Annual / Quarterly Financial Statement • Jun 10, 2010
Annual / Quarterly Financial Statement
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AKTIVA
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| Stand 31.12.2009 | Stand 31.12.2008 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Software | 12.006,00 | 20.992,00 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.657.124,00 | 2.832.132,00 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 241.156,00 | 450.051,00 | |
| 2.898.280,00 | 3.282.183,00 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 562.253.251,06 | 591.093.510,24 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 189.605.504,90 | 177.096.166,57 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 2.158.579,88 | 1.408.579,88 | |
| 754.017.335,84 | 769.598.256,69 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 123.401.175,22 | 148.369.044,99 | |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 13.901.625,18 | 9.131.191,78 | |
| — davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 659.245,73 im Vorjahr: € 609.450,34 | |||
| 137.302.800,40 | 157.500.236,77 | ||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 19.219.018,70 | 23.098.683,51 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 105.830,00 | 151.930,00 | |
| 913.555.270,94 | 953.652.281,97 | ||
| PASSIVA | |||
| Stand 31.12.2009 | Stand 31.12.2008 | ||
| € | € | € | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 47.762.086,00 | 47.762.086,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 125.168.108,86 | 125.168.108,86 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.022.583,76 | 1.022.583,76 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 300.500.000,00 | 302.000.000,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | |||
| 1. Gewinnvortrag | 1.052.318,57 | 601.350,22 | |
| 2. Jahresfehlbetrag/-überschuss | -7.557.809,15 | 30.146.994,75 | |
| 3. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 16.500.000,00 | 0,00 | |
| 484.447.288,04 | 506.701.123,59 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 579.000,00 | 517.000,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 138.000,00 | 503.000,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 3.867.000,00 | 3.602.000,00 | |
| 4.584.000,00 | 4.622.000,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 389.121.027,35 | 402.363.836,41 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 355.814,37 | 287.648,31 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 1.221.826,73 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 35.047.141,18 | 38.455.846,93 | |
| — davon aus Steuern: € 128.684,20 im Vorjahr: € 261.221,64 | |||
| 424.523.982,90 | 442.329.158,38 | ||
| 913.555.270,94 | 953.652.281,97 |
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.443.197,58 | 6.064.050,25 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 2.189.325,66 | 3.301.661,61 | ||
| 5.632.523,24 | 9.365.711,86 | |||
| 3. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 2.663.902,10 | 2.749.120,59 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 256.763,36 | 2.920.665,46 | 243.507,64 | 2.992.628,23 |
| — davon für Altersversorgung: € 96.025,83 im Vorjahr: € 92.068,32 | ||||
| 4. Abschreibungen | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 325.682,62 | 412.107,87 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.891.766,07 | 7.773.568,09 | ||
| 6. Erträge aus Beteiligungen | 33.689.846,31 | 51.549.466,54 | ||
| — davon aus verbundenen Unternehmen: € 33.689.846,31 im Vorjahr: € 51.549.466,54 | ||||
| 7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 30.789.549,65 | 35.012.837,11 | ||
| — davon aus verbundenen Unternehmen: € 30.716.109,71 im Vorjahr: € 34.951.908,80 | ||||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.357.497,97 | 6.378.021,27 | ||
| — davon aus verbundenen Unternehmen: € 5.747.398,38 im Vorjahr: € 4.081.255,20 | ||||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 40.701.013,93 | 29.295.000,00 | ||
| 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 9.314.490,34 | 1.300.919,72 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 24.894.443,75 | -4.073.054,09 | 24.986.422,97 | 37.357.982,23 |
| — davon an verbundene Unternehmen: € 247.750,36 im Vorjahr: € 352.942,93 | ||||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -7.578.645,00 | 35.545.389,90 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -20.835,85 | 5.398.395,15 | ||
| 14. Jahresfehlbetrag/-überschuss | -7.557.809,15 | 30.146.994,75 | ||
| 15. Gewinnvortrag | 1.052.318,57 | 601.350,22 | ||
| 16. Entnahme aus Gewinnrücklagen | 16.500.000,00 | 0,00 | ||
| 17. Bilanzverlust/-gewinn | 9.994.509,42 | 30.748.344,97 |
Der Jahresabschluss entspricht den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256 HGB und der §§ 264 bis 288 HGB in Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den rechtsformspezifischen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzes (§ 150 ff AktG).
Die Bewertungswahlrechte wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit erforderlich erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Die Herstellungskosten beinhalten die nach steuerlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Beträge.
Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab.
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden ausschließlich linear abgeschrieben.
Die Abschreibungen erfolgen jeweils nach den steuerlich zulässigen Höchstsätzen unter Berücksichtigung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- und Herstellungskosten € 150,00 aber nicht € 1.000,00 übersteigen, ist im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten einschließlich der angefallenen Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Abschreibungen erfolgen nach § 253 Abs. 2 Satz 3 i.V.m. § 279 Abs. 1 HGB, soweit am Abschlussstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung entfallen sind.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte zum vollen Teilwert gemäß § 6 a EStG mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % unter Anwendung der „Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck.
Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.
Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag bilanziert. Die Differenz (Disagio) zwischen Rückzahlungs- und Verfügungsbetrag wird aktiv abgegrenzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Stichtagskurs des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit abweichende Kurse am Bilanzstichtag zu Verlusten führen, werden diese berücksichtigt.
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB.
Das Unternehmen hat aufgrund bestehender Grundgeschäfte Risiken aus der Änderung von Zinssätzen und Währungskursen. Diese Risiken werden durch derivative Finanzgeschäfte abgesichert, die mit den jeweiligen Grundgeschäften Bewertungseinheiten bilden.
Zum 31. Dezember 2009 wiesen diese zinsbezogenen Geschäfte (Zinsswaps) bei einem Nominalvolumen von 176,7 Mio. € insgesamt einen negativen Marktwert von 9,0 Mio. € und währungsbezogene Geschäfte (Devisentermingeschäfte) bei einem Volumen von 10,0 Mio. CHF einen positiven Zeitwert von 94 T€ auf. Die Zeitwerte der derivativen Finanzgeschäfte wurden anhand der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt und mit vorhandenen Marktinformationen verprobt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist.
1. Finanzanlagen
Bei den Zugängen der Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um nachträgliche Anschaffungskosten durch Kapitalmaßnahmen bei bereits bestehenden Beteiligungen. Zu den Abschreibungen wird auf die Anmerkung zur Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB enthält die Anteilsbesitzliste, die dem Anhang in einer Anlage 2 beigefügt ist.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen beinhalten langfristige Darlehen sowie partiarische Darlehen an Beteiligungsgesellschaften.
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Es handelt sich um laufende Verrechnungskonten, denen die Bewegungen aus dem Finanzverkehr gutgeschrieben und belastet werden. Die Gutschriften der Gewinnansprüche aus dem Anteilsbesitz erfolgen ebenfalls über diese Konten.
3. Sonstige Vermögensgegenstände
Die Sonstigen Vermögensgegenstände im Jahresabschluss enthalten antizipative Beträge in Höhe von € 585.704,66.
4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Jahresabschluss enthält ein Konto in Höhe von € 214.786,10 mit eingeschränkter Verfügungsmacht.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Jahresabschluss € 22.830,00 Disagiobeträge enthalten.
6. Eigenkapital
Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag € 47.762.086,00.
Die Zusammensetzung der Kapitalrücklage stellt sich danach wie folgt dar:
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| € | |
|---|---|
| Beträge i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB: | 107.272.893,02 |
| Beträge i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB: | 17.895.215,84 |
| Zusammen: | 125.168.108,86 |
Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
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| € | |
|---|---|
| Stand am 01. Januar 2009: | 302.000.000,00 |
| zuzügl. Einstellung aus dem Bilanzgewinn gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2009: | 15.000.000,00 |
| abzügl. Entnahme gemäß Beschluss des Vorstandes vom 12. April 2010 | 16.500.000,00 |
| Stand 31. Dezember 2009: | 300.500.000,00 |
7. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von € 138.000,00, die aus zeitlichen Unterschieden im Zusammenhang mit den Ausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften stehen.
8. Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen enthalten wesentliche Beträge für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für Altersteilzeit, für Urlaubsentgelte, für die Kosten der Hauptversammlung und Veröffentlichung, sowie für Steuerrisiken aus laufender Betriebsprüfung.
9. Verbindlichkeiten
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| INDUS Holding Aktiengesellschaft | 31.12.2009 € |
Restlaufzeit bis 1 Jahr € |
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren € |
Restlaufzeit über 5 Jahre € |
31.12.2008 € |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 389.121.027,35 | 85.341.489,04 | 243.694.243,30 | 60.085.295,01 | 402.363.836,41 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 355.814,37 | 355.814,37 | 0,00 | 0,00 | 287.648,31 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.221.826,73 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 35.047.141,18 | 11.547.141,18 | 23.500.000,00 | 0,00 | 38.455.846,93 |
| Verbindlichkeiten gesamt | 424.523.982,90 | 97.244.444,59 | 267.194.243,30 | 60.085.295,01 | 442.329.158,38 |
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 21.474,55 enthalten.
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse der INDUS Holding Aktiengesellschaft beinhalten Honorare für die erbrachten Beratungsleistungen gegenüber den Tochterunternehmen.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge, die sich im Berichtsjahr auf T€ 2.189 (im Vorjahr T€ 3.302) belaufen, betreffen im Wesentlichen Erträge aus Belastungen an Tochterunternehmen und Kursdifferenzen.
3. Erträge aus Beteiligungen
Hier werden die der INDUS Holding Aktiengesellschaft direkt zufließenden Erträge aus den Personengesellschaften und die Dividendenansprüche gegenüber den Kapitalgesellschaften einschließlich der darauf entfallenden anrechenbaren Steuerbeträge ausgewiesen.
4. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten ergebnisabhängige Zinserträge aus partiarischen Darlehen in Höhe von T€ 22.874 (im Vorjahr T€ 29.316).
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen der Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung betragen T€ 40.701 (im Vorjahr T€ 29.295).
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsaufwendungen für mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten.
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Erträge in Höhe von T€ 66.
1. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
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| INDUS Holding AG | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | 4 | 4 |
| Angestellte | 13 | 14 |
| Zusammen: | 17 | 18 |
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft haftet im Zusammenhang mit einer Avalkreditzusage an verbundene Unternehmen für Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Mängelgewährleistungsbürgschaften gegenüber einem Kreditversicherer als Gesamtschuldnerin. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von € 7.730.421,00.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bei der INDUS Holding Aktiengesellschaft:
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| • aus Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt | € 16.268,00 |
| • sowie aus Erbbaurechten. Die wertgesicherte Erbbauzinsverpflichtung beträgt bis zum 31. Dezember 2053 jährlich: | € 109.939,80 |
aus Erbbaurechten. Die wertgesicherte Erbbauzinsverpflichtung beträgt bis zum 31. Dezember 2053 jährlich € 105.306,36.
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat die vertragliche Verpflichtung übernommen, auf Verlangen der Verkäufer die restlichen Anteile an der Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG und der OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG zu erwerben. Der Gesamtbetrag der hieraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 16.461.
3. Beteiligungen der INDUS Holding Aktiengesellschaft
Die Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes zeigt die als Anlage 2 dem Anhang beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes. Die Aufstellung ist Bestandteil des Anhangs.
In der Aufstellung des Anteilsbesitzes sind ebenfalls diejenigen Beteiligungsgesellschaften aufgeführt, die von der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses bzw. zur Offenlegung eines Jahresabschlusses und Lageberichts gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch machen.
4. Aufsichtsrat der INDUS Holding Aktiengesellschaft
•
Dipl.-Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur, Bergisch Gladbach
Vorsitzender (ab 09. Dezember 2009)
weitere Mandante im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:
| MS-Schramberg Holding GmbH & Co. KG | |
| Erichsen Beteiligungs GmbH | |
| Greisinger Beteiligungs GmbH |
•
Günter Kill, Diplom-Kaufmann, Köln
(Vorsitzender und Mitglied bis 07. Dezember 2009)
•
Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstand der Norddeutschen Landesbank, Hannover
stellvertretender Vorsitzender
weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:
| Neue Dorint GmbH, Köln GAGFAH S.A., Luxemburg | |
| Bank DnB NORD A/S, Kopenhagen (bis 20. April 2009) | |
| AS DnB Nord Banka, Riga (bis 16. März 2009) | |
| AB DnB Nord Bankas, Vilnius (bis 30. März 2009) | |
| CONCARDIS GmbH, Frankfurt am Main (bis 31. Dezember 2009) | |
| Deutsche Hypothekenbank (Actien-Gesellschaft) (bis 14. Mai 2009) | |
| Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Magdeburg (bis 31. Dezember 2009) | |
| LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin-Hannover (bis 31. Dezember 2009) | |
| NORD/FM Norddeutsche Facility Management GmbH, Hannover (bis 31. Dezember 2009) | |
| Öffentliche Versicherung Feuerversicherung Sachsen-Anhalt/Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg (bis 31. Dezember 2009) | |
| Porzellanmanufaktur Fürstenberg GmbH, Fürstenberg/Weser (bis 31. Dezember 2009) | |
| SALEG Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH, Magdeburg (bis 31. Dezember 2009) |
•
Dr. Egon Schlütter, Rechtsanwalt, Köln
weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:
| Emons Spedition GmbH | |
| Emons Transporte GmbH | |
| Thyssen Schachtbau GmbH |
•
Dr. Uwe Jens Petersen, Rechtsanwalt, Hamburg
weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG: Neue Haribes (Pty) Ltd
•
Dr. Ralf Bartsch, Sprecher der Geschäftsführung der Brüder Schlau Hammer Gruppe, Porta Westfalica
•
Dipl.-Ing. Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln (ab 02.02.2010)
weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:
| Deutsche Messe AG |
5. Vorstand der INDUS Holding Aktiengesellschaft
| • | Helmut Ruwisch, Diplom-Kaufmann, Bielefeld Vorsitzender |
| • | Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Diplom-Ingenieur, Bergisch Gladbach |
| • | Dr. Wolfgang E. Höper, Diplom-Kaufmann, Herleshausen |
| • | Jürgen Abromeit, Bankkaufmann, Georgsmarienhütte |
6. Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der INDUS Holding Aktiengesellschaft betrugen für das Geschäftsjahr 2009 T€ 1.649 (im Vorjahr T€ 1.798), davon fix T€ 1.322 (im Vorjahr T€ 1.207) und davon erfolgsbezogen T€ 327 (im Vorjahr T€ 537).
Davon wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von T€ 54 im Rahmen einer Gehaltsumwandlung zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet.
Die Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstandes der INDUS Holding Aktiengesellschaft betrugen für das Geschäftsjahr 2009 T€ 13 (im Vorjahr T€ 49).
Nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2006 sind in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 5 HGB Einzelangaben zu den Vorstandsbezügen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB nicht zu machen.
Die Gesamtvergütungen des Aufsichtsrates der INDUS Holding Aktiengesellschaft betrugen für das Geschäftsjahr 2009 T€ 176 (im Vorjahr T€ 227), davon fix T€ 75 (im Vorjahr T€ 73) und davon erfolgsbezogen T€ 101 (im Vorjahr T€ 154).
An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2009 für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften Zahlungen in Höhe von € 0,00 (im Vorjahr € 27.000,00) geleistet.
7. Zahl der Aktien je Gattung
Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt am Bilanzstichtag € 47.762.086,00. Es ist eingeteilt in 18.370.033 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
8. Das Genehmigte Kapital
Der Vorstand ist nach Ziffer 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt T€ 14.328.626,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).
Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Der Vorstand ist nach Ziffer 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu T€ 9.552.417,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden und weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen:
| • | wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Absatz 1 und 2, § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt nur insoweit, als auf die im Rahmen der Kapitalerhöhung auszugebenden Aktien insgesamt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von nicht mehr als 10 % sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigungen bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entfällt. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund von entsprechend dieser Vorschrift ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. |
| • | bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. |
9. Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr 2009 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
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| € | |
|---|---|
| a) für die Abschlussprüfung: | |
| Jahresabschluss und Konzernabschluss: | 167.340,75 |
| b) für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen: | 4.500,00 |
| c) für Steuerberatungsleistungen: | 1.290,00 |
| d) für sonstige Leistungen: | 39.100,00 |
10. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2009 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diesen den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.
11. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von € 9.994.509,42 wie folgt zu verwenden:
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| € | |
|---|---|
| Zahlung einer Dividende von € 0,50 | |
| je Stückaktie (18.370.033) | |
| auf das Grundkapital von € 47.762.086,00 | 9.185.016,50 |
| Gewinnvortrag: | 809.492,92 |
| Bilanzgewinn: | 9.994.509,42 |
Bergisch Gladbach. den 22. April 2010
Der Vorstand
Helmut Ruwisch
Jürgen Abromeit
Dr. Wolfgang E. Höper
Dr. Ing. Johannes Schmidt
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 € |
Zugänge 2009 € |
Abgänge 2009 € |
Stand 31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software | 267.793,43 | 0,00 | 2.300,00 | 265.493,43 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.904.613,14 | 0,00 | 0,00 | 4.904.613,14 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.311.351,58 | 31.393,62 | 251.928,85 | 1.090.816,35 |
| 6.215.964,72 | 31.393,62 | 251.928,85 | 5.995.429,49 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 738.105.645,80 | 12.303.247,04 | 20.703.883,89 | 729.705.008,95 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 177.096.166,57 | 21.200.000,00 | 8.690.661,67 | 189.605.504,90 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.408.579,88 | 750.000,00 | 0,00 | 2.158.579,88 |
| 916.610.392,25 | 34.253.247,04 | 29.394.545,56 | 921.469.093,73 | |
| 923.094.150,40 | 34.284.640,66 | 29.648.774,41 | 927.730.016,65 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 € |
Zugänge 2009 € |
Abgänge 2009 € |
Stand 31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Software | 246.801,43 | 8.986,00 | 2.300,00 | 253.487,43 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.072.481,14 | 175.008,00 | 0,00 | 2.247.489,14 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 861.300,58 | 141.688,62 | 153.328,85 | 849.660,35 |
| 2.933.781,72 | 316.696,62 | 153.328,85 | 3.097.149,49 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 147.012.135,56 | 40.701.013,93 | 20.261.391,60 | 167.451.757,89 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 147.012.135,56 | 40.701.013,93 | 20.261.391,60 | 167.451.757,89 | |
| 150.192.718,71 | 41.026.696,55 | 20.417.020,45 | 170.802.394,81 |
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| Bilanz | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2009 € |
Stand 31.12.2008 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Software | 12.006,00 | 20.992,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.657.124,00 | 2.832.132,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 241.156,00 | 450.051,00 |
| 2.898.280,00 | 3.282.183,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 562.253.251,06 | 591.093.510,24 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 189.605.504,90 | 177.096.166,57 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 2.158.579,88 | 1.408.579,88 |
| 754.017.335,84 | 769.598.256,69 | |
| 756.927.621,84 | 772.901.431,69 |
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| Firma | Sitz | Beteiligungsquote % |
gezeichnetes Kapital T€ |
Eigenkapital T€ |
Jahres- ergebnis T€ |
letzter Jahres- abschluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 3 konsolidiert | ||||||
| I. Operative Gesellschaften | ||||||
| 1. ASS Maschinenbau GmbH1 | Overath-Untereschbach | 100,00 % | 500,0 | 2.172,3 | 858,5 | 31.12.2009 |
| 2. — ASS End of Arm Tooling Inc. | Livonia/USA | 90,00% bei Nr. 1 | *38,6 | *127,5 | *50,9 | 31.12.2009 |
| 3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG1 | Mudau | 100,00 % | 2.564,0 | 2.564,0 | 811,4 | 31.12.2009 |
| 4. — AURORA ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi | Istanbul/Türkei | 99,00% bei Nr. 3 | *464,1 | *326,1 | *75,0 | 31.12.2009 |
| 5. Bacher AG | Reinach/Schweiz | 100,00 % | *2.156,9 | *4.412,8 | *1.124,2 | 31.12.2009 |
| 6. — Herrli Industrie AG | Brügg/Schweiz | 100,00% bei Nr. 5 | *337,0 | *227,4 | *-271,0 | 31.12.2009 |
| 7. Maschinenfabrik Berner GmbH & Co. KG1 | Bischofsheim/Rhön | 100,00 % | 1.284,0 | 1.284,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 8. Betek Bergbau- und Hartmetalltechnik Karl-Heinz Simon GmbH & Co. KG1 | Aichhalden | 100,00 % | 1.534,0 | 1.534,0 | 5.356,7 | 31.12.2009 |
| 9. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG1 | Neuss | 100,00 % | 3.074,0 | 3.074,0 | 1.565,2 | 31.12.2009 |
| 10. — Ancotech AG | Dielsdorf/Schweiz | 100,00% bei Nr. 9 | *67,4 | *4.541,3 | *3.186,6 | 31.12.2009 |
| 11. — Ancotech GmbH | Köln | 100,00% bei Nr. 9 | 25,0 | 250,9 | 65,8 | 31.12.2009 |
| 12. Bilstein & Siekermann GmbH & Co. KG1 | Hillesheim | 100,00 % | 1.000,0 | 3.000,0 | 487,6 | 31.12.2009 |
| 13. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH1 | Garching | 100,00 % | 1.000,0 | 4.955,7 | 2.184,5 | 31.12.2009 |
| 14. — M. Baun Inertgas-Systeme (Shanghai) Co. Ltd. | Shanghai/China | 100,00% bei Nr. 13 | *169,2 | *247,0 | *147,1 | 31.12.2009 |
| 15. — M. Baun Inc. | Stratham/USA | 100,00% bei Nr. 13 | *69,4 | *520,7 | *199,1 | 31.12.2009 |
| 16. — Mecalab - M. Braun AG | Grenchen/Schweiz | 100,00% bei Nr. 13 | *67,4 | *-690,7 | *-145,9 | 31.12.2009 |
| 17. Emil Fichthorn Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG1 | Schwelm | 100,00 % | 623,0 | 623,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 18. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG1 | Reichshof-Hahn | 100,00 % | 514,0 | 619,7 | 207,0 | 31.12.2009 |
| 19. — B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG1 | Drolshagen-Iseringhausen | 100,00% bei Nr. 18 | 54,0 | 54,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 20. — EVT Dichtstoffe GmbH | Stuttgart | 85,25% bei Nr. 18 | 102,3 | 102,3 | 24,5 | 31.12.2009 |
| 21. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG 1 | Vlotho | 100,00 % | 514,0 | 514,0 | 478,3 | 31.12.2009 |
| 22. — Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG 1 | Bad Oeynhausen | 90,00% bei Nr. 21 | 5,2 | 5,2 | 205,0 | 31.12.2009 |
| 23. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft mbH & Co. KG1 | Greven | 100,00 % | 515,0 | 563,2 | 661,2 | 31.12.2009 |
| 24. — ISC IT Service & Consulting GmbH | Greven | 100,00% bei Nr. 23 | 50,0 | -2.282,8 | 9,2 | 31.12.2009 |
| 25. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG1 | Herbrechtingen | 100,00 % | 1.550,0 | 2.558,0 | 2.245,5 | 31.12.2009 |
| 26. Horn GmbH & Co. KG1 | Flensburg | 100,00 % | 1.024,0 | 1.024,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 27. imeco Einwegprodukte GmbH & Co. KG Vliesstoffvertrieb1 | Hösbach | 100,00 % | 565,0 | 565,0 | 997,7 | 31.12.2009 |
| 28. — IMAKON Sp Z.o.o. | Luban/Polen | 100,00% bei Nr. 27 | *173,0 | *293,4 | *64,5 | 31.12.2009 |
| 29. — apos GmbH & Co. KG1 | Hösbach | 100,00% bei Nr. 27 | 100,0 | 100,0 | -100,0 | 31.12.2009 |
| 30. IPETRONIK GmbH & Co. KG1 | Baden-Baden | 100,00 % | 515,0 | 515,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 31. — IPETRONIK Inc. | Livonia, Michigan/ USA | 100,00% bei Nr. 30 | *4,2 | *-123,0 | *-171,9 | 31.12.2009 |
| 32. Kieback GmbH & Co. KG1 | Osnabrück | 100,00 % | 514,0 | 922,5 | -591,9 | 31.12.2009 |
| 33. Anneliese Köster GmbH & Co. KG1 | Ennepetal | 100,00 % | 100,0 | 100,0 | 1.062,9 | 31.12.2009 |
| 34. — Köster & Co. GmbH1 | Ennepetal | 100,00% bei Nr. 33 | 275,0 | 800,7 | 1.400,9 | 31.12.2009 |
| 35. — Köster - VVG spol. s r.o. | Zacler/Tschechien | 100,00% bei Nr. 33 | *3,7 | *39,3 | *6,1 | 31.12.2009 |
| 36. — Köster CS, spol. s r.o. | Zacler/Tschechien | 100,00% bei Nr. 34 | *170,0 | *106,3 | *-80,8 | 31.12.2009 |
| 37. — Köster Ceska Republika spol. s r.o. | Zacler/Tschechien | 100,00% bei Nr. 34 | *37,8 | *4,6 | *-37,0 | 31.12.2009 |
| 38. — Köster ITALIA S.r.l. | Lucca/Italien | 100,00% bei Nr. 34 | 20,4 | 199,2 | 9,8 | 31.12.2009 |
| 39. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG1 | Münsingen | 100,00 % | 514,0 | 514,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 40. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH1 | Wülfrath | 100,00 % | 1.636,4 | 4.218,7 | 2.573,7 | 31.12.2009 |
| 41. — MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG1 | Wülfrath | 100,00% bei Nr. 40 | 153,4 | 153,4 | 3.155,1 | 31.12.2009 |
| 42. Mikrop AG | Kronbühl/Schweiz | 100,00 % | *33,7 | *1.096,5 | *119,1 | 31.12.2009 |
| 43. — Microtec Optica d.o.o. | Kać/Serbien | 100,00% bei Nr. 42 | *507,4 | *305,6 | *-49,7 | 31.12.2009 |
| 44. Nisterhammer-Maschinenbau GmbH & Co. KG1 | Nister | 100,00 % | 774,0 | 811,3 | 1.373,7 | 31.12.2009 |
| 45. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG1 | Oelde | 75,00 % | 260,0 | 1.137,3 | 1.598,8 | 31.12.2009 |
| 46. — OBUK Slovakia s.r.o. | Malacky/Slowakei | 100,00% bei Nr. 45 | 6,6 | -287,3 | 38,1 | 31.12.2009 |
| 47. Ofa Bamberg GmbH1 | Bamberg | 100,00 % | 1.500,0 | 4.389,2 | 2.887,2 | 31.12.2009 |
| 48. planetroll GmbH & Co. KG1 | Munderkingen | 100,00 % | 515,0 | 515,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 49. Rebo Plastic GmbH & Co. KG1 | Kalletal-Erder | 100,00 % | 774,0 | 776,2 | -697,8 | 31.12.2009 |
| 50. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik1 | Lage | 100,00 % | 1.534,0 | 4.534,0 | 1.240,9 | 31.12.2009 |
| 51. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG1 | Bad Marienberg | 88,89 % | 500,0 | 500,0 | 831,8 | 31.12.2009 |
| 52. Konrad Schäfer GmbH1 | Osnabrück | 100,00 % | 400,0 | 3.038,7 | 237,3 | 31.12.2009 |
| 53. — Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co. KG1 | Mühlhausen | 100,00% bei Nr. 52 | 1.024,0 | 1.024,0 | 232,2 | 31.12.2009 |
| 54. — Schäfer Konstruktions GmbH | Osnabrück | 100,00% bei Nr. 52 | 50,0 | 31,2 | 3,9 | 31.12.2009 |
| 55. Max Schuster Wärme-Kälte-Klima GmbH & Co. Kommanditgesellschaft1 | Neusäß | 100,00 % | 1.024,0 | 1.024,0 | 408,4 | 31.12.2009 |
| 56. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG1 | Driedorf-Roth | 85,00 % | 6.000,0 | 8.456,3 | -1.980,4 | 31.12.2009 |
| 57. — Selzer Automotiva do Brasil Ltda. | Vinhedo/Brasilien | 90,00% bei Nr. 56 | *1.433,5 | *2.757,9 | *401,6 | 31.12.2009 |
| 58. — Selzer Systemtechnik GmbH1 | Driedorf-Roth | 100,00% bei Nr. 56 | 200,0 | 200,0 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 59. — Semet Maschinenbau GmbH & Co. KG1 | Brackenheim | 100,00 % | 774,0 | 774,0 | 475,1 | 31.12.2009 |
| 60. Siku GmbH | Rickenbach/Schweiz | 100,00 % | *539,2 | *1.025,8 | *-172,6 | 31.12.2009 |
| 61. Karl Simon GmbH & Co. KG1 | Aichhalden | 100,00 % | 2.050,0 | 2.079,7 | -1.020,3 | 31.12.2009 |
| 62. Sitek-Spikes GmbH & Co. KG1 | Aichhalden | 100,00 % | 1.023,0 | 1.043,3 | -969,7 | 31.12.2009 |
| 63. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG1 | Backnang | 100,00 % | 1.005,0 | 1.254,4 | 26,4 | 31.12.2009 |
| 64. — SMA Engineering South Africa (PTY) Ltd. | East London/Südafrika | 100,00% bei Nr. 63 | *0,0 | *885,4 | *12,9 | 31.12.2009 |
| 65. TSN Turmbau Steffens & Nölle GmbH1 | Berlin | 100,00 % | 500,0 | 1.868,2 | 92,5 | 31.12.2009 |
| 66. — tomcast GmbH Antennenanlagen | Essenbach-Altheim | 100,00% bei Nr. 65 | 25,0 | -113,4 | -176,9 | 31.12.2009 |
| 67. VULKAN INOX GmbH1 | Hattingen | 100,00 % | 770,0 | 4.810,1 | 495,4 | 31.12.2009 |
| 68. — VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. | Brantford, Ontario/Kanada | 100,00% bei Nr. 67 | *330,5 | *503,6 | *54,8 | 31.12.2009 |
| 69. Weigand Bau GmbH1 | Bad Königshofen | 80,00 % | 1.000,0 | 4.719,5 | 1.086,5 | 31.12.2009 |
| 70. Weinisch GmbH & Co. KG1 | Oberviechtach | 100,00 % | 500,0 | 500,0 | 1.205,2 | 31.12.2009 |
| 71. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau GmbH & Co. KG1 | Wiesau | 100,00 % | 564,0 | 580,1 | -1.038,9 | 31.12.2009 |
| 72. — Wiesauplast de Mexico S. de R. L. de C.V. | Santiago de Queretaro/Mexico | 100,00% bei Nr. 71 | *876,4 | *-1.241,5 | *-447,6 | 31.12.2009 |
| 73. — Wiesauplast Servicios S. de R. L. de C.V. | Santiago de Queretaro/Mexico | 100,00% bei Nr. 71 | *52 | *70,5 | *44,9 | 31.12.2009 |
| II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften | ||||||
| 74. INDUS Alpha GmbH | Bergisch Gladbach | 100,00% | 25,0 | 25,3 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 75. INDUS Beta GmbH | Bergisch Gladbach | 100,00% | 26,0 | 27,2 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 76. INDUS Gamma GmbH | Bergisch Gladbach | 100,00% | 26,0 | 29,1 | 0,0 | 31.12.2009 |
| 77. EOS Wärmetechnik und Maschinenhandel GmbH | Mudau | 100,00% bei Nr. 3 | 26,0 | 29,3 | 1,7 | 31.12.2009 |
| 78. Berner Verwaltungsgesellschaft mbH | Bischhofsheim/Rhön | 100,00% bei Nr. 7 | 26,0 | 28,8 | -1,4 | 31.12.2009 |
| 79. Betek Bergbau- und Hartmetalltechnik Karl-Heinz Simon Verwaltungs-GmbH | Aichhalden | 100,00% bei Nr. 8 | 26,0 | 26,0 | 2,1 | 31.12.2009 |
| 80. Betomax Kunststoff- und Metallwarenfabrik Verwaltungs-GmbH | Neuss | 100,00% bei Nr. 9 | 26,0 | 30,3 | 2,4 | 31.12.2009 |
| 81. Bilstein & Siekermann Verwaltungs GmbH | Hillesheim | 100,00% bei Nr. 12 | 26,0 | 28,2 | 2,2 | 31.12.2009 |
| 82. Emil Fichthorn Verwaltungs-GmbH | Schwelm | 100,00% bei Nr. 17 | 27,0 | 30,3 | 2,0 | 31.12.2009 |
| 83. FS Verwaltungs GmbH | Reichshof-Hahn | 100,00% bei Nr. 18 | 26,0 | 28,8 | 0,8 | 31.12.2009 |
| 84. B & F Verwaltungs GmbH | Drolshagen-Iseringhausen | 100,00% bei Nr. 19 | 26,0 | 31,0 | 1,0 | 31.12.2009 |
| 85. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH | Vlotho | 100,00% bei Nr. 21 | 26,0 | 28,2 | 0,8 | 31.12.2009 |
| 86. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | Bad Oeynhausen | 100,00% bei Nr. 21 | 25,6 | 29,7 | 1,1 | 31.12.2009 |
| 87. GVV Verwaltungs-GmbH | Greven | 100,00% bei Nr. 23 | 26,0 | 26,3 | -0,7 | 31.12.2009 |
| 88. HAUFF-Verwaltungs GmbH | Herbrechtingen | 100,00% bei Nr. 25 | 26,0 | 30,8 | 1,5 | 31.12.2009 |
| 89. ALUCOLOR Dr. Ing. Richard Heim GmbH | Bergisch Gladbach | 100,00% bei Nr. 25 | 26,0 | 25,4 | -0,5 | 31.12.2009 |
| 90. Horn Verwaltungs GmbH | Flensburg | 100,00% bei Nr. 26 | 26,0 | 34,2 | 1,8 | 31.12.2009 |
| 91. Deutsche Tecalemit Verwaltungs GmbH | Bergisch Gladbach | 100,00% bei Nr. 26 | 25,0 | 30,2 | 0,4 | 31.12.2009 |
| 92. imeco Einwegprodukte GmbH | Hösbach | 100,00% bei Nr. 27 | 27,0 | 27,6 | 0,6 | 31.12.2009 |
| 93. IPETRONIK Verwaltungs GmbH | Baden-Baden | 100,00% bei Nr. 30 | 25,0 | 25,0 | 2,1 | 31.12.2009 |
| 94. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH | Osnabrück | 100,00% bei Nr. 32 | 26,0 | 31,4 | 0,9 | 31.12.2009 |
| 95. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH | Ennepetal | 100,00% bei Nr. 33 | 26,0 | 27,5 | 1,5 | 31.12.2009 |
| 96. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH | Münsingen | 100,00% bei Nr. 39 | 26,0 | 28,6 | 1,1 | 31.12.2009 |
| 97. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH | Wülfrath | 100,00% bei Nr. 40 | 26,0 | 30,8 | 0,8 | 31.12.2009 |
| 98. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH | Nister | 100,00% bei Nr. 44 | 26,0 | 28,0 | 1,1 | 31.12.2009 |
| 99. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH | Oelde | 100,00% bei Nr. 45 | 25,0 | 32,4 | 0,2 | 31.12.2009 |
| 100. planetroll Verwaltungs GmbH | Munderkingen | 100,00% bei Nr. 48 | 25,0 | 25,5 | 0,5 | 31.12.2009 |
| 101. Rebo-Plastic Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Kalletal-Erder | 100,00% bei Nr. 49 | 26,0 | 30,2 | 0,7 | 31.12.2009 |
| 102. REMKO Verwaltungs-GmbH | Lage | 100,00% bei Nr. 50 | 26,0 | 32,1 | 1,6 | 31.12.2009 |
| 103. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH | Bad Marienberg | 100,00% bei Nr. 51 | 26,0 | 27,6 | 0,8 | 31.12.2009 |
| 104. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH | Mühlhausen | 100,00% bei Nr. 53 | 26,0 | 34,4 | 2,2 | 31.12.2009 |
| 105. Max Schuster Verwaltungs GmbH | Neusäß | 100,00% bei Nr. 55 | 26,0 | 28,5 | 1,1 | 31.12.2009 |
| 106. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH | Driedorf-Roth | 100,00% bei Nr. 56 | 60,0 | 63,8 | 3,8 | 31.12.2009 |
| 107. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH | Brackenheim | 100,00% bei Nr. 59 | 26,0 | 26,0 | 1,2 | 31.12.2009 |
| 108. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH | Aichhalden | 100,00% bei Nr. 61 | 140,0 | 140,0 | 11,8 | 31.12.2009 |
| 109. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH | Aichhalden | 100,00% bei Nr. 62 | 27,0 | 30,8 | 2,1 | 31.12.2009 |
| 110. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH | Backnang | 100,00% bei Nr. 63 | 26,0 | 32,3 | 1,4 | 31.12.2009 |
| 111. W + D Rohrform- und Schlauchtechnik GmbH | Backnang | 100,00% bei Nr. 63 | 26,0 | 258,8 | 46,6 | 31.12.2009 |
| 112. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH | Oberviechtach | 100,00% bei Nr. 70 | 26,0 | 28,6 | 0,6 | 31.12.2009 |
| 113. Wiesauplast Kunststoff und Formenbau Verwaltungs GmbH | Wiesau | 100,00% bei Nr. 71 | 26,0 | 27,3 | 1,3 | 31.12.2009 |
| B. Assoziierte Unternehmen | ||||||
| im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert | ||||||
| 114. Betomax Austria GmbH | Linz/Österreich | 48,00% bei Nr. 9 | 35,0 | 439,8 | 6,6 | 31.12.2009 |
| 115. Betomax Polska Sp. z.o.o. | Konskie/Polen | 36,00% bei Nr. 9 | *243,6 | *2.661,8 | *11,7 | 31.12.2009 |
| 116. Cottano Vlieswerk GmbH | Mühlhausen | 50,00% bei Nr. 27 | 179,0 | 1.318,1 | 639,2 | 31.12.2009 |
| C. Sonstige Beteiligungen | ||||||
| I. im Konzernabschluss nach IFRS 3 i.V.m. Sic 12 konsolidiert | ||||||
| 117. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 | Pullach i. Isartal | 94,00% bei Nr. 47 | 25,0 | -472,5 | -39,4 | 31.12.2009 |
| 118. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG1 | Pullach i. Isartal | 94,00% bei Nr. 49 | 26,0 | -26,0 | 4,4 | 31.12.2009 |
| 119. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG | Wiesbaden | 94,00% bei Nr. 61 | 5,1 | -120,8 | -60,2 | 31.12.2009 |
| II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert | ||||||
| 120. g.u.b.e. Maschinenbau GmbH | Schwerin | 33,33% bei Nr. 1 | 30,7 | -2,6 | -62,9 | 31.12.2008 |
| 121. AURORA North America Inc. | Michigan, Grand Rapids, USA | 76% bei Nr. 3 | in Gründung - Angaben liegen nicht vor | |||
| 122. TRIBO Hartstoff GmbH | Immelborn | 13,00% bei Nr. 8 | 500,0 | 2.028,0 | — | 31.03.2009 |
| 123. ANCOTECH-Betomax Kft. | Budapest/Ungarn | 48,00% bei Nr. 9 | *11,1 | *28,8 | *4,2 | 31.12.2009 |
| 124. GSR Valve Technology Pte Ltd. | Singapur | 40,00% bei Nr. 21 | *321,9 | *119,0 | *-64,0 | 31.12.2009 |
| 125. ooo Miomed | St. Petersburg/Russland | 45,00% bei Nr. 27 | Angaben liegen nicht vor | |||
| 126. MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG | Schwarzenbek | 10,00% bei Nr. 41 | 100,0 | 100,0 | — | 31.12.2009 |
| 127. Polartherm Oy | Luvia/Finnland | 18,00% bei Nr. 50 | 170,0 | 4.307,9 | — | 30.04.2009 |
| 128. Selzer Automotive Inc. | Auburn, Alabama/USA | 100,00% bei Nr. 56 | Angaben liegen nicht vor | |||
| 129. Selzer Automotive LP. | Auburn, Alabama/USA | 100,00% bei Nr. 56 | Angaben liegen nicht vor | |||
| 130. Wiesauplast PMC de Mexico, S. De R.L. de C.V | Santiago de Queretaro/Mexico | 45,00% bei Nr. 72 | Angaben liegen nicht vor |
1 Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB
* Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2009 bzw. Periodendurchschnittskurs 2009 beim Jahresergebnis
Das Geschäftsjahr im Überblick
Geschäftsmodell und Strategie
| Aufstellung und Geschäftsmodell | |
| Ziele und Strategie | |
| Führung und Kontrolle | |
| Unternehmenssteuerung | |
| Nicht finanzielle Leistungsindikatoren | |
| Weitere Pflichtangaben (Grundzüge des Vergütungssystem von Vorstand und Aufsichtsrat, Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB) | |
| Erklärung zur Unternehmensführung (Verweis) |
Umfeld und Geschäftsentwicklung

| Entwicklung von Wirtschaft und Branchen | |
| Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gruppe und der Segmente Mitarbeiter |
Finanz- und Vermögenslage
| Finanzmanagement | |
| Liquidität | |
| Vermögens- und Kapitalstruktur |
Lage der INDUS Holding AG
| Risikomanagement | |
| Gesamteinschätzung | |
| Risiko- und Chancenmanagementsystem | |
| Diskussion der Einzelrisiken |
Auftakt 2010 und Ausblick
| Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag | |
| Voraussichtliche Konzernentwicklung |
Das Geschäftsjahr im Überblick
Trotz des deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgangs ist INDUS vor dem Hintergrund der schlechten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zufrieden. Nach einem äußerst schwierigen Jahresauftakt verbesserte sich das Geschäft kontinuierlich von Quartal zu Quartal. Zum Jahresende zeichnete sich eine allmähliche Konjunkturerholung ab.
INDUS hat im letzten Jahr, mitten in der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte erneut die Widerstandsfähigkeit ihres Geschäftsmodells bewiesen. Über alle vier Berichtsquartale blieb die Gruppe profitabel und stark kapitalisiert. Wir haben im Krisenjahr bewiesen, dass unsere Beteiligungen schlank, effizient und widerstandsfähiger als viele Wettbewerber sind. Trotz Kapazitätsanpassungen und strenger Kostensenkungsprogramme haben wir die Ausgaben für F&E, Vertrieb und Marketing unverändert belassen und sozial verantwortlich gegenüber unseren Mitarbeitern gehandelt.
Erfreut sind wir über zwei erfolgreiche Akquisitionen zum Jahresbeginn 2010. Dank der konservativen Finanzierungspolitik, unserem auch in 2009 unverändert hohen Cashflow und unserer damit komfortablen Liquidität sind wir für das laufende Geschäftsjahr gut aufgestellt und für die sich ankündigende Konjunkturerholung bestens gerüstet.
Aufstellung und Geschäftsmodell:
Stark im Mittelstand
Seit ihrer Gründung 1985 hat sich die INDUS Holding AG schrittweise als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Unternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Die Gruppe besteht aus der INDUS Holding AG als Führungsgesellschaft mit Sitz in Bergisch Gladbach sowie 40 in Deutschland und der Schweiz ansässigen Produktionsunternehmen. Die Tochtergesellschaften handeln operativ selbstständig, die Holding übernimmt die Zentralfunktionen wie Finanzen, Steuern, Bilanzen und Recht. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe ist maßgeblich von den direkt oder indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochter- und Enkelgesellschaften einbezogen.
Schwerpunkt des Beteiligungsportfolio liegt im produzierenden Sektor
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 hat INDUS ihre Segmente neu geordnet. Ziel dieser Neuorganisation ist eine verbesserte Transparenz; insbesondere die vormaligen Segmente „Konsum" und „Übrige" vermittelten nach Meinung von INDUS den Investoren zuletzt nur ein unzulängliches Bild der Geschäftsaktivitäten. Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich jetzt in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugkomponenten/Engineering, Metall/Metallverarbeitung und Medizintechnik. Besonders das letzte Segment ist für INDUS ein attraktiver Bereich, in dem das Unternehmen langfristig wachsen will. Weitere interessante Perspektiven sehen wir in der Umwelt-, Energie-, sowie Mess- und Regeltechnik.
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen
Die Unternehmen der INDUS-Gruppe sind in sehr unterschiedlichen Absatzmärkten aktiv. Informationen zu den einzelnen Branchenentwicklungen sind im Segmentbericht dargestellt. Regional betrachtet spielt der inländische Markt immer noch eine wichtige Rolle. Der Auslandsanteil von 45 % belegt aber die hohe Internationalisierung der Gruppe.
Ziele und Strategie:
Unsere Maximen heißen „Langfristigkeit" und „Nachhaltigkeit"
INDUS investiert langfristig in mittelständische Produktionsunternehmen. Dies ist die Kernaussage der Unternehmensstrategie der INDUS Holding AG. Die Grundlage bilden der mehrheitliche Erwerb von erfolgreichen mittelständischen Unternehmen und deren kontinuierliche Weiterentwicklung. INDUS kauft ausschließlich Industrieunternehmen, die in interessanten Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer jeweiligen Märkte führend sind. Wir betrachten uns als führenden Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen. Im Fokus unserer Akquisitionen liegen Unternehmen, die bereits bewiesen haben, dass sie als etabliertes Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Ein Beleg für unsere langfristige Investitionsstrategie ist beispielsweise das Unternehmen HAUFF-Technik, das seit 1986 zum Portfolio gehört.
Konsequent schließen wir Start-up-Unternehmen oder Restrukturierungsfälle von unserem Portfolio aus. Exit-Strategien sind nicht Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Dennoch ist in begründeten Einzelfällen eine spätere Trennung denkbar und eventuell notwendig, etwa wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen nach erfolgreichen Jahren gravierend geändert haben.
Neben Expansion durch Akquisition setzt INDUS auf organisches Wachstum durch permanente Pflege des Portfolios. Als Verbund von „Hidden Champions" sehen wir unsere Zukunft in Portfolioergänzungen durch Zukäufe in perspektivisch nachhaltig und überdurchschnittlich wachsenden Märkten. Gleichzeitig wollen wir unsere mittelständische Kultur erhalten und unsere technische Ausprägung mit innovativen, zukunftsträchtigen Produkten und Lösungen ausbauen. Mittelfristig setzen wir uns mit einem Umsatzziel von über einer Milliarde Euro und einer EBIT-Marge von über 10 % anspruchsvolle Zielmarken. Diese Ziele streben wir unter Beachtung unserer Risikostrategie an: Die Diversifizierung und Ausgewogenheit des Portfolios und dessen stetige Entwicklung stehen für uns an erster Stelle. Diese Prinzipien haben sich in der Krise bewährt, denn die verschiedenen Standbeine in unterschiedlichen Branchen der INDUS-Gruppe sorgen dafür, dass wir in jeder Phase des Konjunkturverlaufs befriedigende Ergebnisse erzielen.
Genau definiertes Akquisitionsprofil sorgt für Risikoverteilung
Die Entscheidung zur Investition in ein neues Unternehmen, treffen wir nach einer detaillierten quantitativen und auch qualitativen Analyse. Für INDUS haben Unternehmen, die Umsätze zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 2 und 10 Mio. EUR erwirtschaften, die optimale Größe. Damit gewährleisten wir, dass innerhalb des Beteiligungsportfolios keine Klumpenrisiken entstehen und das ausgewogene Chancen-Risiko-Profil nicht beeinträchtigt wird. Aus Effizienzgründen sollten potenzielle Akquisitionsziele aber auch eine gewisse Größe nicht unterschreiten.
Wir analysieren bei einem Kauf vor allem das Geschäftsmodell sowie die jeweilige Branchensituation. Entscheidend ist für uns die langfristige Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. Um dieses Potenzial zu heben, achten wir auf ein erfolgreiches und innovatives Produktprogramm sowie eine breite Abnehmerstruktur; letzteres, um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden zu minimieren. INDUS verfolgt bei sämtlichen Akquisitionen zwar das Ziel, langfristig 100 % der Anteile zu übernehmen. Jedoch ist eine sehr enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer über den Kaufzeitpunkt hinaus für uns von besonderer Bedeutung, um den kontinuierlichen Geschäftserfolg zu wahren. Diese Bindung kann auch durch entsprechende Beteiligungsmodelle unterstützt werden.
Führung und Kontrolle:
Klare Aufgabenverteilung sorgt für schlanke Organisationsstruktur
Zwischen den Unternehmen und der Holding besteht eine klare, dezentrale Aufgabenverteilung. Die Verantwortung für die operative Entwicklung verbleibt bei den Geschäftsführern der einzelnen Gesellschaften. Dies umfasst die wichtigen Bereiche Produktion und Vertrieb, Marketing und Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf klassische Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Controlling, Bilanzierung, Steuern und Recht. Die strategischen Ziele und Meilensteine der operativen Entwicklung werden in einem permanenten Dialog zwischen den verantwortlichen Geschäftsführern vor Ort und den Experten der Holding definiert.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Frühzeitiges Erkennen von Risiken durch enge Steuerung
Das Steuerungssystem der INDUS Holding AG basiert auf regelmäßigen strategischen Diskussionen innerhalb des Vorstands sowie mit den Geschäftsführern der Gesellschaften. Darüber hinaus führen der Vorstand und die einzelnen Geschäftsführer unterjährig detaillierte Budget- und Planungsgespräche. In diesen Gesprächen werden auf Basis fortgeschriebener Einzelstrategien kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele gesetzt. Ein effizientes Controllingsystem überprüft die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele, sodass Planabweichungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Zentrale Kennzahlen dabei sind vor allem die EBIT-Marge, Umsatz-, Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite sowie der Netto-Cashflow.
Vernetzung und hohe Nischenkompetenz sind integraler Bestandteil des Geschäftsmodells
Neben dem jederzeitigen Zugriff auf die Expertise der Vorstände und Controllingspezialisten profitieren die Beteiligungsgesellschaften besonders von einem zentralisierten Finanzmanagement. Die langjährig guten Bonitätseinstufungen der INDUS Holding AG bieten den INDUS-Unternehmen einen komfortablen Kredit- und Kapitalmarktzugang. Die INDUS-Gruppe hat sich in ihrer über 20jährigen Unternehmensgeschichte ein breites Netzwerk aufgebaut; unsere Kontakte zu Banken, Versicherungen, M & A-Häusern, Beratungsgesellschaften, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern sichern uns einen steten Zufluss an Akquisitionsmöglichkeiten. Wir legen Wert darauf, exklusiven Zugang zu einem potentiellen Verkäufer zu bekommen und beteiligen uns nicht an Bieterwettbewerben. Unsere spezielle Kompetenz liegt in der industriellen Nische. Das Managementteam der INDUS Holding AG verfügt über eine langjährige Expertise über das Ausüben von Führungspositionen in der Industrie und im Bankwesen.
Konstante Wachstumsperspektive durch innovative Forschung und Entwicklung
Kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind die Basis für die gute Marktposition der Beteiligungsgesellschaften in ihren jeweiligen Nischenmärkten. Ziel der dezentral von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften gesteuerten Aktivitäten ist es, die vorhandenen Produkte weiterzuentwickeln, innovative neue Produkte bis zur Marktreife voranzutreiben, erfolgreich im Markt zu platzieren sowie die Produktionsprozesse zu optimieren. Sämtliche eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt und neue Technologien und Materialien auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stehen dabei sowohl die Frage des Mehrwertes der einzelnen Produkte für den Kunden als auch ökologische Aspekte.
Ein Beispiel hierfür liefert unsere Beteiligung BETEK, ein Hersteller von Hartmetall-Verschleißwerkzeugen. Sie wurde 2009 als eines der 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand prämiert. So ausgezeichnete Unternehmen erwirtschaften zwei Drittel ihres Umsatzes mit Innovationen der letzten drei Jahre – bei einer Vergleichsgruppe deutscher Mittelständler sind es gerade einmal 30 %. Den Erfolg von BETEK belegen mittlerweile über 50 aktive Patente. 2010 werden weitere Töchter an diesem Auswahlwettbewerb teilnehmen. Auch unsere Beteiligung IPETRONIK ist ein weiterer Beleg für unsere starke F&E-Orientierung: das Unternehmen investiert mit dem Neubau eines Technologiezentrums in eine weltweite einzigartige Kilma- und Akkustikkammer in Baden-Baden. Hier werden künftig an den Fahrzeugen der übernächsten Generation Messungen aller Art durchgeführt. Weitere Beispiele für die Innovationsorientierung unserer Unternehmen sind die neuen Kompetenzzentren für Optikrechnung von MIKROP sowie MID-Technologie bei WIESAUPLAST. MID (Molded Interconnected Devices) sind elektronische Bauteile, bei denen metallische Leiterbahnen auf spritzgegossene Kunststoffträger aufgetragen werden.
Die Aufwendungen der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen bei 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR).
INDUS übernimmt ökologische und gesellschaftliche Verantwortung
Die Unternehmen der INDUS-Gruppe nehmen ihre ökologische und gesellschaftliche Verantwortung wahr. Der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Alle Mitarbeiter in der Gruppe sind dazu angehalten, bei der Beschaffung, der Produktion und der Entsorgung darauf zu achten, die Regelungen des Umweltschutzes einzuhalten. Grundlagen für das Handeln sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden. Ein Beispiel für Engagement in Sachen Klimaschutz ist der aktuelle Neubau unserer Beteiligung Max SCHUSTER: der Spezialist für Klimatechnik errichtet seine neue Betriebsstätte als Nullenergiehaus. Für das Berichtsjahr 2009 hat sich INDUS am Carbon Disclosure Project (CDP) beteiligt. Ziel des CDP-Projektes ist es, für alle Unternehmen die Menge an jeweils erzeugtem Treibhausgas zu ermitteln.
Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für die INDUS Holding AG einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil unseres Selbstverständnisses. Für die INDUS sind daher die wirtschaftsethischen Grundsätze der Stetigkeit und Nachhaltigkeit zentral. Wir sehen uns nicht nur als Wirtschaftsunternehmen, das seinen Kunden, Eigentümern und Mitarbeitern verpflichtet ist, sondern auch als ein der Gesellschaft verpflichtetes Unternehmen. Auch unsere Beteiligungen nehmen ihre Verantwortung als aktiver Teil der Gesellschaft wahr: so unterstützt das Unternehmen AURORA lokale Kulturinitiativen wie das Jazzwerk3Land oder spendet das Unternehmen M. BRAUN seit Jahren für soziale Projekte in seiner Nachbarschaft in Garching.
Weitere Pflichtangaben
Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance
Der Vorstand der INDUS Holding AG berichtet – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance sowie gemäß § 289a HGB über die Unternehmensführung. Die entsprechenden Ausführungen finden sich im Corporate Governance-Bericht sowie auf der Internetseite der Gesellschaft (www.indus.de).
Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus einer fixen Vergütung und einer variablen Vergütung, und steht in einem Bezug zu den Aufgaben und Leistungen sowie zum geschäftlichen Erfolg des Unternehmens. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung und eine variable Vergütung in Abhängigkeit von der Höhe der Dividende. Die Details der Organvergütung werden im Vergütungsbericht im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts erläutert.
Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB: Grundkapital, Stimmrechte und Übertragung von Aktien
Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 47.762.086 EUR und ist eingeteilt in 18.370.033 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährte jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Beteiligungen von mehr als 10 %
Direkte oder indirekte Beteiligungen an der INDUS Holding AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der Gesellschaft nicht angezeigt.
Sonderrechte und Stimmrechtskontrolle
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.
Satzungsänderungen
Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.
Befugnisse des Vorstands zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf
Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 14.328.626,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu EUR 9.552.417,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II).
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen:
| • | wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt nur insoweit, als auf die im Rahmen der Kapitalerhöhung auszugebenden Aktien insgesamt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von nicht mehr als 10 % sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft entfällt. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund von entsprechend dieser Vorschrift ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. |
| • | bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. |
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 31. Dezember 2010 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von annähernd 10 % der derzeitigen Stückaktien und damit einem Anteil von annähernd 10 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch nicht mehr als 10 % des Grundkapitals erworben werden, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, anzurechnen sind.
Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der Kaufpreis je Aktie darf den Durchschnitt der Schlusskurse der INDUS-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse an den dem Erwerbsgeschäft vorangehenden fünf Börsenhandelstagen um nicht mehr als 10 % (ohne Erwerbsnebenkosten) übersteigen oder unterschreiten.
Der Erwerb kann weiterhin über die Abgabe eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft erfolgen. Erfolgt der Erwerb über die Abgabe eines öffentlichen Kaufangebots an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der angebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der angebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Schlussauktion der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an den fünf Handelstagen vor der öffentlichen Ankündigung des Angebots um nicht mehr als 10 % (ohne Erwerbsnebenkosten) übersteigen oder unterschreiten.
Das Angebot bzw. die Aufforderung können unter anderem eine Annahmefrist, Bedingungen sowie die Möglichkeit vorsehen, die Kaufpreisspanne während der Annahme- bzw. Angebotsfrist anzupassen, wenn sich nach der Veröffentlichung eines formellen Angebots während der Annahmefrist erhebliche Kursbewegungen ergeben. Bei einer solchen Anpassung ist dann maßgeblich das arithmetische Mittel der Schlussauktionskurse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung an den fünf Börsenhandelstagen vor dem Beschluss des Vorstands über die Anpassung. Überschreitet die Zeichnung das Volumen des Angebots, erfolgt die Annahme nach Quoten. Sofern mithin die Zahl der angedienten Aktien die von der Gesellschaft insgesamt zum Erwerb vorgesehene Aktienanzahl übersteigt, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als dass der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Aktien erfolgt. Dabei kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 angedienter Aktien je Aktionär vorgesehen werden.
Der Vorstand wird ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch in anderer Weise zu veräußern. Bei einer Veräußerung im Börsenhandel darf der Veräußerungspreis pro Aktie die durchschnittlichen Börsenschlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörse an den dem Veräußerungsgeschäft vorangehenden zehn Börsenhandelstagen um nicht mehr als 10 % (ohne Veräußerungsnebenkosten) unterschreiten.
Bei einer Veräußerung außerhalb des Börsenhandels darf der Veräußerungspreis die durchschnittlichen Börsenschlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörse an den zehn vorangegangenen Börsenhandelstagen vor der Abgabe des Veräußerungsangebotes um nicht mehr als 10 % (ohne Veräußerungsnebenkosten) unterschreiten. Der Veräußerungspreis darf den rechnerischen Nennbetrag der Aktien nicht unterschreiten. Die erworbenen eigenen Aktien können ferner unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem, um sie Dritten beim Zusammenschluss mit Unternehmen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder anderen Wirtschaftsgütern anzubieten.
„Veräußern" in diesem Sinne umfasst auch Erwerbsoptionen und darlehensweise Überlassung. Der Wert der Sachleistung darf dabei bei einer Gesamtbeurteilung nicht unangemessen niedrig sein.
Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass auf die durch § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG angeordnete Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgeschlossen wurde, insbesondere im Rahmen des Genehmigten Kapitals II.
Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Wesentliche Vereinbarungen bei Kontrollwechsel
Im Falle eines Kontrollwechsels besitzen die Vorstände der INDUS Holding AG im Rahmen ihrer Anstellungsverträge ein außerordentliches Kündigungsrecht. In diesem Fall bestehen unterschiedliche Abfindungsansprüche. Grundsätzlich ist dies die Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:
Wirtschaftsleistung bricht 2009 so stark ein wie noch nie
Die deutsche Wirtschaft ist 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit -5,0 % war der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Der wirtschaftliche Einbruch fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Im ersten Quartal 2009 sank das BIP im Vergleich zum schwachen letzten Quartal 2009 nochmals um 3,5 %. Anschließend tendierte die deutsche Wirtschaftsleistung mit einem Plus von 0,4 % im zweiten Quartal und 0,7 % im dritten Quartal wieder moderat nach oben. Gegen Jahresende aber stagnierte die Entwicklung, das vierte Quartal blieb auf dem Niveau des Vorquartals. Im Jahresverlauf zeichnete sich damit eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau ab.
Diese Entspannung wirkte sich stabilisierend auf die Arbeitslosenquote aus. Laut Bundesagentur für Arbeit waren Ende Dezember des vergangenen Jahres 3,3 Mio. Menschen ohne Arbeit, dies entspricht einer Erwerbslosenquote von 7,8 %. Zwar liegt die Arbeitslosenzahl damit über Vorjahresniveau (Stand Dezember 2008: 3,1 Mio.), doch die schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht erfüllt. Zudem ist die Zahl der Kurzarbeiter seit dem Höhepunkt im Mai mit rund 1,5 Mio. auf „nur" noch rund 1 Mio. Beschäftigte gegen Ende September 2009 gesunken. Prognosen gehen aber davon aus, dass die Arbeitslosenquote 2010 stärker ansteigen wird.
Privater Verbrauch stützte die Konjunktur
Trotz steigender Arbeitslosigkeit, sinkender Beschäftigung und kaum höherer verfügbarer Einkommen (+ 0,2 %) brach der private Verbrauch nicht ein, sondern stützte mit einem leichten Anstieg um 0,3 % die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Einen positiven Effekt auf die Nachfrage hatten die durch die „Abwrackprämie" ausgelösten Autokäufe. Eine weitgehende Preisstabilität, bedingt durch den stark rückläufigen Ölpreis, half zusätzlich, den Verbraucherpreisanstieg auf 0,4 % zu begrenzen. Die aktuelle Aufwärtsentwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren und der Aktienkurse lässt auf eine weitere Erholung der Wirtschaft hoffen. Auch Frühindikatoren wie der IFO-Geschäftsklimaindex spiegeln den verhaltenen Optimismus der Branche wider. Der Index steigt seit seinem Tiefstand im März 2009 stetig an. Einen ersten kleinen Dämpfer erhielt er allerdings im Februar 2010. Die seit Frühjahr 2010 steigende Unsicherheit über die wirtschaftliche Lage in den Euro-Ländern Spanien, Griechenland, Portugal und Irland schwächt zudem den Euro. Die massiv steigende Verschuldung in nahezu allen westlichen Volkswirtschaften birgt erhebliche Risiken und zeigt, dass die Krise noch längst nicht durchstanden ist.
In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung unterschiedlich. Die Medizintechnikbranche verzeichnete kaum Einbrüche; hart getroffen wurden dagegen Automobilzulieferer, metallverarbeitende Betriebe, und als Spätzykliker auch der Bereich Maschinenbau. Die Bauindustrie profitierte von den staatlichen Konjunkturprogrammen. Für Details zu den branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verweisen wir auf den nachfolgenden Segmentbericht.
Weltweite Erholung zum Jahresende 2009 eingesetzt
Auch weltweit hat sich der Konjunkturabschwung im Jahresverlauf 2009 nach und nach verlangsamt. Im dritten Quartal erholten sich vor allem China und Süd- und Ostasien, während sich in den USA und Westeuropa die wirtschaftliche Lage auf niedrigem Niveau stabilisierte. Zwar deuten zum Jahresende einige Wirtschaftsindikatoren auf Entspannung hin – unter anderem durch den Aufbau von Lagerbeständen in allen Industriezweigen. Offen ist, wie nachhaltig die Erholung ist, denn derzeit wird die Weltwirtschaft noch durch umfangreiche staatliche Programme und eine gezielte Geldpolitik gestützt. Die Bundesregierung rechnet in ihrem aktuellen Jahreswirtschaftsbericht für 2010 mit einem Wachstum von 1,4 %.
Umsatz und Ergebnisentwicklung
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| Übersicht über wesentliche Kennzahlen der INDUS-Gruppe | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008* |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 769,5 | 920,1 |
| EBITDA | 100,7 | 133,4 |
| EBIT | 54,6 | 90,3 |
| EBT | 26,9 | 60,0 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 11,4 | 27,9 |
| Bilanzsumme | 913,5 | 965,5 |
| Eigenkapital | 241,7 | 246,4 |
| Nettoverschuldung | 408,3 | 438,5 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 26,5 | 25,5 |
| Eigenkapital der AG | 484,4 | 506,7 |
| Eigenkapitalquote der AG (in %) | 53,0 | 53,1 |
| Operativer Cashflow | 106,6 | 107,3 |
| Cashflow aus Geschäftstätigtkeit | 77,1 | 80,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigtkeit | -32,7 | -55,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -39,1 | -14,9 |
| Liquide Mittel zum 31.12. | 93,5 | 87,8 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,77 | 1,78 |
| Cashflow je Aktie (in EUR) | 4,20 | 4,39 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 0,50** | 0,80 |
| Mitarbeiter | 5.371 | 5.862 |
| — Inland | 4.549 | 4.999 |
| — Ausland | 822 | 863 |
| Beteiligungen (Anzahl zum 31.12.2009) | 40 | 41 |
* Vorjahreszahlen gemäß IFRS angepasst
** Vorschlag
Veränderungen im Konsolidierungskreis
In den Abschluss einbezogen sind 116 voll konsolidierte Tochterunternehmen und 3 at equity bewertete Unternehmen. Der Verkauf von WFV im Dezember 2009 führte zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen.
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| Umsatzentwicklung | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008* |
| --- | --- | --- |
| Umsatz Konzern | 769,5 | 920,1 |
| Umsatz inkl. Innenumsätze | 819,5 | 983,8 |
| davon: | ||
| Inland | 451,4 | 544,5 |
| Ausland | 368,1 | 439,3 |
* Vorjahreszahlen gemäß IFRS angepasst
Umsatzentwicklung der INDUS-Gruppe:
Angesichts Krise noch moderater Rückgang
Der Konzernumsatz der INDUS-Gruppe verringerte sich im Geschäftsjahr um rund 16 % auf 769,5 Mio. EUR (Vorjahr 920,1 Mio. EUR). Damit war der Umsatz wie im Vorfeld angekündigt zwar rückläufig, lag aber über den im Jahresverlauf angekündigten 740 bis 750 Mio. EUR.
Erträge und Aufwendungen durch Restrukturierungsmaßnahmen beeinflusst
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen 2009 deutlich an – von 14,5 Mio. EUR in 2008 auf 23,6 Mio. EUR in 2009. Darin enthalten sind Kurzarbeitergelder in Höhe von rund 3,7 Mio. EUR. Der Materialaufwand sank sowohl absolut von 441,1 Mio. EUR auf 338,1 Mio. EUR als auch prozentual. Die Materialaufwandsquote reduziert sich im Berichtsjahr damit deutlich auf 43,9 % (Vorjahr: 47,9 %). Durch die massive Wirtschaftskrise sanken die Preise für Rohstoffe in erheblichem Umfang und infolge des verstärkten Wettbewerbs kam es zu drastischen Preiskämpfen. Diese Situation konnten viele Töchter nutzten, um neue Lieferverträge zu besseren Konditionen abzuschließen. Gerade unsere materialintensiven Unternehmen profitierten davon.
Der Personalaufwand fiel ebenfalls absolut von 241,8 Mio. EUR auf 231,5 Mio. EUR in 2009. In der Position enthalten sind einmalige Aufwendungen für Abfindungen und Sozialpläne in Höhe von rund 3,5 Mio. EUR, die durch krisenbedingte Personalanpassungsmaßnahmen erforderlich wurden. Weiterhin entfielen 194,1 Mio. EUR auf Löhne und Gehälter, 35,7 Mio. EUR auf soziale Abgaben und 1,7 Mio. EUR auf Aufwendungen für Altersversorgung. Die Personalaufwandsquote sank nicht umsatzproportional, sondern erhöhte sich auf 30,0% (Vorjahr: 26,0%). Bereinigt um die Zahlungen für Kurzarbeit und die außerordentlichen Aufwendungen für Personalmaßnahmen ergibt sich ein Personalaufwand von 224,3 Mio. EUR.
Die Abschreibungen liegen mit 46,1 Mio. EUR nur leicht über dem Vorjahresniveau mit 43,1 Mio. EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen infolge der Impairmenttests betrafen das Segment Fahrzeugkomponenten/Entwicklung und lagen bei 5,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Basis des Impairment-Tests ist die für jedes Unternehmen rollierende mittelfristige bottom-up-Planung für die jeweils nächsten drei Geschäftsjahre. INDUS geht angesichts der nur allmählichen Konjunkturerholung für die nächsten Jahre nicht von einem kräftigen Aufschwung aus und hat dies seiner Zukunftsbewertung zugrunde gelegt. Unter anderem aufgrund gesunkener Kapitalkosten war ein WACC (Weighted average cost of capital) von 8,5 % anzusetzen (Vorjahr: 10,0%).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen deutlich unter dem Vorjahr und sanken auf 109,7 Mio. EUR (Vorjahr: 131,7 Mio. EUR). In dieser Position sind neben variablen Kosten auch Fixkosten wie Mieten, Pachten und Leasingverpflichtungen enthalten. Im Vorjahr waren hier Einmalaufwendungen für den Aufbau einer US-Fertigungsstätte unserer Tochter SELZER enthalten, die im Zuge des Absatzrückgangs auf dem amerikanischen Markt nicht mehr realisiert wurde.
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| Entwicklung EBITDA und EBIT | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008* |
| --- | --- | --- |
| EBITDA | 100,7 | 133,4 |
| EBIT | 54,6 | 90,3 |
* Vorjahreszahlen gemäß IFRS angepasst
Ergebnisse gingen krisenbedingt zurück
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Berichtsjahr von 133,4 Mio. EUR auf 100,7 Mio. EUR zurück. Die leicht erhöhten Abschreibungen führten zu einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das mit 54,6 Mio. EUR 60 % des Vorjahresniveaus erreichte. Das EBIT spiegelt die Effekte aus dem krisenbedingten Umsatzrückgang wider. Es enthält zudem neben den Einmalaufwendungen für Personalmaßnahmen in Höhe von 3,5 Mio. EUR die außerplanmäßigen Impairment-Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Die EBIT-Marge für die INDUS-Gruppe reduzierte sich im Rezessionsjahr 2009 auf 7,1 % (Vorjahr: 9,8%).
Das Zinsergebnis verbesserte sich von -30,3 Mio. EUR auf -27,7 Mio. EUR, bedingt durch reduzierte Marktwerte für Zinssicherungsgeschäfte. Damit profitierte die INDUS-Gruppe von ihren langfristigen Kreditverträgen mit günstigen Konditionen und ihren reduzierten Verbindlichkeiten. Die Zinserträge sanken auf 1,4 Mio. EUR; Zinssicherungsinstrumente setzt die Gruppe immer nur zur Risikoabsicherung ein und hält die Derivate endfällig. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging auf 26,9 Mio. EUR zurück. Die Steuern sanken aufgrund der geringeren Ergebnisse von 26,8 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR. Die Steuerquote, inklusive latenter und aperiodischer Steuern, liegt bei 45,2 % (Vorjahr: 44,7 %).
Das Konzernergebnis nach Steuern reduzierte sich auf 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,9 Mio. EUR); davon stehen den Aktionären der INDUS Holding AG 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 27,4 Mio. EUR) und den Minderheiten 0,6 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,77 EUR (Vorjahr: 1,78 EUR).
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| Entwicklung der Ertragskennziffern | ||
|---|---|---|
| in % | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| EBIT-Marge | 7,1 | 9,8 |
| Eigenkapitalrendite | 4,5 | 11,1 |
| Gesamtkapitalrendite | 1,2 | 2,8 |
Gewinnverwendung:
Dividende von 0,50 EUR vorgeschlagen
Angesichts der starken Rezession im Geschäftsjahr 2009 und der noch schwachen Erholung nach der Krise sieht der vom Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat getroffene Gewinnverwendungsvorschlag eine Dividende von 0,50 EUR vor. Dies entspricht einer Dividendenrendite von rund 4,2 % auf den Jahresschlusskurs.
Segmentbericht
INDUS hat für das aktuelle Berichtsjahr eine Neuordnung ihrer Segmente vorgenommen. Damit wollen wir mehr Transparenz bei der Darstellung unserer Kernaktivitäten herstellen. Vorrangiges Ziel war es, die Unternehmen in den vormaligen Segmenten Konsum und Übrige klarer darzustellen und unser Engagement im Zukunftssegment Medizintechnik deutlich zu machen. INDUS stellt im engeren Sinne keine klassischen Konsumgüter her, vielmehr produzieren einige Unternehmen aus diesem Bereich Produkte zur Gesundheitsvorsorge. Das Segment „Übrige Beteiligungen" ist durch die Akquisition von KÖSTER 2008 nochmals gewachsen und machte daher eine Aufteilung erforderlich.
Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich jetzt in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugkomponenten/Engineering, Metall/Metallverarbeitung und Medizintechnik/Life Science. Besonders das letzte Segment ist für INDUS attraktiv. Hier wollen wir langfristig wachsen. Weitere interessante Perspektiven sehen wir in der Umwelttechnik sowie der Mess-, Regel- und Energietechnik.
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| Umsatzverteilung 2009 nach Segmenten | |
|---|---|
| in % | 2009 |
| --- | --- |
| Bau/Infrastruktur | 24,6 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 14,1 |
| Fahrzeugkomponenten/Engineering | 25,9 |
| Metall/Metallverarbeitung | 25,4 |
| Medizintechnik/Life Science | 10,0 |
| EBIT 2009 nach Segmenten | |
| in Mio. EUR | 2009 |
| Bau/Infrastruktur | 28,1 |
| Maschinen- und Anlagenbau | 9,9 |
| Fahrzeugkomponenten/Engineering | -8,4 |
| Metall/Metallverarbeitung | 18,5 |
| Medizintechnik/Life Science | 10,8 |
| Überleitung | -4,3 |
| Gesamt | 54,6 |
Wirtschaftliche Lage in der Bauindustrie:
Konjunkturelle Trendwende im Sommer 2009
Die deutsche Bauindustrie profitierte 2009 von den staatlichen Konjunkturprogrammen, seit August zog der Auftragseingang an. Für die Monate Januar bis November 2009 meldete der Hauptverband der deutschen Bauindustrie zwar ein Umsatz- bzw. Auftragsminus von nominal 4,2 % bzw. nominal 6,3 %, aber der Öffentliche Bau und der Wohnungsbau stabilisierten zunehmend die Lage. Der Öffentliche Bau war 2009 die wichtigste Stütze der Baukonjunktur: Über den gesamten Zeitraum von Januar bis November stieg der Auftragseingang um 2,6 % und die Aufträge wurden mit einem Umsatzplus von 3,1 % auch wirksam. Der Wirtschaftsbau steckte 2009 in der Krise, auch wenn sich das Tempo der Abwärtsentwicklung verringerte. Für die ersten elf Monate 2009 ergibt sich ein Orderminus von 15,9 %. Entsprechend lag der baugewerbliche Umsatz für Januar bis November bei -8,8 %. Eine Trendwende ist im Wirtschaftsbau kurzfristig nicht in Sicht. Die konjunkturelle Stabilisierung im Wohnungsbau kommt dagegen voran: Der Auftragseingang lag im November 2009 mit nominal 2,2 % im Plus (Jan.-Nov.: -1,2 %), die Baugenehmigungen (Zahl der Wohnungen) sind sogar um 19 % gestiegen (Jan.-Nov.: -0,2 %).
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| Segmentergebnis Bau/Infrastruktur | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 189,2 | 193,3 |
| EBIT | 28,1 | 21,6 |
| EBIT-Marge (in %) | 14,8 | 11,2 |
| Abschreibungen | -4,8 | -4,9 |
Umsatzerlöse und Ergebnis im INDUS-Segment Bauindustrie/Infrastruktur deutlich über Branchendurchschnitt
Das Segment Bau/Infrastruktur umfasste zum 31. Dezember 2009 neun operative Einheiten. Die Umsatzerlöse des Segments Bauindustrie erreichten im Berichtsjahr mit 189,2 Mio. EUR nahezu das Niveau des Jahres 2008 und lagen somit im Branchentrend. Positiv gegen den Trend entwickelte sich dagegen die Ergebnissituation: die Unternehmen der INDUS-Gruppe legten im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 6,5 Mio. EUR auf 28,1 Mio. EUR zu und übertrafen damit das wirtschaftlich sehr gute Jahr 2008. Für diesen Ergebnissprung waren unter anderem die Schwerpunkte in den Bereichen Infrastruktur und Gebäudesanierung verantwortlich. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 14,8 % (Vorjahr: 11,2 %). Die Rentabilität der Segmentunternehmen von INDUS liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt der Bauindustrie.
Wirtschaftliche Lage im Maschinen- und Anlagenbau:
Maschinenbestellungen fielen so schnell und so drastisch wie noch nie
Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau war das Jahr 2009 das schlechteste Jahr seit Jahrzehnten. Die Branche musste einen Produktionsrückgang von real knapp 25 % verkraften. Das Produktionsvolumen lag nur noch bei 151 Mrd. EUR. Vor allem bei Bau- und Baustoffmaschinen, Elektronikfertigung, Holzbearbeitungsmaschinen und auch der Fluidtechnik sanken die Aufträge um 40 % und mehr. Die Hersteller von Hütten- und Walzwerkeinrichtungen und Bergbaumaschinen konnten dank hoher Auftragsbestände und langer Durchlaufzeiten noch Umsatzzuwächse melden. Insgesamt geht der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer für 2010 davon aus, dass der deutsche Maschinenbau in Summe das Produktionsvolumen des Jahres 2009 in etwa halten kann, mit einer leicht positiven Tendenz im Jahresverlauf.
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| Segmentergebnis Maschinen- und Anlagenbau | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 108,3 | 136,5 |
| EBIT | 9,9 | 14,3 |
| EBIT-Marge (in %) | 9,1 | 10,5 |
| Abschreibungen | -2,6 | -5,9 |
INDUS-Segment Maschinen- und Anlagenbau zeigt relative Stärke
Das Segment Maschinen- und Anlagenbau umfasste zum 31. Dezember 2009 acht operative Einheiten. Die Unternehmen des Segments Maschinenbaus konnten sich dem allgemeinen Branchentrend 2009 nur teilweise entziehen; ihre Umsatzerlöse lagen mit 108,3 Mio. EUR rund 20 % unter dem Vorjahr. Sie profitierten zu Jahresbeginn von einem immer noch hohen Auftragsbestand, spürten aber ab dem zweiten Quartal vermehrt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Angesichts von Umsatzrückgängen von 40 % und mehr in der gesamten Branche hat sich das Segment im Vergleich als relativ stabil erwiesen. Im Ergebnis vor Steuern und Zinsen sind Einmalaufwendungen für Personalmaßnahmen in Höhe von rd. 1 Mio. EUR verarbeitet. Das EBIT erreichte 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 14,3 Mio. EUR), die EBIT-Marge lag bei 9,1 % (Vorjahr 10,5 %). Verglichen mit der Ertragssituation der gesamten Branche hebt sich das INDUS-Segment damit deutlich positiv ab.
Wirtschaftliche Lage in der Automobil-Branche:
Abwrackprämie verhindert noch stärkeren Einbruch des Pkw-Markts
Das internationale Pkw-Geschäft hat sich 2009 deutlich besser entwickelt als erwartet. Für die Neuzulassungen wurde noch zu Beginn des Berichtsjahres ein weltweiter Einbruch von 15 bis 20 % prognostiziert. Auf vielen Auslandsmärkten sorgten jedoch staatliche Anreize für eine Belebung des Neuwagengeschäfts, sodass der Pkw-Absatz im Gesamtjahr lediglich um 3 % rückläufig war. Im Inland wurden 3,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Aufgrund des schwachen ersten Halbjahres wurden im Gesamtjahr 2009 in Deutschland mit knapp 5 Mio. Pkw aber 10 % weniger Fahrzeuge als im Vorjahr produziert. Auch die Ausfuhren sanken um 17 % auf gut 3,4 Mio. Einheiten. 2010 erwartet der Verband der Automobilindustrie eine Normalisierung mit 2,75 bis 3 Mio. Neuzulassungen. Die Hoffnungen ruhen dabei auf Asien: Der Pkw-Absatz in Indien hat allein im November 2009 um zwei Drittel zugelegt; China wird das Jahr 2009 mit einem Plus von über 40 % abschließen. Sorgenkind bleibt der Nutzfahrzeugbereich: im Gesamtjahr sank der Absatz in Deutschland um 28 %, die Produktion wurde um rund die Hälfte gedrosselt.
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| Segmentergebnis Fahrzeugkomponenten/Engineering | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 199,3 | 290,5 |
| EBIT | -8,4 | 21,1 |
| EBIT-Marge (in %) | -4,2 | 7,3 |
| Abschreibungen | -26,2 | -20,3 |
Berg- und Talfahrt im INDUS-Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering
Zum 31. Dezember 2009 umfasste das Segment 12 operative Einheiten. Es war 2009 am stärksten von der Krise betroffen. Die Umsatzerlöse des Segments Fahrzeugkomponenten/Entwicklung sanken aufgrund des starken Nachfrageeinbruchs im ersten Halbjahr 2009 deutlich auf 199,3 Mio. EUR (Vorjahr: 290,5 Mio. EUR). Trotz der im Sommer größtenteils bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und einer Belebung im zweiten Halbjahr blieben Segmentumsatz und -ergebnis damit weit unter dem Niveau des Vorjahrs. Zudem belasten außerordentliche Aufwendungen von rund 2,5 Mio. EUR für Personalanpassungen das Ergebnis. Von den 12 Unternehmen im Segment waren ein Drittel der Beteiligungsunternehmen, die direkt an Automobilhersteller und große Automobilzulieferer liefern, besonders betroffen. Hier hat INDUS zeitnah und intensiv reagiert und durch umfassende Reorganisationsmaßnahmen in 2009 die Gesellschaften wieder profitabel aufgestellt. Die weiteren Unternehmen im Segment verzeichneten zwar teilweise Umsatzrückgänge, erzielten aber dennoch operativ positive Erträge. Das EBIT sank von 21,1 Mio. EUR auf -8,4 Mio. EUR, die EBIT-Marge war demzufolge negativ (EBIT-Marge 2008: 7,3 %). Im EBIT sind Abschreibungen aus Impairmenttests in Höhe von 5,8 Mio. EUR enthalten.
Wirtschaftliche Lage in der Metall- und Elektroindustrie:
Jäher Absturz in 2009, aber Talsohle durchschritten
Die Weltwirtschaftskrise hat die deutsche Metall- und Elektroindustrie 2009 voll getroffen. Vom Höchststand im August 2008 sank die Produktion innerhalb von nur sechs Monaten um 29 %. Die Auftragseingänge gingen im gleichen Zeitraum sogar um 34 % zurück. Einen solchen Einbruch hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nicht gegeben. Dennoch haben die Firmen nur knapp 5 % der Arbeitsplätze abgebaut. Diese Strategie hat viele Unternehmen stark belastet und die Metall- und Elektro-Industrie 2009 insgesamt in die Verlustzone getrieben – erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg.
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| Segmentergebnis Metall/Metallverarbeitung | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 195,7 | 219,5 |
| EBIT | 18,5 | 24,9 |
| EBIT-Marge (in %) | 9,4 | 11,3 |
| Abschreibungen | -8,7 | -7,9 |
INDUS-Segment Metall/Metallverarbeitung verzeichnet gegenüber der Branchen nur moderate Rückgänge
Das Segment Metall/Metallverarbeitende Industrie umfasste zum 31. Dezember 2009 acht operative Einheiten. Ähnlich wie im Segment Maschinen- und Anlagenbau wurden auch die Unternehmen des Segments Metall/Metallverarbeitung von der Rezession erfasst. Die INDUS-Töchter konnten sich aber in Summe mit Umsatzerlösen von 195,7 Mio. EUR (Vorjahr: 219,5 Mio. EUR) vergleichweise ordentlich behaupten. Ein Grund für den begrenzten Umsatzrückgang im Branchenvergleich liegt auch in der Diversifikation innerhalb des Segments. Umsatzeinbrüchen bei Aktivitäten für die Grundstoffindustrie wie zum Beispiel Stahl, Guss etc. standen unter anderem stabile Umsätze im Bereich Hartmetallwerkzeuge für den Straßenbau gegenüber. Das Segmentergebnis sank auf 18,5 Mio. EUR, die EBIT-Marge fiel aber mit 9,4 % (Vorjahr: 11,3 %) im Branchenvergleich noch zufriedenstellend aus; damit liegt das INDUS-Segment in puncto Ertrag deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Wirtschaftliche Lage in der Branche Medizintechnik:
Krisenfest trotz Rezession
Die deutsche Medizintechnik erwies sich 2009 als krisenfest. Je nach Interessenverband und Teilmarktsegmenten berichtet die Branche von einem leichten Rückgang des Gesamtumsatzes bedingt durch Einsparungen im Gesundheitswesen beziehungsweise leichten Zuwachs in Bereichen. Weltweit ist Deutschland die Nummer drei im Markt für Medizintechnik. In Deutschland sind die meisten Betriebe kleine und mittlere Unternehmen. Laut dem Branchenverband Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) betragen die Gesundheitsausgaben im Bereich der Medizinprodukte in Deutschland über 23 Mrd. EUR. Die Unternehmen der Medizintechnologie trotzen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Zwar hielt der inländische Preisdruck weiter an, er konnte aber in den meisten Bereichen durch weitere Absatzsteigerungen aufgrund steigender Fallzahlen kompensiert werden. Es litten jedoch die Deckungsbeiträge und die Gewinnsituation der Unternehmen.
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| Segmentergebnis Medizintechnik/Life Science | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 76,9 | 81,0 |
| EBIT | 10,8 | 12,5 |
| EBIT-Marge (in %) | 14,0 | 15,4 |
| Abschreibungen | -3,5 | -3,3 |
INDUS-Segment Medizintechnik/Life Science hält trotz leichtem Umsatzrückgang Renditeniveau
Das Segment Medizintechnik umfasste zum 31. Dezember 2009 drei operative Einheiten. Die Entwicklung im Segment verlief erfreulich. Die Unternehmen verzeichneten zwar einen leichten konjunkturbedingten Umsatzrückgang auf 76,9 Mio. EUR (Vorjahr: 81,0 Mio. EUR), konnten das aber in der Ergebnissituation nahezu auffangen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen lag mit 10,8 Mio. EUR nahe am Vorjahresniveau von 12,5 Mio. EUR. Die EBIT-Marge lag bei 14,0 % (Vorjahr: 15,4 %). Hier sieht INDUS unter anderem ein zukunftsträchtiges Betätigungsfeld mit zukünftig guten und stabilen Wachstumsraten und Ertragsmargen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl sank krisenbedingt
Unser Geschäft lebt vom Fachwissen und vom loyalen Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie identifizieren sich in einem hohen Maß mit ihrem Unternehmen. Das ist aus unserer Sicht eine der wesentlichen Stärken mittelständischer Unternehmen. INDUS ist sich daher seiner hohen sozialen Verantwortung bewusst. Die aufgrund der Krise in Teilbereichen unumgänglichen Personalanpassungen dienten dem Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten und die Unternehmen stabil durch die Rezession zu steuern.
Zu Beginn der Krise reagierte INDUS bei den flexiblen Kapazitäten: die Zeitarbeit wurde reduziert, befristete Verträge wurden nicht verlängert und die Überstunden- und Urlaubskonten reduziert beziehungsweise abgebaut. Nur in unvermeidbaren Fällen wurden im Jahresverlauf betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Dabei achteten wir bei der Entscheidungsfindung und Umsetzung auf sozial verträgliche und tragfähige individuelle Lösungen für die einzelnen Standorte und Belegschaften. Im Berichtsjahr beschäftigten die Unternehmen in der INDUS-Gruppe durchschnittlich 5.371 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.862 Mitarbeiter).
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| Mitarbeiter nach Standorten | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Inland | 4.549 | 4.999 |
| Ausland | 822 | 863 |
| Gesamt | 5.371 | 5.862 |
Um die qualifizierte Stammbelegschaft mit ihrem wertvollen Fachwissen zu erhalten, nutzten einige Unternehmen in der INDUS-Gruppe im Jahresverlauf das Instrument der Kurzarbeit. Zum Ende des ersten Quartals 2009 war rund ein Viertel der Mitarbeiter der INDUS-Gruppe in Kurzarbeit, zur Jahresmitte stieg der Prozentsatz auf über 30%. Die Stabilisierung der Konjunktur und die in Teilbereichen, insbesondere in der Automobilindustrie anziehende Nachfrage, führten im zweiten Halbjahr zu einer nachhaltigen Rückführung dieses Instruments. Zum Jahresende 2009 bezogen nur noch rund 600 Mitarbeiter Kurzarbeitergeld.
Personalentwicklung steht weiter im Fokus
Für uns besitzt die Ausbildung junger Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen einen hohen Stellenwert. Das wird auch von Außenstehenden honoriert: 2009 wurde unsere Beteiligung REMKO von der IHK Lippe für ihr Engagement in Sachen Ausbildung besonders ausgezeichnet, unsere Tochter OFA erhielt den Preis „Bazubi" der Stadt Bamberg.
Unsere Gesellschaften haben im Berichtsjahr ihr hohes Engagement trotz Krise beibehalten. So investierte beispielsweise unsere Beteiligung SIMON in den Neubau einer Lehrwerkstatt und der Automobilzulieferer SELZER garantierte allen Teilnehmern der zweigleisigen Ausbildung „Studium plus" den Abschluss der Maßnahme. Aktuell bildet die INDUS-Gruppe 272 junge Menschen (Vorjahr: 302) aus; das entspricht einer Ausbildungsquote von 5,1 % (Vorjahr 5,2 %).
Die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungsgesellschaften umfassende Weiterbildungsmaßnahmen an, abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows.
Finanzmanagementsystem
Die Steuerung des Finanzmanagementsystems erfolgt innerhalb der INDUS-Gruppe zentral durch die Führungsgesellschaft. Das Finanzmanagement umfasst im Wesentlichen die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Krediten sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Ziel dieses zentralen Ansatzes ist es, den traditionell hohen erwirtschafteten operativen Cashflow optimal zu nutzen. INDUS achtet auf einen bestmöglichen, breit gestreuten Mix aus Finanzierungsinstrumenten und -instituten, um seine Finanzierungsoptionen möglichst kostengünstig zu nutzen. Die Gruppe setzt unterschiedliche Instrumente wie ABS-Programme (Asset backed securities), Forderungsverkäufe, Schuldscheindarlehen und langlaufende Bankkredite ein. Diese sind auf diverse Institute verteilt.
Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit festen Finanzierungszusagen der Banken wollen wir jederzeit flexibel investieren können. Bei der Finanzierung legt INDUS Augenmerk auf eine langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Vielzahl solider deutscher Kreditinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung der Gruppe sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.
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| Kapitalflussrechnung | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Operativer Cashflow | 106,6 | 107,3 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 77,1 | 80,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -32,7 | -55,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -39,1 | -14,9 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 93,5 | 87,8 |
Kapitalflussrechnung:
Hoher operativer Cashflow trotz Konjunktureinbruchs
Der operative Cashflow (Mittelzufluss) blieb mit 106,6 Mio. EUR (Vorjahr: 107,3 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von 14,7 Mio. EUR trugen insbesondere der Abbau der Vorräte und die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hierzu bei.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) verringerte sich deutlich auf -32,7 Mio. EUR (Vorjahr: -55,5 Mio. EUR). Dieser deutliche Rückgang ist im Wesentlichen durch die angesichts der Wirtschaftskrise gezielte Investitionszurückhaltung bedingt.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) stieg auf -39,1 Mio. EUR (Vorjahr: -14,9 Mio. EUR). Im Berichtsjahr tilgte INDUS Kredite in einem Volumen von 108,5 Mio. EUR. Dies sind 25,3 Mio. EUR mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden durch Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 84,1 Mio. EUR die liquiden Mittel aufgestockt, sodass die Liquiditätsreserve zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Mio. EUR auf 93,5 Mio. EUR ausgebaut wurde.
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| Investitionen | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Investitionen | 34,7 | 49,6 |
| — Investition in Sachanlagen | 29,4 | 44,9 |
| davon in: | ||
| — Technische Anlagen und Maschinen | 15,9 | 21,2 |
| — And. Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 7,4 | 10,1 |
| — Grundstücke und Gebäude | 2,0 | 3,4 |
| — Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | 4,1 | 10,2 |
| — Investition in immaterielles Anlagevermögen | 5,3 | 4,7 |
Investitionen:
Abschreibungen zeigt hohes Investitionsniveau der Vorjahre
Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 34,7 Mio. EUR (Vorjahr: 49,6 Mio. EUR). Hiervon entfielen 29,4 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 5,3 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen. Die Investitionen in Sachanlagen betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 15,9 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 7,4 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 2,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen bei 46,1 Mio. EUR und damit aufgrund der Investitionstätigkeit des Vorjahres über dem Niveau von 2008 mit 43,1 Mio. EUR. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bildeten vor allem Erhaltungsmaßnahmen und die Fertigstellung periodenübergreifender Erweiterungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gingen zurück
Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing, operatives Leasing für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2009 bei 75,3 Mio. EUR (Vorjahr: 81,8 Mio. EUR). Weitere außerbilanzielle Finanzierungsformen, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben, bestanden nicht.
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| Bilanzstruktur | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| AKTIVA | 913,5 | 965,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 564,1 | 583,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 349,3 | 381,7 |
| PASSIVA | 913,5 | 965,5 |
| Eigenkapital | 241,7 | 246,4 |
| Langfristige Schulden | 413,2 | 440,0 |
| Kurzfristige Schulden | 258,6 | 279,1 |
Vermögenslage
Aktivseite:
Abbau der Vorräte und Investitionszurückhaltung bei den Sachanlagen
Auf der Aktivseite fielen die langfristigen Vermögenswerte auf 564,1 Mio. EUR (Vorjahr: 583,9 Mio. EUR). Der Geschäftswert verringerte sich im Wesentlichen durch die Abschreibungen aus Impairment auf 289,6 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögenswerte blieben mit 17,1 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau. Die Sachanlagen sanken aufgrund der Investitionszurückhaltung auf 238,9 Mio. EUR. Für weitere Details zu den 2009 getätigten Investitionen verweisen wir auf den Abschnitt „Investitionen". Die Finanzanlagen, at equity bewerteten Anteile und sonstigen langfristigen Vermögenswerte blieben nahezu unverändert. Gesunken sind die latenten Steuern, von 3,8 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte fielen um 32,4 Mio. EUR auf 349,3 Mio. EUR, bedingt vor allem durch die erhebliche Reduzierung der Vorräte und Forderungen. Die liquiden Mittel nahmen um 5,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zu. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben nahezu konstant, die laufenden Ertragsteuern verringerten sich auf 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR).
Passivseite:
Finanzschulden in Summe um rund 25 Mio. EUR gesenkt
Auf der Passivseite sank das Eigenkapital nur leicht um 4,7 Mio. EUR auf 241,7 Mio. EUR, eine angesichts der wirtschaftlichen Lage erfreulich stabile Entwicklung. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich zum 31. Dezember 2009 auf 26,5 % (Vorjahr 25,5 %).
Die langfristigen Schulden sanken auf 413,2 Mio. EUR (Vorjahr: 440,0 Mio. EUR), vor allem aufgrund der geringeren langfristigen Finanzschulden und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen blieben mit 2,1 Mio. EUR nahezu unverändert. Die latenten Steuern sanken um 3,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Pensionsrückstellungen fielen geringfügig um 0,2 Mio. EUR auf 16,0 Mio. EUR.
Die kurzfristigen Schulden sanken in Summe von 279,1 Mio. EUR auf 258,6 Mio. EUR, hauptsächlich bedingt durch reduzierte kurzfristige Finanzschulden, geringere kurzfristige Rückstellungen und verminderte sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten. Die laufenden Ertragsteuern gingen infolge der operativen Entwicklung merklich um 8,9 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR zurück.
Nettoverschuldung um rund 30 Mio. EUR erneut gesenkt
Die Nettoverschuldung berechnet INDUS aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden und den liquiden Mitteln. Zum 31. Dezember 2009 lag die Nettoverschuldung bei 408,3 Mio. EUR und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 438,5 Mio. EUR). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) hat sich damit auf 169 % verbessert (Vorjahr: 178 %).
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| Bilanzkennzahlen | ||
|---|---|---|
| in Mio. EUR | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Bilanzsumme | 913,5 | 965,5 |
| Liquide Mittel | 93,5 | 87,8 |
| Eigenkapital | 241,7 | 246,4 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 26,5 | 25,5 |
| Nettoverschuldung | 408,3 | 438,5 |
| Gearing (in %) | 169 | 178 |
| Working Capital | 211,3 | 244,4 |
Deutliche Reduzierung des Working Capital
Das Working Capital ermittelt sich aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen. Zum 31. Dezember 2009 verminderte sich das Working Capital um rund 14 % auf 211,3 Mio. EUR (Vorjahr: 244,4 Mio. EUR).
Ertragslage
Die Umsatzerlöse lagen in der AG mit 3,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR). Sie umfassen ausschließlich die erbrachten Beratungsleistungen der Holding für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Geschäftsbeziehungen mit außen stehenden Dritten bestanden wie in den Vorjahren nicht. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen fiel leicht von -4,5 Mio. EUR auf -3,7 Mio. EUR. Der Personalaufwand blieb mit 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) unter Vorjahresniveau.
Das Jahresergebnis 2009 wurde wesentlich beeinflusst durch den krisenbedingten Rückgang der Erträge aus Beteiligungen und Ausleihungen des Anlagevermögens, die mit zusammen 64,5 Mio. EUR um 22,1 Mio. EUR hinter den Erträgen des Jahres 2008 zurückblieben (Vorjahr: 86,6 Mio. EUR). Die Erträge aus Beteiligungen gingen auf 33,7 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 51,5 Mio. EUR), die Erträge aus Ausleihungen des Finanzvermögens sanken von 35,0 Mio. EUR auf 30,8 Mio. EUR. Die Zinserträge lagen auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sanken ebenfalls leicht auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erhöhten sich um 11,4 Mio. EUR auf 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 29,3 Mio. EUR). Diese Entwicklung spiegelt die vorgenommene Neubewertung des Finanzanlagevermögens wider. Mit dieser Korrektur wurde der schlechten Konjunkturlage Rechnung getragen. Insbesondere die Beteiligungsgesellschaften aus dem Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering, die direkt an die Automobilhersteller und großen Automobilzulieferer liefern, waren betroffen. 30,3 Mio. EUR entfielen auf dieses Segment. Weiterhin betroffen waren je ein Unternehmen aus den Bereichen Bau/Infrastruktur, Metall/Metallverarbeitung und Maschinen- und Anlagenbau. Die gestiegenen Aufwendungen aus Verlustübernahme von 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) spiegeln ebenfalls die Wirtschaftskrise wider. Die Zinsaufwendungen blieben mit 24,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
Insgesamt verringerte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf -7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 35,5 Mio. EUR). Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung somit zu einem Jahresverlust von -7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,41 EUR (Vorjahr: 1,64 EUR).
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG fiel um 40,1 Mio. EUR auf 913,6 Mio. EUR (Vorjahr: 953,7 Mio. EUR). Das Anlagevermögen wurde um 16 Mio. EUR auf 756,9 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 772,9 Mio. EUR). Innerhalb des Umlaufvermögens gingen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 20,2 Mio. EUR auf 137,3 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 157,5 Mio. EUR). Die liquiden Mittel verminderten sich auf 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 23,1 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 156,5 insgesamt um 24,1 Mio. EUR unter dem entsprechenden Vorjahresniveau von 180,6 Mio. EUR.
Das Eigenkapital betrug bei 484,4 Mio. EUR (Vorjahr: 506,7 Mio. EUR). Damit verfügt INDUS trotz der vorgenommenen Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen über eine unverändert solide Eigenkapitalquote von 53,0 % (Vorjahr: 53,1 %). Die Verbindlichkeiten sanken auf 424,5 Mio. EUR (Vorjahr: 442,3 Mio. EUR).
Mitarbeiter
In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2009 insgesamt 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 18 Mitarbeiter).
Gesamteinschätzung
Im Geschäftsjahr 2009 hat INDUS seine langfristig bewährte Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die unverändert komfortable Liquiditätssituation des Unternehmens sowie die bestehenden Finanzierungszusagen verschiedener Banken sollen 2010 genutzt werden, um das Portfolio zielgerichtet auszubauen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit 769,5 Mio. EUR deutlich unter Niveau der Vorjahre. Infolgedessen erzielte die INDUS-Gruppe eine operative EBIT-Marge von 7,1 % und lag damit rezessionsbedingt unterhalb der Zielmarke von größer 10 %. Die Finanzierungsstruktur hat sich nicht wesentlich verändert: Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt komfortable 26,5 % (Vorjahr: 25,5 %), in der AG 53,0 % (Vorjahr: 53,1 %). Insgesamt beurteilt INDUS die Geschäftssituation – trotz des schwierigen Umfelds – als stabil. Der Bestand des Unternehmens war im vergangenen Jahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Auch mittelfristig stehen INDUS sämtliche Möglichkeiten offen, die sich bietenden Chancen in einem konjunkturell noch schwierigen Umfeld zu nutzen. Gleichwohl wird das wirtschaftliche Umfeld die Beteiligungsgesellschaften auch 2010 weiter vor Herausforderungen stellen.
Chancen- und Risikomanagementsystem
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Es ermöglicht aber auch das Ergreifen neuer Chancen, um damit die Sicherung und den Ausbau der Marktposition des Unternehmens und der Beteiligungsgesellschaften zu gewährleisten. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken pflegt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem.
Die Beteiligungsgesellschaften berichten eng verzahnt mit den bestehenden Controllingprozessen im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Holding. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert und bewertet. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken mit Bedeutung für den Gesamtkonzern direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Holding kommuniziert. Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme.
Ziel ist es, mit dem implementierten Risikomanagementsystem Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Der Vorstand erarbeitet regelmäßig ausführliche Statusberichte, die die Darstellung der wesentlichen Risikopositionen enthalten. Auf dieser Basis können im gegebenen Fall zeitnah die erforderlichen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die Struktur und Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen intern überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung fließen regelmäßig in die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein, ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.
Chancen
Eng verknüpft mit dem Risikomanagement ist für INDUS das Chancenmanagement. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind umfangreiche Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedlicher Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren. Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Sie hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in den jeweiligen Nischenmärkten auszubauen.
Die Holding nutzt Chancen durch die permanente Analyse des Portfolios und der daraufhin folgenden Optimierung. Die parallel konsequente Weiterentwicklung der Portfolio-Unternehmen und die Akquisition neuer Gesellschaften stellt für INDUS eine der wichtigsten Wachstumschancen dar. Hier legt die Holding ihr Augenmerk besonders auf die Erweiterung des Portfolios um wachstumsstarke und renditestabile Unternehmen aus Zukunftsmärkten.
Umfeld- und Branchenrisiken
Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Veränderungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS die Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische wird sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko verbleibt natürlich in Extremsituationen.
INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. 55 % der Gesamtumsätze werden dabei im Inland erzielt (Vorjahr: 59 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Relativ betrachtet ist die Abhängigkeit vom deutschen Markt in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts leicht gesunken. Der Auslandsanteil stieg in den vergangenen drei Jahren um 5 Prozentpunkte. Die regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS auf weitere Weise.
Unternehmensstrategische Risiken
Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller Akquisitionsunternehmen und der Steuerung des Beteiligungsportfolios der Holding ab. Um mögliche Risiken auf dem Feld „unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Holding auf umfangreiche Instrumente zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Analysetools.
Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der operativen Entwicklung begegnet INDUS durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften sowie den wesentlichen Kunden und Lieferanten. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten auf monatlicher Basis über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen und aggregiert für die Holding gewährleisten stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns. Erforderliche Reengineeringmaßnahmen bei den Tochtergesellschaften werden durch die Holding begleitet und unterstützt.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken wie insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Lieferrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten reagieren.
Die Produktionsanlagen der Beteiligungsgesellschaften werden in einem permanenten Prozess optimiert. Hierzu setzt INDUS vielfältige Überwachungs- und Kontrollsysteme ein. Auf diesem Weg können mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Strategisches Ziel von INDUS ist es, die Produktion auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse zu internationalisieren und damit mögliche weitere Kostenvorteile zu nutzen.
Personalrisiken
Der langfristige Erfolg der INDUS-Gruppe hängt maßgeblich vom Know-how und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch ein umfassendes Angebot von zielgerichteten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung mit einem erfolgsabhängigen Anreizsystem. Die Gesamtheit dieser Maßnahmen macht INDUS und ihre Beteiligungsunternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.
Informationstechnische Risiken
Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewallsystemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Ausfallrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko. Die Finanzierung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften wird zentral durch die Holding gesteuert. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur oder von der Holding. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Holding sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Holding über entsprechende Liquiditätsreserven.
Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf über 15 Kreditinstitute, verhindert darüber hinaus eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht ein Liquiditätsrisiko trotz der aktuellen Verwerfungen im Bankensektor unwahrscheinlich ist. Das Ausfallrisiko ist durch das breit diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt fristenkongruent durch die Holding unter Vermeidung von Klumpenrisiken durch revolvierende Mittelaufnahme. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung, die per Zinsswaps wiederum in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 178,3 Mio. EUR (Vorjahr: 282,1 Mio. EUR).
Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften sowie aufgrund von Finanztransaktionen mit den schweizerischen Beteiligungsgesellschaften bestehen verstärkt Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherung betrug zum 31. Dezember 2009 insgesamt 15,3 Mio. EUR (Vorjahr: 20,4 Mio. EUR).
Rechtliche Risiken
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Aus diesem Grund wurden im vergangenen Jahr Rückstellungen für Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung in Höhe von 10,7 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 12,8 Mio. EUR). Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.
Sonstige Risiken
Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Holding noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.
Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 289,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 296,0 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR).
Internes Risiko- und Kontrollmanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 289 Abs. 5 HGB in der Fassung nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG) haben kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Gemäß § 175 Abs. 2 Satz 1 AktG in der Fassung gemäß BilMoG bezieht sich der erläuternde Bericht des Vorstands an die Hauptversammlung auch auf diese Angaben.
Als international agierendes Unternehmen unterliegt die INDUS Holding AG verschiedenen Risiken, die mit der Tätigkeit im Bereich INDUS Holding AG verbunden sind. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.
Das Kontroll- und Risikomanagement ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden und ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems der INDUS Holding AG. Das Kontroll- und Risikomanagement der INDUS Holding AG basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Die Verantwortung für die Gestaltung des Kontroll- und Risikomanagements liegt beim Vorstand, der ein aktives Monitoring der Risiken sicherstellt.
Im Rahmen des internen Kontroll- und Risikomanagements setzt die INDUS Holding AG gruppenweit etablierte Controlling-Instrumente ein. Dabei arbeitet die INDUS Holding AG mit Hilfe finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren werden vor allem Soll-Ist-Analysen herangezogen, um die Zielerreichung der Geschäftstätigkeit der INDUS Holding AG zu ermitteln. Dabei sind die Überwachung der Projektkosten und der Grad der Abweichung von der Planung als Leistungsindikator von besonderer Bedeutung. Diese Leistungsindikatoren werden in Verbindung mit den quantitativen und qualitativen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren geprüft.
Die INDUS Holding AG überwacht diese Indikatoren im Rahmen des integrierten Projektmanagements und -controllings. Dem Vorstand der INDUS Holding AG wird hierzu regelmäßig und falls nötig auch außerplanmäßig Bericht erstattet. Im Rahmen der Berichterstattung werden sämtliche Projekte unter Berücksichtigung aller Leistungsindikatoren ausführlich analysiert.
Das Risikomanagementsystem wird durch den Risikobeauftragten der INDUS Holding AG überwacht. Dieser ist für die kontinuierliche Überwachung der im Rahmen der jährlichen gruppenweiten Risikoinventur erfassten Risiken zuständig. Auf Grundlage der Risikoinventur wird jährlich ein Risikobericht erstellt. Unterjährig neu auftretende Risiken werden nach Meldung an den Risikobeauftragten in das Risikomanagementsystem aufgenommen und einem Risikoverantwortlichen zugewiesen. Risiken werden gruppenweit erfasst und nach einheitlichen Maßstäben systematisch bewertet. Soweit erforderlich, führen die Auswertungen zur Bildung entsprechender Rückstellungen.
Die INDUS Holding AG überwacht im Rahmen des Kontroll- und Risikomanagementsystems auch die Werthaltigkeit ihrer Beteiligungen an Tochterunternehmen. Hierbei werden laufend sowohl qualitative als auch quantitative Größen berücksichtigt.
Die Werthaltigkeit von Forderungen wird regelmäßig überprüft. Die Bonität von Schuldnern wird, soweit angezeigt, vor der erstmaligen Belieferung mit Hilfe von Kreditagenturen und danach in periodischen Abständen überprüft. Anlassbezogene Prüfungen finden statt, sobald sich Hinweise auf eine Änderung der Bonität ergeben. Soweit erforderlich, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.
Beurteilung der Gesamtrisikosituation
Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören insbesondere die Risiken aufgrund der aktuell schwierigen konjunkturellen Entwicklung. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in Zukunft nicht.
Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 hat die INDUS Holding AG mit weiteren 25 % nunmehr sämtliche Anteile an der OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG aus Oelde übernommen. 75 % der Anteile an OBUK erwarb INDUS bereits 2006. OBUK produziert Füllungen aus Kunststoff und Aluminium für Haustüren im Premiumbereich und konnte 2009, trotz Wirtschaftskrise, Umsatz und Gewinn steigern.
Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2010 hat sich INDUS mit 60 % an der Schweizer HAKAMA AG in Bättwil bei Basel beteiligt. Gleichzeitig wurde eine Option auf die verbleibenden 40 % der Aktien erworben. Die bisherigen Eigentümer, Marius Haberthür und Fritz Kasper, bleiben mit 40% Anteilsbesitz weiterhin als Geschäftsführer von HAKAMA tätig. Im Jahr 2009 erzielte HAKAMA mit 145 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 24 Mio. CHF. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Fertigung von komplexen Gehäusen und Baugruppen aus Feinblech, schwerpunktmäßig für medizintechnische Systeme wie Analyse- und Diagnosegeräte. Die Produkte werden im Kundenauftrag entwickelt und gefertigt und ready-to-use ausgeliefert. Zu den größten Abnehmern gehören Unternehmen, die Analysesysteme liefern, zum Beispiel für Blutdiagnostik an Labore, Ärzte und Krankenhäuser. Hauptabsatzmärkte sind die Schweiz und Deutschland.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009 sind bis auf die oben berichteten Ereignisse keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der INDUS Holding AG von wesentlicher Bedeutung sind.
Voraussichtliche Konzernentwicklung:
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabilisieren sich auf niedrigem Niveau
Die Bundesregierung prognostiziert für 2010 ein Wachstum von 1,4 %, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag schätzt sogar 2,3 % Zuwachs. Auch die fünf Wirtschaftsweisen gehen von einem Wachstum aus, und zwar um 1,6 % Trotzdem wird sich ihrer Meinung nach die Lage am Arbeitsmarkt 2010 verschlechtern. Sie gehen weiter davon aus, dass die Arbeitslosenzahl im Durchschnitt auf fast 4 Millionen steigt, da viele Unternehmen im ersten Quartal 2010 die konjunkturelle Kurzarbeit nicht verlängern werden. Das deutsche Staatsdefizit stieg 2009 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 3,3 % des Bruttoinlandproduktes (BIP), die Defizitquote dürfte 2010 nach Expertenschätzung bei über 5 % des BIP liegen.
Produzierende Industrie weiter unter Druck
Die Entwicklung innerhalb der für INDUS relevanten Teilmärkte wird von den einzelnen Branchenverbänden unterschiedlich gesehen. Angesichts des gesamtwirtschaftlich schwachen vierten Quartals 2009 haben viele Branchenexperten ihre optimistischen Schätzungen teilweise revidiert.
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie warnt davor, die derzeitige Stabilisierung schon als konjunkturelle Trendwende aufzufassen. Die Konjunkturprogramme der Bundesregierung hätten die Abwärtsentwicklung im Bauhauptgewerbe zwar vorerst gestoppt, trotzdem rechnet die Branche für 2010 mit einem weiteren Umsatzrückgang, der sich allerdings auf nominal -1,5 % abschwächen wird (2009: -4 %).
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2010 mit einer Konsolidierung auf niedrigem Niveau. Die deutsche Maschinenproduktion wird nach seiner Einschätzung in den ersten Monaten des Jahres 2010 das Vorjahresniveau teils noch deutlich verfehlen und erst später im Jahr wieder Plusraten schreiben.
Die deutsche Automobilindustrie hofft nach der Talfahrt für 2010 auf eine Normalisierung und erwartet zwischen 2,75 und 3,0 Mio. Neuzulassungen – ein Niveau, das nahe am langjährigen Durchschnitt des Pkw-Inlandsmarktes liegt. Entscheidend wird sein, wie sich die internationalen Märkte entwickeln. Hier sieht die Automobilindustrie eine leichte Erholung der Weltmärkte und hofft auf ein Plus bei Export und Produktion, allerdings auf noch niedrigem Niveau.
Die Metall- und Elektro-Industrie geht davon aus, dass es noch mindestens zwei Jahre dauern wird, bis die Branche sich nachhaltig erholt hat. Zwar ziehen Auftragseingänge und Produktion seit einigen Monaten wieder an, aber es bleiben jeweils noch fast 35 % aufzuholen. Auch hat sich der Aufholprozess im 4. Quartal 2009 spürbar verlangsamt. Die Geschäftserwartungen für erste Halbjahr 2010 sind aber optimistischer, im Januar lag der Auftragseingang laut Arbeitgeberverband Gesamtmetall um 6 % höher als im Vormonat. Der Export erweist sich als Motor des Aufschwungs.
Der Ausblick der Medizintechnik-Unternehmen auf 2010 fällt vorsichtig und differenziert aus. Fast die Hälfte erwartet ein besseres Ergebnis, rund 40 % erwarten Stillstand und 15 % sogar Umsatzeinbußen. Die Zurückhaltung ist in erster Linie durch die verschlechterte Finanzsituation des Gesundheitsfonds in 2010 begründet. Befragt nach den konkreten Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise nennen die Unternehmen vor allem den stärkeren Preisdruck sowie eine generell angespannte Finanzlage.
Erholung für die Segmente von INDUS für 2010 unterschiedlich erwartet
Für das Jahr 2010 geht INDUS davon aus, dass sich alle Geschäftsbereiche erholen beziehungsweise besser entwickeln werden als 2009. Je nach Branche verläuft nach unserer Einschätzung die Entwicklung unterschiedlich.
Das Segment Bau/Infrastruktur dürfte insgesamt aufgrund seiner Spezialisierung von der anziehenden Nachfrage im privaten Wohnungsbau sowie den nationalen wie internationalen Infrastrukturmaßnahmen, die durch staatliche Konjunkturprogramme finanziert werden, profitieren. Hinzu kommt die starke Nischen-Positionierung unserer Segmentunternehmen, die stabile Margen verspricht. Unsere Töchter, deren Absatzmärkte stärker im Wirtschaftsbau liegen, dürften dagegen stärkere Einbußen verzeichnen. Insgesamt erwarten wir für dieses Segment 2010 einen stabilen Geschäftsverlauf auf dem Niveau von 2009.
Die Unternehmen des Segments Maschinen- und Anlagenbau haben ihr Auftragspolster aus 2009 zum großen Teil abgeschmolzen und werden als spätzyklische Branche 2010 kaum Umsatz- und Leistungszuwächse erzielen können. Der gesunkene Auftragsbestand Ende 2009 zeigt besonders im langfristig projektierten Bereich noch keine Erholung. Hier erwarten wir eine Besserung der Geschäftslage für das Jahr 2011. Für unsere Töchter mit kurzfristigeren Projekten sind wir dagegen optimistischer, da hier bereits Anfragen für Neuprojekte vorliegen. In Summe erwarten wir für das Segment in 2010 keine Ergebnisverbesserung.
Für das Segment Fahrzeugkomponenten/Engineering sehen wir sowohl Licht als auch Schatten. Die Unternehmen, die direkt ihre Produkte an die großen Automobilzulieferer und Autohersteller liefern, verzeichnen seit dem dritten Quartal 2009 zwar mehr Aufträge und haben auch teilweise von Marktbereinigungen profitiert. Aber 2010 wird für Automobilzulieferer mindestens genauso schwierig wie 2009, da die künstliche Stimulation durch staatliche Hilfe entfällt. Besonders das Segment der kleinen und mittleren Pkws wird, bedingt durch den Vorzieheffekt der Abwrackprämie, kaum wachsen. Und es ist noch nicht abzusehen, ob es einen Nachholeffekt im für viele INDUS-Gesellschaften wichtigen Premiumbereich gibt. INDUS hat hier die Weichen bereits 2009 gestellt: unsere Kapazitäten sind angepasst, die Kostenstruktur der Krise angeglichen. Wir gehen von einer nachhaltigen Trendumkehr mit sukzessive wieder akzeptablen Renditen aus. Diese Einschätzung wir durch die Entwicklung in den ersten Monaten 2010 bestätigt. Verstärkt wird diese Erwartung durch die Entfaltung unserer Beteiligungen in den Bereichen Entwicklung, Prototypen und Vorserienbau. Derzeit überdenken alle Hersteller ihre Modellpalette und investieren in neue Projekte, um ihre Markposition zu sichern. Für 2010 gehen wir daher davon aus, dass das Segment eine deutlich bessere Rendite erzielen wird.
Für die Unternehmen des Segments Metall/Metallverarbeitung und die Unternehmen des Segments gehen wir von einer deutlichen Erholung aus. Unsere Aktivitäten im Bereich Grundstoffe verzeichnen mehr Aufträge; diese Entwicklung verläuft parallel zur Erholung des stahlproduzierenden Sektors. Zuversichtlich stimmt uns auch der Blick auf die Auftragslage der metallverarbeitenden Betriebe.
Noch optimistischer sehen wir die Entwicklung des Segments Medizintechnik/Life Science. Hier erwarten wir angesichts der Auftragslage unserer Töchter ein deutliches Umsatzwachstum und eine entsprechende Ergebnissteigerung.
Unser Ziel für 2010:
Umsatz- und Ergebniswachstum
Wir werden auch im laufenden Jahr an unserer bewährten Strategie festhalten. INDUS setzt auf internes wie externes Wachstum. Intern wollen wir in allen Segmenten unsere Umsätze und Erträge entweder stabil halten oder deutlich steigern. Die Grundlagen dafür haben wir im Krisenjahr gelegt: durch die Optimierung unserer Kapazitäten und Senkung von Kosten. Wir setzen unverändert auf die Weiterentwicklung unserer bestehenden Beteiligungsgesellschaften und den Ausbau unseres Beteiligungsportfolios durch zielgerichtete Akquisitionen. Bereits zum Jahresanfang gelangen uns mit dem Kauf der restlichen Anteile von OBUK und der Übernahme der schweizerischen HAKAMA zwei starke Investitionen.
Im Jahresverlauf wollen wir möglichst in weitere Akquisitionen investieren und damit unserer Philosophie folgend antizyklisch handeln. Unsere gute Liquiditätssituation und die vorhandenen Finanzierungszusagen der Banken ermöglichen es uns, die aufgrund der Krise und der schwierigen Liquiditätssituation der Private-Equity-Gesellschaften gesunkenen Bewertungsniveaus attraktiver mittelständischer Unternehmen zu nutzen.
*Mittelfristige Umsatz- und Ergebnisprognose:
deutliche Umsatzsteigerung und überdurchschnittlicher Anstieg beim Ergebnis*
INDUS strebt für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 einen Umsatz deutlich über 800 Mio. EUR und ein zum Umsatz überproportionales EBIT-Wachstum an. Unsere EBIT-Marge soll 2010 deutlich über der Marke von 2009 mit rund 7 % liegen; sollte die sich derzeit abzeichnende Konjunkturbelebung anhalten, gehen wir auch für 2011 von einer weiteren Umsatz- und Ergebnisverbesserung aus. Mittelfristig streben wir die Erreichung einer Zielrendite beim EBIT von über 10 % an.
Bergisch Gladbach, den 22. April 2010
Der Vorstand
Helmut Ruwisch
Jürgen Abromeit
Dr. Wolfgang Höper
Dr. Johannes Schmidt
(Bilanzeid)
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 22. April 2010
Der Vorstand
Helmut Ruwisch
Jürgen Abromeit
Dr. Wolfgang E. Höper
Dr. Ing. Johannes Schmidt
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchrührung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung. dass unsere Prüfung, eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschritten und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Krefeld, den 22. April 2010
**Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft
Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Kuntze, Wirtschaftsprüfer
ppa. Oymanns, Wirtschaftsprüfer
Sehr geehrte Damen und Herren,
2009 war für die INDUS Holding AG ein Ausnahmejahr in der langen Unternehmensgeschichte. Die weltweite Wirtschaftskrise traf auch INDUS mit voller Kraft. Trotzdem blieb die Gruppe in allen vier Quartalen profitabel. Das ist dem breit aufgestellten Portfolio ebenso zu verdanken wie dem früh einsetzenden, konsequenten und alle Entscheider des Konzerns einbeziehenden Krisenmanagement. Mit einem Umsatz von 770 Mio. EUR und einem operativen Ergebnis von 54,6 Mio. EUR hat INDUS angesichts der schwierigen Wirtschaftslage sicherlich akzeptabel abgeschlossen,
Im Berichtsjahr nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten und die Leitung des Unternehmens überwacht. Dabei wurde er durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Auf diese Weise erhielt er einen aktuellen Einblick in die Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Vermögens- und Finanzlage. Über die Finanz, lnvestitions- und Personalplanung sowie die Risikolage und das Risikomanagement wurde gleichermaßen regelmäßig berichtet. Der Aufsichtsrat hinterfragte alle Informationen und konnte sie mit der strategischen Planung des Unternehmens abgleichen. Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen wurden alle für die INDUS Holding AG bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert. So war dieser stets in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden.
Im Jahr 2009 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstandes statt. Dabei waren die Mitglieder des Aufsichtsrats in allen Sitzungen vollständig versammelt. Schwerpunkte der Beratungen waren dabei vor allem die Maßnahmen zur Krisenbewältigung und Erhaltung der Stabilität der Gruppe. Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr einmal zusammen. Neben der kontinuierlichen Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand wurden verschiedene Vorstandsangelegenheiten behandelt.
Veränderungen im Aufsichtsrat
Aus persönlichen Gründen schied der Vorsitzende des Aufsichtsrats Günter Kill zum 9. Dezember 2009 aus dem Gremium aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Günter Kill für seinen beständigen Einsatz zum Wohle der INDUS Holding AG, die er seit 1991 als Aufsichtsratsmitglied begleitete. Der Aufsichtsrat wählte in seiner Sitzung vom 9. Dezember 2009 den Unterzeichner zum Vorsitzenden des Gremiums. Auf Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand bestellte das Amtsgericht für das frei gewordene Aufsichtsratsmandat schließlich am 2. Februar 2010 den Unternehmer Carl Martin Welcker aus Köln. Seine Bestellung gilt bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung.
Beratungsthemen
Der Aufsichtsrat erhielt vom Vorstand ausführliche Risikoberichte und beschäftigte sich insbesondere mit Finanzierungsthemen; dabei standen die Aspekte Kreditstatus, Tilgungsstruktur; Liquiditätsstatus und Liquiditätsplanung im Fokus. Auch über bestehende Währungsrisiken und deren Absicherung wurde dem Aufsichtsrat ausführlich berichtet. Ein anderer Schwerpunkt der regelmäßigen Beratungen waren die Strategiefortschreibung und die Umsetzungsmaßnahmen angesichts der Krise.
Darüber hinaus beriet der Aufsichtsrat über Maßnahmen zur Neuordnung der Aktionärsstruktur. Hinsichtlich der bestehenden Beteiligungen erhielt der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführliche Berichte zur Überwachung der bestehenden Beteiligungen und Informationen über Veränderungen des Portfolios wie die Veräußerung der wfv Werkzeug- und Formenbau, Lampertheim. Nicht zuletzt galt der Personalpolitik die besondere Aufmerksamkeit des Aufsichtsrates. Als mittelständisch geprägter Unternehmensverbund lebt INDUS in erster Linie von Qualität und Engagement seiner Geschäftsführer und Mitarbeiter.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Einhaltung und Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ausführlich diskutiert und in der Sitzung am 9. Dezember 2009 die gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet. Aus dieser geht hervor, dass die INDUS Holding AG nicht nur den Empfehlungen des Kodex nach der neuen Fassung folgt, sondern auch die Zahl der als notwendig erachteten Abweichungen von sieben auf drei reduziert hat. Diese Entsprechenserklärung wurde mit der anschließenden Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht. Darüber hinaus ist sie Bestandteil des Corporate-Governance-Berichts im Geschäftsbericht.
Beratung der Jahresabschlüsse und Dividendenvorschlag
Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld, hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach dem International Financial Reporting Standard (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar waren. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.
Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 22. April 2010 detailliert erörtert. An diesen Erörterungen nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend geprüft und diskutiert.
Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände, schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.
Nachtragsbericht
In seiner Sitzung vom 11. Februar 2010 beschloss der Aufsichtsrat eine Neuregelung des Vorstandsvergütungssystems. Anlass war das neue Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Der Aufsichtsrat hat sich mit den Anforderungen des Gesetzes in mehreren Beratungen auseinandergesetzt und das Vergütungssystem für den Vorstand mit Hilfe einer externen Beratung überprüft, unter anderem durch eine Benchmark-Analyse. Die Neuerungen beinhalten nun auch eine Nachhaltigkeits-Komponente und gelten für künftige Vorstandsverträge. Soweit notwendig wurden die laufenden Verträge per 1.1.2010 den Neuregelungen angepasst.
Der Aufsichtsrat weiß, dass der Erfolg der INDUS-Gruppe ganz wesentlich von den Menschen bestimmt wird, die sich täglich für unser Unternehmen mit Ideenreichtum, Einsatzbereitschaft und Gemeinsinn engagieren. INDUS sieht es im Gegenzug als ihre Pflicht, für diese Ideen und das Engagement der Mitarbeiter Freiräume und eine stabile, verlässliche Perspektive zu schaffen. Aus dieser Überzeugung heraus dankt der Aufsichtsrat allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr. Besonderer Dank gilt dem Vorstand und den Geschäftsführern vor Ort, die die Folgen der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte für INDUS bisher erfolgreich gemeistert haben.
Bergisch Gladbach, im April 2010
Der Aufsichtsrat
Burkhard Rosenfeld, Vorsitzender
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass das Unternehmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 in wesentlichen Punkten entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:
Kodex Ziffer 3.8
Für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde und wird beim Abschluss einer D&O Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart.
Der Kodex empfiehlt , bei Abschluss von Haftpflichtversicherungen für Aufsichtsratsmitglieder (sog. Directors and Officers Liability Insurance — D&O-Versicherung) einen Selbstbehalt vorzusehen, während der Selbstbehalt bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstandsmitglieder gesetzlich vorgeschrieben ist. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts nicht geeignet wäre, die Motivation und Verantwortung zu verbessern, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.
Kodex Ziffer 5.3.2:
Ein Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat bestand und besteht nicht.
Die bisherige Praxis, dass sich der gesamte Aufsichtsrat mit allen sechs Mitgliedern möglichst mit allen Themen befasst, soll beibehalten werden. Dies gilt auch hinsichtlich der Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Audit Committee). Ein spezielles Audit Committee ist nicht eingerichtet worden, da sich der gesamte Aufsichtsrat in einer eigenen Sitzung mit dem Prüfungsbericht über den Jahresabschluss befasst.
Kodex Ziffer 7.1.2:
Eine Veröffentlichung des Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und des Zwischenberichts 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums war und ist mit der notwendigen Sorgfalt nicht durchführbar.
Wir halten uns an die gesetzlichen Regeln bzw. die Regeln der Frankfurter Wertpapierbörse, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde überproportional zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.
Bergisch Gladbach, im Dezember 2009
Für den Vorstand
Helmut Ruwisch
Jürgen Abromeit
Für den Aufsichtsrat
Dr. Jürgen Allerkamp
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