AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

INDUS Holding AG

Interim / Quarterly Report Aug 16, 2016

220_rns_2016-08-16_e6d85c87-4eb5-4842-87f9-4ebc0738a3f3.html

Interim / Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

INDUS Holding AG

Bergisch Gladbach

Zwischenbericht zum 30.06.2016

HIGHLIGHTS

Nach schwachem Jahresauftakt starker Umsatz- und Ergebnissprung im 2. Quartal
Im 1. Halbjahr ein neues Unternehmen und fünf strategische Ergänzungen erworben
Bereich Bau boomt, Maschinenbau und Medizintechnik kerngesund
Bessere Marge im Fahrzeugbereich, aber noch unbefriedigendes Ergebnis
Ertragslage in der Metalltechnik planmäßig verbessert
Prognose unverändert bestätigt

KENNZAHLEN

scroll

(IN MIO. EUR) H1 2016 H1 2015
Umsatz 714,9 675,6
EBITDA 96,2 87,0
EBIT 69,3 62,7
Ergebnis nach Steuern 37,0 32,0
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,50 1,31
Operativer Cashflow 31,3 26,4

scroll

30.6.2016 31.12.2015
Bilanzsumme 1.479,5 1.419,8
Eigenkapital 597,2 595,4
Nettoverschuldung 424,5 356,3
Eigenkapitalquote in % 40,4 41,9
Beteiligungen (zum Stichtag) 44 43
Schwache Aktienumsätze in den ersten sechs Monaten

KURSENTWICKLUNG DER INDUS-AKTIE IM 1. HALBJAHR 2016 INKL. DIVIDENDE (IN %)

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

nachdem wir mit dem 1. Quartal 2016 nur mäßig zufrieden waren, hat sich in den Folgemonaten das Blatt deutlich gewendet. Der schwache Jahresauftakt ist inzwischen sogar überkompensiert und die INDUS-Gruppe hat in Summe ein Ergebnisplus von über 10 % erzielen können -wobei in diesem Ergebnis auch Konsolidierungseffekte aus neuen Beteiligungen enthalten sind. Bis zum Juni hat sich die wirtschaftliche Lage deutlich stabilisiert. Der Rohstoffpreisverfall, insbesondere beim Öl, scheint zunächst gestoppt. Die Konjunkturdaten für USA und Europa sehen stabil aus und Asien bleibt weiterhin ein Zugpferd der Weltkonjunktur, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zu den Boomjahren der Vergangenheit. Auch die Arbeitsmarktdaten sind gut, die Konsumenten bleiben zuversichtlich.

In den letzten Wochen jedoch überschlugen sich die Ereignisse. Kaum haben wir das überraschende Votum der Briten für einen Ausstieg aus dem Euroraum halbwegs verdaut (wobei die politischen wie wirtschaftlichen Folgen ja noch ausstehen), sprechen schon viele von einer weiteren Bankenkrise. Acht Jahre nach nach der Lehman-Pleite bedrohen malade Geldhäuser erneut die europäische Wirtschaft, werden erneut Steuergelder zur Rettung gefordert -dieses Mal der italienischen Banken. Mitten in die Sommerpause platzt dann die Nachricht vom gescheiterten Putsch in der Türkei; und als wäre das noch nicht genug, werden erneut Frankreich und nun auch erstmals Deutschland zur Zielscheibe des Terrors.

Wir gehen davon aus, dass auch in den nächsten Monaten mit politischen und wirtschaftlichen Erschütterungen zu rechnen ist. Die Lage ist unserer Ansicht nach sehr fragil, aber wir sind gut aufgestellt, um auch diesen neuen Herausforderungen zu begegnen. Trotz eines immer komplexeren Umfelds werden wir unseren Wachstumsweg fortsetzen. Es gibt einen lebhaften und preislich akzeptablen Markt für M&A, auch wenn viele Investoren derzeit anderer Meinung sind. Das zeigen unsere jüngsten Akquisitionen. Bereits heute haben wir mit dem Erwerb von H. HEITZ und fünf weiteren strategischen Ergänzungen unser erstes Zielbudget von rund 50 Mio. Euro für Zukäufe erfüllt. Doch seien Sie versichert: wir sehen aktuell noch viele Gelegenheiten und werden daher auch in den nächsten Monaten weiter gezielt zukaufen.

H. HEITZ steht nahezu mustergültig für die ideale INDUS-Portfolioverstärkung: international, ertragsstark in der Nische, familiengeführt. Die beiden Eigentümer hat einmal mehr unser Modell einer Partnerschaft auf Augenhöhe überzeugt. Und, was laut Guido Heitz noch hinzukommt: "Auch das Menschliche hat gepasst." Nicht zuletzt unser persönlicher Ansatz, gepaart mit Transparenz, Fairness und einem Versprechen auf eine langfristig erfolgreiche Zukunft überzeugt immer mehr mittelständische Unternehmer, uns ihr Unternehmen anzuvertrauen.

Eines ist angesichts der jüngsten Ereignisse heute klar: Die "kuscheligen" Zeiten sind endgültig vorbei. Aber INDUS ist mittlerweile so gut aufgestellt , dass wir uns auch in einem sehr herausfordernden Umfeld gut behaupten werden.

Bergisch Gladbach im August 2016

Ihr Vorstand

scroll

Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert

WEITER IN GUTEN HÄNDEN

Mit der HEITZ-Gruppe verstärkt INDUS ihr Portfolio um einen weiteren Marktführer in einer Nische.

Weltweit ist H. HEITZ einer der größten Anbieter in seinem Segment. Produziert wird am Stammsitz in Melle sowie in Ungarn; zur Gruppe gehört auch eine Niederlassung in den USA. Der Furnierkantenmarkt ist international, die Exportquote von H. HEITZ liegt derzeit bei rund 70 %.

scroll

PHASE 1 PHASE 2 PHASE 3
KONTAKTPHASE PRÜFUNGSPHASE ÜBERGANG
KONTAKTAUFNAHME DETAILANALYSE (DUE DILIGENCE) MEHRHEITSERWERB IM ERSTEN SCHRITT
Direkt oder über Partner Detailanalyse der bisherigen Unternehmensentwicklung, der aktuellen Situation und der zukünftigen Planung/Strategie Altgesellschafter bleibt an Bord, gestaltet die Nachfolge mit
ERSTPRÜFUNG FINANZIELLE, STEUERLICHE UND RECHTLICHE PRÜFUNG ÜBERNAHME DER VERBLEIBENDEN ANTEILE
Passt das Unternehmen grundsätzlich zu INDUS? Passen die Rahmendaten (Branchenfokus, Perspektive, wirtschaftliche Lage)? Ist das Geschäftsmodell zukunftsfähig? Gibt es Perspektiven für Wachstum und internationale Ausrichtung? UNTERNEHMENSWERTERMITTLUNG; VEREINBARUNG DER TRANSAKTIONSMODALITÄTEN Altgesellschafter scheidet aus, INDUS übernimmt alle Anteile
INDIKATIVE EINSCHÄTZUNG DES UNTERNEHMENSWERTS; VORSCHLÄGE FÜR DIE TRANSAKTIONSABWICKLUNG ERARBEITUNG EINES KAUFVERTRAGS WEITERE BERATERTÄTIGKEIT ERWÜNSCHT

PROTOTYPISCHE DAUER DES TRANSAKTIONSPROZESSES: 3 MONATE BIS 6 MONATE

Unternehmensnachfolge im Mittelstand -das Thema ist in Deutschland aktueller denn je. Zugleich ist kaum ein Thema sensibler: Jedes Unternehmen hat seine eigene Geschichte und die Bedingungen für eine erfolgreiche Weiterführung könnten unterschiedlicher kaum sein. Worauf achten Mittelständler bei der Regelung ihrer Nachfolge und wie gestaltet IND US das konkret?

Nach einer aktuellen Erhebung der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW planen rund 580.000 kleine und mittelständische Firmen in den kommenden beiden Jahren, ihr Unternehmen zu übergeben bzw. zu verkaufen. Das entspricht rund 16 % des Mittelstands und betrifft mindestens vier Millionen Beschäftigte. Die Verkaufsvariante zieht rund die Hälfte in Betracht -oft, weil es keinen geeigneten Nachfolger gibt, manchmal, weil sich die nachfolgende Generation über die Weiterführung nicht einig ist.

Bei einem Verkauf ergeben sich für die Unternehmerfamilien viele Fragen. Die wichtigste ist: Wer ist der passende Käufer? Private Equity-Investoren versprechen einen hohen Preis, belasten das Unternehmen aber mit hohen Renditeerwartungen und einem "Zwischenstatus". Denn die Haltedauer ist begrenzt: nach fünf bis zehn Jahren geht das Unternehmen in neue Hände. Ein Family Office verspricht oft eine langfristigere Perspektive, schließt aber auch den späteren Verkauf nicht aus. Abgesehen davon fehlt es oft an der erforderlichen Branchenkenntnis. Bleibt der Verkauf an einen strategischen Investor; dieser kauft aber, um Synergien zu heben, sprich: das Unternehmen wird integriert, Bereiche zusammengelegt, Standorte geschlossen.

INDUS steht für einen anderen, langfristigeren und damit nachhaltigeren Ansatz. "Buy and hold and develop" heißt die Devise. Ziel ist es, ein Unternehmen, langfristig zu halten und in seiner unternehmerischen Entwicklung zu unterstützen. Mit Kapital, einem hervorragendem Netzwerk und viel Branchen-

NACHFOLGEPLANUNGEN IM MITTELSTAND 2017 (IN %)

Quelle: KfW 2016

Know-how bringt INDUS neue Stärken ein. Getreu dem Motto "Die Summe aller Teile ist mehr wert als der Einzelne" wird das Unternehmen zum Mitglied eines zukunftsorientierten Unternehmensverbunds mit Familienunternehmer-Verständnis.

INDUS GEFUNDEN, ZUKUNFT GESICHERT

Seit Juni dieses Jahres gehört die HEITZ-Gruppe zu INDUS. Das niedersächsische Unternehmen ist hochspezialisiert in der Nische, produziert Furnierkanten und Ummantelungsfurniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie. Familiengeführt, international, hochprofitabel -ein mustergültiges INDUS-Unternehmen. Als Guido Heitz und dessen Bruder Ralf mit der Suche nach einer Nachfolgelösung begannen, war das Unternehmen kerngesund. "Wir wollten ohne zeitlichen Druck agieren und das Unternehmen auch nach der Übergabe noch einige Jahre begleiten", so Heitz. Denn der Anspruch war nicht geringer, als H. HEITZ auch noch in fünf oder zehn Jahren an der Weltmarktspitze zu wissen. "Eine solch starke Position muss jeden Tag neu erkämpft werden", weiß Guido Heitz. "Da kann sich ein Unternehmer nicht von heute auf morgen zurückziehen." Den Kontakt zu INDUS stellte schließlich ein von der Eigentümerfamilie beauftragter Berater her.

KONSTANTE UND ERFAHRUNG ERWÜNSCHT!

Ein wichtiger Grundsatz von INDUS nach dem Kauf lautet: Partnerschaft auf Augenhöhe. Daher bleiben manche Alteigentümer oder ein Teil der Familie auch nach dem Verkauf langfristig in der Unternehmensführung. Beispiele für ein solch langfristiges Familienengagement im INDUS-Portfolio sind die Firmen BUDDE, KIEBACK, MBN, RAGUSE, REMKO, ROLKO, SELZER und WEIGAND. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Führungserfahrung bleibt dem Unternehmen erhalten, das Vertrauen der Mitarbeiter in die Führung muss nicht neu aufgebaut werden und das bestehende Netzwerk bedarf keiner "riskanten" Übergabe.

Der andere Weg heißt "Verkauf mit Übergang". Auch bei diesem Modell bleibt der Familienunternehmer nach dem rechtlichen Übergang für mehrere Jahre noch an der Unternehmensspitze. Aber die Übergangsphase ist definiert und gemeinsam mit dem INDUS-Vorstand wird eine neue Geschäftsführung gesucht und eingearbeitet.

Wichtigstes Kriterium für einen neuen Geschäftsführer ist seine Persönlichkeit: INDUS setzt ausschließlich auf unternehmerisch denkende Personen mit Sachkenntnis und Branchenerfahrung. Präferiert wird ein technischer Hintergrund gegenüber dem rein kaufmännischen.

DER PROZESS: STRUKTURIERT, DISKRET, EINFACH

In der über 30-jährigen Unternehmensgeschichte hat INDUS nahezu 70 Unternehmen auf erster und zweiter Ebene in die Gruppe aufgenommen. Pro Jahr befinden sich rund 20 bis 30 Unternehmen in der engeren Prüfung. Entsprechend sicher kann das INDUS-Team einen Verkaufsprozess begleiten -von der ersten Unternehmensbewertung über die Klärung von rechtlichen Sonderfragen bis hin zur Gestaltung des Übergangs. Wer als Unternehmer mit INDUS in Kontakt kommt, spricht von Beginn an mit dem INDUS-Vorstand, denn die Übergabe eines Lebenswerks sollte für beide Seiten Chefsache sein.

Oberstes Gebot für INDUS ist dabei Diskrektion über die gesamte Verkaufsphase hinweg. Die beste Lösung für beide Seiten ist die, die ohne Störungen im gegenseitigen Vertrauen erarbeitet wurde. Ebenso wichtig sind klare und transparente Absprachen. Das gilt nicht zuletzt auch für den Kaufvertrag. INDUS verzichtet so weit wie möglich auf komplizierte Vertragswerke und kommt auch bei der Gestaltung dem Verkäufer entgegen. Und last but not least: nach dem Closing eines Geschäfts überweist INDUS den Kaufpreis binnen zehn Tagen -garantiert. "Auch hier stehen wir zu unserem Versprechen", so INDU S -Vorstand Jürgen Abromeit, "denn wir agieren jederzeit offen und fair".

3 Fragen an Jürgen Abromeit

WENN INDUS AN BORD KOMMT - WAS ÄNDERT SICH, WAS BLEIBT?

Wenn wir ein Unternehmen in die Gruppe holen, verbessern sich seine Wachstumsperspektiven. Als "Haus- und Förderbank" können wir z. B. Wege eröffnen, die sonst verschlossen geblieben wären. Zukunft und Wachstum, das ist alles, was wir mit der Geschäftsführung vor Ort diskutieren. Wir erwarten von dem Unternehmen einzig, dass es unsere Angebote für sein eigenes Vorankommens nutzt. Alles andere kann bleiben, wie es ist.

WIE INTEGRIERT INDUS EIN UNTERNEHMEN IN DIE GRUPPE?

Eine Integration im Konzernsinne gibt es nicht, weil wir nicht wie ein Konzern arbeiten. Kaufmännisch fungieren wir schlicht als Finanzholding, die die Zahlen der Gruppenunternehmen konsolidiert. Die Umsätze, die die Gruppenunternehmen untereinander erzielen, initiieren die Gesellschaften selbständig. Es gibt z. B. keinen gemeinsamen Einkauf oder kein übergreifendes Cashmanagement. Ganz klar: es gibt keine Direktiven aus der Holding, der Unternehmer vor Ort zählt.

GIBT ES FÜR INDUS SO ETWAS WIE EIN "NO-GO" IM ERWERBSPROZESS?

Wer uns kennt, weiß, dass wir stets mit offenem Visier unterwegs sind. Fairness, Klarheit und Transparenz sind uns außerordentlich wichtig. Solange das gewährleistet ist, arbeiten wir hart an einer Lösung für beide Seiten. Ist eines dieser Kriterien gefährdet, steigen wir sofort aus.

3 Fragen an Ralf und Guido Heitz

WAS MACHT H. HEITZ AUS IHRER SICHT ATTRAKTIV?

Das Gesamtpaket. Unser Unternehmen ist wirtschaftlich gesund. Wir bewegen uns erfolgreich in einer internationalen Nische. Zu unseren Kunden zählen die Großen wie IKEA aber auch zahlreiche Zulieferer, so dass wir in der Kundenstruktur keine potenziellen Schwächen haben. Darauf lässt sich aufbauen.

SIE SIND BEIDE NOCH VERGLEICHSWEISE JUNG. WARUM GEBEN SIE H. HEITZ JETZT IN NEUE HÄNDE?

Wir haben uns bewusst frühzeitig mit der Nachfolgefrage beschäftigt, weil schon heute klar war, dass der Nachfolger nicht aus der Familie kommen kann. Zunächst haben wir mit dem Verkauf an einen strategischen Investor geliebäugelt. Andererseits ist in solchen Fällen die finanzielle Absicherung auf Seiten des Käufers nicht immer garantiert. Und auch die strategische Ausrichtung ist nicht immer deckungsgleich. Mit INDUS haben wir dann einen Partner gefunden, bei dem uns die Langfristigkeit des Engagements überzeugte. Auch menschlich hat es gepasst.

INWIEFERN BEDAUERN SIE, DASS H. HEITZ IN ZUKUNFT NICHT MEHR IN FAMILIENHAND IST?

Als Unternehmer denken wir im Sinne des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Der Verkauf ist für uns auch emotional der richtige Schritt. Was für uns das Wichtigste war: Unsere Mitarbeiter haben diesen Prozess voll und ganz unterstützt. Daher sind wir sicher: Der Name H. HEITZ und das, was ihn ausmacht, wird von INDUS auch in Zukunft bewahrt bleiben.

ZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSVERLAUF DER INDUS-GRUPPE IN DEN ERSTEN SECHS MONATEN 2016

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatz 714,9 675,6 39,3 5,8
Sonstige betriebliche Erträge 5,5 7,6 -2,1 -27,6
Aktivierte Eigenleistungen 2,1 4,0 -1,9 -47,5
Bestandsveränderung 6,1 17,8 -11,7 -65,7
Gesamtleistung 728,6 705,0 23,6 3,3
Materialaufwand -326,9 -335,4 8,5 -2,5
Personalaufwand -210,2 -193,0 -17,2 8,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand -95,9 -90,0 -5,9 6,6
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 0,4 0,3 0,1 33,3
Übriges Finanzergebnis 0,2 0,1 0,1 100,0
EBITDA 96,2 87,0 9,2 10,6
Abschreibungen -26,9 -24,3 -2,6 10,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 69,3 62,7 6,6 10,5
Zinsergebnis -12,4 -12,7 0,3 -2,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 56,9 50,0 6,9 13,8
Steuern -19,9 -18,0 -1,9 10,6
Ergebnis nach Steuern 37,0 32,0 5,0 15,6
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 0,4 0,1 0,3 > 100
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 36,6 31,9 4,7 14,7

Nach einem schwachen Jahresauftakt hat die Nachfrage in den meisten INDUS-Beteiligungen in den Folgemonaten stark angezogen. Betrug das Umsatzplus im 1. Quartal 2016 lediglich 1,5 %, so lag der Zuwachs nach sechs Monaten bei 5,8 %. Das entspricht einem Mehrumsatz von 39,3 Mio. EUR. Der Konzernumsatz stieg in Summe auf 714,9 Mio. EUR (Vorjahr: 675,6 Mio. EUR). Der Konzernumsatz für das 1. Quartal erreichte 332,8 Mio. EUR (Vorjahr: 327,9 Mio. EUR), für das 2. Quartal 382,1 Mio. EUR (Vorjahr: 347,7 Mio. EUR).

Der Materialaufwand ging in den ersten sechs Monaten absolut zurück, vornehmlich aufgrund eines geringeren Materialaufwands im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Metalltechnik. Die Materialaufwandsquote reduzierte sich von 49,6 % auf erfreuliche 45,7 %. Der Personalaufwand stieg (auch infolge der Einbeziehung neuer Beteiligungen) an. Bei der Personalaufwandsquote zeigte sich eine leichte Veränderung nach oben: sie erreichte 29,4 % (Vorjahr: 28,6 %). Die Abschreibungen erhöhten sich um 10,7 % auf insgesamt 26,9 Mio. EUR. Der Anstieg ist durch die hohen Sachinvestitionen der vergangenen Jahre und die gestiegenen Abschreibungen auf aufgedeckte Mehrwerte im Rahmen der Kaufpreisallokation der neu erworbenen Unternehmen bedingt.

Das operative Ergebnis (EBIT), das nach dem 1. Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr noch leicht gefallen war (-3,2 %), stieg nun gegenüber 2015 überproportional stark an um 10,5 % von 62,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2015 auf 69,3 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Vor allem aufgrund des überaus starken 2. Quartals verbesserte sich die EBIT-Marge auf 9,7 % (Vorjahr: 9,3 %).

BEREINIGTES OPERATIVES EBIT STEIGT UM 11,0 %

Das bereinigte operative EBIT (nach Effekten aus Unternehmenserwerben) lag zum Halbjahr 2016 bei 75,5 Mio. EUR (Vorjahr: 68,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 11,0 %. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 10,6 % im Vergleich zu 10,1 % im Vorjahr. Im bereinigten operativen EBIT sind Ergebniseffekte aus Unternehmenserwerben eliminiert. Es handelt sich dabei um die Abschreibungen auf Fair Value-Anpassungen im Anlagevermögen und im Vorratsvermögen (Auftragsbestand) der erworbenen Unternehmen sowie die Anschaffungsnebenkosten aus den Unternehmenserwerben.

ÜBERLEITUNG (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Operatives Ergebnis (EBIT) 69,3 62,7 6,6 10,5
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus Fair-Value-Anpassungen aus Erstkonsolidierungen* 3,1 2,3 0,8 34,8
Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/ Auftragsbestand aus Erstkonsolidierungen** und Anschaffungsnebenkosten 3,1 3,0 0,1 3,3
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) 75,5 68,0 7,5 11,0

* Die Abschreibungen der Fair-Value-Anpassungen beziehen sich auf identifizierte Vermögenswerte zu Zeitwerten im Zusammenhang mit den Akquisitionen der INDUS-Gruppe.

** Die Belastungen aus Fair-Value-Anpassungen im Vorratsvermögen/Auftragsbestand beziehen sich auf identifizierte Mehrwerte, die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzt werden und nach der Erstkonsolidierung aufwandswirksam werden.

Im Zinsergebnis sind die Zinsen für die Bewertung von Zinsswaps, Minderheitsanteile als auch Zinsen für das operative Geschäft ausgewiesen: Letztere sanken erneut. Für das Halbjahr 2016 betrug der operative Zinsaufwand 7,3 Mio. EUR, im Vorjahreszeitraum lag er bei 8,5 Mio. EUR. Trotz eines um 0,9 Mio. EUR erhöhten Zinsaufwandes für die Anteile von Minderheitsgesellschaftern verbesserte sich das Zinsergebnis daher um 2,0 % auf -12,5 Mio. EUR.

Demzufolge übertraf das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit einem Plus von nahezu 14 % deutlich den Wert des 1. Halbjahrs 2015. Auch die Steuerquote konnte von 35,9 % im Vorjahr auf 35,0 % gesenkt werden, da insbesondere die Ergebnisbeiträge der ausländischen Gesellschaften mit niedrigerem Steuersatz anstiegen. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein um 5,0 Mio. EUR erhöhtes Periodenergebnis von 37,0 Mio. EUR (Vorjahr: 32,0 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erreichte 1,50 EUR, nach 1,31 EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.

Im Durchschnitt der ersten sechs Monate 2016 wurden in den Unternehmen 9.242 Mitarbeiter (Vorjahr: 8.063 Mitarbeiter) beschäftigt.

INVESTITIONEN UND ZUKÄUFE 2016

Auch 2016 setzte INDUS ihren Wachstumskurs fort und erwarb eine neue Beteiligung sowie zusätzliche strategische Ergänzungen für bestehende Beteiligungen ("Enkelgesellschaften"). Mit den bereits im 1. Quartal 2016 berichteten Zukäufen von COMPUTEC (durch BUDDE), CREAPHYS (durch M. BRAUN), CAETEC (durch IPETRONIK) und MBH Solutions (durch ANCOTECH) hat die INDUS-Gruppe in den ersten sechs Monaten in den Kauf von vier strategischen Ergänzungen und eine Gesellschaft auf Portfolioebene investiert.

Mit der H. HEITZ Furnierkantenwerk GmbH & Co. KG, Melle, wurde zum Juni eine neue ertragsstarke Beteiligung in das Segment Bau/Infrastruktur aufgenommen. Die HEITZ-Gruppe produziert Furnierkanten und Ummantelungsfurniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie und ist weltweit einer der größten Anbieter in dieser Nische. Die Produktion erfolgt am Stammsitz in Melle und in einem Zweigwerk im ungarischen Pusztaszabolcs. Zur HEITZ-Gruppe gehört außerdem eine Niederlassung in den USA. Der Furnierkantenmarkt ist international, die Exportquote von H. HEITZ liegt derzeit bei rund 70 %. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Gruppe mit rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 30 Mio. Euro. Die Kundenbasis ist breit, darunter sind hauptsächlich Möbelhersteller, Kunden aus Handel und Handwerk sowie Unternehmen aus der Ummantelungs-, Türen- und Fensterindustrie. H. HEITZ hat in den vergangenen Jahren von zwei Trends maßgeblich profitiert: dem Trend zur Verschlankung von Produktionsprozessen in der Möbelindustrie durch die Auslagerung von Wertschöpfung und dem wachsenden Kundenwunsch nach hochwertigeren Möbeln auch im unteren Preissegment.

Im Juli 2016 erwarb die INDUS-Beteiligung MIKROP mit der IN-SITU GmbH, Sauerlach, eine strategische Beteiligung im Bereich Machine Vision. IN-SITU entwickelt optische Prüfsysteme für diverse Fertigungsprozesse und setzt auf. hochpräzise und schnelle optische Prüftechniken, um die Produktqualität zu überwachen. Anwendungsbeispiele sind das 3D-Formerfassende Inspektions- und Lesesystem "DotScan" zur Qualitätskontrolle von Blindenschriften auf Pharmaverpackungen und zur Erkennung von Lackbläschen und -unebenheiten auf Spritzgießteilen oder Kratzern auf Metallteilen, das Laserscannersystem "3DCar-Scan" zur Erfassung von 3D-Geometrien von Fahrzeugen in Waschstraßen sowie ein Prüfsystem zur optischen Prüfung von Belagdicke und Schrägverschleiß von PKW-Bremsbelägen. Die Gesellschaft wurde 2001 gegründet und suchte einen strategischen Partner, um das Wachstum stärker voran zu treiben. Die INDUS-Beteiligung MIKROP ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von hochpräzisen Miniaturoptiken.

SEGMENTBERICHT

Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. Juni 2016 umfasste das Beteiligungsportfolio 44 operative Einheiten.

INDUS-SEGMENT BAU/INFRASTRUKTUR

STARKES EBIT UNTER ANDEREM AUFGRUND VON VORZIEHEFFEKTEN

Der Boom der Baubranche hält an. Der Segmentumsatz legte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 außerordentlich stark um 22,3 % zu. Das betraf nahezu alle Beteiligungen im Segment. Auch das operative Ergebnis stieg kräftig. Die EBIT-Marge erreichte mit 14,9 % (Vorjahr: 10,9 %) einen außergewöhnlich guten Wert. Ursächlich ist unter anderem die hohe Nachfrage nach Klimageräten. Ein Großteil des Jahresumsatzes ist hier bereits im 1. Halbjahr erfolgt, da die Kunden ihre Bestellungen vorgezogen haben. In diesem Marktsegment werden daher Umsatz als auch Ergebnis im 2. Halbjahr 2016 nachlassen. Die Investitionen stiegen aufgrund des Kaufs der HEITZ-Gruppe deutlich an.

KENNZAHLEN BAU/INFRASTRUKTUR (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 130,0 106,3 23,7 22,3
EBITDA 22,7 14,6 8,1 55,5
Abschreibungen -3,3 -3,0 -0,3 10,0
EBIT 19,4 11,6 7,8 67,2
EBIT-Marge in % 14,9 10,9 4,0 pp -
Investitionen 26,1 4,0 22,1 > 100
Mitarbeiter 1.330 1.130 200 17,7

INDUS-SEGMENT FAHRZEUGTECHNIK

SCHWÄCHERE NACHFRAGE ZUM JAHRESBEGINN

Der leichte Umsatzrückgang im Segment von 1,0 % ist auf den schwachen Jahresstart mit einer etwas schwächeren Nachfrage zurück zu führen. Auch das operative Ergebnis (EBIT) sank von 11,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 9,2 Mio. EUR. Seit Mitte 2015 führen Prozessprobleme bei einem Serienzulieferer zu erhöhten Kosten, die das Ergebnis auch noch 2016 beeinträchtigen. Die Prozessprobleme wurden mittlerweile behoben und die Ertragssituation verbessert sich sukzessiv. Gegenläufig wirkte der anhaltende russische Boykott europäischer Waren. Die Nachfrage nach Spikes, bereits 2015 rückläufig, hat im 1. Halbjahr nochmals nachgelassen. Die EBIT-Marge des Segments verbesserte sich zur Jahresmitte dennoch auf 5,1 % (nach 4,7 % im 1. Quartal 2016). Die Investitionen stiegen vorrangig aufgrund des Kaufs von CAETEC (durch die Beteiligung IPETRONIK) an.

KENNZAHLEN FAHRZEUGTECHNIK (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 181,5 183,4 -1,9 -1,0
EBITDA 18,4 20,0 -1,6 -7,9
Abschreibungen -9,2 -0,1 1,1
EBIT 9,2 11,0 -1,8 -16,4
EBIT-Marge in % 5,1 6,0 -0,9 pp -
Investitionen 17,6 11,8 5,8 49,2
Mitarbeiter 3.436 3.249 187 5,8

INDUS-SEGMENT MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

UMSATZZUWACHS DURCH KONSOLIDIERUNGSEFFEKT BEDINGT

Der Segmentumsatz stieg deutlich an gegenüber dem Vorjahr. Der überproportionale Zuwachs von 11,5 % ist vorrangig durch den erstmalig im Halbjahresbericht enthaltenen Umsatz der IEF-Werner bedingt. Insgesamt verzeichneten die Segmentunternehmen eine ungebrochene Nachfrage und starke Auftragseingänge. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg gegenüber dem Umsatz leicht unterproportional (+8,1 %) von 17,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 18,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge lag mit 12,5 % erneut über 12 %. Die Investitionen befinden sich mit rund 4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

KENNZAHLEN MASCHINEN- UND ANLAGENBAU (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 148,8 133,4 15,4 11,5
EBITDA 22,6 20,8 1,8 8,7
Abschreibungen -4,0 -3,6 -0,4 11,1
EBIT 18,6 17,2 1,4 8,1
EBIT-Marge in % 12,5 12,9 -0,4 pp -
Investitionen 3,6 3,8 -0,2 -5,3
Mitarbeiter 1.566 1.370 196 14,3

INDUS-SEGMENT MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK

GUTES 2. QUARTAL BEI OFA

Der Umsatzzuwachs im Segment Medizin- und Gesundheitstechnik betrug 16,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das ist durch zwei Faktoren bedingt: die erstmalige Einbeziehung von RAGUSE in den Halbjahresabschluss und ein sehr gutes Geschäft mit Kompressionsstrümpfen und Orthesen. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg etwas schwächer mit einem Plus von 6,6 % und erreichte 9,7 Mio. EUR. Wie schon im 1. Quartal machen sich hier noch die erhöhten Kosten aus der Integration von NEA und dem Neuanlauf des zweiten OFA-Produktionsstandortes Glauchau bemerkbar. Die EBIT-Marge verbesserte sich nach 10,5 % für das 1. Quartal 2016 auf nunmehr 12,8 % deutlich. Die Investitionen des Vorjahreszeitraums von 27,1 Mio. EUR waren vor allem durch den Kauf der NEA International erhöht.

KENNZAHLEN MEDIZIN- UND GESUNDHEITSTECHNIK (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 75,9 65,3 10,6 16,2
EBITDA 12,9 11,4 1,5 13,2
Abschreibungen -3,2 -2,3 -0,9 39,1
EBIT 9,7 9,1 0,6 6,6
EBIT-Marge in % 12,8 13,9 -1,1 pp -
Investitionen 2,9 27,1 -24,2 -89,3
Mitarbeiter 1.466 945 521 55,1

INDUS-SEGMENT METALLTECHNIK

POSITIVER TREND BEI DER MARGENENTWICKLUNG

Das Segment Metalltechnik verzeichnete im 1. Halbjahr 2016 einen leichten Umsatzrückgang von 4,4 %. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch eine schwächere Nachfrage beim Geschäft mit Hartmetallwerkzeugen im Bereich Bergbau bedingt. Demzufolge ließ auch das operative Ergebnis um 2,5 % nach und erreichte absolut 15,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2016 nach 16,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Auch im Bereich Metalltechnik hatte 2015 eine Beteiligung mit Prozessproblemen zu kämpfen: die daraufhin gestartete Teilrestrukturierung zeigt nun Wirkung. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 8,6 % im Vorjahreszeitraum auf aktuell 8,8 %. Die Investitionen des Vorjahreszeitraums von 8,4 Mio. EUR waren vor allem durch Investitionen in eine neue Lagerhalle und eine ergänzte Infrastruktur bei der Beteiligung SIMON erhöht.

KENNZAHLEN METALLTECHNIK (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 178,8 187,0 -8,2 -4,4
EBITDA 22,3 22,1 0,2 0,9
Abschreibungen -6,6 -6,0 -0,6 10,0
EBIT 15,7 16,1 -0,4 -2,5
EBIT-Marge in % 8,8 8,6 0,2 pp -
Investitionen 4,6 8,4 -3,8 -45,2
Mitarbeiter 1.417 1.385 32 2,3

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
H1 2016 H1 2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Operativer Cashflow 31,3 26,4 4,9 18,4
Zinsen -14,0 -7,6 -6,3 83,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17,3 18,8 -1,5 -8,0
Auszahlungen für Investitionen -55,2 -55,9 0,7 -1,3
Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten 0,8 0,4 0,4 100,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -54,4 -55,5 1,1 -2,0
Auszahlungen Dividende -29,3 -29,3 0,0 0,0
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -0,4 -0,1 -0,3 > 100
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 96,0 83,0 13,0 15,7
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -63,2 -39,3 -23,9 60,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3,1 14,3 -11,2 -78,3
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -34,0 -22,4 -11,6 51,8
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -0,4 1,5 -1,9 <-100
Liquide Mittel am Anfang der Periode 132,2 116,5 15,7 13,5
Liquide Mittel am Ende der Periode 97,8 95,6 2,2 2,3

KAPITALFLUSSRECHNUNG: OPERATIVER CASHFLOW STEIGT ERWARTUNGSGEMÄSS DEUTLICH AN

Ausgehend von einem Ergebnis nach Steuern von 37,0 Mio. EUR (Vorjahr: 32,0 Mio. EUR) erhöhte sich der operative Cashflow im 1. Halbjahr 2016 um 4,9 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode. Der Cashflow für gezahlte Zinsen lag mit 14,0 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (7,6 Mio. EUR). Ursache hierfür sind einerseits höhere variable Zinsen (Gewinnanteile) für Minderheitsgesellschafter aufgrund der guten Ergebnisse dieser Gesellschaften und andererseits abrechnungsbedingt höhere Auszahlungen von bereits im Vorjahr aufwandswirksam erfassten Beträgen. Demzufolge sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit leicht um 1,5 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug bis zum 30. Juni 2016 -54,4 Mio. EUR (Vorjahr: -55,5 Mio. EUR); in dieser Position sind neben dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (in Höhe von 20,0 Mio. EUR) auch der Erwerb der H. HEITZ und der Kauf strategischer Ergänzungen in Höhe von insgesamt 32,9 Mio. EUR enthalten.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit fiel um 11,2 Mio. EUR niedriger aus als im Vorjahreszeitraum, da mehr Kredittilgungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum durchgeführt werden konnten. Die liquiden Mittel lagen mit 97,8 Mio. EUR, wie geplant, deutlich unter dem Bestand zum Jahresende 2015, aber leicht über dem Vorjahreswert.

KONZERNBILANZ, VERKÜRZT (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
30.6.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 860,9 827,8 33,1 4,0
Anlagevermögen 857,4 821,7 35,7 4,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3,5 6,1 -2,6 -42,6
Kurzfristige Vermögenswerte 618,6 591,9 26,7 4,5
Vorräte 298,9 281,6 17,3 6,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 221,9 178,1 43,8 24,6
Liquide Mittel 97,8 132,2 -34,4 -26,0
BILANZSUMME 1.479,5 1.419,7 59,8 4,2
PASSIVA
Langfristige Finanzierungsmittel 1.152,8 1.091,6 61,2 5,6
Eigenkapital 597,2 595,4 1,8 0,3
Fremdkapital 555,6 496,2 59,4 12,0
davon Rückstellungen 34,1 30,0 4,1 13,7
davon Verbindlichkeiten und latente Steuern 521,5 466,2 55,3 11,9
Kurzfristige Finanzierungsmittel 326,7 328,2 -1,5 -0,5
davon Rückstellungen 70,9 62,3 8,6 13,8
davon Verbindlichkeiten 255,8 265,9 -10,1 -3,8
BILANZSUMME 1.479,5 1.419,8 59,7 4,2

BILANZ: GESTIEGENES WORKING CAPITAL

Die Konzernbilanzsumme der INDUS-Gruppe ist mit 1.479,5 Mio. EUR um 4,2 % höher als zum 31. Dezember 2015. Die deutliche Abnahme der liquiden Mittel (-34,4 Mio. EUR) geht mit dem typischen Aufbau des Working Capitals im Jahresverlauf einher. Hierfür sind insbesondere der Aufbau der Vorräte (+17,3 Mio. EUR) und Forderungen (+37,5 Mio. EUR) verantwortlich.

WORKING CAPITAL (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
30.6.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Vorräte 298,9 281,6 17,3 6,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 198,2 160,7 37,5 23,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -65,7 -46,7 -19,0 40,7
Erhaltene Anzahlungen -4,3 -9,1 4,8 -52,7
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -33,3 -30,8 -2,5 8,1
Working Capital 393,8 355,7 38,1 10,7

Das Eigenkapital des Konzerns stieg durch die Zuführung des Bilanzgewinns im 1. Quartal an, im 2. Quartal floss dann aber die Dividende ab, sodass sich in Summe eine nur leichte Erhöhung auf 597,2 Mio. EUR ergab. Die Eigenkapitalquote sank vor allem infolge der Zukäufe leicht von 41,9 % (zum 31. Dezember 2015) auf 40,4 % (zum 30. Juni 2016).

Das langfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Jahresende 2015 um 59,4 Mio. EUR gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene langfristige Finanzschulden (+49,2 Mio. EUR). Im kurzfristigen Bereich sanken die Verbindlichkeiten um 10,1 Mio. EUR und die Rückstellungen um 8,6 Mio. EUR. Die Nettoverschuldung der INDUS-Gruppe betrug 424,5 Mio. EUR.

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN (IN MIO. EUR)

scroll

DIFFERENZ
30.6.2016 31.12.2015 ABSOLUT IN %
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzschulden 426,1 376,9 49,2 13,1
Kurzfristige Finanzschulden 96,2 111,6 -15,4 -13,8
Liquide Mittel -97,8 -132,2 34,4 -26,0
Nettofinanzverbindlichkeiten 424,5 356,3 68,2 19,1

CHANCEN UND RISIKEN

Für den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG wird auf den Geschäftsbericht 2015 verwiesen. Zur frühzeitigen Erkennung, zur umfassenden Analyse und zum konsequenten Umgang mit Risiken betreibt die Gesellschaft ein effizientes Risikomanagementsystem. Die Ausgestaltung des Risikomanagements sowie die Bedeutung der einzelnen Risiken werden im Geschäftsbericht erläutert. Darin wird festgehalten, dass sich das Unternehmen keinen Risiken ausgesetzt sieht, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

AUSBLICK

Der Konjunkturausblick für die deutsche als auch die weltweite Wirtschaft hat sich gegenüber dem 1. Quartal 2016 aktuell nicht verändert. Die Bundesregierung geht weiterhin von einem BIP-Zuwachs von 1,7 % für das Gesamtjahr aus. Auch INDUS geht in ihrer Planung von einem leichten organischen Wachstum von 2 bis 3 % aus. Die Ergebnisse des 1. Halbjahrs bestätigen diese Planung. Wie angestrebt, wächst die Gruppe auch anorganisch durch Zukäufe. INDUS hat in den ersten sechs Monaten einen starken Umsatzzuwachs und ein gutes operatives Ergebnis erzielt. Das etwas schwächer als erwartete Ergebnis für das 1. Quartal wurde durch ein deutliches Anziehen der Nachfrage in den Folgemonaten kompensiert. Insbesondere die positiven Effekte im Bereich Bau führten dazu, dass die Geschäftsentwicklung zur Jahresmitte leicht über der Planung liegt; hier rechnet der INDUS-Vorstand aber im 2. Halbjahr mit einem leicht gegenläufigen Effekt, sodass in Summe die Planung erreicht wird. Nicht abschließend zu beurteilen sind momentan mögliche negative Auswirkungen der Brexit-Entscheidung in Großbritannien und der jüngsten Terroranschläge in Frankreich und Deutschland; auch eine erneute Bankenkrise steht möglicherweise bevor.

INDUS bekräftigt daher ihre Prognose und geht unverändert von einem Umsatz von deutlich mehr als 1,4 Mrd. EUR und einen EBIT von 134 bis 138 Mio. EUR aus (vor Einbeziehung der anteiligen Umsatz- und Ergebnisbeiträge der im Jahresverlauf getätigten Akquisitionen).

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR UND DAS 2. QUARTAL 2016

scroll

IN TEUR ANHANG H1 2016 H1 2015 Q2 2016 Q2 2015
UMSATZERLÖSE 714.852 675.591 382.060 347.721
Sonstige betriebliche Erträge 5.475 7.622 1.854 1.748
Aktivierte Eigenleistungen 2.078 3.968 897 3.228
Bestandsveränderung 6.142 17.813 759 4.273
Materialaufwand [5] -326.883 -335.320 -176.243 -169.880
Personalaufwand [6] -210.190 -193.016 -107.860 -98.403
Abschreibungen -26.868 -24.293 -13.609 -12.361
Sonstiger betrieblicher Aufwand [7] -95.885 -90.038 -49.372 -45.336
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen 385 307 169 188
Finanzergebnis 231 86 169 45
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 69.337 62.720 38.824 31.223
Zinserträge 336 169 192 87
Zinsaufwendungen -12.798 -12.881 -6.884 -6.080
ZINSERGEBNIS [8] -12.462 -12.712 -6.692 -5.993
ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) 56.875 50.008 32.132 25.230
Steuern [9] -19.885 -17.963 -11.206 -9.040
ERGEBNIS NACH STEUERN 36.990 32.045 20.926 16.190
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 401 112 265 31
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 36.589 31.933 20.661 16.159
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR [10] 1,50 1,31 0,85 0,66

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR UND DAS 2. QUARTAL 2016

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015 Q2 2016 Q2 2015
ERGEBNIS NACH STEUERN 36.990 32.045 20.926 16.190
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -3.406 0 -2.271 4.350
Latente Steuern 1.008 0 672 -1.253
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -2.398 0 -1.599 3.097
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -3.426 8.626 -615 2.011
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedge) 391 1.752 377 1.209
Latente Steuern -62 -278 -60 -192
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -3.097 10.100 -298 3.028
SONSTIGES ERGEBNIS -5.495 10.100 -1.897 6.125
GESAMTERGEBNIS 31.495 42.145 19.029 22.315
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 401 112 265 31
davon Anteile der INDUS-Aktionäre 31.094 42.033 18.764 22.284

Die im sonstigen Ergebnis des 1. Halbjahrs 2016 erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in Höhe von -5.495 TEUR (Vorjahr: 10.100 TEUR) enthalten versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von -3.406 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Absenkung des Zinssatzes für inländische Verpflichtungen von 2,25 % zum 31. Dezember 2015 auf 1,50 % zum 30. Juni 2016.

Das Ergebnis der Währungsumrechnung in Höhe von -3.426 TEUR (Vorjahr: 8.626 TEUR) resultiert aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente in Höhe von 391 TEUR (Vorjahr: 1.752 TEUR) resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

scroll

IN TEUR ANHANG 30.6.2016 31.12.2015
Geschäfts- und Firmenwert 414.547 394.802
Sonstige immaterielle Vermögenswerte [11] 66.249 58.828
Sachanlagen [12] 341.985 334.846
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 5.503 5.924
Finanzanlagen 20.754 19.272
At-Equity-bewertete Anteile 8.435 8.036
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.172 3.484
Latente Steuern 2.287 2.671
Langfristige Vermögenswerte 860.932 827.863
Vorräte [13] 298.911 281.612
Forderungen [14] 198.196 160.744
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 19.403 14.952
Laufende Ertragsteuern 4.284 2.412
Liquide Mittel 97.770 132.195
Kurzfristige Vermögenswerte 618.564 591.915
BILANZSUMME 1.479.496 1.419.778

PASSIVA

scroll

ANHANG 30.6.2016 31.12.2015
Gezeichnetes Kapital 63.571 63.571
Kapitalrücklage 239.833 239.833
Übrige Rücklagen 291.128 289.375
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 594.532 592.779
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital 2.653 2.651
Eigenkapital 597.185 595.430
Pensionsrückstellungen 31.918 28.055
Sonstige langfristige Rückstellungen 2.161 1.917
Langfristige Finanzschulden 426.079 376.935
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten [15] 58.134 51.772
Latente Steuern 37.334 37.449
Langfristige Schulden 555.626 496.128
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 70.848 62.263
Kurzfristige Finanzschulden 96.244 111.616
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.725 46.748
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [15] 85.788 99.064
Laufende Ertragsteuern 8.080 8.529
Kurzfristige Schulden 326.685 328.220
BILANZSUMME 1.479.496 1.419.778

KONZERN-EIGENKAPITALVERANDERUNGSRECHNUNG

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

scroll

IN TEUR GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGE SONSTIGE RÜCKLAGEN EIGENKAPITAL DER INDUS-AKTIONÄRE ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER
STAND AM 31.12.2014 63.571 239.833 252.270 -7.759 547.915 1.957
Ergebnis nach Steuern 31.933 31.933 112
Sonstiges Ergebnis 10.100 10.100
Gesamtergebnis 31.933 10.100 42.033 112
Kapitalerhöhung 48
Dividendenzahlungen -29.341 -29.341 -90
Veränderung Konsolidierungskreis -13
STAND AM 30.6.2015 63.571 239.833 254.862 2.341 560.607 2.014
STAND AM 31.12.2015 63.571 239.833 290.861 -1.486 592.779 2.651
Ergebnis nach Steuern 36.589 36.589 401
Sonstiges Ergebnis -5.495 -5.495
Gesamtergebnis 36.589 -5.495 31.094 401
Dividendenzahlungen -29.341 -29.341 -399
STAND AM 30.6.2016 63.571 239.833 298.109 -6.981 594.532 2.653

scroll

IN TEUR EIGENKAPITAL DES KONZERNS
STAND AM 31.12.2014 549.872
Ergebnis nach Steuern 32.045
Sonstiges Ergebnis 10.100
Gesamtergebnis 42.145
Kapitalerhöhung 48
Dividendenzahlungen -29.431
Veränderung Konsolidierungskreis -13
STAND AM 30.6.2015 562.621
STAND AM 31.12.2015 595.430
Ergebnis nach Steuern 36.990
Sonstiges Ergebnis -5.495
Gesamtergebnis 31.495
Dividendenzahlungen -29.740
STAND AM 30.6.2016 597.185

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DAS 1. HALBJAHR 2016

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Ergebnis nach Steuern 36.990 32.045
Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 26.868 24.293
Steuern 19.885 17.963
Zinsergebnis 12.462 12.712
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -5.947 6.829
Veränderungen der Rückstellungen 10.543 11.728
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva -44.170 -68.955
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -2.239 5.552
Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern -23.129 -15.752
Operativer Cashflow 31.263 26.415
Gezahlte Zinsen -14.295 -7.783
Erhaltene Zinsen 336 169
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 17.304 18.801
Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -20.027 -32.477
Finanzanlagen -2.303 -2.440
Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften -32.896 -20.934
Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen Anlagen 821 382
Cashflow aus Investitionstätigkeit -54.405 -55.469
Auszahlungen Dividende -29.341 -29.341
Einzahlungen Minderheitsgesellschafter 0 48
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -399 -90
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 95.963 83.000
Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -63.180 -39.299
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.043 14.318
Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel -34.058 -22.350
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -367 1.453
Liquide Mittel am Anfang der Periode 132.195 116.491
Liquide Mittel am Ende der Periode 97.770 95.594

KONZERNANHANG

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

[1] ALLGEMEINES

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren Konzernabschluss für das 1. Halbjahr 2016 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Halbjahresabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.

Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die im 1. Halbjahr 2016 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

[2] ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Alle ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.

Die neuen Standards haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der INDUS Holding AG.

[3] KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen vollkonsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu beherrschen. Beherrschung liegt vor, wenn eine Gesellschaft Verfügungsmacht über die Tochterunternehmen ausüben kann, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und die Möglichkeit hat, ihre Verfügungsmacht zu nutzen, um die Höhe der Rückflüsse zu beeinflussen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahrs erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen.

[4] UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

H. HEITZ

Mit Kaufvertrag vom 7. Juni 2016 hat INDUS die H. HEITZ Furnierkantenwerk GmbH & Co. KG, Melle, zu 100 % erworben. Die HEITZ-Gruppe produziert Furnierkanten und Ummantelungsfurniere aus Echtholz für die Möbel- und Bauindustrie. H. HEITZ ist weltweit einer der größten Anbieter in diesem Segment. Die Produktion erfolgt im Stammsitz in Melle und im Zweigwerk im ungarischen Pusztaszabolcs. Zur HEITZ-Gruppe gehört außerdem die US-amerikanische Niederlassung in Heath, Ohio. H. HEITZ wird dem Segment Bau zugeordnet.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 14.590 TEUR ist steuerlich zum Teil nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERB: H. HEITZ (IN TEUR)

scroll

BUCHWERT IM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 14.590 14.590
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 86 5.294 5.380
Sachanlagen 5.976 2.975 8.951
Finanzanlagen 0 0 0
Vorräte 5.424 965 6.389
Forderungen 3.865 0 3.865
Sonstige Aktiva* 1.011 0 1.011
Liquide Mittel 4.006 0 4.006
Summe Vermögenswerte 20.368 23.824 44.192
Sonstige Rückstellungen 1.285 0 1.285
Finanzschulden 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.435 0 3.435
Sonstige Passiva** 4.957 0 4.957
Summe Schulden 9.677 0 9.677

* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Der Zugang der Vermögenswerte zur Konzernbilanz abzüglich Schulden entspricht dem Wert der Gegenleistung im Erwerbszeitpunkt. Die Gegenleistung beinhaltet eine bedingte Kaufpreiszahlung in Höhe von 7.472 TEUR.

Die Erstkonsolidierung der H. HEITZ erfolgte im Juni 2016. Zum Ergebnis vom 1.1.2016 bis 30.6.2016 trägt die HEITZ-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 2.415 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -772 TEUR bei.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der H. HEITZ belasten das operative Ergebnis in Höhe von 1.035 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ÜBRIGE ERWERBE

Die INDUS Beteiligung BUDDE hat zum Jahresbeginn 2016 die COMPUTEC AG, Murrhardt, erworben. Die COMPUTEC AG ist ein Spezialist für Verfahrenstechnik und deckt von der Elektronik bis zur Programmierung der Steuerungssoftware von (Förder-)Anlagen ein breites Spektrum ab. COMPUTEC wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

M. BRAUN hat am 20. April 2016 die CREAPHYS GmbH, Dresden, erworben. CREAPHYS wurde 1999 aus der TU Dresden heraus gegründet und ist im Bereich der organischen Elektronik tätig. Die Gesellschaft konstruiert und baut Hoch-Vakuumsysteme und Komponenten für das Aufbringen dünner organischer und sonstiger Schichten, Vakuum-Sublimationssysteme und thermischen Verdampfern. CREAPHYS wird dem Segment Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet.

Mit Vertrag vom 2. Mai 2016 wurde die CAETEC für IPETRONIK erworben. CAETEC entwickelt Messtechnik für die Fahrzeugerprobung, vornehmlich die Fahrerassistenz, Busanalyse und Bordnetz und ergänzt damit IPETRONIK im Bereich Antriebsstrang und Thermomanagement. CAETEC wird dem Bereich Fahrzeugtechnik zugeordnet.

Zum 30. Juni 2016 hat die ANCOTECH die MBH SOLUTIONS AG, Drielsdorf, Schweiz erworben. Die MBH wird dem Segment Bau zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten Gegenleistung für die übrigen Erwerbe betrug zum Erwerbszeitpunkt 12.691 TEUR Dieser Betrag setzt sich aus Barzahlungen in Höhe von 11.719 TEUR sowie einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 972 TEUR zusammen.

Der im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelte Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 6.369 TEUR ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der Geschäfts- und Firmenwert repräsentiert nicht separierbare Werte wie das Know-How der Belegschaft sowie positive Ertragserwartungen für die Zukunft und Synergien aus Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing.

In der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wie folgt ermittelt:

NEUERWERBE: ÜBRIGE (IN TEUR)

scroll

BUCHWERT IM ZUGANGSZEITPUNKT NEUBEWERTUNG ZUGANG KONZERNBILANZ
Geschäfts- und Firmenwert 0 6.369 6.369
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 191 3.686 3.877
Sachanlagen 1.559 0 1.559
Finanzanlagen 0 0 0
Vorräte 1.614 552 2.166
Forderungen 646 0 646
Sonstige Aktiva* 132 0 132
Liquide Mittel 2.207 0 2.207
Summe Vermögenswerte 6.349 10.607 16.956
Sonstige Rückstellungen 838 27 865
Finanzschulden 347 0 347
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 251 0 251
Sonstige Passiva** 1.575 1.229 2.804
Summe Schulden 3.011 1.256 4.267

* Sonstige Aktiva: Sonstige langfristige Vermögenswerte, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

** Sonstige Passiva: Sonstige langfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, Latente Steuern, Laufende Ertragsteuern

Die Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe erfolgte zwischen Januar und Juni 2016. Zum Ergebnis vom 1.1.2016 bis 30.06.2016 tragen die übrigen Erwerbe einen Umsatz in Höhe von 725 TEUR und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von -158 TEUR bei.

Die ertragswirksamen Aufwendungen aus der Erstkonsolidierung der übrigen Erwerbe belasten das operative Ergebnis in Höhe von 68 TEUR. Die Anschaffungsnebenkosten des Erwerbs wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[5] MATERIALAUFWAND

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -271.601 -276.717
Bezogene Leistungen -55.282 -58.603
Summe -326.883 -335.320

[6] PERSONALAUFWAND

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Löhne und Gehälter -177.899 -164.011
Soziale Abgaben -30.194 -27.448
Aufwendungen für Altersversorgung -2.097 -1.557
Summe -210.190 -193.016

[7] SONSTIGER BETRIEBLICHER AUFWAND

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Vertriebsaufwendungen -37.016 -34.846
Betriebsaufwendungen -34.819 -32.681
Verwaltungsaufwendungen -20.245 -17.680
Übrige Aufwendungen -3.805 -4.831
Summe -95.885 -90.038

[8] ZINSERGEBNIS

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 336 169
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.618 -8.665
Zinsen operatives Geschäft -7.282 -8.496
Sonstige: Marktwerte Zinsswaps 47 124
Sonstige: Minderheitsanteile -5.227 -4.340
Zinsen Sonstige -5.180 -4.216
Summe -12.462 -12.712

Die Position "Sonstige Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 1.702 TEUR (Vorjahr: 1.802 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen. Der Ausweis erfolgt aus Konsistenzgründen im Zinsergebnis.

[9] STEUERN

Der Ertragssteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.

[10] ERGEBNIS JE AKTIE

scroll

IN TEUR H1 2016 H1 2015
Ergebnis der INDUS-Aktionäre 36.589 31.933
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 24.451 24.451
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,50 1,31

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

[11] SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

scroll

IN TEUR 30.6.2016 31.12.2015
Aktivierte Entwicklungskosten 11.739 11.190
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte 54.510 47.638
Summe 66.249 58.828

[12] SACHANLAGEN

scroll

IN TEUR 30.6.2016 31.12.2015
Grundstücke und Gebäude 184.327 179.984
Technische Anlagen und Maschinen 96.215 96.918
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.686 47.732
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.757 10.212
Summe 341.985 334.846

[13] VORRÄTE

scroll

IN TEUR 30.6.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 94.833 89.815
In Arbeit befindliche Erzeugnisse 88.740 83.939
Fertige Erzeugnisse und Waren 98.142 91.352
Geleistete Anzahlungen 17.196 16.506
Summe 298.911 281.612

[14] FORDERUNGEN

scroll

IN TEUR 30.6.2016 31.12.2015
Forderungen an Kunden 176.704 147.480
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 15.279 5.585
Forderungen an assoziierte Unternehmen 6.213 7.679
Summe 198.196 160.744

[15] VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 55.311 TEUR (31.12.2015: 49.611 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.

SONSTIGE ANGABEN

[16] SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 1. HALBJAHR 2016

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

scroll

BAU/

INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-

TECHNIK
MASCHINEN-

UND

ANLAGENBAU
MEDIZIN-

UND

GESUNDHEITS-

TECHNIK
METALL-

TECHNIK
SUMME

SEGMENTE
H1 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 129.962 181.528 148.799 75.942 178.769 715.000
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 10.444 20.541 19.096 8.150 17.360 75.591
Umsatzerlöse 140.406 202.069 167.895 84.092 196.129 790.591
Segmentergebnis (EBIT) 19.371 9.150 18.592 9.670 15.674 72.457
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 231 154 0 0 385
Abschreibungen -3.358 -9.274 -3.980 -3.255 -6.630 -26.497
Segment-EBITDA 22.729 18.424 22.572 12.925 22.304 98.954
Investitionen 26.148 17.634 3.581 2.934 4.637 54.934
davon Unternehmenserwerbe 24.006 7.225 1.665 0 0 32.896
H1 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 106.340 183.431 133.399 65.283 187.002 675.455
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 4.426 19.536 21.865 4.874 18.929 69.630
Umsatzerlöse 110.766 202.967 155.264 70.157 205.931 745.085
Segmentergebnis (EBIT) 11.577 10.968 17.198 9.072 16.149 64.964
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 210 97 0 0 307
Abschreibungen -2.993 -9.110 -3.582 -2.291 -5.981 -23.957
Segment-EBITDA 14.570 20.078 20.780 11.363 22.130 88.921
Investitionen 4.046 11.828 3.829 27.050 8.359 55.112
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 20.934 0 20.934

scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
H1 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten -148 714.852
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -75.591 0
Umsatzerlöse -75.739 714.852
Segmentergebnis (EBIT) -3.120 69.337
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 385
Abschreibungen -371 -26.868
Segment-EBITDA -2.749 96.205
Investitionen 292 55.226
davon Unternehmenserwerbe 0 32.896
H1 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 136 675.591
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -69.630 0
Umsatzerlöse -69.494 675.591
Segmentergebnis (EBIT) -2.244 62.720
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 307
Abschreibungen -336 -24.293
Segment-EBITDA -1.908 87.013
Investitionen 739 55.851
davon Unternehmenserwerbe 0 20.934

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE GESCHÄFTSBEREICHE FÜR DAS 2. QUARTAL 2016

SEGMENTBERICHT NACH IFRS 8 (IN TEUR)

scroll

BAU/

INFRASTRUKTUR
FAHRZEUG-

TECHNIK
MASCHINEN-

UND

ANLAGENBAU
MEDIZIN-

UND

GESUNDHEITS-

TECHNIK
METALL-

TECHNIK
SUMME

SEGMENTE
Q2 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten 74.910 95.661 81.910 38.929 90.668 382.078
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 6.136 11.022 10.102 4.519 8.810 40.589
Umsatzerlöse 81.046 106.683 92.012 43.448 99.478 422.667
Segmentergebnis (EBIT) 13.446 5.179 8.681 5.752 7.897 40.955
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 84 85 0 0 169
Abschreibungen -1.722 -4.667 -2.038 -1.649 -3.359 -13.435
Segment-EBITDA 15.168 9.846 10.719 7.401 11.256 54.390
Investitionen 24.654 13.239 2.432 1.337 2.336 43.998
davon Unternehmenserwerbe 24.006 7.225 1.110 0 0 32.341
Q2 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 58.996 94.186 64.687 33.833 95.833 347.535
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften 2.367 9.889 11.253 3.046 11.180 37.735
Umsatzerlöse 61.363 104.075 75.940 36.879 107.013 385.270
Segmentergebnis (EBIT) 6.882 4.759 7.685 4.365 9.004 32.695
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 91 96 0 0 187
Abschreibungen -1.504 -4.595 -1.811 -1.258 -3.012 -12.181
Segment-EBITDA 8.386 9.354 9.496 5.623 12.016 44.875
Investitionen 1.167 6.046 1.332 21.397 3.247 33.189
davon Unternehmenserwerbe 0 0 0 20.934 0 20.934

scroll

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
Q2 2016
Umsatzerlöse mit externen Dritten -18 382.060
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -40.589 0
Umsatzerlöse -40.607 382.060
Segmentergebnis (EBIT) -2.131 38.824
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 169
Abschreibungen -174 -13.609
Segment-EBITDA -1.957 52.433
Investitionen 292 44.290
davon Unternehmenserwerbe 0 32.341
Q2 2015
Umsatzerlöse mit externen Dritten 186 347.721
Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften -37.735 0
Umsatzerlöse -37.549 347.721
Segmentergebnis (EBIT) -1.472 31.223
Ergebnis aus at-Equity-Bewertung 0 187
Abschreibungen -180 -12.361
Segment-EBITDA -1.292 43.583
Investitionen 427 33.616
davon Unternehmenserwerbe 0 20.934

Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung:

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG (IN TEUR)

scroll

H1 2016 H1 2015 Q2 2016 Q2 2015
Segmentergebnis (EBIT) 72.457 64.964 40.955 32.695
Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG -3.226 -2.383 -2.160 -1.573
Konsolidierungen 106 139 29 101
Zinsergebnis -12.462 -12.712 -6.692 -5.993
Ergebnis vor Steuern 56.875 50.008 32.132 25.230

Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).

Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.

Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

SEGMENTINFORMATIONEN FÜR DIE REGIONEN

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.

Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.

Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.

scroll

IN TEUR KONZERN INLAND EU DRITTLAND
Umsatzerlöse mit externen Dritten
1. Halbjahr 2016 714.852 369.049 165.422 180.381
2. Quartal 2016 382.060 198.898 87.792 95.370
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
30.6.2016 836.719 719.138 41.611 75.970
Umsatzerlöse mit externen Dritten
1. Halbjahr 2015 675.591 348.312 140.037 187.242
2. Quartal 2015 347.721 181.567 72.531 93.623
Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente
31.12.2015 802.436 685.471 40.947 76.018

[17] INFORMATIONEN ZUR BEDEUTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

FINANZINSTRUMENTE ZUM 30.6.2016 (IN TEUR)

scroll

BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
Finanzanlagen 20.754 20.754 20.754
Liquide Mittel 97.770 97.770 97.770
Forderungen 198.196 15.279 182.917 182.917
Sonstige Vermögenswerte 20.575 1.779 18.796 113 18.683
Finanzinstrumente: AKTIVA 337.295 17.058 320.237 113 320.124
Finanzschulden 522.323 522.323 522.323
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.725 65.725 65.725
Sonstige Verbindlichkeiten 143.922 53.618 90.304 60.026 30.278
Finanzinstrumente: PASSIVA 731.970 53.618 678.352 60.026 618.326

FINANZINSTRUMENTE ZUM 31.12.2015 (IN TEUR)

scroll

BILANZANSATZ NICHT IM ANWENDUNGSBEREICH DES IFRS 7 FINANZINSTRUMENTE IFRS 7 DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET
Finanzanlagen 19.272 19.272 19.272
Liquide Mittel 132.195 132.195 132.195
Forderungen 160.744 5.585 155.159 155.159
Sonstige Vermögenswerte 18.436 3.045 15.391 461 14.930
Finanzinstrumente: AKTIVA 330.647 8.630 322.017 461 321.556
Finanzschulden 488.551 488.551 488.551
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 46.748 46.748 46.748
Sonstige Verbindlichkeiten 150.836 58.695 92.141 51.688 40.453
Finanzinstrumente: PASSIVA 686.135 58.695 627.440 51.688 575.752

Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen grundsätzlich langfristig gehaltene Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden mit Anschaffungskosten bewertet.

FINANZINSTRUMENTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 (IN TEUR)

scroll

30.6.2016 31.12.2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 113 461
Kredite und Forderungen 319.767 321.246
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 357 310
Finanzinstrumente: AKTIVA 320.237 322.017
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 60.026 51.688
Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert 618.326 587.287
Finanzinstrumente: PASSIVA 678.352 638.975

[18] BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen betreffen im Wesentlichen die laufenden Vergütungen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen, des Vorstands und des Aufsichtsrats. Weiterhin bestehen Beraterverträge und Miet- oder Leasingverträge zu Minderheitsgesellschaftern bzw. deren Angehörigen und Geschäftsvorgänge zu assoziierten Unternehmen.

Im Quartalsabschluss ist nicht über Veränderungen der Verhältnisse zu berichten, die sich wesentlich von denen im Jahresabschluss 2015 unterscheiden.

[19] FREIGABE DER VERÖFFENTLICHUNG

Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 15. August 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

Bergisch Gladbach, den 15. August 2016

INDUS Holding AG

Der Vorstand

scroll

Jürgen Abromeit Dr. Johannes Schmidt Rudolf Weichert

KONTAKT

INDUS HOLDING AG

Kölner Straße 32

51429 Bergisch Gladbach

Postfach 10 03 53

51403 Bergisch Gladbach

Telefon: +49 (0)2204/40 00-0

Telefax: +49 (0)2204/40 00-20

E-Mail: [email protected]

www.indus.de

FINANZKALENDER

scroll

31. AUGUST 2016 Commerzbank Sector Conference 2016, Frankfurt am Main
7. SEPTEMBER 2016 ZKK Kapitalmarktkonferenz, Zürich
13. SEPTEMBER 2016 Prior Kapitalmarktkonferenz, Egelsbach bei Frankfurt
SEPTEMBER/OKTOBER 2016 Roadshows London, Paris, Frankfurt
15. NOVEMBER 2016 Zwischenbericht zum 30.9.2015
NOVEMBER 2016 Roadshow Zürich

IMPRESSUM

VERANTWORTLICHES VORSTANDSMITGLIED

Jürgen Abromeit

ANSPRECHPARTNERIN FÜR ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND INVESTOR RELATIONS

Regina Wolter

Telefon: +49 (0)2204/40 00-70

Telefax: +49 (0)2204/40 00-20

E-Mail: [email protected]

DATUM DER VERÖFFENTLICHUNG

16. August 2016

HERAUSGEBER

INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach

KONZEPT/GESTALTUNG

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

FOTOS

Titel: HAKAMA

Seite 2, 5: H. HEITZ

Seite 5: Catrin Moritz, Essen

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung des Zwischenberichts kann auf unserer Webseite www.indus.de unter Investor Relations/Finanzberichte & Präsentationen heruntergeladen werden. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.

www.indus.de

DIE INDUS-APP: kostenloser Download im App Store oder direkt über nebenstehenden QR-Code

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.