Management Reports • Nov 18, 2011
Management Reports
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| ### Cash.Medien AG #### Hamburg ### Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG #### Zwischenmitteilung für das zweite Halbjahr 2011 #### 1. Rahmendaten der Cash.Gruppe Die Cash.Medien AG ist die Muttergesellschaft der Cash.Print GmbH (Cash.Print), der Cash.-TV Filmproduktions GmbH (Cash.-TV), der G.U.B. Gesellschaft für Unternehmensanalyse und Beteiligungsmanagement mbH (G.U.B.) und der DFI Deutsches Finanzdienstleistungs-Informationszentrum GmbH (DFI). Alle Gesellschaften sind einhundertprozentige Tochtergesellschaften der Cash.Medien AG und mit Ausnahme des DFI mittels Ergebnisabführungsverträgen an die Cash.Medien AG gebunden. Die Unternehmen der Cash.Gruppe befassen sich mit dem Markt der langfristigen Kapitalanlage: Lebensversicherungen, Investmentfonds, Immobilien, geschlossene Fonds und verwandte Themen. Kernzielgruppe sind neben den Entscheidern auf Ebene der Produktanbieter vor allem Finanzdienstleister. Themen der Anlageberatung und des Vertriebs stellen daher einen weiteren Schwerpunkt dar und bilden die Klammer um das Informationsangebot. Die Erlöse speisen sich zum größten Teil aus Werbeaufwendungen der Produktanbieter. #### 2. Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsentwicklung der Cash.Gruppe In den vergangenen Monaten hat die Verunsicherung vor allem auf den Finanzmärkten wieder deutlich zugenommen. Dies strahlt auch auf den langfristig orientierten Teil der Finanzdienstleistungsbranche aus, der für Cash. von besonderer Bedeutung ist (vgl. 1.). Der Absatz von Finanzprodukten hat sich immer noch nicht stabilisiert. Die Platzierungszahlen bei geschlossenen Fonds sind unverändert niedrig. Für Cash. war dies insbesondere in der Anzeigenakquisition spürbar. Nach einem stabilen, über Vorjahr liegenden Geschäft im ersten Halbjahr kam es aufgrund schwacher Platzierungszahlen und mit dem Wiederaufleben einer allgemeinen Verunsicherung auf den Finanzmärkten zu einer deutlich veränderten Geschäftsentwicklung im Verlauf des dritten Quartals. Trotz gegensteuernder Maßnahmen hat sich der Vorsprung zum Vorjahr stark verringert. Aus heutiger Sicht wird ein Anzeigen-Jahresumsatz auf Vorjahresniveau erwartet. Der ambitionierte Plan wird nicht erreicht. Von den kleineren Gesellschaften verzeichnete die G.U.B. gute Umsatzerfolge, liegt aktuell über Vorjahr und wird mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung abschließen. Cash.-TV und DFI verblieben auf den geplanten niedrigen Niveaus. In der Umsatzplanung für 2012 wird der Vorstand der unerwartet wieder stärker gewordenen Unsicherheit der Märkte Rechnung tragen. Laut den kürzlich veröffentlichten Ergebnissen einer Umfrage einer Hamburger Verlags-Beratungsgesellschaft beurteilen die Fachverlage die Marktaussichten für 2012 ganz allgemein eher verhalten. Dies darf sicherlich für ein in der Finanzdienstleistungsbranche tätiges Medienhaus in besonderem Maße gelten. #### 3. Ertragslage Bislang konnten die Umsatz-Planabweichungen in 2011 durch unverändert strikte Kostendisziplin und durch den Verzicht auf budgetierte Zusatz-Aufwendungen (Kostenreserven) weitgehend ausgeglichen werden. In Summe, mit dem guten ersten Halbjahr im Rücken und einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Gegensteuerung im zweiten Halbjahr, erwartet der Vorstand daher weiterhin für das Gesamtjahr 2011 ein Ergebnis auf Vorjahresniveau oder darüber. Für 2012 erfordern die Gesamtumstände jedoch ein risikobewusstes Vorgehen bei der Planung. In der bestehenden Marktsituation ist eine Budgetierung größerer Umsatzsteigerungen nicht verantwortbar. Entsprechend wird auch das zu planende Ergebnis seine Obergrenze beim Niveau der beiden Vorjahre finden. In den wesentlichen Unternehmensteilen werden Vorbereitungen getroffen, durch neue Angebotsformen das Umsatzpotenzial zu erweitern. Insgesamt ist die Entwicklung der Cash.Gruppe, insbesondere die Ertragslage, vor dem Hintergrund der allgemeinen Entwicklung und des nach wie vor schwachen Umsatzniveaus unverändert positiv zu bewerten. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf ein konsequentes, antizipatives Kostenmanagement. Gleichzeitig wurde Umsatzeinbußen durch geeignete Maßnahmen wie z. B. zusätzliche Print-Erzeugnisse entgegengewirkt. #### 4. Liquiditätslage Die Liquiditätslage hat sich wiederum verbessert. Der Abtrag an Alt-Verpflichtungen wurde planmäßig fortgesetzt. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen nur noch bei einzelnen größeren Kreditoren Überhänge, die vereinbarungsgemäß ratierlich abgetragen werden. Ein Liquiditätsrisiko bleibt dennoch bestehen, weil das operative Geschäft unverändert noch nicht zur Rückführung aller Altverbindlichkeiten ausreicht. Cash. wird - wie bereits berichtet - auch in 2012 auf die Erneuerung von Prolongationsvereinbarungen angewiesen sein. Der Vorstand hat derzeit keinen Anlass, an einer Bereitschaft dazu zu zweifeln. Bankschulden bestehen nicht. Trotz der insgesamt wieder etwas größeren Unsicherheit darf der Vorstand erwarten, dass der liquide Überschuss auch in 2012 für eine kontinuierliche Rückführung von Altverpflichtungen und damit für eine weitere Verbesserung der Liquiditätslage ausreichen wird. #### 5. Längerfristige Aussichten Derzeit ist völlig offen, ob und wann sich die Finanzmärkte wieder beruhigen. Eine deutliche Erhöhung der Werbeaufwendungen der Unternehmen würde überdies wie üblich erst mit einer gewissen Zeitverzögerung eintreten. An seiner Einschätzung guter mittel- bis langfristiger Perspektiven für die Unternehmen der Cash.Gruppe hält der Vorstand aus den bereits wiederholt berichteten Gründen fest. Dennoch ist die Lage derzeit eher wieder schwieriger geworden als etwa noch vor einem halben Jahr. Erfreulich ist demgegenüber, dass Ende Oktober das „Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagen-Vermittler- und Vermögensanlagenrechts“ den Bundestag passiert hat und damit jahrelange Diskussionen über die endgültige Ausgestaltung der Regeln zum Fondsvertrieb mitsamt der dadurch ausgelösten Unsicherheit ein Ende gefunden haben. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Berater künftig für die Berufsausübung einen Sachkundenachweis sowie eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen und sich überdies in ein öffentliches Vermittlerregister eintragen lassen müssen. Dadurch schreitet die Professionalisierung der Finanzdienstleistungsbranche weiter voran. Gleichzeitig enthält das Gesetz aber auch eine „Alte-Hasen-Regelung“, einen Bestandsschutz für langjährig tätige Anlagevermittler. Dafür hatte die Branche lange gestritten. Im Ergebnis ist durchaus eine Konzentration, vor allem aber eine weitere Qualifizierung bei den Vermittlern von Finanzdienstleistungen zu erwarten. Der damit einhergehende Bedarf an Fachinformationen bietet mittel- bis langfristig gute Chancen für Cash., sich in dieser Zielgruppe weiter zu profilieren und seine zentrale Stellung auszubauen. #### 6. Weitere bedeutende Ereignisse Die Cash.Gala war auch in 2011 ein großer Erfolg und hat ihre Positionierung als hochkarätige, etablierte Branchenveranstaltung erneut bestätigt und gefestigt. Vor allem die im Rahmen der Cash.Gala vergebenen Auszeichnungen genießen ein hohes Ansehen. Die erstmals von der Cash.Medien AG ausgerichtete Veranstaltung ist damit ein wichtiger Markenbotschafter für Cash. und unterstreicht die herausgehobene Stellung der Cash.Gruppe am Markt. Hamburg, 14. November 2011 Der Vorstand Ulrich Faust |
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