Interim Report • Aug 12, 2020
Interim Report
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | Veränderung | 2020 | 2019 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 673 | 1.247 | -46,0% | 1.802 | 2.509 | -28,2% |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -76 | 20 | >-100,0% | -80 | -56 | -43,9% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -129 | -30 | >-100,0% | -186 | -155 | -20,0% |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten1, 2 | -96 | -14 | >-100,0% | -112 | -35 | >-100,0% |
| Konzernergebnis | -123 | -44 | >-100,0% | -190 | -176 | -7,8% |
| Ergebnis je Aktie (€) | -3,75 | -1,35 | >-100,0% | -5,80 | -5,38 | -7,9% |
| Free Cashflow3 | -244 | -71 | >-100,0% | -244 | -382 | 36,2% |
| Investitionen | 69 | 102 | -31,8% | 167 | 180 | -6,9% |
| Eigenkapitalquote (%) | 11,7 | 23,7 | -- | 11,7 | 23,7 | -- |
| Mitarbeiter 30.06. (Anzahl zum Stichtag) | 90.932 | 94.863 | -4,1% | 90.932 | 94.863 | -4,1% |
1 Die Kennzahl stellt die Bereinigung des EBIT um außergewöhnliche Einmaleffekte dar, um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Perioden und Interpretation der operativen Ertragskraft zu ermöglichen. Sondereffekte beinhalten wesentliche außerplanmäßige Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und sonstige Vermögenswerte, wesentliche Aufwendungen für drohende Verluste aus Kundenverträgen, Kosten in Vorbereitung der Abspaltung der Wire & Cable Solutions Division (ohne interne Kosten), Refinanzierungskosten (inkl. Berater-, Banken- und Anwaltskosten; außer den Kosten, die den Zinsaufwendungen zugerechnet werden), übrige Einmalaufwendungen, die aufgrund strategischer Entscheidungen anfielen sowie externe Zusatzaufwendungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Kosten für das Programm VALUE 21 beinhalten alle damit verbundenen Restrukturierungs- und Abfindungskosten sowie externe Beraterkosten.
2 Ab Halbjahr 2020 Sondereffekte erweitert um externe Zusatzaufwendungen zum Schutz der Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, beispielsweise für zusätzliche Bustransporte, Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel.
3 Vorjahreswerte angepasst (Ausweisänderung: Gezahlte und erhaltene Zinsen werden in vollem Umfang dem Finanzierungsbereich zugeordnet)
| ― | Globale Konjunktur im ersten Halbjahr 2020 laut IWF (Internationaler Währungsfonds) World Economic Outlook vom Juni 2020 stark von Covid-19-Pandemie belastet |
| ― | Deutlicher Einbruch der wichtigen Automobilmärkte: Pkw-Nachfrage sinkt in den ersten fünf Monaten laut Angaben des VDA (Verband der Automobilindustrie) von Anfang Juli in Europa um 43 Prozent, in den USA um 23 Prozent und in China um 27 Prozent |
| ― | Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von Januar bis Juni 2020 nach Angaben von IHS Global Insight weltweit um gut ein Drittel gesunken; Rückgang in der EMEA-Region und Amerika besonders ausgeprägt; Fertigung von schweren Nutzfahrzeugen global um fast 36 Prozent reduziert |
| ― | LEONI-Geschäftsverlauf durch Covid-19-Pandemie erheblich beeinträchtigt: Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 28 Prozent und im zweiten Quartal 2020 um 46 Prozent unter Vorjahr |
| ― | Umsatzrückgang belastet Ertragslage: EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten geht im ersten Halbjahr auf -112 Mio. € (Vorjahr: -35 Mio. €) und im zweiten Quartal auf -96 Mio. € (Vorjahr: -14 Mio. €) zurück |
| ― | Free Cashflow nach sechs Monaten bei -244 Mio. € (Vorjahr: -382 Mio. €) - ausgeglichener Wert in den ersten drei Monaten, im zweiten Quartal starke Beeinträchtigung durch die Corona-Krise |
| ― | Nach dem Shutdown allmähliche Erholung und bisher erwartungsgemäßer Wiederanlauf der Produktion; per Ende Juni rund zwei Drittel der Werke mit weitgehend normalisierter Produktion |
| ― | Covid-19-Shutdown: Mehrwöchiger, weltweiter Produktionsstopp der Automobilhersteller und vorübergehende Schließung zahlreicher LEONI-Werke wegen Covid-19-Pandemie mit Schwerpunkt im April; Beeinträchtigung von Produktion und Logistik zunächst in China, danach in Europa, Afrika und Amerika; zuerst Unternehmensbereich WSD (Wiring Systems Division) als Direktlieferant betroffen, später auch Unternehmensbereich WCS (Wire & Cable Solutions Division); frühzeitiger Schutz der Mitarbeiter durch umfangreiches Hygienekonzept mit hoher Priorität und umfangreichen Maßnahmen umgesetzt, beispielsweise zusätzliche Bustransporte, Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel; aufgrund der personalintensiven Produktion insbesondere im Bordnetzbereich insgesamt Zusatzaufwendungen in Höhe von 7 Mio. € angefallen; Einführung von Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbarer Maßnahmen an anderen Standorten; |
| ― | Wiederanlauf der Produktion auf Kundenseite geht Hand-in-Hand mit der Auslastung der Kapazitäten; Wiederanlauf bei LEONI weltweit eng und frühzeitig mit Kunden abgestimmt; Hochlauf entspricht bisher den im Covid-19-Szenario des Sanierungskonzepts unterstellten Annahmen |
| ― | VALUE 21 weiterhin im Plan, per Ende Juni Großteil der Initiativen umgesetzt; bereits umgesetzte Initiativen werden ab 2022 zu jährlichen Bruttokosteneinsparungen von rund 450 Mio. € bzw. 90 Prozent des Gesamtpotenzials führen; Kosten von 12 Mio. € für die Umsetzung von VALUE 21 im ersten Halbjahr 2020 (H1/2019: 18 Mio. €) angefallen |
| ― | Finanzierung und Aktualisierung des Sanierungsgutachtens: Im April 2020 Abschluss einer durch die Bundesregierung und verschiedene Bundesländer verbürgten Kreditlinie über 330 Mio. € mit Laufzeit bis Ende 2022 zur Sicherung des Fortbestands des Geschäftsbetriebs vor dem Hintergrund der Belastungen durch Covid-19. In diesem Zuge Aktualisierung des Sanierungsgutachtens am 22. April 2020; LEONI ist damit aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung möglicher Covid-19-Auswirkungen bis Ende 2022 durchfinanziert; Voraussetzung: weiterhin konsequente Umsetzung des Sanierungskonzepts, das zu großen Teilen auf VALUE 21 beruht, und erwartungsgemäße schrittweise Erholung des Marktumfelds im Jahresverlauf |
| ― | Veränderungen im Vorstand: Hans-Joachim Ziems seit 1. April 2020 CRO (Chief Restructuring Officer); Vorstandsmitglieder Bruno Fankhauser und Martin Stüttem zum 1. Juni 2020 aus dem Konzernvorstand ausgeschieden, Bruno Fankhauser führt die WCS seitdem als Divisions-CEO (Chief Executive Officer), Martin Stüttem verantwortet die operativen Belange der WSD als deren COO (Chief Operating Officer) bis zum regulären Auslaufen seines Vertrags am 31. Dezember 2020; verkleinerter, an die Fokussierung der Holding auf Kapitalmarkt- und Governance-Anforderungen angepasster Konzernvorstand: Aldo Kamper als Vorstandsvorsitzender (CEO), Finanzvorständin (CFO) Ingrid Jägering und CRO Hans-Joachim Ziems |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
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| in % | in % | |||
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| Umsatz Vorjahr | 1.247 | 2.509 | ||
| Organische Veränderung | -552 | -44,3% | -682 | -27,1% |
| Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen | 0 | 0,0% | -6 | -0,3% |
| Währungsumrechnungseffekt | -4 | -0,3% | 3 | 0,1% |
| Kupferpreiseffekt | -17 | -1,4% | -22 | -0,9% |
| Umsatz laufendes Jahr | 673 | -46,0% | 1.802 | -28,2% |
| ― | Konzernumsatz im ersten Halbjahr 28 Prozent und im zweiten Quartal 46 Prozent unter Vorjahr; starke Auswirkungen der Corona-Krise; Drosselung und Stilllegung der Produktion bei Kunden führt zu Nachfrageeinbruch |
| ― | Deutliche Einbußen sowohl bei Bordnetzen und Kabelsätzen (WSD) als auch bei Fahrzeugleitungen sowie Spezialkabeln und Kabelsystemen für die Industrie (WCS) |
| ― | Von Januar bis Juni Rückgang in allen Regionen: Asien -18 Prozent, EMEA-Raum -29 Prozent und USA -35 Prozent; im zweiten Quartal entsprechend der Entwicklung der Covid-19-Pandemie Verbesserung in Asien und Verschlechterung in der Region EMEA sowie den USA |
| ― | Zur Jahresmitte wieder alle LEONI-Standorte geöffnet; Abrufzahlen der Automobilindustrie in China wieder auf gutem Niveau, schrittweise Erholung in Europa und den USA |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
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| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -96 | -14 | -112 | -35 |
| Sondereffekte | -28 | 0 | -62 | -102 |
| VALUE 21-Kosten | -5 | -17 | -12 | -18 |
| EBIT | -129 | -30 | -186 | -155 |
| ― | EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal wegen Umsatzausfällen deutlich verringert; Vorjahreswert durch inzwischen beseitigte Anlaufschwierigkeiten am mexikanischen Bordnetz-Standort Mérida im ersten Halbjahr 2019 mit 59 Mio. € belastet |
| ― | Wesentliche Sondereffekte 2020: Im ersten Halbjahr 2020 Abwertungen von Vermögenswerten in Höhe von 33 Mio. € (Vorjahr: 66 Mio. €), davon im ersten Quartal 19 Mio. € in der WCS aufgrund geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Folge der Covid-19-Pandemie, weitere Abwertungen von Vermögenswerten im zweiten Quartal unter anderem aufgrund von Portfoliobereinigungen in der WCS im Rahmen von VALUE 21; Kosten für Refinanzierung in Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €), davon im zweiten Quartal 4 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €); Bildung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €), davon im zweiten Quartal 4 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) in der WSD unter anderem aufgrund reduzierter prognostizierter Kundenabrufe bei einzelnen Projekten; externe Zusatzaufwendungen zum Schutz der Mitarbeiter im Zusammenhang mit Covid-19 in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) unter anderem für zusätzliche Bustransporte, Schutzkleidung, Masken und Desinfektionsmittel insbesondere an personalintensiven Standorten |
| ― | Kosten durch VALUE 21 bereits in vielen Bereichen gesenkt, positiven Effekten des Programms stehen Covid-19-bedingte Umsatzausfälle gegenüber |
| ― | Herstellkosten im ersten Halbjahr nahezu parallel zum Umsatz um 27 Prozent auf 1.668 Mio. € verringert, Bruttoergebnis damit bei 134 Mio. € (Vorjahr: 217 Mio. €); Vertriebskosten um 24 Prozent auf 110 Mio. € und F&E-Aufwand um 16 Prozent auf 68 Mio. € reduziert; allgemeine Verwaltungskosten unter anderem wegen Sondereffekten wie Refinanzierungskosten bei 158 Mio. € (Vorjahr: 158 Mio. €) |
| ― | Finanzaufwendungen durch höhere Zinsbelastung im ersten Halbjahr um 53 Prozent auf 26 Mio. € und im zweiten Quartal um 80 Prozent auf 17 Mio. € gestiegen |
| ― | Konzernfehlbetrag von 190 Mio. € (Vorjahr: 176 Mio. €) im ersten Halbjahr und 123 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) im zweiten Quartal |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 20191 | 2020 | 20191 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -221 | -19 | -235 | -227 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -23 | -52 | -8 | -155 |
| Free Cashflow | -244 | -71 | -244 | -382 |
1 Vorjahreswerte angepasst (Ausweisänderung: Gezahlte und erhaltene Zinsen werden in vollem Umfang dem Finanzierungsbereich zugeordnet)
| ― | Operativer Cashflow im ersten Halbjahr annähernd auf Vorjahresniveau, im zweiten Quartal wegen negativer Ergebnisentwicklung und Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise deutlich reduziert |
| ― | Cashflow für Investitionstätigkeit nach sechs Monaten durch Mittelzufluss aus Sale-and-Leaseback Transaktionen im ersten Quartal und geringeren Investitionen deutlich verbessert |
| ― | Free Cashflow im ersten Halbjahr 2020 bei -244 Mio. € nach -382 Mio. € im Vorjahr; nach ausgeglichenem Wert in den ersten drei Monaten im zweiten Quartal bei -244 Mio. € |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zugang exklusive der Nutzungsrechte (IFRS 16) | 28 | 62 | 62 | 134 |
| Zugang von Nutzungsrechten (IFRS 16) | 41 | 40 | 105 | 46 |
| Investitionen (Zugang an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten) | 69 | 102 | 167 | 180 |
| ― | Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im ersten Halbjahr konzernweit leicht verringert; 135 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €) entfallen auf Unternehmensbereich WSD und 32 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) auf Unternehmensbereich WCS |
| ― | Investitionen für das operative Geschäft sowohl im ersten Halbjahr als auch im zweiten Quartal deutlich reduziert, dafür Zugang von Nutzungsrechten im Wesentlichen aus Sale-and-Leaseback Transaktionen (IFRS 16) im ersten Quartal sowie im Zusammenhang mit dem Abschluss neuer Leasingverhältnisse im zweiten Quartal |
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| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 170 | 144 |
| Kurzfristige Finanzschulden | -80 | -365 |
| Langfristige Finanzschulden | -1.644 | -965 |
| Nettofinanzposition | -1.554 | -1.186 |
| ― | Nettofinanzschulden per 30. Juni wegen negativem Free Cashflow deutlich gestiegen |
| ― | Zusätzliche Mittelaufnahme im ersten Halbjahr aus bestehendem Konsortialkredit (RCF I) in Höhe von 211 Mio. €, aus verschiedenen, im Berichtszeitraum in Zusagen mit festem Fälligkeitstermin umgewandelte bilaterale Linien und Darlehen (vorher ohne feste Laufzeit, RCF II) in Höhe von 113 Mio. € sowie einem verbürgten Betriebsmittelkredit (RCF III) in Höhe von 162 Mio. € |
| ― | Im März 2020 auf Basis des Programms VALUE 21 erstmals Bestätigung der Sanierungsfähigkeit durch ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an die Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW S 6; Voraussetzung war die Umsetzung mitigierender Maßnahmen, insbesondere Factoring-Programme, Sale-and-Leaseback Transaktionen sowie Umwandlung bilateraler Kreditlinien ohne feste Laufzeit in eine Konsortialkreditlinie mit fester Laufzeit bis Ende 2022 (RCF II) zur Sicherstellung der mittelfristigen Liquidität (Details siehe zusammengefasster Lagebericht 2019) |
| ― | Massive erwartete Belastungen aus Covid-19-Pandemie erforderten weitere Erhöhung des finanziellen Spielraums, um Fortbestand des Geschäftsbetriebs zu sichern; im April 2020 Aufnahme eines Betriebsmittelkredits in Höhe von 330 Mio. € mit Laufzeit bis Ende 2022 (davon 240 Mio. € sofort und weitere 90 Mio. € ab dem 01. April 2021 abrufbar), abgeschlossen zu marktüblichen Konditionen mit Kernbanken und zu 90 Prozent abgesichert durch die Bundesregierung und die Bundesländer Bayern, Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen (Bund-Länder-Großbürgschaft im Zusammenhang mit den Folgen der Covid-19-Pandemie, RCF III); in diesem Zuge Aktualisierung des Sanierungsgutachtens; Sanierungsfähigkeit und Durchfinanzierung des Unternehmens bis Ende 2022 im April erneut bestätigt; Voraussetzung: weiterhin konsequente Umsetzung des Sanierungskonzepts und erwartungsgemäße schrittweise Erholung des Marktumfelds im Jahresverlauf |
| ― | Frei verfügbare Liquidität des LEONI-Konzerns Ende Juni bei 401 Mio. € (31.12.2019: 624 Mio. €), davon 170 Mio. € Barmittel und 231 Mio. € freie Kreditlinien; von der frei verfügbaren Liquidität sind zum Bilanzstichtag Avale in Höhe von 65 Mio. € (31.12.2019: 74 Mio. €) abzuziehen; Rückgang der verfügbaren Liquidität unter anderem aufgrund der planmäßigen Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von rund 166 Mio. € im März und des weiteren Abrufs der Kreditlinien zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs |
| ― | LEONI-Konzernbilanz per 30. Juni 2020 gegenüber Ende 2019 um 4 Prozent auf 3.456 Mio. € verkürzt |
| ― | Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite: Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 28 Prozent auf 381 Mio. € vor allem aufgrund der Corona-Auswirkungen, Vorräte um 5 Prozent auf 564 Mio. € gestiegen, kurzfristige Vermögenswerte in Summe um 5 Prozent auf 1.477 Mio. € vermindert; Sachanlagevermögen unter anderem durch Wertberichtigungen im Unternehmensbereich WCS um rund 2 Prozent auf 1.420 Mio. € reduziert, Abnahme der Anteile an assoziierten Unternehmen aufgrund von Dividendenausschüttung unseres chinesischen Joint Ventures um 19 Mio. € auf 26 Mio. €, langfristige Vermögenswerte insgesamt bei 1.979 Mio. € (31.12.2019: 2.036 Mio. €) |
| ― | Wesentliche Veränderungen auf der Passivseite: Verringerung der kurzfristigen Finanzschulden und des kurzfristigen Anteils an langfristigen Krediten um 78 Prozent auf 80 Mio. € insbesondere durch die planmäßige Rückzahlung von Schuldscheindarlehen und anderen Bankverbindlichkeiten sowie der Verlängerung der Fristigkeiten im Rahmen der RCF II, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Corona-Krise um 33 Prozent auf 513 Mio. € vermindert, Summe der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 36 Prozent auf 1.027 Mio. € verkleinert; Anstieg der langfristigen Finanzschulden um 70 Prozent auf 1.644 Mio. € vor allem durch die Nutzung der Revolving Credit Facilities I - III, langfristige Verbindlichkeiten insgesamt um 48 Prozent auf 2.024 Mio. € vergrößert; Eigenkapital wegen Ergebnisverschlechterung um 36 Prozent auf 405 Mio. € gesunken, Eigenkapitalquote bei 11,7 Prozent (31.12.2019: 17,7 Prozent) |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
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| Umsatz Vorjahr | 778 | 1.571 | ||
| Organische Veränderung | -395 | -50,8% | -483 | -30,7% |
| Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen | 0 | 0,0% | -6 | -0,4% |
| Währungsumrechnungseffekt | -5 | -0,6% | -3 | -0,2% |
| Umsatz laufendes Jahr | 378 | -51,4% | 1.079 | -31,3% |
| ― | Bereichsumsatz wegen Corona-Krise deutlich zurückgegangen; Einbuße im ersten Halbjahr bei 31 Prozent und im zweiten Quartal bei 51 Prozent |
| ― | Auswirkung der weltweiten Werksschließungen der Automobilhersteller zunächst in Asien, später im EMEA-Raum und in Amerika |
| ― | Geschäft in Asien nach Einbruch im ersten Quartal im zweiten Vierteljahr wieder auf gutem Niveau; in Amerika und der Region EMEA dagegen kräftige Rückgänge im zweiten Quartal, aber im Juni auch dort erste Erholungsanzeichen |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -83 | -30 | -103 | -66 |
| Sondereffekte | -20 | 0 | -32 | -102 |
| VALUE 21-Kosten | -4 | -11 | -10 | -12 |
| EBIT | -107 | -41 | -145 | -179 |
| ― | EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten wegen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowohl im ersten Halbjahr als auch im zweiten Quartal deutlich gesunken; kostensenkende Maßnahmen wie Kurzarbeit umgesetzt |
| ― | Sondereffekte beinhalten im ersten Halbjahr 2020 auch Abwertungen von Vermögenswerten und Drohverlustrückstellungen, unter anderem im Zusammenhang mit reduzierten prognostizierten Abrufen auf Kundenseite, diesbezüglich stehen wir in Verhandlungen mit unseren Kunden; des Weiteren anteilige Kosten für die Refinanzierung des Konzerns sowie externe Zusatzaufwendungen zum Schutz der Mitarbeiter im Zusammenhang mit Covid-19; im Vorjahr hauptsächlich Drohverlustrückstellungen und außerplanmäßige Abwertungen enthalten |
| ― | VALUE 21-Kosten gegenüber Vorjahr erwartungsgemäß verringert, positiven Effekten aus Performance- und Strategieprogramm stehen massive Auswirkungen der Corona-Krise gegenüber |
| ― | Nach Corona-bedingten Werksschließungen in allen Produktionsregionen nun Hochlauf der Werke in enger Abstimmung mit unseren Kunden |
| ― | Weiterhin selektive Projektauswahl; im zweiten Quartal neue Aufträge mit erwartetem Volumen von 0,2 Mrd. € (Vorjahr: 0,1 Mrd. €); erwartetes Projektvolumen per 30. Juni 2020 bei 21,9 Mrd. € (Vorjahr: 24,3 Mrd. €), davon 5,8 Mrd.€ (Vorjahr: 5,6 Mrd. €) E-Mobility-Projekte |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
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| Umsatz Vorjahr | 469 | 938 | ||
| Organische Veränderung | -157 | -33,5% | -199 | -21,2% |
| Währungsumrechnungseffekt | 1 | 0,2% | 6 | 0,6% |
| Kupferpreiseffekt | -17 | -3,7% | -22 | -2,3% |
| Umsatz laufendes Jahr | 296 | -37,0% | 723 | -22,9% |
| ― | Umsatz hauptsächlich bedingt durch Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr um 23 Prozent und im zweiten Quartal um 37 Prozent verringert; zusätzlich negativer Effekt aus der Veränderung des Kupferpreises gegenüber dem Vorjahr |
| ― | Stärkster Einbruch in Amerika; EMEA-Raum und China ebenfalls deutlich betroffen; teilweise Erholung im Juni |
| ― | Automotive-Geschäft besonders belastet; Industriebereiche in Summe ebenfalls unter Vorjahr, aber Zuwächse bei Healthcare und stabile Entwicklung bei Energy und Infrastructure |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -12 | 16 | -9 | 31 |
| Sondereffekte | -8 | 0 | -30 | 0 |
| VALUE 21-Kosten | -1 | -6 | -2 | -6 |
| EBIT | -21 | 10 | -40 | 24 |
| ― | EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten durch Covid-19-bedingte Umsatzausfälle sowohl im ersten Halbjahr als auch im zweiten Quartal erheblich reduziert; Gegensteuerung und kostensenkende Maßnahmen wie Kurzarbeit eingeleitet |
| ― | Wesentliche Sondereffekte im ersten Halbjahr 2020: Außerplanmäßige Abwertungen von Vermögenswerten wegen geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen aufgrund von Covid-19 und aufgrund von Portfoliobereinigungen im Rahmen von VALUE 21 sowie anteilige Refinanzierungskosten |
| ― | VALUE 21-Kosten gegenüber Vorjahr erwartungsgemäß spürbar verringert, positiven Effekten aus Performance- und Strategieprogramm stehen massive Auswirkungen der Corona-Krise gegenüber |
| ― | Werke an Automotive-Standorten vor allem im zweiten Quartal vorübergehend teilweise oder vollständig geschlossen; großflächiger Einsatz von Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten |
| ― | Auftragseingang im ersten Halbjahr mit 709 Mio. € um 23 Prozent rückläufig; Book-to-bill-Rate bei knapp 1; Auftragseingang im Juni mit ersten Anzeichen einer spürbaren Erholung |
| ― | Carve-out Konzept der WCS Division wie vorgesehen vorbereitet; Attraktivität der zugehörigen Geschäftsfelder weiterhin als gut eingeschätzt, verschiedene Investoren zeigen aufgrund der Vielfalt der Kompetenzen und unterschiedlichen Kunden Interesse für einzelne Teilbereiche der WCS; vor diesem Hintergrund sollen Voraussetzungen für ein Teilverkaufs-Szenario geschaffen und entsprechend Carve-outs von Teilbereichen der WCS vorbereitet werden; im aktuellen Umfeld Veräußerung kurzfristig schwer zu realisieren, Schnelligkeit allerdings kein Selbstzweck, LEONI wird die Trennungen von den Einheiten nur vollziehen, sofern ein fairer Wert erzielt werden kann und zukunftsfähige Konzepte für die jeweiligen Teilbereiche vorliegen; dabei ist davon auszugehen, dass nicht alle WCS Geschäftsbereiche gleichermaßen attraktiv für den Markt sind, und spezifische Lösungen für Teile des Portfolios gefunden werden müssen. |
| ― | Zu den Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Textziffer 10 "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss |
| ― | Nach Abschluss der Berichtsperiode gab es bis zur Unterzeichnung dieses Berichts keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LEONI-Konzerns. |
| ― | In unserem Geschäftsbericht 2019 sind die Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts- sowie unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, die wesentlichen Chancen und die Ausgestaltung unseres Risiko- und Chancenmanagementsystems beschrieben. |
| ― | Die mitigierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität sowie der durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Risiken sind ebenfalls im Geschäftsbericht 2019 dargestellt und wurden umgesetzt. So wurden die Factoring-Vereinbarungen abgeschlossen und befinden sich aktuell in der Implementierung, sind aber derzeit aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie deutlich reduzierten Forderungen nicht vollumfänglich nutzbar. Die Revolving Credit Facility (RCF) II wurde Ende Mai finalisiert. Am 20. April 2020 ging die Zusage für eine Bund-Länder-Großbürgschaft ein, mit der 90 Prozent eines Betriebsmittelkredits in Höhe von 330 Mio. € abgesichert sind. Der Kredit wurde zu marktüblichen Konditionen von unseren Kernbanken gewährt und hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2022. Als Reaktion auf die Produktionsunterbrechungen unserer Kunden haben wir unsere Werke in Europa, Nordafrika und Amerika bedarfsorientiert temporär geschlossen und Kurzarbeit in Deutschland sowie vergleichbare Maßnahmen an weiteren europäischen Standorten eingeführt. Inzwischen läuft die Produktion an allen Standorten wieder hoch und rund zwei Drittel unserer Werke laufen bereits mit weitgehend normalisierter Produktion. |
| ― | Am 22. April 2020 bestätigte ein aufgrund der stärker als ursprünglich geplanten Auswirkungen der Pandemie aktualisiertes Sanierungsgutachten in Anlehnung an die Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW S 6 unter Berücksichtigung eines Einbruchs unseres Geschäfts aufgrund der Covid-19-Pandemie und zusätzlich zur Verfügung gestellten Finanzierungsmitteln in Höhe von 330 Mio. EUR die Sanierungsfähigkeit und Durchfinanzierung des LEONI-Konzerns bis Ende 2022. Voraussetzung ist die weiterhin konsequente Umsetzung des Sanierungskonzepts und eine erwartungsgemäße schrittweise Erholung des Marktumfelds im Jahresverlauf. |
| ― | Mit Umsetzung der oben beschriebenen mitigierenden Maßnahmen wurde die wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwirft, deutlich minimiert, die aber insbesondere aufgrund des nicht vorhersehbaren weiteren Verlaufs der Covid-19-Pandemie weiterhin besteht und damit einem bestandsgefährdenden Risiko in Analogie zum § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB entspricht. Der Vorstand ist jedoch überzeugt, dass durch die mitigierenden Maßnahmen die Liquidität kurz- und mittelfristig sichergestellt werden kann. |
| ― | Die Covid-19-Pandemie hat wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit und Liquidität. Das Ausmaß und die Dauer der Pandemie sind derzeit nicht vorhersehbar. Die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus oder eine mögliche zweite Welle von Infektionen könnten die Erholungstendenz aus der wirtschaftlichen Krise verzögern oder behindern. Eine länger anhaltende Rezession, insbesondere eine weiterhin eingeschränkte Produktion in der Automobilindustrie, könnte zu wesentlichen Risiken für die Ertrags- und Finanzlage im LEONI-Konzern, zu schwerwiegenden Störungen im Finanzsystem sowie Insolvenzen bei Kunden und Lieferanten und damit auch zu negativen Auswirkungen in der Lieferkette führen. Weiterhin können Risiken aus Wertberichtigungen bestehen, insbesondere eine mögliche Verschlechterung der Ertragsaussichten von Projekten oder Geschäftseinheiten durch die Corona-Krise können Einfluss auf das Risiko von Abwertungen haben. |
| ― | LEONI hat Covid-19 Task Forces auf Konzern- und Divisionsebenen eingerichtet, die Maßnahmen zur Steuerung der Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie definieren, implementieren und steuern. Der Fokus liegt dabei auf der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter, der bedarfsgerechten Planung der Produktion und der Ressourcen sowie der Aufrechterhaltung der Lieferkette. |
| ― | Zusammenfassend geht der Vorstand davon aus, dass die erforderliche Liquidität bzw. Finanzierung durch die entsprechenden Maßnahmen sichergestellt werden kann. Der Vorstand geht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von der Unternehmensfortführung aus, auch unter Berücksichtigung der im aktualisierten Sanierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6 vom 22. April 2020 hinterlegten Restrukturierungsmaßnahmen und den gewährten Staatshilfen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. |
| ― | Die Covid-19-Pandemie wird sich im Gesamtjahr deutlich auf die Weltwirtschaft auswirken, auch wenn es im zweiten Halbjahr voraussichtlich in einigen Regionen zu einer Erholung kommen soll. Nach den Prognosen des IWF vom Juni des laufenden Jahres wird die globale Konjunktur 2020 insgesamt um 4,9 Prozent schrumpfen, wobei die weitere Entwicklung von sehr großen Unsicherheiten geprägt ist. |
| ― | Die internationalen Automobilmärkte sind von der Krise ebenfalls stark betroffen, selbst wenn sich die Nachfrage in verschiedenen Ländern allmählich belebt: Anfang Juli rechnete der VDA für das Gesamtjahr weltweit mit 17 Prozent weniger Pkw-Neuzulassungen, sofern es gelingt, die Covid-19-Pandemie weiter einzudämmen. In Europa wird der Rückgang voraussichtlich heftiger ausfallen als in den USA und China. Der globale Nutzfahrzeug-Absatz soll gemäß VDA um 24 Prozent abnehmen. In der Folge dürfte auch die Fahrzeug-Produktion signifikant sinken: Laut IHS Global Insight laufen 2020 weltweit 23 Prozent weniger Pkw und 24 Prozent weniger schwere Nutzfahrzeuge vom Band. Allerdings werden aus heutiger Sicht trotz der Krise erheblich mehr Pkw mit alternativen Antriebstechniken hergestellt: IHS Global Insight erwartet in diesem Segment weltweit eine Steigerung um 16 Prozent, wobei die stärksten Impulse mit plus 61 Prozent aus dem EMEA-Raum kommen. |
| ― | Bei LEONI war das erste Halbjahr 2020 wie erwartet maßgeblich durch die Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal beeinflusst mit deutlichen Belastungen für Konzernumsatz, EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten und Free Cashflow. Zum Ende des Halbjahres zeigte sich eine deutlich positive Tendenz. Damit sollte - vorausgesetzt, es wird keine zweite Welle der Pandemie geben, die erneut massive Beeinträchtigungen und Drosselungen der Automobilproduktion hervorruft - die Talsohle erreicht worden sein. Aus heutiger Sicht erwarten wir im zweiten Halbjahr eine fortgesetzte, schrittweise Erholung des Marktumfelds. Aktuell entspricht die Marktentwicklung den Annahmen unseres Sanierungskonzepts. Die unterstellte Fortsetzung der Markterholung ist aber weiterhin ungewiss. Der weitere Verlauf des Geschäftsjahres 2020 wird wesentlich von dem Wiederanlauf der Produktion unserer Kunden nach der Sommerpause sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängen. Auch bei einer Vermeidung nochmaliger massiver Produktionsunterbrechungen ist nicht klar, wie schnell und nachhaltig sich die Endkundennachfrage verbessert. Unsere Indikatoren zeigen derzeit teilweise Verschiebungen bei Projektanläufen unserer Kunden. Vor diesem Hintergrund sind weiterhin eine flexible Planung und die Vorbereitung auf alle Eventualitäten nötig. Für weitere Details verweisen wir auf unsere ausführlichen Erläuterungen zur Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 in unserem Prognosebericht des zusammengefassten Lageberichts 2019 unter Berücksichtigung von Covid-19. Eine präzisere Prognose ist zurzeit nicht möglich. |
| ― | Während der Werkstillstände mit dem Höhepunkt in EMEA und Amerika im April bzw. Mai haben wir begonnen, im engen Dialog mit unseren Kunden die Wiedereröffnung und das Hochfahren der Produktion zu planen. In der Zwischenzeit haben alle unsere Werke die Produktion wiederaufgenommen. Unsere Werke in China produzieren seit Ende des zweiten Quartals wieder annähernd auf Vorkrisenniveau. Für unsere europäischen Kunden produzieren wir seit Mai wieder in zunehmendem Maß. Die Kunden in den USA haben im Juni die Produktion wieder gestartet. |
für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 673.417 | 1.247.025 | 1.801.585 | 2.509.016 | |
| Umsatzkosten | -660.178 | -1.101.030 | -1.667.628 | -2.291.658 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 13.239 | 145.995 | 133.957 | 217.358 | |
| Vertriebskosten | -46.773 | -70.381 | -109.583 | -145.007 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -69.237 | -73.180 | -157.788 | -157.748 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -31.905 | -39.264 | -68.462 | -81.853 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.085 | 7.794 | 18.321 | 12.419 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.290 | -7.873 | -17.868 | -16.194 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 7.848 | 6.640 | 15.375 | 15.949 | |
| EBIT | -129.033 | -30.269 | -186.048 | -155.076 | |
| Finanzerträge | 424 | 146 | 697 | 627 | |
| Finanzaufwendungen | -16.655 | -9.272 | -25.932 | -16.907 | |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 0 | 0 | 65 | 93 | |
| Ergebnis vor Steuern | -145.264 | -39.395 | -211.218 | -171.263 | |
| Ertragsteuern | 22.702 | -4.359 | 21.670 | -4.636 | |
| Konzernfehlbetrag | -122.562 | -43.754 | -189.548 | -175.899 | |
| davon: | Anteilseigner des Mutterunternehmens | -122.538 | -43.973 | -189.569 | -175.687 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -24 | 219 | 21 | -212 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | -3,75 | -1,35 | -5,80 | -5,38 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert und verwässert) | 32.669.000 | 32.669.000 | 32.669.000 | 32.669.000 |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernfehlbetrag | -122.562 | -43.754 | -189.548 | |||
| Sonstiges Ergebnis | ||||||
| Nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -45.585 | -7.977 | -9.378 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die nicht umgegliedert werden | 8.192 | 3.504 | 436 | |||
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||||||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | ||||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | -2.449 | -12.721 | -13.668 | |||
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | 247 | -2.220 | |||
| Summe Differenzen aus der Währungsumrechnung | -2.449 | -12.474 | -15.888 | |||
| Cashflow Hedges | ||||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 3.776 | 1.607 | -20.439 | |||
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 3.161 | -1.909 | 1.072 | |||
| Summe Cashflow Hedges | 6.937 | -302 | -19.367 | |||
| Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbaren Posten, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | -208 | -1.226 | 76 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die umgegliedert werden | -1.342 | -247 | 2.702 | |||
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -34.455 | -18.722 | -41.419 | |||
| Gesamtergebnis | -157.017 | -62.476 | -230.967 | |||
| Anteilseigner des davon: Mutterunternehmens | -157.019 | -62.699 | -231.023 | |||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 2 | 223 | 56 |
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| 1. Halbjahr | ||
|---|---|---|
| 2019 | ||
| --- | --- | --- |
| Konzernfehlbetrag | -175.899 | |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -26.970 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die nicht umgegliedert werden | 6.039 | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 9.532 | |
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 247 | |
| Summe Differenzen aus der Währungsumrechnung | 9.779 | |
| Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 3.668 | |
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -4.712 | |
| Summe Cashflow Hedges | -1.044 | |
| Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbaren Posten, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | -77 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die umgegliedert werden | -518 | |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -12.791 | |
| Gesamtergebnis | -188.690 | |
| Anteilseigner des davon: Mutterunternehmens | -188.659 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -31 |
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernfehlbetrag | -122.562 | -43.754 | -189.548 | -175.899 |
| Überleitung zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | ||||
| Ertragsteuern | -22.702 | 4.359 | -21.670 | 4.636 |
| Zinsergebnis | 14.088 | 8.710 | 22.988 | 16.078 |
| Dividendenerträge | 0 | 0 | -65 | -93 |
| Abschreibungen | 52.770 | 50.228 | 105.902 | 99.374 |
| Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten | 6.824 | -553 | 25.587 | 43.567 |
| Zahlungsunwirksames Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -7.848 | -6.640 | -15.375 | -15.949 |
| Ergebnis aus Anlagenabgängen | 216 | -4.525 | -9.770 | -4.599 |
| Entkonsolidierungseffekt | 0 | 349 | 0 | 349 |
| Veränderung der betrieblichen Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Veränderung der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte | 99.876 | 11.320 | 163.334 | -65.172 |
| Veränderung der Vorräte | 23.486 | 27.354 | -27.337 | -39.487 |
| Veränderungen der sonstigen Vermögenswerte | 28.278 | 10.671 | -51 | -22.533 |
| Veränderung der Restrukturierungsrückstellungen | -10.423 | -183 | -26.787 | 361 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -4.693 | -12.007 | -11.101 | 25.127 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | -284.003 | -63.517 | -267.402 | -78.349 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 5.650 | -12.669 | -1.059 | -26.449 |
| Erhaltene Dividendenzahlungen | 0 | 11.926 | 17.055 | 12.019 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -221.043 | -18.931 | -235.299 | -227.019 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -1.145 | -7.657 | -3.210 | -7.794 |
| Investitionen in Sachanlagevermögen | -28.236 | -53.264 | -77.867 | -156.848 |
| Akquisitionen von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 0 | -75 | 0 | -75 |
| Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | -750 | 0 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen | 6.494 | 6.007 | 73.397 | 6.163 |
| Erlöse aus dem Verkauf eines Geschäftsbetriebes/von Tochterunternehmen abzüglich abgegebener Finanzmittel | 0 | 3.302 | 0 | 3.302 |
| davon: Verkaufserlöse 0 T€ (Vorjahr: 4.181 T€) | ||||
| Abgegebene Finanzmittel 0 T€ (Vorjahr: 879 T€) | ||||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -22.887 | -51.687 | -8.430 | -155.252 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 358.248 | 119.595 | 549.386 | 457.761 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -71.501 | -52.458 | -256.383 | -109.730 |
| Gezahlte Zinsen 1 | -13.393 | -5.067 | -21.408 | -10.501 |
| Erhaltene Zinsen 1 | 274 | 442 | 471 | 607 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 273.628 | 62.512 | 272.066 | 338.137 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 29.698 | -8.106 | 28.337 | -44.134 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | -942 | -1.741 | -2.390 | 2.312 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 141.404 | 119.779 | 144.213 | 151.754 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 170.160 | 109.932 | 170.160 | 109.932 |
1 Vorjahreswerte angepasst
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| 30.06.2020 | 31.12.2019 | 30.06.2019 | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 170.160 | 144.213 | 109.932 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 380.521 | 527.242 | 673.858 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 57.726 | 60.912 | 46.512 |
| Sonstige Vermögenswerte | 157.850 | 166.395 | 181.520 |
| Ertragsteuerforderungen | 26.398 | 21.927 | 20.842 |
| Vorräte | 564.040 | 536.703 | 644.196 |
| Vertragsvermögenswerte | 120.535 | 104.729 | 106.676 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.477.230 | 1.562.121 | 1.783.536 |
| Sachanlagevermögen | 1.419.782 | 1.452.921 | 1.399.250 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 57.448 | 66.582 | 67.731 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 135.408 | 139.202 | 138.762 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 26.045 | 44.694 | 49.337 |
| Vertragsvermögenswerte | 87.257 | 84.753 | 76.709 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9.492 | 7.872 | 5.707 |
| Latente Steuern | 107.102 | 98.208 | 84.710 |
| Sonstige Vermögenswerte | 136.006 | 142.185 | 145.919 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 1.978.540 | 2.036.417 | 1.968.125 |
| Summe AKTIVA | 3.455.770 | 3.598.538 | 3.751.661 |
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| 30.06.2020 | 31.12.2019 | 30.06.2019 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten | 80.421 | 364.774 | 752.762 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 512.748 | 766.484 | 824.743 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 100.977 | 134.774 | 91.079 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 16.238 | 19.175 | 22.973 |
| Kurzfristige andere Verbindlichkeiten | 221.029 | 196.324 | 230.438 |
| Rückstellungen | 95.617 | 116.644 | 51.941 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.027.030 | 1.598.175 | 1.973.936 |
| Langfristige Finanzschulden | 1.643.934 | 965.010 | 563.260 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 18.898 | 24.743 | 31.399 |
| Langfristige andere Verbindlichkeiten | 11.203 | 11.071 | 11.187 |
| Pensionsrückstellungen | 192.454 | 187.720 | 184.899 |
| Sonstige Rückstellungen | 87.043 | 98.051 | 36.274 |
| Latente Steuern | 70.037 | 77.630 | 62.077 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 2.023.569 | 1.364.225 | 889.096 |
| Gezeichnetes Kapital | 32.669 | 32.669 | 32.669 |
| Kapitalrücklage | 290.887 | 290.887 | 290.887 |
| Gewinnrücklagen | 182.626 | 372.195 | 631.055 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -102.805 | -61.351 | -67.769 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 403.377 | 634.400 | 886.842 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.794 | 1.738 | 1.787 |
| Summe Eigenkapital | 405.171 | 636.138 | 888.629 |
| Summe PASSIVA | 3.455.770 | 3.598.538 | 3.751.661 |
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| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Differenz aus der Währungsumrechnung | Cashflow Hedges | Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2019 | 32.669 | 290.887 | 806.742 | 42.852 | 2.869 | -100.518 |
| Konzernfehlbetrag | -175.687 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 9.521 | -1.562 | -20.931 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||||
| 30. Juni 2019 | 32.669 | 290.887 | 631.055 | 52.373 | 1.307 | -121.449 |
| 1. Januar 2020 | 32.669 | 290.887 | 372.195 | 59.026 | 1.096 | -121.473 |
| Konzernfehlbetrag | -189.569 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -15.847 | -16.665 | -8.942 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| 30. Juni 2020 | 32.669 | 290.887 | 182.626 | 43.179 | -15.569 | -130.415 |
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| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||
|---|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2019 | 1.075.501 | 5.937 | 1.081.438 |
| Konzernfehlbetrag | -175.687 | -212 | -175.899 |
| Sonstiges Ergebnis | -12.972 | 181 | -12.791 |
| Gesamtergebnis | -188.659 | -31 | -188.690 |
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -4.119 | -4.119 | |
| 30. Juni 2019 | 886.842 | 1.787 | 888.629 |
| 1. Januar 2020 | 634.400 | 1.738 | 636.138 |
| Konzernfehlbetrag | -189.569 | 21 | -189.548 |
| Sonstiges Ergebnis | -41.454 | 35 | -41.419 |
| Gesamtergebnis | -231.023 | 56 | -230.967 |
| 30. Juni 2020 | 403.377 | 1.794 | 405.171 |
für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020
Dieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union angewendet wird, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. LEONI erstellt und veröffentlicht den verkürzten Konzernzwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2020 wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen. Die quartalsbezogenen Informationen, die in diesem Zwischenabschluss dargestellt werden, sind ergänzend und wurden nicht der prüferischen Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen.
In unserem Geschäftsbericht 2019 sind die Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts- sowie unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, die wesentlichen Chancen und die Ausgestaltung unseres Risiko- und Chancenmanagementsystems beschrieben. Die mitigierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität sowie der durch die Covid-19-Pandemie hervorgerufenen Risiken sind ebenfalls im Geschäftsbericht 2019 dargestellt und wurden umgesetzt. Damit wurde die wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwirft, deutlich minimiert, die aber insbesondere aufgrund des nicht vorhersehbaren weiteren Verlaufs der Covid-19-Pandemie weiterhin besteht und damit einem bestandsgefährdenden Risiko in Analogie zum § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB entspricht. Der Vorstand ist jedoch überzeugt, dass durch die mitigierenden Maßnahmen die Liquidität kurz- und mittelfristig sichergestellt werden kann (für weiterführende Details siehe Konzernzwischenlagebericht 2020, Risiko- und Chancenbericht).
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand am 5. August 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Die angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen denen des Konzernjahresabschlusses 2019 und wurden dort im Konzernanhang beschrieben.
Für das Geschäftsjahr 2020 liegt keine Erstanwendungspflicht für große Standards oder Gesetzesänderungen vor. Detailänderungen wirken sich nicht wesentlich auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem Grund nicht näher erläutert.
Schätzungen und Ermessensentscheidungen aufgrund der Covid-19-Pandemie können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Aufgrund der derzeit unabsehbaren weltweiten Folgen der Covid-19-Pandemie unterliegen diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss haben. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen berücksichtigt.
Die im Zusammenhang mit dem Factoring entstandenen Zinsaufwendungen werden ab dem Berichtsjahr im Finanzergebnis ausgewiesen, sind aber für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung.
Seit dem 31. Dezember 2019 weist LEONI sämtliche gezahlten und erhaltenen Zinsen als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus. Aufgrund dessen wurden die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2019 angepasst. Vor diesem Hintergrund wurden im Vorjahreszeitraum 3.694 T€ gezahlte und 607 T€ erhaltene Zinsen aus dem operativen Cashflow in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert.
Neben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.
Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum durch die Liquidation einer chinesischen Tochtergesellschaft verändert. Aus der Liquidation resultierte ein Währungsgewinn in Höhe von 2.220 T€, der aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde.
Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente. Detaillierte Informationen zu den Segmenten finden sich im Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2020 sowie im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019.
Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | 2019 | Veränderung in % | 2020 | 2019 | Veränderung in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wiring Systems | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 377.718 | 778.170 | -51,5% | 1.078.727 | 1.571.906 | -31,4% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | -59 | 539 | >-100,0% | 53 | 1.102 | -95,2% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 377.776 | 777.631 | -51,4% | 1.078.675 | 1.570.804 | -31,3% |
| EBIT | -107.213 | -40.874 | >-100,0% | -145.415 | -179.383 | 18,9% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | -28,4% | -5,3% | --- | -13,5% | -11,4% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -82.940 | -30.344 | >-100,0% | -103.334 | -65.675 | -57,3% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | -22,0% | -3,9% | --- | -9,6% | -4,2% | --- |
| Mitarbeiter 30.6. (Anzahl) | 82.405 | 85.856 | -4,0% | 82.405 | 85.856 | -4,0% |
| Wire & Cable Solutions | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 320.288 | 518.303 | -38,2% | 790.131 | 1.038.568 | -23,9% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 24.648 | 48.909 | -49,6% | 67.221 | 100.356 | -33,0% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 295.640 | 469.394 | -37,0% | 722.910 | 938.212 | -22,9% |
| EBIT | -21.041 | 10.116 | >-100,0% | -40.136 | 24.070 | >-100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | -7,1% | 2,2% | --- | -5,6% | 2,6% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -12.152 | 16.256 | >-100,0% | -8.652 | 30.522 | >-100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | -4,1% | 3,5% | --- | -1,2% | 3,3% | --- |
| Mitarbeiter 30.6. (Anzahl) | 8.310 | 8.671 | -4,2% | 8.310 | 8.671 | -4,2% |
| Konsolidierung/LEONI AG | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | -24.589 | -49.448 | 50,3% | -67.274 | -101.458 | 33,7% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 24.589 | 49.448 | -50,3% | 67.274 | 101.458 | -33,7% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | -779 | 489 | --- | -496 | 237 | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -779 | 500 | -497 | 299 | ||
| Mitarbeiter 30.6. (Anzahl) | 217 | 336 | -35,4% | 217 | 336 | -35,4% |
| Konzern | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 673.417 | 1.247.025 | -46,0% | 1.801.585 | 2.509.016 | -28,2% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | ||||||
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 673.417 | 1.247.025 | -46,0% | 1.801.585 | 2.509.016 | -28,2% |
| EBIT | -129.033 | -30.269 | >-100,0% | -186.048 | -155.076 | -20,0% |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | -19,2% | -2,4% | --- | -10,3% | -6,2% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten | -95.871 | -13.588 | >-100,0% | -112.483 | -34.854 | >-100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | -14,2% | -1,1% | --- | -6,2% | -1,4% | --- |
| Mitarbeiter 30.6. (Anzahl) | 90.932 | 94.863 | -4,1% | 90.932 | 94.863 | -4,1% |
Die Erlöse mit Kunden gliedern sich hinsichtlich des Zeitpunktes der Übertragung der Güter und Dienstleistungen wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
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| 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Konzern | T€ | T€ |
| --- | --- | --- |
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 1,027,928 | 1,623,034 |
| Übertragung über einen bestimmten Zeitraum | 773,931 | 885,982 |
| davon Entwicklungsleistungen | 17,898 | 12,676 |
| davon kundenindividuelle Produkte | 756,034 | 873,307 |
| Umsatzerlöse | 1,801,859 | 2,509,016 |
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| 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Wiring Systems | T€ | T€ |
| --- | --- | --- |
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 305,018 | 684,822 |
| Übertragung über einen bestimmten Zeitraum | 773,931 | 885,982 |
| davon Entwicklungsleistungen | 17,898 | 12,676 |
| davon kundenindividuelle Produkte | 756,034 | 873,307 |
| Umsatzerlöse | 1,078,949 | 1,570,804 |
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| 1. Halbjahr 2020 | 1. Halbjahr 2019 | |
|---|---|---|
| Wire & Cable Solutions | T€ | T€ |
| --- | --- | --- |
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 722,910 | 938,212 |
| Umsatzerlöse | 722,910 | 938,212 |
Der Halbjahresumsatz lag bei 1.802 T€ (Vorjahr: 2.509 T€) und damit 28 Prozent unter dem Vorjahr. Die krisenbedingte, temporäre Drosselung und Stilllegung der Produktion bei den Kunden hat zu einem Nachfrageeinbruch in den ersten sechs Monaten geführt.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging von -155 Mio. € im Vorjahr auf -186 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 zurück. Das um Kosten für Sondereffekte sowie für das Performance und Strategieprogramm VALUE 21 korrigierte EBIT (für weitere Details siehe > Konzernzwischenlagebericht) verringerte sich um 77 Mio. € auf -112 Mio. € (Vorjahr: - 35 Mio. €). Wesentlicher Treiber waren insbesondere die starken Auswirkungen durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Umsatzausfälle. Im Vorjahr war das EBIT vor Sondereffekten sowie vor VALUE 21-Kosten noch durch inzwischen beseitigte Anlaufschwierigkeiten am mexikanischen Bordnetz-Standort Mérida mit 59 Mio. € belastet.
Unter den Sondereffekten sind außerplanmäßige Abwertungen von Vermögenswerten verbucht. Von den Abwertungseffekten entfallen 20 Mio. € auf außerplanmäßige Abschreibungen von sechs zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Von diesen 20 Mio. € entfallen 4 Mio. € auf die Wertberichtigung des Geschäfts- und Firmenwertes der Business Group Automotive Cables, welcher somit vollständig wertberichtigt wurde. Die übrigen 16 Mio. € Wertberichtigung entfallen auf das Sachanlagevermögen von sechs zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Hiervon betreffen 5 Mio. € die Business Group Automotive Cables. Darüberhinaus wurden neben den außerplanmäßigen Abschreibungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weitere einzelne Vermögenswerte in Höhe von 5 Mio. € wertberichtigt. Die bei den Impairmenttests verwendeten Abzinsungssätze sind aufgrund der erhöhten Unsicherheiten sowie Risiken in Folge der Covid-19-Pandemie angestiegen. Bei der im Rahmen der Wertminderungstests verwendeten Planung wurden die aus heutiger Sicht erwarteten Covid-19-Auswirkungen berücksichtigt und eine erwartungsgemäße schrittweise Erholung des Marktumfelds im Jahresverlauf zugrunde gelegt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Abwertungseffekte in den Umsatzkosten (16 Mio. €), in den allgemeinen Verwaltungskosten (1 Mio. €), in den Forschungs- und Entwicklungskosten (4 Mio. €) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (4 Mio. €) enthalten.
Weiterhin wurden unter den Sondereffekten Refinanzierungskosten in Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €), Drohverlustrückstellungen - unter anderem aufgrund reduzierter prognostizierter Kundenabrufe bei einzelnen Projekten - in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 35 Mio. €), externe Zusatzaufwendungen zum Schutz der Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €), sowie Kosten für die Vorbereitung der Abspaltung des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) berücksichtigt.
Die Kosten für das Programm VALUE 21 sind mit 12 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 deutlich niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (18 Mio. €) ausgefallen.
Die im Vorjahresvergleich reduzierten Sondereffekte sowie VALUE 21-Kosten, ein positiver Ergebniseffekt aus Buchgewinnen in Höhe von 10 Mio. € im Zusammenhang mit einer Sale-and-Leaseback-Transaktion im ersten Quartal sowie Einsparungen durch Kurzarbeit an diversen Standorten konnten die durch die Covid-19-Pandemie bedingten Umsatz- und Ergebnisausfälle nicht kompensieren.
Die ausgewiesene Ertragsteuerforderung in Höhe von 26.398 T€ ist im Verhältnis zum Stand 31.12.2019 um 4.471 T€ oder rund 20 Prozent angestiegen. Dieser Anstieg ist überwiegend auf eine Gesetzesänderung in den USA zurückzuführen.
Im März 2020 wurden aufgrund des sogenannten "CARES Act" (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act) die Regeln zur Nutzung von Verlustvorträgen in den USA geändert; unter anderem wurde für Verluste der Wirtschaftsjahre 2018, 2019 und 2020 die Möglichkeit eines Verlustrücktrags in die jeweils fünf vorangegangenen Jahre gewährt. Im Wege dieser Rücktragsmöglichkeit können Konzerngesellschaften mit Sitz in den USA Verlustvorträge in Höhe von ca. 50.827 TEUR nutzen. Dies führt zu erwarteten Steuererstattungen in Höhe von 16.898 TEUR, welche die Steuerforderungen erhöht haben.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 107.102 T€ sind im Vergleich zum Stand 31.12.2019 um 8.894 T€ angestiegen, während sich die passiven latenten Steuern im gleichen Zeitraum um 7.593 T€ auf 70.037 T€ vermindert haben. Die Veränderungen der latenten Steuern sind insbesondere auf die Bildung von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste zurückzuführen.
Im Folgenden ist die nach Anlageklassen gegliederte Entwicklung der Nutzungsrechte im Berichtsjahr sowie deren Bestand zum Stichtag dargestellt:
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| T€ | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwert 1. Januar 2020 | 167.276 | 21.026 | 13.923 | 202.225 |
| Anschaffungskosten 1. Januar 2020 | 196.907 | 24.793 | 19.964 | 241.664 |
| Zugänge | 100.327 | 2.671 | 2.021 | 105.019 |
| Abgang | 7.122 | 294 | 1.157 | 8.573 |
| 30. Juni 2020 | 290.112 | 27.170 | 20.828 | 338.110 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2020 | 29.631 | 3.767 | 6.041 | 39.439 |
| Zugang Abschreibungen | 17.104 | 3.141 | 2.692 | 22.937 |
| Zugang Wertminderungen | 534 | 0 | 0 | 534 |
| Abgang | 2.059 | 281 | 1.144 | 3.484 |
| 30. Juni 2020 | 45.210 | 6.627 | 7.589 | 59.426 |
| Nettobuchwert 30. Juni 2020 | 244.902 | 20.543 | 13.239 | 278.684 |
Die unter den Finanzschulden erfassten Leasingverbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
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| T€ | 2020 |
|---|---|
| Buchwert 1. Januar | 196,424 |
| Zugänge | 101,050 |
| Aufzinsung | 4,186 |
| Tilgung | -27,453 |
| Buchwert 30. Juni | 274,207 |
| davon kurzfristig | 48,500 |
| davon langfristig | 225,707 |
Die Zugänge an Nutzungsrechten sowie der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen resultieren im Wesentlichen aus Sale-and-Leaseback-Verträgen in Deutschland und China sowie einem langfristigen Mietvertrag für einen Standort in Marokko. Die Sale-and-Leaseback-Transaktionen betrafen langfristig durch LEONI genutzte Produktions- und Verwaltungsgebäude und dienten mit einem Zahlungsmittelzufluss im ersten Halbjahr 2020 von 66 Mio. € der Stärkung der Liquidität.
Die Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 30. Juni 2020 insgesamt 1.724.355 T€ (31.12.2019: 1.329.784 T€). Der gestiegene Finanzierungsbedarf wurde zum einen durch die weitere Inanspruchnahme eines bestehenden Konsortialkredits (RCF I mit einem verfügbaren Gesamtvolumen von 750 Mio. € und Fälligkeit Mitte 2023) gedeckt. Durch eine zusätzliche Ziehung von 211 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 erhöhte sich die gesamte Inanspruchnahme des RCF I auf 628 Mio. €. Zum anderen wurden im Berichtszeitraum verschiedene bilaterale Linien und Darlehen (vorher ohne feste Laufzeit) in einen neuen Konsortialkredit mit einem Volumen von 273 Mio. € mit festem Fälligkeitstermin Ende 2022 umgewandelt (RCF II). Dieser wurde in Höhe von 236 Mio. € in Anspruch genommen. Außerdem wurde im April 2020 ein Betriebsmittelkredit in Höhe von 330 Millionen Euro (davon 240 Mio. € sofort und weitere 90 Mio. € ab dem 01. April 2021 abrufbar) mit Laufzeit bis Ende 2022 zur Sicherung des Fortbestands des Geschäftsbetriebs zu marktüblichen Konditionen mit mehreren Kernbanken abgeschlossen. Dieser wird zu 90 Prozent durch die Bundesregierung und die Landesregierungen von Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Corona-Hilfsmaßnahmen abgesichert (Bund-Länder-Großbürgschaft im Zusammenhang mit den Folgen der Covid-19-Pandemie, RCF III). Aus dem RCF III wurden zum 30. Juni 2020 162 Mio. € in Anspruch genommen.
Da mit einer Rückführung der in Anspruch genommenen Kreditlinien (RCF I - III) nicht innerhalb der nächsten 12 Monate zu rechnen ist, wurden diese in der Bilanz zum 30. Juni 2020 unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
Die Finanzschulden enthalten zum 30. Juni 2020 zudem Schuldscheindarlehen in Höhe von 424 Mio. €. Diese sind im Wesentlichen in den Jahren 2023 und 2024 zur Rückzahlung fällig.
Die Leasingverbindlichkeiten belaufen sich am 30. Juni 2020 auf 274.207 T€ (31.12.2019: 196.424 T€).
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, die zum 30. Juni 2020 und zum 31. Dezember 2019 im Konzern bestanden:
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| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 30.06.2020 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value 30.06.2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 170.160 | 170.160 | 170.160 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 340.579 | 340.579 | 340.579 | ||
| Sonstige finanzielle Forderungen | AC | 57.590 | 57.590 | 57.590 | ||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 39.942 | 39.942 | 39.942 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 1.113 | 1.113 | 1.113 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 7.224 | 7.224 | 7.224 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 1.292 | 1.292 | 0 | 1.292 | |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 512.748 | 512.748 | 512.748 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 1.025.901 | 1.025.901 | 1.025.654 | ||
| Schuldscheindarlehen | AC | 424.175 | 424.175 | 403.184 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 97.703 | 97.703 | 97.703 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 274.207 | 274.207 | n/a | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 4.384 | 4.384 | 4.384 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 17.860 | 17.860 | 17.860 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 568.329 | 568.329 | 568.329 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 48.279 | 48.279 | 48.279 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 2.060.527 | 2.060.527 | 2.039.289 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 4.384 | 4.384 | 4.384 |
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| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2019 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value 31.12.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 144.213 | 144.213 | 144.213 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 492.960 | 492.960 | 492.960 | ||
| Sonstige finanzielle Forderungen | AC | 55.445 | 55.445 | 55.445 | ||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 34.282 | 34.282 | 34.282 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 1.115 | 1.115 | 1.115 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 5.275 | 5.275 | 5.275 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 6.948 | 6.948 | 6.948 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 766.484 | 766.484 | 766.484 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 543.860 | 543.860 | 543.860 | ||
| Schuldscheindarlehen | AC | 589.428 | 589.428 | 589.428 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 151.521 | 151.521 | 151.521 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 196.424 | 196.424 | n/a | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 3.941 | 3.941 | 3.941 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 4.127 | 4.127 | 4.127 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 692.618 | 692.618 | 692.618 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 40.672 | 40.672 | 40.672 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 2.051.293 | 2.051.293 | 2.051.293 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 3.941 | 3.941 | 3.941 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Factoring) sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.
Im Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind 590 T€ (31.12.2019: 0 €) enthalten, über die der Konzern aufgrund bilateraler Vereinbarungen nicht verfügen kann.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen finanziellen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und unter Berücksichtigung der konzernspezifischen Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 2 zuzuordnen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen, am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze und Volatilitäten verwendet.
Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen Finanzinstrumente als auch ihre Zuordnung zu den Hierarchiestufen:
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| 30.06.2020 in T€ | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2) | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Originäre finanzielle Vermögenswerte Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | 39.942 | 39.942 | ||
| Beteiligungen | 1.113 | 1.113 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.130 | 6.094 | 7.224 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.292 | 1.292 | ||
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 4.384 | 4.384 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 17.860 | 17.860 |
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| 31.12.2019 in T€ | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2) | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Originäre finanzielle Vermögenswerte Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | 34.282 | 34.282 | ||
| Beteiligungen | 1.115 | 1.115 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 390 | 4.885 | 5.275 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 6.948 | 6.948 | ||
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.941 | 3.941 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.127 | 4.127 |
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen Stufen statt.
LEONI unterhält mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 6.006 T€ (Vorjahr: 5.463 T€) erlöst. Forderungen gegenüber diesen Unternehmen bestanden in Höhe von 23.286 T€ (31.12.2019: 4.795 T€). Die Erlöse und Forderungen wurden im Wesentlichen aus der Geschäftsbeziehung mit dem chinesischen Joint-Venture in Langfang generiert. Einem assoziierten Unternehmen wurde im ersten Halbjahr 2020 ein Darlehen in Höhe von 3.375 T€ (31.12.2019: 2.625 T€) gewährt.
Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen wurden im Berichtszeitraum 1.063 T€ (Vorjahr: 1.429 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im Wert von 2 T€ (Vorjahr: 0 T€) getätigt. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen in Höhe von 175 T€ (31.12.2019: 114 T€). Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.
Als Teil der umfassenden Transformation des Unternehmens hat der Aufsichtsrat der LEONI AG die Vorstandsstruktur zum 1. Juni 2020 geändert. Martin Stüttem und Bruno Fankhauser schieden zu diesem Termin aus dem Vorstand aus. Martin Stüttem wird weiterhin die operativen Belange des Unternehmensbereiches Wiring Systems (WSD) als deren COO verantworten. Bruno Fankhauser führt als Divisions-CEO den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS).
Seit dem 01.04.2020 wird der Vorstand durch Hans-Joachim Ziems verstärkt. Als langjähriger Sanierungsexperte wird er wie bisher in der Funktion Chief Restructuring Officer (CRO) die Umsetzung und Koordination der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen verantworten.
Die Besetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.
Nach Abschluss der Berichtsperiode gab es bis zur Unterzeichnung dieses Berichts keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LEONI-Konzerns.
Nürnberg, den 5. August 2020
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| Aldo Kamper | Ingrid Jägering | Hans-Joachim Ziems |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Nürnberg, den 5. August 2020
Der Vorstand
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| Aldo Kamper | Ingrid Jägering | Hans-Joachim Ziems |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung sowie Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der LEONI AG, Nürnberg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der LEONI AG, Nürnberg, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir auf Abschnitt "Grundlagen" der ausgewählten erläuternden Anhangsangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss sowie die Risikoberichterstattung im Konzernzwischenlagebericht im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" hin. Dort bezeichnen die gesetzlichen Vertreter die erheblichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit und die Liquidität des Konzerns als bestandsgefährdendes Risiko für den LEONI-Konzern. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben verschiedene ergriffene Maßnahmen zur Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität, um das Risiko, das bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwirft, zu reduzieren. Wie im Konzernzwischenlagebericht dargelegt, deuten die Ereignisse und Gegebenheiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie auch unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen weiterhin auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die einem bestandsgefährdenden Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB entspricht.
Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die im verkürzten Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht separat dargestellten quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf beziehenden Erläuterungen nicht Gegenstand unserer prüferischen Durchsicht waren.
Nürnberg, den 6. August 2020
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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