des Konzernanhangs enthalten.

Prüferische Reaktion

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir ein Verständnis über den Planungsprozess erlangt und dessen Angemessenheit gewürdigt. Wir haben eine Analyse der Planung in der Vergangenheit durchgeführt und dabei die Planungen der letzten Jahre mit den tatsächlichen Ergebnissen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert. Ferner haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests sowie die Berechnung nachvollzogen und die mathematische Richtigkeit der Berechnung und des verwendeten Modells geprüft.

Die verabschiedete Planung des Konzerns bzw. den aktuellen Forecast sowie die angenommenen langfristigen Wachstumsraten haben wir mit dem Vorstand erörtert. Wir haben die der Planung zugrunde liegenden Annahmen und die unterstellten Wachstumsraten durch Abgleich mit vergangenen Entwicklungen und aktuellen branchenspezifischen Markterwartungen nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand der durchschnittlichen Kapitalkosten einer Peer Group kritisch hinterfragt. Unsere Prüfung umfasste auch die von der Gesellschaft vorgenommenen Sensitivitätsanalysen.

Sonstige Informationen

→ Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

  • den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht, auf den in Abschnitt "Berichte zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts verwiesen wird,
  • die im Abschnitt "Berichte zur Unternehmensführung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung,
  • die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

→ Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

lage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertrags-

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

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→ Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "529900IDFHN9MQ3WUD64-2023-12-31-de.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

→ Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014 als Konzernabschlussprüfer der CEWE Stiftung & Co. KGaA tätig.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

• beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

• beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

  • beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
  • Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
  • gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter — Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser

die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt – Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht — auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen — sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christoph Hyckel.

Hamburg, 19. März 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sabath gez. Hyckel
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Vermerk des unabhängigen

Abschlussprüfers

Prüfungsurteil zu dienen.

Geschäftsbericht 2023

→ Die CEWE-Gruppe – Struktur und Organe

Die CEWE-Gruppe – Struktur und Organe

Neumüller CEWE COLOR Stiftung

Kuratorium

  • Paolo Dell'Antonio, Braunschweig
  • Helmut Hartig, Oldenburg
  • Dr. Kay Hafner, Essen
  • Matthias Peters, Hamburg
  • Katharina Le Thierry, München
  • Anke Röbke, Oldenburg (ab 1. Januar 2023)
  • Jörg Waskönig, Saterland

Vorstand

  • Yvonne Rostock, Ratingen (Vorsitzende) (ab 1. März 2023)
  • Patrick Berkhouwer, Bremen
  • Dr. Reiner Fageth, Oldenburg
  • Carsten Heitkamp, Oldenburg
  • Dr. Olaf Holzkämper, Oldenburg
  • Thomas Mehls, Oldenburg
  • Christina Sontheim-Leven, Düsseldorf (ab 1. Januar 2022)

CEWE Stiftung & Co. KGaA

Aufsichtsrat

  • Frank Zweigle, Oldenburg (Vorsitzender) (bis 7. Juni 2023) Geschäftsführer, Unternehmensberater und Lehrbeauftragter der Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth
  • Paolo Dell'Antonio, Braunschweig Diplom-Kaufmann, MBA
  • Patricia Geibel-Conrad, Leonberg (bis 7. Juni 2023) Wirtschaftsprüferin/Steuerberaterin in eigener Praxis, Unternehmensberatung
  • Prof. Dr. Christiane Hipp, Cottbus Seit 1. Dezember 2005 Professorin für Organisation und Unternehmensführung (Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg)
  • Martina Sandrock, Hamburg (ab 21. Oktober 2022) Aufsichtsrätin, Beirätin, Kuratorin, ehemalige Vorsitzende des Vorstands der LSH AG, Hamburg
  • Dr. Birgit Vemmer, Bielefeld Managementberaterin und Coach
  • Petra Adolph, Hannover Stellv. Landesbezirksleiterin Nord der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Oldenburg
  • Nurol Altan, Oldenburg (ab 25. Mai 2023) Freigestellt als Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Marc Bohlken, Oldenburg (ab 25. Mai 2023) Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH), Technischer Leiter am Standort Oldenburg der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Marion Gerdes, Berne (bis 25. Mai 2023) Industriekauffrau/Leiterin Personal der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Insa Lukaßen, Edewecht Abteilungsleitung Mailorderversand der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Alexander Oyen, Bremen (bis 25. Mai 2023) Bezirksleiter Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Oldenburg
  • Markus Schwarz, Oldenburg (stellvertretender Vorsitzender), freigestelltes Betriebsratsmitglied der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
  • Elwira Wall, Hatten (bis 25. Mai 2023) Datenschutzbeauftragte der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Persönlich haftende Gesellschafterin der CEWE Stiftung & Co. KGaA

• Neumüller CEWE COLOR Stiftung, Oldenburg

Weitere Informationen

197 Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA

Gewinn- und Verlustrechnung der

→ Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Die Unternehmensgruppe der CEWE Stiftung & Co. KGaA (im Folgenden CEWE genannt) kommt mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht der Pflicht zur Offenlegung nichtfinanzieller Informationen für das Geschäftsjahr 2023 laut §§ 315b und 315c Handelsgesetzbuch (HGB) in Verbindung mit §§ 289c bis 289e HGB nach. Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht ist mit dem zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht des Mutterunternehmens nach § 289b HGB zusammengefasst. Sie ist in den Geschäftsbericht integriert und nutzt als Rahmenwerk die GRI-Standards (§ 289d HGB). Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht wurde vom Vorstand geprüft und freigegeben. Der zusammengefasste gesonderte nichtfinanzielle Bericht wurde vom Aufsichtsrat auf Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit geprüft.

Geschäftsmodell

CEWE ist in drei strategischen Geschäftsfeldern aktiv: Fotofinishing, Kommerzieller Online-Druck und Einzelhandel. Die Standorte und Vertriebsniederlassungen sind auf insgesamt 26 Länder in Europa verteilt. Abnehmer und Empfänger sind Handelsgeschäfte, Konsumenten und Gewerbetreibende. Die Pflichtangaben zum Geschäftsmodell werden in diesem Geschäftsbericht ab der Seite 52 f. ausführlich beschrieben.

Bedeutung von Nachhaltigkeit

Bereits seit dem Jahr 2008 ist Nachhaltigkeit direkt im Vorstand verankert und wird seit 2016 durch Thomas Mehls gesteuert, der im Vorstand neben dem Themenbereich Nachhaltigkeit auch das Marketing sowie neue Geschäftsfelder verantwortet. Er steuert die Nachhaltigkeit gemeinsam mit zwei Bereichsleitenden und in Abstimmung mit dem Nachhaltigkeitskreis Nachhaltigkeitsbericht 2023, Seite 17. CEWE legt großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung und hat sämtliche Bereiche in die Nachhaltigkeitsaktivitäten einbezogen Nachhaltigkeitsbericht 2023, Seiten 17 und 21f. Nachhaltigkeitsmanagement ist so im Unternehmen integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Die Strategie ist in fünf Dimensionen verankert: ehrliches und faires Verhalten, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, Umweltschutz und Ressourcenschonung, Verantwortung für Mitarbeitende sowie gesellschaftliches Engagement Nachhaltigkeitsbericht 2023, Seite 17.

Prozess zur Bestimmung der wesentlichen nichtfinanziellen Themen nach CSR-RUG

Bei der Bewertung der Aspekte für den zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht hat sich CEWE an den wesentlichen Themen der Nachhaltigkeit gemäß der im Jahr 2020 aktualisierten Wesentlichkeitsanalyse orientiert Nachhaltigkeitsbericht 2023, Seiten 21  f. Dafür hatte CEWE im Jahr 2020 eine umfassende Stakeholderbefragung durchgeführt, die auch dieses Jahr wieder als Grundlage des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts dient Nachhaltigkeitsbericht 2023, Seite 21. Die Aspekte wurden in Vorbereitung dieses Berichts im Hinblick auf die Wesentlichkeitsanforderungen aus dem CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) erneut überprüft. Die Anmerkungen aus dem Wirtschaftsprüfungsprozess des vergangenen Berichtsjahres wurden hinzugezogen. Es wurde untersucht, ob die Angaben für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens und zugleich für das Verständnis der Auswirkungen der Tätigkeiten des Unternehmens auf die nichtfinanziellen Aspekte erforderlich sind.

Die aktuellen wesentlichen Themen haben für CEWE nach interner Überprüfung weiterhin Gültigkeit. Diese werden derzeit im Rahmen der Anpassungen an die doppelte Wesentlichkeit gemäß den zukünftigen Anforderungen der ESRS weiter konkretisiert. Im Ergebnis wurden die strategisch priorisierten Themen aus der Wesentlichkeitsmatrix den Belangen nach CSR-RUG zugeordnet, und zwar Klimaschutz sowie Materialien und Abfall (Umweltbelange), Verantwortungsvolle Nutzung von Technologien (Sozialbelange) und Nachhaltige Produkte (Produktbelange). Darüber hinaus wurden aus der Wesentlichkeitsmatrix folgende Themen den Belangen zugeordnet, die als wesentlich nach CSR-RUG bewertet werden: guter Arbeitgeber (Arbeitnehmerbelange), Nachhaltigkeit in der Lieferkette (Achtung der Menschenrechte), faire Arbeitspraktiken (Bekämpfung von Korruption und Bestechung). Andere Themen aus der Wesentlichkeitsmatrix wurden als nicht wesentlich nach CSR-RUG bewertet.

CEWE plant in regelmäßigen Abständen neue Stakeholderbefragungen ein, um zu überprüfen, ob die definierten Themen auch weiterhin relevant sind. Eine erneute Stakeholderbefragung war ursprünglich für 2023 geplant. Aufgrund der geänderten Rechtslage für den Bericht 2024 wurde diese jedoch zurückgestellt, um die Anpassung an die doppelte Wesentlichkeitsanalyse gemäß der CSRD umzusetzen.

Risikobewertung

Auf den Seiten 37 und 38 im Nachhaltigkeitsbericht wird das Ergebnis der Risikobewertung zusammengefasst. Dabei wurden – im Sinne der §§ 289 c Absatz 3, Nummer 3 und 4 und 315 c, Absatz 2 Handelsgesetzbuch – weder bezüglich der eigenen Geschäftstätigkeit noch bezüglich der Geschäftsbeziehungen oder im Bereich Produkte und Dienstleistungen wesentliche Risiken – bezogen auf die zu prüfenden nichtfinanziellen Aspekte – identifiziert, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Aspekte haben oder haben werden.

Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie

Der European Green Deal ist ein von der Europäischen Kommission entwickeltes Konzept, das den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen, ressourceneffizienten und klimaneutralen europäischen Wirtschaft schaffen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Verkehr, Handel, Industrie, Land- und Forstwirtschaft sowie Finanzmarktregulierung definiert.

Als Bestandteil des European Green Deal ist das Ziel der EU-Taxonomie, nachhaltige Investments durch ein einheitliches System zur Klassifizierung von ökologisch nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten in allen Sektoren zu fördern. Die in diesem Zusammenhang für kapitalmarktorientierte Unternehmen eingeführte verpflichtende Berichterstattung soll es den Adressaten transparent und einheitlich ermöglichen, die Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen zu vergleichen.

In Artikel 9 der Taxonomie-Verordnung werden sechs Umweltziele der Europäischen Union aufgeführt:

  • Klimaschutz
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Schutz von Wasser und Meeresressourcen
  • Übergang in eine Kreislaufwirtschaft
  • Eingrenzung der Umweltverschmutzung
  • Beitrag zu Umweltschutz sowie Schutz von Artenvielfalt und Ökosystemen.

Für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Offenlegung auf Basis einer von der EU gewährten Erleichterung zunächst nur bezüglich der ersten beiden Ziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" hinsichtlich des Anteils der taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten am Gesamtumsatz sowie an den Investitions- und Betriebsausgaben. Nachdem diese Erleichterungsoption für das Geschäftsjahr 2022 entfallen ist, umfasste die Berichterstattung nicht nur die Taxonomiefähigkeit, sondern auch die Prüfung der Taxonomiekonformität. Aufgrund des delegierten Rechtsakts "Umwelt" hat für das Geschäftsjahr 2023 die Berichterstattung für alle sechs Umweltziele zu erfolgen. Entsprechend der Erleichterung für das Geschäftsjahr 2021 umfassen die Angabeverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2023 hinsichtlich der vier neuen Umweltziele "Schutz von Wasser und Meeresressourcen", "Übergang in eine Kreislaufwirtschaft", "Eingrenzug der Umweltverschmutzung" sowie "Beitrag zu Umweltschutz sowie Schutz von Artenvielfalt und Ökosystemen" jedoch ebenfalls nur die Prüfungen einer jeweils möglichen Taxonomiefähigkeit.

Als taxonomiefähig gelten dabei solche Wirtschaftsaktivitäten, die im delegierten Rechtsakt "Klima" bzw. "Umwelt" festgelegt und beschrieben sind. Identifizierte taxonomiefähige Wirtschaftsaktivitäten gelten darüber hinaus als taxonomiekonform, wenn sie die sogenannten technischen Bewertungskriterien erfüllen, die sich grundsätzlich aus zwei Komponenten zusammensetzen: (1) wesentlicher Beitrag zu einem der genannten Umweltziele und (2) keine Beeinträchtigungen für ein anderes Umweltziel.

Zusätzlich ist die Erfüllung von sozialen Mindeststandards sicherzustellen (gemäß OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, ILO-Kernarbeitsnormen und internationale Menschenrechte).

Die Ermittlung der jeweiligen Kennzahlen erfolgt auf Basis der für den Konzernabschluss anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und berücksichtigt alle vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Der Gesamtumsatz entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wert für das betreffende Geschäftsjahr. Die Gesamtinvestitionsausgaben werden als die Summe der Bruttozugänge zum materiellen und immateriellen Anlagevermögen im Berichtsjahr ohne erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte definiert. Die Gesamtbetriebsausgaben umfassen alle direkten, nicht aktivierten Kosten im Zusammenhang mit Forschung & Entwicklung, Renovierungsmaßnahmen, kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie Instandhaltung und Wartung bzw. Reparatur. Zur Ermittlung der Daten wurden die Finanzkennzahlen Umsatz, Betriebsausgaben (OPEX) und Investitionen (CAPEX) hinsichtlich ihrer Taxonomiefähigkeit analysiert. Hierzu wurden Daten aus dem Geschäftsbericht sowie dem Konsolidierungssystem ausgewertet, um den Anteil am Umsatz sowie die Investitionen und operativen Ausgaben zu identifizieren, die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten zuzuordnen sind. Die einzelnen Sachverhalte können eindeutig den jeweiligen Kategorien und Umweltzielen zugeordnet werden, sodass es zu keinen Doppelzählungen gekommen ist.

Die folgenden Angaben und Erläuterungen spiegeln die Einschätzung von CEWE wider. In den bislang veröffentlichten Rechtsakten zur Taxonomie-Verordnung sind nur für den Klimawandel und die Anpassung an den Klimawandel besonders relevante Aktivitäten enthalten, indes keine Aktivitäten für die weiteren vier Umweltziele. Für die CEWE-Gruppe wurden zum derzeitigen Stand der Regulatorik keine umsatzrelevanten Wirtschaftstätigkeiten zugeordnet und kein taxonomiefähiger Umsatz ermittelt. Je nach konkreter Ausgestaltung der Verordnung könnten jedoch in den nächsten Geschäftsjahren taxonomiefähige Umsatzerlöse für die CEWE-Gruppe ermittelt werden.

Die Analyse der Wirtschaftsaktivitäten im Bereich Investitionen hat ergeben, dass in taxonomiefähige Wirtschaftsaktivitäten investiert wird, die sich auf den Erwerb von im Annex I (Wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz) des delegierten Rechtsakts genannte Produkte und Leistungen beziehen. Dies betrifft hauptsächlich den Radverkehr und Fuhrpark (Aktivität 6.4 und 6.5) sowie Maßnahmen für erneuerbare Energien (Akitvität 7.6).

Weiterhin wurden Betriebsausgaben identifiziert, die sich auf den Erwerb von Produkten und Leistungen aus einer taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit beziehen und im Annex I (Wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz) der delegierten Verordnung genannt sind. Darunter fallen insbesondere Aufwendungen für den Radverkehr und Fuhrpark (Aktivität 6.4 und 6.5).

Die Analyse der als taxonomiefähig eingestuften Wirtschaftsaktivitäten hinsichtlich ihrer Konformität hat ergeben, dass die Rückmeldungen nicht ausreichend sind, um den Schluss zuzulassen, dass die diesbezüglich erforderlichen Voraussetzungen als erfüllt angesehen werden können.

Wir haben keine Tätigkeiten gemäß der Delegierten Verordnung 2022/1214 in Bezug auf Kernenergie und fossiles Gas.

CAPEX

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien
Wirtschaftstätigkeit (1) Code(s) (2)
CapEx (3)
[EUR]
CapEx-Anteil, Jahr 2023 (4)
in %
Klimaschutz (5)
in %
den Klimawandel (6)
Anpassung an
in %
Wasser und Meeres
ressourcen (7)
in %
Umweltverschmutzung (8)
in %
Kreislaufwirtschaft (9)
in %
Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (10) in %
Klimaschutz (11) Anpassung an den
Klimawandel (12)
Wasser und Meeres
ressourcen (13)
Umweltverschmutzung
(14)
Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (16)
Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.)
oder taxonomiefähiger (A.2.)
CapEx, Jahr 2022 (18)
Kategorie ermöglichende
Tätigkeit (19)
in %
Kategorie Übergangs
tätigkeit (20)
in EUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0 0,00 N N N/EL N/EL N/EL N/EL N N N N N N N N
Davon ermöglichende Tätigkeiten E
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Betrieb von Vorrichtungen zur persönlichen
Mobilität, Radverkehrslogistik
CCM 6.4 211.660 0,34 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,03
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraft
wagen und leichten Nutzfahrzeugen
CCM 6.5 262.621 0,41 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,40
Installation, Wartung und Reparatur von
energieeffizienten Geräten
CCM 7.4 57.139 0,09 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,64
Installation, Wartung und Reparatur von Geräten
für die Messung, Regelung und Steuerung der
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
CCM 7.5 3.084 0,00 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
Installation, Wartung und Reparatur von
Technologien für erneuerbare Energien
CCM 7.6 869.428 1,37 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie
konforme Tätigkeiten) (A.2)
1.403.932 2,21 2,20
Total (A.1 + A.2) 1.403.932 2,21 2,20
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 62.175.068 97,79
Total (A + B) 63.579.000 100,00
OPEX → Zusammengefasster gesonderter
nichtfinanzieller Bericht
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien
Wirtschaftstätigkeit (1) Code(s) (2) Absoluter Umsatz (3)
[EUR]
Umsatzanteil (4)
in %
Klimaschutz (5)
in %
den Klimawandel (6)
Anpassung an
in %
Wasser und Meeres
ressourcen (7)
in %
Umweltverschmutzung (8)
in %
Kreislaufwirtschaft (9)
in %
Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (10) in %
Klimaschutz (11) Anpassung an den
Klimawandel (12)
Wasser und Meeres
ressourcen (13)
Umweltverschmutzung
(14)
Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (16)
Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.)
oder taxonomiefähiger (A.2.)
OpEx, Jahr 2022 (18)
Kategorie ermöglichende
Tätigkeit (19)
in %
Kategorie Übergangs
tätigkeit (20)
in EUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0 0,00 N N N/EL N/EL N/EL N/EL N N N N N N N N
Davon ermöglichende Tätigkeiten E
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Betrieb von Vorrichtungen zur persönlichen
Mobilität, Radverkehrslogistik
CCM 6.4 173.500 0,80 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,01
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraft
wagen und leichten Nutzfahrzeugen
CCM 6.5 230.291 1,07 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,03
Installation, Wartung und Reparatur von
energieeffizienten Geräten
CCM 7.4 2.550 0,01 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,01
Installation, Wartung und Reparatur von Geräten
für die Messung, Regelung und Steuerung der
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
CCM 7.5 15.696 0,07 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
Installation, Wartung und Reparatur von
Technologien für erneuerbare Energien
CCM 7.6 1.754 0,01 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
Datenverarbeitung, Hosting und damit
verbundene Tätigkeiten
CCM 8.1 14.234 0,07 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
Freiberufliche Dienstleistungen im Zusammenhang
mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
CCM 9.3 1 31.050 0,14 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,09
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie
konforme Tätigkeiten) (A.2)
469.075 2,17 2,14
Total (A.1 + A.2) 469.075 2,17 2,14
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 21.123.925 97,83
Gesamt (A + B) 21.593.000 100,00

Geschäftsbericht 2023 1 Davon beruhen 25.000 Euro auf Schätzungen seitens CEWE. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf die Darstellung von Tätigkeiten aus Aktivität 7.3. verzichtet.

Umsatz

Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien
Wirtschaftstätigkeit (1) Code(s) (2) Absoluter Umsatz (3)
[EUR]
Umsatzanteil (4)
in %
Klimaschutz (5)
in %
den Klimawandel (6)
Anpassung an
in %
Wasser und Meeres
ressourcen (7)
in %
Umweltverschmutzung (8)
in %
Kreislaufwirtschaft (9)
in %
Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (10) in %
Klimaschutz (11) Anpassung an den
Klimawandel (12)
Wasser und Meeres
ressourcen (13)
Umweltverschmutzung
(14)
Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt und
Ökosysteme (16)
Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.)
oder taxonomiefähiger (A.2)
Umsatz, Jahr 2022 (18)
Kategorie ermöglichende
Tätigkeit (19)
in %
Kategorie Übergangs
tätigkeit (20)
in EUR % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten
(taxonomiekonform) (A.1)
0,00 N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N N N N N N N N
Davon ermöglichende Tätigkeiten E
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch
nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie
konforme Tätigkeiten) (A.2)
0 0,00 0,00 N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,00
Total (A.1 + A.2) 0 0,00 0,00 0,00
B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 780.198 100,00
Gesamt (A + B) 780.198 100,00

Geschäftsbericht 2023

1 An den Stellen, wo nichtfinanzielle Leistungsindikatoren eine Entsprechung in GRI-Indikatoren haben, sind diese hier ergänzt. Hier wurden die wichtigsten Indikatoren zugeordnet, die CEWE im jeweiligen Thema erfasst. Diese freiwillige Berichter
stattung geht über die Anforderungen steuerungsrelevanter Indikatoren hinaus.
2 Inklusive Energieeffizienz und Energieverbrauch

3 Inklusive Datenschutz (darunter fällt u. a. der Bereich Datensicherheit)

4 CEWE beteiligt sich seit September 2010 am UN Global Compact, der weltweit größten Initiative, die sich für die Bekämpfung der Korruption, Sklaverei und Kinderarbeit sowie die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen einsetzt. In der jährlichen Communication on Progress berichtet CEWE über seine Fortschritte bei der Umsetzung der zehn Prinzipien und die unternehmensweiten Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.

Erklärung zum Diversitätskonzept im Hinblick auf Unternehmensführung und Aufsichtsrat

Vielfalt ist wichtig für CEWE. Daher hat das Unternehmen im Jahr 2017 die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Die Pflichtangaben zur Diversität im Hinblick auf Unternehmensführung und Aufsichtsrat, insbesondere Ziele, Konzept und Ergebnisse des Diversitätskonzepts, werden im Nachhaltigkeitsbericht 2023 auf den Seiten 53 ff. beschrieben. Eine Aufschlüsselung der Diversität in Unternehmensführung und Aufsichtsrat bezogen auf Frauen wird in diesem Geschäftsbericht ab Seite 88 näher erläutert.

203

1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen

→ Zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht

Aspekte nach CSR-RUG Wesentliche Themen aus
der Wesentlichkeitsmatrix
Konzept inkl. Zielsetzungen, Maßnahmen,
Due Diligence und Ergebnissen
Weitere Informationen
im Nachhaltigkeitsbericht 2023
Wichtige nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren 1
Umweltbelange Klimaschutz 2 Klimastrategie und Maßnahmenpaket zur Umsetzung
CO2-Kompensationsprojekt
Energiemanagementsystem (ISO 50001) und
Umweltmanagementsystem (ISO 14001)
18, 39 – 43 Scope-1- und Scope-2-CO₂e-Emissionen GRI 305-1, 305-2
Scope-3-CO₂e-Emissionen GRI 305-3
CO₂e-Emissionen in kg/t Material (Scope 1, 2) GRI 305-4
Materialien und Abfall Umweltschutz als integraler Bestandteil der
Produktionsprozesse
Auswahl von Materialien
FSC®-Zertifizierung
40f., 45 – 47 Gesamt eingesetzte Materialien GRI 301-1
Senkung des Energiebedarfs pro eingesetztem Material GRI 302-5
Anteil der verwendeten Papiere und der
entsprechenden Produkte, die FSC®-zertifiziert sind
Arbeitnehmerbelange Guter Arbeitgeber Personalstrategie
Mitarbeiterbefragung
Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiter
49 – 52, 57 – 62 Gesamtanzahl der Angestellten nach
Beschäftigungsverhältnis GRI 2-7
Anteil zufriedener Mitarbeiter
Sozialbelange Verantwortungsvolle Nutzung von
Technologien 3
CEWE Kunden-Charta
Beirat für Digitalisierung
F&E-Projekte mit Künstlicher Intelligenz
26 – 28 Fälle von Datendiebstahl und Datenverlust GRI 418-1
Anzahl der Geschäftsbereiche, in denen Künstliche Intelligenz
eingesetzt wird
Achtung der
Menschenrechte
Nachhaltigkeit in der Lieferkette BME-Verhaltensrichtlinie
Einkaufsbedingungen für Lieferanten
Überprüfung von Lieferanten (Befragungen, Besuche)
UN Global Compact 4
24 f., 32 – 34 Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im
sozialen und wirtschaftlichen Bereich GRI 2-27
Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien
bewertet wurden GRI 414-1
Bekämpfung von
Korruption und Bestechung
Faire Arbeitspraktiken Verhaltensgrundsätze und Leitbild
Externer Ombudsmann
Compliance-System
UN Global Compact 4
23 – 26 Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen GRI 205-3
Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur
Korruptionsbekämpfung GRI 205-2
Produktbelange Nachhaltige Produkte Analyse der Produkte mit der Nachhaltigkeits-Scorecard
Ökologische und soziale Aspekte der Einkaufsstrategie sowie
Prozess der Produktentwicklung und -einführung
Zertifizierungen z. B. nach FSC®
Klimaneutrales Fotobuch
30 f., 33 – 37, 44 f. Anteil der mit der Nachhaltigkeits-Scorecard überprüften
Produkte (wird aktuell noch nicht erfasst), Verstöße im
Zusammenhang mit den Auswirkungen von Produkten und Dienst
leistungen auf die Gesundheit und Sicherheit GRI 416-2

→ Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit über den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht

An die CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Wir haben den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht der CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg (im Folgenden: CEWE Stiftung & Co. KGaA oder die Gesellschaft), sowie die durch Verweisungen als Bestandteil qualifizierten Inhalte, für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (im Folgenden der "zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht" einer betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit unterzogen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und Artikel 8 der VERORDNUNG (EU) 2020/852 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden die "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigenen in Abschnitt "Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie" des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Unternehmens umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben des Konzerns, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation des nichtfinanziellen Berichts) oder Irrtümern ist.

Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt "Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie" des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.

Unabhängigkeit und Qualitätsmanagement der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen – insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie die vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätsmanagementstandards – an und unterhält

→ Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

dementsprechend ein umfangreiches Qualitätsmanagementsystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht abzugeben.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht der Gesellschaft, im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie" des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Dies bedeutet nicht, dass zu jeder Angabe jeweils ein separates Prüfungsurteil abgegeben wird.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

  • Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern
  • Befragungen der für die Wesentlichkeitsanalyse verantwortlichen Mitarbeitern, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung wesentlicher Themen und entsprechender Berichtsgrenzen von CEWE Stiftung & Co. KGaA zu erlangen
  • Eine Risikoeinschätzung, einschließlich einer Medienanalyse, zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung von CEWE Stiftung & Co. KGaA in der Berichtsperiode
  • Beurteilung der Eignung der intern entwickelten Definitionen
  • Analytische Beurteilung von ausgewählten quantitativen Angaben
  • Befragungen von Mitarbeitern, die für die Ermittlung der Angaben zu Konzepten, Due Diligence Prozessen, Ergebnissen und Risiken, die Durchführung von internen Kontrollhandlungen und die Konsolidierung der Angaben verantwortlich sind
  • Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente
  • Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftsaktivitäten und der entsprechenden Angaben im zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht
  • Einschätzung der Gesamtdarstellung der Angaben

→ Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche

Prüfungsurteil

Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht der CEWE Stiftung & Co. KGaA für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt "Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie" des zusammengefassten nichtfinanziellen Berichts dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.

Verwendungsbeschränkung für den Vermerk

Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt wurde und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.

Hinweis auf Auftragsbedingungen

Diesem Auftrag liegen die mit der Gesellschaft vereinbarten "Besonderen Auftragsbedingungen der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" vom 1. März 2021 sowie die vom IDW herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" vom 1. Januar 2017 ( www.bdo.de/de-de/ auftragsbedingungen) zugrunde.

München, 19. März 2024

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorben Kunze Carmen Auer Wirtschaftsprüfer

CEWE Stiftung & Co. KGaA

Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA

Gewinn- und Verlustrechnung der Cewe Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2023 (ermittelt nach HGB)

in TEuro

2022 2023
Umsatzerlöse 375.471 401.878
Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 92 20
Andere aktivierte Eigenleistungen 94 166
Sonstige betriebliche Erträge 7.910 7.232
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren – 74.399 – 78.837
Aufwendungen für bezogene Leistungen – 20.155 – 20.751
– 94.554 – 99.588
Personalaufwand
Löhne und Gehälter – 86.306 – 94.120
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 19.187 – 19.217
– 105.493 – 113.337
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen – 20.681 – 23.364
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 114.408 – 131.017
Erträge aus Beteiligungen 10.480 16.589
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.321 3.399
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.311 3.360
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 – 227
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 3.482 – 8.049
Ergebnis vor Ertragsteuern 58.061 57.062
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 19.355 – 20.083
Ergebnis nach Steuern 38.706 36.979
Sonstige Steuern – 165 – 258
Jahresüberschuss 38.541 36.721
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 210 127
Bilanzgewinn 38.751 36.848

→ Abschluss CEWE Stiftung & Co. KGaA

Bilanz der Cewe Stiftung & Co. KGaA

zum 31. Dezember 2023 (ermittelt nach HGB)

in TEuro

AKTIVA 31.12.2022 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.649 3.748
Geleistete Anzahlungen 2.800 4.835
7.449 8.583
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.378 44.114
Technische Anlagen und Maschinen 38.949 43.068
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.059 9.878
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.816 15.724
103.202 112.784
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 134.251 134.251
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 70.222 73.595
Beteiligungen 4.256 4.796
Sonstige Ausleihungen 247 253
208.976 212.895
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.799 25.424
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 365 377
Fertige Erzeugnisse und Waren 551 342
Geleistete Ausleihungen 0 200
22.715 26.343
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.129 52.171
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 189.224 187.854
Sonstige Vermögensgegenstände 16.406 9.977
260.759 250.002
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 47.668 101.876
Rechnungsabgrenzungsposten 5.084 5.374
655.853 717.857
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 209
→ Abschluss

CEWE Stiftung & Co. KGaA

in TEuro

PASSIVA 2022 2023
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19.349 19.349
Nennbetrag eigene Aktien – 653 – 874
Ausgegebenes Kapital 18.696 18.475
Kapitalrücklage 75.127 75.367
Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 1.534 1.534
Andere Gewinnrücklagen 231.821 245.138
233.355 246.672
Bilanzgewinn 38.751 36.848
365.929 377.362
Sonderposten für Investitionszuschüsse 159 140
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.153 33.256
Steuerrückstellungen 840 2.172
Sonstige Rückstellungen 28.230 27.428
59.223 62.856
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 579 556
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.086 38.920
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 176.804 218.773
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 54 37
Sonstige Verbindlichkeiten 18.163 18.477
229.686 276.763
Rechnungsabgrenzungsposten 856 736
655.853 717.857

210

Mehrjahres-Übersicht

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Gesamtjahr

in Mio. Euro

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Umsatzerlöse 593,1 599,4 653,3 720,4 727,3 692,8 732,7 780,2
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen – 0,5 0,1 – 0,1 0,2 – 0,4 0,3 0,0 0,2
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,8 0,9 1,1 1,0 1,3 1,3 2,9 4,2
Sonstige betriebliche Erträge 20,8 23,2 25,1 22,2 23,0 27,1 29,2 25,5
Materialaufwand – 168,6 – 168,4 – 178,7 – 187,5 – 171,1 – 160,7 – 180,5 – 187,4
Rohergebnis 445,6 455,1 500,7 556,4 580,1 560,7 584,2 622,7
Personalaufwand – 153,4 – 160,3 – 178,1 – 197,0 – 196,1 – 194,9 – 202,5 – 218,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 201,9 – 205,5 – 228,6 – 245,4 – 249,0 – 241,2 – 252,8 – 266,1
Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) 90,3 89,3 93,9 113,9 135,1 124,6 128,8 137,7
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen – 43,3 – 40,1 – 40,2 – 57,1 – 55,4 – 52,4 – 53,2 – 53,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 47,0 49,2 53,7 56,8 79,7 72,2 75,6 83,9
Finanzerträge 0,9 0,5 0,7 0,1 0,0 2,0 0,7 6,0
Finanzaufwendungen – 1,7 – 0,8 – 1,1 – 3,7 – 3,4 – 1,5 – 1,5 – 1,9
Finanzergebnis – 0,9 – 0,4 – 0,4 – 3,6 – 3,3 0,5 – 0,8 4,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 46,2 48,9 53,3 53,3 76,4 72,7 74,8 87,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 16,6 – 16,0 – 17,0 – 21,6 – 24,4 – 23,8 – 23,7 – 28,3
Ergebnis nach Steuern Konzern 29,6 32,8 36,3 31,7 51,9 48,9 51,1 59,6
Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 0,0 – 2,3
Ergebnis nach Steuern Konzern 29,6 32,8 36,3 31,7 51,9 48,9 51,1 57,3

Cash Flow im Gesamtjahr

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 93,0 72,4 78,7 102,7 142,3 65,6 93,4 130,8
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit – 46,6 – 70,2 – 76,2 – 67,2 – 39,0 – 44,1 – 61,9 – 47,9
Free-Cash Flow 46,4 2,2 2,5 35,5 103,3 21,5 31,5 82,8
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit – 19,8 – 11,7 – 13,4 – 30,7 – 33,2 – 40,1 – 42,6 – 38,9
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel 26,7 – 9,5 – 10,9 4,9 70,1 – 18,6 – 11,1 43,9

211

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im vierten Quartal

in Mio. Euro

Q4 2016 Q4 2017 Q4 2018 Q4 2019 Q4 2020 Q4 2021 Q4 2022 Q4 2023
Umsatzerlöse 228,5 234,5 261,6 293,2 314,0 297,8 316,7 327,0
Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 0,3 0,0 0,5 0,3 0,3 0,3 0,4
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,3 0,2 0,6 0,5 0,4 0,5 1,2 1,2
Sonstige betriebliche Erträge 7,0 9,2 7,2 7,2 8,4 9,0 8,3 9,3
Materialaufwand – 55,7 – 57,1 – 60,8 – 63,8 – 62,3 – 58,6 – 65,7 – 62,3
Rohergebnis 180,2 187,2 208,5 237,5 260,7 248,9 260,8 275,6
Personalaufwand – 45,5 – 47,7 – 53,0 – 61,2 – 61,1 – 58,1 – 62,4 – 68,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 75,8 – 79,5 – 87,6 – 100,4 – 104,8 – 105,6 – 107,6 – 110,4
Ergebnis vor Abschreibungen und Steuern (EBITDA) 58,8 60,0 67,9 75,9 94,8 85,3 90,7 96,9
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen – 15,9 – 13,9 – 10,4 – 17,1 – 14,5 – 13,1 – 13,7 – 15,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 42,9 46,1 57,5 58,8 80,3 72,1 77,0 81,6
Finanzerträge 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 2,0 0,2 5,4
Finanzaufwendungen – 1,3 – 0,6 – 0,2 – 2,8 – 2,5 – 0,3 – 0,5 – 0,6
Finanzergebnis – 1,3 – 0,6 – 0,1 – 2,8 – 2,4 1,7 – 0,3 4,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) 41,7 45,5 57,3 56,0 77,9 73,8 76,7 86,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 16,9 – 14,8 – 18,1 – 23,2 – 25,8 – 24,2 – 24,3 – 27,8
Ergebnis nach Steuern Konzern 24,8 30,7 39,2 32,9 52,1 49,6 52,4 58,6
Gewinn/Verlust nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 0,0 – 0,8
Ergebnis nach Steuern Konzern 24,8 30,7 39,2 32,9 52,1 49,6 52,4 57,8

Cash Flow im vierten Quartal

Q4 2016 Q4 2017 Q4 2018 Q4 2019 Q4 2020 Q4 2021 Q4 2022 Q4 2023
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 59,6 67,6 77,3 92,2 130,1 109,9 110,5 132,6
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit – 15,7 – 13,3 – 10,1 – 11,0 – 8,4 – 10,1 – 17,8 – 14,3
Free-Cash Flow 44,0 54,3 67,2 81,2 121,7 99,8 92,7 118,3
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit – 10,8 – 29,2 – 52,1 – 61,5 – 35,9 – 32,8 – 38,9 – 23,0
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel 33,2 25,1 15,0 19,7 85,8 67,0 53,8 95,3

→ Mehrjahres-Übersicht

Mehrjahres-Übersicht

Konzernbilanz

AKTIVA 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Sachanlagen 124,5 148,1 160,2 222,5 216,7 212,4 224,7 233,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,9 17,9 17,6 17,2 17,4 17,1 19,0 18,8
Geschäfts- oder Firmenwerte 25,8 25,8 59,7 77,8 77,8 77,8 81,8 81,8
Immaterielle Vermögenswerte 19,2 14,1 28,5 39,1 31,5 26,0 24,6 21,3
Finanzanlagen 6,2 6,8 6,9 5,6 7,0 9,8 9,7 6,7
Langfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0,5 0,4 1,3 1,5 1,5 1,2 1,0 0,8
Übrige sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte 0,6 0,6 0,3 0,7 1,2 0,9 1,8 1,8
Aktive latente Steuern 6,8 7,8 12,3 14,2 18,9 16,7 13,6 14,9
Langfristige Vermögenswerte 188,6 221,5 286,7 378,5 371,9 361,8 376,1 380,1
Vorräte 49,4 50,3 49,0 48,8 50,9 56,5 59,3 60,5
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84,2 84,5 92,9 91,4 85,3 78,9 98,1 91,1
Kurzfristige Forderungen aus Ertragsteuererstattungen 1,3 1,5 2,7 1,5 1,0 6,2 11,1 1,5
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3,0 2,4 3,4 5,4 3,2 2,9 3,1 3,2
Übrige sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 5,5 5,6 9,5 8,6 10,3 8,8 11,9 12,3
Liquide Mittel 48,6 38,8 28,1 33,0 102,8 84,4 73,1 117,4
191,9 183,1 185,5 188,6 253,5 237,7 256,6 285,9
Vermögenswerte klassifiziert als zur Veräußerung gehalten 0,5 1,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 192,4 184,5 185,5 188,6 253,5 237,7 256,6 285,9
381,0 406,1 472,2 567,1 625,5 599,5 632,7 666,0
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen 213
→ Mehrjahres-Übersicht
PASSIVA 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Gezeichnetes Kapital 19,2 19,2 19,2 19,3 19,3 19,3 19,3 19,3
Kapitalrücklage 71,2 73,1 75,3 76,5 75,1 76,1 73,8 74,0
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten – 8,5 – 7,9 – 7,2 – 6,7 – 8,5 – 14,2 – 26,2 – 34,1
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 121,5 140,6 166,8 180,5 215,1 254,6 295,9 330,0
Eigenkapital 203,4 225,0 254,2 269,6 301,0 335,8 362,8 389,2
Langfristige Rückstellungen für Pensionen 25,5 27,2 29,2 35,5 40,1 38,3 29,1 34,0
Langfristige passive latente Steuern 2,9 1,5 2,9 3,5 2,8 2,2 2,1 1,6
Langfristige übrige Rückstellungen 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,4 0,6 0,6
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,0 1,1 1,1 0,8 0,4 0,1 0,0
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 52,5 48,8 43,4 40,5 37,1
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0,2 0,1 1,6 1,9 0,3 0,0 0,7 0,6
Langfristige übrige Verbindlichkeiten 0,5 0,5 0,6 0,5 0,6 0,6 0,5 0,5
Langfristige Schulden 29,1 29,4 35,4 95,4 93,8 85,3 73,7 74,3
Kurzfristige Steuerschulden 12,6 5,9 8,2 7,5 23,9 4,0 5,1 7,7
Kurzfristige übrige Rückstellungen 3,5 3,5 3,5 6,3 6,0 3,0 2,7 3,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0,2 1,6 2,7 0,8 0,4 0,3 0,2 0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasing 10,7 10,4 9,8 9,7 9,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96,1 95,9 112,7 113,9 122,1 107,5 120,6 121,6
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1,5 1,3 10,2 11,2 10,9 0,1 0,3 0,1
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 34,6 43,5 45,4 51,7 56,9 53,6 57,6 60,5
Kurzfristige Schulden 148,4 151,7 182,6 202,1 230,7 178,4 196,2 202,4
381,0 406,1 472,2 567,1 625,5 599,5 632,7 666,0

→ Mehrjahres-Übersicht

Mehrjahres-Übersicht

Kennzahlen

Volumen und Mitarbeitende

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Digitalfotos in Mio. Stück 2.176,2 2.128,1 2.185,0 2.363,7 2.311,4 2.151,3 2.249,5 2.362,0
Fotos von Filmen in Mio. Stück 56,0 47,0 41,1 37,5 27,4 30,9 28,6 24,9
Fotos gesamt in Mio. Stück 2.232 2.175 2.226 2.401 2.339 2.182 2.278 2.387
CEWE FOTOBUCH Exemplare in Mio. Stück 6,2 6,0 6,2 6,6 6,5 5,6 5,9 6,05
Mitarbeitende (Durchschnitt) auf Vollzeit umgerechnet 3.496 3.589 3.900 4.105 4.016 3.846 3.816 3.903
Mitarbeitende (Stichtagsbetrachtung) auf Vollzeit umgerechnet 3.967 4.103 4.199 4.371 4.349 4.194 4.104 4.142

Ertrag

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Umsatz in Mio. Euro 593,1 599,4 653,3 720,4 727,3 692,8 732,7 780,2
EBITDA in Mio. Euro 90,3 89,3 93,9 113,9 135,1 124,6 128,8 137,7
EBITDA-Marge in % vom Umsatz 15,2 14,9 14,4 15,8 18,6 18,0 17,6 17,7
EBIT in Mio. Euro 47,0 49,2 53,7 56,8 79,7 72,2 75,6 83,9
EBIT-Marge in % vom Umsatz 7,9 8,2 8,2 7,9 11,0 10,4 10,3 10,8
Restrukturierungsaufwand in Mio. Euro 0,2 0,0 0,0 5,0 3,6 0,0 0,0 0,0
EBIT vor Restrukturierung in Mio. Euro 47,2 49,2 53,7 61,8 83,3 72,2 75,6 83,9
EBT in Mio. Euro 46,2 48,9 53,3 53,3 76,4 72,7 74,8 87,9
Ergebnis nach Steuern in Mio. Euro 29,6 32,8 36,3 31,7 51,9 48,9 51,1 59,6
1 CEWE auf einen Blick 2 An die Aktionäre 3 Zusammengefasster Lagebericht 4 Vergütung 5 Konzernabschluss 6 Weitere Informationen
------------------------ -------------------- --------------------------------- ------------- -------------------- ------------------------- -- -- --

→ Mehrjahres-Übersicht

Kapital

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Bilanzsumme in Mio. Euro 381,0 406,1 472,2 567,1 625,5 599,5 632,7 666,0
Capital Employed (CE) in Mio. Euro 232,8 256,0 292,3 376,6 405,6 431,2 446,4 473,1
Eigenkapital in Mio. Euro 203,4 225,0 254,2 269,6 301,0 335,8 362,8 389,2
Eigenkapitalquote in % von Bilanzsumme 53,4 55,4 53,8 47,5 48,1 56,0 57,3 58,4
Netto-Finanzschulden in Mio. Euro – 48,5 – 37,2 – 24,2 32,1 – 42,4 – 30,4 – 22,5 – 70,7
ROCE (vorhergehende 12 Monate) in % vom durchschnittlichen Capital Employed 21,4 20,3 17,9 14,8 20,6 17,5 17,6 18,8

Aktie

2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Anzahl der Aktien (Nennwert 2,60 Euro) in Stück 7.400.020 7.400.020 7.400.020 7.400.020 7.423.919 7.442.003 7.442.003 7.442.003
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 4,12 4,54 5,01 4,36 7,15 6,72 7,19 8,10
Jahresendkurs in Euro 84,57 88,05 62,10 105,80 92,50 128,40 88,70 101,20
Dividende pro Aktie in Euro 1,80 1,85 1,95 2,00 2,30 2,35 2,45 2,60 1
Dividendenrendite auf den Jahresendkurs in % 2,13 2,10 3,14 1,89 2,49 1,83 2,76 2,57 1

¹ Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung am 5. Juni 2024

→ Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen

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Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen

Inland

Oldenburg

CEWE Stiftung & Co. KGaA Meerweg 30 – 32 D – 26133 Oldenburg Tel. +49 (0) 441/4 04 – 0 Fax +49 (0) 441/4 04 – 421

Dresden

Saxoprint GmbH Enderstraße 92c D – 01277 Dresden Tel. +49 (0) 351/2044 – 300 Fax +49 (0) 351/2044 – 322

Frechen

WhiteWall Media GmbH Europaallee 59 D – 50226 Frechen Tel. +49 (0) 30/22 38 14 62

Mönchengladbach

CEWE Stiftung & Co. KGaA Erftstraße 40 D – 41238 Mönchengladbach Tel. +49 (0) 2166/8 53 – 0 Fax +49 (0) 2166/8 53 – 109

Münster

viaprinto.de c/o CEWE Stiftung & Co. KGaA Martin-Luther-King-Weg 30a D – 48155 Münster Tel. +49 (0) 251/97920 – 200 Fax +49 (0) 251/97920 – 220

Freiburg

CEWE Stiftung & Co. KGaA Freiburger Straße 20 D – 79427 Eschbach Tel. +49 (0) 7634/505 – 0 Fax +49 (0) 7634/505 – 250

München

CEWE Stiftung & Co. KGaA Cewe-Straße 1 – 3 D – 82110 Germering Tel. +49 (0) 89/8 40 07 – 0 Fax +49 (0) 89/8 40 07 – 30

Bad Kreuznach

DeinDesign GmbH Otto-Meffert-Straße 3 D – 55543 Bad Kreuznach Tel. +49 (0) 671/970 80 70 Fax +49 (0) 671/970 80 71

Ausland

CEWE Danmark

Søren Frichs Vej 38K DK – 8230 Åbyhøj Tel. +45/86 99 14 22 Fax +45/86 99 24 33

CEWE Belgium N.V.

Generaal De Wittelaan 9/b9 B – 2800 Mechelen Tel. +32 15/29 56 00 Fax +32 15/29 56 99

CEWE S.A.S.

Immeuble Equinox 21, allées de l'Europe F – 92110 Clichy Tel. +33/1 80 21 04 50 Fax +33/1 80 21 04 48

CEWE S.A.S.

Z.A. de la Croix Rouge F – 35770 Vern-sur-Seiche (Rennes) Tel. +33/2 99 04 85 – 85 Fax +33/2 99 04 85 – 89

→ Betriebsstätten und Vertriebsniederlassungen

CEWE S.A.S.

Z.A.E. des Trois Ponts F – 34690 Fabrègues (Montpellier) Tel. +33/4 67 07 01 80 Fax +33/4 67 07 01 90

Stardust Media And Communication, S.A.S. (Cheerz)

7, rue de Bucarest F – 75008 Paris

CEWE Nederland B.V.

Industrieweg 73 NL – 8071 CS Nunspeet Tel. +31/3 41 25 53 – 55 Fax +31/3 41 25 53 – 33

CEWE Norge AS

Postboks 4, Bjørndal NO – 1214 Oslo Tel. +47/66 82 26 60

CEWE Fotovertriebsgesellschaft mbH

Karl-Farkas-Gasse 22 A – 1030 Wien Tel. +43/1/934 69 65

CEWE Sp. zo. o.

ul. Strzelecka 11 PL – 47230 Kedzierzyn-Koźle Tel. +48/77/ 40 63 – 000 Fax +48/77/ 40 63 – 025

CEWE AG

Hochbordstrasse 9 CH – 8600 Dübendorf (Zürich) Tel. +41/1 802 90 – 30 Fax +41/1 802 90 – 40

CEWE Sverige AB

Norra Hamngatan 40 SE – 411 06 Göteborg Tel. +46/031 61 94 45

CEWE a.s.

Galvaniho 716 SK – 82104 Bratislava Tel. +421/2/68 20 44 11 Fax +421/2/68 20 44 23

CEWE COLOR a.s.

Kloknerova 2278/24 CZ – 14800 Prag 4 Tel. +420/2/7207 1111 Fax +420/2/7293 7346

CEWE Magyarország Kft.

Béke ut 21 – 29 H – 1135 Budapest Tel. +36/1/451 1088 Fax +36/1/238 07 09

CEWE Ltd

Unit 4, Spartan Close, Titan Business Centre, Tachbrook Park, UK – Warwick CV34 6RR Tel. +44 19 26 463 100 Fax +44 19 26 463 101

siehe Übersichtskarte mit allen Standorten Seite 5

Vertriebsansprechpartner:

https://company.cewe.de/de/ueber-uns/unternehmensgruppe.html unter Vertriebs- und Produktionsstandorte

→ Finanzkalender

Finanzkalender

(soweit terminiert)

17.04.2024 Baader Bank Consumer Day, Frankfurt 25.09.2024 Berenberg
&
Goldman Sachs
German Corporate Conference 2024
15.05.2024 Veröffentlichung Zwischenmitteilung
Q1 – 2024
26.09.2024 Baader Investment Conference 2024
16.05.2024 UBS Pan European Small and Mid-Cap Conference,
London
14.11.2024 Veröffentlichung Zwischenmitteilung
Q3 – 2024
05.06.2024 Hauptversammlung 2024 20.11.2024 CIC Market Solutions Forum, Paris
15.08.2024 Veröffentlichung Zwischenbericht
Q2 – 2024
25.11.2024 Deutsches Eigenkapitalforum 2024
22.08.2024 Montega Konferenz HIT, Hamburg company.cewe.de Darüber hinaus finden Sie aktuelle Termine im Internet auf

Geschäftsbericht 2023

→ Impressum

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Impressum

Verantwortlich

CEWE Stiftung & Co. KGaA Meerweg 30 – 32 D – 26133 Oldenburg

Telefon: 0441/404 – 0

company.cewe.de [email protected] [email protected]

Gesamtkonzeption und Gestaltung HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg

Prüfer des Konzernabschlusses

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Fuhlentwiete 12 D – 20355 Hamburg

Gelegentlich wird im Bericht von Mitarbeitern oder auch Aktionären gesprochen. Dies dient zur Vereinfachung der Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter ein.

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Die CEWE Stiftung & Co. KGaA ist Mitglied im Deutschen Investor Relations Kreis e.V.