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INDUS Holding AG

Annual / Quarterly Financial Statement Jun 30, 2014

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Annual / Quarterly Financial Statement

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INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2013 bis 31.12.2013

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in TEUR Anhang 2013 2012*
Umsatzerlöse [8] 1.195.236 1.105.271
Sonstige betriebliche Erträge [9] 21.874 22.454
Aktivierte Eigenleistungen [10] 3.716 7.185
Bestandsveränderung [11] 1.443 384
Materialaufwand [12] -569.281 -523.555
Personalaufwand [13] -326.205 -306.240
Abschreibungen [14] -44.424 -45.818
Sonstiger betrieblicher Aufwand [15] -168.555 -154.256
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 127 189
Finanzergebnis [16] 315 346
Operatives Ergebnis (EBIT) 114.246 105.960
Zinserträge 1.042 1.498
Zinsaufwendungen -21.202 -22.591
Zinsergebnis [17] -20.160 -21.093
Ergebnis vor Steuern 94.086 84.867
Steuern [18] -30.112 -29.818
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche [19] 0 -2.568
Ergebnis nach Steuern 63.974 52.481
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 121 208
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63.854 52.273
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR [20] 2,85 2,47
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR 2,85 2,47

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in TEUR 2013 2012*
Ergebnis nach Steuern 63.974 52.481
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -287 -3.538
Latente Steuern 83 1.019
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -204 -2.519
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -2.727 670
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 3.771 -2.528
Latente Steuern -598 399
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 446 -1.459
Sonstiges Ergebnis 242 -3.978
Gesamtergebnis 64.216 48.503
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 121 208
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 64.095 48.295

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Bilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2013 31.12.2012*
Geschäfts- und Firmenwert [21] 331.606 293.947
Sonstige immaterielle Vermögenswerte [21] 28.887 16.759
Sachanlagen [21] 271.833 253.917
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [21] 5.965 6.152
Finanzanlagen [22] 8.843 8.710
At-Equity-bewertete Anteile [23] 5.737 4.151
Sonstige langfristige Vermögenswerte [24] 2.901 1.300
Latente Steuern [25] 2.303 3.827
Langfristige Vermögenswerte 658.075 588.763
Vorräte [26] 236.056 219.058
Forderungen [27] 156.218 137.054
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [24] 12.050 10.554
Laufende Ertragsteuern [25] 2.584 6.639
Liquide Mittel 115.921 98.710
Kurzfristige Vermögenswerte 522.829 472.015
Bilanzsumme 1.180.904 1.060.778
Passiva
Anhang 31.12.2013 31.12.2012*
Gezeichnetes Kapital 63.571 57.792
Kapitalrücklage 239.833 185.672
Übrige Rücklagen 211.299 169.432
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 514.703 412.896
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 627 1.242
Eigenkapital [28] 515.330 414.138
Pensionsrückstellungen [29] 21.803 20.928
Sonstige langfristige Rückstellungen [30] 1.755 2.457
Langfristige Finanzschulden [31] 304.769 331.146
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [32] 21.376 7.628
Latente Steuern [25] 25.716 20.412
Langfristige Schulden 375.419 382.571
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [30] 51.008 44.844
Kurzfristige Finanzschulden [31] 118.760 109.351
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.543 37.313
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [32] 69.687 66.777
Laufende Ertragsteuern [25] 5.157 5.784
Kurzfristige Schulden 290.155 264.069
Bilanzsumme 1.180.904 1.060.778

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Eigenkapital der INDUS-Aktionäre Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Stand am 31.12.2011 57.792 185.672 144.202 -7.114 380.552 1.543
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IAS 19 und IAS 8 152 6.125 6.277
Stand nach Anpassungen am 31.12.2011 57.792 185.672 144.354 -989 386.829 1.543
Ergebnis nach Steuern 52.273 52.273 208
Sonstiges Ergebnis -3.978 -3.978
Gesamtergebnis 52.273 -3.978 48.295 208
Dividendenzahlung -22.228 -22.228 -509
Stand am 31.12.2012 57.792 185.672 174.399 -4.967 412.896 1.242
Stand am 31.12.2012 57.792 185.672 174.042 -8.636 408.870 1.242
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IAS 19 und IAS 8 357 3.669 4.026
Stand nach Anpassungen am 31.12.2012 57.792 185.672 174.399 -4.967 412.896 1.242
Kapitalerhöhung 5.779 54.161 59.940
Ergebnis nach Steuern 63.853 63.853 121
Sonstiges Ergebnis 242 242
Gesamtergebnis 63.853 242 64.095 121
Veränderung Konsolidierungskreis 30
Dividendenzahlung -22.228 -22.228 -766
Stand am 31.12.2013 63.571 239.833 216.024 -4.725 514.703 627

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in TEUR Eigenkapital des Konzerns
Stand am 31.12.2011 382.095
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IAS 19 und IAS 8 6.277
Stand nach Anpassungen am 31.12.2011 388.372
Ergebnis nach Steuern 52.481
Sonstiges Ergebnis -3.978
Gesamtergebnis 48.503
Dividendenzahlung -22.737
Stand am 31.12.2012 414.138
Stand am 31.12.2012 410.112
Änderung der Bilanzierung aufgrund von IAS 19 und IAS 8 4.026
Stand nach Anpassungen am 31.12.2012 414.138
Kapitalerhöhung 59.940
Ergebnis nach Steuern 63.974
Sonstiges Ergebnis 242
Gesamtergebnis 64.216
Veränderung Konsolidierungskreis 30
Dividendenzahlung -22.994
Stand am 31.12.2013 515.330

Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in TEUR 2013 2012*
Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche 63.974 55.049
Abschreibungen/Zuschreibungen
auf langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 40.771 45.953
aufgrund von Gewinnen (-) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -213 -128
Steuern 30.112 29.818
Zinsergebnis 20.160 21.093
Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -781
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen -128 -189
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -1.526 -1.657
Veränderungen der Rückstellungen 2.598 2.998
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -1.991 -34.707
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -15.802 -22.004
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -20.635 -27.147
Erhaltene Dividenden 91 130
Operativer Cashflow 117.411 68.428
Gezahlte Zinsen -20.931 -24.007
Erhaltene Zinsen 1.042 1.498
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 97.522 45.919
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte -5.420 -3.832
Sachanlagen -46.306 -49.459
Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile -2.006 -2.812
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -49.205 0
Einzahlungen aus Abgängen von
Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften 0 73
sonstigen Anlagen 3.312 2.562
Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -57
Cashflow aus Investitionstätigkeit -99.625 -53.525
Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) 59.940 0
Auszahlungen Dividende -22.228 -22.228
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -767 -509
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 125.292 158.969
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -142.260 -152.755
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 19.977 -16.523
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 17.874 -24.129
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -663 -268
Liquide Mittel am Anfang der Periode 98.710 123.107
Liquide Mittel am Ende der Periode 115.921 98.710

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzernanhang

Grundlagen des Konzernabschlusses

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in der Kölner Straße 32 in 51429 Bergisch Gladbach, Deutschland, ist im Handelsregister Köln unter HRB 46360 eingetragen. INDUS ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor, der sich als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert hat. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen (Segmenten) zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik.

Die INDUS Holding AG hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 dauernde Geschäftsjahr 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Die Gesamtergebnisrechnung integriert die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das im Eigenkapital erfasste "Sonstige Ergebnis". Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach Fristigkeiten der Vermögenswerte bzw. Schulden.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 2. April 2014 durch den Vorstand aufgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 11. April 2014.

[2] ANWENDUNG UND AUSWIRKUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDS

Alle zum 31. Dezember 2013 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

IM GESCHÄFTSJAHR 2013 ERSTMALS VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Erstmalig anzuwenden im Geschäftsjahr 2013 waren folgende Standards:

Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Der geänderte IAS 1 führt zu einer überarbeiteten Darstellung der Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode. Die Posten der direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste sind nach Änderung des Standards getrennt darzustellen. Hierbei ist zu differenzieren zwischen nicht reklassifizierbaren Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, und reklassifizierbaren Posten, die bei Vorliegen bestimmter Bedingungen in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Darüber hinaus müssen die entsprechenden Steuereffekte diesen beiden Gruppen zugeordnet werden. INDUS wendet den geänderten IAS 1 seit dem 1. Januar 2013 an und hat die Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode im Konzernabschluss entsprechend angepasst. Die weiteren Änderungen des IAS 1 haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" beschlossen. INDUS wendet den geänderten IAS 19 retrospektiv seit dem 1. Januar 2013 an. Durch die Änderung des IAS 19 sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sofort bei Entstehen erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Die bisher mögliche Abgrenzung nach der Korridormethode ist nicht mehr zulässig. Weitere Änderungen betreffen die Einführung der Nettozinsmethode zur Ermittlung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags auf Grundlage der leistungsorientierten Nettoschuld bzw. des leistungsorientierten Nettovermögens, erfolgswirksame Erfassung des verfallbaren nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands sowie geänderte Definition der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Anwendung des überarbeiteten IAS 19 führt bei INDUS zum Übergang von der Korridormethode zur erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital. Die Auswirkung der erstmaligen Anwendung wird unter Punkt (7) ausführlich dargestellt.
Im Mai 2011 hat das IASB IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" veröffentlicht. Der neue Standard IFRS 13 stellt einheitliche Vorgaben auf, wie beizulegende Zeitwerte zu ermitteln sind. In welchen Fällen zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden muss oder wann der beizulegende Zeitwert im Anhang anzugeben ist, wird allerdings weiterhin in den spezifischen IFRS geregelt. Wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung für die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben sich nicht. Änderungen ergeben sich insbesondere im Konzernanhang, da die bisher nur zum Jahresabschluss zu berichtenden Informationen zu den beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente sowie zur Kategorisierung von Finanzinstrumenten nun auch in der Zwischenberichterstattung zu erfolgen haben.

Im Geschäftsjahr 2013 sonstige erstmalig anzuwendende Vorschriften haben keinen nennenswerten Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

BIS ZUM 31. DEZEMBER 2013 DURCH DIE EU ÜBERNOMMENE STANDARDS, DIE IM VORLIEGENDEN ABSCHLUSS NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WURDEN

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards zur Konsolidierung: IFRS 10 "Konzernabschlüsse", lFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IFRS 12 "Angabe zu Anteilen an anderen Unternehmen". Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen", veröffentlicht. Die Erstanwendung der Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Auswirkungen der Änderungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft.

Mit IFRS 10 "Konzernabschlüsse" soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden. Die Basis hierfür bildet ein Control-Konzept mit umfangreichen Anwendungshinweisen, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" in vollem Umfang.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann.

ln der vom IASB neu überarbeiteten Fassung von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt.

ln IFRS 12 "Angabe zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen anzugeben sind..

Infolge der Änderungen durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 12 veröffentlichte das lASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 "Einzelabschlüsse", die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt.

[3] GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Geschäfts- und Firmenwert wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird in der funktionalen Währung der erworbenen Beteiligung/Gruppe geführt.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn ihr Eintritt wahrscheinlich ist und verlässlich geschätzt werden kann. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die funktionale Währung der Einzelgesellschaft umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
--- --- --- --- --- ---
Brasilien BRL 3,258 2,704 2,867 2,508
Kanada CAD 1,467 1,314 1,367 1,284
Schweiz CHF 1,228 1,207 1,231 1,205
China CNY 8,349 8,221 8,165 8,105
Tschechien CZK 27,427 25,151 25,987 25,149
Großbritannien GBP 0,834 0,816 0,849 0,811
Mexiko MXN 18,073 17,185 16,964 16,903
Polen PLN 4,154 4,074 4,197 4,185
Serbien RSD 114,565 113,476 113,064 113,017
Türkei TRY 2,961 2,355 2,533 2,314
USA USD 1,379 1,319 1,328 1,285
Südafrika ZAR 14,566 11,173 12,831 10,551

In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich. Dabei wird grundsätzlich der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % hochgerechnet.

Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem segmentspezifischen Vorsteuer-Kapitalkostensatz abgezinst. In den Segmenten wurden folgende Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 9,2 % (Vorjahr: 9,3 %), Fahrzeugtechnik 9,3 % (Vorjahr: 9,6 %), Maschinen- und Anlagenbau 8,2 % (Vorjahr: 8,3 %), Medizin- und Gesundheitstechnik 6,4 % (Vorjahr: 6,4 %) und Metalltechnik 8,9 % (Vorjahr: 9,2 %).

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Geschäfts- und Firmenwert der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts auf dieser Basis überprüft (Cash Generating Units).

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Geschäfts- und Firmenwert verteilt sich auf 38 (Vorjahr: 36) Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Geschäfts- und Firmenwert im Sinne des IAS 36.135 signifikant. Um ein Bild über die damit verknüpften Risiken zu vermitteln, wurde der Segmentbericht um die Berichtszeile Geschäfts- und Firmenwert erweitert. Würde der segmentspezifische Vorsteuer-Kapitalkostensatz um 0,5 % steigen, würden die außerplanmäßigen Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen im aktuellen Szenario um rund 1.000 TEUR (Vorjahr: rund 800 TEUR) steigen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar - linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis zehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare, als auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nach IAS 23 einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde.

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Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Wert abzüglich Veräußerungskosten. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert.

Fremdkapitalkosten werden auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, mit deren Anschaffung nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde. Qualifizierte Vermögenswerte liegen vor, wenn für deren Herstellung mindestens ein Jahr erforderlich ist.

Zur Erzielung von Mieterträgen und zum Zweck der Wertsteigerung gehaltene Grundstücke und Gebäude werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bilanziert. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen und Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich denen selbst genutzter Immobilien. Der beizulegende Zeitwert wird als Nutzungswert durch interne Berechnungen als Vergleichsangabe ermittelt. Der Nutzungswert jeder Immobilie wird basierend auf fixierten Miet- und Pachtverträgen geplant, nach Auslauf der Verträge werden plausible Annahmen zur weiteren Nutzung getroffen.

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Bei Sale-and-lease-back-Transaktionen ist das Ergebnis aus der Transaktion differenziert zu behandeln. Das Ergebnis wird über die Laufzeit verteilt, wenn das Grundgeschäft ein Finanzierungsleasing darstellt oder wenn bei einem Operating-Leasing der Verkaufswert über dem Marktwert liegt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.

Rohstoffe und Handelswaren werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden diese auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (PoC) bilanziert. Die Auftragserlöse und das Auftragsergebnis werden nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Dazu werden zunächst Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls darüber hinaus Rückstellungen gebildet. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist entsprechend der vier Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.

Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z.B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch portfoliobasierte Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Zinsswaps, aber auch um Termingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts von Bilanzpositionen ("Fair Value Hedge") mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.

Die Verwendung des beizulegenden Zeitwertes betrifft ausschließlich Derivate. Bei der Berechnung der Marktwerte von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivaten wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2. Auswirkungen aus dem Wechsel von Bewertungsverfahren nach Stufe 1 (Marktpreise) oder Stufe 3 (Bewertungsverfahren ohne beobachtbare Marktdaten) existieren daher nicht.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung hoch wahrscheinlich ist und durch objektive Merkmale bereits konkretisiert ist. Die Bilanzierung erfolgt zum niedrigeren Ansatz aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht weiter vorgenommen.

Bei aufgegebenen Geschäftsbereichen handelt es sich um abgrenzbare Geschäftsbereiche, die entweder bereits veräußert wurden oder zur Veräußerung vorgesehen sind. Bis zum Abschluss des Verkaufs werden Vermögen und Schulden in der Bilanz als zum Verkauf stehende Aktiva und Passiva umgegliedert. Die Bewertung erfolgt nach den gleichen Prinzipien, wie bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Das Ergebnis dieser Bewertung, das laufende Ergebnis und das Veräußerungsergebnis werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst.

Die Altersvorsorgeverpflichtungen basieren auf beitrags- sowie leistungsorientierten Versorgungsplänen in unterschiedlicher Ausgestaltung. Alle bilanzierten Versorgungspläne sind geschlossen.

Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten. Der für die Abzinsung der künftigen Leistungsansprüche verwendete Zinssatz ist der Marktzinssatz für risikoadäquate langfristige Anlagen mit einer vergleichbaren Laufzeit. Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den beizulegenden Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Bei Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung der zugrunde gelegten Parameter zur Berechnung der Anwartschaftsbarwerte und der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese Versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral über die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, welches wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet. Für nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den nationalen Steuerbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet.

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Sofern eine Eventualschuld vorliegt, werden hierzu Angaben im Anhang gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Geschäfts- und Firmenwert werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall.

Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Geschäfts- und Firmenwerts, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern existieren.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8 % (Vorjahr: 28,8 %). Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 19 % und 39 % (Vorjahr: 10 % und 40 %).

Im Rahmen der Ertragsrealisierung erfolgt die Erfassung von Umsatzerlösen, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Umsätze aus Dienstleistungen werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt die Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Dividendenerträge aus Anteilen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den zu versteuernden Gewinn des jeweiligen Unternehmens und die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden voraussichtlich zu leisten sein wird bzw. erfolgen wird. In die Berechnung fließen am Bilanzstichtag gültige Steuersätze ein.

Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweilige Laufzeit bis zum voraussichtlichen Ausübungszeitpunkt.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Bilanzpositionen werden durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen - all dies sind Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Posten beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzposten, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderungen sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Posten, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von hoher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen.

Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bilanzposten dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und gegebenenfalls nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern.

Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen.

Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzposten entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht erläutert.

[4] KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu bestimmen. Das ist grundsätzlich der Fall, wenn mehr als 50 % der Stimmrechte an einer Beteiligung von der INDUS-Gruppe gehalten werden oder aufgrund sonstiger vertraglicher Konstruktionen alle wesentlichen Chancen und Risiken an der Gesellschaft in der INDUS-Gruppe verbleiben. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

ANZAHL DER EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN

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Inland Ausland Gesamt
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
1.1.2012 93 24 117
Zugänge 0 0 0
Abgänge 1 2 3
31.12.2012 92 22 114
Zugänge 8 7 15
Abgänge 1 0 1
31.12.2013 99 29 128
At-Equity-bewertete Unternehmen
1.1.2012 0 2 2
Zugänge 1 1 2
Abgänge 0 0 0
31.12.2012 1 3 4
Zugänge 0 1 1
Abgänge 0 1 1
31.12.2013 1 3 4

Diese Angaben enthalten am 31. Dezember 2013 32 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2012: 32 Komplementär-GmbHs).

Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.

Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus Veräußerung von Beteiligungen sowie der Entkonsolidierung von Gesellschaften, deren operatives Geschäft eingestellt wird.

Acht (Vorjahr: zehn) Tochterunternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen.

Die wesentlichen operativen Gesellschaften sind im Anhang dargestellt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Bezüglich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter an vollkonsolidierten Gesellschaften existieren teilweise Call- und/oder Put-Optionen, die als bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten bilanziert wurden. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der nicht beherrschenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- und/oder Put-Option.

[5] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

ANGABEN ZUR ERSTKONSOLIDIERUNG FÜR DAS AKTUELLE GESCHÄFTSJAHR

BUDDE

Mit Vertrag vom 29. Januar 2013 und Wirkung zum 7. März 2013 übernahm die INDUS Holding AG 75 % der Anteile der BUDDE Fördertechnik GmbH mit Sitz in Bielefeld, die wiederum 100 % der Anteile an der COMSORT GmbH mit Sitz in Kamen hält. Darüber hinaus übernahm die INDUS Holding AG 75 % der Anteile der BUDDE Fördertechnik GmbH mit Sitz in Schmalkalden. Die BUDDE-Gruppe ist einer der führenden Anbieter von Stückgut- und Schüttgutfördersystemen für individuelle Lösungen. Die Gruppe plant, konstruiert und realisiert innerbetriebliche Transportsysteme.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der BUDDE-Gruppe betrug zum Erwerbszeitpunkt 42.351 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 32.416 TEUR sowie einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit von 9.935 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde.

Stille Reserven sind dem Auftragsbestand, den Kundenbeziehungen und der Marke zugeordnet worden. Stille Lasten sind in den latenten Steuern aufgedeckt worden.

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurden Finanzmittel in Höhe von 5.431 TEUR sowie Finanzschulden von 117 TEUR übernommen. Der sich zwischen den übertragenen Gegenleistungen und dem erworbenen Nettovermögen ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von 27.418 TEUR wurde als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt, der steuerlich nicht abzugsfähig ist.

NEUERWERB BUDDE (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 3.124 38.463 41.587
Kurzfristige Vermögenswerte 15.212 930 16.142
Summe Vermögenswerte 18.336 39.393 57.729
Langfristige Schulden 276 13.515 13.791
Kurzfristige Schulden 9.952 0 9.952
Summe Schulden 10.228 13.515 23.743

Zum Ergebnis 2013 trägt die BUDDE-Gruppe mit einem Umsatz von 32.220 TEUR und einem EBIT von 4.837 TEUR bei. Die Erstkonsolidierung der drei Gesellschaften erfolgte im März 2013. Wäre die BUDDE-Gruppe bereits zum 1. Januar 2013 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2013 auf 34.858 TEUR und das EBIT auf 5.494 TEUR. Die BUDDE-Gruppe wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

ELTHERM

Mit Vertrag vom 11. Juni 2013 übernahm die INDUS Holding AG 90 % der Anteile der ELTHERM GmbH sowie der ELTHERM Production GmbH jeweils mit Sitz in Burbach und deren vier Tochtergesellschaften. Die ELTHERM-Gruppe mit den Standorten Burbach, Newbury (Großbritannien), Toronto (Kanada), Singapur und Shanghai (China) entwickelt und produziert elektrische Begleitheizungssysteme für verfahrenstechnische Anlagen. Solche Systeme kommen beispielsweise in der chemischen Industrie, der Öl- und Gasindustrie, dem Kraftwerksbau oder der Lebensmittelindustrie zum Einsatz.

Die Anschaffungskosten betragen 16.588 TEUR und setzen sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 14.400 TEUR sowie aus einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit von 2.188 TEUR.

Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurden Finanzmittel in Höhe von 3.651 TEUR sowie Finanzschulden von 1.766 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten einen Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 5.332 TEUR, der steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:

NEUERWERB ELTHERM (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 3.712 8.195 11.907
Kurzfristige Vermögenswerte 14.869 728 15.597
Summe Vermögenswerte 18.581 8.923 27.504
Langfristige Schulden 0 1.856 1.856
Kurzfristige Schulden 9.743 939 10.682
Summe Schulden 9.743 2.795 12.538

Zum Ergebnis 2013 trägt die ELTHERM-Gruppe mit einem Umsatz von 14.433 TEUR und einem EBIT von 2.166 TEUR bei. Wäre die ELTHERM-Gruppe bereits zum 1. Januar 2013 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2013 auf 23.190 TEUR und das EBIT auf 2.854 TEUR. Die Erstkonsolidierung der ELTHERM-Gruppe erfolgte im Juni 2013 und sie wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Sonstige Erwerbe/Erstkonsolidierungen

Weiterhin wurden zur Abrundung des Portfolios mehrere Einheiten von Tochtergesellschaften der INDUS Holding AG erworben.

Mit Vertrag vom 19. Juni 2013 hat die AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG 100 % der Anteile der HEAVAC B.V. mit Sitz in Nuenen, Niederlande, übernommen. HEAVAC stellt Lüftungs- und Klimaaggregate für Busse her. Hauptabsatzgebiete sind die Benelux-Staaten sowie Großbritannien und Russland. Aufgrund ihrer marktführenden Stellung, insbesondere im Benelux-Raum, fungiert HEAVAC als Entwicklungspartner bei seinen Kunden.

Mit Vertrag vom 26. Juli 2013 hat die BUDDE Fördertechnik GmbH in Bielefeld 75 % der Anteile an der PROVIS Steuerungstechnik GmbH, Delmenhorst, erworben. Die BUDDE-Gruppe entwickelt elektrische Steuerungs- und Automatisierungstechnik. PROVIS übernimmt hier die Elektroplanung, den kompletten Schaltanlagenbau und die Programmierung der Steuerungssoftware für fördertechnische Anlagen.

Mit Vertrag vom 7. November 2013 hat die Konrad SCHÄFER GmbH 70 % der Anteile an der D.M.S. GmbH, Reichshofen, erworben. Die D.M.S. entwickelt und produziert virtuelle Modelle für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Durch die Integration der D.M.S.-Aktivitäten wird das Tätigkeitsfeld der KIEBACK-SCHÄFER-Gruppe sinnvoll erweitert.

Seit 1. Januar 2013 wird die AURORA North America LLC., Caledonia USA, erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Gesellschaft wurde in den Vorjahren aus Wesentlichkeit nicht konsolidiert.

Die Anschaffungskosten für die übrigen Einheiten betragen 11.060 TEUR und setzen sich zusammen aus Barzahlungen in Höhe von 9.500 TEUR sowie aus bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 1.560 TEUR. Dabei wurden Finanzmittel in Höhe von 873 TEUR sowie Finanzschulden von 961 TEUR übernommen. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 5.917 TEUR, die steuerlich nicht abzugsfähig sind.

Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-how der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen in der Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:

NEUERWERB Übrige (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Mehrwerte aus Erstkonsolidierung Zugang Konzernbilanz
Langfristige Vermögenswerte 1.563 7.865 9.428
Kurzfristige Vermögenswerte 9.416 312 9.728
Summe Vermögenswerte 10.979 8.177 19.156
Langfristige Schulden 961 2.474 3.435
Kurzfristige Schulden 6.393 4 6.397
Summe Schulden 7.354 2.478 9.832

Zum Ergebnis 2013 tragen diese Einheiten mit einem Umsatz von 7.025 TEUR und einem EBIT von -128 TEUR bei. Wären diese Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2013 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2013 auf 22.762 TEUR und das EBIT auf 1.282 TEUR.

Die Anschaffungsnebenkosten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ANGABEN ZUM VORJAHR

Im Geschäftsjahr 2012 wurden weder neue Beteiligungen erworben noch Anteile an Minderheitsbeteiligungen aufgestockt.

[6] UNTERNEHMENSABGÄNGE

ANGABEN ZUR ENTKONSOLIDIERUNG FÜR DAS AKTUELLE GESCHÄFTSJAHR

Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Beteiligungen veräußert.

ANGABEN ZUM VORJAHR

Mit Wirkung zum 1. Juni 2012 wurde die dem Segment Fahrzeugtechnik zugeordnete REBOPLASTIC GmbH veräußert.

Die Erlöse und Aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrugen:

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in TEUR 2012
Umsatzerlöse 2.794
Aufwendungen und sonstige Erlöse -2.994
Operatives Ergebnis -200
Zinsergebnis -30
Ergebnis vor Steuern -230
Steuern 29
Ergebnis nach Steuern, laufender Betrieb -201
Ergebnis der Entkonsolidierung -2.367
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -2.568
Steueraufwand (+)/-ertrag (-) aus der Veräußerung -117

Bei der Entkonsolidierung betrugen die langfristigen Vermögenswerte 720 TEUR, die kurzfristigen Vermögenswerte ohne die liquiden Mittel 1.433 TEUR und die kurzfristigen Schulden 577 TEUR.

[7] ANPASSUNG DER VORJAHRESZAHLEN NACH IAS 8

Die Bilanzierung der Änderungen des IAS 19 erfordert eine Anpassung der Vorjahreszahlen und wurde retrospektiv nach IAS 8.19 (b) dargestellt. Daneben wurde die Währungsumrechnung des Anlagevermögens ausländischer Tochtergesellschaften gemäß IAS 8.42 korrigiert. Diese Korrektur hat lediglich Auswirkungen auf das Anlagevermögen und das Eigenkapital der Vorjahre.

Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres (in TEUR)

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2012 veröffentlicht IAS 8 2012 angepasst
Umsatzerlöse 1.105.271 1.105.271
Sonstige betriebliche Erträge 22.454 22.454
Aktivierte Eigenleistungen 7.185 7.185
Bestandsveränderung 384 384
Materialaufwand -523.555 -523.555
Personalaufwand -306.528 288 -306.240
Abschreibungen -45.818 -45.818
Sonstiger betrieblicher Aufwand -154.256 -154.256
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 189 189
Finanzergebnis 346 346
Operatives Ergebnis (EBIT) 105.672 288 105.960
Zinserträge 1.498 1.498
Zinsaufwendungen -22.591 -22.591
Zinsergebnis -21.093 -21.093
Ergebnis vor Steuern 84.579 288 84.867
Steuern -29.735 -83 -29.818
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -2.568 -2.568
Ergebnis nach Steuern 52.276 205 52.481
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 208 208
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 52.068 205 52.273
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR 2,46 0,01 2,47
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR 2,46 0,01 2,47

Anpassung der Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres (in TEUR)

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2012 veröffentlicht IAS 8 2012 angepasst
Ergebnis nach Steuern 52.276 205 52.481
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen 0 -3.538 -3.538
Latente Steuern 0 1.019 1.019
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0 -2.519 -2.519
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 607 63 670
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -2.528 -2.528
Latente Steuern 399 399
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -1.522 63 -1.459
Sonstiges Ergebnis -1.522 -2.456 -3.978
Gesamtergebnis 50.754 -2.251 48.503
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 208 208
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 50.546 -2.251 48.295

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Auswirkungen auf die betroffenen Posten der Bilanz hinsichtlich der Anpassungen:

Anpassung IAS 8 (in TEUR)

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31.12.2011 31.12.2012
Bilanz
Geschäfts- und Firmenwert 1.467 1.605
Immaterielle Vermögenswerte 52 70
Sachanlagen 5.256 5.088
Finanzanlagen 98 175
Pensionsrückstellungen 840 4.089
Eigenkapital
a) aufgrund IAS 19 -598 -2.911
b) aufgrund Anpassung Währungsumrechnung 6.873 6.938
Aktive latente Steuern 242 1.178

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[8] UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen sind Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen in Höhe von 102.711 TEUR enthalten (Vorjahr: 87.833 TEUR). Weiterhin sind Erlöse für Dienstleistungen in Höhe von 10.139 TEUR (Vorjahr: 4.195 TEUR) enthalten.

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

[9] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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in TEUR 2013 2012
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.541 7.906
Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen 3.500 0
Auflösung von Wertberichtigungen 3.287 1.588
Ertragszuschüsse/Auflösung passiver Abgrenzung 1.409 1.271
Versicherungsentschädigungen 1.122 922
Erträge aus Mieten und Pachten 802 766
Erträge aus der Währungsumrechnung 563 887
Erträge aus Anlagenabgängen 549 459
Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen 0 1.836
Übrige sonstige betriebliche Erträge 5.101 6.819
Summe 21.874 22.454

Den Erträgen aus Währungsumrechnung von 563 TEUR (Vorjahr: 887 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -3.413 TEUR gegenüber (Vorjahr: -953 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit -2.850 TEUR (Vorjahr: -66 TEUR).

[10] AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

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in TEUR 2013 2012
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.677 5.563
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 2.039 1.622
Summe 3.716 7.185

Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 9.201 TEUR im Periodenaufwand erfasst (Vorjahr: 8.807 TEUR).

[11] BESTANDSVERÄNDERUNG

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in TEUR 2013 2012
Unfertige Erzeugnisse -1.755 -1.014
Fertige Erzeugnisse 3.198 1.398
Summe 1.443 384

[12] MATERIALAUFWAND

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in TEUR 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -486.128 -449.275
Bezogene Leistungen -83.153 -74.280
Summe -569.281 -523.555

[13] PERSONALAUFWAND

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in TEUR 2013 2012*
Löhne und Gehälter -274.245 -258.059
Soziale Abgaben -47.600 -44.457
Aufwendungen für Altersversorgung -4.360 -3.724
Summe -326.205 -306.240

* Vorjahreszahlen angepasst

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit -861 TEUR im Zinsergebnis erfasst (Vorjahr: -933 TEUR).

[14] ABSCHREIBUNGEN

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in TEUR 2013 2012
Planmäßige Abschreibungen -42.796 -41.951
Außerplanmäßige Abschreibungen -1.628 -3.867
Summe -44.424 -45.818

Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren im Segment Maschinen- und Anlagenbau außerplanmäßige Abschreibungen bei den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten NISTERHAMMER und SEMET vorzunehmen (Vorjahr: BACHER AG im Segment Metalltechnik). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Wertminderungsaufwendungen bei Sachanlagen in Höhe von 480 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Wertminderungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 213 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen in Höhe von 733 TEUR (Vorjahr: 2.489 TEUR).

Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen in Höhe von 202 TEUR verbucht (Vorjahr: 850 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte fielen nicht an (Vorjahr: 528 TEUR).

Der Aufriss der außerplanmäßigen Abschreibung nach Segmenten erfolgt im Segmentbericht.

[15] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

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in TEUR 2013 2012
Vertriebsaufwendungen -73.730 -65.069
Betriebsaufwendungen -56.372 -52.536
Verwaltungsaufwendungen -29.957 -29.151
Übrige Aufwendungen -8.496 -7.500
Summe -168.555 -154.256

VERTRIEBSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2013 2012
Frachten, Verpackung, Provision -35.376 -29.534
KFZ, Reisen und Bewirtung -15.701 -14.031
Werbung und Messen -10.973 -9.013
Forderungen und Garantien -9.936 -10.822
Übrige Vertriebsaufwendungen -1.744 -1.669
Summe -73.730 -65.069

BETRIEBSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2013 2012
Maschinen und Anlagen: Miete und Instandhaltung -19.675 -18.317
Grundstücke und Gebäude: Miete und Raumkosten -17.912 -16.515
Energie, Betriebsstoffe und Werkzeuge -12.881 -11.586
Übrige Betriebsaufwendungen -5.904 -6.118
Summe -56.372 -52.536

VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2013 2012
EDV, Büro und Kommunikation -10.715 -9.462
Beratung und Gebühren -8.978 -9.169
Versicherung -3.588 -3.772
Personalverwaltung und -fortbildung -3.466 -3.299
Übrige Verwaltungsaufwendungen -3.210 -3.449
Summe -29.957 -29.151

ÜBRIGE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2013 2012
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -3.413 -953
Anlagenabgänge -336 -331
Zuführung zu Rückstellungen -183 -2.941
Aufwand aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen 0 -391
Sonstige -4.564 -2.884
Summe -8.496 -7.500

[16] FINANZERGEBNIS

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in TEUR 2013 2012
Erträge Finanzanlagen 315 481
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -135
Summe 315 346

[17] ZINSERGEBNIS

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in TEUR 2013 2012
Zinsen und ähnliche Erträge 1.042 1.498
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20.964 -23.165
Zinsen operatives Geschäft -19.922 -21.667
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 1.027 869
Sonstige: Minderheitsanteile -1.265 -295
Zinsen Sonstige -238 574
Summe -20.160 -21.093

Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, werden diese aus rein formalen Gründen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Sonstige: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.

Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Nachsteuerergebnisse, die konzernfremden Gesellschaftern zustehen, deren Anteile nach IAS 32 zum Fair Value unter den Verbindlichkeiten bilanziert werden. Der Ausweis des Ergebnisanteils der nicht beherrschenden Gesellschafter erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Zinsaufwand um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 261 TEUR verringert (Vorjahr: 380 TEUR). Dabei wurde ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 4 % (Vorjahr: 4 %) zugrunde gelegt.

[18] STEUERN

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in TEUR 2013 2012*
Aperiodische Steuern 1.259 -1.173
Laufende Steuern -30.079 -26.766
Latente Steuern -1.292 -1.879
Summe -30.112 -29.818

* Vorjahreszahlen angepasst

Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Änderungen aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen.

STEUERLICHE BESONDERHEITEN

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben wurden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding AG - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht für die operativen Gesellschaften. Diese Sachverhalte drücken sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM TATSÄCHLICHEN STEUERAUFWAND (in TEUR)

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2013 2012*
Ergebnis vor Ertragsteuern 94.086 84.867
Erwarteter Steueraufwand 28,8 % 27.097 24.442
Überleitung
Aperiodische Steuern -1.259 1.173
Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen -37 -55
Abschreibungen von Goodwill-Kapitalgesellschaften 207 717
Struktureffekte aus:
abweichenden lokalen Steuersätzen 305 -103
abweichenden nationalen Steuersätzen -717 53
Anschaffungsnebenkosten aus Unternehmenserwerben 270 0
Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern -301 24
Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge -198 -295
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften 2.233 2.641
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 364 85
Auswirkungen der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG 678 556
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreien Erträge 1.470 580
Tatsächlicher Steueraufwand 30.112 29.818
in % vom Ergebnis 32 35

* Vorjahreszahlen angepasst

Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 28,8 %.

[19] ERGEBNIS AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICHE

Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche des Vorjahres enthält das der zum 1. Juni 2012 veräußerten REBOPLASTIC GmbH zuzurechnende Ergebnis.

[20] ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis beträgt 2,85 EUR je Aktie (Vorjahr: 2,47 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug im aktuellen Jahr 22.410.431 Stück (Vorjahr: 22.227.737 Stück). Zu weiteren Details wird auf Textziffer [28] verwiesen.

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in TEUR 2013 2012
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 63.854 52.273
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 -2.568
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 63.854 54.841
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindliche Aktien (in Tsd. Stück) 22.410 22.228
Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (in EUR) 2,85 2,47
Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche (in EUR) 0,00 -0,12

Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals können in Zukunft Verwässerungen eintreten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

[21] ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND DES SACHANLAGEVERMÖGENS

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2013 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2013 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 332.484 38.687 29 0 0 -374
Aktivierte Entwicklungskosten 16.982 21 2.188 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.330 13.789 3.201 -1.602 3 222
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 115.312 13.810 5.389 -1.602 3 222
Grundstücke und Gebäude 194.684 3.064 3.959 -257 6.215 -16
Technische Anlagen und Maschinen 326.088 2.822 12.618 -7.320 2.333 -1.258
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.213 2.718 10.087 -5.439 1.513 404
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.864 0 20.034 -1.099 -10.064 -1
Summe Sachanlagen 644.849 8.604 46.698 -14.115 -3 -871
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969 0 0 0 0 0

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Endbestand 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert 370.826
Aktivierte Entwicklungskosten 19.191
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 113.943
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 133.134
Grundstücke und Gebäude 207.649
Technische Anlagen und Maschinen 335.283
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.496
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.734
Summe Sachanlagen 685.162
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969

ABSCHREIBUNGEN 2013 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2013 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang und Umbuchung Wertaufholung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 38.537 0 735 0 0 -52
Aktivierte Entwicklungskosten 8.772 0 2.264 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 89.781 0 4.651 -1.487 0 266
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.553 0 6.915 -1.487 0 266
Grundstücke und Gebäude 63.599 0 5.949 -180 -3.496 793
Technische Anlagen und Maschinen 244.154 0 20.619 -6.609 -157 -112
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.179 0 10.018 -4.949 0 520
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 1 0 0 0
Summe Sachanlagen 390.932 0 36.587 -11.738 -3.653 1.201
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 817 0 187 0 0 0

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Endbestand 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert 39.220
Aktivierte Entwicklungskosten 11.036
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 93.211
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 104.247
Grundstücke und Gebäude 66.665
Technische Anlagen und Maschinen 257.895
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.768
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1
Summe Sachanlagen 413.329
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.004

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2012* (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2012 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 334.919 -2.574 0 0 0 139
Aktivierte Entwicklungskosten 15.249 0 1.733 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 97.480 -966 2.155 -356 0 17
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 112.729 -966 3.888 -356 0 17
Grundstücke und Gebäude 185.080 -226 9.643 -26 125 88
Technische Anlagen und Maschinen 314.358 -3.857 14.781 -3.250 4.293 -237
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.212 -873 10.828 -4.385 429 2
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.593 0 11.117 -1.677 -8.147 -22
Summe Sachanlagen 616.243 -4.956 46.369 -9.338 -3.300 -169
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 3.669 0 3.300 0

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Endbestand 31.12.2012
Geschäfts- und Firmenwert 332.484
Aktivierte Entwicklungskosten 16.982
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.330
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 115.312
Grundstücke und Gebäude 194.684
Technische Anlagen und Maschinen 326.088
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.213
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.864
Summe Sachanlagen 644.849
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969

ABSCHREIBUNGEN 2012 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2012 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang und Umbuchung Wertaufholung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 38.622 -2.574 2.489 0 0 0
Aktivierte Entwicklungskosten 5.929 0 2.843 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 87.701 -868 3.311 -337 0 -26
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 93.630 -868 6.154 -337 0 -26
Grundstücke und Gebäude 59.162 -226 5.513 -718 0 -132
Technische Anlagen und Maschinen 228.328 -3.608 22.455 -2.841 0 -180
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.043 -700 9.076 -3.219 0 -21
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 365.533 -4.534 37.0 44 -6.778 0 -333
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 131 686 0 0

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Endbestand 31.12.2012
Geschäfts- und Firmenwert 38.537
Aktivierte Entwicklungskosten 8.772
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 89.781
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.553
Grundstücke und Gebäude 63.599
Technische Anlagen und Maschinen 244.154
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.179
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Summe Sachanlagen 390.932
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 817

* Vorjahreszahlen angepasst

Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3 im Berichtsjahr und Abgänge nach IFRS 5 im Vorjahr.

Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 15.083 TEUR (Vorjahr: 15.706 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 2.512 TEUR (Vorjahr: 1.631 TEUR).

Nach der Veräußerung von Geschäftsbereichen verfügt INDUS über Grundstücke und Gebäude, die überwiegend von den Käufern der abgegangenen Bereiche genutzt werden. Die betreffenden Immobilien werden in einer Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft gebündelt und als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" kategorisiert. Das Geschäft ist von untergeordneter Bedeutung. Die Mieterträge aus diesen Immobilien betragen 454 TEUR (Vorjahr: 520 TEUR) und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen belaufen sich auf 350 TEUR (Vorjahr: 425 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien betragen 7.200 TEUR (Vorjahr: 7.200 TEUR).

Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der als Finanzimmobilien gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012*
Geschäfts- und Firmenwert 331.606 293.947
Aktivierte Entwicklungskosten 8.155 8.210
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 20.732 8.549
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 28.887 16.759
Grundstücke und Gebäude 140.984 131.085
Technische Anlagen und Maschinen 77.388 81.934
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.728 31.034
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.733 9.864
Sachanlagen 271.833 253.917
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.965 6.152

* Vorjahreszahlen angepasst

[22] FINANZANLAGEN

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012*
Andere Beteiligungen 689 741
Sonstige Ausleihungen 8.154 7.969
Summe 8.843 8.710

* Vorjahreszahlen angepasst

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.

[23] AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILE

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Anteile betragen zum 31. Dezember 2013 5.737 TEUR (Vorjahr: 4.151 TEUR).

Die folgende Übersicht enthält weitere Angaben zu den at-Equity-bewerteten Unternehmen:

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in TEUR 2013 2012
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 4.447 2.908
Vereinnahmtes Ergebnis 127 189
Eckdaten der assoziierten Unternehmen:
Vermögen 33.986 21.549
Schulden 19.493 11.299
Kapital 14.493 10.250
Erlöse 39.981 26.624
Ergebnis 1.288 347

Wertberichtigungen auf Forderungen gegen at-Equity-bewertete Unternehmen liegen in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vor. Die BETOMAX Polska Sp. z.o.o., Konskie, Polen ist seit dem Geschäftsjahr 2013 börsennotiert. Der Börsenpreis des 30%-Anteils beträgt 3.120 TEUR.

[24] SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 3.012 2.228
Übrige Steuererstattungsansprüche 2.156 1.984
Deckungskapital Rückdeckungsversicherung 1.065 1.059
Darlehen und andere Forderungen 437 270
Positive Marktwerte von Derivaten 0 199
Übrige Vermögenswerte 8.281 6.114
Summe 14.951 11.854
davon kurzfristig 12.050 10.554
davon langfristig 2.901 1.300

[25] LATENTE STEUERN UND LAUFENDE ERTRAGSTEUERN

Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 468 TEUR langfristig (Vorjahr: 488 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 1.199 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 801 TEUR) und 3.958 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 4.983 TEUR).

Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

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in TEUR Aktiv Passiv Saldo
2013
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 317 -23.011 -22.694
Immaterielle Vermögenswerte 0 -6.469 -6.469
Sachanlagen 1.039 -1.601 -562
Sonstige langfristige Aktiva 27 0 27
Forderungen und Vorräte 392 -2.565 -2.173
Sonstige kurzfristige Aktiva 0 -165 -165
Langfristige Rückstellungen 3.815 -35 3.780
Sonstige kurzfristige Passiva 2.406 0 2.406
Aktivierte Verlustvorträge 2.437 0 2.437
Saldierungen -8.130 8.130 0
Latente Steuern 2.303 -25.716 -23.413

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in TEUR Aktiv Passiv Saldo
2012*
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 1.082 -23.576 -22.494
Immaterielle Vermögenswerte 27 -2.720 -2.693
Sachanlagen 2.678 -1.232 1.446
Sonstige langfristige Aktiva 479 -315 164
Forderungen und Vorräte 755 -787 -32
Sonstige kurzfristige Aktiva 7 -58 -51
Langfristige Rückstellungen 3.647 -451 3.196
Sonstige kurzfristige Passiva 923 -102 821
Aktivierte Verlustvorträge 3.058 0 3.058
Saldierungen -8.829 8.829 0
Latente Steuern 3.827 -20.412 -16.585

* Vorjahreszahlen angepasst

Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- und Firmenwert von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Geschäfts- und Firmenwert - sind steuerlich abzugsfähig. Da der Geschäfts- und Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerts latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position laufend aufgebaut.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:

ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN (in TEUR)

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1.1.2013 GuV Sonstige 31.12.2013
Gewerbesteuer 2.788 -579 0 2.209
Körperschaftsteuer 270 -42 0 228
Aktivierte Verlustvorträge 3.058 -621 0 2.437
Übrige Latente Steuern -19.643 -671 -5.536 -25.850
Latente Steuern -16.585 -1.292 -5.536 -23.413

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1.1.2012* GuV* Sonstige* 31.12.2012*
Gewerbesteuer 3.032 -244 0 2.788
Körperschaftsteuer 212 58 0 270
Aktivierte Verlustvorträge 3.244 -186 0 3.058
Übrige Latente Steuern -19.152 -1.693 1.202 -19.643
Latente Steuern -15.908 -1.879 1.202 -16.585

* Vorjahreszahlen angepasst

Die sonstigen Veränderungen der latenten Steuern resultieren aus der Entwicklung des sonstigen Ergebnisses und dem Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche.

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in TEUR 2013 2012
Rücklage für Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -595 399
Rücklage für Währungsumrechnung 152 -41
Rücklage für Pensionen (Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) 136 1.019
Veränderung Konsolidierungskreis -5.229 -175
Summe -5.536 1.202

Den aktivierten latenten Steuern liegen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 18.220 TEUR (Vorjahr: 23.022 TEUR) zugrunde.

Weitere Verlustvorträge in Höhe von zusammen 145.938 TEUR (Vorjahr: 129.421 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum ganz überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [10] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 422 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 1.213 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 744 TEUR (Vorjahr: 760 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.

[26] VORRÄTE

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 82.493 77.122
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 74.579 66.463
Fertige Erzeugnisse und Waren 73.252 73.3 49
Geleistete Anzahlungen 5.732 2.124
Summe 236.056 219.058

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 16.084 TEUR (Vorjahr: 11.803 TEUR). Es wurden Vorräte in Höhe von 465 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

[27] FORDERUNGEN

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen an Kunden 137.894 124.596
Zukünftige Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 11.048 8.092
Forderungen an assoziierte Unternehmen 7.276 4.366
Summe 156.218 137.054

Im aktuellen Berichtsjahr sind 105 TEUR an Forderungen an Kunden mit einem Zahlungsziel von mehr als einem Jahr ausgewiesen (Vorjahr: 0 TEUR).

Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

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in TEUR 2013 2012
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 33.039 29.214
Erhaltene Anzahlungen 28.817 26.402
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 11.048 8.092
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 6.826 5.280

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wesentliche Sicherheitseinbehalte existieren wie im Vorjahr nicht.

Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 6.762 TEUR (Vorjahr: 7.267 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:

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in TEUR 2013 2012
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 7.267 4.637
Währungsdifferenz -13 3
Veränderung Konsolidierungskreis 35 0
Zuführungen 3.139 4.673
Verbrauch -379 -458
Auflösungen -3.287 -1.588
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 6.762 7.267

[28] EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 63.571.323,62 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 14.328.626,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 11.558.423,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist in bestimmten Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und hierbei auch den Beginn des Gewinnbezugsrechts der neuen Aktien festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 203 Abs. 1, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind die während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten, soweit dies in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG geschieht.
bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten.
um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszuschließen.

Der Vorstand hat zur Stärkung des Eigenkapitals im Rahmen der Strategie KOMPASS 2020 am 2. Dezember 2013 beschlossen, das Grundkapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um 5.779.207,20 EUR auf 63.571.323,62 EUR durch Ausgabe von 2.222.772 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 27,03 EUR je Aktie zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss am selben Tag zugestimmt. Die Kapitalerhöhung ist durchgeführt worden und wurde am 3. Dezember 2013 ins Handelsregister eingetragen.

Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Wandelschuldverschreibungen, die von der INDUS Holding AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder
die von der INDUS Holding AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Options- oder Wandelschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und
das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen benötigt wird.

RÜCKLAGEN UND KONZERNBILANZGEWINN

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 43,6 % (Vorjahr: 39,0 %).

Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Dezember 2013 fielen Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von 146 TEUR nach Steuern an, die erfolgsneutral behandelt und von der Kapitalrücklage abgezogen wurden.

ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Bezüglich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter existieren teilweise Call- und/oder Put-Optionen. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der Minderheitsanteile zum Fair Value gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- und/oder Put-Option.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH sowie SELZER Automotiva do Brasil. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [32]. Dies betrifft im Wesentlichen die SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG, die Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG, die BUDDE Fördertechnik GmbH und die ELTHERM GmbH.

GEWINNVERWENDUNG

Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen aus dem Bilanzgewinn der INDUS Holding AG vorschlagen:

Zahlung einer Dividende von 1,10 EUR je Stückaktie (Vorjahr: 1,00 EUR je Stückaktie). Dies entspricht bei 24.450.509 Aktien (Vorjahr: 22.227.737 Aktien) einer Zahlung von 26.895.559,90 EUR (Vorjahr: 22.227.737,00 EUR). Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagene Dividende wurde bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen.

SONSTIGE RÜCKLAGEN

ENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKLAGEN (in TEUR)

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31.12.2011* Sonstiges Ergebnis 2012* 31.12.2012* Sonstiges Ergebnis 2013 31.12.2013
Rücklage für Währungsumrechnung 5.598 670 6.268 -2.727 3.541
Rücklage für Pensionen (Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) -1.055 -3.538 -4.593 -287 -4.880
Latente Steuern für Pensionen 304 1.019 1.323 83 1.406
Rücklage für Cash Flow Hedges -6.931 -2.528 -9.459 3.771 -5.688
Latente Steuern für Cash Flow Hedges 1.095 399 1.494 -598 896
Summe sonstige Rücklagen -989 -3.978 -4.967 242 -4.725

* Vorjahreszahlen angepasst

Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

KAPITALMANAGEMENT

Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 329.413 TEUR (Vorjahr: 362.715 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 844.761 TEUR (Vorjahr: 776.853 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 61,0% (Vorjahr: 53,3%).

Der Anstieg des Gesamtkapitals um 67.908 TEUR (Vorjahr: 60.186 TEUR) resultiert aus einem Anstieg des Eigenkapitals um 101.192 TEUR (Vorjahr: 25.767 TEUR) und einer Verringerung des Fremdkapitals um 33.374 TEUR (Vorjahr: Anstieg um 34.419 TEUR). Das neu eingezahlte Eigenkapital in Verbindung mit dem thesaurierten Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS. Das Fremdkapital ist gesunken, da zum einen die Liquiditätsreserve erhöht und zum anderen die Finanzschulden reduziert wurden.

Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

[29] PENSIONEN

Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR)

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2013 2012* Veränderung
Laufender Dienstzeitaufwand 368 275 93
Zinsaufwand 861 933 -72
Erträge aus Planvermögen 35 -103 138
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 1.264 1.105 159
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 3.035 2.992 43
\= GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 4.299 4.097 202

* Vorjahreszahlen angepasst

Bilanzansatz (in TEUR)

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in TEUR 2013 2012* Veränderung
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 21.804 20.928 876
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 2.177 2.315 -138
DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 23.981 23.243 738
Fondsvermögen zu Marktwerten -2.178 -2.315 137
Nettoverpflichtungen = Rückstellung 21.803 20.928 875
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -4.879 -4.592 -287
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 20.928 17.120 3.808
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.264 1.105 159
Rentenzahlungen -676 -834 158
im Eigenkapital realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 287 3.537 -3.250
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12 21.803 20.928 875
Zugrunde liegende Annahmen in %:
Abzinsungsfaktor 3,70 3,75
Gehaltstrend 2,50 2,50
Rententrend 1,75 1,75
Erwartete Erträge aus Planvermögen 3,70 4,00

* Vorjahreszahlen angepasst

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

Die Veränderungen aus Saldierungen resultieren aus Verpfändungen von Rückdeckungsversicherungen beziehungsweise gegenläufig dem Verzicht von Berechtigten zugunsten der Gesellschaft.

Die leistungsorientierten Pläne sind mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko, belastet. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um 0,5%-Punkte würde die Nettoverpflichtung um 1.563 TEUR reduzieren bzw. um 1.656 TEUR erhöhen.

Im Zusammenhang mit Pensionsleistungen werden für 2014 Zahlungen in Höhe von 813 TEUR erwartet.

Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

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in TEUR 2013 2012
Vermögenswerte zum 1.1. 2.315 1.996
Erwartete Erträge des Planvermögens -35 103
Laufende Beiträge durch die Arbeitgeber 17 46
Pensionszahlungen -145 -149
Saldierungen/Sonstiges 26 319
Vermögenswerte zum 31.12. 2.178 2.315

Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 721 TEUR (Vorjahr: 1.059 TEUR) bilanziert. Es wurden 75 TEUR nicht als Vermögenswert angesetzt (Vorjahr: 234 TEUR).

[30] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

in den sonstigen Rückstellungen sind Zinsen in Höhe von 160 TEUR berücksichtigt worden (Vorjahr: 82 TEUR).

Rückstellungen 2013 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2013 Veränderung Konsolidierungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung/ Neubildung Währungsdifferenz
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 19.241 1.673 -13.824 -2.317 18.615 -43
Kosten der Belegschaft 13.265 420 -10.053 -371 13.286 -60
Übrige Rückstellungen 14.795 1.293 -9.414 -3.304 9.659 -98
Summe 47.301 3.386 -33.291 -5.992 41.560 -201

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Endbestand 31.12.2013
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 23.345
Kosten der Belegschaft 16.487
Übrige Rückstellungen 12.931
Summe 52.763

Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[31] FINANZSCHULDEN

Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten enthalten die folgenden Tabellen:

ANGABEN ZU VERTRAGLICHEN TILGUNGSVEREINBARUNGEN/RESTLAUFZEITEN (in TEUR)

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31.12.2013 Buchwert Berichtsperiode Rückzahlungsverpflichtung
1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 358.011 84.784 230.782 42.445
in Schweizer Franken 3.543 2.933 367 243
in übrigen Währungen 5 201 247 94
Finanzierungsleasing 12.584 1.993 6.971 3.620
ABS-Finanzierung 24.849 24.849 0 0
Schuldscheindarlehen 24.000 4.000 6.675 13.325
Summe Finanzschulden 423.529 118.760 245.042 59.727
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 249.510 55.647 154.381 39.482

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31.12.2012 Buchwert Berichtsperiode Rückzahlungsverpflichtung
1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 388.902 73.256 254.847 60.799
in Schweizer Franken 2.880 2.669 211 0
in übrigen Währungen 1.881 357 1.524 0
Finanzierungsleasing 11.203 1.438 5.178 4.587
ABS-Finanzierung 25.131 25.131 0 0
Schuldscheindarlehen 10.500 6.500 4.000 0
Summe Finanzschulden 440.497 109.351 265.760 65.386
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 202.516 41.577 133.114 27.825

Restzinsbindungsfrist (in TEUR)

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in TEUR Finanzschulden Derivate: Zinsswaps
Risikoloser Marktzins inkl. Marge Auf Basis des Buchwerts gewichteter Zinssatz Nominalvolumen/ historische AHK Buchwert zum 31.12.2013 Buchwert zum 31.12.2012 Nennwert zum 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
< 1 Jahr 1,63% 2,22% 430.161 236.903 233.681 13.248
1 bis < 2 Jahre 1,74% 4,25% 29.335 9.270 33.954 11.631
2 bis < 3 Jahre 1,94% 4,46% 40.648 23.080 11.134 34.366
3 bis < 4 Jahre 2,19% 4,63% 35.994 25.638 24.614 30.068
4 bis < 5 Jahre 2,45% 4,18% 39.958 28.234 28.172 18.333
> 5 Jahre 3,18% 3,96% 128.419 100.404 108.942 141.864
Summe 704.515 423.529 440.497 249.510
Marktwerte der originären und derivativen Finanzinstrumente 410.383 420.501 -7.642

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in TEUR Derivate: Zinsswaps Nennwert zum 31.12.2012
< 1 Jahr 5.267
1 bis < 2 Jahre 17.065
2 bis < 3 Jahre 17.421
3 bis < 4 Jahre 46.701
4 bis < 5 Jahre 34.838
> 5 Jahre 81.224
Summe 202.516
Marktwerte der originären und derivativen Finanzinstrumente -12.294

Zur Verbreiterung der Refinanzierungsbasis haben bestimmte Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2012 einen Rahmenvertrag über den revolvierenden Verkauf von Kundenforderungen (ABS-Finanzierung) an ein anderes Unternehmen (Forderungsankäufer) mit einem Gesamtfinanzierungsrahmen von maximal 50.000 TEUR (Vorjahr: 50.000 TEUR) und einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Da der INDUS-Konzern nicht die wesentlichen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit diesen Forderungen übertragen hat, werden die betroffenen Forderungen weiterhin in voller Höhe bilanziert und die erhaltenen Barmittel als besichertes Darlehen bilanziert.

Die Chancen und Risiken aus den übertragenen, aber nicht ausgebuchten Forderungen entsprechen im Wesentlichen denen nicht übertragener Forderungen. Zum Transaktionsstichtag betrug der Buchwert der übertragenen, aber nicht ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.637 TEUR (Vorjahr: 27.840 TEUR). Zum Bilanzstichtag reduzierte sich der Buchwert der übertragenen Forderungen durch Zahlungseingänge auf 10.477 TEUR (Vorjahr: 10.351 TEUR). Der Buchwert der diesen Forderungen gegenüberstehenden Verbindlichkeiten beträgt 24.849 TEUR (Vorjahr: 25.131 TEUR).

Der Finanzmittelzufluss aus dem Forderungsverkauf wird in den Finanzschulden mit kurzfristiger Fälligkeit und Zinsanpassung ausgewiesen.

[32] SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 31.12.2013 kurzfristig langfristig 31.12.2012 kurzfristig langfristig
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 25.706 8.257 17.449 12.180 8.000 4.180
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 12.662 12.645 17 11.741 11.741 0
Derivative Finanzinstrumente 6.452 6.452 0 11.281 11.281 0
Erhaltene Anzahlungen 15.156 15.156 0 10.736 10.736 0
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 6.827 6.827 0 5.280 5.280 0
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 7.116 7.116 0 6.191 6.191 0
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 2.418 1.725 693 3.249 2.435 814
Investitionszuschüsse 2.597 0 2.597 2.593 332 2.261
Kundengutschriften 4.259 4.259 0 3.426 3.426 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 7.870 7.250 620 7.728 7.355 373
Summe 91.063 69.687 21.376 74.405 66.777 7.628

Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 19.123 TEUR (Vorjahr: 6.684 TEUR) Abfindungsansprüche nicht beherrschender Gesellschafter, die durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

Sonstige Angaben

[33] INFORMATIONEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für den Neuerwerb von Beteiligungen wurden folgende Kaufpreise gezahlt:

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in TEUR 2013 2012
Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen -56.316 0
zzgl. übernommene Finanzschulden -2.844 0
abzgl. erworbene Finanzmittel 9.955 0
Nettokaufpreis -49.205 0

Durch die Veräußerung von Beteiligungen konnten folgende Zahlungseingänge realisiert werden:

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in TEUR 2013 2012
Zahlungswirksame Vorgänge aus Veräußerung von Beteiligungen 0 100
zzgl. übernommene Finanzschulden 0 0
abzgl. erworbene Finanzmittel 0 -27
Nettoveräußerungserlös 0 73

Die liquiden Mittel enthalten Konten mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 473 TEUR (Vorjahr: 442 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von -446 TEUR (Vorjahr: 935 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

[34] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

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in TEUR Bau-/ Infrastruktur Fahrzeugtechnik Maschinen und Anlagenbau Medizin- und Gesundheitstechnik Metalltechnik Summe Segmente
2013
Umsatzerlöse mit externen Dritten 224.198 349.513 206.221 95.771 319.251 1.194.954
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 9.222 38.312 30.260 3.462 33.950 115.206
Umsatzerlöse 233.420 387.825 236.481 99.233 353.201 1.310.160
Segmentergebnis (EBIT) 30.626 26.991 19.847 16.219 27.622 121.305
Ergebnis aus Equity-Bewertung 188 346 -407 0 0 127
Abschreibungen -5.468 -18.198 -6.429 -2.492 -11.212 -43.799
davon planmäßig -5.468 -18.198 -4.801 -2.492 -11.212 -42.171
davon außerplanmäßig 0 0 -1.628 0 0 -1.628
Zuschreibungen 0 3.500 0 0 0 3.500
Segment-EBITDA 36.094 41.689 26.276 18.711 38.834 161.604
Investitionen 15.340 24.437 46.521 3.591 10.659 100.548
davon Unternehmenserwerbe 0 7.670 41.535 0 0 49.205
At-Equity-bewertete Anteile 1.762 2.894 1.082 0 0 5.737
Geschäfts- und Firmenwert 101.481 72.550 84.643 43.485 29.447 331.606

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in TEUR Überleitung Konzernabschluss
2013
Umsatzerlöse mit externen Dritten 282 1.195.236
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -115.206 0
Umsatzerlöse -114.924 1.195.236
Segmentergebnis (EBIT) -7.059 114.246
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 127
Abschreibungen -625 -44.424
davon planmäßig -625 -42.796
davon außerplanmäßig 0 -1.628
Zuschreibungen 0 3.500
Segment-EBITDA -6.434 155.170
Investitionen 383 100.931
davon Unternehmenserwerbe 49.205
At-Equity-bewertete Anteile 0 5.737
Geschäfts- und Firmenwert 0 331.606

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Bau-/ Infrastruktur Fahrzeugtechnik Maschinen und Anlagenbau Medizin- und Gesundheitstechnik Metalltechnik Summe Segmente
2012*
Umsatzerlöse mit externen Dritten 229.169 323.749 156.518 87.951 307.532 1.104.919
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 8.845 38.318 7.217 3.975 30.576 88.931
Umsatzerlöse 238.014 362.067 163.735 91.926 338.108 1.193.850
Segmentergebnis (EBIT) 34.145 16.282 17.694 16.437 24.482 109.040
Ergebnis aus Equity-Bewertung 217 -71 0 0 0 146
Abschreibungen -5.107 -20.795 -3.759 -2.578 -13.362 -45.601
davon planmäßig -5.107 -20.364 -2.948 -2.578 -10.737 -41.734
davon außerplanmäßig 0 -431 -811 0 -2.625 -3.867
Segment-EBITDA 39.252 37.077 21.453 19.015 37.844 154.641
Investitionen 8.573 18.170 7.828 2.896 12.508 49.975
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 0 0 0
At-Equity-bewertete Anteile 1.596 2.555 0 0 0 4.151
Geschäfts- und Firmenwert 101.578 68.236 51.202 43.485 29.446 293.947

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Überleitung Konzernabschluss
2012*
Umsatzerlöse mit externen Dritten 352 1.105.271
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -88.931 0
Umsatzerlöse -88.579 1.105.271
Segmentergebnis (EBIT) -3.080 105.960
Ergebnis aus Equity-Bewertung 43 189
Abschreibungen -217 -45.818
davon planmäßig -217 -41.951
davon außerplanmäßig 0 -3.867
Segment-EBITDA -2.863 151.778
Investitionen 3.951 53.926
davon Unternehmenserwerbe 0 0
At-Equity-bewertete Anteile 0 4.151
Geschäfts- und Firmenwert 0 293.947

* Vorjahreszahlen angepasst

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)

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2013 2012*
Segmentergebnis (EBIT) 121.305 109.040
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -5.899 -2.996
Konsolidierungen -1.160 -84
Zinsergebnis -20.160 -21.093
Ergebnis vor Steuern 94.086 84.867

* Vorjahreszahlen angepasst

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10% des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

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in TEUR Konzern Inland EU Drittland
2013
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.195.236 614.358 256.641 324.237
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 644.025 561.751 15.375 66.899
2012*
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.105.271 569.488 240.108 295.675
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 574.926 494.032 12.310 68.584

* Vorjahreszahlen angepasst

[35] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

FINANZINSTRUMENTE 2013 (in TEUR)

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Bilanzansatz Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 zum Zeitwert bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Buchwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 8.843 8.843 8.843 9.617
Liquide Mittel 115.921 115.921 115.921 115.921
Forderungen 156.218 11.048 145.170 145.170 145.170
Sonstige Vermögenswerte 14.951 2.156 12.795 12.795 12.795
Summe Aktiva 295.933 13.204 282.729 0 282.729 283.503
Finanzschulden 423.529 423.529 423.529 410.383
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.543 6.827 38.716 38.716 38.716
Sonstige Verbindlichkeiten 91.063 11.367 79.696 6.452 73.244 73.244
Summe Passiva 560.135 18.194 541.941 6.452 535.489 522.343

FINANZINSTRUMENTE 2012* (in TEUR)

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in TEUR Bilanzansatz Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 zum Zeitwert bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Buchwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 8.710 8.710 8.710 9.700
Liquide Mittel 98.710 98.710 98.710 98.710
Forderungen 137.054 7.772 129.282 129.282 129.282
Sonstige Vermögenswerte 11.854 1.984 9.870 199 9.671 9.567
Summe Aktiva 256.328 9.756 246.572 199 246.373 247.259
Finanzschulden 440.497 440.497 440.497 420.501
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.313 5.280 32.033 32.033 32.033
Sonstige Verbindlichkeiten 74.405 10.160 64.245 11.281 52.964 52.473
Summe Passiva 552.215 15.440 536.775 11.281 525.494 505.007

* Vorjahreszahlen angepasst

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (in TEUR)

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Buchwerte Nettogewinn/-verluste
2013 2012* 2013 2012
--- --- --- --- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
zu Handelszwecken 0 199 -199 -16
Designiertes Instrument
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Kredite und Forderungen 282.040 245.632 -3.910 -3.251
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 689 741 128 138
Finanzinstrumente: AKTIVA 282.729 246.572 -3.981 -3.129
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
zu Handelszwecken 6.452 11.281 4.829 -1.128
Designiertes Instrument
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 535.489 525.494 -644 -14
Finanzinstrumente: PASSIVA 541.941 536.775 4.185 -1.142

* Vorjahreszahlen angepasst

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen in Höhe von 1.891 TEUR (Vorjahr: 3.406 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Beitrag dieser Finanzbeteiligungen zum Konzern-Ergebnis.

Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zins-, Währungs- und Rohstoffsicherungen, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen -20.699 TEUR (Vorjahr: -21.368 TEUR).

ART UND AUSMAß VON RISIKEN, DIE SICH AUS FINANZINSTRUMENTEN ERGEBEN

Grundsätze des finanziellen Risikomanagements

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG wird die Finanzierung der Gesellschaften zentral gesteuert, während die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer liegen. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Risikomanagement und Finanzderivate

Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Zu weiteren Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Liquiditätsrisiko

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2013: 115.921 TEUR, Vorjahr: 98.710 TEUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28.806 TEUR (Vorjahr: 32.182 TEUR).

Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristig und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.

Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:

ZAHLUNGSMITTELABFLUSS (in TEUR)

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31.12.2013 31.12.2012
1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 3.839 5.653 509 4.661 7.969 856
Summe Derivative Finanzinstrumente 3.839 5.653 509 4.661 7.969 856
Finanzschulden 130.735 271.188 64.048 125.286 290.988 70.191
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.543 0 0 37.313 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 54.531 18.878 0 55.164 5.367 0
Summe Finanzinstrumente 230.809 290.066 64.048 217.763 296.355 70.191

Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Im Vorjahr enthalten sie auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.

Ausfallrisiko

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe deren positiver Marktwerte.

Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 15 Kunden (Vorjahr: 11) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 30 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: 31 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 26 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 25 %).

Weiterhin bestehen Forderungen gegen Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

FORDERUNGEN AN KUNDEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (in TEUR)

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2013 2012
Buchwert Bilanz* 145.170 128.962
+ darin enthaltene Wertberichtigungen 6.762 7.267
\= Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 151.932 136.229
davon zum Abschlussstichtag
weder einzelwertgemindert noch überfällig 115.044 98.984
nicht einzelwertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 3 Monate 27.945 22.394
zwischen 3 und 6 Monaten 1.968 3.297
zwischen 6 und 9 Monaten 220 576
zwischen 9 und 12 Monaten 923 610
mehr als 12 Monate 1.695 1.066

* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11

Zinsrisiko

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.

Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP):

SENSITIVITÄTSANALYSE MARKTWERTRISIKO (in TEUR)

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31.12.2013 31.12.2012
+ 100 BP - 100 BP + 100 BP - 100 BP
--- --- --- --- ---
Marktwerte Derivate 4.686 -3.761 5.118 -3.184
davon Eigenkapital/Hedges 287 -12 537 -187
davon GuV-Zinsaufwand 4.399 -3.749 4.581 -2.997
Marktwerte Kredite 8.043 -4.628 8.758 -2.209
Summe Marktwerte 12.729 -8.389 13.876 -5.393

Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.

Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um -1.409 TEUR verändern (Vorjahr: -283 TEUR). Haupteinfluss sind unverändert zum Vorjahr die Netto-Forderungen in US-Dollar.

BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Sicherungsmaßnahmen

Zu den Abschlussstichtagen liegen ausschließlich USD-Währungssicherungen mit einem Nominalvolumen von 6.236 TEUR (Vorjahr: 6.821 TEUR) vor. Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von -89 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR) auf.

Rohstoffsicherungen liegen mit einem Nominalvolumen von 528 TEUR (Vorjahr: 551 TEUR) vor. Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 42 TEUR (Vorjahr: 64 TEUR) auf.

Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 249.510 TEUR (Vorjahr: 202.516 TEUR). Die Marktwerte betragen -7.642 TEUR (Vorjahr: -12.294 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu den Finanzschulden.

[36] GESTELLTE SICHERHEITEN

Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

VERPFÄNDETE VERMÖGENSWERTE (in TEUR)

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2013 2012
Grundschulden 28.360 29.627
Übertragene Forderungen (ABS-Finanzierung) 24.849 27.840
Sonstige Sicherungen 1.587 1.796
Summe Sicherungen 54.796 59.263

[37] EVENTUALSCHULDEN

Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 15.773 TEUR (Vorjahr: 23.612 TEUR). Dabei handelt es sich überwiegend um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG, die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.

[38] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

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in TEUR 2013 2012
Bis 1 Jahr 19.023 14.809
Zwischen 1 und 5 Jahren 32.681 34.240
Über 5 Jahre 25.576 26.853
Summe 77.280 75.902

Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 18.655 TEUR (Vorjahr: 15.241 TEUR).

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 11.054 TEUR (Vorjahr: 4.983 TEUR), davon für Sachanlagen 11.047 TEUR (Vorjahr: 4.311 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 7 TEUR (Vorjahr: 672 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.

Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht:

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in TEUR Bis 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre Summe
2013
Leasingzahlungen 2.392 7.859 3.720 13.971
Zinsanteil 399 888 100 1.387
Buchwert/Barwert 1.993 6.971 3.620 12.584
2012
Leasingzahlungen 1.698 5.963 4.793 12.454
Zinsanteil 299 820 217 1.336
Buchwert/Barwert 1.399 5.143 4.576 11.118

Bei den Vermögenswerten handelt es sich um Immobilien mit einem Restbuchwert von 15.083 TEUR (Vorjahr 15.705 TEUR) und weiteres Sachanlagevermögen in Höhe von 2.512 TEUR (Vorjahr 1.631 TEUR). Für die entsprechenden Vermögenswerte bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,5 % und 7,5% (Vorjahr: 2,5% und 5,8%). Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.

[39] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN UND NAHESTEHENDE PERSONEN

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder in 2013 und 8 Mitglieder in 2012), der Vorstand der INDUS Holding AG (2013: 3 Personen, Vorjahr: 5 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2013: 68 Personen, Vorjahr: 56 Personen). In 2013 besitzen 9 Geschäftsführer Minderheitsanteile an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 7). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil von Minderheitsgesellschaftern am Ergebnis enthalten.

Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen beitragsorientierter Versorgungspläne für Mitglieder des Vorstands wurden im aktuellen Geschäftsjahr Beiträge von 3 TEUR geleistet (Vorjahr: 53 TEUR).

ÜBERSICHT VERGÜTUNGEN (in TEUR)

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Aufwand der Periode davon Gehälter davon SAR* davon Abfindung davon Pensionen
2013
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 315 315 0 0 0
Vorstand 2.306 1.885 421 0 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 13.391 13.379 0 0 12
Familienmitglieder 690 690 0 0 0
Summe 16.702 16.269 421 0 12
2012
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 348 348 0 0 0
Vorstand 3.553 2.598 579 376 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 12.914 12.363 0 520 31
Familienmitglieder 435 435 0 0 0
Summe 17.250 15.744 579 896 31

* SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen

In 2013 waren 14 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 10 Personen).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte in 2013 viermal und in 2012 sechsmal.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch war die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln.

Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 85.523 SAR (Vorjahr: 142.605) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 433 TEUR). Der Bestand der bis zum 31. Dezember 2013 insgesamt gewährten SAR beträgt 565.133 Stück (Vorjahr: 479.610). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.596 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 804 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2013 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen. Dabei entfallen folgende Beträge auf die einzelnen Vorstandsmitglieder:

VERGÜTUNGEN DES VORSTANDS 2013

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in TEUR feste Vergütung variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen Gesamtbetrag
Zum 31.12.2013 amtierende Vorstandsmitglieder
Jürgen Abromeit 521 302 207 1.030
Dr. Johannes Schmidt 385 182 163 730
Rudolf Weichert 331 165 51 547
Gesamtbetrag 1.237 649 421 2.307

VERGÜTUNGEN DES VORSTANDS 2012 (in TEUR)

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feste Vergütung variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen Abfindung Gesamtbetrag
Zum 31.12.2012 amtierende Vorstandsmitglieder
Jürgen Abromeit 414 252 59 0 725
Dr. Johannes Schmidt 327 182 52 0 561
Rudolf Weichert 220 121 10 0 351
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Helmut Ruwisch 291 429 193 242 1.155
Dr. Wolfgang Höper 180 182 265 134 761
Gesamtbetrag 1.432 1.166 579 376 3.553

Auf ehemalige Vorstandsmitglieder entfallen Aufwendungen für virtuelle Aktienoptionen in Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 458 TEUR). Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Aktienoptionen an ehemalige Vorstandsmitglieder ausgegeben.

SONSTIGE BEZIEHUNGEN

Geschäfte der INDUS-Gruppe mit Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, müssen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder. Mit Ausnahme des unter dem Punkt Unternehmensabgänge dargestellten Sachverhalts lagen in beiden Geschäftsjahren keine Geschäftsbeziehungen zu Vorständen sowie deren Familienmitgliedern vor. An Beratungsleistungen von Aufsichtsräten wurden im aktuellen Jahr 43 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR) vergütet.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (in TEUR)

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Umsatz und sonst. betriebl. Erträge Warenbezug Sonstiger Bezug* Offene Posten Gewährte Darlehen
2013
Assoziierte Unternehmen 13.344 198 27 5.806 0
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 12.451 11 258 295 286
Nicht beherrschende Gesellschafter 107 0 949 22 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.964 2.525 0 75 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 27.866 2.734 1.234 6.198 286
2012
Assoziierte Unternehmen 12.279 0 291 4.356 0
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 3.951 0 193 33 291
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 432 0 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.827 2.194 0 514 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 18.057 2.194 916 4.903 291

* Zinsen, Mieten, Beratungsleistungen

Offene Posten in Höhe von 10 TEUR wurden in beiden Geschäftsjahren wertberichtigt.

[40] MITARBEITER

MITARBEITER IM DURCHSCHNITT DES GESCHÄFTSJAHRES

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2013 2012
Mitarbeiter nach Regionen
Deutschland 5.618 5.372
Europa (EU & Schweiz) 712 561
Übrige Welt 929 926
Gesamt 7.259 6.859
Mitarbeiter nach Segmenten
Bau/Infrastruktur 1.074 1.043
Fahrzeugtechnik 3.163 3.053
Maschinen- und Anlagenbau 1.030 814
Medizin- und Gesundheitstechnik 697 696
Metalltechnik 1.275 1.232
Übrige 20 21
Gesamt 7.259 6.859

[41] KOSTEN DER JAHRESABSCHLUSS- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Das Honorar des Prüfers des Konzernabschlusses, Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Vorjahr: Treuhand- und Revisions-AG Niederrhein) betrug für die Abschlussprüfungen 190 TEUR (Vorjahr: 251 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 0 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR), für Steuerberatungsleistungen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und für sonstige Leistungen 0 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR).

[42] DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2013 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

[43] INANSPRUCHNAHME DER ERLEICHTERUNGEN NACH § 264 ABS. 3 BZW. § 264B HGB

In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2013 in Anspruch nehmen.

[44] EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Ende Februar 2014 hat der Vorstand der INDUS Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Einstellung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs der Nisterhammer Maschinenbau GmbH &Co. KG, Nister beschlossen. Von der Maßnahme betroffen sind rund 65 Mitarbeiter. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

[45] ANTEILSBESITZ

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2013

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Firma Sitz Beteiligungsquote

%
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. IFRS 3 konsolidiert
I. Operative Gesellschaften
1. ASS Maschinenbau GmbH* Overath 100 %
2. - ASS End of Arm Tooling, Inc. Livonia / USA 90 % bei Nr. 1
3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* Mudau 100 %
4. - Aurora ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi Istanbul / Türkei 99 % bei Nr. 3
5. - HEAVAC B. V. Nuenen / Niederlande 100 % bei Nr. 3
6. Aurora North America Llc. Caledonia / USA 76 % bei Nr. 91
7. Bacher AG Reinach / Schweiz 100 %
8. Betek GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %
9. - Betek Tools Inc. Buford / USA 100 % bei Nr. 8
10. BETOMAX GmbH & Co. KG* Neuss 100 %
11. - Ancotech AG Dielsdorf / Schweiz 100 % bei Nr. 10
12. - Ancotech GmbH Köln 100 % bei Nr. 10
13. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* Hillesheim 100 %
14. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* Garching 100 %
15. - M. Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 14
16. - M. Braun Inc. Stratham / USA 100 % bei Nr. 14
17. - M. Braun UK Ltd. Mansfield / Großbritannien 100 % bei Nr. 14
18. - Mecalab - M. Braun AG Grenchen / Schweiz 100 % bei Nr. 14
19. Budde Fördertechnik GmbH* Bielefeld 75 %
20. - COMSORT GmbH Kamen 100 % bei Nr. 19
21. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH Delmenhorst 75 % bei Nr. 19
22. Budde Fördertechnik GmbH* Schmalkalden 75 %
23. eltherm GmbH* Burbach 90 %
24. - ELTHERM ASIA-PACIFIC PTE. LTD. Singapur 80 % bei Nr. 23
25. -- ELTHERM (SHANGHAI) COMPANY LIMITED Shanghai / China 100 % bei Nr. 24
26. - ELTHERM UK LIMITED Berkshire / Großbritannien 75 % bei Nr. 23
27. eltherm production GmbH* Burbach 90 %
28. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* Schwelm 100 %
29. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* Reichshof-Hahn 100 %
30. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* Drolshagen 100 % bei Nr. 29
31. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25 % bei Nr. 29
32. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* Vlotho 100 %
33. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* Vlotho 90 % bei Nr. 32
34. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungs- GmbH & Co. KG* Bergisch Gladbach 100 %
35. - ISC IT Service & Consulting GmbH Greven 100 % bei Nr. 34
36. HAKAMA AG Bättwil / Schweiz 100 %
37. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* Herbrechtingen 100 %
38. Horn GmbH & Co. KG* Flensburg 100 %
39. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED (CARADON PCL LIMITED) Sheffield / Großbritannien 100 % bei Nr. 38
40. imeco GmbH & Co. KG* Hösbach 100 %
41. - IMAKON Sp Z.o.o. Luban / Polen 100 % bei Nr. 40
42. IPETRONIK GmbH & Co. KG* Baden-Baden 100 %
43. - IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 100 % bei Nr. 42
44. - Ipetronik, Inc. Livonia / USA 100 % bei Nr. 42
45. Kieback GmbH & Co. KG* Osnabrück 100 %
46. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH Osnabrück je 50 % bei Nr. 45 und bei Nr. 62
47. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* Ennepetal 100 %
48. - Köster & Co. GmbH* Ennepetal 100 % bei Nr. 47
49. - Köster CZ s.r.o. Zacler / Tschechien 100 % bei Nr. 47
50. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG* Münsingen 100 %
51. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* Wülfrath 100 %
52. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* Wülfrath 100 % bei Nr. 51
53. Mikrop AG Kronbühl / Schweiz 100 %
54. - Mikrotec Optika d.o.o. Kać / Serbien 100 % bei Nr. 53
55. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* Nister 100 %
56. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* Oelde 100 %
57. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky / Slowakei 100 % bei Nr. 56
58. Ofa Bamberg GmbH* Bamberg 100 %
59. planetroll GmbH & Co. KG* Munderkingen 100 %
60. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* Lage 100 %
61. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik* Bad Marienberg 88,89 %
62. Konrad Schäfer GmbH* Osnabrück 100 %
63. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien Reichertshofen 70 % bei Nr. 62
64. - KS Pollmann GmbH Osnabrück 100 % bei Nr. 62
65. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* Mühlhausen 100 % bei Nr. 62
66. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co.KG* Friedberg 100 %
67. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* Driedorf-Roth 85 %
68. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda Vinhedo / Brasilien 90 % bei Nr. 67
69. - Selzer Systemtechnik GmbH* Driedorf-Roth 100 % bei Nr. 67
70. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* Brackenheim 100 %
71. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH Mauer 100 % bei Nr. 70
72. Karl Simon GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %
73. - Siku GmbH Rickenbach / Schweiz 100 % bei Nr. 72
74. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* Aichhalden 100 %
75. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* Backnang 100 %
76. - SDI Service Design Innovation GmbH Brackenheim 100 % bei Nr. 75
77. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA (PTY) LIMITED East London / Südafrika 100 % bei Nr. 75
78. Turmbau Steffens & Nölle GmbH* Berlin 100 %
79. - tomcast GmbH Antennenanlagen Essenbach-Altheim 100 % bei Nr. 78
80. VULKAN INOX GmbH* Hattingen 100 %
81. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario / Kanada 100 % bei Nr. 80
82. Weigand Bau GmbH* Bad Königshofen 80 %
83. Weinisch GmbH & Co. KG* Oberviechtach 100 %
84. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* Wiesau 100 % bei Nr. 124
85. Wiesauplast de Mexico S. de R.L. de C.V. Santiago de Queretaro / Mexico 100 % bei Nr. 124
86. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. Santiago de Queretaro / Mexico 100 % bei Nr. 124
87. MID-TRONIC Wiesauplast GmbH Wiesau 90 % bei Nr. 124
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften
88. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100 %
89. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 100 %
90. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 100 %
91. Aurora North America Holding Inc. Delaware / USA 100 % bei Nr. 3
92. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100 % bei Nr. 3
93. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100 % bei Nr. 8
94. BETOMAX Verwaltungs-GmbH Neuss 100 % bei Nr. 10
95. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH Hillesheim 100 % bei Nr. 13
96. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH Schwelm 100 % bei Nr. 28
97. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100 % bei Nr. 29
98. B & F Verwaltungs GmbH Drolshagen 100 % bei Nr. 30
99. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100 % bei Nr. 32
100. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 100 % bei Nr. 32
101. GVV Verwaltungs-GmbH Greven 100 % bei Nr. 34
102. HAUFF Verwaltungs GmbH Herbrechtingen 100 % bei Nr. 37
103. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100 % bei Nr. 38
104. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hösbach 100 % bei Nr. 40
105. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100 % bei Nr. 42
106. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100 % bei Nr. 45
107. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100 % bei Nr. 47
108. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100 % bei Nr. 50
109. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100 % bei Nr. 52
110. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 100 % bei Nr. 55
111. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100 % bei Nr. 56
112. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100 % bei Nr. 59
113. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lage 100 % bei Nr. 60
114. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Bad Marienberg 100 % bei Nr. 61
115. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 100 % bei Nr. 65
116. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100 % bei Nr. 66
117. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf-Roth 100 % bei Nr. 67
118. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 100 % bei Nr. 70
119. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100 % bei Nr. 72
120. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100 % bei Nr. 74
121. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100 % bei Nr. 75
122. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100 % bei Nr. 83
123. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: INDUS Delta GmbH) Bergisch Gladbach 100 % bei Nr. 84
124. Wiesauplast GmbH & Co. KG (Holding) Wiesau 100 %
125. Wiesauplast Verwaltungs GmbH Wiesau 100 % bei Nr. 124

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Firma Sitz Beteiligungsquote

%
gezeichnetes Kapital Eigenkapital Jahresergebnis

T €
B. Assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert
126. Betomax Polska Sp. z.o.o. Konskie / Polen 30 % bei Nr. 10 2.890,8** 5.873,0** 880,9**
127. Tecalemit Inc. Houston / USA Texas 50 % bei N r. 38 0,0** 2.163,2** -238,5**
128. TKI Automotive GmbH Gaimersheim 49 % bei N r. 43 25,0 5.660,2 495,0
129. Wiesauplast PMC de Mexico S. de R.L. Mexico 45 % bei N r. 85 152,2** 301,0** 158,5**
C. Sonstige Beteiligungen
I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert
130. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH S Co. Vermietungs KG Wiesbaden 94 % bei N r. 72 4,8 394,0 459,3
131. Farlos Beteiligungs GmbH S Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94 % bei N r. 58 25,0 0,0 136,5
132. MESIL Beteiligungs GmbH S Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94 % bei N r. 34 25,4 9,9 -9,3
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert
133. ELTHERM CANADA INC. Toronto / Kanada 80 % bei N r. 23 18,3** 0,0** -191,4**
134. KERAMOS Zacler s.r.o. Zachler / Tschechien 99 % bei N r. 48 3,6** 0,0** -29,1**
135. Köster RUS 000 Russland 100 % bei Nr. 48 77,2** 59,6** 21,0**
136. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG Schwarzenbek 10 % bei Nr. 52 100,0 42,4 36,7
137. PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 38 196,8** 0,0** -7,9**
138. PCL Sumo Air Technology Mumbai / Indien 50 % bei N r. 38 128,9** 79,2** 9,9**
139. PCL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 38 122,5** 102,1** 166,4**
140. Polartherm Group Oy Luvia / Finnland 18 % bei Nr. 60 170,0 4.851,3 1.211,0
142. Tribo Hartstoff GmbH Immelborn 13 % bei Nr. 8 500,0 8.119,3 2,6
143. Betomax Austria GmbH Dienstleistungsgewerbe Linz / Österreich 100 % bei Nr. 10 35,0 18,6 -61,4

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Firma letzter Jahresabschluss
B. Assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert
126. Betomax Polska Sp. z.o.o. 31.12.2013***
127. Tecalemit Inc. 31.12.2013
128. TKI Automotive GmbH 31.12.2013
129. Wiesauplast PMC de Mexico S. de R.L. 31.12.2013
C. Sonstige Beteiligungen
I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert
130. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH S Co. Vermietungs KG 31.12.2013
131. Farlos Beteiligungs GmbH S Co. Vermietungs-KG* 31.12.2013
132. MESIL Beteiligungs GmbH S Co. Vermietungs-KG* 31.12.2013
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert
133. ELTHERM CANADA INC. 31.12.2013
134. KERAMOS Zacler s.r.o. 31.12.2013
135. Köster RUS 000 31.12.2013
136. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG 31.12.2013***
137. PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. 31.12.2013
138. PCL Sumo Air Technology 31.03.2013
139. PCL Trading (Shanghai) Co., Ltd. 31.12.2013
140. Polartherm Group Oy 30.04.2013
142. Tribo Hartstoff GmbH 31.03.2013
143. Betomax Austria GmbH Dienstleistungsgewerbe 31.12.2013

* Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

** Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2013 bzw. Periodendurchschnittskurs 2013 beim Jahresergebnis

*** vorläufiger Jahresabschluss per 31.12.2013

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

[46] ORGANE

AUFSICHTSRAT DER INDUS HOLDING AG

Dipl. Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur (Dipl. Ing.), Bergisch Gladbach

Vorsitzender

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

MS Schramberg Holding GmbH & Co. KG, Schramberg
Erichsen Beteiligungs GmbH, Hemer

Dr. Jürgen Allerkamp, Volljurist, Hamburg

Stellvertretender Vorsitzender

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Neue Dorint GmbH, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates
GAGFAH S.A., Luxemburg, Vice Chairman

Dr. Ralf Bartsch, Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe

SCHLAU/HAMMER, Porta Westfalica

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Meffert AG, Farbwerke, Bad Kreuznach, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Hans Joachim Selzer, Ingenieur (Dipl. Wirtschafts Ing.), Driedorf

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Herborner Pumpenfabrik J.H. Hoffmann GmbH & Co. KG Herborn

Helmut Späth, Kaufmann (Dipl.-Kfm.), Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der

Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Bayerische Beamtenkasse AG, München
Saarland Feuerversicherung AG, Saarbrücken
Saarland Lebensversicherung AG, Saarbrücken
Landesbank Berlin AG, Berlin
DIC Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main
Ifb AG, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Die Bayerischen Beamtenkasse AG, die Saarland Feuerversicherung AG, und die Saarland Lebensversicherung AG sind Konzerngesellschaften des Konzerns Versicherungskammer Bayern.

Carl Martin Welcker, Ingenieur (Dipl. Ing), geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln

VORSTAND DER INDUS HOLDING AG

Jürgen Abromeit, Georgsmarienhütte

Vorstandsvorsitzender

Weitere Mandate in Beratungsgremien:

Wirtschaftsbeirat NORD/LB, Hannover
Wirtschaftsbeirat Börse Düsseldorf

Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Bergisch Gladbach

Rudolf Weichert, Erkrath

Bergisch Gladbach, den 11. April 2014

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Zusammengefasster Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

INDUS führt als Finanzinvestor ein Portfolio von 40 Unternehmen aus Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Durch organische Weiterentwicklung und externe Zukäufe will die Führung der Unternehmensgruppe die Qualität dieses Portfolios in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen.

GESCHÄFTSMODELL

Aufstellung: INDUS - die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Fokus Mittelstand

Die INDUS Holding AG ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor. Seit ihrer Gründung 1985 hat sich INDUS als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert und im Rahmen ihrer kontinuierlichen Entwicklung mehrere Dutzend mittelständische Produktionsunternehmen übernommen. Heute umfasst das Portfolio 40 Unternehmen. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Die Aktie wird im Börsensegment SDAX gehandelt. Die Unternehmen sind fünf Segmenten zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2013 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS. Die Gesellschaft wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Die AG beschäftigt zum Stichtag ohne Vorstand 20 Mitarbeiter. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Personen und verfügt über einen Personal- und einen Prüfungsausschuss.

Rechtliche Struktur: Führungsgesellschaft hält Mehrheitsbeteiligungen an mittelständischen Unternehmen

Unternehmenssitz der Holding ist Bergisch Gladbach; die Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Zwischen den Unternehmen und der Führungsgesellschaft sind die Aufgaben klar geregelt. Die Verantwortung für die operative Entwicklung liegt bei den Geschäftsführern der Einzelgesellschaften. Das umfasst die Kernbereiche Produktion und Vertrieb, Marketing und Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf das Wahrnehmen von Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Bilanzierung. Die strategischen Ziele und Meilensteine der operativen Entwicklung werden im Rahmen der Jahresplanung zwischen den verantwortlichen Geschäftsführern und den Experten der Führungsgesellschaft diskutiert und mit dem Vorstand festgelegt. Für Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle in der AG wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen.

Organisationsstruktur: Gruppe ist dezentral aufgestellt

Die Tochtergesellschaften handeln operativ selbstständig und finanzieren ihr operatives Geschäft aus eigenen Mitteln, bei Bedarf auch mit Unterstützung der Führungsgesellschaft. Die Führungsgesellschaft begleitet strategische und langfristige Investitionen und übernimmt im Wesentlichen eine Beratungs- und Coaching-Funktion gegenüber der lokalen Geschäftsführung. Für die Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.

Geschäftsfelder und Wettbewerbspositionen: Diversifizierte Aktivitäten

INDUS beteiligt sich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Der hohe Diversifizierungsgrad des Portfolios ist zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Informationen zu den Unternehmen bzw. zu den Unternehmensbereichen, denen diese zugeordnet werden, sowie Informationen zu den jeweiligen Branchenentwicklungen finden sich in den Kapiteln Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht. Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen immer noch eine wichtige Rolle; die Bedeutung der Auslandsmärkte hat jedoch in den letzten Jahren zugenommen. Rund 49 % ihres Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb Deutschlands. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben viele Beteiligungsunternehmen Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Brasilien, Südafrika, China, Nordamerika und Mexiko.

Akquisitionen: Portfolio durch neue Unternehmen verstärkt

2013 hat INDUS direkt bzw. über seine Beteiligungen sechs neue Unternehmen erworben; insgesamt wurden dafür rund 50 Mio. EUR investiert. Die Zukäufe auf Portfolioebene hat INDUS vorrangig in den definierten Zielbranchen vorgenommen. Mit BUDDE Fördertechnik wurde im März 2013 eine Akquisition im Zielmarkt Logistik getätigt. Budde ist ein Spezialist für Transportsysteme, insbesondere für Paketverteilanlagen. Dieses Geschäft ist aufgrund des zunehmenden Internethandels ein Wachstumsmarkt. Mitte des Jahres wurde ELTHERM übernommen, ein Unternehmen aus dem Bereich der Energietechnik. Weltweit arbeiten nur acht Unternehmen mit einem ähnlichen Produktprogramm. Das Unternehmen fertigt sogenannte Begleitheizungssysteme und sorgt damit für konstante Prozesstemperaturen in der Fertigung, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie oder der chemischen Industrie. Das Unternehmen ist international aufgestellt und besitzt seit drei Jahren eine Tochter in Singapur. ELTHERM ist ein Beispiel für einen Weltmarktführer in der Nische.

Die weiteren Akquisitionen sind strategische Ergänzungen für INDUS-Töchter: Seit Juni 2013 ergänzt die niederländische HEAVAC, der Marktführer für Klima- und Lüftungstechnik in Bussen für die BeNeLux-Staaten, die Beteiligung AURORA. Die Firma verfügt auch über ein gutes Geschäft in Großbritannien und Russland. Das sind Märkte, in denen AURORA bislang noch nicht oder kaum vertreten war. Im Juli erwarb HORN/TECALEMIT einen US-amerikanischen Spezialisten für Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue, die Lubrication Solution Inc. (LSI) in Houston, Texas. Damit erschließt TECALEMIT verstärkt den nordamerikanischen Markt und steigt in den Wachstumsmarkt mit umweltfreundlichen Technologien ein. Die Übernahme des operativen Geschäfts der LSI durch die amerikanische Tochter von HORN, die TECALEMIT Inc., USA wurde im Rahmen eines Asset Deals abgeschlossen. Als dritte strategische Ergänzung erwarb im August 2013 BUDDE die Provis GmbH, einen Experten für Steuerungstechnik. PROVIS ist eine Ergänzung für die BUDDE Fördertechnik und bildet mit seinem Wissen in der Steuerungstechnik einen weiteren Baustein in der Wertschöpfungskette von BUDDE. Im September schließlich erwarb die Beteiligung SCHÄFER, ein Spezialist für Prototypenbau für die Automobilindustrie, den Münchner Formenbauer D.M.S. einen Spezialisten für das Design und die Konzeption von 3D-Modellen. SCHÄFER kann somit künftig vom Design bis zum fertigen Bauteil vor der Serie seinen Kunden alles aus einer Hand liefern.

Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren: Diversifikation sorgt für Risikostreuung

Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Bedingt durch die steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz sind die Preise für verschiedenste Ausgangsmaterialien ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen zudem die Kostenseite.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB: Grundkapital, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Beteiligungen von mehr als 10 %

Laut der letzten Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG. Nach Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer nach ihrer Beteiligung an der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung zum Stichtag 19,4 % der Aktien.

Sonderrechte und Stimmrechtskontrolle

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

Satzungsänderungen

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.

Befugnisse des Vorstands zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.328.626 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 5.779.215,80 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 7,5 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 7,5 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71 d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 11.700.00,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.

Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.

ZIELE UND STRATEGIE

Ziel: Ausbau des werthaltigen Portfolios und Beteiligung der Aktionäre am wirtschaftlichen Erfolg

INDUS hat sich als deutsche börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand positioniert. Ziel ist es, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10 % plus" zu erwirtschaften. Diese Rendite bildet die Basis für regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende - der Zielwert liegt bei bis zu 50 % vom Bilanzgewinn - an ihre Eigentümer weiter. Damit bietet die Gesellschaft einem breiten Kreis an Investoren Zugang zur wertstabilen Anlageklasse "Mittelstand".

Das Portfolio soll zudem durch den Erwerb weiterer rentabler mittelständischer Industrieunternehmen und durch eine verstärkte Weiterentwicklung der Unternehmen wachsen. Daher hält INDUS beständig nach Kaufoptionen Ausschau. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. In erster Linie ist INDUS als Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand bekannt. Dieser Fokus bleibt unverändert. Darüber hinaus können beispielsweise Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessante Investitionsmöglichkeiten darstellen, allerdings nur, wenn sich diese Einheit als selbstständiges und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.

Gesucht sind Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in einer Abschwungphase befinden.

Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold and develop" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehören aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in begründeten Einzelfällen eine spätere Trennung denkbar, weil notwendig und sinnvoll - zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen nach erfolgreichen Jahren gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.

Investitionskriterien und Portfoliozusammensetzung: Identifizieren von Hidden Champions

Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine Rendite (EBIT-Marge) von "10 % plus" erwirtschaften. Vor Kauf eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die nachhaltige Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu übernehmen. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität sichern. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer gezielt unterstützt werden.

Strategie: Kontrollierte Entwicklung des Portfolios im Rahmen von KOMPASS 2020

Im Rahmen des 2012 vom Vorstand vorgelegten Strategieprogramms "KOMPASS 2020" legt INDUS den strategischen Fokus auf eine verstärkte Portfolioentwicklung. Ziel ist es, die bestehenden Unternehmen zu entwickeln, damit die Leistungsfähigkeit der Gruppe auszubauen und parallel gezielt neue Unternehmen zu zukaufen. KOMPASS 2020 definiert drei Handlungsschwerpunkte: die Repositionierung leistungsschwächerer Unternehmen, die verstärkte Entwicklung bestehender Unternehmen und das Erzielen zusätzlichen Wachstums durch Zukäufe.

Schwerpunkt der Repositionierungsanstrengungen 2013 war das Segment Fahrzeugtechnik. Hier wurden durch strategische Neuaufstellung, verbessertes Kostenmanagement und erhöhte Vertriebsanstrengungen deutliche Ergebnisverbesserungen erreicht. Weitere Erläuterungen dazu finden sich im Segmentbericht Fahrzeugtechnik.

Um das Portfolio stärker zu entwickeln, hat der Vorstand ein Bündel an Maßnahmen gestartet. Auch für die mittelständischen Spezialisten der INDUS-Gruppe ist aus Sicht des Vorstands weiteres Wachstum vor allem über Internationalisierung erreichbar. Die INDUS-Beteiligungen suchen sich daher gezielt Länder, die eine stabile Wachstumsperspektive versprechen, und bauen dort lokale Aktivitäten auf; die Führungsgesellschaft begleitet sie auf diesem Weg.

Die Gruppe ist derzeit mit Aktivitäten in Nord-, Süd- und Mittelamerika vertreten und auch in Asien und Südafrika sowie Osteuropa präsent. In den nächsten Jahren will INDUS die Internationalisierung vorrangig mit Zielrichtung Amerika und Asien vorantreiben.

Um die Marktpositionen einzelner Tochtergesellschaften zu stärken, sucht INDUS zudem verstärkt nach Gelegenheiten für strategische Zukäufe. 2013 wurden für die Töchter AURORA, BUDDE, HORN und KIEBACK-SCHÄFER jeweils solche Ergänzungen erworben; die Gesellschaften ergänzen die Wertschöpfungskette oder erweitern den Absatzmarkt. Zwei dieser Gesellschaften haben ihren Sitz im Ausland (Niederlande und USA). Zusätzlich will INDUS den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe fördern und die systematische Befassung mit Innovationen gruppenweit ausbauen. Dazu hat der Vorstand ein Ressort "Innovation" eingerichtet.

Drittes Ziel von KOMPASS 2020 ist das Wachsen durch Zukäufe im Portfolio. INDUS will auch 2020 einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Industrien abbilden. Daher hat der Vorstand industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen er verstärkt zukaufen wird. Dies sind die Geschäftsfelder Infrastruktur/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. 2013 wurden mit den Unternehmen BUDDE UND ELTHERM zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Logistik sowie Energietechnik erworben.

STEUERUNGSSYSTEM

Unternehmensinternes Steuerungssystem: Weitgehende Eigenverantwortung der Einzelgesellschaften

Das Steuerungssystem der INDUS Holding AG basiert auf regelmäßigen strategischen Diskussionen auf Grundlage einer mehrjährigen Perspektive innerhalb des Vorstands sowie mit den Geschäftsführern der Gesellschaften. Darüber hinaus führen der Vorstand und die einzelnen Geschäftsführer unterjährig Budget- und Planungsgespräche. In diesen Gesprächen werden auf der Grundlage fortgeschriebener Einzelstrategien kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele vereinbart. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der einzelnen Unternehmen.

Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der einzelnen Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und -bestand sowie Auftragsreichweite und -qualität. Das Controllingsystem überprüft die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele, sodass Planabweichungen frühzeitig erkannt werden und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen mit den Geschäftsführern vor Ort erörtert werden können. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten dem Vorstand über wesentliche Veränderungen. Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft zur Steuerung der Gruppe sind vor allem die EBIT-Marge, Umsatz und Gesamtkapitalrendite sowie der Netto-Cashflow.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

INDUS betreibt Innovations- und Technologiemanagement, Töchter verfolgen F&E-Initiativen eigenständig

Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Einzelunternehmen der Gruppe. Die systematische Befassung mit Innovationen und Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sichert nachhaltig die Rendite und liefert eine wichtige Grundlage für die gute Marktposition der Beteiligungsgesellschaften in ihren jeweiligen Nischenmärkten. INDUS betrachtet es als ihre Aufgabe, bei den Beteiligungsunternehmen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu fördern und deren Umsetzung zu unterstützen. Zu diesem Zweck hat INDUS im Jahr 2013 mit dem Aufbau eines Innovations- und Technologiemanagements begonnen. Ziel ist dabei, die Innovationskraft der Gesellschaften nachhaltig zu stärken. Erste zentral angestoßene Schritte sind in diesem Zusammenhang die Erhöhung der Transparenz bezüglich der in der Gruppe eingesetzten Technologien, sowie die gezielte Vernetzung der in Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften eigenständig gesteuerten F&E-Aktivitäten fokussieren sich darauf, vorhandene Produkte weiterzuentwickeln, innovative Produkte bis zur Marktreife zu führen und sie erfolgreich im Markt zu platzieren. Die Ausrichtung der Produktentwicklung erfolgt dabei unter konsequenter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden in den jeweiligen Marktnischen. Trotz der daraus resultierenden Projektvielfalt ergeben sich Querschnittsthemen, die sich innerhalb einzelner Segmente, aber teilweise auch segmentübergreifend ausprägen. Hervorzuheben sind in diesem Kontext Entwicklungsprojekte in den Bereichen Leichtbau, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität sowie im Bereich der Entwicklung innovativer Werkstoffe.

Ein weiteres Ziel der F&E-Aktivitäten in der INDUS-Gruppe ist die Optimierung der Produktionsprozesse: Sämtliche eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technologien und Materialien werden auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Rationalisierung und flexible Automatisierungslösungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten berücksichtigen im Produkt- wie im Prozessbereich sowohl die Frage des Mehrwerts für den Kunden als auch ökologische Aspekte.

Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2013 bei 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Die aktuellen F&E-Investitionen der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand das Ziel gesetzt, mehr in F&E-Aktivitäten zu investieren und sich an den Top-Innovatoren der jeweiligen Branchen zu orientieren. Die Unternehmen sollen sich bei ihren Entwicklungsaktivitäten nicht nur auf die Weiterentwicklung der bestehenden Produktprogramme und Leistungen beschränken, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen. Mit der Akzentuierung der F&E-Aktivitäten geht einher, dass die Gruppe ihre Investitionen künftig noch stärker abwägt. Vor diesem Hintergrund erarbeitet INDUS derzeit ein F&E-Kennzahlensystem. Das Kennzahlensystem soll die Transparenz erhöhen und F&E-Investitionen zukünftig noch stärker als bisher auf Innovationen und die damit verbundenen Ertragschancen ausrichten.

Insgesamt ist festzuhalten, dass sich ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt positioniert. Dies bedingt neben einer höheren Wertschöpfungstiefe auch ein zunehmendes Maß an Forschungs- und Entwicklungskompetenz. Es bestehen sowohl kunden- wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem wird in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten in der Gruppe auch die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat verpflichten sich den Prinzipien des Deutschen Corporate Governance Kodex mit zwei begründeten Abweichungen

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB - über die Unternehmensführung. Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben im Dezember 2013 gemeinsam die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetpräsenz unter www.indus.de dauerhaft zugänglich gemacht.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2013 den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 13. Mai 2013 entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:

Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 und Satz 2: Benennung konkreter Ziele bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die mit dem Kodex verfolgte Intention auch ohne die Benennung konkreter Ziele erreicht werden kann und dass die Festlegung solcher Ziele den Aufsichtsrat bei der Auswahl geeigneter Mitglieder sogar beschränken würde. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung jedoch auch künftig die Empfehlungen des Kodex, etwa zur Vielfalt, berücksichtigen und - unabhängig vom Geschlecht - die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen infrage kommender Personen in den Vordergrund stellen. Zudem hat die INDUS Holding AG seit etwa zwei Jahren für die Mitgliedschaft in ihren Organen Altersgrenzen festgelegt. Danach dürfen die Mitglieder des Vorstands ein Alter von 67 Jahren und die Mitglieder des Aufsichtsrats zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Alter von 70 Jahren nicht überschreiten.

Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4: Die INDUS Holding AG veröffentlicht den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums.

Die INDUS Holding AG hat bisher den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Sie wird auch in Zukunft diese Fristen nicht einhalten, sondern die Fristen der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und die gesetzlichen Regeln beachten, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahrs bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2014 an.

Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet wird die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat ist mit Herrn Burkhard Rosenfeld derzeit ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied 2005 aus dem Vorstand aus und wurde 2008 in den Aufsichtsrat berufen.

Arbeitsweise und Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Ausschüsse

Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern, sowie Zustimmungen zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch Mitglieder des Vorstands zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.

Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Vorstand

Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse für die INDUS Holding AG und die INDUS-Gruppe. Der Vorstand bestand 2013 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender), Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik Organe dargestellt. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Corporate-Governance-Bericht (s.o.) verwiesen. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor der Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Vermeidung von Interessenkonflikten

2013 bestand ein Beratervertrag zwischen dem Aufsichtsratsmitglied Hans Joachim Selzer und der Beteiligungsgesellschaft SELZER. Er lief zum 31. Dezember 2013 aus. Sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.

Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und Aufsichtsräten wahrgenommen werden, können dem Einzelabschluss der INDUS Holding AG entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang dargestellt.

Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung

Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG (Vorstand) bzw. gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Aufsichtsrat) abgeschlossen.

Vergütungsbericht

Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.

Vergütungssystem entspricht dem Gesetz zur Angemessenheit der aktuellen Vorstandsvergütung (VorstAG)

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.

Der Short Term Incentive bemisst sich am Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (Konzern-EBIT). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze).

Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 85.523 SAR (Vorjahr: 142.605) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 433 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.596 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 804 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Die Vorstandsmitglieder erhielten folgende Vergütungen:

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in TSD. EUR feste Vergütung variable Vergütung virtuelle Aktienoptionen
Zum 31.12.2013 amtierende Vorstandsmitglieder 2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Jürgen Abromeit 521 414 302 252 207 59
Dr. Johannes Schmidt 385 327 182 182 163 52
Rudolf Weichert 331 220 165 121 51 10
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Helmut Ruwisch 0 291 0 429 0 193
Dr. Wolfgang Höper 0 180 0 182 0 265
Gesamt 1.237 1.432 649 1.166 421 579

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in TSD. EUR Abfindung Gesamt
Zum 31.12.2013 amtierende Vorstandsmitglieder 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Jürgen Abromeit 0 0 1.030 725
Dr. Johannes Schmidt 0 0 730 561
Rudolf Weichert 0 0 547 351
Ehemalige Vorstandsmitglieder
Helmut Ruwisch 0 242 0 1.155
Dr. Wolfgang Höper 0 134 0 761
Gesamt 0 376 2.307 3.553

Durch Gehaltsumwandlung wurden 3 TEUR zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet (Vorjahr: 53 TEUR). Sonstige irgendwie geartete Leistungs- oder Pensionszusagen bestanden und bestehen nicht; die feste Vergütung beinhaltet auch die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile (i. W. Gewähren von Dienstwagen). Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorstandsmitgliedern Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt auf 315 TEUR (Vorjahr: 348 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 43 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR).

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:

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in TSD. EUR Fixe Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Burkhard Rosenfeld 60 60 24 30 84 90
Dr. Jürgen Allerkamp 45 45 18 27 63 72
Dr. Ralf Bartsch 30 30 12 18 42 48
Dr. Uwe Jens Petersen (bis 3. Juli 2012) 0 15 0 9 0 24
Dr. Egon Schlütter (bis 3. Juli 2012) 0 15 0 9 0 24
Hans Joachim Selzer (ab 4. Juli 2012) 30 15 12 9 42 24
Helmut Späth (ab 4. Juli 2012) 30 15 12 6 42 21
Carl Martin Welcker 30 30 12 15 42 45
Gesamt 225 225 90 126 315 348

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Jahr 2013 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen ein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mit einer Stückzahl von 2.000 INDUS-Aktien mitgeteilt. Das Geschäft wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Abromeit getätigt. Der Preis pro Stück lag bei 27,87 EUR, das Volumen bei rund 56 TEUR. Alle mitgeteilten Wertpapiergeschäfte sind auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Der Gesamtbesitz der durch alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien überstieg zum 31. Dezember 2013 in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien und erreichte 1,54 %. Davon hält der Aufsichtsrat Hans Joachim Selzer 370.033 Aktien (entspricht 1,5 %), der Aufsichtsrat Dr. Jürgen Allerkamp 4.000 Aktien und der Vorstand Jürgen Abromeit 2.000 Aktien.

Transparenz

INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichberechtigt und informiert sie gleichzeitig. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Im Berichtsjahr veröffentlichte INDUS zwei Ad-hoc-Mitteilungen gemäß § 15 WpHG. Sie betrafen den Kauf der BUDDE-Gruppe im Januar und die Ankündigung einer Kapitalerhöhung im Dezember. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen wurden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.

Aktionäre und Hauptversammlung

Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen, ohne Bevollmächtigung eines Vertreters, per Briefwahl abzugeben. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 24. Juni 2013 in Köln statt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.

Wirtschaftsbericht

2013 war für Deutschland in der Gesamtschau erneut ein stabiles Jahr. Dabei deutete das schwache erste Quartal zunächst auf eine Rezession hin. Die deutsche Industrie, allen voran die exportstarken Branchen Automobilwirtschaft und die inländische Bauwirtschaft, lieferte erneut starke Impulse für eine deutsche Sonderkonjunktur.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZU DEN RAHMENBEDINGUNGEN 2013

Das für 2013 erhoffte Anziehen der weltweiten Wachstumsdynamik blieb aus. In den USA bremste die Haushaltssperre die gute Entwicklung, in Europa dämpfte die Eurokrise die Konjunktur. Neben Spanien, Griechenland und Portugal gerieten zunehmend Frankreich und Italien unter Druck. Wachstumsimpulse kamen, wie schon in den vergangenen Jahren, aus den Schwellenländern und vorrangig aus China. Das erste Quartal verlief in Deutschland schwach. Erst durch die sich belebende Nachfrage im Jahresverlauf entstand leichtes Wachstum. In Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau und der Metall- und Elektroindustrie herrschte noch eine spürbare Investitionszurückhaltung.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Weltwirtschaft wuchs 2013 schwach, Europa auf dem Weg zur Trendwende, Deutschland insgesamt stabil

Nicht zuletzt infolge der Umsetzung des sogenannten Outright-Monetary-Transactions-Programms (OMT-Programm) der Europäischen Zentralbank (EZB) im Oktober 2012 stabilisierte sich die Weltkonjunktur im Jahresverlauf 2013. In den Industrieländern kam es zu einem leichten Produktionsanstieg. Allerdings ist der aktuelle Aufschwung noch nicht selbsttragend, da viele Industrieländer weiterhin hohe öffentliche Finanzierungsdefizite aufweisen und eine expansive Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur verfolgen. In den Schwellenländern setzte sich dagegen die Konjunkturverlangsamung fort; in einigen dieser Länder dämpfen länderspezifische Probleme die Wachstumsrate des Produktionspotenzials. Das Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) dürfte 2013 insgesamt 2,9 % betragen.

Für die Euro-Zone sieht die EU-Kommission eine konjunkturelle Trendwende, aber nur einen allmählichen Aufschwung. Die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen haben zwar den Weg für die Erholung geebnet, aber die Arbeitslosigkeit steht auf einem Rekordhoch. Im Frühjahr 2013 ist die Wirtschaft in der Euro-Zone erstmals seit eineinhalb Jahren wieder leicht gewachsen. Dennoch geht die Kommission weiter davon aus, dass die Wirtschaft in den 18 Ländern im Gesamtjahr 2013 unterm Strich um 0,4 % schrumpft. Nach aktuellen Prognosen für Deutschland soll das BIP im Jahr 2013 um 0,5 % wachsen. Trotz einer schwachen Konjunktur zum Jahresbeginn 2013 hat Deutschland somit keine Rezession erlitten; der erhoffte Aufschwung blieb jedoch ebenso aus. Das gute Konsumklima und der hohe Beschäftigtenstand stützten aber die heimische Wirtschaft.

BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil; dabei war die Nachfrage in den Bereichen Metalltechnik sowie in Teilbereichen des Maschinen- und Anlagenbau etwas schwächer als in den Bereichen Bau, Fahrzeug- und Medizintechnik.

BAU/INFRASTRUKTUR

Kraftvolle Entwicklung der deutschen Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft blieb auch in 2013 eine starke Stütze der deutschen Konjunktur. Der lange und harte Winter zu Beginn des Jahres sorgte zwar für ein äußerst schwaches Auftaktquartal, in den Folgemonaten aber holten die Unternehmen das verlorene Geschäft zusehends auf. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie geht nach letzten Schätzungen davon aus, dass für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von rund 2 % erreicht wird. Die gute Konjunktur wird von allen drei Sparten (Wohnungs-, Wirtschafts- und Öffentlicher Bau) getragen, allen voran trieben jedoch die Nachfrage nach Wohnraum und der Trend zu Modernisierung bzw. energetischer Sanierung den Markt.

FAHRZEUGTECHNIK

Automobilbranche profitiert von starker Nachfrage aus China und USA

Die Perspektiven für das Automobiljahr 2013 waren, weltweit betrachtet, gut. Der Welt-Pkw-Markt ist 2013 um 2 % auf 70,2 Mio. Einheiten gewachsen. Die Dynamik kommt aus den beiden großen Regionen China und USA. Hier wuchs der Absatz um 23 % bzw. 8 %. Der westeuropäische Markt insgesamt blieb schwierig, hat sich aber 2013 erholt. Hier zeichnet sich ein Rückgang um etwa 2 % ab. Im Gesamtjahr 2013 erreichte der westeuropäische Pkw-Markt ein Volumen von knapp 11,6 Mio. Neuwagen. Damit lag er nur noch rund 2 % unter dem Niveau von 2012. In Deutschland legten dagegen die Neuzulassungen zu (+5 %).

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Branche bleibt exportstark, aber Eurokrise dämpft immer noch das Geschäft

In die EU-Länder gehen knapp 40 % der deutschen Maschinenausfuhren. Die aktuelle Rezession im Euro-Raum traf daher den Maschinen- und Anlagenbau. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Minus von 2 %. Auch der Exportmarkt Nummer eins (China) ließ im Herbst 2013 nach. Die USA, zweitgrößter Exportmarkt für deutsche Maschinen, blieben im September 2013 mit minus 0,8 % ebenfalls knapp unter der Nulllinie, während der russische Markt (als viertstärkster hinter Frankreich) im 3. Quartal 2013 rund 8 % unter dem Vorjahresstand blieb. Kräftige Steigerungen gab es in einigen volumenstarken Märkten wie Südkorea, Saudi-Arabien, Mexiko, Südafrika und Japan; in diese Länder gehen jeweils zwischen 1 und 2 % der deutschen Maschinenausfuhren.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

Spardruck im Erstattungsbereich nimmt zwar zu, aber Trend zu privater Gesundheitsvorsorge wirkt ausgleichend

Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2013 leicht abgeschwächt. Es wird nach den Erwartungen der Branchenexperten (Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie) bei nur noch durchschnittlich 2,6 % liegen. Ursächlich dafür sind aber eher brancheninterne Faktoren wie verstärkter Wettbewerbsdruck und zunehmende Nachfrage nach Rationalisierung im Gesundheitswesen seitens der Krankenkassen. Die Verbraucherstimmung war in Deutschland 2013 überaus stabil insbesondere aufgrund des weiterhin guten Arbeitsmarkts und einer guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

METALLTECHNIK

Investitionszurückhaltung auch in 2013 spürbar

2013 konnte sich die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) nach einem schwachen Winter 2012/13 im ersten Halbjahr deutlich erholen; auch im 3. Quartal verzeichneten Produktion und Auftragseingang leichte Zuwächse. Lagebeurteilung und Erwartungen sind zum Jahresende klar positiv. Zudem kommen aus dem Euro-Raum ermutigende Nachrichten über das allmähliche Abklingen der Rezession. Die Metallbranche konnte somit marginal um 0,3 % zulegen. Für das weitere Geschäft der M+E-Industrie sind die inländischen Investitionen von zentraler Bedeutung. Auch hier gibt es positive Zeichen: Nach sechs Quartalen des Rückgangs sind die Ausrüstungsinvestitionen mit einem Plus von 0,9 % im 2. Quartal 2013 zum ersten Mal wieder gestiegen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2013 verlief besser als geplant. INDUS erwirtschaftete einen Umsatz von nahezu 1,2 Mrd. EUR und ein EBIT von 114 Mio. EUR. Damit wurden die definierten Wachstumsziele für Umsatz und operatives Ergebnis übertroffen. Trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Beteiligungen und etwas stärker als erwarteten Ergebniseinbußen im Segment Maschinen- und Anlagenbau erzielte INDUS die operative Marge des Vorjahres von 9,6 %. Bei den weiteren kommunizierten Kennzahlen für die Segmente, die Investitionen, Abschreibungen sowie für wesentliche bilanzielle Eckdaten erfüllte die Gruppe ihre Prognosen bzw. lag teilweise besser.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND ZIELERFÜLLUNG

Soll-Ist Vergleich

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Ist 2013 Prognose 2013
Umsatzwachstum INDUS + 8% (davon 3,3% organisches Wachstum) stärkeres Umsatzwachstum INDUS gg. BIP Dtld. (Prognose BIP +0,4 - +0,7%)
Umsatzerlöse 1.195,2 Mio. EUR Umsatzerlöse>1,1 Mrd. EUR (im Jahresverlauf aktualisiert auf 1,1 bis 1,2 Mrd. EUR)
EBIT 114,2 Mio. EUR Operatives Ergebnis (EBIT)>100 Mio. EUR (im Jahresverlauf aktualisiert auf 108 bis 110 Mio. EUR)
Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 224,2 Mio. EUR, Marge 13,6% Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz leicht unter 2012 ( =229,2 Mio. EUR), Marge 11 bis 13%
Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 349,5 Mio. EUR, Marge 7,7% Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz>2012 (= 323,7 Mio. EUR), EBIT-Marge 6% plus
Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 206,2 Mio. EUR (akquisitionsbereinigt 159,3 Mio. EUR), Marge 9,6% Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz>156,5 Mio. EUR, Marge 10%
Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 95,8 Mio. EUR, Marge 16,9% Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz>88,0 Mio. EUR, Marge 15%
Segmentergebnis Metalltechnik: Umsatz 319,3 Mio. EUR, Marge 8,6% Segment Metalltechnik: Umsatz>307,5 Mio. EUR, Marge 9 bis 10%
2 Unternehmen und 4 strategische Erweiterungen erworben Zukauf von 1 bis 2 Unternehmen
Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau: -42,8 Mio. EUR Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau (-42,0 Mio. EUR)
Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 52,1 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 50 Mio. EUR
EK-Quote 43,6% (ohne Kapitalerhöhung rund 41 %) Stabile EK-Quote auf Basis des Vorjahres (39%)
Verhältnis Nettoverschuldung / EBITDA 2 Jahre Beibehalten Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA zw. 2 und 2,5 Jahren

Der Vorstand der INDUS Holding AG beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv. Trotz einer etwas schwächer als erwarteten Entwicklung der Konjunktur ist es INDUS gelungen, die für das Jahr 2013 prognostizierten Werte zu erreichen beziehungsweise zu übertreffen. Angesichts der positiven Konjunkturerwartungen für 2013 hatte INDUS im Frühjahr 2013 eine leicht optimistischere Planung als im Vorjahr vorgelegt. Wider Erwarten verlief das erste Quartal dann aber relativ schwach; insbesondere das Bausegment wurde durch die starke Frostperiode beeinträchtigt. Zwar erholte sich die Bauwirtschaft ab März überdurchschnittlich, aber die zur Jahresmitte erhoffte, stärkere Konjunkturbelebung blieb aus.

Der Umsatzzuwachs der INDUS-Gruppe von rund 90 Mio. EUR ist zu rund 60 % (das entspricht 53,7 Mio. EUR) durch Akquisitionen bedingt, rund 40 % (das entspricht 36,2 Mio. EUR) resultieren aus einem organischen Umsatzzuwachs. Die Gruppe wuchs organisch um 3,3 %. Die Kostenseite blieb sowohl in Bezug auf die Material- als auch die Personalkosten stabil. Das EBIT wuchs absolut um 8,2 Mio. EUR auf 114,2 Mio. EUR (Vorjahr: 106,0 Mio. EUR), die EBIT-Marge blieb bei 9,6 % stabil.

Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe haben sich 2013 nochmals deutlich verbessert. Die Nettoverschuldung sank auf 307,6 Mio. EUR, parallel stieg das Eigenkapital um über 100 Mio. EUR auf den Bestwert von 515,3 Mio. EUR. Damit wurde die Eigenkapitalquote auf über 43 % gesteigert (Vorjahr: 39 %). Auch der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) nahm 2013 signifikant von 45,9 Mio. EUR auf 97,5 Mio. EUR zu.

Indus hat seine Ziele für 2013 erreicht; im Wesentlichen misst der Vorstand den Erfolg an finanziellen Kennzahlen. Gruppenweit werden keine nicht-finanzielle Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen ermittelt bzw. genutzt. Umsatz, Ertrag und Cashflow des Portfolios sind die wesentlichen Kennziffern zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Die operativen Kennzahlen (insbesondere Umsatz und EBIT) wurden im Laufe des Jahres anlässlich der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen bestätigt und ab der zweiten Jahreshälfte angehoben. Das Ziel eines Umsatzes von 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro wurde erreicht, ebenso das Ziel, das EBIT auf mehr als 106 Mio. EUR (EBIT 2012) zu steigern.

Neben dem operativen Geschäft der bestehenden Beteiligungen hat der Vorstand 2013, wie angekündigt, mit der Umsetzung eines verstärkten Wachstumskurses begonnen. Im Rahmen der Strategie "KOMPASS 2020" wurden im Jahresverlauf sechs neue Beteiligungen erworben; bei vier Gesellschaften handelt es sich um strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen, bei zweien handelt es sich um Unternehmen aus den definierten Zielbranchen Logistik und Energietechnik. Um den Wachstumskurs mittelfristig finanziell abzusichern, wurde Ende 2013 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die rund 60 Mio. EUR erbrachte. Die neuen Aktien konnten trotz eines seit Jahresmitte kontinuierlich gestiegenen Kurses der INDUS-Anteilsscheine zu einem Preis von rund 27 Euro voll platziert werden. INDUS wertet dies als Vertrauensbeweis des Kapitalmarkts und Bestätigung der strategischen Ziele von KOMPASS 2020.

Hinweis zur Bilanzierung bzw. zu den ausgewiesenen Finanzdaten

Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2011, 2012 und 2013. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 128 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.

Die IFRS gewähren vergleichsweise wenig Wahlrechte. Ihre Nutzung hat nur geringen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Bei wichtigen Bilanzpositionen nimmt INDUS Wahlrechte so wahr, dass eine größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Im Geschäftsjahr 2013 wurden sämtliche Wahlrechte unverändert wahrgenommen, sodass ein vollständiger Periodenvergleich möglich ist. Zu den Konsolidierungsgrundsätzen finden sich weitere Ausführungen im Konzernanhang.

ERTRAGSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Das Geschäft hat sich 2013 gemäß der vom Vorstand zu Jahresbeginn abgelegten Prognose positiv entwickelt. Nach einem schwachen Start hat sich die Geschäftslage im Jahresverlauf 2013 spürbar verbessert. Der Umsatz im vierten Quartal 2013 erreichte 308,1 Mio. EUR nach 314,3 Mio. EUR im dritten Quartal. Die verbesserte Konjunktur spiegelt sich insbesondere in der im Quartalsverlauf deutlich gestärkten Ertragslage wider: die EBIT-Marge lag in Q1 2013 bei 9,0 %, in Q2 2013 bei 9,4 %, in Q3 2013 bei 10,3 % und in Q4 bei 9,4 %. Die Geschäftsentwicklung verlief in den Töchtern überwiegend stabil bis erfreulich. Ausnahmen bildeten kleinere Unternehmen aus den Segmenten Metall und Maschinen- und Anlagenbau, die nicht die budgetierte Leistung erzielten; hier sind Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage eingeleitet.

Umsatz 2012/2013 NACH ABSATZREGIONEN (in MIO. EUR)

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG stieg 2013 um rund 90 Mio. EUR, das entspricht einem Zuwachs von rund 8 % auf 1.195,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.105,3 Mio. EUR). Die Auslandsumsätze stiegen mit einem Plus von rund 8 % an auf 580,9 Mio. EUR (Vorjahr: 535,8 Mio. EUR), die Inlandsumsätze wuchsen proportional um rund 8 % auf 614,4 Mio. EUR (Vorjahr: 569,5 Mio. EUR). Unter Nicht-Berücksichtigung des akquisitionsbedingten Umsatzzuwachses stieg der Inlandsumsatz um 1,6 % und der Auslandsumsatz um 5 %. Dieser Trend war im Vorjahr noch stärker (2012: Auslandsumsatz +6 %, Inlandsumsatz -3,9 %). Der konstante Zuwachs im Auslandsgeschäft ist auch ein Beleg für das stabile internationale Geschäft der Gruppe. Rund 22 % des Gesamtumsatzes erzielte die Gruppe mit Kunden innerhalb der EU, 27 % außerhalb der EU. Trotz einer insgesamt eher verhaltenen weltwirtschaftlichen Dynamik war das Umsatzwachstum außerhalb der EU leicht höher (+9 %) - ein Trend, der sich auch schon 2012 abzeichnete. Der gesamte Auslandsanteil am Umsatz im Berichtsjahr betrug 48,6 % (Vorjahr: 48,5 %).

ERGEBNISENTWICKLUNG

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (in Mio. EUR)

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2013 2012* 2011
Umsatz 1.195,2 1.105,3 1.097,1
Sonstige betriebliche Erträge (ohne Zuschreibungen) 18,4 22,5 20,3
Aktivierte Eigenleistungen 3,7 7,2 5,2
Bestandsveränderungen 1,4 0,4 21,1
Gesamtleistung 1.218,7 1.135,4 1.143,7
Materialaufwand -569,3 -523,6 -544,8
Personalaufwand -326,2 -306,2 -292,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand -168,6 -154,3 -148,4
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 0,1 0,2 0,1
Übriges Finanzergebnis 0,3 0,3 1,5
EBITDA 155,1 151,8 160,0
Abschreibungen -44,4 -45,8 -46,8
Zuschreibungen 3,5 0 0
Operatives Ergebnis (EBIT) 114,2 106,0 113,2
Zinsergebnis -20,2 -21,1 -22,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 94,1 84,9 90,3
Steuern -30,1 -29,8 -33,6
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0,0 -2,6 -1,1
Ergebnis nach Steuern 64,0 52,5 55,6
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,1 0,2 -0,2
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63,9 52,3 55,4

* Vorjahreszahlen an gepasst

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen leicht von 22,5 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr wirkte sich hier unter anderem eine Vereinnahmung von 1,3 Mio. EUR aus einem Rechtsstreit erhöhend aus. Im Wesentlichen sind in dieser Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsumrechnungen, Auflösungen von Wertberichtigungen, Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen, erhaltene Versicherungsleistungen sowie Erträge aus Mieten und Pachten enthalten. Die aktivierten Eigenleistungen sanken auf 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). 2012 waren in dieser Position größere Projekte (im Besonderen Prüfstände) enthalten.

In der leicht angestiegenen Bestandsveränderung von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) zeigt sich die moderate Entwicklung 2013; ein überproportionaler Aufbau von Vorratsvermögen hat nicht stattgefunden. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt 1.222,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.135,4 Mio. EUR)

Der Materialaufwand legte mit einem absoluten Plus von rund 9 % analog zum Umsatz zu und stieg auf 569,3 Mio. EUR (Vorjahr: 523,6 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtumsatz) erreichte 47,6 % (Vorjahr: 47,4 %) und zog damit kaum an; ein Trend, der auch beim Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung erkennbar ist. Hier liegt die Quote bei 46,6 % (Vorjahr: 46,1 %). Der Personalaufwand stieg absolut um 6,5 % auf 326,2 Mio. EUR (Vorjahr: 306,2 Mio. EUR) an, hauptsächlich infolge der sechs neuen Unternehmen. Aufgrund des im Verhältnis zum Umsatzzuwachs unterproportionalen Anstiegs entwickelte sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtumsatz) leicht rückläufig und erreichte 27,3 % (Vorjahr: 27,7 %). Bezogen auf die Gesamtleistung erreicht sie mit 26,7 % das Vorjahresniveau. Damit bleibt der relative Personalaufwand trotz eines absoluten, im Wesentlichen akquisitionsbedingten Personalaufbaus um 402 Mitarbeiter gleich.

Der sonstige betriebliche Aufwand entwickelte sich mit einem Plus von 14,3 Mio. EUR (das entspricht einem Zuwachs von 9,3 %) erwartungsgemäß parallel zum Umsatzwachstum. In der Position von 168,6 Mio. EUR (Vorjahr: 154,3 Mio. EUR) sind Verwaltungs-, Betriebs- und Vertriebsaufwendungen enthalten.

Das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) betrug für das Berichtsjahr 155,1 Mio. EUR (Vorjahr: 151,8 Mio. EUR).

Die Abschreibungen lagen mit 44,4 Mio. EUR leicht unter dem Niveau von 2012 (Vorjahr: 45,8 Mio. EUR). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) und planmäßige Abschreibungen für 2013 mit 42,8 Mio. EUR (Vorjahr: 42,0 Mio. EUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Die Zuschreibungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR betrafen das Segment Fahrzeugtechnik.

Das operative Ergebnis EBIT (Earnings before Interest and Taxes) erreichte mit 114,2 Mio. EUR (Vorjahr: 106,0 Mio. EUR) den höchsten absoluten Wert seit INDUS-Bestehen. Die auf Basis des Umsatzes errechnete operative Rendite (EBIT/Gesamtumsatz) für das Gesamtjahr betrug 9,6 % (Vorjahr: 9,6 %).

Das Zinsergebnis 2013 war weiterhin rückläufig und betrug 20,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,1 Mio. EUR). INDUS hat im Berichtsjahr das historisch niedrige Zinsniveau weiter genutzt, um neue Kredite zu günstigeren Bedingungen abzuschließen beziehungsweise, wo möglich, Altverträge vorzeitig zu beenden.

Das Ergebnis vor Steuern EBT (Earnings before Taxes) erreichte 94,1 Mio. EUR (Vorjahr: 84,9 Mio. EUR). Die Steuerquote liegt mit 32 % (Vorjahr: 35,1 %) leicht unter dem langjährigen Mittel von INDUS. Bereinigt um den Einfluss aperiodischer Steuern liegt die Quote bei 33,3 % (Vorjahr: 33,8 %). Inklusive der aperiodischen und latenten Steuern erreicht der Steueraufwand für die Gruppe 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR). Zu den steuerlichen Besonderheiten und den Details zum tatsächlichen Steueraufwand finden sich weitere Erläuterungen im Konzernanhang unter Ziffer 18.

Das Konzernergebnis nach Steuern erreicht 64,0 Mio. EUR (Vorjahr: 52,5 Mio. EUR). Davon stehen den Aktionären der INDUS Holding AG 63,9 Mio. EUR (Vorjahr: 52,3 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis je Aktie hat sich von 2,47 EUR auf 2,85 EUR erhöht und ist demzufolge trotz der im Dezember erfolgten und anteilig mit einberechneten Kapitalerhöhung deutlich angestiegen.

SEGMENTBERICHT

Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenbezogene Rahmenbedingungen.

UMSATZVERTEILUNG 2013 NACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)

EBIT 2013 MACH SEGMENTEN (in Mio. EUR)

BAU/INFRASTRUKTUR

Stabile Umsätze und Ergebnisse aufgrund anhaltend hoher Nachfrage

Das Segment umfasst neun operative Einheiten; sie repräsentieren die große Bandbreite an Zulieferbetrieben für die Bauwirtschaft - ob Bewehrung, Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik oder Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatzerlöse mit externen Dritten 224,2 229,2 234,6
EBITDA 36,1 39,3 42,6
Abschreibungen -5,5 -5,1 -5,2
EBIT 30,6 34,1 37,4
EBIT-Marge in % 13,6 14,9 15,9
Investitionen 15,3 8,6 5,9
Mitarbeiter 1.074 1.043 998

Der Segmentumsatz mit externen Dritten lag 2013 mit 224,2 Mio. EUR annähernd auf dem guten Niveau von 2012 mit 229,2 Mio. EUR. Die Segmentunternehmen waren schwach ins Jahr gestartet: Erst spät im zweiten Quartal zeigten sich deutliche Erholungstendenzen und Nachholeffekte. Das dritte Quartal verlief äußerst dynamisch. Die Abschreibungen erfolgten mit 5,5 Mio. EUR auf dem Niveau von 2012 mit 5,1 Mio. EUR. Dagegen stiegen die Investitionen kräftig an; Hauptgrund für den Anstieg von 6,7 Mio. EUR sind die Investitionen bei der INDUS-Beteiligung HAUFF-Technik. Dort wird 2014 ein komplett neu erbautes Werk bezogen, das die bisher gemieteten Büro- und Produktionsflächen an drei Standorten ersetzt.

Insgesamt trieb auch 2013 vor allem die sehr gute inländische Baukonjunktur das Segment weiterhin an. Unternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur und Sanierung waren besonders erfolgreich. Solche Spezialisten erwirtschafteten stabile zweistellige EBIT-Margen, die aufgrund der lebhaften Nachfrage auch nicht unter Druck gerieten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Bau erreichte mit 30,6 Mio. EUR (Vorjahr: 34,1 Mio. EUR) zwar nicht den Wert des Vorjahres, aber die EBIT-Marge liegt mit 13,6 % erneut auf einem hohen, besser als branchenüblichen Niveau (Vorjahr: 14,9 %) und somit absolut im Rahmen der Erwartung.

FAHRZEUGTECHNIK

Repositionierungsprogramme frühzeitig abgeschlossen

Das Segment umfasst zehn operative Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: von der Designentwicklung und dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatzerlöse mit externen Dritten 349,5 323,7 327,1
EBITDA 41,7 37,1 40,0
Abschreibungen -18,2 -20,8 -26,2
Zuschreibungen 3,5 0,0 0,0
EBIT 27,0 16,3 13,8
EBIT-Marge in % 7,7 5,0 4,2
Investitionen 24,4 18,2 19,7
Mitarbeiter 3.163 3.053 3.061

Der Umsatz mit externen Dritten im Segment Fahrzeugtechnik stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der guten Auftragslage leicht an. Zwar entwickelte sich das Geschäft in Europa immer noch schwach, aber die deutschen Premiumhersteller verzeichnen aufgrund ihrer starken Exporte nach Asien und in die USA insgesamt ein erfreuliches Geschäft. Nahezu alle Unternehmen im Segment haben ihre Ertragslage gegenüber dem Vorjahr verbessert beziehungsweise stabil halten können. Insbesondere die Spezialisten für Vorserienprodukte und -dienstleistungen verzeichnen weiter ein wachsendes Geschäft.

Als strategische Ergänzung für die Beteiligungen AURORA und KIEBACK/SCHÄFER wurden im Juni beziehungsweise Oktober 2013 die Unternehmen HEAVAC und D.M.S. erworben. Das niederländische Unternehmen HEAVAC stellt Lüftungs- und Klimaaggregate für Busse her. Aufgrund seiner marktführenden Stellung, insbesondere im BeNeLux-Raum, fungiert HEAVAC als Entwicklungspartner bei seinen Kunden.

AURORA fertigt in Deutschland, der Türkei und den USA Klima- und Lüftungstechnik für Busse, Bau- und Landmaschinen sowie Sonderfahrzeuge. Beide Unternehmen bedienten bislang unterschiedliche Märkte. Mit der Akquisition von HEAVAC entstand ein international breit aufgestellter Spezialist, der dank zusätzlicher Synergien im Produktprogramm und im Vertrieb neue, bislang unerschlossene Märkte und Kunden erschließen kann. So entwickelt HEAVAC derzeit unter anderem Batteriekühlsysteme und energiesparende Heiz- und Klimageräte für den Einsatz in Elektrofahrzeugen.

D.M.S. erbringt von der Konzepterstellung über Tonmodellierung bis hin zu Erlebnismodellen oder Showcars Dienstleistungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. KIEBACK/SCHÄFER entwickelt Funktions-, Prüf- und Cubing-Modelle für die Vorserie und fertigt Prototypenteile sowie Kleinserien für Nischen- und Spezialfahrzeuge. Ergänzt wird das Angebot durch das Designstudio KS Pollmann, einer Tochter von SCHÄFER. Künftig deckt die KIEBACK/SCHÄFER-Gruppe dank dieser strategischen Erweiterung vom Design bis zum fertigen Bauteil "vor der Serie" die komplette Entwicklungskette für die Automobilindustrie ab.

Diese strategischen Erweiterungen spiegeln sich auch in den gestiegenen Investitionen in Höhe von 24,4 Mio. EUR wider; allein für Unternehmenserwerbe investierte INDUS 2013 im Segment 7,7 Mio. EUR. Die Abschreibungen waren nicht zuletzt aufgrund der schon in den beiden letzten Jahren begonnenen Repositionierung einiger Beteiligungen und einer damit verbundenen Umsteuerung in der Investitionspolitik leicht rückläufig.

Die Segmentunternehmen in der Fahrzeugtechnik erreichten insgesamt einen Umsatz von 349,5 Mio. EUR (Vorjahr: 323,7 Mio. EUR). Wie im Jahresverlauf 2013 zunehmend zu erkennen, zahlten sich die in Teilbereichen gezielt gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen überproportional aus: Einem Umsatzzuwachs von 8 % steht ein Ergebniswachstum von rund 66 % gegenüber. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) übertraf mit 27,0 Mio. EUR den Vorjahreswert von 16,3 Mio. EUR um absolut rund 11 Mio. EUR, davon 3,5 Mio. EUR aus der Zuschreibung von in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf das langfristige Anlagevermögen. Damit hat INDUS bereits binnen eines Jahres die bis 2015 angestrebte Verbesserung der Ertragslage im Segment Fahrzeugtechnik im Korridor von 6 % bis 8 % EBIT-Marge erreicht; die EBIT-Marge verbesserte sich von 5,0 % auf 7,7 % (bereinigt um die Zuschreibung ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,7 %).

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Kräftiges Wachstum im Segment aufgrund starker Akquisitionstätigkeit

Das Segment umfasst neun operative Einheiten, die in sehr verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: ob Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatzerlöse mit externen Dritten 206,2 156,5 145,6
EBITDA 26,3 21,5 19,2
Abschreibungen -6,4 -3,8 -2,2
EBIT 19,8 17,7 17,0
EBIT-Marge in % 9,6 11,3 11,1
Investitionen 46,5 7,8 14,5
Mitarbeiter 1.030 814 785

Der Umsatz mit externen Dritten im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs 2013 vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der neuen Beteiligungen BUDDE und ELTHERM auf 206,2 Mio. EUR. Er lag damit um 49,7 Mio. EUR (das entspricht rund 32 %) über dem Vorjahr mit 156,5 Mio. EUR. Aufgrund der Erstkonsolidierung der beiden Gesellschaften im März bzw. Juni des Vorjahres fließen die Ergebnisse dieser beiden ertragreichen Neuakquisitionen nur zum Teil ein. Das operative Ergebnis ist weiterhin belastet durch Wertberichtigungen im Zusammenhang mit einem Verlustauftrag im Bereich Großanlagenbau. Zudem war die Auftragslage bei einem weiteren spätzyklischen Spezialmaschinenbauer schwach, sodass auch hier das Ergebnis unter Plan blieb. Im Segment Maschinen- und Anlagenbau waren darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) vorzunehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg zwar absolut von 17,7 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR, die EBIT-Marge erreicht aber lediglich 9,6 % (Vorjahr: 11,3 %). Bereinigt um die außerplanmäßigen Abschreibungen ergäbe sich eine EBIT-Marge von 10,4 %.

Die Investitionen im Segment Maschinen- und Anlagenbau beliefen sich 2013 auf 46,5 Mio. EUR, hauptsächlich bedingt durch die Zukäufe von BUDDE, ELTHERM und PROVIS. Mit dem Kauf der BUDDE-Gruppe im März 2013 erwarb INDUS einen der führenden Anbieter von Stückgut- und Schüttfördersystemen. Das Unternehmen liefert mechanische und vollautomatische Transportsysteme. 80 % der Kunden stammen aus der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche. Weitere Kunden stammen aus der Getränke- und Automobilindustrie. Im Juli 2013 erwarb BUDDE zur strategischen Abrundung die PROVIS Steuerungstechnik, einen Entwickler elektrischer Steuerungs- und Automatisierungstechnik. PROVIS übernimmt die Elektroplanung, den kompletten Schaltanlagenbau und die Programmierung der Steuerungssoftware für fördertechnische Anlagen.

Die ELTHERM-Gruppe mit den Standorten Burbach, Newbury (Großbritannien), Toronto (Kanada), Singapur und Schanghai (China) entwickelt und produziert elektrische Begleitheizungs-Systeme für verfahrenstechnische Anlagen. Die Kunden stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Industrien, von der Pharmaindustrie bis zum Großanlagenbau. Der Umsatzschwerpunkt liegt aktuell in Deutschland, den zweitstärksten Markt bildet bereits die Region Asia Pacific. Im Juli 2013 übernahm zudem die amerikanische Tochter von HORN, die TECALEMIT Inc., USA, das operative Geschäft der Lubrication Solutions Inc. (LSI), Houston. Der bisherige Eigentümer von LSI erhielt im Gegenzug 50 % der Geschäftsanteile an der TECALEMIT Inc. Das Unternehmen konfektioniert Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue. HORN entwickelt und fertigt Pumpen, Tank- und Flüssigkeitskontrollsysteme, Reifenfüllgeräte, Ölmanagementsysteme sowie technische Komponenten für PKW- und LKW-Werkstätten.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

Konstanter Umsatzzuwachs und verlässliche zweistellige operative Marge

Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch drei Unternehmen gebildet. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken und vertreiben Hygieneprodukte für medizinische Anwendungen und für den Haushalt.

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatzerlöse mit externen Dritten 95,8 88,0 84,8
EBITDA 18,7 19,0 15,7
Abschreibungen -2,5 -2,6 -2,8
EBIT 16,2 16,4 12,9
EBIT-Marge in % 16,9 18,6 15,2
Investitionen 3,6 2,9 3,3
Mitarbeiter 697 696 685

Der kleinste Geschäftsbereich von INDUS verzeichnet dank eines guten Konsumklimas und eines stabilen Gesundheitsmarkts einen Umsatzzuwachs von 88,0 Mio. EUR auf 95,8 Mio. EUR. Alle Bereiche, ob medizinische Orthesen, Optiken oder Vliesstofftechnik, entwickelten sich konstant. Der über die letzten Jahre stabile Geschäftsverlauf zeigte sich auch 2013. Das operative Ergebnis lag bei 16,2 Mio. EUR. Dies entspricht knapp dem Vorjahreswert von 16,4 Mio. EUR. Im langjährigen Mittel erzielt der Bereich Medizintechnik eine operative Marge größer 15 %. Daher liegt die 2013 erreichte Marge von 16,9 % erneut oberhalb des INDUS-Zielkorridors für diesen Bereich. Die Investitionen legten 2013 von 2,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR leicht zu. Die Abschreibungen entsprachen mit 2,5 Mio. EUR nahezu dem Vorjahr mit 2,6 Mio. EUR.

METALLTECHNIK

Sondereffekte und Preisdruck belasten Ertragslage

Das Segment umfasst neun operative Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Ob Zulieferung für Bahntechnik, Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, Gehäusebau für die Labordiagnostik, Strahlmittel für die Stahlindustrie oder Bolzenschweißtechnik für beispielsweise Brückenverbindungen, die Spannbreite der Lösungen ist sehr groß.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatzerlöse mit externen Dritten 319,3 307,5 304,8
EBITDA 38,8 37,8 47,3
Abschreibungen -11,2 -13,4 -10,1
EBIT 27,6 24,5 37,2
EBIT-Marge in % 8,6 8,0 12,2
Investitionen 10,7 12,5 14,5
Mitarbeiter 1.275 1.232 1.185

Der Segmentumsatz mit externen Dritten übertrifft mit 319,3 Mio. EUR (Vorjahr: 307,5 Mio. EUR) das Vorjahr um rund 4 %, aber das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) litt weiterhin, wenn auch deutlich geringer als im Vorjahr, unter dem Anlauf einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit. Diese Maßnahme ist größtenteils abgeschlossen, die Prozesse laufen stabil. Nach dem Anlauf neuer Serienteile in 2014 wird durch die höhere Auslastung der Anlage das Ergebnis weiter verbessert. Die Investitionen gingen aufgrund der eher verhaltenen Auftragslage leicht zurück auf 10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR). Die Abschreibungen fielen von 13,4 Mio. EUR in 2012 auf 11,2 Mio. EUR; im Vorjahr waren hier außerplanmäßige Abschreibungen von 2,6 Mio. EUR erforderlich. Das EBIT 2013 erreicht 27,6 Mio. EUR (Vorjahr: 24,5 Mio. EUR), die EBIT-Marge liegt bei 8,6 % (Vorjahr: 8,0 %). INDUS geht davon aus, dass der derzeit in einigen Teilbereichen des Segments festzustellende Preisdruck auch 2014 noch anhalten wird, sodass für die nächsten Jahre erhöhte Anstrengungen erforderlich sein werden, um die INDUS-Zielmarge von 10 % in diesem Segment wieder zu erreichen.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanz- und Liquiditätsmanagements

Die Steuerung des Finanzmanagements innerhalb der INDUS-Gruppe erfolgt zentral durch die Führungsgesellschaft. Das Finanzmanagement umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als Verbund unabhängiger Unternehmen betreibt INDUS kein Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt die Gruppe unter Führung der Holding unterschiedliche Instrumente wie lang laufende Bankkredite, Schuldscheindarlehen, ABS-Programme (Asset Backed Securities) und Forderungsverkäufe ein. Diese sind auf diverse Institute verteilt.

Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung der Gruppe sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines möglichst breiten Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Risikobegrenzung, Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Gruppe jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann.

Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Konzern-Treasury steuert die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres wichtiges Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. Bei allen Bemühungen zur Working-Capital-Optimierung in den Beteiligungsgesellschaften stellt INDUS sicher, dass deren operatives Geschäft nicht beeinträchtigt wird. Die Führungsgesellschaft formuliert zusammen mit den Gesellschaften unternehmensindividuelle Vorgaben und berät sie bei der Zielerreichung. Das Management des Working Capitals obliegt den Unternehmen.

Finanzierungsanalyse

INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Ihr Gesamtumfang steht bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2013 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2013 bei 77,3 Mio. EUR (Vorjahr: 75,9 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 362,1 Mio. EUR (Vorjahr: 393,7 Mio. EUR); überwiegend (zu 99 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht vornehmlich aus Schweizer Franken und US-Dollar. Es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verträge in Höhe von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR) zum Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.

Im Bereich der Finanzschulden führt INDUS zur breiteren Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente rollierende Verkäufe von Forderungen durch. Eine ABS-Finanzierung mit der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen wurde 2012 vereinbart. Das Gesamtvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 24,8 Mio. EUR. Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 24,0 Mio. EUR bei der Allianz Versicherungsgruppe. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR).

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

Rating

INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".

KAPITALFLUSSRECHNUNG

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Operativer Cashflow 117,4 68,4 130,2
Zinsen -19,9 -22,5 -24,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 97,5 45,9 106,2
Auszahlungen für Investitionen -102,9 -56,1 -58,9
Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten 3,3 2,6 2,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -99,6 -53,5 -56,9
Einzahlungen Kapital 59,9 0,0 37,1
Auszahlungen Dividende -22,2 -22,2 -18,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,8 -0,5 -0,3
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 125,3 159,0 96,8
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -142,3 -152,8 -138,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 20,0 -16,5 -23,3
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 17,9 -24,1 26,0
Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel -0,7 -0,3 0,3
Liquide Mittel zum Anfang der Periode 98,7 123,1 96,8
Liquide Mittel am Ende der Periode 115,9 98,7 123,1

Stark verbesserter operativer Cashflow und Mittelzufluss durch Kapitalerhöhung stärken Liquidität

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 51,6 Mio. EUR von 45,9 Mio. EUR auf 97,5 Mio. EUR gestiegen - damit ist nach der in 2012 enthaltenen Cash-Flow Belastung aus der Umstellung der Forderungsfinanzierung wieder ein nachhaltig erzielbares Niveau erreicht. Ursächlich hierfür ist zum einen das von 55,0 Mio. EUR auf 63,9 Mio. EUR stark gestiegene Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche. Zum anderen ergaben sich im Bereich der Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus Veränderungen der kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte einerseits und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen andererseits wesentliche Effekte. Der Cash-Flow des Vorjahres war hier insbesondere durch den Forderungsaufbau im Rahmen der Umstellung der Forderungsfinanzierung in 2012 belastet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dadurch der operative Cashflow um 49,0 Mio. EUR verbessert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) wuchs infolge der regen Akquisitionstätigkeit um 46,1 Mio. EUR auf -99,6 Mio. EUR (Vorjahr: -53,5 Mio. EUR). Bei weiterhin hohen Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtsjahr 49,2 Mio. EUR für den Erwerb von Anteilen aufgewendet, sodass in Summe der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr wie bereits zu Jahresbeginn angekündigt deutlich angestiegen ist. Die Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR), die in Sachanlagen erreichten 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 49,5 Mio. EUR); für Finanzanlagen wurden 2,0 Mio. EUR verwendet nach 2,8 Mio. EUR im Vorjahr. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel Investitionen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist zunächst geprägt durch hohe Mittelzuflüsse in Höhe von 59,9 Mio. EUR im Rahmen der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung. Unter Berücksichtigung der Dividendenauszahlung und einer Nettokredittilgung in Höhe von 17 Mio. EUR ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: Mittelabfluss 16,5 Mio. EUR).

Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2013 betrug wie schon im Vorjahr -22,2 Mio. EUR. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2013 trotz sechs Zukäufen über eine erhöhte Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 115,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Im weiteren Jahresverlauf 2014 plant INDUS, aus dieser Liquidität weitere Zukäufe zu finanzieren. Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

VERMÖGENSLAGE

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (in Mio. EUR)

Aktiva

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31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte 658,1 588,8
Anlagevermögen 655,8 585,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2,3 3,8
Kurzfristige Vermögenswerte 522,8 472,0
Vorräte 236,1 219,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 170,8 154,2
Liquide Mittel 115,9 98,7
Bilanzsumme 1.180,9 1.060,8

Passiva

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31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Finanzierungsmittel 890,7 796,7
Eigenkapital 515,3 414,1
Fremdkapital 375,4 382,6
davon Rückstellungen 23,6 23,4
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 351,8 359,2
Kurzfristige Finanzierungsmittel 290,2 264,1
davon Rückstellungen 51,0 44,8
davon Verbindlichkeiten 239,2 219,3
Bilanzsumme 1.180,9 1.060,8

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe hat sich 2013 erneut zugunsten des Eigenkapitals verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1.180,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.060,8 Mio. EUR).

Aktiva: Liquide Mittel deutlich erhöht

Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2013 um 69,3 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die stark erhöhten Investitionen in neue Beteiligungen. Der Goodwill und die anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 50,0 Mio. EUR. Die Finanzanlagen veränderten sich kaum (+0,1 Mio. EUR), ebenso die at-Equity bewerteten Finanzanlagen (+1,6 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 2,9 Mio. EUR (+1,6 Mio. EUR).

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten deutlich zu und wuchsen um 50,8 Mio. EUR. Vorräte und Forderungen stiegen um 36,2 Mio. EUR an, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der sechs neuen Unternehmen in die Konzernbilanz. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 12,1 Mio. EUR wenig verändert (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich aufgrund der in der Kapitalflussrechnung erläuterten Effekte zum Bilanzstichtag des Vorjahres nochmals erhöht.

Passiva: Eigenkapitalquote steigt auf aktuellen Bestwert von rund 44 %

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 101,2 Mio. EUR auf 515,3 Mio. EUR (Vorjahr: 414,1 Mio. EUR) Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit erneut auf nunmehr 43,6 % (Vorjahr: 39,0 %). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch drei Treiber verursacht: Die konstant gute wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe, die kontinuierliche Thesaurierung von rund 50 % des erwirtschafteten Kapitals, sowie den Mittelzuflüssen aus Kapitalerhöhungen der Jahre 2010, 2011 und 2013.

Mit Wirkung vom 3. Dezember 2013 beschloss der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre. Ausgegeben wurden 2.222.772 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von gerundet 2,60 EUR je Aktie zu einem Ausgabebetrag von 27,03 EUR je Aktie. Damit wurde das Grundkapital der Gesellschaft von 57.792.116,42 EUR um 5.779.207,20 EUR auf 63.571.323,62 EUR erhöht. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2013 voll dividendenberechtigt. Aus dieser Kapitalerhöhung flossen der INDUS Holding AG brutto rund 60 Mio. EUR zu. Die neuen Aktien wurden im Rahmen einer Privatplatzierung an langfristig orientierte, institutionelle Investoren abgegeben; auch der bisherige Großaktionär, die Versicherungskammer Bayern, Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, zeichnete die Kapitalerhöhung.

Wie geplant gingen die langfristigen Schulden 2013 in Summe leicht zurück von 382,6 Mio. EUR auf 375,4 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres. Vorrangig wurden die Finanzschulden (-26,4 Mio. EUR) vermindert; die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch das Einfließen bilanzierter, bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten der noch nicht übertragenen Anteile an den neu erworbenen Unternehmen, u.a. BUDDE und ELTHERM (+13,8 Mio. EUR). Die weiteren langfristigen Passiva veränderten sich nur wenig. Die kurzfristigen Schulden stiegen dagegen deutlich um 26,1 Mio. EUR auf 290,2 Mio. EUR an (Vorjahr: 264,1 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Rückstellungen von 6,2 Mio. EUR, eine mit dem Umsatzzuwachs einhergehende Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+8,2 Mio. EUR) und erhöhte kurzfristige Finanzschulden (+9,4 Mio. EUR).

Weitere Bilanzkennzahlen: Nettoverschuldung sinkt um 10 %, Working Capital operativ stabil

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2013 lag das Working Capital bei 324,7 Mio. EUR (Vorjahr: 302,8 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2013 bei 307,6 Mio. EUR und somit um 34,2 Mio. EUR unter dem Vorjahr (31.Dezember 2012: 341,8 Mio. EUR).

Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 60 % (Vorjahr: 83 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,0 (Vorjahr: 2,3). Damit liegt INDUS am unteren Rand seines selbst definierten Zielkorridors einer Entschuldungsdauer von 2 bis 2,5 Jahren. Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2013 betrug 22,2 Mio. EUR, ebenso wie in 2012. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2013 weiterhin über eine hohe Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 115,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Im weiteren Jahresverlauf 2014 plant INDUS, aus dieser Liquidität weitere Zukäufe zu finanzieren.

INVESTITIONEN

INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN DER INDUS-GRUPPE (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Investitionen 100,9 53,9 58,3
davon in:
Unternehmenserwerbe 49,2 0,0 12,0
Investition in immaterielle Vermögenswerte 5,4 3,9 4,5
Investition in Sachanlagen 46,3 46,4 41,8
davon in:
Grundstücke und Gebäude 4,0 9,7 4,0
Technische Anlagen und Maschinen 12,2 14,8 19,3
And. Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 10,1 10,8 10,0
Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 20,0 11,1 8,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0,0 3,6 0,0
Abschreibungen 44,4 45,8 46,8

Carbon Disclosure Project

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2012 2011 2010
Ausstoß Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag 100,7 101,8 104,4

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 100,9 Mio. EUR (Vorjahr: 53,9 Mio. EUR). Hiervon entfielen 49,2 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 0 Mio. EUR), 46,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 46,4 Mio. EUR), 5,4 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) sowie 0 Mio. EUR auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Trotz der im Jahresverlauf eher verhaltenen Konjunktur hat INDUS damit auf einem hohen Niveau in seine Beteiligungen investiert.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 12,2 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 10,1 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 4,0 Mio. EUR. Insbesondere der Neubau eines Produktions- und Verwaltungsstandorts für das Unternehmen HAUFF Technik führte zu einem Zugang bei den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen von Bau von 20,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 44,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 45,8 Mio. EUR.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

NACHHALTIGKEIT

Gruppenweiter Verhaltenskodex

INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten. Seit 2011 besteht für die Gruppe ein Verhaltenskodex. Er unterstützt die Mitarbeiter der AG und der Beteiligungsunternehmen mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln. Die Richtlinie findet sich auf der Unternehmenswebsite von INDUS (www.indus.de/investoren_und_presse-corporate_governance.html).

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für INDUS einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr - aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS zentral. Grundlagen für das Handeln sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.

Aktiver Klimaschutz

Für das Berichtsjahr 2013 beteiligt sich INDUS zum fünften Mal am Carbon Disclosure Project (www.cdp.net). Im Rahmen des CDP-Projekts erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken infolge des Klimawandels und den daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen, die sich für die berichtenden Unternehmen aus den Folgen des Klimawandels ergeben. Außerdem wird die Gesamtmenge von global emittiertem CO2 bilanziert (CO2 -Footprint).

Nachdem für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 lediglich die CO2 -Emmissionen der INDUS-Gruppe bilanziert wurden, wurde für das Jahr 2011 und die Folgejahre erstmals ein konkretes jährliches Einsparziel von 2 % für die spezifischen CO2 -Emissionen der INDUS-Gruppe (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) formuliert. Die Berechnung des Bezugsjahres erfolgt dabei rollierend und unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr getätigten Zu- und Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften.

Carbon Disclosure Project

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2012 2011 2010
Ausstoß Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag 100,7 101,8 104,4

Auf dieser Basis wurden für das Bezugsjahr 2012 Emissionen in Höhe von 100,7 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag ermittelt. Bezogen auf das Jahr 2011 (101,8 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) ist für das Jahr eine Reduzierung der Emissionen um 1,1 % zu verzeichnen.

Die unter dem Einsparziel liegende Emissionsreduzierung resultiert primär aus einem Anstieg der durch die stationäre Verbrennung fossiler Brennstoffe (Heizöl, Schweröl, Erdgas und Flüssiggas) entstandenen Emissionen. Dies begründet sich vor allem dadurch, dass in mehreren Gesellschaften eine höhere Auslastung der Kapazitäten zu verzeichnen war und Kapazitätserweiterungen erforderlich waren, die jedoch erst in den Folgejahren in vollem Umfang ertragswirksam werden. Für 2013 und für 2014 hat sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um jährlich 2 % zum Ziel gesetzt.

MITARBEITER

Schlankes Team in der Führungsgesellschaft

Der Erfolg der INDUS Holding AG hängt maßgeblich ab von den fachlichen und persönlichen Qualifikationen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund des kleinen Teams sind daher fächerübergreifende Qualifikationen und eine starke Teamorientierung wichtig. INDUS überträgt früh Verantwortung an ihre Mitarbeiter. Kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien kennzeichnen die Struktur. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Personalmanagement der Töchter erfolgt dezentral

Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Unternehmen eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows. Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen achtet INDUS allein darauf, dass - in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmen - Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten erhalten bleibt. Durchschnittlich sollten die Unternehmen flexible Kapazitäten von ca. 20 % vorhalten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 7.259 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.859) beschäftigt .

INTEGRITÄT

Gute Reputation stützt Vertrauen der Geschäftspartner

Für den Geschäftserfolg der Gruppe sind die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit als Geschäftspartner enorm wichtig. Mittelständische Unternehmensgründer, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres über 25-jährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard sowie im Indexsegment SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie und im Bankwesen.

JAHRESABSCHLUSS DER INDUS HOLDING AG (KURZFORM)

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss und der Lagebericht liegen separat vor.

Ertragslage

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS Holding AG (in Mio. EUR)

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2013 2012 2011
Umsatz 5,8 5,5 4,3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 5,3 5,7 2,9
Personalaufwand -4,6 -5,1 -4,8
Erträge aus Beteiligungen 43,5 32,2 43,3
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 45,7 50,3 54,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,0 8,9 8,0
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,4 -0,3 -0,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -11,2 -20,8 -30,3
Aufwendungen aus Verlustübernahme -12,2 -6,2 -3,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17,5 -18,4 -19,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 63,4 51,8 54,5
Außerordentliche Erträge 0,0 1,3 0,0
Steuern -6,9 -6,9 -8,0
Jahresüberschuss 56,5 46,2 46,5
Gewinnvortrag 0,9 1,9 1,1
Bilanzgewinn 57,4 48,1 47,6

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2013 mit 5,8 Mio. EUR leicht über dem Wert des Vorjahres. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen fiel von 5,7 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand war mit 4,6 Mio. EUR rückläufig gegenüber 2012; im Vorjahr waren hier noch Aufwendungen für die beiden ausgeschiedenen Vorstände Helmut Ruwisch und Dr. Wolfgang Höper enthalten.

Die Erträge aus Beteiligungen sind mit 43,5 Mio. EUR deutlich gestiegen gegenüber 2012 (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich leicht und erreichten 45,7 Mio. EUR nach 50,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zinserträge lagen mit 9,0 Mio. EUR nur geringfügig über dem Vorjahresniveau von 8,9 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben nahezu unverändert bei 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 11,2 Mio. EUR deutlich geringer als im Vorjahr mit 20,8 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme erhöhten sich auf 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 18,4 Mio. EUR auf 17,5 Mio. EUR nochmals zurück.

Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um mehr als 20 % von 51,8 Mio. EUR auf 63,4 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 56,5 Mio. EUR (Vorjahr: 46,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,52 EUR (Vorjahr: 2,08 EUR).

Finanz- und Vermögenslage

BILANZ DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)

Aktiva

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31.12.2013 31.12.2012
Immaterielle Vermögenswerte 0,2 0,2
Sachanlagen 2,7 2,4
Finanzanlagen 867,9 790,7
Anlagevermögen 870,8 793,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 201,1 200,5
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17,2 12,7
Umlaufvermögen 218,3 213,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 0,2
Bilanzsumme 1.089,3 1.006,7

Passiva

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31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital 687,1 592,7
Rückstellungen 3,9 4,8
Verbindlichkeiten 356,4 369,0
Passive latente Steuern 41,9 40,2
Bilanzsumme 1.089,3 1.006,7

Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Zukäufe deutlich erhöht und beträgt 1.089,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.006,7 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg um 77,5 Mio. EUR auf 870,8 Mio. EUR (Vorjahr: 793,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Finanzanlagen (d.h. Anteilen an Beteiligungsgesellschaften). Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nur leicht um 0,6 Mio. EUR auf 201,1 Mio. EUR (Vorjahr: 200,5 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dieser Aufbau durch höhere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 17,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,7 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 218,3 Mio. EUR insgesamt um 5,1 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 213,2 Mio. EUR. Das Eigenkapital betrug nach der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung 687,1 Mio. EUR (Vorjahr: 592,7 Mio. EUR). Damit verfügt die INDUS Holding AG über eine nochmals stark verbesserte Eigenkapitalquote von 63,1 % (Vorjahr: 58,9 %). Die Verbindlichkeiten sanken auf 356,4 Mio. EUR (Vorjahr: 369,0 Mio. EUR).

Mitarbeiter

In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2013 insgesamt 20 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 18 Mitarbeiter).

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Bilanzstichtag

Ende Februar 2014 hat der Vorstand der INDUS Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Einstellung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs der Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister beschlossen. Von der Maßnahme betroffen sind rund 65 Mitarbeiter. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

Chancen- und Risikobericht

INDUS betreibt und pflegt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement als Instrument, das die Führung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass das Unternehmen auf den Eintritt von Risiken zu jeder Zeit vorbereitet ist und angemessen auf sie reagieren kann.

Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von INDUS ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die das Erreichen seiner kurz- und mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil muss INDUS Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken versteht INDUS aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können. Als Chancen versteht INDUS mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und die Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen. Risiken und Chancen sind für INDUS untrennbar miteinander verbunden. Damit unterstützen die weiter unten im Risikobericht erläuterten Strukturen und Prozesse zum Risikomanagementsystem in der Rückkopplung auch das Chancenmanagement.

CHANCENBERICHT

Chancenmanagement: Strategischer Dialog identifiziert künftiges Potential

Das Chancenmanagement bei INDUS besteht in einem systematischen Umgang mit den unternehmerischen Potenzialen in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand das Instrument des "Strategischen Dialogs". Damit verbindet sich ein strukturierter Prozess, in dem mindestens ein Mal pro Jahr alle Beteiligungen Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereiten und mit dem Vorstand im Rahmen der Planungsrunde diskutieren.

Zeitlich nachgelagert zum strategischen Dialog erfassen alle Unternehmen in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Darüber hinaus analysiert der Vorstand in einem Regionenprofil, in welchen Gebieten er für die INDUS-Gruppe die größten Chancen für die Zukunft sieht.

Bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientiert sich INDUS an den aktuellen globalen Wachstumstreibern wie Mobilität, Infrastruktur oder Gesundheit.

Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedlicher Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.

Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in ihren jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.

Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert und definiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der strategischen Jahresplanung; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.

ERLÄUTERUNG DER CHANCEN

Strategische Chancen für die INDUS-Gruppe

Die Geschäftspolitik der Führungsgesellschaft ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und dem Entwickeln von Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS, neben der operativen Weiterentwicklung, ein zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in seinem Strategieprogramm KOMPASS 2020 Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potentielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmenten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau seines Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz breit und enorm diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem detaillierten Anforderungsprofil.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie zu entwickeln und nicht, um sie weiter zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Käufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen. Über die Unternehmensstrategie einschließlich KOMPASS 2020 informiert umfassend das Kapitel Ziele und Strategie.

Operative Chancen der Beteiligungsunternehmen

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften künftig die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.

Das Segment Bau/Infrastruktur wird kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist.

Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und Anwendungen.

RISIKOBERICHT

Risikomanagementsystem: Intensive Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

Berichtsprozesse: Enge Verzahnung mit den Beteiligungsgesellschaften

Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert und bewertet. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.

Versicherungen: Professionelles Management durch die Führungsgesellschaft

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen niedrige Prämien bei großen Versicherungsumfängen.

ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKEN

ÜBERBLICK

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Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstandes) Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Risikolage für 2014 im Vergleich zum Vorjahr
Umfeld- und Branchenrisiken wahrscheinlich möglich besser
Unternehmensstrategische Risiken möglich bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Personalrisiken möglich möglich gleich
Informationstechnische Risiken möglich möglich gleich
Finanzwirtschaftliche Risiken möglich möglich besser
Rechtliche Risiken möglich möglich gleich
Sonstige Risiken möglich bedeutsam gleich

Umfeld- und Branchenrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS die Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko verbleibt natürlich.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden noch 51,4 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51,5 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts gesunken. Die regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS also zusätzlich. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.

Unternehmensstrategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Steuerung des Beteiligungsportfolios der Führungsgesellschaft ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf umfangreiche Instrumente zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Analysetools. Diese eigene Analyse wird zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Strategiegespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten monatlich über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert und gewährleisten so stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns. Reengineering-Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften werden durch die Führungsgesellschaft begleitet und unterstützt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken, wie insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Lieferrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten reagieren. Zusätzlich begrenzt INDUS mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Das Nominalvolumen der Rohstoffsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Auch aufgrund hoher Tarifabschlüsse der Tarifparteien ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen in der Regel nicht an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.

Die Produktionsanlagen der Beteiligungsgesellschaften werden in einem permanenten Prozess optimiert. Hierzu setzt INDUS vielfältige Überwachungs- und Kontrollsysteme ein. Auf diesem Weg können mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Strategisches Ziel von INDUS ist es, die Produktion auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse zu internationalisieren und damit mögliche weitere Kostenvorteile zu nutzen.

Personalrisiken

Der langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation; lediglich drei Mitarbeiter haben die AG seit ihrer Gründung verlassen. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht INDUS zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Informationstechnische Risiken

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur oder von der Führungsgesellschaft. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken trotz der weiter anhaltenden Verwerfungen im Bankensektor begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 19 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere werden teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 249,5 Mio. EUR (Vorjahr: 202,5 Mio. EUR).

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.

Rechtliche Risiken

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Vonseiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2013 Rückstellungen in Höhe von 52,8 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 47,3 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.

Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.

Sonstige Risiken

Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 331,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 293,9 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR vorgenommen, die vorrangig aus verminderten Ertragserwartungen für zwei kleine Beteiligungen im Bereich Metalltechnik resultieren (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN (KONZERN-)RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(Bericht gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand. Die jeweils Prüfenden haben dazu umfassende Informations-, und Prüfrechte.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar, Chance auf deutliches Wachstum für 2014

Im Geschäftsjahr 2013 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation nach der Kapitalerhöhung im Dezember 2013 sowie zusätzliche Finanzierungszusagen sollen 2014 genutzt werden, um weitere mittelständische Hidden Champions zu erwerben. Diese sollen gemäß KOMPASS 2020 vorrangig aus den drei industriellen Zukunftsfeldern Infrastruktur/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Energie- und Umwelttechnik stammen; konkret werden für 2014 Verstärkungen für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik gesucht.

Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von rund 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit rund 90 Mio. EUR über dem Vorjahr bei einer operativen EBIT-Marge von 9,6 %. Die Finanzierungsstruktur hat sich nochmals verbessert: die Nettoverschuldung lag bei 307,6 Mio. EUR nach 341,8 Mio. EUR in 2012. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 43,6 % (Vorjahr: 39,0 %), in der AG 63,1 % (Vorjahr: 58,9 %). Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftssituation für 2014 als aussichtsreich mit guten Chancen. In diesem Umfeld strebt INDUS an, Umsatz und Ergebnis erneut zu steigern.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören insbesondere die schwer einschätzbare konjunkturelle Gesamtentwicklung, die gleichzeitig viele der Beteiligungsunternehmen betreffen könnte, sowie finanzwirtschaftliche Unwägbarkeiten durch potenzielle Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht. Auch mittelfristig stehen INDUS sämtliche Möglichkeiten offen, die sich bietenden Chancen in einem konjunkturell guten Umfeld zu nutzen.

Prognosebericht

ERWARTETE RAHMENBEDINGUNGEN

Frühindikatoren weisen für 2014 auf stärkeres Wachstum hin

Die Weltkonjunktur stabilisierte sich 2013 zusehends, nachdem die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro-Krise gesunken war. In den Industrieländern kam es sogar zu einem leicht beschleunigten Produktionsanstieg. Allerdings ist der aktuelle Aufschwung noch nicht selbsttragend, da viele Industrieländer weiterhin hohe öffentliche Finanzierungsdefizite aufweisen und eine expansive Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur verfolgen. In den Schwellenländern setzte sich die Konjunkturverlangsamung fort; in einigen dieser Länder dämpfen länderspezifische Probleme die Wachstumsrate des Produktionspotenzials. Für 2014 deuten die Frühindikatoren auf einen leichten Anstieg der Weltproduktion hin. In den Industrieländern ist davon auszugehen, dass sich die zu erwartenden Verbesserungen auf den Arbeits- und Immobilienmärkten günstig auf die Binnennachfrage auswirken. Die bessere Konjunktur in den Industrieländern wird über den anziehenden Welthandel zu höheren Produktionsanstiegen in den Schwellenländern führen. Unter der Annahme, dass es zu keiner erneuten Verschärfung der Euro-Krise kommt, dürfte sich der Anstieg der Weltproduktion nach 2,2 % in diesem Jahr auf 3,0 % im kommenden Jahr beschleunigen.

Die EU-Kommission sagt der Euro-Zone für 2014 eine konjunkturelle Trendwende voraus, aber nur einen allmählichen Aufschwung. Die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen haben zwar den Weg für die Erholung geebnet, aber die Arbeitslosigkeit ist immer noch sehr hoch. Für das 2014 erwartet die europäische Kommission ein Wachstum von 1,1 %, für 2015 peilt sie einen Anstieg von 1,7 % an. Wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten in Schwellenländern wie China wird der Währungsraum aber nur allmählich zu solidem Wachstum zurückkehren. Größter Wachstumstreiber ist die Binnenkonjunktur.

Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, soll das BIP in Deutschland im Jahr 2013 um 0,4 % und in 2014 um 1,7 % wachsen. Trotz einer schwachen Konjunktur zum Jahresbeginn hat Deutschland 2013 keine Rezession erlitten; der erhoffte Aufschwung blieb aber ebenso aus. Für 2014 sind die Konjunkturschätzungen optimistischer. Dabei erweist sich der private Konsum dank der guten Arbeitsmarktsituation als solide Stütze. Zudem sollten nach zwei Jahren Flaute die Unternehmensinvestitionen wieder kräftiger anziehen. So erwartet die IKB speziell bei den Ausrüstungen ein Plus von etwa 6 %. Damit wird allerdings noch immer nicht das Niveau von 2007/08 erreicht, aber der Trend weist wieder nach oben.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts BIP

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Wirtschaftsräume 2013 (Prognose Vorjahr) 2013 (vorläufige Berechnung 2014 (Prognose) 2015 Prognose)
Weltwirtschaft 3,4 2,9 3,7 4,0
Euroraum -0,2 -0,4 0,9 1,6
Ausgewählte Länder
USA 1,5 1,6 2,3 3,0
China 8,0 7,5 7,5 7,0
Indien 6,5 4,0 5,0 5,0
Japan 0,5 1,6 1,5 1,1
Deutschland 0,3 0,4 1,7 2,5

Erwartete Entwicklung der für INDUS relevanten Branchen: China und USA werden auch für den deutschen Mittelstand zentrale Wachstumstreiber

Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder meist positiven Entwicklung.

Die deutsche Bauwirtschaft verfügte Ende 2013 über hohe Auftragsbestände, trotz einzuplanender Winterpause. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft geht von einem Umsatzplus von 2 bis 3 % aus, der Verband der Bauindustrie schätzt das Wachstum auf +3,5 %. Obwohl die Unternehmen auf Hochtouren arbeiten, schmelzen die Auftragsbestände nur geringfügig: Im Rahmen des ifo-Konjunkturtests für das Bauhauptgewerbe wurde für Oktober 2013 immer noch eine Reichweite der Bestände von knapp drei Monaten ausgewiesen - das ist der höchste gesamtdeutsche Oktober-Wert. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist ungebrochen: Ein guter Indikator dafür sind die Baugenehmigungen. Die Neubaugenehmigungen im Öffentlichen Hochbau (veranschlagte Baukosten) in den ersten drei Quartalen 2013 übersteigen mit +45 % deutlich das Vorjahresniveau. Unverändert lebhaft ist auch die Entwicklung im Wohnungsbau. Die Zahl der Baugenehmigungen lag im Herbst 2013 insgesamt um 13,5 % über dem Vorjahreswert - im Mehrfamilienhausbau sogar um rund 25 %; dies dürfte 2014 für eine weiterhin starke Bautätigkeit sorgen. Etwas schwächer entwickelt sich der Wirtschaftsbau, aber auch hier zieht die Nachfrage wieder an.

Die Perspektiven für den globalen Automobilmarkt sind 2014, weltweit betrachtet, gut. Die Dynamik kommt aus den beiden großen Regionen China und USA. Der westeuropäische Markt bleibt weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Das Potenzial in China ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft, denn der Motorisierungsgrad ist immer noch vergleichsweise niedrig. Mehr als jedes fünfte Auto, das heute in China neu verkauft wird, zählt zu einer deutschen Konzernmarke. Zweites großes strategisches Standbein für die deutschen Hersteller sind die Vereinigten Staaten. Dort sind die deutschen Konzernmarken sieben Jahre in Folge schneller gewachsen als der Markt. Der amerikanische Markt wächst auch insgesamt. 2013 wurden rund 15 Millionen Light Vehicles verkauft, im Krisenjahr 2009 waren es lediglich 10,4 Mio. Fahrzeuge. Die langfristigen Wachstumsindikatoren sind positiv: Die USA verfügen über ein positives Bevölkerungswachstum und das Durchschnittsalter der US-Bürger liegt mit 37 Jahren deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (44 Jahre).

Die Produktionskurve im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, die nach dem Einbruch 2009 stark anstieg, schwankt nunmehr bereits über zwei Jahre auf relativ hohem Niveau. Die mehrjährige Schwäche im US-Geschäft konnte durch Vorwärtsstrategien auf den asiatischen Wachstumsmärkten sowie in Russland aufgefangen werden. Für 2014 rechnen die Unternehmen mit einem Wachstum von rund 3 %. Die Exportdynamik früherer Jahre dürfte allerdings auf absehbare Zeit nicht wiederkehren. Zum einen wird Chinas Maschinenbedarf künftig immer mehr im Inland gedeckt. Zum anderen fertigen einige deutsche Maschinenbauer mittlerweile auch in China. Weiterhin erhalten die deutschen Maschinenbauer Nachfrageimpulse aus den USA und auch die Perspektiven in Europa hellen sich auf; hier werden immer noch 40 % der deutschen Maschinenexporte abgesetzt. Neben der verbesserten Exportkonjunktur sollte der Maschinenbau 2014 von einer stärkeren Binnennachfrage profitieren.

Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2013 abgeschwächt. Hemmnisse sehen die Unternehmen vor allem im Erstattungsbereich. Sie beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften, kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen und das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Die Diskussion über Sparmöglichkeiten im Gesundheitssystem wird auch 2014 anhalten; innovative Unternehmen werden aber weiterhin von guten Rahmendaten ausgehen können: Die geburtenstarken Jahrgänge sorgen für eine wachsende Nachfrage, die Konsumneigung bleibt hoch und hochwertige Gesundheitsprodukte liegen allgemein im Trend.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie ist stark mittelständisch geprägt und eher lokal orientiert. Der auffälligste Trend der letzten zehn Jahre war die Entstehung einer leistungsfähigen Industrie in China. Durch das hohe Wachstum der klassischen Abnehmerbranchen der Metallindustrie in China (Automobilindustrie, Maschinenbau und Bauwirtschaft) ist der Bedarf drastisch gestiegen und wird zum größten Teil aus lokaler Produktion bedient bzw. zukünftig noch verstärkt bedient werden. In Deutschland dürfte die Branche auch 2014 von der Entwicklung ihrer wichtigsten Abnehmerbranchen vor Ort abhängig bleiben. Da vor allem aber der Automobil- und der Maschinenbau in Deutschland gute Langfristperspektiven haben, sind die Branchenaussichten stabil. Der Verband Gesamtmetall rechnet mit einem Wachstum von 3 %. Für das weitere Geschäft der M+E-Industrie sind die inländischen Investitionen von zentraler Bedeutung. Hier zeichnet sich aber nur langsam eine Belebung ab: Nach sechs Quartalen des Rückgangs sind die Ausrüstungsinvestitionen im 2. Quartal 2013 zum ersten Mal wieder leicht gestiegen.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Ziele und Ausrichtung 2014 und 2015: Portfolio-Wachstum und zusätzliches organisches Wachstum bei den Beteiligungen

In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 will sich INDUS weiterhin um die Optimierung des Portfolios und dessen Ausbau durch Akquisitionen kümmern. Die 2012 gestartete Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wird weiterverfolgt. Das Portfolio soll sowohl verstärkt organisch wachsen als auch durch weitere Akquisitionen ausgebaut werden. Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland.

Die Eckpunkte des Programms zur Forcierung des organischen Wachstums sind unverändert: Eine verstärkte Internationalisierung (insbesondere in Asien und Amerika), ein Vorrang von Zukunftsinvestitionen vor Erhaltungsinvestitionen, eine nachhaltige Steigerung der F&E-Investitionen, ein verstärktes strategisches Portfoliomanagement und damit einhergehend eine Repositionierung einzelner Beteiligungen.

Für das zusätzlich avisierte Wachstum durch Zukäufe plant der Vorstand, durchschnittlich ein bis zwei mittelständische Unternehmen pro Jahr zu erwerben; zusätzlich werden weiterhin strategische Ergänzungen für die Töchter gesucht. Der Zielfokus bleibt auf zukunftsorientierte Industrieunternehmen gerichtet. Die Ende 2013 durchgeführte Kapitalerhöhung sichert für das laufende Jahr komfortablen Handlungsspielraum. Zusätzliche Fremdmittel werden nicht benötigt. Der Vorstand setzt sich zum Ziel, das angestrebte Wachstum vorrangig aus den erwirtschafteten Mitteln der Gesellschaft zu finanzieren, um die stabilen Bilanzrelationen von INDUS nicht zu gefährden.

Die weitere Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe wird 2014 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunkturentwicklung abhängen. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein stärkeres Wachstum in Deutschland und eine positive Entwicklung in USA und China hin. Europa könnte 2014 die Trendwende schaffen, bleibt aber aufgrund der hohen Verschuldung vieler Länder auf Dauer konjunkturell instabil. Daher konzentriert sich INDUS verstärkt auf Märkte außerhalb Europas.

Erwartete Geschäftslage: Merkliches Umsatz- und Ergebniswachstum

Die Geschäftsentwicklung der Gruppe im Geschäftsjahr 2014 wird aus heutiger Sicht von einer stärkeren Belebung der Weltwirtschaft geprägt sein. Auch die deutsche Wirtschaft soll nach den vorliegenden Prognosen wieder stärker wachsen. Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft insgesamt positiv. Diese Einschätzung teilen die Beteiligungsunternehmen mehrheitlich. INDUS hat sich das Ziel gesetzt, stärker als der Markt zu wachsen. 2014 liegt die BIP-Prognose nach Annahme der Bundesregierung bei 1,8 %. INDUS setzt sich für 2014 ein erneutes, organisches Umsatzwachstum von mehr als 3 % zum Ziel. Eventuelle Akquisitionen sind in der Umsatz- und Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Umsatz von mehr als 1,2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich ebenfalls verbessern und mindestens 118 Mio. EUR erreichen. Die Auftragslage nach den beiden ersten Monaten 2014 stützt derzeit diese Erwartungen. Die Preise für Rohstoffe sollten auf dem relativ günstigen Niveau verbleiben, daher geht INDUS von einer nahezu unveränderten Materialaufwandsquote aus. Für die Personalkosten könnten sich aufgrund der anstehenden Tarifverhandlungen im Baugewerbe leichte Erhöhungen ergeben. Die Abschreibungen werden für 2014 voraussichtlich auf dem Niveau von 2013 liegen.

Erwartete Entwicklung der Segmente 2014: Mehrheitlich positive Geschäftserwartungen

Angesichts eines überaus milden Winters erwartet INDUS für das Segment Bau/Infrastruktur ein Umsatz- und Ergebnisniveau wie 2012; die sehr stabile Baukonjunktur und insbesondere die rege Wohnungsbautätigkeit berechtigen zu Optimismus. Für das Segment wird eine operative Marge von 12 bis 14 % erwartet.

Im Bereich Fahrzeugtechnik hat sich die Ertragslage nach den Repositionierungsanstrengungen bei den größeren Zulieferbetrieben der letzten beiden Jahre deutlich verbessert. Für 2014 sind keine negativen Effekte mehr zu erwarten, die Umsätze dürften zudem aufgrund der guten Nachfrage im Premiumsegment auf dem aktuell hohen Niveau verbleiben. Allerdings steht die Branche unter permanentem Rationalisierungsdruck, sodass das langfristige Margenziel von 6 % plus jedes Jahr neue Anstrengungen erfordert. 2014 erwartet INDUS hier ein Umsatz- und Ergebnisniveau wie 2013.

Für das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleibt das Jahr 2014 herausfordernd. Im aktuellen Jahr hat das Segment die Zielerwartung von 10 % EBIT-Marge verfehlt, trotz des Zukaufs zweier neuer, margenstarker Unternehmen. Eine schwache Nachfrage und negative Effekte bei zwei kleineren Beteiligungen wirkten kontraproduktiv. Hier sind Strukturmaßnahmen eingeleitet, die sich in 2014 nochmals belastend auswirken werden. Die Ergebnisse der neuen Beteiligungen BUDDE und ELTHERM waren im Berichtsjahr nur teilweise enthalten. Da diese 2014 voll konsolidiert werden und weitere Negativeffekte aus anderen Beteiligungen nicht mehr erwartet werden, sollte sich die Ertragslage spürbar verbessern. Insgesamt sollte auch der Umsatz nochmals leicht wachsen. Eine EBIT-Marge von 10 % ist daher das anspruchsvolle Ziel für 2014.

In der Medizin- und Gesundheitstechnik erwartet INDUS keine wesentlichen Veränderungen. Der Bereich geht von einer leicht steigenden Nachfrage aus und sich proportional entwickelnden Ergebnissen. Die konstant hohe EBIT-Rendite von größer 15 % dürfte auch 2014 zu erwirtschaften sein.

Im Segment Metalltechnik rechnet INDUS für 2014 ebenfalls mit einem stabilen Geschäft. Die Anlaufverluste in der Neuanlage zur Kunststoffgalvanik sind verarbeitet und werden 2014 keine Ergebnisauswirkungen mehr haben. Nach den Erwartungen der Beteiligungsunternehmen ist die Nachfrage stabil, daher erwartet INDUS ein leicht steigendes Umsatz- und Ertragsniveau. Die EBIT-Marge sollte wieder zwischen 9 und 10 % liegen.

Erwartete Finanz- und Vermögenslage: Sicherung der guten Ausgangslage

Für 2014 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2014 rund 50 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Hierfür sind, passende Akquisitionsobjekte vorausgesetzt, ebenfalls Investitionen in Höhe von rund 50 Mio. EUR vorgesehen.

Die infolge der Kapitalerhöhung nochmals ausgebaute Vorhalteliquidität von über 115 Mio. EUR versetzt INDUS in die Lage, seine Wachstumsstrategie auch 2014 bankenunabhängig zu finanzieren. Die auf nunmehr über 43 % verbesserte Eigenkapitalquote soll 2014 und 2015 stabil gehalten werden. Zukäufe und Erhaltungsinvestitionen sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus bereitstehender Liquidität finanziert werden. Je nach Intensität der sich bietenden Marktchancen bei Zukäufen kann die Eigenkapitalquote in 2015 wieder leicht sinken.

Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch kontrahierte Neukredite mit einem Volumen von rund 70 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d. h. im Mittel sechs bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 30 Mio. EUR sind vereinbart. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten.

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 11. April 2014

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

gez. Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bergisch Gladbach, den 11. April 2014

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten und die Leitung des Unternehmens überwacht. Dabei wurde er durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Auf diese Weise erhielt er laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Alle Informationen wurden mit der strategischen Planung des Unternehmens abgeglichen. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der Auswahl, Bestellung und Einführung des neuen Konzernprüfers.

Im Jahr 2013 haben vier Sitzungen im Beisein des Vorstands stattgefunden. Darüber hinaus erfolgten vier Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren. An den Sitzungen und Abstimmungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates vollständig teilgenommen. Die Ausschüsse tagten ebenfalls vollzählig.

Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war.

Themenschwerpunkte der Sitzungen

Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 19. April bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2012 und die Beschlussfassung hierzu. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und auch Erörterung mit dem Abschlussprüfer stellte der Aufsichtsrat den HGB-Jahresabschluss 2012 der INDUS Holding AG fest und billigte den IFRS-Konzernabschluss. Abzustimmen waren ebenfalls der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung 2013. Der Vorstand legte zudem die Jahresberichte zum Risikomanagement, zur Compliance und zu den Investitionen vor. Bei der Erörterung des Quartalsabschlusses lag das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung des Segments Automobilindustrie. Schließlich berichtete der Vorstand über Transaktionen in Anbahnung. Der Ausübung der Option zum vollständigen Erwerb der HAKAMA AG, welche seit 2010 mit einer Beteiligungsquote von 75 % zur INDUS-Gruppe gehört, stimmte der Aufsichtsrat zu.

Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 3. Juni nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der ELTHERM-Gruppe und dem des Unternehmens HEAVAC durch die IDNUS-Beteiligung AURORA ab und dem Vorhaben zu.

Ebenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgte sodann am 18. Juni die Abstimmung über die vertraglich vereinbarte Überprüfung der Vorstandsverträge.

Unmittelbar vor Beginn der Hauptversammlung am 24. Juni trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen, in der sich die Mitglieder auf den aktuellen Stand der Antragslage vorbereiteten. Da keine Gegenanträge zum Vorschlag der Verwaltung für die Tagesordnung der Hauptversammlung eingegangen waren, konnte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den aktuellen Geschäftsverlauf befassen. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat gemäß Antrag des Vorstands der Verlängerung des Beratervertrags von Herrn Selzer bei der Selzer-Gruppe bis zum Jahresende zu.

Die dritte ordentliche Sitzung fand am 10. Oktober statt. Gegenstand dieser Sitzung war die Erörterung der Strategie des Konzerns ("Kompass 2020"), zu der der Vorstand einen Fortschrittsbericht vorlegte. Neben der Zielerreichung der einzelnen Beteiligungen wurden mögliche Zukäufe, die weitere Finanzierung des Wachstums, organisatorische Verbesserungen und Überlegungen hinsichtlich der Management-Kapazität erörtert. Der Aufsichtsrat konnte feststellen, dass die Mitte 2012 begonnene Neuausrichtung erfolgreich verläuft und eine umsichtige Zukunftsvorsorge praktiziert wird.

Unter Verzicht auf eine weitere Präsenzsitzung beschloss der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren am 11. November den Erwerb der D.M.S. GmbH durch die Konrad SCHÄFER GmbH.

Besondere Bedeutung hatte der Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren am 2. Dezember. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat rechtzeitig und umfassend über die geplante Umsetzung einer Kapitalerhöhung, sodass es möglich wurde, zeitnah eine gültige Abstimmung hierüber durchzuführen. Im Ergebnis wurde erreicht, dass INDUS die für 2014 geplanten Zukäufe ohne Fremdmittel bei gleichzeitiger Erhöhung der Eigenkapitalquote zu finanzieren vermag.

Die letzte Sitzung des Jahres am 12. Dezember galt den aktualisierten Eckdaten des Geschäftsjahrs 2013 sowie der Planung des Jahres 2014. Da die Sachanlageinvestitionen der Beteiligungen Basis für deren Planung sind, der Vorstand das Gesamtvolumen jedoch begrenzen muss, begann die diesjährige Planung gemäß Bericht des Vorstandes mit der abgestimmten Festlegung dieser Investitionen. Danach wurden die Einzelplanungen der Beteiligungen erfasst und zur Konzernplanung verdichtet. Der umfassende Bericht des Vorstands erlaubte es dem Aufsichtsrat die gesamte Jahresplanung ohne Korrektur zu verabschieden.

Der Vorstand berichtete weiterhin über das Ergebnis der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung.

Ein anderer Gegenstand der Beratungen war der Bericht des Prüfungsausschusses, welcher über den Beginn der Prüfungstätigkeit durch den neuen Konzernprüfer berichtete. Auch aufgrund der Kompetenz im INDUS-Finanzbereich und der neuen IT-Umgebung konnte der Übergang störungsfrei gestaltet werden, wenngleich der Begleitaufwand außerordentlich hoch war.

Schließlich fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss über das Verfahren zur Nominierung eines Aufsichtsratsmitglieds, welches der Hauptversammlung als Ersatz für das gemäß Geschäftsordnung (Neubestellung unter 70 Jahren) ausscheidenden Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen werden soll.

Wie in den Vorjahren waren aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance auch in der diesjährigen Dezember-Sitzung Teil der Diskussion. Dabei hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 13. Mai beschlossenen Kodex-Änderungen befasst. Auf dieser Basis hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben. Diese Entsprechenserklärung wurde mit der anschließenden Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht und ist Bestandteil des Corporate-Governance-Berichtes für das Geschäftsjahr.

Arbeit der Ausschüsse

Die zwei Ausschüsse des Aufsichtsrates haben primär die Aufgabe, Entscheidungen für die Sitzung des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Vorsitz im Personalausschuss inne, nicht aber den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Die personelle Besetzung der Ausschüsse ist im Geschäftsbericht ausgewiesen.

Der Aufsichtsrat besitzt seit Anfang seiner Tätigkeit einen Personalausschuss. Aufgrund des großen Prüfungsumfangs hat der Aufsichtsrat 2012 auch einen Prüfungsausschuss eingerichtet.

Der Prüfungssauschuss ist im Geschäftsjahr 2013 zu zwei Sitzungen zusammen getreten. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter der Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld an den Sitzungen teil. Die Abschlussprüfer haben gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderlichen Unabhängigkeitserklärungen der Abschlussprüfer eingeholt, deren Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthema der Beratungen waren der Abschluss 2012, die Überprüfung des neuen Berichtswesens sowie die Einführung des neuen Konzernwirtschaftsprüfers.

Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr zweimal zusammen, um über Vorstandsstruktur und die damit verbundenen Verträge zu beraten. Die durch den auf drei Mitglieder reduzierten Vorstand erzielten Erfolge basieren auf einstimmigen Beschlüssen.

Beratung der Jahresabschlüsse und Dividendenvorschlag

Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co,. KG, Köln (jetzt: Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Köln) hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrates den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS-Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 11. April 2014 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der INDUS Holding AG für ihr bemerkenswertes Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Der Erfolg von INDUS ist nicht nur das Ergebnis enger und vertrauensvoller Teamarbeit im Rahmen der langfristigen Ausrichtung unserer Gesellschaft. Er ist auch auf eine besondere Unternehmenskultur zurückzuführen, welche von allen Verantwortlichen sorgfältig gepflegt wird. Vorbild hierfür war und ist das mittelständische, vorzugsweise familiengeführte Unternehmen.

Die Geschäftsführer vor Ort führen dabei die Beteiligungen wie ihr eigenes Unternehmen und ihre Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen persönlich verbunden. Der Vorstand der INDUS Holding AG pflegt diese Tradition.

Er sorgt für die Wertsteigerung des gesamten Portfolios durch klare strategische Vorgaben, sensible Entscheidungen im Personalbereich und entschlossenes Handeln bei der Verfolgung einer konsequenten Wachstumsstrategie mit Augenmaß.

So ist nach Auffassung des Aufsichtsrates sichergestellt, dass die Aktionäre für ihr Vertrauen in unser Unternehmen auf Dauer angemessen belohnt werden.

Bergisch Gladbach, den 11. April 2014

Für den Aufsichtsrat

Burkhard Rosenfeld, Vorsitzender

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