Interim / Quarterly Report • Oct 1, 2018
Interim / Quarterly Report
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UMSATZ
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| in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 38.344 | 47.690 |
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT)
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| in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| -2.321 | -2.721 |
OPERATIVER CASHFLOW
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| in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 5.137 | 20.528 |
BRUTTOERGEBNIS
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| in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 6.560 | 11.671 |
ERGEBNIS JE AKTIE
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| in € | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| -0,06 | 0,00 |
NETTOVERSCHULDUNG
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| in T€ | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| 86.769 | 74.715 |
| • | Umsatz unterhalb des Vorjahresniveaus, insgesamt jedoch im Rahmen der Erwartungen des Vorstands |
| • | Hauptversammlung stimmt umfassenden Kapitalmaßnahmen zur Refinanzierung und Schuldenreduzierung zu |
| • | Einmalkosten im Zusammenhang mit der Restrukturierung belasten das operative Ergebnis (EBIT) |
| • | Nettoverschuldung im Vergleich zum 31. Dezember 2017 um € 12 Millionen angestiegen |
| • | Eigenkapitalquote mit 27 % nahezu unverändert |
| • | SHOPLIFTERS von Hirokazu Kore-Eda gewinnt Goldene Palme des Filmfestivals Cannes |
Die im Geschäftsbericht veröffentlichten Grundlagen des Konzerns sind nach wie vor zutreffend. Die Gruppe beschäftigte im ersten Halbjahr 2018 durchschnittlich 148 Mitarbeiter (30. Juni 2017: 153 Mitarbeiter).
Die geschäftlichen Aktivitäten von Wild Bunch konzentrieren sich größtenteils auf Frankreich, Deutschland/Österreich, Italien und Spanien. Daher ist die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern für die Gruppe von hoher Bedeutung. Die Gruppe ist ferner über ihre internationalen Verkaufsaktivitäten oder über Filmeinkäufe in ausländischen Märkten, wie etwa in den USA, auf internationalen Märkten tätig.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2018 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,9 Prozent. Der starke Trend soll auch 2019 anhalten. 2017 lag das weltweite Wachstum hingegen bei nur 3,7 Prozent. Für den Euroraum wird eine schwächere Dynamik erwartet. Nach einem Wachstum von 2,4 Prozent im Jahr 2017 soll die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur noch um 2,2 Prozent zulegen. Unklare Perspektiven besonders im Handel mit den USA lasten auf den Konjunkturerwartungen.
Für Deutschland als größtem Markt im Euroraum erwartet das Institut für Weltwirtschaft in Kiel im laufenden Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 Prozent.
Die Wirtschaftsleistung in Frankreich wird nach den Erwartungen des IfW mit einer Wachstumsrate von 1,6 Prozent steigen. Geringer soll hingegen der Zuwachs in Italien ausfallen, wo für das laufende Jahr ein Plus von nur 1,1 Prozent prognostiziert wird. Die größte Dynamik erwarten die Ökonomen in Spanien: Hier soll das BIP 2018 um 2,6 Prozent wachsen.
Der Wechselkurs des Euro ist nach einem Jahreshoch von 1,25 US-Dollar im Laufe des ersten Halbjahres unter das Niveau vom Jahresanfang zurückgegangen und liegt im September 2018 bei 1,18 US-Dollar. Neben der restriktiveren Zinspolitik der amerikanischen Notenbank, wird als Ursache auch die nachlassende Dynamik im Euroraum gesehen, die nicht zuletzt eine Folge der Unsicherheit hinsichtlich des Handels mit den USA ist.
Im ersten Halbjahr 2018 zeigte sich im deutschen Entertainment-Markt wiederum eine starke Entwicklung hin zu digitalen Angeboten. Diese Tendenz dürfte ähnlich auch für andere europäische Länder gelten. Nach Angaben der GfK gaben in den Altersgruppen von 10 bis 49 Jahren die Konsumenten erstmals mehr für digitale als für physische Formate aus. Die stärksten Anbieter im deutschen Markt sind hierbei Amazon und Netflix. Der Kinomarkt in Deutschland musste hingegen deutliche Rückgänge hinnehmen, bedingt auch durch das ausnehmend gute Wetter im Frühjahr und Sommer 2018. Das erste Halbjahr 2018 war insgesamt geprägt von folgenden wesentlichen Trends:
| • | der starken Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Inhalten, |
| • | der rasanten Digitalisierung der Filmindustrie sowie |
| • | der Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten |
Insgesamt gingen die Kinobesucherzahlen in der ersten Jahreshälfte 2018 in den Kernmärkten von Wild Bunch um 10,25% zurück.
Frankreich
Laut CNC sanken die französischen Kinoeintritte um 1,8% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017 (103,8 Millionen Besucher gegenüber 105,2 Millionen Besucher).
Deutschland
In Deutschland verzeichnete die Filmförderungsanstalt (FFA) zwischen dem ersten Halbjahr 2017 und dem ersten Halbjahr 2018 einen Rückgang der Besucherzahlen um 9,2% (50,3 Millionen Kinobesucher im ersten Halbjahr 2018 gegenüber 55,4 Millionen Kinobesuchern im ersten Halbjahr 2017; Quelle: FFA).
Italien
In Italien sank der Ticketverkauf um 16% mit 40,1 Millionen Eintritten im ersten Halbjahr 2018 gegenüber 47,8 Millionen Eintritten im ersten Halbjahr 2017 (Quelle: Rentrak).
Spanien
In Spanien stieg der Ticketverkauf laut Rentrak im ersten Halbjahr 2018 um 16,15% auf 41,1 Millionen gegenüber 49 Millionen im gleichen Zeitraum 2017.
Traditionelle Fernsehsender sehen ihre Werbeeinnahmen und damit ihre klassische Finanzierungsstruktur durch Werbung im Internet herausgefordert. Die Einnahmen aus Internetwerbung übertrafen 2017 erstmals weltweit die Einnahmen aus TV-Werbung. Dieser Trend bestätigte sich im ersten Halbjahr 2018 in Frankreich. So erreichte der französische Markt für digitale Werbung laut SRI 2.264 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 15,5% gegenüber dem ersten Halbjahr 2017. Der Marktanteil der digitalen Werbung erreichte dabei 39,2% der digitalen Investitionen in Medien gegenüber 34,5% im ersten Halbjahr 2017, während die Fernsehwerbung 27,4% erreichte.
Unterdessen hat laut Ofcom die Anzahl der SvoD-Abonnenten diejenige der Pay-TV-Haushalte in diesem Jahr erstmals deutlich übertroffen. Nach dem MediaNations-Bericht gab es in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 beispielsweise 15,4 Millionen britische SvOD-Abonnenten gegenüber 15,1 Millionen britischen Pay-TV-Haushalten. In Frankreich erklärt die GFK, dass der SVOD-Markt im ersten Halbjahr 2018 um 78% und der DVD-Markt um 12% gewachsen ist. Der Home-Entertainment-Markt dreht sich somit von einem Videomarkt in Richtung Abonnementangebote.
Wild Bunch wurde aus der Überzeugung heraus gegründet, dass die Film- und Unterhaltungsindustrie vor weitreichenden Veränderungen in allen ihren Sparten, von der Produktion über die Vermarktung, von der Herstellung bis zum Konsum von filmischer Unterhaltung, steht. Die aktuelle Marktentwicklung bestätigt die Vision des Unternehmens. Wild Bunch sieht sich aufgrund der renommierten und hochwertigen Filmbibliothek, seiner weltweiten Talent-Kontakte und aufgrund des internationalen Verleih- und Vertriebsnetzwerks gut positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren. Wild Bunch profitiert auch ganz konkret von seinen bereits etablierten Geschäftsbeziehungen zu großen Streaming-Akteuren wie Netflix (im Jahr 2017 mit weltweit mehr als 100 Millionen Abonnenten) und Amazon (das seinen SVOD-Dienst inzwischen in ganz Europa eingeführt hat).
Es haben sich keine Änderungen im Vergleich zu den im Jahresbericht 2017 der Wild Bunch AG dargestellten finanziellen und nicht finanziellen Indikatoren ergeben.
Das Geschäftssegment „Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion“ deckt die gesamte Verwertungskette für Filme ab und umfasst vor allem Filmverwertungserlöse aus den Bereichen Kinoverleih, Weltvertrieb sowie elektronischem Direktvertrieb und Home Entertainment. Der Umsatz in diesem Segment verringerte sich im ersten Halbjahr 2018 auf € 35,1 Mio. (VJ.: € 44,3 Mio.). Im Segment „Sonstige“ beliefen sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf € 3,2 Mio. nach € 3,4 Mio. im Vorjahreszeitraum, die aus den Aktivitäten der SVOD-Plattform des Konzerns und der Vermarktung von Musikrechten resultieren.
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| Segmentinformationen Geschäftsfelder in T€ | Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion | Sonstige | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | H1 2018 | H1 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 35.098 | 44.283 | 3.245 | 3.408 | 38.344 | 47.690 |
| Sonstige filmbezogene Erträge | 323 | 1.643 | 414 | 25 | 737 | 1.668 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -29.303 | -34.961 | -3.218 | -2.726 | -32.521 | -37.687 |
| Segmentgewinn/-verlust | 6.119 | 10.965 | 441 | 707 | 6.560 | 11.671 |
| Nicht zugeordnete Ergebniselemente: | ||||||
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.475 | 435 | ||||
| Verwaltungsaufwendungen | -10.959 | -9.972 | ||||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -200 | 587 | ||||
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -2.123 | 2.721 | ||||
| Finanzerträge | 758 | 3.968 | ||||
| Finanzaufwendungen | -3.435 | -6.809 | ||||
| Equity-Ergebnis | -60 | 0 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | -4.861 | -120 |
Im ersten Halbjahr 2018 brachte die Gruppe insgesamt 19 Filme in Kinos in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien heraus.
Wild Bunch Distribution brachte fünf Filme in den französischen Kinos heraus, darunter CROC-BLANC, ein Animationsfilm von Alexandre Espigares mit der Stimme von Virginie Efira, nach dem Meisterwerk von Jack London; VERONICA, ein spanischer Genrefilm, der in Spanien mit 600.000 Zuschauern einen sehr großen Erfolg feierte und siebenmal für den spanischen Filmpreis Goya nominiert wurde. In Deutschland brachte Wild Bunch Germany sechs Kinofilme heraus, darunter DR KNOCK von Lorraine Lévy, eine französische Komödie mit Omar Sy und die deutsche Familienkomödie DIE TEUFELSTOCHTER von Marco Petri.
BIM konnte in Italien vier Kinostarts vorweisen, darunter IN THE FADE von Fatih Akin, der bei den Golden Globes als bester ausländischer Film ausgezeichnet wurde besetzt u.a. mit Diane Kruger, die 2017 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis für die beste Schauspielerin gewann.
Vertigo brachte in Spanien ebenfalls vier Kinofilme, darunter LAST FLYING FLAG von Richard Linklater, heraus.
Im internationalen Vertrieb wurden im ersten Halbjahr 2018 11 Filme ausgeliefert, darunter wichtige Titel wie der von Insiders verkaufte Deniz Gamze Ergüven-Film KINGS sowie die beiden preisgekrönte Film SHOPLIFTERS von Hirokazu Kore-Eda oder BEFORE WE VANISH von Kiyoshi Kurosawa, die international von Wild Bunch vertrieben werden. Hinzukamen in den International Sales Einheiten Elle Driver THE MISEDUCATION OF CAMERON POST von Desiree Akhavan und Versatile CHARLESTON von Andrei Cretulescu.
Wild Bunch TV
Im ersten Halbjahr 2018 lieferte Wild Bunch TV eine neue TV-Serie, TEAM CHOCOLATE von Marc Bryssinck und Filip Lenaerts, eine 7 x 52' Dramaserie, an der WILD BUNCH TV bereits Remake-Rechte an den kanadischen Produzenten und Distributor Reel One Entertainment verkaufte.
Insgesamt ging die Nachfrage nach physischen Videos in den Schlüsselmärkten der Wild Bunch im ersten Halbjahr 2018 weiter zurück, während die Nachfrage nach VOD stabil blieb und nach SVOD exponentiell anstieg und zunehmend zum Gesamtumsatz des Marktes beiträgt. Dennoch erreichten einige DVD- und Blu-Ray-Veröffentlichungen von Wild Bunch Spitzenplatzierungen in den Verkaufscharts und/oder wurden oft mit erfolgreichen digitalen Veröffentlichungen in der ersten Jahreshälfte 2018 kombiniert.
Der Hauptabnehmer von SVOD für Wild Bunch bleibt zwar Netflix, Amazon hat jedoch seine SVOD-Aktivitäten im Jahr 2018 operativ aufgenommen und im Mai 2018 seine erste Akquisitionsvereinbarung mit Wild Bunch für Libraryfilme unterzeichnet.
Gleichwohl konnte Wild Bunch auch einige ehrgeizige DVD-Veröffentlichungen als Erfolg verbuchen, wie z.B. in Frankreich mit dem Titel VIKING, der im DTV mit einer großen Marketingkampagne beworben wurde, oder GARDE ALTERNEE, der im Mai veröffentlicht wurde und bereits die Erwartungen im Bereich VOD überstiegen hat. In Italien konnte BIM mit den Titeln BREATHE und AURORE und in Deutschland Wild Bunch Germany mit ROCK MY HEART Erfolge im Home-Video-Bereich verbuchen.
Im ersten Halbjahr 2018 erzielte Wild Bunch zudem bedeutende Verkäufe an lokale Fernsehsender, wie in Frankreich 9 MOIS FERME auf France2 oder LARGO WINCH auf TMC. In Italien und Spanien lief erfolgreich der Film SNOWDEN.
FilmoTV
Filmo TV verfolgte die Weiterentwicklung seiner neuen und innovativen Schnittstelle FilmoGeneric, die zu mehr Implementierungen bei den Vertriebspartnern führen soll. FilmoGeneric war eine der Komponenten des Wachstums der SVOD-Kunden von FilmoTV in der ersten Jahreshälfte 2018.
AUSZEICHNUNGEN AUF DEM CANNES FILM FESTIVAL
Das Filmfestival von Cannes 2018 war außergewöhnlich erfolgreich für Wild Bunch mit zwei Goldenen Palmen, Palme d'or für SHOPLIFTERS von Kore-eda Hirokazu und einer Palme d'or spéciale für LE LIVRE D'IMAGES von Jean-Luc Godard. Hinzu kamen mit dem Jurypreis für CAPHARNAUM von Nadine Labaki und dem Preis der Regisseure (Quinzaine des réalisateurs) für CLIMAX von Gaspard Noe weitere Auszeichnungen.
Wild Bunch ist auf europäischer Ebene eines der führenden Filmvertriebsunternehmen, das insbesondere durch seine strategisch hinreichende Unternehmensgröße, Einkaufs- und Marktmacht realisieren kann und in der Lage ist, auf die raschen Veränderungen in der Filmrechteverwertung zu reagieren. Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2018 war geprägt von der weiteren Restrukturierung der Gruppe wie auch bestimmten externen Ereignissen, die sich auf Anzahl und Erfolg von erworbenen Filmrechten auswirkten. Gleichzeitig wird die Gruppe weitere Anstrengungen und Investitionen in den Kerngeschäftsbereichen unternehmen müssen, um in einem dynamischen Marktumfeld zukünftig wieder wachsen zu können. Dazu hat die Gruppe gemeinsam mit Banken und Investoren ein Bündel an Restrukturierungsmaßnahmen vereinbart, durch welche die finanzwirtschaftliche Neuaufstellung der Gruppe ermöglicht und strategisch die Weichen für die Zukunft gestellt werden sollen. Diese Maßnahmen wurden der Hauptversammlung im September 2018 zur Abstimmung vorgeschlagen und mit überwältigender Mehrheit angenommen.
ERTRAGSLAGE DES KONZERNS
Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete der Wild Bunch-Konzern einen Umsatz von T€ 38.344. Dies entspricht einem Rückgang von 19,6% gegenüber dem Vorjahr (T€ 47.690). Grund hierfür war vor allem das niedrigere Investitionsbudget. Auf das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Produktion entfiel ein Umsatz von T€ 35.098 (Vorjahr: T€ 44.283), das Segment Sonstige erlöste in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres Umsatzerlöse von T€ 3.245 (Vorjahr: T€3.408).
Die Herstellungskosten gingen im ersten Halbjahr 2018 um rund 13,7% zurück und betrugen T€ 32.521 (Vorjahr T€ 37.687). Dies spiegelt das geringere Geschäftsvolumen wider. Der Bruttogewinn betrug somit T€ 6.560 (Vorjahr: T€ 11.671). Einen starken Anstieg verzeichneten die sonstigen betrieblichen Erträge. Sie stiegen auf T€ 2.475 (Vorjahr: T€ 435), vornehmlich resultierend aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und weiterberechneten Kosten. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen – insbesondere durch die Kosten für die bilanzielle Restrukturierung des Unternehmens – leicht auf T€ 10.959 (Vorjahr: T€ 9.972). Dadurch ergab sich ein negatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern von T€ -2.123 (Vorjahr: T€ +2.721). Das Finanzergebnis blieb mit T€ -2.738 leicht unter dem Vorjahreswert von T€ -2.841.
Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ging in der ersten Jahreshälfte 2018 auf T€ -4.861 zurück (Vorjahr: T€ -120) Das Konzernergebnis betrug T€ -4.788 (Vorjahr T€ +580). Das Ergebnis je Aktie beträgt somit –0,06 Euro (Vorjahr: € 0,00).
VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS
Die Bilanzsumme des Konzerns zum 30. Juni 2018 betrug T€ 277.186 und ging damit gegenüber dem 31.12.2017 leicht zurück (Vorjahr: T€ 282.446).
Auf der Aktivseite betragen die langfristigen Vermögenswerte T€ 207.052 (31.12.17: T€ 214.352). Darunter sind Firmenwerte (Goodwill) mit T€ 124.454 der größte Posten (31.12.17: T€ 124.454). Immaterielle Vermögenswerte stehen mit T€ 75.475 zu Buche (31.12.17: T€ 81.689). Hierunter fallen vor allem Filmverwertungsrechte aus der rund 2.500 Filme umfassenden Bibliothek von Wild Bunch. Latente Steuern beliefen sich auf T€ 2.014 (31.12.17: T€ 1.736). Die Finanzanlagen (T€ 2.423) und die materiellen Vermögensgegenstände (T€ 1.150) blieben gegenüber dem Stichtag 31.12.17 nahezu unverändert.
Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 30.Juni 2018 auf T€ 70.135 (31.12.17: T€ 68.094). Mehr als die Hälfte davon entfielen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Betrag von T€ 37.460 (31.12.17: T€ 36.020). Weitere Forderungen, die im Wesentlichen aus Forderungen gegen Förderinstitutionen, Fremdgeldern und Forderungen aus Steuern, bestehen, betrugen T€ 21.815 (31.12.17: T€ 23.832). Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich deutlich auf T€ 9.353 (31.12.17: T€ 6.593). Dies ist vor allem auf die Bereitstellung einer Zwischenfinanzierung durch den Aktionär Sapinda im Rahmen der finanziellen Restrukturierung zurückzuführen.
Die Passivseite weist eine leicht gesunkene Eigenkapitalquote von knapp 27,1 % zum Stichtag 30. Juni 2018 aus. Das Eigenkapital beträgt demnach T€ 76.606 (31.12.17: T€ 81.151). Die langfristigen Verbindlichkeiten haben gegenüber dem letzten Stichtag um knapp 3,5% abgenommen auf T€ 51.142 (31.12.17: T€ 53.019), was vor allem auf eine Zunahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückgeht. Diese sind von T€ 48.459 zum 31.12.17 auf T€ 45.372 zum Stichtag 30. Juni 2018 zurückgegangen. Hingegen sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten im Stichtagsvergleich um knapp 1,0 % gestiegen und betrugen T€ 149.659 (31.12.17: T€ 148.252). Ursache hierfür war eine Erhöhung der kurzfristigen Finanzschulden, denen eine Reduzierung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand.
FINANZLAGE DES KONZERNS
Im ersten Halbjahr 2018 erwirtschaftete die Wild Bunch AG einen positiven operativen Cashflow von T€ 5.137 (Vorjahr: T€ 20.528). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf T€ -6.097 (Vorjahr: T€ -19.973). Hierbei investierte das Unternehmen vor allem in Filmverwertungsrechte, die voraussichtlich in den kommenden Monaten und Jahren über die einzelnen Wertschöpfungsketten verwertet werden. Positiv zeigte sich hingegen der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit mit einem Mittelzufluss in Höhe von T€ -3720 (Vorjahr: T€ -571). Insgesamt beliefen sich somit die liquiden Mittel des Konzerns zum 30. Juni 2018 auf T€ 9.353 (Vorjahr: T€ 7.152).
Die ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 waren weiterhin durch die angestrebte finanzielle Restrukturierung und das fortlaufende Management der Integration der Unternehmenseinheiten geprägt.
Als europaweit tätiges Filmunternehmen mit einem unverwechselbaren Erscheinungsbild und einem breiten Portfolio an Aktivitäten vom Weltvertrieb bis hin zum direkten elektronischen Vertrieb sieht sich Wild Bunch in seiner strategischen Grundausrichtung bestätigt, wenngleich die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 nicht zufriedenstellend war. Das Unternehmen konnte seine operativen Tätigkeiten aufgrund der eingeschränkten Investitionskraft nicht in gleichem Umfang wie im Vorjahreszeitraum fortführen. Der Konzernumsatz verringerte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 auf T€ 38.344 (Vj.: T€ 47.690). Mit einem positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit von T€ 5.137 (Vj.: T€ 20.528) und liquiden Mitteln von T€ 9.353 (31.12.2017: T€ 6.593) bei einer gestiegenen Nettoverschuldung von T€ 86.769 (31.12.2017: T€ 74.715) verfügt das Unternehmen über eine weiterhin belastete, aber kontrollierbare Liquiditätslage und weist eine Eigenkapitalquote von 27,1 % (31.12.2017: 28,7 %) aus. Die finanzielle Gesamtsituation führte dazu, dass der unmittelbare Restrukturierungsdruck für die Gruppe auch im ersten Halbjahr 2018 fortbestand.
Die Wild Bunch Gruppe sieht sich nach erfolgreichem Abschluss der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt gut positioniert, um weitere Synergien zu erzielen und die Vorteile zu nutzen, die sich aus dem hohen Wachstumspotenzial des internationalen Film- und Serienmarktes ergeben. Die Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 hat die hohe Veränderungsdynamik bestätigt, der sich die Filmbranche aktuell ausgesetzt sieht.
Für das Jahr 2019 sind die Wirtschaftsforschungsinstitute skeptischer gestimmt und erwarten für Deutschland und Europa eine Abschwächung der Wachstumsdynamik. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, ungelöste Handelskonflikte mit und nach wie vor bestehende Unsicherheit hinsichtlich der Wirtschaftspolitik der USA könnte die Konjunktur im Euroraum belasten.
In den Märkten von Wild Bunch wird die Digitalisierung weiter für starke Umbrüche sorgen und Geschäftsmodelle von Grund auf verändern.
Laut PWC Media Outlook 2015 – 2019 bleibt die Medienbranche auf Wachstumskurs. Dies trifft auch für den Sektor Entertainment zu. Für den Kinomarkt wird bis 2019 ein weltweites Wachstum von 6% prognostiziert, trotz der zunehmenden Konkurrenz durch neue Medienangebote. Als wichtige Content-Lieferanten werden dabei sowohl Hollywood-Produktionen wie auch lokale Angebote gesehen. Auch für die Video-on-Demand-Angebote, die zunehmend Akzeptanz finden, sind permanent neue Inhalte notwendig. Fortsetzen wird sich auch der Trend weg vom physischen Verkauf in Form von Blu-ray oder DVD hin zu digitalen Vertriebswegen. Die Digitalisierung macht jedoch auch zunehmend dem klassischen linearen Fernsehen Konkurrenz. Besonders in den jüngeren Zielgruppen wächst die Zahl der SVOD-Nutzer rasant. Entscheidender Treiber für diese Entwicklung ist auch die Versorgung mit schnellem Internet – gerade in ländlichen Gebieten zum Beispiel in Deutschland ist das noch eine Herausforderung. Mit dem absehbaren Start des Mobilfunkstandards 5G wird sich das Nutzungsverhalten nochmals stark verändern.
Wild Bunch sieht sich als Partner der Medienunternehmen in allen Bereichen strategisch gut positioniert. Die Kernkompetenz, das Erkennen und Verwerten sowie die Produktion von Inhalten kann zwar nicht unabhängig von den sich radikal verändernden Vertriebskanälen gesehen werden. Sie ist jedoch unabdingbar, um in einem disruptiven Markt erfolgreich zu sein.
Zur Ausrichtung des Konzerns im Geschäftsjahr 2018 verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017.
Geplante Kinoveröffentlichungen nach Ländern im zweiten Halbjahr 2018:
Die Gruppe plant, im zweiten Halbjahr 2017 insgesamt 29 Filme in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien herauszubringen:
Frankreich
In Frankreich fünf Filme, darunter CLIMAX von Gaspar Noé, HIGH LIFE von Claire Denis oder LES FILLES DU SOLEIL von Eva Husson.
Deutschland
In sind Deutschland fünf Kinostarts geplant, darunter PETTERSON & FINDUS - FINDUS ZIEHT UM von Ali Samadi Ahadi, MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM und den Gewinner der Goldenen Palme SHOPLIFTERS von Hirokazu Kore-Eda.
Italien
In Italien wird BIM sechs Filme im zweiten Halbjahr 2018 in die Kinos bringen, u.a. ebenfalls SHOPLIFTERS von Kore-eda Hirokazu, TROPPA GRACIA von Gianni Zanasi oder THE BOOKSHOP von Isabelle Coixet.
Spanien
In Spanien plant Vertigo 10 Kinostarts, darunter GIRL von Lukas Dhont, JOURNAL 64 von Christopher Boe oder LAZZARO FELICE von Alice Rohrwacher.
Weltvertrieb:
Im internationalen Vertrieb sollen im zweiten Halbjahr 2018 20 Filme ausgeliefert werden, darunter LES FILLES DU SOLEIL von Eva Husson, verkauft von Elle Driver; BROTHERS SISTERS von Jacques Audiard, verkauft von Insider; THE STATE AGAINST MANDELA AND THE OTHERS von Gilles Porte und Nicolas Champeaux, verkauft von Versatile; CAPHARNAÜM von Nadine Labaki oder CLIMAX von Gaspar Noe, verkauft von Wild Bunch International Sales.
Vertrieb von TV-Serien:
Darüber hinaus plant Wild Bunch TV die Auslieferung von 4 TV-Serien im zweiten Halbjahr 2018, darunter THE OIL FUND von Harald Zwart oder DRAGONSLAYER666 von Aleksi Delikouras.
Elektronischer Vertrieb, Home Entertainment und TV-Sales:
Zu den umfangreichen DVD/VOD-Veröffentlichungen gehören in Frankreich STAR 80, LA SUITE mit jeweils spezifischen Marketingkampagnen, zu einem aggressiven Preis (€ 10) und einer Erstauslieferung mit hohen Stückzahlen (40.000 Stück). Dazu zählen auch der Animationsfilm CROC BLANC, der in der Weihnachtszeit erscheinen wird, sowie zwei TV-Serien, BRITANNIA Staffel 1 und TIN STAR Staffel 1, die am 31. Oktober erscheinen.
In der zweiten Jahreshälfte 2018 wird das Unternehmen zudem zwei Filme im eCinema veröffentlichen, darunter DEPARTMENT Q: JOURNAL 64, den vierten Teil der auf den Romanen der Department Q-Serie von Jussi Adler-Olsen basierenden Boxoffice-Hit-Saga.
Einige wichtige Verkäufe an das lokale Fernsehen werden im Laufe des zweiten Halbjahres 2018 ausgestrahlt, z.B. in Frankreich, THE BOLEYN SISTERS on 6ter, COMME T'Y ES BELLE on TFX oder LA GUERRE EST DECLAREE on Arte.
FilmoTV
Darüber hinaus werden die Bemühungen von Filmo TV, FilmoGeneric direkt an den Schnittstellen seiner Partner weiter zu entwickeln, in der zweiten Jahreshälfte 2018 fortgesetzt.
Der Vorstand bestätigt aus heutiger Sicht die bisherigen finanziellen Ziele für das Gesamtjahr 2018. Für das Gesamtjahr 2018 erwartet das Unternehmen auf Basis der geplanten Ergebnisse der Kinostarts der zweiten Jahreshälfte einen Umsatzrückgang gegenüber 2017. Daher rechnet der Vorstand weiterhin mit einem EBIT für das Jahr 2018 etwas über dem Niveau des Vorjahres 2017 (€ 0,7 Mio.). Darin nicht enthalten sind Sondereffekte im Zusammenhang mit den geplanten Kapitalmaßnahmen (siehe Anhang zum Halbjahresfinanzbericht).
Es haben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den im Jahresbericht 2017 der Wild Bunch AG dargestellten Chancen und Risiken ergeben.
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| in T€ | 1.1. bis 30.06.2018 |
1.1. bis 30.06.2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 38.344 | 47.690 |
| Sonstige filmbezogene Erträge | 737 | 1.668 |
| Betriebserträge | 39.081 | 49.359 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -32.521 | -37.687 |
| Bruttogewinn | 6.560 | 11.671 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.475 | 435 |
| Verwaltungsaufwendungen | -10.959 | -9.972 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -200 | 587 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -2.123 | 2.721 |
| Finanzerträge | 758 | 3.968 |
| Finanzaufwendungen | -3.435 | -6.809 |
| Ergebnis assoziierter Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen | -60 | 0 |
| Finanzergebnis | -2.738 | -2.841 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | -4.861 | -120 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 73 | 701 |
| Konzernergebnis | -4.788 | 580 |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter | -245 | 284 |
| Ergebnisanteil der Eigenkapitalgeber | -4.543 | 297 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Aktien (Stück) | 81.763.015 | 81.760.600 |
| Potenziell verwässerte Anzahl Aktien (Stück) | 81.763.015 | 81.760.600 |
| Gewichteter Durchschnitt aller Aktien (Stück) | 81.763.015 | 81.760.600 |
| Ergebnis je Aktie | ||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€ pro Aktie) | -0,06 | 0,00 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (€ pro Aktie) | -0,06 | 0,00 |
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| in T€ | 1.1. bis 30.06.2018 |
1.1. bis 30.06.2017 |
|---|---|---|
| Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen | ||
| Konzernergebnis | -4.788 | 580 |
| Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | ||
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 24 | 1 |
| Sonstiges Ergebnis | 24 | 1 |
| Konzerngesamtergebnis | -4.764 | 581 |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter | -221 | 284 |
| Ergebnisanteil der Eigenkapitalgeber | -4.543 | 298 |
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| in T€ | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwert | 124.454 | 124.454 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 75.475 | 81.689 |
| Sachanlagen | 1.150 | 1.156 |
| Finanzanlagen | 2.423 | 2.511 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.456 | 1.516 |
| Aktive latente Steuern | 2.014 | 1.736 |
| Sonstige Vermögenswerte | 80 | 1.290 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 207.052 | 214.352 |
| Vorräte | 1.292 | 1.299 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.460 | 36.020 |
| Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag | 174 | 350 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21.854 | 23.832 |
| Liquide Mittel | 9.353 | 6.593 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 70.135 | 68.094 |
| Summe Aktiva | 277.186 | 282.446 |
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| in T€ | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Anteile der Aktionäre der Wild Bunch AG | 76.606 | 81.151 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -222 | 24 |
| Summe Eigenkapital | 76.385 | 81.175 |
| Pensionsverpflichtungen | 645 | 645 |
| Rückstellungen | 825 | 25 |
| Passive latente Steuern | 3.051 | 2.881 |
| Finanzverbindlichkeiten | 45.372 | 48.459 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.249 | 1.009 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 51.142 | 53.019 |
| Rückstellungen | 2.090 | 2.915 |
| Finanzverbindlichkeiten | 50.750 | 44.123 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 47.452 | 52.077 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 43 | 57 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 49.324 | 49.080 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 149.659 | 148.252 |
| Summe Passiva | 277.186 | 282.446 |
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| in T€ | 1.1. bis 30.06.2018 |
1.1. bis 30.06.2017 |
|---|---|---|
| Konzernfehlbetrag/(-überschuss) | -4.788 | 580 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 10.404 | 16.927 |
| Ergebnis der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen | 60 | 0 |
| Veränderung der Rückstellungen | -24 | 1.115 |
| Veränderung der latenten Steuern | -109 | -2.986 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | 0 | 0 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -1.817 | -4.328 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.879 | 4.846 |
| Veränderung der übrigen Aktiva und Passiva | 4.290 | 4.373 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.137 | 20.528 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen | 7.200 | 0 |
| Einzahlungen aus Abgängen von konsolidierten Tochterunternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich abgegebener Zahlungsmittel | 92 | 0 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagen inkl. Tilgung des Verkäuferdarlehens | 0 | 9 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -13.372 | -19.739 |
| Investitionen in Sachanlagen | -13 | -24 |
| Investitionen in Finanzanlagen | -3 | -218 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -6.097 | -19.973 |
| Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | 5.390 | 6.021 |
| Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | -1.670 | -6.592 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 3.720 | -571 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 2.761 | -16 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds | 0 | -2 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 6.593 | 7.170 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 9.353 | 7.152 |
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| in T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2017 | 81.761 | 2.709 | 2.941 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | 297 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - |
| Stand 30. Juni 2017 | 81.761 | 2.709 | 3.238 |
| Stand 1. Januar 2018 | 81.761 | 2.709 | 3.238 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | -4.543 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - |
| Stand 30. Juni 2018 | 81.761 | 2.709 | -7.839 |
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| Kumuliertes übriges Eigenkapital | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | Währungs- umrechnungs- differenzen |
Sonstiges Eigenkapital | Sonstiges Eigenkapital Steuern |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2017 | 0 | -208 | 69 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Sonstige Anpassungen | - | - | - |
| Stand 30. Juni 2017 | 0 | -208 | 69 |
| Stand 1. Januar 2018 | 0 | -41 | 19 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 24 | - | - |
| Sonstige Anpassungen | -25 | - | - |
| Stand 30. Juni 2018 | -1 | -41 | 19 |
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| in T€ | Anteile der Wild Bunch AG | Anteile anderer Gesellschafter | Konzern- eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2017 | 87.271 | 465 | 87.736 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | 297 | 284 | 581 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Sonstige Anpassungen | - | 1 | 1 |
| Stand 30. Juni 2017 | 87.568 | 750 | 88.318 |
| Stand 1. Januar 2018 | 81.151 | 24 | 81.175 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | - | - | - |
| Jahresergebnis | -4.543 | -245 | -4.788 |
| Sonstiges Ergebnis | 24 | -1 | 23 |
| Sonstige Anpassungen | -25 | - | -25 |
| Stand 30. Juni 2018 | 76.607 | -222 | 76.385 |
Die Wild Bunch AG (Wild Bunch) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland.
Die in Berlin und Paris etablierte Gruppe ist ein führendes, unabhängiges europäisches Filmverleih- und Produktionsunternehmen, das sich aktiv im Bereich Akquisition, Ko-Produktion, Filmvertrieb sowie Weltvertrieb betätigt und derzeit eine Filmbibliothek mit mehr als 2.500 Filmtiteln verwaltet.
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 ist durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung am 28. September 2018 freigegeben.
Der Konzernhalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018 der Wild Bunch erfüllt die Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung von § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag für Zwischenberichte gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den vom IASB gebilligten Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC).
Der Halbjahresfinanzbericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.
Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die angewandten Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses der Wild Bunch AG, Berlin, zum 31. Dezember 2017 veröffentlicht.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 haben sich für die Wild Bunch AG keine wesentlichen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden IFRS-Standards oder IFRIC Interpretationen ergeben.
Wir haben zum 1. Januar 2018 den neuen Standard zur Umsatzrealisierung, IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“, erstmalig angewendet.
Der IFRS 15 enthält neue Bilanzierungsvorschriften hinsichtlich der Umsatzrealisierung im Zusammenhang mit Erlösen aus Verträgen mit Kunden. Im Rahmen einer Vertragsanalyse wurden die Geschäftsmodelle des Konzerns in den Segmenten untersucht. Filmverwertungsrechte werden grundsätzlich einzeln in Verträgen mit Kunden veräußert. Zudem ist der Konzern zu der Einschätzung gelangt, dass die Leistungen nicht über einen Zeitraum erbracht werden, da dem Kunden der Nutzen aus den Verträgen grundsätzlich ab einem gewissen Zeitpunkt vollumfänglich zusteht. Der neue Standard zur Umsatzrealisierung hat daher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzrealisierung. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach IFRS 15 erfolgte nach segmentspezifischen Kategorien und ist im Lagebericht dargestellt.
Zum 1. Januar 2018 haben wir erstmalig den neuen Standard IFRS 9 „Finanzinstrumente“ angewendet.
IFRS 9 ersetzt die Vorschriften des IAS 39, der den Ansatz und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betreffen. IFRS 9 sieht einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten vor, der sich grundsätzlich an dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Zahlungsströmen des Finanzinstruments orientiert. Darüber hinaus beinhaltet IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell, nach dem nicht nur bereits eingetretene Verluste, sondern auch bereits erwartete Ausfälle zu erfassen sind, sowie neue Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 ab dem 01.01.2018 führte bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nur zu geringfügigen Änderungen. Im Einklang mit den Übergangsvorschriften nach IFRS 9 werden die Vergleichszahlen nicht rückwirkend angepasst.
IFRS 16 löst IAS 17 „Leasingverhältnisse“ sowie die zugehörigen Interpretationen ab. Gemäß der Neuregelung haben Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit zu bilanzieren.
Der Konzern hat bislang überwiegend Operating-Leasingverhältnisse über bewegliche Vermögenswerte (Multifunktionsdrucker) sowie über Immobilien (Büroräume) abgeschlossen. Künftig sind die aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden Rechte und Verpflichtungen als Vermögenswert (Nutzungsrecht am Leasinggegenstand) und Schuld (Leasingverbindlichkeit) verpflichtend in der Bilanz anzusetzen. Der Konzern erwartet daraus eine Erhöhung der Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der Aufwand aus Operating-Leasingverhältnissen bislang unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Zukünftig werden stattdessen Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen.
In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse bislang im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Zukünftig werden die Zahlungen für die bislang als Operating-Leasingverhältnisse erfassten Verträge in Zinszahlungen sowie Tilgungszahlungen aufgeteilt. Während die Zinszahlungen weiterhin im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, werden die Tilgungszahlungen dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet werden.
Die Zusammensetzung des Konsoldierungskreises des Wild Bunch-Konzerns hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2017 nicht verändert.
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| 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Gesellschaften | ||
| Inland | 11 | 11 |
| Ausland | 17 | 17 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| Inland | 1 | 1 |
| Ausland | 2 | 2 |
| Summe | 31 | 31 |
Die Segmentberichterstattung wird gemäß IFRS 8 unter Anwendung des „Management-Ansatzes“ vorgenommen, d.h. die Segmentberichterstattung basiert auf der aktuellen für die interne Berichterstattung verwendete Segmentierung. Intersegmentäre Transaktionen: Segmenterträge, Segmentaufwendungen und Segmentergebnis beinhalten Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern. Derartige Transaktionen werden zu Marktpreisen abgerechnet, die nicht verbundenen Parteien für ähnliche Leistungen berechnet werden. Diese Transaktionen werden für Zwecke der Konsolidierung eliminiert.
Das Segmentergebnis der Geschäftseinheiten wird vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Ertragskraft der Segmente wird anhand des Segmentergebnisses beurteilt.
Das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion beinhaltet den Weltvertrieb sowie die Auswertung von Filmen in Kinos in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Österreich sowie die Auswertungen von Kinofilmen im Fernsehen und auf Video und DVD und zum anderen die Filmproduktion von Kinofilmen. Im Segment Sonstige werden die Musik-Aktivitäten sowie die Geschäftsaktivitäten der VOD-Plattform zusammengefasst.
Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die die Wild Bunch Gruppe beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss haben oder von ihr beherrscht werden, soweit sie nicht bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wild Bunch AG sowie deren Familienangehörigen.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 fanden neben Gehaltszahlungen an Vorstände und den satzungsmäßigen Vergütungen an Aufsichtsräte die nachfolgenden Transaktionen mit nahestehenden Personen statt.
Die Gesellschaft betrachtet die Sapinda Aasia Ltd., British Virgin Island („Sapinda Asia“) und die Sapinda Holding B.V., Amsterdam, Niederlande als nahestehendes Unternehmen. Im ersten Halbjahr gewährte die Sapinda Holding B.V., Amsterdam, Niederlande der Wild Bunch AG einen Zwischenkredit über T€ 5.000, der in Höhe von T€ 4.255 zum 30. Juni in Anspruch genommen wurde. Bei dem Kredit handelt es sich um eine unbesicherte Zwischenfinanzierung, die mit 8% verzinst ist und eine Laufzeit bis zum 23. März 2019 hat.
Daneben bestanden Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen:
Im Geschäftsjahr 2017 gewährte BIM s.r.l., Rom, Italien, dem assoziierten Unternehmen Cirtuito Cinema s.r.l., Rom, Italien, (Circuito Cinema) ein Darlehen in Höhe von T€ 213, das zum 30. Juni 2018 T€ 213 unverändert bestand. Circuito Cinema rechnete im ersten Halbjahr 2018 Kinoerlöse in Höhe von T€ 45 mit der Gesellschafterin und Konzerngesellschaft BIM s.r.l, Rom, Italien, ab. Circuito Cinema erbrachte im ersten Halbjahr Dienstleistungen im Rahmen der Vermarktung von Filmen für die Gesellschafterin BIM s.r.l., Rom, Italien, in Höhe von T€ 60.
Mit der Investmentbank Lazard Frères („Lazard“), Paris, Frankreich, bestand in 2017 und im Berichtszeitraum ein Financial Advisory Agreement unter dem Lazard Beratungsleistungen in Hinblick auf die strategische Investorensuche erbringt. Das Aufsichtsratsmitglied Pierre Tattevin ist Partner im Pariser Büro von Lazard. Die Beauftragung von Lazard erfolgte zu marktüblichen Konditionen auf Basis einer rein erfolgsabhängigen Vergütung. Eine solche ist im Berichtszeitraum nicht fällig geworden.
Allen Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zugrunde gelegt.
Die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, die in etwa den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Zum 30. Juni 2018 hatte der Konzern folgende sonstige finanziellen Verpflichtungen:
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| Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten in T€ | 30.06.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Rest laufzeit von 1 bis 5 | Restlaufzeit über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Miete und Leasing | 7.134 | |||
| Minimumgarantien | 22.331 | |||
| 29.465 | 0 | 0 | 0 |
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| Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten in T€ | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Rest laufzeit von 1 bis 5 | Restlaufzeit über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Miete und Leasing | 8.993 | 1.234 | 4.068 | 1.832 |
| Minimumgarantien | 29.345 | 17.757 | 4.574 | 0 |
| Summe | 38.338 | 18.991 | 8.642 | 1.832 |
Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- und Verleihförderung (T€ 12.307 Dezember 2017: T€ 11.303) Diese Fördermitteldarlehen sind jedoch nur aus anteiligen zukünftigen Erlösen, die die Kosten übersteigen, zurückzuführen.
Auf der Hauptversammlung der Wild Bunch AG am 26. September 2018 wurden die folgenden Kapitalmaßnahmen beschlossen:
| • | Beschlussfassung über eine Kaptalherabsetzung im Wege der vereinfachten Einziehung von fünfzehn Aktien |
| • | Beschlussfassung über eine ordentliche Kapitalherabsetzung der Gesellschaft durch Zusammenlegung von Aktien zum Zwecke der Deckung von Verlusten und im Übrigen zur Einstellung von Beträgen in die Kapitalrücklage |
| • | Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlagen (Einbringung der von der Wild Bunch AG begebenen EUR 18.000.000 8% - Inhaberschuldverschreibungen 2016/2019) unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre |
| • | Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlagen (Einbringung von Forderungen aus französischen Bankdarlehen und Investitionsverträgen) unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre |
Des Weiteren wurden auf der Hauptversammlung am 26. September die folgenden Herren zu Aufsichtsratsmitgliedern gewählt:
| • | Michael Edelstein, wohnhaft in London, England, |
| • | Dr. Georg Kofler, wohnhaft in Rottach-Egern |
| • | Kai Diekmann, wohnhaft in Potsdam |
Weiterführende Informationen zu den Beschlüssen der Hauptversammlung vom 26. September 2018 finden sich auf unserer Internetseite http://wildbunch.eu/en/investor-relations/termine/.
Im August 2018 sind die Vorstandsverträge von Brahim Chioua und Vincent Maraval ausgelaufen, seit diesem Zeitpunkt werden die Geschäfte der Wild Bunch AG von den zwei verbleibenden Vorständen geführt.
Nach dem Bilanzstichtag 2018 sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Wild Bunch Gruppe eingetreten.
zum 30. Juni 2018
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 30. September 2018
Wild Bunch AG
*Vincent Grimond
Vorstandsvorsitzender (CEO)*
*Max Sturm
(CFO)*
Herausgeber
Wild Bunch AG
Knesebeckstr. 59 – 61
10719 Berlin
Deutschland
Telefon +49 30 880 91 700
Telefax +49 30 880 91 774
Email: [email protected]
www.wildbunch.eu
Vorstand
Vincent Grimond Vorstandsvorsitzender (CEO)
Max Sturm (CFO)
Registergericht
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Registernummer
HRB 68059
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