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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Annual Report Aug 21, 2019

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Annual Report

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mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Geschäftsbericht 2018

mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Auf einen Blick

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2018 2017 +/-

in %
Provisionsüberschuss TEUR 4.326 TEUR 5.474 -21
Handelsergebnis TEUR 12.709 TEUR 16.892 -25
Personalaufwand TEUR 5.564 TEUR 6.435 -14
Andere Verwaltungsaufwendungen TEUR 10.380 TEUR 9.869 +5
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken" TEUR 1.000 TEUR 5.931 -83
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit TEUR 668 TEUR 4.954 -87
Jahresüberschuss TEUR 631 TEUR 4.353 -86
Bilanzsumme TEUR 22.681 TEUR 26.770 -15
Eigenkapital TEUR 12.329 TEUR 14.547 -15
Ergebnis je Aktie 0,13 * 0,79 * -84
Mitarbeiter 57 55 +4

* Ergebnis je Aktie vor der Zuführung zum "Fonds für allgemeine Bankrisiken"

Die Gesellschaft

mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Tel. +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

[email protected]

www.mwbfairtrade.com

Amtsgericht München HRB 123141

ISIN mwb fairtrade-Aktie: DE0006656101

Börsenzulassungen

Börse München
Börse Berlin
Frankfurter Wertpapierbörse
Börse Hamburg
Börse Hannover
Börse Düsseldorf
Börse Stuttgart
Tradegate Exchange
Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen e.V.
Mitglied in der EdW Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen
Gründungsmitglied des Interessenverbandes kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e. V.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wie gewonnen, so zerronnen: Nach einem Plus von 12,5 Prozent im Jahr 2017 verlor der deutsche Aktienindex 2018 zum ersten Mal seit sieben Jahren an Wert. Minus 18,3 Prozent standen am Jahresende zu Buche. Auch der Dow Jones, der japanische Nikkei-Index und vor allem der chinesische Aktienmarkt mussten herbe Rückschläge einstecken. Fast alle Anlageklassen, inklusive Rohstoffe und Edelmetalle, verzeichneten Wertverluste. Ein Phänomen, das nur selten zu beobachten ist, denn normalerweise gleichen sich Schwankungen innerhalb der Anlageklassen gegenseitig aus. Die Nervosität der Anleger konnte man demzufolge mit Händen greifen. Ausschlaggebend für die belastende Stimmung waren vor allem das nicht enden wollende Chaos um den Brexit, der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie die ersten Anzeichen für eine kommende Rezession in Europa. Auffällig erschienen in diesem Zusammenhang auch die massiven Umschichtungen zum Jahresende. Allein an der Wall Street wurden im Dezember 2018 rund 46 Milliarden Dollar aus Aktien- und Anleihenfonds abgezogen und in Geldmarktfonds umgeschichtet. Ein sicheres Indiz dafür, dass die großen institutionellen Anleger einen sicheren Hafen suchen. Angesichts der starken Kursrückgänge im Jahresverlauf verloren auch die privaten Anleger den Mut und verhielten sich abwartend. Für Skontroführer konnte es also kaum ungünstigere Bedingungen geben. Dass die mwb fairtrade in 2018 trotzdem einen Gewinn erwirtschaftet hat, ist absolut keine Selbstverständlichkeit und zeigt, dass wir selbst in einem schwierigen Umfeld profitabel arbeiten können.

Fünftes positives Geschäftsergebnis in Folge

Das leicht positive Jahresergebnis ist mehreren Faktoren geschuldet. Zum einen hat uns die hohe Volatilität geholfen, denn sie steigert zwangsläufig die Zahl der Orders und damit die Erträge. Zum anderen ist es uns erneut gelungen, die Kosten unter Kontrolle zu halten und dem Geschäftsverlauf anzupassen. Vor Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit bei TEUR 1.000 gegenüber TEUR 5.931 im Vorjahr. Ein Ergebnis, das sich im Rahmen unserer ohnehin schon konservativen Erwartungen bewegte. Nach Zuführung zum Fonds für Allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 333 belief sich das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf TEUR 668. Der Jahresüberschuss sank im Vergleichszeitraum entsprechend von TEUR 4.353 auf TEUR 631. Unverändert komfortabel ist die Eigenkapitalsituation der mwb fairtrade. Zum 31.12.2018 lag das Eigenkapital bei rund 12,3 Mio. Euro (Vorjahr 14,5 Mio. Euro), wobei die Rückstellungen im Fonds für Allgemeine Bankrisiken aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital hinzugezählt werden. Hier sind mittlerweile knapp 6,3 Mio. Euro aufgelaufen und bilden ein großzügiges Kapitalpolster. Die Liquidität unserer Gesellschaft ging zurück auf TEUR 12.761. Hauptgrund waren höhere Handelsbestände zum Jahresultimo. Insgesamt bewegt sich unsere Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung nach wie vor auf einem hohen Niveau. Das gilt insbesondere, wenn man die überschaubare Unternehmensgröße betrachtet. Zum Jahresende 2018 beschäftigte die mwb fairtrade 57 Mitarbeiter an den fünf Standorten Hamburg, Hannover, Frankfurt, Berlin und Gräfelfing bei München.

Kosten bleiben weitgehend stabil

Nach einem sehr erfreulichen Zuwachs im Jahr 2017 ging das Provisions- und Handelsergebnis in den folgenden zwölf Monaten wieder zurück. Allerdings sind wir immer noch weit entfernt von den schwachen Ergebnissen aus den Jahren nach Ausbruch der Finanzkrise. Auch das Handelsvolumen insgesamt ist nicht so stark eingebrochen wie die Indexentwicklungen vermuten ließen. Das Provisionsergebnis der mwb fairtrade lag zum 31.12.2018 bei TEUR 4.326, was einem Rückgang um ein Fünftel entspricht. Etwas stärker ist das Handelsergebnis gesunken. Mit TEUR 12.709 lag es um 25 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Hier sollte man allerdings bedenken, dass es sich 2017 um ein Ausnahmejahr handelte, in dem es beim Handelsergebnis eine deutliche Steigerung von 39 Prozent gab. Auf der Kostenseite konnten die gesunkenen Erträge nicht vollständig aufgefangen werden, aber zumindest gingen die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen leicht zurück. In Summe lagen sie bei TEUR 15.945 im Vergleich zu TEUR 16.304 im Vorjahr. Während die Einsparungen bei den Personalkosten 14 Prozent betrugen, gingen die Anderen Verwaltungsaufwendungen leicht nach oben. Das ist unter anderem damit zu erklären, dass die Nutzung der Handelssysteme und der Aufwand für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften in volatilen Märkten eher Mehrkosten verursachen. Der größere Aufwand spiegelt sich aber nicht in höheren Provisionserträgen wider, wie es bei einem guten Marktverlauf der Fall wäre. In absoluten Zahlen stiegen die Anderen Verwaltungsaufwendungen um TEUR 511 auf TEUR 10.380. Die Personalkosten lagen bei TEUR 5.564 und damit um TEUR 871 niedriger als 2017. Hier wirkte sich das erfolgsabhängige Vergütungsmodell der Händler der mwb fairtrade auf sinnvolle Weise aus.

Rekordzahl bei betreuten Orderbüchern

Die Skontroführung bleibt ein bewährter Baustein im Börsengeschehen. Das zeigt die kontinuierlich steigende Zahl an Orderbüchern. 6.614 Aktienskontren (plus 305) bedeuteten einen Rekordwert für die mwb fairtrade. Trotz eines schwachen Rentenjahres entwickelte sich die Skontroführung für festverzinsliche Wertpapiere ebenfalls positiv. Das lag vor allem an unserer Zulassung zum offiziellen Spezialisten für festverzinsliche Wertpapiere an der Tradegate Exchange in Berlin. Zusammen mit den Börsen Berlin, Hamburg und Hannover betreuten wir somit 13.105 Rententitel. Hinzu kamen noch 9.102 offene Investmentfonds. Die mwb fairtrade baut damit ihre Position als einer der führenden Player im Markt beständig aus. Einen erfreulichen Ergebnisbeitrag lieferte erneut unser zweiter Geschäftsbereich Corporates & Markets. Hierunter fallen das Kapitalmarktgeschäft, die Betreuung institutioneller Kunden, Designated Sponsoring sowie Sales und Orderausführung. Obwohl 2018 ein äußerst schwieriges Jahr für Kapitalmarkt-Transaktionen war, ist es uns gelungen, im April eine Unternehmensanleihe für das Immobilienunternehmen Eyemaxx Real Estate zu platzieren. Das Volumen der erfolgreichen Transaktion lag bei 20 Mio. Euro. Zusammen mit einigen kleineren Mandaten erzielten wir mit dem Geschäftsfeld Capital Markets 12 Prozent des Provisionsergebnisses. Das ist insofern beachtlich, als wir dieses Geschäftsfeld erst vor zwei Jahren reaktiviert haben. In den übrigen Tätigkeitsfeldern wie Sales und Orderausführung wurden wir von den regulatorischen Maßnahmen der neuen MiFiD II-Verordnung ausgebremst. Die "Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente" schränkt unsere Ertragsmöglichkeiten im Bereich Sales und Orderausführung künftig stärker ein. Sehr erfreulich verlief dagegen die Entwicklung des Designated Sponsoring. Hier traten wir im letzten Jahr als Designated Sponsor für 71 ausländische Wertpapiere auf.

Vorstand hält an Dividende fest

Nach einem Frühjahrs-Höhenflug bis auf € 6,24 ist der Kurs der mwb fairtrade-Aktie im Sommer 2018 regelrecht eingebrochen. Was nach der Ausschüttung einer Dividende ein normales Phänomen ist, verfestigte sich durch die Bekanntgabe unserer Halbjahreszahlen. Der Schlusskurs am 28. Dezember 2018 lag bei € 2,74. Seitdem konnte sich unser Wertpapier leider kaum erholen und hat sich damit vom Börsentrend abgekoppelt. Ende April 2019 - vor Drucklegung dieses Geschäftsberichts - lag der Kurs auf Xetra bei € 2,20 (weitere Informationen zur mwb-Aktie lesen Sie im Kapitel "Investor Relations" auf Seite 10). Ungeachtet der Kursentwicklung und des schmalen Jahresgewinns möchten wir die Treue unserer Aktionärinnen und Aktionäre belohnen. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben daher beschlossen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 0,05 Euro je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Damit lassen wir, was die Höhe der Auszahlung betrifft, die gewohnte Vorsicht walten. Denn auch wenn das 1. Quartal 2019 ordentlich begann und ein Großteil der Verluste an den Börsen wieder aufgeholt wurde - sicher ist derzeit nichts. Die globale Wirtschaft schwächelt nach wie vor und die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind nicht mehr so prall gefüllt wie bisher. Hinzu kommt die politische Orientierungslosigkeit in vielen Ländern der EU, aber auch in den USA, wo 2020 ein lähmender Wahlkampf zu erwarten ist. Jeder Einzelne im Team der mwb fairtrade ist sich bewusst, dass hier große Herausforderungen vor uns stehen. Für 2019 erwarten wir zwar insgesamt etwas bessere Handelsbedingungen, aber weiterhin starke Ausschläge nach oben und unten, da die Anleger auf jede Bewegung der Märkte hypernervös reagieren werden. Wir nehmen diese Herausforderung an und sind froh, uns dabei auf hervorragende Mitarbeiter und treue Aktionäre verlassen zu können.

Mit besten Grüßen

Thomas Posovatz, Sprecher des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war von Vertrauen geprägt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die strategische Weiterentwicklung, das Risikomanagement sowie alle wichtigen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind mit dem Aufsichtsrat besprochen und ihm zur Zustimmung vorgelegt worden.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2018 fanden vier Aufsichtsratssitzungen am 22. März, 17. Mai, 20. September und 04. Dezember 2018 statt.

Gegenstand jeder Präsenzaufsichtsratssitzung waren die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und wichtige Geschäftsvorfälle. Soweit bei der Gesellschaft zustimmungsbedürftige Geschäfte anfielen, wurde der Aufsichtsrat hierüber vom Vorstand rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und hat nach eigener Prüfung der Entscheidungsgrundlagen über die Zustimmung Beschluss gefasst.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2018 war die Besprechung der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft im ersten Quartal 2018 sowie die Vorlage und Erläuterung der Jahresplanung 2018 durch den Vorstand.

In der Aufsichtsratssitzung am 17. Mai 2018 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 vom Vorstand vorgelegt, erläutert und durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und war somit festgestellt. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, aus dem im Jahresabschluss 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.690.125,09 eine Dividende in Höhe von EUR 0,39 je gewinnberechtigter Aktie auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Darüber hinaus wurden die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal sowie im April und Mai 2018 sowie die vom Vorstand vorgelegte Geschäftsstrategie der Gesellschaft gemeinsam erörtert. Ein weiteres Thema war die Diskussion und Beschlussfassung über die Einladungsbekanntmachung zur Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Juli 2018.

In der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2018 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2018 und den Monaten Juli und August 2018 sowie über den aktuellen Stand der Weiterentwicklung des Kapitalmarktgeschäfts (Corporates & Markets).

In der Aufsichtsratssitzung am 04. Dezember 2018 berichtete der Vorstand über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft in den ersten neun Monaten 2018 sowie in den Monaten Oktober und November 2018. Des Weiteren erfolgte eine Diskussion über die Strategie der Gesellschaft in Zeiten schwieriger Marktlagen. Darüber hinaus wurde vom Vorstand der Bericht über das Vergütungssystem der Gesellschaft vorgelegt und gemeinsam erörtert.

Die Gesellschaft verfügt über ein wirksames Risikokontrollsystem, das die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und nach Auffassung des Aufsichtsrates geeignet ist, eine effiziente Überwachung der Gesellschaft zu ermöglichen. Dem Aufsichtsrat wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig der vierteljährliche Bericht der Internen Revision sowie der vierteljährliche Risikobericht gemäß MaRisk vorgelegt. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Ebenso wurde dem Aufsichtsrat der jährliche Bericht Compliance und Geldwäscheprävention vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert. Es ergaben sich keine Einwendungen.

Jahresabschluss

Im Geschäftsjahr 2018 beläuft sich der operative Gewinn auf T€ 1.000 und liegt damit um T€ 4.931 deutlich unter dem Vorjahresgewinn in Höhe von T€ 5.931. Hierbei sank das Handelsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 25% auf T€ 12.709 und das Provisionsergebnis gegenüber dem Vorjahreswert um 21% auf T€ 4.326. Ursächlich für den Rückgang war ein schwieriges Börsenjahr 2018. Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 631 und liegt damit um T€ 3.722 unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB beläuft sich nach einer erforderlichen Zuführung um T€ 333 im Geschäftsjahr 2018 auf T€ 6.288. Damit ist der Fonds entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ausreichend dotiert.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, an die Aktionäre eine Dividende von € 0,05 je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenvolumen von € 373.685,00.

Dem Aufsichtsrat wurden der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2018, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Die vorgelegten Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft.

Die zum Abschlussprüfer gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare offengelegt. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. Mai 2019 persönlich dem Aufsichtsrat berichtet. Die Ergebnisse der Prüfungen hat der Aufsichtsrat in der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Kenntnis genommen und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Dank und Anerkennung aus.

Gräfelfing, den 23. Mai 2019

Für den Aufsichtsrat

Michael Wilhelm, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Investor Relations

Informationen für unsere Aktionäre

Das Auf und Ab des Börsenjahres ging nicht spurlos am Aktienkurs der mwb fairtrade vorbei. Beflügelt vom guten Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 und der Aussicht auf eine attraktive Dividende stieg der Kurs bis zum 10. Mai 2018 auf € 6,24. Damit wurde ein Zehnjahreshoch erreicht. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange. Nach Ausschüttung der Dividende von 0,39 Cent pro Aktie am 11. Juli 2018 und der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen gab der Kurs beständig nach.

Dafür waren freilich auch die Rahmenbedingungen verantwortlich (mehr dazu lesen Sie im Aktionärsbrief auf Seite 6). In dem äußerst schwierigen Börsenumfeld traute man den Skontroführern offensichtlich nicht mehr zu, sich vom Negativtrend abzukoppeln. So kam es, dass unser Wertpapier am Jahresende einen Schlusskurs von € 2,74 verzeichnete - gegenüber € 3,67 im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie sank entsprechend auf € 0,13.

Da das Geschäftsergebnis dennoch im positiven Bereich lag, hat sich die Gesellschaft entschieden, für das Jahr 2018 eine kleine Dividende auszuschütten. Sie wird sich im Bereich von € 0,03 bis € 0,06 je dividendenberechtigter Aktie bewegen.

Um den Bekanntheitsgrad der mwb fairtrade in der Fachwelt zu erhöhen, haben wir am 17. Oktober 2018 an der "Fachkonferenz Finanzdienstleistungen" an der Börse München und am 8. Mai 2019 an der Münchner Kapitalmarkt Konferenz teilgenommen. Beide Veranstaltungen richteten sich speziell an Analysten und Investoren.

Die jährliche Hauptversammlung der mwb fairtrade AG findet am 17. Juli 2019 in München statt. Veranstaltungsort ist wie im letzten Jahr das ConferenceCenter im Haus der Bayerischen Wirtschaft.

Kursverlauf der mwb fairtrade-Aktie

Gesamtzahl Aktien: 7.473.700

WKN 665610, ISIN DE0006656101

Aktionärsstruktur der mwb fairtrade AG

Stand: 31.12.2018

Ihre Ansprechpartnerin für Investor Relations -

Bettina Schmidt

Email: [email protected]

Lagebericht

der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

1. Das wirtschaftliche und politische Umfeld im Geschäftsjahr 2018

Das Geschäftsjahr 2018 war ein schwieriges Börsenjahr. Begann das 1. Quartal noch mit einer Jahresanfangsrallye begleitet von deutlichen Umsatzsteigerungen, ließen Anfang Februar die US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten Befürchtungen aufkommen, dass die US-Notenbank Fed im Jahr 2018 schon früher und öfter als erwartet an der Zinsschraube drehen würde. Hinzu kam die sprunghafte Handelsstreitrhetorik des amerikanischen Präsidenten gegenüber China, der EU, Mexiko und Kanada. Dies führte in der Folge zu deutlich sinkenden Kursen und das 1. Quartal blieb das Beste im Jahr 2018. Im Laufe des Jahres kamen weitere Belastungsfaktoren wie der Regierungswechsel in Italien, die anhaltende Brexitdebatte, die Abgasprobleme der deutschen Automobilindustrie, erste Gewinnwarnungen quer durch die Branchen sowie Anzeichen einer sich abschwächenden Weltkonjunktur hinzu.

Diese ungünstigen Rahmenbedingungen bescherten letztendlich dem Dax ein Jahresminus von 18,3%, der erste Jahresverlust seit dem Jahr 2011. Der Nebenwerteindex MDax ging um 18,7% zurück, der SDax sogar um 21,6%. Auch der Dow Jones, der Index der 30 größten US-Aktien schloss das Jahr 2018 mit einem Verlust von 5,6% ab, nachdem er im Oktober 2018 noch neue Höchststände erreicht hatte. Ähnliches gilt für den S&P 100, mit einer Jahresperformance von minus 5,9%, den Index der 100 größten US-Technologiewerte Nasdaq 100 mit minus einem Prozent sowie den japanischen Nikkei mit einem Jahresminus von 12,8%. Weltweit die schlechteste Performance zeigte der chinesische Aktienmarkt. Vor dem Hintergrund des schwelenden Handelskonfliktes mit den USA und einer sich abschwächenden Wirtschaft verzeichnete der Shanghai Composite ein Minus von 25%.

Zum Jahresauftakt 2019 knüpften die internationalen Finanzmärkte mit einer hohen Volatilität und Nervosität zunächst nahtlos an das Jahr 2018 an, bevor im weiteren Verlauf des Januars und Februars eine gewisse Beruhigung einkehrte.

2. Die rechtliche und organisatorische Struktur der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die 1993 gegründete mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein Kreditinstitut im Sinne des KWG (Gesetz über das Kreditwesen). Neben der Erlaubnis für das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Emissions- und Platzierungsgeschäft verfügt die Gesellschaft über die Erlaubnis zur Anlage- und Abschlussvermittlung, zur Anlageberatung und -verwaltung sowie zum Eigenhandel und Eigengeschäft. Sie kann ihre Geschäftstätigkeit auch auf finanzinstrumentähnliche Börsengüter und andere Geschäftsfelder erweitern, die von Wertpapierdienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden, soweit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz erforderlich ist. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt der Aufsicht der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) sowie der Deutschen Bundesbank. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Gräfelfing (13 Mitarbeiter) hat vier unselbstständige Niederlassungen in Hamburg (22 Mitarbeiter), Hannover (5 Mitarbeiter), Frankfurt (9 Mitarbeiter) und Berlin (8 Mitarbeiter). Die angegebenen Mitarbeiterzahlen sind inklusive Vorstand. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die beiden Geschäftsbereiche "Wertpapierhandel" und "Corporates & Markets". Die Aktie der Gesellschaft wird im Freiverkehr der Börse München im Segment m:access gehandelt.

3. Wirtschaftsbericht

a) Der Geschäftsverlauf der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG sind das Provisions- und Handelsergebnis, die Personal- und Anderen Verwaltungsaufwendungen sowie das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Diese werden laufend überwacht und unterliegen einer aktiven Steuerung.

Ein politisches und wirtschaftlich schwieriges Jahr 2018 mit den Hauptbelastungsfaktoren Handelskrieg zwischen USA und China, Brexit, eine sich abschwächende Weltkonjunktur und rückläufigen Unternehmensergebnissen führte zu einem deutlichen Rückgang an den wichtigsten Aktienmärkten. Zwar stiegen die Umsätze in Aktien, Renten und Fonds an den deutschen Wertpapierbörsen in 2018 insgesamt um 16% gegenüber dem Vorjahr an. Ein Großteil davon entfiel jedoch auf das elektronische Handelssystem Xetra an der Deutschen Börse. An den übrigen Börsen ohne Xetra betrug der Umsatzanstieg lediglich ein Prozent. Dies ist eine typische Entwicklung in schwierigen Börsenphasen, wenn die Wanderbewegung der Orderströme zulasten der Regionalbörsen geht. Diese Tatsache wirkt sich dann unmittelbar auf das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Skontroführung und Market Making aus und schränkt die Handelsmöglichkeiten ein. In der Folge ging der Provisionsüberschuss in 2018 um 21% auf TEUR 4.326 zurück, das Handelsergebnis sank um 25% auf TEUR 12.709.

Aber auch die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich. Sie gingen um 2% auf TEUR 15.945 zurück. In Zeiten rückläufiger Ergebnisse reduzieren sich wegen des zum Teil erfolgsabhängigen Vergütungsmodells der Wertpapierhändler insbesondere die Personalkosten.

Die Preisentwicklung der mwb-Aktie ist ein Spiegelbild des Börsenjahres 2018. Beflügelt vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 und der Aussicht auf eine ordentliche Dividende von € 0,39 stieg er im Mai auf das Jahreshoch von € 6,24 und brach im Juli nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen 2018 deutlich ein. Er schloss am 28.12.2018 mit € 2,74. Gegenwärtig bewegt er sich auf einem Niveau von etwa € 2,08.

b) Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG war im Geschäftsjahr 2018 in zwei Geschäftsfeldern aktiv. Das Geschäftsfeld "Wertpapierhandel" umfasst die Skontroführung und den Handel in Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und offenen Investmentfonds. Mit dem Wertpapierhandel erwirtschaftete die Gesellschaft mit rund 89% des Provisions- und Handelsergebnisses den überwiegenden Teil der Erträge. Als Folge einer Neuorganisation der einzelnen Geschäftsbereiche zählen ab dem Jahr 2017 das Kapitalmarktgeschäft, die Betreuung institutioneller Kunden sowie die Orderausführung im Auftrag von Banken, genauso wie die Emissionsberatung und das Designated Sponsoring zum Geschäftsfeld "Corporates & Markets", das rund 11% der Erträge erwirtschaftete.

Wertpapierhandel

Skontroführung in Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Skontroführer bzw. Spezialist in Aktien an den Börsenplätzen Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Berlin. Zum 31. Dezember 2018 betreute sie an diesen Börsen insgesamt 6.614 Aktien, ein Zuwachs von 305 Skontren gegenüber dem Vorjahr.

Die Skontroführung in Aktien trug im Geschäftsjahr 2018 mit rund 56% zu den Gesamterträgen der Gesellschaft bei. Das entspricht 40% des Gesamtprovisionsergebnisses und 61% des Gesamthandelsergebnisses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Damit hat die Skontroführung und der Handel in Aktien seine Bedeutung innerhalb des Wertpapierhandels der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG erneut bestätigt. Die Erträge aus der Skontroführung in Aktien betrugen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt TEUR 9.461 nach TEUR 12.096 in 2017.

Skontroführung in festverzinslichen Wertpapieren

Das Jahr 2018 kann man insgesamt als schwaches Rentenjahr bezeichnen. Die fehlenden Aussichten auf ein Ende der Nullzinspolitik der EZB führten zu einem Rückgang der Rentenumsätze an den deutschen Wertpapierbörsen um 14%. Trotzdem gelang es der Gesellschaft ihre Umsatzerlöse im Rentenhandel zu steigern. Sie erzielte TEUR 3.048 oder rund 18% der Gesamtumsatzerlöse. Dies entspricht 19% des Provisionsergebnisses und 17% des Handelsergebnisses.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 ist die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG der offizielle Spezialist für festverzinsliche Wertpapiere an der Tradegate Exchange. Dieser Bereich entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 erfreulich. Insgesamt betreute die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2018 13.105 Rententitel an den Börsen Berlin, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange gegenüber 10.440 zum 31. Dezember 2017.

Skontroführung in offenen Investmentfonds

Die Entwicklung des Fondshandels bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Geschäftsjahr 2018 ist als durchschnittlich und schlechter als in 2017 zu bezeichnen. Deutliche Rückflüsse von Seiten der Privatanleger bescherten der Fondsbranche ein schwieriges Jahr. Vor diesem Hintergrund gingen die Umsatzerlöse der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Fondshandel auf TEUR 2.351 nach TEUR 4.201 in 2017 zurück. Dies entspricht 14% der Gesamterlöse bzw. 10% des Provisionsergebnisses und 15% des Handelsergebnisses. Zum 31. Dezember 2018 betreute die Gesellschaft an den Börsen München, Hamburg, Hannover und der Tradegate Exchange die Orderbücher von 9.102 offenen Investmentfonds, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 207 Titel.

Corporates & Markets

Innerhalb des Geschäftsfelds Corporates & Markets sind bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG die klassischen Bereiche Equity und Debt Capital Markets, die Betreuung institutioneller Kunden, die Orderausführung im Auftrag von Banken sowie das Designated Sponsoring angesiedelt.

Kapitalmarktgeschäft (Equity und Debt Capital Markets)

Nachdem von der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Oktober 2017 die Unternehmensanleihe der Euroboden GmbH erfolgreich platziert wurde, folgte im April 2018 eine Unternehmensanleihe der Eyemaxx Real Estate AG. Von der Anleihe mit einer fünfjährigen Laufzeit und einem Kupon von 5,5% wurden über 20 Mio. Euro platziert. Damit hat die Gesellschaft ihre Strategie mit dem Fokus auf Emittenten und Transaktionen mit transparentem und nachvollziehbarem Geschäftsmodell erneut bestätigt. Zusammen mit weiteren kleineren Transaktionen erzielte der Bereich Kapitalmarkt Erträge in Höhe von TEUR 544 bzw. 3% der Gesamtumsatzerlöse oder 12% des Gesamtprovisionsergebnisses der Gesellschaft. Der Anteil am Gesamthandelsergebnis war wegen der Charakteristik des Kapitalmarktgeschäfts unbedeutend.

Trotz alledem war das Jahr 2018 insgesamt ein schwieriges Jahr für Kapitalmarkttransaktionen. Obwohl zahlenmäßig eines der stärksten IPO-Jahre seit 2007, war es das Jahr mit der schlechtesten Kursperformance der IPO Kandidaten. Von 17 IPO's im Prime Standard lagen zum Jahresende nur zwei Titel im Plus. Dazu gab es zahlreiche Absagen und Verschiebungen von angekündigten Börsengängen.

Sales und Orderausführung, Betreuung institutioneller Kunden

Insbesondere die regulatorischen Veränderungen, die die zweite Version der "Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) mit ihrer Einführung im Jahr 2018 brachte und die Druck auf das bestehende Provisionsniveau im Bereich Sales/ Orderausführung ausübte, gingen die Erträge aus diesem Bereich zurück. Sie betrugen TEUR 1.398 im Geschäftsjahr 2018 nach TEUR 2.372 im Jahr zuvor. So ging auch der Anteil an den Gesamtumsatzerlösen auf 8% zurück.

Insgesamt wurden im Bereich Sales und Orderausführung rund 16% des Gesamtprovisionsergebnisses und 6% des Gesamthandelsergebnisses erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei einer gewünschten Nettoabrechnung für den Kunden der Ertrag im Handelsergebnis anfällt, obwohl er rein formal zum Provisionsergebnis gezählt werden müsste.

Designated Sponsoring

Im Geschäftsjahr 2018 trat die Gesellschaft für 71 selbst ausgewählte Auslandsaktien als Designated Sponsor auf. Daneben ist die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG der Designated Sponsor für die eigene mwb-Aktie sowie zum 31. Dezember 2018 für sieben Mandate im Kundenauftrag. Da dieser Bereich weiter ausgebaut werden soll, hat sich die Gesellschaft im 4. Quartal 2018 personell mit einem ausgewiesenen Experten verstärkt. Das Designated Sponsoring soll zukünftig Teil eines Allround-Angebotes für Emittenten aus Kapitalmarkt, Research und Investor-Relations Services sein.

c) Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2018

Zahlreiche wirtschaftliche und politische Belastungsfaktoren verschlechterten die Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2018 gegenüber 2017 deutlich. In der Folge erzielte die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG mit TEUR 17.035 ein um 24% niedrigeres Provisions- und Handelsergebnis. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gingen zwar auch zurück, aber nicht in gleichem Maße. Sie konnten um 2% auf TEUR 15.945 reduziert werden. Aus dieser Entwicklung ergibt sich deshalb für das Geschäftsjahr 2018 ein deutlich gesunkenes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Es lag vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bei TEUR 1.000 im Vergleich zu TEUR 5.931 im Vorjahr. Dieses Ergebnis hat die Planungen des Vorstands für 2018, der insgesamt von einem positiven Ergebnis ausging, im Wesentlichen erfüllt.

Aufgrund des rückläufigen Ergebnisses reduzierte sich das Ergebnis je Aktie vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken auf € 0,13 nach € 0,79 in 2017. Auch die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken fiel in 2018 aufgrund des Ergebnisrückgangs mit TEUR 333 niedriger aus. Die Cost-Income-Ratio als Kennzahl der Effizienz des Unternehmens erhöhte sich von 73% in 2017 auf 97% in 2018.

Provisionsergebnis

Ein schwieriges Marktumfeld mit einer hohen, aber schwer kalkulierbaren Volatilität der Wertpapiermärkte führte im Geschäftsjahr 2018 zu einem deutlich verringerten Provisionsergebnis. Es ging deshalb im Geschäftsjahr 2018 um 21% auf TEUR 4.326 zurück. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der Vorstand abhängig vom Marktumfeld, von den Wertpapierumsätzen und der Anzahl der Mandate im Kapitalmarktgeschäft wieder ein leicht ansteigendes Provisionsergebnis.

Handelsergebnis

Während im Geschäftsjahr 2017 unter anderem Sonderthemen bei Privatanlegern wie Kryptowährungen, Cannabis- und Lithiumaktien für ein deutlich gestiegenes Handelsergebnis sorgten, fehlten solche Themen weitgehend in 2018. In Verbindung mit einem insgesamt eingetrübten Marktumfeld und unkalkulierbaren Volatilitäten waren die Handelsbedingungen im Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG schwierig. Aus diesem Grund sank das Handelsergebnis um TEUR 4.183 oder 25% auf TEUR 12.709. Insgesamt entsprach das den Schätzungen des Vorstands. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Vorstand wegen den nach wie vor ungelösten Belastungsfaktoren für die Märkte einen weiteren leichten Rückgang des Handelsergebnisses.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

In Zeiten rückläufiger Umsatzerlöse sinken in der Regel auch die Aufwendungen, insbesondere die variablen, wie die Kosten für die Nutzung der Handelssysteme, für die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte sowie insbesondere die Bonuszahlungen für Wertpapierhändler. Deshalb reduzierten sich die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2018 um 2% auf TEUR 15.945 nach TEUR 16.304 in 2017. Damit lagen sie etwas unter den Erwartungen des Vorstands, der mit höheren Personalkosten gerechnet hatte. Diese reduzierten sich deutlich auf TEUR 5.564, ein Rückgang um rund 14%. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 5% auf TEUR 10.380 nach TEUR 9.869 im Geschäftsjahr 2017. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand insgesamt etwa gleichbleibende Allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

Zu-/Abschreibungen auf Forderungen

Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Zu- oder Abschreibungen auf Forderungen. Im Vorjahr erfolgte eine Zuschreibung auf Forderungen in Höhe von TEUR 56.

Abschreibung auf Beteiligungen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hält eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg. Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte eine Abschreibung in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. ebenfalls TEUR 4) auf die Beteiligung, die nunmehr auf einen Erinnerungswert von € 0,51 abgeschrieben ist. Auf Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte im Geschäftsjahr eine Abschreibung in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. eine Zuschreibung in Höhe von TEUR 7).

Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2018 dem Fonds gemäß Paragraph 340e Abs. 4 HGB TEUR 333 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 10% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen (i.Vj. TEUR 978). Durch den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleibt die Kapitalbasis gestärkt. Aus Gründen der Transparenz und Vergleichbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht das Ergebnis vor und nach Zuführung ausgewiesen.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Der deutliche Rückgang von Provisions- und Handelsergebnis bei gleichzeitig unterproportional zurückgehenden Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen führten im Geschäftsjahr 2018 zu einem deutlich gesunkenen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Dieses Ergebnis ist aus Sicht des Vorstands vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen dennoch zufriedenstellend. Das Geschäftsjahr 2017 mit seinem hervorragenden Ergebnis wird als Ausnahmejahr betrachtet.

Für das Geschäftsjahr 2018 ergibt sich deshalb für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ein Ergebnis in Höhe von TEUR 1.000 gegenüber TEUR 5.931 im Vorjahr, ein Rückgang um TEUR 4.931 oder 83%. Nach Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ein Ergebnis von TEUR 668 gegenüber TEUR 4.954 im Vorjahr. Dies entspricht in etwa den Erwartungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018.

Jahresüberschuss

Entsprechend dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und unter Berücksichtigung von Steuern in Höhe von TEUR 37 sank der Jahresüberschuss von TEUR 4.353 im Jahr 2017 auf TEUR 631 im Geschäftsjahr 2018.

d) Die Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist geordnet. Dies wird insbesondere durch die komfortable Eigenkapitalausstattung begünstigt.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme reduzierte sich zwischen dem 31. Dezember 2017 und dem 31. Dezember 2018 um TEUR 4.089 auf TEUR 22.681.

Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 14.528 bilden mit rund 64% den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Weitere nennenswerte Anteile an der Aktivseite der Bilanz haben die Handelsaktiva mit 28%. Auf der Passivseite hat der Posten Eigenkapital mit TEUR 12.329 den größten Anteil an der Bilanzsumme. Zum 31.Dezember 2018 ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Eigenkapitalquote von 54%. Weitere nennenswerte Anteile an der Passivseite der Bilanz haben der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 28% oder TEUR 6.288 und die Rückstellungen mit 9% oder TEUR 2.070.

Liquidität

Der Saldo aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.913 auf TEUR 12.761 gesunken. Die Liquiditätsreduzierung resultiert im Wesentlichen aus der in 2018 erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 2.913 und einer starken Erhöhung des Handelsbestandes. Die Liquiditäts kennzahl nach § 11 des Kreditwesensgesetzes (Quotient aus Forderungen und Verbindlichkeiten) der Gesellschaft erhöhte sich auf 12,63 (i. Vj. 7,80). Die Erhöhung ist rechnerisch bedingt und resultiert aus einer gleichzeitigen Reduzierung der Summe der Zahlungsmittel und der Summe der Zahlungsverpflichtungen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG befindet sich in einer sehr guten Liquiditätssituation, die sich auch an dieser Liquiditätskennziffer ablesen lässt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit gegeben.

Wertpapierbestand

Der Handelsbestand als Differenz aus Handelsaktiva und Handelspassiva erhöhte sich von TEUR 1.895 im Vorjahr auf TEUR 4.977 zum 31.12.2018.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 12.329 (i. Vj. TEUR 14.547). Die Differenz ergibt sich im Wesentlichen aus der im Juli 2018 vorgenommenen Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 2.913, vermindert um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2018. Die Eigenkapitalquote ist mit 54% unverändert zum Vorjahr und kann als komfortabel bezeichnet werden, zumal der auf der Passivseite ausgewiesene Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von TEUR 6.288 nicht zum Eigenkapital, sehr wohl aber aufsichtsrechtlich zum harten Kernkapital zählt.

Eigene Aktien

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hielt zum 31. Dezember 2018 einen Bestand in eigenen Aktien in Höhe von 19.323 (i. Vj. 21.204) Stück. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 1.881 Stück reduziert.

e) Sonstige Angaben

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 87 AktG für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes zuständig. Mit den Mitgliedern des Vorstandes wurden Dienstverträge geschlossen, darin sind das Grundgehalt und die variable Vergütung in Form einer erfolgsabhängigen jährlichen Bonuszahlung geregelt. Die Bonuszahlung beträgt 2,5% vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Einrechnung der Vorstandstantiemen für den einzelnen Vorstand und ist nach oben begrenzt auf 100% des Jahresfixgehaltes. Im Falle eines negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt die Bonuszahlung.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält außer der Erstattung seiner Auslagen für jedes volle Geschäftsjahr seiner Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 12,5 zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält die doppelte Vergütung. Eine zusätzliche, variable Vergütung ist für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere wurde die Gesellschaft dazu verpflichtet, zu Gunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine Haftpflichtversicherung (sog. Directors & Officers Versicherung) abzuschließen, die die gesetzliche Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit in angemessenem Umfang abdeckt.

Freiwillige Angaben gemäß § 289 a Abs. 1 HGB

Die nachfolgenden Angaben gemäß § 289a Abs. 1 HGB sind freiwillig und gehen über die generelle Lageberichterstattung hinaus. Sie sind deshalb ungeprüft.

Das gezeichnete Kapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht aus 7.473.700 nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Aktie. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

In der Hauptversammlung vom 10. Juli 2018 wurde die Aufhebung des bestehenden und die Schaffung eines neuen genehmigtes Kapital in Höhe von € 3.736.850 beschlossen.

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, hält zum Bilanzstichtag 1.878.251 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 25,13% am Grundkapital der Gesellschaft. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält zum Bilanzstichtag 1.482.890 Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 19,84% am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2018 wurde die Gesellschaft ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz eigene Aktien bis zu fünf von hundert des Grundkapitals und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bis zu zehn von hundert des Grundkapitals bis zum 09. Juli 2023 zu erwerben. Die aufgrund der Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 und 8 Aktiengesetz erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt, zehn von hundert des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.

Kein Inhaber von Aktien besitzt Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse. Die Mitglieder des Vorstands der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft ernannt und abberufen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Änderungen der Satzung erfordern eine Mehrheit von dreiviertel der abgegebenen Stimmen in der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG besteht gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. Juli 2013 aus drei Mitgliedern.

Es existieren keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung des Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Genauso wenig gibt es Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

4. Prognose-Chancen- und Risikobericht

Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde und sind mit Prognoserisiken und Unsicherheiten behaftet. Damit können die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen abweichen. Alle Aussagen beziehen sich auf das Jahr 2019. Das gilt auch für die im Bericht über das interne Kontrollsystem und Risikomanagement System dargestellten Risiken.

Der Start in das neue Börsenjahr 2019 verlief holprig und die Finanzmärkte knüpften nahtlos an das unzufrieden stellende zweite Halbjahr 2018 an. Eine sich immer weiter eintrübende Stimmung bezüglich der konjunkturellen Aussichten in Europa und den USA, Rezessionsängste in China, die anhaltende Handelsstreitrhetorik und die Angst vor einem möglichen Chaos-Brexit haben erneut zu sehr volatilen Wertpapiermärkten geführt. Dazu passt, dass sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen erstmals seit 2016 wieder der Nulllinie näherte und drohte in negatives Territorium zu fallen.

Aus diesen Gründen geht der Vorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG davon aus, dass das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2019 auch weiterhin von den Problemfaktoren des Jahres 2018 beeinflusst wird.

Die damit verbundene Verunsicherung der Anleger zeigt sich bereits an den Wertpapierumsätzen in Deutschland im Januar und Februar 2019, die im Januar mit einem Rückgang von 21% und im Februar mit einem Rückgang von 24% jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat aufwarteten. Lagen die Börsenumsätze im Januar 2019 noch bei 127 Mrd. €, gingen sie im Februar noch weiter auf 120 Mrd. € zurück. Zum Vergleich, der monatliche Durchschnittsumsatz lag im Jahr 2018 bei 147 Mrd. €. Die Geschäftsleitung geht deshalb von einer anhaltenden deutlichen Zurückhaltung insbesondere der Privatanleger aufgrund weiterhin niedriger Umsätze aus.

Die zweite Version der "Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) hat ungewollte Nebeneffekte wie z.B. Wettbewerbsvorteile für den außerbörslichen Handel gebracht. Es ist schwierig einzuschätzen inwieweit sich dieses umfang reiche Regelwerk letztlich mittelfristig auf das das Anlegerverhalten auswirken wird und damit direkte Folgen für das Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat. Auf jeden Fall dürfte der Wettbewerb der börslichen und außerbörslichen Plattformen um Orderflow weiteren Druck auf die Handelsmargen bringen.

Ein möglicher weiterer Belastungsfaktor könnte die derzeit wieder intensiv diskutierte Finanztransaktionssteuer werden, die in der aktuellen Diskussion eine reine Aktiensteuer werden soll, da Anleihen, Derivate und andere Finanzinstrumente unberücksichtigt bleiben sollen.

Die genannten Einflussfaktoren dürften nach Erwartung des Vorstands der Gesellschaft deshalb zu einem rückläufigen Provisions- und Handelsergebnis im Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, der Skontroführung, führen. Gleichwohl sieht sich die Gesellschaft mit ihrer Skontroführungs- und Spezialistentätigkeit an sechs deutschen Wertpapierbörsen und dem Knowhow ihrer Händler gut aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2020 geht der Vorstand von einer schrittweisen Beruhigung der Märkte mit einer positiven Börsentendenz aus. Das Thema Brexit und Handelsstreit sollten bis dahin gelöst sein.

Das Geschäftsfeld Corporates & Markets entwickelte sich im Geschäftsjahr positiv, auch wenn es noch nicht im gewünschten Umfang zum Gesamtergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beitragen konnte. Der Grund lag in den schwierigen Rahmenbedingungen im Primärmarkt, insbesondere im 2. Halbjahr 2018. Der Vorstand der Gesellschaft sieht in diesem Geschäftsfeld eine sinnvolle und notwendige Ergänzung zum Kerngeschäft der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Deshalb wird dem weiteren Ausbau von Corporates & Markets besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es wird erwartet, dass mittelfristig der Rückgang der Provisionserträge im Kerngeschäft durch Erträge aus dem Geschäftsfeld Corporates & Markets kompensiert werden kann. Insbesondere die erwartete positive Entwicklung der Märkte im Jahr 2020 könnte dazu beitragen, dass das Geschäftsfeld Corporates & Markets insgesamt deutlich zum Ergebnis der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beisteuert.

Auf der Aufwandseite erwartet der Vorstand für 2019 insgesamt etwa gleichbleibende bis moderat steigende Kosten, so dass in der Summe wieder ein niedriges, aber positives Jahresergebnis erzielt werden dürfte. Auch zukünftig wird die Entwicklung der sinnvollen Begrenzung der Kosten besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Deshalb erwartet der Vorstand in den Jahren ab 2020 trotz wieder steigendem Geschäftsumfang nur leicht steigende Aufwendungen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach dem 31. Dezember 2018 haben sich nicht ergeben.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Unternehmensstrategie

Unternehmerisches Handeln bedeutet, sich ergebende Chancen im Interesse der Anteilseigner, der Mitarbeiter und der Gesellschaft bei gleichzeitiger bewusster Steuerung der Risiken wahrzunehmen. Alle Ressourcen und Aktivitäten unserer Gesellschaft sind auf eine nachhaltige Vermögens- und Erfolgssicherung ausgerichtet. Sämtliche geschäftspolitischen Entscheidungen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG werden im Rahmen unserer gelebten Risikokultur stets unter strenger Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Die Geschäftsleitung legt besonders hohen Wert auf risikoangemessenes Verhalten, daher werden unternehmerische Risiken nur dann eingegangen, wenn die Ertragsaussichten die Risiken deutlich überwiegen. Durch unsere hohe Eigenkapitalquote, gelebte Marktnähe und unser ausgeprägtes Risikowissen können wir geschäftsfeldübergreifend flexibel auf die sich stellenden Risiken eingehen. Bei der strategischen Steuerung unserer Gesellschaft spielen neben den monetären Gesichtspunkten auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen wie Prozesseffizienz, Transparenzerhöhung, bestmögliche Kundenbetreuung, Mitarbeiterzufriedenheit und die Stärkung der Position der Wertpapierfirmen eine große Rolle. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung eines transparenten und offenen Dialogs zu risikorelevanten Fragen gelegt.

Risikostrategie

Das Ziel unserer Risikostrategie besteht in der Absicherung der Unternehmensziele gegen störende Ereignisse durch das Ergreifen geeigneter Maßnahmen. Die Gesellschaft hat hierzu im Rahmen ihres wertorientierten Firmenmanagements ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Aufdeckung von Risiken und der Optimierung von Risikopositionen etabliert. Das Risikocontrolling der Gesellschaft ist so angelegt, dass besonderes Augenmerk auf die Verhinderung von Risiken gelegt wird. Dabei prüfen wir stets, ob unsere risikopolitischen Vorkehrungen ausreichen, um das Gefährdungspotential spürbar zu verringern. Bei Bedarf werden umgehend weitere Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen. Im Zuge der Umsetzung der sich aus den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) ergebenden Anforderungen hat die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie ein Risikotragfähigkeitskonzept entwickelt, in dem neben der Definition der Risikodeckungsmasse, der gesamtbankbezogenen Verlustobergrenze und der Bestimmung des Risikopotentials eine Gegenüberstellung des aggregierten Risikopotentials mit der Verlustobergrenze erfolgt. Aufgrund der in den von der Gesellschaft betriebenen Geschäftsfeldern eingegangenen Risiken, verfolgt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bei der Ausgestaltung der Risikotragfähigkeit einen konservativen Ansatz. Die Gesellschaft hat deshalb festgelegt, dass die täglich zum Geschäftsschluss bestehende Verlustobergrenze 60% der zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse betragen darf. Der verbleibende Rest steht als Risikopuffer zur Verfügung. Neben den Marktpreisrisiken aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds und Optionsgeschäften hat die Gesellschaft die operationellen Risiken und das Adressenausfallrisiko in das Risikotragfähigkeitskonzept aufgenommen. Das für diese Risiken bestehende Risikopotential ermittelt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG täglich, wobei sich die Gesellschaft zur Ermittlung des operationellen Risikos des Basisindikatoransatzes nach den Art. 315, 316 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation - CRR) bedient. Nach den MaRsik hat die Berechnung der Risikotragfähigkeit sowohl den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (Gone-Concern-Ansatz), als auch das Ziel der Fortführung des Instituts (Going-Concern-Ansatz) zu verfolgen. Die mwb ermittelt daher die Risikotragfähigkeit nach beiden Verfahren. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach dem Going-Concern-Ansatz. Zur Feststellung, ob die Risikotragfähigkeit gegeben ist, setzt die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG in einer täglich durchzuführenden Berechnung das aggregierte Risikopotential in das Verhältnis zu der nach den beiden Ansätzen ermittelten Verlustobergrenze. Liegt das Ergebnis dieser Quotienten unter 100% ist die Risikotragfähigkeit gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2018 kam es zu keiner Überschreitung der Verlustobergrenze. Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastung nach dem Gone-Concern-Ansatz 28,70%, während sie nach dem Going-Concern-Ansatz bei 41,54% lag.

Interne Revision

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat die Interne Revision seit dem Jahr 2011 an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert.

Gegenstand der Prüfungshandlungen der Internen Revision sind vor allem die Bereiche Wertpapierhandel, Risikomanagement, Compliance, Liquiditätssteuerung, Rechnungswesen, Datenverarbeitung, Personal, Meldewesen und die Einhaltung der Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche. Hierbei werden Betriebsabläufe, die einem besonderen Risiko unterliegen jährlich geprüft, andere Betriebsabläufe innerhalb eines Dreijahreszeitraumes.

Risikocontrolling

Ein wirksames Risikocontrolling setzt eine unabhängige, von den Handelsaktivitäten separierte Ermittlung der eingegangenen Risiken voraus.

Hierzu hat die Gesellschaft zwei vom Handel unabhängige Risikomanager bestellt, in deren Aufgabengebiete neben der Identifizierung, Analyse, Bewertung und Überwachung der Risiken auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für die Erkennung und Vermeidung von Risiken fallen. Die Grundlage für den permanenten und systematischen Umgang mit den Risiken bilden Vorgaben und Entscheidungen des Vorstands zur Risikotoleranz, die sich aus der Risikostrategie und Risikopolitik ableiten und sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung orientieren.

Ein effizientes Risikocontrolling muss sich bei der Vielzahl der von der Gesellschaft getätigten Geschäfte auf ein leistungsfähiges Computersystem verlassen können. Die Gesellschaft bedient sich hierzu innovativer Anwendungen des auf Finanzdienstleister und Banken spezialisierten Softwareunternehmens Fintech Group AG.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG überwacht laufend die Großkreditgrenzen sowie die Gesamt- und Einzelpositionen aus sämtlichen Wertpapiergeschäften und die damit verbundenen unrealisierten Gewinne und Verluste. Ein erfahrenes Mitarbeiterteam erfasst die verfügbaren Mittel täglich in einem Liquiditätsstatus und überwacht und koordiniert die zu bezahlenden Verbindlichkeiten.

Im Zuge der betriebswirtschaftlichen Überwachung kontrolliert der Vorstand täglich die Aufwendungen und Erträge aus dem Kerngeschäft der Gesellschaft. Nach der Plausibilisierung der Monatszahlen nimmt der Finanzvorstand zu der allgemeinen Entwicklung, ausgewählten GuV-Positionen und der Liquiditätssituation monatlich schriftlich Stellung. Die Erläuterungen zirkulieren im Vorstand und werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Im Bereich der operationellen Risiken, die ihren Ursprung in Prozessen, Personen, Technologien oder externen Ereignissen haben können, werden bestehende Risiken konsequent mit einem vielfältigen, ursachenbezogenen Risikomanagement verringert.

Darstellung der Risiken

Strategische Risiken

Strategische Risiken entstehen dann, wenn unsere Strategie nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, unserer Kunden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist, und dies von der Geschäftsführung nicht erkannt wird. Zur Vermeidung dieses Risikos durchleuchten wir sorgfältig die strategischen Risiken in kurzen Zeitabständen. Der Vorstand steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit dem Aufsichtsrat, der sich aktiv in die Festlegung der strategischen Ziele einbringt und den Risikogehalt der strategischen Planungsprozesse gemeinsam mit dem Vorstand der Gesellschaft im Auge behält.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist sich der Gefahr von außen eintretender - nicht von der Gesellschaft beeinflussbarer - Ereignisse und Veränderungen zu Lasten des Skontroführergeschäftes bewusst. Als besondere Risiken werden hierbei generell sinkende Wertpapierumsätze aufgrund einer nachhaltigen Veränderung des Anlegerverhaltens, eine weitere Verschärfung der Konkurrenzsituation bei Markt- und Preismodellen unter den Börsen in Deutschland, aber auch eine drastische Erhöhung der regulatorischen Anforderungen - z.B. nach weiteren Krisen - gesehen. Wir sind allerdings auch zuversichtlich, dass der computerunterstützte Skontroführerhandel in welcher Ausprägung auch immer weiterhin nicht vollständig von vollelektronischen Computersystemen verdrängt werden kann, da sonst weniger liquide Wertpapiere die die Mehrheit darstellen, nicht mehr im besten Kundeninteresse gehandelt werden könnten, was letztendlich zu einer Verarmung der Börsenlandschaft mit nur noch wenigen hochliquiden Werten führen würde.

Der Gefahr des Wegbrechens eines Geschäftsfeldes oder dem Abwandern von Kunden begegnet die Gesellschaft durch die Verteilung des Geschäftes auf mehrere voneinander unabhängige Standbeine und ständigen Bestrebungen, die Anzahl der Kunden zu erhöhen.

Einzelrisiken

Die identifizierten Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Die Gesellschaft legt dabei besonderen Wert auf die Einbeziehung der einzelnen Mitarbeiter des Unternehmens, die angehalten werden, erkannte Risiken an die Risikomanager zu kommunizieren.

Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken werden in der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung als wesentliche Risiken täglich berücksichtigt, während die Platzierungsrisiken nur nach einer Einzelfallprüfung einbezogen werden. Die Liquiditätsrisiken bleiben branchenüblich bei der Berechnung der Gesamtrisikoauslastung außer Betracht.

Im Folgenden werden die Einzelrisiken dargestellt. Nach einer allgemeinen Definition und Darstellung des jeweiligen Risikos erfolgt eine Beschreibung der ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen durch die Gesellschaft.

Adressenausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken verstehen wir mögliche Wertverluste, die durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung von Geschäftspartnern entstehen können.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG hat in- und ausländische Handelspartner. Für Börsengeschäfte mit inländischen, börsenzugelassenen Handelspartnern spielen Adressenausfallrisiken nur eine untergeordnete Rolle. Für die ausländischen Handelspartner sind abhängig von deren Größe und Marktbedeutung sowie der Häufigkeit der Geschäfte Kontrahentenlimite pro Handelstag vergeben. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft keine Abschreibungen auf Kundenforderungen vorgenommen.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko ist der potentielle Verlust, der durch die Veränderung von Preisen an Finanzmärkten für unsere Positionen entstehen kann.

Die Handelspositionen der Gesellschaft werden EDV-technisch unterstützt, täglich realtime zu Durchschnittskursen bewertet und mit den Marktpreisen verglichen. In den Marktpreisrisiken sind überschaubare Wechselkursrisiken enthalten. Das Risiko für die Gesamtrisikoauslastung wird mit einem Value at Risk-Ansatz ermittelt, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet. Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich ein VaR auf Marktpreisrisiken von TEUR 247.

Die Höhe der Handelspositionen wird durch Limite begrenzt, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes festgelegt worden sind. Zusätzlich findet eine Begrenzung der Limite durch die Arbeitsanweisungen für Wertpapierhändler statt.

Die Gesellschaft erreicht zudem eine Reduktion des Marktpreisrisikos durch die Verteilung der eingegangenen Positionen auf verschiedene Länder und Märkte.

Darüber hinaus wird sowohl ein für den Handel zuständiger Vorstand, als auch ein vom Handel unabhängiger Vorstand zweimal täglich über die größten Handelspositionen und die größten unrealisierten Gewinne und Verluste aus diesen Geschäften informiert.

Wegen der großen Bedeutung der Marktpreisrisiken für die Gesellschaft führt die mwb fairtrade täglich zwei dokumentierte Szenarioanalysen durch, die eine Marktschwankung von +/-5% unterstellen. Ergibt dieser Test einen unrealisierten Verlust von über EUR 1 Mio., wird der Gesamtvorstand informiert. Dasselbe gilt für eine Überschreitung der EUR 2 Mio. Verlustgrenze bei der wöchentlich durchzuführenden Szenarioanalyse bei einer unterstellten Marktschwankung von +/-10%. Bei Erreichen beider Grenzen ist die Risikotragfähigkeit des Unternehmens immer noch gewährleistet.

Platzierungsrisiken

Unter Platzierungsrisiken verstehen wir Risiken, die sich im Rahmen unseres Platzierungs-/Emissionsgeschäftes ergeben können.

Bei der Auswahl der Unternehmen, die an die Börse gebracht werden wollen, ist die Beurteilung der Frage, ob der Emittent Börsenreife besitzt, für die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG von tragender Bedeutung. Die Entscheidung darüber wird deshalb nur vom Gesamtvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG gemeinsam getroffen. Als Entscheidungsgrundlage dient dabei bei einer Neuemission der Emissionsprospekt, bei einem Listing das Unternehmensexposé. Zusätzliche Sicherheit wird dadurch erreicht, dass die Erstellung beider Dokumente in der Regel von einer Legal Due Diligence begleitet wird. Frühzeitig wird seitens der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG das Gespräch mit potentiellen Investoren gesucht, um festzustellen, ob seitens dieser Gruppe Interesse an den Aktien des Emittenten besteht. Aus dem gewonnenen Gesamteindruck aus Gesprächen und schriftlichen Unterlagen wird dann die Entscheidung getroffen, ob wir die Platzierung der Aktien übernehmen.

Liquiditätsrisiken

Oberstes Ziel unseres Liquiditätsmanagements ist die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft des Unternehmens. Die Disposition der täglichen Liquidität ist einem erfahrenen Mitarbeiterteam übertragen, das direkt dem zuständigen Vorstand unterstellt ist.

Die Gesellschaft verfügt über eine sehr gute Liquiditätsausstattung. Aufgrund der hervorragenden Eigenkapitalausstattung der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, benötigt die Gesellschaft für ihren Geschäftsbetrieb kein Fremdkapital.

Operationelle Risiken

Rechtliche Risiken

Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus unserer großen Vielzahl an Handelsgeschäften und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften durch Mitarbeiter ergeben können.

Handelsgeschäfte

Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden neben den bereits bestehenden Versicherungen eine Directors and Officers Liability - Versicherung, eine Vertrauensschadenversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen.

Gesetzliche Vorschriften

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG unterliegt umfangreichen Meldeverpflichtungen und anderen gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus dem Handelsgesetzbuch, dem Börsengesetz, dem Wertpapierhandelsgesetz und dem Kreditwesengesetz. Neben turnusmäßigen Meldungen sind eine Vielzahl von Ereignissen im Geschäftsleben meldepflichtig und andere gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Bei Nichtbeachtung dieser Meldepflichten drohen Geldbußen.

Die Überwachung dieser gesetzlichen Vorgaben erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter anhand eines Meldeplanes, der ständig auf dem Laufenden gehalten wird.

Personelle Risiken

Zu den Risiken personeller Art rechnen alle Risiken, die aus dem Einsatz und der Neueinstellung von Mitarbeitern resultieren.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wählt bei Neueinstellungen die Bewerber sorgfältig aus und achtet darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Organisationshandbuch, in dem sowohl Funktionsbeschreibungen der einzelnen Arbeitsplätze, Detailbeschreibungen der wichtigsten Geschäftsvorgänge als auch das Compliance-Konzept und das Risikohandbuch integriert sind. Das Organisationshandbuch steht jedem Mitarbeiter in elektronischer Form uneingeschränkt zur Verfügung.

Mitarbeiter, die mit vertraulichen Informationen betraut sind, werden schriftlich über die rechtlichen Pflichten, die sich aus dem Zugang zu Insiderinformationen ergeben sowie über die Rechtsfolgen von Verstößen informiert. Im Handelsbereich ist ein mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft hat Regelungen für Mitarbeitergeschäfte getroffen und vermeidet bereits durch Vereinbarungen im Arbeitsvertrag Kollisionen zwischen Mitarbeiter-, Bank- und Kundeninteressen. Durch die Vereinbarung eines angemessenen Vergütungsmodells wird das Risiko häufiger Mitarbeiterwechsel reduziert.

Operative Risiken

Zu den operativen Risiken zählen wir Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht in unserer Hand liegen.

Zur Behandlung sonstiger betrieblicher Risiken hat die Gesellschaft ein Notfallkonzept erstellt, das jedem Mitarbeiter bekannt ist. Es stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpässen und -störungen und Telefonausfall dar. Die wichtigsten IT-Systeme wurden von der Gesellschaft redundant aufgebaut, die Datenleitungen sind durch ein Back-Up-System abgesichert. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch Datensicherungen entgegen.

Durchführung von Stresstests

Die Gesellschaft hat durch risikoartenübergreifende Stresstests ermittelt, inwieweit sich äußerst extreme Marktsituationen auf die Risikotragfähigkeit auswirken. Dabei wurden verschiedene Szenarien mit einem Kursverfall von bis zu 50% simuliert, ein Kurssturz, wie er nur bei einem besonders schweren konjunkturellen Abschwung oder dem Zusammenbruch der Finanzmärkte vorstellbar wäre. Selbst bei einer Kumulation von Risiken wurde die Verlustobergrenze bei einem Kursverfall von 20% bei allen im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Tests noch eingehalten. Durch die konservative Festlegung der Verlustobergrenze auf 60% der Risikodeckungsmasse steht über das als Verlustobergrenze definierte Kapital hinaus ein Eigenkapitalpuffer zur Verfügung, der extreme Situationen auffangen kann.

Inverser Stresstest

Nach AT 4.3.3 der MaRisk hat die Gesellschaft auch Inverse Stresstests durchzuführen. Der Inverse Stresstest stellt im Gegensatz zum regulären Stresstest die maximale Verlustobergrenze für das Risikokapital in den Mittelpunkt. Die Ausgestaltung und Durchführung der Inversen Stresstests ist abhängig von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten und kann qualitativ oder quantitativ erfolgen.

Qualitativer Stresstest

Die Gesellschaft hat erörtert, welche Ereignisse dazu führen könnten, die mwb fairtrade in eine existenzbedrohende Situation zu bringen. Neben einer Verlustsituation und einer weiteren massiven Verdrängung der Skontroführer/Spezialisten durch ausschließlich computergesteuerte Kursfeststellungssysteme - ein Prozess, der aber eher langfristig eintreten könnte - wird als existenzbedrohende Situation ein Zusammenbruch unserer Abwicklungsbank gesehen, der wir (zur Besicherung unserer Wertpapiertransaktionen) einen Großteil unseres Geldes anvertraut haben.

Quantitative Stresstests

Um besser abschätzen zu können, ab welcher Schwelle Risiken bedrohlich werden können, führt der Risikomanager im Bereich der Marktpreisrisiken quantitative Inverse Stresstests durch. Dabei wird ermittelt, bei welcher kurzfristigen Marktpreisschwankung das zur Verfügung stehende Verlustpotenzial für die Marktpreisrisiken jeweils gerade noch unterschritten ist und damit die Verlustobergrenze gerade noch eingehalten ist.

Gräfelfing, den 29. März 2019

Der Vorstand

Bilanz

Aktiva

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31.12. 2018

EURO
31.12. 2017

EURO
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.357,75 1.991,44
3.357,75 1.991,44
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 10.202.753,86 16.650.361,60
b) andere Forderungen 4.325.000,00 4.325.000,00
14.527.753,86 20.975.361,60
3. Forderungen an Kunden 224.750,44 139.890,14
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen aa) von anderen Emittenten 35.560,50 36.267,00
35.560,50 36.267,00
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 5.484,65 18.174,29
6. Handelsbestand 6.429.500,84 4.461.470,85
7. Beteiligungen 0,51 4.133,30
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 248.737,33 247.864,37
9. Sachanlagen
a) Betriebs- und Geschäftsausstattung 610.494,07 264.949,10
859.231,40 512.813,47
10. Sonstige Vermögensgegenstände 157.480,02 159.852,04
11. Rechnungsabgrenzungsposten 76.960,86 72.444,27
12. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 361.167,26 387.872,61
22.681.248,09 26.770.271,01
Passiva
31.12. 2018

Euro
31.12. 2017

Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 105.779,94 187.238,01
105.779,94 187.238,01
2. Handelsbestand 1.452.927,28 2.566.363,63
3. Sonstige Verbindlichkeiten 436.290,65 450.528,12
4. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 18.000,00
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen nach Verrechnung des Deckungsvermögens 261.026,38 200.249,57
b) Steuerrückstellungen 599.336,57 666.820,44
c) andere Rückstellungen 1.209.200,50 2.178.589,39
2.069.563,45 3.045.659,40
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. §340e Abs. 4 HGB 6.287.964,83 5.955.260,72
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 7.473.700,00 7.473.700,00
Eigene Anteile -19.323,00 -21.204,00
7.454.377,00 7.452.496,00
b) Kapitalrücklage 1.466.236,67 1.404.600,04
c) Bilanzgewinn 3.408.108,27 5.690.125,09
12.328.721,94 14.547.221,13
22.681.248,09 26.770.271,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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01.01.18 - 31.12.18
EURO 2018 EURO
--- --- --- ---
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 44,30
44,30
2. Zinsaufwendungen 22.830,80 -22.786,50
3. Provisionserträge 5.628.336,24
a) Courtageerträge EUR 4.782.559,70
4. Provisionsaufwendungen 1.302.375,77 4.325.960,47
a) Courtageaufwendungen EUR 573.334,11
5. Ertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 25.927.619,47
b) Futures 15.252,50
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 5.821.762,07 31.764.634,04
6. Aufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 15.602.107,81
b) Futures 26.980,00
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 3.426.541,77 19.055.629,58
7. sonstige betriebliche Erträge 224.721,48
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.749.463,56
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 815.026,25 5.564.489,81
darunter: für Altersversorgung EUR 112.873,68 (Vorjahr: EUR 10.900,85)
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 10.380.455,34
15.944.945,15
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen 274.039,12
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 17.544,66
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.000.370,98
14. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 332.704,11
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 667.666,87
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36.352,35
17. Sonstige Steuern 809,00
18. Jahresüberschuss 630.505,52
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.690.125,09
20. Dividendenausschüttung 2.912.522,34
21. Bilanzgewinn 3.408.108,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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01.01.17 - 31.12.17
EURO 2017 EURO
--- --- --- ---
1. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 62,06
62,06
2. Zinsaufwendungen 30.453,43 -30.391,37
3. Provisionserträge 7.766.009,30
a) Courtageerträge EUR 4.782.559,70
4. Provisionsaufwendungen 2.292.497,67 5.473.511,63
a) a) Courtageaufwendungen EUR 573.334,11
5. Ertrag des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 24.857.334,07
b) Futures 14.490,00
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 8.266.607,43 33.138.431,50
6. Aufwand des Handelsbestandes
a) Wertpapiere 11.329.393,03
b) Futures 13.017,50
c) Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften 4.903.787,26 16.246.197,79
7. sonstige betriebliche Erträge 139.176,22
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.751.880,49
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 683.074,27 6.434.954,76
darunter: für Altersversorgung EUR 112.873,68 (Vorjahr: EUR 10.900,85)
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 9.869.391,09
16.304.345,85
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. Anlagewerte und Sachanlagen 291.035,82
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.000,00
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 58.882,78
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 3.806,38
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.931.224,92
14. Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 977.701,32
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.953.523,60
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 599.399,39
17. Sonstige Steuern 669,00
18. Jahresüberschuss 4.353.455,21
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.796.653,56
20. Dividendenausschüttung 2.459.983,68
21. Bilanzgewinn 5.690.125,09

Anhang

1. Allgemeines

Das Grundkapital der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beträgt EUR 7.473.700,00 und ist in 7.473.700 Stück Aktien verbrieft. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in Gräfelfing. Sie ist im Handelsregister der Stadt München unter der Nr. HRB 123 141 eingetragen.

Der Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute (RechKredV) erstellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Letztere sind abzüglich einer gegebenenfalls notwendigen Risikovorsorge bewertet.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere des Anlagebestandes werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.

Die Wertpapiere des Handelsbestandes werden mit den Marktpreisen abzüglich eines Value at Risk-Abschlages, der von historischen Kursen der letzten 100 Tage ausgeht, eine Haltedauer von einem Tag impliziert und ein Konfidenzniveau von 99% verwendet, bewertet. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages beträgt TEUR 123. Der absolute Betrag des Value at Risk-Abschlages für die Aufgabegeschäfte zum 31.12.2018 beträgt TEUR 51. Auf ausländische Währung lautende Wertpapiere wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In Bezug auf die Kriterien der Zuordnung zum Handelsbuch (Definition der Handelsabsicht) haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

Das Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Diese werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren nach der linearen Methode berechnet.

Auf die Anlagenzugänge wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die Folgemonate berechnet. Seit dem Jahr 2018 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter EUR 800 (von 2010 bis 2017 EUR 410) gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert bzw. zum Barwert bewertet.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet die Verrechnung des Aktivwerts aus der Rückdeckungsversicherung mit der Pensionsrückstellung und wurde entsprechend den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die von den Versicherungen ermittelten beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen.

Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode für die Pensionsrückstellungen wurde die "projected unit credit method" angewandt. Gemäß § 253 Abs. 2 S.2 HGB wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, ein für den Gesamtbestand durchschnittlichen Marktzinssatz auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Als weitere versicherungsmathematische Annahmen lagen die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck, ein künftiger Einkommenstrend, ein künftiger Rententrend und eine Inflationsrate von 1,3% sowie ein Zinsfuß von 3,21% zugrunde. Es wurde pflichtgemäß der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre angesetzt. Die Gesellschaft hat von ihrem Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der Unterdeckung aufgrund von BilMoG beträgt TEUR 87 und wird über 15 Jahre in gleichbleibenden Beträgen (TEUR 5,8) aufgelöst.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Durchschnittszinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug zum Bilanzstichtag TEUR 206.

Die Werte für Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag.

Die anderen Rückstellungen wurden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag im Einzelfall gebildet. Sie sichern erkennbare Risiken in ausreichender Höhe ab.

Dividendenerträge aus Aufgabegeschäften und Eigenhandelsbeständen werden nicht wie Dividendenerträge aus Beteiligungen unter der Position Laufende Erträge, sondern in den Positionen Ertrag/Aufwand des Handelsbestandes ausgewiesen.

Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und verzichtet auf den Ansatz aktiver latenter Steuern.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute beinhalten sowohl täglich fällige Guthaben bei inländischen Kreditinstituten (TEUR 10.021), inklusive Tages- und Monatsgelder, als auch Courtage- (TEUR 181). Darüber hinaus sind Forderungen aus Wertpapierverkäufen und Rückvergütungsansprüche aktiviert (TEUR 1).

In den anderen Forderungen sind Börsensicherheiten in Höhe von TEUR 4.325 als Termingelder hinterlegt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich um Forderungen aufgrund von Dienstleistungen im Rahmen der Kapitalmarktbetreuung.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Unter diesem Posten ist eine auf Euro lautende Inhaberschuldverschreibung mit einem Wert von TEUR 36 ausgewiesen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Der Posten beinhaltet Wertpapiere des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 5. In diesem Posten ist ein Anteil von TEUR 2 an Fremdwährungen enthalten.

Die Entwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 6.429. Der Betrag setzt sich zusammen aus Schuldverschreibungen (TEUR 661) sowie Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (TEUR 5.765). Ferner sind unrealisierte Gewinne aus Aufgabegeschäften in Höhe von TEUR 2,6 dem Handelsbestand zugeordnet. Die zum 31.12.2018 gehaltenen Schuldverschreibungen laufen überwiegend in den nächsten Jahren aus. Der gesamte Bestand an Schuldverschreibungen ist börsennotiert.

In diesem Posten ist ein Anteil von TEUR 378 an Fremdwährungen enthalten.

Beteiligungen

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine Beteiligung an der nicht börsennotierten SRH AlsterResearch AG, Hamburg, erworben. Die Gesellschaft hält 37,5% der Stimmrechte. Das Eigenkapital der SRH AlsterResearch AG beträgt zum 31.12.2017 EUR 0. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2018 dieser Gesellschaft lag bei Aufstellung des Jahresabschlusses der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG noch nicht vor.

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen.

Anschaffungskosten

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Vortrag 01.01.2018

Euro
Zugänge

Euro
Stand 31.12.18

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36.267,00 0,00 36.267,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.329,89 0,00 9.329,89
III. Beteiligungen 22.500,00 0,00 22.500,00
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.988.331,39 128.550,24 2.116.881,63
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.416.240,12 491.906,81 2.908.146,93
4.472.668,40 620.457,05 5.093.125,45

Kummulierte Abschreibungen

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Vortrag 01.01.2018

Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Abgänge

Euro
Stand 31.12.2018

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 706,50 0,00 706,50
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.285,70 12.705,37 0,00 21.991,07
III. Beteiligungen 35.144,85 4.132,79 0,00 39.277,64
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.740.467,02 127.677,28 0,00 1.868.144,30
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.151.291,02 146.361,84 0,00 2.297.652,86
3.936.188,59 291.583,78 0,00 4.227.772,37

Kummulierte Zuschreibungen

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Vortrag 01.01.2018

Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr

Euro
Stand 31.12.18

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 18.130,10 15,73 18.145,83
III. Beteiligungen 16.778,15 0,00 16.778,15
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
34.908,25 15,73 34.923,98

Buchwerte

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31.12.2018

Euro
31.12.2017

Euro
I. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 35.560,50 36.267,00
II. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 5.484,65 18.174,29
III. Beteiligungen 0,51 4.133,30
IV. Immaterielle Vermögensgegenstände 248.737,33 247.864,37
V. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 610.494,07 264.949,10
900.277,06 571.388,06

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen einen Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung (TEUR 107). Darüber hinaus betreffen sie die Kautionen für die Büroräume in Gräfelfing, Berlin und Hamburg, für Räume in Frankfurt und die Kaution für die Johannesburg Stock Exchange (TEUR 39).

Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich im Wesentlichen um eine Vorauszahlung für die Neuzuweisung der Skontren, Versicherungsbeiträge, Umlagevorauszahlungen, abgegrenzte Aufwendungen für eine Börsenveranstaltung und für Repräsentation sowie um vorausbezahlte Kosten für Informationsdienste.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 962), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 601) verrechnet. Daraus ergibt sich ein aktivischer Überhang i.H.v. TEUR 361.

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31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 962 950
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 601 562
Ausweis aktivischer Unterschiedsbetrag 361 388
Verrechnete Aufwendungen und Erträge -27 -16

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 4) erfasst.

Pflichtgemäß wurde der Durchschnittszins der letzten zehn Jahre angesetzt.

Bei einem Planvermögen unterschreitet der Gesamtwert des Deckungsvermögens den Buchwert der dazugehörigen Schulden. Der Ausweis erfolgt unter Pensionsrückstellungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten aus der Börsengeschäftsabwicklung für den Monat Dezember (TEUR 62), Verbindlichkeiten aus Courtagen (TEUR 7), Kursdifferenzen (TEUR 29), Avalprovisionen (TEUR 8).

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Handelspassiva

Die Handelspassiva beinhalten börsennotierte Wertpapiere in Höhe von TEUR 1.283. Ferner sind unrealisierte Verluste aus Aufgabegeschäften i.H.v. TEUR 170 enthalten. In den Handelspassiva ist ein Anteil von TEUR 49 an Fremdwährungen enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten resultieren aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 267) und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 70). Darüber hinaus beinhalten sie Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 57), Sozialversicherungsbeiträge für den Monat Dezember 2018 (TEUR 10), Spesenabrechnungen von Mitarbeitern (TEUR 6) und Verb. aus USt (TEUR 25).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Pensionsrückstellungen

Die Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 421), die den beizulegenden Zeitwert darstellen, wurden mit den Pensionsrückstellungen (TEUR 682) verrechnet. Daraus ergibt sich ein passivischer Überhang i.H.v. TEUR 261.

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31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 421 392
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 682 592
Ausweis Pensionsrückstellungen 261 200
Verrechnete Aufwendungen und Erträge -61 -69

Aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsgrundlagen wäre im Jahr 2010 eine Zuführung zur der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 87 erforderlich gewesen. Im Geschäftsjahr wurde jedoch wie im Vorjahr nur die Mindestansammlung von 1/15 des zuzuführenden Betrages als Aufwand (TEUR 2) erfasst.

Steuerrückstellungen

Die Verlustvorträge aus den Vorjahren dürfen gemäß § 10 d Abs. 2 Satz 1 ESTG sowie dem § 10 a GewStG nicht in vollem Umfang angesetzt werden. Die Berechnung ergab somit im Geschäftsjahr einen Steueraufwand für Ertragsteuern in Höhe von TEUR 16. Insgesamt beträgt die Steuerrückstellung (inklusive Vorjahre) TEUR 599.

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen von TEUR 1.209 beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 79) und Boni (TEUR 692). Darüber hinaus sind Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (TEUR 59), die Rückstellung aufgrund von Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen (TEUR 6), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 15), Sondervergütung Vorstände (TEUR 51) sowie ausstehende Rechnungen und sonstige Posten (TEUR 307) enthalten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG führte im Geschäftsjahr 2018 dem Fonds gemäß § 340e Abs. 4 HGB TEUR 333 zu, um im Fonds für allgemeine Bankrisiken 50% des durchschnittlichen Handelsergebnisses der letzten fünf Jahre zu erreichen. Der Fonds nach § 340e Abs. 4 HGB dotiert zum 31.12.2018 mit TEUR 6.288.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 7.473.700,00 ist eingeteilt in 7.473.700 nennwertlose Aktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00. Sämtliche Aktien sind Inhaberaktien.

Am Bilanzstichtag befanden sich 19.323 eigene Aktien im Depot. Der Nennwert der eigenen Aktien wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Eigene Aktien

Am Bilanzstichtag befanden sich 19.323 eigene Aktien im Depot. Insgesamt wurden im Jahr 2018 131.207 Aktien gekauft und 133.088 Aktien verkauft. Der durchschnittliche Erwerbskurs belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 4,58, der durchschnittliche Verkaufskurs auf EUR 5,05.

Die Käufe und Verkäufe wurden während des Geschäftsjahres wie folgt getätigt:

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Kauf Stück Verkauf Stück
Januar 7.189 6.199
Februar 2.075 6.065
März 30.022 30.518
April 5.696 4.556
Mai 29.342 45.022
Juni 8.523 7.275
Juli 16.128 13.280
August 79 2.378
September 4.912 6.673
Oktober 3.102 3.002
November 2.020 1
Dezember 22.119 8.119
133.088

Der Bestand an eigenen Aktien entspricht einem Nennwert von EUR 19.323. Dies wiederum entspricht 0,26% am Grundkapital.

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG wurde in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2014 ermächtigt, bis zum 9. Juli 2019 eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels mit der Maßgabe zu erwerben, dass der Handelsbestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien 5% des Grundkapitals am Ende eines jeden Tages nicht übersteigen darf.

Im Geschäftsjahr machte die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile zum Zwecke des Wertpapierhandels Gebrauch.

Kapitalrücklage

Es ergibt sich eine Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2018 i.H.v. TEUR 1.466. Die Veränderung um TEUR 62 ergab sich im Berichtsjahr durch einen Verkaufsgewinn eigener Aktien in Höhe von TEUR 79 sowie einem Saldo aus Hinzurechnungen und Abzugsposten aus dem Zugang/Abgang von eigenen Anteilen zu Anschaffungskosten i. H.v. TEUR - 17. Bilanzunwirksame Geschäfte

Zum Bilanzstichtag ging die Gesellschaft schwebende Geschäfte in Form von Aufgabegeschäften für Kaufpositionen und Verkaufspositionen ein. Die Handelsvolumen (bewertet zu Schlusskursen am letzten Handelstag im Dezember 2018) belaufen sich auf TEUR 1.363 für Kauf- und TEUR 143 für Verkaufspositionen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus diesen Positionen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Berücksichtigung eines Value at Risk-Abschlages im Ergebnis des Handelsbestands erfasst.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zinsaufwand sind verrechnete Aufwendungen und Erträge gemäß § 285 Nr. 25 HGB in Höhe von TEUR 16,5 enthalten. Diese ergeben sich aus Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung von TEUR 40,5 und Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung von TEUR 57.

Die Provisionserträge beinhalten Courtageerträge (TEUR 4.783), Platzierungsprovisionen (TEUR 398), Provisionen aus Aktienlistings (TEUR 289), Provisionen aus Vermittlungsleistungen (TEUR 54) sowie sonstigen Provisionen (TEUR 105).

Im Handelsergebnis (Differenz aus Ertrag und Aufwand des Handelsbestandes) sind sowohl das Ergebnis aus den Geschäften, die über unsere Handelsdepots (TEUR 10.314) abgewickelt werden, als auch die Kursdifferenzen aus Aufgabegeschäften (TEUR 2.395) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus sonstigen Weiterbelastungen (TEUR 187), Sachbezüge (TEUR 15), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 22).

Die Personalaufwendungen i.H.v. TEUR 5.564 beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Löhne und Gehälter, Boni und Prämien, gesetzlichem sozialen Aufwand sowie Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 112.

Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Börsen-/ Bankenabwicklungsgebühren (TEUR 3.782), Kosten für Wertpapier-Informationsdienste (TEUR 1.585), EDV-Kosten (TEUR 1.641) und XETRA-Gebühren (TEUR 519). Darüber hinaus finden sich in diesem Posten Kosten für das Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystem (TEUR 178), Kosten für das Handelssystem Max-One (TEUR 153), Internet- und Leitungskosten (TEUR 325), Raumkosten (TEUR 331), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 281), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 302), Kosten für Börsenzulassungen (TEUR 149), Kosten für Investor Relations und Werbung (TEUR 101), Buchführungskosten (TEUR 113) und Aktieneinführungsgebühren (TEUR 220).

Die Abschreibungen wurden linear in Anlehnung an die allgemein gültigen Afa-Tabellen vorgenommen und betragen im Berichtszeitraum TEUR 292.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 3 auf das erfolgswirksam vereinnahmte Körperschaftsteuerguthaben sowie mit TEUR 39 auf das zu versteuernde Einkommen nach Verrechnung von Verlustvorträgen aus Vorjahren unter Berücksichtigung der gesetzlichen Mindestbesteuerung.

5. Sonstige Angaben

Organe

Zu Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Thomas Posovatz,

München, Börsenmakler, Sprecher des Vorstands

Herr Franz Christian Kalischer,

Hamburg, Börsenmakler

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 406 und setzen sich wie folgt zusammen:

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Herr Thomas Posovatz TEUR 194
Herr Franz Christian Kalischer TEUR 212

Hierin sind geldwerte Vorteile z.B. für Dienstwagen in Höhe von TEUR 12 enthalten.

Herr Thomas Posovatz ist Mitglied des Aufsichtsrats der Bayerische Börse AG, München.

Herr Franz Christian Kalischer ist Mitglied des Aufsichtsrats der SRH AlsterResearch AG, Hamburg.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum 31.12.2018 folgende Personen an:

Herr Michael Wilhelm,

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorsitzender

Herr Thomas Mühlbauer,

Bankkaufmann, stellvertretender Vorsitzender

Herr Hendrik Janssen,

Diplom Ökonom, BÖAG Börsen AG

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 57.

Herr Hendrik Janssen ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der vwd TransactionSolutions AG, Frankfurt am Main.

Herr Wilhelm und Herr Mühlbauer hatten neben dem Aufsichtsratsmandat bei der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG keine weiteren Aufsichtsratsmandate oder ähnliches inne.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist in der Hauptversammlung vom 10.07.2018 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 09. Juli 2023, einmal oder mehrmals um bis zu TEUR 3.737 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit Gewinnberechtigung ab Beginn des im Zeitpunkt der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres zu erhöhen.

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrates hierfür das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ausschließen. Dies gilt insbesondere, sofern die Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen erfolgt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter - ohne Vorstandsmitglieder - beträgt:

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Büro Hamburg 22
Büro Gräfelfing 13
Büro Berlin 8
Büro Frankfurt 8
Büro Hannover 4

Zum 31.12.2018 beschäftigte die Gesellschaft inklusive der Vorstandsmitglieder insgesamt 57 Mitarbeiter.

Angabe von Passivischen Beteiligungen

Die BÖAG Börsen AG, Hamburg, ist zu 25,1% an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Die FMNP Beteiligungs GmbH, Gräfelfing, hält 19,8% der Anteile.

Die Posovatz Verwaltungs GbR, an der Herr Posovatz zu 50% beteiligt ist, hält unmittelbar 6,4% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Herr Kalischer hält 7,43% und Herr Mühlbauer 4,63% der Anteile an der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG. Die übrigen Gründungsmitglieder der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG halten zwischen 5% und 10% der Anteile.

Herr Wilhelm sowie Herr Janssen halten zum 31. Dezember 2018 keine Aktien der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen, aus Verträgen mit Wertpapierinformationsdiensten, aus Verträgen bezüglich des Orderabwicklungs- und Handelsunterstützungssystems, aus Verträgen über Werbekampagnen und Leitungsnetzen in folgender Höhe und Fälligkeit:

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fällig 2019 TEUR 3.201
TUSD 325
TGBD 7
fällig 2020 TEUR 704
TUSD 142
TGBD 0
fällig 2021 TEUR 340
TUSD 9
TGBD 0

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr fallen als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 80 an. Die mwb fairtrade ist nur in sehr geringem Umfang vorsteuerabzugsberechtigt, daher wurde das Honorar als Bruttobetrag inklusive Mehrwertsteuer angegeben.

Wesentliche Auslagerung von Dienstleistungen

Die Finanzbuchhaltung ist an die Firma FinTech Group AG, Frankfurt ausgelagert. Die Firma FinTech Group AG erbringt neben der Finanzbuchhaltung Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Meldungen gemäß KWG und WpHG, der Geld- und Stückebuchhaltung sowie des Handels- und Positionsführungssystems Tradix und der Bereitstellung von Infrastruktur im Handelsbereich. Den Betrieb der Limitkontrollsysteme und des zentalen Marktdatensystems sowie des Betriebs von Xetra und Xontro wurde an die Oraise GmbH, Frankfurt ausgelagert. Die Interne Revision wurde ausgeführt von der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg. Die Gesellschaft hat Auslagerungsverträge bezüglich der Erbringung der Anlagevermittlung mit folgenden gebundenen Vermittlern im Geschäftsjahr unterhalten:

First Berlin Securities Brokerage GmbH, Berlin
Solventis Wertpapierhandelsgesellschaft mbH, Mainz
Christian Gerdes, München
Markus von Götz, Hamburg
Resource Trading Group RTG Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

6. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 3.408 eine Dividende zwischen 0,03 Euro und 0,06 Euro je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten. Dies entspricht für den Fall, dass alle 7.473.700 Aktien ausstehend sind, einem Ausschüttungsbetrag zwischen TEUR 224 und TEUR 448. Der verbleibende Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Gräfelfing, den 29. März 2019

Thomas Posovatz

Franz Christian Kalischer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 mit Ausnahme der als ungeprüft gekennzeichneten Berichterstattung über Freiwillige Angaben gemäß § 289a Abs. 1 HGB geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Lagebericht als ungeprüft gekennzeichneten Informationen über Freiwillige Angaben gemäß § 289a Abs. 1 HGB. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Frankfurt am Main, 10. Mai 2019

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Schmidt, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmiederer, Wirtschaftsprüfer

mwb fairtrade

Wertpapierhandelsbank AG

Rottenbucher Straße 28

82166 Gräfelfing

Postfach 1644

821 58 Gräfelfing

Tel. +49 89 85852-0

Fax +49 89 85852-505

[email protected]

www.mwbfairtrade.com

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