Quarterly Report • Nov 12, 2020
Quarterly Report
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Finanzbericht: 27012094

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| in Mio. EUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.164,1 | 1.312,8 |
| EBITDA | 114,4 | 168,1 |
| EBIT vor Wertminderungen | 45,1 | 103,1 |
| EBIT-Marge vor Wertminderungen (in %) | 3,9 | 7,9 |
| Wertminderungen | -40,8 | -12,5 |
| EBIT | 4,3 | 90,6 |
| EBIT-Marge (in %) | 0,4 | 6,9 |
| Konzern-Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) | -33,5 | 50,1 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -1,40 | 2,02 |
| Operativer Cashflow | 98,2 | 106,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 84,6 | 91,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,0 | -64,1 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 6,9 | -10,0 |
| 30.9.2020 | 31.12.2019 | |
| Bilanzsumme | 1.773,1 | 1.808,2 |
| Eigenkapital | 668,2 | 727,7 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 37,7 | 40,2 |
| Working Capital | 464,0 | 478,3 |
| Nettoverschuldung | 550,4 | 546,2 |
| Liquide Mittel | 196,1 | 135,1 |
| Beteiligungen (Anzahl zum Stichtag) |
46 | 47 |
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| ― | INDUS im Aufwärtstrend bei weiter unsicheren Rahmenbedingungen |
| ― | Erste neun Monate im Zeichen der Corona-Pandemie |
| ― | Deutlich positive Entwicklung in Q3: Operatives Ergebnis fast auf Vorjahresniveau |
| ― | Prognose für das Geschäftsjahr 2020 bestätigt |

mit diesem Quartalsbericht schauen wir zurück auf ein für die INDUS-Gruppe trotz aller Corona-Einschränkungen insgesamt erfreuliches drittes Quartal 2020. Im Segment Bau/Infrastruktur bleibt die Ertragslage weiter sehr gut, der Geschäftsverlauf in den Segmenten Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik konnte sich stabilisieren. Und auch im Segment Fahrzeugtechnik steigt seit September die Auslastung wieder etwas an. Beim operativen Ergebnis (EBIT) liegen wir im dritten Quartal annähernd auf dem Niveau des Vergleichsquartals 2019.
Die Agilität unserer mittelständischen Beteiligungsunternehmen ist bemerkenswert. Die Geschäftsführungen meistern gemeinsam mit ihren Mitarbeitern jeden Tag beherzt und flexibel die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Sie passen sich schnell an zum Teil stark schwankende Kundennachfragen an. Sie verhalten sich durchgängig kostenbewusst. Und sie reduzieren konsequent das Working Capital.
Wir haben gemeinsam mit den Mitarbeitern in der Holding unsere Portfoliounternehmen bei der Navigation durch diese unsicheren Zeiten intensiv unterstützt. In der Holding haben wir das Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung weiter konsequent abgearbeitet, unsere rollierende Finanzierung planmäßig umgesetzt und unsere M&A-Aktivitäten fortgeführt:
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| ― | Die Portfoliooptimierung schreitet voran. Wir haben KIEBACK aus dem Segment Fahrzeugtechnik im Juli 2020 verkauft. Die bereits beschlossene Stilllegung der Enkelgesellschaft FICHTHORN, ebenfalls aus dem Segment Fahrzeugtechnik, konnten wir erfreulicherweise abwenden. Stattdessen haben wir das Unternehmen im Oktober an einen Strategen veräußert. Dieser wird den Standort fortführen und einen erheblichen Anteil der Arbeitsplätze erhalten. Für BACHER aus dem Segment Metalltechnik wurde nach Abschluss des in der Schweiz verbindlichen Konsultationsverfahrens die Einstellung des Betriebs im Jahr 2021 beschlossen. Der förmliche Beschluss der Generalversammlung der BACHER AG wird noch diesen Dezember mit den Stimmen der INDUS Holding AG als alleiniger Aktionärin erfolgen. |
| ― | Im September haben wir im Rahmen unserer planmäßigen Refinanzierung erstmalig ein ESG-linked Schuldscheindarlehen ("grüner" Schuldschein) auf Basis unseres ISS ESG-Ratings begeben. Wir nutzen es zur Deckung des allgemeinen Finanzierungsbedarfs der INDUSGruppe. Das Volumen des Schuldscheindarlehens belief sich ursprünglich auf 50 Mio. EUR. Aufgrund der hohen Nachfrage auf Investorenseite haben wir das Volumen auf 60 Mio. EUR aufgestockt. |
| ― | Im Bereich M&A arbeiten wir weiter an Unternehmenskäufen. Obwohl der Markt noch ruhig ist, verfolgen wir mehrere aussichtsreiche Projekte. Unsere Finanzstärke, der gute Cashflow und der hohe Cashbestand in der Gruppe geben uns hier ausreichend Handlungsspielraum. |
Mitte November stehen wir traditionell kurz vor dem Abschluss der Planungsrunde für das Geschäftsjahr 2021. Vor dem Hintergrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds ist es für unsere Geschäftsführungen in diesem Jahr besonders schwierig, belastbare Planungen für die Folgejahre vorzulegen. Gerade haben wir den planmäßigen jährlichen Impairment-Test auf den Stichtag 30. September 2020 abgeschlossen. Im Segment Maschinen- und Anlagenbau ergaben sich leichte Wertminderungen auf Firmen- und Geschäftswerte (Goodwill) in Höhe von 2,3 Mio. EUR, im Segment Metalltechnik auf Sachanlagen in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
Natürlich schauen wir aufmerksam auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und die möglichen wirtschaftlichen Folgen des zweiten europaweiten Lockdowns. Unsere Beteiligungen und die Holding sind gut gerüstet. Soweit möglich haben unsere Unternehmen bei der Materialversorgung vorgesorgt. Die Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter werden in den Beteiligungen konsequent umgesetzt. Dort, wo es möglich ist, arbeiten die Mitarbeiter nun wieder zuhause. Trotzdem lassen sich Infektionen, die auch zu vereinzelten Störungen in den Beteiligungen führen können, nicht völlig ausschließen. Darauf sind wir aber vorbereitet und gehen aktuell davon aus, dass unsere Beteiligungsunternehmen im vierten Quartal weitgehend ungestört arbeiten werden.
Deshalb halten wir an unserer Prognose aus dem August für das Geschäftsjahr 2020 fest. Wir erwarten einen Gesamtumsatz zwischen 1,45 und 1,6 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wird zwischen 0 bis 20 Mio. EUR liegen. Unsere Prognose setzt voraus, dass die Corona-Schutzmaßnahmen nicht weiter verschärft werden und der Betrieb der Beteiligungen aufrechterhalten werden kann.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das Jahr 2020 verlangt uns allen eine Menge ab - sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld. Wir als Vorstand von INDUS sind überzeugt, dass gerade dieses schwierige Jahr wieder die Stärke unseres Portfolios vor Augen führt. Breit diversifizierte Aktivitäten, eigenverantwortliche Geschäftsführungen und engagierte Mitarbeiter in den Beteiligungen und in der Holding reagieren kreativ und flexibel auf die vielfältigen Herausforderungen dieses Jahres. Deshalb gehen wir trotz des zweiten Lockdowns zuversichtlich in das letzte Quartal des Jahres.
Bleiben Sie gesund!
Bergisch Gladbach im November 2020
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| Dr. Johannes Schmidt | Dr. Jörn Großmann | Axel Meyer | Rudolf Weichert |
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 1.164,1 | 1.312,8 | -148,7 | -11,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,7 | 26,0 | -13,3 | -51,2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3,2 | 3,4 | -0,2 | -5,9 |
| Bestandsveränderung | -6,4 | -5,8 | -0,6 | -10,3 |
| Gesamtleistung | 1.173,6 | 1.336,4 | -162,8 | -12,2 |
| Materialaufwand | -529,9 | -610,1 | 80,2 | 13,1 |
| Personalaufwand | -377,4 | -396,9 | 19,5 | 4,9 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -151,9 | -161,3 | 9,4 | 5,8 |
| EBITDA | 114,4 | 168,1 | -53,7 | -31,9 |
| Abschreibungen | -110,1 | -77,5 | -32,6 | -42,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 4,3 | 90,6 | -86,3 | -95,3 |
| Finanzergebnis | -10,6 | -13,5 | 2,9 | 21,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -6,3 | 77,1 | -83,4 | <-100 |
| Steuern | -27,2 | -27,0 | -0,2 | -0,7 |
| Ergebnis nach Steuern | -33,5 | 50,1 | -83,6 | <-100 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,8 | 0,7 | 0,1 | 14,3 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | -34,3 | 49,4 | -83,7 | <-100 |
Das Geschäftsjahr 2020 steht ganz im Zeichen der wirtschaftlichen und operativen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die meisten der INDUS-Beteiligungen waren und sind teilweise noch erheblich von den Folgen der Pandemie beeinträchtigt. Umso erfreulicher ist die Entwicklung im dritten Quartal des Geschäftsjahres mit einem operativen Ergebnis (EBIT) nur leicht unter dem Vorjahr. INDUS setzt derzeit ein Maßnahmenpaket zur Portfoliooptimierung um. Bei einzelnen Maßnahmen wird die Umsetzung bis ins Jahr 2021 andauern. Ergebniseffekte sind - soweit möglich - im vorliegenden Abschluss berücksichtigt.
In den ersten neun Monaten 2020 konnten die INDUS-Beteiligungen einen Umsatz in Höhe von 1.164,1 Mio. EUR erzielen. Dies bedeutet eine Reduktion um 148,7 Mio. EUR (-11,3 %) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei gingen die Umsatzerlöse in den Segmenten Fahrzeugtechnik sowie Maschinen und Anlagenbau sehr deutlich zurück. In den Segmenten Medizin- und Gesundheitstechnik und Metalltechnik waren leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Im Segment Bau/ Infrastruktur konnte ein geringes Umsatzwachstum trotz der Corona-Krise erzielt werden. Der organische Umsatzrückgang der INDUS-Gruppe betrug 12,6 %. Anorganisch konnte durch die Vorjahreserwerbe MESUTRONIC und DSG ein Umsatzplus von 1,3 % erzielt werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 12,7 Mio. EUR und waren damit um 13,3 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Im Vorjahr war hierin der Ertrag aus dem Verkauf der TKI Automotive GmbH in Höhe von 16,8 Mio. EUR enthalten.
Die Materialaufwandsquote sank leicht von 46,5 % auf 45,5 %. Die Personalaufwandsquote stieg von 30,2 % auf 32,4 %. Erwartungsgemäß konnten die Personalkosten trotz intensiver Nutzung von Kurzarbeit nicht proportional zu den niedrigeren Produktionsauslastungen gesenkt werden. Der sonstige betriebliche Aufwand reduzierte sich um 9,4 Mio. EUR (5,8 %) auf 151,9 Mio. EUR. Dabei konnten die Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen prozentual zum Umsatz reduziert werden. Lediglich die übrigen Aufwendungen sind aufgrund eines Einmaleffekts durch die Entkonsolidierung der mit Wirkung zum 31. Juli 2020 verkauften Beteiligung KIEBACK und aufgrund von Währungsverlusten gestiegen.
Die Abschreibungen erhöhten sich um 32,6 Mio. EUR auf insgesamt 110,1 Mio. EUR. Darin enthalten sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 69,3 Mio. EUR (Vorjahr: 65,0 Mio. EUR) und Wertminderungen in Höhe von 40,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR). Die Wertminderungen in Höhe von 40,8 Mio. EUR entfallen in Höhe von 33,8 Mio. EUR (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR) auf das Segment Fahrzeugtechnik, in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: keine Wertminderung) auf das Segment Maschinen- und Anlagenbau sowie in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: keine Wertminderung) auf das Segment Metalltechnik.
Das operative Ergebnis (EBIT) für die ersten neun Monate betrug 4,3 Mio. EUR und lag damit um 86,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (90,6 Mio. EUR). Die EBIT-Marge lag bei 0,4 % (Vorjahr: 6,9 %). Der Rückgang ist in erster Linie auf die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie in großen Teilen der INDUS-Gruppe zurückzuführen. Weiterhin sind in diesem Ergebnis die oben erläuterten nicht zahlungswirksamen Wertminderungen in Höhe von insgesamt 40,8 Mio. EUR enthalten. Damit wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen in Höhe von 45,1 Mio. EUR für die ersten neun Monate 2020 erzielt. Betrachtet man das dritte Quartal 2020, so ist das operative Ergebnis von 22,6 Mio. EUR vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie erfreulich. Damit wurde der Vorjahresvergleichswert von 24,2 Mio. EUR fast erreicht.
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 2,9 Mio. EUR von -13,5 Mio. EUR auf -10,6 Mio. EUR. Ursache für die Verbesserung waren insbesondere Erträge aus der geringeren Bewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten. Im Finanzergebnis sind das Zinsergebnis, das Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen und das übrige Finanzergebnis enthalten. Innerhalb des übrigen Finanzergebnisses sind die Bewertungen der Zinsswaps und der Minderheitsanteile ausgewiesen.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit -6,3 Mio. EUR um 83,4 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (77,1 Mio. EUR). Der Steueraufwand betrug 27,2 Mio. EUR nach 27,0 Mio. EUR im Vorjahr. Vor dem Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergab sich ein Periodenergebnis von -33,5 Mio. EUR (Vorjahr: 50,1 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug -1,40 EUR nach 2,02 EUR im Vergleichszeitraum.
Im Durchschnitt der ersten neun Monate 2020 wurden in den Unternehmen der INDUS-Gruppe 10.693 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.818 Mitarbeiter) beschäftigt. Das entspricht einem Rückgang um 125 Mitarbeiter. Bereinigt man den Zugang der Mitarbeiter durch die im vergangenen Jahr erworbenen Beteiligungen MESUTRONIC und DSG, so hat die INDUS-Gruppe 361 Mitarbeiter weniger als im Vorjahresvergleich. Ende September befanden sich etwa 1.250 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Dies entspricht einer Quote von 15 % bei den betroffenen INDUS-Beteiligungen. Im Vergleich zum 30. Juni 2020 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in Kurzarbeit halbiert.
Im Juni 2020 hat der Vorstand der INDU S Holding AG - wie bereits im Bericht zum zweiten Quartal dargelegt - das Maßnahmenpaket "Zwischenspurt" zur Portfoliooptimierung beschlossen und seitdem umgesetzt.
Im Zuge dieses Maßnahmenpakets wurde die KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück, aus dem Segment Fahrzeugtechnik am 24. Juli 2020 veräußert. Die Entkonsolidierung des Unternehmens wurde zum 31. Juli 2020 durchgeführt.
Ebenfalls im Segment Fahrzeugtechnik konnte die bereits beschlossene Stilllegung der Enkelgesellschaft FICHTHORN GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der SELZER Holding GmbH, erfreulicherweise abgewendet werden. Stattdessen wurde die Veräußerung des Unternehmens an einen Strategen beschlossen, der den Standort fortführen und einen erheblichen Anteil der Arbeitsplätze erhalten wird. Die Veräußerung erfolgte nach dem Quartalsende mit Wirkung zum 16. Oktober 2020.
Für die BACHER AG aus dem Segment Metalltechnik wurde nach Abschluss des in der Schweiz verbindlichen Konsultationsverfahrens die Einstellung des Betriebs im Jahr 2021 beschlossen. Ausstehend ist lediglich noch der förmliche Beschluss der Generalversammlung der BACHER AG, der noch im Dezember 2020 mit den Stimmen der INDUS Holding AG als alleiniger Aktionärin erfolgen wird.
Bereits im Februar 2020 konnte SIMON den Geschäftsbereich SIMON Kinetics an die britische Titus Group veräußern. Der Geschäftsbereich SIMON Kinetics stellt Möbelbeschläge und Dämpfungssysteme her.
Weiterhin wurde der operative Geschäftsbetrieb des Bereichs Kunststoffgalvanik von SIMON aus dem Segment Metalltechnik zum Ende des dritten Quartals 2020 eingestellt. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit wäre wegen des erheblichen Investitionsbedarfs aufgrund des anstehenden EU-weiten Verbots von Chrom(VI)-oxid unrentabel geworden.
Im vorliegenden Abschluss zum dritten Quartal 2020 führen diese Maßnahmen in ihrer Gesamtheit zu Wertberichtigungen und Aufwand von in Summe 16,0 Mio. EUR. Darin enthalten sind Wertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Bildung von Veräußerungsgruppen und auf aktive latente Steuern. Außerdem eingeschlossen sind Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen und für die Entkonsolidierung von KIEBACK. Davon entfallen 11,9 Mio. EUR auf das Segment Fahrzeugtechnik und 4,1 Mio. EUR auf das Segment Metalltechnik.
INDUS hat im Januar 2020 planmäßig die Anteile eines Altgesellschafters und bisherigen Geschäftsführers an der M+P International Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover, erworben. Durch den Erwerb der Anteile in Höhe von 14,5 % konnte INDUS die Geschäftsanteile an M+P auf 91,06 % erhöhen. M+P ist Anbieter von Mess- und Testsystemen zur Schwingungsprüfung und -analyse und gehört seit Januar 2017 zur INDUS-Gruppe.
Im April 2020 und im September 2020 hat INDUS planmäßig jeweils 10 % der Anteile an der PEISELER Holding GmbH, Remscheid, von den Altgesellschaftern und bisherigen Geschäftsführern erworben. Durch den Erwerb der Anteile erhöht sich der Anteil von INDUS an PEISELER auf 100 %. PEISELER fertigt hochpräzise Teilgeräte und Schwenkeinrichtungen für Werkzeugmaschinen und gehört seit Mai 2017 zum INDUS Portfolio.
Im April 2020 wurden weiterhin sämtliche Restanteile an der MBN Maschinenbaubetriebe Neugersdorf GmbH, Neugersdorf, von den Altgesellschaftern erworben. Durch den planmäßigen Erwerb der 25 % Restanteile befinden sich nun 100 % der Anteile an MBN bei INDUS. Die MBN-Gruppe entwickelt und fertigt automatisierte Anlagen sowie Maschinen für die Fahrzeugendmontage und gehört seit November 2014 zur INDUS-Gruppe.
Im Juni 2020 hat INDUS die 15 % Restanteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG von den Altgesellschaftern erworben. Durch den Erwerb hält INDUS nun 100 % der Anteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG. SELZER gehört seit 2005 zur INDUS-Gruppe und stellt einbaufertige Komponenten und Baugruppen aus Metall für Getriebe, Bremsen sowie Motoren von Automobilen her.
Die INDUS Holding AG gliedert ihr Beteiligungsportfolio in fünf Segmente: Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin- und Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Zum 30. September 2020 umfasste das Beteiligungsportfolio 46 operative Einheiten.
Im Segment Bau/Infrastruktur konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,7 Mio. EUR (0,2 %) auf 295,6 Mio. EUR leicht gesteigert werden. Der Segmentumsatz war im Vorjahr bereits auf einem sehr hohen Niveau und konnte im Berichtszeitraum auf diesem Level gehalten werden.
Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Umsatz überproportional um 13,0 % auf 53,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,0 Mio. EUR) an. Die EBIT-Marge erreichte mit 18,0 % einen sehr hohen Wert. Sie übertraf die gute Marge aus dem Vorjahr (15,9 %) um 2,1 Prozentpunkte. Für das Einzelquartal vom 1. Juli 2020 bis 30. September 2020 wurde eine Marge von 17,5 % erzielt.
Insgesamt ist die Entwicklung im Segment Bau/Infrastruktur in den ersten neun Monaten 2020 sehr erfreulich. Trotz der Corona-Krise konnten die Segmentunternehmen bei quasi unverändertem Umsatz das operative Ergebnis deutlich verbessern. Wir erwarten für die verbleibenden drei Monate eine saisonale Abschwächung des Geschäfts auf weiterhin hohem Niveau.
Für das Gesamtjahr gehen wir aktuell im Vergleich zum Vorjahr von einem leicht sinkenden Umsatz und einem operativen Ergebnis (EBIT) auf Vorjahresniveau aus. Das setzt voraus, dass es in den verbleibenden Wochen des Jahres nicht noch zu erheblichen Störungen durch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie kommen wird.
Die Investitionen im Segment betrafen ausschließlich Sachinvestitionen. Sie lagen mit 11,4 Mio. EUR leicht über dem Vorjahr (11,0 Mio. EUR).
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 295,6 | 294,9 | 0,7 | 0,2 |
| EBITDA | 64,7 | 57,2 | 7,5 | 13,1 |
| Abschreibungen | -11,6 | -10,2 | -1,4 | -13,7 |
| EBIT | 53,1 | 47,0 | 6,1 | 13,0 |
| EBIT-Marge in % | 18,0 | 15,9 | 2,1 pp | - |
| Investitionen | 11,4 | 11,0 | 0,4 | 3,6 |
| Mitarbeiter | 1.890 | 1.867 | 23 | 1,2 |
Das Segment Fahrzeugtechnik wird weiterhin von der bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 deutlich spürbaren strukturellen Krise im Automotive-Markt und den massiven Folgen der Corona-Krise belastet. Um die unmittelbaren Folgen der Corona-Krise abzumildern, wurde in erheblichem Umfang das Instrument der Kurzarbeit genutzt: Ende Juni befanden sich rund 45 % der Mitarbeiter an deutschen und schweizerischen Standorten in diesem Segment in Kurzarbeit; zum Ende des dritten Quartals waren immer noch rund 30 % der Mitarbeiter in Kurzarbeit.
Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 69,6 Mio. EUR bzw. 26 % auf 198,2 Mio. EUR. In dem starken Rückgang spiegelt sich die extreme Absatzschwäche während der Monate April und Mai sowie die geringe Dynamik des Wiederanlaufens in den Monaten Juni bis August wider. Im September wurden zum ersten Mal in diesem Geschäftsjahr bei einigen Segmentunternehmen wieder Umsatzerlöse realisiert, die an das Vorjahresniveau anknüpfen. Es bleibt abzuwarten, wie die Unternehmen von dem zweiten Lockdown ab November betroffen sein werden.
Die Nutzung von Kurzarbeit und Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnten die Auswirkungen des starken Umsatzrückgangs nur zum Teil kompensieren. Obwohl bei den beiden bekannten Serienzulieferern die Repositionierungen vorankommen, belasten diese das Segmentergebnis zusätzlich.
Im Juni 2020 wurde im Rahmen des Maßnahmenpakets zur Portfoliooptimierung die Veräußerung der KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück, beschlossen. Der Abgang von KIEBACK erfolgte Ende Juli 2020. Die bereits im zweiten Quartal beschlossene Stilllegung der Enkelgesellschaft FICHTHORN GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der SELZER Holding, konnte abgewendet werden. Stattdessen wurde im dritten Quartal die Veräußerung des Unternehmens an einen Strategen beschlossen, der den Standort fortführen und einen erheblichen Anteil der Arbeitsplätze erhalten wird. Das Unternehmen wurde nach Quartalsende mit Wirkung zum 16. Oktober 2020 veräußert. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der Veräußerung von KIEBACK und der bevorstehenden Veräußerung von FICHTHORN im Berichtszeitraum Aufwendungen in Höhe von 11,9 Mio. EUR erfasst, davon 8,2 Mio. EUR bereits im zweiten Quartal.
Aufgrund der gesunkenen Ertragsaussichten für die Zukunft wurden bereits im zweiten Quartal Wertminderungen (Impairments) auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 29,2 Mio. EUR vorgenommen.
Aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Maßnahmenpakets zur Portfoliooptimierung und der vorgenommenen Wertberichtigungen beträgt das operative Ergebnis (EBIT) -74,9 Mio. EUR. Die EBIT-Marge verminderte sich auf -37,8 %. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag mit -41,1 Mio. EUR um 31,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert. Unter Berücksichtigung des Verkaufs einer at-Equity-Beteiligung im Vorjahresquartal und den Belastungen aus dem Maßnahmenpaket "Zwischenspurt" liegt das vergleichbare EBIT vor Wertminderungen und genannten Sondereffekten bei -34,8 Mio. EUR gegenüber -26,9 Mio. EUR im Vorjahr.
Das dritte Quartal 2020 war sowohl hinsichtlich der Umsatzerlöse als auch des operativen Ergebnisses nach Eliminierung der Sondereffekte und Wertminderungen das bisher beste Quartal im Berichtszeitraum. Ob sich dieser Trend im vierten Quartal verstetigen wird, ist wegen der anhaltenden Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung des Automotive-Markts unklar. Das Abrufverhalten der Kunden ist weiter instabil und die möglichen Auswirkungen der sich verschärfenden Corona-Pandemie und des damit verbundenen zweiten Lockdowns im November sind aktuell ungewiss.
In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr weiter von stark sinkendem Umsatz und einem deutlich negativen operativen Ergebnis (EBIT) aus.
Die Investitionen lagen mit 7,3 Mio. EUR aufgrund der restriktiven Investitionspolitik seit Beginn der Corona-Krise um 7,0 Mio. EUR unter den Investitionen im Vorjahresvergleichszeitraum.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 198,2 | 267,8 | -69,6 | -26,0 |
| EBITDA | -20,2 | 10,5 | -30,7 | <-100 |
| Planmäßige Abschreibungen |
-20,9 | -20,6 | -0,3 | -1,5 |
| EBIT vor Wertminderungen | -41,1 | -10,1 | -31,0 | <-100 |
| EBIT-Marge vor Wertminderungen in % | -20,7 | -3,8 | -16,9 pp | - |
| Wertminderungen | -33,8 | -12,5 | -21,3 | <-100 |
| EBIT | -74,9 | -22,6 | -52,3 | <-100 |
| EBIT-Marge in % | -37,8 | -8,4 | -29,4 pp | - |
| Investitionen | 7,3 | 14,3 | -7,0 | -49,0 |
| Mitarbeiter | 3.228 | 3.372 | -144 | -4,3 |
Im Segment Maschinen- und Anlagenbau sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich um 57,5 Mio. EUR (-18,1 %) auf 260,5 Mio. EUR. Bis auf eine Ausnahme waren bei sämtlichen Beteiligungen des Segments rückläufige Umsätze zu verzeichnen. Besonders die Unternehmen mit Zulieferungen in die Werkzeugmaschinenindustrie und Beteiligungen der Automatisierungstechnik sind weiter massiv von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen.
Die gesunkenen Zukunftserwartungen einer Beteiligung aus der Werkzeugmaschinenindustrie führten dazu, dass zum 30. September 2020 Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 2,3 Mio. EUR vorgenommen wurden.
Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 21,7 Mio. EUR (-60,3 %) auf 14,3 Mio. EUR. Dieser Effekt beruht auf gesunkenen Ergebnissen von nahezu allen Segmentunternehmen. Die EBIT-Marge für den Berichtszeitraum lag mit 5,5 % deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert. Allerdings ist das dritte Quartal mit einer Marge von 10,8 % das bislang stärkste Quartal im Berichtsjahr.
Der Auftragsbestand im Segment ist unbefriedigend. Insbesondere die Segmentunternehmen im Projektgeschäft haben bestehende Aufträge in erheblichem Umfang abgearbeitet und spüren gleichzeitig nach wie vor eine große Zurückhaltung der Kunden bei der Neuvergabe von Aufträgen. In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von einem stark sinkenden Segmentumsatz aus. Für das letzte Quartal erwarten wir, sofern nicht noch unerwartete Auswirkungen des zweiten Corona-Lockdowns auftreten, aber eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge. Insgesamt muss für das Gesamtjahr dennoch mit einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) gerechnet werden. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 6 bis 8 % liegen.
Die Investitionen des Berichtszeitraums in Höhe von 2,5 Mio. EUR betreffen Sachinvestitionen. In den Investitionen des Vorjahres in Höhe von 28,3 Mio. EUR ist neben den Sachinvestitionen der Erwerb der MESUTRONIC-Gruppe enthalten.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 260,5 | 318,0 | -57,5 | -18,1 |
| EBITDA | 31,9 | 49,8 | -17,9 | -35,9 |
| Planmäßige Abschreibungen |
-15,2 | -13,8 | -1,4 | -10,1 |
| EBIT vor Wertminderungen |
16,6 | 36,0 | -19,4 | -53,9 |
| EBIT-Marge vor Wertminderungen in % | 6,4 | 11,3 | -4,9 pp | - |
| Abschreibungen | -2,3 | 0,0 | -2,3 | - |
| EBIT | 14,3 | 36,0 | -21,7 | -60,3 |
| EBIT-Marge in % | 5,5 | 11,3 | -5,8 pp | - |
| Investitionen | 2,5 | 28,3 | -25,8 | -91,2 |
| Mitarbeiter | 2.247 | 2.147 | 100 | 4,7 |
Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik konnte in den ersten neun Monaten 2020 einen Umsatz von 106,7 Mio. EUR erwirtschaften. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 14,3 Mio. EUR (-11,8 %) im Vorjahresvergleich. Im dritten Quartal sind die Umsätze im Vergleich zum Vorquartal wieder angestiegen; so waren die Unternehmen des Segments im zweiten Quartal 2020 unerwartet stark von den Folgen der Corona-Pandemie während des Lockdowns betroffen, da elektive Operationen entfielen und die Verkaufsmöglichkeiten im Bereich Rehabilitationstechnik eingeschränkt waren. Im dritten Quartal lag der Umsatz noch 9 % unter dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.
In den ersten neun Monaten 2020 sank das operative Ergebnis (EBIT) um 6,2 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR. Sämtliche Segmentunternehmen sind von diesem Ergebnisrückgang betroffen. Die EBIT-Marge des Segments betrug 7,3 % (Vorjahr: 11,6 %) und lag damit deutlich unterhalb des Vorjahresvergleichswerts.
In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von sinkendem Umsatz und einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 7 bis 9 % liegen. Im vierten Quartal könnten sich allerdings nach den Erfahrungen aus dem zweiten Quartal kurzfristig noch negative Effekte durch den zweiten Lockdown ergeben.
Die Investitionen lagen mit 3,0 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (2,8 Mio. EUR).
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 106,7 | 121,0 | -14,3 | -11,8 |
| EBITDA | 15,3 | 21,0 | -5,7 | -27,1 |
| Abschreibungen | -7,5 | -7,0 | -0,5 | -7,1 |
| EBIT | 7,8 | 14,0 | -6,2 | -44,3 |
| EBIT-Marge in % | 7,3 | 11,6 | -4,3 pp | - |
| Investitionen | 3,0 | 2,8 | 0,2 | 7,1 |
| Mitarbeiter | 1.656 | 1.716 | -60 | -3,5 |
Das Segment Metalltechnik verzeichnete in den ersten neun Monaten 2020 einen Umsatzrückgang um 8,0 Mio. EUR (-2,6 %) auf 303,3 Mio. EUR. Im dritten Quartal 2020 konnte mit 109,3 Mio. EUR aber wieder ein Umsatz annähernd auf Vorjahresniveau (Q3 2019: 110,8 Mio. EUR) erwirtschaftet werden.
Das operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen lag mit 14,9 Mio. EUR um 8,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die meisten der Segmentunternehmen wurden durch die Corona-Krise stark belastet und mussten in hohem Maße Kurzarbeit anmelden. Zu beachten ist dabei, dass in dem Segmentergebnis erhebliche Belastungen aus der weiter verschärften Geschäftsentwicklung der Schweizer BACHER AG enthalten sind. Die EBIT-Marge vor Wertminderungen lag mit 4,9 % um 2,6 Prozentpunkte unterhalb des Vorjahresvergleichswerts (7,5 %). Seit Ende des Lockdowns hat sich die Ertragssituation im Segment Metalltechnik aber deutlich verbessert. Die EBIT-Marge vor Wertminderungen für das dritte Quartal betrug 6,3 % (Vorjahr: 7,3 %).
Im aktuellen Quartal wurden weitere 0,6 Mio EUR Wertminderungen auf Sachanlagen bei der BACHER AG erfasst. Aufgrund gesunkener Ertragsaussichten für die Zukunft wurden bereits im zweiten Quartal Wertminderungen (Impairments) auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR vorgenommen.
Das operative Ergebnis (EBIT) betrug demzufolge für die ersten neun Monate 10,2 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von 3,4 %.
Für die BACHER AG wurde nach Abschluss des in der Schweiz verbindlichen Konsultationsverfahrens die Einstellung des Betriebs im Jahr 2021 beschlossen. Ausstehend ist lediglich noch der förmliche Beschluss der Generalversammlung der BACHER AG, der noch im Dezember 2020 mit den Stimmen der INDUS Holding AG als alleiniger Aktionärin erfolgen wird.
In unserer Prognose gehen wir für das Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr von sinkendem Umsatz und einem stark sinkenden operativen Ergebnis (EBIT) aus. Die EBIT-Marge wird innerhalb eines Bandes von 2 bis 4 % liegen, sofern im vierten Quartal nicht noch derzeit unerwartete Störungen durch den zweiten Corona-Lockdown auftreten.
Das Investitionsvolumen lag mit 3,7 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (8,2 Mio. EUR).
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 303,3 | 311,3 | -8,0 | -2,6 |
| EBITDA | 28,3 | 36,1 | -7,8 | -21,6 |
| Planmäßige Abschreibungen |
-13,4 | -12,7 | -0,7 | -5,5 |
| EBIT vor Wertminderungen |
14,9 | 23,4 | -8,5 | -36,3 |
| EBIT-Marge vor Wertminderungen in % | 4,9 | 7,5 | -2,6 pp | - |
| Wertminderungen | -4,7 | 0,0 | -4,7 | - |
| EBIT | 10,2 | 23,4 | -13,2 | -56,4 |
| EBIT-Marge in % | 3,4 | 7,5 | -4,1 pp | - |
| Investitionen | 3,7 | 8,2 | -4,5 | -54,9 |
| Mitarbeiter | 1.632 | 1.680 | -48 | -2,9 |
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Operativer Cashflow | 98,2 | 106,5 | -8,3 | -7,8 |
| Zinsen | -13,6 | -15,0 | 1,4 | 9,3 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 84,6 | 91,5 | -6,9 | -7,5 |
| Auszahlungen für Investitionen | -28,1 | -65,5 | 37,4 | 57,1 |
| Ein-/Auszahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | -0,9 | 1,4 | -2,3 | <-100 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,0 | -64,1 | 35,1 | 54,8 |
| Auszahlungen Dividende | -19,6 | -36,7 | 17,1 | 46,6 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -0,5 | -0,3 | -0,2 | -66,7 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 140,0 | 111,4 | 28,6 | 25,7 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -76,3 | -64,5 | -11,8 | -18,3 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -14,4 | -17,5 | 3,1 | 17,7 |
| Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -22,3 | -2,4 | -19,9 | <-100 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 6,9 | -10,0 | 16,9 | >100 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | 62,5 | 17,4 | 45,1 | >100 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -1,3 | 0,6 | -1,9 | <-100 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | -0,2 | 0,0 | -0,2 | - |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 135,1 | 109,6 | 25,5 | 23,3 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 196,1 | 127,6 | 68,5 | 53,7 |
Trotz des um 80,8 Mio. EUR deutlich gesunkenen Ergebnisses nach Steuern beträgt der operative Cashflow in den ersten neun Monaten 2020 gute 98,2 Mio. EUR und liegt damit lediglich um 8,3 Mio. EUR unterhalb des operativen Cashflows in der Vergleichsperiode. Dabei konnte das Working Capital insgesamt um 14,3 Mio. EUR gesenkt werden, im Vorjahresvergleichszeitraum wuchs das Working Capital hingegen um 46,0 Mio. EUR. Insgesamt sank der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um -6,9 Mio. EUR auf 84,6 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -29,0 Mio. EUR nach -64,1 Mio. EUR im Vorjahr. Im Berichtszeitraum betrugen die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 26,7 Mio. EUR und lagen damit deutlich niedriger als im Vorjahresvergleichszeitraum (43,3 Mio. EUR). Der Rückgang steht im Zusammenhang mit der restriktiven Investitionspolitik aufgrund der Corona-Krise. Die Investitionen des Vorjahres beinhalten zudem den Erwerb der MESUTRONIC-Gruppe im Juni 2019. Die (negativen) Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten beinhalten mit -4,3 Mio. EUR den Abgang liquider Mittel aus dem Verkauf der KIEBACK GmbH & Co. KG.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -29,0 Mio. EUR nach -64,1 Mio. EUR im Vorjahr und ist damit insgesamt um 16,9 Mio. EUR angestiegen. Der Nettokreditaufnahme in Höhe von 63,7 Mio. EUR stehen die Auszahlung einer reduzierten Dividende, die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und die Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitsanteilen gegenüber.
Die Auszahlung der Dividende hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Dividende pro Aktie um 17,1 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR reduziert. Weiterhin wurden in den ersten neun Monaten fällige, teilweise bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 22,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) getilgt. Die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten betrugen 14,4 Mio. EUR und lagen somit unter dem Vorjahresvergleichswert. Die liquiden Mittel lagen mit 196,1 Mio. EUR über dem hohen Bestand von 135,1 Mio. EUR zum Jahresende 2019 und über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser relativ hohe Bestand an liquiden Mitteln ist dem bewusst durchgeführten Aufbau eines Liquiditätspuffers bei der Holding als Vorsichtsmaßnahme wegen möglicher Auswirkungen der Corona-Pandemie geschuldet und berücksichtigt auch planmäßige Tilgungen im vierten Quartal 2020.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2020 | 31.12.2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 985,2 | 1.058,2 | -73,0 | -6,9 |
| Anlagevermögen | 970,7 | 1.039,2 | -68,5 | -6,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 14,5 | 19,0 | -4,5 | -23,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 787,9 | 750,0 | 37,9 | 5,1 |
| Vorräte | 371,9 | 381,4 | -9,5 | -2,5 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 213,8 | 233,5 | -19,7 | -8,4 |
| Liquide Mittel | 196,1 | 135,1 | 61,0 | 45,2 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6,1 | 0,0 | 6,1 | - |
| Bilanzsumme | 1.773,1 | 1.808,2 | -35,1 | -1,9 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.385,7 | 1.389,4 | -3,7 | -0,3 |
| Eigenkapital | 668,2 | 727,7 | -59,5 | -8,2 |
| Fremdkapital | 717,5 | 661,7 | 55,8 | 8,4 |
| davon Rückstellungen | 54,5 | 54,4 | 0,1 | 0,2 |
| davon Verbindlichkeiten und latente Steuern | 663,0 | 607,3 | 55,7 | 9,2 |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 387,4 | 418,8 | -31,4 | -7,5 |
| davon Rückstellungen | 93,5 | 74,6 | 18,9 | 25,3 |
| davon Verbindlichkeiten | 293,9 | 344,2 | -50,3 | -14,6 |
| Bilanzsumme | 1.773,1 | 1.808,2 | -35,1 | -1,9 |
Die Konzern-Bilanzsumme der INDUS-Gruppe ist mit 1.773,1 Mio. EUR um 35,1 Mio. EUR niedriger als zum 31. Dezember 2019. Die Reduktion der Bilanzsumme ist insbesondere auf das um 68,5 Mio. EUR verringerte Anlagevermögen zurückzuführen. Insbesondere die Geschäfts- und Firmenwerte sind aufgrund von Wertminderungen um 33,9 Mio. EUR reduziert. Hinzu kommen weitere Wertminderungen bei Sachanlagen und bei immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 6,9 Mio. EUR sowie der Abgang der Vermögenswerte der im Juli 2020 veräußerten KIEBACK GmbH & Co. KG.
Das Working Capital ist aufgrund der pandemiebedingten wirtschaftlichen Entwicklungen im Geschäftsjahr 2020 und aufgrund des restriktiven Working-Capital-Managements um 14,3 Mio. EUR (3,0 %) gegenüber dem Stand zum Jahresbeginn gesunken. Dieser Abbau ist besonders bemerkenswert, da INDUS in den vergangenen Jahren unterjährig stets einen Aufbau des Working Capitals zu verzeichnen hatte. Im Vergleich zum 30. September 2019 ist das Working Capital zum 30. September 2020 um 54,1 Mio. EUR abgebaut worden. Der Gesamtbetrag des Working Capitals zum 30. September 2020 belief sich auf 464,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 478,3 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2020 betrug 37,7 % und lag damit um 2,5 Prozentpunkte unter der Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 (40,2 %). Für diesen Rückgang ist insbesondere das negative Ergebnis nach Steuern für die ersten drei Quartale und die im dritten Quartal abgeflossene Dividende ursächlich.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2020 | 31.12.2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorräte | 371,9 | 381,4 | -9,5 | -2,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 189,1 | 202,5 | -13,4 | -6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -56,2 | -55,9 | -0,3 | -0,5 |
| Erhaltene Anzahlungen | -16,4 | -18,9 | 2,5 | 13,2 |
| Vertragsverpflichtungen | -24,4 | -30,8 | 6,4 | 20,8 |
| Working Capital | 464,0 | 478,3 | -14,3 | -3,0 |
Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen 550,4 Mio. EUR zum 30. September 2020. Damit sind die Nettofinanzverbindlichkeiten um 4,2 Mio. EUR höher als zum 31. Dezember 2019. Der Anstieg setzt sich aus erhöhten Finanzschulden (+65,2 Mio. EUR) und dem gegenläufig wirkenden Anstieg liquider Mittel (+61,0 Mio. EUR) zusammen. Unter Beachtung des deutlichen Abbaus der sonstigen Verbindlichkeiten - u. a. durch den Erwerb von Restanteilen - ist dies eine erfreuliche Entwicklung und dem weiterhin guten operativen Cashflow der Gruppe geschuldet.
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| DIFFERENZ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2020 | 31.12.2019 | ABSOLUT | IN % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzschulden | 607,2 | 546,3 | 60,9 | 11,1 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 139,3 | 135,0 | 4,3 | 3,2 |
| Liquide Mittel | -196,1 | -135,1 | -61,0 | -45,2 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 550,4 | 546,2 | 4,2 | 0,8 |
Im Geschäftsbericht 2019 hat INDUS die Risiken aus der COVID-19-Pandemie, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können, erläutert. Die tatsächlichen Auswirkungen der Pandemierisiken auf die Gruppe in den ersten drei Quartalen werden nachfolgend dargestellt und die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Risiken für das Geschäftsjahr 2020 wird aktualisiert.
Durch die drastischen Maßnahmen zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus kommt es zunehmend zu Störungen des weltweiten Wirtschaftsablaufs. Hinzu kommt die hohe Verunsicherung von Konsumenten und Investoren und deren Auswirkungen auf Konsum und Investitionstätigkeit. Exemplarisch seien auch die Werksschließungen der großen Automobilhersteller genannt, die eine Leistungserbringung der Unternehmen der Gruppe teilweise nicht mehr ermöglichen werden. Die hohe räumliche und sachliche Diversifikation der Beteiligungen der INDUS-Gruppe stellt aber einen klar risikominimierenden Vorteil dar. INDUS geht davon aus, dass bedeutende Teile der wertschöpfenden Produktion aufrechterhalten werden können.
Dieses Risiko hat sich insbesondere im Segment Fahrzeugtechnik durch drastische Umsatzrückgänge, aber auch in Teilen des Segments Maschinen- und Anlagenbau und in der Medizintechnik materialisiert.
Im Segment Fahrzeugtechnik waren erhebliche Absatzeinbrüche auch durch die Werksschließungen der Hauptkunden, im Wesentlichen in den Monaten April und Mai, zu verzeichnen. Im dritten Quartal kam es zu einer spürbaren Erholung. Aktuell besteht aber große Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen des zweiten Lockdowns ab November.
Im Segment Maschinen- und Anlagenbau sind insbesondere diejenigen Beteiligungen mit Absatzeinbrüchen konfrontiert, die über die Lieferkette indirekt an der Entwicklung der Automobilindustrie partizipieren. Aufgrund der deutlichen Investitionszurückhaltung der Kunden nicht nur aus der Automobilindustrie gehen die Auftragsbestände signifikant zurück. Infolgedessen wird es 2021 zu einem nachlaufenden negativen Effekt kommen, bis sich die Investitionsbereitschaft auf der Kundenseite wieder erhöht.
Im Segment Medizintechnik waren aufgrund der unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie deutliche Absatzeinbrüche zu verzeichnen. Ursächlich ist hier insbesondere der Rückgang der "Standard"-Operationen (OP-Sets und Endoskope), die coronabedingten Einschränkungen des Breitensports (Bandagen und Orthesen) und die Einschränkung der Reisetätigkeit (Kompressionsstrümpfe). Die aktuelle Entwicklung deutet auf eine relativ schnelle Normalisierung in diesem Bereich hin, sofern der zweite Lockdown nicht wieder zu Störungen führt.
Bestätigt hat sich die risikominimierende Wirkung des diversifizierten INDUS-Portfolios. Das Segment Bau/Infrastruktur sowie wesentliche Beteiligungen des Segments Maschinen- und Anlagenbau und auch des Segments Metalltechnik sind von der Pandemie nur unwesentlich betroffen. Einzelne Unternehmen im Segment Bau/Infrastruktur konnten auch Chancen realisieren.
Durch die weltweit verfügten Einschränkungen der Reisefreiheit sind Auslandseinsätze (z. B. Montagen) nicht mehr möglich. Die Leistung kann nicht vollständig erbracht und abgerechnet werden; dies betrifft besonders das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Die Schließung ausländischer und gegebenenfalls inländischer Produktionsstätten hemmt die Versorgung mit Vormaterial oder Fertigprodukten. Notwendige Ersatzteile sind nicht zu beschaffen. Es treten massive Störungen in der Lieferkette auf. Auch hier stellen die räumliche und sachliche Diversifikation und die mittelständische Struktur der Beteiligungen der INDUS-Gruppe einen risikominimierenden Vorteil dar. INDUS geht aktuell davon aus, dass bedeutende Teile der wertschöpfenden Produktion aufrechterhalten werden können. Die Beteiligungen arbeiten intensiv an alternativen Bezugsquellen (z. B. Ersatz Norditalien als Bezugsregion) zur Versorgungssicherheit und Aufstockung notwendiger Vorräte und Maschinenersatzteile.
Die Einschränkungen der Reisemöglichkeiten wirken sich insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau auf die Leistungserstellung aus. Anlagen können beim Kunden nicht installiert werden oder umgekehrt durch Lieferanten in eigenen Werken nicht aufgebaut werden. Servicearbeiten können je nach Land nicht durchgeführt werden. Dieser Zustand hat sich durch die zahlreichen Lockdowns in Europa im November nun wieder deutlich verschärft.
Die Versorgung der Beteiligungen mit Vormaterialien war gegeben und den Beteiligungen ist es gelungen, kritische Lieferanten zu ersetzen bzw. Ersatzlieferanten zu qualifizieren. In einigen Fällen waren Sicherheitsläger aufzubauen, mit negativer Wirkung auf das Working Capital. Wesentliche Produktionsausfälle durch Störungen in der Vorlieferkette waren jedoch - auch aufgrund der getroffenen Maßnahmen - bisher nicht zu verzeichnen.
Risiken im Personalbereich ergeben sich durch den Ausfall von Schlüsselpersonen oder auch von ganzen Abteilungen oder Bereichen. Es kann zu Infektionsfällen innerhalb oder außerhalb der betrieblichen Bereiche der Mitarbeiter kommen mit der Folge, dass wesentliche interne Prozesse nicht aufrechterhalten werden können.
Der Schutz der Mitarbeiter vor Ansteckungen ist oberstes Ziel aller Beteiligungen. Dies wird erreicht durch die Befolgung der Verhaltensregeln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Robert Koch-Instituts zum Infektionsschutz. Alle Beteiligungen haben Maßnahmen ergriffen, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Dies sind die räumliche Trennung von einzelnen Mitarbeitern, von Mitarbeitergruppen quer durch die Abteilungen, die starke Nutzung von Homeoffice soweit möglich, zeitversetztes Arbeiten von Mitarbeitergruppen, Webmeetings, das Vermeiden von Kundenbesuchen vor Ort oder bei den Beteiligungen und vieles mehr. Zahlreiche Kommunen haben bereits zum Schutz der Bürger vor Infektionen weitreichende Maßnahmen wie Ausgangssperren, Versammlungsverbote u. ä. ergriffen. INDUS geht davon aus, dass diese konsequenten Maßnahmen Wirkung zeigen und die Ausbreitung wirksam bekämpft werden kann.
Die durch die jeweiligen Geschäftsführungen in den Beteiligungen ergriffenen Maßnahmen haben sich bisher als wirksam erwiesen. Ebenso die Maßnahmen der INDUS Holding selbst. Auch während der Sommermonate mit verstärkter Reisetätigkeit haben sich keine bemerkenswerten Ausfälle in der INDUS-Gruppe ergeben. Durch die gestiegenen Infektionszahlen im September/Oktober und den geplanten Lockdown im November sind die Schutzmaßnahmen weiter verstärkt worden. Es wird wieder vermehrt auf Webmeetings und Homeoffice gesetzt, externe Besuche werden vermieden. Einzelne Beteiligungen haben zwischenzeitlich interne Corona-Schnelltests für die Mitarbeiter organisiert.
Das Arbeiten auf Distanz ist mittlerweile geübte Praxis und dient dem Schutz der Mitarbeiter. Aufgrund des exponentiellen Wachstums der Infektionen sehen wir das Risiko jedoch weiterhin als hoch an, dass es zumindest immer wieder zu kleineren Infektionsausbrüchen in einzelnen Beteiligungsunternehmen kommen kann.
Die Aufrechterhaltung der betrieblichen Funktionen bedingt eine entsprechende Digitalisierung der vitalen Prozesse. Uneingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten und entsprechende IT-Ausstattung sind zur Risikominimierung notwendig. Nach heutigem Kenntnisstand sind die Unternehmen der INDUS-Gruppe gut aufgestellt, bislang vermeldet keine wesentliche Beteiligung IT- oder Kommunikationsstörungen wesentlicher Art. Die INDUS Holding AG kann den Betrieb aufgrund ihrer IT-Umgebung mit vollständig virtuellen Desktops und ausreichenden Bandbreiten der Internetzugänge sowie digitaler Finanzprozesse nach heutigem Kenntnisstand auch für längere Zeit vollumfänglich aufrechterhalten.
Die bisherige tatsächliche Entwicklung entspricht der Einschätzung. Nach den Erfahrungen in der Gruppe schätzen wir das Risiko trotz des zweiten Lockdowns auch für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 eher geringer ein, da die Unternehmen mittlerweile noch besser als zu Jahresanfang vorbereitet sind.
Einhergehend mit dem wirtschaftlichen Einbruch ergeben sich vielfältige finanzwirtschaftliche Risiken. Das Risiko fehlender Leistungserbringung bedingt fehlende Zahlungseingänge. Durch mögliche Insolvenzen von Kunden könnten erwartete Einzahlungen dauerhaft ausfallen. Kunden verlängern einseitig Zahlungsziele oder verlangen eine Preisreduktion bei Aufrechterhaltung von Kapazitäten. Die Auszahlungen sind teilweise fix und können nicht ohne Schadensersatzpflicht gestoppt werden. Es besteht in dieser Situation grundsätzlich ein Liquiditätsrisiko. Mit einer soliden Eigenkapitalausstattung und einem Kreis etablierter und verlässlicher Partner aus dem Bankensektor sieht sich INDUS hier gut aufgestellt. Ebenfalls von Vorteil ist der Risikoausgleich durch die breite Aufstellung der Gruppe. INDUS hat vorsorglich die freie Liquidität zur potenziellen Vermeidung von Engpässen deutlich erhöht. Gleichzeitig haben wir das Monitoring des Zahlungsmittelbestands in der Gruppe deutlich intensiviert. Darüber hinaus bestehen weitere nicht ausgenutzte Kreditlinien, die zusätzlich gezogen werden können. Vorsorglich wurden Investitionen weitgehend gestoppt und potenzielle Unternehmenszukäufe verschoben. Durch diese Maßnahmen haben wir schnell reagiert. Zudem hat die Bundesregierung entsprechende Hilfen für Unternehmen durch Haftungsfreistellung für Kreditinstitute für Unternehmenskredite, über Kurzarbeitergeld und Steuerstundung verkündet. Der Bund übernimmt aktuell weiterhin Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesdeckungen) für Exporte nach China beziehungsweise in Coronavirus-Risikogebiete.
INDUS hat bisher keine wesentlichen Zahlungsausfälle auf Kundenseite zu verzeichnen. Ein Liquiditätsrisiko hat sich bisher nicht materialisiert. Aufgrund der teilweise signifikanten Auswirkungen der Umfeld- und Branchenrisiken auf die Kunden der INDUS-Gruppe erscheint das Ausfallrisiko auf der Kundenseite aber weiterhin erhöht.
Nach heutigem Stand ist die Inanspruchnahme von staatlich unterstützten Finanzierungsmitteln für INDUS selbst nicht vorgesehen und notwendig. Die Liquidität in der Gruppe wird weiterhin eng überwacht und es wird vorsorglich ein erhöhter Liquiditätsbestand für die nächsten Monate aufrechterhalten. Die Möglichkeit, für INDUS weiterhin Fremdkapital zu günstigen Konditionen aufzunehmen, ist nicht eingeschränkt. Die revolvierende Kreditaufnahme im Mai 2020 sowie die Platzierung eines Schuldscheindarlehens im September konnten wie geplant abgeschlossen werden.
Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und den Störungen in den Leistungsbeziehungen ergeben sich signifikante Rechtsfragen und -risiken. Diese bestehen beispielsweise in Bezug auf Force-Majeure-Klauseln und Regelungen zu Lieferausfällen, in Bezug auf Rügepflichten nach den Verträgen und geltendem Recht zur Wahrung der eigenen Rechte für den Fall einer streitigen Auseinandersetzung sowie in Bezug auf die Dokumentation relevanter Ereignisse zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.
Maxime bei COVID-19-Störungen in der Leistungskette in der INDUS-Gruppe ist die gute und unmittelbare Kommunikation mit dem jeweiligen Vertragspartner, um in der aktuellen Lage Streitigkeiten zu vermeiden und eine partnerschaftliche Lösung in der weltweiten Krise zu finden.
Soweit dies nicht möglich ist, unterstützt INDUS die Beteiligungen durch qualifizierte Rechtsexperten.
Aktuell bestehen in der Gruppe keine wesentlichen rechtsanhängigen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2020 schätzen wir das Risiko nach den bisherigen Erfahrungen in der Gruppe weiter eher geringer ein.
Die Corona-Pandemie ist in diesem Zusammenhang ein wertbegründendes Ereignis des laufenden Geschäftsjahres. Aktuell ist unklar, ob die Zukunftserfolgswerte der Beteiligungen wesentlich beeinträchtigt sind. Dies wird von der Dauer der Krise, der Hochlaufkurve nach der Krise, Nachholeffekten ausgefallener Produktion und der nachhaltigen Auswirkung der Pandemie auf die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung abhängen.
Aufgrund der teilweise drastischen Absatz- und Umsatzeinbrüche wurde ein anlassbezogener Wertminderungstest zum 30. Juni 2020 durchgeführt. Der Zukunftserfolgswert einer Beteiligung oder sonstiger Vermögenswerte ist dabei nicht wesentlich durch einen kurzfristigen Umsatz- oder Ergebniseinbruch determiniert, sondern durch die Fähigkeit, nachhaltige Zahlungsströme zu erwirtschaften. Gleichwohl besteht im Lichte der Corona-Pandemie eine höhere Prognoseunsicherheit. Diese spiegelt sich trotz eines historisch niedrigeren Basiszinses in erhöhten Kapitalkosten als objektiviertem Bewertungsmaßstab wider. Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel Geschäfts- und Firmenwerte dieses Zwischenberichts.
Die sich ergebenden Wertminderungen wurden bereits im Abschluss des zweiten Quartals erfolgswirksam erfasst.
Zum 30. September wurde der planmäßige jährliche Wertminderungstest für sämtliche Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden aktuelle Planungen im Rahmen des jährlichen Budgetierungs- und Planungsprozesses erstellt. Der daraus resultierende Wertminderungsbedarf wurde erfolgswirksam erfasst.
Der Vorstand der INDUS Holding AG beobachtet laufend die möglichen Effekte der Corona-Krise auf die Geschäfts- und Firmenwerte.
Für die weiteren Risiken sehen wir keine wesentlichen Veränderungen und verweisen auf den Chancen- und Risikobericht der INDUS Holding AG innerhalb des Geschäftsberichts 2019. Darüber hinaus verweisen wir auf die vorausschauenden Aussagen im Prognosebericht.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise haben die weltweite Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 in eine Rezession geführt. Das IfW erwartet, dass die Weltwirtschaft 2020 um rund 4 % zurückgeht. Die Wirtschaft in China hat sich erholt und wächst gegen den Trend voraussichtlich um 1,4 %. Die USA sind hingegen mit einem BIP-Rückgang von 3,6 % stark von der Pandemie betroffen. Die Arbeitslosigkeit ist zu Beginn der verschärften Corona-Beschränkungen dramatisch angestiegen, erholt sich jedoch mit den Lockerungen und lag im September 2020 bei 7,9 % (März 2020: 3,5 %). Wie sich der Wahlsieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden auf die schwelenden Handelskonflikte, vor allem mit China, auswirkt, ist derzeit noch nicht absehbar. In ganz Europa wurde mit Beginn November faktisch ein zweiter Lockdown beschlossen, was die gerade wieder in der Erholung befindliche wirtschaftliche Aktivität dämpfen wird. Das Ifo ging bereits vor der Verhängung des zweiten Lockdowns von einem Rückgang des BIPs im Euroraum von -8 % im Jahr 2020 aus.
Für das Jahr 2020 wird das BIP in Deutschland voraussichtlich um 5 bis 6 % schrumpfen; in den europäischen Nachbarländern wird zum Teil mit noch höheren Rückgängen gerechnet. Durch die Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen hatte sich das Geschäftsklima für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland nach dem Sommer erstmals in diesem Jahr verbessert. Für den Bereich Bau wird - nach einem starken Wachstum von 8 % trotz Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 - für das zweite Halbjahr von einer Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau ausgegangen. Hintergrund sind stagnierende Auftragseingänge. In der Automobilindustrie gab es nach dem dramatischen Markteinbruch in Europa - mit einem Rückgang der Neuwagenverkäufe von 29% in den ersten drei Quartalen - im September erste Anzeichen einer Erholung. Im Maschinenbau hat die Corona-Pandemie zu deutlichen Einbrüchen der Auftragseingänge und der Kapazitätsauslastung geführt, die sich im dritten Quartal verlangsamt hat. Die Auswirkungen des deutschlandweiten Lockdowns im November 2020 sind noch nicht absehbar.
Die Entwicklung unserer Portfoliounternehmen im dritten Quartal war insgesamt erfreulich. Das Segment Bau/Infrastruktur zeigt sich weiter unbeeindruckt von der Corona-Pandemie. Im Segment Fahrzeugtechnik war ab September ein deutliches Anziehen der Kundenabrufe zu beobachten, was sich auch im vierten Quartal fortzusetzen scheint. Unbefriedigend ist insgesamt der Auftragseingang im Segment Maschinen- und Anlagenbau, was sich wahrscheinlich auch in das Jahr 2021 hinein auswirken wird. Das Segment Medizin- und Gesundheitstechnik hat sich im dritten Quartal deutlich erholt, könnte aber noch im vierten Quartal erneut von den Auswirkungen des zweiten Lockdowns betroffen sein. Auch das Segment Metalltechnik hat sich im dritten Quartal positiv entwickelt und sollte sich auch im vierten Quartal stabil entwickeln.
An unserer Prognose aus dem August 2020 halten wir unverändert fest und belassen wegen der anhaltend hohen Unsicherheit im gesamtwirtschaftlichen Umfeld das breite Prognoseband.
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| IST 2019 | SEGMENTPROGNOSE FÜR 2020 | |
|---|---|---|
| Bau/Infrastruktur | ||
| Umsatz | 388,9 Mio. EUR | Leicht sinkender Umsatz |
| EBIT | 63,0 Mio. EUR | EBIT auf Vorjahresniveau |
| EBIT-Marge | 16,2 % | >15 % |
| Fahrzeugtechnik | ||
| Umsatz | 350,3 Mio. EUR | Stark sinkender Umsatz |
| EBIT | -35,8 Mio. EUR | Negatives EBIT |
| EBIT-Marge | -10,2 % | k. A. |
| Maschinen- und Anlagenbau | ||
| Umsatz | 434,6 Mio. EUR | Stark sinkender Umsatz |
| EBIT | 54,6 Mio. EUR | Stark sinkendes EBIT |
| EBIT-Marge | 12,6 % | 6-8 % |
| Medizin- und Gesundheitstechnik | ||
| Umsatz | 159,7 Mio. EUR | Sinkender Umsatz |
| EBIT | 18,6 Mio. EUR | Stark sinkendes EBIT |
| EBIT-Marge | 11,6 % | 7-9 % |
| Metalltechnik | ||
| Umsatz | 409,2 Mio. EUR | Sinkender Umsatz |
| EBIT | 25,8 Mio. EUR | Stark sinkendes EBIT |
| EBIT-Marge | 6,3 % | 2-4 % |
Für das Gesamtjahr 2020 planen wir mit einem Gesamtumsatz zwischen 1,45 und 1,6 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wird zwischen 0 bis 20 Mio. EUR liegen. Darin enthalten sind die bereits im zweiten Quartal 2020 gebuchten Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) in Höhe von 31,6 Mio. EUR, auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,3 Mio. EUR und Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie weitere Aufwendungen in Höhe von 5,3 Mio. EUR. Hinzu kommen die nun im dritten Quartal gebuchten zusätzlichen Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) in Höhe von 2,3 Mio. EUR und Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass die wirtschaftlichen Folgen des ab November beschlossenen zweiten Lockdowns in Europa nicht mehr kurzfristig zu massiven wirtschaftlichen Einbußen für die INDUS-Unternehmen führen werden. Außerdem gehen wir davon an, dass es unseren Beteiligungsunternehmen aufgrund der guten Vorbereitung gelingen wird, trotz eines zu erwartenden partiell auftretenden Infektionsgeschehens den Geschäftsbetrieb im Wesentlich unbeeinträchtigt fortzuführen.
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| in TEUR | ANHANG | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Q3 2020 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| UMSATZERLÖSE | 1.164.137 | 1.312.784 | 389.938 | 436.259 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12.691 | 25.998 | 3.074 | 20.591 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3.240 | 3.359 | 409 | 542 | |
| Bestandsveränderung | -6.443 | -5.791 | -9.348 | -5.198 | |
| Materialaufwand | [3] | -529.866 | -610.067 | -166.098 | -203.791 |
| Personalaufwand | [4] | -377.437 | -396.859 | -117.752 | -133.737 |
| Abschreibungen | [5] | -110.124 | -77.450 | -25.327 | -34.394 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | [6] | -151.935 | -161.344 | -52.294 | -56.106 |
| OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) | 4.263 | 90.630 | 22.602 | 24.166 | |
| Zinserträge | 189 | 166 | 55 | 58 | |
| Zinsaufwendungen | -12.784 | -11.560 | -4.672 | -3.925 | |
| ZINSERGEBNIS | -12.595 | -11.394 | -4.617 | -3.867 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 558 | 614 | 54 | 260 | |
| Übriges Finanzergebnis | 1.480 | -2.743 | -1.014 | -1.510 | |
| FINANZERGEBNIS | [7] | -10.557 | -13.523 | -5.577 | -5.117 |
| ERGEBNIS VOR STEUERN (EBT) | -6.294 | 77.107 | 17.025 | 19.049 | |
| Steuern | [8] | -27.223 | -27.019 | -11.254 | -6.686 |
| ERGEBNIS NACH STEUERN | -33.517 | 50.088 | 5.771 | 12.363 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 836 | 726 | 202 | 276 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | -34.353 | 49.362 | 5.569 | 12.087 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in EUR |
[9] | -1,40 | 2,02 | 0,23 | 0,49 |
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Q3 2020 | Q3 2019 |
|---|---|---|---|---|
| ERGEBNIS NACH STEUERN | -33.517 | 50.088 | 5.771 | 12.363 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 591 | -5.535 | -1.697 | -2.069 |
| Latente Steuern | -223 | 1.824 | 454 | 615 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 368 | -3.711 | -1.243 | -1.454 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -6.870 | 3.974 | -2.361 | 3.622 |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten (Cashflow Hedge) | 609 | -2.243 | 230 | -431 |
| Latente Steuern | -105 | 354 | -21 | 67 |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -6.366 | 2.085 | -2.152 | 3.258 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | -5.998 | -1.626 | -3.395 | 1.804 |
| GESAMTERGEBNIS | -39.515 | 48.462 | 2.376 | 14.167 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 836 | 726 | 202 | 276 |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | -40.351 | 47.736 | 2.174 | 13.891 |
Die im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 591 TEUR (Vorjahr: -5.535 TEUR). Diese resultieren in erster Linie aus der Erhöhung des Zinssatzes für inländische Pensionsverpflichtungen um 0,2 Prozentpunkte.
Das Ergebnis der Währungsumrechnung resultiert im Wesentlichen aus der Umrechnung der Abschlüsse einbezogener ausländischer Konzerngesellschaften. Die Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente resultiert aus den bei der Holding zur Zinsabsicherung abgeschlossenen Zinsswaps.
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| in TEUR | ANHANG | 30.9.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwert | [10] | 380.890 | 415.169 |
| Nutzungsrechte aus Leasing/Miete | 75.393 | 75.738 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 93.104 | 101.409 | |
| Sachanlagen | 401.231 | 430.679 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 5.978 | 2.843 | |
| Finanzanlagen | 6.538 | 6.366 | |
| At-Equity-bewertete Anteile | 7.517 | 6.951 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.999 | 3.309 | |
| Latente Steuern | 11.507 | 15.720 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 985.157 | 1.058.184 | |
| Vorräte | [11] | 371.861 | 381.364 |
| Forderungen | [12] | 189.059 | 202.527 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 18.656 | 21.107 | |
| Laufende Ertragsteuern | 6.108 | 9.889 | |
| Liquide Mittel | 196.115 | 135.120 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | [13] | 6.179 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 787.978 | 750.007 | |
| BILANZSUMME | 1.773.135 | 1.808.191 |
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| ANHANG | 30.9.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.571 | 63.571 | |
| Kapitalrücklage | 239.833 | 239.833 | |
| Übrige Rücklagen | 362.599 | 422.510 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 666.003 | 725.914 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital | 2.173 | 1.807 | |
| Eigenkapital | 668.176 | 727.721 | |
| Pensionsrückstellungen | 53.157 | 52.942 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 1.385 | 1.482 | |
| Langfristige Finanzschulden | [14] | 607.152 | 546.341 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | [15] | 20.597 | 21.370 |
| Latente Steuern | 35.267 | 39.602 | |
| Langfristige Schulden | 717.558 | 661.737 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 93.532 | 74.608 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | [14] | 139.310 | 135.045 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 56.185 | 55.931 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [15] | 82.899 | 140.096 |
| Laufende Ertragsteuern | 10.657 | 13.053 | |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | [13] | 4.818 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 387.401 | 418.733 | |
| BILANZSUMME | 1.773.135 | 1.808.191 |
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| in TEUR | GEZEICHNETES KAPITAL |
KAPITAL RÜCKLAGE |
GEWINN RÜCKLAGE |
SONSTIGE RÜCKLAGEN | EIGENKAPITAL DER INDUS-AKTIONÄRE | ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER |
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 31.12.2018 | 63.571 | 239.833 | 424.785 | -21.066 | 707.123 | 2.702 |
| Ergebnis nach Steuern | 49.362 | 49.362 | 726 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -1.626 | -1.626 | ||||
| Gesamtergebnis | 49.362 | -1.626 | 47.736 | 726 | ||
| Dividendenzahlung | -36.675 | -36.675 | -295 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis | -134 | |||||
| STAND AM 30.9.2019 | 63.571 | 239.833 | 437.472 | -22.692 | 718.184 | 2.999 |
| STAND AM 31.12.2019 | 63.571 | 239.833 | 447.566 | -25.056 | 725.914 | 1.807 |
| Ergebnis nach Steuern | -34.353 | -34.353 | 836 | |||
| Sonstiges Ergebnis | -5.998 | -5.998 | ||||
| Gesamtergebnis | -34.353 | -5.998 | -40.351 | 836 | ||
| Dividendenzahlung | -19.560 | -19.560 | -470 | |||
| STAND AM 30.9.2020 | 63.571 | 239.833 | 393.653 | -31.054 | 666.003 | 2.173 |
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| in TEUR | EIGEN KAPITAL DES KONZERNS |
|---|---|
| STAND AM 31.12.2018 | 709.825 |
| Ergebnis nach Steuern | 50.088 |
| Sonstiges Ergebnis | -1.626 |
| Gesamtergebnis | 48.462 |
| Dividendenzahlung | -36.970 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -134 |
| STAND AM 30.9.2019 | 721.183 |
| STAND AM 31.12.2019 | 727.721 |
| Ergebnis nach Steuern | -33.517 |
| Sonstiges Ergebnis | -5.998 |
| Gesamtergebnis | -39.515 |
| Dividendenzahlung | -20.030 |
| STAND AM 30.9.2020 | 668.176 |
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an der WEIGAND Bau GmbH sowie Tochtergesellschaften der ROLKO-Gruppe. Die Minderheitsanteile von Personengesellschaften sowie von Kapitalgesellschaften, bei denen aufgrund wechselseitiger Optionsvereinbarungen bereits zum Erwerbszeitpunkt der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der betreffenden Minderheitsanteile vorlag, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -33.517 | 50.088 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 109.025 | 77.450 |
| Steuern | 27.223 | 27.019 |
| Finanzergebnis | 10.557 | 13.523 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 438 | -198 |
| Veränderungen der Rückstellungen | 23.619 | 35.581 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva | 21.779 | -33.271 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva | -33.632 | -29.088 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | -27.249 | -34.601 |
| Operativer Cashflow | 98.243 | 106.503 |
| Gezahlte Zinsen | -13.850 | -15.174 |
| Erhaltene Zinsen | 189 | 166 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 84.582 | 91.495 |
| Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -26.712 | -43.282 |
| Finanzanlagen und at-Equity-bewertete Anteile | -1.315 | -202 |
| Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften | 0 | -22.038 |
| Ein-/Auszahlungen aus Abgängen von | ||
| Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften | -4.305 | 0 |
| Sonstigen Anlagen | 3.378 | 1.462 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28.954 | -64.060 |
| Auszahlungen Dividende | -19.560 | -36.675 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | -470 | -295 |
| Auszahlung aus der Tilgung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten | -22.336 | -2.431 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 140.000 | 111.396 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Krediten | -76.344 | -64.530 |
| Auszahlung aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -14.435 | -17.506 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 6.855 | -10.041 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | 62.483 | 17.394 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -1.267 | 600 |
| Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | -221 | 0 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 135.120 | 109.647 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 196.115 | 127.641 |
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, Deutschland, hat ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 30. September 2020 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Dieser Zwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit IAS 34 in verkürzter Form erstellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert und wurde auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Über verpflichtend neu anzuwendende Standards wird gesondert im Bereich "Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften" berichtet. Ansonsten werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 angewendet, die dort detailliert erläutert sind. Da der vorliegende Zwischenabschluss nicht den vollen Informationsumfang des Jahresabschlusses aufweist, ist dieser Abschluss im Kontext mit dem vorangegangenen Jahresabschluss zu betrachten.
Aus Sicht des Vorstands enthält der vorliegende Quartalsbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die in den ersten drei Quartalen 2020 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen
Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
Alle ab dem Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen sind in dem vorliegenden Zwischenabschluss umgesetzt.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der INDUS Holding AG durch die Anwendung von neuen Standards.
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | -457.363 | -521.181 |
| Bezogene Leistungen | -72.503 | -88.886 |
| Summe | -529.866 | -610.067 |
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -317.120 | -335.312 |
| Soziale Abgaben | -56.595 | -57.933 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -3.722 | -3.614 |
| Summe | -377.437 | -396.859 |
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | -69.324 | -64.950 |
| Wertminderungen | -40.800 | -12.500 |
| Summe | -110.124 | -77.450 |
Die Abschreibungen setzen sich aus den planmäßigen Abschreibungen und aus den Wertminderungen zusammen. Im dritten Quartal 2020 haben sich aus dem planmäßigen jährlichen Wertminderungstest zum 30. September 2020 Wertminderungen in Höhe von 2.925 TEUR ergeben. Bereits im zweiten Quartal haben sich aus dem unterjährigen, anlassbedingten Wertminderungstest zum 30. Juni 2020 Wertminderungen in Höhe von 36.883 TEUR und aus der Abwertung aufgrund der Umgliederung in "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" in Höhe von 992 TEUR ergeben. Die Wertminderungen betreffen in Höhe von 33.924 TEUR Geschäfts- und Firmenwerte (Segment Fahrzeugtechnik: 29.231 TEUR, Segment Maschinen- und Anlagenbau 2.300 TEUR, Segment Metalltechnik: 2.393 TEUR), Sachanlagen in Höhe von 5.378 TEUR (Fahrzeugtechnik: 3.078 TEUR, Metalltechnik: 2.300 TEUR) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.498 TEUR (Fahrzeugtechnik: 1.468 TEUR, Metalltechnik: 30 TEUR).
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | -56.245 | -67.417 |
| Betriebsaufwendungen | -46.203 | -50.554 |
| Verwaltungsaufwendungen | -36.552 | -38.543 |
| Übrige Aufwendungen | -12.935 | -4.830 |
| Summe | -151.935 | -161.344 |
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 189 | 166 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.784 | -11.560 |
| Zinsergebnis | -12.595 | -11.394 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 558 | 614 |
| Marktwerte Zinsswaps | 0 | 2 |
| Minderheitsanteile | 1.058 | -2.755 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 422 | 10 |
| Übriges Finanzergebnis | 1.480 | -2.743 |
| Summe | -10.557 | -13.523 |
Die Position "Minderheitsanteile" beinhaltet die Ergebnisauswirkung aus der Folgebewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten (Call-/Put-Optionen) in Höhe von 2.224 TEUR (Vorjahr: 881 TEUR) sowie die Nachsteuerergebnisse, die Konzernfremden aus Anteilen von Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften mit Call-/Put-Optionen zustehen.
Der Ertragsteueraufwand wird im Zwischenabschluss auf Basis der Prämissen der jeweils aktuellen Steuerplanung errechnet.
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| in TEUR | Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre | -34.353 | 49.362 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) | 24.451 | 24.451 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -1,40 | 2,02 |
Durch die massive Ausbreitung des Coronavirus haben sich signifikante wirtschaftliche Beeinträchtigungen auf einige Beteiligungen der INDUS-Gruppe ergeben. Der Vorstand der INDUS Holding AG hat laufend die Auswirkungen der Corona-Krise auf die einzelnen Beteiligungsunternehmen geprüft und die wirtschaftlichen Auswirkungen zum Anlass genommen, um einen anlassbezogenen unterjährigen Wertminderungstest gem. IAS 36 für die wirtschaftlich stark betroffenen Beteiligungsunternehmen durchzuführen. Darüber hinaus wurden die Geschäfts- und Firmenwerte, die zum 31. Dezember 2019 im Rahmen der Sensitivitätsanalyse auf einen Abwertungsbedarf bei steigenden Kapitalkosten hingedeutet hatten, dem Wertminderungstest unterzogen.
Insgesamt wurden damit elf Beteiligungsunternehmen identifiziert, die dem anlassbezogenen Wertminderungstest unterzogen wurden. Dabei wurde jeweils eine neue anlassbezogene Planungsrechnung zugrunde gelegt. Der Werthaltigkeitstest wurde auf Ebene der Vermögenswerte, auf Ebene der identifizierten operativen CGUs und auf Ebene der Geschäfts- und Firmenwert tragenden CGUs durchgeführt.
Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Cash Generating Unit oder kurz CGU) mit dem Buchwert inklusive des zugeordneten Geschäfts- und Firmenwerts verglichen. Für den erzielbaren Betrag wird bei INDUS in der Regel der Nutzungswert herangezogen.
Der Nutzungswert basiert auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 0,00 %, einer Marktrisikoprämie von 8,00 % sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Die folgenden Vorsteuer-Kapitalkostensätze fanden dabei Verwendung: Bau/Infrastruktur 8,5 %; Fahrzeugtechnik 10,3 %; Maschinen- und Anlagenbau 9,3 %; Medizintechnik 7,0 % und Metalltechnik 8,9 %.
Der anlassbedingte Test hat zu Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 31.624 TEUR geführt. Die Wertminderungen betreffen die Segmente Fahrzeugtechnik in Höhe von 29.231 TEUR und Metalltechnik in Höhe von 2.393 TEUR.
Zum 30. September 2020 wurde der planmäßige jährliche Werthaltigkeitstest für sämtliche Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür lagen von allen Beteiligungsunternehmen aktuelle Planungen vor. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein.
Nach dem detaillierten Planungszeitraum von in der Regel drei Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer globalen Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit Kapitalkostensätzen abgezinst. Diese basieren auf einem risikolosen Zinssatz in Höhe von 0,00 % (Vorjahr: 0,10 %), einer Marktrisikoprämie von 8,00 % (Vorjahr: 7,00 %) sowie auf segmentspezifischen Betafaktoren, die von einer Peer Group abgeleitet wurden, und Fremdkapitalverschuldungssätzen. Die folgenden Vorsteuer-Kapitalkostensätze fanden dabei Verwendung: Bau/Infrastruktur 8,5 % (Vorjahr: 6,3 %); Fahrzeugtechnik 9,5 % (Vorjahr: 8,5 %); Maschinen- und Anlagenbau 9,3 % (Vorjahr: 7,9 %); Medizintechnik 6,7 % (Vorjahr: 6,1 %) und Metalltechnik 8,6 % (Vorjahr: 7,7 %).
Der planmäßige Wertminderungstest hat zu Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 2.300 TEUR geführt. Die Wertminderungen betreffen das Segment Maschinen- und Anlagenbau. Im Vorjahresvergleichszeitraum sind Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 9.652 TEUR vorgenommen worden und betrafen das Segment Fahrzeugtechnik.
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| in TEUR | 30.9.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 128.041 | 132.655 |
| In Arbeit befindliche Erzeugnisse | 93.396 | 96.908 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 120.382 | 124.951 |
| Geleistete Anzahlungen | 30.042 | 26.850 |
| Summe | 371.861 | 381.364 |
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| in TEUR | 30.9.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 168.734 | 180.579 |
| Vertragsforderungen | 18.394 | 19.470 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 1.931 | 2.478 |
| Summe | 189.059 | 202.527 |
Im Segment Fahrzeugtechnik soll eine Enkeltochter veräußert werden. Die Suche nach einem passenden Käufer hat begonnen und die Abwicklung der Transaktion innerhalb der nächsten zwölf Monate wird als höchstwahrscheinlich angesehen. Die Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe wurden bereits zum 30. Juni 2020 in die separaten Bilanzpositionen "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert.
Ebenfalls im Segment Fahrzeugtechnik konnte die bereits beschlossene Stilllegung der Enkelgesellschaft FICHTHORN GmbH & Co. KG abgewendet werden. Das Unternehmen wurde mit Wirkung zum 16. Oktober an einen strategischen Investor veräußert, der den Standort und einen erheblichen Teil der Arbeitsplätze erhalten wird. Daher werden die zugeordneten Vermögenswerte und Schulden zum 30. September ebenfalls in die entsprechenden Bilanzpositionen umgegliedert. FICHTHORN gehörte seit 1996 zu INDUS und ist auf die Fertigung von Einzelteilen, Kleinserien und Baugruppen für die Automobilindustrie spezialisiert.
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| in TEUR | 30.9.2020 | KURZFRISTIG | LANGFRISTIG | 31.12.2019 | KURZFRISTIG | LANGFRISTIG |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 381.503 | 106.008 | 275.495 | 361.694 | 100.992 | 260.702 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 75.941 | 15.220 | 60.721 | 74.520 | 15.971 | 58.549 |
| Schuldscheindarlehen | 289.018 | 18.082 | 270.936 | 245.172 | 18.082 | 227.090 |
| Summe | 746.462 | 139.310 | 607.152 | 681.386 | 135.045 | 546.341 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit 19.187 TEUR (31. Dezember 2019: 40.266 TEUR) bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, soweit die Minderheitsgesellschafter durch Kündigung des Gesellschaftsvertrags oder aufgrund von Optionsvereinbarungen ihre Anteile INDUS andienen können.
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| BAU/ INFRASTRUKTUR | FAHRZEUG TECHNIK |
MASCHINEN-UND ANLAGENBAU | MEDIZIN- UND GESUND HEUS TECHNIK |
METALLTECHNIK | SUMME SEGMENTE | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 295.629 | 198.247 | 260.492 | 106.698 | 303.302 | 1.164.368 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 25.999 | 51.536 | 44.102 | 11.816 | 40.087 | 173.540 |
| Umsatzerlöse | 321.628 | 249.783 | 304.594 | 118.514 | 343.389 | 1.337.908 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 53.112 | -74.938 | 14.328 | 7.774 | 10.195 | 10.471 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | -345 | -96 | 999 | 0 | 0 | 558 |
| Abschreibungen | -11.581 | -54.726 | -17.535 | -7.509 | -18.094 | -109.445 |
| davon planmäßig | -11.581 | -20.949 | -15.235 | -7.509 | -13.371 | -68.645 |
| davon Wertminderungen | 0 | -33.777 | -2.300 | 0 | -4.723 | -40.800 |
| Segment-EBITDA | 64.693 | -20.212 | 31.863 | 15.283 | 28.289 | 119.916 |
| Investitionen | 11.401 | 7.343 | 2.490 | 3.026 | 3.701 | 27.961 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Q1-Q3 2019 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 294.894 | 267.751 | 318.044 | 120.979 | 311.271 | 1.312.939 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 26.387 | 60.329 | 51.604 | 13.872 | 47.409 | 199.601 |
| Umsatzerlöse | 321.281 | 328.080 | 369.648 | 134.851 | 358.680 | 1.512.540 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 46.980 | -22.576 | 36.044 | 13.992 | 23.428 | 97.868 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 241 | 14 | 358 | 0 | 0 | 613 |
| Abschreibungen | -10.229 | -33.082 | -13.808 | -6.956 | -12.709 | -76.784 |
| davon planmäßig | -10.229 | -20.582 | -13.808 | -6.956 | -12.709 | -64.284 |
| davon Wertminderungen | 0 | -12.500 | 0 | 0 | 0 | -12.500 |
| Segment-EBITDA | 57.209 | 10.506 | 49.852 | 20.948 | 36.137 | 174.652 |
| Investitionen | 11.009 | 14.285 | 28.275 | 2.778 | 8.235 | 64.582 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 22.287 | 0 | -249 | 22.038 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERN ABSCHLUSS |
|
|---|---|---|
| Q1-Q3 2020 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -231 | 1.164.137 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -173.540 | 0 |
| Umsatzerlöse | -173.771 | 1.164.137 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -6.208 | 4.263 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 558 |
| Abschreibungen | -679 | -110.124 |
| davon planmäßig | -679 | -69.324 |
| davon Wertminderungen | 0 | -40.800 |
| Segment-EBITDA | -5.529 | 114.387 |
| Investitionen | 66 | 28.027 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 |
| Q1-Q3 2019 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | -155 | 1.312.784 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -199.601 | 0 |
| Umsatzerlöse | -199.756 | 1.312.784 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -7.238 | 90.630 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 614 |
| Abschreibungen | -666 | -77.450 |
| davon planmäßig | 0 | -64.950 |
| davon Wertminderungen | 0 | -12.500 |
| Segment-EBITDA | -6.572 | 168.080 |
| Investitionen | 940 | 65.522 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 22.038 |
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| BAU/ INFRASTRUKTUR | FAHRZEUG TECHNIK |
MASCHINEN-UND ANLAGENBAU | MEDIZIN- UND GESUND- HEITS- TECHNIK |
METALLTECHNIK | SUMME SEGMENTE | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q3 2020 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten |
96.658 | 65.622 | 94.724 | 36.049 | 96.938 | 389.991 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 9.268 | 19.126 | 13.389 | 3.891 | 12.376 | 58.051 |
| Umsatzerlöse | 105.926 | 84.748 | 108.113 | 39.940 | 109.314 | 448.042 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 16.952 | -12.023 | 10.207 | 3.674 | 5.436 | 24.246 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 54 | -96 | 96 | 0 | 0 | 54 |
| Abschreibungen | -3.873 | -6.504 | -7.409 | -2.500 | -4.807 | -25.093 |
| davon planmäßig | -3.873 | -6.504 | -5.109 | -2.500 | -4.181 | -22.167 |
| davon Wertminderungen | 0 | 0 | -2.300 | 0 | -626 | -2.926 |
| Segment-EBITDA | 20.825 | -5.519 | 17.616 | 6.174 | 10.243 | 49.339 |
| Investitionen | 2.925 | 3.385 | 1.317 | 1.244 | 1.716 | 10.587 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Q3 2019 | ||||||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 103.978 | 84.327 | 110.551 | 39.442 | 97.702 | 436.000 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | 9.372 | 19.341 | 16.577 | 4.506 | 13.104 | 62.901 |
| Umsatzerlöse | 113.350 | 103.668 | 127.128 | 43.948 | 110.806 | 498.901 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 19.135 | -17.501 | 13.239 | 4.870 | 7.096 | 26.839 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 61 | 32 | 167 | 0 | 0 | 260 |
| Abschreibungen | -3.448 | -19.284 | -4.776 | -2.381 | -4.273 | -34.162 |
| davon planmäßig | -3.448 | -6.784 | -4.776 | -2.381 | -4.273 | -21.662 |
| davon Wertminderungen | 0 | -12.500 | 0 | 0 | 0 | -12.500 |
| Segment-EBITDA | 22.583 | 1.783 | 18.015 | 7.251 | 11.369 | 61.001 |
| Investitionen | 3.009 | 6.413 | 29.962 | 961 | 9.850 | 50.195 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 27.797 | 0 | -249 | 27.548 |
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| ÜBERLEITUNG | KONZERN ABSCHLUSS |
|
|---|---|---|
| Q3 2020 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten |
-53 | 389.938 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -58.051 | 0 |
| Umsatzerlöse | -58.104 | 389.938 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -1.644 | 22.602 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 54 |
| Abschreibungen | -234 | -25.327 |
| davon planmäßig | -234 | -22.401 |
| davon Wertminderungen | 0 | -2.926 |
| Segment-EBITDA | -1.411 | 47.928 |
| Investitionen | 141 | 10.720 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 0 |
| Q3 2019 | ||
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | 259 | 436.259 |
| Umsatzerlöse mit Konzerngesellschaften | -62.901 | 0 |
| Umsatzerlöse | -62.642 | 436.259 |
| Segmentergebnis (EBIT) | -2.673 | 24.166 |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 0 | 260 |
| Abschreibungen | -232 | -34.394 |
| davon planmäßig | -232 | -21.894 |
| davon Wertminderungen | 0 | -12.500 |
| Segment-EBITDA | -2.441 | 58.560 |
| Investitionen | 808 | 51.003 |
| davon Unternehmenserwerbe | 0 | 27.548 |
Die folgende Tabelle leitet die Summe der operativen Ergebnisse der Segmentberichterstattung über zum Ergebnis vor Steuern der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
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| Q1-Q3 2020 | Q1-Q3 2019 | Q3 2020 | Q3 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) | 10.471 | 97.868 | 24.246 | 26.839 |
| Nicht zugeordnete Bereiche inkl. AG | -5.810 | -7.245 | -1.568 | -2.644 |
| Konsolidierungen | -398 | 7 | -76 | -29 |
| Finanzergebnis | -10.557 | -13.523 | -5.577 | -5.117 |
| Ergebnis vor Steuern | -6.294 | 77.107 | 17.025 | 19.049 |
Die Gliederung der Segmente entspricht unverändert dem aktuellen Stand der internen Berichterstattung. Die Informationen beziehen sich auf die fortgeführten Aktivitäten. Die Zuordnung der Gesellschaften zu den Segmenten wird durch deren Absatzmärkte bestimmt, wenn der ganz überwiegende Sortimentsanteil in dem Marktumfeld abgesetzt wird (Fahrzeugtechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik). Sonst wird auf gemeinsame Merkmale der Produktionsstruktur abgestellt (Bau/Infrastruktur, Maschinen- und Anlagenbau, Metalltechnik).
Die Überleitungen enthalten die Werte der Holding, nicht operativer Einheiten ohne Segmentzuordnung sowie die Konsolidierungen. Hinsichtlich der den Segmentumsätzen zugrunde liegenden Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht.
Die zentrale Steuerungsgröße der Segmente ist das operative Ergebnis (EBIT), entsprechend der Definition im Konzernabschluss. Die Segmentinformationen sind in Übereinstimmung mit den Ausweis- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewandt wurden, ermittelt. Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen auf Basis der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Aufgrund der vielfältigen Auslandsaktivitäten ist eine weitere Aufgliederung nach Ländern nicht sinnvoll, da außerhalb von Deutschland kein Land 10 % des Konzernumsatzes erreicht.
Die langfristigen Vermögenswerte, abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente, beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist ebenfalls nicht sinnvoll, da sich der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland befindet.
Aufgrund der Diversifikationspolitik von INDUS existieren weder einzelne Produkt- oder Dienstleistungsgruppen noch einzelne Kunden, die einen Anteil von größer als 10 % am Umsatz erreichen.
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| in TEUR | KONZERN | INLAND | EU | DRITTLAND |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | ||||
| 1.-3. Quartal 2020 | 1.164.137 | 601.824 | 251.107 | 311.206 |
| 3. Quartal 2020 | 389.938 | 194.602 | 88.475 | 106.861 |
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | ||||
| 30.9.2020 | 964.113 | 818.642 | 54.740 | 90.731 |
| Umsatzerlöse mit externen Dritten | ||||
| 1.-3. Quartal 2019 | 1.312.784 | 675.605 | 286.165 | 351.014 |
| 3. Quartal 2019 | 436.259 | 222.863 | 97.626 | 1.115.770 |
| Langfristige Vermögenswerte abzüglich latenter Steuern und Finanzinstrumente | ||||
| 31.12.2019 | 1.032.789 | 873.328 | 56.787 | 102.674 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Finanzinstrumente dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.
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| BILANZ ANSATZ |
NICHT IM ANWENDUNGS BEREICH IFRS 9 |
FINANZINSTRUMENTE IFRS 9 | DAVON ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTET | DAVON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTET | |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.9.2020 | |||||
| Finanzanlagen | 6.538 | 0 | 6.538 | 2.507 | 4.031 |
| Liquide Mittel | 196.115 | 0 | 196.115 | 0 | 196.115 |
| Forderungen | 189.059 | 18.394 | 170.665 | 0 | 170.665 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21.655 | 10.548 | 11.107 | 59 | 11.048 |
| Finanzinstrumente: AKTIVA | 413.367 | 28.942 | 384.425 | 2.566 | 381.859 |
| Finanzschulden | 746.462 | 0 | 746.462 | 0 | 746.462 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 56.185 | 0 | 56.185 | 0 | 56.185 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 103.496 | 54.628 | 48.868 | 24.834 | 24.034 |
| Finanzinstrumente: PASSIVA | 906.143 | 54.628 | 851.515 | 24.834 | 826.681 |
| 31.12.2019 | |||||
| Finanzanlagen | 6.366 | 0 | 6.366 | 2.482 | 3.884 |
| Liquide Mittel | 135.120 | 0 | 135.120 | 0 | 135.120 |
| Forderungen | 202.527 | 19.470 | 183.057 | 0 | 183.057 |
| Sonstige Vermögenswerte | 24.416 | 13.078 | 11.338 | 34 | 11.304 |
| Finanzinstrumente: AKTIVA | 368.429 | 32.548 | 335.881 | 2.516 | 333.365 |
| Finanzschulden | 681.386 | 0 | 681.386 | 0 | 681.386 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 55.931 | 0 | 55.931 | 0 | 55.931 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 161.466 | 68.717 | 92.749 | 46.521 | 46.228 |
| Finanzinstrumente: PASSIVA | 898.783 | 68.717 | 830.066 | 46.521 | 783.545 |
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| 30.9.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 59 | 34 |
| Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet | 381.859 | 333.365 |
| Finanzielle Vermögenswerte, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 2.507 | 2.482 |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 384.425 | 335.881 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 19.262 | 40.273 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Anschaffungskosten bewertet |
826.681 | 783.545 |
| Derivate mit Sicherungsbeziehung, Hedge Accounting | 5.572 | 6.248 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 851.515 | 830.066 |
Der Vorstand der INDUS Holding AG hat den vorliegenden IFRS-Zwischenabschluss am 11. November 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bergisch Gladbach, den 11. November 2020
INDUS Holding AG
Der Vorstand
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| Dr. Johannes Schmidt | Dr. Jorn Großmann |
| Axel Meyer | Rudolf Weichert |
Nina Wolf
Unternehmenskommunikation
Telefon: +49 (0)2204/40 00-73
E-Mail: [email protected]
Dafne Sanac
Investor Relations
Telefon: +49 (0)2204/40 00-32
E-Mail: [email protected]
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Postfach 10 03 53
51403 Bergisch Gladbach
Telefon: +49(0)2204/40 00-0
Telefax: +49 (0)2204/40 00-20
E-Mail: [email protected] www.indus.de
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| DATUM | EVENT |
|---|---|
| 23. Feb 2021 | Vorläufige Zahlen zum GJ 2020 |
| 23. Mär 2021 | Geschäftsbericht 2020 |
| 24. Mär 2021 | Analystenkonferenz zum GJ 2020 |
| 12. Mai 2021 | Zwischenbericht Q1 2021 |
| 26. Mai 2021 | Hauptversammlung 2021 |
| 11. Aug 2021 | Zwischenbericht Q2/H1 2021 |
| 11. Nov 2021 | Zwischenbericht Q3/9M 2021 |
Zusätzliche Finanztermine finden Sie regelmäßig aktualisiert auf unserer Website unter: https://indus.de/investorrelations/finanztermine/
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
12. November 2020
INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der INDUS Holding AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, unterliegen sie gewissen Risiken und Unsicherheiten. Die künftigen tatsächlichen Ergebnisse können aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, der Wechselkurse und Zinssätze sowie der Gesetzeslage. Die INDUS Holding AG übernimmt keinerlei Gewährleistung und Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen. Die in diesem Bericht getroffenen Annahmen und Schätzungen werden nicht aktualisiert.
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