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RWE AG

Earnings Release May 12, 2021

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Earnings Release

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Finanzbericht: 28297738

RWE Aktiengesellschaft

Essen

Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2021

Zwischenmitteilung

über das erste Quartal 2021

Bereinigtes EBITDA im ersten Quartal mit 0,9 Mrd. € im Rahmen der Erwartungen /​/​ Investitionen in erneuerbare Energien mehr als doppelt so hoch wie 2020 /​/​ Nettoschulden auf 2,8 Mio. € gesunken /​/​ RWE bekräftigt Ergebnisprognose für 2021

Auf einen Blick

Eckdaten des RWE-Konzerns 1

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Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Stromerzeugung GWh 45.191 37.448 7.743 146.775
Außenumsatz (ohne Erdgas-/​Stromsteuer) Mio.€ 4.707 3.803 904 13.688
Bereinigtes EBITDA Mio.€ 883 1.324 -441 3.286
Bereinigtes EBIT Mio.€ 548 967 -419 1.823
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio.€ 627 1.026 -399 1.265
Nettoergebnis Mio.€ 895 717 178 1.051
Bereinigtes Nettoergebnis Mio.€ 340 614 -274 1.257
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten Mio.€ 1.596 -1.202 2.798 4.125
Investitionen Mio.€ 1.037 592 445 3.358
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio.€ 1.011 466 545 2.285
in Finanzanlagen Mio.€ 26 126 -100 1.073
Free Cash Flow Mio.€ 881 -1.753 2.634 1.132
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Tsd. Stück 676.220 614.745 61.475 637.286
Ergebnis je Aktie 1,32 1,17 0,15 1,65
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 0,50 1,00 -0,50 1,97
31.03.2021 31.12.2020
Nettoschulden Mio.€ 2.821 4.432 -1.611
Mitarbeiter 2 19.244 19.498 -254

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

2 Umgerechnet in Vollzeitstellen

Wesentliche Ereignisse

Im Berichtszeitraum

RWE ersteigert Nutzungsrechte für neue Windkraftstandorte in der britischen Nordsee. Bei einer Versteigerung von Optionsrechten zur Nutzung neuer Gebiete für Offshore-Windparks hat sich RWE im Februar 2021 zwei benachbarte Standorte in der britischen Nordsee gesichert. Wir dürfen dort Projekte mit einer Erzeugungskapazität von bis zu 3.000 MW entwickeln. Dafür müssen wir in der Zeit bis zur finalen Investitionsentscheidung eine Optionsprämie von jährlich 82.552 £ /​ MW (zzgl. Inflationsausgleich) zahlen. Die Standorte liegen auf der Doggerbank, einer Sandbank in einem flachen Bereich der Nordsee. In der Nähe soll auch der 1.400-MW-Windpark Sofia entstehen, dessen Bau wir im März beschlossen haben. Zunächst wird es für die neuen Standorte eine Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Bei positivem Ergebnis werden wir mit der Projektentwicklung beginnen. Erst ab dann sind wir verpflichtet, die Optionsprämie zu entrichten. Allerdings haben wir bereits einen Jahresbetrag im Voraus bezahlt. Sobald alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, können wir an einer Auktion für einen Fördervertrag teilnehmen und anschließend die finale Investitionsentscheidung treffen. An die Stelle der Optionsprämie wird dann eine wesentlich niedrigere Pachtzahlung treten. Unter der Voraussetzung, dass wir rechtzeitig über einen Netzanschluss verfügen, könnten die neuen Windparks gegen Ende dieses Jahrzehnts in Betrieb gehen.

Die Versteigerung der Optionsrechte ist von der Crown Estate durchgeführt worden, einer für die Verwaltung der britischen Krongüter zuständigen Behörde. Dabei sind Entwicklungsrechte für insgesamt sechs Offshore-Standorte versteigert worden, auf denen Windparks mit einer Kapazität von bis zu 7.980 MW entstehen können. Wettbewerber, die sich ebenfalls Optionsrechte sichern konnten, haben dafür zum Teil wesentlich höhere Gebote abgegeben. RWE wird unter allen erfolgreichen Bietern im Durchschnitt die niedrigste Optionsprämie pro Megawatt und Jahr zahlen.

Startschuss für den Bau des Nordsee-Windparks Sofia. Im März 2021 hat RWE die finale Investitionsentscheidung für den Bau des britischen Nordsee-Windparks Sofia getroffen. Sofia ist eines der größten Offshore-Windkraft-Projekte weltweit. Wir besitzen 100 % der Anteile an dem Vorhaben. Der Windpark wird 195 Kilometer vor der Nordostküste Englands entstehen. Seine 100 Turbinen werden gemeinsam über eine Leistung von 1.400 MW verfügen und rechnerisch ca. 1,2 Mio. britische Haushalte mit Strom versorgen können. Die Baumaßnahmen auf See sollen 2023 beginnen. Nach aktueller Planung könnte Sofia 2026 mit seiner vollen Kapazität am Netz sein. Für den Strom des Windparks haben wir uns 2019 einen Fördervertrag gesichert, der uns eine Vergütung von 39,65 £ /​ MWh garantiert. Der Betrag bezieht sich auf das Preisniveau von 2012 und wird entsprechend der allgemeinen Inflationsrate nach oben angepasst. Wir veranschlagen die Investitionssumme für Sofia auf rund 3 Mrd. £. Darin eingeschlossen sind die Ausgaben für den Netzanschluss, den wir nach seiner Fertigstellung aus wettbewerbsrechtlichen Gründen verkaufen werden.

Hohe Ergebnisbelastungen durch Jahrhundert-Kälte in Texas. Im Februar 2021 hat eine außergewöhnliche Kältewelle in Teilen der USA zu massiven Beeinträchtigungen der Energieversorgung geführt. Aufgrund von Winterstürmen und Eisregen waren einige RWE-Windparks in Texas für mehrere Tage außer Betrieb. Teilweise hatten wir die Erzeugung dieser Anlagen bereits auf Termin verkauft und mussten daher Strom zukaufen, um unsere Lieferverpflichtungen zu erfüllen. Wegen der angespannten Versorgungslage und regulatorischer Preisvorgaben waren für die Fremdbezüge bis zu 9.000 US$ /​ MWh zu zahlen. Dies führte im Segment Onshore Wind /​ Solar zu Ergebnisbelastungen von rund 400 Mio. €.

RWE verkauft Anteile an drei Windparks in Texas. Im Januar 2021 haben wir Anteile an unseren texanischen Onshore-Windparks Stella (201 MW), Cranell (220 MW) und Raymond East (200 MW) verkauft. Erwerber waren eine Tochter des kanadischen Energieversorgers Algonquin Power & Utilities und der britische Investor Greencoat, die 51 % bzw. 24 % an den Windparks übernahmen. RWE bleibt Betreiber der Anlagen. Da uns die Windparks nur noch zu 25 % gehören, weisen wir sie nicht mehr als vollkonsolidierte Vermögenswerte, sondern als Equity-Beteiligungen aus. Der Verkauf war im Dezember 2020 vereinbart worden. Im Rahmen der Transaktion werden wir auch Anteile von 51 % bzw. 24 % am Windpark Raymond West (240 MW) abgeben, sobald dieser fertiggestellt ist. Das soll bis Mitte des Jahres geschehen.

Britische Kapazitätsmarktauktion für 2024 /​ 2025: RWE sichert sich Prämien für 6,5 GW Erzeugungsleistung. Bei einer Kapazitätsmarktauktion in Großbritannien konnten sich Anfang März RWE-Anlagen mit einer gesicherten Erzeugungsleistung von 6.544 MW für eine Prämienzahlung qualifizieren. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Gaskraftwerke. Das Bieterverfahren bezog sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30. September 2025. Insgesamt kamen dabei Anlagen mit 40,8 GW zum Zuge. Sie werden im genannten Zeitraum eine Vergütung dafür erhalten, dass sie am Netz sind und zur Stromversorgung beitragen. Die im Bieterverfahren ermittelte Kapazitätsprämie erreichte mit 18,00 £ /​ kW (zzgl. Inflationsausgleich) das höchste Niveau seit langem. Für die drei vorangehenden Zwölf-Monatszeiträume (Oktober 2021 bis September 2024) liegen die Prämien bei 8,40 £, 6,44 £ und 15,97 £ (zzgl. Inflationsausgleich).

Bundesregierung legt Gesetzentwurf zur Entschädigung für den Atomausstieg vor.Am 24. März hat das Bundeskabinett den Entwurf der 18. Novelle des Atomgesetzes (AtG) verabschiedet, in der geregelt wird, wie die deutschen Kernkraftwerksbetreiber für den beschleunigten Atomausstieg entschädigt werden. Außerdem billigte das Kabinett einen begleitenden öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Betreibergesellschaften, der am Folgetag von den Vertragsparteien unterzeichnet wurde. Die Ausgleichsregelungen sollen die Bestimmungen der 16. AtG-Novelle aus dem Jahr 2018 ersetzen, die im September 2020 vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt worden waren. Über die Hintergründe informieren wir ausführlich im Geschäftsbericht 2020 auf Seite 39. Für RWE sieht der aktuelle Gesetzentwurf Kompensationen von rund 880 Mio. € vor. Zunächst muss der Bundestag über die Novelle beraten. Das Gesetz soll dann am 31. Oktober 2021 gemeinsam mit dem Vertrag in Kraft treten. Wir rechnen damit, dass wir die Mittel noch vor Jahresende erhalten werden.

Fitch und Moody's stufen Kreditrating von RWE hoch. Im März bzw. April haben die Ratingagenturen Fitch und Moody's ihre Bonitätsnoten für RWE um jeweils eine Stufe angehoben. Fitch bewertet unsere langfristige Kreditwürdigkeit jetzt mit BBB+ und Moody's mit Baa2 - bei stabilem Ausblick. Die Einstufungen liegen im Bereich Investment Grade. Auch die Ratings für unsere kurzfristigen Schulden und für unsere nachrangigen Hybridkapitalanleihen fallen nun um eine Note besser aus (siehe Tabelle unten). Fitch und Moody's begründen die Ratinganhebung mit der Transformation von RWE zu einem führenden Erneuerbare-Energien-Unternehmen. Das Geschäft mit Wind- und Solarenergie zeichnet sich durch attraktive, vergleichsweise stabile Erträge aus. Als weiteren positiven Faktor führt Fitch an, dass es für den deutschen Kohleausstieg nun einen klaren gesetzlichen Rahmen gibt. Moody's betonte darüber hinaus die starke operative und finanzielle Entwicklung von RWE im vergangenen Geschäftsjahr.

Kreditrating der RWE AG

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Moody's Fitch
Stand: Mai 2021 aktuell vorher aktuell vorher
--- --- --- --- ---
Langfristige Finanzschulden
Senior-Anleihen Baa2 Baa3 BBB+ BBB
Nachrangige Anleihen (Hybridanleihen) Ba1 Ba2 BBB- BB+
Kurzfristige Finanzschulden P-2 P-3 F1 F2
Ausblick stabil positiv stabil stabil

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

RWE sichert sich Fördervertrag für polnischen Offshore-Windpark. Bei der Umsetzung unseres ersten Windkraft-Vorhabens in der polnischen Ostsee sind wir einen großen Schritt vorangekommen. Im April hat uns die Regierung in Warschau eine Förderzusage für das Projekt FEW Baltic II erteilt. Der Windpark soll auf der Sandbank von Slupsk entstehen und über eine Leistung von 350 MW verfügen. Erst im Januar 2021 hatte das polnische Parlament den gesetzlichen Rahmen für die Förderung der Offshore-Windkraft geschaffen. In einer Startphase sollen sich zunächst Windparks mit insgesamt 5,9 GW Erzeugungsleistung für eine regulierte Vergütung qualifizieren können. Dies ist uns mit FEW Baltic II gelungen. Über die Höhe der Vergütung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Außerdem muss die EU-Kommission den Fördermechanismus noch beihilferechtlich prüfen. Dieser stützt sich auf zweiseitige Differenzverträge, die für die Erzeugungsmenge von 100 Tsd. Volllaststunden eine feste Vergütung garantieren: Liegt der am Markt erzielte Strompreis unter diesem Betrag, zahlt der Staat die Differenz; liegt er darüber, müssen die Betreiber Zahlungen leisten. Die Förderdauer ist auf maximal 25 Jahre begrenzt. Für Projekte der ersten Phase wird die garantierte Vergütung administrativ festgesetzt. Nach der Startphase entscheidet sich dann in Auktionen, welche Vorhaben sich für Differenzverträge qualifizieren und wie hoch die Förderung ausfällt. In den Jahren 2025 und 2027 soll es Ausschreibungen für jeweils bis zu 2,5 GW Erzeugungsleistung geben.

Beteiligung am britischen Nordsee-Windpark Rampion auf 50,1 % aufgestockt. Mit Wirkung zum 1. April haben wir von E.ON einen 20 %-Anteil am britischen Offshore-Windpark Rampion übernommen. Der Kaufpreis wurde bereits im Dezember 2020 entrichtet. Durch die Transaktion halten wir nun 50,1 % an dem 400-MW-Windpark und können ihn ab dem zweiten Quartal 2021 vollkonsolidieren. Rampion befindet sich vor der Küste von Sussex und ist seit 2018 im kommerziellen Betrieb.

RWE veräußert kleine Wasserkraftwerke an KELAG. Der österreichische Energieversorger KELAG hat von uns zwölf französische Wasserkraftwerke übernommen, die zusammen über eine Leistung von 45 MW verfügen. Die Transaktion wurde Ende April abgeschlossen. Vertraglich vereinbart hatten wir sie im Dezember 2020. Dabei war auch festgelegt worden, dass KELAG sieben portugiesische Wasserkraftwerke und einige Windturbinen von uns erhält. Die Gesamtkapazität dieser Anlagen beträgt 20 MW (Pro-rata-Anteil von RWE). Ihr Verkauf soll im weiteren Jahresverlauf abgeschlossen werden. KELAG ist ein führender Produzent von Strom aus Wasserkraft. Wir sind mit 37,9 % an der Gesellschaft beteiligt.

Dividende von 0,85 € je Aktie gezahlt. Die Hauptversammlung der RWE AG vom 28. April hat dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2020 mit breiter Mehrheit zugestimmt. Dementsprechend haben wir am 3. Mai einen Betrag von 0,85 € je Aktie ausgeschüttet; das sind 0,05 € mehr als im Vorjahr.

Anmerkungen zur Berichtsweise

Konzernstruktur mit fünf Segmenten. In unserer Finanzberichterstattung untergliedern wir den RWE-Konzern in fünf Segmente mit den folgenden Bezeichnungen: (1) Offshore Wind, (2) Onshore Wind /​ Solar, (3) Wasser /​ Biomasse /​ Gas, (4) Energiehandel und (5) Kohle /​ Kernenergie. Die Segmente (1) bis (4) bilden unser Kerngeschäft. Hier wollen wir wachsen. Unter (5) ist unsere deutsche Stromerzeugung aus Kohle und Kernenergie zusammengefasst, die aufgrund staatlich vorgegebener Ausstiegspfade an Bedeutung verlieren wird.

Die einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

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Offshore Wind: Hier zeigen wir unser Geschäft mit der Windstromerzeugung auf dem Meer. Geführt wird es von der Konzerngesellschaft RWE Renewables.
Onshore Wind /​ Solar: In diesem Segment bündeln wir unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Windkraft an Land, der Solarenergie und der Batteriespeicher. Die operative Zuständigkeit liegt auch hier bei RWE Renewables.
Wasser /​ Biomasse /​ Gas: Das Segment umfasst unsere Laufwasser-, Pumpspeicher-, Biomasse- und Gaskraftwerke. Außerdem enthält es die niederländischen Kraftwerke Amer 9 und Eemshaven, in denen wir Biomasse und Steinkohle zusammen verstromen, sowie die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. All diese Aktivitäten werden von RWE Generation gesteuert. Seit Anfang 2021 verantwortet die Gesellschaft auch die Ausgestaltung und Umsetzung der Wasserstoffstrategie von RWE. Unsere 37,9 %-Beteiligung am österreichischen Energieversorger KELAG weisen wir ebenfalls im Segment Wasser /​ Biomasse /​ Gas aus.
Energiehandel: Hier stellen wir den Eigenhandel mit energienahen Commodities dar. Verantwortet wird er von RWE Supply & Trading, die außerdem als Zwischenhändler von Gas agiert, Großkunden mit Energie beliefert und eine Reihe weiterer handelsnaher Tätigkeiten ausübt. Bestandteile des Segments Energiehandel sind auch unsere deutschen und tschechischen Gasspeicher.
Kohle /​ Kernenergie: In diesem Segment berichten wir über unser deutsches Stromerzeugungsgeschäft mit den Energieträgern Kohle und Kernkraft sowie über unsere Braunkohleförderung im Rheinischen Revier westlich von Köln. Außerdem erfassen wir hier unsere Anteile am niederländischen Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen Gesellschaft URANIT (50 %), die mit 33 % an der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco beteiligt ist. Die genannten Aktivitäten und Beteiligungen werden zum größten Teil von unserer Konzerngesellschaft RWE Power verantwortet. Für unsere deutschen Steinkohlekraftwerke, die Ende 2020 die kommerzielle Stromerzeugung beendet haben, ist RWE Generation zuständig.

Konzerngesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie die Holding RWE AG erfassen wir im Kerngeschäft unter "Sonstige, Konsolidierung". Gleiches gilt für unsere Anteile am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion (25,1 %) und an E.ON (15 %), wobei die E.ON-Dividende im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Die Position enthält außerdem Konsolidierungseffekte.

Geänderter Ausweis von Steuervergünstigungen in den USA. Mit Beginn dieses Geschäftsjahres haben wir die bilanzielle Erfassung von Steuervergünstigungen geändert, die wir in den USA für Windkraft- und Solarprojekte erhalten. Wie im Geschäftsbericht 2020 auf Seite 37 erläutert, werden die erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten mit Steuergutschriften gefördert. Darüber hinaus können die Anlagenbetreiber auch von beschleunigten Abschreibungen profitieren, sogenannten Tax Benefits. Diese haben wir bis 2020 bei den Ertragssteuern berücksichtigt. Dagegen werden die Vorteile aus den Steuergutschriften bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Dieses Vorgehen wenden wir aus Konsistenzgründen nun auch bei den Tax Benefits an. Das bereinigte EBITDA fällt dadurch höher aus. Zum Zweck der Vergleichbarkeit haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

Zukunftsbezogene Aussagen. Die vorliegende Zwischenmitteilung enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen.

Geschäftsentwicklung

Stromerzeugung

Januar - März

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Erneuerbare Energien Pumpspeicher, Batterien Gas
in GWh 2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Offshore Wind 1.826 2.464 - - - -
Onshore Wind /​ Solar 4.684 5.099 - - - -
Wasser/​Biomasse/​Gas 2.263 1.577 560 547 15.440 11.571
Davon:
Deutschland 2 560 596 560 547 2.108 1.855
Großbritannien 171 186 - - 9.324 6.124
Niederlande 1.508 795 - - 2.599 2.586
Türkei - - - - 1.409 1.006
Kohle/​Kernenergie 2 5 4 - - 74 116
RWE-Konzern 8.778 9.144 560 547 15.514 11.687

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Braunkohle Steinkohle Kernenergie
in GWh 2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Offshore Wind - - - - - -
Onshore Wind /​ Solar - - - - - -
Wasser/​Biomasse/​Gas - - 1.804 1.248 - -
Davon:
Deutschland 2 - - - - - -
Großbritannien - - - - - -
Niederlande - - 1.804 1.248 - -
Türkei - - - - - -
Kohle/​Kernenergie 2 11.987 8.613 499 774 5.975 5.566
RWE-Konzern 11.987 8.613 2.303 2.022 5.975 5.566

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Gesamt 1
in GWh 2021 2020
--- --- ---
Offshore Wind 1.826 2.464
Onshore Wind /​ Solar 4.684 5.099
Wasser/​Biomasse/​Gas 20.085 14.987
Davon:
Deutschland 2 3.246 3.042
Großbritannien 9.495 6.310
Niederlande 5.911 4.629
Türkei 1.409 1.006
Kohle/​Kernenergie 2 18.596 14.898
RWE-Konzern 45.191 37.448

1 Inkl. Produktionsmengen, die nicht den genannten Energieträgern zuzuordnen sind (z. B. Ölkraftwerke)

2 Inkl. langfristig kontrahierter Strombezüge aus Erzeugungsanlagen, die sich nicht im Mehrheitseigentum von RWE befinden. Im ersten Quartal 2021 sind im Segment Wasser /​ Biomasse /​ Gas 583 GWh bezogen worden (Vorjahr: 572 GWh) und im Segment Kohle /​ Kernenergie 505 GWh (Vorjahr: 159 GWh).

Stromerzeugung 21 % über Vorjahr. Im ersten Quartal 2021 hat der RWE-Konzern 45.191 GWh Strom erzeugt, 21 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist hauptsächlich den Energieträgern Gas und Kohle zuzuordnen, die von günstigeren Marktbedingungen profitierten. Eine wichtige Rolle spielte dabei, dass das Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa weit unter dem hohen Vorjahresniveau lag und die erneuerbaren Energien daher weniger zur Deckung der Stromnachfrage beitragen konnten. Unsere britischen Gaskraftwerke und deutschen Braunkohleblöcke waren deshalb besser ausgelastet als 2020. Auch die niederländischen Anlagen Eemshaven und Amer 9, die mit Biomasse und Steinkohle betrieben werden, konnten ihre Produktion steigern. Ein Plus verzeichneten wir auch bei unseren deutschen Kernkraftwerken, deren Verfügbarkeit im Vorjahr durch wartungsbe dingte Stillstände beeinträchtigt war. Gegenläufigen Einfluss hatte, dass wir Ende 2020 den kommerziellen Betrieb der Steinkohlekraftwerke Ibbenbüren B (794 MW) und Westfalen E (764 MW) beendet und den Braunkohleblock Niederaußem D (297 MW) stillgelegt haben. Der Beitrag der Windkraft zu unserer Stromproduktion hat sich wetterbedingt verringert. Unsere Offshore-Anlagen erzeugten etwa ein Viertel weniger Strom als im Vorjahreszeitraum, der von überdurchschnittlich guten Windverhältnissen geprägt war. Bei der Windkraft an Land fiel der Rückgang nicht ganz so deutlich aus, weil wir einen Großteil unserer Onshore-Kapazitäten in den USA betreiben und die Windverhältnisse dort insgesamt stabiler waren als in Europa.

Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien

Januar - März

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Offshore Wind Onshore Wind Solar
in GWh 2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 532 726 292 487 - -
Großbritannien 1.244 1.670 570 801 - -
Niederlande - - 231 301 1 -
Polen - - 260 352 - 1
Spanien - - 329 237 18 -
Italien - - 300 274 - -
Schweden 50 68 76 109 - -
USA - - 2.446 2.433 66 51
Australien - - - - 47 7
Andere Länder - - 8 14 11 -
RWE-Konzern 1.826 2.464 4.512 5.008 143 59

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Wasser Biomasse Gesamt
in GWh 2021 2020 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 560 569 - 1 1.384 1.783
Großbritannien 69 78 103 108 1.986 2.657
Niederlande 3 4 1.505 791 1.740 1.096
Polen - - - - 260 353
Spanien 8 13 - - 355 250
Italien - - - - 300 274
Schweden - - - - 126 177
USA - - - - 2.512 2.484
Australien - - - - 47 7
Andere Länder 49 49 - - 68 63
RWE-Konzern 689 713 1.608 900 8.778 9.144

Außenumsatz 24 % über Vorjahr. Unser Außenumsatz erhöhte sich um 24 % auf 4.707 Mio. € (ohne Erdgas- /​ Stromsteuer). Mit unserem Hauptprodukt Strom erwirtschafteten wir Erlöse von 3.997 Mio. €. Gegenüber 2020 konnten wir damit um 18 % zulegen. Hintergrund war, dass die Erzeugung unserer Kraftwerke gestiegen ist und RWE Supply & Trading dementsprechend mehr Strom am Markt abgesetzt hat. Auch höhere realisierte Strompreise machten sich bemerkbar. Unsere Gaserlöse betrugen 318 Mio. €. Das ist mehr als doppelt so viel wie 2020 (148 Mio. €). Wegen der kühlen Witterung hat RWE Supply & Trading wesentlich mehr Gas verkauft als 2020. Außerdem lagen die Gaspreise deutlich über dem niedrigen Vorjahresniveau.

Eine Kennzahl, die bei nachhaltigkeitsorientierten Investoren immer mehr Beachtung findet, ist der Prozentsatz, den die Erlöse aus Kohlestrom und sonstigen Kohleprodukten am Konzernumsatz ausmachen. Im ersten Quartal 2021 betrug der Anteil 20 % (Vorjahr: 21 %).

Außenumsatz

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 98 118 -20 332
Onshore Wind/​Solar 891 628 263 1.855
Wasser/​Biomasse/​Gas 394 312 82 1.056
Energiehandel 3.110 2.522 588 9.597
Sonstige 2 2 - 9
Ke rnge schäft 4.495 3.582 913 12.849
Kohle/​Kernenergie 212 221 -9 839
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/​Stromsteuer) 4.707 3.803 904 13.688
Erdgas- /​Stromsteuer 76 55 21 208
RWE-Konzern 4.783 3.858 925 13.896

Außenumsatz nach Produkten

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Stromerlöse 3.997 3.393 604 11.701
Davon:
Offshore Wind 98 118 -20 332
Onshore Wind /​ Solar 847 611 236 1.676
Wasser/​Biomasse/​Gas 286 255 31 684
Energiehandel 2.696 2.350 346 8.775
Kerngeschäft 3.927 3.334 593 11.468
Kohle/​Kernenergie 70 59 11 233
Gaserlöse 318 148 170 534
Davon: Energiehandel 318 146 172 529
Sonstige Erlöse 392 262 130 1.453
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/​Stromsteuer) 4.707 3.803 904 13.688

Innenumsatz

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 252 343 -91 959
Onshore Wind/​Solar 96 86 10 304
Wasser/​Biomasse/​Gas 922 881 41 3.144
Energiehandel 1.617 1.032 585 2.778
Sonstige, Konsolidierung -2.328 -2.115 -213 - 6.803
Kerngeschäft 559 227 332 382
Kohle/​Kernenergie 1.045 779 266 3.075

Bereinigtes EBITDA 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 297 431 -134 1.069
Onshore Wind/​Solar -119 221 -340 523
Wasser/​Biomasse/​Gas 213 217 -4 621
Energiehandel 189 170 19 539
Sonstige, Konsolidierung -25 3 -28 - 25
Ke rnge schäft 555 1.042 -487 2.727
Kohle/​Kernenergie 328 282 46 559
RWE-Konzern 883 1.324 -441 3.286

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen fü erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Bereinigtes EBITDA wegen negativer Wettereffekte deutlich unter Vorjahr. Im Berichtszeitraum erzielten wir ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 883 Mio. € (Vorjahr: 1.324 Mio. €). Davon entfielen 555 Mio. € (Vorjahr: 1.042 Mio. €) auf unser Kerngeschäft und die restlichen 328 Mio. € (Vorjahr: 282 Mio. €) auf das Segment Kohle /​ Kernenergie. Der deutliche Ergebnisrückgang im Kerngeschäft ist u. a. auf die außerordentlichen Belastungen infolge der Jahrhundertkälte in Texas zurückzuführen (siehe Seite 3). Dem stand eine erneut überdurchschnittlich gute Performance im Energiehandel gegenüber.

In den einzelnen Segmenten zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung:

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Offshore Wind: Hier erwirtschafteten wir ein bereinigtes EBITDA von 297 Mio. €. Gegenüber dem ersten Quartal 2020 (431 Mio. €) ist das ein deutliches Minus. Ausschlaggebend dafür war, dass das Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa weit unter dem hohen Vorjahresniveau lag. Da sich unsere Offshore-Windparks in den Küstengewässern vor Großbritannien, Deutschland und Schweden befinden, waren alle RWE-Standorte davon betroffen.
Onshore Wind/​Solar: In diesem Segment ist das bereinigte EBITDA auf -119 Mio.€ gesunken (Vorjahr: 221 Mio. €). Ausschlaggebend dafür war ein ungewöhnlicher Kälteeinbruch in Texas, der in Kombination mit Eisregen zu Stillständen von Windkraftanlagen führte und uns dazu zwang, im Vorfeld eingegangene Lieferverpflichtungen durch extrem teure Fremdbezüge zu decken. Dadurch mussten wir Ergebniseinbußen von etwa 400 Mio. € hinnehmen. Weitere Belastungen ergaben sich durch das gegenüber dem starken Vorjahr deutlich verringerte Windaufkommen in Nord- und Mitteleuropa. Allerdings profitierten wir auch vom Buchgewinn aus dem Verkauf von Anteilen an den Windparks Stella, Cranell und Raymond East in den USA (siehe Seite 4).
Wasser /​ Biomasse /​ Gas: Das bereinigte EBITDA hat sich hier geringfügig auf 213 Mio. € verringert (Vorjahr: 217 Mio. €). Ein Grund dafür war, dass der Mitte 2020 veräußerte Holzpelletproduzent Georgia Biomass nicht mehr zum Ergebnis beitrug. Positiv wirkte, dass wir etwas höhere Prämien im Rahmen des britischen Kapazitätsmarktes erhielten.
Energiehandel: Das bereinigte EBITDA des Segments lag mit 189 Mio. € oberhalb des bereits hohen Vorjahreswertes (170 Mio. €), weil unsere Handelsperformance noch stärker war als 2020. Dem standen Ergebniseinbußen im Gasgeschäft gegenüber.
Kohle /​ Kernenergie: Das bereinigte EBITDA hat sich hier auf 328 Mio. € verbessert (Vorjahr: 282 Mio. €). Hauptgrund dafür war, dass wir für den Strom unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke eine höhere Großhandelsmarge erzielten als 2020. Die Erzeugung dieser Anlagen hatten wir bereits in Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Allerdings fielen im ersten Quartal 2021 auch Belastungen aus der Umsetzung des deutschen Kohleausstiegsgesetzes an.

Bereinigtes EBIT 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 203 336 -133 697
Onshore Wind/​Solar -214 128 -342 138
Wasser/​Biomasse/​Gas 141 135 6 283
Energiehandel 178 160 18 496
Sonstige, Konsolidierung -25 2 -27 - 25
Ke rnge schäft 283 761 -478 1.589
Kohle/​Kernenergie 265 206 59 234
RWE-Konzern 548 967 -419 1.823

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Bereinigtes EBIT auf 548 Mio. € gesunken. Unser bereinigtes EBIT belief sich im ersten Quartal 2021 auf 548 Mio. € (Vorjahr: 967 Mio. €). Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die betrieblichen Abschreibungen, die im Berichtszeitraum 335 Mio. € betrugen (Vorjahr: 357 Mio. €).

Überleitung zum Nettoergebnis 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Bereinigtes EBITDA 883 1.324 -441 3.286
Betriebliche Abschreibungen - 335 - 357 22 - 1.463
Bereinigtes EBIT 548 967 -419 1.823
Neutrales Ergebnis - 17 426 - 443 - 104
Finanzergebnis 96 - 367 463 - 454
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern 627 1.026 - 399 1.265
Ertragsteuern 283 - 313 596 - 376
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 910 713 197 889
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten - 30 - 30 221
Ergebnis 910 743 167 1.110
Davon:
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 15 26 - 11 59
Nettoergebnis/​Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 895 717 178 1.051

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Überleitung zum Nettoergebnis: Sondereinflüsse überlagern operative Entwicklung. Die Überleitung vom bereinigten EBIT zum Nettoergebnis war von Einmaleffekten geprägt, die sich per saldo positiv niederschlugen. Dadurch hat sich unser Nettoergebnis trotz der operativen Belastungen erhöht. Im Folgenden stellen wir dar, wie sich die Einzelposten der Überleitungsrechnung entwickelt haben.

Neutrales Ergebnis 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Veräußerungsergebnis 3 - 1 4 13
Ergebniseffekte aus der Bewertung von Derivaten und Vorräten - 48 430 - 478 1.886
Sonstige 28 - 3 31 - 2.003
Neutrales Ergebnis -17 426 -443 - 104

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht operative oder aperiodische Sachverhalte erfassen, lag mit -17 Mio.€ deutlich unter dem Vorjahreswert (426 Mio.€). Zuzuordnen ist das im Wesentlichen der Position "Ergebniseffekte aus der Bewertung von Derivaten und Vorräten". Hier erfassen wir vorläufige Gewinne oder Verluste, die dadurch entstehen, dass Finanzinstrumente zur Absicherung von Preisrisiken gemäß IFRS mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren sind, während die abgesicherten Grundgeschäfte erst bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Im Berichtszeitraum führte diese Asymmetrie zu einem Verlust, nachdem im Vorjahr ein hoher Gewinn angefallen war.

Finanzergebnis

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Zinserträge 16 35 -19 283
Zinsaufwendungen -88 -86 -2 - 296
Zinsergebnis -72 -51 -21 - 13
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen -29 -114 85 - 255
Davon: Zinsanteile an Zuführungen zu Bergbaurückstellungen -17 -100 83 - 186
Übriges Finanzergebnis 197 -202 399 - 186
Finanzergebnis 96 -367 463 - 454

Unser Finanzergebnis betrug 96 Mio. €. Gegenüber dem ersten Quartal 2020 hat es sich um 463 Mio. € verbessert. Im Einzelnen ergaben sich folgende Veränderungen:

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Das Zinsergebnis ist um 21 Mio.€ auf -72 Mio.€ zurückgegangen. Ein Grund dafür war, dass wir 2020 in größerem Umfang Wertpapiere veräußert haben und deshalb niedrigere Zinserträge erzielten.
Die Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen minderten das Ergebnis um 29 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum waren die Belastungen wesentlich höher ausgefallen (- 114 Mio. €), weil wir den zur Berechnung der Bergbaurückstellungen verwendeten Diskontierungszinssatz gesenkt hatten und sich der daraus resultierende Anstieg der Verpflichtungsbarwerte zum Teil als Aufwand in den Zinsanteilen niederschlug. Im ersten Quartal 2021 gab es keinen wesentlichen Effekt dieser Art.
Das "Übrige Finanzergebnis" erhöhte sich um 399 Mio. € auf 197 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war ein Einmaleffekt aus Zinsansprüchen im Zusammenhang mit einer Steuererstattung für Vorjahre. Positiv wirkte auch der Wegfall eines negativen Einmaleffekts aus dem Vorjahr: Aufgrund der coronabedingten Finanzmarkt-Turbulenzen hatten wir im März 2020 erhebliche Verluste aus Wertpapieranlagen realisiert.

Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern belief sich auf 627 Mio. € (Vorjahr: 1.026 Mio. €). Unter den "Ertragsteuern" weisen wir einen positiven Ergebnisbeitrag von 283 Mio. € aus. Grund dafür ist die erwähnte Steuererstattung für frühere Veranlagungszeiträume. Ein Jahr zuvor hatten wir noch eine hohe Steuerbelastung von 313 Mio. € zu verkraften, u. a. weil wir aktive latente Steuern abschreiben mussten.

Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten an. Im ersten Quartal 2020 hatten wir unter dieser Position noch einen Betrag von 30 Mio. € ausgewiesen, der unserer Beteiligung am slowakischen Energieversorger VSE zuzuordnen war. Die Beteiligung ist im August 2020 an E.ON veräußert worden.

Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter beliefen sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €).

Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns betrug 895 Mio. € (Vorjahr: 717 Mio. €). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,32 € (Vorjahr: 1,17 €). Die Anzahl der ausstehenden RWE-Aktien, die bei der Berechnung dieser Kennzahl zugrunde gelegt wurde, belief sich auf 676,2 Mio. Stück. Durch die Kapitalerhöhung vom August 2020 ist sie um 61,5 Mio. Stück gestiegen.

Überleitung zum bereinigten Nettoergebnis

Januar - März 2021

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in Mio. € Ursprüngliche

Werte
Bereinigung Bereinigte Werte
Bereinigtes EBIT 548 - 548
Neutrales Ergebnis -17 17 -
Finanzergebnis 96 -226 -130
Ergebnis vor Steuern 627 - 209 418
Ertragsteuern 283 -346 -63
Ergebnis 910 - 555 355
Davon:
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 15 - 15
Nettoergebnis /​ Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 895 - 555 340

Bereinigtes Nettoergebnis auf 340 Mio. € gefallen. Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 340 Mio. € (Vorjahr: 614 Mio. €). Um es zu ermitteln, haben wir das IFRS-Nettoergebnis um das neutrale Ergebnis sowie um wesentliche Sondereinflüsse im Finanzergebnis korrigiert. Anstelle der tatsächlichen Steuerquote wurde ein Wert von 15 % angesetzt, der sich an der erwarteten mittelfristigen Steuerbelastung orientiert. Dass sich das bereinigte Nettoergebnis gegenüber 2020 verringert hat, ist im Wesentlichen auf die Belastungen im Segment Onshore Wind /​ Solar zurückzuführen, über die wir auf Seite 11 berichten.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 712 159 553 756
Onshore Wind/​Solar 234 220 14 1.154
Wasser/​Biomasse/​Gas 15 37 -22 153
Energiehandel 9 10 -1 43
Sonstige, Konsolidierung - 1 -1 -
Ke rnge schäft 970 427 543 2.106
Kohle/​Kernenergie 41 39 2 183
RWE-Konzern 1.011 466 545 2.285 2

1 In der Tabelle sind ausschließlich zahlungswirksame Investitionen erfasst.

2 Inkl. Konsolidierungseffekt von -4 Mio. € zwischen dem Kerngeschäft und dem Segment Kohle/​Kernenergie

Investitionen in Finanzanlagen 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Offshore Wind 12 - 12 520
Onshore Wind/​Solar 5 6 -1 408
Wasser/​Biomasse/​Gas 5 118 -113 115
Energiehandel 4 1 3 18
Sonstige, Konsolidierung - 1 -1 11
Ke rnge schäft 26 126 - 100 1.072
Kohle/​Kernenergie - - - 1
RWE-Konzern 26 126 - 100 1.073

1 In der Tabelle sind ausschließlich zahlungswirksame Investitionen erfasst.

Investitionen wesentlich höher als 2020. Im ersten Quartal 2021 haben wir 1.037 Mio. € investiert (Vorjahr: 592 Mio. €). Die Mittel wurden zu 93 % in den Segmenten Offshore Wind und Onshore Wind /​ Solar eingesetzt. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben wir 1.011 Mio. € ausgegeben, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (466 Mio. €). Größter Einzelposten war der Bau des britischen Nordsee-Windparks Triton Knoll, der bei seiner Fertigstellung im Jahr 2022 über eine Gesamtleistung von 857 MW verfügen wird. Auch die auf Seite 3 erläuterte Prämienvorauszahlung an die britische Crown Estate trug zum hohen Investitionsvolumen bei. Für Finanzanlagen haben wir 26 Mio. € eingesetzt. Damit lagen wir deutlich unter dem Vorjahreswert (126 Mio. €), der vom Erwerb des britischen Gaskraftwerks King's Lynn geprägt war.

Stark verbesserter operativer Cash Flow. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten erzielten wir einen Cash Flow von 1.596 Mio. €, gegenüber -1.202 Mio.€ im Vorjahreszeitraum. Die deutliche Verbesserung ist auf Vorgänge zurückzuführen, die sich in der Veränderung des Nettoumlaufvermögens widerspiegeln. Besonders ins Gewicht fielen dabei Mittelzuflüsse aus Variation Margins, die Termingeschäfte mit Strom, Rohstoffen und CO 2-Zertifikaten betrafen. Dagegen hatte es im Vorjahr beträchtliche Mittelabflüsse aus solchen Geschäften gegeben. Positive Effekte resultierten auch aus dem Abbau von Vorräten.

Durch die Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 210 Mio. € abgeflossen (Vorjahr: Mittelzufluss von 538 Mio. €). Hauptgrund dafür waren unsere Ausgaben für Sach- und Finanzanlagen. Hinzu kam, dass wir das Planvermögen zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen um 1,1 Mrd. € aufgestockt haben. Dem standen Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie von Anteilen an den US-Windparks Stella, Cranell und Raymond East gegenüber.

Die Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten führte per saldo zu einem Mittelzufluss in Höhe von 144 Mio. € (Vorjahr: 275 Mio. €). Im Berichtszeitraum haben sich die Zahlungsströme aus der Tilgung und der Neuaufnahme von Finanzschulden in etwa neutralisiert. Unsere Ausschüttungen und Kapitalrückzahlungen an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften summierten sich zu 32 Mio. €.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ist unser Liquiditätsbestand um 1.565 Mio. € gestiegen.

Der Free Cash Flow spiegelte den stark erhöhten operativen Mittelzufluss wider. Mit 881 Mio. € lag er deutlich über dem negativen Vorjahreswert (- 1.753 Mio. €).

Kapitalflussrechnung 1

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in Mio. € Jan - Mrz

2021
Jan - Mrz

2020
+/​- Jan - Dez

2020
Funds from Operations 1.329 1.076 253 4.108
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 267 -2.278 2.545 17
Cash Flow aus laufender Geschäfts-
tätigkeit fortgeführter Aktivitäten 1.596 -1.202 2.798 4.125
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -210 538 - 748 - 4.278
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 144 275 - 131 1.769
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 35 -10 45 - 34
Veränderung der flüssigen Mittel 1.565 -399 1.964 1.582
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 1.596 -1.202 2.798 4.125
Abzüglich Investitionen -1.037 -592 -445 - 3.358
Zuzüglich Desinvestitionen/​

Anlagenabgänge
322 41 281 365
Free Cash Flow 881 -1.753 2.634 1.132

1 Sämtliche Positionen beziehen sich ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten; teilweise angepasste Vorjahreswerte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Nettoschulden

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Mio. € 31.03.2021 31.12.2020 +/​-
Flüssige Mittel 6.339 4.774 1.565
Wertpapiere 1 3.099 4.517 - 1.418
Sonstiges Finanzvermögen 2.556 2.507 49
Finanzvermögen 11.994 11.798 196
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,

Commercial Paper
2.743 2.160 583
Währungskurssicherung von Anleihen 19 31 - 12
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.889 3.038 - 149
Finanzverbindlichkeiten 5.651 5.229 422
Abzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals -279 -278 - 1
Nettofinanzvermögen

(inkl. Korrektur Hybridkapital)
6.622 6.847 -225
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.161 3.864 - 1.703
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten

Pensionsverpflichtungen
-191 -172 - 19
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 6.397 6.451 - 54
Rückstellungen für den Rückbau von Windparks 1.076 1.136 - 60
Nettoschulden 2.821 4.432 - 1.611

1 Unsere 15 %-Beteiligung an E.ON ist hier nicht enthalten. Hintergrund ist, dass unsere Bergbaurückstellungen und die Aktiva, die sie decken, bei der Ermittlung der Nettoschulden unberücksichtigt bleiben.

Nettoschulden auf 2,8 Mrd. € gesunken. Unsere Nettoschulden beliefen sich zum 31. März 2021 auf 2.821 Mio. €. Gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2020 sind sie um 1.611 Mio. € gesunken. Eine wichtige Rolle spielte dabei der positive Free Cash Flow.

Schuldenmindernd wirkte auch, dass die Diskontierungszinssätze, mit denen wir den Gegenwartswert der Pensionsverpflichtungen ermitteln, marktbedingt gestiegen sind. Dies schlug sich in einem Rückgang der Pensionsrückstellungen nieder. Die Dotierung des zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Planvermögens mit 1,1 Mrd. € hatte dagegen keine Auswirkungen auf die Nettoschulden, weil sich dadurch unsere Pensionsrückstellungen und unser Finanzvermögen gleichermaßen verringerten.

Prognose 2021

RWE-Konzern bekräftigt Ergebnisprognose. Unsere Ergebnisprognose für das laufende Jahr, die wir im März 2021 veröffentlicht haben, gilt unverändert fort (siehe Geschäftsbericht 2020, Seite 67 f.). Wir rechnen mit einer zufriedenstellenden Ertragslage, werden in unserem Kerngeschäft aber wohl deutlich unter dem Vorjahr abschließen. Hauptgrund dafür sind die Belastungen infolge der extremen Wetterverhältnisse Mitte Februar in Texas (siehe Seite 3). Unter der Voraussetzung, dass im weiteren Jahresverlauf normale Windverhältnisse herrschen, wird die Auslastung unserer Windparks schwächer sein als 2020. Zudem gehen wir nicht davon aus, im Energiehandel wieder ein so hohes Ergebnis wie im vergangenen Jahr zu erreichen. Außerhalb des Kerngeschäfts profitieren wir dagegen von gestiegenen Margen, die wir beim Terminverkauf der Stromproduktion unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke erzielt haben. Die Coronakrise wird aller Voraussicht nach keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben.

Für den Konzern prognostizieren wir ein bereinigtes EBITDA von 2.650 bis 3.050 Mio. € (Vorjahr: 3.286 Mio. €); davon werden voraussichtlich 1.800 bis 2.200 Mio. € (Vorjahr: 2.727 Mio. €) im Kerngeschäft erwirtschaftet. Bei betrieblichen Abschreibungen von voraussichtlich rund 1.500 Mio. € ergibt sich für unser bereinigtes Konzern-EBIT ein Korridor von 1.150 bis 1.550 Mio. € (Vorjahr: 1.823 Mio. €). Das um Sondereinflüsse bereinigte Nettoergebnis veranschlagen wir auf 750 bis 1.100 Mio. €. All diese Bandbreiten sind gegenüber unserer Prognose vom März unverändert. Der Ergebnisausblick für die Segmente hat ebenfalls Bestand.

Sachinvestitionen höher als 2020. Bekräftigen können wir auch unsere Prognose zu den Investitionen. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden wesentlich höher sein als 2020 (2.285 Mio. €). Erhebliche Mittel fließen in den Bau der Offshore-Windparks Triton Knoll und Sofia in der britischen Nordsee sowie Kaskasi nahe Helgoland. Weitere Investitionsschwerpunkte sind Onshore-Windkraft- und Solarprojekte in den USA und Europa. Außerhalb des Kerngeschäfts im Segment Kohle /​ Kernenergie planen wir Sachausgaben von 200 bis 300 Mio. €, die im Wesentlichen der Instandhaltung unserer Kraftwerke und Tagebaue dienen.

Ausblick

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in Mio. € Ist 2020 1 Prognose 2021
Bereinigtes EBITDA 3.286 2.650-3.050
Davon:
Kerngeschäft 2.727 1.800-2.200
Davon:
Offshore Wind 1.069 1.050-1.250
Onshore Wind /​ Solar 523 50-250
Wasser /​ Biomasse /​ Gas 621 500-600
Energiehandel 539 150-350
Kohle /​ Kernenergie 559 800-900
Bereinigtes EBIT 1.823 1.150-1.550
Bereinigtes Nettoergebnis 1.257 750-1.100

1 Teilweise angepasste Werte infolge einer geänderten Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

Leverage Factor: Obergrenze von 3,0 wird eingehalten. Ein wichtiger Indikator für unsere Finanzkraft ist das Verhältnis der Nettoschulden zum bereinigten EBITDA des Kerngeschäfts (Leverage Factor). Wir haben uns für den Leverage Factor eine Obergrenze von 3,0 gesetzt. Diese Vorgabe werden wir voraussichtlich auch 2021 einhalten.

Dividendenziel von 0,90 € je Aktie. Für das Geschäftsjahr 2021 strebt der Vorstand der RWE AG eine Gewinnausschüttung je Aktie in Höhe von 0,90 € an. Gegenüber der Dividende für 2020 ist das ein Plus von 0,05 €. Grund für die geplante Anhebung sind die guten mittel- und langfristigen Ertragsperspektiven in unserem Kerngeschäft.

Konzernzwischenabschluss (verkürzt)

Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio.€ Jan - Mrz 2021 Jan - Mrz 2020 1
Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/​Stromsteuer) 4.783 3.858
Erdgas- /​Stromsteuer -76 -55
Umsatzerlöse 2 4.707 3.803
Materialaufwand -3.562 -2.064
Personalaufwand -580 -571
Abschreibungen -356 -358
Sonstiges betriebliches Ergebnis 231 471
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 86 110
Übriges Beteiligungsergebnis 5 2
Finanzerträge 726 439
Finanzaufwendungen -630 -806
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern 627 1.026
Ertragsteuern 283 -313
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 910 713
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten 30
Ergebnis 910 743
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 15 26
Davon: Nettoergebnis/​Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 895 717
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,32 1,17
Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € 1,32 1,14
Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in € 0,03

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

2 Eine Darstellung der Umsatzerlöse nach Segmenten findet sich auf Seite 9.

Gesamtergebnisrechnung

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Beträge nach Steuern in Mio. € Jan - Mrz 2021 Jan - Mrz 2020 1
Ergebnis 910 743
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 647 441
Marktbewertung von Eigenkapitalinstrumenten 336 -165
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind 983 276
Unterschied aus der Währungsumrechnung 73 -387
Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten -20 -35
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung 1.247 117
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen 10 -2
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind 1.310 -307
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) 2.293 -31
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 3.203 712
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend 3.126 699
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 77 13

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA sowie aufgrund rückwirkender Anpassung bei der Erstkonsolidierung der übernommenen E.ON-Aktivitäten (siehe Erläuterung auf Seite 7 dieser Zwischenmitteilung bzw. Seite 109 im Geschäftsbericht 2020)

Bilanz

Aktiva

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in Mio.€ 31.03.2021 31.12.2020 1 01.01.2020 2
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 5.011 4.913 4.777
Sachanlagen 19.086 17.902 19.016
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 3.461 3.276 3.252
Übrige Finanzanlagen 4.566 4.244 4.337
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.765 3.707 3.668
Latente Steuern 397 397 680
36.286 34.439 35.730
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 998 1.632 1.585
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.259 3.007 3.621
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 14.873 12.531 15.310
Wertpapiere 2.816 4.219 3.258
Flüssige Mittel 6.339 4.774 3.192
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 337 1.061 1.274
28.622 27.224 28.240
64.908 61.663 63.970

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

2 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA sowie aufgrund rückwirkender Anpassung bei der Erstkonsolidierung der übernommenen E.ON-Aktivitäten (siehe Erläuterung auf Seite 7 dieser Zwischenmitteilung und Seite 109 im Geschäftsbericht 2020)

Passiva

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in Mio.€ 31.03.2021 31.12.2020 1 01.01.2020 2
Eigenkapital
Anteile der Aktionäre der RWE AG 19.364 16.916 16.617
Anteile anderer Gesellschafter 839 790 502
20.203 17.706 17.119
Langfristige Schulden
Rückstellungen 17.518 19.470 18.937
Finanzverbindlichkeiten 4.354 3.951 3.924
Übrige Verbindlichkeiten 2.041 2.152 2.144
Latente Steuern 2.261 1.883 2.197
26.174 27.456 27.202
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 3.141 3.004 2.638
Finanzverbindlichkeiten 1.278 1.247 1.689
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.664 2.387 2.987
Übrige Verbindlichkeiten 11.390 9.282 11.825
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 58 581 510
18.531 16.501 19.649
64.908 61.663 63.970

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

2 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA sowie aufgrund rückwirkender Anpassung bei der Erstkonsolidierung der übernommenen E.ON-Aktivitäten (siehe Erläuterung auf Seite 7 dieser Zwischenmitteilung und Seite 109 im Geschäftsbericht 2020)

Kapitalflussrechnung

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in Mio.€ Jan - Mrz 2021 Jan - Mrz 2020 1
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 910 713
Abschreibungen/​Zuschreibungen 356 304
Veränderung der Rückstellungen -33 35
Latente Steuern/​zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen /​ Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren 96 24
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 267 -2.278
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 1.596 -1.202
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten -11
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.596 -1.213
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 2 -210 538
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten -9
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -210 529
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 144 275
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten 8
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 144 283
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 1.530 -401
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 35 -10
Veränderung der flüssigen Mittel 1.565 -411
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 4.774 3.212
Davon: als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen 20
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 4.774 3.192
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 6.339 2.801
Davon: als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen 8
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 6.339 2.793

1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte aufgrund rückwirkender Änderung der bilanziellen Erfassung von steuerlichen Vergünstigungen für erneuerbare Energien in den USA (siehe Erläuterung auf Seite 7)

2 Nach Erst- /​ Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 1.091 Mio. € (Vorjahr: 100 Mio. €)

Finanzkalender 2021 /​ 2022

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12. August 2021 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2021
11. November 2021 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2021
15. März 2022 Bericht über das Geschäftsjahr 2021
28. April 2022 Hauptversammlung
29. April 2022 Ex-Dividende-Tag
03. Mai 2022 Dividendenzahlung
12. Mai 2022 Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2022
11. August 2022 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2022
10. November 2022 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2022

Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 12. Mai 2021 veröffentlicht worden. Alle Veranstaltungen zur Veröffentlichung von Finanzberichten und die Hauptversammlung werden live im Internet übertragen. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwölf Monate lang abrufbar.

RWE Aktiengesellschaft

RWE Platz 1

45141 Essen

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