Management Reports • May 22, 2017
Management Reports
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Die va-Q-tec AG (im Folgenden kurz auch va-Q-tec genannt) betreibt als Hightech-Unternehmen die Entwicklung und Produktion von innovativen und energieeffizienten Vakuumisolationspaneelen (VIPs). VIPs sind Hochleistungsdämmplatten, die in den Bereichen Haushaltsgeräte, Thermoverpackungen, Bau, Automotive u.a. angewendet werden. Neben VIPs entwickelt, produziert und vertreibt va-Q-tec weitere Produkte wie Thermoverpackungen (u.a. Thermoboxen- und Luftfrachtcontainer) sowie Wärme- und Kältespeicherkomponenten (PCM). Thermoverpackungen werden neben dem direkten Verkauf auch im Rahmen einer Vermietdienstleistung ("Serviced Rental") vermarktet.
Ebenfalls bietet va-Q-tec fundierte thermische Beratung an und entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für Anwendungsprobleme im thermischen Dämmbereich.
Die Vermietung von Thermo-Luftfrachtcontainern (Palettengröße) wird durch die englische Tochtergesellschaft va-Q-tec (UK) LIMITED gesteuert. Die Container werden zunächst durch die va-Q-tec AG hergestellt, i.d.R. an eine Leasinggesellschaft verkauft und von dieser durch die englische Tochtergesellschaft geleast. Diese bietet Container-Vermietdienstleistungen global an Pharma-, Biotech- und Logistikunternehmen an.
Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bilden einen Schwerpunkt der Unternehmensaktivität und zielen auf eine technologische Marktführerschaft ab. Im Jahr 2016 wurden erneut Entwicklungsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene mit verschiedenen Partnern durchgeführt. In den Projekten wird nach verbesserten und wirtschaftlicheren Materialien und Prozessen zur VIP Herstellung gesucht. Außerdem werden im Rahmen der Produktentwicklung auch VIP-basierte Systeme entwickelt, wie etwa neue Thermoverpackungen. Ca. 11% der Belegschaft arbeiten im Bereich F&E (Vj. 8%).
Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Beispielsweise ist die weiterentwickelte und 2016 in den Markt eingeführte Dämmlösung va-Q-safe mit einer dünnen und robusten PU-Schicht bedeckt, welche die eigentliche Vakuum-Isolierplatte als Schutz umhüllt.
Im Bereich der Systeme ergänzt die Neuentwicklung va-Q-one das Portfolio an passiven thermischen Verpackungssystemen, die ohne Zufuhr von externer Energie konstante Temperaturen über mehrere Tage halten können. Die Box ist für den temperaturgeführten Transport von wertvollen biologischen Proben speziell für die Nutzung in klinischen Studien ausgelegt. Sie besteht aus einer Umverpackung aus Karton, VIPs und PCM-Akkus, die Temperaturschwankungen gegenüber der Außentemperatur puffern. Im Rahmen des Entwicklungsprojektes sind verschiedene Größen und Temperaturklassen marktreif für Pharmakunden zum Jahresende fertig entwickelt worden. va-Q-one wurde dabei als besonders kosteneffiziente Lösung zur einmaligen Verwendung entwickelt und rundet das Angebot von va-Q-tec in diesem Bereich ab.
Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen stark in den Bereich Forschung Entwicklung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 1.246 TEUR und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr in Höhe von 1.044 TEUR. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum erstmals 52 TEUR aktiviert. Die Forschungskostenquote belief sich auf 4% (Vorjahr: 5%).
va-Q-tec diversifiziert seine geschäftlichen Aktivitäten mit dem Ausbau der Dienstleistungen ("Serviced Rental" von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck entwickelt va-Q-tec für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec vermehrt auch fortgeschrittene Softwarelösungen. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die personellen und materiellen Ressourcen im Bereich der IT stark erhöht, um u.a. die Logistik-Abläufe im "Serviced Rental" IT-gestützt zu steuern.
Die va-Q-tec AG investiert stark in Schutzrechte, um die Zukunftsperspektiven des Unternehmens abzusichern. So wurden in 2016 3 Patente (Vorjahr 3) und 3 Gebrauchsmuster (Vorjahr 3) erteilt bzw. angemeldet. Bei 2 Schutzrechten (Vorjahr 5) wurde eine internationale PCT (Patent Cooperation Treaty) Anmeldung eingeleitet.
Die va-Q-tec AG konnte in 2016 erneut von der allgemein guten gesamtwirtschaftlichen Lage und dem soliden Wirtschaftswachstum in Europa, Nordamerika und Asien profitieren. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich allerdings unterschiedlich auf die einzelnen Zielmärkte ausgewirkt.
Die Zielbranchen der va-Q-tec AG lassen sich in folgende Bereiche gliedern: Healthcare & Logistik (Thermische Hochleistungsverpackungen), Kühlgeräte & Lebensmittel, Bau, Mobilität und Technik & Industrie. Des Weiteren werden in geringerem Umfang mit öffentlich geförderten Forschungsprojekten Umsatzerlöse erzielt. Bis auf "Mobilität" entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsätze in allen Zielbranchen sehr erfreulich. Sämtliche Märkte sind sowohl von sich ändernden technischen Kundenanforderungen, als auch von gesetzlichen Vorgaben beeinflusst. So hat die Entwicklung gesetzlicher Standards für Energieeffizienz in Gebäuden, Kühlschränken, Warmwasserspeichern und Automobilen starke Auswirkungen auf die Marktentwicklung von VIPs und VIP-Systeme. Zusätzlich schaffen erhöhte Industriestandards in der Kühlkettenlogistik, vor allem für die Distribution von Pharma- und Biotechgütern, größere Märkte für Thermoverpackungen und verwandte Dienstleistungen.
Insgesamt ist der Markt für die Produkte von va-Q-tec von Wachstum und steigender Nachfrage in allen Anwendungen gekennzeichnet. Ein allgemein zunehmendes Bewusstsein für Energieeffizienz und Produktsicherheit fördern die Vermarktung unserer energieeffizienten und leistungsfähigen Produkte, Systeme und Dienstleistungen.
Im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns der va-Q-tec AG standen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 die Umsetzung des Wachstumskurses und der erfolgreiche Börsengang im September 2016. Ziel und Zweck des Börsenganges war es, frisches Eigenkapital für den weiteren Wachstumspfad der Gesellschaft einzuwerben.
Das Jahr 2016 verlief für die va-Q-tec AG positiv. Das Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr erneut stark gewachsen, allerdings hat die Profitabilität der Geschäftstätigkeit aufgrund der Kosten für den Börsengang (abzüglich der Kostenerstattungen durch verkaufende Altaktionäre insgesamt 4.417 TEUR) und anderer Effekte leicht abgenommen. Der Umsatz konnte auf 29.717 TEUR (ggü. Vj. mit 22.296 TEUR), die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung unfertiger und fertiger Erzeugnisse, aktivierte Eigenleistungen) auf 32.946 TEUR (ggü. Vj. mit 23.658 TEUR) gesteigert werden. Die Betriebsleistung (definiert als Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) erhöhte sich um 9.488 TEUR auf 34.237 TEUR (Vj. 24.749 TEUR). Der für 2016 gesetzte Entwicklungsplan mit deutlichem Umsatzwachstum wurde damit unter erfolgreicher Einbindung des Verbundbereiches (unmittelbarer Umsatzanteil: 6%, Vj. 6%) erfüllt. Teile der bisherigen sonstigen betrieblichen Erträge den Verbundbereich betreffend sind aufgrund des BilRUG seit diesem Geschäftsjahr als Umsatz ausgewiesen (494 TEUR).
Das Ergebnis der geschäftlichen Tätigkeit vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern beträgt -2.578 TEUR. Das Ergebnis der geschäftlichen Tätigkeit vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern (EBT), bereinigt um einmalige Aufwendungen aufgrund des Börsenganges, sank um 195 TEUR auf 1.839 TEUR (Vj. 2.034 TEUR). Somit nahm die Profitabilität des operativen Geschäfts aufgrund des überproportionalen Anstiegs des sonstigen betrieblichen Aufwands und der Abschreibung auf Flotteninvestitionen ab.
Besonders im Bereich der thermischen Hochleistungsverpackungen gelang weiteres Wachstum. Hier werden sowohl kleine Thermoboxen, als auch Luftfrachtcontainer vermarktet. Die in 2015 erstmals eingeführte Vermietflotte von kleinen Boxen wurde in 2016 in Europa weiter ausgebaut. Dieses Vermietmodell ("Serviced Rental") wird in Partnerschaft mit einem global agierenden Logistikanbieter und der englischen Tochtergesellschaft betrieben. Gleichzeitig betreibt die englische Tochter eine wachsende Flotte von Vermietcontainern für global agierende Pharma- und Logistikunternehmen. Dieses Vermietgeschäft der englischen Tochter hat sich in 2016 im Umsatz deutlich weiterentwickelt. Durch die wachsenden kommerziellen Aktivitäten sowohl der AG als auch der englischen Tochter stärkte die va-Q-tec Gruppe auch in 2016 wieder ihre Position als einer der führenden, vollintegrierten Anbieter von Thermoverpackungen und dazugehörigen Dienstleistungen.
Die Zielbranche Kühlgeräte & Lebensmittel war in 2016 wie schon im Vorjahr durch einen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck gekennzeichnet. Trotz des schwierigen Marktumfelds konnten in diesem Bereich neue Kunden gewonnen und ein solides Umsatzwachstum erzielt werden. Eine wachsende Anzahl von Kühlschrankherstellern setzt VIPs zur Dämmung ihrer Geräte ein, um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen. Die hohe Qualität unserer VIPs sowie unsere ausgeprägte Lieferzuverlässigkeit werden von den Kunden besonders geschätzt und ermöglichten das aktuelle Wachstum dieses Produktbereichs. In der Zielbranche Bau erhöhten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich.
In der Zielbranche Technics & Industry konnte erneut ein erheblicher Umsatzsprung erreicht werden, sowohl mit Bestandskunden als auch durch die Gewinnung einiger neuer Großkunden. Insbesondere das Geschäft mit Warmwasserspeichern hat deutlich zugelegt. Hier ist auch in den nächsten Jahren mit starkem weiterem Wachstum zu rechnen.
An den Produktionsstandorten Würzburg und Kölleda wurde 2016 die Produktionskapazität weiter optimiert und auf steigende Volumenproduktion ausgerichtet. Allerdings stoßen wir in einigen Bereichen an die Kapazitätsgrenzen, weswegen weitere Maßnahmen zur Erweiterung der Kapazitäten vorgenommen wurden. In Würzburg wurde eine weitere Halle für den Betrieb eines Fulfillment Centers für kleine Thermo-Boxen und als Netzwerk-Station für große Container angemietet
Unter anderem durch die interne Weiterentwicklung der Produktionsanlagen, durch den weiteren Aufbau einer eigenen Vermiet-Boxenflotte sowie durch interne FuE-Projekte wurden Eigenleistungen in Höhe von 1.869 TEUR aktiviert.
Auch die Beschäftigtenzahl der va-Q-tec ist in 2016 weiter gewachsen. Wie schon in 2015 wurde die Vertriebsmannschaft ausgebaut, sowohl in der va-Q-tec AG selbst als auch weltweit bei den Tochterunternehmen. Damit legt das Unternehmen die personelle Basis für weiteres Umsatzwachstum in den kommenden Jahren. Wie auch im Vorjahr wurden die Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen für Ihre Tätigkeiten geschult bzw. weiterqualifiziert. Die Anzahl von Festangestellten der AG wuchs in 2016 von durchschnittlich 195 auf 238 Mitarbeiter. Darüber hinaus waren zeitweise Mitarbeiter aus Personalleasing beschäftigt.
Für die Liquidität und die Finanzierungssituation besonders bedeutsam war der Mittelzufluss aus dem Börsengang im September 2016, der das Eigenkapital stärkte und Wachstumskapital anzog. Die Gesamtzahl der Aktien der va-Q-tec AG beträgt nach dem Börsengang 13.089.502 Stück.
Im Vorstand und dem Aufsichtsrat gab es keine personellen Änderungen.
Die Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Einmaleffekte des Börsengangs zu erläutern. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wesentlichen Umsatz- und GuV-Positionen unter Berücksichtigung der einmaligen, in Zusammenhang mit dem Börsengang stehenden Aufwendungen ("Bereinigung").
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| 2016 unbereinigt | Bereinigung | 2016 bereinigt | 2015* | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 29.716.957 | 29.716.957 | 22.295.568 | |
| Betriebsleistung | 34.237.256 | - 469.812 | 33.767.444 | 24.748.653 |
| Personalaufwand | 10.014.008 | - 168.796 | 9.845.212 | 7.788.213 |
| Sonstiger betr. Aufwand | 9.927.240 | - 3.894.658 | 6.032.582 | 3.726.919 |
| EBITDA | 758.456 | 3.593.642 | 4.352.098 | 3.816.790 |
| EBIT | - 1.377.252 | 3.593.642 | 2.216.390 | 2.400.865 |
| Finanzergebnis | -1.200.393 | + 823.102 | - 377.291 | -366.868 |
| EBT | - 2.577.645 | 4.416.744 | 1.839.099 | 2.033.997 |
* In 2015, Bereinigung des Sonstigen betrieblichen Aufwands um einmalige. IPO bezogene Aufwendungen i.H.v. 98 TEUR
Das Geschäftsjahr 2016 war von hohen Auftragseingängen, die deutlich über dem Vorjahresniveau lagen, geprägt.
Wie beschrieben erhöhten sich daher der Umsatz der va-Q-tec AG um 7.421 TEUR auf 29.717 TEUR und die Betriebsleistung um 9.488 TEUR auf 34.237. TEUR. Teile der bisherigen sonstigen betrieblichen Erträge den Verbundbereich betreffend sind aufgrund des BilRUG seit diesem Geschäftsjahr als Umsatz ausgewiesen (494 TEUR). Hohe zusätzliche Aufwendungen für das verstärkte Wachstum, der veränderte Produktmix hin zu einem höheren Anteil an Vermietungsdienstleistungen und hohe Einmalaufwendungen für den Börsengang führten zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses. Bereinigt um die anteilige Vergütung der Kosten für den Börsengang durch verkaufende Altaktionäre an die Gesellschaft beträgt die Betriebsleistung 33.767 TEUR (+9.019 TEUR).
In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 1.706 TEUR (Vj. 1.233 TEUR) enthalten. Darüber hinaus beinhalten die Umsatzerlöse 4.085 TEUR (Vj. 7.215 TEUR) aus dem Containerverkauf an Leasingunternehmen, die diese der englischen Tochtergesellschaft zur Vermietung zur Verfügung stellen.
Die aktivierten Eigenleistungen sind in der va-Q-tec AG vor allem aufgrund des Aufbaus der Flotten an Vermiet-Boxen in Dublin und Würzburg stark auf 1.869 TEUR (Vj. 654 TEUR) gestiegen.
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich im Wesentlichen dem Wachstum entsprechend um 652 TEUR auf 1.360 TEUR (Vj. 708 TEUR) erhöht. Grund hierfür war der Aufbau von Beständen für das wachsende laufende Geschäftsvolumen.
Für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 200 TEUR von 1.091 TEUR im Vorjahr auf 1.291 TEUR in 2016 war die einmalige Weiterberechnung anteiliger Kosten des Börsengangs an Altaktionäre i.H.v. 470 TEUR wesentlich. Des Weiteren trug die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen (290 TEUR, Vj. 249 TEUR) zum Anstieg bei. Durch die Geschäftstätigkeit der Verbundunternehmen erfolgten im Geschäftsjahr 2016 entsprechende Weiterberechnungen und Umlagen an diese (297 TEUR, Vj. 524 TEUR). Im höheren Vorjahreswert sind Umlagen i.H.v. 339 TEUR enthalten, die in 2016 aufgrund des BilRUG als Umsatzerlöse auszuweisen sind. Die um die erwähnte Aufwandserstattungen der Altaktionäre bereinigte Betriebsleistung beträgt 33.767 TEUR.
Weitreichender Preisdruck in allen Produktbereichen und wachsendes Handelsgeschäft mit VIPs, die von Zulieferern unter den Spezifikationen der va-Q-tec hergestellt wurden, erhöhten die Materialkostenquote. Zusätzlich wirkte sich das Vermietgeschäft mit kleinen Boxen in Dublin erhöhend auf die Materialkostenquote aus, da den Materialkosten nur die niedrigeren aktivierten Eigenleistungen entgegenstehen. Trotz Einkaufserfolgen und effizienterer Produktion hat sich die Materialkostenquote infolge gegenüber dem Vorjahresniveau leicht erhöht. Sie lag bei 40% der Betriebsleistung (Vj. 38%). Der Materialaufwand stieg von 9.417 TEUR auf 13.538 TEUR (+4.121 TEUR).
Da das Unternehmen kontinuierlich in neue Wachstumsbereiche investiert und dafür vorab spezialisiertes technisches und kommerzielles Personal aufbaut, haben sich auch in 2016 die Personalkosten weiter erhöht, von 7.788 TEUR auf 10.014 TEUR (+2.226 TEUR). Die Personalkosten beinhalten auch 169 TEUR Aufwand aus der im Geschäftsjahr erfolgten Ausgabe aktienbasierter Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter, die auf Grund des Börsengangs bedient werden müssen. Bereinigt um diese einmaligen Aufwendungen stiegen die Personalkosten um 26% von 7.788 TEUR auf 9.845 TEUR. In allen Bereichen des Unternehmens wurden sowohl bestehende Mitarbeiter weiterentwickelt, als auch erfahrene Mitarbeiter von außen rekrutiert. Während die absoluten Ausgaben für Personal in 2016 deutlich stiegen, ist die Personalkostenquote auf 29% der Betriebsleistung gesunken (Vorjahr 31%). Bereinigt um die Aufwendungen für die Optionen beträgt die Quote ebenfalls 29%.
Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich sehr stark von 3.825 TEUR auf 9.927 TEUR (+6.102 TEUR). Darin spiegeln sich vor allem der Aufwand für den Börsengang (Beratungs- und Prüfungshonorare, Bankgebühren u.a.) und die wachsenden operativen und vertrieblichen Aktivitäten der AG, beispielsweise für Messen oder andere Marketing-Aktivitäten, sowie für höhere Mietaufwendungen aufgrund der nötigen räumlichen Erweiterung der Betriebsstätten wider. Entsprechend ist der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Betriebsleistung gegenüber dem Vorjahresniveau auf 28 % gestiegen. Bereinigt um die einmaligen IPO-bezogenen Aufwendungen ist der sonstige betriebliche Aufwand von 3.825 TEUR auf 6.033 TEUR gestiegen. Die entspricht einem Anteil an der Gesamtleistung in Höhe von 18 % (Vj.: 15 %).
Die Abschreibungen sind entsprechend des starken Wachstums und der dafür nötigen erhöhten Investitionstätigkeit, beispielsweise in neue Anlagen gewachsen, und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 6 % der Betriebsleistung (+0,5%-Punkte). Größter Treiber für den Anstieg war der Aufbau der Vermiet-Boxenflotten in Dublin und in Würzburg mit kurzer Abschreibungsdauer.
Durch Wechselkursschwankungen wurde das Jahresergebnis im sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von TEUR 59 TEUR (Vj.: 39 TEUR) sowie im sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 21 TEUR (Vj.: 76 TEUR) beeinflusst. Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erhalt und der Faktura von Rechnungen in den Währungen US-Dollar, Koreanischer Won, Britische Pfund, Schweizer Franken und Japanische Yen.
In 2016 wurde ein EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern und Abschreibung) von 758TEUR (Vj.: 3.719 TEUR), ein EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) von - 1.377 TEUR (Vj.: 2.302 TEUR), und ein EBT (Jahresergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern) von - 2.577 TEUR (Vj.: 1.936 TEUR) erwirtschaftet. Bereinigt um die einmaligen, IPO-bezogenen Aufwendungen lagen diese Werte für das EBITDA bei 4.352 TEUR und für das EBIT bei 2.216 TEUR.
Das Finanzergebnis in Höhe von -1.200 TEUR enthält einmalige, IPO-bezogene Aufwendungen (s. Erläuterungen unter b.) in Höhe von 823 TEUR. Bereinigt beträgt das Finanzergebnis -377 TEUR und somit das EBT 1.839 TEUR. Während die Erwartungen bezüglich des Umsatzwachstums erfüllt wurden, konnte die Ertragskraft vor dem Hintergrund hoher Erstaufwendungen für zukünftiges Wachstum noch nicht gemäß der Erwartung des Vorjahres gesteigert werden
Bedingt durch das Jahresergebnis fallen für das Geschäftsjahr keine Ertragsteuern an. Für die nach körperschaftsteuerlichem Verlustrücktrag (1.000 TEUR) verbliebenen Verlustvorträge wurden unter Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz latente Steuern von TEUR 759 aktiviert. Insgesamt verminderte sich der Ertragsteueraufwand gegenüber dem Vorjahr um 1.505 TEUR (dv. 810 TEUR latente Steuern betreffend).
Das Jahr 2016 weist einen Jahresfehlbetrag nach Steuern von -1.676 TEUR (-3.010 TEUR ggü. dem Vorjahr mit 1.334 TEUR) aus.
Mit diesen Ergebnissen konnte die Gesellschaft ihre für das Jahr 2016 angestrebten Umsatzziele erreichen. Die für die EBITDA- und EBIT-Marge gesetzten Ziele konnten nicht erreicht werden. Das bereinigte EBITDA ist absolut um 14% gestiegen.
Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes organisches und punktuell akquisitorisches Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Eigenkapital, Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Grundsätzlich ist die Finanzpolitik auf das Ziel der jederzeitigen Bereitstellung der erforderlichen Liquidität ausgerichtet. Bestehende Reserven werden zinseffizient angelegt und Kreditlinien bezüglich ihrer Verzinsung optimiert. Zinsrisiken werden durch entsprechend gegenläufige Geschäfte ausgeglichen ("Zinsswaps") und so vermindert.
Die Kapitalausstattung der va-Q-tec war für die in 2016 durchgeführten Maßnahmen ausreichend gegeben und wurde durch den Börsengang und die Bruttoerlöse in Höhe von 46 Mio. € sowie durch die Ausweitung der verfügbaren Kreditlinien deutlich gestärkt.
Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich aufgrund der Erlöse aus dem Börsengang gegenüber dem Vorjahr auf 34.326 TEUR stark erhöht (Vj.: 861 TEUR). Die Gesamtliquidität der Gesellschaft liegt aufgrund ungenutzter Kontokorrentlinien in Höhe von 5.734 TEUR zum Bilanzstichtag deutlich höher als der Bestand an liquiden Mitteln. Die Mittel aus dem Börsengang sind i.W. zinsneutral in Terminanlagen mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angelegt.
Während eine Reihe von Darlehen und sonstigen zinstragenden Verpflichtungen kontinuierlich getilgt wurden, sind auch neue zinstragende Verpflichtungen hinzugekommen. Teile der bestehenden Kreditlinien sowie ergänzende neue Linien konnten in einem Multibanken-Kreditvertrag mit den Hausbanken gebündelt und so die Fremdkapital-Struktur vereinfacht und ergänzt werden. Dadurch wurde auch in 2016 die Finanzierungsbasis für die Zukunft weiter gestärkt. Langfristige Investitionen wurden über Eigenkapital und langfristige Investitionsdarlehen finanziert.
Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machen mit 6.874TEUR 22 % (Vj. 9.419 TEUR, 30%) der Bilanzsumme aus. Von den Verbindlichkeiten mit Kreditinstituten weisen 4.331 TEUR ( Vj.: 6.184 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Insgesamt erfreut sich va-Q-tec einer sehr starken Beziehung mit ihren Hausbanken. Im Geschäftsjahr 2016 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft i.H.v. 2.592 TEUR (Vj.: 8.081 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Covenant-Regelungen schreiben jeweils einen Verschuldungsgrad und eine Eigenkapitalquote vor. Diese Covenants wurden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag erfüllt. Die Kontokorrentlinien der Gesellschaft unterliegen entgegen dem Vorjahr keinen Covenant-Regelungen mehr.
Eine typisch stille Beteiligung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft mbH (500 TEUR) wurde planmäßig bedient und dann nach dem IPO vollständig getilgt. Zusätzlich erhielt die Beteiligungsgesellschaft aufgrund des Börsenganges vertragsgemäß einen Exit-Kicker in Höhe von 823 TEUR. Ein langfristiger Kredit der KfW wurde Ende 2016 endgültig getilgt. Die in den Vorjahren erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind im Sonderposten für Zuwendungen abgegrenzt (2.390 TEUR; Vj. 2.680 TEUR). Die Förderperiode ist am 30.06.2015 abgelaufen, alle geförderten Ausbauprojekte in Kölleda wurden bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Sofern die Förderbedingungen wie derzeit erwartet eingehalten werden, müssen die erhaltenen Zuschüsse nicht rückgezahlt werden. Davon ist aus heutiger Sicht auszugehen. Weitere Zuschüsse sind im Berichtszeitraum nicht hinzugekommen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind bezogen auf die Bilanzsumme gefallen und betragen zum Jahresende mit 1.769 TEUR 2% der Bilanzsumme (Vj. 1.373 TEUR, 4%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 1.769 TEUR gegenüber 1.373 TEUR im Vorjahr.
Nachdem die Liquiditätssituation unterjährig aufgrund des starken Wachstums begrenzt war, überstiegen nach dem Börsengang zum Bilanzstichtag die kurzfristigen Forderungen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. Trotz erneut gestiegener Investitionen in die ausländischen Tochtergesellschaften wurde die Liquiditätssituation der Gesellschaft durch die Einnahmen aus dem Börsengang deutlich gestärkt. Insgesamt ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2017 ein äußerst solides Liquiditätspolster.
Die Geschäftsentwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften war in 2016 von Wachstum geprägt und wird als sehr positiv beurteilt. Die englische Tochter konnte ihre Umsätze im abgelaufenen Jahr um 44% steigern und trotz verringerter EBITDA-Marge das erwirtschaftete EBITDA ebenfalls erhöhen. An die englische Tochter wurden im Berichtszeitraum 300 TEUR an Krediten und 1.000 TEUR an Eigenkapital ausgereicht. Außerdem wurde durch die Muttergesellschaft die Haftung für die Einräumung einer Kontokorrentlinie in Höhe von 1.500 TEUR für diese Tochtergesellschaft übernommen. Die koreanische Tochtergesellschaft ist erneut profitabel gewesen und auch das Vertriebsgeschäft in Nordamerika konnte deutlich ausgebaut werden. Mit den Erfolgen der Tochtergesellschaften steigt auch die internationale Präsenz und Sichtbarkeit der va-Q-tec, wodurch sich wieder neue Wachstumschancen ergeben. Bestehende Ausleihungen an die Töchter bzw. die an den Töchtern gehaltenen Anteile sind aufgrund der starken Weiterentwicklung in 2016 sowie auch der positiven Aussichten für 2017 werthaltig. Zukünftige Ausleihungen sollten in dem Maße sinken, wie die Gesellschaften beginnen, sich selbst zu tragen. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften ist aus Liquiditätssicht für die va-Q-tec AG tragbar.
Der Ausbau der UK Containerflotte wurde auch in 2016 weitgehend über Leasinggesellschaften finanziert. Dabei wurden Container i.W. durch die va-Q-tec AG an Leasingunternehmen verkauft und durch die englische Tochtergesellschaft geleast. In 2016 wurden gegenüber Leasinggebern Garantieerklärungen auf Zahlungen in Höhe von 4.087 TEUR für die englische Tochter ausgegeben (Vj. 7.215 TEUR). Zum Bilanzstichtag unterliegen kumulierte Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft in Höhe von 7.507 TEUR (Vj. 8.563 TEUR) Garantieerklärungen durch die va-Q-tec AG.
Seit 2013 besteht bei der va-Q-tec AG ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Führungskräfte mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 virtuellen Optionen (nach Aktiensplit: 377.182). Insgesamt sind seit dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms 141.444 virtuelle Optionen zugeteilt worden. Davon waren zum Bilanzstichtag 108.440 (31.12.2015: 58.934) ohne Berücksichtigung des Aktiensplit erdient. Unter Berücksichtigung des im Juli 2016 durchgeführten Aktiensplits im Verhältnis 1:2 sind seit 2013 insgesamt 282.888 Optionen zugeteilt und 216.880 Optionen erdient worden.
Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 ist ein Exit-Event eingetreten, mit dem das Optionsprogramm endet. Zum Bilanzstichtag sind die Optionen allerdings noch nicht ausgeübt worden. Die Gesellschaft plant die Optionen durch die Ausgabe von Aktien zu erfüllen. Über die bis zum Börsengangzugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten bzw. nicht erdienten Optionen entfallen ersatzlos.
Die Erwartungen zur Entwicklung der Finanzlage in 2016 konnten entsprechend erfüllt werden. Die Finanzlage des Unternehmens ist durch die Einnahmen aus dem Börsengang und den erweiterten Kreditrahmen sehr solide und bietet somit eine starke Basis für die mittelfristig geplanten Wachstumsinvestitionen in Produktentwicklung, Vertrieb und Produktionsinfrastruktur
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 lag im Ausbau der Produktionskapazitäten und der Mietboxenflotten sowie in der Finanzierung der britischen Tochtergesellschaft mit weiteren Wachstumsmitteln.
In das immaterielle Anlagevermögen wurden 170 TEUR investiert (Vj.: 76 TEUR). Die vorhandenen Produktionskapazitäten in den beiden Werken Würzburg und Kölleda haben zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund der gestiegenen Nachfrage in allen unseren Zielbranchen ihre Grenzen erreicht. Deswegen wurden in 2016 erste Investitionen in Flächen für neue Produktionsanlagen vorgenommen. So wurde am Standort Würzburg ein Grundstück erworben. Insofern lagen die Investitionen in das Sachanlagevermögen mit 4.772 TEUR deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (1.788 TEUR). Zwei weitere Produktionsanlagen in Würzburg und Kölleda wurden in Betrieb genommen, davon eine automatisierte InPow-Anlage. Eine weitere VIP-Produktionsanlage in Kölleda befindet sich noch im Bau. Sie soll in den nächsten zwei Jahren mit noch anstehenden Investitionen i.H.v. ca. 1.500 TEUR fertiggestellt werden
Im Zuge des Aufbaus des Boxenvermietgeschäfts in Europa wurden selbst erstellte Boxenflotten i.H.v. 1.361 TEUR aktiviert und aus Würzburg und Dublin betrieben
In Finanzanlagen wurden 3.683 TEUR (Vj. 1.837 TEUR) investiert, darunter 3.308 TEUR in die britische Tochtergesellschaft. Die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH wurde nach Erreichen eines technischen Meilensteines um 125 TEUR erhöht, um weiter an der Entwicklung des Kölner Technologieunternehmens partizipieren zu können und den Einsatz des neuartigen Schaumstoffes der SUMTEQ in VIPs voranzutreiben.
Vom Minderheitsgesellschafter der va-Q-tec UK (Ltd.) wurde dessen Anteil an der Tochtergesellschaft als Sacheinlage im Tausch gegen Aktien der va-Q-tec AG erworben. Die Gesellschaft hat in 2016 von einem Aktionär 127.233 eigene Anteile zur Eigenverwendung erworben, z.B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen und Unternehmensbeteiligungen oder zur Erfüllung von Zahlungsansprüchen aus dem Optionsprogramm der Gesellschaft. Im Mai 2016 wurden aus diesem Bestand 60.000 Aktien für den Erwerb eines Grundstücks von der Stadt Würzburg verwendet.
Das Eigenkapital der Gesellschaft ist in 2016 durch den Börsengang massiv gestiegen; es lag zum Bilanzstichtag bei 83% der Bilanzsumme. Zum Anstieg trugen auch der Erwerb eines Grundstücks in Würzburg gegen eigene Aktien sowie die Sacheinlage des Minderheitsgesellschafters der britischen Tochtergesellschaft im Tausch gegen eigene Aktien der va-Q-tec AG bei. Die Gesellschaft erwarb in 2016 von einem Aktionär 127.233 eigene Aktien. Unter Berücksichtigung des Aktiensplit hielt die Gesellschaft zum Ende des Jahres 134.466 Aktien.
Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 86% der Bilanzsumme. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital zählt die va-Q-tec AG zusätzlich den Sonderposten für Zuwendungen, da dieser bei Einhaltung der Förderbedingungen Eigenkapitalcharakter besitzt. Die Zuordnung des Sonderpostens zum Eigenkapital ist bereinigt um einen künftigen Ertragsteueranteil in Höhe von 523 TEUR.
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2016 von 31.698 TEUR auf 77.010 TEUR gestiegen.
Dabei ist die Sachanlagenintensität von 51% im Vorjahr auf 24% gesunken.
Das Umlaufvermögen ist von 9.871 TEUR auf 48.060 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen resultiert dies aus dem Anstieg an liquiden Mitteln im Zuge des Börsenganges, aus erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus höheren Vorratsvermögensbeständen, sowie aus der Zunahme sonstiger Forderungen.
Die Kapitalbindung hat sich aufgrund der höheren Bestände des Vorratsvermögens und Forderungen erhöht. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen hat sich gegenüber dem Vorjahr gesenkt, die der Vorräte ist konstant geblieben
Die Auslandsaktivitäten der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Südkorea und USA wurden ausgebaut. Die Tochtergesellschaften dienen der Gewinnung und lokalen Betreuung von internationalen Kunden und Lieferanten in allen Zielbranchen sowie dem globalen Ausbau des Containerservicegeschäfts.
Nachdem das Containerservicegeschäft bereits in 2015 einen starken Anstieg des Geschäfts verzeichnen konnte, ist die britische Tochter auch in 2016 weiter gewachsen und hat ihr internationales Service-Netzwerk weiter ausbauen können. Des Weiteren wurden zur Förderung des Geschäfts Rahmenverträge mit zahlreichen Partnern aus der Speditions- und Luftfrachtbranche geschlossen. Die Gesellschaft konnte ihre Umsätze erheblich steigern. Die Containerflotte wuchs um 236 Stück, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Der Flottenausbau wurde wie in den Vorjahren durch Leasingunternehmen finanziert. Aufgrund hoher operativer Anlaufkosten für Containerlogistik und Netzwerkbetrieb, Investitionen in die Flotte und des zeitlich verzögerten Umsatzanstiegs wies die Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2016 Verluste in Höhe von -1.040 TEUR aus (Vj.:+714 TEUR).
Die Geschäftsentwicklung in Korea verlief sehr positiv, da in größerem Maße für die va-Q-tec Gruppe Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten in Asien ausgebaut werden konnten. Die Kommissionserlöse aus diesen Geschäften haben es der südkoreanischen Tochtergesellschaft erlaubt, erneut einen Gewinn für das Gesamtjahr auszuweisen.
In den USA wurden die Vertriebsaktivitäten weiter ausgebaut und ebenfalls neue Kunden für die va-Q-tec Gruppe entwickelt. Der US Fokus lag auf der Vermarktung von Thermoverpackungen und Containerdienstleistungen. In geringerem Maße bietet die va-Q-tec Gruppe in Nordamerika bereits auch Produkte für die Bereiche Bau, Technics & Industry sowie Kühlgeräte & Lebensmittel an.
Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Töchter wurde auch in 2016 in geringerem Maß als in der Vergangenheit durch die AG mit finanziert. Die Koreanische Tochtergesellschaft konnte ein Darlehen planmäßig tilgen. In der US Gesellschaft bedurfte es keiner weiteren Finanzierung durch die Muttergesellschaft. Lediglich die britische Tochtergesellschaft nahm wie oben beschrieben weitere Wachstumsfinanzierungen der AG in Anspruch. In UK konnten außerdem zur Finanzierung des Umlaufvermögens die Fremdmittel im Rahmen des auf AG-Ebene abgeschlossenen Multibanken-Vertrages erhöht werden. Es wird erwartet, dass in Zukunft anlassbezogen noch weitere Investitionen in die Tochtergesellschaften getätigt werden müssen, um das wirtschaftliche Potenzial der internationalen Expansion der Gruppe auszuschöpfen. Die SUMTEQ GmbH, Köln, hat sich ebenfalls positiv entwickelt: Nachdem die in der FuE-Phase befindliche Gesellschaft einen wichtigen technischen Meilenstein erreichen konnte, hat die va-Q-tec den Kapitalanteil wie beschrieben um 125 TEUR erhöht.
Wie für das Jahr 2016 erwartet konnte die Vermögenslage der Gesellschaft insgesamt gestärkt werden, insbesondere durch den Börsengang. Alle wesentlichen Vermögenswerte blieben werthaltig oder konnten ihre Werthaltigkeit steigern.
Die va-Q-tec AG verwendet zur Unternehmenssteuerung eine Reihe von regelmäßig erfassten Kennzahlen zur Umsatzentwicklung, Ertragskraft, Cash-Generierung, Liquidität und Vermögenslage.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die Steuerungsgrößen der va-Q-tec AG sind wie folgt näher spezifiziert:
Auf der Ertragsseite werden vor allem das EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) und das EBT (Ertrag vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verfolgt. Das EBITDA hat sich insbesondere unter Berücksichtigung der einmaligen, IPO-bezogenen Aufwendungen positiv entwickelt. Das EBT hat sich gegenüber dem Vorjahr nach Bereinigung der einmaligen Aufwendungen aufgrund des Börsenganges rückläufig entwickelt.
Hinsichtlich der Cash-Generierung wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verfolgt. In 2016 belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -3.393 TEUR (Vorjahr 1.476 TEUR). Der starke Rückgang dieser Kennzahl ist einerseits auf die sehr hohen Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Börsengang, andererseits auf die Zunahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit dem starken Umsatzwachstum zurückzuführen. Nach Bereinigung für Einmalkosten des Börsengangs liegt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit 857 TEUR im positiven Bereich.
Die Liquidität des Unternehmens wird wöchentlich verfolgt und auf der Basis eines 3-Monatshorizonts regelmäßig geplant. Darüber hinaus gibt es eine Liquiditätsplanung für das Gesamtjahr und die folgenden drei Jahre. Die Berechnung verfügbarer Liquidität erfasst Cash-Bestände und freie Kontokorrentlinien.
Die Vermögenslage wird monatlich anhand der Eigenkapitalquote gemessen. Diese Quote stieg durch den Börsengang deutlich an und betrug zum Jahresende 83%.
Als nicht-finanzieller Leistungsindikator der va-Q-tec AG wird die Mitarbeiteranzahl als Indikator für das Wachstum der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwendet. In 2016 wuchs die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 43 auf 238 (Vj.: 195).
Im va-Q-tec Konzern werden abweichend von diesen sechs Kennziffern die Umsatzentwicklung, das EBITDA, die Eigenkapitalquote und die Mitarbeiterzahl zur Steuerung herangezogen.
Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter der Annahme einer nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstumsentwicklung im Jahr 2017 getroffen. Sie stützen sich auf die Erwartung positiver Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen und Services erwarten wir eine hohe Wachstumsdynamik. Diese beiden Annahmen beruhen auf der Einschätzung der Marktforschungsinstitute IMARC und Lux Research. va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten und Globalisierung der Wertschöpfungsketten nach wie vor stark zu profitieren. Der folgenden Prognose liegt die Erwartung des Vorstands zugrunde, dass die von va-Q-tec angesprochenen Zielmärkte weiter stark wachsen, insbesondere das Subsegment der Hochleistungs-Thermoverpackungen. Zusätzlich wurde diese vor dem Hintergrund eines ausgewogenen Verhältnisses aus den beschriebenen Chancen und Risiken aufgestellt.
Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand gegenüber 2016 für die va-Q-tec AG weiter starkes Umsatzwachstum von 25-30%.
Für das Ergebnis vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 in relativer Hinsicht ein leicht stärkeres Wachstum als beim Umsatz.
Für das Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 in relativer Hinsicht ein noch stärkeres Wachstum als beim EBITDA.
Für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit strebt der Vorstand für die va-Q-tec AG eine starke Verbesserung gegenüber dem bereinigten operativen Cashflow des Geschäftsjahres 2016 an.
Für die Liquidität erwartet der Vorstand eine Abnahme um knapp 5 Mio. EUR aufgrund zahlreicher geplanter Wachstumsinvestitionen.
Entsprechend sollte sich die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2017 durch die Aufnahme weiterer langfristiger Darlehen für Wachstumsinvestitionen auf 60-70% reduzieren.
Für die Anzahl der Mitarbeiter wird in 2017 erneut mit einer Steigerung gerechnet, die sich deutlich unterproportional zum Umsatzwachstum verhält.
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Das Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:
| ― | Risikobewusste Unternehmenskultur |
| ― | Formalisiertes Risikomanagement-System |
| ― | Internes Kontrollsystem |
Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. In 2016 wurde ein Compliance Management-System eingeführt, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance Vorfälle.
Risikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Zu diesem Zweck hat das Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das neue RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein. Zusätzlich wurden die im Rahmen der Erstellung des Wertpapierprospektes und der erstmaligen Erstellung der Jahresabschlüsse nach IFRS anlässlich des IPOs 2016 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar berücksichtigt.
Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile.
Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert.
Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzung des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnis-durchsprachen zwischen dem Vorstand der va-Q-tec AG und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind.
Das Risikomanagementsystem ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
va-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung.
Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses der va-Q-tec AG ab.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.
Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von einem externen Dienstleister durchgeführt.
Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie Rechnungslegung gewährleisten.
va-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern.
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenshöhe in EUR |
Risikokennziffer |
|---|---|---|
| sehr gering | 0 - 50.000 | 1 |
| gering | 50.000 - 500.000 | 4 |
| mittel | 500.000 - 1.000.000 | 9 |
| hoch | 1.000.000 - 5.000.000 | 16 |
| sehr hoch | 5.000.000 | 25 |
Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema:
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| Risikokennziffern | Ausprägung des Risikos |
|---|---|
| 0 - 5 | Gering |
| 5 - 15 | Mittel |
| > 15 | Hoch |
Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt.
Als Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2016 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor.
Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Die Gesellschaft ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Schließlich sind von den einzelnen Anlagentypen jeweils auch mehrere Anlagen vorhanden, sodass i.d.R. ausreichend Ausweichkapazität vorhanden ist Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalles insofern als gering ein.
Die Vermietdienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs- Lagerungs- und Kühlungsprozess, zum anderen die vorkonditionierten Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen und Reputationsschäden münden, Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als gering ein.
Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiter-Bindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Mitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt.
Die Gesellschaft fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Dieses Risiko einer Kundenkonzentration wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig weiter verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist die Gesellschaft bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.
va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Die Gesellschaft befindet sich in einer Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden weniger fundierte und/oder verfrühte Investitionen vermieden. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein.
Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein.
Insbesondere die Zielbranchen Appliance & Food, Technics & Industry und Building sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind.
Das Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war jederzeit gegeben. Nach dem Börsengang besteht eine ausgezeichnete Finanzlage. Die aktuelle Liquidität, das verbesserte Rating und die positive Geschäftsentwicklung erlauben weiter verbesserte Kreditaufnahmemöglichkeiten und -konditionen. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist die Gesellschaft - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) begrenzt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein.
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Durch die zunehmende Regulierung in der Kühlkettenlogistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hochleistungs-Thermoverpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwändigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen sehr vorteilhaft für va-Q-tec.
Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technics & Industry" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit kurzem - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch den Massenmarkt durchdringen.
Seit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobilität verwiesen.
Aktuell kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet.
In der Zielbranche Mobilität bieten sich ebenfalls enorme Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen: In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die OEMs aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern. Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen.
Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden.
Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.
Die Gesellschaft ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.
Der Vorstand beurteilt das Währungsrisiko der Gesellschaft als gering. Annähernd 100% der Verkäufe und ca. 97% der Einkäufe wurden in Euro abgewickelt.
Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Auch für ein neues, in 2016 aufgenommenes langfristiges Darlehen wurde ein Zinssicherungsgeschäft vorgenommen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart.
Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Außer klassischem Reverse Factoring bei Kunden mit sehr hoher Bonität wird kein Forderungs-Factoring betrieben. In 2016 wurde für einen weiteren Großkunden Reverse Factoring über eine europäische Großbank aufgenommen.
Die Termingeldanlagen in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten erfolgten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.
Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Abschnitt D.6 des Anhangs.
Die Gesellschaft unterhält keine für die Geschäftstätigkeit Zweigniederlassung.
Die va-Q-tec AG hat als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß des § 289 Abs. 4 HGB übernahmerechtliche Angaben zu machen. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31.12.2016 und erläutert diese näher.
Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien . Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien.
Über die im Zuge des Börsengangs vereinbarten, zeitlich begrenzten Lock-up Regelungen für Vorstand, Aufsichtsrat und Altaktionäre hinaus, sind dem Vorstand Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, nicht bekannt. Die Aktien sind frei übertragbar gemäß den gesetzlichen Bestimmungen für auf den Namen lautende Stammaktien.
Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Insofern sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen und Gesellschaften bekannt, deren Beteiligungen 10% der Stimmrechte überschreiten:
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| Name | Land | Anzahl der Aktien | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Kuhn | DE | 1.978.667 | 15,12% |
| Dr. Roland Caps | DE | 1.606.433 | 12,27% |
| Zouk Capital/Cleantech Europe II Luxembourg S.à.r.l. | LUX | 2.137.563 | 16,33% |
| Summe | 5.722.663 | 43,72% |
Nach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.
Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt (§ 133 AktG).
Die va-Q-tec AG verfügt über ein genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Zu den Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird gem. § 289 Abs. 2 Satz 2 HGB auf die Angaben im Anhang unter C. 5.1 verwiesen.
Gemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 € durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stammaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten.
Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des §289 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB getroffen.
va-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen.
Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine langfristige aktienbasierte Vergütungskomponente (Optionsprogramm). Mit dem Börsengang der va-Q-tec AG sind die Ausübungsbedingungen des Begünstigten im Rahmen des Optionsprogramms vollständig erfüllt worden. Der Begünstigte hat seine Optionen zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübt.
Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG.
Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen zwei Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Vorstände übernimmt der Konzern die Prämien für eine D&O-Versicherung. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Es orientiert sich u.a. an den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Konzerns. Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Erreichung der Umsatz- und Ertragsziele des Konzerns; er ist betragsmäßig begrenzt auf das 1,4-fache des bei 100%-iger Zielerreichung zahlbaren Betrags.
Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine gesonderten Vergütungen vor.
Im Berichtsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 637.912 EUR (Vj.: 564.531 EUR). Die festen Bezüge betrugen 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 114.780 EUR. (Vj.: 69.000 EUR.).
Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen brauchen daher nicht gebildet werden.
Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen ein Anteil von 82% (Vj.: 88%) an der Gesamtvergütung.
Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt.
va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder entsprechende dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016 offen. Dies ist konform mit den §§ 285 Nr. 9a, 286 Abs. 5 HGB.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt.
Für das Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von 124.930 EUR (Vj.: 100.901 EUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von der Gesellschaft getragen. Ab 2017 soll ein persönlich getragener Selbstbehalt umgesetzt werden. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 74.939 EUR (Vj.: 20.486 EUR), insbesondere bezüglich der Unterstützung des Börsenganges, vergütet.
ln den Lagebericht des Geschäftsjahres 2016 wurden gegenüber der Vorjahresberichterstattung erstmals die Angaben aufgenommen, die auf Grund der durch die mit der Börsennotierung verbundenen Einstufung als große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft zusätzlich erforderlich sind, wodurch sich Struktur und Umfang des Lageberichts entsprechend erweitert haben.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter:
https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html
Würzburg, 24. April 2017
Dr. Joachim Kuhn
Dr. Roland Caps
Christopher Hoffmann
AKTIVSEITE
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| 31.12.2016 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 51.508,00 | 0,00 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 291.511,45 | 305.749,06 | |
| 3. geleistete Anzahlungen | 40.810,50 | 0,00 | |
| 383.829,95 | 305.749,06 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.637.336,86 | 4.141.566,63 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 6.305.043,47 | 5.951.104,82 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.755.700,38 | 1.874.365,52 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.909.925,02 | 4.239.701,91 | |
| 18.608.005,73 | 16.206.738,88 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.864.597,46 | 3.556.899,49 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.532.655,20 | 1.282.655,20 | |
| 3. Beteiligungen | 500.000,00 | 375.000,00 | |
| 8.897.252,66 | 5.214.554,69 | ||
| 27.889.088,34 | 21.727.042,63 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.431.834,26 | 2.271.144,06 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 264.490,58 | 296.464,63 | |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 3.638.781,65 | 2.108.551,92 | |
| 4. geleistete Anzahlungen | 1.466,84 | 20.477,85 | |
| 6.336.573,33 | 4.696.638,46 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.232.798,29 | 2.285.920,05 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.251.874,24 | 1.818.647,03 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 3. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 912.231,49 | 209.086,30 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 7.396.904,02 | 4.313.653,38 | ||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 34.326.111,57 | 861.208,08 | |
| 48.059.588,92 | 9.871.499,92 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 302.784,27 | 99.431,64 | |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 758.597,00 | 0,00 | |
| 77.010.058,53 | 31.697.974,19 | ||
| PASSIVSEITE | |||
| 31.12.2016 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| - Bedingtes Kapital: EUR 1.000.000,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 13.089.502,00 | 4.578.187,00 | |
| 2. Nennbetrag eigener Aktien | (134.466,00) | 0,00 | |
| 12.955.036,00 | 4.578.187,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | |||
| 1. Agio bei Ausgabe von Anteilen | 50.108.598,21 | 9.055.248,81 | |
| 2. Agio bei Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen | 168.796,00 | 0,00 | |
| 50.277.394,21 | 9.055.248,81 | ||
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 367.233,00 | 0,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 35.358,63 | 2.347.787,51 | |
| 63.635.021,84 | 15.981.223,32 | ||
| B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN | 2.389.516,60 | 2.680.214,09 | |
| C. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 215.015,46 | 518.996,16 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.549.901,07 | 660.126,61 | |
| 1.764.916,53 | 1.179.122,77 | ||
| D. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.503.895,06 | 8.200.539,66 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.330.783,65 (Vj.: EUR 6.183.964,82) | |||
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 146.141,77 | 228.440,31 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 146.141,77 (Vj.: EUR 228.440,31) | |||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.768.532,01 | 1.372.885,12 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.768.532,01 (Vj.: EUR 1.372.885,12) | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 124.680,08 | 107.738,22 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 124.680,08 (Vj.: EUR 107.738,22) | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 677.354,64 | 1.947.810,70 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 512.999,02 (Vj.: EUR 1.078.106,98) | |||
| - davon aus Steuern: EUR 228.544,48 (Vj.: EUR 118.770,69) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.988,66 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 9.220.603,56 | 11.857.414,01 | ||
| 77.010.058,53 | 31.697.974,19 |
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| 2016 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 29.716.956,57 | 22.295.567,74 | ||
| 2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1.360.351,10 | 707.862,53 | ||
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 1.868.735,49 | 654.498,83 | ||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 1.291.212,82 | 1.090.724,22 | ||
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 9.943,37 (Vj.: EUR 565,39) | ||||
| 34.237.255,98 | 24.748.653,32 | |||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | (11.578.530,36) | (8.783.028,49) | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | (1.959.022,03) | (633.702,95) | ||
| (13.537.552,39) | (9.416.731,44) | |||
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | (8.453.369,79) | (6.530.084,25) | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (1.560.638,09) | (1.258.128,62) | ||
| - davon für Altersversorgung: EUR 74.209,20 (Vj.: EUR 65.994,36) | ||||
| 7. Abschreibungen | (10.014.007,88) | (7.788.212,87) | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (2.135.707,91) | (1.415.924,92) | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | (9.927.240,04) | (3.825.123,35) | ||
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 5.738,72 (Vj.: EUR 6.340,44) | ||||
| (35.614.508,22) | (22.445.992,58) | |||
| (1.377.252,24) | 2.302.660,74 | |||
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 72.233,26 | 35.738,94 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 72.232,95 (Vj.: EUR 35.727,88) | ||||
| - davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (1.272.626,21) | (402.607,29) | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| - davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| (1.200.392,95) | (366.868,35) | |||
| (2.577.645,19) | 1.935.792,39 | |||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 921.193,95 | (584.169,21) | ||
| - davon aus latenten Steuern: EUR -758.597,00 (Vj.: EUR 55.180,00) | ||||
| 12. Ergebnis nach Steuern | (1.656.451,24) | 1.351.623,18 | ||
| 13. sonstige Steuern | (19.812,64) | (17.773,59) | ||
| 14. Jahresfehlbetrag/-überschuss | (1.676.263,88) | 1.333.849,59 | ||
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.347.787,51 | 1.013.937,92 | ||
| 16. Aufwand aus dem Erwerb eigener Aktien | (636.165,00) | 0,00 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 35.358,63 | 2.347.787,51 |
Die va-Q-tec AG hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 7368 eingetragen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 264d HGB auf.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatz- und Ausweisvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 - 278 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt.
Notwendige Wertangaben erfolgen im Anhang in der Regel in TEUR.
Die angewandten Ansatz- bzw. Bewertungsmethoden gem. § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB haben sich gegenüber dem Vorjahr verändert aufgrund der Einstufung als große Kapitalgesellschaft.
Die Umsatzerlöse sind nicht mit dem Vorjahr vergleichbar, da diese durch die Neudefinition gem. § 277 Abs. 1 HGB n.F. ausgeweitet wurden. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 17. Juli 2015 bereits im Geschäftsjahr 2015 hätte sich ein als Umsatzerlöse auszuweisender Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 22.635 ergeben. Die entsprechenden Umgliederungsbeträge betreffen sonstige betriebliche Erträge mit verbundenen Unternehmen.
Folgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt:
Um die Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinie vorzunehmen bzw. ein besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage zu zeigen, wurden im aktuellen Geschäftsjahr erstmals Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen. Aus der erstmaligen Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von TEUR 52, die unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis entlastet haben. Diese Erhöhung unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.
Die Investitionszuschüsse und die Investitionszulagen wurden in den vergangenen Jahren in Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst unter Beachtung der Stellungnahme 1/1984 i. d. F. von 1990 des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW).
Nach § 254 HGB wurde das Wahlrecht zur Bilanzierung von Bewertungseinheiten in Anspruch genommen.
Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gemäß § 255 Abs. 2a HGB wurden nur die Herstellungskosten der Entwicklung angesetzt, welche verlässlich ermittelt und von den Kosten der Forschung unterschieden werden konnten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.
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| Software | 3 - 5 Jahre |
Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war.
Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßigen Abschreibungen bewertet.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.
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| Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen | |
| Gebäude | 33 Jahre |
| Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen | 8 - 14 Jahre |
Die technischen Anlagen und Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Die Umbuchungen erfolgten zu Buchwerten.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.
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| Technische Anlagen und Maschinen | |
| Produktionsanlagen | 8 - 12 Jahre |
| Sonstige technische Anlagen und Maschinen | 3 - 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 15 Jahre |
| Boxenflotte | 2 - 5 Jahre |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten, gegebenenfalls zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.
Die fertigen Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten, teilweise zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.
Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bewertet.
Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bezahlte Aufwendungen, die in 2017 und Folgejahren ergebniswirksam werden.
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Sonderposten für Zuwendungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden sich daraus ergebende Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt (§ 274 Abs. 1 HGB). Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden wurden miteinander verrechnet.
Das Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt.
Der Sonderposten für Zuwendungen (Investitionszuschüsse und Investitionszulagen) wurde in entsprechender Auslegung der Stellungnahme des Hauptfachausschusses 1/1984 i. d. F. von 1990 des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. eingestellt und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Steuerrückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage mit den Erfüllungsbeträgen dotiert.
Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Kurzfristige Fremdwährungsposten wurden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.
Die im Geschäftsjahr 2016 zur Ausschüttung gesperrten Beträge belaufen sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 811. Dieser setzt sich zusammen aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 52, die in voller Höhe auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen, und aus der Aktivierung latenter Steuer in Höhe von TEUR 759.
Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr wurde im Anlagenspiegel (siehe Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.246. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 52.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.252 (Vj. TEUR 1.819) waren neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.111 (Vj. TEUR 1.271) sonstige Vermögensgegenstände enthalten.
Die Restlaufzeiten ergeben sich aus der Bilanz.
Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern aktiviert. Durch die Saldierung der aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 775 mit den passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 16 verbleibt ein aktiver Überhang i.H.v. TEUR 759 (VJ. TEUR 0). Die aktiven latenten Steuern entstanden aus der Passivierung der Investitionszulage TEUR 198), Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (TEUR 4) und steuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 573). Die Gesellschaft geht davon aus, dass in den kommenden Jahren die aktiven latenten Steuern aufgrund der erwarteten Jahresüberschüsse aufgebraucht werden. Die passiven latenten Steuern entstanden aus Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 16). Die Bewertung beruht auf einen Steuersatz von 30,565 Prozent.
Gezeichnetes Kapital: Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien in Höhe von 134.466 EUR. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag daher 12.955.036 Aktien.
Das Grundkapital besteht zum 31. Dezember 2016 aus 13.089.502 Aktien, davon:
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| Aktiengattung | Zahl je Gattung in Stück | Nennbetrag je Gattung in EUR |
Gesamtbetrag je Aktiengattung am Grundkapital in EUR |
|---|---|---|---|
| Stückaktien (Namensaktien) | 13.089.502 | 1,00 | 13.089.502 |
Am 31. Mai 2016 wurde in einer ordentlichen Hauptversammlung beschlossen, die bis zu diesem Datum bestehenden Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln. Den Inhabern der Vorzugsaktien Serie A1 und Serie A2 stand gegenüber den Inhabern der Stammaktien kein Dividendenvorzug zu. Dies galt jedoch nicht bei Entstehung eines Liquidationserlöses im Fall, dass (i) alle Aktien der Gesellschaft oder Aktien von allen Aktionären entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Gesellschaft in einem engen zeitlichen Zusammenhang von einem Erwerber und/oder Erwerberkonsortium gekauft, getauscht oder übernommen werden, (ii) die Gesellschaft aufgelöst wird, (iii) die Gesellschaft aufgrund des Verkaufs wesentlicher Vermögenswerte, oder aufgrund der Ausschüttung vorhandener Rücklagen bzw. sonstiger Ausschüttungen Zahlungen an die Aktionäre vornimmt, oder (iv) eine Barabfindung anlässlich der Verschmelzung gezahlt wird. Bei der Verteilung eines Liquidationserlöses gingen die Vorzugsaktien Serie A2 den Vorzugsaktien Serie A1 in der Auszahlungsrangfolge vor.
Des Weiteren wurde am 31. Mai 2016 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln auf 9.156.374 EUR zu erhöhen durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien (Aktiensplit). Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 25.07.2016.
Am 12. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016/I im Rahmen einer Sacheinlage des Minderheitenanteils an der va-Q-tec Ltd. (UK) durch den Minderheitsgesellschafter, welcher nunmehr an der va-Q-tec AG beteiligt ist. Durch die Ausgabe von 183.128 Aktien im Tausch gegen den Minderheitenanteil erhöhte sich das Grundkapital um 183.128 EUR auf 9.339.502 EUR.
Im Zusammenhang mit dem Börsengang der va-Q-tec AG war der Vorstand gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung und laut Beschluss der Hauptversammlung vom 14. September 2016 ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 31. Dezember 2016 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 4.500.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 4.500.000 EUR neuer, auf den Namen lautender Namensaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und hierzu mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den in § 6 Abs. 1 der Satzung genannten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Dieses Kapital wurde am 15. September 2016 in Höhe von 4.500.000 EUR in das Handelsregister eingetragen und gemäß der Beschlussfassung des Vorstands vom 26. September 2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag in Höhe von 3.750.000 EUR unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zur Durchführung des Börsengangs der va-Q-tec AG teilweise ausgenutzt. Die Kapitalerhöhung aus dem Kapital wurde am 27. September 2016 im Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital erhöhte sich damit um 3.750.000 EUR auf 13.089.502 EUR. Der nicht genutzte Teil des Kapitals in Höhe von 750.000 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.
Hinsichtlich der eigenen Aktien gab es folgende Vorgänge:
Im April 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung zu einem definierten Aktienrückkauf ermächtigt. Die Aktien sind zur Eigenverwendung durch die Gesellschaft bestimmt, z.B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen und Unternehmensbeteiligungen oder zur Erfüllung von Zahlungsansprüchen aus dem virtuellen Optionsprogramm der Gesellschaft. Am selben Tag hat die va-Q-tec AG diesen Aktienrückkauf durch den Erwerb von 127.233 Stammaktien von einem Aktionär für einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR realisiert.
Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof mit einem Kaufpreis von 1.547.190 EUR wurde mit 60.000 eigenen Aktien der va-Q-tec AG abgegolten.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) wurde die Anzahl eigener Aktien um 67.233 erhöht. Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 25.07.2016.
Damit werden am Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien gehalten.
Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 8. April 2016 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital von bis zu 150.000 EUR zu schaffen (genehmigtes Kapital 2016/I). In der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurde beschlossen, dieses genehmigte Kapital 2016/I im Zusammenhang mit dem Aktiensplit von bis zu 150.000 EUR um bis zu 150.000 EUR auf bis zu 300.000 EUR zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2016/I wurde am 12. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) in Höhe von 183.128 EUR im Rahmen der oben beschriebenen Sacheinlage des Minderheitenanteils an der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. (UK) teilweise ausgenutzt. Der nicht genutzte Teil des genehmigten Kapitals 2016/I in Höhe von 116.872 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.
In der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurde außerdem beschlossen, ein weiteres genehmigtes Kapital von bis zu 4.278.187 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Erhöhung zu schaffen (genehmigtes Kapital 2016/II). Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem genehmigten Kapital 2016/II war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt. Sonach bestand am Abschlussstichtag 31. 12. 2016 ein genehmigtes Kapital von 4.278.187 EUR.
Bedingtes Kapital: Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 um 1.000.000 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2016). Dieses Kapital dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente. Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2016 war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt worden.
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| Aktionär | Land | Anteile in % |
Anzahl Aktien |
|---|---|---|---|
| Zouk Capital (Cleantech Europe II Luxembourg S.à r.l.) | Luxemburg | 16,30% | 2.137.563 |
| Dr. Joachim Kuhn | DE | 15,12% | 1.978.667 |
| Dr. Roland Caps | DE | 12,27% | 1.606.433 |
| The Capital Group Companies, Inc. | USA | 5,52% | 723.000 |
| Henderson Global Investors Limited | UK | 3,44% | 450.000 |
| Universal-Investment-GmbH | DE | 3,04% | 398.500 |
| Summe | 55,69% | 7.294.163 |
Die Kapitalrücklage zum Stichtag gliedert sich wie folgt:
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| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | EUR | 50.108.598 |
| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB | EUR | 168.796 |
Die Kapitalrücklage erhöhte sich in 2016 insgesamt um 41.222.145 EUR auf 50.277.394 EUR (Vj.: 9.055.249 EUR). Die Veränderung setzt sich wie folgt zusammen:
| ― | Im Januar 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB um 168.796 EUR durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter. |
| ― | Im Mai 2016 erhöhte sich die die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 1.187.190 EUR durch eine Sacheinlage eines Aktionärs in Form eines Grundstücks. |
| ― | Im Juli 2016 verringerte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 4.578.187 EUR durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016. |
| ― | Im September 2016 erhöhte sich die die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 2.069.346 EUR durch eine Sacheinlage in Form von Anteilen an der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd (UK). |
| ― | Im September 2016 verringerte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 3.750.000 EUR durch eine Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs gemäß der Beschlussfassung des Vorstands vom 26. September 2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag. Gleichzeitig erhöhte sich die Kapitalrücklage um 46.125.000 EUR durch die Einnahme der Emissionserlöse aus dem Börsengang. |
Die Erhöhung der anderen Gewinnrücklagen um EUR 367.233 im Geschäftsjahr 2016 ergeben sich aus dem Verkauf eigener Anteile im Mai 2016 um EUR 300.000 sowie aus einem Aktiensplit im Juli 2016 in Höhe von EUR 67.233.
Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 AktG ist aufgrund § 150 Abs. 2 AktG nicht erforderlich.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | |
|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 793,7 |
| Personalkosten | 452,4 |
| Interne und Externe Prüfungskosten | 216,7 |
| Sonstige | 87,1 |
| 1.549,9 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 108).
Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten wurden im Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
Gemäß § 285 Nr. 4 HGB wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 nach den Kategorien Tätigkeitsbereichen und geografisch bestimmten Märkten aufgeteilt.
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt nachfolgende Aufteilung: Produkte TEUR 11.374, Systeme TEUR 14.637, Dienstleistungen TEUR 2.639 und Andere TEUR 1.067.
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geographie ergibt nachfolgende Aufteilung: Inland 10.971, EU TEUR 14.420 und Drittland TEUR 4.326.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vj. TEUR 50), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 15), Erträge aus Eingliederungszuschüssen in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 15) und sonstige periodenfremde Erträge TEUR 30 (Vj. TEUR 34). Diese setzen sich zusammen aus der Auflösung sonst. Verbindlichkeiten und aus der Auflösung einer Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen.
Im Zuge des Börsenganges wurde durch die va-Q-tec mit den verkaufenden Altaktionären vereinbart, IPO-Kosten bis zu einer Höhe von TEUR 1.500 pro rata auf Gesellschaft und am Börsengang teilnehmende Aktionäre aufzuteilen. Die verkaufenden Aktionäre haben daher unmittelbar nach dem Börsengang TEUR 470 an die va-Q-tec AG erstattet, welche als außergewöhnliche Erträge zu betrachten sind.
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen aus der im Geschäftsjahr erfolgten Gewährung von Optionen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 169 (Vj.: TEUR 0), enthalten, deren auslösendes Ereignis der Börsengang ist, so dass sie als außergewöhnlich einzustufen sind.
Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 4) Aufwendungen aus der Abschreibung und der Einstellung in Wertberichtigungen zu Forderungen, in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 8) Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, in Höhe von TEUR 327 (Vj. TEUR 11) Beiträge für die Berufsgenossenschaft und in Höhe von TEUR 137 (Vj. TEUR 46) sonstige periodenfremde Aufwendungen. Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus der Korrektur von Energiesteuererstattungsansprüchen und Rückzahlungsverpflichtungen aus Projekten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 3.895 außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem zum 30.09.2016 erfolgten Börsengang enthalten.
Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 19. Im Vorjahr wurde dieser Posten in Höhe von TEUR 20 noch unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Factoringkosten entstehen aus dem Verkauf von noch nicht fälligen Forderungen der va-Q-tec.
In den Zinsaufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 823 für einen Exit Kicker enthalten, welcher mit dem Börsengang vom 30.September 2016 fällig wurde. Dieser Exit Kicker ergibt sich aus den Vertragsbedingungen einer stillen Beteiligung, die unmittelbar nach dem Börsengang zurückgeführt wurde.
In den Ertragsteuern sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen i.H.v. TEUR 159 (Vj. TEUR 0) enthalten. Auf außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.248 entfallen Ertragsteuern (Ertrag) in Höhe von TEUR 1.298, mithin latente Steuern (Ertrag) in Höhe von 759.
Es bestehen am 31. Dezember 2016 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB aus Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 265 (Vj. TEUR 256).
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| 2017 TEUR |
2018 TEUR |
2019 TEUR |
2020 TEUR |
gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Leasingverträge | 134 | 84 | 33 | 14 | 265 |
| Mietverträge | 580 | 151 | 0 | 0 | 731 |
Zum 31. Dezember 2016 bestehen unbefristete und ungekündigte Mietverträge mit einer Kündigungsfrist von 3 bis 12 Monaten.
Es ergibt sich somit ein maximaler Gesamtbetrag für sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.000.
Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Im Rahmen des im September 2016 vereinbarten Multibankenvertrags wurden im Rahmen eines Sicherheitentreuhandvertrages sowohl eine Sicherungsübereignung der Vorräte am Standort Würzburg sowie eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Ausnahme der im Rahmen von abgeschlossenen Factoringverträgen abgetretenen und verkauften Forderungen vereinbart. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Sicherheiten aus der Globalzession TEUR 6.523 und aus der Sicherungsübereignung TEUR 6.912. Des Weiteren übernimmt die va-Q-tec AG mit dem abgeschlossenen Multibankenvertrag eine Haftung über TEUR 1.500 für eine Kontokorrentlinie der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec LIMITED (UK).
Die abgegebenen Sicherheiten der va-Q-tec gegenüber Verbundunternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf einen nominalen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 15.781. Diese Garantieerklärungen verteilen sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 13.439 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 2.342.
Die Garantieerklärungen haben per 31. Dezember 2016 eine offene Restverbindlichkeit in Höhe von TEUR 7.487. Diese Restverbindlichkeit verteilt sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 5.649 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 1.838.
Aufgrund der Geschäftsentwicklung ist derzeit nicht zu erwarten, dass in nächster Zeit mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist, da eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Prognosezeitraum erwartet wird.
Es besteht eine Avallinie in Höhe von TEUR 24 mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet.
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| 2016 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 123 | 82 |
| Angestellte | 115 | 113 |
| 238 | 195 |
Zu Vorstandsmitgliedern der va-Q-tec AG waren bestellt:
Herr Dr. Joachim Kuhn Vorstandsvorsitzender, Würzburg;
Herr Dr. Roland Caps, Vorstand für Forschung und Entwicklung, Kleinwallstadt;
Herr Christopher Hoffmann, Vorstand für Finanzen, IT und Einkauf, Würzburg.
Zu Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG waren zum Bilanzstichtag bestellt:
Herr Dr. Gerald Hommel (Vorsitzender), Geschäftsführer, Mainz;
Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Sinzing;
Herr Uwe Krämer, Finanzvorstand, Zürich;
Herr Winfried Klar, Kaufmann, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate);
Herr Dr.-Ing. Eberhard Kroth, Geschäftsführer, Obernburg;
Frau Dr. Barbara Ooms-Gnauck, Rechtsanwältin, Erfurt.
Dem Vorstand wurde in 2016 eine Gesamtvergütung i.H.v. 637.912 EUR gezahlt (Vj.: 564.531 EUR). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR), erfolgsabhängigen jährlichen Boni i.H.v. 114.780 EUR (Vj.: 69.000 EUR) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Einem Mitglied des Vorstands wurden am 01.07.2013 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Aktienoptionen gewährt. Diese waren zum 30.09.2016 zwar vollständig erdient, aber durch den Optionsberechtigten bis zum Stichtag noch nicht ausgeübt.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.Mai 2016 unterbleiben die in §§ 285 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8, 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 des Handelsgesetzbuchs verlangten Angaben für weitere fünf Jahre.
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.
Zum 31.Dezember 2016 hatten zwei Mitglieder des Vorstands gegenüber der Thüringer Aufbaubank persönliche Bürgschaften i.H.v. EUR 344.921 (Vj.: EUR 612.786) ausstehen. Diese Bürgschaften wurden 2008 und 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec abgegeben.
Für die Angaben zu Aktienoptionen für Herrn Hoffmann wird auf die Ausführungen unter 9. verwiesen.
Für das Geschäftsjahr 2016 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von EUR 124.930 (Vj.: EUR 100.901) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Außerdem wurden Beratungsleistungen i.H.v EUR 74.939 (Vj.: EUR 20.486), insbesondere zur Unterstützung des Börsengangs, vergütet.
Zum 31.Dezember 2016 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. EUR 43.963 (Vj.: EUR 52.093).
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Zum 31.Dezember 2016 bestanden gem. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG nachfolgende Nebentätigkeiten der Geschäftsführung bzw. Aufsichtsräte der va-Q-tec:
Geschäftsführung:
Herr Dr. Joachim Kuhn, Beirat der SUMTEQ GmbH (Deutschland)
Aufsichtsrat:
Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender), Mitglied des Beirates der Baumüller GmbH (Deutschland), Mitglied des Aufsichtsrates der Nedschroef Holding B.V (Niederlande)
Am 4. Januar 2011 wurde in Großbritannien die va-Q-tec LIMITED gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In Südkorea wurde am 12. Juli 2011 die va-Q-tec Korea, Limited gegründet, die sich vorwiegend mit dem Einkauf in Asien und den regionalen Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In den USA wurde am 31. Juli 2013 die va-Q-tec USA, Inc. gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen in 2015 und 2016 erworbenen Anteil von 18,5% an der SUMTEQ GmbH, Köln.
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| Name und Sitz | Anteil % |
Eigenkapital TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
|---|---|---|---|
| va-Q-tec LIMITED, Rochester/UK | 100,0 | 3.193 | (1.040) |
| va-Q-tec Korea, Limited, Incheon/Südkorea | 100,0 | 87 | 119 |
| va-Q-tec USA, Inc., East Rutherford/ USA | 100,0 | (303) | (29) |
| SUMTEQ GmbH, Köln | 18,5 | 351 | (260) |
Die Wertansätze der Finanzanlagen der drei ausländischen Tochtergesellschaften und der SUMTEQ GmbH berücksichtigen die seit ihrer Gründung angefallenen Anschaffungskosten. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter wird mit einer positiven Entwicklung der drei Tochtergesellschaften sowie der SUMTEQ GmbH, Köln, gerechnet. Insbesondere zeitliche Verzögerungen begründeten in der Vergangenheit Planabweichungen, gefährden aber nicht den zukünftigen Unternehmenserfolg. Daher wurden die Buchwerte beibehalten.
Für Darlehen mit einem ursprünglichen Nominalvolumen in Höhe von TEUR 3.190 hat die Gesellschaft zur Begrenzung der Zinsrisiken, die durch die Anbindung der Zinszahlungen an einen variablen Zinssatz entstehen, eine Bewertungseinheit in Form des Micro-Hedging gebildet. Die Gesellschaft hat dazu Swaps erworben. Die Sicherungsbeziehung wird als wirksam eingestuft, da Nominalbetrag, Laufzeit, Zinsanpassungstermine, die Zeitpunkte von Zins- und Tilgungszahlungen sowie die Bemessungsgrundlage für die Zinsanpassung für Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical term match). Aufgrund der festgestellten Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine weiteren bilanziellen Konsequenzen. Die Bilanzierung erfolgt nach der sog. "Einfrierungsmethode".
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| Swap | Fälligkeit | Ursprüngliches Nominalvolumen TEUR |
Nominalvolumen 31.12.2016 TEUR |
Marktwerte 31.12.2016 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| 6145777UK | 30.06.2022 | 2.260 | 1.776 | - 69 |
| 6160834UK | 30.06.2022 | 180 | 141 | - 4 |
| 6891036UK | 30.06.2021 | 750 | 675 | - 7 |
| Gesamt | 3.190 | 2.592 | - 80 |
Die gesetzlichen Vertreter werden der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 35.358,63 auf neue Rechnung vorzutragen.
Da die Gesellschaft in einen Konzernabschluss einbezogen wird und die entsprechenden Angaben im Konzernlagebericht enthalten sind wurde auf die Angabe des Gesamthonorars sowie die Aufschlüsselung gem. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
va-Q-tec hat im Jahr 2013 ein virtuelles Optionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 (nach Aktiensplit: 377.182) virtuellen Optionen aufgesetzt. Diese Optionen haben einen regulären Ansparzeitraum von vier Jahren. Die Anspardauer deckt sich mit dem zeitlichen Verbleib des Begünstigten in der Gesellschaft. Entfällt der zugrundeliegende Arbeitsvertrag kann die Gesellschaft die angesparten virtuellen Optionen zurückerwerben. Im Falle eines Exit-Events (IPO oder Unternehmensverkauf) werden die Optionen je nach Zuteilungstranche beschleunigt und vollständig oder nur anteilig angespart, sofern das Exit-Event mindestens ein Jahr nach der Optionszuteilung eintritt. Der Ausübungspreis wird zum jeweiligen Zuteilungszeitpunkt festgelegt.
Ein Ausgleich der virtuellen Optionen durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel findet nur statt, wenn die Exiterlöse pro Aktie über dem Basispreis (Ausübungspreis) der Optionen liegen. Das Unternehmen hat das einseitige Recht des Ausgleichs der virtuellen Optionen entweder durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel. va-Q-tec bilanziert das virtuelle Optionsprogramm als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, da eine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich nach Ansicht des Vorstands nicht vorliegt.
Am 01.07.2013 wurden zunächst nur einem Mitglied des Managements in Schlüsselposition 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) vorgenommen. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 1,44 EUR (nach Aktiensplit: 0,72 EUR), eine Laufzeit von drei Jahren, eine Yield Rate von 5,0%, eine risikolose Verzinsung von 0,5% und eine Volatilität von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von null EUR je Option. Entsprechend wurde über den bisherigen Ansparzeitraum kein Aufwand erfasst. Sämtliche 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Optionen, die diesem Mitglied des Managements zugeteilt wurden, sind durch den im September 2016 erfolgten Börsengang erdient worden. Zum 31.12.2016 waren sie noch nicht ausgeübt.
Im Januar 2016 wurden zwei leitenden Angestellten insgesamt 47.148 (nach Aktiensplit: 94.296) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem bestehenden Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 19,66 EUR (nach Aktiensplit: 9,83 EUR), eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield Rate von 0%, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2% und eine Volatilität von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von 11,93 EUR (nach Aktiensplit: 5,97 EUR) je Option. Von diesen im Januar 2016 zugteilten Optionen waren zum 31.12.2016 14.144 (nach Aktiensplit: 28.288) (Vj.: 0) erdient, für die in der Periode ein Personalaufwand von 168.796 EUR erfasst wurde.
Insgesamt sind seit dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms in 2013 141.444 (nach Aktiensplit: 282.888) virtuelle Optionen zugeteilt worden. Davon waren zum Bilanzstichtag 108.440 (nach Aktiensplit: 216.880) (Vj.: 58.934) erdient.
Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 ist ein Exit-Event eingetreten, mit dem die Optionen ausübbar wurden und das Optionsprogramm beendet ist. Über die bis zu diesem Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten Optionen bzw. nicht erdienten Optionen entfallen ersatzlos.
Im Januar 2017 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der va-Q-tec Ltd., Großbritannien, in Höhe von EUR 1.007.494 in Darlehen gewandelt.
Im Februar 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet. Diese soll zunächst begleitende Dienstleistungen für einen schweizerischen Logistikanbieter im Bereich Kühlkettenlogistik erbringen und den Vertrieb thermischer Verpackungen lokal organisieren. Zusätzlich stärkt die lokale Präsenz die Marktstellung von va-Q-tec in der Schweiz, einem der größten Herstellerländer für Pharmazeutika weltweit. Der Betrieb der Schweizer Gesellschaft wurde im Februar 2017 aufgenommen.
Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort den Neubau einer integrierten Produktions- und Verwaltungsstätte vornehmen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude erworben. Es ist beabsichtigt, diese Bestandsimmobilie als zentralen und einzigen Standort der Gesellschaft in Würzburg zu nutzen. Das Investitionsvolumen für beide Immobilien belief sich in Summe auf 12,6 Mio. EUR.
Im Februar 2017 wurden aus dem Bestand eigener Aktien in Höhe von 134.466 im Rahmen der Bedienung des Aktienoptionsprogrammes insgesamt 18.790 Aktien an zwei leitende Mitarbeiter ausgegeben. Nach Verrechnung mit der fälligen Lohnsteuer wurden den Mitarbeitern 11.290 Aktien übertragen. Die Gewährung der Aktien folgt auf die Ausübung der Optionen durch die betreffenden Mitarbeiter und steht in direktem Zusammenhang mit dem durchgeführten Börsengang. Für die noch ausstehenden Optionen wurde die Ausübungsfrist bis zum 30.09.2017 verlängert.
Im Februar 2017 wurde auf Vorschlag des Vorstandes der Beschluss zum Ausbau des Produktionsstandorts Kölleda mit einem Investitionsvolumen von bis zu 4,15 Mio. EUR über zwei Jahre durch den Aufsichtsrat gefasst. Für den Ausbau ist, wie auch bei den vorherigen Bauten am Standort Kölleda, eine Förderung durch die Thüringer Aufbaubank beantragt worden.
Im April 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in Japan gegründet. Mit dieser Gesellschaft soll eine stärkere lokale Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten in Japan hergestellt werden.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter:
https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Würzburg, 24. April 2017
Dr. Joachim Kuhn
Dr. Roland Caps
Christopher Hoffmann
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 51.508,00 | 0,00 | 0,00 | 51.508,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 628.958,87 | 77.860,75 | 0,00 | 0,00 | 706.819,62 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 40.810,50 | 0,00 | 0,00 | 40.810,50 |
| 628.958,87 | 170.179,25 | 0,00 | 0,00 | 799.138,12 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.952.470,98 | 1.656.069,63 | 0,00 | 0,00 | 6.608.540,61 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 10.116.855,15 | 262.956,56 | 0,00 | 1.201.900,54 | 11.581.712,25 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.925.813,90 | 1.980.520,21 | (596.234,94) | 0,00 | 5.310.099,17 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.239.701,91 | 872.123,65 | 0,00 | (1.201.900,54) | 3.909.925,02 |
| 23.234.841,94 | 4.771.670,05 | (596.234,94) | 0,00 | 27.410.277,05 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.556.899,49 | 3.307.697,97 | 0,00 | 0,00 | 6.864.597,46 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.282.655,20 | 250.000,00 | 0,00 | 0,00 | 1.532.655,20 |
| 3. Beteiligungen | 375.000,00 | 125.000,00 | 0,00 | 0,00 | 500.000,00 |
| 5.214.554,69 | 3.682.697,97 | 0,00 | 0,00 | 8.897.252,66 | |
| 29.078.355,50 | 8.624.547,27 | (596.234,94) | 0,00 | 37.106.667,83 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2016 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 323.209,81 | 92.098,36 | 0,00 | 415.308,17 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 323.209,81 | 92.098,36 | 0,00 | 415.308,17 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 810.904,35 | 160.299,40 | 0,00 | 971.203,75 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 4.165.750,33 | 1.110.918,45 | 0,00 | 5.276.668,78 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.051.448,38 | 772.391,70 | (269.441,29) | 2.554.398,79 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.028.103,06 | 2.043.609,55 | (269.441,29) | 8.802.271,32 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 7.351.312,87 | 2.135.707,91 | (269.441,29) | 9.217.579,49 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand am 31.12.2016 EUR |
Stand am 31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 51.508,00 | 0,00 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 291.511,45 | 305.749,06 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 40.810,50 | 0,00 |
| 383.829,95 | 305.749,06 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.637.336,86 | 4.141.566,63 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 6.305.043,47 | 5.951.104,82 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.755.700,38 | 1.874.365,52 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.909.925,02 | 4.239.701,91 |
| 18.608.005,73 | 16.206.738,88 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.864.597,46 | 3.556.899,49 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.532.655,20 | 1.282.655,20 |
| 3. Beteiligungen | 500.000,00 | 375.000,00 |
| 8.897.252,66 | 5.214.554,69 | |
| 27.889.088,34 | 21.727.042,63 |
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| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren | Restlaufzeit über fünf Jahre | gesamt | Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | Art | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.330.783,65 | 1.998.825,77 | 174.285,64 | 6.503.895,06 | 3.950.000,00 | Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 146.141,77 | 0,00 | 0,00 | 146.141,77 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.768.532,01 | 0,00 | 0,00 | 1.768.532,01 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 124.680,08 | 0,00 | 0,00 | 124.680,08 | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 512.999,02 | 164.355,62 | 0,00 | 677.354,64 | 968.269,96 | Sicherungsübereignung |
| 6.883.136,53 | 2.163.181,39 | 174.285,64 | 9.220.603,56 | 4.918.269,96 |
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| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren | Restlaufzeit über fünf Jahre | gesamt | Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | Art | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.183.964,82 | 1.473.853,76 | 542.721,08 | 8.200.539,66 | 3.950.000,00 | Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 228.440,31 | 0,00 | 0,00 | 228.440,31 | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.372.885,12 | 0,00 | 0,00 | 1.372.885,12 | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 107.738,22 | 0,00 | 0,00 | 107.738,22 | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 1.078.106,98 | 869.703,72 | 0,00 | 1.947.810,70 | 2.291.009,59 | Sicherungsübereignung |
| 8.971.135,45 | 2.343.557,48 | 542.721,08 | 11.857.414,01 | 6.241.009,59 |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der va-Q-tec AG, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Jena, den 24. April 2017
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Rattler, Wirtschaftsprüfer
Maaß, Wirtschaftsprüfer
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