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AMAG Austria Metall AG

Interim Report Jul 24, 2025

734_ir_2025-07-24_86ca2726-6848-4d64-b605-4577a844311f.pdf

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AMAG AUSTRIA METALL AGCompetence in ALUMINIUM

Finanzbericht 1. Halbjahr 2025 24. Juli 2025

KENNZAHLEN DER AMAG-GRUPPE

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1) Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge und seit Juli 2024 auch ohne Ferialpraktikanten (Anpassung auch rückwirkend für Q2/2024 bzw. H1/2024 erfolgt). Enthält den 20%igen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette sowie das Personal von AMAG components.

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Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.

HIGHLIGHTS DES 1. HALBJAHRES 2025

  • H1/2025 spiegelt erwartungsgemäß den negativen Ergebniseinfluss des handelspolitisch beeinflussten Wirtschaftsumfelds ab Q2/2025 wider
  • Umsatzerlöse um +11,1 % auf 786,2 Mio. EUR, infolge des höheren Aluminiumpreises und der gestiegenen Absatzmenge, gewachsen (H1/2024: 707,7 Mio. EUR)
  • EBITDA von 80,6 Mio. EUR zunehmend beeinflusst von US-Zöllen sowie gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Personalkosten (-15,4 % ggü. H1/2024: 95,3 Mio. EUR)
  • Ergebnis nach Ertragsteuern bei 23,4 Mio. EUR (-29,9 % ggü. H1/2024: 33,4 Mio. EUR)
  • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 76,2 Mio. EUR in etwa auf Vorjahresniveau (H1/2024: 75,7 Mio. EUR)
  • Ausblick 2025: Anpassung der EBITDA-Bandbreite für das Gesamtjahr 2025 auf 110 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR infolge der veränderten Rahmenbedingungen

INHALT

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AKTUELLES ZUM THEMA ESG

ALLGEMEINES

Environment – Social – Governance. Diese drei Begriffe bilden den Rahmen eines ganzheitlichen unternehmerischen Nachhaltigkeitsverständnisses, wie es auch die AMAG bereits seit Jahren verinnerlicht hat. Seit 2013 veröffentlicht die AMAG jährlich einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht und wurde vor allem für ihre Transparenz und den hohen Informationsgrad schon mehrfach ausgezeichnet. Zusätzlich wird quartalsweise auf ausgewählte ESG-Kennzahlen im Rahmen der Quartalspräsentationen bzw. des Halbjahresfinanzberichts eingegangen.

Die gesetzlichen Anforderungen sowie Berichtsstandards unterliegen laufend Neuerungen. Während die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD, (EU) 2022/2464) auf nationaler Ebene noch nicht umgesetzt ist und zugleich seitens EU mit dem Omnibus-Paket eine Gesetzesinitiative zur Vereinfachung von Berichtsstandards verabschiedet werden soll, hat AMAG in der nichtfinanziellen Erklärung 2024 bereits vollständig nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) berichtet, um dem eigenen Anspruch sowie jenem der Stakeholder nach Transparenz und internationaler Vergleichbarkeit gerecht zu werden.

Die Inhalte der nichtfinanziellen Erklärung stehen – neben den ESRS – im Einklang mit dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) sowie der EU-Taxonomie-Verordnung. Es werden unter anderem die integrierte Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie, das Stakeholdermanagement, die doppelte Wesentlichkeitsanalyse sowie das Nachhaltigkeitsprogramm der AMAG dargelegt. Letzteres beinhaltet detaillierte Informationen, darunter Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse zu den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance).

Gemäß den beiden langfristigen Zielen der AMAG, den Fußabdruck zu reduzieren und einen ökologischen, ökonomischen und sozialen Mehrwert zu schaffen, setzt das Unternehmen entsprechende Maßnahmen und trägt damit positiv zur Erreichung der im Einflussbereich der AMAG liegenden Sustainable Development Goals (SDGs) bei. Der Blick geht dabei deutlich über die eigenen Werkstore hinaus und betrachtet im Rahmen eines verantwortungsvollen, nachhaltigen Beschaffungsmanagements auch die Wertschöpfungskette. Im Sinne eines nachhaltigen und breiten ESG-Anspruches erwartet AMAG zum einen von ihren Geschäftspartnern ein ebenso fundiertes und wirkungsvolles Engagement, zum anderen bietet AMAG ihren Kunden mit der Produktlinie AMAG AL4® ever Alumini- umwalz- und -gussprodukte sowie Primäraluminium mit definiertem, niedrigem CO2-Fußabdruck (cradle-to-gate) an und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu einer transparenten und deutlich CO2-reduzierten Aluminium-Lieferkette.

ÜBERBLICK NICHTFINANZIELLE KENNZAHLEN

Nachstehend ein Überblick über wesentliche Nachhaltigkeitskennzahlen des 1. Halbjahres 2025:

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renden Übergangsplan zum Klimaschutz erarbeitet, der als zentrale Dokumente die AMAG-Dekarbo- nisierungsstrategie sowie AMAG-Dekarbonisierungsroadmap enthält und eine vollständige CO2-Neut- ralität des Standorts Ranshofen vorsieht. Erneuerbare Energieträger (Strom und Brennstoffe wie etwa Wasserstoff) sind wesentlicher Bestand-

teil der Dekarbonisierungsroadmap. Die rechtzeitige externe Versorgung in ausreichender Menge und zu international wettbewerbsfähigen Konditionen sind für einen erfolgreichen Übergang zu einer

nachhaltigen Wirtschaft und zur Erreichung der Begrenzung der Erderwärmung unerlässlich. AMAG ist Teil der Wasserstoff-Import-Allianz Österreich (Hydrogen Import Alliance Austria – HIAA), welche aus führenden österreichischen Energie- und Industrieunternehmen besteht und gemeinsam eine Roadmap erarbeitet, um den Import von grünem Wasserstoff nach Österreich voranzutreiben.

Insgesamt fertigt die AMAG über 5.000 unterschiedliche Produkte. Die in der Tabelle dargestellten umweltspezifischen Kennzahlen sind demnach auch stark abhängig vom Produktmix. Als Spezialitätenanbieter ist es der klare Anspruch, den Anteil der Spezialprodukte hoch zu halten. Über 160 Mitarbeitende sind täglich damit beschäftigt, neue innovative Produkte zu erforschen und die Innovationskraft voranzutreiben.

Social: Ein nachhaltiger Unternehmenserfolg basiert insbesondere auch auf der Ressource Mensch, mit welcher es verantwortungsvoll umzugehen gilt. AMAG setzt Ziele und definiert Maßnahmen, um Bedingungen zu schaffen, die eine langfristige Mitarbeiter:innenbindung unterstützen, Entwicklungspotenziale erkennen und fördern sowie ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld gewährleisten. Die Einhaltung der Arbeits-, Menschen- und Sozialrechte wird sowohl an den Produktionsstandorten als auch in der Lieferkette überwacht.

Die Leistung im Bereich Arbeitssicherheit wird mit der Sicherheitskennzahl TRIFR (Total Recordable Injury Frequency Rate) bewertet.1 Prävention und Aufklärung sind für einen stabilen TRIFR-Wert unerlässlich. Um einem erhöhten Unfallaufkommen entgegenzuwirken, werden laufend Unfallursachen evaluiert und entsprechend Arbeitssicherheitsschwerpunkte festgelegt. In die Kategorie Soziales fallen zudem die regelmäßige Unterstützung von diversen Sozialprojekten sowie zahlreiche regionale Kooperationen, wie z. B. mit dem Roten Kreuz, Schulen, Kindergärten und Einrichtungen wie dem Frauenhaus Braunau.

1 Berechnung der TRIFR: Unfälle (pro Kopf) mit Ausfall (LTI = Lost Time Injury) plus Zwischenfälle mit ärztlicher Behandlung (= Medical Treatment) in Relation zur Summe der Produktivstunden, multipliziert mit 200.000 Stunden

Governance: Es liegt im gemeinsamen Interesse der AMAG Austria Metall AG und der Stakeholder, dass Gesetze und Verhaltensgrundsätze (z.B. Verhaltens- und Menschenrechtskodex, umweltbezogene Richtlinien etc.) eingehalten werden. Treten diesbezüglich Bedenken auf bzw. liegt ein Fehlverhalten vor, so kann die AMAG Compliance Line – auch anonym – genutzt werden. Dieses System besteht aus mehreren Meldekanälen und steht sowohl den Mitarbeiter:innen und Geschäftspartnern als auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Auf der Unternehmenshomepage können Hinweise über ein onlinebasiertes System gemeldet werden.

Die Nachhaltigkeitsleistung der AMAG wird durch hervorragende Ratingergebnisse bestätigt. So hat sich AMAG u.a. zum 11. Mal in Folge für den VÖNIX-Nachhaltigkeitsindex der Wiener Börse qualifiziert. Im Zuge der Lieferantenkonferenz der Commercial Aircraft Corporation of China Ltd. (COMAC) im Frühjahr 2025 wurde AMAG mit dem "Win-Win Cooperation Award" ausgezeichnet und damit die kontinuierliche und zuverlässige Lieferung qualitativ hochwertiger Aluminiumprodukte sowie der Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit gewürdigt. Zudem hat Airbus im Rahmen des Supply Chain & Quality Improvement Program (SQIP) an AMAG zum vierten Mal in Folge den "Airbus Accredited Supplier Award" vergeben. Airbus unterstreicht damit die besondere Leistung der AMAG im Bereich Qualität und Liefertreue über einen längeren Zeitraum.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft zeigte sich im ersten Halbjahr 2025 deutlich abgeschwächt, konnte jedoch eine globale Rezession klar vermeiden. Trotz Handelsunsicherheiten, geopolitischen Spannungen und wachsendem Protektionismus wird laut der aktuellen Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)2 vom Juni 2025 ein globales BIP-Wachstum von +2,9 % im Jahr 2025 erwartet (2024: +3,3 %).

Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen der internationalen Konjunktur im Jahr 2025 herausfordernd und volatil. Es ist davon auszugehen, dass die globale Investitionstätigkeit infolge der geopolitischen Unsicherheiten, erhöhten Finanzierungskosten und strukturellen Problemen verhalten bleibt. Die zunehmende Fragmentierung des Welthandels stellt ein bedeutendes Risiko für die Wirtschafsentwicklung im Jahr 2025 dar. Die USA haben unter der neuen Administration mehrere protektionistische Maßnahmen verschärft und insbesondere zahlreiche US-Einfuhrzölle gegen eine Vielzahl an Nationen verhängt. Die OECD merkt hierzu an, dass Handelsbarrieren zu einem Anstieg der Inflation führen und das Wirtschaftswachstum zusätzlich belasten könnte. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Österreich und Deutschland, die stark in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden sind, wären davon besonders betroffen.

Die genaue Ausgestaltung der weiteren Zollpolitik während des Prognosezeitraums – welche Länder oder Produkte betroffen sind, ihre Dauer, eventuelle Ausnahmen und Gegenmaßnahmen – ist nicht vorhersehbar und kann die aktuellen Wirtschaftsprognosen entsprechend beeinflussen.3

Im Euroraum bleibt die wirtschaftliche Dynamik verhalten. Sowohl die OECD als auch das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)4 prognostizieren für 2025 ein Wachstum von +1,0 % und führen Handelsbarrieren und geopolitische Unsicherheiten als wesentliche Konjunkturrisiken an.5 Der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts6 signalisiert seit März eine sukzessive Verbesserung. Dennoch liegt das erwartete BIP-Wachstum für Deutschland laut ifo Institut heuer nur bei +0,3 %. Die schwache Exportnachfrage, hohe Energiepreise und strukturelle Herausforderungen in der Industrie bremsen die Konjunktur.7

Laut der Prognose des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO)8 vom Juni 2025 ist für Österreich mit einer Stagnation im Jahr 2025 zu rechnen. Die schwache Nachfrage hat im laufenden Jahr eine rückläufige Wertschöpfung im sekundären Sektor und eine Stagnation im Bereich der Marktdienstleistungen zur Folge.

Die USA verzeichnen laut dem WIFO9 ein verlangsamtes Wachstum von +1,4 % im Jahr 2025 – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, aber höher als in früheren Schätzungen angenommen. Der private Konsum zeigte sich zu Jahresbeginn 2025 noch widerstandsfähig, verlor jedoch im weiteren Verlauf an Schwung – unter anderem aufgrund gestiegener Unsicherheit und höherer Lebenshaltungskosten.

Für China wird im Jahr 2025 seitens WIFO ein Wirtschaftswachstum von +4,2 % erwartet – getragen vor allem vom Exportsektor, der von der leichten Erholung der globalen Industrieproduktion profitiert. Die Binnenkonjunktur bleibt jedoch schwach, insbesondere aufgrund der anhaltenden Immobilienkrise und einer verhaltenen Konsumnachfrage. Zusätzlichen Druck erzeugen die zunehmenden handelspolitischen Spannungen, insbesondere mit den USA. Die chinesische Regierung hat auf neue US-Zölle mit eigenen Maßnahmen reagiert, was die Unsicherheit für Unternehmen erhöht und den Zugang zu wichtigen Absatzmärkten erschwert. Diese Entwicklungen belasten nicht nur die chinesische Exportwirtschaft, sondern wirken sich auch auf globale Lieferketten und Investitionsentscheidungen aus.10

  • 7 ifo Institut, ifo Konjunkturprognose Sommer 2025, Juni 2025
  • 8 WIFO, WIFO-Konjunkturprognose 2/2025, Juni 2025
  • 9 WIFO, WIFO-Konjunkturprognose 2/2025, Juni 2025
  • 10 WIFO, WIFO-Konjunkturprognose 2/2025, Juni 2025; OECD, OECD Economic Outlook, Juni 2025

2 OECD, OECD Economic Outlook, Juni 2025

3 WIFO, WIFO-Konjunkturprognose 2/2025; Juni 2025; OECD, OECD Economic Outlook, Juni 2025

4 OECD, OECD Economic Outlook, Juni 2025; WIFO, WIFO-Konjunkturprognose 2/2025, Juni 2025

5 OECD, OECD Economic Outlook, Juni 2025

6 ifo Institut, ifo Geschäftsklimaindex, Juni 2025

7

BEDARF AN ALUMINIUMPRODUKTEN

Das Segment Metall ist von den weltweiten Marktentwicklungen beeinflusst. Die globale Nachfrageentwicklung nach Primäraluminium ist demzufolge ein wesentlicher Faktor.

Das Segment Walzen erzielte im 1. Halbjahr 2025 rund 74 % seiner Umsätze in Europa. Die restlichen Mengen an Aluminiumwalzprodukten werden weltweit an die Kunden der AMAG geliefert, womit die globale Bedarfsentwicklung für diesen Produktbereich ebenfalls von Bedeutung ist.

Weltweiter Bedarf an Primäraluminium in Mio. Tonnen11

Aluminium ist ein Werkstoff, der aufgrund einer Vielzahl an positiven Eigenschaften (Gewicht, Stabilität, Formbarkeit etc.) in diversen Branchen eingesetzt und weiterverarbeitet wird. Durch die beinahe 100%ige Recycling-Fähigkeit ohne Qualitätsverlust trägt Aluminium außerdem eine entscheidende Rolle zur Erreichung der Klimaneutralität. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet die Commodity Research Unit (CRU)13 erneut einen Anstieg im weltweiten Bedarf nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten.

Im Detail geht CRU davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Primäraluminium im Jahr 2025 um +1,7 % auf 74,1 Mio. Tonnen ansteigen wird (2024: 72,8 Mio. Tonnen). Der Bedarf nach Aluminiumwalzprodukten soll heuer um +3,0 % auf 32,3 Mio. Tonnen ansteigen (2024: 31,4 Mio. Tonnen). Die primären Einsatzgebiete von Walzprodukten liegen in der Transport-, Verpackungs-, Bauund Maschinenbauindustrie. Gemäß CRU-Prognose ist 2025 mit einem Wachstum in allen genannten Branchen zu rechnen. Der Bedarf in der Verpackungsindustrie soll um +3,6 % auf 17,8 Mio. Tonnen ansteigen. Im Maschinenbau wird ein Zuwachs von +2,1 % auf 1,9 Mio. Tonnen erwartet. Der Transportsektor entwickelt sich mit +1,7 % ebenfalls positiv und soll im Jahr 2025 damit rund 5,6 Mio. Tonnen nachfragen. In den sonstigen Anwendungsgebieten wird mit +4,4 % ein kräftiger Zuwachs auf 3,5 Mio. Tonnen erwartet.

Im Segment Gießen der AMAG ist das Geschäft mit Gusslegierungen ein regionales Geschäft mit Schwerpunkt West- und Zentraleuropa. Wichtigste Abnehmerbranche ist dabei die Automobilindustrie, wohin das Segment rund 60 % der Absatzmenge direkt oder indirekt liefert. Insgesamt blieb das Marktumfeld in der Automobilindustrie in Europa im 1. Halbjahr 2025 verhalten.

Mit Blick auf den für das Segment Gießen wichtigsten Absatzmarkt in Deutschland, lässt sich bei den registrierten PKW-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2025 ein Rückgang von rund -5 % auf 1,4 Mio. Fahrzeuge erkennen. Der darin enthaltene Anteil der rein batteriebetriebenen PKWs konnte sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2024 deutlich um +42 % auf knapp 388.000 Fahrzeuge verbessern. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) weist jedoch darauf hin, dass dieser prozentuelle Anstieg insbesondere infolge des signifikanten Rückgangs im Vorjahr zu relativieren ist. Insgesamt liegen die gesamten in Deutschland registrierten PKW-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2025 immer noch signifikant um -24 % unterhalb des Jahres 2019.14

13 CRU, Aluminium Market Outlook, Mai 2025; CRU, Aluminium Rolled Products Market Outlook, Mai 2025 14 VDA, Pressemeldung "Produktion und Markt im Juni 2025", Juli 2025

11 CRU, Aluminium Market Outlook, Juni 2025

12 CRU, Aluminium Rolled Products Market Outlook, Mai 2025

PREISENTWICKLUNG ALUMINIUM UND ROHSTOFFE

Im Segment Metall ist die AMAG den Schwankungen des Aluminiumpreises im Rahmen ihrer direkten 20%igen Beteiligung an der kanadischen Elektrolyse Aluminerie Alouette ausgesetzt. Zur Stabilisierung der Ergebnisse aus dem Anteil an der Elektrolyse kann der Verkaufspreis für einen Teil der Produktion über einen Zeitraum von bis zu mehreren Jahren an der Börse durch Terminverkäufe und Optionen gesichert werden. Für die Segmente Gießen und Walzen am Standort Ranshofen werden die Schwankungen des Aluminiumpreises nahezu vollständig abgesichert. Schwankungen des Aluminiumpreises spiegeln sich in diesen beiden Segmenten weitestgehend ergebnisneutral, sowohl im Umsatz als auch im Materialaufwand, wider.

Der Aluminiumpreis (3-Monats-LME) notierte in der 1. Jahreshälfte 2025 in einer Bandbreite zwischen 2.327 USD/t (09. April 2025) und 2.721 USD/t (12. März 2025). Im Durchschnitt lag der Aluminiumpreis mit 2.545 USD/t über dem Vorjahresniveau (H1/2024: 2.400 USD/t). Wenig Unterschied zeigte sich zum Halbjahresultimo: Per Ende Juni 2025 notierte die Tonne Aluminium bei 2.592 USD/t, während zum Juni-Ultimo des Vorjahres ein Aluminiumpreis von 2.526 USD/t zu verzeichnen war.15

Die zusätzlich zum Aluminiumpreis verrechneten Prämien zeigten im 1. Halbjahr 2025 insbesondere infolge der US-Einfuhrzölle starke Veränderungen. Bei der Prämie für Lieferungen in die USA konnten, bedingt durch die beiden US-Zollerhebungen auf Aluminiumprodukte von zunächst 25 % und später 50 %, starke Anstiege verzeichnet werden. Die Prämien für Lieferungen nach Europa entwickelte sich in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres rückläufig.

Tonerde, welche für die Erzeugung von Primäraluminium eine bedeutende Rolle spielt, hat sich im Laufe des 1. Quartals 2025 wieder normalisiert. Der Halbjahresdurchschnitt 2025 lag bei 435 USD/t (H1/2024: 400 USD/t). In Relation zum Aluminiumpreis ist ein Anstieg von 0,5%-Punkte auf 17,1 % erkennbar (H1/2024: 16,6 %).16 Die durchschnittlichen Preise für Petrolkoks und Pech zeigten in der 1. Jahreshälfte 2025 Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Die Verfügbarkeit von Aluminiumschrotten ist angespannt, wodurch sich die Aufschläge tendenziell erhöhen bzw. die Abschläge tendenziell verringern.

ENTWICKLUNG AN DEN DEVISENMÄRKTEN

Aluminium wird an der London Metal Exchange (LME) in US-Dollar gehandelt. Ebenso ist der US-Dollar die Transaktionswährung für den Kauf der Rohstoffe, die für die Primärmetallerzeugung notwendig sind. Durch den Produktionsstandort in Kanada hat darüber hinaus auch die Entwicklung des kanadischen Dollars eine wesentliche Bedeutung.

Das durchschnittliche EUR/USD-Währungsverhältnis zeigte sich vor allem im 2. Quartal 2025 von den handelspolitischen Maßnahmen der USA beeinflusst. Im Durchschnitt lag das Währunsgverhältnis im 1. Halbjahr 2025 bei 1,09 nach 1,08 im 1. Halbjahr des Vorjahres. Per Ende Juni 2025 notierte der EUR mit 1,17 deutlich stärker im Vergleich zum Jahresultimo 2024 (1,04). Der durchschnittliche USD/CAD-Kurs spiegelt im Halbjahresvergleich eine signifikante Veränderung wider. Während das Währungsverhältnis im 1. Halbjahr 2024 bei 1,36 lag, zeigte sich im aktuellen Halbjahr ein durchschnittlicher Kurs von 1,41. Ende Juni 2025 lag das USD/CAD-Währungsverhältnis bei 1,37 (Jahresultimo 2024: 1,44).17

17 Europäische Zentralbank

18 London Metal Exchange

15 London Metal Exchange

16 S&P Global Commodity Insights, ©2025 by S&P Global Inc

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Halbjahresvergleich

Nach einem guten Start ins Jahr 2025 machten sich das eingetrübte Marktumfeld und die Auswirkungen infolge der US-Einfuhrzölle erwartungsgemäß im 2. Quartal 2025 in den drei operativen Segmenten der AMAG-Gruppe bemerkbar. Mit Blick auf die Absatzmengen zeigte sich in den ersten sechs Monaten 2025 ein Anstieg im Gesamtabsatz auf 220.400 Tonnen (H1/2024: 214.100 Tonnen). Die externe Absatzmenge der AMAG-Gruppe lag bei 201.100 Tonnen (H1/2024: 196.700 Tonnen).

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interner Absatz

Konzernumsatz nach Regionen in %

änderung zum Vorjahr (H1/2024: 12,6 Mio. EUR).

Konzernumsatz nach Segmenten in %

und preisbedingten Anstiege im Logistikaufwand wider. Die Verwaltungsaufwendungen sind von

20,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 20,6 Mio. EUR im aktuellen Halbjahr leicht angestiegen. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zeigen mit aktuell 12,3 Mio. EUR keine wesentliche Ver-

Die Umsatzerlöse der AMAG-Gruppe konnten im 1. Halbjahr 2025 um +11,1 % auf 786,2 Mio. EUR gesteigert werden (H1/2024: 707,7 Mio. EUR). Neben einem um +6,0% höheren Aluminiumpreis, wirkte sich auch der Anstieg in der Gesamtabsatzmenge positiv aus.

Gesamtabsatz in Tsd. Tonnen

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externer Absatz

H1/2023

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H1/2025

Die Umsatzkosten erhöhten sich vor allem infolge der gestiegenen Vormaterial, Energie- und Personalkosten sowie aufgrund der höheren Absatzmenge von 585,0 Mio. EUR auf 670,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2025. Die Vertriebsaufwendungen spiegeln mit 44,5 Mio. EUR vor allem die mengen-

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200 19,3

AMAG AUSTRIA METALL AG

Das erzielte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im 1. Halbjahr 2025 bei 80,6 Mio. EUR (H1/2024: 95,3 Mio. EUR). Im Segment Metall ist ein Ergebnisrückgang bei einer etwas niedrigeren Absatzmenge vorwiegend auf die höheren Tonerdeeinsatzkosten sowie auf die bisherige US-Zollbefreiung Kanadas zurückzuführen. Im Segment Gießen konnte eine solide Absatzmenge im 1. Halbjahr 2025 erzielt werden, der erhöhte Preisdruck im Absatz von Recycling-Gusslegierungen wirkt sich jedoch zunehmend negativ auf das Ergebnis aus. Im Segment Walzen wurde eine gute Auslastung durch umgesetzte Produktmixverschiebungen sichergestellt und damit auch ein Anstieg im Absatz von Aluminiumwalzprodukten erzielt. Infolge des schwachen wirtschaftlichen Umfelds und der vor allem zollbedingten Warenstromveränderungen zeigten sich jedoch zum Teil deutliche Preisrückgänge in ausgewählten Absatzmärkten gepaart mit hohen Standortkosten (v.a. Personal und Energie).

EBITDA in Mio. EUR

Die Abschreibungen reduzierten sich im Halbjahresvergleich von 44,6 Mio. EUR auf aktuell 41,9 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) der AMAG-Gruppe lag im 1. Halbjahr 2025 primär aus den zuvor genannten Gründen bei 38,8 Mio. EUR (H1/2024: 50,8 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis lag in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres bei -8,3 Mio. EUR (H1/2024: -5,4 Mio. EUR).

Das erzielte Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug im 1. Halbjahr 2025 30,4 Mio. EUR nach 45,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Ertragsteuern reduzierten sich infolge des Ergebnisrückgangs auf 7,0 Mio. EUR (H1/2024: 11,9 Mio. EUR).

Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres bei 23,4 Mio. EUR (H1/2024: 33,4 Mio. EUR).

Bei einer unveränderten Aktienanzahl von 35.264.000 Stück konnte im 1. Halbjahr 2025 ein Ergebnis je Aktie von 0,66 EUR erzielt werden (H1/2024: 0,95 EUR).

Quartalsvergleich

Die externe Absatzmenge im 2. Quartal 2025 lag mit 100.100 Tonnen etwas unter dem Niveau aus dem Vorjahr (Q2/2024: 101.200 Tonnen). Im Segment Metall ist der Absatzrückgang vor allem auf eine vorzeitige Verschiffung von rund 2.000 Tonnen im Juni des Vorjahres sowie der geringeren Anzahl aktiver Elektrolysezellen zurückzuführen. Im Segment Gießen zeigte sich der Absatz von Recycling-Gusslegierungen vom beeinträchtigten Marktumfeld in der Automobilindustrie beeinflusst und lag demnach unter der erzielten Menge des Vorjahresvergleichsquartals. Im Segment Walzen konnte infolge des breit diversifizierten Produkt-, Kunden- und Branchenportfolios eine Steigerung in der Absatzmenge in einem herausfordernden Umfeld erzielt werden. Die gesamte Absatzmenge (extern und intern) der AMAG-Gruppe lag im aktuellen Berichtsquartal bei 109.600 Tonnen, nach 110.000 Tonnen im Vorjahr.

Der Umsatz der AMAG-Gruppe erhöhte sich im 2. Quartal 2025, insbesondere infolge des höheren durchschnittlichen Aluminiumpreises, um 3,5 % auf 384,8 Mio. EUR (Q2/2024: 371,9 Mio. EUR).

Die Umsatzkosten lagen im 2. Quartal 2025 bei 332,0 Mio. EUR und damit über dem Vorjahresvergleichsquartal (306,0 Mio. EUR). Unter anderem gestiegene Materialaufwendungen und höhere Energiekosten sind für den Anstieg verantwortlich. Die Vertriebskosten haben sich deutlich von 19,5 Mio. EUR im 2. Quartal 2024 auf aktuell 23,9 Mio. EUR erhöht. Hauptgrund dafür sind die Zollaufwendungen für Lieferungen in die USA im Segment Walzen. Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich unter anderem infolge geringerer Personalaufwendungen von 9,7 Mio. EUR im 2. Quartal des Vorjahres auf aktuell 8,8 Mio. EUR. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen lagen im 2. Quartal 2025 bei 5,9 Mio. EUR, nach 6,5 Mio. EUR im 2. Quartal 2024.

Insgesamt erzielte die AMAG-Gruppe im 2. Quartal 2025 ein EBITDA von 34,6 Mio. EUR nach 53,0 Mio. EUR im Vorjahresvergleichsquartal.

Die Abschreibungen reduzierten gegenüber dem 2. Quartal 2024 um 2,8 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR.

Damit erwirtschaftete die AMAG-Gruppe von April bis Juni 2025 ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 15,0 Mio. EUR nach 30,6 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag im 2. Quartal 2025 bei 7,2 Mio. EUR (Q2/2024: 20,1 Mio. EUR). Folglich wurde ein Ergebnis je Aktie von 0,21 EUR erzielt (Q2/2024: 0,57 EUR).

BILANZ UND NETTOFINANZVERSCHULDUNG

Eigenkapital

Das Eigenkapital der AMAG-Gruppe lag Ende Juni 2025 bei 736,0 Mio. EUR nach 740,9 Mio. EUR per 31. Dezember 2024. Der Rückgang ist insbesondere auf die im April 2025 erfolgte Dividendenauszahlung sowie auf Derivatebewertungen (Hedgingrücklage) und Währungsumrechnungen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote zum aktuellen Abschlussstichtag verbesserte sich auf 44,3 % (31. Dezember 2024: 42,3 %).

Cashflow

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im 1. Halbjahr 2025 bei soliden 76,2 Mio. EUR (H1/2024: 75,7 Mio. EUR). Neben dem operativen Ergebnis (EBITDA) wirkten sich vor allem die Entwicklungen im Working Capital positiv aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -27,2 Mio. EUR und damit planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (H1/2024: -48,5 Mio. EUR). Daraus resultiert ein Free Cashflow von 49,1 Mio. EUR (H1/2024: 27,2 Mio. EUR).

Nettofinanzverschuldung

Die Nettofinanzverschuldung lag Ende Juni 2025 bei 385,6 Mio. EUR und damit trotz durchgeführter Dividendenzahlung im April 2025 in etwa auf dem Vorjahresultimo (31. Dezember 2024: 382,3 Mio. EUR). Der Verschuldungsgrad (Gearing) zeigt per 30. Juni 2025 einen stabilen Wert von 52,4 % (31. Dezember 2024: 51,6 %).

Die liquiden Mittel reduzierten sich per Ende Juni 2025 unter anderem infolge der Dividendenzahlung im April 2025 sowie durchgeführter Tilgungen auf 196,9 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 278,8 Mio. EUR). Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich zum Halbjahresultimo auf 582,5 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 661,1 Mio. EUR).

INVESTITIONEN

Die Investitionen der AMAG-Gruppe wurden wie geplant umgesetzt und lagen in den ersten sechs Monaten 2025 bei 23,8 Mio. EUR, nach 43,1 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Am Standort Ranshofen wurden laufende Ersatzinvestitionen durchgeführt und das S4/HANA-Projekt wie geplant fortgeführt. Im kanadischen Werk Alouette wurden neben der regelmäßigen Erneuerung der Elektrolysezellen laufende Instandhaltungs- und Optimierungsinvestitionen durchgeführt.

PERSONAL

Der durchschnittliche Personalstand (FTE)* der AMAG-Gruppe hat sich 1. Halbjahr 2025 auf 2.215 Mitarbeiter:innen (Vollzeitäquivalent) reduziert (H1/2024: 2.233 Mitarbeiter:innen).

*Durchschnittliches Leistungspersonal (Vollzeitäquivalent) inklusive Leihpersonal, ohne Lehrlinge und seit Juli 2024 auch ohne Ferialpraktikanten (Anpassung auch rückwirkend für Q2/2024 bzw. H1/2024 erfolgt). Enthält den 20%igen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette sowie das Personal von AMAG components.

SEGMENT METALL

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die weltweite Nachfrage nach Primäraluminium soll laut dem Marktforschungsinstitut CRU19 nach 72,8 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 74,1 Mio. Tonnen im aktuellen Berichtsjahr ansteigen (+1,7 %). China gilt mit einem Anteil von über 60 % am Gesamtmarkt unverändert als größtes Abnehmerland. Der dort erwartete Bedarf im Jahr 2025 liegt bei 45,9 Mio. Tonnen (+2,1 % gegenüber 2024). In der restlichen Welt soll die Nachfrage insgesamt um +1,1 % auf 28,2 Mio. Tonnen ansteigen.

Produktionsseitig erwartet CRU für das Jahr 2025 ebenfalls einen weltweiten Anstieg von +1,7 % auf 74,0 Mio. Tonnen Primäraluminium. Der erwartete Produktionsanstieg in China soll bei +1,4 % liegen und damit ein Niveau von 43,7 Mio. Tonnen erreichen. In der restlichen Welt soll sich die Produktion noch positiver um +2,1 % auf 30,3 Mio. Tonnen entwickeln. Insgesamt geht CRU für das Gesamtjahr 2025 damit von einer fast ausgeglichenen Marktbilanz aus. Die weltweiten Bestände werden im Gesamtjahr 2025 bei rund 9,7 Mio. Tonnen erwartet.

Der durchschnittliche Aluminiumpreis zeigte im 1. Halbjahr 2025 einen Anstieg von 6,0 % auf 2.545 USD/t (H1/2024: 2.400 USD/t). Das EUR/USD-Währungsverhältnis lag im Halbjahresdurchschnitt noch in etwa auf dem Vorjahresniveau wodurch der EUR-Preisvergleich ein ähnliches Bild zeigt (H1/2025: 2.336 EUR/t; H1/2024: 2.221 EUR/t).20 Die zusätzlich zum Aluminiumpreis verrechneten Prämien zeigten im 1. Halbjahr 2025 infolge der US-Einfuhrzölle starke Veränderungen. Bei der Prämie für Lieferungen in die USA konnten, bedingt durch die beiden US-Zollerhebungen auf Aluminiumprodukte von zunächst 25 % und später 50 %, starke Anstiege verzeichnet werden. Die Prämien für Lieferungen nach Europa entwickelte sich rückläufig.

Tonerde, welche für die Erzeugung von Primäraluminium eine bedeutende Rolle spielt, hat sich vor allem im Laufe des 1. Quartals 2025 wieder normalisiert. Der durchschnittliche Marktpreis für Tonerde lag im 1. Halbjahr 2025 bei 435 USD/t (H1/2024: 400 USD/t). In Relation zum Aluminiumpreis ist ein Anstieg von 0,5%-Punkte auf 17,1 % erkennbar (H1/2024: 16,6 %).21 Die durchschnittlichen Preise für Petrolkoks und Pech zeigten in der 1. Jahreshälfte 2025 Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Die Produktionsmenge in der kanadischen Beteiligung Alouette lag in den ersten sechs Monaten 2025 etwas unterhalb des Vorjahresniveaus. Entsprechend lag auch der Gesamtabsatz im 1. Halbjahr des Berichtsjahres mit 63.700 Tonnen etwas unterhalb des Vorjahres (H1/2024: 64.500 Tonnen). Der Absatz im 2. Quartal 2025 lag bei 30.900 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (Q2/2024: 33.100 Tonnen) machte sich damit in erster Linie die vorzeitige Verschiffung von rund 2.000 Tonnen im Juni 2024 bemerkbar.

Das höhere durchschnittliche Aluminiumpreisniveau nahm einen positiven Einfluss auf die Umsatzerlöse im Segment Metall. Nach 510,1 Mio. EUR im 1. Halbjahr des Vorjahres konnte ein Anstieg auf aktuell 584,6 Mio. EUR verzeichnet werden. Im 2. Quartal 2025 lag der Umsatz insbesondere aufgrund der geringeren Absatzmenge und der US-Zolleinflüsse bei 266,6 Mio. EUR (Q2/2024: 277,1 Mio. EUR).

Das EBITDA im Segment Metall betrug im 1. Halbjahr 2025 31,9 Mio. EUR (H1/2024: 42,9 Mio. EUR). Der höhere Aluminiumpreis konnte die negativen Ergebniseinflüsse infolge der hohen Tonerdeeinkaufspreise im 4. Quartal des Vorjahres sowie der US-Importzölle nicht kompensieren. Zudem reduzierten sich die Ergebnisse aus der Bestandsprolongation aufgrund der veränderten Terminstrukturkurve für Aluminium und der EUR-Aufwertung im Vergleich zum USD. Mit Blick auf das 2. Quartal 2025 zeigte sich vor allem infolge der zuvor genannten Gründe ein EBITDA von 11,3 Mio. EUR nach 25,7 Mio. EUR im Vorjahr.

PERSONAL

Der durchschnittliche Personalstand (FTE)* im Segment Metall betrug im 1. Halbjahr des Berichtsjahres 197 nach 203 Mitarbeiter:innen im Vorjahr.

INVESTITIONEN

Im Segment Metall lagen die Investitionen in Sachanlagen im 1. Halbjahr 2025 mit 10,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von 19,0 Mio. EUR. Die Investitionen im Vorjahr waren noch maßgeblich geprägt von der Generalsanierung des Anodenbrennofens. Neben der laufenden Erneuerung der Elektrolysezellen wurden im aktuellen Halbjahr vor allem Instandhaltungs- und Optimierungsinvestitionen durchgeführt. Im 2. Quartal 2025 betrug der Anlagenzugang 4,6 Mio. EUR nach 12,7 Mio. EUR im Vorjahr.

*Enthält den 20%igen Personalanteil der Beteiligung an der Elektrolyse Alouette. Ferialpraktikanten sind seit Juli 2024 nicht mehr inkludiert (Anpassung auch rückwirkend für Q2/2024 bzw. H1/2024 erfolgt).

19 CRU, Aluminium Market Outlook, Juni 2025

20 London Metal Exchange

21 S&P Global Commodity Insights, ©2025 by S&P Global Inc

FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2025 13

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1) Absatzmenge und interner Absatz beziehen sich ausschließlich auf den AMAG-Anteil an der Elektrolyse Alouette.

SEGMENT GIESSEN

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Der für das Segment Gießen relevante Markt bezieht sich im Wesentlichen auf West- und Zentraleuropa. Mit einem Absatzanteil von rund 60 % der gesamten Absatzmenge stellt der Automobilbereich, einschließlich dessen Zulieferindustrie, die größte Kundenbranche des Segments dar. Folglich wird das wirtschaftliche Umfeld für das Segment Gießen vorwiegend durch die Entwicklung der europäischen Automobilindustrie geprägt.

Insgesamt blieb das Marktumfeld in der Automobilindustrie in Europa im 1. Halbjahr 2025 verhalten. Neben einer schwachen Konjunkturentwicklung wirken sich die volatilen handelspolitischen Rahmenbedingungen sowie eine erhöhte Inflation negativ auf die Nachfrage in der Automobilindustrie aus.

Mit Blick auf den für das Segment Gießen wichtigsten Absatzmarkt in Deutschland, lässt sich bei den registrierten PKW-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2025 ein Rückgang von rund -5 % auf 1,4 Mio. Fahrzeuge erkennen. Der darin enthaltene Anteil der rein batteriebetriebenen PKWs konnte sich im Vergleich zum 1. Halbjahr 2024 deutlich um +42 % auf knapp 388.000 Fahrzeuge verbessern. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) weist jedoch darauf hin, dass dieser prozentuelle Anstieg insbesondere infolge des signifikanten Rückgangs im Vorjahr zu relativieren ist. Insgesamt liegen die gesamten in Deutschland registrierten PKW-Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2025 immer noch signifikant um -24 % unterhalb des Jahres 2019.22

Hinsichtlich der generellen Entwicklung der PKW-Anmeldungen in Europa für das Jahr 2025 gibt es derzeit vom VDA keine aktuelle Prognose. Das anhaltend herausfordernde Wirtschaftsumfeld und die damit verbundene verlorene Dynamik am Automobilmarkt wird sich jedoch auch in der Anzahl der PKW-Neuzulassungen entsprechend widerspiegeln.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Das Segment Gießen konnte im 1. Halbjahr 2025 einen, im Vergleich zum Vorjahr, nahezu unveränderten Gesamtabsatz23 von 47.900 Tonnen Recycling-Gusslegierungen erzielen (H1/2024: 48.500 Tonnen). Die externe Absatzmenge lag mit 29.400 Tonnen unterhalb des Vorjahresniveaus (32.300 Tonnen). Im 2. Quartal 2025 lag die gesamte Absatzmenge bei 24.200 Tonnen (Q2/2024: 25.200 Tonnen). Der externe Absatz betrug 14.900 Tonnen (Q2/2024: 17.000 Tonnen).

Die Umsatzerlöse spiegeln unter anderem auch den erhöhten Preisdruck in der Automobilindustrie wider und reduzierten sich folglich auf 77,4 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2025 (H1/2024: 80,2 Mio. EUR). Im 2. Quartal 2025 konnte ein Umsatz von 39,4 Mio. EUR erwirtschaftet werden (Q2/2024: 42,0 Mio. EUR).

Das erzielte EBITDA lag vor allem aufgrund des niedrigeren Preisniveaus bei zugleich höheren Energiekosten bei 3,2 Mio. EUR nach 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Im 2. Quartal 2025 konnte das operative Ergebnis (EBITDA) auf 2,3 Mio. EUR gesteigert werden (Q2/2024: 2,1 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 2,0 Mio. EUR nach 3,2 Mio. EUR im 1. Halbjahr des Vorjahres. Mit Blick auf das 2. Quartal 2025 zeigte sich ein EBIT von 1,7 Mio. EUR (Q2/2024: 1,6 Mio. EUR).

PERSONAL

Der durchschnittliche Personalstand (FTE) reduzierte sich im 1. Halbjahr 2025 auf 117 Mitarbeiter:innen (H1/2024: 123 Mitarbeiter:innen).

INVESTITIONEN

Von Jänner bis Juni des laufenden Jahres betrugen die Investitionen in Sachanlagen 0,6 Mio. EUR nach 1,0 Mio. EUR im Vorjahr.

22 VDA, Pressemeldung "Produktion und Markt im Juni 2025", Juli 2025

23 Die Gesamtabsatzmenge beinhaltet die am externen Markt abgesetzten Tonnen sowie den intersegmentären Mengenanteil (sogenannte "Remelted Secondary Ingots" – RSI), der im Segment Gießen erzeugt und an das Segment Walzen weiterverkauft wird.

FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2025 15

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SEGMENT WALZEN

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das wirtschaftliche Umfeld im 1. Halbjahr 2025 war von vielen Herausforderungen und Unsicherheiten geprägt. Die Konjunkturerholung verläuft nur schleppend und wird von zunehmenden geopolitischen Spannungen, protektionistischen Maßnahmen und Unsicherheiten im globalen Handel beeinträchtigt. Nach wie vor deutlich erhöhte Energiepreise in Europa belasten die Industrieproduktion und führen zu einem anhaltend hohen Wettbewerbsdruck. Das Kerngeschäft des Segments Walzen findet in Europa statt. Insofern machte sich das herausfordernde Marktumfeld auch in bestimmten für AMAG relevanten Abnehmerindustrien bemerkbar.

Mit Blick auf die Nachfrageentwicklung nach Aluminiumwalzprodukten zeigt sich dennoch ein positiver Trend. Auch im Jahr 2025 soll – zumindest auf globaler Ebene – die Nachfrage von 31,4 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 32,3 Mio. Tonnen im Jahr 2025 ansteigen (+3,0 %). Unverändert bleibt China mit einem Anteil von rund 40 % das wesentlichste Abnehmerland.24

Der erwartete Bedarfsanstieg unterscheidet sich zwischen den von CRU genannten Sektoren zum Teil stark. Der Bedarf in der Verpackungsindustrie soll um +3,6 % auf 17,8 Mio. Tonnen ansteigen. Im Maschinenbau wird ein Zuwachs von +2,1 % auf 1,9 Mio. Tonnen erwartet. Der Transportsektor entwickelt sich mit +1,7 % ebenfalls positiv und soll im Jahr 2025 damit rund 5,6 Mio. Tonnen nachfragen. Hier ist insbesondere die Substitution von Stahl durch Aluminium bei Blechen im Bereich der Außenhautanwendungen für Motorhauben, Türen und Kotflügeln zu nennen. Durch Leichtbaulösungen mit Aluminium lassen sich das Gewicht und damit auch der Treibstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen von PKWs reduzieren. Die E-Mobilität erfordert zudem den vermehrten Einsatz von Aluminiumprodukten. In den sonstigen Anwendungsgebieten wird mit +4,4 % ein kräftiger Zuwachs auf 3,5 Mio. Tonnen erwartet.

Aufgegliedert nach Regionen erwartet CRU für Westeuropa einen moderaten Nachfragezuwachs von +0,8 % auf 4,0 Mio. Tonnen. In Nordamerika wird mit +1,8 % ein Wachstum auf 6,3 Mio. Tonnen prognostiziert. Im asiatischen Raum geht CRU von einem deutlich höheren Anstieg von +3,6 % auf 18,5 Mio. Tonnen aus. In China soll sich im Gesamtjahr 2025 ein Wachstum von +3,5 % auf 13,0 Mio. Tonnen abbilden.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Das eingetrübte und herausfordernde Wirtschaftsumfeld machte sich auch in der Ergebnisentwicklung im Segment Walzen bemerkbar. Zwar konnten infolge der breiten Aufstellung des Segments die Absatzmengen im Vergleich zum 1. Halbjahr des Vorjahres gesteigert werden, der veränderte Produktmix, ein erhöhter Preisdruck und hohe Standortkosten (v.a. durch erhebliche Anstiege in den letzten Jahren bei Personal und Energie) beeinträchtigen jedoch die Ergebnisqualität. Die direkten und indirekten Einflüsse infolge der US-Zollpolitik belasteten die aktuellen Ergebnisse.

Insgesamt lag der Gesamtabsatz25 des Segments Walzen im 1. Halbjahr 2025 bei 108.800 Tonnen (H1/2024: 101.100 Tonnen). Der externe Absatz wurde auf 107.900 Tonnen gesteigert (H1/2024: 99.800 Tonnen). Im 2. Quartal 2025 konnte die Gesamtabsatzmenge mit 54.600 Tonnen ebenfalls erhöht werden (H1/2024: 51.700 Tonnen). Auch der externe Absatz lag im 2. Quartal 2025 mit 54.300 Tonnen über dem Vorjahresniveau (Q2/2024: 51.100 Tonnen). Während Rückgänge im Transportsektor und im Bereich der Wärmetauscher zu verzeichnen waren, konnten Verschiebungen im Produktmix umgesetzt und damit Absatzanstiege bei industriellen Anwendungen und Verpackungsprodukten erzielt werden. Nach wie vor verhalten entwickelten sich die Absatzmengen von Sport-, Bau- und Architekturprodukten.

Infolge des höheren Aluminiumpreises und der gesteigerten Absatzmenge konnten die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2025 auf 645,8 Mio. EUR gesteigert werden (H1/2024: 564,3 Mio. EUR). Im 2. Quartal 2025 wurde ein Umsatz von 317,8 Mio. EUR erzielt (Q2/2024: 293,7 Mio. EUR).

Der veränderte Produktmix, ein zunehmender Preisdruck, die deutlichen Anstiege der US-Importzölle und die hohen Standortkosten (v.a. Personal und Energie) nahmen auf das Ergebnis entsprechend Einfluss. Im 1. Halbjahr 2025 wurde ein EBITDA von 45,3 Mio. EUR erwirtschaftet (H1/2024: 47,3 Mio. EUR). Das operative Ergebnis im 2. Quartal 2025 lag bei 20,9 Mio. EUR nach 24,8 Mio. EUR im Vorjahresvergleichsquartal.

25 Die Gesamtabsatzmenge beinhaltet die am externen Markt abgesetzten Tonnen sowie v.a. jenen Mengenanteil, der von AMAG rolling an AMAG components verkauft wird.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im 1. Halbjahr 2025 bei 20,3 Mio. EUR (H1/2024: 21,0 Mio. EUR). Im Quartalsvergleich lag das aktuell erzielte EBIT mit 8,4 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresniveaus (Q2/2024: 11,5 Mio. EUR).

PERSONAL

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im 1. Halbjahr 2025 bei 8,7 Mio. EUR nach 13,9 Mio. EUR im Vorjahr. Im 2. Quartal 2025 beliefen sich die Investitionen auf 4,5 Mio. EUR (Q2/2024: 3,6 Mio. EUR).

Der durchschnittliche Personalstand (FTE)* im Segment Walzen zeigte im Vergleich zum 1. Halbjahr 2024 einen leichten Rückgang von 1.694 auf aktuell 1.685 Mitarbeiter:innen.

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*Seit Juli 2024 sind Ferialpraktikanten nicht mehr inkludiert (Anpassung auch rückwirkend für Q2/2024 bzw. H1/2024 erfolgt).

SEGMENT SERVICE

ERGEBNISENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse lagen im 1. Halbjahr 2025 bei 63,2 Mio. EUR nach 53,4 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Im 2. Quartal 2025 konnte ein Umsatz von 28,4 Mio. EUR erzielt werden (Q2/2024: 25,5 Mio. EUR). Insbesondere die höheren Energiepreise haben die Weiterverrechnungen in diesem Bereich erhöht und sind hauptverantwortlich für den Umsatzanstieg.

Das EBITDA entwickelte sich von 0,7 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2024 auf 0,3 Mio. EUR in der aktuellen Berichtsperiode. Das erzielte EBITDA im 2. Quartal 2025 lag bei 0,1 Mio. EUR (Q2/2024: 0,3 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis (EBIT) des Segments Service veränderte sich im Halbjahresvergleich von -2,3 Mio. EUR auf aktuell -2,6 Mio. EUR. Im 2. Quartal 2025 lag das erzielte EBIT bei -1,4 Mio. EUR (Q2/2024: -1,1 Mio. EUR).

PERSONAL

Der durchschnittliche Personalstand (FTE)* im Segment Service hat sich im Halbjahresvergleich von 214 auf 216 Mitarbeiter:innen leicht erhöht.

INVESTITIONEN

Die Investitionen des 1. Halbjahres 2025 lagen mit 3,6 Mio. EUR planmäßig deutlich unter dem Vorjahresniveau (H1/2024: 9,2 Mio. EUR, vor allem infolge eines Grundstückskaufs). Neben den laufenden Infrastrukturprojekten, u.a. zur Sicherstellung der Versorgung am Standort Ranshofen, wurde in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und IT (insbesondere S4/HANA-Implementierung) investiert. Im Quartalsvergleich zeigte sich mit 2,6 Mio. EUR im 2. Quartal 2025 ebenfalls ein geringeres Investitionsvolumen (Q2/2024: 3,5 Mio. EUR).

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*Seit Juli 2024 sind Ferialpraktikanten nicht mehr inkludiert (Anpassung auch rückwirkend für Q2/2024 bzw. H1/2024 erfolgt).

AUSBLICK

WIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK 2025

Die aktuellen Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2025 gehen länderübergreifend von einer verhaltenen Entwicklung aus. Neben den volatilen handelspolitischen Rahmenbedingungen verunsichern geopolitische Konflikte branchenübergreifend wirtschaftliche Aktivitäten. Die Wachstumsprognose für den Euroraum liegt aktuell bei +1,0 %. Für die USA wird ein BIP-Anstieg von +1,4 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft soll mit +0,3 % ein moderates Wachstum aufweisen, während die österreichische Konjunktur erneut stagnieren soll.26

AUSBLICK ALUMINIUMMARKT 2025 BIS 2029

Die Commodity Research Unit (CRU) geht weiterhin von einem steigenden weltweiten Bedarf nach Primäraluminium und Aluminiumwalzprodukten in den nächsten Jahren aus:27

Die Nachfrage nach Primäraluminium soll sich im aktuellen Geschäftsjahr um +1,7 % auf 74,1 Mio. Tonnen erhöhen.28 Bis 2029 rechnet das Institut mit einer weltweiten Nachfrage von rund 78,0 Mio. Tonnen. Damit wird – ausgehend vom Gesamtbedarf von 72,8 Mio. Tonnen in 2024 – eine durchschnittliche Wachstumsrate von +1,4 % p.a. erwartet.29

Auch bei den Aluminiumwalzprodukten zeigt sich mit einem prognostizierten Anstieg von +3,0 % auf 32,3 Mio. Tonnen eine positive Bedarfsentwicklung in 2025. Ausgehend von der Nachfrage im Jahr 2024 in Höhe von 31,4 Mio. Tonnen wird ein jährlicher Anstieg von +3,8 % auf 37,7 Mio. Tonnen im Jahr 2029 erwartet.30

Für das Segment Gießen ist vor allem die Entwicklung der europäischen Automobilindustrie maßgeblich. Hinsichtlich der generellen Entwicklung der PKW-Neuzulassungen in Europa für das Jahr 2025 gibt es derzeit vom VDA keine aktuelle Prognose. Das anhaltend herausfordernde Wirtschaftsumfeld und die damit verbundene verlorene Dynamik am Automobilmarkt wird sich jedoch auch in der Anzahl der PKW-Neuzulassungen entsprechend widerspiegeln.31

26 ifo Institut, ifo Konjunkturprognose Sommer 2025, Juni 2025 sowie WIFO, Konjunkturprognose 2/2025, Juni 2025

  • 27 CRU, Aluminium Market Outlook, April/Juni 2025; Aluminium Rolled Products Market Outlook, Mai 2025
  • 28 CRU, Aluminium Market Outlook, Juni 2025

AUSBLICK GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2025

Der zuvor beschriebene, verhaltene Wirtschaftsausblick beeinflusst auch die Geschäftsentwicklung der AMAG-Gruppe. Die volatilen handelspolitischen Rahmenbedingungen können zudem kurzfristig deutlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklungen der operativen AMAG-Segmente nehmen. Aus heutiger Sicht und unter der Annahme keiner weiteren Verschlechterung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, wird der Geschäftsverlauf der operativen AMAG-Segmente für 2025 im Moment wie folgt eingeschätzt:

Im Segment Metall wird das Ergebnis vor allem von der Produktionsmenge in Kanada und vom Preisniveau für Aluminium, Prämien und Rohstoffe bestimmt. Zugleich wirken sich Währungsschwankungen – insbesondere bei USD/CAD und EUR/USD – auf die Ergebnisentwicklung aus. Preisseitig führen derzeit vor allem die weltweiten US-Einfuhrzölle zu negativen Auswirkungen auf die Prämienerlöse. AMAG wird weiterhin flexibel darauf reagieren und Lieferungen auch außerhalb der USA umsetzen. Der Wegfall der Zollbefreiung aus Kanada in den letzten Jahren wird sich dennoch jedenfalls negativ im Ergebnis des Segments Metall widerspiegeln.

Das Segment Gießen wird auch im 2. Halbjahr 2025 mit einem herausfordernden Umfeld in der Automobilindustrie konfrontiert sein, wobei sich insbesondere weiterhin ein hoher Preisdruck mit entsprechendem Ergebniseinfluss zeigen wird.

Auch im Segment Walzen ist mit einem fortführenden Preisdruck zu rechnen. Die Absatz- und Ergebnisentwicklungen im Transportsektor werden unter dem Vorjahresniveau erwartet. Insbesondere die schwache Automobilindustrie und Bauratenverschiebungen in der Luftfahrtbranche zeichnen dafür verantwortlich. Ein positiver Trend zeigt sich in der Verpackungsindustrie. Aktuell ist davon auszugehen, dass infolge des veränderten Produktmixes ein Gesamtjahresabsatz von Aluminiumwalzprodukten zumindest auf dem Vorjahresniveau erreicht wird. Die hohen Energie- und Personalkosten sowie die zunehmenden US-Zolleinflüsse können kurzfristig nicht zur Gänze kompensiert werden. Insgesamt wird das Ergebnis 2025 im Segment Walzen spürbar unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Infolge veränderter Rahmenbedingungen erwartet der AMAG-Vorstand für das Gesamtjahr 2025 derzeit ein EBITDA in einer Bandbreite von 110 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR für die AMAG-Gruppe. Hohe Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Zollentwicklung bleiben bestehen.

31 VDA, Pressemeldung "Produktion und Markt im Juni 2025", Juli 2025

29 CRU, Aluminium Market Outlook, April 2025

30 CRU, Aluminium Rolled Products Market Outlook, Mai 2025

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Als integraler Bestandteil zur Identifikation, Beurteilung und Kontrolle aller wesentlichen Risiken und Chancen ist ein systematisches Risikomanagement in der AMAG-Gruppe implementiert. Risiken sollen frühzeitig erkannt und nach Möglichkeit proaktiv bearbeitet werden, um deren Eintreten und mögliche negative Auswirkungen zu begrenzen oder gänzlich zu vermeiden. Neben der Mitigation von Risiken sollen auf der anderen Seite unternehmerische Chancen gezielt genutzt werden. In diesem Sinne stellt ein ausgewogenes Risiko- und Chancenmanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Unternehmensgruppe dar.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Das Risikomanagement ist sowohl auf die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, einer Wertsteigerung der AMAG-Gruppe als auch auf die Minimierung von negativen Einflüssen auf das Umfeld ausgerichtet. Das implementierte System basiert im Wesentlichen auf:

  • › der Regelung betrieblicher Abläufe mittels Konzernrichtlinien und Anweisungen
  • › dem aktiven Hedging von spezifischen Risiken (Volatilität des Aluminiumpreises, Währungen)
  • › der Abdeckung bestimmter Risiken durch Versicherungen
  • › weiteren spezifischen Maßnahmen zur Vermeidung und Steuerung von Risiken

Die strategischen und operativen Risiken und Chancen werden in einem jährlichen Zyklus überwacht. Darüber hinaus werden sowohl Richtlinien und Anweisungen als auch das Versicherungskonzept laufend überprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Zusätzlich erfolgen anlassbezogene Evaluierungen der Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems für ausgewählte Unternehmensbereiche durch externe Wirtschaftsprüfer:innen.

INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagement orientieren sich an den Maßstäben des international bewährten Regelwerks für interne Kontrollsysteme (COSO: Internal Control and Enterprise Risk Managing Frameworks des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) und an den Risikomanagement-Leitlinien der ISO 31000. Ziel ist das bewusste Erkennen und Steuern von Risiken durch das verantwortliche Management.

WEITERE INFORMATIONEN

Der vollumfängliche Risiko- und Chancenbericht befindet sich im AMAG-Finanzbericht 2024, ab Seite 145. Dieser enthält eine umfassende Beschreibung der Risiken und einen genauen Überblick über das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und die Risikofaktoren. Zudem werden die Geschäftschancen der AMAG beschrieben. Der Bericht ist online unter https://www.amag.at /investor-relations/publikationen/2024 zugänglich.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf den Konzernzwischenabschluss verwiesen.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS NACH IAS 34

KONZERNBILANZ

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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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82

*Werte für Q2/2024, H1/2024 sowie 2024 angepasst (siehe auch Kapitel "Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden")

FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2025 26

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5.2
82
73
5.9
64

ANHANG ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

ALLGEMEINES

Die AMAG Austria Metall AG (5282 Ranshofen, Lamprechtshausener Straße 61, Firmenbuch-Nr. beim Landesgericht Ried FN 310593f) ist eine österreichische Holdinggesellschaft, deren Unternehmenszweck insbesondere die Erzeugung, die Verarbeitung und der Vertrieb von Aluminium, Aluminiumhalbzeug und Gießereiprodukten ist.

Als österreichische Holding ist die AMAG Austria Metall AG im Firmenbuch beim Landesgericht Ried im Innkreis eingetragen, der Sitz der Gesellschaft befindet sich in 5282 Ranshofen, Lamprechtshausener Straße 61, Österreich. Als oberstes Mutterunternehmen der AMAG-Gruppe erstellt sie den Konzernabschluss. Die Aktien der AMAG Austria Metall AG sind seit 8. April 2011 im Prime Market der Wiener Börse gelistet. Die Gesellschaften der AMAG-Gruppe werden in den Konzernabschluss der B&C Holding Österreich GmbH einbezogen. Das oberste Mutterunternehmen der B&C Holding Österreich, und somit der Gesellschaft, ist die B&C Privatstiftung Wien.

GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND METHODEN

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner bis 30. Juni 2025 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS), anwendbar für Zwischenabschlüsse (IAS 34), und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS-IC) erstellt, die 2025 verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 der AMAG Austria Metall AG enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit diesem gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Tausend Euro aufgestellt. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Die vergleichenden Angaben beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 (Stichtag 30. Juni) der AMAG Austria Metall AG.

Der Vorstand der AMAG Austria Metall AG ist davon überzeugt, dass der Konzernzwischenabschluss in allen wesentlichen Punkten ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellt.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss per 30. Juni 2025 wurde weder einer vollständigen Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.

ÄNDERUNG VON BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Im Konzern bestehen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus kurzfristigen Erfolgsbeteiligungen sowie gegenüber Vorstandsmitgliedern aus kurz- und langfristigen Erfolgsbeteiligungen. Diese wurden bislang in der Konzernbilanz als abgegrenzte Schulden unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Zuschüssen bzw. sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten und Zuschüssen erfasst. Aufgrund der Unsicherheit hinsichtlich der Höhe der jeweiligen Verpflichtungen kam das Management zur Einschätzung, dass ein Ausweis dieser Verpflichtungen unter den Rückstellungen dieser Unsicherheit besser Rechnung trägt und damit zu einer verbesserten Darstellung im Abschluss beiträgt.

Aus diesem Grund wurde die Darstellung der Verpflichtungen aus Erfolgsbeteiligungen im vorliegenden Konzernzwischenabschluss geändert und die Verpflichtungen von den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Zuschüssen bzw. sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten und Zuschüssen zu den kurzfristigen bzw. langfristigen Rückstellungen umgegliedert.

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Die Vorjahreswerte in der Konzernbilanz wurden wie folgt angepasst:

Die Vorjahreswerte in der Konzern-Kapitalflussrechnung wurden ebenfalls entsprechend angepasst:

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Die übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit jenen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2024 überein.

ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des folgenden Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung erforderlich sein wird, sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2024 angeführt.

Auswirkung makroökonomischer Entwicklungen

Auch im Geschäftsjahr 2025 sieht sich die AMAG-Gruppe aufgrund des anhaltend eingetrübten Marktumfeldes sowie der geringeren Nachfrage nach Aluminiumprodukten in einzelnen Absatzmärkten mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld konfrontiert. Auch die aktuellen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestalten sich nach wie vor herausfordernd.

Die handelspolitischen Maßnahmen, insbesondere die US-Zollpolitik, führen zu erhöhten Unsicherheiten im Marktumfeld der AMAG-Gruppe. In den letzten Jahren kam für das Segment Walzen eine Quotenregelung zur Anwendung, die ein bestimmtes Kontingent an zollbefreiten Lieferungen in die USA ermöglichte. Darüber hinaus waren die Lieferungen von Primäraluminium aus Kanada (Segment Metall) in die USA vom Zoll befreit. Der Großteil der in die USA verkauften Aluminiumprodukte war daher vom 10%igen Einfuhrzoll gemäß "Section 232" befreit. Per 12. März 2025 wurde diese Befreiung aufgehoben, darüber hinaus wurden Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA im Ausmaß von 25 % eingeführt und per 4. Juni 2025 auf 50 % verdoppelt. Die AMAG ist von den US-Einfuhrzöllen durch die Primäraluminiumverkäufe aus Kanada sowie durch den Verkauf von Aluminiumwalzprodukten aus Ranshofen direkt betroffen. Zusätzlich können sich indirekte Auswirkungen durch veränderte Absatzströme sowie durch die allgemein gestiegenen Unsicherheiten (z.B. Reduktion der Nachfrage oder negative Effekte auf Lieferketten) ergeben. Entsprechende Gegenmaßnahmen werden laufend evaluiert und sukzessive umgesetzt, wobei ein wesentlicher Teil der Kundenverträge eine Weitergabe der Zölle vorsieht. Das Management geht zudem davon aus, dass aus diesem Titel keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Unternehmensergebnisse des AMAG-Konzerns zu erwarten sind. Zum 30. Juni 2025 ergeben sich keine materiellen daraus resultierenden bilanziellen Auswirkungen (insbesondere in Bezug auf Rückstellungen für belastende Verträge, Bewertung von Vorräten, Wertminderung von Vermögenswerten sowie Hedge Accounting).

Die AMAG hat keine Tochterunternehmen in Israel oder dem Iran. Es bestehen keine Kundenbeziehungen mit dem Iran, gegenüber Kunden in Israel bestehen zum Stichtag keine wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, daher war aus diesem Titel keine Anpassung bei der Einschätzung der Kreditrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erforderlich.

Es gab zum 30. Juni 2025 keine Anzeichen für potenzielle Wertminderungen von Vermögenswerten.

Klimarisiken und Auswirkungen des Klimawandels

Im Zuge des systematischen Risikomanagements werden auch klimabezogene Chancen und Risiken sowie deren bilanzielle Auswirkungen (insbesondere in Bezug auf die Nutzungsdauer und Wertminderung von Vermögenswerten sowie die Berücksichtigung von Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten) laufend evaluiert. Diesbezüglich verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernabschluss per 31. Dezember 2024, die unverändert gelten.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 gab es – wie auch im Vorjahr – keine Indikation für potenzielle Wertminderungen aufgrund klimabezogener Risiken.

Eingebettetes Derivat

Für die Bilanzierung des eingebetteten Derivats waren ebenfalls Schätzungen vorzunehmen, unter anderem die erwartete Laufzeit betreffend. Es wird, wie auch für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024, davon ausgegangen, dass eine Veränderung des aktuellen Stromvertrages vor Vertragsende nicht zu erwarten ist. Dies führt zu einer unveränderten Bilanzierung des eingebetteten Derivates bis zum Vertragsende mit 31. Dezember 2029.

Unternehmensfortführung

Wie zum 31. Dezember 2024 gibt es keine Anzeichen, von der Prämisse der Unternehmensfortführung abzuweichen.

Mit einem Eigenkapital von 736,0 Mio. EUR und einem Stand an liquiden Mitteln in Höhe von 196,9 Mio. EUR per 30. Juni 2025 ist das Fortbestehen der AMAG-Gruppe nach derzeitiger Einschätzung des Managements nicht gefährdet.

VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im ersten Halbjahr 2025 blieb der Konsolidierungskreis unverändert.

Die AMAG Asia Pacific Limited, eine Vertriebsgesellschaft der AMAG rolling GmbH, mit Sitz in Taipeh, Taiwan, befindet sich derzeit in Liquidation. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden als gering eingeschätzt, die Liquidation wird voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein.

SAISONALITÄT UND ZYKLIZITÄT

Der Geschäftsverlauf der AMAG-Gruppe unterliegt im Allgemeinen keinen wesentlichen saisonalen Schwankungen. Auch im Jahr 2025 werden die planmäßigen jährlichen Instandhaltungsmaßnahmen am Standort Ranshofen verstärkt im 2. Halbjahr (August und Dezember) durchgeführt. Daher wird, im Vergleich zu den Vorquartalen, im vierten Quartal 2025 von einer niedrigeren Produktionsmenge ausgegangen.

NEU ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Folgender überarbeiteter Standard des IASB ist seit 1. Jänner 2025 verpflichtend anzuwenden:

Änderungen zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen – Fehlende Austauschbarkeit

Der geänderte Standard ist für die AMAG-Gruppe nicht relevant.

Folgende neue oder überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB und Interpretationen des IFRS IC sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden auch nicht vorzeitig angewendet:

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Die Änderungen zu IFRS 9 und IFRS 7 betreffen unter anderem die Klassifizierung von Verträgen über naturabhängige Stromversorgung und umfassen eine Klarstellung zur Anwendung der own use exemption auf diese Verträge. Darüber hinaus werden die Vorschriften zu Sicherungsgeschäften in Bezug auf diese Verträge angepasst und es werden zusätzliche Anhangangaben definiert. Aus den Änderungen ergeben sich keine Auswirkungen auf die bisher bilanzierten Energielieferverträge des AMAG-Konzerns.

IFRS 18 Darstellung und Offenlegung im Abschluss wird IAS 1 Darstellung des Abschlusses ersetzen und zu Anpassungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung sowie an IAS 8 Rechnungslegungsmethoden führen. Die Neugestaltung der Primary Financial Statements sowie neue Anhangangaben sollen zu konsistenter Information sowie erhöhter Vergleichbarkeit der Unternehmensergebnisse führen.

Dazu wird für die Gewinn- und Verlustrechnung eine weitestgehend einheitliche Struktur vorgegeben und geregelt, welche Aufwendungen und Erträge künftig dem betrieblichen Bereich, dem Investitionsbereich und dem Finanzierungsbereich zuzuordnen sind.

In der Kapitalflussrechnung entfallen die Ausweiswahlrechte für erhaltene und gezahlte Dividenden und Zinsen und das Betriebsergebnis wird als Startpunkt bei der Anwendung der indirekten Methode festgelegt.

Zur Darstellung unternehmensspezifischer Leistungskennzahlen (sogenannte management-defined performance measures) werden spezifische Anhangangaben vorgeschrieben. Weiters werden detailliertere Regeln und Leitlinien aufgestellt, wie aggregiert bzw. disaggregiert Informationen im Abschluss darzustellen sind.

Die Anwendung ist rückwirkend verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2027 beginnen, ein EU-Endorsement ist aktuell noch ausstehend. Eine frühere Anwendung ist zulässig, aber derzeit für den Konzernabschluss der AMAG Austria Metall AG nicht geplant.

IFRS 18 kann mögliche Auswirkungen auf die Darstellung und Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung des AMAG-Konzerns haben und auch neue oder geänderte Anhangangaben erforderlich machen. Derzeit werden die konkreten Auswirkungen noch analysiert.

Der AMAG-Konzern geht davon aus, dass sich aufgrund der verbleibenden zukünftig anzuwendenden Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

GESCHÄFTSSEGMENTE

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ERLÄUTERUNG ZUR KONZERNBILANZ

Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte eine Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "AMAG components" gemäß IAS 36 in Höhe von 13,2 Mio. EUR, wovon ein Teil auf die Sachanlagen entfiel. Derzeit liegt kein Anhaltspunkt dafür vor, dass diese Wertminderung nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte.

Die Sachanlagen sanken von 713,7 Mio. EUR zum Jahresende 2024 auf 680,1 Mio. EUR per Ende Juni 2025, wobei das Investitionsniveau mit 21,8 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2025 (H1/2024: 40,1 Mio. EUR) deutlich unter den Abschreibungen liegt. Die Verpflichtungen aus Anlageninvestitionen belaufen sich zum 30. Juni 2025 auf 19,5 Mio. EUR (31. Dezember 2024: 25,6 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 192,7 Mio. EUR per Jahresultimo 2024 auf 217,8 Mio. EUR per Ende Juni 2025.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich von 278,8 Mio. EUR per Ende Dezember 2024 auf 196,9 Mio. EUR per Ende Juni 2025.

Das Eigenkapital der AMAG-Gruppe betrug 736,0 Mio. EUR per Ende Juni 2025 und lag damit um 4,9 Mio. EUR unter dem Wert des Jahresabschlusses 2024 (31. Dezember 2024: 740,9 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis nach Ertragsteuern der ersten sechs Monate 2025 in Höhe von 23,4 Mio. EUR, der Veränderung der Hedgingrücklage (IFRS 9) um +38,2 Mio. EUR, der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne von +1,3 Mio. EUR sowie der Erfassung der Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung in Höhe von -25,8 Mio. EUR. Darüber hinaus ist eine Dividendenzahlung in Höhe von -42,3 Mio. EUR enthalten.

Seit dem Bilanzstichtag haben sich die für die Bewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und der Jubiläumsgeldrückstellung relevanten Zinssätze in Österreich per Ende Mai – abgeleitet aus den von MERCER Deutschland veröffentlichten Rechnungszinssätzen für IFRS-Bewertungen – für die Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung auf 3,90 % (31. Dezember 2024: 3,50 %) sowie für die Pensionsrückstellung auf 3,70 % (31. Dezember 2024: 3,40 %) erhöht. In Kanada haben sich die relevanten Zinssätze ebenfalls erhöht und betragen entsprechend der 'Fiera Capitals CIA Method Accounting Discount Rate Curve' für die Pensionsrückstellung 4,80 % (31. Dezember 2024: 4,74 %) und für die Rückstellung für medizinische Vorsorgeleistungen 4,90 % (31. Dezember 2024: 4,67 %). In Summe ergaben sich im 1. Halbjahr 2025 versicherungsmathematische Gewinne von 2,6 Mio. EUR, die ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis gebucht wurden.

Die verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken von 454,2 Mio. EUR im letztjährigen Konzernabschluss auf 424,4 Mio. EUR per 30. Juni 2025.

Sämtliche vereinbarte Zusicherungen an Finanzierungspartner blieben im Vergleich zum 31. Dezember 2024 unverändert. Diese wurden sowohl zu den Stichtagen als auch während der Berichtsperiode eingehalten.

ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die AMAG-Gruppe realisiert den Umsatz aus dem Verkauf von Primäraluminium (Segment Metall), aus dem Verkauf von Aluminiumwalzprodukten und Luftfahrtstrukturteilen (Segment Walzen), aus dem Verkauf von Aluminiumgusslegierungen (Segment Gießen) und aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit Gebäude- und Flächenmanagement, Werksdiensten etc. am Standort Ranshofen (Segment Service), wobei der Außenumsatz an Dienstleistungen eine untergeordnete Rolle spielt (0,49 % vom Gesamtumsatz, H1/2024: 0,38 %).

Von Jänner bis Juni 2025 erzielte die AMAG-Gruppe einen Umsatz von 786,2 Mio. EUR und lag damit um 11,1 % über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres von 707,7 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

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AMAG AUSTRIA METALL AG Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) der AMAG-Gruppe betrug im 1. Halbjahr 2025 80,6 Mio. EUR und lag somit um 14,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (H1/2024: 95,3 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) der Gruppe belief sich in den ersten sechs Monaten 2025 auf 38,8 Mio. EUR nach 50,8 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Aus dem seit 1. Jänner 2024 in Österreich anzuwendenden Mindestbesteuerungsgesetz (MinBestG) ergeben sich – wie auch im Vorjahr – keine Auswirkungen auf den laufenden Steueraufwand des ersten Halbjahres 2025. Die AMAG-Gruppe wendet die vorübergehende, verpflichtende Ausnahmeregelung gemäß IAS 12 hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern, die aus der Implementierung der globalen Mindestbesteuerung resultieren, an. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernabschluss per 31. Dezember 2024.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug im 1. Halbjahr 2025 23,4 Mio. EUR (H1/2024: 33,4 Mio. EUR).

ERLÄUTERUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2025 76,2 Mio. EUR und lag damit um 0,6 Mio. EUR über dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode (H1/2024: 75,7 Mio. EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im 1. Halbjahr 2025 -27,2 Mio. EUR (H1/2024: -48,5 Mio. EUR). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war im 1. Halbjahr 2025 mit -120,1 Mio. EUR negativ (H1/2024: -55,3 Mio. EUR), was auf Tilgungen von Krediten und Darlehen in Höhe von 115,3 Mio. EUR sowie die Aufnahme kurzfristiger Finanzierungen in Höhe von 37,5 Mio. EUR und die Dividendenzahlung in Höhe von 42,3 Mio. EUR zurückzuführen ist.

ERLÄUTERUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten nach IFRS 7:

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*In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Investitionen in Geldmarktfonds enthalten, die der Kategorie "verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet werden.

AMAG AUSTRIA METALL AG

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*In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Investitionen in Geldmarktfonds enthalten, die der Kategorie "verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet werden.

**Werte zum 31.12.2024 angepasst (siehe auch Kapitel "Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden")

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die Buchwerte dieser Positionen zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. In den nicht nach IFRS 7 kategorisierten Finanzinstrumenten sind sowohl finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert, als auch solche, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, enthalten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen kurze Restlaufzeiten von unter einem Jahr, die bilanzierten Werte stellen approximativ die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie unter Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos ermittelt.

Die Bewertungsklassen verteilen sich wie folgt:

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In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres kam es zu keiner Umklassifizierung zwischen den Bewertungsklassen.

Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Level 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Level 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. Folgende Geschäfte sind in dieser Hierarchiestufe bilanziert:

Devisentermingeschäfte:

Bei einem Devisentermingeschäft wird zu einem zukünftigen Stichtag ein festgelegter Betrag einer Devise gegen eine andere Devise zu einem festgelegten Währungskurs getauscht. Bei der Bewertung werden die beiden Cashflows, die zum Fälligkeitstermin fließen, mit Hilfe der jeweiligen zugehörigen Zinsstrukturkurve (der beiden Geschäftswährungen) auf die Laufzeit verbarwertet. Der Barwert des Devisentermingeschäfts ist die Differenz der beiden mit Hilfe der Währungskurse auf die Berichtswährung umgerechneten verbarwerteten Cashflows. Als Inputparameter werden Währungskurse und die Zinsstrukturkurve herangezogen.

Zins-Swap:

Beim Zins-Swap wird ein variabler Zinssatz gegen einen Fixzins getauscht. Bei der Bewertung werden der Barwert der variablen Zinszahlungen und der Barwert der Fixzinszahlungen ermittelt. Der Barwert des Zinsswaps ist die Differenz der beiden über die Laufzeit des Geschäftes abgezinsten Cashflows. Als Inputparameter werden der 3-Monats-Euribor und die Zinsstrukturkurve herangezogen.

Rohstofftermingeschäfte:

Die Bewertung des Termingeschäftes ergibt sich aus der Differenz von Vertragspreis zu Schlussnotierung des Aluminiumpreises an der London Metal Exchange (LME) zur jeweiligen Fälligkeit des Geschäftes. Als Inputparameter werden die Schlussnotierung des Aluminiumpreises an der London Metal Exchange (LME) inkl. Terminstruktur sowie die Währungsterminstrukturkurve (USD zu EUR) herangezogen.

Rohstoffoptionen:

Zur Bewertung der Rohstoffoptionen wird das Black-Scholes-Modell herangezogen. Wesentliche Inputparameter sind die Schlussnotierung des jeweiligen Rohstoffpreises an der London Metal Exchange (LME) inkl. Terminstruktur sowie die Währungsterminstrukturkurve (USD zu EUR) und die Volatilität des Rohstoffpreises.

Tonerde- und Prämienderivate:

Die Bewertung des Tonerde- und Prämiengeschäfts ergibt sich aus der Differenz von Vertragspreis zu Schlussnotierung des Tonerde- bzw. Prämienpreises laut Broker zur jeweiligen Fälligkeit des Geschäftes. Als Inputparameter werden die Schlussnotierungen des Tonerde- bzw. Prämienpreises laut Broker sowie die Währungsterminstrukturkurve (USD zu EUR) herangezogen.

Erdgastermingeschäfte:

Die Bewertung des Termingeschäftes ergibt sich aus der Differenz von Vertragspreis zu Schlussnotierung des Erdgaspreises (THE EEX Base) zur jeweiligen Fälligkeit des Geschäftes. Als Inputparameter wird die Schlussnotierung der Börse herangezogen.

Power Purchase Agreement (PPA):

Die Bewertung des virtuellen Power Purchase Agreements ergibt sich aus der Differenz zwischen Vertragspreis und Marktpreis für die erwartete Laufzeit. Als Inputparameter werden die Terminkurse der EEX Austrian Power Futures herangezogen.

Level 3: Verfahren, die Inputparameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Bewertung der Beteiligungen erfolgt nicht auf Basis von beobachtbaren Daten, sondern auf Basis von Einschätzungen durch das Unternehmen und ist daher Level 3 zuzuordnen.

Die Vermögenswerte, die im Rahmen der Folgebewertung auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3 beruhen, stellen das eingebettete Derivat im Strombezugskontrakt der Alouette dar.

Stromvertrag Aluminerie Alouette Inc.:

Alouette hält einen mit dem staatlichen Stromanbieter abgeschlossenen Strombezugskontrakt, der den von Alouette zu bezahlenden Strompreis auf Basis einer vertraglich festgelegten Strompreisformel unmittelbar an den Marktpreis des Aluminiums koppelt.

Der Strombezugsvertrag enthält aufgrund der Abhängigkeit des Strompreises vom LME-Kurs ein eingebettetes Derivat. Dieses Derivat wird im Rahmen von Cashflow-Hedges als Sicherungsinstrument designiert. Der beizulegende Zeitwert des Derivats wird mittels modellbasierter Bewertung ermittelt. In Kanada existiert aufgrund des monopolistischen Strommarktes kein liquider Marktpreis im herkömmlichen Sinne (ein Mark-to-market-Preis ist nicht direkt beobachtbar). Zur Bewertung wird daher ein Forward-Preis-Modell unter Verwendung eines Strom-Referenzpreises für Alouette, der entsprechenden Zinsstrukturkurven und der Forward-Preise von Aluminium und Fremdwährungen herangezogen.

Um eine marktnahe Bewertung des Kontrakts zu erhalten, wird in weiterer Folge bezugnehmend auf die erwartete Laufzeit des Stromvertrages der Barwert zukünftiger Stromzahlungen auf Basis von Aluminiumpreis-Forwards und eines Prämienaufschlages (Mid-West-Prämie) berechnet und dem Barwert zukünftiger Stromzahlungen auf Basis des Strom-Referenzpreises unter Berücksichtigung der USD zu CAD-Terminstrukturen für Alouette gegenübergestellt. Der so ermittelte Unterschiedsbetrag liefert eine modellbasierte Bewertung des eingebetteten Derivats.

Der im Zuge der Erstbewertung ermittelte positive Fair Value des Derivats wurde als öffentlicher Zuschuss (der Regierung von Quebec) klassifiziert und entsprechend unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten verbucht. Der Zuschuss wird entsprechend den erwarteten Aufwendungen für die im Vertrag geregelten Bedingungen erfolgswirksam aufgelöst.

Der Zeitwert des eingebetteten Derivats im Strombezugskontrakt der Aluminerie Alouette Inc. beruht auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert des Level 3. Die Entwicklung des eingebetteten Derivats stellt sich wie folgt dar:

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Eine Veränderung des LME-Preises würde sich auf die Bewertung zum 30. Juni folgendermaßen auswirken:

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GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Salden und Transaktionen zwischen der AMAG Austria Metall AG und ihren Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden hier nicht weiter erläutert.

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit bestehen Geschäftsbeziehungen in Form von Lieferungen und Dienstleistungen mit assoziierten Gesellschaften des Konzerns. Diese Geschäfte erfolgen ausschließlich auf Basis marktüblicher Bedingungen.

Mit der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich AG bestehen Geschäftsbeziehungen im Bereich der Finanzierung, Veranlagung sowie bei Fremdwährungsgeschäften.

Seit dem Jahr 2022 wird die AMAG-Gruppe in die Steuergruppe der B&C Holding Österreich GmbH miteinbezogen. Daraus besteht zum 30. Juni 2025 eine Forderung in Höhe von 6,4 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2024: Forderung in Höhe von 4,6 Mio. EUR).

Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden weder Darlehen gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungen eingegangen. Geschäfte anderer Art, insbesondere Kaufverträge über nennenswerte Vermögenswerte, wurden nicht abgeschlossen.

Im 1. Halbjahr 2025 gab es keine wesentlichen Veränderungen in den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem Vorjahresabschluss.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 4. Juli 2025 wurde gemeinsam mit der Regierung der kanadischen Provinz Québec und dem Energieversorger Hydro-Québec eine Absichtserklärung für einen neuen Stromvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag soll die Energieversorgung der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG einen Anteil von 20 % hält, bis 2045 sichern. Der aktuelle Stromvertrag läuft planmäßig Ende 2029 aus.

Es gibt keine weiteren für den Konzern wesentlichen besonderen Ereignisse, die nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2025 eingetreten sind.

AMAG AUSTRIA METALL AG

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den Regelungen für Zwischenabschlüsse in den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AMAG Austria Metall AG vermittelt.

Wir bestätigen weiters, dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AMAG Austria Metall AG bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Ranshofen, 24. Juli 2025

Der Vorstand

Technikvorstand

Hon.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Helmut Kaufmann, Vorstandsvorsitzender

Mag.a Claudia Trampitsch, Finanzvorständin

Victor Breguncci, MBA Vertriebsvorstand

INFORMATIONEN ZUR AKTIE

KURSVERLAUF DER AMAG-AKTIE

Die AMAG-Aktie bewegte sich im 1. Halbjahr 2025 in einer Bandbreite zwischen 23,50 EUR und 27,00 EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2024 hat der Aktienkurs per 30. Juni des Berichtsjahres +1,23 % zugelegt und notierte bei 24,70 EUR. Die Gesamtaktionärsvergütung, einschließlich der im April ausbezahlten Dividende in Höhe von 1,20 EUR je Aktie, lag in der ersten Jahreshälfte bei +6,15 %. Der österreichische Index ATX konnte sich im Vergleichszeitraum um +20,95 % auf 4.430,29 Punkte verbessern. Die nachstehende Grafik zeigt die prozentuelle Kursperformance der AMAG-Aktie und des österreichischen Leitindex ATX, ausgehend vom Börsengang der AMAG, am 8. April 2011 bis einschließlich 30. Juni 2025.

HANDELSVOLUMEN

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen (Doppelzählung) der Aktie verringerte sich im Halbjahresvergleich von 4.374 auf 3.070 Stück (-29,81 %).

INVESTOR RELATIONS

Aktuell analysieren folgende fünf Banken die AMAG-Aktie: Baader Bank (Hinzufügen, 06.05.2025), Erste Group (Halten, 06.05.2025), Kepler Cheuvreux (Reduzieren, 06.05.2025), Landesbank Baden-Württemberg (Halten, 06.05.2025) und Oddo (Neutral, 25.06.2025).

› Zur Steigerung des Bekanntheitsgrads der AMAG am Kapitalmarkt und zur persönlichen Kommunikation mit Investoren war AMAG auch im ersten Halbjahr dieses Jahres auf diversen Konferenzen und Veranstaltungen sowie einer Roadshow vertreten.

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HAUPTVERSAMMLUNG

Die AMAG Austria Metall AG hielt am 15. April 2025 im Schlossmuseum in Linz ihre 14. ordentliche Hauptversammlung als Publikumsgesellschaft ab. Es wurden alle Tagesordnungspunkte behandelt und die Beschlüsse mit großer Mehrheit gefasst, unter anderem die Ausschüttung einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie. Genaue Informationen zur Agenda und zu den Beschlüssen finden Sie auf der Webseite unter www.amag.at im Unterpunkt Investor Relations Hauptversammlung.

EIGENTÜMERSTRUKTUR

Die AMAG Austria Metall AG verfügt auch weiterhin über eine stabile Aktionärsstruktur mit der B&C Privatstiftung als Kernaktionär mit 52,7 %.

*) Die B&C Industrieholding GmbH und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG haben am 1. April 2015 einen Beteiligungsvertrag abgeschlossen.

**) Die B&C Industrieholding GmbH und Esola Beteiligungsverwaltungs GmbH haben am 14. Februar 2019 eine Beteiligungsvereinbarung abgeschlossen.

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*Es erfolgte rückwirkend für Q2/2024 sowie für H1/2024 eine Korrektur der Kurs-Angaben, wodurch sich die Werte im Vergleich zum Halbjahresfinanzbericht des Vorjahres unterscheiden.

FINANZBERICHT 1. HALBJAHR 2025 46

FINANZKALENDER 2025

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INFORMATIONEN ZUR AMAG-AKTIE

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HINWEIS

Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsbezogenen Einschätzungen und Aussagen wurden auf Basis aller der AMAG bis zum 14. Juli 2025 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen. Die wirtschaftlichen und handelspolitischen Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Wochen mehrmals verändert. Interne Berechnungen/Ergebnisanalysen basieren auf diversen Annahmen. Dazu zählt unter anderem auch die unveränderte Gültigkeit der globalen US-Einfuhrzölle auf Aluminiumprodukte. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Prognosen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln.

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Generell kann es aufgrund von Rundungen zu Abweichungen bei den dargestellten Werten, Summierungen und Prozentangaben kommen. Die AMAG und deren Vertreter übernehmen insbesondere für die Vollständigkeit und Richtigkeit der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen keine Haftung. Diese Veröffentlichung ist auch in englischer Sprache verfügbar, wobei in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version maßgeblich ist.

Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der AMAG dar.

HERAUSGEBER:

AMAG Austria Metall AG Lamprechtshausener Straße 61 5282 Ranshofen

KONTAKT:

Mag. Christoph M. Gabriel, BSc Leiter Investor Relations Tel.: + 43 (0)7722 801 – 3821 Fax.: + 43 (0)7722 801 – 8 3821 E-Mail: [email protected]

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