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7C Solarparken AG

Interim / Quarterly Report Sep 28, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28987019

7C SOLARPARKEN AG

Bayreuth

HALBJAHRESBERICHT 2021

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Damen und Herren,

das erste Halbjahr 2021 verlief für die 7C Solarparken abermals überwiegend positiv. Nach erfolgreichem Abschluss des Geschäftsplans 2018-2020 haben wir mit einer Gesamtkapazität des unternehmenseigenen IPP-Portfolios von über 300 MWp bereits zum Ende des ersten Halbjahres 2021 das Etappenziel des nächsten Plans 2020-2023 für das Gesamtjahr 2021 erreicht. Damit sind wir als momentaner tier-2-Player auf dem besten Weg, den tier-1-Status mit einem IPP-Portfolio von 500 MWp zu erlangen.

Weniger erfreulich jedoch waren die Witterungsverhältnisse, denn im ersten Halbjahr 2021 wiederholten sich die sehr guten Einstrahlungswerte aus der Vorjahresperiode nicht, sodass der Ertrag pro installierter Leistung (kWh/​kWp) für das Gesamtportfolio um 13 % gesunken ist. Dennoch lagen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2021 bei EUR 28,8 Mio. und damit rund 8 % über dem Vorjahresergebnis (2020H1: EUR 26,7 Mio.). Dies ist ausschließlich auf das Portfoliowachstum zurückzuführen, das beträchtlich schneller war als geplant. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass sich neben dem Ausbau des IPP-Portfolios in unserem Kernmarkt Deutschland insbesondere die geplante Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf Belgien sehr erfolgreich entwickelt hat. Mehr als die Hälfte der neuen Stromerzeugungskapazität des ersten Halbjahres 2021 kommt aus Belgien.

Das Projektentwicklungsgeschäft in Belgien ist sehr vom Strompreis abhängig. Und auch in dieser Hinsicht sind wir guter Hoffnung, denn die Strompreise befinden sich derzeit voll im Aufschwung. Obgleich dies auch eine vorübergehende Entwicklung sein könnte, erinnert es die Gebäudeeigentümer an die möglichen Folgen des beabsichtigten belgischen Atomausstiegs (bis 2025). Auch in Deutschland könnte der Konzern in nächster Zeit von erhöhten Strompreisen profitieren, denn für einen Teil des Anlagenportfolios (70 MWp) liegt der Vergütungstarif mit durchschnittlich 60 EUR/​MWh unterhalb der derzeitigen Strompreise an der EEX-Strombörse, die nach Ende der Berichtsperiode, im dritten Quartal 2021, Monatsmittelwerte von über 80 EUR/​MWh erreicht haben. Da der Vergütungstarif die Untergrenze bildet, vereinnahmt der Konzern nun für diese Anlagen den höheren Strompreis.

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2021 konnten wir das Kapital um EUR 25,8 Mio. stärken, sodass der Konzern den Wachstumskurs halten sollte. Neues Zwischenziel ist es, bis Ende 2021 ein Bestandsportfolio mit einer Leistung von 335 MWp zu erreichen. Das 400 MWp-Ziel für das eigene Portfolio wurde im Rahmen der Kapitalerhöhung im August von Ende 2023 auf Ende 2022 vorverlegt.

Im ersten Halbjahr stiegen nicht nur die Umsatzerlöse, sondern auch das EBITDA um 8 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf EUR 25,5 Mio. (2020H1: EUR 23,5 Mio.) an.

Im Hinblick auf das starke Portfoliowachstum und die EBITDA-Entwicklung im ersten Halbjahr, heben wir die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2021 von bisher EUR 42,5 Mio. auf EUR 44,4 Mio. an. Die Prognose für den Cashflow pro Aktie (CFPS) i.H.v. EUR 0,50/​Aktie wird im Hinblick auf die gestiegene gewichtet durchschnittliche Aktienzahl nicht angehoben, sondern bestätigt.

Insgesamt betrachten wir daher die bisherige Geschäftsentwicklung im Jahr 2021 als durchaus positiv. Wir bedanken uns bei Ihnen sowie bei unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern und freuen uns, wenn Sie uns auf unserem Weg zum tier-1-Player auch weiterhin begleiten.

Bayreuth, den 28. September 2021

Steven De Proost

Vorstandsvorsitzender (CEO)

Koen Boriau

Finanzvorstand (CFO)

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM

1. JANUAR 2021 BIS ZUM 30. JUNI 2021

7C Solarparken Konzern, Bayreuth

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL UND KONZERNSTRUKTUR

Der 7C Solarparken Konzern (im Folgenden kurz 7C Solarparken oder der Konzern genannt) hat als Tätigkeitsschwerpunkt den Verkauf von Strom aus Solar-/​Windanlagen, sowie den Erwerb, den Betrieb und die laufende Optimierung dieser Anlagen.

Der Konzern erwirbt Bestandsanlagen oder entwickelt neue Standorte für Solaranlagen mit einem eigenen Entwicklungsteam und lässt diese in der Regel von Drittfirmen errichten. Gelegentlich tritt der Konzern auch als Generalunternehmer für eigene PV-Anlagen auf.

Darüber hinaus verwaltet der Konzern sein im Eigentum befindliches Immobilienportfolio im sogenannten PV Estate, in dem sich eigene Grundstücke und Gebäude befinden, die mit dem Solarbetrieb in Verbindung stehen. Der Konzern baut seine Aktivitäten im PV Estate in Deutschland kontinuierlich aus.

Die Betriebsführung von Anlagen von Drittinvestoren gehört seit 2019 zu den Aktivitäten des Konzerns. Derzeit werden 71,1 MWp PV-Bestandsanlagen vom Konzern betreut.

Die Konzernstruktur zum 30. Juni 2021 stellt sich wie folgt dar:

Mutterunternehmen des Konzerns ist die 7C Solarparken AG mit Sitz in Bayreuth. Sie nimmt die Funktion einer operativen Holdinggesellschaft wahr. Ihr obliegt die Steuerung im Rahmen eines aktiven Anlagenmanagements, die Finanzierung von Konzerngesellschaften sowie die kaufmännische und technische Betreuung der einzelnen Anlagen. Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen sowie insgesamt 106 inländischen und 10 ausländischen Tochtergesellschaften.

Die 7C Solarparken AG, Bayreuth, stellt in ihrer Funktion als Mutterunternehmen des Konzerns einen Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS sowie den ergänzenden Bestimmungen nach § 315e Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 HGB auf.

WERTSCHÖPFUNGSMODELL

7C Solarparken positioniert sich als unabhängiger Eigentümer/​Betreiber von Solar- und Windkraftanlagen (Independent Power Producer oder kurz: IPP) mit der Einspeisung des generierten Stroms hauptsächlich in Deutschland und - seit 2021 verstärkt - auch in Belgien. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert der deutsche Staat feste Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien über einen Zeitraum von 20 Jahren. Investments dieser Art erwirtschaften demzufolge vorhersagbare Cashflows. Da mit dem Jahr der Inbetriebnahme der Einspeisesatz festgelegt wird - bzw. im Falle einer Ausschreibung mit dem Zeitpunkt der Ausschreibungsbekanntgabe (schon vor Baubeginn) -, sind Bestandsanlagen nicht von den zunehmenden Reduzierungen der Einspeisevergütungen für neue Anlagen betroffen.

Mit den zwei seit 2019 im Anlageportfolio befindlichen Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 5,9 MW und weiteren geplanten Investitionen in Windkraftanlagen bis 10 % des Gesamtportfolios sollen zukünftig verstärkt Schwankungen im Stromertrag des Konzerns verringert werden, d. h., dass schlechte Einstrahlungsjahre von der Produktion der Windkraftanlagen tendenziell gestützt, schlechtere Windverhältnisse hingegen tendenziell durch gute Einstrahlungsjahre kompensiert werden.

Das Unternehmen bietet demnach eine Kombination von sicheren Erträgen für Investoren, die Wert auf Rendite legen sowie eine risikoarme Optimierung und Expansion des Portfolios für Investoren, denen Wachstum wichtig ist. Die Kernkompetenz des Konzerns ist das professionelle Management von Solar- und Windkraftanlagen von der Akquisition und Finanzierung über den Betrieb bis hin zur Optimierung der Anlagen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung ist die Ertragssteigerung durch technische und kaufmännische Optimierung der Solar- und Windanlagen. Dabei achtet das Management in seinen Entscheidungen auf einen ressourcenschonenden Ansatz, der auf eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung der Anlagen und deren Wert abzielt. Ziel ist es, die Anlagen während der Laufzeit der Einspeisevergütung und, soweit möglich, darüber hinaus in ihrer Substanz zu erhalten. Angesichts der langfristigen und nachvollziehbaren Cashflows sind die Solar- und Windparks der Gesellschaft grundsätzlich in einem Verhältnis von 25 % Eigenkapital und 75 % Fremdkapital finanziert. Dadurch, dass rechtlich unabhängige Projektgesellschaften (Special Purpose Vehicles oder kurz: SPVs) die Solar- und Windparks erwerben und betreiben, ergibt sich eine Risikostreuung und Risikominimierung für den Konzern.

Der Konzern verfügt auch über ein eigenes Projektentwicklungsgeschäft in Deutschland und, seit dem Erwerb von Enervest Belgium BV (nunmehr firmierend als 7C Solarparken Belgium BV) im Dezember 2020, auch in Belgien, das einen zusätzlichen Wachstumskanal für den Ausbau des IPP-Portfolios bildet. Die Aufgaben der Projektentwicklung bestehen im Wesentlichen darin, neue PV-Projektansätze bis zur Baureife zu bringen. Insbesondere die Identifizierung von geeigneten Flächen, die Vereinbarung von Pacht-/​Nutzungs- und Gestattungsverträgen, die Bauplanung und -genehmigung sowie der Netzanschluss sind Inhalte der Projektentwicklung. Darüber hinaus gehört auch die Auswahl des Generalunternehmers für den Bau der Anlage zu den Aufgaben des Projektentwicklungsteams. Bei den Anlagen, deren Einspeisetarif durch das Ausschreibungsverfahren nach der Freiflächenanlagenausschreibungsverordnung (FFAV) vergeben werden, gehört die Angebotsvorbereitung ebenso zu den Aufgaben der Projektentwicklung. In Belgien ist auch das Verhandeln von Strompreisen mit potenziellen Stromkunden, sowohl für die Stromlieferung von Kunden vor Ort als auch über das öffentliche Netz, in Stromabnahme- oder PPA-Verträgen (vom englischen: Power Purchase Agreements) Teil des Projektgeschäfts.

Gelegentlich engagiert sich die 7C Solarparken bei Neubauprojekten auch in der Bauplanung, der Anschaffung der Hauptkomponenten (v. a. Module und Wechselrichter) sowie der Bauüberwachung, sodass der Konzern von der Wertschöpfung in der Projektentwicklungs- und Realisierungsphase profitieren kann. Der Konzern beteiligt sich auch an der Beschaffung von Komponenten für hauptsächlich eigene belgische Projekte, in die der Konzern seine guten deutschen Einkaufskonditionen einbringen kann.

Weiterhin ist der Konzern seit 2019 in der Anlagen- und Fondsverwaltung für Drittinvestoren aktiv. Dieser Geschäftsbereich eröffnet 7C Solarparken neue Wachstumsmöglichkeiten. So ergeben sich Möglichkeiten, Anteile an den Fondsgesellschaften der Drittinvestoren zu erwerben. Auch kann ein Mehrwert durch Synergieeffekte beim Einkauf u. a. von technischen Dienstleistungen oder Versicherungen realisiert werden. Schließlich kann der Konzern den Fondsgesellschaften zusätzliche Dienstleistungen wie z. B. flexible Liquiditätsfazilitäten anbieten. Die mit der Anlagen- und Fondsverwaltung für Drittinvestoren gewonnene Ertrags- und Leistungsperspektive passt in die Planung des Konzerns, das Anlagenportfolio bis 2022 auf insgesamt 500 MWp auszubauen, davon 400 MWp im eigenen IPP-Portfolio und 100 MWp im Rahmen der von Betriebsführungsverträgen betreuten Anlagen von Dritten.

Neben der Produktion und dem Verkauf von Strom zu fixen und regulierten Preisen an oft öffentliche und gewerbliche Abnehmer (z. B. Netzbetreiber, Energiehändler und lokale Konsumenten) erwirbt die 7C Solarparken im PV Estate-Eigentum an Grundstücken und Gebäuden/​Hallen in Bezug auf unternehmenseigene oder unternehmensfremde PV-Anlagen sowie neue Solarprojektentwicklungen. Diese Investitionen ermöglichen es der Gesellschaft, durch die Einsparung der jährlichen Pachtkosten der PV-Parks eine wiederkehrende Rendite zu erzeugen, aber auch, vom Wert der betreffenden PV-Anlagen über die Laufzeit der Einspeisevergütungen hinaus zu profitieren. Gelegentlich ermöglicht die PV Estate-Aktivität zusätzliche Mieteinnahmen von Drittkunden, welche Teile der konzerneigenen Grundstücke nutzen.

ANLAGENPORTFOLIO

Der strategische Fokus des Geschäftsmodells liegt in der Größenordnung von PV-Anlagen zwischen 1 MWp und 10 MWp. Der strategische Fokus hat sich seit 2020 aufgrund der Konvergenz der Einspeisevergütungen von den Projekten bis 750 kWp hin zu < 10 MWp FFAV-Anlagen verlagert.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 summierte sich das Solar- und Windkraftanlagenportfolio auf eine Leistung von rund 303 MWp. Davon waren 297 MWp Solaranlagen (98 % des Gesamtportfolios) und 6 MW Windkraftanlagen (2 % des Gesamtportfolios). Darin enthalten sind Solaranlagen mit einer Leistung von 17 MWp, die sich zum Ende des Halbjahres 2021 noch im Bau befanden.

Das Gesamtportfolio generiert pro Jahr ungefähr 284 GWh Energie. Diese reicht rechnerisch aus, um mehr als 80.000 Drei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Dadurch werden pro Jahr rund 219.000 Tonnen CO 2 eingespart.

ANLAGENBESTAND

A. Solaranlagen

Zum Bilanzstichtag betrieb 7C Solarparken fast 160 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 297 MWp. Dabei wurde das Portfolio durch Dachanlagen in Belgien von insgesamt etwa 26 MWp (rund 9 % des Gesamtportfolios) im ersten Halbjahr 2021 deutlich aufgestockt. Der Großteil des Portfolios an PV-Anlagen befindet sich weiterhin in Deutschland (91 %). Das Portfolio verteilt sich auf folgende Standorte:

Solaranlagen nach Region

Der Konzern betreibt grundsätzlich Solaranlagen in ganz Deutschland, ist aber vor allem in den sonnenreichen Gebieten in Deutschland tätig. So befinden sich 31,0 % des Portfolios in Bayern, 14,5 % in Sachsen-Anhalt sowie 10,5 % in Sachsen. Seit Ende 2020 hat der Konzern Belgien als zweiten Kernmarkt identifiziert, weshalb der Anteil von Belgien im Gesamtportfolio (nunmehr 8,7 %) im ersten Halbjahr deutlich zugenommen hat.

Änderungen in der Zusammenstellung der geografischen Zuordnung des Anlagenportfolios (z. B. künftige Investitionen in weniger sonnenreiche deutsche und belgische Regionen) sowie der Anteil an - tendenziell suboptimal ausgerichteten - Dachanlagen im Portfolio können somit die nicht-finanziellen Kennzahlen, nämlich den spezifischen Ertrag (kWh/​kWp) sowie die Performance Ratio (negativ), beeinflussen.

Die durchschnittliche Größe der Solarparks liegt derzeit bei 1,7 MWp pro Anlage.

Zusammensetzung des Solaranlagenportfolios nach Typ (Dach/​Freifläche) und Größe (kWp)

Der Konzern verfügt in seinem Portfolio sowohl über solare Freiflächen als auch über Dachanlagen. Den größten Anteil an den Solaranlagen bilden die Freiflächenanlagen mit 63 %. Im Vergleich zu anderen größeren Solaranlagenbetreibern auf dem deutschen Markt hat der Konzern mit ca. 37 % des Gesamtportfolios einen relativ hohen Anteil an Dachanlagen im Bestand. Die Dachanlagen in Belgien machen fast 9 % des gesamten Solarportfolios aus. Dachanlagen sind zwar typischerweise operativ schwieriger zu betreiben und durch eine häufig suboptimale Ausrichtung der Module ertragsschwächer je installiertem kW, haben dafür aber eine höhere Einspeisevergütung und oft auch eine bessere Chance auf einen guten Strompreis nach Ablauf des Einspeisevergütungszeitraums, da sich Stromverbraucher meist in unmittelbarer Nähe der Solaranlage befinden.

B. Windanlagen

Das Windkraftanlagenportfolio des Konzerns besteht aus zwei im Jahr 2019 erworbenen und operativen Windkraftanlagen. Beide Anlagen liegen in einer windreichen Region in Rheinland-Pfalz. Die Gesamtkapazität der Anlagen liegt bei 5,9 MW. Während die Anlage Medard 2 (2,8 MW) 2016 in Betrieb genommen wurde und mit einer Turbine von General Electric ausgestattet ist, wird die 2015er Anlage Stetten 2 (3,1 MW) mit einer Vestas-Turbine betrieben.

ENTWICKLUNG DES ANLAGENPORTFOLIOS

INVESTITIONEN

Das IPP-Portfolio der 7C Solarparken stieg von 256 MWp zum Jahresende 2020 auf 303 MWp zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 an. Die folgende Übersicht zeigt die erworbenen und errichteten Anlagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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INVESTITIONEN 2021
Q1 Projekt Leistung (kWp)
Höttingen 8.340
7C Groeni 10.907
Q2 Theilenhofen (im Bau) 9.228
Dessau Süd 2.506
DC Rieme 6.221
Zottegem (im Bau) 125
Roeselare 128
Kortrijk 139
Gent 642
Lokeren (im Bau) 1.289
Kruibeke 366
Schoten (im Bau) 186
Belsele 174
Heilgersdorf 5.322
Hamont-Achel (im Bau) 1.194
Ninove (im Erwerb) 134
Mortsel (im Bau) 106
Gesamt 47.005

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INVESTITIONEN 2020
Q1 Projekt Leistung (kWp)
Bremerhaven 300
Wieglitz 1.473
Parchen 459
Nosswitz 649
Wittlich 1.279
Remptendorf 2.409
Dessau 691
Bernsdorf II 339
Bernterode 614
Calbe II 750
Calbe neu 1.317
Luckow Süd 750
Q2 Oberwesterwaldbahn 10.000
Ludwigsfelde IV 748
Salzwedel 729
Dettenhofen** 3.254
Igling-Buchloe* 5.787
Neuhaus-Stetten** 3.257
Oberostendorf* 2.457
Gesamt 37.262

* Es handelt sich um Anlagen der Fondsgesellschaft HCI Energy 1 Solar GmbH & Co. KG

** Es handelt sich um Anlage der Fondsgesellschaft HCI Energy 2 Solar GmbH & Co. KG

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2021 neue Anlagen mit einer Leistung von rund 47 MWp (2020H1: 37 MWp) gekauft bzw. beauftragt. Davon waren 16,3 MWp (2020H1: 21,0 MWp) Bestandsanlagen und 12,1 MWp waren zum 30. Juni 2021 noch nicht ans Stromnetz angeschlossen (2020H1: 1,9 MWp). Das Projekt 7C Groeni mit 10,9 MWp Gesamtleistung besteht aus mehreren Dachanlagen, von denen ein Teil operativ ist, während sich der andere noch im Bau befindet (4,0 MWp). Zusätzlich befanden sich 134 kWp noch im Erwerb (Kaufverträge unterschrieben, aber Vollzug noch offen).

Wie die Tabelle zeigt, ist das IPP-Portfolio insgesamt mit einer höheren Dynamik als im ersten Halbjahr 2020 gewachsen, was vor allem in der Erweiterung der Geschäftstätigkeit in Belgien begründet ist.

DESINVESTITIONEN

Nachdem im ersten Halbjahr 2020 das Projekt Surya mit 2,5 MWp veräußert wurde, gab es im ersten Halbjahr 2021 keine weiteren Verkäufe.

VERWALTETES ANLAGENPORTFOLIO

Der Konzern verwaltet insgesamt 71,1 MWp. Davon führt er die kaufmännische Verwaltung für insgesamt 62,8 MWp Solaranlagen in Deutschland und 8,3 MWp in Belgien aus.

Verwaltete Solaranlagen nach Region

Das kaufmännische Management der deutschen Anlagen bezieht sich auf die Verwaltung von vier Fondsgesellschaften, die insgesamt zwölf solare Freiflächenanlagen mit einer Leistung von 62,8 MWp betreiben. Die Solaranlagen befinden sich hauptsächlich an Standorten in Süd- und Ostdeutschland. Die Leistungsklasse der Solarparks bewegt sich zwischen 2,0 MWp und 11,5 MWp und ist somit vergleichbar mit dem Anlagenportfolio des Konzerns. Durchschnittlich läuft die (gewichtete) garantierte EEG-Einspeisevergütung für das verwaltete Portfolio Ende 2030 aus. Das verwaltete Anlagenportfolio generiert pro Jahr ungefähr 70 GWh Energie. Diese reicht rechnerisch aus, um mehr als 20.000 Drei-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Dadurch werden pro Jahr rund 54.000 Tonnen CO 2 eingespart.

Das verwaltete Anlagenportfolio in Deutschland blieb im Vergleich zum Jahresende 2020 unverändert. In Belgien hat sich es sich mit 8,3 MWp gegenüber Ende 2020 (8,0 MWp) nur geringfügig verändert.

PV ESTATE PORTFOLIO

Neben dem Erwerb von Solar- und Windanlagen tätigt der Konzern Investitionen in Immobilien, die mehrheitlich für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden, das sogenannte PV Estate.

PV Estate 7C Solarparken zum 30. Juni 2021

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IMMOBILIE TYP REGION GRÖßE LEISTUNG BETREIBER
Sandersdorf Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 9,7 ha 5,1 MWp 7C Solarparken
Zerre Konversionsfläche Sachsen 28,5 ha 8,0 MWp u.a. inkl. 7C Solarparken
Hausen Logistikhalle Bayern 0,2 ha 0,1 MWp Extern
Bayreuth Bürogebäude Bayern 0,2 ha 0,1 MWp 7C Solarparken
Pflugdorf Agrarfläche Bayern 16,5 ha 4,4 MWp 7C Solarparken
Kettershausen Agrarfläche Bayern 5,1 ha 2,4 MWp 7C Solarparken
Stolberg Konversionsfläche NRW 1,0 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Grafentraubach Industrie- und Bürogebäude Bayern 9,4 ha 2,7 MWp 7C Solarparken
Grube Warndt Konversionsfläche Saarland 6,8 ha 3,8 MWp 7C Solarparken
Großfurra Konversionsfläche Thüringen 6,9 ha 4,0 MWp 7C Solarparken
Mühlgrün Konversionsfläche Sachsen 1,5 ha 1,0 MWp 7C Solarparken
Bitterfeld Konversionsfläche Sachsen-Anhalt 12,4 ha 4,6 MWp 7C Solarparken
Umpferstedt Gewerbefläche Thüringen 2,8 ha 1,4 MWp 7C Solarparken
Calbe Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 1,8 ha 0,8 MWp 7C Solarparken
Demmin Gewerbefläche Mecklenburg-Vorpommern 2,2 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Weißenfels Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 1,1 ha 0,6 MWp 7C Solarparken
Zschornewitz Gewerbe- und Industriefläche Sachsen 4,1 ha 2,6 MWp 7C Solarparken
Brandenburg a.d. H. Gewerbe- und Industriefläche Brandenburg 5,0 ha 2,4 MWp 7C Solarparken
Osterode Konversionsfläche Niedersachsen 10,3 ha 4,0 MWp Extern
Henschleben Ausgleichsfläche Thüringen 4,0 ha 0,0 MWp Ausgleichsfläche
Calbe 2 Gewerbe- und Industriefläche Sachsen-Anhalt 1,7 ha 2,1 MWp 7C Solarparken
Bernsdorf Gewerbefläche Sachsen 2,6 ha Anlage in Entwicklung
Zschornewitz Gewerbe- und Industriefläche Sachsen 3,3 ha Anlage in Entwicklung
Dessau Logistikhalle Sachsen-Anhalt 0,9 h 0,7 MWp 7C Solarparken
Gumtow Konversionsfläche Brandenburg 1,9 ha 0,0 MWp Ausgleichsfläche
Luptitz Gewerbegrundstück Sachsen 6,8 ha 4,0 MWp Extern
Grossfurra Konversionsfläche Thüringen 0,6 ha 0,0 MWp Ausgleichsfläche
Krakow am See Sonstige bauliche Anlage Mecklenburg-Vorpommern 9,0 ha 7,6 MWp 7C Solarparken
Dessau Süd Gewerbefläche Sachsen-Anhalt 0,4 ha 0,4 MWp 7C Solarparken
Sigmaringen-Neuhaus-Stetten Agrarfläche Baden-Württemberg 1,0 ha 0,0 MWp Ausgleichsfläche
TOTAL 157,4 ha 64,2 MWp

Auf den Grundstücken oder Gebäuden des PV Estates werden entweder (teilweise) bereits eigene Solaranlagen betrieben bzw. neue Solarprojekte entwickelt oder es werden Grundstücke oder Flächen von der 7C Solarparken langfristig an Dritte verpachtet, die darauf ihre eigenen Solaranlagen betreiben.

Insgesamt hatte der Konzern am Ende des Halbjahres 2021 157,4 ha Grundfläche im Eigentum, auf der Solaranlagen mit einer Leistung von 64,2 MWp installiert waren oder sich im Bau befanden. Dies entspricht etwa einem Fünftel im Verhältnis zum Anlagenportfolio von 303 MWp per 30. Juni 2021.

Das PV Estate Portfolio wurde im ersten Halbjahr um die Anlage Dessau Süd in Sachsen-Anhalt mit einer Nennleistung von 0,4 MWp sowie die 1 ha große Ausgleichsfläche Sigmaringen-Neuhaus-Stetten in Baden-Württemberg erweitert.

ZIELE UND STRATEGIEN

GESCHÄFTSPLANUNGSPROZESS

In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat stellt der Vorstand jährlich einen Geschäftsplan für einen drei Jahre umfassenden Zeitraum auf, in dem die strategischen Ziele und Maßnahmen festgelegt werden. Maßgeblich für den Konzern ist die Verfolgung und Erreichung dieses strategischen Plans. Bisher wurden sechs derartige Geschäftspläne veröffentlicht:

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GESCHÄFTSPLAN PERIODE STATUS
Ausschöpfung des vollen Potentials bis 2016 2014-2016 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Kapitalzuwachs durch Konsolidierung 2015-2017 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung
Bausteine einer strategischen Transaktion bis 2018 2016-2018 Plan wurde teilweise erfolgreich umgesetzt. Plan wird nicht weiterverfolgt und durch den Plan 2018-2020 ersetzt.
Entwicklung zu einem 200 MWp Spieler 2017-2019 Plan wurde teilweise erfolgreich umgesetzt. Plan wird nicht weiterverfolgt und durch den Plan 2018-2020 weiter konkretisiert.
Erhöhung des IPP-Portfolios auf 220 MWp 2018-2020 Plan wurde beendet aufgrund erfolgreicher Erfüllung.
Integration des Wachstums, dann Skalierung auf 500 MWp 2020-2022 Umsetzung des Plans ist im Gange und wurde 2020 sowie 2021 aktualisiert.

GESCHÄFTSPLAN 2018-2020 "ERHÖHUNG DES IPP-PORTFOLIOS AUF 220 MWP"

Der Geschäftsplan 2018-2020 "Erhöhung des IPP-Portfolios auf 220 MWp" wurde der Öffentlichkeit bereits auf dem deutschen Eigenkapitalforum im November 2018 vorgestellt. Die Kernpunkte sind wie folgt:

Das Erreichen des "tier-2" Status bleibt das Hauptziel, um von niedrigeren Kapitalkosten und einer verbesserten Unternehmensbewertung zu profitieren.

Der Investitionsplan von EUR 107 Mio. soll das IPP Portfolio bis Ende 2020 von 153 MWp im Moment der Veröffentlichung des Plans auf 220 MWp anheben. Das Portfoliowachstum soll durch einen Mix von Neubauprojekten und Erwerb von Bestandsprojekten sowie durch kleinere M&A Transaktionen und selektive Erwerbschancen im Ausland erreicht werden. Die Erweiterung soll das EBITDA mit EUR 9,3 Mio. und den Net Cashflow mit EUR 7,2 Mio. erhöhen. Dabei wird mit einer durchschnittlichen Einspeisevergütung i.H.v. 170 EUR/​MWh und einem spezifischen Ertrag von 965 kWh/​kWp gerechnet.

Der Vorstand geht somit davon aus, dass bei vollständiger Ausführung des Geschäftsplans 2018-20 ein zwölf Monate umfassendes EBITDA i.H.v. EUR 41,3 Mio. und ein Cashflow je Aktie i.H.v. EUR 0,57 erreicht werden können. Die Eigenkapitalfinanzierung für den Investitionsplan soll aus der bestehenden Liquidität (EUR 19 Mio. inklusive der im November 2018 abgeschlossenen Barkapitalerhöhung mit einem Emissionserlös von rund EUR 5 Mio.) sowie zukünftig durch eine oder mehrere Kapitalerhöhung(en) (EUR 16 Mio.) in 2019-2020 generiert werden. Der Restbetrag von EUR 73 Mio. soll durch Projektfinanzierungen dargestellt werden.

Im Rahmen der langfristigen Geschäftsplanung hat der Vorstand seine Vision zum Ausbau von 220 MWp auf 500 MWp bis 2025 dargestellt. Dieser Ausbau kann nach Einschätzung des Vorstands verschiedene Formen annehmen:

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Die Konsolidierung auf dem deutschen Markt vorantreiben, da es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Plans bereits 15 GWp an Solaranlagen von mehr als 1 MWp (mit verschiedensten Eigentümern) gibt;
Die Teilnahme an beabsichtigten deutschen Sonderauktionen (insgesamt 2 GWp) die laut Koalitionsvertrag der deutschen Regierung in den nächsten Jahren stattfinden werden;
Ein Einstieg in den neu aufkommenden PPA-Markt (Abschluss von mittel- und langfristigen Stromabnahmeverträgen) wird einen Trend hin zu größeren Neubauanlagen (> 10 MWp) bieten, da durch die Kostendegression bei zunehmender Anlagengröße der Eintritt in eine marktbasierte Vergütungsstruktur immer attraktiver wird;
Im Jahr 2025 läuft für ca. 4 GWp (Baujahr 2005) an deutschen Bestandsanlagen die Einspeisevergütung aus, sodass sich interessante Möglichkeiten zum Erwerb und Neuinstandsetzung (Repowering) dieser Anlagen ergeben können;
Investition in Neubau- oder Bestandsprojekte in stabilen und entwickelten EU-Ländern außerhalb Deutschlands.

Der Geschäftsplan 2018-2020 wurde in seiner Zielsetzung durch den Geschäftsplan 2020-2022 weiter konkretisiert und beschleunigt.

GESCHÄFTSPLAN 2020-2022 "INTEGRATION DES WACHSTUMS, DANN SKALIERUNG AUF 500MWP"

Der Geschäftsplan 2020-2022 wurde der Öffentlichkeit auf der MKK Investorenkonferenz in München im Dezember 2019 vorgestellt. Kernpunkte des Geschäftsplans sind wie folgt:

Portfolioerweiterungen auf 220 MWp

Der Geschäftsplan 2020-2022 setzt auf dem Geschäftsplan 2018-2020 auf. Das Ziel, bis Ende 2020 das Anlagenportfolios auf 220 MWp. auszubauen, wird beibehalten. Im neuen Plan wird das Wachstum weitgehend konkretisiert. Der Ausbau von 190 MWp (Ende 2019) auf 220 MWp wird planmäßig hauptsächlich von eigenentwickelten Projekten (24 MWp) sowie vom Erwerb von Bestandsanlagen (6 MWp) kommen. Dafür werden Investitionen von EUR 26 Mio. eingeplant, die einerseits mit bereits vorhandenen Eigenmitteln i.H.v. EUR 9 Mio. andererseits mit neuen Finanzierungen i.H.v. EUR 17 Mio. getätigt werden sollen. Der Ausbau mit 30 MWp wird nach Plan das EBITDA mit EUR 2,0 Mio. und den Net Cashflow mit EUR 1,8 Mio. ansteigen lassen.

Integration des jungen Wachstums…

Neuer Fokus des Geschäftsplans 2020-2022 ist es, die in den vorhergehenden Jahren zugekauften bzw. erbauten Anlagen in das Anlagenportfolio zu integrieren. Hierzu zählen die PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 6 MWp, die zwar im Jahr 2019 die Einspeisevergütung sichern konnten, aber aufgrund langer Lieferzeiten für Transformatoren oder Wartezeiten bei den Netzbetreibern noch nicht ans Stromnetz angeschlossen werden konnten. Das Ziel ist es, diese Anlagen bis Februar 2020 an das Stromnetz anzuschließen. Hierfür sind EUR 0,5 Mio. Zusatzinvestitionen eingeplant.

Eine weitere Integrationsmaßnahme besteht in der Verschlankung der Konzernstruktur; inzwischen zählt der Konzern über hundert Gesellschaften und durch den Erwerb neuer Wind- und Solaranlagen, die i. d. R. in Projektgesellschaften liegen, kommen stetig weitere hinzu. Um die administrativen Abläufe zu optimieren, plant der Vorstand daher die Zahl der Projektgesellschaften zu reduzieren und Projektgesellschaften aufeinander zu verschmelzen. Dieser Prozess soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Ein dritter Schritt in der Integration betrifft den Einsatz der technischen Mitarbeiter. Der Ausbau des technischen Wartungsteams konnte mit dem Ausbau des Anlagenportfolios der vorherigen Jahre nicht schritthalten. Deshalb plant der Konzern die eigenen technischen Mitarbeiter zunehmend auf Anlagen mit hohem EEG-Einspeisetarif zu konzentrieren und die Betriebs- und Wartungsarbeiten bei den Neubauten mit niedrigeren EEG-Einspeisetarifen ab dem Jahr 2020 von Drittanbietern ausführen zu lassen und die Ausführung zu überwachen.

Neben den organisatorischen Integrationsmaßnahmen plant der Vorstand die Steigerung der Effizienz von verschiedenen Bestandsanlagen, die in den vorangehenden drei Jahren erworben worden sind, durch den Austausch von Modulen, Kabeln und Konnektoren. Der Modulaustausch ist Anfang 2020 geplant. Der Austausch von Kabeln und Konnektoren soll Mitte 2020 realisiert werden. Insgesamt sind für dieses Optimierungsprogramm EUR 1,7 Mio. vorgesehen. Nach erfolgreicher Ausführung sollte das EBITDA nach Einschätzung des Vorstands mit jährlich EUR 0,2 Mio. zunehmen.

Schließlich eröffnen sich Geschäftsmöglichkeiten durch die Integration des 2019 erworbenen Betriebsführungsgeschäfts von sechs Fondsgesellschaften, die insgesamt 77 MWp Solaranlagen betreiben. Die Hälfte der Fondsgesellschaften zeigt eine bessere Leistungsbilanz als im Fondsprospekt dargestellt, die andere Hälfte dahingegen läuft deutlich unter der Prospektprognose. 7C Solarparken hat bereits den Gesellschaftern des größten schlecht performenden Fonds ein Kaufangebot unterbreitet. Für einen weiteren Fonds lieferte der Konzern neue Module im Tausch gegen eine Beteiligung an diesem Fonds i.H.v. nahezu 15 %. Im Plan 2020-2022 geht der Vorstand davon aus, dass eine Beherrschung (und somit die vollständige Konsolidierung) einer Fondsgesellschaft auch mit einer Minderheitsposition ab 2021 erreicht werden kann. Eine Vollkonsolidierung einer Fondsgesellschaft sollte zu einer Zunahme des jährlichen EBITDA von ca. EUR 2,6 Mio. führen. Insgesamt wird für den Ausbau von Beteiligungen sowie für die Finanzierung kapitalintensiver Maßnahmen in die Fondsgesellschaften EUR 5,0 Mio. investiert werden.

…dann Skalierung auf 500 MWp

Der neue Geschäftsplan 2020-2022 setzt bezüglich des mittelfristigen Wachstums ebenfalls auf die Vision von 500 MWp bis 2025 aus dem alten Geschäftsplan 2018-2020 auf. Allerdings wird nun geplant, das Anlagenvolumen von 500 MWp inklusive Betriebsführungsgeschäft bereits bis Ende 2022 zu erreichen. Weiterhin konkretisiert der neue Geschäftsplan das Wachstum durch die Erweiterung des eigenen Anlagenbestands sowie mittels des Ausbaus des Betriebsführungsgeschäfts für Dritte, bei dem Anlagen verwaltet werden.

Für das Betriebsführungsgeschäft strebt das Unternehmen an, die erworbene Plattform zu nutzen und die verwaltete Leistung zu expandieren. In diesem Zusammenhang wird erwogen, eine eigene Fondmanagementerlaubnis zu beantragen, um (Co.-)Investmentchancen mit institutionellen Großinvestoren nutzen zu können. In Summe soll das Betriebsführungsgeschäft in den Jahren 2021-2022 von 77 MWp derzeit um 73 MWp auf 150 MWp steigen.

In den Jahren 2021-2022 soll das eigene Anlagenportfolio durch Teilnahme an M&A Transaktionen und Konsolidierungstrends von 220 MWp (vgl. Integration des Wachstums) um 130 MWp auf 350 MWp erweitert werden. Chancen bei dem sich beschleunigenden PV-Neubaumarkt in Deutschland sollen dabei genutzt werden.

Die Investitionskosten für die zusätzliche Kapazität von 130 MWp werden mit EUR 126 Mio. eingeschätzt. Davon sollen ca. EUR 82 Mio. durch Projektfinanzierungen und ca. EUR 44 Mio. durch Eigenmittel finanziert werden. Die Eigenmittel sollen durch ca. EUR 14 Mio. alternative Finanzierungen und ca. EUR 30 Mio. Kapitalerhöhungen gesichert werden. Bei Erreichen der Zielsetzung wird mit einem zusätzlichen EBITDA von EUR 11 Mio. pro Jahr und einem Anstieg des jährlichen CFPS (Cashflow pro Aktie) auf EUR > 0,60/​Aktie gerechnet.

Der Geschäftsplan 2020-2022 wurde in seiner Zielsetzung weiter konkretisiert und erweitert.

ERWEITERUNG DES GESCHÄFTSPLANS AUF 2020-2023

Die Erweiterung des Geschäftsplans auf 2020-2023 wurde auf der virtuellen MKK Investorenkonferenz der Öffentlichkeit im November 2020 vorgestellt. Kernpunkte des Geschäftsplans 2020-23 sind wie folgt:

Das mittelfristige Wachstum des Geschäftsplans 2020-2022 wurde konkretisiert. Der nächste große Meilenstein in der Entwicklung von 7C Solarparken bleibt die 500 MWp Marke und damit "tier-1 Status" zu erlangen. Der neue Plan sieht vor, ein eigenes 400 MWp IPP-Portfolio bis Ende 2023 zu erreichen (vorher: 350 MWp Ende 2022) und 100 MWp Betriebsführungsgeschäft (vorher: 150 MWp Ende 2022). Das eigene IPP-Portfolio soll zu mindestens 90 % aus Solaranlagen und bis zu maximal 10 % aus Windkraftanlagen bestehen. Das Wachstum soll über den Erwerb von Projektgesellschaften, Neubauten und bestehenden Anlagen kommen. Durch das kapitalintensive Wachstum in einen tier-1-Player wird der Kapitalmarkt noch mehr Notiz von 7C Solarparken nehmen.

Die zweite Konkretisierung der Erweiterung des Geschäftsplans ist die Entscheidung, den belgischen PV-Markt neben Deutschland als zweiten Kernmarkt zu definieren. Ein bedeutender Teil des künftigen Wachstums soll im belgischen PV-Markt generiert werden. Das belgische IPP-Portfolio soll von den ursprünglich 4 MWp Ende 2020 auf mehr als 50 MWp Ende 2023 steigen. Im Einzelnen sieht der Plan eine Kapazitätserweiterung des eigenen IPP-Portfolios wie folgt vor:

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Ende 2021: 295 MWp, davon 275 MWp in Deutschland und 20 MWp in Belgien;
Ende 2022: 350 MWp. davon 315 MWp in Deutschland und 35 MWp in Belgien;
Ende 2023: 400 MWp, davon > 350 MWp in Deutschland und > 50 MWp in Belgien.

Es ist folglich davon auszugehen, dass sich das Bestandsportfolio bezogen auf die regionale Verteilung in den kommenden Jahren verändern wird und der prozentuale Anteil des Portfolios in Belgien steigen wird.

VERKÜRZUNG DES GESCHÄFTSPLANS AUF 2020-2022

Im Erstellungszeitraum des Konzernzwischenabschlusses hat der Vorstand der 7C Solarparken AG beschlossen, den Plan 2020-2023 bereits bis Ende 2022 umzusetzen. Die konkretere Erfüllung des Plans und insbesondere die Erhöhung der Zielsetzung für das eigene Portfolio auf 400 MWp im Vergleich zum ursprünglichen Plan (350 MWp) bleibt erhalten. Darüber hinaus wird heute das Jahresendziel 2021 auf 335 MWp angehoben. Somit sieht der Plan eine Kapazitätserweiterung des eigenen IPP-Portfolios wie folgt vor:

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Ende 2021: 335 MWp, ohne Zielsetzung für die Aufteilung zwischen Deutschland und Belgien
Ende 2022: 400 MWp. davon 350 MWp in Deutschland und 50 MWp in Belgien;

INTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Der Konzern verfügt über ein internes Managementinformationssystem für die Planung, Steuerung und Berichterstattung. Das Managementinformationssystem sichert die Transparenz über die aktuelle Geschäftsentwicklung und gewährleistet den permanenten Abgleich zur Unternehmensplanung. Die Planungsrechnung umfasst einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und wird kontinuierlich an die Rahmenbedingungen des Marktes angepasst.

Neben der Unternehmensstrategie bilden in erster Linie die Umsatzerlöse und das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) für Konzernzwecke wie auch für die Muttergesellschaft sowie der CFPS (Cashflow je Aktie) für Konzernzwecke die zentralen Bezugsgrößen für die operative Steuerung. Es erfolgt eine kontinuierliche Sicherstellung der verfügbaren Liquidität der operativen Solar- und Windparks durch laufende Kontrolle und Verfolgung der Liquiditätsplanung.

Des Weiteren werden auch die technischen Leistungsindikatoren, wie Produktion, Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/​kWp) und Performance Ratio im Rahmen der Steuerung für Konzernzwecke wie auch für die Muttergesellschaft täglich verfolgt.

Mit dem Geschäftsbericht wird auch die Prognose der wesentlichen Leistungsindikatoren und Entwicklungen für das folgende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese basiert auf detaillierten Planungen für die einzelnen Konzerngesellschaften. Die veröffentlichte Prognose wird monatlich überprüft und bei Bedarf vom Vorstand angepasst.

STEUERUNGSGRÖSSEN /​ KONTROLLSYSTEM

Formal gilt es darauf hinzuweisen, dass nach DRS 20 die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind.

Falls freiwillige Prognosen anderer Kennzahlen erfolgen, sind diese nicht mehr im Prognosebericht, sondern in den entsprechenden Abschnitten des Konzernzwischenlageberichts zu finden. Grundsätzlich werden die Kennzahlen für den Konzern auf Basis der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) ermittelt und die für die Muttergesellschaft nach deren nationalen Rechnungslegungsstandards (HGB). Andernfalls wäre ein Hinweis auf eine andere Definition angegeben.

STEUERUNGSKENNZAHLEN DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Für die Steuerung des Konzerns sind die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren von zentraler Bedeutung zur zielorientierten und nachhaltigen Umsetzung der Unternehmensplanung und -strategie:

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Umsatzerlöse;
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen);
CFPS (Cashflow je Aktie);

Der CFPS wird wie in untenstehender Tabelle berechnet. Der Netto Cashflow wird um die effektiven Zins- und Steuerzahlungen, die den Zeitraum unmittelbar vor einer Akquisition betreffen, um Zinszahlungen bezüglich der Refinanzierung eines Darlehens, sowie um den gezahlten Pachtaufwand, der durch Anwendung von IFRS16 "Leasingverhältnisse" nicht im Betriebsaufwand enthalten ist, bereinigt. Dieser korrigierte Netto Cashflow wird durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien geteilt, so dass sich der CFPS ergibt.

EBITDA = Konzern-EBITDA gem. IFRS

NETTO CASHFLOW = EBITDA minus effektive Zinszahlungen minus effektive Steuerzahlungen

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Bereinigung um die effektiven Zins- und Steuerzahlungen, die den Zeitraum vor einer Akquisition betreffen
Bereinigung um die einmaligen Zinszahlungen aus Refinanzierung
Bereinigung um den gezahlten Pachtaufwand, der nicht im Betriebsaufwand enthalten ist

CFPS = Netto Cashflow dividiert durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien

TECHNISCHE STEUERUNGSKENNZAHLEN

In Ergänzung zu den vorgenannten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren setzt 7C Solarparken im Konzern stark auf die individuellen quantitativen Indikatoren der Solaranlagen, Produktion (GWh, MWh bzw. kWh), Ertrag pro installierter Anlagenleistung (kWh/​kWp) und Performance Ratio. Diese werden in monatlichen Budgets erneuert und in einem Management Reporting dargestellt. Bedeutsame nicht finanzielle Leistungsindikatoren wurden nicht festgelegt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMEN-BEDINGUNGEN

ENTWICKLUNG DER STROMERZEUGUNG IN DEUTSCHLAND

Die Summe der erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse lag im ersten Halbjahr 2021 bei ca. 120,8 TWh. Das ist deutlich weniger (-21,2 %) als im ersten Halbjahr 2020 (136,1 TWh). Der Anteil der Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, sank damit wieder auf weniger als die Hälfte (47,9 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum (55,8 %). Nachdem Stromproduktion und -nachfrage im ersten Halbjahr 2020 durch die Pandemie-bedingte, rückläufige Industrieproduktion gesunken waren, lagen sie 2021 bisher wieder auf dem Niveau der Vor-Corona-Zeit.

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NETTOSTROMPRODUKTION (TWh) 2021H1 2020H1 VERÄNDERUNG GESAMTANTEIL IN %
Markt 252,0 243,8 3,4 % 100,0 %
Kernenergie 32,2 30,1 7,0 % 12,8 %
Braunkohle 45,8 33,6 36,3 % 18,2 %
Steinkohle 20,4 14,4 41,7 % 8,1 %
Erdgas 30,7 28,0 9,6 % 12,2 %
Erneuerbare Energien 120,8 136,1 -21,2 % 47,9 %
davon:
Wasser 11,1 9,5 16,8 % 3,7 %
Wind 59,0 75,0 -21,3 % 27,0 %
PV 28,3 27,9 1,4 % 10,5 %
Biomasse 22,4 23,7 -5,5 % 9,3 %

Quelle: Fraunhofer-Institut: Stromerzeugung in Deutschland in ersten Halbjahr 202, eigene Darstellung

Der deutlichste Unterschied zum Vorjahr war bei der Stromproduktion durch Windkraftanlagen zu verzeichnen. Während 2019 und 2020 eher überdurchschnittlich gute Windjahre waren, verlief das erste Halbjahr 2021 für die Windkraft wetterbedingt eher unterdurchschnittlich (Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 21 %). Photovoltaikanlagen speisten im ersten Halbjahr 2021 ca. 28,3 TWh in das öffentliche Netz ein. Zwar lag auch die Sonneneinstrahlung im ersten Halbjahr 2021 insgesamt unter dem langjährigen Mittel. Durch den Zubau konnte dieser Effekt jedoch überkompensiert werden, sodass sich die Stromerzeugung im PV-Bereich um 1,4 % gegenüber der Vorjahresperiode auf 28,3 TWh erhöhte.

Gemeinsam produzierten Solar- und Windenergieanlagen im ersten Halbjahr 2021 ca. 87,3 TWh verglichen mit 102,0 TWh im ersten Halbjahr 2020. Damit liegen sie weiterhin auf dem ersten Platz aller Stromquellen, erzeugten jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas weniger Strom als Kernenergie, Braun- und Steinkohle (zusammen 98,4 TWh). Bei den konventionellen Energieträgern ist der Einsatz von Braun- und Steinkohle im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr trotz höherer Kosten für CO 2-Zertifikate stark gestiegen (+36,3 % bzw. +41,7 %). Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 war die Stromerzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken aber auch 2021 niedriger. Insgesamt bleibt der langfristig rückläufige Trend für diese Art der Stromerzeugung also bestehen.

Die steigenden CO 2-Preise machten sich im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 bereits durch steigende Strompreise an der Strombörse EEX bemerkbar. Dennoch nahm in Deutschland der Anteil der auf fossilen Energieträgern beruhenden Stromerzeugung gegenüber der regenerativen Stromerzeugung im ersten Halbjahr 2021 zu. Hauptgrund dafür war sicherlich der starke Rückgang bei der Stromerzeugung durch Windkraft aufgrund verhältnismäßig schwacher Windverhältnisse im Frühjahr (siehe hierzu auch Abschnitt "Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland").

Die Corona-Pandemie hatte 2020 noch einen deutlichen Einfluss auf zahlreiche große Solarprojekte aufgrund fehlender Solarkomponenten (Störung der Lieferketten), Arbeitsbeschränkungen und Personalengpässen bei Bauämtern (Lockdown) sowie Verzögerungen bei den Netzbetreibern. Die deutsche Bundesregierung reagierte hierauf mit einer Verlängerung der Realisierungsfristen von Projekten aus dem Ausschreibungsverfahren bis zu sechs Monaten. Im ersten Halbjahr 2021 waren Nachwirkungen hiervon noch international zu spüren (siehe hierzu auch Abschnitt "Entwicklung der Systempreise"), für das Tagesgeschäft der 7C Solarparken spielten diese Effekte jedoch eine zunehmend untergeordnete Rolle.

MARKTENTWICKLUNG FÜR PHOTOVOLTAIK IN DEUTSCHLAND UND BELGIEN

DAS DEUTSCHE KLIMASCHUTZGESETZ

Ende 2015 beschloss die UN-Weltklimakonferenz in Paris, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius, möglichst unter 1,5 Grad Celsius, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Hierfür werden weltweit Anstrengungen unternommen, Reduktionsziele beschlossen und Gesetze formuliert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen.

So will man auf Ebene der Europäischen Union bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein, d. h., Treibhausgaseimissionen sollen bis 2050 vermieden oder durch entsprechende Maßnahmen neutralisiert werden. Als Zwischenziel haben sich die Staats- und Regierungschefs Ende 2020 darauf verständigt, im Rahmen des sogenannten Green Deal, die EU-internen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken.

Mit ihrem im Mai 2021 novellierten Klimaschutzgesetz verschärft die deutsche Bundesregierung die Vorgaben aus Brüssel und setzt sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Das Klimaziel für 2030 wurde von 55 auf 65 Prozent Treibhausgasminderung angehoben. Bis 2038 soll der Ausstieg aus der Kohleverstromung beendet sein. Im Klimaschutzprogramm 2030 sind entsprechende sektorübergreifende Maßnahmen festgelegt, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen. Dazu gehört u. a. eine sukzessiv steigende CO 2-Bepreisung im Rahmen des EU-Emissionszertifikatehandels.

ENTWICKLUNG DES PHOTOVOLTAIKMARKTES IN DEUTSCHLAND

In Deutschland sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von insgesamt knapp 2,8 GW errichtet worden. Das entspricht einer Steigerung der Neuinstallationen von 12 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2020H1: 2,5 GW).

Der Anstieg des Zubaus an Solaranlagen in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 lässt sich laut Bundesnetzagentur mit über 2 GW vor allem bei den Dachanlagen und Freiflächenanlagen, die eine Einspeisevergütung erhalten (Solaranlagen < 750 kWp), beobachten, während Ausschreibungsprojekte und Projekte mit PPA (Freiflächen- und Dachanlagen > 750 kWp) bei rund 128 MW lagen. Trotz der Verabschiedung des seit 1. Januar 2019 geltenden Energiesammelgesetzes, durch das die EEG-Tarife für neue Solaranlagen < 750 kWp (Freiflächen- und Dachanlagen) jeden Monat nach unten korrigiert, stellten im ersten Halbjahr 2021 die kleineren Solaranlagen bis 750 kWp weiterhin das dominierende Segment im PV-Markt in Deutschland dar.

Wie aus der untenstehenden Grafik hervorgeht, haben sich die Einspeisevergütungen infolge der Einführung des Energiesammelgesetzes seit Januar 2019 deutlich reduziert. Im Juni 2021 lag der anzulegende Wert für Dachanlagen bis 750 kWp noch bei EUR 61,7/​MWh und für Freiflächen bis 750 kWp bei EUR 56,0/​MWh.

Entwicklung der Einspeisevergütungen und Vergütung aus dem Ausschreibungsverfahren

Für größere Anlagen (> 750 kWp) ist eine Teilnahme an den Ausschreibungsverfahren, bei denen man sich um eine Vergütung bewerben muss, verpflichtend. Faktisch sollen infolge der EEG-Novelle 2021 bereits Anlagen > 300 kWp am Ausschreibungsverfahren teilnehmen. Mit der Verabschiedung des Energiesammelgesetzes wurden auch Sonderausschreibungen von insgesamt 4 GWp für die Jahre 2019-21 beschlossen. Die Volumina erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Im Jahr 2021 gibt es vier Zusatztermine mit einem Gesamtvolumen von 1,6 GWp.

Mit Einführung der getrennten Ausschreibung für Freiflächen- und Dachanlagen ab 2021 gibt es nun auch zwei unterschiedliche Zuschlagspreise. Die in den solarspezifischen Ausschreibungen zugeschlagenen durchschnittlichen, mengengewichteten Preise für Freiflächenanlagen lagen im Juni 2021 mit einem Ausschreibungsvolumen von 510 MW bei 50,0 EUR je MWh nach 50,3 EUR je MWh in der März-Auktion. Die erste Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden > 750 kWp (Solaranlagen des zweiten Segments) im Juni 2021 ergab einen Zuschlagswert von 68,8 EUR/​MWp bei einem Ausschreibungsvolumen von 150 MW. Beide Juni-Ausschreibungen waren mit 1.130 MW bzw. 213 MW deutlich überzeichnet.

Es ist zu beachten, dass Anlagen im Ausschreibungsverfahren wegen ihrer größeren Leistungsklasse tendenziell deutlich niedrigere Systempreise als die oben beschriebenen Anlagen bis 750 kWp aufweisen. Außerdem kommt hinzu, dass man im Falle einer Investition in eine Anlage, die im Ausschreibungsverfahren einen Zuschlag erhält, sich zuerst die Förderungshöhe sichert und die Anlage mit einer Frist von 24 (Freiflächen) bzw. 12 (Gebäude) Monaten in Betrieb nehmen kann. Im Gegensatz hierzu wird der Einspeisevergütungssatz erst im Moment der Inbetriebnahme fixiert und somit nachdem der Systempreis als Investitionskosten bereits geleistet worden ist.

Insgesamt kann man beobachten, dass sich die EEG-Tarife zunehmend den Ausschreibungstarifen (FFAV) annähern und dass sich andererseits die Zuschlagspreise der Ausschreibungen für Freiflächenanlagen bei knapp oberhalb von 50 EUR/​MWh zu stabilisieren scheinen.

Solaranlagen, die ab dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen wurden, unterliegen verpflichtend der Direktvermarktung, d. h., dass die von diesen Anlagen produzierte Strommenge auf der EEX-Strombörse veräußert wird. Dies führt dazu, dass die gewährte Einspeise- oder Ausschreibungsvergütung aus zwei Quellen an den Anlagenbetreiber gezahlt wird. Einerseits bekommt er den EEX-Strompreis für Solaranlagen vom Direktvermarkter ausgezahlt, andererseits erhält er die positive Differenz mit seiner ihm gewährten festen Vergütung vom Netzbetreiber. Dabei ist von wesentlicher Bedeutung, dass, sollte der EEX-Strompreis oberhalb der gewährten Vergütung liegen, er die negative Differenz nicht an den Netzbetreiber zurückzahlen muss. In diesem Fall steigt also die Vergütung für den Anlagenbetreiber.

EEX-STROMPREISE STARK ANGESTIEGEN

Im Zuge der höheren Gaspreise sowie der sukzessiv höheren CO 2-Bepreisung sind die Strompreise im Laufe des Geschäftsjahres 2021 stark angestiegen. Wie aus der oben stehenden Grafik hervorgeht betrugen die Monatsmittelwerte für die EPEX-Spot-Stundenkontrakte in den letzten 3 Monaten vor Veröffentlichung des vorliegenden Berichts durchschnittlich 79,38 EUR/​MWh, während diese im Coronajahr 2020 noch bei 30,43 EUR/​MWh und im Jahr 2019 bei 37,70 EUR/​MWh lagen.

Entwicklung der Strompreise auf der EEX-Strombörse 2012-2021

Berechnet für den Teil dieses Stromhandels, der auf Solarstrom zurückzuführen ist, sehen wir einen durchschnittlichen EEX-Strompreis i.H.v. 73,18 EUR/​MWh in den letzten 3 Monaten. Dies ist bedeutend höher als die Tarife, die in jüngster Zeit im Ausschreibungsverfahren einen Zuschlag bekommen haben. Der Konzern erhält für eine Produktionskapazität von etwa 70 MWp des Gesamtportfolios eine Vergütung, die unterhalb dieses Preises liegt (durchschnittlich 60 EUR/​MWh) und die nun mit dem höheren EEX-Preis vergütet wird.

Diese Preisentwicklung hat auch zur Folge, dass dadurch PPAs (Power-Purchase Agreements), also außerhalb des EEGs mit zumeist industriellen Abnehmern abgeschlossene, langfristige Stromabnahmeverträge, die sich an den EEX-Preisen orientieren, deutlich an Attraktivität gewonnen haben, da die Strompreise für solche Verträge ebenfalls ansteigen. Diese Verträge kann man nur abschließen, wenn man entweder eine Anlage außerhalb des EEGs errichtet oder (definitiv) auf die EEG-Vergütung verzichtet, was natürlich auch mit anderen Risiken (wie z. B. dem Ausfallrisiko des Geschäftspartners) verbunden ist.

Sollten die Strompreise an der Strombörse in den kommenden Jahren weiter ansteigen, werden PPAs somit zunehmend attraktiver. Ein solcher Anstieg wird von verschiedenen Marktbeobachtern, wie z. B. von Brainpool Energy, erwartet. Diese Beratungsgesellschaft rechnen in ihrem Strompreisszenario Outlook 2050 in den nächsten fünf Jahren mit einem nachhaltigen Anstieg der Strompreise an der EEX-Strombörse auf ca. 60 EUR/​MWh (also unterhalb des bisherigen Niveaus, aber oberhalb der historischen Strompreise). Getrieben wird diese Entwicklung primär durch den Ausstieg aus der Atomkraft nach 2023, der sukzessiven Erhöhung der CO 2-Preise sowie der Notwendigkeit neue Gasanlagen zu bauen, um - angesichts der fluktuierenden Stromerzeugung durch Wind und Sonne - die Grundversorgung des Stroms sicherzustellen.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN IN BELGIEN

Im Geschäftsjahr 2020 gab der Konzern bekannt, Belgien neben Deutschland als zweiten Kernmarkt identifiziert zu haben. Dies hat außer der Affinität des Vorstands mit diesem Markt sowie einer angestrebten Diversifizierung des konzerneigenen Portfolios weitere Gründe: zum einen ist die 7C Solarparken AG bereits mit ca. 4 MWp im belgischen Markt präsent. Und zum anderen intensiviert der Staat aktuell seine Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien, was den Einstieg in diesem Markt für ein Unternehmen wie 7C Solarparken begünstigt.

Hintergrund für den intensivierten Ausbau ist der Umstand, dass Belgien die Zielvorgaben des Klima- und Energiepakets 2020 der Europäischen Union (die sogenannte 20-20-20-Strategie) verfehlt hat. Danach hätte die Verbesserung der Energieeffizienz bis Ende 2020 bei 20 % liegen müssen. Tatsächlich lag sie in Belgien aber lediglich bei 8 %. Weiterhin hätten 20 % der bereitgestellten Energie aus erneuerbaren Quellen kommen sollen. In Belgien waren es Ende 2020 hingegen nur rund 10 %. Und schließlich hätte damit in Summe eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % gegenüber dem Stand von 1990 erreicht werden sollen, während sie in Belgien bei nur 11 % lag.

Darüber hinaus wurde in einem Gesetz aus dem Jahr 2003 festgelegt, dass - analog zum Atomausstieg in Deutschland - die Atomkraftwerke in Belgien zwischen 2015 und 2025 sukzessive abgeschaltet werden sollen. Tatsächlich aber wurde die Schließung der Atomkraftwerke in den Folgejahren immer wieder verzögert, sodass der Ausstieg aus dem CO 2-neutralen Atomstrom nunmehr zwischen 2022 und 2025 erfolgen soll. Dies macht den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig.

Die Energiepolitik wird in Belgien von verschiedenen Seiten geregelt. Während der föderale Staat u. a. für den Atomstrom sowie die Versorgungssicherheit verantwortlich ist, obliegt der Ausbau der erneuerbaren Energien den einzelnen Regionen. Infolgedessen gibt es in den drei Regionen Belgiens (Flandern, Wallonien, Region Brüssel-Hauptstadt) unterschiedliche Ausbauziele, Genehmigungs- und Vergütungsmechanismen.

Einiges haben die Mechanismen in den drei Regionen dennoch gemeinsam. Im Gegensatz zum deutschen Markt erhalten Marktteilnehmer bislang je erzeugter Kilowattstunde erneuerbarer Energie ein sogenanntes grünes Zertifikat, das für einen bestimmten Zeitraum (zwischen 10 und 20 Jahren) Anspruch auf eine feste Vergütung beim örtlichen Netzbetreiber verleiht. Darüber hinaus kann der Erzeuger über den erzeugten Strom selbst verfügen: ein Teil dieses Stroms kann über einen PPA-Vertrag in das Netz eingespeist und der andere Teil vor Ort verbraucht und verkauft werden. Das schafft den Anreiz, eine Anlage mit Eigenverbrauchspotential zu errichten. Folglich wird Belgien bislang hauptsächlich von (kleineren) Dachanlagen geprägt: von den 3,5 GWp an Solaranlagen, die bislang in der flämischen Region errichtet wurden, sind nur 11 % Freiflächen- oder Dachanlagen > 750 kWp, während zu rund 60 % Eigenheimanlagen < 10 kWp installiert wurden.

In Flandern wurde das grüne Zertifikat im zweiten Quartal 2021 durch ein System von Investitionszuschüssen ersetzt. Dies bedeutet, dass ein bestimmtes Volumen an erneuerbaren Energieanlagen statt einer produktionsabhängigen Vergütung nun über eine Ausschreibung einen Investitionszuschuss erhält. Dieser Investitionszuschuss wird über das sogenannte Pay-as-Bid-Verfahren ermittelt, d. h., die Höhe entspricht im Falle der Zuschlagserteilung genau dem angebotenen Preis. Der Anbieter ist dann verpflichtet, das Projekt innerhalb von 18 Monaten nach Erhalt des Zuschlags zu bauen und 20 Jahre lang zu betreiben. Der Zuschuss wird mit Inbetriebnahme der Anlage ausgezahlt.

Der Konzern hat in der ersten Ausschreibungsrunde mehrere Zuschläge mit einem Gesamtfördervolumen von EUR 0,6 Mio. (oder 12 % der Gesamtförderung für Solaranlagen von insgesamt EUR 5 Mio.) erhalten. Der Konzern erwartet, die vier Projekte mit zusammen rund 4 MWp Nennleistung, die den Zuschlag erhielten, im Laufe des kommenden Jahres umzusetzen.

Im September 2021 sind weitere Ausschreibungen für Solaranlagen und im Dezember 2021 für alle Erneuerbare-Energie-Anlagen geplant. Auf Grundlage der vorhandenen Pipelines wird das Management der 7C Solarparken AG beurteilen, ob und mit welchen Projekten sich der Konzern an künftigen Ausschreibungsrunden beteiligen wird.

Grundsätzlich wird 7C Solarparken weiterhin in allen drei Regionen des Landes vertreten sein. Aus den oben genannten Gründen wird sich der Konzern allerdings auf die Region Flandern konzentrieren. Zwar ist Flandern nicht die Region mit der größten geografischen Fläche (44 % von Belgien), allerdings repräsentiert sie (Stand 2019) 58 % der Bevölkerung und verfügt über eine dynamische Wirtschaft, die vor allem von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt ist - also genau solche Unternehmen, die der Konzern als potenzielle Kunden adressiert. Darüber hinaus ist es in Flandern möglich, als Drittinvestor langfristig ein Dach anzumieten, darauf eine Solaranlage zu errichten und den Strom über einen PPA-Vertrag an ein lokal ansässiges Unternehmen zu liefern. Der überschüssige Strom wird dann über einen PPA-Vertrag mit einem Stromgroßhändler in das Netz gespeist.

Dieses Geschäftsmodell zielt vor allem auf ein hohes Maß an Vorortverbrauch ab mit Strompreisen, die höher sind als die Großhandelspreise (siehe Abschnitt "EEX-Strompreise stark angestiegen"). Steigende Strompreise unterstützen somit in erheblichem Maß das Projektentwicklungsgeschäft. Etwaige Förderungsmechanismen über grüne Zertifikate oder Investitionszuschüsse spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Die Errichtung von Solaranlagen auf Dächern von Dritten soll bis 2022 weiter ausgebaut werden mit der Zielvorgabe, ein Portfolio-Volumen von 50 MWp im belgischen Markt zu erreichen.

ENTWICKLUNG DER SYSTEMPREISE

Während die Systempreise in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen sind, ist im ersten Halbjahr 2021 erstmals wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Dies liegt an der deutlichen Preissteigerung für PV-Module seit dem Herbst 2020 nach dem historischen Tiefststand im Sommer vergangenen Jahres. Ein zugrunde liegender Effekt ist die Korrelation von Modulpreisen und Dollarkurs, zu dem die Solarmodule aus China kalkuliert werden. Hintergrund der effektiven Preissteigerung sind neben steigenden Transportkosten jedoch vor allem die steigenden Rohstoffpreise sowie Lieferengpässe bei steigender Nachfrage. Diese hängen damit zusammen, dass die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie weltweit zurückgefahren wurde und auch Containerschiffe mit geringerer Frequenz als üblich unterwegs waren. Als außergewöhnliche Ursachen hinzu kommen ein Unfall in einer chinesischen Wafer-Fabrik, die einen Großteil der globalen Nachfrage bedient, sowie die Havarie des Containerschiffes Ever Given im Suez-Kanal im März 2021, das einen der wichtigsten Transportwege blockierte, wodurch es im Nachgang zu monatelangen Verzögerungen von Auslieferungen kam.

Entwicklung der Modulpreise in Deutschland ab Januar 2020 in EUR/​Wp

Demgegenüber sind die sonstigen Systemkosten (auch Balance of System, kurz: BOS) für z. B. Wechselrichter, Unterkonstruktion und Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2021 in etwa konstant geblieben. Für die Ermittlung der Gesamtkosten müssen außerdem projektspezifische Standortfaktoren wie z. B. Umzäunung, Ausgleichsmaßnahmen, Länge der Kabeltrassen, Notwendigkeit eines Trafo, Übergabestation etc. berücksichtigt werden.

Durch die Preissteigerung bei den Modulen lag das Verhältnis zwischen Modulkosten und BOS (ohne Berücksichtigung spezifischer Standortfaktoren) am Ende der Berichtsperiode bei rund 35/​65 (zum Vergleich: 2010 lag dieses Verhältnis noch bei 60/​40 bei deutlich höheren Gesamtkosten).

Die wieder ansteigenden Systemkosten bei gleichzeitig sinkenden Einspeisevergütungen stellen insbesondere im Neubaumarkt eine Herausforderung dar.

Systempreise in Deutschland in EUR/​Wp (links) - Einspeisetarifentwicklung in EUR/​MWh (rechts)

WETTBEWERB

Die Einführung der Ausschreibungsverfahren hat es in Deutschland seit September 2015 nahezu unmöglich gemacht, PV-Anlagen mit mehr als 10 MWp zu errichten. Dies hatte zur Folge, dass Finanzinvestoren und industrielle Investoren, die bis dahin in dem Segment > 10 MWp ihre Zukäufe getätigt hatten, wesentlich in ihren Erwerbsmöglichkeiten eingeschränkt wurden. Diese Investoren fokussieren sich hauptsächlich auf PPAs > 10 MWp im In- und Ausland. Der Wettbewerbsdruck von solchen großen Investoren auf die Projekte zwischen > 750kWp und < 10 MWp nahm dadurch ab. Durch die EEG-Novelle 2021 werden Ausschreibungen bei gleichbleibendem Ausschreibevolumen nun bis 20 MWp erlaubt. Das eröffnet auf der einen Seite mehr Möglichkeiten, wird auf der anderen Seite aber den Wettbewerb in den Ausschreibungen um große Ausschreibungsprojekte tendenziell erhöhen, da neben den bisherigen Marktteilnehmern nun auch wieder große Finanzinvestoren und industrielle Investoren Interesse bekunden werden. Zum anderen werden die Dachprojekte < 750 kWp durch die Einführung der EEG-Novelle 2021 unattraktiver, da bei Projekten > 300 kWp Umsatzeinbußen drohen bzw. diese Projekte auch in die Ausschreibung müssen, wenn keine Umsatzeinbußen in Kauf genommen werden wollen. Es wird folglich mehr Konkurrenz bei Projekten bis < 300 kWp geben, die für den Konzern nicht so wichtig sind. Wir meinen, dass kleine Investoren nicht plötzlich größere Projekte kaufen werden und daher der Konkurrenzdruck bei Ausschreibungsprojekten von dieser Seite nicht so stark zunehmen wird.

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG DES KONZERNS

GESCHÄFTSVERLAUF 2021

Das Anlagenportfolio generierte im ersten Halbjahr 2021 mit 144,7 GWh rund 23 % mehr Strom als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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2021 H1 2020 H1 Änderung
Solar und Wind (GWh) 144,7 117,5 23,2%
Nur Solar (kwh/​kWp) 509,6 568,8 -10,4%
Nur Wind (kwh/​kWp) 1.054,9 1.455,1 -27,5%
Solar und Wind (kwh/​kWp) 521,5 596,4 -12,6%
Gewichtete durchschnittliche installierte Leistung Solar und Wind (MWp) 274,5 194,6 41,0%
Durchschnittliche Einspeisevergütung (EUR/​MWh) 195,3 218,3 -10,5%

Diese deutliche Zunahme ist allein auf das starke Wachstum des Anlagenportfolios zurückzuführen; die gewichteten durchschnittlichen Erzeugungskapazität im ersten Halbjahr 2021 lag um 41,0 % höher als in der Vorjahresperiode.

Der spezifische Ertrag des Solaranlagenportfolios hat sich mit 509 kWh/​kWp gegenüber der Vorjahresperiode stark verschlechtert (-10,4 %). Wie bereits im Abschnitt "Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland" erwähnt, ist der Rückgang bei den Windkraftanlagen (-27,5 %) auf 1.055 kWh/​kWp dem verhältnismäßig schlechten Windhalbjahr geschuldet. Insgesamt ergab sich eine Abnahme des spezifischen Ertrags (Solar und Wind) von -12,6 %.

Die durchschnittliche Einspeisevergütung nahm, wie bereits in den Vorjahren, ab und sank auf 195 EUR/​MWh (2020H1: 218 EUR/​MWh). In dieser Entwicklung spiegeln sich weiterhin die Investitionen in Neubauprojekte mit geringerer Einspeisevergütung wider, die den Durchschnittswert kontinuierlich senken.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2018-2020

Der Geschäftsplan 2018-2020 sah ein Wachstum des IPP-Portfolios auf 220 MWp bis Ende 2020 vor. Zum Jahresende betrieb die 7C Solarparken AG ein konzerneigenes Portfolio von rund 256 MWp. Die Ziele des Geschäftsplans 2018-2020 wurden damit vollumfänglich realisiert.

STAND DER UMSETZUNGEN DER ZIELE DES GESCHÄFTSPLANS 2020-2022

Der Geschäftsplan 2020-2022 wurde Ende 2020 konkretisiert und bis 2023 verlängert. Im Erstellungszeitraums dieses Berichts hat der Vorstand bekanntgegeben, dass infolge der Wachstumsbeschleunigung der Geschäftsplan bereits bis Ende 2022 umgesetzt werden soll. Allerdings wurde dabei die höhere Zielsetzung für das Wachstum des eigenen Portfolios auf 400 MWp statt 350 MWp, die in der ersten Änderung des Geschäftsplans festgelegt worden war, beibehalten.

Stand der bisherigen Portfolioerweiterung auf > 220 MWp

Das geplante Portfoliowachstum des Geschäftsplans 2020-2022 sah ein konkretisiertes Kapazitätswachstum von 190 MWp zum Jahresende 2019 auf 220 MWp zum Jahresende 2020 vor. Wie oben bereits erwähnt, wurde dieses Ausbauziel schon im Juni 2020 erreicht

Stand der Integration des Wachstums

Über die Integration des Wachstums lässt sich folgendes berichten:

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Für Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 6 MWp und einer Vergütung nach dem EEG 2019 sollte bis Februar 2020 der Netzanschluss erfolgen. Insgesamt 5,1 MWp davon konnten bereits 2020 ans Netz angeschlossen werden. Für zwei der angeschlossenen Projekte mit jeweils 750 kWp konnte die Endabnahme aufgrund von Baumängeln nicht erfolgen. Mehrere Klagen wurden bei Gericht gegen die Generalunternehmer eingereicht. Die Ende 2020 noch ausstehenden 0,9 MWp konnten im Laufe des ersten Halbjahres 2021 ans Netz angeschlossen werden.
Im Rahmen der Optimierungsmaßnahmen wurde das geplante Modulaustauschprogramm im ersten Quartal 2020 planmäßig abgeschlossen (siehe Geschäftsbericht 2020).
Die 7C Solarparken hatte geplant, für eine der Fondsgesellschaften aus dem Betriebsführungsgeschäft die Beherrschung (und damit die vollständige Konsolidierung) bis 2021 zu erreichen. Dieses Ziel konnte bereits zum 30. Juni 2020 für zwei Fondsgesellschaften erreicht werden (siehe Geschäftsbericht 2020). Der aktuelle Stand zum Ende der Berichtsperiode ist eine Beteiligung von 35,1 % an der HCI Energy 1 Solar GmbH & Co. KG und eine Beteiligung von 38,1% an der HCI Energy 2 Solar GmbH & Co. KG.
Zur Entlastung der eigenen technischen Mitarbeiter konnten die Wartungs- und Serviceaufgaben für Neuanlagen in Deutschland mit einem Volumen von 100 MWp ab dem zweiten Quartal 2020 an IBC Solar, einem erfahrenen deutschen PV-Unternehmen, abgegeben werden. Die Ausführung wird von der 7C Solarparken überwacht.
Die Reduzierung der Anzahl der Projektgesellschaften konnte während 2020 vollständig ausgeführt werden. Insgesamt reduzierte sich die Anzahl an Projektgesellschaften durch Verschmelzung um 17 Gesellschaften. Zum Konzern gehören am Bilanzstichtag 116 Gesellschaften, davon 106 in Deutschland und 10 im Ausland.

Stand der Skalierung auf 500 MWp und Belgien als zweiter Kernmarkt

Im neuesten Plan soll das eigene IPP-Portfolio bis Ende 2022 auf 400 MWp (350 MWp Deutschland /​ 50 MWp Belgien) und das Portfolio für die Betriebsführung auf 100 MWp ansteigen. Als Zwischenschritt war bis Ende 2021 eine Kapazitätserweiterung auf 295 MWp vorgesehen, davon 275 MWp in Deutschland und 20 MWp in Belgien. Diese Zwischenziele sind, wie bereits oben geschrieben, erreicht.

Stand des Ausbaus des eigenen IPP-Portfolios von 220 MWp auf 400 MWp

Das Anlagenportfolio stieg im Laufe des ersten Halbjahres 2021 auf 303 MWp. Davon entfielen rund 277 MWp auf Deutschland und 26 MWp auf Belgien. Das für das Jahresende avisierte Ziel wurde damit bereits zum Ende des ersten Halbjahres 2021 übertroffen.

Markteintritt in den belgischen Markt:

Der Vorstand hat in kurzer Zeit einen fulminanten Markteintritt vorgenommen (vgl. Geschäftsbericht 2020). Folgende Meilensteine wurden erreicht:

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Am 29.12.2020 hat 7C Solarparken den Erwerb von Enervest Belgium BV (inzwischen: 7C Solarparken Belgium BV) bekannt gegeben, einer 2008 gegründeten Projektentwicklungsgesellschaft mit starkem Track-Record im belgischen Markt und eine der PV-Pioniere in Belgien. Aus der übernommenen Projektpipeline wurden die ersten Projekte im ersten Halbjahr 2021 umgesetzt.
Für eines der größten Aufdachanlagen (DC Rieme mit 6,2 MWp) in Belgien wurde Ende 2020 der Grundstein gelegt. Der Netzanschlusserfolgte im Mai 2021.
Am 25. Februar berichtet 7C Solarparken über den erfolgreichen Erwerb eines 10,9 MWp PV-Dachportfolios (7C Groeni BV) in Belgien. Das Portfolio verteilt sich auf 16 verschiedene Standorte in Flandern und Brüssel.
Der Plan sieht ein IPP-Portfolio in Belgien bis Ende 2021 von 20 MWp. vor. Einschließlich der bereits bestehenden 4,4 MWp-Anlagen summiert sich das Portfolio in Belgien mit der Fertigstellung der 6,2 MWp-Anlage und dem erworbenen 10,9 MWp-Dachportfolio sowie weiterer kleinerer Anlagen im Gesamtumfang von 4,5 MWp auf 26,1 MWp. Damit hat der Konzern zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die für 2021 gesteckte Zielzwischengröße für Belgien bereits übererfüllt.

Stand des Ausbaus des Portfolios für die Betriebsführung auf 100 MWp

Neben den 62,8 MWp. in Deutschland hat der Konzern mit der 7C Solarparken Belgium BV auch die kaufmännische Verwaltung von 8,3 MWp an belgischen PV-Projekten übernommen (siehe: "Verwaltetes Anlageportfolio"). Der Gesamtwert des verwalteten Portfolios lag somit am Bilanzstichtag bei 71,1 MWp.

Der Ausbau auf 100 MWp, nunmehr bis Ende 2022 (vgl. Abschnitt "Beschleunigung des Geschäftsplans und Verkürzung auf 2022") ist getrieben von opportunistischen Gelegenheiten im Markt. Betriebsführungsprojekte werden nicht sehr häufig am Markt angeboten und sind häufig Bestandteil von komplexeren M&A-Transaktionen. Daher ist das Wachstum eher schwierig vorherzusagen. Der Vorstand ist aber von der Attraktivität des Betriebsführungsgeschäfts überzeugt und wird jede sich bietende Gelegenheit im Markt prüfen, um dieses Segment weiter auszubauen.

ERTRAGSLAGE

UMSATZERLÖSE

Der 7C Solarparken Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 28,8 Mio. und damit 8 % mehr als in der vergleichbaren Vorjahresperiode (2020H1: EUR 26,7 Mio.). Die Umsatzerlöse bestehen im Geschäftsjahr zu 98,3 % aus Stromverkäufen (2020H1: 96,0 %), der restliche Teil stammt aus technischen und kaufmännischen Dienstleistungen für Dritte im In- und Ausland sowie aus Mieteinnahmen aus dem PV Estate-Portfolio.

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf die Zunahme des verkauften Stroms (+10 %) im Wesentlichen infolge der Erweiterung des Portfolios bzw. des volljährlichen Einbezugs von Solaranlagen aus dem Vorjahr zurückzuführen. Dieses Wachstum konnte die im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode schlechtere Witterungsverhältnisse mehr als kompensieren, denn, der spezifische Ertrag (kWh/​kWp) für das gesamte IPP-Portfolio ist gegenüber der Vorjahresperiode um rund 13 % gesunken.

Die Erlöse aus Dienstleistungen waren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund EUR 0,6 Mio. rückläufig. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode noch ein einmaliger Umsatz aus einem Modultausch für eine Fondsgesellschaft (EUR 0,7 Mio.) erwirtschaftet wurde.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken i.H.v. EUR 1,0 Mio. (2020H1: EUR 1,0 Mio.). Den Großteil dieser Erträge bilden periodenfremde Erträge (EUR 0,5 Mio.). Weitere Erträge i.H.v. EUR 0,4 Mio. stammen aus Schadenersatz (EUR 0,2 Mio.) und der Auflösung von Rückstellungen (EUR 0,2 Mio.). Dem gegenüber steht ein Entkonsolidierungsgewinn aus dem Verkauf der Konzerngesellschaft Surya 1 GmbH & Co. KG i.H.v. EUR 0,3 Mio. im ersten Halbjahr 2020, während im Berichtszeitraum keine solche Erträge erzielt werden konnten.

PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum auf EUR 1,0 Mio. (2020H1: EUR 0,8 Mio.). Der Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2021 neben den beiden Vorständen 27 Mitarbeiter (2020H1: 19 Mitarbeiter), davon 10 bei der 7C Solarparken AG (2020H1: 11 Mitarbeiter). Die erhöhte Mitarbeiterzahl (+8) ist auf die Ende 2020 übernommene Enervest Belgium BV (nunmehr firmierend als 7C Solarparken Belgium BV) zurückzuführen.

SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf EUR 3,2 Mio. (2020H1: EUR 3,4 Mio.). Diese beinhalten vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks (EUR 1,5 Mio.), welche gegenüber der Vorjahresperiode aufgrund des vergrößerten Anlageportfolios leicht angestiegen sind (2020H1: 1,2 Mio.). Die Kosten für den Betrieb der Solarparks umfassen Aufwendungen wie Reparaturen und Instandhaltung sowie Versicherungen, Eigenstrombedarf, Materialkosten und Kosten für die Rasen-/​Grünpflege.

Der Nettorückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist darin begründet, dass ein Modultausch in der Vorjahresperiode noch Materialkosten von EUR 0,7 Mio. verursacht hat.

EBITDA

Der 7C Solarparken-Konzern hat ein EBITDA von EUR 25,5 Mio. erzielt (2020H1: EUR 23,5 Mio.), was einer Zunahme von rund 8 % gegenüber der Vorjahresperiode und damit der Umsatzsteigerung entspricht. Die EBITDA Marge stieg leicht von 88,1 % in 2020H1 auf 88,7 % in 2021H1.

ABSCHREIBUNGEN & WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von EUR 15,1 Mio. (2020H1: EUR 12,8 Mio.) betreffen sämtlich Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie immaterielle Vermögenswerte. Die Erhöhung der planmäßigen Abschreibungen um EUR 2,7 Mio. ist auf die Akquisition neuer Solarparks einschließlich Nutzungsrechten zurückzuführen. Im Vorjahreszeitraum gab es noch eine Wertminderung auf Projektrechte i.H.v. EUR 0,5 Mio.

EBIT

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist von EUR 10,8 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 10,5 Mio. im ersten Halbjahr 2021 zurückgegangen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 36,3 % (2020H1: 40,4 %).

BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis lag mit EUR -3,0 Mio. auf dem Niveau der Vorjahresperiode (EUR -3,0 Mio.). Die darin enthaltenen Finanzerträge verringerten sich im Vorjahresvergleich im Wesentlichen durch einen Rückgang der Zinserträge um EUR 0,4 Mio. Die Finanzaufwendungen i.H.v. EUR 3,3 Mio. lagen deutlich niedriger als im Vorjahr (2020H1: EUR 3,7 Mio.). Sie betreffen hauptsächlich Projektfinanzierungen von Solar-, Windkraftanlagen und PV-Estate i.H.v. EUR 2,8 Mio. (2020H1: EUR 3,1 Mio.) einschließlich Zinsen auf emittierten Schuldscheindarlehen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen aus Equity-Methode (TEUR 235) im Vorjahreszeitraum betrifft im Wesentlichen das Ergebnis der HCI Energy 1 Solar GmbH & Co. KG und HCI Energy 2 Solar GmbH & Co. KG. Diese Beteiligungen wurden vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 nach der Equity Methode bilanziert.

PERIODENERGEBNIS

Der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand belief sich im ersten Halbjahr 2021 insgesamt auf EUR 0,7 Mio. (2020H1: EUR 1,3 Mio.). Das Periodenergebnis von EUR 6,7 Mio. (2020H1: EUR 6,6 Mio.) setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft in Höhe von EUR 6,0 Mio. (2020H1: EUR 6,5 Mio.) sowie dem Ergebnis nicht-beherrschender Gesellschafter von EUR 0,7 Mio. (2020H1: EUR 0,1 Mio.) zusammen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage der 7C Solarparken setzt sich zu rund 84 % (2020: 83 %) aus langfristigen Vermögenswerten zusammen.

Die immateriellen Vermögenswerte von 7C Solarparken beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf EUR 1,8 Mio. (2020: EUR 1,9 Mio.) und beinhalteten u. a. Serviceverträge für die Betriebsführung von Anlagen von Dritten.

Der Konzern hat im Berichtszeitraum das Solar- und Windkraftanlagenportfolio um EUR 20,4 Mio. erweitert. Darüber hinaus wurden Solaranlagen i.H.v. EUR 14,1 Mio., die sich zum Jahresende 2020 im Bau befanden, im Berichtszeitraum fertiggestellt.

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 13,9 Mio. Demzufolge ist der Buchwert der Solar- und Windkraftanlagen um EUR 20,6 Mio. auf EUR 346,4 Mio. im Vergleich zum Bilanzstichtag 2020 (2020: EUR 325,8 Mio.) gestiegen.

Die Solarparks im Bau haben zum Stichtag einen Buchwert von EUR 2,7 Mio. (2020: EUR 11,5 Mio.). Wesentlicher Bestandteil dieses Postens ist der im zweiten Quartal 2021 erworbene Solarpark Theilenhofen mit 9,2 MWp Nennleistung, der im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres in Betrieb genommen werden soll, sowie mehrere Dachanlagen aus der im Februar 2021 übernommenen Projektgesellschaft 7C Groeni BV.

Die Nutzungsrechte, welche im Wesentlichen die Nutzung von Grundstücken und Dächern für den Betrieb der Solar- und Windanlagen betreffen, stiegen von EUR 22,0 Mio. auf EUR 31,4 Mio. Durch den Erwerb von 7C Groeni BV wurden erneut Gestattungsverträge i. V. m. Solaranlagen bilanziert. Es betrifft hier Solaranlagen die mit einem Leasingvertrag bei einem Kreditinstitut finanziert wurden. Den Zugängen i.H.v. EUR 10,2 Mio., bestanden daher i.H.v. EUR 6,0 Mio. aus den vornannten Gestattungsverträgen i. V. m. Solaranlagen, sie standen Abschreibungen i.H.v. EUR 0,9 Mio. entgegen.

Die Grundstücke und Gebäude, d. h., das sog. PV Estate, ist mit EUR 11,9 Mio. etwa konstant gegenüber dem Bilanzstichtag 2020 geblieben.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus voraussichtlich steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen sowie aus temporären Differenzen. Sie haben sich im Wesentlichen aufgrund des Ansatzes von aktiven latenten Steuern auf bestehende Verlustvorträge, welche voraussichtlich mit zukünftigem steuerlichen Einkommen verrechnet werden können, sowie aufgrund von temporären Differenzen um EUR 0,4 Mio. auf EUR 6,5 Mio. erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von EUR 76,0 Mio. am Jahresende 2020 auf EUR 74,7 Mio. zum 30. Juni 2021 gesunken. Zum 30. Juni 2021 verfügte der Konzern über liquide Mittel i.H.v. EUR 56,2 Mio. (2020: EUR 62,2 Mio.). Hiervon sind EUR 18,4 Mio. (2020: EUR 17,9 Mio.) mit Verfügungsbeschränkungen für Projektreserven und Avale belegt.

Die Bilanzsumme ist von EUR 458,5 Mio. auf EUR 478,4 Mio. angestiegen.

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2021 auf EUR 175,8 Mio. (2020: EUR 161,8 Mio.). Der Anstieg in Höhe von EUR 14,0 Mio. bzw. um rund 9 % basiert im Wesentlichen auf der Anfang des Jahres durchgeführten Kapitalerhöhungen im Rahmen von Privatplatzierungen abzüglich der Platzierungskosten (zusammen EUR 7,8 Mio.) sowie auf dem positiven Konzernergebnis (EUR 6,7 Mio.).

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 35,3 % zum 31. Dezember 2020 weiter auf 36,7 % zum 30. Juni 2021.

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Konzern beliefen sich zum 30. Juni 2021 insgesamt auf EUR 231,8 Mio. (2020: EUR 236,8 Mio.). Es handelt sich hier um die Darlehen zur Finanzierung der Solar- und Windparks, der Immobilien des sog. PV Estate sowie auch um die emittierten Schuldscheindarlehen.

Die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 25,9 Mio. (2020: 17,2 Mio.). Zu diesem deutlichen Anstieg trugen im Wesentlichen neue Leasingverträge im Zusammenhang mit der Erweiterung des Konsolidierungskreises, insbesondere die Akquisition der 7C Groeni BV, bei. Die Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Nutzungsverträgen sind um EUR 0,1 Mio. gesunken. Die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Berichtszeitraum betrug EUR 0,2 Mio. Gegenläufig hat sich die Tilgung dieser Leasingverbindlichkeiten mit EUR 1,2 Mio. ausgewirkt.

Bei den langfristigen Rückstellungen war eine Zunahme um EUR 2,1 Mio. zu verzeichnen. Dies war vor allem auf die Rückbaurückstellungen zurückzuführen, die im Wesentlichen aufgrund der Erwerbe sowie der Neubauprojekte und aus der Aufzinsung um EUR 2,3 Mio. anstiegen. Daneben sanken Rückstellungen für technische Gewährleistungen um EUR 0,2 Mio. Die Rückstellungen für Einzelrisiken blieben in etwa unverändert.

FINANZLAGE UND KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Finanzmittelfonds verminderte sich im ersten Halbjahr 2021 um EUR 6,0 Mio. (2020H1: EUR +4,3 Mio.). Obwohl der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit i.H.v. EUR 17,9 Mio. (2020H1: 16,6 Mio.).deutlich stärker ist als im Vorjahreszeitraum, konnte sie nicht mit dem beschleunigten Unternehmenswachstum, das sich im gegenüber der Vorjahresperiode markant erhöhten Cash Flow aus Investitionstätigkeiten i.H.v. minus EUR 18,2 Mio. (2020H1: minus EUR 9,7 Mio.) widerspiegelte, schritthalten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeiten sank weiter auf minus EUR 5,7 Mio. (2020H1: minus EUR 2,7 Mio.), da noch stärker als im Vorjahr Finanz- und Leasingverbindlichkeiten schneller getilgt wurden als neue Darlehen aufgenommen wurden. Per Saldo ergab sich am Ende der Berichtsperiode ein Finanzmittelfonds i.H.v. EUR 56,2 Mio.

Die einzelnen Zahlungsmittelzu- bzw. abflüsse stellten sich wie folgt dar:

Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.H.v. EUR 17,9 Mio. stammt im Wesentlichen aus dem operativen Geschäft der Solarparks und den hieraus generierten Einzahlungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. minus EUR 18,2 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Nettozahlungsmittelabfluss für den Erwerb von Tochterunternehmen (EUR 10,1 Mio.), den Investitionen in Sachanlagen (EUR 6,6 Mio.) sowie den Anzahlungen auf Solaranlagen im Bau (EUR 2,2 Mio.). Positiv auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit wirkten sich Netto-Investitionen in Finanzanlagen (EUR 0,7 Mio.) aus.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus EUR 5,7 Mio. Cash-erhöhend wirkten sich v. a. die Einzahlungen aus einer Kapitalerhöhung i.H.v. EUR 7,9 Mio. sowie aus Leasingverbindlichkeiten (EUR 2,0 Mio.) aus. Cash-mindernd wirkten sich die Rückzahlung von in Anspruch genommenen Darlehen und Leasingverbindlichkeiten i.H.v. EUR 14,9 Mio. (2020H1: EUR 14,1 Mio.) aus.

Bezüglich außerbilanzieller Verpflichtungen wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Der Konzern war zu jeder Zeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Zusammenfassend ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv zu betrachten. Die deutliche Verbesserung des EBITDA sowie die Erweiterung des Anlagenportfolios spiegeln die Unternehmensplanung und Intention einer nachhaltigen und kontinuierlich erfolgreichen Geschäftsentwicklung wider. Der Vorstand beurteilt diese Entwicklung als positiv und sieht die Möglichkeit der weiteren Verbesserung des Unternehmenserfolgs durch die sukzessive Ausführung der strategischen Planung.

PROGNOSEBERICHT

Die Einstrahlungsbedingungen waren im dritten Quartal wie auch in den ersten zwei Quartalen des Geschäftsjahres deutlich unterhalb des Mehrjahresdurchschnitts. Dies wirkte sich negativ auf die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus, da diese für den Zeitraum von April bis Dezember noch von langjährigen Wetterprognosen ausgegangen war.

Das Anlagenportfolio konnte aber schneller als geplant vergrößert werden; das Bestandsportfolio von 303 MWp hatte zum 30. Juni 2021 das Ziel für das Jahresende 2021 (295 MWp) deutlich überschritten. Dieses Wachstum wird den Jahresertrag unterstützen, sodass in der Summe der Vorstand die EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2021 von bisher EUR 42,5 Mio. auf EUR 44,4 Mio. erhöht

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Prognose Konzernzahlen 2021 Aktualisierte Prognose Prognose gemäß Geschäftsbericht 2020
EBITDA (in EUR Mio.) 44,4 42,5
CFPS (in EUR/​Aktie) 0,50 0,50

Da die gewichtete Anzahl der Aktien insbesondere in Folge der im August 2021 vorgenommen Kapitalerhöhung angestiegen ist, bleibt die Prognose für den Cashflow je Aktie (CFPS) unverändert. Der Vorstand bestätigt seine CFPS-Prognose von EUR 0,50/​Aktie.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKEN

Hinsichtlich der Beschreibung des Risikomanagementsystems (RMS) wird auf die im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2020 gemachten Angaben verwiesen. Die Risiken, denen der 7C Solarparken Konzern ausgesetzt ist, wurden ebenfalls detailliert im Geschäftsbericht 2020 dargestellt.

Dem Vorstand sind zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Halbjahresfinanzberichtes 2021 keine bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft bzw. des Konzerns bekannt.

CHANCEN

Die wesentlichen Chancen, die sich dem 7C Solarparken Konzern bieten, wurden detailliert im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2020 dargestellt.

Bayreuth, den 28. September 2021

Steven De Proost

Vorstandsvorsitzender (CEO)

Koen Boriau

Finanzvorstand (CFO)

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

FÜR DEN ZEITRAUM VOM

1. JANUAR 2021 BIS ZUM 30. JUNI 2021

7C Solarparken Konzern

KONZERN-BILANZ*

ZUM 30. JUNI 2021

AKTIVA

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in TEUR Anhangsziffer 30.06.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert 17.1 1.303 1.303
Immaterielle Vermögenswerte 17.1 1.824 1.862
Grundstücke und Gebäude 16.1 11.909 11.890
Solarparks 16.1 335.421 314.550
Windparks 16.1 10.936 11.272
Solarparks im Bau 16.1 2.742 11.517
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.1 481 314
Nutzungsrechte 16.2 31.380 22.020
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen 8 8
Andere Finanzanlagen 18 957 1.567
Sonstige langfristige Vermögenswerte 14 180 175
Aktive latente Steuern 6.492 6.087
Summe langfristige Vermögenswerte 403.631 382.564
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 13 2.662 2.676
Geleistete Anzahlungen 14 1.020 1.962
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 9.140 1.714
Steuererstattungsansprüche 114 179
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14 5.570 7.237
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 56.228 62.193
Summe kurzfristige Vermögenswerte 74.734 75.961
Bilanzsumme 478.365 458.525

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

PASSIVA

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in TEUR Anhangsziffer 30.06.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 19.1 69.420 67.492
Kapitalrücklagen 19.2.A 64.072 58.157
Sonstiges Ergebnis aus Hedging 19.2.D 3 -32
Gewinnrücklagen 19.2.B 30.757 24.731
Währungsumrechnungsrücklage 19.2.C 8 10
Nicht beherrschende Anteile 11.507 11.442
Eigenkapital 175.767 161.799
Schulden
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 21 204.473 207.472
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 21 24.584 15.949
Langfristige Rückstellungen 23 19.275 17.171
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 22 - 110
Passive latente Steuern 16.547 16.645
Summe langfristige Schulden 264.879 257.347
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden 1.229 1.191
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 21 27.336 29.363
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 21 1.311 1.206
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 5.857 5.395
Sonstige Verbindlichkeiten 22 1.986 2.223
Summe kurzfristige Schulden 37.720 39.379
Summe Schulden 302.599 296.726
Bilanzsumme 478.365 458.525

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 30. JUNI 2021

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in TEUR Anhangsziffer 2021H1 2020H1
Umsatzerlöse 9.1 28.765 26.721
Sonstige betriebliche Erträge 9.2 979 1.024
Personalaufwand 10.1 -1.043 -784
Sonstige Betriebsaufwendungen 10.2 -3.185 -3.414
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 25.517 23.548
Abschreibungen und Wertminderungen 16, 17 -15.063 -12.761
Ergebnis der betrieblichen Geschäftsstätigkeit (EBIT) 10.454 10.788
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11 283 529
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11 -3.317 -3.723
Ergebnis aus der Equity-Methode 11 0 235
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.034 -2.959
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 7.420 7.829
Ertragsteuern -726 -1.278
Periodenergebnis 6.694 6.551
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 12.1.A 6.019 6.489
davon nicht-beherrschende Anteile 675 61
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.2.B 0,09 0,11
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 12.2.B 0,09 0,11

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2021

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in TEUR Anhangsziffer 2021H1 2020H1
Periodenergebnis 6.694 6.551
Posten, die in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Marktwertänderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente 19.2.D 49 -1
Währungsumrechnung 19.2.C -2 11
Steuern 19.2.D -14 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 33 10
Konzerngesamtergebnis 6.727 6.560
davon Aktionäre der 7C Solarparken AG 6.052 6.499
davon nicht-beherrschende Anteile 675 61

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG*

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2021

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in TEUR Anhangsziffer 2021H1 2020H1
Periodenergebnis 6.694 6.551
- Abschreibungen auf Sachanlagen 16 14.879 12.155
- Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 17 83 55
- Wertminderungen auf Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 16, 17 101 550
- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen /​ Erträge 9.2, 10.2 45 -419
- Netto-Finanzierungsaufwendungen 11 3.034 2.959
- Gewinn- oder Verlustanteil aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen bzw. Finanzanlagen sowie aus dem Abgang von Nutzungsrechten -1 -
- (plus) Steueraufwendungen 726 1.278
Veränderungen bei:
- Vorräten 13 13 592
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 7, 14 -5.465 -4.674
- Vorauszahlungen 7, 14 1.944 1.637
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen 7, 22, 23 -178 -809
Cash-Zufluss aus der betrieblichen Tätigkeit 21.875 19.876
Gezahlte Zinsen 11 -3.217 -3.080
Gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen 11 -59 -349
Gezahlte Ertragsteuern -672 156
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 17.927 16.603

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

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in TEUR Anhangsziffer 2021H1 2020H1
Erhaltene Zinsen 11 17 394
Aufstockung von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden - -1.336
Veräußerung eines Tochterunternehmens abzüglich veräußerter liquider Mittel - 312
Netto-Investitionen in Finanzanlagen 683 -456
Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel 7, 15 -10.118 -5.891
Erwerb von Sachanlagen 16 -6.546 -2.057
Anzahlungen auf Anlagen im Bau 16 -2.212 -633
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.175 -9.667
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anteilen 19 7.906 -
Einzahlungen aus der Ausgabe von ungesicherten Anleihen 21.4 - -11.452
Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten 21 25 141
Einzahlungen aus Leasingverbindlichkeiten 21.3 2.037 23
Transaktionskosten in Bezug auf Kredite und Ausleihungen 11 -75 -170
Transaktionskosten in Bezug auf Kapitalerhöhungen 19.2 -63 -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -40 -
Rückzahlung von Krediten /​ Tilgungen 21 -13.771 -12.276
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten 21 -1.174 -1.856
Gezahlte Dividenden -563 -
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.718 -2.686
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -5.966 4.250
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar ** 15 62.193 59.028
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni ** 56.228 63.278

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

** Hinsichtlich der Verfügbarkeit der Mittel verweisen wir auf die Anhangsziffer 15; von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entfällt ein Betrag von TEUR 3.761 (2020H1: TEUR 3.915) auf die nicht- beherrschenden Anteile.

VERÄNDERUNG DES EIGENKAPITALS*

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungs-

umrechnungs-

rücklage
Sonstiges Ergebnis aus Hedging
Stand zum 1. Januar 2021 67.492 58.157 10 -32
Gewinn
Sonstiges Ergebnis -2 35
Gesamtergebnis 0 0 -2 35
Transaktionskosten direkt in Equity -63
Ausgabe von Stammaktien 1.928 5.978
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen
Änderung der nicht beherrschenden Anteile infolge einer Konsolidierungskreiserweiterung
Dividenden
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 1.928 5.915 0 0
Stand zum 30. Juni, 2021 69.420 64.072 8 3

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in TEUR Gewinnrücklage Summe Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2021 24.730 150.358 11.442 161.799
Gewinn 6.019 6.019 675 6.694
Sonstiges Ergebnis 33 33
Gesamtergebnis 6.019 6.052 675 6.727
Transaktionskosten direkt in Equity -63 -63
Ausgabe von Stammaktien 7.906 7.906
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 7 7 -47 -40
Änderung der nicht beherrschenden Anteile infolge einer Konsolidierungskreiserweiterung 0 0
Dividenden 0 0 -563 -563
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 7 7.850 -610 7.240
Stand zum 30. Juni, 2021 30.756 164.260 11.507 175.767

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungs-

umrechnungs-

rücklage
Sonstiges Ergebnis aus Hedging
Stand zum 1. Januar 2020 61.356 41.600 -7 -17
Gewinn
Sonstiges Ergebnis 17 -15
Gesamtergebnis 0 0 17 -15
Transaktionskosten direkt in Equity -515
Ausgabe von Stammaktien 6.136 17.073
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen
Änderung der nicht beherrschenden Anteile infolge einer Konsolidierungskreiserweiterung
Dividenden
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens 6.136 16.558 0 0
Stand zum 31. December, 2020 67.492 58.157 10 -32

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in TEUR Gewinnrücklage Summe Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 1. Januar 2020 26.247 129.179 605 129.783
Gewinn 5.248 5.248 357 5.605
Sonstiges Ergebnis 2 2
Gesamtergebnis 5.248 5.250 357 5.607
Transaktionskosten direkt in Equity -515 -515
Ausgabe von Stammaktien 23.209 23.209
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -16 -16 -389 -405
Änderung der nicht beherrschenden Anteile infolge einer Konsolidierungskreiserweiterung 11.196 11.196
Dividenden -6.749 -6.749 -327 -7.076
Gesamte Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens -6.765 15.928 10.480 26.408
Stand zum 31. December, 2020 24.730 150.358 11.442 161.799

* ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

FÜR DEN ZEITRAUM VOM

1. JANUAR 2021 BIS ZUM 30. JUNI 2021

7C Solarparken Konzern

1. BERICHTENDES UNTERNEHMEN

Die 7C Solarparken AG (das "Unternehmen" oder "7C Solarparken") ist ein Unternehmen mit Sitz in Bayreuth, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet: An der Feuerwache 15, 95445 Bayreuth. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als der "Konzern" und einzeln als "Konzernunternehmen" bezeichnet). Der Konzern investiert in Solar- und Windanlagen und betreibt diese mit stetigem Kapitalrückfluss und geringem Risiko vor allem in Deutschland und Belgien (siehe Anhangsziffern 5 und 8).

Hinsichtlich verwendeter Abkürzungen verweisen wir auf das unter Anhangsziffer 26 dargestellte Abkürzungsverzeichnis.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der verkürzte und ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37w, Abs. 3 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International Standard IAS 34 "Interim Financial Reporting" (Zwischenberichterstattung) aufgestellt. Er enthält nicht sämtliche Informationen, die nach IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurden weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung enthalten Vergleichsangaben zum Vorjahreshalbjahr. Die Konzernbilanz enthält vergleichende Zahlen zum Ende des unmittelbar vorangegangenen Geschäftsjahres.

Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Grundsätze über Ansatz, Bewertung und Ausweis werden von allen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises einheitlich angewendet. Die Erläuterungen im Anhang des Konzernabschlusses 2020 gelten - insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2021 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2021 sind (siehe Anhangsziffer 6).

Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden vom Vorstand am 28. September 2021 zur Veröffentlichung genehmigt.

3. FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Dieser Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der 7C Solarparken AG (Mutterunternehmen) aufgestellt und in Tausend Euro (TEUR) dargestellt, wodurch es zu Rundungsdifferenzen kommen kann.

4. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

4.1 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN, ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden sowie Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, die die im Konzernabschluss erfassten Beträge wesentlich beeinflussen bzw. ein beträchtliches Risiko darstellen können, sind im Anhang unter den nachstehenden Ziffern enthalten:

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Anhangsziffer 7 - Erwerb von Tochterunternehmen. Annahmen und Schätzungen werden insbesondere im Rahmen der Einnahmen, Ausgaben und Kapitalkosten getroffen, die der Ermittlung der Anschaffungskosten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden bzw. der Kaufpreisallokation zugrunde liegen. Weiterhin werden Annahmen in Bezug auf das Vorliegen von Beherrschung vorgenommen.
Anhangsziffer 14 - Der Konzern bilanziert Wertminderungen für erwartete Kreditverluste (ECL) für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Der Konzern bemisst die Wertminderungen in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste, außer für die folgenden Wertberichtungen, die in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen werden.
Anhangsziffer 16 - Laufzeit des Leasingvertrags: Bestimmung, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Kaufoptionen ausreichend sicher ist. Diese Bestimmung wirkt sich sowohl auf die Nutzungsrechte als auch auf die Nutzungsdauer der Solar- und Windparks aus.
Anhangsziffer 17 - Wertminderungstest der immateriellen Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte: Wesentliche Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde gelegen haben.
Anhangsziffer 23 - Ansatz und Bewertung von Rückstellungen: Wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenzu- oder -abflusses.
Anhangsziffer 25 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

BESTIMMUNG DER BEIZULEGENDEN ZEITWERTE

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Dazu gehört eine hausinterne Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert.

Der Vorstand führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Unternehmen die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, in der diese Bewertungen einzuordnen sind.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

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Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen;
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind im Anhang unter den nachstehenden Ziffern enthalten:

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Anhangsziffer 7.1 - Erwerb Tochterunternehmen.

5. VERZEICHNIS DER TOCHTERUNTERNEHMEN

Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns aufgeführt.

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die 7C Solarparken AG die unmittelbare oder mittelbare Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Nachfolgende Tochterunternehmen werden von der 7C Solarparken AG im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 einbezogen:

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BEZEICHNUNG SITZ BETEILIGUNG %
Solarpark Oberhörbach GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach M55 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Longuich GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Heretsried GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark CBG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark green GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Solar Energy ApS, Søborg Dänemark 100,00
Amatec Projects Management GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 5. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Heilgersdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Dennheritz GmbH & co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Burgwindheim GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 11. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 21. Solarprojektgesellschaft mbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Renewagy 22. Solarprojektgesellschaft mbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tristan Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zschornewitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark WO GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
PWA Solarpark GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
REG PVA Zwei GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
MES Solar XX GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Melkor UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Tulkas Solarpark Beteiligungs GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
HCI Energy 1 Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 35,10
HCI Solarpark Igling-Buchloe GmbH & Co. KG, Schönefeld Deutschland 35,10
HCI Solarpark Neuhaus-Stetten GmbH & Co. KG, Schönefeld Deutschland 35,10
Solarpark Floating GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon Italia S.R.L., Imola Italien 100,00
ProVireo Projektverwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
ProVireo Solarpark 3. Schönebeck GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solar Park Blankenberg GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Glasewitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Colexon 1. Solarprojektgesellschaft mbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Pinta Solarparks GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec Grundbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 20 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 21 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 25 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Bernsdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 30 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 31 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 32 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 33 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 34 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 35 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 36 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Amatec PV 37 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Rötz GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Derching GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Tangerhütte GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Windpark Medard 2 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Windpark Stetten 2 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
HCI Energy 2 Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 38,10
HCI Solarpark Dettenhofen GmbH & Co. KG, Schönefeld Deutschland 38,10
HCI Solarpark Oberostendorf GmbH & Co. KG, Schönefeld Deutschland 38,10
7C Solarparken NV, Mechelen Belgien 100,00
7C Rooftop Exchange BV, Mechelen Belgien 100,00
Siberië Solar BV, Mechelen Belgien 100,00
Sabrina Solar BV, Mechelen Belgien 100,00
Solar4Future Diest NV, Mechelen Belgien 99,9
Solarpark Neudorf GmbH, Kasendorf Deutschland 100,00
Solarpark Hohenberg GmbH, Marktleugast Deutschland 83,00
Solarpark Morbach GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
High Yield Solar Investments BV, Hilversum Niederlande 100,00
Solardach Gutenberg GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Oberwesterwaldbahn GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark MGGS Landbesitz GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Tannhäuser Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
Lohengrin Solar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
PV Görike GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarparken AM GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Helbra Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Leasing GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Solarfonds Zwei Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
GSI Solarfonds Drei Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Espenhain Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Energy Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
SonnenSolarpark GmbH, Hausen Deutschland 100,00
Solarpark Höttingen GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarparken IPP GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Taurus GmbH & Co. KG, Maisach Deutschland 100,00
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Zerre IV GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sonnendach K19 Haftungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Säugling Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Carport Wolnzach GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Sphinx Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Bündel 1 GmbH & Co. KG Deutschland 100,00
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Vardar UG (haftungsbeschränkt), Bayreuth Deutschland 100,00
7C Solarentwicklung GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Wandersleben GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 84,09
Solardach LLG GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Stieten GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Steinburg GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solardach Halberstadt GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 51,52
Solarpark Bitterfeld II GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Trüstedt I Solar GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Folcwalding Verwaltungs GmbH, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Brandholz GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Solarpark Gorgast GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
PV Gumtow GmbH & Co. KG, Bayreuth Deutschland 100,00
Photovoltaik-Park Dessau-Süd GmbH & Co KG, Bayreuth Deutschland 100,00
7C Solarparken Belgium BV, Gent Belgien 100,00
7C Groeni BV, Mechelen Belgien 100,00

6. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Die 7C Solarparken wendet im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Dennoch wurden im ersten Halbjahr 2021 die neuen Standards und Interpretationen angewandt, die verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend nach dem 1. Januar 2021 sind. Die Standardänderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Halbjahresfinanzbericht.

Im ersten Halbjahr 2021 hat der Konzern den Konsolidierungskreis um folgende Gesellschaften erweitert:

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Erwerbsobjekt Solaranlage(n) Erwerbszeitpunkt
Solarpark Höttingen GmbH & Co. KG Höttingen 3. Februar 2021
7C Groeni BV Belgien 12. Februar 2021
Photovoltaik-Park Dessau-Süd GmbH & Co. KG Dessau-Süd 21. Mai 2021
Solarpark Heilgersdorf GmbH & Co. KG Heilgersdorf 21. Mai 2021

7. ERWERB UND VERÄUSSERUNG VON TOCHTERUNTERNEHMEN

Der Erwerb von Solar- oder Windkraftanlagen erfolgt üblicherweise durch den Kauf von Unternehmen, welche die Anlagen als Vermögenswerte halten. Da es sich bei den erworbenen Unternehmen dabei i.d.R. nicht um Unternehmenserwerbe handelt, werden solche Erwerbe als Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten und Schulden bilanziert. Ein Unternehmenserwerb ist nur dann vorhanden, wenn ein Geschäftsbetrieb erworben wurde.

Ein Geschäftsbetrieb wird im Standard IFRS 3 "Unternehmenserwerbe" definiert als eine integrierte Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten, die mit dem Ziel geführt werden kann, Leistungen, d.h., Güter, Dienstleistungen, Kapitalerträge oder sonstige Erträge aus gewöhnlicher Tätigkeit zu erwirtschaften. Der Geschäftsbetrieb besteht hierbei aus Ressourceneinsatz (Input), der mittels eines substantiellen Verfahrens, signifikant zu der Möglichkeit beiträgt, Leistungen (Output) zu erzeugen.

Der anwendbare Standard IFRS 3 "Unternehmenserwerbe" lässt die Anwendung eines optionalen Konzentrationstests zu. Anhand dieses Tests kann überprüft werden, ob der gesamte beizulegende Zeitwert der erworbenen Bruttovermögenswerte im Wesentlichen auf einen einzelnen identifizierbaren Vermögenswert oder auf eine Gruppe von gleichartigen identifizierbaren Vermögenswerten zurückzuführen ist. Sofern das erstere bejaht werden kann, ist kein Geschäftsbetrieb vorhanden und ist der Geschäftsvorfall demzufolge nicht als ein Unternehmenserwerb im Sinne von IFRS 3 einzustufen, sondern vielmehr als ein Erwerb von Vermögenswerten und Schulden. Der Konzern hat für alle Erwerbe im ersten Halbjahr 2021 (sowie im Vorjahr 2020) den freiwilligen Konzentrationstest durchgeführt.

Für die Bestimmung, ob der gesamte Kaufpreis im Wesentlichen auf einen einzelnen Vermögenswert oder auf eine Gruppe von gleichartigen Vermögenswerten zurückzuführen ist, legt der Konzern eine Grenze von 75 % zugrunde. Das heißt, wenn 75 % des Kaufpreises auf einen Vermögenswert bzw. auf eine Gruppe gleichartiger Vermögenswerte entfallen, gilt der Konzentrationstest als positiv. In solchen Fällen erfolgt dann keine weitere Würdigung mehr und der Geschäftsvorfall wird als Erwerb von Vermögenswerten und Schulden abgebildet.

In dem Fall, dass der Konzentrationstest negativ ausfällt, soll anhand vom Standard IFRS 3 untersucht werden, ob der Erwerb einen Geschäftsbetrieb betrifft. Projektgesellschaften, die Solar- und Windkraftanlagen betreiben, verfügen gemäß der Definition eines Geschäftsbetriebs laut dem Standard IFRS 3 "Unternehmenswerbe" nicht über einen solchen Geschäftsbetrieb, da es hier i. d. R. mindestens an einem substanziellen Prozess zwischen den Inputs (Anlage) und den erwirtschaften Outputs (Strom) innerhalb der erworbenen Gesellschaften mangelt.

Folglich sind solche Erwerbe als Erwerbe von Vermögenswerten und Schulden abzubilden. Hierfür wird der Kaufpreis auf die im Rahmen des Erwerbs identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden auf Basis derer beizulegenden Zeitwerte aufgeteilt. Ein positiver oder negativer Unterschiedsbetrag kann hierbei nicht entstehen. Sollte in diesem Zusammenhang festgestellt werden, dass der beizulegende Zeitwert einzelner Vermögenswerte die zuzuordnenden Anschaffungskosten unterschreitet, wird in Folge dessen direkt nach der erstmaligen Aktivierung eine erfolgswirksame außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sollte der beizulegende Zeitwert in der Folge steigen, so erfolgt eine Zuschreibung. Die Zuschreibung ist dabei u. U. in Abhängigkeit des anzuwendenden Rechnungslegungsstandards der Höhe nach begrenzt.

Diese Erwerbe von Vermögenswerten und Schulden werden in Anhangsziffer 7.1 dargestellt. Gelegentlich kommt es jedoch auch zum Erwerb von Tochterunternehmen, der als Unternehmenszusammenschluss einzustufen ist. Solche Unternehmenserwerbe gab es im Berichtszeitraum nicht.

7.1. ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN IM ERSTEN HALBJAHR 2021

In den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2021 wurden mehrere Erwerbe von Tochterunternehmen durchgeführt, die als Erwerb von Vermögenswerten und Schulden zu bilanzieren sind.

Die angeschafften Vermögenswerte werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten angesetzt. In diesem Zusammenhang wird der Kaufpreis entsprechend der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden auf diese aufgeteilt. I. d. R. werden folgende Vermögenswerte und Schulden erworben:

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Windkraft- und Solaranlagen sowie Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (siehe Anhangsziffer 16);
Gebäude und Grundstücke: hauptsächlich diejenigen, auf denen die Windkraft- und Solaranlagen errichtet wurden oder werden können (siehe Anhangsziffer 16);
Fremdfinanzierung: hierbei handelt es sich meistens um Projektfinanzierungen mit längeren Laufzeiten sowie Leasingverbindlichkeiten (siehe Anhangsziffer 21);
Verbindlichkeiten gegenüber dem Veräußerer: im Grundsatz bestehen solche Verbindlichkeiten aus Rechnungen für den Bau oder die Entwicklung der erworbenen Windkraft- und Solaranlagen;
Rückbauverpflichtungen für die Windkraft- und Solaranlagen werden gemäß den Bewertungsmethoden (siehe Anhangsziffer 23) des Konzerns angesetzt;
Steueransprüche oder Steuerschulden, die gemäß IAS 12 wie Ertragsteuern zu bewerten sind sowie;
Verbindlichkeiten und Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in Verbindung mit Vereinbarungen für Leistungen an Arbeitnehmer, die gem. IAS 19 wie Leistungen an Arbeitnehmer zu erfassen und zu bewerten sind.

Zum vereinbarten Kaufpreis gehören fest vereinbarte Kaufpreiszahlungen sowie der Barwert solcher Kaufpreisbestandteile (z. B. im Rahmen von Earn out-Klauseln), bei denen bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % damit gerechnet wird, dass sie fällig werden. Die Bestandteile, bei denen die Wahrscheinlichkeit für deren Fälligkeit weniger als 50 % beträgt, werden zunächst nicht als Kaufpreis berücksichtigt. Sollten sich hier im Nachhinein Verpflichtungen ergeben, so werden die dann fälligen Zahlungen mit deren Barwert zum Erwerbszeitpunkt zu dem Zeitpunkt, zu dem sich die Verpflichtung konkretisiert als werterhellende Erkenntnisse den Anschaffungskosten der erworbenen Solar- oder Windkraftanlage zugerechnet. Gleiches gilt für den Fall, dass zunächst berücksichtigte Bestandteile nicht zum Zuge kommen.

In diesem Fall werden die Anschaffungskosten um diesen Betrag gekürzt. Nicht-beherrschende Anteile werden mit deren Zeitwert zum Zeitpunkt des Erlangens der Beherrschung berücksichtigt.

Für die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte werden dabei folgende Faktoren einbezogen:

Die gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten, die bei der Bewertung der Solaranlagen angesetzt wurden, liegen für das erste Halbjahr 2021 zwischen 2,3 % und 2,6 % (2020H1: 1,8 % bis 2,6 %). Die zukünftigen mit diesen Kapitalkosten diskontierten Cashflows wurden durch die Multiplikation der Einspeisevergütung bzw. den geschätzten künftigen Strompreisen sowie der geschätzten Stromproduktion errechnet. Die Stromproduktion wurde geschätzt, indem externe Gutachten und der historische Ertrag von Anlagen in der gleichen Region herangezogen wurden. Dabei wird eine angemessene Degradation der Solaranlage ebenfalls berücksichtigt.

Im Rahmen des erstmaligen Ansatzes werden latente Steuern auf Unterschiede zwischen den Anschaffungskosten nach IFRS und Steuerrecht nicht angesetzt.

A. ERWERB DER SOLARPARK HÖTTINGEN GMBH & CO. KG

Mit Wirkung zum 3. Februar 2021 wurde der neu errichtete Solarpark Höttingen in Bayern mit einer Kapazität von 8,3 MWp erworben. Diese Anlage ist ausgestattet mit Modulen von Longi Solar und Wechselrichtern von Huawei. Die Vergütung beträgt EUR 57,0/​MWh. Seit der Erstkonsolidierung wurden im Berichtszeitraum ein Umsatz von TEUR 260 und ein EBITDA von TEUR 230 erzielt. Der erwartete Jahresumsatz der Anlage über 12 Monate Laufzeit liegt unter gewöhnlichen Witterungsverhältnissen bei TEUR 497, das erwartete EBITDA bei TEUR 448.

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in TEUR Aufteilung der

Anschaffungskosten der Gruppe
Sachanlagen 7.715
Nutzungsrechte 744
Sonst. Vermögenswerte 88
Flüssige Mittel 32
Finanzverbindlichkeiten -5.364
Leasingverbindlichkeiten -744
Rückstellungen -417
Steuerschulden -47
Sonst. Verbindlichkeiten -88
Anschaffungskosten
Kaufpreis 1.919
Gesamtanschaffungskosten der Gruppe 1.919
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -1.887

B. ERWERB DER 7C GROENI BV

Mit Wirkung zum 12. Februar 2021 ist die 7C Groeni BV in den Konsolidierungskreis des Konzerns aufgenommen worden. Diese Gesellschaft betreibt ein Dachanlagenportfolio bestehend aus 16 Aufdachanlagen an verschiedenen Standorten in Flandern/​Belgien. Die Gesamtkapazität beträgt 10,9 MWp, davon befanden sich im Zeitpunkt des Erwerb 3,9 MWp im Bau. Es wurden verschiedene Modultypen für die Solaranlage verwendet, u. a. Canadian Solar und Longi Solar. Die meisten Anlagen sind mit Wechselrichtern von Huawei ausgestattet, für einige wurden SMA-Wechselrichter verwendet. Zusätzlich zu den Grünstromzertifikaten (siehe "Gesetzliche Rahmenbedingungen in Belgien" im Konzernzwischenlagebericht) wird der erzeugte Strom vor Ort am Gebäudenutzer veräußert werden, der Rest wird mit einem PPA ins öffentliche Netz eingespeist.

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in TEUR Aufteilung der

Anschaffungskosten der Gruppe
Immaterielle Vermögenswerte 1
Solarparks 3.085
Solarparks im Bau 3.131
Nutzungsrechte - Solarparks 5.549
Nutzungsrechte - Gestattungsverträge 923
Finanzanlagen 16
Aktive latente Steuer 247
Sonst. Vermögenswerte 1.160
Flüssige Mittel 192
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten -9.118
Rückstellungen -271
Sonst. Verbindlichkeiten -786
Anschaffungskosten
Kaufpreis 4.128
Gesamtanschaffungskosten der Gruppe 4.128
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -3.937

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden aus dem erworbenen Dachanlagenportfolio Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 616 und ein EBITDA i.H.v. TEUR 555 generiert. Die Planung sieht bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen einen jährlichen Umsatz von TEUR 1.374 und ein EBITDA von TEUR 1.145 vor.

C. ERWERB DER PHOTOVOLTAIK-PARK DESSAU-SÜD GMBH & CO. KG

Mit Wirkung zum 21. Mai 2021 hat der Konzern eine Freiflächenanlage mit einer Gesamtleistung von 2,5 MWp in Dessau, Sachsen-Anhalt, erworben. Die Anlage ist mit Modulen von TePAx und Wechselrichtern von SMA ausgestattet. Sie wurde 2015 in Betrieb genommen und erhält eine Vergütung von EUR 90,2/​MWh. In einem vollständigen Geschäftsjahr würde die Gesellschaft bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 190 und ein EBITDA von TEUR 146 erwirtschaften.

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in TEUR Aufteilung der

Anschaffungskosten der Gruppe
Land 12
Solarparks 2.255
Nutzungsrechte - Gestattungsverträge 40
Aktive latente Steuer 63
Sonst. Vermögenswerte 13
Flüssige Mittel 24
Finanzverbindlichkeiten -1.320
Leasingverbindlichkeiten -40
Rückstellungen -125
Sonst. Verbindlichkeiten -27
Anschaffungskosten
Kaufpreis 864
Bedingter Kaufpreis 31
Gesamtanschaffungskosten der Gruppe 895
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -840

Im Berichtszeitraum hat dieser Erwerb, der zum 30. Juni 2021 erstmalig konsolidiert wurde, noch nicht zum Ergebnis beigetragen.

ERWERB DER SOLARPARK HEILGERSDORF GMBH & CO.

Ebenfalls mit Wirkung zum 21. Mai 2021 hat der Konzern den Solarpark Heilgersdorf in Bayern akquiriert. Ausgestattet mit URE Solar-Modulen und Wechselrichtern von Sunglow hat die Freiflächenanlage eine Gesamtnennleistung von 5,32 MWp. Der Einspeisetarif aus dem Jahr 2020 liegt bei EUR 51,7/​MWh.

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in TEUR Aufteilung der

Anschaffungskosten der Gruppe
Solarparks 3.602
Nutzungsrechte - Gestattungsverträge 423
Aktive latente Steuer 83
Sonst. Vermögenswerte 40
Flüssige Mittel 129
Leasingverbindlichkeiten -364
Rückstellungen -266
Steuerschulden -34
Sonst. Verbindlichkeiten -20
Anschaffungskosten
Kaufpreis 3.582
Bedingter Kaufpreis 10
Gesamtanschaffungskosten der Gruppe 3.592
Netto gezahlte Flüssige Mittel im Berichtszeitraum (-) -3.453

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung hat die Anlage einen Umsatz von knapp TEUR 55 und ein EBITDA von TEUR 52 erwirtschaftet. In einem 12 Monate umfassenden Jahr sollte die Anlagen bei gewöhnlichen Witterungsverhältnissen Umsatzerlöse von TEUR 237 und ein EBITDA von TEUR 185 erzielen.

8. GESCHÄFTSBEREICHE

Der Konzern ist fokussiert auf den Verkauf von Strom, den dieser mit eigenen Windkraft- und Solaranlagen produziert, sodass über 98,3 % der Umsatzerlöse aus diesem Geschäft erzielt werden (2020H1: 96,0 %). Daneben gibt es einige Aktivitäten von untergeordneter Bedeutung (jeweils ca. 1,7 % Anteil im Berichtszeitraum und 4,0 % Anteil im Vorjahr). Diese Nebenaktivitäten beziehen sich auf Verträge für technische und kaufmännische Dienstleistungen bzgl. bestimmter Fondsgesellschaften bzw. Solaranlagen konzernfremder Dritter im In- und Ausland sowie aus Mieteinnahmen von Dritten aus dem PV-Estate (siehe Anhangsziffer 9.1).

Der Konzern verfügt nur über ein Geschäftssegment, welches einheitlich durch den Gesamtvorstand gesteuert wird. Es werden 98,3 % des Umsatzes aus dem Verkauf von Strom erzielt. Insgesamt dienen unmittelbar 95 % (im Vorjahr: 92 %) des langfristigen Vermögens der Erzeugung und dem Verkauf von Strom. Die Organisationsstruktur und das interne Reporting des Konzerns erfolgen entsprechend nicht nach unterschiedlichen Geschäftsbereichen.

Die eigenen Solar- und Windkraftanlagen nebst den Nutzungsrechten, die alle damit in Verbindung stehen, stellen zum Ende des Berichtszeitraums 95 % (2020H1: 92 %) des langfristigen Vermögens (ohne latente Steuern) des Konzerns dar.

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Solarparks 335.421 314.550
Windparks 10.936 11.272
Nutzungsrechte 31.380 22.020
Langfristige Vermögenswerte des Stromverkaufbetriebs 377.736 347.842
Sämtliche langfristige Vermögenswerte (exkl. latente Steuern) 397.139 376.477
Anteil des Stromverkaufbetriebs 95 % 92 %

Die Ausweitung des strategischen Fokus auf den belgischen Markt spiegelt sich auch in den Umsatzanteilen nach geographischen Märkten wider. Dennoch wurde der weitaus überwiegende Anteil des Umsatzes bisher weiterhin in Deutschland erwirtschaftet. So wurde im ersten Halbjahr 2021 94,1 % des Umsatzes in Deutschland erzielt (2020H1: 96,3 %). Die restlichen Umsatzerlöse erwirtschaftete der Konzern mit einem Anteil von 5,9 % in Belgien (2020H1: 3,7 %).

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in TEUR 2021H1 2020H1
Umsatz % Umsatz %
--- --- --- --- ---
Deutschland 27.054 94,1% 25.741 96,3%
Belgien 1.711 5,9% 980 3,7%
Gesamt 28.765 26.721

Das langfristige Vermögen (ohne latente Steuern) wird in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Vom gesamten langfristigen Vermögen auf Konzernebene waren 92 % zum Ende des Berichtszeitraums (2020: 97 %) geographisch Deutschland zuzuordnen. Das langfristige Vermögen in Belgien stieg durch die verstärkten Investitionen hier auf 8 % (2020: 3 %).

30.06.2021

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in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert 1.303 - - 1.303
Immaterielle Vermögenswerte 1.781 43 - 1.824
Grundstücke und Gebäude 11.909 - - 11.909
Solarparks 317.669 17.752 - 335.421
Windparks 10.936 - - 10.936
Solarparks im Bau 954 1.788 - 2.742
Nutzungsrechte 21.255 10.124 - 31.380
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261 220 - 481
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.073 72 1 1.146
Gesamt 367.141 29.999 1 397.140
92 % 8 % 0 % 100 %

31.12.2020

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in TEUR Deutschland Belgien Italien Gesamt
Geschäfts- oder Firmenwert 1.303 - - 1.303
Immaterielle Vermögenswerte 1.862 - - 1.862
Grundstücke und Gebäude 11.890 - - 11.890
Solarparks 306.524 8.025 - 314.550
Windparks 11.272 - - 11.272
Solarparks im Bau 10.004 1.512 - 11.517
Nutzungsrechte 20.681 1.340 - 22.020
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305 9 - 314
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.687 62 1 1.750
Gesamt 365.529 10.948 1 376.477
97 % 3 % 0 % 100 %

9. UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

9.1. UMSATZERLÖSE

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in TEUR 2021H1 2020H1
Verkaufter Strom 28.274 25.650
Erlöse aus Dienstleistungen 405 1.015
Sonstige 86 57
Gesamt 28.765 26.721

Die Hauptaktivität des Konzerns besteht in der Produktion und dem Verkauf von Strom aus Solar- und Windkraftanlagen. Darüber hinaus erbringt der Konzern Dienstleistungen technischer und kaufmännischer Art, die vor allem Fernüberwachung, Reparatur und Wartung von Solaranlagen sowie deren Entwicklung und Betriebsführung betreffen. Die sonstigen Umsatzerlöse bestehen im Wesentlichen aus Mieteinnahmen aus dem sog. PV Estate-Portfolio.

Die Zunahme der Umsatzerlöse (+8 %) ist auf die Zunahme des verkauften Stroms (+10 %) im Wesentlichen infolge der Erweiterung des Portfolios bzw. des volljährlichen Einbezugs von Solaranlagen aus dem Vorjahr zurückzuführen, da im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode schlechtere Witterungsverhältnisse geherrscht haben. Dies hat dazu geführt, dass der spezifische Ertrag (kWh/​kWp) für das gesamte IPP-Portfolio um rund 13 % gesunken ist.

Die Abnahme der Erlöse aus Dienstleistungen von EUR 0,6 Mio. im Berichtszeitraum ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode noch ein einmaliger Umsatz aus einem Modultausch für eine Fondsgesellschaft (EUR 0,7 Mio.) erwirtschaftet wurde.

Es wurden keine Umsatzerlöse aus der Untervermietung von Nutzungsrechten erzielt.

9.2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge erzielte 7C Solarparken i.H.v. EUR 1,0 Mio. (2020H1: EUR 1,0 Mio.). Es wurden Erträge aus Schadenersatz, in Form von Versicherungsentschädigungen, i.H.v. EUR 0,2 Mio. (2020H1: EUR 0,5 Mio.) vereinnahmt.

Darüber hinaus konnten im Berichtszeitraum Rückstellungen i.H.v. TEUR 0,2 Mio. aufgelöst werden. Im ersten Halbjahr 2020 wurde die Konzerngesellschaft Surya 1 GmbH & Co. KG noch mit einem Ertrag i.H.v. EUR 0,3 Mio. veräußert.

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in TEUR 2021H1 2020H1
Verkauf von Anlagevermögen 1 -
Entkonsolidierungsgewinn - 324
Auflösung von Rückstellungen 215 18
Schadensersatz 166 534
Periodenfremde Erträge 513 40
Sonstige 84 108
Gesamt 979 1.024

10. BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

10.1. PERSONALAUFWAND

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in TEUR 2021H1 2020H1
Löhne und Gehälter 678 469
Vorstandsvergütung 187 185
Soziale Abgaben 144 71
Sonstiger Personalaufwand 34 59
Gesamt 1.043 784

Die Personalkosten erhöhten sich im ersten Halbjahr von TEUR 469 im Vorjahr auf TEUR 678 in der aktuellen Berichtsperiode. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Full Time Equivalents oder FTE) ist innerhalb des ersten Halbjahres 2021 auf 30 angestiegen und lag damit um 9 höher als in der Vorjahresperiode. Am Ende des Berichtszeitraums wurden im Konzern neben den beiden Vorständen 27 Mitarbeiter (im Vorjahreszeitraum 19) beschäftigt. Diese Zunahme ist auf den Unternehmenserwerb einer belgischen Projektentwicklungsgesellschaft (+8) zurückzuführen.

Der sonstige Personalaufwand erfasst hauptsächlich variable Vergütungen für Mitarbeiter sowie Aufwendungen für die Altersversorgung.

10.2. SONSTIGER BETRIEBSAUFWAND

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in TEUR 2021H1 2020H1
Verwaltungskosten 514 444
Kosten Solarparks 1.549 1.232
Materialaufwand 50 710
Rechts- Beratungs- und Prüfungskosten 368 401
KfZ- und Reisekosten 130 102
Versicherungen 246 167
Sonstige 328 358
Gesamt 3.185 3.414

Im sonstigen Betriebsaufwand sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solarparks i.H.v. EUR 1,5 Mio. (im Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) enthalten. Dieser Anstieg um EUR 0,3 Mio. ist im Wesentlichen auf die im Laufe der Berichtsperiode neu hinzugekommenen Solarparks zurückzuführen.

Entsprechend haben sich die Verwaltungskosten um knapp EUR 0,1 Mio. leicht erhöht. Die Rechts- Beratungs- und Prüfungskosten haben sich demgegenüber leicht gesenkt.

Die Materialkosten betrugen im ersten Halbjahr 2021 EUR 0,1 Mio. In der Vorjahresperiode lag dieser Wert noch bei EUR 0,7 Mio. Der Materialaufwand im Vorjahr stammt im Wesentlichen aus einem Modultausch für eine vom Konzern verwaltete Fondsgesellschaft.

Der Anstieg der Versicherungskosten von knapp EUR 0,1 Mio. stehen im Zusammenhang mit den im ersten Halbjahr 2021 akquirierten Neuinstallationen sowie mit den allgemein erhöhten Versicherungsprämien.

Die Kfz und Reisekosten blieben vor dem Hintergrund der Covid-19 Krise auf einem niedrigen Niveau.

10.3. ANDERE LEISTUNGEN AN DIE BESCHÄFTIGTEN

Der Konzern verfügt über keine leistungsorientierten Versorgungspläne im Berichtszeitraum. Ebenfalls bestehen keine beitragsorientierten Versorgungspläne, die über die Zahlungen in die deutsche gesetzliche Rentenversicherung hinausgehen. Vorgenannte Beiträge sind in Anhangsziffer 10.1 vollumfänglich in den Sozialen Abgaben dargestellt.

11. BETEILIGUNGS- UND FINANZERGEBNIS

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in TEUR 2021H1 2020H1
Zinserträge aus:
- Sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten 17 436
Gesamtzinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 17 436
Ergebnis aus der Equity-Methode - 235
Dividendenerträge 24 2
Marktwertänderungen des ineffektiven Teils der Zinsswaps 9 0
Sonstige Finanzerträge 20 60
Ertrag nachträglicher Zinsanpassungen von finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 112 -
Ertrag aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden 94 30
Währungsumrechnungsdifferenzen 7 -
Sonstige Finanzerträge 266 92
Finanzerträge 283 764
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten:
Zinsaufwendungen -2.800 -3.110
Aufzinsung der Rückstellungen -319 -220
Bankkosten, Courtagen und sonstige Finanzaufwendungen -18 -204
Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten -168 -144
Währungsumrechnungsdifferenzen - -20
Aufwand aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden -11 -25
Finanzaufwendungen -3.317 -3.723
Beteiligungs- und Finanzergebnis -3.034 -2.959

Die Zinserträge stammen aus flüssigen Mitteln sowie aus Darlehen, die das Unternehmen an dritte Parteien gegeben hat und zu fortgeführten Anschaffungskosten geführt werden. In der Vergleichsperiode konnte noch ein Zinsertrag i.H.v. TEUR 283 erzielt werden. Den größten Anteil machen Erträge aus nachverhandelten Zinskonditionen für bestehende Verbindlichkeiten aus.

Die Finanzaufwendungen i.H.v. TEUR 3.317 (2020H1: TEUR 3.723) betreffen hauptsächlich Projektfinanzierungen von Solar-, Windkraftanlagen und PV-Estate i.H.v. TEUR 2.800 (2020H1: TEUR 3.110), einschließlich Zinsen auf emittierten Schuldscheindarlehen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen aus Equity-Methode (TEUR 235) im Vorjahr betrifft im Wesentlichen das Ergebnis der HCI Energy 1 Solar GmbH & Co. KG und HCI Energy 2 Solar GmbH & Co. KG. Diese Beteiligungen wurden vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 nach der Equity Methode bilanziert.

12. ERGEBNIS JE AKTIE

12.1. UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie und des unverwässerten Ergebnis je Aktie basieren auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

A. ZURECHNUNG DES GEWINNS AUF STAMMAKTIONÄRE (UNVERWÄSSERT)

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in TEUR 2021H1 2020H1
Gewinn, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 6.019 6.489
Gewinn, den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 6.019 6.489

B. GEWICHTETER DURCHSCHNITT DER STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT)

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in Tausend Aktien 2021H1 2020H1
Ausgegebene Stammaktien zum 1. Januar 67.492 100 % 61.356 100 %
Auswirkung der ausgeübten Aktienoptionen - 0 % - 0 %
Auswirkung aus dem Wandel von Anleihen - 0 % - 0 %
Auswirkungen von Privatplatzierungen 1.928 93 % - 0 %
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum Ende der Berichtsperiode 69.281 61.356

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in EUR 2021H1 2020H1
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (gerundet) 0,09 0,11

Zu stattgefunden Kapitalmaßnahmen mit Stammaktien die nach dem Ende der Berichtsperiode zustande kamen, wird auf die Anhangsziffern 19.1 bzw. 25 verwiesen.

12.2. VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie und des verwässerten Gesamtergebnisses je Aktie verweisen wir auf die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses sowie des unverwässerten Gesamtergebnisses, da keine Verwässerungseffekte potenzieller jungen Stammaktien am Bilanzstichtag bestanden.

12.3. OPTIONEN UND BEDINGTES KAPITAL

A. BEDINGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 hat die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2016) beschlossen. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 um bis zu EUR 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Das bedingte Kapital dient zur Bedienung von Schuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 ausgegeben wurden. Bis zum Ende des Berichtszeitraums am 31.12.017 wurden 23.521 Aktien durch eine Wandlung der Wandelschuldverschreibung 2016/​2017 aus dem bedingten Kapital 2016 geschaffen. Das bedingte Kapital 2016 beläuft sich damit zum Ende der Berichtsperiode auf EUR 19.976.479,00.

13. VORRÄTE

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Rohstoffe und Verbrauchsgüter 56 52
Module 2.606 2.623
Gesamt 2.662 2.676

Der Konzern bevorratet grundsätzlich Module für die Errichtung von Solaranlagen für den Eigenbestand sowie Ersatzteile für (Not-)Reparaturen an PV-Anlagen, z.B. Wechselrichter, Module und Verschleißteile.

Der Modulvorrat ist im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant geblieben. Der Modulbestand wird für den Bau von neuen Solaranlagen gehalten.

14. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, SONSTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Geleistete Anzahlungen 1.020 1.962
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.140 1.714
Sonstige langfristige Vermögenswerte 180 175
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.570 7.237
Gesamt 15.910 11.088
Davon Langfristige Vermögenswerte 180 175
Davon Kurzfristige Vermögenswerte 15.730 10.913
Gesamt 15.910 11.088

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nahezu ausnahmslos Gutschriftanzeigen oder Rechnungen aus dem Stromverkauf an Netzbetreiber, deren Bonität als gut und die Forderungen als einbringlich betrachtet werden. Im Vergleich zum Jahresende haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 7,4 Mio. zugenommen, weil die Netzbetreiber immer 1 bis 2 Monate nach Produktion die Gutschrift auszahlen. Demzufolge setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende aus Umsätzen aus den sonnenarmen Monaten November/​Dezember zusammen, während die Umsätze zum Ende des ersten Halbjahres aus den einstrahlungsreichen Monaten Mai/​Juni resultieren.

Die geleisteten Anzahlungen zum 30. Juni 2021 i.H.v. EUR 1,0 Mio. sind vollständig dem Erwerb des Projekts Theilenhofen zuzuschreiben. Ende 2020 war die Vorauszahlung für den Erwerb des Projekts Höttingen i.H.v. EUR 1,8 Mio. noch in der geleisteten Anzahlung enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus einer verbleibenden Forderung i. V. m. dem im Geschäftsjahr 2020 getätigten Verkauf der Projektgesellschaft Surya 1 GmbH & Co. KG i.H.v. EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1,8 Mio.), Forderungen aus Umsatzsteuervorauszahlungen i.H.v. EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) sowie Rechnungsabgrenzungen i.H.v. EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.).

15. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

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in TEUR 30.06.21 31.12.20
Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung 18.357 17.882
Sofort abrufbare Sichteinlagen 37.871 44.312
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56.228 62.193

Bei den Bankkonten mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung handelt es sich um Projektreservekonten i.H.v. TEUR 17.415 (Vorjahr: TEUR 16.980), Bausparkonten i.H.v. TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 57) sowie sonstige Konten i.H.v. TEUR 859 (Vorjahr: TEUR 845). Diese Konten sind für die jeweilige zugehörige Finanzierung einer Solaranlage an die Bank oder Leasinggesellschaft als Sicherheit hinterlegt, damit die vereinbarten regelmäßigen Kapitaldienstzahlungen (insbesondere in den Monaten Dezember bis Februar) geleistet werden können. Diese gewährten Sicherheiten sind geschäftsartimmanent und dienen damit der Aufrechterhaltung der Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der alltäglichen Geschäftsabläufe. Aufgrund der sehr guten Liquiditätssituation wurden diese im Berichtszeitraum nicht im Rahmen der gewöhnlichen Kapitaldienstzahlungen in Anspruch genommen.

In der Berichtsperiode wurden durch Unternehmenszusammenschlüsse (siehe Anhangsziffer 7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente i.H.v. insgesamt TEUR 376 (Vorjahr: TEUR 5.312) miterworben.

16. SACHANLAGEN

30.06.2021

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Grund-

stücke und Gebäude
Solar-

parks
Wind-

parks
Nutzungs-

rechte
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2021 12.339 435.312 12.312 24.504
Zugänge durch Konsolidierungskreisänderungen 12 16.657 - 7.679
Zugänge durch Investitionen 56 3.274 - 2.540
Sonstige Zugänge - 457 - -
Abgänge - - - -11
Umgliederung - 14.077 - -
Stand zum 30. Juni 2021 12.408 469.777 12.312 34.712
Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2021 -449 -120.763 -1.039 -2.485
Abschreibungen -49 -13.591 -336 -850
Wertminderungen - - - -
Stand zum 30. Juni 2021 -498 -134.354 -1.375 -3.333
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2021 11.890 314.550 11.272 22.020
Stand zum 30. Juni 2021 11.909 335.421 10.936 31.380

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BGA* Solar-

parks im Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2021 1.101 11.517 497.086
Zugänge durch Konsolidierungskreisänderungen - 3.131 27.479
Zugänge durch Investitionen 219 2.212 8.300
Sonstige Zugänge - - 457
Abgänge - - -11
Umgliederung - -14.077 -
Stand zum 30. Juni 2021 1.320 2.782 533.308
Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2021 -787 - -125.522
Abschreibungen -52 - -14.879
Wertminderungen - -40 -40
Stand zum 30. Juni 2021 -839 -40 -140.442
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2021 314 11.517 371.563
Stand zum 30. Juni 2021 481 2.742 392.867

16.1. SACHANLAGEN

31.12.2020

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Grund-

stücke und Gebäude
Solar-

parks
Wind-

parks
Nutzungs-

rechte
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2020 10.752 367.097 12.312 21.236
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - -1.301 - -194
Zugänge durch Konsolidierungskreisänderungen 813 48.719 - 4.424
Zugänge durch Investitionen 775 1.741 - 371
Sonstige Zugänge - 1.018 - -
Abgänge aus Verkauf von Anlagevermögen - -414 - -
Umgliederung - 17.596 - -1.332
Umgliederungen aus den immateriellen Vermögenswerten - 856 - -
Stand zum 31. Dezember 2020 12.339 435.312 12.312 24.504
Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2020 -362 -96.766 -367 -1.212
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - 13 - 10
Abschreibungen -86 -23.948 -672 -1.388
Wertverminderungen - -72 - -
Abgänge - 9 - 106
Stand zum 31. Dezember 2020 -449 -120.763 -1.039 -2.485
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2020 10.389 270.331 11.944 20.023
Stand zum 31. Dezember 2020 11.890 314.550 11.272 22.020

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BGA* Solarparks im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2020 1.004 3.507 415.906
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - -371 -1.866
Zugänge durch Konsolidierungskreisänderungen 7 23.302 77.264
Zugänge durch Investitionen 92 1.646 4.626
Sonstige Zugänge - - 1.018
Abgänge aus Verkauf von Anlagevermögen - - -414
Umgliederung -2 -16.433 -170
Umgliederungen aus den immateriellen Vermögenswerten - -135 721
Stand zum 31. Dezember 2020 1.101 11.517 497.086
Kumulierte Abschreibungen u. Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2020 -677 - -99.385
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - - 23
Abschreibungen -110 - -26.205
Wertverminderungen - - -72
Abgänge - - 115
Stand zum 31. Dezember 2020 -787 - -125.522
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2020 327 3.507 316.521
Stand zum 31. Dezember 2020 314 11.517 371.563

* Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die ausgewiesen Solarparks, Gebäude und Grundstücke dienen zur Sicherung der in Anhangsziffer 21 erläuterten Finanzverbindlichkeiten.

16.2. DETAILS DER NUTZUNGSVERTRÄGE

30.06.2020

ANSCHAFFUNGSWERTE

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Nutzungsverträge i. V. m.
in TEUR Grund-

stücken
Solar-

parks
Gestattungs-

verträgen Solarparks
Gestattungs-

verträgen Windparks
Sonstiges Anlage-

vermögen
Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2021 91 - 23.016 1.205 193 24.504
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - 5.549 2.129 - - 7.679
Zugänge durch Abschluss neuer Nutzungsverträge - 454 2.086 - - 2.540
Remeasurement - - -11 - - -11
Stand zum 30. Juni 2021 91 6.003 27.220 1.205 193 34.712
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand zum 1. Januar 2021 - - -2.342 -99 -42 -2.483
Zugänge durch Abschreibungen - -245 -559 -36 -11 -850
Stand zum 30. Juni 2021 - -245 -2.901 -135 -53 -3.333
BUCHWERTE
Stand zum 1. Januar 2021 91 - 20.672 1.106 151 22.023
Stand zum 30. Juni 2021 91 5.758 24.319 1.070 140 31.380

31.12.2020

ANSCHAFFUNGSWERTE

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Nutzungsverträge i. V. m.
in TEUR Grund-

stücken
Solar-

parks
Gestattungs-

verträgen Solarparks
Gestattungs-

verträgen Windparks
Sonstiges Anlage-

vermögen
Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 1. Januar 2020 91 1.270 18.481 1.201 193 21.236
Konsolidierungskreisänderung - - 4.424 - - 4.424
Zugänge durch Abschluss neuer Nutzungsverträge - - 367 4 - 371
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - - -194 - - -194
Abgänge durch Auflösung bestehender Nutzungsverträge - -1.270 -62 - - -1.332
Stand zum 31. Dezember 2020 91 - 23.016 1.205 193 24.504
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
Stand zum 1. Januar 2020 0 -97 -1.067 -27 -21 -1.212
Zugänge durch Abschreibungen - -8 -1.285 -72 -21 -1.388
Abgänge durch Veräußerung Unternehmen - - 10 - - 10
Abgang - 106 - - - 106
Stand zum 31. Dezember 2020 - - -2.342 -99 -42 -2.485
BUCHWERTE
Stand zum 1. Januar 2020 91 1.173 17.414 1.174 171 20.023
Stand zum 31. Dezember 2020 91 0 20.672 1.106 151 22.020

Der Konzern least mehrere Vermögenswerte, darunter ein Grundstück, eine Solaranlage sowie Gebäudedächer, Freiflächen, Kabeltrassen für Solar- und Windparks und im geringen Umfang Büroräume. Die durchschnittliche Laufzeit der Nutzungsrechte i. V. m. Gestattungsverträgen von Solar- und Windparks beträgt zum Bilanzstichtag 18,2 Jahre.

Für die Leasingverhältnisse in Verbindung mit Gestattungsverträgen hat der Konzern im Regelfall weder Option noch Verpflichtung, geleaste Vermögenswerte zum Ende des Leasingverhältnisses zu erwerben. Die Verpflichtungen zur Zahlung des Nutzungsentgeltes des Konzerns bzgl. der Gestattungsverträge sind prinzipiell ungesichert, da der Leasinggeber im Regelfall auf sein Vermieterpfandrecht verzichtet hat. Die Absicherung des Rückbaus von Solar- und Windparks, die auf geleasten Vermögenswerten errichtet wurden, erfolgt häufig in Form von Bürgschaften bzw. Verpfändung von Bankkonten. Der Leasinggeber ist im Regelfall zur Kündigung des Leasingverhältnisses berechtigt, sofern der Konzern seine Verpflichtungen (auch z. B. die Leasingzahlung) versäumt.

Es sind keine Nutzungsverträge im Geschäftsjahr (außer)planmäßig ausgelaufen.

Der Konzern hat eine Kaufoption bezüglich eines Grundstücks (TEUR 10).

17. GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT SOWIE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

17.1. ÜBERLEITUNG DES BUCHWERTES

30.06.2021

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in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Erworbene Verträge Projektrechte Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2021 5.627 2.158 980 91 8.856
Erwerbe 61 - 38 7 106
Stand zum 30. Juni 2021 5.688 2.158 1.018 98 8.963
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2021 -4.325 -297 -980 -91 -5.692
Amortisationen - -83 - - -83
Wertberichtigung -61 - - - -61
Stand zum 30. Juni 2021 -4.386 -379 -980 -91 -5.836
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2021 1.303 1.862 - - 3.164
Stand zum 30. Juni 2021 1.303 1.779 38 7 3.127

31.12.2020

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in TEUR Geschäfts- oder Firmenwert Erworbene Verträge Projektrechte Sonstige Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand zum 1. Januar 2020 3.376 2.506 2.184 91 8.157
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 2.252 - - - 2.252
Abgänge durch Verkauf - - -483 - -483
Umgliederungen in die Sachanlagen - - -721 - -721
Abgänge aus sonstigen Konsolidierungskreisänderungen - -348 - - -348
Stand zum 31. Dezember 2020 5.627 2.158 980 91 8.856
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 1. Januar 2020 -2.073 -216 -238 -83 -2.609
Abschreibungen - -96 -18 -7 -121
Wertminderung -2.252 - -724 - -2.976
Abgänge aus sonstigen Konsolidierungskreisänderungen - 15 - - 15
Stand zum 31. Dezember 2020 -4.325 -297 -980 -91 -5.692
Buchwerte
Stand zum 1. Januar 2020 1.303 2.291 1.947 8 5.548
Stand zum 31. Dezember 2020 1.303 1.862 0 0 3.164

18. ANDERE FINANZANLAGEN

Die anderen Finanzanlagen in dieser Angabe stellen finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet werden, dar.

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Genossenschaftsanteile 57 57
Aktienbestand 900 1.510
Andere Finanzanlagen 957 1.567

Die anderen Finanzanlagen bestehen am Bilanzstichtag, wie bereits zum Jahresende 2020, hauptsächlich aus Anteilen an Fondsgesellschaften, die vom Konzern verwaltet werden i.H.v. EUR 0,8 Mio. Darüber hinaus verfügt der Konzern über ein Aktiendepot bestehend aus börsennotierten Aktien i.H.v. EUR 0,1 Mio. (zum Jahresende 2020 EUR 0,7 Mio.). Schließlich hat der Konzern wie im Vorjahr aus Genossenschaftsanteilen an Finanzinstituten, die der Konzern in Rahmen von Geschäftsverbindungen mit den jeweiligen Banken hält.

19. EIGENKAPITAL

Für eine Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

19.1. GEZEICHNETES KAPITAL UND KAPITALRÜCKLAGE

A. AUSGABE VON STAMMAKTIEN

Bis zum Bilanzstichtag am 30. Juni 2021 wurde eine Kapitalerhöhung durch Privatplatzierungen vorgenommen.

Am 13. Januar 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.928.345,00 durch Ausgabe von 1.928.345 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Gründungskapital der Gesellschaft von je EUR 1,00 zu erhöhen.

Die neuen Aktien wurden an einem Preis i.H.v. EUR 4,10 je Aktie emittiert. Die Barkapitalerhöhung wurde am 5. Februar 2021 in das Handelsregister eingetragen.

B. ENTWICKLUNG DER ANZAHL DER IM UMLAUF BEFINDLICHEN AKTIEN

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Tsd. Aktien
Im Umlauf befindliche Aktien zum 1. Januar 2020 61.356
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2020 6.136
Im Umlauf befindliche Aktien zum 31. Dezember 2020 67.492
Ausgabe von Stammaktien im Jahr 2021 1.928
Im Umlauf befindliche Aktien zum 30. Juni 2021 69.420
Davon durch den Konzern gehaltene eigene Aktien -

C. BEDINGTES KAPITAL 2016

Die ordentliche Hauptversammlung am 15. Juli 2016 hat die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals beschlossen. Das Grundkapital ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2016 um bis zu EUR 20.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 20.000.000,00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Aus dem bedingten Kapital 2016 wurde die Wandlung von 23.521 Stücke der Wandelschuldverschreibung 2016/​2017 in 23.521 neue auf den Inhaber lautende Aktien im Oktober 2017 bedient. Am 31. Dezember 2019 betrug somit das bedingte Kapital 2016 noch EUR 19.976.479,00.

Während des Berichtzeitraums gab es keine Veränderungen des bedingten Kapitals 2016.

D. GENEHMIGTES KAPITAL 2020

Die ordentliche Hauptversammlung vom 17. Juli 2020 hat den Vorstand der 7C Solarparken AG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 16. Juli 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu EUR 30.678.220,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Des Weiteren ist der Vorstand hierbei ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen. Der Beschluss wurde am 29. Juli 2020 in das Handelsregister eingetragen.

Die 7C Solarparken AG hat am 1. Oktober 2020 eine Kapitalerhöhung von EUR 61.356.441 auf bis zu EUR 64.256.441 durch Ausgabe von bis zu 2.900.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet. Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 3,54 je Aktie platziert. Dieser Beschluss wurde am 7. Oktober 2020 in das Handelsregister eingetragen.

Die 7C Solarparken AG hat am 2. Dezember 2020 eine Kapitalerhöhung von EUR 64.256.441 auf bis zu EUR 67.492.085 durch Ausgabe von bis zu 3.235.644 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet. Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 4,00 je Aktie platziert. Dieser Beschluss wurde am 7. Dezember 2020 in das Handelsregister eingetragen.

Am 13. Januar 2021 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.928.345,00 durch Ausgabe von 1.928.345 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Gründungskapital der Gesellschaft von je EUR 1,00 zu erhöhen.

Die neuen Aktien wurden an einem Preis i.H.v. EUR 4,10 je Aktie emittiert. Die Barkapitalerhöhung wurde am 5. Februar 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Nach den zwei im Rahmen des Genehmigten Kapital 2020 durchgeführten Kapitalerhöhungen beträgt somit das Genehmigte Kapital 2020 am Bilanzstichtag noch EUR 24.542.576,00.

Die Hauptversammlung vom 21. Juli 2021 hat das Genehmigte Kapital 2020 aufgehoben. Der Beschluss wurde am 2. August 2021 in das Handelsregister eingetragen.

E. GENEHMIGTES KAPITAL 2021

Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. Juli 2021 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 20. Juli 2026 Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu EUR 34.710.215,00, durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar und/​oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Der Beschluss wurde am 2. August 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Die 7C Solarparken AG hat am 16. August 2021 eine Kapitalerhöhung von EUR 69,420,430 auf bis zu EUR 76.362.473 durch Ausgabe von bis zu 6.942.043 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet.

Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 3,72 je Aktie platziert.

Dieser Beschluss wurde am 24. August 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Das Genehmigte Kapital 2021 beträgt noch EUR 27.768.172,00.

19.2. ART UND ZWECK DER RÜCKLAGEN

A. KAPITALRÜCKLAGE

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in TEUR 2021H1 2020
Stand zu Beginn des Jahres 58.157 41.600
Veränderung des Aufgeldes 5.978 17.073
Transaktionskosten direkt im Eigenkapital erfasst -63 -515
Stand zum Ende der Berichtsperiode 64.072 58.157

Die Kapitalrücklage des Konzerns entspricht nicht der Kapitalrücklage der Muttergesellschaft im Jahresabschluss nach HGB, da sich das Eigenkapital des Konzerns infolge des umgekehrten Unternehmenserwerbs aus dem Jahr 2014 gemäß den IFRS Standards nicht nach dem Eigenkapital der Muttergesellschaft im Jahresabschluss richtet.

Die Transaktionskosten i.H.v. TEUR 63 (2020H1: 515) wurden direkt im Eigenkapital erfasst. Ein latenter Steueraufwand wurde auf solchen Transaktionskosten nicht angesetzt.

B. GEWINNRÜCKLAGE

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in TEUR 2021H1 2020
Stand zu Beginn des Jahres 24.730 26.247
Gewinn 6.019 5.248
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 7 -16
Dividenden 0 -6.749
Stand zum Ende der Berichtsperiode 30.757 24.730

C. WÄHRUNGSUMRECHNUNGSRÜCKLAGE

Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben sowie dem wirksamen Teil von etwaigen Fremdwährungsdifferenzen aufgrund von Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Die Entwicklung dieses Kontos wird in der unterstehenden Tabelle dargestellt.

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in TEUR
Währungsumrechnungsrücklage zum 1. Januar 2020 -7
Sonstige Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2020 17
Währungsumrechnungsrücklage zum 31. Dezember 2020 10
Sonstige Ergebnis aus Währungsumrechnung im Jahr 2021 -2
Währungsumrechnungsrücklage zum 30. Juni 2021 8

D. SONSTIGES ERGEBNIS AUS HEDGING

Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften umfasst die kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumente bis zur späteren Erfassung der abgesicherten Zahlungsströme im sonstigen Ergebnis.

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in TEUR
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2020 -17
Marktveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im Jahr 2020 -15
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 1. Januar 2021 -32
Marktveränderungen der als Hedge accounting designierten Finanzinstrumente im Jahr 2021 35
Sonstiges Ergebnis aus Hedging zum 30. Juni 2021 3

20. KAPITALMANAGEMENT

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Der Vorstand strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Steigerung der Rendite, die mit einer höheren Fremdkapitalquote erzielt werden könnte und den Vorteilen einer stabilen Kapitalbasis an.

Der Konzern überwacht das Kapital mit Hilfe des Verhältnisses der bereinigten Nettoverschuldung zu bereinigtem Eigenkapital. Die bereinigte Nettoverschuldung umfasst neben prinzipiell zinstragenden Krediten und Anleihen ebenfalls Leasingverbindlichkeiten, abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Leasingverbindlichkeiten die mit Nutzungsrechten aus Gestattungsverträgen von Solar- und Windparks in Verbindung stehen. Das bereinigte Eigenkapital umfasst alle Bestandteile des Eigenkapitals, mit Ausnahme der Rücklage aus Sicherungsgeschäften.

Das Verhältnis der Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 30.06.21 31.12.20
Kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten 231.809 236.835
Kurzfristige und langfristige Leasingverbindlichkeiten 25.895 17.155
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* -56.228 -62.193
Abzüglich kurzfristige und langfristige Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 i.V.m. Nutzungsrechten aus Gestattungsverträgen von Solar- und Windparks -20.433 -17.141
Nettoverschuldung 181.043 174.656
Eigenkapital ohne Hedging Reserve 175.749 161.782
Bilanzsumme 478.365 458.525
Eigenkapitalquote (in %) 36,7 35,3

* davon TEUR 18.357 (2020: TEUR 17.882) mit eingeschränkter Verfügungsberechtigung.

21. FINANZVERBINDLICHKEITEN

21.1. KONDITIONEN- UND VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Langfristige Schulden
Gesicherte Bankdarlehen 166.669 171.039
Ungesicherte Anleihen 37.638 36.286
Zinsswaps, die für Sicherungsgeschäfte genutzt werden 167 148
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 24.584 15.949
Gesamt 229.057 223.421
Kurzfristige Schulden
Kurzfristig fälliger Teil gesicherter Bankdarlehen 27.336 29.363
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.311 1.206
Gesamt 28.647 30.569

21.2. GESICHERTE BANKDARLEHEN

Die ausstehenden Darlehen weisen folgende Konditionen auf:

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in TEUR Währung Zinssatz Fälligkeitsjahr
7C Solarparken NV A EUR 2,40% 2018-19
B EUR EURIBOR 3M + 1,75% 2017-27
7C Solarparken AG C EUR 1,75% 2017-28
D EUR 1,76% 2017-26
F EUR 1,51% 2017-31
G EUR 1,55% 2017-32
H EUR 2,10% 2017-32
I EUR 2,30% 2017-24
J EUR 1,68% 2019-36
M EUR 1,28% 2019-22
N EUR 1,13% 2019-37
Tannhäuser Solar UG EUR 1,90% 2017-34
Solardach Gutenberg GmbH & Co KG EUR 2,04% 2019-28
Sabrina Solar BV B EUR 1,69% 2017-29
Solar4Future Diest NV EUR 5,70% 2017-26
C EUR 1,75% 2017-26
D EUR 4,75% 2017-25
Solarpark Heretsried GmbH A EUR 2,00% 2017-24
B EUR 2,13% 2017-25
C EUR 3,49% 2017-25
D EUR 2,16% 2017-29
Solarpark Longuich GmbH EUR 2,13% 2017-25
Solarpark Oberhörbach GmbH EUR 2,13% 2017-25
Solarpark CBG GmbH EUR 1,75% 2017-25
Solarpark Neudorf GmbH B EUR EURIBOR 3M +1,6% 2017-24
C EUR 3,10% 2020-27
D EUR 1,95% 2017-27
E EUR 3,99% 2019-26
SonnenSolarPark GmbH EUR 2,90% 2017-24
EUR 6,00% 2017-25
Tulkas Solarpark Beteiligungs GmbH & Co KG A EUR 2,75% 2017-2027
B EUR 0,00% 2017-28
C EUR 3,95% 2017-30
E EUR 1,96% 2017-26
Solardach Wandersleben GmbH & Co KG A EUR 4,75% 2017-26
C EUR 2,53% 2018-25
Solardach LLG GmbH A EUR 1,65% 2017-32
B EUR 2,10% 2017-34
C EUR 2,30% 2018-2036
D EUR 1,80% 2019-2037
Solardach Stieten GmbH & Co. KG A EUR 4,75% 2017-26
B EUR 3,55% 2017-26
Solardach Steinburg GmbH EUR 1,45% 2017-35
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG A EUR 5,00% 2017-26
A EUR 2,70% 2017-30
B EUR 1,99% 2017-30
Lohengrin Solar UG A EUR 2,10% 2017-34
B EUR 1,83% 2019-36
Solarparken IPP GmbH A EUR 3,00% 2017-21
B EUR 2,60% 2017-28
Sonnendach K19 GmbH & Co KG A EUR 2,79% 2017-26
B EUR 1,74% 2017-26
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co KG EUR 4,40% 2017-26
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co KG A EUR 1,48% 2017-27
B EUR 4,80% 2017-27
C EUR 3,80% 2017-26
Säugling Solar GmbH & Co KG C EUR 1,99% 2019-26
Solarpark Taurus GmbH &Co KG EUR 3,80% 2017-29
Solarpark Bitterfeld II GmbH & Co. KG EUR 2,10% 2018-35
Sonnendach M55 GmbH & Co KG A EUR 3,49% 2017-25
C EUR 1,95% 2018-29
Solarpark Carport Wolnzach GmbH Co KG A EUR 3,30% 2017-29
B EUR 2,50% 2017-29
Solarpark Gemini GmbH & Co KG EUR 3,00% 2017-31
Sphinx Solar GmbH & Co KG EUR 2,40% 2017-25
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co KG A EUR 4,70% 2017-24
B EUR 3,50% 2017-27
Solarpark Zschornewitz GmbH & Co KG EUR 1,90% 2019-37
Solarpark Oberwesterwaldbahn GmbH & Co. KG EUR 1,15% 2020-38
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co KG A EUR 3,40% 2017-26
B EUR 4,60% 2017-25
C EUR 2,35% 2017-29
D EUR 0,00% 2017-2031
Solarpark Zerre IV GmbH & Co KG A EUR 3,40% 2017-26
B EUR 3,60% 2017-29
Vardar UG B EUR 2,37% 2017-25
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co KG EUR 3,60% 2017-30
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co KG A EUR 3,10% 2017-27
B EUR 3,18% 2017-27
Colexon 1. Solarprojectgesellschaft mbH & Co KG B EUR 2,30% 2017-24
Pinta Solarparks GmbH & Co KG A EUR 1,80% 2018-27
B EUR 1,40% 2020-37
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co KG0105 A EUR 4,50% 2018-28
B EUR 4,25% 2018-28
Solarpark Tangerhütte GmbH & Co KG A EUR 2,65% 2018-35
B EUR 3,15% 2018-36
Solarpark Brandholz GmbH & Co. KG EUR 1,85% 2019-34
Windpark Medard 2 GmbH & Co KG EUR 1,90% 2019-33
Windpark Stetten II GmbH & Co KG EUR 2,10% 2019-31
Renewagy 5. Solarparkgesellschaft mbH & Co KG B EUR 2,15% 2017-26
C EUR 1,79% 2017-25
Renewagy 11. Solarparkgesellschaft mbH & Co KG B EUR 2,20% 2017-26
Renewagy 21. Solarparkgesellschaft mbH A EUR 3,30% 2017-23
B EUR 2,30% 2017-25
Renewagy 22. Solarparkgesellschaft mbH A EUR 2,50% 2017-25
B EUR 1,35% 2017-34
Tristan Solar GmbH & Co KG EUR 2,16% 2018-29
Amatec PV 20 GmbH & Co KG A EUR 1,82% 2019-35
B EUR 1,78% 2019-36
C EUR 1,82% 2018-36
D EUR 1,78% 2019-36
E EUR 1,82% 2018-36
F EUR 1,78% 2019-36
G EUR 2,45% 2018-37
Solarpark Bernsdorf GmbH & Co KG EUR 1,95% 2018-36
Solardach Derching GmbH & Co KG EUR 2,13% 2018-29
Amatec PV 37 GmbH & Co KG EUR EURIBOR 3M +1,87% 2019-24
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co KG EUR 2,15% 2018-33
Solarpark Rötz GmbH & Co. KG A EUR 1,25% 2020-27
B EUR 1,40% 2020-27
C EUR 1,03% 2020-27
Trüstedt I Solar GmbH & Co. KG A EUR 2,80% 2018-31
B EUR 1,40% 2018-34
C EUR 2,80% 2018-31
D EUR 2,80% 2018-31
E EUR 1,40% 2018-34
F EUR 2,80% 2018-31
G EUR 1,40% 2018-34
H EUR 2,80% 2018-27
I EUR 2,00% 2018-31
J EUR 2,80% 2018-27
K EUR 2,80% 2018-27
L EUR 2,75% 2018-30
M EUR 2,00% 2018-31
N EUR 2,80% 2018-27
O EUR 2,80% 2018-31
P EUR 2,80% 2018-31
Q EUR 2,80% 2018-31
R EUR 3,70% 2017-27
Erste Solarpark Now gorod GmbH & Co. KG EUR 1,15% 2020-37
PV Görike GmbH & Co KG EUR 2,25% 2019-37
Solarpark Gorgast GmbH & Co KG A EUR 1,40% 2020-38
B EUR 1,40% 2020-38
PV Gumtow GmbH & Co. KG A EUR 1,03% 2020-39
B EUR 1,03% 2020-39
Photovoltaik-Park Dessau-Süd GmbH & Co KG EUR 3,25% 2021-33
7C Groeni BV A EUR 2,86% 2021-29
B EUR 2,91% 2021-30
C EUR 2,81% 2021-29
D EUR 2,23% 2021-27
Solar Park Blankenberg GmbH & Co. KG A EUR 4,60% 2019-28
B EUR 3,25% 2019-28
Solarpark Glasewitz GmbH & Co. KG EUR 3,25% 2019-28
Solarpark WO GmbH & Co. KG EUR 1,40% 2020-37
PWA Solarparks GmbH & Co. KG A EUR 1,25% 2020-21
B EUR 1,05% 2020-21
C EUR 1,18% 2021-37
REG PVA zwei GmbH & Co. KG A EUR 2,10% 2020-35
B EUR 2,10% 2020-37
C EUR 1,99% 2020-35
D EUR 2,10% 2020-37
E EUR 2,10% 2020-37
Solarpark Floating GmbH & Co. KG A EUR 1,50% 2020-39
B EUR 1,10% 2020-30
Solarpark Höttingen GmbH & Co. KG A EUR 1,34% 2021-40
B EUR 1,20% 2021-43
Solarpark Igling-Buchloe GmbH & Co. KG A EUR 5,50% 2020-23
Solarpark Neuhaus-Stetten GmbH & Co. KG A EUR 1,05% 2020-23
B EUR 1,25% 2020-25
C EUR 4,00% 2020-23
HCI Solarpark Oberostendorf GmbH & Co. KG EUR 3,85% 2020-27
HCI Solarpark Dettenhofen GmbH & Co. KG EUR 3,85% 2020-27
Kontokorrent EUR
GESAMT DARLEHEN

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30. Juni 2021 31. Dezember 2020
in TEUR Währung Nennbetrag Buchwert Nennbetrag Buchwert
--- --- --- --- --- --- ---
7C Solarparken NV A EUR 41 41 16 16
B EUR 1.048 1.117 1.135 1.216
7C Solarparken AG C EUR 2.938 2.808 3.134 2.987
D EUR 974 974 1.019 1.019
F EUR 971 971 1.011 1.011
G EUR 1.952 1.934 2.037 2.018
H EUR 430 426 448 444
I EUR 1.200 1.200 1.400 1.400
J EUR 7.749 7.709 8.213 8.171
M EUR 36 35 51 49
N EUR 431 431 431 431
Tannhäuser Solar UG EUR 504 504 523 523
Solardach Gutenberg GmbH & Co KG EUR 957 960 1.023 1.027
Sabrina Solar BV B EUR 450 450 477 477
Solar4Future Diest NV EUR 2.328 2.486 2.505 2.691
C EUR 2.300 2.295 2.525 2.519
D EUR 690 690 772 772
Solarpark Heretsried GmbH A EUR 2.022 1.998 2.311 2.279
B EUR 3.285 3.244 3.650 3.600
C EUR 1.903 1.954 2.138 2.202
D EUR 3.152 3.152 3.337 3.337
Solarpark Longuich GmbH EUR 3.420 3.378 3.800 3.748
Solarpark Oberhörbach GmbH EUR 2.318 2.280 2.575 2.530
Solarpark CBG GmbH EUR 2.043 2.018 2.258 2.228
Solarpark Neudorf GmbH B EUR 274 274 314 314
C EUR 339 339 362 362
D EUR 1.173 1.173 1.265 1.265
E EUR 456 482 495 527
SonnenSolarPark GmbH EUR 400 400 467 467
EUR 762 743 888 866
Tulkas Solarpark Beteiligungs GmbH & Co KG A EUR 319 317 344 341
B EUR 271 272 296 297
C EUR 56 58 59 62
E EUR 837 837 920 920
Solardach Wandersleben GmbH & Co KG A EUR 1.195 1.213 1.321 1.343
C EUR 42 42 47 47
Solardach LLG GmbH & Co KG A EUR 682 676 712 705
B EUR 887 878 920 911
C EUR 534 534 552 552
D EUR 380 380 392 392
Solardach Stieten GmbH & Co. KG A EUR 1.139 1.147 1.243 1.252
B EUR 507 523 553 573
Solardach Steinburg GmbH EUR 596 592 617 613
Solardach Neubukow GmbH & Co. KG A EUR 1.025 1.028 1.119 1.122
A EUR 2.248 2.335 2.369 2.471
B EUR 319 327 336 345
Lohengrin Solar UG A EUR 644 638 668 661
B EUR 551 545 569 562
Solarparken IPP GmbH A EUR 16 16 44 44
B EUR 17 18 19 19
Sonnendach K19 GmbH & Co KG A EUR 1.275 1.275 1.403 1.398
B EUR 421 421 463 463
Erste Solarpark Xanten GmbH & Co KG EUR 631 631 689 689
Erste Solarpark Wulfen GmbH & Co KG A EUR 423 423 458 458
B EUR 143 143 155 155
C EUR 146 146 158 158
Säugling Solar GmbH & Co KG C EUR 5.333 5.306 5.867 5.837
Solarpark Taurus GmbH &Co KG EUR 785 785 834 834
Solarpark Bitterfeld II GmbH & Co. KG EUR 2.457 2.447 2.542 2.531
Sonnendach M55 GmbH & Co KG A EUR 1.326 1.399 1.402 1.483
C EUR 1.398 1.384 1.480 1.465
Solarpark Carport Wolnzach GmbH Co KG A EUR 847 846 891 890
B EUR 732 707 775 747
Solarpark Gemini GmbH & Co KG EUR 3.521 3.448 3.690 3.610
Sphinx Solar GmbH & Co KG EUR 167 167 185 185
Solarpark Pflugdorf GmbH & Co KG A EUR 1.176 1.137 1.372 1.319
B EUR 4.121 4.156 4.422 4.464
Solarpark Zschornewitz GmbH & Co KG EUR 1.360 1.343 1.404 1.387
Solarpark Oberwesterwaldbahn GmbH & Co. KG EUR 5.028 5.009 5.176 5.156
Siebente Solarpark Zerre GmbH & Co KG A EUR 1.031 1.031 1.134 1.134
B EUR 14 14 16 16
C EUR 349 342 372 364
D EUR 265 207 270 209
Solarpark Zerre IV GmbH & Co KG A EUR 696 696 765 765
B EUR 224 224 252 252
Vardar UG B EUR 299 299 314 314
Erste Solarpark Sandersdorf GmbH & Co KG EUR 4.216 3.965 4.457 4.215
Dritte Solarpark Glauchau GmbH & Co KG A EUR 483 487 520 525
B EUR 1.354 1.365 1.458 1.471
Colexon 1. Solarprojectgesellschaft mbH & Co KG B EUR 802 802 940 940
Pinta Solarparks GmbH & Co KG A EUR 1.511 1.508 1.563 1.559
B EUR 471 471 486 486
Solarpark Meyenkrebs GmbH & Co KG0105 A EUR 284 311 299 330
B EUR 239 241 254 257
Solarpark Tangerhütte GmbH & Co KG A EUR 3.071 3.211 3.182 3.333
B EUR 502 544 519 564
Solarpark Brandholz GmbH & Co. KG EUR 1.151 1.139 1.194 1.181
Windpark Medard 2 GmbH & Co KG EUR 3.948 3.977 4.113 4.153
Windpark Stetten II GmbH & Co KG EUR 3.407 3.501 3.577 3.680
Renewagy 5. Solarparkgesellschaft mbH & Co KG B EUR 7.634 7.634 8.329 8.329
C EUR 7.769 7.693 8.632 8.547
Renewagy 11. Solarparkgesellschaft mbH & Co KG B EUR 1.958 1.944 2.137 2.121
Renewagy 21. Solarparkgesellschaft mbH A EUR 4.875 4.879 5.417 5.422
B EUR 41 41 45 45
Renewagy 22. Solarparkgesellschaft mbH A EUR 2.536 2.496 2.818 2.770
B EUR 546 546 566 566
Tristan Solar GmbH & Co KG EUR 2.571 2.571 2.699 2.699
Amatec PV 20 GmbH & Co KG A EUR 456 452 471 467
B EUR 744 741 768 765
C EUR 495 491 511 507
D EUR 372 370 384 382
E EUR 456 452 471 466
F EUR 372 370 384 382
G EUR 564 564 582 582
Solarpark Bernsdorf GmbH & Co KG EUR 606 606 623 623
Solardach Derching GmbH & Co KG EUR 1.604 1.614 1.700 1.711
Amatec PV 37 GmbH & Co KG EUR 431 454 492 523
Amatec PV Chemnitz GmbH & Co KG EUR 1.849 1.870 1.915 1.938
Solarpark Rötz GmbH & Co. KG A EUR 400 402 423 425
B EUR 401 408 423 431
C EUR 456 453 478 475
Trüstedt I Solar GmbH & Co. KG A EUR 881 916 927 966
B EUR 132 128 137 132
C EUR 427 444 449 468
D EUR 818 850 860 896
E EUR 132 128 137 132
F EUR 827 859 869 905
G EUR 132 128 137 132
H EUR 152 156 163 168
I EUR 172 173 180 181
J EUR 452 488 487 525
K EUR 424 436 457 470
L EUR 424 439 448 465
M EUR 34 35 36 36
N EUR 509 523 548 564
O EUR 431 448 454 472
P EUR 775 806 815 849
Q EUR 762 793 801 835
R EUR 1.421 1.421 1.531 1.531
Erste Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG EUR 458 458 460 460
PV Görike GmbH & Co KG EUR 2.733 2.880 2.818 2.974
Solarpark Gorgast GmbH & Co KG A EUR 240 238 246 244
B EUR 239 236 246 243
PV Gumtow GmbH & Co. KG A EUR 2.574 2.574 2.645 2.645
B EUR 499 499 513 513
Photovoltaik-Park Dessau-Süd GmbH & Co KG EUR 1.168 1.320 - -
7C Groeni BV A EUR 267 286 - -
B EUR 159 172 - -
C EUR 486 523 - -
D EUR 304 317 - -
Solar Park Blankenberg GmbH & Co. KG A EUR 237 259 254 280
B EUR 770 755 827 810
Solarpark Glasewitz GmbH & Co. KG EUR 1.262 1.367 1.349 1.468
Solarpark WO GmbH & Co. KG EUR 481 477 495 491
PWA Solarparks GmbH & Co. KG A EUR - - 1.208 1.188
B EUR - - 76 75
C EUR 1.225 1.225 - -
REG PVA zwei GmbH & Co. KG A EUR 1.633 1.701 1.689 1.762
B EUR 194 203 200 210
C EUR 641 663 663 686
D EUR 341 357 352 368
E EUR 484 505 499 522
Solarpark Floating GmbH & Co. KG A EUR 262 261 262 261
B EUR 240 235 240 234
Solarpark Höttingen GmbH & Co. KG A EUR 4.437 4.582 - -
B EUR 663 689 - -
Solarpark Igling-Buchloe GmbH & Co. KG A EUR 1.981 1.980 2.378 2.376
Solarpark Neuhaus-Stetten GmbH & Co. KG A EUR 291 291 349 369
B EUR 1.103 1.108 1.226 1.323
C EUR 684 684 821 821
HCI Solarpark Oberostendorf GmbH & Co. KG EUR 2.408 2.622 2.600 2.849
HCI Solarpark Dettenhofen GmbH & Co. KG EUR 3.258 3.560 3.509 3.857
Kontokorrent EUR - - 8 8
GESAMT DARLEHEN 192.179 193.596 198.365 199.645

Die Bankdarlehen sind mit den Photovoltaikanlagen, Grundstücken und Gebäuden (siehe Anhangsziffer 17) sowie mit heutigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Stromverkauf oder Mieteinzahlungen (siehe Anhangsziffer 14) branchenüblich besichert. Zudem wurden Sichteinlagen mit einem Buchwert von TEUR 17.429 (2020H1: TEUR 16.980) (siehe Anhangsziffer 15) für bestimmte Bankdarlehen verpfändet. Dies sind die Schuldendienstreservekonten bzw. Bausparkonten, auf die im Zuge von planmäßigen Kapitaldiensten zugegriffen werden kann.

21.3. LEASINGVERBINDLICHKEITEN

Die ausstehenden Leasingverbindlichkeiten weisen zum Bilanzstichtag folgende Konditionen aus:

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Leasingverbindlichkeiten in Verbindung mit 30.06.2021
in TEUR Währung Zinssatz* Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
--- --- --- --- --- ---
einem Grundstück EUR 2,0% 2032 10 8
Solarparks Belgien EUR 20292031 5.416 5.454
Gestattungsverträge i.V.m. Solarparks EUR 2,1% 2020-49 22.252 19.083
Gestattungsverträge i.V.m. Windparks EUR 1,8 % 2020-2043 1.280 1.132
Gestattungsverträge i.V.m. sonstigen Vermögenswerten EUR 2,2 % 2020-2027 274 217
Gesamt 29.232 25.894

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Leasingverbindlichkeiten in Verbindung mit 31.12.2020
in TEUR Währung Nennbetrag Buchwert
--- --- --- ---
einem Grundstück EUR 10 8
Solarparks Belgien EUR - -
Gestattungsverträge i.V.m. Solarparks EUR 18.402 15.690
Gestattungsverträge i.V.m. Windparks EUR 1.361 1.123
Gestattungsverträge i.V.m. sonstigen Vermögenswerten EUR 370 334
Gesamt 20.143 17.155

Infolge der im ersten Halbjahr 2021 durchgeführten Unternehmenserwerbe sind die vorgenannten Leasingverbindlichkeiten um EUR 8,7 Mio. angestiegen. Den größten Anteil hieran hat der im Zuge der Akquisition der belgischen 7C Groeni BV mit ING abgeschlossene Leasing-Vertrag (EUR 5.4 Mio.). Die Leasingverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Nutzungsverträgen sind um EUR 0,1 Mio. gesunken. Die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten im Berichtszeitraum betrug EUR 0,2 Mio. Gegenläufig hat sich die Tilgung dieser Leasingverbindlichkeiten mit EUR 1,2 Mio. ausgewirkt.

Es lagen zum Bilanzstichtag keine Verstöße gegen Leasingverbindlichkeiten vor. Bedingte Mietzahlungen gab es im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahrszeitraum nicht.

21.4. UNGESICHERTE ANLEIHEN

Im Februar 2018 hat die 7C Solarparken AG erstmalig ein Schuldscheindarlehen mit einem Nennbetrag i.H.v. EUR 25 Mio. zu einem überwiegend fixierten durchschnittlichen Zins von ca. 2,78 % am Kapitalmarkt begeben. Das Schuldscheindarlehen ist in drei Tranchen mit 5 beziehungsweise 7 Jahren Laufzeit unterteilt.

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in TEUR

Schuldschein A 2018
Nominalzinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Tranche A EURIBOR 3M + 2,00 % 2023 1.500 1.486
Tranche B 2,48 % 2023 13.500 13.423
Tranche C 3,29 % 2025 10.000 9.920
Gesamt 25.000 24.829

Im März 2020 hat die 7C Solarparken ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einem Nennbetrag i.H.v. EUR 11,5 Mio. zu einem fixierten Zins von ca. 1,80 % am Kapitalmarkt begeben. Das Schuldscheindarlehen hat eine Laufzeit vom 5 Jahren.

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in TEUR

Schuldschein B - 2020
Nominalzinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Tranche A 1,80 % 2025 11.500 11.454
Gesamt 11.500 11.454

Die Zinsen für Schuldschein A, Tranche B und C und für Schuldschein B sind einmal jährlich im Februar (Schuldschein A) und März (Schuldschein B) fällig. Die Zinsen für Tranche A werden halbjährlich den Schuldscheininvestoren entrichtet (im Februar und August).

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in TEUR

Projektanleihen
Nominalzinssatz Fälligkeitsjahr Nennbetrag Buchwert
Tranche A 4,50 %-5,00 % 31.12.2028 1.101 1.194
Tranche B 2,00 % 30.11.2025 78 84
Tranche C 2,00 % 31.12.2025 17 18
Tranche D 2,00 % 31.12.2025 57 59
Gesamt 1.192 1.355

Mit der Erwerb der 7C Groeni BV wurden Projektanleihen übernommen. Die Projektanleihen dienen zum Finanzierung der Eigenmittel des Projekts.

22. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 30.06.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.857 5.395
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - 110
Sonstige Verbindlichkeiten 2.223 1.986
Gesamt 7.843 7.728

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende der Berichtsperiode EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). Der Anstieg von rund EUR 0,5 Mio. hängt im Wesentlichen mit der Akquisition neuer Projekte sowie der Übernahme der 7C Solarparken Belgium zusammen (ca. EUR 0,9 Mio.). Demgegenüber hat der Zahlungsausgleich i. V. m. dem Bau von Solaranlagen die Verbindlichkeiten um um rund EUR 0,5 Mio. gesenkt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Personalverbindlichkeiten (EUR 0,2 Mio.) sowie Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer (EUR 0,6 Mio.) und bedingten Gegenleistungen aus bedingten Kaufpreisen aus Konsolidierungskreisänderungen sowie aus Unternehmenserwerben aus dem Vorjahr (EUR 0,8 Mio.).

23. LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

30.06.2021

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Rückbauverpfl. Gewährleistung Drohverluste Einzelrisiken
Stand zum 1. Januar 2021 14.003 1.578 8 1.020
Zugang durch Konsolidierungskreisänderungen 1.079 - - -
Erhöhung der Rückstellungen 957 - - -
In Anspruch genommene Rückstellungen - -13 - -13
Auflösung von Rückstellungen - -200 - -
Aufzinsung bzw. Abzinsung 307 7 - 4
Stand zum 30. Juni 2021 16.345 1.372 8 1.011

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Gestattungsverträge Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Januar 2021 499 63 17.170
Zugang durch Konsolidierungskreisänderungen - - 1.079
Erhöhung der Rückstellungen 18 - 975
In Anspruch genommene Rückstellungen -42 - -67
Auflösung von Rückstellungen - - -200
Aufzinsung bzw. Abzinsung - - 319
Stand zum 30. Juni 2021 476 63 19.275

31.12.2020

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Rückbauverpfl. Gewährleistung Drohverluste Einzelrisiken
Stand zum 1. Januar 2020 10.519 1.410 8 733
Zugang durch Konsolidierungskreisänderungen 2.064 - - 187
Abnahme ingefolge Entkonsolidierung -94 - - -
Erhöhung der Rückstellungen 1.018 458 - 98
In Anspruch genommene Rückstellungen - -41 - -
Auflösung von Rückstellungen - -257 - -
Aufzinsung bzw. Abzinsung 497 9 - 2
Stand zum 31. Dezember 2020 14.003 1.578 8 1.020

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Gestattungsverträge Sonstige Gesamt
Stand zum 1. Januar 2020 499 62 13.230
Zugang durch Konsolidierungskreisänderungen - - 2.251
Abnahme ingefolge Entkonsolidierung - - -94
Erhöhung der Rückstellungen - - 1.575
In Anspruch genommene Rückstellungen - - -41
Auflösung von Rückstellungen - - -257
Aufzinsung bzw. Abzinsung - - 507
Stand zum 31. Dezember 2020 499 62 17.170

A. RÜCKBAUVERPFLICHTUNGEN

Die Rückbauverpflichtungen betreffen die Kosten, die nach Betriebsende einer Solar- und Windanlage, d.h. nach 20 bis 30 Jahren entstehen, wenn diese zurückgebaut wird. Die Rückbaukosten werden vom Konzern geschätzt. Es wird dabei ein vom Markt abgeleiteter Preis je kWp zum Rückbau angenommen, der mit einer geschätzten Preissteigerungsrate bis zum Zeitpunkt des Rückbaus aufgezinst wird. Dieser Betrag wird zum diskontierten Wert in einer Summe angesetzt und jedes Jahr aufgezinst.

B. GEWÄHRLEISTUNGEN

Die Rückstellung für Gewährleistungen bezieht sich hauptsächlich auf Anlagen, die in der Vergangenheit von der COLEXON gebaut wurden und für die es Gewährleistungsrisiken gibt. Die Risiken in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit als auch auf den Umfang wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation geschätzt und seit dem Erstansatz kontinuierlich überprüft. Für alle angesetzten Rückstellungen sind Beweissicherungsverfahren bzw. Rechtstreite eingeleitet. Die erste Instanz einzelner Rechtstreiten wurde bereits vollendet und der Konzern bzw. der Altkunde hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Inanspruchnahmen dieser Garantien bzw. Urteile in erster oder zweiter Instanz werden nach größter Wahrscheinlichkeit in einem Zeitraum zwischen ein und zwei Jahren stattfinden. Die Schätzungen der Höhe und des Umfangs der Inanspruchnahme beruhen auf langjähriger Erfahrung mit Altkunden der COLEXON, die jedoch einer gewissen Unsicherheit unterliegen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist eher als hoch einzuschätzen.

C. DROHVERLUSTE

Der Konzern verfügte im Vorjahr über Mietverträge, für die keine normalen Marktbedingungen gelten, da die Mietzahlungen oberhalb des Werts der erhaltenden Gegenleistung liegen. Für diese Mietverträge wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation eines Unternehmenserwerbs Drohverlustrückstellungen gebildet. Die Verträge wurden im Vorjahr vollumfänglich aufgelöst. Die verbliebene Drohverlustrückstellung bezieht sich auf einen Dienstleistungsvertrag, der im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurde, woraus der Konzern jedoch keine wesentliche Gegenleistung bezieht. Demzufolge wurde bezüglich diesem Vertrag eine Drohverlustrückstellung gebildet, die im Berichtszeitraum weitergeführt wurde.

D. EINZELRISIKEN

Die Einzelrisiken bestehen aus übernommenen Eventualverbindlichkeiten (welche gemäß IFRS 3 im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt wurden und nun fortgeführt werden), die sich aus Prozessrisiken ergeben, die mit den von der COLEXON gebauten Anlagen zusammenhängen. Der Zeitpunkt der Erfüllung wird nach Schätzung des Konzerns innerhalb von zwei bis drei Jahren sein. Der Umfang und Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist als sehr hoch einzustufen, obwohl der Ausgang der Verfahren zum Bilanzstichtag äußerst schwer einzuschätzen ist. In einzelnen Fällen sind Rückgriffsmöglichkeiten auf (Alt-)Subunternehmer möglich. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen abhängig von den Verfahrensausgängen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher deutlich niedriger oder signifikant höher ausfallen.

Außerdem ergeben sich Einzelrisiken aus Rückkaufverpflichtungen einzelner Anlagen, die ebenfalls von COLEXON gebaut wurden. Die Rückkaufverpflichtungen können erst in 12 Jahren Auswirkungen zeigen. Die Einzelrisiken werden wie Rückstellungen dargestellt, da sie im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 berücksichtigt wurden.

Schließlich ergibt sich ein Einzelrisiko aus einem Rechtstreit, der sich im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Enervest Belgium BV ergeben hat. Der Umfang und Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme war am Erwerbsstichtag, wie auch am Bilanzstichtag, schwer einzuschätzen, da der Ausgang des Verfahrens äußerst ungewiss ist. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen abhängig von den Verfahrensausgängen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher deutlich niedriger oder signifikant höher ausfallen.

E. GESTATTUNGSVERTRÄGE

Der Konzern hat im Rahmen eines Unternehmenserwerb im Jahr 2017 die Verpflichtung übernommen, die Dächer, worauf der Konzern eigene Solardachanlagen betreibt, instand zu halten. Der Konzern hat im Geschäftsjahr festgestellt, dass es bei der Instandhaltung der Dächer im Vorerwerbszeitraum zu Reparaturrückständen gekommen ist. Im Geschäftsjahr wurde der Konzern weiterhin von der Vertragspartei aufgefordert die Instandhaltungsrückstände vorzunehmen. Der Konzern befindet sich derzeit mit der Vertragspartei in Verhandlungen, ob sowie in welchem Zeitraum und in welchem Umfang noch genauer zu definierende Instandhaltungsmaßnahmen vorzunehmen sind. Der Konzern stuft jedoch den Mittabfluss als wahrscheinlich ein und hat entsprechend einer Rückstellung dafür gebildet. Bezüglich der Höhe der Inanspruchnahme bestehen jedoch abhängig von den Verhandlungen mit der Vertragspartei naturgemäß erhebliche Unsicherheiten. Die Ressourcenabflüsse können daher niedriger oder höher ausfallen.

24. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

A. VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst:

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in TEUR 2021H1 2020H1
Kurzfristig fällige Leistungen 187 185
Gesamt 187 185

Die Vergütung für die bestehenden Mitglieder des Managements betrug für das erste Halbjahr 2021 TEUR 187 (2020H1: TEUR 185) für seine Funktionen im Konzern (mittelbar und unmittelbar).

B. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Die Vorstandsmitglieder verfügen über 2,8 % der Stimmrechtsanteile des Unternehmens am Tag der Veröffentlichung.

Der zusammengefasste Wert der Geschäftsvorfälle und der ausstehenden Salden in Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben, waren wie folgt:

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in TEUR Werte der Geschäftsvorfälle Salden ausstehend zum 30. Juni
Geschäftsvorfall 2021H1 2020H1 2021H1 2020H1
--- --- --- --- ---
Fremdleistung * 30 33 - -

* Der Konzern erbringt Buchführungsdienstleistungen für eine Gesellschaft eines Vorstands des Konzerns. Die Dienstleistungen werden zu Marktwerten abgegolten.

C. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS

Es gab weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Geschäftsvorfälle oder ausstehende Salden aus solchen Geschäftsvorfällen im Zusammenhang mit Mitgliedern des Aufsichtsrats und Unternehmen, über die sie die Beherrschung oder maßgeblichen Einflüsse haben.

D. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT UNTERNEHMEN, DIE NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTET WERDEN

Es gab zum Bilanzstichtag zwei Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden: die Erste Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG sowie die Zweite Solarpark Nowgorod GmbH & Co. KG. Es betrifft Vorratsgesellschaften, für die Investitionen in Solaranlagen im Geschäftsjahr 2020 realisiert werden. Die Konzerngesellschaft, Sonnendach K19 Haftungs GmbH ist die geschäftsführende Gesellschafterin in den Vorratsgesellschaften und hat dafür in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Vergütung von unwesentlicher Bedeutung (< TEUR 1) erhalten.

E. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT SONSTIGEN NAHESTEHENDEN PERSONEN

Im Berichtszeitraum gab es keine Geschäftsvorfälle mit sonstigen nahestehenden Personen.

25. EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

A. ERHÖHUNG DER PV-ERZEUGUNGSKAPAZITÄT IN BELGIEN

Ende Juli hat das Unternehmen in Flandern (Belgien) zwei Neubauprojekte vor dem Auslaufen der Förderung der Grünen Stromzertifikate abgeschlossen. Beide Projekte waren Teil der Pipeline der ehemaligen Enervest Belgium, nunmehr firmierend als "7C Solarparken Belgium". Der Konzern hat in der Provinz Limburg auf dem Gelände von einem Industrieunternehmen eine 1,2 MWp-Dachanlage in Betrieb genommen, die den produzierten Strom vor Ort für ihre industrielle Verarbeitung nutzen wird. Zusätzlich zum Stromverkauf profitiert der Konzern von Grünen Stromzertifikaten in Höhe von EUR 24/​MWh. Das Projekt ist mit Longi Modulen und Huawei Wechselrichtern ausgestattet und wurde von ExtraPower BV errichtet. Auf dem Dach einer Antwerpener Großbäckerei befindet sich ein zweites Projekt mit 0,2 MWp, das mit den gleichen Komponenten errichtet wurde. Aufgrund der geringeren Projektgröße (<250 kWp) betragen die Grünen Stromzertifikate hier EUR 43/​MWh.

B. ERFOLGREICHE TEILNAHME AN ERSTER AUSSCHREIBUNG IN FLANDERN/​BELGIEN

Ebenfalls Ende Juli hat die 7C Solarparken NV in der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaikanlagen in Flandern (Belgien) verschiedene Zuschläge für Dachprojekten erhalten. Der Konzern erwartet vier Projekte mit zusammen rund 4 MWp Nennleistung, die den Zuschlag erhielten, im Laufe des kommenden Jahres umzusetzen. Dies entspricht 12 % des ausgeschriebenen Gesamtvolumens von 33 MWp. Diese Gewinnerprojekte erhalten wirtschaftlich einen Investitionszuschuss von durchschnittlich EUR 7/​MWh über eine Laufzeit von 20 Jahren. Das erwartete Gesamtfördervolumen für diese Projekte von 7C Solarparken liegt damit bei rund EUR 0,6 Mio.

C. KAPITALERHÖHUNG 2021

Die 7C Solarparken AG hat am 16. August 2021 eine Kapitalerhöhung von EUR 69,420,430 auf bis zu EUR 76.362.473 durch Ausgabe von bis zu 6.942.043 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erfolgreich beendet. Die neuen Aktien wurden im Wege einer Privatplatzierung ausschließlich bei institutionellen Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland zu dem vom Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegten Platzierungspreis von EUR 3,72 je Aktie platziert. Dieser Beschluss wurde am 24. August 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Nach dieser im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung beträgt das Genehmigte Kapital 2021 am Tag der Veröffentlichung noch EUR 27.768.172,00.

D. ZUWACHS DES IPP-PORTFOLIOS UM WEITERE 12 MWP

Anfang September hat 7C Solarparken die Projektrechte für drei deutsche Freiflächenanlagen mit 12 MWp an verschiedenen Standorten in Sachsen-Anhalt und Thüringen, die zwischen 2015-2020 mit einem Durchschnittstarif von EUR 64/​MWh in Betrieb genommen wurden, gesichert. Zusätzlich zu den Solarparks hat der Konzern ca. 15,7 ha Land erworben, auf dem sich zwei der Solarparks befinden. Es wird erwartet, dass die Parks EUR 0,8 Mio. zu den jährlichen Umsatzerlösen beitragen. Sie wurden mit Projektkrediten i.H.v. EUR 8,5 Mio. langfristig finanziert.

Die Kapazität des konsolidierten IPP Portfolios stieg damit auf 315 MWp und übertraf damit bereits das für 2021 gesetzte Ziel von 295 MWp. In Verbindung mit der Durchführung der jüngsten Kapitalerhöhung hat sich 7C Solarparken dazu verpflichtet, das Ziel von 400 MWp für das gesamte IPP-Portfolio statt 2023 bereits Ende 2022 und damit ein Jahr früher als ursprünglich geplant zu erreichen.

26. ABKÜRZUNGS- UND BEGRIFFSVERZEICHNIS

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EPC Steht für Engineering, Procurement and Construction und betrifft den Vertragsgegenstand eines Kauf- oder Werkvertrages, der Design, Komponentenbeschaffung und den Bau einer PV-Anlage zum Vertragsgegenstand hat.
B&W Betrieb und Wartung, auch Operation & Maintenance (O&M) genannt
COLEXON Der börsennotierte Konzern oder die Gesellschaft, bevor er/​sie am 9. September 2014 übernommen wurde.
Einspeisevergütung Die Vergütung, die für den ins Netz eingespeisten Strom bezahlt wird
Direktvermarktung Stromverkauf an der EEX-Börse
EEG Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz) in der jeweils anzuwendenden Fassung z.B. EEG 2017.
GW Gigawatt
GWp Gigawatt Peak
Mitglied des Managements Die Vorstandsmitglieder selbst, sowie auch die Gesellschaften, die von den Vorstandsmitgliedern beherrscht werden und die im Management tätig sind.
MWp Megawatt Peak
kWp Kilowatt Peak
AktG Aktiengesetz
HGB Handelsgesetzbuch
IFRS International Financial Reporting Standards
PV-Anlage Photovoltaik-Anlage
PV Estate Erwerb von Immobilienobjekten, die (teilweise) für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden.

27. ORGANE DER GESELLSCHAFT

A. MITGLIEDER DES VORSTANDS

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Steven De Proost
CEO Seit 01.06.2014
Wohnort Betekom, Belgien
Ausbildung Wirtschaftsingenieur

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Koen Boriau
CFO Seit 28.05.2014
Wohnort Antwerpen, Belgien
Ausbildung Master Wirtschaftswissenschaften

B. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

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Joris De Meester
Mitglied Seit 15. Februar 2013
Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Stellvertretender Vorsitzender Bis 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer OakInvest BV, Antwerpen, Belgien

Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:

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Verwalter, HeatConvert U.A., Goor, Niederlande
Verwalter, PE Event Logistics Invest NV, Leuven, Belgien
Verwalter, Family Backed Real Estate NV, Antwerpen, Belgien
Verwalter, Sebiog-Invest BV, Brecht, Antwerpen, Belgien
Verwalter, JPJ Invest NV, Sint-Martens-Latem, Belgien
Verwalter, NPG Bocholt NV, Bocholt, Belgien
Verwalter, Biopower Tongeren NV, Tongeren, Belgien

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Bridget Woods
Mitglied Seit 17. Dezember 2015
Stellvertretender Vorsitzender Seit 15. Juli 2016
Berufliche Tätigkeit Unternehmensberaterin

Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:

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Verwalterin, Quintel Advisory Services Ltd., London, Großbritannien
Verwalterin, lagree Ltd., Giv'atayim, Israel
Verwalterin, Roby Al Ltd., Leeds, Großbritannien
Verwalterin, One Eco Limited- Canterbury, Großbritannien

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Paul Decraemer
Mitglied Seit 14. Juli 2017
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer Paul Decraemer BV, Lochristi, Belgien

CFO Inbiose NV, Zwijnaarde, Belgien

Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:

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Verwalter, Seelution AB, Göteborg, Schweden
Verwalter, Capricorn Cleantech Fund NV, Leuven, Belgium
Verwalter, ABO-Group Environment NV, Gent, Belgien

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Paul De fauw
Mitglied Seit 17. Juli 2020
Berufliche Tätigkeit Geschäftsführer Defada BV, Brügge, Belgien

CEO Vlaamse Energieholding BV, Torhout, Belgien

Aufsichtsratsmandate und Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien nach § 285 Nr. 10 HGB:

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Vorsitzender des Verwaltungsrats, Luminus NV, Brüssel/​Belgien
Verwalter, Northwind NV, Brüssel, Belgien
Verwalter, Publipart NV, Brüssel, Belgien
Verwalter, Publi-T NV, Brüssel, Belgien
Verwalter, V.L.E.E.M.O. NV, Antwerpen, Belgien
Verwalter, V.L.E.E.M.O. II NV, Antwerpen, Belgien
Verwalter, V.L.E.E.M.O. III NV, Antwerpen, Belgien

Bayreuth, den 28. September 2021

Steven De Proost

Vorstandsvorsitzender (CEO)

Koen Boriau

Finanzvorstand (CFO)

WEITERE INFORMATIONEN

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Bericht zum 30. Juni 2021 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bzw. des Konzerns vermittelt und dass im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses, und die Lage der Gesellschaft bzw. des Konzerns, so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft bzw. des Konzerns beschrieben sind."

Bayreuth, den 28. September 2021

Steven De Proost

Vorstandsvorsitzender (CEO)

Koen Boriau

Finanzvorstand (CFO)

DISCLAIMER

Der vorliegende Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf der Überzeugung des Vorstands der 7C Solarparken AG beruhen und dessen aktuelle Annahmen und Schätzungen widerspiegeln. Diese zukunftsbezogenen Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Viele derzeit nicht vorhersehbare Fakten könnten bewirken, dass die tatsächlichen Leistungen und Ergebnisse der 7C Solarparken AG bzw. des Konzerns anders ausfallen. Unter anderem können das sein: die Nichtakzeptanz neu eingeführter Produkte oder Dienstleistungen, Veränderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftssituation, das Verfehlen von Effizienz- oder Kostenreduzierungszielen oder Änderungen der Geschäftsstrategie. Der Vorstand ist der festen Überzeugung, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen stichhaltig und realistisch sind. Sollten jedoch vorgenannte oder andere unvorhergesehene Risiken eintreten, kann die 7C Solarparken AG nicht dafür garantieren, dass die geäußerten Erwartungen sich als richtig erweisen.

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