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H&K AG

Annual / Quarterly Financial Statement Apr 15, 2016

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Annual / Quarterly Financial Statement

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H&K AG (vormals: Heckler & Koch Beteiligungs GmbH)

Oberndorf am Neckar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

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31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Rechte 0,00 4.522,73
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.225,28 167.962,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 355.993.154,05 355.893.154,05
356.058.379,33 356.065.639,56
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.709.483,03 4.910.871,55
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 540.183,68 72.816,56
5.249.666,71 4.983.688,11
C. Aktive latente Steuern 5.160.100,00 6.530.300,00
366.468.146,04 367.579.627,67
Passiva
31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 21.000.000,00 80.000,00
- Eigene Anteile 0,00 -44.300,00
21.000.000,00 35.700,00
II. Kapitalrücklage 9.920.000,00 9.920.000,00
III. Bilanzgewinn 122.426.250,82 166.481.827,67
153.346.250,82 176.437.527,67
B. Rückstellungen 2.760.773,79 4.062.542,00
C. Verbindlichkeiten 204.312.321,43 181.209.758,00
D. Passive latente Steuern 6.048.800,00 5.869.800,00
366.468.146,04 367.579.627,67

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der H&K AG, Oberndorf/Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und des AktG erstellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die H&K AG, Oberndorf/Neckar, ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB. Erleichterungswahlrechte für kleine Kapitalgesellschaften zur Erstellung des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

Durch notariell beurkundeten Gesellschafterbeschluss vom 18. März 2014 wurden die ursprünglich von der Gesellschaft selbst gehaltenen „eigenen Anteile“ eingezogen. Hierbei blieb das Stammkapital in Höhe von EUR 80.000,00 unberührt. Aufgrund der beschlossenen Einziehung wurden die Beteiligungen der Gesellschafter am Stammkapital der Gesellschaft entsprechend aufgestockt.

Mit notarieller Urkunde vom 18. März 2014 haben die Gesellschafter im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung beschlossen, die Heckler & Koch Beteiligungs GmbH formwechselnd in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Die Aktiengesellschaft führt den Namen Heckler & Koch Beteiligungs AG, das bisherige Stammkapital der formwechselnden GmbH wurde zum Grundkapital der Heckler & Koch Beteiligungs AG. In einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 7. April 2014 wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 80.000,00 um EUR 20.920.000,00 auf EUR 21.000.000,00 durch Umwandlung eines Teilbetrags der Gewinnrücklage zu erhöhen. Mit notarieller Urkunde vom 14. April 2014 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Firma von Heckler & Koch Beteiligungs AG in H&K AG geändert.

Am 25. April 2013 wurde zwischen der Heckler & Koch Beteiligungs GmbH (jetzt: H&K AG) und der Heckler & Koch GmbH (HKO) ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen und am Amtsgericht Stuttgart am 2. Mai 2013 im Handelsregister eingetragen. Damit bilden die beiden Gesellschaften seit dem 1. Januar 2013 eine ertragsteuerliche Organschaft.

Eine zwischen der Heckler & Koch Beteiligungs GmbH (jetzt: H&K AG) und der HKO abgeschlossene Tilgungs- und Verrechnungsvereinbarung beinhaltet die Regelung, dass die durch HKO erwirtschafteten und an H&K AG abgeführten Gewinne, unter anderem für den Kapitaldienst des PIK-Darlehens („PIK-Loan“; PIK = Payment in Kind), Verwendung finden.

Am 28. Januar 2014 wurde zwischen der Heckler & Koch Beteiligungs GmbH (jetzt: H&K AG) und der Heckler & Koch Management GmbH (HKM) ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen, nachdem die HKM erwirtschaftete Gewinne an die H&K AG abzuführen und diese im Gegenzug Verluste der HKM auszugleichen hat.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den nach der linearen Methode errechneten Abschreibungen liegen bei Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern von 2 bis 14 Jahren zu Grunde.

Zugänge im Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden ab dem 1. Januar 2010 ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 410,00, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum vereinbarten Wert der Sacheinlage mit dem Zeitwert, ggf. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abschreibungen werden nur durchgeführt, wenn die Wertminderung dauerhaft ist.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Falls notwendig werden für alle erkennbaren Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen gebildet. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Nicht realisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der veröffentlichten Zinssätze der Deutschen Bundesbank mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Nicht realisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Bruttobetrachtung. Latente Steueransprüche werden in den Aktiva, latente Steuerschulden in den Passiva ausgewiesen.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

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Anschaffungskosten
1.1.2014

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2014

EUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Rechte 9.805,00 0,00 9.805,00 0,00
Sachanlagen
Mietereinbauten 74.476,65 0,00 74.476,65 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.788,88 1.780,00 243.502,79 156.066,09
472.265,53 1.780,00 317.979,44 156.066,09
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 355.893.154,05 100.000,00 0,00 355.993.154,05
Anteile an sonstigen Unternehmen 226.375,00 0,00 0,00 226.375,00
356.119.529,05 100.000,00 0,00 356.219.529,05
356.601.599,58 101.780,00 327.784,44 356.375.595,14

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2014

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2014

EUR
31.12.2014

EUR
31.12.2013

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Rechte 5.282,27 1.540,25 6.822,52 0,00 0,00 4.522,73
Sachanlagen
Mietereinbauten 74.476,65 0,00 74.476,65 0,00 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.826,10 26.862,23 165.847,52 90.840,81 65.225,28 167.962,78
304.302,75 26.862,23 240.324,17 90.840,81 65.225,28 167.962,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 355.993.154,05 355.893.154,05
Anteile an sonstigen Unternehmen 226.375,00 0,00 0,00 226.375,00 0,00 0,00
226.375,00 0,00 0,00 226.375,00 355.993.154,05 355.893.154,05
535.960,02 28.402,48 247.146,69 317.215,81 356.058.379,33 356.065.639,56

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten die Beteiligung an der HKO in Höhe von EUR 4.692.000,05 und die Beteiligung an der Heckler & Koch Management GmbH in Höhe von EUR 351.301.154,00. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung wurde am 25. März 2014 mittels Bareinlage die Kapitalrücklage der HKM um EUR 100.000,00 erhöht.

Die Anteile an sonstigen Unternehmen betreffen Gesellschaftsanteile an einer deutschen GmbH die zu 100 % wertberichtigt sind.

Aufstellung des Anteilsbesitzes:

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Name/Sitz Anteile

in %
Währung Eigenkapital 31.12.2014 Jahresergebnis 2014
Unmittelbar gehaltene Anteile
Heckler & Koch GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland 5,1 TEUR 13.720 16.541*
Heckler & Koch Management GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland 100,0 TEUR 351.232 -14.680*
Mittelbar gehaltene Anteile
Heckler & Koch GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland 94,9 TEUR 13.720 16.541*
HK Sidearms GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland 100 TEUR 3.189 6.789*
NSAF Ltd., Nottingham, Großbritannien 100 TGBP 2.673 455
Heckler & Koch Defense Inc., Ashburn, Virginia, USA 100 TUSD -12.526 -21
Small Arms Group Holding Inc., Ashburn, Virginia, USA 100 TUSD 15.494 0
Heckler & Koch, Inc., Virginia & Georgia, USA 100 TUSD 15.888 -3.329
Heckler & Koch France SAS, Paris, Frankreich 100 TEUR 1.935 447

* vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis beziehen sich auf die nach jeweiligem Landesrecht erstellten Abschlüsse.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.573 (i. Vj. TEUR 4.768) beinhalten Forderungen aus den Managementdienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 799 (i. Vj. TEUR 431) sowie der Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der HKO in Höhe von TEUR 3.774 (i. Vj. TEUR 4.337).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Darlehensforderungen gegen Gesellschaftern einschließlich Zinsen in Höhe von TEUR 62.688 (i. Vj. TEUR 56.486). Das größere der beiden Darlehen in Höhe von TEUR 62.677 (i. Vj. TEUR 56.466) ist voll wertberichtigt, so dass sich zum 31. Dezember 2014 ein Buchwert in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 20) ergibt.

Daneben bestehen weitere Darlehensforderungen die als nicht werthaltig betrachtet werden und deshalb in voller Höhe abgeschrieben wurden. Dies sind Darlehensforderungen an Unternehmen der Wolf Gruppe Deutschland in Höhe von TEUR 27.405 (einschließlich Zinsen bis 31. Dezember 2008), an Vezla Ltd. in Höhe von TEUR 16.372 (einschließlich Zinsen bis 31. Dezember 2008) sowie an die Aquamax S.A. in Höhe von TEUR 12.379 (einschließlich Zinsen bis 28. Februar 2011), die bereits in 2008 vollständig wertberichtigt wurden. Außerdem besteht eine Darlehensforderung an die Aviamax GmbH in Höhe von TEUR 1.719 (einschließlich Zinsen bis 13. Oktober 2010) die in 2009 wertberichtigt wurde. Die Darlehensschuldner sind alle ohne Vermögen. Wolf, Aquamax und Aviamax befinden sich in laufenden Insolvenzverfahren, ein vereinbartes Zahlungsversprechen (Besserungsschein) der Vezla Ltd. ist mit größter Wahrscheinlichkeit dauerhaft nicht realisierbar.

Aktive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 5.160 (i. Vj. TEUR 6.530) als Vermögensgegenstand bilanziert. Die Aktivierung latenter Steuern erfolgte infolge der durch den Ergebnisabführungsvertrag zwischen H&K AG und HKO seit 2013 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft, nach der Ertragsteuern für beide Gesellschaften ausschließlich auf Ebene des Organträgers H&K AG entstehen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen von Anwälten und Beratern sowie Jahresabschlusskosten.

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 186.595 (i. Vj. TEUR 180.915) zum Stichtag Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren. Dies betrifft die in den Verbindlichkeiten enthaltene PIK-Darlehensverbindlichkeit. Im April 2013 wurde das PIK-Darlehen bis 2018 verlängert. Die anderen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.718 (i. Vj. TEUR 295) haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Darlehensverbindlichkeit gegenüber der HKO in Höhe von TEUR 186.595 (i. Vj. TEUR 180.915). Dieses PIK-Darlehen in Höhe von ursprünglich TEUR 100.000 wurde mit EURIBOR plus 10 %-Punkte (bis 31. August 2009 EURIBOR plus 8 %-Punkte) p. a. bis 04. April 2013 verzinst. Das PIK-Darlehen war ursprünglich am 07. April 2013 zur Tilgung fällig, wurde jedoch mit Vereinbarung vom 05. April 2013 bis zum 31. März 2018 verlängert, der Zinssatz beträgt ab dem 05. April 2013 entsprechend dem neu gefassten PIK Vertrag 10,5 % p. a. Mit Erträgen aus dem mit der HKO geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag wurden im Geschäftsjahr die Zinsen für 2014 in Höhe von TEUR 18.966 nur teilweise, in Höhe von TEUR 13.317, ausgeglichen. Das PIK-Darlehen ist gemäß Verpfändungsvereinbarung vom 29. Januar 2014 besichert mit den von der H&K AG gehaltenen Anteilen an der HKM. Die Verbindlichkeiten gegenüber der HKM aufgrund der Verlustübernahme aus dem Ergebnisabführungsvertrag vom 28. Januar 2014 betragen TEUR 14.680 (i. Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 481 (i. Vj. TEUR 210) enthalten TEUR 459 (i. Vj. TEUR 202) Steuerverbindlichkeiten.

Aus Unterschieden der Handelsbilanz zur Steuerbilanz ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.049 (i. Vj. TEUR 5.870), die infolge der zwischen H&K AG und HKO bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft vollständig auf Ebene der H&K AG ausgewiesen werden.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 außer dem Vorstand zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Mit Wirkung ab 1. Januar 2015 beschäftigt die Gesellschaft keine Mitarbeiter mehr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen von rd. TEUR 58 jährlich (i. Vj. TEUR 85 jährlich). Das Bestellobligo beträgt TEUR 1.200 (i. Vj. TEUR 0) und betrifft einen Beratervertrag mit Laufzeit bis Juni 2016. Die Laufzeit dieser ausstehenden finanziellen Verpflichtungen beträgt weniger als fünf Jahre.

Als oberstes Mutterunternehmen der HKO unterliegt die HKB den im Anleihevertrag für die HKO EUR 295 Mio Anleihe enthaltenen Verpflichtungen und Regelungen. Ebenso unterliegt die HKB den Verpflichtungen und Beschränkungen aus der Betriebsmittellinie über EUR 30 Mio der HKO.

Im Übrigen bestehen finanzielle Verpflichtungen im geschäftsüblichen Umfang.

Geschäftsführer der vormaligen GmbH waren im Geschäftsjahr 2014:

Andreas Heeschen, Kaufmann, London/Großbritannien (bis 07.04.2014)

Hanns-Friedrich Begemann, Rechtsanwalt, Köln (bis 07.04.2014)

Wilhelm Haaga, Kaufmann, Oberndorf/Neckar (bis 07.04.2014)

Vorstand

Hanns-Friedrich Begemann, Rechtsanwalt, Köln

Aufsichtsrat

Andreas Heeschen, Kaufmann, London/Großbritannien (Vorsitzender) (bis zum 18. Februar 2015)

Keith Halsey, Kaufmann, Samedan/Schweiz

Norbert Scheuch, Kaufmann, Kasseedorf

An ein Mitglied des Aufsichtsrats ist folgendes Darlehen gewährt worden:

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Betrag

In EUR
Zinssatz

in % p. a.
Vertragliche Laufzeit Zinsen 2014

in TEUR
Von bis
--- --- --- --- ---
56.465.641,11 1.1. bis 31.12.2014: 11,000 01.01.2008 31.03.2015 6.211.219,60

Zum 31. Dezember 2014 waren diese Forderungen aus Darlehen an ein Mitglied des Aufsichtsrats in Höhe von TEUR 62.677 (i. Vj. TEUR 56.466) offen. Das Darlehen ist unbesichert und wurde in voller Höhe wertberichtigt.

Nachteilige Finanzierungsstruktur

Die Liquiditätslage des Unternehmens war während des Geschäftsjahres 2014 durch Einnahmen aus Managementumlagen und Erträgen aus Ergebnisabführung der HKO jederzeit ausreichend, um fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Darlehensforderung aus dem im April 2006 vom Unternehmen aufgenommenen PIK-Darlehen über 100 Mio. EUR wurde am 12. Mai 2011 durch deren Tochterunternehmen HKO im Markt für den Kaufpreis von 170,1 Mio. EUR (Nominalwert 173,9 Mio. EUR) inklusive aufgelaufener Zinsen erworben. Das nunmehr konzerninterne Darlehen war fällig am 07. April 2013 und wurde gemäß Vereinbarung vom 05. April 2013 bis zum 31. März 2018 verlängert. Mit einer ergänzenden Vereinbarung zum PIK-Darlehen wurden mit Wirkung zum 05. April 2013 die Darlehensbedingungen in der Darlehensvereinbarung (PIK Loan Note) neu festgelegt. Die abgeschlossene Tilgungs- und Verrechnungsvereinbarung zwischen der H&K AG und der HKO regelt, dass die durch HKO erwirtschafteten und gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 25. April 2013 an H&K AG abgeführten Gewinne insbesondere für den Kapitaldienst des PIK-Darlehens Verwendung finden.

Der Fortbestand der H&K AG und damit auch des Heckler & Koch Konzerns ist aufgrund der nachteiligen Finanzierungsstruktur gefährdet und abhängig von einer zügigen Rückkehr zu einer ausreichend hohen operativen Ertragskraft der wehrtechnischen Beteiligung. Die Fähigkeit der H&K AG Zinszahlungen und Tilgung auf die PIK-Darlehensverpflichtung zu leisten ist somit von ausreichend hohen Ergebnisabführungen des Tochterunternehmens und Darlehensgläubigers HKO abhängig. Zur anderweitigen Finanzierung der Zins- und Tilgungsleistungen hat die Gesellschaft auch die Möglichkeit der Zuführung von Eigenkapital. Die Entschuldung als Kernbestandteil der im Sanierungsgutachten vom 17. Februar 2015 dargelegten Strategie muss mittelfristig auch die Durchführung von eigenkapitalerhöhenden Maßnahmen beinhalten bzw. durch diese flankiert werden.

HKO hat am 12. Mai 2011 eine Anleihe in Höhe von 295 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 15. Mai 2018 begeben. Die Anleihe hat ein Disagio von 1,25 % und ist mit 9,5 % p. a. zu verzinsen. Durch den Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages vom 25. April 2013 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen den Gesellschaften HKO und H&K AG. Der Anleihevertrag für die 295 Mio. EUR Anleihe sieht vor, dass mit Eintritt des ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses (Fiscal Unity) die H&K AG vollumfänglich dem Anleihevertrag beitritt und damit den aus dem Anleihevertrag für die HKO und deren Tochterunternehmen bestehenden Verpflichtungen und Regelungen unterliegt. Die Berichtspflicht gegenüber den Anleihegläubigern liegt nun auf der Ebene des H&K AG-Konzerns. Anleiheschuldner bleibt die HKO. Eine entsprechende Ergänzungs-Vereinbarung wurde mit Datum 26. September 2013 im „First Supplemental Indenture“ zwischen der HKO und der H&K AG sowie der als Treuhänder der Anleihegläubiger handelnden Bank of New York Mellon abgeschlossen. Somit unterliegt neben der HKO und ihrer Tochterunternehmen nun auch das Mutterunternehmen H&K AG den Regelungen aus der Anleihevereinbarung. Vereinbarungen zur Einhaltung jahresabschlussbezogener Kennzahlen sind nicht getroffen.

Konzernverhältnisse

Die H&K AG, Oberndorf/Neckar, ist oberstes Mutterunternehmen und erstellt deshalb einen Konzernabschluss aller unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Oberndorf/Neckar, den 15. Mai 2015

H&K AG

Der Vorstand

Hanns-Friedrich Begemann

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