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INDUS Holding AG

Annual / Quarterly Financial Statement Jun 11, 2015

220_rns_2015-06-11_99e0a36e-bfb9-45d5-95cd-a9d2003548c7.html

Annual / Quarterly Financial Statement

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INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernabschluss

42,0 % Eigenkapitalquote 2014

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in TEUR Anhang 2014 2013*
Umsatzerlöse [7] 1.255.723 1.186.785
Sonstige betriebliche Erträge [8] 21.897 21.854
Aktivierte Eigenleistungen [9] 7.332 3.704
Bestandsveränderung [10] 9.511 1.978
Materialaufwand [11] -598.204 -562.789
Personalaufwand [12] -349.010 -322.628
Abschreibungen [13] -47.970 -43.685
Sonstiger betrieblicher Aufwand [14] -173.717 -167.076
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten-Anteilen 1.383 127
Finanzergebnis [15] 241 315
Operatives Ergebnis (EBIT) 127.186 118.585
Zinserträge 705 1.042
Zinsaufwendungen -27.186 -20.931
Zinsergebnis [16] -26.481 -19.889
Ergebnis vor Steuern 100.705 98.696
Steuern [17] -33.420 -30.804
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche [6], [18] -3.971 -3.918
Ergebnis nach Steuern 63.314 63.974
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 172 121
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63.142 63.853
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR (fortgeführte Bereiche) [19] 2,74 3,02
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR (fortgeführte Bereiche) 2,74 3,02

* Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in TEUR 2014 2013
Ergebnis nach Steuern 63.314 63.974
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -4.971 -287
Latente Steuern 1.431 83
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -3.540 -204
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 1.959 -2.727
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) -1.726 3.771
Latente Steuern 273 -598
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 506 446
Sonstiges Ergebnis -3.034 242
Gesamtergebnis 60.280 64.216
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 172 121
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 60.108 64.095

Konzern-Bilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert [20] 368.239 331.606
Sonstige immaterielle Vermögenswerte [20] 44.029 28.887
Sachanlagen [20] 306.818 271.833
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [20] 6.131 5.965
Finanzanlagen [21] 10.526 8.843
At-Equity-bewertete Anteile [22] 7.033 5.737
Sonstige langfristige Vermögenswerte [23] 1.685 2.901
Latente Steuern [24] 3.482 2.303
Langfristige Vermögenswerte 747.943 658.075
Vorräte [25] 265.690 236.056
Forderungen [26] 162.091 156.218
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [23] 12.282 12.050
Laufende Ertragsteuern [24] 3.890 2.584
Liquide Mittel 116.491 115.921
Kurzfristige Vermögenswerte 560.444 522.829
Bilanzsumme 1.308.387 1.180.904

PASSIVA

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Anhang 31.12.2014 31.12.2013
Gezeichnetes Kapital 63.571 63.571
Kapitalrücklage 239.833 239.833
Übrige Rücklagen 244.511 211.299
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 547.915 514.703
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 1.957 627
Eigenkapital [27] 549.872 515.330
Pensionsrückstellungen [28] 27.174 21.803
Sonstige langfristige Rückstellungen [29] 1.561 1.755
Langfristige Finanzschulden [30] 367.935 304.769
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [31] 49.844 21.376
Latente Steuern [24] 33.165 25.716
Langfristige Schulden 479.679 375.419
Sonstige kurzfristige Rückstellungen [29] 52.014 51.008
Kurzfristige Finanzschulden [30] 94.381 118.760
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.942 45.543
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [31] 77.836 69.687
Laufende Ertragsteuern [24] 6.663 5.157
Kurzfristige Schulden 278.836 290.155
Bilanzsumme 1.308.387 1.180.904

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Eigenkapital der INDUS-Aktlonäre Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Stand am 31.12.2012 57.792 185.672 174.399 -4.967 412.896 1.242
Ergebnis nach Steuern 63.853 63.853 121
Sonstiges Ergebnis 242 242
Gesamtergebnis 63.853 242 64.095 121
Kapitalerhöhung 5.779 54.161 59.940
Dividendenzahlung -22.228 -22.228 -766
Veränderung Konsolidierungskreis 30
Stand am 31.12.2013 63.571 239.833 216.024 -4.725 514.703 627
Stand am 31.12.2013 63.571 239.833 216.024 -4.725 514.703 627
Ergebnis nach Steuern 63.142 63.142 172
Sonstiges Ergebnis -3.034 -3.034
Gesamtergebnis 63.142 -3.034 60.108 172
Dividendenzahlungen -26.896 -26.896 -154
Veränderung Konsolidierungskreis 1.312
Stand am 31.12.2014 63.571 239.833 252.270 -7.759 547.915 1.957

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in TEUR Eigenkapital des Konzerns
Stand am 31.12.2012 414.138
Ergebnis nach Steuern 63.974
Sonstiges Ergebnis 242
Gesamtergebnis 64.216
Kapitalerhöhung 59.940
Dividendenzahlung -22.994
Veränderung Konsolidierungskreis 30
Stand am 31.12.2013 515.330
Stand am 31.12.2013 515.330
Ergebnis nach Steuern 63.314
Sonstiges Ergebnis -3.034
Gesamtergebnis 60.280
Dividendenzahlungen -27.050
Veränderung Konsolidierungskreis 1.312
Stand am 31.12.2014 549.872

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in TEUR 2014 2013*
Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche 67.285 67.893
Abschreibungen/Zuschreibungen
auf langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 46.504 40.185
aufgrund von Gewinnen (-) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -127 -213
Steuern 33.420 30.804
Zinsergebnis 26.481 19.889
Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche -799 -3.146
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen -1.383 -128
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -3.932 -1.526
Veränderungen der Rückstellungen 1.343 2.374
Zunahme (-(/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -4.710 -2.928
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -22.945 -15.249
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -36.892 -20.635
Erhaltene Dividenden 140 91
Operativer Cashflow 104.385 117.411
Gezahlte Zinsen -18.129 -20.931
Erhaltene Zinsen 705 1.042
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 86.961 97.522
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte -7.461 -5.420
Sachanlagen -58.279 -46.270
Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile -769 -2.006
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -31.416 -49.205
Einzahlungen aus Abgängen von
Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften 0 0
sonstigen Anlagen 2.831 3.312
Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche -140 -36
Cashflow aus Investitionstätigkeit -95.234 -99.625
Einzahlungen Kapital (Kapitalerhöhung) 0 59.940
Auszahlungen Dividende -26.896 -22.228
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -154 -767
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 158.305 125.292
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -123.060 -142.260
Finanzierungstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 8.195 19.977
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -78 17.874
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 648 -663
Liquide Mittel am Anfang der Periode 115.921 98.710
Liquide Mittel am Ende der Periode 116.491 115.921

* Vorjahreszahlen angepasst.

Konzernanhang

Grundlagen des Konzernabschlusses

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding Aktiengesellschaft mit Sitz in der Kölner Straße 32 in 51429 Bergisch Gladbach, Deutschland, ist im Handelsregister Köln unter HRB 46360 eingetragen. INDUS ist ein langfristig orientierter Finanzinvestor, der sich als Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert hat. Die operativen Unternehmen sind fünf Unternehmensbereichen (Segmenten) zugeordnet: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik.

Die INDUS Holding AG hat ihren Konzernabschluss für das vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 dauernde Geschäftsjahr 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach Fristigkeiten der Vermögenswerte bzw. Schulden.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Alle Beträge sind für sich kaufmännisch gerundet; das kann bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen.

Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung von Bilanzpositionen, bei denen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS-Standards zu erstellen. Grundlage ist die Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Der Abschluss wurde am 30. März 2015 durch den Vorstand aufgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung am 15. April 2015.

[2] ANWENDUNG UND AUSWIRKUNG VON NEUEN UND GEÄNDERTEN STANDARDS

Alle zum 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

IM GESCHÄFTSJAHR 2014 ERSTMALS VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Erstmalig anzuwenden im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Standards:

Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards zur Konsolidierung: IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen". Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen", veröffentlicht. Die Erstanwendung der Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Erstanwendung hat keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis der INDUS, führt aber zu erweiterten Anhangangaben.

Mit IFRS 10 "Konzernabschlüsse" soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden. Die Basis hierfür bildet ein Control-Konzept mit umfangreichen Anwendungshinweisen, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" in vollem Umfang.

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann.

In IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen anzugeben sind.

Infolge der Änderungen durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 "Einzelabschlüsse", die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt.

In der vom IASB neu überarbeiteten Fassung von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt.

Aus der erstmaligen Anwendung der oben angegebenen neuen bzw. geänderten Standards ergeben sich insgesamt keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS jedoch erweiterte Anhangangaben.

BIS ZUM 31. DEZEMBER 2014 DURCH DIE EU ÜBERNOMMENE STANDARDS, DIE IM VORLIEGENDEN ABSCHLUSS NICHT VORZEITIG ANGEWENDET WURDEN

Ob und inwieweit sich Auswirkungen aus den zukünftig anzuwendenden neuen/geänderten Standards bzw. Interpretationen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der INDUS ergeben werden, wird derzeit geprüft.

[3] GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Geschäfts- und Firmenwert wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz wird sofort ergebniswirksam erfasst. Ein positiver Geschäfts- und Firmenwert wird in der funktionalen Währung der erworbenen Beteiligung/Gruppe geführt.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Bedingte Kaufpreisbestandteile werden im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn ihr Eintritt wahrscheinlich ist und verlässlich geschätzt werden kann. Wertänderungen dieser Bestandteile werden in den Folgeperioden ergebniswirksam erfasst. Anschaffungsnebenkosten des Beteiligungserwerbs werden nicht in die Kaufpreisallokation einbezogen, sondern in der Periode des Erwerbs aufwandswirksam verrechnet.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, werden die betreffenden Anteile nicht beherrschender Gesellschafter mit ihrem beizulegenden Zeitwert als Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die funktionale Währung der Einzelgesellschaft umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit dem Devisenkassamittelkurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
--- --- --- --- --- ---
Brasilien BRL 3,221 3,258 3,122 2,867
Kanada CAD 1,406 1,467 1,467 1,367
Schweiz CHF 1,202 1,228 1,215 1,231
China CNY 7,536 8,349 8,188 8,165
Tschechien CZK 27,735 27,427 27,536 25,987
Dänemark DKK 7,445 7,459 7,455 7,458
Großbritannien GBP 0,779 0,834 0,806 0,849
Mexiko MXN 17,868 18,073 17,662 16,964
Polen PLN 4,273 4,154 4,184 4,197
Serbien RSD 121,381 114,565 117,245 113,064
Singapur SGD 1,606 1,741 1,683 1,662
Türkei TRY 2,832 2,961 2,907 2,533
USA USD 1,214 1,379 1,329 1,328
Südafrika ZAR 14,0353 14,566 14,406 12,831

In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

BILANZIERUNG UND BEWEWRTUNG

Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit erfolgt mindestens einmal jährlich. Dabei wird grundsätzlich der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) hochgerechnet.

Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem segmentspezifischen Vorsteuer-Kapitalkostensatz abgezinst. In den Segmenten wurden folgende Vorsteuer-Kapitalkostensätze verwendet: Bau/Infrastruktur 7,6 % (Vorjahr: 9,2 %), Fahrzeugtechnik 9,6 % (Vorjahr: 9,3 %), Maschinen- und Anlagenbau 8,3 % (Vorjahr: 8,2 %), Medizin- und Gesundheitstechnik 6,7 % (Vorjahr: 6,4 %) und Metalltechnik 9,0 % (Vorjahr: 8,9 %).

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Geschäfts- und Firmenwert der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts auf dieser Basis überprüft (Cash Generating Units).

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene Geschäfts- und Firmenwert verteilt sich auf 41 (Vorjahr: 38) Cash Generating Units. Dadurch ist kein einzelner Geschäfts- und Firmenwert im Sinne des IAS 36.135 signifikant. Um ein Bild über die damit verknüpften Risiken zu vermitteln, wurde der Segmentbericht um die Berichtszeile Geschäfts- und Firmenwert erweitert. Würde der segmentspezifische Vorsteuer-Kapitalkostensatz um 0,5 % steigen, würden die außerplanmäßigen Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen um rund 4.900 TEUR (Vorjahr: rund. 1.000 TEUR) steigen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern bestimmbar - linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über fünf bis zehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare, als auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nach IAS 23 einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde.

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Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Wert abzüglich Veräußerungskosten. Bei Wegfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung wird eine Wertaufholung vorgenommen, maximal bis zu dem bei planmäßigem Abschreibungsverlauf anzusetzenden Buchwert.

Fremdkapitalkosten werden auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert, mit deren Anschaffung nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde. Qualifizierte Vermögenswerte liegen vor, wenn für deren Herstellung mindestens ein Jahr erforderlich ist.

Zur Erzielung von Mieterträgen und zum Zweck der Wertsteigerung gehaltene Grundstücke und Gebäude werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bilanziert. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Abschreibungen und Nutzungsdauern entsprechen grundsätzlich denen selbst genutzter Immobilien. Der beizulegende Zeitwert wird als Nutzungswert durch interne Berechnungen als Vergleichsangabe ermittelt. Der Nutzungswert jeder Immobilie wird basierend auf fixierten Miet- und Pachtverträgen geplant, nach Auslauf der Verträge werden plausible Annahmen zur weiteren Nutzung getroffen.

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Im Rahmen des Finanzierungsleasings gemietetes Anlagevermögen wird zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden diskontiert unter den Finanzschulden ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.

Rohstoffe und Handelswaren werden nach der Durchschnittsmethode bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden diese auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.

Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (PoC) bilanziert. Die Auftragserlöse und das Auftragsergebnis werden nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Dazu werden zunächst Vermögenswerte wertberichtigt und gegebenenfalls darüber hinaus Rückstellungen gebildet. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, also zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist entsprechend der vier Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet", "gehalten bis zur Endfälligkeit", "ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet.

Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z.B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden regelmäßig zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert; bei kurzfristigen Forderungen entspricht dieser Ansatz grundsätzlich dem Nennbetrag. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch portfoliobasierte Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen. Wertberichtigungen auf Forderungen werden grundsätzlich auf separaten Konten erfasst.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Erfüllungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt.

Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Zinsswaps oder Fremdwährungstermingeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts von Bilanzpositionen ("Fair Value Hedge") mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen ("Cashflow Hedge") wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.

Darüber hinaus werden Call-/Put-Optionen aus dem Erwerb von Unternehmen als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Bei der Bewertung der oben beschriebenen Sicherungsinstrumente sowie der Call-/Put-Optionen zum beizulegenden Zeitwert wurden in beiden Geschäftsjahren ausschließlich marktbezogene Bewertungsverfahren herangezogen. Das entspricht den Verfahren der Stufe 2. Auswirkungen aus dem Wechsel von Bewertungsverfahren nach Stufe 1 (Marktpreise) oder Stufe 3 (Bewertungsverfahren ohne beobachtbare Marktdaten) existieren daher nicht.

Als Inputfaktor zur Bewertung der Zinsswaps wird der stichtagsbezogene Marktzinssatz verwendet. Als Inputfaktor zur Bewertung des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten werden der stichtagsbezogene Marktzinssatz und EBIT Multiples verwendet.

Bei aufgegebenen Geschäftsbereichen handelt es sich um abgrenzbare Geschäftsbereiche die stillgelegt wurden. Das Ergebnis des stillgelegten Geschäftsbereichs wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst.

Die Altersvorsorgeverpflichtungen basieren auf beitrags- sowie leistungsorientierten Versorgungsplänen in unterschiedlicher Ausgestaltung.

Der Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plans") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet ("Projected Unit Credit Method"). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten. Der für die Abzinsung der künftigen Leistungsansprüche verwendete Zinssatz ist der Marktzinssatz für risikoadäquate langfristige Anlagen mit einer vergleichbaren Laufzeit. Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den beizulegenden Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Bei Abweichungen zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung der zugrunde gelegten Parameter zur Berechnung der Anwartschaftsbarwerte und der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens entstehen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Diese versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral über die Entwicklung des Konzerneigenkapitals und die Gesamtergebnisrechnung erfasst und in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, welches wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Ressourcenabfluss als langfristig klassifiziert wird und der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet. Für nicht sichere Verpflichtungen gegenüber den nationalen Steuerbehörden werden Steuerrückstellungen auf Basis angemessener Schätzungen gebildet.

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Ressourcenabfluss führen oder in ihrer Höhe nicht verlässlich bestimmt werden können. Sofern eine Eventualschuld vorliegt, werden hierzu Angaben im Anhang gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Geschäfts- und Firmenwert werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall.

Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Geschäfts- und Firmenwerts, zum Beispiel über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann. Bei steuerlichen Verlustvorträgen ist das der Fall, wenn es entweder wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von fünf Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist oder in entsprechender Höhe saldierungsfähige passive latente Steuern mit zukünftig ausreichendem zu versteuerndem Einkommen verrechenbar sind.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8 % (Vorjahr: 28,8 %). Die ausländischen Steuersätze liegen unverändert zwischen 19 % und 39 %.

Im Rahmen der Ertragsrealisierung erfolgt die Erfassung von Umsatzerlösen, wenn die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und eine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Umsätze aus Dienstleistungen werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Bei Fertigungsaufträgen erfolgt die Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad. Dividendenerträge aus Anteilen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den zu versteuernden Gewinn des jeweiligen Unternehmens und die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden voraussichtlich zu leisten sein wird bzw. erfolgen wird. In die Berechnung fließen am Bilanzstichtag gültige Steuersätze ein.

Die im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights) sind als "anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem beizulegenden Zeitwert der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweilige Laufzeit bis zum voraussichtlichen Ausübungszeitpunkt.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel und enthält Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Bilanzpositionen werden durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen - all dies sind Risiken, die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Posten beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzposten, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Weiterhin kann die Höhe der zukünftigen Zinssätze einen berechneten Cashflow erheblich beeinflussen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung von Vermögenswerten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderungen sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern basiert auf der Prognose zukünftiger Cashflows.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Posten, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen und vergleichbare Verpflichtungen. Auch hier ist langjährige Erfahrung bei der Bilanzierung von hoher Bedeutung; trotzdem sind regelmäßig Über- oder Unterdotierungen von Rückstellungen in den folgenden Abschlüssen anzupassen.

Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten fehlen oft aktive Märkte mit beobachtbaren Werten. Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen muss der beizulegende Zeitwert der erworbenen Bilanzposten dann durch übliche Bewertungsmodelle ermittelt werden, die wiederum Annahmen über direkt beobachtbare und gegebenenfalls nicht beobachtbare Bewertungsprämissen erfordern.

Dem aktuellen Abschluss liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die auf dem letzten Kenntnisstand des Managements beruhen. Da sich eine Vielzahl relevanter Bewertungsparameter aber der Kontrolle des Managements entziehen, lassen sich auch größere Buchwertanpassungen in der Zukunft nicht ausschließen.

Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet INDUS insgesamt mit einer stabilen Entwicklung, die den Ansatz der Bilanzposten entsprechend dem aktuellen Abschluss nicht wesentlich gefährdet. Die zugrunde liegenden Annahmen zur generellen konjunkturellen Entwicklung und der Entwicklung der relevanten Märkte im Speziellen werden ausführlich im Prognosebericht erläutert.

[4] KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, seine Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

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Inland Ausland Gesamt davon Anteilsbesitz unter 100%
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
31.12.2013
Bau-/Infrastruktur 22 2 24 2
Fahrzeugtechnik 30 9 39 6
Maschinen- und Anlagenbau 21 9 30 9
Medizin- und Gesundheitstechnik 4 3 7 1
Metalltechnik 15 6 21 2
Sonstige 7 0 7 1
Summe 99 29 128 21
31.12.2014
Bau-/Infrastruktur 24 2 26 2
Fahrzeugtechnik 30 10 40 6
Maschinen- und Anlagenbau 24 12 36 8
Medizin- und Gesundheitstechnik 5 6 11 4
Metalltechnik 15 7 22 3
Sonstige 7 0 7 1
105 37 142 24

Die wesentlichen operativen Tochtergesellschaften sind im Anhang unter Punkt [44] dargestellt. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Buchwert der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter beträgt 1.957 TEUR (Vorjahr: 627 TEUR). Keiner der nicht beherrschenden Anteile ist für sich genommen wesentlich.

Soweit zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Minderheitsgesellschafter ein Andienungsrecht haben, dem sich INDUS nicht entziehen kann, liegt das wirtschaftliche Eigentum zu 100% bei INDUS und die betreffenden Anteile werden in vollem Umfang konsolidiert und mit ihrem beizulegenden Zeitwert als bedingte Kaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Zum Stichtag sind Kaufpreisverbindlichkeiten aus Minderheitenanteilen mit Andienungsrecht in Höhe von 45.626 TEUR (Vorjahr: 19.025 TEUR) bilanziert. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der nicht beherrschenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- und/oder Put-Option.

Im Konsolidierungskreis sind zum 31. Dezember 2014 34 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2013: 32 Komplementär-GmbHs) enthalten.

Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren aus dem Erwerb oder der Neugründung von Unternehmungen oder der Aufnahme des operativen Geschäfts von bisher nicht konsolidierten Beteiligungen.

Abgänge aus dem Konsolidierungskreis resultieren aus der Verschmelzung von Beteiligungen.

Acht (Vorjahr: acht) Tochterunternehmen, die wegen geringer Größe oder geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, da kein aktiver Markt existiert und sich die beizulegenden Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand ermitteln lassen.

[5] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

ANGABEN ZUR ERSTKONSOLIDIERUNG FÜR DAS AKTUELLE GESCHÄFTSJAHR

ROLKO

Mit Vertrag vom 10. April 2014 hat die INDUS Holding AG 75 % der Anteile an der ROLKO Kohlgrüber GmbH mit Sitz in Borgholzhausen erworben. Die ROLKO-Gruppe mit den Standorten Borgholzhausen, Silkeborg, Dänemark, Houten, Niederlande und Xiamen, China, ist ein führender Anbieter von Rehabilitations-Zubehör, insbesondere für Rollstühle und Rollatoren. Die Unternehmen werden dem Segment Medizin- und Gesundheitstechnik zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der ROLKO-Gruppe betrug zum Erwerbszeitpunkt 29.357 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 20.250 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 9.107 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über die 25 % Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.

In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:

NEU ERWERB ROLKO (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Neubewertung Zugang Konzernbilanz
Geschäfts- und Firmenwert 0 12.080 12.080
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6 14.970 14.976
Sachanlagen 4.120 365 4.485
Vorräte 3.804 396 4.200
Forderungen 2.471 0 2.471
Sonstige Aktiva 1.527 0 1.527
Liquide Mittel 1.862 0 1.862
Summe Vermögenswerte 13.790 27.811 41.601
Pensionsrückstellungen 0 0 0
Sonstige Rückstellungen 538 0 538
Finanzschulden 1.937 0 1.937
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 484 0 484
Sonstige Passiva 3.123 4.530 7.653
Summe Schulden 6.082 4.530 10.612

Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion.

Zum Ergebnis 2014 trägt die ROLKO-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 15.259 TEUR und ein EBIT in Höhe von 2.209 TEUR bei. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Mai 2014. Wäre die ROLKO-Gruppe bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 21.960 TEUR und das EBIT auf 3.308 TEUR.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der ROLKO-Gruppe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.805 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

MBN

Mit Vertrag vom 10. November 2014 hat die INDUS Epsilon GmbH & Co. KG, eine 100 %ige Tochter der INDUS Holding AG, 75 % der Anteile an der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH mit Sitz in Neugersdorf (Sachsen) erworben. Die MBN GmbH hält 100 % der Anteile an der MBN Mechanical Manufactoring Co. Ltd., Changchun, China und 100 % der MBN Automotive Inc. Alabama, USA. Die MBN-Gruppe entwickelt und fertigt automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Hauptkunden sind die großen deutschen Automobilmarken und ihre ausländischen Tochtergesellschaften und Produktions-Joint Ventures. Die MBN-Gruppe wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der MBN-Gruppe betrug zum Erwerbszeitpunkt 44.470 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus einer Barzahlung in Höhe von 32.250 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 12.220 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über die 25 % Minderheitsanteile resultiert. Die Ermittlung der Höhe der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.

In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:

NEUERWERB MBN (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Neubewertung Zugang Konzernbilanz
Geschäfts- und Firmenwert 0 21.451 21.451
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 70 1.911 1.981
Sachanlagen 5.278 2.955 8.233
Finanzanlagen 578 1.051 1.629
Vorräte 11.752 6.847 18.599
Forderungen 932 0 932
Sonstige Aktiva 5.494 0 5.494
Liquide Mittel 26.078 0 26.078
Summe Vermögenswerte 50.182 34.215 84.397
Pensionsrückstellungen 0 0 0
Sonstige Rückstellungen 3.819 0 3.819
Finanzschulden 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.794 0 2.794
Sonstige Passiva 29.942 3.346 33.288
Summe Schulden 36.555 3.346 39.901

Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung ist steuerlich nicht abzugsfähig und repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft.

Zum Ergebnis 2014 trägt die MBN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 17.994 TEUR und ein EBIT in Höhe von 2.295 TEUR bei. Die Erstkonsolidierung erfolgte im November 2014.Wäre die MBN-Gruppe bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 66.208 TEUR und das EBIT auf 7.638 TEUR.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der MBN-Gruppe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.699 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ÜBRIGE ERWERBE

Am 21. Mai 2014 hat die IPETRONIK GmbH & Co. KG 60 % der Anteile an der SAVVY Telematic Systems AG mit Sitz in Schaffhausen, Schweiz, übernommen. Die SAVVY AG ist ein Anbieter von Telematik-Lösungen in der Logistikbranche. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Mai 2014 und das Unternehmen wird dem Segment Fahrzeugtechnik zugeordnet.

Im Zuge der Entwicklungsstrategie der RÜBSAMEN-Gruppe wurde die TR-Metalltechnik GmbH, Eichenstruth, mit Vertrag vom 3. Juli 2014 im Rahmen eines Asset-Deals erworben. Das Unternehmen ist ein Spezialist im Bereich Laser- und Schweißtechnik und wird dem Bereich Metalltechnik zugerechnet. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Juli 2014.

Mit Vertrag vom 20. August 2014 hat die INDUS-Beteiligung ASS 75 % der Anteile an der KNUR Maschinenbau GmbH, Regensburg erworben. KNUR ergänzt das Produktportfolio der ASS.. Die Erstkonsolidierung erfolgte im September 2014. Die KNUR Maschinenbau GmbH wird dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für den Erwerb der übrigen Gesellschaften betrug zum Erwerbszeitpunkt 5.841 TEUR. Dieser setzt sich zusammen aus Barzahlungen in Höhe von 3.787 TEUR sowie einer im Wesentlichen bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2.054 TEUR, die zum beizulegenden Zeitwert einbezogen wurde und aus einer symmetrischen Call-/Put-Option über Minderheitsanteile. Resultiert. Die Ermittlung der Höhe der Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt im Wesentlichen auf Basis von EBIT-Multiples und einer Prognose über das zukünftig relevante EBIT.

In der Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt ermittelt:

NEUERWERB Übrige (in TEUR)

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Buchwerte im Zugangszeitpunkt Neubewertung Zugang Konzernbilanz
Geschäfts- und Firmenwert 0 3.268 3.268
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 14 0 14
Sachanlagen 2.008 0 2.008
Finanzanlagen 7 0 7
Vorräte 427 485 912
Forderungen 1.533 0 1.533
Sonstige Aktiva 417 0 417
Liquide Mittel 557 0 557
Summe Vermögenswerte 4.963 3.753 8.716
Sonstige Rückstellungen 168 0 168
Finanzschulden 1.687 0 1.687
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381 0 381
Sonstige Passiva 379 140 519
Summe Schulden 2.615 140 2.755

Die Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung sind steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Konstruktion und Produktion.

Aufgrund der übrigen Neuerwerbe sind 2.812 TEUR Umsätze erwirtschaftet sowie ein EBIT von -125 TEUR realisiert worden. Wären die übrigen Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2014 einbezogen worden, beliefen sich die Umsatzerlöse 2014 auf 5.134 TEUR und das EBIT auf 158 TEUR.

Die ertragswirksamen Auswirkungen aus der Erstkonsolidierung der übrigen Neuerwerbe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 485 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

[6] AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH

Ende Februar 2014 hat der Vorstand der INDUS Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Einstellung und Abwicklung des Geschäftsbetriebs der NISTERHAMMER Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister, beschlossen. NISTERHAMMER wurde dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Die Stilllegung hat die Darstellung als "aufgegebener Geschäftsbereich" zur Folge. Die Erträge und Aufwendungen der NISTERHAMMER betrugen in 2014 und 2013:

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in TEUR 2014 2013
Umsatzerlöse 1.013 8.451
Aufwendungen und sonstige Erlöse -5.608 -12.790
Operatives Ergebnis (EBIT) -4.595 -4.339
Zinsergebnis -280 -271
Ergebnis vor Steuern -4.875 -4.610
Steuern 904 692
Ergebnis nach Steuern -3.971 -3.918
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich -3.971 -3.918

Die Bilanzierung der NISTERHAMMER als aufgegebenen Geschäftsbereich erfordert eine Anpassung der Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:

Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres (in TEUR)

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2013 veröffentlicht IFRS 5 2013 angepasst
Umsatzerlöse 1.195.236 -8.451 1.186.785
Sonstige betriebliche Erträge 21.874 -20 21.854
Aktivierte Eigenleistungen 3.716 -12 3.704
Bestandsveränderung 1.443 535 1.978
Materialaufwand -569.281 6.492 -562.789
Personalaufwand -326.205 3.577 -322.628
Abschreibungen -44.424 739 -43.685
Sonstiger betrieblicher Aufwand -168.555 1.479 -167.076
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 127 0 127
Finanzergebnis 315 0 315
Operatives Ergebnis (EBIT) 114.246 4.339 118.585
Zinserträge 1.042 0 1.042
Zinsaufwendungen -21.202 271 -20.931
Zinsergebnis -20.160 271 -19.889
Ergebnis vor Steuern 94.086 4.610 98.696
Steuern -30.12 -692 -30.804
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich 0 -3.918 -3.918
Ergebnis nach Steuern 63.974 0 63.974
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 121 0 121
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63.853 0 63.853
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR 2,85 -0,17 3,02
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR 2,85 -0,17 3,02

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[7] UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen sind Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 127.184 TEUR enthalten (Vorjahr: 102.711 TEUR). Weiterhin sind Erlöse für Dienstleistungen in Höhe von 19.852 TEUR (Vorjahr: 10.139 TEUR) enthalten.

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

[8] SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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in TEUR 2014 2013*
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 5.756 5.538
Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen 1.527 3.500
Auflösung von Wertberichtigungen 2.803 3.287
Ertragszuschüsse/Auflösung passiver Abgrenzung 671 1.409
Versicherungsentschädigungen 726 1.119
Erträge aus Mieten und Pachten 702 793
Erträge aus der Währungsumrechnung 4.231 563
Erträge aus Anlagenabgängen 941 549
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.540 5.096
Summe 21.897 21.854

* Vorjahreszahlen angepasst

Den Erträgen aus der Währungsumrechnung von 4.231 TEUR (Vorjahr: 563 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von -292 TEUR gegenüber (Vorjahr: -3.413 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit 3.939 TEUR (Vorjahr: -2.850 TEUR).

[9] AKTIVIERTE EIGENLEISTUNG

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in TEUR 2014 2013*
Andere aktivierte Eigenleistungen 4.644 1.665
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 2.688 2.039
Summe 7.332 3.704

* Vorjahreszahlen angepasst

Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 9.716 TEUR (Vorjahr: 9.201 TEUR) im Periodenaufwand erfasst.

[10] BESTANDSVERÄNDERUNG

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in TEUR 2014 2013*
Unfertige Erzeugnisse -5.342 -1.221
Fertige Erzeugnisse 14.853 3.199
Summe 9.511 1.978

* Vorjahreszahlen angepasst

[11] MATERIALAUFWAND

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in TEUR 2014 2013*
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -506.477 -482.671
Bezogene Leistungen -91.727 -80.118
Summe -598.204 -562.789

* Vorjahreszahlen angepasst

[12] PERSONALAUFWANG

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in TEUR 2014 2013*
Löhne und Gehälter -294.958 -271.721
Soziale Abgaben -50.750 -47.049
Aufwendungen für Altersversorgung -3.302 -3.858
Summe -349.010 -322.628

* Vorjahreszahlen angepasst

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit - 874 TEUR im Zinsergebnis erfasst (Vorjahr: - 861 TEUR).

[13] ABSCHREIBUNGEN

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in TEUR 2014 2013*
Planmäßige Abschreibungen -45.668 -42.537
Außerplanmäßige Abschreibungen -2.302 -1.148
Summe -47.970 -43.685

* Vorjahreszahlen angepasst

Aufgrund gesunkener Ertragskraft waren im Segment Fahrzeugtechnik außerplanmäßige Abschreibungen bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit SELZER vorzunehmen (Vorjahr: SEMET im Segment Maschinen- und Anlagenbau). Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen Wertminderungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 213 TEUR) und Geschäfts- und Firmenwert-Abschreibungen in Höhe von 1.700 TEUR (Vorjahr: 733 TEUR). Basis für die Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibungen war der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Weiterhin wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen in Höhe von 135 TEUR (Vorjahr: 202 TEUR) und auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 467 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) gebucht.

Der Aufriss der außerplanmäßigen Abschreibung nach Segmenten erfolgt im Segmentbericht.

[14] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

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in TEUR 2014 2013*
Vertriebsaufwendungen -72.203 -72.977
Betriebsaufwendungen -60.727 -56.026
Verwaltungsaufwendungen -34.636 -29.577
Übrige Aufwendungen -6.151 -8.496
Summe -173.717 -167.076

* Vorjahreszahlen angepasst

VERTRIEBSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2014 2013*
Frachten, Verpackung, Provision -34.826 -35.166
KFZ, Reisen und Bewirtung -16.987 -15.327
Werbung & Messen -11.303 -10.955
Forderungen & Garantien -7.173 -9.785
Übrige Vertriebsaufwendungen -1.914 -1.744
Summe -72.203 -72.977

* Vorjahreszahlen angepasst

BETRIEBSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2014 2013*
Maschinen und Anlagen: Miete und Instandhaltung -23.021 -19.632
Grundstücke und Gebäude: Miete und Raumkosten -17.115 -17.846
Energie, Betriebsstoffe und Werkzeuge -14.023 -12.704
Übrige Betriebsaufwendungen -6.568 -5.844
Summe -60.727 -56.026

* Vorjahreszahlen angepasst

VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

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in TEUR 2014 2013*
EDV, Büro und Kommunikation -11.497 -10.602
Beratung & Gebühren -12.193 -8.935
Versicherung -3.775 -3.578
Personalverwaltung und Fortbildung -3.525 -3.454
Übrige Verwaltungsaufwendungen -3.646 -3.008
Summe -34.636 -29.577

* Vorjahreszahlen angepasst

ÜBRIGE AUFWENDUNGEN

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in TEUR 2014 2013*
Aufwand aus der Währungsumrechnung -292 -3.413
Anlagenabgänge -414 -336
Zuführung zu Rückstellungen -246 -183
Sonstige -5.199 -4.564
Summe -6.151 -8.496

* Vorjahreszahlen angepasst

[15] FINANZERGEBNIS

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in TEUR 2014 2013
Erträge Finanzanlagen 302 315
Abschreibungen auf Finanzanlagen -61 0
Summe 241 315

[16] ZINSERGEBNIS

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in TEUR 2014 2013*
Zinsen und ähnliche Erträge 705 1.042
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.858 -20.693
Zinsen operatives Geschäft -18.153 -19.651
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 430 1.027
Sonstige: Minderheitsanteile -8.758 -1.265
Zinsen Sonstige -8.328 -238
Summe -26.481 -19.889

* Vorjahreszahlen angepasst

Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, werden diese aus rein formalen Gründen nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Sonstige: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.

Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 3.675 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Zinsaufwand um aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 99 TEUR verringert (Vorjahr: 261 TEUR). Dabei wurde ein durchschnittlicher Finanzierungskostensatz von 3,8 % (Vorjahr: 4 %) zugrunde gelegt.

[17] STEUERN

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in TEUR 2014 2013*
Aperiodische Steuern 125 1.259
Laufende Steuern -35.596 -30.808
Latente Steuern 2.051 -1.255
Summe -33.420 -30.804

* Vorjahreszahlen angepasst

Die aperiodischen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Änderungen aufgrund von steuerlichen Außenprüfungen.

STEUERLICHE BESONDERHEITEN

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb von Tochtergesellschaften durch die INDUS Holding AG eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben wurden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen - Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding AG - entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn im Fünf-Jahres-Planungszeitraum ausreichendes zu versteuerndes Einkommen unterstellt werden kann.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften existieren nicht. Diese Sachverhalte drücken sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

ÜBERLEITUNG VOM ERWARTETEN ZUM TATSÄCHLICHEN STEUERAUFWAND (in TEUR)

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2014 2013*
Ergebnis vor Ertragsteuern 100.705 98.696
Erwarteter Steueraufwand 28,8% 29.003 28.424
Überleitung
Aperiodische Steuern -125 -1.259
Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen -398 -37
Abschreibungen von Goodwill -Kapitalgesellschaften 0 207
Struktureffekte aus:
abweichenden lokalen Steuersätzen 873 305
abweichenden nationalen Steuersätzen -1.487 -717
Anschaffungsnebenkosten aus Unternehmenserwerben 557 270
Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern -257 -301
Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge -316 -198
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften 899 1.598
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 2.522 364
Auswirkungen der Zinsschranke bei der INDUS Holding AG 459 678
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge 1.690 1.470
Tatsächlicher Steueraufwand 33.420 30.804
in % vom Ergebnis 33,2% 31,2%

* Vorjahreszahlen angepasst

Bei einem Körperschaftsteuersatz von 15 % errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 28,8 %.

[18] ERGEBNIS AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICHE

Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche enthält das Ergebnis der stillgelegten Beteiligung NISTERHAMMER.

[19] ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis beträgt 2,74 EUR je Aktie (Vorjahr: 3,02 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug im aktuellen Jahr 22.450.509 Stück (Vorjahr: 22.410.431 Stück). Zu weiteren Details wird auf Textziffer [27] verwiesen.

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in TEUR 2014 2013*
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 63.142 63.853
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -3.971 -3.918
Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 67.113 67.771
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (In Tsd. Stück) 24.451 22.410
Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (in EUR) 2,74 3,02
Ergebnis je Aktie aufgegebene Geschäftsbereiche (in EUR) -0,16 -0,17

* Vorjahreszahlen angepasst

Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im Falle der Inanspruchnahme des bedingten/genehmigten Kapitals können in Zukunft Verwässerungen eintreten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

[20] ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE DES SACHANLAGEVERMÖGENS

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSK0STEN 2014 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2014 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 370.826 36.799 931 -15 0 605
Aktivierte Entwicklungskosten 19.191 0 3.643 -91 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 113.943 16.971 2.887 -3.851 192 185
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 133.134 16.971 6.530 -3.851 101 185
Grundstücke und Gebäude 207.649 5.710 8.129 -1.008 18.303 803
Technische Anlagen und Maschinen 335.283 5.344 21.724 -10.025 3.552 993
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.496 2.555 12.239 -7.802 2.698 310
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.734 1.117 16.475 -784 -25.576 4
Summe Sachanlagen 685.162 14.726 58.567 -19.619 -1.023 2.110
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969 0 0 0 922 0

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Endbestand 31.12.2014
Geschäfts- und Firmenwert 409.146
Aktivierte Entwicklungskosten 22.743
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 130.327
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 153.070
Grundstücke und Gebäude 239.586
Technische Anlagen und Maschinen 356.871
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 133.496
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.970
Summe Sachanlagen 739.923
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.891

ABSCHREIBUNGEN 2014 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2014 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang und Umbuchung Wertaufholung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 39.220 0 1.700 -15 0 2
Aktivierte Entwicklungskosten 11.036 0 2.287 -81 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 93.211 0 6.150 -3.678 0 116
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 104.247 0 8.437 -3.759 0 116
Grundstücke und Gebäude 66.665 0 6.562 -888 -410 179
Technische Anlagen und Maschinen 257.895 0 20.118 -9.213 -670 665
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.768 0 10.991 -7.521 -447 411
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 0 0 -1 0 0
Summe Sachanlagen 413.329 0 37.671 -17.623 -1.527 1.255
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.004 0 348 408 0 0

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Endbestand 31.12.2014
Geschäfts- und Firmenwert 40.907
Aktivierte Entwicklungskosten 13.242
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 95.799
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 109.041
Grundstücke und Gebäude 72.108
Technische Anlagen und Maschinen 268.795
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.202
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0
Summe Sachanlagen 433.105
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.760

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN 2013 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2013 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang Umbuchung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 332.484 38.687 29 0 0 -374
Aktivierte Entwicklungskosten 16.982 21 2.188 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.330 13.789 3.201 -1.602 3 222
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 115.312 13.810 5.389 -1.602 3 222
Grundstücke und Gebäude 194.684 3.064 3.959 6.215 -16
Technische Anlagen und Maschinen 326.088 2.822 12.618 -7.320 2.333 -1.258
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.213 2.718 10.087 -5.439 1.513 404
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.864 0 20.034 -1.099 -10.064 -1
Summe Sachanlagen 644.849 8.604 46.698 -14.115 -3 -871
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969 0 0 0 0 0

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Endbestand 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert 370.826
Aktivierte Entwicklungskosten 19.191
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 113.943
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 133.134
Grundstücke und Gebäude 207.649
Technische Anlagen und Maschinen 335.283
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.496
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.734
Summe Sachanlagen 685.162
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.969

ABSCHREIBUNGEN 2013 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2013 Änderungen Konsolidierungskreis Zugang Abgang und Umbuchung Wertaufholung Währungsdifferenz
Geschäfts- und Firmenwert 38.537 0 735 0 0 -52
Aktivierte Entwicklungskosten 8.772 0 2.264 0 0 0
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 89.781 0 4.651 -1.487 0 266
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 98.553 0 6.915 -1.487 0 266
Grundstücke und Gebäude 63.599 0 5.949 -180 -3.496 793
Technische Anlagen und Maschinen 244.154 0 20.619 -6.609 -157 -112
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.179 0 10.018 -4.949 0 520
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 1 0 0 0
Summe Sachanlagen 390.932 0 36.587 -11.738 -3.653 1.201
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 817 0 187 0 0 0

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Endbestand 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert 39.220
Aktivierte Entwicklungskosten 11.036
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 93.211
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 104.247
Grundstücke und Gebäude 66.665
Technische Anlagen und Maschinen 257.895
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.768
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1
Summe Sachanlagen 413.329
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.004

Die immateriellen Wirtschaftsgüter haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Veränderung des Konsolidierungskreises betrifft Zugänge nach IFRS 3.

Der Restbuchwert aktivierter Finanzierungsleasingverhältnisse beträgt bei Grundstücken und Gebäuden 15.378 TEUR (Vorjahr: 15.083 TEUR) und bei technischen Anlagen und Maschinen 2.020 TEUR (Vorjahr: 2.512 TEUR).

Nach der Veräußerung von Geschäftsbereichen verfügt INDUS über Grundstücke und Gebäude, die überwiegend von den Käufern der abgegangenen Bereiche genutzt werden. Die betreffenden Immobilien werden in einer Vermietungs- und Verpachtungsgesellschaft gebündelt und "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" kategorisiert. Das Geschäft ist von untergeordneter Bedeutung. Die Mieterträge aus diesen Immobilien betragen 465 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR) und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen belaufen sich auf 369 TEUR (Vorjahr: 350 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte der Immobilien betragen 7.927 TEUR (Vorjahr: 7.200 TEUR).

Die Restbuchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen zum Bilanzstichtag:

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Geschäfts- und Firmenwert 368.239 331.606
Aktivierte Entwicklungskosten 9.501 8.155
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 34.528 20.732
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte 44.029 28.887
Grundstücke und Gebäude 167.478 140.984
Technische Anlagen und Maschinen 88.076 77.388
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.294 34.728
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.970 18.733
Sachanlagen 306.818 271.833
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6.131 5.965

[21] FINANZANLAGEN

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Andere Beteiligungen 1.875 689
Sonstige Ausleihungen 8.651 8.154
Summe 10.526 8.843

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen und mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.

[22] AT-EQUITY-BEWERTETE ANTEILE

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Anteile betragen zum 31. Dezember 2014 7.033 TEUR (Vorjahr: 5.737 TEUR).

Die folgende Übersicht enthält weitere Angaben zu den at-Equity-bewerteten Unternehmen:

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in TEUR 2014 2013
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 4.447 4.447
Vereinnahmtes Ergebnis 1.383 127
Eckdaten der assoziierten Unternehmen:
Vermögen 36.611 33.986
Schulden 17.793 19.493
Kapital 18.818 14.493
Erlöse 49.989 39.981
Ergebnis 3.049 1.288

Wertberichtigungen auf Forderungen gegen at-Equity-bewertete Unternehmen liegen in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) vor. Die BETOMAX Polska S.A., Konskie, Polen ist seit dem Geschäftsjahr 2013 börsennotiert. Der Börsenpreis des 27 %-Anteils (Vorjahr: 30 % Anteil) beträgt 3.833 TEUR (Vorjahr: 3.120 TEUR).

[23] SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 3.502 3.012
Übrige Steuererstattungsansprüche 890 2.156
Langfristige Forderungen 268 0
Deckungskapital Rückdeckungsverslcherung 1.140 1.065
Darlehen und andere Forderungen 628 437
Positive Marktwerte von Derivaten 586 0
Übrige Vermögenswerte 6.953 8.281
Summe 13.967 14.951
davon kurzfristig 12.282 12.050
davon langfristig 1.685 2.901

[24] LATENTE STEUERN UND LAUFENDE ERTRAGSTEUERN

Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 163 TEUR langfristig (Vorjahr: 468 TEUR) und resultieren im Wesentlichen aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 2.480 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 1.199 TEUR) und 4.183 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 3.958 TEUR).

Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

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in TEUR Aktiv Passiv Saldo
2014
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 466 -24.020 -23.554
Immaterielle Vermögenswerte 0 -10.696 -10.696
Sachanlagen 1.963 -3.374 -1.411
Sonstige langfristige Aktiva 23 0 23
Forderungen und Vorräte 605 -4.905 -4.300
Sonstige kurzfristige Aktiva 10 0 10
Langfristige Rückstellungen 4.482 -30 4.452
Sonstige kurzfristige Passiva 2.855 0 2.855
Aktivierte Verlustvorträge 2.938 0 2.938
Saldierungen -9.860 9.860 0
Latente Steuern 3.482 -33.165 -29.683

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in TEUR Aktiv Passiv Saldo
2013
Geschäfts- und Firmenwert Personengesellschaften 317 -23.011 -22.694
Immaterielle Vermögenswerte 0 -6.469 -6.469
Sachanlagen 1.039 -1.601 -562
Sonstige langfristige Aktiva 27 0 27
Forderungen und Vorräte 392 -2.565 -2.173
Sonstige kurzfristige Aktiva 0 -165 -165
Langfristige Rückstellungen 3.815 -35 3.780
Sonstige kurzfristige Passiva 2.406 0 2.406
Aktivierte Verlustvorträge 2.437 0 2.437
Saldierungen -8.130 8.130 0
Latente Steuern 2.303 -25.716 -23.413

Die Saldierung erfolgt bei Ertragsteuern, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer der INDUS Holding AG und ihrer deutschen Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Geschäfts- und Firmenwert von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation; die entstehenden Mehrwerte - auch der steuerliche Geschäfts- und Firmenwert - sind steuerlich abzugsfähig. Da der Geschäfts- und Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Geschäfts- und Firmenwerts latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position laufend aufgebaut.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern wird in den folgenden Tabellen erläutert:

ENTWICKLUNG DER LATENTEN STEUERN (in TEUR)

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1.1.2014 GuV Sonstige 31.12.2014
Gewerbesteuer 2.209 528 0 2.737
Körperschaftsteuer 228 -27 0 201
Aktivierte Verlustvorträge 2.437 501 0 2.938
Übrige Latente Steuern -25.850 1.550 -8.321 -32.621
Latente Steuern -23.413 2.051 -8.321 -29.683

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1.1.2013 GuV* Sonstige* 31.12.2013
Gewerbesteuer 2.788 -579 0 2.209
Körperschaftsteuer 270 -42 0 228
Aktivierte Verlustvorträge 3.058 -621 0 2.437
Übrige Latente Steuern -19.643 -633 -5.574 -25.850
Latente Steuern -16.585 -1.254 -5.574 -23.413

* Vorjahreswerte angepasst

Die übrigen Veränderungen der latenten Steuern resultieren aus der Entwicklung des sonstigen Ergebnisses und dem Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche:

ZUSAMMENSETZUNG DER ÜBRIGEN LATENTEN STEUERN (in TEUR)

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in TEUR 2014 2013*
Rücklage für Marktbewertung von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 273 -598
Rücklage für Währungsumrechnung -160 208
Rücklage für Pensionen (Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) 1.432 83
Umgliederung IFRS 5 0 -38
Veränderung Konsolidierungskreis -9.866 -5.229
Summe -8.321 -5.574

* Vorjahreswerte angepasst

Den aktivierten latenten Steuern liegen gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 21.203 TEUR (Vorjahr: 18.220 TEUR) zugrunde.

Weitere Verlustvorträge in Höhe von zusammen 152.409 TEUR (Vorjahr: 145.938 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit in den nächsten fünf Jahren unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS-Gruppe, wie sie unter Ziffer [17] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 158 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 422 TEUR). Aktive latente Steuern in Höhe von 127 TEUR (Vorjahr: 744 TEUR) wurden bei Gesellschaften, die aktuell steuerliche Verluste erlitten haben, über die entsprechenden passiven latenten Steuern hinaus bilanziert.

[25] VORRÄTE

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 82.638 82.493
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 80.220 74.579
Fertige Erzeugnisse und Waren 86.429 73.252
Geleistete Anzahlungen 16.403 5.732
Summe 265.690 236.056

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 10.637 TEUR (Vorjahr: 16.084 TEUR). Es wurden Vorräte in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 465 TEUR) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

[26] FORDERUNGEN

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in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen an Kunden 144.421 137.894
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 11.649 11.048
Forderungen an assoziierte Unternehmen 6.021 7.276
Summe 162.091 156.218

Im aktuellen Berichtsjahr sind 331 TEUR an Forderungen an Kunden mit einem Zahlungsziel von mehr als einem Jahr ausgewiesen (Vorjahr: 105 TEUR).

Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

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in TEUR 2014 2013
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 58.892 33.039
Erhaltene Anzahlungen 71.747 28.817
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 11.649 11.048
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 24.504 6.826

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 6.101 TEUR (Vorjahr: 6.762 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:

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in TEUR 2014 2013
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 6.762 7.267
Währungsdifferenz 5 -13
Veränderung Konsolidierungskreis 71 35
Zuführungen 2.364 3.139
Verbrauch -1.044 -379
Auflösungen -2.057 -3.287
Stand Wertberichtigungen am 31.12. 6.101 6.762

[27] EIGENKAPITAL

GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 63.571.323,62 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 12.225.254 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 31.785.660,51 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebender und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten.

Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2013 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 11.700.000,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder - sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt - auf den Namen lautende neue Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen (oder einer Kombination dieser Instrumente), die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund des Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder
die aus von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die ordentliche Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegebenen oder garantierten Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen Verpflichteten ihre Wandlungs- bzw. Optionspflicht erfüllen und
das Bedingte Kapital nach Maßgabe der Bedingungen der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen benötigt wird.

RÜCKLAGEN UND KONZERNBILANZGEWINN

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding AG. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 42,0 % (Vorjahr: 43,6 %).

Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Vorjahr fielen Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von 146 TEUR nach Steuern an, die erfolgsneutral behandelt und von der Kapitalrücklage abgezogen wurden.

ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH und Tochtergesellschaften der ROLKO-Kohlgrüber GmbH. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen [31].

GEWINNVERWENDUNG

Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen aus dem Bilanzgewinn der INDUS Holding AG vorschlagen:

Zahlung einer Dividende von 1,20 EUR je Stückaktie (Vorjahr: 1,10 EUR je Stückaktie). Dies entspricht bei 24.450.509 Aktien (Vorjahr: 24.450.509 Aktien) einer Zahlung von 29.340.610,80 EUR (Vorjahr: 26.895.559,90 EUR). Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht. Die vorgeschlagene Dividende wurde bilanziell nicht erfasst und es ergeben sich keine steuerlichen Konsequenzen.

SONSTIGE RÜCKLAGEN

ENTWICKLUNG DER SONSTIGEN RÜCKLAGEN (in TEUR)

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31.12.2012 Sonstiges Ergebnis 2013 31.12.2013 Sonstiges Ergebnis 2014 31.12.2014
Rücklage für Währungsumrechnung 6.268 3.541 1.959 5.500
Rücklage für Pensionen (Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) -4.593 -4.880 -4.971 -9.851
Latente Steuern für Pensionen 1.323 83 1.406 1.431 2.837
Rücklage für Cash Flow Hedges -9.459 3.771 -5.688 -1.726 -7.414
Latente Steuern für Cash Flow Hedges 1.494 -598 896 273 1.169
Summe sonstige Rücklagen -4.967 242 -4.725 -3.034 -7.759

Die Rücklage für die Währungsumrechnung und die Rücklage für Cash Flow Hedges enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Cash Flow Hedges resultiert ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

KAPITALMANAGEMENT

Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen sowie die Liquidität und Kreditwürdigkeit der INDUS-Gruppe sicherzustellen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zum verzinslichen Gesamtkapital, bestehend aus verzinslichem Fremdkapital und Eigenkapital. Das verzinsliche Fremdkapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden vermindert um die liquiden Mittel und beträgt 373.000 TEUR (Vorjahr: 329.413 TEUR). Unter Berücksichtigung des bilanziellen Eigenkapitals ergibt sich das Gesamtkapital in Höhe von 922.871 TEUR (Vorjahr: 844.761 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital beträgt der Anteil des Eigenkapitals 59,6 % (Vorjahr: 61,0 %).

Der Anstieg des Gesamtkapitals um 78.110 TEUR (Vorjahr: 67.908 TEUR) resultiert aus einem Anstieg des Eigenkapitals um 34.542 TEUR (Vorjahr: 101.192 TEUR) und einer Erhöhung des Fremdkapitals um 43.588 TEUR (Vorjahr: Verringerung um 33.374 TEUR). Das thesaurierte Eigenkapital steigert die solide Kapitalausstattung von INDUS.

Die INDUS Holding AG unterliegt mit Ausnahme der aktienrechtlichen Regelungen zum Mindestkapital keinen weiteren rechtlich vorgegebenen Kapitalerfordernissen. Darüber hinaus ist die INDUS Holding AG im Rahmen von Kreditverträgen Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen, um damit weiterhin Finanzmittel zu angemessenen Konditionen erhalten zu können. Die geforderte Mindest-Eigenkapitalquote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

[28] PENSION

Gewinn-und Verlustrechnung (in TEUR)

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2014 2013 Veränderung
Laufender Dienstzeitaufwand 380 368 12
Zinsaufwand 874 861 13
Erträge aus Planvermögen -78 35 -113
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 1.176 1.264 -88
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 3.109 3.035 74
\= GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 4.285 4.299 -14

Bilanzansatz (in TEUR)

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in TEUR 2014 2013 Veränderung
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 27.174 21.804 5.370
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 2.297 2.177 120
DB0: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 29.471 23.981 5.490
Fondsvermögen zu Marktwerten -2.297 -2.178 -119
Nettoverpflichtungen = Rückstellung 27.174 21.803 5.371
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -9.851 -4.879 -4.972
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 21.803 20.928 875
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.176 1.264 -88
Rentenzahlungen -776 -676 -100
im Eigenkapital realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 4.971 287 4.684
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12 27.174 21.803 5.371
Zugrunde liegende Annahmen in Prozent:
Abzinsungsfaktor 2.40 3,70
Gehaltstrend 2,50 2,50
Rententrend 1,75 1,75
Erwartete Erträge aus Planvermögen 2,40 3,70

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

Die Veränderungen aus Saldierungen resultieren aus Verpfändungen von Rückdeckungsversicherungen beziehungsweise gegenläufig dem Verzicht von Berechtigten zugunsten der Gesellschaft.

Die leistungsorientierten Pläne sind mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko, belastet. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors um 0,5 %-Punkte würde die Nettoverpflichtung um 2.056 TEUR (Vorjahr: 1.563 TEUR) reduzieren bzw. um 2.268 TEUR (Vorjahr: 1.656 TEUR) erhöhen.

Im Zusammenhang mit Pensionsleistungen werden für 2015 Zahlungen in Höhe von 981 TEUR (in 2013 für 2014: 813 TEUR) erwartet.

Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

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in TEUR 2014 2013
Vermögenswerte zum 1.1. 2.178 2.315
Erwartete Erträge des Planvermögens 78 -35
Laufende Beiträge durch die Arbeitgeber 17 17
Pensionszahlungen -145 -145
Saldierungen/Sonstiges 169 26
Vermögenswerte zum 31.12. 2.297 2.178

Darüber hinaus sind in der Bilanz weitere Erstattungsforderungen in Höhe von 1.140 TEUR (Vorjahr: 721 TEUR) bilanziert. Es gibt keine Vermögenswerte, die nicht angesetzt wurden (Vorjahr: 75 TEUR).

[29] SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

In den sonstigen Rückstellungen sind Zinsen in Höhe von 79 TEUR berücksichtigt worden (Vorjahr: 160 TEUR).

Rückstellungen 2014 (in TEUR)

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Anfangsbestand 1.1.2014 Veränderung Konsolidierungskreis Verbrauch Auflösung Zuführung/ Neubildung Währungsdifferenz
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 23.345 3.012 -15.936 -3.513 17.614 95
Kosten der Belegschaft 16.487 560 -12.600 -360 12.767 58
Übrige Rückstellungen 12.931 439 -7.635 -1.571 7.831 52
Summe 52.763 4.011 -36.171 -5.444 38.212 205

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Endbestand 31.12.2014
Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung 24.617
Kosten der Belegschaft 16.912
Übrige Rückstellungen 12.047
Summe 53.576

Die Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[30] FINANZSCHULDEN

Die folgenden Tabellen enthalten Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten:

ANGABEN ZU VERTRAGLICHEN TILGUNGSVEREINBARUNGEN/RESTLAUFZEITEN (in TEUR)

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31.12.2014 Buchwert Berichtsperiode Rückzahlungsverpflichtung
1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 375.238 90.865 237.547 46.826
in Schweizer Franken 6.064 1.949 4.115 0
in übrigen Währungen 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 11.013 2.013 8.917 83
Schuldscheindarlehen 70.000 0 31.675 38.325
Summe Finanzschulden 462.315 94.827 282.254 85.234
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 193.863 5.841 82.291 105.731

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31.12.2013 Buchwert Berichtsperiode Rückzahlungsverpflichtung
1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
in Konzernwährung Euro 358.011 84.784 230.782 42.445
in Schweizer Franken 3.543 2.933 367 243
in übrigen Währungen 542 201 247 94
Finanzierungsleasing 12.584 1.993 6.971 3.620
ABS-Finanzierung 24.849 24.849 0 0
Schuldscheindarlehen 24.000 4.000 6.675 13.325
Summe Finanzschulden 423.529 118.760 245.042 59.727
Derivate/Zinsswaps Nennwerte 249.510 55.647 154.381 39.482

[31] SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 31.12.2014 kurzfristig langfristig 31.12.2013 kurzfristig langfristig
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 55.585 10.003 45.582 25.706 8.257 17.449
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 12.996 12.996 0 12.662 12.645 17
Derivative Finanzinstrumente 7.746 7.746 0 6.452 6.452 0
Erhaltene Anzahlungen 5.758 5.741 17 15.156 15.156 0
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 24.505 24.505 0 6.827 6.827 0
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 5.702 5.702 0 7.116 7.116 0
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 3.440 2.774 666 2.418 1.725 693
Investitionszuschüsse 3.239 0 3.239 2.597 0 2.597
Kundengutschriften 5.833 5.833 0 4.259 4.259 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 2.876 2.536 340 7.870 7.250 620
Summe 127.680 77.836 49.844 91.063 69.687 21.376

Die Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter beinhalten mit 45.626 TEUR (Vorjahr: 19.025 TEUR) Abfindungsansprüche bzw. bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

Sonstige Angaben

[32] INFORMATIONEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für den Neuerwerb von Beteiligungen wurden folgende Kaufpreise gezahlt:

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in TEUR 2014 2013
Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen -56.289 -56.316
zzgl. übernommene Finanzschulden -3.624 -2.844
abzgl. erworbene Finanzmittel 28.497 9.955
Nettokaufpreis -31.416 -49.205

Die liquiden Mittel enthalten Konten mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 473 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 4.033 TEUR (Vorjahr: -446 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

[33] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (in TEUR)

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Bau-/ Infrastruktur Fahrzeugtechnik Maschinen und Anlagenbau Medizin-und Gesundheitstechnik Metalltechnik Summe Segmente
2014
Umsatzerlöse mit externen Dritten 225.113 351.729 221.245 114.411 342.909 1.255.407
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 9.969 40.997 42.097 5.562 32.544 131.169
Umsatzerlöse 235.082 392.726 263.342 119.973 375.453 1.386.576
Segmentergebnis (EBIT) 32.973 24.250 26.412 18.839 31.433 133.907
Ergebnis aus Equity-Bewertung 495 769 119 0 0 1.383
Abschreibungen -5.935 -19.950 -6.359 -3.479 -11.578 -47.301
davon planmäßig -5.935 -18.250 -5.757 -3.479 -11.578 -44.999
davon außerplanmäßig 0 -1.700 -602 0 0 -2.302
Zuschreibungen 0 1.080 0 51 396 1.527
Segment-EBUDA 38.908 43.120 32.771 22.267 42.615 179.681
Investitionen 11.000 27.590 16.868 23.776 17.588 96.822
davon Unternehmenserwerbe 0 175 10.258 20.325 658 31.416
31.12.2014
At-Equity-bewertete Anteile 2.215 3.663 1.155 0 0 7.033
Geschäfts- und Firmenwert 101.601 71.284 110.342 55.565 29.447 368.239

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Überleitung Konzernabschluss
2014
Umsatzerlöse mit externen Dritten 316 1.255.723
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -131.169 0
Umsatzerlöse -130.853 1.255.723
Segmentergebnis (EBIT) -6.721 127.186
Ergebnis aus Equity-Bewertung 0 1.383
Abschreibungen -669 -47.970
davon planmäßig -669 -45.668
davon außerplanmäßig 0 -2.302
Zuschreibungen 0 1.527
Segment-EBUDA -6.052 173.629
Investitionen 334 97.156
davon Unternehmenserwerbe 0 31.416
31.12.2014
At-Equity-bewertete Anteile 0 7.033
Geschäfts- und Firmenwert 0 368.239

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Bau-/ Infrastruktur Fahrzeugtechnik Maschinen und Anlagenbau Medizin- und Gesundheitstechnik Metalltechnik Summe Segmente
2013*
Umsatzerlöse mit externen Dritten 224.198 349.513 197.770 95.771 319.251 1.186.503
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 9.222 38.312 30.260 3.462 33.950 115.206
Umsatzerlöse 233.420 387.825 228.030 99.233 353.201 1.301.709
Segmentergebnis (EBIT) 30.626 26.991 24.186 16.219 27.622 125.644
Ergebnis aus at-Equlty-Bewertung 188 346 -407 0 0 127
Abschreibungen -5.468 -18.198 -5.690 -2.492 -11.212 -43.060
davon planmäßig -5.468 -18.198 -4.542 -2.492 -11.212 -41.912
davon außerplanmäßig 0 0 -1.148 0 0 -1.148
Zuschreibungen 0 3.500 0 0 0 3.500
Segment-EBITDA 36.094 41.689 29.876 18.711 38.834 165.204
Investitionen 15.340 24.437 46.485 3.591 10.659 100.512
davon Unternehmenserwerbe 0 7.670 41.535 0 0 49.205
31.12.2013
At-Equity-bewertete Anteile 1.762 2.894 1.082 0 0 5.738
Geschäfts- und Firmenwert 101.481 72.550 84.643 43.485 29.447 331.606

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Überleitung Konzernabschluss
2013*
Umsatzerlöse mit externen Dritten 282 1.186.785
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -115.206 0
Umsatzerlöse -114.924 1.186.785
Segmentergebnis (EBIT) -7.059 118.585
Ergebnis aus at-Equlty-Bewertung 0 127
Abschreibungen -625 -43.685
davon planmäßig -625 -42.537
davon außerplanmäßig 0 -1.148
Zuschreibungen 0 3.500
Segment-EBITDA -6.434 158.770
Investitionen 383 100.895
davon Unternehmenserwerbe 0 49.205
31.12.2013
At-Equity-bewertete Anteile 0 5.738
Geschäfts- und Firmenwert 0 331.606

* Vorjahreszahlen angepasst.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (in TEUR)

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2014 2013*
Segmentergebnis (EBIT) 133.907 125.644
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -5.506 -5.899
Konsolidierungen -1.215 -1.160
Zinsergebnis -26.481 -19.889
Ergebnis vor Steuern 100.705 98.696

* Vorjahreswerte angepasst

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik). Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

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in TEUR Konzern Inland EU Drittland
2014
Umsatzerlöse mit externen Dritten 1.255.723 655.197 263.355 337.171
31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 732.250 644.368 17.767 70.115
2013
Umsatzerlöse mit externen Dritten* 1.186.785 611.192 251.671 323.922
31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente 644.025 561.751 15.375 66.899

* Vorjahreszahlen angepasst

[34] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

FINANZINSTRUMENTE 31.12.2014 (in TEUR)

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in TEUR Bilanzansatz Nicht im Anwen- dungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 davon zum beizulegenden Zeitwert bewertet davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Buchwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 10.526 10.526 10.526 11.928
Liquide Mittel 116.491 116.491 116.491 116.491
Forderungen 162.091 11.649 150.442 150.442 150.442
Sonstige Vermögenswerte 13.967 890 13.077 586 12.491 12.491
Finanzinstrumente: Aktiva 303.075 12.539 290.536 586 289.950 291.352
Finanzschulden 462.316 462.316 462.316 474.390
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.942 47.942 47.942 47.942
Sonstige Verbindlichkeiten 127.679 34.785 92.894 44.557 48.337 48.337
Finanzinstrumente: Passiva 637.937 34.785 603.152 44.557 558.595 570.670

FINANZINSTRUMENTE 31.12.2013 (in TEUR)*

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in TEUR Bilanzansatz Nicht im Anwen- dungsbereich des IFRS 7 Finanzinstrumente IFRS 7 davon zum beizulegenden Zeitwert bewertet davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Buchwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzanlagen 8.843 8.843 8.843 9.617
Liquide Mittel 115.921 115.921 115.921 115.921
Forderungen 156.218 11.048 145.170 145.170 145.170
Sonstige Vermögenswerte 14.951 2.156 12.795 12.795 12.795
Finanzinstrumente: Aktiva 295.933 13.204 282.729 0 282.729 283.503
Finanzschulden 423.529 423.529 423.529 410.383
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.543 45.543 45.543 45.543
Sonstige Verbindlichkeiten 91.063 18.194 72.869 24.546 48.323 48.323
Finanzinstrumente: Passiva 560.135 18.194 541.941 24.546 517.395 504.249

* Vorjahreswerte angepasst

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (in TEUR)

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Buchwerte Nettogewinne / -Verluste
31.12.2014 31.12.2013* 2014 2013
--- --- --- --- ---
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
zu Handelszwecken 586 0 586 -199
Designiertes Instrument 0 0 0 0
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 0 0 0 0
Kredite und Forderungen 288.075 282.040 2.662 -3.910
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 1.875 689 125 128
Finanzinstrumente: Aktiva 290.536 282.729 3.373 -3.981
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
zu Handelszwecken 53.372 25.888 -1.294 4.829
Designiertes Instrument
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 549.779 535.489 948 -644
Finanzinstrumente: Passiva 603.152 561.377 -346 4.185

* Vorjahreswerte angepasst

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen in Höhe von 444 TEUR (Vorjahr: 1.891 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Beitrag dieser Finanzbeteiligungen zum Konzern-Ergebnis.

Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zins-, Währungs- und Rohstoffsicherungen, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betragen -17.213 TEUR (Vorjahr: -20.699 TEUR).

ART UND AUSMAß VON RISIKEN, DIE SICH AUS FINANZINSTRUMENTEN ERGEBEN

Grundsätze des finanziellen Risikomanagements

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG liegt die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer. Auf Basis der lokalen Risikoeinschätzung und der Investitions- und Finanzpläne der jeweiligen Beteiligung ermittelt und überwacht die Holding den gesamten Finanzbedarf. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente; letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Risikomanagement und Finanzderivate

Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Zu weiteren Details wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Liquiditätsrisiko

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zwischen der INDUS Holding AG und den Beteiligungen. Die INDUS-Gruppe verfügt über ausreichende liquide Mittel, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellen (2014: 116.491 TEUR, Vorjahr: 115.921 TEUR). Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 24.713 TEUR (Vorjahr: 28.806 TEUR).

Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Chancen jederzeit wahrgenommen werden. Die langfristig und in Tranchen angelegte Finanzierung mit revolvierender Neufinanzierung begrenzt das Finanzierungsrisiko.

Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:

ZAHLUNGSMITTELABFLUSS (in TEUR)

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31.12.2014 31.12.2013
1 Jahr üben bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 Jahr üben bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 3.396 5.360 396 3.839 5.653 509
Summe Derivative Finanzinstrumente 3.396 5.360 396 3.839 5.653 509
Finanzschulden 103.053 306.276 86.273 130.735 271.188 64.048
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.943 0 0 45.543 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 81.075 46.514 90 54.531 18.878 0
Summe Finanzinstrumente 232.071 352.790 86.363 230.809 290.066 64.048

Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Im Vorjahr enthalten sie auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen. Die summierten Zahlungsströme von Finanzschulden und Zinsderivaten ergeben den Zahlungsstrom von entsprechenden Festzinskrediten.

Ausfallrisiko

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe deren positiver Marktwerte.

Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen resultiert aus der oligopolistischen Struktur der Kunden im Segment Fahrzeugtechnik. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen existieren 7 Kunden (Vorjahr: 15) mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. Das entspricht einem Anteil von ca. 20 % an den Offenen Posten im Konzernabschluss (Vorjahr: 30 %). Der Umsatzanteil der TOP-10-Kunden betrug ca. 28 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 26 %).

Weiterhin bestehen Forderungen gegen Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten am Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

FORDERUNGEN AN KUNDEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN (in TEUR)

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2014 2013
Buchwert Bilanz* 150.442 145.170
+ darin enthaltene Wertberichtigungen 6.100 6.762
\= Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigungen 156.542 151.932
davon zum Abschlussstichtag
weder einzelwertgemindert noch überfällig 110.574 115.044
nicht einzelwertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig
weniger als 3 Monate 30.247 27.945
zwischen 3 und 6 Monaten 2.705 1.968
zwischen 6 und 9 Monaten 258 220
zwischen 9 und 12 Monaten 811 923
mehr als 12 Monate 833 1.695

* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS11

Zinsrisiko

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität der Gruppe. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Änderungen der Zinssätze könnten Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten beeinflussen. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.

Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssensitivität bei einer parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte (BP):

SENSITIVITÄTSANALYSE MARKTWERTRISIKO (in TEUR)

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31.12.2014 31.12.2013
+ 100 BP -100 BP + 100 BP -100 BP
--- --- --- --- ---
Marktwerte Derivate 4.285 -4.504 4.686 -3.761
davon Eigenkapital/Hedges 4.210 -4.427 287 -12
davon GuV-Zinsaufwand 75 -77 4.399 -3.749
Marktwerte Kredite 9.708 -10.274 8.043 -4.628
Summe Marktwerte 13.993 -14.778 12.729 -8.389

Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden sich Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren. Wechselkursbedingte Risiken aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Da Währungssicherungen nicht formal als Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf die Rücklagen für Marktbewertungen von Finanzinstrumenten.

Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % höher lägen, würde sich das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um -2.063 TEUR verändern (Vorjahr: - 1.409 TEUR). Haupteinfluss sind die Netto-Forderungen in US-Dollar und Schweizer Franken (Vorjahr: US-Dollar).

BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Sicherungsmaßnahmen

Zu den Abschlussstichtagen liegen ausschließlich USD-Währungssicherungen mit einem Nominalvolumen von 12.670 TEUR (Vorjahr: 6.236 TEUR) vor. Diese Sicherungskontrakte weisen einen Marktwert von 381 TEUR (Vorjahr: - 89 TEUR) auf.

Rohstoffsicherungen liegen zum Stichtag nicht vor. (Vorjahr: Nominalvolumen: 528 TEUR; Marktwert 42 TEUR)

Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 193.863 TEUR (Vorjahr: 249.510 TEUR). Die Marktwerte betragen - 7.746 TEUR (Vorjahr: - 7.642 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu den Finanzschulden.

[35] GESTELLTE SICHERHEITEN

Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

VERPFÄNDETE VERMÖGENSWERTE (in TEUR)

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2014 2013
Grundschulden 23.108 28.360
Sicherungsübereignung 2.684 24.849
Sonstige Sicherungen 232 1.587
Summe Sicherungen 26.024 54.796

Die Sicherungsübereignungen des Vorjahres betreffen die in 2014 beendete ABS-Finanzierung.

[ 36] EVENTUALSCHULDEN

Verpflichtungen aus Bürgschaften existieren in Höhe von 49.644 TEUR (Vorjahr: 15.773 TEUR). Dabei handelt es sich einerseits um Außenverpflichtungen der INDUS Holding AG in Höhe von 19.083 TEUR (Vorjahr: 15.773 TEUR), die diese im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Beteiligungen übernommen hat. Desweiteren bestehen Bürgschaften aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 30.561 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Unternehmenserwerb MBN. Eine Inanspruchnahme der Bürgschaften durch die Begünstigten ist aus aktueller Sicht sehr unwahrscheinlich.

[37] SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

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in TEUR 2014 2013
Bis 1 Jahr 15.494 19.023
Zwischen 1 und 5 Jahren 30.855 32.681
Über 5 Jahre 26.173 25.576
Summe 72.522 77.280

Die Operating-Leasing-Zahlungen des aktuellen Jahres betrugen 15.480 TEUR (Vorjahr: 18.655 TEUR).

Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 3.131 TEUR (Vorjahr: 11.054 TEUR), davon für Sachanlagen 3.127 TEUR (Vorjahr: 11.047 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 4 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindizes beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.

Zukünftig fällige Zahlungen aus Finanzierungsleasing zeigt die folgende Übersicht:

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in TEUR Bis 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre Summe
2014
Leasingzahlungen 2.388 9.670 85 12.143
Zinsanteil 376 753 1 1.130
Buchwert/Barwert 2.012 8.917 84 11.013
2013
Leasingzahlungen 2.392 7.859 3.720 13.971
Zinsanteil 399 888 100 1.387
Buchwert/Barwert 1.993 6.971 3.620 12.584

Bei den Vermögenswerten handelt es sich um Immobilien mit einem Restbuchwert von 15.378 TEUR (Vorjahr: 15.083 TEUR) und weiteres Sachanlagevermögen in Höhe von 2.020 TEUR (Vorjahr: 2.512 TEUR). Für die entsprechenden Vermögenswerte bestehen in der Regel günstige Kaufoptionen, die nach heutigem Kenntnisstand auch ausgeübt werden. Die Kaufpreise sind fixiert, Preisanpassungsklauseln existieren nicht. Die den Verträgen zugrunde liegenden Zinssätze liegen zwischen 2,5 % und 7,5 % (Vorjahr: 2,5 % und 7,5 %). Es existieren weder Eventualmietzahlungen noch Mietzahlungen aus Untermietverhältnissen.

[38] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

MITGLIEDER DES MANAGEMENTS IN SCHLÜSSELPOSITIONEN UND NAHESTEHENDE PERSONEN

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder in 2014 und 6 Mitglieder in 2013), der Vorstand der INDUS Holding AG (2014: 3 Personen, Vorjahr: 3 Personen) sowie die Geschäftsführer der operativen Einheiten (2014: 100 Personen, Vorjahr: 86 Personen). In 2014 besitzen 15 Geschäftsführer "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 9). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil nicht beherrschender Gesellschafter im Ergebnis nach Steuern enthalten.

Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen beitragsorientierter Versorgungspläne für Mitglieder des Vorstands wurden im aktuellen Geschäftsjahr Beiträge von 0 TEUR geleistet (Vorjahr: 3 TEUR).

ÜBERSICHT VERGÜTUNGEN (in TEUR)

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Aufwand der Periode davon Gehälter davon SAR* davon Abfindung davon Pensionen
2014
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 322 322 0 0 0
Vorstand** 2.151 1.871 280 0 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 17.973 17.271 0 436 266
Familienmitglieder 635 635 0 0 0
Summe 21.081 20.099 280 436 266
2013
Indus Holding AG
Aufsichtsrat 315 315 0 0 0
Vorstand** 2.007 1.727 280 0 0
Tochterunternehmen
Geschäftsführer 13.391 13.379 0 0 12
Familienmitglieder 690 690 0 0 0
Summe 16.403 16.111 280 0 12

* SAR = Stock Appreciation Rights = virtuelle Aktienoptionen

** für den Vorstand sind die gewährten Zuwendungen angegeben

In 2014 waren 18 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 14 Personen).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung der INDUS Holding AG im Juli 2010 neu festgelegt. Sie ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Der Aufsichtsrat tagte in 2014 viermal und in 2013 viermal.

VERGÜTUNG DES VORSTANDES

Durch die Einführung des Vorstandsvergütungsgesetzes im August 2009 sollen von börsennotierten Gesellschaften bei der Festsetzung der Vergütung von Vorständen künftig verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesetzt werden. Hierdurch war die INDUS Holding AG gehalten, die variablen Vergütungsanteile für die Mitglieder des Vorstands neu zu regeln.

Ab dem 1. Januar 2010 besteht das Long-Term-Incentive-Programm als langfristige Anreizwirkung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Stock Appreciation Rights). Als Stock Appreciation Right (SAR) wird die Zusage der INDUS Holding AG bezeichnet, den Berechtigten eine Zahlung zu leisten, deren Höhe sich nach der Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs bei Ausübung der Option bemisst. Der Basispreis der SAR entspricht dem Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel für die Aktie der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Zeitpunkt der Ausgabe der Option. Nach den Optionsbedingungen ist die Zahlung des Wertzuwachses für den Berechtigten nach oben begrenzt (Deckelung). Die SAR können nur ausgeübt werden, wenn der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung, gemessen am Basispreis der Option, um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen ist (Erfolgshürde). Wird die Erfolgshürde nicht überschritten, kommt es zu keiner Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die SAR unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren ab dem Tag der Zuteilung der Tranche. Innerhalb der Sperrfrist ist eine Ausübung nicht möglich.

Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr: 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). Der Bestand der bis zum 31. Dezember 2014 insgesamt gewährten SAR beträgt 437.654 Stück (Vorjahr: 565.133). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.596 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 408 TEUR (Vorjahr: 804 TEUR) enthalten. Der Aufwand aus der Veränderung des Zeitwertes der virtuellen Aktienoptionen entfällt in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) auf ehemalige Vorstandsmitglieder. Im Geschäftsjahr 2014 und 2013 wurden keine Aktienoptionen an ehemalige Vorstandsmitglieder ausgegeben. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit dem Optionspreismodell von Black/Scoles und einer angemessenen Volatilität für INDUS sowie einem risikolosen Zinssatz unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche. Die Optionen besitzen eine Sperrfrist von vier Jahren und eine Ausübungszeit von zwei Jahren.

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändert (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands der INDUS Holding AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2014 sowie das Geschäftsjahr 2013 aus dem festen Grundgehalt (einschließlich steuerpflichtiger geldwerter Vorteile), der ergebnisabhängigen variablen Vergütung (Short-Term-Incentive-Programm) und der aktienorientierten Vergütung in Form von virtuellen Aktienoptionen (Long-Term-Incentive-Programm) zusammen.

Insgesamt sind an die Vorstände 2.151 TEUR (Vorjahr: 2.007 TEUR) gewährt worden. Hiervon entfallen 1.261 TEUR auf die feste Vergütung (Vorjahr: 1.237 TEUR), 610 TEUR auf kurzfristige variable Vergütung (490 TEUR) und 280 TEUR auf die virtuellen Aktienoptionen (Vorjahr: 280 TEUR). Zu den individualisierten Vorstandsvergütungen verweisen wir auf die Ausführungen zum Corporate Governance Kodex innerhalb des Lageberichtes.

SONSTIGE BEZIEHUNGEN

Geschäfte der INDUS-Gruppe mit Personen oder Unternehmen, die die INDUS-Gruppe beherrschen oder von ihr beherrscht werden, müssen angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Nahestehende assoziierte Unternehmen sind die im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften. Die weiteren Kategorien betreffen die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren Familienmitglieder. In beiden Geschäftsjahren lagen keine Geschäftsbeziehungen zu Vorständen sowie deren Familienmitgliedern vor. An Beratungsleistungen von Aufsichtsräten wurden im aktuellen Jahr 0 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) vergütet.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN (in TEUR)

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Umsatz und sonst. betriebl. Erträge Warenbezug Sonstiger Bezug* Offene Posten Gewährte Darlehen
2014
Assoziierte Unternehmen 2.969 320 823 -264 1.820
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 11.117 1.391 885 913 0
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 653 0 2.408
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.361 0 2.130 54 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 15.447 1.711 4.491 703 4.228
2013
Assoziierte Unternehmen 13.344 198 27 5.806 0
Familienmitglieder von Geschäftsführern und Gesellschaftern 12.451 11 258 295 286
Nicht beherrschende Gesellschafter 107 0 949 22 0
Geschäftsführer von Beteiligungen 1.964 2.525 0 75 0
Summe nahestehende Unternehmen und Personen 27.866 2.734 1.234 6.198 286

* Zinsen, Mieten, Beratungsleistungen

Offene Posten in Höhe von 23 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR) wurden wertberichtigt.

[39] MITARBEITER

MITARBEITER IM DURCHSCHNITT DES GESCHÄFTSJAHRES

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2014 2013
Mitarbeiter nach Regionen
Deutschland 5.867 5.618
Europa (EU & Schweiz) 752 712
Übrige Welt 967 929
Gesamt 7.586 7.259
Mitarbeiter nach Segmenten
Bau/Infrastruktur 1.104 1.074
Fahrzeugtechnik 3.160 3.163
Maschinen- und Anlagenbau 1.151 1.030
Medizin- und Gesundheitstechnik 825 697
Metalltechnik 1.323 1.275
Übrige 23 20
Gesamt 7.586 7.259

[40] KOSTEN DER JAHRESABSCHLUSS- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Das Honorar des Prüfers des Konzernabschlusses, Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft betrug für die Abschlussprüfungen 190 TEUR (Vorjahr: 190 TEUR) und für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 5 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR).

[41] DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2014 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

[42] INANSPRUCHNAHME DER ERLEICHTERUNGEN NACH § 264 ABS. 3 BZW. § 26kB HGB

In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzernanhangs ist, sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB zum 31. Dezember 2014 in Anspruch nehmen.

[43] EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Der Vorstand hat im Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, den anhaltend defizitären Geschäftsbereich SEMET nicht mehr fortzuführen und die Gesellschaft stillzulegen. Von der Maßnahme sind rund 35 Mitarbeiter betroffen. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

[44] ANTEILSBESITZ

Anteilsbesitzliste zum 31. Dezember 2014

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Firma Sitz Beteiligungsquote

%
A. Verbundene Unternehmen im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert
I. Operative Gesellschaften
1. ASS Maschinenbau GmbH* Overath 100 %
2. ->ASS< End of Arm Tooling, Inc. Plymouth / USA 90 % bei Nr. 1.
3. - KNUR Maschinenbau GmbH Regensburg 75 % bei Nr. 1.
4. Ancotech AG Dielsdorf / Schweiz 100 % bei Nr. 103.
5. Ancotech GmbH Köln 100 % bei Nr. 103.
6. AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG* Mudau 100 %
7. - AURORA İsı Araçları San. ve Tic. Ltd. Şti. Istanbul / Türkei 99 % bei Nr. 6.
8. - Heavac B. V. Nuenen / Niederlande 100 % bei Nr. 6.
9. Aurora North America Llc. Caledonia / USA 76 % bei Nr. 105.
10. Bacher AG Reinach / Schweiz 100 %
11. Betek GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %
12. -Betek Tools Inc. Buford / USA 100 % bei Nr. 11.
13. BETOMAX systems GmbH & Co. KG* Neuss 100 %
14. Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG* Hillesheim 100 %
15. M. Braun Inertgas-Systeme GmbH* Garching b. München 100 %
16. - M.Braun Inertgas Systems (Shanghai) Co.,Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 15.
17. - M. Braun Inc. Stratham / USA 100 % bei Nr. 15.
18. - M. BRAUN UK LTD Mansfield / Großbritannien 100 % bei Nr. 15.
19. - Mecalab - M.Braun AG Wittenbach / Schweiz 100 % bei Nr. 15.
20. Budde Fördertechnik GmbH* Bielefeld 75 %
21. - COMSORT GmbH Kamen 100 % bei Nr. 20.
22. - PROVIS Steuerungstechnik GmbH Delmenhorst 75 % bei Nr. 20.
23. Budde Fördertechnik GmbH* Schmalkalden 75 %
24. eltherm GmbH* Burbach 100 %
25. - eltherm Asia-Pacific Pte. Ltd. Singapur 100 % bei Nr. 24.
26. - eltherm (Shanghai) Co., Ltd Shanghai / China 100 % bei Nr. 25.
27. - eltherm Canada Inc. Toronto / Kanada 100 % bei Nr. 24.
28. - eltherm UK Ltd. Newbury / Großbritannien 75 % bei Nr. 24.
29. eltherm production GmbH* Burbach 100 %
30. Emil Fichthorn, Metallwarenfabrik GmbH & Co KG* Schwelm 100 %
31. FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG* Reichshof-Hahn 100 %
32. - B & F Formulier- und Abfüll GmbH & Co. KG* Drolshagen 100 % bei Nr. 31.
33. - EVT Dichtstoffe GmbH Stuttgart 85,25 % bei Nr. 31.
34. GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG* Vlotho 100 %
35. - Buschjost Magnetventile GmbH & Co. KG* Vlotho 90 % bei Nr. 34.
36. GVV Grevener Vermietungs- und Verpachtungs-GmbH & Co. KG* Bergisch Gladbach 100 %
37. - ISC IT Service & Consulting GmbH Bergisch Gladbach 100 % bei Nr. 36.
38. HAKAMA AG Bättwil / Schweiz 100 %
39. HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG* Hermaringen 100 %
40. Horn GmbH & Co. KG* Flensburg 100 %
41. - PNEUMATIC COMPONENTS LIMITED Sheffield / Großbritannien 100 % bei Nr. 40.
42. - PCL Air technology (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 40.
43. - PCL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai / China 100 % bei Nr. 40.
44. imeco GmbH & Co. KG* Hösbach 100 %
45. - IMAKON Sp. Z.o.o. Luban / Polen 100 % bei Nr. 44.
46. IPETRONIK GmbH & Co. KG* Baden-Baden 100 %
47. - IPETRONIK Eichstätt GmbH Eichstätt 100 % bei Nr. 46.
48. - Ipetronik Inc. Farmington Hills / USA 100 % bei Nr. 46.
49. - Savvy Telematic Systems AG Schaffhausen / Schweiz 60 % bei Nr. 46.
50. Kieback GmbH & Co. KG* Osnabrück 100 %
51. - KSG Service, Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH Osnabrück 50 %/50 % bei Nr. 50./73.
52. Anneliese Köster GmbH & Co. KG* Ennepetal 100 %
53. - Köster & Co. GmbH* Ennepetal 100 % bei Nr. 52.
54. - Köster CZ s.r.o. Žacléř / Tschechien 100 % bei Nr. 53.
55. - Keramos Žacléř s.r.o. Žacléř / Tschechien 99 % bei Nr. 53.
56. M.B.N. - Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH* Ebersbach-Neugersdorf 75 % bei Nr. 100.
57. MEWESTA Hydraulik GmbH & Co.KG* Münsingen 100 %
58. MIGUA 1. Beteiligungsgesellschaft mbH* Wülfrath 100 %
59. - MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG* Wülfrath 100 % bei Nr. 58.
60. Mikrop AG Wittenbach / Schweiz 100 %
61. - Mikrotec Optika d.o.o. Kać / Serbien 100 % bei Nr. 60.
62. Nisterhammer Maschinenbau GmbH & Co. KG* Nister 100 %
63. OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG* Oelde 100 %
64. - OBUK Slovakia s.r.o. Malacky / Slowakei 100 % bei Nr. 63.
65. Ofa Bamberg GmbH* Bamberg 100 %
66. planetroll GmbH & Co. KG* Munderkingen 100 %
67. REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik* Lage 100 %
68. Rolko Kohlgrüber GmbH* Borgholzhausen 75 %
69. - Rolko Nederland bv Houten / Niederlande 55 % bei Nr. 68.
70. - Rolko Scandinavia ApS Silkeborg / Dänemark 100 % bei Nr. 68.
71. - Rolko Xiamen Wheels & Components Ltd. Xiamen / China 70 % bei Nr. 68.
72. Helmut Rübsamen GmbH & Co. KG, MetalldrückereiUmformtechnik* Bad Marienberg 90%
73. Konrad Schäfer GmbH* Osnabrück 100 %
74. - D.M.S. GmbH Design Modell-Studien Reichertshofen 70 % bei Nr. 73.
75. - KS Pollmann GmbH Gaimersheim 100 % bei Nr. 73.
76. - Schäfer Modell- und Formenbau GmbH & Co KG* Mühlhausen 100 % bei Nr. 73.
77. Schuster Klima Lüftung GmbH & Co. KG* Friedberg 100 %
78. Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG* Driedorf 85 %
79. - Selzer Automotiva do Brasil Ltda Vinhedo / Brasilien 100 % bei Nr. 78.
80. - Selzer Systemtechnik GmbH* Driedorf 100 % bei Nr. 78.
81. Semet Maschinenbau GmbH & Co. Kommanditgesellschaft* Brackenheim 100 %
82. - RI MAC Maschinen & Anlagen GmbH Mauer 100 % bei Nr. 81.
83. Karl Simon GmbH & Co. KG* Aichhalden 100 %
84. - Siku GmbH Rickenbach / Schweiz 100 % bei Nr. 83.
85. Sitek-Spikes GmbH & Co.KG* Aichhalden 100 %
86. S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG* Backnang 100 %
87. - SDI Service Design Innovation GmbH Brackenheim 100 % bei Nr. 86.
88. - SMA ENGINEERING SOUTH AFRICA East London / Südafrika 100 % bei Nr. 86.
89. Turmbau Steffens & Nölle GmbH* Berlin 100 %
90. VULKAN INOX GmbH* Hattingen 100 %
91. - Vulkan Harex Steelfiber (North America) Inc. Brantford, Ontario / Kanada 100 % bei Nr. 90.
92. Weigand Bau GmbH* Bad Königshofen i. Grabfelc 80 %
93. Weinisch GmbH & Co. KG* Oberviechtach 100 %
94. Wiesauplast Deutschland GmbH & Co. KG* Wiesau 100 % bei Nr. 138.
95. Wiesauplast de México S.de R.L. de C.V. San José Iturbide / Mexiko 100 % bei Nr. 138.
96. Wiesauplast Servicios S. de R.L. de C.V. San José Iturbide / Mexiko 100 % bei Nr. 138.
97. MI D-TRON IC Wiesauplast GmbH Wiesau 90 % bei Nr. 138.
II. Komplementär GmbH's und andere nicht operative Gesellschaften
98. INDUS Alpha GmbH Bergisch Gladbach 100 %
99. INDUS Beta GmbH Bergisch Gladbach 100 %
100. INDUS Epsilon GmbH & Co. KG Bergisch Gladbach 100 %
101. INDUS Epsilon Verwaltungs GmbH Bergisch Gladbach 100 % bei Nr. 100.
102. INDUS Gamma GmbH Bergisch Gladbach 100 %
103. Ancotech Holding KG Köln 100 %
104. - ancotech Verwaltungs GmbH Köln 100 % bei Nr. 103.
105. Aurora North America Holding Inc. Delaware / USA 100 % bei Nr. 6.
106. AURORA Verwaltungs-GmbH Mudau 100 % bei Nr. 6.
107. Betek Verwaltungs-GmbH Aichhalden 100 % bei Nr. 11.
108. BETOMAX Komplementär GmbH Neuss 100 % bei Nr. 13.
109. Bilstein & Siekermann Verwaltungsgesellschaft mbH Hillesheim 100 % bei Nr. 14.
110. Emil Fichthorn Verwaltungs GmbH Schwelm 100 % bei Nr. 30.
111. FS Verwaltungs GmbH Reichshof-Hahn 100 % bei Nr. 31.
112. B & F Verwaltungs GmbH Drolshagen 100 % bei Nr. 32.
113. GSR Ventiltechnik Verwaltungs-GmbH Vlotho 100 % bei Nr. 34.
114. Buschjost Magnetventile Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Vlotho 100 % bei Nr. 34.
115. GVV Verwaltungs-GmbH Bergisch Gladbach 100 % bei Nr. 36.
116. Hauff Verwaltungs GmbH Hermaringen 100 % bei Nr. 39.
117. Horn Verwaltungs GmbH Flensburg 100 % bei Nr. 40.
118. imeco Besitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hösbach 100 % bei Nr. 44.
119. IPETRONIK Verwaltungs GmbH Baden-Baden 100 % bei Nr. 46.
120. Kieback Verwaltungsgesellschaft mbH Osnabrück 100 % bei Nr. 50.
121. Anneliese Köster Verwaltungs GmbH Ennepetal 100 % bei Nr. 52.
122. MEWESTA Hydraulik Verwaltungs GmbH Münsingen 100 % bei Nr. 57.
123. MIGUA Verwaltungsgesellschaft mbH Wülfrath 100 % bei Nr. 59.
124. Nisterhammer Maschinenbau Verwaltungs GmbH Nister 100 % bei Nr. 62.
125. OBUK Beteiligungsgesellschaft mbH Oelde 100 % bei Nr. 63.
126. planetroll Verwaltungs GmbH Munderkingen 100 % bei Nr. 66.
127. REMKO Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Lage 100 % bei Nr. 67.
128. Helmut Rübsamen Verwaltungs GmbH Schäfer Modell- und Formenbau Verwaltungs- und Bad Marienberg 100 % bei Nr. 72.
129. Beteiligungsgesellschaft mbH Mühlhausen 100 % bei Nr. 76.
130. Schuster Verwaltungs GmbH Friedberg 100 % bei Nr. 77.
131. Selzer Verwaltungsgesellschaft mbH Driedorf 100 % bei Nr. 78.
132. Semet Maschinenbau Verwaltungs-GmbH Brackenheim 100 % bei Nr. 81.
133. Simon Beteiligungsgesellschaft mbH Aichhalden 100 % bei Nr. 83.
134. Sitek-Spikes Beteiligungs-GmbH Aichhalden 100 % bei Nr. 85.
135. S.M.A. Metalltechnikverwaltungs GmbH Backnang 100 % bei Nr. 86.
136. Weinisch Verwaltungsgesellschaft mbH Oberviechtach 100 % bei Nr. 93.
137. Wiesauplast Deutschland Verwaltungs GmbH Wiesau 100 % bei Nr. 94.
138. Wiesauplast GmbH & Co. KG Wiesau 100 %
139. Wiesauplast Verwaltungs GmbH Wiesau 100 % bei Nr. 138.
B. Assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach IAS 28 bilanziert
140. Betomax Polska S.A. Kónskie / Polen 27 % bei Nr. 13.
141. Tecalemit Inc. Houston / USA 50 % bei Nr. 40.
142. TKI Automotive GmbH Gaimersheim 49 % bei Nr. 47.
143. Wiesauplast PMC de México S.de R.L. Mexico 45 % bei Nr. 95.
C. Sonstige Beteiligungen
I. im Konzernabschluss nach IFRS 10 konsolidiert
144. Akor Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Wiesbaden 94 % bei Nr. 83.
145. Farlos Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94 % bei Nr. 65.
146. MESIL Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG* Pullach i. Isartal 94 % bei Nr. 36.
II. im Konzernabschluss nach IAS 39 bilanziert
147. Betomax Austria GmbH Linz / Österreich 100 % bei Nr. 13.
148. M. Braun Inertgas-Systems Korea Ltd. Seoul / Südkorea 100 % bei Nr. 15.
149. eltherm North Africa SARL AU Casablanca / Marokko 100 % bei Nr. 24.
150. eltherm South Africa (Pty) Ltd. Foreshore / Südafrika 70 % bei Nr. 24.
151. KAC Automotive Parts (Taicang) Co., Ltd. Taicang /China 100% bei Nr. 50.
152. OOO Köster RUS Moskau / Russland 100 % bei Nr. 53.
153. Mapotrix Dehnfugen GmbH & Co. KG Schwarzenbek 10 % bei Nr. 59.
154. MBN Automotive INC Montgomery / USA 100 % bei Nr. 56.
155. MBN Mechanical Manufacturing Co. Ltd. Changchun / China 100 % bei Nr. 56.
156. PCL-SUMO Air Technology Pvt Ltd. Mumbai / Indien 50 % bei Nr. 40.
157. Polartherm Group Oy Luvia / Finnland 18 % bei Nr. 67.
158. TRIBO Hartstoff GmbH Barchfeld-Immelborn 13 % bei Nr. 11.

* Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

** Landeswährung umgerechnet zum Stichtagskurs 31.12.2014 bzw. Periodendurchschnittskurs 2014 beim Jahresergebnis

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des KonzernAnhang ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

[45] ORGANE

AUFSICHTSRAT DER INDUS HOLDING AG

Helmut Späth, Kaufmann (Dipl.-Kfm.), Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München

Vorsitzender (seit 11. Juni 2014)

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Bayerische Beamtenkasse AG, München
Saarland Feuerversicherung AG, Saarbrücken
Saarland Lebensversicherung AG, Saarbrücken
Landesbank Berlin AG, Berlin
DIC Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA, Frankfurt am Main (bis 30. Juni 2014)
ifb AG, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Die Bayerische Beamtenkasse AG, die Saarland Feuerversicherung AG und die Saarland Lebensversicherung AG sind Konzerngesellschaften des Konzerns Versicherungskammer Bayern.

Dipl.-Ing. Burkhard Rosenfeld, Ingenieur (Dipl.-Ing.), Bergisch Gladbach

Vorsitzender (bis 11. Juni 2014)

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

MS Schramberg Holding GmbH & Co. KG, Schramberg
Erichsen Beteiligungs GmbH, Hemer

Dr. Jürgen Allerkamp, Volljurist, Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin, Hamburg

Stellvertretender Vorsitzender

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Neue Dorint GmbH, Köln, Vorsitzender des Aufsichtsrates
GAGFAH S.A., Luxemburg, Vice Chairman (bis 31. Dezember 2014)
HSH Nordbank AG (1. Juni 2014 bis 31.Dezember 2014)

Dr. Ralf Bartsch, Volljurist, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe SCHLAU/HAMMER, Porta Westfalica

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Meffert AG, Farbwerke, Bad Kreuznach, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Dr. Dorothee Becker, Diplom-Ökonomin, Sprecherin der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Gebrüder Becker, Wuppertal (seit 11. Juni 2014)

Hans Joachim Selzer, Ingenieur (Dipl.-Wirtschafts-Ing.), Driedorf

Weitere Mandate im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Herborner Pumpenfabrik J.H. Hoffmann GmbH & Co. KG, Herborn

Carl Martin Welcker, Ingenieur (Dipl.-Ing), geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co. KG, Köln

VORSTAND DER INDUS HOLDING AG

Jürgen Abromeit, Georgsmarienhütte

Vorstandsvorsitzender

Weitere Mandate in Beratungsgremien:

Wirtschaftsbeirat NORD/LB, Hannover
Wirtschaftsbeirat Börse Düsseldorf

Dr.-Ing. Johannes Schmidt, Bergisch Gladbach Rudolf Weichert, Erkrath

Bergisch Gladbach, den 15. April 2015

INDUS Holding AG

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Zusammengefasster Lagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

INDUS hält ein Portfolio von 42 Unternehmen aus Schlüsselbranchen des deutschsprachigen Mittelstands. Als Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung erwirbt unsere Gesellschaft überwiegend inhabergeführte Unternehmen und unterstützt sie bei ausschließlich langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung. Durch gezielte Zukäufe neuer Hidden Champions will der Vorstand das Portfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen und weiter entwickeln.

GESCHÄFTSMODELL

AUFSTELLUNG UND ORGANISATIONSSTRUKTUR: INDUS - DIE FÜHRENDE BÖRSENNOTIERTE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MIT FOKUS MITTELSTAND

Die INDUS Holding AG hat sich seit ihrer Gründung 1989 als größter Spezialist für die Übernahme mittelständischer Produktionsunternehmen im deutschsprachigen Europa etabliert. Heute umfasst das Portfolio 42 Unternehmen. Seit 1995 ist die Gesellschaft börsennotiert. Die Aktien werden im Marktsegment mit den höchsten Transparenzanforderungen, dem Prime Standard, gehandelt und sind in den Index SDax einbezogen. Die Beteiligungen sind in fünf Segmenten gebündelt: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Diese Unternehmensbereiche bildeten im Geschäftsjahr 2014 unverändert die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS. Für die Übersicht der zur Gruppe gehörenden Unternehmen wird auf die Anteilsbesitzliste im Anhang verwiesen.1

Unternehmenssitz ist Bergisch Gladbach; die Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Deutschland beziehungsweise in der Schweiz. Zwischen den Unternehmen und INDUS besteht eine klare Aufgabenteilung: Die Tochtergesellschaften entwickeln ihr Geschäft wirtschaftlich eigenständig und die Führungsgesellschaft konzentriert sich auf Kernfunktionen wie Finanzierung, Controlling und Rechnungslegung. Sie stellt zudem über einen regelmäßigen Dialog mit den Geschäftsführungen sicher, dass ihre Interessen als Gesellschafterin gewahrt bleiben. Die strategischen Ziele und Meilensteine entwickeln die Beteiligungen eigenständig im Rahmen der mit der Holding vereinbarten erfolgsorientierten Grundsatzvereinbarungen. Der Vorstand pflegt einen regelmäßigen Austausch mit den Beteiligungen. Details zur Organisation der Leitung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung.2

1 Anteilsbesitz siehe Anhang

2 Erklärung auch unter www.indus.de

GESCHÄFTSFELDER UND WETTBEWERBSPOSITIONEN: DIVERSIFIZIERTE AKTIVITÄTEN

INDUS beteiligt sich ausschließlich an wirtschaftlich gesunden Produktionsunternehmen mit guten Entwicklungsperspektiven für einen langfristigen Zeitraum. Die Unternehmen sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Absatzmärkten aktiv. Der hohe Diversifizierungsgrad des Portfolios ist zentraler Bestandteil der INDUS-Strategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Informationen zu den Unternehmen bzw. zu den Unternehmensbereichen, denen diese zugeordnet werden, sowie Informationen zu den jeweiligen Branchenentwicklungen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und im Segmentbericht. Unter regionalen Gesichtspunkten spielt der inländische Markt für viele Beteiligungsunternehmen immer noch eine wichtige Rolle; die Bedeutung der Auslandsmärkte hat jedoch in den letzten Jahren zugenommen. Rund 48 % ihres Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb Deutschlands. Indirekte Auslandsumsätze sind hierbei nicht erfasst. Im Zuge ihrer Internationalisierung haben viele Beteiligungsunternehmen Auslandsstandorte aufgebaut. Wichtige Produktionsstätten befinden sich in Südafrika, Mexiko, China, Nordamerika und Brasilien.

AKQUISITIONEN: PORTFOLIO 2014 DURCH FÜNF NEUE UNTERNEHMEN VERSTÄRKT

INDUS setzt sich das Ziel, für ihre Eigentümer eine dauerhafte und kontinuierliche Wertsteigerung des Portfolios zu erreichen. INDUS wächst, indem ihre Hidden Champions ihre Entwicklungsstrategien unter Rückgriff auf die Unterstützung der Holding erfolgreich umsetzen. Darüber hinaus akquiriert die Holding gezielt weitere erfolgreiche Unternehmen für das Portfolio, die zum Geschäftsmodell von INDUS und zu den dadurch definierten wirtschaftlichen Kriterien passen.

2014 hat INDUS zwei neue Beteiligungen erworben; hinzu kamen drei Zukäufe durch die Töchter. Insgesamt wurden in der Gruppe dafür rund 5 6 Mio. EUR investiert.

Mit ROLKO wurde im Mai 2014 eine Akquisition im, als solchen definierten, Zielmarkt Medizin-und Gesundheitstechnik getätigt. ROLKO ist ein Spezialist für Rehabilitationszubehör. Zum Lieferprogramm gehören Rollen und Räder für Rollstühle und Rollatoren sowie Zubehör wie etwa Rollstuhlrampen, Schlupfsäcke, höhenverstellbare Schiebegriffe und Kopfstützen. Weiterhin vertreibt ROLKO medizintechnische Produkte wie Aufrichtgriffe und Abweisrollen für Krankenhausbetten. Das Geschäft ist aufgrund der zunehmenden Alterung insbesondere westlicher Gesellschaften und einer parallel damit einhergehenden verbesserten medizinischen Versorgung ein Wachstumsmarkt. ROLKO verfügt über eigene Tochtergesellschaften in Silkeborg (Dänemark) und den Niederlanden (Houten) sowie über eine Fertigungsstätte in Xiamen (China).

Zum Ende des Jahres wurde MBN übernommen, ein Spezialmaschinenbauer aus dem Bereich Automatisierungstechnik; auch dieser ist ein strategischer Zielmarkt für INDUS. Das Unternehmen entwickelt und fertigt in Sachsen automatisierte Anlagen und Maschinen für die Fahrzeugendmontage. Die Kernkompetenz von MBN liegt in der Fahrwerk- bzw. Aggregatemontage, der sogenannten "Hochzeit" (dieser Begriff steht für das Zusammenführen von Fahrwerk und Motor mit der Karosserie) sowie dem Cockpit- und Frontendeinbau. MBN profitiert von dem anhaltenden Trend hin zu immer mehr Modellvarianten und parallel sich verkürzenden Modellzyklen in der Autobranche. Die Automobilwirtschaft ist aufgrund des globalen Wettbewerbs und des anhaltenden Kostendrucks gezwungen, auch in den nächsten Jahrzehnten erhebliche Investitionen in Fertigung und Montage zu tätigen. MBN fertigt Montageanlagen für alle namhaften Automobilhersteller und ist weltweit präsent. In Alabama (USA) und Changchun (China) bestehen Vertriebs- und Servicegesellschaften.

Die weiteren Akquisitionen 2014 bestanden aus strategischen Ergänzungen für INDUS-Töchter: Seit Mai 2014 gehört die schweizerische SAVVY AG, ein Anbieter von Telematik-Lösungen für die Logistikbranche, zur Beteiligung IPETRONIK. Im Juni 2014 erwarb die Beteiligung RÜBSAMEN die TR Metalltechnik GmbH, Eichenstruth, einen Spezialisten für Laser- und Schweißtechnik. Seit September 2014 verstärkt der Anlagenbauer KNUR Maschinenbau GmbH die INDUS-Beteiligung ASS. KNUR arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich der Kunststoffklebetechnik und CFK-Fertigung (carbonfaserverstärkter Kunststoff) und liefert u.a. Maschinen und Anlagen für die Fertigung von Fahrzeugteilen, speziell Kunststoff-Leichtbauteilen und Carbon-Dachkonstruktionen.

RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN: DIVERSIFIKATION SORGT FÜR RISIKOSTREUUNG

Der Erfolg der INDUS-Unternehmen hängt aufgrund der diversifizierten Aktivitäten der Portfoliounternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren ab. Bedingt durch die langfristig steigende Exportquote vieler Tochterunternehmen ist das Wachstumstempo der Weltwirtschaft ein zunehmend relevanter Einflussfaktor. Mit einem Anteil von nahezu 50 % am Umsatz sind die Preise für verschiedenste Ausgangsmaterialien ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Anpassungen der Löhne und Gehälter an die allgemeine Marktentwicklung in den relevanten Branchen und Regionen beeinflussen zudem die Kostenseite.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB: GRUNDKAPITAL, STIMMRECHTE UND ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Das Grundkapital der INDUS Holding AG betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 63.571.323,62 EUR. Es ist eingeteilt in 24.450.509 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Dabei gewährt jede Aktie eine Stimme. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

BETEILIGUNGEN VON MEHR ALS 10 %

Laut der letzten Stimmrechtsmitteilung von November 2011 hält die Versicherungskammer Bayern, Versicherungskammer des öffentlichen Rechts, München, 17,36 % der Stimmrechte an der INDUS Holding AG. Nach Informationen von INDUS hält die Versicherungskammer nach ihrer Beteiligung an der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung zum Stichtag 19,4 % der Aktien.

SONDERRECHTE UND STIMMRECHTSKONTROLLE

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und diese ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN

Die Mitglieder des Vorstands werden nach den gesetzlichen Vorschriften, geregelt in den § § 84, 85 AktG, bestellt und abberufen. Die Satzung enthält hierzu keine Sonderregelungen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder für höchstens fünf Jahre, wobei eine wiederholte Bestellung durch den Aufsichtsrat zulässig ist. Nach Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Der Aufsichtsrat kann nach Punkt 5.2 der Satzung ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands und ein weiteres Mitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden bestellen.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN BEI KONTROLLWECHSEL

Für den Fall, dass sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und das unternehmerische Konzept der Gesellschaft wesentlich verändern (Change of Control), sind die Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres zur außerordentlichen Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, mindestens jedoch die Gesamtvergütung von einem Geschäftsjahr, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile. Erfolgt eine Abberufung des Vorstands innerhalb eines Jahres nach dem Change of Control, ohne dass ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB vorliegt, zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung, die das Vorstandsmitglied bis zum vorgesehenen Beendigungszeitpunkt erhalten hätte, höchstens jedoch die Gesamtvergütung von zwei Geschäftsjahren, einschließlich aller festen und variablen Vergütungsbestandteile und geldwerten Vorteile.

SATZUNGSÄNDERUNGEN

Satzungsänderungen erfolgen gemäß § 179 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung. Grundsätzlich ist für eine Satzungsänderung die Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat ist gemäß Punkt 7.12 der Satzung dazu ermächtigt, Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, vorzunehmen sowie gemäß Punkt 4.5 der Satzung den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals zu ändern.3

3 Satzung siehe unter www.indus.de

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZU AKTIENAUSGABE UND AKTIENRÜCKKAUF

Der Vorstand ist gemäß Punkt 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 31.785.660,51 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich sogenannter gemischter Sacheinlagen) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014) und dabei einem vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnbeteiligung, auch rückwirkend auf ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, soweit über den Gewinn dieses abgelaufenen Geschäftsjahres noch kein Beschluss gefasst wurde, zu bestimmen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

zur Vermeidung von Spitzenbeträgen;
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen neuen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind;
bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs eines Unternehmens, von Unternehmensteilen, einer Beteiligung an einem Unternehmen oder sonstigen wesentlichen Betriebsmitteln; sowie
um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen ein Bezugsrecht in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. Erfüllung dieser Pflichten als Aktionär zustehen würde.

Die Gesamtzahl der unter Ausschluss des Bezugsrechts aufgrund einer dieser Ermächtigungen auszugebenden und ausgegebenen Aktien darf 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht überschreiten; dabei sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrags, festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der jeweiligen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu ändern.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 1. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 30. Juni 2015 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.837.003 Stück, was einem Anteil von 7,5 % der derzeitigen Zahl der Stückaktien und damit einem Anteil von 7,5 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien nicht mehr als 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfallen, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, sowie Aktien, die der Gesellschaft nach §§ 71d Satz 3 und 71e Abs. 1 Satz 1 AktG zugerechnet werden, anzurechnen sind.

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu 11.700.00,04 EUR, eingeteilt in 4.500.000 auf den Inhaber oder, sofern die Satzung der Gesellschaft im Zeitpunkt der Anleihebegebung auch die Ausgabe von Namensaktien zulässt, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2013). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2013 bis zum 23. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung/ Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen.

Zu den Details der Ermächtigungen wird auch auf die Satzung der Gesellschaft, die auf der Website der INDUS Holding AG dauerhaft verfügbar ist, verwiesen.4

4 www.indus.de

ZIELE UND STRATEGIE

ZIEL: WERTSTEIGERUNG DES PORTFOLIOS UND BETEILIGUNG DER AKTIONÄRE AM ERFOLG

INDUS hat sich als börsennotierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand positioniert. Ziel ist es, in der Gruppe eine nachhaltige EBIT-Marge von "10 % plus" zu erwirtschaften. Die erwirtschaftete Rendite bildet die Basis für regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre. Den operativen Erfolg ihrer Unternehmen gibt INDUS regelmäßig über die Auszahlung einer Dividende -der Zielwert liegt bei bis zu 50 % vom Bilanzgewinn - an ihre Eigentümer weiter. Damit bietet die Gesellschaft einem breiten Kreis an Investoren Zugang zur wertstabilen Anlageklasse "Mittelstand".

Das Portfolio soll zudem durch den Kauf weiterer profitabler mittelständischer Industrieunternehmen und durch Unterstützung der unternehmerischen Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen wachsen. Dazu prüft INDUS beständig passende Kaufobjekte. Für das Portfolio interessant sind Unternehmen, die in zukunftsorientierten industriellen Nischenmärkten aktiv und innerhalb ihrer Märkte führend sind. In erster Linie ist INDUS als Ansprechpartner für Nachfolgeregelungen im deutschsprachigen Mittelstand anerkannt. Dieser Fokus bleibt unverändert. In speziellen Fällen können zudem Ausgliederungen aus einem Konzern für INDUS interessante Investitionsmöglichkeiten darstellen, allerdings nur, wenn sich diese Einheit als selbstständiges und nach mittelständischen Prinzipien agierendes Unternehmen am Markt etablieren kann.

Ausgewählt werden Unternehmen, die als erfolgreiche Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell mit wachstumsstarken Produkten verfügen. Dementsprechend schließt INDUS den Erwerb von Start-up-Unternehmen und ein Engagement in Restrukturierungsfällen aus. Gleiches gilt für "reife" Unternehmen, die sich bereits in einer Abschwungphase befinden.

Exit-Strategien spielen bei den Kaufentscheidungen keine Rolle, da das Prinzip "buy and hold" zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie bzw. -philosophie ist. Zu den Geschäftszielen von INDUS gehören aber auch das Erhalten einer stabilen Portfolio-Performance sowie deren permanente Verbesserung durch zukunftsträchtige Investments. Daher ist in Sonderfällen auch eine Trennung denkbar - zum Beispiel, wenn sich die ursprünglichen Rahmen- und Marktbedingungen für ein Portfoliounternehmen gravierend ändern und eine wirtschaftliche Fortführung in der Gruppe nicht mehr sinnvoll wäre.

INVESTITIONSKRITERIEN UND PORTFOLIOZUSAMMENSETZUNG: IDENTIFIZIEREN VON HIDDEN CHAMPIONS

Für INDUS haben Unternehmen eine optimale Größe, wenn sie jährlich einen Umsatz zwischen 20 und 100 Mio. EUR erzielen und dabei eine nachhaltige operative Rendite (EBIT-Marge) von mehr als 10 % erwirtschaften. Vor Erwerb eines Unternehmens analysiert INDUS die jeweilige Branchensituation mit besonderer Aufmerksamkeit. Entscheidend ist die dauerhafte Stabilität des Geschäftsmodells. Innerhalb einer attraktiven Nische sollten sowohl das jeweilige Unternehmen als auch die Branche über langfristiges Wachstumspotenzial verfügen. INDUS verfolgt bei ihren Akquisitionen stets das Ziel, die Mehrheit der Anteile zu übernehmen. Gleichzeitig legt die Gesellschaft Wert auf eine enge Bindung der geschäftsführenden Unternehmer sowie der Führungskräfte über den Kaufzeitpunkt hinaus. Dies soll die Kontinuität sichern. Diese Bindung kann durch entsprechende Beteiligungsmodelle für Geschäftsführer gezielt unterstützt werden.

STRATEGIE: KONTROLLIERTE ENTWICKLUNG DES PORTFOLIOS IM RAHMEN VON "KOMPASS 2020"

Im Rahmen des 2012 vom Vorstand vorgelegten Strategieprogramms "KOMPASS 2020" hat sich INDUS das Ziel gesetzt, das Portfolio wertsteigernd zu entwickeln und auszubauen. Dieser Ausbau hat drei Facetten: Herstellen einer ausgewogenen Portfoliostruktur leistungsfähiger Beteiligungen, Wertsteigerung des Portfolios durch Bereitstellen von Investitionen sowie Wachstum durch gezielte Zukäufe.

Um die Marktpositionen einzelner Tochtergesellschaften zu stärken, unterstützt INDUS bei Bedarf ihre Beteiligungen mit Kapital. Dabei geht die Holding mit dem Selbstverständnis einer Förderbank vor. Das bedeutet, dass die Mittelvergabe von der Plausibilität der durch die Geschäftsführungen vorgelegten Pläne abhängig gemacht wird. INDUS stellt ihre Mittel bevorzugt für folgende Zwecke zur Verfügung: für Zukäufe auf der 2. Ebene (Enkel-Gesellschaften), die grundsätzlich der Expansion oder Geschäftsentwicklung dienen, für Zukäufe oder Investitionen zum Zweck der Internationalisierung, für "Forschung & Entwicklung" zur Festigung der bestehenden Marktposition bzw. Erschließung neuer Ertragsfelder und für klassische Projekt- oder Wachstums/Erweiterungsfinanzierungen (z. B. in Maschinen oder Anlagen). Darüber hinaus fließen Mittel in den Erhalt der Anlagenbasis und für Rationalisierungsinvestitionen.

Ein weiteres Ziel von "KOMPASS 2020" ist das Wachsen durch gezielte Zukäufe für das Portfolio. Daher hat der Vorstand industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen INDUS verstärkt zukaufen wird. Dies sind die Bereiche Infrastruktur/Verkehr/Logistik, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. 2013 wurden mit den Unternehmen BUDDE und ELTHERM zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Logistik sowie Energietechnik erworben. 2014 hat INDUS die Unternehmen ROLKO und MBN akquiriert, zwei Unternehmen aus den Zielbranchen Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Automatisierungstechnik.

STEUERUNGSSYSTEM

UNTERNEHMENSINTERNES STEUERUNGSSYSTEM: OPERATIVE EIGENSTÄNDIGKEIT DER EINZELGESELLSCHAFTEN, HOLDING NIMMT EIGENTÜMERROLLE WAHR

Zur Sicherung des stabilen wirtschaftlichen Fundaments von INDUS legt der Vorstand ein besonderes Augenmerk darauf, im Rahmen seiner Holdingfunktion sowie als Gesellschafter über die wirtschaftliche Entwicklung und Situation in den Unternehmen informiert zu sein. Diese Information holt sich INDUS über verschiedene Berichte zu einzelnen Fragestellungen ein, aber auch über den unmittelbaren Austausch mit den Geschäftsführern der Beteiligungen. Zudem setzt sich die INDUS Holding AG konkrete Ziele bezüglich ihrer künftigen wirtschaftlichen Entwicklung bzw. trifft Einschätzungen zu dieser Entwicklung. Diese Ziele setzt sie sich selbst bzw. diese Einschätzungen trifft sie sowohl aus unternehmerischen Gründen als auch im Rahmen der Kapitalmarkterwartungen/Kapitalmarktpflichten.

Parallel zu den obligatorischen Informationsflüssen im Rahmen der Konsolidierung tauschen sich Vorstand und Geschäftsführungen informell (Informationsgespräche) und mindestens einmal im Jahr formell (Eigentümergespräche) zu den Entwicklungen aus. Aus diesen Informationen aus allen Unternehmen gewinnt die Holding ein Gesamtbild der Erwartungen und Planungen, das sie zum einen für die Planung der erforderlichen Finanzierungsmittel nutzt und zum anderen an ihre Eigen-wie Fremdkapitalgeber kommuniziert. Ausgangspunkt für die unternehmerischen Zielsetzungen der INDUS Holding AG ist somit im Wesentlichen die jährliche Planung der Unternehmen.

Auf der Grundlage der Monatszahlen verfolgt INDUS die Entwicklung der Unternehmen im Vergleich zum jeweiligen Budget. Dabei werden weitere Kennzahlen einbezogen wie Auftragseingang und -bestand sowie Auftragsreichweite und -qualität. Das Controlling-System liefert bei Planabweichungen frühzeitig Hinweise. Darüber hinaus beobachten und analysieren die Geschäftsführer der Beteiligungen ihre jeweiligen Märkte und ihr spezifisches Wettbewerbsumfeld und berichten über wesentliche Veränderungen. Zentrale Kennzahlen für die Führungsgesellschaft sind vor allem Umsatz, EBIT und EBIT-Marge.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

INDUS BETREIBT WISSENSPLATTFORM FÜR INNOVATIONS- UND TECHNOLOGIEMANAGEMENT, TÖCHTER STEUERN F&E-AKTIVITÄTEN EIGENSTÄNDIG

Als Finanzinvestor betreibt INDUS keine eigene Forschung und Entwicklung. Entsprechende Aktivitäten erfolgen direkt in den Unternehmen. Diese Aktivitäten sind derzeit noch im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung bestehender Produktprogramme ausgerichtet. Besonders erfolgreiche Unternehmen zeigen aber, dass die systematische Befassung mit Innovationen und entsprechende Vorleistungen bei der Entwicklung neuer Produkt- und Dienstleistungsangebote nachhaltig überdurchschnittliche Renditen sichern. Daher will INDUS den Ausbau der Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten deutlich fördern, unterstützen und verstärkt finanzieren.

Zusätzlich hat INDUS eine Wissensplattform zum Innovations- und Technologiemanagement aufgebaut. Denn trotz einer großen Projektvielfalt in der Gruppe ergeben sich Querschnittsthemen, die sich innerhalb einzelner Segmente, aber teilweise auch segmentübergreifend ausprägen. Dazu stellt INDUS ihren Beteiligungen ein Informations- und Instrumentenangebot bereit, auf das sie, soweit es nicht kundenspezifische vertragliche Exklusivität berührt, bei Bedarf zugreifen können. Hervorzuheben sind in diesem Kontext Entwicklungsprojekte in den Bereichen Leichtbau, Energie-und Ressourceneffizienz, Elektromobilität sowie im Bereich der Entwicklung innovativer Werkstoffe.

Die ausgewiesenen Aufwendungen im Konzernabschluss der INDUS-Gruppe für F&E-Investitionen lagen 2014 bei 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR).5 Die aktuellen F&E-Investitionen in der Gruppe liegen im Branchendurchschnitt. Für die nächsten Jahre hat der Vorstand sich das Ziel gesetzt, deutlich mehr Mittel für F&E-Aktivitäten bereit zu stellen und es den Unternehmen so zu ermöglichen, nicht nur bestehende Produktprogramme und Leistungen weiterzuentwickeln, sondern auch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Vor diesem Hintergrund erarbeitet INDUS ein F&E-Kennzahlensystem. Es soll die Transparenz erhöhen und F&E-Investitionen zukünftig noch stärker als bisher auf Innovationen und die damit verbundenen Ertragschancen ausrichten.

5 Siehe Konzernhang, Ziffer 9

Ein zunehmender Anteil der Beteiligungsgesellschaften positioniert sich als Systemlieferanten und Entwicklungspartner am Markt. Dies bedingt neben einer höheren Wertschöpfungstiefe auch ein zunehmendes Maß an Forschungs- und Entwicklungskompetenz. Es bestehen sowohl kunden- wie auch lieferantenseitig erfolgreiche Entwicklungspartnerschaften. Außerdem werden in Verbindung mit den Entwicklungsaktivitäten bei den Gesellschaften auch die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen weiter ausgebaut. Schon heute arbeitet ein Teil der Gesellschaften intensiv mit namhaften Einrichtungen zusammen. Die Formen der Zusammenarbeit erstrecken sich von klassischen Kunden-Lieferanten-Beziehungen über die Auftragsforschung bis hin zur Mitarbeit einzelner Gesellschaften in öffentlich geförderten Forschungsvorhaben.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT VERPFLICHTEN SICH DEN PRINZIPIEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX MIT ZWEI BEGRÜNDETEN ABWEICHUNGEN

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der INDUS Holding AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung gemeinsam mit dem Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB - über die Unternehmensführung. Das Handeln von INDUS ist auf nachhaltigen Erfolg ausgerichtet. Vorstand und Aufsichtsrat handeln daher bereits seit Jahren nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat 2014 am Kodex weder Änderungen noch Ergänzungen vorgenommen. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr gemäß § 161 Abs. 1 AktG am 18. Dezember 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung abgegeben. Sie steht auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung.6

Die INDUS Holding AG entspricht bis auf zwei Ausnahmen sämtlichen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und wird diesen auch zukünftig entsprechen.

6 www.indus.de

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG bestellt den Vorstand, berät ihn bei der Leitung des Unternehmens und überwacht dessen Geschäftsführung. Informationen über die Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im vergangenen Jahr sind im Bericht des Aufsichtsrats abgedruckt.7 Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr aus sechs Personen. Der nächste Wahltermin steht zur Hauptversammlung im Jahr 2015 an.

Kein Aufsichtsratsmitglied übte und übt Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern von INDUS aus. Beachtet wird die Empfehlung aus dem Kodex, dass dem Aufsichtsrat nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder angehören sollen; im Aufsichtsrat war bis zum Juni 2014 mit Herrn Burkhard Rosenfeld ein ehemaliges Vorstandsmitglied vertreten. Er schied mit Ablauf der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 aus dem Aufsichtsrat aus.

ARBEITSWEISE UND ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND DER AUSSCHÜSSE

Seitens des Aufsichtsrats der INDUS Holding AG bestehen ein Personal- und ein Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Seine Aufgaben bestehen darin, Vorstandspersonalien, insbesondere die Anstellungsverträge und sonstige Verträge mit Vorstandsmitgliedern zu behandeln. Entscheidungen werden nur dann im Gesamtgremium des Aufsichtsrats getroffen, wenn dies kraft Gesetzes zuständig ist. Dies gilt besonders für die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Struktur der Vergütungen für Vorstandsmitglieder und, seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), auch für die Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Ausschuss hat hierzu Vorschläge zu erarbeiten und dem Gesamtplenum zur Beratung und Beschlussfassung zu unterbreiten.

Sitzungen der Ausschüsse finden regelmäßig als Präsenzsitzungen statt. Außerhalb von Sitzungen sind Beschlussfassungen schriftlich zulässig, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrats dies anordnet. Wie auch im Aufsichtsrat bedürfen Beschlüsse des Ausschusses, soweit gesetzlich nicht anderweitig geregelt, der einfachen Mehrheit. Der Vollzug von Beschlüssen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse obliegt dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

VORSTAND

Der Vorstand der INDUS Holding AG leitet das Unternehmen und führt dessen Geschäfte. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus bestimmt der Vorstand die unternehmerischen Ziele, die Jahres- und Mehrjahresplanung, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Geschäftssegmente. Eine weitere Pflicht des Vorstands liegt in der Aufstellung der Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse für die INDUS Holding AG und die INDUS-Gruppe. Der Vorstand bestand 2014 aus drei Personen. Ihm gehören Jürgen Abromeit (Vorstandsvorsitzender), Dr.-Ing. Johannes Schmidt und Rudolf Weichert an. Die vom Aufsichtsrat getroffene Festlegung zur Altersgrenze für Vorstandsmitglieder, die eine Beendigung des Mandats mit Vollendung des 67. Lebensjahres vorsieht, wurde eingehalten.

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie der Ausschüsse ist in der Rubrik Organe dargestellt. Ausschüsse des Vorstands bestehen nicht. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend insbesondere über sämtliche relevanten Fragen zur Unternehmensplanung, Strategieentwicklung, Ertrags- und Finanzlage sowie Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe erläutert. Entscheidungen, die für den Konzern wesentlich sind, bedürfen nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats.

VERMEIDUNG VON INTERESSENKONFLIKTEN

Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf. Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und Aufsichtsräten wahrgenommen werden, können dem Kapitel "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Konzernanhang dargestellt.

SELBSTBEHALT BEI DER D&O-VERSICHERUNG

Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG (Vorstand) bzw. gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Aufsichtsrat) abgeschlossen.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE SOWIE AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Jahr 2014 wurde von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren meldepflichtigen Angehörigen kein meldepflichtiges Erwerbsgeschäft mitgeteilt. Alle mitgeteilten Wertpapiergeschäfte werden auf der Internetseite8 der Gesellschaft veröffentlicht. Der Gesamtbesitz der durch alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gehaltenen Aktien überstieg zum 31. Dezember 2014 in der Summe den Schwellenwert von 1 % der ausgegebenen Aktien und erreichte 1,54 %. Davon hält der Aufsichtsrat Hans Joachim Selzer 385.033 Aktien (entspricht 1,5 %), der Aufsichtsrat Dr. Jürgen Allerkamp 4.000 Aktien und der Vorstandsvorsitzende Jürgen Abromeit 2.000 Aktien.

8 www.indus.de/investor-relations/meldungen.html

TRANSPARENZ

INDUS informiert Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Lage des Unternehmens. Die Gesellschaft behandelt die verschiedenen Personengruppen gleichberechtigt und informiert sie gleichzeitig. Aus diesem Grund werden alle wesentlichen Informationen, insbesondere Geschäfts- und Quartalsberichte, Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, Analysteneinschätzungen und ein Finanzkalender, auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Um eine Erstellung des Konzernabschlusses und der Quartalsberichte mit der notwendigen Sorgfalt zu gewährleisten, werden der Geschäftsbericht vier Monate nach Ende des Geschäftsjahrs und die Quartalsberichte jeweils zwei Monate nach Quartalsende veröffentlicht. Wichtige Neuigkeiten über das Unternehmen werden aktuell über Pressemitteilungen verbreitet.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Die Aktionäre nehmen zudem ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie besitzt eine Stimme. Sämtliche für die Entscheidungsfindung notwendigen Unterlagen veröffentlicht INDUS rechtzeitig auf ihrer Internetseite. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Benennung eines Stimmrechtsvertreters, der auf der Hauptversammlung gemäß den Weisungen der Aktionäre abstimmt. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen, ohne Bevollmächtigung eines Vertreters, per Briefwahl abzugeben. Im vergangenen Jahr fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmern am 11. Juni 2014 in Köln statt.

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Konzernabschluss wird seit Beginn des Jahres 2005 nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Auf den Einzelabschluss der INDUS Holding AG finden unverändert die Vorschriften des HGB Anwendung. Die Abschlussprüfung wurde für den Konzern und den Einzelabschluss von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Köln, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Aufsichtsrat eingeholt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss erfolgt durch den Aufsichtsrat im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat vereinbarte mit dem Abschlussprüfer, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) sieht die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor. Diese sollen nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung aufgeschlüsselt werden.

VERGÜTUNGSSYSTEM ENTSPRICHT DEM GESETZ ZUR ANGEMESSENHEIT DER AKTUELLEN VORSTANDSVERGÜTUNG (VORSTAG)

Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde 2009 überprüft und auf der Hauptversammlung 2010 durch den Aufsichtsrat vorgestellt. Die Neuerungen beinhalten auch eine Nachhaltigkeitskomponente. Das Vergütungssystem besteht gesetzeskonform aus drei Elementen: Festgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive. Die variablen Anteile machen zusammen rund 40 % der Bezüge aus; Komponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage und kurzfristig variable Elemente sind angemessen gewichtet.

Der Short Term Incentive bemisst sich am bereinigten Ergebnis vor Steuern und Zinsen des Konzerns (bereinigtes Konzern-EBIT). Die Zielmarke wird jährlich im Rahmen der Unternehmensplanung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Bei einer 100 %igen Zielerreichung entspricht der Bonusfaktor ebenfalls 100 %. Liegt die Zielerreichung unter 50 %, ergibt sich für den Bonusfaktor ein Wert von 0. Bei einer Zielerreichung zwischen 100 % und 125 % erhöht sich der Bonusfaktor um 2 Prozentpunkte je Prozentpunkt Zuwachs. Ab einer Zielerreichung von über 125 % besteht ein Cap (maximale Obergrenze).

Der Long Term Incentive besteht aus sogenannten virtuellen Aktienoptionen (SAR, Stock Appreciation Rights). Dazu wird zum Ausgabezeitpunkt ein Basispreis der Wertsteigerungsrechte festgestellt. Auf Basis des vertraglich vereinbarten Zielwertes ergibt sich die Anzahl der virtuellen Aktienoptionen. Eine Auszahlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs im Ausübungszeitraum über diesem Basispreis liegt und definierte Erfolgshürden erreicht wurden (Mindestkurssteigerung von 12 %). Der frühestmögliche Zeitpunkt der Auszahlung wird von einer Sperrfrist (4 Jahre) abhängig gemacht; es besteht eine Obergrenze (Cap) bei Erreichen von 200 % des Zielbonus. Dem Vorstand werden in jährlichen Tranchen virtuelle Aktienoptionen gewährt, deren Stückzahl durch den Optionspreis im Ausgabezeitpunkt und den vertraglich bestimmten Zielwert bestimmt wird.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden 77.200 SAR (Vorjahr: 85.523) ausgegeben. Zum Zeitpunkt ihrer Gewährung betrug der beizulegende Zeitwert der SAR insgesamt 280 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). Der ermittelte zeitanteilige beizulegende Zeitwert der bisher insgesamt gewährten SAR betrug zum Bilanzstichtag 1.436 TEUR (Vorjahr: 1.596 TEUR). In dieser Höhe wurde im Jahresabschluss eine Rückstellung gebildet. Im Personalaufwand ist die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts vor Abzinsung mit 408 TEUR (Vorjahr: 804 TEUR) enthalten. Die Zeitwertermittlung erfolgte mit einem anerkannten finanzmathematischen Optionspreismodell unter Berücksichtigung der Deckelung der Auszahlungsansprüche.

Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 erstmals auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabelle 1) und des tatsächlich erfolgten Zuflusses (Tabelle 2). Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 % Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.

Vorstandsbezüge - Gewährte Zuwendungen

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Abromeit Vorstandsvorsitzender (seit 2012; seit 2008 Vorstand)
2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 504 528 528 528
Nebenleistungen 17 17 17 17
Summe 521 545 545 545
Einjährige variable Vergütung 230 270 0 405
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 20131) 140 0 0 0
Tranche 20142) 0 140 0 280
Summe 370 410 0 685
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 891 955 545 1.230

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Dr. Schmidt Vorstand (seit 2006)
2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 370 370 370 370
Nebenleistungen 15 15 15 15
Summe 385 385 385 385
Einjährige variable Vergütung 130 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 20131) 70 0 0 0
Tranche 20142) 0 70 0 140
Summe 200 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 585 625 385 780

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Weichert Vorstand (seit 2012)
2013 2014 2014 (Min.) 2014 (Max.)
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Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 31 31 31 31
Summe 331 331 331 331
Einjährige variable Vergütung 130 170 0 255
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 20131) 70 0 0 0
Tranche 20142) 0 70 0 140
Summe 200 240 0 395
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 531 571 331 726

1) Tranche 2013: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2013-31.12.2018)

2) Tranche 2014: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2014-31.12.2019)

Den Vorstandsmitgliedern flössen 2014 folgende Bezüge zu:

Vorstandsbezüge - Zufluss im Berichtsjahr

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Abromeit Vorstandsvorsitzender Dr. Schmidt Weichert
(seit 2012; Vorstand seit 2008) Vorstand (seit 2006) Vorstand (seit 2012)
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2013 2014 2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 504 528 370 370 300 300
Nebenleistungen 17 17 15 15 31 31
Summe 521 545 385 385 331 331
Einjährige variable Vergütung (Jahrestantieme) 302 296 182 183 165 183
Mehrjährige variable Vergütung
Tranche 20103) 0 140 0 140 0 0
Summe 302 436 182 323 165 183
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 823 981 567 708 496 514

3) Tranche 2010: Virtuelle Aktienoptionen (1.1.2010-31.12.2015)

Die Nebenleistungen beinhalten die steuerpflichtigen geldwerten Vorteile, im Wesentlichen die Gewährung von Dienstwagen. Durch Gehaltsumwandlung wurden von ehemaligen Vorstandsmitgliedern Altersversorgungsansprüche erworben; sie sind durch wertkongruente Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

HÖCHSTGRENZEN DER VERGÜTUNG

Gemäß der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die maximale Vergütung für den Vorstand kann der Tabelle "Gewährte Zuwendungen" entnommen werden.

AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält außer dem Ersatz seiner Auslagen für seine Tätigkeit im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 30 TEUR sowie ein Sitzungsgeld von 3 TEUR pro Sitzung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Sitzungen von Ausschüssen, die am gleichen Tag wie Aufsichtsratssitzungen stattfinden, werden für die Ausschussmitglieder nicht eigens vergütet. Auch Beschlussfassungen im Umlaufverfahren führen nicht zu einem Sitzungsgeld. Der Vorsitz beziehungsweise stellvertretende Vorsitz im Nominierungsausschuss und Prüfungsausschuss wird nicht eigens vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur einen Teil des Geschäftsjahrs dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis geringere Vergütung. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Plenums oder einer Ausschusssitzung nicht teil, reduziert sich die Vergütung für die Aufsichtsrats- bzw. Ausschusstätigkeit anteilig.

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden wie in den Vorjahren weder Kredite noch Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Für den Aufsichtsrat bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder belief sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf 322 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR). Für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften erhielten Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR). Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommen werden, können den gleichnamigen Kapiteln unter "Weitere Informationen" entnommen werden. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses dargestellt.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Berichtsjahr folgende Vergütungen:

Aufsichtsratsvergütungen

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in TSD. EUR Fixe Vergütung Sitzungsgeld Gesamt
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Burkhard Rosenfeld (bis 11. Juni 2014) 30 60 12 24 42 84
Dr. Jürgen Allerkamp 45 45 22 18 67 63
Dr. Dorothee Becker (ab 11. Juni 2014) 15 0 6 0 21 0
Dr. Ralf Bartsch 30 30 15 12 45 42
Hans Joachim Selzer 30 30 12 12 42 42
Helmut Späth 45 30 18 12 63 42
Carl Martin Welcker 30 30 12 12 42 42
Gesamt 225 225 97 90 322 315

WIRTSCHAFTSBERICHT

2014 war für Deutschland in der Gesamtschau trotz einigem Auf und Ab wirtschaftlich ein zufriedenstellendes Jahr. Allerdings ließ die Dynamik im Jahresverlauf spürbar nach, unter anderem durch die geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZU DEN RAHMENBEDINGUNGEN 2014

Das für 2014 erhoffte Anziehen der weltweiten Wachstumsdynamik blieb größtenteils aus. Die Krisen in der Ukraine, auf der Krim, im Irak, in Israel und Syrien und die massiven Auswirkungen des IS-Terrors bremsten die Entwicklung ab Jahresmitte erheblich. Der Ölpreis stürzte ab, nicht nur infolge schwacher Nachfrage im Umfeld einer schwachen Wirtschaft, sondern auch durch ein erhöhtes Angebot: So drosselten die OPEC-Staaten nicht, wie früher, ihre Förderung. Hinzu kamen der Fracking-Boom in den USA und erhöhte Kapazitäten für alternative Energien. In Europa dauerte die Eurokrise an und die Erholung der meisten Volkswirtschaften verlief schleppend. Während Spanien, Portugal, Irland und teilweise auch Griechenland Fortschritte bei ihren Reformen verzeichneten, standen Frankreich und Italien deutlich unter Druck und kamen mit ihren Reformprogrammen nicht voran. Leichte Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft kamen 2014 vorrangig aus China und den USA. Die deutsche Wirtschaft konnte 2014 noch leicht expandieren, aber das Wachstum wurde in erster Linie von einer stabilen Binnennachfrage getragen.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

WELTWIRTSCHAFT WUCHS 2014 SCHWACH, DEUTSCHLAND VERKRAFTET RÜCKSCHLÄGE DANK STABILER BINNENKONJUNKTUR

In den Industrieländern kam es im letzten Jahr zu einem leichten Produktionsanstieg; dabei verstärkte sich die weltwirtschaftliche Expansion im Jahresverlauf 2014. Nachdem das weltweite Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr nur sehr verhalten zunahm, legte es im dritten Quartal kräftiger zu. Auch der Welthandel zog spürbar an. Gemessen am mittelfristigen Trend ist die Zuwachsrate allerdings nach wie vor moderat. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Weltproduktion mit einer Rate von 3,4 % nur wenig rascher zugenommen haben als im Vorjahr.9 Während die USA sich zunehmend erholt, unter anderem getrieben von einem robusten Arbeitsmarkt, blieb die Grundtendenz in den Schwellenländern nach wie vor gedämpft. China und Indien verzeichneten nur moderate Wachstumsraten.

In der Eurozone stellte sich eine leichte konjunkturelle Trendwende ein. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts 2013 von -0,4 % schätzen die Experten, dass die Wirtschaft im Gesamtjahr 2014 unterm Strich um 0,8 % gewachsen ist.10 Das Bild bleibt aber gemischt. Während Spanien und Großbritannien um 1,3 bzw. 3,0 % wuchsen, blieben Frankreich und Italien mit einem Wachstum von 0,4 % bzw. einem Rückgang von -0,4 % schwach. Hier fehlen weiterhin tiefere Strukturreformen und die hohe Arbeitslosigkeit hält an.

9 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Tabelle S. 4

10 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühjahr 2014, März 2014, Tabelle S. 29

Nach aktuellen Schätzungen für Deutschland wuchs das BIP im Jahr 2014 um bis zu 1,5 %.11 Noch im Frühling 2014 waren die Prognosen optimistischer und sahen ein Wachstum von bis zu 1,9 % voraus.12 Gerade im ersten Quartal gab es infolge des milden Winters einen starken Konjunkturanschub. Doch das Phänomen blieb temporär. Zur Jahresmitte wirkten sich die geopolitischen Krisen dann stark dämpfend aus, sodass die Konjunktur Deutschlands im dritten Quartal stagnierte. Das gute Konsumklima, der niedrige Ölpreis und ein erneut steigender Beschäftigtenstand stützten die heimische Wirtschaft und sorgten trotzdem über das Gesamtjahr gesehen für ein insgesamt wachsendes Bruttoinlandsprodukt.

BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

In den für INDUS relevanten Branchen verlief die wirtschaftliche Entwicklung über alle Geschäftsbereiche mehrheitlich stabil.

BAU/INFRASTRUKTUR

DEUTSCHE BAUWIRTSCHAFT VERZEICHNETE INSGESAMT EIN PLUS

Der überaus milde Winter zu Beginn des Jahres sorgte für einen guten Auftakt in der Baubranche. Diese Dynamik ließ zwar im Jahresverlauf nach, aber aufgrund der hohen Auftragsbestände verzeichnete die Bauwirtschaft in den ersten elf Monaten dennoch ein Umsatzplus von 5 % gegenüber dem Vorjahr.13 Die Bauwirtschaft spürte aber das Fehlen zusätzlicher Nachfrage von Seiten der Öffentlichen Hand. Aufgrund dieser Investitionszurückhaltung lagen die kumulierten Aufträge von Januar bis November 2014 um real 1,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Positive Signale kamen aus dem Wohnungsbau. Der Umsatz stieg von Januar bis November um 8,6 %.

FAHRZEUGTECHNIK

WACHSTUM DER FAHRZEUGBRANCHE BASIERT AUF CHINA UND USA

Die gute Lage der beiden großen Märkte USA und China prägte auch 2014 die Fahrzeugkonjunktur.14 Die Verkäufe in Ländern wie Japan und Indien stagnierten, in Russland und Brasilien brach der Absatz um rund 10 % bzw. 7 % ein. Aber diese Entwicklungen wurden von der guten Nachfrage in USA und China kompensiert. Der US-Markt hat zum Jahresschluss die Drehzahl nochmals deutlich erhöht: Der Absatz wuchs insgesamt um circa 6 % auf gut 16,4 Mio. Einheiten und erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau. Ebenfalls dynamisch entwickelte sich der chinesische Pkw-Markt: Im Gesamtjahr 2014 wurde das Vorjahresvolumen um fast 13 % übertroffen - der Neufahrzeugabsatz erreichte somit 18,4 Mio. Einheiten. In Westeuropa lagen die Pkw-Neuzulassungen mit 12,1 Mio. Einheiten knapp 5 % über dem Vorjahresniveau, nachdem der Markt in den vorangegangenen vier Jahren rückläufig war. In Deutschland legte der Absatz um 3 %15 zu. Das Ergebnis des Autojahres 2014 fiel damit etwas besser aus als erwartet.

11 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, Dezember 2014, Tabelle S. 15.

12 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Frühling 2014, März 2014, Tabellen S. 29

13 Pressemitteilung des Hauptverbandes der Deutschen Bauwirtschaft vom 23.01.2015, Bauhauptgewerbe im November 2014

14 Pressemitteilung des Verbandes der Automobilhersteller vom 16.01.2015

15 Pressemitteilung des VDA vom 05.01.2015, Inlandsmarkt, Produktion und Export legen 2014 zu

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

REINDUSTRIALISIERUNG DER USA UND STABILER INLANDSMARKT SORGEN FÜR LEICHTEN ZUWACHS

Der deutsche Maschinenbau ist mit dem Jahresverlauf 2014 im Großen und Ganzen zufrieden. Der Produktionsanstieg fiel mit einem Zuwachs um 1 % allerdings gering aus.16 Die Stabilisierung des Marktes ist jedoch (anders als nach der Krise 2009) nicht primär auf den Export in Schwellenländer, sondern auf ein stabiles Geschäft in den traditionellen Märkten zurückzuführen, allen voran in den USA. Insgesamt lagen die Exporte in den ersten neun Monaten leicht über dem Vorjahreswert. Positiv entwickelten sich einige Märkte der EU-Partnerländer, China, USA und Südostasien. Große Märkte wie Australien, Brasilien, Indien oder die Türkei ließen demgegenüber nach. Der lnlandsmarkt zeigte sich stabil und ist weiter auf Wachstumskurs. Für die Monate von Januar bis Oktober verzeichnete die Branche hier ein Umsatzplus von 3 %.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

TREND IM GESUNDHEITSSEKTOR BLEIBT POSITIV

Nach überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten in den letzten Jahren macht sich im Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik insgesamt ein steigender Preisdruck bemerkbar: So stieg nach der Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BWMed)17 der Inlandsumsatz 2014 zwar um 3,4 %, die Margen sanken jedoch angesichts eines wachsenden Drucks von Seiten der Krankenhäuser und Einkaufsgemeinschaften sowie ausgelöst durch geringere Versorgungspauschalen im Hilfsmittelbereich. Diese Tendenz hatte sich bereits 2013 angekündigt. Bürokratisierte Prozesse bei den Krankenkassen und niedrige Erstattungspreise senkten die Innovationsbereitschaft zusätzlich. Diese verhaltene Stimmung dürfte vor allem in innovationsintensiven Bereichen wie der Kardiologie, Onkologie und Neurologie nicht ohne Konsequenz bleiben. Trotz dieser verhaltenen Gesamtbewertung bleibt der Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik stabil und die Aussichten sind gerade im Vergleich zu anderen Branchen gut.

METALLTECHNIK

GEOPOLITISCHE KRISEN DÄMPFEN GESCHÄFT IM JAHRESVERLAUF

Die Erholung der Abnehmermärkte sorgte nach Rückschlägen zur Jahresmitte 2014 für eine Stabilisierung. In Summe rechnet die Metall- und Elektrobranche nach zwei Jahren mit Rückgängen für 2014 mit einem Produktionswachstum von 1,5 bis 2 %.18 Noch zu Jahresbeginn war die Branche optimistischer und erwartete einen Zuwachs von bis zu 3 %.19 Aber die Konjunkturaussichten in der Metall- und Elektro-Industrie hatten sich aufgrund der Schwächephase in wichtigen Euro-Ländern sowie der Krisen in Nahost und in der Ukraine eingetrübt. Zudem belasten immer noch Überkapazitäten den Markt. Insbesondere in der Stahlindustrie erscheint angesichts zunehmender Importe von Baustahl eine europaweite Kapazitätsreduzierung notwendig. Die Beschäftigung liegt deutlich über dem Vorkrisenniveau. Allerdings ist nach den Plänen der Unternehmen für die kommenden Monate kaum mehr mit einem Beschäftigungszuwachs zu rechnen.

16 Pressemitteilung des VDMA vom 18.12.2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro

17 Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie v. 5.11. 2014, Herbstumfrage: MedizintechnikBranche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor

18 Die Welt vom 25.12.2014, Metallindustrie geht skeptisch ins neue Jahr

19 Pressemitteilung des Verbandes Gesamtmetall vom 04.02.2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie 2013

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

Das Geschäftsjahr 2014 verlief für INDUS trotz einer deutlichen Eintrübung der deutschen Konjunktur im dritten Quartal erfolgreich. INDUS erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,26 Mrd. EUR und ein EBIT von 127,2 Mio. EUR. Damit wurden die Wachstumsziele für Umsatz und operatives Ergebnis übertroffen. Trotz einiger ergebnisschmälernder Effekte aus der Erstkonsolidierung von neuen Beteiligungen hat INDUS ihre operative Marge auf 10,1 % verbessert. Beiden weiteren kommunizierten Kennzahlen für die Segmente, die Investitionen, Abschreibungen sowie für wesentliche bilanzielle Eckdaten erfüllte die Gruppe ihre Prognosen bzw. lag teilweise darüber.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG DES VORSTANDS ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG UND ZIELERFÜLLUNG

Soll-Ist Vergleich

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Ist 2013* Prognose Lagebericht 2013* Ist 2014
Umsatzerlöse 1.195,2 Mio. EUR Organisches Umsatzwachstum INDUS> 3 %, stärker als BIP Dtld. (BIP 2014 + 1,6%) Umsatzwachstum INDUS + 5,8 % (davon 1,1 % organisches Wachstum) Umsatzerlöse 1.255,7 Mio. EUR
Operatives Ergebnis (EBIT) 114,2 Mio. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) mindestens 118 Mio. EUR Operatives Ergebnis (EBIT) 123,2 Mio. EUR einschl. aufgegebener Geschäftsbereiche
Materialaufwandsquote 47,4 %, Personalaufwandsquote 27,2 % Materialaufwandsquote wie Vorjahr, Personalaufwandsquote leicht steigend Materialaufwandsquote 47,7 %, Personalaufwandsquote 27,8 %
Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 2012: 229,2 Mio. EUR, EBIT 2012: 34,1 EUR, EBIT-Marge 2012: 13,6 % Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz und Ergebnisniveau wie 2012, EBIT-Marge zwischen 12 bis 14%. Segment Bau/Infrastruktur: Umsatz 225,1 Mio. EUR, EBIT 33,0 Mio. EUR, EBIT-Marge 14,7 %
Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 349,5 Mio. EUR, EBIT 27,0 EUR, EBIT-Marge 7,7 % Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau, EBIT- Marge erreicht 6% plus. Segment Fahrzeugtechnik: Umsatz 351,7 Mio. EUR, EBIT 24,3 Mio. EUR, EBIT-Marge 6,9 %
Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 206,2 Mio. EUR, EBIT 19,8 Mio. EUR, EBIT-Marge 9,6 % Segment Maschinen- und Anlagenbau: Leichtes Umsatzwachstum und verbesserte Ertragslage, EBIT-Marge erreicht wieder 10%. Segment Maschinen- und Anlagenbau: Umsatz 221,2 Mio. EUR, EBIT 26,4 Mio. EUR, EBIT-Marge 11,9 %
Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 95,8 Mio. EUR, EBIT 16,2 Mio. EUR, EBIT-Marge 16,9 %. Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Leicht steigender Umsatz, proportionales Ergebniswachstum, EBIT-Marge wieder über 15%. Segment Medizin- und Gesundheitstechnik: Umsatz 114,4 Mio. EUR, EBIT 18,8 Mio. EUR, EBIT-Marge 16,4 %
Segment Metalltechnik: Umsatz 319,3 Mio. EUR, EBIT 27,6 Mio. EUR, EBIT-Marge 8,6 % Segment Metalltechnik: Leicht steigendes Umsatz-und Ertragsniveau, EBIT-Marge erreicht 9 bis 10%. Segmentergebnis Metalltechnik: Umsatz 342,9 Mio. EUR, EBIT 31,4 Mio. EUR, Marge 9,2 %
Kauf von 2 Unternehmen, 4 zusätzliche strateg. Ergänzungen, Investition von 49,2 Mio. EUR in Zukäufe Zukauf von 1 bis 2 Unternehmen, zusätzliche strateg. Ergänzungen, Investition von rd. 50 Mio. EUR in Zukäufe Zukauf von 2 Unternehmen, zusätzlich 3 strategische Ergänzungen, Investition von 56,4 Mio. EUR in Zukäufe
Planmäßige Abschreibungen 42, 7 Mio. EUR Planmäßige Abschreibungen leicht über Vorjahresniveau Planmäßige Abschreibungen: 45,7 Mio. EUR
Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 52,1 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von mind. 50 Mio. EUR Investitionen in Sachanlagen/immat. Vermögenswerte von 65,8 Mio. EUR
EK-Quote 43,6 % EK-Quote auf Vorjahresniveau EK-Quote 42,0 %
Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 1,9 Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA im Korridor zw. 2 und 2,5 Jahren Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA 2,0 Jahre

* gemäß Veröffentlichung im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2013

Der Vorstand der INDUS Holding AG beurteilt den Verlauf des Berichtsjahres positiv. Trotz einer allgemeinen Eintrübung der deutschen Konjunktur im 2. und 3. Quartal 2014 ist es INDUS gelungen, ihre Jahresziele zu übertreffen. Im Rahmen der Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wurden im Jahresverlauf zwei neue Beteiligungen und drei strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen erworben. Bei den beiden Neuzugängen für das Portfolio handelt es sich um Unternehmen mit den von INDUS definierten Schwerpunkten Medizin- und Automatisierungstechnik. Der Umsatzzuwachs der INDUS-Gruppe betrug rund 69 Mio. EUR, das entspricht einem Plus von 5,8 %.

Die Kostenseite blieb sowohl in Bezug auf die Material- als auch die Personalkosten weitgehend stabil. Wie zu erwarten war, hat sich die Personalaufwandsquote leicht erhöht. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen aufgrund der Investitionstätigkeit von INDUS wie geplant gegenüber dem Vorjahr an. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entwickelten sich plangemäß.

Das operative Ergebnis (EBIT) der fortgeführten Geschäftsbereiche wuchs absolut um 8,6 Mio. EUR auf 127,2 Mio. EUR (Vorjahr: 118,6 Mio. EUR). Auch unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus aufgegebenem Geschäftsbereich wurde die Zielmarke der Prognose 2013 von mindestens 118 Mio. EUR EBIT für das Geschäftsjahr 2014 überschritten.

Auch in den Segmenten wurden die meisten Zielmarken erreicht bzw. überschritten. Im Bereich Bau sollte das sehr gute Ergebnis des Jahres 2012 wieder erreicht werden, was in Bezug auf den Umsatz nur knapp nicht gelang: das Segment erbrachte rund 4 Mio. EUR weniger Umsatz. Trotzdem verbesserte sich die Profitabilität (EBIT-Marge) stärker als erwartet auf über 14 % und war somit auf dem Niveau von 2012. Im Fahrzeugbereich erreichten die Unternehmen wie geplant das Umsatzniveau des Vorjahres. Zwar wies das Segment rund 2,7 Mio. EUR weniger EBIT aus als 2013, allerdings war das Vorjahr durch eine Zuschreibung von 3,5 Mio. EUR beeinflusst. Für das Segment hatte INDUS vorsichtiger geplant und eine Margenverschlechterung auf 6 % plus anstatt 7,7 % wie 2013 angenommen; erreicht wurden im letzten Geschäftsjahr 6,9 %. Die Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau entwickelten sich deutlich besser als geplant. Umsatz und Ergebnis wuchsen stark. Absolut im Rahmen der Erwartung lagen die Resultate im Bereich der Medizin- und der Metalltechnik.

Die Bilanzrelationen der INDUS-Gruppe haben sich 2014 trotz Wachstum und einer anhaltend hohen Investitionstätigkeit nicht signifikant verändert. Die Entschuldungsdauer (Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA) erreicht mit 2,0 einen Wert im Zielkorridor von 2 bis 2,5 Jahren. Das Eigenkapital verbesserte sich absolut um rund 35 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote lag leicht unter 2013.

In Summe hat INDUS ihre Ziele für 2014 erreicht. Im Wesentlichen misst der Vorstand den Erfolg an finanziellen Kennzahlen. Gruppenweit werden keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen ermittelt bzw. genutzt. Umsatz und Ertrag des Portfolios sind die wesentlichen Kennziffern zur Bestimmung des Geschäftserfolgs. Diese operativen Kennzahlen wurden im Laufe des Jahres anlässlich der Vorlage der Quartalszahlen bestätigt.

HINWEIS ZUR BILANZIERUNG BEZIEHUNGSWEISE ZU DEN AUSGEWIESENEN FINANZDATEN

Sämtliche Geschäftszahlen in diesem Lagebericht sind auch im Zeitverlauf vollständig miteinander vergleichbar. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Die Grafiken und Tabellen im Lagebericht zeigen IFRS-Werte für die Jahre 2012, 2013 und 2014. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben seit 2004 im Wesentlichen unverändert und wurden lediglich der jeweils aktuellen Rechtslage angepasst. In den Abschluss einbezogen sind 142 vollkonsolidierte Tochterunternehmen und vier at-Equity-bewertete Unternehmen.

ERTRAGSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Nach einem überraschend starken Jahresauftakt verzeichnete die INDUS-Gruppe im zweiten und dritten Quartal 2014 ein kontinuierliches Geschäft. Während das BIP-Wachstum in Deutschland im 3. Quartal 2014, auch bedingt durch die zahlreichen geopolitischen Krisen, nachließ, verlief das Geschäft in der INDUS-Gruppe stabil. Im vierten Quartal verzeichnete INDUS sogar das beste Ergebnis im Jahresdurchschnitt. Der Umsatz erreicht 328,9 Mio. EUR nach 326,6 Mio. EUR im dritten Quartal. Das operative Ergebnis (EBIT) für das vierte Quartal liegt mit 35,7 Mio. EUR nochmals deutlich über dem Wert für das 3. Quartal von 33,0 Mio. EUR. Auch die EBIT-Marge hat sich im Laufe des Geschäftsjahres kontinuierlich gesteigert: von 9,8 % in Q1 auf 11,6 % in Q4 2014. Der Geschäftsverlauf war in allen Bereichen stabil bzw. in einzelnen Unternehmen über bzw. auch unter den Erwartungen. Details dazu finden sich auch in den Erläuterungen zum Segmentbericht.

UMSATZ 2012/2014 NACH ABSATZREGIONEN (in Mio. EUR)

Der Konzernumsatz der INDUS Holding AG legt 2014 absolut um rund 69 Mio. EUR zu. Das bedeutet einen Zuwachs um 5,8 % auf 1.255,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1.186,8 Mio. EUR). Davon werden wie im Vorjahr rund 48 % im Ausland erzielt. Betrachtet man den Auslandsumsatz nach Regionen, so erzielt die Gruppe rund 21 % des Gesamtumsatzes mit Kunden innerhalb der EU (+4,7 % gegenüber dem Vorjahr) und rund 27 % außerhalb der EU (+4,1 % gegenüber dem Vorjahr).

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. EUR)

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2014 2013*
Umsatz 1.255,7 1.186,8
Sonstige betriebliche Erträge 21,9 21,9
Aktivierte Eigenleistungen 7,4 3,7
Bestandsveränderung 9,5 2,0
Gesamtleistung 1.294,5 1.214,4
Materialaufwand -598,2 -562,8
Personalaufwand -349,0 -322,6
Sonstiger betrieblicher Aufwand -173,7 -167,1
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten-Anteilen 1,4 0,1
Übriges Finanzergebnis 0,2 0,3
EBITDA 175,2 162,3
Abschreibungen -48,0 -43,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 127,2 118,6
Zinsergebnis -26,5 -19,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 100,7 98,7
Steuern -33,4 -30,8
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche -4,0 -3,9
Ergebnis nach Steuern 63,3 64,0
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,2 0,1
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 63,1 63,9

* Vorjahreszahlen angepasst; EBITDA inkl. Zuschreibungen

Der Materialaufwand wächst von 562,8 Mio. EUR auf 598,2 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote liegt mit 47,7 % leicht über dem Vorjahr mit 47,4 %. Auch der Personalaufwand steigt absolut von 322,6 Mio. EUR auf 349,0 Mio. EUR, vorrangig bedingt durch die gewachsene Stammbelegschaft infolge der Akquisitionen; die Personalaufwandsquote von 27,8% (Vorjahr: 27,2 %) hat sich kaum verändert.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) liegt mit 175,2 Mio. EUR um 12,9Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 162,3 Mio. EUR. Die Abschreibungen erhöhen sich auf insgesamt 48,0 Mio. EUR (Vorjahr: 43,7 Mio. EUR). Die planmäßigen Abschreibungen entwickelten sich mit einem leichten Zuwachs auf 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,7 Mio. EUR) erwartungsgemäß. Im Bereich Fahrzeugtechnik war eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,7 Mio. EUR vorzunehmen; gegenläufig wirkten sich Zuschreibungen in den Bereichen Fahrzeug- und Metalltechnik in Summe von 1,5 Mio. EUR aus (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibung im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, 3,5 Mio. EUR Zuschreibung in der Fahrzeugtechnik).

Das operative Ergebnis (EBIT) 2014 übersteigt mit 127,2 Mio. EUR deutlich das Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge erreicht insgesamt 10,1 % (Vorjahr: 10,0 %). Detaillierte Angaben zur Ertragslage in den einzelnen INDUS-Branchen finden sich im Segmentbericht.

Das Zinsergebnis stieg auf -26,5 Mio. EUR (Vorjahr: -19,9 Mio. EUR). Diese Position gliedert sich auf in zwei weitere Positionen: In "Zinsen operatives Geschäft" sind sowohl die Zinszahlungen für Kredite als auch die Erträge aus der vorübergehenden Kapitalanlage ausgewiesen. Wie schon 2013 hat sich der Aufwand hier von 19,7 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR weiter verringert.

In der Position "Zinsen Sonstige" sind unter "Marktwerte Zinsswaps" die Veränderungen der Marktwerte derjenigen Zinsderivate erfasst, die, obwohl wirtschaftlich betrachtet eine wirksame Sicherungsbeziehung existiert, aus formalen Gründen ergebniswirksam bilanziert werden. Die Position "Sonstige: Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen an Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis. Insgesamt stieg diese Position von -0,2 Mio. EUR auf -8,3 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbessert sich auf 100,7 Mio. EUR (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Der Steueraufwand liegt mit -33,4 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres von -30,8 Mio. EUR; das entspricht einer Steuerquote von 33,2 % (Vorjahr: 31,2 %).

Das Ergebnis nach Steuern ist aufgrund der Aufgabe des Geschäftsbereichs NISTERHAMMER mit einem Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von -4,0 Mio. EUR belastet (Vorjahr: -3,9 Mio. EUR). Mit dem 31. Dezember 2014 sind alle Geschäftsaktivitäten dieser Beteiligung eingestellt; weitere Ergebnisbelastungen sind nicht mehr zu erwarten. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern der INDUS-Aktionäre von 63,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäften sinkt aufgrund der Ende 2013 erhöhten Aktienanzahl infolge der Kapitalerhöhung auf 2,74 EUR (Vorjahr: 3,02 EUR).

SEGMENTBERICHT

Das Portfolio der INDUS Holding AG gliedert sich in die fünf Segmente Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Details zur wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden sich in den Kapiteln Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenbezogene Rahmenbedingungen.

UMSATZVERTEILUNG 2014 NACH SEGMENTEN (In Mio. EUR)

EBIT 2014 NACH SEGMENTEN (In Mio. EUR)

BAU/INFRASTRUKTUR

STABILER UMSATZ BEI DEUTLICH VERBESSERTER MARGE

Das Segment umfasst nunmehr zehn Einheiten; sie repräsentieren eine große Bandbreite an Zulieferbetrieben für die Bauwirtschaft - von Bewehrung über Baustoffe, Klima- und Wärmetechnik bis hin zu Zubehör für den privaten Wohnungsbau. Klassische Bauunternehmen des Hoch- oder Tiefbaus sind im Segment nicht vertreten. 2014 wurde mit der Abspaltung des operativen Geschäftsbetriebes der BETOMAX GmbH & Co. KG eine neue Gesellschaft gegründet; die bisherige BETOMAX-Tochter ANCOTECH wird nun als eigenständige Einheit im Portfolio von INDUS geführt.

Kennzahlen Bau/Infrastruktur (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 225,1 224,2 229,2
EBITDA 38,9 36,1 39,3
Abschreibungen -5,9 -5,5 -5,1
EBIT 33,0 30,6 34,1
EBIT-Marge in % 14,7 13,6 14,9
Investitionen 11,0 15,3 8,6
Mitarbeiter 1.104 1.074 1.043

Der Segmentumsatz liegt 2014 mit 225,1 Mio. EUR knapp über dem Vorjahresniveau von 224,2 Mio. EUR. Das Ziel (Umsatz wie 2012) wurde fast (zu 98 %) erreicht. Das relative Ertragsziel einer EBIT-Marge von mehr als 14 % wurde deutlich übertroffen. Die Baubranche war aufgrund des milden Winters sehr gut ins Jahr gestartet. Im Jahresverlauf verlief das Geschäft insgesamt sehr gleichmäßig und die anhaltend positive deutsche Baukonjunktur lieferte dem Segment kontinuierlich gute Geschäftsimpulse.

Die Abschreibungen liegen mit 5,9 Mio. EUR leicht über dem Niveau von 2013 mit 5,5 Mio. EUR infolge einer weiterhin hohen Investitionstätigkeit. Die Investitionen erreichen 11,0 Mio. EUR (Vorjahr 15,3 Mio. EUR). Darin enthalten sind u.a. Investitionen für einen Neubau bei der INDUS-Beteiligung HAUFF-Technik. 2014 wurde dort ein komplett neu erbautes Werk auf eigenem Grundstück bezogen, das die bisher gemieteten Büro- und Produktionsflächen an drei Standorten ersetzt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment übertrifft mit 33,0 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR) deutlich den Wert aus 2013. Die EBIT-Marge erreicht mit 14,7 % einen absoluten Spitzenwert.

FAHRZEUGTECHNIK

SEHR GUTE OPERATIVE MARGE IM BRANCHENVERGLEICH

Das Segment umfasst zehn Einheiten, die mit ihren Lösungen die gesamte Wertschöpfungskette in der Automobilindustrie abbilden: vom Design und der Entwicklung sowie dem Modell- und Prototypenbau über Vor- und Kleinserienfertigung, Test- und Messlösungen bis hin zu Lösungen für Spezialfahrzeuge und der Serienfertigung von Bauteilen für große Fahrzeughersteller von Automobilen, Nutz- und Sonderfahrzeugen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkte sich die INDUS-Beteiligung IPETRONIK durch den Kauf eines Anbieters für Telematik-Lösungen: Das Unternehmen SAVVY AG mit Sitz in Schaffhausen.

Kennzahlen Fahrzeugtechnik (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 351,7 349,5 323,7
EBITDA 43,1 41,7 37,1
Abschreibungen -19,9 -18,2 -20,8
Zuschreibungen 1,1 3,5 0,0
EBIT 24,3 27,0 16,3
EBIT-Marge in % 6,9 7,7 5,0
Investitionen 27,6 24,4 18,2
Mitarbeiter 3.160 3.163 3.053

Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik lag in 2014 mit 351,7 Mio. EUR auf dem Niveau von 2013 (349,5 Mio. EUR). Das Geschäft in Europa entwickelte sich zwar erwartungsgemäß schwach, aber durch die Fokussierung auf deutsche Premiumhersteller und deren Erfolg in Asien und in den USA verzeichneten die Beteiligungen ein relativ stabiles Geschäft. Alle Unternehmen haben ihre Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stabil halten können; hier war INDUS in ihrer Prognose 2014 vorsichtiger und hatte ein Nachgeben der operativen Marge auf unter 7 % erwartet. Dennoch erreichen die Segmentunternehmen damit einen sehr guten Wert im Branchenvergleich; gemäß einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger aus 2013 erreichten Automobilzulieferer im Durchschnitt eine EBIT-Marge von 6,5 %.20

Die Abschreibungen von 19,9 Mio. EUR liegen über dem Vorjahresniveau; darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt demzufolge mit 24,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 27,0 Mio. EUR. Bereinigt um die außerplanmäßigen Effekte ergäbe sich für 2013 eine EBIT-Marge von 6,7 % und für 2014 von 7,4 %. Dessen ungeachtet hat INDUS die angestrebte Stabilisierung der Ertragslage im Korridor von 6 % bis 8 % EBIT-Marge halten können.

20 Global Automotive Supplier Study 2013, Roland Berger Strategy Consultants, Lazard

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

AKQUISITIONSBEDINGTER UMSATZZUWACHS UND WIEDER SEHR GUTE MARGE

Das Segment umfasst neun Einheiten, die in verschiedenen Teilmärkten aktiv sind: Dazu zählen unter anderem die Bereiche Entwicklung von Robotergreifsystemen, Ventiltechnik, Anlagen für Reinraumsysteme oder die Errichtung von Sendemasten. Wesentliche Veränderungen in der Zusammensetzung des Segments fanden durch den Erwerb der MBN-Gruppe21 , den Kauf von KNUR durch die Beteiligung ASS und die Stilllegung der defizitären NISTERHAMMER statt.

21 Details zu den Akquisitionen finden sich im Kapitel Geschäftsmodell und Strategie und im Konzernanhang unter Ziffer 5

Kennzahlen Maschinen- und Anlagenbau (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 221,2 197,8 156,5
EBITDA 32,8 29,9 21,5
Abschreibungen -6,4 -5,7 -3,8
EBIT 26,4 24,2 17,7
EBIT-Marge in % 11,9 12,2 11,3
Investitionen 16,9 46,5 7,8
Mitarbeiter 1.150 1.030 814

Allgemein verzeichnete der Maschinen- und Anlagenbau eine gute, weltweite Nachfrage. INDUS ging in ihrer Planung im Bereich Maschinen und Anlagenbau für 2014 von einem Umsatzzuwachs und einer verbesserten Ertragslage aus. Der Umsatz im Segment Maschinen- und Anlagenbau wuchs wie erwartet 2014 deutlich, vor allem aufgrund der erwähnten Zukäufe, von 197,8 Mio. EUR auf 221,2 Mio. EUR. Aufgrund der Erstkonsolidierung der MBN-Gruppe im November 2014 flossen aus dieser Beteiligung anteilige Umsätze und Ergebnisse ein. Die Abschreibungen lagen mit 6,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Das EBIT stieg absolut von 24,2 Mio. EUR auf 26,4 Mio. EUR und die EBIT-Marge liegt mit 11,9 % nur knapp unter dem Vorjahreswert von 12,2 %. In den Investitionen von 16,9 Mio. EUR (Vorjahr: 46,5 Mio. EUR) sind die Zukäufe von KNUR und MBN enthalten (Barzahlung abzüglich übernommener Kassenbestände).

Das Segmentergebnis ist aufgrund der im Februar 2014 beschlossenen Stilllegung von NISTERHAMMER für das aktuelle Geschäftsjahr als auch das Vorjahr adjustiert. Die Aktivitäten werden als aufgegebener Geschäftsbereich außerhalb des Segmentergebnisses dargestellt.

MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

KONSTANTE UMSATZENTWICKLUNG UND GEWOHNTE HOHE MARGE

Der Geschäftsbereich Medizin- und Gesundheitstechnik wird durch vier Unternehmen repräsentiert. Sie fertigen Orthesen und medizinische Kompressionsstrümpfe, entwickeln Linsen und Optiken, produzieren Rehabilitationstechnik sowie Hygieneprodukte sowohl für medizinische Anwendungen als auch für den Haushalt. 2014 hat INDUS den Rehabilitationsspezialisten ROLKO Kohlgrüber GmbH erworben. Das Unternehmen mit Sitz in Borgholzhausen entwickelt und fertigt Komponenten und Zubehör insbesondere für Rollstühle und Rollatoren.

Kennzahlen Medizin- und Gesundheitstechnik (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 114,4 95,8 88,0
EBITDA 22,3 18,7 19,0
Abschreibungen -3,5 -2,5 -2,6
EBIT 18,8 16,2 16,4
EBIT-Marge in % 16,4 16,9 18,6
Investitionen 23,8 3,6 2,9
Mitarbeiter 759 697 696

Der kleinste Geschäftsbereich von INDUS verzeichnet 2014 einen erneuten Umsatzzuwachs von 95,8 Mio. EUR auf 114,4 Mio. EUR. Alle Bereiche, ob medizinische Orthesen, Optiken, Vliesstoffe oder Rehabilitationstechnik, entwickelten sich stabil. Der Umsatzsprung von nahezu 20 % ist zum großen Teil akquisitionsbedingt, da der Zukauf der ROLKO-Gruppe seit Mai 2014 Teil der Ergebnisrechnung ist. Details zu dieser Akquisition finden sich im Konzernanhang.22

Die Abschreibungen stiegen infolge der Akquisitionen und des erhöhten Geschäftsvolumens leicht an von 2,5 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR. Das operative Ergebnis lag bei 18,8 Mio. EUR. Das Ertragsniveau liegt mit einer EBIT-Marge von 16,4 % nur knapp unter dem Spitzenwert des Vorjahres von 16,9 %. Hier machen sich Abschreibungen als Folge der Erstkonsolidierung ROLKO bemerkbar. Das Segmentergebnis entspricht absolut den Erwartungen: Im langjährigen Mittel erzielt der Bereich Medizintechnik eine operative Marge größer 15 %. Die Investitionen legten 2014 von 3,6 Mio. EUR auf 23,8 Mio. EUR zu; hier ist der Kauf der Mehrheitsanteile an ROLKO ursächlich für den Anstieg.

Nicht in den Investitionen enthalten ist der Kauf einer Produktionsstätte in Glauchau, Sachsen, durch die Beteiligung OFA Bamberg im Dezember 2014, da der Kaufpreis erst im Februar 2015 geflossen ist; OFA plant mit dem Erwerb die Rückholung von verlängerten Werkbänken aus Osteuropa und möchte durch die Produktion in Sachsen schneller auf veränderte Marktgegebenheiten reagieren und die Lieferzeiten weiter verkürzen.

22 Siehe dazu Konzernanhang Ziffer 5

METALLTECHNIK

UMSATZZUWACHS UND ÜBERPROPORTIONALE VERBESSERUNG DER MARGE

Das Segment umfasst neun Einheiten und bedient viele Spezialkunden. Die Bandbreite der Lösungen ist groß und beinhaltet die Zulieferung für Bahntechnik, die Fertigung von Hartmetallwerkzeugen für Straßen- und Bergbau, den Gehäusebau für die Labordiagnostik, die Herstellung von Strahlmitteln für die Stahlindustrie und die Bolzenschweißtechnik beispielsweise für Brückenverbindungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Beteiligung RÜBSAMEN durch den Kauf der TR Metalltechnik, eines Spezialisten für Laserschweißen, verstärkt. Strategisches Ziel ist die Verlängerung der Wertschöpfungskette.

Kennzahlen Metalltechnik (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatzerlöse mit externen Dritten 342,9 319,3 307,5
EBITDA 42,6 38,8 37,9
Abschreibungen -11,6 -11,2 -13,4
Zuschreibungen 0,4 0,0 0,0
EBIT 31,4 27,6 24,5
EBIT-Marge in % 9,2 8,6 8,0
Investitionen 17,6 10,7 12,5
Mitarbeiter 1.323 1.275 1.232

Der Segmentumsatz wuchs mit 342,9 Mio. EUR (Vorjahr: 319,3 Mio. EUR) um rund 7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg dagegen mit rund 14 % deutlich stärker an. Die Anlaufschwierigkeiten in einer neu errichteten galvanischen Fertigungseinheit sind mittlerweile abgearbeitet und die Prozesse laufen stabil, lediglich die Auslastung ist noch nicht zufriedenstellend. Insgesamt stellt sich die Nachfragesituation bei den Beteiligungsunternehmen unterschiedlich dar. Vor allem die zwei schweizerischen Unternehmen leiden unter erhöhtem Wettbewerbsdruck. Hier sind bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen weiter zu verbessern.

Die Abschreibungen sind mit 11,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Das EBIT liegt bei 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR), die EBIT-Marge liegt bei 9,2 % (Vorjahr: 8,6 %). Damit hat sich die Margensituation wie geplant verbessert und erreicht den angestrebten Korridor von 9 bis 10 %. Die Investitionen stiegen deutlich an auf 17,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR). Dies ist vorrangig durch Investitionen in technische Anlagen und Maschinen bedingt.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENTS

Das Finanzmanagement der INDUS Holding AG umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken. Als vermögensverwaltende Finanzholding betreibt INDUS kein Cash-Pooling. Im Rahmen des Finanzmanagements setzt INDUS im Wesentlichen auf lang laufende Bankkredite und Schuldscheindarlehen. Zwei bestehende ABS-Programme (Asset Backed Securities) wurden zum Jahresende 2014 abgelöst.

Auf Basis einer komfortablen Liquiditätsausstattung im Zusammenspiel mit Finanzierungszusagen der Banken kann INDUS jederzeit flexibel investieren. Bei der Finanzierung nutzt INDUS die langjährige, partnerschaftliche Verbindung zu einer Reihe solider deutscher Finanzinstitute. Stabilisierende Faktoren bei der langfristigen Finanzierung sind eine breite Verteilung des Kreditvolumens sowie eine ausgewogene Tilgungsstruktur bei gleichzeitiger Nutzung eines Fächers alternativer Finanzierungsinstrumente. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Gruppe Zins-und Währungsderivate ein, die ausschließlich der Risikosicherung dienen.

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt drei Ziele: Sicherung ausreichender Liquiditätsreserven, Risikobegrenzung und eine Ertrags- und Kostenoptimierung. Die Liquiditätssicherung besitzt dabei einen besonderen Stellenwert: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass INDUS jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen und zugleich bankenunabhängig Akquisitionschancen ergreifen kann.

Die Risikobegrenzung erstreckt sich über alle finanzwirtschaftlichen Risiken, die den Bestand von INDUS gefährden könnten. Die wichtigste Finanzierungsquelle sind die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow). Der Bereich Konzern-Treasury überwacht die Verwendung der Mittel gegenüber den Tochtergesellschaften sowie die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig.

Ein weiteres Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Dadurch werden flüssige Mittel freigesetzt, wird die Verschuldung gering gehalten und werden Kennzahlen zur Bilanzstruktur (z. B. Eigenkapitalquote) und Kapitalrentabilität optimiert. INDUS berät die Gesellschaften hinsichtlich ihrer jeweiligen Working Capital-Ausstattung. Das Management des Working Capitals obliegt den Unternehmen in Eigenverantwortung.

FINANZIERUNGSANALYSE

INDUS deckt ihren Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow und der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungsmitteln. Die wesentlichen Bestandteile sind lang laufende unbesicherte Kreditverträge, Schuldscheindarlehen sowie in geringerem Umfang außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Operating Leases. Diese Instrumente stehen bei INDUS in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen.

Insgesamt haben sich die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen im Jahr 2014 nur wenig verändert. Als außerbilanzielle Finanzierungsformen nutzt INDUS vor allem Miet-und Pachtleasing insbesondere auch für EDV-Zubehör und Firmenfahrzeuge. Die zukünftigen Operating-Leasingverpflichtungen lagen zum 31. Dezember 2014 bei 72,5 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 381,3 Mio. EUR (Vorjahr: 362,1 Mio. EUR); überwiegend (zu 98 %) sind sie in Euro abgeschlossen. Das Volumen an Krediten in weiteren Fremdwährungen ist gering und besteht nur aus Schweizer Franken. Es umfasst zum Jahresende Verbindlichkeiten über 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Unter den Finanzschulden werden Verbindlichkeiten in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 12,6 Mio. EUR) aus Finanzierungsleasing, betreffend Immobilien und Maschinen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Rahmen des als Asset Deal erfolgten Erwerbs von HAKAMA im Jahr 2010 entstanden sind.

Im Bereich der Finanzschulden hatten verschiedene Unternehmen der INDUS-Gruppe 2014 rollierende Verkäufe von Forderungen durchgeführt und dazu ABS-Finanzierungen vereinbart (2013: 24,8 Mio. EUR). Diese wurden zum Jahresende 2014 vollständig abgelöst. Weiterhin bestehen Schuldscheindarlehen über insgesamt 70,0 Mio. EUR. Darüber hinaus existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 24,7 Mio. EUR (Vorjahr: 28,8 Mio. EUR).

Im Rahmen von Kreditverträgen ist INDUS Verpflichtungen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote in der AG eingegangen; die geforderte Quote wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.

RATING

INDUS verzichtet auf eine Beurteilung ihrer Bonität durch Ratingagenturen, da bis dato die Vorlage solcher Ratings für die Kreditgeber nicht relevant ist. Zudem entfallen durch den Verzicht erhebliche Kosten und zeitlicher Aufwand. Die Hausbanken bewerten INDUS aktuell mit "Investment Grade".

KAPITALFLUSSRECHNUNG

Konzern-Kapitalflussrechnung, verkürzt (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Operativer Cashflow 104,4 117,4 68,4
Zinsen -17,4 -19,9 -22,5
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 87,0 97,5 45,9
Auszahlungen für Investitionen -98,1 -102,9 -56,1
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 2,8 3,3 2,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -95,3 -99,6 -53,5
Einzahlungen Kapital 0,0 59,9 0,0
Auszahlungen Dividende -26,9 -22,2 -22,2
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,1 -0,7 -0,5
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 158,3 125,3 159,0
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -123,1 -142,3 -152,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 8,2 20,0 -16,5
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -0,1 17,9 -24,1
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 0,6 -0,7 -0,3
Liquide Mittel am Anfang der Periode 115,9 98,7 123,1
Liquide Mittel am Ende der Periode 116,4 115,9 98,7

TROTZ HOHER INVESTITIONSTÄTIGKEIT VERBLEIBT LIQUIDITÄT AUF VORJAHRESNIVEAU

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Mio. EUR von 97,5 Mio. EUR auf 87,0 Mio. EUR gefallen. Ursächlich hierfür ist zum einen der höhere Mittelabfluss aus der Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva von -22,9 Mio. EUR gegenüber-15,2 Mio. EUR im Vorjahr, im Wesentlichen verursacht durch die stichtagsbedingte Abnahme erhaltener Anzahlungen. Zum anderen ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stichtagsbedingt ein deutlich höherer Abfluss gezahlter Ertragsteuern zu verzeichnen (-36,9 Mio. EUR gegenüber -20,6 Mio. EUR im Vorjahr).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) sank leicht um 4,3 Mio. EUR auf -95,3 Mio. EUR (Vorjahr: -99,6 Mio. EUR). Dies ist bei unvermindert hoher Investitionstätigkeit vor allem auf deutlich niedrigere (Netto-)Mittelabflüsse für Akquisitionen zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden abzüglich erworbener Kassenbestände 31,4 Mio. EUR für den Erwerb von Anteilen aufgewendet (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 12,0 Mio. EUR von 46,3 auf 58,3 Mio. EUR. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen bei 7,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR), für Finanzanlagen wurden 0,8 Mio. EUR verwendet nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahr. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im Kapitel "Investitionen".

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im Vorjahr gekennzeichnet durch einen hohen Mittelzufluss aufgrund der im Dezember 2013 erfolgten Kapitalerhöhung. Im Berichtsjahr erfolgte hingegen eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 35, 2 Mio. EUR. Die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2014 betrug 26,9 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR). Insgesamt ergab sich demzufolge ein geringerer Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: Mittelzufluss 20,0 Mio. EUR).

Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte INDUS zum Jahresende 2014 trotz der Zukäufe über eine leicht erhöhte Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln zum Bilanzstichtag betrug 116,5 Mio. EUR (Vorjahr: 115,9 Mio. EUR). Die ausführliche Cashflow-Rechnung findet sich im Konzernabschluss.

VERMÖGENSLAGE

Konzernbilanz, verkürzt (in Mio. EUR)

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31.12.2014 31.12.2013
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 748,0 658,1
Anlagevermögen 742,8 652,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5,2 5,2
Kurzfristige Vermögenswerte 560,4 522,8
Vorräte 265,7 236,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 178,2 170,8
Liquide Mittel 116,5 115,9
Bilanzsumme 1.308,4 1.180,9
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 1.029,6 890,7
Eigenkapital 549,9 515,3
Fremdkapital 479,7 375,4
davon Rückstellungen 28,7 23,6
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 451,0 351,8
Kurzfristige Finanzierungsmittel 278,8 290,2
davon Rückstellungen 52,0 51,0
davon Verbindlichkeiten 226,8 239,2
Bilanzsumme 1.308,4 1.180,9

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der INDUS-Gruppe blieb 2014 stabil. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Wesentlichen bedingt durch die Zukäufe und Ausweitung des Geschäftsvolumens auf 1.308,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.180,9 Mio. EUR).

AKTIVA: LIQUIDE MITTEL TROTZ STARKER INVESTITIONEN STABIL

Die langfristigen Vermögenswerte lagen Ende 2014 um 89,9 Mio. EUR höher als im Vorjahr, wesentlich bedingt durch die stark erhöhten Investitionen in neue Beteiligungen. Der Goodwill und die anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich daher um 51,8 Mio. EUR, ebenso die Sachanlagen (+35,3 Mio. EUR). Die Finanzanlagen veränderten sich wenig (+1,7 Mio. EUR), ebenso die at-Equity bewerteten Anteile (+1,3 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verminderten sich auf 1,7 Mio. EUR (-1,2 Mio. EUR).

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte legten zu und wuchsen um 37,6 Mio. EUR. Vorräte und Forderungen stiegen um 35,5 Mio. EUR an, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der neu erworbenen Unternehmen in die Konzernbilanz. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte zeigen sich mit 12,3 Mio. EUR kaum verändert (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Der Bestand an liquiden Mitteln blieb trotz der hohen Investitionstätigkeit stabil auf Vorjahresniveau (+ 0,6 Mio. EUR).

PASSIVA: EIGENKAPITALQUOTE WEITERHIN DEUTLICH ÜBER 40%

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital absolut um 34,6 Mio. EUR auf 549,9 Mio. EUR (Vorjahr: 515,3 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote sank im Verhältnis leicht ab auf 42,0 % (Vorjahr: 43,6 %). Diese Entwicklung ist in Summe durch drei Zunahmen bedingt: eine erhöhte Dividendenausschüttung von 26,9 Mio. EUR (+4,7 Mio. EUR), leicht erhöhte Pensionsrückstellungen aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus und nicht zuletzt eine hohe Akquisitionstätigkeit.

Eine größere bilanzielle Veränderung zeigt sich zum Ende des Geschäftsjahres bei den Schulden: Die langfristigen Schulden stiegen von 375,4 Mio. EUR auf 479,7 Mio. EUR an. Der Zuwachs resultiert aus veränderten Finanzschulden, höheren sonstigen Verbindlichkeiten, erhöhten Pensionsrückstellungen und latenten Steuern.

INDUS hat 2014 eine teilweise Neustrukturierung ihrer Finanzschulden vorgenommen und ihr Fälligkeitenprofil zugunsten der langfristigen Verbindlichkeiten verändert. Dazu wurden die beiden ABS-Programme abgelöst und zwei neue Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von vier bzw. sieben Jahren vereinbart. Das bedeutet einen Zuwachs bei den langfristigen Finanzschulden (+63,1 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich durch das Einfließen bilanzierter, bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten der noch nicht übertragenen Anteile an den neu erworbenen Unternehmen, u.a. ROLKO und MBN (+28,5 Mio. EUR). Die weiteren langfristigen Passiva stiegen ebenfalls leicht an: die Pensionsrückstellungen infolge der anzupassenden Bewertung (+5,4 Mio. EUR) und die latenten Steuern (+7,4 Mio. EUR) aufgrund der Akquisitionen.

Die kurzfristigen Schulden gingen im Gegenzug um 11,3 Mio. EUR zurück auf-278,8 Mio. EUR (Vorjahr: -290,2 Mio. EUR). Im Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden zeigt sich abermals die Ablösung der ABS-Programme (-24,4 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich wenig: die Rückstellungen sind auf Vorjahresniveau (+1,0 Mio. EUR) und die Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ebenfalls gering (+2,4 Mio. EUR).

WORKING CAPITAL

Working Capital (in Mio. EUR)

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31.12.2014 31.12.2013
Vorräte 265,7 236,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162,1 156,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -47,9 -45,6
Erhaltene Anzahlungen -5,8 -15,2
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -24,5 -6,8
Working Capital 349,6 324,7

Das Working Capital ermittelt INDUS aus den Vorräten zuzüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der erhaltenen Anzahlungen und der Fertigungsaufträge mit passivem Saldo. Zum 31. Dezember 2014 lag das Working Capital bei 349,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3 24,7 Mio. EUR).

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN

Nettofinanzverbindlichkeiten (in Mio. EUR)

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31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Finanzschulden 367,9 304,8
Kurzfristige Finanzschulden 94,4 118,7
Liquide Mittel -116,5 -115,9
Nettofinanzverbindlichkeiten 345,8 307,6

ENTSCHULDUNGSDAUER ERREICHT BESTMARKE UNTER ZWEI JAHREN

Die Nettoverschuldung, berechnet aus der Differenz von lang- und kurzfristigen Finanzschulden zu den liquiden Mitteln, lag zum 31. Dezember 2014 bei 345,8 Mio. EUR (31.Dezember 2013: 307,6 Mio. EUR). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 63 % (Vorjahr: 60 %). Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA beträgt 2,0 (Vorjahr: 1,9). Damit liegt INDUS im definierten Zielkorridor einer Entschuldungsdauer von 2 bis 2,5 Jahren.

INVESTITIONEN

INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN der INDUS-Gruppe (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Investitionen 97,2 100,9 53,9
davon in:
Unternehmenserwerbe 31,4 49,2 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 7,5 5,4 3,9
Sachanlagen 58,3 46,3 46,4
davon in:
Grundstücke und Gebäude 7,8 4,0 9,7
Technische Anlagen und Maschinen 21,7 12,2 14,8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,3 10,1 10,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16,5 20,0 11,1
Als Finanzinvestitionen gehaltete Immobilien 0,0 0,0 3,6
Abschreibungen -48,0 -43,7 -45,8

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 97,2 Mio. EUR (Vorjahr: 100,9 Mio. EUR). Hiervon entfielen 31,4 Mio. EUR auf Unternehmenserwerbe (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR), 58,3 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 46,3 Mio. EUR) sowie 7,5 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR). Trotz der im Jahresverlauf eher verhaltenen Konjunktur hat INDUS damit auf einem sehr hohen Niveau in seine Beteiligungen investiert. Insgesamt hat INDUS für den Erwerb der Anteile an den fünf neuen Gesellschaften Zahlungsmittel in Höhe von 56,4 Mio. EUR aufgewendet; hiervon sind zum Kaufzeitpunkt erworbene Kassenbestände abzuziehen, sodass sich aus der Investitionsrechnung ein Nettomittelabfluss von 31,4 Mio. EUR für die Akquisitionen ergibt.

Den Schwerpunkt der Investitionen bildeten Investitionen in Sachanlagen. Sie betrafen insbesondere technische Anlagen und Maschinen mit 21,7 Mio. EUR, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 12,3 Mio. EUR sowie Grundstücke und Gebäude mit 7,8 Mio. EUR. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei 48,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 43,7 Mio. EUR.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

NACHHALTIGKEIT

WERTEKANON

INDUS bekennt sich zu den Prinzipien nachhaltigen Wirtschaftens: Die Führungsgesellschaft und die Portfoliounternehmen pflegen einen fairen und respektvollen Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Geschäftspartnern. Sie unterstützen den Schutz von Umwelt und Ressourcen und nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr. Die Mitarbeiter sind dem Grundsatz verpflichtet, gesetzliche Regelungen und ethische Standards verbindlich einzuhalten. Die einzelnen Gesellschaften der INDUS-Gruppe und die Holding haben sich eigene Verhaltenskodizes gegeben. Sie unterstützen die Mitarbeiter mit ethischen Leitlinien in ihrem Handeln.

Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung besitzt für INDUS einen hohen Stellenwert. Sie ist Teil des Selbstverständnisses. Auch hier orientiert sich INDUS an den wirtschaftsethischen Grundsätzen der Stetigkeit und Nachhaltigkeit. Die Beteiligungen von INDUS nehmen ihre Verantwortung als Teil der Gesellschaft eigenständig wahr - aktiv und mit Bezug zu ihrem regionalen Kontext. Sie unterstützen mit ihrem Engagement kulturelle und soziale Projekte in der Nachbarschaft. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist für INDUS von hoher Bedeutung. Grundlagen für das Handeln der INDUS-Beteiligungen sind detaillierte Regelungen und Maßnahmen, die von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und umgesetzt werden.

AKTIVER KLIMASCHUTZ

Als Basis für einen aktiven Klimaschutz erfasst INDUS jährlich die weltweit durch die Beteiligungsgesellschaften emittierte Menge von Treibhausgasen. Bei der Bilanzierung der Emissionen orientiert sich INDUS am Greenhouse Gas Protocol und weist Emissionen infolge des Verbrauchs von Brennstoffen (Scope 1) sowie durch eingekaufte Energie verursachte Emissionen (Scope 2) aus. Die INDUS-Gruppe strebt seit 2011 für die spezifischen Treibhausgasemissionen (gemessen in Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) eine jährliche Einsparung von 2 % an. Die Berechnung des Basisjahres erfolgt dabei rollierend und unter Berücksichtigung der im jeweiligen Berichtsjahr getätigten Zu- und Verkäufe von Beteiligungsgesellschaften. Der emissionsmindernd wirkende Einfluss des vergleichsweise milden Winters 2014 in Deutschland wurde zudem durch eine Bereinigung der Scope 1 Emissionen um Witterungseinflüsse berücksichtigt.

Auf dieser Basis wurden für 2014 Emissionen in Höhe von 116,6 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag ermittelt. Bezogen auf das Vorjahr (121,2 Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag) ist eine Reduzierung der Emissionen um 3,8 % zu verzeichnen. Das jährliche Einsparziel wurde somit übertroffen. Dies ist zum einen auf Investitionsmaßnahmen in den Bereichen Wärmedämmung, Gebäude- und Anlagentechnik zurückzuführen. Zum anderen wirkt sich auch die kontinuierliche Modernisierung der Dienstwagenflotte emissionsmindernd aus.

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2012 2013 2014
Tonnen CO2 pro Mio. EUR Rohertrag 100,7* 121,2 116,6

* Veränderungen des Beteiligungsportfolios bei der Berechnung nicht berücksichtigt

Für 2015 setzt sich INDUS erneut eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes um 2 % zum Ziel. Außerdem erweitert INDUS im Jahr 2015 ihre CO2 -Bilanz auf Emissionen aus erworbenen Vorleistungen und aus durch Dritte erbrachte Dienstleistungen (Scope 3 Emissionen). Im Zuge der systematischen und transparenten Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz beteiligt sich INDUS zudem seit 2009 am Carbon Disclosure Project (CDP), einer im Auftrag institutioneller Anleger jährlich durchgeführten Erhebung zu Fragen des Klimawandels (www.cdp.net). In diesem Rahmen berichtet INDUS über Chancen und Risiken infolge des Klimawandels, legt ihre Treibhausgasemissionen offen und stellt Maßnahmen zur Emissionsreduzierung dar.

Die offengelegten Informationen werden durch das CDP hinsichtlich Transparenz und Vollständigkeit (Disclosure Scoring von 0 bis 100 Punkte) und hinsichtlich der Qualität und Wirksamkeit von Maßnahmen zur Emissionsreduzierung (Performance Band von A bis E) bewertet. Mit einer Disclosure Bewertung von 89 Punkten konnte INDUS für das Berichtsjahr 2013 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (70 Punkte) erzielen und erhielt von den am CDP teilnehmenden Unternehmen des S-DAX die beste Bewertung. Auch in der Wirksamkeitsbewertung konnte sich INDUS steigern (Performance Band C in 2013 gegenüber Performance Band D in 2012). Für das Berichtsjahr 2014 nimmt INDUS erneut am CDP teil. Die Ergebnisse und die entsprechende Bewertung der Klimawandelberichterstattung werden im Herbst 2015 von CDP veröffentlicht.

MITARBEITER

TEAM AUS SPEZIALISTEN IN DER FÜHRUNGSGESELLSCHAFT

INDUS setzt auf ein kleines Team von Spezialisten, die explizite Zentralfunktionen in der Holding wahrnehmen und die Interessen von INDUS als Gesellschafter wahren. Da INDUS sich auf wesentliche Kernaufgaben beschränkt, ist der Spezialisierungsgrad der Mitarbeiter hoch. Wichtigstes Merkmal der Unternehmenskultur sind kurze Entscheidungswege, eine starke Teamorientierung und flache Hierarchien. Der Vorstand steht im regelmäßigen Kontakt mit allen Mitarbeitern. INDUS legt großen Wert auf einen respektvollen Umgang - untereinander und mit ihren Geschäftspartnern. Im Alltag achten alle Teammitglieder auf eine hohe Professionalität und stabile Prozesse. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 beschäftigte die INDUS Holding AG (ohne die Mitglieder des Vorstands) 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

PERSONALMANAGEMENT DER TÖCHTER ERFOLGT DEZENTRAL

Die fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Zur Förderung dieses Kapitals bieten die Beteiligungen von INDUS eine Reihe von Weiterbildungsmaßnahmen an; sie sind abgestimmt auf die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter. Die dezentrale Organisation des Weiterbildungsprogramms durch die einzelnen Beteiligungsgesellschaften in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gewährleistet einen eng an den spezifischen Anforderungen ausgerichteten Ausbau des Know-hows. Die Beteiligungsunternehmen steuern ihre Personalarbeit quantitativ wie auch qualitativ eigenständig. Hier sind an erster Stelle die Geschäftsführer verantwortlich. Im Rahmen der allgemeinen Planung zwischen INDUS und den Portfoliounternehmen gibt INDUS ihren Beteiligungen lediglich Empfehlungen hinsichtlich der Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten. Im Jahresdurchschnitt waren bei den Unternehmen aus dem INDUS-Portfolio 7.586 Mitarbeiter (Vorjahr: 7.259) beschäftigt .

INTEGRITÄT

GUTE REPUTATION STÜTZT VERTRAUEN DER GESCHÄFTSPARTNER

Für den Geschäftserfolg der Gruppe sind die Integrität des Managements und damit die Vertrauenswürdigkeit von INDUS als Geschäftspartner enorm wichtig. Mittelständische Unternehmen, die einen langfristig orientierten Käufer für ihr Unternehmen suchen, vertrauen INDUS, die aufgrund ihres langjährigen Bestehens die Geschäftsstrategie des Kaufens, Haltens und Entwickelns von mittelständischen Hidden Champions unter Beweis gestellt hat. Auch bei ihren Kapitalgebern ist INDUS als verlässlicher Partner bekannt. Diese schätzen zudem die hohe Transparenz von INDUS, die aufgrund der Notierung im Prime Standard sowie im Indexsegment SDAX der Deutschen Börse besteht. Das Managementteam verfügt über langjährige Erfahrungen durch das Ausüben von Führungsfunktionen in der Industrie, in Prüfungs- und Beratungsgesellschaften sowie im Bankwesen.

JAHRESABSCHLUSS DER INDUS HOLDING AG (KURZFORM)

Der Jahresabschluss der INDUS Holding AG ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss und der Lagebericht liegen separat vor.

ERTRAGSLAGE

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER INDUS Holding AG (in Mio. EUR)

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2014 2013 2012
Umsatz 5,7 5,8 5,5
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 6,2 5,3 5,7
Personalaufwand -4,7 -4,6 -5,1
Erträge aus Beteiligungen 40,3 43,5 32,2
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 42,3 45,7 50,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,8 9,0 8,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -0,5 -0,4 -0,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -9,0 -11,2 -20,8
Aufwendungen aus Verlustübernahme -3,4 -12,2 -6,2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15,1 -17,5 -18,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 70,7 63,4 51,8
Außerordentliche Erträge 0,0 0,0 1,3
Steuern -8,6 -6,9 -6,9
Jahresüberschuss 62,1 56,5 46,2
Gewinnvortrag 1,1 0,9 1,9
Bilanzgewinn 63,1 57,4 48,1

Das Ergebnis der INDUS Holding AG ist im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Beteiligungen und den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Die Umsatzerlöse lagen in der AG 2014 mit 5,7 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr. Sie umfassen von der Führungsgesellschaft erbrachte Dienstleistungen für die Beteiligungsgesellschaften. Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stieg von 5,3 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR. In dieser Position sind auch Zuschreibungen aus Wertaufholungen aus in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Der Personalaufwand erreicht mit 4,7 Mio. EUR nahezu den Vorjahreswert.

Die Erträge aus Beteiligungen sanken auf 40,3 Mio. EUR (Vorjahr: 43,5 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verminderten sich ebenfalls leicht und erreichten 42,3 Mio. EUR nach 45,7 Mio. EUR im Vorjahr. Auch die Zinserträge lagen mit 8,8 Mio. EUR geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 9,0 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen blieben nahezu unverändert bei 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen waren mit 9,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr mit 11,2 Mio. EUR. In dieser Position sind Wertminderungen aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsbuchwerte enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sanken auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen gingen von 17,5 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR nochmals zurück.

Insgesamt verbesserte sich damit das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 63,4 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR. Nach Steuern führt die Gewinn- und Verlustrechnung daher zu einem Jahresüberschuss von 62,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,5 Mio. EUR). Dies entspricht einem gewichteten Ergebnis je Aktie von 2,54 EUR (Vorjahr: 2,52 EUR).

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

BILANZ DER INDUS HOLDING AG (in Mio. EUR)

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31.12.2014 31.12.2013
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 0,2
Sachanlagen 2,8 2,7
Finanzanlagen 947,1 867,9
Anlagevermögen 950,1 870,8
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 241,3 201,1
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6,3 17,2
Umlaufvermögen 247,6 218,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,2
Bilanzsumme 1.198,0 1.089,3
Passiva
Eigenkapital 722,2 687,1
Rückstellungen 4,2 3,9
Verbindlichkeiten 427,8 356,4
Passive latente Steuern 43,8 41,9
Bilanzsumme 1.198,0 1.089,3

Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Zukäufe nochmals erhöht und beträgt 1.198,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.089,3 Mio. EUR). Das Anlagevermögen stieg um 79,3 Mio. EUR auf 950,1 Mio. EUR (Vorjahr: 870,8 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund höherer Finanzanlagen (d.h. Anteile an Beteiligungsgesellschaften). Innerhalb des Umlaufvermögens stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ebenfalls deutlich um 40,2 Mio. EUR auf 241,3 Mio. EUR (Vorjahr: 201,1 Mio. EUR). Im Wesentlichen ist dieser Aufbau durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen verursacht. Die liquiden Mittel betrugen 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR). Damit lag das Umlaufvermögen mit 247,6 Mio. EUR insgesamt um 29,3 Mio. EUR über dem entsprechenden Vorjahresniveau von 218,3 Mio. EUR. Das Eigenkapital betrug 722,2 Mio. EUR (Vorjahr: 687,1 Mio. EUR). Damit verfügt die INDUS Holding AG über eine Eigenkapitalquote von 60,3 % (Vorjahr: 63,1 %). Die Verbindlichkeiten stiegen vorrangig infolge erhöhter Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 427,8 Mio. EUR (Vorjahr: 356,4 Mio. EUR).

MITARBEITER

In der AG beschäftigte INDUS zum 31. Dezember 2014 insgesamt 21 Mitarbeiter ohne Vorstand (Vorjahr: 20 Mitarbeiter).

NACHTRAGSBERICHT

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH BILANZSTICHTAG

Der Vorstand hat im Februar 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen, den anhaltend defizitären Geschäftsbereich SEMET nicht mehr fortzuführen und die Gesellschaft stillzulegen. Von der Maßnahme sind rund 35 Mitarbeiter betroffen. Wesentliche Effekte aus der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs auf die Vermögens- und Ertragslage sind nicht zu erwarten.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

INDUS betreibt und pflegt ein professionelles Chancen- und Risikomanagement als Instrument, das die Führung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Zentrale Aufgabe des Systems ist es, Chancen frühzeitig erkennen und nach angemessener Chancen-Risiko-Abwägung nutzen zu können. Gleichzeitig soll es sich erstellen, dass das Unternehmen auf den Eintritt von Risiken zu jeder Zeit vorbereitet ist und angemessen auf sie reagieren kann.

Voraussetzung für den langfristigen Erfolg von INDUS ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Gleichzeitig ist das Unternehmen Risiken ausgesetzt, die das Erreichen seiner kurz- und mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil muss INDUS Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken versteht INDUS aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können. Als Chancen versteht INDUS mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und die Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen. Risiken und Chancen sind für INDUS untrennbar miteinander verbunden. Damit unterstützen die weiter unten im Risikobericht erläuterten Strukturen und Prozesse zum Risikomanagementsystem in der Rückkopplung auch das Chancenmanagement.

CHANCENBERICHT

CHANCENMANAGEMENT: STRATEGISCHER DIALOG IDENTIFIZIERT KÜNFTIGES POTENTIAL

Das Chancenmanagement bei INDUS besteht in einem systematischen Umgang mit den unternehmerischen Potenzialen in der Gruppe. Dazu nutzt der Vorstand das sogenannte Instrument des "Strategischen Dialogs". Damit verbindet sich ein strukturierter Prozess, in dem mindestens einmal pro Jahr alle Beteiligungsunternehmen Chancen aus relevanten Markt- und Techniktrends systematisch aufbereiten und mit dem Vorstand diskutieren.

Zeitlich nachgelagert zum strategischen Dialog erfassen alle Unternehmen in der operativen Planung und in der monatlichen Berichterstattung Chancen und Risiken, um die aktuelle Ergebnis- und Liquiditätssituation der einzelnen Geschäfte noch besser einschätzen und beurteilen zu können. Bei der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns orientiert sich INDUS an den aktuellen globalen Wachstumstreibern wie Mobilität, Infrastruktur oder Gesundheit.

Im Rahmen des bestehenden Portfolios werden die Chancen für strategische Ergänzungen auf Tochtergesellschaftsebene und die strategische Weiterentwicklung durch die jeweils verantwortlichen Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der jeweiligen Geschäftsführung beurteilt. Auf operativer Ebene werden die Chancen von den Geschäftsführern vor Ort analysiert und gesteuert. Grundlage hierfür sind Analysen der relevanten Märkte und Wettbewerber sowie unterschiedliche Entwicklungsszenarien von entscheidenden Kostentreibern und Erfolgsfaktoren.

Chancen ergeben sich insbesondere durch die stetige Entwicklung von neuen Produkten. Das hilft den Unternehmen, ihre starke Marktstellung in ihren jeweiligen Nischenmärkten auszubauen. Sie analysieren im Dialog mit Kunden und Lieferanten, welche neuen Einsatzmöglichkeiten sich kurz-, mittel- und langfristig für ihre Technologien eröffnen. Wichtiger Ansatzpunkt für die Weiterentwicklung ihres Geschäfts sind dabei Produktinnovationen ihrer Kunden. Häufig erfordern neue Produkte auch innovative Produktionsprozesse, bei denen die Beteiligungen ihr Know-how einbringen können.

Als Führungsgesellschaft unterstützt und berät INDUS das Chancenmanagement der Beteiligungsunternehmen in zweifacher Hinsicht: Gemeinsam mit den Geschäftsführern analysiert sie jährlich neue Geschäftschancen im Rahmen der Jahresplanung sowie bedarfsorientiert innerhalb eines Jahres; zudem sichert sie die Finanzierung für die Wahrnehmung der identifizierten Chancen.

ERLÄUTERUNG DER CHANCEN

STRATEGISCHE CHANCEN FÜR DIE INDUS-GRUPPE

Die Geschäftspolitik der Führungsgesellschaft ist darauf ausgerichtet, den Wert des Portfolios kontinuierlich zu steigern. Die wesentlichen strategischen Chancen für das Geschäft von INDUS ergeben sich daher aus dem Erwerb, dem Halten und der Finanzierung von Entwicklungsmöglichkeiten von Beteiligungen. Damit kommt den M&A-Aktivitäten von INDUS eine zentrale Bedeutung zu. Um Akquisitionschancen systematisch zu nutzen, hat INDUS in seinem Strategieprogramm "KOMPASS 2020" Zielmärkte definiert, in denen durch aktive Suche potentielle neue Beteiligungen gefunden werden sollen. Das Investitionsteam der INDUS Holding AG identifiziert dazu permanent potenzielle Zielunternehmen und analysiert sie sorgfältig. Zusätzlich zu ihren fünf Segmentmärkten untersucht INDUS verstärkt die Bereiche Infrastruktur, Verkehr und Logistik, Energie- und Umwelttechnik sowie Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, um weitere interessante Akquisitionsmöglichkeiten zu identifizieren.

Zur Wahrnehmung dieser Chancen setzt INDUS sowohl auf einen kontinuierlichen Ausbau ihres Netzwerks als auch verstärkt auf externe Branchenexperten, da der Markt für mittelständische Unternehmen in der Umsatzgrößenklasse <100 Mio. EUR Jahresumsatz breit und enorm diversifiziert ist; diese Berater arbeiten exklusiv für INDUS und identifizieren passende Portfolioergänzungen nach einem detaillierten Anforderungsprofil.

INDUS sieht sich aufgrund ihrer Positionierung als langjähriger Käufer von mittelständischen Hidden Champions in einer besonderen Marktposition. Da INDUS Unternehmen kauft, um sie langfristig zu erhalten und in ihrer unternehmerischen Weiterentwicklung zu unterstützen und nicht, um sie weiter zu veräußern, verfügt die Gesellschaft über einen ausgezeichneten Ruf in der mittelständischen Industrie. Potenzielle Verkäufer wenden sich oftmals exklusiv an INDUS, um ihr Unternehmen in eine zukunftsfeste Nachfolge zu überführen.

Aufgrund der langjährig gewachsenen Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte, des stetigen Geschäftsverlaufs und der soliden Finanzierungspolitik verfügt INDUS zuverlässig und bankenunabhängig über die erforderlichen Finanzierungsmittel zum Kauf neuer Unternehmen. Dies und ein bewährter Akquisitionsablauf versetzt die Gruppe in die Lage, sich im Akquisitionsmarkt bietende Chancen effektiv zu nutzen und Verkaufsverhandlungen ohne die Beteiligung Dritter in wenigen Wochen abzuschließen.

OPERATIVE CHANCEN DER BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Die Unternehmen im INDUS-Portfolio profitieren in erster Linie von einer positiven Entwicklung der Gesamtkonjunktur in der produzierenden Industrie. Wesentliche Wachstumsimpulse dürften künftig China, USA und die Schwellenländer liefern. Die globale Präsenz der Unternehmen im INDUS-Portfolio bzw. deren Verstärkung tragen zur Nutzung dieser Chancen in den relevanten Märkten bei. Dabei gehen die Unternehmen teilweise bei der Erschließung neuer regionaler Märkte auch gemeinsam vor.

Die Hidden Champions in der INDUS-Gruppe verfügen über eine hohe Entwicklungskompetenz. Die Zukunftsthemen Umweltschutz und Energieeffizienz sind in allen industriellen Branchen relevant. Energiepreise und Umweltstandards werden langfristig weiter steigen. Daher erwartet INDUS verstärkte Investitionen in nachhaltige und energiesparende Produktionsprozesse. Hier sieht INDUS derzeit insbesondere für die Unternehmen aus den Segmenten Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau und Metalltechnik nutzbare Chancen.

Das Segment Bau/Infrastruktur wird sowohl kurz- als auch mittelfristig von der starken inländischen Baunachfrage profitieren, ausgelöst durch Inflationsängste und eine vermehrte Investitionsneigung in Immobilieneigentum. In Deutschland besitzen im internationalen Vergleich weniger Personen Wohneigentum, sodass hier mit einem deutlichen und langjährig anhaltenden Nachholeffekt zu rechnen ist.

Für den Bereich Medizin- und Gesundheitstechnik sieht INDUS mittel- und langfristig kontinuierlich gute Wachstumschancen aufgrund der demografischen Entwicklung und des anhaltend hohen Bedarfs an Medizin- und Gesundheitstechnik und Anwendungen.

RISIKOBERICHT

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM: INTENSIVE BESTANDSAUFNAHME UND WEITERENTWICKLUNG

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer internationalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Der Eintritt von Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die INDUS Holding AG hat daher in Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Das Risikomanagementsystem ist als integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse in das Informations- und Kommunikationssystem der INDUS Holding AG eingebunden; es ist wesentlicher Bestandteil des Führungssystems. Die Verantwortung für die Gestaltung des Risikomanagementsystems liegt beim Vorstand, der ein aktives Management der Risiken sicherstellt. Das Risikomanagementsystem der INDUS Holding AG ist im Risikomanagement-Handbuch der Gesellschaft dokumentiert.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken systematisch zu identifizieren, zu inventarisieren, zu analysieren, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Der Vorstand überprüft und überarbeitet dazu im regelmäßigen Turnus sowie anlassbezogen das Risikokataster der Gesellschaft. Auf dieser Basis werden die erforderlichen Maßnahmen zur Risikosteuerung definiert, dokumentiert und deren Wirksamkeit ebenfalls mit dem Risikokataster überwacht. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert.

Die Struktur und die Funktionsweise des Risikomanagementsystems werden in regelmäßigen Abständen sowie anlassbezogen vom Vorstand überprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung ebenso wie die Anmerkungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Jahresabschlussprüfung fließen dann in die systematische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ein. Die unterjährige Überwachung der Risikolage, die Überprüfung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie eingeleitete Maßnahmen zu seiner Verbesserung werden einmal jährlich im Risikomanagement-Jahresbericht der Gesellschaft dokumentiert.

BERICHTSPROZESSE: ENGE VERZAHNUNG MIT DEN BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Zu den Grundelementen des Risikomanagementsystems zählen die organisatorische Einbindung der Chancen- und Risikoprozesse in das operative Tagesgeschäft, eine adäquate Managementstruktur, ein abgestimmtes Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme. Dementsprechend berichten die Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des Risikomanagementsystems den Status und die Veränderung bedeutender Risiken an die Führungsgesellschaft. Dies führt zu einer regelmäßigen Neubewertung der Chancen- und Risikosituation durch den Vorstand von INDUS. Dabei werden sowohl unternehmensspezifische als auch externe Ereignisse und Entwicklungen analysiert. Unabhängig von den normalen Berichtswegen werden kurzfristig auftretende Risiken von Bedeutung direkt von den einzelnen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften an den entsprechenden Verantwortlichen in der Führungsgesellschaft kommuniziert.

VERSICHERUNGEN: PROFESSIONELLES MANAGEMENT DURCH DIE FÜHRUNGSGESELLSCHAFT

Risiken in den Bereichen von Elementarschäden, Betriebsunterbrechungen, Haftpflicht, Management-Haftpflicht (D&O), Produkthaftung und Transportschäden werden zentral von der Führungsgesellschaft für alle Beteiligungsunternehmen durch den Abschluss entsprechender Verträge abgesichert. Das zentrale Management dieser Versicherungen garantiert den Unternehmen einheitlich hohe Versicherungsumfänge bei niedrigen Prämien.

ERLÄUTERUNG DER EINZELRISIKEN

ÜBERBLICK

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Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstandes)
Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Risikolage für 2015 im Vergleich zum Vorjahr
--- --- --- ---
Umfeld- und Branchenrisiken möglich bedeutsam gleich
Unternehmensstrategische Risiken möglich bedeutsam gleich
Leistungswirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Personalrisiken unwahrscheinlich gering gleich
Informationstechnische Risiken unwahrscheinlich gering besser
Finanzwirtschaftliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Rechtliche Risiken möglich bedeutsam gleich
Sonstige Risiken möglich bedeutsam gleich

* Ausprägungen der Eintrittswahrscheinlichkeit: unwahrscheinlich, möglich, wahrscheinlich

Ausprägung der möglichen finanziellen Auswirkung: gering, bedeutsam, kritisch

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

Die Geschäftstätigkeit der Beteiligungen bedingt vom Grundsatz her einen engen Zusammenhang zwischen der Geschäftsentwicklung und der Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds. Neben den konjunkturellen Risiken stellen Erhöhungen der Energie- und Rohstoffpreise Risiken für die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Gruppe dar. Mit einem ausgewogenen Beteiligungsportfolio, bestehend aus fünf Segmenten, vermeidet INDUS eine überproportionale Abhängigkeit von einzelnen Branchen. Durch eine hohe Spezialisierung und eine starke Position innerhalb einer attraktiven Marktnische werden sowohl das Branchenrisiko als auch das allgemeine konjunkturelle Risiko für die Beteiligungsunternehmen gemindert. Ein grundsätzliches konjunkturelles und branchenspezifisches Risiko ist von Natur aus nicht zu vermeiden.

INDUS konzentriert sich auf den Erwerb von mittelständischen Produktionsunternehmen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Derzeit werden 52 % der Gesamtumsätze im Inland erzielt (Vorjahr: 51,4 %). Somit ist die Entwicklung des Konzerns noch stark durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die Abhängigkeit vom deutschen Markt ist in den vergangenen Jahren aufgrund des strategischen Ausbaus des internationalen Geschäfts stark gesunken. Diese regionale Diversifikation des operativen Geschäfts streut das Geschäftsrisiko für INDUS. Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird die Fokussierung auf das Inland sukzessive abnehmen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Unternehmensstrategische Risiken bestehen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Markt- bzw. Geschäftsentwicklung der akquirierten Beteiligungsgesellschaften. Der langfristige Erfolg von INDUS hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller neuer Portfoliounternehmen und der Entwicklung des Beteiligungsportfolios ab. Um Risiken auf dem Feld "unternehmensstrategische Risiken" zu minimieren, setzt die Führungsgesellschaft auf eine umfangreiche Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene Analysen. Diese eigenen Analysen werden zudem einer externen, unabhängigen Begutachtung unterzogen. Die Entscheidung für eine Neuakquisition wird nach intensiver Prüfung und durch einstimmigen Beschluss des Vorstands getroffen.

Den möglichen Risiken aus Fehleinschätzungen in der strategischen Positionierung der Beteiligungsunternehmen begegnet INDUS durch eigene intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen und regelmäßige Informationsgespräche mit den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften. Sämtliche Beteiligungsunternehmen stellen monatlich Daten über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage zur Verfügung. Ihre kurz- und mittelfristigen Planungen werden auf Ebene der Führungsgesellschaft aggregiert. Dies gewährleistet, dass INDUS als Eigentümerin stets einen umfassenden Überblick über die Risikolage des einzelnen Unternehmens und des Konzerns hat.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Neben den unternehmensstrategischen Risiken bestehen für INDUS und die Tochterunternehmen leistungswirtschaftliche Risiken. Dazu zählen insbesondere Beschaffungsrisiken, Produktionsrisiken und Absatzrisiken.

Die Beteiligungsunternehmen benötigen für die Herstellung ihrer Produkte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von unterschiedlichen Lieferanten bezogen werden. Aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS sind Beschaffungsrisiken im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Grundsätzlich sind die Unternehmen bestrebt, die Lieferung von wichtigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen durch langfristige Kontrakte abzusichern. Die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energieträger können stark schwanken. Abhängig von der jeweiligen Marktsituation ist es den Beteiligungsgesellschaften daher nicht immer möglich, die daraus entstehenden Belastungen an die Kunden zeitnah und vollumfänglich weiterzugeben. Die operativ Verantwortlichen stehen im kontinuierlichen Kontakt mit Lieferanten und Kunden. So können sie frühzeitig auf eventuell auftretende Preis- und Mengenrisiken reagieren. Zusätzlich begrenzen die Beteiligungsunternehmen, wo notwendig, mit dem Abschluss von Rohstoffsicherungen das Risiko. Zum 31. Dezember 2014 lagen keine Rohstoffsicherungen vor (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR).

Produktions- und Absatzrisiken sind aufgrund der breiten Diversifikation innerhalb des Gesamtportfolios von INDUS im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Konzern von untergeordneter Bedeutung. INDUS analysiert dazu regelmäßig die Kundenstruktur in der Gruppe; es existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

Auch aufgrund von Tarifabschlüssen ergeben sich weitere leistungswirtschaftliche Risiken, da die Belastungen oft nicht vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden können, sondern durch Produktivitätserhöhungen kompensiert werden müssen.

PERSONALRISIKEN

Der langfristige Erfolg der Holding hängt maßgeblich vom Wissen und von der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter ab. Mögliche Risiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sowie durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. INDUS begrenzt diese Risiken durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine leistungsgerechte Vergütung. Die Mitarbeiter schätzen die positive Unternehmenskultur. Ausdruck dieser Wertschätzung ist eine geringe Fluktuation. Die Gesamtheit aller Maßnahmen macht die Gesellschaft zu einem attraktiven Arbeitgeber, sodass den Risiken aus Fluktuation, demografischer Entwicklung und Kompetenzverlust aktiv begegnet wird.

Die Töchter der INDUS-Gruppe steuern ihr Personalmanagement eigenständig; sie sind in sehr vielen Branchen und Regionen angesiedelt, sodass die Risiken der Personalbeschaffung und Personalentwicklung sehr breit gestreut sind. Im Rahmen ihres Reportings an INDUS erfassen sie monatlich ihre personellen Kapazitäten und planen Reserven, um ihre Flexibilität in den Produktions- und Personalkosten zu erhalten. Individuelles Ziel ist es, flexible Kapazitäten von 10 % bis 30 % vorzuhalten. Dazu nutzen sie das Programm "Kapaflex". Es sichert durch die Koppelung verschiedener Maßnahmen wie Zeitkonten, Überstundengutschriften, befristete Arbeitsverträge und Leiharbeit sowie steuerbare In- und Outsourcing-Potenziale die notwendige Reaktionsfähigkeit.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Grundlage einer modernen Arbeitsumgebung ist eine sichere und effektive informationstechnische Infrastruktur. Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte Informationstechnologie. Möglichen Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet die Gesellschaft mit regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie effektiven Zugangs- und Zugriffskontrollen. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch interne und externe Experten. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen informationstechnischen Risiken.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen vor allem das Liquiditätsrisiko, das Zinsrisiko und das Währungsrisiko sowie das Ausfallrisiko. Grundsätzlich finanzieren sich die einzelnen Beteiligungsgesellschaften selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation unterstützt INDUS die Beteiligungsgesellschaften bei der Finanzierung und stellt bei Bedarf Finanzmittel zur Verfügung. Um die jederzeitige Handlungsfähigkeit der Führungsgesellschaft sowie eine ausreichende Finanzierung der Beteiligungsgesellschaften sicherzustellen, verfügt die Führungsgesellschaft über entsprechende Liquiditätsreserven.

Eine breit diversifizierte Finanzierungsstruktur, verteilt auf zehn Kernbanken, verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern, sodass aus heutiger Sicht bankenseitige Ausfallrisiken begrenzt sind. Das größte Einzelobligo liegt bei rund 15 %. Die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios erfolgt durch eine revolvierende, langfristige Mittelaufnahme der Führungsgesellschaft. Kreditbesicherungen bestehen nicht. Die vereinbarten Covenants stellen aus heutiger Sicht kein wirtschaftliches Risiko dar. Bei der Finanzierung setzt INDUS auf einen Mix aus festverzinslicher und variabler Finanzierung; letztere werden teilweise per Zinsswaps besichert. Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte durch die damit fast vollständig abgesicherten Zinsänderungsrisiken während der Laufzeit keine Auswirkungen auf die Ertragslage, da sich die Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten kompensieren. Das Nominalvolumen der Zinsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 193,9 Mio. EUR (Vorjahr: 249,5 Mio. EUR).

Das debitorenseitige Ausfallrisiko ist durch das diversifizierte Portfolio und die Eigenständigkeit der Beteiligungsunternehmen, die ihre Aktivitäten auf verschiedene Märkte und mit unterschiedlichen Produkten konzentrieren, deutlich begrenzt. Zudem unterhalten die Beteiligungen selbst wirksame Systeme zur Überwachung der Debitorenrisiken, schlossen nach eigenem Ermessen Warenkreditversicherungen ab und berichten der Führungsgesellschaft monatlich über etwaige Risiken.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaften bestehen Währungsrisiken. Diesen begegnet INDUS mit der kongruenten Absicherung der Geschäftsvorfälle durch Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Das Nominalvolumen der Währungsabsicherungen betrug zum 31. Dezember 2014 insgesamt 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR); es lag im Wesentlichen bei den Beteiligungen. Weitere Erläuterungen zur Finanzierung finden sich im Konzernanhang unter den Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten.23

23 Siehe Konzernanhang, Ziffer 34

RECHTLICHE RISIKEN

Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich insbesondere in den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Außenwirtschafts- und Zollrecht sowie Steuerrecht. Aus dem operativen Geschäft der einzelnen Beteiligungsgesellschaften resultieren darüber hinaus Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen. Ein effizientes Vertrags- und Qualitätsmanagement minimiert dieses Risiko zwar, kann aber keinen grundsätzlichen Ausschluss garantieren. Von Seiten der Führungsgesellschaft werden die Unternehmen im Segment Fahrzeugtechnik durch ein entsprechendes Beratungsangebot zum Vertragsmanagement unterstützt. Zur ausreichenden Risikovorsorge wurden 2014 Rückstellungen in Höhe von 53,6 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 52,8 Mio. EUR). In den Rückstellungen sind Gewährleistungen für Verpflichtungen aus Absatz und Beschaffung, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen, geschätzte Werte für erwartete Rechnungen sowie Rückstellungen für Kosten der Belegschaft und übrige Rückstellungen enthalten.

Risiken aus dem Ausgang von Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe haben könnten, bestehen weder für die INDUS Holding AG noch für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften.

Rechtliche Risiken können sich aus Ansprüchen und Klagen gegen Tochterunternehmen sowie behördlichen Verfahren ergeben. Geltend gemachte Ansprüche Dritter prüft INDUS sorgfältig auf ihre Begründetheit. Gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten werden bei Bedarf von externen Anwälten begleitet. Die in diesem Bereich identifizierten Einzelrisiken sind gering oder mittel ausgeprägt. INDUS bildet Rückstellungen, sofern Zahlungsverpflichtungen als wahrscheinlich angesehen werden und die jeweilige Höhe zuverlässig geschätzt werden kann.

SONSTIGE RISIKEN

Eine wichtige Rolle für die INDUS Holding AG spielt der verantwortungsbewusste Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Produktionsprozesse in den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden kontinuierlich auch dahin gehend optimiert, die Belastung für die Umwelt und hier insbesondere den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus sind sämtliche Mitarbeiter der Gruppe dazu angehalten, in ihrem Bereich die entsprechenden Bestimmungen des Umweltschutzes zu beachten und Verbesserungsvorschläge, die über die etablierten Normen hinausgehen, einzureichen. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt. Aktuell sind weder in der Führungsgesellschaft noch in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften Umweltrisiken erkennbar.

Der Konzern hat aufgrund seiner Unternehmensstrategie, die Diversifikation durch einen kontinuierlichen Ausbau des Beteiligungsportfolios voranzutreiben, Firmenwerte in Höhe von 368,2 Mio. EUR bilanziert (Vorjahr: 331,6 Mio. EUR). Diese müssen gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment) unterzogen werden. Sollten dabei Wertminderungen festgestellt werden, sind die entsprechenden Firmenwerte außerplanmäßig abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. EUR vorgenommen (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR).

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN (KONZERN-)RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(BERICHT GEMÄß §§ 289 ABS. 5, 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)

Umfang und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) der INDUS Holding AG liegen im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Der Aufsichtsrat überwacht den Rechnungslegungsprozess und die Wirksamkeit des IKS. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS bei den Beteiligungsgesellschaften wird durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften geprüft. Für die INDUS Holding AG selbst obliegt die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS direkt dem Vorstand.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das IKS ist so gestaltet, dass der Konzernabschluss der INDUS Holding AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Die Struktur des IKS bietet eine möglichst hohe Sicherheit in Bezug auf die Zielerreichung. Unabhängig von seiner Ausgestaltung kann das IKS dennoch keine absolute Sicherheit dahin gehend liefern, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung werden von den zuständigen Mitarbeitern im Controlling der INDUS Holding AG gesteuert. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden hinsichtlich ihrer Relevanz und Auswirkungen für die Rechnungslegung geprüft. Die sich daraus ergebenden Änderungen der Rechnungslegungsprozesse werden in zentral verfügbaren Verfahrensanweisungen und in den bei der Rechnungslegung verwendeten Systemen abgebildet. Die jeweils aktuelle Konzern-Bilanzierungsrichtlinie wird an alle mit der Rechnungslegung befassten Mitarbeiter der INDUS Holding AG und der Beteiligungsgesellschaften kommuniziert. Zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender bilden diese Elemente die Basis für den Abschlusserstellungsprozess.

Die Beteiligungsgesellschaften erstellen ihre Abschlüsse gemäß den Vorgaben der KonzernBilanzierungsrichtlinie. Die Reporting- und Konsolidierungsprozesse erfolgen für alle Beteiligungsgesellschaften über ein einheitliches IT-System, das zentral von der INDUS Holding AG zur Verfügung gestellt wird. Verfahrensanweisungen und standardisierte Meldeformate unterstützen dabei den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Teilweise werden zusätzlich externe Dienstleister, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, beauftragt.

Zur Vermeidung von Risiken im Rechnungslegungsprozess umfasst das IKS präventive und aufdeckende interne Kontrollen. Dazu gehören insbesondere IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip. Diese Kontrollen und Instrumente werden fortlaufend weiter entwickelt, um auch künftige Risiken ausschließen zu können, wenn Schwachstellen identifiziert wurden.

Das Controlling der INDUS Holding AG stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass die Vorgaben der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die Beteiligungsgesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt.

Der Vorstand der INDUS Holding AG und die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften sind dafür verantwortlich, dass die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren zum Rechnungslegungsprozess eingehalten werden. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher.

GESAMTEINSCHÄTZUNG DES VORSTANDS ZUR CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN ERKENNBAR, CHANCE AUF LEICHTES WACHSTUM FÜR 2015

Im Geschäftsjahr 2014 hat INDUS ihre langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie fortgesetzt. Die sehr gute Liquiditätssituation wurde genutzt, um zwei bzw. einschließlich der indirekten Beteiligungen fünf weitere mittelständische Hidden Champions zu erwerben. INDUS hat in ihrem Strategieprogramm "KOMPASS 2020" industrielle Wachstumsmärkte definiert, in denen der Vorstand verstärkt zukaufen will. Dies sind die Geschäftsfelder Verkehr und Logistik/Infrastruktur, Medizin- und Gesundheitstechnik, Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik sowie Energie- und Umwelttechnik. Für 2015 strebt INDUS weitere Verstärkungen in diesen Bereichen an. Der Vorstand sieht in möglichen Zukäufen sowohl auf Portfolioebene als auch Ebene der Töchter die größten Wachstumschancen für 2015.

Durch eine stärkere Internationalisierung der bestehenden Aktivitäten bieten sich ebenfalls Wachstumschancen im Portfolio, die durch geplante Investitionen von mehr als 50 Mio. EUR aktiv genutzt werden sollen. Die Umsatzerlöse lagen im Berichtsjahr rund 69 Mio. EUR über dem Vorjahr bei einer verbesserten operativen EBIT-Marge von 10,1 %. Die Finanzierungsstruktur blieb stabil. Die Nettoverschuldung lag bei 345,8 Mio. EUR nach 307,6 Mio. EUR in 2013. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt zum Stichtag 42 % (Vorjahr: 43,6 %), in der AG 60,3 % (Vorjahr: 63,1 %). Insgesamt beurteilt der Vorstand daher die Ausgangslage für 2015 positiv. In diesem Umfeld strebt INDUS an, Umsatz und Ergebnis erneut zu steigern.

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den aggregierten Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der INDUS Holding AG gehören die schwer einschätzbare konjunkturelle Gesamtentwicklung, die viele der Beteiligungsunternehmen gleichzeitig betreffen könnte, sowie finanzwirtschaftliche Unwägbarkeiten durch potenzielle Probleme im Bankensektor. Für den Konzern waren im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Sicht des Vorstands keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen aus heutiger Sicht auch in absehbarer Zukunft nicht.

PROGNOSEBERICHT

Die Rahmenbedingungen bleiben 2015 weitgehend unverändert. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen, den andauernden Kriegen und terroristischen Anschlägen im Nahen Osten, der Ebola-Epidemie in Afrika und der wirtschaftlichen Schwäche im Euroraum zeigen aber die Frühindikatoren Zuversicht bei den Unternehmen. Die Dynamik in den USA und solide Wachstumschancen in Asien stimmen positiv. Das BIP wird 2015 in Deutschland nach Einschätzung der Konjunkturexperten wachsen. INDUS geht nach derzeitiger Planung für 2015 von einer weiterhin positiven Geschäftslage aus.

ERWARTETE RAHMENBEDINGUNGEN

FRÜHINDIKATOREN ZEIGEN FÜR 2015 ALLGEMEINE ZUVERSICHT

Die unsichere makroökonomische Grundsituation spiegelt sich in allgemein verhaltenen Wirtschaftserwartungen wider. Zum Jahresende 2014 war die Stimmung merklich eingetrübt. Der ifo-Index für die Weltwirtschaft sank im vierten Quartal 2014 auf 95 Punkte nach 105 Punkten im Vorquartal. Das ist der schlechteste Wert seit dem dritten Quartal 2013.24 Er liegt nun leicht unter seinem langfristigen Durchschnittswert von 95,5. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage haben sich leicht verschlechtert und die Konjunkturerwartungen wurden dementsprechend nach unten korrigiert. Der Blick in die einzelnen Märkte zeigt aber sehr unterschiedliche Szenarien und heterogene Entwicklungen.

Ausnahmslos positiv sehen alle Konjunkturexperten den US-amerikanischen Markt. Der hohe Stand des ifo-Indexes für die USA - er liegt über seinem 15-Jahresdurchschnitt25 - lässt sich durch aufeinander aufbauende Einflüsse erklären, wie den Abbau privater Schulden, einer höheren Kreditvergabe, einer steigenden Konsumbereitschaft und der Erholung des Immobilien- und Arbeitsmarktes. Angesichts der starken US-Konjunktur gehen viele Beobachter von einer Zinserhöhung der Fed in 2015 aus und damit einhergehend von einer Aufwertung des US-Dollar. Die Erwartung für das Wirtschaftswachstum 2015 in Nordamerika liegt bei einem Plus von 3,2 %.26

24 CESifo World Economic Survey, November 2014

25 Veröffentlichung vom 13.11.2014 zum IFO-Weltwirtschaftsklima vom 4. Quartal 2014, ifo Weltwirtschaftsklima stark eingetrübt

26 Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Weltkonjunktur im Winter 2014, S. 5 und S. 9

In Asien bleibt China der Wachstumstreiber, auch wenn manche Experten einige Risikofaktoren sehen (unter anderem warnen sie vor einer Immobilienblase). Unabhängig davon wird ein Wachstum von 7 % für 2015 erwartet. In den GUS-Staaten und in Lateinamerika ist das Wirtschaftsklima in der Fünfjahres-Perspektive auf einem Tiefstand. Hauptursachen sind die Russland-Krise und die schwache Entwicklung Brasiliens. Angesichts einer unverändert schlechten Lage wird für Russland ein Rückgang von -0,5 % erwartet. Im Schwellenland Brasilien wird für 2015 nur ein Wachstum von 1,5 % vorhergesagt, wobei insbesondere der industrielle Sektor und mangelnde Investitionen den Aufschwung belasten. Positiver sieht die Prognose für Mexiko mit 3,0 % Wirtschaftswachstum aus. Der für einzelne Beteiligungen von INDUS relevante südafrikanische Markt soll 2015 um 2,7 % wachsen.

Die Wachstumsprognose für den Euroraum erreicht nur 1,2 % bei einer Inflation von unter 1 %. Nach wie vor ist keine ausschlaggebende Erholung in Sicht: Hohe Arbeitslosigkeit, mangelnde Nachfrage im Binnenmarkt und den Emerging Markets sowie öffentliche Haushaltsdefizite belasten weiterhin die Wirtschaft. Die Unsicherheiten aus der Ukraine-Krise hemmen zusätzlich die Entwicklung.

Zum Jahresbeginn 2015 haben sich zudem die Erwartungen für die Schweizer Wirtschaft deutlich eingetrübt. Die Entscheidung der Schweizer Notenbank, die feste Koppelung an den Euro aufzugeben, hat den Franken um rund 15 % aufwerten lassen. Das wird 2015 spürbare Auswirkungen auf die schweizerische Konjunkturentwicklung haben.

Nach aktuellen Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, soll das BIP in Deutschland im Jahr 2014 um 1,5 % und in 2015 um 1,7 % wachsen. Angesichts des Konjunktureinbruchs im dritten Quartal 2014 ist Deutschland nur knapp einer Rezession entgangen. Für 2015 sind die Konjunkturschätzungen daher verhalten positiv. Die Bundesregierung plant für 2015 ein BIP-Wachstum von 1,5 %. Die allgemeinen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft sind derzeit gut: Niedrige Zinsen, die angesichts der aktuellen Anleihenkäufe der EZB noch lange niedrig bleiben werden, ein sehr guter Arbeitsmarkt, eine hohe Binnennachfrage und nicht zuletzt ein sehr niedriger Ölpreis sollten die Chancen für eine Erholung deutlich verbessern.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts BIP

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Wirtschaftsräume 2014 (Prognose Vorjahr) 2014 (vorläufige Berechnung) 2015 (Prognose) 2016 Prognose)
Weltwirtschaft 3,7 3,4 3,7 3,9
Euroraum 0,9 0,8 1,2 1,5
Ausgewählte Länder
USA 2,3 2,2 3,2 3,5
China 7,5 7,4 7,0 6,7
Indien 5,0 5,9 6,5 6,5
Japan 1,5 0,2 0,8 1,2
Deutschland 1,7 1,5 1,7 1,9

ERWARTETE ENTWICKLUNG DER FÜR INDUS RELEVANTEN BRANCHEN: CHINA UND USA WERDEN AUCH FÜR DEN DEUTSCHEN MITTELSTAND ZENTRALE WACHSTUMSTREIBER

Die einzelnen Branchenverbände rechnen in den für die INDUS-Gruppe relevanten Teilmärkten mit einer stabilen oder meist positiven Entwicklung.

Die Geschäftserwartungen im Bauhauptgewerbe27 sind trotz der Unsicherheiten insgesamt positiv. Die Branche erwartet 2015 einen Umsatzzuwachs von 2 %. Der insbesondere zur Jahreswende deutlich verringerte Auftragseingang bei Bauaufträgen der öffentlichen Hand und der Wirtschaft resultiert in einer vorsichtigen Planung. Daher sind die Erwartungen der Investoren im Wirtschaftsbau eher niedrig (prognostiziertes Umsatzplus von 1,5 %). Auch die Nachfrage im Öffentlichen Bau ist gering - und das trotz hoher Steuereinnahmen und im Grunde dringend erforderlicher Infrastrukturinvestitionen (prognostiziertes Umsatzplus von 1,0 %). Der private Wohnungsbau soll dagegen im Umsatz um 3 % wachsen. Er wird verlässlich von mehreren Faktoren angetrieben: einer anhaltend hohen Zuwanderung, einem stabilen Arbeitsmarkt, niedrigen Hypothekenzinsen und der Suche nach sicheren Anlagen. Etwas mehr Dynamik im europäischen Markt verspricht das geplante Konjunkturprogramm der europäischen Kommission im Bereich Infrastruktur, das ein Ausgleich für die Zurückhaltung im Wirtschaftsbau darstellen könnte.

27 www.baulinks, Artikel vom 14.1. 2015, Bauwirtschaft erwartet 2 % Umsatzplus und will 100 Mrd. Euro Marke wieder reißen

Der weltweite Automobilmarkt wächst auch 2015. China und die USA werden weiter zulegen. Für die USA rechnen die Hersteller mit einem erneuten Zuwachs von 2 % bei den Absatzzahlen für Neufahrzeuge.28 Der niedrige Benzinpreis und eine steigende Beschäftigung sollten positiv auf die Kaufkraft wirken. Auch der westeuropäische Markt erholt sich, allerdings geht es nur langsam voran. Für Westeuropa erwartet die Branche, ausgehend von einem niedrigen Niveau, lediglich ein Plus von 2 %.29 Immer noch wächst der internationale Absatzmarkt und gewinnt damit weiter an Bedeutung. 60 % der deutschen Pkw-Produktion finden mittlerweile im Ausland statt, Tendenz steigend. Rund 20 % aller weltweit verkauften Autos zählen zu deutschen Konzernmarken. In einem konjunkturell unsicheren Fahrwasser hält die deutsche Automobilindustrie bisher Kurs. Aufgrund der politischen Spannungen in einigen Teilen der Welt haben die Unsicherheiten für die Automobilkonjunktur allerdings zugenommen.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2015 ein etwas stärkeres Wachstum als im vergangenen Jahr und prognostiziert ein Wachstum von 2 %.30 Der Produktionswert könnte damit erstmals die Schwelle von 200 Mrd. EUR übertreffen. Dennoch sieht die Branche nach wie vor unkalkulierbare Risiken, denn die ungelöste Krise in Russland und der Ukraine lassen weitere Rückgänge erwarten. Auch aus Europa werden nur wenige Impulse erwartet; allerdings könnten der niedrigere Eurokurs und gesunkene Rohstoffpreise die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Wie schon im Vorjahr setzen die deutschen Maschinenbauer auf Nachfrageeffekte vorrangig aus den USA, aber auch aus Asien. Neben der verbesserten Exportkonjunktur sollte der Maschinenbau 2015 von einer stärkeren Binnennachfrage profitieren.

Das Umsatzwachstum der Medizintechnik-Branche hat sich 2014 leicht abgeschwächt.31 Die Unternehmen beklagen den zunehmenden Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften, kritisieren die innovationsfeindliche Politik der Krankenkassen und das insgesamt zu niedrige Erstattungsniveau in Deutschland. Die Diskussionen über Sparmöglichkeiten im Gesundheitssystem werden auch 2015 anhalten und die Hersteller zu einem hohen Innovationstempo treiben. Allgemein wird der Markt für Gesundheits- und Medizinprodukte wachsen. Dafür sorgen der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, die steigende Lebenserwartung und eine wachsende Konsumneigung.

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie geht skeptisch ins Jahr 2015. Die aktuelle Beurteilung der weiteren Aussichten ist verhalten, auch wenn sich das Geschäftsklima nach seinem Absturz in den Monaten zuvor im Dezember 2014 wieder stabilisiert hat. Ein steigender Auftragseingang deutet allerdings auf ein erstes Hoffnungszeichen für die Produktion 2015 hin. Da vor allem der Automobil- und der Maschinenbau gute Langfristperspektiven sehen, bleiben auch hier die Branchenaussichten insgesamt stabil.32 Zudem dürften die sinkenden Einkaufspreise bei Rohstoffen wie Eisenerz, Mineralöl, Gas und Kohle für eine Entspannung auf der Kostenseite sorgen, denn für 2015 rechnet die Branche mit keinen deutlichen Preiserhöhungen. Die jüngst verbesserten Exporterwartungen könnten sich für das Segment der Metallerzeugung und -verarbeitung ebenfalls positiv auswirken: Die ifo-Exporterwartung stieg im November 2014 auf den höchsten Stand seit April 2011.33

28 Pressemitteilung des VDA v. 12.1.2015, Deutsche Hersteller steigern US-Absatz auf knapp 1,4 Mio. Light Vehicles

29 Pressemitteilung des VDA v. 15.1.2015, China und USA legten 2014 rasanten Schlussspurt hin

30 Pressemitteilung des VDMA v. 18.12. 2014, Maschinenbau erwirtschaftet 2014 Produktionsrekord von 199 Mrd. Euro

31 Pressemitteilung des Bundesverbands Medizintechnologie v. 5.11. 2014, Herbstumfrage: MedizintechnikBranche wächst im Ausland und bleibt Jobmotor

32 Pressemitteilung des Verbands Gesamtmetall v. 18.12. 2014, Die wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie im Herbst/Winter 2014/2015

33 Pressemitteilung v. 27.11.2014, Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im November 2014, Aufkeimende Hoffnung für das deutsche Auslandsgeschäft

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR KÜNFTIGEN GESCHÄFTSENTWICKLUNG

ZIELE UND AUSRICHTUNG 2015 UND 2016: PORTFOLIO-WACHSTUM UND ZUSÄTZLICHES ORGANISCHES WACHSTUM BEI DEN BETEILIGUNGEN

In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wird INDUS noch einmal verstärkt Augenmerk auf die Performance des Portfolios und dessen Ausbau durch zusätzliche Akquisitionen legen. Die 2012 gestartete Wachstumsstrategie "KOMPASS 2020" wird daher konsequent fortgesetzt. Das Portfolio soll sowohl organisch wachsen als auch durch Zukäufe kontinuierlich ausgebaut werden. Die Messlatte für das organische Wachstum bildet das BIP-Wachstum in Deutschland.

Unverändert sieht der Vorstand die größten Chancen für organisches Wachstum in einer verstärkten Internationalisierung (insbesondere mit Zielrichtung Asien und Amerika) und der erhöhten Bereitstellung von Finanzmitteln für Zukunfts- und F&E-Investitionen.

Das Portfolio soll auch 2015 um weitere wachstumsstarke Hidden Champions ergänzt werden; dazu beabsichtigt der Vorstand den Kauf von mehreren mittelständischen Unternehmen pro Jahr. Voraussetzung ist aber, dass die Unternehmen die INDUS-Zielkriterien erfüllen. Zusätzlich werden gezielt weitere strategische Ergänzungen für die Töchter akquiriert. Im Zielfokus bleiben zukunftsorientierte Industrieunternehmen.

Die Geschäftsentwicklung der INDUS-Gruppe hängt 2015 in wesentlichem Maße von der weltweiten Konjunktur ab. Derzeit deuten alle Indikatoren auf ein leichtes Wachstum hin. Europa soll 2015 die Trendwende schaffen, aber die Lage bleibt aufgrund der ungelösten Verschuldungssituation instabil. Ein Indiz dafür ist die erneute Verschärfung der Griechenlandkrise und die starke Abwertung des Euro.

ERWARTETE GESCHÄFTSLAGE: ERNEUTES UMSATZ- UND ERGEBNISWACHSTUM

Für die Geschäftsentwicklung der Gruppe 2015 liefert der Euroraum aus heutiger Sicht keine Wachstumsimpulse. Maßgeblich dürften die guten Konjunkturaussichten in den USA und China sowie die stabile deutsche Konjunktur sein. In Deutschland haben sich die Stimmungsindikatoren Anfang 2015 aufgrund der zwar hohen Tarifabschlüsse, die aber ohne Arbeitskämpfe zustande kamen, und der anhaltend niedrigen Energiepreise verbessert. Der derzeit schwache Euro erhöht zudem die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Ausland. Der Vorstand beurteilt die Perspektiven für das Geschäft daher als stabil bis gut. Diese Einschätzungen basieren auf den individuellen Planungen der Beteiligungsunternehmen.

Noch nicht abschließend einzuschätzen ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz. Die Aufwertung des Franken im Januar 2015 hat die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Industrie verschlechtert. INDUS besitzt vier schweizerische Gesellschaften, die davon in unterschiedlichem Maße betroffen sind. Bei den beiden exportorientierten Gesellschaften HAKAMA und BACHER wurden bereits vor zwei Jahren Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen zu verbessern. Diese werden nun intensiviert (im Wesentlichen durch Verlagerung von Wertschöpfung in den Euroraum). Für das Medizintechnikunternehmen MIKROP sind die Auswirkungen eher gering, da das Unternehmen bereits eine starke Auslandsfertigung besitzt; die Beteiligung ANCOTECH beliefert rein den inländischen Markt und ist von der Währungsproblematik daher nicht unmittelbar betroffen. Hier könnte sich eine eventuell eintretende Abschwächung der schweizerischen Baukonjunktur auswirken. Das hat ANCOTECH in seiner Planung für 2015 bereits antizipiert.

Die aktuelle Russland-Ukraine-Krise tangiert das Geschäft der Gruppe nur wenig. Bisher ist lediglich ein Unternehmen mit einer direkten Tochter stärker im russischen Markt involviert, alle anderen Beteiligungen pflegen ausschließlich Lieferbeziehungen. Ein nennenswertes Geschäft verzeichnen Sitek, ein Hersteller von Spikes, und die AURORA-Tochter HEAVAC mit Klimaanlagen für Busse. In der Summe umfasst das Russlandgeschäft (direkt wie indirekt) über alle Beteiligungen gesehen weniger als 5 % des Konzernumsatzes - und Gefährdungen ergeben sich aktuell eher aus dem schwachen Rubel als aus dem Embargo der westlichen Staaten. In der Planung für das Jahr 2015 sind diese Entwicklungen berücksichtigt.

Für 2015 setzt sich INDUS erneut das Ziel, stärker als der Markt zu wachsen. Für das aktuelle Jahr liegt die BIP-Prognose nach Annahme der Bundesregierung34 bei 1,5 %. INDUS plant demzufolge für 2015 ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 1,5 %. Akquisitionen sind in der Umsatz- und Ergebnisplanung nicht berücksichtigt. Insgesamt erwartet die Gruppe einen Umsatz von rund 1,3 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) soll sich proportional entwickeln und in einem Korridor von 125 bis 130 Mio. EUR liegen. Die Auftragslage nach den beiden ersten Monaten 2015 stützt diese Erwartungen. Die Preise für Rohstoffe und Energie dürften im Jahresverlauf unverändert bleiben. Unsicherheiten sieht INDUS bei der Entwicklung des Ölpreises; dieser ist derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau und dürfte mittelfristig wieder anziehen. Daher geht INDUS von einer ähnlichen Materialaufwandsquote aus. Für die Personalkosten werden sich aufgrund der Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektrobranche und noch anstehender weiterer Tarifverhandlungen allerdings signifikante Erhöhungen von teilweise mehr als 3 % ergeben. Der Vorstand geht davon aus, dass sich diese Lohnsteigerungen nicht voll kompensieren lassen werden. Die Abschreibungen werden für 2015 voraussichtlich abermals leicht ansteigen.

34 Jahreswirtschaftsbericht 2015, Investieren in Deutschlands und Europas Zukunft, BMWI, Berlin, S.7

ERWARTETE ENTWICKLUNG DER SEGMENTE 2015: MEHRHEITLICH GUTE GESCHÄFTSERWARTUNGEN

Angesichts einer stabilen Nachfrage in der Baubranche erwartet INDUS für das Segment Bau/Infrastruktur ein Umsatzniveau wie 2014; die Schwäche bei den öffentlichen Investitionen und wenige Impulse aus dem Wirtschaftsbau lassen erwarten, dass die im Vorjahr sehr gute Margensituation leicht nachgibt. Für das Segment wird eine operative Marge von 12 % bis 14 % erwartet.

Im Bereich Fahrzeugtechnik hat sich die Ertragslage nach den Maßnahmen der letzten Jahre deutlich verbessert. Dennoch bleibt auch das laufende Jahr herausfordernd. Die Schwäche des europäischen Marktes belastet noch das Segment der Mitteklassefahrzeuge. Aufgrund der guten Nachfrage im Premiumsegment, vorrangig aus den USA und Asien, wird aber ein Umsatz auf dem aktuellen Niveau erwartet. Das langfristige Margenziel von 6 % bis 8 % sieht INDUS auch für 2015 als erreichbar an.

Auch für das Segment Maschinen- und Anlagenbau bleibt das Jahr 2015 herausfordernd. Im aktuellen Jahr haben die Segment-Unternehmen in Summe wieder eine Marge von nahezu 12 % erreicht, eine Entwicklung, die im Wesentlichen durch die neuen Portfoliounternehmen getragen wurde. Negative Effekte bei zwei Beteiligungen werden aber kontraproduktiv wirken: zum einen die geplante Stilllegung des Geschäftsbereichs SEMET, zum anderen die schwache Auftragslage im Bereich der Anlagen zur OLED-Fertigung. Die Umsätze und Ergebnisse der neuen Beteiligung MBN waren im Berichtsjahr teilweise schon enthalten. Das Unternehmen wird 2015 voll konsolidiert, allerdings ergeben sich hohe Belastungen aus der Erstkonsolidierung. Die Umsatz- und Ertragslage soll sich trotz dieser Effekte nicht verschlechtern. Eine EBIT-Marge von mehr als 10 % bleibt daher erneutes Ziel.

In der Medizin- und Gesundheitstechnik erwartet INDUS keine wesentlichen Veränderungen. Der Bereich geht von einer leicht steigenden Nachfrage aus und sich proportional entwickelnden Ergebnissen. Aufgrund der vollständigen Einbeziehung unseres Neuerwerbs ROLKO dürfte der Umsatz etwas stärker steigen und damit proportional das operative Ergebnis. Die hohe EBIT-Marge von größer 15 % soll auch 2015 erzielt werden.

Im Segment Metalltechnik rechnet INDUS 2015 mit einem stabilen Geschäft. Die Anlaufverluste in der Neuanlage zur Kunststoffgalvanik sind verarbeitet; allerdings ist der Wettbewerbsdruck insbesondere bei den beiden Schweizer Gesellschaften hoch, sodass hier zu Beginn des Jahres 2015 Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet wurden. Hinzu kommen Qualitätsprobleme bei einem Unternehmen in der Sintertechnik. Im Gegenzug plant INDUS aber ein solide wachsendes Geschäft mit Hartmetallwerkzeugen und Strahlmitteln. INDUS geht daher von einem leicht steigenden Umsatz aus und erwartet eine EBIT-Marge zwischen 9 und 10 %.

ERWARTETE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE: STABILE BASIS

Für 2015 rechnet INDUS auf Basis stabiler Einnahmen und Erträge mit einem guten operativen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen 2015 rund 60 Mio. EUR betragen (ohne Akquisitionen). Die Mittel werden größtenteils für Innovations- und Rationalisierungsinvestitionen sowie für den weiteren Ausbau von Auslandsstandorten verwendet. Dieses Niveau plant INDUS auch mittelfristig in den Folgejahren beizubehalten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft weiter nach interessanten Akquisitionsmöglichkeiten Ausschau, um das Portfolio strategisch auszubauen und weitere Zukunftsbranchen erschließen zu können. Hierfür sind, passende Akquisitionsobjekte vorausgesetzt, Investitionen in Höhe von bis zu 50 Mio. EUR vorgesehen.

Die Liquidität von über 116 Mio. EUR und der erwartete operative Cash Flow versetzen INDUS in die Lage, ihre Wachstumsstrategie auch 2015 größtenteils bankenunabhängig zu finanzieren. Sachinvestitionen und Dividendenauszahlung sollen aus dem laufenden Cashflow beziehungsweise aus bereitstehender Liquidität finanziert werden. Die Eigenkapitalquote soll 2015 und 2016 stabil bei rund 40 % gehalten werden. Je nach Intensität der sich bietenden Marktchancen bei Zukäufen wird INDUS zusätzliche Fremdmittel aufnehmen und die Eigenkapitalquote kann daher in 2015 wieder leicht sinken. Die Entschuldungsdauer auf Basis EBITDA soll auch 2015 einen Korridor von 2,0 bis 2,5 Jahren erreichen. Die im Jahresverlauf anstehenden Tilgungen sind bereits heute durch vereinbarte Neukredite mit einem Volumen von rund 90 Mio. EUR abgedeckt; alle Kredite sind mit ausschließlich lang laufenden Verträgen (d. h. im Mittel sieben bis acht Jahre Laufzeit) abgeschlossen. Weitere Linien mit einem Volumen von rund 30 Mio. EUR sind vereinbart. INDUS beabsichtigt, langfristig die aktuellen Bilanzrelationen beizubehalten.

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern- Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern- Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, 15. April 2015

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bergisch Gladbach, den 15. April 2015

Der Vorstand

Jürgen Abromeit

Dr. Johannes Schmidt

Rudolf Weichert

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrates im vergangenen Geschäftsjahr informieren.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten, diesen bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Auf diese Weise erhielten sie laufend Einblick in die Geschäfts- und Vermögensentwicklung. Neben der Finanz-, Investitions- und Personalplanung galt die Aufmerksamkeit des Aufsichtsrats der Risikolage und dem Risikomanagement. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.

Im Geschäftsjahr 2014 fanden vier ordentliche Sitzungen im Beisein des Vorstands und eine konstituierende Sitzung statt. Darüber hinaus erfolgten drei Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren. An den Sitzungen und Abstimmungen haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes vollzählig teilgenommen. Die Ausschüsse tagten ebenfalls vollzählig. Auch außerhalb der regelmäßen Sitzungen wurden die für die Gesellschaft bedeutenden Geschäftsvorgänge mit dem Aufsichtsrat erörtert, sodass dieser stets in grundlegende Entscheidungen eingebunden war. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Themenschwerpunkte der Sitzungen

Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 10. März nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zur Stilllegung der Beteiligung NISTERHAMMER ab und genehmigte sie einstimmig.

Ebenfalls im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 27. März nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der ROLKO-Gruppe ab und genehmigte sie einstimmig. Das Umlaufverfahren war aufgrund anstehender Kaufpreisendverhandlungen kurzfristig erforderlich.

Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 11. April bildeten die Vorlage und Erläuterung des Jahresabschlusses 2013 und die Beschlussfassung hierzu. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 fest. Abzustimmen waren zudem der Dividendenvorschlag des Vorstands und die Tagesordnung der Hauptversammlung 2014. Nach Abschluss eines umfangreichen und gründlichen Auswahlprozesses beschloss der Aufsichtsrat, Frau Dr. Dorothee Becker als Kandidatin für die Neuwahl eines Aufsichtsratsmitgliedes vorzuschlagen. Der Aufsichtsratsvorsitzende informierte weiterhin über das Ergebnis der jährlichen Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrates.

Der Vorstand erläuterte ausführlich die Jahresberichte zum Risikomanagement, zu den Investitionen und zur Compliance. Er definierte Schwerpunkte der präventiven Compliance-Arbeit. Der Aufsichtsrat wurde über den mit dem Signing am 10. April erfolgten Erwerb der ROLKO-Gruppe informiert. Weiterhin berichtete der Vorstand über geplante Aktivitäten der INDUS-Gruppe in China. Bei der Erörterung der wirtschaftlichen Lage erläuterte der Vorstand die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 und konstatierte eine planmäßige Entwicklung. Schließlich stellte der Vorstand seine Pläne zur Abspaltung des operativen Geschäftsbetriebes der BETOMAX GmbH & Co. KG in eine neue Gesellschaft vor. Damit wurde zugleich die bisherige BETOMAX-Tochtergesellschaft ANCOTECH als direkte Beteiligung im Portfolio von INDUS etabliert.

Am Tag der Hauptversammlung am 11. Juni 2014 kam der Aufsichtsrat zu seiner zweiten ordentlichen Sitzung zusammen, in der sich die Mitglieder auf den aktuellen Stand der Antragslage vorbereiteten. Da keine Gegenanträge vorlagen, konnte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Bericht über den Geschäftsverlauf der ersten vier Monate 2014 befassen. Der Vorstand berichtete zudem über den Fortgang der Stilllegung der Beteiligung NISTERHAMMER. Weiterhin informierte er über einige kleinere M&A-Transaktionen von Beteiligungen, die aufgrund des geringen Projektvolumens unterhalb der Genehmigungsfreigrenze des Aufsichtsrates lagen. So erwarb die Beteiligung IPETRONIK den schweizerische Telematikspezialist SAVVY AG. Weiterhin fand im Juli der Erwerb der Firma TR Metalltechnik durch RÜBSAMEN statt und der Erwerb der verbliebenen 10 % der Anteile der ELTHERM-Gruppe. Der Aufsichtsrat bedankte sich zum Abschluss beim bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Burkhard Rosenfeld, der aus Altersgründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand, für seine Arbeit und sein außerordentliches Engagement.

Im Anschluss an die Hauptversammlung trat der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und wählte Herrn Helmut Späth als Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Herrn Dr. Jürgen Allerkamp zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Weiterhin wurden die Mitglieder des Personalausschusses und des Prüfungsausschusses wiedergewählt.

Die dritte ordentliche Sitzung fand am 25. September 2014 statt. Gegenstand dieser Sitzung war die Erörterung der wirtschaftlichen Lage per August 2014 und ein aktualisierter Forecast für das Geschäftsjahr 2014. Der Vorstand präsentierte turnusgemäß seinen Statusbericht zur Umsetzung des Strategieprogramms "KOMPASS 2020". Schwerpunkte der Diskussion dazu im Aufsichtsrat waren die Themenfelder "Technik und Innovation" sowie "Akquisitionspolitik". Zudem informierte der Vorstand über den am 20. August 2014 abgeschlossenen Erwerb der KNUR Maschinenbau GmbH in Regensburg durch die Beteiligung ASS. Weiterhin beschloss der Aufsichtsrat eine Neufassung der Genehmigungsfreigrenze für den Erwerb (einschließlich Gründung) von Konzernunternehmen, Unternehmensteilen und Unternehmensbeteiligungen. Ausführlich berichtete der Vorstand über die in Vorbereitung befindliche Transaktion MBN, eines Spezialmaschinen- und anlagenbauers aus Sachsen.

Im schriftlichen Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 13. Oktober nach ausführlicher Erörterung über die Vorlage zum Erwerb der MBN-Gruppe ab.

Die letzte Sitzung des Jahres am 17. Dezember 2014 galt dem aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Planung 2015. Der Vorstand erläuterte die Unternehmensplanung für das anstehende Geschäftsjahr einschließlich der Investitionsplanung und der Finanzplanung. In der anschließenden Diskussion erörterte der Aufsichtsrat Details des Planungsprozesses. Weiterhin wurden besonders die Zukunftsperspektiven im Geschäftsbereich Automotive und die Handlungsoptionen im Falle eines kräftigen Konjunktureinbruchs diskutiert. Der Aufsichtsrat verabschiedete die gesamte Jahresplanung ohne Korrektur.

Der Vorstand gab im Anschluss einen Sonderbericht zum Abschluss der Stilllegung bei NISTERHAMMER ab. Weiterhin präsentierte der Vorstand den erfolgreichen Abschluss der vom Aufsichtsrat im Umlaufverfahren genehmigten Akquisition der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH. Anschließend informierte er über den geplanten Erwerb des Standortes Glauchau der ESDA Feinstrumpffabrik GmbH durch das Beteiligungsunternehmen OFA; der Standort sichert für OFA weitere Wachstumsmöglichkeiten. Weiterhin gab der Vorstand einen Statusbericht zur Finanzierung der INDUS-Gruppe ab. Weiterer Gegenstand der Beratungen war der Bericht des Prüfungsausschusses, welcher über den Beginn der Prüfungstätigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, berichtete. Als Prüfungsschwerpunkte für die bevorstehende Abschlussprüfung wurden die Fortentwicklung des IKS und des Risikomanagementsystems, die Neufassung des Vergütungsberichts und die Anwendung der geänderten IFRS-Standards vereinbart.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem stellte der Vorstand zur Sitzung Informationen zur vertikalen Vergleichbarkeit der Vorstandsvergütung vor. Zukünftig sollen die jeweils aktuellen Zahlen regelmäßig im Personalausschuss diskutiert und dann dem Gesamtgremium vorgestellt werden.

Arbeit der Ausschüsse

Die zwei Ausschüsse des Aufsichtsrats haben primär die Aufgabe, Entscheidungen und Themen für die Sitzungen des Plenums vorzubereiten. Dabei können Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen werden, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und ausführlich über die Ausschussarbeit. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat den Vorsitz im Personalausschuss inne, nicht aber den Vorsitz im Prüfungsausschuss. Die personelle Zusammensetzung der beiden Ausschüsse ist unter der Rubrik Organe im Geschäftsbericht dargestellt.

Der Prüfungsausschuss ist im Geschäftsjahr 2014 zu zwei Sitzungen am 10. April und 17. Dezember 2014 zusammengekommen. Neben Mitgliedern des Vorstands nahmen auch Vertreter von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, an der Sitzung im Dezember teil. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Prüfungsausschuss erklärt, dass keine Umstände vorliegen, die Anlass geben, seine Befangenheit anzunehmen. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, dessen Qualifikation überprüft und die Honorarvereinbarung abgeschlossen sowie den Prüfungsschwerpunkt festgelegt. Hauptthema der Beratungen waren der Abschluss 2013 und die Überprüfung des Risikomanagements- und Compliance-Berichts.

Der Personalausschuss bereitete im Geschäftsjahr 2014 in zwei Sitzungen am 11. April und 25. September 2014 die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse gefasst oder dem Aufsichtsrat Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben. Gegenstand der Sitzung waren die Ausgestaltung des Vergütungssystems sowie Vorschläge zur Festsetzung von Tantieme und Bonus für die Mitglieder des Vorstands und Vertragsangelegenheiten. Einzelheiten zur Vorstandsvergütung können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Beratung der Jahresabschlüsse und Dividendenvorschlag

Die durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2014 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestellte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Köln, hat gemäß Auftrag des Aufsichtsrats den Jahresabschluss und den Lagebericht des INDUS-Holding-Konzerns und der INDUS Holding AG geprüft. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Darüber hinaus hat er festgestellt, dass das Risikomanagementsystem den gesetzlichen Vorschriften entspricht und bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Eine prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten wurde nicht durchgeführt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht, Jahresabschluss und Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Sie wurden in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 15. April 2015 detailliert erörtert. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat hat sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten Unterlagen und der Empfehlung des Prüfungsausschusses erhebt der Aufsichtsrat keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er stellt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beteiligungsunternehmen und der INDUS Holding AG für ihr außerordentliches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

Bergisch Gladbach, den 15. April 2015

Für den Aufsichtsrat

Helmut Späth, Vorsitzender

Entsprechenserklärung 2014

Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass die INDUS Holding AG seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2013 den vom Bundesministerium der Justiz veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:

Kodex Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 und Satz 2: Benennung konkreter Ziele bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Die INDUS Holding AG ist der Auffassung, dass die mit dem Kodex verfolgte Intention auch ohne die Benennung konkreter Ziele erreicht werden kann und dass die Festlegung solcher Ziele den Aufsichtsrat bei der Auswahl geeigneter Mitglieder sogar beschränken würde. Der Aufsichtsrat wird bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung jedoch auch künftig die Empfehlungen des Kodex, etwa zur Vielfalt, berücksichtigen und - unabhängig vom Geschlecht - die Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen und fachlichen Qualifikationen infrage kommender Personen in den Vordergrund stellen. Zudem hat die INDUS Holding AG seit etwa 4 Jahren für die Mitgliedschaft in ihren Organen Altersgrenzen festgelegt. Danach dürfen die Mitglieder des Vorstandes ein Alter von 67 Jahren und die Mitglieder des Aufsichtsrates zum Zeitpunkt ihrer Wahl ein Alter von 70 Jahren nicht überschreiten.

Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 4: Die INDUS Holding AG veröffentlicht den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums.

Die INDUS Holding AG hat bisher den Geschäftsbericht nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Sie wird auch in Zukunft diese Fristen nicht einhalten, sondern die Fristen der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und die gesetzlichen Regeln beachten, wonach der Konzernabschluss binnen vier Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres bzw. Zwischenberichte binnen zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein sollen. Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells der INDUS Holding AG ist insbesondere zur abgesicherten und qualifizierten Ermittlung der Abschlüsse aller Tochter- und Enkelgesellschaften ein entsprechender Zeitkorridor erforderlich. Eine frühere Abschlusspublizität würde überproportional zu Lasten der Qualität der Abschlüsse gehen.

Bergisch Gladbach, den 18. Dezember 2014

Für den Vorstand

Jürgen Abromeit

Rudolf Weichert

Für den Aufsichtsrat

Helmut Späth

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