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Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Interim / Quarterly Report Aug 29, 2025

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Interim / Quarterly Report

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BTV VIER LÄNDER BANK AG AKTIONÄRSREPORT: HALBJAHRESFINANZBERICHT ZUM 30.06.2025

Zwischen bericht

Inhalt

2 Termine 2025 für BTV Aktionäre

3 BTV Konzern im Überblick

Lagebericht und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des BTV Konzerns 2025

  • 4 Wirtschaftliches Umfeld
  • 6 BTV Aktien
  • 7 Bilanz- und Erfolgsentwicklung

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

66 SEGMENTBERICHT

Termine für BTV Aktionäre

Ordentliche Hauptversammlung 28.05.2025, 10.00 Uhr, Stadtforum 1, Innsbruck
Die Dividende wird am Tag nach der Hauptversammlung auf der
BTV Homepage sowie auf der Elektronischen Verlautbarungs
und Informationsplattform des Bundes (EVI) veröffentlicht.
Ex-Dividendentag 11.06.2025
Dividendenzahltag 13.06.2025
Zwischenbericht zum 31.03.2025 Veröffentlichung am 30.05.2025 (www.btv.at)
Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2025 Veröffentlichung am 29.08.2025 (www.btv.at)
Zwischenbericht zum 30.09.2025 Veröffentlichung am 28.11.2025 (www.btv.at)

BTV Konzern im Überblick

Erfolgszahlen in Mio. € 30.06.2025 30.06.2024 Veränderung in %
Zinsüberschuss 123,8 134,7 −8,1 %
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft −15,1 3,1 >−100 %
Provisionsüberschuss 32,7 29,6 +10,6 %
Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen 38,1 39,7 −3,9 %
Verwaltungsaufwand −138,2 −126,5 +9,3 %
Sonstiger betrieblicher Erfolg 97,7 121,5 −19,6 %
Periodenüberschuss vor Steuern 139,4 203,5 −31,5 %
Konzernperiodenüberschuss 111,8 164,9 −32,2 %
Bilanzzahlen in Mio. € 30.06.2025 31.12.2024 Veränderung in %
Bilanzsumme 15.111 15.391 −1,8 %
Forderungen an Kunden 8.962 8.794 +1,9 %
Primärmittel 11.029 11.458 −3,7 %
davon eigene Emissionen 1.781 1.702 +4,7 %
Eigenkapital 2.585 2.488 +3,9 %
Betreute Kundengelder 20.297 20.335 −0,2 %
Regulatorische Eigenmittel (CRR) in Mio. € 30.06.2025 31.12.2024 Veränderung in %
Gesamtrisikobetrag 10.050 9.764 +2,9 %
Eigenmittel 1.871 1.763 +6,1 %
davon hartes Kernkapital (CET1) 1.599 1.520 +5,2 %
davon gesamtes Kernkapital (CET1 und AT1) 1.599 1.520 +5,2 %
Harte Kernkapitalquote 15,9 % 15,6 % +0,3 %-Pkt.
Kernkapitalquote 15,9 % 15,6 % +0,3 %-Pkt.
Eigenmittelquote 18,6 % 18,1 % +0,6 %-Pkt.
Unternehmenskennzahlen in %-Punkten 30.06.2025 30.06.2024 Veränderung
in %-Punkten
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite)* 11,1 % 17,3 % −6,3 %-Pkt.
Return on Equity nach Steuern* 8,9 % 14,1 % −5,2 %-Pkt.
Cost-Income-Ratio (Aufwand/Ertrag-Koeffizient) 47,2 % 38,6 % +8,6 %-Pkt.
Risk-Earnings-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 12,2 % −2,3 % +14,5 %-Pkt.
Ressourcen Anzahl 30.06.2025 30.06.2024 Veränderung
Anzahl
Durchschnittlich gewichteter Mitarbeiterstand 1.752 1.719 +33
Anzahl der Geschäftsstellen 35 35 +0
Kennzahlen zu BTV Aktien 30.06.2025 30.06.2024
Anzahl Stamm-Stückaktien 37.125.000 37.125.000
Höchstkurs Stammaktie in € 63,50 54,00
Tiefstkurs Stammaktie in € 59,50 52,00
Schlusskurs Stammaktie in € 63,00 52,50
Marktkapitalisierung in Mio. € 2.339 1.949
IFRS-Ergebnis je Aktie in €* 5,57 8,42
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie 11,3 6,2

* annualisiert

Lagebericht und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des BTV Konzerns 2025

Rahmenbedingungen: Konjunktur

Trumps Politik beherrscht auch das 2. Quartal

Trumps "Tag der Befreiung" mit der Verkündung massiver neuer Zölle war Anfang April das zentrale Ereignis für Wirtschaft und Finanzmärkte. Obwohl die Zölle nur wenige Stunden nach Inkrafttreten wieder ausgesetzt wurden, war die Verunsicherung maximal hoch. In den darauffolgenden Wochen war es ein ständiges Hin und Her aus neuen Zöllen, Deals, Verschiebungen und Zoll-Chaos. Investitionen und Konsum wurden zurückgehalten und haben die US-Wirtschaftsdynamik deutlich zurückgehen lassen. Eine Rezession im Laufe von 2025 galt zeitweise als sehr wahrscheinlich, diese Wahrscheinlichkeit hat sich aber im Laufe des 2. Quartals wieder deutlich reduziert. Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat sich etwas abgeschwächt, aber es kam zu keinem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Obwohl die meisten der neuen Zölle verschoben wurden, blieb ein neuer globaler Zollsatz von 10 % sowie ein erhöhter Zollsatz für Importe aus China bestehen, was die effektive Zollrate deutlich über das Niveau von vor Trumps Amtszeit hob. Während lange erwartet wurde, dass sich dieses höhere Zollniveau in der Inflationsrate niederschlagen würde, blieb dieser Effekt bisher aus. Hohe Lagerbestände fungierten als Puffer, da viele Unternehmen in Erwartung neuer Zölle bereits im März ihre Bestellungen vorgezogen hatten. Ein Teil der Preiserhöhungen wurde außerdem durch geringere Unternehmensmargen kompensiert, wodurch nur ein geringer Teil an die Konsument*innen weitergegeben wurde. In der Eurozone hat sich die Wirtschaftsdynamik im 2. Quartal nicht erholt, wobei erste Tendenzen hin zu einer Verbesserung beobachtet wurden. Die rückläufige Industrieproduktion scheint eine Bodenbildung erreicht zu haben, strukturelle Probleme wie zu hohe Bürokratie, wenig Produktivitätszuwachs sowie eine abnehmende Wettbewerbsfähigkeit vor allem in Deutschland bleiben jedoch bestehen. Die Stimmung gehoben hat aber die Verabschiedung des neuen deutschen Bundeshaushalts, der massive staatliche Investitionen in den nächsten Jahren verspricht und das Wirtschaftswachstum ankurbeln soll. Ein Risiko bleiben mögliche neue Zölle auf Exporte in die USA, bis zum Ende des 2. Quartals waren die diesbezüglichen Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Ende Juli 2025 wurde zwischen der EU und den USA eine Grundsatzvereinbarung zur Beilegung des Zollkonflikts getroffen. Darin konnte man sich auf einen Basiszollsatz in Höhe von 15 Prozent auf Exporte aus der EU in die USA einigen.

In China kämpften Regierung und Notenbank auch im 2. Quartal gegen die anhaltende Wirtschaftsschwäche. Im ersten Halbjahr 2025 wurden Maßnahmen umgesetzt, die vorwiegend auf eine Steigerung des Konsums abzielten. Es gelang, die schwache Inlandsnachfrage etwas zu beleben, Konsument*innen wie Unternehmer*innen blieben durch die Krise am Immobilienmarkt aber verunsichert, weshalb sich die chinesische Wirtschaft bereits seit einigen Monaten mit einer leichten Deflation konfrontiert sieht. Im zweiten Halbjahr sollen deshalb eher Maßnahmen zur Stützung des Immobilienmarktes im Fokus der Regierung stehen. Zusätzliche Risiken bleiben durch mögliche neue Zölle auf chinesische US-Importe bestehen.

Rahmenbedingungen: Zinsentwicklung

US-Staatsverschuldung und Inflationsrisiko als Zinstreiber

US-Präsident Trumps billionenschweres Steuersenkungspaket wurde Anfang Juli vom US-Kongress verabschiedet, die Märkte hatten aber bereits nach dessen Ankündigung schon deutlich auf die damit einhergehende potenzielle Bedrohung der fiskalischen Stabilität der USA reagiert. Der Schuldenberg der Vereinigten Staaten wird durch dieses Paket weiter wachsen, weshalb sie im Mai auch bei der letzten der drei großen Ratingagenturen die Topbonität verloren haben. Vor allem langlaufende Zinsen haben reagiert und die 30-jährige US-Staatsanleihe stieg Mitte Mai auf den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Ihr Status als sicherer Hafen wurde zunehmend infrage gestellt, da die USA mit Donald Trump an der Spitze als Epizentrum für die globale

Verunsicherung an den Finanzmärkten gelten. Bedingt durch Trumps Zollpolitik und das höhere Inflationsrisiko hat die Fed auch im 2. Quartal den Leitzins nicht gesenkt. Seit Mitte Mai allerdings sind sowohl die kurz- als auch die langfristigen Zinsen in den USA wieder gesunken. Es werden bereits einige Nachfolger von Fed-Präsident Powell gehandelt, dessen Amtszeit im Mai 2026 ausläuft. Die betreffende Person dürfte dann wohl eher Trumps Wünschen entsprechen und die Zinsen schneller senken. Zudem hat Finanzminister Bessent angekündigt, den höheren Finanzierungsbedarf der US-Regierung zukünftig mit kurzlaufenden Staatsanleihen decken zu wollen, was die Renditen der langfristigen Anleihen sinken ließ.

Während die Erwartungen an Zinssenkungen seitens der Fed schwankten und am Ende des 2. Quartals bei zwei Schritten bis Jahresende lagen, war die Geldpolitik der EZB mit weniger Unsicherheit verbunden. Nachdem diese ihre Zinsen im April und Juni gesenkt hat, dürfte noch ein Schritt im Dezember folgen, bevor der Zinssenkungszyklus vorraussichtlich beendet ist und der Einlagesatz bei 1,75 % seine Bodenbildung finden sollte. Die Inflationsrate der Eurozone lag im 2. Quartal bereits auf Ziel, was der EZB genügend Spielraum für einen niedrigeren Zins verschafft hat. Während die kurzfristigen Zinsen dadurch gefallen sind, hat das neue Ausgabenpaket in Deutschland und die damit verbundene Erwartung einer höheren Verschuldung die langfristigen Zinsen gegen Ende des Quartals erneut etwas ansteigen lassen. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe betrug Ende Juni im Quartalsvergleich allerdings kaum verändert 2,6 %.

Die langlaufenden Euro-Zinssätze (10-Jahres-Euro-Swap) lagen zum Ende des 2. Quartals 2025 bei 2,61 % (Vorquartal: 2,65 %). Die Geldmarktzinsen sind im 2. Quartal von 2,34 % auf 1,94 % weiter gesunken (3-Monats-Euribor).

Rahmenbedingungen: Devisenkurse

US-Dollar-Abwertung setzt sich fort

Die Unsicherheit rund um die US-Politik führte im 2. Quartal zu weiteren Abflüssen aus dem US-Dollar, der bereits seit Jahresbeginn ggü. allen wichtigen Reservewährungen abwertet. Zu Beginn des Jahres fußte die Abwertung des US-Dollars vorwiegend auf Konjunktursorgen und der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed deshalb die Leitzinsen im Jahresverlauf stärker senken muss. Dies hätte den Zinsvorsprung der USA gegenüber der Eurozone verringert. Im 2. Quartal kam der Gegenwind aber von anderer Seite. Die Zinssenkungserwartungen an die Fed haben sich reduziert und das erwartete höhere Zinsniveau hätte den US-Dollar eigentlich stützen sollen. In turbulenten Zeiten ist der US-Dollar zudem im Normalfall als sicherer Hafen gefragt und wertet auf, auch das hat die Abwertung aber nicht aufgehalten. Da die Unsicherheit von den USA ausging, zogen sich Anleger*innen aus US-Anlagen zurück, was die Abwertung v. a. gegenüber dem Euro spürbar verstärkt hat. Der EUR/USD-Wechselkurs stand zum Ende des Quartals auf über 1,17.

Schweizer Franken trotzt SNB-Zinssenkung

Die SNB hat den Leitzins im Juni ein weiteres Mal gesenkt, womit dieser nun bei 0 % liegt. Im 2. Quartal gelang es der schweizerischen Notenbank, die Aufwertung des Schweizer Frankens ggü. dem Euro etwas aufzuhalten. Für die Schweizer Wirtschaft ist dieser anhaltende Aufwärtsdruck belastend, da Exporte einen großen Teil der Wirtschaftsleistung ausmachen und diese bei einer starken Währung für das Ausland teurer werden. Außerdem bezweckt die SNB, die aktuell kaum vorhandene Inflation wieder anzuheizen. Bisher haben die Zinssenkungen aber nicht allzu viel gebracht. Nach einer massiven Abwertung Anfang April bewegte sich der EUR/CHF-Wechselkurs seitwärts, Ende Juni nahm der Aufwertungsdruck erneut etwas zu.

Devisenkurse zum 30.06.2025: EUR/USD: 1,1720 EUR/CHF: 0,9347 EUR/JPY: 169,17

Entwicklung BTV Aktie in €

BTV Stammaktie

Rahmenbedingungen: Aktienmärkte

Starke Performance von US-Aktien

Die globale Aktienmarktperformance hat sich im 2. Quartal konträr zum 1. Quartal entwickelt. Waren es damals die europäischen Märkte, die stark performt haben, wurden diese im 2. Quartal von ihren US-amerikanischen Pendants abgehängt. Trumps "Tag der Befreiung" mit der Ankündigung massiver neuer Zölle führte Anfang April zu Verwerfungen an den globalen Aktienmärkten, worunter US-amerikanische Aktien am stärksten gelitten haben. Anschließend setzte aber eine Erholungsrallye ein, was zu einer starken Quartalsperformance wichtiger US-Aktienindizes geführt hat. Der breite S&P 500 schloss das Quartal mit einem Plus von über +10 %, der IT-lastige NASDAQ Composite erreichte fast +18 %. Das Risiko neuer Zölle war zwar weiterhin gegeben, war aber etwas in den Hintergrund gerückt. Zudem stieg die Inflationsrate nicht wie erwartet an, was die Zinssenkungserwartungen an die Fed etwas erhöhte und die Aktienmärkte zusätzlich unterstützte. Europäische Aktienmärkte erholten sich vom Kursrücksetzer Anfang April ebenfalls relativ rasch, bewegten sich in der Folge aber lediglich seitwärts. Gewinnmitnahmen und Umschichtungen in den US-amerikanischen Markt, der sich stärker entwickelte, begrenzten weitere Kursanstiege. Der breite europäische Aktienmarkt legte daher im 2. Quartal nur um knapp +1 % zu. Deutlich stärker entwickelt hat sich der DAX (+7,9 %), der von der Aussicht auf stark steigende Staatsausgaben in den kommenden Jahren getrieben wurde. Schwellenländer profitieren von konjunkturellen Stützmaßnahmen und einem schwächeren US-Dollar, der MSCI EM legte um fast +12 % zu.

BTV Aktie

Die Stammaktie der BTV bewegte sich im 2. Quartal seitwärts und schloss nach einem kurzen Rücksetzer wieder bei 63,00 €.

Per 30.06.2025 sank der Periodenüberschuss vor Steuern erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr um −64,1 Mio. € auf 139,4 Mio. €. Der Periodenüberschuss nach Steuern verringerte sich um −53,1 Mio. € auf 111,8 Mio. €, lag damit aber über dem Quartalsbudget.

Bilanzentwicklung

Die BTV Vier Länder Bank AG (BTV) erreichte trotz des volatilen Umfelds eine stabile Bilanz zum 30.06.2025, die Bilanzsumme lag bei 15,1 Mrd. €.

Die Forderungen an Kunden erhöhten sich gegenüber dem Jahresultimo 2024 um +169 Mio. € auf 9,0 Mrd. €. Die Barreserven sanken von 3.122 Mio. € auf 2.483 Mio. €. Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um +193 Mio. € auf 661 Mio. €.

Der Bestand an Risikovorsorgen im Kreditgeschäft lag zum Quartalsende bei 217 Mio. €. Das sonstige Finanzvermögen inkl. der Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen sowie der Handelsaktiva erhöhte sich um +18 Mio. € auf 2,5 Mrd. €.

Die Passivseite der Bilanz zeigt das hohe Vertrauen der Kunden in die BTV, die seit ihrer Gründung im Jahr 1904 gerade in Krisenzeiten als stabiler Anker bekannt ist und geschätzt wird. Mit 11,0 Mrd. € wurde das strategische Ziel der BTV, die Kundenkredite durch Primärmittel zu refinanzieren, auch im Berichtsquartal mehr als erreicht. Die Loan-Deposit-Ratio, das Verhältnis aus Kundenforderungen nach Risikovorsorgen zu Primärmitteln, betrug zum Quartalsultimo 81,3 % (Jahresultimo 2024: 76,7 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entwickelten sich mit 1,1 Mrd. € seitwärts. Die betreuten Kundengelder, die Summe aus Depotvolumen und Primärmitteln, erreichten einen Wert von 20,3 Mrd. €. Der Liquiditätspuffer der BTV ist weiterhin erfreulich hoch.

Besonders erfreulich für die BTV war das Wachstum des bilanziellen Eigenkapitals, da die Kapitalstärke für das Geschäftsmodell der Bank enorme Bedeutung hat. Die BTV verfügt mit 2,6 Mrd. € über ein starkes Kapitalpolster. Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Jahresultimo 2024 um weitere +97 Mio. € an. Die anrechenbaren Eigenmittel der Kreditinstitutsgruppe gemäß CRR (Basel IV) betrugen per 30.06.2025 insgesamt 1,9 Mrd. €. Das harte Kernkapital (CET1) der Kreditinstitutsgruppe gemäß CRR betrug ebenso wie das gesamte Kernkapital 1,6 Mrd. €.

Damit lagen die harte Kernkapitalquote bzw. die Kernkapitalquote bei 15,9 % (30.06.2024: 15,9 %) und die Gesamtkapitalquote bei 18,6 % (30.06.2024: 18,5 %).

Erfolgsentwicklung

Zinsergebnis nach Risikovorsorgen

Gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal reduzierte sich das Zinsergebnis nach Risikovorsorgen um −29,1 Mio. € auf 108,8 Mio. €. Der Zinsüberschuss sank dabei um −10,9 Mio. € auf 123,8 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2025 wurden Risikovorsorgen in Höhe von 15,1 Mio. € gebildet (30.06.2024: 3,1 Mio. € Auflösung). Das ergibt im Saldo eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von −18,2 Mio. €.

Provisionsergebnis

Trotz des schwierigen Marktumfelds entwickelte sich der Provisionsüberschuss weiterhin robust. Maßgeblich verantwortlich hierfür war das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft, welches um +1,9 Mio. € auf 16,6 Mio. € gesteigert werden konnte. Die Provisionen aus dem Kreditgeschäft erhöhten sich um +0,4 Mio. € auf 4,4 Mio. €. Das Provisionsergebnis aus dem Zahlungsverkehr entwickelte sich mit 8,0 Mio. € seitwärts (30.06.2024: 8,0 Mio. €). Der Überschuss aus dem Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft erhöhte sich um +0,1 Mio. € auf 2,3 Mio. €. Das sonstige Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich um +0,7 Mio. € auf 1,5 Mio. €. In Summe erhöhte sich der Provisionsüberschuss in den ersten sechs Monaten 2025 im Vergleich zum 30.06.2024 um +3,1 Mio. € auf 32,7 Mio. €.

Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen

Diese Position beinhaltet das Ergebnis aus den at-equity-bewerteten Unternehmen des Konsolidierungskreises. Der Gesamtbeitrag dieser Unternehmen von 38,1 Mio. € bedeutet einen Rückgang um −1,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal.

Handelsergebnis und Erfolg aus Finanzgeschäften

In den ersten beiden Quartalen 2025 verzeichnete der Erfolg aus Finanzgeschäften eine Verbesserung um +0,5 Mio. € auf −0,3 Mio. €. Das Handelsergebnis sank im selben Zeitraum um −1,5 Mio. € auf 0,7 Mio. €.

Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand lag mit 138,2 Mio. € um +11,7 Mio. € über dem Vorjahr. Dieser Anstieg verteilt sich dabei folgendermaßen auf die drei wesentlichen Aufwandskategorien: Der Personalaufwand lag um +5,7 Mio. € über dem Vorjahresniveau und stieg auf 74,9 Mio. €. Der Sachaufwand erhöhte sich um +4,8 Mio. € auf 42,0 Mio. € und die Abschreibungen erhöhten sich um +1,2 Mio. € auf 21,4 Mio. €.

Sonstiger betrieblicher Erfolg

Maßgeblich bestimmt wird diese Position von den Umsatzerlösen der vollkonsolidierten Seilbahnen. Der sonstige betriebliche Erfolg sank im Vergleich zum Vorjahr um -23,8 Mio. € auf 97,7 Mio. €. Dieser Rückgang ist auf Sondereffekte aus Rückstellungsauflösungen im Vorjahr zurückzuführen und wurde auch entsprechend budgetiert.

Periodenüberschuss vor Steuern

Der Periodenüberschuss vor Steuern sank per 30.06.2025 gegenüber dem Vergleichsquartal um -64,1 Mio. € auf 139,4 Mio. € und lag damit erfreulicherweise über Budget.

Steuerliche Situation

Die unter der Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" ausgewiesenen Beträge betreffen neben der laufenden Belastung durch die Körperschaftsteuer vor allem die gemäß IFRS vorzunehmenden aktiven und passiven Abgrenzungen latenter Steuern aus dem Konsolidierungskreis. Zum 30.06.2025 reduzierte sich der Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr um −11,0 Mio. € auf 27,6 Mio. €.

Konzernperiodenüberschuss inkl. Kennzahlen

Im bisherigen Jahresverlauf verringerte sich der Periodenüberschuss nach Steuern um −53,1 Mio. € auf 111,8 Mio. €. Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich gegenüber dem 30.06.2024 von 38,6 % auf 47,2 %. Der Return on Equity vor Steuern sank von 17,3 % im Vorjahr auf 11,1 %. Die Risk-Earnings-Ratio betrug 12,2 % (30.06.2024: −2,3 %).

Ausblick

Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2025 setzt die BTV den erfreulichen Verlauf ihres bisherigen Wirtschaftsjahres im Hinblick auf die Budgeterreichung fort. Die weiteren (geo-)politischen und volkswirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere angesichts der anhaltenden Wirtschaftsschwäche und in Bezug auf die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und des aktuellen Nahostkonflikts sowie auf die unklare Zollpolitik der USA, bergen speziell im Hinblick auf das Kreditrisiko deutliche Schätzunsicherheiten. Die BTV erwartet jedoch weiterhin ein Konzernergebnis (Konzernjahresüberschuss vor Steuern) zum 31.12.2025 in einer Bandbreite von 150 bis 170 Mio. €.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss Bilanz zum 30. Juni 2025

Aktiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Barreserve 1 [Verweise auf Notes] 2.483.483 3.122.395 −638.912 −20,5 %
Forderungen an Kreditinstitute 2 660.784 467.715 +193.069 +41,3 %
Forderungen an Kunden 3 8.962.215 8.793.560 +168.655 +1,9 %
Sonstiges Finanzvermögen 4 1.440.145 1.429.516 +10.629 +0,7 %
Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen 5 1.010.824 991.766 +19.058 +1,9 %
Handelsaktiva 7 55.186 67.157 −11.971 −17,8 %
Immaterielles Anlagevermögen 8 6.515 6.783 −268 −4,0 %
Sachanlagen 8a 369.125 378.256 −9.131 −2,4 %
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 8b 58.094 58.064 +30 +0,1 %
Laufende Steueransprüche 9 1.704 1.720 −16 −0,9 %
Latente Steueransprüche 9 2.592 3.464 −872 −25,2 %
Sonstige Aktiva 10 59.919 70.987 −11.068 −15,6 %
Summe der Aktiva 15.110.585 15.391.383 −280.798 −1,8 %
Veränderung Veränderung
Passiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024 absolut in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11 1.098.437 1.057.378 +41.059 +3,9 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 12 9.247.849 9.756.707 −508.858 −5,2 %
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13 1.857.989 1.779.602 +78.387 +4,4 %
Handelspassiva 14 17.383 8.724 +8.659 +99,3 %
Rückstellungen 15 160.794 154.679 +6.115 +4,0 %
Laufende Steuerschulden 16 27.378 11.478 +15.900 >+100 %
Latente Steuerschulden 16 17.431 14.351 +3.080 +21,5 %
Sonstige Passiva 17 98.790 120.678 −21.888 −18,1 %
Eigenkapital 18 2.584.536 2.487.785 +96.751 +3,9 %
Nicht beherrschende Anteile 18 65.124 55.753 +9.371 +16,8 %
Eigentümer des Mutterunternehmens 18 2.519.412 2.432.032 +87.380 +3,6 %
Summe der Passiva 15.110.585 15.391.383 −280.798 −1,8 %

Gesamtergebnisrechnung zum 30. Juni 2025

Gewinn- und Verlustrechnung in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsen und ähnliche Erträge aus Anwendung Effektivzinsmethode 220.560 281.956 −61.396 −21,8 %
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.458 23.863 −1.405 −5,9 %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen −119.174 −171.073 +51.899 −30,3 %
Zinsüberschuss 19 123.844 134.746 −10.902 −8,1 %
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 20 −15.072 3.136 −18.208 >−100 %
Provisionserträge 39.438 38.052 +1.386 +3,6 %
Provisionsaufwendungen −6.728 −8.489 +1.761 −20,7 %
Provisionsüberschuss 21 32.709 29.564 +3.145 +10,6 %
Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen 22 38.120 39.652 −1.532 −3,9 %
Handelsergebnis 23 688 2.182 −1.494 −68,5 %
Erfolg aus Finanzgeschäften 24 −297 −751 +454 −60,5 %
Verwaltungsaufwand 25 −138.245 −126.508 −11.737 +9,3 %
Sonstige betriebliche Erträge 138.886 138.805 +81 +0,1 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen −41.232 −17.324 −23.908 >+100 %
Sonstiger betrieblicher Erfolg 26 97.653 121.481 −23.828 −19,6 %
Periodenüberschuss vor Steuern 139.401 203.501 −64.100 −31,5 %
Steuern vom Einkommen und Ertrag 27 −27.565 −38.589 +11.024 −28,6 %
Konzernperiodenüberschuss 111.837 164.912 −53.075 −32,2 %
Nicht beherrschende Anteile 9.371 9.634 −263 −2,7 %
Eigentümer des Mutterunternehmens 102.465 155.278 −52.813 −34,0 %
Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Konzernperiodenüberschuss 111.837 164.912
Sonstiges Ergebnis
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 1.430 1.162
Erfolgsneutrale Änderungen von at-equity-bewerteten Unternehmen −295 355
Erfolgsneutrale Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten 8.158 4.550
davon in die Gewinnrücklagen umgegliederte Verluste aus der Veräußerung von Eigenkapitalinstrumenten 0 2
Fair-Value-Änderung des eigenen Bonitätsrisikos von finanziellen Verbindlichkeiten 374 −2.652
davon in die Gewinnrücklagen umgegliederte Fair-Value-Änderung des eigenen Bonitätsrisikos
von finanziellen Verbindlichkeiten
267 −48
Gewinne/Verluste in Bezug auf latente Steuern, die direkt im Gesamtergebnis verrechnet wurden −2.291 −704
Summe der Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust
umgegliedert werden können
7.376 2.712
Erfolgsneutrale Änderungen von at-equity-bewerteten Unternehmen −78 717
Erfolgsneutrale Änderungen von Schuldtiteln 1.954 −414
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Anpassungen der Währungsumrechnung −177 −528
Erfolgsneutrale Änderungen von Absicherungen künftiger Zahlungsströme 0 0
Gewinne/Verluste in Bezug auf latente Steuern, die direkt im Gesamtergebnis verrechnet wurden −460 135
Summe der Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust 1.238 −90
umgegliedert werden können
Summe des sonstigen Ergebnisses 8.614 2.621
Gesamtperiodenergebnis 120.451 167.533
Nicht beherrschende Anteile 9.371 9.636
Eigentümer des Mutterunternehmens 111.080 157.898
Kennzahlen 30.06.2025 30.06.2024

Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 28 2,76 4,19

Eigenkapital-Veränderungsrechnung

OCI
OCI recycelbar
OCI recycelbar Erfolgsneu
recycelbar Erfolgs OCI trale Änderun
At-equity neutrale recycelbar gen von Ab
Eigenkapital bewertete Änderun Währungs sicherungen
veränderungsrechnung 18 Gezeichn. Kapital Gewinn Unter gen von umrech künftiger Zah
in Tsd. € Kapital rücklagen rücklagen nehmen Schuldtiteln nung lungsströme
Eigenkapital 01.01.2024 74.250 338.906 1.778.032 15.495 −9.165 4.064 0
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtperiodenergebnis
Konzernperiodenüberschuss 0 0 155.278 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis ohne at-equity- 0 0 46 0 −416 −528 0
bewertete Unternehmen
Sonstiges Ergebnis aus at-equity- 0 0 −2.535 717 0 0 0
bewerteten Unternehmen
Ausschüttung 0 0 −14.841 0 0 0 0
Eigene Aktien 0 −26 0 0 0 0 0
Sonstige ergebnisneutrale 0 0 0 0 0 0 0
Veränderungen
Eigenkapital 30.06.2024 74.250 338.879 1.915.979 16.212 −9.581 3.535 0
Eigenkapital
veränderungsrechnung 18
in Tsd. €
Gezeichn.
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
OCI
recycelbar
At-equity
bewertete
Unter
nehmen
OCI
recycelbar
Erfolgs
neutrale
Änderun
gen von
Schuldtiteln
OCI
recycelbar
Währungs
umrech
nung
OCI
recycelbar
Erfolgsneu
trale Änderun
gen von Ab
sicherungen
künftiger Zah
lungsströme
Eigenkapital 01.01.2025 74.250 338.798 1.977.058 15.631 −4.904 4.244 0
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtperiodenergebnis
Konzernperiodenüberschuss 0 0 102.465 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis ohne at-equity- 0 0 −267 0 1.954 −177 0
bewertete Unternehmen
Sonstiges Ergebnis aus at-equity- 0 0 −2.061 −78 0 0 0
bewerteten Unternehmen
Ausschüttung 0 0 −22.275 0 0 0 0
Eigene Aktien 0 −24 0 0 0 0 0
Sonstige ergebnisneutrale 0 0 926 0 0 0 0
Veränderungen
Eigenkapital 30.06.2025 74.250 338.774 2.055.848 15.553 −2.950 4.067 0

OCI nicht recycelbar Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

OCI nicht recycelbar Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen

Eigen
kapital
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
ohne Fremd
anteile
OCI nicht
recycelbar
Latente
Steuern auf
OCI nicht
recycelbar
OCI nicht
recycelbar
Fair-Value
Änderung
des eigenen
Bonitätsrisikos
OCI nicht
recycelbar
Eigenkapital
instrumente
OCI nicht
recycelbar
At-equity
bewertete
Unterneh
men
OCI nicht
recycelbar
Neubewer
tungen aus
leistungs
orientier
ten Ver
sorgungs
plänen
OCI
recycelbar
Latente
Steuern
auf OCI
recycelbar
2.283.734 50.034 2.233.701 −8.846 −2.606 65.355 550 −24.100 1.769
0 0 0 0 0 0 0 0 0
164.912
1.640
9.634
2
155.278
1.638
0
−704
0
−2.604
0
4.547
0
0
0
1.162
0
135
−1.463 0 −1.463 0 0 0 355 0 0
−14.863 −22 −14.841 0 0 0 0 0 0
−26 0 −26 0 0 0 0 0 0
−46 0 −46 0 −48 2 0 0 0
2.433.889 59.647 2.374.241 −9.550 −5.258 69.905 905 −22.938 1.904
Eigen
kapital
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
ohne Fremd
anteile
OCI nicht
recycelbar
Latente
Steuern auf
OCI nicht
recycelbar
OCI nicht
recycelbar
Fair-Value
Änderung
des eigenen
Bonitätsrisikos
OCI nicht
recycelbar
Eigenkapital
instrumente
OCI nicht
recycelbar
At-equity
bewertete
Unterneh
men
OCI nicht
recycelbar
Neubewer
tungen aus
leistungs
orientier
ten Ver
sorgungs
plänen
OCI
recycelbar
Latente
Steuern
auf OCI
recycelbar
2.487.785 55.753 2.432.032 −8.180 −3.813 70.675 −1.259 −31.270 800
0 0 0 0 0 0 0 0
111.837
8.454
9.371
−0
102.465
8.454
0
−2.291
0
108
0
8.158
0
0
0
1.430
0
−460
−2.433 0 −2.433 0 0 0 −295 0 0
−22.275 0 −22.275 0 0 0 0 0 0
0 −24 0 0 0 0 0 0
1.193 0 1.193 0 267 0 0 0 0
2.584.536 65.124 2.519.412 −10.471 −3.439 78.833 −1.554 −29.840 340

Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2025

01.01. – 01.01. –
Kapitalflussrechnung in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 3.176.547 3.060.823
Periodenüberschuss nach Steuern vor nicht beherrschenden Anteilen 111.837 164.912
Im Periodenüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und sonstige Anpassungen −107.349 −126.476
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer −656.478 −434.226
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit −651.990 −395.790
Mittelzufluss aus Veräußerungen 113.362 64.937
Mittelabfluss durch Investitionen −118.724 −185.221
Cashflow aus Investitionstätigkeit −5.362 −120.284
Kapitalerhöhungen 0 0
Dividendenzahlungen −22.275 −14.841
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeiten 43.763 −2.199
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 21.488 −17.040
Wechselkurseffekte 1.102 −8.388
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 2.541.785 2.519.321

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken, in Höhe von 2.483.483 Tsd. € (Vorjahr: 2.472.674 Tsd. €) und die täglich fällige Position im Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 58.302 Tsd. € (Vorjahr: 46.647 Tsd. €).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit umfasst die Ein- und Auszahlungen jener Wertpapiere, die dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordnet wurden, sowie die Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten umfasst in der Position Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeiten Einzahlungen aus der Emission von Nachrangkapital in Höhe von 47.350 Tsd. € (Vorjahr: 21.179 Tsd. €), Auszahlungen aus der Rückzahlung von Nachrangkapital in Höhe von 0 Tsd. € (Vorjahr: 20.000 Tsd. €) sowie Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 3.587 Tsd. € (Vorjahr: 3.378 Tsd. €).

Anhang BTV Konzern

Der Konzernzwischenabschluss der BTV Vier Länder Bank AG (BTV) zum 30.06.2025 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt. Bei der Erstellung des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses wurden alle Standards angewandt, deren Anwendung für die Geschäftsjahre Pflicht waren. Die BTV Vier Länder Bank AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Österreich. Eingetragener Sitz der Gesellschaft ist 6020 Innsbruck, Stadtforum 1. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen umfassen die Vermögensverwaltung, Corporate und Retail Banking, das Halten von Beteiligungen sowie den Betrieb von Seilbahnen und anderen Tourismusbetrieben. Nähere Informationen dazu enthält die Segmentberichterstattung. Die konzernweit einheitlich definierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stehen im Einklang mit den Normen der europäischen Bilanzrichtlinien, sodass die Aussagekraft dieses Konzernzwischenabschlusses der eines nach den Vorschriften des UGB in Verbindung mit den Vorschriften des BWG gleichwertig ist. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernzwischenabschlusses zum 30.06.2025 sind gegenüber dem geprüften BTV Konzernabschluss zum 31.12.2024 im Wesentlichen unverändert geblieben.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, welche gemäß IFRS 10 von der BTV beherrscht werden, werden gemäß IFRS 10 in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 3 im Rahmen der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Gegenleistung mit den anteiligen identifizierten Vermögensgegenständen und Schulden. Die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens sind mit ihrem jeweiligen beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt anzusetzen. Im Rahmen der Gegenleistung werden Anteile anderer Gesellschafter mit ihrem Anteil an den identifizierten Vermögensgegenständen und Schulden bewertet. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ist als Firmenwert zu aktivieren. Der aktivierte Firmenwert ist gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 und IAS 38 einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung zu unterziehen. Nicht vollkonsolidiert werden Tochtergesellschaften, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Der Vollkonsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31.12.2024 verändert.

Die Besitzgesellschaft N2 GmbH mit Sitz in Schruns wurde am 14.03.2025 mit Eintragung im Firmenbuch gegründet.

Im Berichtszeitraum erfolgte rückwirkend mit 01.01.2025 die Verschmelzung der Wilhelm-Greil-Straße 4 GmbH sowie der BTV Real-Leasing III Nachfolge GmbH & Co AG (vormals: BTV Real-Leasing III Nachfolge GmbH & Co KG) jeweils mit der BTV Vier Länder Bank AG.

Mit Kaufvertrag vom 1. April 2025 wurde die Langer Weg 11 Immobilien GmbH (vormals: BTV Anlagenleasing 4 GmbH) verkauft. Aus der Entkonsolidierung ergibt sich ein positives Ergebnis in Höhe von 8.706 Tsd. €, welches in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. Da der Verkauf rückwirkend mit 1. Oktober 2024 (abweichendes Wirtschaftsjahr Leasing-Gesellschaften) stattgefunden hat, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung für diese Gesellschaft kein laufendes Ergebnis ausgewiesen.

Weiters wurde mit Kaufvertrag vom 23. Juni 2025 die BTV Real Leasing V GmbH verkauft. Aus der Entkonsolidierung ergibt sich ein negatives Ergebnis in Höhe von 2.374 Tsd. €, welches in der GuV-Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen wird. Auch dieser Verkauf hat rückwirkend mit 1. Oktober 2024 (abweichendes Wirtschaftsjahr Leasing-Gesellschaften) stattgefunden und es wird daher in der Gewinn- und Verlustrechnung für diese Gesellschaft kein laufendes Ergebnis ausgewiesen.

Der Vollkonsolidierungskreis umfasst neben der BTV Vier Länder Bank AG die im Folgenden angeführten Beteiligungen:

Stimm
Vollkonsolidierte Gesellschaften Anteil in % rechte in %
BTV Leasing Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 100,00 % 100,00 %
BTV Anlagenleasing 1 GmbH, Innsbruck 100,00 % 100,00 %
BTV Anlagenleasing 3 Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 100,00 % 100,00 %
BTV Leasing Deutschland GmbH, München 100,00 % 100,00 %
BTV Leasing Schweiz AG, Staad 100,00 % 100,00 %
TiMe Holding GmbH, Innsbruck 100,00 % 100,00 %
BTV Tourismus Holding GmbH, Innsbruck 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Holding GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Gastronomie GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Skischule Schruns GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Sporthotel GmbH & Co. KG, Gaschurn 100,00 % 100,00 %
Besitzgesellschaft TOP Schruns GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Silvretta Montafon Sportshops GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Skischule Silvretta Montafon St. Gallenkirch GmbH, St. Gallenkirch 50,00 % 50,00 %
Silvretta Montafon Bergerlebnisse GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Besitzgesellschaft St. Gallenkirch Hotel Joint Venture GmbH 100,00 % 100,00 %
Besitzgesellschaft N1 GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Besitzgesellschaft N2 GmbH, Schruns 100,00 % 100,00 %
Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Mayrhofen 50,52 % 50,52 %
BTV 2000 Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck 100,00 % 100,00 %
Beteiligungsholding 5000 GmbH, Innsbruck 100,00 % 100,00 %

Die Leasing-Gesellschaften und die Gesellschaften der Silvretta Montafon Holding GmbH weisen ein abweichendes Wirtschaftsjahr auf und werden mit Berichtsstichtag 31.03. in den Halbjahresfinanzbericht einbezogen. Die BTV 2000 Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H. und die Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft beenden ihre Zwischenberichtsperiode mit 31.05. Die Gesellschaften der Silvretta Montafon Holding GmbH und die Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft haben durch die saisonale Tätigkeit einen abweichenden Stichtag. Aufgrund struktureller Gegebenheit in der Konzernorganisation ergibt sich bei den Leasing-Gesellschaften ein abweichender Abschlussstichtag.

Die restlichen vollkonsolidierten Gesellschaften werden mit dem Berichtsstichtag 30.06. im Halbjahresfinanzbericht berücksichtigt.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 16.06.2025 wurden die Besitzgesellschaft N1 GmbH sowie die Besitzgesellschaft N2 GmbH mit der Silvretta Montafon Holding GmbH verschmolzen.

Die Abschlüsse der Unternehmen im Konsolidierungskreis werden um die Auswirkungen bedeutender Geschäftsfälle oder Ereignisse zwischen dem Berichtsstichtag der assoziierten Unternehmen am 31.03. bzw. 31.05. und dem Konzernzwischenabschlussstichtag am 30.06. angepasst.

Die BTV Tourismus Holding GmbH hält Anteile an der Silvretta Montafon Holding GmbH sowie an der Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft. In den Anteilen der Silvretta Montafon Holding GmbH bestehen lediglich indirekte nicht beherrschende Anteile, die aus der Beteiligung an der Skischule Silvretta Montafon St. Gallenkirch GmbH resultieren. Es bestehen direkte nicht beherrschende Anteile, die aus der Beteiligung an der Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft resultieren. Der Konzernperiodenüberschuss, der den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen wird, beträgt 9.371 Tsd. €.

Wesentliche Beteiligungen, auf die die BTV einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. In der Regel besteht ein maßgeblicher Einfluss bei einem Anteil zwischen 20 und 50 % ("assoziierte Unternehmen"). Maßgeblicher Einfluss heißt: Die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen mitzuwirken, jedoch nicht die Beherrschung auszuüben. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an dem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach der Erstkonsolidierung eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens erfasst.

Nach der Equity-Methode wurden folgende Beteiligungen einbezogen:

At-equity-konsolidierte Gesellschaften Anteil in %
BKS Bank AG, Klagenfurt 17,87 %
Oberbank AG, Linz 16,45 %
Moser Holding Aktiengesellschaft, Innsbruck 24,99 %

Die BKS Bank AG mit Sitz in Klagenfurt und die Oberbank AG mit Sitz in Linz sind regionale Universalbanken und bilden gemeinsam mit der BTV die 3 Banken Gruppe. Die Moser Holding Aktiengesellschaft ist im Verlagswesen mit den Schwerpunkten Print (Tageszeitungen, Gratiswochenzeitungen, Magazine) und Online tätig.

Die Beteiligungen an der Oberbank AG und der BKS Bank AG wurden aus folgenden Gründen in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl sie die 20 %-Beteiligungsgrenze nicht erreichen:

Für die Beteiligung an der Oberbank AG besteht zwischen der BTV und der BKS Bank AG bzw. für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der BTV, der Oberbank AG und der G3B Holding AG jeweils ein Syndikatsvertrag, dessen Zweck die Erhaltung der Eigenständigkeit der Institute ist. Somit ist bei den angeführten Unternehmen die Möglichkeit gegeben, einen maßgeblichen Einfluss auszuüben.

Die assoziierten Unternehmen werden jeweils mit dem Zeitraum 01.10.2024 bis 31.03.2025 berücksichtigt, um eine zeitnahe Zwischenberichtserstellung zu ermöglichen.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. wird als gemeinschaftliche Tätigkeit eingestuft. Das Unternehmen verfügt über eine Konzession gem. § 1 Abs. 1 Z 8 BWG. Ausschließlicher Unternehmensgegenstand ist die Übernahme von Garantien, Bürgschaften und sonstigen Haftungen für Aktivgeschäfte der 3 Banken Gruppe. Die 3 Banken Gruppe ist im Wesentlichen die einzige Quelle für Zahlungsströme, die zum Fortbestehen der Tätigkeiten der Vereinbarung beitragen. Deshalb erfolgte nach IFRS 11.B29-32 eine Einstufung als gemeinschaftliche Tätigkeit. Die anteiligen Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens werden in der Berichtsperiode mit Stichtag 30.06.2025 berücksichtigt.

Anteilsmäßig konsolidierte Gesellschaft Anteil in %
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. 25,00 %

Die Oberbank AG ist zu 50 %, die BKS AG und die BTV AG sind jeweils zu 25 % an der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELL-SCHAFT m.b.H. (i. d. F. kurz "ALGAR") beteiligt. Geschäftsgegenstand der ALGAR, die über eine eingeschränkte Bankkonzession verfügt, ist die Übernahme von Ausfallrisiken für definierte Kredite und Darlehen der Gesellschafterbanken, wobei das Ausmaß der Inanspruchnahme mit dem in der ALGAR vorhandenen Vermögen, welches nicht für bereits in Anspruch genommene Garantieleistungen reserviert ist, begrenzt ist (Höchstbetrag der Rückstellung für erwartete künftige Inanspruchnahmen). Die Laufzeit der Garantie ist zeitlich unlimitiert. Die Gesellschafterbanken haben laufend ein Garantieentgelt zu leisten, welches sich im Falle einer Entnahme entsprechend zukünftig erhöht (Malusregelung).

Aufgrund der besonderen gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen sowie des mit der BTV Vier Länder Bank AG und mit der BKS Bank AG geschlossenen Gesellschafterübereinkommens wird die ALGAR als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) iSd IFRS 11 in den Konzern der BTV einbezogen.

Insoweit seitens der Gesellschafterbanken bereits Garantien der ALGAR aufgrund eines Ausfalles in Anspruch genommen wurden, werden im Rahmen der Konzernrechnungslegung die in der ALGAR dafür vorgenommenen Rückstellungen der jeweiligen betroffenen Gesellschafterbank zugeordnet. Dies betrifft ebenso die im Rahmen der vorläufigen Garantieerklärungen angemeldeten Kreditobligos, für die in der ALGAR bereits Risikovorsorgen gebildet wurden.

Die seitens der ALGAR vorgenommenen Rückstellungen für erwartete Kreditverluste für das noch nicht ausgefallene Garantievolumen werden von den Gesellschafterbanken mangels einer eindeutigen Zuordenbarkeit der Vorsorgen zu spezifischen garantierten Krediten und Darlehen entsprechend dem Beteiligungsverhältnis in den Konzern einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernzwischenabschluss der BTV wird in Euro (€), der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Alle Betragsangaben werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend (Tsd.) € dargestellt. In den nachstehenden Tabellen sind Rundungsdifferenzen möglich.

Kassageschäfte

Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag erfasst bzw. ausgebucht.

Strukturierte Einheiten

Strukturierte Einheiten sind Unternehmen, die so konzipiert wurden, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor bei der Beurteilung der Beherrschung sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf administrative Aufgaben beziehen und die Rechte zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten auf Basis vertraglicher Grundlagen gesteuert werden. Im Konzern der BTV werden insbesondere Projekt- und Leasinggesellschaften mit eingeschränktem Tätigkeitsbereich sowie Publikumsfonds, Finanzgesellschaften Dritter und Verbriefungsgesellschaften als strukturierte Einheiten angesehen, sofern die Geschäftsverbindung zu diesen Einheiten keine gewöhnliche Geschäftstätigkeit darstellt. In der Berichtsperiode bestanden keine wesentlichen vertraglichen bzw. nicht vertraglichen Beziehungen zu strukturierten Gesellschaften. Die BTV wird als Sponsor einer strukturierten Einheit angesehen, wenn Marktteilnehmer die Einheit mit dem Konzern, insbesondere durch Verwendung des Namens BTV in der Firma oder auf Geschäftspapieren bei Gesellschaften, bei denen die BTV als Makler fungiert, verknüpfen. Die BTV unterhielt im Berichtszeitraum keine Geschäftsverbindungen und ist in diesem Sinne nicht als Sponsor aufgetreten.

Finanzinstrumente gem. IFRS 9

Finanzinstrumente gem. IFRS 9 werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich Transaktionskosten, angesetzt. Bei der Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten gem. IFRS 9 ist zwischen Schuldinstrumenten, Eigenkapitalinstrumenten sowie Derivaten zu unterscheiden.

Schuldinstrumente können für die Folgebewertung bei Zugang wahlweise als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden (Fair-Value-Option), wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder wesentlich verringert werden. Wird die Fair-Value-Option nicht ausgeübt, ist die Klassifizierung von Schuldinstrumenten einerseits an das Geschäftsmodell zur Steuerung dieser Vermögenswerte gekoppelt, andererseits werden die Eigenschaften der mit dem Schuldinstrument einhergehenden Zahlungsströme berücksichtigt.

Ein Geschäftsmodell ist ein beobachtbarer Sachverhalt, wie ein Unternehmen finanzielle Vermögenswerte für Zwecke der Vereinnahmung von Zahlungsströmen steuert. Das klassifizierungsrelevante Geschäftsmodell wurde vom Management der BTV festgelegt. Dabei sind nicht die Absichten in Bezug auf einen einzelnen finanziellen Vermögenswert ausschlaggebend, sondern es ist auf eine höhere Aggregationsebene – die Steuerungsebene – abzustellen. Folgende Geschäftsmodelle sind für die Klassifizierung von Schuldinstrumenten zu unterscheiden:

"Halten": Die Zielsetzung des Geschäftsmodells besteht darin, die Schuldinstrumente zu halten, um bis zur Fälligkeit die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Die Zuordnung zum Geschäftsmodell "Halten" setzt die vorhandene Absicht, die Schuldinstrumente bis zu der jeweiligen Fälligkeit zu halten, voraus. Eine grundsätzliche Bereitschaft zur vorzeitigen Veräußerung und folglich zur Realisierung von Gewinnen und Verlusten führt dazu, dass die für dieses Geschäftsmodell erforderliche Halteabsicht nicht besteht. In diesem Zusammenhang hat die BTV detaillierte Bestimmungen zu den "Nichtaufgriffsgrenzen" für unerwartete Verkäufe definiert. Diese Verkäufe stehen nur dann im Einklang mit dem Geschäftsmodell "Halten", wenn diese entweder unregelmäßig vorkommen, selbst wenn diese von signifikantem Wert sind, oder wenn die Verkäufe regelmäßig auftreten und von nicht signifikantem Wert sind. Die entsprechenden quantitativen "Nichtaufgriffsgrenzen" wurden vom Vorstand genehmigt und sind intern in der "IFRS 9 Policy" dokumentiert.

"Halten und Verkaufen": Die Schuldinstrumente werden im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und die Schuldinstrumente zu veräußern.

"Verkaufen": Die Zielsetzung in diesem Geschäftsmodell besteht in der Maximierung von Zahlungsströmen durch kurzfristige Käufe und Verkäufe. Die Vereinnahmung vertraglich vereinbarter Zahlungsströme ist nebensächlich.

Das Management der BTV hat die Geschäftsmodelle wie folgt definiert:

Dem Geschäftsmodell "Halten" werden grundsätzlich Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie Wertpapiere zugeordnet.

Dem Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" werden grundsätzlich Wertpapiere zugeordnet, die hauptsächlich als freie Liquiditätsreserve dienen.

Dem Geschäftsmodell "Verkaufen" werden grundsätzlich alle finanziellen Vermögenswerte zugeordnet, die keinem der anderen beiden Geschäftsmodelle zuzuordnen sind. Darunter fallen insbesondere im UGB/BWG-Handelsbuch gewidmete Wertpapiere sowie im UGB/BWG-Bankbuch gewidmete Investmentfonds.

Hat sich das Geschäftsmodell der BTV zur Steuerung von Finanzinstrumenten geändert und hat dies eine erhebliche Bedeutung für die Geschäftstätigkeit, dann ist eine Reklassifizierung aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte prospektiv ab dem Zeitpunkt der Reklassifizierung – das ist der erste Tag der nächsten Berichtsperiode – vorzunehmen. Die Veränderung in der Zielsetzung des Geschäftsmodells muss vor dem Zeitpunkt der Reklassifizierung wirksam geworden sein. Damit eine Reklassifizierung zulässig ist, dürfen nach der Änderung des Geschäftsmodells keine Tätigkeiten mehr ausgeübt werden, die dem früheren Geschäftsmodell entsprochen haben.

Neben dem Geschäftsmodell ist für die Klassifizierung nach den Bewertungskategorien das Zahlungsstromkriterium maßgeblich. Dieses besagt, dass die vertraglichen Bestimmungen zu Zahlungsströmen zu festgelegten Zeitpunkten führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (Solely Payment of Principal and Interest – SPPI). Zinsen im Sinne von IFRS 9 sind das Entgelt für die Bereitstellung von Geld über einen bestimmten Zeitraum unter Berücksichtigung des Kreditausfallrisikos und anderer Risiken der grundlegenden Kreditgewährung, wie bspw. das Liquiditätsrisiko. Die Beurteilung der vertraglichen Zahlungsmerkmale ist anhand der bei Zugang geltenden Vertragsbedingungen für jedes einzelne Finanzinstrument durchzuführen.

Im Rahmen von IFRS 9 wurde eine Checkliste aufgebaut, auf Basis derer die Überprüfung des Zahlungsstromkriteriums für die Geschäftsmodelle "Halten" sowie "Halten und Verkaufen" stattfindet. Die Entscheidung, ob in Einzelfällen das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist oder nicht, erfolgt nach Einbeziehung aller relevanten Faktoren und stellt eine Ermessensentscheidung dar.

Sind die Voraussetzungen des Zahlungsstromkriteriums nicht erfüllt, so muss das Geschäft nicht zwangsläufig zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ob das Zahlungsstromkriterium erfüllt ist, hängt von der Art und der Signifikanz ab, mit der die Zeitwertkomponente verletzt ist. Die Überprüfung kann mithilfe eines Benchmarktests durchgeführt werden. Lässt sich ohne oder mit nur geringem Analyseaufwand klären, ob die vertraglichen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts sich signifikant von den Vergleichs-Zahlungsströmen eines nicht schädlichen Benchmarkinstruments unterscheiden, ist eine qualitative Analyse ausreichend. Ist dies nicht möglich, ist ein quantitativer Benchmarktest durchzuführen.

Im Falle von nachträglichen wesentlichen Änderungen von vertraglichen Zahlungsströmen führt dies zu einem bilanziellen Abgang des ursprünglichen Finanzinstruments und zu einem bilanziellen Zugang eines modifizierten "neuen" Finanzinstruments. Bei nachträglichen nicht wesentlichen Änderungen, die nicht zu einem Abgang des Finanzinstruments führen, wird der Bruttobuchwert des finanziellen Vermögenswerts neu berechnet und ein Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Mangels eindeutiger Regelungen in IFRS 9 zur Abgrenzung zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Änderungen wird auf eine unternehmensspezifische Abgrenzung abgestellt (siehe hierzu weiters Punkt "Wesentliche Ermessensentscheidungen", Seite 35).

Schuldinstrumente werden für die Folgebewertung als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind und die Fair-Value-Option nicht ausgeübt wird:

  • Geschäftsmodell "Halten"
  • Zahlungsstromkriterium erfüllt

Schuldinstrumente werden für die Folgebewertung als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet klassifiziert, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind und die Fair-Value-Option nicht ausgeübt wird:

  • Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen"
  • Zahlungsstromkriterium erfüllt

Mit IFRS 9 wurde bei Vermögenswerten die Separierung von eingebetteten Derivaten bei Schuldinstrumenten ausgeschlossen. Die Klassifizierungskriterien werden folglich auf den hybriden Kontrakt aus Schuldinstrument und eingebettetem Derivat angewandt.

Erfüllen Schuldinstrumente den SPPI-Test nicht oder werden diese dem Geschäftsmodell "Verkaufen" zugeordnet, so sind diese für die Folgebewertung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren. In der BTV wird das Kreditgeschäft prinzipiell dem Geschäftsmodell "Halten" zugeordnet, daher werden Forderungen an Kreditinstitute und Kunden mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, wenn das SPPI-Kriterium erfüllt ist, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sofern Direktabschreibungen vorgenommen werden, haben diese die Forderungen vermindert. Wertberichtigungen werden als Risikovorsorgen ausgewiesen.

Eigenkapitalinstrumente werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Investitionen in Eigenkapitalinstrumente wird auf Basis eines Börsenkurses oder aufgrund anerkannter Bewertungsmodelle ermittelt. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht bei der Ersterfassung das unwiderrufliche Wahlrecht, alle Wertänderungen im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital auszuweisen (OCI-Wahlrecht). Das Wahlrecht kann für jedes einzelne Finanzinstrument gesondert ausgeübt werden. Zur Vermeidung bzw. Beseitigung von Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung wird dieses Wahlrecht von der BTV überwiegend ausgeübt. Im Falle eines Abgangs des finanziellen Vermögenswerts vor Fälligkeit ist der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Betrag nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen (kein Recycling). Eine Umbuchung in einen anderen Eigenkapitalposten ist zulässig.

Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sind nach IFRS 9 für die Folgebewertung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren.

Im sonstigen Finanzvermögen und in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind ökonomische Hedges enthalten, die nicht den Anforderungen des Hedge Accounting nach IFRS 9 entsprechen. Bei diesen werden Kundenderivate mit Bankenderivaten abgesichert.

Finanzielle Verbindlichkeiten sind für die Folgebewertung grundsätzlich als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet zu klassifizieren. Diese können für die Folgebewertung bei Zugang wahlweise auch als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden (Fair-Value-Option), wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder wesentlich verringert werden. Im BTV Konzern wird für gewisse verbriefte Verbindlichkeiten sowie Ergänzungskapitalanleihen, die im Rahmen der Zinsrisikosteuerung mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert wurden, die Fair-Value-Option angewendet.

Derivative Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten des Handelsbestands werden verpflichtend als zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert.

Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Soweit in der BTV Hedge Accounting gemäß IFRS 9 angewandt wird, dient es der Absicherung des Zinsergebnisses und des Marktrisikos. Für Maßnahmen zur Minimierung des Zinsänderungsrisikos werden Fair Value Hedges eingesetzt. Die prospektive bzw. retrospektive nachweisbare und dokumentierte Effektivität der Sicherungsbeziehungen ist dabei eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung des Fair Value Hedge Accounting.

Die Absicherung der Fair-Value-Hedge-Geschäfte erfolgt dadurch, dass Zinssätze von fixverzinsten Grundgeschäften durch in Bezug auf wesentliche Parameter weitgehend identische, aber gegenläufige derivative Finanzinstrumente mit Geldmarktbindung getauscht werden.

Die bilanzielle Darstellung der Sicherungsgeschäfte im Rahmen des Fair Value Hedge Accounting erfolgt in den Posten "Sonstiges Finanzvermögen" sowie "Sonstige Finanzverbindlichkeiten".

Abgesicherte Grundgeschäfte im Rahmen des Fair Value Hedge Accounting werden in folgenden Bilanzposten abgebildet:

  • Forderungen an Kunden
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
  • Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Das Ergebnis aus dem Fair Value Hedge Accounting wird erfolgswirksam in der Position "Erfolg aus Finanzgeschäften" gezeigt.

Erlöse aus Kundenverträgen

Die Regelungen des IFRS 15 bestimmen, wie und wann Erträge vereinnahmt werden, welche nicht in Zusammenhang mit der Vereinnahmung von Erträgen aus Finanzinstrumenten stehen, die unter die Regelungen des IFRS 9 fallen. In der BTV wurden Prozesse mit damit verbundener interner Kontrolle implementiert, die sicherstellen, dass eine Erlösrealisierung aus Verträgen mit Kunden in Einklang mit IFRS 15 steht.

Gemäß IFRS 15 wird anhand eines Fünf-Schritte-Modells bestimmt, zu welchem Zeitpunkt (oder über welchen Zeitraum) und in welcher Höhe Umsatzerlöse erfasst werden. Das Modell legt fest, dass Umsatzerlöse zum Zeitpunkt (oder über den Zeitraum) des Übergangs der Kontrolle über Güter oder Dienstleistungen vom Unternehmen auf Kunden mit dem Betrag zu bilanzieren sind, auf den das Unternehmen erwartungsgemäß Anspruch hat. Abhängig von der Erfüllung bestimmter Kriterien werden Umsatzerlöse wie folgt erfasst:

  • über einen Zeitraum derart, dass die Leistungserbringung des Unternehmens widergespiegelt wird; oder
  • zu einem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle über das Gut oder die Dienstleistung auf den Kunden übergeht.

Umsatzerlöse sind demzufolge in Höhe der Gegenleistung, welche das Unternehmen höchstwahrscheinlich im Austausch für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen erhält, zu erfassen. Um dies zu erreichen, werden die Grundsätze des Standards, die in folgende fünf "Kernbereiche" gefasst sind, beachtet:

  • 1) Identifizierung des Vertrags (bzw. der Verträge) mit einem Kunden
  • 2) Identifizierung der separaten Leistungsverpflichtungen innerhalb des Vertrags (bzw. der Verträge)
  • 3) Bestimmung des Transaktionspreises
  • 4) Allokation des Transaktionspreises auf die vertraglich vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen
  • 5) Erlösrealisierung bei Erfüllung der zuvor identifizierten Leistungsverpflichtungen

Darüber hinaus bedingt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachstehend angeführter Ansatzkriterien:

Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der BTV umfasst die Erbringung von Bankdienstleistungen, welche im Wesentlichen nicht unter den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen.

Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Silvretta Montafon Holding GmbH umfasst Erlöse aus dem Verkauf von Skipässen (Tages-, Saison- und Jahreskarten), Erlöse aus Tätigkeiten der Skischule, Erlöse aus dem Verleih und Verkauf von Ski- und Snowboardausrüstungen sowie Bekleidung, Erlöse aus dem Betrieb eines Hotels sowie Erlöse von Gastronomieeinrichtungen. Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft umfasst Erlöse aus dem Verkauf von Skipässen (Tages-, Saisonund Jahreskarten).

Veräußerte Skipässe werden in der Regel bar bezahlt bzw. durch Überweisung sofort beglichen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Saison- bzw. Jahreskarten werden periodengerecht abgegrenzt. In Einzelfällen kann es zu kurzfristigen Forderungen kommen, wenn an Hotels größere Kartenkontingente veräußert werden. Gastronomieerlöse werden sofort bezahlt, Hotelerlöse werden spätestens bei Abreise beglichen. Leistungen, die von Skischulen erbracht werden, werden in der Regel vor Durchführung der Dienstleistung bezahlt. Erlöse, die im Sporthandel erzielt werden, werden sofort mit Übergabe der Ware beglichen.

Aus all diesen beschriebenen Sachverhalten entstehen keine Verträge mit signifikanten Finanzierungskomponenten oder Verträge, die Abgrenzungen entsprechend den Kriterien des IFRS 15 erfordern.

Zuwendungen der öffentlichen Hand gem. IAS 20

In den Konzerngesellschaften wurden im Zusammenhang mit COVID-19 die Entschädigungen nach dem EpidemieG in Höhe von 9 Tsd. € (Vorjahr: 191 Tsd. €) vereinnahmt. Die BTV wählt hier gemäß IAS 20 die Nettodarstellung, bei der die Zuwendungen den ausgewiesenen Personalaufwand kürzen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Energiekostenzuschüsse in Höhe von 26 Tsd. € (Vorjahr: 28 Tsd. €) ausgewiesen.

Erfassung von Wertminderungen gem. IFRS 9

Das Wertminderungsmodell des IFRS 9 sieht eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Kreditverlusts (Expected Credit Loss – ECL) vor. Dem Modell zufolge sind erwartete Verluste zu erfassen, auch wenn zum Zeitpunkt der Bilanzierung noch keine konkreten Hinweise für einen Zahlungsausfall vorliegen. Eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste ist für Schuldinstrumente, welche entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, sowie für Kreditzusagen und finanzielle Garantien, ausgenommen wenn diese erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, zu erfassen.

Das Wertminderungsmodell sieht eine Gliederung der finanziellen Vermögenswerte in drei Stufen der Wertberichtigung vor. Die Höhe der Wertminderung hängt dabei von der Zuordnung des Finanzinstruments zu einer von drei Stufen ab:

In der Regel werden bei Erstansatz alle finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet. Die Wertminderung entspricht bei einer Zuweisung des Geschäfts in Stufe 1 dem erwarteten Kreditverlust auf Basis möglicher Ausfallereignisse über die nächsten 12 Monate.

Wird eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos bei einem finanziellen Vermögenswert festgestellt, erfolgt ein Transfer des finanziellen Vermögenswertes von Stufe 1 in Stufe 2.

Die Wertminderung entspricht bei einer Stufe-2-Zuordnung dem erwarteten Kreditverlust von möglichen Ausfallereignissen über die Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts. Zur Determinierung eines signifikanten Anstiegs des Kreditrisikos schreibt IFRS 9 einen Vergleich des Ausfallrisikos zum aktuellen Stichtag mit dem Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz vor. Bei Eintritt eines Ausfallereignisses erfolgt ein Transfer des finanziellen Vermögenswertes in Stufe 3.

Die Zuordnung finanzieller Vermögenswerte zu den drei Stufen im Rahmen der Bestimmung der Wertminderung erfolgt in der BTV anhand der unten angeführten Transferlogik auf Ebene des individuellen finanziellen Vermögenswertes. Dabei bestimmt der Eintritt der in der Tabelle angeführten rating- und prozessbezogenen Indikatoren die zu verwendende Stufe.

Risikostufe Beschreibung Höhe des Kreditverlusts
1 – geringes Risiko Neugeschäft oder keine signifikant erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. 12-Monats-ECL
keine negativen Risikoinformationen
2 – erhöhtes Risiko Kund*in ist 30 Tage überzogen (keine Nachsicht gewährt) Gesamtlaufzeit-ECL
2 – erhöhtes Risiko Nachsicht wurde gewährt Gesamtlaufzeit-ECL
2 – erhöhtes Risiko Signifikanter Anstieg der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit zwischen Gesamtlaufzeit-ECL
Erstansatz und aktuellem Stichtag (siehe weiterführende Beschreibungen
im Text)
2 – erhöhtes Risiko Aktuelles Rating hat sich im Vergleich zum Initialrating um mindestens Gesamtlaufzeit-ECL
4 Stufen verschlechtert
2 – erhöhtes Risiko Kein Neugeschäft, aber Initialrating oder aktuelles Rating fehlt Gesamtlaufzeit-ECL
2 – erhöhtes Risiko Unterstützende Betreuung des/der Kund*in in Form einer Betriebsberatung Gesamtlaufzeit-ECL
durch Expert*innen des Sanierungsmanagements
2 – erhöhtes Risiko Durch Overlay-Ansatz identifizierte Kund*innen Gesamtlaufzeit-ECL
3 – Ausfall Kund*in ist ausgefallen Gesamtlaufzeit-ECL
(Discounted-Cash-Flow
Methode / pauschale Ermitt
lung Wertminderung)

Es werden keine unterschiedlichen Transferkriterien je Segment oder Art des finanziellen Vermögenswertes angewandt.

Zur Durchführung des quantitativen Transfers erfolgt eine Überprüfung des Unterschieds der Ausfallwahrscheinlichkeit über die erwartete Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts zum aktuellen Stichtag im Vergleich zur Einschätzung auf Basis der Risikoeinschätzung beim erstmaligen Zugang. Ist bei einer Verschlechterung des aktuellen Ratings im Vergleich zum Rating beim erstmaligen Zugang um mindestens eine Ratingklasse der relative Unterschied zwischen den Ausfallwahrscheinlichkeiten größer als 100 % und die absolute Differenz größer als 0,25 Prozentpunkte, wird von einem signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos ausgegangen. Darüber hinaus erfolgt ein Transfer in Stufe 2 ebenfalls, wenn sich das aktuelle Rating im Vergleich zum Rating beim erstmaligen Zugang um vier oder mehr Ratingklassen verschlechtert hat bzw. keine ausreichende aktuelle Risikoeinschätzung auf Basis von Ratings vorliegen sollte.

Die Gewährung einer Nachsicht stellt ebenfalls ein Kriterium zum Transfer eines finanziellen Vermögenswertes in Stufe 2 dar. Dies betrifft einerseits den finanziellen Vermögenswert, auf welchen sich die eingeräumte Maßnahme bezieht, und andererseits auch alle weiteren Geschäfte des/der Kund*in, da die Nachsichtsmaßnahme eine wirtschaftliche Bedrängnis auf Ebene des/der Kund*in impliziert.

Des Weiteren kommt in der BTV derzeit auch ein Overlay-Ansatz für betroffene Kund*innen/Unternehmen in den Branchen Automotive, Bau, Maschinenbau, Realitätenwesen und Sachgüter bzw. Immobilien-Entwicklungsprojekte, die nicht über ausreichend langfristig gesicherte Liquidität verfügen, zum Einsatz (Top-down-Ansatz).

Derzeit sind Geschäfte primär aufgrund des quantitativen Kriteriums, des Overlay-Ansatzes und aufgrund von Forbearance/ Nachsichten in Stufe 2 transferiert. Eine Überziehung von 30 Tagen oder mehr ist aktuell nur in sehr wenigen Fällen ein relevanter Grund für eine Zuordnung von Geschäften in Stufe 2.

Sollte es in der Vergangenheit zu einer wesentlichen Steigerung des Kreditrisikos im Vergleich zum erstmaligen Ansatz gekommen sein, sodass ein finanzieller Vermögenswert in die Stufe 2 transferiert wurde, liegt jedoch die zuvor determinierte wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos zum aktuellen Abschlussstichtag nicht mehr vor, so wird der finanzielle Vermögenswert wieder in die Stufe 1 transferiert. Explizite Bewährungszeiträume oder Gesundungsperioden für den Rücktransfer von Stufe 2 in Stufe 1, die nur für die Stufenzuweisung relevant sind, existieren nicht. Der bei Nachsichten generell zur Anwendung kommende Beobachtungszeitraum von 2 Jahren nach Aufgabe der Nachsicht wird jedoch auch bei der Stufenzuweisung berücksichtigt.

Wenn die vertraglichen Zahlungsströme eines finanziellen Vermögenswerts neu verhandelt oder anderweitig geändert wurden und dieser finanzielle Vermögenswert nicht ausgebucht wird, erfolgt die Beurteilung, ob seit der erstmaligen Erfassung des finanziellen Vermögenswerts ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos eingetreten ist, analog der beschriebenen Stufenzuweisungslogik unter Berücksichtigung der geänderten Vertragsbedingungen.

Die Schätzung der erwarteten Kreditverluste eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt über eine Funktion auf Einzelgeschäftsebene, in welcher Ausfallwahrscheinlichkeiten ("Probability of Default – PD"), die Verlustquote bei Ausfall ("Loss Given Default – LGD") unter Berücksichtigung von vorhandenen Sicherheiten sowie erhaltene Garantien und die für die Zukunft erwarteten Forderungshöhen bei Ausfall ("Exposure at Default – EAD") berücksichtigt werden. Die sich aus der Funktion ergebenden erwarteten marginalen Kreditverluste werden diskontiert und aggregiert.

Für finanzielle Vermögenswerte mit deterministischen Zahlungsströmen ergibt sich die erwartete Forderungshöhe bei Ausfall aus den vertraglich geschuldeten zukünftigen Zahlungen. Für finanzielle Vermögenswerte mit nichtdeterministischen Zahlungsströmen ergibt sich die erwartete Forderungshöhe bei Ausfall aus dem gezogenen Betrag zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung empirisch determinierter Kapitalbindungen für zukünftige Zahlungsflüsse bis zum Vertragsende. Darüber hinaus gehen zum Abschlussstichtag noch nicht in Anspruch genommene Zusagen, deren zukünftige Ziehung im Falle eines Ausfalls erwartet werden kann, sowie gegebene Garantien mit ihrem Nominalbetrag unter Anwendung von Kreditkonversionsfaktoren in die Bestimmung der erwarteten Kreditverluste ein. Im Rahmen des LGDs werden einerseits dem finanziellen Vermögenswert gewidmete Sicherheiten mit ihrem internen Deckungswert berücksichtigt und andererseits auch für das unbesicherte Exposure ein Rückfluss im Falle eines Ausfalls unterstellt.

Generell unterscheidet die BTV im Rahmen der Wertminderung gem. IFRS 9 ihre Kunden auf Basis ihres Segments, wobei insgesamt vier Segmente – (i) Firmenkunden, (ii) Privatkunden, (iii) Staaten und (iv) Banken – zur Anwendung kommen. Die Segmentzuordnung des Kunden hat einen Einfluss auf die prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeiten und die Verlustquote bei Ausfall, da aufgrund der Zuordnung unterschiedliche empirische Modelle, Ansätze und Parameter in den Berechnungen genutzt werden. Die Verlustquote bei Ausfall für den nicht besicherten Teil einer Forderung sowie die prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeiten basieren auf segmentspezifischen empirischen Auswertungen.

Die einem finanziellen Vermögenswert zugeordnete Ausfallwahrscheinlichkeit wird durch segmentspezifische Modelle ermittelt, welche neben dem Kundenrating auch zukunftsorientierte makroökonomische Informationen berücksichtigen. Im Rahmen der Modellierung werden die aus den einjährigen segmentspezifischen empirischen Migrationsmatrizen abgeleiteten und vom Rating abhängigen Ausfallwahrscheinlichkeiten (gemäß Masterskala) unter Berücksichtigung von internen und externen makroökonomischen Prognosen und deren erwartete Wirkung auf die zukünftigen Portfolioausfallraten der BTV adjustiert und auf diese Weise in Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten überführt. Die Prognosen berücksichtigen dabei Vorhersagen über die Entwicklung makroökonomischer Variablen, wie bspw. des realen Bruttoinlandsproduktwachstums oder des Wachstums der realen Bruttoanlageinvestitionen, und werden zur Prognose der segmentspezifischen Portfolioausfallraten genutzt, welche in weiterer Folge zur Skalierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten (Bayes'scher Skalaransatz) genutzt werden.

Die in der Berechnung zur Anwendung kommenden (marginalen) Ausfallwahrscheinlichkeiten entsprechen somit nicht den Through-the-Cycle-Ausfallwahrscheinlichkeiten, sondern sind Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dabei beträgt die Prognoseperiode für die Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten zwei Jahre. Nach diesen zwei Jahren erfolgt eine lineare Extrapolation über die folgenden drei Jahre zu den Through-the-Cycle-Ausfallwahrscheinlichkeiten, welche unter Berücksichtigung der erwarteten langfristigen mittleren segmentspezifischen Portfolioausfallraten ermittelt werden. Diese Ausfallwahrscheinlichkeiten werden für die Berechnungen ab dem fünften Jahr genutzt. Die Prognosen der makroökonomischen Variablen der externen Organisation bzw. die aus diesen abgeleiteten prognostizierten Portfolioausfallraten stellen ein Basis-Szenario dar. Für alle finanziellen Vermögenswerte wird der erwartete Kreditverlust für dieses Basis-Szenario ermittelt. Darüber hinaus wird das Basis-Szenario durch zwei weitere, intern modellierte Szenarien ergänzt, wobei ein Szenario eine positivere Entwicklung und das andere Szenario eine negativere Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und darauf aufbauend des Ausfallverhaltens auf Portfolioebene widerspiegelt. Auch für diese beiden Szenarien wird für alle finanziellen Vermögenswerte ein erwarteter Kreditverlust ermittelt. In weiterer Folge wird ein gewichteter Durchschnitt von den szenarioabhängigen erwarteten Kreditverlusten je finanziellem Vermögenswert berechnet. Dieser stellt den tatsächlich erwarteten Kreditverlust dar, wobei für den erwarteten Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit alle Perioden bis zum Laufzeitende für die Berechnung genutzt werden. Für den 12-monatigen erwarteten Kreditverlust werden alle Perioden bis zum Ende des ersten Jahres bzw. bis zum Laufzeitende, wenn diese geringer als ein Jahr ist, genutzt.

Das Gewicht für das Basis-Szenario ist derzeit 60 % und für die beiden anderen Szenarien jeweils 20 %. Die Festlegung der Gewichtung ergibt sich aus der Methodik zur Generierung der vom Basis-Szenario abweichenden Szenarien, sodass die in den jeweiligen Szenarien unterstellten prognostizierten Entwicklungen der Portfolioausfallraten auf Basis der in dem Szenario erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung mit der jeweiligen Gewichtung konsistent sind. Während das Basis-Szenario somit stets dem erwarteten Szenario entspricht und entsprechend ein höheres Gewicht bekommt, stellen die anderen beiden Szenarien eine positive bzw. negative Abweichung des Basis-Szenarios dar, die aufgrund ihrer zugeschriebenen Eintrittswahrscheinlichkeit, betrachtet als Abweichung vom Basis-Szenario, ein Gewicht von jeweils 20 % erhalten.

Die BTV geht davon aus, dass die drei zur Anwendung kommenden Szenarien in Verbindung mit den durchgeführten Berechnungen für jedes der Szenarien etwaige Nichtlinearitäten in den erwarteten Kreditverlusten adäquat widerspiegeln und somit die Anwendung von drei Szenarien zur Ermittlung der Wertminderung ausreichend ist.

Klimabedingte Risiken würden in der Bestimmung der erwarteten Kreditverluste derzeit insofern indirekt wirken, wenn diese einen Effekt auf das aktuelle Kundenrating bzw. auf den Deckungswert individueller Sicherheiten haben.

Weitere Details zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste in Stufe 1 und Stufe 2 unter Berücksichtigung der aktuellen Situation sind ab Seite 39 dargelegt.

Bei tatsächlichem Eintritt von Verlusten bzw. bei Vorliegen von objektiven Hinweisen auf eine Wertminderung wird der finanzielle Vermögenswert als wertgemindert eingestuft und in Stufe 3 transferiert. Die dritte Stufe umfasst in der BTV daher sämtliche Positionen, bei denen ein Ausfall gemäß Ausfalldefinition vorliegt.

Die BTV hat ihre Ausfalldefinition auf Basis der Bestimmungen gemäß Artikel 178 der EU-Verordnung 575/2013 (Capital Requirements Regulation – CRR) unter Berücksichtigung der EBA GL 2016/07 zur Anwendung der Ausfalldefinition sowie von § 23 CRR-BV zur Schwellwertdefinition festgelegt. Eine Risikoposition gilt demnach als ausgefallen, wenn:

  • eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber der BTV mehr als 90 Tage überfällig ist oder
  • die BTV es als unwahrscheinlich ansieht, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber der BTV in voller Höhe begleichen wird, ohne dass die BTV auf die Verwertung von Sicherheiten zurückgreift (drohender Zahlungsausfall), oder
  • eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners, dem eine Nachsicht gewährt wurde, während des Nachsichtbewährungszeitraumes ausgefallen ist und nach Ablauf der Unterbrechung des Bewährungszeitraumes gegenüber der BTV mehr als 30 Tage überfällig ist oder
  • ein Schuldner, dem eine Nachsicht gewährt wurde, während des Nachsichtbewährungszeitraumes ausgefallen ist und die BTV nach Ablauf der Unterbrechung des Bewährungszeitraumes eine weitere Nachsicht gewährt.

Die Beurteilung, ob eine Forderung gegenüber einem/einer Kund*in überfällig ist, richtet sich ausschließlich nach der zivilrechtlichen Fälligkeit der Risikoposition.

In der BTV findet eine Aufteilung sämtlicher Stufe-3-Positionen abhängig vom Obligo in signifikante und nicht signifikante Fälle statt:

Für signifikante Fälle – das sind jene, bei denen das Obligo auf Kundenebene größer gleich 1 Mio. € ist – erfolgt die Ermittlung der Einzelwertberichtigung bzw. Rückstellung durch die Discounted-Cash-Flow(DCF)-Methode, bei welcher die zukünftigen, abgezinsten Cashflows den aktuellen Aushaftungen und dem Eventualobligo gegenübergestellt werden. Der Ansatz der Cashflows ist von Fall zu Fall unterschiedlich, folgt aber grundsätzlich der intern festgelegten Logik, welche im Going-Concern- sowie im Gone-Concern-Ansatz jeweils die drei Szenarien "Best Case", "Realistic Case" sowie "Worst Case" unterscheidet. Höhe und Zeitpunkt eines Cashflows werden also je nach Ansatz und Szenario unterschiedlich erfasst.

Für nicht signifikante Fälle – das sind jene, bei denen das Obligo auf Kundenebene kleiner als 1 Mio. € ist – erfolgt die Wertminderungsermittlung nach pauschalen Kriterien. Das heißt, dass abhängig von der jeweiligen Bonitätsstufe ein pauschaler Prozentsatz vom Blankovolumen (Obligo abzüglich Sicherheitenwerte), welcher auf historischen Erfahrungswerten basiert, an Wertminderung ermittelt wird.

Die Wertminderung erfolgt analog der Stufe 2 in Höhe des Gesamtlaufzeit-Kreditverlusts. Während in Stufe 1 und 2 Zinsen und Wertminderungen getrennt erfasst und die Zinserträge auf Basis des Bruttobuchwertes berechnet werden, werden die Zinserträge in Stufe 3 auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten und somit auf Basis des Bruttobuchwerts nach Abzug der Risikovorsorge berechnet.

Für Vermögenswerte, die bereits bei Erwerb oder Ausreichung objektive Hinweise auf Wertminderung aufweisen (Purchased or Originated Credit Impaired – POCI), ist beim erstmaligen Ansatz aufgrund der Verwendung eines bonitätsangepassten Effektivzinssatzes keine Wertminderung zu erfassen. Für diese Vermögenswerte gilt, dass nur die seit dem erstmaligen Ansatz kumulierten Änderungen der bei Zugang erwarteten Kreditverluste ertrags- oder aufwandswirksam in der Risikovorsorge erfasst werden. Die POCI-Vermögenswerte werden bei Zugang der Stufe 3 zugeordnet und die Wertminderung erfolgt stets über die Gesamtlaufzeit. POCIs sind in der BTV jedoch derzeit nicht relevant.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen. Wertminderungen von Fremdkapitalinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, sind in der Gewinn- und Verlustrechnung abzubilden. Die Wertminderung selbst führt nicht zu einer Verringerung des Buchwerts dieser Vermögenswerte in der Bilanz, sondern wird im sonstigen Ergebnis gezeigt. In Bezug auf Write-offs erfolgen in der BTV Direktausbuchungen primär aufgrund von gerichtlich fixierten Regelungen (keine Masse vorhanden) oder außergerichtlichen Kapitalmaßnahmen, wozu beispielsweise Haircuts zählen. Die nachgelagerte Ausbuchung von Forderungen ist häufig auf die

  • Finalisierung von Quotenregelungen,
  • die Schließung von langjährigen Insolvenzverfahren oder
  • auf der BTV zur Kenntnis gelangten Umständen bei Verbraucher*innen, die eine Verschlechterung der persönlichen Situation, in Verbindung mit der nicht vorhandenen Erwartung auf eine Verbesserung, zum Gegenstand haben,

zurückzuführen. Diese Aspekte stellen somit Indikatoren für die Feststellung von nicht mehr vorhandenen Rückflusserwartungen dar.

Die BTV macht nicht vom Wahlrecht der vereinfachten Vorgehensweise für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen Gebrauch.

Nachträgliche Änderungen von vertraglichen Zahlungsströmen gem. IFRS 9

Bei der Würdigung, ob eine Modifikation zu einer wesentlichen Änderung der vertraglichen Zahlungsströme und somit zu einem Abgang des Finanzinstruments führt, werden qualitative und quantitative Faktoren berücksichtigt. Eine qualitative Würdigung ist bei finanziellen Vermögenswerten immer dann ausreichend, wenn mittels dieser eindeutig eine wesentliche Modifikation identifiziert werden kann. Diese kommt insbesondere bei Schuldner- und Währungswechsel oder der Einräumung einer Vertragsklausel, welche die Zahlungsstrombedingungen nicht erfüllt, in Betracht. Bei einer Modifikation eines finanziellen Vermögenswertes, welche nicht vorab als eindeutig wesentliche Vertragsanpassung definiert ist, erfolgt die Beurteilung mittels eines Barwerttests. Demnach liegt eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen vor, wenn aus der Modifikation eine Barwertdifferenz zwischen der Restschuld der ursprünglichen Zahlungsströme und den neuen Zahlungsströmen resultiert, die mindestens 10 % beträgt.

Währungsumrechnung

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sowie nicht abgewickelte Fremdwährungskassageschäfte werden zu den Richtkursen der EZB des Bilanzstichtages umgerechnet. Devisentermingeschäfte werden zu aktuellen, für die Restlaufzeit gültigen Terminkursen bewertet. Die Umrechnung des Abschlusses der Schweizer Zweigniederlassung erfolgt nach der funktionalen Umrechnungsmethode. Umrechnungsdifferenzen des Gewinnvortrages werden im Eigenkapital erfasst. Die Umrechnung des Abschlusses der BTV Leasing Schweiz AG erfolgt unter Anwendung der einheitlichen Stichtagskursmethode, Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst. Neben Finanzinstrumenten in der funktionalen Währung bestehen vorwiegend auch Finanzinstrumente in Schweizer Franken und US-Dollar.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und die Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Risikovorsorgen

Den besonderen Risiken des Bankgeschäftes trägt die BTV durch die Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im entsprechenden Ausmaß Rechnung. Für Bonitätsrisiken wird auf Basis konzerneinheitlicher Bewertungsmaßstäbe und unter Berücksichtigung etwaiger Besicherungen vorgesorgt.

Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen

In dieser Position werden die Beteiligungen an jenen assoziierten Unternehmen, die gemäß der Equity-Methode einbezogen werden, ausgewiesen. An jedem Bilanzstichtag beurteilt der BTV Konzern, ob sich objektive Hinweise darauf ergeben, dass die Beteiligung an assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte, beispielsweise wenn die Buchwerte des Reinvermögens wertmäßig die Marktkapitalisierungen überschreiten. Liegen objektive Hinweise vor, so wird der Buchwert auf Wertminderung überprüft, indem sein erzielbarer Betrag, der dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten entspricht, mit dem Buchwert verglichen wird. In weiterer Folge wird, sofern sich eine Notwendigkeit gemäß IAS 28 ergibt, eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt.

Die wechselseitigen Beteiligungen mit der Oberbank AG und mit der BKS Bank AG sind unter dem Begriff Ringbeteiligung bekannt. Bei der Werthaltigkeitsprüfung der Ringbeteiligung wird der geplante Jahresüberschuss auf Ebene Einzelabschluss (somit inklusive erwarteter Dividenden der Schwesterbanken) herangezogen. In einem zweiten Schritt werden die geplanten Dividenden der Schwesterbanken eliminiert. Im dritten Schritt werden allfällige Rücklagendotierungen in der Detailplanungsphase (zur Einhaltung von Eigenmittelvorschriften) abgezogen. Als Ergebnis daraus und somit als Basis für die Bewertung steht das ausschüttungsfähige Ergebnis (gegebenenfalls belastet mit Refinanzierungsaufwendungen). Die Werthaltigkeit der wechselseitigen Beteiligungen war im Berichtsjahr gegeben.

Handelsaktiva

In den Handelsaktiva werden zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögensgegenstände (siehe Notes 7) abgebildet. Diese Finanzinstrumente dienen dazu, aus Kurs- und Preisunterschieden bzw. Zinsschwankungen innerhalb eines kurz- bzw. mittelfristigen Wiederverkaufs einen Gewinn zu erzielen. Alle Handelsaktiva, das sind positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Fonds, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Immaterielles Anlagevermögen

Diese Position umfasst Mietrechte, gewerbliche Schutzrechte und sonstige Rechte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren bzw. 40 Jahren bei längerfristigen Pacht- und sonstigen Nutzungsrechten.

Bei Vorliegen einer Wertminderung gemäß IAS 36 werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, erfolgt außer bei Firmenwerten eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und – sofern notwendig – um außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt für Gebäude 32 bis 50 Jahre, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre. Eine Ausbuchung des voll abgeschriebenen Anlagevermögens erfolgt bei Außerbetriebnahme. Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgesetzt. Ergebnisse aus Anlagenabgängen (Veräußerungserlös abzüglich Buchwert) werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Güter des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert.

Anschaffungs- und Herstellungsnebenkosten und Erweiterungsinvestitionen werden aktiviert, hingegen werden Instandhaltungsaufwendungen in der Periode, in der sie angefallen sind, aufwandswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten, die direkt der Anschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einbezogen.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Grundstücke und Gebäude und Einbauten in Mietlokale, die der BTV Konzern als Finanzinvestitionen zur Erzielung von Mieterträgen und Wertsteigerungen langfristig hält, werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden beträgt 5 bis 60 Jahre, bei Einbauten in Mietlokalen richtet sich die Nutzungsdauer nach der Mietdauer. Die entsprechenden Mieterträge werden in der GuV-Position "Sonstiger betrieblicher Erfolg" ausgewiesen.

Leasing

Der BTV Konzern bilanziert Leasingverhältnisse gemäß den Vorschriften des IFRS 16 "Leasingverhältnisse".

Leasingnehmer:

Bei Vorliegen eines Leasingverhältnisses erfasst die BTV ein Nutzungsrecht, welches das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz.

Bei der Bestimmung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis gem. IFRS 16 enthält, beurteilt die BTV mit Abschluss eines jeden Vertrages, ob die vertragliche Vereinbarung ein Leasingverhältnis darstellt oder ein solches begründet. Dazu wird auf Basis des einzelnen Vertrages beurteilt, ob der Vermögenswert, welcher der Vereinbarung zugrunde liegt, ein konkret identifizierbarer Vermögenswert ist, ob die BTV als Leasingnehmer dazu berechtigt ist, im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung des Vermögenswerts zu ziehen, sowie ob die BTV das Recht zur Bestimmung der Nutzung des Vermögenswerts innehat. Wenn diese drei Bedingungen kumulativ erfüllt sind, liegt ein Leasingverhältnis im Sinne des IFRS 16 vor.

Eine Leasingverbindlichkeit ist gemäß IFRS 16 zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert der zu dem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen zu bewerten. Mangels Vorliegen der vollständigen Informationen, die zur Bestimmung des zur Abzinsung vorrangig zu verwendenden impliziten Zinssatzes notwendig sind, zinst die BTV die künftigen Leasingzahlungen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz ab. Die Leasingverbindlichkeit ist in den Folgeperioden in Abhängigkeit von der vereinbarten Tilgung fortzuschreiben. Die Leasingverbindlichkeit ist neu zu bewerten, wenn es eine Änderung einer bereits im Rahmen der Zugangsbewertung vorgenommenen Schätzung der Zahlungserwartungen gibt.

Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand ist zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Zu den Anschaffungskosten zählen der Betrag aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit, sämtliche Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, anfängliche direkte Kosten sowie geschätzte Kosten des Rückbaus.

Die Laufzeit des Leasingverhältnisses setzt sich zusammen aus dem unkündbaren Zeitraum sowie aus Perioden, für die eine Verlängerungsoption mit hinreichender Sicherheit ausgeübt wird bzw. für die eine einseitige Kündigungsoption mit hinreichender Sicherheit nicht ausgeübt wird. Bei der Beurteilung, ob die Ausübung bzw. Nichtausübung der Optionen hinreichend sicher ist, berücksichtigt die BTV insbesondere die Bedeutung des Vermögenswerts für den Konzern, Kündigungskosten und Kosten im Hinblick auf die Bestimmung eines alternativen Vermögenswerts sowie wesentliche Einbauten der BTV. Ergibt sich durch die Berücksichtigung aller Faktoren zum Bereitstellungsdatum eine Laufzeit von maximal 12 Monaten, liegt ein kurzfristiges Leasingverhältnis vor. Für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse, deren zugrunde liegender Vermögenswert einen Neuwert von 5 Tsd. € im Beurteilungszeitpunkt nicht übersteigt, nimmt die BTV vom Wahlrecht Gebrauch, diese Leasingverhältnisse nicht zu bilanzieren, und erfasst stattdessen Zahlungen aus diesen Verträgen aufwandswirksam linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

Leasinggeber:

Werden im Rahmen eines Leasingverhältnisses alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing. Die BTV beurteilt insbesondere anhand der folgenden Indikatoren, ob es sich um ein als Finanzierungsleasing klassifiziertes Leasingverhältnis handeln könnte:

  • Am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses wird dem Leasingnehmer das Eigentum an dem Vermögenswert übertragen.
  • Der Leasingnehmer hat die Option, den Vermögenswert zu einem Preis zu erwerben, der erwartungsgemäß deutlich niedriger als der zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt beizulegende Zeitwert des Vermögenswerts ist, sodass zu Beginn des Leasingverhältnisses hinreichend sicher ist, dass die Option ausgeübt wird.
  • Die Laufzeit des Leasingverhältnisses umfasst den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswerts, auch wenn das Eigentumsrecht nicht übertragen wird.
  • Der Vermögenswert ist so speziell, dass er ohne wesentliche Veränderung nur vom Leasingnehmer genutzt werden kann.

Werden nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen, wird ein Leasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis eingestuft.

Bei einem Finanzierungsleasing werden die im Rahmen des Leasings gehaltenen Vermögenswerte als Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis eingebucht. Die Leasingraten werden in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil zerlegt, wobei letzterer so auf die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu verteilen ist, dass sich auf Basis des internen Zinssatzes des Leasinggebers eine periodisch gleichbleibende Rendite des Nettoinvestitionswerts ergibt.

Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen sind linear als Ertrag zu erfassen. Bei einem Operating-Leasingverhältnis hat der Leasinggeber den Vermögenswert im Zugangszeitpunkt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu bewerten und in der Bilanz seiner Art entsprechend darzustellen. Der Vermögenswert wird in der Folge, je nachdem, ob es sich um bewegliches Anlagevermögen oder um Immobilien handelt, gemäß IAS 16 "Sachanlagen" oder IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" fortgeschrieben.

Kurzfristiges Vermögen

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte des bankfremden Bereichs werden in den sonstigen Aktiva ausgewiesen und umfassen im Wesentlichen die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte der Silvretta Montafon Holding GmbH sowie der Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Skonti und Rabatte sowie ähnliche Preisminderungen, und dem Nettoveräußerungswert. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt.

Primärmittel

Die Primärmittel setzen sich aus den Positionen "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden" und "Sonstige Finanzverbindlichkeiten" der Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten" sowie "Fair-Value-Option" zusammen.

Rückstellungen

Langfristige Personalrückstellungen (Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und Sterbequartalverpflichtungen) werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") ermittelt. Die zukünftigen Verpflichtungen werden, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, unter Berücksichtigung nicht nur der am Bilanzstichtag bekannten Renten, sondern auch der künftig zu erwartenden Steigerungsraten bewertet.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn der Konzern bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen hat, die aus zurückliegenden Transaktionen oder Ereignissen resultieren, bei denen es wahrscheinlich ist, dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen unterliegen einer jährlichen Überprüfung und Neufestsetzung. Dabei bestehen Schätzungsunsicherheiten, die im kommenden Jahr zu Veränderungen führen können.

Sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus bankfremden Leistungen sind nicht verzinslich und werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Steueransprüche und Steuerschulden

Ansprüche und Verpflichtungen aus Ertragsteuern werden in den Positionen "Steueransprüche" bzw. "Steuerschulden" ausgewiesen.

Für die Berechnung latenter Steuern wird das bilanzbezogene Temporar-Konzept, das die Wertansätze der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Wertansätzen vergleicht, die für die Besteuerung des jeweiligen Konzernunternehmens zutreffend sind, angewandt. Differenzen zwischen diesen beiden Wertansätzen führen zu temporären Unterschieden, für die latente Steueransprüche oder latente Steuerverpflichtungen zu bilanzieren sind.

Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen sind mit den Steuerwerten angesetzt, in deren Höhe die Verrechnung mit den jeweiligen Steuerbehörden erwartet wird.

Aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in entsprechender Höhe erwirtschaftet werden. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen. Die Möglichkeit der Gruppenbesteuerung wird von der BTV als Gruppenträger genutzt.

Echte Pensionsgeschäfte

Echte Pensionsgeschäfte sind Vereinbarungen, durch die finanzielle Vermögenswerte gegen Zahlung eines Betrages übertragen werden und in denen gleichzeitig vereinbart wird, dass die finanziellen Vermögenswerte später gegen Entrichtung eines im Voraus vereinbarten Betrages an den Pensionsgeber zurückübertragen werden müssen. Die infrage stehenden finanziellen Vermögenswerte verbleiben weiterhin in der Bilanz des BTV Konzerns. Diese werden nach den entsprechenden Bilanzierungsregeln der jeweiligen Bilanzposition bewertet. Die erhaltene Liquidität aus den Pensionsgeschäften wird als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden passiviert.

Zinsüberschuss

Im Zinsüberschuss sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus dem sonstigen Finanzvermögen, Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus den Handelsaktiva ausgewiesen. Aufwendungen aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten, Handelspassiva und Zinsaufwendungen für langfristige Personalrückstellungen werden ebenfalls in diesem Posten verbucht. Außerdem werden Negativzinsen in eigenen Positionen ausgewiesen. Die negativen Zinsaufwendungen werden als Zinserträge aus Verbindlichkeiten und die negativen Zinserträge als Zinsaufwendungen aus Vermögenswerten dargestellt.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt und erfasst. Beteiligungserträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung vereinnahmt.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten "Kreditrisikovorsorge" beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft. Diese umfassen vor allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapiergeschäft, dem Kreditgeschäft sowie aus dem Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft und dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft.

Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen

Erträge aus den at-equity-bewerteten Unternehmen werden in diesem Posten verbucht.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet realisierte Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Devisen und Valuten, Wertpapieren, Derivaten und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestands sowie unrealisierte Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Devisen und Valuten, Wertpapieren, Derivaten und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestands.

Erfolg aus Finanzgeschäften

Unter dieser Position werden sowohl Bewertungserfolge als auch realisierte Erfolge aus dem Abgang von Wertpapieren, Derivaten, Kreditforderungen und eigenen Emissionen erfasst.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand werden der Personalaufwand, der Sachaufwand sowie planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen, auf immaterielles Anlagevermögen und auf als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien auf die Berichtsperiode abgegrenzt ausgewiesen.

In den Personalaufwendungen werden Löhne und Gehälter, variable Gehaltsbestandteile, gesetzliche und freiwillige Sozialaufwendungen, personalabhängige Steuern und Abgaben sowie Aufwendungen (einschließlich der Veränderung von Rückstellungen) für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgeld und Sterbequartal verbucht, soweit sie nicht im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Im Sachaufwand sind neben dem EDV-Aufwand, dem Raumaufwand sowie den Aufwendungen für den Bürobetrieb, dem Aufwand für Werbung und Marketing und dem Rechts- und Beratungsaufwand noch sonstige Sachaufwendungen enthalten.

Sonstiger betrieblicher Erfolg

Im Sonstigen betrieblichen Erfolg sind all jene Erträge und Aufwendungen des BTV Konzerns ausgewiesen, die nicht der laufenden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind. Dazu zählen insbesondere die Ergebnisse aus der Vermietung/Verwertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und sonstigen Sachanlagen, Wareneinsätze sowie Erlöse aus bankfremdem Geschäft, wie Versicherungen, Seilbahn- sowie Tourismusumsätze. Darüber hinaus werden in dieser Position neben Aufwendungen aus sonstigen Steuern und Abgaben auch Aufwendungen aus der Dotierung sowie Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In dieser Position werden laufende und latente Ertragsteuern erfasst. Diese beinhalten die in den einzelnen Konzernunternehmen auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisse errechneten laufenden Ertragsteuern, Ertragsteuerkorrekturen für Vorjahre sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen.

Ermessensentscheidungen, Annahmen, Schätzungen

Bei der Erstellung des BTV Konzernzwischenabschlusses werden Werte ermittelt, die auf Grundlage von Ermessensentscheidungen sowie unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen festgelegt werden. Die damit verbundenen Unsicherheiten könnten in zukünftigen Berichtsperioden zu zusätzlichen Erträgen oder Aufwendungen führen sowie eine Anpassung der Buchwerte in der Bilanz notwendig machen. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen des Managements basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Dies mit der Zielsetzung, aussagekräftige Informationen über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens zu geben.

Wesentliche Ermessensentscheidungen

Nachfolgend werden Ermessensentscheidungen aufgezeigt, die das Management des Unternehmens getroffen hat und die die Beträge im Konzernzwischenabschluss wesentlich beeinflussen.

Schätzunsicherheiten

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen maßgeblichen Quellen von Schätzunsicherheiten sind im Wesentlichen von folgenden Sachverhalten betroffen:

Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten

Kann der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nicht auf Basis von Daten eines aktiven Marktes abgeleitet werden, wird er unter Verwendung verschiedener Bewertungsmodelle ermittelt. Die Input-Parameter für diese Modellberechnungen werden, soweit möglich, von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet.

Die zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden wie folgt der dreistufigen Bewertungshierarchie zum Fair Value zugeordnet. Diese Hierarchie spiegelt die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten wider und ist wie folgt gegliedert:

Notierte Preise in aktiven Märkten (Level 1):

Diese Kategorie enthält an wichtigen Börsen notierte Eigenkapitaltitel, Unternehmensschuldtitel und Staatsanleihen. Der Fair Value von in aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten wird auf der Grundlage notierter Preise ermittelt, sofern diese die im Rahmen von regelmäßig stattfindenden und aktuellen Transaktionen verwendeten Preise darstellen. Ein aktiver Markt muss kumulativ folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die auf dem Markt gehandelten Produkte sind homogen,
  • vertragswillige Käufer und Verkäufer können i. d. R. jederzeit gefunden werden und
  • Preise stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Ein Finanzinstrument wird als auf einem aktiven Markt notiert angesehen, wenn notierte Preise leicht und regelmäßig von einer Börse, einem Händler oder Broker, einer Branchengruppe, einer Preis-Service-Agentur oder einer Aufsichtsbehörde verfügbar sind und diese Preise tatsächliche und sich regelmäßig ereignende Markttransaktionen repräsentieren.

Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level 2):

Diese Kategorie beinhaltet die OTC-Derivatekontrakte, Forderungen sowie die emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.

Bewertungsverfahren mittels wesentlicher nicht beobachtbarer Parameter (Level 3):

Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen Inputparameter auf, die auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen im Bereich von Marktparametern kann sich die Klassifizierung eines Instrumentes im Zeitablauf ändern.

Bei Wertpapieren und sonstigen Beteiligungen, die zum Fair Value bewertet werden, werden folgende Bewertungsverfahren angewandt:

Level 1

Der Fair Value leitet sich aus den an der Börse gehandelten Transaktionspreisen ab.

Level 2

Wertpapiere, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode bewertet. Das bedeutet, dass die zukünftig projizierten Cashflows mittels geeigneter Diskontfaktoren abgezinst werden, um den Fair Value zu ermitteln. Die Diskontfaktoren beinhalten sowohl die kreditrisikolose Zinskurve als auch Kreditaufschläge (Credit Spreads), welche sich nach der Bonität und der Rangigkeit des Emittenten richten. Die Zinskurve zur Diskontierung beinhaltet dabei am Markt beobachtbare Depot-, Geldmarktfutures- und Swapsätze.

Die Ermittlung der Credit Spreads richtet sich nach einem 3-stufigen Verfahren:

  • 1) Existiert für den Emittenten eine am Markt aktiv gehandelte Anleihe gleichen Ranges und gleicher Restlaufzeit, wird dieser Credit Spread eingestellt.
  • 2) Existiert keine vergleichbare am Markt aktiv gehandelte Anleihe, wird der Credit Default Swap Spread (CDS-Spread) mit ähnlicher Laufzeit verwendet.
  • 3) Existiert weder eine vergleichbare am Markt aktiv gehandelte Anleihe noch ein aktiv gehandelter CDS, so wird der Kreditaufschlag eines vergleichbaren Emittenten verwendet (Level 3). Zurzeit gibt es diesen Anwendungsfall im BTV Konzern nicht.

Level 3

Die beizulegenden Zeitwerte der angeführten finanziellen Vermögenswerte in der Stufe 3 wurden in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren bestimmt. Wesentliche Eingangsparameter sind der Abzinsungssatz sowie langfristige Erfolgs- und Kapitalisierungsgrößen unter Berücksichtigung der Erfahrung der Geschäftsführung sowie Kenntnisse der Marktbedingungen der spezifischen Branche.

Die Emissionen werden dem Level 2 zugeordnet, die Bewertung erfolgt nach dem folgenden Verfahren:

Level 2

Die eigenen Emissionen unterliegen nicht einem aktiven Handel am Kapitalmarkt. Es handelt sich vielmehr um Retail-Emissionen und Privatplatzierungen. Die Bewertung findet somit mittels eines Discounted-Cash-Flow-Bewertungsmodells statt. Diesem liegen eine auf Geldmarktzinsen und Swapzinsen basierende Zinskurve und Kreditaufschläge der BTV zugrunde.

Die Derivate werden auch dem Level 2 zugeordnet. Folgende Bewertungsverfahren kommen zur Anwendung:

Level 2

Derivative Finanzinstrumente gliedern sich in Derivate mit symmetrischem Auszahlungsprofil sowie Derivate mit asymmetrischem Auszahlungsprofil. Derivate mit symmetrischem Auszahlungsprofil beinhalten in der BTV Zinsderivate (Zinsswaps und Zinstermingeschäfte) und Fremdwährungsderivate (FX Swaps, Cross Currency Swaps und FX-Outright-Geschäfte). Diese Derivate werden mittels Discounted-Cash-Flow-Methode berechnet, welche durchgehend auf am Markt beobachtbaren Geldmarktzinssätzen, Geldmarktfutures-Zinssätzen, Swapsätzen sowie Basisspreads basiert.

Derivate mit asymmetrischem Auszahlungsprofil beinhalten in der BTV Zinsderivate (Caps und Floors). Die Ermittlung des Fair Values erfolgt hier mittels des Black-76-Optionspreismodells. Sämtliche Inputs sind entweder vollständig direkt am Markt

beobachtbar (Geldmarktsätze, Geldmarktfutures-Zinssätze sowie Swapsätze) oder von am Markt beobachtbaren Inputfaktoren abgeleitet (implizite von Optionspreisen abgeleitete Cap/Floor-Volatilitäten).

Die Kredite, die zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, werden wie folgt bewertet:

Level 3

Die Kredite, die zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, werden mittels eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bewertet, bei dem die zukünftig erwarteten Cashflows für die Laufzeit des Instruments unter Berücksichtigung des Kreditrisikos abgezinst werden. Die Diskontkurve wird dabei um ein Epsilon erhöht, welches so kalibriert wird, dass das Geschäft zum Initialisierungszeitpunkt der Nominale entspricht und somit keinen Bewertungsgewinn/-verlust erzeugt. Die Summe der auf diese Weise abgezinsten Cashflows ergibt den beizulegenden Zeitwert.

Die Fair-Value-Hierarchie und Fair Values von Finanzinstrumenten werden in den Notes 31 und 31a näher erläutert.

Risikovorsorgen im Ausleihungsgeschäft

Der Bestand an Risikovorsorgen wird durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und die Zusammensetzung der Qualität des Kreditbestandes bestimmt. Zusätzlich ist es für die Ermittlung des Aufwandes an Risikovorsorge nötig, die Höhe und den Zeitpunkt zukünftiger Cashflows zu schätzen. Auf Basis der erwarteten Kreditverluste (ECL) werden Wertminderungen einzelner Finanzinstrumente, die noch nicht feststellbar sind, gebildet.

Angaben zu Grundlagen der verwendeten Inputfaktoren, Annahmen und Schätzverfahren, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen sowie um zu bestimmen, ob sich das Ausfallrisiko bei einem Finanzinstrument seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, und um zu bestimmen, ob ein finanzieller Vermögenswert einer mit beeinträchtigter Bonität ist, werden im Teil "Erfassung von Wertminderungen gemäß IFRS 9" auf Seite 24 näher erläutert.

Langfristige Personalrückstellungen

Langfristige Personalrückstellungen werden mittels versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Die versicherungsmathematischen Berechnungen basieren auf Annahmen zu Diskontierungszinssatz, künftigen Gehaltsentwicklungen, Sterblichkeit und künftigen Pensionsanhebungen.

Sonstige Rückstellungen

Die Bildung von Rückstellungen erfordert eine Einschätzung, inwieweit das Unternehmen aufgrund von vergangenen Ereignissen eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat. Zudem sind bei der Rückstellungsermittlung Schätzungen hinsichtlich Höhe und Fälligkeit der zukünftigen Cashflows notwendig. Nähere Details werden in Note 15a dargestellt. Der Verbrauch der Rückstellungen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren erwartet.

Ertragsteuern

Laufende Steueransprüche und -schulden für das Berichtsjahr und frühere Perioden werden mit jenem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung der oder eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die BTV und ihre Tochterunternehmen unterliegen regelmäßigen Steuerprüfungen von Finanzbehörden mit möglichen Feststellungen.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für steuerlich verwertbare temporäre Differenzen gebildet. Hierfür wird vorausgesetzt, dass in Zukunft ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verrechnung mit den Verlusten zur Verfügung steht. Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind erforderlich, um auf Basis des zukünftigen zu versteuernden Gewinns sowie zukünftiger Steuerplanungen festzustellen, in welcher Höhe aktive latente Steuern anzusetzen sind.

Aktuelle Entwicklungen mit Bezug auf die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste

Im Vergleich zum 31.12.2024 haben sich die Wertberichtigungen und die Rückstellungen für freie Rahmen und Garantien um rund +4,6 Mio. € erhöht. Dieser Erhöhung der Risikovorsorge setzt sich aus einer Verringerung um rund −10,1 Mio. € in Stufe 3 und einer Zunahme um rund +14,7 Mio. € in Stufe 1 und 2 zusammen.

Zur adäquaten Berücksichtigung der derzeitigen Situation wurde weiterhin eine Modellkomponente unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag verfügbaren Informationen über die gegenwärtigen Bedingungen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen adjustiert. Bei der adjustierten Modellkomponente handelt es sich um die szenarioabhängigen Prognosen der Portfolioausfallraten für die Segmente Firmenkunden und Privatkunden. Diese werden zur Transformation der Through-the-Cycle- in Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten genutzt. Im Rahmen der aktuellen Situation werden die Erwartungen über die zukünftigen Portfolioausfallraten qualitativ, unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher Prognosen und der Eigenschaften der historischen Ausfallratenzeitreihen, gebildet und direkt zur Transformation der Through-the-Cycle- in Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten genutzt.

Grundlage für die qualitative Ermittlung der Portfolioausfallratenprognosen sind dabei aktuelle Prognosen zu verschiedenen makroökonomischen Faktoren (u. a. Entwicklung des Output-Gaps und des BIP, Arbeitslosenrate, Geschäftserwartungen) von verschiedenen Anbietern (u. a. OECD, EZB, WIFO, EIU) in Kombination mit den aktuellen Entwicklungen des Russland-Ukraine-Kriegs, des Nahostkonflikts, der Energiepreise und von Inflations- und Zinserwartungen sowie unter Einbeziehung der Wirkung von staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen. Diese Faktoren werden umfassend analysiert, um darauf aufbauend deren Einfluss auf die zukünftigen Portfolioausfallraten zu bestimmen. Bei den drei Szenarien handelt es sich um ein Basisszenario, welches den erwarteten Verlauf der Portfolioausfallraten darstellt und mit 60 % gewichtet wurde, sowie jeweils ein Szenario für eine negative und eine positive Abweichung vom Basisszenario mit einer Gewichtung von jeweils 20 %. Somit wurde die Szenariogewichtung im Vergleich zum 31.12.2024 nicht verändert. Die szenariobedingten Prognosen der Portfolioausfallraten wurden unter Berücksichtigung dieser Gewichtung, welche mit erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeiten korrespondiert, gebildet.

Auf Basis der zum Abschlussstichtag verfügbaren makroökonomischen Prognosen, welche auf eine herausfordernde wirtschaftliche Umgebung hindeuten, und des aktuell niedrigen Niveaus der Ausfallraten ergibt sich eine Erwartung von zukünftig steigenden Portfolioausfallraten. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte haben sich die im Rahmen der ECL-Berechnung genutzten Point-in-Time-Ausfallwahrscheinlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. In allen drei Szenarien und in jedem Segment wird ein Anstieg der Portfolioausfallraten, in unterschiedlicher Intensität, in der näheren Zukunft im Vergleich zum derzeitigen Stand der Portfolioausfallraten unterstellt.

Die segmentspezifischen LGD-Parameter für unbesichertes Exposure (Blanko-LGD) liegen wie zum 31.12.2024 zwischen Werten von 45 % bis 53 %.

Der zum 31.12.2024 eingesetzte Overlay-Ansatz für gefährdete Unternehmen in den Branchen Automotive, Bauwirtschaft, Maschinenbau, Realitätenwesen und Sachgütererzeugung wurde aktualisiert. Daraus ergibt sich ein Effekt von −2,1 Mio. €.

Weitere Informationen zur Schätzung der erwarteten Kreditverluste sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ab Seite 19 und in den entsprechenden Anhangsangaben ab Seite 41 beschrieben.

Aufgrund von geänderten Zahlungsplänen kann es zu einem Barwertverlust bzw. -gewinn des einzelnen Kreditvertrages kommen, der in der Regel mit einer einmaligen Anpassung des Bruttobuchwerts als unwesentliche Modifikation dieses Vertrages in der Gewinn- und Verlustrechnung der BTV erfasst wird. Im zweiten Quartal 2025 wurden diesbezüglich 0,1 Mio. € im Konzernergebnis berücksichtigt.

Wesentliche Geschäftsfälle der bzw. nach der Berichtsperiode

Die Beschlussfassungen aus der 107. ordentlichen Hauptversammlung der BTV Vier Länder Bank AG am 28.05.2025 sind auf der BTV Homepage (www.btv.at) unter Über uns > Investor Relations > Hauptversammlung angeführt.

Zwischen dem Ende der Berichtsperiode und der Erstellung des Periodenabschlusses fanden im BTV Konzern keine wesentlichen Ereignisse statt, die das im vorliegenden Bericht vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussten und somit berichtet werden müssen.

Ressortverteilung

Gerhard Burtscher

Vorsitzender des Vorstandes mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft; Recht und Beteiligungen; Human Resources; Marketing & Kommunikation; Bereich Interne Revision; BWG- & WAG-Compliance; Prävention Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung.

Dr. Hansjörg Müller

Mitglied des Vorstandes mit Verantwortung für das Firmen- und Privatkundengeschäft, Geschäftsbereich Kunden; Financial Markets; Bereich Interne Revision; BWG- & WAG-Compliance; Prävention Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung.

Mario Pabst

Mitglied des Vorstandes mit Verantwortung für die Marktfolge; Bereiche Kreditmanagement; Konzernrechnungswesen & -controlling; Risk Management; Regulatory, Tax and Compliance; Bereich Interne Revision; BWG- & WAG-Compliance; Prävention Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung.

Dr. Markus Perschl, MBA

Mitglied des Vorstandes mit Verantwortung für die Marktfolge; Bereiche Digital Unit; Operations; Organisation und IT; Projekt-, Prozess- und Innovationsmanagement; Bereich Interne Revision; BWG- & WAG-Compliance; Prävention Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung.

Silvia Vicente

Stellvertretendes Mitglied des Vorstandes

Angaben zur Bilanz – Aktiva

1 Barreserve in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Kassenbestand 39.514 53.039
Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.443.969 3.069.356
Barreserve 2.483.483 3.122.395
2 Forderungen an Kreditinstitute in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Fortgeführte Anschaffungskosten 660.784 467.715
Forderungen an Kreditinstitute 660.784 467.715
Währungs
Risikovorsorgen Kreditinstitute
(Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2025
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2025
Wertberichtigungen Stufe 1 30 46 −25 0 0 0 52
Wertberichtigungen Stufe 2 7 0 −7 0 0 0 0
Wertberichtigungen Stufe 3 0 0 0 0 0 0 0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 37 46 −32 0 0 0 52
Währungs
Risikovorsorgen Kreditinstitute
(Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2024
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2024
Wertberichtigungen Stufe 1 29 19 −20 0 0 0 28
Wertberichtigungen Stufe 2 0 0 0 0 0 0 0
Wertberichtigungen Stufe 3 0 0 0 0 0 0 0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 29 19 −20 0 0 0 28

In der Berichtsperiode gab es wie im Vorjahr keine Stufentransfers bei den Forderungen an Kreditinstitute.

3 Forderungen an Kunden in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Fortgeführte Anschaffungskosten 8.751.183 8.585.573
Verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert 211.032 207.986
Forderungen an Kunden 8.962.215 8.793.560
Währungs
Risikovorsorgen Kunden
(Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2025
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2025
Wertberichtigungen Stufe 1 12.962 8.507 −7.271 0 0 0 14.198
Wertberichtigungen Stufe 2 39.213 23.652 −13.148 0 0 0 49.717
Wertberichtigungen Stufe 3 156.952 20.193 −13.902 −12.639 17 1.748 152.368
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 209.127 52.352 −34.321 −12.639 17 1.748 216.283
Währungs
Risikovorsorgen Kunden
(Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2024
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2024
Wertberichtigungen Stufe 1 9.452 5.274 −5.726 0 0 0 9.000
Wertberichtigungen Stufe 2 35.660 10.880 −15.898 0 0 0 30.643
Wertberichtigungen Stufe 3 108.931 36.581 −18.588 −5.108 −101 3.732 125.448
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 154.043 52.735 −40.212 −5.108 −101 3.732 165.091

Stufentransfer Kunden in Tsd. €

Wertberichtigung 01.01.2025 − 30.06.2025 Stage 1 Stage 2 Stage 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −805 805 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 −18 0 18
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 4.754 −4.754 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 −17 17
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 1 −1
Gesamt 3.931 −3.965 34
Wertberichtigung 01.01.2024 − 30.06.2024 Stage 1 Stage 2 Stage 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −299 299 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 −1 0 1
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 2.994 −2.994 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 −252 252
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 11 −11
Gesamt 2.694 −2.936 242
4 Sonstiges Finanzvermögen in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Schuldtitel, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 914.020 923.953
Schuldtitel, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet 275.965 274.115
Schuldtitel, verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet 20.293 19.957
Eigenkapitalinstrumente, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet 138.176 129.928
Eigenkapitalinstrumente, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet 47.451 34.547
Positive Marktwerte aus Derivaten 44.241 47.016
Sonstiges Finanzvermögen 1.440.145 1.429.516
Währungs
Risikovorsorgen Sonstiges Finanzver
mögen (Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2025
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2025
Wertberichtigungen Stufe 1 252 585 –561 0 0 0 276
Wertberichtigungen Stufe 2 714 188 –547 0 0 0 355
Wertberichtigungen Stufe 3 0 0 0 0 0 0 0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 966 773 –1.108 0 0 0 631
Währungs
Risikovorsorgen Sonstiges Finanzver
mögen (Bestandsdarstellung) in Tsd. €
Stand
01.01.2024
Zu
führung
Auf
lösung
Ver
brauch
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2024
Wertberichtigungen Stufe 1 289 68 –33 0 0 0 325
Wertberichtigungen Stufe 2 27 77 –5 0 0 0 99
Wertberichtigungen Stufe 3 0 0 0 0 0 0 0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 316 145 –38 0 0 0 424

In der Berichtsperiode gab es wie im Vorjahr keine Stufentransfers bei den Forderungen aus dem sonstigen Finanzvermögen.

5 Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Kreditinstitute 1.005.602 986.202
Nicht-Kreditinstitute 5.221 5.564
Anteile an at-equity-bewerteten Unternehmen 1.010.824 991.766
Währungs
6 Risikovorsorgen 2025 Stand Zu Auf Ver umrech Umglie Stand
(Bestandsdarstellung) in Tsd. € 01.01.2025 führung lösung brauch nung derung 30.06.2025
Wertberichtigungen Stufe 1 13.245 9.139 −7.858 0 0 0 14.526
Wertberichtigungen Stufe 2 39.934 23.840 −13.702 0 0 0 50.072
Wertberichtigungen Stufe 3 156.952 20.193 −13.902 −12.639 17 1.748 152.368
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 210.130 53.172 −35.461 −12.639 17 1.748 216.966
Rückstellungen Garantien/nicht 40.068 18.804 −16.565 0 0 1.018 43.325
ausgenützte Rahmen Stufe 1 und 2
Rückstellungen Garantien/nicht 9.638 629 −4.662 0 1 −1.500 4.106
ausgenützte Rahmen Stufe 3
Rückstellungen 49.706 19.433 −21.227 0 1 −482 47.431
Garantien und Rahmen
Gesamte Risikovorsorgen 259.836 72.605 −56.688 −12.639 18 1.266 264.397
Währungs
Risikovorsorgen 2024 Stand Zu Auf Ver umrech Umglie Stand
(Bestandsdarstellung) in Tsd. € 01.01.2024 führung lösung brauch nung derung 30.06.2024
Wertberichtigungen Stufe 1 9.770 5.361 −5.778 0 0 0 9.353
Wertberichtigungen Stufe 2 35.687 10.958 −15.903 0 0 0 30.742
Wertberichtigungen Stufe 3 108.931 36.581 −18.588 −5.108 −101 3.732 125.447
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 154.388 52.900 −40.269 −5.108 −101 3.732 165.542
Rückstellungen Garantien/nicht 58.290 10.381 −26.132 0 0 8.685 51.224
ausgenützte Rahmen Stufe 1 und 2
Rückstellungen Garantien/nicht 16.182 3.407 −4.340 0 −25 −3.290 11.934
ausgenützte Rahmen Stufe 3
Rückstellungen 74.472 13.788 −30.472 0 −25 5.395 63.158
Garantien und Rahmen
Gesamte Risikovorsorgen 228.860 66.688 −70.741 −5.108 −126 9.127 228.700

Innerhalb der Risikovorsorgen wurde in der Berichtsperiode das Kontrahentenrisiko direkt in den jeweiligen Bilanzpositionen erfasst. Umgliederungen in Rückstellungen für Garantien und nicht ausgenützte Rahmen resultieren aus der anteilsmäßigen Konsolidierung der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H.

Die Spalten Zuführung (+) bzw. Auflösung (–) beinhalten das Neugeschäft, den Abgang von finanziellen Vermögenswerten, die Veränderung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die Anpassung vertraglicher Cashflows sowie die Transfers zwischen den einzelnen Stufen, die detailliert in folgenden Tabellen ersichtlich sind.

Im bisherigen Geschäftsjahr 2025 wurden von der BTV keine Sicherheiten gehalten, die unabhängig vom Ausfall des Schuldners verwertet werden dürfen.

6a Stufentransfer in Tsd. € Wertberichtigung 01.01.2025 − 30.06.2025

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −805 805 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 −18 0 18
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 4.754 −4.754 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 −17 17
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 1 −1
Gesamt 3.931 −3.965 34

Rückstellungen für Garantien 01.01.2025 − 30.06.2025

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −142 142 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 2.429 −2.429 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 0 0
Gesamt 2.287 −2.287 0

Rückstellungen für Rahmen 01.01.2025 − 30.06.2025

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −350 350 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 1.420 −1.420 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 2 −2
Gesamt 1.070 −1.068 −2

Die gezeigten Transfers von einer Stufe in die andere werden in der BTV über die Gewinn- und Verlustrechnung mittels Zuweisung oder Auflösung in den jeweiligen Positionen gebucht und sind in den Werten in Note 6 in den jeweiligen Positionen Zuführung (+) und Auflösung (−) enthalten.

Stufentransfer in Tsd. € Wertberichtigung 01.01.2024 − 30.06.2024

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −299 299 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 −1 0 1
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 2.994 −2.994 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 −252 252
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 11 −11
Gesamt 2.694 −2.936 242

Rückstellungen für Garantien 01.01.2024 − 30.06.2024

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −59 59 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 −1 0 1
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 151 −151 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 0 0
Gesamt 91 −92 1

Rückstellungen für Rahmen 01.01.2024 − 30.06.2024

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 −43 43 0
Transfer von Stufe 1 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 1 313 −313 0
Transfer von Stufe 2 zu Stufe 3 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 1 0 0 0
Transfer von Stufe 3 zu Stufe 2 0 0 0
Gesamt 270 −270 0

Die folgende Tabelle erläutert, inwieweit signifikante Änderungen des Bruttobuchwerts der Finanzinstrumente im aktuellen Geschäftsjahr zu Änderungen der Wertberichtigung beigetragen haben:

6b Bruttobuchwerte zu AC bewertete
finanzielle Vermögenswerte in Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand zum 01.01.2025 7.641.722 2.231.846 313.802 0 10.187.371
Transfer in Stufe 1 1.938.635 −1.937.694 −941 0 0
Transfer in Stufe 2 −484.599 487.372 −2.773 0 0
Transfer in Stufe 3 −14.585 −140.203 154.788 0 0
Zuführung 3.072.565 1.877.259 48.702 0 4.998.527
Abgänge −3.670.982 −773.511 −198.452 0 −4.642.944
Stand zum 30.06.2025 8.482.757 1.745.070 315.126 0 10.542.953

Bruttobuchwerte zu FV/OCI bewertete

finanzielle Vermögenswerte in Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand zum 01.01.2025 261.744 12.371 0 0 274.115
Transfer in Stufe 1 936 −936 0 0 0
Transfer in Stufe 2 0 0 0 0 0
Transfer in Stufe 3 0 0 0 0 0
Zuführung 18.778 116 0 0 18.894
Abgänge −17.010 −34 0 0 −17.045
Stand zum 30.06.2025 264.448 11.517 0 0 275.965

Bruttobuchwerte zu AC bewertete

finanzielle Vermögenswerte in Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand zum 01.01.2024 5.948.617 3.599.302 215.674 0 9.763.593
Transfer in Stufe 1 1.676.434 −1.676.402 −31 0 0
Transfer in Stufe 2 −498.682 501.810 −3.128 0 0
Transfer in Stufe 3 −9.487 −114.892 124.380 0 0
Zuführung 856.482 185.895 17.338 0 1.059.715
Abgänge −331.640 −263.867 −40.430 0 −635.937
Stand zum 31.12.2024 7.641.722 2.231.846 313.802 0 10.187.371

Bruttobuchwerte zu FV/OCI bewertete

finanzielle Vermögenswerte in Tsd. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand zum 01.01.2024 236.408 9.512 0 0 245.920
Transfer in Stufe 1 6.548 −6.548 0 0 0
Transfer in Stufe 2 −8.791 8.791 0 0 0
Transfer in Stufe 3 0 0 0 0 0
Zuführung 74.709 617 0 0 75.326
Abgänge −47.130 −1 0 0 −47.131
Stand zum 31.12.2024 261.744 12.371 0 0 274.115
7 Handelsaktiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Fonds 33.905 34.445
Eigenkapitalinstrumente 3.168 0
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzgeschäften 18.113 32.712
Handelsaktiva 55.186 67.157
8 Immaterielles Anlagevermögen in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Immaterielles Anlagevermögen 6.515 6.783
Immaterielles Anlagevermögen 6.515 6.783
8a Sachanlagen in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Grundstücke und Gebäude 237.046 243.025
davon aktivierte Nutzungsrechte für Leasinggegenstände gemäß IFRS 16 26.031 23.739
Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.079 135.231
davon aktivierte Nutzungsrechte für Leasinggegenstände gemäß IFRS 16 18.828 19.461
Sachanlagen 369.125 378.256
8b Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 58.094 58.064
davon aktivierte Nutzungsrechte für Leasinggegenstände gemäß IFRS 16 4.030 4.226
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 58.064
9 Steueransprüche in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Laufende Steueransprüche 1.704 1.720
Latente Steueransprüche 2.592 3.464
Steueransprüche 4.296 5.184
10 Sonstige Aktiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Aktive Rechnungsabgrenzungen 22.810 19.229
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.305 634
Vorräte 5.207 4.849
Verrechnungsforderungen 8.302 7.754
Übrige Aktiva 22.295 38.521
Sonstige Aktiva 59.919 70.987

Die Position "Übrige Aktiva" enthält im Wesentlichen Forderungen aus noch nicht in Kraft gesetzten Mietkaufverträgen in Höhe von 10,5 Mio. € (31.12.2024: 19,9 Mio. €).

Angaben zur Bilanz – Passiva

11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.098.437 1.057.378
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.098.437 1.057.378
12 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.247.849 9.756.707
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.247.849 9.756.707
13 Sonstige Finanzverbindlichkeiten in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Fortgeführte Anschaffungskosten 1.449.899 1.347.637
Fair-Value-Option 331.402 353.898
Negative Marktwerte aus Derivaten 25.270 28.562
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 51.418 49.505
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.857.989 1.779.602
14 Handelspassiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzgeschäften 17.383 8.724
Handelspassiva 17.383 8.724
15 Rückstellungen in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Langfristige Personalrückstellungen 67.068 68.860
Sonstige Rückstellungen 93.725 85.819
Rückstellungen 160.794 154.679

Zum 30.06.2025 wurde bei den langfristigen Personalrückstellungen (Abfertigung, Pension, Jubiläum, Sterbequartal) für den Bankbereich eine Neuberechnung der Abzinsung mit den aktuellen Zinssätzen durchgeführt. Die Bandbreite der Zinssätze bewegt sich zwischen 3,72 % und 4,09 %.

Der Auflösungsbetrag beträgt 2,0 Mio. €, davon werden +1,3 Mio. € direkt mit dem Eigenkapital verrechnet (Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen), −0,7 Mio. € in das Zinsergebnis und +1,4 Mio. € in den Personalaufwand verbucht.

15a Sonstige Währungs
Rückstellungen Stand umrech Umglie Stand
in Tsd. € 01.01.2025 Zuführung Auflösung Verbrauch nung derung 30.06.2025
Rückstellungen Garantien/nicht
ausgenützte Rahmen Stufe 1 und 2
40.068 18.804 −16.565 0 0 1.018 43.325
Rückstellungen Garantien/
nicht ausgenützte Rahmen Stufe 3
9.638 629 −4.662 0 1 −1.500 4.106
Rückstellungen für Sonstiges 36.113 13.006 −1.706 −1.120 1 0 46.294
Sonstige Rückstellungen 85.819 32.439 −22.933 −1.120 2 −482 93.725
Sonstige
Rückstellungen
in Tsd. €
Stand
01.01.2024
Zuführung Auflösung Verbrauch Währungs
umrech
nung
Umglie
derung
Stand
30.06.2024
Rückstellungen Garantien/nicht
ausgenützte Rahmen Stufe 1 und 2
58.290 10.381 −26.132 0 0 8.685 51.224
Rückstellungen Garantien/
nicht ausgenützte Rahmen Stufe 3
16.182 3.407 −4.340 0 −25 −3.290 11.934
Rückstellungen für Sonstiges 56.495 2.674 −5.861 −2.041 −6 0 51.261
Sonstige Rückstellungen 130.967 16.462 −36.333 −2.041 −31 5.395 114.419
16 Steuerschulden in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Laufende Steuerschulden 27.378 11.478
Latente Steuerschulden 17.431 14.351
Steuerschulden 44.809 25.829
17 Sonstige Passiva in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Passive Rechnungsabgrenzungen 11.752 18.955
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.558 26.332
Verrechnungsverbindlichkeiten 16.224 28.834
Übrige Passiva 51.256 46.557
Sonstige Passiva 98.790 120.678

Die Position "Übrige Passiva" enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus ungewissen Verpflichtungen und Vorsorgen in Höhe von 16,9 Mio. € (31.12.2024: 18,4 Mio. €).

18 Eigenkapital in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
Gezeichnetes Kapital 74.250 74.250
Kapitalrücklagen inkl. abgezogener eigener Aktien 338.774 338.798
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 2.055.848 1.977.058
Andere Rücklagen 50.539 41.925
davon Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können 33.530 26.154
Neubewertungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen −29.840 −31.270
Erfolgsneutrale Änderungen von at-equity-bewerteten Unternehmen −1.554 −1.259
Erfolgsneutrale Änderungen von Eigenkapitalinstrumenten 78.833 70.675
Fair-Value-Änderungen des eigenen Bonitätsrisikos von finanziellen Verbindlichkeiten −3.439 −3.813
Gewinne/Verluste in Bezug auf latente Steuern, die direkt im Gesamtergebnis verrechnet wurden −10.471 −8.180
davon Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können 17.010 15.771
Erfolgsneutrale Änderungen von at-equity-bewerteten Unternehmen 15.553 15.631
Erfolgsneutrale Änderungen von Schuldtiteln −2.950 −4.904
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Anpassungen der Währungsumrechnung 4.067 4.244
Erfolgsneutrale Änderungen von Absicherungen künftiger Zahlungsströme 0 0
Gewinne/Verluste in Bezug auf latente Steuern, die direkt im Gesamtergebnis verrechnet wurden 340 800
Eigentümer des Mutterunternehmens 2.519.412 2.432.032
Nicht beherrschende Anteile 65.124 55.753
Eigenkapital 2.584.536 2.487.785

Angaben zur Gesamtergebnisrechnung

19 Zinsergebnis in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Zinsen und ähnliche Erträge aus:
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit Kreditinstituten 41.973 74.059
Kredit- und Geldmarktgeschäften mit Kunden 181.348 214.961
Sonstigem Finanzvermögen 19.454 16.529
Handelsaktiva 42 10
Vertragsanpassungen 148 221
Verbindlichkeiten 54 38
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Erträge 243.018 305.819
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für:
Einlagen von Kreditinstituten −6.073 −15.204
Einlagen von Kunden −80.933 −123.242
Sonstige Finanzverbindlichkeiten −31.355 −31.525
Langfristige Personalrückstellungen −717 −814
Vetragsanpassungen −95 −288
Vermögenswerte −1 0
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Aufwendungen −119.174 −171.073
Zinsüberschuss 123.844 134.746

Die in vorangegangener Tabelle angeführten Beträge beinhalten nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge und Zinsaufwendungen, die sich auf die folgenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beziehen:

01.01. – 01.01. –
19a Zinsergebnis: Details in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Zinsen und ähnliche Erträge:
Zinserträge aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt 220.560 281.956
Aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten 217.472 279.658
Aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten (recycelbar) 3.034 2.260
Positive Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten 54 38
Sonstige Zinserträge gesamt 22.458 23.863
Aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten 19.705 20.704
Aus erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten (nicht recycelbar) 2.753 3.159
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Erträge 243.018 305.819
Zinsen und ähnliche Aufwendungen:
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Effektivzinsmethode gesamt −111.874 −162.547
Für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten −111.873 −162.547
Negative Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerten −1 0
Sonstige Zinsaufwendungen gesamt −7.300 −8.526
Für erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten −6.583 −7.712
Zinsaufwendungen aus nicht finanziellen Verbindlichkeiten −717 −814
Zwischensumme Zinsen und ähnliche Aufwendungen −119.174 −171.073
Zinsüberschuss 123.844 134.746
01.01. – 01.01. –
20 Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Zuführung zu Kreditrisikovorsorgen on-balance −53.302 −52.962
Zuführung zu Kreditrisikovorsorgen off-balance −19.433 −13.788
Auflösung von Kreditrisikovorsorgen on-balance 35.591 39.630
Auflösung von Kreditrisikovorsorgen off-balance 21.228 30.472
Direktabschreibungen −230 −428
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen 1.074 211
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft −15.072 3.136
21 Provisionsüberschuss in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Provisionserträge aus
Kreditgeschäft 7.511 9.136
Zahlungsverkehr 10.487 10.247
Wertpapiergeschäft 17.703 15.754
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 2.257 2.143
Sonstigem Dienstleistungsgeschäft 1.480 772
Zwischensumme Provisionserträge 39.438 38.052
Provisionsaufwendungen für
Kreditgeschäft −3.146 −5.191
Zahlungsverkehr −2.479 −2.272
Wertpapiergeschäft −1.101 −1.003
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 0 0
Sonstiges Dienstleistungsgeschäft −2 −22
Zwischensumme Provisionsaufwendungen −6.728 −8.489
Provisionsüberschuss 32.709 29.564
22 Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Kreditinstitute 38.447 39.373
Nicht-Kreditinstitute −327 279
Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen 38.120 39.652
23 Handelsergebnis in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Bewertungs- und Realisationserfolg aus Derivaten 395 248
Bewertungs- und Realisationserfolg aus Schuldverschreibungen −46 10
Bewertungs- und Realisationserfolg aus Fonds −209 1.736
Bewertungs- und Realisationserfolg aus Eigenkapitalinstrumenten 272 0
Erfolg aus Devisen und Valuten 274 189
Handelsergebnis 688 2.182
24 Erfolg aus Finanzgeschäften in Tsd. € 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Realisationserfolg – zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0 −93
Bewertungs- und Realisationserfolg – erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet 119 2.282
Bewertungs- und Realisationserfolg – verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet 725 −830
Bewertungs- und Realisationserfolg – Fair-Value-Option −626 −180
Erfolg aus Fair Value Hedge Accounting −515 −1.929
Erfolg aus Finanzgeschäften −297 −751
01.01. – 01.01. –
25 Verwaltungsaufwand in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Personalaufwand −74.923 −69.171
davon Löhne und Gehälter −57.517 −53.069
davon gesetzliche Sozialabgaben −14.758 −13.671
davon sonstiger Personalaufwand −1.938 −1.796
davon Aufwendungen für langfristige Personalrückstellungen −710 −635
Sachaufwand −41.967 −37.209
Abschreibungen −21.354 −20.128
davon Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte für Leasinggegenstände gemäß IFRS 16 −3.245 −3.091
Verwaltungsaufwand −138.245 −126.508
25a Mitarbeiterstand im Periodendurchschnitt gewichtet in Personenjahren 01.01. –
30.06.2025
01.01. –
30.06.2024
Angestellte 1.118 1.076
Arbeiter 635 644
Mitarbeiterstand 1.752 1.719

Der Mitarbeiterstand wurde um die Anzahl der entsandten Mitarbeiter*innen an Tochtergesellschaften außerhalb des IFRS-Konsolidierungskreises reduziert.

01.01. – 01.01. –
26 Sonstiger betrieblicher Erfolg in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Erträge aus sonstigen Geschäften 138.886 138.805
Aufwendungen aus sonstigen Geschäften −41.232 −17.324
Sonstiger betrieblicher Erfolg 97.653 121.481
01.01. – 01.01. –
27 Steuern vom Einkommen und Ertrag in Tsd. € 30.06.2025 30.06.2024
Laufender Steueraufwand −26.958 −35.237
Latenter Steueraufwand (–)/-ertrag (+) −606 −3.352
Steuern vom Einkommen und Ertrag −27.565 −38.589
28 Ergebnis je Aktie 30.06.2025 30.06.2024
Aktienanzahl 37.125.000 37.125.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 37.100.507 37.102.922
Den Eigentümern zurechenbarer Konzernperiodenüberschuss in Tsd. € 102.465 155.278
Gewinn je Aktie in € 2,76 4,19
Verwässerter Gewinn je Aktie in € 2,76 4,19

Im Berichtszeitraum waren keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt auf die Stammaktien im Umlauf. Daraus resultiert, dass die Werte "Gewinn je Aktie" und "Verwässerter Gewinn je Aktie" identisch sind.

Sonstige und ergänzende Angaben

29 Sonstige Angaben in Tsd. € 30.06.2025 31.12.2024
I) Treuhandgeschäfte
Treuhandforderungen:
Forderungen an Kunden 14.505 14.965
Treuhandforderungen 14.505 14.965
Treuhandverpflichtungen:
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 14.505 14.965
Treuhandverpflichtungen 14.505 14.965
II) Erfüllungsgarantien und Kreditrisiken
Erfüllungsgarantien 1.495.269 1.497.898
Kreditrisiken 2.936.790 3.014.949
Erfüllungsgarantien und Kreditrisiken 4.432.059 4.512.847
III) Offene Capital Calls 3.136 3.940

Die BTV Vier Länder Bank AG ist in Form einer Kommanditeinlage in Höhe von maximal 10.000 Tsd. € an der Gain Capital Private Equity III SCSp mit Sitz in Luxemburg beteiligt. Die insgesamt zugesagte Kommanditeinlage in Höhe von 10.000 Tsd. € kann je nach Bedarf in Summe oder in mehreren Tranchen von der Gain Capital Private Equity III SCSp abgerufen werden (Capital Calls). Per 30. Juni 2025 bestehen noch offene Capital Calls in Höhe von 2.076 Tsd. €.

Die BTV Vier Länder Bank AG ist in Form einer Kommanditeinlage in Höhe von maximal 4.000 Tsd. € an der österreichischen Onsight Ventures (EuVECA) GmbH & Co KG beteiligt. Die insgesamt zugesagte Kommanditeinlage in Höhe von 4.000 Tsd. € kann je nach Bedarf in Summe oder in mehreren Tranchen von der Gesellschaft abgerufen werden (Capital Calls). Per 30. Juni 2025 bestehen noch offene Capital Calls in Höhe von 1.060 Tsd. €.

30 Regulatorische Eigenmittel und Verschuldung

Die konsolidierten Eigenmittel der Gruppe werden gemäß dem Rahmenwerk von Basel IV ausgewiesen. Grundlage dafür bildet die seit 1. Jänner 2025 in Kraft getretene EU-Verordnung 1623/2024 (Capital Requirements Regulation − CRR) in Verbindung mit der österreichischen CRR-Begleitverordnung. Die Eigenmittel gem. CRR setzen sich aus dem harten Kernkapital (Common Equity Tier 1 − CET1), dem zusätzlichen Kernkapital (Additional Tier 1 − AT1) und dem Ergänzungskapital (Tier 2 − T2) zusammen. Die jeweiligen Kapitalquoten werden ermittelt, indem die entsprechende regulatorische Kapitalkomponente nach Berücksichtigung aller regulatorischen Abzüge und Übergangsbestimmungen der Gesamtrisikomessgröße gegenübergestellt wird. Gemäß den Bestimmungen der CRR und einschließlich des Ergebnisses des durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) wurde von der Finanzmarktaufsicht für das CET1 ein Mindesterfordernis von 5,34 % vorgesehen, das sich durch den nach CRD IV (Capital Requirements Directive IV) definierten Kapitalpuffer um 2,50 % sowie den antizyklischen Kapitalpuffer um 0,23 % erhöht. Für das gesamte Kernkapital ist ein Mindesterfordernis von 9,5 % vorgesehen, die gesamten Eigenmittel müssen einen Wert von 12,23 % erreichen.

Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) gibt das Verhältnis des Kernkapitals (Tier 1) zum Leverage Exposure (ungewichtete Aktivposten der Bilanz sowie außerbilanzielle Geschäfte gem. CRR) an. Die Vorgaben zur Ermittlung und Offenlegung der Verschuldungsquote innerhalb der EU werden von der BTV im Zuge der Offenlegungsverpflichtung umgesetzt. Die Verschuldungsquote betrug zum 30. Juni 2025 insgesamt 10,46 % (31.12.2024: 9,66 %).

30a Konsolidierte Eigenmittel gem. CRR in Mio. € 30.06.2025 31.12.2024
Hartes Kernkapital (CET1)
Als hartes Kernkapital anrechenbare Kapitalinstrumente inkl. eig. Instrumente des harten Kernkapitals 328,3 340,3
Einbehaltene Gewinne und sonstige Gewinnrücklagen 1.902,8 1.816,2
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 51,3 42,9
Sonstige Rücklagen 144,3 144,3
Abzugs- und Korrekturposten aufgrund von Anpassungen des harten Kernkapitals (Prudential Filters) 1,1 1,5
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände −4,7 −4,9
Verbriefungspositionen, denen alternativ ein Risikogewicht von 1.250 % zugeordnet werden kann −10,8 −5,9
Regulatorische Anpassungen in Zusammenhang mit Instrumenten des harten Kernkapitals von −804,9 −798,8
Unternehmen der Finanzbranche, an denen das Institut eine wesentliche Beteiligung hält
Den Schwellenwert von 17,65 % überschreitender Betrag −3,1 −7,7
Unzureichende Deckung notleidender Risikopositionen −5,6 −8,0
Hartes Kernkapital – CET1 1.598,8 1.519,9
Zusätzliches Kernkapital (Additional Tier 1) 0,0 0,0
Kernkapital (Tier 1): Summe hartes (CET1) & zusätzliches (AT1) Kernkapital 1.598,8 1.519,9
Ergänzungskapital (Tier 2)
Voll eingezahlte, direkt begebene Kapitalinstrumente 272,2 243,0
Ergänzungskapital (Tier 2) 272,2 243,0
Gesamte anrechenbare Eigenmittel 1.871,0 1.762,8
Gesamtrisikobetrag 10.049,9 9.763,9
Harte Kernkapitalquote 15,91 % 15,57 %
Kernkapitalquote 15,91 % 15,57 %
Eigenmittelquote 18,62 % 18,05 %

Die Gliederung der regulatorischen Eigenmittel basiert auf dem finalen Vorschlag der Richtlinien der EBA (European Banking Authority), die Ermittlung der Werte erfolgt anhand des aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreises.

Die Eigenmittel zum 30.06.2025 stiegen im Vergleich zum 31.12.2024 um +108,2 Mio. € an. Gemäß Artikel 26 CRR wurde ein Review des Zwischengewinnes durch den Abschlussprüfer durchgeführt sowie ein Antrag bei der Finanzmarktaufsicht auf Anrechnung des Zwischengewinnes eingebracht, womit vor allem die Anrechnung des Gesamtperiodenergebnisses die Eigenmittel erhöhte.

31 Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
In aktiven
Märkten
Auf Marktdaten
basierende
Nicht auf Marktdaten
basierende
per 30.06.2025 in Tsd. € notierte Preise Bewertungsmethode Bewertungsmethode
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden, verpflichtend zum 0 0 211.032
beizulegenden Zeitwert bewertet
Schuldtitel, erfolgsneutral zum 258.109 17.856 0
beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Schuldtitel, verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet 9.487 0 10.806
Eigenkapitalinstrumente, erfolgsneutral zum 80.729 0 57.447
beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Eigenkapitalinstrumente, erfolgswirksam zum 35.142 0 12.309
beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 44.241 0
Handelsaktiva – Fonds 33.905 0 0
Handelsaktiva – Eigenkapitalinstrumente 3.168 0 0
Handelsaktiva – positive Marktwerte aus derivativen 0 18.113 0
Finanzinstrumenten
Zum Fair Value klassifizierte Vermögenswerte insgesamt 420.540 80.210 291.594
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Fair-Value-Option 0 331.402 0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 25.270 0
Handelspassiva – negative Marktwerte aus derivativen 0 17.383 0
Finanzinstrumenten
Zum Fair Value klassifizierte Verbindlichkeiten insgesamt 0 374.055 0
Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
per 31.12.2024 in Tsd. €
In aktiven
Märkten
notierte Preise
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Kunden, verpflichtend zum 0 0 207.986
beizulegenden Zeitwert bewertet
Schuldtitel, erfolgsneutral zum 254.835 19.280 0
beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Schuldtitel, verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet 9.673 0 10.284
Eigenkapitalinstrumente, erfolgsneutral zum 73.012 0 56.916
beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Eigenkapitalinstrumente, erfolgswirksam zum 34.547 0 0
beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 47.016 0
Handelsaktiva – Fonds 34.445 0 0
Handelsaktiva – Eigenkapitalinstrumente 0 0 0
Handelsaktiva – positive Marktwerte aus derivativen 0 32.712 0
Finanzinstrumenten
Zum Fair Value klassifizierte Vermögenswerte insgesamt 406.512 99.008 275.186
Zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Fair-Value-Option 0 353.898 0
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 0 28.562 0
Handelspassiva – negative Marktwerte aus derivativen 0 8.724 0
Finanzinstrumenten
Zum Fair Value klassifizierte Verbindlichkeiten insgesamt 0 391.184 0

31a Bewegungen in Level 3 von zum Fair

Value bewerteten Finanzinstrumenten Erfolg im
in Tsd. € 01.01.2025 Erfolg GuV sonstigen Ergebnis
Forderungen an Kunden, 207.986 447 0
verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Schuldtitel, 10.284 −282 0
verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Eigenkapitalinstrumente, 56.916 0 531
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Eigenkapitalinstrumente, 0 0 0
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet
Zum Fair Value klassifizierte Vermögenswerte insgesamt 275.186 165 531
Zugänge
Käufe
Tilgungen
Verkäufe
Transfer in
Level 3
Transfer aus
Level 3
Währungs
umrechnung
30.06.2025
8.470 −5.871 0 0 0 211.032
804 0 0 0 0 10.806
0 0 0 0 0 57.447
12.309 0 0 0 0 12.309
21.583 −5.871 0 0 0 291.594

Bewegungen zwischen Level 1, Level 2 und Level 3

In der Berichtsperiode gab es keine Bewegungen zwischen den einzelnen Levels.

Bewegungen in Level 3 von zum Fair

Value bewerteten Finanzinstrumenten

Value bewerteten Finanzinstrumenten Erfolg im
in Tsd. € 01.01.2024 Erfolg GuV sonstigen Ergebnis
Forderungen an Kunden, 232.958 944 0
verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Schuldtitel, 7.676 −416 0
verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Eigenkapitalinstrumente, 66.578 0 726
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet
Zum Fair Value klassifizierte Vermögenswerte insgesamt 307.212 528 726
Zugänge
Käufe
Tilgungen
Verkäufe
Transfer in
Level 3
Transfer aus
Level 3
Währungs
umrechnung
30.06.2024
13.080 −14.824 0 0 0 232.158
2.280 0 0 0 0 9.540
0 0 0 0 0 67.304
15.360 −14.824 0 0 0 309.002

32 Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

In der nachfolgenden Tabelle werden die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der Marktwert ist derjenige Betrag, der in einem aktiven Markt aus dem Verkauf eines Finanzinstrumentes erzielt werden könnte oder der für einen entsprechenden Erwerb zu zahlen wäre. Für Positionen ohne vertraglich fixierte Laufzeit war der jeweilige Buchwert maßgeblich. Bei fehlenden Marktpreisen wurden anerkannte Bewertungsmodelle, insbesondere die Analyse diskontierter Cashflows und Optionspreismodelle, herangezogen.

Aktiva zum 30.06.2025
in Tsd. €
Brutto
buchwert
Risiko
vorsorge
Netto
buchwert
Fair Value
Barreserve 2.483.483 0 2.483.483 2.483.483
Forderungen an Kreditinstitute,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
660.836 −52 660.784 660.986
Forderungen an Kunden,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
8.967.466 −216.283 8.751.183 8.754.565
Sonstiges Finanzvermögen,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
914.651 −632 914.019 910.046
Aktiva zum 31.12.2024
in Tsd. €
Brutto
buchwert
Risiko
vorsorge
Netto
buchwert
Fair Value
Barreserve 3.122.396 0 3.122.396 3.122.396
Forderungen an Kreditinstitute,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
467.752 −37 467.715 467.905
Forderungen an Kunden,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
8.794.700 −209.127 8.585.573 8.595.925
Sonstiges Finanzvermögen,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
924.918 −966 923.952 917.479
Passiva
in Tsd. €
Buchwert
30.06.2025
Fair Value
30.06.2025
Buchwert
31.12.2024
Fair Value
31.12.2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
1.098.437 1.098.482 1.057.378 1.057.410
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
9.247.849 9.225.959 9.756.707 9.727.911
Sonstige Finanzverbindlichkeiten,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
1.501.317 1.502.127 1.397.142 1.392.325
33 Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten, die nicht zum In aktiven Auf Markt Nicht auf Markt
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegender
Zeitwert aber angegeben wird, per 30.06.2025 in Tsd. €
Märkten
notierte Preise
daten basierende
Bewertungsmethode
daten basierende
Bewertungsmethode
Nicht zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Forderungen an Kreditinstitute, 0 0 660.986
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Forderungen an Kunden, 0 0 8.754.565
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstiges Finanzvermögen, 845.077 64.969 0
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Nicht zum Fair Value bewertete Vermögenswerte insgesamt 845.077 64.969 9.415.551
Nicht zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 0 0 1.098.482
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, 0 0 9.225.959
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstige Finanzverbindlichkeiten, 0 1.450.709 51.418
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Nicht zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten insgesamt 0 1.450.709 10.375.859
Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren beizulegender
In aktiven
Märkten
Auf Markt
daten basierende
Nicht auf Markt
daten basierende
Zeitwert aber angegeben wird, per 31.12.2024 in Tsd. € notierte Preise Bewertungsmethode Bewertungsmethode
Nicht zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Forderungen an Kreditinstitute, 0 0 467.905
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Forderungen an Kunden, 0 0 8.595.925
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstiges Finanzvermögen, 849.904 67.575 0
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Nicht zum Fair Value bewertete Vermögenswerte insgesamt 849.904 67.575 9.063.829
Nicht zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 0 0 1.057.410
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, 0 0 9.727.911
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Sonstige Finanzverbindlichkeiten, 0 1.342.820 49.505
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Nicht zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten insgesamt 0 1.342.820 10.834.827

34 Hedge Accounting

Grundgeschäfte zum 30.06.2025
in Tsd. €
Buchwert des
Grundgeschäfts
Kumulierte Buchwert
anpassung für Grund
geschäfte bei Fair Value
Hedges
Kumulierte Buchwertanpassung
für Grundgeschäfte bei Fair
Value Hedges, die nicht mehr
um Sicherungsgewinne und
-verluste angepasst werden
Aktiva Passiva Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Forderungen an Kunden 202.247 −8.465 0
Sonstiges Finanzvermögen 323.669 −7.039 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 23.985 −84 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 59.846 −1.189 0
Grundgeschäfte zum 31.12.2024
in Tsd. €
Buchwert des
Grundgeschäfts
Kumulierte Buchwert
anpassung für Grund
geschäfte bei Fair Value
Hedges
Kumulierte Buchwertanpassung
für Grundgeschäfte bei Fair
Value Hedges, die nicht mehr
um Sicherungsgewinne und
-verluste angepasst werden
Aktiva Passiva Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Forderungen an Kunden 226.114 −9.873 0
Sonstiges Finanzvermögen 314.763 −4.265 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 23.862 −21 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 68.909 −1.365 0

Sicherungsgeschäfte zum 30.06.2025

in Tsd. € Nominalbetrag Buchwert
Aktiva Passiva
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Sonstiges Finanzvermögen 506.371 17.394 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 113.000 0 2.242

Sicherungsgeschäfte zum 31.12.2024

in Tsd. € Nominalbetrag Buchwert
Aktiva Passiva
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Sonstiges Finanzvermögen 428.596 16.405 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 190.775 0 3.052

Positive Marktwerte bei Sicherungsgeschäften werden in der Position Derivate im sonstigen Finanzvermögen, negative Marktwerte bei Sicherungsgeschäften in der Position Derivate in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten gebucht.

Ineffektivität 01.01. – 30.06.2025
in Tsd. €
Ineffektivität in
der GuV erfasst
Ineffektivität im
OCI erfasst
Posten in der GuV und im OCI, in dem die
Hedge-Ineffektivität ausgewiesen wird
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Forderungen an Kunden −272 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Sonstiges Finanzvermögen −320 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 15 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 62 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Ineffektivität 01.01. – 30.06.2024
in Tsd. €
Ineffektivität in
der GuV erfasst
Ineffektivität im
OCI erfasst
Posten in der GuV und im OCI, in dem die
Hedge-Ineffektivität ausgewiesen wird
Fair Value Hedges
Zinsrisiko
Forderungen an Kunden −1.046 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Sonstiges Finanzvermögen −1.270 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 108 0 Erfolg aus Finanzgeschäften
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 278 0 Erfolg aus Finanzgeschäften

35 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zu den Angaben im Geschäftsbericht 2024 (Note 34 ab Seite 419) nicht wesentlich verändert. Weiterhin erfolgen sie zu marktüblichen Konditionen. In der Berichtsperiode gab es für nahestehende Unternehmen und Personen keine Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen und keinen Aufwand für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen.

36 Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung erfolgt im BTV Konzern gemäß den Ausweis- und Bewertungsregeln von IFRS 8. Die Segmentinformationen basieren auf dem sogenannten "Management Approach". Dieser verlangt, die Segmentinformationen auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden. Die gemäß IFRS 8 definierten qualitativen und quantitativen Schwellen werden im Rahmen dieser Segmentberichterstattung erfüllt. Die Segmente werden in ihrer Ergebnisverantwortung dargestellt.

Basis der Segmentberichterstattung ist für den Geschäftsbereich Kunden mit dem Firmen- und Privatkundengeschäft die Profitcenterrechnung und für den Bereich Financial Markets der Gesamtbankbericht. Für das Segment Leasing sowie für das Segment Tourismus Holding ist das jeweilige Reporting Package die maßgebliche Basis für die Berichterstattung. Die Grundlagen für die Segmentberichterstattung zur Kategorie "Andere Segmente/Konsolidierung/Sonstiges" bilden neben der Profitcenterrechnung tourliche Managementberichte sowie die jeweiligen Reporting Packages.

Die Profitcenterrechnung dient dazu, den Märkten einen gesamthaften Überblick über die Ergebnislage der eigenen Vertriebseinheit zu vermitteln und somit das Unternehmertum vor Ort zu stärken. Das Marktumfeld wurde noch kompetitiver, daher ist eine Sensibilisierung und Berücksichtigung im Hinblick auf die Kosten auch auf dezentraler Ebene notwendig. In der BTV wird zwischen Profitcenter und Servicecenter unterschieden, wobei den Profitcentern direkt Leistungen und Erträge zugeordnet werden können, während die Servicecenter die Leistungen für die Profitcenter erbringen. Der Verwaltungsaufwand berechnet sich aus den direkten Personalkosten, den direkten Sach- und Raumkosten sowie den Overhead-Personal-, -Sach- und -Raumkosten der internen Dienstleistungsbereiche.

Die oben genannten Berichte bilden die im Jahr 2025 gegebene Managementverantwortung innerhalb des BTV Konzerns ab. Diese internen Berichterstattungen an den Vorstand, die nur teilweise den IFRS-Rechnungslegungsstandards entsprechen, erfolgen fast ausschließlich automatisiert über Vorsysteme bzw. Schnittstellen. Stichtag für die Daten sind die jeweilig in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlussstichtage der Tochterunternehmen. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens beruhen damit auf derselben Datenbasis und werden in den Bereichen Konzernrechnungswesen & -controlling und Risk Management für das Berichtswesen abgestimmt.

Eine gegenseitige Kontrolle, laufende Abstimmungen bzw. Plausibilisierungen zwischen den Teams Rechnungswesen, Controlling, Risikocontrolling sowie Meldewesen sind somit gewährleistet. Das Kriterium für die Abgrenzung des Geschäftsbereichs Kunden ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden. Änderungen in der Betreuungszuständigkeit können auch zu unterjährigen Änderungen in der Segmentzuordnung führen. Diese Auswirkungen werden, sofern unwesentlich, im Vorjahresvergleich nicht korrigiert.

In der BTV sind im Jahr 2025 folgende Segmente definiert:

Der Geschäftsbereich Kunden verantwortet das Firmen- und das Privatkundensegment. Das Firmenkundensegment ist verantwortlich für die Kundengruppen Klein-, Mittel- und Großunternehmen sowie Wirtschaftstreuhänder. Das Privatkundensegment ist verantwortlich für die Marktsegmente Privatkunden, Freiberufler und Kleinstbetriebe. Der Bereich Financial Markets beinhaltet im Wesentlichen die Treasury- und Handelsaktivitäten der BTV AG. Die BTV Leasing umfasst sämtliche Leasingaktivitäten der BTV Leasing GmbH. Das Segment Tourismus Holding beinhaltet die BTV Tourismus Holding GmbH, in welcher sämtliche touristischen Aktivitäten der beiden Seilbahnen Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft und Silvretta Montafon Holding GmbH gebündelt sind. In den Ergebnissen dieser Segmente sind auch Transaktionen zwischen den Segmenten abgebildet, insbesondere zwischen dem Firmenkundensegment und der Leasing sowie den Seilbahnen. Die Verrechnung der Leistungen erfolgt zu Marktpreisen. Neben diesen fünf berichtspflichtigen Segmenten werden in der Überleitungsspalte "Andere Segmente/Konsolidierung/Sonstiges" seit dem laufenden Geschäftsjahr die Ergebnisse des Vorstandes sowie der BTV-weiten Dienstleistungsbereiche wie Konzernrechnungswesen & -controlling, Recht und Beteiligungen, Interne Revision, Risk Management, Sustainability & Strategy Office und Projekt-, Prozess- & Innovationsmanagement sowie von Teilen des Retails berichtet. Des Weiteren werden diesem Segment im Wesentlichen Konsolidierungseffekte sowie unter den Schwellenwerten liegende konsolidierte Gesellschaften (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE - GESELLSCHAFT m.b.H. sowie TiMe Holding GmbH) zugeordnet. Die Erlöse der Segmente Firmen- und Privatkunden sowie Leasing werden im Marktgebiet der BTV, welches Österreich, Süddeutschland, die Ostschweiz und Südtirol umfasst, erwirtschaftet. Die Erlöse im Segment Tourismus Holding stammen ausschließlich aus Österreich. Die BTV hat, bedingt durch ihren Regionalbankcharakter, ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

Folgend werden die Ergebnisse der fünf berichtspflichtigen Segmente beschrieben.

Segment Firmenkunden

Das Firmenkundensegment, mit dem operativen Zinsergebnis als Hauptertragskomponente, stellt die ertragsmäßig größte Geschäftssparte dar. Im Vergleich zum 30.06.2024 verringerte sich das Zinsergebnis um −6,3 Mio. € auf 79,0 Mio. €. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft belasteten des Segmentergebnis mit −15,7 Mio. €. Der Provisionsüberschuss des Segments verzeichnete einen Rückgang um −1,0 Mio. € auf 16,0 Mio. €. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich um −1,3 Mio. € auf 28,6 Mio. €. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften ergab einen Saldo in Höhe von +0,4 Mio. € und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um −0,5 Mio. €. Vor allem das robuste Neugeschäft sorgte für einen Anstieg der Segmentforderungen um +324 Mio. € auf 8.346 Mio. €. Die Segmentverbindlichkeiten erhöhten sich von 4.643 Mio. € auf 4.728 Mio. €. Insgesamt erreichte das Periodenergebnis vor Steuern 51,1 Mio. € und lag damit um −24,1 Mio. € unter dem Vorjahreswert.

Segment Privatkunden

Das Privatkundengeschäft als die zweite tragende Säule der BTV trug im Berichtszeitraum mit einem Zinsergebnis von 29,9 Mio. € wesentlich zum Zinserfolg der BTV bei. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft belasteten des Segmentergebnis mit −0,2 Mio. €. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um +2,1 Mio. € auf 21,0 Mio. €. Der typischerweise hohe räumliche und personelle Ressourceneinsatz im Privatkundensegment schlug sich im Verwaltungsaufwand mit 39,0 Mio. € nieder, der sich damit um −2,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr verringerte. Der sonstige betriebliche Erfolg blieb mit 0,3 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt betrug das Periodenergebnis vor Steuern im Privatkundengeschäft 12,0 Mio. € (Vorjahr: 13,4 Mio. €).

Segment Financial Markets

Der Zinsüberschuss im Segment Financial Markets erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +1,1 Mio. € auf 18,6 Mio. €. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft entlasteten das Segmentergebnis mit +0,3 Mio. €. Der Verwaltungsaufwand des Segments verringerte sich um −0,1 Mio. € auf 2,7 Mio. €. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften inklusive Handelsergebnis verringerte sich um −3,1 Mio. € auf −0,6 Mio. €. In Summe verzeichnete das Periodenergebnis vor Steuern einen Rückgang um −1,4 Mio. € auf 15,7 Mio. €.

Segment Leasing

Die Leasingtochter der BTV entwickelte sich im Berichtszeitraum robust, das Kundenbarwertvolumen verringerte sich im Vergleich zum 30.06.2024 um −4,1 Mio. € auf 1.083 Mio. €. Das Periodenergebnis vor Steuern erhöhte sich insgesamt um +7,7 Mio. € auf 16,7 Mio. €. Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr um −0,1 Mio. € auf 10,2 Mio. €. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft entlasteten das Segmentergebnis mit +0,5 Mio. €. Der Provisionsüberschuss lag mit 0,2 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um +0,9 Mio. € auf 5,1 Mio. €. Der sonstige betriebliche Erfolg erhöhte sich von 2,5 Mio. € auf 10,8 Mio. €.

Segment Tourismus Holding

Das Segment Tourismus Holding beinhaltet den Konzernabschluss der BTV Tourismus Holding GmbH, die die beiden Seilbahnen Mayrhofner Bergbahnen Aktiengesellschaft und Silvretta Montafon Holding GmbH bündelt. Die Gesellschaft wird im Geschäftsverlauf vom Tourismus dominiert, somit unterliegt das Ergebnis starken saisonalen Schwankungen. Der Zinsaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um −1,2 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Der sonstige betriebliche Erfolg, in dem vor allem die Umsatzerlöse enthalten sind, verbesserte sich um +3,0 Mio. € auf 106,8 Mio. €. Diese Erlöse sind gleichzeitig der ergebnisbestimmende Faktor der Gesellschaft, deren beide Tochtergesellschaften im Berichtszeitraum im Durchschnitt insgesamt 839 Mitarbeiter*innen beschäftigten. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um +2,5 Mio. € auf 53,5 Mio. €. Insgesamt erreichte das Segment ein Periodenergebnis vor Steuern in Höhe von 50,7 Mio. €, dieses erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um +1,6 Mio. €.

Segmentbericht
erstattung in Tsd. €
Jahr Firmen
kunden
Privat
kunden
Financial
Markets
Leasing Tourismus
Holding
Berichts
pflichtige
Segmente
Andere
Seg
mente/
Konsoli
dierung/
Sonsti
ges
Konzern
Bilanz/
-GuV
Zinsüberschuss inkl. 06/2025 78.968 29.870 18.588 10.228 −1.709 135.944 26.020 161.965
At-equity-Ergebnis 06/2024 85.238 35.258 17.458 10.314 −2.929 145.338 29.060 174.398
Risikovorsorgen im
Kreditgeschäft
06/2025 −15.693 −204 327 498 0 −15.072 0 −15.072
06/2024 1.885 740 −113 624 0 3.136 0 3.136
Provisionsüberschuss 06/2025 16.018 21.013 0 205 −892 36.344 −3.635 32.709
06/2024 17.027 18.949 0 345 −772 35.548 −5.985 29.564
Verwaltungsaufwand 06/2025 −28.606 −39.042 −2.657 −5.051 −53.478 −128.833 −9.412 −138.245
06/2024 −29.894 −41.845 −2.754 −4.145 −51.006 −129.644 3.136 −126.508
Sonstiger betrieblicher
Erfolg
06/2025 0 349 0 10.836 106.752 117.937 −20.284 97.653
06/2024 0 289 0 2.451 103.752 106.492 14.989 121.481
Erfolg aus Finanzgeschäften
und Handelsergebnis
06/2025 447 0 −608 −42 0 −204 594 391
06/2024 944 0 2.486 −564 0 2.866 −1.435 1.431
Periodenergebnis
vor Steuern
06/2025 51.133 11.986 15.651 16.673 50.674 146.117 −6.716 139.401
06/2024 75.199 13.391 17.077 9.025 49.044 163.736 39.765 203.501
Segmentforderungen 06/2025 8.345.880 1.129.829 4.253.322 1.082.809 105.798 14.917.638 −256.644 14.660.994
06/2024 8.021.274 1.182.644 4.227.006 1.086.877 86.454 14.604.255 −250.577 14.353.678
Segmentverbindlichkeiten 06/2025 4.727.689 4.724.850 1.835.652 959.281 115.865 12.363.338 −184.333 12.179.004
06/2024 4.642.658 4.626.167 1.472.667 994.020 121.098 11.856.609 142.939 11.999.548

Segmentbericht: Erläuterungen

Die Verteilung des Zinsüberschusses erfolgt nach der Marktzinsmethode. Enthalten sind bei den Firmen- und Privatkunden aus Steuerungsgründen unter anderem Liquiditätskostenverrechnungen. Beim Zinsüberschuss werden die jeweiligen Erträge und Aufwendungen saldiert dargestellt. Der Erfolg aus at-equity-bewerteten Unternehmen wird dem Bereich "Andere Segmente/ Konsolidierung/Sonstiges" zugeteilt. Der Provisionsüberschuss ermittelt sich aus der Zuordnung der internen Spartenrechnung. Die Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Segmenten zugeteilt. Die Aufwendungen der BTV Leasing GmbH bzw. der BTV Tourismus Holding GmbH sind entsprechend den einzelnen Reporting Packages direkt zuordenbar. Der sonstige betriebliche Erfolg beinhaltet unter anderem den Umsatz der in der BTV Tourismus Holding GmbH gebündelten Seilbahnbeteiligungen sowie unter "Andere Segmente/Konsolidierung/Sonstiges" neben den Konsolidierungseffekten im Wesentlichen die Stabilitätsabgabe sowie die Vermietungsaktivitäten.

Die Segmentforderungen enthalten die Positionen "Forderungen an Zentralnotenbanken", "Forderungen an Kreditinstitute", "Forderungen an Kunden", "Sonstiges Finanzvermögen" der Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert", "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" und "Fair-Value-Option" sowie Garantien und Haftungen. In der Spalte "Andere Segmente/Konsolidierung/Sonstiges" werden die Risikovorsorgen dazugezählt, da die interne Steuerung im Gegensatz zur Bilanz die Forderungen als Nettogröße berücksichtigt. Des Weiteren sind in dieser Spalte Konsolidierungsbuchungen enthalten. Den Segmentverbindlichkeiten sind die Positionen "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", "Verbindlichkeiten gegenüber Kunden", "Sonstige Finanzverbindlichkeiten" der Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten" und "Fair-Value-Option" sowie "Sonstige Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverbindlichkeiten" zugeordnet. In der Spalte "Andere Segmente/Konsolidierung/Sonstiges" sind ebenfalls Konsolidierungsbuchungen enthalten.

Der Erfolg der Geschäftsfelder wird an dem von diesem Segment erwirtschafteten Periodenüberschuss vor Steuern gemessen.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gem. § 125 BörseG 2018

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der in Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Innsbruck, im August 2025

Der Vorstand

Gerhard Burtscher Vorsitzender des Vorstandes

Silvia Vicente Stellvertretendes Mitglied des Vorstandes

Dr. Hansjörg Müller Mitglied des Vorstandes

Mario Pabst Mitglied des Vorstandes

Dr. Markus Perschl, MBA Mitglied des Vorstandes

Die Ressortverteilung finden Sie auf Seite 40.

Impressum

BTV Vier Länder Bank AG Stadtforum 1 6020 Innsbruck

T +43 505 333 – 0 S.W.I.F.T./BIC: BTVAAT22 BLZ: 16000 DVR: 0018902 FN: 32942w UID: ATU31712304 [email protected] www.btv.at

Hinweise

Soweit im Halbjahresfinanzbericht personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.

Im Halbjahresfinanzbericht der BTV können aufgrund von Rundungsdifferenzen minimal abweichende Werte in Tabellen bzw. Grafiken auftreten.

Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der BTV beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken in nicht kalkulierter Höhe eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Medieninhaber (Verleger)

BTV Vier Länder Bank AG Stadtforum 1 6020 Innsbruck

Die weiteren Angaben nach § 25 Mediengesetz finden Sie unter www.btv.at/impressum.

Grundlegende Richtung

Darstellung und Präsentation des Unternehmens sowie Information über die wesentlichen Produkte und Dienstleistungen der BTV Vier Länder Bank AG.

Redaktion BTV Konzernrechnungswesen & -controlling

Gestaltung BTV Marketing & Kommunikation – Grafik

Redaktionsschluss 14. August 2025

BTV Vier Länder Bank AG Stadtforum 1 6020 Innsbruck Österreich

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