Annual / Quarterly Financial Statement • Jul 15, 2014
Annual / Quarterly Financial Statement
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Aktiva
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| Stand am 31.12.2013 EUR |
Stand am 31.12.2012 EUR |
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|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 188.246,00 | 208.443,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.277.325,00 | 2.177.938,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 408.279,00 | 212.779,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 5.000,00 |
| 2.685.604,00 | 2.395.717,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 628.612.104,16 | 553.452.649,08 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 238.064.638,16 | 236.013.000,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.244.346,60 | 1.250.040,42 |
| 867.921.088,92 | 790.715.689,50 | |
| 870.794.938,92 | 793.319.849,50 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 199.643.628,14 | 192.295.618,53 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.499.565,65 | 8.155.837,55 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.500,00 (i. V. EUR 1.500,00) | ||
| 201.143.193,79 | 200.451.456,08 | |
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 17.180.576,18 | 12.736.931,62 |
| 218.323.769,97 | 213.188.387,70 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 1 76.435,77 | 150.607,44 |
| 1.089.295.144,66 | 1.006.658.844,64 | |
| Passiva | ||
| Stand am 31.12.2013 EUR |
Stand am 31.12.2012 EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 63.571.323,62 | 57.792.1 16,42 |
| II. Kapitalrücklage | 240.054.751,60 | 185.752.431,64 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 1.022.583,76 | 1.022.583,76 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 325.000.000,00 | 300.000.000,00 |
| 326.022.583,76 | 301.022.583,76 | |
| IV. Bilanzgewinn | 57.441.239,21 | 48.130.700,22 |
| 687.089.898,19 | 592.697.832,04 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 189.000,00 | 169.000,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 3.717.000,00 | 4.609.000,00 |
| 3.906.000,00 | 4.778.000,00 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 328.009.802,07 | 354.409.259,90 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 433.730,94 | 473.514,26 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 34.632,18 | 0,00 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 27.878.081,28 | 14.115.238,44 |
| - davon aus Steuern: EUR 325.233,50 (i. V. EUR 354.798,63) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.238,95 (i. V. EUR 5.649,56) | ||
| 356.356.246,47 | 368.998.012,60 | |
| D. Passive latente Steuern | 41.943.000,00 | 40.185.000,00 |
| 1.089.295.144,66 | 1.006.658.844,64 |
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| 2013 EUR |
2012 EUR |
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|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 5.791.179,64 | 5.482.819,03 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 1 1.273.158,09 | 11.303.578,38 |
| - davon aus der Währungsumrechnung i.S. des § 256a HGB: EUR 11.411,06 (i. V. EUR 121.162,97) | ||
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 4.377.944,96 | 4.910.641,21 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 265.159,23 | 226.521,82 |
| - davon für Altersversorgung: EUR 33.066,47 (i. V. EUR 31.369,86) | ||
| 4.643.104,19 | 5.137.163,03 | |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 435.784,64 | 314.035,95 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.990.552,42 | 5.548.956,87 |
| - davon aus der Währungsumrechnung i.S. des § 256a HGB: EUR 1.130.397,47 (i. V. EUR 231.579,62) | ||
| 6. Erträge aus Beteiligungen | 43.577.104,62 | 32.173.624,33 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 43.577.104,62 (i. V. EUR 32.173.624,33) | ||
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 45.766.746,02 | 50.273.600,01 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 45.723.196,29 (i. V. EUR 50.229.380,67) | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.959.219,19 | 8.907.474,94 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.519.911,31 (i. V. EUR 8.472.508,19) | ||
| - davon aus der Abzinsung: EUR 63.000,00 (i. V. EUR 50.662,06) | ||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 11.216.129,84 | 20.800.000,00 |
| 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 12.194.117,65 | 6.158.577,36 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 17.468.573,84 | 18.379.770,31 |
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 306.323,49 (i. V. EUR 253.991,31) | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 63.419.144,98 | 51.802.593,17 |
| 13. Außerordentliche Erträge/Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 1.330.000,00 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6.880.868,99 | 6.905.052,46 |
| - davon latente Steuern: EUR 1.758.000,00 (i. V. EUR 210.000,00) | ||
| 15. Jahresüberschuss | 56.538.275,99 | 46.227.540,71 |
| 16. Gewinnvortrag | 902.963,22 | 1.903.159,51 |
| 17. Bilanzgewinn | 57.441.239,21 | 48.130.700,22 |
Der Jahresabschluss entspricht den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB sowie der §§ 264 bis 288 HGB in Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften, sowie den rechtsformspezifischen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzes (§ 150 ff. AktG).
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet worden.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Soweit erforderlich erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig ausschließlich linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer stellen wir auf die betrieblichen Erfahrungen ab.
Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- und Herstellungskosten EUR 150,00 aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, ist im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.
Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten einschließlich der angefallenen Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Abschreibungen erfolgen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, soweit am Abschlussstichtag eine voraussichtliche dauernde Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung entfallen sind.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Verpflichtungen aus Altersversorgungsverträgen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Rahmen einer Bewertungseinheit mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienen, verrechnet.
Die Steuerbelastungen und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögenswerten, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden berechnet. Verlustvorträge, soweit vorhanden, werden bei den aktiven latenten Steuern in Höhe der in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Das Wahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB zur Aktivierung einer sich im Saldo ergebenden Steuerentlastung wird grundsätzlich ausgeübt. Die im Saldo bestehende Steuerbelastung oder -entlastung wird gemäß § 274 Abs.1 HGB als passive oder aktive latente Steuer ausgewiesen.
Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Insgesamt sind die Rückstellungen so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen.
Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB.
Das Unternehmen hat aufgrund bestehender Grundgeschäfte Risiken aus der Änderung von Zinssätzen. Diese Risiken werden für die gesamte Laufzeit der Grundgeschäfte durch derivative Finanzgeschäfte abgesichert (Zinsswaps), die mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst sind. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte stimmen jeweils in allen relevanten Parametern überein. Die Sicherungsbeziehungen sind damit in vollem Umfang wirksam und werden nach der Einfrierungsmethode abgebildet. Zum 31. Dezember 2013 wiesen die zinsbezogenen Sicherungsgeschäfte mit einem Nominalvolumen von EUR 188,5 Mio. (im Vorjahr EUR 191,3 Mio.) insgesamt einen negativen Marktwert von EUR 6,4 Mio. (im Vorjahr EUR 11,1 Mio.) aus. Die Zeitwerte der derivaten Finanzgeschäfte wurden anhand der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt und mit vorhandenen Marktinformationen verprobt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagespiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist.
Bei den Zugängen der Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Anschaffungskosten der in 2013 erworbenen Beteiligungsgesellschaften, der hinzuerworbenen Anteile an bereits bestehenden Beteiligungen und um nachträgliche Anschaffungskosten durch Kapitalmaßnahmen bei bereits bestehenden Beteiligungen. Zu den Abschreibungen wird auf die Anmerkung zur Gewinn- und Verlustrechnung verwiesen. Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB enthält die Anteilsbesitzliste, die dem Anhang als Anlage 2 beigefügt ist.
Die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen beinhalten langfristige Darlehen sowie partiarische Darlehen an Beteiligungsgesellschaften.
Es handelt sich um laufende Verrechnungskonten, denen die Bewegungen aus dem Finanzverkehr gutgeschrieben und belastet werden. Die Gutschriften der Gewinnansprüche aus dem Anteilsbesitz erfolgen ebenfalls über diese Konten.
Die sonstigen Vermögensgegenstände im Jahresabschluss enthalten antizipative Beträge in Höhe von EUR 15.711,58 (Vorjahr EUR: 35.075,03).
Der Jahresabschluss enthält ein Konto in Höhe von EUR 160.040,17 (Vorjahr: EUR 253.329,71) mit eingeschränkter Verfügungsmacht.
Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 63.571.323,62 (Vorjahr: EUR 57.792.116,42).
Der Kapitalrücklage der INDUS Holding Aktiengesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Betrag aus der Ausgabe von neuen Aktien in Höhe von EUR 54.302.319,96 zugeführt.
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| Beträge i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB: | EUR | 222.159.535,76 |
| Beträge i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB: | EUR | 17.895.215,84 |
| Zusammen: | EUR | 240.054.751,60 |
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| Stand am 1. Januar 2013: | EUR | 300.000.000,00 |
| Einstellung aus dem Bilanzgewinn gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013: | EUR | 25.000.000,00 |
| Stand 31. Dezember 2013: | EUR | 325.000.000,00 |
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat zum 31. Dezember 2013 für die Verpflichtungen aus Altersvorsorgeverträgen ein versicherungsmathematisches Gutachten von Dipl.-Math. Helmut Auhagen erstellen lassen. Als Berechnungsverfahren wurde die Anwartschaftsbarwertmethode angewendet. Dabei wurde die "Richttafel 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet und ein Zinssatz von 4,91 % (Vorjahr 5,07 %) sowie ein erwarteter Rententrend von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) zugrunde gelegt. Die Zusagen sind nicht einkommensabhängig.
Der Rückstellungsbedarf für die Altersversorgungsverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung der leistungskongruenten Rückdeckungsversicherungen mit einem Betrag von EUR 448.599,00 (Vorjahr EUR 1.007.964,00) berechnet. Für die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen wurde auf der Basis der von der Versicherung mitgeteilten Aktivwerte ein beizulegender Zeitwert von EUR 448.599,00 (Vorjahr EUR 1.007.964,00) ermittelt.
Durch die insolvenzfeste Abtretung der Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen liegen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vor, so dass die Bilanzposten und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB jeweils miteinander zu verrechnen waren.
Die Steuerrückstellungen enthalten eine Rückstellung für Körperschaftsteuer für die periodengleich vereinnahmten Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft sowie eine Gewerbesteuerrückstellung.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten wesentliche Beträge für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für Urlaub, für Bonusverpflichtungen, für die Kosten der Hauptversammlung und Veröffentlichung, sowie für Steuerrisiken aus laufender Betriebsprüfung.
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| Davon mit einer Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 EUR |
bis zu einem Jahr EUR |
zwischen einem und fünf Jahren EUR |
von mehr als fünf Jahren EUR |
31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 328.009.802,07 | 79.862.029,60 | 216.778.812,75 | 31.368.959,72 | 354.409.259,90 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 433.730,94 | 433.730,94 | 0,00 | 0,00 | 473.514,26 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 34.632,18 | 34.632,18 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 27.878.081,28 | 7.878.081,28 | 6.675.000,00 | 13.325.000,00 | 14.115.238,44 |
| 356.356.246,47 | 88.208.474,00 | 223.453.812,75 | 44.693.959,72 | 368.998.012,60 |
Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.
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| 01.01.2013 EUR |
Ertrag EUR |
Aufwand EUR |
31.12.2013 EUR |
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|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||||
| Ansatz Rückstellungen bei Personengesellschaften | 1.368.000,00 | 0,00 | -424.000,00 | 944.000,00 |
| Pensionsrückstellung INDUS Holding Aktiengesellschaft | 52.000,00 | 0,00 | -34.000,00 | 18.000,00 |
| 1.420.000,00 | 0,00 | -458.000,00 | 962.000,00 | |
| Passive latente Steuern | ||||
| Anteile verbundene Unternehmen | -41.605.000,00 | 0,00 | -1.300.000,00 | -42.905.000,00 |
| Überhang passive latente Steuern | -40.185.000,00 | 0,00 | -1.758.000,00 | -41.943.000,00 |
Den latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde. Der Saldo der Steuerbelastungen und -entlastungen wurde nach § 274 Abs. 1 HGB als passive latente Steuern ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse der INDUS Holding Aktiengesellschaft beinhalten Honorare für die erbrachten Beratungsleistungen gegenüber den Tochterunternehmen sowie Provisionsumsätze für die Abwicklung des Forderungsverkaufs für einige Tochterunternehmen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge, die sich im Berichtsjahr auf TEUR 11.273 (Vorjahr: TEUR 11.304) belaufen, betreffen im Wesentlichen Zuschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte, Gewinne aus Kursdifferenzen und Erträge aus Belastungen an Tochtergesellschaften.
Hier werden die der INDUS Holding Aktiengesellschaft direkt zufließenden Erträge aus den Personengesellschaften und die Dividendenansprüche gegenüber den Kapitalgesellschaften einschließlich der darauf entfallenden anrechenbaren Steuerbeträge ausgewiesen.
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten ergebnisabhängige Zinserträge aus partiarischen Darlehen in Höhe von TEUR 37.051 (Vorjahr: TEUR 41.547).
Die Abschreibungen der Finanzanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung betragen TEUR 11.216 (Vorjahr: TEUR 20.800).
Es handelt sich im Wesentlichen um Zinsaufwendungen für mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Erträge in Höhe von TEUR 911 (Vorjahr: TEUR 921).
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| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Vorstand | 3 | 4 |
| Angestellte | 19 | 18 |
| Zusammen: | 22 | 22 |
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat für den in 2012 abgeschlossenen Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen bestimmter Tochtergesellschaften (ABS-Geschäft) eine Erfüllungsgarantie gegenüber dem Käufer übernommen. Aus den am Bilanzstichtag übertragenen Forderungen der Tochtergesellschaften ergeben sich Haftungsverhältnisse von EUR 24.949.843,21. Auf die übertragenen Forderungen sind bis zum Bilanzstichtag bei den Tochtergesellschaften Zahlungen in Höhe von EUR 17.253.511,64 eingegangen.
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft haftet im Zusammenhang mit einer Avalkreditzusage an verbundene Unternehmen für Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Mängelgewährleistungsbürgschaften gegenüber einem Kreditversicherer als Gesamtschuldnerin. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 6.538.776,46 (Vorjahr: EUR 13.621.286,51).
Des Weiteren hat die INDUS Holding Aktiengesellschaft gegenüber der Deutsche Leasing für Sparkassen und Mittelstand GmbH sowie der VR-Leasing AG die Mit-Leasing-Nehmerschaften für verbundene Unternehmen übernommen. Zum Bilanzstichtag ergeben sich hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von EUR 9.233.983,86 (Vorjahr: EUR 7.305.089,40).
Die verbundenen Unternehmen können die eingegangenen Verbindlichkeiten aus heutiger Sicht erfüllen. Mit einer Inanspruchnahme der INDUS Holding Aktiengesellschaft ist daher nicht zu rechnen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen bei der INDUS Holding Aktiengesellschaft:
| ― | aus Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt EUR 147.990,07 |
| ― | sowie aus Erbbaurechten. Die wertgesicherte Erbbauzinsverpflichtung beträgt bis zum 31. Dezember 2053 jährlich: EUR 112.358,40 |
Die INDUS Holding Aktiengesellschaft hat die vertragliche Verpflichtung übernommen, auf Verlangen der Verkäufer restliche Anteile von bestehenden Tochtergesellschaften zu erwerben. Der Gesamtbetrag der hieraus resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.104.
Die Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes zeigt die als eine Anlage dem Anhang beigefügte Aufstellung des Anteilsbesitzes. Die Aufstellung ist Bestandteil des Anhangs.
In der Anteilsbesitzliste sind ebenfalls diejenigen Beteiligungsgesellschaften aufgeführt, die von der Befreiung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 1 bzw. zur Offenlegung eines Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 bzw. § 264 b HGB Gebrauch machen.
| ― | Dipl. Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur, Bergisch Gladbach Vorsitzender weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: MS Schramberg Holding GmbH & Co. KG, Schramberg Erichsen Beteiligungs GmbH, Hemer |
| ― | Dr. Jürgen Allerkamp, Volljurist, Hamburg Stellvertretender Vorsitzender weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: Neue Dorint GmbH, Köln GAGFAH S.A., Luxemburg |
| ― | Dr. Ralf Bartsch, Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Brüder Schlau Hammer Gruppe, Porta Westfalica weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: Meffert AG Farbwerke, Bad Kreuznach |
| ― | Dipl.-Wirtschafts-Ing. Hans Joachim Selzer, Ingenieur, Driedorf weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: Herborner Pumpenfabrik J. H. Hoffmann GmbH & Co. KG, Herborn |
| ― | Dipl.-Kfm. Helmut Späth, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: Bayrische Beamtenkrankenkasse Aktiengesellschaft, München Saarland Feuerversicherung Aktiengesellschaft, Saarbrücken Saarland Lebensversicherung Aktiengesellschaft, Saarbrücken Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Frankfurt am Main ifb AG, Köln Landesbank Berlin AG, Berlin |
| ― | Dipl. Ing. Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln |
| ― | Jürgen Abromeit, Georgsmarienhütte Vorsitzender weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG: Wirtschaftsbeirat NORD/LB Wirtschaftsbeirat Börse Düsseldorf |
| ― | Rudolf Weichert, Diplom-Kaufmann, Erkrath, Finanzen |
| ― | Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Diplom-Ingenieur, Bergisch Gladbach, Technik |
Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes der INDUS Holding Aktiengesellschaft setzen sich für das Geschäftsjahr 2013 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen. Dabei entfallen folgende Beträge auf die einzelnen Vorstandsmitglieder (Vorjahreswerte in Klammern):
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| feste Vergütung TEUR |
variable Vergütung TEUR |
virtuelle Aktienoptionen TEUR |
Gesamtbetrag TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Jürgen Abromeit | 521 (414) | 302 (252) | 207 (59) | 1.030 (725) |
| Rudolf Weichert | 331 (220) | 165 (121) | 51 (10) | 547 (351) |
| Dr. Johannes Schmidt | 385 (327) | 182 (182) | 163 (52) | 730 (561) |
| Gesamtbetrag | 1.237 (961) | 649 (555) | 421 (121) | 2.307 (1.637) |
Auf ehemalige Vorstandsmitglieder entfallen Aufwendungen für virtuelle Aktienoptionen in Höhe von TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 458). Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Aktienoptionen an ehemalige Vorstandsmitgliedern ausgegeben.
Die Anwartschaftsbarwerte der durch Gehaltsumwandlung von ehemaligen Vorständen bis zum Bilanzstichtag erworbenen Altersversorgungsansprüche sowie die Inanspruchnahmen im Geschäftsjahr betrugen (Vorjahreswerte in Klammern):
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| Anwartschaftsbarwert | Inanspruchnahme | Zuführung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | EUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Helmut Ruwisch | 449 | (599) | 150 (0) | 0 (25) |
| Dr. Wolfgang Höper | 0 | (409) | 409 (0) | 0 (67) |
| 449 | (1.008) | 559 (0) | 0 (92) |
Die Altersversorgungsansprüche sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt. Infolge der insolvenzfesten Abtretung an die Anspruchsberechtigten waren die Aktiv- und Passivpositionen im Jahresabschluss als Bewertungseinheit zu verrechnen.
Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im Xetra Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten zwanzig Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen der gesetzlichen Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.
Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 85.523 SAR (Vorjahr 142.605) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt TEUR 280 (Vorjahr 433). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag TEUR 1.596 (Vorjahr TEUR 855). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des Zeitwertes vor Abzinsung mit TEUR 804 (Vorjahr TEUR 574) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.
Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrages berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstandes innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.
Die Gesamtvergütungen des Aufsichtsrates der INDUS Holding Aktiengesellschaft betrugen für das Geschäftsjahr 2013 TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 348). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 55).
Das Grundkapital der INDUS Holding Aktiengesellschaft beträgt am Bilanzstichtag EUR 63.571.323,62. Es ist eingeteilt in 24.450.509 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 14.328.626,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2012 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu EUR 11.558.423,00 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist in bestimmten Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und hierbei auch den Beginn des Gewinnbezugsrechts der neuen Aktien festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
| ― | wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne von § 203 Abs. 1 und 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 203 Abs. 1, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder -falls dieser Wert geringer ist -im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Auf diesen Höchstbetrag für einen Bezugsrechtsausschluss ist der anteilige Betrag am Grundkapital von Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben oder veräußert werden; ebenfalls anzurechnen sind die während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten, soweit dies in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG geschieht. |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder -falls dieser Wert geringer ist -im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. |
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen. |
Der Vorstand hat zur Stärkung des Eigenkapitals im Rahmen der Strategie 2020 am 2. Dezember 2013 beschlossen, das Grundkapital unter Ausschluss des Bezugsrechts um EUR 5.779.207,20 auf EUR 63.571.323,62 durch Ausgabe von 2.222.772 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von EUR 27,03 je Aktie zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat dem Beschluss am selben Tag zugestimmt. Die Kapitalerhöhung ist durchgeführt worden und wurde am 3. Dezember 2013 ins Handelsregister eingetragen.
Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 11.700.000,04, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder -sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt -auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
| ― | die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Wandelschuldverschreibungen, die von der INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder |
| ― | die aus von der INDUS Holding Aktiengesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Options- oder Wandelschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen und |
| ― | das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Options- bzw. Wandelschuldverschreibungen benötigt wird. |
Das im Geschäftsjahr 2013 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
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| a) für die Abschlussprüfung: Jahresabschluss und Konzernabschluss: | EUR | 190.000,00 |
| b) andere Bestätigungsleistungen: | EUR | 0,00 |
| c) Steuerberatungsleistungen: | EUR | 0,00 |
| d) sonstige Leistungen: | EUR | 0,00 |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2013 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Corporate Governance abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.
Herr Hans Joachim Selzer, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach (ISIN: DE0006200108, WKN: 620010) am 28.2. 2011 die Schwellen von 3% und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) beträgt. Davon sind ihm 8,53 % (das entspricht 1.723.808 Stimmrechten) gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten sind ihm zudem 1,83% (das entspricht 370.033 Stimmrechten) ebenfalls nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München, Deutschland, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. November 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, Deutschland, am 11. November 2011 die Schwelle von 10 % und 15 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 17,36 % (das entspricht 3.857.704 Stimmrechten) betragen hat. Von diesen Stimmrechten waren gemäß der Mitteilung der Bayrischer Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft, München, Deutschland, vom 30. November 2011 am 25. November 2011 2,34 % der Stimmrechte (das entspricht 520.702 Stimmrechten) dieser Gesellschaft zuzurechnen.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR 57.441.239,21 wie folgt zu verwenden:
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| Zahlung einer Dividende von EUR 1,10 je Stückaktie (24.450.509) auf das Grundkapital von EUR 63.571.323,62 | EUR | 26.895.559,90 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | EUR | 29.500.000,00 |
| Gewinnvortrag | EUR | 1.045.679,31 |
| Bilanzgewinn | EUR | 57.441.239,21 |
Bergisch Gladbach, den 2. April 2014
Der Vorstand
Jürgen Abromeit
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
Rudolf Weichert
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2013 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 551.940,64 | 167.347,97 | 292.749,56 | 0,00 | 426.539,05 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.952.267,94 | 0,00 | 0,00 | 277.289,20 | 5.229.557,14 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.107.291,76 | 287.105,16 | 207.412,50 | 32.277,31 | 1.219.261,73 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.000,00 | 304.566,51 | 0,00 | -309.566,51 | 0,00 |
| 6.064.559,70 | 591.671,67 | 207.412,50 | 0,00 | 6.448.818,87 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 759.775.948,92 | 75.646.061,90 | 30.994,40 | 0,00 | 835.391.016,42 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 236.013.000,00 | 6.479.763,16 | 4.428.125,00 | 0,00 | 238.064.638,16 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.950.040,42 | 0,00 | 5.693,82 | 0,00 | 1.944.346,60 |
| 997.738.989,34 | 82.125.825,06 | 4.464.813,22 | 0,00 | 1.075.400.001,18 | |
| 1.004.355.489,68 | 82.884.844,70 | 4.964.975,28 | 0,00 | 1.082.275.359,10 |
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| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2013 EUR |
Zugänge EUR |
Zuschreibungen EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 343.497,64 | 147.690,97 | 0,00 | 252.895,56 | 238.293,05 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.774.329,94 | 177.902,20 | 0,00 | 0,00 | 2.952.232,14 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 894.512,76 | 110.191,47 | 0,00 | 193.721,50 | 810.982,73 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.668.842,70 | 288.093,67 | 0,00 | 193.721,50 | 3.763.214,87 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 206.323.299,84 | 11.216.129,84 | 10.760.517,42 | 0,00 | 206.778.912,26 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 700.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 700.000,00 |
| 207.023.299,84 | 11.216.129,84 | 10.760.517,42 | 0,00 | 207.478.912,26 | |
| 211.035.640,18 | 11.651.914,48 | 10.760.517,42 | 446.617,06 | 211.480.420,18 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand am 31.12.2013 EUR |
Stand am 31.12.2012 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 188.246,00 | 208.443,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.277.325,00 | 2.177.938,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 408.279,00 | 212.779,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 5.000,00 |
| 2.685.604,00 | 2.395.717,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 628.612.104,16 | 553.452.649,08 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 238.064.638,16 | 236.013.000,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.244.346,60 | 1.250.040,42 |
| 867.921.088,92 | 790.715.689,50 | |
| 870.794.938,92 | 793.319.849,50 |
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| Firma | Sitz | Beteiligungsquote % |
gezeichnetes Kapital T€ |
Eigenkapital T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. IFRS 3 konsolidiert | |||||
| I. Operative Gesellschaften | |||||
| 1. ASS Maschinenbau GmbH* | Overath | 100 % | 500,0 | 4.353,1 | |
| 2. - ASS End of Arm Tooling, Inc. | Livonia / USA | 90 % bei Nr. | 1 | 39,7** | 496,9** |
| 3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* | Mudau | 100 % | 2.564,0 | 7.194,5 | |
| 4. - Aurora ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi | Istanbul / Türkei | 99 % bei Nr. | 3 | 337,8** | 302,2** |
| 5. - HEAVAC B. V. | Nuenen / Niederlande | 100 % bei Nr. | 3 | 182,1 | 2.962,7 |
| 6. Aurora North America Llc. | Caledonia / USA | 76 % bei Nr. | 91 | 38,9** | 156,2** |
| 7. Bacher AG | Reinach / Schweiz | 100 % | 2.052,9** | 5.957,6** | |
| 8. Betek GmbH & Co. KG* | Aichhalden | 100 % | 1.534,0 | 1.547,3 | |
| 9. - Betek Tools Inc. | Buford / USA | 100 % bei Nr. | 8 | 0,7** | 468,8** |
| 10. BETOMAX GmbH & Co. KG* | Neuss | 100 % | 3.074,0 | 11.630,2 | |
| 11. - Ancotech AG | Dielsdorf / Schweiz | 100 % bei Nr. | 10 | 60,9** | 7.920,2** |
| 12. - Ancotech GmbH | Köln | 100 % bei Nr. | 10 | 225,0 | 231,5 |
| 13. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* | Hillesheim | 100 % | 1.000,0 | 3.885,0 | |
| 14. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* | Garching | 100 % | 1.000,0 | 7.948,8 | |
| 15. - M.Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co.,Ltd. | Shanghai / China | 100 % bei Nr. | 14 | 199,3** | 380,1** |
| 16. - M. Braun Inc. | Stratham / USA | 100 % bei Nr. | 14 | 73,0** | 1.763,0** |
| 17. - M. Braun UK Ltd. | Mansfield / Großbritannien | 100 % bei Nr. | 14 | 0,0** | 0,0** |
| 18. - Mecalab - M.Braun AG | Grenchen / Schweiz | 100 % bei Nr. | 14 | 60,9** | 0,0** |
| 19. Budde Fördertechnik GmbH* | Bielefeld | 75 % | 105,0 | 9.456,8 | |
| 20. - COMSORT GmbH | Kamen | 100 % bei Nr. | 19 | 205,0 | 1.203,0 |
| 21. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH | Delmenhorst | 75 % bei Nr. | 19 | 25,6 | 308,0 |
| 22. Budde Fördertechnik GmbH* | Schmalkalden | 75 % | 26,0 | 1.724,8 | |
| 23. eltherm GmbH* | Burbach | 90 % | 52,5 | 1.847,0 | |
| 24. - ELTHERM ASIA-PACIFIC PTE. LTD. | Singapur | 80 % bei Nr. | 23 | 300,9** | 1.137,3** |
| 25. -- ELTHERM (SHANGHAI) COMPANY LIMITED | Shanghai / China | 100 % bei Nr. | 24 | 352,6** | 221,6** |
| 26. - ELTHERM UK LIMITED | Berkshire / Großbritannien | 75 % bei Nr. | 23 | 117,7** | 366,8** |
| 27. eltherm production GmbH* | Burbach | 90 % | 105,0 | 8.402,4 | |
| 28. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* | Schwelm | 100 % | 623,0 | 623,0 | |
| 29. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* | Reichshof-Hahn | 100 % | 514,0 | 997,0 | |
| 30. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* | Drolshagen | 100 % bei Nr. | 29 | 54,0 | 74,8 |
| 31. - EVT Dichtstoffe GmbH | Stuttgart | 85,25 % bei Nr. | 29 | 102,3 | 102,3 |
| 32. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* | Vlotho | 100 % | 514,0 | 618,3 | |
| 33. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* | Vlotho | 90 % bei Nr. | 32 | 5,2 | 5,2 |
| 34. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungs- GmbH & Co. KG* | Bergisch Gladbach | 100 % | 515,0 | 563,2 | |
| 35. - ISC IT Service & Consulting GmbH | Greven | 100 % bei Nr. | 34 | 50,0 | 0,0 |
| 36. HAKAMA AG | Bättwil / Schweiz | 100 % | 3.622,4** | 3.773,2** | |
| 37. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* | Herbrechtingen | 100 % | 1.550,0 | 1.550,0 | |
| 38. Horn GmbH & Co. KG* | Flensburg | 100 % | 1.024,0 | 7.024,0 | |
| 39. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED (CARADON PCL LIMITED) | Sheffield / Großbritannien | 100 % bei Nr. | 38 | 2.836,4** | 4.723,5** |
| 40. imeco GmbH & Co. KG* | Hösbach | 100 % | 565,0 | 982,6 | |
| 41. - IMAKON Sp Z.o.o. | Luban / Polen | 100 % bei Nr. | 40 | 187,6** | 446,6** |
| 42. IPETRONIK GmbH & Co. KG* | Baden-Baden | 100 % | 515,0 | 720,8 | |
| 43. - IPETRONIK Eichstätt GmbH | Eichstätt | 100 % bei Nr. | 42 | 25,0 | 716,2 |
| 44. - Ipetronik, Inc. | Livonia / USA | 100 % bei Nr. | 42 | 44** | 129,7** |
| 45. Kieback GmbH & Co. KG* | Osnabrück | 100 % | |||
| 46. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH | Osnabrück | je 50 % bei Nr. und bei Nr. | 45 62 | 514,0 | 993,7 |
| 47. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* | Ennepetal | 100 % | 50,0 | 38,2 | |
| 48. - Köster & Co. GmbH* | Ennepetal | 100 % bei Nr. | 47 | 100,0 | 7.410,7 |
| 49. - Köster CZ s.r.o. | Zacler / Tschechien | 100 % bei Nr. | 47 | 275,0 | 2.385,2 |
| 50. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG* | Münsingen | 100 % | 178,9** | 221,0** | |
| 51. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* | Wülfrath | 100 % | 514,0 | 540,0 | |
| 52. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* | Wülfrath | 100 % bei Nr. | 51 | 1.636,4 | 4.900,4 |
| 53. Mikrop AG | Kronbühl / Schweiz | 100 % | 153,4 | 543,5 | |
| 54. - Mikrotec Optika d.o.o. | Kac / Serbien | 100 % bei Nr. | 53 | 233,3** | 605,5** |
| 55. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* | Nister | 100 % | 517,9** | 965,3** | |
| 56. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* | Oelde | 100 % | 774,0 | 774,0 | |
| 57. - OBUK Slovakia s.r.o. | Malacky / Slowakei | 100 % bei Nr. | 56 | 260,0 | 4.258,6 |
| 58. Ofa Bamberg GmbH* | Bamberg | 100 % | 6,6 | 0,0 | |
| 59. planetroll GmbH & Co. KG* | Munderkingen | 100 % | 1.500,0 | 8.839,4 | |
| 60. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* | Lage | 100 % | 515,0 | 515,0 | |
| 61. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik* | Bad Marienberg | 88,89 % | 1.534,0 | 4.558,0 | |
| 62. Konrad Schäfer GmbH* | Osnabrück | 100 % | 500,0 | 750,8 | |
| 63. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien | Reichertshofen | 70 % bei Nr. | 62 | 400,0 | 2.933,8 |
| 64. - KS Pollmann GmbH | Osnabrück | 100 % bei Nr. | 62 | 26,1 | 692,8 |
| 65. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* | Mühlhausen | 100 % bei Nr. | 62 | 25,0 | 152,6 |
| 66. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co.KG* | Friedberg | 100 % | 1.024,0 | 1.205,1 | |
| 67. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* | Driedorf-Roth | 85 % | 1.024,0 | 1.158,0 | |
| 68. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda | Vinhedo / Brasilien | 90 % bei Nr. | 67 | 6.000,0 | 13.000,0 |
| 69. - Selzer Systemtechnik GmbH* | Driedorf-Roth | 100 % bei Nr. | 67 | 1.353,7** | 2.321,5** |
| 70. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* | Brackenheim | 100 % | 200,0 | 241,3 | |
| 71. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH | Mauer | 100 % bei Nr. | 70 | 774,0 | 774,0 |
| 72. Karl Simon GmbH & Co. KG* | Aichhalden | 100 % | 26,0 | 0,0 | |
| 73. - Siku GmbH | Rickenbach / Schweiz | 100 % bei Nr. | 72 | 2.100,0 | 3.520,3 |
| 74. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* | Aichhalden | 100 % | 487,0** | 0,0** | |
| 75. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* | Backnang | 100 % | 1.023,0 | 1.248,7 | |
| 76. - SDI Service Design Innovation GmbH | Brackenheim | 100 % bei Nr. | 75 | 1.005,0 | 2.573,0 |
| 77. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA (PTY) LIMITED | East London / Südafrika | 100 % bei Nr. | 75 | 26,0 | 43,6 |
| 78. Turmbau Steffens & Nölle GmbH* | Berlin | 100 % | 0,0** | 3.012,2** | |
| 79. -tomcast GmbH Antennenanlagen | Essenbach-Altheim | 100 % bei Nr. | 78 | 500,0 | 3.232,3 |
| 80. VULKAN INOX GmbH* | Hattingen | 100 % | 25,0 | 11,3 | |
| 81. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. | Brant-Tord, untario / Kanada | 100 % bei Nr. | 80 | 770,0 | 11.133,1 |
| 82. Weigand Bau GmbH* | Bad Königshofen | 80 % | 340,8** | 916,4** | |
| 83. Weinisch GmbH & Co. KG* | Oberviechtach | 100 % | 1.000,0 | 1.724,4 | |
| 84. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* | Wiesau | 100 % bei Nr. | 124 | 500,0 | 500,0 |
| 85. Wiesauplast de Mexico S.de R.L. de C.V. | Santiago de Queretaro / Mexico | 100 % bei Nr. | 124 | 4.000,0 | 7.565,5 |
| 86. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. | Santiago de Queretaro / Mexico | 100 % bei Nr. | 124 | 4.947,8** | 1.499,1** |
| 87. MID-TRONIC Wiesauplast GmbH | Wiesau | 90 % bei Nr. | 124 | 6,5** | 35,9** |
| II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften | 300,0 | 0,0 | |||
| 88. INDUS Alpha GmbH | Bergisch Gladbach | 100 % | |||
| 89. INDUS Beta GmbH | Bergisch Gladbach | 100 % | 25,0 | 25,3 | |
| 90. INDUS Gamma GmbH | Bergisch Gladbach | 100 % | 26,0 | 27,2 | |
| 91. Aurora North America Holding Inc. | Delaware / USA | 100 % bei Nr. | 3 | 26,0 | 29,1 |
| 92. AURORA Verwaltungs-GmbH | Mudau | 100 % bei Nr. | 3 | 0,8** | 97,3** |
| 93. Betek Verwaltungs-GmbH | Aichhalden | 100 % bei Nr. | 8 | 26,0 | 29,7 |
| 94. BETOMAX Verwaltungs-GmbH | Neuss | 100 % bei Nr. | 10 | 26,0 | 27,8 |
| 95. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH | Hillesheim | 100 % bei Nr. | 13 | 26,0 | 26,0 |
| 96. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH | Schwelm | 100 % bei Nr. | 28 | 26,0 | 29,6 |
| 97. FS Verwaltungs GmbH | Reichshof-Hahn | 100 % bei Nr. | 29 | 27,0 | 27,0 |
| 98. B & F Verwaltungs GmbH | Drolshagen | 100 % bei Nr. | 30 | 26,0 | 33,7 |
| 99. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH | Vlotho | 100 % bei Nr. | 32 | 26,0 | 29,4 |
| 100. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | Vlotho | 100 % bei Nr. | 32 | 26,0 | 32,2 |
| 101. GVV Verwaltungs-GmbH | Greven | 100 % bei Nr. | 34 | 25,6 | 29,9 |
| 102. HAUFF Verwaltungs GmbH | Herbrechtingen | 100 % bei Nr. | 37 | 26,0 | 29,0 |
| 103. Horn Verwaltungs GmbH | Flensburg | 100 % bei Nr. | 38 | 26,0 | 31,2 |
| 104. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH | Hösbach | 100 % bei Nr. | 40 | 26,0 | 27,5 |
| 105. IPETRONIK Verwaltungs GmbH | Baden-Baden | 100 % bei Nr. | 42 | 27,0 | 27,0 |
| 106. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH | Osnabrück | 100 % bei Nr. | 45 | 25,0 | 27,3 |
| 107. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH | Ennepetal | 100 % bei Nr. | 47 | 26,0 | 28,8 |
| 108. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH | Münsingen | 100 % bei Nr. | 50 | 26,0 | 27,9 |
| 109. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH | Wülfrath | 100 % bei Nr. | 52 | 26,0 | 28,2 |
| 110. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH | Nister | 100 % bei Nr. | 55 | 26,0 | 29,6 |
| 111. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH | Oelde | 100 % bei Nr. | 56 | 26,0 | 27,1 |
| 112. planetroll Verwaltungs GmbH | Munderkingen | 100 % bei Nr. | 59 | 25,0 | 33,1 |
| 113. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | Lage | 100 % bei Nr. | 60 | 25,0 | 29,9 |
| 114. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH | Bad Marienberg | 100 % bei Nr. | 61 | 26,0 | 31,1 |
| 115. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH | Mühlhausen | 100 % bei Nr. | 65 | 26,0 | 26,0 |
| 116. Schuster Verwaltungs GmbH | Friedberg | 100 % bei Nr. | 66 | 26,0 | 33,8 |
| 117. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH | Driedorf-Roth | 100 % bei Nr. | 67 | 26,0 | 26,7 |
| 118. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH | Brackenheim | 100 % bei Nr. | 70 | 60,0 | 63,4 |
| 119. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH | Aichhalden | 100 % bei Nr. | 72 | 26,0 | 28,8 |
| 120. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH | Aichhalden | 100 % bei Nr. | 74 | 140,0 | 140,0 |
| 121. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH | Backnang | 100 % bei Nr. | 75 | 27,0 | 27,0 |
| 122. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH | Oberviechtach | 100 % bei Nr. | 83 | 26,0 | 27,9 |
| 123. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: INDUS Delta GmbH) | Bergisch Gladbach | 100 % bei Nr. | 84 | 26,0 | 26,7 |
| 124. Wiesauplast GmbH & Co. KG (Holding) | Wiesau | 100 % | 26,0 | 29,4 | |
| 125. Wiesauplast Verwaltungs GmbH | Wiesau | 100 % bei Nr. | 124 | 564,0 | 4.527,9 |
| B. Assoziierte Unternehmen | 26,0 | 26,6 | |||
| im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert | |||||
| 126. Betomax Polska Sp. z.o.o. | Konskie / Polen | 30 % bei Nr. | 10 | ||
| 127. Tecalemit Inc. | Houston / USA Texas | 50 % bei Nr. | 38 | 2.890,8** | 5.873,0** |
| 128. TKI Automotive GmbH | Gaimersheim | 49 % bei Nr. | 43 | 0,0** | 2.163,2** |
| 129. Wiesauplast PMC de Mexico S.de R.L. | Mexico | 45 % bei Nr. | 85 | 25,0 | 5.660,2 |
| C. Sonstige Beteiligungen | 152,2** | 301,0** | |||
| I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert | |||||
| 130. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG | Wiesbaden | 94 % bei Nr. | 72 | 4,8 | 394,0 |
| 131. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* | Pullach i. Isartal | 94 % bei Nr. | 58 | 25,0 | 0,0 |
| 132. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* | Pullach i. Isartal | 94 % bei Nr. | 34 | 25,4 | 9,9 |
| II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert | |||||
| 133. ELTHERM CANADA INC. | Toronto / Kanada | 80 % bei Nr. | 23 | 18,3** | 0,0** |
| 134. KERAMOS Zacler s.r.o. | Zachler / Tschechien | 99 % bei Nr. | 48 | 3,6** | 0,0** |
| 135. Köster RUS 000 | Russland | 100 % bei Nr. | 48 | 77,2** | 59,6** |
| 136. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG | Schwarzenbek | 10 % bei Nr. | 52 | 100,0 | 42,4 |
| 137. PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai / China | 100 % bei Nr. | 38 | 196,8** | 0,0** |
| 138. PCL Sumo Air Technology | Mumbai / Indien | 50 % bei Nr. | 38 | 128,9** | 79 2** |
| 139. PCL Trading (Shanghai) Co., Ltd. | Shanghai / China | 100 % bei Nr. | 38 | 122,5** | 102,1** |
| 140. Polartherm Group Oy | Luvia / Finnland | 18 % bei Nr. | 60 | 170,0 | 4.851,3 |
| 142. Tribo Hartstoff GmbH | Immelborn | 13 % bei Nr. | 8 | 500,0 | 8.119,3 |
| 143. Betomax Austria GmbH Dienstleistungsgewerbe | Linz / Österreich | 100 % bei Nr. | 10 | 35,0 | 18,6 |
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| Firma | Jahresergebnis T € |
letzter Jahresabschluss |
|---|---|---|
| A. Verbundene Unternehmen | ||
| I. Operative Gesellschaften | ||
| 1. ASS Maschinenbau GmbH* | 951,2 | 31.12.2013 |
| 2. - ASS End of Arm Tooling, Inc. | 407,8** | 31.12.2013 |
| 3. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* | 1.818,3 | 31.12.2013 |
| 4. - Aurora ISI Araclari Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi | -82,2** | 31.12.2013 |
| 5. - HEAVAC B. V. | 710,7 | 31.12.2013 |
| 6. Aurora North America Llc. | 192,1** | 31.12.2013 |
| 7. Bacher AG | 396,6** | 31.12.2013 |
| 8. Betek GmbH & Co. KG* | 4.804,4 | 31.12.2013 |
| 9. - Betek Tools Inc. | 380,2** | 31.12.2013 |
| 10. BETOMAX GmbH & Co. KG* | 3.524,7 | 31.12.2013 |
| 11. - Ancotech AG | 4.868,4** | 31.12.2013 |
| 12. - Ancotech GmbH | -160,0 | 31.12.2013 |
| 13. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* | 1.025,5 | 31.12.2013 |
| 14. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* | 3.405,1 | 31.12.2013 |
| 15. - M.Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co.,Ltd. | 784,6** | 31.12.2013 |
| 16. - M. Braun Inc. | 1.077,9** | 31.12.2013 |
| 17. - M. Braun UK Ltd. | 122,6** | 31.12.2013 |
| 18. - Mecalab - M.Braun AG | 24 1** | 31.12.2013 |
| 19. Budde Fördertechnik GmbH* | 4.079,9 | 31.12.2013 |
| 20. - COMSORT GmbH | 115,5 | 31.12.2013 |
| 21. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH | 282,4 | 31.12.2013 |
| 22. Budde Fördertechnik GmbH* | 644,0 | 31.12.2013 |
| 23. eltherm GmbH* | 1.082,2 | 31.12.2013 |
| 24. - ELTHERM ASIA-PACIFIC PTE. LTD. | 120,8** | 31.12.2013 |
| 25. -- ELTHERM (SHANGHAI) COMPANY LIMITED | 69,6** | 31.12.2013 |
| 26. - ELTHERM UK LIMITED | 118,7** | 31.12.2013 |
| 27. eltherm production GmbH* | 1.899,9 | 31.12.2013 |
| 28. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* | 15,0 | 31.12.2013 |
| 29. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* | 1.749,6 | 31.12.2013 |
| 30. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* | 474,5 | 31.12.2013 |
| 31. - EVT Dichtstoffe GmbH | 0,0 | 31.12.2013 |
| 32. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* | 1.267,2 | 31.12.2013 |
| 33. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* | 422,0 | 31.12.2013 |
| 34. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungs- GmbH & Co. KG* | -62,7 | 31.12.2013 |
| 35. - ISC IT Service & Consulting GmbH | 68,3 | 31.12.2013 |
| 36. HAKAMA AG | -478,9** | 31.12.2013 |
| 37. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* | 1.981,5 | 31.12.2013 |
| 38. Horn GmbH & Co. KG* | 852,9 | 31.12.2013 |
| 39. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED (CARADON PCL LIMITED) | 1.682,1** | 31.12.2013 |
| 40. imeco GmbH & Co. KG* | 238,3 | 31.12.2013 |
| 41. - IMAKON Sp Z.o.o. | 4,5** | 31.12.2013 |
| 42. IPETRONIK GmbH & Co. KG* | 627,1 | 31.12.2013 |
| 43. - IPETRONIK Eichstätt GmbH | -46,7 | 31.12.2013 |
| 44. - Ipetronik, Inc. | 8,5** | 31.12.2013 |
| 45. 46. Kieback GmbH & Co. KG* - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH | 198,8 | 31.12.2013 |
| 47. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* | 0,2 | 31.12.2013 |
| 48. - Köster & Co. GmbH* | -3,0 | 31.12.2013 |
| 49. - Köster CZ s.r.o. | 3,7 | 31.12.2013 |
| 50. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG* | -35,0** | 31.12.2013 |
| 51. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* | 123,5 | 31.12.2013 |
| 52. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* | 1.072,4 | 31.12.2013 |
| 53. Mikrop AG | 1.497,7 | 31.12.2013 |
| 54. - Mikrotec Optika d.o.o. | 163,0** | 31.12.2013 |
| 55. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* | 545,1** | 31.12.2013 |
| 56. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* | -4.869,8 | 31.12.2013 |
| 57. - OBUK Slovakia s.r.o. | 938,4 | 31.12.2013 |
| 58. Ofa Bamberg GmbH* | 39,8 | 31.12.2013 |
| 59. planetroll GmbH & Co. KG* | 3.972,4 | 31.12.2013 |
| 60. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* | 0,0 | 31.12.2013 |
| 61. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG, Metalldrückerei-Umformtechnik* | 2.242,1 | 31.12.2013 |
| 62. Konrad Schäfer GmbH* | 1.108,0 | 31.12.2013 |
| 63. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien | 259,3 | 31.12.2013 |
| 64. - KS Pollmann GmbH | 225,0 | 31.12.2013 |
| 65. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* | -238,1 | 31.12.2013 |
| 66. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co.KG* | 149,0 | 31.12.2013 |
| 67. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* | 256,5 | 31.12.2013 |
| 68. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda | 2.737,2 | 31.12.2013 |
| 69. - Selzer Systemtechnik GmbH* | 185,4** | 31.12.2013 |
| 70. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* | 47,3 | 31.12.2013 |
| 71. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH | -3.689,8 | 31.12.2013 |
| 72. Karl Simon GmbH & Co. KG* | -874,4 | 31.12.2013 |
| 73. - Siku GmbH | -1667,6 | 31.12.2013 |
| 74. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* | -515,2** | 31.12.2013 |
| 75. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* | 579,7 | 31.12.2013 |
| 76. - SDI Service Design Innovation GmbH | 1.869,1 | 31.12.2013 |
| 77. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA (PTY) LIMITED | 2,0 | 31.12.2013 |
| 78. Turmbau Steffens & Nölle GmbH* | 2.253,8** | 31.12.2013 |
| 79. -tomcast GmbH Antennenanlagen | 902,1 | 31.12.2013 |
| 80. VULKAN INOX GmbH* | 7,8 | 31.12.2013 |
| 81. - VULKAN Harex Steelfiber (North America) Inc. | 2.764,9 | 31.12.2013 |
| 82. Weigand Bau GmbH* | 210,3** | 31.12.2013 |
| 83. Weinisch GmbH & Co. KG* | 723,6 | 31.12.2013 |
| 84. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* | 917,4 | 31.12.2013 |
| 85. Wiesauplast de Mexico S.de R.L. de C.V. | -501,7 | 31.12.2013 |
| 86. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. | -420,1** | 31.12.2013 |
| 87. MID-TRONIC Wiesauplast GmbH | 18,0** | 31.12.2013 |
| II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften | -715,2 | 31.12.2013 |
| 88. INDUS Alpha GmbH | ||
| 89. INDUS Beta GmbH | 0,0 | 31.12.2013 |
| 90. INDUS Gamma GmbH | 0,0 | 31.12.2013 |
| 91. Aurora North America Holding Inc. | 0,0 | 31.12.2013 |
| 92. AURORA Verwaltungs-GmbH | 68,2** | 31.12.2013 |
| 93. Betek Verwaltungs-GmbH | 1,6 | 31.12.2013 |
| 94. BETOMAX Verwaltungs-GmbH | 1,8 | 31.12.2013 |
| 95. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH | 2,6 | 31.12.2013 |
| 96. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH | 1,9 | 31.12.2013 |
| 97. FS Verwaltungs GmbH | 1,5 | 31.12.2013 |
| 98. B & F Verwaltungs GmbH | 1,4 | 31.12.2013 |
| 99. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH | 1,1 | 31.12.2013 |
| 100. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | 1,0 | 31.12.2013 |
| 101. GVV Verwaltungs-GmbH | 0,8 | 31.12.2013 |
| 102. HAUFF Verwaltungs GmbH | 0,3 | 31.12.2013 |
| 103. Horn Verwaltungs GmbH | 1,7 | 31.12.2013 |
| 104. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH | 0,5 | 31.12.2013 |
| 105. IPETRONIK Verwaltungs GmbH | 0,0 | 31.12.2013 |
| 106. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH | 2,3 | 31.12.2013 |
| 107. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH | 0,6 | 31.12.2013 |
| 108. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH | 1,9 | 31.12.2013 |
| 109. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH | 1,1 | 31.12.2013 |
| 110. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH | -1,0 | 31.12.2013 |
| 111. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH | 1,1 | 31.12.2013 |
| 112. planetroll Verwaltungs GmbH | 0,1 | 31.12.2013 |
| 113. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | 1,3 | 31.12.2013 |
| 114. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH | 1,8 | 31.12.2013 |
| 115. Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH | 1,2 | 31.12.2013 |
| 116. Schuster Verwaltungs GmbH | 3,2 | 31.12.2013 |
| 117. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH | 0,7 | 31.12.2013 |
| 118. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH | 3,4 | 31.12.2013 |
| 119. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH | 1,2 | 31.12.2013 |
| 120. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH | 12,1 | 31.12.2013 |
| 121. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH | 2,1 | 31.12.2013 |
| 122. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH | 1,2 | 31.12.2013 |
| 123. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH (vormals: INDUS Delta GmbH) | 0,7 | 31.12.2013 |
| 124. Wiesauplast GmbH & Co. KG (Holding) | 0,6 | 31.12.2013 |
| 125. Wiesauplast Verwaltungs GmbH | -1.055,0 | 31.12.2013 |
| B. Assoziierte Unternehmen | 0,6 | 31.12.2013 |
| im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert | ||
| 126. Betomax Polska Sp. z.o.o. | ||
| 127. Tecalemit Inc. | 880,9** | 31.12.2013*** |
| 128. TKI Automotive GmbH | -238,5** | 31.12.2013 |
| 129. Wiesauplast PMC de Mexico S.de R.L. | 495,0 | 31.12.2013 |
| C. Sonstige Beteiligungen | 158,5** | 31.12.2013 |
| I. im Konzernabschluss nach IAS 27 i.V.m. Sic 12 konsolidiert | ||
| 130. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG | 459,3 | 31.12.2013 |
| 131. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* | 136,5 | 31.12.2013 |
| 132. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* | -9,3 | 31.12.2013 |
| II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert | ||
| 133. ELTHERM CANADA INC. | -191,4** | 31.12.2013 |
| 134. KERAMOS Zacler s.r.o. | -29,1** | 31.12.2013 |
| 135. Köster RUS 000 | 21,0** | 31.12.2013 |
| 136. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG | 36,7 | 31.12.2013*** |
| 137. PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. | -7,9** | 31.12.2013 |
| 138. PCL Sumo Air Technology | 9,9** | 31.03.2013 |
| 139. PCL Trading (Shanghai) Co., Ltd. | 166,4** | 31.12.2013 |
| 140. Polartherm Group Oy | 1.211,0 | 30.04.2013 |
| 142. Tribo Hartstoff GmbH | 2,6 | 31.03.2013 |
| 143. Betomax Austria GmbH Dienstleistungsgewerbe | -61,4 | 31.12.2013 |
* Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB
** Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2013 bzw. Periodendurchschnittskurs 2013 beim Jahresergebnis
*** vorläufiger Jahresabschluss per 31.12.2013
INDUS führt als Finanzinvestor ein Portfolio von 40 Unternehmen aus Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Durch organische Weiterentwicklung und externe Zukäufe will die Führung der Unternehmensgruppe die Qualität dieses Portfolios in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen.
Die INDUS Holding AG ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor. Seit ihrer Gründung 1985 hat sich INDUS als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert und im Rahmen ihrer kontinuierlichen Entwicklung mehrere Dutzend mittelständische Produktionsunternehmen übernommen. Heute umfasst das Portfolio 40 Unternehmen. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Die Aktie wird im Börsensegment SDAX gehandelt. Die Unternehmen sind fünf Segmenten zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2013 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS. Die Gesellschaft wird von einem dreiköpfigen Vorstand geführt. Die AG beschäftigt zum Stichtag ohne Vorstand 20 Mitarbeiter. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Personen und verfügt über einen Personal- und einen Prüfungsausschuss.
Unternehmenssitz der Holding ist Bergisch Gladbach; die Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Zwischen den Unternehmen und der Führungsgesellschaft sind die Aufgaben klar geregelt. Die Verantwortung für die operative Entwicklung liegt bei den Geschäftsführern der Einzelgesellschaften. Das umfasst die Kernbereiche Produktion und Vertrieb, Marketing und Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf das Wahrnehmen von Querschnittsfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Bilanzierung. Die strategischen Ziele und Meilensteine der operativen Entwicklung werden im Rahmen der Jahresplanung zwischen den verantwortlichen Geschäftsführern und den Experten der Führungsgesellschaft diskutiert und mit dem Vorstand festgelegt. Für Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle in der AG wird auf die Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen.
Die Tochtergesellschaften handeln operativ selbstständig und finanzieren ihr operatives Geschäft aus eigenen Mitteln, bei Bedarf auch mit Unterstützung der Führungsgesellschaft. Die Führungsgesellschaft begleitet strategische und langfristige Investitionen und übernimmt im Wesentlichen eine Beratungs- und Coaching-Funktion gegenüber der lokalen Geschäftsführung. Für die Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.
INDUS beteiligt sich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Der hohe Diversifizierungsgrad des Portfolios ist zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Informationen zu den Unternehmen bzw. zu den Unternehmensbereichen, denen diese zugeordnet werden, sowie Informationen zu den jeweiligen Branchenentwicklungen finden sich in den Kapiteln Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht. Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen immer noch eine wichtige Rolle; die Bedeutung der Auslandsmärkte hat jedoch in den letzten Jahren zugenommen. Rund 49 % ihres Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb Deutschlands. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben viele Beteiligungsunternehmen Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Brasilien, Südafrika, China, Nordamerika und Mexiko.
2013 hat INDUS direkt bzw. über seine Beteiligungen sechs neue Unternehmen erworben; insgesamt wurden dafür rund 50 Mio. EUR investiert. Die Zukäufe auf Portfolioebene hat INDUS vorrangig in den definierten Zielbranchen vorgenommen. Mit BUDDE Fördertechnik wurde im März 2013 eine Akquisition im Zielmarkt Logistik getätigt. Budde ist ein Spezialist für Transportsysteme, insbesondere für Paketverteilanlagen. Dieses Geschäft ist aufgrund des zunehmenden Internethandels ein Wachstumsmarkt. Mitte des Jahres wurde ELTHERM übernommen, ein Unternehmen aus dem Bereich der Energietechnik. Weltweit arbeiten nur acht Unternehmen mit einem ähnlichen Produktprogramm. Das Unternehmen fertigt sogenannte Begleitheizungssysteme und sorgt damit für konstante Prozesstemperaturen in der Fertigung, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie oder der chemischen Industrie. Das Unternehmen ist international aufgestellt und besitzt seit drei Jahren eine Tochter in Singapur. ELTHERM ist ein Beispiel für einen Weltmarktführer in der Nische.
Die weiteren Akquisitionen sind strategische Ergänzungen für INDUS-Töchter: Seit Juni 2013 ergänzt die niederländische HEAVAC, der Marktführer für Klima- und Lüftungstechnik in Bussen für die BeNeLux-Staaten, die Beteiligung AURORA. Die Firma verfügt auch über ein gutes Geschäft in Großbritannien und Russland. Das sind Märkte, in denen AURORA bislang noch nicht oder kaum vertreten war. Im Juli erwarb HORN/TECALEMIT einen US-amerikanischen Spezialisten für Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue, die Lubrication Solution Inc. (LSI) in Houston, Texas. Damit erschließt TECALEMIT verstärkt den nordamerikanischen Markt und steigt in den Wachstumsmarkt mit umweltfreundlichen Technologien ein. Die Übernahme des operativen Geschäfts der LSI durch die amerikanische Tochter von HORN, die TECALEMIT Inc., USA wurde im Rahmen eines Asset Deals abgeschlossen. Als dritte strategische Ergänzung erwarb im August 2013 BUDDE die Provis GmbH, einen Experten für Steuerungstechnik. PROVIS ist eine Ergänzung für die BUDDE Fördertechnik und bildet mit seinem Wissen in der Steuerungstechnik einen weiteren Baustein in der Wertschöpfungskette von BUDDE. Im September schließlich erwarb die Beteiligung SCHÄFER, ein Spezialist für Prototypenbau für die Automobilindustrie, den Münchner Formenbauer D.M.S. einen Spezialisten für das Design und die Konzeption von 3D-Modellen. SCHÄFER kann somit künftig vom Design bis zum fertigen Bauteil vor der Serie seinen Kunden alles aus einer Hand liefern.
Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Bedingt durch die steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz sind die Preise für verschiedenste Ausgangsmaterialien ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen zudem die Kostenseite.
Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Laut der letzten Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG. Nach Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer nach ihrer Beteiligung an der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung zum Stichtag 19,4 % der Aktien.
Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den §§ 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.
Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.
Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 14.328.626 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 2. Juli 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zusätzlich um bis zu 5.779.215,80 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 7,5 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 7,5 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71 d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.
Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 11.700.00,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.
Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.
INDUS hat sich als deutsche börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand positioniert. Ziel ist es, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10% plus" zu erwirtschaften. Diese Rendite bildet die Basis für regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende -der Zielwert liegt bei bis zu 50 % vom Bilanzgewinn -an ihre Eigentümer weiter. Damit bietet die Gesellschaft einem breiten Kreis an Investoren Zugang zur wertstabilen Anlageklasse "Mittelstand".
Das Portfolio soll zudem durch den Erwerb weiterer rentabler mittelständischer Industrieunternehmen und durch eine verstärkte Weiterentwicklung der Unternehmen wachsen. Daher hält INDUS beständig nach Kaufoptionen Ausschau. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. In erster Linie ist INDUS als Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand bekannt. Dieser Fokus bleibt unverändert. Darüber hinaus können beispielsweise Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessante Investitionsmöglichkeiten darstellen, allerdings nur, wenn sich diese Einheit als selbstständiges und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.
Gesucht sind Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in einer Abschwungphase befinden.
Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold and develop" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehören aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in begründeten Einzelfällen eine spätere Trennung denkbar, weil notwendig und sinnvoll -zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen nach erfolgreichen Jahren gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.
Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine Rendite (EBIT-Marge) von "10 % plus" erwirtschaften. Vor Kauf eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die nachhaltige Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu übernehmen. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität sichern. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer gezielt unterstützt werden.
Im Rahmen des 2012 vom Vorstand vorgelegten Strategieprogramms "KOMPASS 2020" legt INDUS den strategischen Fokus auf eine verstärkte Portfolioentwicklung. Ziel ist es, die bestehenden Unternehmen zu entwickeln, damit die Leistungsfähigkeit der Gruppe auszubauen und parallel gezielt neue Unternehmen zu zukaufen. KOMPASS 2020 definiert drei Handlungsschwerpunkte: die Repositionierung leistungsschwächerer Unternehmen, die verstärkte Entwicklung bestehender Unternehmen und das Erzielen zusätzlichen Wachstums durch Zukäufe.
Schwerpunkt der Repositionierungsanstrengungen 2013 war das Segment Fahrzeugtechnik. Hier wurden durch strategische Neuaufstellung, verbessertes Kostenmanagement und erhöhte Vertriebsanstrengungen deutliche Ergebnisverbesserungen erreicht. Weitere Erläuterungen dazu finden sich im Segmentbericht Fahrzeugtechnik.
Um das Portfolio stärker zu entwickeln, hat der Vorstand ein Bündel an Maßnahmen gestartet. Auch für die mittelständischen Spezialisten der INDUS-Gruppe ist aus Sicht des Vorstands weiteres Wachstum vor allem über Internationalisierung erreichbar. Die INDUS-Beteiligungen suchen sich daher gezielt Länder, die eine stabile Wachstumsperspektive versprechen, und bauen dort lokale Aktivitäten auf; die Führungsgesellschaft begleitet sie auf diesem Weg.
Die Gruppe ist derzeit mit Aktivitäten in Nord-, Süd- und Mittelamerika vertreten und auch in Asien und Südafrika sowie Osteuropa präsent. In den nächsten Jahren will INDUS die Internationalisierung vorrangig mit Zielrichtung Amerika und Asien vorantreiben.
Um die Marktpositionen einzelner Tochtergesellschaften zu stärken, sucht INDUS zudem verstärkt nach Gelegenheiten für strategische Zukäufe. 2013 wurden für die Töchter AURORA, BUDDE, HORN und KIEBACK-SCHÄFER jeweils solche Ergänzungen erworben; die Gesellschaften ergänzen die Wertschöpfungskette oder erweitern den Absatzmarkt. Zwei dieser Gesellschaften haben ihren Sitz im Ausland (Niederlande und USA). Zusätzlich will INDUS den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe fördern und die systematische Befassung mit Innovationen gruppenweit ausbauen. Dazu hat der Vorstand ein Ressort "Innovation" eingerichtet.
Drittes Ziel von KOMPASS 2020 ist das Wachsen durch Zukäufe im Portfolio. INDUS will auch 2020 einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Industrien abbilden. Daher hat der Vorstand industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen er verstärkt zukaufen wird. Dies sind die Geschäftsfelder Infrastruktur/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. 2013 wurden mit den Unternehmen BUDDE UND ELTHERM zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Logistik sowie Energietechnik erworben.
Das Steuerungssystem der INDUS Holding AG basiert auf regelmäßigen strategischen Diskussionen auf Grundlage einer mehrjährigen Perspektive innerhalb des Vorstands sowie mit den Geschäftsführern der Gesellschaften. Darüber hinaus führen der Vorstand und die einzelnen Geschäftsführer unterjährig Budget- und Planungsgespräche. In diesen Gesprächen werden auf der Grundlage fortgeschriebener Einzelstrategien kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele vereinbart. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der einzelnen Unternehmen.
Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der einzelnen Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und -bestand sowie Auftragsreichweite und -qualität. Das Controllingsystem überprüft die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele, so dass Planabweichungen frühzeitig erkannt werden und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen mit den Geschäftsführern vor Ort erörtert werden können. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten dem Vorstand über wesentliche Veränderungen. Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft zur Steuerung der Gruppe sind vor allem die EBIT-Marge, Umsatz und Gesamtkapitalrendite sowie der Netto-Cashflow.
Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Einzelunternehmen der Gruppe. Die systematische Befassung mit Innovationen und Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sichert nachhaltig die Rendite und liefert eine wichtige Grundlage für die gute Marktposition der Beteiligungsgesellschaften in ihren jeweiligen Nischenmärkten. INDUS betrachtet es als ihre Aufgabe, bei den Beteiligungsunternehmen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu fördern und deren Umsetzung zu unterstützen. Zu diesem Zweck hat INDUS im Jahr 2013 mit dem Aufbau eines Innovations- und Technologiemanagements begonnen. Ziel ist dabei, die Innovationskraft der Gesellschaften nachhaltig zu stärken. Erste zentral angestoßene Schritte sind in diesem Zusammenhang die Erhöhung der Transparenz bezüglich der in der Gruppe eingesetzten Technologien, sowie die gezielte Vernetzung der in Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften eigenständig gesteuerten F&E-Aktivitäten fokussieren sich darauf, vorhandene Produkte weiterzuentwickeln, innovative Produkte bis zur Marktreife zu führen und sie erfolgreich im Markt zu platzieren. Die Ausrichtung der Produktentwicklung erfolgt dabei unter konsequenter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden in den jeweiligen Marktnischen. Trotz der daraus resultierenden Projektvielfalt ergeben sich Querschnittsthemen, die sich innerhalb einzelner Segmente, aber teilweise auch segmentübergreifend ausprägen. Hervorzuheben sind in diesem Kontext Entwicklungsprojekte in den Bereichen Leichtbau, Energie- und Ressourceneffizienz, Elektromobilität sowie im Bereich der Entwicklung innovativer Werkstoffe.
Ein weiteres Ziel der F&E-Aktivitäten in der INDUS-Gruppe ist die Optimierung der Produktionsprozesse: Sämtliche eingesetzten Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Technologien und Materialien werden auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Rationalisierung und flexible Automatisierungslösungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten berücksichtigen im Produkt-wie im Prozessbereich sowohl die Frage des Mehrwerts für den Kunden als auch ökologische Aspekte.
Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2013 bei 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Die aktuellen F&E-Investitionen der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand das Ziel gesetzt, mehr in F&E-Aktivitäten zu investieren und sich an den Top-Innovatoren der jeweiligen Branchen zu orientieren. Die Unternehmen sollen sich bei ihren Entwicklungsaktivitäten nicht nur auf die Weiterentwicklung der bestehenden Produktprogramme und Leistungen beschränken, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen. Mit der Akzentuierung der F&E-Aktivitäten geht einher, dass die Gruppe ihre Investitionen künftig noch stärker abwägt. Vor diesem Hintergrund erarbeitet INDUS derzeit ein F&E-Kennzahlensystem. Das Kennzahlensystem soll die Transparenz erhöhen und F&E-Investitionen zukünftig noch stärker als bisher auf Innovationen und die damit verbundenen Ertragschancen ausrichten.
Insgesamt ist festzuhalten, dass sich ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt positioniert. Dies bedingt neben einer höheren Wertschöpfungstiefe auch ein zunehmendes Maß an Forschungs- und Entwicklungskompetenz. Es bestehen sowohl kunden-wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem wird in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten in der Gruppe auch die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.
Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat -gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB - über die Unternehmensführung. Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie haben im Dezember 2013 gemeinsam die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetpräsenz unter www.indus.de dauerhaft zugänglich gemacht.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2013 den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 13. Mai 2013 entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:
Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die mit dem Kodex verfolgte Intention auch ohne die Benennung konkreter Ziele erreicht werden kann und dass die Festlegung solcher Ziele den Aufsichtsrat bei der Auswahl geeigneter Mitglieder sogar beschränken würde. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung jedoch auch künftig die Empfehlungen des Kodex, etwa zur Vielfalt, berücksichtigen und -unabhängig vom Geschlecht -die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen infrage kommender Personen in den Vordergrund stellen. Zudem hat die INDUS Holding AG seit etwa zwei Jahren für die Mitgliedschaft in ihren Organen Altersgrenzen festgelegt. Danach dürfen die Mitglieder des Vorstands ein Alter von 67 Jahren und die Mitglieder des Aufsichtsrats zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Alter von 70 Jahren nicht überschreiten.
Die INDUS Holding AG hat bisher den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Sie wird auch in Zukunft diese Fristen nicht einhalten, sondern die Fristen der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und die gesetzlichen Regeln beachten, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahrs bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.
Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2014 an.
Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet wird die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat ist mit Herrn Burkhard Rosenfeld derzeit ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied 2005 aus dem Vorstand aus und wurde 2008 in den Aufsichtsrat berufen.
Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern, sowie Zustimmungen zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch Mitglieder des Vorstands zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.
Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.
Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse für die INDUS Holding AG und die INDUS-Gruppe. Der Vorstand bestand 2013 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender), Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.
Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik Organe dargestellt. Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Corporate-Governance-Bericht (s. o.) verwiesen. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor der Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.
2013 bestand ein Beratervertrag zwischen dem Aufsichtsratsmitglied Hans Joachim Selzer und der Beteiligungsgesellschaft SELZER. Er lief zum 31. Dezember 2013 aus. Sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.
Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und Aufsichtsräten wahrgenommen werden, können dem Einzelabschluss der INDUS Holding AG entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang dargestellt.
Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG (Vorstand) bzw. gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Aufsichtsrat) abgeschlossen.
Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.
Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.
Der Short Term Incentive bemisst sich am Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (Konzern-EBIT). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze).
Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus.
Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 85.523 SAR (Vorjahr: 142.605) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 433 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.596 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 804 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.
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| in TSD. EUR | feste Vergütung | variable Vergütung | virtuelle Aktienoptionen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2013 amtierende Vorstandsmitglieder | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Jürgen Abromeit | 521 | 414 | 302 | 252 | 207 | 59 |
| Dr. Johannes Schmidt | 385 | 327 | 182 | 182 | 163 | 52 |
| Rudolf Weichert | 331 | 220 | 165 | 121 | 51 | 10 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Helmut Ruwisch | 0 | 291 | 0 | 429 | 0 | 193 |
| Dr. Wolfgang Höper | 0 | 180 | 0 | 182 | 0 | 265 |
| Gesamt | 1.237 | 1.432 | 649 | 1.166 | 421 | 579 |
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| in TSD. EUR | Abfindung | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2013 amtierende Vorstandsmitglieder | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jürgen Abromeit | 0 | 0 | 1.030 | 725 |
| Dr. Johannes Schmidt | 0 | 0 | 730 | 561 |
| Rudolf Weichert | 0 | 0 | 547 | 351 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Helmut Ruwisch | 0 | 242 | 0 | 1.155 |
| Dr. Wolfgang Höper | 0 | 134 | 0 | 761 |
| Gesamt | 0 | 376 | 2.307 | 3.553 |
Durch Gehaltsumwandlung wurden 3 TEUR zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet (Vorjahr: 53 TEUR). Sonstige irgendwie geartete Leistungs- oder Pensionszusagen bestanden und bestehen nicht; die feste Vergütung beinhaltet auch die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile (i. W. Gewähren von Dienstwagen). Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorstandsmitgliedern Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.
Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt auf 315 TEUR (Vorjahr: 348 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 43 TEUR (Vorjahr: 55 TEUR).
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:
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| in TSD. EUR | Fixe Vergütung | Sitzungsgeld | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Burkhard Rosenfeld | 60 | 60 | 24 | 30 | 84 | 90 |
| Dr. Jürgen Allerkamp | 45 | 45 | 18 | 27 | 63 | 72 |
| Dr. Ralf Bartsch | 30 | 30 | 12 | 18 | 42 | 48 |
| Dr. Uwe Jens Petersen (bis 3. Juli 2012) | 0 | 15 | 0 | 9 | 0 | 24 |
| Dr. Egon Schlütter (bis 3. Juli 2012) | 0 | 15 | 0 | 9 | 0 | 24 |
| Hans Joachim Selzer (ab 4. Juli 2012) | 30 | 15 | 12 | 9 | 42 | 24 |
| Helmut Späth (ab 4. Juli 2012) | 30 | 15 | 12 | 6 | 42 | 21 |
| Carl Martin Welcker | 30 | 30 | 12 | 15 | 42 | 45 |
| Gesamt | 225 | 225 | 90 | 126 | 315 | 348 |
Im Jahr 2013 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen ein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mit einer Stückzahl von 2.000 INDUS-Aktien mitgeteilt. Das Geschäft wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Abromeit getätigt. Der Preis pro Stück lag bei 27,87 EUR, das Volumen bei rund 56 TEUR. Alle mitgeteilten Wertpapiergeschäfte sind auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Der Gesamtbesitz der durch alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien überstieg zum 31. Dezember 2013 in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien und erreichte 1,54 %. Davon hält der Aufsichtsrat Hans Joachim Selzer 370.033 Aktien (entspricht 1,5 %), der Aufsichtsrat Dr. Jürgen Allerkamp 4.000 Aktien und der Vorstand Jürgen Abromeit 2.000 Aktien.
INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichberechtigt und informiert sie gleichzeitig. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Im Berichtsjahr veröffentlichte INDUS zwei Ad-hoc-Mitteilungen gemäß § 15 WpHG. Sie betrafen den Kauf der BUDDE-Gruppe im Januar und die Ankündigung einer Kapitalerhöhung im Dezember. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen wurden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.
Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen, ohne Bevollmächtigung eines Vertreters, per Briefwahl abzugeben. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 24. Juni 2013 in Köln statt.
Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.
2013 war für Deutschland in der Gesamtschau erneut ein stabiles Jahr. Dabei deutete das schwache erste Quartal zunächst auf eine Rezession hin. Die deutsche Industrie, allen voran die exportstarken Branchen Automobilwirtschaft und die inländische Bauwirtschaft, lieferte erneut starke Impulse für eine deutsche Sonderkonjunktur.
Das für 2013 erhoffte Anziehen der weltweiten Wachstumsdynamik blieb aus. In den USA bremste die Haushaltssperre die gute Entwicklung, in Europa dämpfte die Eurokrise die Konjunktur. Neben Spanien, Griechenland und Portugal gerieten zunehmend Frankreich und Italien unter Druck. Wachstumsimpulse kamen, wie schon in den vergangenen Jahren, aus den Schwellenländern und vorrangig aus China. Das erste Quartal verlief in Deutschland schwach. Erst durch die sich belebende Nachfrage im Jahresverlauf entstand leichtes Wachstum. In Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau und der Metall- und Elektroindustrie herrschte noch eine spürbare Investitionszurückhaltung.
Nicht zuletzt infolge der Umsetzung des sogenannten Outright-Monetary-Transactions-Programms (OMT-Programm) der Europäischen Zentralbank (EZB) im Oktober 2012 stabilisierte sich die Weltkonjunktur im Jahresverlauf 2013. In den Industrieländern kam es zu einem leichten Produktionsanstieg. Allerdings ist der aktuelle Aufschwung noch nicht selbsttragend, da viele Industrieländer weiterhin hohe öffentliche Finanzierungsdefizite aufweisen und eine expansive Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur verfolgen. In den Schwellenländern setzte sich dagegen die Konjunkturverlangsamung fort; in einigen dieser Länder dämpfen länderspezifische Probleme die Wachstumsrate des Produktionspotenzials. Das Wachstum des Welt-Bruttoinlandsprodukts (BIP) dürfte 2013 insgesamt 2,9 % betragen.
Für die Euro-Zone sieht die EU-Kommission eine konjunkturelle Trendwende, aber nur einen allmählichen Aufschwung. Die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen haben zwar den Weg für die Erholung geebnet, aber die Arbeitslosigkeit steht auf einem Rekordhoch. Im Frühjahr 2013 ist die Wirtschaft in der Euro-Zone erstmals seit eineinhalb Jahren wieder leicht gewachsen. Dennoch geht die Kommission weiter davon aus, dass die Wirtschaft in den 18 Ländern im Gesamtjahr 2013 unterm Strich um 0,4 % schrumpft. Nach aktuellen Prognosen für Deutschland soll das BIP im Jahr 2013 um 0,5 % wachsen. Trotz einer schwachen Konjunktur zum Jahresbeginn 2013 hat Deutschland somit keine Rezession erlitten; der erhoffte Aufschwung blieb jedoch ebenso aus. Das gute Konsumklima und der hohe Beschäftigtenstand stützten aber die heimische Wirtschaft.
In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil; dabei war die Nachfrage in den Bereichen Metalltechnik sowie in Teilbereichen des Maschinen- und Anlagenbau etwas schwächer als in den Bereichen Bau, Fahrzeug- und Medizintechnik.
Die Bauwirtschaft blieb auch in 2013 eine starke Stütze der deutschen Konjunktur. Der lange und harte Winter zu Beginn des Jahres sorgte zwar für ein äußerst schwaches Auftaktquartal, in den Folgemonaten aber holten die Unternehmen das verlorene Geschäft zusehends auf. Der Hauptverband der deutschen Bauindustrie geht nach letzten Schätzungen davon aus, dass für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von rund 2 % erreicht wird. Die gute Konjunktur wird von allen drei Sparten (Wohnungs-, Wirtschafts- und Öffentlicher Bau) getragen, allen voran trieben jedoch die Nachfrage nach Wohnraum und der Trend zu Modernisierung bzw. energetischer Sanierung den Markt.
Die Perspektiven für das Automobiljahr 2013 waren, weltweit betrachtet, gut. Der Welt-Pkw-Markt ist 2013 um 2 % auf 70,2 Mio. Einheiten gewachsen. Die Dynamik kommt aus den beiden großen Regionen China und USA. Hier wuchs der Absatz um 23 % bzw. 8 %. Der westeuropäische Markt insgesamt blieb schwierig, hat sich aber 2013 erholt. Hier zeichnet sich ein Rückgang um etwa 2 % ab. Im Gesamtjahr 2013 erreichte der westeuropäische Pkw-Markt ein Volumen von knapp 11,6 Mio. Neuwagen. Damit lag er nur noch rund 2 % unter dem Niveau von 2012. In Deutschland legten dagegen die Neuzulassungen zu (+5 %).
In die EU-Länder gehen knapp 40 % der deutschen Maschinenausfuhren. Die aktuelle Rezession im Euro-Raum traf daher den Maschinen- und Anlagenbau. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Minus von 2 %. Auch der Exportmarkt Nummer eins (China) ließ im Herbst 2013 nach. Die USA, zweitgrößter Exportmarkt für deutsche Maschinen, blieben im September 2013 mit minus 0,8 % ebenfalls knapp unter der Nulllinie, während der russische Markt (als viertstärkster hinter Frankreich) im 3. Quartal 2013 rund 8 % unter dem Vorjahresstand blieb. Kräftige Steigerungen gab es in einigen volumenstarken Märkten wie Südkorea, Saudi-Arabien, Mexiko, Südafrika und Japan; in diese Länder gehen jeweils zwischen 1 und 2 % der deutschen Maschinenausfuhren.
Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2013 leicht abgeschwächt. Es wird nach den Erwartungen der Branchenexperten (Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie) bei nur noch durchschnittlich 2,6 % liegen. Ursächlich dafür sind aber eher brancheninterne Faktoren wie verstärkter Wettbewerbsdruck und zunehmende Nachfrage nach Rationalisierung im Gesundheitswesen seitens der Krankenkassen. Die Verbraucherstimmung war in Deutschland 2013 überaus stabil insbesondere aufgrund des weiterhin guten Arbeitsmarkts und einer guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
2013 konnte sich die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) nach einem schwachen Winter 2012/13 im ersten Halbjahr deutlich erholen; auch im 3. Quartal verzeichneten Produktion und Auftragseingang leichte Zuwächse. Lagebeurteilung und Erwartungen sind zum Jahresende klar positiv. Zudem kommen aus dem Euro-Raum ermutigende Nachrichten über das allmähliche Abklingen der Rezession. Die Metallbranche konnte somit marginal um 0,3 % zulegen. Für das weitere Geschäft der M+E-Industrie sind die inländischen Investitionen von zentraler Bedeutung. Auch hier gibt es positive Zeichen: Nach sechs Quartalen des Rückgangs sind die Ausrüstungsinvestitionen mit einem Plus von 0,9 % im 2. Quartal 2013 zum ersten Mal wieder gestiegen.
Das Geschäftsjahr 2013 verlief besser als geplant. INDUS erwirtschaftete einen Umsatz von nahezu 1,2 Mrd. EUR und ein EBIT von 114 Mio. EUR. Damit wurden die definierten Wachstumsziele für Umsatz und operatives Ergebnis übertroffen. Trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Beteiligungen und etwas stärker als erwarteten Ergebniseinbußen im Segment Maschinen- und Anlagenbau erzielte INDUS die operative Marge des Vorjahres von 9,6 %. Bei den weiteren kommunizierten Kennzahlen für die Segmente, die Investitionen, Abschreibungen sowie für wesentliche bilanzielle Eckdaten erfüllte die Gruppe ihre Prognosen bzw. lag teilweise besser.
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| Ist 2013 | Prognose 2013 |
|---|---|
| Umsatzwachstum INDUS + 8% (davon 3,3% organisches Wachstum) | stärkeres Umsatzwachstum INDUS gg. BIP Dtld. (Prognose BIP +0,4 - +0,7%) |
| Umsatzerlöse 1.195,2 Mio. EUR | Umsatzerlöse> 1,1 Mrd. EUR (im Jahresverlauf aktualisiert auf 1,1 bis 1,2 Mrd. EUR) |
| EBIT 114,2 Mio. EUR | Operatives Ergebnis (EBIT)> 100 Mio. EUR (im Jahresverlauf aktualisiert auf 108 bis 110 Mio. EUR) |
| Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 224,2 Mio. EUR, Marge 13,6% | Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz leicht unter 2012 ( =229,2 Mio. EUR), Marge 11 bis 13% |
| Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 349,5 Mio. EUR, Marge 7,7% | Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz> 2012 (= 323,7 Mio. EUR), EBIT-Marge 6% plus |
| Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 206,2 Mio. EUR (akquisitionsbereinigt 159,3 Mio. EUR), Marge 9,6% | Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz> 156,5 Mio. EUR, Marge 10% |
| Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 95,8 Mio. EUR, Marge 16,9% | Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz> 88,0 Mio. EUR, Marge 15% |
| Segmentergebnis Metalltechnik: Umsatz 319,3 Mio. EUR, Marge 8,6% | Segment Metalltechnik: Umsatz> 307,5 Mio. EUR, Marge 9 bis 10% |
| 2 Unternehmen und 4 strategische Erweiterungen erworben | Zukauf von 1 bis 2 Unternehmen |
| Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau: -42,8 Mio. EUR | Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau (-42,0 Mio. EUR) |
| Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 52,1 Mio. EUR | Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 50 Mio. EUR |
| EK-Quote 43,6% (ohne Kapitalerhöhung rund 41 %) | Stabile EK-Quote auf Basis des Vorjahres (39%) |
| Verhältnis Nettoverschuldung / EBITDA 2 Jahre | Beibehalten Verhältnis Nettoverschuldung /EBITDA zw. 2 und 2,5 Jahren |
Der Vorstand der INDUS Holding AG beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv. Trotz einer etwas schwächer als erwarteten Entwicklung der Konjunktur ist es INDUS gelungen, die für das Jahr 2013 prognostizierten Werte zu erreichen beziehungsweise zu übertreffen. Angesichts der positiven Konjunkturerwartungen für 2013 hatte INDUS im Frühjahr 2013 eine leicht optimistischere Planung als im Vorjahr vorgelegt. Wider Erwarten verlief das erste Quartal dann aber relativ schwach; insbesondere das Bausegment wurde durch die starke Frostperiode beeinträchtigt. Zwar erholte sich die Bauwirtschaft ab März überdurchschnittlich, aber die zur Jahresmitte erhoffte, stärkere Konjunkturbelebung blieb aus.
Der Umsatzzuwachs der INDUS-Gruppe von rund 90 Mio. EUR ist zu rund 60 % (das entspricht 53,7 Mio. EUR) durch Akquisitionen bedingt, rund 40 % (das entspricht 36,2 Mio. EUR) resultieren aus einem organischen Umsatzzuwachs. Die Gruppe wuchs organisch um 3,3 %. Die Kostenseite blieb sowohl in Bezug auf die Material- als auch die Personalkosten stabil. Das EBIT wuchs absolut um 8,2 Mio. EUR auf 114,2 Mio. EUR (Vorjahr: 106,0 Mio. EUR), die EBIT-Marge blieb bei 9,6 % stabil.
Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe haben sich 2013 nochmals deutlich verbessert. Die Nettoverschuldung sank auf 307,6 Mio. EUR, parallel stieg das Eigenkapital um über 100 Mio. EUR auf den Bestwert von 515,3 Mio. EUR. Damit wurde die Eigenkapitalquote auf über 43 % gesteigert (Vorjahr: 39 %). Auch der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) nahm 2013 signifikant von 45,9 Mio. EUR auf 97,5 Mio. EUR zu.
Indus hat seine Ziele für 2013 erreicht; im Wesentlichen misst der Vorstand den Erfolg an finanziellen Kennzahlen. Gruppenweit werden keine nicht-finanzielle Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen ermittelt bzw. genutzt. Umsatz, Ertrag und Cashflow des Portfolios sind die wesentlichen Kennziffern zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Die operativen Kennzahlen (insbesondere Umsatz und EBIT) wurden im Laufe des Jahres anlässlich der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen bestätigt und ab der zweiten Jahreshälfte angehoben. Das Ziel eines Umsatzes von 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro wurde erreicht, ebenso das Ziel, das EBIT auf mehr als 106 Mio. EUR (EBIT 2012) zu steigern.
Neben dem operativen Geschäft der bestehenden Beteiligungen hat der Vorstand 2013, wie angekündigt, mit der Umsetzung eines verstärkten Wachstumskurses begonnen. Im Rahmen der Strategie "KOMPASS 2020" wurden im Jahresverlauf sechs neue Beteiligungen erworben; bei vier Gesellschaften handelt es sich um strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen, bei zweien handelt es sich um Unternehmen aus den definierten Zielbranchen Logistik und Energietechnik. Um den Wachstumskurs mittelfristig finanziell abzusichern, wurde Ende 2013 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die rund 60 Mio. EUR erbrachte. Die neuen Aktien konnten trotz eines seit Jahresmitte kontinuierlich gestiegenen Kurses der INDUS-Anteilsscheine zu einem Preis von rund 27 Euro voll platziert werden. INDUS wertet dies als Vertrauensbeweis des Kapitalmarkts und Bestätigung der strategischen Ziele von KOMPASS 2020.
Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2011, 2012 und 2013. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 128 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.
Die IFRS gewähren vergleichsweise wenig Wahlrechte. Ihre Nutzung hat nur geringen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Bei wichtigen Bilanzpositionen nimmt INDUS Wahlrechte so wahr, dass eine größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Im Geschäftsjahr 2013 wurden sämtliche Wahlrechte unverändert wahrgenommen, so dass ein vollständiger Periodenvergleich möglich ist. Zu den Konsolidierungsgrundsätzen finden sich weitere Ausführungen im Konzernanhang.
Das Geschäft hat sich 2013 gemäß der vom Vorstand zu Jahresbeginn abgelegten Prognose positiv entwickelt. Nach einem schwachen Start hat sich die Geschäftslage im Jahresverlauf 2013 spürbar verbessert. Der Umsatz im vierten Quartal 2013 erreichte 308,1 Mio. EUR nach 314,3 Mio. EUR im dritten Quartal. Die verbesserte Konjunktur spiegelt sich insbesondere in der im Quartalsverlauf deutlich gestärkten Ertragslage wider: die EBIT-Marge lag in Q1 2013 bei 9,0 %, in Q2 2013 bei 9,4 %, in Q3 2013 bei 10,3 % und in Q4 bei 9,4 %. Die Geschäftsentwicklung verlief in den Töchtern überwiegend stabil bis erfreulich. Ausnahmen bildeten kleinere Unternehmen aus den Segmenten Metall und Maschinen- und Anlagenbau, die nicht die budgetierte Leistung erzielten; hier sind Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage eingeleitet.

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG stieg 2013 um rund 90 Mio. EUR, das entspricht einem Zuwachs von rund 8 % auf 1.195,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.105,3 Mio. EUR). Die Auslandsumsätze stiegen mit einem Plus von rund 8 % an auf 580,9 Mio. EUR (Vorjahr: 535,8 Mio. EUR), die Inlandsumsätze wuchsen proportional um rund 8 % auf 614,4 Mio. EUR (Vorjahr: 569,5 Mio. EUR). Unter Nicht-Berücksichtigung des akquisitionsbedingten Umsatzzuwachses stieg der Inlandsumsatz um 1,6 % und der Auslandsumsatz um 5 %. Dieser Trend war im Vorjahr noch stärker (2012: Auslandsumsatz +6 %, Inlandsumsatz -3,9 %). Der konstante Zuwachs im Auslandsgeschäft ist auch ein Beleg für das stabile internationale Geschäft der Gruppe. Rund 22 % des Gesamtumsatzes erzielte die Gruppe mit Kunden innerhalb der EU, 27% außerhalb der EU. Trotz einer insgesamt eher verhaltenen weltwirtschaftlichen Dynamik war das Umsatzwachstum außerhalb der EU leicht höher (+9 %) - ein Trend, der sich auch schon 2012 abzeichnete. Der gesamte Auslandsanteil am Umsatz im Berichtsjahr betrug 48,6% (Vorjahr: 48,5 %).
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| 2013 | 2012* | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.195,2 | 1.105,3 | 1.097,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge (ohne Zuschreibungen) | 18,4 | 22,5 | 20,3 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3,7 | 7,2 | 5,2 |
| Bestandsveränderungen | 1,4 | 0,4 | 21,1 |
| Gesamtleistung | 1.218,7 | 1.135,4 | 1.143,7 |
| Materialaufwand | -569,3 | -523,6 | -544,8 |
| Personalaufwand | -326,2 | -306,2 | -292,1 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -168,6 | -154,3 | -148,4 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 0,1 | 0,2 | 0,1 |
| Übriges Finanzergebnis | 0,3 | 0,3 | 1,5 |
| EBITDA | 155,1 | 151,8 | 160,0 |
| Abschreibungen | -44,4 | -45,8 | -46,8 |
| Zuschreibungen | 3,5 | 0 | 0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 114,2 | 106,0 | 113,2 |
| Zinsergebnis | -20,2 | -21,1 | -22,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 94,1 | 84,9 | 90,3 |
| Steuern | -30,1 | -29,8 | -33,6 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | 0,0 | -2,6 | -1,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 64,0 | 52,5 | 55,6 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,1 | 0,2 | -0,2 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 63,9 | 52,3 | 55,4 |
* Vorjahreszahlen an gepasst
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen leicht von 22,5 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr wirkte sich hier unter anderem eine Vereinnahmung von 1,3 Mio. EUR aus einem Rechtsstreit erhöhend aus. Im Wesentlichen sind in dieser Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsumrechnungen, Auflösungen von Wertberichtigungen, Erträge aus der Folgebewertung von Minderheitsanteilen, erhaltene Versicherungsleistungen sowie Erträge aus Mieten und Pachten enthalten. Die aktivierten Eigenleistungen sanken auf 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7.2 Mio. EUR). 2012 waren in dieser Position größere Projekte (im Besonderen Prüfstände) enthalten.
In der leicht angestiegenen Bestandsveränderung von 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) zeigt sich die moderate Entwicklung 2013; ein überproportionaler Aufbau von Vorratsvermögen hat nicht stattgefunden. Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt 1.222.2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.135,4 Mio. EUR)
Der Materialaufwand legte mit einem absoluten Plus von rund 9 % analog zum Umsatz zu und stieg auf 569,3 Mio. EUR (Vorjahr: 523,6 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/ Gesamtumsatz) erreichte 47,6 % (Vorjahr: 47,4 %) und zog damit kaum an; ein Trend, der auch beim Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung erkennbar ist. Hier liegt die Quote bei 46,6 % (Vorjahr: 46,1 %). Der Personalaufwand stieg absolut um 6,5 % auf 326,2 Mio. EUR (Vorjahr: 306,2 Mio. EUR) an, hauptsächlich infolge der sechs neuen Unternehmen. Aufgrund des im Verhältnis zum Umsatzzuwachs unterproportionalen Anstiegs entwickelte sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtumsatz) leicht rückläufig und erreichte 27,3 % (Vorjahr: 27,7 %). Bezogen auf die Gesamtleistung erreicht sie mit 26,7 % das Vorjahresniveau. Damit bleibt der relative Personalaufwand trotz eines absoluten, im Wesentlichen akquisitionsbedingten Personalaufbaus um 402 Mitarbeiter gleich.
Der sonstige betriebliche Aufwand entwickelte sich mit einem Plus von 14,3 Mio. EUR (das entspricht einem Zuwachs von 9,3 %) erwartungsgemäß parallel zum Umsatzwachstum. In der Position von 168,6 Mio. EUR (Vorjahr: 154,3 Mio. EUR) sind Verwaltungs-, Betriebs- und Vertriebsaufwendungen enthalten.
Das EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) betrug für das Berichtsjahr 155,1 Mio. EUR (Vorjahr: 151,8 Mio. EUR).
Die Abschreibungen lagen mit 44,4 Mio. EUR leicht unter dem Niveau von 2012 (Vorjahr: 45.8 Mio. EUR). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) und planmäßige Abschreibungen für 2013 mit 42,8 Mio. EUR (Vorjahr: 42.0 Mio. EUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Die Zuschreibungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR betrafen das Segment Fahrzeugtechnik.
Das operative Ergebnis EBIT (Earnings before Interest and Taxes) erreichte mit 114,2 Mio. EUR (Vorjahr: 106,0 Mio. EUR) den höchsten absoluten Wert seit INDUS-Bestehen. Die auf Basis des Umsatzes errechnete operative Rendite (EBIT/Gesamtumsatz) für das Gesamtjahr betrug 9,6 % (Vorjahr: 9,6 %).
Das Zinsergebnis 2013 war weiterhin rückläufig und betrug 20,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21.1 Mio. EUR). INDUS hat im Berichtsjahr das historisch niedrige Zinsniveau weiter genutzt, um neue Kredite zu günstigeren Bedingungen abzuschließen beziehungsweise, wo möglich, Altverträge vorzeitig zu beenden.
Das Ergebnis vor Steuern EBT (Earnings before Taxes) erreichte 94,1 Mio. EUR (Vorjahr: 84.9 Mio. EUR). Die Steuerquote liegt mit 32 % (Vorjahr: 35,1 %) leicht unter dem langjährigen Mittel von INDUS. Bereinigt um den Einfluss aperiodischer Steuern liegt die Quote bei 33,3 % (Vorjahr: 33,8 %). Inklusive der aperiodischen und latenten Steuern erreicht der Steueraufwand für die Gruppe 30,1 Mio. EUR (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR). Zu den steuerlichen Besonderheiten und den Details zum tatsächlichen Steueraufwand finden sich weitere Erläuterungen im Konzernanhang unter Ziffer 18.
Das Konzernergebnis nach Steuern erreicht 64,0 Mio. EUR (Vorjahr: 52,5 Mio. EUR). Davon stehen den Aktionären der INDUS Holding AG 63,9 Mio. EUR (Vorjahr: 52,3 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis je Aktie hat sich von 2,47 EUR auf 2,85 EUR erhöht und ist demzufolge trotz der im Dezember erfolgten und anteilig mit einberechneten Kapitalerhöhung deutlich angestiegen.
Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenbezogene Rahmenbedingungen.


Das Segment umfasst neun operative Einheiten; sie repräsentieren die große Bandbreite an Zulieferbetrieben für die Bauwirtschaft -ob Bewehrung, Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik oder Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 224,2 | 229,2 | 234,6 |
| EBITDA | 36,1 | 39,3 | 42,6 |
| Abschreibungen | -5,5 | -5,1 | -5,2 |
| EBIT | 30,6 | 34,1 | 37,4 |
| EBIT-Marge in % | 13,6 | 14,9 | 15,9 |
| Investitionen | 15,3 | 8,6 | 5,9 |
| Mitarbeiter | 1.074 | 1.043 | 998 |
Der Segmentumsatz mit externen Dritten lag 2013 mit 224,2 Mio. EUR annähernd auf dem guten Niveau von 2012 mit 229,2 Mio. EUR. Die Segmentunternehmen waren schwach ins Jahr gestartet: Erst spät im zweiten Quartal zeigten sich deutliche Erholungstendenzen und Nachholeffekte. Das dritte Quartal verlief äußerst dynamisch. Die Abschreibungen erfolgten mit 5,5 Mio. EUR auf dem Niveau von 2012 mit 5,1 Mio. EUR. Dagegen stiegen die Investitionen kräftig an; Hauptgrund für den Anstieg von 6,7 Mio. EUR sind die Investitionen bei der INDUS-Beteiligung HAUFF-Technik. Dort wird 2014 ein komplett neu erbautes Werk bezogen, das die bisher gemieteten Büro- und Produktionsflächen an drei Standorten ersetzt.
Insgesamt trieb auch 2013 vor allem die sehr gute inländische Baukonjunktur das Segment weiterhin an. Unternehmen mit Schwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur und Sanierung waren besonders erfolgreich. Solche Spezialisten erwirtschafteten stabile zweistellige EBIT-Margen, die aufgrund der lebhaften Nachfrage auch nicht unter Druck gerieten. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Bau erreichte mit 30,6 Mio. EUR (Vorjahr: 34,1 Mio. EUR) zwar nicht den Wert des Vorjahres, aber die EBIT-Marge liegt mit 13,6 % erneut auf einem hohen, besser als branchenüblichen Niveau (Vorjahr: 14,9 %) und somit absolut im Rahmen der Erwartung.
Das Segment umfasst zehn operative Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: von der Designentwicklung und dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 349,5 | 323,7 | 327,1 |
| EBITDA | 41,7 | 37,1 | 40,0 |
| Abschreibungen | -18,2 | -20,8 | -26,2 |
| Zuschreibungen | 3,5 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 27,0 | 16,3 | 13,8 |
| EBIT-Marge in % | 7,7 | 5,0 | 4,2 |
| Investitionen | 24,4 | 18,2 | 19,7 |
| Mitarbeiter | 3.163 | 3.053 | 3.061 |
Der Umsatz mit externen Dritten im Segment Fahrzeugtechnik stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der guten Auftragslage leicht an. Zwar entwickelte sich das Geschäft in Europa immer noch schwach, aber die deutschen Premiumhersteller verzeichnen aufgrund ihrer starken Exporte nach Asien und in die USA insgesamt ein erfreuliches Geschäft. Nahezu alle Unternehmen im Segment haben ihre Ertragslage gegenüber dem Vorjahr verbessert beziehungsweise stabil halten können. Insbesondere die Spezialisten für Vorserienprodukte und -dienstleistungen verzeichnen weiter ein wachsendes Geschäft.
Als strategische Ergänzung für die Beteiligungen AURORA und KIEBACK/SCHÄFER wurden im Juni beziehungsweise Oktober 2013 die Unternehmen HEAVAC und D.M.S. erworben. Das niederländische Unternehmen HEAVAC stellt Lüftungs- und Klimaaggregate für Busse her. Aufgrund seiner marktführenden Stellung, insbesondere im BeNeLux-Raum, fungiert HEAVAC als Entwicklungspartner bei seinen Kunden.
AURORA fertigt in Deutschland, der Türkei und den USA Klima- und Lüftungstechnik für Busse, Bau- und Landmaschinen sowie Sonderfahrzeuge. Beide Unternehmen bedienten bislang unterschiedliche Märkte. Mit der Akquisition von HEAVAC entstand ein international breit aufgestellter Spezialist, der dank zusätzlicher Synergien im Produktprogramm und im Vertrieb neue, bislang unerschlossene Märkte und Kunden erschließen kann. So entwickelt HEAVAC derzeit unter anderem Batteriekühlsysteme und energiesparende Heiz- und Klimageräte für den Einsatz in Elektrofahrzeugen.
D.M.S. erbringt von der Konzepterstellung über Tonmodellierung bis hin zu Erlebnismodellen oder Showcars Dienstleistungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. KIEBACK/SCHÄFER entwickelt Funktions-, Prüf- und Cubing-Modelle für die Vorserie und fertigt Prototypenteile sowie Kleinserien für Nischen- und Spezialfahrzeuge. Ergänzt wird das Angebot durch das Designstudio KS Pollmann, einer Tochter von SCHÄFER. Künftig deckt die KIEBACK/SCHÄFER-Gruppe dank dieser strategischen Erweiterung vom Design bis zum fertigen Bauteil "vor der Serie" die komplette Entwicklungskette für die Automobilindustrie ab.
Diese strategischen Erweiterungen spiegeln sich auch in den gestiegenen Investitionen in Höhe von 24,4 Mio. EUR wider; allein für Unternehmenserwerbe investierte INDUS 2013 im Segment 7,7 Mio. EUR. Die Abschreibungen waren nicht zuletzt aufgrund der schon in den beiden letzten Jahren begonnenen Repositionierung einiger Beteiligungen und einer damit verbundenen Umsteuerung in der Investitionspolitik leicht rückläufig.
Die Segmentunternehmen in der Fahrzeugtechnik erreichten insgesamt einen Umsatz von 349,5 Mio. EUR (Vorjahr: 323,7 Mio. EUR). Wie im Jahresverlauf 2013 zunehmend zu erkennen, zahlten sich die in Teilbereichen gezielt gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen überproportional aus: Einem Umsatzzuwachs von 8 % steht ein Ergebniswachstum von rund 66 % gegenüber. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) übertraf mit 27,0 Mio. EUR den Vorjahreswert von 16,3 Mio. EUR um absolut rund 11 Mio. EUR, davon 3,5 Mio. EUR aus der Zuschreibung von in Vorjahren vorgenommenen Wertberichtigungen auf das langfristige Anlagevermögen. Damit hat INDUS bereits binnen eines Jahres die bis 2015 angestrebte Verbesserung der Ertragslage im Segment Fahrzeugtechnik im Korridor von 6 % bis 8 % EBIT-Marge erreicht; die EBIT-Marge verbesserte sich von 5,0 % auf 7,7 % (bereinigt um die Zuschreibung ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,7 %).
Das Segment umfasst neun operative Einheiten, die in sehr verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: ob Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 206,2 | 156,5 | 145,6 |
| EBITDA | 26,3 | 21,5 | 19,2 |
| Abschreibungen | -6,4 | -3,8 | -2,2 |
| EBIT | 19,8 | 17,7 | 17,0 |
| EBIT-Marge in % | 9,6 | 11,3 | 11,1 |
| Investitionen | 46,5 | 7,8 | 14,5 |
| Mitarbeiter | 1.030 | 814 | 785 |
Der Umsatz mit externen Dritten im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs 2013 vor allem aufgrund der Erstkonsolidierung der neuen Beteiligungen BUDDE und ELTHERM auf 206,2 Mio. EUR. Er lag damit um 49,7 Mio. EUR (das entspricht rund 32 %) über dem Vorjahr mit 156,5 Mio. EUR. Aufgrund der Erstkonsolidierung der beiden Gesellschaften im März bzw. Juni des Vorjahres fließen die Ergebnisse dieser beiden ertragreichen Neuakquisitionen nur zum Teil ein. Das operative Ergebnis ist weiterhin belastet durch Wertberichtigungen im Zusammenhang mit einem Verlustauftrag im Bereich Großanlagenbau. Zudem war die Auftragslage bei einem weiteren spätzyklischen Spezialmaschinenbauer schwach, so dass auch hier das Ergebnis unter Plan blieb. Im Segment Maschinen- und Anlagenbau waren darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) vorzunehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg zwar absolut von 17,7 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR, die EBIT-Marge erreicht aber lediglich 9,6 % (Vorjahr: 11,3 %). Bereinigt um die außerplanmäßigen Abschreibungen ergäbe sich eine EBIT-Marge von 10,4 %.
Die Investitionen im Segment Maschinen- und Anlagenbau beliefen sich 2013 auf 46,5 Mio. EUR, hauptsächlich bedingt durch die Zukäufe von BUDDE, ELTHERM und PROVIS. Mit dem Kauf der BUDDE-Gruppe im März 2013 erwarb INDUS einen der führenden Anbieter von Stückgut- und Schüttfördersystemen. Das Unternehmen liefert mechanische und vollautomatische Transportsysteme. 80 % der Kunden stammen aus der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche. Weitere Kunden stammen aus der Getränke- und Automobilindustrie. Im Juli 2013 erwarb BUDDE zur strategischen Abrundung die PROVIS Steuerungstechnik, einen Entwickler elektrischer Steuerungs- und Automatisierungstechnik. PROVIS übernimmt die Elektroplanung, den kompletten Schaltanlagenbau und die Programmierung der Steuerungssoftware für fördertechnische Anlagen.
Die ELTHERM-Gruppe mit den Standorten Burbach, Newbury (Großbritannien), Toronto (Kanada), Singapur und Schanghai (China) entwickelt und produziert elektrische Begleitheizungs-Systeme für verfahrenstechnische Anlagen. Die Kunden stammen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Industrien, von der Pharmaindustrie bis zum Großanlagenbau. Der Umsatzschwerpunkt liegt aktuell in Deutschland, den zweitstärksten Markt bildet bereits die Region Asia Pacific. Im Juli 2013 übernahm zudem die amerikanische Tochter von HORN, die TECALEMIT Inc., USA, das operative Geschäft der Lubrication Solutions Inc. (LSI), Houston. Der bisherige Eigentümer von LSI erhielt im Gegenzug 50 % der Geschäftsanteile an der TECALEMIT Inc. Das Unternehmen konfektioniert Handlings- und Messsysteme für Diesel und AdBlue. HORN entwickelt und fertigt Pumpen, Tank- und Flüssigkeitskontrollsysteme, Reifenfüllgeräte, Ölmanagementsysteme sowie technische Komponenten für PKW- und LKW-Werkstätten.
Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch drei Unternehmen gebildet. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken und vertreiben Hygieneprodukte für medizinische Anwendungen und für den Haushalt.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 95,8 | 88,0 | 84,8 |
| EBITDA | 18,7 | 19,0 | 15,7 |
| Abschreibungen | -2,5 | -2,6 | -2,8 |
| EBIT | 16,2 | 16,4 | 12,9 |
| EBIT-Marge in % | 16,9 | 18,6 | 15,2 |
| Investitionen | 3,6 | 2,9 | 3,3 |
| Mitarbeiter | 697 | 696 | 685 |
Der kleinste Geschäftsbereich von INDUS verzeichnet dank eines guten Konsumklimas und eines stabilen Gesundheitsmarkts einen Umsatzzuwachs von 88,0 Mio. EUR auf 95,8 Mio. EUR. Alle Bereiche, ob medizinische Orthesen, Optiken oder Vliesstofftechnik, entwickelten sich konstant. Der über die letzten Jahre stabile Geschäftsverlauf zeigte sich auch 2013. Das operative Ergebnis lag bei 16,2 Mio. EUR. Dies entspricht knapp dem Vorjahreswert von 16,4 Mio. EUR. Im langjährigen Mittel erzielt der Bereich Medizintechnik eine operative Marge größer 15 %. Daher liegt die 2013 erreichte Marge von 16,9 % erneut oberhalb des INDUS-Zielkorridors für diesen Bereich. Die Investitionen legten 2013 von 2,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR leicht zu. Die Abschreibungen entsprachen mit 2,5 Mio. EUR nahezu dem Vorjahr mit 2,6 Mio. EUR.
Das Segment umfasst neun operative Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Ob Zulieferung für Bahntechnik, Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, Gehäusebau für die Labordiagnostik, Strahlmittel für die Stahlindustrie oder Bolzenschweißtechnik für beispielsweise Brückenverbindungen, die Spannbreite der Lösungen ist sehr groß.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 319,3 | 307,5 | 304,8 |
| EBITDA | 38,8 | 37,8 | 47,3 |
| Abschreibungen | -11,2 | -13,4 | -10,1 |
| EBIT | 27,6 | 24,5 | 37,2 |
| EBIT-Marge in % | 8,6 | 8, 0 | 12,2 |
| Investitionen | 10,7 | 12,5 | 14,5 |
| Mitarbeiter | 1.275 | 1.232 | 1.185 |
Der Segmentumsatz mit externen Dritten übertrifft mit 319,3 Mio. EUR (Vorjahr: 307,5 Mio. EUR) das Vorjahr um rund 4 %, aber das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) litt weiterhin, wenn auch deutlich geringer als im Vorjahr, unter dem Anlauf einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit. Diese Maßnahme ist größtenteils abgeschlossen, die Prozesse laufen stabil. Nach dem Anlauf neuer Serienteile in 2014 wird durch die höhere Auslastung der Anlage das Ergebnis weiter verbessert. Die Investitionen gingen aufgrund der eher verhaltenen Auftragslage leicht zurück auf 10,7 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR). Die Abschreibungen fielen von 13,4 Mio. EUR in 2012 auf 11,2 Mio. EUR; im Vorjahr waren hier außerplanmäßige Abschreibungen von 2,6 Mio. EUR erforderlich. Das EBIT 2013 erreicht 27,6 Mio. EUR (Vorjahr: 24,5 Mio. EUR), die EBIT-Marge liegt bei 8,6 % (Vorjahr: 8,0 %). INDUS geht davon aus, dass der derzeit in einigen Teilbereichen des Segments festzustellende Preisdruck auch 2014 noch anhalten wird, so dass für die nächsten Jahre erhöhte Anstrengungen erforderlich sein werden, um die INDUS-Zielmarge von 10 % in diesem Segment wieder zu erreichen.
Die Steuerung des Finanzmanagements innerhalb der INDUS-Gruppe erfolgt zentral durch die Führungsgesellschaft. Das Finanzmanagement umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als Verbund unabhängiger Unternehmen betreibt INDUS kein Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt die Gruppe unter Führung der Holding unterschiedliche Instrumente wie lang laufende Bankkredite, Schuldscheindarlehen, ABS-Programme (Asset Backed Securities) und Forderungsverkäufe ein. Diese sind auf diverse Institute verteilt.
Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung der Gruppe sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines möglichst breiten Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins- und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.
Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Risikobegrenzung, Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass die Gruppe jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann.
Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Konzern-Treasury steuert die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.
Ein weiteres wichtiges Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. Bei allen Bemühungen zur Working-Capital-Optimierung in den Beteiligungsgesellschaften stellt INDUS sicher, dass deren operatives Geschäft nicht beeinträchtigt wird. Die Führungsgesellschaft formuliert zusammen mit den Gesellschaften unternehmensindividuelle Vorgaben und berät sie bei der Zielerreichung. Das Management des Working Capitals obliegt den Unternehmen.
INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Ihr Gesamtumfang steht bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.
Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2013 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet- und Pachtleasing insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2013 bei 77,3 Mio. EUR (Vorjahr: 75,9 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 36,1 Mio. EUR (Vorjahr: 393,7 Mio. EUR); überwiegend (zu 99 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht vornehmlich aus Schweizer Franken und US-Dollar. Es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verträge in Höhe von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,2 Mio. EUR) zum Finanzierungsleasing betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.
Im Bereich der Finanzschulden führt INDUS zur breiteren Diversifizierung der Finanzierungsinstrumente rollierende Verkäufe von Forderungen durch. Eine ABS-Finanzierung mit der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen wurde 2012 vereinbart. Das Gesamtvolumen beträgt zum Bilanzstichtag 24,8 Mio. EUR. Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 24,0 Mio. EUR bei der Allianz Versicherungsgruppe. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR).
Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.
INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Operativer Cashflow | 117,4 | 68,4 | 130,2 |
| Zinsen | -19,9 | -22,5 | -24,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 97,5 | 45,9 | 106,2 |
| Auszahlungen für Investitionen | -102,9 | -56,1 | -58,9 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögenswerten | 3,3 | 2,6 | 2,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -99,6 | -53,5 | -56,9 |
| Einzahlungen Kapital | 59,9 | 0,0 | 37,1 |
| Auszahlungen Dividende | -22,2 | -22,2 | -18,2 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -0,8 | -0,5 | -0,3 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 125,3 | 159,0 | 96,8 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -142,3 | -152,8 | -138,7 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 20,0 | -16,5 | -23,3 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | 17,9 | -24,1 | 26,0 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel | -0,7 | -0,3 | 0,3 |
| Liquide Mittel zum Anfang der Periode | 98,7 | 123,1 | 96,8 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 115,9 | 98,7 | 123,1 |
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 51,6 Mio. EUR von 45,9 Mio. EUR auf 97,5 Mio. EUR gestiegen -damit ist nach der in 2012 enthaltenen Cash-Flow Belastung aus der Umstellung der Forderungsfinanzierung wieder ein nachhaltig erzielbares Niveau erreicht. Ursächlich hierfür ist zum einen das von 55,0 Mio. EUR auf 63,9 Mio. EUR stark gestiegene Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche. Zum anderen ergaben sich im Bereich der Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus Veränderungen der kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte einerseits und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen andererseits wesentliche Effekte. Der Cash-Flow des Vorjahres war hier insbesondere durch den Forderungsaufbau im Rahmen der Umstellung der Forderungsfinanzierung in 2012 belastet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dadurch der operative Cashflow um 49,0 Mio. EUR verbessert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) wuchs infolge der regen Akquisitionstätigkeit um 46,1 Mio. EUR auf -99,6 Mio. EUR (Vorjahr: -53,5 Mio. EUR). Bei weiterhin hohen Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtsjahr 49,2 Mio. EUR für den Erwerb von Anteilen aufgewendet, so dass in Summe der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr wie bereits zu Jahresbeginn angekündigt deutlich angestiegen ist. Die Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR), die in Sachanlagen erreichten 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 49,5 Mio. EUR); für Finanzanlagen wurden 2,0 Mio. EUR verwendet nach 2,8 Mio. EUR im Vorjahr. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel Investitionen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist zunächst geprägt durch hohe Mittelzuflüsse in Höhe von 59,9 Mio. EUR im Rahmen der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung. Unter Berücksichtigung der Dividendenauszahlung und einer Nettokredittilgung in Höhe von 17 Mio. EUR ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 20,0 Mio. EUR (Vorjahr: Mittelabfluss 16,5 Mio. EUR).
Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2013 betrug wie schon im Vorjahr -22,2 Mio. EUR. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2013 trotz sechs Zukäufen über eine erhöhte Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 115,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Im weiteren Jahresverlauf 2014 plant INDUS, aus dieser Liquidität weitere Zukäufe zu finanzieren. Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.
Aktiva
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| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 658,1 | 588,8 |
| Anlagevermögen | 655,8 | 585,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2,3 | 3,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 522,8 | 472,0 |
| Vorräte | 236,1 | 219,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 170,8 | 154,2 |
| Liquide Mittel | 115,9 | 98,7 |
| Bilanzsumme | 1.180,9 | 1.060,8 |
Passiva
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| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzierungsmittel | 890,7 | 796,7 |
| Eigenkapital | 515,3 | 414,1 |
| Fremdkapital | 375,4 | 382,6 |
| davon Rückstellungen | 23,6 | 23,4 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 351,8 | 359,2 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 290,2 | 264,1 |
| davon Rückstellungen | 51,0 | 44,8 |
| davon Verbindlichkeiten | 239,2 | 219,3 |
| Bilanzsumme | 1.180,9 | 1.060,8 |
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe hat sich 2013 erneut zugunsten des Eigenkapitals verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1.180,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.060,8 Mio. EUR).
Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2013 um 69,3 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die stark erhöhten Investitionen in neue Beteiligungen. Der Goodwill und die anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 50,0 Mio. EUR. Die Finanzanlagen veränderten sich kaum (+0,1 Mio. EUR), ebenso die at-Equity bewerteten Finanzanlagen (+1,6 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 2,9 Mio. EUR (+1,6 Mio. EUR).
Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten deutlich zu und wuchsen um 50,8 Mio. EUR. Vorräte und Forderungen stiegen um 36,2 Mio. EUR an, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der sechs neuen Unternehmen in die Konzernbilanz. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 12,1 Mio. EUR wenig verändert (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich aufgrund der in der Kapitalflussrechnung erläuterten Effekte zum Bilanzstichtag des Vorjahres nochmals erhöht.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 101,2 Mio. EUR auf 515,3 Mio. EUR (Vorjahr: 414,1 Mio. EUR) Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit erneut auf nunmehr 43,6 % (Vorjahr: 39,0 %). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch drei Treiber verursacht: Die konstant gute wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe, die kontinuierliche Thesaurierung von rund 50 % des erwirtschafteten Kapitals, sowie den Mittelzuflüssen aus Kapitalerhöhungen der Jahre 2010, 2011 und 2013.
Mit Wirkung vom 3. Dezember 2013 beschloss der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre. Ausgegeben wurden 2.222.772 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von gerundet 2,60 EUR je Aktie zu einem Ausgabebetrag von 27,03 EUR je Aktie. Damit wurde das Grundkapital der Gesellschaft von 57.792.116,42 EUR um 5.779.207,20 EUR auf 63.571.323,62 EUR erhöht. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2013 voll dividendenberechtigt. Aus dieser Kapitalerhöhung flossen der INDUS Holding AG brutto rund 60 Mio. EUR zu. Die neuen Aktien wurden im Rahmen einer Privatplatzierung an langfristig orientierte, institutionelle Investoren abgegeben; auch der bisherige Großaktionär, die Versicherungskammer Bayern, Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, zeichnete die Kapitalerhöhung.
Wie geplant gingen die langfristigen Schulden 2013 in Summe leicht zurück von 382,6 Mio. EUR auf 375,4 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres. Vorrangig wurden die Finanzschulden (-26,4 Mio. EUR) vermindert; die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch das Einfließen bilanzierter, bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten der noch nicht übertragenen Anteile an den neu erworbenen Unternehmen, u.a. BUDDE und ELTHERM (+13,8 Mio. EUR). Die weiteren langfristigen Passiva veränderten sich nur wenig. Die kurzfristigen Schulden stiegen dagegen deutlich um 26,1 Mio. EUR auf 290,2 Mio. EUR an (Vorjahr: 264,1 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Rückstellungen von 6,2 Mio. EUR, eine mit dem Umsatzzuwachs einhergehende Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+8,2 Mio. EUR) und erhöhte kurzfristige Finanzschulden (+9,4 Mio. EUR).
Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2013 lag das Working Capital bei 324,7 Mio. EUR (Vorjahr: 302,8 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2013 bei 307,6 Mio. EUR und somit um 34,2 Mio. EUR unter dem Vorjahr (31.Dezember 2012: 341,8 Mio. EUR).
Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 60 % (Vorjahr: 83 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,0 (Vorjahr: 2,3). Damit liegt INDUS am unteren Rand seines selbst.definierten Zielkorridors einer Entschuldungsdauer von 2 bis 2,5 Jahren. Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2013 betrug 22,2 Mio. EUR, ebenso wie in 2012. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2013 weiterhin über eine hohe Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 115,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Im weiteren Jahresverlauf 2014 plant INDUS, aus dieser Liquidität weitere Zukäufe zu finanzieren.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Investitionen | 100,9 | 53,9 | 58,3 |
| davon in: | |||
| Unternehmenserwerbe | 49,2 | 0,0 | 12,0 |
| Investition in immaterielle Vermögenswerte | 5,4 | 3,9 | 4,5 |
| Investition in Sachanlagen | 46,3 | 46,4 | 41,8 |
| davon in: | |||
| Grundstücke und Gebäude | 4,0 | 9,7 | 4,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12,2 | 14,8 | 19,3 |
| And. Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 10,1 | 10,8 | 10,0 |
| Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | 20,0 | 11,1 | 8,5 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0,0 | 3,6 | 0,0 |
| Abschreibungen | 44,4 | 45,8 | 46,8 |
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| 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| Ausstoß Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag | 100,7 | 101,8 | 104,4 |
Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 100,9 Mio. EUR (Vorjahr: 53,9 Mio. EUR). Hiervon entfielen 49,2 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 0 Mio. EUR), 46,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 46,4 Mio. EUR), 5,4 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) sowie 0 Mio. EUR auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Trotz der im Jahresverlauf eher verhaltenen Konjunktur hat INDUS damit auf einem hohen Niveau in seine Beteiligungen investiert.
Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 12,2 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 10,1 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 4,0 Mio. EUR. Insbesondere der Neubau eines Produktions- und Verwaltungsstandorts für das Unternehmen HAUFF Technik führte zu einem Zugang bei den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen von Bau von 20,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 44,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 45,8 Mio. EUR.
INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten. Seit 2011 besteht für die Gruppe ein Verhaltenskodex. Er unterstützt die Mitarbeiter der AG und der Beteiligungsunternehmen mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln. Die Richtlinie findet sich auf der Unternehmenswebsite von INDUS (www.indus.de/investoren_und_presse-corporate_governance.html).
Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für INDUS einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr -aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS zentral. Grundlagen für das Handeln sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.
Für das Berichtsjahr 2013 beteiligt sich INDUS zum fünften Mal am Carbon Disclosure Project (www.cdp.net). Im Rahmen des CDP-Projekts erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken infolge des Klimawandels und den daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen, die sich für die berichtenden Unternehmen aus den Folgen des Klimawandels ergeben. Außerdem wird die Gesamtmenge von global emittiertem CO2 bilanziert (CO2 -Footprint).
Nachdem für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 lediglich die CO2 -Emmissionen der INDUS-Gruppe bilanziert wurden, wurde für das Jahr 2011 und die Folgejahre erstmals ein konkretes jährliches Einsparziel von 2 % für die spezifischen CO2 -Emissionen der INDUS-Gruppe (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) formuliert. Die Berechnung des Bezugsjahres erfolgt dabei rollierend und unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr getätigten Zu- und Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften.
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| 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| Ausstoß Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag | 100,7 | 101,8 | 104,4 |
Auf dieser Basis wurden für das Bezugsjahr 2012 Emissionen in Höhe von 100,7 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag ermittelt. Bezogen auf das Jahr 2011 (101,8 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) ist für das Jahr eine Reduzierung der Emissionen um 1,1 % zu verzeichnen.
Die unter dem Einsparziel liegende Emissionsreduzierung resultiert primär aus einem Anstieg der durch die stationäre Verbrennung fossiler Brennstoffe (Heizöl, Schweröl, Erdgas und Flüssiggas) entstandenen Emissionen. Dies begründet sich vor allem dadurch, dass in mehreren Gesellschaften eine höhere Auslastung der Kapazitäten zu verzeichnen war und Kapazitätserweiterungen erforderlich waren, die jedoch erst in den Folgejahren in vollem Umfang ertragswirksam werden. Für 2013 und für 2014 hat sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um jährlich 2 % zum Ziel gesetzt.
Der Erfolg der INDUS Holding AG hängt maßgeblich ab von den fachlichen und persönlichen Qualifikationen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund des kleinen Teams sind daher fächerübergreifende Qualifikationen und eine starke Teamorientierung wichtig. INDUS überträgt früh Verantwortung an ihre Mitarbeiter. Kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien kennzeichnen die Struktur. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Unternehmen eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows. Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen achtet INDUS allein darauf, dass -in Abhängigkeit vom jeweiligen Unternehmen - Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten erhalten bleibt. Durchschnittlich sollten die Unternehmen flexible Kapazitäten von ca. 20 % vorhalten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 7.259 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.859) beschäftigt .
Für den Geschäftserfolg der Gruppe sind die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit als Geschäftspartner enorm wichtig. Mittelständische Unternehmensgründer, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres über 25-jährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard sowie im Indexsegment SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie und im Bankwesen.
Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss und der Lagebericht liegen separat vor.
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| 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 5,8 | 5,5 | 4,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 5,3 | 5,7 | 2,9 |
| Personalaufwand | -4,6 | -5,1 | -4,8 |
| Erträge aus Beteiligungen | 43,5 | 32,2 | 43,3 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 45,7 | 50,3 | 54,2 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9,0 | 8,9 | 8,0 |
| Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -0,4 | -0,3 | -0,3 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -11,2 | -20,8 | -30,3 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -12,2 | -6,2 | -3,4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -17,5 | -18,4 | -19,5 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 63,4 | 51,8 | 54,5 |
| Außerordentliche Erträge | 0,0 | 1,3 | 0,0 |
| Steuern | -6,9 | -6,9 | -8,0 |
| Jahresüberschuss | 56,5 | 46,2 | 46,5 |
| Gewinnvortrag | 0,9 | 1,9 | 1,1 |
| Bilanzgewinn | 57,4 | 48,1 | 47,6 |
Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2013 mit 5,8 Mio. EUR leicht über dem Wert des Vorjahres. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen fiel von 5,7 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand war mit 4,6 Mio. EUR rückläufig gegenüber 2012; im Vorjahr waren hier noch Aufwendungen für die beiden ausgeschiedenen Vorstände Helmut Ruwisch und Dr. Wolfgang Höper enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen sind mit 43,5 Mio. EUR deutlich gestiegen gegenüber 2012 (Vorjahr: 32,2 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich leicht und erreichten 45,7 Mio. EUR nach 50,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Zinserträge lagen mit 9,0 Mio. EUR nur geringfügig über dem Vorjahresniveau von 8,9 Mio. EUR.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben nahezu unverändert bei 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 11,2 Mio. EUR deutlich geringer als im Vorjahr mit 20,8 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme erhöhten sich auf 12,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 18,4 Mio. EUR auf 17,5 Mio. EUR nochmals zurück.
Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um mehr als 20 % von 51,8 Mio. EUR auf 63,4 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 56,5 Mio. EUR (Vorjahr: 46,2 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,52 EUR (Vorjahr: 2,08 EUR).
Aktiva
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| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 |
| Sachanlagen | 2,7 | 2,4 |
| Finanzanlagen | 867,9 | 790,7 |
| Anlagevermögen | 870,8 | 793,3 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 201,1 | 200,5 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 17,2 | 12,7 |
| Umlaufvermögen | 218,3 | 213,2 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,2 | 0,2 |
| Bilanzsumme | 1.089,3 | 1.006,7 |
| Passiva | ||
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| Eigenkapital | 687,1 | 592,7 |
| Rückstellungen | 3,9 | 4,8 |
| Verbindlichkeiten | 356,4 | 369,0 |
| Passive latente Steuern | 41,9 | 40,2 |
| Bilanzsumme | 1.089,3 | 1.006,7 |
Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Zukäufe deutlich erhöht und beträgt 1.089,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.006,7 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg um 77,5 Mio. EUR auf 870,8 Mio. EUR (Vorjahr: 793,3 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Finanzanlagen (d.h. Anteilen an Beteiligungsgesellschaften). Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nur leicht um 0,6 Mio. EUR auf 201,1 Mio. EUR (Vorjahr: 200,5 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dieser Aufbau durch höhere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 17,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,7 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 218,3 Mio. EUR insgesamt um 5,1 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 213,2 Mio. EUR. Das Eigenkapital betrug nach der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung 687,1 Mio. EUR (Vorjahr: 592,7 Mio. EUR). Damit verfügt die INDUS Holding AG über eine nochmals stark verbesserte Eigenkapitalquote von 63,1 % (Vorjahr: 58,9 %). Die Verbindlichkeiten sanken auf 356,4 Mio. EUR (Vorjahr: 369,0 Mio. EUR).
In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2013 insgesamt 20 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 18 Mitarbeiter).
Ende Februar 2014 hat der Vorstand der INDUS Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Einstellung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs der Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister beschlossen. Von der Maßnahme betroffen sind rund 65 Mitarbeiter. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.
INDUS betreibt und pflegt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement als Instrument, das die Führung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sicherstellen, dass das Unternehmen auf den Eintritt von Risiken zu jeder Zeit vorbereitet ist und angemessen auf sie reagieren kann.
Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von INDUS ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die das Erreichen seiner kurz- und mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil muss INDUS Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken versteht INDUS aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können. Als Chancen versteht INDUS mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und die Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen. Risiken und Chancen sind für INDUS untrennbar miteinander verbunden. Damit unterstützen die weiter unten im Risikobericht erläuterten Strukturen und Prozesse zum Risikomanagementsystem in der Rückkopplung auch das Chancenmanagement.
Das Chancenmanagement bei INDUS besteht in einem systematischen Umgang mit den unternehmerischen Potenzialen in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand das Instrument des "Strategischen Dialogs". Damit verbindet sich ein strukturierter Prozess, in dem mindestens ein Mal pro Jahr alle Beteiligungen Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereiten und mit dem Vorstand im Rahmen der Planungsrunde diskutieren.
Zeitlich nachgelagert zum strategischen Dialog erfassen alle Unternehmen in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Darüber hinaus analysiert der Vorstand in einem Regionenprofil, in welchen Gebieten er für die INDUS-Gruppe die größten Chancen für die Zukunft sieht.
Bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientiert sich INDUS an den aktuellen globalen Wachstumstreibern wie Mobilität, Infrastruktur oder Gesundheit.
Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedlicher Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.
Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in ihren jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.
Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert und definiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der strategischen Jahresplanung; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.
Die Geschäftspolitik der Führungsgesellschaft ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und dem Entwickeln von Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS, neben der operativen Weiterentwicklung, ein zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in seinem Strategieprogramm KOMPASS 2020 Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potentielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmenten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.
Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau seines Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz breit und enorm diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem detaillierten Anforderungsprofil.
INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie zu entwickeln und nicht, um sie weiter zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Käufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.
Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen. Über die Unternehmensstrategie einschließlich KOMPASS 2020 informiert umfassend das Kapitel Ziele und Strategie.
Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften künftig die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.
Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.
Das Segment Bau/Infrastruktur wird kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, so dass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist.
Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und Anwendungen.
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.
Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.
Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.
Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.
Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert und bewertet. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.
Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen niedrige Prämien bei großen Versicherungsumfängen.
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| Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstandes) | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung | Risikolage für 2014 im Vergleich zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | wahrscheinlich | möglich | besser |
| Unternehmensstrategische Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Leistungswirtschaftliche Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
| Personalrisiken | möglich | möglich | gleich |
| Informationstechnische Risiken | möglich | möglich | gleich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | möglich | möglich | besser |
| Rechtliche Risiken | möglich | möglich | gleich |
| Sonstige Risiken | möglich | bedeutsam | gleich |
Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS die Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko verbleibt natürlich.
INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden noch 51,4 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51,5 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts gesunken. Die regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS also zusätzlich. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.
Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Steuerung des Beteiligungsportfolios der Führungsgesellschaft ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf umfangreiche Instrumente zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Analysetools. Diese eigene Analyse wird zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.
Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Strategiegespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten monatlich über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert und gewährleisten so stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns. Reengineering-Maßnahmen bei den Tochtergesellschaften werden durch die Führungsgesellschaft begleitet und unterstützt.
Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken, wie insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken. Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Lieferrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten reagieren. Zusätzlich begrenzt INDUS mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Das Nominalvolumen der Rohstoffsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Auch aufgrund hoher Tarifabschlüsse der Tarifparteien ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen in der Regel nicht an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.
Die Produktionsanlagen der Beteiligungsgesellschaften werden in einem permanenten Prozess optimiert. Hierzu setzt INDUS vielfältige Überwachungs- und Kontrollsysteme ein. Auf diesem Weg können mögliche Produktionsrisiken frühzeitig erkannt und es kann entsprechend reagiert werden. Strategisches Ziel von INDUS ist es, die Produktion auf Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse zu internationalisieren und damit mögliche weitere Kostenvorteile zu nutzen.
Der langfristige Erfolg von INDUS hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation; lediglich drei Mitarbeiter haben die AG seit ihrer Gründung verlassen. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht INDUS zu einem attraktiven Arbeitgeber, so dass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.
Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeitstellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur oder von der Führungsgesellschaft. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.
Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, so dass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken trotz der weiter anhaltenden Verwerfungen im Bankensektor begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 19 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere werden teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 249,5 Mio. EUR (Vorjahr: 202,5 Mio. EUR).
Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.
Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2013 insgesamt 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Vonseiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2013 Rückstellungen in Höhe von 52,8 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 47,3 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.
Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.
Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.
Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 331,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 293,9 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR vorgenommen, die vorrangig aus verminderten Ertragserwartungen für zwei kleine Beteiligungen im Bereich Metalltechnik resultieren (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR).
Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand. Die jeweils Prüfenden haben dazu umfassende Informations-, und Prüfrechte.
Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.
Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.
Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.
Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.
Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.
Im Geschäftsjahr 2013 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation nach der Kapitalerhöhung im Dezember 2013 sowie zusätzliche Finanzierungszusagen sollen 2014 genutzt werden, um weitere mittelständische Hidden Champions zu erwerben. Diese sollen gemäß KOMPASS 2020 vorrangig aus den drei industriellen Zukunftsfeldern Infrastruktur/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Energie- und Umwelttechnik stammen; konkret werden für 2014 Verstärkungen für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik gesucht.
Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von rund 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr mit rund 90 Mio. EUR über dem Vorjahr bei einer operativen EBIT-Marge von 9,6 %. Die Finanzierungsstruktur hat sich nochmals verbessert: die Nettoverschuldung lag bei 307,6 Mio. EUR nach 341,8 Mio. EUR in 2012. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 43,6 % (Vorjahr: 39,0 %), in der AG 63,1 % (Vorjahr: 58,9 %). Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftssituation für 2014 als aussichtsreich mit guten Chancen. In diesem Umfeld strebt INDUS an, Umsatz und Ergebnis erneut zu steigern.
Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören insbesondere die schwer einschätzbare konjunkturelle Gesamtentwicklung, die gleichzeitig viele der Beteiligungsunternehmen betreffen könnte, sowie finanzwirtschaftliche Unwägbarkeiten durch potenzielle Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht. Auch mittelfristig stehen INDUS sämtliche Möglichkeiten offen, die sich bietenden Chancen in einem konjunkturell guten Umfeld zu nutzen.
Die Rahmenbedingungen sind für 2014 weitgehend stabil. Trotz der wirtschaftlichen Schwäche der Südländer im Euroraum zeigen die Frühindikatoren eine wachsende Zuversicht bei den Unternehmen. Vor allem die zunehmende Dynamik in den USA und Wachstumschancen in Asien stimmen zuversichtlich. Deutschland sollte 2014 nach Einschätzung der Konjunkturexperten wieder stärker wachsen können. Auch INDUS geht nach derzeitiger Planung für 2014 von einer positiven Geschäftslage aus.
Die Weltkonjunktur stabilisierte sich 2013 zusehends, nachdem die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Euro-Krise gesunken war. In den Industrieländern kam es sogar zu einem leicht beschleunigten Produktionsanstieg. Allerdings ist der aktuelle Aufschwung noch nicht selbsttragend, da viele Industrieländer weiterhin hohe öffentliche Finanzierungsdefizite aufweisen und eine expansive Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur verfolgen. In den Schwellenländern setzte sich die Konjunkturverlangsamung fort; in einigen dieser Länder dämpfen länderspezifische Probleme die Wachstumsrate des Produktionspotenzials. Für 2014 deuten die Frühindikatoren auf einen leichten Anstieg der Weltproduktion hin. In den Industrieländern ist davon auszugehen, dass sich die zu erwartenden Verbesserungen auf den Arbeits- und Immobilienmärkten günstig auf die Binnennachfrage auswirken. Die bessere Konjunktur in den Industrieländern wird über den anziehenden Welthandel zu höheren Produktionsanstiegen in den Schwellenländern führen. Unter der Annahme, dass es zu keiner erneuten Verschärfung der Euro-Krise kommt, dürfte sich der Anstieg der Weltproduktion nach 2,2 % in diesem Jahr auf 3,0 % im kommenden Jahr beschleunigen.
Die EU-Kommission sagt der Euro-Zone für 2014 eine konjunkturelle Trendwende voraus, aber nur einen allmählichen Aufschwung. Die Haushaltskonsolidierung und die Strukturreformen haben zwar den Weg für die Erholung geebnet, aber die Arbeitslosigkeit ist immer noch sehr hoch. Für das 2014 erwartet die europäische Kommission ein Wachstum von 1,1 %, für 2015 peilt sie einen Anstieg von 1,7 % an. Wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten in Schwellenländern wie China wird der Währungsraum aber nur allmählich zu solidem Wachstum zurückkehren. Größter Wachstumstreiber ist die Binnenkonjunktur.
Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, soll das BIP in Deutschland im Jahr 2013 um 0,4 % und in 2014 um 1,7 % wachsen. Trotz einer schwachen Konjunktur zum Jahresbeginn hat Deutschland 2013 keine Rezession erlitten; der erhoffte Aufschwung blieb aber ebenso aus. Für 2014 sind die Konjunkturschätzungen optimistischer. Dabei erweist sich der private Konsum dank der guten Arbeitsmarktsituation als solide Stütze. Zudem sollten nach zwei Jahren Flaute die Unternehmensinvestitionen wieder kräftiger anziehen. So erwartet die IKB speziell bei den Ausrüstungen ein Plus von etwa 6 %. Damit wird allerdings noch immer nicht das Niveau von 2007/08 erreicht, aber der Trend weist wieder nach oben.
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| Wirtschaftsräume | 2013 (Prognose Vorjahr) | 2013 (vorläufige Berechnung | 2014 (Prognose) | 2015 Prognose) |
|---|---|---|---|---|
| Weltwirtschaft | 3,4 | 2,9 | 3,7 | 4,0 |
| Euroraum | -0,2 | -0,4 | 0,9 | 1,6 |
| Ausgewählte Länder | ||||
| USA | 1,5 | 1,6 | 2,3 | 3,0 |
| China | 8,0 | 7,5 | 7,5 | 7,0 |
| Indien | 6,5 | 4,0 | 5,0 | 5,0 |
| Japan | 0,5 | 1,6 | 1,5 | 1,1 |
| Deutschland | 0,3 | 0,4 | 1,7 | 2,5 |
Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder meist positiven Entwicklung.
Die deutsche Bauwirtschaft verfügte Ende 2013 über hohe Auftragsbestände, trotz einzuplanender Winterpause. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft geht von einem Umsatzplus von 2 bis 3 % aus, der Verband der Bauindustrie schätzt das Wachstum auf +3,5 %. Obwohl die Unternehmen auf Hochtouren arbeiten, schmelzen die Auftragsbestände nur geringfügig: Im Rahmen des ifo-Konjunkturtests für das Bauhauptgewerbe wurde für Oktober 2013 immer noch eine Reichweite der Bestände von knapp drei Monaten ausgewiesen -das ist der höchste gesamtdeutsche Oktober-Wert. Die Nachfrage nach Bauleistungen ist ungebrochen: Ein guter Indikator dafür sind die Baugenehmigungen. Die Neubaugenehmigungen im Öffentlichen Hochbau (veranschlagte Baukosten) in den ersten drei Quartalen 2013 übersteigen mit +45 % deutlich das Vorjahresniveau. Unverändert lebhaft ist auch die Entwicklung im Wohnungsbau. Die Zahl der Baugenehmigungen lag im Herbst 2013 insgesamt um 13,5 % über dem Vorjahreswert -im Mehrfamilienhausbau sogar um rund 25 %; dies dürfte 2014 für eine weiterhin starke Bautätigkeit sorgen. Etwas schwächer entwickelt sich der Wirtschaftsbau, aber auch hier zieht die Nachfrage wieder an.
Die Perspektiven für den globalen Automobilmarkt sind 2014, weltweit betrachtet, gut. Die Dynamik kommt aus den beiden großen Regionen China und USA. Der westeuropäische Markt bleibt weiterhin in schwierigem Fahrwasser. Das Potenzial in China ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft, denn der Motorisierungsgrad ist immer noch vergleichsweise niedrig. Mehr als jedes fünfte Auto, das heute in China neu verkauft wird, zählt zu einer deutschen Konzernmarke. Zweites großes strategisches Standbein für die deutschen Hersteller sind die Vereinigten Staaten. Dort sind die deutschen Konzernmarken sieben Jahre in Folge schneller gewachsen als der Markt. Der amerikanische Markt wächst auch insgesamt. 2013 wurden rund 15 Millionen Light Vehicles verkauft, im Krisenjahr 2009 waren es lediglich 10,4 Mio. Fahrzeuge. Die langfristigen Wachstumsindikatoren sind positiv: Die USA verfügen über ein positives Bevölkerungswachstum und das Durchschnittsalter der US-Bürger liegt mit 37 Jahren deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (44 Jahre).
Die Produktionskurve im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, die nach dem Einbruch 2009 stark anstieg, schwankt nunmehr bereits über zwei Jahre auf relativ hohem Niveau. Die mehrjährige Schwäche im US-Geschäft konnte durch Vorwärtsstrategien auf den asiatischen Wachstumsmärkten sowie in Russland aufgefangen werden. Für 2014 rechnen die Unternehmen mit einem Wachstum von rund 3 %. Die Exportdynamik früherer Jahre dürfte allerdings auf absehbare Zeit nicht wiederkehren. Zum einen wird Chinas Maschinenbedarf künftig immer mehr im Inland gedeckt. Zum anderen fertigen einige deutsche Maschinenbauer mittlerweile auch in China. Weiterhin erhalten die deutschen Maschinenbauer Nachfrageimpulse aus den USA und auch die Perspektiven in Europa hellen sich auf; hier werden immer noch 40 % der deutschen Maschinenexporte abgesetzt. Neben der verbesserten Exportkonjunktur sollte der Maschinenbau 2014 von einer stärkeren Binnennachfrage profitieren.
Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2013 abgeschwächt. Hemmnisse sehen die Unternehmen vor allem im Erstattungsbereich. Sie beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften, kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen und das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Die Diskussion über Sparmöglichkeiten im Gesundheitssystem wird auch 2014 anhalten; innovative Unternehmen werden aber weiterhin von guten Rahmendaten ausgehen können: Die geburtenstarken Jahrgänge sorgen für eine wachsende Nachfrage, die Konsumneigung bleibt hoch und hochwertige Gesundheitsprodukte liegen allgemein im Trend.
Die deutsche Metall- und Elektroindustrie ist stark mittelständisch geprägt und eher lokal orientiert. Der auffälligste Trend der letzten zehn Jahre war die Entstehung einer leistungsfähigen Industrie in China. Durch das hohe Wachstum der klassischen Abnehmerbranchen der Metallindustrie in China (Automobilindustrie, Maschinenbau und Bauwirtschaft) ist der Bedarf drastisch gestiegen und wird zum größten Teil aus lokaler Produktion bedient bzw. zukünftig noch verstärkt bedient werden. In Deutschland dürfte die Branche auch 2014 von der Entwicklung ihrer wichtigsten Abnehmerbranchen vor Ort abhängig bleiben. Da vor allem aber der Automobil- und der Maschinenbau in Deutschland gute Langfristperspektiven haben, sind die Branchenaussichten stabil. Der Verband Gesamtmetall rechnet mit einem Wachstum von 3 %. Für das weitere Geschäft der M+E-Industrie sind die inländischen Investitionen von zentraler Bedeutung. Hier zeichnet sich aber nur langsam eine Belebung ab: Nach sechs Quartalen des Rückgangs sind die Ausrüstungsinvestitionen im 2. Quartal 2013 zum ersten Mal wieder leicht gestiegen.
In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 will sich INDUS weiterhin um die Optimierung des Portfolios und dessen Ausbau durch Akquisitionen kümmern. Die 2012 gestartete Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wird weiterverfolgt. Das Portfolio soll sowohl verstärkt organisch wachsen als auch durch weitere Akquisitionen ausgebaut werden. Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland.
Die Eckpunkte des Programms zur Forcierung des organischen Wachstums sind unverändert: Eine verstärkte Internationalisierung (insbesondere in Asien und Amerika), ein Vorrang von Zukunftsinvestitionen vor Erhaltungsinvestitionen, eine nachhaltige Steigerung der F&E-Investitionen, ein verstärktes strategisches Portfoliomanagement und damit einhergehend eine Repositionierung einzelner Beteiligungen.
Für das zusätzlich avisierte Wachstum durch Zukäufe plant der Vorstand, durchschnittlich ein bis zwei mittelständische Unternehmen pro Jahr zu erwerben; zusätzlich werden weiterhin strategische Ergänzungen für die Töchter gesucht. Der Zielfokus bleibt auf zukunftsorientierte Industrieunternehmen gerichtet. Die Ende 2013 durchgeführte Kapitalerhöhung sichert für das laufende Jahr komfortablen Handlungsspielraum. Zusätzliche Fremdmittel werden nicht benötigt. Der Vorstand setzt sich zum Ziel, das angestrebte Wachstum vorrangig aus den erwirtschafteten Mitteln der Gesellschaft zu finanzieren, um die stabilen Bilanzrelationen von INDUS nicht zu gefährden.
Die weitere Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe wird 2014 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunkturentwicklung abhängen. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein stärkeres Wachstum in Deutschland und eine positive Entwicklung in USA und China hin. Europa könnte 2014 die Trendwende schaffen, bleibt aber aufgrund der hohen Verschuldung vieler Länder auf Dauer konjunkturell instabil. Daher konzentriert sich INDUS verstärkt auf Märkte außerhalb Europas.
Die Geschäftsentwicklung der Gruppe im Geschäftsjahr 2014 wird aus heutiger Sicht von einer stärkeren Belebung der Weltwirtschaft geprägt sein. Auch die deutsche Wirtschaft soll nach den vorliegenden Prognosen wieder stärker wachsen. Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft insgesamt positiv. Diese Einschätzung teilen die Beteiligungsunternehmen mehrheitlich. INDUS hat sich das Ziel gesetzt, stärker als der Markt zu wachsen. 2014 liegt die BIP-Prognose nach Annahme der Bundesregierung bei 1,8 %. INDUS setzt sich für 2014 ein erneutes, organisches Umsatzwachstum von mehr als 3 % zum Ziel. Eventuelle Akquisitionen sind in der Umsatz- und Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Umsatz von mehr als 1,2 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich ebenfalls verbessern und mindestens 118 Mio. EUR erreichen. Die Auftragslage nach den beiden ersten Monaten 2014 stützt derzeit diese Erwartungen. Die Preise für Rohstoffe sollten auf dem relativ günstigen Niveau verbleiben, daher geht INDUS von einer nahezu unveränderten Materialaufwandsquote aus. Für die Personalkosten könnten sich aufgrund der anstehenden Tarifverhandlungen im Baugewerbe leichte Erhöhungen ergeben. Die Abschreibungen werden für 2014 voraussichtlich auf dem Niveau von 2013 liegen.
Angesichts eines überaus milden Winters erwartet INDUS für das Segment Bau/Infrastruktur ein Umsatz- und Ergebnisniveau wie 2012; die sehr stabile Baukonjunktur und insbesondere die rege Wohnungsbautätigkeit berechtigen zu Optimismus. Für das Segment wird eine operative Marge von 12 bis 14 % erwartet.
Im Bereich Fahrzeugtechnik hat sich die Ertragslage nach den Repositionierungsanstrengungen bei den größeren Zulieferbetrieben der letzten beiden Jahre deutlich verbessert. Für 2014 sind keine negativen Effekte mehr zu erwarten, die Umsätze dürften zudem aufgrund der guten Nachfrage im Premiumsegment auf dem aktuell hohen Niveau verbleiben. Allerdings steht die Branche unter permanentem Rationalisierungsdruck, so dass das langfristige Margenziel von 6 % plus jedes Jahr neue Anstrengungen erfordert. 2014 erwartet INDUS hier ein Umsatz- und Ergebnisniveau wie 2013.
Für das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleibt das Jahr 2014 herausfordernd. Im aktuellen Jahr hat das Segment die Zielerwartung von 10 % EBIT-Marge verfehlt, trotz des Zukaufs zweier neuer, margenstarker Unternehmen. Eine schwache Nachfrage und negative Effekte bei zwei kleineren Beteiligungen wirkten kontraproduktiv. Hier sind Strukturmaßnahmen eingeleitet, die sich in 2014 nochmals belastend auswirken werden. Die Ergebnisse der neuen Beteiligungen BUDDE und ELTHERM waren im Berichtsjahr nur teilweise enthalten. Da diese 2014 voll konsolidiert werden und weitere Negativeffekte aus anderen Beteiligungen nicht mehr erwartet werden, sollte sich die Ertragslage spürbar verbessern. Insgesamt sollte auch der Umsatz nochmals leicht wachsen. Eine EBIT-Marge von 10 % ist daher das anspruchsvolle Ziel für 2014.
In der Medizin- und Gesundheitstechnik erwartet INDUS keine wesentlichen Veränderungen. Der Bereich geht von einer leicht steigenden Nachfrage aus und sich proportional entwickelnden Ergebnissen. Die konstant hohe EBIT-Rendite von größer 15 % dürfte auch 2014 zu erwirtschaften sein.
Im Segment Metalltechnik rechnet INDUS für 2014 ebenfalls mit einem stabilen Geschäft. Die Anlaufverluste in der Neuanlage zur Kunststoffgalvanik sind verarbeitet und werden 2014 keine Ergebnisauswirkungen mehr haben. Nach den Erwartungen der Beteiligungsunternehmen ist die Nachfrage stabil, daher erwartet INDUS ein leicht steigendes Umsatz- und Ertragsniveau. Die EBIT-Marge sollte wieder zwischen 9 und 10 % liegen.
Für 2014 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2014 rund 50 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Hierfür sind, passende Akquisitionsobjekte vorausgesetzt, ebenfalls Investitionen in Höhe von rund 50 Mio. EUR vorgesehen.
Die infolge der Kapitalerhöhung nochmals ausgebaute Vorhalteliquidität von über 115 Mio. EUR versetzt INDUS in die Lage, seine Wachstumsstrategie auch 2014 bankenunabhängig zu finanzieren. Die auf nunmehr über 43 % verbesserte Eigenkapitalquote soll 2014 und 2015 stabil gehalten werden. Zukäufe und Erhaltungsinvestitionen sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus bereitstehender Liquidität finanziert werden. Je nach Intensität der sich bietenden Marktchancen bei Zukäufen kann die Eigenkapitalquote in 2015 wieder leicht sinken.
Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch kontrahierte Neukredite mit einem Volumen von rund 70 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d. h. im Mittel sechs bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 30 Mio. EUR sind vereinbart. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten.
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 11. April 2014
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
gez. Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer
gez. Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 11. April 2014
Der Vorstand
Jürgen Abromeit
Dr. Johannes Schmidt
Rudolf Weichert
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten und die Leitung des Unternehmens überwacht. Dabei wurde er durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Auf diese Weise erhielt er laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Alle Informationen wurden mit der strategischen Planung des Unternehmens abgeglichen. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der Auswahl, Bestellung und Einführung des neuen Konzernprüfers.
Im Jahr 2013 haben vier Sitzungen im Beisein des Vorstands stattgefunden. Darüber hinaus erfolgten vier Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren. An den Sitzungen und Abstimmungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates vollständig teilgenommen. Die Ausschüsse tagten ebenfalls vollzählig.
Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, so dass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war.
Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 19. April bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2012 und die Beschlussfassung hierzu. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer stellte der Aufsichtsrat den HGB-Jahresabschluss 2012 der INDUS Holding AG fest und billigte den IFRS-Konzernabschluss. Abzustimmen waren ebenfalls der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung 2013. Der Vorstand legte zudem die Jahresberichte zum Risikomanagement, zur Compliance und zu den Investitionen vor. Bei der Erörterung des Quartalsabschlusses lag das Hauptaugenmerk auf der Entwicklung des Segments Automobilindustrie. Schließlich berichtete der Vorstand über Transaktionen in Anbahnung. Der Ausübung der Option zum vollständigen Erwerb der HAKAMA AG, welche seit 2010 mit einer Beteiligungsquote von 75 % zur INDUS-Gruppe gehört, stimmte der Aufsichtsrat zu.
Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 3. Juni nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der ELTHERM-Gruppe und dem des Unternehmens HEAVAC durch die IDNUS-Beteiligung AURORA ab und dem Vorhaben zu.
Ebenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgte sodann am 18. Juni die Abstimmung über die vertraglich vereinbarte Überprüfung der Vorstandsverträge.
Unmittelbar vor Beginn der Hauptversammlung am 24. Juni trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen, in der sich die Mitglieder auf den aktuellen Stand der Antragslage vorbereiteten. Da keine Gegenanträge zum Vorschlag der Verwaltung für die Tagesordnung der Hauptversammlung eingegangen waren, konnte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den aktuellen Geschäftsverlauf befassen. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat gemäß Antrag des Vorstands der Verlängerung des Beratervertrags von Herrn Selzer bei der Selzer-Gruppe bis zum Jahresende zu.
Die dritte ordentliche Sitzung fand am 10. Oktober statt. Gegenstand dieser Sitzung war die Erörterung der Strategie des Konzerns ("Kompass 2020"), zu der der Vorstand einen Fortschrittsbericht vorlegte. Neben der Zielerreichung der einzelnen Beteiligungen wurden mögliche Zukäufe, die weitere Finanzierung des Wachstums, organisatorische Verbesserungen und Überlegungen hinsichtlich der Management-Kapazität erörtert. Der Aufsichtsrat konnte feststellen, dass die Mitte 2012 begonnene Neuausrichtung erfolgreich verläuft und eine umsichtige Zukunftsvorsorge praktiziert wird.
Unter Verzicht auf eine weitere Präsenzsitzung beschloss der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren am 11. November den Erwerb der D.M.S. GmbH durch die Konrad SCHÄFER GmbH.
Besondere Bedeutung hatte der Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren am 2.Dezember. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat rechtzeitig und umfassend über die geplante Umsetzung einer Kapitalerhöhung, so dass es möglich wurde, zeitnah eine gültige Abstimmung hierüber durchzuführen. Im Ergebnis wurde erreicht, dass INDUS die für 2014 geplanten Zukäufe ohne Fremdmittel bei gleichzeitiger Erhöhung der Eigenkapitalquote zu finanzieren vermag.
Die letzte Sitzung des Jahres am 12. Dezember galt den aktualisierten Eckdaten des Geschäftsjahrs 2013 sowie der Planung des Jahres 2014. Da die Sachanlageinvestitionen der Beteiligungen Basis für deren Planung sind, der Vorstand das Gesamtvolumen jedoch begrenzen muss, begann die diesjährige Planung gemäß Bericht des Vorstandes mit der abgestimmten Festlegung dieser Investitionen. Danach wurden die Einzelplanungen der Beteiligungen erfasst und zur Konzernplanung verdichtet. Der umfassende Bericht des Vorstands erlaubte es dem Aufsichtsrat die gesamte Jahresplanung ohne Korrektur zu verabschieden.
Der Vorstand berichtete weiterhin über das Ergebnis der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung.
Ein anderer Gegenstand der Beratungen war der Bericht des Prüfungsausschusses, welcher über den Beginn der Prüfungstätigkeit durch den neuen Konzernprüfer berichtete. Auch aufgrund der Kompetenz im INDUSFinanzbereich und der neuen IT-Umgebung konnte der Übergang störungsfrei gestaltet werden, wenngleich der Begleitaufwand außerordentlich hoch war.
Schließlich fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss über das Verfahren zur Nominierung eines Aufsichtsratsmitglieds, welches der Hauptversammlung als Ersatz für das gemäß Geschäftsordnung (Neubestellung unter 70 Jahren) ausscheidenden Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen werden soll.
Wie in den Vorjahren waren aktuelle Entwicklungen der Corporate Governance auch in der diesjährigen Dezember-Sitzung Teil der Diskussion. Dabei hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 13. Mai beschlossenen Kodex-Änderungen befasst. Auf dieser Basis hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben. Diese Entsprechenserklärung wurde mit der anschließenden Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht und ist Bestandteil des Corporate-Governance-Berichtes für das Geschäftsjahr.
Die zwei Ausschüsse des Aufsichtsrates haben primär die Aufgabe, Entscheidungen für die Sitzung des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Vorsitz im Personalausschuss inne, nicht aber den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Die personelle Besetzung der Ausschüsse ist im Geschäftsbericht ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat besitzt seit Anfang seiner Tätigkeit einen Personalausschuss. Aufgrund des großen Prüfungsumfangs hat der Aufsichtsrat 2012 auch einen Prüfungsausschuss eingerichtet.
Der Prüfungssauschuss ist im Geschäftsjahr 2013 zu zwei Sitzungen zusammen getreten. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter der Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld an den Sitzungen teil. Die Abschlussprüfer haben gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderlichen Unabhängigkeitserklärungen der Abschlussprüfer eingeholt, deren Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthema der Beratungen waren der Abschluss 2012, die Überprüfung des neuen Berichtswesens sowie die Einführung des neuen Konzernwirtschaftsprüfers.
Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr zweimal zusammen, um über Vorstandsstruktur und die damit verbundenen Verträge zu beraten. Die durch den auf drei Mitglieder reduzierten Vorstand erzielten Erfolge basieren auf einstimmigen Beschlüssen.
Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH &Co,. KG, Köln (jetzt: Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Köln) hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrates den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS-Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.
Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 11. April 2014 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert.
Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der INDUS Holding AG für ihr bemerkenswertes Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.
Der Erfolg von INDUS ist nicht nur das Ergebnis enger und vertrauensvoller Teamarbeit im Rahmen der langfristigen Ausrichtung unserer Gesellschaft. Er ist auch auf eine besondere Unternehmenskultur zurückzuführen, welche von allen Verantwortlichen sorgfältig gepflegt wird. Vorbild hierfür war und ist das mittelständische, vorzugsweise familiengeführte Unternehmen.
Die Geschäftsführer vor Ort führen dabei die Beteiligungen wie ihr eigenes Unternehmen und ihre Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen persönlich verbunden. Der Vorstand der INDUS Holding AG pflegt diese Tradition.
Er sorgt für die Wertsteigerung des gesamten Portfolios durch klare strategische Vorgaben, sensible Entscheidungen im Personalbereich und entschlossenes Handeln bei der Verfolgung einer konsequenten Wachstumsstrategie mit Augenmaß.
So ist nach Auffassung des Aufsichtsrates sichergestellt, dass die Aktionäre für ihr Vertrauen in unser Unternehmen auf Dauer angemessen belohnt werden.
Bergisch Gladbach, den 11. April 2014
Für den Aufsichtsrat
Burkhard Rosenfeld, Vorsitzender
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