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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Annual Report Aug 24, 2011

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Annual Report

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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht

der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2010

Das vergangene Jahr war ein Lehrbeispiel dafür, wie aus einer Finanz- und Schuldenkrise innerhalb kürzester Zeit eine Währungskrise entstehen kann. Nach dem EU-Notkredit an Griechenland im April 2010 kam der Euro massiv unter Druck und es begann eine Kettenreaktion, die drohte, Portugal und Spanien in die Insolvenz zu führen. Doch so wie im Jahr 2009 ein riesiger Bankenrettungsfonds für Stabilität sorgte, so gelang es den EU-Finanzministern mit einem milliardenschweren Euro-Rettungsschirm, Schlimmeres zu verhindern. Die EZB erhöhte zu diesem Zweck ihr Kapital, parallel zu den Aktivitäten der US-amerikanischen "Fed", die über den Ankauf von Staatsanleihen ebenfalls Liquidität in die Märkte pumpte. Wie sich die Spätfolgen dieser Politik - sei es eine höhere Inflation oder eine Staatsverschuldung - konkret auswirken, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Fest steht jedoch, dass die Maßnahmen zunächst erfolgreich waren und den Boden bereiteten für einen starken wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland.

Sehr schnell erholte sich die Realwirtschaft von der vorangegangenen Talfahrt und der Geschäftsklima-Index stieg im Jahresverlauf kontinuierlich an. Gestützt von positiven Arbeitsmarktdaten und einem Plus beim privaten Konsum, erholten sich langsam auch die deutschen Börsen. Fast alle Aktienkurse zogen nach der Eurokrise deutlich an, mit Ausnahme der Energieversorger und vor allem der Finanztitel. Hier zeigte sich nach wie vor die tiefsitzende Skepsis der Anleger. Im internationalen Vergleich schnitten deutsche Aktien am besten ab, was bei den Privatanlegern aber kaum auf Resonanz stieß. Der Trend, dass ein Großteil des Börsengeschäfts von institutionellen Anlegern getragen wird, setzte sich unvermindert fort. Zwar gab es eine gewisse Belebung im 4. Quartal 2010, jedoch ging die DAX-Performance von 16 % (der MDAX legte gar um 35 % zu) im Wesentlichen an den Retailkunden vorbei. Die Wertpapierbanken in Deutschland verzeichneten trotz allem ein zufriedenstellendes Jahr, was vor allem auf das 4. Quartal 2010 zurückzuführen ist. Die Handelsaktivitäten nahmen hier deutlich zu, wenngleich das Niveau der Vorkrisenjahre noch nicht wieder erreicht wurde. Vor diesem Hintergrund erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ein leicht positives Jahresergebnis, das lediglich nach der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" ins Negative rutschte. Diese gesetzlich vorgeschriebene Bilanzmaßnahme, die der Stabilisierung des Bankensektors dienen soll, wurde erst 2010 durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz eingeführt (siehe auch Kapitel "Ertragslage"). Aus Transparenzgründen weisen wir im Geschäftsbericht beide Ergebnisse aus, sowohl vor als auch nach der Zuführung. Dadurch sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2010 besser mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft und das Emissionsgeschäft verfügt die Gesellschaft insbesondere über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung sowie zum Eigenhandel für andere. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Die Aktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Kapitalmarkt". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.

1. Der Geschäftsverlauf der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die anziehende Konjunktur und die hohe Liquidität institutioneller Anleger sorgten Anfang 2010 für eine spürbare Umsatzsteigerung an den Börsen. Nach einem guten Jahresstart ging der Handel aufgrund der Eurokrise jedoch schlagartig zurück und erholte sich erst wieder gegen Ende des 3. Quartals 2010. Anschließend begann ein Aufwärtstrend, der sich bis ins Jahr 2011 fortsetzte. Von einer Rückkehr zu stabilen Verhältnissen konnte aber noch nicht die Rede sein. Auf der einen Seite schmälerte die tiefe Verunsicherung der Privatanleger das Transaktionsvolumen an den Börsen, zum anderen bewegte sich an den Kapitalmärkten so gut wie nichts. Im Designated Sponsoring und Emissionsgeschäft erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG daher nur einen minimalen Ergebnisbeitrag. Die Skontroführung blieb der zentrale Geschäftsbereich, litt aber weiterhin unter dem Preis- und Marktmodellwettbewerb der Regionalbörsen.

Positives Ergebnis vor Zuführung zum Risikofonds

Unter diesen Vorzeichen gelang es der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG dennoch, ein deutlich besseres Ergebnis zu erzielen als noch im Vorjahr. Dazu trug auch eine strenge Kostendisziplin bei, die geringere Verwaltungsaufwendungen nach sich zog. Getrübt wurde das Bild allerdings durch die Pflicht zur Zuführung zum Bilanzposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken". Diese Maßnahme drehte das leicht positive Jahresergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ins Negative. Bedauerlich war außerdem, dass die signifikante Ertragsverbesserung keinen Einfluss auf die Aktie der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hatte. Der Kurs ging zwischen dem 30. Dezember 2009 und dem Jahresultimo 2010 von € 3,00 auf € 1,90 zurück - bei einem zwischenzeitlichen Hoch von € 2,50 im Oktober. Ob sich diese Tendenz fortsetzt, ist nicht abzusehen, da die Verunsicherung der Anleger tief sitzt und Finanztitel sich zurzeit grundsätzlich schwer tun. Erst wenn sich der Börsenaufschwung als nachhaltig erweist und damit das Potenzial der Wertpapierhandelsbanken stärker in den Vordergrund rückt, dürfte der Aktienkurs der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wieder zulegen.

Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Jahr 2010 in zwei Geschäftsbereichen aktiv. Der erste Bereich "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung in Aktien, offenen Investmentfonds und Rentenpapieren, ferner Sales & Execution für institutionelle Kunden sowie Orderausführung für Kreditinstitute. Der Wertpapierhandel steuerte rund 93 % zum Gesamtergebnis bei. Unter den zweiten Geschäftsbereich "Kapitalmarkt" fallen Emissionsberatung und -begleitung sowie Listings und Designated Sponsoring für kleine und mittlere Aktiengesellschaften. Der Bereich "Kapitalmarkt" verlor infolge der Finanzkrise weiter an Bedeutung und trug lediglich 1,5 % zum Ergebnis bei. Die Differenz von 5,5 % hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Eigenhandel erwirtschaftet.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Der Anteil der Skontroführung in Aktien an den gesamten Erträgen im Wertpapierhandel (TEUR 14.696) lag 2010 bei über 50 %. Mit TEUR 7.269 war es das dominanteste Geschäftsfeld innerhalb der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. An den Börsenplätzen München, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Berlin betreute die Gesellschaft mehr Aktienskontren als je zuvor: Dank eines Zuwachses um 337 Wertpapiere stieg die Zahl der Skontren auf 7.196 an. Das zeigt einmal mehr, welche Bedeutung der klassische Skontroführer noch hat. Er erfüllt an den Börsen eine wichtige Rolle, indem er auch Werte aus der zweiten Reihe oder bestimmte Auslandsaktien liquide macht. Wie hoch die Akzeptanz ist, das beweist die Börse Frankfurt mit ihrem Quasifesthalten am Skontroführer-Modell. Trotz der bevorstehenden Migration des Maklerhandels vom Parkett auf das elektronische System "Xetra 2", bleibt die Rolle des Skontroführers bestehen. Nur die Bezeichnung ändert sich: In Anlehnung an den US-amerikanischen "Specialist" nennen sich Skontroführer künftig "Spezialisten". Im Zuge dessen fällt die eigentliche Maklerfunktion weg und die Courtage wird von einer performanceabhängigen Vermittlungsgebühr ersetzt. Hauptaufgabe der Spezialisten bleibt es, für die Liquidität der betreuten Titel zu sorgen. Daher wird die Eigenkapitalausstattung der Spezialistenfirmen in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Hier hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gegenüber vielen Wettbewerbern eine gute Ausgangsposition. Der einzige Wermutstropfen am Standort Frankfurt bleibt die für die Gesellschaft ungünstige Skontrenzuteilung durch die Börse. Durch eine Art Rotationsverfahren werden die Wertpapiere immer wieder zwischen den Spezialisten umgeschichtet. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat dabei in 2009 umsatzstarke Papiere gegen weniger lukrative eintauschen müssen. So kam es, dass die Erträge am Standort Frankfurt nicht wieder den Stand der Vorjahre erreichten.

Zahl der von mwb fairtrade betreuten Wertpapiere in der Skontroführung (2010)

Entwicklung von Provisions- und Finanzergebnis in TEUR

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

An den Börsen Berlin, Hamburg, Hannover und München betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum Jahresende 6.726 Rentenskontren. Deren Anzahl erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1.856 Orderbücher - erfreulich für dieses Geschäftsfeld. Die Erträge aus dem Rentenhandel blieben etwas hinter den Erwartungen zurück. Festverzinsliche Wertpapiere waren zwar in Zeiten der Finanzkrise extrem nachgefragt, verloren 2010 aber an Anziehungskraft. Vor allem institutionelle Anleger verließen den sicheren Hafen und setzten auf renditestarke Aktien. Betrachtet man die Entwicklung der Indizes, dann ist davon auszugehen, dass dieser Trend anhält. Insgesamt erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit dem Rentenhandel TEUR 1.607. Das entspricht einem Anteil von 22 % am Provisionsergebnis.

Skontroführung in offenen Investmentfonds

Mit der Betreuung von 4.305 offenen Investmentfonds nimmt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in diesem Marktsegment eine führende Stellung in Deutschland ein. Die Anzahl der Papiere an den Börsen in München und Hamburg sowie an der Tradegate Exchange (Berlin) hat sich im Jahr 2010 mehr als verdoppelt. Etwa in derselben Größenordnung lag der Zuwachs beim Ergebnisbeitrag. Im Fondshandel erwirtschaftete die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG TEUR 2.848 gegenüber TEUR 1.502 im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurden 13 % des Provisionsergebnisses und 21 % des Handelsergebnisses erzielt. Der Beitrag hätte allerdings noch weit höher ausfallen können, wenn es im Fondshandel im 2. und 3. Quartal 2010 nicht einen ähnlichen Einbruch gegeben hätte wie bei den Aktien. Aufgrund der aktuellen Marktsituation rechnen wir damit, dass der Fondshandel im Jahr 2011 einen markanten Aufschwung erleben wird.xxx

Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter

Entwicklung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit in TEUR

Sales und Orderausführung

Dieses Geschäftsfeld umfasst den Wertpapierhandel im Auftrag von institutionellen Kunden sowie die Orderausführung für Banken. Aufgrund der Zurückhaltung bei den Privatanlegern war die Orderausführung im Jahr 2010 stark rückläufig. Demzufolge sank der Beitrag des Geschäftsfelds zum Gesamtergebnis von 24 % in 2009 auf 16 % im Berichtsjahr. In absoluten Zahlen bedeutete das einen Rückgang von TEUR 3.393 auf TEUR 2.210. Der Anteil am Provisionsergebnis blieb jedoch stabil bei rund 8 %. Allein die Hälfte des Ergebnisses wurde vom Renten-Salesteam in Hamburg erzielt, das sich wie schon im Vorjahr äußerst erfolgreich bewährte. Das Salesteam in Frankfurt hat dagegen die Erwartungen nicht erfüllt. Zum Jahresanfang 2010 erfolgte die einvernehmliche Trennung, wobei bis zum Sommer noch Personalkosten anfielen. Diese nicht unerhebliche Position innerhalb der Personalaufwendungen entfiel zum 1. August 2010.

Kapitalmarkt

Emissionsberatung und Listings

Die Nachwehen der Finanzkrise waren im Kapitalmarktgeschäft weiterhin zu spüren. Erste Erholungstendenzen wurden im Frühjahr durch die aufkommende Euro-Nervosität gebremst. So gab es in Deutschland bis zum Jahresende lediglich zwölf IPO's kleinerer Aktiengesellschaften. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat sich daher auf geringmargige Kapitalmarktdienstleistungen konzentriert, etwa Listings oder die Beratung von Unternehmen beim Eintritt in den Entry Standard der Deutschen Börse. Dort hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG den chinesischen Immobilienkonzern Euro Asia Premier Real Estate Company Ltd. im Mai 2010 erfolgreich platziert. Der Beitrag des Geschäftsbereichs "Kapitalmarkt" zum Gesamtergebnis hat mit 1,5 % dennoch einen Tiefstwert erreicht. Eine Erholung des Marktes ist wohl Mitte 2011 zu erwarten, beflügelt durch die Ankündigung des Chemiekonzerns Evonik, an die Börse zu gehen.

Wichtige Impulse erhofft sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG auch vom Einstieg in ein neues Geschäftsfeld, der Emission von sogenannten Mittelstandsanleihen. Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen, denen die Kapitalaufnahme über Bankkredite zunehmend schwer fällt, mit Hilfe von Anleihen eine Finanzierungsalternative zu eröffnen. Dabei fungiert die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG als Kapitalmarktpartner an der Mittelstandsbörse Deutschland, einem Handelssegment der Börsen Hamburg und Hannover. Weiterhin agieren wir als Emissionsexperten für den m:access - das Segment, in dem wir an der Börse München selbst vertreten sind sowie als Listingpartner im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die angebotene Dienstleistung umfasst sowohl die Beratung, als auch die Festlegung von Konditionen und schließlich die Emission der Anleihe. Wir erwarten uns aus diesem Geschäftsfeld einen moderaten Ergebnisbeitrag. Die werbliche Unterstützung dieser Aktivitäten begann im Frühjahr 2011.

Entwicklung des Jahresüberschusses/-fehlbetrags

Ergebnis je Aktie in €*

* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken."

Designated Sponsoring

Inklusive der eigenen Aktie betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im vergangenen Geschäftsjahr 17 Designated Sponsoring-Mandate. Unsere Aufgabe ist es, die jederzeitige Handelbarkeit der Wertpapiere zu sichern und für eine ausreichende Liquidität zu sorgen. Das Kursrisiko, das bei Small- und MidCaps oder marktengen Papieren besonders hoch ist, trägt dabei allein die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Infolgedessen ist es 2010 nicht gelungen, eine nennenswerte Ertragssteigerung zu erzielen. Die Erträge blieben in etwa auf Höhe des Vorjahres.

2. Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2010

Im Jahr eins nach der internationalen Finanzkrise konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ihr operatives Ergebnis deutlich verbessern. Vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" stand in der Gewinn- und Verlustrechnung ein leicht positives Ergebnis von TEUR 70. Gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR -1.459 bedeutete das ein Plus von TEUR 1.529. Für diesen erfreulichen Zuwachs gab es zwei Gründe: auf der einen Seite die Stabilisierung der Börsen und zum zweiten erhebliche Einsparungen auf der Kostenseite. Sehr positiv entwickelte sich die Cost-Income-Ratio, die das Verhältnis von Aufwand und Ertrag eines Unternehmens widerspiegelt. Diese wichtige Kennzahl für die Effizienz von Unternehmen verbesserte sich binnen eines Jahres von 115 % auf 102 %. Das Ergebnis je Aktie lag bei € 0,01 vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken."

Der vorliegende Geschäftsbericht ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt und daher vollständig mit dem AG-Jahresabschluss vom 31. Dezember 2009 vergleichbar. Da unsere 100 %-ige Tochter MWB GmbH keinen operativen Geschäftsbetrieb hat, war die Erstellung eines Konzernabschlusses nicht erforderlich (vgl. Absatz "Beteiligung an der MWB GmbH"). Erstmals wurden die Vorschriften des Bilanzrechts-Modernisierungsgesetzes (BilMoG) angewandt, die für sämtliche Abschlüsse ab dem Geschäftsjahr 2010 gelten. Dieses Gesetz wurde von der Bundesregierung verabschiedet, um die Eigenkapitalbasis der Banken zu stärken und sie dadurch weniger krisenanfällig zu machen. Es reglementiert die Ausschüttung von Dividenden, aber auch die Höhe von Bonuszahlungen. Unter anderem wurde durch das BilMoG das Imparitätsprinzip für Wertpapierbestände aufgehoben und ein zusätzlicher Risikoabschlag auf die Wertpapierbestände vorgeschrieben. Weiterhin wird durch eine Zuführung zum Sonderposten für allgemeine Bankrisiken das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit künstlich verringert.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis litt wie schon im Vorjahr unter den relativ niedrigen Börsenumsätzen. Insbesondere die schwache Entwicklung des 2. und 3. Quartals 2010 führte zu einem neuerlichen Rückgang des Ergebnisses um 5 %. In absoluten Zahlen konnte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG TEUR 3.630 an Provisionen erwirtschaften, gegenüber TEUR 3.841 im Vorjahr. Erschwerend kam hinzu, dass die Börsen zunehmend auf das klassische CourtageModell verzichten und die Skontroführer diesen Ausfall auf anderen Wegen kompensieren müssen. An der Börse Hamburg wurde die Courtage für bestimmte Ordergrößen ganz abgeschafft, während sie an der Berliner Tradegate Exchance überhaupt nicht Teil des Preismodells ist. In Frankfurt sind ähnliche Tendenzen erkennbar. Nach der Migration des Parketthandels auf das elektronische System "Xetra 2" im Mai 2011 erhalten Skontroführer statt einer Courtage nur noch eine performanceabhängige Vermittlungsgebühr. Das heißt, der Makler muss sich sehr viel stärker über Kursdifferenzen finanzieren. Eine stabilere Situation erwarten wir hier nur von der Börse München, an der die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG aktiv ist.

Hier hält man am gewohnten Courtagesystem fest. Für höhere Provisionen dürfte auch die nächste turnusmäßige Umverteilung der Skontren an der Börse Frankfurt sorgen. Durch die Zuteilung attraktiver Wertpapiere könnte die bisherige Benachteiligung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum Teil kompensiert werden. Aus diesem Grund, aber auch weil die Börsenumsätze in 2011 ansteigen dürften, erwarten wir eine leichte Verbesserung des Provisionsergebnisses.

Handelsergebnis

Aus den oben genannten Gründen hat sich die Ertragsverlagerung vom Provisions- auf das Handelsergebnis weiter fortgesetzt. Das Verhältnis beträgt inzwischen 25 % zu 75 %. Im Jahr 2007 lag der Anteil des Provisionsergebnisses noch bei gut einem Drittel. Das Handelsergebnis belief sich in 2010 auf TEUR 11.323 - eine Steigerung um TEUR 811 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. An dem guten Ergebnis zeigt sich, dass die Handelsmöglichkeiten, insbesondere im 4. Quartal 2010, besser geworden sind. Vor allem der Wertpapierhandel mit der Skontroführung in Aktien sorgte für Zuwächse.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die strenge Kostendisziplin der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG trug im Geschäftsjahr 2010 Früchte. Bei den Personalaufwendungen gab es einen Rückgang um 15 %, hervorgerufen durch geringere Bonuszahlungen und die Trennung von unserem Salesteam in Frankfurt. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich infolgedessen von 67 auf 62. Unter dem Strich lagen die Personalaufwendungen bei TEUR 5.498 und damit TEUR 961 niedriger als im Vorjahr. Ähnlich verhielt es sich bei den anderen Verwaltungsaufwendungen, die von TEUR 10.266 auf TEUR 9.919 zurückgingen. Auslöser dafür waren Strukturverbesserungen in der IT und geringere Abwicklungskosten. Besonders erfreulich: erwartete Synergieeffekte aus der Fusion kamen in diesem Geschäftsjahr erstmals voll zum Tragen. Dies dürfte sich in 2011 fortsetzen. Trotz steigender Aufwendungen durch bessere Handelsmöglichkeiten erwarten wir daher keine erheblichen Kostensteigerungen.

Einstellung in Sonderposten mit Rücklagenanteil

Im Geschäftsjahr 2010 findet zum ersten Mal das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Anwendung. Es schreibt sämtlichen deutschen Banken und Maklergesellschaften vor, in der Bilanz einen Sonderposten zu bilden, der das Eigenkapital des Unternehmens schützen soll. Der Sonderposten nennt sich "Fonds für allgemeine Bankrisiken" und muss so lange gebildet werden, bis er eine Höhe von 50 % der durchschnittlichen Nettoerträge aus dem Handelsbestand der letzten fünf Jahre erreicht. Die Zuführung muss jährlich mindestens 10 % betragen, so dass der anvisierte Betrag nach fünf Jahren erreicht ist. Es steht aber jeder Bank frei, die Summe auf einmal zuzuführen und danach von der Zuführung befreit zu sein.

Mit der Umsetzung des BilMoG verringert sich bei einer Vielzahl von Banken das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Dividendenzahlungen und Boni sind innerhalb der Branche meist von diesem Ergebnis abhängig, so dass beides geringer ausfällt. Durch diesen Mechanismus haben die Marktteilnehmer die Pflicht, ihr aufsichtsrechtliches Eigenkapital zu schützen. So fragwürdig diese Vorschrift für eine gesunde Wertpapierhandelsbank auch sein mag - die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG muss diese Verpflichtung erfüllen. Nach eingehender Prüfung hat sich der Vorstand entschlossen, die Zuführung nicht in der gesamten Höhe von 50 % auf einmal zu leisten, sondern in 10 %-Schritten über fünf Jahre verteilt. Wir sind der Meinung, dass dieses Vorgehen eine größere Transparenz gewährleistet und weniger verzerrend wirkt. Die Zuführung zum Fonds lag im Jahr 2010 demzufolge bei TEUR 1.132. Um diesen Betrag mindert sich also das Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Der Überschaubarkeit halber weisen wir im Folgenden jeweils die Zahlen vor und nach der Zuführung aus.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Ein höheres Handelsergebnis bei gleichzeitig sinkenden Kosten führte dazu, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wieder knapp in die Gewinnzone zurückkehrte. Das Ergebnis von TEUR 42 entsprach unseren Erwartungen, wurde aber leider egalisiert von der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken". Nach der Zuführung in Höhe von TEUR 1.132 lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei TEUR -1.091, aber immer noch TEUR 433 über dem des Vorjahres.

Jahresfehlbetrag

Nach Berücksichtigung von Steuern und der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" ergab sich für das Geschäftsjahr 2010 ein Jahresfehlbetrag von TEUR -1.062 (Vorjahr: TEUR -1.459).

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 einen Bilanzgewinn von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 1.473) aus. Die Differenz entspricht dem Jahresfehlbetrag. Leider ermöglicht es dieses Ergebnis nicht, eine Dividende auszuschütten. Die Dividendenzahlung müsste aus dem Eigenkapital erfolgen und würde das Unternehmen damit nachhaltig schwächen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme verringerte sich zwischen dem 31. Dezember 2009 und dem 31. Dezember 2010 um TEUR 1.728 auf TEUR 22.409. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 7 %.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.286 auf TEUR 14.159 gestiegen. Verantwortlich dafür war in erster Linie die Reduzierung der eigenen Wertpapierbestände um TEUR 2.907. Die Liquiditätskennzahl der Gesellschaft nach §11 des Kreditwesengesetzes lag zum 31. Dezember 2010 bei 8,98 (Vorjahr: 9,49). Anhand dieser entscheidenden Liquiditätskennziffer eines Unternehmens lässt sich ablesen, dass sich die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nach wie vor in einer komfortablen Liquiditätssituation befindet.

Wertpapierbestand

Die Bestände in nicht festverzinslichen Wertpapieren reduzierten sich von TEUR 1.857 im Vorjahr auf TEUR 1.085 zum 31. Dezember 2010. Die Bestände in festverzinslichen Wertpapieren (Vorjahr: TEUR 2.135) wurden vollständig abgebaut.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 17.961. Der Rückgang von TEUR 1.155 entspricht fast genau der nach § 340e Absatz 4 HGB vorgeschriebenen Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken". Das veränderte jedoch nichts an der Eigenkapitalquote, die mit 80 % genau auf dem Stand des Vorjahres blieb.

Beteiligung an der XCOM AG

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung in Höhe von 12,4 % an dem Finanzsoftwareunternehmen XCOM AG. Das 1988 gegründete Unternehmen mit Sitz in Willich zählt zu den führenden Anbietern für E-Banking, E-Business und Handelsunterstützung im Wertpapierbereich. Die Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Entwicklung der XCOM AG im Jahr 2010, wie schon in den Vorjahren, sorgfältig und kontinuierlich verfolgt. Der Kontakt mit dem Management der XCOM AG verlief in offener und vertrauensvoller Weise. Hier ist insbesondere anzumerken, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG nicht nur Aktionär der XCOM AG ist, sondern auch deren Kunde. Die Hauptversammlung der XCOM AG hat am 22. Juni 2007 das Vorstandsmitglied der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Thomas Posovatz, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt.

Beteiligung an der MWB GmbH

Die 100 %-ige Beteiligung an der Gesellschaft dient zur Erhaltung unserer strategischen Flexibilität. Derzeit wird der Firmenmantel MWB GmbH ohne operativen Geschäftsbetrieb und ohne eine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften weitergeführt.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2010 einen Bestand in eigenen Aktien von 39.257 Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand um 27.794 Stück erhöht.

4. Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5 % vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist zukünftig nach oben begrenzt auf TEUR 150. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Die Vergütung des Aufsichtsrates wurde in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2003 durch eine Satzungsänderung geregelt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 10 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Darüber hinaus bekommt jedes Mitglied des Aufsichtsrates seit 1. Juli 2003 für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine variable Vergütung in Höhe von 0,3 % des positiven Konzernergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das eineinhalbfache sowohl der festen als auch der variablen Vergütung. Die feste und die variable Vergütung zusammen sind beim einfachen Aufsichtsratsmitglied auf TEUR 15 pro Jahr, beim stellvertretenden Vorsitzenden auf TEUR 22,5 und beim Aufsichtsratsvorsitzenden auf TEUR 30 pro Jahr begrenzt. In der Hauptversammlung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vom 9. Juli 2009 wurde eine zusätzliche Aufsichtsratsvergütung für Mitglieder des Prüfungsausschusses bewilligt. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend geändert. Demnach erhält jedes Mitglied des Prüfungsausschusses für jedes volle Geschäftsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 3 zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Sämtliche Beträge verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Freiwillige Angaben gemäß §289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Gesellschaft besitzt gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 ein genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.507.912 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 20,18 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juli 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 11. Juli 2015 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 28. Juli 2008 aus sechs Mitgliedern. Die Satzung der Gesellschaft wurde entsprechend angepasst.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

5. Ausblick

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde. Das gilt auch für die im Risikobericht dargestellten Risiken. Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2010 haben sich nicht ergeben.

Vorsichtiger Optimismus - mit diesen beiden Wörtern ließe sich unsere Erwartung an das Geschäftsjahr 2011 am besten beschreiben. Anlass zur Hoffnung gibt vor allem der Konjunkturverlauf in Deutschland. Niedrige Arbeitslosenzahlen, volle Auftragsbücher der Industrie und ein freundliches Konsumklima sind aller Erfahrung nach Treibstoff für die Finanzmärkte. Dazu kommen mit großer Wahrscheinlichkeit einige Börsengänge, die dem Aktienmarkt wieder größere Aufmerksamkeit bescheren. Allein schon die Ankündigung des Chemiekonzerns Evonik, im Frühjahr 2012 den IPO zu wagen, hat die Fantasie der Anleger beflügelt. Neben diesen positiven Faktoren bleiben jedoch eine ganze Reihe von Risiken: Die Diskussion um die Verschuldung mancher südeuropäischer EU-Länder könnte jederzeit wieder aufflammen. Äußerst problematisch ist auch die immense Staatsverschuldung der USA, die deren Status als weltweite Leitwirtschaft gefährdet. Die großzügige Geldpolitik der Notenbanken und ein mögliches Anziehen der Inflation ist dagegen eine Gefahr, die auf das Börsengeschehen zunächst kaum Einfluss haben dürfte. Viel gefährlicher erscheint der entstandene politische Flächenbrand im arabischen Raum, der den Preis für Öl und Rohstoffe in astronomische Höhen treiben könnte.

Die dramatischen Ereignisse in Japan im März des neuen Geschäftsjahres sind in ihren Folgen noch keinesfalls abschätzbar. Die anhaltende Diskussion über Sicherheit und Zukunft der Atomkraft mit den Auswirkungen auf Energieversorgung und -preise könnte der Konjunkturentwicklung in Deutschland und Europa einen Dämpfer versetzen. Wie schnell eine solche Situation überwunden wird, hängt auch von der Stringenz des Handelns der politischen Verantwortlichen ab.

Unter der Prämisse, dass derlei Risiken nicht in vollem Umfang zum Tragen kommen, erwartet der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ein solides Geschäftsjahr. Provisions- und Handelsergebnis werden - wenn man das bisherige 1. Quartal 2011 als Gradmesser heranzieht - etwas ansteigen und zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen. Im Optimalfall könnte sogar die 2011 erneut anfallende Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" vollständig kompensiert werden. Sofern sich unser neues Spezialgebiet, die Emission von Mittelstandsanleihen, gut entwickelt, dürfte auch der Geschäftsbereich "Kapitalmarkt" eine Renaissance erleben. Nur ein Ereignis wäre 2011 in der Lage, alle Prognosen auf den Kopf zu stellen: Falls die Deutsche Börse ihre Ankündigung wahr macht und mit der New York Stock Exchange fusioniert, wird das mit Sicherheit zu einem völligen Umbruch der deutschen Börsenlandschaft führen. Es ist anzunehmen, dass der komplette Aktienhandel dann von den USA aus strukturiert wird und das Handelssystem "Xetra 2" schon kurz nach seiner Einführung Geschichte ist. Für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG muss das kein Nachteil sein. Denn durch die Fusion entstehen möglicherweise ganz neue Nischen für die Regionalbörsen, an denen wir traditionell stark vertreten sind. Im Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden wir die kommenden Entwicklungen sehr genau beobachten und schnell und flexibel auf Marktveränderungen reagieren.

Für das Jahr 2012 rechnet die Geschäftsleitung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit einem anhaltend positiven Börsentrend. Gute Unternehmensergebnisse für 2011 dürften die Nachrichtenlage dominieren. Ab dem 2. Halbjahr 2012 dürften sich mehr und mehr störende Einflüsse von der Inflations-, Zins- und Rohstoffpreisseite her bemerkbar machen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass branchenspezifisch zwar eine annähernde Planung der Kosten, nicht aber der Erträge möglich ist. Dies wird umso deutlicher, je weiter in die Zukunft geplant wird. Auch wegen des erwarteten Andauerns der Schuldenkrise dürfte die Planungssicherheit weiter in die Zukunft insgesamt nicht hoch sein.

6. Risikobericht

Unternehmensstrategie

Unternehmerisches Handeln bedeutet, Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft wahrzunehmen und auszuschöpfen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Erfolgssicherung ausgerichtet. Dabei werden sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Den sich bietenden Chancen stehen eine Vielzahl von Risiken gegenüber. Diese zu identifizieren und zu beherrschen ist Ziel unseres integrierten Risikomanagementsystems. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den übergeordneten Unternehmenszielen der Sicherung der anvertrauten Vermögenswerte und der Steigerung des Unternehmenswertes auf Basis einer bewussten Steuerung der unternehmerischen Risiken. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel und innovativ auf die Herausforderungen der Zukunft eingehen. Dabei spielen bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle.

Risikostrategie

Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung, der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen, hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 30 % der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmassen betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitkonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den §§ 270, 271 der Solvabilitätsverordnung (SolvV) bedient. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der vom Vorstand festgelegten Verlustobergrenze.

Liegt das Ergebnis dieses Quotienten unter 100 %, ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2010 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung 46,76 %.

Interne Revision

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterhält eine eigene Interne Revision, die einem erfahrenen Mitarbeiter unterstellt ist. Gegenstand der Prüfungshandlungen sind vor allem die Bereiche Anlage- und Abschlussvermittlung, Eigenhandel, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen, Compliance, Geldwäsche, Mindestanforderungen an das Risikomanagement und Ertragscontrolling. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft einen vom Handel unabhängigen Risikomanager bestellt, in dessen Aufgabengebiet neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Risiken insbesondere die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fällt. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren. Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens XCOM AG.

Die Gesellschaft überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält. Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Einzelrisiken

Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.

Die Risiken im Einzelnen:

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Von den ausländischen Kontrahenten werden regelmäßig Auskünfte über deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eingeholt.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich real-time zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet. Zum 31. Dezember 2010 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von EUR 203.417.

Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl der für den Handel zuständige Vorstand, als auch der vom Handel unabhängige Vorstand mindestens zweimal täglich über die größten Aufgabenbestände, die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften sowie über bestehende Optionsgeschäfte informiert.

Der Risikomanager der Gesellschaft führt täglich zum Geschäftsschluss des Vortages Stresstests durch. Dabei wird sowohl eine Kursabsenkung von -5 % sowie eine Kurserhöhung von +5 % bezüglich aller in den Aufgaben und den Depots gehaltener Wertpapiere simuliert. Als Ergebnis der Tests wird das unter diesen Annahmen unrealisierte Profit/Loss ausgewiesen. Einmal wöchentlich erfolgt zusätzlich ein Stresstest bei einer Kursveränderung von -/+10 %. Der Gesamtvorstand wird unverzüglich informiert, wenn die von der Gesellschaft für das Szenario festgelegten Grenzen überschritten werden.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexpose. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.

Trotz des ausgewiesenen Jahresfehlbetrages verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.

Operationelle Risiken

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert.

Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Datensicherungen, die zum Teil außer Haus verwahrt werden, entgegen.

Gräfelfing im März 2011

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

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Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.647,64 1.931,20
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 7.348.505,82 3.660.076,44
b) andere Forderungen 8.065.175,38 15.413.681,20 8.135.289,81
3. Forderungen an Kunden 838.884,09 823.674,25
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von anderen Emittenten 0,00 2.134.948,21
-darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank Euro 0,00 (Euro 85.370,39)
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,51 1.857.010,74
6. Handelsbestand 1.085.284,38 0,00
7. Beteiligungen 2.435.479,91 2.435.479,91
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 97.926,04 99.792,90
9. Treuhandvermögen 183.142,64 460.328,60
10. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 261.055,00 337.982,00
11. Sachanlagen 420.146,00 657.512,00
12. Eigene Anteile oder Aktien 0,00 34.389,00
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.120.345,64 3.372.024,07
14. Rechnungsabgrenzungsposten 52.961,09 126.092,16
15. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 496.156,49 0,00
Summe der Aktiva 22.408.710,63 24.136.531,29
Passiva
Euro Geschäftsjahr

Euro
Vorjahr

Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 512.007,77 1.510.705,06
2. Handelsbestand 746.683,01 0,00
3. Treuhandverbindlichkeiten 183.142,64 460.328,60
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.148.617,35 944.298,92
5. Rechnungsabgrenzungsposten 36.443,77 35.291,66
6. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 1.205.141,00
b) andere Rückstellungen 688.955,00 688.955,00 864.387,67
7. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.132.265,00 0,00
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 7.473.700,00
Eigene Anteile -39.257,00 7.434.443,00 7.473.700,00
Bedingtes Kapital Euro 498.000,00 (Euro 498.000,00)
b) Kapitalrücklage 5.239.464,58 5.239.464,58
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 306.775,13 306.775,13
cb) Rücklage für eigene Anteile 0,00 34.389,00
cc) andere Gewinnrücklagen 4.568.556,73 4.875.331,86 4.588.685,94
d) Bilanzgewinn 411.356,65 1.473.363,73
17.960.596,09 19.116.378,38
Summe der Passiva 22.408.710,63 24.136.531,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010

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Euro Euro Vorjahr

Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 167.989,54 193.957,66
-davon Zinserträge aus Abzinsung Euro -5.734,60 (Euro 0,00)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 167.989,54 156.097,25
2. Zinsaufwendungen 4.219,55 112.942,33
163.769,99 237.112,58
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 8.066,35
b) Beteiligungen 244.618,80 292.479,00
4. Provisionserträge 5.846.261,74 6.005.382,30
a) Courtageerträge Euro 5.462.050,15
5. Provisionsaufwendungen 2.216.199,69 2.164.417,85
a) Courtageaufwendungen Euro 1.289.185,93
6. Ertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 11.807.557,94 9.277.326,53
b) Kursdifferenzen 34.267.031,66 46.074.589,60 26.716.913,95
7. Aufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 9.174.629,27 7.343.494,31
b) Kursdifferenzen 25.577.312,18 34.751.941,45 18.139.125,83
8. Sonstige betriebliche Erträge 448.136,87 829.381,32
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.849.267,54 5.764.777,33
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - darunter: für Altersversorgung Euro 16.001,07 (Euro 48.878,90) 649.149,24 5.498.416,78 694.253,54
b) andere Verwaltungsaufwendungen 9.918.866,15 10.265.574,26
15.417.282,93 16.724.605,13
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 350.700,13 434.460,01
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 60.450,00
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.374,01 0,00
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.866,86 24.492,39
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 41.759,95 1.524.383,49-
15. Einstellungen in Sonderposten für allgemeine Bankrisiken 1.132.265,00 0,00
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.090.505,05- 1.524.383,49-
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.403,97- 65.604,43-
18. Sonstige Steuern 906,00 28.497,97- 536,90
19. Jahresfehlbetrag 1.062.007,08- 1.459.315,96-
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.473.363,73 2.881.268,69
21. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) aus der Rücklage für eigene Anteile 0,00 51.411,00
22. Bilanzgewinn 411.356,65 1.473.363,73

Anhang

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2010 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstituten geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) in der aktuellen Fassung erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Vorjahreszahlen sind aufgrund der Änderungen durch BilMoG nicht anzupassen.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Wertpapiere des Handelsbestands werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von fünf Tagen impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet, bewertet. Für die Bewertung der Aufgabengeschäfte wird ein Value at Risk-Abschlag, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99 % verwendet, zu Grunde gelegt. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 410 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000, die in den Jahren 2008 und 2009 angeschafft wurden, werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die unter dem Treuhandvermögen bilanzierten Wertpapiere wurden zum Marktpreis bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.

Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Den ermittelten Teilwerten liegt ein Rechnungszinsfuß von 5,15 % zugrunde. Die Berechnungsparameter für Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend und Rententrend wurden mit 0 % bzw. 0,5 % angesetzt. Die Teilwerte wurden unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

Die anderen Rückstellungen wurden nach dem Grundsatz der vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 56 aus schwebenden Aufgabegeschäften wurden im Geschäftsjahr aufgrund der Umstellung auf BilMoG in die Position Handelspassiva umgegliedert.

Dividendenerträge aus Aufgabengeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in der Position Nettoertrag des Handelsbestandes ausgewiesen.

Stückzinsen und Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen aus Rentenpapieren in Höhe von TEUR 191 bzw. TEUR 14 werden aufgrund der Umstellung auf BilMoG im Geschäftsjahr unter der Position Nettoertrag bzw. Nettoaufwand des Handelsbestandes ausgewiesen, während sie im Vorjahr in Höhe von TEUR 156 bzw. TEUR 107 unter der Position Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren bzw. Zinsaufwendungen gezeigt wurden.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten inklusive Tages- und Monatsgelder als auch Courtage-, Zins- und Dividendenforderungen. Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert.

Der Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute zum 31.12.2010 gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres resultiert aus dem Zahlungseingang aufgrund des vollständigen Verkaufs der Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und sowie der Veräußerung eines Teils der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere.

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten und Sicherheiten für die Abwicklung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 8.006 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um eine Kundenforderung im Rahmen eines echten Wertpapierpensionsgeschäfts und um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Die Kundenforderung im Rahmen des Wertpapierpensionsgeschäfts ist fällig. Zur Sicherheit wurden Wertpapiere übertragen, die den Wert der Forderung decken.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die Position beinhaltet vollständig abgeschriebene nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens. Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Schuldverschreibungen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Bestand an Schuldverschreibungen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 2.135) wurde vollständig verkauft.

Handelsbestand

Die Handelsaktiva beinhalten auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.073, die im Vorjahr in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (TEUR 1.857) enthalten waren. Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 12 dem Handelsbestand zugeordnet.

In dieser Position ist ein Anteil von TEUR 98 an Fremdwährungen enthalten.

Beteiligungen

Es handelt sich um eine Beteiligung an der nicht börsennotierten XCOM AG, Willich, in Höhe von TEUR 2.435. Die Gesellschaft hält mehr als 10 % der Stimmrechte.

Darüber hinaus wurde am 27. März 2008 eine nicht börsennotierte Beteiligung an der SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 45 % der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt TEUR 22, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 23. Die Beteiligung ist vollständig abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde die Zuschreibung auf Grund der weggefallenen dauernden Wertminderung auf das aktuelle anteilige Eigenkapital von TEUR 10 im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Anschaffungskosten

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Vortrag 01.01.2010

Euro
Zugänge

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2010

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,60 0,00 0,00 512.325,60
II. Beteiligungen 2.457.978,91 0,00 0,00 2.457.978,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.166.928,25 0,00 0,00 8.166.928,25
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.376.636,65 47.784,28 0,00 1.424.420,93
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.164.540,60 50.561,85 81.081,46 2.134.020,99
14.678.410,01 98.346,13 81.081,46 14.695.674,68

Kumulierte Abschreibungen

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Vortrag 01.01.2010

Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2010

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 512.325,09 0,00 0,00 512.325,09
II. Beteiligungen 22.499,00 0,00 0,00 22.499,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.125.968,15 1.866,86 0,00 8.127.835,01
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.038.654,65 124.711,28 0,00 1.163.365,93
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.507.028,60 225.988,85 19.142,46 1.713.874,99
11.206.475,49 352.566,99 19.142,46 11.539.900,02

Kumulierte Zuschreibungen

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Vortrag 01.01.2010

Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2010

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.832,80 0,00 0,00 58.832,80
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00 0,00
58.832,80 0,00 0,00 58.832,80

Buchwerte

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31.12.2010

Euro
31.12.2009

Euro
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,51 0,51
II. Beteiligungen 2.435.479,91 2.435.479,91
III. Anteile an verbundenen Unternehmen 97.926,04 99.792,90
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 261.055,00 337.982,00
V. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.146,00 657.512,00
3.214.607,46 3 530.767,32

Anteile an verbundenen Unternehmen

Es werden Anteile an der MWB GmbH, Gräfelfing, gehalten. Im Geschäftsjahr wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 2 vorgenommen.

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Verbundenes Unternehmen MWB GmbH
Anteil am Kapital 100 %
Höhe des Eigenkapitals TEUR 98
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 TEUR -2

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen beinhaltet Wertpapiere von TEUR 51, die zum Marktwert bewertet wurden und Geldvermögen von TEUR 132. In gleicher Höhe wurden Treuhandverbindlichkeiten angesetzt.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen das Körperschaftsteuerguthaben (TEUR 875), den Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang mit einer Kapitalabfindung aus einer Rückdeckungsversicherung für ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied (TEUR 136), den Anspruch auf eine Versicherungserstattung (TEUR 60) und den Umsatzsteuererstattungsanspruch des Vorjahres (TEUR 12). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing, Frankfurt und Hamburg (TEUR 20). Der Effekt aus der Abzinsung des Körperschaftssteuerguthabens ist in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um abgegrenzte Provisionen aus Weiterbelastungen, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste, Zeitungsabonnements und freiwillige Sozialaufwendungen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 1.078), die den beizulegenden Zeitwert und die Anschaffungskosten darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 582) verrechnet. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Kapitalabfindung in Höhe von TEUR 629 an ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied, dadurch verringerten sich die Rückdeckungsversicherungen und die Pensionsrückstellungen.

Der abgezinste Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beläuft sich auf TEUR 663. Aufgrund der geänderten Bewertungsgrundlagen wäre somit eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich. Im Geschäftsjahr wurde jedoch nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 6) erfasst.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember, Verbindlichkeiten aus Courtagen, Kursdifferenzen, Avalprovisionen und Dividendenverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten für Xetra-Gebühren.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Handelsbestand

In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 84 an Fremdwährungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 335), Restverbindlichkeiten aus einer Kapitalabfindung (TEUR 329), Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 305) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 77). Darüber hinaus beinhalten sie im Wesentlichen Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 97), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2010 (TEUR 3), Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 2) und die Umsatzsteuerzahllast (TEUR 1).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um abgegrenzte Erträge aus Designated Sponsor-Verträgen, die die Monate Januar bis August 2011 betreffen.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen von TEUR 689 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten, Boni, Sozialversicherung auf Boni, Kosten für den Geschäftsbericht sowie die pauschale Lohnsteuer. Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen, sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Mietnebenkosten enthalten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken wurde gemäß § 340e Abs. 4 i. V. m. § 340g HGB im Geschäftsjahr erstmalig ein Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" gebildet. Es wurden 10 % des Nettoergebnisses aus dem Handelsbestand (TEUR 1.132) in den Sonderposten eingestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien. Am Bilanzstichtag befanden sich 39.257 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Kapitalrücklage

Aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.239 stammen TEUR 3.945 aus der im April 1999 durchgeführten Kapitalerhöhung der Gesellschaft im Rahmen des Börsengangs. Im Rahmen der Verschmelzung mit der FAIRTRADE AG wurden in 2008 TEUR 1.294 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Sie beinhalten die gesetzliche Rücklage (TEUR 307) und die anderen Gewinnrücklagen (TEUR 4.572). Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 4.589 sind um den Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert der eigenen Anteile und den ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 51 gemindert. Die Rücklage für eigene Anteile, die im Vorjahr zu bilden war, wurde in Höhe von TEUR 34 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der Verlust aus der Veräußerung eigener Anteile in Höhe von TEUR 3 wurde von der Gewinnrücklage abgesetzt.

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 39.257 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2010 42.756 Aktien gekauft, 14.962 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im laufenden Geschäftsjahr auf Euro 2,19, der durchschnittliche Verkaufskurs auf Euro 2,29. Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

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Verkauf Stück Verkauf Stück
Januar 500 963
Februar 3.135 0
März 3.865 1.500
April 1.500 0
Mai 2.384 384
Juni 4.340 1.340
Juli 3.180 1.000
August 2.820 0
September 0 1.000
Oktober 4.000 7.000
November 9.775 0
Dezember 7.257 1.775
42.756 14.962

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von Euro 39.257. Dies wiederum entspricht 0,5 % am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 ermächtigt, bis zum 11. Juli 2015 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5 % des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Darüber hinaus wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von insgesamt bis zu 10 % beschränkt.

Die für Zwecke des Wertpapierhandels oder zu anderen Zwecken erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen belaufen sich auf EUR 2,0 Mio. für Kauf- und EUR 0,9 Mio. für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsertrag sind verrechnete Aufwendungen und Erträge von TEUR 46 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 52 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 6.

Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen Courtageerträge (TEUR 5.462), Erträge aus Dienstleistungen im Rahmen von Kapitalmarktbetreuung und aus Betreuungsverträgen im Rahmen der Tätigkeit als Designated Sponsor (TEUR 187), Platzierungsprovisionen (TEUR 77), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 37), Provisionen aus Weiterbelastungen (TEUR 36) und Provisionen aus Geschäften mit institutionellen Kunden (TEUR 28).

Im Handelsergebnis sind laufende Erträge aus Aufgabegeschäften von TEUR 101 sowie TEUR 87 aus periodenfremden Erträgen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung aufgrund einer Kick-Back-Vereinbarung (TEUR 178) und sonstige Weiterbelastungen (TEUR 116), Versicherungserstattungsansprüche (TEUR 60), Sachbezüge (TEUR 30) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 27).

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsenabwicklungsgebühren (TEUR 3.325), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.496), EDV-Kosten (TEUR 1.059), Kosten für das Handelssystem "Max-One" (TEUR 632), Internet- und Leitungskosten (TEUR 497), Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 484), XETRA-Gebühren (TEUR 477), Raumkosten (TEUR 359), Kosten für Investor Relations und Werbekosten (TEUR 284), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 140), Kosten der Börsenzulassung (TEUR 124), Aktieneinführungsgebühren (TEUR 119), Buchführungskosten (TEUR 113) und um Reisekosten (TEUR 110). In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 für die WpHG-Prüfung enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 38 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben und mit TEUR 8 auf Ertragsteuern.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz, München, Börsenmakler

Herr Herbert Schuster, Gauting, Börsenmakler

Herr Franz Christian Kalischer, Hamburg, Börsenmakler

Herr Detlef Lübbe, Norderstedt, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 705 und setzen sich wie folgt zusammen:

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Herr Thomas Posovatz TEUR 159
Herr Herbert Schuster TEUR 180
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 180
Herr Detlef Lübbe TEUR 186

Die Vergütung ehemaliger Vorstandsmitglieder belief sich auf TEUR 39, davon waren TEUR 23 durch Versicherungserstattungen abgedeckt. Darüber hinaus wurden an ehemalige Vorstandsmitglieder eine aufgrund einer Pensionszusage zu zahlende Firmenrente durch eine Kapitalabfindung in Höhe des versicherungsmathematischen Barwerts von TEUR 629 abgelöst.

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München und der XCOM AG, Willich (stellvertretender Vorsitzender).

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten folgende Personen an:

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Herr Dr. Thomas Ledermann, Rechtsanwalt, stellvertretender Vorsitzender

Herr Thomas Mayrhofer, Rechtsanwalt

Herr Michael Wilhelm, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

Herr Uwe Didwischus, Bankdirektor der Norddeutschen Landesbank, Hannover

Herr Hagen-Christian Kümmel, Leiter Wertpapierhandel der Hamburger Sparkasse AG, Hamburg

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 96.

Herr Dr. Ottheinz Jung-Senssfelder ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Hypoport AG, Berlin (Vorsitzender)

BRANDAD Systems AG, Fürth (Vorsitzender)

IC Immobilien Holding AG, München (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Thomas Mayrhofer ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Primus Solutions AG, München (Vorsitzender)

Better Orange IR & HV AG, München

Ecocap bio commodities AG, Grafing, bis März 2010

Group Seven AG, Schwaig, seit Januar 2010

Herr Dr. Thomas Ledermann ist Mitglied des Aufsichtsrats der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG, Hamburg.

Herr Michael Wilhelm ist Mitglied des Aufsichtsrats folgender Gesellschaften:

Softing AG, München (stellvertretender Vorsitzender)

Kontron AG, Eching

Herr Didwischus ist seit April 2010 Mitglied des Aufsichtsrats der ConCardis GmbH, Frankfurt.

An die Sozietät Mayrhofer & Partner, München, deren Partner das Aufsichtsratsmitglied Herr Thomas Mayrhofer ist, wurde ein Honorar in marktüblicher Höhe von TEUR 4 für erbrachte Beratungsleistungen bezahlt.

Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 11. Juli 2015 ein- oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennwert von bis zu TEUR 7.500 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben und den Inhabern der Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt TEUR 1.619 zu gewähren.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2010 um TEUR 1.619 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 11. Juli 2015 begeben werden, von ihrem Wandel- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von fünf Jahren nach Eintragung der Ermächtigung vom 27. Juli 2008 an, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt TEUR 498 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag zu erhöhen, der den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

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Büro Hamburg 23
Büro Gräfelfing 15
Büro Berlin 7
Büro Frankfurt 9
Büro Hannover 4

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Gesellschaft besaß am Bilanzstichtag 100 % der Anteile an der MWB GmbH mit Sitz in Gräfelfing. Deren Kapital beträgt TEUR 98, der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2010 belief sich auf TEUR 2. Auf die Anteile wurde eine Abwertung in Höhe von TEUR 2 vorgenommen.

Die Beteiligung an der SRH AlsterResearch AG mit Sitz in Hamburg betrug zum Bilanzstichtag 45 %. Deren Eigenkapital beträgt TEUR 22, der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 belief sich auf TEUR 23.

Angabe von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 21 ff. WpHG mitgeteilt wurden

Die BÖAG Finanzdienst AG, Hamburg, ist zu 20,18 % an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8 % der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50 % beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die Herren Kalischer und Lübbe halten jeweils 7,43 % der Anteile und Herr Mühlbauer 4,63 % der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5 % und 10 % der Anteile.

Herr Schuster sowie die Aufsichtsratsmitglieder halten keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

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fällig 2011 TEUR 1.581
TUSD 87
fällig 2012 TEUR 320
TUSD 76
fällig 2013 TEUR 242
TUSD 0

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 98 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 4 an.

Auslagerung von Dienstleistungen

Die Finanzbuchhaltung ist an die Steuerberaterin Cornelia Blank, Kirchanschöring, ausgelagert. Die Firma XCOM erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG sowie der Geld- und Stückebuchhaltung.

6. Gewinnverwendung

Der Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung 2010 vorschlagen, keine Ausschüttung vorzunehmen und den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEUR 411 auf neue Rechnung vorzutragen.

Gräfelfing, den 24. März 2011

Thomas Posovatz

Herbert Schuster

Franz Christian Kalischer

Detlef Lübbe

Bestätigungsvermerk

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 3. Mai 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Öttl, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Postfach 16 44 • 82158 Gräfelfing

Telefon +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

www.mwbfairtrade.com

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