AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Brüder Mannesmann AG

Annual Report Jun 8, 2012

5370_rns_2012-06-08_77497579-a04f-497b-96c4-4abcfeb894ab.html

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Remscheid

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Geschäftsbericht 2011

Inhaltsverzeichnis

Bericht des Aufsichtsrates

Organigramm der Brüder Mannesmann AG

Lagebericht

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Überleitung Periodenergebnis zum Gesamtergebnis

Konzern-Kapitalflussrechnung

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Jahresabschluss

AG-Bilanz

AG-Gewinn- und Verlustrechnung

AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel

AG-Anhang

Bestätigungsvermerk

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben auch im

Geschäftsjahr 2011 wahrgenommen. Über seine Tätigkeiten erstattet der Aufsichtsrat der Hauptversammlung folgenden Bericht:

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft, also den Vorstand, zu überwachen. Dabei überprüfte der Aufsichtsrat die Maßnahmen des Vorstands auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit sowie auf ihre Wirtschaftlichkeit. Er kontrollierte die Tätigkeiten des Vorstands und erörterte zukunftsgerichtete Entscheidungen und Planungen auf der Grundlage von Berichten des Vorstands sowie unter Prüfung und Berücksichtigung von konkreten Geschäftsunterlagen und Vorlagen. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensentwicklung berichten. Die Berichte erfolgten in schriftlicher und mündlicher Form, und zwar sowohl anlässlich von Sitzungen des Aufsichtsrates als auch bei Bedarf außerhalb von Sitzungen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand mit dem Vorstandsvorsitzenden zudem in regelmäßigem und intensivem Informations- und Meinungsaustausch, so dass durchgehend eine umfassende Information des Aufsichtsrates über die Entwicklung der Brüder Mannesmann AG und des Konzerns gewährleistet war.

Regelmäßiger Inhalt der Berichterstattung an den Aufsichtsrat waren die Geschäftspolitik und besondere Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung und deren Einhaltung sowie die Gründe für etwaige Abweichungen, die Rentabilität und die Finanz- und Liquiditätssituation sowie der Geschäftsverlauf, insbesondere der Umsatz und die Lage der Gesellschaft insgesamt.

Wenn für Entscheidungen des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich war oder wenn der Vorstand für seine Maßnahmen um Erteilung einer Zustimmung des Aufsichtsrates ersuchte, wurde der Aufsichtsrat vorab hierüber und über die Hintergründe eingehend unterrichtet. Die Zustimmung wurde sodann nach Beratung im Aufsichtsrat erteilt. Bei Vorgängen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz teilte der Vorstand dem Aufsichtsrat neben der Information im Vorfeld der Einleitung von Maßnahmen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen mit.

Der Aufsichtsrat hat ferner laufend überwacht, in welchem Maße seine Beschlüsse, Anregungen und Empfehlungen bei der Geschäftsführung durch den Vorstand Berücksichtigung gefunden haben. Der Aufsichtsrat hielt im Berichtszeitraum die Schaffung von besonderen weiteren Zustimmungsvorbehalten für die Vornahme von Geschäftsführungsmaßnahmen auf Grund des engen Kontakts zum Vorstand für nicht erforderlich.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2011 fanden sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. In den Sitzungen unterrichtete sich der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften und hat hierüber beraten. Darüber hinaus wurden die strategische Orientierung und die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Geschäftsbereiche sowie die personelle Ausrichtung, die relevanten Planungen und die Risikolage behandelt.

Schwerpunkte der Sitzungen waren insbesondere folgende Themen:

In der Sitzung im März 2011 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat mit einem zusammenfassenden Rückblick über die allgemeine und die unternehmensspezifische Entwicklung des Jahres 2010. Dazu wurden auch vorläufige Geschäftszahlen per 31. Dezember 2010 vorgelegt. Anhand dessen wurde die Lage des Unternehmens erörtert, einschließlich der individuellen Lage sämtlicher Beteiligungsunternehmen. Zudem war die langfristige Unternehmensfinanzierung Gegenstand einer eingehenden Beratung.
In der Sitzung im Mai 2011 erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 unter Zugrundelegung des zusammengefassten Lageberichtes für die Gesellschaft und den Konzern und die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft erfolgte eine ausführliche Analyse des vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses per 31. Dezember 2010, jeweils unter Zugrundelegung des zusammengefassten Lageberichtes. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
In einer weiteren Sitzung im Mai 2011 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführliche Informationen über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2011 und den vorläufigen Quartalsbericht per 31. März 2011 vor. Der Quartalsbericht wurde eingehend analysiert. Der Vorstand berichtete weiterhin über den Fortschritt einzelner Projekte sowie über die aktuelle Geschäftslage des Konzerns.
In der Sitzung im August 2011 legte der Vorstand den vorläufigen Konzernzwischenabschluss per 30. Juni 2011 und den darauf basierenden vorläufigen Halbjahresfinanzbericht vor. Es erfolgte eine eingehende Erörterung der Entwicklung der Gesellschaft und der Unternehmensstrategie, auch auf Ebene der Beteiligungsunternehmen. Darüber hinaus fanden abschließende Vorbereitungen für die kurz bevorstehende ordentliche Hauptversammlung statt.
In seiner Sitzung im November 2011 diskutierte der Aufsichtsrat die vom Vorstand vorgelegten vorläufigen Zwischenabschlüsse der Beteiligungsunternehmen und den vorläufigen Quartalsbericht per 30. September 2011. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über den aktuellen Entwicklungsstand laufender Projekte.
In der Sitzung im Dezember 2011 fand ein Rückblick auf die geschäftliche Entwicklung des endenden Geschäftsjahres anhand vorläufiger Geschäftszahlen statt. Dabei wurde auch über den Erfolg der strategischen Ausrichtung im ablaufenden Jahr diskutiert und eine Projektion der Strategie in die Zukunft vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte die endgültige Festlegung der kapitalmarktrelevanten Termine für das Jahr 2012.

Corporate Governance

Gegenstand von Beratungen des Aufsichtrates bildete auch der Themenkreis Corporate Governance und die Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Es wurde über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung beraten und beschlossen. Besonderes Anliegen der Beratungen war es, die Empfehlungen des Kodex sinnvoll auf ein Unternehmen der eigenen Struktur anzuwenden, mit dem Ergebnis, dass den Kodex-Empfehlungen erneut weitgehend entsprochen wird.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Jahresabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Brüder Mannesmann AG und der nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der MORISON FRANKFURT AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer war von der Hauptversammlung am 30. August 2011 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Eine Unabhängigkeitserklärung war vor der Unterbreitung des Beschlussvorschlags an die Hauptversammlung eingeholt worden. Der Aufsichtsrat überwachte im Verlauf des Jahres auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Sämtliche Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte wurden auf der Sitzung des Aufsichtsrates am 26. April 2012 unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht ebenfalls sorgfältig geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Daraufhin hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Ebenfalls in der Sitzung des Aufsichtsrates am 26. April 2012 wurde dieser Bericht des Aufsichtsrates behandelt und förmlich verabschiedet.

Interessenkonflikte von Mitgliedern, auch aus deren sonstigen Mandatstätigkeiten, ergaben sich im Berichtszeitraum nicht.

Ausdrücklichen Dank möchte der Aufsichtsrat an die Belegschaft und die Vorstände für das hohe Engagement und die geleistete Arbeit aussprechen.

Remscheid, 26. April 2012

Der Aufsichtsrat

Reinhard C. Mannesmann, Vorsitzender

Organigramm der Brüder Mannesmann AG zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

1. Vorbemerkungen zum Lagebericht

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft fungiert als Holdinggesellschaft für operative Tochtergesellschaften. Zwei eigenständig tätige Sparten sind unter dem Dach der Holding angesiedelt, die Sparte „Werkzeughandel" und die Sparte „Armaturenhandel". Die Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH ist ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes tätig, ohne dabei eine operative Funktion einzunehmen. Der Grundbesitz beschränkt sich auf seit Jahrzehnten vorhandene, heute noch zu einem großen Teil für den eigenen Geschäftsbetrieb genutzte Industrie- und Verwaltungsimmobilien.

Der vorliegende Lagebericht stellt als zusammengefasster Lagebericht die Lage des Brüder Mannesmann-Konzerns und der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft dar.

2. Geschäftsentwicklung der operativen Sparten

2.1. Werkzeughandel

2.1.1. Geschäftsentwicklung Werkzeughandel

Die Sparte Werkzeughandel ist in Deutschland und im europäischen Ausland als einer der führenden Anbieter von Hand- und Elektrowerkzeugen mit einem Vollsortiment vertreten. Ergänzend wird ein Programm an Gartenwerkzeugen, Druckluftgeräten und Hochdruckreinigern vertrieben. Die Marke „Brüder Mannesmann" ist als qualitäts- und innovationsorientiertes Programm im Markt positioniert und hat eine angesehene Tradition. Insbesondere das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis ist ausschlaggebend für den Erfolg. In Verbindung mit einer konsequenten Serviceausrichtung hat „Brüder Mannesmann" als kompetenter und zuverlässiger Handelspartner in der Branche seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf.

Der Umsatz der Werkzeugsparte konnte wie im Vorjahr gesteigert werden. Mit einer Zuwachsrate von 12,4% auf 38,3 Mio. EUR wurde die Dynamik des Vorjahres übertroffen, in dem noch ein Wachstum um 6,1 % auf 34,1 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Besonders erfreulich an dieser Entwicklung ist, dass das Wachstum nicht nur durch die Erholung der Branchenkonjunktur in Deutschland erzielt wurde. Vielmehr trugen eigene Produktinnovationen, insbesondere im Bereich neu entwickelter Werkzeug-Sets in speziellen, verkaufsfördernden Displays, maßgeblich zu dem Erfolg bei. Allerdings war die Lage in den Auslandsmärkten unverändert schwierig, besonders in Griechenland, Spanien und Portugal.

Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte aufgrund des deutlich erweiterten Geschäftsvolumens, aber auch durch konsequentes Kostenmanagement verbessert werden. Es erreichte 2,0 Mio. EUR nach 1,1 Mio. EUR im Vorjahr und konnte somit fast verdoppelt werden. Auch die EBIT-Marge wurde deutlich gesteigert, sie lag bei 5,2 % nach 3,3 % im Vorjahr.

Strukturiert nach wesentlichen Kundengruppen zeigt die Umsatzentwicklung folgendes Bild:

Werkzeughandel: Umsatz nach Kundengruppen

scroll

2011 2010 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- --- --- ---
Märkte, Einkaufsverbände 20,44 53,4 14,90 43,7 5,54 37,2
Exporthandel 12,73 33,2 14,35 42,1 -1,62 -11,3
Groß- und Versandhandel 5,12 13,4 4,83 14,2 0,29 6,1
38,29 34,08 4,21 12,4

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete die Kundengruppe Märkte, Einkaufsverbände, wohingegen der Exporthandel an Volumen verlor. Die Kundengruppe Groß- und Versandhandel veränderte sich kaum.

Werkzeughandel: Umsatz nach Regionen

scroll

2011 2010 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 23,42 61,2 17,49 51,3 5,93 33,9
Ausland einschl. Export 14,87 33,8 16,59 48,7 -1,72 -10,4
38,29 34,08 4,21 12,4

Einen starken Zuwachs erlebte der Umsatz im Inland. Der Grund hierfür waren vor allem Innovationen im Produktbereich. Als besonders erfolgreich erwiesen sich neu entwickelte Werkzeug-Sets in speziellen, verkaufsfördernden Displays, die vom Handel sehr gut aufgenommen wurden. Weitere Wachstumsimpulse gab zudem der binnenwirtschaftliche Aufschwung, von dem überproportional profitiert werden konnte. Im Ausland hingegen ließ sich ein Umsatzrückgang wegen der unverändert schwierigen Situation vornehmlich in den südeuropäischen Marktregionen nicht verhindern. Erschwerend kam hinzu, dass aufgrund dieser unsicheren Lage der Abschluss einer Exportversicherung für einige Länder entweder gar nicht mehr oder aber nur zu nicht akzeptablen Bedingungen möglich war.

Werkzeughandel: Einkauf nach Regionen

scroll

in Prozent 2011 2010 Veränderung
Deutschland 8,2 9,8 -1,6
Fernost 91,3 89,5 1,8
Übriges Ausland 0,5 0,7 -0,2
100,0 100,0

Die Gewichtung der Einkaufsregionen hat sich weiterhin zu Gunsten Fernost entwickelt.

Werkzeughandel: Aufwand

scroll

in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Personalaufwand 4,50 4,45 0,05
Abschreibungen auf Anlagevermögen 0,15 0,16 -0,01
Sonstiger betrieblicher Aufwand 5,44 5,65 -0,21
10,09 10,26 -0,17

Die eigenen Aufwandspositionen sind trotz Anstieg des Geschäftsvolumens nahezu konstant geblieben.

Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 63 nach 64 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,61 Mio. EUR nach 0,53 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Brutto-Handelsspanne erreichte 29,9 % (Vorjahr: 33,0 %). Der Rohertrag lag bei 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR).

2.1.2. Zusammenfassung Werkzeughandel

Eine besonders erfreuliche Geschäftsentwicklung im Inland hat dazu geführt, dass die Sparte Werkzeughandel einen der größten Umsatzzuwächse überhaupt erzielen konnte. Zwar wurde der Erfolg durch den Rückgang im Auslandsgeschäft getrübt, allerdings muss diese Entwicklung vor dem Hintergrund der teilweise sehr schwierigen Situation in einigen Marktregionen betrachtet werden. Insofern war auch das Auslandsgeschäft zufriedenstellend. Der operative Ertrag (EBIT) wurde erneut gesteigert, ebenso wie die Umsatzrendite. Somit konnte die eigene Geschäftsentwicklung erfolgreich und überproportional an der branchenkonjunkturellen und gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstendenz partizipieren.

2.2. Armaturenhandel

2.2.1. Geschäftsentwicklung Armaturenhandel

Die Sparte Armaturenhandel umfasst den Vertrieb von Armaturen für industrielle und versorgungstechnische Anwendungen. Diese Anwendungen sind insbesondere die Kraftwerkstechnik sowie chemische und petrochemische Industrieanlagen. Hinzu kommt der große Bereich der Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung auf Ebene der Versorgungsunternehmen. Neben dem gängigen Programm von Standardarmaturen wird für Großkunden die Übernahme der kompletten Lagerhaltung und Lagerlogistik im Sinne eines Universaldienstleisters angeboten. Die Verbindung mit einer ausgeprägten technischen Beratungskompetenz ermöglicht eine außerordentliche Positionierung. Repräsentiert wird die Sparte Armaturenhandel durch das Unternehmen Schwietzke mit Sitz in Bottrop. Weitere Standorte sind Köln und Ludwigshafen.

Der Umsatz der Armaturensparte erreichte 27,7 Mio. EUR nach 31,1 Mio. EUR im Vorjahr. Verantwortlich für diesen Rückgang ist die seit langem zu beobachtende Zurückhaltung im Kraftwerks- und Anlagenneubau. Darüber hinaus wurde das Ersatzteilgeschäft in einigen Bereichen deutlich reduziert. Insgesamt fehlte es an impulsgebenden Faktoren für Investitionen seitens der Kunden. Obwohl es gelang, eine Reihe neuer Rahmenverträge für die Belieferung von Industriekunden und damit Neugeschäft zu generieren, konnte diese Entwicklung nicht kompensiert werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei -0,4 Mio. EUR nach 0,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Armaturenhandel: Umsatz nach Geschäftsfeldern

scroll

2011 2010 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- --- --- ---
Industrietechnik 17,86 64,5 18,91 60,8 -1,05 -5,6
Projektgeschäft 9,82 35,5 12,19 39,2 -2,37 -19,5
27,68 31,10 -3,42 -11,0

Die Umsatzverteilung auf die beiden Geschäftsfelder Industrietechnik und Projektgeschäft verzeichnete analog der einflussgebenden Faktoren einen Rückgang im Projektgeschäft.

Der Rohertrag lag bei 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Das entspricht einer Bruttomarge von 19,6% (Vorjahr: 20,6 %).

Armaturenhandel: Aufwand

scroll

in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Personalaufwand 3,80 3,43 0,37
Abschreibungen auf Anlagevermögen 0,19 0,13 0,06
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2,16 2,31 -0,15
6,15 5,87 0,28

Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 70. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,40 Mio. EUR (Vorjahr: 0,55 Mio. EUR).

2.2.2. Zusammenfassung Armaturenhandel

In dem Rückgang des Geschäftsvolumens der Sparte Armaturenhandel kommt die nach wie vor ausgeprägte Investitionszurückhaltung der wichtigsten Kundenkreise in Kommunen und Industrie zum Ausdruck. Die gute Positionierung des Geschäftsbereiches im Markt und die Gewinnung von Neukunden ermöglichte es zwar, dieser Situation teilweise zu begegnen, konnte aber den Umsatzrückgang insgesamt nicht verhindern. Die Ertragslage war vor diesem Hintergrund nicht zufriedenstellend.

3. Geschäftsentwicklung des Konzerns und der Aktiengesellschaft

Von der konjunkturellen Erholung konnte die Konzerngeschäftsentwicklung durch den Beitrag der Werkzeugsparte deutlich profitieren. In der Armaturensparte hingegen waren immer noch Auswirkungen branchenkonjunktureller Unsicherheiten zu spüren, so dass der hier zu verzeichnende Rückgang den Geschäftserfolg leicht beeinträchtigte. Insgesamt konnte mit einem realisierten Konzernumsatz von 66,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011 (Vorjahr: 65,6 Mio. EUR) eine Steigerung um 1,2 % und somit ein gutes Resultat erreicht werden.

Konzern: Umsatz

scroll

2011 2010 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
--- --- --- --- --- --- ---
Werkzeugsparte 38,29 57,7 34,08 51,9 4,21 12,4
Armaturensparte 27,68 41,7 31,10 47,4 -3,42 -11,0
Grundbesitz (spartenfremde Umsätze) 0,45 0,6 0,46 0,7 -0,01 -0,9
66,42 65,64 0,78 1,2

3.1. Ergebnis

Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) konnte aufgrund des außerordentlichen Zuwachses der Werkzeugsparte auf 2,2 Mio. EUR nach 1,7 Mio. EUR im Vorjahr gesteigert werden.

Der Konzernrohertrag erreichte 17,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR) und konnte somit auf einem zufriedenstellenden Niveau gehalten werden.

Konzern: Ergebnis

scroll

in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
1. EBIT (Betriebsergebnis) 2,17 1,69 0,48
./. Finanzergebnis -3,30 -3,11 -0,19
2. Ergebnis vor Steuern -1,13 -1,42 0,29
./. Steuern 0,17 0,28 -0,11
3. Konzern-Jahresergebnis -0,96 -1,14 0,18

Das Finanzergebnis lag bei -3,3 Mio. EUR. Der Konzern-Jahresfehlbetrag erreichte -0,96 Mio. EUR oder rund -0,32 EUR je Aktie. Bezogen auf das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt das Ergebnis je Aktie 0,73 EUR nach 0,56 EUR im Vorjahr.

Der Geschäftsverlauf der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist wesentlich geprägt durch die Entwicklung ihrer Beteiligungen. Das Beteiligungsergebnis (Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen) erreichte 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR).

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 einen Jahresfehlbetrag von -1,1 Mio EUR (Vorjahr: -1,2 Mio. EUR). Der Jahresfehlbetrag wurde durch Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen.

3.2. Bilanz

Das Geschäftsjahr 2011 verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung der Konzernbilanzsumme von 66,2 Mio. EUR auf nunmehr 62,2 Mio. EUR.

Konzern: Working Capital

scroll

in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Vorratsvermögen 11,57 13,56 -1,99
Debitoren 10,90 10,87 0,03
Liquide Mittel und Wertpapiere 10,06 11,17 -1,11
Summe 32,53 35,60 -3,07
Kurzfristige finanzielle Schulden 2,38 1,43 0,95
Kreditoren 5,42 7,88 -2,46
Summe 7,80 9,31 -1,51
Working-Capital 24,73 26,29 -1,56

Das Working-Capital verzeichnete einen Rückgang. Mit einem Wert von 24,73 Mio. EUR nach 26,29 Mio. EUR im Vorjahr kommt jedoch weiterhin die gute Liquiditäts- und Finanzlage zum Ausdruck.

Das bilanzielle Eigenkapital des Geschäftsjahres 2011 weist mit rund 5,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR) eine Eigenkapitalquote von 9,4% (Vorjahr: 10,3 %) aus. Zieht man nachrangige Darlehen (Mezzanine-Kapital) rechnerisch zum Eigenkapital hinzu, so ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von 23,2 Mio. EUR und somit eine Eigenkapital-Quote von 37,3 % (Vorjahr: 36,4%).

Die Bilanzsumme in der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat sich um 0,9 Mio. EUR auf 34,1 Mio. EUR verringert.

3.3. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern lag bei durchschnittlich 140. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,47 Mio. EUR nach 0,52 Mio. EUR im Vorjahr.

Mitarbeiter Konzern

scroll

2011 2010 Veränderung
Gewerbliche Mitarbeiter 24 21 3
Angestellte 116 105 11
Beschäftigte 140 126 14
Auszubildende 4 3 1
Umsatz je Mitarbeiter in Mio. EUR 0,47 0,52 -0,05

3.4. Aufwand

Konzern: Aufwand

scroll

in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Personalaufwand 9,35 9,46 -0,11
Abschreibungen auf Anlage- vermögen 0,49 0,39 0,10
Sonstiger betrieblicher Aufwand 7,76 7,73 0,03
17,60 17,58 0,02

Die Aufwandspositionen blieben nahezu unverändert.

4. Ausblick

4.1. Werkzeughandel

Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2011 gehen die Bestrebungen dahin, den erreichten Erfolg zu sichern und die Geschäftsentwicklung zumindest auf dem erreichten Niveau zu stabilisieren. Die branchenkonjunkturelle Lage insbesondere im Ausland scheint sich noch nicht so weit normalisiert zu haben, dass eine Wachstumsprognose mit hinreichender Wahrscheinlichkeit getroffen werden könnte. Besonderes Augenmerk bleibt auf der Sicherstellung der Rentabilität der Umsätze.

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2011 erreichte 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Beim Auftragseingang zum selben Stichtag konnten 42,3 Mio. EUR (Vorjahr: 39,8 Mio. EUR) verzeichnet werden. Der Start in das Jahr 2012 verlief in ähnlichen Relationen.

4.2. Armaturenhandel

Innerhalb der Armaturenbranche fielen impulsgebende Faktoren für Investitionen, teilweise bedingt durch politische Entscheidungen, sehr schwach aus. Auch das Ersatzteilgeschäft wurde in einigen Bereichen deutlich reduziert. In der Folge konnte die Umsatz- und Ergebniszielsetzung für das Jahr 2011 nicht realisiert werden, obwohl es gelang, eine Reihe neuer Rahmenverträge für die Belieferung von Industriekunden zu generieren.

Auftragsbestand bzw. Auftragseingang lagen per 31. Dezember 2011 bei 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR) bzw. 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 31,4 Mio. EUR). Wenn die seit langem zu beobachtende Zurückhaltung im Kraftwerks- und Anlagenneubau beendet wird, sollte es möglich sein, die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr 2012 zu steigern. Sollte diese Zurückhaltung hingegen noch länger anhalten, ist womöglich auch ein weiterer Volumenverlust nicht zu vermeiden.

4.3. Konzern

Die Konzernsparte Werkzeughandel hat ihre langfristig erfolgreiche und gewinnbringende Geschäftstätigkeit erneut unter Beweis gestellt. Davon ausgehend wird der Werkzeughandel auch künftig eine bedeutende Säule der Konzernentwicklung mit entsprechenden Umsatz- und Ergebnisbeiträgen bilden. In der Armaturensparte bleibt die Branchensituation schwierig, so dass hier eine Stabilisierung der Umsätze auf gegenwärtigem Niveau anzustreben ist. Durch die gute Marktpositionierung auch dieser Sparte kann aber erwartet werden, dass an einem Anziehen der Branchenkonjunktur überproportional teilgenommen werden kann.

Ausgehend von den Auftragseingängen und -beständen per Jahresende 2011 erfolgte eine Fortsetzung der Entwicklung zu Jahresbeginn 2012. Für das Gesamtjahr 2012 wird daher eine Beibehaltung des Konzern-Geschäftsvolumens mit womöglich leicht ansteigender Tendenz erwartet. Die Ertragslage des operativen Geschäftes auf Basis des Konzern-Betriebsergebnisses (EBIT) soll weiter gefestigt werden.

Risiken verbleiben in der geopolitischen Lage und insbesondere in der noch ausstehenden Normalisierung der Einflussfaktoren, die aus der Schuldenproblematik innerhalb der Eurozone resultieren.

4.4. Weitere Angaben zur Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Durch die in den zurückliegenden Jahren in Russland mit hohem unternehmerischem Engagement aufgebauten Aktivitäten wurden vielfältige Erfahrungen für die Geschäftstätigkeit in dieser Region gewonnen. Für den weiteren erfolgreichen Ausbau der dortigen Marktpräsenz wären absehbar zusätzliche Finanzmittel in signifikanter Größenordnung erforderlich gewesen. Eine damit einhergehende weitere finanzielle Beanspruchung erschien nicht mit der Größenordnung des eigenen Unternehmens vereinbar. Aus diesem Grund wurde die Beteiligung in Höhe von 50 % der Anteile der OOO Mannesmann Instrument mit Sitz in Moskau gegen Ende des Geschäftsjahres 2011 veräußert.

Mit dem Erwerber besteht darüber hinaus eine partnerschaftliche Übereinkunft, Geschäfte in Russland auch künftig über diese Gesellschaft tätigen zu können. Damit wurde eine Situation herbeigeführt, die es erlaubt, von dem bisherigen Engagement und erworbenen Know-how weiter zu profitieren.

5. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Die Vorstandsvergütung besteht ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen. Diese enthalten auch Versorgungszusagen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Übrigen auf die Darstellungen im Konzernanhang hingewiesen.

Die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 6 HGB ist im Anhang beziehungsweise im Konzernanhang enthalten.

6. Angaben gemäß §289 Abs. 4 und §315 Abs. 4 HGB zum Jahres- und Konzernabschluss 2011

1.

Zum 31.12.2011 beläuft sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 9.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.

2.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor bzw. sind dem Vorstand — soweit sie sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben könnten — auch nicht bekannt.

3.

Eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreitet, hält nach Kenntnis der Gesellschaft der Vorstandsvorsitzende, Herr Jürgen Schafstein, mit 16,67% der Aktien bzw. Stimmrechte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

4.

Es bestehen keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5.

Es erfolgt keine Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind.

6.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§84, 85 AktG. Nach §7 der Satzung besteht der Vorstand aus einem Mitglied oder aus mehreren Mitgliedern. Derzeit setzt er sich aus zwei Personen zusammen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Anzahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstandes ernennen. Die Änderung der Satzung erfolgt gemäß den Bestimmungen in §§119 Abs. 1 Nr. 5, 179, 133 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung.

Für eine Beschlussfassung genügt, soweit gesetzlich zulässig, gemäß § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 21 Abs. 2 der Satzung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen und die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals anstelle der in § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG vorgesehenen Mehrheit von drei Vierteln des vertretenen Grundkapitals. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung zu Änderungen der Satzung befugt, die nur die Fassung betreffen.

7.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, bestehen wie folgt:

Der Vorstand ist gemäß §5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 29. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre nach näherer Maßgabe der Ermächtigung auszuschließen.
Die Hauptversammlung vom 27. August 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 26. August 2014 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Genussscheine zu begeben. Den Genussscheinen können Inhaberoptionsscheine beigefügt werden oder sie können mit einem Wandlungsrecht für den Inhaber verbunden werden. Die Options- beziehungsweise Wandlungsrechte berechtigen nach näherer Maßgabe der Options- beziehungsweise Wandelgenussrechtsbedingungen, Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, bis zum 26. August 2014 anstelle von oder neben Genussscheinen einmalig oder mehrmals Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen zu begeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Options- beziehungsweise Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 4.500.000 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Options- beziehungsweise Wandelgenussscheinen, Options- und Wandelschuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung begeben werden. Die Genussscheine und Schuldverschreibungen sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre nach näherer Maßgabe der Ermächtigung auszuschließen.
Die Hauptversammlung vom 26. August 2010 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. August 2015 eigene Aktien zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen — zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§71 a ff. AktG zuzurechnen sind — zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert werden, und zwar bei Veräußerung gegen Sachleistung oder entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG.

8.

Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

9.

Es existieren auch keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB und zugleich Bericht gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (Corporate Governance-Bericht)

7.1. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB

7.1.1. Erklärung gemäß §161 AktG

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft setzt die Corporate Governance entsprechend den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in dem Maße um, wie sie für ein Unternehmen der eigenen Struktur und Größenordnung sinnvoll erscheinen.

Der Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 einschließlich der Änderungsvorschläge der Kodexkommission aus der Plenarsitzung vom 17. Januar 2012 war zuletzt im Geschäftsjahr 2012 Grundlage für eine ausführliche Diskussion in Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Ziel, erneut möglichst vielen der Empfehlungen und Anregungen des Kodex zu entsprechen.

Nachfolgend ist die Erklärung gemäß § 161 AktG wiedergegeben, die Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011 am 02. Mai 2011 abgegeben haben:

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Brüder Mannesmann AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 gem. § 161 AktG

§ 161 AktG verpflichtet den Vorstand und den Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Die Erklärung nach § 161 AktG ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen.

Vergangenheitsbezogene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG erklären, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex seit der letzten Entsprechenserklärung vom 02. Mai 2011 bis zum Zeitpunkt dieser Erklärung mit Ausnahme der dort aufgeführten Abweichungen entsprochen wurde.

Zukunftsbezogene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010

Vorstand und Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG erklären, dass dem Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 in Zukunft entsprochen werden soll, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Empfehlungen:

- Briefwahl (Ziffer 2.3.3):

Die Satzung der Gesellschaft sieht bislang nicht die Möglichkeit der Briefwahl vor. Ohnehin bietet die Gesellschaft bereits heute ihren Aktionärinnen und Aktionären die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen, so dass bereits jetzt Stimmrechte vor dem Tag der Hauptversammlung ausgeübt werden können. Die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl würde die Wahrnehmung der Aktionärsrechte daher im Ergebnis nicht wesentlich erleichtern. Entsprechend den veröffentlichten Änderungsvorschlägen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (siehe Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Vorschlägen aus der Plenarsitzung vom 17.01.2012), die eine Änderung der Ziffer 2.3.3 des Kodex vorsehen und auf Grund der hierzu veröffentlichten Erläuterungen der Änderungsvorschläge ist zudem davon auszugehen, dass das Nichtanbieten einer Briefwahl die Erklärung einer Abweichung eigentlich nicht gebietet, so dass die vorstehenden Ausführungen lediglich vorsorglich erfolgen.

- Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3):

Die Vorstandsvergütung enthält keine variablen Vergütungsbestandteile. Die Gesellschaft kann nach erneuter Überprüfung keine Vorteile in variablen Vergütungsstrukturen erkennen, die eine zwingende Abkehr vom System der Festvergütung rechtfertigen würden.

Am 05. August 2009 ist das Gesetz zur „Angemessenheit der Vorstandsvergütung" (VorstAG) in Kraft getreten. Danach gilt, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist. Variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Auch die gesetzliche Neuregelung verbietet jedoch nicht, dass die Vorstandsvergütung ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen besteht.

Hinzuweisen ist dabei in besonderer Weise darauf, dass durch reine Festvergütungen gerade die Fehlanreize nicht gesetzt wurden, die den Gesetzgeber vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 dazu veranlasst haben, mit dem VorstAG gegen die negativen Entwicklungen vorzugehen, die durch nicht nachhaltig ausgerichtete variable Vergütungen hervorgerufen wurden und damit Unternehmen und Weltwirtschaft geschadet haben. Vor diesem Hintergrund sah sich auch die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex veranlasst, die Empfehlungen zur variablen Vergütung im Jahr 2009 zu überarbeiten, die bis dahin den gezeigten Fehlentwicklungen nicht wirksam vorbeugen konnten. Ob die erfolgten Anpassungen des Aktienrechts und des Deutschen Corporate Governance Kodex erneuten Fehlentwicklungen tatsächlich vorbeugen, bleibt abzuwarten.

- Ausweis der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.4):

Eine Individualisierung der Angaben erfolgt nicht. Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. August 2011 hat gem. §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB beschlossen, dass die individualisierte Offenlegung unterbleibt.

- Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und für Aufsichtsratsmitalieder (Ziffer 5.1.2, 5.4.1):

Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder ist derzeit nicht festgelegt, da das Lebensalter nicht als primär geeignetes Kriterium anzusehen ist, über eine qualifizierte Wahrnehmung des Amtes zu entscheiden.

- Bildung von Ausschüssen (Ziffer 5.3.1 bis 5.3.5):

Mit Blick auf die derzeitige Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsratsrates (drei) erscheint die Bildung von Ausschüssen als nicht sinnvoll.

- Veröffentlichung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte (Ziffer 7.1.2):

Der Jahresfinanzbericht und der Konzernjahresfinanzbericht für ein Geschäftsjahr werden spätestens vier Monate nach Geschäftsjahresende dem Publikum zur Verfügung gestellt. Halbjahresfinanzberichte bzw. Zwischenmitteilungen werden entsprechend den Regelungen des WpHG zur Verfügung gestellt.

- Veröffentlichung einer Liste von Drittunternehmen, an denen eine Beteiligung von nicht untergeordneter Bedeutung gehalten wird (Ziffer 7.1.4):

Die Liste wird im Geschäftsbericht veröffentlicht und enthält Angaben über Namen und Sitz solcher Gesellschaften, die Höhe des gehaltenen Anteils und die Höhe des Eigenkapitals. Sie enthält nicht das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Mit der Veröffentlichung des Ergebnisses der Beteiligungsgesellschaften sind aus Sicht der Brüder Mannesmann AG nicht zwingend wesentliche Kapitalmarktinformationen verbunden, da die Ergebnisstruktur dabei im Einzelnen nicht transparent wird. Im Übrigen ist es jedoch gerade in mittelständisch geprägten Strukturen nicht unwahrscheinlich, dass solche Informationen im Einzelfall zum Nachteil der betroffenen Gesellschaften, z. B. durch deren Wettbewerber, genutzt werden könnten.

7.1.2. Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Ziffer 2 und 3 HGB

Allgemeines zur Führungsstruktur

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Die Verwaltung der Gesellschaft erfolgt durch Vorstand, der die Gesellschaft unter eigener Verantwortung leitet, und Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung durch den Vorstand überwacht und den Vorstand berät. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens und im Interesse der Aktionäre eng zusammen. Mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich nach den §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 des AktG zusammen und besteht nach der Satzung aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Maßnahmen der Geschäftsführung können dem Aufsichtsrat nicht übertragen werden. Die Satzung oder der Aufsichtsrat können jedoch bestimmen, dass bestimmte Arten von Geschäften vom Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Verweigert der Aufsichtsrat seine Zustimmung, so kann der Vorstand verlangen, dass die Hauptversammlung über die Zustimmung beschließt.

Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Da der Aufsichtsrat mit der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern besetzt ist, würde die Einsetzung von Ausschüssen allerdings derzeit keine Vorteile erzeugen, weshalb der Aufsichtsrat von dieser Möglichkeit bisher keinen Gebrauch gemacht hat.

Über seine Tätigkeit erstattet der Aufsichtsrat der Hauptversammlung jährlich Bericht.

Der Vorstand

Der Vorstand der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besteht aus einem oder mehreren vom Aufsichtsrat zu bestellenden Mitgliedern. Er leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Der Vorstand besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte an den Aufsichtsrat, die Aktionäre und den Kapitalmarkt bzw. die Öffentlichkeit.

Der Vorstand trägt darüber hinaus Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat, insbesondere über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Den Kern der Führungskultur bilden Werte, die in gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Regelungen verankert sind. Unternehmensführung und Mitarbeiter haben das Verständnis, nachhaltiges Wachstum mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden und gleichzeitig durch hochwertige Produkte und verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln auch einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dabei sollen sich die Mitarbeiter bewusst sein, einen Beitrag zum Unternehmenserfolg und dessen Ansehen und zur Wertschöpfung leisten zu können und sind eingeladen, Verantwortung hierfür übernehmen.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Veröffentlichung der Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen erfolgt auch auf der Internetseite der Gesellschaft.

Zur Erleichterung der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte in der Hauptversammlung stellt die Gesellschaft den Aktionären einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung bzw. in den Mitteilungen an die Aktionäre wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen.

7.1.3. Ergänzende Angaben zur Corporate Governance

Transparenz

Zum Zwecke der zeitnahen Information von Aktionären und Anlegern nutzt die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft die Website des Unternehmens www.bmag.de. Daneben erfolgen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen und Meldungen. Neben dem Konzern-und Jahresabschluss sowie Halbjahresberichten und Zwischenmitteilungen wird gegebenenfalls in Form von Ad-hoc-Mitteilungen und darüber hinaus in Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert. Termine der Gesellschaft werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf in einem Finanzkalender veröffentlicht und ggf. aktualisiert oder anderweitig in gesetzlich vorgeschriebener Weise bekannt gegeben.

Die zusammengestellten börsen- und wertpapierhandelsrechtlichen Mitteilungen und Veröffentlichungen der Gesellschaft im Sinne des § 10 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) sind auf der Website www.bmag.de abrufbar.

Rechnungslegung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Jahresabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist gem. Ziffer 5.4.1 des Kodex so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt („Diversity") berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die konkrete Zielsetzung des Aufsichtsrats zu seiner Zusammensetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Ziffer 5.4.1 Kodex).

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2011 die Ziele bezüglich seiner Zusammensetzung wie folgt benannt:

Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, so dass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.
Aufsichtsratsmitglieder sollen über fachlichen und technischen Sachverstand und Branchenkenntnisse verfügen, namentlich in Bezug auf den Bereich des Werkzeughandels und des Armaturenhandels einschließlich der mit diesen Branchen verbundenen Besonderheiten sowie der besonderen Bedürfnisse von Herstellern, Handelspartnern und Kunden auch im internationalen Umfeld.
Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.
Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.
Es soll eine Berücksichtigung der künftig voraussichtlich weiter verstärkten internationalen Tätigkeit des Unternehmens und der Tochtergesellschaften stattfinden.
Mitgliedschaft von einer Frau im Aufsichtsrat.

Der Stand der Umsetzung in Bezug auf diese Ziele ist aus Sicht des Aufsichtsrats positiv zu beurteilen:

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder verfügen für die Wahrnehmung des Mandats über die notwendige Qualifikation und auch Zeit. Hervorzuheben ist, dass es der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat erforderlich macht, dass immer alle Aufsichtsratsmitglieder an den Beratungen und Beschlussfassungen teilnehmen, was stets gewährleistet wurde. In der Vergangenheit ist in der vorliegenden personellen Zusammensetzung auch in Fällen von Dringlichkeit eine kurzfristige Anberaumung einer Sitzung oder einer Telefonkonferenz des Aufsichtsrats möglich gewesen, was die gute Verfügbarkeit und effiziente Zusammenarbeit der Mitglieder unterstreicht.
Herr Mannesmann als erfahrener Kaufmann und Herr Nagel als Diplom-Wirtschaftsingenieur verfügen über umfassenden fachlichen und technischen Sachverstand und in langjähriger Tätigkeit erworbene Branchenkenntnisse in Bezug auf das Geschäft der Brüder Mannesmann AG und des Konzerns. Sie verfügen zudem auch international über geschäftliche Erfahrungen. Frau Schafstein-Coen hat auf Grund ihrer Tätigkeit ebenfalls substantielle Erfahrungen gewonnen, bringt aber vor allem auch ihre Expertise als Bankkauffrau ein, was einen weiteren notwendigen Kompetenzbereich abdeckt. Herr Mannesmann erfüllt nicht zuletzt auch auf Grund seiner umfangreichen Erfahrungen als Aufsichtsratsvorsitzender verschiedener Aktiengesellschaften die Anforderungen an den financial expert.
Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, wurden vermieden bzw. angemessen behandelt und werden künftig vermieden.
Entsprechend der Zielsetzung gehört mit Frau Schafstein-Coen eine Frau dem Aufsichtsrat an.

Die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats sind bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 beschließt. In der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2012 werden daher Wahlen zum Aufsichtsrat stattfinden, wobei auf Grund der vorstehenden Beurteilung der Zielerfüllung bei Bereitschaft der amtierenden Mitglieder zur Amtsfortführung die Zielerreichung weiterhin positiv zu beurteilen wäre.

Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstandes hielten am 31. Dezember 2011 insgesamt 740.000 Stückaktien (Vorjahr: 696.300) entsprechend 24,67 % des Grundkapitals. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2011 insgesamt 228.500 Stückaktien (Vorjahr: 228.500) entsprechend 7,62 % des Grundkapitals.

7.2. Risikomanagement und Zukunftssicherung

Das Unternehmen verfügt über ein System eines Berichts- und Kontrollwesens, um unternehmerische Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele gefährden könnten, rechtzeitig zu identifizieren. Die aus diesem System gewonnenen Erkenntnisse gehen in die Planung der Geschäftsführung ein. Die Verantwortung für die Umsetzung gegensteuernder Maßnahmen obliegt der operativen Geschäftsführung der Sparten.

Beide operativ tätigen Sparten des Konzerns betreiben durch vielfältige Maßnahmen auf den Gebieten der Gewinnung neuer Kundensegmente, der Internationalisierung sowie einer innovativen Sortimentspolitik permanente Vorsorge für eine zukunftssichernde Entwicklung.

Den in der Werkzeugsparte geschäftsbedingt vorhandenen Währungsrisiken wird durch effizientes Management der Fremdwährungsverbindlichkeiten begegnet, teilweise unter Einsatz von Absicherungsgeschäften. Risikobehaftete Auslandsgeschäfte werden, soweit möglich, durch eine Exportversicherung abgesichert. Ist eine solche Absicherung nicht möglich, werden bestimmte Geschäfte unter Umständen nicht getätigt. Für die Absicherung der Warenströme aus Fernost besteht eine Generalpolice mit einer Transportversicherung. Hinsichtlich der Produkthaftungsrisiken besteht ebenfalls eine Versicherung. Preisänderungsrisiken wird durch eine zeitnahe Anpassung der Preiskalkulation im Rahmen der Möglichkeiten begegnet.

Der Konzern verfügt über ein EDV-gestütztes internes Kontroll-, Risikomanagement- und Reportingsystem. Dabei werden die Daten aus der Finanzbuchhaltung der operativ tätigen Konzernunternehmen in monatlichen Abständen in das Rechnungslegungssystem übertragen und nach bestimmten Kennzahlen in Form von Abweichungsanalysen zur Ergebnisentwicklung und zum Finanzstatus ausgewertet. Die sich aus diesen Analysen ergebenden Konsequenzen bzw. Maßnahmen werden in regelmäßigen Besprechungen mit den operativ tätigen Konzernunternehmen kommuniziert. Darüber hinaus werden die Quartalszahlen der Konzernunternehmen vom Vorstand an den Aufsichtsrat weitergegeben.

Die operativen Entwicklungsmöglichkeiten der Beteiligungsunternehmen des Konzerns werden durch Funktionen der übergeordneten Holding unterstützt. Hierzu zählen insbesondere die Mithilfe bei Fragen der Strategie und die Sicherstellung von Finanzmitteln. Daraus ergibt sich auf Konzernebene weiterhin die Chance entsprechender Ergebnisbeiträge.

Das Risikomanagementsystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst sowie von den Abschlussprüfern der Gesellschaft geprüft.

7.3. Vergütungsbericht (Angaben zum Vergütungssystem gemäß § 289 Abs. 2; 315 Abs. 2 HGB)

Vergütung des Aufsichtsrats

Nach Ziffer 5.4.6 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen auch eine erfolgsorientierte bzw. variable Vergütung erhalten. Nach § 18 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung in Höhe von 12.000 EUR. Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine veränderliche Vergütung in Höhe von 500 EUR für jedes von der Hauptversammlung beschlossene über 4% des Grundkapitals hinausgehende Prozent Dividende (variable Vergütung). Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Beträge.

Vergütung des Vorstands

Die Vorstandsvergütung besteht ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen. Diese enthalten auch Versorgungszusagen. Nebenleistungen wurden nicht erbracht. Bei der Bemessung der Vorstandsvergütung ist zu berücksichtigen, dass die Vorstandsmitglieder neben ihrer Funktion auf Holdingebene zusätzlich auch umfangreiche Geschäftsführungsfunktionen bei Tochtergesellschaften wahrnehmen.

Eine Individualisierung der Angaben erfolgt nicht. Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. August 2011 hat gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vergütung des Vorstands unterbleibt.

Am 05. August 2009 ist das Gesetz zur „Angemessenheit der Vorstandsvergütung" (VorstAG) in Kraft getreten. Danach gilt, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist. Variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Auch die gesetzliche Neuregelung verbietet jedoch nicht, dass die Vorstandsvergütung ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen besteht.

Hinzuweisen ist dabei in besonderer Weise darauf, dass durch reine Festvergütungen gerade die Fehlanreize nicht gesetzt wurden, die den Gesetzgeber vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 dazu veranlasst haben, mit dem VorstAG gegen die negativen Entwicklungen vorzugehen, die durch nicht nachhaltig ausgerichtete variable Vergütungen hervorgerufen wurden und damit Unternehmen und Weltwirtschaft geschadet haben. Vor diesem Hintergrund sah sich auch die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex veranlasst, die Empfehlungen zur variablen Vergütung im Jahr 2009 zu überarbeiten, die bis dahin den gezeigten Fehlentwicklungen nicht wirksam vorbeugen konnten. Ob die erfolgten Anpassungen des Aktienrechts und des Deutschen Corporate Governance Kodex erneuten Fehlentwicklungen tatsächlich vorbeugen, bleibt abzuwarten.

Remscheid, 26. April 2012

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz

Aktiva in TEUR

scroll

Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.1. 3.845 3.845
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.1. 193 310
Sachanlagen 3.2. 11.142 9.858
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 3.3. 5.468 6.774
Finanzielle Vermögenswerte 3.4. 4.743 2.419
Latente Steueransprüche 3.5. 2.563 2.589
Sonstige Vermögenswerte 3.6. 38 86
27.992 25.881
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3.7. 11.572 13.561
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.8. 10.909 10.862
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.9. 1.529 4.656
Laufende Steuererstattungsansprüche 3.10. 89 57
Wertpapiere 3.11. 1.006 2.092
Zahlungsmittel 3.12. 9.058 9.083
34.163 40.311
Bilanzsumme 62.155 66.192
Passiva in TEUR
Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.13. 9.000 9.000
Rücklagen 3.14. 770 770
Ergebnisvortrag -2.962 -1.819
Konzern-Jahresfehlbetrag -958 -1.143
5.850 6.808
Langfristige Schulden
Mezzanine-Nachrangdarlehen 3.18. 17.349 17.248
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.16. 11.929 12.161
Finanzielle Schulden 3.18. 12.182 13.173
Übrige Verbindlichkeiten 3.19. 3.261 3.908
Latente Steuerschulden 3.20. 452 645
45.173 47.135
Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 3.17. 823 722
Finanzielle Schulden 3.18. 2.379 1.430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.21. 5.424 7.880
Übrige Verbindlichkeiten 3.19. 2.506 2.217
11.132 12.249
Bilanzsumme 62.155 66.192

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

in TEUR Anhang 01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010
Umsatzerlöse 4.1. 66.423 65.639
Sonstige betriebliche Erträge 4.2. 2.277 1.056
Materialaufwand -48.926 -47.426
Personalaufwand 4.3. -9.346 -9.455
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.4. -7.763 -7.729
EBITDA 2.665 2.085
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -489 -393
EBIT (Betriebsergebnis) 2.176 1.692
Ergebnis aus equity-Beteiligungen 4.5. 0 0
Finanzerträge 4.5. 285 934
Finanzaufwendungen 4.5. -3.586 -4.043
Ergebnis vor Steuern -1.125 -1.417
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.6. 167 274
Konzern-Jahresfehlbetrag -958 -1.143
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR 4.7. -0,32 -0,38
Ergebnis je Aktie (verwässert) in EUR 4.7. -0,32 -0,38

Überleitung Periodenergebnis zum Gesamtergebnis

scroll

Angaben in TEUR 01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010
Konzern-Periodenergebnis -958 -1.143
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen 0 0
Konzern-Gesamtergebnis -958 -1.143

Konzern-Kapitalflussrechnung

scroll

in TEUR Anhang 2011 2010
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 2.176 1.692
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 489 393
Gewinn / Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1 -261
Veränderung langfristiger Rückstellungen und übriger langfristiger Passiva -232 1.271
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -183 111
Gezahlte Zinsen -171 -88
Ertragsteuerzahlungen -32 18
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Änderung des kurzfristigen Nettovermögens 6.2. 2.048 3.136
Veränderung von Posten der kurzfristigen Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten
Vorräte 1.989 -2.019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -47 -971
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 197 15
Finanzielle Schulden 901 347
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.456 2.253
Übrige Verbindlichkeiten und sonstige Posten -29 607
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 6.2. 2.603 3.368
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 21 973
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -962 -1.987
Erhaltene Zinsen 251 227
Erhaltene Dividenden 35 10
Wertpapiere -225 -1.047
Auszahlungen für Investitionen in kurzfristige Vermögenswerte 0 -3.280
Einzahlungen aus Abgängen von kurzfristigen Vermögenswerten 2.500 0
Kurzfristige Finanzinstrumente -388 7
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 6.2. 1.232 -5.097
Veränderung langfristiger Finanzschulden
Aufnahme langfristiger Finanzschulden 0 649
Tilgung langfristiger Finanzschulden -943 -899
Tilgung übriger Verbindlichkeiten -362 -388
Gezahlte Finanzierungszinsen -2.555 -2.779
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 6.2. -3.860 -3.417
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 6.2. -25 -5.146
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 6.2. 9.083 14.229
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 6.2. 9.058 9.083

Eigenkapitalveränderungsrechnung

scroll

in TEUR Aktienkapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Ergebnisvortrag Jahresergebnis Summe Eigenkapital
Eigenkapital am 31.12.2009 9.000 770 0 -1.883 64 7.951
Vortrag Jahresüberschuss 2009 64 -64
Jahresfehlbetrag 01.01. - 31.12.2010 -1.143 -1.143
Eigenkapital am 31.12.2010 9.000 770 0 -1.819 -1.143 6.808
Vortrag Jahresfehlbetrag 2010 -1.143 1.143
Jahresfehlbetrag 01.01. - 31.12.2011 -958 -958
Eigenkapital am 31.12.2011 9.000 770 0 -2.962 -958 5.850

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Holdinggesellschaft, deren operative Tochtergesellschaften im internationalen Handel mit Werkzeugen und Armaturen tätig sind. Zwei eigenständig am Markt tätige Sparten sind etabliert, der „Werkzeughandel" und der „Armaturenhandel". Die Tochterfirma Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH fungiert ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes und ist nicht operativ am Markt tätig.

Die eingetragene Geschäftsadresse des Konzerns ist:

Lempstraße 24, 42859 Remscheid, Deutschland.

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes in Wuppertal unter der Nummer HRB 11838 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 wurde gemäß § 315a HGB in Verbindung mit der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 nach den am Abschlussstichtag geltenden und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf dem historischen Anschaffungsprinzip mit Ausnahme gewisser Positionen, wie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, derivativer Finanzinstrumente und bestimmter Wertpapiere, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert.

Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.

Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Vermögenswerte und Schulden werden dementsprechend als langfristig ausgewiesen, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, laufende Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristig klassifiziert. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden als langfristig dargestellt.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft alle bis auf ein (Vorjahr: ein) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik durch die Mehrheit der Stimmrechte oder gemäß Satzung, Unternehmensvertrag oder vertraglicher Vereinbarung innehat.

Es sind sieben inländische (Vorjahr: sieben) und ein ausländisches (Vorjahr: ein) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft gemäß IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) beherrscht werden.

Unternehmen, an denen die Brüder Mannesmann AG zwischen 20% und 50% beteiligt ist und einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden at-equity bewertet. Ein im Vorjahr at-equity bewertetes Unternehmen wurde Ende 2011 verkauft.

scroll

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Anteil am Kapital Eigenkapital
in Prozent in TEUR
--- --- ---
Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH, Remscheid 100 10.000
Brüder Mannesmann Nederland B.V., Doetinchem/Niederlande 100 282
CoCaCo Trading GmbH, Remscheid 100 1.559
Fernando Esser & Cia. GmbH, Remscheid 100 64
Corneta Export GmbH, Remscheid 100 26
Schwietzke Armaturen GmbH, Bottrop 100 4.000
CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH, Ludwigshafen 100 1.420
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH, Remscheid 100 126
Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen Anteil am Kapital Eigenkapital
in Prozent in TEUR
Chronos Technologie AG, Remscheid 100 1.276*

* Gemäß vorläufigem Jahresabschluss zum 31.12.2011

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet.

Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Erstkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften wurde nach der Buchwertmethode durchgeführt. Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaft mit dem Buchwert der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge wurden hierbei nach der eventuellen Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ergebniswirksam abgeschrieben.

Mit Erstanwendung des IFRS 3 (Business Combinations) wurde die planmäßige, lineare Abschreibung dieser Geschäftswerte ab dem 1. Januar 2004 eingestellt. Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung werden ab diesem Zeitpunkt regelmäßig mindestens einmal pro Jahr auf eventuelle Wertminderungen hin geprüft (Impairmenttest) und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) abgeschrieben. Im Berichtsjahr ergab sich kein Abschreibungsbedarf.

Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden konsolidiert. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 (Income Taxes) abgegrenzt.

Währungsumrechnung

Bei allen einbezogenen Konzernunternehmen wurde der Euro als ihre funktionale Währung festgelegt. Somit war eine Umrechnung der Abschlüsse nicht notwendig.

Bei den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) zu den im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkursen umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, werden zum Stichtagskurs bewertet. Daraus resultierende Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

2.2. Anwendung neuer Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neue Standards und Interpretationen, die noch nicht angewandt wurden

Die folgenden Standards und Interpretationen waren zum 31.12.2011 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag gemäß den Übernahmevorschriften der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden beziehungsweise noch nicht in europäisches Recht übernommen. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht:

scroll

Veröffentlichung IASB Übernahme durch die EU Erstmalige Anwendung Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse
Neue Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden:
IFRS 9 Financial Instruments (Issued 12 November 2009) and subsequent amendments (amendments to IFRS 9 and IFRS 7 issued 16 December 2011) November 2009

Dezember 2011
- - Keine abschließende Prüfung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss
IFRS 10 Consolidated Financial Statements (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IFRS 11 Joint Arrangements (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IFRS 12 Disclosures of Interests in Other Entities (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IFRS 13 Fair Value Measurement (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine abschließende Prüfung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss
IAS 27 Separate Financial Statements (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (Issued 12 May 2011) Mai 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Geänderte Standards, die bereits von der EU übernommen wurden:
Amendments to IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures - Transfers of Financial Assets Oktober 2010 22.11.2011 GJ 2012 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Geänderte Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden:
Deferred tax: Recovery of Underlying Assets (Amendments to IAS 12) (Issued 20 December 2010) Dezember 10 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Severe Hyperinfl ation and Removal of Fixed Dates for First-Time (Adopters Amendments to IFRS 1) (Issued 20 December 2010) Dezember 10 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Presentation of Items of Other Comprehensive Income (Amendments to IAS 1) (Issued 16 June 2011) Juni 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Amendments to IAS 19 Employee Benefi ts (Issued 16 June 2011) Juni 2011 - - Keine abschließende Prüfung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss
Disclosures-Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IFRS 7) (Issued 16 December 2011) Dezember 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Amendments to IAS 32) (Issued 16 December 2011) Dezember 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Neue Interpretationen, die noch nicht von der EU übernommen wurden:
IFRIC Interpretation 20: Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine (Issued 19 October 2011) Oktober 2011 - - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet

Erstmalige Anwendung von Standards beziehungsweise Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2011 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretationen erstmals verbindliche Geltung:

scroll

Veröffentlichung IASB Übernahme durch die EU Erstmalige Anwendung Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2011
Geänderte Standards:
Improvements to IFRSs (Issued by the IASB in May 2010) Mai 2010 18.02.2011 GJ 2011 Keine
Revised IAS 24 Related Party Disclosures November 2009 19.07.2010 GJ 2011 Keine
Amendments to IFRS 1 Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-time Adopters Januar 2010 30.06.2010 GJ 2011 Keine
Amendment to IAS 32 Financial Intruments: Presentation: Classifi cation of Right Issues Oktober 2009 23.12.2009 GJ 2011 Keine
Neue Interpretationen:
IFRIC 19 Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments November 2009 23.07.2010 GJ 2011 Keine
Geänderte Interpretationen:
Amendment to IFRIC 14 Prepayments of Minimum Funding Requirement November 2009 19.07.2010 GJ 2011 Keine

2.3. Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Annahme- oder Schätzungsgrundlage, wird die Bilanzierung des Postens erfolgswirksam geändert.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen unter anderem in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cash flows im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen und der Bewertung von Zinsoptimierungsgeschäften, der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten für derivative Finanzinstrumente, den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge, der Bildung von Rückstellungen für Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und für ungewisse Verpflichtungen, der Erfassung von zweifelhaften Forderungen sowie in der Vorratsbewertung.

2.4. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 aktiviert und regelmäßig einmal pro Jahr — bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch zwischendurch — auf Wertminderungen hin geprüft (Impairmenttest) und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zum Zwecke der Wertminderungsprüfung den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Werkzeuge (2.497 TEUR) und Armaturen (1.348 TEUR) zugeordnet. Zur Messung der Werthaltigkeit werden zukünftig erwartete Cash flows mit Abzinsungsfaktoren von 8,8 % bzw. 9,0% vor Steuern (Vorjahr 8,8 % bzw. 9,0%) diskontiert. Die erwarteten Cash flows basieren auf den Unternehmensplanungen. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich 3 Jahre.

Im Rahmen einer zusätzlichen durchgeführten Sensitivitätsanalyse wurde für beide zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Abzinsungsfaktor um jeweils 10% angehoben. Aus der Veränderung dieser zugrundeliegenden Annahme ergibt sich keine außerplanmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Werkzeuge und Armaturen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Liegen Gründe für eine über den planmäßigen Abschreibungen liegende Wertminderung vor, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare, gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Für die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens gelten konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern:

Gebäude und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8-60 Jahre,
Technische Anlagen und Maschinen 2-15 Jahre,
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-15 Jahre.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen ist in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leases) in Verbindung mit IFRIC 4 dem Leasingnehmer zuzurechnen, wenn dieser alle wesentlich mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungsleasing).

Leasingverhältnisse, die als Finanzierungsleasing klassifiziert werden müssen, lagen nicht vor. Alle Leasingverhältnisse wurden als Operate Lease eingestuft, die Leasingraten wurden als laufender Aufwand verrechnet.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien umfassen nach IAS 40 (Investment Property) Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert.

Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgt durch einen unabhängigen Sachverständigen und basiert auf dem — unter Abwägung aller Aspekte des Grundstücksmarktes — ermittelten Ertragswert.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in Anwendung von IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ausgewiesen.

Die finanziellen Vermögenswerte gliedern sich in folgende Kategorien:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte,
Kredite und Forderungen,
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte,
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Schulden werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden,
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.

Finanzinstrumente der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte" lagen zum Bilanzstichtag im Brüder Mannesmann-Konzern nicht vor.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten im Rahmen der marktüblichen Käufe und Verkäufe erfolgt zum Erfüllungstag d.h. dem Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Brüder Mannesmann-Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zum Marktwert. Die Folgebewertung erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß IAS 39.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen neben originären auch derivative Finanzinstrumente.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (unter Beachtung der Effektivzinsmethode) oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf die Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Brüder Mannesmann-Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde,

abzüglich eventueller Tilgungen und
abzüglich etwaiger Wertminderungen oder eventueller Uneinbringlichkeit sowie
abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (zum Beispiel Agio).

Das Agio wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld ermittelt.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z.B. durch Diskontierung der geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Zinssatz ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vorliegen.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Anteile an einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Ausleihungen sowie Wertpapiere (Aktien). Ersteres ist mit den Anschaffungskosten angesetzt, weil für diese Gesellschaft kein aktiver Markt existiert und sich ein Zeitwert nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lässt. Eine Veräußerung ist derzeit nicht vorgesehen. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren Fair Value bestehen, wird dieser angesetzt. Die Ausleihungen sind ebenfalls mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Wertpapiere (Aktien) sind dem Handelsbestand zugeordnet und gemäß IAS 39 mit dem Fair Value angesetzt. Fair Value-Änderungen sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Latente Steueransprüche und -schulden

Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten aus dem Konzernabschluss und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen werden in dem Umfang angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielt wird.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (Waren) und die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die als Vorräte bilanzierten Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten folgt dabei grundsätzlich der Durchschnittskostenmethode. Die Bewertung der Waren am Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert (net realisable value). Bei den Waren werden individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen, wenn die aus ihrem Verkauf zu realisierenden Erlöse voraussichtlich niedrigerer sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkten Vertriebskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen" klassifiziert und dementsprechend zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt.

Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die in den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen" zu klassifizieren sind, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Unter den sonstigen Vermögenswerten werden unter anderem derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die gemäß IAS 39 mit dem Fair Value angesetzt werden.

Im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten werden hier transitorische Abgrenzungen ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter den langfristigen Vermögenswerten (sonstige langfristige Vermögenswerte) ausgewiesen.

Zahlungsmittel, laufende Steuererstattungsansprüche und Wertpapiere

Die Zahlungsmittel beinhalten Schecks, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den jeweiligen Nennwerten bewertet.

Die laufenden kurzfristigen Steuererstattungsansprüche beinhalten Forderungen gegen Finanzbehörden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Wertpapiere sind den zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren zugeordnet und mit ihrem Fair Value angesetzt.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen basiert nach IAS 19 (Employee Benefits) auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Zusagen auf Altersversorgung. Hierbei werden die am Bilanzstichtag bestehenden Renten und erworbene Anwartschaften sowie die zukünftig zu erwartenden Erhöhungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sich am Jahresende ergebende versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden dabei nach der Korridormethode nur dann bilanziert, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10% des Verpflichtungsumfanges liegen. In diesem Fall werden sie ab dem Folgejahr über die durchschnittliche Restdienstzeit der berechtigten Mitarbeiter verteilt und als Ertrag oder Aufwand erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand für unverfallbare Neuzusagen und bei Veränderung der Versorgungspläne wird gemäß IAS 19 sofort erfolgswirksam erfasst.

Übrige Rückstellungen werden nach IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Schulden sind gemäß IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern es sich nicht um Positionen handelt, die nach IAS 39 zu ihrem Fair Value zu bilanzieren sind.

Erträge und Aufwendungen

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt erst dann, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, auf den Kunden übergehen.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam.

Die Fremdkapitalkosten werden nach IAS 23 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen für die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1. Immaterielle Vermögenswerte

scroll

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2010 3.845 3.056 6.901
Zugänge 0 7 7
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2010 3.845 3.063 6.908
Stand 01.01.2011 3.845 3.063 6.908
Zugänge 0 9 9
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2011 3.845 3.072 6.917
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2010 0 2.627 2.627
Planmäßige Abschreibungen 0 126 126
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 2.753 2.753
Stand 01.01.2011 0 2.753 2.753
Planmäßige Abschreibungen 0 126 126
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2011 0 2.879 2.879
Buchwerte
01.01.2010 3.845 429 4.274
31.12.2010 3.845 310 4.155
01.01.2011 3.845 310 4.155
31.12.2011 3.845 193 4.038

Unter der Position Geschäfts- oder Firmenwerte werden die Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Sie betreffen im Einzelnen die Buchwerte der folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

scroll

Geschäfts- oder Firmenwert in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Segment Werkzeuge 2.497 2.497
Segment Armaturen 1.348 1.348
3.845 3.845

Der für die Geschäftswerte durchgeführte Impairmenttest hat die angesetzten Buchwerte bestätigt. Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Namensrechte und Software-Lizenzen ausgewiesen.

3.2. Sachanlagen

scroll

Entwicklung der Sachanlagen in TEUR Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2010 9.932 42 1.599 390 11.963
- Zugänge 746 128 152 0 1.026
- Abgänge 0 0 -55 0 -55
- Umbuchung 390 0 0 -390 0
- Zugänge aus Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.919 0 0 0 1.919
- Abgänge in Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -343 0 0 0 -343
Stand 31.12.2010 12.644 170 1.696 0 14.510
Stand 01.01.2011 12.644 170 1.696 0 14.510
- Zugänge 163 1 193 0 357
- Abgänge 0 0 -49 0 -49
- Umbuchung 0 0 0 0 0
- Zugänge aus Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.306 0 0 0 1.306
Stand 31.12.2011 14.113 171 1.840 0 16.124
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2010 3.053 30 1.400 0 4.483
- Planmäßige Abschreibungen 174 5 87 0 266
- Abgänge 0 0 -31 0 -31
- Abgang aufgrund von Übertragungen in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -66 0 0 0 -66
Stand 31.12.2010 3.161 35 1.456 0 4.652
Stand 01.01.2011 3.161 35 1.456 0 4.652
- Planmäßige Abschreibungen 236 10 116 0 362
- Abgänge 0 0 -32 0 -32
Stand 31.12.2011 3.397 45 1.540 0 4.982
Buchwerte
01.01.2010 6.879 12 199 390 7.480
31.12.2010 9.483 135 240 0 9.858
01.01.2011 9.483 135 240 0 9.858
31.12.2011 10.716 126 300 0 11.142

Der Konzern hat Sale-and-Mietkauf-back-Vereinbarungen für bewegliche Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abgeschlossen. Die betreffenden Vermögenswerte werden unverändert bilanziert, da das wirtschaftliche Eigentum nicht übergegangen ist.

Der Konzern hat selbstgenutzte Grundstücke und Gebäude in Höhe von 10.716 TEUR (Vorjahr 9.483 TEUR) zur Besicherung gewährter Darlehen grundpfandrechtlich übertragen.

3.3. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach IAS 40 bilanziert. Diese betrugen zum 31. Dezember 2011 5.468 TEUR (Vorjahr 6.774 TEUR). Die Bewertung erfolgte durch einen unabhängigen Sachverständigen und basierte auf dem — unter Abwägung aller Aspekte des Grundstücksmarktes — ermittelten Ertragswert.

Der Konzern hat sämtliche als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zur Besicherung gewährter Darlehen grundpfandrechtlich übertragen.

Alle vom Konzern als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Rahmen eines Mietvertrages vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf 333 TEUR (Vorjahr 343 TEUR). Die direkt mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 3 TEUR (Vorjahr 5 TEUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es aufgrund von Nutzungsänderungen Abgänge in den Bestand der vom Eigentümer selbst genutzten Immobilien. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der nachfolgenden Überleitungsrechnung dargestellt.

Überleitungsrechnung

scroll

Überleitungsrechnung in TEUR 2011 2010
beizulegender Zeitwert 01.01. 6.774 8.377
Abgang aufgrund von Übertragungen in den Bestand der vom Eigentümer selbstgenutzten Immobilien -1.306 -1.919
Zugang aufgrund von Übertragungen aus dem Bestand der vom Eigentümer selbstgenutzten Immobilien 0 +277
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts 0 +39
beizulegender Zeitwert 31.12. 5.468 6.774

3.4. Finanzielle Vermögenswerte

scroll

Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte in TEUR Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2010 606 9 21 825
- Zugänge 0 0 0 967
- Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 606 9 21 1.792
Stand 01.01.2011 606 9 21 1.792
- Zugänge 693 0 0 596
- Abgänge 0 -9 -5 0
- Umbuchungen 0 0 0 -2.388
Stand 31.12.2011 1.299 0 16 0
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2010 0 9 0 0
- Abschreibungen 0 0 0 0
- Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 9 0 0
Stand 01.01.2011 0 9 0 0
- Abschreibungen 0 0 0 0
- Abgänge 0 -9 0 0
Stand 31.12.2011 0 0 0 0
Buchwerte
01.01.2010 606 0 21 825
31.12.2010 606 0 21 1.792
01.01.2011 606 0 21 1.792
31.12.2011 1.299 0 16 0

scroll

Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte in TEUR Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2010 688 0 2.149
- Zugänge 0 0 967
- Abgänge -688 0 -688
Stand 31.12.2010 0 0 2.428
Stand 01.01.2011 0 0 2.428
- Zugänge 1.308 0 2.597
- Abgänge 0 0 -14
- Umbuchungen 0 2.388 0
Stand 31.12.2011 1.308 2.388 5.011
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2010 0 0 9
- Abschreibungen 0 0 0
- Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 0 9
Stand 01.01.2011 0 0 9
- Abschreibungen 268 0 268
- Abgänge 0 0 -9
Stand 31.12.2011 268 0 268
Buchwerte
01.01.2010 688 0 2.140
31.12.2010 0 0 2.419
01.01.2011 0 0 2.419
31.12.2011 1.040 2.388 4.743

3.5. Latente Steueransprüche

Die latenten Steueransprüche gliedern sich wie folgt:

scroll

Latente Steueransprüche in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Steueransprüche aus Verlustvorträgen 1.371 1.313
Latente Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 1.192 1.019
Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente 0 257
2.563 2.589

Auf die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge wurden nach Einschätzung ihrer erwarteten Nutzungsmöglichkeit latente Steueransprüche angesetzt. Im Berichtsjahr wurden latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe von 58 TEUR zugeführt (Vorjahr Zuführung 62 TEUR).

Im Konzern bestehen zum 31. Dezember 2011 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 6.919 TEUR (Vorjahr 6.409 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 1.768 TEUR (Vorjahr 1.913 TEUR), die in voller Höhe bewertet sind. Auf ausländische Verlustvorträge in Höhe von 261 TEUR (Vorjahr 214 TEUR) sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Gemäß den Geschäftsplänen und unter Beachtung der steuerlichen Besonderheiten wird davon ausgegangen, dass eine Verrechnung der bestehenden inländischen Verlustvorträge mit künftigen Gewinnen möglich ist.

Darüber hinaus enthalten die aktiven latenten Steuern zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses und resultieren aus Bewertungsunterschieden nach IFRS und Konsolidierungsmaßnahmen.

3.6. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen langfristige Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr 86 TEUR).

3.7. Vorräte

Die Vorräte des Brüder Mannesmann-Konzerns in Höhe von 11.572 TEUR (Vorjahr 13.561 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Handelswaren.

Der Konzern hat Waren mit einem Buchwert in Höhe von 2.544 TEUR (Vorjahr 2.356 TEUR) zur Besicherung gewährter Darlehen gestellt.

3.8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Abschreibungen in Höhe von 307 TEUR (Vorjahr 340 TEUR) vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.

Der Konzern hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 4.979 TEUR (Vorjahr 6.795 TEUR) zur Besicherung gewährter Darlehen abgetreten.

scroll

Entwicklung der Wertberichtigungen aktivierter Finanzinstrumente in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Vermögenswerte
Stand 31.12.2009 / 01.01.2010 139 21
Inanspruchnahme 0 0
Zuführung/Auflösung 93 0
Stand 31.12.2010 / 01.01.2011 232 21
Inanspruchnahme -14 0
Zuführung/Auflösung 229 7
Stand 31.12.2011 447 28

Des Weiteren bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember überfällig, aber nicht wertberichtigt sind. Diese gliedern sich wie folgt:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
1-30 Tage überfällig 1.177 1.060
31-60 Tage überfällig 444 486
61-90 Tage überfällig 245 641
über 90 Tage überfällig 771 334

Bei den Forderungen, die zwischen einem und 30 Tagen überfällig sind, treten in der Regel keine Zahlungsausfälle ein, da die Verzögerungen im Wesentlichen durch zeitliche Buchungsunterschiede verursacht wurden. Auch Forderungen, welche bereits länger überfällig sind, müssen erfahrungsgemäß nicht wertberichtigt werden, da es sich hauptsächlich um Usancen aus dem Exportgeschäft handelt, welche — wie die Vergangenheit gezeigt hat — in der Regel zur Gänze geleistet werden.

3.9. Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderung gegen verbundene Unternehmen 0 656
Diverse derivative Finanzinstrumente 616 353
Rechnungsabgrenzungsposten 191 69
Debitorische Kreditoren und Bonusgutschriften 248 515
Darlehensforderungen 446 2.900
Forderungen gegenüber Finanzbehörden 12 86
Übrige 16 77
1.529 4.656

Die Entwicklung der Wertberichtigung ist unter 3.8. dargestellt. Für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen wurden Abschreibungen in Höhe von 343 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vorgenommen.

3.10. Laufende Steuererstattungsansprüche

Die laufenden Steuererstattungsansprüche betragen 89 TEUR (Vorjahr 57 TEUR) und betreffen Steuervorauszahlungen.

3.11. Wertpapiere

Diese Position beinhaltet Anteile an einem Geldmarktfond und im Vorjahr Aktien an im DAX notierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2011 betrugen die Fair Values 1.006 TEUR (Vorjahr 2.092 TEUR).

3.12. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich aus Schecks, Kassenbeständen und Bankguthaben zusammen und betragen 9.058 TEUR (Vorjahr 9.083 TEUR).

3.13. Gezeichnetes Kapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2011 auf 9.000 TEUR (Vorjahr: 9.000 TEUR) und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende voll eingezahlte Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 29. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2009 wurde das Grundkapital um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Genussscheinen mit Options- bzw. Wandlungsrechten, die bis zum 26. August 2014 von der Gesellschaft begeben werden oder der Erfüllung der Pflicht zur Wandlung aus Wandelgenussscheinen bzw. Wandelschuldverschreibungen, die bis zum 30. April 2014 von der Gesellschaft begeben werden. Zum 31. Dezember 2011 waren keine Genussscheine, Wandelgenussscheine oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

3.14. Rücklagen

Als Kapitalrücklage ist das Aufgeld aus den Kapitalerhöhungen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Gewinnausschüttungen statt.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

3.15. Kapitalmanagement

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Ziel des Kapitalmanagements sind Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals.

Das Kapital wird auf Basis des Verhältnisses von Nettoschulden zum wirtschaftlichen Eigenkapital überwacht. Nettoschulden sind die mit Zahlungsmitteln und Wertpapieren saldierten Schulden. Wirtschaftliches Eigenkapital sind das bilanzielle Eigenkapital sowie nachrangige Darlehen.

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Schulden 38.956 42.136
Zahlungsmittel, Wertpapiere und laufende kurzfristige Steuererstattungsansprüche -10.153 -11.232
Nettoschulden 28.803 30.904
Eigenkapital 5.850 6.808
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.349 17.248
Wirtschaftliches Eigenkapital 23.199 24.056
Ratio (Schulden/Eigenkapital) 1,24 1,28

3.16. Leistungen an Arbeitnehmer

Die betriebliche Altersversorgung der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Die Pensionszusagen berücksichtigen für die Höhe der Leistungen das Entgelt und die Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter (Defined Benefit Plans).

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach der „Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 ermittelt.

Die wichtigsten Annahmen sind:

scroll

in Prozent 2011 2010
Diskontierungszins 4,7 5,02
Erwartete Gehaltssteigerungen 2,0-3,0 2,0-3,0
Zukünftige Rentensteigerungen 1,5-3,0 1,5-3,0

Die biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten wurden gemäß den „Richttafeln 2005 G" von Dr. K. Heubeck ermittelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden über die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen amortisiert, nachdem bis zu 10% der Bruttoverpflichtungen in einen nicht zu berücksichtigenden Korridor eingestellt sind.

Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

Pensionsrückstellungen in TEUR 2011 2010
Pensionsrückstellungen am 01.01. 12.161 10.890
Auflösung -791 0
Aufwendungen für Altersversorgung 559 1.271
Pensionsrückstellungen am 31.12. 11.929 12.161

Die bilanzierten Verpflichtungen leiten sich wie folgt ab:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 11.792 11.970
Nicht zu berücksichtigende versicherungsmathematische Gewinne / (-) Verluste 137 191
Bilanzrückstellung 11.929 12.161

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist der Nettopensionsaufwand mit 791 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen und mit 559 TEUR (Vorjahr 1.271 TEUR) im Personalaufwand enthalten:

scroll

in TEUR 2011 2010
Dienstzeitaufwand 134 293
Zinsaufwand 603 574
Tilgung von versicherungsmathematischen Gewinnen /Verlusten 1 0
Tilgung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes -791 605
Gezahlte Versorgungsleistungen -179 -175
Abgeltungen 0 -26
Nettopensionsaufwand -232 1.271

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ergibt sich im Wesentlichen aus einer Anpassung der Pensionspläne. Die Maßnahmen stehen in Zusammenhang mit der Vereinbarung eines späteren Renteneintrittalters bzw. waren notwendig, um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 01.01. 11.970 10.243
Laufender Dienstzeitaufwand 134 293
Zinsaufwand 603 574
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 55 456
Gezahlte Leistungen -179 -175
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -791 605
Abgeltungen 0 -26
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 31.12. 11.792 11.970

Der Finanzierungsstatus der Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 11.792 11.970 10.243 9.165 7.589
Planvermögen 0 0 0 0 0
Finanzierungsstatus 11.792 11.970 10.243 9.165 7.589
Erfahrungsbedingte Anpassungen (in Prozent) 3,5 2,0 1,2 0,9 2,3

3.17. Übrige Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der übrigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

scroll

Rückstellungsspiegel nach IAS 37 in TEUR Anfangsbestand zum 01.01.2011 Verbrauch Geschäftsjahr Auflösung Geschäftsjahr Zuführung Geschäftsjahr Endbestand zum 31.12.2011
Rückstellungen für Personalaufwendungen 197 -177 0 221 241
Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten 525 -305 -121 483 582
Rückstellungen gesamt 722 -482 -121 704 823
Anfangsbestand zum 01.01.2010 Verbrauch Geschäftsjahr Auflösung Geschäftsjahr Zuführung Geschäftsjahr Endbestand zum 31.12.2010
Rückstellungen für Personalaufwendungen 187 -173 -4 187 197
Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten 553 -266 -5 243 525
Rückstellungen gesamt 740 -439 -9 430 722

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen werden hauptsächlich für Urlaubslöhne und -gehälter sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft gebildet. Die Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u.a. Rückstellungen für Versicherungsprämien, Jahresabschlusskosten, Werbekostenzuschüsse und Gewährleistungen.

3.18. Mezzanine-Nachrangdarlehen und finanzielle Schulden

Die langfristigen finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Langfristige finanzielle Schulden in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.349 17.248
Bankdarlehen 12.182 13.173
29.531 30.421

Der Anteil der langfristigen Finanzschulden mit einer Fristigkeit von mehr als 5 Jahren beträgt 9.006 TEUR (Vorjahr: 9.799 TEUR).

Die kurzfristigen finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Kurzfristige finanzielle Schulden in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Im folgenden Jahr zu leistende Tilgung langfristiger Bankdarlehen 992 944
Kontokorrentkredite 1.387 486
2.379 1.430

Der gewichtete Durchschnittszinssatz für Finanzschulden beträgt 6,7 % für das Jahr 2011 (Vorjahr 6,7 %).

Finanzielle Schulden in Höhe von 13.175 TEUR (Vorjahr 14.120 TEUR) sind durch Grundpfandrechte, Grundschulden, Abtretung von Forderungen, sowie Sicherungsübereignung von Warenlagern besichert.

3.19. Übrige Verbindlichkeiten

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.261 TEUR (Vorjahr 3.908 TEUR) beinhalten Rentenverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Mietkauf-Darlehen.

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Derivative Finanzinstrumente 383 517
Kreditorische Debitoren 279 289
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 845 699
Rentenverpflichtungen 149 147
Provisionen 38 64
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 306 256
Sonstiges 506 245
2.506 2.217

3.20. Latente Steuerschulden

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 452 TEUR (Vorjahr 645 TEUR) beinhalten die zeitlichen Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses und resultieren aus den Bewertungsunterschieden nach IFRS.

Gemäß IAS 1 (überarbeitet 2007) werden latente Steuerverbindlichkeiten ungeachtet ihrer Fristigkeit als langfristige Schulden ausgewiesen.

3.21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 5.424 TEUR (Vorjahr 7.880 TEUR). Ihre Zeitwerte entsprechen den Buchwerten.

4. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Außenumsätze des Konzerns gliedern sich wie folgt auf:

scroll

Umsätze in TEUR 2011 2010
Inland 47.975 47.050
Europäische Union 11.311 11.804
Übriges Ausland 7.137 6.785
66.423 65.639

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Sonstige betriebliche Erträge in TEUR 2011 2010
Kursgewinne und Erträge aus Kurssicherungsgeschäften 451 116
Erträge aus PKW-Nutzung 166 181
Delkredere 91 100
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 945 25
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 3 4
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 0 270
Erträge aus Schadensfällen 11 15
Übrige 610 345
2.277 1.056

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen (791 TEUR).

4.3. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2011 waren im Brüder Mannesmann-Konzern durchschnittlich 140 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 126). Die Einbeziehung der Teilzeitkräfte erfolgte nach dem wirtschaftlichen Konzept.

scroll

2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 24 21
Angestellte 116 105
140 126
Auszubildende 4 3

4.4. Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Sonstiger betrieblicher Aufwand in TEUR 2011 2010
Vertriebsaufwendungen 2.305 2.794
Kursverluste und Aufwendungen für Kurssicherung 404 176
Aufwendungen für Reisen, Bewirtung, Repräsentation 699 823
Projektkosten Moskau 0 244
Bezogene Leistungen, Beratung, Rechtsschutz 681 674
Miet- und Leasingaufwendungen 826 845
Aufwendungen für Versicherungen und Telekommunikation 626 644
Aufwendungen für Instandhaltung, Reinigung, Entsorgung 250 255
Aufwendungen für Geld- und Kapitalverkehr 171 203
Rentenverpflichtungen 127 147
Übrige 1.674 924
7.763 7.729

4.5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:

scroll

Finanzergebnis in TEUR 2011 2010
Ergebnis aus equity-Beteiligungen 0 0
Erträge aus anderen Beteiligungen 14 10
Erträge aus Ausleihungen 21 13
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 250 911
Abschreibungen auf Wertpapiere -271 -258
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.315 -3.785
-3.301 -3.109

4.6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Dieser Posten setzt sich folgendermaßen zusammen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Tatsächlicher Steueraufwand Inland 0 -1
(davon periodenfremd) (0) (-1)
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 0 0
Latenter Steueraufwand -377 -482
(davon periodenfremd) (-4) (-21)
Latenter Steuerertrag +504 +757
(davon periodenfremd) (0) (0)
167 274

Der Ertrag aus laufenden und latenten Ertragsteuern leitet sich folgendermaßen vom Konzernergebnis vor Steuern her:

scroll

in TEUR 2011 2010
Ergebnis vor Steuern -1.125 -1.417
Erwarteter Ertragsteuerertrag
Rechnerischer Ertragsteuersatz des Konzerns 31,5 % 354 446
Überleitung:
Abweichende ausländische Steuer -15 -39
Steueranteil für:
Steuerfreie Erträge und steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -163 -102
Sonstige -5 -9
Periodenfremde Steuererträge/-aufwendungen -4 -22
Ausgewiesener Steuerertrag 167 274

4.7. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Jahresergebnis und der Anzahl der umlaufenden Aktien (in beiden Jahren unverändert 3.000.000 Stück).

Verwässernde Optionen bestehen nicht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht daher dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

5. Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen und Regionen

Die Segmentberichterstattung wurde nach den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segment) aufgestellt. Gemäß der internen Berichtsstruktur werden die Jahresabschlussdaten nach den Unternehmensbereichen Werkzeuge, Armaturen und Grundbesitz untergliedert dargestellt. Das Segment Werkzeug umfasst den Vertrieb von Hand-, Elektro-, und Gartenwerkzeugen.

scroll

in TEUR Werkzeuge 31.12.2011 Armaturen 31.12.2011 Grundbesitz 31.12.2011 Überleitung 31.12.2011 Konzern 31.12.2011
Umsätze mit Fremden 38.294 27.677 452 0 66.423
Umsatz mit anderen Segmenten 0 0 746 -746 0
Umsatzerlöse gesamt 38.294 27.677 1.198 -746 66.423
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 23.421 24.102 452 0 47.975
Ausland 14.873 3.575 0 0 18.448
davon EU 8.156 3.155 0 0 11.311
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 2.179 -170 781 -125 2.665
Abschreibungen -176 -194 -133 14 -489
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 2.003 -364 648 -111 2.176
Ergebnis aus equity-Beteiliungen 0
Finanzerträge 285
Finanzaufwendungen -3.586
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.125
Steuern vom Einkommen und Ertrag 167
Periodenergebnis -958
Vermögen 27.026 10.909 13.175 11.045 62.155
Schulden 14.997 4.685 121 36.502 56.305
Investitionen 60 123 0 11 194
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen -149 -30 0 -2 -181
Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 63 70 0 7 140

scroll

in TEUR Werkzeuge 31.12.2010 Armaturen 31.12.2010 Grundbesitz 31.12.2010 Überleitung 31.12.2010 Konzern 31.12.2010
Umsätze mit Fremden 34.082 31.101 456 0 65.639
Umsatz mit anderen Segmenten 0 0 742 -742 0
Umsatzerlöse gesamt 34.082 31.101 1.198 -742 65.639
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 17.488 29.106 456 0 47.050
Ausland 16.594 1.995 0 0 18.589
davon EU 9.976 1.828 0 0 11.804
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.309 893 812 -929 2.085
Abschreibungen -177 -131 -102 17 -393
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 1.132 762 710 -912 1.692
Ergebnis aus equity-Beteiliungen 0
Finanzerträge 934
Finanzaufwendungen -4.043
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.417
Steuern vom Einkommen und Ertrag 274
Periodenergebnis -1.143
Vermögen 27.858 12.774 13.324 12.236 66.192
Schulden 15.174 3.960 254 39.996 59.384
Investitionen 50 975 0 8 1.033
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen -621 -21 0 -844 -1.486
Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 64 57 0 5 126

Die Aufgliederung nach Segmenten entspricht der internen Berichtsstruktur und umfasst die Unternehmensbereiche Werkzeuge, Armaturen und Grundbesitz. Das Segmentvermögen, die Segmentschulden sowie die Segmentinvestitionen befinden sich fast ausschließlich in Deutschland.

Das Segment Armaturen umfasst den Vertrieb von Armaturen für industrielle und versorgungstechnische Anwendungen, während das Segment Grundbesitz als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes fungiert. Geschäfte zwischen den Segmenten Werkzeuge und Armaturen erfolgen grundsätzlich nicht und wenn erfolgen sie zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde wie dem Konzernabschluss. Die Investitionen beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Unter den nicht zahlungswirksamen Posten werden im Wesentlichen Veränderungen von Rückstellungen gezeigt. Die Spalte Überleitung enthält die Konsolidierung sowie die keinem Segment zugeordnete Holding Brüder Mannesmann AG.

6. Ergänzende Angaben

6.1. Finanzinstrumente

Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (gegliedert nach den Kategorien von IAS 39):

scroll

in TEUR 2011 2010
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen
Finanzielle Vermögenswerte 2.388 1.792
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.909 10.862
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 939 4.303
Zahlungsmittel 9.058 9.083
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 1.315 627
Wertpapiere 1.006 1.006
Fair Value Option
Wertpapiere 0 269
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte (Aktien) 1.040 0
Derivative Finanzinstrumente (in sonstigen Vermögenswerten) 616 353
Wertpapiere (Aktien) 0 817
27.271 29.112
Finanzielle Schulden
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Mezzanine-Nachrangdarlehen und finanzielle Schulden 31.910 31.851
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.424 7.880
Übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.362 5.631
Zu Handelszwecken gehaltene Schulden
Derivative Finanzinstrumente (in übrigen Verbindlichkeiten) 383 517
43.079 45.879

Buch- sowie Marktwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind:

scroll

in TEUR 2011 Buchwert 2011 Marktwert 2010 Buchwert 2010 Marktwert
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte* 3.741 3.741 2.505 2.505
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.909 10.909 10.862 10.862
Sonstige Forderungen 901 901 4.217 4.217
Zahlungsmittel und Wertpapiere 10.064 10.064 9.272 9.272
25.615 25.615 26.856 26.856
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.349 17.349 17.248 17.248
Langfristige finanzielle Schulden 12.182 12.182 13.173 13.173
Kurzfristige finanzielle Schulden 2.379 2.379 1.430 1.430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.424 5.424 7.880 7.880
Übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.362 5.362 5.631 5.631
42.696 42.696 45.362 45.362

* Diese Position beinhaltet zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte nicht zuverlässig ermittelt werden können und die zu Anschaffungskosten bewertet sind.

Nettoergebnisse der Finanzinstrumente (aufgeteilt nach den Kategorien von IAS 39):

scroll

in TEUR 2011 2010
Darlehen und Forderungen -472 -212
Zahlungsmittel 6 3
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 39 67
Fair Value Option -119 -161
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte -203 -410
Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten -2.827 -2.827
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133 -107
Sonstige Verbindlichkeiten -52 -28
Zu Handelszwecken gehaltene Schulden -504 60
-3.999 -3.615

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente beinhalten die saldierten Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Fair-Value-Bewertungen, Währungsumrechnungen, Wertberichtigungen und Abgangserfolgen.

Zinserträge und -aufwendungen der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente:

scroll

in TEUR 2011 2010
Zinserträge 250 227
Zinsaufwendungen -2.827 -2.827
Zinserträge und -aufwendungen -2.577 -2.600

Wertminderungsaufwendungen der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Derivative Finanzinstrumente und Aktien) -451 -277
Fair Value Option -145 -132
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -694 -379
Wertminderungsaufwendungen -1.290 -788

Die Wertminderungsaufwendungen betreffen Fair-Value-Bewertungen von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten sowie Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen.

Fair Value Hierarchie

Die zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden gemäß der in IFRS 7.27A angegebenen Hierarchie den folgenden drei Fair-Value-Bewertungskategorien zugeordnet.

Notierte Preise in aktiven Märkten (Level 1):

Diese Kategorie umfasst Finanzinstrumente, deren Werte direkt aus aktuellen Preisen auf funktionsfähigen Finanzmärkten ablesbar sind.
Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level 2):

Diese Kategorie umfasst Finanzinstrumente, bei denen nicht der Preis selbst, aber die wesentlichen Bewertungsparameter direkt oder in abgeleiteter Form als Marktdaten beobachtbar sind.
Bewertungsverfahren mittels wesentlicher nicht beobachtbarer Parameter (Level 3):

Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen — für die Ermittlung des Fair Values nicht nur unwesentliche — Bewertungsparameter auf, die nicht beobachtbar sind.

Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien 1 und 2.

scroll

in TEUR In aktiven Märkten notierte Preise Level 1 31.12.2011 Auf Marktdaten basierende Bewertung Level 2 31.12.2011 Gesamt 31.12.2011 In aktiven Märkten notierte Preise Level 1 31.12.2010 Auf Marktdaten basierende Bewertung Level 2 31.12.2010 Gesamt 31.12.2010
Finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere (Langfristige finanzielle Vermögenswerte) 1.040 0 1.040 0 0 0
Wertpapiere (Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) 1.006 0 1.006 2.092 0 2.092
Sonstige Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente 0 616 616 0 353 353
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.046 616 2.662 2.092 353 2.445
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 0 383 383 178 339 517
Zum Fair Value bewertete Verpflichtungen 0 383 383 178 339 517

Nach Level 3 bewertete Finanzinstrumente bestehen nicht. Umklassifizierungen von Finanzinstrumenten zwischen Level 1 und Level 2 haben im Jahr 2011 nicht stattgefunden.

Derivative Finanzinstrumente

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte.

Die oben genannten Instrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Grundgeschäfte unterlegt sind. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich für den US-Dollar (USD). Die operative Sicherung bezieht sich auf die bereits gebuchten Verbindlichkeiten sowie fest abgeschlossene Beschaffungsverträge und umfasst im allgemeinen die Laufzeiten zwischen einem und vier Monaten, die strategische Sicherung umfasst den Zeitraum von maximal neun Monaten.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit Zinsrisiken Zinsoptimierungsgeschäfte in Form von Zinsswaps getätigt. Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert bzw. falls er sich nicht zuverlässig ermitteln lässt, gemäß IAS 39.A nach der Analyse von diskontierten Cash flows bewertet.

Die EZB ist der Geldstabilität verpflichtet. Zinsveränderungen richten sich daher primär an den Inflationserwartungen aus. Es gilt die Annahme, dass sich der EURIBOR bis 2017 im Korridor von 1 % bis 4% bewegt. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die noch zu erwartenden Zahlungsströme auswirken können. Bei schlechter Entwicklung können die Wertabweichungen auch zu negativen Zeitwerten führen.

Die Derivate werden in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des Grundgeschäfts entweder im Betriebsergebnis (sonstige betriebliche Erträge/sonstige betriebliche Aufwendungen) oder im Zinsergebnis.

scroll

in TEUR 31.12.2011 Nominalwerte 31.12.2011 Marktwerte 31.12.2010 Nominalwerte 31.12.2010 Marktwerte
Währungsderivate 4.697 84 10.930 -314
Zinsderivate 19.000 149 19.000 150

Angaben zu Natur und Ausmaß von Risiken

Kreditrisiken

Die Kreditrisiken sind insgesamt gering, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und Geschäfte nur mit Geschäftspartnern durchgeführt werden, deren Bonität nicht zu beanstanden ist. Das Ausfallrisiko ist in allen Fällen auf die Buchwerte beschränkt. Einzelwertberichtigungen werden bei Kundenforderungen gebildet. Bei einem Forderungsbestand vor Wertberichtigungen von 11.356 TEUR (Vorjahr 11.092 TEUR) bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 447 TEUR (Vorjahr 232 TEUR). In den nicht einzelwertberichtigten Forderungen sind keine Forderungen enthalten, die wesentliche Zahlungsstörungen aufweisen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen in fremder Währung gehaltenen Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2011 um 10% aufgewertet/abgewertet gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und der Fair Value der Finanzinstrumente um 351 TEUR (Vorjahr 753 TEUR) niedriger/höher gewesen.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko subsumiert, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, da die Finanzmittel hierfür nicht ausreichen. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, vorhandene Liquiditätsreserven und nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen jederzeit die Liquidität der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft sicher.

Die folgende Übersicht stellt die undiskontierten Zahlungsabflüsse aus Verzinsung und Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten dar.

scroll

Zahlungsmittelabfluss in TEUR bis zu 1 Jahr 2–5 Jahre über 5 Jahre
Darlehen mit langfristiger Zinsbindung 1.226 5.088 11.518
Darlehen mit variablen Zinsen 386 188 0
Mezzanine-Nachrangdarlehen 1.404 18.252 0
3.016 23.528 11.518

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt.

Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen dar.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 159 TEUR (Vorjahr 154 TEUR) geringer/höher gewesen.

6.2. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und finanzieller Tätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus Schecks, Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten.

6.3. Haftungsverhältnisse

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Bürgschaften 79 79
Wechselobligo 400 0

6.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Summe der in bis zu einem Jahr fälligen Leasingraten 545 513
Summe der in 1 bis 5 Jahren fälligen Leasingraten 440 409
Summe der in über 5 Jahren fälligen Leasingraten 0 0

6.5. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 (Related Party Disclosures) müssen Personen oder Unternehmen, die den Brüder Mannesmann Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, sofern sie nicht bereits als Verbundunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften, zu einem Ende 2011 veräußerten assoziierten Unternehmen, sowie anderen nahestehenden Unternehmen.

Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Darlehensgewährungen, Zinserträgen und Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 68 TEUR (Vorjahr: 571 TEUR) zu marktüblichen Konditionen. Die Forderungen betrugen im Vorjahr 655 TEUR.

Die Geschäfte mit einem assoziierten Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Preisen und Konditionen sowie einer Darlehensgewährung, die zu 1 % Zinsen p. a. ausgegeben wurde. Dieser niedrige Zinssatz sollte der Gesellschaft als ehemaligem Beteiligungsunternehmen der Brüder Mannesmann AG dazu dienen, sich in der Phase des Markteintritts günstige Rahmenbedingungen zu verschaffen. Der Umfang betrug 596 TEUR (Vorjahr: 1.008 TEUR), der Stand der Forderungen betrug im Vorjahr 1.922 TEUR.

Die von Tochterunternehmen gewährten Darlehen (inkl. Zinsen) an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats betrugen am Stichtag 216 TEUR (Vorjahr: 678 TEUR), die Verzinsung betrug bei 2 Darlehen 6%, bei einem Darlehen 5,5% und bei einem Darlehen 5%. Die Rückzahlungen im Geschäftsjahr betrugen 499 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 36 TEUR neue Darlehen gewährt.

Die Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Lieferund Leistungsbeziehungen, Vermietungen sowie Darlehensgewährungen, die zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Sie hatten im Geschäftsjahr 2011 einen Umfang von 1.793 TEUR (Vorjahr: 3.768 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 445 TEUR (Vorjahr: 2.987 TEUR). Hierbei sind Forderungen in Höhe von 263 TEUR (Vorjahr: 2.775 TEUR) abgesichert durch eine Bürgschaft bzw. durch Abtretung von Forderungen und Sicherungsübereignungen.

Die Vorstände sind einzelvertretungsberechtigt.

Der Vorstand der Muttergesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Jürgen Schafstein

Vorstandsvorsitzender

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Aufsichtsratsvorsitzender der Saltus Technology AG, Solingen
Herr Bernd Schafstein

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 1.216 TEUR (Vorjahr 1.206 TEUR). Die §§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9, 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sehen vor, dass bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft im Anhang zusätzlich zur Angabe der Gesamtvergütung des Vorstandes unter Namensnennung die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes gesondert anzugeben sind. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft am 30. August 2011 können diese Angaben gemäß §§ 286 Absatz 5, 314 Absatz 2 HGB unterbleiben.

Außerdem wurden 127 TEUR (Vorjahr 288 TEUR) als laufender Dienstzeitaufwand den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.106 TEUR (Vorjahr 2.031 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 108 TEUR (Vorjahr 107 TEUR) Pensionsbezüge ausbezahlt.

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 54 TEUR (Vorjahr 54 TEUR).

Mitteilung von Beteiligungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz

Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 mitgeteilt, dass er 16,67 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt.

Frau Nicole Schafstein-Coen hat am 12. September 2002 mitgeteilt, dass sie 7,62 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt.

Herr Bernd Schafstein hat am 12. September 2002 mitgeteilt, dass er 7,39 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt. Informatorisch wird mitgeteilt, dass aufgrund zwischenzeitlich erfolgter und als Director's Dealings mitgeteilter Zukäufe der Anteilsbesitz von Herrn Bernd Schafstein auf 8 % angewachsen ist.

Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Reinhard C. Mannesmann

Vorsitzender

Kaufmann

Aufsichtsratsvorsitzender der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen
Herr Michael Nagel

Stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Wirtschaftsingenieur

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen
Frau Nicole Schafstein-Coen

Bankkauffrau

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

6.6. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Für folgende Gesellschaften wurden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Lageberichtes (soweit gesetzlich erforderlich) sowie die Offenlegung in Anspruch genommen:

Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH
CoCaCo Trading GmbH
Fernando Esser & Cia. GmbH
Corneta Export GmbH
Schwietzke Armaturen GmbH
CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH.

Folgende Gesellschaften verzichten außerdem auf die Aufstellung des Anhanges:

Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH
CoCaCo Trading GmbH
Fernando Esser & Cia. GmbH
Corneta Export GmbH
Schwietzke Armaturen GmbH
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH.

6.7. Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.bmag.de) dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie ist Teil der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.

6.8. Abschlussprüfer

Als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Jahr 2011 für die Abschlussprüfungen 123 TEUR (Vorjahr 94 TEUR) als Aufwand für die Abschlussprüfungen, davon 33 TEUR für Vorjahr, 11 TEUR (Vorjahr 2 TEUR) für Steuerberatungsleistungen und 22 TEUR (Vorjahr 26 TEUR) für sonstige Leistungen erfasst.

6.9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wesentlich wären, sind bis zur Freigabe des Abschlusses zur Weitergabe an den Aufsichtsrat im April 2012 nicht eingetreten.

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

7. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Remscheid, 26. April 2012

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 26. April 2012

**MORISON FRANKFURT AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer

Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss

AG-Bilanz

Aktiva

scroll

31.12.2011 31.12.2010
EUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 0
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.192,24 20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.998.066,22 23.305
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 259.426,43 473
3. Beteiligungen 0,00 9
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.792
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.218.173,00 0
6. Sonstige Ausleihungen 2.388.234,75 0
27.885.098,64 25.599
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.060,91 58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.879.458,49 7.202
3. Sonstige Vermögensgegenstände 391.975,08 349
5.279.494,48 7.609
II. Sonstige Wertpapiere 0,00 1.083
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 780.391,77 423
6.059.886,25 9.115
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Disagio 148.809,73 249
2. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 52.798,66 89
201.608,39 338
34.146.593,28 35.052
Passiva
31.12.2011 31.12.2010
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.000.000,00 9.000
II. Kapitalrücklage 1.292.930,53 1.293
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 87.772,49 1.235
IV. Bilanzverlust 0,00 0
10.380.703,02 11.528
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.428.200,00 2.629
2. Steuerrückstellungen 0,00 0
3. Sonstige Rückstellungen 110.900,00 219
2.539.100,00 2.848
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Mezzanine-Finanzierung 17.500.000,00 17.500
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 559.317,15 932
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.202,99 16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.075.597,91 937
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.077.672,21 1.291
davon aus Steuern 351.055,13 (31.12.2010 EUR 145.087,73)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (31.12.2010 EUR 0,00)
21.226.790,26 20.676
34.146.593,28 35.052

AG-Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

01.01.-31.12.2011 01.01.-31.12.2010
EUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 1.182.000,00 1.182
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.420.227,94 758
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -735.907,07 -665
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -72.439,79 -790
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 729.467,00)
-808.346,86 -1.455
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.055,54 -7
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.594.861,11 -1.150
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.855.158,46 1.726
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 46.047,90 52
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 25.100,92 (Vorjahr: EUR 39.588,67)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69.654,00 133
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 37.800,00 (Vorjahr: EUR 13.541,92)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -89.795,17 -126
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -906.401,89 -239
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.181.965,08 -1.904
davon an verbundene Unternehmen: EUR 56.828,01 (Vorjahr: EUR 36.317,35)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.017.337,35 -1.030
13. Außerordentliche Aufwendungen -129.029,00 -161
14. Außerordentliches Ergebnis -129.029,00 -161
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -1
16. Sonstige Steuern -1.183,00 -1
17. Jahresfehlbetrag -1.147.549,35 -1.193
18. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 1.147.549,35 1.193
19. Bilanzverlust 0,00 0

AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2011

scroll

Historische Anschaffungskosten
in EUR 01.01.2011 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.127,99 0,00 3.067,75 0,00 41.060,24
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.040,27 10.766,54 18.419,50 0,00 53.387,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.421.786,08 693.000,00 0,00 0,00 25.114.786,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 473.079,20 0,00 213.652,77 0,00 259.426,43
3. Beteiligungen 8.763,00 0,00 8.763,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.792.287,76 595.946,99 0,00 -2.388.234,75 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.307.968,17 0,00 0,00 1.307.968,17
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 2.388.234,75 2.388.234,75
26.695.916,04 2.596.915,16 222.415,77 0,00 29.070.415,43
Anlagevermögen insgesamt 26.801.084,30 2.607.681,70 243.903,02 0,00 29.164.862,98

scroll

Abschreibungen
in EUR 01.01.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2011
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.120,99 0,00 3.066,75 41.054,24
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.550,03 9.055,54 18.410,50 32.195,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.116.719,86 0,00 0,00 1.116.719,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 89.795,17 0,00 89.795,17
6. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.116.719,86 89.795,17 0,00 1.206.515,03
Anlagevermögen insgesamt 1.202.390,88 98.850,71 21.477,25 1.279.764,34

scroll

Buchwerte
in EUR 31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,00 7,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.192,24 19.490,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.998.066,22 23.305.066,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 259.426,43 473.079,20
3. Beteiligungen 0,00 8.763,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.792.287,76
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.218.173,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 2.388.234,75 0,00
27.863.900,40 25.579.196,18
Anlagevermögen insgesamt 27.885.098,64 25.598.693,42

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2011

scroll

mit einer Restlaufzeit von
in TEUR Bilanzwert 31.12.2011 bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren davon gesichert
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Mezzanine-Finanzierung 17.500 0 17.500 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 559 374 185 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14 14 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.076 2.076 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.078 472 395 211 0
- davon aus Steuern: 351 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
Verbindlichkeiten insgesamt 21.227 2.936 18.080 211 0

scroll

mit einer Restlaufzeit von
in TEUR Bilanzwert 31.12.2010 bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren davon gesichert
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Mezzanine-Finanzierung 17.500 0 17.500 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 931 376 555 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 16 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 937 937 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.291 501 427 363 0
- davon aus Steuern: 351 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
Verbindlichkeiten insgesamt 20.675 1.830 18.482 363 0

AG-Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

2. Eigenkapital

2.1. Grundkapital

Das Grundkapital beträgt 9.000 TEUR und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

2.2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.

2.3. Bedingtes Kapital

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. August 2009 ist das Grundkapital um bis zu 4.500 TEUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Genussscheinen mit Options- bzw. Wandlungsrechten, die bis zum 26. August 2014 von der Gesellschaft begeben werden oder der Erfüllung der Pflicht zur Wandlung aus Wandelgenussscheinen bzw. Wandelschuldverschreibungen, die bis zum 30. April 2014 von der Gesellschaft begeben werden. Bis zum 31. Dezember 2011 waren keine Genussscheine, Wandelgenussscheine oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

3. Währungsumrechnung

Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten in USD sowie Forderungen in CHF wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 410,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorjahren angeschaffte Anlagegüter mit einem Wert von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR wurden entsprechend der steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und werden einheitlich bis zum Ablauf der 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde auf eine Abschreibung wegen vorübergehender Wertminderung verzichtet, da sich der Börsenkurs bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung wieder erholt hat. Am Bilanzstichtag beträgt der Buchwert 1.218 TEUR und der beizulegende Zeitwert 1.040 TEUR.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurs vom Bilanzstichtag angesetzt.

Die Disagien werden entsprechend der Laufzeit der Mezzanine-Verbindlichkeiten durch planmäßige jährliche Abschreibungen getilgt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren - Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes von 5,14% ermittelt. Bei der Berechnung wurden erwartete Gehalts- bzw. Rentensteigerungen mit jeweils 3 % berücksichtigt. Durch Änderung einer Pensionszusage ergibt sich zum 31.12.2011 ein niedriger Verpflichtungsumfang als die tatsächliche Rückstellung zum 31.12.2010. Daraus ergibt sich eine außerordentliche Zuführung aus der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB von 129 TEUR und die noch ausstehenden Zuführungsbeträge reduzieren sich auf 0 TEUR.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, eine Kaufpreisrentenverpflichtung mit dem versicherungsmathematischen Barwert zum Stichtag unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinsfußes von 5,14% sowie eines Rententrends von 2,5 %.

2. Angaben zur Bilanz

Die Sonstigen Ausleihungen resultieren aus einem Darlehen an ein Ende 2011 veräußertes Beteiligungsunternehmen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen Aktien.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Gewinnabführungsverträgen, Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Zinsabgrenzungen auf Derivate, Darlehen und Steuererstattungsansprüche.

Am Bilanzstichtag bestehen drei noch nicht abgeschlossene Zinsoptimierungsgeschäfte in Höhe von insgesamt nominal 19.000 TEUR. In der Bilanz sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen Zinsabgrenzungen mit 149 TEUR ausgewiesen. Der beizulegende Wert dieser Positionen beläuft sich im Rahmen eines diversifizierten Portfolioansatzes auf 149 TEUR und wurde aufgrund sonstiger fehlender Aussagekraft analog zu IAS 39 A 74 alternativ nach der Analyse der diskontierten Cash flows bewertet.

Die EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet. Zinsveränderungen richten sich daher primär an den Inflationserwartungen aus. Es gilt die Annahme, dass sich der EURIBOR bis 2017 im Korridor von 1% bis 4% bewegt. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die noch zu erwartenden Zahlungsströme auswirken können. Bei schlechter Entwicklung können die Wertabweichungen auch zu negativen Zeitwerten führen.

Die Wertpapiere betrafen im Vorjahr Aktien und Zertifikate.

Aus Mezzanine-Finanzierungen werden gem. § 250 Abs. 3 HGB nach planmäßiger Tilgung Disagien in Höhe von 149 TEUR ausgewiesen.

Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 2 verwiesen. Für das Geschäftsjahr 2011 wurden 1.148 TEUR aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die voraussichtlichen Kosten für die handelsrechtlichen Pflichtprüfungen, interne Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, für Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften (umsatzsteuerliche Organschaft, Ergebnisabführung).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen eine Kaufpreisrentenverpflichtung sowie Lohn- und Umsatzsteuer-Zahllasten.

Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 80 TEUR, davon sind 49 TEUR in 2012 fällig.

C. Angaben zu Haftungsverhältnissen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und gesamtschuldnerischer Haftung von 396 TEUR, davon 317 TEUR zugunsten verbundener Unternehmen und 79 TEUR zugunsten von konzernfremden Unternehmen.

Für die Zahlungsverpflichtungen zweier verbundener Unternehmen aus Mietkauf-back-Verträgen, die am Bilanzstichtag 3.421 TEUR betragen, hat die Gesellschaft eine Garantieerklärung abgegeben.

Außerdem wurden für zwei verbundene Unternehmen Patronatserklärungen abgegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die verbundenen Unternehmen bzw. die konzernfremden Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen die Konzernumlagen an verbundene Unternehmen.

2. Sonstige Erträge

Die Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen, Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens, Mieteinnahmen, Kostenbeteiligung Projekt Russland und Erträge aus der Anpassung des Rentenbarwertes einer Rentenverpflichtung und aus der Auflösung von Rückstellungen. Sie beinhalten 2 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) Erträge aus Währungsumrechnung.

3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Der Ausweis betrifft die für 2011 übernommenen Gewinne der verbundenen Unternehmen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge.

4. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Der Ausweis betrifft die für 2011 übernommenen Verluste zweier verbundener Unternehmen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge.

5. Zinsen und ähnliche Erträge

In dem Posten sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von 38 TEUR enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dem Posten sind Zinsen an verbundene Unternehmen von 57 TEUR und die Zinsanteile der Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und der Verbindlichkeit aus einer Kaufpreisrente mit 188 TEUR (Vorjahr: 151 TEUR) enthalten.

7. Außerordentliches Ergebnis

Aus der Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 129 TEUR.

8. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach dem Temporary-Konzept. Danach werden latente Steuern auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei Organgesellschaften bestehende zeitliche Unterschiede werden beim Organträger Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft berücksichtigt. Außerdem werden latente Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 31,5% zugrunde.

Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet. Soweit sich ein Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern ergibt, wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aufgrund zeitlicher Differenzen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten sowie aufgrund von körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die Verlustvorträge betrugen am 31.12.2011 6.919 TEUR bzw. 1.768 TEUR.

E. Sonstige Angaben

In der nachfolgenden Aufstellung werden Unternehmen aufgelistet, an denen die Brüder Mannesmann AG unmittelbar oder mittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt.

scroll

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
in Prozent in TEUR in TEUR
--- --- --- ---
Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH, Remscheid, mit 100 10.000 *
Brüder Mannesmann Nederland B.V., Doetinchem/Niederlande 100 282 *
CoCaCo Trading GmbH, Remscheid, mit 100 1.559 *
Fernando Esser & Cia. GmbH, Remscheid 100 64 *
Corneta Export GmbH, Remscheid 100 26 *
Schwietzke Armaturen GmbH, Bottrop, mit 100 4.000 *
CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH, Ludwigshafen 100 1.420 *
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH, Remscheid 100 126 *
Chronos Technologie AG, Remscheid 100 1.276 -447**

* Diese Gesellschaft wurde in den Konsolidierungskreis einbezogen.

** gemäß vorläufigem Jahresabschluss zum 31.12.2011

Mit der Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, mit den übrigen inländischen Tochterunternehmen — mit Ausnahme der Chronos Technologie AG — bestehen Ergebnisabführungsverträge. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der CoCaCo Trading GmbH wurde zum 01.01.2012 aufgehoben.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben dem Vorstand durchschnittlich noch 6weitere Mitarbeiter. Die Geschäftsführung wird vom Vorstand wahrgenommen.

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für den Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Honorare des Abschlussprüfers im Jahr 2011 gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernanhang 2011 angegeben.

Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften und zu einem Ende 2011 veräußerten Beteiligungsunternehmen, sowie anderen nahestehenden Unternehmen.

Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Darlehensgewährungen, Zinserträgen und Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 68 TEUR (Vorjahr: 571 TEUR) zu marktüblichen Konditionen. Im Vorjahr betrugen die Forderungen 655 TEUR.

Die Geschäfte mit einem Ende 2011 veräußerten Beteiligungsunternehmen resultieren aus einer Darlehensgewährung und wurde mit 1 % p. a. ausgegeben. Dieser niedrige Zinssatz sollte der Gesellschaft als ehemaligem Beteiligungsunternehmen der Brüder Mannesmann AG dazu dienen, sich in der Phase des Markteintritts günstige Rahmenbedingungen zu verschaffen.

Der Umfang betrug 596 TEUR (Vorjahr: 968 TEUR), der Stand der Forderungen betrug im Vorjahr 1.792 TEUR.

Die Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Lieferund Leistungsbeziehungen sowie Darlehensgewährungen, die zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Sie hatten im Geschäftsjahr 2011 einen Umfang von 142 TEUR (Vorjahr: 145 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 96 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR).

F. Organe der Gesellschaft

Der Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Jürgen Schafstein

Vorstandsvorsitzender

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Aufsichtsratsvorsitzender der Saltus Technology AG, Solingen
Herr Bernd Schafstein

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Der Aufsichtsrat setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Reinhard C. Mannesmann

Vorsitzender

Kaufmann

Aufsichtsratsvorsitzender der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen
Herr Michael Nagel

Stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Wirtschaftsingenieur

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen
Frau Nicole Schafstein-Coen

Bankkauffrau

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Die Vorstände haben im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 352 TEUR von der Gesellschaft erhalten. Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrugen 54 TEUR. Aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 werden die Angaben nach § 285 Nr. 9a Satz 5 ff HGB i. V. m. § 286 Abs. 5 HGB unterlassen.

Mitteilung über bestehende Beteiligungen

Der Gesellschaft wurden folgende Meldungen mitgeteilt:

Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 einen Stimmrechtsanteil von 16,67% gemeldet.

Frau Nicole Schafstein-Coen hat am 12. September 2002 einen Stimmrechtsanteil von 7,62 % gemeldet.

Herr Bernd Schafstein hat am 12. September 2002 einen Stimmrechtsanteil von 7,39% gemeldet. Informatorisch wird mitgeteilt, dass aufgrund zwischenzeitlich erfolgter und als Director's Dealings mitgeteilter Zukäufe der Anteilsbesitz von Herrn Bernd Schafstein auf 8 % angewachsen ist.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.bmag.de) dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie ist Teil der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.

G. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Remscheid, 26. April 2012

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 26. April 2012

**MORISON FRANKFURT AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer

Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.