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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Annual Report Jun 18, 2010

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Annual Report

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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Geschäftsbericht zum 31.12.2009

Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2009

Selten gab es in einem Geschäftsjahr solche Extreme zu beobachten wie zwischen Januar und Dezember 2009. Während das 1. Quartal noch den Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise markierte, vermeldeten die ersten Großbanken schon im 3. Quartal wieder satte Gewinne. Das wäre nicht möglich gewesen ohne ein schnelles und durchaus riskantes Eingreifen der internationalen Staatengemeinschaft. Milliardenschwere Rettungspakete und Bürgschaften stabilisierten den Finanzmarkt und damit auch die Börsen. Seit März verzeichnete der DAX stetige Zuwächse und legte im Gesamtjahr 2009 rund 24 % zu. Ein Umstand, der freilich nicht dazu verleiten sollte, die Realität aus den Augen zu verlieren. Von wirklicher Stabilität kann noch nicht die Rede sein, was auch die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zu spüren bekam. Die Anzahl der Kauf- und Verkaufsorders an den Börsen war absolut gesehen stark rückläufig und insbesondere Privatanleger haben dem Aktienmarkt fast vollständig den Rücken gekehrt. Sie investierten in konservative Anlageformen wie Gold, Immobilien oder festverzinsliche Wertpapiere. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.

Auch die marktwirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise sind momentan nur schwer vorherzusagen. Denn genau genommen handelt es sich mittlerweile um eine Krise der Güterwirtschaft. Nicht nur die Commerzbank oder die Hypo Real Estate sind auf Staatsgelder angewiesen, auch Großkonzerne wie Opel müssen Hilfe in Anspruch nehmen. Wer nicht zu diesem exklusiven Kreis gehört, hat entweder unter einem größeren Dach Zuflucht gefunden wie Porsche, oder musste Insolvenz anmelden wie Arcandor, Schiesser und Rosenthal. Dass von einem Ende der Krise oder zumindest einer Normalisierung der Situation keine Rede sein kann, zeigte das Ausbleiben klassischer Börsenregeln. Sie alle wurden 2009 außer Kraft gesetzt. So gab es statt einer Jahresendrallye im Winter eher rückläufige Kurse und auch die Gesetzmäßigkeit, dass die Börsen die wirtschaftliche Entwicklung um etwa sechs bis acht Monate antizipieren, traf nicht zu. Wäre es so gewesen, dann hätte sich der Anstieg von DAX, Dow Jones und Nikkei unmittelbar auf das Wachstum ausgewirkt. Doch davon war kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil: Das Konsumklima, ein wichtiger Gradmesser für die Investitionsfreudigkeit von Privatanlegern, verschlechterte sich zusehends. Folgenlos blieb auch ein weiteres Schlüsselereignis des Jahres 2009: Die Wahl einer neuen, wirtschaftsfreundlicheren Bundesregierung hatte keinerlei Auswirkung auf das Geschäftsklima. In diesem makroökonomischen Umfeld fiel es auch der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG schwer, an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen. Zum ersten Mal seit 2004 verzeichnete die Gesellschaft ein negatives Jahresergebnis.

Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft und das Emissionsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung sowie zum Eigenhandel für andere. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Die Aktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Bis zum 15. Dezember 2009 war die mwb fairtrade AG über eine 60 %-ige Beteiligung an der MWB Baden GmbH in der privaten Vermögensverwaltung tätig. Mit notarieller Urkunde vom 16. Dezember 2009 wurde diese Beteiligung im Rahmen eines Management-Buyouts veräußert und der Geschäftsbereich damit aufgegeben.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Zusammenschluss der mwb Wertpapierhandelsbank AG und der FAIRTRADE FINANCE AG mit Verschmelzungsvertrag vom 18. Juli 2008 rechtlich vollzogen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden plangemäß das Rechnungswesen, das Risikomanagement und die IT-Struktur erfolgreich zusammengeführt.

Segmentwechsel der mwb fairtrade-Aktie

Mit Adhoc-Meldung vom 24. August 2009 hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bekanntgegeben, dass sie eine Aufnahme in das Marktsegment m:access innerhalb des Freiverkehrs an der Börse München beantragt hat. Die Börse München gab diesem Antrag am 19. Oktober 2009 statt, so dass der Segmentwechsel mit Datum vom 16. November 2009 vollzogen werden konnte. Bereits einige Wochen zuvor hatte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG den "Prime Standard" der Deutschen Börse verlassen. Beide Maßnahmen, sowohl der Wechsel in den Freiverkehr, als auch das Verlassen des Prime Standard, wurden nach genauer Abwägung von Kosten und Nutzen getroffen. Die aufwändige Berichtspflicht, die der Prime Standard erfordert, erwies sich für ein Unternehmen unserer Größenordnung als nicht angemessen. Die erhofften Imagevorteile standen in keinem Verhältnis zu den hohen Kosten. Dies gilt auch für die im regulierten Markt vorgeschriebene Bilanzierung nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Bereits in diesem Geschäftsjahr erfolgt deshalb nur noch die Aufstellung des Jahresabschlusses nach HGB-Richtlinien. Auf Grund des Wegfalls des Konzernabschlusses nach IFRS entfallen die starken Abweichungen zum HGB-Ergebnis, die bislang ein verzerrtes Bild ergaben und von vielen Aktionären nicht nachvollzogen werden konnten. Dies hätte insbesondere für das Jahr 2009 gegolten: Nach der Verschmelzung mit der FAIRTRADE FINANCE AG wären nach IFRS-Vorschriften Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von mindestens TEUR 669 nötig gewesen. Bei einem HGB-Abschluss, wie er im Segment M:access gefordert ist, fallen diese Abschreibungen hingegen nicht an. Somit bietet sich unseren Aktionären ein realistischeres Bild der Unternehmenslage. Auch die Transparenzanforderungen des M:access reichen bei weitem aus, um die Informationspflicht gegenüber den Aktionären jetzt und in Zukunft angemessen zu erfüllen.

1. Der Geschäftsverlauf

Durch den Segmentwechsel der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in den Freiverkehr der Börse München sind die nachfolgenden Angaben und Bilanzzahlen uneingeschränkt mit denjenigen des AG-Jahresabschlusses vom 31. Dezember 2008 vergleichbar. Dieser wurde - im Gegensatz zum Konzernabschluss - schon immer nach HGB-Richtlinien aufgestellt.

Obwohl die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Ende 2009 so viele Orderbücher führte wie noch nie, verlief das Geschäftsjahr insgesamt enttäuschend. Verantwortlich dafür waren zum einen die Auswirkungen der Finanzkrise, vor allem der massive Rückzug der Privatanleger aus dem Aktienhandel; zum anderen entwickelte sich der zunehmende Wettbewerb unter den Regionalbörsen, an denen die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG traditionell stark vertreten ist, zu einer Entwicklungsbeeinträchtigung für unser Geschäftsmodell. Indem sich die Börsen gegenseitig mit ihren Konditionen zu unterbieten versuchen, schmälern sie automatisch die Ertragsmöglichkeiten der Skontroführer. Diese stehen aber gleichzeitig in der Pflicht, erhebliche Mittel in die neuesten IT-Handelssysteme zu investieren. In Summe verschlechtert sich also das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag deutlich. Nur diejenigen Skontroführer, die entweder hoch spezialisiert sind oder über Produkte und Dienstleistungen mit Alleinstellungsmerkmal verfügen, sind davon weniger betroffen. Für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bedeutete das Marktumfeld deshalb eine Zäsur. Nach vier erfolgreichen Jahren verzeichnete die Gesellschaft erstmals wieder ein negatives Jahresergebnis. Vor allem der massive Einbruch der Börsenumsätze im 1. Quartal 2009 und ein noch schwächeres 4. Quartal 2009 wirkten sich auf die Bilanz aus. Die beiden übrigen Quartale, in denen aufgrund der höheren Volatilität ein besseres Provisionsergebnis erwirtschaftet werden konnte, reichten nicht aus, um die Verluste aufzuholen.

Weitaus erfreulicher verlief die Kursentwicklung der mwb fairtrade-Aktie. Zwischen dem Jahresende 2008 und dem 31. Dezember 2009 stieg ihr Wert um 106 % und verzeichnete einen Schlusskurs von € 3,18. Dazwischen lag -parallel zur Entwicklung des Leitindex DAX - eine steile Aufwärtsbewegung mit einem Höchststand von € 4,45 im Oktober und einer nachfolgenden Kurskorrektur.

Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2009 noch in drei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und Rentenpapieren, ferner Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Unter den zweiten Geschäftsbereich "Kapitalmarkt" fallen Emissionsberatung und -begleitung sowie Listings und Designated Sponsoring für kleine und mittlere Aktiengesellschaften. Im dritten Geschäftsbereich "Privatkunden", der sich der privaten Vermögensverwaltung widmet, war die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nur bis zum 27. Dezember 2009 tätig. Die 60 %-ige Beteiligung an der Vermögensverwaltungsgesellschaft MWB Baden GmbH wurde zum 28. Dezember 2009 im Rahmen eines Management-Buyouts veräußert (siehe auch Abschnitt "Privatkunden"). Das mit Abstand wichtigste Tätigkeitsgebiet war der Wertpapierhandel, der rund 98 % zum Gesamtergebnis beisteuerte, davon 72 % allein mit der Skontroführung. Die Kapitalmarktberatung verlor infolge der Finanzkrise weiter an Bedeutung und trug lediglich 2 % zum Gesamtergebnis bei.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Zum 31. Dezember 2009 betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 6.859 Aktienskontren. Das bedeutet einen Zuwachs von 1.914 Orderbüchern innerhalb eines Jahres. Trotz der schwierigen Marktlage erbrachte das Aktiensegment nach wie vor den höchsten Beitrag zum Gesamtergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Er lag mit 47 % allerdings 9 % unter demjenigen des Vorjahres. An dem gesunkenen Anteil zeigt sich deutlich die Gewichtsverschiebung zugunsten festverzinslicher Wertpapiere. Privatanleger investierten 2009 vorwiegend in diese risikoärmere Anlageform. Der Höhenflug des Deutschen Aktienindex zwischen März und Oktober 2009 ist also keinesfalls auf ein höheres Aktien-Ordervolumen zurückzuführen, sondern nur auf Transaktionen institutioneller Investoren.

Ein weiterer Grund für die rückläufigen Erträge der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war das im Vergleich zu den Vorjahren schwache Abschneiden der Skontroführung am Handelsplatz Frankfurt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Deutsche Börse in Frankfurt turnusmäßig ihre Skontren neu verteilt. Durch ein solches "Rotationsverfahren" sollen die naturgemäß auftretenden Ungleichgewichte im Handelsvolumen einzelner Wertpapiere ausgeglichen werden. Bei der letzten Umverteilung hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, die seit 12. Oktober 2009 auch als Spezialist für Aktien im Handelssystem Xetra zugelassen ist, ihre umsatzstarken Mandate wie K+S Group oder Lanxess verloren und im Gegenzug die zukünftig nicht mehr interessanten Volkswagen Stämme und Vorzüge, und diese auch nur hälftig, zugeteilt bekommen. Da die Verteilungskriterien weder transparent noch in ihrer Logik nachvollziehbar waren, ging die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gegen das Verteilungsverfahren gerichtlich vor, allerdings erfolglos. Für die Zukunft gehen wir davon aus, bei Verteilungsverfahren angemessen beteiligt zu werden.

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

Mit 8.582 Skontren überstieg die Zahl der gehandelten Rentenpapiere erstmals deutlich die Anzahl der gehandelten Aktien. Der zunehmenden Bedeutung entsprechend, hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG deshalb den Rentenhandel an den Börsenplätzen Berlin, Hamburg und Hannover ab dem Jahr 2010 zu einem gemeinsamen Profitcenter zusammengefasst. Die erwarteten Synergieeffekte sollen sich noch stärker positiv auf den Ergebnisbeitrag auswirken.

2009 war insgesamt ein sehr starkes Rentenjahr, da viele Privatanleger ihr Aktienvermögen in festverzinsliche Wertpapiere umschichteten. Infolgedessen stieg der Anteil am Provisionsergebnis von 14 % im Vorjahr auf 29 % im Geschäftsjahr 2009. Ähnliches gilt für das Finanzergebnis, das auf 10 % zulegte (+ 6 % zu 2008) und das Gesamtergebnis mit einem prozentualen Anteil von 15 % (+7 % zu 2008). Trotz dieser deutlichen Zuwächse ist es nicht gelungen, das schwächere Abschneiden im Aktien- und Fondshandel vollständig durch das Rentengeschäft zu kompensieren. Hier gilt es, in den kommenden Jahren ein besseres Gleichgewicht zu finden, das es der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ermöglicht, in nahezu jeder Börsenphase ausreichende Erträge zu erwirtschaften.

Skontroführung in offenen Investmentfonds und Fondshandel

Im relativ jungen Marktsegment Fondshandel konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihre führende Stellung ausbauen. Zum 31. Dezember 2009 betreuten wir 2.726 offene Investmentfonds und damit 472 mehr als noch zum Jahreswechsel 2008. Der Schwerpunkt des Fondshandels lag an der Börse München, wobei ein neuer Marktteilnehmer auf absehbare Zeit die Kräfteverhältnisse ändern könnte. In Berlin hat die Tradegate-Exchange im Januar 2010 ihren Betrieb aufgenommen. Als einer von drei Market Makern ist die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG an dieser jungen Börse für die Handelbarkeit von offenen Investmentfonds exklusiv verantwortlich. Einerseits gibt diese Entwicklung Anlass zu der Hoffnung, dass sich immer mehr Privatanleger für den kostengünstigen Fondserwerb über die Börse entscheiden, andererseits galten in 2009 aber ähnlich negative Prämissen wie für den Aktienhandel: Das Interesse an Fonds ließ im Verlauf der Finanzkrise deutlich nach, so dass der Beitrag zum Provisions- und Gesamtergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG rückläufig war. Zum 31. Dezember 2009 lag er bei jeweils 10 %, was ungefähr einer Halbierung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Es gab jedoch schon im 4. Quartal 2009 Anzeichen dafür, dass Privatanleger wieder Interesse an Investmentfonds bekunden und die Fondsvolumina insgesamt steigen. Daher sieht die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in diesem Marktsegment nach wie vor große Chancen.

Sales & Execution

Der Wertpapierhandel im Auftrag von institutionellen Kunden erwies sich in 2009 als äußerst profitabel. Der Beitrag zum Gesamtergebnis erhöhte sich deutlich auf 24 % und derjenige zum Finanzergebnis auf 29 %. Verantwortlich dafür war nahezu ausschließlich das erfahrene Rentensales-Team in Hamburg, das insbesondere im Handel mit Genussscheinen, sehr erfolgreich agierte. So leistete dieser Bereich einen Provisionsbeitrag von 6 % gegenüber 2 % im Vorjahr. Leider war das neue Aktiensales-Team in Frankfurt an dieser Performance so gut wie nicht beteiligt. Es konnte die hohen Erwartungen des Vorstandes in keinster Weise erfüllen, so dass sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum Jahresanfang 2010 von den entsprechenden Mitarbeitern trennte. Die Dienstleistung Sales & Execution bleibt damit eine exklusive Domäne unserer Hamburger Niederlassung.

Orderausführung

Die Orderausführung ist eine Dienstleistung, die vorwiegend im Auftrag von Banken ohne eigene Wertpapierabteilung erbracht wird. Zum 31. Dezember 2009 leistete das Geschäftsfeld einen Beitrag von 2 % zum Gesamtergebnis und von 8 % zum Provisionsergebnis. Die konstant gebliebene Größenordnung ist durchaus als Erfolg zu werten. Denn das Ordervolumen hängt direkt vom Investmentverhalten der Privatanleger ab, die sich in 2009 mit Kaufund Verkauforders eher zurückgehalten haben.

Kapitalmarkt

Emissionsberatung und Listings

Schon seit dem 4. Quartal 2008 stagniert das IPO-Geschäft weltweit. Die einzigen größeren Börsengänge, die 2009 in Deutschland geplant waren, wurden kurzfristig wieder abgesagt. Eine Verbesserung der Situation ist vorerst kaum zu erwarten, so dass sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG momentan auf geringmargige Kapitalmarktdienstleistungen konzentriert, etwa die Beratung von Unternehmen beim Gang in den Entry Standard der Deutschen Börse. Hier verhandeln wir seit längerem mit einem asiatischen Unternehmen und hoffen, die Transaktion im 1. Halbjahr 2010 abschließen zu können. Trotz solcher Einzelerfolge sieht die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mittelfristig keine Verbesserung der Situation in diesem Marktsegment. Als Konsequenz daraus wurde das Kapitalmarkt-Team im Jahr 2009 nochmals verkleinert.

Designated Sponsoring

Der schwierigen Situation im Emissionsgeschäft stand ein leichter Aufwärtstrend im Bereich Designated Sponsoring gegenüber. Inklusive der eigenen Aktie standen zum 31. Dezember 2009 erstmals 13 Mandate auf der Liste. Als Designated Sponsor garantiert die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG die jederzeitige Handelbarkeit der Wertpapiere und sorgt für eine ausreichende Liquidität. Durch die verbesserten Erträge in diesem Spezialgebiet konnte der Rückgang in der Emissionsberatung weitgehend ausgeglichen werden. In Summe war der Beitrag des Geschäftsbereichs "Kapitalmarkt" zum Gesamtergebnis (2 %) und zum Provisionsergebnis (4 %) identisch mit dem des Berichtszeitraums 2008.

Privatkunden

Seit dem Jahr 2002 war die mwb fairtrade AG über eine Beteiligungsgesellschaft in der privaten Vermögensverwaltung aktiv. Im Herbst 2009 boten die beiden Geschäftsführer der MWB Baden GmbH der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG an, deren 60-Prozent-Anteil zu übernehmen. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile hat sich der Vorstand entschieden, die Offerte anzunehmen und sich damit vollständig von dem Geschäftsbereich zu trennen. Mit Datum vom 28. Dezember 2009 wurde die MWB Baden GmbH im Rahmen eines Management-Buyouts in die Selbstständigkeit entlassen. Der Verkaufserlös lag bei TEUR 400 und damit um TEUR 225 höher als die Anteile vor sechs Jahren erworben wurden. Dass der Verkauf keine größeren Auswirkungen auf die langfristige Ertragssituation der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haben wird, lässt sich am konstant niedrigen Ergebnisbeitrag der letzten Jahre - zwischen 2 % und 3 % - ablesen. Der anhaltende Wettbewerbsdruck im Private Banking und das geringe Wachstum der Offenburger Vermögensberatung lassen den Schluss zu, dass sich an dieser Situation auch auf lange Sicht kaum etwas ändern dürfte. Ein weiterer Vorteil des Verkaufs ist die einfachere Bilanzerstellung. Durch den Wegfall der Beteiligung muss ab sofort kein Konzernabschluss mehr erstellt werden.

2. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2009

Auf dem Höhepunkt der internationalen Finanzkrise ist es der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht mehr gelungen, ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.459 zum 31.Dezember 2009 ist die Folge stark verringerter Handelsmöglichkeiten bei gleichzeitig unverändert hohen Infrastrukturkosten. Eine der ersten Reaktionen auf das ungünstige Verhältnis von Aufwand und Ertrag war der Segmentwechsel der mwb-fair-trade-Aktie aus dem regulierten Markt in den Freiverkehr der Börse München. Der Wechsel in den M:access, der im November 2009 rechtskräftig wurde, führt zu einer der Unternehmensgröße angemessenen Berichtspflicht, ebenso wie der Ausstieg aus dem "Prime Standard" der Deutschen Börse, der fast zeitgleich vollzogen wurde. Künftig entfällt die kostenintensive doppelte Bilanzerstellung nach HGB- und IFRS-Vorgaben. Der vorliegende Jahresabschluss ist deshalb bereits nach HGB-Vorschriften erstellt und daher vollständig mit dem AG-Jahresabschluss vom 31. Dezember 2008 vergleichbar. Die Abschlussangaben sind dagegen nicht vergleichbar mit dem Konzernabschluss des letzten Jahres, für den noch die IFRS-Standards verpflichtend waren.

Die Cost-Income-Ratio der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG betrug im Geschäftsjahr 2009 115 % nach 98 % in 2008. Das Ergebnis je Aktie ging von Euro 0,10 in 2008 auf Euro -0,20 in 2009 zurück.

Provisions- und Finanzergebnis

Das Provisionsergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG litt besonders unter den rückläufigen Börsenumsätzen im Jahr 2009. Die Skontroführung in Aktien und Fonds blieb ebenso hinter den Erwartungen zurück wie das Kapitalmarktgeschäft. Insbesondere die schwache Performance des 1. und 4. Quartals 2009 trug dazu bei, dass der Provisionsüberschuss von TEUR 5.968 (31. Dezember 2008) auf TEUR 3.841 zum 31. Dezember 2009 zurückging. Relativ stabil blieb dagegen das Finanzergebnis mit TEUR 10.512 gegenüber TEUR 10.244 im Vorjahr. Verantwortlich dafür war das relativ gute Abschneiden im Rentenhandel und Rentensales.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Vor allem höhere Personalkosten gaben den Ausschlag dafür, dass die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen nicht in dem Maße gesunken sind, wie die Erträge nachließen. Während die Anderen Verwaltungsaufwendungen trotz erheblicher Investitionen in IT-Systeme von TEUR 10.586 per 31. Dezember 2008 auf TEUR 10.266 per 31. Dezember 2009 leicht zurückgingen, gab es bei den Personalaufwendungen ein Plus von 12 %. Sie beliefen sich auf TEUR 6.459 gegenüber TEUR 5.784 im Vorjahr. Ein Grund dafür war die Neueinstellung eines fünfköpfigen Sales-Teams am Börsenplatz Frankfurt, ein weiterer das leistungsbezogene Vergütungsmodell der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Es führte dazu, dass in einzelnen ertragsstarken Profitcentern des Unternehmens Boni ausgeschüttet wurden, obwohl die Gesellschaft insgesamt negative Zahlen schrieb. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich hier in einem ähnlichen Dilemma wie andere Finanzdienstleister, die darauf angewiesen sind, erfolgreiche Mitarbeiter auch in Krisenzeiten an das Unternehmen zu binden. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum vorjährigen Konzernabschluss seit dem Jahresultimo 2008 jedoch insgesamt gleich geblieben, weil die Mitarbeiter der MWB Baden GmbH nun nicht mehr mit eingerechnet werden. Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG 69 Mitarbeiter (im Vorjahr 65).

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Durch das rückläufige Handelsvolumen an den Börsen sanken auch die Ertragsmöglichkeiten für Wertpapierhändler. Mit einem deutlich geringeren Provisionsergebnis bei gleichzeitig höheren Kosten konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht an den Vorjahreserfolg anschließen und erzielte ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von TEUR -1.524. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 entspricht dies einem Rückgang um TEUR 2.359.

Jahresfehlbetrag

Nach Berücksichtigung von Steuern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Jahresfehlbetrag von TEUR -1.459. Im Vorjahreszeitraum konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG dagegen noch einen Überschuss in Höhe vom TEUR 743 erwirtschaften.

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft verzeichnet zum 31. Dezember 2009 einen Bilanzgewinn von TEUR 1.473 (Vorjahr: TEUR 2.881). Die Differenz entspricht dem Jahresfehlbetrag. Sowohl dieses Ergebnis als auch die anhaltend schwierige Lage an den Finanzmärkten erlauben es nicht, für das Jahr 2009 eine Dividende auszuschütten. Die Dividendenzahlung müsste aus der Substanz des Unternehmens bezahlt werden und würde damit nicht den langfristigen Interessen der Aktionäre dienen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme verringerte sich zwischen 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009 um TEUR 2.525 auf TEUR 24.137. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 10 %.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 13.731 auf TEUR 10.286 gesunken. Die Differenz resultiert aus einer Erhöhung der Wertpapierbestände und dem Jahresfehlbetrag. Die Liquiditätskennzahl der Gesellschaft nach §11 des Kreditwesengesetzes lag zum 31. Dezember 2009 bei 9,49 (Vorjahr: 10,57). Anhand dieser entscheidenden Liquiditätskennziffer eines Unternehmens lässt sich ablesen, dass sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nach wie vor in einer komfortablen Liquiditätssituation befindet.

Wertpapierbestand

Zum 31. Dezember 2009 hielt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Bestände in festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von TEUR 2.135. Dies entspricht einem Zuwachs von TEUR 1.893. Die Bestände in nicht festverzinslichen Wertpapieren blieben nahezu konstant bei TEUR 1.857 (Vorjahr: TEUR 1.747).

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 19.116. Der Rückgang von TEUR 1.460 entspricht dem Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote der mwb fairtrade lag mit 79 % über dem Vorjahresniveau von 77 %.

Beteiligung an der XCOM AG

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung in Höhe von 12,4 % an dem Finanzsoftwareunternehmen XCOM AG. Das 1988 gegründete Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich.

Die Konzernleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2009, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG, sondern auch Kunde ist.

Die Hauptversammlung der XCOM AG am 22. Juni 2007 hat das Vorstandsmitglied der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Thomas Posovatz, in den Aufsichtsrat der XCOM AG gewählt.

Beteiligung an der MWB GmbH

Die Tochtergesellschaft MWB Wertpapierhandelsbank GmbH wurde zum 16. Dezember 2009 in MWB GmbH umfirmiert. Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft dient zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Derzeit wird der Firmenmantel MWB GmbH ohne operativen Geschäftsbetrieb und ohne Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften weitergeführt.

Verkauf der Beteiligung an der MWB Baden GmbH

Mit notarieller Urkunde vom 16. Dezember 2009 wurde die 60 %-ige Beteiligung an der Vermögensverwaltungsgesellschaft MWB Baden GmbH im Rahmen eines Management-Buyouts verkauft. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zieht sich damit vollständig aus dem Geschäftsbereich Privatkunden zurück. Mit dem Verkauf der MWB Baden GmbH erzielte die mwb fairtrade einen Erlös von TEUR 400, was einem Ertrag von TEUR 225 entspricht.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2009 einen Bestand in eigenen Aktien von 11.463 Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand um 48.537 Stück verringert.

4. Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5 % vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist zukünftig nach oben begrenzt auf TEUR 150. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 durch eine Satzungsänderung neu geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10,0, zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Darüber hinaus bekommt jedes Mitglied des Aufsichtsrates ab 1. Juli 2003 für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine variable Vergütung in Höhe von 0,3 % des positiven Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die feste und die variable Vergütung zusammen sind beim einfachen Aufsichtsratsmitglied auf TEUR 15,0 pro Jahr, beim stellvertretenden Vorsitzenden auf TEUR 22,5 und beim Aufsichtsratsvorsitzenden auf TEUR 30,0 pro Jahr begrenzt. In der Hauptversammlung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vom 9. Juli 2009 wurde eine zusätzliche Aufsichtsratsvergütung für Mitglieder des Prüfungsausschusses bewilligt. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend geändert. Demnach erhält jedes Mitglied des Prüfungsausschusses für jedes volle Geschäftsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 3,0, zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Sämtliche Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Freiwillige Angaben gemäß §289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.507.912 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 20,18 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 09. Juli 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 27. Januar 2010 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

5. Ausblick

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde. Das gilt auch für die im Risikobericht dargestellten Risiken. Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2009 haben sich nicht ergeben.

Die wirtschaftlichen Rahmendaten für das Jahr 2010 dürften von zwei wesentlichen Faktoren bestimmt werden: Erstens, ob es tatsächlich gelungen ist, die Finanzmärkte so weit zu stabilisieren, dass der Handel mit Wertpapieren wieder ein höheres Niveau erreicht. Und zweitens, ob nicht das denkbar ungünstigste Szenario eintritt und aus einer globalen Finanzkrise eine Krise ganzer Volkswirtschaften entsteht. Insbesondere Großbritannien und Griechenland geben hier Anlass zur Sorge - der Mittelmeerstaat vor allem in Hinblick auf die Stabilität des Euro. Aber auch bei den übrigen Industrienationen stellt sich die Frage, welche ökonomischen Folgen die enorme Staatsverschuldung haben wird.

Im besten Falle - bei weitgehend stabilen Finanzsystemen und geringer Inflation - könnte 2010 für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ein etwas einfacheres Jahr werden als 2009. Das 1. Quartal 2010 deutete zumindest auf ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis hin. Die Handelsaktivitäten im Monat März gaben Anlass zu der Hoffnung, dass die Talsohle nun durchschritten ist. Einen Beitrag dazu werden auch die zahlreichen Optimierungsmaßnahmen leisten, die der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bereits 2008 eingeleitet hat: Zunächst einmal heißt es, im ständigen Dialog mit den Regionalbörsen des Landes eine Lösung dafür zu finden, wie der ruinöse Preiswettbewerb, der zu Lasten der Skontroführer ausgetragen wird, zu beenden ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sieht sich hier als treibende Kraft bei der Entwicklung und Förderung zukunftsfähiger Kooperationsmodelle. Eine weitere Stellschraube auf dem Weg zu mehr Profitabilität ist die Einsparung von Kosten, besonders auf der Personalseite. Hier wird das 1. Halbjahr 2010 noch wenig Früchte zeigen, da zum Beispiel die Gehälter für das freigestellte Sales-Team aus Frankfurt noch bis Ende Juli anfallen. Zweifelsohne liegt die Lösung jedoch nicht darin, lediglich Kosten abzubauen, sondern es wird in den nächsten Monaten viel elementarer sein, die Ertragsbasis zu verbreitern. Der Schlüssel zum Erfolg könnte hier in einem eigenen Produkt liegen, zum Beispiel einer hoch spezialisierten Dienstleistung, die vom Wettbewerb noch nicht angeboten wird. Überlegungen in diese Richtung sind bereits weit fortgeschritten. In der Skontroführung bleibt es die vordringliche Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Wertpapiersegmenten zu verbessern, so dass in jeder Marktsituation - sei es in Aktien- oder in Rentenhochphasen -vernünftige Erträge zu erzielen sind. Im Geschäftsbereich Kapitalmarkt besteht die Herausforderung darin, durch beständige Akquisition und Überzeugungsarbeit möglichst viele neue Mandate zu gewinnen und auf absehbare Zeit wieder nennenswerte Provisionen zu erwirtschaften. Eine wirkliche Erholung ist in diesem speziellen Markt frühestens im Jahr 2011 zu erwarten.

Welche Vorhaben auch immer umgesetzt werden, sie alle sind einem zentralen Ziel untergeordnet: Dafür zu sorgen, dass das Jahr 2009 eine Ausnahme bleibt und die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG so schnell wie möglich wieder in die Gewinnzone zurückkehrt. Für das Geschäftsjahr 2010 wird deshalb ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt. Eine Fortentwicklung und Erholung der gesamtwirtschaftlichen Situation dürfte von den Aktienmärkten abgebildet werden und die Grundstimmung weiter verbessern. Die Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG rechnet deshalb mit einem Wiederanstieg von Finanz- und Provisionsergebnis bei gleichzeitig strikter Kostenkontrolle.

6. Risikobericht

Unternehmensstrategie

Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Erfolgssicherung ausgerichtet. Dabei werden sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/ Risikorelation getroffen.

Im Mittelpunkt unseres Risikomanagements stehen die übergeordneten Unternehmensziele der Sicherung der anvertrauten Vermögenswerte und der Steigerung des Unternehmenswertes auf Basis einer bewussten Steuerung der unternehmerischen Risiken. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, das integrierte Risikomanagementsystem, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel und innovativ auf die Herausforderungen der Zukunft eingehen. Dabei spielen bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle.

Risikostrategie

Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Konzernmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen.

Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept erstellt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass das täglich zum Geschäftsschluss bestehende maximale Risiko 20 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmassen betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung.

Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken als für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wesentliche Risiken in das Risikotragfähigkeitkonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den §§ 270, 271 der Solvabilitätsverordnung (SolvV) bedient. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der vom Vorstand festgelegten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieses Quotienten unter 100 % ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2009 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung 60,73 %.

Interne Revision

Zur Etablierung einer effizienten Internen Revision hatte die Gesellschaft diese bisher an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert. Durch die Fusion mit der FAIRTRADE FINANCE wird nun von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank eine Größe erreicht, die es ermöglicht, die Interne Revision intern durchzuführen. Zu diesem Zweck hat sich die Gesellschaft zum 01. August 2009 personell um einen erfahrenen Mitarbeiter verstärkt, der diese Aufgabe wahrnimmt. Gegenstand der Prüfungshandlungen sind vor allem die Bereiche Anlage- und Abschlussvermittlung, Eigenhandel, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen, Compliance, Geldwäsche, Mindestanforderungen an das Risikomanagement und Ertragscontrolling. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft einen vom Handel unabhängigen Risikomanager bestellt, in dessen Aufgabengebiet neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Risiken insbesondere die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fällt. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.

Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.

Die Gesellschaft überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus Aufgabegeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt. Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Einzelrisiken

Die Einzelrisiken werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die gehalten wurden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Folgende Risiken wurden für das Unternehmen identifiziert:

Strategische Risiken
Adressausfallrisiken
Marktpreisrisiken
Platzierungsrisiken
Liquiditätsrisiken
Rechtliche Risiken
Personelle Risiken
Operative Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.

Ein Hauptrisiko besteht für jedes Unternehmen darin, an Bewährtem festzuhalten und neue Geschäftschancen nicht zu erkennen. In diesem Zusammenhang ist sich die Gesellschaft der Gefahr einer zunehmenden Dominanz des elektronischen Aktienhandels auf Kosten des Skontroführergeschäftes bewusst. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass der Skontroführer nicht vollständig von elektronischen Handelssystemen verdrängt werden kann. Die Gesellschaft sieht vielmehr in der Kombination aus elektronischer Abwicklung und Kurse stellender Spezialisten die Zukunft. Auf dieser Basis arbeitet bereits das am Börsenplatz München erfolgreich etablierte Marktmodell MAX-ONE, an dessen Ausarbeitung und Einrichtung die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG maßgeblich beteiligt war. Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Adressausfallrisiken

Unter Adressausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Kunden oder Emittenten entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Von den ausländischen Kontrahenten werden regelmäßig Auskünfte über deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eingeholt.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich real-time zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird seit dem 4. Quartal 2009 mit einem value-at-risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99,6 % verwendet. Zum 31. Dezember 2009 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 358.

Die Höhe der Aufgabenpositionen wird durch Aufgabenlimite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Aufgabenlimite durch die Anforderungen des Kreditwesengesetzes und der Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl der für den Handel zuständige Vorstand, als auch der vom Handel unabhängige Vorstand mindestens zweimal täglich über die größten Aufgabenbestände, die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften sowie über bestehende Optionsgeschäfte informiert.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.

Trotz des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftbetrieb kein Fremdkapital.

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

- Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.

- Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch niedergelegt sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar.

Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Datensicherungen, die zum Teil außer Haus verwahrt werden, entgegen.

Die Gesellschaft verfügt über einen feuerfesten Tresor und einen feuerfesten Schrank zur Aufbewahrung der EDV-Tagessicherungen und der Personalakten. Durch den Abschluss einer Feuerversicherung werden die Risiken, die sich aus einem Brand in den Geschäftsräumen der Gesellschaft ergeben können, reduziert.

Dem Risiko der Beschädigung der EDV-Geräte durch Stromausfall oder Blitzschlag wird durch den Abschluss einer Elektronikversicherung entgegengewirkt.

Bei der Auswahl des Betreuers unseres Computersystems wurde ein Unternehmen gewählt, das bei Störungen und Ausfällen innerhalb kürzester Zeit vor Ort sein kann. Der Systemadministrator wurde zudem mit einem Alarmgerät ausgestattet, das bei schweren Problemen im Rechenzentrum (Wassereinbruch, Hitze, Rauch) automatisch meldet.

Das beauftragte Unternehmen hat eine umfassende Dokumentation über den gesamten EDV-Bereich der Gesellschaft erstellt, so dass sich bei Bedarf Dritte schnellstmöglich über die EDV-Anlagen informieren können. Diese Dokumentation wurde bereits einer Kontrolle durch einen externen EDV-Fachmann im Rahmen der Internen Revision unterzogen.

Für den Fall eines Stromausfalles sind die Computersysteme mit Notstromaggregaten ausgestattet. Leitungsausfälle werden mit einer Ausfallsicherung durch ein Backup-System aufgefangen.

Gräfelfing im März 2010

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

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Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.931,20 2.105,99
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.660.076,44 14.200.228,68
b) andere Forderungen 8.135.289,81 11.795.366,25 157.749,40
3. Forderungen an Kunden 823.674,25 1.367.065,89
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 50.220,89
-darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank Euro 0,00 (Euro 50.220,89)
ab) von anderen Emittenten 2.134.948,21 2.134.948,21 191.337,34
-darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 85.370,39 (Euro 160.905,50)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.857.010,74 1.747.227,72
6. Beteiligungen 2.435.479,91 2.457.978,91
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.792,90 970.088,54
-darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten Euro 0,00 (Euro 175.837,52)
8. Treuhandvermögen 460.328,60 1.019.378,33
9. Immaterielle Anlagewerte 337.982,00 344.602,00
10. Sachanlagen 657.512,00 680.870,00
11. Eigene Anteile oder Aktien 34.389,00 85.800,00
12. Sonstige Vermögensgegenstände 3.372.024,07 3.287.144,09
13. Rechnungsabgrenzungsposten 126.092,16 100.365,86
Summe der Aktiva 24.136.531,29 26.662.163,64
Passiva
Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.510.705,06 629.314,93
2. Treuhandverbindlichkeiten 460.328,60 1.019.378,33
3. Sonstige Verbindlichkeiten 944.298,92 1.935.088,18
4. Rechnungsabgrenzungsposten 35.291,66 99.466,67
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.205.141,00 1.172.853,00
b) Steuerrückstellungen 26.900,00
c) andere Rückstellungen 864.387,67 2.069.528,67 1.203.468,19
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital Bedingtes Kapital Euro 498.000,00 (Euro 498.000,00) 7.473.700,00 7.473.700,00
b) Kapitalrücklage 5.239.464,58 5.239.464,58
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 306.775,13 306.775,13
cb) Rücklage für eigene Anteile 34.389,00 85.800,00
cc) andere Gewinnrücklagen 4.588.685,94 4.929.850,07 4.588.685,94
d) Bilanzgewinn 1.473.363,73 2.881.268,69
19.116.378,38 20.575.694,34
Summe der Passiva 24.136.531,29 26.662.163,64

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 193.957,66 496.526,10
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 156.097,25 350.054,91 89.366,62
2. Zinsaufwendungen 112.942,33 38.473,84
237.112,58 547.418,88
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.066,35 21.983,78
b) Beteiligungen 292.479,00 533.058,70
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 300.545,35 120.000,00
4. Provisionserträge 6.005.382,30 7.193.342,42
a) Courtageerträge Euro 5.739.745,06
5. Provisionsaufwendungen 2.164.417,85 1.225.355,84
a) Courtageaufwendungen Euro 1.335.593,94
6. Ertrag aus Finanzgeschäften
a) Wertpapiere 9.277.326,53 2.360.364,14
b) Kursdifferenzen 26.716.913,95 35.994.240,48 55.601.734,87
7. Aufwand aus Finanzgeschäften
a) Wertpapiere 7.343.494,31 3.722.362,48
b) Kursdifferenzen 18.139.125,83 25.482.620,14 43.996.104,73
8. Sonstige betriebliche Erträge 829.381,32 263.067,53
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.764.777,33 5.109.646,04
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 694.253,54 6.459.030,87 674.519,62
- darunter: für Altersversorgung Euro 48.878,90 (Euro 50.691,36)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.265.574,26 10.585.622,85
16.724.605,13 16.369.788,51
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 434.460,01 472.434,80
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 60.450,00 38.750,00
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 24.492,39 0,00
13. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere 0,00 18.593,27
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.524.383,49- 834.767,23
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 107.937,92
16. Außerordentliches Ergebnis 0,00 107.937,92-
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 65.604,43- 17.787,60-
18. Sonstige Steuern 536,90 65.067,53- 1.173,70
19. Jahresüberschuss Jahresfehlbetrag 1.459.315,96- 743.443,21
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.881.268,69 235.458,78
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 51.411,00 1.902.366,70
a) aus der Rücklage für eigene Anteile
22. Bilanzgewinn 1.473 363,73 2.881.268,69

Anhang

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2009 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstituten geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) in der aktuellen Fassung erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Schuldverschreibungen des Handelsbestandes sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten am Bilanzstichtag bewertet. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Kurs am Tag der Erstverbuchung oder zum niedrigeren Stichtagskurs umgerechnet.

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 150 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Eigene Aktien sowie die unter dem Treuhandvermögen bilanzierten Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Rückzahlungsbetrag.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Dividendenerträge aus Aufgabengeschäften werden nicht wie Dividendenerträge aus Eigenhandelsbeständen unter der Position Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, sondern in der Position Erträge aus Finanzgeschäften ausgewiesen.

Kursgewinne und -verluste aus dem Eigenhandel von Wertpapieren werden gegenüber dem Vorjahr separat ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Kursgewinne und -verluste im Unternehmensteil FAIRTRADE monatlich anhand der Differenz zwischen der Veränderung des Saldos des Verrechnungskontos und der Veränderung des Depotbestandes errechnet und je Kostenstelle netto gebucht.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten inklusive Tages- und Monatsgelder als auch Courtage-, Zins- und Dividendenforderungen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert.

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten und Sicherheiten für die Abwicklung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 7.977 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um eine Kundenforderung im Rahmen eines echten Wertpapierpensionsgeschäfts und um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Die Kundenforderung im Rahmen des Wertpapierpensionsgeschäfts ist fällig. Zur Sicherheit wurden Wertpapiere übertragen, die den Wert der Forderung decken.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Die Schuldverschreibungen von anderen Emittenten belaufen sich auf TEUR 2.135, wovon TEUR 85 bei der Deutschen Bundesbank beleihbar sind.

Schuldverschreibungen i. H. v. TEUR 25 sind im Jahr 2010 fällig. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Position beinhaltet vollständig abgeschriebene nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens und börsennotierte Wertpapiere des Handelsbestandes in Höhe von TEUR 1.857.

In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 99 an Fremdwährungen enthalten.

Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt.

Beteiligungen

Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich i. H. v. TEUR 2.435. Die Gesellschaft hatte am 30. September 2003 die Anteile von der MWB Wertpapierhandelsbank GmbH, Gräfelfing, erworben. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte.

Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine Beteiligung an der SRH AlsterResearch AG, Hamburg erworben. Die Gesellschaft hält 45 % der Stimmrechte. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der SRH AlsterResearch AG beträgt Euro 340,38, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 38. Die Beteiligung wurde im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 2 vorgenommen.

Mit notariellem Vertrag vom 16. Dezember 2009 wurde die Firma von ehemals MWB Wertpapierhandelsbank GmbH in MWB GmbH geändert. Gleichzeitig wurde das Stammkapital der Gesellschaft von Euro 102.258,38 um Euro 741,62 auf Euro 103.000,00 erhöht. Die Kapitalrücklage wurde in Höhe von TEUR 8.093 mit dem Bilanzverlust verrechnet und in Höhe von TEUR 693 an die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ausbezahlt.

Mit notariellem Vertrag vom 29. Juni 2004 wurde ein Geschäftsanteil von Euro 37.500,00 an der MWB Baden GmbH, Offenburg, erworben. Die Anschaffungskosten betrugen TEUR 176. Der Geschäftsanteil wurde mit Vertrag vom 16. Dezember 2009 veräußert. Der Verkaufspreis belief sich auf TEUR 400.

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Verbundenes Unternehmen MWB GmbH
Anteil am Kapital 100 %
Höhe des Eigenkapitals TEUR 103
Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 TEUR -2

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt.

Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen beinhaltet Wertpapiere von TEUR 63, die zum Niederstwertprinzip bewertet wurden und Geldvermögen von TEUR 397. In gleicher Höhe wurden Treuhandverbindlichkeiten angesetzt.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im folgenden Anlagespiegel dargestellt.

Anschaffungskosten

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Vortrag 01.01.2009

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2009

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,60 0,00 0,00 512.325,60
II. Beteiligungen 2.457.978,91 0,00 0,00 2.457.978,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.035.230,50 741,62 869.043,87 8.166.928,25
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.212.539,46 164.097,19 0,00 1.376.636,65
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.269.602,33 241.036,82 346.098,55 2.164.540,60
15.487.676,80 405.875,63 1.215.142,42 14.678.410,01

Kumulierte Abschreibungen

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Vortrag 01.01.2009

Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2009

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,09 0,00 0,00 512.325,09
II. Beteiligungen 0,00 22.499,00 0,00 22.499,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.123.974,76 1.993,39 0,00 8.125.968,15
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 867.937,46 170.717,19 0,00 1.038.654,65
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.588.732,33 263.742,82 345.446,55 1.507.028,60
11.092.969,64 458.952,40 345.446,55 11.206.475,49

Kumulierte Zuschreibungen

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Vortrag 01.01.2009

Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2009

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.832,80 0,00 0,00 58.832,80
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
58.832,80 0,00 0,00 58.832,80

Buchwerte

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31.12.2009

Euro
31.12.2008

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,51 0,51
II. Beteiligungen 2.435.479,91 2.457.978,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.792,90 970.088,54
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 337.982,00 344.602,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 657.512,00 680.870,00
3.530.767,32 4.453 539,96

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 11.463 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2009 62.392 Aktien gekauft, 110.929 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf Euro 2,82, der durchschnittliche Verkaufskurs auf Euro 2,42.

Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

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Kauf Stück Verkauf Stück
Januar 2.500 4.600
Februar 0 3.900
März 5.862 12.862
April 2.700 9.700
Mai 18.000 39.000
Juni 4.330 5.330
Juli 0 2.000
August 0 4.000
September 2.600 7.600
Oktober 14.900 12.900
November 8.000 3.800
Dezember 3.500 5.237
62.392 110.929

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von Euro 11.463. Dies wiederum entspricht 0,2 % am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 9. Juli 2009 ermächtigt, bis zum 8. Januar 2011 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Darüber hinaus wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt.

Die für Zwecke des Wertpapierhandels oder zu anderen Zwecken erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 1.843), das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 982), den Körperschaftsteuererstattungsanspruch (TEUR 485) sowie Forderungen gegen Personal (TEUR 7). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing, Frankfurt und Hamburg (TEUR 32).

Die Forderungen gegen Personal beinhalten Darlehen mit Restlaufzeiten bis zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Mai 2011.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Avalprovisionen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Mieten und vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste und Zeitungsabonnements.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember, Verbindlichkeiten aus Courtagen, Kursdifferenzen, Wertpapierkäufen und Dividendenverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten für Xetra-Gebühren.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 460), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 156) und Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 129). Darüber hinaus beinhalten sie im Wesentlichen Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 94), den Jahresbeitrag an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (TEUR 69), Beiträge an die Handelskammer Hamburg (TEUR 20), Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 11) und Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2009 (TEUR 3).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um abgegrenzte Erträge aus Designated Sponsor Verträgen, die die Monate Januar bis Oktober 2010 betreffen.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten, Boni, Sozialversicherung auf Boni, Kosten für den Geschäftsbericht sowie die pauschale Lohnsteuer. Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, drohende Verluste aus schwebenden Aufgabegeschäften, die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen, sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft und die Rückstellung für die Nutzung von Kursinformationen der Deutsche Börse AG enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.

Kapitalrücklage

Von der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.239 stammen TEUR 3.945 aus der im April 1999 durchgeführten Kapitalerhöhung der Gesellschaft im Rahmen des Börsengangs.

Im Rahmen der Verschmelzung mit der FAIRTRADE AG wurden in 2008 TEUR 1.294 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Sie beinhalten die gesetzliche Rücklage (TEUR 307) und die anderen Gewinnrücklagen (TEUR 4.589). Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr TEUR 51 gemäß § 272 Abs. 4 HGB aus der Rücklage für eigene Anteile entnommen, die sich zum Stichtag auf TEUR 34 beläuft.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf EUR 11,8 Mio für Kauf- und EUR 3,7 Mio für Verkaufspositionen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 5.740), Erträge aus Dienstleistungen im Rahmen von Kapitalmarktbetreuung und aus Betreuungsverträgen im Rahmen der Tätigkeit als Designated Sponsor (TEUR 180), Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 25), Provisionen aus Weiterbelastungen (TEUR 29) und aus Aktienlistings (TEUR 24).

Im Ergebnis aus Finanzgeschäften sind laufende Erträge aus Aufgabegeschäften von TEUR 179 und Gewinne von TEUR 29 und Verluste in Höhe von TEUR 7 aus dem Verkauf eigener Aktien enthalten. Bei der Berechnung der Gewinne und Verluste aus eigenen Aktien wurden Durchschnittskurse zugrunde gelegt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung der MWB Baden GmbH (TEUR 224), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 207) und aus der Auflösung von Verbindlichkeiten (TEUR 101), Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 119), Erträge aus der Erhöhung des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherungen (TEUR 74), Sachbezüge (TEUR 39), Erstattungen des Bundesaufsichtsamts für Finanzdienstleistungen (TEUR 18) und Versicherungserstattungen (TEUR 19).

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsenabwicklungsgebühren (TEUR 3.139), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.540), EDV-Kosten (TEUR 1.096), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 688), XETRA-Gebühren (TEUR 558), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 471), Internet- und Leitungskosten (TEUR 452), Raumkosten (TEUR 363), Kosten für Investor Relations und Werbekosten (TEUR 315), nicht abziehbare Vorsteuer (TEUR 218), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 141), Kosten der Börsenzulassung (TEUR 131), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 108), Buchführungskosten (TEUR 104) und um Reisekosten (TEUR 103).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen mit TEUR 42 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben und mit TEUR 24 auf Ertragsteuern.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz, München,Börsenmakler

Herr Herbert Schuster, Gauting, Börsenmakler

Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler

Herr Detlef Lübbe, Norderstedt, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 705 und setzen sich wie folgt zusammen:

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Herr Thomas Posovatz TEUR 159
Herr Herbert Schuster TEUR 180
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 180
Herr Detlef Lübbe TEUR 186

Die Vergütung ehemaliger Vorstandsmitglieder belief sich auf TEUR 52, davon waren TEUR 31 durch Versicherungserstattungen abgedeckt.

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München und der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).

Herr Herbert Schuster war bis 29. Mai 2009 Mitglied des Aufsichtsrats der Markenhaus AG, Gräfelfing.

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder betragen die Pensionsrückstellungen TEUR 994.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten folgende Personen an:

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender,

Herr Thomas Mayrhofer, Rechtsanwalt

Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Herr Uwe Didwischus, Bankdirektor der Norddeutschen Landesbank, Hannover

Herr Hagen-Christian Kümmel, Leiter Wertpapierhandel der Hamburger Sparkasse AG, Hamburg

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 93.

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften: Hypoport AG, Berlin (Vorsitzender) BRANDAD Systems AG, Fürth (Vorsitzender) IC Immobilien Holding AG, München (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Thomas Mayrhofer ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Primus Solutions AG, München (Vorsitzender) Better Orange IR & HV AG, München Ecocap bio commodities AG, Grafing UP-Med AG, München, bis März 2009

Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg

Herr Michael Wilhelm ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften: Softing AG, München (stellvertretender Vorsitzender), seit Mai 2009 Kontron AG, Eching, seit Juni 2009

An die Sozietät Mayrhofer & Partner, München, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Thomas Mayrhofer ist, wurde ein Honorar in Höhe von TEUR 13 für erbrachte Beratungsleistungen bezahlt.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 um TEUR 498 bedingt erhöht. Das Bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von fünf Jahren nach Eintragung der Ermächtigung vom 27. Juli 2008 an, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt TEUR 498 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag zu erhöhen, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

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Büro Hamburg 26
Büro Gräfelfing 16
Büro Berlin 8
Büro Frankfurt 11
Büro Hannover 4

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 100, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009 belief sich auf TEUR 2. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 2 vorgenommen.

Mit notariellem Vertrag vom 29. Juni 2004 hat die Gesellschaft einen Geschäftsanteil in Höhe von Euro 37.500,00 an der MWB Baden GmbH, Offenburg, erworben. Deren Stammkapital beträgt Euro 62.500,00. Der Geschäftsanteil wurde mit Vertrag vom 16. Dezember 2009 veräußert, der Verkaufspreis belief sich auf TEUR 400.

Angabe von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 21 ff. WpHG mitgeteilt wurden

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, ist zu 20,18 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing hält 19,8 % der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die Herren Kalischer und Lübbe halten jeweils 7,43 % der Anteile und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.

Herr Schuster sowie die Aufsichtsratsmitglieder halten keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

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fällig 2010 TEUR 1.739
TUSD 62
fällig 2011 TEUR 399
TUSD 0
fällig 2012 TEUR 286
TUSD 0

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 95 und für sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 1 an.

6. Gewinnverwendung

Der Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung 2010 vorschlagen, keine Ausschüttung vorzunehmen und den zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn von Euro 1.473.363,73 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gräfelfing, den 1. März 2010

Thomas Posovatz

Herbert Schuster

Franz Christian Kalischer

Detlef Lübbe

Bestätigungsvermerk

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 13. April 2010

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Öttl, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28 82166 Gräfelfing

Postfach 16 44 • 82158 Gräfelfing Telefon +49 89 85852-0 Fax +49 89 85852-505

www.mwbfairtrade.com

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