Annual Report • May 6, 2015
Annual Report
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United Internet AG Montabaur Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014 Jahresabschluss 2014 Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Konzernabschluss nach IFRS Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Dieser Jahresabschluss liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen auch im Internet unter www.united-internet.de zum Download bereit. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. 1 Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns 1.1 Geschäftsmodell Konzernstruktur Die 1988 gegründete United Internet AG (nachfolgend kurz: United Internet) mit Hauptsitz in Montabaur, Deutschland, ist die Konzernobergesellschaft der United Internet Gruppe. Als Konzernholding konzentriert sich die United Internet AG im Wesentlichen auf zentrale Funktionen wie Konzerncontrolling und Konzernrechnungslegung, Presse (PR), Investor Relations (IR), Beteiligungsmanagement, Risikomanagement und Interne Revision sowie das Personalmanagement. Auch im Geschäftsjahr 2014 hat die United Internet AG die Ausrichtung ihrer Konzernstruktur an den Segmenten / Geschäftsfeldern der Gesellschaft ("Access" und "Applications") weiter vorangetrieben. So sind inzwischen das Access-Geschäft der United Internet AG im Teilkonzern 1&1 Telecommunication Holding SE und das Applications-Geschäft im Teilkonzern 1&1 Internet AG separiert. Das operative Geschäft im Segment "Access" wird im Teilkonzern 1&1 Telecommunication Holding SE insbesondere von der 1&1 Telecom GmbH sowie der (zum 1. Oktober 2014 übernommenen) Versatel Deutschland GmbH betrieben. Das operative Geschäft im Segment "Applications" wird primär von der 1&1 Internet AG inklusive deren wesentlicher Tochterunternehmen im In- und Ausland betrieben. Dazu zählen (im Bereich der Business Applikationen) - neben den 1&1-Auslandsgesellschaften 1&1 Internet Inc. (USA), 1&1 Internet Ltd. (Großbritannien), 1&1 Internet S.A.R.L. (Frankreich), 1&1 Internet España S.L.U. (Spanien) und 1&1 Internet Sp.z o.o (Polen) - insbesondere die Arsys Internet S.L., die Fasthosts Internet Ltd., die InterNetX GmbH und die united-domains AG sowie (im Bereich der Consumer Applikationen) die inzwischen unter der GMX & WEB.DE Mail & Media SE zusammengefassten Gesellschaften 1&1 Mail & Media GmbH, 1&1 De-Mail GmbH, United Internet Media GmbH und affilinet GmbH. Im Segment Applications wird auch die von der United Internet Ventures am Bilanzstichtag gehaltene Sedo Holding GmbH konsolidiert. Neben diesen operativ tätigen und vollkonsolidierten Tochterunternehmen hält United Internet weitere Beteiligungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die von der United Internet Ventures AG gehaltenen Anteile an den börsennotierten Unternehmen Goldbach Group AG, Schweiz (14,96 %), Hi-Media S.A., Frankreich (10,50 %), und Rocket Internet AG, Deutschland (8,18 %), sowie um die Beteiligungen an der Virtual Minds AG (48,65 %), der ProfitBricks GmbH (30,02 %), der Open-Xchange AG (28,36 %), der ePages GmbH (25,1 %) und der uberall GmbH (30,36 %; vormals: favor.it labs GmbH). Weitere Einzelheiten zu neuen sowie Veränderungen bei bestehenden Beteiligungen finden sich unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" unter "Beteiligungen im Konzern". Vereinfachte Darstellung (Stand 31. Dezember 2014) der Konzernstruktur inklusive wesentlicher operativ tätiger Tochterunternehmen sowie wesentlicher Beteiligungen: Geschäftstätigkeit United Internet ist mit weltweit 14,78 Mio. kostenpflichtigen Kundenverträgen sowie 32,12 Mio. werbefinanzierten Free-Accounts der führende europäische Internet-Spezialist. Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns gliedert sich in die beiden Segmente "Access" und "Applications". Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte des Konzerns inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Video-on-Demand) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei weitgehend netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services aus den eigenen "Internet-Fabriken" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird. Durch die Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 verfügt United Internet inzwischen auch über ein eigenes Netz. Mit rund 39.000 km Länge ist es das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet künftig die Möglichkeit, auch intern produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen. Zudem ergänzt Versatel das bisherige Produkt-Portfolio um Sprach-, Daten- und Netzwerklösungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastrukturleistungen für Großunternehmen. Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft der Konzerns - werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in den eigenen "Internet-Fabriken" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet ein auch international führendes Unternehmen und in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA) aktiv. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, InterNetX, Fasthosts und united-domains. Darüber hinaus bietet United Internet ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an. Unternehmensleitung Der Vorstand der United Internet AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus dem Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Herrn Ralph Dommermuth, dem stellvertretenden Vorsitzenden und Vorstand Business Applications Herrn Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen) sowie dem Finanzvorstand Herrn Norbert Lang (seit 1994 im Unternehmen). Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat der Aufsichtsrat die Herren Jan Oetjen und Martin Witt in den Vorstand der Gesellschaft berufen. Herr Oetjen verantwortet in seiner neuen Funktion das Consumer-Applications-Geschäft von United Internet. Seine bisherige operative Rolle als Vorstandsvorsitzender der Konzerntochter GMX & WEB.DE Mail & Media SE bleibt davon unberührt. Gleiches gilt für Herrn Witt, der in seiner neuen Funktion das Access-Geschäft von United Internet verantwortet und gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Konzerntochter 1&1 Telecommunication Holding SE bleibt. Jan Oetjen, Jahrgang 1972, trat im Oktober 2008 in den United Internet Konzern ein und verantwortet seitdem das E-Mail- und Portalgeschäft (Consumer Applications) der Marken GMX und WEB.DE. 2010 erwarb United Internet unter seiner Führung das internationale E-Mail-Portal mail.com. 2013 starteten unter seiner Leitung die De-Mail-Dienste des Konzerns sowie die Sicherheitsinitiative "E-Mail made in Germany". Martin Witt, Jahrgang 1955, ist seit Juni 2009 für den United Internet Konzern tätig und verantwortet seit Juli 2011 das Access-Geschäft des Konzerns. Herr Witt wurde 2013 ins Präsidium und am 1. Oktober 2014 zum Präsidenten des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V.) gewählt. Zudem engagiert er sich im deutschen NGA-Forum der Bundesnetzagentur sowie beim IT-Gipfel der Bundesregierung. Der Vorstand der United Internet AG besteht somit seit dem 1. Oktober 2014 aus fünf Mitgliedern: ― Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender ― Robert Hoffmann, stellv. Vorsitzender, Vorstand Business Applications ― Norbert Lang, Vorstand Finanzen ― Jan Oetjen, Vorstand Consumer Applications ― Martin Witt, Vorstand Access Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2014 unverändert aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Kai-Uwe Ricke und Michael Scheeren. Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition Mit einem Umsatzanteil von 88,7 % am Gesamtumsatz ist Deutschland noch immer der wichtigste Absatzmarkt der United Internet Gruppe. Dabei gehört der Konzern mit seinen DSL-Produkten im deutschen Breitbandmarkt zu den 3 führenden Unternehmen und mit ihren Mobile Internet Produkten zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen. Mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen ist United Internet Marktführer in Deutschland. In Europa ist United Internet mit ihren Hosting- und Cloud-Applikationen inzwischen - direkt vor Ort oder aus Deutschland heraus - in allen wichtigen Märkten aktiv. Dazu zählen neben dem Heimatmarkt Deutschland vor allem die großen europäischen Volkswirtschaften Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien. Mit Ausnahme von Italien, wo United Internet erst im Mai 2012 gestartet ist, gehört die Gesellschaft in den anderen genannten Ländern zu den jeweiligen Marktführern. Damit steht United Internet auch insgesamt an der Spitze der europäischen Hosting- und Cloud-Anbieter. Neben Europa sind auch die nordamerikanischen Länder Kanada, USA und Mexiko wesentliche Absatzmärkte für das Applikationsgeschäft des Konzerns. Im dort wichtigsten Markt, den USA, gehört United Internet zu den 5 führenden Unternehmen in diesem Segment. Weltweit gesehen zählt United Internet damit - auch nach Einschätzung von Internet-Analysten wie 451 RESEARCH - zu den 3 führenden Unternehmen im Geschäft mit Hosting- und Cloud-Applikationen. Wesentliche Standorte United Internet beschäftigte zum 31. Dezember 2014 insgesamt 7.832 Mitarbeiter an 40 in- und ausländischen Standorten. Wesentlichste Standorte (gemessen an der Anzahl der Beschäftigten) scroll Standort Tätigkeitsschwerpunkt Gesellschaft / Marke Montabaur Zentrale, Beteiligungen, IR, PR, Finanzen, Risikomanagement, Internal Audit, Personal United Internet Finanzen, PR, Marketing, Vertrieb, Logistik, Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1 Karlsruhe Entwicklung, Produktmanagement, RZ-Betrieb, Marketing, Vertrieb, Einkauf, Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1, WEB.DE, GMX, mail.com Cebu City Kundenservice im Applications-Geschäft 1&1 Zweibrücken Kundenservice im Access- & Applications-Geschäft 1&1 Madrid / Logroño Applications-Geschäft, RZ-Betrieb in Spanien 1&1, Arsys München Applications-Geschäft (Portale) GMX, WEB.DE Applications-Geschäft (Affiliate-Marketing) affilinet Chesterbrook / Lenexa Applications-Geschäft, RZ-Betrieb, Kundenservice in Nordamerika 1&1 Bukarest Entwicklung im Applications-Geschäft 1&1 Flensburg Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel Slough / Gloucester Applications-Geschäft, RZ-Betrieb in UK 1&1, Fasthosts Berlin Entwicklung, Kundenservice im Applications-Geschäft 1&1 Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel Dortmund Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel Düsseldorf Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel Köln Applications-Geschäft (Domain-Marketing) Sedo Stuttgart Access-Geschäft (B-to-B und Wholesale) Versatel Regensburg Applications-Geschäft (Reselling) InterNetX Starnberg Applications-Geschäft (Domains) united-domains 1.2 Strategie Das Geschäftsmodell von United Internet basiert überwiegend auf Kundenverträgen (elektronische Abonnements) mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Ein solches Geschäftsmodell sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen. Eine große Zahl an Kundenbeziehungen hilft der Gesellschaft auch, sogenannte Skaleneffekte zu nutzen: Je mehr Kunden die Produkte nachfragen, die von den Entwicklungsteams erstellt und in den firmeneigenen Rechenzentren betrieben werden, desto größer der Gewinn. Diese Gewinne können anschließend wiederum in neue Kunden, neue Produkte und neue Geschäftsfelder investiert werden. Aus heutiger Sicht sind Mobile Internet und Cloud-Applikationen gemäß zahlreicher Studien die Wachstumsmärkte der nächsten Jahre. Mit ihrer klaren Positionierung in den Geschäftsfeldern "Access" und "Applications" ist die United Internet Gruppe strategisch hervorragend aufgestellt, um das erwartete Marktpotenzial zu nutzen. Angesichts der dynamischen Marktentwicklung in den Bereichen Cloud-Applikationen und Mobile Internet liegen die Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Endkunden und Unternehmen sind die Wachstumstreiber für United Internet in den nächsten Jahren - sowohl als eigenständige Produkte im Geschäftsfeld "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Geschäftsfeld "Access". Dank der langjährigen Erfahrung als Zugangs- und Applikations-Provider, den Kompetenzen bei Software-Entwicklung und Rechenzentrums-Betrieb, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung, den starken und bekannten Marken (wie z. B. 1&1, GMX und WEB.DE) sowie den bestehenden Kundenbeziehungen zu Millionen Privatanwendern, Freiberuflern und kleinen Unternehmen im In- und Ausland (aktuell weltweit fast 47 Mio. Kunden-Accounts) ist die Gesellschaft dazu sehr gut positioniert. Um diese Positionierung auch für weiteres und nachhaltiges Wachstum zu nutzen, wird United Internet auch künftig stark in neue Kunden, neue Produkte und Geschäftsfelder sowie die weitere Internationalisierung investieren. Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet (insbesondere im Cloud Applications Business) kontinuierlich auch Möglichkeiten von Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen, um Marktpositionen, Kompetenzen und Produktportfolios weiter auszubauen. Dank der planbaren und hohen Free Cashflows verfügt United Chancen über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und hat auch einen guten Zugang zu den Fremdfinanzierungsmärkten, um das geplante künftige Wachstum zu finanzieren. Sei es organisch oder durch Übernahmen und Beteiligungen. Die strategische Ausrichtung der Geschäftsfelder zeigt sich auch in der Strukturierung des Konzerns. So sind das Access-Geschäft im Teilkonzern 1&1 Telecommunication Holding SE und das Applications-Geschäft im Teilkonzern 1&1 Internet AG separiert. Weitere Informationen zu Strategie, Chancen und Zielen enthält der "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" unter Punkt 4. 1.3 Steuerungssysteme Die internen Steuerungssysteme unterstützen das Management bei der Überwachung und Steuerung des Konzerns und der Segmente. Die Systeme bestehen aus Planungs-, Ist- und Vorschaurechnungen und basieren auf der jährlich überarbeiteten strategischen Planung des Konzerns. Dabei werden insbesondere Marktentwicklungen, technologische Entwicklungen und Trends, deren Einfluss auf die eigenen Produkte und Services sowie die finanziellen Möglichkeiten des Konzerns berücksichtigt. Die Unternehmenssteuerung hat das Ziel, United Internet und deren Tochterunternehmen kontinuierlich und nachhaltig zu entwickeln. Das Konzern-Berichtswesen umfasst monatliche Ergebnisrechnungen sowie quartalsweise erstellte IFRS-Reportings aller konsolidierten Tochtergesellschaften und stellt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Unternehmensbereiche dar. Die Finanzberichterstattung wird durch weitere Detailinformationen ergänzt, die für die Beurteilung und Steuerung des operativen Geschäfts notwendig sind. Die zentralen Steuerungsgrößen der United Internet Gruppe für das oberste Führungsgremium sind in der "Segmentberichterstattung" des Konzernanhangs unter Punkt 5 dargestellt. Ein weiterer Bestandteil der Steuerungssysteme sind vierteljährlich erstellte Berichte zu den wesentlichen Risiken des Unternehmens. Die genannten Berichte werden in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen diskutiert und stellen wesentliche Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlagen dar. Zur Steuerung des Konzerns verwendet die United Internet AG insbesondere Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS), der Kapitalflussrechnung (Free Cashflow) sowie der Bilanz (Vermögenspositionen, Finanzverbindlichkeiten, Eigenkapitalquote). Darüber hinaus wird die Gesellschaft über nicht-finanzielle Kennzahlen, insbesondere über Anzahl und Wachstum der kostenpflichtigen Kundenverträge sowie der werbefinanzierten Free-Accounts, gesteuert. Ein Vergleich zwischen den in der Prognose benannten Steuerungskennzahlen und den Ist-Werten dieser Steuerungskennzahlen findet sich in diesem Lagebericht unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" im Bereich "Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf" sowie unter Punkt 2.3 "Lage des Konzerns". Als Frühwarnsystem dienen insbesondere die Anzahl der Kundenverträge, die Brutto- und Netto-Vertriebszahlen sowie die damit verbundenen Kundengewinnungskosten - im Vergleich zu den Planungs- und Forecast-Rechnungen der Gesellschaft. 1.4 Forschung und Entwicklung Als Internet Service Provider betreibt die United Internet Gruppe keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Vor diesem Hintergrund weist United Internet keine F&E-Kennzahlen aus. Gleichwohl stehen die United Internet Marken für leistungsstarke Internet-Access-Lösungen sowie für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg der Gesellschaft. Dank eigener Entwicklungsteams kann United Internet dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen - ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Intern et-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist die Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungsarbeiten und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen. Die eigenen Entwicklungszentren (insbesondere in Karlsruhe und Bukarest) mit rund 2.500 (Vorjahr: 1.900) Entwicklern, Produktmanagern und technischen Administratoren arbeiten überwiegend mit Open-Source-Codes und im Rahmen fest definierter und modellierter Entwicklungsumgebungen. Ergänzend werden Programmierleistungen Dritter in Anspruch genommen, um bestimmte Projekte rasch und effizient umzusetzen. So können Produkte innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt und zeitnah neuen Kundenbedürfnissen angepasst werden. Darüber hinaus bezieht United Internet auch Lösungen von Partnern, die anschließend modifiziert und in die eigenen Systeme integriert werden. Mittels der eigenentwickelten sowie der integrierten Anwendungen verfügt United Internet über eine Art Baukastensystem, dessen Module sich zu verschiedenen leistungsfähigen und integrierten Anwendungen kombinieren und mit produkt- und länderspezifischen Benutzeroberflächen versehen lassen - ein großer Vorteil bei der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen sowie dem internationalen Produkt-Rollout. Aufgrund der stetig wachsenden Kundenzahl werden die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit immer höher. Neben der Weiterentwicklung der Produkte und den ständigen Optimierungen im Backend-Bereich gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Zuverlässigkeit der Systeme und damit auch die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. Schwerpunkte 2014 Access Integration des neuen Vorleistungsanbieters E-Plus Im Dezember 2013 haben United Internet und die E-Plus Gruppe eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Mobilfunk getroffen. Damit erhielt die United Internet Marke 1&1 die Möglichkeit, ihren Kunden auch innovative Mobilfunkprodukte auf Basis des E-Netzes anzubieten. Die Integration des zweiten Mobilfunkanbieters E-Plus in die 1&1 Access-Plattform erfolgte im 1. Halbjahr 2014. Hierbei mussten bestehende Prozesse, wie z. B. die Produktbereitstellung für Neukunden, die Rufnummernmitnahme sowie Billing- oder Customer-Care-Prozesse, auf die Gegebenheiten des neuen Mobilfunkvorleisters angepasst und erweitert werden. Zudem mussten neue Prozesse aufgesetzt werden, um z. B. Kunden einen Wechsel zwischen den beiden zur Verfügung stehenden Mobilfunknetzen zu ermöglichen. Seit dem Abschluss der Integrationsphase Ende Juni 2014 kann 1&1 seine Mobile-Internet-Tarife sowohl im D-Netz als auch im E-Netz anbieten. Kunden haben damit die Möglichkeit, das für sie jeweils beste Netz zu wählen. Die 1&1 All-Net-Flat-Tarife für Smartphones, die 1&1 Daten-Flat-Tarife für Tablets und Notebooks sowie das komplette Endgeräte-Angebot stehen seit Juli 2014 in beiden Netzen zur Verfügung. Business Applikationen Start der neuen Produktlinie "1&1 MyWebsite by Experts" Seit Mai 2014 bietet United Internet über die Marke 1&1 in Deutschland, den USA, Spanien und Frankreich mit "1&1 MyWebsite by Experts" einen neuen komplementären Service zu "1&1 MyWebsite" an. "1&1 MyWebsite by Experts" richtet sich an gewerbliche Nutzer, die eine professionell erstellte Online-Präsenz möchten, aber keine Zeit für Einrichtung und Pflege der Inhalte haben. Speziell geschulte Teams von Web Designern übernehmen dabei vollständig die Erstellung, Verwaltung und Vermarktung der Kunden-Websites. Dazu wurden neue Web Design Technologien eingesetzt und mit der bestehenden technischen Infrastruktur der "1&1 MyWebsite" kombiniert. Um die Abstimmung mit den Kunden zu optimieren, wurde eigens ein neuartiger browserbasierter Online-Konfigurator entwickelt. Mit diesem kann ein Neukunde anhand grafischer Beispiele - gemeinsam mit dem Web Designer - online das Grobkonzept der neuen Webseite erstellen. Web Designer und Kunde interagieren dabei im gleichen System in Echtzeit, aber innerhalb unterschiedlicher grafischer Bedienoberflächen. Desweiteren wurde exklusiv für diese Produktlinie eine Besucher-Statistik inkl. grafischer Aufbereitung in die Benutzeroberfläche des Control Panels integriert. Qualität und Weiterentwicklung der Websites werden durch regelmäßige Analysen und Auditierungen der Kunden-Websites im Produktlebenszyklus sichergestellt. Zudem befindet sich zurzeit eine toolbasierte und automatisierte Verteilungslogik auf die persönlichen Ansprechpartner der Kunden in der finalen Implementierungsphase. Damit können zukünftig Kundenanfragen automatisch vom System erkannt und dem persönlichen Ansprechpartner des Kunden zugewiesen werden. Dies ermöglicht eine noch effizientere und persönlichere Kundenkommunikation und Kundenbetreuung durch die Web Designer. Permanente Bereitstellung von Registrierungsprozessen für nTLDs Seit Juli 2013 bieten die United Internet Marken 1&1, Fasthosts, united-domains, InterNetX und Arsys ihren Kunden die Möglichkeit, sich für so genannten nTLDs (neue Top-Level-Domains) unverbindlich vor zu registrieren. Sobald eine nTLD zur allgemeinen Registrierung freigegebenen ist, versuchen die United Internet Marken im Auftrag der registrierten Kunden, deren Wunsch-Domains, bei der jeweiligen Domain Registry zu registrieren. Dazu wurden und werden ständig neue interne und externe Registrierungsprozesse für die sukzessiv wachsende Anzahl an bestellbaren nTLDs geschaffen, die es den Marken ermöglichen, die Domainbestellungen bei einer Vielzahl von Registries und deren Backend-Providern mit der größtmöglichen Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit auszuführen. Entwicklung und Implementierung neuer E-Shops Im März 2014 hat die United Internet Marke 1&1 eine neue E-Shop-Generation vorgestellt. Die gemeinsam mit dem Partner ePages (einer Beteiligung der United Internet AG) entwickelten 1&1 E-Shops bieten alle Funktionen, die ein Händler für ein erfolgreiches Online-Geschäft braucht. Dazu gehören moderne Layouts für eine attraktive Shop-Gestaltung, "Responsive Design" (automatische Optimierung für mobile Endgeräte), die einfache Anbindung sozialer Netzwerke sowie die Integration einer Vielzahl von Zahlungs- und Logistikdienstleistern. 1&1 hat speziell für den Betrieb der neuen E-Shops eine hochperformante und hochskalierende IT-Infrastruktur aufgebaut, mit der eine bislang unerreichte Performance des ePages-Shopsystems erzielt wurde. Die Infrastruktur wird hochverfügbar und georedundant betrieben, so dass selbst bei einem (theoretischen) Totalausfall eines Rechenzentrums die E-Shops reibungslos weiterbetrieben werden können. Die tiefe Integration der ePages-Technologie in das 1&1-Produktportfolio ermöglichte auch die Einbindung weiterer integrierter Leistungen, wie des 1&1-Zahlungssystems "ipayment". Zudem wurde gemeinsam mit ePages eine leistungsstarke REST-API konzipiert und darauf aufbauend eine vollwertige Shop-Applikation für die 1&1 MyWebsite-Kunden implementiert. So lässt sich in bestehende 1&1 MyWebsite-Projekte ein attraktives Produktangebot mit voller eCommerce-Funktionalität einbinden. Entwicklung und Integration von "List Local" Im Oktober 2014 wurde mit "1&1 List Local" eine neue Lösung vorgestellt, mit der Unternehmen an einer zentralen Stelle ihre Firmen- und Kontaktdaten verwalten können, um diese - per 1-Klick-Veröffentlichung und -Aktualisierung -in Online-Verzeichnissen zu publizieren. "1&1 List Local" basiert auf der technologischen Basis der Firma Uberall (einer Beteiligung der United Internet AG). Die mit "1&1 List Local" erhöhte Reichweite und Datenkonsistenz führt zu einer signifikanten Verbesserung der Sichtbarkeit der Kundensites u. a. in Suchmaschinen. Damit werden diese Unternehmen besser im Netz und vor allem auch mobil gefunden. Der Verzeichnisumfang, zu dem unter anderem Google Maps, Yelp, Foursquare und TomTom gehören, umfasst aktuell 25 Branchenbücher, Online-Verzeichnisse, Suchmaschinen, Apps und Kartendienste. Er wird kontinuierlich erweitert. Consumer Applikationen Migration aller mail.com Kunden auf neue Mail-Client-Generation Nach dem erfolgreichen Rollout der neuen Mail-Client-Technologie mit den etablierten Marken WEB.DE und GMX im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurde auch für die internationale Marke mail.com der nächste Schritt vollzogen. Erweitert um alle technischen Notwendigkeiten der internationalen Ausrichtung wurde mail.com ebenfalls auf die neue Mail-Client-Technologie migriert. Umstellung der SSL-Verschlüsselung bei EMIG auf deutsche Schlüssel Im Rahmen der Initiative "E-Mail Made-in-Germany" (EMIG) wurde im Jahr 2014 die zweite Stufe der technischen Umsetzung gestartet. Im Zuge dieser Ausbaustufe wurde es für alle EMIG-Partner (WEB.DE, GMX, 1&1, Deutsche Telekom, Strato, freenet) verpflichtend, alle im Rahmen von EMIG eingesetzten SSL-Zertifikate auf Zertifikate deutscher Hersteller umzustellen. Seit dem 29. April 2014 werden im Verbund "E-Mail made in Germany" ausschließlich in Deutschland zertifizierte SSL-Schlüssel eingesetzt und alle Übertragungswege komplett verschlüsselt. Zudem haben alle Teilnehmer im Rahmen groß angelegter Kommunikationskampagnen ihre Kunden umfassend informiert und aufgefordert, ihre POP3/IMAP- und SMTP-Zugänge auf SSL/TLS-Zugang umzustellen. Relaunch des Cloud-Kalenders bei WEB.DE und GMX Im Geschäftsjahr 2014 wurde der cloudbasierte Kalender bei GMX und WEB.DE umfassend überarbeitet und damit ein konsequenter Schritt in Richtung der weiteren "Mobilisierung" getätigt. Der für WEB.DE im März und für GMX im November relaunchte Kalender stellt - neben der verbesserten Version für den Desktop - die Unterstützung des offenen Standards CALDAV bereit. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, den Kalender unter den mobilen Betriebssystemen Android und iOS nahtlos in Mobiltelefone und Tablets zu integrieren, so dass Termine auch mobil angesehen und bearbeitet werden können. In diesem Zusammenhang wurde 1&1 auch Mitglied bei CalConnect, dem "Calendaring and Scheduling Consortium". Dort engagiert sich 1&1 neben anderen namhaften Mitgliedern wie Apple, Google und Microsoft für die Weiterentwicklung der Standards. Entwicklung von "Inbox Ad" Mit der neu entwickelten Werbeform "Inbox Ad" können Werbetreibende ihre Botschaften direkt im Posteingang der E-Mail-Postfächer bei GMX- und WEB.DE platzieren. Die Werbeform kann dabei auf beliebigen Positionen im E-Mail-Verlauf angezeigt werden. Die Integrationsschnittstelle zum Einfügen der Werbebotschaften in die Liste der E-Mails wurde mit besonderem Blick auf Performanz und Sicherheit entworfen, so dass die Inhalte positiv als Mehrwert aufgenommen werden. Für besondere Aufmerksamkeit beim Nutzer sorgen ein Favicon (Favorite Icon) und die farbliche Abgrenzung der Betreffzeile. Die Werbeinhalte werden direkt im E-Mail-Fenster angezeigt, ohne dass der Nutzer sein gewohntes E-Mail-Umfeld verlassen muss. Darüber hinaus sind auch aufmerksamkeitsstarke Rich-Media-Inhalte wie Bewegtbilder oder Formulare flexibel integrierbar. Durch die Anbindung an die Targeting-Lösungen TGP (Target Group Planning) und DRP (Dialog Relevance Platform) ist die Inbox Ad präzise aussteuerbar. Gezielt können wahlweise Desktop- und Mobile-Nutzer angesprochen werden. Entwicklung von "Multi Screen Targeting" Als erster deutscher Vermarkter kann United Internet Media ihren werbetreibenden Kunden eine Zielgruppenansprache anbieten, welche auch über die verschiedenen Endgeräte des modernen Internetnutzers hinweg ihre Zielgenauigkeit nicht verfehlt. Mit dem neu entwickelten "Multi Screen Targeting" können Kunden auch bei einen Wechsel des Endgerätes weiterhin gezielt angesprochen werden. Dies ermöglicht maximale Kundenaufmerksamkeit durch eine möglichst lange Ansprache, erreicht durch Channel-übergreifend geplante Kampagnen mit minimalem Streuverlust. Durch das breite Zielgruppenportfolio des bekannten "Target Group Profilings", realisiert mit aktuellsten Big Data Technologien, ist "Multi Screen Targeting" ein zielführendes Marketinginstrument im Zeitalter des mobilen Internets -endgeräte- und werbeformatübergreifend. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entwicklung der Gesamtwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Jahr 2014 seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft unterjährig mehrfach nach unten korrigiert. Im Rahmen des letzten Updates seines "World Economic Outlook" vom 19. Januar 2015 hat der IWF letztendlich ein Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2014 von 3,3 % (nach ebenfalls 3,3 % im Vorjahr) errechnet. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger, als der IWF in seiner Prognose vom Januar 2014 vorausgesagt hatte. Als Grund für die - trotz der niedrigen Ölpreise - schwächer als erwartet ausgefallene globale Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2014 nennt der Fonds im Wesentlichen folgende Gründe: ― Stagnation statt erhofftem Aufschwung in der Eurozone ― Ökonomische Schäden durch geopolitische Krisen (Ukraine, Nahost) ― Überhitzte Finanzmärkte spiegeln nicht die Realwirtschaft wider ― Geringe Investitionen / Nachfragestimulierung in den großen Volkswirtschaften ― Ausbleibende Strukturreformen in zahlreichen Ländern Die nordamerikanischen Zielländer von United Internet, die USA, Kanada und Mexiko, konnten ihr Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr steigern, blieben jedoch teilweise hinter den ursprünglichen Wachstumserwartungen des IWF (Prognose Januar 2014) zurück. So konnte sich die US-Wirtschaft im Jahr 2014 erholen und lag mit einem Wachstum von 2,4 % um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Gleichwohl blieb das Wachstum damit um 0,4 Prozentpunkte hinter den Erwartungen des IWF zu Jahresbeginn zurück. Das Wirtschaftswachstum in Kanada konnte mit ebenfalls 2,4 % um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2013 zulegen. Dies sind 0,2 Prozentpunkte mehr als in der Januar-Prognose des IWF erwartet. Auch Mexiko konnte seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf ein Wachstum von 2,1 % steigern, blieb gleichzeitig aber um 0,9 Prozentpunkte gegenüber der ursprünglichen Erwartung des IWF zurück. Nach einer Rezession von -0,5 % im Vorjahr hat der IWF für die Euro-Zone wieder ein Wachstum von 0,8 % in 2014 errechnet. Dies sind allerdings 0,2 Prozentpunkte weniger als ursprünglich erwartet. Auch die wesentlichen europäischen Zielländer von United Internet, Frankreich, Spanien, Italien sowie das Nicht-Euro-Land Großbritannien konnten ihre Wirtschaftsleistung im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr steigern, blieben jedoch ebenfalls teilweise deutlich hinter den ursprünglichen Wachstumserwartungen des IWF (Prognose Januar 2014) zurück. So konnte Frankreich seine Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozentpunkte auf ein Wachstum von 0,4 % verbessern, gleichwohl sind dies 0,5 Prozentpunkte weniger als vom IWF ursprünglich erwartet. Spanien hingegen konnte sein Wirtschaftswachstum - nach einer Rezession von -1,2 % im Vorjahr - auf ein Plus von 1,4 % verbessern und auch die ursprüngliche Prognose des IWF um 0,8 Prozentpunkte übertreffen. Deutlich schlechter gestaltete sich die Wirtschaftsleistung in Italien. Nach einer Rezession von -1,9 % in 2013 musste das Land auch in 2014 einen Rückgang um -0,4 % verzeichnen. Dies sind 1,0 Prozentpunkte weniger, als ursprünglich vom IWF erwartet. Besser als erwartet verlief die wirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien. Mit einem Plus von 0,9 Prozentpunkten auf ein Wachstum von 2,6 % in 2014 wurden auch die IWF-Erwartungen um 0,2 Prozentpunkte übertroffen. Für Deutschland, dem aus United Internet Sicht wichtigsten Markt (Umsatzanteil 2014: 88,7 %), hat der IWF in 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % errechnet. Dies sind 1,3 Prozentpunkte mehr als 2013 und entspricht in etwa den ursprünglichen Erwartungen des IWF. Die Einschätzung des IWF für Deutschland deckt sich weitgehend mit den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, das ein Wachstum des (preis- und kalenderbereinigten) Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 % festgestellt hat. Veränderungen der unterjährigen Wachstumsprognosen für 2014 für wesentliche Zielländer und -regionen von United Internet scroll Januar- Prognose April- Prognose Juli- Prognose Oktober- Prognose Ist 2014 Abweichung zur Januar-Prognose Welt + 3,7 % 3,6 % 3,4 % 3,3 % 3,3 % - 0,4 %-Punkte USA + 2,8 % 2,8 % 1,7 % 2,2 % 2,4 % - 0,4 %-Punkte Kanada + 2,2 % 2,3 % 2,2 % 2,3 % 2,4 % + 0,2 %-Punkte Mexiko + 3,0 % 3,0 % 2,4 % 2,4 % 2,1 % - 0,9 %-Punkte Euro-Zone + 1,0 % 1,2 % 1,1 % 0,8 % 0,8 % - 0,2 %-Punkte Frankreich + 0,9 % 1,0 % 0,7 % 0,4 % 0,4 % - 0,5 %-Punkte Spanien + 0,6 % 0,9 % 1,2 % 1,3 % 1,4 % + 0,8 %-Punkte Italien 0,6 % 0,6 % 0,3 % - 0,2 % -0,4 % - 1,0 %-Punkte Großbritannien 2,4 % 2,9 % 3,2 % 3,2 % 2,6 % + 0,2 %-Punkte Deutschland 1,6 % 1,7 % 1,9 % 1,4 % 1,5 % - 0,1 %-Punkte Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2015 Historische Entwicklung des BIP in wesentlichen Zielländern und -regionen von United Internet scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Welt 5,2 % 3,9 % 3,1 % 3,3 % 3,3 % USA 3,0 % 1,8 % 2,8 % 2,2 % 2,4 % Kanada 3,2 % 2,6 % 1,7 % 2,0 % 2,4 % Mexiko 5,4 % 3,9 % 3,7 % 1,4 % 2,1 % Euro-Zone 1,9 % 1,4 % - 0,7 % - 0,5 % 0,8 % Frankreich 1,4 % 1,7 % 0,0 % 0,3 % 0,4 % Spanien - 0,1 % 0,4 % - 1,6 % - 1,2 % 1,4 % Italien 1,5 % 0,4 % - 2,5 % - 1,9 % - 0,4 % Großbritannien 2,1 % 0,9 % 0,3 % 1,7 % 2,6 % Deutschland 3,6 % 3,1 % 0,9 % 0,2 % 1,5 % Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2015 Historische Entwicklung des preis- und kalenderbereinigten BIP in Deutschland scroll 2010 2011 2012 2013 2014 BIP + 3,9 % + 3,7 % + 0,6 % + 0,2 % + 1,6 % Quelle: Statistisches Bundesamt, Januar 2015 Entwicklung der Branche Der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK) hat sich etwas schlechter entwickelt als zu Jahresbeginn 2014 (+1,7 %) erwartet. Im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz auf der CeBIT hat der Branchenverband BITKOM für das Jahr 2014 ein Umsatzwachstum um 1,5 % auf 153,3 Mrd. € bekannt gegeben. Umsatz mit ITK-Produkten und -Diensten in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2014 2013 Veränderung Gesamtmarkt ITK 153,3 151,0 + 1,5 % davon Teilmarkt IT 77,8 74,7 + 4,1 % davon Teilmarkt Telekommunikation 65,3 65,6 - 0,5 % davon Teilmarkt Unterhaltungselektronik 10,2 10,7 - 4,7 % Quelle: BITKOM Entwicklung der Kernmärkte von United Internet Die aus Sicht des Geschäftsmodells von United Internet wichtigsten ITK-Märkte sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications". Breitbandmarkt in Deutschland Die Nachfrage nach neuen festnetzbasierten Breitbandanschlüssen in Deutschland hat sich seit 2008 infolge der bereits breiten Haushaltsabdeckung sowie des starken Trends zur mobilen Internetnutzung verlangsamt. Mit einem erwarteten Plus von 0,7 Mio. neuen Anschlüssen in 2014 auf 29,4 Mio. blieb die Anzahl der Neuschaltungen erneut deutlich hinter den Rekordjahren zurück, wie der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult in ihrer gemeinsamen "TK-Marktanalyse Deutschland 2014" (Oktober 2014) hochgerechnet haben. Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen erwartet PricewaterhouseCoopers für 2014 - laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2014 - 2018" (Dezember 2014) - einen Anstieg um 1,7 % auf rund 7,74 Mrd. €. Weitaus stärker als die Anzahl der neu geschalteten Anschlüsse sowie der mit Breitbandanschlüssen realisierten Umsätze hat sich gemäß einer Hochrechnung von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen - als Indikator für die weiter steigende Nutzung - mit einem Anstieg um 27,8 % auf 26,7 GB (pro Anschluss und Monat) entwickelt. Markt-Kennzahlen: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland scroll 2014 2013 Veränderung Breitbandanschlüsse (in Mio.) 29,4 28,7 + 2,4 % Breitbandumsätze (in Mrd. €) 7,74 7,61 + 1,7 % Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in GB) 26,7 20,9 + 27,8 % Quelle: Dialog Consult / VATM; PricewaterhouseCoopers Mobile-Internet-Markt in Deutschland Sehr dynamisch hat sich der deutsche Mobile-Internet-Markt weiterentwickelt. So stiegen die Umsätze mit mobilen Datendiensten nach Angaben des Branchenverbandes BITKOM im Jahr 2014 um 5,4 % auf 9,7 Mrd. €. Gleichzeitig nahm nach Prognosen von Dialog Consult / VATM das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen (pro Anschluss und Monat) - als Zeichen für die zunehmende Nutzung mobiler Datendienste - um 45,1 % auf 283 MB zu. Ein wesentlicher Grund für dieses Wachstum ist der Boom bei Smartphones, deren Absatz laut BITKOM in 2014 um weitere 4,4 % auf 23,6 Mio. verkaufte Smartphones im Jahr zulegen konnte. Markt-Kennzahlen: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland scroll 2014 2013 Veränderung Mobile-Internet-Umsätze (in Mrd. €) 9,7 9,2 + 5,4 % Absatz Smartphones (in Mio. Stück) 23,6 22,6 + 4,4 % Datenvolumen pro Anschluss und Monat (in MB) 283 195 + 45,1 % Quelle: BITKOM / European Information Technology Observatory (EITO); Dialog Consult / VATM Cloud-Computing-Markt weltweit Auch der Cloud-Computing-Markt hat sich dynamisch weiterentwickelt. In einem Update der Studie "Forecast Analysis: Public Cloud Services, Worldwide" (November 2014) erwartet Gartner für 2014 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 129,6 Mrd. $ um 17,9 % auf 152,8 Mrd. $. Cloud Computing ist kein kurzfristiger Trend, sondern bedeutet einen tief greifenden Wandel bei der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen Die genannten Zahlen zeigen, welche Dynamik in diesem Markt steckt. Die Anwender von IT erhalten mit Cloud Computing bessere Leistungen für weniger Geld. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen bekommen dadurch Zugang zu IT-Anwendungen, die sich in der Vergangenheit nur große Konzerne leisten konnten. Markt-Kennzahlen: Cloud Computing weltweit (in Mrd. $) scroll 2014 2013 Veränderung Umsatz Public Cloud Services weltweit 152,8 129,6 + 17,9 % davon Business Process Services (BPaaS) 37,0 33,7 + 9,8 % davon Application Services (SaaS) 26,7 21,7 + 23,0 % davon Application Infrastructure Services (PaaS) 3,3 2,5 + 32,0 % davon System Infrastructure Services (IaaS) 12,5 9,2 + 35,9 % davon Management and Security Services 4,4 3,4 + 29,4 % davon Cloud Advertising 68,9 59,2 + 16,4 % Quelle: Gartner Online-Werbemarkt in Deutschland Bei den im deutschen Online-Werbemarkt erzielten Umsätzen (netto) erwartet PricewaterhouseCoopers für 2014 - laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2014 - 2018" (Dezember 2014) - einen Anstieg um 8,0 % auf rund 5,54 Mrd. €. Mit einem Wachstum um 42,9 % bzw. 22,7 % konnten dabei insbesondere die mobile Online-Werbung sowie die Video-Werbung überproportional stark zulegen. Markt-Kennzahlen: Online-Werbung in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2014 2013 Veränderung Online-Werbeumsatz 5,54 5,13 + 8,0 % davon Suchwortvermarktung 2,64 2,45 + 7,8 % davon Display-Werbung 1,40 1,34 + 4,5 % davon Affiliate / Classifieds 0,94 0,91 + 3,3 % davon mobile Online-Werbung 0,30 0,21 + 42,9 % davon Video-Werbung 0,27 0,22 + 22,7 % Quelle: PricewaterhouseCoopers Rechtlichen Rahmenbedingungen / wesentliche Ereignisse Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von United Internet blieben im Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen konstant und hatten daher keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung im United Internet Konzern. Auch fanden im Geschäftsjahr 2014 keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten. 2.2 Geschäftsverlauf Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2014 ist für United Internet sehr erfolgreich verlaufen. Die zu Jahresbeginn sowie unterjährig veröffentlichten Prognosen konnten erreicht bzw. übertroffen werden. Um die veröffentlichten Prognosen und den tatsächlichen Geschäftsverlauf vergleichbar zu machen, werden im Folgenden zunächst die Besonderheiten im Geschäftsjahr 2014 erläutert. Die Kunden-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2014 wurden - neben dem geplanten organischen Wachstum - zum einen vom Kunden-, Umsatz- und Ergebnisbeitrag von Versatel im Rahmen der Erstkonsolidierung der Gesellschaft im 4. Quartal 2014 sowie zum anderen von verschiedenen positiven Einmaleffekten im Rahmen der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen beeinflusst. Kunden-, Umsatz- und Ergebnisbeitrag von Versatel im 4. Quartal 2014 scroll Beitrag Umsatz 130,6 Mio. € EBITDA 33,3 Mio. € EPS -0,01 € Free Cashflow(1) 31,5 Mio. € Kundenverträge (per 31.12.2014) 0,42 Mio. (1) Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Vereinfachte Darstellung der positiven Einmaleffekte 2014(1) scroll Versatel-Übernahme Einmalertrag aus Versatel-Übernahme, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 112,0 Mio. € EPS-Effekt + 0,45 € Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen Einmalertrag aus der Portfolio-Optimierung, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 74,1 Mio. € EPS-Effekt + 0,37 € Einmaleffekte 2014 Einmalerträge, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 186,1 Mio. € EPS-Effekt + 0,82 € (1) Für eine detaillierte Darstellung der Einmaleffekte wird auf Punkt 2.3 "Lage des Konzerns" verwiesen Ohne Berücksichtigung des genannten Kunden-, Umsatz- und Ergebnisbeitrags von Versatel im 4. Quartal 2014 sowie der genannten positiven Einmaleffekte stellt sich die Entwicklung des tatsächlichen Geschäftsverlaufs im Vergleich zum prognostizierten Geschäftsverlauf 2014 wie folgt dar. Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf 2014 scroll Erzielte Werte 2013 1. Prognose 2014 (03/2014) 2. Prognose 2014 (08/2014) 3. Prognose 2014 (11/2014) Erzielte Werte 2014(1) Kundenverträge 13,45 Mio. +>0,8 Mio. + ~0,9 Mio. + ~0,9 Mio. + 0,91 Mio. = 14,36 Mio. Umsatz 2,656 Mrd. € + ~10 % + ~10 % + ~10 % + 10,5 % = 2,934 Mrd. € EBITDA 406,9 Mio. €(2) ~520 Mio. € ~520 Mio. € ~520 Mio. € 518,2 Mio. € EPS 1,07 € 1,40-1,50 € 1,40-1,50 € 1,40-1,50 € 1,47 € Free Cashflow(3) 211,6 Mio. €(2) >200 Mio. € >200 Mio. € >280 Mio. € 355,1 Mio. € (1) Ohne Kunden-, Umsatz- und Ergebnisbeitrag von Versatel im 4. Quartal 2014 sowie ohne positive Einmaleffekte (2) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) (3) Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge konnte im Geschäftsjahr 2014 organisch um 0,91 Mio. (Prognose März 2014: über 0,8 Mio. / Prognose August 2014: ca. 0,9 Mio.) auf 14,36 Mio. gesteigert werden. Inklusive weiterer 0,42 Mio. Verträge aus der Versatel-Übernahme stieg die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um insgesamt 1,33 Mio. auf 14,78 Mio. Der Konzernumsatz stieg im Bereich der bisherigen Geschäftsaktivitäten im Geschäftsjahr 2014 auf die neue Rekordmarke von 2,934 Mrd. € - ein Wachstum um 10,5 % (Prognose: ca. 10 %) im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem organischen Wachstum kamen aus neuen Geschäftsaktivitäten (Vollkonsolidierung von Versatel seit dem 1. Oktober 2014) weitere 130,6 Mio. € hinzu, so dass der Konzernumsatz um insgesamt 15,4 % auf 3,065 Mrd. € zulegen konnte. Trotz der im August 2014 erhöhten Prognose für das Vertragswachstum (ca. 900.000 statt zuvor>800.000) und den damit verbundenen höheren Aufwendungen für die Kundengewinnung konnten auch die ursprünglichen Ergebnisprognosen erreicht werden. Dabei stiegen im Bereich der bisherigen Geschäftsaktivitäten das EBITDA von 406,9 Mio. €(2) um 27,4 % auf 518,2 Mio. € (Prognose: ca. 520 Mio. €) und das EPS von 1,07 € um 37,4 % auf 1,47 € (Prognose: 1,40 € - 1,50 €). Zu diesem organischen Wachstum kam ein Ergebnisbeitrag aus der Erstkonsolidierung von Versatel im 4. Quartal 2014 in Höhe von 33,3 Mio. € beim EBITDA sowie von -0,01 € beim EPS. Insgesamt legten das EBITDA um 35,5 % auf 551,5 Mio. € und das EPS um 36,4 % auf 1,46 € zu. Inklusive der genannten Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme und der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen stiegen das EBITDA um 81,3 % auf 737.6 Mio. € und das EPS um 113,1 % auf 2,28 €. Der (um die im Folgenden beschriebene stichtagsbedingte Kapitalertragssteuerzahlung bereinigte) Free Cashflow(4) verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 nochmals deutlich von 211,6 Mio. €(2) um 67,8 % auf 355,1 Mio. € (Prognose März 2014:>200 Mio. € / Prognose November 2014:>280,0 Mio. €). Hinzu kam im 4. Quartal 2014 ein Free Cashflow Beitrag von Versatel in Höhe von 31,5 Mio. €. Der Free Cashflow stieg dadurch insgesamt auf 386,6 Mio. €. Im Rahmen der Neustrukturierung des Konzerns wurde zum Jahresende eine konzerninterne Ausschüttung vorgenommen, die eine Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € zur Folge hatte. Die Rückerstattung erfolgt unmittelbar nach Bearbeitung der Steuererklärung der United Internet AG für das Jahr 2014. Dies wird voraussichtlich noch im April 2015 der Fall sein. Überleitung der Kunden-, Umsatz und Ergebniskennzahlen scroll Erzielte Werte 2013 Erzielte Werte 2014 - organisch Erzielte Werte 2014 - organisch inkl. Versatel(1) Erzielte Werte 2014 - organisch inkl. Versatel und inkl. Einmalerträge(2) Kundenverträge 13,45 Mio. 14,36 Mio. 14,78 Mio. 14,78 Mio. Umsatz 2,656 Mrd. € 2,934 Mrd. € 3,065 Mrd. € 3,065 Mrd. € EBITDA 406,9 Mio. €(3) 518,2 Mio. € 551,5 Mio. € 737,6 Mio. € EPS 1,07 € 1,47 € 1,46 € 2,28 € Free Cashflow(4) 211,6 Mio. € 355,1 Mio. €(5) 386,6 Mio. €(5) 386,6 Mio. €(5) (1) Organisches Wachstum zuzüglich Kunden-, Umsatz-, und Ergebnisbeitrag von Versatel im 4. Quartal 2014 (2) Organisches Wachstum zuzüglich Kunden-, Umsatz-, und Ergebnisbeitrag von Versatel im 4. Quartal 2014 und zuzüglich Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (3) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) (4) Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (5) Ohne Berücksichtigung der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € Entwicklung der Segmente Segment "Access" Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Festnetz- und Mobile-Access-Produkte der Gesellschaft inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie oder Video-on-Demand) zusammengefasst. In diesem Bereich ist United Internet ausschließlich in Deutschland aktiv und zählt zu den führenden Anbietern. Die Gesellschaft agiert dabei weitgehend netzunabhängig und kauft von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Diese werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services aus den eigenen "Internet-Fabriken" veredelt, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren. Vermarktet werden die Access-Produkte über die bekannten Marken GMX, WEB.DE und 1&1, mit denen der Massenmarkt umfassend und zielgruppenspezifisch adressiert wird. Durch die Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 verfügt United Internet inzwischen auch über ein eigenes Netz. Mit rund 39.000 km Länge ist es das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet künftig die Möglichkeit, auch intern produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen. Zudem ergänzt Versatel das bisherige Produkt-Portfolio um Sprach-, Daten- und Netzwerklösungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Infrastrukturleistungen für Großunternehmen. Die zu 100 % übernommene Versatel-Gruppe wird seit dem 1. Oktober 2014 erstmals in die Kunden-, Umsatz- und Finanzkennzahlen des Segments "Access" einbezogen. Im Zuge der dynamischen Kundenentwicklung sowie der Erstkonsolidierung von Versatel im 4. Quartal 2014 stieg der Segment-Umsatz im Geschäftsjahr 2014 erneut deutlich um 19,4 % von 1.788,3 Mio. € auf 2.135,1 Mio. € (davon 130,6 Mio. € aus der erstmaligen Konsolidierung von Versatel). Der Umsatzanteil des Segments am Gesamtumsatz des Konzerns betrug damit 69,7 %. Die Ergebniskennzahlen des Segments wurden im Geschäftsjahr 2014 durch verschiedene Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme beeinflusst. In Summe machten sich diese Einmalerträge auf Segmentbasis mit 112,6 Mio. € im EBITDA und EBIT bemerkbar. Details zu den Einmaleffekten finden sich unter Punkt 2.2 "Geschäftsverlauf" unter "Lage des Konzerns" sowie im Konzernanhang unter Punkt 4 "Unternehmenszusammenschlüsse und -beteiligungen". Ohne Berücksichtigung dieser Einmalfaktoren stiegen die Ergebniskennzahlen -trotz hoher Investitionen in das Kundenwachstum sowie der vollständig ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen aus dem nochmals stärker gewachsenen Mobile-Internet-Geschäft (+620.000 Verträge in 2014 im Vergleich zu +570.000 im Vorjahr) - erneut deutlich an. Dabei konnten das Segment-EBITDA von 245,4 Mio. € im Vorjahr um 34,8 % auf 330,8 Mio. € (davon 33,3 Mio. € aus der erstmaligen Konsolidierung von Versatel) und das Segment-EBIT von 217,4 Mio. € um 23,2 % auf 267,8 Mio. € (davon 0,9 Mio. € aus der erstmaligen Konsolidierung von Versatel) zulegen. Sämtliche Kundengewinnungskosten für DSL- und Mobile-Internet-Produkte wurden ebenso wie die Konvertierungskosten von Resale-DSL-Anschlüssen auf DSL-Komplettpakete (ULL = Unbundled Local Loop) unverändert direkt als Aufwand verbucht. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg auch infolge der Versatel-Übernahme deutlich um 46,4 % auf 2.965 (Vorjahr 2.025). Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Access" (in Mio. €) scroll 2014(1) 2013 Veränderung Umsatz 2.135,1 1.788,3 + 19,4 % EBITDA 330,8 245,4 + 34,8 % EBIT 267,8 217,4 + 23,2 % (1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €) Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €) scroll Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014(1) Q4 2013 Veränderung Umsatz 477,2 495,3 509,2 653,4 466,4 + 40,1 % EBITDA 55,3 72,7 85,9 116,9 69,5 + 68,2 % EBIT 47,6 66,2 79,5 74,5 62,7 + 18,8 % (1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €) Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014(1) Umsatz 1.230,1 1.368,0 1.586,1 1.788,3 2.135,1 EBITDA 122,6 152,3 191,8 245,4 330,8 EBITDA-Marge 10,0 % 11,1 % 12,1 % 13,7 % 15,5 % EBIT 92,0 122,2 164,3 217,4 267,8 EBIT-Marge 7,5 % 8,9 % 10,4 % 12,2 % 12,5 % (1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme (EBITDA- und EBIT-Effekt: +112,6 Mio. €) Die Zahl der kostenpflichtigen Access-Verträge stieg im Geschäftsjahr 2014 um 1,25 Mio. Verträge auf 6,79 Mio. Im Mobile-Internet-Geschäft konnten davon 620.000 neue Kundenverträge hinzugewonnen und damit die Kundenzahl auf 2,60 Mio. gesteigert werden. Auch die wichtigen DSL-Komplettverträge konnten um 710.000 Kundenverträge (davon 420.000 Verträge aus der Versatel-Übernahme) auf insgesamt 3,89 Mio. zulegen. Im Bereich der auslaufenden Geschäftsmodelle T-DSL und R-DSL hingegen war die Zahl der Kundenverträge auch im Geschäftsjahr 2014 erwartungsgemäß weiter rückläufig (-80.000 Kundenverhältnisse). In Summe legten die DSL-Verträge somit um 630.000 Verträge auf 4,19 Mio. zu. Damit konnte United Internet im deutschen Breitbandmarkt (Festnetz) deutlich stärker wachsen als der Markt (5,9 % organisch bzw. 17,7 % inkl. Versatel im Vergleich zu 2,4 % Marktwachstum). Entwicklung der Access-Verträge im Geschäftsjahr 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Access, Verträge gesamt(1) 6,79 5,54 + 1,25 davon Mobile Internet 2,60 1,98 + 0,62 davon DSL-Komplettpakete (ULL)(1) 3,89 3,18 + 0,71 davon T-DSL / R-DSL 0,30 0,38 - 0,08 (1) 31.12.2014 inklusive 420.000 DSL-Verträge aus der Versatel-Übernahme Entwicklung der Access-Verträge im 4. Quartal 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 30.09.2014 Veränderung Access, Verträge gesamt(1) 6,79 6,10 + 0,69 davon Mobile Internet 2,60 2,37 + 0,23 davon DSL-Komplettpakete (ULL)(1) 3,89 3,41 + 0,48 davon T-DSL / R-DSL 0,30 0,32 - 0,02 (1) 31.12.2014 inklusive 420.000 DSL-Verträge aus der Versatel-Übernahme Segment "Applications" Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft der Gesellschaft - werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages, Webhosting, Server und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage und Office-Applikationen, die in den eigenen "Internet-Fabriken" oder in Kooperation mit Partnerfirmen entwickelt und in den 7 Rechenzentren der Gesellschaft betrieben werden. Im Segment "Applications" ist United Internet ein auch international führendes Unternehmen und in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien) sowie in Nordamerika (Kanada, Mexiko, USA) aktiv. Die zielgruppenspezifische Vermarktung der Applikationen erfolgt über die unterschiedlich positionierten Marken GMX, mail.com, WEB.DE, 1&1, Arsys, InterNetX, Fasthosts und united-domains. Darüber hinaus bietet United Internet ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsplattformen im Internet an. Im Geschäftsbereich "Applications" stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2014 um 7,2 % von 867,0 Mio. € auf 929,4 Mio. €. Das Auslandsgeschäft wuchs - auch durch die vollständige Konsolidierung von Arsys im Geschäftsjahr 2014 - um 16,2 % auf 344,9 Mio. € (Vorjahr: 296,9 Mio. €). Der Umsatzanteil des Segments "Applications" steht damit für rund 30,3 % des Gesamtumsatzes im Konzern. Die Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern (De-Mail und 1&1 MyWebsite) und für die zusammen mit der Deutschen Telekom durchgeführte Initiative "E-Mail made in Germany" sanken im Berichtszeitraum - infolge steigender Deckungsbeiträge sowie reduzierter Werbe-Spendings - auf 47,6 Mio. € (Vorjahr: 107,9 Mio. €). Trotz dieser weiterhin hohen Investitionen stiegen das Segment-EBITDA von 168,7 Mio. € um 35,5 % auf 228,6 Mio. € und das Segment-EBIT von 102,1 Mio. € um 67,4 % auf 170,9 Mio. €. Auch in diesem Segment werden die Kundengewinnungskosten unverändert direkt als Aufwand verbucht. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Segment stieg um 3,5 % auf 4.829 (Vorjahr: 4.664). Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Applications" (in Mio. €) scroll 2014 2013 Veränderung Umsatz 929,4 867,0 + 7,2 % EBITDA 228,6 168,7 + 35,5 % EBIT 170,9 102,1 + 67,4 % Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €) scroll Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q4 2013 Veränderung Umsatz 232,6 228,3 227,8 240,7 234,0 + 2,9 % EBITDA 58,6 54,8 58,2 57,0 56,9 + 0,2 % EBIT 43,9 39,7 42,5 44,8 38,9 + 15,2 % Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Umsatz 676,5 725,8 810,2 867,0 929,4 Anlaufverluste(1) 21,7 42,7 124,1 107,9 47,6 EBITDA 232,7 183,4 132,1 168,7 228,6 EBITDA-Marge 34,4 % 25,3 % 16,3 % 19,5 % 24,6 % EBIT(2) 177,3 125,0 66,6 102,1 170,9 EBIT-Marge 26,2 % 17,2 % 8,2 % 11,8 % 18,4 % (1) Anlaufverluste = EBITDA-wirksame Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern; in 2014: De-Mail und l&l MyWebsite sowie die Initiative "E-Mail made in Germany" (2) 2012 ohne Sonderfaktoren (Sedo-Wertminderungen: EBIT-Effekt: -46,3 Mio. €) Im Segment "Applications" hat United Internet im Geschäftsjahr 2014 - wie angekündigt - ihre Marketing- und Vertriebsmaßnahmen für Business-Applikationen umgestellt. Im Zuge dieser Umstellung lag der Fokus weniger auf der Neukundengewinnung als vielmehr auf dem Absatz zusätzlicher Features (z. B. weitere Domains, E-Shops oder Business-Apps) an Bestandskunden. Gleichwohl stieg die Zahl der kostenpflichtigen Verträge für Business-Applikationen im Berichtszeitraum um 80.000 Verträge auf 5,81 Mio. Dabei legten die Verträge im Inland um 50.000 auf 2,42 Mio. und die Verträge im Ausland um 30.000 auf 3,39 Mio. zu. Die Anzahl der Verträge für 1&1 MyWebsite (früher: 1&1 Do-It-Yourself Homepage) stieg um 20.000 auf 0,53 Mio. Zudem konnten - trotz Verzögerungen bei der ICANN-Vergabe - insgesamt 340.000 nTLDs an Neu- und Bestandskunden abgesetzt werden. Die Konzentration auf diese Maßnahmen wird bei einem Blick auf die deutlich verbesserten Ergebniskennzahlen in diesem Segment deutlich. Entwicklung der Business-Applications-Verträge im Geschäftsjahr 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Business-Applications, Verträge gesamt 5,81 5,73 + 0,08 davon "Inland" 2,42 2,37 + 0,05 davon "Ausland" 3,39 3,36 + 0,03 Entwicklung der Business-Applications-Verträge im 4. Quartal 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 30.09.2014 Veränderung Business-Applications, Verträge gesamt 5,81 5,82 - 0,01 davon "Inland" 2,42 2,43 - 0,01 davon "Ausland" 3,39 3,39 +/- 0,00 Die Zahl der Consumer-Accounts stieg im Geschäftsjahr 2014 - bedingt durch den Zuwachs bei aktiven Free-Accounts (+610.000 auf 32,12 Mio.) - um insgesamt 610.000 auf 34,30 Mio. Accounts. Kostenpflichtige Accounts mit Premium-Mail-Subscription reduzierten sich um 30.000 auf 1,84 Mio. Ursächlich hierfür war vor allem die Erweiterung des Leistungsumfangs der konkurrierenden, werbefinanzierten Free-Accounts. Kostenpflichtige Accounts mit Value-Added-Subscription stiegen hingegen um 30.000 auf 340.000. Damit blieben die kostenpflichtigen Consumer-Accounts insgesamt auf Vorjahresniveau. Aufgrund der in 2014 erfolgten Angebotsumstellung bei De-Mail als Inklusiv-Feature in allen kostenfreien E-Mail-Accounts (anstatt eigenständigem Produkt mit separatem Vertrag und nutzungsabhängigen Gebühren) weist United Internet die Accounts mit De-Mail-Funktion nicht mehr gesondert aus. Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im Geschäftsjahr 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung Consumer-Applications, Accounts gesamt 34,30 33,69 + 0,61 davon mit Premium-Mail-Subscription 1,84 1,87 - 0,03 davon mit Value-Added-Subscription 0,34 0,31 + 0,03 davon Free-Accounts 32,12 31,51 + 0,61 Entwicklung der Consumer-Applications-Accounts im 4. Quartal 2014 (in Mio.) scroll 31.12.2014 30.09.2014 Veränderung Consumer-Applications, Accounts gesamt 34,30 33,99 + 0,31 davon mit Premium-Mail-Subscription 1,84 1,85 - 0,01 davon mit Value-Added-Subscription 0,34 0,34 +/- 0,00 davon Free-Accounts 32,12 31,80 + 0,32 Beteiligungen im Konzern Auch im Geschäftsjahr 2014 hat United Internet ihr Beteiligungsportfolio weiter ausgebaut. Dabei wurden neue strategische Beteiligungen gezeichnet (ePages, uberall, Rocket Internet), aber auch Anteile an bestehenden Beteiligungen erhöht (uberall, united-domains). Zudem wurden die Anteile an Versatel von 25,1 % auf 100 % aufgestockt. Der Anteilserwerb erfolgte durch die Komplettübernahme der Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH. Darüber hinaus hat United Internet das Geschäftsjahr 2014 dazu genutzt, das bisherige Beteiligungsportfolio zu optimieren. Im Rahmen dieser Portfolio-Optimierung wurden der Squeeze-Out bei der im Vorjahr noch börsennotierten Sedo Holding AG abgeschlossen und die bisher über die GFC- bzw. EFF-Fonds gehaltenen über 50 Beteiligungen in den Bereichen E-Commerce, Marktplätze und Finanztechnologie in die neue Beteiligung Rocket Internet eingebracht. Die Anteile an der nicht mehr zum strategischen Beteiligungsfokus der United Internet AG passenden fun communications wurden Ende 2014 verkauft. Im Zuge der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung wurden auf Konzern- und Segmentebene (Access) verschiedene, in Summe positive Einmalerträge verbucht. Weitere Informationen dazu finden sich in diesem Lagebericht unter den Punkten 2.2 "Geschäftsverlauf", "Tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf" sowie 2.3 "Lage des Konzerns". Wesentliche Veränderungen bei Beteiligungen Squeeze-Out bei der Sedo Holding Die United Internet Tochter Sedo Holding AG (heute: Sedo Holding GmbH) hat am 3. Februar 2014 eine außerordentliche Hauptversammlung in Frankfurt am Main durchgeführt. Die Aktionäre haben dort dem abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkt "Beschlussfassung über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre (Minderheitsaktionäre) der Sedo Holding AG auf die United Internet Ventures AG mit Sitz in Montabaur (Hauptaktionärin) gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung gem. §§ 327a ff. AktG (Ausschluss von Minderheitsaktionären - Squeeze-Out)" ihre Zustimmung erteilt. Das Handelsregister des Amtsgerichts Köln hat diesen Beschluss am 21. März 2014 eingetragen. Mit der Eintragung des Übertragungsbeschlusses sind kraft Gesetz alle Aktien der Minderheitsaktionäre der Sedo Holding AG auf die United Internet Ventures AG übergegangen. Nachdem die Notierung der Aktie der Sedo Holding AG am 21. März 2014 eingestellt wurde, erfolgte am 27. März 2014 der Widerruf der Zulassung zum regulierten Markt. Mit dem Squeeze-Out verfolgt United Internet das Ziel, die von der Sedo Holding betriebenen Geschäftsfelder Affiliate-Marketing und Domain-Marketing in die United Internet Gruppe einzubinden. Neben der stärkeren Verzahnung der Sedo-Aktivitäten mit anderen Geschäftsfeldern im Konzern hat United Internet auch das Ziel, Sedo und affilinet durch die kürzeren Entscheidungsprozesse flexibler und schlagkräftiger am Markt aufzustellen und die mit der Börsennotierung und Regelpublizität verbundenen Kosten einzusparen. Beteiligung an ePages Am 19. Februar 2014 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich - über die United Internet Ventures AG - im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 25,1 % am E-Shop-Spezialisten ePages beteiligt hat. Die ePages GmbH mit Sitz in Hamburg ist mit 120.000 Kunden europäischer Marktführer von Onlineshop-Software für kleine und mittlere Unternehmen. Mit der Cloud-Lösung von ePages können Händler ohne Vorkenntnisse professionelle Shops im Internet erstellen. Die für verschiedene Unternehmensgrößen geeigneten Lösungen werden derzeit über rund 100 Partnerunternehmen (Hosting-Anbieter, Telekommunikationsunternehmen, Branchenverzeichnisse u. a.) vertrieben. Die Partner können auf diese Weise neue Umsatzquellen im E-Business erschließen, ohne eigene E-Shop-Systeme entwickeln zu müssen. Über die Beteiligung hinaus haben ePages und die United Internet Tochter 1&1 einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der ePages-Lösungen geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit gibt es inzwischen eine gemeinsame Technologieplattform für die 1&1 E-Shops. ePages hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Beteiligung an uberall Am 17. April 2014 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich - über die United Internet Ventures AG - im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit 25 % an der uberall GmbH (vormals: favor.it labs GmbH), Berlin, Betreiber des Online-Listing-Spezialisten Uberall.com, beteiligt hat. Uberall bringt lokale Unternehmen und Kunden im Netz zusammen. Dazu stellt Uberall im Aufrag der Kunden sicher, dass deren Unternehmen mit einheitlichen Firmendaten in allen gängigen Verzeichnissen, Online Branchenbüchern, mobilen Apps und Kartendiensten gefunden werden. Uberall fördert darüber hinaus einen besseren Kundendialog durch Echtzeit-Benachrichtigungen über Bewertungen und Anfragen in den angeschlossenen Portalen. Darüber hinaus haben uberall und die United Internet Tochter 1&1 einen langfristigen Kooperationsvertrag zur Nutzung der uberall-Lösungen geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit nutzt 1&1 die Cloud-Technologie von uberall, welche alle Online-Listing-Funktionen bietet, die Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen für ein erfolgreiches Online-Geschäft benötigen. Im Dezember 2014 hat United Internet ihren Anteil an uberall durch die Ausübung einer Option auf 30,36 % aufgestockt. uberall befindet sich noch in der Phase des Geschäftsausbaus und hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Beteiligung an Rocket Internet United Internet hat am 15. August 2014 bekannt gegeben, dass sie - über die United Internet Ventures AG - insgesamt 435 Mio. € für eine 10,7 %-ige Beteiligung an der Rocket Internet AG, Berlin, (nachfolgend kurz: Rocket) investiert hat. Mit der Beteiligung intensiviert United Internet die langfristige strategische Zusammenarbeit mit Oliver Samwer, dem Vorstandvorsitzenden und Mitbegründer von Rocket. Das Investment setzte sich zusammen aus 333 Mio. € in bar und 102 Mio. € aus der Einbringung der Beteiligungen an den Portfolio-Unternehmen der Global Founders Capital Fonds (GFC; Global Founders Capital Nr. 1 sowie European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3). Das Beteiligungsportfolio der Fonds bestand aus über 50 Beteiligungen, die gemeinsam von United Internet und der Global Founders Fund GmbH, der privaten Beteiligungsgesellschaft von Oliver Samwer und seinen Brüdern, gehalten wurden. Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender von United Internet, wurde zudem Mitglied des aus neun Personen bestehenden Aufsichtsrats von Rocket. Rocket identifiziert und baut erprobte Internet-Businessmodelle, transferiert diese in neue, unterversorgte oder unerschlossene Märkte und versucht, diese dort zu Marktführern zu entwickeln. Ziel ist es, die weltgrößte Internet-Plattform außerhalb Chinas und den USA zu werden. Rocket fokussiert sich dabei auf Online-Businessmodelle, die Grundbedürfnisse von Verbrauchern in drei Sektoren erfüllen: E-Commerce, Online-Marktplätze und Finanztechnologie. Rocket startete im Jahr 2007. Mittlerweile sind im Firmen-Netzwerk der Gesellschaft mehr als 25.000 Mitarbeiter beschäftigt, die in über 100 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv sind. Zielmärkte sind insbesondere die Emerging Markets Lateinamerikas, des Mittleren Ostens, Afrikas und Asiens sowie Russland. Diese Märkte sind in der Regel geprägt durch eine schnell steigende Smartphone-Penetration, eine jüngere Bevölkerung als in entwickelten Märkten, eine neu entstehende Mittelklasse und einen limitierten Zugang zum stationären Handel. United Internet investiert bereits seit 2007 gemeinsam mit den Samwer-Brüdern erfolgreich in Consumer-Internet- und Technologie-Firmen. Mit der strategischen Beteiligung an Rocket hat United Internet dort alle Beteiligungen rund um die Themen E-Commerce, Marktplätze und Finanztechnologie konzentriert. Durch die Einbringung der Anteile an den Investment-Fonds in Rocket hat United Internet im Geschäftsjahr 2014 einen nicht-cashwirksamen Einmalertrag in Höhe von 75,7 Mio. € (EBITDA- und EBIT-Effekt) bilanziert. Rocket hat am 2. Oktober 2014 den Börsengang (IPO) an der Frankfurter Wertpapierbörse durchgeführt. Im Zuge der Kapitalerhöhung beim Börsengang wurde der United Internet Anteil auf 8,18 % verwässert. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 betrug rund 7,869 Mrd. €. 100 % Übernahme von Versatel Am 3. September 2014 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich mit der Private Equity Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR) darauf geeinigt hat, die mittelbar von durch KKR beratene Fonds gehaltenen 74,9 % Anteile an der Versatel Gruppe zu erwerben und ihre Versatel-Anteile damit auf 100 % aufzustocken. Der Anteilserwerb erfolgte durch die Komplettübernahme der Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH. United Internet ist bereits seit Ende 2012 mit 25,1 % mittelbar an Versatel beteiligt. Für die ausstehenden Anteile von 74,9 % hat United Internet rund 593 Mio. € in bar gezahlt. Die Finanzierung des Kaufpreises sowie die Ablösung der in der Versatel-Gruppe bestehenden Nettobankverbindlichkeiten in Höhe von 377 Mio. € erfolgte aus neuen Krediten. Das heutige Versatel-Management hat in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und mit KKR in den letzten Jahren ein profitables Unternehmen entwickelt. United Internet hat die positive Unternehmensentwicklung im Beirat der Gesellschaft begleitet. Mit der Übernahme von Versatel erhält United Internet Zugriff auf das mit aktuell rund 39.000 km Länge zweitgrößte deutsche Glasfasernetz. Es ist in 226 Städten verfügbar, darunter 19 der 25 größten deutschen Städte. An das Versatel-Glasfasernetz sind aktuell über 5.400 Standorte (Firmen, Institutionen etc.) direkt angeschlossen. Mit den aktuell von Versatel betriebenen 420.000 ADSL- und SDSL-Anschlüssen konnte United Internet ihre Marktposition als zweitgrößter deutscher DSL-Anbieter nach der Deutschen Telekom stärken. Das Versatel-Management wird das Unternehmen auch weiterhin eigenständig führen. Die Marke Versatel bleibt erhalten und das B-to-B-Geschäft soll weiter ausgebaut werden. Zusätzlich sollen Firmenkunden zukünftig auch über die United Internet Marke 1&1 gewonnen werden. Außerdem plant United Internet in Zukunft, von Versatel produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen. Nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte das Closing der Transaktion am 1. Oktober 2014. Der bisher von United Internet gehaltene 25,1 % Anteil an Versatel wurde im Rahmen des 9-Monatsabschlusses 2014 mit einem Buchwert von 66 Mio. € bilanziert. Seit dem 4. Quartal 2014 wird Versatel als 100 %-iges Tochterunternehmen durch Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss von United Internet einbezogen. Durch die veränderte Bilanzierung hat sich im 4. Quartal 2014, nach Berücksichtigung von Transaktions- und Nebenkosten, ein nicht-cashwirksamer Einmalertrag in Höhe von 112,0 Mio. € (EBITDA- und EBIT-Effekt) ergeben. Verkauf der Anteile an fun communications Im Dezember 2014 hat United Internet ihre Anteile an der fun communications GmbH (49,00 %) an das Management der Gesellschaft zurückverkauft. Aufstockung der united-domains Anteile auf 100 % Ebenfalls im Dezember 2014 hat United Internet ihre Anteile an der united-domains AG von bisher 85 % auf 100 % aufgestockt. Die noch ausstehenden Anteile wurden - durch Ausübung einer im Rahmen des damaligen 85 %-igen Anteilserwerbs (Anfang 2009) vereinbarten Option - vom Management der Gesellschaft erworben. Neben den genannten neuen Beteiligungen sowie den (vollkonsolidierten) operativen Kernmarken im Access- und Applications-Segment hielt United Internet zum 31. Dezember 2014 folgende Beteiligungen. Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen Seit dem Jahr 2007 ist United Internet an der Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz beteiligt. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Stimmrechtsanteil 14,96 %. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 belief sich auf rund 90 Mio. € (Vorjahr: 111 Mio. €). Seit der Einbringung des Display-Marketing-Geschäfts "AdLINK Media" in Hi-Media (Mitte 2009) hält United Internet eine Beteiligung an der Hi-Media S. A., Paris / Frankreich. Zum 31. Dezember 2014 betrug der Stimmrechtsanteil 10,50 %. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 belief sich auf rund 113 Mio. € (Vorjahr: 85 Mio. €). Zusammen mit der im August 2014 getätigten Beteiligung an der Rocket Internet AG (8,18 %) hält United Internet damit 3 Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen. Der Börsenwert der United Internet Anteile an den 3 Gesellschaften betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 insgesamt rund 669 Mio. €. Weitere wesentliche Minderheitsbeteiligungen Neben den im Geschäftsjahr 2014 gezeichneten Beteiligungen an der ePages GmbH (25,1 %) und uberall GmbH (30,36 %) hielt United Internet zum Bilanzstichtag 3 weitere Minderheitsbeteiligungen. Bereits seit Februar 2008 hält United Internet wesentliche Anteile an der Virtual Minds AG (48,65 %). Virtual Minds (über die Marke ADITION Technologies auch Adserving-Lieferant der United Internet Portale) konnte im Geschäftsjahr 2014 erneut ein positives Ergebnis erzielen. Seit November 2010 ist United Internet beim IaaS-Spezialisten ProfitBricks GmbH mit 30,02 % investiert. ProfitBricks befindet sich weiterhin in der Phase des Marken- und Kundenaufbaus und hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen. Im Juli 2013 hat sich United Internet mit 28,36 % am E-Mail- und Collaboration-Spezialisten Open-Xchange AG beteiligt. United Internet arbeitet in ihrem Applications-Geschäft bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit der Gesellschaft zusammen. Open-Xchange hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem leicht negativen Ergebnis abgeschlossen. Aktie und Dividende Aktie Im Zuge der sehr guten Unternehmensentwicklung und begleitet von der positiven Stimmung an den Aktienmärkten konnte die Aktie der United Internet AG ihre gute Performance aus den Vorjahren fortsetzen und das Jahr 2014 auf einem neuen Allzeithoch beenden. Konkret legte die United Internet Aktie im Geschäftsjahr 2014 um 21,2 % auf 37,49 € zu (31. Dezember 2013: 30,92 €). Damit hat sich die Aktie besser entwickelt als die ebenfalls gestiegenen Indices DAX (+2,7 %) und TecDAX (+17,5 %). Die Marktkapitalisierung der United Internet AG stieg entsprechend von rund 6,00 Mrd. € im Vorjahr auf 7,69 Mrd. € zum 31. Dezember 2014. Im Geschäftsjahr 2014 wurden über das elektronische Computerhandelssystem XETRA täglich durchschnittlich rund 421.000 Aktien (Vorjahr: rund 367.000) im Wert von durchschnittlich 13,73 Mio. € (Vorjahr: 8,55 Mio. €) gehandelt. Entwicklung der Aktie (in €; alle Börsenangaben beziehen sich auf den Xetra-Handel) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Jahresendkurs 12,17 13,80 16,31 30,92 37,49 Performance + 32,0 % + 13,4 % + 18,2 % + 89,6 % + 21,2 % Jahreshoch 13,61 14,79 17,55 31,00 37,95 Jahrestief 8,60 10,58 12,49 16,11 29,28 0 Börsenumsatz am Tag 8.659.606 7.974.042 4.906.732 8.554.509 13.731.799 0 Börsenumsatz am Tag (Stück) 796.493 613.960 332.898 367.102 420.640 Anzahl Aktien zum Jahresende 240 Mio. 215 Mio. 215 Mio. 194 Mio. 205 Mio. Börsenwert zum Jahresende 2,92 Mrd. 2,97 Mrd. 3,51 Mrd. 6,00 Mrd. 7,69 Mrd. Ergebnis je Aktie (EPS) 0,58 0,79 0,56 1,07 2,28 Bereinigtes Ergebnis je Aktie(1) 0,58 0,72 0,70 1,07 1,46 (1) Ohne Sonderfaktoren: 2011 ohne positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf der Versatel-Anteile (EPS-Effekt: +0,07 €);2012 ohne negativen Einmaleffekt aus Sedo-Wertminderungen (EPS-Effekt: -0,23 €) sowie ohne positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf der freenet-Anteile (EPS-Effekt: +0,09 €); 2014 ohne positive Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung (EPS-Effekt: +0,82 €) Daten zur Aktie scroll Aktientyp Namens-Stammaktien Rechnerischen Anteil am Grundkapital 1,00 € Wertpapierkennnummer (WKN) 508903 Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) DE0005089031 Börsenkürzel Xetra UTDI Reuters-Symbol UTDI.DE Bloomberg-Symbol UTDI.GR Segment Prime Standard Index TecDAX Sektor Software Aktionärsstruktur scroll Aktionär Anteile Ralph Dommermuth GmbH & Co. KG Beteiligungsgesellschaft 39,02 % RD Holding GmbH & Co. KG (Ralph Dommermuth) 0,98 % Blackrock 3,04 % Allianz Global Investors 3,00 % United Internet 0,60 % Streubesitz 53,36 % Stand 31. Dezember 2014, Darstellung basiert auf der jeweils letzten Stimmrechtsmitteilung Dividende Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2014 fortgesetzt. Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 22. Mai 2014 dem Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 zugestimmt. Die Ausschüttung in einer Gesamthöhe von 77,3 Mio. € (Vorjahr: 58,0 Mio. €) erfolgte am 23. Mai 2014. Die Ausschüttungsquote lag damit bei 37,3 % des Konzernergebnisses nach Steuern und somit am oberen Ende der bei der Dividendenpolitik vorgesehenen Ausschüttungsspanne von 20 % - 40 % des bereinigten Konzernergebnisses (sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden). Für das Geschäftsjahr 2014 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,60 € je Aktie vor. Über diesen Dividendenvorschlag beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2015 (und somit nach Redaktionsschluss dieses Lageberichts). Über den gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet dann die Hauptversammlung der United Internet AG am 21. Mai 2015. Ausgehend von 203,8 Mio. dividendenberechtigter Aktien (Stand 31. Dezember 2014) ergäbe sich für das Geschäftsjahr 2014 eine Ausschüttungssumme von 122,3 Mio. €. Die Ausschüttungsquote läge damit bei 43,0 % des bereinigten Konzernergebnisses 2014 nach Steuern (284,7 Mio. € ohne Sonderfaktoren aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen). Die Dividendenrendite beliefe sich - bezogen auf den Schlusskurs 2014 der United Internet Aktie - auf 1,6 %. Entwicklung der Dividende scroll Für 2010 Für 2011 Für 2012 Für 2013 Für 2014(1) Dividende je Aktie (in €) 0,20 0,30 0,30 0,40 0,60 Gesamtausschüttung (in Mio. €) 42,0 58,1 58,0 77,5 122,3 Ausschüttungsquote 32,4 % 35,8 % 53,6 % 37,4 % 27,3 % Bereinigte Ausschüttungsquote(2) 32,4 % 35,8 % 37,5 % 37,4 % 43,0 % Dividendenrendite(3) 1,6 % 2,2 % 1,8 % 1,3 % 1,6 % (1) Vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung 2015 (2) Ohne Sonderfaktoren: Sedo-Wertminderungen (2012); Einmalerträge Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (2014) (3) Stand: 31. Dezember Hauptversammlung 2014 Die Hauptversammlung der United Internet AG fand am 22. Mai 2014 in Frankfurt am Main statt. Bei der Abstimmung waren rund 69 % des Grundkapitals vertreten. Die Aktionäre erteilten allen abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit ihre Zustimmung. Grundkapital und eigene Aktien Der Vorstand der Gesellschaft hat am 13. Juni 2014 beschlossen, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses Rückkaufprogramms können bis zu 2.000.000 eigene Aktien über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgt im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 22. September 2017 erteilt wurde. In Geschäftsjahr 2014 hat die United Internet AG insgesamt 1.295.735 eigene Aktien zurückgekauft, die zum Teil für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme eingesetzt wurden. Zum 31. Dezember 2014 hielt United Internet 1.232.338 eigene Aktien (31. Dezember 2013: 244.265) und damit 0,60 % des aktuellen Grundkapitals von 205 Mio. €. Der Vorstand der United Internet AG hat am 15. September 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals beschlossen. Die neuen Aktien wurden ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) institutionellen Anlegern angeboten. Die Privatplatzierung begann am 15. September 2014 und endete am 16. September 2014. Durch die Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital der Gesellschaft von 194 Mio. € auf 205 Mio. € erhöht. Die 11 Mio. neuen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) wurden zu einem Platzierungspreis von 32,00 € je Aktie zugeteilt. Der United Internet AG floss damit ein Emissionserlös in Höhe von rund 352,0 Mio. € (vor Provisionen und Kosten) zu. Der Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung erhöht die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft im Rahmen der Unternehmensfinanzierung. Die neuen Aktien wurden am 17. September 2014 prospektfrei zum Handel zugelassen und in die bestehende Notierung im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen und sind ab dem 1. Januar 2014 gewinnanteilsberechtigt. Investor Relations Im Geschäftsjahr 2014 informierten der Vorstand und die Investor-RelationsAbteilung der United Internet AG institutionelle und private Anleger regelmäßig und ausführlich. Der Kapitalmarkt erhielt Informationen im Rahmen der Quartalsberichte und des Geschäftsberichts sowie in Presse- und Analystenkonferenzen. Das Management und die Investor-Relations-Abteilung erläuterten die Strategie und die Finanzergebnisse in zahlreichen persönlichen Gesprächen am Unternehmenssitz in Montabaur und auf Roadshows und Konferenzen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und den USA. Rund 20 nationale und internationale Investmenthäuser stehen mit der Investor-Relations-Abteilung der Gesellschaft in Kontakt und veröffentlichen regelmäßig Studien und Kommentare zur Geschäftsentwicklung und zur Aktie. Auch außerhalb persönlicher Treffen können sich Aktionäre und interessierte Anleger unter www.united-internet.de jederzeit über die aktuelle Entwicklung des Unternehmens informieren. 2.3 Lage des Konzerns Ertragslage im Konzern Der in der United Internet AG konsolidierte Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2014 - infolge der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und auch durch die Erstkonsolidierung von Versatel im 4. Quartal 2014 - um 15,4 % von 2.655,7 Mio. € im Vorjahr auf 3.065,0 Mio. € (davon 130,6 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Dabei verbesserte sich der Umsatz im Segment "Access" von 1.788,3 Mio. € im Vorjahr um 19,4 % auf 2.135,1 Mio. € und der Umsatz im Segment "Applications" von 867,0 Mio. € um 7,2 % auf 929,4 Mio. €. Der Umsatz im Ausland erhöhte sich von 296,9 Mio. € im Vorjahr um 16,2 % auf 344,9 Mio. €. Auch im Geschäftsjahr 2014 hat United Internet stark in neue Kundenbeziehungen investiert. Dabei konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 0,91 Mio. bzw. 1,33 Mio. Verträge inkl. der Versatel-Übernahme (Vorjahr: 1,41 Mio. inkl. der Arsys-Übernahme) auf insgesamt 14,78 Mio. gesteigert werden. Werbefinanzierte Accounts legten um 0,61 Mio. auf 32,12 Mio. zu. Im Segment "Access" wurde im 1. Halbjahr 2014 eine Marketingkampagne für DSL-Premium-Tarife durchgeführt. Im Rahmen dieser Kampagne konnten sich Neukunden und Bestandskunden (beim Wechsel in einen Premium-Tarif) für die Zugabe stark subventionierter (bis kostenfreier) Marken-Tablets entscheiden. Für die Kampagne wurden insgesamt rund 20,6 Mio. € ergebniswirksam verbucht. Im Segment "Applications" konnten im Berichtszeitraum die Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern (De-Mail, 1&1 MyWebsite) und für die Initiative "E-Mail made in Germany" infolge steigender Deckungsbeiträge sowie reduzierter Werbe-Spendings auf 47,6 Mio. € gesenkt werden (Vorjahr: 107,9 Mio. €). Die Bruttomarge reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 von 34,4 % im Vorjahr auf 33,6 %. Ursächlich hierfür waren im Segment "Access" der höhere Wareneinsatz bei Consumer-Produkten im Zuge des starken Kundenwachstums sowie der durch die Konsolidierung der Business-Produkte von Versatel insgesamt veränderte Produkt- und Margenmix. Der gestiegene Wareneinsatz bei Consumer-Produkten resultiert insbesondere aus der ergebniswirksamen Verbuchung der Smartphone-Subventionen im nochmals stärker gewachsenen Mobile-Internet-Geschäft (+620.000 Verträge im Vergleich zu +570.000 im Vorjahr) sowie der ergebniswirksamen Verbuchung der Tablet-Subventionen im Zuge der oben beschriebenen DSL-Marketingkampagne. Das Bruttoergebnis stieg von 912,9 Mio. €(1) um 12,9 % auf 1.030,5 Mio. €. Trotz des starken Kundenwachstums im Access-Geschäft blieben die Vertriebskosten - insbesondere infolge der reduzierten Werbe-Spendings in neuen Geschäftsfeldern - mit 481,3 Mio. € (15,7 % vom Umsatz) auf Vorjahresniveau (481,4 Mio. €(1) ; 18,1 % vom Umsatz). Die Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2014 proportional zum Umsatz von 120,4 Mio. €(1) im Vorjahr (4,5 % vom Umsatz) auf 136,9 Mio. € (4,5 % vom Umsatz). Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Umsatzkosten 1.226,2 1.375,7 1.574,7 1.742,8(1) 2.034,5 Umsatzkostenquote 64,3 % 65,7 % 65,7 % 65,6 % 66,4 % Bruttomarge 35,7 % 34,3 % 34,3 % 34,4 % 33,6 % Vertriebskosten 306,2 356,8 461,7 481,4(1) 481,3 Vertriebskostenquote 16,1 % 17,0 % 19,3 % 18,1 % 15,7 % Verwaltungskosten 94,7 102,8 112,1 120,4(1) 136,9 Verwaltungskostenquote 5,0 % 4,9 % 4,7 % 4,5 % 4,5 % (1) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) Die Ergebniskennzahlen des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2014 - neben dem Ergebnisbeitrag von Versatel infolge der erstmaligen Konsolidierung im 4. Quartal 2014 - durch verschiedene, im Saldo positive Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen (insbesondere durch die Einbringung der GFC- bzw. EFF-Beteiligungen in Rocket Internet) beeinflusst. Diese Einmalerträge sind mit 186,1 Mio. € in EBITDA und EBIT, mit 166,0 Mio. € im EBT, mit 162,7 Mio. € im Konzernergebnis sowie mit 0,82 € im EPS enthalten. Positive Einmaleffekte 2014 im Konzern scroll Effekte der Versatel-Übernahme Einmalertrag aus der Versatel-Übernahme, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 112,0 Mio. € EBIT-Effekt + 112,0 Mio. € EBT-Effekt + 91,9 Mio. € Konzernergebnis-Effekt + 89,2 Mio. € EPS-Effekt + 0,45 € Effekte der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen Einmalertrag Portfolio-Optimierung, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 74,1 Mio. € EBIT-Effekt + 74,1 Mio. € EBT-Effekt + 74,1 Mio. € Konzernergebnis-Effekt + 73,5 Mio. € EPS-Effekt + 0,37 € Einmaleffekte 2014 auf Konzernebene gesamt Einmalerträge, gesamt, netto EBITDA-Effekt + 186,1 Mio. € EBIT-Effekt + 186,1 Mio. € EBT-Effekt + 166,0 Mio. € Konzernergebnis-Effekt + 162,7 Mio. € EPS-Effekt + 0,82 € Ohne Berücksichtigung dieser Einmalerträge stiegen das EBITDA von 406,9 Mio. €(2) um 35,5 % auf 551,5 Mio. € (davon 33,3 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) und das EBIT von 312,2 Mio. €(2) um 37,9 % auf 430,6 Mio. € (davon 0,9 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Das EBT konnte von 296,4 Mio. €(2) um 39,3 % auf 412,9 Mio. € (davon -0,7 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung) und das Konzernergebnis von 207,0 Mio. €(2) um 37,5 % auf 284,7 Mio. € zulegen (davon -2,6 Mio. € aus der Versatel-Konsolidierung). Das EPS verbesserte sich entsprechend von 1,07 € im Vorjahr um 36,4 % auf 1,46 € (davon -0,01 € aus der Versatel-Konsolidierung). Inklusive der Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme sowie der Portfolio-Optimierung bei Beteiligungen stiegen das EBITDA um 81,3 % auf 737,6 Mio. €, das EBIT um 97,5 % auf 616,7 Mio. €, das EBT um 95,3 % auf 578,9 Mio. €, das Konzernergebnis um 116,1 % auf 447,4 Mio. € und das EPS um 113,1 % auf 2,28 €. Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €) scroll 2014 2013 Veränderung Umsatz 3.065,0 2.655,7 + 15,4 % EBITDA 551,5(1) 406,9(2) + 35,5 % EBIT 430,6(1) 312,2(2) + 37,9 % (1) 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €) (2) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (in Mio. €) scroll Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q4 2013 Veränderung Umsatz 709,9 723,7 737,3 894,1 700,6 + 27,6 % EBITDA 112,1 125,5 142,2(1) 171,7(2) 126,4(3) + 35,8 % EBIT 89,7 103,8 120,2(1) 116,9(2) 101,6(3) + 15,1 % (1) Q3 2014 ohne Einmalertrag aus Einbringung der GFC-Beteiligungen in Rocket (EBITDA- und EBIT-Effekt: +71,5 Mio. €) (2) Q4 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +114,6 Mio. €) (3) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) Historische Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Umsatz 1.907,1 2.094,1 2.396,6 2.655,7 3.065,0 Anlaufverluste(1) 21,7 42,7 124,1 107,9 47,6 EBITDA(2) 357,7 341,8 325,9 406,9(3) 551,5 EBITDA-Marge 18,8 % 16,3 % 13,6 % 15,3 % 18,0 % EBIT(2) 271,5 253,0 232,7 312,2(3) 430,6 EBIT-Marge 14,2 % 12,1 % 9,7 % 11,8 % 14,0 % (1) Anlaufverluste = EBITDA-wirksame Anlaufverluste in neuen Geschäftsfeldern; in 2014: De-Mail und 1&1 MyWebsite sowie die Initiative "E-Mail made in Germany" (2) Ohne Sonderfaktoren : 2011 ohne Verkauf Versatel-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +23,0 Mio. €); 2012 ohne Sedo-Wertminderungen (EBIT-Effekt: -46,3 Mio. C) und Verkauf freenet-Anteile (EBITDA- und EBIT-Effekt: +17,9 Mio. €); 2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung (EBITDA- und EBIT-Effekt: +186,1 Mio. €) (3) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) Finanzlage im Konzern Dank der positiven Ergebnisentwicklung stieg der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit von 280,1 Mio. € im Vorjahr auf 380,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2014. Im Rahmen der Neustrukturierung des Konzerns wurde zum Jahresende eine konzerninterne Ausschüttung vorgenommen, die eine Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € zur Folge hatte. Die Rückerstattung erfolgt unmittelbar nach Bearbeitung der Steuererklärung der United Internet AG für das Jahr 2014. Dies wird voraussichtlich noch im April 2015 der Fall sein. Ohne Berücksichtigung dieser stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung konnten die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit trotz der Geschäftsausweitung (Umsatzwachstum um 15,4 %) von 268,3 Mio. €(1) im Vorjahr auf 454,0 Mio. € gesteigert werden. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich weist im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen in Höhe von 1.349,8 Mio. € (Vorjahr: 207,8 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus Auszahlungen in Höhe von 72,3 Mio. € (Vorjahr: 59,9 Mio. €) für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 942,2 Mio. € (Versatel-Übernahme), aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 23,1 Mio. € (Beteiligung an ePages und uberall sowie Beteiligungen über den Global Founders Capital Nr. 1) sowie aus Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 334,7 Mio. € (im Wesentlichen für die Beteiligung an Rocket Internet). Die Nettoauszahlungen des Vorjahres setzten sich - neben den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (59,9 Mio. €) - im Wesentlichen aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 130,1 Mio. € (Arsys-Übernahme) sowie aus Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 22,7 Mio. € (im Wesentlichen für die Beteiligung an Open-Xchange) zusammen. Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, betrug (bereinigt um die stichtagsbedingte Kapitalertragssteuerzahlung) 386,6 Mio. € - nach 211,6 Mio. €(1) im Vorjahr. Darin zeigt sich unverändert die sehr gute und steigende Cash-Generierung der Unternehmensgruppe bei einem gleichzeitig hohen und qualitativen Wachstum. Bestimmend im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich waren im Geschäftsjahr 2014 der Mittelabfluss für die Dividendenzahlung in Höhe von 77,3 Mio. € (Vorjahr: 58,0 Mio. €), der Erwerb eigener Aktien in Höhe von 38,8 Mio. € (Vorjahr: 27,7 €), der Erwerb weiterer Anteile an verbundenen Unternehmen (Sedo Holding, united-domains) in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €) sowie - gegenläufig - der Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung im September 2014 in Höhe von 348,3 Mio. € und die Netto-Aufnahme von Krediten in Höhe von 1.034,0 Mio. € (Vorjahr: 39,8 Mio. €). Historische Entwicklung wesentlicher Cashflow-Kennzahlen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 238,1 211,9 214,1 280,1(1) 380,6 Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 290,4 194,8 260,5 268,3(1) 454,0(2) Cashflow aus dem Investitionsbereich -71,2 2,0 1,9 -207,8 -1.349,8 Free Cashflow(3) 219,7 142,3 204,7 211,6(1) 386,6(2) Cashflow aus dem Finanzierungsbereich -240,5 -228,0 -284,4 -59,2 1.240,9 Zahlungsmittel zum 31. Dezember 96,1 64,9 42,8 42,8(1) 50,8 (1) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) (2) Ohne Berücksichtigung der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung in Höhe von 335,7 Mio. € (3) Free Cashflow ist definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Vermögenslage im Konzern Die Bilanzsumme stieg insbesondere infolge der Erstkonsoliderung von Versatel sowie dem Beteiligungserwerb an Rocket Internet deutlich von 1,270 Mrd. €(1) zum 31. Dezember 2013 auf 3,673 Mrd. € zum 31. Dezember 2014. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 970,9 Mio. €(1) zum 31. Dezember 2013 auf 2.929,2 Mio. € zum 31. Dezember 2014. Innerhalb der Positionen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte standen Zugängen in Höhe von 78,0 Mio. € (für Betriebsausstattung und Software) Abschreibungen in Höhe von 120,9 Mio. € gegenüber. Der starke Anstieg beider Positionen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der im Rahmen der Versatel-Übernahme erworbenen Infrastruktur. Auch die Firmenwerte stiegen infolge der Versatel-Übernahme deutlich von 452,8 Mio. € auf 977,0 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen gingen (trotz der Beteiligungen an ePages und uberall) infolge der Einbringung der Anteile an den GFC- bzw. EFF-Fonds in Rocket Internet (Ausweis jetzt in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten) sowie dem Abgang der Anteile an der ehemaligen Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding & Co. S.C.A. (im Zuge der Komplettübernahme von Versatel) von 115,3 Mio. €(1) zum 31. Dezember 2013 auf 34,9 Mio. € zurück. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere durch die Beteiligung an Rocket Internet von 47,6 Mio. €(1) auf 695,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 23,5 Mio. € resultieren aus den teilweise sehr langfristigen Vertragsbeziehungen im Versatel-Geschäft (Finanzierungs-Leasing). Die abgegrenzten Aufwendungen, die im Wesentlichen aus geleisteten Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge resultieren, stiegen von 7,3 Mio. € auf 37,1 Mio. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 299,3 Mio. €(1) zum 31. Dezember 2013 auf 744,2 Mio. € zum 31. Dezember 2014. Dabei stieg der in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln im Geschäftsjahr 2014 von 42,8 Mio. €(1) auf 50,8 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Zuge der Geschäftsausweitung sowie der Erstkonsolidierung von Versatel von 135,5 Mio. € auf 193,1 Mio. €. Gleiches gilt für die abgegrenzten Aufwendungen, die von 53,3 Mio. € auf 66,6 Mio. € anstiegen. Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte stiegen von 4,7 Mio. € im Vorjahr auf 377,5 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt (Kapitalertragssteuerrückerstattung: 335,7 Mio. €). Die langfristigen Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2014 von 358,8(1) Mio. € auf 1.581,1 Mio. € erhöht. Dabei stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten infolge der Refinanzierung der Versatel-Übernahme sowie der Beteiligung an Rocket Internet von 317,0 Mio. € auf 1.343,9 Mio. €. Die latenten Steuerschulden legten im Zusammenhang mit der Versatel-Übernahme von 25,4 Mio. € auf 73,6 Mio. € zu. Die abgegrenzten Erlöse in Höhe von 24,3 Mio. € (Vorjahr: 0 €) sowie die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 35,9 Mio. € (Vorjahr: 0 €) resultieren aus den teilweise sehr langfristigen Vertragsbeziehungen im Versatel-Geschäft. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 16,3 Mio. € auf 99,2 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Finanzierungsleasing-Verpflichtungen (IRUs / Netzmiete) aus dem Versatel-Geschäft. Die kurzfristigen Schulden haben sich im Geschäftsjahr 2014 von 603,7(1) Mio. € auf 887,6 Mio. € erhöht. Dabei stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt, aber auch im Zuge der Geschäftsausweitung und der Erstkonsolidierung von Versatel von 260,2 Mio. € auf insgesamt 356,1 Mio. €. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich von 22,2 Mio. € auf 139,2 Mio. €. Die abgegrenzten Erlöse stiegen infolge der Geschäftsausweitung von 183,7 Mio. € auf 210,6 Mio. €. Der Anstieg der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten von 53,2 Mio. € auf 94,8 Mio. € ist überwiegend stichtagsbedingt und auf die Geschäftsausweitung zurückzuführen. Das Eigenkapital im Konzern stieg infolge der erfolgreichen Geschäftsentwicklung sowie der Kapitalerhöhung von 307,9 Mio. € auf 1.204,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 24,2 % zum 31. Dezember 2013 auf 32,8 % zum 31. Dezember 2014. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 hielt United Internet 1.232.338 Stück eigene Aktien (31. Dezember 2013: 244.265 Stück eigene Aktien). Die Netto-Bankverbindlichkeiten (der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden Mittel) stiegen insbesondere im Zuge der Refinanzierung der Versatel-Übernahme, dem Erwerb der Rocket Internet Beteiligung sowie der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung von 297,2 Mio. €(1) auf 1.323,2 Mio. €. Entwicklung der relativen Verschuldung scroll 2010 2011(2) 2012 2013 2014(3) Netto-Bankverbindlichkeiten(4) I EBITDA 0,76 1,26 0,75 0,73 1,79 Netto-Bankverbindlichkeiten(4) I Free Cashflow(5) 1,24 3,23 1,26 1,40 3,42 (1) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) (2) 2011: Anstieg der Netto-Bankverbindlichkeiten durch Rückkauf eigener Aktien (3) 2014: Anstieg der Netto-Bankverbindlichkeiten, insbesondere durch Versatel-Übernahme, Rocket-Beteiligung und die stichtagsbedingte Kapitalertragssteuerzahlung (4) Netto-Bankverbindlichkeiten = Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und liquiden Mittel (5) Free Cashflow = Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; Free Cashflow 2014 ohne Berücksichtigung der stichtagsbedingten Kapitalertragssteuerzahlung Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisiko-Managements im Konzern finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 43. Historische Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013(1) 2014 Bilanzsumme 1.271,3 1.187,0 1.107,7 1.270,3 3.673,4 Liquide Mittel 96,1 64,9 42,8 42,8 50,8 Anteile an assoziierten Unternehmen 84,1 33,6(2) 90,9(2) 115,3 34,9 Sachanlagen 108,7 110,9 109,2 116,2 689,3 Immaterielle Vermögenswerte 221,4 187,4 151,8 165,1 385,5 Firmenwerte 402,9 401,3 356,2(3) 452,8(3) 977,0 Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten 369,4 524,6(4) 300,3(4) 340,0 1.374,0 Grundkapital 240,0 215,0(5) 215,0 194,0(5) 205,0(5) Eigene Anteile 241,0 270,8 263,6 5,2(5) 35,3 Eigenkapital 382,4 154,8(6) 198,1 307,9 1.204,7 Eigenkapitalquote 30,1 % 13,0 % 17,9 % 24,2 % 32,8 % (1) Rückwirkend angepasst (siehe "Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard" auf Seite 47) (2) Verkauf der Versatel-Anteile (2011); Rückkauf der Versatel-Anteile über Versatel-Obergesellschaft (2012) (3) Rückgang durch Wertminderungen bei der Sedo Holding (2012); Anstieg durch Arsys-Übernahme (2013) (4) Anstieg durch Aktienrückkäufe; Rückgang durch Rückzahlung von Krediten (5) Rückgang durch Aktieneinzüge(2011, 2013); Anstieg durch Kapitalerhöhung (2014) (6) Rückgang durch Aktienrückkäufe Verpflichtend anzuwendender neuer Rechnungslegungsstandard Das bislang durch SIC-12 konkretisierte Chancen-Risiken-Konzept ist unter IFRS 10 für Zwecke der Beurteilung des Vorliegens von Beherrschung nicht mehr einschlägig. Die Änderungen führten dazu, dass die Anteile an den (inzwischen in die Rocket Internet AG eingebrachten) Zweckgesellschaften European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3, die bis zum 31. Dezember 2013 vollkonsolidiert wurden, nach Erstanwendung des IFRS 10 als assoziierte Unternehmen galten und mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Anwendung von IFRS 10 hat retrospektiv zu erfolgen, d. h. die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der neu anzuwendende Rechnungslegungsstandard hatte keinen Einfluss auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital der Gesellschaft. Für weitere Einzelheiten wird auf den Konzernanhang verwiesen. Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Zielländern der United Internet Gruppe haben sich im Berichtszeitraum sehr unterschiedlich entwickelt. Während die wirtschaftliche Entwicklung in den nordamerikanischen Zielländern Mexiko und die USA hinter den ursprünglichen Erwartungen des IWF zurückblieben, konnte Kanada die Erwartungen übertreffen. Ähnliche Divergenzen ergaben sich auch für die europäischen Zielländer von United Internet. Hier blieben Frankreich und Italien hinter den Erwartungen zurück, wohingegen Spanien und Großbritannien die Erwartungen übertreffen konnten. Der aus United Internet Sicht wichtigste Markt, Deutschland, hat sich im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Markt der deutschen Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK-Markt) hat sich im Geschäftsjahr 2014 mit einem Wachstum um 1,5 % leicht schlechter entwickelt als ursprünglich erwartet (1,7 %). Trotz der unterschiedlich ausgefallenen wirtschaftlichen Entwicklung in den Zielländern sowie der insgesamt etwas schlechter als erwartet verlaufenen Branchenentwicklung hat sich United Internet mit einem Zuwachs um 1,33 Mio. Kundenverträge auf 14,78 Mio., einem Umsatzwachstum um 15,4 % auf 3,065 Mrd. € sowie einer EBITDA-Steigerung um 35,5 % auf 551,5 Mio. € auch im Geschäftsjahr 2014 dynamisch weiterentwickelt. Mit den im Geschäftsjahr 2014 erreichten Meilensteinen bei Kundenverträgen, Umsatz und Ergebniskennzahlen wurden die unterjährig erhöhten Prognosen erreicht und teilweise noch übertroffen. Parallel dazu hat die Gesellschaft wieder stark in die Neukundengewinnung, den Ausbau der bestehenden Kundenverhältnisse sowie in neue Geschäftsfelder investiert und damit die Basis für künftiges Wachstum geschaffen. Neben diesen operativen Weichenstellungen hat sich United Internet durch die Komplettübernahme von Versatel und dem damit verbundenen Zugriff auf das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland zusätzliche Wachstumspotenziale erschlossen. Diese deutlich bessere Entwicklung im Vergleich zum volkswirtschaftlichen und branchenspezifischen Trend zeigt die Vorteile des Geschäftsmodells von United Internet, das überwiegend auf elektronischen Abonnements basiert - mit festen monatlichen Beträgen sowie vertraglich festgelegten Laufzeiten. Dies sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Übernahmen. Die Finanzlage der United Internet AG hat sich auch im Geschäftsjahr 2014 weiter verbessert. Der Free Cashflow stieg auf 386,6 Mio. € - nach 211,6 Mio. € im Vorjahr. Darin zeigt sich unverändert die sehr gute und steigende Cash-Generierung der Unternehmensgruppe bei einem gleichzeitig hohen und qualitativen Wachstum. Die Veränderung der Vermögenslage im Konzern wurde insbesondere durch die Komplettübernahme von Versatel sowie die Beteiligung an der Rocket Internet AG geprägt. Insgesamt sieht der Vorstand die United Internet Gruppe für die weitere Unternehmensentwicklung sehr gut aufgestellt und blickt optimistisch in die Zukunft. 2.4 Lage der Gesellschaft Ertragslage der United Internet AG Der Umsatz der United Internet AG betrug im Berichtsjahr 6,3 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) und umfasste überwiegend die für Konzerngesellschaften erbrachten Dienstleistungen sowie an diese weiterberechnete Mieten. Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2014 ist aufgrund des Übergangs von Mitarbeitern der United Internet AG in eine Tochtergesellschaft sowie aufgrund der Vorjahresaufwendungen für die bestehenden aktienkursbasierten Vergütungsprogramme nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Bereinigt um den Effekt aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beliefen sich die Personalaufwendungen der Berichtsperiode auf 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, den Aufsichtsratsvergütungen sowie Aufwendungen für Investor Relations, Marketing und Pressearbeit. Im Berichtszeitraum kamen Aufwendungen in Höhe von 3,7 Mio. € für die im September 2014 durchgeführte Barkapitalerhöhung hinzu. Insgesamt beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 7,2 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der 1&1 Internet AG, der 1&1 Telecommunication AG sowie der United Internet Ventures AG betrugen im Berichtszeitraum - inklusive einer Sonderausschüttung der 1&1 Telecom Holding GmbH in Höhe von 1.272,8 Mio. € - insgesamt 1.572,8 Mio. € (Vorjahr: 272,2 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 24,0 Mio. €) umfassen im Wesentlichen den Ergebnisausgleich der United Internet Corporate Services GmbH sowie der 1&1 Telecommunication Holding SE. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Einzelabschluss belief sich auf 1.533,0 Mio. € (Vorjahr: 208,7 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 53,4 Mio. € betreffen mit 32,7 Mio. € laufende Steuern des Jahres 2014, davon 22,4 Mio. € Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 10,3 Mio. € Gewerbesteuer, sowie mit 2,8 Mio. € latente Steuern. Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 und den daraus resultierenden Folgeeffekten für die Veranlagungen in Folgejahre ergaben sich periodenfremde Steueraufwendungen für Ertragssteuern in Höhe von 17,9 Mio. €. Der Jahresüberschuss wird im Einzelabschluss mit 1.479,6 Mio. € (Vorjahr: 110,4 Mio. €) ausgewiesen. Insbesondere aufgrund der Sonderausschüttung ist der Jahresüberschuss nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Finanz- und Vermögenslage der United Internet AG Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft stieg von 1.299,8 Mio. € zum 31. Dezember 2013 auf 4.514,6 Mio. € zum 31. Dezember 2014. Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen geprägt durch die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.214,5 Mio. € (Vorjahr: 1.097,6 Mio. €) sowie durch Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1.037,3 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €). Der Anstieg der Ausleihungen resultiert aus der Ausgabe von Darlehen an 3 Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt 1.036,0 Mio. €. Das Umlaufvermögen beinhaltet insbesondere Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.886,1 Mio. € (Vorjahr 193,5 Mio. €), die aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der 1&1 Internet AG sowie aus Forderungen im Rahmen des Cash-Managements innerhalb der United Internet Gruppe resultieren. Die ebenfalls im Umlaufvermögen ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 366,7 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) beinhalten ausschließlich Forderungen gegenüber dem Finanzamt. Das Eigenkapital ist gekennzeichnet durch den Anstieg der Kapitalrücklage auf 458,0 Mio. € (Vorjahr: 117,0 Mio. €) infolge der Ausgabe von 11 Mio. neuen Aktien im Rahmen der Barkapitalerhöhung zu einem Ausgabepreis von 32 € sowie durch den Anstieg des Bilanzgewinns auf 1.422,8 Mio. € (Vorjahr: 220,5 Mio. €) - nach Einstellung eines Teilbetrags in Höhe von 200,0 Mio. € in die Gewinnrücklage. Die Eigenkapitalquote sank infolge der deutlich erhöhten Bilanzsumme von 66,1 % im Vorjahr auf 57,3 % zum 31. Dezember 2014. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Geschäftsjahr 2014 - insbesondere durch die anteilige Refinanzierung im Zusammenhang der Übernahme von Versatel sowie der Beteiligung an Rocket Internet - auf 1.382,6 Mio. € (Vorjahr: 343,0 Mio. €). Die Bankverbindlichkeiten selbst resultieren aus einem im August 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit in Höhe von insgesamt 750 Mio. €, aus einem im Dezember 2014 abgeschlossenen Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Mio. € und einem revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 600 Mio. €, der am Bilanzstichtag mit 30 Mio. € in Anspruch genommen war. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen auf 466,5 Mio. € (Vorjahr: 24,6 Mio. €) und resultieren im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten (335,7 Mio. €), bestehenden Leistungsbeziehungen (8,6 Mio. €) sowie Ergebnisabführungsverträgen und Kompensationsvereinbarungen (122,2 Mio. €). Der Cashflow im Einzelabschluss der Gesellschaft ist geprägt durch Zahlungsmittelzuflüsse aus den Gewinnabführungsverträgen mit der 1&1 Internet AG, der 1&1 Telecommunication AG und der United Internet Ventures AG sowie der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Versatel-Übernahme sowie der Beteiligung an Rocket Internet. Weitere Angaben dazu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses. Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage der United Internet AG Die wirtschaftliche Lage der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentrale Treiber sind hier die Ergebnisabführungen seitens der Tochtergesellschaften 1&1 Internet AG, 1&1 Telecommunication AG und United Internet Ventures AG. Insofern gilt die Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen Lage im Konzern qualitativ auch für die United Internet AG selbst. 2.5 Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Unternehmerisches Handeln ist nach dem Selbstverständnis der United Internet AG nicht ausschließlich auf die Verfolgung und Umsetzung wirtschaftlicher Ziele beschränkt, sondern beinhaltet darüber hinaus auch eine Verpflichtung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt. Dieser Verantwortung stellt sich United Internet in verschiedener Weise. Die wichtigsten Aspekte sind in den folgenden Abschnitten zusammengefasst. Nachhaltige Geschäftspolitik United Internet fühlt sich einer nachhaltigen Geschäftspolitik verpflichtet. Diese Nachhaltigkeit zeigt sich insbesondere in den hohen Investitionen in Kundenbeziehungen und neue Geschäftsfelder und somit in künftiges Wachstum. Auch im Geschäftsjahr 2014 hat United Internet wieder stark in das Kundenwachstum investiert und konnte organisch um 0,91 Mio. bzw. inkl. der Versatel-Übernahme sogar um 1,33 Mio. Kundenverträge (Vorjahr: 1,41 Mio. inkl. der Arsys-Übernahme) auf insgesamt 14,78 Mio. zulegen. Neben diesen kostenpflichtigen Verträgen betreibt United Internet in ihren Rechenzentren auch 32,12 Mio. Free-Accounts (Vorjahr: 31,51 Mio.), die über Werbung refinanziert werden. Insgesamt managt United Internet damit 46,90 Mio. Kunden-Accounts (Vorjahr: 44,96 Mio.) weltweit. Entwicklung der Kundenbeziehungen (in Mio.) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Wachstum "kostenpflichtige Verträge" + 0,61 + 0,91 + 1,18 + 1,41(2) + 1,33(3) Wachstum "Free-Accounts" + 1,70 + 2,80(1) + 1,00 - 0,05 + 0,61 Wachstum "Accounts insgesamt" + 2,31 + 3,71(1) + 2,18 + 1,36(2) + 1,94(3) (1) Inklusive 1,50 Mio. Free-Accounts aus der Übernahme von mail.com (2) Inklusive 0,33 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von Arsys (3) Inklusive 0,42 Mio. kostenpflichtige Verträge aus der Übernahme von Versatel Auch auf Ebene der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sowie der Servicequalität wurde seit dem Start der DSL-Qualitätsoffensive im Jahr 2009 mit der Einführung des 1&1 Prinzips im Jahr 2012 sowie dessen internationalem Rollout im Jahr 2013 viel investiert. Mit dem 1&1 Prinzip gibt die United Internet Marke 1&1 ihren Kunden fünf klare, produktspezifische Leistungsversprechen. Dazu zählt z. B. eine einmonatige Testphase oder - bei DSL- und Mobilfunk-Produkten - eine Auslieferung der Hardware innerhalb eines Tages oder ein VorOrt-Austausch defekter Geräte am nächsten Tag bzw. - bei Cloud-Produkten -ein monatliches Produkt Up- oder Downgrade oder eine Georedundanz für maximale Datensicherheit. Mit der im Jahr 2013 gestarteten Initiative "E-Mail made in Germany" (in Kooperation und im Verbund mit der Deutschen Telekom und freenet) bietet United Internet ihren Kunden bei ihrer E-Mail-Kommunikation auch einen hohen Sicherheits- und Datenschutzstandard. Dazu gehören eine verschlüsselte Übertragung aller E-Mails auf allen Übertragungswegen des Verbunds, die Verarbeitung und Speicherung aller Daten in Deutschland nach deutschem Datenschutz sowie die Kennzeichnung sicherer E-Mail-Adressen im Rahmen der E-Mail-Anwendungen. Seit dem 29. April 2014 werden im Verbund "E-Mail made in Germany" ausschließlich in Deutschland zertifizierte SSL-Schlüssel eingesetzt und alle Übertragungswege komplett verschlüsselt. Neben den Investitionen in Kundenbeziehungen, Kundenzufriedenheit und Datenschutz hat United Internet die gute Ergebnisentwicklung sowie die hohe Cash-Generierung des Konzerns auch dazu genutzt, neue Geschäftsfelder aufzubauen und zu entwickeln und die weitere Internationalisierung voranzutreiben. Bei den neuen Geschäftsfeldern - mit denen auch neue Zielgruppen erschlossen werden sollen - standen in der Vergangenheit neben der Internationalisierung insbesondere De-Mail, 1&1 MyWebsite, die neuen Top-Level-Domains (nTLDs) sowie seit dem Geschäftsjahr 2014 die Initiative "E-Mail made in Germany" im Vordergrund. Insgesamt hat United Internet im Geschäftsjahr 2014 rund 47,6 Mio. € (Vorjahr: 107,9 Mio. €) in neue Geschäftsfelder und damit in nachhaltiges Wachstum investiert. Investitionen in neue Geschäftsfelder (in Mio.) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 EBITDA-wirksame Anlaufverluste(1) 21,7 42,7 124,1 107,9 47,6 (1) In 2014: De-Mail und 1&1 MyWebsite sowie die Initiative "E-Mail made in Germany" Mitarbeiter Der sich schnell entwickelnde Internet-Markt stellt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter und damit gleichzeitig auch an die Personalstrategie von United Internet. Dieser Herausforderung stellt sich die Gesellschaft insbesondere durch eine aktive Nachwuchsförderung, eine gezielte und nachhaltige Entwicklung von Führungskräften sowie durch eine Vielzahl an individuellen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014 hat sich die Zahl der Mitarbeiter im Zuge der Geschäftsausweitung aber auch infolge der Versatel-Übernahme weiter erhöht. Zum 31. Dezember 2014 waren bei United Internet insgesamt 7.832 Mitarbeiter beschäftigt. Damit stieg die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahresstichtag (6.723(1) Mitarbeiter) um 1.109 Mitarbeiter bzw. 16,5 %. Dabei waren 2.965 Mitarbeiter im Segment "Access" (Vorjahr: 2.025(1) ) tätig, 4.829 im Segment "Applications" (Vorjahr: 4.664(1) ) und 38 Mitarbeiter im Bereich "Zentrale" (Vorjahr: 34(1) ). Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stieg von 5.080(1) im Vorjahr um 1.088 Mitarbeiter bzw. 21,4 % auf 6.168 zum 31. Dezember 2014. In den ausländischen Gesellschaften stieg die Anzahl der Beschäftigten von 1.643(1) im Vorjahr um 21 Mitarbeiter bzw. 1,3 % auf 1.664 an. Entwicklung der Mitarbeiterzahl (nach Segmenten sowie Inland / Ausland) scroll 2010 2011 2012 2013(1) 2014 Veränderung zu 2013 Mitarbeiter, gesamt 5.018 5.593 6.254 6.723 7.832 + 16,5 % davon Inland 4.019 4.375 4.904 5.080 6.168 + 21,4 % davon Ausland 999 1.218 1.350 1.643 1.664 + 1,3 % Segment Access 1.780 1.794 1.928 2.025 2.965 + 46,4 % Segment Applications 3.211 3.771 4.292 4.664 4.829 + 3,5 % Zentrale 27 28 34 34 38 + 11,8 % (1) Zum 30. Juni 2014 wurden die Mitarbeiterstatistiken der United Internet AG umgestellt und weisen nur noch aktive Mitarbeiter aus. Die Vergleichszahlen zum 31. Dezember 2013 wurden rückwirkend angepasst. Der Personalaufwand stieg von 306,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2014 um 14,9 % auf 351,7 Mio. Die Personalaufwandsquote blieb mit 11,5 % auf Vorjahresniveau. Entwicklung des Personalaufwands (in Mio. €) scroll 2010 2011 2012 2013 2014 Veränderung zu 2013 Personalaufwand 202,9 230,1 275,1 306,1 351,7 + 14,9 % Personalaufwandsquote 10,6 % 11,0 % 11,5 % 11,5 % 11,5 % Der Umsatz pro Mitarbeiter bezogen auf die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt betrug für das Geschäftsjahr 2014 ca. 421 Tsd. €. Gezielte Mitarbeiterförderung und Weiterentwicklung Um allen Mitarbeitern an allen Standorten, in allen Bereichen und Funktionen dieselben Chancen und Möglichkeiten zu geben, wurden für die Weiterentwicklung ein transparenter übergreifender Rahmen sowie einheitliche Programme und Fördermaßnahmen definiert. Dabei können die Mitarbeiter innerhalb einer Funktion durch sukzessive Verantwortungsübernahme und Kompetenzerweiterung vorankommen / weiterkommen. Daneben sind aber auch Wechsel zwischen Funktionen möglich. Hat der Mitarbeiter das für seine Funktion jeweils höchste Kompetenzlevel "Senior", erreicht, werden zwei alternative Laufbahnmodelle angeboten: zum einen die "Führungslaufbahn" und zum anderen die "Expertenlaufbahn". Während die Mitarbeiter in der "Führungslaufbahn" schrittweise Personalverantwortung übernehmen, verfügen die Experten über hohes Fachwissen und sind wichtige Leistungs- / Know-howTräger und Berater in ihrem speziellen Fachgebiet - haben aber keine disziplinarische Personalverantwortung. Sowohl die Führungs- als auch die Expertenlaufbahn ist "durchlässig", d. h. auch hier ist eine horizontale Bewegung möglich und ein Experte kann sich zur Führungskraft entwickeln und umgekehrt. Neben der Förderung innerhalb einer Stufe und dem nächsten, vertikalen Schritt, gibt es somit konzernweit auch horizontale Entwicklungsmöglichkeiten, um in eine neue Rolle hineinzuwachsen - im eigenen Bereich oder auch bereichsübergreifend. Alle Wege werden sowohl mit programmatischen als auch mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen begleitet. Darüber hinaus stellt United Internet allen Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben Seminaren und Trainings für allgemeine, häufig im Soft-Skill-Bereich liegende Themen, werden Mitarbeiter auch fachlich gezielt durch bereichsspezifische Qualifikationen oder berufsspezifische Zertifizierungen gefördert. Für besonders leistungsstarke Mitarbeiter und Potenzialträger aus allen Bereichen des Unternehmens werden weitere Förderprogramme angeboten. Darin werden diese Mitarbeiter strukturiert durch individuelle Entwicklungs- und Trainingspläne begleitet, um sie für ihre künftigen persönlichen Herausforderungen und die des Unternehmens vorzubereiten (MyWay+ für Mitarbeiter und 1&1 MOVE für Führungskräfte und Experten). Mittels Nachwuchsförderprogrammen, wie 1&1 Graduate oder Master+, fördert United Internet frühzeitig junge Talente, die gerade ihr Studium abgeschlossen haben. Als Hauptziel wird dabei die nachhaltige Rekrutierung und Ausbildung von zukünftigen Führungs- und Fachkräften aus den eigenen Reihen angestrebt. Eine besondere Initiative, die in Kooperation von Personalentwicklung und Kollegen aus dem Fachbereich getrieben wird, ist der TEC Campus. Der TEC Campus ist die Plattform für die fachliche Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Technik und Entwicklung. Ziel ist es, durch interne Wissensweitergabe sowie gezielte, bedarfsgerechte Trainings das Know-how der Mitarbeiter zu verbreitern, zu vernetzen und neue Technologien frühzeitig aufzugreifen. Auch dank der beschriebenen Förderprogramme konnten im Geschäftsjahr 2014 innerhalb der United Internet Gruppe über 72 % der Führungspositionen intern besetzt werden. Die United Internet AG ist auch 2014 wieder anerkannter Top Arbeitgeber. Basierend auf einer unabhängigen Studie des Top Employers Institut wurde United Internet, wie schon in den vergangenen Jahren, die Auszeichnung als "TOP Arbeitgeber Deutschland" verliehen. Die Zertifizierung wird an Unternehmen vergeben, die ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Die Bewertungen erfolgen zu Karrieremöglichkeiten, Arbeitgeberleistungen, Arbeitsbedingungen, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten sowie Unternehmenskultur. Ausbildung mit hohem Stellenwert Auch der Bereich Ausbildung hat innerhalb der United Internet Gruppe einen hohen Stellenwert. United Internet bildet Nachwuchskräfte selbst aus und ermöglicht jungen Menschen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Zurzeit werden in den kaufmännischen und technischen Berufen Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung / Systemintegration), IT-Systemkaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Kaufleute für Marketingkommunikation sowie Kaufleute für Büromanagement ausgebildet. Alle Teilnehmer durchlaufen während ihrer etwa dreijährigen Ausbildung ein breites Spektrum unterschiedlicher Fachabteilungen im Unternehmen und nehmen an Veranstaltungen und Workshops teil. Als besonders erfolgreich erweisen sich die Lehrwerkstätten an den Standorten in Karlsruhe und Montabaur. Hier verbringen vor allem die Auszubildenden in den technischen Berufen einen Teil ihrer Ausbildungszeit, um sich die für ihren späteren Einsatz nötigen fachlichen Grundlagen zu erarbeiten. Zum Jahresende 2014 befanden sich konzernweit über 150 junge Menschen in Ausbildung oder Studium. United Internet ist bestrebt, möglichst viele der Ausgebildeten nach bestandener Prüfung zu übernehmen und jedem Absolventen ein attraktives Angebot zu machen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 37 Auszubildende in eine Festanstellung übernommen. In Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) bietet United Internet an den Hochschulstandorten Karlsruhe und Mannheim Studiengänge in den Bereichen Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, BWL / Accounting & Controlling und BWL / Dienstleistungsmarketing an. Darüber hinaus ist United Internet als Förderer im Rahmen des "Deutschlandstipendiums" tätig, bei dem Unternehmen und Staat zu jeweils gleichen Teilen angehende Akademiker fördern, um ihnen ein erfolgreiches und anspruchsvolles Studium zu ermöglichen. Das Stipendium unterstützt dabei Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Seit dem Start des Programms 2011 fördert United Internet Studierende der beiden Elite-Universitäten LMU und TU München. Diversity Ohne die individuellen Stärken der Mitarbeiter/innen wäre United Internet nicht das, was es heute ist: Ein international erfolgreiches, innovatives Unternehmen auf Wachstumskurs. Die konstruktive Nutzung des Diversity-Managements, der Umgang mit der sozialen Vielfalt aller Mitarbeiter, hat für United Internet eine herausragende Bedeutung. United Internet steht für eine wertschätzende Unternehmenskultur, bei der die individuelle Verschiedenheit hinsichtlich Kultur, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppe und Religion gewünscht wird, also alles, was die einzelnen Mitarbeiter/innen innerhalb des Unternehmens einzigartig und unverwechselbar macht. Eine Belegschaft, die sich aus verschiedensten Persönlichkeiten zusammensetzt, bietet optimale Rahmenbedingungen für Kreativität und Produktivität. Das daraus resultierende Ideen- und Innovationspotenzial stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft und steigert die Chancen in Zukunftsmärkten. Diesem Gedanken folgend, soll für jeden Mitarbeiter das Tätigkeitsfeld und die Funktion gefunden werden, in der die jeweiligen individuellen Potenziale und Talente bestmöglich ausgeschöpft werden können. Neben der Produktivität wird mit Diversity auch die Mitarbeiterzufriedenheit im Allgemeinen gefördert. Dies sind wichtige Entscheidungskriterien für viele Bewerber bei der Auswahl ihres Arbeitgebers. Aber auch die Kunden von United Internet mit ihren vielfältigen Bedürfnissen schätzen einen Geschäftspartner, der ihrer eigenen Diversity gerecht wird. Die Förderung von Vielfältigkeit kann jedoch keiner Einheitslösung folgen. Mitarbeiter und Bewerber werden aufgrund objektiver Faktoren wie Qualifikation, fachliche Eignung und Kompetenz eingestellt, beschäftigt und gefördert. In Unternehmensbereichen, in denen Frauen strukturell unterrepräsentiert sind, strebt United Internet bei gleicher Qualifikation, Kompetenz und sonstiger Eignung grundsätzlich eine höhere Berücksichtigung von Frauen an, entscheidet aber stets von Fall zu Fall. Mitarbeiter nach Geschlecht scroll 31.12.2014 31.12.2013 Frauen 42 % 35 % Männer 58 % 65 % Das Durchschnittsalter je Mitarbeiter im United Internet Konzern betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 rund 33,8 Jahre. Altersstruktur der Mitarbeiter scroll 31.12.2014 31.12.2013 unter 30 Jahre 32 % 30 % 30 - 39 Jahre 43 % 46 % 40 - 49 Jahre 20 % 20 % über 50 Jahre 5 % 4 % Die Mitarbeiter der United Internet AG arbeiten in einem internationalen Umfeld an weltweit 40 Standorten. Mitarbeiter nach Ländern scroll 31.12.2014 31.12.2013 Mitarbeiter, gesamt 7.832 6.723 davon Deutschland 6.168 5.080 davon Frankreich 46 23 davon Großbritannien 227 208 davon Philippinen 450 468 davon Rumänien 264 288 davon Spanien 341 329 davon USA 300 303 davon Sonstige 36 24 Green IT Im Zuge der globalen Klimadebatte und stetig steigender Energiekosten ist in der Computerbranche immer häufiger von "Green IT" die Rede. Der Begriff "Green IT" umfasst im Prinzip sämtliche Maßnahmen, die dazu beitragen, sowohl den CO2 -Ausstoß als auch den Energieverbrauch eines Unternehmens zu reduzieren. Die ITK-Branche leistet heute einen wesentlichen Beitrag zur weltweiten Wertschöpfung und ist damit ein starker Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig ist sie auch ein nicht unbedeutender CO2 -Emittent und benötigt viel Strom. Dies gilt bei Internet Service Providern wie United Internet insbesondere für die Rechenzentren in denen viele Millionen Cloud-Anwendungen für Privatpersonen und Gewerbetreibende betreut werden. United Internet nutzt für ihre deutschen Rechenzentren bereits seit Dezember 2007 Strom aus regenerativen Energiequellen. So werden die Server in den deutschen Rechenzentren in Karlsruhe und Baden Airpark zum Beispiel zu 100 % mit Strom aus 3 norwegischen Wasserkraftwerken betrieben, der über die Stadtwerke Karlsruhe bezogen wird. Auch die Server in den Rechenzentren in den USA wurden 2008 auf klimaneutralen Strom umgestellt. Die wichtigsten Bausteine hinsichtlich der Einsparung von Energie innerhalb der deutschen Rechenzentren sind: ― Ein intelligentes Kühlungssystem. Das warme Kühlwasser wird zunächst durch Freiluftkühler auf dem Dach des Rechenzentrums geschleust, die ohne energiehungrige Kompressoren auskommen und die "natürliche" Außentemperatur zur Kühlung nutzen. ― Die Server-Hardware. Das Gros der Rechner wird speziell für United Internet zusammengebaut. Dabei wird auf überflüssige Komponenten verzichtet und es werden u. a. stromsparende Prozessoren sowie Netzteile mit geringem Wärmeverlust eingesetzt. Dadurch wird nur wenig Hitze abgesondert, so dass die Rechnerräume auch nicht so stark abgekühlt werden müssen. ― Die eingesetzte Software. Das von United Internet eingesetzte Webhosting-Betriebssystem ist eine Eigenentwicklung, basierend auf Linux. Dank der Modifikation können so auf einem einzigen Rechner Daten von einigen tausend Kunden verwaltet und damit gleichzeitig Ressourcen sinnvoll genutzt werden. ― Die Virtualisierung. Die Serverhardware in Rechenzentren ist häufig im Schnitt nur zu 15 % bis 25 % ausgelastet. Durch Virtualisierung kann die Effizienz deutlich gesteigert und damit Energie eingespart werden. Soziales Engagement Im September 2006 wurde die Stiftung "United Internet for UNICEF" gegründet. "United Internet for UNICEF" ist eine selbstständige, rechtsfähige Stiftung des deutschen bürgerlichen Rechts. Die Stiftung unterstützt in erster Linie Projekte von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Aus dem breiten Spektrum der von UNICEF behandelten Themen werden gezielt Projekte ausgewählt und auf den reichweitestarken Portalen der United Internet Gruppe (1&1, GMX und WEB.DE) vorgestellt, um möglichst viele Spenderinnen und Spender - für die jeweiligen Projekte oder als dauerhafte UNICEF-Paten - zu gewinnen. Die auf den United Internet Portalen gewonnenen Einzel- und Dauerspenden werden von United Internet im Rahmen der einzelnen Projekte verdoppelt und können - dank ehrenamtlicher Tätigkeit aller Stiftungsmitarbeiter - zu 100 % an UNICEF weitergeleitet werden. Die Entscheidung, mit einer eigenen Stiftung hauptsächlich UNICEF zu unterstützen, hat mehrere Gründe: ― UNICEF verbessert die Lebensbedingungen von Kindern nachhaltig. Gemäß dem Ansatz der "Hilfe zur Selbsthilfe" entwickelt UNICEF überall auf der Welt landesweite Programme mit den Schwerpunkten Bildung, Gesundheit, AIDS oder Kinderschutz. UNICEF bezieht die Bevölkerung intensiv in die Entwicklungsarbeit ein und unterstützt sie so, für sich selbst und ihre Kinder zu sorgen. ― UNICEF hilft langfristig, ist aber auch in der Nothilfe ein reaktionsschneller und verlässlicher Partner. Nach Erdbeben, Flutkatastrophen oder in Nachkriegssituationen versorgt UNICEF die Kinder mit sauberem Trinkwasser und Medikamenten, sorgt für Notschulen und psychosoziale Betreuung. Dabei kommen UNICEF die langjährige Erfahrung und weltweite Präsenz zugute. ― Die Verwendung von Spenden unterliegt bei UNICEF strengen Kontrollen. Sowohl die UNICEF-Vertretungen in den Programmländern als auch die Partner vor Ort werden regelmäßig überprüft um sicherzustellen, dass die Mittel exakt wie vorgesehen verwendet werden. Auch das Jahr 2014 war geprägt von zahlreichen Nothilfesituationen für Kinder in vielen Regionen der Welt. Besonders betroffen waren und sind Kinder in Krisenregionen wie Syrien, Nordirak und dem Südsudan sowie den von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern in Westafrika. Daher haben sich die Stiftungsaufrufe im Jahr 2014 auf diese Themen und Länder konzentriert. Um auch langfristige Hilfe gewährleisten zu können, wurde bei allen Stiftungsaktivitäten auch die Dauerhilfe als UNICEF-Pate hervorgehoben. Im Zuge der Stiftungsaufrufe konnten im Geschäftsjahr 2014 weitere rund 2,4 Mio. € an UNICEF übergeben werden. Insgesamt konnten seit Bestehen der Stiftung 28,5 Mio. € an Spendengeldern und aktuell rund 9.800 aktive UNICEF-Paten über die Portale von 1&1, GMX und WEB.DE gewonnen werden. 3 Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 sind bei der United Internet AG keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die größere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens bzw. des Konzerns mit Auswirkungen auf Rechnungslegung und Berichterstattung haben. Aussagen zur wirtschaftlichen Lage des United Internet Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts finden sich unter Punkt 4.3 im "Prognosebericht". Die Rocket Internet AG, eine der 3 börsennotierten Beteiligungen von United Internet, hat am 13. Februar 2015 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals abgeschlossen. Durch die Kapitalerhöhung hat sich das Grundkapital der Gesellschaft von 153.130.566 € auf 165.140.790 € erhöht. Die neuen Aktien wurden ausschließlich im Rahmen einer Privatplatzierung mittels eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) institutionellen Anlegern angeboten. Die insgesamt 12.010.224 neuen Aktien wurden zu einem Platzierungspreis von 49,00 € je Aktie zugeteilt. United Internet hat im Rahmen dieser Kapitalerhöhung 1.201.000 Rocket-Aktien für insgesamt rund 58,8 Mio. € erworben und damit ihre Rocket-Anteile auf 8,31 % erhöht. 4 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Die Risiko- und Chancenpolitik des United Internet Konzerns orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das Risiko- und Chancenmanagement regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind. 4.1 Risikobericht Risikomanagement Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements der United Internet AG werden von Vorstand und Aufsichtsrat vorgegeben und im Rahmen eines konzernweit verfügbaren und gültigen Risikohandbuchs dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Die interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem, steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex und orientiert sich in seiner Ausgestaltung an den in der internationalen ISO Norm ISO/IEC 31.000 festgelegten Merkmalen. Der Aufsichtsrat überprüft gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Methoden und Ziele des Risikomanagements Das Risikomanagementsystem umfasst die Maßnahmen, die es der United Internet AG erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und szenario-orientiert zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des konzernweit etablierten Risikomanagements ist es dabei, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder das Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Hierbei ist konzernweit immer eine über die regulären Berichtswege etablierte indirekte Anbindung und für alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine direkte Anbindung an das konzernweit etablierte zentrale Risikomanagement mit definierten Zuständigkeiten realisiert. Damit wird die Vollständigkeit der erfassten Risiken im Risikomanagementsystem gesichert. Der Status der wesentlichen Risiken wird viermal im Jahr in Berichtsform an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert. Bei identifizierten, unvermittelt wirkenden wesentlichen Risiken oder bei einer erheblichen Risikoveränderung wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der United Internet AG gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Damit können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden. Zur Unterstützung des zentralen Risikomanagements sind zusätzlich dezentrale Risikomanager mit einer monatlichen Berichtsfrequenz in für den Geschäftserfolg der Gesellschaft besonders wesentlichen Geschäftsbereichen (beispielsweise in den Bereichen "Technik und Entwicklung" der Gesellschaften) installiert. Für den konzernweiten Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risk-Manager-Meetings zwischen dem zentralen Risikomanagement, den dezentralen Risikomanagern sowie auch - im übergreifenden Ansatz - mit den unternehmensweiten, querschnittsverantwortlichen Stellen statt. In dem bei der United Internet AG etablierten Risikomanagementsystem werden ausschließlich die erkannten Risiken dokumentiert. Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch mitigierende (korrigierende) Maßnahmen werden erst nach Umsetzung der Maßnahme in der Risikobewertung berücksichtigt. Risiken für United Internet Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risikofelder sowie Einzelrisiken. Einschätzungen seitens des Vorstands der Gesellschaft hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der möglichen Auswirkungen der im Folgenden beschriebenen Risiken befinden sich am Schluss dieses Risikoberichts. Strategie United Internet verfolgt weiterhin ein zunehmend internationales Wachstum auf europäischen und außereuropäischen Märkten. Dies stellt die Gesellschaft zunehmend vor neue Arten von Herausforderungen, die mit den unterschiedlichen kulturellen Umfeldern, unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen und ethischen und sozialen Erwartungen der Kunden und internationalen Mitarbeiter an die Muttergesellschaft zusammenhängen. Sowohl bei internen Prozessen, wie etwa der Durchführung übergreifender und internationaler Großprojekte, sowie der Kundenkommunikation hängt der unternehmerische Erfolg auch von den genauen Kenntnissen und der Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten der involvierten Parteiungen ab. Dies berücksichtigt die Gesellschaft durch einen verstärkten Aufbau interkultureller Kompetenz und die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Markt Wettbewerb Die Wettbewerbsintensität ist sowohl im Access- als auch im Applications-Segment hoch und könnte, beispielsweise durch den Markteintritt von neuen Wettbewerbern, weiter zunehmen. In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Margen zurückgehen. Im Rahmen der Diversifikation des Geschäftsmodells steigt United Internet gelegentlich in neue, zusätzliche Märkte mit großen Wettbewerbern ein. Mit einer solchen unternehmerischen Entscheidung für ein neues Geschäftsfeld oder ein neues Produkt sind in der Regel neue Risiken verbunden, die beispielsweise aus der Tarifierung der Produkte, der Veränderung von Geschäftsstrategien von Vordienstleistern oder einer missbräuchlichen Nutzung (Fraud) resultieren. United Internet versucht, mit einer detaillierten Planung auf Basis interner Erfahrungswerte und externer Marktstudien, durch die Nutzung verschiedener Partner / Zulieferer sowie durch ständig verbesserte Anti-Fraud Maßnahmen diese Risiken zu minimieren. Geschäftsentwicklung und Innovationen Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für United Internet ist es, neue und ständig verbesserte Produkte und Services zu entwickeln, um die Anzahl der Kundenverträge weiter zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diesen Risiken begegnet United Internet durch eine intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Produktentwicklung. Recht & Politik Regulierung Im Segment "Access" haben die Entscheidungen der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts Einfluss auf die Gestaltung der Breitband-Internetzugangstarife. Preiserhöhungen der Leitungsbetreiber, von denen United Internet Vorleistungen für die eigenen Kunden bezieht, könnten sich negativ auf die Profitabilität der Tarife auswirken. Gleichermaßen besteht die Möglichkeit, dass eine fehlende Regulierung das Marktumfeld für United Internet verschlechtert. United Internet begegnet dem tendenziell steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit. Zudem verfügt United Internet mit der Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 inzwischen auch über ein eigenes Netz. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet künftig die Möglichkeit, auch intern produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen. Mit sinkendem Trend besteht weiterhin das Risiko, dass es durch neue Datenschutzbestimmungen auf EU- und Bundesebene zu Einschränkungen in der Auswertung von so genannten Browser-Cookies kommt. Browser-Cookies ermöglichen das clientseitige Speichern von Information, die bei weiteren Aufrufen an den Server übertragen werden. Die Auswertung bzw. Informationsgewinnung über solche Browser-Cookies ist ein wesentlicher Bestandteil der Online-Werbung. Eine Nutzungseinschränkung könnte zur Folge haben, dass eigens entwickelte technische Lösungen nur noch bedingt eingesetzt werden könnten. Dies könnte das Geschäft in Teilen des Segments "Applications" behindern. Datenschutz United Internet speichert die Daten ihrer Kunden auf Servern in firmeneigenen und angemieteten Rechenzentren. Der Umgang mit diesen Daten unterliegt umfangreichen gesetzlichen Vorgaben. Die Gesellschaft ist sich dieser großen Verantwortung bewusst und räumt dem Datenschutz einen hohen Stellenwert und besondere Beachtung ein. Gleichwohl kann nie ausgeschlossen werden, dass Datenschutzbestimmungen beispielsweise durch menschliches Fehlverhalten oder technische Schwachstellen verletzt werden. Durch den Einsatz neuester Technologien, die ständige Überprüfung der datenschutzrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Vorgaben, einem umfangreichen datenschutzrechtlichen Schulungsprogramm für Mitarbeiter sowie die möglichst frühzeitige Einbindung von Datenschutzaspekten und -anforderungen in die Produktentwicklung investiert die Gesellschaft kontinuierlich in die Verbesserung des Datenschutzniveaus. Personal Wenn United Internet ihre Personalressourcen an den nationalen und internationalen Standorten nicht effektiv steuert, ist die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage, ihr Geschäft effizient und erfolgreich zu führen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die personellen Ressourcen effektiv gesteuert werden, damit der kurz- und auch langfristige Bedarf an Mitarbeitern und erforderlichen Fachkenntnissen sichergestellt werden kann. Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft durch eine Reihe von Maßnahmen gezielt entgegen. Dazu gehören beispielsweise die Nachfolge- und Personalplanung, Outsourcing und der befristete Einsatz externer Ressourcen. Hoch qualifizierte Mitarbeiter bilden die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von United Internet. Der Wettbewerb um kompetente und spezialisierte Fach- und Führungskräfte ist jedoch intensiv. Wenn es nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- und Technologiewissen zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an die Gesellschaft zu binden, wäre United Internet nicht in der Lage, ihrer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und ihre Wachstumsziele zu erreichen. Trotz dieser Risiken sieht sich die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber gut aufgestellt, um auch künftig hervorragend qualifizierte Fach- und Führungskräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs einstellen zu können. Die Gesellschaft wirkt diesem Risiko auch entgegen, indem Mitarbeiter- und Führungskompetenzen weiterentwickelt werden. So werden gezielt Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coachingprogramme sowie besondere Angebote für Potenzialträger angeboten, die auf die Weiterentwicklung von Talenten und insbesondere von Führungskompetenzen ausgerichtet sind. Weitere Angaben zum Thema Personal finden sich unter Punkt 2.5 "Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dieses Lageberichts unter "Mitarbeiter". Fraud Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der United Internet - wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft - weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Betrüger. So könnten der United Internet beispielsweise Schäden durch automatisierte Hosting- oder Domainbestellungen entstehen, die unter einer falschen Identität bestellt und nicht bezahlt werden. Auch durch missbräuchliche SIM-Kartennutzungen, z.B. infolge von massenhaften Anrufweiterleitungen oder Roaming-Calls, können der United Internet Schäden entstehen. United Internet versucht durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit den Vorleistungsdienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung solche Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest sehr frühzeitig zu erkennen und zu beenden. Leistungserstellung Bedrohungspotenziale im Internet Die United Internet AG realisiert ihren Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Umfeld des Internet. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können. So könnten beispielsweise DDoS-Attacken (DDoS = Distributed Denial of Service) zu einer Überlastung der technischen Systeme bzw. zu Serverausfällen führen. Um solchen Risiken zunehmend schneller begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert. Es besteht zudem das Risiko eines Hackerangriffs mit dem Ziel, Kundendaten auszuspionieren, zu löschen oder Leistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. United Internet begegnet diesem Risiko mit dem Einsatz von Virenscannern, Firewalling-Konzepten, eigens initiierten Tests und diversen technischen Kontrollmechanismen. In den vergangenen Jahren ist eine stetige Zunahme an Spam-E-Mails im Internet zu verzeichnen. Hier besteht das Risiko, dass Spammer die E-Mail-Systeme der Gesellschaft missbrauchen und diese dann von anderen E-Mail-Providern blockiert werden. Um diesem Risiko zu begegnen, wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, das Spam-Aufkommen möglichst gering zu halten. Durch die aktive Teilnahme an länderübergreifenden Arbeitsgruppen wirkt United Internet darüber hinaus bei der Weiterentwicklung der MailSecurity-Standards mit. Die Bedrohungspotentiale aus dem Internet stellen für United Internet hinsichtlich ihrer Auswirkungen die größte Risikogruppe dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen kontrolliert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung eines Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt. Komplexität und Manipulierbarkeit der eingesetzten Hard- und Software Die Produkte von United Internet sowie die dazu benötigten Geschäftsprozesse basieren auf einer komplexen technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme (Server, Kundenverwaltungsdatenbanken, Statistiksysteme etc.). Die ständige Anpassung an sich verändernde Kundenbedürfnisse führt zu einer zunehmenden Komplexität dieser technischen Infrastruktur, an der regelmäßig Änderungen vorgenommen werden müssen. In der Folge, aber auch durch größere Umstellungen wie beispielsweise Migrationen von Datenbeständen, kann es zu vielfältigen Störungen oder Ausfällen kommen. Sollten z. B. Leistungssysteme betroffen sein, könnte United Internet gegenüber ihren Kunden die zugesicherte Leistung nicht oder vorübergehend nicht mehr erbringen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch gezielte Architekturanpassungen, Qualitätssicherheitsmaßnahmen und eine räumlich getrennte (georedundante) Auslegung der Kernfunktionalitäten. Für den Betrieb der Systeme besteht das Risiko gezielter Angriffe von innen und außen, z.B. durch Hacker oder durch Manipulation seitens zugriffsberechtigter Mitarbeiter, die Ausfälle oder Verschlechterungen der Services nach sich ziehen könnten. Um diesem Risiko zu begegnen, werden verschiedene soft- und hardwarebasierte Sicherheitsvorkehrungen eingesetzt, die Infrastruktur und Verfügbarkeit schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein, sondern nach dem "Vier-Augen-Prinzip" ausgeführt. Manuelle und technische Zugriffsbeschränkungen stellen darüber hinaus sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Verantwortungsbereichen tätig sind. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme gegen Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände einer regelmäßigen Datensicherung unterzogen und in georedundanten Rechenzentren gespeichert. Komplexität in der Entwicklung Auch hinsichtlich der bei United Internet intern realisierten Arbeitsabläufe und -prozesse sind vor dem Hintergrund der stetig steigenden Komplexität und Interoperabilität der angebotenen Produkte gestiegene Anforderungen an die Weiterentwicklung des Gesamtportfolios zu verzeichnen, die mit ständig wachsenden Abstimmungs- und Koordinationsaufwänden einhergehen. Die besondere Herausforderung liegt hierbei neben der Sicherstellung der Qualitätsstandards vor allem auch an der Berücksichtigung des agilen und sich immer schneller vollziehenden Marktgeschehens, welches die Aufrechterhaltung einer diesen Entwicklungen Schritt haltendenden, gewohnt leistungsfähigen und belastbaren Weiterentwicklungskomponente bedingt. Ein weiterer Aspekt in diesem Kontext ist der Erhalt und Ausbau von Kernfähigkeiten im Unternehmen für die Weiterentwicklung des Produktportfolios. So könnte bei zeitkritischen Projekten der Einsatz von hochspezialisierten Dienstleistern bei deren kurzzeitigem Ausfall zu weiteren Mehraufwänden und negativen Folgen - wie etwa der Verzögerung geplanter Kampagnen, Sicherheitslücken o.ä. - im Unternehmen führen. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Abläufe und Prozesse, der gezielten Bündelung und Bindung von Experten und Kompetenzträgern sowie der kontinuierlichen Optimierung der organisatorischen Strukturen der Weiterentwicklungskomponenten. Auch hinsichtlich der Auswahl und Steuerung strategischer Outsourcing-Partner wird sichergestellt, dass deren Verlässlichkeit und Fachkunde nach international belastbaren Kriterien nachgewiesen ist und keine Partnerschaften für kritische Geschäftsbereiche eingegangen werden, die nicht durch gesellschaftsinterne Fähigkeiten verzugslos aufrechterhalten werden könnten. Zusätzliche Angaben zu Risiken, Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement Die im Wesentlichen bei der Einzelgesellschaft United Internet AG im Zuge der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit entstandenen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Kontokorrentkredite sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. United Internet verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren. Diese umfassen im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Finanzmarktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden. Liquidität Das Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen - beispielsweise der Tilgung von Finanzschulden - nicht nachkommen kann. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen. Im Cash-Management werden konzernweit der Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteil dieser Liquiditätsreserven ist ein zugesagter syndizierter Kredit. Durch die starke Geschäftsausweitung in den letzten Jahren haben sich auch die möglichen Forderungsausfälle der Gesellschaft erhöht. Trotz der gestiegenen Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Auswirkungen auf die Liquidität von United Internet als sehr gering eingestuft. Bei der Gesellschaft besteht weiterhin keine wesentliche Liquiditätsrisiko-Konzentration. Financial Covenants Die bestehenden Kreditlinien der Gesellschaft sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettofinanzschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten (z. B. durch Zinszahlungen) berechnet. Angesichts der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht. Finanzmarkt Die Aktivitäten der United Internet AG sind insbesondere finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, von Wechselkursen sowie von Börsenkursen ausgesetzt. ■ Zinsen Die Gesellschaft ist grundsätzlich Zinsrisiken ausgesetzt, da Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen wurden. Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten blieb das Zinsrisiko weitgehend unverändert. Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. ■ Währung Das Währungsrisiko von United Internet resultiert im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Nettoinvestitionen in ausländischen Tochterunternehmen. Da die Umsatzerlöse und Aufwendungen überwiegend im Euroraum erwirtschaftet bzw. angefallen sind, lagen im Berichtszeitraum keine wesentlichen die Cashflows beeinflussenden Währungsrisiken vor. ■ Börsenkurse (Bewertungsrisiko) Ein Börsenkursrisiko resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungen an börsennotierten Gesellschaften. Diese Beteiligungen werden im Einzelabschluss zu Anschaffungskosten und im Konzernabschluss zum Fair Value bewertet. Sofern der (anteilige) Börsenwert einer Beteiligung dauerhaft unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft im Einzelabschluss die Wertminderung des Finanzinstruments im Periodenergebnis. Im Konzernabschluss werden Wertänderungen, die sich aus der Fair Value Bewertung ergeben, erfolgswirksam erfasst. Kapitalsteuerung Die Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen (Umsatz, EBITDA, EBIT, EPS) sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, eigene Anteile erwerben und bei Bedarf wieder platzieren oder auch neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation des Konzerns Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung der Interdependenzen. Die wesentlichen Herausforderungen umfassen aus heutiger Sicht insbesondere "Bedrohungspotenziale im Internet", "Komplexität und Manipulierbarkeit der eingesetzten Hard- und Software" sowie Risiken aus den Bereichen "Recht & Politik", "Markt" und "Fraud". Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements begegnet United Internet diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum. Bestandsgefährdende Risiken für den United Internet Konzern waren im Geschäftsjahr 2014 sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar. Eintrittswahrscheinlichkeit / mögliche Auswirkungen der Unternehmensrisiken scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung Risiken im Bereich Strategie Internationalisierung Gering (2013: Hoch) Hoch (2013: Hoch) Risiken im Bereich Markt Wettbewerb Gering (2013: Hoch) Hoch (2013: Hoch) Geschäftsentwicklung und Innovationen Gering (2013: Gering) Hoch (2013: Hoch) Risiken im Bereich Recht & Politik Regulierung Hoch (2013: Hoch) Hoch (2013: Sehr hoch) Datenschutz Sehr gering (2013: Sehr gering) Hoch (2013: Hoch) Risiken im Bereich Personal Mitarbeiter Gering (2013: Sehr gering) Gering (2013: Gering) Risiken im Bereich Fraud Betrug Gering (2013: Hoch) Gering (2013: Gering) Risiken im Bereich Leistungserstellung Bedrohungspotenziale im Internet Gering (2013: Gering) Sehr hoch (2013: Extrem hoch) Komplexität / Manipulierbarkeit Hard- u. Software Gering (2013: Hoch) Hoch (2013: Hoch) Komplexität in der Entwicklung Gering (2013: Gering) Hoch (2013: Hoch) Risiken im Bereich Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement Liquidität Gering (2013: Sehr gering) Sehr gering (2013: Sehr gering) Financial Covenants Sehr gering (2013: Sehr gering) Sehr gering (2013: Sehr gering) Finanzmarkt Gering (2013: Gering) Hoch (2013: Hoch) Kapitalsteuerung Sehr gering (2013: Sehr gering) Sehr gering (2013: Sehr gering) Bewertungskategorien der Unternehmensrisiken in aufsteigender Reihenfolge scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkung Sehr gering Sehr gering Gering Gering Hoch Hoch Sehr hoch Sehr hoch Extrem hoch 4.2 Chancenbericht Chancenmanagement Das Chancenmanagement hat seine Grundlage in der strategischen Planung und den daraus abgeleiteten Maßnahmen für die Entwicklung von Produkten und deren Positionierung in den unterschiedlichen Zielgruppen, Märkten und Ländern während des Produkt-Lebenszyklus. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen obliegt dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in den jeweiligen Geschäftssegmenten in Form der Bereichsvorstände und Geschäftsführer. Das Management der United Internet AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen, Modellen und Szenarien zu aktuellen und künftigen Branchen- und Technologietrends, Produkten, Märkten / Marktpotenzialen und Wettbewerbern im Umfeld der Gesellschaft. Die bei diesen strategischen Analysen identifizierten Chancenpotenziale werden anschließend unter Betrachtung der kritischen Erfolgsfaktoren sowie der bestehenden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der United Internet AG analysiert, in den Planungsgesprächen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert und in konkrete Maßnahmen, Ziele und Meilensteine umgesetzt. Fortschritt und Erfolg der Maßnahmen werden fortlaufend von den operativ Verantwortlichen sowie von den Geschäftsführern und Vorständen der Gesellschaften überwacht. Chancen für United Internet Das stabile und weitgehend konjunkturunabhängige Geschäftsmodell von United Internet sichert planbare Umsätze und Cashflows und eröffnet so finanzielle Spielräume, um Chancen in neuen Geschäftsfeldern und neuen Märkten zu nutzen - organisch oder durch Beteiligungen und Übernahmen. Breite strategische Positionierung in Wachstumsmärkten Angesichts der breiten Positionierung in den heutigen Wachstumsmärkten liegen die rein strategischen Wachstumschancen der Gesellschaft auf der Hand: Überall und ständig verfügbare, immer leistungsfähigere Breitbandanschlüsse ermöglichen neue, aufwändigere Cloud-Applikationen. Diese internetbasierten Anwendungen für Privatanwender, Freiberufler und kleine Unternehmen sind für United Internet aus heutiger Sicht die Wachstumstreiber der nächsten Jahre - sowohl als eigenständige Produkte im Segment "Applications" wie auch in Kombination mit den festnetz- und mobilfunkbasierten Zugangsprodukten im Segment "Access". Partizipation am Marktwachstum Trotz der unsicheren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet United Internet wie auch viele der führenden Branchenanalysten eine positive Entwicklung in den für die Gesellschaft wesentlichen Märkten. United Internet gehört in diesen Märkten zu den führenden Marktteilnehmern. National und international. Mit den sehr wettbewerbsfähigen Access-Produkten, dem wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen, den starken und spezialisierten Marken, der hohen Vertriebskraft sowie den bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden (Cross- und Up-Selling-Potenzial) ist United Internet gut aufgestellt, um in beiden Geschäftssegmenten auch am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren. Ausbau der Marktpositionen Die United Internet AG gehört heute in vielen Unternehmensbereichen zu den marktführenden Unternehmen. Aufbauend auf dem vorhandenen technologischen Know-how, der hohen Produkt- und Servicequalität, der Bekanntheit der Konzernmarken wie 1&1, GMX, WEB.DE, united-domains, InterNetX oder Fasthosts, der Geschäftsbeziehungen zu Millionen Privat- und Geschäftskunden sowie der hohen Kundenbindung sieht United Internet gute Chancen, die heutigen Marktanteile weiter auszubauen. Einstieg in neue Geschäftsfelder Zu den Kernkompetenzen von United Internet gehört es auch, Kundenwünsche, Trends und somit neue Märkte frühzeitig zu erkennen. Die breit angelegte Wertschöpfungskette (von Produktentwicklung und Rechenzentrumsbetrieb, über effektives Marketing und einen schlagkräftigen Vertrieb bis hin zur aktiven Kundenbetreuung) ermöglicht es United Internet dabei, oft schneller als andere mit Innovationen am Markt zu sein und diese - dank der hohen Cash-Generierung in den bestehenden Geschäftsfeldern - kraftvoll zu vermarkten. Bei sich abzeichnenden neuen Chancen, wie z. B. De-Mail, ist United Internet bereit und durch die starke Cash-Generierung in den etablierten Geschäftsfelder auch in der Lage, einen mehrjährigen kostenintensiven Vorlauf zu tragen. Denn dank des hohen Marktanteils bei deutschen E-Mail-Nutzern kann sich die Gesellschaft gute Chancen ausrechnen, sichtbar am Geschäft rund um den digitalen, rechtssicheren Briefweg (insbesondere bei Umsätzen aus "Porto" und "Werbesendungen") zu partizipieren. Eigene Infrastruktur Durch die Komplettübernahme von Versatel zum 1. Oktober 2014 verfügt United Internet inzwischen auch über ein eigenes Netz. Mit rund 39.000 km Länge ist es das zweitgrößte Glasfasernetz in Deutschland. Die eigene Netzinfrastruktur gibt United Internet künftig die Möglichkeit, auch intern produzierte DSL-Vorleistungen zu beziehen. Zudem bietet das eigene Netz United Internet die Chance, über die Marke Versatel auch im Geschäft mit Daten und Infrastruktur im B-to-B Business mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie Großunternehmen aktiv zu werden. Diese Chance wird deutlich bei einem Blick auf den sehr stark ansteigenden Datenverbrauch bei Privatanwendern und Unternehmen (laut Auswertungen von Dialog Consult / VATM: +27,8 % verbrauchtes Datenvolumen pro Anschluss und Monat im Jahr 2014) bei einem gleichzeitig sehr hohen Nachholbedarf bei direkten Glasfaseranschlüssen in Deutschland. So waren - laut einer Auswertung der OECD im Juni 2014 - nur 1,1 % aller Breitbandanschlüsse in Deutschland Glasfaseranschlüsse. Damit belegt Deutschland weit abgeschlagen Platz 29 unter den 34 OECD-Ländern. Internationalisierung Cloud-Applikationen sind weltweit einsetzbar und funktionieren in Frankfurt am Main nach den gleichen Regeln wie in London, Rom oder New York. So hat United Internet bereits in der Vergangenheit zunächst für Deutschland entwickelte Cloud-Produkte wie 1&1 MyWebsite auf Sprache und länderspezifische Unterschiede angepasst und diese sukzessive in andere Länder ausgerollt. Dank der guten Exportierbarkeit dieser Produkte ist United Internet im Geschäftsfeld "Applications" schon heute in zahlreichen europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Polen), aber auch in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) tätig. Weitere Länder und Produkt-Rollouts werden sukzessive folgen. Übernahmen und Beteiligungen Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet kontinuierlich auch Möglichkeiten von Firmenübernahmen und strategischen Beteiligungen. Dank der planbaren hohen Cashflows verfügt United Internet über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und hat auch einen guten Zugang zu den Fremdfinanzierungsmärkten, um Chancen in Form von Übernahmen und Beteiligungen zu nutzen. So hat United Internet ihre Marktpositionen im In- und Ausland auch durch mehrere Übernahmen sowie durch strategische Beteiligungen weiter verbessert und sich gleichzeitig eine hohe Kompetenz in den Bereichen "Mergers & Acquisitions" und "Firmen-Integration" aufgebaut. Zu den wichtigsten M&A Aktivitäten der letzten Jahre zählen dabei die Übernahme des Portalgeschäfts von WEB.DE (im Jahr 2005), die Übernahmen von Fasthosts (2006) und united-domains (2008), die Übernahme des DSL-Geschäfts von freenet (2009) sowie die Übernahmen von mail.com (2010), Arsys (2013) und Versatel (2014). Zu den wichtigsten strategischen Beteiligungen zählen die Beteiligungen an Virtual Minds (2008), ProfitBricks (2010), Open-Xchange (2013), ePages (2014), uberall (2014) und Rocket Internet (2014). 4.3 Prognosebericht Konjunkturerwartungen Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2015 seine Prognosen für die Entwicklung der globalen Volkswirtschaften in den Jahren 2015 und 2016 aktualisiert. Danach wird die Weltwirtschaft - trotz der günstigen Ölpreise sowie der wirtschaftlichen Erholung in den USA - in 2015 und 2016 langsamer wachsen als bisher erwartet. Ursächlich hierfür sieht der IWF eine Reihe negativer Einflussfaktoren: ― Anhaltende Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern ― Stagnation und niedrige Inflation in Japan und der Euro-Zone ― Wirtschaftskrise in Russland infolge des niedrigen Ölpreises, der Rubel-Abwertung sowie der Ukraine-Krise ― Verlangsamung der Konjunktur in China Angesichts der gesunkenen Aussichten plädiert der Fonds dafür, die Wachstumskräfte zu stärken und rief in erster Linie die Industriestaaten dazu auf, mehr in die Infrastruktur wie Straßen, Brücken und Versorgungsnetze zu investieren. Zudem sollte die Geldpolitik die Konjunktur in vielen Wirtschaftsräumen weiter anschieben und dabei auch unkonventionelle Schritte einleiten. Konkret rechnet der Fonds für die Weltwirtschaft - nach einem Wachstum von 3,3 % in 2014 - mit einem Plus von 3,5 % in 2015 und 3,7 % in 2016. Dies sind jeweils 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher (Prognose Oktober 2014) erwartet. Für die nordamerikanischen Zielländer von United Internet, die USA, Kanada und Mexiko, fallen die neuen Prognosen des IWF unterschiedlich aus. So soll die Volkswirtschaft in den USA - nach einem Plus von 2,4 % in 2014 - um 3,6 % in 2015 und 3,3 % in 2016 zulegen. Damit hat der IWF seine bisherigen Prognosen deutlich um 0,5 bzw. 0,3 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Für Kanada wird - nach einem Wachstum von 2,4 % in 2014 - in 2015 und 2016 ein reduziertes Wachstum von 2,3 % bzw. 2,1 % (und damit 0,1 bzw. 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher) erwartet. Die Volkswirtschaft in Mexiko soll - nach einem Plus von 2,1 % in 2014 - um 3,2 % in 2015 und 3,5 % in 2016 zulegen. Dies sind jeweils 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher prognostiziert. Für die Euro-Zone hat der IWF für 2015 und 2016 - nach einem Wachstum um 0,8 % in 2014 - ein Wachstum von 1,2 % bzw. 1,4 % in Aussicht gestellt. Damit attestieren die IWF-Experten der Konjunktur in der Euro-Zone zwar weitere Erholungstendenzen, gleichwohl bleibt der IWF um 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte gegenüber seinen bisherigen Prognosen zurück. Für die wesentlichen europäischen Zielländer von United Internet, Frankreich, Spanien, Italien sowie das Nicht-Euro-Land Großbritannien erwartet der IWF eine unterschiedliche Entwicklung. Für Frankreich prognostiziert der Fonds - nach einem Wachstum von 0,4 % in 2014 - eine Verbesserung der Wirtschaftsleistung um 0,9 % in 2015 und 1,3 % in 2016 (und damit 0,1 bzw. 0,2 Prozentpunkte weniger als bisher). Spanien soll - nach einem Plus von 1,4 % in 2014 - in 2015 und 2016 um 2,0 % bzw. 1,8 % zulegen (und damit um 0,3 bzw. 0,0 Prozentpunkte mehr als bisher erwartet). Deutlich weniger dynamisch soll sich hingegen die wirtschaftliche Entwicklung in Italien entwickeln. Nach einer Rezession von 0,4 % in 2014 erwartet der IWF für 2015 ein Wachstum um 0,4 % und 2016 um 0,8 %. Dies sind jeweils 0,5 Prozentpunkte weniger als bisher prognostiziert. Für Großbritannien rechnet der IWF - nach einem Plus von 2,6 % in 2014 - auch für 2015 und 2016 mit einem Wachstum von 2,7 % bzw. 2,4 %. Dies entspricht in etwa auch den bisherigen Prognosen. Für den aus Sicht von United Internet wichtigsten Markt, Deutschland, erwartet der IWF - nach einem Wachstum von 1,5 % in 2014 - ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % in 2015 und 1,5 % in 2016 und damit 0,2 bzw. 0,3 Prozentpunkte weniger als bisher. Markt-Prognose: Entwicklung für United Internet wesentlicher Bruttoinlandsprodukte scroll 2016e 2015e 2014 Welt 3,7 % 3,5 % 3,3 % USA 3,3 % 3,6 % 2,4 % Kanada 2,1 % 2,3 % 2,4 % Mexiko 3,5 % 3,2 % 2,1 % Euro-Zone 1,4 % 1,2 % 0,8 % Frankreich 1,3 % 0,9 % 0,4 % Spanien 1,8 % 2,0 % 1,4 % Italien 0,8 % 0,4 % - 0,4 % Großbritannien 2,4 % 2,7 % 2,6 % Deutschland 1,5 % 1,3 % 1,5 % Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook (Update), Januar 2015 Markt- / Branchenerwartungen Sowohl international wie auch national soll es für die IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) im Jahr 2015 weiter aufwärts gehen. Laut Branchenverband BITKOM soll der weltweite ITK-Markt 2015 um voraussichtlich 3,8 % auf 2,89 Billionen € wachsen. Für den ITK-Markt in der EU erwartet der BITKOM in 2015 ein Wachstum von 0,3 %. Der Gesamtmarkt für IT, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik in Deutschland soll 2015 um voraussichtlich 1,4 % auf 155,5 Mrd. € zulegen. Innerhalb des Gesamtmarkts liegt der IT-Sektor mit einem erwarteten Plus von 3,2 % auf 80,3 Mrd. € vorn. Am stärksten gewinnt dabei der Softwarebereich, der um 5,7 % auf 20,2 Mrd. € zulegen soll. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen, zu dem unter anderem IT-Beratung und das Projektgeschäft gehören, soll um 3,0 % auf 37,3 Mrd. € wachsen. Für die Umsätze mit IT-Hardware wird ein Anstieg um 1,3 % auf 22,8 Mrd. € erwartet. Dabei werden die Umsätze mit Desktop-PCs und Notebooks, nach einem zuletzt kräftigen Umsatzplus von 15,7 %, in 2015 rückläufig erwartet (-7,3 % auf 5,9 Mrd. €). Bei Tablet Computern wird, nach einem Minus von -5,3 % im Vorjahr, ein Umsatzplus um 7,8 % auf 2,4 Mrd. € prognostiziert. Die Telekommunikation soll der BITKOM-Prognose zufolge nach zwei Jahren mit Umsatzrückgängen mit einem Plus von 0,2 % auf 65,4 Mrd. € wieder leicht wachsen. Am kräftigsten können dabei die Umsätze mit Infrastruktursystemen zulegen, die um 3,6 % auf 6,5 Mrd. € wachsen sollen. Schwächer entwickeln soll sich das Geschäft mit Endgeräten, das nur um 1,0 % auf 9,5 Mrd. € ansteigen soll. Ein Grund dafür ist, dass die Umsätze mit Smartphones nur noch um 2,4 % zulegen sollen, nachdem das Smartphone-Plus in 2014 noch mehr als doppelt so stark ausgefallen ist. Die Umsätze mit Festnetz- und Mobildiensten werden erneut rückläufig erwartet. Sie sollen in Summe um 0,5 % auf 49,3 Mrd. € sinken. Bei der Unterhaltungselektronik soll sich der Abwärtstrend weiter fortsetzen, wenngleich sich die Umsatzrückgänge verlangsamen. Für 2015 rechnet der BITKOM mit einem Minus von -2,9 % auf 9,9 Mrd. €. Markt-Prognose: Entwicklung der ITK-Marktsegmente in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2015e 2014 Veränderung Gesamtmarkt ITK 155,5 153,3 + 1,4 % davon Teilmarkt IT 80,3 77,8 + 3,2 % davon Teilmarkt Telekommunikation 65,4 65,3 + 0,2 % davon Teilmarkt Unterhaltungselektronik 9,9 10,2 - 2,9 % Quelle: BITKOM Die deutschen Hightech-Unternehmen sind für die kommenden Monate insgesamt sehr zuversichtlich. 79 % der befragten IT- und Telekommunikationsunternehmen rechnen im 1. Halbjahr 2015 mit steigenden Umsätzen und nur 7 % der Unternehmen erwarten schlechtere Geschäfte. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage von Ende Januar 2015 des Hightech-Verbands BITKOM in der deutschen ITK-Branche hervor. Auch für das Gesamtjahr 2015 sind die Unternehmen positiv gestimmt. So gehen 85 % der ITK-Unternehmen von Umsatzsteigerungen aus und lediglich 4 % rechnen mit rückläufigen Geschäften. Von besonderer Bedeutung für United Internet sind insbesondere der deutsche Breitband- und Mobile-Internet-Markt im abonnementfinanzierten Segment "Access" sowie der weltweite Cloud-Computing-Markt und der deutsche Online-Werbemarkt im abonnement- und werbefinanzierten Segment "Applications". Breitbandmarkt in Deutschland Für den deutschen (festnetzbasierten) Breitbandmarkt erwarten die Experten angesichts einer bereits vergleichsweise hohen Haushaltsabdeckung von über 80 % sowie des Trends zur mobilen Internet-Nutzung weiterhin ein nur moderates Wachstum. Bei den mit festnetzbasierten Breitbandanschlüssen erzielten Umsätzen rechnet PricewaterhouseCoopers für 2015 - laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2014-2018" (Dezember 2014) - mit einem Anstieg um lediglich 1,6 % auf 7,86 Mrd. €. Markt-Prognose: Breitband-Access (Festnetz) in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2015e 2014 Veränderung Umsatz 7,86 7,74 + 1,6 % Quelle: PricewaterhouseCoopers Mobile-Internet-Markt in Deutschland Dem Mobile-Internet-Markt hingegen sagen alle Experten weiteres Wachstum voraus. Nach einem Marktwachstum um 5,4 % auf 9,7 Mrd. € in 2014 erwartet der Branchenverband BITKOM für die mobilen Datendienste auch in 2015 ein Wachstum um 6,2 % auf 10,3 Mrd. €. Getragen wird dieses Wachstum vor allem durch günstige und somit für den Verbraucher attraktive Preise sowie vom Boom bei Smartphones und Tablet-PCs und den damit verbundenen Anwendungen (Apps). Trotz einer bereits hohen Marktdurchdringung rechnet der BITKOM auch in 2015 mit einer weiteren Absatzsteigerung um 4,2 % auf insgesamt 24,6 Mio. verkaufte Smartphones (nach 23,6 Mio. in 2014). Markt-Prognose: Mobile Internet (Mobilfunk) in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2015e 2014 Veränderung Umsatz 10,3 9,7 + 6,2 % Quelle: BITKOM / European Information Technology Observatory (EITO) Cloud-Computing-Markt In einem Update der Studie "Forecast Analysis: Public Cloud Services, Worldwide" (November 2014) erwartet Gartner für 2015 ein weltweites Wachstum für Public Cloud Services von 152,8 Mrd. $ um 16,9 % auf 178,6 Mrd. $. Markt-Prognose: Cloud Computing weltweit (in Mrd. $) scroll 2015e 2014 Veränderung Umsatz Public Cloud Services weltweit 178,6 152,8 + 16,9 % davon Business Process Services (BPaaS) 40,7 37,0 + 10,0 % davon Application Services (SaaS) 32,5 26,7 + 21,7 % davon Application Infrastructure Services (PaaS) 4,2 3,3 + 27,3 % davon System Infrastructure Services (IaaS) 17,0 12,5 + 36,0 % davon Management and Security Services 5,5 4,4 + 25,0 % davon Cloud Advertising 78,8 68,9 + 14,4 % Quelle: Gartner Online-Werbemarkt in Deutschland Im Jahr 2014 waren die Aktivitäten der Werbetreibenden im Online-Sektor unverändert durch eine große Investitionsbereitschaft bestimmt. Auch in 2015 rechnen Experten mit weiterem Wachstum. So erwartet PricewaterhouseCoopers laut der Studie "German Entertainment and Media Outlook 2014-2018" (Dezember 2014) einen Anstieg um 7,0 % auf 5,93 Mrd. €. Dabei sollen insbesondere die mobile Online-Werbung sowie die Video-Werbung mit einem Plus von 33,3 % bzw. 22,2 % weiterhin kräftig zulegen. Markt-Prognose: Online-Werbung in Deutschland (in Mrd. €) scroll 2015e 2014 Veränderung Online-Werbeumsatz 5,93 5,54 + 7,0 % davon Suchwortvermarktung 2,79 2,64 + 5,7 % davon Display-Werbung 1,45 1,40 + 3,6 % davon Affiliate / Classifieds 0,97 0,94 + 3,2 % davon mobile Online-Werbung 0,40 0,30 + 33,3 % davon Video-Werbung 0,33 0,27 + 22,2 % Quelle: PricewaterhouseCoopers Unternehmenserwartungen Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2015 Die United Internet AG wird ihre auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Geschäftspolitik auch künftig fortsetzen und in neue Kunden, in neue Produkte und Geschäftsfelder sowie in die weitere Internationalisierung investieren. Im Segment "Access" sieht sich United Internet angesichts der auf Transparenz und Flexibilität basierenden Produktpolitik, der innovativen Produkte sowie des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses gut aufgestellt. Das Vertrags- und Umsatzwachstum bei Consumer Produkten wird auch im Geschäftsjahr 2015 aus der Vermarktung von DSL-Anschlüssen und von Mobile-Internet-Produkten erwartet. Schwerpunkte sind dabei der weitere Ausbau der V-DSL-Reichweite, der Einsatz der neuen Übertragungstechnologie "Vectoring" (mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s) sowie die Einführung eines IPTV-Produkts. Bei den Business Lösungen der Marke Versatel soll das Sprach-, Daten und Netzwerkgeschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen sowie das Infrastrukturgeschäft mit Großunternehmen weiter forciert werden. Auch im Segment "Applications" hat sich United Internet mit ihren starken und spezialisierten Marken, dem ständig wachsenden Portfolio an Cloud-Applikationen sowie den bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Millionen kleiner Firmen, Freiberuflern und Privatanwendern gut positioniert, um die sich ergebenden Chancen im Cloud-Computing-Markt weiterhin zu nutzen. Bei Consumer-Applikationen steht in 2015 unverändert die sichere E-Mail-Kommunikation im Vordergrund. Schwerpunkt ist dabei die weitere Verbreitung der im August 2013 mit der Deutschen Telekom gestarteten Initiative "E-Mail made in Germany". Bei Business-Applikationen sollen die heutigen Zielmärkte weiter erschlossen werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts durch den Verkauf zusätzlicher Produkte, wie z. B. neuen Top-Level-Domains oder Marketing-Tools wie 1&1 List Local, sowie der Gewinnung von hochwertigen Kundenbeziehungen, etwa bei De-Mail-Business oder dem neuen 1&1 Cloud Server. Neben dem organischen Wachstum prüft United Internet kontinuierlich Möglichkeiten von Firmenübernahmen, Beteiligungen und Kooperationen. Dank der planbaren hohen Cashflows verfügt United Internet über eine hohe Eigenfinanzierungskraft und hat einen guten Zugang zu Fremdfinanzierungsmärkten, um das geplante künftige Wachstum - sei es organisch oder durch Übernahmen und Beteiligungen - zu finanzieren. Prognose für das Geschäftsjahr 2015 Konkret erwartet United Internet für 2015, dass die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge von 14,78 Mio. zum 31. Dezember 2014 um ca. 0,8 Mio. Verträge steigt. Der Umsatz im Konzern soll im Geschäftsjahr 2015 um ca. 20 % (2014: 3,065 Mrd. €) zulegen. Für das EBITDA wird ein Anstieg um ca. 40 % erwartet (2014 ohne Einmalerträge: 551,5 Mio. €). Das Ergebnis der United Internet AG auf Ebene des Einzelabschlusses ist aufgrund ihrer Rolle als Holding-Gesellschaft im Wesentlichen durch das Beteiligungsergebnis beeinflusst. Zentrale Treiber sind hier die Ergebnisabführungen seitens der Tochtergesellschaften 1&1 Internet AG, 1&1 Telecommunication AG und United Internet Ventures AG. Insofern gelten die obigen Aussagen zum Ergebnis des Konzerns qualitativ auch für die United Internet AG selbst. Die auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der United Internet AG soll sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gesellschaft plant auch zukünftig, 20 - 40 % des bereinigten Konzernergebnisses an ihre Aktionäre auszuschütten (sofern die Mittel nicht für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt werden). Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung Der Vorstand der United Internet AG blickt optimistisch in die Zukunft. Dank des überwiegend auf elektronischen Abonnements beruhenden Geschäftsmodells sieht sich United Internet auch stabil gegen konjunkturelle Einflüsse aufgestellt. Und mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Kundenbeziehungen, neue Geschäftsfelder und Internationalisierung sowie durch Übernahmen und Beteiligungen wurde ein breites Fundament für das weitere Wachstum geschaffen. Diese nachhaltige Geschäftspolitik wird United Internet auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Bei Access-Produkten werden die Schwerpunkte bei Marketing und Vertrieb im Geschäftsjahr 2015 insbesondere auf der Vermarktung der Mobile Internet Produkte liegen. In diesem Geschäft werden derzeit in Deutschland die Marktanteile verteilt. United Internet will dabei am derzeitigen Marktwachstum partizipieren und überproportional wachsen. Auch bei den DSL-Produkten will United Internet seine gute Positionierung nutzen und neue Kunden gewinnen. Zusätzlich soll über die Marke Versatel das Geschäft mit Access-Lösungen für Business-Kunden ausgebaut werden. Neben dem deutschen Access-Markt bietet auch das internationale Geschäft mit Cloud-Applikationen mittel- und langfristig hohes Potenzial für das weitere Wachstum der Gesellschaft. Bei Consumer Applikationen wird weiterhin die sichere E-Mail-Kommunikation im Fokus der Gesellschaft stehen. Bei Business-Applikationen wird der Schwerpunkt weiterhin auf dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts sowie der Gewinnung von werthaltigen Kundenverhältnissen liegen. Die Internetverwaltung ICANN plant, dass bis Ende 2016 ca. 700 neue Top-Level-Domains (nTLDs) sukzessive an den Start gehen. Seit Anfang 2014 sind die ersten neuen Domain-Endungen verfügbar. Mit dem Angebot dieser nTLDs hat sich United Internet neue Umsatzquellen für die Zukunft erschlossen. Und auch mit neuen Produkten wie dem 1&1 Cloud Server oder De-Mail Business sieht der Vorstand die Gesellschaft gut aufgestellt, am erwarteten Marktwachstum zu partizipieren. Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt sieht der Vorstand die Gesellschaft auch zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts auf gutem Wege, die in der folgenden Tabelle zusammengefasste Prognose für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen. Prognose 2015 der United Internet AG scroll Prognose 2015 12/2014(1) Kostenpflichtige Kundenverträge + ca. 0,8 Mio. 14,78 Mio. Umsatz + ca. 20 % 3,065 Mrd. € EBITDA + ca. 40 % € 551,5 Mio. € (1) Stand 31.12.2014 ohne Einmalerträge aus Versatel-Übernahme und Portfolio-Optimierung Auch für die finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EPS erwartet der Vorstand im Vergleich zu den um die Einmalerträge aus der Versatel-Übernahme und der Portfolio-Optimierung bereinigten Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs einen signifikanten Anstieg im Geschäftsjahr 2015. Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen Der vorliegende Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der United Internet AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. United Internet garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren. 5 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die United Internet AG verpflichtet, im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beschreiben. Die United Internet AG betrachtet das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems (IKS). Dabei wird das IKS als fortlaufender Prozess verstanden, der Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen umfasst, um die Einhaltung der gesetzlichen und unternehmerischen Vorgaben jederzeit zu gewährleisten. Der Aufbau des IKS von United Internet orientiert sich unter anderem an den international anerkannten Kontrollmodellen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Der Vorstand der United Internet AG ist verantwortlich für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS und berücksichtigt hierbei die unternehmensspezifischen Anforderungen. Die Überwachung der Wirksamkeit des IKS gehört zu den Aufgaben des Aufsichtsrates der United Internet AG, der sich vom Vorstand regelmäßig über den Zustand des IKS und die Ergebnisse des internen Revisionssystems berichten lässt. Die Interne Revision überprüft unabhängig die Angemessenheit, Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des IKS im United Internet Konzern und verfügt zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben über umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Ihre Prüfungshandlungen basieren auf einem risikoorientierten Prüfungsplan, der auch regelmäßige Prüfungen bei Tochtergesellschaften im In- und Ausland vorsehen kann. Darüber hinaus prüft die Interne Revision grundsätzlich die Ordnungsmäßigkeit wesentlicher Anlage- und Vorratsinventuren. Der Abschlussprüfer prüft darüber hinaus die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS im Rahmen seines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen Gesetze und Normen und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses dient das IKS insbesondere dazu, die Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und die Anwendung der nach § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS trägt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts zusätzlich dazu bei, dass die handelsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Bei jedem IKS muss grundsätzlich berücksichtigt werden, dass es, unabhängig von seiner Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit dafür bieten kann, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Ursache dafür könnten beispielsweise fehlerhafte Ermessensentscheidungen, unzureichende Kontrollen oder kriminelle Handlungen sein. Die folgenden Aussagen beziehen sich nur auf die im Konzernabschluss der United Internet AG vollkonsolidierten Tochterunternehmen, bei denen die United Internet AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geldpolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen. Die United Internet AG sieht das Risikomanagement als die Gesamtheit der Maßnahmen, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, auf ein vertretbares Maß abzumildern und um die erkannten Risiken zu überwachen. Ein Risikomanagement verlangt organisiertes Handeln, um mit Unsicherheit und Bedrohung angemessen umgehen zu können und hält Mitarbeiter dazu an, Vorschriften und Instrumente einzusetzen, um die Einhaltung der Grundsätze für das Risikomanagement zu gewährleisten. Es umfasst neben dem operativen Risikomanagement auch die systematische Risikofrüherkennung, -steuerung und -überwachung. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist dabei auf das Risiko einer Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet. Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Einem begrenzten Personenkreis sind notwendigerweise Ermessensspielräume bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt, woraus weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren können. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst anhand von Risikoaspekten definierte interne Kontrollen der für die Rechnungslegung relevanten Prozesse sowie der Prozesse, die die IT-Systeme unterstützen. Hierbei sind die IT-Sicherheit, das Veränderungsmanagement und die operativen IT-Vorgänge von besonderer Bedeutung. Dabei werden organisatorische, präventive und aufdeckende Kontrollen angewendet, die sowohl IT-gestützt als auch manuell erfolgen können. Für die Wirksamkeit und Effizienz des rechnungslegungsbezogenen IKS ist für United Internet die hohe Qualifikation der Mitarbeiter, deren regelmäßige Schulung, das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung von Verwaltungs-, Ausführungs- und Genehmigungsprozessen unverzichtbar. Die Steuerung der Prozesse zur Rechnungslegung erfolgt durch den Bereich Konzernrechnungslegung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung des ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablaufs ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich und werden dabei vom Bereich Konzernrechnungslegung unterstützt. Bei festgestellten wesentlichen Kontrollschwächen oder Verbesserungsmöglichkeiten werden diese bewertet und mit den verantwortlichen Personen Gegenmaßnahmen ausgearbeitet, um die Wirksamkeit des IKS weiter zu verbessern. Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch die Interne Revision überwacht und kann Gegenstand von Folgeprüfungen sein. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des rechnungslegungsbezogenen IKS ist die Interne Revision über alle Stufen hinweg eng mit einbezogen. 6 Übernahmerechtliche Angaben Die folgenden Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geben die Verhältnisse zum Bilanzstichtag wieder. Wie in § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG vorgesehen, werden die Angaben in den einzelnen Abschnitten erläutert. Zusammensetzung des Kapitals Das gezeichnete Kapital der United Internet AG beträgt zum 31. Dezember 2014 205.000.000 € und ist in 205.000.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme, weitere Aktiengattungen existieren nicht. Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann der Beginn der Gewinnberechtigung der neuen Aktien abweichend von dem Zeitpunkt der Leistung der Einlagen festgelegt werden. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen in Bezug auf eigene Aktien gem. § 71b AktG und gem. § 71d S. 4 i. V. m. § 71b AktG vor. United Internet ist zum Stichtag im Besitz von 1.232.338 Aktien, welche 0,60 % des Grundkapitals repräsentieren. Gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte liegen weiterhin in Bezug auf die Interessenkollision gem. § 136 Abs. 1 AktG bei Aktien vor, die im Besitz des Vorstands und des Aufsichtsrats sind. Innerhalb der Mitglieder des Vorstands hält Herr Ralph Dommermuth zum 31. Dezember 2014 82.000.000 Aktien (40,00 % des Grundkapitals). Zudem halten Herr Norbert Lang 453.833 Aktien (0,22 % des Grundkapitals), Herr Robert Hoffmann 75.000 Aktien (0,04 % des Grundkapitals) und Herr Jan Oetjen 3.994 Aktien (0,00 % des Grundkapitals). Innerhalb der Mitglieder des Aufsichtsrats hält Herr Michael Scheeren zum Bilanzstichtag 300.000 Aktien (0,15 % des Grundkapitals). Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital mit mehr als 10 % der Stimmrechte Der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft, Herr Ralph Dommermuth, hält per 31. Dezember 2014 82.000.000 Aktien bzw. 40,00 % der Anteile am Grundkapital von 205.000.000 Aktien der United Internet AG. Weitere Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Sonderrechte Herrn Ralph Dommermuth steht das persönliche Recht zu, ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden. Das Entsendungsrecht wird ausgeübt durch Benennung der Person des Aufsichtsratsmitglieds gegenüber dem Vorstand der Gesellschaft. Die Benennung wird wirksam durch Erklärung der Annahme des Aufsichtsratsmandats durch die benannte Person gegenüber dem Vorstand. Das vorstehende Benennungsrecht setzt voraus, dass Herr Ralph Dommermuth selbst oder durch mit ihm gemäß §§ 15 ff. AktG verbundene Unternehmen bei Ausübung des Benennungsrechts Aktien halten, die mindestens 25 % des stimmberechtigten Grundkapitals der Gesellschaft repräsentieren und dies dem Vorstand bei der Benennung des Aufsichtsratsmitglieds durch Depotauszüge oder ähnliche Unterlagen nachweisen. Herr Dommermuth hat bisher von seinem Entsendungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Weitere Aktien mit Sonderrechten bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht. Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit Ziffer 1 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand mindestens aus einer Person. Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, bestimmt ihre Zahl und kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat nach § 22 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG ermächtigt (Änderungen bei Grundkapital und Aktienzahl). Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien Der Vorstand hat die Möglichkeit, unter folgenden Umständen neue Aktien auszugeben: Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt noch (nach Durchführung der Kapitalerhöhung in Höhe von 11.000.000,00 € im September 2014) bis zu 101.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand ist zudem ermächtigt, in bestimmten in § 5 Ziffer 4 der Satzung genannten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Dies betrifft insbesondere den Ausgleich von Spitzenbeträgen und die Einräumung von Bezugsrechten auf neue Aktien an die Inhaber von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht einzuschränken, unter der Voraussetzung, dass der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann der Vorstand das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen ausschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern. Das Grundkapital ist um bis zu 30.000.000,00 €, eingeteilt in bis zu 30.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 bis zum 21. Mai 2019 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und soweit nicht ein Barausgleich gewährt wird oder die Options- oder Wandlungsrechte aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Befugnisse des Vorstands zum Rückkauf von Aktien Die von der Hauptversammlung am 23. Mai 2013 beschlossene und ursprünglich bis zum 22. November 2014 laufende Ermächtigung zum Erwerb, der Veräußerung oder Einziehung eigener Aktien wurde seitens der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 zum Ablauf des 22. Mai 2014 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben. Gleichzeitig hat die Hauptversammlung den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG am 22. Mai 2014 ermächtigt, im Anschluss an die auslaufende Ermächtigung und bis zum 22. September 2017 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben, zu veräußern oder einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke von der Gesellschaft ausgeübt werden; sie kann aber auch von abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung von Dritten ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Der Erwerb der United-Internet-Aktien kann auf alle gesetzlich zulässigen Weisen erfolgen, insbesondere durch Rückkauf über die Börse und / oder mittels einer öffentlichen Kaufofferte. Bei einem Erwerb über die Börse darf der Gegenwert für den Erwerb der United-Internet-Aktien (ohne Erwerbsnebenkosten) zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Die Gegenleistung für den Erwerb der United-Internet-Aktien im Rahmen von Kaufofferten kann in einer Barzahlung bestehen oder durch Übertragung von Aktien eines im Sinne von § 3 Abs. 2 AktG börsennotierten Unternehmens ("Tauschaktien") geleistet werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen Aktien und bereits früher erworbene Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere eine Veräußerung der eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre oder gegen eine Sachleistung vorzunehmen. Die Ermächtigung zur Veräußerung gegen eine Barleistung verringert sich um den Anteil am Grundkapital, der auf Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen wurde. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Gewährung von Aktien an Mitglieder des Vorstands und an sonstige Mitarbeiter sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Mitarbeiter von mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu verwenden, zu deren Bezug diese Personen aufgrund von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen berechtigt sind. Soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft übertragen werden sollen, obliegt die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Wandel- oder Optionsrechten bzw. Wandlungspflichten zu verwenden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen verwendet werden. 7 Erklärung zur Unternehmensführung / Corporate Governance Bericht Die Unternehmensführung der United Internet AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen sowie Offenheit und Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Der nachfolgende Bericht enthält die "Erklärung zur Unternehmensführung" gemäß § 289a HGB sowie den "Corporate Governance Bericht" gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex von Vorstand und Aufsichtsrat. Führungs- und Unternehmensstruktur Entsprechend ihrer Rechtsform verfügt die United Internet AG mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat über eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Das dritte Organ bildet die Hauptversammlung. Alle 3 Organe sind dem Wohl des Unternehmens verpflichtet. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Aufsichtsrat Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat bestand im Geschäftsjahr 2014 aus 3 Mitgliedern. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt in der Regel 5 Jahre. Aufsichtsratsmitglieder sollen im Regelfall nicht älter als 70 Jahre sein. Die Vorgabe wird derzeit ausnahmslos eingehalten. Der Aufsichtsrat hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und überwacht und berät - gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung - den Vorstand bei der Führung der Geschäfte und dem Risiko- und Chancenmanagement des Unternehmens. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat mit dem Vorstand alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie und deren Umsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance. Er diskutiert mit dem Vorstand die Quartals- und Halbjahresberichte vor ihrer Veröffentlichung und verabschiedet die Jahresplanung. Er prüft den Jahres- und Konzernabschluss und billigt die Abschlüsse, wenn keine Einwände zu erheben sind. Dabei berücksichtigt er die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen auch die Bestellung der Vorstandsmitglieder sowie die Festlegung der Vorstandsvergütung und deren regelmäßige Überprüfung. Zur Selbstbeurteilung führt der Aufsichtsrat regelmäßig eine Effizienzprüfung durch. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft angemessen unterstützt. Der Aufsichtsrat wird mindestens einmal im Kalendervierteljahr einberufen. Die Sitzungen des Aufsichtsrates werden durch seinen Vorsitzenden mindestens 14 Tage vorher schriftlich einberufen. Mit der Einberufung sind die Gegenstände der Tagesordnung mitzuteilen. Ist eine Tagesordnung nicht ordnungsgemäß angekündigt worden, darf hierüber nur beschlossen werden, wenn vor der Beschlussfassung kein Aufsichtsratsmitglied widerspricht. Beschlüsse des Aufsichtsrates werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Sitzungen werden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates geleitet. Außerhalb von Sitzungen können auf Anordnung des Vorsitzenden Beschlussfassungen auch auf anderem Wege, zum Beispiel per Telefon oder per E-Mail erfolgen, wenn kein Mitglied diesem Verfahren widerspricht. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn an der Beschlussfassung alle 3 Mitglieder teilnehmen. Ein Mitglied nimmt auch dann an einer Beschlussfassung teil, wenn es sich in der Abstimmung der Stimme enthält. Beschlüsse des Aufsichtsrates werden, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt, mit einer einfachen Mehrheit gefasst. Über die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrates werden Niederschriften angefertigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrates die zur Durchführung der Beschlüsse des Aufsichtsrates erforderlichen Willenserklärungen abzugeben. Vorstand Der Vorstand ist das Leitungsorgan des Konzerns. Er bestand im Geschäftsjahr 2014 aus 3 bzw. besteht seit dem 1. Oktober 2014 aus 5 Personen. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Gesetz und Satzung sowie der vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsordnung. Er ist zuständig für die Aufstellung der Zwischen- und Jahresabschlüsse sowie für die Besetzung von personellen Schlüsselpositionen im Unternehmen. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung bedürfen der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Der Vorstand tauscht sich regelmäßig mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden aus. Für die Mitglieder des Vorstands gilt ebenfalls eine Altersgrenze von 70 Jahren. Diese Vorgabe wird derzeit ebenfalls ausnahmslos eingehalten. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plänen und Richtlinien. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes Vorstandsmitglied in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich, ist aber gehalten, die auf das ihm zugewiesene Ressort bezogenen Interessen dem Gesamtwohl des Unternehmens unterzuordnen. Die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstands regelt der Gesamtvorstand in einem Geschäftsverteilungsplan. Die Vorstandsmitglieder unterrichten sich gegenseitig über wichtige Vorgänge innerhalb ihrer Geschäftsbereiche. Angelegenheiten von größerer Bedeutung, die nicht im Budget verabschiedet sind, sind von wenigstens zwei Vorstandsmitgliedern zu erörtern und zu entscheiden, wobei eines der beiden Vorstandsmitglieder das Ressort Finanzen verantworten muss. Unbeschadet ihrer Ressortzuständigkeit verfolgen alle Vorstandsmitglieder ständig die für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft entscheidenden Daten, um jederzeit auf die Abwendung drohender Nachteile, die Durchführung wünschenswerter Verbesserungen oder zweckmäßiger Änderungen durch Anrufung des Gesamtvorstandes oder sonst auf geeignete Weise hinwirken zu können. Der Gesamtvorstand beschließt über alle Angelegenheiten, die von besonderer Bedeutung und Tragweite für die Gesellschaft oder ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sind. Der Gesamtvorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag. Die Beschlüsse des Vorstandes werden in einer Niederschrift festgehalten. Der Gesamtvorstand kommt regelmäßig einmal im Monat und sonst bei Bedarf zu einer Vorstandssitzung zusammen. Hauptversammlung Die jährliche ordentliche Hauptversammlung ist das Organ der Willensbildung der Aktionäre der United Internet AG. Auf der ordentlichen Hauptversammlung wird den Anteilseignern der Jahres- und Konzernabschluss vorgelegt. Die Aktionäre entscheiden über die Verwendung des Bilanzgewinns und stimmen zu weiteren durch Gesetz festgelegten Themen wie der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und der Wahl des Abschlussprüfers ab. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig anmelden und die am Tag der Hauptversammlung im Aktienregister eingetragen sind. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte auf der Hauptversammlung auch durch einen Vertreter ausüben lassen. Die Gesellschaft stellt dazu einen Stimmrechtsvertreter bereit, der nach Weisung der Aktionäre abstimmt, soweit er dazu von den Aktionären den Auftrag erhält. Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat Der Vorstand der United Internet AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus dem Unternehmensgründer und Vorstandsvorsitzenden Herrn Ralph Dommermuth, dem stellvertretenden Vorsitzenden und Vorstand Business Applications Herrn Robert Hoffmann (seit 2006 im Unternehmen) sowie dem Finanzvorstand Herrn Norbert Lang (seit 1994 im Unternehmen). Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat der Aufsichtsrat der United Internet aG zudem Herrn Jan Oetjen (seit 2008 im Unternehmen) als Vorstand Consumer Applications und Herrn Martin Witt (seit 2009 im Unternehmen) als Vorstand Access in den Vorstand der Gesellschaft berufen. Der Vorstand der United Internet AG besteht somit seit dem 1. Oktober 2014 aus folgenden Mitgliedern und Vorstandsressorts: ― Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender ― Robert Hoffmann, stellv. Vorsitzender, Vorstand Business Applications ― Norbert Lang, Vorstand Finanzen ― Jan Oetjen, Vorstand Consumer Applications ― Martin Witt, Vorstand Access Der Aufsichtsrat achtet bei Neubesetzungen des Vorstands auf Vielfalt (Diversity) im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei wird auch eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt. Der Bundestag hat am 6. März 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet. Das Gesetz sieht unter anderem die Verpflichtung vor, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Vorständen und Aufsichtsräten festzulegen. Das Inkrafttreten des Gesetzes wird noch für das erste Halbjahr 2015 erwartet. Der Aufsichtsrat wird innerhalb der gesetzlichen Frist (voraussichtlich 30. September 2015) Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festlegen. Der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat besteht derzeit aus den Herren Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender), Kai-Uwe Ricke und Michael Scheeren. Der Aufsichtsrat der United Internet AG ist so zusammengesetzt, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied verfügt über besonderen Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung (§ 100 Absatz 5 AktG) Darüber hinaus verfügen die Mitglieder des Aufsichtsrats über internationale Erfahrung. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ferner üben die Mitglieder des Aufsichtsrats keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern aus. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die bei Vorschlägen des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien berücksichtigt werden sollen. Der Aufsichtsrat der United Internet AG hat angesichts der bisher bestehenden Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld bislang keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Diese Unsicherheiten hat der Bundestag mit dem am 6. März 2015 verabschiedeten Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beseitigt. Der Aufsichtsrat wird innerhalb der gesetzlichen Frist (voraussichtlich 30. September 2015) Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festlegen. Compliance Compliance ist ein integraler Bestandteil der Unternehmens- und Führungskultur des United Internet Konzerns. Für die United Internet AG bedeutet Compliance die Übereinstimmung ihrer Aktivitäten mit allen für die Geschäftstätigkeit maßgeblichen Gesetzen sowie mit den eigenen Grundsätzen und Regeln. Dazu zählen auch der offene und faire Umgang mit Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit. Als Internet-Dienstleister mit mehreren Millionen Kunden und einer hohen Zahl von Geschäftspartnern ist United Internet darauf angewiesen, durch ein rechtlich und ethisch einwandfreies Verhalten das Vertrauen seiner Kunden und Geschäftspartner zu erhalten. Um ein dem Selbstverständnis des Unternehmens entsprechendes Verhalten zu gewährleisten, besteht ein verbindlicher Rahmen für die ethischen Grundsätze und Wertvorstellungen der "Kerngesellschaften" des Konzerns und es sind Werte sowie Führungsleitlinien definiert worden. Diese "Kultur des Miteinanders" gibt den Mitarbeitern Orientierung für den Arbeitsalltag und schafft einen sicheren Handlungsrahmen für richtige Entscheidungen. Als Leitbild gilt dieser Rahmen für Vorstand, Geschäftsführung, Führungskräfte und alle Mitarbeiter der Kerngesellschaften gleichermaßen. Compliance-Verstöße werden im Interesse aller Mitarbeiter und des Unternehmens untersucht, aufgeklärt und durch angemessene Maßnahmen geahndet. Zu diesem Zweck hat der Vorstand der Gesellschaft entsprechende Verfahren eingerichtet, um die Einhaltung von gesetzlichen und internen Regeln einschließlich der eigenen Werte sicherzustellen und sie nachhaltig in der Organisation zu verankern. Dem Stellenwert von Compliance entsprechend hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 eine Compliance-Organisation implementiert. Diese wird fachlich durch den Corporate Compliance Manager (CCM) geleitet. Der CCM berichtet an den General Counsel, der als Head of Legal den Aufbau der Compliance-Organisation verantwortet. Die Compliance-Organisation ist verantwortlich für die Schaffung von geeigneten Strukturen und Prozessen, um die Umsetzung von Compliance im Unternehmen zu unterstützen und Maßnahmen effizient umzusetzen. Die Compliance-Organisation ist in den Unternehmenseinheiten durch funktionale und lokale Compliance Manager (FCM und LCM) präsent und verankert. Die FCM und LCM unterstützen in ihrer Zusatzfunktion neben ihrer eigentlichen Tätigkeit den Compliance-Bereich. Mit Wirkung zum 1. Juni 2014 wurde der Bereich Compliance durch einen weiteren Compliance Manager verstärkt, der den Corporate Compliance Manager unterstützt. Übergreifendes Element des Compliance-Systems mit den drei Handlungsebenen Vorbeugen, Erkennen und Reagieren bleibt weiterhin die Verantwortung aller Führungskräfte für Compliance. Sie beinhaltet die Vorbildrolle, wie sie in den Führungsleitlinien verankert ist und geht darüber hinaus: Alle Führungskräfte von United Internet müssen Compliance vorleben und sicherstellen, dass in ihrem Verantwortungsbereich geschäftliche Entscheidungen und Handlungen stets im Einklang mit den jeweiligen rechtlichen Bestimmungen und den eigenen Werten und Regeln stehen. Für diese Verantwortung will die Compliance-Organisation im Geschäftsjahr 2015 das Bewusstsein der Führungskräfte noch weiter schärfen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 die bestehenden Funktionen Compliance, Legal & Datenschutz, Risikomanagement, Interne Revision sowie einen neu zu schaffenden Bereich Corporate Governance zu einem ganzheitlichen Risikomanagementsystem zusammenführen. Finanzpublizität / Transparenz Es ist das erklärte Ziel von United Internet, institutionelle Investoren, Privataktionäre, Finanzanalysten, Mitarbeiter sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage des Unternehmens zu informieren. Dazu werden alle wesentlichen Informationen, wie z. B. Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere Pflichtmitteilungen (wie z. B. Directors' Dealings oder Stimmrechtsmitteilungen) sowie sämtliche Finanzberichte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht. Ferner informiert United Internet auch umfangreich über die Internetseite der Gesellschaft (www.united-internet.de). Dort finden sich auch Dokumente und Informationen zu den Hauptversammlungen der Gesellschaft sowie weitere wirtschaftlich relevante Informationen. United Internet berichtet Aktionären, Analysten und Pressevertretern nach einem festen Finanzkalender viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Finanzkalender wird auf der Internetseite der Gesellschaft und gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert. Darüber hinaus informiert der Vorstand durch Ad-hoc-Meldungen umgehend über nicht öffentlich bekannte Umstände, die dazu geeignet sind, den Aktienkurs erheblich zu beeinflussen. Im Rahmen der Investor Relations trifft sich das Management regelmäßig mit Analysten und institutionellen Anlegern. Zudem finden zur Vorstellung der Halbjahres- und Jahreszahlen Analystenkonferenzen statt, zu denen Investoren und Analysten auch telefonisch Zugang erhalten. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Die Rechnungslegung des Konzerns erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) unter Berücksichtigung von § 315a HGB. Der für Ausschüttungs- und Steuerbelange relevante Jahresabschluss wird dagegen nach den Regeln des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Jahres- und Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt durch die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer bestellt. Der Aufsichtsrat erteilt den Prüfungsauftrag, legt die Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest und überprüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat Die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts dargestellt. Die Offenlegung der Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen (gemäß der Vorgaben des Gesetzgebers sowie des Deutschen Corporate Governance Kodex) findet sich im Vergütungsbericht bzw. auch im Konzernanhang unter Punkt 42. Aktienoptionsprogramme Die Grundzüge des Mitarbeiterbeteiligungsprorammes der United Internet AG werden im Vergütungsbericht unter Punkt 8 dieses Lageberichts beschrieben. Weitere Einzelheiten dazu enthält der Konzernanhang unter Punkt 37. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat - Directors' Dealings Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der United Internet AG sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der United Internet AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die ein Organmitglied und ihm nahestehende Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden diesbezüglich von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG folgende Wertpapiergeschäfte (in chronologischer Reihenfolge) getätigt: ― Herr Norbert Lang hat am 3. April 2014 295.049 Aktien über die NBL Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG zum Preis von 34,515 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 10.184 T€. ― Herr Norbert Lang hat am 27. Mai 2014 200.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 33.833 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.104 T€. ― Herr Robert Hoffmann hat am 27. Mai 2014 75.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 27.650 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 902 T€. ― Herr Michael Scheeren hat am 21. November 2014 100.000 Aktien zum Preis von 35,085 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 3.509 T€. ― Herr Jan Oetjen hat am 21. November 2014 100.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 26.714 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 896 T€. Am 26. November 2014 wurden von ihm 21.000 Aktien zu einem Preis von 35,372 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 743 T€ und am 27. November 2014 6.000 Aktien zu einem Preis von 35,480 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 213 T€ veräußert. ― Herr Martin Witt hat am 21. November 2014 15.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 5.948 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 199 T€. Am 25. November 2014 wurden von ihm 5.990 Aktien zu einem Preis von 35,700 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 214 T€ veräußert. ― Herr Michael Scheeren hat am 27. November 2014 100.000 Aktien zum Preis von 35,487 € je Aktie veräußert. Das Gesamtvolumen belief sich auf 3.549 T€. ― Herr Robert Hoffmann hat am 26. November 2014 150.000 Bezugsrechte ausgeübt und erhielt im Gegenzug 40.071 Aktien der United Internet AG. Das Gesamtvolumen belief sich auf 1.344 T€. Am 3. Dezember 2014 wurden von ihm 22.126 Aktien zu einem Preis von 34,986 € je Aktie mit einem Gesamtvolumen von 774 T€ veräußert. Darüber hinaus wurden der Gesellschaft keine veröffentlichungspflichtigen Wertpapiergeschäfte seitens der Organe gemeldet. Aus der nachfolgenden Tabelle ergibt sich der Aktienbesitz der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat (jeweils in Aktien, was jeweils den Stimmrechten und dem rechnerischen Anteil am Grundkapital in € entspricht). Per 31. Dezember 2014 belief sich das Grundkapital auf 205.000.000 €, mit ebenso vielen Stimmen. Der Gesamtbesitz des Vorstands belief sich auf 40,26 % des Kapitals und der Stimmen, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 0,15 % des Kapitals und der Stimmen. Von den Organmitgliedern hielt lediglich Herr Dommermuth einen Anteil von mehr als 1 % (nämlich 40,00 %) des Kapitals und der Stimmen. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat scroll Anteilseigentum 1. Januar 2014 1. Januar 2014 31. Dezember 2014 31. Dezember 2014 Vorstand Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt Ralph Dommermuth 0 82.000.000 82.000.000 0 82.000.000 82.000.000 Robert Hoffmann 29.405 0 29.405 75.000 0 75.000 Norbert Lang 222.572 402.428 625.000 256.405 197.428 453.833 Jan Oetjen --- --- --- 3.994 0 3.994 Martin Witt --- --- --- 0 0 0 251.977 82.402.428 82.654.405 335.399 82.197.428 82.532.827 Aufsichtsrat Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt Kurt Dobitsch --- --- --- --- --- --- Kai-Uwe Ricke --- --- --- --- --- --- Michael Scheeren 500.000 --- 500.000 300.000 --- 300.000 500.000 --- 500.000 300.000 --- 300.000 Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Die Corporate Governance bei United Internet orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, den die von der Bundesministerin für Justiz im September 2001 eingesetzte Regierungskommission erstmals am 26. Februar 2002 veröffentlicht hat. Am 24. Juni 2014 wurde die zwölfte und aktuell geltende Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex fertig gestellt und am 30. September 2014 durch das Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger (http://www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht. Der Kodex enthält drei Arten von Standards: ― Vorschriften, die geltende deutsche Gesetzesnormen beschreiben ― Empfehlungen ― Anregungen Die Vorschriften sind von deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden. Zu den Empfehlungen müssen börsennotierte Unternehmen gemäß § 161 des deutschen Aktiengesetzes (AktG) jährlich eine Erklärung über deren Beachtung veröffentlichen. Von Anregungen können die Unternehmen ohne Offenlegungspflicht abweichen. Am 5. März 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG die nachfolgend wiedergegebene aktuelle jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Anschluss auf der Internet-Seite der Gesellschaft (www.united-internet.de) sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Die United Internet AG hat den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in ihrer geltenden Fassung vom 24. Juni 2014 ("Kodex") seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 5. März 2014 entsprochen, wobei bis zur Bekanntmachung des Kodex im Bundesanzeiger am 30. September 2014 die Fassung vom 13. Mai 2013 zugrunde gelegt wurde, und plant, diesen Empfehlungen auch weiterhin zu entsprechen, jeweils mit folgenden Ausnahmen: Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Aufsichtsräte (Ziffer 3.8 Absatz 3 des Kodex) Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Dies ist auch künftig nicht vorgesehen, da die United Internet AG grundsätzlich nicht der Ansicht ist, dass Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt verbessert werden können. Vertikaler Vergleich bei der Festlegung der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 des Kodex) Die Empfehlung eines vertikalen Vergütungsvergleichs gilt seit Bekanntmachung der Vorfassung des Kodex im Bundesanzeiger am 10. Juni 2013. Der Aufsichtsrat hat bisher bei hiernach erfolgten Vergütungsentscheidungen einen Vergütungsvergleich lediglich mit dem oberen Führungskreis herangezogen. Bei zukünftigen Vergütungsentscheidungen beabsichtigt der Aufsichtsrat, der Empfehlung nach Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3 des Kodex uneingeschränkt zu entsprechen. Betragsmäßige Höchstgrenzen bei der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex) Die Vereinbarungen über die Vergütung der Vorstandsmitglieder sehen keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt vor. Für variable Vergütungsteile sind Höchstgrenzen vorgesehen, die aber nicht betragsmäßig, sondern in Prozent eines festen Betrags ausgedrückt sind. Da der Aufsichtsrat die von der Kodexempfehlung angestrebte grundsätzliche Begrenzung der Vorstandvergütung bereits durch die derzeitigen Regelungen in den Vergütungsvereinbarungen für ausreichend gewährleistet hält, beabsichtigt er auch zukünftig nicht, der Empfehlung des Kodex nach Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 vollumfänglich zu folgen. Bildung von Ausschüssen (Ziffer 5.3 des Kodex) Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner gegenwärtigen Größe von drei Mitgliedern keine Ausschüsse gebildet und nimmt sämtliche Aufgaben in seiner Gesamtheit wahr. Der Aufsichtsrat kann unter diesen Umständen nicht erkennen, wie die Effizienz seiner Arbeit durch Ausschüsse gesteigert würde. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1 Absatz 2 und 3 des Kodex) Der Aufsichtsrat hat angesichts der fortbestehenden Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld bislang keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Das Bundeskabinett hat am 11. Dezember 2014 den Entwurf eines Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst beschlossen, welches sich gegenwärtig im Gesetzgebungsverfahren befindet. Der Entwurf sieht unter anderem die Verpflichtung vor, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten festzulegen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt nach einem möglichen Inkrafttreten vorgenannten Gesetzes konkrete Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen und bei künftigen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zu berücksichtigen. Berücksichtigung des stellvertretenden Vorsitzes bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2 des Kodex) Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat nicht berücksichtigt, da der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende derzeit keine zusätzlichen Aufgaben wahrnimmt, die ihn gegenüber einem einfachen Mitglied des Aufsichtsrats stärker beanspruchen würden. Ausrichtung der erfolgsorientierten Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung (Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des Kodex) Die bisherige, neben einer festen Vergütungskomponente gewährte, erfolgsorientierte Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist möglicherweise nicht vollständig auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne von Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des Kodex ausgerichtet. Sie knüpft für einen Teil der variablen Vergütungskomponente an die Überschreitung einer Schwelle beim Konzernergebnis pro Aktie im Geschäftsjahr an; zudem wurde für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 eine zusätzliche variable Vergütungskomponente gewährt, die an die prozentuale Abweichung von dem Konzernergebnis pro Aktie im jeweiligen Geschäftsjahr gegenüber dem Stand vor drei Jahren anknüpft. Für das Geschäftsjahr 2015 und Folgejahre beabsichtigen Aufsichtsrat und Vorstand der ordentlichen Hauptversammlung 2015 ein neues, vollumfänglich kodexkonformes Vergütungssystem vorzustellen und darüber beschließen zu lassen. Veröffentlichungen zur Rechnungslegung (Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex) Die United Internet AG hat den Bericht zum 1. Quartal 2014 sowie den Bericht zu den ersten 9 Monaten 2014 aus organisatorischen, innerbetrieblichen Gründen am 20. Mai 2014 bzw. 18. November 2014 veröffentlicht. Aus den gleichen Gründen wird der Bericht zum 1. Quartal 2015 am 19. Mai 2015 sowie der Bericht zu den ersten 9 Monaten 2015 am 17. November 2015 veröffentlicht. 8 Vergütungsbericht Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen in angemessener Höhe auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der United Internet AG ist leistungsorientiert und besteht aus einem festen und einem variablen Bestandteil. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der variablen Vergütung ist von der Erreichung bestimmter und zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniskennzahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Werden die Ziele zu weniger als 90 % erreicht, entfällt die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils ganz. Werden die Ziele zu mehr als 120 % erfüllt, endet die Zahlung des variablen Vergütungsbestandteils bei 120 %. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist nicht vorgesehen. Eine Mindestzahlung des variablen Vergütungsbestandteils wird nicht garantiert. Als Vergütungsbestandteil mit langfristiger Anreizwirkung existiert bei vier Vorstandsmitgliedern ein auf virtuellen Aktienoptionen basierendes Beteiligungsprogramm (SAR). Die Ausübungshürde des Programms liegt bei 120 % des Ausübungspreises. Die Zahlung des Wertzuwachses ist auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. Die Höhe der Vergütungsbestandteile wird regelmäßig überprüft. Hierbei berücksichtigt der Aufsichtsrat auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises sowie (seit dem Geschäftsjahr 2015) auch der Belegschaft insgesamt in der zeitlichen Entwicklung. Über die Vergütung des Vorstands nach den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex geben die folgenden Tabellen Auskunft. Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr Folgende Tabelle bildet den Wert der für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen ab. Sie ist des Weiteren ergänzt um die Werte, die im Minimum bzw. im Maximum erreicht werden können. Für die einjährige variable Vergütung ist der Zielwert (d. h. der Wert bei einer Zielerreichung von 100 %), der für das Berichtsjahr gewährt wird, angegeben. Außerdem werden die im Berichtsjahr gewährten mehrjährigen variablen Vergütungen nach verschiedenen Plänen und unter Nennung der jeweiligen Laufzeiten aufgeschlüsselt. Für Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen wurde der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung berechnet. scroll Gewährte Zuwendungen Ralph Dommermuth (in T€) Vorsitzender Seit 2000 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max) Festvergütung 300 300 300 300 Nebenleistungen Summe 300 300 300 300 Einjährige variable Vergütung 240 240 0 288 Mehrjährige variable Vergütung Summe 540 540 300 588 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 540 540 300 588 scroll Gewährte Zuwendungen Norbert Lang (in T€) Finanzen Seit 2000 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max) Festvergütung 300 300 300 300 Nebenleistungen Summe 300 300 300 300 Einjährige variable Vergütung 190 190 0 228 Mehrjährige variable Vergütung Summe 490 490 300 528 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 490 490 300 528 scroll Gewährte Zuwendungen Robert Hoffmann (in T€) Business Applications Seit 1. Januar 2013 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max) Festvergütung 300 300 300 300 Nebenleistungen Summe 300 300 300 300 Einjährige variable Vergütung 200 200 0 240 Mehrjährige variable Vergütung 2.060 SAR-Programm H 2012 (6 Jahre) 2.060 Summe 2.560 500 300 540 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 2.560 500 300 540 scroll Gewährte Zuwendungen Jan Oetjen (in T€) Consumer Applications Seit 1. Oktober 2014(1) 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max) Festvergütung 292 292 292 Nebenleistungen Summe 292 292 292 Einjährige variable Vergütung 242 0 290 Mehrjährige variable Vergütung 1.425 0 1.425 SAR-Programm M 2014 (6 Jahre) 1.425(2) 0 1.425(2) Summe 1.959 292 2.007 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 1.959 292 2.007 scroll Gewährte Zuwendungen Martin Witt (in T€) Access Seit 1. Oktober 2014(1) 2013 2014 2014 (Min) 2014 (Max) Festvergütung 275 275 275 Nebenleistungen Summe 275 275 275 Einjährige variable Vergütung 175 0 210 Mehrjährige variable Vergütung 1.425 0 1.425 SAR-Programm M 2014 (6 Jahre) 1.425(2) 0 1.425(2) Summe 1.875 275 1.910 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 1.875 275 1.910 (1) Die Vorstände Jan Oetjen und Martin Witt erhielten ihre Vergütungen für 2014 über Tochtergesellschaften der United Internet AG. Die Vergütungen für 2014 wurden auf Ganzjahresbasis ausgewiesen. (2) Die mehrjährige variable Vergütung von Herrn Oetjen und Herrn Witt wurde vor der Berufung in den Vorstand der United Internet AG gewährt. Zufluss für das Berichtsjahr Folgende Tabelle enthält den Zufluss für das Berichtsjahr (Auszahlungsbetrag) für die Festvergütung sowie die einjährige variable Vergütung. Die Tabelle gibt außerdem den Zufluss (Auszahlungsbetrag) aus mehrjährigen variablen Vergütungen wieder, deren Planlaufzeit im Berichtsjahr endete. Die Beträge werden nach unterschiedlichen Plänen getrennt aufgeschlüsselt. scroll Ralph Dommermuth Norbert Lang Robert Hoffmann Jan Oetjen Martin Witt Zufluss (in T€) Vorsitzender Finanzen Business Applications Consumer Applications Access Seit 2000 Seit 2000 Seit 1. Jan. 2013 Seit 1. Okt. 2014(1) Seit 1. Okt. 2014(1) 2014 2014 2014 2014 2014 Festvergütung 300 300 300 292 275 Nebenleistungen Summe 300 300 300 292 275 Einjährige variable Vergütung 247 196 200 242 175 Mehrjährige variable Vergütung 1.104 2.246 1.172 320 SAR-Programm E 2009 (6 Jahre) 1.104 276 SAR-Programm F 2009 (6 Jahre) 1.344 896 SAR-Programm A 2011 (6 Jahre) 121 SAR-Programm B 2011 (6 Jahre) 902 SAR-Programm F 2012 (6 Jahre) 199 Sonstiges Summe 547 1.600 2.746 1.706 770 Versorgungsaufwand Gesamtvergütung 547 1.600 2.746 1.706 770 (1) Die Vorstände Jan Oetjen und Martin Witt erhielten ihre Vergütungen für 2014 über Tochtergesellschaften der United Internet AG. Die Vergütungen für 2014 wurden auf Ganzjahresbasis ausgewiesen. Weitere Angaben zur Vorstandsvergütung finden sich im Konzernanhang unter Punkt 42. Grundzüge des Vergütungssystems des Aufsichtsrats Die 3 Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG bilden gleichzeitig auch den Aufsichtsrat der wichtigsten United Internet Tochtergesellschaft, der 1&1 Internet AG. Die Aufsichtsräte erhalten im Rahmen ihrer Tätigkeit für beide Unternehmen jeweils auch eine getrennte Vergütung. Die Vergütung besteht aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ausgerichteten variablen Teil. Seitens United Internet beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 10.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte des auf ein einfaches Mitglied entfallenden Betrages. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1.000 € für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet. Als langfristiger variabler Vergütungsbestandteil ist seit dem Geschäftsjahr 2013 für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden pro volles Geschäftsjahr eine zusätzliche Zahlung in Höhe von 500 € pro angefangenen Prozentpunkt vorgesehen, um den sich das EPS der United Internet AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS des 3 Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahres erhöht hat. Die langfristige variable Vergütung ist dabei auf max. 10.000 € je Mitglied begrenzt. Aktienoptionsprogramme für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht. Im Rahmen der Tätigkeit für die 1&1 Internet AG beträgt die feste Vergütung für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 20.000 € pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 30.000 €. Die erfolgsabhängige, variable Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientiert sich an Ergebniskennzahlen der 1&1 Internet AG. Die variable Vergütung beträgt dabei mindestens 30.000 € und maximal 70.000 € je Mitglied. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat haben sich seit dem letzten Vergütungsbeschluss durch die Hauptversammlung der United Internet AG vom 2. Juni 2010 verändert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht inzwischen vor, dass dem Aufsichtsrat zur Stärkung der Unabhängigkeit allein eine fixe Vergütung gewährt wird und auf eine variable Vergütung verzichtet werden kann. Vor diesem Hintergrund werden Aufsichtsrat und Vorstand der am 21. Mai 2015 stattfindenden Hauptversammlung ein neues, mit dem aktuellen deutschen Corporate Governance Kodex konformes Vergütungssystem, bestehend aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld je Sitzung, vorstellen und darüber beschließen lassen. Angesichts der verschiedenen, in Summe positiven Einmaleffekte im Geschäftsjahr 2014 und vor dem Hintergrund des geplanten neuen Vergütungssystems hat sich der Aufsichtsrat der United Internet AG für eine freiwillige Selbstbeschränkung bei der Vergütung 2014 auf dem Niveau des Vorjahres entschieden. Konkrete Angaben zur Aufsichtsratsvergütung finden sich im Konzernanhang unter Punkt 42. Aktienoptionsprogramme Bei der United Internet AG besteht ein aktienbasiertes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, mit dem Führungskräfte am Unternehmenserfolg beteiligt und damit langfristig an das Unternehmen gebunden werden sollen. Dieser Plan ist als virtuelles Aktienoptionsprogramm ausgestaltet. Als virtuelle Aktienoption (sog. Stock Appreciation Right oder SAR) wird die Zusage der United Internet AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung der Option und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsentage vor der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig auf 100 % des ermittelten Börsenpreises bei der Einräumung der virtuellen Optionen begrenzt. Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die United Internet AG behält sich das Recht vor, ihre Verpflichtung zur Barauszahlung der SAR nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von United-Internet-Aktien aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Nach Ablauf von gewissen Mindestwartezeiten kann der Mitarbeiter das Optionsrecht ausüben. In Höhe des Wertzuwachses entsteht ein vom Mitarbeiter zu versteuernder Gewinn. Die SAR haben eine Laufzeit von maximal 6 Jahren. Das Optionsrecht kann wie folgt ausgeübt werden: hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Weitere Einzelheiten zum Mitarbeiterbeteiligungsprogramm finden sich auch im Konzernanhang unter Punkt 37. 9 Abhängigkeitsbericht Der Vorstand erklärt gemäß § 312 AktG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die der Gesellschaft zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat oder dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist. Montabaur, den 20. März 2015 Der Vorstand Ralph Dommermuth Robert Hoffmann Norbert Lang Jan Oetjen Martin Witt Konzernabschluss nach IFRS zum 31. Dezember 2014 Konzernbilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2014 in T€ scroll Anmerkung 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 VERMÖGENSWERTE Kurzfristige Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19 50.829 42.775 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 193.142 135.524 Vorräte 21 42.630 44.388 Abgegrenzte Aufwendungen 22 66.627 53.264 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23.1 13.444 18.664 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 23.2 377.474 4.734 744.146 299.349 Langfristige Vermögenswerte Anteile an assoziierten Unternehmen 24 34.932 115.311 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 25 695.287 47.555 Sachanlagen 26 689.302 116.175 Immaterielle Vermögenswerte 27 385.474 165.078 Firmenwerte 28 977.043 452.812 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.506 0 Abgegrenzte Aufwendungen 30 37.097 7.256 Latente Steueransprüche 16 86.638 66.758 2.929.279 970.945 Summe Vermögenswerte 3.673.425 1.270.294 scroll Anmerkung 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 SCHULDEN Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31 356.141 260.216 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32 30.061 23.038 Erhaltene Anzahlungen 11.766 11.719 Steuerrückstellungen 33 139.246 22.245 Abgegrenzte Erlöse 34 210.586 183.697 Sonstige Rückstellungen 35 12.561 4.672 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 36.1 94.817 53.217 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 36.2 32.378 44.868 887.556 603.672 Langfristige Schulden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32 1.343.941 317.004 Latente Steuerschulden 16 73.576 25.427 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.193 0 Abgegrenzte Erlöse 24.295 0 Sonstige Rückstellungen 35.894 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 36.3 99.241 16.338 1.581.140 358.769 Summe Schulden 2.468.696 962.441 Eigenkapital Grundkapital 38 205.000 194.000 Kapitalrücklage 39 369.353 27.702 Kumuliertes Konzernergebnis 39 460.671 104.819 Eigene Anteile 38 -35.335 -5.178 Neubewertungsrücklage 39 216.745 9.074 Cashflow Hedge Rücklage 39 0 -5.376 Währungsumrechnungsdifferenz 39 -12.446 -19.698 Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 1.203.988 305.343 Nicht beherrschende Anteile 741 2.510 Summe Eigenkapital 1.204.729 307.853 Summe Schulden und Eigenkapital 3.673.425 1.270.294 * angepasst - siehe Anhangsangabe 2.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach IFRS vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 in T€ scroll 2014 2013 * Anmerkung Januar - Dezember Januar - Dezember Umsatzerlöse 5 3.064.962 2.655.705 Umsatzkosten 6, 9, 12 -2.034.486 -1.742.791 Bruttoergebnis vom Umsatz 1.030.476 912.914 Vertriebskosten 7, 9, 12 -481.292 -481.434 Verwaltungskosten 8, 9, 12 -136.904 -120.407 Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.1 -39.954 -37.917 Sonstige betriebliche Erträge 9.2 244.374 39.333 Firmenwertabschreibungen 11 0 -300 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 616.700 312.189 Finanzierungsaufwendungen 13 -29.499 -18.904 Finanzerträge 14 4.294 7.676 Abschreibungen auf Finanzanlagen -705 0 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 15 -11.862 -4.603 Ergebnis vor Steuern 578.928 296.358 Steueraufwendungen 16 -131.504 -89.372 Konzernergebnis 447.424 206.986 davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile 300 537 Anteilseigner der United Internet AG 447.124 206.449 Ergebnis je Aktie der Anteilseigner der United Internet AG (in €) - unverwässert 17 2,28 1,07 - verwässert 17 2,26 1,06 Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) - unverwässert 17 196,42 193,69 - verwässert 17 197,80 195,12 Überleitung zum gesamten Konzernergebnis Konzernergebnis 447.424 206.986 Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Veränderung der Währungsdifferenzen - unrealisiert 7.252 -2.404 Marktwertveränderung von als zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten vor Steuern - unrealisiert 210.841 -555 Steuereffekt -3.170 8 Veränderung der Cashflow Hedge Rücklage vor Steuern - realisiert 7.682 3.674 Steuereffekt -2.306 -1.108 Sonstiges Ergebnis 220.299 -385 Gesamtes Konzernergebnis 667.723 206.601 davon entfallen auf nicht beherrschende Anteile 300 530 Anteilseigner der United Internet AG 667.423 206.071 * angepasst - siehe Anhangsangabe 2.2 Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 in T€ scroll 2014 2013 Anmerkung Januar - Dezember Januar - Dezember Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit Konzernergebnis 447.424 206.986 Berichtigungen zur Überleitung des Konzernergebnisses zu den Ein- und Auszahlungen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 10 102.674 79.943 Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte 10 18.212 14.493 Firmenwertabschreibungen 11 0 300 Abschreibungen auf Finanzanlagen 705 0 Personalaufwand aus Mitarbeiterbeteiligungen 37 3.222 2.434 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 15, 24 11.862 4.603 Ausgeschüttete Gewinne assoziierter Unternehmen 24 331 310 Ertrag aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen 9.2 -118.523 0 Ertrag aus der Einbringung von assoziierten Unternehmen 9.2 -75.802 0 Verlust aus der Veräußerung von assoziierten Unternehmen 884 0 Veränderungen der Ausgleichsposten für latente Steueransprüche 16 -15.675 -21.424 Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen aus Steueranpassungen 3.930 0 Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen 129 -7.515 Sonstige Korrekturen 1.190 0 Cashflow der betrieblichen Tätigkeit 380.563 280.130 Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden Veränderung der Forderungen und sonstiger Vermögenswerte -34.905 30.445 Veränderung der Vorräte 1.921 -18.710 Veränderung der abgegrenzten Aufwendungen -27.619 -15.343 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.207 -12.877 Veränderung der erhaltenen Anzahlungen -572 775 Veränderung der sonstigen Rückstellungen 3.873 2.527 Veränderung der Steuerrückstellungen 98.643 -27.067 Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten -15.795 20.116 Veränderung der abgegrenzten Erlöse 19.681 8.259 Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden, gesamt 73.434 -11.875 Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit (vor Kapitalertragsteuerzahlung) 453.997 268.255 Kapitalertragsteuerzahlung -335.694 0 Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 118.303 268.255 Cashflow aus dem Investitionsbereich Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -72.310 -59.927 Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4.886 3.268 Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen abzüglich erhaltener Zahlungsmittel 4.1 -942.233 -130.148 Abgang von Zahlungsmitteln aufgrund Entkonsolidierung von verbundenen Unternehmen 0 -193 Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen 24 -23.065 -22.724 Rückzahlungen von Anteilen an assoziierten Unternehmen 24 7.817 2.811 Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte 25 -334.719 0 Auszahlungen aus der Ausgabe von Darlehen 42 -2.184 -2.950 Einzahlungen aus der Rückzahlung von Darlehen 23.1 10.835 818 Rückzahlungen aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten 1.162 1.235 Nettoauszahlungen im Investitionsbereich -1.349.811 -207.810 Cashflow aus dem Finanzierungsbereich Kapitalerhöhung 38 348.327 0 Erwerb eigener Aktien 38 -38.795 -27.703 Aufnahme von Krediten 32 1.846.960 111.766 Rückzahlung von Krediten 32 -813.000 -72.000 Tilgung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten -3.939 0 Dividendenzahlungen 18 -77.304 -58.038 Ausschüttungen an Fremdaktionäre -1.359 -1.306 Erwerb weiterer Anteile an verbundenen Unternehmen -19.992 -11.893 Nettoeinzahlungen / -auszahlungen im Finanzierungsbereich 1.240.898 -59.174 Nettoanstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.390 1.271 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 42.775 42.648 Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -1.336 -1.144 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Berichtsperiode 50.829 42.775 * angepasst - siehe Anhangsangabe 2.2 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 in T€ scroll Grundkapital Kapitalrücklage Kumuliertes Konzernergebnis Eigene Anteile Anmerkung 38 39 39 38 Stückelung T€ T€ T€ Stückelung T€ Stand am 1. Januar 2013 215.000.000 215.000 25.468 227.012 20.662.202 -263.570 Konzernergebnis 206.449 Sonstiges Konzernergebnis Gesamtergebnis 206.449 Erwerb von eigenen Anteilen 1.376.314 -27.703 Ausgabe von eigenen Anteilen -16.840 -794.251 16.840 Einziehung von eigenen Anteilen -21.000.000 -21.000 -248.255 -21.000.000 269.255 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2.234 Dividendenzahlungen -58.038 Gewinnausschüttungen Veränderung Beteiligungsquoten -5.509 Stand am 31. Dezember 2013 194.000.000 194.000 27.702 104.819 244.265 -5.178 Stand am 1. Januar 2014 194.000.000 194.000 27.702 104.819 244.265 -5.178 Konzernergebnis 447.124 Sonstiges Konzernergebnis Gesamtergebnis 447.124 Kapitalerhöhung 11.000.000 11.000 338.429 Erwerb von eigenen Anteilen 1.295.735 -38.795 Ausgabe von eigenen Anteilen -8.638 -307.662 8.638 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 3.222 Dividendenzahlungen -77.304 Gewinnausschüttungen Veränderung Beteiligungsquoten -1.914 Sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern -3.416 Stand am 31. Dezember 2014 205.000.000 205.000 369.353 460.671 1.232.338 -35.335 scroll Neubewer- tungsrücklage Cashflow Hedge Rücklage Währungs- umrechnungs- differenz Auf die Anteilseigner der United Internet AG entfallendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital Anmerkung 39 39 39 40 T€ T€ T€ T€ T€ T€ Stand am 1. Januar 2013 9.621 -7.942 -17.301 188.288 9.855 198.143 Konzernergebnis 206.449 537 206.986 Sonstiges Konzernergebnis -547 2.566 -2.397 -378 -7 -385 Gesamtergebnis -547 2.566 -2.397 206.071 530 206.601 Erwerb von eigenen Anteilen -27.703 -27.703 Ausgabe von eigenen Anteilen 0 0 Einziehung von eigenen Anteilen 0 0 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2.234 2.234 Dividendenzahlungen -58.038 -58.038 Gewinnausschüttungen 0 -164 -164 Veränderung Beteiligungsquoten -5.509 -7.711 -13.220 Stand am 31. Dezember 2013 9.074 -5.376 -19.698 305.343 2.510 307.853 Stand am 1. Januar 2014 9.074 -5.376 -19.698 305.343 2.510 307.853 Konzernergebnis 447.124 300 447.424 Sonstiges Konzernergebnis 207.671 5.376 7.252 220.299 0 220.299 Gesamtergebnis 207.671 5.376 7.252 667.423 300 667.723 Kapitalerhöhung 349.429 349.429 Erwerb von eigenen Anteilen -38.795 -38.795 Ausgabe von eigenen Anteilen 0 0 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 3.222 3.222 Dividendenzahlungen -77.304 -77.304 Gewinnausschüttungen 0 -168 -168 Veränderung Beteiligungsquoten -1.914 -1.901 -3.815 Sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern -3.416 -3.416 Stand am 31. Dezember 2014 216.745 0 -12.446 1.203.988 741 1.204.729 KONZERNANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2014 1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen und zum Abschluss Die United Internet AG (im Folgenden auch "United Internet Gruppe" oder "Gesellschaft") ist der führende europäische Internet-Spezialist, mit den Geschäftsfeldern Access (festnetz- und mobilfunkbasierte Internetzugangsprodukte) und Applications (Applikationen für den Einsatz des Internets). Die Gesellschaft hat ihren Sitz in 56410 Montabaur, Elgendorfer Straße 57, Bundesrepublik Deutschland, und ist dort beim Amtsgericht unter HR B 5762 eingetragen. Die Gesellschaft verfügt in Deutschland und weltweit über zahlreiche Niederlassungen und Tochtergesellschaften. Der Konzernabschluss der United Internet AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro (€). Die Angaben im Anhang erfolgen entsprechend der jeweiligen Angabe in Euro (€), Tausend Euro (T€) oder Millionen Euro (Mio. €). Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2014. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. März 2014 den Konzernabschluss 2013 gebilligt. Der Konzernabschluss wurde am 13. Juni 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss 2014 wurde vom Vorstand der Gesellschaft am 20. März 2015 aufgestellt und im Anschluss an den Aufsichtsrat weitergeleitet. Der Konzernabschluss wird am 25. März 2015 dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt. Bis zur Billigung des Konzernabschlusses und Freigabe zur Veröffentlichung durch den Aufsichtsrat könnten sich theoretisch noch Änderungen ergeben. Der Vorstand geht jedoch von einer Billigung des Konzernabschlusses in der vorliegenden Fassung aus. Die Veröffentlichung erfolgt am 26. März 2015. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze In diesem Abschnitt werden zunächst sämtliche Rechnungslegungsgrundsätze dargestellt, die einheitlich für die in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewendet worden sind. Im Anschluss daran werden die in diesem Abschluss erstmalig angewendeten Rechnungslegungsstandards sowie die kürzlich veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Rechnungslegungsstandards erläutert. 2.1 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss sind die United Internet AG sowie alle von ihr beherrschten inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften (Mehrheitsbeteiligungen) einbezogen. Beherrschung (Control) besteht gemäß IFRS 10 dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Mit Verlust des beherrschenden Einflusses wird in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile, dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile sowie der kumulierten auf das Tochterunternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert des abgehenden Nettovermögens des Tochterunternehmens. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner der United Internet AG entfallenden Eigenkapital. Bei Erwerben von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss (Minderheitsanteile) oder Veräußerungen von Anteilen mit beherrschendem Einfluss, ohne dass der beherrschende Einfluss verloren geht, werden die Buchwerte der Anteile mit und ohne beherrschenden Einfluss angepasst, um die Änderung der jeweiligen Beteiligungsquote widerzuspiegeln. Der Betrag, um den die für die Änderung der Beteiligungsquote zu zahlende oder zu erhaltende Gegenleistung den Buchwert des betreffenden Anteils ohne beherrschenden Einfluss übersteigt, ist als Transaktion mit den Gesellschaftern direkt im Eigenkapital zu erfassen. Umsatzrealisierung Bei der Umsatzrealisierung ist zwischen unterschiedlichen Geschäftsbereichen des Konzerns zu unterscheiden (siehe auch Erläuterungen zu Segmentberichterstattung Anhangsangabe 5). Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus. Im Einzelnen werden die Umsätze der Segmente nach den folgenden Gesichtspunkten realisiert: Segment "Access" Das Segment "Access" umfasst im Wesentlichen die Produktlinien Schmalband-Internetzugänge, Breitband- / DSL-Internetzugänge (inkl. Internet-Telefonie und Video-on-Demand) sowie Mobile Internet. In diesen Produktlinien erzielt die Gesellschaft Umsätze aus der Bereitstellung der genannten Zugangsprodukte sowie aus etwaigen zusätzlichen Leistungen wie Internet- und Mobilfunktelefonie oder Video-on-Demand. Die Umsätze bestehen dabei aus festen monatlichen Grundgebühren sowie variablen, zusätzlichen Nutzungsentgelten für bestimmte Leistungen (z. B. für Auslands- und Mobilfunkverbindungen, die nicht mit einer Flatrate abgedeckt sind, oder auch für den Einzelabruf von Videos) sowie aus Erlösen aus dem Verkauf von dazugehöriger Hardware und Software. Die Umsätze werden entsprechend der Erbringung der Dienstleistung, die in der Regel der Vereinnahmung der von den Kunden gezahlten monatlichen Beträge (Nutzungsentgelte und Grundgebühren) entspricht, realisiert. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware werden bei Gefahrenübergang in Höhe des an den Kunden fakturierten Betrages realisiert. Vorauszahlungen der Kunden werden als abgegrenzte Erlöse bilanziert. Das Segment beinhaltet auch Umsatzerlöse aus Breitbanddatendiensten sowie der Vermietung von Telekommunikationsinfrastruktur (sog. Leased Lines), VPNs und sonstige Lieferungen und Leistungen. Die Vermietung von Leased Lines erfolgt im Rahmen von Finance-Leasing-Verhältnissen. Diese Umsatzerlöse werden zeitraumbezogen bzw. nach Erbringung der Leistung entsprechend dem Realisationsprinzip erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die Vertragslaufzeit abgegrenzt. Im Fall von Finanzierungsleasingverhältnisse i. S. v. IAS 17, d. h. wenn alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung auf den Leasingnehmer übergehen, wird der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus dem wirtschaftlichen Verkauf von Leased Lines mit Beginn der Vermietung als Umsatzerlöse realisiert. Das vermietete Anlagevermögen wird über die Umsatzkosten ausgebucht. Segment "Applications" Das Segment "Applications" umfasst das Applikations-Geschäft von United Internet - werbefinanziert oder im kostenpflichtigen Abonnement. Zu diesen Applikationen gehören z. B. Domains, Homepages und E-Shops, Anwendungen für Personal Information Management (E-Mail, Aufgaben, Termine, Adressen), Groupwork, Online-Storage oder Office-Applikationen. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft ihren Kunden über Sedo und affilinet erfolgsbasierte Werbe- und Vertriebsmöglichkeiten an. Im Bereich der kostenpflichtigen Abonnements werden primär feste monatliche Beträge für die Nutzung, Verwaltung und Speicherung der genannten Applikationen sowie Erlöse aus der Vermittlung und Verwaltung von Domains erzielt. Neben den festen monatlichen Gebühren werden auch Einmalerlöse wie Einrichtungsgebühren, SMS-Gebühren oder Erlöse aus dem Verkauf von Software-Produkten (z. B. Virenschutz-Software) erzielt. Die Kunden zahlen dabei in der Regel im Voraus für einen vertraglich fixierten Zeitraum für die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen. Die Umsatzrealisierung erfolgt anteilig über den Zeitraum der Inanspruchnahme der Dienstleistung. Im Bereich der werbefinanzierten Applikationen (in der Regel kostenfreie E-Mail-Lösungen von GMX und WEB.DE) generiert die Gesellschaft - über die Portale WEB.DE, 1&1, GMX und smartshopping - Werbeeinnahmen und eCommerce-Provisionen. Basis dieses Geschäfts ist die häufige Inanspruchnahme der kostenfreien Applikationen und die damit verbundene hohe Frequentierung der Portale. Dabei werden bei der Online-Werbung Werbeflächen auf den Websites der Portale angeboten. Die Umsatzerlöse werden in Abhängigkeit von der Platzierung der Werbung sowie der Anzahl der Einblendungen bzw. Clickraten realisiert. Im eCommerce-Geschäft erhält die Gesellschaft Provisionen für den Verkauf von Produkten oder die Vermittlung von Kunden. Die Umsatzerlöse werden entsprechend der Leistungserbringung realisiert. Vorauszahlungen der Kunden werden als abgegrenzte Erlöse bilanziert. Neben den Applikations-Umsätzen werden in diesem Segment auch die Umsätze aus den erfolgsabhängigen Werbeformen Domain-Marketing und Affiliate-Marketing abgebildet. Im Domain-Marketing betreibt United Internet (über die Sedo GmbH) eine Handelsplattform für den Domain-Sekundärmarkt (Domain-Handel). Gleichzeitig bietet die Gesellschaft den Domain-Inhabern an, nicht genutzte Domains an Werbetreibende zu vermarkten (Domain-Parking). Neben diesen Kunden-Domains hält die Gesellschaft auch ein eigenes Portfolio an verkauf- bzw. vermarktbaren Domains. Im Domain-Handel erhält die Gesellschaft Provisionen bei erfolgtem Verkauf einer Domain über die Plattform und erzielt darüber hinaus Umsatzerlöse aus Dienstleistungen rund um den Themenbereich Domain Bewertung und -Transfer. Die Verkaufsprovisionen und Dienstleistungen bemessen sich dabei in der Regel prozentual vom erzielten Verkaufspreis, während es sich bei den sonstigen Dienstleistungen um Festpreise handelt. Beim Domain-Parking erfolgt die Vermarktung (primär über Kooperationen mit Suchmaschinen) hauptsächlich über Textlinks, d. h. über Verweise auf den geparkten Domains auf die Angebote der Werbetreibenden. Die Gesellschaft erhält dabei durch den Kooperationspartner monatlich eine erfolgsabhängige Vergütung auf Basis der generierten Klicks, die durch den Kooperationspartner ermittelt werden. Die Gesellschaft erfasst Verkaufsprovisionen bei Rechnungsstellung in den Umsatzerlösen. Die Realisierung des Umsatzes erfolgt daher nach Abschluss der Transaktion bzw. nach der Erbringung der Dienstleistung. In den Umsatzerlösen des Domain-Parkings wird monatlich die von den Kooperationspartnern gutgeschriebene Vergütung erfasst. Über die affilinet GmbH betreibt United Internet eine Internetplattform für Affiliate-Marketing. Ein Affiliate-Programm (Partnerprogramm) ist eine internetbasierte Vertriebslösung, bei der ein kommerzieller Anbieter (der sogenannte Advertiser) seinen Vertriebspartner (den sogenannten Affiliate) erfolgsorientiert über eine Provision vergütet. Der Advertiser stellt hierbei seine Werbemittel über die Plattform zur Verfügung, die der Affiliate wiederum auf seinen Seiten zur Bewerbung der Angebote des Advertisers verwenden kann. Dabei gewinnt, steuert und vergütet der Anbieter seine Vertriebspartner über die gemeinsame Plattform. affilinet als Betreiber der Plattform erhält von den Advertisern für die Nutzung der auf der Plattform zu Verfügung stehenden Admin- und Management-Tools, die Auswertung der Transaktionen und die Erstellung der monatlichen Abrechnung gegenüber den Vertriebspartnern eine Vergütung. Basis der Berechnung dieser Vergütung ist dabei die an den Affiliate zu zahlende Provision. Bei dieser kann es sich um eine Berechnung auf Basis eines Klicks (Cost per Click), auf Basis einer bestimmten Aktion des Internetnutzers (Cost per Action), auf Basis getätigter Käufe oder Bestellungen (Cost per Sale) oder um eine Mischform handeln. Die Erfassung in den Umsatzerlösen erfolgt mit der Leistungserbringung. Vorab in Rechnung gestellte Beträge werden abzüglich der erbrachten Leistungen als erhaltene Anzahlungen erfasst. Ausweis von Veräußerungsgewinnen und -verlusten aus der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen Die reguläre Wertfortschreibung und Bewertung insbesondere von Anteilen an assoziierten Unternehmen sowie von zur Veräußerung gehaltenen Anteilen wird -soweit sie ergebniswirksame Effekte betrifft - im Finanzergebnis ausgewiesen (siehe auch Erläuterungen zum Finanzergebnis). Gewinne aus der Veräußerung von solchen Anteilen werden grundsätzlich unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Veräußerungsverluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung der Gesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls (aus praktischen Erwägungen wird zur Umrechnung bei nicht stark schwankenden Wechselkursen ein gewichteter Durchschnittskurs gewählt). Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Der im Eigenkapital für einen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag wird bei der Veräußerung dieses ausländischen Geschäftsbetriebs erfolgswirksam aufgelöst. Die Wechselkurse der wesentlichen Währungen entwickelten sich wie folgt: scroll (im Verhältnis zu 1 Euro) Stichtagskurs Durchschnittskurse 31.12.2014 31.12.2013 2014 2013 US-Dollar 1,214 1,379 1,329 1,328 Britisches Pfund 0,779 0,834 0,806 0,849 Sachanlagen Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus dem Abgang des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden über deren voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern ergeben sich aus der folgenden Übersicht: scroll Nutzungsdauer in Jahren Mietereinbauten Bis zu 10 (abhängig von der Mietdauer) Gebäude 10 bzw. 50 Kraftfahrzeuge 5 bis 6 Telekommunikationsanlagen 7 bis 10 Verteilnetze 20 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Büroeinrichtung 5 bis 13 Server 3 bis 5 Für im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Vermögenswerte des Sachanlagevermögens bestimmt sich die jeweils anzuwendende Restnutzungsdauer vor allem auf Basis der vorgenannten Nutzungsdauern sowie der bereits zum Erwerbszeitpunkt verstrichenen Nutzungsdauern. Die Durchführung von Werthaltigkeitstests sowie die Erfassung von Wertminderungen und Wertaufholungen erfolgt entsprechend der Vorgehensweise für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer (siehe unten). Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Erwerb eines "Qualifying Assets". In der Berichtsperiode waren keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwert Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Dies beinhaltet die Erfassung aller identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung geprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dieses gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Der Wertminderungsbedarf wird durch den Vergleich von erzielbarem Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, auf die sich der Firmenwert bezieht, mit deren Buchwert ermittelt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewandt. Dieses stützt sich auf DCF-Modelle, Bewertungsmultiplikatoren, Börsenkurse von börsengehandelten Tochterunternehmen oder andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert bzw. die zahlungsmittelgenerierende Einheit als wertgemindert betrachtet und auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Ein für den Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Der Konzern nimmt die jährliche Überprüfung der Firmenwerte auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag vor. Immaterielle Vermögenswerte Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Vorgehensweise des Werthaltigkeitstests entspricht dem des Werthaltigkeitstests für den Firmenwert. Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden im Fall von immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode und der Nutzungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben sondern mindestens einmal jährlich zum Bilanzstichtag auf Ebene des einzelnen Vermögenswerts oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit einer Überprüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Die Vorgehensweise entspricht dem des Werthaltigkeitstests für den Firmenwert. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von einer unbestimmten Nutzungsdauer zur begrenzten Nutzungsdauer auf prospektiver Basis vorgenommen. Die angesetzten Nutzungsdauern ergeben sich aus der folgenden Übersicht: scroll Nutzungsdauer in Jahren Markenrechte unbestimmt Kundenstamm 4 bis 25 Lizenzen und sonstige Rechte 2 bis 15 Software 3 bis 5 Zu jedem Bilanzstichtag wird zudem eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, nimmt die Gesellschaft eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Ist dies der Fall, so wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht. Dieser Betrag darf jedoch nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Anteile an assoziierten Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem die Gesellschaft über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture ist. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils der Gesellschaft am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil der Gesellschaft am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden von der Gesellschaft in Höhe ihres Anteils erfasst und - sofern zutreffend - in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen der Gesellschaft und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert. Mit Verlust des maßgeblichen Einflusses wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des assoziierten Unternehmens erfasst in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen (i) dem Erlös aus der Veräußerung der Anteile, dem beizulegenden Zeitwert zurückbehaltener Anteile sowie der kumulierten auf das assziierte Unternehmen entfallenden Beträge des sonstigen Konzernergebnisses und (ii) dem Buchwert der abgehenden Beteiligung. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden in der Regel zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich, werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt die Gesellschaft, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für die Anteile der Gesellschaft an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Die Gesellschaft ermittelt an jedem Bilanzstichtag, inwiefern objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert ist. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des assoziierten Unternehmens und dem Buchwert als Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Die Durchführung von Werthaltigkeitstests sowie die Erfassung von Wertminderungen und Wertaufholungen erfolgt entsprechend der Vorgehensweise für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer. Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Teilweise werden Vermögenswerte und Schulden entweder bei erstmaliger Erfassung oder auch im Rahmen der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem ― Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder ― vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist: ― Stufe 1 - In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise ― Stufe 2 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist ― Stufe 3 - Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft. Um die Angabeanforderungen über die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt. Leasingverhältnisse Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses dieser Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. ■ Konzern als Leasingnehmer Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Beginns der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, angesetzt. Leasingzahlungen werden derart in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Wesentliche Verträge, die als Finanzierungsleasing einzustufen sind, betreffen Vereinbarungen über IRUs (Indefeasible Rights of Use) sowie die Nutzung der angemieteten Stadtnetze der Versatel Gruppe. IRUs werden entsprechend der Vertragslaufzeit oder im Fall von günstigen Kaufoptionen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. ■ Konzern als Leasinggeber In den Fällen, in denen Konzerngesellschaften Finanzierungsleasingverträge als Leasinggeber vereinbaren, erfolgt ein Ansatz einer Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasingverhältnisses. Die Leasingzahlungen werden in Tilgung der Leasingforderung sowie in Finanzerträge aufgeteilt. Trägt der Konzern die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasinggeber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasingraten werden vom Leasinggeber erfolgswirksam vereinnahmt. Finanzinstrumente - Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus ausgereichten Darlehen und sonstige Forderungen sowie notierte und nicht notierte Finanzinstrumente. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinstrumenten als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien ― Kredite und Forderungen sowie ― zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgt zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine andere Kategorie eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern nicht hinsichtlich der Wertermittlung wesentliche Schätzunsicherheiten bestehen. Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage erfasst. Wertminderungen werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Bei Abgang von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Lässt sich der beizulegende Zeitwert von als zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten nicht zuverlässig ermitteln, so werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sofern sie zuvor als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte klassifiziert waren, werden sie bei Eintritt wesentlicher Schätzunsicherheiten entsprechend reklassifiziert. Der beizulegende Zeitwert zu diesem Zeitpunkt stellt die Anschaffungskosten unter der neuen Bewertungskategorie dar. Finanzinstrumente - Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Die Gesellschaft ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d. h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dabei auf Basis von Erfahrungswerten durch Klassifizierung der Forderungen nach dem Alter und auf Basis von sonstigen Informationen hinsichtlich der Werthaltigkeit von kundenspezifischen Forderungen gebildet. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst. Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswerts, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Um zu bestimmen, ob eine Wertminderung vorliegt, die ergebniswirksam zu erfassen ist, werden Informationen über nachteilige Änderungen des technologischen, marktbezogenen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfelds berücksichtigt. Eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwerts eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments unter dessen Anschaffungskosten ist ebenfalls ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Wertaufholungen bei Schuldinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden ergebniswirksam erfasst, wenn der Anstieg des beizulegenden Zeitwerts des Instruments objektiv aus einem Ereignis, das nach der ergebniswirksamen Erfassung der Wertminderung aufgetreten ist, resultiert. Finanzinstrumente - Finanzielle Verbindlichkeiten Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen ausgewiesen. Nach der erstmaligen Erfassung erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzinstrumente - Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf Basis von Barwertmodellen unter Einbeziehung von Marktinformationen (Zinsstrukturkurven) sowie - sofern wesentlich - des individuellen Kreditrisikos der Gesellschaft ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Bei Eingehen von Sicherungsgeschäften zur Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorgesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können (Cashflow-Hedge). Im Rahmen eines Sicherungszusammenhangs (Hedge) werden die Sicherungsinstrumente ebenfalls zu Marktwerten bilanziert. Allerdings erfolgt die Erfassung der Wertänderungen bezogen auf den effektiven Teil erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Rücklage, die einen separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals darstellt. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "hypothetischen Derivate-Methode" vorgenommen. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in der Periode in die Gesamtergebnisrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Vorräte Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken werden angemessene Wertberichtigungen für Überbestände vorgenommen. Die Bewertung fußt dabei unter anderem auf zeitabhängigen Gängigkeitsabschlägen. Sowohl die Höhe, als auch die zeitliche Verteilung der Abschläge stellen eine bestmögliche Schätzung des Nettoveräußerungswerts dar und sind daher mit Schätzungsunsicherheiten behaftet. Bei Anzeichen für einen gesunkenen Nettoveräußerungserlös werden die Vorratsbestände durch entsprechende Wertminderungsaufwendungen korrigiert. Eigene Anteile Eigene Anteile werden vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Anteilen wird nicht erfolgswirksam erfasst. Die Einziehung eigener Anteile bewirkt eine anteilige Auflösung der im Eigenkapital ausgewiesenen Position "Eigene Anteile" zulasten des übrigen Eigenkapitals. Hierzu nutzt der Konzern die folgende Verwendungsreihenfolge: ― In Höhe des Nennbetrags erfolgt die Erfassung der Einziehung immer zu Lasten des Grundkapitals. ― Der den Nennbetrag übersteigende Betrag wird zunächst bis in Höhe des Wertbeitrags aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen (SAR und Wandelschuldverschreibungen) gegen die Kapitalrücklage ausgebucht. ― Ein den Wertbeitrag aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen übersteigender Betrag wird gegen das kumulierte Konzernergebnis ausgebucht. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Bankguthaben, sonstigen Geldanlagen, Schecks und Kassenbeständen, die allesamt einen hohen Liquiditätsgrad und eine - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - Restlaufzeit von unter 3 Monaten aufweisen. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden mit Gehaltszahlung an den Arbeitnehmer als Aufwand erfasst. Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn die Gesellschaft eine rechtliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird nach Abzug der Erstattung erfolgswirksam erfasst. Ist der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der - sofern im Einzelfall erforderlich - die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst. Aktienbasierte Vergütung Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten Mitarbeiter des Konzerns eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten und in Form der Gewährung von Wertsteigerungsrechten, die nach Wahl der Gesellschaft in bar oder durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden können. Da bei keiner Vereinbarung für die United Internet Gruppe eine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich vorliegt, werden sämtliche aktienbasierten Vergütungstransaktionen als Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Die Kosten aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bemessen. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells ermittelt. Mit dem zugehörigen Bewertungsverfahren wird die Wertkomponente im Zusagezeitpunkt auch für die Folgebewertung bis zum Ende der Laufzeit festgelegt. Umgekehrt ist zu jedem Bewertungsstichtag eine Neueinschätzung des zu erwartenden Ausübungsvolumens vorzunehmen mit der Folge einer entsprechenden Anpassung des Zuführungsbetrags unter Berücksichtigung der bislang schon erfolgten Zuführung. Notwendige Anpassungsbuchungen sind jeweils in der Periode vorzunehmen, in der neue Informationen über das Ausübungsvolumen bekannt werden. Die Erfassung von aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt über den Zeitraum, in dem die Ausübungs- bzw. Leistungsbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Dieser Zeitraum endet am Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit, d. h. dem Zeitpunkt, an dem der betreffende Mitarbeiter unwiderruflich bezugsberechtigt wird. Die an jedem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen. Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, wird kein Aufwand erfasst. Ergebnis je Aktie Das "unverwässerte" Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird berechnet, indem das den Inhabern von Namensaktien zuzurechnende Ergebnis durch den für den Zeitraum gewogenen Durchschnitt der ausgegebenen Aktien geteilt wird. Das "verwässerte" Ergebnis je Aktie (Diluted Earnings per Share) wird ähnlich dem Ergebnis je Aktie ermittelt, mit der Ausnahme, dass die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um den Anteil erhöht wird, der sich ergeben hätte, wenn die aus dem ausgegebenen Mitarbeiterbeteiligungsprogramm resultierenden ausübbaren Bezugsrechte ausgeübt worden wären. Finanzerträge Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden). Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert kürzen den Buchwert des Vermögenswerts. Tatsächliche und latente Steuern Der Steueraufwand einer Periode setzt sich zusammen aus tatsächlichen Steuern und latenten Steuern. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Transaktionen, die im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesen Fällen werden die Steuern entsprechend im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Tatsächliche Steuern werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der ― latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und der ― latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von ― latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Periodenergebnis nach IFRS noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und ― latenten Steueransprüchen aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. 2.2 Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS Im Geschäftsjahr 2014 waren folgende durch das IASB geänderte bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden: ― IFRS 10, 11, 12 - Konzernabschlüsse, gemeinschaftliche Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ― Änderungen zu IFRS 10, 11, 12 - Übergangsvorschriften zu den Konsolidierungsstandards ― Änderungen zu IFRS 10, 12, IAS 27 - Investmentgesellschaften ― IAS 27 - Einzelabschlüsse ― IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ― Änderungen zu IAS 32 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ― Änderungen zu IAS 36 - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten ― Änderungen zu IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ― IFRIC 21 - Interpretation zur Bilanzierung von Abgaben Die geänderten bzw. neuen Standards werden im Konzernabschluss vollumfänglich berücksichtigt. Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich vor allem durch den neuen Standard zu Konzernabschlüssen IFRS 10, der im Mai 2010 als Teil eines "Pakets" von 5 neuen und überarbeiteten Standards veröffentlicht wurde, ergeben. IFRS 10 ändert die Definition von "Beherrschung" dahin gehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Diese Definition wird durch umfassende Anwendungsleitlinien gestützt, die verschiedene Arten aufzeigen, wie ein berichtendes Unternehmen (Investor) ein anderes Unternehmen (Beteiligungsunternehmen) beherrschen kann. Das bislang durch SIC-12 konkretisierte Chancen-Risiken-Konzept ist unter IFRS 10 für Zwecke der Beurteilung des Vorliegens von Beherrschung nicht mehr einschlägig. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 ergab eine Analyse der Steuerungsmöglichkeiten der relevanten Aktivitäten der European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3, dass keine Verfügungsmacht über die variablen Rückflüsse aus diesen Beteiligungen im Sinne dieses Standards besteht. Die weitere Analyse ergab, dass für diese beiden Fonds keine gemeinsame Beherrschung, sondern vielmehr ein maßgeblicher Einfluss vorliegt. Auf dieser Basis wurden die Anteile an den Zweckgesellschaften European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3, die bis zum 31. Dezember 2013 vollkonsolidiert wurden, ab 1. Januar 2014 bis zur Einbringung in die Rocket Internet AG im August 2014 als Anteile an assoziierten Unternehmen eingestuft und mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Hieraus ergab sich kein Effekt auf das Periodenergebnis oder das Eigenkapital. Durch die Anwendung der Equity-Methode werden jedoch die zum 31. Dezember 2013 separat ausgewiesenen Vermögenswerte (im Wesentlichen sonstige langfristige Vermögenswerte in Höhe von -10.079 T€) und Schulden (im Wesentlichen der Schulden gegenüber Minderheitsgesellschaftern in Höhe von 4.239 T€) zusammengefasst in dem Abschlussposten Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen; die Ergebnisbestandteile aus diesen Fonds wurden bis August 2014 damit in einer Linie im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Die Anwendung von IFRS 10 hat retrospektiv zu erfolgen, d.h. so, als ob schon immer die Equity-Methode angewandt worden wäre. Dies führte zu angepassten Vorjahreswerten im Konzernabschluss in den folgenden Positionen: scroll VERMÖGENSWERTE 31. Dezember 2012 EFF 31. Dezember 2012 angepasst 31. Dezember 2013 EFF 31. Dezember 2013 angepasst Kurzfristige Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 42.828 -180 42.648 43.311 -536 42.775 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte summiert 224.094 0 224.094 237.910 0 237.910 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19.531 -369 19.162 18.751 -87 18.664 286.453 -549 285.904 299.972 -623 299.349 Langfristige Vermögenswerte Anteile an assoziierten Unternehmen 90.881 6.893 97.774 108.985 6.326 115.311 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 70.133 -10.683 59.450 57.634 -10.079 47.555 Sonstige Vermögenswerte summiert 660.241 0 660.241 808.079 0 808.079 821.255 -3.790 817.465 974.698 -3.753 970.945 Summe Vermögenswerte 1.107.708 -4.339 1.103.369 1.274.670 -4.376 1.270.294 SCHULDEN Kurzfristige Schulden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.668 -39 268.629 260.222 -6 260.216 Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen summiert 345.487 0 345.487 290.239 0 290.239 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 51.464 -225 51.239 53.348 -131 53.217 665.619 -264 665.355 603.809 -137 603.672 Langfristige Schulden Sonstige Verbindlichkeiten summiert 220.732 0 220.732 342.431 0 342.431 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23.214 -4.075 19.139 20.577 -4.239 16.338 243.946 -4.075 239.871 363.008 -4.239 358.769 Summe Schulden 909.565 -4.339 905.226 966.817 -4.376 962.441 Eigenkapital Summe Eigenkapital 198.143 0 198.143 307.853 0 307.853 Summe Schulden und Eigenkapital 1.107.708 -4.339 1.103.369 1.274.670 -4.376 1.270.294 In der Gesamtergebnisrechnung wurden im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2013 um die Erträge aus dem Verkauf von Anteilen der Portfoliounternehmen der European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3 in Höhe von 562 T€ korrigiert. Des Weiteren wurden die Ergebnisse aus at-equity bilanzierten Unternehmen um 310 T€ und die Verwaltungskosten um 212 T€ erhöht. Durch die Korrektur des Ergebnisses aus at equity bilanzierten Unternehmen verringerte sich der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit um 310 T€ auf 280.130 T€ und die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit verringerten sich auf Grund der Anpassung der Vermögenswerte und Schulden um insgesamt 356 T€ auf 268.255 T€. Des Weiteren wurde der Zahlungsmittelbestand angepasst. Die Einführung des IFRS 12- Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen führt zu erweiterten Anhangsangaben im Konzernabschluss der United Internet AG. Die weiteren neuen Standards aus dem "Paket" IFRS 11- Gemeinschaftliche Vereinbarungen, IAS 27- Einzelabschlüsse und IAS 28- Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Die Ergänzungen an den Standards IAS 32- Anpassungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden und IAS 39- Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Die Änderungen an IAS 36 wendete die Gesellschaft bereits im Geschäftsjahr 2013 vorzeitig an. Mit den Änderungen an IAS 36 schränkt das IASB die Pflichtangabe des erzielbaren Betrags für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die einen wesentlichen Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert bzw. an immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten, ein. Gleichzeitig wird jedoch der Umfang, der für den Fall einer Wertminderung bzw. Wertaufholung vorgesehenen Anhangsangaben, ausgeweitet. Aus Gründen der Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit wurden die im Vorjahr in der Gesamtergebnisrechnung angegebenen Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte auf die Funktionsbereiche Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten verursachungsgerecht aufgeteilt. Die Vorjahresangaben wurden im Geschäftsbericht dementsprechend angepasst. In Anhangsangabe 10 erfolgt weiterhin die Aufteilung der Abschreibung auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte auf die Vermögenswerte bzw. die Unternehmenserwerbe. 2.3 Bereits veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsstandards Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Die United Internet AG wird diese Standards voraussichtlich erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umsetzen. scroll Standard Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab Übernahme durch EU Kommission IFRS 9 Finanzinstrumente (Standard und weitere Ergänzungen) 01.01.2018 Nein IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderungen) 01.01.2016 Nein IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Änderungen) 01.01.2016 Nein IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (Änderungen) 01.01.2016 Nein IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 Nein IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2017 Nein IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderungen) 01.01.2016 Nein IAS 16 Sachanlagen (Änderungen) 01.01.2016 Nein IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge (Änderungen) 01.07.2014 Ja IAS 27 Separate Abschlüsse 01.01.2016 Nein IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (Änderungen) 01.01.2016 Nein IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte (Änderungen) 01.01.2016 Nein diverse Jährliches Änderungsverfahren 2010-2012 bzw. 2011-2013 01.07.2014 Ja diverse Jährliches Änderungsverfahren 2014 01.01.2016 Nein Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschluss sind vor allem durch den neuen Standard IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu erwarten. Der Standard sieht ein einheitliches, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell für die Erlösermittlung und -erfassung vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Er ersetzt im Wesentlichen die bestehenden Standards IAS 18 - Erlöse und IAS 11 - Fertigungsaufträge. Bei der erstmaligen Anwendung des neuen Standards hat ein Unternehmen neben der vollständigen Anwendung für die laufende Berichtsperiode den Standard auch rückwirkend auf alle Verträge, die zu Beginn der Berichtsperiode noch nicht erfüllt waren, anzuwenden. Insbesondere führen die Neuregelungen bei vielen Mehrkomponentengeschäften (z. B. Mobilfunk-Vertrag plus mobiles Endgerät) dazu, dass ein größerer Teil der Gesamtvergütung der vorab gelieferten Komponente zuzurechnen ist und damit Umsatzerlöse früher erfasst werden. Gleichzeitig führt dies zu einer Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Handelswaren zulasten der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen. Eine weitere Auswirkung ergibt sich durch die künftige Aktivierung und Verteilung der Aufwendungen für Vertriebsprovisionen sowie für Bereitstellungsentgelte über die geschätzte Kundenbindungsdauer. Die quantitativen Auswirkungen werden im Rahmen eines konzernweiten Projekts zur Implementierung des neuen Standards untersucht, eine verlässliche Schätzung ist jedoch vor Abschluss dieses Projekts nicht möglich. Das IASB hat im November 2009 den Standard IFRS 9 - Finanzinstrumente veröffentlicht, dieser regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Im November 2013 wurde der Standard überarbeitet und um die Regelungen zum Hedge Accounting erweitert. Darüber hinaus ist vorgesehen, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Verbindlichkeiten aufgrund einer Veränderung des eigenen Kreditrisikos künftig nicht mehr erfolgswirksam, sondern im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen. Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 als vollständigen Standard herausgegeben, der alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte zusammenführt. Die Neuregelungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Regelungen wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. United Internet prüft derzeit die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. Aus den weiteren Änderungen der IFRS werden keine wesentlichen Änderungen erwartet. 3. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen vom Management gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Ermessensentscheidungen Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Einfluss auf den Konzernabschluss haben insbesondere die IRUs (Indefeasable Rights of Use). Das Management beurteilt im Rahmen dieser Leasingverträge die Übertragung aller wesentlichen mit dem Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken. Soweit das Management zu der Überzeugung gelangt, dass alle mit dem Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken aus der Nutzung auf die Konzerngesellschaft oder auf den Kunden übertragen werden, wird der Vertrag als Finanzierungsverhältnis i.S.v. IAS 17 bilanziert. Schätzungen und Annahmen Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten Die Gesellschaft überprüft den Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf mögliche Wertminderung. Hierbei wird der erzielbare Betrag der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Firmenwert bzw. die immateriellen Vermögenswerte zugeordnet sind, entweder als "Nutzungswert" oder als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Zur Schätzung des Nutzungswerts oder des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Einzelheiten, einschließlich einer Sensitivitätsanalyse der wesentlichen Annahmen, wird auf die Anhangsangabe zur "Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer" verwiesen. Zu den wesentlichen Annahmen des Managements im Hinblick auf die Bestimmung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gehören Annahmen bezüglich der Umsatzentwicklung, Margenentwicklung und des Diskontierungszinssatzes. Werthaltigkeitsprüfung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Der United Internet Konzern hält zum Bilanzstichtag Anteile an verschiedenen assoziierten Unternehmen. Zum Bilanzstichtag überprüft die Gesellschaft gemäß IAS 28.31, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des United Internet Konzerns in das jeweilige assoziierte Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Die erzielbaren Beträge nicht börsennotierter Unternehmen orientieren sich neben den für das jeweilige Unternehmen vorliegenden Vergangenheitserfahrungen auch an den Erwartungen über die voraussichtliche zukünftige Entwicklung. Diesen Erwartungen liegen zahlreiche Annahmen zugrunde, so dass die Ermittlung der erzielbaren Beträge ermessensabhängig ist. Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 34.932 T€ (Vorjahr: 115.311 T€). Aktienbasierte Vergütung Der Aufwand aus der Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten an Mitarbeiter wird im Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts muss für die Gewährung von Eigenkapitalinstrumenten ein geeignetes Bewertungsverfahren bestimmt werden; dieses ist abhängig von den Vertragsbedingungen. Es ist weiterhin die Bestimmung geeigneter in dieses Bewertungsverfahren einfließender Daten, darunter insbesondere die voraussichtliche Optionslaufzeit, Volatilität, Ausübungsverhalten und Dividendenrendite sowie entsprechende Annahmen erforderlich. Die gleiche Vorgehensweise findet Anwendung auf aktienbasierte Vergütungsformen an Dritte (z. B. Dienstleister, Lieferanten etc.). Hier kommt es neben oben genannten Faktoren vor allem in den Bereichen Ermittelbarkeit des Zeitwerts der empfangenen Dienstleistungen, Festlegung des Gewährungszeitpunkts sowie Festlegung der Dienstperiode zu Schätzungen und Annahmen. Steuern Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Dem folgend sowie angesichts der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen er tätig ist. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde. Solche unterschiedlichen Auslegungen können sich aus einer Vielzahl verschiedener Sachverhalte ergeben, abhängig von den Bedingungen, die im Sitzland des jeweiligen Konzernunternehmens vorherrschen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in der Bilanz abzüglich der vorgenommenen Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen erfolgt auf der Grundlage von regelmäßigen Überprüfungen sowie Bewertungen im Rahmen der Kreditüberwachung. Die hierzu getroffenen Annahmen über das Zahlungsverhalten und die Bonität der Kunden unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug zum 31. Dezember 2014 216.648 T€ (Vorjahr: 135.524 T€). Vorräte Vorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der erwarteten notwendigen Kosten bis zum Veräußerungszeitpunkt. Die Bewertung fußt dabei unter anderem auf zeitabhängigen Gängigkeitsabschlägen, die im Zeitablauf ansteigen. Sowohl die Höhe, als auch die zeitliche Verteilung der Abschläge stellen eine bestmögliche Schätzung des Nettoveräußerungswerts dar und sind daher mit Schätzungsunsicherheiten behaftet. Die Buchwerte der Vorräte zum Bilanzstichtag betrugen 42.630 T€ (Vorjahr: 44.388 T€). Zu weiteren Informationen wird auf Anhangsangabe 21 verwiesen. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden dann linear über die angenommene wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die angenommenen Nutzungsdauern basieren auf Erfahrungswerten und sind mit wesentlichen Unsicherheiten, insbesondere bezüglich unvorhergesehener technologischer Entwicklung, behaftet. Der Buchwert der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer betrug zum 31. Dezember 2014 956.939 T€ (Vorjahr: 228.325 T€). Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Zugrundelegung der Erwerbsmethode bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden bemessen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses anfallende Kosten werden als Aufwand erfasst und im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unterliegt dabei wesentlichen Schätzungsunsicherheiten. Bei Identifizierung von immateriellen Vermögenswerten wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswerts und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts entweder auf unabhängige Gutachten externer Bewertungsgutachter zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert wird intern unter Verwendung einer angemessenen Bewertungstechnik für den jeweiligen immateriellen Vermögenswert ermittelt, deren Basis üblicherweise die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen generierten Zahlungsmittel ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen und Schätzungen, die das Management bezüglich der künftigen Entwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 977.043 T€ (Vorjahr: 452.812 T€). Die Buchwerte der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden bilanzierten immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 337.766 T€ (Vorjahr: 97.239 T€), die bilanzierten materiellen Vermögenswerte 423.174 T€ (Vorjahr: 1.955 T€). Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann gebildet, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Solche Schätzungen unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Der Buchwert der Rückstellungen betrug zum 31. Dezember 2014 48.455 T€ (Vorjahr: 4.672 T€). 4. Unternehmenszusammenschlüsse und -beteiligungen 4.1. Unternehmenszusammenschlüsse des Geschäftsjahres 2014 United Internet hält seit Ende 2012 mittelbar durch die VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg, 25,1 % an der Versatel Gruppe. Die Beteiligung an der VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg, wurde bisher als assoziiertes Unternehmen mittels der at-equity Methode in den Konzernabschluss der United Internet Gruppe einbezogen. Am 3. September 2014 hat United Internet bekannt gegeben, dass sie sich mit der Private Equity Gesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (KKR) darauf geeinigt hat, 74,9 % der Anteile an der Versatel Gruppe zu erwerben und ihre Anteile an der Versatel Gruppe somit auf 100 % aufzustocken. Der Anteilserwerb erfolgt durch die Komplettübernahme der Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH. Die Versatel-Gruppe wird ab dem 1. Oktober 2014 (Erwerbszeitpunkt) in den Konzernabschluss der United Internet AG einbezogen. Die Erstkonsolidierung der VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH erfolgt gemäß IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse unter Anwendung der Erwerbsmethode als sukzessiver Unternehmenserwerb. Bei einem sukzessivem Unternehmenserwerb hat der Erwerber seinen zuvor an dem Unternehmen gehaltenen Anteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu zu bestimmen und den daraus resultierenden Gewinn oder zu erfassen. Die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaft wurden beginnend mit dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Für die ausstehenden Anteile von 74,9 % zahlt United Internet rund 593 Mio. € in bar. Des Weiteren wurden in der Versatel-Gruppe bestehende Nettobankverbindlichkeiten in Höhe von 377 Mio. € durch United Internet abgelöst und der Gesellschaft als Darlehen zur Verfügung gestellt, damit betrug der im Investitionsbereich der Kapitalflussrechnung erfasste Betrag, bereinigt um die übernommenen Zahlungsmittel (29 Mio. €), 942 Mio. €. Die Gegenleistung für 100% der Anteile (inklusive der neu bewerteten bestehenden Anteile an der Versatel Gruppe in Höhe von 175 Mio. €) beträgt insgesamt 1.146 Mio. €. Aus der Neubewertung der bestehenden Anteile an der Versatel Gruppe ergab sich ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen (siehe Anhangsangabe 9.2) erfasster Betrag in Höhe von 119 Mio. €. Die im sonstigen betrieblichen Aufwand erfassten Anschaffungsnebenkosten betrugen bis zum 31. Dezember 2014 5,1 Mio. €. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergibt sich aus dieser Transaktion ein Firmenwert in Höhe von 510 Mio. €, der vor allem die Synergieeffekte mit dem bestehenden Access Geschäft der United Internet Gruppe widerspiegelt. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Unternehmenserwerbs zu dem Aufstellungsdatum dieses Konzernabschlusses ist die nachfolgende Kaufpreisallokation noch vorläufig. Die Aufteilung des Firmenwerts auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten ist bisher ebenfalls noch nicht erfolgt. scroll T€ Vermögenswerte kurzfristig Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28.824 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.379 Vorräte 163 Abgegrenzte Aufwendungen 8.862 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.263 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 59 langfristig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.880 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 125 Abgegrenzte Aufwendungen 6.723 Immaterielle Vermögenswerte 253.916 Sachanlagen 581.969 948.163 Schulden kurzfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67.476 Erhaltene Anzahlungen 619 Steuerrückstellungen 453 Abgegrenzte Erlöse 6.695 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 37.012 Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2.582 Sonstige Rückstellungen 3.657 langfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.432 Latente Steuerschulden 38.186 Abgegrenzte Erlöse 23.906 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 90.789 Sonstige Rückstellungen 36.253 312.058 Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert 636.106 Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb 509.654 Übertragene Gegenleistung 1.145.759 Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen des Erwerbs der Versatel Gruppe übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 65,3 Mio. €. Die korrespondierenden Bruttobeträge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 69,4 Mio. €. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden Eventualverbindlichkeiten in Höhe 1,9 Mio. € angesetzt. Die Eventualverbindlichkeiten betreffen vor allem Risiken aus Rechtsstreitigkeiten. Die Übertragene Gegenleistung und Netto-Zahlungsmittelabfluss setzen sich wie folgt zusammen: Übertragene Gegenleistung sukzessiver Erwerb Versatel scroll in Mio. € Buchwert bestehende Anteile an assoziierten Unternehmen 56 Ertrag aus Neubewertung 119 Zeitwert bestehender Anteile 175 Barkaufpreis 593 Ablösung Bankverbindlichkeiten 377 Übertragene Gegenleistung 1.146 Cash Flow aus Investitionstätigkeit Barkaufpreis 593 Ablösung Bankverbindlichkeiten 377 Übernommene Zahlungsmittel -29 Netto-Zahlungsmittelabfluss 942 Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich nach der vorläufigen Kaufpreisallokation wie folgt zusammen: scroll Beizulegender Zeitwert (in T€) Nutzungsdauer (in Jahren) Kundenstamm 187.100 4-25 Marken 62.000 n/a Software 3.345 3-5 geleistete Anzahlungen 1.083 n/a Einmalentgelte 389 2-15 253.916 Der Ergebnisbeitrag der Versatel Gruppe vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum Bilanzstichtag betrug -2.527 T€, die dabei erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 130.892 T€. Wäre die Versatel Gruppe bereits zum 1. Januar 2014 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum 2014 um 399.203 T€ erhöht und das Konzernergebnis um 26.579 T€ verringert. 4.2. Unternehmensbeteiligungen des Geschäftsjahres 2014 Am 28. Januar 2014 erwarb United Internet 25,1 % der Anteile an der ePages GmbH, Hamburg, einem Anbieter für Onlineshop-Software. Der Kaufpreis betrug 3,0 Mio. €. Des Weiteren wurden 25 % der Anteile an der uberall GmbH, Berlin (vormals favor.it labs GmbH, Berlin), zu einem Kaufpreis von 3,2 Mio. € erworben. Die Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss der United Internet AG erfolgt jeweils als assoziiertes Unternehmen. Am 15. August 2014 investierte United Internet insgesamt 435 Mio. € in eine 8,2 %-ige Beteiligung an der Rocket Internet AG, Berlin. Das Investment setzt sich zusammen aus 333 Mio. € in bar und 102 Mio. € aus der Einbringung aller Beteiligungen an den Portfolio-Unternehmen der Global Founders Capital bzw. European Founders Funds. Durch die Einbringung der Anteile an den Global Founders Capital bzw. European Founders Funds bzw. deren Portfolio-Unternehmen wurden insgesamt stille Reserven in Höhe von rund 75,8 Mio. € aufgedeckt. Dieser nicht zahlungswirksame Ertrag wurde als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Die Aktien der Rocket Internet AG werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. 4.3. Unternehmenstransaktionen des Vorjahres Am 22. August 2013 hat United Internet 100 % der Anteile der Arsys Internet S.L., Logroño (Spanien), ein im Webhosting und Cloud Computing tätiges Unternehmen, übernommen. Ein Teilbetrag des Kaufpreises in Höhe von TEUR 95.990 wurde in bar beglichen. Darüber hinaus wurde im Zuge des Erwerbs die bestehende Finanzierung abgelöst. Hierzu wurden der Arsys Internet S.L. liquide Mittel in Höhe von TEUR 42.080 in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich zum 31. Dezember 2013 aus dieser Transaktion ein Firmenwert in Höhe von 100.617 T€, der vor allem die Synergieeffekte widerspiegelt. Aus der abgeschlossenen Kaufpreisallokation ergaben sich im Geschäftsjahr 2014 keine weiteren Anpassungen. United Internet erwarb am 18. Juli 2013 28,36 % der Anteile an der Open-Xchange AG, Nürnberg, einem E-Mail- und Collaboration-Spezialisten. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 14.956 T€. Die Anteile werden unter den "Anteilen an assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 5. Umsatzerlöse / Segmentberichterstattung Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten auf dem sogenannten Managementansatz. Danach erfolgt die externe Berichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium (Chief Operating Decision Maker). In der United Internet Gruppe ist der Vorstand der United Internet AG verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente. Die Unternehmenssteuerung und Konzernberichterstattung erfolgt über die Segmente "Access" und "Applications". Eine Beschreibung der Produkte und Dienstleistungen findet sich in Abschnitt 2.1 unter den Ausführungen zur Umsatzrealisierung. Unter dem Segment "Zentrale / Beteiligungen" sind im Wesentlichen Holdingfunktionen zu subsumieren. Die Steuerung durch den Vorstand der United Internet AG erfolgt überwiegend auf Basis von Ergebniskennzahlen. Dabei misst der Vorstand der United Internet AG den Erfolg der Segmente primär anhand der Umsatzerlöse, des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit (EBIT). Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen berechnet. Die Informationen zu den Umsatzerlösen sind dem Land, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, zugeordnet. Bei der Überleitung werden die Ergebnisse der Segmente auf die Gesamtsumme der United Internet Gruppe übergeleitet. Die Segmentberichterstattung der United Internet AG stellt sich für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar: scroll 2014 Segment Access T€ Segment Applications T€ Zentrale / Beteiligungen T€ Überleitung T€ United Internet-Gruppe T€ Gesamtumsatz 2.183.667 934.216 8.725 --- --- - davon konzernintern 48.564 4.867 8.215 --- --- Außenumsatz 2.135.103 929.349 510 --- 3.064.962 - davon Inland 2.135.103 584.414 510 --- 2.720.027 - davon Ausland 0 344.935 0 --- 344.935 EBITDA 443.374 228.562 65.650 0 737.586 EBIT 380.362 170.889 65.449 0 616.700 Finanzergebnis -21.816 -3.389 -25.205 Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -705 -705 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen -3.422 -8.440 -11.862 EBT 40.211 538.717 578.928 Steueraufwendungen -131.504 -131.504 Konzernergebnis 447.424 Vermögenswerte (langfristig) 509.795 487.225 710.242 --- 1.707.262 - davon Inland 509.795 303.348 684.655 --- 1.497.798 - davon Anteile an assoziierten Unternehmen 0 196 33.253 --- 33.449 - davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 141 6.149 651.402 --- 657.692 - davon Firmenwerte 509.654 297.003 0 --- 806.657 - davon Ausland 0 183.877 25.587 --- 209.464 - davon Anteile an assoziierten Unternehmen 0 1.483 0 --- 1.483 - davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 12.008 25.587 --- 37.595 - davon Firmenwerte 0 170.386 0 --- 170.386 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 27.259 60.582 500 --- 88.341 Abschreibungen 63.012 57.673 201 --- 120.886 - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 53.180 49.293 201 --- 102.674 - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte 9.832 8.380 0 --- 18.212 - davon Firmenwertabschreibungen 0 0 0 --- 0 Anzahl der Mitarbeiter 2.965 4.829 38 --- 7.832 - davon Inland 2.897 3.233 38 --- 6.168 - davon Ausland 68 1.596 0 --- 1.664 Die langfristigen Vermögenswerte der Segmente umfassen die Anteile an assoziierten Unternehmen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die Firmenwerte. Aus der Kundenstruktur hat sich in den Berichtsjahren keine wesentliche Konzentration auf einzelne Kunden ergeben. In der United Internet Gruppe wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der gesamten externen Umsatzerlöse generiert. Die Auslandsumsätze betrugen 11,3 % (Vorjahr: 11,2 %) des Konzernumsatzes. Das oberste Führungsgremium überwacht lediglich die Anteile an assoziierten Unternehmen, die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Firmenwerte. Die in den Segmenten dargestellten Abschreibungen beziehen sich auf übrige, nicht überwachte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Überleitungsgröße hinsichtlich des Ergebnisses vor Steuern stellt den entsprechenden EBT-Beitrag der Segmente "Access" sowie "Applications" dar. Die Segmentberichterstattung der United Internet AG stellt sich für das Geschäftsjahr 2013 wie folgt dar: scroll 2013 Segment Access T€ Segment Applications T€ Zentrale / Beteiligungen T€ Überleitung T€ United Internet-Gruppe T€ Gesamtumsatz 1.804.453 876.563 8.404 --- --- - davon konzernintern 16.171 9.604 7.940 --- --- Außenumsatz 1.788.282 866.959 464 --- 2.655.705 - davon Inland 1.788.282 570.021 464 --- 2.358.767 - davon Ausland 0 296.938 0 --- 296.938 EBITDA 245.407 168.690 -7.173 0 406.924 EBIT 217.385 102.138 -7.334 0 312.189 Finanzergebnis -11.294 66 -11.228 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen -4.756 153 -4.603 EBT -23.384 319.742 296.358 Steueraufwendungen -89.372 -89.372 Konzernergebnis 206.986 Vermögenswerte (langfristig) 66.081 473.357 76.240 --- 615.678 - davon Inland 0 294.275 53.556 --- 347.831 - davon Anteile an assoziierten Unternehmen 0 208 47.666 --- 47.874 - davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 7.364 5.890 --- 13.254 - davon Firmenwerte 0 286.703 0 --- 286.703 - davon Ausland 66.081 179.082 22.684 --- 267.847 - davon Anteile an assoziierten Unternehmen 66.081 1.356 0 --- 67.437 - davon sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 11.617 22.684 --- 34.301 - davon Firmenwerte 0 166.109 0 --- 166.109 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5.180 54.257 490 --- 59.927 Abschreibungen 28.022 66.552 162 --- 94.736 - davon immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 28.022 51.759 162 --- 79.943 - davon im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte 0 14.493 0 --- 14.493 - davon Firmenwertabschreibungen 0 300 0 --- 300 Anzahl der Mitarbeiter 2.025 4.664 34 --- 6.723 - davon Inland 1.864 3.182 34 --- 5.080 - davon Ausland 161 1.482 0 --- 1.643 6. Umsatzkosten scroll 2014 T€ 2013 T€ Aufwand für bezogene Leistungen 1.402.671 1.253.576 Aufwand für bezogene Waren 350.563 280.401 Personalaufwendungen 126.933 102.875 Abschreibungen 74.169 48.653 Sonstiges 80.150 57.286 Gesamt 2.034.486 1.742.791 Die Umsatzkosten sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr leicht auf 66,4 % (im Vorjahr 65,6 %) angestiegen, was zu einer gesunkenen Bruttomarge von 33,6 % (im Vorjahr 34,4 %) führte. 7. Vertriebskosten Die Vertriebskosten haben sich unterproportional von 481.434 T€ (18,1 % vom Umsatz) auf 481.292 T€ (15,7 % vom Umsatz) entwickelt. 8. Verwaltungskosten Die Verwaltungskosten haben sich wie schon im Vorjahr proportional von 120.407 T€ (4,5 % vom Umsatz) auf 136.904 T€ (4,5 % vom Umsatz) erhöht. 9. Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen 9.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll 2014 T€ 2013 T€ Forderungsverluste 22.350 27.010 Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 6.110 5.474 Transaktionskosten aus Unternehmenszusammenschlüssen 5.104 1.453 Verluste aus Abgang Beteiligung 884 0 Verluste Abgang Sachanlagen 425 322 Sonstige Steuern 333 203 Spenden 146 456 Sonstiges 4.602 2.999 Gesamt 39.954 37.917 Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten im Wesentlichen Verluste aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursverluste aus der Bewertung zum Stichtagskurs, Kursgewinne aus diesen Positionen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Eine saldierte Betrachtung führt zu einem Nettoertrag von 1.555 T€ (Vorjahr: Verlust 381 T€). Die Forderungsverluste beinhalten Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung solcher Forderungen. Die Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen resultieren aus dem Verkauf der gesamten Gesellschaftsanteile an der Beteiligung fun communications GmbH. Hinsichtlich der Transaktionskosten aus Unternehmenszusammenschlüssen wird auf die Anhangsangaben 4.1 bzw. 4.3 verwiesen. 9.2 Sonstige betriebliche Erträge scroll 2014 T€ 2013 T€ Ertrag aus der Neubewertung der bestehenden Versatel Anteile im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der Versatel Gruppe 118.523 0 Ertrag aus der Einbringung der Global Founders Capital bzw. European Founders Fund in die Rocket Internet AG 75.802 0 Erträge aus Mahngebühren und Rücklastschriften 30.538 25.680 Erträge aus Fremdwährungsumrechnung 7.665 5.093 Sonstiges 11.847 8.560 Gesamt 244.374 39.333 Im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der Versatel Gruppe wurden die bestehenden Anteile an der Versatel Gruppe zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Differenz zwischen bisherigem Buchwert (at-equity Bewertung) und dem beizulegenden Zeitwert der bestehenden Anteile zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von 118.523 T€ wurde im Rahmen der Übergangskonsolidierung von at-equity auf Vollkonsolidierung ergebniswirksam als nicht zahlungswirksamer Ertrag erfasst. Hinsichtlich des Ertrages aus der Einbringung der Global Founders Capital bzw. European Founders Fund Gesellschaften wird auf Anhangsangabe 4.2 verwiesen. Die Erträge aus Währungsgewinnen enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs, Kursverluste aus diesen Positionen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 10. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll 2014 T€ 2013 T€ Umsatzkosten 74.169 48.653 Vertriebskosten 33.883 38.032 Verwaltungskosten 12.834 7.751 Gesamt 120.886 94.437 Die Abschreibungen beinhalten auch die Abschreibungen auf die im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögenswerte. Diese verteilen sich auf die aktivierten Vermögenswerte wie folgt: scroll 2014 T€ 2013 T€ Immaterielle Vermögenswerte Portal 0 7.525 Kundenstamm / Auftragsbestand 9.545 5.540 Software 395 556 Technologie 1.811 481 11.751 14.102 Materielle Vermögenswerte Netzinfrastruktur 5.288 0 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.173 391 Gesamt 18.212 14.493 Die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte verteilen sich auf die Unternehmenszusammenschlüsse wie folgt: scroll 2014 T€ 2013 T€ Arsys 6.626 2.209 Versatel 9.832 0 Fasthosts 900 1.178 united-domains 778 2.828 Cleafs 0 420 RevenueDirect 39 117 Portalgeschäft WEB.DE 37 7.741 Gesamt 18.212 14.493 Auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilen sich die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte wie folgt: scroll 2014 T€ 2013 T€ Umsatzkosten 8.679 1.572 Vertriebskosten 9.527 12.826 Verwaltung 6 95 18.212 14.493 11. Firmenwertabschreibungen des Vorjahr Da die Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 in den Niederlanden deutlich die Erwartungen der Gesellschaft unterschritt wurde im Rahmen der planmäßigen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2013 eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerte von affilinet Netherlands der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Affiliate-Marketing" im Sedo Teilkonzern in Höhe von 300 TEUR ermittelt. 12. Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen verteilen sich auf die Funktionsbereiche wie folgt: scroll 2014 T€ 2013 T€ Umsatzkosten 126.933 102.875 Vertriebskosten 163.031 147.564 Verwaltungskosten 61.697 55.687 Gesamt 351.661 306.126 Die Anzahl der Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr von 6.723 Mitarbeitern um 16,50 % auf 7.832 Mitarbeiter zum Jahresende 2014 an: scroll 2014 T€ 2013 T€ Inland 6.168 5.080 Ausland 1.664 1.643 Gesamt 7.832 6.723 Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2014 belief sich auf 7.028 (Vorjahr: 6.648), davon im Inland 5.395 (Vorjahr: 5.134) und im Ausland 1.634 (Vorjahr: 1.514). Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt 20.214 T€ (Vorjahr: 17.524 T€) und betrafen überwiegend in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleistete Beiträge. Hiervon entfielen aufgrund von Beitragsbefreiungen 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf Beitragszahlungen für nahe stehende Personen. 13. Finanzierungsaufwendungen scroll 2014 T€ 2013 T€ Darlehen und Kontokorrentkredite 13.449 5.603 Vorzeitige Ablösung Zinsswaps 6.723 0 Zinsaufwand aus steuerlicher Betriebsprüfung 5.779 3.285 Zinsaufwand aus Zinsswaps 2.667 9.087 Finanzierungskosten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen 579 93 Sonstige 302 836 29.499 18.904 Vor dem Hintergrund eines im August 2014 abgeschlossenen neuen Konsortial-Kredits und dem damit einhergehenden Wegfall des Grundgeschäfts wurden die Zinssicherungsvereinbarungen am 21. November 2014 vorzeitig durch Zahlung in Höhe des negativen Marktwerts von TEUR 6.723 abgelöst. Das bis zu diesem Zeitpunkt erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste Ergebnis wurde daraufhin ergebniswirksam recycelt. Bezüglich der Finanzierungskosten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird auf Anhangsangabe 45 verwiesen. 14. Finanzerträge scroll 2014 T€ 2013 T€ Zinserträge aus steuerlicher Betriebsprüfung 2.165 797 Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten 691 693 Erträge aus Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 742 438 Erträge aus Dividenden 395 260 Zinserträge aus Finanzierungsleasing 301 0 Erträge aus Zinssicherungsgeschäften 0 5.488 Summe Finanzerträge 4.294 7.676 Hinsichtlich der Erträge aus Ausleihung an assoziierte Unternehmen wird auf die Anhangsangabe 42 verwiesen. 15. Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen scroll 2014 T€ 2013 T€ Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen -11.862 -4.603 -11.862 -4.603 16. Steueraufwendungen Die Steueraufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll 2014 T€ 2013 T€ Laufende Ertragsteuern - Deutschland 158.381 105.043 - Ausland -11.202 5.753 Gesamt (laufende Periode) 147.179 110.796 Latente Steuern - aufgrund steuerlicher Verlustvorträge -252 2.971 - steuerliche Wirkung auf temporäre Unterschiede -15.423 -24.395 Gesamte latente Steuern -15.675 -21.424 Gesamter Steueraufwand 131.504 89.372 Nach dem deutschen Steuerrecht setzen sich die Ertragsteuern aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag zusammen. Die Gewerbeertragsteuer in Deutschland wird auf das zu versteuernde Einkommen der Gesellschaft erhoben, korrigiert durch Kürzungen bestimmter Erträge, die nicht gewerbeertragsteuerpflichtig sind und durch Hinzurechnung bestimmter Aufwendungen, die für Gewerbeertragsteuerzwecke nicht abzugsfähig sind. Der effektive Gewerbesteuersatz hängt davon ab, in welcher Gemeinde die Gesellschaft tätig ist. Der durchschnittliche Gewerbesteuersatz im Geschäftsjahr 2014 beträgt ca. 14,2 % (Vorjahr: 14,2 %). Unabhängig davon, ob das Ergebnis thesauriert oder ausgeschüttet wird, betrug der Körperschaftsteuersatz in Deutschland unverändert zum Vorjahr 15 %. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % auf die festgesetzte Körperschaftsteuer erhoben. Die Ertragssteueraufwendungen enthalten ferner neben den Steuern auf das laufende Ergebnis periodenfremde Effekte wie folgt: ― Aufgrund von Prüfungsfeststellungen der abgeschlossenen steuerlichen Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2006 bis 2008 und deren Folgeeffekte sowie aus Veranlagungen für Folgejahre ergibt sich ein Saldo von periodenfremden Steuererträgen und Steueraufwendungen in Höhe von 219 T€ (Vorjahr: 3.671 T€). Der im Geschäftsjahr 2014 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste Steueraufwand belief sich zum Stichtag auf 5.759 T€ (Vorjahr: 853 T€). Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge verteilen sich auf die Länder wie folgt: scroll 2014 T€ 2013 T€ Deutschland 24.647 0 Frankreich 1.033 1.251 USA 340 4.768 Polen 0 262 26.020 6.281 Die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge für deutsche Gesellschaften betreffen im Wesentlichen latente Steueransprüche der Versatel-Gruppe die zum Erwerbszeitpunkt erfasst wurden. Die steuerlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betreffen folgende Länder (ohne Deutschland): scroll 2014 T€ 2013 T€ USA 15.226 0 Schweiz 3.468 3.026 Polen 1.429 0 Großbritannien 0 6.440 Frankreich 0 2.794 20.123 12.260 Im Geschäftsjahr 2014 konnten die Verlustvorträge in Großbritannien und Frankreich erstmalig genutzt werden. Aufgeteilt nach den Ertragsteuerarten ergeben sich für Deutschland folgende Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden: scroll 2014 2013 Körperschaftsteuer in T€ Gewerbesteuer in T€ Körperschaftsteuer in T€ Gewerbesteuer in T€ Deutschland 85.632 31.022 3.554 0 85.632 31.022 3.554 0 Die Verlustvorträge in Deutschland, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betreffen vor allem Verlustvorträge der Versatel Gruppe. Entsprechend IAS 12 werden aktive latente Steuern auf die zukünftigen Vorteile, die mit steuerlichen Verlustvorträgen verbunden sind, gebildet. Die Frist für den Nettoverlustvortrag in den einzelnen Ländern ist wie folgt: ― USA: zeitlich unbeschränkt ― Deutschland: zeitlich unbeschränkt, jedoch Mindestbesteuerung ― Großbritannien: zeitlich unbeschränkt ― Frankreich: zeitlich unbeschränkt, jedoch Mindestbesteuerung ― Polen: 5 Jahre ― Schweiz: zeitlich unbeschränkt Die latenten Steuern haben sich aus den folgenden Positionen abgeleitet: scroll 2014 2013 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.330 2.337 934 0 Vorräte 34 0 82 0 Sonstige finanzielle Vermögenswerte - kurzfristig 578 67 777 0 Sonstige finanzielle Vermögenswerte - langfristig 43.509 3.194 48 172 Sonstige Vermögenswerte 80.763 1.182 61.175 738 Sachanlagen 4.821 70.959 2.957 4.615 Immaterielle Vermögenswerte 21.341 121.630 8.386 41.150 Sonstige Rückstellungen 6.867 1.945 919 1.470 Sonstige Verbindlichkeiten 31.232 3.483 4.224 227 Abgegrenzte Erlöse 3.788 2.168 3.147 140 Bruttowert 194.263 206.965 82.649 48.512 Steuerliche Verlustvorträge 26.020 0 6.281 0 Steuerguthaben Spanien 201 0 1.127 0 Konsolidierungsanpassungen 0 457 0 214 Saldierung -133.846 - 133.846 -23.299 -23.299 Konzernbilanz 86.638 73.576 66.758 25.427 Der Aktiv-Überhang der latenten Steuern hat sich von 41.331 T€ im Vorjahr auf 13.062 T€ reduziert. Somit belief sich der Gesamtbetrag der Veränderung des Saldos latenter Steuern auf 28.269 T€ (Vorjahr: 5.921 T€). Ursächlich für diese Veränderung sind im Wesentlichen folgende Faktoren: ― Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf in der Steuerbilanz aktivisch abgegrenzte Kundenakquisitionskosten in Höhe von 19.491 T€, ― erfolgsneutraler Zugang passiver latenter Steuern im Rahmen des Erwerbs der Versatel Gruppe in Höhe von netto 38.185 T€. Die Veränderung des Saldos latenter Steuern im Vorjahresvergleich lässt sich wie folgt überleiten: scroll 2014 2013 Latenter Steuerertrag 15.675 21.424 Zugang im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen -38.185 -14.650 Erfolgsneutral erfasster latenter Steueraufwand -5.759 -853 Veränderung des Saldos latenter Steuern -28.269 5.921 Die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 121.630 T€ (Vorjahr: 41.150 T€) resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Behandlung von im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerten im Konzernabschluss und der Steuerbilanz. Der passive Saldo der ergebnisneutral gebildeten latenten Steuern belief sich per 31. Dezember 2014 auf 3.831 T€ (Vorjahr: 1.928 T€ aktiver Saldo). Zum 31. Dezember 2014 waren wie im Vorjahr keine passiven latenten Steuern aufgrund der unterschiedlichen Bilanzansätze der Beteiligung an der 1&1 Mail & Media GmbH in der IFRS- und in der Steuerbilanz erfasst, da es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Die Überleitung vom Gesamtsteuersatz auf den effektiven Steuersatz der fortgeführten Aktivitäten stellt sich wie folgt dar: scroll 2014 % 2013 % Erwarteter Steuersatz 30,0 30,0 - Tatsächliche und latente Steuern für Vorjahre 0,2 1,6 - Steuerlich aktivierungspflichtige Transaktionskosten im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben 0,2 0,0 - Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 0,9 1,9 - Steuervergünstigte Veräußerungsgewinne sowie Beteiligungserträge -8,3 -0,1 - Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen -0,3 -0,3 - Mitarbeiterbeteiligungsprogramm -0,3 -3,7 - Steuerliche Verluste des Geschäftsjahres, für die keine latenten Steuern angesetzt worden sind 0,1 0,1 - Erstmalige Aktivierung von in Vorjahren nicht angesetzten steuerlichen Verlusten -0,6 -0,3 - Nicht steuerbare At-equity-Ergebnisse 0,6 0,6 - Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen 0,6 0,0 - Saldo von sonstigen steuerfreien Erträgen und nicht abzugsfähigen Aufwendungen -0,5 0,4 Effektiver Steuersatz 22,7 30,3 Die Überleitungsgröße aus steuervergünstigten Veräußerungsgewinnen sowie Beteiligungserträgen resultiert im Wesentlichen aus den Erträgen im Zusammenhang mit der Einbringung der Beteiligungen an den Portfolio-Unternehmen der Zweckgesellschaften Global Founders Capital bzw. European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3 und der Einbringung der Zweckgesellschaften selbst in die Rocket Internet AG gegen Anteilsgewährung sowie aus der Neubewertung der bestehenden Anteile an der Versatel-Gruppe im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs und den damit verbundenen sonstigen betrieblichen Erträge. Die steuerlich nicht abzugsfähigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte resultieren aus im Ersteinbuchungszeitpunkt erfolgsneutral entstandenen Vermögensunterschieden, für die folglich gemäß IAS 12 keine latenten Steuern gebildet worden sind. Der erwartete Steuersatz entspricht dem Steuersatz des Mutterunternehmens, der United Internet AG. 17. Ergebnis je Aktie Zum 31. Dezember 2014 ist das Grundkapital eingeteilt in 205.000.000 Stück (Vorjahr: 194.000.000 Stück) auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. United Internet hielt zum 31. Dezember 2014 1.232.338 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 244.265 Stück eigene Aktien). Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu, so dass die zurückgekauften Aktien eigenkapitalmindernd erfasst werden. Der gewogene Durchschnitt der für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Anzahl an Aktien beläuft sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 196.418.404 Stück (Vorjahr: 193.688.043 Stück). Ein Verwässerungseffekt ist im Hinblick auf die sich aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der United Internet AG ergebenden Optionsrechte zu berücksichtigen, die sich per 31. Dezember 2014 im Geld befanden. Dabei wurden sämtliche zum 31. Dezember 2014 bestehenden Optionsrechte nach Maßgabe der Treasury-Stock Methode bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt, soweit sich die Optionsrechte im Geld befanden und unabhängig davon, ob die Optionsrechte zum Bilanzstichtag tatsächlich ausübbar waren. Die Berechnung des Verwässerungseffekts aus dem Umtausch erfolgt, indem zunächst die Anzahl der potenziellen Aktien festgestellt wird. Anschließend wird auf der Basis des durchschnittlich beizulegenden Zeitwerts der Aktien die Aktienanzahl ermittelt, die aus der Gesamthöhe der Zahlungen (Nennwert der Rechte zuzüglich Zuzahlung) erworben werden könnte. Ist die aus beiden Werten ermittelte Differenz null, entspricht die gesamte Zahlung genau dem beizulegenden Zeitwert der potenziellen Aktien, so dass keine verwässernde Wirkung zu berücksichtigen ist. Ist der Differenzbetrag positiv, wird davon ausgegangen, dass diese Aktien im Werte dieses Differenzbetrages unentgeltlich ausgegeben werden. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie ging von 3.660.000 Stück (Vorjahr: 4.059.000 Stück) potentiellen Aktien (aus der fingierten Nutzung der Rechte) aus. Basierend auf einem durchschnittlichen Marktpreis von 32,81 € (Vorjahr: 23,28 €) würde sich eine unentgeltliche Ausgabe von 1.377.714 (Vorjahr: 1.430.437) Aktien ergeben. Nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnis zugrunde gelegten Beträge: scroll 2014 T€ 2013 T€ Ergebnisse, die den Anteilseignern der United Internet AG zuzurechnen sind 447.124 206.449 Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert 2,28 1,07 - verwässert 2,26 1,06 Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) - unverwässert 196,42 193,69 - verwässert 197,80 195,12 18. Dividende je Aktie Die Hauptversammlung der United Internet AG hat am 22. Mai 2014 dem Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie zugestimmt. Die Dividendenzahlung in einer Gesamthöhe von 77,3 Mio. € erfolgte am 23. Mai 2014. Über die Verwendung eines Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung. Über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2014 beraten Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2015. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu. Zum Datum der Unterzeichnung des Jahresabschlusses hält die United Internet Gruppe 1.232.338 Stück (Vorjahr: 244.265) eigene Aktien. Erläuterungen zur Bilanz 19. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Bankguthaben, kurzfristigen Anlagen, Schecks und Kassenbeständen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und 3 Monaten betragen. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen scroll 2014 T€ 2013 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 237.017 152.467 Abzüglich Wertberichtigungen -20.369 -16.943 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 216.648 135.524 davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - kurzfristig 193.142 135.524 davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig 23.506 0 Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 20.369 T€ (Vorjahr: 16.943 T€). Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar: scroll 2014 T€ 2013 T€ Stand 1. Januar 16.943 19.107 Inanspruchnahme -14.816 -13.439 Aufwandswirksame Zuführungen 19.720 15.309 Auflösung -2.098 -3.842 Währungsdifferenzen 620 -192 Stand 31. Dezember 20.369 16.943 Die aufwandswirksamen Zuführungen des Geschäftsjahres umfassen jeweils nicht die unterjährig begründeten und vor dem Bilanzstichtag ausgebuchten Forderungen. Zum Bilanzstichtag sind keine Anzeichen erkennbar, dass den Zahlungsverpflichtungen für die nicht wertberichtigten Forderungen nicht nachgekommen wird. Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem Nettobuchwert der oben genannten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Überfällige Forderungen werden auf ihren Wertberichtigungsbedarf geprüft. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt dabei im Wesentlichen in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen. Es wird auf Anhangsangabe 43 verwiesen. Sämtliche überfälligen Forderungen, die nicht einzeln wertberichtigt wurden, unterliegen einer pauschalierten Einzelwertberichtigung. Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Berücksichtigung der vorgenannten Wertberichtigungen wie folgt dar: scroll 2014 T€ 2013 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto < 30 Tage 195.711 123.950 30 - 60 Tage 9.099 5.563 60 - 90 Tage 5.839 3.335 90 - 120 Tage 3.438 1.529 > 120 T age 2.561 1.147 216.648 135.524 21. Vorräte Das Vorratsvermögen bestand aus folgenden Posten: scroll 2014 T€ 2013 T€ Handelswaren Mobilfunk / Mobile Internet 38.527 37.299 DSL-Hardware 5.168 7.672 SIM-Karten 611 303 Sonstige 2.184 375 Zur Weiterveräußerung gehaltener Domainbestand Domainbestand 1.140 1.671 Abzüglich 47.630 47.320 Wertberichtigungen -5.000 -2.932 Vorräte, netto 42.630 44.388 Der im Geschäftsjahr aus dem Absatz von Vorräten unter den Umsatzkosten als Materialaufwand erfasste Wareneinsatz belief sich auf 350.563 T€ (Vorjahr: 280.401 T€). Hiervon entfallen 2.068 T€ (Vorjahr: 1.430 T€) auf Wertminderungen auf Vorräte. Die Wertberichtigungen entfallen mit 4.225 T€ auf Mobilfunk / Mobile Internet (Vorjahr: 2.088 T€), mit 398 T€ auf Domains (Vorjahr: 464 T€), mit 22 T€ auf DSL-Hardware (Vorjahr: 25 T€), sowie mit 355 T€ auf übrige Vorräte (Vorjahr: 355 T€). 22. Kurzfristige abgegrenzte Aufwendungen Die abgegrenzten Aufwendungen in Höhe von 66.627 T€ (Vorjahr: 53.264 T€) beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Domaingebühren sowie für Vorleistungsentgelte, die auf Basis des zugrunde liegenden Vertragszeitraums abgegrenzt und periodengerecht als Aufwand erfasst werden. 23. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 23.1 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte scroll 2014 T€ 2013 T€ Debitorische Kreditoren 2.306 655 Forderungen Werbekostenzuschüsse 2.124 68 Geleistete Anzahlungen 832 2.154 Kautionen 521 431 Kaufpreisforderung Maxdome 0 10.181 Sonstige 7.661 5.175 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.444 18.664 Die im Vorjahr ausstehende Kaufpreisforderung resultiert aus dem Verkauf der Anteile an der maxdome GmbH & Co. KG. Diese wurde im Geschäftsjahr 2013 aus den sonstigen langfristigen in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert und im Geschäftsjahr 2014 beglichen. 23.2 Sonstige kurzfristige nicht- finanzielle Vermögenswerte scroll 2014 T€ 2013 T€ Forderungen Finanzamt 377.474 4.734 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 377.474 4.734 Die Forderungen gegen das Finanzamt bestehen in Höhe von 336 Mio. € aus im Dezember 2014 gezahlter anrechenbarer Kapitalertragsteuer inklusive Solidaritätszuschlag. 24. Anteile an assoziierten Unternehmen scroll 2014 T€ 2013 T€ Buchwert zum Beginn des Geschäftsjahres 115.311 97.774 Zugänge 22.684 23.113 Korrekturen - Ausschüttungen -331 -310 - Wertminderungen 0 -75 - Ergebnisanteile -11.862 -4.529 - Sonstiges 208 2.752 Abgänge -91.078 -3.414 34.932 115.311 Die Änderungen durch IFRS 10 führten dazu, dass die Anteile an den Zweckgesellschaften European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3, die bislang vollkonsolidiert wurden, im Rahmen der retrospektiven Erstanwendung von IFRS 10 als assoziierte Unternehmen gelten und mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Zugänge betreffen Beteiligungen im Rahmen des Global Founders Capital Nr. 1 sowie die Unternehmensbeteiligungen an der ePages GmbH und uberall GmbH. Die sonstigen Korrekturen in Höhe von 208 T€ betreffen im Wesentlichen Ergebnisanteile an assoziierten Unternehmen mit einem Beteiligungsbuchwert von 0 T€. Die negativen Erfolgsbeiträge von assoziierten Unternehmen mit einem Beteiligungsbuchwert von 0 T€ wurden nur dann berücksichtigt, sofern den assoziierten Unternehmen langfristige Darlehen zur Verfügung gestellt wurden oder Kredit- bzw. Haftungszusagen bestanden. Die Abgänge spiegeln zum einen die Einbringung der Beteiligungen an den Portfolio-Unternehmen der Zweckgesellschaften Global Founders Capital bzw. European Founders Fund Nr. 2 und Nr. 3 und die Einbringung der Zweckgesellschaften selbst in die Rocket Internet AG gegen Anteilsgewährung wider. Die Anteile der Rocket Internet AG werden zum Bilanzstichtag unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Zum anderen beinhalten die Abgänge die bereits, bis zum sukzessivem Unternehmenserwerb, bestehenden Anteile der Versatel Gruppe (siehe Anhangsangabe 4.1). Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen der zum Bilanzstichtag gehaltenen assoziierten Unternehmen auf Basis eines Anteilsbesitzes von 100 %: scroll 2014 T€ 2013 T€ Kurzfristige Vermögenswerte 46.633 152.556 Langfristige Vermögenswerte 59.280 993.067 Kurzfristige Schulden 19.146 172.240 Langfristige Schulden 11.848 538.079 Eigenkapital 74.919 435.304 Umsatzerlöse 63.915 594.709 Periodenergebnisse -14.279 - 14.162 Die zusammengefassten Finanzinformationen basieren zum Teil auf lokalen Rechnungslegungsvorschriften, da eine Überleitung dieser Finanzinformationen auf IFRS unverhältnismäßig hohen Kosten verursachen würde. 25. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Die Entwicklung dieser Anteile ergibt sich aus der folgenden Übersicht: scroll Erfolgsneutrale Fortschreibung der Neubewertungsrücklage 01.01.2014 T€ Zugang T€ Recycling T€ Zuführung T€ Wertminderung T€ Umbuchung T€ Anteile Goldbach 13.530 509 Anteile Hi-media 8.854 2.984 Anteile Afilias 8.720 Anteile Rocket Internet 0 435.473 207.870 Übrige 16.451 3.430 -705 -348 47.555 438.903 0 211.363 -705 -348 scroll Abgang T€ 31.12.2014 T€ Anteile Goldbach -590 13.449 Anteile Hi-media 11.838 Anteile Afilias 8.720 Anteile Rocket Internet 643.343 Übrige -891 17.937 -1.481 695.287 scroll Erfolgsneutrale Fortschreibung der Neubewertungsrücklage 01.01.2013 T€ Zugang T€ Recycling T€ Zuführung T€ Wertminderung T€ Umbuchung T€ Anteile Goldbach 13.770 345 Anteile Hi-media 9.754 -900 Anteile Afilias 8.720 Kaufpreisforderung 9.816 365 -10.181 Übrige 17.390 2.950 -3.025 59.450 3.315 0 -555 0 -13.206 scroll Abgang T€ 31.12.2013 T€ Anteile Goldbach -585 13.530 Anteile Hi-media 8.854 Anteile Afilias 8.720 Kaufpreisforderung 0 Übrige -864 16.451 -1.449 47.555 Bei den Zugängen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich im Wesentlichen um den in Anhangsangabe 4.2 beschriebenen Anteilserwerb an der Rocket Internet AG sowie um Ausleihungen, bei denen der Marktwert mit dem bilanzierten Wert übereinstimmt. 26. Sachanlagen scroll 2014 T€ 2013 T€ Anschaffungskosten - Grundstücke und Bauten 16.264 13.992 - Telekommunikationsanlagen 398.230 0 - Netzinfrastruktur 181.729 0 - Betriebsausstattung 418.101 371.223 - Geleistete Anzahlungen 16.893 5.056 1.031.217 390.271 Abzüglich Aufgelaufene Abschreibungen -341.915 -274.096 Sachanlagen, netto 689.302 116.175 Eine alternative Darstellung der Entwicklung der Sachanlagen in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt (Konzernanlagenspiegel). Der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen gehaltenen Betriebsausstattung beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 116.415 T€ (Vorjahr: 2.809 T€). Durch die erstmalige Einbeziehung der Versatel Gruppe bestehen zum Bilanzstichtag Abnahmeverpflichtungen für Vermögenswerte des Anlagevermögens in einem Gesamtbetrag von 24,2 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). 27. Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) scroll 2014 T€ 2013 T€ Anschaffungskosten - Kundenstamm 411.170 222.682 - Marke 118.770 53.810 - Software / Technologie 114.533 104.531 - Lizenzen 29.628 29.985 - Einmalentgelte 445 0 674.546 411.008 Abzüglich Aufgelaufene Abschreibungen -289.072 -245.930 Immaterielle Vermögenswerte, netto 385.474 165.078 Eine alternative Darstellung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt (Konzernanlagenspiegel). Der Anstieg der bilanzierten Kundenstämme im Geschäftsjahr 2014 resultierte in Höhe von 187.100 T€ vor allem aus dem Erwerb der Versatel-Gruppe. Es wird auf Anhangsangabe 4.1 verwiesen. Ferner betreffen die Kundenbeziehungen in Höhe von 130.158 T€ im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2009 und 2010 erworbenen Breitband-Kunden von der freenet AG. Diese von Dritten erworbenen Kundenbeziehungen werden planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2014 21.694 T€ (Vorjahr: 21.694 T€), der Restbuchwert 19.882 T€ (Vorjahr: 41.576 T€). Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen (Markenrechte) betrugen 117.837 T€ (Vorjahr: 52.928 T€). Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte durch den Erwerb der Versatel Gruppe der Ansatz von Markenrechten in Höhe von 62.000 T€. Die Werthaltigkeitsüberprüfung der immateriellen Vermögenswerte, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen, wurde zum Bilanzstichtag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. Daraus ergab sich im Geschäftsjahr keine Wertminderung (Vorjahr: 0 T€). Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Markenrechte: scroll 2014 T€ 2013 T€ Versatel 62.000 0 Mail.com 22.490 19.858 WEB.DE 17.173 17.173 Arsys 7.553 7.553 Fasthosts 4.423 4.146 united-domains 4.198 4.198 117.837 52.928 28. Firmenwerte Eine alternative Darstellung der Entwicklung der Firmenwerte in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wird in der Anlage zum Konzernanhang gezeigt (Konzernanlagenspiegel). Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte aus dem Erwerb der Versatel Gruppe der Ansatz eines Firmenwerts in Höhe von 509.654 T€, der dem Segment "Access" zuzuordnen ist. Es wird auf Anhangsangabe 4.1 verwiesen. 29. Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Die vorhandenen Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich einem Impairment-Test unterzogen. In Anlehnung an den unternehmensinternen Budgetierungsprozess hat die Gesellschaft das letzte Quartal ihres Geschäftsjahres für die Durchführung des jährlich geforderten Impairment-Tests festgelegt. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Firmenwerte wurden für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Der Wertminderungsaufwand wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie im Konzernanlagespiegel gesondert ausgewiesen. Die Firmenwerte zum 31. Dezember stellen sich nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt dar: scroll 2014 T€ 2013 T€ Segment Access Versatel 509.654 0 509.654 0 Segment Applications 1&1 Mail & Media 228.501 228.501 Arsys 100.495 100.617 UK (Fasthosts / Dollamore) 69.579 65.219 united-domains 35.924 25.621 InterNetX 5.032 5.032 Mail.com 309 273 Nicht beherrschende Anteile 0 24.649 Affiliate- Marketing 22.451 2.900 Domain- Marketing 5.098 0 467.389 452.812 977.043 452.812 * Aufgrund der zeitlichen Nähe des Unternehmenserwerbs zu dem Aufstellungsdatum dieses Konzernabschlusses ist die Kaufpreisallokation noch vorläufig. Die Aufteilung des Firmenwerts auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten ist bisher ebenfalls noch nicht erfolgt. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Nicht beherrschende Anteile" im Rahmen der Neustrukturierung des Konzerns auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Affiliate-Marketing" und "Domain-Marketing" aufgeteilt. Planmäßiger Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2014 Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden sowohl auf Basis der Berechnung von Nutzungswerten als auch auf Basis der Berechnung von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf Budgets der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015. Diese Budgets wurden vom Management auf Basis von externen Marktstudien sowie internen Annahmen für einen Zeitraum von 5 Jahren extrapoliert. Nach diesem Zeitraum - unverändert zum Vorjahr - unterstellt das Management einen jährlichen Anstieg der Cashflows zwischen 0,5 % und 2 % (Vorjahr: 1 % - 2 %), der der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate des Sektors entspricht, in dem die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit tätig ist. Die im Geschäftsjahr für die Cashflow-Prognose verwendeten Abzinsungssätze vor Steuern (Nutzungswert) bewegen sich in einer Bandbreite von 8 % bis 12 % (Vorjahr: 8 % bis 13 %), die Abzinsungssätze nach Steuern (beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten) bewegen sich zwischen 6 % und 10 %. Die wichtigsten Parameter je zahlungsmittelgenerierender Einheit ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle: scroll Parameter Vorjahr Anteil Firmenwerte gesamt 2014 2015 2015 2016 2016 2017 2017 Bewertung auf Basis von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Versatel Umsatzwachstum 52% 0% 0% 4% Vorjahr n/a n/a n/a n/a Abzinsungssätze 6% 6% 6% Vorjahr n/a n/a n/a n/a Arsys Umsatzwachstum 10% 3% 11% 11% Vorjahr 2% 6% 11% 11% Abzinsungssätze 10% 10% 10% Vorjahr 14% 14% 14% 14% Bewertung auf Basis von Nutzungswerten 1&1 Mail & Media Umsatzwachstum 23% 15% 6% 5% Vorjahr 1% 2% 2% 2% Abzinsungssätze 9% 9% 9% Vorjahr 10% 10% 10% 10% Umsatzwachstum 7% 1% 2% 2% CGU UK (Fasthosts/Dollarmore) Vorjahr 3% 2% 2% 1% Abzinsungssätze 8% 8% 8% Vorjahr 9% 9% 9% 9% united-domains Umsatzwachstum 4% 9% 9% 9% Vorjahr 20% 15% 15% 15% Abzinsungssätze 9% 9% 9% Vorjahr 10% 10% 10% 10% InterNetX Umsatzwachstum 1% 2% 2% 2% Vorjahr 9% 15% 15% 15% Abzinsungssätze 9% 9% 9% Vorjahr 10% 10% 10% 10% Affiliate-Marketing Umsatzwachstum 2% 14% 9% 11% Vorjahr n/a n/a n/a n/a Abzinsungssätze 12% 12% 12% Vorjahr n/a n/a n/a n/a Domain-Marketing Umsatzwachstum 1% -1% -1% -3% Vorjahr n/a n/a n/a n/a Abzinsungssätze 12% 12% 12% Vorjahr n/a n/a n/a n/a scroll Parameter Vorjahr 2018> 2018 > 2019 Bewertung auf Basis von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Versatel Umsatzwachstum 5% 6% Vorjahr n/a Abzinsungssätze 6% 6% Vorjahr n/a Arsys** Umsatzwachstum 6% 3% Vorjahr 3% Abzinsungssätze 10% 9% Vorjahr 12% Bewertung auf Basis von Nutzungswerten 1&1 Mail & Media Umsatzwachstum 5% 2% Vorjahr 2% Abzinsungssätze 9% 7% Vorjahr 9% Umsatzwachstum 2% 2% CGU UK (Fasthosts/Dollarmore) Vorjahr 2% Abzinsungssätze 8% 6% Vorjahr 8% united-domains Umsatzwachstum 9% 1% Vorjahr 1% Abzinsungssätze 9% 8% Vorjahr 9% InterNetX Umsatzwachstum 2% 1% Vorjahr 2% Abzinsungssätze 9% 8% Vorjahr 8% Affiliate-Marketing Umsatzwachstum 10% 1% Vorjahr n/a Abzinsungssätze 12% 11% Vorjahr n/a Domain-Marketing Umsatzwachstum -3% 0% Vorjahr n/a Abzinsungssätze 12% 13% Vorjahr n/a * geplantes Umsatzwachstum 2019: 6 %,>2020: -1 % ** geplantes Umsatzwachstum nach 2019: 1 % Im Segment "Applications" sind Markenrechte in Höhe von 55.837 T€ bilanziert (Vorjahr: 52.928 T€), im Segment "Access" in Höhe von 62.000 T€ (Vorjahr: 0 T€); siehe Anhangsangabe 27). Die Markenrechte wurden im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse zu ihrem beizulegenden Zeitwert unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren (in der Regel Lizenzpreisanalogiemethode; in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Mail.com unter Anwendung der Residualwertmethode) bewertet und zum Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Hierbei wurden die marktrelevanten Cashflows mit den markenrelevanten Lizenzsätzen multipliziert. Diese liegen bei 0,75 % bis 2,5 % (Vorjahr: 1,5 % - 2,5 %). Bei der Prognose der markenrelevanten Cashflows wurden dieselben Annahmen bezüglich der Marktentwicklung und der Abzinsungssätze zugrunde gelegt, die bereits in die Ermittlung der Ermittlung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eingeflossen sind. Die Überprüfung ergab wie im Vorjahr keine Wertminderung. Grundannahmen der Werthaltigkeitstests Bei den folgenden der Berechnung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten: ■ Umsatzerlöse Die Geschäftsführung der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwartet im Planungshorizont unterschiedliche Entwicklungen der Umsatzerlöse. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018 mit einer Veränderung zwischen -3 % und 15 % gerechnet (Vorjahr: zwischen -5 % und 20 %). Die Prognosen basieren auf Vergangenheitserfahrungen sowie Marktstudien in den relevanten Marktsegmenten. ■ Wachstumsraten Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktschätzungen zugrunde. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden interne Annahmen getroffen ■ Bruttomarge Die geplanten Bruttomargen basieren auf den Markteinschätzungen der Geschäftsführung der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Geschäftsführung stellt ausgehend von Marktanalysen Schätzungen hinsichtlich der Entwicklung der Bruttomargen an. ■ Abzinsungssätze Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzung der Unternehmensleitung hinsichtlich der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Die Ermittlung der angemessenen Abzinsungssätze basiert im Wesentlichen auf einem quasi risikolosen Zins, der jeweils um einen spezifischen Risikozuschlag, ermittelt auf Basis empirischer Daten für eine Gruppe von Vergleichsunternehmen, erhöht wird. Sensitivität der getroffenen Annahmen Die Sensitivität der getroffenen Angaben in Bezug auf eine Wertminderung der Firmenwerte bzw. der Markenwerte ist abhängig von den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts oder des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt. Die Auswirkungen von Änderungen der Grundannahmen werden nachfolgend erläutert: ■ Abzinsungssätze Eine Änderung des quasi risikolosen Zinses oder des spezifischen Risikozuschlags verändert auch die den Impairment-Tests zugrunde gelegten Abzinsungssätze. Aus der Änderung der verwendeten Abzinsungssätze um 2 Prozentpunkte (Vorjahr: 1 Prozentpunkt) würden sich keine Auswirkungen auf den Impairment-Test ergeben. Die Geschäftsleitung stuft das Risiko aus Zinsvariationen derzeit als gering ein. ■ Wachstumsraten Die Unternehmensleitung erkennt, dass das Wachstum im Segment "Applications", und damit auch das Wachstum der in diesem Segment tätigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, stark von der Entwicklung der Nutzung des Internets und damit von der Akzeptanz des Internets als Medium zur Nutzung im privaten und geschäftlichen Bereich abhängt. Aus dem Eintritt neuer Wettbewerber sowie der prognostizierten Marktkonsolidierung werden keine negativen Auswirkungen auf die im Budget berücksichtigten Prognosen erwartet. Eine Änderung könnte jedoch zu grundsätzlich möglichen Wachstumsraten führen, die nach vernünftigem Ermessen von jenen abweichen, die der Planung der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugrunde liegen. Ein Rückgang der Wachstumsraten innerhalb einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Bandbreite würde jedoch nicht zu einer Reduktion der Nutzungswerte unter die Buchwerte führen. ■ Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Arsys" Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Arsys" wurde auf Basis der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten unter Verwendung von Cashflow-Prognosen und Barwertmodellen ermittelt. Bezüglich der grundlegenden Annahmen verweisen wir auf die oben getroffenen Angaben. Die Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten im Sinne von IFRS 13 wird als Level 2 eingestuft. Eine Variation des Abzinsungssatzes von + 0,6 % sowie der Wachstumsrate von - 0,5 % würden dazu führen, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht. Eine Variation des Abzinsungssatzes von + 0,6 % sowie der geplanten EBITDA-Marge in der ewigen Rente von - 2,0 % würden dazu führen, dass der erzielbare Betrag dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht. ■ Zahlungsmittelgenerierende Einheit "Versatel" Der Erwerb der Versatel-Gruppe hat im 4. Quartal 2014 und damit nahe dem Abschlussstichtag stattgefunden. Vor dem Hintergrund, dass die Kaufpreisallokation noch vorläufig ist und der Firmenwert aus dem Erwerb noch nicht zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurde, wurde der jährliche Wertminderungstest auf Ebene des Teilkonzerns Versatel durchgeführt. Der Unternehmensleitung liegen keine qualitativen Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vor. Diese Auffassung wurde im Rahmen des durchgeführten Wertminderungstests bestätigt. 30. Langfristige abgegrenzte Aufwendungen Die langfristigen abgegrenzten Aufwendungen resultieren aus im Wesentlichen geleisteten Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge und belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf 37.097 T€ (Vorjahr: 7.256 T€). 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 360.334 T€ (Vorjahr: 260.216 T€), davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von 4.193 T€ (Vorjahr: keine) eine Laufzeit von über einem Jahr. 32. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten scroll 2014 T€ 2013 T€ Darlehen von Kreditinstituten 1.374.002 340.042 Abzüglich Kurzfristiger Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -30.061 -23.038 Langfristiger Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.343.941 317.004 Kurzfristige Darlehen / Kontokorrentkredite 30.061 23.038 Kurzfristiger Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.061 23.038 Gesamt 1.374.002 340.042 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2014 resultieren aus einem im August 2014 abgeschlossenen Konsortial-Kredit in Höhe von insgesamt 750 Mio. €, aufgeteilt in zwei Tranchen mit Laufzeiten bis 2017 bzw. 2019 sowie aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von 600 Mio. €, das in 4 Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten von 2017 bis 2022 aufgeteilt ist. Die Inanspruchnahme des Konsortial-Kredits ist variabel verzinslich. Der Einstandszinssatz für die Zinsperioden von 3 und 6 Monaten ist an den EURIBOR zuzüglich einer Marge p. a. gebunden. Die Marge ist abhängig von Finanzkennzahlen der United Internet Gruppe. Rückzahlungen können jederzeit erfolgen. Die Zinssätze des Schuldscheindarlehens sind zum einen variabel und an den 6-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge p. a. gebunden, zum anderen fest verzinslich. Die festen Zinssätze inklusive Marge variieren dabei je nach Laufzeit zwischen 1,32 % und 2,15 %. Des Weiteren besteht ein revolvierender Konsortial-Kreditrahmen von 600 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 19. August 2019, der zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 30 Mio. € in Anspruch genommen war. Die Inanspruchnahme ist variabel verzinslich. Der Einstandszinssatz für die Zinsperioden von 1, 3 oder 6 Monaten ist an den EURIBOR zuzüglich einer Marge p. a. gebunden. Die Marge ist abhängig von Finanzkennzahlen der United Internet Gruppe. Der Zinsssatz inkl. Marge am Bilanzstichtag beträgt 0,726 % (Vorjahr: 0,92 % bzw. 0,98 %). Zum 31. Dezember bestehen darüber hinaus noch Kontokorrentverbindlichkeiten. Eine Besicherung dieser Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte nicht. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten. Bei den festverzinslichen Darlehen (drei Tranchen des Schuldscheindarlehens) bestehen aufgrund der Nähe des Vertragsschlusses zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte dafür, dass die beizulegenden Zeitwerte von den Buchwerten wesentlich abweichen. Seit Juli 2012 besteht zwischen der United Internet AG, bestimmten Tochterunternehmen und der Commerzbank AG, Frankfurt, eine Vereinbarung über die Durchführung eines Cash-Poolings (Disposervice). Danach werden banktäglich die Guthaben- und Debetsalden konzernintern verrechnet und zusammengefasst. b) Kreditlinien Die United Internet AG hat zusätzlich bei 3 Banken die nachfolgenden Kreditlinien für Kontokorrentkredite und sonstige kurzfristige Kredite bzw. Avale: scroll 2014 Mio. € 2013 Mio. € Kreditlinie und Avale 118 110 Inanspruchnahme Kreditlinie 0 23 Verfügbare Kreditlinie 118 87 Inanspruchnahme Avale 19 16 Durchschnittlicher Zinssatz (%) 0,81-1,16 0,83-0,90 Nicht in Anspruch genommene Kreditlinien 99 71 Die Kreditlinien wurden von den Banken befristet zur Verfügung gestellt. Laufzeiten von 20 Mio. € enden im November 2018, Laufzeiten von 98 Mio. € stehen bis auf Weiteres zur Verfügung. Darüber hinaus stehen aus dem noch nicht abgerufenen Teil des revolvierenden Konsortialkredits Mittel in Höhe von 570 Mio. € bis zum 19. August 2019 zur Verfügung. Im Hinblick auf den Gesellschaften der United Internet Gruppe von einer Bank gewährten Kreditrahmen besteht unverändert zum Vorjahr gesamtschuldnerische Mithaftung der United Internet AG. Der angegebene durchschnittliche Zinssatz zum Bilanzstichtag bezieht sich auf die Inanspruchnahme der Kreditlinie. 33. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll 2014 T€ 2013 T€ Deutschland 136.823 20.001 Grossbritannien 2.021 2.052 USA 165 192 Frankreich 176 0 Spanien 61 0 Gesamt 139.246 22.245 34. Abgegrenzte Erlöse Die Kunden leisten für bestimmte Verträge Vorauszahlungen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Webhosting und Internet-Zugangsleistungen sowie um einmalige Bereitstellungsentgelte der Versatel-Gruppe. Die Vorauszahlungen an Gebühren werden über den zugrunde liegenden Vertragszeitraum abgegrenzt und periodengerecht als Umsatz vereinnahmt. 35. Sonstige Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2014 stellt sich wie folgt dar: scroll Rückbauverpflichtung T€ Prozessrisiken T€ Übrige T€ Gesamt T€ 01. Januar 2014 0 1.912 2.760 4.672 Änderung des Konsolidierungskreises 32.251 4.180 3.479 39.910 Verbrauch 21 1.331 2.182 3.534 Auflösung 2 133 270 405 Effekt aus der Aufzinsung 291 0 0 291 Zuführung 939 2.981 3.601 7.521 31. Dezember 2014 33.458 7.609 7.388 48.455 Die Rückstellung für Rückbauverpflichtungen betreffen im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen zum Rückbau von aktiver Telekommunikationstechnik in angemieteten Hauptverteilerstandorten (HVT). Die Prozessrisiken setzen sich aus diversen Rechtsstreitigkeiten bei unterschiedlichen Konzerngesellschaften zusammen. Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Gewährleistungs- und Drohverlustrückstellungen. Rückstellungen in Höhe von 12.657 T€ (Vorjahr: 0 T€) haben eine Laufzeit von zwei bis fünf Jahren und 23.237 T€ (Vorjahr: 0 T€) eine Laufzeit von über fünf Jahren. Bei den langfristigen Rückstellungen handelt es sich um Wesentlichen um Rückbauverpflichtungen. 36. Sonstige Verbindlichkeiten 36.1 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten scroll 2014 T€ 2013 T€ Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten - Verbindlichkeiten aus Gehalt 30.622 19.936 - Marketing- und Vertriebskosten / Vertriebsprovisionen 22.537 18.640 - Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen 16.671 1.390 - Wartung / Instandhaltung / Rückbauverpflichtungen 6.172 2.409 - Kaufpreisverbindlichkeiten 5.100 1.176 - Rechts- und Beratungskosten, Abschlusskosten 3.517 1.814 - kreditorische Debitoren 3.398 0 - Marketingaktionen 1.140 880 - Öffentlichkeitsarbeit 226 335 - Verbindlichkeit aus Zinssicherungsgeschäften 0 3.400 - Sonstiges 5.434 3.237 Gesamt 94.817 53.217 Die Verbindlichkeiten aus Zinssicherungsgeschäften des Vorjahres betrafen negative Marktwerte zum Bilanzstichtag. 36.2 Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten scroll Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2014 T€ 2013 T€ - Verbindlichkeiten Finanzamt 27.128 43.876 - Verbindlichkeiten aus Betriebsprüfung 5.195 911 -Sonstige 55 81 Gesamt 32.378 44.868 Bei den Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerschulden. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Betriebsprüfung wird auf Anhangsangabe 16 verwiesen. 36.3 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten scroll 2014 T€ 2013 T€ Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten - Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen 89.442 1.086 - Kaufpreisverbindlichkeit InterNetX 3.416 0 - Kaufpreisverbindlichkeit udAG 0 10.674 - Verbindlichkeit aus Zinssicherungsgeschäften 0 4.282 -Sonstige 6.382 296 Gesamt 99.241 16.338 Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird auf Anhangsangabe 45 verwiesen. Die 1&1 Internet AG hat am 10. Juni 2014 einen Optionsvertrag mit den weiteren Gesellschaftern der InterNetX GmbH über die ausstehenden 4,44 % Gesellschaftsanteile an der InterNetX geschlossen. In der Vereinbarung wurde den beiden Mitgesellschaftern von der 1&1 Internet AG eine Put-Option auf deren restlichen Anteile eingeräumt, die erstmals 2017 ausübbar ist. Die Höhe des Kaufpreises hängt im Wesentlichen von der Ergebnisentwicklung der Gesellschaft ab. Die Put-Option wurde im Geschäftsjahr erfolgsneutral bilanziert, Anpassungen auf den beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung aus dieser PutOption werden in der Folge erfolgswirksam als Kaufpreisanpassung bilanziert ebenso wie Effekte aus der Aufzinsung. Die United Internet Ventures AG hat mit Vertrag vom 12. Dezember 2008 die Anteile an der united-domains AG erworben. Die united-domains AG wird auch weiterhin von den Gründern geleitet, die sich nach Abschluss der Übernahme mit insgesamt 15 % der Anteile an der united-domains AG beteiligt haben. Im Rahmen des Erwerbs dieser Anteile wurde den Gründern eine Put-Option auf ihre Anteile eingeräumt, die erstmals 2014 ausübbar war und im Dezember 2014 ausgeübt wurde. Die Höhe des Kaufpreises betrug 20,1 Mio. €. Die Put-Option wurde als "contingent consideration" bilanziert, d. h., Anpassungen auf den beizulegenden Zeitwert der Verpflichtung aus dieser Put-Option wurden erfolgsneutral als Kaufpreisanpassung bilanziert und beeinflussten somit in der Folge die Höhe des Firmenwerts. United Internet hält somit zum 31. Dezember 2014 100 % der Anteile an der united-domains AG. 37. Aktienbasierte Vergütung Mitarbeiterbeteiligungsmodelle Das aktuelle Mitarbeiterbeteiligungsmodell der United Internet Gruppe zur Beteiligung von Führungskräften bzw. leitenden Mitarbeitern am langfristigen Unternehmenserfolg basiert auf virtuellen Aktienoptionen. Sämtliche Pläne werden als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente behandelt. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2006 bis 2010 bzw. 2010 bis 2015 erfolgt über virtuelle Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der United Internet AG (oder einer Tochtergesellschaft) bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs bei Einräumung (Ausübungspreis) und dem Börsenkurs bei Ausübung der Option entspricht. Die Ausübungshürde beträgt 120 % des Börsenpreises, der als der Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten 10 Börsentage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option berechnet wird. Die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten ist gleichzeitig bei 100 % des ermittelten Börsenpreises begrenzt. Ein SAR entspricht einem virtuellen Bezugsrecht auf eine Aktie der United Internet AG, ist aber kein Anteilsrecht und somit keine (echte) Option auf den Erwerb von Aktien der United Internet AG. Die United Internet AG behält sich jedoch das Recht vor, ihrer Verpflichtung (bzw. der Verpflichtung der Tochtergesellschaft) zur Auszahlung des SAR in bar stattdessen nach freiem Ermessen auch durch die Übertragung von Aktien der United Internet AG aus dem Bestand eigener Aktien an die Berechtigten zu erfüllen. Das Optionsrecht kann hinsichtlich eines Teilbetrags von bis zu 25 % frühestens nach Ablauf von 24 Monaten seit dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 50 % frühestens 36 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option, hinsichtlich eines Teilbetrags von insgesamt bis zu 75 % frühestens 48 Monate nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option und hinsichtlich des Gesamtbetrags frühestens nach Ablauf von 60 Monaten nach dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option ausgeübt werden. Unter Verwendung eines Optionspreismodells auf Basis eines Binomialmodells in Übereinstimmung mit IFRS 2 wurde der Zeitwert der ausgegebenen Optionen wie folgt ermittelt: scroll Bewertungsparameter Ausgabestichtag 12.07.2010 14.01.2011 30.03.2011 01.06.2011 Zeitwert 758 T€ 224 T€ 1.403 T€ 1.203 T€ Durchschnittlicher Marktwert je Option 1,90 € 2,80 € 2,81 € 3,01 € Dividendenrendite 2,2 % 1,6 % 2,7 % 2,3 % Volatilität der Aktie 56 % 47 % 43 % 37 % Erwartete Dauer (Jahre) 5 5 5 5 Risikofreier Zins 1,5 % 1,9 % 2,6 % 2,3 % Ausgabestichtag 02.07.2012 01.10.2012 18.12.2012 02.01.2013 Zeitwert 158 T€ 992 T€ 788 T€ 2.060 T€ Durchschnittlicher Marktwert je Option 2,64 € 3,31 € 2,63 € 2,06 € Dividendenrendite 2,2 % 1,9 % 1,8 % 1,8 % Volatilität der Aktie 32 % 27 % 24 % 23 % Erwartete Dauer (Jahre) 5 5 5 5 Risikofreier Zins 0,6 % 0,4 % 0,5 % 0,5 % Ausgabestichtag 26.03.2013 04.06.2013 02.01.2014 17.03.2014 Zeitwert 898 T€ 995 T€ 264 T€ 788 T€ Durchschnittlicher Marktwert je Option 2,25 € 3,32 € 4,40 € 3,94 € Dividendenrendite 1,6 % 1,3 % 1,3 % 1,3 % Volatilität der Aktie 22 % 27 % 24 % 24 % Erwartete Dauer (Jahre) 5 5 5 5 Risikofreier Zins 0,4 % 0,6 % 1,0 % 0,6 % Ausgabestichtag 12.05.2014 03.11.2014 Zeitwert 3.043 T€ 474 T€ Durchschnittlicher Marktwert je Option 4,75 € 4,74 € Dividendenrendite 1,3 % 1,3 % Volatilität der Aktie 27 % 29 % Erwartete Dauer (Jahre) 5 5 Risikofreier Zins 0,6 % 0,2 % Der Gesamtaufwand aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beläuft sich auf 30.060 T€ (Vorjahr: 25.491 T€). Der kumulierte Aufwand zum 31. Dezember 2014 betrug 23.818 T€ (Vorjahr: 20.596 T€). Auf künftige Jahre entfallen somit Aufwendungen in Höhe von 6.242 T€ (Vorjahr: 4.895 T€). Unter Verwendung eines Optionspreismodells in Übereinstimmung mit IFRS 2 und unter der Annahme eines gleichmäßigen Ausübungsverhaltens von jeweils 25 % nach Ablauf der ersten 24 Monate, belief sich der Personalaufwand für die ausgegebenen Optionen auf 3.222 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 2.434 T€). Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2012 eine Einzelzusage auf Übertragung von 100.000 Aktien der United Internet AG gewährt. Der Gesamtwert der Zusage belief sich im Zeitpunkt der Zusage auf 1.593 T€. Die gewährten Aktien sind nicht an Ausübungsbedingungen gekoppelt, jedoch erfolgt die Übertragung der Aktien erst nach Ablauf einer Sperrfrist am 31. Dezember 2015. Die Veränderungen in den ausgegebenen bzw. ausstehenden virtuellen Aktienoptionen ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll United Internet AG Durchschnittl. Ausübungspreis Ausstehend zum 31. Dezember 2012 6.268.375 10,84 ausgegeben 1.000.000 16,06 ausgegeben 400.000 18,13 ausgegeben 300.000 21,95 verfallen / verwirkt -400.000 13,74 verfallen / verwirkt -400.000 15,77 verfallen / verwirkt -54.625 6,07 verfallen / verwirkt -100.000 8,96 verfallen / verwirkt -10.000 13,65 verfallen / verwirkt -200.000 13,89 verfallen / verwirkt -29.000 5,52 verfallen / verwirkt -200.000 9,73 verfallen / verwirkt -30.000 11,73 verfallen / verwirkt -10.000 11,33 verfallen / verwirkt -150.000 13,96 ausgeübt -850.000 12,85 ausgeübt -288.000 6,07 ausgeübt -537.750 5,52 ausgeübt -5.000 11,33 ausgeübt -20.000 12,12 ausgeübt -125.000 12,03 ausgeübt -300.000 8,96 ausgeübt -100.000 9,73 ausgeübt -100.000 13,43 Ausstehend zum 31. Dezember 2013 4.059.000 13,88 ausgegeben 200.000 32,79 ausgegeben 60.000 30,11 ausgegeben 640.000 31,15 ausgegeben 100.000 31,02 verfallen/verwirkt -27.250 5,52 verfallen/verwirkt -4.000 6,07 ausgeübt -532.750 5,52 ausgeübt -20.000 12,12 ausgeübt -125.000 12,03 ausgeübt -100.000 13,43 ausgeübt -300.000 8,96 ausgeübt -15.000 13,30 ausgeübt -75.000 16,24 Ausstehend zum 31. Dezember 2014 3.860.000 20,07 Ausübbar zum 31. Dezember 2014 0 0 Ausübbar zum 31. Dezember 2013 24.750 5,61 Gewogene durchschnittliche Restlaufzeit zum 31. Dezember 2014 (in Monaten) 38 Gewogene durchschnittliche Restlaufzeit zum 31. Dezember 2013 (in Monaten) 35 38. Grundkapital Das voll eingezahlte Grundkapital zum Bilanzstichtag betrug 205.000.000 € (Vorjahr: 194.000.000 €), eingeteilt in 205.000.000 (Vorjahr: 194.000.000) auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 €. Der Vorstand der United Internet AG beschloss am 15. September 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde dabei unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre durch Ausgabe von 11.000.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen auf 205.000.000 € erhöht. Die Erhöhung entspricht ca. 5,7 % des bisherigen Grundkapitals. Am 13. Juni 2014 beschloss der Vorstand, ein neues Aktienrückkaufprogramm aufzulegen. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms sollen bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft über die Börse zurückgekauft werden. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals, die bis zum 22. September 2017 erteilt wurde. Die Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 hat die bisherige, am 23. Mai 2013 erteilte, Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien zum Ablauf des 22. Mai 2014 mit Wirkung für die Zukunft aufgehoben. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden 1.295.735 Stück Aktien über die Börse zurückgekauft. Nach diesen Rückkäufen und Ausgaben auf Grund von bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen in Höhe von 307.662 Stück (Vorjahr: 794.251) wurden konzernweit zum 31. Dezember 2014 1.232.338 (Vorjahr: 244.265) eigene Aktien bzw. 0,60 % (Vorjahr: 0,13 %) des Grundkapitals gehalten. Eigene Anteile kürzen das Eigenkapital und sind nicht dividendenberechtigt. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 25. Mai 2016 einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu 112.500.000,00 € durch Ausgabe von neuen Stammaktien ohne Nennwert gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen. Bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen, als dies erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen, Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen, die von der Gesellschaft oder ihr nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einräumen zu können, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflicht zustünde. Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage auszuschließen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen oder Wirtschaftsgütern. Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 22. November 2017 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf zehn vom Hundert des Börsenkurses nicht unterschreiten und den Börsenkurs nicht um mehr als zehn vom Hundert überschreiten. Die eigenen Anteile können zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 genannten Zwecken verwendet werden. Bedingtes Kapital Es bestehen folgende bedingte Kapitalien: ― Das Grundkapital ist um bis zu 30.000.000,00 € eingeteilt in bis zu 30.000.000 Stammaktien ohne Nennwert, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 bis zum 21. Mai 2019 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden, soweit die Ausgabe gegen bar erfolgt ist und soweit nicht ein Barausgleich gewährt wird oder die Options- oder Wandlungsrechte nicht aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt wird oder die Options- oder Wandlungsrechte aus dem Bestand eigener Aktien oder aus genehmigtem Kapital bedient werden. Die Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Options- bzw. Umtauschrechtes entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen 39. Rücklagen Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2014 369.353 T€ (Vorjahr: 27.702 T€). Der Anstieg in Höhe resultiert in Höhe von 338.429 T€ aus der durchgeführten Kapitalerhöhung und in Höhe von 3.222 T€ aus der Zuführung im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Das kumulierte Konzernergebnis enthält die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet werden. Unter den sonstigen Transaktionen mit Eigenkapitalgebern in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Höhe von 3.416 T€ ist die unter Anhangsangabe 36.3 beschriebene Kaufpreisverbindlichkeit InterNetX eigenkapitalmindernd berücksichtigt. Die Neubewertungsrücklage zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen: scroll 2014 T€ 2013 T€ - Rocket Internet AG 204.753 0 - Anteile Afilias 8.175 8.175 - Anteile Goldbach 2.465 1.964 - Anteile HiMedia 1.352 -1.586 - EFF Nr. 3 0 521 Gesamt 216.745 9.074 Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung auf den beizulegenden Zeitwert werden direkt im sonstigen Ergebnis netto - d. h. abzüglich von latenten Steuern - und nach nicht beherrschenden Anteilen erfasst. In der Cashflow-Hedge-Rücklage wurden zum 31. Dezember 2013 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der im Rahmen von Cashflow-Sicherungsbeziehungen abgeschlossenen Zinsswaps sowie die auf diese Zeitwertveränderungen entfallenden gegenläufigen latenten Steuern erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Sicherungsbeziehungen vorzeitig aufgelöst. Unter der Währungsumrechnungsdifferenz werden die Differenzen aus der erfolgsneutralen Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften erfasst. Eine Übersicht zur Zusammensetzung und Veränderung der oben beschriebenen Rücklagen in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. 40. Nicht beherrschende Anteile Die Veränderung der nicht beherrschenden Anteilen resultiert im Wesentlichen aus den im Rahmen des Squeeze-Out-Verfahrens gemäß §§ 327a ff. AktG bei der Sedo Holding GmbH (vormals Sedo Holding AG) erworbenen 1.204.259 Aktien. Der Kaufpreis pro Aktie betrug 2,77 €. Damit hält United Internet zum 31. Dezember 2014 100 % der Anteile an der Sedo Holding GmbH. Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. Dezember 2014 betreffen vor allem die Anteile von Fremdgesellschaftern der InterNetX GmbH, Regensburg, (4,44 % des Stammkapitals). 41. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die folgende Tabelle weist die Buchwerte jeder Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2014 aus: scroll Wertansatz nach IAS 39 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert per 31.12.2014 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Wertansatz nach IAS 17 Finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lar 50.829 50.829 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lar/n/a Forderungen aus Finanzierungsleasing n/a 21.895 21.895 Übrige lar 194.753 194.753 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte lar 13.444 13.444 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte lar/afs Beteiligungen afs 677.350 8.720 668.630 Übrige lar 17.937 17.937 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen flac -360.334 -360.334 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten flac -1.374.002 -1.374.002 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten flac/n/a Finanzierungs-Leasing n/a -106.113 -106.113 Übrige flac -87.945 -87.945 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: Loans and receivables (lar) lar 276.963 276.963 0 0 0 Available-for-sale (afs) afs 677.350 8.720 668.630 0 0 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) flac -1.822.281 -1.822.281 0 0 0 Finanzierungs-Leasing n/a -84.218 0 0 0 -84.218 scroll Wertansatz nach IAS 39 Fair Value per 31.12.2014 Finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 50.829 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Finanzierungsleasing 25.537 Übrige 194.753 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 13.444 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Beteiligungen 677.350 Übrige 23.640 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -360.334 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.374.002 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzierungs-Leasing -107.436 Übrige -87.945 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: Loans and receivables (lar) 282.666 Available-for-sale (afs) 677.350 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) -1.822.281 Finanzierungs-Leasing -81.899 Für die einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 39 wurden im Geschäftsjahr 2014 folgende Nettoergebnisse ausgewiesen: scroll aus Zinsen und Dividenden Nettogewinne und -verluste aus der Folgebewertung Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2014 (in T€) Bewertungskategorie nach IAS 39 zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis Loans and receivables (lar) lar 1.435 -- 1.088 -22.350 -19.827 Available for sale (afs) afs - erfolgsneutral -- 211.363 -- -- 211.363 - erfolgswirksam 395 -- -- -- 395 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) flac -14.028 -- 467 -- -13.561 Hedgingderivatives (hd) hd - erfolgsneutral -- 959 959 - erfolgswirksam -2.667 -6.723 -- -- -9.390 Gesamt -14.865 205.599 1.555 -22.350 169.939 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte haben, bis auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit Finanzierungsleasing, überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der Zeitwert der übrigen sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte weicht wie im Vorjahr vom Buchwert ab, da im Rahmen der At-Equity-Bilanzierung anteilige negative Ergebnisübernahmen über den Beteiligungsbuchwert hinaus bestehenden Ausleihungen zugewiesen wurden. Für die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird unterstellt, dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Wesentlichen kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Gleiches gilt für kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Kredite, die grundsätzlich jederzeit vorzeitig rückzahlbar sind. Zudem sind im Wesentlichen sowohl Basisverzinsung, als auch Marge variabel ausgestaltet. Die Marge hängt von vordefinierten Kennzahlen der United Internet Gruppe ab. Aufgrund dieser Faktoren wird davon ausgegangen, dass der Buchwert der langfristigen Verbindlichkeiten annähernd dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der Fair Value der Schuldscheindarlehen entsprechen aufgrund der zeitlichen Nähe der Vertragsabschlüsse zum Bilanzstichtag den entsprechenden Buchwerten. Für die übrigen sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird unterstellt, dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Die folgende Tabelle weist die Buchwerte jeder Kategorie von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2013 aus: scroll Wertansatz nach IAS 39 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert per 31.12.2013 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Wertansatz nach IAS 17 Finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lar 42.775 42.775 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lar 135.524 135.524 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte lar Kaufpreisforderung lar 10.181 10.181 Übrige lar 8.483 8.483 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte lar/afs Beteiligungen afs 31.104 8.720 22.384 Übrige lar 16.451 16.451 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen flac -260.216 -260.216 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten flac -340.042 -340.042 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten flac/hd/n/a Zinsswaps - Hedge-Accounting hd -7.915 -7.682 -233 Finanzierungs-Leasing n/a -2.476 -2.476 Übrige flac -59.164 -59.164 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: Loans and receivables (lar) lar 213.414 213.414 0 0 0 Available-for-sale (afs) afs 31.104 8.720 22.384 0 0 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) flac -659.422 -659.422 0 0 0 Hedging derivatives (hd) (negativer Marktwert) hd -7.915 0 -7.682 -233 0 Finanzierungs-Leasing n/a -2.476 0 0 0 -2.476 scroll Wertansatz nach IAS 39 Fair Value per 31.12.2013 Finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 42.775 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.524 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Kaufpreisforderung 10.181 Übrige 8.483 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Beteiligungen 31.104 Übrige 21.806 Finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -260.216 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -340.042 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Zinsswaps - Hedge-Accounting -7.915 Finanzierungs-Leasing -2.476 Übrige -59.164 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien: Loans and receivables (lar) 218.769 Available-for-sale (afs) 31.104 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) -659.422 Hedging derivatives (hd) (negativer Marktwert) -7.915 Finanzierungs-Leasing -2.476 Bei den erfolgswirksam at Fair Value bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich um Zinssicherungsgeschäfte. Für die einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 39 wurden im Geschäftsjahr 2013 folgende Nettoergebnisse ausgewiesen: scroll aus Zinsen und Dividenden Nettogewinne und -verluste aus der Folgebewertung Nettoergebnis nach Bewertungskategorien 2013 (in T€) Bewertungskategorie nach IAS 39 zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung Nettoergebnis Loans and receivables (lar) lar 1.131 -- -267 -27.010 -26.146 Available for sale (afs) afs - erfolgsneutral -- -555 -- -- -555 - erfolgswirksam 260 -- -- -- 260 Financial liabilities measured at amortised cost (flac) flac -6.439 -- -114 -- -6.553 Held for trading (hft) - erfolgswirksam hft -5.447 5.488 -- -- 41 Hedgingderivatives (hd) hd - erfolgsneutral -- 3.674 -- -- 3.674 - erfolgswirksam -3.640 -- -- -- -3.640 Gesamt -14.131 8.607 -381 -27.010 -32.919 Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar: ― Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kommen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihrem Buchwert sehr nahe. ― Langfristige festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen / Darlehen werden vom Konzern basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten länderspezifischen Risikofaktoren, Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den Risikocharakteristiken des finanzierten Projekts bewertet. Basierend auf dieser Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen, um erwarteten Ausfällen dieser Forderungen Rechnung zu tragen. Zum 31. Dezember 2014 wie auch im Vorjahr unterschieden sich die Buchwerte dieser Forderungen, abzüglich der Wertberichtigungen, nicht wesentlich von ihren berechneten beizulegenden Zeitwerten. ― Der beizulegende Zeitwert von nicht notierten Instrumenten, Bankdarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird durch Diskontierung der künftigen Cashflows unter Verwendung von derzeit für Fremdkapital zu vergleichbaren Konditionen, Kreditrisiken und Restlaufzeiten verfügbaren Zinssätzen geschätzt. Zum 31. Dezember 2014 wie auch im Vorjahr unterschieden sich die Buchwerte dieser Verbindlichkeiten nicht wesentlich von ihren berechneten beizulegenden Zeitwerten. ― Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wird, sofern verfügbar, auf der Grundlage von Börsenpreisen auf aktiven Märkten ermittelt. ― Der beizulegende Zeitwert der nicht notierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wird unter Anwendung geeigneter Bewertungsverfahren geschätzt. Hierarchie beizulegender Zeitwerte Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden scroll Zum 31.12.2014 T€ Stufe 1 T€ Stufe 2 T€ Stufe 3 T€ Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Börsennotierte Aktien 668.630 668.630 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zinsswap 0 0 Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2014 gab es keine Umbuchungen zwischen den Bewertungsstufen. scroll Zum 31.12.2013 T€ Stufe 1 T€ Stufe 2 T€ Stufe 3 T€ Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Börsennotierte Aktien 22.384 22.384 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten Zinsswap 7.915 7.915 Die Bewertung der Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen basiert im Wesentlichen auf Barwertmodellen, in die Planungsrechnungen sowie marktbeobachtbare Zinssätze einfließen. Die sich hieraus ergebenden Zeitwerte werden mit Erkenntnissen aus Markttransaktionen für vergleichbare Unternehmenstitel abgeglichen. Derivative Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr 2011 hatte die United Internet AG 4 Zinsswaps abgeschlossen. Das Nominalvolumen beträgt in Summe 180.000 T€ bei einer Laufzeit bis zum 7. Juni 2016. Die Zinssicherungsgeschäfte wurden zur Absicherung des Zinsrisikos geschlossen, erfüllten die Voraussetzungen des IAS 39 zum Hedge-Accounting und wurden soweit effektiv erfolgsneutral zum beizulegenden Wert erfasst. Vor dem Hintergrund eines im August 2014 abgeschlossenen neuen Konsortial-Kredits und dem damit einhergehenden Wegfall des Grundgeschäfts wurden die Zinssicherungsvereinbarungen am 21. November 2014 vorzeitig durch Zahlung in Höhe des negativen Marktwerts von TEUR 6.723 abgelöst. Infolge der Beendigung der Sicherungsbeziehung war dieser Betrag im Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung letztmalig erfolgsneutral zu bewerten und dann aufwandswirksam zu erfassen. Der negative beizulegende Zeitwert betrug zum 31. Dezember 2013 7.915 T€ (inkl. abgegrenzter Zinsen von 233 T€) und wurde unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 42. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Als nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Herr Ralph Dommermuth als wesentlicher Aktionär sowie die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG wurden als nahe stehende Personen eingestuft. Zum 1. Oktober 2014 wurden Herr Jan Oetjen und Herr Martin Witt in den Vorstand der United Internet AG berufen, beide waren bereits in Vorjahren als Vorstand in Tochtergesellschaften der United Internet AG berufen. Darüber hinaus blieb der Kreis der nahe stehenden Personen im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 unverändert. Die Geschäftsräume von United Internet in Montabaur sind von Herrn Ralph Dommermuth, dem Vorstandsvorsitzenden und einem wesentlichen Aktionär der Gesellschaft, gemietet. Die entsprechenden Mietverträge weisen unterschiedliche Laufzeiten zwischen Ende 2014 und Februar 2025 auf. Die daraus entstehenden Mietaufwendungen liegen auf ortsüblichem Niveau und beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 7.338 T€ (Vorjahr: 5.781 T€). In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2010 wurden die Herren Kurt Dobitsch (Vorsitzender), Michael Scheeren und Kai-Uwe Ricke erneut von den Aktionären in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt. Der Aufsichtsrat wurde für eine Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 beschließt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014 außerdem in den Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien folgender Unternehmen vertreten: Kurt Dobitsch ― 1&1 Internet AG, Montabaur ― United Internet Ventures AG, Montabaur (Vorsitz) ― 1&1 Telecommunication AG, Montabaur ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (vom 20. Februar 2014 bis zum 16. März 2015) ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur (vom 21. Februar 2014 bis zum 16. März 2015) ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur (vormals Atrium 69. Europäische VV SE, Berlin), (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― United Internet Service SE, Montabaur (vormals Atrium 73. Europäische VV SE, Frankfurt am Main) (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― Nemetschek AG, München (Vorsitz) ― Bechtle AG, Gaildorf ― Graphisoft S.E., Budapest / Ungarn ― Singhammer IT Consulting AG, München ― Vectorworks Inc., Columbia / USA (seit 11. Juni 2014) Kai-Uwe Ricke ― 1&1 Internet AG, Montabaur ― United Internet Ventures AG, Montabaur ― 1&1 Telecommunication AG, Montabaur ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (seit 20. Februar 2014) ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur (seit 21. Februar 2014) ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur (vormals Atrium 69. Europäische VV SE, Berlin) (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― United Internet Service SE, Montabaur (vormals Atrium 73. Europäische VV SE, Frankfurt am Main) (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― SUSI Partners AG, Zürich / Schweiz ― euNetworks Group Ltd., Singapur / Singapur ― Delta Partners, Dubai / Emirat Dubai (Vorsitz) ― Zalando SE, Berlin (seit 3. Juni 2014) ― Virgin Mobile CEE, Amsterdam / Niederlande (seit 12. September 2014) Michael Scheeren ― 1&1 Internet AG, Montabaur (Vorsitz) ― United Internet Ventures AG, Montabaur ― 1&1 Telecommunication AG, Montabaur (Vorsitz) ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (Vorsitz) (seit 20. Februar 2014) ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur (Vorsitz) (seit 21. Februar 2014) ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur (vormals Atrium 69. Europäische VV SE, Berlin) (Vorsitz) (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― United Internet Service Se, Montabaur (vormals Atrium 73. Europäische VV SE, Frankfurt am Main) (Vorsitz) (vom 4. Dezember 2014 bis zum 16. März 2015) ― Sedo Holding AG, Montabaur (Vorsitz) (bis 14. Juli 2014) ― Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz ― Lottowelt AG, Düsseldorf (vom 4. September 2014 bis 26. Januar 2015) Die Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG erhalten eine Vergütung, die aus einem festen und einem am wirtschaftlichen Erfolg der United Internet Gruppe ausgerichteten variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtrats 10 T€ pro volles Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt pro volles Geschäftsjahr 1 T€ für jeden Cent, um den der nach IFRS ermittelte Konzerngewinn pro Aktie (EPS) der United Internet AG den Betrag von 0,60 € überschreitet. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats der United Internet AG für das Geschäftsjahr 2014 jeweils eine Vergütung in Höhe von 500 € für jeden angefangenen Prozentpunkt, um den das EPS sich in dem abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem EPS in dem 3 Jahre zuvor abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht hat, jedoch maximal 10 T€ pro Geschäftsjahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG sind gleichzeitig auch die Mitglieder des Aufsichtsrats verschiedener Tochterunternehmen. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erhalten sie von der 1&1 Internet AG eine Vergütung, die aus einem festen und einem variablen Teil besteht. Die feste Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 20 T€ pro vollem Geschäftsjahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält 30 T€ pro vollem Geschäftsjahr. Die erfolgsabhängige Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrats einschließlich des Aufsichtsratsvorsitzenden orientiert sich an Ergebniszahlen der 1&1 Internet AG. Sie beträgt mindestens 30 T€ und maximal 70 T€ pro volles Geschäftsjahr. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat haben sich seit dem letzten Vergütungsbeschluss durch die Hauptversammlung der United Internet AG vom 2. Juni 2010 verändert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht inzwischen vor, dass dem Aufsichtsrat zur Stärkung der Unabhängigkeit allein eine fixe Vergütung gewährt wird und auf eine variable Vergütung verzichtet werden kann. Vor diesem Hintergrund werden Aufsichtsrat und Vorstand der am 21. Mai 2015 stattfindenden Hauptversammlung ein neues, vollumfänglich mit dem aktuellen deutschen Corporate Governance Kodex konformes Vergütungssystem, bestehend aus einer festen jährlichen Vergütung sowie einem Sitzungsgeld je Sitzung, vorstellen und darüber beschließen lassen. Vor dem Hintergrund des geplanten neuen Vergütungssystems hat sich der Aufsichtsrat der United Internet AG für eine freiwillige Selbstbeschränkung bei der Vergütung 2014 auf dem Niveau des Vorjahres entschieden. Über die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats der United Internet AG und der 1&1 Internet AG gibt die folgende Aufstellung Aufschluss: scroll United Internet AG 1&1 Internet AG 2014 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Kurt Dobitsch 20 57 77 20 62 82 Kai-Uwe Ricke 10 57 67 20 62 82 Michael Scheeren 10 57 67 30 62 92 40 171 211 70 186 256 scroll Insgesamt 2014 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Kurt Dobitsch 40 119 159 Kai-Uwe Ricke 30 119 149 Michael Scheeren 40 119 159 110 357 467 scroll United Internet AG 1&1 Internet AG 2013 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Kurt Dobitsch 20 57 77 20 62 82 Kai-Uwe Ricke 10 57 67 20 62 82 Michael Scheeren 10 57 67 30 62 92 40 171 211 70 186 256 scroll Insgesamt 2013 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Kurt Dobitsch 40 119 159 Kai-Uwe Ricke 30 119 149 Michael Scheeren 40 119 159 110 357 467 Darüber hinaus erhielt Herr Michael Scheeren bis zur Umwandlung in eine GmbH Anfang 2014 eine Vergütung als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sedo Holding GmbH (vormals Sedo Holding AG). Als Vorsitzender des Aufsichtsrats erhielt Herr Michael Scheeren für das Geschäftsjahr 2014 keine Vergütung mehr (Vorjahr: 30 T€). Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats existieren nicht. Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist leistungsorientiert. Sie enthält einen festen und einen variablen Bestandteil (Tantieme / Bonus). Für die feste Vergütung und die Tantieme wird ein Zieleinkommen festgelegt, das regelmäßig überprüft wird. Die letzte Überprüfung fand im Geschäftsjahr 2014 statt. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Höhe der Tantieme ist von der Erreichung bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres fixierter finanzieller Ziele abhängig, die sich im Wesentlichen an Umsatz- und Ergebniszahlen orientieren. Für die Zielerreichung gilt in der Regel eine Bandbreite von 90 % bis 120 %. Unter 90 % Zielerreichung entfällt die Zahlung und bei 120 % Zielerreichung endet die Tantiemenzahlung. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele ist ausgeschlossen. Eine Mindesttantieme wird nicht garantiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Für das Geschäftsjahr 2014 wurde eine Vergütung des Vorstands von insgesamt 2.526 T€ (Vorjahr: 1.522 T€ für 3 Vorstände) zugrunde gelegt. Von diesem Gesamtbetrag entfielen 1.467 T€ bzw. 58 % auf das Fixum und 1.060 T€ bzw. 42 % auf den variablen Bestandteil. Versorgungszusagen der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestehen nicht. Über die Bezüge der Mitglieder des Vorstands gibt die folgende Aufstellung Aufschluss: scroll 2014 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Ralph Dommermuth 300 247 547 Robert Hoffmann 300 200 500 Norbert Lang 300 196 496 Jan Oetjen 292 242 533 Martin Witt 275 175 450 1.467 1.060 2.526 scroll 2013 Fix T€ Variabel T€ Gesamt T€ Ralph Dommermuth 300 237 537 Robert Hoffmann 300 198 498 Norbert Lang 300 187 487 900 622 1.522 In Vorjahren bzw. bis zu ihrer Bestellung als Vorstand der United Internet AG erfolgte an Herrn Norbert Lang, Martin Witt und Jan Oetjen sowie an Herrn Robert Hoffmann die Ausgabe von virtuellen Aktienoptionen (sog. Stock Appreciation Rights; Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung; Konditionen siehe Anhangsangabe 37). Herr Norbert Lang übte im Geschäftsjahr 2014 200.000, Herr Robert Hoffmann 225.000, Herr Martin Witt 25.000 und Herr Jan Oetjen 150.000 Bezugsrechte aus. Die Anzahl der Aktien an der United Internet AG, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten, ist in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll Anteilseigentum 1. Januar 2014 31. Dezember 2014 Vorstand Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt Ralph Dommermuth --- 82.000.000 82.000.000 --- 82.000.000 82.000.000 Robert Hoffmann 29.405 --- 29.405 75.000 --- 75.000 Norbert Lang 222.572 402.428 625.000 256.405 197.428 453.833 Jan Oetjen --- --- --- 3.994 --- 3.994 Martin Witt --- --- --- --- --- --- 251.977 82.402.428 82.654.405 335.399 82.197.428 82.532.827 Aufsichtsrat Direkt Indirekt Gesamt Direkt Indirekt Gesamt Kurt Dobitsch --- --- --- --- --- --- Kai-Uwe Ricke --- --- --- --- --- --- Michael Scheeren 500.000 --- 500.000 300.000 --- 300.000 500.000 --- 500.000 300.000 --- 300.000 Darüber hinaus kann die United Internet Gruppe einen maßgeblichen Einfluss auf ihre assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausüben. Konditionen der Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen Verkäufe an und Käufe von nahe stehende(n) Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Salden sind unbesichert, unverzinslich und werden durch Barzahlung beglichen. Für Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehende(n) Unternehmen und Personen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen und Personen wurden im Geschäftsjahr 2014 und im Vorjahr nicht wertberichtigt. Ein Werthaltigkeitstest wird jährlich durchgeführt. Dieser beinhaltet eine Beurteilung der Finanzlage des nahe stehenden Unternehmens oder der nahe stehenden Person sowie die Entwicklung des Markts, in dem diese(s) tätig ist. Zwei in Vorjahren dem assoziierten Unternehmen ProfitBricks GmbH gegebene Darlehen und deren bis zu diesem Zeitpunkt gestundete Zinsen wurden in Höhe von 5.736 T€ im Rahmen einer Kapitalerhöhung im April 2014 in die Gesellschaft eingelegt, in einer weiteren Kapitalerhöhung wurden 2.400 T€ in das Eigenkapital gezahlt. Des Weiteren wurde im April 2014 ein Wandeldarlehen in Höhe von 600 T€ an die Gesellschaft gegeben. Damit bestehen insgesamt 2 (Vorjahr: 3) Darlehensverträge mit einem Gesamtvolumen von 7,7 Mio. € (Vorjahr: 12,7 Mio. €). Die Zinsen aus den Darlehen sind bis zum 31. März 2016 bzw. 31. März 2020 gestundet. In den Verträgen sind Sondertilgungsmöglichkeiten vorgesehen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung inklusive Zinsen auf 8.543 T€ (Vorjahr: 11.818 T€). Mit der TLDDOT GmbH, Berlin, besteht zum 31. Dezember 2014 ein Darlehensvertrag mit einem Volumen von 510 T€. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt in drei Tranchen, die jeweils an gewisse Voraussetzungen gebunden sind. Das Darlehen ist mit 1,75 % p.a. verzinst, die Zinsen werden am Ende eines jeden Jahres fällig. Die Laufzeit des Darlehens ist bis zum 31. Dezember 2023 befristet. Der Darlehensvertrag sieht einen Tilgungsplan sowie Sondertilgungsmöglichkeiten vor. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Forderung auf 135 T€. Des Weiteren wurden Dividendenerträge der DomainsBot S.r.l., Rom /Italien und der Afilias Ltd., Dublin/ Irland in Gesamthöhe von 395 T€ (Vorjahr: 260 T€) vereinnahmt. In der folgenden Tabelle werden die ausstehenden Salden sowie die Gesamthöhe der Transaktionen mit assoziierten Unternehmen im jeweiligen Geschäftsjahr dargestellt: scroll Käufe / Dienstleistungen von nahe stehenden Unternehmen / Personen Verkäufe / Dienstleistungen an nahe stehende Unternehmen / Personen Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen / Personen Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen / Personen 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ 6.270 3.887 278 10 1.030 1.223 8.679 scroll Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen / Personen 2013 T€ 11.908 Im Geschäftsjahr 2013 erwarb die United Internet über die United Internet Ventures AG von den Organmitgliedern Ralph Dommermuth, Norbert Lang und Michael Scheren 452.414 Aktien der Sedo Holding AG. Aus dem Verkauf resultierten zum 31. Dezember 2013 Verbindlichkeiten der United Internet Ventures AG gegenüber den Organmitgliedern im Gesamtbetrag von 1.176 T€, dieser ist in der Tabelle unter den Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen ausgewiesen. Die Forderungen gegen sonstige nahe stehende Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Ausleihungen gegen die ProfitBricks GmbH. In diesem Zusammenhang entstanden Zinserträge von 347 T€ (Vorjahr: 396 T€). scroll Zinserträge Zinsaufwendungen 2014 T€ 2013 T€ 2014 T€ 2013 T€ 742 698 0 3 43. Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements Grundsätze des Risikomanagements Die Systematik des in der United Internet Gruppe eingeführten Risikomanagementsystems orientiert sich am COSO-ERM-Framework und wird im Lagebericht ausführlich beschrieben. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Bankdarlehen, Schuldscheindarlehen und Kontokorrentkredite, Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Sie umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige Einlagen. Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag im Wesentlichen über originäre Finanzinstrumente. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Dabei unterliegt die Gesellschaft hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken, die im Folgenden dargestellt werden. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko von United Internet besteht grundsätzlich und damit auch unverändert zum Vorjahr darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, bspw. der Tilgung von Finanzschulden. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen. Im Cash-Management werden weltweit alle Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) der Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Neben der operativen Liquidität unterhält United Internet auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteile dieser Liquiditätsreserven sind zugesagte syndizierte Kreditlinien unterschiedlicher Fristigkeit. Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember 2014 und 2013 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten: scroll 31.12.2014 T€ 2015 T€ 2016 T€ 2017 T€ 2018 T€ > 2019 T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.374.002 49.332 16.608 431.150 214.344 756.346 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.334 356.141 713 660 614 2.206 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 194.058 106.207 16.819 15.532 14.011 52.203 scroll Gesamt T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.467.780 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.334 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 204.772 scroll 31.12.2013 T€ 2014 T€ 2015 T€ 2016 T€ 2017 T€ > 2018 T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 340.042 24.217 4.627 185.352 3.890 142.924 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260.221 260.221 0 0 0 0 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 73.925 68.706 4.284 955 0 0 scroll Gesamt T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 361.010 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260.221 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 73.945 Zu den Zins- und Tilgungszahlungen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf Anhangsangabe 32 verwiesen. Bei der Gesellschaft besteht keine wesentliche Liquiditätsrisikokonzentration. Marktrisiko Die Aktivitäten von United Internet sind in erster Linie finanziellen Risiken aus der Änderung von Zinssätzen, der Wechselkurse, der Börsenkurse sowie dem Kredit und Ausfallrisiko ausgesetzt. Zinsrisiko Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da zum Bilanzstichtag Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen worden sind. Gleichzeitig werden auf der Grundlage der Liquiditätsplanung laufend die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Struktur der Finanzschulden überprüft. Die entstehenden Finanzierungsbedarfe werden mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt; Liquiditätsüberschüsse werden renditeoptimal im Geldmarkt angelegt. Marktzinsänderungen könnten sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Für die übrigen verzinslichen Schulden kann das Zinsänderungsrisiko vernachlässigt werden. Währungsrisiko Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Der Konzern ist vor allem aus seiner Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Nettoinvestitionen in ausländischen Tochterunternehmen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko von United Internet resultiert aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken, die die Cashflows der Gesellschaft nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben grundsätzlich ungesichert. Im Berichtszeitraum lagen keine die Cashflows wesentlich beeinflussenden Währungsrisiken vor. Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko der Gesellschaft aus der laufenden operativen Tätigkeit wie bereits im Vorjahr als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Währungsrisiken entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Gesellschaft Finanzinstrumente eingeht. Die Gesellschaft hat die Fremdwährungsrisiken bewertet. Aus dieser Analyse ergaben sich keine Anhaltspunkte für wesentliche berichtspflichtige Währungsrisiken. Börsenkursrisiko (Bewertungsrisiko) Die Gesellschaft stuft bestimmte (börsennotierte) finanzielle Vermögenswerte als zur Veräußerung verfügbar ein und erfasst Änderungen in ihrem beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im Eigenkapital. Sofern ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments unter dessen Anschaffungskosten liegt, erfasst die Gesellschaft die Wertminderung des Finanzinstruments hingegen erfolgswirksam im Periodenergebnis. Der beizulegende Zeitwert dieser börsennotierten Vermögenswerte lag zum Bilanzstichtag bei 668.630 T€ (Vorjahr: 22.384 T€). Abhängig von der Kursentwicklung von börsennotierten Beteiligungen kann es zu Wertminderungen kommen. Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Marktrisikokonzentrationen. Kredit- und Ausfallrisiko Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Dementsprechend ist ein aufwendiges auch bereits präventiv wirkendes Fraud-Management-System etabliert worden, das permanent weiterentwickelt wird. Weiterhin werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Gegenüber dem Vorjahr sieht die Gesellschaft einen leichten Rückgang des Ausfallrisikos. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht das maximale Kreditrisiko im Bruttobetrag der bilanzierten Forderung vor Wertberichtigungen, aber nach Saldierung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert sind, werden in der Anhangsangabe 20 nach Zeitbändern, in der sie überfällig sind, gegliedert. Internes Ratingsystem Im 1&1-Teilkonzern wird ein vorvertraglicher Fraud-Check durchgeführt sowie das Forderungsmanagement unter Inanspruchnahme von Inkassobüros abgewickelt. Darüber hinaus wird für das Media-Sales-Geschäft eine vorvertragliche Überprüfung der Bonität des Vertragspartners durchgeführt sowie das Forderungsmanagement unter Inanspruchnahme von Inkassobüros abgewickelt. Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt im 1&1-Teilkonzern im Wesentlichen in Abhängigkeit der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten der mit dem Einzug überfälliger Forderungen beauftragten Inkassobüros abgeleitet werden. Alle Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, werden zu 100 % einzelwertberichtigt. Im Sedo-Teilkonzern erfolgt die Wertberichtigung individuell für jeden Kunden anhand verschiedener Kriterien (z. B. Mahnstufe, Insolvenz, Betrugsfälle etc.). Bei der Gesellschaft bestehen keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen. Risiken aus Financial Covenants Die bestehenden Kreditlinien der United Internet AG sind an sogenannte Financial Covenants (Kreditauflagen) gebunden. Eine Verletzung dieser Auflagen könnte dazu führen, dass der Kreditgeber die Finanzierungen kündigen und die jeweiligen Valutierungen sofort fällig stellen kann. Die in den Kreditverträgen von United Internet enthaltenen Covenants umfassen die Einhaltung einer bestimmten Nettoschulden-zu-EBITDA-Relation sowie die Einhaltung einer bestimmten EBITDA-zu-Zinsen-Relation. Mit diesen Relationen wird die relative Belastung der Gesellschaft durch die Finanzverbindlichkeiten bzw. durch die Zinszahlungen berechnet. Angesicht der derzeit weit besseren Relationen von United Internet wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. Die Einhaltung der Kreditauflagen wird vom Vorstand der Gesellschaft fortlaufend überwacht. Kapitalsteuerung Die Gesellschaft unterliegt über die aktienrechtlichen Bestimmungen hinaus keinen weitergehenden satzungsmäßigen oder vertraglichen Verpflichtungen zum Kapitalerhalt. Die im Rahmen der Unternehmenssteuerung von der Gesellschaft herangezogenen Finanzkennzahlen sind überwiegend erfolgsorientiert. Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements sind den erfolgsorientierten Finanzkennzahlen untergeordnet. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann die Gesellschaft Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder eine Kapitalrückzahlung an die Anteilseigner vornehmen, eigene Anteile erwerben und bei Bedarf wieder platzieren oder auch neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen. 44. Erfolgsunsicherheiten und andere Verpflichtungen Rechtsstreitigkeiten Bei den Rechtsstreitigkeiten handelt es sich im Wesentlichen um diverse Rechtsstreitigkeiten bei 1&1, Versatel und Sedo Holding. Für etwaige Verpflichtungen aus diesen Rechtsstreitigkeiten wurden Rückstellungen für Prozessrisiken gebildet (siehe Anhangsangabe 35). Garantien Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Garantien abgegeben. 45. Angaben zu Leasingverhältnissen, sonstige finanziellen Verpflichtungen, Haftungsverhältnisse und Eventualschulden Konzern als Leasingnehmer Operating-Leasing-Verträge Die Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Miete für Netzinfrastruktur inklusive Teilnehmeranschlussleitungen, Gebäude, technische Anlagen und Fahrzeuge. In der Regel enthalten die Verträge Verlängerungsoptionen. Der Anstieg der bestehenden Verpflichtungen zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus dem Erwerb der Versatel-Gruppe im Geschäftsjahr 2014. Hinsichtlich der Mehrzahl der Mietverträge bestehen Optionen auf Verlängerung der Vertragsverhältnisse. Die Konditionen dieser Verlängerungsoptionen sind frei verhandelbar oder identisch mit den derzeit geltenden Konditionen. Zum 31. Dezember bestanden folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen: scroll 2014 T€ 2013 T€ Bis 1 Jahr 67.891 22.518 2 bis 5 Jahre 87.164 48.946 Über 5 Jahre 30.317 15.543 Gesamt 185.372 87.007 In der Berichtsperiode sind Aufwendungen aus Operating-Leasing in Höhe von 60.638 T€ (Vorjahr: 20.131 T€) enthalten. Finanzierungs-Leasingverhältnisse Die zum Abschlussstichtag aus Finanzierungsleasing resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in Höhe des Barwertes der zukünftigen Leasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. Bei den Finanzierungs-Leasingverträgen handelt es sich vor allem um Miet- und Pachtverträge für passive Netzinfrastruktur der Versatel-Gruppe. Die meisten Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden: scroll 2014 2013 Mindestleasingzahlungen T€ Barwert der Mindestleasingzahlungen T€ Mindestleasingzahlungen T€ Barwert der Mindestleasingzahlungen T€ Bis 1 Jahr 18.577 18.381 1.440 1.390 2 bis 5 Jahre 57.789 54.724 1.135 1.086 Über 5 Jahre 40.461 33.008 0 0 Gesamt 116.827 106.113 2.575 2.476 abzüglich Zinsanteil -10.714 --- -99 --- Barwert der Mindestleasingzahlungen 106.113 106.113 2.476 2.476 Konzern als Leasinggeber Finanzierungs-Leasingverhältnisse Der Konzern hat auf Ebene der im Geschäftsjahr erworbenen Versatel-Gruppe Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen die Versatel-Gruppe als Leasinggeber auftritt, diese sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Überleitung der Bruttoinvestitionen der Leasingverhältnisse auf den Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen sowie deren Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll 31.12.2014 T€ 31.12.2013 T€ Bruttoinvestitionen (davon nicht garantierte Restwerte) davon fällig bis 1 Jahr 2.613 0 davon fällig in 1-5 Jahren 10.708 0 davon fällig nach über 5 Jahren 16.665 0 Noch nicht realisierter Finanzertrag -8.091 0 Nettoinvestitionen 21.895 0 Kumulierte Wertminderungen 0 0 Buchwert der Forderungen aus Finanzierungsleasing 21.895 0 abzüglich Barwert der nicht garantierten Restwerte 0 0 Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 21.895 0 davon fällig bis 1 Jahr 2.613 0 davon fällig in 1-5 Jahren 8.987 0 davon fällig nach über 5 Jahren 10.295 0 Den Forderungen aus Finanzierungsleasing liegen ausschließlich Verträge über die Nutzung und Bereitstellung von Dark Fibre-Leitungen zugrunde. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen Im Hinblick auf den Gesellschaften der United Internet Gruppe von einer Bank gewährten Kreditrahmen besteht gesamtschuldnerische Mithaftung der Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag wurde der Kreditrahmen nur durch Avale in Anspruch genommen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Tatsachen bekannt, die eine materielle nachteilige Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, auf die finanziellen Umstände oder auf das Geschäftsergebnis der Gesellschaft haben könnten. 46. Kapitalflussrechnung In den Nettoeinnahmen der betrieblichen Tätigkeit sind im Geschäftsjahr 2014 Zinsauszahlungen in Höhe von 24.275 T€ (Vorjahr: 18.358 T€) und Zinseinzahlungen in Höhe von 454 T€ (Vorjahr: 2.138 T€) enthalten. Die Auszahlungen des Geschäftsjahres 2014 für Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 405.248 T€ (Vorjahr: 156.276 T€) und die Einzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag auf 1.744 T€ (Vorjahr: 23.818 T€). Die Steuerauszahlungen für das Geschäftsjahr 2014 betreffen mit 335.694 T€ (Vorjahr: 0 T€) die im Dezember 2014 gezahlte anrechenbare Kapitalertragsteuer inklusive Solidaritätszuschlag im Zusammenhang mit einer konzerninternen Ausschüttung. Für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen wurden 23.065 T€ (Vorjahr: 22.724 T€), für den Erwerb von verbundenen Unternehmen wurden 942.233 T€ (Vorjahr: 130.148 T€) und für Investitionen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten 334.719 T€ (Vorjahr: 0 T€) im Geschäftsjahr 2014 in bar aufgewendet. 47. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die folgenden Gesellschaften der United Internet AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch: ― 1&1 Berlin Telecom Service GmbH, Berlin ― 1&1 De-Mail GmbH, Montabaur ― 1&1 Internet AG, Montabaur ― 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur ― 1&1 Internet Service Holding GmbH, Montabaur ― 1&1 Logistik GmbH, Montabaur ― 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur ― 1&1 Mail & Media Development & Technology GmbH, Montabaur ― 1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur ― 1&1 Mail & Media Service GmbH, Montabaur ― 1&1 Telecom GmbH, Montabaur ― 1&1 Telecom Sales GmbH, Montabaur ― 1&1 Telecom Service Holding Montabaur GmbH, Montabaur ― 1&1 Telecom Service Montabaur GmbH, Montabaur ― 1&1 Telecom Service Zweibrücken GmbH, Zweibrücken ― 1&1 Telecommunication AG, Montabaur ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur ― A1 Marketing, Kommunikation und neue Medien GmbH, Montabaur ― affilinet GmbH, München ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur ― United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur ― United Internet Dialog GmbH, Montabaur ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur ― United Internet Media GmbH, Montabaur ― United Internet Service SE, Montabaur ― United Internet Ventures AG, Montabaur ― Versatel GmbH, Berlin ― Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf ― Versatel Hanse GmbH, München ― Versatel Holding GmbH, Berlin ― Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf ― TROPOLYS Service GmbH, Düsseldorf 48. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 13. Februar 2015 beteiligte sich United Internet an der Kapitalerhöhung der Rocket Internet AG und erhöhte ihre Beteiligung von 8,2 % auf 8,3 %. Der Kaufpreis für die weiteren Anteile betrug 58.849 T€. 49. Honorare des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Konzernabschluss Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von insgesamt 3.852 T€ (Vorjahr: 2.566 T€) als Aufwand erfasst. Diese beziehen sich mit 1.095 T€ (Vorjahr: 1.157 T€) auf die Abschlussprüfungen, mit 1.453 T€ (Vorjahr: 1.162 T€) auf Steuerberatungsleistungen sowie mit 1.303 T€ (Vorjahr: 247 T€) auf sonstige Leistungen. 50. Aufstellung des Anteilsbesitzes des United Internet AG-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB Der Konzern umfasst zum 31. Dezember 2014 folgende Gesellschaften, an denen die United Internet AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich (entsprechend den in Klammern angegebenen Anteilen am Kapital) beteiligt ist. Der Anteil am Kapital entspricht, soweit nicht anders lautend beschrieben, dem Anteil der Stimmrechte: 1&1 Internet: ― 1&1 Internet AG, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Internet Development SRL, Bukarest / Rumänien (100,0 %) ― 1&1 Internet Inc., Chesterbrook / USA (100,0 %) ― A1 Media USA LLC, Chesterbrook / USA (100,0 %) ― 1&1 Cardgate LLC, Chesterbrook / USA (100,0 %) ― 1&1 Internet Ltd., Slough / Großbritannien (100,0 %) ― 1&1 Internet S.A.R.L., Saargemünd / Frankreich (100,0 %) ― 1&1 Internet España S.L.U., Madrid / Spanien (100,0 %) ― 1&1 Internet Service GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Internet (Philippines) Inc., Cebu City / Philippinen (100,0 %) ― 1&1 Internet Sp.z o.o, Warschau / Polen (100,0 %) ― 1&1 Mail & Media Inc., Chesterbrook / USA (100,0 %) ― 1&1 UK Holdings Ltd., Slough / Großbritannien (100,0 %) ― Fasthosts Internet Ltd., Gloucester / Großbritannien (100,0 %) ― Dollamore Ltd., Gloucester / Großbritannien (100,0 %) ― Fasthosts Internet Inc., Chesterbrook I USA (100,0 %) ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (100,0%) ― 1&1 Mail & Media Holding GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Mail & Media Service GmbH, Montabaur (100,0 %) ― United Internet Media GmbH, Montabaur (100,0 %) ― United Internet Dialog GmbH, Montabaur (100,0 %) ― UIM United Internet Media Austria GmbH, Wien I Österreich (100,0 %) ― 1&1 Mail & Media GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Mail & Media Development & Technology GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 De-Mail GmbH, Montabaur (100,0 %) ― affilinet GmbH, München (100,0 %) ― affilinet Austria GmbH, Wien / Österreich (100,0 %) ― affilinet España S.L.U., Madrid / Spanien (100,0 %) ― affilinet France SAS, Saint-Denis / Frankreich (100,0 %) ― affilinet Ltd., London / Großbritannien (100,0 %) ― affilinet Nederland B.V., Haarlem I Niederlande (100,0 %) ― affilinet Schweiz GmbH, Zürich I Schweiz (100,0 %) ― Cleafs B.V., Groningen I Niederlande (100,0 %) ― A1 Marketing Kommunikation und neue Medien GmbH, Montabaur (100,0 %) ― Immobilienverwaltung AB GmbH, Montabaur (100,0 %) ― Immobilienverwaltung NMH GmbH, Montabaur (100,0 %) ― InterNetX GmbH, Regensburg (95,56 %) ― InterNetX LAC S.A., Buenos Aires / Argentinien (100,0 %) ― Schlund Technologies GmbH, Regensburg (100,0 %) ― PSI-USA, Inc., Las Vegas / USA (100,0 %) ― Domain Robot Enterprises Inc., Vancouver / Kanada (100,0 %) ― Domain Robot Servicos de Hospedagem na Internet Ltda., Sao Paulo / Brasilien (99,99 %) ― myLLC GmbH, Regensburg (100,0 %) ― myLLP GmbH, Regensburg (100,0 %) ― mySRL GmbH, Regensburg (100,0 %) ― InterNetX Corp., Miami / USA (100,0 %) ― united-domains AG, Starnberg (100,0 %) ― united-domains Reselling GmbH, Starnberg (100,0 %) ― United Domains, Inc., Cambridge / USA (100,0 %) ― 1&1 Datacenter SAS, Straßburg / Frankreich (100,0 %) ― Arsys Internet S.L., Logroño / Spanien (100,0 %) ― E.U.R.L. Arsys Internet, Perpignan / Frankreich (100,0 %) ― Tesys Internet S.L., Logroño / Spanien (100,0 %) ― Nicline Internet S.L.U., Logroño / Spanien (100,0 %) 1&1 Telecom: ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecommunication AG, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecom Holding GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecom GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Breitband GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecom Service Montabaur GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecom Service Zweibrücken GmbH, Zweibrücken (100,0 %) ― 1&1 Telecom Sales GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Logistik GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Berlin Telecom Service GmbH, Berlin (100,0 %) ― Versatel Telecommunications GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel GmbH, Berlin (100,0 %) ― Versatel Holding GmbH, Berlin (100,0 %) ― Versatel Hanse GmbH, München (100,0 %) ― Versatel Deutschland GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Beteiligungs GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Immobilien Verwaltungs GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― TROPOLYS Service GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― TROPOLYS Netz GmbH, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Service Nord GmbH & Co. KG, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Service BreisNet GmbH & Co. KG, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Service Süd GmbH & Co. KG, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Service West GmbH & Co. KG, Düsseldorf (100,0 %) ― Versatel Service Ost GmbH & Co. KG, Düsseldorf (100,0 %) United Internet Beteiligungen: ― United Internet Ventures AG, Montabaur (100,0 %) Sedo Holding: ― Sedo Holding GmbH, Montabaur (100,0 %) ― Sedo GmbH, Köln (100,0 %) ― Sedo.com LLC, Cambridge / USA (100,0 %) ― DomCollect Worldwide Intellectual Property AG, Zug / Schweiz (100,0 %) ― DomCollect International GmbH, Montabaur (100,0 %) Die affilinet Ltd., London, Großbritannien, eingetragen unter der Nr. 05409037, nimmt die Möglichkeit der Befreiung von der Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses gemäß Absatz 479A des UK Companies Act 2006 in Anspruch. Sonstige: ― MIP Multimedia Internet Park GmbH, Zweibrücken (100,0 %) ― United Internet Corporate Services GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Internet Service Holding GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Telecom Service Holding GmbH, Montabaur (100,0 %) ― United Internet Service SE, Montabaur (100,0 %) ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur (100,0 %) Assoziierte Unternehmen Beteiligungen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert und bestehen aus folgenden wesentlichen Gesellschaften: ― TLDDOT GmbH, Berlin (53,50 %) ― Intellectual Property Management Company Inc., Dover / USA (49,00 %) ― DomainsBot S.r.l, Rom / Italien (49,00 %) ― Virtual Minds AG, Freiburg (48,65 %) ― ProfitBricks GmbH, Berlin (30,02 %) ― Open-Xchange AG, Nürnberg (28,36 %, Stimmrechte 24,9 %) ― VictorianFibre Holding & Co. S.C.A., Luxemburg / Luxemburg (25,10 %, Stimmrechte 24,9 %) ― ePages GmbH, Hamburg (25,1 %) ― uberall GmbH, Berlin (vormals Favor.it labs GmbH, Berlin) (30,36 %) Sonstige Beteiligungen Beteiligungen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik die Gesellschaft keinen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (< 20 % der Stimmrechte), fallen als Finanzinstrumente grundsätzlich unter den Anwendungsbereich von IAS 39 und werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft: ― Goldbach Group AG, Küsnacht-Zürich / Schweiz (14,96 %) ― MMC Investments Holding Company Ltd., Port Louis / Mauritius (11,36 %) ― Hi-Media S.A., Paris / Frankreich (10,50 %) ― Afilias Ltd., Dublin / Irland (9,82 %) ― Rocket Internet AG, Berlin (8,18 %) Änderungen in der berichtenden Unternehmenseinheit Die United Internet Gruppe hat im Geschäftsjahr 2014 100,0 % der Anteile an der Versatel-Obergesellschaft VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH inklusive ihrer Tochtergesellschaften erworben. Nach dem Erwerb wurde die VictorianFibre Holding Beteiligungs-GmbH auf die Versatel Telecommunications GmbH verschmolzen. Des Weiteren wurden 25,1 % der Anteile an der der ePages GmbH, Hamburg und 30,36 % der Anteile an der favor.it labs GmbH (nunmehr uberall GmbH), Berlin erworben. Im Berichtszeitraum 2014 wurden folgende, nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften in die Rocket Internet AG eingebracht: ― Global Founders Capital Verwaltungs GmbH (vormals European Founders Fund Verwaltungs GmbH), München (66,67 %) ― Global Founders Capital Management GmbH (vormals European Founders Fund Management GmbH), München (66,67 %) ― Global Founders Capital GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 1 (vormals European Founders Fund GmbH & Beteiligungs KG Nr. 1), München (66,67 %) ― European Founders Fund Nr. 2 Verwaltungs GmbH, München (90,0 %) ― European Founders Fund Nr. 2 Geschäftsführungs GmbH, München (90,0 %) ― European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München (90,0 %) ― European Founders Fund Nr. 3 Verwaltungs GmbH, München (80,0 %) ― European Founders Fund Nr. 3 Management GmbH, München (80,0 %) ― European Founders Fund GmbH & Co. Beteiligungs KG Nr. 3, München (80,0 %) ― European Founders Fund Nr. 3 Beteiligungs GmbH, München (100,0 %) ― European Founders Fund Investment GmbH, München (33,33 %) Folgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2014 durch die Gesellschaft bzw. die Tochtergesellschaften gegründet: ― 1&1 Telecom Sales GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Logistik GmbH, Montabaur (100,0 %) ― 1&1 Berlin Telecom Service GmbH, Berlin (100,0 %) Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2014 erworben und umfirmiert: ― 1&1 Telecommunication Holding SE, Montabaur (100,0 %) (vormals Atrium 64. Europäische VV SE, Berlin) ― GMX & WEB.DE Mail & Media SE, Montabaur (100,0 %) (vormals Atrium 61. Europäische VV SE, München) ― United Internet Mail & Media SE, Montabaur (100,0 %) (vormals Atrium 69. Europäische VV SE, Berlin) ― United Internet Service SE, Montabaur (100,0 %) (vormals Atrium 73. Europäische VV SE, Frankfurt am Main) Folgende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2014 umfirmiert: ― 1&1 Mail & Media Service GmbH, Montabaur (100,0 %) (vormals United Internet Media Software GmbH, Montabaur) ― 1&1 Mail & Media Development & Technology GmbH, Montabaur (100,0 %) (vormals 1&1 Mail Media Beteiligungen GmbH, Montabaur) Die Gesellschaften mySARL GmbH, Regensburg (100 %) und myLTD GmbH, Regensburg (100 %) wurden im Berichtszeitraum 2014 auf die InterNetX GmbH, Regensburg verschmolzen. Die Anteile an der fun communications GmbH, Karlsruhe wurden im Berichtsjahr veräußert. 51. Corporate Governance Kodex Die Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und ist den Aktionären im Internetportal der United Internet AG (www.united-internet.de) zugänglich. Montabaur, den 20. März 2015 Der Vorstand Ralph Dommermuth Robert Hoffmann Norbert Lang Jan Oetjen Martin Witt United Internet AG - Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen nach IFRS im Geschäftsjahr 2014 und 2013 (T€) scroll 2014 ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN 01.01.2014 Veränderung Konsolidierungs- kreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungs- differenzen 31.12.2014 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 29.985 0 53 638 0 193 29.593 Einmalentgelte 0 389 56 0 0 0 445 Software / Technologie 104.531 4.427 8.540 3.078 -18 166 114.568 Marke 53.810 62.000 0 0 0 2.960 118.770 Kundenstamm 222.682 187.100 0 0 0 1.388 411.170 Firmenwerte 517.134 509.654 10.309 129 0 4.397 1.041.365 Summe (I) 928.142 763.570 18.958 3.845 -18 9.104 1.715.911 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 13.992 1.773 482 2 19 0 16.264 Telekommunikationsanlagen 0 381.064 18.218 1.184 132 0 398.230 Netzinfrastruktur 0 181.296 848 415 0 0 181.729 Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.223 4.623 45.588 19.415 5.483 10.599 418.101 Geleistete Anzahlungen 5.056 13.213 4.247 42 -5.616 35 16.893 Summe (II) 390.271 581.969 69.383 21.058 18 10.634 1.031.217 Summe total 1.318.413 1.345.539 88.341 24.903 0 19.738 2.747.128 scroll 2014 AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN 01.01.2014 Zugänge Wertminderungen Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2014 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 28.415 32 0 440 197 28.204 Einmalentgelte 0 95 0 95 Software / Technologie 71.506 13.348 0 2.736 123 82.241 Marke 882 0 0 0 51 933 Kundenstamm 145.127 31.328 0 0 1.144 177.599 Firmenwerte 64.322 0 0 0 0 64.322 Summe (I) 310.252 44.803 0 3.176 1.515 353.394 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 5.681 662 0 0 0 6.343 Telekommunikationsanlagen 0 18.871 0 0 0 18.871 Netzinfrastruktur 0 7.541 0 0 0 7.541 Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.415 48.731 0 16.712 8.448 308.882 Geleistete Anzahlungen 0 278 0 0 0 278 Summe (II) 274.096 76.083 0 16.712 8.448 341.915 Summe total 584.348 120.886 0 19.888 9.963 695.309 scroll 2014 NETTOBUCHWERTE 31.12.2013 31.12.2014 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 1.570 1.389 Einmalentgelte 0 350 Software / Technologie 33.025 32.327 Marke 52.928 117.837 Kundenstamm 77.555 233.571 Firmenwerte 452.812 977.043 Summe (I) 617.890 1.362.517 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 8.311 9.921 Telekommunikationsanlagen 0 379.359 Netzinfrastruktur 0 174.188 Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.808 109.219 Geleistete Anzahlungen 5.056 16.615 Summe (II) 116.175 689.302 Summe total 734.065 2.051.819 scroll 2013 ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN 01.01.2013 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen 31.12.2013 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 30.021 0 39 0 0 -75 29.985 Auftragsbestand 2.398 0 0 2.388 0 -10 0 Software / Technologie 83.741 9.203 11.901 268 0 -46 104.531 Marke 47.191 7.553 0 0 0 -934 53.810 Kundenstamm 190.243 32.877 0 0 0 -438 222.682 Portal 72.303 0 0 72.303 0 0 0 Firmenwerte 420.270 100.617 0 2.354 0 -1.399 517.134 Summe (I) 846.167 150.250 11.940 77.313 0 -2.902 928.142 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 8.229 0 5.763 0 0 0 13.992 Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.719 10.455 39.718 16.827 4.462 -3.304 371.223 Geleistete Anzahlungen 7.068 0 2.506 45 -4.462 -11 5.056 Summe (II) 352.016 10.455 47.987 16.872 0 -3.315 390.271 Summe total 1.198.183 160.705 59.927 94.185 0 -6.217 1.318.413 scroll 2013 AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN 01.01.2013 Zugänge Wertminderungen Abgänge Währungsdifferenzen 31.12.2013 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 28.230 288 0 35 -68 28.415 Auftragsbestand 2.398 0 0 2.388 -10 0 Software / Technologie 59.712 12.050 0 220 -36 71.506 Marke 895 0 0 0 -13 882 Kundenstamm 118.088 27.044 302 0 -307 145.127 Portal 64.747 7.556 0 72.303 0 0 Firmenwerte 64.022 0 300 0 0 64.322 Summe (I) 338.092 46.938 602 74.946 -434 310.252 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 5.410 271 0 0 0 5.681 Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.419 46.925 0 13.617 -2.312 268.415 Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0 Summe (II) 242.829 47.196 0 13.617 -2.312 274.096 Summe total 580.921 94.134 602 88.563 -2.746 584.348 scroll 2013 NETTOBUCHWERTE 31.12.2012 31.12.2013 Immaterielle Vermögenswerte Lizenzen 1.791 1.570 Auftragsbestand o o Software / Technologie 24.029 33.025 Marke 46.296 52.928 Kundenstamm 72.155 77.555 Portal 7.556 0 Firmenwerte 356.248 452.812 Summe (I) 508.075 617.890 Sachanlagen Grundstücke und Bauten 2.819 8.311 Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.300 102.808 Geleistete Anzahlungen 7.068 5.056 Summe (II) 109.187 116.175 Summe total 617.262 734.065 Bestätigungsvermerk Zu dem Konzernabschluss und dem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der United Internet AG, Montabaur, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Eschborn/Frankfurt am Main, 24. März 2015 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grote, Wirtschaftsprüfer Kemmerich, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Montabaur, 20. März 2015 Der Vorstand Ralph Dommermuth Robert Hoffmann Norbert Lang Jan Oetjen Martin Witt
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