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H&K AG

Annual / Quarterly Financial Statement Apr 25, 2017

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Annual / Quarterly Financial Statement

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H&K AG

Oberndorf am Neckar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernbilanz

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TEUR Ziffer 31.12.16 31.12.15
Sachanlagen 17 39.194 41.533
Immaterielle Vermögenswerte - Firmenwert 16 5.149 5.149
Immaterielle Vermögenswerte - Sonstige 16 28.790 27.587
Sonstige Finanzanlagen u. Derivate 18 2.124 2.197
Latente Steueransprüche 15 15.970 19.005
Summe langfristige Vermögenswerte 91.227 95.470
Vorräte 19 59.317 77.248
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 20 18 55
Geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte 20 604 463
Sonstige Darlehen, Investitionen u. Derivate 18, 36 8.593 6.861
Steuerforderungen 745 939
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 20 28.183 30.798
Sonstige Vermögenswerte 20 2.580 555
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 24.648 17.838
Summe kurzfristige Vermögenswerte 124.690 134.758
Summe Aktiva 215.917 230.228
Eigenkapital
Grundkapital 21.000 21.000
Kapitalrücklage 9.920 9.920
Sonstige Rücklagen und Ergebnisvortrag (177.304) (180.618)
Summe Eigenkapital 22 (146.384) (149.698)
Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 25 219.503 244.310
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 23 65.230 61.755
Rückstellungen 24 2.874 4.468
Latente Steuerschulden 15 19.443 22.124
Summe langfristige Verbindlichkeiten 307.050 332.658
Kontokorrentlinie 25 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 26 12.915 12.467
Sonstige Verbindlichkeiten 26 8.804 10.395
Erhaltene Anzahlungen 27 5.535 1.069
Rechnungsabgrenzungen 51 -
Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag 7.198 4.129
Sonstige Rückstellungen 24 20.748 19.208
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 55.251 47.267
Summe Verbindlichkeiten 362.301 379.925
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 215.917 230.228

Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember

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TEUR Ziffer 2016 2015
Umsatzerlöse 6 202.357 176.972
Umsatzkosten 7 (119.572) (129.844)
Bruttoergebnis vom Umsatz 82.785 47.128
Forschungs- und Entwicklungskosten 8 (5.884) (3.716)
Vertriebskosten 9 (21.924) (23.391)
Allgemeine Verwaltungskosten 10 (18.246) (17.220)
Sonstige betriebliche Erträge 11 3.384 3.240
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 (1.296) (13.321)
Betriebsergebnis 38.819 (7.280)
Zinserträge 39 2.947
Abzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten - 75
Erträge aus der Bewertung von Anleihetilgungsklauseln 1.060 -
Erträge aus Anleiherückkäufen 1.108 4.506
Erträge aus Kursdifferenzen 1.982 5.541
Erträge aus der Bewertung von Investitionen - 55.052
Finanzerträge 14 4.189 68.121
Zinsaufwendungen (23.878) (28.990)
Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten (3.349) (3.485)
Bewertung von Anleihetilgungsklauseln - (1.300)
Aufwendungen aus der Bewertung von Investitionen - (2)
Aufwendungen aus Kursdifferenzen (1.321) (1.053)
Sonstiges (173) (252)
Finanzaufwendungen 14 (28.721) (35.082)
Finanzergebnis 14 (24.531) 33.038
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.287 25.759
Ertragsteuern 15 (7.088) (3.581)
Gewinn/(Verlust) 7.199 22.177
Den Anteilseignern der H&K AG zuzurechnen 7.199 22.177
Ergebnis je Aktie (Euro) 22 0,34 1,06

GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES KONZERNS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER

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TEUR Ziffer 2016 2015
Gewinn/(Verlust) 7.199 22.177
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) aus sonstigen leistungsorientierten Verpflichtungen 23 (4.943) 2.722
Latente Steuern 15 1.398 (755)
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (3.545) 1.968
Umrechnungsunterschiede für ausländische Geschäftsbetriebe 22 (340) 456
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können (340) 456
Sonstiges Ergebnis, Netto 22 (3.886) 2.423
Gesamtergebnis 3.314 24.601
Den Anteilseignern der H&K AG zuzurechnen 3.314 24.601

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DES KONZERNS FÜR DIE ZEIT VOM 31. DEZEMBER 2014 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2016

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Grundkapital (bis April 2014 Stammkapital) Kapitalrücklage Rücklage für Umrechnungs-

differenzen
Rücklage für leistungsorientierte Verpflichtungen Ergebnisvortrag Konzern-

eigenkapital
TEUR
Stand am 31.12.2014 21.000 9.920 (95) (13.798) (191.325) (174.298)
Gesamtergebnis - - 456 1.968 22.177 24.601
Stand am 31.12.2015 21.000 9.920 361 (11.831) (169.148) (149.698)
Gesamtergebnis - - (340) (3.545) 7.199 3.314
Stand am 31.12.2016 21.000 9.920 21 (15.376) (161.949) (146.384)

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER

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TEUR Ziffer 2016 2015
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodenergebnis 7.199 22.177
Bereinigung von:
Abschreibungen Sachanlagen 17 6.987 8.108
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte 16 2.360 1.360
(Auf-) Abwertung von Investitionen 14, 18 0 (55.050)
Netto-Zinsergebnis 14 27.360 29.704
(Auf-) Abwertung von Derivate 14 (1.060) 1.300
(Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 11, 12 57 (61)
(Gewinne)/Verluste aus dem Rückkauf der eigenen Anleihe 14 (1.108) (4.506)
Ertragsteueraufwand 15 7.088 3.581
48.883 6.614
Veränderungen Vorräte 18.796 19.272
Veränderungen Ford. a. L. u. L. und sonstige Forderungen 236 (2.356)
Veränderungen Anzahlungen (108) 415
Veränderungen Verb. a. L. u. L. und sonstige Verbindlichkeiten 2.908 (6.665)
Veränderungen Rückstellungen (2.971) 4.754
67.744 22.033
Gezahlte Ertragsteuern 15 (1.948) (316)
Netto Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 65.796 21.718
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Erhaltene Zinsen 36 43 25.548
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 16 95
Erwerb Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16, 17 (4.997) (2.669)
Netto-Investitionen in Darlehen und sonstiges 36 (4) 32.958
Veränderung von Festgeldern mit Fristen >3 Monate 18 (596) (2.425)
Aktivierte Entwicklungsleistungen 16 (3.208) (1.688)
Netto Cashflow aus Investitionstätigkeit (8.747) 51.819
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Inanspruchnahme Kreditlinie 25 - 15.000
Tilgung von Kreditlinieziehungen 25 - (30.000)
Rückkauf der eigenen Anleihe 25 (25.491) (42.830)
Gezahlte Zinsen 25 (24.369) (29.838)
Netto Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (49.860) (87.668)
Zahlungswirksame Veränderungen 7.189 (14.131)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01. Jan. 17.838 31.702
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die Zahlungsmittel (378) 267
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dez. 21 24.648 17.838

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

Inhalt

Allgemeine Angaben

(1)

Darstellung des Konzernabschlusses

(2)

Genehmigung des Vorstands

(3)

Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen

(4)

Konsolidierungskreis

(5)

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden
Währungsumrechnung
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Geschäfts- oder Firmenwert
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
Finanzinstrumente
Vorräte
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Verpflichtungen
Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen
Leasingverhältnisse
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Forschungs- und Entwicklungskosten
Fremdkapitalkosten
Ertragsteuern und latente Steuern
Eventualschulden und Eventualforderungen
Gebrauch von Schätzungen und Annahmen

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse
(7) Umsatzkosten
(8) Forschungs- und Entwicklungskosten
(9) Vertriebskosten
(10) Allgemeine Verwaltungskosten
(11) Sonstige betriebliche Erträge
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(13) Analyse nach Art der Aufwendungen und EBITDA
(14) Finanzergebnis
(15) Ertragsteuern

Angaben zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte
(17) Sachanlagen
(18) Langfristige Finanzanlagen und Derivate sowie kurzfristige Darlehen, Investitionen und Derivate
(19) Vorräte
(20) Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögenswerte
(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(22) Eigenkapital und Ergebnis je Aktie
(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen
(24) Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen
(25) Finanzverbindlichkeiten und Kreditlinien
(26) Verbindlichkeiten
(27) Erhaltene Anzahlungen

Sonstige Angaben

(28)

Finanzielles Risikomanagement

Währungsrisiko
Zinsänderungsrisiko
Rohstoffpreisrisiko
Kreditrisiko
Liquiditätsrisiko
Kapitalmanagement

(29)

Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

(30)

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

(31)

Segmentberichterstattung

Geschäftssegmente
Aufteilung nach Produkten und Dienstleistungen sowie nach geographischen Regionen
Hauptkunden

(32)

Eventualverbindlichkeiten und verpfändete Vermögenswerte

(33)

Operating-Leasing

(34)

Anzahl der Mitarbeiter

(35)

Personalaufwand

(36)

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Muttergesellschaft und oberstes Beherrschungsorgan
Sonstige Transaktionen mit Nahestehenden

(37)

Organe der Gesellschaft

(38)

Transaktionen mit Mitgliedern der Führungsorgane und deren Bezüge

(39)

Honorare des Abschlussprüfers

(40)

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Allgemeine Angaben

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die H&K AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 748522 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Oberndorf/Neckar in Deutschland. Die Anschrift lautet H&K AG, Heckler & Koch-Str. 1, 78727 Oberndorf/Neckar. Die Satzung besteht in der Fassung vom 18. März 2014 mit Nachtrag vom 21. März 2014, zuletzt geändert durch Beschluss am 14. April 2014; der registrierte Name der Gesellschaft lautet H&K AG. Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris im Freiverkehr („Marché Libre“) notiert; ursprünglich wurden dort 5 Tausend der insgesamt 21 Mio. Aktien der Gesellschaft zum Verkauf angeboten. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Unternehmensgegenstand der H&K AG ist die Beteiligung jeder Art an anderen Unternehmen im In- und Ausland, der Erwerb anderer Unternehmen im In- und Ausland, im besonderen Beteiligung und Erwerb an der Heckler & Koch GmbH (HKO) mit dem Sitz in Oberndorf/Neckar, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen, die Ausrichtung der Strategie des Unternehmens und des Konzerns, die Verwaltung und der Erwerb von unbebauten und bebauten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und von sonstigen Vermögensgegenständen zu den vorgenannten Zwecken.

Der H&K AG Konzern ist einerseits geprägt durch den militärischen Tätigkeitsbereich und andererseits durch den zivilen Absatzbereich der HKO sowie ihrer Tochtergesellschaften in den USA, England und Frankreich. Die HKO entwickelt, produziert und vertreibt Infanterie- und Handfeuerwaffen für staatliche Sicherheitskräfte und gilt als eines der führenden Unternehmen in diesem Marktsegment der NATO-Staaten und der EU. Die Gesellschaften bieten darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Für den Zivilmarkt setzen wir verstärkt Fokus auf die Entwicklung und Einführung neuer Produkte. In Angleichung an die „Grundsätze der Bundesregierung für die Ausfuhrgenehmigungspolitik bei der Lieferung von kleinen und leichten Waffen, dazugehöriger Munition und entsprechender Herstellungsausrüstung in Drittländer“ vom 18. März 2015 („Kleinwaffengrundsätze“), hat der Vorstand die Vertriebsstrategie des Konzerns auf sogenannte „grüne Länder“ fokussiert. „Grüne Länder“ werden durch eine unternehmensinterne Klassifikation definiert, die auf drei öffentlich zugänglichen Kriterien basiert: (i) der Corruption Perception Index von Transparency International, (ii) NATO-Mitglied oder NATO-gleichgestellter Staat (Australien, Japan, Neuseeland und die Schweiz), sowie (iii) der Democracy Index von Economist Intelligence Unit. Folglich sind die meisten EU-, NATO- und NATO-gleichgestellten Länder „grüne Länder“. Der Auftragsbestand von anderen Ländern wird - eine gültige Ausfuhrgenehmigung vorausgesetzt - noch abgewickelt, aber wir streben zukünftig keine Teilnahme an neuen Ausschreibungen in „nicht grünen Ländern“ an.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (TEUR, EUR’000) angegeben und dabei arithmetisch gerundet. Damit ist es möglich, dass manche Summen in diesem Abschluss leicht von der genauen arithmetischen Summierung der vorhergehenden Werte abweichen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

(2) Genehmigung des Vorstands

Der Vorstand der H&K AG hat den Konzernabschluss aufgestellt und am 20. März 2017 freigegeben.

(3) Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen

Der Konzernabschluss der H&K AG (H&K AG Konzern) zum 31. Dezember 2016 wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2016 zwingend anzuwendenden Vorgaben gemäß IFRS und IFRIC berücksichtigt. Mit Ausnahme der nachstehenden Änderungen hat der Konzern die in Punkt 5 dargelegten Rechnungslegungsmethoden auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewendet.

Bestimmte neue oder geänderte Standards und Interpretationen sind erstmals für das Geschäftsjahr 2016 in der EU verpflichtend anzuwenden und wurden sofern relevant bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewendet. Änderungen infolge dieser sind aber für den Konzern unwesentlich und werden deswegen nicht hier erläutert.

Eine Reihe von neuen oder geänderten Standards und Interpretationen sind erstmals in späteren Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden und wurden bei der Erstellung diese Konzernabschlusses nicht angewendet. Diejenigen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben könnten, werden nachstehend dargelegt; soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen derzeit geprüft. Der Konzern beabsichtigt keine frühzeitige Anwendung dieser Standards.

a) EU Endorsement ist bereits erfolgt

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung wäre zulässig.

Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können nicht verlässlich geschätzt werden, da sie von den Finanzinstrumenten, die wir halten, und den wirtschaftlichen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt abhängen, sowie von der Wahl der Rechnungslegungsmethoden und von Ermessensentscheidungen, die wir künftig treffen. Der neue Standard erfordert von uns die Anpassung unserer Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten, wobei diese Anpassungen noch nicht abgeschlossen sind. Wir haben eine vorläufige Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 durchgeführt, basierend auf der Position zum 31. Dezember 2016. Auf Grundlage dieser vorläufigen Beurteilung sind wir nicht der Meinung, dass die neuen Einstufungsanforderungen sowie Wertminderungsvorschriften wesentliche Auswirkungen auf die finanziellen Vermögenswerten zu diesem Zeitpunkt gehabt hätten, wir haben jedoch die von uns nach IFRS 9 anzuwendenden Wertminderungsmethoden noch nicht endgültig festgelegt. Unsere vorläufige Beurteilung zeigte keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der Anforderungen des IFRS 9 bezüglich der Einstufung finanzieller Schulden zum 31. Dezember 2016. Wir beabsichtigen zurzeit von der Ausnahme gebrauch zu machen, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderung der Einstufung und Bewertung nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst.

IFRS 15 - Revenue from Contracts with Customers

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung wäre zulässig, ist jedoch derzeit nicht beabsichtigt.

Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können nicht verlässlich geschätzt werden, da sie von unseren Verträgen mit Kunden zu diesem Zeitpunkt abhängen. Wir haben noch nicht entschieden, welche der zur Verfügung stehende Übergangsmethoden und Vereinfachungen in Anspruch genommen werden sollen. Wir haben jedoch eine vorläufige Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 durchgeführt, basierend auf den Umsätzen des Geschäftsjahres 2016. Auf Grundlage dieser vorläufigen Beurteilung erwarten wir für Erlöse aus Verkäufen keine wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis unter IAS 18; unsere Erlöse aus Dienstleistungen für 2016 betrugen weniger als 2% unserer Gesamtumsätze, also werden für mögliche Änderungen der Erlöse aus Dienstleistungen ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtkonzernumsätze erwartet.

b) EU Endorsement ist noch ausstehend

IFRS 16 - Leases

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wobei Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right of use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierung- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen. IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17, IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. IFRS 16 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung wäre zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16, oder davor, anwenden.

Wir haben mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf unseren Konzernabschluss noch nicht begonnen.

Amendments to IFRS 15 - Clarifications to IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers

Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf IFRS 15. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Wie oben beschrieben, beurteilen wir derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Anwendung des IFRS 15 auf unseren Konzernabschluss haben kann; die möglichen Auswirkungen dieser beabsichtigten Änderungen des IFRS 15 werden dabei auch beurteilt.

Amendments to IAS 7 - Disclosure Initiative

Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Ein- und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften) sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen. Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen. Das IASB schlägt vor, die Angaben in der Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber andere Darstellungen zu. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig wäre.

Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigen wir zurzeit die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Schulden, die Veränderungen in Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit aufweisen.

(4) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der H&K AG zum 31. Dezember 2016 sind neben der H&K AG die Jahresabschlüsse von sieben (2015: acht) in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind solche Gesellschaften, bei denen das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Tochterunternehmen, welche in die Konsolidierung einbezogen werden (bzw. wurden), zusammen mit ihrem Eigenkapital und ihren Jahresergebnissen, berechnet nach IFRS für die Konsolidierung des Konzerns, in ihrer jeweiligen funktionalen Währung:

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Abkürzung Funktionale Währung Anteilsbesitz
2016 2015
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
% Eigenkapital Jahresergebnis % Eigenkapital Jahresergebnis
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Unmittelbare Anteile
Heckler & Koch Management GmbH HKM TEUR 100% 351.232 38.126 100% 351.232 (38.622)
Heckler & Koch GmbH HKO TEUR 5,1% 108.054 38.697 5,1% 115.502 (15.095)
Mittelbare Anteile
Heckler & Koch GmbH HKO TEUR 94,9% 108.054 38.697 95% 115.502 (15.095)
NSAF Limited, Nottingham, England NSAF TGBP 100% 2.861 1.049 100% 2.632 659
Heckler & Koch France S.A.S., Paris, Frankreich HKF TEUR 100% 3.604 933 100% 2.671 1.394
HK Sidearms GmbH, Oberndorf a. N., Deutschland * HKS TEUR 100% 2.950 7.315
Small Arms Group Holding Inc., Ashburn VA, USA SAGH TUSD 100% 17.019 - 100% 17.019 -
Heckler & Koch Defense Inc., Ashburn VA, USA HKD TUSD 100% (15.972) (557) 100% (15.415) (2.889)
Heckler & Koch, Inc., VA & GA, USA HKI TUSD 100% 19.890 5.052 100% 14.838 (1.049)

* zum 01.01.2016 mit der Heckler & Koch GmbH verschmolzen

Für die HKO und HKM, beide mit Geschäftssitz in Oberndorf a.N., wurde die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung in Anspruch genommen. Am 22.07.2016 wurde mit der Eintragung im Handelsregister des übernehmenden Rechtsträgers, HKO, die Verschmelzung der HKS mit der HKO rechtlich wirksam. Steuerlich ist die Verschmelzung rückwirkend zum 01.01.2016 wirksam; das Jahresergebnis der HKO in der obigen Tabelle bezieht sich deswegen auf das verschmolzene Unternehmen für das ganze Jahr.

Eine 26%-Beteiligung in Höhe von TEUR 0 (2015: TEUR 0) an einem ausländischen Unternehmen wird auf Grund deren Unwesentlichkeit nicht in den Konsolidierungskreis mit einbezogen, sondern in den sonstigen langfristigen Investitionen erfasst (Ziffer 18).

Eine 50%-Beteiligung in Höhe von TEUR 6 (2015: TEUR 7) an einem ausländischen Gemeinschaftsunternehmen (HKA) wird auf Grund deren Unwesentlichkeit nicht in den Konsolidierungskreis mit einbezogen, sondern in den sonstigen langfristigen Investitionen erfasst (Ziffer 18).

(5) Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Zwingend anzuwendende Vorgaben der IFRS zur Fair Value-Bilanzierung wurden berücksichtigt.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den H&K AG Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgen eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.

Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen.

Das Geschäftsjahr sämtlicher einbezogener Unternehmen entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens.

Sämtliche Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen, einschließlich Zinsen und Dividenden, innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. im Anlagevermögen eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des H&K AG Konzerns ist der Euro (€).

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der H&K AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden von deren funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte selbstständig betreiben, ist die jeweilige funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Erträge und Aufwendungen aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Diese Methode wird vereinfachend angewendet, weil die Erträge und Aufwendungen in Fremdwährungen in der Regel ziemlich gleichmäßig anfallen und mögliche Unterschiede deswegen unwesentlich sind. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Kürzel Stichtagskurs 31.12.2016 Stichtagskurs 31.12.2015 Durchschnittskurs 2016 Durchschnittskurs 2015
Währung
US-Dollar (USA) USD 1,0541 1,0887 1,1066 1,1107
Pfund (Großbritannien) GBP 0,8562 0,7340 0,8187 0,7267

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäfts- oder Firmenwert

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert, der künftigen wirtschaftlichen Nutzen aus anderen bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen Nettovermögenswerten darstellt, die nicht einzeln identifiziert und separat angesetzt werden können. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Segmenten) wie folgt zugeordnet:

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TEUR 2016 2015
Standort Deutschland 4.016 4.016
Standort Frankreich 1.133 1.133
Gesamt 5.149 5.149

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

Der Konzern führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Dabei wird der erzielbare Betrag, der Nutzungswert, der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Mittelflüsse für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente berücksichtigt, die auf Basis der Mittelflüsse des letzten Jahres des Detailprognosezeitraums, bereinigt um wesentliche einmalige Ereignisse und Effekte aus dem aktuellen Auftragsbestand, mit einem Wachstumsabschlag von 1% bestimmt wird. Die wesentlichsten Annahmen für die Ermittlung des Nutzungswertes sind die geplanten Umsatzerlöse und deren Zusammensetzung. Die Planung basiert auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und vorhandenen Informationen über zukünftige Bedarfe. Deren Realisierung setzt voraus, dass die aktuellen regulativen Marktzugangsbedingungen fortbestehen und der Konzern seine starke Wettbewerbsposition behaupten kann. Ein Fall des IAS 36.134 (f) liegt nicht vor.
Als Abzinsungsfaktor wurde zum 31. Dezember 2016 ein einheitlicher Kapitalkostensatz (vor Steuern) von 9,9% (2015: 10,5%) verwendet, der entsprechend der Finanzierungsstruktur vor allem von der Verzinsung der Anleihe bestimmt ist. Schwankungen innerhalb der bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag für möglich gehaltenen Zinssatzbandbreite würden zu keinem Wertminderungsaufwand führen.

Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenskäufen wird aktiviert; der negative Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenskäufen vor dem IFRS-Umstellungstermin, 1. Januar 2006, wurde mit den Rücklagen verrechnet. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens wird ein diesbezüglich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert in die Ermittlung des Entkonsolidierungsergebnisses einbezogen. Dagegen bleibt der mit Rücklagen verrechnete negative Geschäfts- oder Firmenwert bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns oder -verlusts außer Betracht.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Markennamen, Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger direkt zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.

Sämtliche immateriellen Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte und des Markennamens - bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Der mit TEUR 8.393 (2015: TEUR 8.393) bilanzierte Markenname ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Segment) Standort Deutschland zugeordnet und wird jährlich einem Werthaltigkeitstest, wie für den Geschäfts- oder Firmenwert beschrieben, unterzogen. Lizenzen und Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 1 bis 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten haben in der Regel Nutzungsdauern von 8 Jahren mit Beginn des Verkaufs des entwickelten Produkts. Sofern im Einzelfall die erwartete Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer ist als diese Standard-Nutzungsdauer, wird die erwartete Nutzungsdauer angesetzt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden grundsätzlich nicht berücksichtigt (Fremdkapitalkosten werden nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können). Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Klasse der Sachanlagen Jahre
Bauten 25 - 40
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10
Werkzeuge 3
Fahrzeuge 3 - 9
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Einklang stehen.

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

An jedem Bilanzstichtag werden, beim Vorliegen von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hinweisen, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung gebucht, wobei der erzielbare Betrag als der höhere der beiden nachfolgend dargestellten Werte definiert ist: (i) der beizulegende Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder (ii) der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächst höheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Falls in Folgeperioden der erzielbare Ertrag den wertgeminderten Buchwert übersteigt, werden Wertminderungen rückgängig gemacht, jedoch höchstens bis zu (i) dem erzielbaren Ertrag oder (ii) den niedrigeren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 32 und IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Originäre Finanzinstrumente

Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige gewährte Kredite und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte. Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus der Erbringung bzw. Erhalt von Waren und/oder Dienstleistungen an bzw. von Dritten im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Wertpapiere umfassen Finanzinstrumente in der Form von Beteiligungen und Fondsanteilen.

Ein Finanzinstrument wird als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert, wenn es zu Handelszwecken gehalten wird oder als solches eingestuft ist. In den durch diesen Konzernabschluss eingeschlossenen Jahren, sind die einzigen durch den H&K AG Konzern verwendeten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gehaltene Finanzinstrumente Derivate, die nicht die Voraussetzungen für Sicherungsgeschäfte erfüllen. Beim erstmaligen Ansatz werden jegliche der Transaktion zurechenbare Kosten erfolgswirksam erfasst. Finanzinstrumente, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasst sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und deren Bewertungsänderungen erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte

Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziell angesetzt (IAS 39.38).

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ klassifiziert sind, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet wurden, werden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft. Objektive Kriterien für einen eingetretenen Wertminderungsbedarf sind insbesondere die Insolvenz von Vertragspartnern, sowie die fehlende Einhaltung von Zahlungsplänen. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird teilweise oder im Ganzen erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Analyse von diskontierten Mittelflüssen sowie die Verwendung anderer Bewertungsmodelle.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte in Bezug auf die Mittelflüsse aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert, übertragen werden.

Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die aus dem Geldverkehr oder der Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Dritte resultieren, einschließlich Darlehen an nahe stehende Unternehmen. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden gemäß der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern einzelne Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, werden die wertgeminderten Forderungen ausgebucht.

Unter der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ werden Finanzinstrumente erfasst, mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, die der Konzern bis zur Endfälligkeit halten will und die Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben ist, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten und die nicht derivative finanzielle Vermögenswerte sind.

Zur Veräußerung verfügbar klassifizierte finanzielle Vermögenswerte sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind oder nicht als (a) Kredite und Forderungen, (b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder (c) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eingestuft sind.

In der Bilanz angesetzte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ klassifiziert sind, die mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten abgezogen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen u. a. die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und verzinsliche Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle drei nachstehende Merkmale ausweist: (1) seine Wertentwicklung ist an einen bestimmten Wechselkurs oder eine ähnliche Variable gekoppelt; (2) es erfordert keine Anfangsauszahlung oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist; und (3) es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente lediglich, um Risiken aus Wechselkursschwankungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten entstehen, entgegenzuwirken. Eingebettete Derivate werden nur vom Basisvertrag getrennt und als Derivat bilanziert falls (i) die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden sind, (ii) ein eigenständiges Instrument mit gleichen Vertragsbedingungen der Definition eines Derivats entsprechen würde und (iii) das hybride Finanzinstrument nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.

Entsprechend IAS 39 werden alle Derivate zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 bilanziert. Der bilanzierte beizulegende Zeitwert der Derivate ist üblicherweise ihr Marktwert. Wenn Marktwerte nicht ermittelt werden können, wird der beizulegende Zeitwert durch die Anwendung von anerkannten Kalkulationsmodellen ermittelt oder durch Bankbestätigungen nachgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden wie folgt erfasst:

Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedges)

Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes eines derivativen Sicherungsinstruments, das zur Absicherung von Zahlungsströmen eingestuft ist, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, sofern das Instrument als effektiv ermittelt wird. Sofern das Instrument als ineffektiv ermittelt wird, werden Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes im Gewinn oder Verlust erfasst.

Falls das Sicherungsinstrument die Kriterien für die Bilanzierung solcher Geschäfte nicht mehr erfüllt, ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, wird es prospektiv nicht mehr als Sicherungsinstrument (Hedge) erfasst. Der kumulierte Gewinn oder Verlust, der bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfasst wurde, bleibt bis zur Realisierung der respektive Transaktion unverändert. Falls das Grundgeschäft ein nicht-finanzieller Vermögenswert ist, wird der Wert, der im Eigenkapital erfasst wurde, zum Buchwert des Vermögenswertes bei dessen Erfassung umgebucht. Andernfalls wird der Wert, der im Eigenkapital erfasst wurde, in der Periode, in der sich das Grundgeschäft auf das Ergebnis auswirkt, in den Gewinn oder Verlust umgebucht.

Sonstige nicht zu Absicherungszwecken gehaltenen Derivate

Falls ein derivatives Finanzinstrument nicht als qualifiziertes Sicherungsgeschäft eingestuft ist, werden alle Veränderungen im beizulegenden Zeitwert im Gewinn oder Verlust erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, falls niedriger, zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise, werden Wertabschläge vorgenommen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Ein langfristiger Vermögenswert (oder Veräußerungsgruppen bestehend aus Vermögenswerten und Schulden) wird als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden entweder mit dem Buchwert oder aber mit dem aus dem jeweiligen Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten resultierenden Wert angesetzt, je nachdem welcher Wert niedriger ist. Diese Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Verpflichtungen

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern und mögliche demographische Entwicklungen berücksichtigt. Der Wert wird versicherungsmathematisch von einem Gutachter ermittelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19 in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral behandelt. Ausgewiesen werden sie in der Gesamtergebnisrechnung.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze gemäß IAS 19 orientiert sich der versicherungsmathematische Gutachter an der Rendite von erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen zum Bewertungsstichtag.

Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit angesetzt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Bei einer wesentlichen Wirkung des Zinseffektes, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert, der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert, wenn es so gut wie sicher ist, dass der Konzern die Erstattung bei Erfüllung der Verpflichtung erhält.

Leasingverhältnisse

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden Finanzierungsleasingverhältnisse als Vermögenswert und Schulden in gleicher Höhe, mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen, angesetzt. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände; ist zu Ende eines Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, dass das Eigentum auf dem Leasingnehmer übergeht, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abgeschrieben.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber (Operating-Leasing). Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand wird linear über die Laufzeit erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für dem Leasingnehmer oder der Unterschied zwischen diesen Methoden und den tatsächlichen Leasing-Zahlungen unwesentlich ist.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Verkauf von Gütern und Erbringung von Dienstleistungen

Erlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.

Erlöse werden erfasst, wenn die dazugehörigen Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie die Zahlungseingänge verlässlich erwartet werden können.

Zinsen und sonstige Erträge

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist im Darlehensvertrag festgelegt und zinst die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert ab.

Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen

Betriebliche Aufwendungen werden auf der Grundlage eines direkten Zusammenhangs zwischen den angefallenen Kosten und den entsprechenden Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung dann erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden ebenfalls zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst, sofern sie die Kriterien zur Aktivierung als selbsterstellter immaterieller Vermögenswert gemäß IAS 38 nicht erfüllen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten nach IAS 23 werden nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können; sonstige Fremdkapitalkosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam berücksichtigt.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem und latentem Steueraufwand dar.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Vorsteuerergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in anderen Jahren oder niemals zu versteuern bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird basierend auf Steuersätzen und Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbelastungen und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften verglichen mit den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Normalerweise werden latente Steuerschulden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, wogegen latente Steueransprüche für zu versteuernde temporäre Differenzen nur insoweit erfasst werden, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Bilanzstichtag geprüft und herabgesetzt, wenn es unwahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, insgesamt oder teilweise, zu verwenden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.

Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Transaktionen, die im sonstigen Ergebnis oder erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasst wurden; in diesen Fällen werden die latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. erfolgsneutral im entsprechenden Eigenkapitalposten erfasst.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Wenn Eventualschulden identifiziert werden, werden diese im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Gebrauch von Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Veröffentlichungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, die sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich beim H&K AG Konzern im Wesentlichen auf den jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bewertung von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetzes- oder Vertragsanforderungen begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt. (Ziffer 24).

Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht, wird der Betrag als Prozessrisiko zurückgestellt, mit dem das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belastet wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen wahrscheinlich zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen, sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen positiven Verfahrensausgang spricht oder bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt. (Ziffer 24).

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Angaben für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen auf Forderungen und Vorräte sowie der Wertansatz der latenten Steueransprüche und der Rückstellungen für Pensionen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen um TEUR 25.385 auf TEUR 202.357 im Vergleich zu TEUR 176.972 im Jahr 2015. Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Verkauf von Gütern 201.856 168.900
Erbringung von Dienstleistungen 3.548 10.097
Brutto Umsätze 205.404 178.997
Skonti, Boni, usw. (3.047) (2.025)
Netto Umsätze 202.357 176.972

Aufteilung nach geographischen Märkten:

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TEUR 2016 2015
Inland (Deutschland) 51.636 38.137
Ausland (Rest der Welt) 153.768 140.860
Brutto Umsätze 205.404 178.997
Skonti, Boni, usw. (3.047) (2.025)
Netto Umsätze 202.357 176.972

(7) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Materialkosten, Fertigungslöhne und Gemeinkosten enthalten. Gegenläufig zu den höheren Umsatzerlösen sind die Umsatzkosten um TEUR 10.272 auf TEUR 119.572 gesunken im Vergleich zu TEUR 129.844 im Jahr 2015. Wegen diesen höheren Umsätzen sind die laufenden Herstellungskosten zwar gestiegen, dagegen wirkten aber die in der Ziffer 19 geschilderten Veränderungen der Wertberichtigung der Vorräte: 2015 wurden im Saldo Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 15.289 in den Umsatzkosten erfasst, dagegen konnten 2016 aufgrund des Verkaufs wertgeminderter Vorräte (Sonderaktionen usw.) bzw. durch Neubewertung infolge verbesserter Gängigkeit, im Saldo TEUR 8.779 als Verminderung der Umsatzkosten erfasst werden.

(8) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die im Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten, Abschreibungen sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38 zu aktivieren waren, sowie die Abschreibungen oder Ausbuchung von aktivierten Entwicklungskosten. Sie stiegen um TEUR 2.168 auf TEUR 5.884 im Vergleich zu TEUR 3.716 im Jahr 2015, wegen höherer laufender Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie höherer planmäßiger Abschreibungen auf bereits aktivierte Entwicklungskosten; zugleich wurden erhöhte Entwicklungsleistungen aktiviert.

(9) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen und auftragsbezogenen Projektkosten. Sie sanken um TEUR 1.467 auf TEUR 21.924 im Vergleich zu TEUR 23.391 im Jahr 2015, im Wesentlichen durch niedrigere Personalkosten sowie sonstige Aufwendungen; dagegen sind die projektbezogenen Kosten gestiegen.

(10) Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personal- und Gemeinkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Sie stiegen um TEUR 1.026 auf TEUR 18.246 im Vergleich zu TEUR 17.220 im Jahr 2015, im Wesentlichen wegen höherer Vorsorgekosten für Rechtsstreitigkeiten.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2016 2015
Auflösung und Verbrauch von Rückstellungen 89 197
Versicherungsleistungen 142 41
Verwaltungsleistungen 24 24
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 6 67
Lizenzeinnahmen 797 800
Benzinverkäufe an Mitarbeiter 1.078 1.154
Sonstige 1.247 958
Gesamt 3.384 3.240

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 867 (2015: TEUR 728) enthalten. Diese setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Erträgen aus Rückerstattungen, Ausbuchungen und Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 772 (2015: TEUR 465), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 89 (2015: TEUR 197) und Erträgen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 6 (2015: TEUR 67).

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2016 2015
Vorsorge für mögliche Inanspruchnahme aus Garantien 519 (7.103)
Wertber. u. Ausbuch. auf Ford. u. Gutschriften Vorjahre (170) (3.344)
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten (63) (6)
Sonstige Steuern (363) (372)
Konventional- und ähnliche Vertragsstrafen 14 (1.147)
Benzin für Mitarbeiter und Firmenfahrzeuge (1.068) (1.156)
Sonstige (165) (193)
Gesamt (1.296) (13.321)

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Nettoerträge in Höhe von TEUR 421 (2015: TEUR 2.818 Nettoaufwendungen) enthalten. Diese enthalten im Wesentlichen die Teilauflösung der Rückstellung für mögliche Inanspruchnahme von Bankgarantien, die die Nettoaufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, die Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten, die Gutschriften für Vorjahre sowie andere sonstige betriebliche Aufwendungen mehr als ausgleicht.

(13) Analyse nach Art der Aufwendungen und EBITDA

Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die betrieblichen Aufwendungen aufgeteilt nach Funktionsbereichen. Die folgende Tabelle stellt das Betriebsergebnis mit den Aufwendungen analysiert nach deren Art („Gesamtkostenverfahren“) und das EBITDA dar:

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TEUR 2016 2015
Netto Umsatzerlöse 202.357 176.972
Materialaufwendungen und Bestandsveränderungen (77.073) (83.116)
Aktivierte Eigenleistungen 3.111 1.712
Sonstige betriebliche Erträge 3.384 3.240
Personalaufwendungen (52.042) (54.563)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (31.571) (42.058)
EBITDA 48.165 2.188
Abschreibungen (9.346) (9.468)
Betriebsergebnis 38.819 (7.280)

EBITDA ist ein nicht nach IFRS definierter Begriff und kann deswegen unterschiedlich ermittelt werden.

(14) Finanzergebnis

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TEUR 2016 2015
Finanzerträge
Zinserträge 39 2.947
Abzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten - 75
Bewertung von Anleihetilgungsklauseln 1.060 -
Erträge aus Anleiherückkäufen 1.108 4.506
Erträge aus Kursdifferenzen 1.982 5.541
Erträge aus der Bewertung von Investitionen - 55.052
Finanzerträge gesamt 4.189 68.121
Finanzaufwendungen
Zinsaufwendungen (23.878) (28.990)
Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten (3.349) (3.485)
Bewertung von Anleihetilgungsklauseln - (1.300)
Aufwendungen aus der Bewertung von Investitionen - (2)
Aufwendungen aus Kursdifferenzen (1.321) (1.053)
Sonstiges (173) (252)
Finanzaufwendungen gesamt (28.721) (35.082)
Finanzergebnis (24.531) 33.038

Die Erträge aus der Bewertung von Investitionen im Jahr 2015 beinhalten einen wesentlichen Sondereffekt resultierend aus einer Wertaufholung für eine in Vorjahren gebildete Wertberichtigung auf Finanzanlagen (2015: TEUR 55.052; 2016: TEUR 0); (Ziffer 36). Die Erträge aus Anleiherückkäufen (2016: TEUR 1.108; 2015: TEUR 4.506) sind die Gewinne aus den Rückkäufen unserer Anleihe, abzüglich die dazugehörigen Anteile der ursprünglichen Transaktionskosten; (Ziffer 25). Die Zinserträge enthalten Zinsen aus lang- und kurzfristigen Darlehen, aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus Steuerrückerstattungen. Der Ertrag aus Abzinsung langfristiger Verbindlichkeiten im Jahr 2015 bezieht sich auf die sonstigen langfristigen Rückstellungen. Die Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen enthalten Kursdifferenzen aus Transaktionen, die nicht gesichert waren sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen, die bei den einzelnen Konzernunternehmen in anderen Währungen als ihrer jeweiligen Funktionswährung gehalten werden. Die Ergebnisse aus der Bewertung von Anleihetilgungsklauseln ergeben sich aus Wertänderungen der eingebetteten Derivate im Anleihevertrag; (Ziffer 18, 25). Die Zinsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen auf Anleiheverbindlichkeiten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Verbindlichkeiten beziehen sich auf die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, sonstige langfristige Rückstellungen und die Anleihe. Die Aufwendungen aus der Bewertung von Investitionen im Jahr 2015 resultieren aus Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Finanzanlagen; (Ziffer 18). Die sonstigen finanziellen Aufwendungen beinhalten Avalkosten, überwiegend im Zusammenhang mit der Gestellung von Garantien an Kunden.

(15) Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Durch die bestehende ertragsteuerliche Organschaft der inländischen Konzerngesellschaften fällt ab dem Geschäftsjahr 2013 Ertragsteuer beim obersten Beherrschungsorgan, der H&K AG, an.

Für die Gesellschaften in Deutschland ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 28,075% (2015: 27,725%). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 20,0% und 35,0% (2015: zwischen 20,0% und 35,0%). Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. in Kürze gelten werden.

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Laufender Steuerertrag/(-aufwand) (5.242) (2.521)
Latente Steuern Ertrag/(Aufwand) (1.846) (1.060)
Ausgewiesener Steueraufwand (7.088) (3.581)

Der ausgewiesene laufende Steueraufwand hat sich trotz des im Geschäftsjahr deutlich niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 14.287 (2015: TEUR 25.759) auf TEUR 5.242 (2015: TEUR 2.521) erhöht. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die im Ergebnis 2015 enthaltenen nicht zu versteuernden Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Finanzanlagen (Ziffer 14, 18, 36). Die latenten Steueraufwendungen haben sich erhöht, im Wesentlichen aufgrund der Neubewertung von Verlustvorträgen (in den sonstigen Effekten unten).

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des aktuellen inländischen Ertragsteuersatzes von 28,075% (2015: 27,725%) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

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TEUR 2016 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.287 25.759
Erwarteter Steuersatz 28,075% 27,725%
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag (4.011) (7.142)
Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von:
- Steuersatzänderungen (196) 0
- nicht abzugsfähigen Aufwendungen (2.650) (9.997)
- nicht zu versteuernden Erträge 828 15.468
- periodenfremden Steuern 394 (1.547)
- steuersatzbedingten Abweichungen Ausland (227) 51
- nicht aktivierten Steueransprüchen auf Verluste 943 560
- nicht aktivierten Steueransprüchen auf temp. Differenzen (22) (0)
- sonstigen Effekten (2.147) (973)
Tatsächlicher Steueraufwand/-ertrag (7.088) (3.581)
Tatsächlicher Steuersatz 49,6% 13,9%

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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Bilanzpositionen

TEUR
Latente Steueransprüche 31.12.2016 Latente Steueransprüche 31.12.2015 Latente Steuerschulden 31.12.2016 Latente Steuerschulden 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte - - 14.464 14.041
Langfristige Finanzanlagen und Derivate - - - 83
Sachanlagen 267 162 3.421 3.613
Vorräte 5.537 5.689 133 165
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 14 12
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4 3 696 2.479
Rückstellungen für Pensionen 8.243 6.984 - -
Langfristige Rückstellungen 221 210 - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten - - 715 1.730
Kurzfristige Rückstellungen 311 785 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3 3 0 -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.384 1.279 - -
Noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvortrag - 3.890 - -
Bilanzansatz 15.970 19.005 19.443 22.124

Im Jahr 2016 wurde eine Erhöhung der latenten Steueransprüche um TEUR 1.398 (2015: TEUR 755 Verminderung) erfolgsneutral durch das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst, da dieser Unterschied aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von leistungsorientierten Pensionsplänen resultiert und die Auswirkung der Erhöhung des Steuersatzes auf 28,075% für die in den Vorjahren erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten ebenfalls berücksichtigt. Die Unterschiede aus Kursdifferenzen für die Umrechnung der in den Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen befindlichen latenten Steuern sind ebenfalls erfolgsneutral in den „Umrechnungsunterschiede für ausländische Geschäftsbetriebe“ im sonstigen Ergebnis erfasst. Alle anderen Veränderungen der latenten Steueransprüche und -verpflichtungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst:

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Bilanzpositionen

TEUR
Latente Steuer 31.12.2014 In der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst Im sonstigen Ergebnis erfasst Latente Steuer 31.12.2015 In der Gewinn- und Verlust- Rechnung erfasst Im sonstigen Ergebnis erfasst Latente Steuer 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte (13.908) (133) - (14.041) (422) - (14.464)
Langfristige Finanzanlagen und Derivate (444) 360 - (83) 83 - -
Sachanlagen (3.485) 5 30 (3.450) 290 6 (3.154)
Vorräte 5.974 (604) 154 5.525 (161) 41 5.404
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 3 - (12) (2) - (14)
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (2.357) (119) - (2.476) 1.784 (0) (692)
Rückstellungen für Pensionen 8.126 (387) (755) 6.984 (138) 1.398 8.243
Langfristige Rückstellungen 1.538 (1.328) - 210 12 - 221
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (925) (805) - (1.730) 1.016 - (715)
Kurzfristige Rückstellungen 649 62 74 785 (477) 3 311
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 3 - 3 (0) - 3
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.098 54 128 1.279 60 45 1.384
Noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvortrag 2.060 1.830 - 3.890 (3.890) - -
Bilanzansatz (1.690) (1.061) (369) (3.119) (1.846) 1.493 (3.473)

Mögliche latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.021 (2015: TEUR 1.947), resultierend aus steuerlichen Verlustvorträgen der US-Tochtergesellschaften, sind hier nicht enthalten. Mögliche latente Steueransprüche des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 29.372 (2015: TEUR 26.984), resultierend aus steuerlich vortragsfähigen Zinsaufwendungen, sind ebenfalls nicht aktiviert worden.

Im Jahr 2016 wurden Ertragsteuern in Höhe von 1,9 Mio. EUR (2015: 0,3 Mio. EUR) bezahlt. Davon betrafen 1,3 Mio. EUR (2015: 1,7 Mio. EUR) Vorauszahlungen für deutsche Ertragsteuern für das laufende Jahr, 0,7 Mio. EUR netto Rückerstattungen (2015: 0,1 Mio. EUR netto Nachzahlungen) für deutsche Ertragsteuern für Vorjahre und 1,3 Mio. EUR netto ausländische Ertragsteuerzahlungen (2015: 1,5 Mio. EUR netto ausländische Ertragsteuerrückerstattungen).

Angaben zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Entwicklungskosten (selbst geschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Markenname, Patente, Lizenzen, Software (erworben) Gesamt
Nettobuchwert am 01.01.2015 18.130 5.149 9.065 32.344
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2015 26.080 6.649 22.684 55.413
Währungsänderungen - - 51 51
Zugänge 1.688 - 62 1.750
Abgänge/Ausbuchungen - - (79) (79)
Stand am 31.12.2015 27.768 6.649 22.719 57.136
Abschreibungen
Stand am 01.01.2015 (7.950) (1.500) (13.619) (23.070)
Währungsänderungen - - (50) (50)
Abschreibungen des Jahres (1.148) - (212) (1.360)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge/ Ausbuchungen - - 79 79
Stand am 31.12.2015 (9.098) (1.500) (13.802) (24.400)
Nettobuchwert am 31.12.2015 18.670 5.149 8.916 32.736
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2016 27.768 6.649 22.719 57.136
Währungsänderungen 6 - 12 18
Zugänge 3.208 - 348 3.556
Abgänge/Ausbuchungen - - (115) (115)
Stand am 31.12.2016 30.983 6.649 22.963 60.595
Abschreibungen
Stand am 01.01.2016 (9.098) (1.500) (13.802) (24.400)
Währungsänderungen - - (11) (11)
Abschreibungen des Jahres (2.163) - (197) (2.360)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge/ Ausbuchungen - - 115 115
Stand am 31.12.2016 (11.260) (1.500) (13.895) (26.656)
Nettobuchwert am 31.12.2016 19.723 5.149 9.067 33.939

Wie in Ziffer 5 beschrieben, unterliegen der Geschäfts- oder Firmenwert und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einer jährlichen Prüfung auf Wertminderung. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf die einzelnen Unternehmen verteilt, bei denen es sich um die Segmente des H&K AG Konzerns und gleichzeitig die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird, handelt.

Wie in oben stehender Tabelle ausgewiesen, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 5.149 bilanziert. Dies entspricht dem von unabhängigen Dritten erworbenen Teil des Nettobuchwerts des Firmenwerts in dem nach dem deutschen Handelsrecht zum Umstellungszeitpunkt auf IFRS (1. Januar 2006) erstellten wehrtechnischen Teilkonzernabschluss (ohne Markenrechte). Ursprünglich hieß die Muttergesellschaft dieses Teilkonzerns Heckler & Koch Wehrtechnik Holding GmbH. Diese Gesellschaft erwarb Ende 2003 die Entwicklungs-, Herstellungs- und Vertriebsgesellschaft Heckler & Koch Gesellschaft mit beschränkter Haftung. 2004 wurden die zwei Gesellschaften verschmolzen und in die Heckler & Koch GmbH umbenannt. Deswegen wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.016 der verschmolzenen Heckler & Koch GmbH zugeordnet. Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.133 resultierte aus dem Erwerb der Heckler & Koch France SAS im Jahr 2004 und wird deshalb diesem Unternehmen zugeordnet. Der Markenname aus dem Erwerb der Heckler & Koch Gesellschaft mit beschränkter Haftung Ende 2003 wurde als ein immaterieller Vermögenswert angesetzt (2016: TEUR 8.393; 2015: TEUR 8.393) und ist auch der verschmolzenen Heckler & Koch GmbH zugeordnet. Da mit diesem Markennamen das Ansehen des Konzerns verbunden ist, wird diesem, wie auch dem Geschäfts- oder Firmenwert, eine unbestimmte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese einzelnen immateriellen Vermögenswerte sind für den Konzern gemäß IAS 38.122 (b) von wesentlicher Bedeutung.

Da nur ein geringer Anteil der Aktien der H&K AG an der Börse gehandelt wird und vergleichbare Gesellschaften nicht regelmäßig während des letzten Jahres auf einem aktiven Markt gehandelt wurden, war es nicht möglich, die Prüfungen auf Wertminderung auf der Basis eines Marktwertes durchzuführen. Die Prüfungen auf Wertminderung wurden deshalb auf den Nutzungswert gestützt, der durch die Abzinsung der geplanten zukünftigen Cashflows basierend auf den operativen Ergebnissen aus dem jährlichen Fünfjahresgeschäftsplan bestimmt wurde. Eine Wertminderung wurde nicht festgestellt.

Durch eine Sicherungsabtretung sind bestimmte Patente, Markennamen und Domainen als Sicherheit für eine revolvierende Kreditlinie verpfändet worden (Nettobuchwert 2016: TEUR 8.393; 2015: TEUR 8.393).

Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:

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TEUR 2016 2015
Herstellungskosten 29 26
Forschungs- und Entwicklungskosten 2.194 1.197
Vertriebskosten 5 14
Allgemeine Verwaltungskosten 132 123
Gesamt 2.360 1.360

Zum 31. Dezember 2016 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten TEUR 0 (2015: TEUR 36).

(17) Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Nettobuchwert am 01.01.2015 22.743 15.141 8.572 348 46.803
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2015 33.801 56.702 51.966 348 142.816
Währungsänderungen 401 114 260 - 774
Zugänge 144 1.131 1.332 - 2.607
Umbuchungen - - 202 (202) -
Abgänge (1.656) (1.538) (437) - (3.631)
Stand am 31.12.2015 32.690 56.408 53.322 146 142.566
Abschreibungen
Stand am 01.01.2015 (11.058) (41.561) (43.394) - (96.013)
Währungsänderungen (204) (80) (226) - (510)
Abschreibungen des Jahres (1.306) (3.509) (3.292) - (8.108)
Umbuchungen - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge 1.656 1.510 431 - 3.597
Stand am 31.12.2015 (10.912) (43.640) (46.481) - (101.033)
Nettobuchwert am 31.12.2015 21.778 12.768 6.841 146 41.533
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2016 32.690 56.408 53.322 146 142.566
Währungsänderungen (2) 33 (35) 14 10
Zugänge 314 1.826 1.997 513 4.650
Umbuchungen - - 10 (10) -
Abgänge - (634) (638) - (1.272)
Stand am 31.12.2016 33.002 57.633 54.656 662 145.954
Abschreibungen
Stand am 01.01.2016 (10.912) (43.640) (46.481) - (101.033)
Währungsänderungen 56 (31) 36 - 61
Abschreibungen des Jahres (796) (3.204) (2.987) - (6.987)
Umbuchungen - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge - 634 565 - 1.199
Stand am 31.12.2016 (11.652) (46.242) (48.867) - (106.760)
Nettobuchwert am 31.12.2016 21.350 11.392 5.790 662 39.194

Durch eine Grundschuldbestellungsurkunde und die dazugehörige Sicherungszweckvereinbarung sind bestimmte Grundstücke und Bauten als Sicherheit für eine revolvierende Kreditlinie verpfändet worden (Nettobuchwert 2016: 19,7 Mio. EUR; Nettobuchwert 2015: 20,3 Mio. EUR). Durch einen Sicherungsübereignungsvertrag sind bestimmte Maschinen (Nettobuchwert 2016: 11,3 Mio. EUR; Nettobuchwert 2015: 12,6 Mio. EUR) und bestimmte andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen (Nettobuchwert 2016: 3,8 Mio. EUR; Nettobuchwert 2015: 3,9 Mio. EUR) auch als Sicherheit für diese Kreditlinie verpfändet worden.

Das Anlagevermögen enthält keine Vermögenswerte, die mittels Finanzierungsleasing erworben worden sind.

Zum 31. Dezember 2016 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen des H&K AG Konzerns für den Erwerb von Sachanlagen TEUR 2.269 (2015: TEUR 810).

(18) Langfristige Finanzanlagen und Derivate sowie kurzfristige Darlehen, Investitionen und Derivate

Die in der Bilanz ausgewiesenen „Sonstigen langfristigen Finanzanlagen und Derivate“ sowie die kurzfristige „Sonstige Darlehen, Investitionen u. Derivate“ beinhalten angelegte verzinsliche Bankguthaben in Höhe von TEUR 2.060 (2015: TEUR 1.890), die als langfristig ausgewiesen sind, sowie verzinsliche Bankguthaben in Höhe von TEUR 7.233 (2015: TEUR 6.861), die als kurzfristig ausgewiesen sind, weil sie für mehr als drei, jedoch weniger als zwölf Monate angelegt sind. Diese Guthaben dienen als Sicherheit für bestimmte Bankgarantien und ähnliches.

Diese Bilanzpositionen enthalten auch eingebettete Derivate für Tilgungsoptionen im Anleihevertrag, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.360 als kurzfristig ausgewiesen (2015: TEUR 300 als langfristig ausgewiesen) werden. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der eingebetteten Derivate wurde ein Bewertungsmodell für Bondoptionen verwendet, welches auf dem Modell von Black (1976) basiert. Basis der Bewertung sind Zinskurven, die Volatilitäten der Rendite unserer Anleihe und der Marktpreis unserer Anleihe, welche zu den jeweiligen Stichtagen von Konzerndritten bezogen werden.

Eine langfristige Investition in Höhe von TEUR 0 (2015: TEUR 0) bezieht sich auf eine 26% Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen, welche unwesentlich ist und deshalb nicht mit der Equity-Methode in den Konsolidierungskreis miteinbezogen wird (Ziffer 4). Eine weitere langfristige Investition in Höhe von TEUR 6 (2015: TEUR 7) bezieht sich auf eine 50% Beteiligung an einem ausländischen Unternehmen, welche unwesentlich ist und deshalb nicht mit der Equity-Methode in den Konsolidierungskreis miteinbezogen wird (Ziffer 4); die langfristige Bilanzposition enthält auch ein Darlehen an dieses Unternehmen in Höhe von TEUR 58 (2015: TEUR 0); (Ziffer 36).

Der H&K AG Konzern hat Darlehensforderungen an nahestehende Unternehmen, die als nicht werthaltig betrachtet und deshalb wie bereits in vorherigen Berichtsperioden in voller Höhe abgeschrieben sind.

(19) Vorräte

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.642 22.913
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 24.396 39.833
Fertige Erzeugnisse und Waren 19.280 14.502
Gesamt 59.317 77.248

Bei den Vorräten sind Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 25.701 (2015: TEUR 34.176) vorgenommen worden. Diese Wertminderungen reduzieren bestimmte Vorräte auf deren Nettoveräußerungswerte. Die wertgeminderten Vorräte weisen am 31. Dezember 2016 einen Buchwert von insgesamt TEUR 8.580 (2015: TEUR 10.760) aus. Wertminderungen der Vorräte in Höhe von TEUR 530 (2015: TEUR 15.818) wurden als Aufwand erfasst. 2016 sind Wertminderungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 9.309 (2015: TEUR 529) aufgrund des Verkaufs der dazugehörigen Vorräte (Sonderaktionen usw.) bzw. durch Neubewertung infolge verbesserter Gängigkeit als Verminderung der Umsatzkosten erfasst.

Durch Sicherungsübereignungsverträge sind bestimmte Vorräte als Sicherheit für eine revolvierende Kreditlinie verpfändet worden (Nettobuchwert 2016: 57,7 Mio. EUR; Nettobuchwert 2015: 72,3 Mio. EUR).

(20) Forderungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.183 30.798
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 18 55
Geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte 604 463
Sonstige Vermögenswerte 2.580 555
Gesamt 31.387 31.872

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer und sonstige Steueransprüche aus der normalen Geschäftstätigkeit, sowie Forderungen an Mitarbeiter und Geschäftsführer (Reise- und Gehaltsvorschüsse).

Falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass bei einer Forderung eine Wertminderung eingetreten sein könnte, spätestens wenn sie über 180 Tage überfällig ist, wird eine mögliche Wertminderung von der Finanz-, Vertriebs- und Rechtsabteilung geprüft. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet; das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2016 2015
Stand 01.01. 3.487 849
Zuführung 83 2.850
(Auflösung)/(Inanspruchnahme) - (215)
Wechselkurseffekte (1) 3
Stand 31.12 3.569 3.487

Aufwendungen aus Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Fälligkeitsanalyse der Finanzinstrumente, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
weder überfällig noch wertgemindert: 23.410 24.142
überfällig, nicht wertgemindert:
- bis zu 30 Tagen 3.573 5.926
- von 30 bis zu 60 Tagen 457 191
- von 60 bis zu 90 Tagen 14 203
- von 90 bis zu 180 Tagen 223 (8)
- mehr als 180 Tage 506 345
Gesamt: 4.773 6.657
wertgemindert (Netto): - -
Buchwert 28.183 30.798

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Diese Position umfasst den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Als Voraussetzung für die Bereitstellung bestimmter Garantielinien müssen wir als Sicherheit unter anderem unterschiedliche Beträge als Festgelder hinterlegen (Ziffer 25). Zum 31. Dezember 2016 hatten wir 3,9 Mio. EUR solcher Festgelder hinterlegt (2015: 0,5 Mio. EUR), die in Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten sind.

(22) Eigenkapital und Ergebnis je Aktie

Die folgende Aufstellung stellt die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern dar:

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TEUR Grundkapital (bis April 2014 Stammkapital) Kapital-

rücklage
Rücklage für Umrechnungs-

differenzen
Rücklage für leistungsorientierte Verpflichtungen Ergebnisvortrag Konzern-

eigenkapital
Stand am 31.12.2014 21.000 9.920 (95) (13.798) (191.325) (174.298)
Gesamtergebnis - - 456 1.968 22.177 24.601
Stand am 31.12.2015 21.000 9.920 361 (11.831) (169.148) (149.698)
Gesamtergebnis - - (340) (3.545) 7.199 3.314
Stand am 31.12.2016 21.000 9.920 21 (15.376) (161.949) (146.384)

Die H&K AG hat ein Grundkapital in Höhe von 21 Mio. EUR, eingeteilt in 21 Mio. nennwertlose Stückaktien. Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris im Freiverkehr notiert; ursprünglich wurden dort 5 Tausend Aktien der Gesellschaft zum Verkauf angeboten.

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie in Höhe von EUR 0,34 Gewinn (2015: EUR 1,06 Gewinn) basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Ergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

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TEUR 2016 2015
Gewinn (Verlust), den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 7.199 22.177
Davon nicht den Inhabern der Stammaktien zurechenbar - -
Gewinn (Verlust), den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 7.199 22.177

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Tausend Aktien 2016 2015
Ausgegebene Stammaktien zum 01.01. 21.000 21.000
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum 31.12. 21.000 21.000

Die Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie würde auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien basieren. Für den Berichtszeitraum gab es keine Verwässerungseffekte.

Die Kapitalrücklage ist durch zusätzliche Kapitaleinlagen der Gesellschafter entstanden.

Die Rücklage für Umrechnungsdifferenzen beinhaltet alle Fremdwährungsunterschiede, die sich aus der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften ergeben.

Die Rücklage für leistungsorientierte Verpflichtungen beinhaltet die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste abzüglich Steuern, die aus den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen angefallen sind. Die Nettoerhöhung ist durch versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 4.943 (2015: TEUR 2.722 Gewinne) abzüglich TEUR 1.398 (2015: TEUR 755) latenter Steuern (einschließlich der Auswirkung der Veränderung des Steuersatzes) entstanden.

Der konsolidierte Ergebnisvortrag beinhaltet eine Reduzierung in Höhe von TEUR 62.333, die aus der Umstellung auf IFRS am 1. Januar 2008 entstanden ist, hauptsächlich wegen des Unterschiedsbetrags aus dem oben beschriebenen Kauf eigener Anteile im November 2007. Eine zusätzliche Reduzierung in Höhe von TEUR 2.857 stammt aus dem jeweiligen Unterschied zwischen Kaufpreis und Nettovermögen für den Erwerb der unter gemeinsamer Beherrschung („common control“) stehenden Suhler USA, Inc. im April 2009 und der Suhler Jagd- und Sportwaffen Holding GmbH im Mai 2009. Der Erwerb wurde jeweils so dargestellt, als ob er bereits vor dem Jahr 2008 stattgefunden hätte.

Der H&K AG Konzern weist zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital von 146,4 Mio. EUR (2015: 149,7 Mio. EUR) aus. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Einzelgesellschaften und damit des Konzerns wird trotz des negativen Eigenkapitals nicht in Frage gestellt. Der aktuelle Geschäftsplan des H&K AG Konzerns beinhaltet eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und unterstellt eine Reduzierung der Verschuldung inklusive Refinanzierung der Anleihe vor deren Fälligkeit.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der im Jahresabschluss der Muttergesellschaft, H&K AG, ausgewiesen wird. Dieser wird gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat der H&K AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2016 im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 143,0 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften auf Basis beitragsorientierter Zusagen, während die HKO leistungsorientierte und beitragsorientierte Versorgungspläne hat. Die leistungsorientierten Versorgungspläne für die Mitarbeiter wurden zuletzt 2002 für Neuzugänge geschlossen. Hinzu kommen Beiträge zu den jeweiligen gesetzlichen Altersversorgungen.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 3.422 (2015: TEUR 3.516).

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen und Sterbegelder berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt sind. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Der Firmenrentenanspruch darf zusammen mit der gesetzlichen Rente 75% des anrechnungsfähigen Einkommens (durchschnittlicher mtl. Bruttoverdienst des letzten Jahres) nicht überschreiten.

Bei den leistungsorientierten Plänen haben Arbeitnehmer Anspruch auf Leistungen in Abhängigkeit von der Dauer der Betriebszugehörigkeit bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren. Unter den leistungsorientierten Plänen, die vor 1995 galten, erhalten die anspruchsberechtigten Mitarbeiter für die Dienstzeit von 10 Jahren einen Rentenanspruch in Höhe von 8% des durchschnittlichen monatlichen Bruttoverdienstes des letzten Jahres plus 0,25% für jedes weitere Dienstjahr. Steigerungen sind nicht mehr möglich, da diese Versorgungsordnungen geschlossen und unverfallbare Anwartschaften ausgestellt wurden.

Beim leistungsorientierten Plan vom 1. Januar 1995 erhalten die anspruchsberechtigten Mitarbeiter pro Dienstjahr einen festgelegten Betrag gemäß Pensionsstufe. Maßgebend ist bei aktiven Mitarbeitern die Pensionsstufe bei Eintritt des Versorgungsfalles. Die Versorgungsordnung wurde für neu eintretende Mitarbeiter zum 30. November 2002 geschlossen.

Die Veränderungen des Barwerts der fondsgedeckten und nicht fondsgedeckten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Stand zum 01.01. 62.596 66.807 (840) (738) 61.755 66.069
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 455 538 - - 455 538
Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand - - - - - -
Zinsaufwand (-erträge) 1.401 1.238 (19) (14) 1.381 1.224
Summe erfasst im Gewinn oder Verlust 1.856 1.776 (19) (14) 1.837 1.762
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) aus:
- demographischen Annahmen - - - - - -
- finanziellen Annahmen 5.112 (3.235) - - 5.112 (3.235)
- erfahrungsbedingte Berichtigungen (171) 521 - - (171) 521
(Ertrag)/Aufwand aus Planvermögen exkl. Zinserträge - - 2 (9) 2 (9)
Summe erfasst im sonstigen Ergebnis 4.941 (2.713) 2 (9) 4.943 (2.722)
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge (7) (80) (7) (80)
Vom Arbeitnehmer gezahlte Beiträge - - - -
Geleistete Zahlungen (3.299) (3.273) - - (3.299) (3.273)
Summe sonstiges (3.299) (3.273) (7) (80) (3.306) (3.353)
Stand zum 31.12. 66.094 62.596 (865) (840) 65.230 61.755
Davon entfallen auf die
Nettoschuld aus dem fondsgedeckten Versorgungsplan 944 873 (865) (840) 79 32
Schuld aus den nicht-fondsgedeckten Versorgungspläne 65.150 61.723 - - 65.150 61.723
Stand zum 31.12. 66.094 62.596 (865) (840) 65.230 61.755

Der Dienstzeitaufwand wird in den Funktionsbereichen und der jährliche Nettozinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden erfolgsneutral durch die Gesamtergebnisrechnung in den Rücklagen erfasst.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens bezieht sich zu 100% auf Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen und dazugehörige Guthaben. Die erwartete langfristige Rendite aus diesem Planvermögen wird mit 1,67% (2015: 2,30%) berechnet. Diese orientiert sich am Diskontierungszinssatz für die dazugehörigen Pensionsverpflichtungen. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betrugen TEUR 17 (2015: TEUR 23). Es wird erwartet, dass 2017 Beiträge in Höhe von ca. TEUR 39 mit dem vorhandenen Guthaben verrechnet werden.

Die ermittelte durchschnittliche Duration der Pläne beträgt 12,7 Jahre (2015: 13,2 Jahre). Im Folgenden sind die wichtigsten zum Abschlussstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen aufgeführt:

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31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 1,67% 2,30%
Anpassung der Anwartschaften aktiver Arbeitsnehmer 0,00% 0,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 1,50% 1,50%
Sterbewahrscheinlichkeiten gemäß RT 2005 G RT 2005 G
Invaliditätswahrscheinlichkeiten gemäß RT 2005 G RT 2005 G

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst:

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31.12.2016

Leistungsorientierte Verpflichtung
Effekt in TEUR Erhöhung Minderung
--- --- ---
Abzinsungssatz (0,5% Veränderung) (3.954) 4.426
Zukünftige Rentensteigerungen (0,25% Veränderung) 1.851 (1.775)

Obwohl diese Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

(24) Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Rückstellungen 20.748 19.208
Langfristige Rückstellungen 2.874 4.468
Gesamt 23.622 23.676

Die Rückstellungen entfallen auf:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungs-

verpflichtungen
Sonstige Verpflichtungen Absatzber. Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 01.01.2016 5.257 917 11.187 6.314 23.676
Wechselkursdifferenz/ Umklassifizierung - 66 (171) (2) (108)
Inanspruchnahme (2.167) (917) (882) (792) (4.759)
Auflösung (1.376) (6) (1.517) (2.545) (5.444)
Zuführung 3.134 1.061 203 5.860 10.257
Stand zum 31.12.2016 4.847 1.121 8.820 8.834 23.622

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sind in den Personalverpflichtungen enthalten (TEUR 404; 2015: TEUR 529). Sie umfassen die Freistellungsguthaben der Mitarbeiter aus Lohn- und Gehaltszahlungen sowie die erarbeiteten Aufstockungsleistungen und Abfindungen für die Restlaufzeit des Altersteilzeitverhältnisses. Die Rückstellungen sind mit dem Barwert der vertraglichen Verpflichtungen angesetzt und in versicherungsmathematischen Berichten, bei deren Ermittlung die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Kapitalisierungszinsfuß von 3,24% (2015: 3,89%) zu Grunde gelegt worden sind, berechnet. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht. Diese Verpflichtungen werden durch die Verpfändung bestimmter Wertpapiere gesichert; diese Vermögenswerte werden mit der Rückstellung verrechnet. Die aktuellen Altersteilzeitvereinbarungen haben Laufzeiten von zweieinhalb bis sechs Jahren; in der Arbeitsphase (erste Hälfte der Altersteilzeit) wird die Rückstellung zugeführt und in der Freistellungsphase (zweite Hälfte) erfolgen die Abflüsse des wirtschaftlichen Nutzens. Dementsprechend liegt die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen für Altersteilzeitvereinbarungen bei bis zu sechs Jahren, aktuell jedoch größtenteils bei bis zu fünf Jahre.

Weitere Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Jubiläumszuwendungen, ähnliche Verpflichtungen und Tantiemen gebildet. Diese Personalrückstellungen werden auf Basis entsprechender vertraglicher Verpflichtungen geschätzt. In der Regel wird die Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen innerhalb zwölf Monaten erwartet. Ausnahmen hiervon sind Jubiläumszuwendungen (TEUR 530; 2015: TEUR 486), deren Auszahlung über bis zu vierzig Jahren erfolgen werden und nachlaufende Personalkosten (TEUR 2.200; 2015: TEUR 3.719), deren Auszahlung über bis zu drei (2015: sechs) Jahren erfolgen werden. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistungszeit von zwei Jahren geschätzt. Dementsprechend liegt die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen innerhalb zwei Jahren. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen betreffend den Absatzbereich beinhalten Rückstellungen für Kompensationsverpflichtungen, Drohverluste, Konventional- und sonstige Vertragskosten, nachlaufende Kosten und Preisprüfungen bei bestimmten Aufträgen. Diese Rückstellungen werden auf Basis der Wahrscheinlichkeit, der entsprechenden vertraglichen Verpflichtungen und des aktuellen Status angesetzt; die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen liegt in der Regel innerhalb zwölf Monaten, wobei die Kompensationsverpflichtungen, soweit nicht erfüllt, nach bis zu acht (2015: neun) Jahren fällig werden. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Die „Übrigen Rückstellungen“ betreffen hauptsächlich Prozessrisiken, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts angesetzt werden. Das Ergebnis eines Rechtsstreits hängt vom Prozess ab, dementsprechend ist die gebildete Rückstellung mit besonderen Unsicherheiten verbunden. Die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen liegt in der Regel innerhalb von zwölf Monaten. Die Rückstellung für Prozessrisiken deckt auch den Fall des in 2010 durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart eingeleiteten Ermittlungsverfahrens gegen ehemalige Mitarbeiter der HKO, wegen des Verdachts der unbefugten Ausfuhr von Gewehren nach Mexiko zwischen 2006 und 2009; inzwischen wurde in diesem Zusammenhang gegen fünf ehemalige Mitarbeiter sowie den ehemaligen Vertreters des Unternehmens in Mexiko Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben. Die Anklage wurde mit Beschluss vom 03. Mai 2016 zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. HKO hat in dem Ermittlungsverfahren vollumfänglich kooperiert und eine global agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Aufklärung des Sachverhaltes beauftragt. Das Ergebnis dieser Ermittlungen wurde der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Weiterhin wurde von der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen der Bestechung von inländischen Amtsträgern und ausländischen Entscheidungsträgern in Mexiko eingeleitet. Das erstgenannte Verfahren, in dem ausschließlich gegen einen ehemaligen Geschäftsführer ermittelt wurde, ist mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 20. Januar 2017 eingestellt worden. Dagegen dauern die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Bestechung ausländischer Amtsträger noch an. Die Rückstellung für Prozessrisiken deckt auch den Fall eines am 26. Januar 2017 durch das US-Unternehmen Orbital ATK Inc. vor dem US District Court in Minnesota gegenüber der Heckler & Koch GmbH erhobene Klage. Die Klage ist uns bis zur Erstellung dieses Anhangs nicht zugestellt worden. Mit dieser Klage verlangt Orbital ATK Inc. Schadenersatz i.H. von mindestens 27 Mio. USD sowie Herausgabe von Technologie. Das Unternehmen Orbital ATK ist Hauptvertragsnehmer der US Army, so dass unser Vertragspartner allein die Firma Orbital ATK Inc. ist. Von einer Auslieferung weiterer Prototypen wurde vor dem Hintergrund einer möglichen Unvereinbarkeit des Waffensystems mit europäischer Rechtsauffassung vorerst abgesehen, bis die zuständigen Behörden die Sachlage erneut bewertet haben.

Die Auswirkungen aus der Aufzinsung und Änderung des Abzinsungssatzes waren für die Bewertung einiger langfristiger Rückstellungen wesentlich. Das Finanzergebnis enthält TEUR 167 Nettoaufwand (2015: TEUR 113 Nettoaufwand) aus Ab- bzw. Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen, was zu einer entsprechenden Erhöhung der gebildeten Rückstellungen führt.

(25) Finanzverbindlichkeiten und Kreditlinien

Die einzige wesentliche langfristige Finanzverbindlichkeit des H&K AG Konzerns ist die hochverzinsliche Anleihe in Höhe von 295 Mio. EUR, welche von der HKO im Mai 2011 mit einem Festzinssatz von 9,5% emittiert wurde und im Mai 2018 fällig ist. Die 295 Mio. EUR wurden verwendet, um die im Juli 2011 fällige Anleihe der HKO zuzüglich aufgelaufener Zinsen zu tilgen (125 Mio. EUR) und um die PIK-Darlehensforderung an die Konzernmuttergesellschaft H&K AG im Markt von Dritten zu erwerben (170 Mio. EUR). Im Jahr 2016 wurden nominal TEUR 26.767 am Markt zurückgekauft (2015: TEUR 47.910); diese Anteile und die dazugehörigen aufgelaufenen Zinsforderungen werden in der Bilanz mit der jeweiligen Verbindlichkeit verrechnet. Die Rückkäufe abzüglich die dazugehörigen Anteile der ursprünglichen Transaktionskosten führten zu einem Gewinn in Höhe von Netto TEUR 1.108 (2015: TEUR 4.506), der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Die Anleihe wird in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 219.503 (2015: TEUR 244.310) angesetzt. Die Zinsabgrenzungen in Höhe von Netto TEUR 2.616 (2015: TEUR 2.934) werden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Wegen der 2013 gebildeten ertragsteuerlichen Organschaft zwischen HKO und H&K AG gilt jetzt, gemäß Section 4.22 (b) des Anleihevertrags, H&K AG als Emittent („Issuer“) und HKO als beschränktes Tochterunternehmen („Restricted Subsidiary“) für Zwecke des Article 4 des Anleihevertrags (bindende Zusagen und themenverwandte Definitionen). Die Bestimmungen sämtlicher solcher Zusagen müssen jetzt so ausgelegt werden, als ob die H&K AG seit dem Emissionstag der Emittent gewesen wäre. Dementsprechend unterliegen die H&K AG und ihre Tochtergesellschaften durch den Anleihevertrag im Hinblick auf folgende Transaktionen strengen Einschränkungen:

Die H&K AG und ihre Tochterunternehmen sind grundsätzlich berechtigt, zusätzliches Fremdkapital bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen, die in der Anleihevereinbarung im Einzelnen festgelegt sind, bis zur Höhe von weiteren 10 Mio. EUR aufzunehmen sowie Kreditrahmen bis zur Höhe von weiteren 30 Mio. EUR in Anspruch zu nehmen. Abgesehen von den im Einzelnen festgelegten Ausnahmen, sind H&K AG und ihre Tochterunternehmen nicht berechtigt, zusätzliches Fremdkapital aufzunehmen (einschließlich erworbenes Fremdkapital bzw. sonstige finanzielle Verpflichtungen), es sei denn, ein „Default“ oder „Event of Default“ würde nach Durchführung auf pro forma Basis einer solchen Übernahme von Fremdkapital nicht eintreten oder sich fortsetzen und die pro forma konsolidierte Fixkostendeckungsquote (wie definiert) für die vier vollen Quartale, für die Quartalsabschlüsse jeweils bestehen, die der Übernahme des Fremdkapitals unmittelbar vorausgehen, betrachtet als ein Zeitraum, wäre größer als 2.0 zu 1.0. (Section 4.06)

Überdies unterliegen die H&K AG und ihre Tochterunternehmen den in der Anleihevereinbarung detailliert aufgeführten Beschränkungen im Hinblick auf so genannte „Restricted Payments“, die u. a. im Zusammenhang mit Zahlungen an Gesellschafter, einschließlich z. B. Gewinnausschüttungen, stehen. Mit Ausnahme von in der Anleihevereinbarung im Einzelnen festgelegten Fällen, dürfen H&K AG und ihre Tochterunternehmen „Restricted Payments“ grundsätzlich maximal bis zu einem kumulierten Betrag von 5 Mio. EUR sowie zusätzlich entsprechend einer üblichen Formel, basierend auf 50% von H&K AGs konsolidiertem bereinigten Jahresüberschuss (wie definiert), auf kumulierter Basis seit dem Tag des Anleihevertrags, ausführen. (Section 4.07)

H&K AG und ihre Tochterunternehmen sind, vorbehaltlich verschiedener im Anleihevertrag festgelegter Ausnahmen, grundsätzlich weder berechtigt, die Anteile an ihren Tochtergesellschaften an Dritte zu verkaufen noch diese Anteile zu verpfänden oder anderweitig zu veräußern. (Section 4.08)

H&K AG und ihre Tochterunternehmen müssen Transaktionen mit anderen verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen (wie definiert) wie unter fremden Dritten abschließen. Ist der Gegenwert einer derartigen Transaktion größer als 7,5 Mio. EUR, muss der Fremdvergleich vom Beirat geprüft und bestätigt werden. Bei einem Wert von über 15 Mio. EUR muss eine Bestätigung von einer Investmentbank o. ä. vorgelegt werden. Ausnahmen sind in der Anleihevereinbarung geregelt. (Section 4.09)

Der H&K AG und ihren Tochterunternehmen ist es grundsätzlich nicht gestattet, direkt oder indirekt, Sicherungsrechte (wie definiert) jedweder Art, ausgenommen der festgelegten erlaubten dinglichen Sicherungsrechte, zu bestellen, zu übernehmen, einzugehen oder zu dulden, sowie sonstige Rechte, die dazu berechtigen, Einkünfte, Gewinne oder Erträge aus denen der H&K AG oder einer ihrer Tochtergesellschaften zugeordneten Grundstücke oder Vermögenswerte entgegenzunehmen, abzutreten oder anderweitig zu übertragen. Dies umfasst sämtliche Kapitalanteile und das Fremdkapital sämtlicher Tochtergesellschaften sowie sämtliche Einkünfte, Gewinne oder Erträge hieraus. Dies gilt nicht, (i) bei dinglichen Sicherungsrechten jedweder Art, die nachrangige Verbindlichkeiten (wie definiert) besichern, wenn HKOs Verpflichtung bezüglich der Anleihe sowie sämtlicher sonst aufgrund des Anleihevertrags fälliger Beträge unmittelbar durch ein dingliches Sicherungsrecht an diesem Eigentum, durch Anlagevermögen, Vermögenswerte oder Erträge gesichert ist, das vorrangig zu diesen dinglichen Sicherheiten ist; (ii) bei anderweitigen dinglichen Sicherungsrechten, wenn HKOs Verpflichtung bezüglich der Anleihe sowie sämtlicher sonst aufgrund des Anleihevertrages fälliger Beträge gleichrangig und anteilsmäßig identisch zur Verpflichtung oder Verbindlichkeit des dinglichen Sicherungsrechts besichert ist. Ausnahmen hiervon sind im Einzelnen in der Anleihevereinbarung geregelt. (Section 4.10)

Der Verkauf von Vermögensgegenständen an Dritte ist unter bestimmten Bedingungen, insbesondere für Veräußerungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs, in den Anleihebedingungen reglementiert. (Section 4.11)

Es ist den Gesellschaften des H&K AG Konzerns grundsätzlich nicht gestattet, sich für das Fremdkapital der H&K AG zu verbürgen, es sei denn, diese Tochtergesellschaften leisten und erbringen zeitgleich einen ergänzenden Anleihevertrag zur Sicherstellung der Zahlung der Anleihe seitens der Tochtergesellschaften mit inhaltsgleichen Vereinbarungen zur Bürgschaft für das Fremdkapital. Ausnahmen von dieser Regelung sind in der Anleihevereinbarung einzeln aufgeführt. (Section 4.12)

Es sind keine Beschränkungen oder Belastungen gestattet, die die Fähigkeit der Tochtergesellschaften beeinträchtigen, Gewinnausschüttungen zu leisten, das Fremdkapital zu bedienen, Kredite zu gewähren oder Vermögensgegenstände an die H&K AG und ihre Tochtergesellschaften zu übertragen. Ausnahmen von dieser Regelung sind in der Anleihevereinbarung geregelt. (Section 4.13)

H&K AG und ihre Tochterunternehmen dürfen grundsätzlich keine Handlungen vornehmen oder wissentlich oder fahrlässig unterlassen, die dazu führen, dass die Sicherungsinteressen mit Blick auf die Sicherheiten zugunsten des „Trustee“ und somit der Anleihegläubiger wesentlich vermindert würden. Ferner ist es der H&K AG und ihren Tochtergesellschaften nicht gestattet, irgendwelchen Personen mit Ausnahme des „Trustee“, zugunsten des „Trustee“ und somit der Anleihegläubiger in irgendeiner Form eine [weitere] Besicherung an einem gewährten Sicherungsgut zu bestellen. Ausnahmen von dieser Regelung sind in der Anleihevereinbarung im Einzelnen aufgeführt. (Section 4.14)

Im Falle eines in den Anleihebedingungen näher definierten Wechsels der Beherrschungsmehrheit (sog. Change-of-control) muss H&K AG den Anleiheinhabern einen Anleiherückkauf zu einem Wert von 101% des Nominalwertes zuzüglich aufgelaufener Zinsen anbieten. (Section 4.15)

Alle Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Anleihe erfolgen, sind grundsätzlich ohne Abzug von Steuern oder anderen Abgaben zu leisten. Diese hat H&K AG zu tragen. (Section 4.16)

H&K AG muss innerhalb von 120 Tagen nach dem Ende des Geschäftsjahres Informationen über die letzten zwei Geschäftsjahre, bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie Anhang, einen Bestätigungsvermerk und zusätzliche Erläuterungen an die Bank of New York Mellon übermitteln. Außerdem muss innerhalb von 60 Tagen nach Ende der ersten drei Quartale eines Geschäftsjahres jeweils einen Quartalsbericht, bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, sowie zusätzlichen Erläuterungen an die Bank of New York Mellon übersandt werden. Des Weiteren müssen diese Berichte auf einer Webseite von Heckler & Koch zur Verfügung gestellt werden. (Section 4.19)

Es ist der HKO nicht erlaubt, mit einer Nicht-Gruppengesellschaft zusammenzugehen bzw. sich mit einer solchen Gesellschaft zu verschmelzen. Ausnahmen von dieser Regelung sind in der Anleihevereinbarung im Einzelnen aufgeführt. (Section 5.01)

Die aufgeführten Beschränkungen (Sections 4.06 - 4.09, 4.11 - 4.13, 5.01) werden ausgesetzt, soweit H&K AG so genannten „Investment Grade Status“ erreicht und kein „Default“ oder „Event of Default“ eingetreten ist und fortbesteht. (Section 4.21)

„Events of Default“ sind im Wesentlichen:

(i) Verzug mit fälligen Anleihezinszahlungen für mehr als 30 Tage oder von fälligen Anleihetilgungen;
(ii) Nichteinhaltung oben aufgeführter Verpflichtungen bzw. Regelungen innerhalb bestimmter Fristen;
(iii) Verstöße (Default) gegen Bedingungen einer Vereinbarung, durch die Fremdkapital von HKO oder einer ihrer Tochtergesellschaften mit einem im Einzelfall oder in der Summe ausstehenden Darlehensbetrag in Höhe von 15 Mio. EUR nachgewiesen oder besichert wird, was zu einer vorzeitigen Fälligkeit der Zahlungen auf diese Verbindlichkeiten führen oder die Nichterfüllung solcher Verbindlichkeiten bei Fälligkeit begründen (außer durch normalterminierte Verpflichtung zur vorzeitigen Tilgung) würde, und auf die Erfüllung einer solchen Zahlung weder verzichtet, noch die Fälligkeit solcher Verbindlichkeiten gestundet wurde und in beiden Fällen der Gesamtbetrag unbezahlter oder fällig gewordener Verbindlichkeiten 15 Mio. EUR oder Äquivalent übersteigt;
(iv) die Beendigung einer von einer Tochtergesellschaft gegebenen Bürgschaft oder sonstigen Garantie oder die Behauptung der jeweils Garantie gebenden Tochtergesellschaft, oder eines für die Tochtergesellschaft handelnden Vertreters, dass die Bürgschaft oder sonstige Garantien nicht entsprechend der ihr zugrundeliegenden Bedingungen besteht oder durchsetzbar ist (soweit nicht etwas anderes im Anleihevertrag oder in einer solchen Bürgschaft oder sonstigen Garantie geregelt ist);
(v) endgültige Gerichtsentscheidungen, Bescheide oder Verordnungen (soweit sie unanfechtbar und nicht durch eine Versicherung gedeckt sind), die gegen HKO oder eine ihrer Tochtergesellschaften ergehen und im Einzelfall oder in der Summe einen Betrag von 15 Mio. EUR übersteigen und entweder bezüglich deren Durchsetzung ein Gläubiger Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet hat oder es gibt einen Zeitraum von 60 oder mehr aufeinanderfolgenden Tagen, während dessen eine Vollstreckung in Höhe eines Betrages von mehr als 15 Mio. EUR nicht ausgesetzt worden ist (durch Rechtsmittel oder aus anderen Gründen);
(vi) die Insolvenz der HKO oder einer ihrer Tochtergesellschaften; sowie
(vii) die teilweise oder vollständige Unwirksamkeit eines erstrangigen Sicherungsrechts an dem Sicherungsgut (Collateral) oder die teilweise oder vollständige Beendigung dieses Sicherungsrechts zu irgendeinem Zeitpunkt gleich aus welchem Grund oder wegen der Feststellung der Unwirksamkeit oder Undurchsetzbarkeit eines Sicherungsrechts gemäß des Anleihevertrags durch ein zuständiges Gericht, oder die Behauptung der Unwirksamkeit oder Undurchsetzbarkeit eines solchen Sicherungsrechts in einem gerichtlichen Vorbringen der HKO oder einer ihrer Tochtergesellschaften vor einem zuständigen Gericht, und diese Unwirksamkeit oder deren Behauptung ist nicht binnen 21 Tagen beseitigt bzw. zurückgenommen wird (soweit eine Unwirksamkeit oder deren Behauptung beseitigt bzw. zurückgenommen werden kann). (Sections 6.01 und 6.02)

Soweit sich ein „Event of Default“ ereignet, muss dies der Bank of New York Mellon angezeigt werden und es besteht die Möglichkeit, die Anleiheverbindlichkeit fällig zu stellen.

Die Zinsen sind halbjährlich, jeweils zum 15. Mai und 15. November, erstmalig am 15. November 2011, fällig. Die HKO ist berechtigt Teilzahlungen oder auch eine komplette Rückzahlung der Anleiheverbindlichkeit zu leisten. Allerdings müssten folgende Vorfälligkeitsentschädigungen geleistet werden:

Ab dem 15. Mai 2014 kann die Anleihe in Abhängigkeit vom Tilgungsdatum zu folgenden Werten -zuzüglich entsprechender aufgelaufener Zinsen- getilgt werden:

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ab 15. Mai des Jahres Tilgungspreis

(% im Verhältnis zum Nominalwert)
2014 107,125
2015 104,750
2016 102,375
2017 100,000

Im Falle von Gesetzes-, Rechtsprechungs- oder ähnlichen Änderungen, die dazu führen, dass Quellensteuer auf Zahlungen im Zusammenhang mit der Anleihe zu tragen wäre, und dies nicht durch geeignete Maßnahmen vermieden werden kann, kann eine vollständige (keine anteilige) Rückführung der Anleiheverbindlichkeit zu einem Wert von 100% (im Verhältnis zum Nominalwert) zuzüglich aufgelaufener Zinsen vorgenommen werden.

Zur Besicherung der Verpflichtungen aus der Anleihevereinbarung sind die direkten und indirekten Tochtergesellschaften dieser Vereinbarung als Garanten beigetreten. Außerdem wurden sämtliche Anteile an der HKO und an deren direkten und indirekten Töchtern an die Bank of New York Mellon als Treuhänder der Anleihehalter verpfändet. Als Folge der Rückzahlung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von über 50 Mio. EUR wurde in Übereinstimmung mit den Bedingungen des Anleihevertrags die Verpfändung der HKO Anteile wieder vom Treuhänder freigegeben. Im Falle eines „Event of Default“ (wie definiert) könnte die Bank of New York Mellon u. a. die verpfändeten Beteiligungen veräußern, um ausstehende Tilgungen oder Zinszahlungen abzudecken.

Kreditlinien des Konzerns

Am 13. November 2014 hat der H&K AG Konzern eine Vereinbarung mit einem Kreditgeber für eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 30 Mio. EUR unterzeichnet. Diese war vorerst bis zum 31. Dezember 2014 befristet und ist nach der Erfüllung bestimmter zusätzlicher Voraussetzungen am 5. März 2015 in eine langfristige Kreditlinie mit Fälligkeit 30. Juni 2017 übergegangen. Der Kreditgeber hat sich verpflichtet unter bestimmten, mit uns im Voraus vereinbarten Bedingungen danach eine neue revolvierende Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. EUR, mit verbesserten Bedingungen, bereit zu stellen; wir sind nicht verpflichtet diese Linie anzunehmen. Die aktuelle Linie ist über bestimmte Anlagevermögen (Ziffer 16, 17) und Vorräte (Ziffer 19), sowie die Anteile bestimmte Tochterunternehmen des Konzerns besichert; ähnlich zum Anleihevertrag enthält die Vereinbarung auch bestimmte strenge Handlungseinschränkungen. Seit Mitte Dezember 2015 wurde diese Kreditlinie nicht mehr in Anspruch genommen.

Die weiteren Kreditlinien sind für die Stellung von Anzahlungs- oder Vertragserfüllungsgarantien einschließlich Bietungsgarantien und ähnlichem verwendbar. Der Wert der gegenwärtig offenen Garantien ist nicht in der Bilanz angesetzt. Zum 31. Dezember 2016 summierten sich offene Garantien an Kunden auf 13,2 Mio. EUR (2015: 11,0 Mio. EUR). Als Voraussetzung für die Bereitstellung dieser und anderer Garantien müssen Festgelder als Sicherheit hinterlegt werden. Zum 31. Dezember 2016 beträgt die Summe solcher verpfändeten Festgelder, die in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten enthalten sind, 3,9 Mio. EUR (2015: 0,5 Mio. EUR). Weitere Sicherheiten für diese Linien werden durch für über drei Monate angelegte Festgelder in den sonstigen kurzfristigen Finanzanlagen (2016: 7,2 Mio. EUR; 2015: 6,9 Mio. EUR) (Ziffer 18) sowie in den sonstigen langfristigen Finanzanlagen (2016: 2,1 Mio. EUR; 2015: 1,9 Mio. EUR) (Ziffer 18) geleistet.

(26) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, laufende Kosten sowie Zinsabgrenzungen für die Anleihe und die revolvierende Kreditlinie.

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.915 12.467
Zinsverbindlichkeiten 2.616 2.934
Sonstige Verbindlichkeiten 6.188 7.461
Gesamt 21.719 22.862

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, nicht gesichert.

(27) Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.535 (2015: TEUR 1.069) umfassen Vorauszahlungen von Kunden für die spätere Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen.

Sonstige Angaben

(28) Finanzielles Risikomanagement

Währungsrisiko

Der H&K AG Konzern ist Währungsrisiken auf Umsätze und Einkäufe ausgesetzt, die in anderen Währungen als den jeweiligen Funktionswährungen der Konzernunternehmen abgewickelt werden, hauptsächlich Euro (EUR), aber auch US Dollar (USD) und britisches Pfund (GBP). Der Großteil der Kosten und Umsätze sind in Euro, weshalb Wechselkursrisiken lediglich in den Fällen entstehen, in denen die Umsätze auf eine andere Währung lauten als die dazugehörigen Kosten. Der H&K AG Konzern verfolgt die Politik, abhängig von den angebotenen Devisenkursen mit Berücksichtigung der erwarteten Entwicklungen einen Teil der erwarteten USD-Einnahmen und die damit verbundenen Fremdwährungsrisiken über Sicherungsgeschäfte abzusichern. Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine Devisentermingeschäfte.

Die Konzernpolitik sieht vor, keine Darlehen oder Finanzmittel in Fremdwährung zu Spekulationszwecken aufzunehmen oder zu gewähren. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt, und jegliche Finanzinstrumente sind ausschließlich für operative Zwecke einzusetzen.

Vier Tochterunternehmen der H&K AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung des H&K AG Konzerns der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Durch diese Tochtergesellschaften außerhalb der Eurozone besitzt der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf deren lokale Währungen lauten und für Konzernabschlusszwecke ebenfalls in Euro umgerechnet werden. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital des Konzerns wider.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Währung Kürzel Stichtagskurs 31.12.2016 Stichtagskurs 31.12.2015 Durchschnittskurs 2016 Durchschnittskurs 2015
US-Dollar (USA) USD 1,0541 1,0887 1,1066 1,1107
Pfund (Großbritannien) GBP 0,8562 0,7340 0,8187 0,7267

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzern-EBITDA, die Konzernumsatzerlöse und das Konzerneigenkapital quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt:

Hätte sich der Euro gegenüber dem US Dollar um 10% zu den in der Konsolidierung 2016 verwendeten Kursen abgeschwächt (auf einen Durchschnittskurs von EUR 1 = USD 0,9959 und einen Stichtagskurs von EUR 1 = USD 0,9487), wären die Umsatzerlöse 2016 um ungefähr 9,3 Mio. EUR höher, das EBITDA um etwa 7,1 Mio. EUR höher und das Eigenkapital und die Rücklagen um ungefähr 4,7 Mio. EUR höher gewesen.

Hätte der Euro gegenüber dem britischen Pfund um 10% zu dem in der Konsolidierung 2016 verwendeten Kursen aufgewertet (auf einen Durchschnittskurs von EUR 1 = GBP 0,9006 und einem Stichtagskurs von EUR 1 = GBP 0,9418), wären die Umsatzerlöse 2016 um ungefähr 0,7 Mio. EUR niedriger, das EBITDA um ungefähr 0,3 Mio. EUR niedriger und das Eigenkapital und die Rücklagen um ungefähr 0,2 Mio. EUR niedriger gewesen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Markzinssätze verändern. Der Konzern hat mit der Anleihe über 295 Mio. EUR eine verzinsliche Verbindlichkeit, welche im Mai 2018 fällig wird und einem festen Zinssatz von 9,5% unterliegt. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe ändert sich aufgrund von Schwankungen der Markzinssätze, allerdings sind die Zahlungsströme dafür festgelegt. Der Konzern hat mit der revolvierenden Kreditlinie über 30 Mio. EUR eine verzinsliche Linie, welche bis zum 30. Juni 2017 zur Verfügung steht und festen Bereitstellungsgebühren bzw. einem festen Zinssatz unterliegt. Die Anzahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien, welche wir von unseren Banken zu Gunsten unserer Kunden ausstellen lassen, sind nicht verzinslich.

Rohstoffpreisrisiko

Die absoluten Mengen an eingekauften Rohstoffen sind relativ gering; deshalb ist der H&K AG Konzern nur geringen Risiken aus Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe ausgesetzt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko finanzieller Verluste für den H&K AG Konzern, wenn ein Kunde oder Geschäftspartner eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko des Konzerns entsteht hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Risikokonzentrationen entstehen bei Finanzinstrumenten mit ähnlichen Merkmalen, die ähnlich auf wirtschaftliche und sonstige Änderungen reagieren. Risikokonzentrationen werden nach Vertragspartner ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Großteil der zum Stichtag offenen Forderungen sind aus Umsätzen mit Kunden, die bundesstaatliche, staatliche oder lokale Verwaltungsbehörden von NATO- und NATO-gleichgestellten Ländern sind, so dass der Konzern Kreditrisiken nur begrenzt ausgesetzt ist. Die Waren werden mit Eigentumsvorbehaltsklauseln verkauft, so dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit von Kunden der H&K AG Konzern grundsätzlich besichert ist. In Fällen, in denen der Vorstand der Ansicht ist, dass das Ausfallrisiko durch den Eigentumsvorbehalt nicht ausreichend abgesichert wäre, werden Akkreditive oder Anzahlungen gefordert. Der H&K AG Konzern hat interne Kreditregelungsprozesse, um überfällige Positionen zu prüfen und zu steuern und wenn notwendig, weitere Lieferungen zu stoppen oder rechtliche Maßnahmen einzuleiten.

Bilanziell wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht deren Buchwert zum Bilanzstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Ziffer 20 entnommen werden. Zur Beurteilung der Risikokonzentrationen werden alle Behörden eines Staates zusammen als ein Vertragspartner betrachtet. Die größte Risikokonzentration für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2016 war 8,4 Mio. EUR gegenüber einem Vertragspartner, wobei diese überwiegend nicht fällig war und bis Anfang März 2017, zu über 99% beglichen wurde.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der H&K AG Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden Finanzinstitute sorgfältig ausgewählt und Einlagen bei mehreren Banken im In- und Ausland gehalten. Die größte Risikokonzentration für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2016 ist eine deutsche Bank, bei der die Gruppe Einlagen in Höhe von 9,7 Mio. EUR hat. Diese Bank ist dem Sicherungssystem der deutschen Banken zum Einlagenschutz angeschlossen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der H&K AG Konzern nicht mehr in der Lage sein würde, seinen fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das Ziel der Liquiditätssteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, zu jeder Zeit über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um die anfallenden Verbindlichkeiten zu ihrem Fälligkeitstermin begleichen zu können, sowohl unter gewöhnlichen als auch unter angespannten Bedingungen, ohne inakzeptable Verluste herbeizuführen oder das Ansehen des Konzerns zu schädigen. Der Konzern generiert liquide Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Der operative Liquiditätsüberschuss findet hauptsächlich Verwendung für die Finanzierung der Schwankungen im Working Capital und der Investitionen in das Anlagevermögen sowie für die Bedienung der Zinszahlungsverpflichtungen aus der Anleihe.

Zudem steht dem H&K AG Konzern bis 30. Juni 2017 eine besicherte Kreditlinie in Höhe von bis zu 30 Mio. EUR zur Verfügung. Zum Jahresende war diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Basierend auf der aktuellen Liquiditätsplanung werden wir den mittelfristigen Liquiditätsbedarf aus dem operativen Cash Flow abdecken können, d.h. eine Ziehung der Kreditlinie ist nicht geplant. Der Kreditgeber hat sich verpflichtet unter bestimmten, mit uns im Voraus vereinbarten Bedingungen danach eine neue revolvierende Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. EUR, mit verbesserten Bedingungen, bereit zu stellen; wir sind nicht verpflichtet, diese Linie anzunehmen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeit der vertraglichen Zahlungen für Finanzinstrumente, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zinsverbindlichkeiten oder Tilgungen umfassen.

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TEUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Anleihe inkl. Zinsen Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Per 31.12.2016
Buchwert 12.915 222.120 40
Zahlungsabflüsse 12.915 251.719 40
erwartete Zahlungsabflüsse:
- bis zu einem Monat 8.908 - 0
- von einem bis zu drei Monaten 2.312 - 40
- von drei Monaten bis zu einem Jahr 1.228 20.931 -
- von einem bis zu fünf Jahren 467 230.788 -
- mehr als fünf Jahre - - -
Per 31.12.2015
Buchwert 12.467 247.245 20
Zahlungsabflüsse 12.467 304.876 20
erwartete Zahlungsabflüsse:
- bis zu einem Monat 6.559 2.582 0
- von einem bis zu drei Monaten 4.324 - 20
- von drei Monaten bis zu einem Jahr 1.123 23.206 -
- von einem bis zu fünf Jahren 461 279.088 -
- mehr als fünf Jahre - - -

Abweichungen zwischen dem Buchwert und den damit verbundenen Zahlungen entstehen für bestimmte langfristige Verbindlichkeiten, insbesondere für die Anleihe, da diese zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden. Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Ziffer 25.

Kapitalmanagement

Ziel dieses ist es, unter Berücksichtigung der aus den Anleihebedingungen bestehenden Verpflichtungen und regelmäßigen Zinszahlungen die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sicherzustellen, sowie mittelfristig den Verschuldungsgrad deutlich zu senken. Die interne Konzernpolitik schreibt die Überprüfung der Kapitalrentabilität aller Investitionen und der Rentabilität aller größeren Angebotsabgaben vor. Der Konzern strebt eine einfache Unternehmens- und Kapitalstruktur, ohne außerbilanzielle Finanzierungen, an. Im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb werden Vertragserfüllungs- und Anzahlungsgarantien auf unsere Rechnung durch Banken und Versicherungsunternehmen an unsere Kunden ausgegeben (siehe Ziffer 25).

Im Jahr 2011 wurde eine Refinanzierung vorgenommen, durch die Begebung einer festverzinslichen Anleihe im Betrag von 295 Mio. EUR, welche hauptsächlich für (1) die Rückzahlung von der im Juli 2011 fälligen Anleihe mit aufgelaufenen Zinsen (125 Mio. EUR) und (2) den Erwerb des von Dritten gehaltenen Anteils an einer Darlehensforderung gegenüber der Konzernobergesellschaft H&K AG (170 Mio. EUR) verwendet wurde. Die Anleihe in Höhe von 295 Mio. EUR ist im Mai 2018 fällig und verschiedene Optionen für eine vorzeitige Ablösung dieser werden derzeit verhandelt.

Sämtliche externen Mindestkapitalanforderungen sind in der Berichtsperiode erfüllt worden.

Die Kapitalstruktur des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital (146.384) (149.698)
als % vom Gesamtkapital -68% -65%
langfristige Verbindlichkeiten 307.050 332.658
kurzfristige Verbindlichkeiten 55.251 47.267
Fremdkapital 362.301 379.925
als % vom Gesamtkapital 168% 165%
Bilanzsumme 215.917 230.228

(29) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. In den Aktiva enthalten folgende Bilanzpositionen Finanzinstrumente:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Finanzanlagen u. Derivate 2.124 2.197
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige Darlehen, Investitionen u. Derivate 8.593 6.861
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 28.183 30.798
Sonstige Vermögenswerte 2.580 555
Aktivpositionen, die Finanzinstrumente enthalten 41.482 40.412
davon nicht Finanzinstrumente 2.086 339
davon Finanzinstrumente 39.396 40.072

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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und Leistungen instrumente instrumente
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Per 31.12.2016
Zahlungsmittel 24.648 24.648 - - - - - - - -
Kredite und Forderungen - - 28.183 28.183 58 58 - - 9.794 9.794
zum beizulegendem Zeitwert bewertet - - - - - - 1.360 1.360 - -
Gesamt Finanzvermögen 24.648 24.648 28.183 28.183 58 58 1.360 1.360 9.794 9.794
Per 31.12.2015
Zahlungsmittel 17.838 17.838 - - - - - - - -
Kredite und Forderungen - - 30.798 30.798 67 67 - - 8.907 8.907
zum beizulegendem Zeitwert bewertet - - - - - - 300 300 - -
Gesamt Finanzvermögen 17.838 17.838 30.798 30.798 67 67 300 300 8.907 8.907

Die Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Die Rubrik Darlehen enthält im Wesentlichen Darlehensforderungen, deren Buchwerte den Zeitwerten entsprechen.

Die Rubrik „Derivate Finanzinstrumente“ umfasst im Wesentlichen die eingebetteten Derivate für Tilgungsoptionen im Anleihevertrag, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.360 (2015: TEUR 300) angesetzt werden. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der eingebetteten Derivate wurde ein Bewertungsmodell für Bondoptionen verwendet, welches auf dem Modell von Black (1976) basiert. Basis der Bewertung sind Zinskurven, die Volatilitäten der Rendite unserer Anleihe und der Marktpreis unserer Anleihe, die zu den jeweiligen Stichtagen von Konzerndritten bezogen werden.

Die Rubrik „Andere Finanzinstrumente“ enthält im Wesentlichen kurz- und langfristig angelegte Festgelder, die als Sicherheit für Kreditlinien u.ä. verpfändet sind (2016: TEUR 9.294; 2015: TEUR 8.751).

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Ziffer 20):

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Darlehen und Zinsen Derivate Finanzinstrumente Andere Finanzinstrumente
TEUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
weder überfällig noch wertgemindert: 58 67 1.360 300 9.794 8.907
überfällig, nicht wertgemindert: - - - - - -
wertgemindert (Netto): - - - - - -
Buchwert 58 67 1.360 300 9.794 8.907

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Finanzinstrumente wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Werthaltigkeit fraglich wird. Es erfolgte im Berichtszeitraum keine Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten zwischen den IAS 39 Bewertungskategorien „zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ und „mit den Anschaffungskosten bewertet“ bzw. „mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“.

In den Passiva enthalten folgende Bilanzpositionen Finanzinstrumente:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 219.503 244.310
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kontokorrentlinie - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 12.915 12.467
Sonstige Verbindlichkeiten 8.804 10.395
Passivpositionen, die Finanzinstrumente enthalten 241.222 267.173
davon nicht Finanzinstrumente 6.148 7.441
davon Finanzinstrumente 235.075 259.732

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Anleihe Sonstige Finanzverbindlichkeiten
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
Per 31.12.2016
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 12.915 12.915 219.503 224.162 2.656 2.656
zu Handelszwecken gehalten - - - - - -
zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten 12.915 12.915 219.503 224.162 2.656 2.656
Per 31.12.2015
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 12.467 12.467 244.310 218.357 2.955 2.955
zu Handelszwecken gehalten - - - - - -
zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten 12.467 12.467 244.310 218.357 2.955 2.955

Die Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Die Anleihe wird in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; ihr Zeitwert zum Stichtag wird zum Marktpreis zuzüglich des Zeitwerts der eingebetteten Derivate berechnet. Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Zinsverbindlichkeit für die Anleihe (2016: TEUR 2.616; 2015: TEUR 2.934).

Die folgende Tabelle analysiert nach Bewertungsmethoden die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gehalten werden. Die verschiedenen Stufen sind wie folgt definiert:

Stufe 1: notierte Preise (unverändert) in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten
Stufe 2: Inputfaktoren ausgenommen die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen
Stufe 3: Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputfaktoren)

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31.12.2016
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 1.360 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - -

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31.12.2015
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- ---
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 300 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - -

Nettogewinne/(-verluste) von Finanzinstrumenten:

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TEUR 2016 2015
Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (2.439) 60.964
zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1.060 (1.300)

Die Nettogewinne (-verluste) aus Krediten und Forderungen und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten gehalten werden, enthalten Währungskursgewinne und -verluste, Wertminderungen sowie Zuschreibungen früherer Wertminderungen. Die Nettogewinne/(Nettoverluste) von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (derivative Finanzinstrumente), resultieren aus der Erfassung von Bewertungsunterschieden bei der Bewertung von eingebetteten Derivaten im Anleihevertrag.

Die gesamten Zinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, einschließlich Avalgebühren, stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2016 2015
Zinserträge (42) 2.943
Aufzinsung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (1.793) (2.073)
Sonstige Zinsaufwendungen (24.034) (29.182)

(30) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des H&K AG Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Letztere enthalten auch Beträge, die als Sicherheit für bestimmte Devisensicherungs- und Garantielinien dienen (Ziffer 21, 25). Zum 31. Dezember 2016 waren dafür 3,9 Mio. EUR als Festgelder hinterlegt (2015: 0,5 Mio. EUR).

Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, während der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis indirekt abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

Erhaltene Zinsen werden als Cashflow aus Investitionstätigkeit klassifiziert. Gezahlte Zinsen werden als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt. Die Zinszahlungen an unsere Anleihenhalter werden Netto dargestellt.

(31) Segmentberichterstattung

Die Organisations- und Berichtsstruktur des H&K AG Konzerns ist geprägt durch die operativ ausschließlich auf das Geschäftsfeld „Wehrtechnik“ ausgerichtete Geschäftstätigkeit. Die Investitionen in das Geschäftsfeld „Übrige Investitionen“ (Segment „Sonstige Holdingaktivitäten“) wurden infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise notleidend und bereits in vorherigen Berichtsperioden vollständig wertberichtigt.

Die Organisations- und Berichtsstruktur des Geschäftsfelds „Wehrtechnik“ ist durch die Ausrichtung auf fünf (2015: sechs) operative Unternehmen gekennzeichnet, drei davon bedienen Kunden im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich, das vierte (HKI) beliefert den US Zivilmarkt und das fünfte (HKO) bedient neben Kunden im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich die anderen Konzernunternehmen sowie den Zivilmarkt in bestimmten Ländern. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Standorte Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die USA, unterteilt in Wehrtechnik und Zivil. Da diese Segmente im Wesentlichen jeweils juristische Personen repräsentieren, entsprechen die für jedes Segment gezeigten Zahlen den Werten, die für die Gesellschaften in die konsolidierten Zahlen des H&K AG Konzerns einbezogen wurden. In 2015 waren HKO und HKS getrennten Unternehmen, ab 01. Januar 2016 wurden sie miteinander verschmolzen; die 2015 Werte in der folgenden Tabelle sind so dargestellt, als ob die Verschmelzung bereits in 2015 erfolgte, d.h. die zutreffenden Konsolidierungsmaßnahmen sind dem Segment Deutschland zugeordnet.

Die Aktivitäten im Berichtssegment „Deutschland“ betreffen die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten der Wehr- und Sicherheitstechnik zusammen mit der damit verbundenen Bereitstellung von Dienstleistungen. Das Berichtssegment „Deutschland“ beliefert hauptsächlich NATO-Mitgliedsstaaten und NATO-gleichgestellte Nationen, in denen sich keine Tochtergesellschaften des Konzerns befinden, sowie Konzernunternehmen und fertigt und vertreibt Zivil- und Sicherheitsprodukte an Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten. Das Berichtssegment „USA - Zivil“ fertigt und vertreibt Zivil- und Sicherheitsprodukte und bietet damit zusammenhängende Dienstleistungen in den USA an.

Die anderen Berichtssegmente vertreiben Produkte für die Verteidigung und Sicherheit und bieten damit zusammenhängende Dienstleistungen an. Die Standorte in den USA und Frankreich liefern in ihr jeweiliges Land. Von Großbritannien aus wird hauptsächlich das Vereinigte Königreich beliefert; in der Vergangenheit wurden auch die Länder des Britischen Commonwealth und vereinzelt auch NATO-befreundete Drittländer von diesem Standort beliefert, durch die neue strategische Ausrichtung des Konzerns ausschließlich auf sogenannte „grüne Länder“ (Ziffer 1) werden lediglich die noch offene Auftragsbestände dieser Kunden über Standort Großbritannien abgewickelt.

Das Berichtssegment „Sonstige Holdingaktivitäten“ betrifft die H&K AG und die HKM. Da dieses Berichtssegment zwei Gesellschaften enthält, entsprechen die gezeigten Zahlen den Werten für die einzelnen Gesellschaften, wie sie in die konsolidierten Zahlen des Konzerns einbezogen wurden, zuzüglich bestimmter Konsolidierungsmaßnahmen innerhalb des Segments.

Geschäftssegmente

Segmentberichterstattung (nach IFRS 8)

Informationen über berichtspflichtige Segmente

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Standort Deutschland USA - Zivil USA - Wehrtechnik Großbritannien Frankreich
TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Netto Außenumsatzerlöse 89.226 70.754 76.484 51.679 3.885 10.018 13.835 20.309 18.927 24.211
Umsätze zwischen den Segmenten 74.666 49.491 533 263 133 118 70 128 - -
Planmäßige Abschreibung (9.032) (8.603) (202) (681) (140) (186) (12) (19) (13) (18)
Zinserträge 17.867 19.231 0 - 1 1 1 0 24 8
Zinsaufwendungen (27.383) (32.727) - - (152) (169) - - - -
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge 1.017 (2.015) (1.624) (77) 838 821 (339) (235) (467) (719)
Ergebnis nach Ertragsteuern 38.697 (15.115) 4.565 (945) (503) (2.601) 1.281 907 933 1.394
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen/ Wertberichtigungen (71) (10.566) - (982) (530) (644) (12) (13) - -
- Aufgehobene Wertminderungen/-berichtigungen 11.788 4.742 - - - - 67 47 - -
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 145.265 146.887 961 393 1.486 1.579 54 40 19 24
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten (4.353) (2.453) (601) (169) (1) (14) (33) (30) (9) (3)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 328.923 344.754 15.223 15.900 23.331 23.562 3.198 3.624 1.780 5.332

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Standort Sonstige Holdingaktivitäten Gesamt vor Konsolidierung Konsolidierungsmaßnahmen H&K AG Konzern
TEUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Netto Außenumsatzerlöse - - 202.357 176.972 - - 202.357 176.972
Umsätze zwischen den Segmenten - - 75.402 49.999 (75.402) (49.999) - -
Planmäßige Abschreibung (5) (11) (9.403) (9.517) 57 49 (9.346) (9.468)
Zinserträge 5.196 4.204 23.089 23.445 (23.050) (20.422) 39 3.022
Zinsaufwendungen (22.914) (20.252) (50.449) (53.149) 23.049 20.422 (27.400) (32.727)
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge (9.377) (216) (9.951) (2.441) 2.863 (1.141) (7.088) (3.581)
Ergebnis nach Ertragsteuern 80.814 (61.890) 125.788 (78.250) (118.588) 100.427 7.199 22.177
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen/ Wertberichtigungen 32.956 (40.000) 32.344 (52.205) (32.956) 40.000 (612) (12.205)
- Aufgehobene Wertminderungen/-berichtigungen - 55.052 11.855 59.841 (10.680) - 1.175 59.841
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche - 56 147.785 148.978 (74.653) (74.710) 73.132 74.268
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten - (1) (4.997) (2.669) - - (4.997) (2.669)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 203.481 245.527 575.936 638.699 (213.635) (258.773) 362.301 379.925

In der oben dargestellten Übersicht sind Umsatzerlöse, Ergebnisse sowie Vermögen und Schulden der einzelnen Segmente des Konzerns dargestellt. Mit Ausnahme von Umsätzen des Segments Deutschland an die anderen Segmente, ist der interne Leistungsaustausch zwischen den Segmenten nur gering. Die Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen Segmenten sind konsolidiert worden. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit vertragswilligen und informierten Konzernfremden vereinbart würden. Seit 2013 fallen aufgrund der steuerlichen Organschaft die deutschen Ertragssteuern nur noch bei der Muttergesellschaft an.

Aufteilung nach Produkten und Dienstleistungen sowie nach geographischen Regionen

In den folgenden Tabellen werden der Umsatzanteil (nach Erlösschmälerungen) von Kunden in verschiedenen Regionen der Welt und der Umsatzanteil der einzelnen Produktgruppen gezeigt:

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Regionen

Angaben in TEUR
Umsatzerlöse
Deutschland 2016 51.441 25%
(Inland) 2015 38.031 21%
USA 2016 80.971 40%
2015 65.009 37%
UK 2016 13.002 6%
2015 12.094 7%
Sonstige "grüne Länder" 2016 49.346 24%
2015 43.502 25%
Rest der Welt 2016 7.596 4%
2015 18.335 10%
Summe Ausland 2016 150.916 75%
2015 138.941 79%
Konzern 2016 202.357 100%
2015 176.972 100%
davon "grüne Länder" 2016 194.760 96%
2015 158.637 90%

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Produktgruppen

Angaben in %
Umsatzerlöse
Gewehre 2016 18%
2015 19%
Maschinenpistolen und 2016 20%
Maschinengewehre 2015 15%
Pistolen 2016 43%
2015 35%
Entwicklungsleistungen für Kunden 2016 0%
2015 2%
andere Produkte und Leistungen 2016 19%
2015 28%
Konzern 2016 100%
2015 100%

Hauptkunden

IFRS 8 verlangt, dass Kunden, bei denen bekannt ist, dass sie unter gemeinsamer Kontrolle stehen, als ein einzelner Kunde anzusehen sind. Da der H&K AG Konzern Verkäufe an Regierungsbehörden, die Polizei und Streitkräfte umfassen, in verschiedenen Ländern tätigt, führt dieses Erfordernis dazu, dass alle Regierungsbehörden in einem Land als ein einziger Kunde betrachtet werden.

Auf dieser Grundlage sind die Hauptkunden des H&K AG Konzerns, mit denen mehr als 10% der Umsätze im Jahr 2016 erwirtschaftet wurden, die Regierungsbehörden von Deutschland (2016: 41 Mio. EUR; 2015: 29 Mio. EUR), die innerhalb des Segments „Deutschland“ gezeigt werden.

(32) Eventualverbindlichkeiten und verpfändete Vermögenswerte

Weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015 bestanden wesentliche Eventualverbindlichkeiten. Für Einzelheiten bezüglich Bankgarantien für Kunden siehe Ziffer 25. Für Einzelheiten bezüglich verpfändeter Vermögenswerte siehe Ziffern 16, 17, 18, 19, 21 und 25.

(33) Operating-Leasing

Der Konzern hat Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 620 (2015: TEUR 851) und TEUR 269 (2015: TEUR 256) Aufwendungen für sonstige Operating-Leasingverhältnisse.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
von bis zu einem Jahr 489 462
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 1.345 759
von mehr als fünf Jahren 642 39
Gesamt 2.476 1.259

(34) Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt war im H&K AG Konzern die folgende Anzahl von Arbeitnehmern, die in Vollzeitäquivalentarbeitskräfte umgerechnet sind, beschäftigt:

Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten als Vollzeitäquivalenten (auf Ganzen gerundet)

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10.03.2017 19:49 2016 2015
Herstellung 422 438
Forschung & Entwicklung 76 70
Vertrieb 92 100
Verwaltung 68 65
Gesamt Mitarbeiter ohne Auszubildende 657 673
Auszubildende 33 32
Gesamt Mitarbeiter inkl. Auszubildende 691 705

(35) Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Jahr 2016 auf TEUR 52.042 (2015: TEUR 54.563). Darin enthalten sind TEUR 3.422 (2015: TEUR 3.516) Beiträge des Arbeitgebers zur gesetzlichen Rentenversicherung und ähnliche beitragsorientierte Versorgungsverpflichtungen.

(36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Muttergesellschaft und oberstes Beherrschungsorgan

Die H&K AG ist die Muttergesellschaft des H&K AG Konzerns und befindet sich im Eigentum privater Investoren. Sie hält 94,9% der Anteile an der HKO mittelbar und die restlichen 5,1% unmittelbar.

Sonstige Transaktionen mit Nahestehenden

Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und nahestehende Unternehmen, die ihre Tochtergesellschaften sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in diesen Anhangsangaben nicht erläutert. Transaktionen mit derzeitigen und ehemaligen Mitgliedern der Führungsorgane werden in Ziffer 38 aufgeführt.

Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des Heckler & Koch Konzerns und nahestehenden Personen, wie in IAS 24 definiert, wie folgt:

Am 11. Oktober 2016 wurde von der NSAF im Rahmen der Gemeinschaftsunternehmens-vereinbarung ein unbefristetes und unbesichertes Darlehen in Höhe von TGBP 50 an deren Gemeinschaftsunternehmen gewährt.
Am 17. Juli 2014 wurde mit einer Gesellschaft im Eigentum des damaligen Alleinvorstands der H&K AG ein Dienstleistungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 geschlossen. Dieser Vertrag beinhaltete im Wesentlichen die Übernahme der damals bestehenden Leasing- und Dienstleistungsverpflichtungen der H&K AG, die Untermietung der Geschäftsräume der H&K AG in Köln sowie die Übernahme der Mitarbeiter der H&K AG mit Wirkung zum 1. Januar 2015. 2016 wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (2015: TEUR 800 für erhaltene Leistungen) sowie Mieterträge in Höhe von TEUR 50 (2015: TEUR 60) erfasst. Es wurde entschieden, diese Dienstleistungen für 2016 nicht in Anspruch zunehmen; sie sind deswegen 2015 im Aufwand erfasst (TEUR 400) worden; 2016 wurden diese TEUR 400 ausgezahlt.

Folgende Transaktionen mit Nahestehenden wurden bereits im Jahr 2015 vollständig abgeschlossen:

Gemäß Darlehensvereinbarung vom 07. Januar 2008 und Ergänzung vom 10. Dezember 2009 wurde von der H&K AG ein unbefristetes und unbesichertes Darlehen an einen Gesellschafter gewährt. Zum 31. Dezember 2014 waren dafür Darlehens- und Zinsforderungen in Höhe von TEUR 62.677 in der Bilanzposition „Sonstige Darlehen, Investitionen und Derivate“ enthalten (Ziffer 18); da bis Ende 2014 Zins- und Tilgungszahlungen nur in geringem Umfang geleistet wurden, wurde diese Forderung in voller Höhe wertberichtigt. Im Jahr 2015 hat es sich herausgestellt, dass die im Darlehensvertrag getroffene Vereinbarung für Zinseszins nach deutschem Recht unzulässig war; die aufgelaufenen Zinseszinsen sind deswegen storniert worden (Wert zum Jahresanfang: TEUR 7.619) und die dazugehörige vollständige Wertberichtigung entsprechend verbraucht. Der Zinssatz betrug im Geschäftsjahr 2015 10% p.a. und resultierte in einem Zinsertrag in Höhe von TEUR 2.810. Durch die Rückzahlung am 13. November 2015 (Darlehen: TEUR 32.408; Zinsen: TEUR 25.414) konnte die restliche Wertberichtigung aufgelöst werden; diese wurde im Finanzergebnis erfasst (TEUR 55.058). Dieser Vorgang wurde im Jahr 2015 vollständig abgeschlossen.
Vom 18. Januar bis zum 15. Januar 2016 war ein Aktionär der H&K AG Geschäftsführer der HKO und leistete seine Tätigkeit hierfür auf Basis eines Beratungsvertrages. 2015 ergab sich hieraus für den Konzern ein Aufwand aus Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 401.
Am 27. Mai 2015 wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 2.858 mit einem Zinssatz von 12% p.a. an einen Aktionär der H&K AG gewährt. Ende Juni 2015 wurden TEUR 1.400 getilgt. Im November 2015 wurde die restliche Darlehensforderung (einschließlich erfasster Zinsen in Höhe von TEUR 97) vollständig von einem Aktionär der H&K AG übernommen und beglichen (TEUR 1.555). Dieser Vorgang wurde im Jahr 2015 vollständig abgeschlossen.

(37) Organe der Gesellschaft

Vorstand der H&K AG

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Hanns-Friedrich Begemann Vorstand (vom 7. April 2014 bis zum 14. Januar 2016)
Norbert Scheuch Vorstandsvorsitzender
Wolfgang Hesse Vorstand (seit dem 1. Januar 2016)

Aufsichtsrat der H&K AG

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Keith Halsey Mitglied
Nicolaus Bocklandt Mitglied (seit dem 9. Juni 2015) und stellvertretender Vorsitzender (seit dem 16. Februar 2016)
Dieter John Mitglied (seit dem 26. Januar 2016) und Vorsitzender (seit dem 16. Februar 2016)

(38) Transaktionen mit Mitgliedern der Führungsorgane und deren Bezüge

2016 betrug die Vergütung für die Tätigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 142 (2015: TEUR 124) inklusive Spesen und Sonderprojekte. Die Verbindlichkeit aus diesem Leistungsverhältnis valutiert zum Jahresende mit Netto TEUR 108 (2015: TEUR 89).

(39) Honorare des Abschlussprüfers

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TEUR 2016 2015
Abschlussprüfung 208 259
Steuerberatungsleistungen 205 118
Sonstige Leistungen 291 18
Gesamt 704 396

Die „Sonstige Leistungen“ betreffen hauptsächlich Gebühren für die Unterstützung bei dem neuen Refinanzierungprojekt (2016: TEUR 105; 2015 TEUR 0) sowie im Rahmen eines internationalen Rechtsstreites (2016: TEUR 146; 2015 TEUR 0).

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 26. Januar 2017 wurde durch das US-Unternehmen Orbital ATK Inc. Klage vor dem US District Court in Minnesota gegenüber der Heckler & Koch GmbH erhoben. Die Klage ist uns bis zur Erstellung dieses Anhangs nicht zugestellt worden. Mit dieser Klage verlangt Orbital ATK Inc. Schadenersatz i.H. von mindestens 27 Mio. USD sowie Herausgabe von Technologie. Das Unternehmen Orbital ATK ist Hauptvertragsnehmer der US Army, so dass unser Vertragspartner allein die Firma Orbital ATK Inc. ist. Von einer Auslieferung weiterer Prototypen wurde vor dem Hintergrund einer möglichen Unvereinbarkeit des Waffensystems mit europäischer Rechtsauffassung vorerst abgesehen bis die zuständigen Behörden die Sachlage erneut bewertet haben. Eine entsprechende Rückstellung wurde gebildet (Ziffer 24).

Die Kreditlinie für die Heckler & Koch GmbH in Höhe von 30 Mio. EUR steht bis zum 30. Juni 2017 zur Verfügung. Der Kreditgeber hat sich jedoch am 31. Januar 2017 verpflichtet unter bestimmten, mit uns im Voraus vereinbarten Bedingungen danach eine neue revolvierende Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. EUR zu verbesserten Bedingungen bereit zu stellen; wir sind nicht verpflichtet, diese Linie anzunehmen (Ziffer 25, 28).

Nach dem 31. Dezember 2016 bis zur Freigabe dieses Abschlusses gab es im Übrigen bei dem H&K AG Konzern keine weitere nennenswerten operativen oder strukturellen Veränderungen oder Geschäftsvorfälle.

Oberndorf/Neckar, den 20. März 2017

Der Vorstand

Norbert Scheuch

Wolfgang Hesse

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der H&K AG, Oberndorf/Neckar

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Der H&K AG Konzern mit dem Mutterunternehmen H&K AG ist einerseits geprägt durch den militärischen und polizeilichen Tätigkeitsbereich und andererseits durch den zivilen Absatzbereich ihrer Tochtergesellschaft Heckler & Koch GmbH (HKO) in Oberndorf/Neckar, Deutschland sowie deren Tochtergesellschaften in den USA, England und Frankreich. Für den Polizei- und militärischen Markt in den USA ist die Heckler & Koch Defense Inc. mit Sitz in Ashburn/Virginia, USA zuständig, während die Heckler & Koch, Inc. mit Sitz in Columbus/Georgia, USA den amerikanischen Zivilmarkt betreut.

Der wehrtechnische Bereich der HKO entwickelt, produziert und vertreibt Infanterie- und Handfeuerwaffen für staatliche Sicherheitskräfte, insbesondere der NATO-Staaten und der EU und gilt als eines der führenden Unternehmen in diesem Marktsegment. Die operativen Gesellschaften bieten darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. In beiden Tätigkeitsbereichen setzen wir verstärkt Fokus auf die Entwicklung und Einführung neuer Produkte.

Die H&K AG entstand im März 2014 durch formwechselnde Umwandlung der vormaligen Heckler & Koch Beteiligungs GmbH. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 7. April 2014.

Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris notiert (Freiverkehr). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Das Produktportfolio umfasst tragbare Infanteriewaffen wie Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Maschinengewehre sowie Granatmaschinenwaffen und Sondergeräte. Damit wird den militärischen und polizeilichen Anwendern eine in sich schlüssige und variable Modellpalette angeboten, die auf die verschiedensten Einsatzbedürfnisse zugeschnitten ist.

Der H&K AG Konzern steht für technisch führende Produkte und höchste Qualität. Um dies sicherzustellen, arbeiten 10 % (Vorjahr: 9 %) unserer Mitarbeiter in der Qualitätssicherung und 12 % (Vorjahr: 10 %) im Bereich Forschung und Entwicklung. HKO und sein Qualitätsmanagementsystem sind nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert und berücksichtigen die Anforderungen des NATO-Qualitätsstandards AQAP Normenreihe.

Als Unternehmen der Rüstungsindustrie mit Sitz in Deutschland unterliegt der H&K AG Konzern aufgrund der Herstellung von und des Handels mit Schusswaffen und Teilen von Schusswaffen den bestehenden waffen- und ausfuhrrechtlichen Rechtsvorschriften der Bundesrepublik Deutschland. Bei grenzüberschreitenden Lieferungen gelten für alle Lieferungen von genehmigungspflichtigen Gütern einschließlich Fertigungs- und Technologieunterlagen die Bestimmungen des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) und der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Handelt es sich bei der Lieferung um Kriegswaffen, ist zusätzlich zur Genehmigung nach AWG/AWV die Genehmigung nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz (KWKG) einzuholen. Die Einhaltung dieser Rechtsvorschriften ist für das Unternehmen von existenzieller Bedeutung. Nähere Erläuterungen zur organisatorischen Absicherung finden sich in Abschnitt 3.3.5 „Rechtliche Risiken“.

1.2 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der H&K AG enthält folgende Gesellschaften:

H&K AG, Oberndorf/Neckar, Deutschland (H&K AG)
Heckler & Koch Management GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland (HKM)
Heckler & Koch GmbH, Oberndorf a.N./Deutschland (HKO)
NSAF Ltd., Nottingham/Großbritannien (NSAF)
Heckler & Koch France S.A.S., Paris/Frankreich (HKF)
Small Arms Group Holding Inc., Ashburn, Virginia/USA (SAGH)
Heckler & Koch Defense Inc., Ashburn, Virginia/USA (HKD)
Heckler & Koch, Inc., Columbus, Georgia/USA (HKI)

Die 2015 noch ausgewiesene Gesellschaft HK Sidearms GmbH, Oberndorf/Neckar, Deutschland wurde mit der Heckler & Koch GmbH (als übernehmendem Rechtsträger) mit Vertrag vom 22. Juni 2016 und rückwirkend auf den 1. Januar 2016 verschmolzen.

1.3 Internes Steuerungssystem

Die Steuerung des H&K AG Konzerns erfolgt auf Basis einer detaillierten 5-Jahresplanung, die jährlich aktualisiert wird. Außerdem besteht eine Monatsplanung für das jeweils laufende Geschäftsjahr. Den aktuellen Entwicklungen werden die Planzahlen gegenübergestellt. Abweichungen und deren Ursachen werden analysiert, sodass notwendige Maßnahmen zum Gegensteuern definiert und ergriffen werden können.

Für die Steuerung des H&K AG Konzerns werden im Wesentlichen Finanzkennzahlen als Entscheidungsgrundlage verwendet. Zusätzlich werden auf Ebene der Einzelgesellschaften nicht-finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

1.3.1 Finanzielle Steuerungsgrößen

Priorität liegt auf dem Erreichen der geplanten Umsatz- und Ergebnisziele, sowie der Steuerung des betriebsnotwendigen Kapitals und des verfügbaren Geldmittelbestands. Hierzu werden monatliche Statusberichte und -meldungen für den Vorstand erstellt. Diese Informationen dienen u.a. als Grundlage für die monatlichen Management-Besprechungen, in denen die aktuelle Geschäftsentwicklung und mögliche Abweichungen vom Budget und deren Ursachen analysiert werden und über notwendige Maßnahmen entschieden wird.

Zur internen Steuerung des H&K AG Konzerns wird als Top-Kennzahl neben dem Umsatz vor allem das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) herangezogen.

Zusätzlich nutzt der H&K AG Konzern die Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand. Diese werden regelmäßig aktualisiert und stellen Indikatoren für die erwartete Produktionsauslastung und Umsatzentwicklung dar.

Im Rahmen der Liquiditätssteuerung wird auch das betriebsnotwendige Kapital (Working Capital; definiert als Vorratsbestände, Forderungen und geleistete Anzahlungen, sowie Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und erhaltenen Anzahlungen) überwacht.

Analyse und Steuerung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sind zentrale Elemente der Liquiditätssteuerung.

1.3.2 Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Neben den finanziellen Steuerungsgrößen dienen nicht-finanzielle Kennzahlen in den Bereichen Fertigung (z.B. Lagerumschlagshäufigkeit und Fertigungsdurchlaufzeiten), Personal (z.B. Anzahl und Struktur der Mitarbeiter) und Umwelt (z.B. Energieverbrauch und Effizienz) als Entscheidungshilfe.

Zukünftig werden die nicht-finanziellen Steuerungsgrößen auf weitere Bereiche wie z.B. den Einkauf, Logistik, Qualität und Vertrieb ausgeweitet werden. Dadurch werden Verantwortlichkeiten eindeutig zugewiesen um die geplanten Ergebnis- und sonstigen Ziele zu erreichen.

Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Steuerungsgrößen finden sich in den Kapiteln „Forschung und Entwicklung“, „Nicht finanzielle Leistungsindikatoren“ sowie „Chancen- und Risikobericht“.

1.4 Forschung und Entwicklung

Durch die ständige Weiterentwicklung seiner Produkte im Handfeuerwaffenbereich zählt der H&K AG Konzern zu den weltweit innovativsten Unternehmen der Branche. Dies trägt maßgeblich zur starken Marktstellung des Konzerns bei. Der Bereich Forschung & Entwicklung stellt deshalb einen wesentlichen Bestandteil der Zukunftssicherung des Konzerns dar und ist deshalb von zentraler Bedeutung für die Unternehmensstrategie.

Heckler & Koch ist technologisch führend in der Entwicklung von Infanterie-Waffensystemen mit dem Entwicklungsschwerpunkt im Bereich Langwaffen, Granatmaschinenwaffen und Granatwerfermodulen, Maschinengewehre sowie Faustfeuerwaffen. Die Wettbewerbssituation generell, aber auch konkrete Bedarfsanforderungen bei Militär und Polizei-Behörden, insbesondere der Spezial- und Sondereinsatzkräfte sowohl in der EU als auch in den USA, zeigen die Notwendigkeit weiterer Entwicklungsanstrengungen. Weiterhin gilt es dem Bedarf auf dem Zivilmarkt gerecht zu werden, was wiederum kontinuierliche Entwicklungen von speziellen Zivilprodukten erfordert. Insgesamt ist es unser Ziel, unseren Kunden Produkte mit einem Höchstmaß an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nutzen anzubieten. Aus diesem Grund investiert der H&K AG Konzern zunehmend in den Bereich Forschung & Entwicklung.

Wesentliche Faktoren für den Markterfolg sind die Fachkenntnisse sowie die Motivation und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Jahresende arbeiteten rund 12 % (Vorjahr: 10 %) der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Als innovativer Konzern schützt Heckler & Koch wesentliche Entwicklungen gegen Nachahmung mit Hilfe von Patentanmeldungen und Anmeldung gewerblicher Schutzrechte, um dadurch zur Sicherung des Technologievorsprungs beizutragen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Situation und Konjunkturverlauf

Die deutsche Wirtschaft ist 2016 weiter gewachsen. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Wichtige Konjunkturmotoren sind der Export und die Ausgaben des Staates; das außenwirtschaftliche Umfeld stellt sich etwas freundlicher dar als im Vorjahr. Insgesamt bleibt das Bild einer soliden, stark binnenwirtschaftlich getriebenen Konjunktur bestehen.

Der deutsche Verteidigungshaushalt für 2017 beläuft sich auf rund 37 Mrd. EUR (Vorjahr: rund 34 Mrd. EUR). Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld wirken sich generell zeitlich verzögert auf unsere Geschäftsaktivitäten aus. Darüber hinaus wird der militärische und behördliche Teil unseres Geschäfts durch öffentliche Ausgabensteuerung bestimmt. Kunden im öffentlichen Sektor haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen, und ihre Auftragsausschreibungen sind daher weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Trends.

Das Marktumfeld ist definiert durch die Sicherheitspolitik der westlichen Staatengemeinschaft und durch den daraus resultierenden Bedarf an zeitgemäßen Waffensystemen einerseits und die gegebenen Budgetrestriktionen andererseits. Darüber hinaus ist der Marktzugang für uns durch Rüstungsexportregulierung begrenzt. Um einen wirksamen militärischen Beitrag zu humanitären Hilfeleistungen, Stabilisierungsoperationen, Beobachtermissionen, Beratungs- und Unterstützungsleistungen bis hin zu Kampfeinsätzen erbringen zu können, müssen Streitkräfte hoch mobil und bestmöglich bewaffnet sein. Die zunehmende Destabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas, der Konflikt in der Ukraine, die Terroranschläge in Europa erfordern eine Neuausrichtung der Sicherheitskräfte im Bereich Ausrüstung und Ausbildung. Ein möglichst effektiver Schutz der eigenen Soldaten bei Auslandseinsätzen und Friedensmissionen ist nur durch fortlaufende Investitionen in deren Ausrüstung zu gewährleisten. Durch die veränderte sicherheitspolitische Lage, insbesondere in Europa, erwarten wir, dass die relevanten Budgets stabil bleiben.

Der Zugang zum US-Markt generell und der Vertrieb von Waffen in den USA unterliegen neben einer restriktiver werdenden Exportgenehmigungspolitik auf deutscher Seite sich verändernder Gesetzgebung in den USA und in einzelnen Bundesstaaten der USA. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Regularien hin zu einer restriktiveren Regulierung dieses Marktes auch in Zukunft verändern und dadurch der Absatz unserer Produkte in diesem mit Abstand wichtigsten Markt der Welt aus Deutschland heraus erschwert wird.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2016 war für den H&K AG Konzern geprägt durch eine weiterhin zunehmend restriktive Exportgenehmigungspolitik der Bundesregierung im Bereich der Rüstungsgüter und Zivilwaffen. Während die Umsätze im Militär- und Behördenbereich ein im Vergleich zum Vorjahr vergleichbares Niveau erreichten, führte die verstärkte Fokussierung auf den US-Zivilmarkt ganz wesentlich zum erzielten Umsatzwachstum. Damit realisiert sich im US-Zivilmarkt weiterhin das erwartet große Wachstumspotential für den Konzern.

Die 2016 erzielten Umsatzerlöse liegen wie prognostiziert erkennbar über den Umsätzen des Geschäftsjahres 2015. Hierzu haben im Wesentlichen die höheren Umsätze in Deutschland sowie in den USA beigetragen. Durch die Konzentration auf „grüne Länder“ haben sich die Auftragseingänge und daraus resultierend der Auftragsbestand zu Ende 2016 stark positiv entwickelt.

„Grüne Länder“ werden durch eine unternehmensinterne Klassifikation definiert, die auf drei öffentlich zugänglichen Kriterien basiert: (i) der Corruption Perception Index von Transparency International, (ii) NATO-Mitglied oder NATO-gleichgestellter Staat (Australien, Japan, Neuseeland und die Schweiz), sowie (iii) der Democracy Index von Economist Intelligence Unit. Folglich sind die meisten EU-, NATO- und NATO-gleichgestellten Länder „grüne Länder“.

Größere Sondereinflüsse aus der Bewertung der Bestände und Forderungen gab es 2016 nicht. Dadurch konnten ein deutlich verbessertes EBIT von 39 Mio. EUR (Vorjahr: -7 Mio. EUR) sowie ein EBITDA von 48 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR) erzielt werden. Im Vorjahr war das EBIT zahlreichen Sondereinflüssen ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren waren im Vorjahr durch die verschärfte Genehmigungspolitik notwendig gewordene Neubewertung des Auftragsbestandes sowie damit einhergehend der zugehörigen Bestände und Forderungen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (14 Mio. EUR nach 26 Mio. EUR im Jahr 2015) war im Vorjahr durch die Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens und der damit verbundenen Auflösung einer Wertberichtigung in Höhe von 55,1 Mio. EUR stark beeinflusst.

Das betriebsnotwendige Kapital (Working Capital) vor Wertberichtigungen konnte durch signifikante physische Verminderung der Vorratsbestände um 33,8 Mio. EUR von einem Vorjahreswert von 132,7 Mio. EUR auf einen Wert zum Jahresende 2016 von 98,9 Mio. EUR reduziert werden.

2016 wurden weitere Bondrückkäufe in Höhe von rd. 27 Mio. EUR getätigt. Die liquiden Mittel entwickelten sich, wie prognostiziert, dennoch weiterhin positiv.

Die Beschäftigtenzahl zum Stichtag (Vollzeitarbeitskräfte) inkl. Auszubildende in Höhe von 690 (Vorjahr: 694) entwickelte sich stabil. Zudem waren zum Stichtag 57 Leiharbeiter bei der HKO tätig.

2.3 Ertragslage

2.3.1 Überblick

Insgesamt war die Geschäftsentwicklung des H&K AG Konzerns 2016 beim Umsatz und der Ertragsentwicklung (EBITDA) sehr zufriedenstellend und lag deutlich über den Werten des Vorjahres.

2.3.2 Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung

Der H&K AG Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz, nach Erlösschmälerungen, in Höhe von 202,4 Mio. EUR (Vorjahr: 177,0 Mio. EUR).

Dieser Konzernumsatz (nach Erlösschmälerungen) teilt sich wie folgt auf:

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Regionen

Angaben in TEUR
Umsatzerlöse
Deutschland 2016 51.441 25%
(Inland) 2015 38.031 21%
USA 2016 80.971 40%
2015 65.009 37%
UK 2016 13.002 6%
2015 12.094 7%
Sonstige "grüne Länder" 2016 49.346 24%
2015 43.502 25%
Rest der Welt 2016 7.596 4%
2015 18.335 10%
Summe Ausland 2016 150.916 75%
2015 138.941 79%
Konzern 2016 202.357 100%
2015 176.972 100%
davon "grüne Länder" 2016 194.760 96%
2015 158.637 90%

Der Inlandsumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 35 % und beläuft sich im Geschäftsjahr auf 25 % (Vorjahr: 21 %) des Gesamtumsatzes.

Auf den US-amerikanischen Markt, der im Wesentlichen über die Tochtergesellschaften HKD und HKI bedient wird, entfallen 40 % (Vorjahr: 37 %) der Umsatzerlöse, während der Umsatz im Vereinigten Königreich von 7 % auf 6 % gesunken ist.

Der Umsatz in „grünen Ländern“ konnte absolut und relativ deutlich gesteigert werden und beläuft sich 2016 auf 96 % der Gesamtumsätze. Der in den Jahren 2014 und 2015 durch die restriktive Exportgenehmigung stark rückläufige Umsatz konnte damit überkompensiert werden.

Der Gesamtumsatz von 202 Mio. EUR (Vorjahr: 177 Mio. EUR) entfällt zu 44 % (Vorjahr: 59 %) auf den Militärmarkt, zu 11 % (Vorjahr: 8 %) auf den Polizei- und Behördenmarkt sowie zu 45 % (Vorjahr: 33 %) auf den Zivilmarkt.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2016 beläuft sich für den H&K AG Konzern auf 212 Mio. EUR (Vorjahr: 226 Mio. EUR). Trotz des absolut geringeren Auftragseingangs ist dessen Umsetzungsfähigkeit aufgrund der Konzentration auf „grüne Länder“ deutlich höher als im Vorjahr.

Der sich daraus ergebende Auftragsbestand zum Jahresende 2016 beträgt 214 Mio. EUR (Vorjahr: 208 Mio. EUR). Darin enthalten sind 90 Mio. EUR Aufträge, die auf Länder entfallen, für die die Erlangung einer Exportlizenz als weiterhin sehr kritisch angesehen wird. Vom verbleibenden Auftragsbestand in Höhe von 124 Mio. EUR sind 109 Mio. EUR zur Auslieferung 2017 terminiert (Vorjahr: 86 Mio. EUR zur Auslieferung 2016 terminiert).

2.3.3 Ergebnisentwicklung, Abweichungen und wesentliche Veränderungen

Bei gegenüber dem Vorjahr von 177,0 Mio. EUR um 14,3 % auf 202,4 Mio. EUR gestiegenen Netto-Umsatzerlösen konnte ein operatives Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 38,8 Mio. EUR (Vorjahr: -7,3 Mio. EUR) erzielt werden.

Im Einzelnen ergibt sich zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung folgendes Bild:

Die Umsatzerlöse (nach Abzug von Erlösschmälerungen) stiegen im Geschäftsjahr um 25,4 Mio. EUR auf 202,4 Mio. EUR im Vergleich zu 177,0 Mio. EUR 2015 (+14,3 %), wobei dieses Wachstum durch alle Geschäftsfelder generiert wurde.

Gegenläufig zu den höheren Umsatzerlösen sind die Umsatzkosten von 129,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 119,6 Mio. EUR im laufenden Jahr (-7,9 %) gesunken. Der Anteil der Umsatzkosten an den Umsatzerlösen ging auf 59,1 % (Vorjahr: 73,4 %) zurück, der Vorjahreswert war ganz wesentlich durch die zusätzlichen Aufwendungen aus der Bestandsabwertung beeinflusst. Im Jahr 2015 wurden im Saldo Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 15,3 Mio. EUR in den Umsatzkosten erfasst. Dagegen konnten im Jahr 2016 durch Neubewertung infolge Gängigkeit bzw. durch den Verkauf zu buchwertübersteigenden Werten, 8,8 Mio. EUR als Verminderung der Umsatzkosten erfasst werden.

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Materialkosten, Fertigungslöhne und Gemeinkosten enthalten.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesem Bereich zurechenbaren Personalkosten, Abschreibungen sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38 zu aktivieren waren, sowie die Abschreibungen oder Ausbuchungen auf aktivierte Entwicklungskosten. Gegenüber dem Vorjahr (3,7 Mio. EUR) erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um 2,2 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR, wegen höherer laufender F&E Leistungen sowie höherer planmäßiger Abschreibungen auf bereits aktivierte Entwicklungskosten. Zugleich wurden nochmals erhöhte Entwicklungsleistungen aktiviert.

Die Vertriebskosten sanken im Geschäftsjahr um 1,5 Mio. EUR auf 21,9 Mio. EUR (Vorjahr: 23,4 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr um 1,0 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR). Sie enthalten Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen. Grund für den Anstieg sind im Wesentlichen höhere Vorsorgekosten für Rechtsstreitigkeiten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 0,2 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind erheblich um 12,0 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 13,3 Mio. EUR). Das laufende Jahr unterlag nicht dem Einfluss von Einmaleffekten (höhere Rückstellungen für Risikovorsorgen sowie periodenfremde Aufwendungen) wie das im Vorjahr der Fall war. Der Rückgang 2016 ist im Wesentlichen auf die Einmaleffekte aus dem Vorjahr zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr 2016 um 46,1 Mio. EUR auf 38,8 Mio. EUR im Vergleich zu -7,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Das negative Finanzergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr auf 24,5 Mio. EUR (Vorjahr: positives Finanzergebnis von 33,0 Mio. EUR). Das Jahr 2016 enthält im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Anleiheverbindlichkeit (220 Mio. EUR, Vorjahr: 244 Mio. EUR) in Höhe von 23,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,0 Mio. EUR). 2016 betragen die Erträge aus Anleihenrückkäufen 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR), die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Anleihe sowie der Pensions- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Der Saldo aus Währungskursgewinnen und -verlusten ergab einen Gewinn von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR). Das Vorjahr beinhaltet mit einer Wertaufholung für eine gebildete Wertberichtigung auf Finanzanlagen in Höhe von 55,1 Mio. EUR einen wesentlichen Sondereffekt.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Geschäftsjahr bedingt durch den Wegfall des vorgenannten Sondereinflusses im Finanzergebnis bei 14,3 Mio. EUR (Vorjahr: 25,8 Mio. EUR).

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern (einschließlich latenter Steuern) betragen im Geschäftsjahr 2016 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. in Kürze gelten werden.

Als Periodenergebnis ergab sich aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen ein Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR).

Die Entwicklung der einzelnen Segmente ist in der folgenden Tabelle dargestellt (vor Konsolidierung):

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Standort Deutschland USA - Zivil USA - Wehrtechnik Großbritannien Frankreich H&K AG HKM
Mio. EUR 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Netto Umsatzerlöse 163,9 120,2 77,0 51,9 4,0 10,1 13,9 20,4 18,9 24,2 - - - -
Auftragseingang (inkl. AB-Änderungen) 182,3 190,4 71,0 62,6 2,5 5,1 11,1 29,7 22,7 15,6 - - - -
Auftragsbestand 209,4 191,3 5,0 13,6 0,9 2,5 32,5 35,3 23,7 20,0 - - - -
EBIT 43,5 (8,7) 6,2 (0,9) (1,2) (3,3) 1,5 1,1 1,4 2,1 (0,3) (1,0) (0,0) (0,0)
Ergebnis vor Ertragsteuern 37,7 (13,1) 6,2 (0,9) (1,3) (3,4) 1,6 1,1 1,4 2,1 52,1 (23,1) 38,1 (38,6)
Mitarbeiter (FTE) inkl. Auszubildende 603 624 50 31 16 18 14 17 4 3 3 1 - -
(Stichtag)

2.4 Finanzlage

2.4.1 Grundsätze und Ziele des Kapitalmanagements

Die Fremdfinanzierung des H&K AG Konzerns erfolgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 vor allem durch eine Unternehmensanleihe der HKO in Höhe von 295,0 Mio. EUR mit einem Zinssatz von 9,5 %. Im Vorjahr ermöglichte die Einbringung liquider Mittel auf Ebene der H&K AG aus der Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens und der bis dahin aufgelaufenen Zinsen in Höhe von insgesamt 57,8 Mio. EUR den Erwerb von Anteilen an der eigenen Anleihe und damit eine Reduzierung der Anleihe bereits 2015. Durch den signifikanten Abbau des betriebsnotwendigen Kapitals 2016 und die damit frei gewordenen liquiden Mitteln, konnten weitere eigene Anteile der Anleihe erworben werden, was zu einer weiteren Reduzierung der Verschuldung beigetragen hat. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der bilanzierte Wert der Anleihe netto 219,5 Mio. EUR und damit um rd. 75 Mio. EUR niedriger als noch 15 Monate zuvor.

Die Anleihe ist durch Pfändungsvereinbarungen mit der Bank of New York Mellon als Treuhänder der Anleihegläubiger über 100 % der Geschäftsanteile an den Tochterunternehmen der HKO besichert.

Ziel des Kapitalmanagements ist es, unter Berücksichtigung der aus den Anleihebedingungen bestehenden Verpflichtungen und regelmäßigen Zinszahlungen die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sicherzustellen, sowie mittelfristig den Verschuldungsgrad deutlich zu senken.

Die Anleihe wird am 15. Mai 2018 fällig. Zurzeit finden Gespräche für eine Refinanzierung der Anleihe mit verschiedenen Investoren statt.

2.4.2 Finanzierungsquellen und Finanzierungsaufwendungen

Durch den Abschluss des Ergebnisabführungsvertrages vom 25. April 2013 besteht eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen den Gesellschaften HKO und H&K AG. Der Anleihevertrag für die 295,0 Mio. EUR Anleihe sieht vor, dass mit Eintritt des ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses die H&K AG vollumfänglich dem Anleihevertrag beitritt und damit den aus dem Anleihevertrag für die HKO und deren Tochterunternehmen bestehenden Verpflichtungen und Regelungen unterliegt. Die Berichtspflicht gegenüber den Anleihegläubigern liegt nun auf der Ebene des H&K AG Konzerns. Anleiheschuldner bleibt die HKO.

Somit unterliegen neben der HKO und ihren Tochterunternehmen auch das Mutterunternehmen H&K AG und die HKM Handlungsbeschränkungen aus den Anleihevereinbarungen. Vereinbarungen zur Einhaltung Jahresabschluss bezogener Kennzahlen sind nicht getroffen.

Zur kurzfristigen Beschaffung von liquiden Mitteln steht der HKO, bis zum 30. Juni 2017, eine Kreditlinie zur Verfügung. Seit Mitte Dezember 2015 hat die HKO diese Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Die bereitgestellte Linie ist mit 4 %, der gezogene Betrag mit 10 % zu verzinsen.

Die Mittel aus Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen des H&K AG Konzerns im Betrag von 65,2 Mio. EUR (Vorjahr: 61,8 Mio. EUR) stehen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung.

Die Finanzaufwendungen des H&K AG Konzerns enthalten im Wesentlichen die Zinsen auf die Unternehmensanleihe in Höhe von 22,6 Mio. EUR (Vorjahr: 27,5 Mio. EUR), die Aufzinsung der Anleihe und der Pensions- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) sowie Netto-Währungskursgewinne in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR).

2.4.3 Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Der H&K AG Konzern hat im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr keine signifikanten außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Einzelheiten bezüglich Bankgarantien für Kunden sowie Operating-Leasingverhältnisse sind im Anhang erläutert.

2.4.4 Investitionen

Die Investitionen des H&K AG Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten) beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR).

Die planmäßigen Abschreibungen (ohne Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten) betrugen im Geschäftsjahr 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR).

2016 betragen die aktivierten Entwicklungskosten 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR); die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten beliefen sich auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR).

Die Investitionen entfallen im Wesentlichen auf das Segment Deutschland (HKO).

2.4.5 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2.4.5.1 Darstellung der Zu-/Abflüsse liquider Mittel sowie Darstellung besonderer Einflussfaktoren

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Konzern belaufen sich am 31. Dezember 2016 auf 24,6 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR).

Aus dem positiven Netto Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnten im Geschäftsjahr 2016 neben dem vorgenannten Rückkauf von Anteilen an der eigenen Anleihe die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und der Netto-Zinsaufwand vollständig finanziert werden.

2.4.5.2 Darstellung der Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen

Auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel waren die Unternehmen des H&K AG Konzerns im Geschäftsjahr 2016 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die frei verfügbare Liquidität (Liquide Mittel abzüglich Festgeldhinterlegungen) bietet ausreichend Spielraum zur Deckung anstehender Fälligkeiten. Per 31. Dezember 2016 belief sich die frei verfügbare Liquidität auf 20,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,3 Mio. EUR).

Bis 30. Juni 2017 steht der HKO zudem eine Kreditlinie in Höhe von 30 Mio. EUR zur Verfügung. Der Kreditgeber hat sich verpflichtet unter bestimmten, mit uns im Voraus vereinbarten Bedingungen danach eine neue revolvierende Kreditlinie in Höhe von 20 Mio. EUR zu verbesserten Bedingungen bereit zu stellen; wir sind nicht verpflichtet, diese Linie anzunehmen.

Gemäß Geschäftsplan wird für 2017 von einer positiven Liquiditätsentwicklung aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgegangen, die zur Deckung von Investitions- und Zinszahlungen ausreichend erwartet wird.

2.5 Vermögenslage

2.5.1 Wesentliche Veränderungen der Vermögenslage

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 um 14,3 Mio. EUR auf 215,9 Mio. EUR reduziert.

Die langfristigen Vermögenswerte sanken zum Bilanzstichtag auf 91,2 Mio. EUR (Vorjahr: 95,5 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 124,7 Mio. EUR sanken im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Mio. EUR. Die Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen auf Vorräte reduzierten sich um 18,0 Mio. EUR auf 59,3 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR (Vorjahr: 30,8 Mio. EUR). Diese Bilanzposition hängt ab vom Lieferzeitpunkt und den auftragsbezogenen unterschiedlichen Zahlungsbedingungen und ist deshalb starken Schwankungen unterworfen. Die Bilanzposition sonstige Darlehen, Investitionen und Derivate erhöhte sich um 1,7 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR).

Das Konzern-Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 beträgt -146,4 Mio. EUR (Vorjahr: -149,7 Mio. EUR). Die Verbesserung der Eigenkapitalposition resultiert im Wesentlichen aus dem Gewinn von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 22,2 Mio. EUR). Die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Einzelgesellschaften und damit des Konzerns wird trotz des negativen Eigenkapitals nicht in Frage gestellt. Der aktuelle Geschäftsplan des H&K AG Konzerns beinhaltet eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und unterstellt eine Reduzierung der Verschuldung inklusive Refinanzierung vor Fälligkeit der Anleihe.

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 25,6 Mio. EUR auf 307,1 Mio. EUR (Vorjahr: 332,7 Mio. EUR). Die Anleihe von nominal 295,0 Mio. EUR (Vorjahr: 295,0 Mio. EUR) wird in der IFRS-Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 219,5 Mio. EUR (Vorjahr: 244,3 Mio. EUR) angesetzt. 2016 wurden nominal 26,8 Mio. EUR am Markt zurückgekauft; diese werden in der Bilanz mit der Anleiheverbindlichkeit verrechnet.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 8,0 Mio. EUR auf 55,3 Mio. EUR (Vorjahr: 47,3 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen erhaltenen Anzahlungen sowie erhöhten Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag.

2.5.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für den H&K AG Konzern ist die Sicherstellung der Nachhaltigkeit seines Geschäftsmodells eine zentrale strategische Aufgabe. Dies umfasst neben dem angestrebten wirtschaftlichen Erfolg auch verantwortungsbewusstes Handeln als Arbeitgeber, als gesetzestreues Mitglied unserer Gesellschaft und als verlässlicher Partner unserer Kunden und Lieferanten. Nachhaltiges Wirtschaften stellt für unseren Konzern eine existenziell wichtige Funktion dar, um Geschäftspotential zu nutzen und Risiken zu minimieren.

In den weiteren Unterpunkten werden wir über wesentliche Aktivitäten zur Nachhaltigkeit berichten.

2.5.2.1 Produktion und Innovation

Wichtig für Heckler & Koch ist die aktive Einbindung unserer bestehenden Mitarbeiter, aber auch der Einsatz neuer Mitarbeiter, um Geschäftsprozesse zu verbessern und deren Komplexität zu reduzieren. Die Reduzierung der Fertigungsdurchlaufzeiten und die Steigerung der Lagerumschlagshäufigkeit sowie Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Die Mitarbeiter haben jederzeit die Möglichkeit, Vorschläge zur Optimierung von Prozessen oder innovative Ideen zu neuen Produkten einzureichen. Es stehen zur Steuerung der folgenden Bereiche Kennzahlen im SAP System und Subsystemen zur Verfügung wie z.B. der Lagerumschlag und die Reichweite der Bestände sowie die Durchlaufzeiten und Maschinenauslastung für den Produktionsbereich.

2.5.2.2 Mitarbeiter

Für den H&K AG Konzern bedeutet Nachhaltigkeit auch Verantwortung für die Mitarbeiter. Qualifizierte, hoch motivierte und engagierte Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für Höchstleistungen und somit die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs. Werte wie Ehrlichkeit, Gesetzestreue, Fairness, Akzeptanz und Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Achtung des Anderen, Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit haben selbstverständlich in der Belegschaft des Konzerns eine zentrale Bedeutung. Im Bewusstsein der gesellschaftlichen Verpflichtungen unseres Unternehmens unter Wahrung der Standort- und Arbeitsplatzsicherung ist unser unternehmerisches Handeln an allen Unternehmensstandorten geprägt von der Verantwortung, welche das Unternehmen gegenüber der Gesellschaft im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich wahrnimmt. Neben Profitabilität und Effizienz bilden die Grundsätze unserer Corporate Governance die Basis für unser Handeln und Engagement.

2.5.2.3 Umwelt

Im Bereich Umwelt strebt Heckler & Koch neben dem schonenden Umgang mit Rohstoffen die Senkung des Energieverbrauchs und damit verbunden des CO2-Ausstoßes an und hat dies in den Unternehmenszielen verankert.

Bei der Anschaffung von neuen Maschinen wird, gemäß der 2014 definierten Energiepolitik, auf energieeffiziente Lösungen geachtet.

2013 hat die HKO am Standort Oberndorf ein Blockheizkraftwerk zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme in Betrieb genommen und weitere Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt, welche zu einer Reduktion des Energieverbrauchs und damit der CO2-Emissionen geführt haben und in Zukunft führen werden. Ein Blockheizkraftwerk erreicht einen insgesamt deutlich höheren Nutzungsgrad gegenüber dem herkömmlichen Mischbetrieb aus lokaler Heizung und zentraler Stromversorgung.

2013 wurde mit dem Aufbau eines Energiemanagementsystems begonnen. Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach DIN EN 50001 wurde im September 2014 durchgeführt. Das dazu notwendige Energiemonitoring wurde ebenfalls 2014 installiert und aufgebaut. Durch die installierten Messpunkte können seit Januar 2015 die Energieverbräuche identifiziert und nun detailliert gesammelt werden. Anhand dieser dann gesammelten Werte können die Energieeinsparungspotentiale ermittelt und entsprechende Ziele zukünftig definiert werden. Dieses System beschreibt die Aktivitäten, durch die sichergestellt wird, dass alle Handlungen des Unternehmens, die Einfluss auf die Energieeffizienz haben, ordnungsgemäß durchgeführt, überwacht und dokumentiert werden und damit die energiebezogene Leistung des Unternehmens kontinuierlich verbessert wird.

Aufgrund von Optimierungen an der Druckluftanlage konnte der Druckluftverbrauch in den letzten Jahren um ca. 8 % gesenkt werden.

2.5.3 Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes

Insgesamt konnte 2016 der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Durch verbesserte Produktivität und systematische Kostensenkungen konnte das EBIT gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Die Vermögens- und Finanzlage verbesserte sich im Vorjahr durch die Einbringung liquider Mittel auf Ebene der H&K AG aus der Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens und den bis dahin aufgelaufenen Zinsen, was den Erwerb von Anteilen an der eigenen Anleihe ermöglichte.

Das erklärte Ziel des Vorstands, den Verschuldungsgrad und damit die Zinslast deutlich zu reduzieren, konnte auch im Jahr 2016 durch den signifikanten Abbau des betriebsnotwendigen Kapitals und der damit frei gewordenen Liquidität fortgeführt werden. Die Verschuldung durch die Anleihe konnte zum Jahresende auf 220 Mio. EUR (i. Vj. 244 Mio. EUR) weiter reduziert werden.

Der Umsatz und die operative Ertragskraft des Konzerns liegen auf einem Niveau welches den erforderlichen Kapitaldienst aus der im Mai 2011 begebenen Hochzinsanleihe über 295,0 Mio. EUR ermöglicht.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

3.1.1 Vorbemerkung

Dieser Bericht enthält Aussagen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Heckler & Koch liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Geschäftsplänen, Zielen, Schätzungen und Prognosen und berücksichtigen Erkenntnisse nur bis einschließlich des Datums der Erstellung dieses Berichts. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Aussagen abweichen. Zu den Unsicherheitsfaktoren gehören unter anderem: Veränderungen des politischen und wirtschaftlichen Umfelds, Änderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften, Marktschwankungen, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einflüsse von Wettbewerbsprodukten und Preisen, Auswirkungen von Veränderungen in Kundenstrukturen sowie Änderungen in der Geschäftsstrategie.

3.1.2 Konjunkturausblick

Die Weltwirtschaft dürfte 2017 laut IWF-Prognosen stärker als 2016 wachsen. In Deutschland und der Eurozone dürfte sich das Wachstum unterdessen verlangsamen, ebenso wie in einigen Schwellenländern, die unter der Politik der USA leiden könnten.

Für den H&K AG Konzern wird vor allem entscheidend sein, wie sich in unseren wesentlichen Kundenländern die lokale Sicherheitslage und das militärische Engagement der einzelnen Länder entwickelt und auf die Budgets für die Infanterie-Bewaffnung von Soldaten auswirkt. Die weltweit anhaltenden Konflikte sowie Terrorgefahren erfordern eine hohe Zahl an internationalen Militäreinsätzen und eine gesteigerte polizeiliche Einsatzfähigkeit. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, die Ausrüstung der Streitkräfte und Polizei-Behörden zu modernisieren und für Kontinuität einer verantwortungsvollen Sicherheitspolitik zu sorgen.

Heckler & Koch hat am 22. September 2016 von der Beschaffungsbehörde "Direction Générale de l’Armement (DGA)" des französischen Verteidigungsministeriums einen Großauftrag zur Lieferung des neuen französischen Standard-Sturmgewehrs HK416F erhalten. Nach über 30-jähriger Nutzung des altgedienten FAMAS-Sturmgewehrs der französischen Armee, tritt Heckler & Koch mit dem modernen HK416F als "Arme Individuelle Future (AIF)" dessen Nachfolge an. Ab 2017 werden die Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine mit der neuen Dienstwaffe ausgestattet. Der Vertrag sieht die Lieferung von 102.000 Sturmgewehren HK416 und Granatwerfern HK269 sowie Zubehör, Munition, Ersatzteile und Servicedienstleistungen mit einer Laufzeit von maximal 15 Jahren vor. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich auf ca. 140 Mio. Euro.

Heckler & Koch wird die litauischen Streitkräfte mit zusätzlichen Sturmgewehren G36 und dem neuen 40 mm Anbaugerät HK269 ausrüsten. Die Beauftragung der Nachbeschaffung erfolgte durch das litauische Verteidigungsministerium Ende August 2016. Das Gesamtvolumen des Auftrags beträgt rund 12,5 Mio. Euro. Die Auslieferung erfolgt 2017.

Im April 2016 hat Heckler & Koch das Compact Semi-Automatic Sniper System (CSASS) Programm der US Armee gewonnen. Damit wird das H&K Produkt G28 E1 bei der US Armee eingeführt und ersetzt somit das bisherige M110. Sobald die erforderlichen Tests erfolgreich abgeschlossen sind, kann die US Armee die Option zur Lieferung von rund 3.600 Seriengeräten mit einem Auftragswert von bis zu 44 Mio. USD ziehen.

Insgesamt ist Heckler & Koch gut aufgestellt, um in vorhersehbarer Zukunft weiterhin der Hauptlieferant für Handfeuerwaffenersatzteile und dazugehörige Dienstleistungen für die NATO und NATO-gleichgestellten Länder zu sein. Allerdings könnte der Bedarf in Abhängigkeit der tatsächlichen Auslandseinsätze auch niedriger sein.

3.1.3 Erwartete Ertragslage 2017 und Prognose nicht finanzieller Leistungsindikatoren

Auftragseingang und Auftragsbestand

Für 2017 wird ein moderat höherer Auftragseingang (im Vergleich zu 2015 jedoch weiterhin ohne exportkritische Regionen) und Auftragsbestand zum Jahresende erwartet.

Umsatz und Ertrag

Für 2017 wird mit einem leicht verbesserten Niveau bei Umsatz und Ergebnis gerechnet.

Betriebsnotwendiges Kapital

Die Höhe des bereits stark reduzierten betriebsnotwendigen Kapitals wird gemäß Planung 2017 in Summe nochmals leicht niedriger als im Vorjahr erwartet.

Liquide Mittel

Für 2017 wird verglichen mit 2016 ein geringfügig niedrigerer Bestand an liquiden Mitteln erwartet. Wir gehen davon aus, 2017 auch ohne Nutzung der zur Verfügung stehenden Kreditlinie jederzeit unseren Verpflichtungen nachkommen zu können.

Beschäftigtenzahl

Die Beschäftigtenzahl wird 2017 auf vergleichbarem Niveau wie 2016 liegen.

3.1.4 Gesamtaussage

Für 2017 erwartet der Vorstand, bei einem im Vergleich zu 2016 weiterhin steigenden Umsatzniveau, ein weiterhin verbessertes operatives Ergebnis (EBIT).

3.2 Chancen

Das Marktpotenzial des H&K AG Konzerns ergibt sich einerseits aus den militärischen Beschaffungsvorhaben der Kundenländer. Chancen ergeben sich durch die Veränderung des militärischen Bedarfs der Streitkräfte der „grünen Länder“. Die sich ändernden Bedrohungslagen und Einsatzszenarien erfordern höhere Mobilität und höhere Leistungsfähigkeit. Eine höchstwirksame waffentechnische Ausrüstung ist von zentraler Bedeutung, um den Soldatinnen und Soldaten ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit und die technische Voraussetzung zur Erfüllung der gestellten Aufgaben zu geben. Als Technologieführer im Marktsegment Handfeuerwaffen bietet diese Entwicklung dem H&K AG Konzern die Chance, die Position als industrieller Technologiepartner für hochentwickelte Armeen und Sondereinsatzkräfte weiter auszubauen und dadurch das Umsatzpotenzial entgegen des Trends sogar zu steigern.

Für das Produktsegment Sportwaffen sehen wir andererseits insbesondere im Zivilmarkt USA Wachstumspotenzial sowohl für Kurz- als auch Langwaffen. Mit optimierten Vertriebs- und Servicestrukturen und speziell für den US-Zivilmarkt entwickelten Neuprodukten soll das Absatzvolumen kontinuierlich gesteigert werden. Dies findet eindrucksvoll Niederschlag in der Marktakzeptanz unserer VP9-Familie hinsichtlich der abgesetzten Stückzahl, als auch der ausgesprochenen Prämierungen. Auch der europäische Zivilmarkt bietet weiteres Wachstumspotential.

Infolge des hohen Verschuldungsgrads und der begrenzten Liquiditätsreserve wird der H&K AG Konzern derzeit von den beiden führenden Rating-Agenturen mit Rating-Noten CCC+ (Standard & Poor’s) bzw. Caa1, Outlook „stable“ (Moody’s) bewertet. Infolge der Reduzierung des Verschuldungsgrades wurde das Rating im Februar 2017 von Moody’s von Caa3 „positive“ auf Caa1 Outlook „stable“ angehoben. Das Upgrade durch S&P von CCC auf CCC+ Outlook „stable“ erfolgte im Dezember 2016.

Durch den reduzierten Verschuldungsgrad und die gesteigerten Ergebnisse erwartet das Unternehmen verbesserte Konditionen bei der Refinanzierung der Anleihe noch im Jahr 2017.

Die sich für den H&K AG Konzern insgesamt ergebenden Chancen werden als mittel eingeschätzt.

3.3 Risiken

3.3.1 Externe Risiken

Mit Deutschland, der EU sowie den NATO-Staaten und den NATO-gleichgestellten Ländern ist der Marktzugang für Heckler & Koch sowohl geographisch als auch mit Blick auf den behördlichen Kundenkreis begrenzt. Ein kontinuierlicher Ausbau und die stärkere Konzentration auf den amerikanischen Markt sollen gewährleisten, dass konjunkturelle sowie markt- und branchenspezifische Risiken reduziert werden. Es ist für den H&K AG Konzern entscheidend, mit den technisch und wirtschaftlich richtigen Produktentwicklungen an den zukünftigen Beschaffungsprojekten der NATO-Staaten und insbesondere auch bei den amerikanischen Behörden zu partizipieren. Daneben gilt es, vor allem auch im US-Zivilmarkt zu wachsen.

Änderungen in der Genehmigungspolitik können Exporte von wehrtechnischen Produkten und damit verbunden die Realisierung von Umsatzpotenzialen erschweren oder ganz verhindern und somit die Ertragssituation deutlich verschlechtern. Für den Absatzmarkt in den NATO-Staaten ist dieses Risiko jedoch eher gering einzuschätzen.

In Angleichung an die „Grundsätze der Bundesregierung für die Ausfuhrgenehmigungspolitik bei der Lieferung von kleinen und leichten Waffen, dazugehöriger Munition und entsprechender Herstellungsausrüstung in Drittländer“ vom 18. März 2015 („Kleinwaffengrundsätze“), hat der Vorstand die Vertriebsstrategie des Konzerns auf sogenannte „grüne Länder“ fokussiert. „Grüne Länder“ werden durch eine unternehmensinterne Klassifikation definiert, die auf drei öffentlich zugänglichen Kriterien basiert: (i) der Corruption Perception Index von Transparency International, (ii) NATO-Mitglied oder NATO-gleichgestellter Staat (Australien, Japan, Neuseeland und die Schweiz), sowie (iii) der Democracy Index von Economist Intelligence Unit. Folglich sind die meisten EU-, NATO- und NATO-gleichgestellten Länder „grüne Länder“. Der Auftragsbestand von anderen Ländern wird - eine gültige Ausfuhrgenehmigung vorausgesetzt - noch abgewickelt, aber wir streben zukünftig keine Teilnahme an neuen Ausschreibungen in „nicht grünen Ländern“ an.

Das Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland zählt den Bereich der Handfeuerwaffen nicht mehr zu den verteidigungsindustriellen Schlüsseltechnologien in Deutschland oder der EU, deren Verfügbarkeit, aus nationalem Sicherheitsinteresse, zu gewährleisten ist. Damit werden nur die Unternehmen mit den Schlüsseltechnologien, zu deren Erhalt bzw. ihrer Förderung, durch Forschungs- und Technologiemaßnahmen, durch gezielte Industriepolitik, Exportunterstützung (im Rahmen der Einzelfallentscheidung auf der Grundlage der Politischen Grundsätze der Bundesregierung) sowie die Auftragsvergabe durch das Bundesministerium der Verteidigung unterstützt. Zukünftig besteht das Risiko, dass bei Bedarfen an Handfeuerwaffen vermehrt auf global oder im europäischen Raum verfügbare Technologien zurückgegriffen wird.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch in den USA die Regularien hin zu einer restriktiveren Handhabung dieses Marktes verändern und dadurch der Absatz unserer Produkte in diesem mit Abstand wichtigsten Zivilmarkt der Welt erschwert wird, dies gilt insbesondere für halbautomatische Langwaffen. Entsprechendes gilt für die zukünftige Entwicklung der ebenso notwendigen deutschen Exportgenehmigungen. Heckler & Koch ist dabei, geeignete Maßnahmen gegen dieses Negativszenario zu ergreifen.

Als international operierender Konzern ist das Unternehmen Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Das Wechselkursrisiko im operativen Geschäft entsteht vor allem aus den in US-Dollar fakturierten Umsätzen für Lieferungen in die USA. Ein wieder stärker werdender Euro in Relation zum US-Dollar könnte sich belastend auf die Ertragssituation der in US-Dollar fakturierten Umsätze auswirken. Um die erwarteten Einzahlungen aus diesen geplanten, aber im Wesentlichen noch nicht kontrahierten Transaktionen aus auf US-Dollar lautenden Verträgen partiell gegen Wechselkursrisiken abzusichern, nutzt Heckler & Koch fallweise derivative Finanzinstrumente. Beim Management von Währungsrisiken beschränken sich die Sicherungsgeschäfte der Gruppe auf marktgängige Instrumente, die zur Sicherung von bestehenden Grundgeschäften und für geplante Umsätze, niemals jedoch zu Spekulationszwecken, genutzt werden. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden diese Geschäfte mit renommierten deutschen Kreditinstituten abgeschlossen. Zum Jahresende bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass die zur Herstellung der Produkte benötigten Rohstoffe, Bauteile und Komponenten nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen oder nicht zeitgerecht beschafft werden können. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und auf Veränderungen kurzfristig reagieren zu können, stehen die Beschaffungsmärkte unter intensiver Beobachtung. Weiterhin werden Beschaffungsrisiken durch Ermittlung alternativer Lieferquellen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern sowie den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen für Rohmaterial ausgeglichen.

Die externen Risiken für den H&K AG Konzern werden insgesamt als gegenüber dem Vorjahr geringer eingeschätzt.

3.3.2 Interne Risiken

Die Erfüllung der konzerninternen Verpflichtungen der H&K AG ist abhängig von ausreichend hohen Gewinnabführungen der HKO an die H&K AG und damit von einer anhaltend hohen operativen Ertragskraft der Gesellschaften. Nach unserer Einschätzung sind die internen Risiken als unverändert gering zu betrachten.

3.3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Am 12. Mai 2011 hat sich die HKO mit einer Unternehmensanleihe in Höhe von 295,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 15. Mai 2018 refinanziert.

Der Anleihevertrag vom 12. Mai 2011 erlaubt strukturelle Veränderungen in Form einer Verschmelzung zwischen der HKO und der H&K AG oder der Bildung einer ertragsteuerlichen Organschaft zwischen den beiden Gesellschaften. Mit dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages am 25. April 2013 wurde die ertragsteuerliche Organschaft hergestellt. Mit der Ergänzungsvereinbarung vom 26. September 2013 zum Anleihevertrag wurde die H&K AG Partei des Anleihevertrags mit allen Rechten und Pflichten.

Seit Anfang März 2015 steht der HKO zusätzlich eine langfristige Kreditlinie bis 30. Juni 2017 in Höhe von 30 Mio. EUR zur Verfügung.

Der Entwicklung der H&K AG und damit auch des H&K AG Konzerns ist aufgrund der nachteiligen Finanzierungsstruktur beeinträchtigt und weiterhin abhängig von der operativen Ertragskraft der HKO und deren Tochtergesellschaften sowie einer erfolgreichen Refinanzierung. Im Laufe des Berichtsjahres 2016 konnte die Nettoverschuldung der HKO und damit auch des H&K AG Konzerns durch den Rückkauf von weiteren Bond-Anteilen weiter reduziert werden. Die liquiden Mittel des Konzerns haben sich im Berichtsjahr erhöht. Der Anstieg der liquiden Mittel ist im Wesentlichen auf eine deutliche Reduzierung des Working Capital, Kosteneinsparungen sowie auf das gute US-Geschäft zurückzuführen. Die weitere Entschuldung als Kernbestandteil der Unternehmensstrategie könnte durch eine Stärkung der Eigenkapitalbasis deutlich beschleunigt werden.

Zum Bilanzstichtag verfügt die H&K AG mit ihren direkten und indirekten Anteilen an der HKO über einen Vermögenswert, der auf Basis von Ertragswertberechnungen basierend auf der aktuellen Planung die derzeitige konzerninterne Darlehensverbindlichkeit deutlich übersteigt. Dadurch hätte die H&K AG auch die Möglichkeit, durch Veräußerung von Geschäftsanteilen ihrer Beteiligungen Liquidität zu beschaffen.

Wie in den Erläuterungen zur Vermögenslage unter 2.5.1 berichtet, weist der H&K AG Konzern ein negatives Eigenkapital von 146,4 Mio. EUR (Vorjahr: 149,7 Mio. EUR) aus. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Einzelgesellschaften und damit des Konzerns wird trotz dieser Eigenkapitalsituation jedoch nicht in Frage gestellt. Der aktuelle Geschäftsplan des H&K AG Konzerns beinhaltet eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und unterstellt eine Reduzierung der Verschuldung inklusive Refinanzierung vor Fälligkeit der Anleihe.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken des H&K AG Konzerns werden insgesamt als mittel eingestuft.

3.3.4 Risiken aus Organisation und Struktur

Das aktive Risikomanagement besitzt für den H&K AG Konzern einen hohen Stellenwert bei der Steuerung und Überwachung der Unternehmensprozesse. Zielsetzung der von uns eingerichteten Risikosteuerungs- und Risikoüberwachungsprozesse ist es, potenzielle Risiken, die zu einer Beeinträchtigung der Geschäftszielerreichung führen könnten, frühzeitig zu erkennen und geeignete Strategien und Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

Der Vorstand der H&K AG regelt mit der neu definierten Risiko-Management-Richtlinie des Heckler & Koch-Konzerns sein Risiko Management-System mit Wirkung vom 30. September 2016 neu. Die Risiko-Management-Richtlinie wurde vom Vorstand der H&K AG verabschiedet und ihr wurde vom Aufsichtsrat der H&K AG im September 2016 zugestimmt. Ziel dieser Richtlinie und der darin verbindlich vorgegebenen Regelungen ist es, eine konzerneinheitliche Herangehensweise an das Risiko Management sowie der verwandten Themengebiete Compliance Management, Corporate Governance, Internes Kontroll- System sowie Interne Revision für alle Gesellschaften der Heckler & Koch Gruppe sicherzustellen. Diese Richtlinie ist gültig für alle in den Konzernabschluss der H&K AG einbezogenen Konzerngesellschaften. Gleichzeitig mit dieser neuen Richtlinie wird im Heckler & Koch-Konzern eine neue Risiko-Management Applikation (RMS-Applikation) eingesetzt, um das Management der vielfältigen Risiken, denen der H&K AG Konzern ausgesetzt ist, zu erleichtern.

Die Compliance Management Richtlinie ist nunmehr Bestandteil der Risiko Management Richtlinie. Das Compliance-Management-System (CMS) umfasst die Einhaltung von Recht, Gesetzen sowie Richtlinien und sonstigen Vorgaben des Unternehmens. Compliance ist eine wesentliche Führungs- und Überwachungsaufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Als Unternehmen im Defense-Bereich unterliegt Heckler & Koch besonders strengen Anforderungen gerade auf dem Gebiet der Compliance. Das CMS gliedert sich in die Bereiche Compliance-Kultur, -Ziele, -Risiken, -Programm, -Organisation, -Kommunikation, -Überwachung und -Verbesserung.

Corporate Governance sehen wir als „verantwortungsvolle Unternehmensführung“. Die neben dem Gesetzgeber und den Eigentümern auf die Corporate Governance Einfluss nehmenden Stakeholder sind u.a. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Finanzierer, NGOs und die Gesellschaft insgesamt über Politik und Medien. Die konkrete Ausgestaltung der Corporate Governance obliegt dem Vorstand in enger Abstimmung mit dessen Kontrollorgan, dem Aufsichtsrat. Dem Aufsichtsrat obliegt die Aufgabe, Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der Corporate Govenance zu überwachen. Dies erfolgt auf Basis der Informationen durch den Vorstand. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der wesentlichen Konzernrisiken.

Die Risiken aus Organisation und Struktur des H&K AG Konzerns werden als gering eingeschätzt.

3.3.5 Rechtliche Risiken

Zu diesen Risiken zählen im Wesentlichen Risiken aus Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Ausfuhrrecht, Waffenrecht, Antikorruptionsvorschriften, Patent-, Steuer-, und Arbeitsrecht. Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind bilanziell berücksichtigt.

Heckler & Koch befasst sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Handfeuerwaffen, insbesondere für behördliche Abnehmer, wie die Polizeibehörden des Bundes und der Länder, die Zollverwaltung sowie inländische und ausländische Streitkräfte. Der Vertrieb von Handfeuerwaffen ins Ausland erfolgt vorwiegend in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, in die NATO-Staaten sowie NATO-gleichgestellte Länder. Heckler & Koch will künftig kein Neugeschäft mehr mit Staaten außerhalb der NATO-Einflusssphäre generieren, es sollen nur noch sogenannte "grüne Länder“ beliefert werden, die also demokratisch, nicht korrupt sowie NATO-Staaten oder deren Gleichgestellte sind.

Waffenlieferungen an Behörden und Streitkräfte ausländischer Staaten, die vorstehend nicht benannt worden sind (sogenannte Drittländer), erfolgen - wie grundsätzlich bei allen Waffenverkäufen - ausschließlich mit Genehmigung der Bundesrepublik Deutschland, womit eine Belieferung in kritische Staaten definitiv ausgeschlossen ist. Insbesondere bei den Verkäufen von Handfeuerwaffen ins Ausland für militärische Verwendung werden die Empfangsstaaten vor der Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung aufgefordert, der Bundesrepublik Deutschland behördlich unterzeichnete Endverbleibserklärungen vorzulegen, womit sich die Empfangsstaaten verpflichten, die zur Lieferung vorgesehenen Waffen nicht in andere Länder zu re-exportieren. Unser Unternehmen unterliegt in Bezug auf die Herstellung und den Vertrieb von Handfeuerwaffen der ständigen Kontrolle und regelmäßigen Überprüfung nachstehender Behörden: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Bundeskriminalamt Wiesbaden, Oberfinanzdirektion Karlsruhe und Landratsamt Rottweil, Ordnungsamt. Die grundlegende Voraussetzung für die Erteilung von waffen- und ausfuhrrechtlichen Genehmigungen beruht auf der Zuverlässigkeit unseres Unternehmens, weshalb die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften höchste Priorität genießt. Die uneingeschränkte Einhaltung der waffen- und ausfuhrrechtlichen Vorschriften ist die wirtschaftliche Basis für unser Unternehmen, weshalb in unserem Hause zur Überwachung der Arbeits-, Produktions-, Liefer- und Genehmigungsprozesse strenge Überwachungsregelungen und Kontrollsysteme eingerichtet worden sind. Hierzu zählen insbesondere sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter, wiederkehrende Schulungen, ständige Kontrollen, präzise Arbeitsanweisungen sowie der Einsatz eines in die Arbeitsprozesse integrierten und EDV-gestützten Controlling-Systems. Die Ausfuhrrisiken werden in diesem Zusammenhang als gering eingestuft.

Am 26. Januar 2017 wurde durch das US-Unternehmen Orbital ATK Inc. Klage vor dem US District Court in Minnesota gegenüber der Heckler & Koch GmbH erhoben. Die Klage ist uns bis zur Erstellung des Lageberichtes nicht zugestellt worden. Mit dieser Klage verlangt Orbital ATK Inc. Schadenersatz i.H. von mindestens 27 Mio. USD sowie Herausgabe von Technologie. Das Unternehmen Orbital ATK ist Hauptvertragsnehmer der US Army, so dass unser Vertragspartner allein die Firma Orbital ATK Inc. ist. Von einer Auslieferung weiterer Prototypen wurde vor dem Hintergrund einer möglichen Unvereinbarkeit des Waffensystems mit europäischer Rechtsauffassung vorerst abgesehen bis die zuständigen Behörden die Sachlage erneut bewertet haben. Das aus dieser Klage für die Heckler & Koch GmbH resultierende Risiko wird als gering bis mittel eingestuft.

Aufgrund eines 2010 eingeleiteten Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ehemalige Mitarbeiter der HKO wegen des Verdachts der unbefugten Ausfuhr von Gewehren nach Mexiko zwischen 2006 und 2009 wurde gegen fünf ehemalige Mitarbeiter sowie den ehemaligen Vertreter des Unternehmens in Mexiko Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben. Die Anklage wurde mit Beschluss vom 03. Mai 2016 zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Die HKO hat in dem Ermittlungsverfahren vollumfänglich kooperiert und eine global agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Aufklärung des Sachverhaltes beauftragt. Das Ergebnis dieser Ermittlungen wurde der Staatsanwaltschaft Stuttgart zur Verfügung gestellt. Das aus dem Ermittlungsverfahren für die HKO resultierende Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Weiterhin wurde von der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen der Bestechung von inländischen Amtsträgern und ausländischen Entscheidungsträgern in Mexiko eingeleitet. Das erstgenannte Verfahren, in dem ausschließlich gegen einen ehemaligen Geschäftsführer ermittelt wurde, ist mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 20. Januar 2017 eingestellt worden. Dagegen dauern die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Bestechung ausländischer Amtsträger noch an. Das aus diesem Ermittlungsverfahren für die HKO resultierende Risiko wird als gering eingeschätzt.

Bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart ist ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen - nicht namentlich benannte - Mitarbeiter und Verantwortliche von Heckler & Koch anhängig. In diesem Ermittlungsverfahren geht es um den Vorwurf eines unerlaubten Technologietransfers nach Mexiko. Das Unternehmen hat den Sachverhalt durch externe Rechtsanwälte umfassend aufklären lassen und die Untersuchungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Stuttgart zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung hat zu dem Ergebnis geführt, dass Rechtsverstöße nicht vorliegen. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Verfahren auf der Grundlage der erhobenen Untersuchungsergebnisse eingestellt wird. Das aus diesem Ermittlungsverfahren für die HKO resultierende Risiko wird als gering eingeschätzt.

Die Feststellungsklage zum G36 gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem Landgericht Koblenz wurde 2016 rechtskräftig zugunsten von Heckler & Koch entschieden.

Gegen die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde angemessen Vorsorge getroffen. Der H&K AG Konzern bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn die sich hieraus ergebenen Verpflichtungen wahrscheinlich sind und sich die Höhe der Verpflichtungen ausreichend genau bestimmen lässt. Aufgrund von Unsicherheiten und der schwierigen Vorhersage gerichtlicher Entscheidungen ist es allerdings möglich, dass Aufwendungen entstehen, die die getroffenen Vorsorgen überschreiten und sich auf das Geschäft und seine Ergebnisse auswirken könnten.

Die Resultate steuerlicher Betriebsprüfungen könnten zu Steuernachzahlungen führen. Zudem besteht das Risiko, dass sich Veränderungen von Steuergesetzen oder in der Rechtsprechung ungünstig auf die Entwicklung der Steuerbelastung von Heckler & Koch auswirken können. Diese Risiken werden insgesamt als mittel eingeschätzt.

3.4 Rechnungslegungsrelevantes internes Kontrollsystem im H&K AG Konzern

Genehmigungsprozesse und interne Revision

Seit vielen Jahren bestehen unternehmensintern verbindliche Regelungen und Richtlinien für die Bereiche Einkauf, Anlageinvestitionen, Produktentwicklung, Angebote, Auftragsannahme, EDV-Sicherheit, Datenschutz, Rechnungswesen und Reisekosten. Mitarbeiter betreffende Richtlinien werden im Intranet veröffentlicht. Als Teil der internen Revision wird die Einhaltung von Regularien regelmäßig durch einen externen Berater überprüft.

Rechnungslegungsrelevante EDV-Systeme

Management-Kontrollen in allen Geschäftsbereichen setzen die Bereitstellung von korrekten und zeitnahen Informationen voraus. Den Business-Informations- und Reporting-Systemen kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Das SAP-Informationssystem (VIS) enthält sowohl für den Finanzbereich wie auch für alle operativen Bereiche eine Vielzahl von Berichten und Leistungsindikatoren, die täglich abgerufen werden können.

Im Finanzbereich zählt das monatliche umfangreiche Reporting Package zu den wichtigsten Reportinginstrumenten. Im Rahmen des konzernweiten Berichtswesens liefern somit alle Heckler & Koch Gesellschaften detaillierte Informationen zu den wichtigsten Bilanz- und GuV-Positionen sowie Kennzahlen und Erklärungen. Diese werden durch den zentralen Finanzbereich abgefragt, analysiert, konsolidiert und in Form des Management Reportings an das Heckler & Koch-Management weitergeleitet.

Organisation der Rechnungslegung und rechnungslegungsrelevante Richtlinien

Alle Tochtergesellschaften innerhalb des H&K AG Konzerns stellen rechtlich selbständige Einheiten dar. Neben dem Management, welches die operative Geschäftstätigkeit im jeweiligen Markt verantwortet, ist der Leiter Finanzen für alle rechnungslegungsrelevanten Sachverhalte der Gesellschaft verantwortlich. Auch die kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Steuerungsgrößen, das monatliche Reporting der Finanzkennzahlen an den zentralen Finanzbereich sowie die Erstellung der Fünfjahresplanung für den jeweiligen Markt liegen im Verantwortungsbereich des Leiters Finanzen.

Innerhalb des Konzerns ist der zentrale Finanzbereich der HKO neben der aktiven Unterstützung aller Konzerngesellschaften auch für die Erarbeitung und Aktualisierung von einheitlichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen für rechnungslegungsrelevante Prozesse verantwortlich. Dazu gehören im Wesentlichen das Bilanzierungshandbuch sowie klare Vorgaben zur Intercompany-Abstimmung. Fragestellungen zu spezifischen Bilanzierungs- oder Bewertungssachverhalten mit Relevanz für den H&K AG Konzern werden ebenfalls zentral bearbeitet, analysiert, dokumentiert und kommuniziert.

Gesamtaussage

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und die Abschlusserstellung des H&K AG Konzerns, dessen wesentliche Ausprägungen zuvor beschrieben wurden, hat zum Ziel, sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell richtig zu erfassen, aufzubereiten und bilanziell zu würdigen. Die klare Definition von Verantwortungsbereichen im Finanzbereich des H&K AG Konzerns und die geeignete Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter bilden neben der Verwendung von adäquater Software sowie der Vorgabe von einheitlich anzuwendenden Richtlinien die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, effizienten und konsistenten Rechnungslegungsprozess.

Insgesamt soll damit sichergestellt werden, dass die Vermögenswerte und Schulden im Abschluss vollständig und zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen sind und somit eine verlässliche Aussage über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage getroffen werden kann.

3.5 Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage

Unverändert zu den Vorjahren, liegen die Risiken des Konzerns, wie oben im Detail geschildert, wesentlich in der Volatilität der Umsatzpotenziale und in vollständig regulierten Marktzugangsmöglichkeiten sowie in den Zins- und Refinanzierungsverpflichtungen aus der hohen Verschuldung bei gleichzeitig begrenzter Liquiditätsreserve.

Der Konzern sieht Chancen, als Technologieführer bei Handfeuerwaffen aus den sich ändernden Einsatzanforderungen an Militär, Polizei und Sondereinsatzkräfte mit seinen hochleistungsfähigen Produkten sowie im US-Zivilmarkt mit neuen Produktentwicklungen seine Marktstellung auszubauen.

Oberndorf/Neckar, den 20. März 2017

H&K A G

Vorstand

Norbert Scheuch

Wolfgang Hesse

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der H&K AG, Oberndorf/Neckar, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns, Gesamtergebnisrechnung des Konzerns, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns, Kapitalflussrechnung des Konzerns und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des H&K AG-Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 31. März 2017

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Feller, Wirtschaftsprüfer

Fick, Wirtschaftsprüfer

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