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va-Q-tec AG

Annual Report May 24, 2022

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Annual Report

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Finanzbericht: 30678981

va-Q-tec AG

Würzburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Geschäftsbericht 2021

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

1.1 BRIEF DES VORSTANDES

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Mitarbeiter, Partner, Freunde und Kunden,

wir sind sehr stolz, 2021 unseren profitablen Wachstumskurs weiter fortgesetzt und das beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte erzielt zu haben. Der Umsatz wuchs um enorme 44 % auf 104,1 Mio. EUR. Zu diesem Wachstum haben alle Bereiche - nicht nur die Corona-TempChain - beigetragen. Im Durchschnitt der letzten 5 Jahre ist der Umsatz um 24 % p.a. gewachsen. Das EBITDA kletterte in 2021 sogar um 64 % auf 18,7 Mio. EUR. Das EBIT wuchs auf über 5 Mio. EUR, das EBT auf gut 2,8 Mio. EUR - beide Kennzahlen sind nun klar positiv. Unsere Prognose für 2021 haben wir damit in Bezug auf den Umsatz deutlich übertroffen und die Profitabilität signifikant verbessert.

Die Produktionskapazitäten wurden erheblich ausgeweitet und fit für die Zukunft gemacht. Dafür konnten wir auch ein großes Investitionsprogramm vor allem am Standort Kölleda erfolgreich umsetzen und dafür staatliche Zuschüsse in Millionenhöhe einwerben. Die Produktion wurde massiv gesteigert und die Container- und Boxen-Flotten wurden deutlich ausgebaut - eine tolle Leistung unserer Produktions- und Technik- Teams! Wir haben zwei Tochtergesellschaften in Brasilien und Indien gegründet, die in 2022 ihren operativen Betrieb aufnehmen werden. Wir setzen unseren Internationalisierungs-Kurs somit konsequent weiter fort.

2021 wurden 24 Schutzrechte insgesamt angemeldet, davon 22 Patentanmeldungen und zwei Gebrauchsmusteranmeldungen - die Tech-Plattform wächst und wird aktiv geschützt. Auch im Bereich der IT-Systeme haben wir uns unter anderem mit einem neuen ERP-System nochmals deutlich professionalisiert und stärker aufgestellt, um für die nächsten Wachstumsschritte gut gerüstet zu sein. Weiter Schritte im Bereich der Digitalisierung wurden auf den Weg gebracht.

Angesichts der Corona-Pandemie und des voranschreitenden Klimawandels sind ein effektiver Gesundheitsschutz für alle Menschen weltweit und ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen die prägenden Themen unserer Zeit. Unsere Hightech-Vakuumisolationstechnologie wird daher heute in unterschiedlichsten Industrien mehr und mehr eingesetzt. Wir sind an der Schwelle zu weiteren großen Einsatzbereichen. Mit unserer Erfahrung aus über 20 erfolgreichen Jahren Pionierarbeit ist unser Ziel klar: Wir wollen va-Q-tec zu der führenden High-Performance-Company im Bereich der Thermischen Energieeffizienz und der Hochleistungs-Thermoverpackungen für die TempChain-Logistik entwickeln.

2021 führte die erhöhte Verfügbarkeit der Corona-Impfstoffe in Deutschland und die großen Impfkampagnen weltweit zu einer massiv verstärkten Nachfrage temperaturkontrollierter Transportlösungen. Thermoboxen und -container von va-Q-tec kommen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Rohstoff-Transport bis hin zum Impfzentrum, umfangreich zum Einsatz. Doch nicht nur im Bereich der TempChain-Logistik entwickelt sich das Geschäft sehr positiv: Entscheidende Vorteile bieten unsere Hightech-Vakuumisolationspaneele insbesondere überall dort, wo sichere und hocheffiziente Isolationslösungen auf engstem Raum gefragt sind. Das eröffnet uns weitere Möglichkeiten für die Zukunft und wir werden daher nach einem außerordentlichen Rekordjahr 2021 auch kurz- und mittelfristig ein hohes Wachstumstempo beibehalten.

Unser weiteres Wachstum gründet sich daher bei weitem nicht auf einer Impfstoffsonderkonjunktur. Vielmehr bauen wir unsere Stellung als führendes und diversifiziertes Unternehmen im Bereich der thermischen Energieeffizienz und der Hochleistungs-Thermoverpackungen für die TempChain-Logistik weiter aus. Diese einzigartige Positionierung von va-Q-tec wurde 2021 mit dem 1. Platz des Financial Times TechChampion Award in der Kategorie Manufacturing eindrucksvoll unterstrichen. Mit unseren Produkten können wir einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft leisten.

Besonders freut uns auch, dass wir zu unserem 20-jährigen Firmenjubiläum die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro klar überschritten und damit einen weiteren großen Meilenstein erreicht haben. Mit einem jährlichen Wachstumstempo von durchschnittlichen über 24% in den letzten 5 Jahren lassen wir viele Wettbewerber weit hinter uns und gewinnen stetig Marktanteile hinzu. Diese Entwicklung belegt eindrucksvoll die solide Basis, die wir bei va-Q-tec für einen langfristigen Unternehmenserfolg geschaffen haben. Gleichzeitig haben wir eine Plattform errichtet, auf der wir Technologieinnovationen vereinen und vorantreiben können. Damit optimieren wir die Vakuumisolation stetig weiter und eröffnen uns weitere Anwendungsfelder der Zukunft. Wir sind daher auch davon überzeugt, dass wir die Chancen in den Märkten nutzen werden und die profitable Wachstumsstory von va-Q-tec auch in den kommenden Jahren fortschreiben werden. Konkret erwarten wir, dass bis 2025 der Umsatz auf 160 bis 180 Mio. EUR bei einer angestrebten EBITDA-Marge von 22 bis 26% steigen wird.

Genährt wird diese Erwartung von der Tatsache, dass weiterhin der überwiegende Anteil unseres Verbrauchs an Primärenergie in den thermischen Bereich fließt - also gerade dorthin, wo wir mit der va-Q-tec Schlüsseltechnologie sehr viel Energie einsparen können und werden.

Wir sind sehr stolz als Innovationstreiber mit unserem motivierten Team die Vakuumisolations-Technologie als Pionier angestoßen und immer weiter vorangetrieben zu haben. Hier haben wir noch viel vor und wollen im Kampf gegen den Klimawandel einen deutlichen Beitrag leisten. Packen wir es an!

Danken möchten wir Ihnen, unseren geschätzten Kunden, Geschäftspartnern, dem Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit und natürlich unseren Aktionären. Mit Mut, Leidenschaft und Verantwortung gestalten wir unser Geschäft. Wir freuen uns, wenn Sie uns weiterhin auf diesem Weg begleiten.

Ihr Vorstand

Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstands

Stefan Döhmen, Finanzvorstand

1.2 BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Jahr des 20. Unternehmensjubiläums war das Umsatzwachstum und die operative Dynamik der va-Q-tec herausragend - und das trotz der teils erheblichen Einschränkungen aufgrund der Pandemie. Auf diese Leistung des Unternehmens, von Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir als Aufsichtsrat besonders stolz.

Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2021 sieben Sitzungen ab. Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren unter anderem die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Organisationsstruktur der va-Q-tec AG. Ein wichtiger Fokus lag auch auf den Chancen und Risiken. Weitere Themen unserer Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere in der kritischen Bewertung der Strategie und Geschäftsfeldentwicklung, der internationalen Ausrichtung der va-Q-tec AG, der Begleitung des starken Wachstums im Berichtszeitraum sowie der Unternehmensfinanzierung und -liquidität, im Besonderen die Begleitung der Kapitalerhöhung im November 2021.

Am 20. Mai 2021 fand die ordentliche Hauptversammlung statt. Mit 56 % des Grundkapitals war die Präsenz trotz des rein virtuellen Formats hoch. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden mit großer Zustimmung von über 90 % verabschiedet. Aus dem innovativen, multimedialen Eventraum «The Curve" im Würzburger Vogel Convention Center berichtete der Vorstand ausführlich über die Entwicklung der va-Q-tec AG im Geschäftsjahr 2020, für das Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils deutlicher Mehrheit entlastet wurden. Über 100 Fragen von Aktionären wurden beantwortet. Wir danken allen Aktionären für die rege Teilnahme.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG alle ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der erforderlichen Sorgfalt wahrgenommen und sich dabei am Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") orientiert. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und überwacht. Der Vorstand hat uns in alle grundlegenden Entscheidungen unmittelbar, frühzeitig und umfassend eingebunden. Er hat uns durch schriftliche und mündliche Berichte innerhalb und außerhalb von Sitzungen regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Hierbei wurden wir über alle relevanten Aspekte der Geschäftsplanung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, der Finanzlage sowie der Rentabilität des Unternehmens informiert. Wir bzw. die jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüsse haben die Beschlussvorschläge des Vorstands gründlich geprüft und beraten. Der Aufsichtsrat stand darüber hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, insbesondere auch mit Blick auf die Herausforderungen bezüglich der Corona-Thematik und die wesentlichen Geschäftsvorfälle unmittelbar informiert. Im Besonderen fanden aufgrund der aktuellen Entwicklung der va-Q-tec AG in Zeiten der Pandemie neben den regelmäßigen Sitzungen insgesamt drei Telefonkonferenzen unter Teilnahme des Vorstands und des gesamten Aufsichtsrats statt, weiterhin erfolgten regelmäßige interne Abstimmungen im Aufsichtsrat.

Die va-Q-tec AG hat, wie im vorliegenden Geschäftsbericht dargestellt, eine starke Basis für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden.

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Durch die Hauptversammlung der va-Q-tec AG wurde Herr Dr. Burkhard Wichert zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates gewählt. Herr Dr. Wichert übernimmt das Amt von Uwe H. Lamann, der 2020 verstorben ist.

Im Vorstand haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen ergeben. Herr Dr. Joachim Kuhn ist Vorsitzender des Vorstands (CEO). Herr Stefan Döhmen ist ebenfalls unverändert Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft.

Aus- und Fortbildung des Aufsichtsrates

Seinen Aus- und Fortbildungspflichten ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 verantwortungsbewusst, angemessen und in vielfältiger Form nachgekommen. Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie zum Beispiel zu Fragen der Corporate Governance sowie zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen (bspw. durch ARUG II, des neuen DCGK und des Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetzes - FISG), nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Der Aufsichtsrat bildet sich ferner regelmäßig im Hinblick auf neue Technologien oder den Bereich Digitalisierung weiter.

Zudem wurde der Aufsichtsrat jeweils frühzeitig über die vom Unternehmen neu entwickelten Produkte durch die verantwortlichen Führungskräfte unterrichtet, so dass alle Aufsichtsratsmitglieder stets über die aktuellen, das Unternehmen betreffenden Themen, gut informiert waren. Darüber hinaus bildeten sich die einzelnen Aufsichtsräte eigenverantwortlich durch Selbststudium der einschlägigen Fachzeitschriften und Literatur sowie durch Teilnahme an außerhalb des Unternehmens angebotenen Fortbildungsmaßnahmen fort.

Das neue Mitglied des Aufsichtsrats, Herr Dr. Wichert, konnte durch persönliche Kontakte und Gespräche mit dem Vorstand sowie mit Mitarbeitern der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands im Rahmen des On-Boarding-Prozesses tiefe Einblicke in die jeweiligen Bereiche des Unternehmens erhalten.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec AG befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Der Aufsichtsrat traf sich zu insgesamt sieben Plenarsitzungen. Telefon- und Videokonferenzen sollen gemäß den Anregungen des DCGK nicht die Regel sein. Bei der va-Q-tec AG ist die persönliche Sitzungsteilnahme der Regelfall. Alle Sitzungen des Gesamtgremiums sowie der Ausschüsse fanden als Präsenzsitzungen mit der Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form statt. Die Möglichkeit der Teilnahme in virtueller Form wurde nur in wenigen Einzelfällen genutzt.

Der zentrale Teil der ersten Sitzung am 26. März 2021 war die Vorstellung, Erörterung und Beschlussfassung über Jahresabschluss, Lagebericht und Anhang des Einzel- und des Konzernabschlusses der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2020. Im Rahmen der Sitzung berichteten die Abschlussprüfer zusammenfassend über das Ergebnis der Prüfung. Nach ausführlicher Diskussion beschloss der Aufsichtsrat mit der Empfehlung des Prüfungsausschusses einstimmig die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2020 der va-Q-tec AG sowie die Billigung des Konzernabschlusses 2020 unter Einbeziehung der Lageberichte. Weitere Themen waren die Entsprechenserklärung zum DCGK, die Vorbereitung der Hauptversammlung sowie des Vorschlags zur Nachbesetzung des Aufsichtsrats mit Herrn Dr. Wichert sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung. Daneben wurden dem Aufsichtsrat Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft in Brasilien vorgelegt. Mögliche Anpassungen der gesellschaftsrechtlichen Strukturen der va-Q-tec AG sowie die Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand an die aktuellen Regelungen waren ebenfalls Thema der Sitzung.

Im Fokus der zweiten Sitzung am 4. Mai 2021 stand die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie der Liquidität des Konzerns anhand der Zahlen des ersten Quartals 2021. Auch der Ausblick auf das restliche Jahr, welches aufgrund der hohen Nachfrage nach Transportlösungen für Corona-Impfstoffe bereits absehbar von hoher Wachstums-Dynamik geprägt sein würde, wurde diskutiert. Diese Zusatz-Nachfrage traf auf ein bereits dynamisch wachsendes Basis-Geschäft, was zu Herausforderungen im Bereich Produktion führte. Ein weiteres Thema der Sitzung war das Risikomanagement sowie personelle Veränderungen in den Geschäftsführungen der beiden Tochtergesellschaften in UK und Singapur. Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat Ideen zur Gründung einer Tochtergesellschaft in China. Im Zuge der wachsenden Anzahl an internationalen Tochtergesellschaften wurde auch das Beteiligungs-Controlling behandelt, welches noch stärker aufgestellt werden soll. Abschließend besprach der Aufsichtsrat die Vorbereitungen des Vorstands auf die Hauptversammlung der va-Q-tec AG. Diese muss aufgrund der Corona-Situation erneut virtuell abgehalten werden und soll unter anderem über ein neues, noch stärker am aktuellen DCGK ausgerichtetes, Vorstands-Vergütungssystem befinden.

Im Fokus der dritten Sitzung am 21. Mai 2021, im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung, stand die ausführliche Vorstellung der Pläne für eine neue Tochtergesellschaft in China seitens Business Development bzw. Vertrieb. Die Gründung soll der besseren lokalen Marktbearbeitung im zweitgrößten Pharmamarkt weltweit dienen. Aufgrund der stark wachsenden Mittelschicht (verstärkter Zugang zu pharmazeutischen Produkten) bei einer gleichzeitig strukturell alternden Bevölkerung ist eine direkte Präsenz in China für va-Q-tec für das zukünftige Wachstum besonders wichtig. Infolge der komplexen Zoll- und Steuerthemen ist gleichzeitig eine lokale Gesellschaft notwendig bzw. ratsam. Erneut Thema des Aufsichtsrats waren auch gesellschaftsrechtliche Veränderungen. Zu diesem Zweck berichtete ein externer Experte.

In der vierten Sitzung am 29. Juni 2021 stand erneut die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Liquiditäts- und Finanzierungssituation bzw. -strategie, im Fokus. Im Besonderen waren die vielfältigen Maßnahmen zur Ausweitung des Fremdfinanzierungs-Spielraums, der auch mit einer Eigenkapitalmaßnahme begleitet werden könnte, Thema der Sitzung. Vor dem Hintergrund der sehr erfreulichen Wachstumsdynamik diskutiert der Aufsichtsrat die möglichen Engpässe und Wachstumshemmnisse für die Gesellschaft. Es herrscht Einigkeit, dass in einem produzierenden Unternehmen mit disruptiven Produkten wie der va-Q-tec Begrenzungen des Wachstums meist aus der Kombination von Restriktionen im Bereich Produktion und Supply Chain, Vertrieb, Personalbeschaffung und Finanzierung (nicht zuletzt Working Capital) herrühren. Das Management ist bestrebt, diese Restriktionen je nach Dringlichkeit und Wichtigkeit kontinuierlich abzubauen. Gerade vor dem Hintergrund möglicher Konsolidierungs-Tendenzen in der Branche und der Börsennotierung ist eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik entscheidend. Der Aufsichtsrat begleitet solche Fokus-Themen auch im Rahmen der weiterlaufenden "Power 20+"-Effizienz-projekte engmaschig. Weitere Themen der Sitzung waren die Geschäftsleitung in UK und Singapur sowie die fortgeführten Pläne zur Gründung neuer Tochtergesellschaften in China und Brasilien. Ein weiteres Ziel der Internationalisierung wird nach Planung von Vorstand und Business Development Indien sein - eines der größten Pharma-Exportländer und aufgrund der klimatischen Herausforderungen von besonderer Attraktivität für die Gesellschaft.

In der fünften Sitzung am 23. September wurde die Geschäftsentwicklung des Konzerns bis einschließlich Ende August intensiv analysiert und diskutiert. Insgesamt bewegte sich der Konzern zum Ende August erfreulicherweise deutlich über dem Vorjahresniveau, und über dem ursprünglichen Plan. Auffällig in der Bilanzanalyse ist vor allem der signifikante Anstieg des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Liquidität binden und den operativen Cashflow, der vor Einbeziehung des Working Capitals deutlich über Plan liegt, negativ beeinflussen. Während der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem auf das starke Wachstum der "kleinen" Tochtergesellschaften zurückzuführen ist, führte die Notwendigkeit des Aufbaus höherer Sicherheitsbestände bei vielen Materialien und höherer Bestände bei Fertigprodukten zur Sicherstellung möglichst hoher Lieferfähigkeit in Anbetracht vieler "ad-hoc"-Bestellungen zur signifikanten Erhöhung des Vorratsvermögens. Im Ergebnis stieg die Bilanzsumme deutlich an. Neben verschiedenen Maßnahmen zur Reduzierung des Vorratsvermögens werden auch Möglichkeit und Optionen einer Kapitalerhöhung erörtert, um die Eigenkapitalquote im vorgesehenen Korridor zu halten. Vorstand und Business Development berichteten auch über die weiter verfeinerten Pläne zur Gründung dreier neuer Tochtergesellschaften in Brasilien, Indien und China, über die bereits in den vorangegangenen Sitzungen diskutiert worden war.

In der sechsten Sitzung am 19. November berichteten der Vorstand über die aktuelle, sehr dynamische Geschäftsentwicklung sowie den aktuellen Planungsstand für das Jahr 2022. Dazu berichteten die Vertriebsleiter der beiden Bereiche Thermal Energy Efficiency und TempChain über die gegenwärtigen Planzahlen und gaben einen Ausblick auf das folgende Geschäftsjahr. Im TempChain-Bereich plant die Gesellschaft durch die weiter ausgebaute globale Präsenz (neue Tochtergesellschaften), neue Partnerschaften und die stark gestiegene Wahrnehmung als "Corona-Helfer" mit anhaltend dynamischem Wachstum. Was den Bereich "Thermal Energy Efficiency" anbelangt, liegt der Fokus auf der Entwicklung weiterer interessanter technischer Anwendungen (z.B. Rohrleitungsdämmung, Mobilität), die aufgrund ihrer Differenzierung vom Wettbewerb ein besseres Margenpotenzial versprechen. Thema der Sitzung waren auch die Überlegungen zur Weiterentwicklung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen sowie die avisierten Weiterentwicklungen des Beteiligungsmanagements zur Begleitung der wachsenden Anzahl an internationalen Tochtergesellschaften. Weitere Themen der Sitzung waren die positive Liquiditätsituation sowie weiterer Finanzierungsmöglichkeiten auch vor dem Hintergrund der abgeschlossenen Kapitalerhöhung im November 2021. Ein Thema der Sitzung war auch die schwache Aktienkursentwicklung zum Ende des Jahres 2021, die trotz zahlreicher und intensiver IR-Aktivitäten, die sehr positive operative Entwicklung nicht reflektiert. Insgesamt scheinen die mittelfristigen Wachstumsaussichten noch nicht voll eingepreist. Allerdings liegen die Konsens-Erwartungen der Analysten voll im Rahmen dessen, was va-Q-tec liefern kann. Die öffentliche Wahrnehmung und die Medienpräsenz (z.B. unterstrichen durch den Financial Times Tech Champion Award) sind auch in 2021 sehr positiv zu bewerten.

Die letzte Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2021 fand am 16. Dezember 2021 statt. Zentrales Thema war die Präsentation und Erläuterung der Planzahlen für 2022 sowie die Mittelfristplanung durch den Vorstand und die Geschäftsleitung der va-Q-tec Ltd. (UK). Insgesamt soll die Gesellschaft die sehr positive Entwicklung im Jahr 2021 auch im Jahr 2022 und darüber hinaus fortsetzen. Zentrales Wachstumsfeld der Gesellschaft bildet nach wie vor der TempChain-Markt für Thermoboxen und -container. Auch die anderen Zielbranchen außerhalb des Healthcare-Bereichs sind schon heute bedeutsam und stellen darüber hinaus vielversprechende Chancen in Aussicht. Nach ausführlicher Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat das Konzernbudget einschließlich des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2022 sowie die mittelfristige Planung.

Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats

Zur effizienten Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat gegenwärtig drei Ausschüsse eingerichtet. Im Einzelnen sind dies der Präsidial-, der Prüfungs- und der Nominierungsausschuss. Diese bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen worden. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung des Gesamtaufsichtsrats.

Neben drei Sitzungen des gesamten Präsidial- bzw. zwei Sitzungen des Nominierungsausschusses wurden verschiedene weitere Abstimmungen im Präsidial und Nominierungsausschuss zur Entwicklung des neuen Vorstandsvergütungssystems und der Nachbesetzung des vakanten Aufsichtsratssitzes durchgeführt. Eine Sitzung des Präsidialausschusses fand in Präsenz statt, die übrigen Sitzungen der Ausschüsse in virtueller Form. Insgesamt fanden drei Sitzungen des Prüfungsausschusses in Präsenz statt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Plenums sowie des Prüfungsausschusses:

Individualisierte Offenlegung der Sitzungsteilnahme der Aufsichtsratsmitglieder

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Aufsichtsratsplenum Prüfungsausschuss Präsidialausschuss
(Sitzungsanzahl /​ Teilnahme

in %)
Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in %
--- --- --- --- --- --- ---
Dr. Gerald Hommel Vorsitzender 7 /​ 7 100 % 3 /​ 3 100 % 3 /​ 3 100 %
Dr. Barbara Ooms-Gnauck (stellv. Vorsitzende seit 14.08.2020) 7 /​ 7 100 % 3 /​ 3 100 %
Uwe Andreas Krämer 7 /​ 7 100 %
Winfried Klar 7 /​ 7 100 % 3 /​ 3 100 %
Dr. Eberhard Kroth 7 /​ 7 100 % 3 /​ 3 100 % 3 /​ 3 100 %
Dr. Burkhard Wichert 1 4 /​ 4 100 %

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Nominierungsausschuss
(Sitzungsanzahl /​ Teilnahme

in %)
Anzahl in %
--- --- ---
Dr. Gerald Hommel Vorsitzender 2 /​ 2 100 %
Dr. Barbara Ooms-Gnauck (stellv. Vorsitzende seit 14.08.2020) 2 /​ 2 100 %
Uwe Andreas Krämer 2 /​ 2 100 %
Winfried Klar
Dr. Eberhard Kroth
Dr. Burkhard Wichert 1

1 Dr. Burkhardt Wichert - AR Mitglied seit 21. Mai 2021

Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sowie den nach §315e Abs. 1 HGB geltenden Vorgaben, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2021, mit dem jeweiligen Lagebericht haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 28. März 2022 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzergebnisses sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 24. März 2022 und der Sitzung des Aufsichtsrates am 25. März 2022 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Mit Beschluss vom 28. März 2022 folgt der Aufsichtsrat der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2021. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG fest gestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung zu.

Dank und Ausblick

Der Aufsichtsrat ist von dem herausragenden Erfolgspotenzial der va-Q-tec AG weiterhin überzeugt und schätzt die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec AG für ihren außerordentlich engagierten Einsatz in einem für va-Q-tec herausragenden Jubiläums-Jahr, das durch eine enorme Umsatzsteigerung geprägt war. Ihnen als Aktionärinnen und Aktionären gilt unser Dank für das Vertrauen in das Unternehmen, das Management und unsere Arbeit.

Dr. Gerald Hommel

Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG

va-Q-tec erreicht konzernweite Klimaneutralität für 2021

Seit der Gründung vor über 20 Jahren ist die effiziente Nutzung von thermischer Energie weltweit Kerngedanke bei va-Q-tec. Nach dem Erreichen der Klimaneutralität der deutschen Produktionsstandorte in Würzburg und Kölleda im Jahr 2020 vollzog va-Q-tec mit der konzernweiten Klimaneutralität für 2021 den nächsten konsequenten Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie. Durch die kontinuierliche Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen und den geringen Rest-Ausgleich durch zertifizierte Naturschutzprojekte erzielt der Konzern eine bilanzielle Klimaneutralität und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels des Weltklimarats.

Erfassung der Treibhausgasemissionen nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol

Die Berechnung der anfallenden Treibhausgasemissionen und Erstellung der CO 2 -Bilanz von va-Q-tec erfolgt nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), einem Standard, der u.a. auch bei der Klimakonferenz (COP26) in Glasgow 2021 anerkannt wurde. Diese international anerkannte Dokumentationsrichtlinie wurde vom World Resources Institute und dem World Business Council for Sustainable Development koordiniert und dient als Grundlage zahlreicher Industriestandards, wie z.B. der ISO 14064 Zertifizierung.

Kompensation durch zertifizierte Umweltprojekte

Durch kontinuierliche Optimierung aller Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen konnten die Emissionen im Jahr 2021 nahezu auf null verringert werden. Seine verbleibenden Emissionen in Höhe von rund 3.000 Tonnen CO 2 kompensiert va-Q-tec mit zertifizierten Umweltprojekten.

Dabei achtet das Unternehmen besonders darauf, der Region, in der es tätig ist, etwas zurückzugeben. So befinden sich die beiden geförderten Projekte in unmittelbarer Nähe zweier Niederlassungen von va-Q-tec: In Uruguay, wo das Unternehmen einen Vertriebsstandort unterhält, werden ehemalige Viehweiden wieder aufgeforstet und so ein wichtiger Beitrag zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts in dieser Region geleistet. Das zweite Projekt befindet sich in der Rhön, unweit des Firmenhauptsitzes in Würzburg. Hier wird die Renaturierung des vorkommenden Moores und die Wiederaufforstung des dortigen Eibenwaldes im Naturschutzgebiet Ibengarten unterstützt.

Schlüsseltechnologie mit enormem Potenzial zur Einsparung von thermischer Energie

Das Vakuumisolationspaneel (VIP), Kernprodukt aller Systeme und Dienstleistungen von va-Q-tec, dämmt durch das Vakuum in seinem Inneren rund 10-mal besser als herkömmliche Dämmstoffe. Dadurch ist es bei derselben Isolierleistung 10-mal dünner als solche Dämmstoffe, wie z.B. Styropor.

Diese Schlüsseltechnologie findet bereits in verschiedensten Bereichen Anwendung, wie z.B. der Baubranche oder auch bei Kühlgeräten und Warmwasserspeichern. Sie ermöglicht aber auch den sicheren und temperaturstabilen Transport von Produkten in der temperaturkontrollierten Logistik.

Durch die hochgradig isolierenden Eigenschaften des Vakuums bietet das gesamte Produktportfolio von va-Q-tec ein enormes Potenzial zur Einsparung von wertvoller thermischer Energie und zur Reduktion von emittiertem CO 2. Ein Beispiel aus dem Bereich thermischer Energieeffizienz: Fernwärmeleitungen profitieren deutlich von der VIP-Technologie, indem sie vakuumgedämmt bis zu 60% der Energieverluste im Vergleich zu konventionellen Rohren vermeiden. Gleiches gilt für (industrielle) Warmwasserspeicher: Durch die einzigartige thermische Isolation sparen sie bis zu 50% der Energie ein. Aber auch im Bereich der temperaturkontrollierten Logistik lassen sich durch die VIP-Technologie positive Effekte erzielen: Das Transportwesen gilt mit knapp 24% Anteil am globalen CO 2 -Ausstoß als einer der Hauptemittenten. Einen erheblichen Anteil hiervon stellt die temperaturkontrollierte Logistik dar, die oftmals durch CO 2 -intensiv produzierte (Einweg-) Verpackungen, Verwendung von giftigem Trockeneis und dieselbetriebenen Kühlaggregaten gekennzeichnet ist. va-Q-tec geht hier seit über 10 Jahren mit einer weltweit operierenden Mietflotte passiver Hochleistungscontainer und -boxen eigene, nachhaltige Wege: Durch die Vakuumdämmung in den Wänden der Thermobehälter sowie dem Einsatz vielfach verwendbarer Temperaturspeicherelemente kann auf Stromaggregate und den Einsatz von Trockeneis nahezu vollständig verzichtet werden.

va-Q-tec's Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie geht weiter

Mit seiner hocheffizienten Schlüsseltechnologie im Bereich der TempChain-Logistik und der damit einhergehenden hohen Produktsicherheit hat va-Q-tec bislang einen entscheidenden Beitrag in der Bekämpfung der Corona-Pandemie geleistet. Zu Beginn der Pandemie konnten mit den innovativen Produkten und Services von va-Q-tec Testkits zuverlässig bei -20 °C transportiert werden. Seit der Zulassung der Corona-Impfstoffe gewährleistet das Unternehmen auch hier den temperaturstabilen Transport. Allein 2021 wurden nach Einschätzung von va-Q-tec weltweit fast zwei Milliarden Impfdosen mit va-Q-TempChain Solutions ausgeliefert.

Für schwer erreichbare Regionen stellt dabei die jüngste Transportinnovation der va-Q-tec, der va-Q-pal SI, eine besonders praktikable Lösung dar. Die Vorteile dieser Transportlösungen liegen darin, dass sie auch dort zum Einsatz kommen können, wo es keine oder nur langwierige Rückgabe-Logistik gibt. Damit ist der va-Q-pal SI die ideale Ergänzung für die Mietlösung va-Q-tainer, die für noch niedrigere Produkttemperaturen ausgelegt sind. Beide Produkte kamen im vergangenen Jahr bei der Verteilung der Corona-Impfstoffe in weltweit mehr als 100 Ländern zum Einsatz. Dabei stellte das mehr als 40 Service Center umfassende TempChain Netzwerk von va-Q-tec eine reibungslose TempChain-Logistik sicher: In den Centern werden die Boxen und Container vortemperiert und an die Kunden ausgeliefert. Nach dem Transport werden die Mietboxen und -container wieder zu einem der Service Center gebracht, von wo aus sie, nach einer Qualitätsprüfung, erneut weltweit verschickt werden.

Insbesondere in Afrika, aber auch in Teilen Südamerikas, ist die Rückführung und Wiederaufbereitung zum Großteil jedoch sehr aufwendig oder schlicht nicht möglich. Hier kommt der va-Q-pal SI ins Spiel. SI steht dabei für SuperInsulation und hält was es verspricht: Der va-Q-pal SI bietet nicht nur eine einzigartige Temperaturhaltedauer von bis zu 130 Stunden für Produkttemperaturen zwischen -25 °C und +25 °C. Seine umweltfreundlichen Außenmaterialien sind zudem leicht, recyclebar und durch die aufwendige Wabenstruktur des Kartons gleichzeitig sehr robust. Daher kommen die va-Q-pal SI auch in großen Stückzahlen im Rahmen der COVAX-Initiative zum Einsatz, die sich einen weltweit gerechten Zugang zu CoVid-19-Impfstoffen zur Aufgabe gemacht hat. 2021 wurden im Rahmen von COVAX nach Einschätzung von va-Q-tec rund 300 Millionen Impfdosen in va-Q-tec- TempChain-Transportlösungen versendet.

Der va-Q-pal SI unterstreicht eindrucksvoll die erfolgreiche Produktentwicklung von va-Q-tec. Er ist der einzige, voll-vakuumisolierte Paletten Container weltweit und wird als eine der besten Produktinnovationen der letzten Jahre im TempChain Markt gesehen. 2021 zeigte das System-Geschäft den größten Zuwachs aller Geschäftsbereiche. Einen entscheidenden Anteil daran hatte der va-Q-pal SI, gerade wegen seiner spezifischen Vorteile bei den weltweiten Kampagnen mit CoVid-19-Impfstoffen - und das nur zwei Jahre nach Ankündigung einer marktfähigen Weiterentwicklung des Produkts va-Q-pal.

Doch auch abseits der Corona-Pandemie leistete und leistet va-Q-tec einen entscheidenden Beitrag bei der Distribution lebenswichtiger Impfstoffe. So wurden im vergangenen Jahr mehrere va-Q-pal SI nach Benin (Afrika) geflogen, um dort bei der Verteilung von Vakzinen gegen das gefährliche Rotavirus zu unterstützen. Da die medizinische Versorgung - nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie - insbesondere in den Entwicklungsländern künftig noch einmal deutlich an Dynamik gewinnen wird, läuft die Produktion der Palettenshipper in Deutschland weiter auf hohem Niveau.

va-Q-tec und Uponor: Pionierarbeit bei der thermischen Isolation von Rohrleitungen

Gemeinsam mit der Business Division Europa von Uponor, einem weltweit führenden Anbieter von Systemen für die hygienische Trinkwasser-Installation und energieeffizientes Heizen und Kühlen, hat va-Q-tec im Jahr 2021 ein innovativ gedämmtes System für Wärmenetze entwickelt. Das Uponor Ecoflex VIP überzeugt durch seine herausragenden Dämmeigenschaften und seine hohe Flexibilität. Durch dieses neuartige Dämmsystem werden Nah- und Fernwärmenetze auf ein neues Level der Energieeffizienz gehoben: Der Wärmeverlust in Nahwärmenetzen lässt sich durch die Installation des Ecoflex VIP um bis zu 60% reduzieren.

Einblick in diese vielversprechende Partnerschaft geben Thomas Raadts, Vice President Marketing bei Uponor Building Solutions Europe, und Tobias Bock, Head of Business Unit Technics & Industry bei va-Q-tec.

Herr Raadts, warum hat sich Uponor für eine Dämmlösung entschieden, die bisher nicht in der Nahwärme eingesetzt wurde?

Raadts: Als wir 2015 mit va-Q-tec Kontakt aufnahmen, waren wir schon länger auf der Suche nach Materialien, die die thermische Leistung unserer Ecoflex-Rohre weiter verbessern. Gerade bei vorgedämmten Rohren für Nahwärmenetze spielt die Wärmedämmung eine entscheidende Rolle für die Energieeffizienz des gesamten Systems. Die Vereinbarung von Kopenhagen von 2009 und das Pariser Abkommen aus dem Jahr 2015 haben noch einmal bestätigt, wie wichtig das ist. Aber einen Dämmstoff zu finden, der alle unsere Anforderungen hinsichtlich Leistung und Flexibilität erfüllt, war eine Herausforderung. Als uns va-Q-tec und ihre VIP-Technologie empfohlen wurden, haben wir sehr schnell erkannt, dass wir gemeinsam den Markt für vorgedämmte Rohre revolutionieren können.

Wie sind Sie bei der Produktentwicklung vorgegangen? Was haben die Partner jeweils mit eingebracht?

Raadts: Wir haben unser Know-how bei der Rohrentwicklung und unser Wissen über die Produktanforderungen für Heizungsanwendungen eingebracht. Darüber hinaus verfügen wir auch über die Expertise, solche Rohre effizient und im industriellen Maßstab zu fertigen. Wir hatten schon lange vor Beginn der Zusammenarbeit eine grobe Vorstellung davon, wie das Produktkonzept für Ecoflex VIP aussehen soll. Dazu gehörten auch die Anforderungsprofile für die Eigenschaften des Endprodukts und des Dämmstoffs, um einen effizienten Fertigungsprozess zu gewährleisten. Und va-Q-tec als VIP-Spezialist konnte ein geeignetes Produkt einbringen, das exakt dem Anforderungsprofil in Bezug auf Dämmleistung, Flexibilität und Langzeitbeständigkeit unter realen Heizbedingungen entsprach.

Bock: Richtig - Uponor lieferte den Rahmen in Bezug auf die erforderlichen Produkteigenschaften, um eine starke Leistung in der vorgesehenen Anwendung und einen effizienten Produktionsprozess im großen Maßstab zu gewährleisten. Wir haben das mit unserer Kompetenz und Erfahrung in der Anwendungsentwicklung ergänzt. Die Frage, wie man die VIP-Isolierung in die Rohre bringt, stellte uns vor einige technische Herausforderungen. Zum Beispiel mussten wir die VIP-Technologie an die anspruchsvollen technischen Bedingungen der Endanwendung anpassen und in den bestehenden Produktionsprozess einspeisen. Glücklicherweise können wir uns auf unsere langjährige Erfahrung in ähnlichen Märkten, wie der Warmwasserspeicherbranche, und ein vielseitiges und leistungsstarkes Produkt verlassen: Der pulverbasierte Dämmstoff va-Q-plus und seine einzigartige Produktionstechnologie eignen sich generell sehr gut für zylindrische und flexible Formen. Der neue Aspekt dieser Anwendung war, die VIPs in zwei gegenläufige Richtungen zu biegen.

Es sind also die einzigartigen Produkteigenschaften, die VIPs zur passenden Lösung für diese Anwendung machen?

Bock: Ganz genau. Bisher mussten sich Planer und Installateure von Wärmenetzen oft entscheiden, ob sie kleinere Rohre verlegen und dafür höhere Wärmeverluste aufgrund geringer Dämmstärken in Kauf nehmen oder viel Platz in Schächten für Rohre mit besserer Dämmung einplanen. Mit unserem Produkt können Planer die thermische Energieeffizienz dieser Wärmenetze in hohem Maße optimieren. Gerade in Zeiten des Klimawandels und der dringenden Suche nach Lösungen, um den weltweiten Energieverbrauch deutlich zu senken, tragen VIPs wesentlich dazu bei, solche Herausforderung zu bewältigen.

Raadts: Entscheidend waren für uns vor allem die hervorragenden Dämmeigenschaften von VIPs. Es gibt kein anderes, kommerziell erhältliches Material, das in dieser Hinsicht auch nur annähernd an VIPs herankommt. Außerdem sind die Paneele flexibel, was eine wichtige Anforderung für das Projekt war. Und sie sind sehr kompakt, wodurch wir den Außendurchmesser der Rohre deutlich reduzieren konnten.

Das klingt, als seien VIPs entscheidend für die Produkteigenschaften der neuen Ecoflex-VIP-Rohre.

Raadts: Das ist richtig, VIPs sind ein "Game Changer" für diesen Markt. Ecoflex VIP vereint zwei der begehrtesten Eigenschaften für vorgedämmte Rohrleitungssysteme, nämlich Flexibilität und eine hervorragende Dämmleistung, mit dem niedrigsten Lambda-Wert auf dem Markt. Dank ihres reduzierten Außendurchmessers nehmen die Rohrleitungen weniger Platz in Anspruch und ermöglichen durch ihre Flexibilität und den geringen Biegeradius auch eine schnellere Installation. Diese Eigenschaften machen Ecoflex-VIP-Rohre energieeffizienter als herkömmliche Rohrsysteme. Bei Wärmenetzen, die mit Ecoflex-VIP-Rohren hergestellt wurden, lassen sich die Wärmeverluste im Vergleich zu vorgedämmten Rohren mit Weichschaum und vergleichbarem Außendurchmesser um bis zu 60 % senken. Auch im Vergleich zu Rohren mit hart geschäumter Dämmung erreicht Ecoflex VIP eine um bis zu 38 % bessere Dämmleistung. Dank der Vakuum-Isolations-Paneele verbrauchen die Rohre zudem in der Herstellung weniger ölbasierte Rohstoffe. Das ist wichtig, wenn man bedenkt, dass die EU bis 2050 klimaneutral sein soll. Nahwärme ist ein wichtiger Baustein, um Emissionen zu reduzieren. Und mit Ecoflex VIP werden Nahwärmenetze verstärkt dazu beitragen, den Klimawandel einzudämmen und die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Man hat den Eindruck, als hätten sich mit Uponor und va-Q-tec zwei Partner gesucht und gefunden. Wird es in Zukunft weitere gemeinsame Projekte geben?

Bock: Ich denke, dieses Projekt ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich die Zusammenarbeit von zwei Industrieexperten sein kann. Beide Partner arbeiteten auf einem extrem hohen fachlichen Niveau und agierten lösungsorientiert auf die Herausforderungen. Wir haben uns sehr gut ergänzt und das Projekt konstant vorangetrieben - wie Zahnräder, die ineinandergreifen. Deshalb gibt es aus unserer Sicht ein großes Potenzial für künftige Projekte mit Uponor.

Raadts: Das sehe ich auch so. Unsere Teams haben nicht nur gut zusammengearbeitet, sondern unsere Produkte ergänzen sich bei den Ecoflex-VIP-Rohren ebenso perfekt. Wir glauben, dass die Kombination der hohen Dämmleistung von VIP mit unseren hochwertigen Kunststoffrohren ein großes Potenzial hat, sowohl in der Bauindustrie als auch in anderen Anwendungen. Wir ziehen also weitere gemeinsame Projekte in Erwägung, mit dem Ziel, die Technologie in eine breitere Produktpalette zu implementieren. Mit dem smarten Fertigungsprozess und einem hervorragenden Produkt haben wir bereits den Grundstein dafür gelegt.

1.3 CORPORATE GOVERNANCE /​ ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENS FÜHRUNG NACH §289F UND § 315D HGB

1.3.1 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der va-Q-tec AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 23. März 2022 verabschiedet:

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der va-Q-tec AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

Die va-Q-tec AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 4. Mai 2021 den Empfehlungen des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ("DCGK 2020") entsprochen und beabsichtigt auch künftig ohne Ausnahme zu entsprechen.

1.3.2 Relevante Angaben zum Unternehmensführungspraktiken

Die va-Q-tec AG hat als deutsche Aktiengesellschaft deutschen Rechts drei Organe - die Hauptversammlung, den Aufsichtsrat und den Vorstand. Aufgaben und Befugnisse ergeben sich insbesondere aus den gesetzlichen Regularien sowie aus der Satzung der Gesellschaft. Mindestens einmal jährlich findet eine Hauptversammlung statt. In der ordentlichen Hauptversammlung beschließen die Aktionäre regelmäßig über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Wahl des Abschlussprüfers.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der va-Q-tec AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.

Vorstand und Aufsichtsrat legen großen Wert auf eine offene Unternehmens- und Führungskultur. Ein positives Miteinander im Unternehmen - ein "gutes Betriebsklima" - ist sehr wichtig für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg und zufriedene Kunden, Mitarbeiter, Partner und Aktionäre. Ein solches Klima des Miteinanders und der offenen internen Kommunikation fördert das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen, ethischen Standards und wirtschaftlichen sowie sozialen Vorgaben.

Zur Sicherstellung des ethischen Handelns hat die va-Q-tec AG entsprechende Standards in einer konzernweiten Corporate Compliance Policy festgelegt. Kernelemente sind zum einen die darin kodifizierten Grundwerte wie z.B. persönliche Integrität, Beachtung der Vielfalt und Rechtstreue im Geschäftsleben. Zusätzlich legt die Corporate Compliance Policy in konzernweit gültigen Richtlinien Anweisungen für das Geschäftsgebaren für den eventuellen Fall ethisch zweifelhafter Situationen fest. Das Compliance-Programm wird in Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat aktiv gelebt und weiterentwickelt.

Die va-Q-tec AG beachtet alle gesetzlichen Anforderungen an die gute Unternehmensführung sowie mit gegebenenfalls in der Entsprechenserklärung genannten, begründeten Ausnahmen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat informieren die Mitarbeiter im Zuge der Kapitalmarktnotierung zu den relevanten Fragen des Kapitalmarktrechtes, auch mit entsprechenden schriftlichen Unterlagen.

1.3.3 Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand der va-Q-tec AG leitet die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand erörtert den aktuellen Stand der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen mit dem Aufsichtsrat. Zudem sorgt er für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Die Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, ihrer jeweiligen Dienstverträge sowie der Geschäftsordnung des Vorstands aus und wirken auf deren Beachtung durch die Gesellschaft und die Tochtergesellschaften hin.

Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens vertrauensvoll und eng zusammen. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die Umsetzung der Wachstumsstrategie und die Nutzung der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich für die Technologien des Konzerns bieten. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder, beruft diese ab und bestimmt die Verteilung ihrer Verantwortlichkeiten. Er kann außerdem einen Vorstandsvorsitzenden (CEO) bestellen.

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des DCGK eine Altersgrenze bestimmt. Die Mitglieder des Vorstands sollen zum Zeitpunkt Ihrer Bestellung nicht älter als 65 Jahre alt sein.

Zum 31. Dezember 2021 umfasst der Vorstand der va-Q-tec AG zwei Mitglieder:

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Name Funktion Mitglied des Vorstands seit Vertragsende
Dr. Joachim Kuhn Chief Executive Officer, Vorstandsvorsitzender 1.4.2001 31.12.2023
Stefan Döhmen Chief Financial Officer, Finanzvorstand 1.7.2017 31.12.2022

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich zum Wohl des Konzerns. Jedes Vorstandsmitglied handelt in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich. Aktuelle Lebensläufe der Vorstände finden sich auf der IR-Website der Gesellschaft im Bereich Corporate Governance. Der Geschäftsverteilungsplan weist die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2021 wie folgt aus:

Dr. Joachim Kuhn: Chief Executive Officer - CEO:

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Produktion
Vertrieb
Technik
Personal

Stefan Döhmen: Chief Financial Officer - CFO:

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Finanzen
Finanzkommunikation (IR)
Einkauf
IT
Recht

Herr Dr. Kuhn ist neben seiner Tätigkeit im Vorstand der va-Q-tec AG Mitglied des Beirates der SUMTEQ GmbH, an der die va-Q-tec AG eine Minderheitsbeteiligung hält. Zusätzlich ist Herr Dr. Kuhn Kuratoriumsvorsitzender des ZAE Bayern, dem Forschungsinstitut aus dem die va-Q-tec AG hervorgegangen ist. Anderen Nebentätigkeiten gehen die Vorstandsmitglieder nicht nach.

Die Geschäftsordnung des Vorstandes wurde zuletzt am 30. April 2019 vom Aufsichtsrat aktualisiert und beschlossen. Sie enthält insbesondere Regelungen zur Arbeitsweise des Vorstands und zur Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Vorstandsmitgliedern sowie zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Sie legt einen Katalog durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtiger Geschäfte fest. Alle Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht zwingendes Gesetz eine andere Mehrheit vorschreibt. Vorstandssitzungen finden regelmäßig mehrmals monatlich statt. Darüber hinaus hatte der Vorstand auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen ständig einen engen Kontakt untereinander und mit dem Aufsichtsrat.

Weitere Informationen auf der Internetseite betreffend den Vorstand finden sich hier:

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Vergütungssystem des Vorstands gemäß §87a AktG, siehe Investor-Relations-Website im Bereich Corporate Governance
Vergütungsbericht 2021 inklusive des Vermerks des Abschlussprüfers gemäß §162 AktG auf der Investor-Relations-Website im Bereich Corporate Governance
Geschäftsordnung für den Vorstand, siehe Investor-Relations-Website im Bereich Corporate Governance

1.3.4 Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG berät und überwacht den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft und seiner Geschäftsordnung aus. Die den Aufsichtsrat betreffenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden beachtet, soweit sich aus der auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlichten Entsprechungserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats nach § 161 AktG nichts Abweichendes ergibt. Er arbeitet bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zum Wohle des Unternehmens zusammen und bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Zusätzlich achtet er bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Die Mitglieder des Vorstandes sollen sich im Hinblick auf ihren Hintergrund, die berufliche Erfahrung und Fachkenntnisse ergänzen, sodass das Gremium auf einen möglichst breit gefächerten Erfahrungsfundus und unterschiedliche Spezialkenntnisse zurückgreifen kann. Er sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Unternehmensplanung.

Die Aufsichtsratsbeschlüsse werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Sie können auch ohne Einberufung einer Sitzung gefasst werden und die Abstimmung kann auch mündlich, schriftlich, fernmündlich, fernschriftlich (Telefax) oder per E-Mail erfolgen, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dies anordnet und kein Mitglied des Aufsichtsrats diesem Verfahren unverzüglich widerspricht. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit nicht gesetzlich oder nach dieser Satzung etwas anderes vorgeschrieben ist, mit einfacher Mehrheit gefasst.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen des Unternehmens für sich, für eine ihm nahestehende natürliche oder juristische Person oder für eine sonstige Institution oder Vereinigung, in der bzw. für die es tätig ist, nutzen. Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen gemäß § 2 Abs. 1 der Geschäftsordnung in ihrer Gesamtheit über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Gemäß § 100 Abs. 5 AktG und § 324 Abs. 2 HGB muss ferner mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Expertise auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Aufsichtsrat benennt unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex konkrete Ziele für seine Zusammensetzung.

Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums informiert der Bericht des Aufsichtsrats. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind auf der Internetseite des Unternehmens unter https:/​/​va-q-tec.com/​ unternehmen/​management/​ verfügbar. Informationen zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder finden sich im Vergütungsbericht und auf der IR-Website der Gesellschaft im Bereich Corporate Governance.

Im Geschäftsjahr 2021 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:

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Name Ausgeübter Beruf Geburtsjahr Mitglied seit Mitglied in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten in vergleichbaren in- oder ausländischen Wirtschaftsunternehmen /​ Weitere Mandate
Dr. Gerald Hommel Vorsitzender (ernannt bis 2023) Selbstständiger Pharmaunternehmer und geschäftsführender Gesellschafter der pharmarissano Arzneimittel GmbH 1959 2014 Keine
Dr. Barbara Ooms-Gnauck stellvertretende Vorsitzende (ernannt bis 2023) Rechtsanwältin und Fachanwältin für Verwaltungsrecht bei der Gnauck Rechtsanwälte GbR Mitgesellschafterin der Gnauck Rechtsanwälte GbR 1957 2014 Keine
Uwe Andreas Krämer (ernannt bis 2023) Group CFO des Enterprise Software-Unternehmens Scandit AG, Zürich 1978 2015 Keine
Winfried Klar (ernannt bis 2023) Unternehmensberater, ehemaliger WP, StB und CFO 1954 2013 Keine
Dr. Eberhard Kroth (ernannt bis 2023) Geschäftsführender Gesellschafter der RoPro4.0 GmbH 1956 2013 Keine
Dr. Burkhard Wichert Geschäftsführer der pos pharma GmbH 1961 2021 Keine

Der Aufsichtsrat strebt im Interesse eines ergänzenden Zusammenwirkens eine hinreichende Vielfalt im Hinblick auf Geschlecht, Internationalität sowie unterschiedliche berufliche Hintergründe, Fachkenntnisse und Erfahrungen an.

Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium, die im Abschnitt "Ziele für Zusammensetzung, Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat" dargestellt sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG verfügt gegenwärtig über drei Ausschüsse: Einen Prüfungsausschuss, einen Nominierungsausschuss sowie einen Präsidialausschuss.

Der Prüfungsausschuss bestand im Geschäftsjahr 2021 aus folgenden Mitgliedern:

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Winfried Klar: Vorsitzender
Dr. Gerald Hommel: stellvertretender Vorsitzender
Dr. Eberhard Kroth: Mitglied

Mit dem Ende der Prüfungsausschusssitzung am 16. Dezember 2021 schied Dr. Eberhard Kroth als Mitglied des Prüfungsausschusses aus. An seiner Stelle wurde Dr. Burkhard Wichert zum gleichen Zeitpunkt zum Mitglied des Prüfungsausschusses berufen.

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der Compliance und des Internen Revisionssystems, sowie der Abschlussprüfung. Letzteres insbesondere im Hinblick auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.

Der Nominierungsausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:

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Dr. Gerald Hommel: Vorsitzender
Uwe Andreas Kraemer:

stellvertretender Vorsitzender
Dr. Barbara Ooms-Gnauck: Mitglied

Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.

Der Präsidialausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:

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Dr. Gerald Hommel: Vorsitzender
Dr. Barbara Ooms-Gnauck:

stellvertretende Vorsitzende
Dr. Eberhard Kroth: Mitglied

Den Vorsitz des Präsidialausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Der Präsidialausschuss berät über Schlüsselthemen der Corporate Governance und bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Neben der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand bereitet der Präsidialausschuss die Beschlüsse des Aufsichtsrats insbesondere über folgende Angelegenheiten vor:

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Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sowie Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden
Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands
Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig entweder intern oder unter Einbeziehung von externen Beratern, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen.

Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat unmittelbar im Anschluss an das Geschäftsjahr 2021 für das Geschäftsjahr 2021 eine interne Selbstkontrolle durchgeführt. Hierzu wurde von jedem einzelnen Aufsichtsratsmitglied ein umfangreicher Fragenkatalog beantwortet und dessen eigene Tätigkeit kritisch beurteilt. Als Ergebnis der Auswertung der Selbstbeurteilung ist festzuhalten, dass sich der Aufsichtsrat nicht nur durch eine harmonische Zusammenarbeit der einzelnen Mitglieder untereinander sowie mit dem Vorstand auszeichnet, sondern auch durch ein hohes und qualifiziertes Engagement und durch spezifisches Fachwissen eines jeden einzelnen Mitgliedes. Grundsätzlicher Veränderungsbedarf hat sich nicht gezeigt.

Insgesamt ist der Aufsichtsrat nach eingehender Diskussion über das Ergebnis der internen Selbstkontrolle der Überzeugung, dass er seine Aufgaben im Geschäftsjahr 2021 verantwortungsbewusst und effizient wahrgenommen hat.

1.3.5 Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in der Führungsebene unterhalb des Vorstands; Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat

Aufgrund der geringen Anzahl der Vorstände hat der Aufsichtsrat den Anteil von Frauen im Vorstand auf 0 % festgelegt.

Für die erste Ebene unterhalb des Vorstands wurde ein Frauenanteil von 10,0 % festgelegt. Zum 31. Dezember 2021 beträgt der Frauenanteil auf der ersten Management ebene unterhalb des Vorstands 13,6 %.

Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote auf 16,66 % festgelegt, dies entspricht einem von sechs Mitgliedern. Mit der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats ist diese Quote erfüllt.

1.3.6 Diversitätskonzept für den Vorstand und langfristige Nachfolgeplanung

Der Aufsichtsrat lässt sich bei den Vorschlägen für die Bestellung von Mitgliedern des Vorstands von dem Ziel leiten, eine möglichst vielfältige, sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung eines führungsstarken Vorstands sicherzustellen. Es wird angestrebt, dass im Vorstand insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von va-Q-tec als wesentlich erachtet werden. Der Aufsichtsrat achtet bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands auf deren persönliche Eignung, Integrität, überzeugende Führungsqualitäten, internationale Erfahrung, die fachliche Qualifikation für das zu übernehmende Ressort, die bisherigen Leistungen, Kenntnisse über das Unternehmen sowie die Fähigkeit zur Anpassung von Geschäftsmodellen und Prozessen in einer sich verändernden Welt. Der Aspekt der Diversität ist bei der Besetzung von Vorstandspositionen ein wichtiges Auswahlkriterium, auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, Geschlecht sowie Bildungs- und Berufshintergrund. Bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands berücksichtigt der Aufsichtsrat daher insbesondere auch folgende Gesichtspunkte:

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Neben den erforderlichen spezifischen Fachkenntnissen sowie Management- und Führungserfahrungen für die jeweilige Aufgabe sollen die Vorstandsmitglieder möglichst ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen abdecken.
Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Internationalität im Sinne von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oder internationalen Erfahrungen (zum Beispiel längere, für va-Q-tec relevante berufliche Erfahrungen im Ausland oder Betreuung ausländischer Geschäftsaktivitäten) geachtet werden.
Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über Erfahrungen aus den für va-Q-tec wichtigen Geschäftsfeldern verfügen.

Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Transformationsprozesse, unternehmerische Initiative, Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal verfügen.

Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Vorstand unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind.

Maßgeblich für die Entscheidung über die Besetzung einer konkreten Vorstandsposition ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Um stände des Einzelfalls.

Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand

Die Umsetzung des Diversitätskonzepts erfolgt im Rahmen des Verfahrens zur Vorstandsbestellung durch den Aufsichtsrat. Bei der Auswahl von Kandidaten berücksichtigt der Aufsichtsrat die im Diversitätskonzept für den Vorstand definierten Anforderungen.

Im Berichtszeitraum wurden keine Entscheidungen über die Bestellung von Vorstandsmitgliedern getroffen. Künftig wird das Diversitätskonzept im Rahmen des strukturierten Besetzungsprozesses durch den Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt werden. Bei Wiederbestellungen steht die bisherige Amtsführung im Vordergrund der Entscheidungsfindung.

Langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand Personalthemen wie die langfristige Nachfolgeplanung werden im Präsidialausschuss vorbereitet und im Aufsichtsrat sowie gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Die Nachfolgeplanung erfolgt unter Berücksichtigung der Laufzeit derzeitiger Vorstandsverträge. Der Aufsichtsrat entwirft ein Bewerberprofil für offene Positionen im Vorstand. Er achtet darauf, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aller Mitglieder des Vorstands unterschiedlich und ausgewogen sind. Auf Basis der jeweils spezifischen Anforderungen und genannten Kriterien des Diversitätskonzepts werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu Gesprächen geladen. Die Empfehlung zur Beschlussfassung wird durch den Präsidialausschuss vorbereitet und dem Gesamtgremium vorgelegt. Zudem lässt sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Nachfolgeplanung für die Ebene unterhalb des Vorstands informieren und berät den Vorstand insoweit. Die Bestellung der Inhaber bestimmter Leitungsfunktionen auf der ersten Ebene unterhalb des Vorstands bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats.

1.3.7 Ziele für Zusammensetzung, Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat

Kompetenzprofil

Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Unternehmen wahrzunehmen. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von va-Q-tec als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kompetenzen und Erfahrungen in den Bereichen Healthcare, Einkauf, Produktion, Finanzen, Recht (einschließlich Compliance). Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den va-Q-tec wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein. Dem Aufsichtsrat sollen insbesondere auch Personen angehören, die aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder eines vergleichbaren Gremiums Führungserfahrung in einem international tätigen Großunternehmen haben.

Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats muss über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen sowie mit der Abschlussprüfung vertraut sein. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist zu prüfen, welche der wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen.

Internationalität

Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört.

Diversität

Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll auf hinreichende Diversität geachtet werden. Dies umfasst neben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen auch die Vielfalt hinsichtlich der kulturellen Herkunft, der Religion und des ethnischen Hintergrunds sowie die Unterschiedlichkeit von beruflichen Hintergründen, Erfahrungen und Denkweisen. Bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für die Besetzung von Aufsichtsratspositionen soll der Gesichtspunkt der Diversität frühzeitig im Auswahlprozess angemessen berücksichtigt werden.

Unabhängigkeit

Nach dem DCGK soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Ein Aufsichtsratsmitglied ist unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand, wenn es in keiner persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Die Anteilseignerseite soll, wenn sie die Unabhängigkeit ihrer Mitglieder von der Gesellschaft und vom Vorstand einschätzt, insbesondere berücksichtigen, ob das Aufsichtsratsmitglied selbst oder ein naher Familienangehöriger des Aufsichtsratsmitglieds:

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in den zwei Jahren vor der Ernennung Mitglied des Vorstands der Gesellschaft war,
aktuell oder in dem Jahr bis zu seiner Ernennung direkt oder als Gesellschafter oder in verantwortlicher Funktion eines konzernfremden Unternehmens eine wesentliche geschäftliche Beziehung mit der Gesellschaft oder einem von dieser abhängigen Unternehmen unterhält oder unterhalten hat (z.B. als Kunde, Lieferant, Kreditgeber oder Berater),
ein naher Familienangehöriger eines Vorstandsmitglieds ist oder,
dem Aufsichtsrat seit mehr als 12 Jahren angehört

Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig alle Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig von der Gesellschaft und ihrem Vorstand. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrats sind beratend für die Gesellschaft tätig. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass keine dieser Beziehungen als wesentlich einzustufen sind.

Zeitliche Verfügbarkeit

Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Aufgaben genügend Zeit zur Verfügung steht. Die gesetzlichen Mandatsbeschränkungen und die vom DCGK empfohlene Obergrenzen werden berücksichtigt. Gemäß dem DCGK soll ein Aufsichtsratsmitglied, das keinem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, insgesamt nicht mehr als fünf Aufsichtsratsmandate bei konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen wahrnehmen, wobei ein Aufsichtsratsvorsitz doppelt zählt. Wer dem Vorstand einer solchen Gesellschaft angehört, soll insgesamt nicht mehr als zwei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder vergleichbare Funktionen und keinen Aufsichtsratsvorsitz in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft wahrnehmen. Hinsichtlich der Mandatsausübung bei va-Q-tec ist zu berücksichtigen, dass

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jährlich mindestens vier, in der Regel jedoch sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten werden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen,
ausreichend Zeit für die Prüfung der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen vorzusehen ist
abhängig von der Mitgliedschaft in einem oder mehreren der derzeit bestehenden drei Aufsichtsratsausschüssen zusätzlicher zeitlicher Aufwand für die Teilnahme an den Ausschusssitzungen und die angemessene Vorbereitung hierfür entsteht; dies gilt insbesondere für den Prüfungsausschuss,
zusätzlich außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zur Behandlung von Sonderthemen notwendig werden können

Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer

Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in seiner Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze soll die Amtsperiode eines Aufsichtsratsmitglieds in der Regel mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die auf die Vollendung des 75. Lebensjahres des Aufsichtsratsmitglieds folgt, enden.

Umsetzung der Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept; unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berücksichtigt die Ziele für die Zusammensetzung und die im Diversitätskonzept nieder gelegten Anforderungen im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung die Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil und das Diversitätskonzept aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem das Unternehmen tätig ist, vertraut und verfügen über die für va-Q-tec wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Ein beachtlicher Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern ist international tätig beziehungsweise verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Im Geschäftsjahr 2021 gehörte dem Aufsichtsrat ein weibliches Mitglied an. Dem Aufsichtsrat gehört zudem eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig alle Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig von der Gesellschaft und ihrem Vorstand. Derzeit gibt es keinen kontrollierenden Aktionär.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands, Gründer und Mitglieder des Aufsichtsrats hielten zum Ende des Geschäftsjahres 2021 folgende direkte Beteiligungen am Grundkapital der va-Q-tec AG:

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Aktionär Anzahl der Aktien
CEO und Gründerfamilien 3.355.433
CFO und Aufsichtsrat 58.281

2 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

Zusammengefasster Lagebericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021

Als börsennotiertes Unternehmen hat die va-Q-tec Aktiengesellschaft (va-Q-tec AG) ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Lagebericht der va-Q-tec AG und der Konzernlagebericht wurden gemäß den §§ 315 Abs. 5 und 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst. Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich die folgenden Angaben gleichermaßen auf die va-Q-tec AG und auf den va-Q-tec-Konzern. Die Besonderheiten der va-Q-tec AG sind im Kapitel "Erläuterungen zum Jahresabschluss der va-Q-tec Aktiengesellschaft (HGB)" enthalten.

2.1 GRUNDLAGEN DES VA-Q-TEC KONZERNS

2.1.1 Geschäftsmodell, Markt und strategische Ausrichtung

2.1.1.1 Geschäftsmodell und Markt

va-Q-tec (die va-Q-tec AG zusammen mit ihren konsolidierten Tochtergesellschaften "va-Q-tec" oder "der Konzern" bezeichnet) ist ein weltweit technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der Vakuumisolation und TempChain-Logistik. Kunden unterschiedlichster Branchen bietet va-Q-tec leistungsstarke Isolationslösungen, durch die sie ihre Energieeffizienz signifikant steigern können. Mit dem TempChain-Portfolio hilft va-Q-tec im aktuell umsatzseitig größten Anwendungsgebiet durch Hightech-Thermotransport-Lösungen Kunden, Temperaturstabilität in Transport, Produktion und Lagerung von Life-Science-Produkten wie z.B. Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie zu erreichen. Die Angebote des Konzerns in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen finden daneben Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrank- und Lebensmittelindustrie, in technischen Anwendungen wie Warm wasser speichern oder Rohrleitungen, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich.

Im Geschäftsbereich "Produkte" entwickelt, produziert und vertreibt va-Q-tec hocheffiziente, dünne Vakuumisolationspaneele ("VIPs") zur Dämmung sowie thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials - "PCMs") zur zuverlässigen und energieeffizienten Speicherung thermischer Energie. VIPs sind Hochleistungsdämmplatten, die für eine besonders platzsparende und energieeffiziente thermische Dämmung geeignet sind. Sie arbeiten nach dem Prinzip des Vakuums als thermischem Isolator. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie aufnehmen und freigeben können. Durch den Einsatz unterschiedlicher Speichermaterialien wie Paraffine oder Salzlösungen und daraus hergestellter Gele können verschiedenste Temperaturbereiche zwischen -70°C und +70°C erreicht werden.

Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt im Geschäftsbereich "Systeme" durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungen, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant einen definierten Temperaturkorridor halten können.

Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten unterhält der Konzern im Geschäftsbereich "Dienstleistungen" (Serviced Rental) in einem globalen Partnernetzwerk eine Flotte von Mietcontainern und -boxen, mit denen TempChains global sicher unterhalten werden können. So betreibt die Tochtergesellschaft in Großbritannien seit 2011 eine Flotte von eigenproduzierten Mietcontainern, mit denen temperatursensible Transporte im Vergleich zu aktiv gekühlten Containern kosteneffizienter und sicher durchgeführt werden können. Hierzu hat va-Q-tec ein umfassendes globales Partnernetzwerk aufgebaut, bestehend aus Fluggesellschaften, Spediteuren und Servicepartnern, wie z.B. Lufthansa, Turkish Cargo oder SWISS. Seit 2015 betreibt va-Q-tec zusätzlich ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Thermo-Transportboxen. Darüber hinaus übernimmt va-Q-tec für namhafte Kunden wie Kühne & Nagel oder Die Schweizerische Post begleitende Dienstleistungen im Bereich der Vorkonditionierung, der Aufbereitung und der Versandvorbereitung thermischer Verpackungssysteme. Solche integrierten und mietbasierten Transportlösungen ("TempChain as a Service") aus einer Hand werden von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt.

Im Jahr 2021 machte der Zielmarkt "Healthcare und Logistik" mit 78 % erneut mit weitem Abstand den größten Umsatzanteil aus. Der Umsatz in diesem Zielmarkt wird in den beiden Geschäftsbereichen "Systeme" und "Dienstleistungen" erwirtschaftet (zusammen unter der Klammer "Temperature Controlled Supply Chain", kurz "TempChain"). Die TempChain-Transportlösungen von va-Q-tec werden primär als leistungsfähige Lösungen für eine sichere, zuverlässige und ununterbrochene Temperaturkette für die globale Healthcare-Industrie eingesetzt. Die TempChain-Lösungen von va-Q-tec erlauben den Transport und die Lagerung von Medikamenten, Impfstoffen, Prüfpräparaten und klinischen Proben und weiteren pharmazeutischen und biotechnologischen Produkten aller Art. Lebensmittel sowie elektronische und optische Geräte können ebenfalls transportiert werden. So werden TempChain-Lösungen von va-Q-tec beispielsweise für den Transport von Hepatitis-Medikamenten oder Urin- und Blutproben für Dopingtests bei großen internationalen Sportanlässen genutzt. Aktuell kommen die Transportlösungen in großem Umfang bei der nationalen und internationalen Verteilung der Corona-Impfstoffe zum Einsatz. Außerhalb des Healthcare-Bereiches können die Systeme von va-Q-tec beispielsweise beim Transport von sehr empfindlichen optoelektronischen Geräten, wertvollen und sensiblen Kunstgegenständen oder archäologischen Fundstücken genutzt werden. Beispielsweise nutzt ASML, der weltweit größte Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie, als einer der größten Kunden von va-Q-tec Thermocontainern und -boxen für internationale Transporte. Die wichtigsten Komponenten dieser Anlagen sind extrem genau gefertigt und daher besonders temperaturempfindlich. Die überaus komplexen Maschinen von ASML spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung moderner, leistungsfähiger Chips.

Im Geschäftsbereich Produkte werden unter dem Aspekt einer bestmöglichen thermischen Energieeffizienz (unter der Klammer "Thermal Energy Efficiency") Kunden aus folgenden Zielmärkten angesprochen:

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Kühlgeräte und Lebensmittel, z.B. Isolierung von Kühl- /​ Gefriergeräten und Ultratiefkühlschränken
Technik und Industrie, z.B. Isolierung von Warmwasserspeichern, Rohrleitungen und Laborgeräten
Bau, z.B. Gebäudedämmung (Fassade, Dach, Boden)
Mobilität, z.B. Isolierung in Kühl-LKWs, Elektro-Automobilen, Schienenfahrzeugen und Flugzeugen

Die größten Umsatz-Anteile innerhalb des Geschäftsbereichs "Produkte" entfallen dabei auf die Märkte Kühlgeräte und Lebensmittel sowie Technik und Industrie.

Alle Produkte von va-Q-tec unterliegen in ihren Anwendungsgebieten hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung bei meist sehr beschränktem Bauraum. Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an, beispielsweise um technische Geräte durch eine effizientere Isolation höheren Energieeffizienzklassen zuordnen zu können.

Insgesamt ist va-Q-tec in attraktiven, aus Sicht von va-Q-tec strukturell wachsenden Märkten vertreten, deren Wachstum langfristig durch die thermische Energieeffizienz getrieben wird. So dürften die Maßnahmen zur Verbesserung der Energie effizienz in allen Lebens- und Produktionsbereichen weltweit aufgrund des fortschreitenden Klima wandels die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten, Systemen und Dienstleistungen von va-Q-tec stärken. Dies gilt vor allem in den heute aus Sicht von va-Q-tec noch kleinen Zielmärkten wie Technik und Industrie, Bau und Mobilität.

Auch der europäische "Green-Deal" bzw. die im Zuge der Klimaschutzprogramme vereinbarte Bepreisung von CO 2 -Emissionen wird nach Erwartung des Vorstands zu einer steigenden Nachfrage nach guter thermischer Isolierung in verschiedenen Bereichen führen, besonders bei der Gebäudedämmung. Dort kann durch die Verwendung von VIPs in dicht besiedelten Gebieten wertvoller Platz gespart werden.

Weil die Energieeffizienzanforderungen in der Industrie im Zuge wachsender Primärenergie-Preise und Energieeffizienz-Labelings stetig steigen und die Fehlertoleranzen sinken, werden auch immer mehr Produktionskomponenten temperaturempfindlich bzw. müssen besser isoliert werden. Dies eröffnet für va-Q-tec weitere Anwendungsmöglichkeiten, z.B. im Hochtemperaturbereich. Weitere aktuelle Beispiele sind: Laborgeräte, Rohrsysteme oder Warmwasserspeicher.

2.1.1.2 Strategische Ausrichtung

va-Q-tec verfolgt durch die konsequente Ausnutzung von Wachstumschancen das Ziel, die positive Geschäftsentwicklung mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 24 % im Zeitraum von 2016 bis 2021 auch in Zukunft fortzusetzen und die starke Position in seinen Geschäftsbereichen bzw. Endmärkten weiter auszubauen.

Der Konzern bewegt sich in einem nach Einschätzung des Vorstands sehr dynamischen, innovationsgetriebenen und globalen Marktumfeld. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Trends in den Zielmärkten hat va-Q-tec drei strategische Fokusthemen definiert, um kurzfristig Potenziale zu nutzen und den Wachstumspfad mittel- und langfristig fortzusetzen. Damit soll die Position des Unternehmens als einer der weltweit führenden Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation und TempChain-Logistik gefestigt und ausgebaut und die temperaturgeführte Logistik nachhaltig mitgestaltet werden. Die drei strategischen Fokusthemen sind: Technologieführerschaft, Wachstum und Profitabilität.

I. Technologieführerschaft

va-Q-tec konzentriert sich darauf, seine Innovations- und Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation und TempChain-Logistik zu festigen und weiter auszubauen. va-Q-tec arbeitet kontinuierlich an innovativen Technologien, Prozessinnovationen und neuen Geschäftsmodellen, die nicht nur die Temperaturketten-Logistik, sondern auch die thermische Isolierung in vielen Industrien, wie z.B. im Bereich Mobilität und Technik, maßgeblich verändern bzw. drastisch verbessern können. va-Q-tec zielt darauf ab, die eigene Innovationskraft stetig zu steigern. Fortschrittliche VIP-Typen, die z.B. für höhere Temperaturen über 400°C geeignet sind, sowie neue thermische Verpackungen und neuartige Materialien stehen im Mittelpunkt dieses Ansatzes. Zusätzlich ist va-Q-tec bestrebt, durch "intelligente" Boxen und Container in Verbindung mit entsprechenden Software- und Simulationstools die Thermologistik unter dem Stichwort "TempChain 4.0" weiter zu verbessern. Entsprechend dieser Zielsetzung investiert der Konzern in hochqualifiziertes Personal, die Produktentwicklung und die Grundlagenforschung. Teil der Strategie sind auch ausgewählte Beteiligungen, wie z.B. Investments in das Material-Start-up SUMTEQ GmbH oder das Hightech-Start-up ING3D GmbH, das eine neuartige Technologie zur Herstellung rein mineralischer Leichtmaterialien, darunter 3D-gedruckter Dämmstoffe, entwickelt. Darüber hinaus verfolgt va-Q-tec auch die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern in extern geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekten und im Besonderen mit der Universität Würzburg. Mittelfristig bleibt es das Ziel, die Stellung als führende Technologieplattform zu verteidigen und weiter auszubauen.

II. Umsatzwachstum

Die Endmärkte von va-Q-tec bieten große Umsatz-Chancen durch die breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten der Hochleistungs-Thermodämmtechnologie. Entsprechend sind bei va-Q-tec Prozesse, Aufbauorganisation und Geschäftsmodell auf Skalierbarkeit und die konsequente Nutzung von Wachstumschancen ausgelegt. Mit ihrer internationalen Präsenz, dem Erhalt einer soliden Finanzierungsbasis sowie dem Fokus auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden befindet sich der Konzern auf einem klar definierten Wachstumskurs.

va-Q-tec bedient wachstumsstarke Märkte, die dem Unternehmen attraktive Zielmargen bieten, jedoch auch Wachstumsinvestitionen erfordern. Die Pharma- und Biotech-Kunden sind für va-Q-tec von großer Bedeutung. Die globale Healthcare-Industrie setzt im Bereich der temperaturgeführten Logistik zunehmend auf die qualitativ hochwertigen passiven Lösungen von va-Q-tec. Die Nachfrage nach Thermotransportlösung für Corona-Impfstoffe schiebt diese Nachfrage zusätzlich an.

Häufig nutzen die potenziellen Healthcare-Kunden gegenwärtig noch Verpackungslösungen, die auf konventionellen Dämmstoffen und einfachen Wasser-Eis-Gemischen zur Speicherung der Temperaturen beruhen. Mit wachsenden Qualitätsanforderungen an die Temperaturkette (in der Pharmabranche seitens der Aufsichtsbehörden unter dem Stichwort "Good Distribution Practices" zusammengefasst) ersetzen Kunden diese einfachen Lösungen durch Hochleistungs-Thermotransport-Lösungen. Gleichzeitig zielt va-Q-tec mit den Vermietungsmodellen ("Serviced Rental") auf Kunden ab, für die ein Kauf solcher Verpackungslösungen wirtschaftlich nicht rentabel ist. Auch ihnen bietet va-Q-tec mit passgenauen Mietlösungen für Hochleistungs-Thermo-Verpackungen ein Produkt an, welches darüber hinaus wiederverwendbar ist und so Ressourcen sparen hilft. Daher erwartet va-Q-tec in den kommenden Jahren im Zielmarkt Healthcare und Logistik weiter global zu wachsen und dabei das Wachstum der zugrundeliegenden Märkte für (Healthcare-) Kühlketten-Logistik übertreffen zu können. Ziel ist es, in diesem Zielmarkt der weltweit führende Anbieter für Dienstleistungen und Verpackungslösungen zu werden.

Auch in den übrigen Zielmärkten Kühlgeräte, Technik & Industrie, Lebensmittellogistik sowie Bau strebt das Unternehmen an, von den Wachstumschancen zu profitieren, die sich etwa aus dem Trend zur Energieeffizienz ergeben. Die über die vergangenen Jahre etablierte Technologieplattform soll in den definierten Zielmärkten etabliert werden.

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Im Bereich Kühlgeräte erwartet va-Q-tec mittelfristig weiteres Wachstum, da mit höheren regulatorischen Anforderungen an die Energieeffizienzklassen der Kühlschränke vermehrt VIPs zum Einsatz kommen müssen. Die VIPs von va-Q-tec mit ihrer im Herstellungsprozess des Original Equipment Manufacturers (OEM) überprüfbaren Dämmleistung werden nach Einschätzung des Vorstands besonders von dieser Entwicklung profitieren. Gleichzeitig unterstreicht die Corona-Pandemie auch die Bedeutung sicherer, produktionsnaher Lieferketten: Mit einer Produktion in Deutschland bzw. Europa lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer zuverlässigen, verbesserten, kontinuierlichen Versorgung der OEMs mit VIPs erhöhen - bei, verglichen mit Wettbewerbern, gleichzeitig kürzeren und insgesamt geringeren Transportwegen.
Im Bereich E-Commerce und Lebensmittellogistik entwickeln Start-ups und große internationale Anbieter neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel direkt an den Endverbraucher. Dabei dürfte insbesondere der Transport gefrorener und leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden künftig noch stärker reguliert werden. Insgesamt nimmt nach Einschätzung des Vorstands durch die Corona-Krise die Bedeutung sicherer TempChains zu, da sie zu einer verstärkten Nachfrage nach Online-Lebensmittellieferungen führt. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoboxen von va-Q-tec besonders geeignet, weil sie die notwendigen Temperaturen sehr lange und effizient halten können.
Zusätzliches Wachstum im Produktverkauf von VIPs ist auch im Zielmarkt Technik und Industrie zu erwarten, z.B. durch die bereits erfolgte Einführung von Energieeffizienzklassen bei Warmwasserspeichern oder Rohrleitungsisolierungen. Auch hier rüsten Hersteller ihre Premium-Produkte mit va-Q-tec-VIPs aus, um die Einstufung in der besten Energieeffizienzklasse zu erreichen. Zusätzlich werden die Anforderungen in niedrigeren Effizienzklassen stringenter.

Der Endmarkt Mobilität bietet mittel- und langfristig zusätzliche Wachstumsfelder: VIPs von va-Q-tec eignen sich für den Einbau in modernen E-Fahrzeugen, da sowohl in der Karosserie als auch im Motorraum hocheffiziente Dämmung bei wenig Platzangebot benötigt wird. Bei herkömmlichen Verbrennungsmotoren wird die Abwärme des Motors zur Klimatisierung der Fahrerkabine genutzt. Da bei Elektrofahrzeugen die Heizung bzw. Klimaanlage hingegen aus der Batterie gespeist wird, mindert ein schlechtes Thermomanagement die Reichweite erheblich. Durch Einbau der VIP-Dämmung kann die Reichweite des Fahrzeugs so signifikant gesteigert werden.

Mittelfristiger Ausblick bis 2025

Angesichts des attraktiven Marktumfelds und der wachsenden Bedeutung von Energieeffizienz in einer Vielzahl von Anwendungsfeldern, für die va-Q-tec Lösungen bereitstellen kann, erwartet va-Q-tec für das Jahr 2025 einen Umsatz in einer Bandbreite von 160 Mio. EUR bis 180 Mio. EUR. Darüber hinaus strebt va-Q-tec bis 2025 eine weitere Ausweitung der EBITDA-Marge an und rechnet mit einer sehr deutlichen Verbesserung auf eine Bandbreite zwischen 22 % und 26 %.

III. Profitabilität

Zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges und der Wettbewerbsfähigkeit ist Profitabilität unabdingbar. Operative EBITDA-Profitabilität bildet den dritten Pfeiler der Unternehmensstrategie und eine wesentliche Größe der Unternehmenssteuerung. Angesichts sehr hoher Entwicklungs-, Aufbau- und sonstiger Vorlaufkosten ist dieses Ziel von besonderer Bedeutung.

Um profitables Wachstum zu ermöglichen, werden fortlaufend verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence bzw. Produktionsoptimierung vorangetrieben. Die Initiativen des Vorstandes auf der Kostenseite betreffen in erster Linie Maßnahmen, um die Qualität, die vertrieblichen Abläufe, die Organisation, die Ressourcenverbräuche und -beschaffung sowie die IT-Systeme konzernweit fortlaufend zu optimieren und zu harmonisieren. Skaleneffekte gehen mit der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten des Konzerns und entsprechendem Umsatzwachstum einher: Die Einkaufskonditionen, zu denen der Konzern Vorprodukte und Leistungen Dritter beziehen kann, verbessern sich mit zunehmendem Geschäftsumfang und damit steigendem Einkaufsvolumen deutlich. Die Kosten für unterstützende Konzernfunktionen wie Personalwesen, Marketing, Rechnungswesen und Controlling wachsen relativ zum Umsatz unterproportional. Allerdings erfordert die Börsennotierung höchste Qualität mit entsprechenden Aufwendungen. Zur Verbesserung der Profitabilität entwickelt das Unternehmen seine Wertschöpfungskette weiter - in Richtung nachgelagerter Stufen. Zu diesen nachgelagerten Stufen gehören die Herstellung und der Vertrieb von Thermoboxen und -Containern und Geschäftsmodelle wie die Vermietung von Thermoboxen und Containern ("Serviced Rental"). Diese Integration in weitere Wertschöpfungsstufen zur Verbesserung der Profitabilität ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. In der bisherigen Phase der Unternehmensentwicklung dominierte noch der Fokus auf das Umsatzwachstum. Durch die beschriebenen operativen und strategischen Maßnahmen strebt va-Q-tec bis 2025 eine weitere Ausweitung der EBITDA-Marge an und rechnet mit einer sehr deutlichen Verbesserung auf eine Bandbreite zwischen 22 % und 26 %.

Konzernstruktur, Mitarbeiter, Beteiligungen und Steuerung

Im Berichtszeitraum 2021 wurden zwei neue Tochtergesellschaften, eine in Indien und eine in Brasilien gegründet. Damit gehörten dem va-Q-tec Konzern zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt zehn Unternehmen an, bestehend aus der deutschen Muttergesellschaft und neun ausländischen Tochtergesellschaften. Aus diesen zehn Unternehmen leiten sich die drei Berichtssegmente des Konzerns ab - das deutsche Segment (va-Q-tec AG), das UK-Segment (va-Q-tec Ltd., Vereinigtes Königreich) und das Segment Sonstige, bestehend aus va-Q-tec Ltd. (Südkorea), va-Q-tec Inc. (USA), va-Q-tec Switzerland AG (Schweiz), va-Q-tec Japan G.K. (Japan), va-Q-tec Uruguay S.A. (Uruguay), va-Q-tec SG Pte. Ltd. (Singapur), VA-Q-TEC INDIA PRIVATE LIMITED (Indien) sowie VA-Q-TEC DO BRASIL PARTICIPAÇÕES LTDA. (Brasilien).

Die Muttergesellschaft va-Q-tec AG hielt zum 31. Dezember 2021 an allen neun ausländischen Tochtergesellschaften jeweils 100 % der Anteile.

Im deutschen Segment (va-Q-tec AG) werden alle drei Geschäftsbereiche (Produkte, Systeme und Dienstleistungen) abgedeckt. Über den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" wird seit 2016 das Geschäft mit Mietboxen im deutschen Segment abgebildet.

Das UK-Segment mit der va-Q-tec Ltd. (UK) um fasst in erster Linie den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit Fokus auf das Vermietungsgeschäft von Containern und Boxen.

Das Segment "Sonstige" umfasst hauptsächlich die den Geschäftsbereichen Systeme und Dienstleistungen zuzuordnenden Geschäftsaktivitäten der übrigen ausländischen Tochtergesellschaften. Die südkoreanische Tochtergesellschaft ist sowohl für die Beschaffung von Roh- und Einsatzstoffen für den Konzern als auch für den Vertrieb der va-Q-tec-Produkte im eigenen Land zuständig. Die Tochtergesellschaft in den USA betreibt neben vertrieblichen Aktivitäten vor allem das Business Development in Nordamerika. In der US-Tochtergesellschaft wurde erneut deutlich in Personalaufbau und in die Geschäftsentwicklung investiert. Die va-Q-tec Switzerland AG erbringt Dienstleistungen (Temperieren und Reinigen von Mietboxen, "fulfillment services") für die Schweizerische Post und weitere Kunden im Bereich Kühlketten-Logistik. Die Schweizerische Post greift für ihre Flotte an Thermo-Boxen auf die Technologie- und Prozesserfahrung der va-Q-tec AG in Deutschland zurück. Die Tochtergesellschaft in Japan verfolgt als Vertriebsgesellschaft das Ziel, die Wahrnehmung der va-Q-tec als lokal verwurzelter Anbieter in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu erhöhen und die Produkte und Dienstleistungen der va-Q-tec dort zu vertreiben. Mit den Tochtergesellschaften in Uruguay, Singapur, Brasilien und Indien wird das Ziel verfolgt, die vertriebliche Präsenz in Lateinamerika, Singapur bzw. Südostasien und auf dem indischen Subkontinent weiter zu intensivieren. Die Gesellschaften in Indien und Brasilien nehmen ihren operativen Betrieb im Geschäftsjahr 2022 auf.

Konzernsteuerung

Zur Steuerung der drei Berichtssegmente werden diese vom Management individuell und aus übergreifender Konzernsicht anhand detaillierter und regelmäßiger Berichte überwacht. Auf Basis dieser Informationen steuert das Management die Ressourcenverteilung und ergreift bei nicht zielkonformer Entwicklung Gegenmaßnahmen. Aufgrund der schlanken Konzernstruktur ist eine effektive Kontrolle und Abstimmung des Konzern-Managements bei wesentlichen Geschäftsentscheidungen der Tochtergesellschaften gewährleistet.

Zentrale Kennzahlen, die das Management für die Unternehmenssteuerung des Konzerns nutzt, sind Umsatz, Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sowie die Eigenkapitalquote. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die konzernspezifischen Steuerungsgrößen sind wie folgt näher spezifiziert.

Grundlegender Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung und der Attraktivität der Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns, ist das Umsatzwachstum. Auf Ebene der Berichtssegmente und der geographischen Verteilung betrachtet, dient der Umsatz auch als Indikator für den Erfolg der Geschäftsmodelle des Konzerns.

Als Ergebniskennzahl dient das EBITDA. Ergänzend wird nachgeordnet die EBITDA-Marge gemessen an den Gesamterträgen als Maßstab für die operative Leistung und Profitabilität des Konzerns herangezogen. Als stark wachsendes Technologieunternehmen investiert va-Q-tec große Teile der Finanzmittel in Maschinen, Anlagen und die Flotte von Containern und Boxen für Mietdienstleistungen. Hohe Abschreibungen in der Phase des Aufbaus von Infrastruktur und Flotten verzerren das tatsächliche Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das EBITDA als Ergebniskennzahl vor Abschreibungen ist daher eine aussagekräftige Größe für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Die Eigenkapitalquote informiert über die Bilanzstärke, die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen, die Kreditwürdigkeit und das Gläubigerrisiko des va-Q-tec Konzerns. Mittelfristig betrachtet der Vorstand für die Eigenkapitalquote des Konzerns einen Zielwert in einem Korridor zwischen 35 % und 40 % als ausgewogene Bandbreite zwischen Fremd- und Eigenkapital und somit zwischen dem Risiko der Eigenkapitalgeber und der Gläubiger.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren dient die Mitarbeiteranzahl als Indikator und zentrale Steuerungsgröße für das Wachstum der Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Die nachfolgende Übersicht zeigt das Wachstum in den relevanten Steuerungsgrößen. Eine ausführliche Analyse der Kennzahlen findet sich unter dem Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage".

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in TEUR falls nicht anders angegeben 2021 2020 21 /​ 20
Umsatz 104.063 72.106 44 %
EBITDA (IFRS) 18.699 11.399 64 %
EBITDA-Marge (IFRS) 15 % 14 % +1 %-Pkt.
Eigenkapitalquote 36 % 35 % +1 %-Pkt.
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 591 489 +102

Die Anzahl der Mitarbeiter einschließlich Vorständen, Geschäftsführern, Auszubildenden und Praktikanten beträgt 625 (Vj: 519).

2.1.2 Forschung und Entwicklung

Der Fokus des Geschäftsmodells von va-Q-tec liegt auf der Entwicklung und Vermarktung weltweit führender Technologieinnovationen im Bereich energieeffizienter und platzsparender VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolierung zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.

va-Q-tec betreibt interne und externe Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE) mit Partnerunternehmen und -instituten. Diese Projekte dienen zum einen der Grundlagenforschung an VIPs und richten sich zum anderen an den Anforderungen der fünf von va-Q-tec definierten Zielmärkte aus, die hervorragende thermische Wärmedämmung und die effiziente Speicherung thermischer Energie benötigen.

Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen wie beispielsweise der Universität Würzburg. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung aufgesetzt.

Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in unserer führenden Technologieplattform widerspiegelt.

Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolierung vor der Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die weltweit einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Anwendungsort gemessen, dokumentiert und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP-Technologie und ermöglicht es va-Q-tec, die hohen Qualitätsanforderungen unseres anspruchsvollen Kundenkreises zu erfüllen. So können beispielsweise die geforderten Temperaturanforderungen für TempChain-Transporte sicher und nachweislich eingehalten werden.

Das patentierte va-Q-pro ist ein weitgehend frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel, das produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden kann. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Dämmung von Batterien in E-Fahrzeugen oder bei der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B. der Bordküche.

2021 betrieb va-Q-tec kontinuierlich anwendungsorientierte Grundlagenforschung, beispielsweise bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -70°C bis +70°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, diesen Temperaturbereich durch die optimale Kombination verschiedener Hüllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern, damit z.B. Temperaturklassen von 80°C bis 180°C oder auch mehr als 400°C. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die Zusammenarbeit mit dem Kölner Start-up SUMTEQ, an dem va-Q-tec eine Beteiligung hält. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submikroporösen Schäume von SUMTEQ als weiterer Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für die Kunden zu schaffen.

Von strategischer Bedeutung im Bereich der anwendungsorientierten Forschung ist auch die Beteiligung an der ING3D GmbH. Mit der von ING3D entwickelten 3D-Drucktechnik ist es möglich, extrem leichte, nicht brennbare und beliebig geformte Leichtmaterialien herzustellen. Das von ING3D zum Patent angemeldete Verfahren "Mineral Direct Laser Sintering" (MDLS) ist das erste rein mineralisch /​ keramische 3D-Druckverfahren weltweit und eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Materialerzeugung: Der verwendete keramische Rohstoff kann zu ökologisch verträglichen und gleichzeitig kostengünstigen Formteilen verarbeitet werden. Dies geschieht ohne den bisher notwendigen Kunststoffanteil im Ausgangsmaterial. Damit entstehen sortenreine und ökologisch unbedenkliche, leichte Objekte. Die Endprodukte können multifunktional eingesetzt werden und bieten dadurch vor allem auf kleinem Raum Vorteile hinsichtlich akustischer und thermischer Dämmung sowie Brandschutz.

Diese Eigenschaften und die Kombination mit der va-Q-tec-VIP-Dämmstofftechnologie ermöglichen damit auch völlig neue Ansätze in der Bau- und Fahrzeugbranche. In 2021 konnte die ING3D wichtige Meilensteine hinsichtlich der Marktfähigkeit und der Materialeigenschaften ihrer Produkte erreichen, was die Qualität des Investments bestätigt.

Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio auszubauen und zu verbessern:

Die im Jahr 2021 weiterentwickelte und neu in den Markt eingeführte Paneellösung va-Q-steel ermöglicht bislang unerreichte Dämmwerte bei Tiefsttemperaturen und Hochtemperaturen bis +400°C und so eine bestmögliche Reduktion von Energieverlusten. Durch den Einsatz von Vakuumisolation selbst bei Hochtemperaturen kann nun mit va-Q-steel z.B. der Wirkungsgrad bei Brennstoffzellen oder Hochtemperaturbatterien gesteigert werden. Gegenüber den bisher erhältlichen Hochleistungsdämmmaterialien (z.B. nicht-vakuumierten, mikroporösen Silikadämmplatten) liefert va-Q-steel um ca. 200 % bessere Dämmwerte. Von konventionellen Standard-Isoliermaterialien - wie z.B. Glaswolle - hebt sich va-Q-steel sogar noch deutlicher ab.

Mit dem in 2021 weiterentwickelten Dämmsystem "va-Q-shell pipe" können Rohrleitungen kosteneffizient, sicher und umweltschonend thermisch isoliert werden. Dies erhöht die Energieeffizienz beispielsweise in industriellen Anlagen, Gebäudeinstallationen sowie in Nah- und Fernwärmenetzen. va-Q-shell pipe ist für die Isolierung von werkseitig ungedämmten Rohren sowie zur Nachrüstung geeignet. Durch seine Materialeigenschaften verbessert es so die Energieeffizienz bei gleichzeitiger Reduzierung der Dämmstärke um bis zu 50 % und erhöht gleichzeitig die Energieeffizienz um bis zu 60 %. Mit va-Q-shell pipe hat va-Q-tec sein Produktportfolio zur Steigerung der Energieeffizienz von industriellen Anlagen, Gebäudeinstallationen sowie Nah- und Fernwärmenetzen erfolgreich weiter ausgebaut.

In Ergänzung zur bereits etablierten VIP-Halbschalendämmung "va-Q-shell" wurde im Berichtszeitraum das Warmwasserspeicher-Dämmsystem va-Q-patch weiterentwickelt. Dabei handelt es sich um ein laminiertes VIP, das vollständig von einem robusten, ca. 2 mm dicken Polyethylenschaum (PE) umhüllt ist. Dieser dient als Schutzschicht gegen mechanische Beanspruchung sowie unerwünschte Feuchtigkeit. Bei Bedarf enthalten die PE-Schichten selbstklebende Folien zur einfachen Montage. Die optionale Rillenprägung des VIPs bietet dabei ein Maximum an Flexibilität, so dass va-Q-patch einfach und schnell zur bereits vorhandenen Dämmung von Warmwasserspeichern sowie Industrietanks und -anlagen installiert werden kann. So kann selbst bei älteren Anlagen die Energieeffizienz kosteneffizient, schnell und unkompliziert stark verbessert werden. Bei neuen Speichern kann durch va-Q-patch das Energieeffizienzlabel in den höchsten Klassen A oder A+ erreicht werden.

Um auch Regionen der Erde mit lückenhafter Logistikinfrastruktur mit Medikamenten und insbesondere mit Corona-Test Kits sowie lebenswichtigen Impfstoffen versorgen zu können, hat va-Q-tec 2021 den bereits in 2020 eingeführten Paletten-Container va-Q-pal SI weiterentwickelt. Der va-Q-pal SI ist mehrfach wiederverwendbar und kann dank umweltfreundlicher Materialien vor Ort auch durch den Endempfänger recycelt werden. Gleichzeitig weist er vergleichbare Isolierungseigenschaften wie der va-Q-tainer im Mietnetzwerk auf und eignet sich daher hervorragend für temperaturkontrollierte Transporte in Länder, aus denen die Rückführung leerer Mietcontainer schwierig ist.

Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie bis zu mehreren Tagen warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCMs verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Konstant gekühlt kann in vielen Fällen auf den kosten- und CO 2 -intensiven Einsatz von Kühlfahrzeugen verzichtet werden. Durch seine glatte Oberfläche ist das va-Q-tray auch leicht zu reinigen, was hygienische Vorteile mit sich bringt.

va-Q-tec entwickelt mehrfach verwendbare PCM-Kühlakkus, die zuverlässig im Tiefkältebereich bei etwa -70°C kühlen können. Bisher werden PCM-Kühlakkus üblicherweise für Temperaturen bis etwa -50°C genutzt. Zur Kühlung für Temperaturen unter -70°C wird aktuell hauptsächlich Trockeneis eingesetzt, für dessen Herstellung viel Energie benötigt wird. Beim Kühleinsatz wird das Trockeneis verbraucht und ist nicht wiederverwendbar. Außerdem müssen bei der Verwendung von Trockeneis bestimmte Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, da Trockeneis aufgrund der mit seiner Nutzung einhergehenden Erstickungsgefahr ein Gefahrgut darstellt. So ist etwa die Menge an Trockeneis, die per Luftfracht transportiert werden kann, beschränkt. Soll z.B. ein Corona-Impfstoff möglichst schnell weltweit verteilt werden, ist dies eine logistische Herausforderung, die eine Verteilung verlangsamen kann. Alternativ zu Trockeneis können energieeffiziente PCM-Kühlakkus für eine stromfreie Kühlung genutzt werden. Diese sind einfacher handhabbar und unterliegen bei der Verwendung keinen besonderen Beschränkungen. Damit ist es möglich, mehr Frachtplätze im Flugtransport für die weltweite Verteilung eines Impfstoffes zu belegen.

Im Rahmen des von der EU geförderten RECO 2 ST-Projekt forschte va-Q-tec im Berichtszeitraum an neuartigen Anwendungsfeldern im Baubereich. Untersucht wurden in diesem Rahmen beispielsweise, wie man verschiedene Komponenten eines sog. Retrofit-Kits dazu nutzen kann, bereits bestehende Gebäude hinsichtlich ihrer Energieeffizienz zu optimieren. Bestandteil dieses Retrofit-Kits sind VIPs der va-Q-tec. Der Praxistest dieser Technologie wurde an einem Gebäude der Brunel Universität in London durchgeführt. An den Außenwänden wurden VIPs angebracht. Durch die Dämmung mit VIPs kann eine erhebliche Menge Raumheizungsenergie eingespart und dadurch die CO 2 -Bilanz verbessert werden.

Zur Steuerung der logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec unter dem Stichwort "TempChain 4.0" auch modernste Software- und Simulationslösungen. Hierfür wurden 2021 die Ressourcen im IT-Bereich weiter gestärkt. Damit macht va-Q-tec den TempChain "smart", weil sich diese in Kombination mit den va-Q-tec Thermoverpackungen optimal steuern lässt. So unterstützt beispielsweise neu entwickelte Servicelösung va-Q-nection die Kunden bei der sicheren und regulatorisch konformen Überwachung der TempChain während des Transports. Diese Innovation ermöglicht die Nachvollziehbarkeit der Temperatur im Innenraum der Thermoboxen auf unkomplizierte und sichere Weise. Die va-Q-nection App und die TempChain Service Software ermöglichen es dem Empfänger, den Temperaturbericht ortsunabhängig mit einem Mobilgerät auszulesen, ohne, dass er dabei auf die Sendung zugreifen und die TempChain durch Öffnen der Transportverpackung unterbrechen muss.

Die Technologieplattform ist durch über 180 Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check®, eine Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden 24 Schutzrechte insgesamt angemeldet, davon 22 Patentanmeldungen und zwei Gebrauchsmusteranmeldungen.

Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen erneut in den Bereich Forschung und Entwicklung. Der Aufwand für diesen Bereich belief sich auf 3.653 TEUR und lag somit über dem Wert des Vorjahrs (2.694 TEUR). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 358 TEUR (Vorjahr: 359 TEUR) aktiviert.

2.2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Veröffentlichung im Januar 2022 für das Jahr 2021 mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 5,9 %. Nach einem flächendeckenden Einbruch der Wirtschaft im Jahr 2020 infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, setzte damit eine spürbare Erholung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds ein. Die Weltwirtschaft startet in das Jahr 2022 allerdings in einer schwächeren Position als bisher erwartet. Einerseits verbreitet sich mit Omicron eine neue Variante des Corona-Virus, die nach Einschätzung des IWF zu neuen Einschränkungen des Wirtschaftslebens führte. Steigende Energiepreise und Herausforderungen in den Lieferketten führten andererseits zu einer höheren und breiter angelegten Inflation als erwartet, insbesondere in den Vereinigten Staaten und der Euro-Zone. In Kombination mit einer langsameren Erholung des privaten Verbrauchs und geopolitischen Risiken (Ukraine-Krise) haben sich die Wachstumsaussichten daher deutlich eingetrübt. Für 2022 erwartet der IWF insofern wieder ein deutlich positives, aber gegenüber 2021 etwas schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 4,4 %.

Der IWF berichtet angesichts der Ukraine-Krise jüngst von hohen makroökonomischen Risiken und Unsicherheiten - die wirtschaftlichen Folgen sind bereits jetzt sehr gravierend. Die Energie- und Rohstoffpreise sind zwischenzeitlich stark gestiegen und verstärken den Inflationsdruck, der durch die Unterbrechung der Versorgungskette und die Erholung von der Covid-19-Pandemie entstand. Sollte der Konflikt noch weiter eskalieren, wären die wirtschaftlichen Schäden umso verheerender. Auch die Sanktionen gegen Russland werden erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte haben und sich auch in anderen Ländern bemerkbar machen. In vielen Ländern führt die Krise zu einem negativen Schock sowohl für die Inflation als auch für die Wirtschaftstätigkeit, und das bei einem bereits anhaltend hohen inflationären Druck. Die Krise wird nach Ansicht des IWF zu erheblichen geopolitischen Verwerfungen führen, während sich die Weltwirtschaft gleichzeitig von der Pandemiekrise erholt.

Wesentliche Umsatztreiber für den va-Q-tec Konzern sind die beiden Zielmärkte Healthcare und Logistik sowie Kühlgeräte und Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 88 % am Konzernumsatz ausmachen.

Der Markt für temperaturkontrollierte Verpackungssysteme im Pharmabereich wird weltweit von nachhaltigen Trends beeinflusst, die durch die Corona-Pandemie kaum beeinflusst bzw. tendenziell eher beschleunigt werden. Viele Produkte im Bereich Life Sciences, erfordern eine temperaturkontrollierte Lagerung und Verteilung. Innerhalb der Pharmazeutika sind die größten Kategorien Impfstoffe, Insulin und Biotech-Medikamente, die aus lebenden Organismen hergestellt werden, darunter verschiedene Krebsmedikamente. Der Markt für temperaturempfindliche Arzneimittel ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und beträgt nach Einschätzung des Branchenverbandes "Pharmaceutical Commerce" in 2022 etwa 416 Mrd. USD. Von den Top-100 umsatzstärksten Medikamenten weltweit sind ca. 70 temperaturempfindlich. Die Regulierung der Transportketten nimmt zu und Medikamente werden global relativ dezentral entwickelt und produziert. Die Marktforschungsagentur Market Research Future zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre insofern optimistisch: Im Zeitraum von 2020 bis 2027 erwartet Market Research Future eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,5 %, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass das für va-Q-tec relevante Subsegment des Marktes (High Performance-Verpackungssysteme) stärker wachsen wird. Strengere regulatorische Anforderungen an die TempChain-Logistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der Pharmaindustrie schließlich immer leistungsfähigere und sicherere Verpackungssysteme. Gleichzeitig wachsen auch an die Pharmahersteller die Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, was im Bereich Thermoboxen und -container Mehrweg-Mietlösungen, z.B. von va-Q-tec, in eine besonders günstige Position bringt.

Wachstumspotenziale im Zielmarkt Healthcare und Logistik ergeben sich durch die zunehmende Globalisierung der klinischen Forschung und Pharmaproduktion. Die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend nach Einschätzung unserer Kunden strenger und regulatorisch engmaschiger kontrolliert. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach temperatursensiblen Biotech-Medikamenten stetig. Bereits heute müssen 70 der 100 umsatzstärksten Medikamente weltweit temperaturkontrolliert gelagert und transportiert werden. Die öffentliche Wahrnehmung dieses Zukunftsmarktes hat sich spätestens seit dem Ausbruch des Coronavirus gewandelt: Völlig neuartige mRNA-Impfstoffe versprechen einen Ausweg aus dem globalen Pandemiegeschehen und zukünftig auch vielversprechende Ansätze für Krebsimmuntherapien oder andere Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose. Der Bedarf an geeigneten, leistungsstarken Transportlösungen sowohl für großvolumige, internationale Transporte als auch für die Verteilung kleinerer Mengen auf der letzten Meile wird nach Erwartung der Gesellschaft anhalten bzw. weiter wachsen. Die Technologie von va-Q-tec hat nicht zuletzt bei der Impfkampagne im Zuge der Corona-Pandemie unterstrichen, dass sie von hoher Bedeutung für sichere TempChains weltweit sein kann. Auch die Lebensmittel-Logistik stellt aufgrund wachsender regulatorischer und qualitativer Anforderungen ein interessantes Wachstumsfeld dar.

va-Q-tec ist davon überzeugt, mit den qualitativ hochwertigen Angeboten im TempChain-Bereich, d. h. den Systemlösungen im Verkauf sowie den Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) im Vergleich zum Markt überproportional wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang nur mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden. Gleichzeitig können über die Mehrweglösung Ressourcen eingespart und Verpackungsmüll vermieden werden.

Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von Research-And-Markets wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele im Zeitraum von 2021 bis 2026 durchschnittlich um jährlich 5,5 %.

Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft und seinen VIPs strukturell wachsenden Märkten zu. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge ca. 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Seit der Gründung von va-Q-tec vor über 20 Jahren ist es ein wichtiges Ziel, den weltweiten Verbrauch von Energie für thermische Zwecke durch Produkte des Unternehmens so effizient wie möglich zu gestalten und durch ihren Einsatz die Emission von Treibhausgase zu reduzieren. So sparen bereits heute die jährlich für die Kühlschrankindustrie produzierten Vakuumisolationspaneele die erzeugte Energie vieler Windkraftanlagen ein. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, wachsendem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen ("Fridays for Future") und strengeren gesetzlichen Regulierungen (Öko-Designrichtlinien, Energieeffizienz-Klassen) nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in thermische Energieeffizienz zu investieren. Daraus ergeben sich sehr interessante Geschäftschancen für die die Produkte von va-Q-tec im Bereich der thermischen Energieeffizienz.

2.2.2 Geschäftsverlauf

Nachdem va-Q-tec im November 2020 mit einem der weltweit größten Impfstoffhersteller in einem Eckpunktepapier grundsätzlich die großvolumige, internationale Distribution seiner Vakzine vereinbart hatte, wurde im Januar 2021 der finale Vertrag über die mehrjährige Bereitstellung von Hightech-Transportcontainern für mehrere tausend Paletten-Lieferungen pro Jahr geschlossen. Diese werden sowohl in den Thermocontainern, die sich innerhalb eines globalen Mietnetzwerks bewegen, als auch mithilfe einer zum Kauf verfügbaren Container-Variante (va-Q-pal) abgewickelt. Neben dieser Kooperationsvereinbarung verschickt ein weiterer Impfstoffhersteller die lebenswichtigen Produkte bevorzugt mithilfe der Thermobehälter von va-Q-tec. Primär wurden 2021 dabei Ziele innerhalb der EU versorgt. Darüber hinaus ist va-Q-tec in einer Vielzahl an Projekten auf nationaler und internationaler Ebene mit nahezu allen Impfstoff-Herstellern eingebunden. Dank des frühzeitigen Hochfahrens der Produktion sowie der Zulassung weiterer Impfstoffe ist die Menge der mit va-Q-tec Lösungen zu verteilenden Vakzine im Verlauf des Jahres 2021 kontinuierlich angestiegen. So betrug der Anteil der Impfstoff-Verteilung am Konzernumsatz nach dem ersten Halbjahr 2021 13 % und nach dem Geschäftsjahr 2021 insgesamt 23 % (H1 2020: 1 %, GJ 2021 insgesamt: 2 %). va-Q-tec konnte erheblich an der Impfstoff-Logistik partizipieren - das starke Wachstum des Konzerns in 2021 gründet sich ganz wesentlich auf diesen Bereich und unterstreicht die Bedeutung für das Geschäftsjahr 2021.

Hierzulande und auch international verwenden viele Logistikunternehmen die Produkte von va-Q-tec bei der Belieferung der Impfzentren, also auf der sogenannten "letzten Meile". Auch in Deutschland kamen va-Q-tec-Boxen bei der Versorgung der Bevölkerung mit Vakzinen zum Einsatz. International setzt beispielsweise die uruguayische Regierung bei der nationalen Impfstoff-Distribution auf Lösungen und Services von va-Q-tec - aufgrund der klimatischen Begebenheiten in Lateinamerika eine besondere Herausforderung. Weitere Länder und Regionen, wie beispielsweise Katalonien, sind diesem Beispiel gefolgt.

Auch außerhalb des Bereichs TempChain-Logistik entwickelte sich das Geschäft in 2021 positiv. Unterstrichen wird dies durch die im Berichtszeitraum vermeldeten strategischen Partnerschaften mit Hutchinson für das thermische Management im Mobilitätsbereich und mit Uponor im Bereich hochgradig energieeffizienter und formflexibler Rohrleitungs-Isolierungen:

va-Q-tec hat in 2021 gemeinsam mit Uponor, einem der führenden Anbieter von Systemen für Trinkwasser-Installationen und energieeffizientes Heizen und Kühlen, ein innovativ gedämmtes System für Nahwärmenetze in den Markt eingeführt: Uponor Ecoflex VIP. Der Produktlaunch stellt jedoch erst den Beginn für weitere gemeinsame Produktentwicklungen dar. Durch die Nutzung von VIPs kann der Energieverluste im Vergleich zu konventionellen Weichschaumisolierten Rohren um bis zu 60 % (bei vergleichbarem Außendurchmesser) reduziert werden. Gegenüber Hartschaumgedämmten PUR-Systemen liegt der Unterschied bei rund 38 %. Die VIP-Technologie wird künftig auch in weiteren Produkten von Uponor, z.B. im Trinkwasserbereich, eingesetzt

Ziel der Partnerschaft mit Hutchinson, einem der führenden Automobil- und Luftfahrtzulieferer weltweit ist die gemeinsame Entwicklung leistungsstarker, effizienter Dämmlösungen zur Verbesserung des Thermomanagements von Flugzeugen und (Elektro-)Fahrzeugen. Im Rahmen der Kooperation werden die VIPs von va-Q-tec in verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit den Produkten von Hutchinson kombiniert, um Batterie- und Kabinenisolierungen für die Automotive- bzw. Flugzeugbranche zu entwickeln, die neben der guten Dämmung auch alle Anforderungen an den Brandschutz erfüllen.

Insgesamt zeigte sich die Geschäftsentwicklung 2021 dank des gefragten Produkt- und Serviceportfolios von va-Q-tec sehr erfreulich. Mit einem Umsatzplus von 44 % setzte sich die dynamische Umsatzentwicklung des Konzerns fort. Die bereits im ersten Halbjahr 2021 erkennbare hohe Wachstumsdynamik konnte im zweiten Halbjahr noch einmal beschleunigt werden, wobei nicht nur die Impfstoff-Logistik das Wachstum in 2021 trug.

Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials)

Im Produktgeschäft (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials) entwickelte sich der Umsatz mit einer Steigerung um 20 % auf 22.032 TEUR gegenüber der Vorjahresbasis erneut dynamisch (Vj.: 18.303 TEUR). Das Produktgeschäft setzte insbesondere in der ersten Jahreshälfte den Trend aus dem dritten und vierten Quartal 2020 fort. In den Konsumentenmärkten der Kunden von va-Q-tec zeichnete sich bereits seit Q3 /​ Q4 2020 eine wachsende Nachfrage für energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte ab. Dies ist u.a. auf den "Stay-at-home"-Trend - zurückzuführen, durch den z.B. tiefgefrorene Lebensmittel stärker nachgefragt werden. Generell ist hervor zuheben, dass die VIP-Technologie durch die neuen, ab dem 1. März 2021 geltenden EU-Energieeffizienzlabel für Kühl- und Gefriergeräte immer wichtiger wird. Dementsprechend erhöhte sich der Umsatz in diesem Geschäftsbereich stärker, als ursprünglich geplant.

Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)

Im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungen) stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 19.520 TEUR um 86 % auf 36.379 TEUR. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit dem va-Q-pal SI (SI = SuperInsulation). Um die schwer zu erreichenden Regionen ebenfalls mit temperatursensiblen Produkten, z.B. Corona-Impfstoffen, versorgen zu können, hat va-Q-tec innerhalb kürzester Zeit diesen Einweg-Thermocontainer entwickelt. Die Lösung ist hierbei vollständig auf die standardisierten Palettengrößen abgestimmt und weist eine sehr gute Temperaturhaltedauer auf. So kann das Produkt z.B. einen häufig erforderlichen Temperaturbereich von -20°C über 120 Stunden lang selbst bei extremen Außentemperaturen halten, ohne von externer Energiezufuhr oder gar einer ständigen Nachfüllung von Trockeneis abhängig zu sein. Doch die Vakzine müssen nicht nur bis zuletzt temperaturstabil gelagert, sondern auch optimal temperiert und sicher zu den Injektionsstationen innerhalb der teils weitläufigen Impfzentren transportiert werden, bevor sie verabreicht werden. Um dies zu gewährleisten, hat va-Q-tec ebenfalls kurzfristig eine Lösung auf Basis der va-Q-tray-Technologie entwickelt. Das va-Q-tray wurde dafür um ein spezielles Inlay ergänzt, das eine temperaturstabile Lagerung bereits fertig aufgezogener Impfstoff-Spritzen ermöglicht.

Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen)

Das Servicegeschäft von va-Q-tec, welches das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft für den Transport temperatursensibler Güter, mehrheitlich aus dem Pharma- und Biotech-Bereich, umfasst, verzeichnete in 2021 mit 44.090 TEUR ein Plus von 35 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Vj.: 32.657 TEUR). Insgesamt profitierte va-Q-tec neben der starken Beteiligung an der Impfstoff-Distribution von einer weiteren Verbreiterung der Kundenbasis sowie einer stark gewachsenen Anzahl an Vermietungen kleiner Thermoboxen für Transporte "auf der letzten Meile". Auch in Zukunft wird der Ausbau des Servicesegments vorangetrieben und als entscheidender Wachstumsfaktor für va-Q-tec angesehen.

Insgesamt konnte va-Q-tec in 2021 mit ihren Produkten sehr stark an der hohen Nachfrage nach Transportmitteln, die für die Distribution von temperatursensiblen Corona-Impfstoffen und -Medikamenten benötigt werden, partizipieren. Der Anteil der Impfstoff-Verteilung am Konzernumsatz betrug im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 23 % (GJ 2020 insgesamt: 2 %), was den erheblichen Wachstumsbeitrag dieses Anwendungsfeldes unterstreicht. Diese hohe Nachfrage schiebt ein ohnehin sehr dynamisches Geschäft zusätzlich an: Bereits seit Jahren profitiert va-Q-tec von dem steigenden Bedarf, z.B. an Produkten für die Herstellung von Biotech-Medikamenten und Anwendungen im Bereich der thermischen Energieeffizienz. Auch kurz- und mittelfristig dürfte der Konzern ein hohes Wachstumstempo beibehalten, da es sich aus Sicht des Vorstands nicht nur aus einer temporären Impfstoff- Sonderkonjunktur, sondern aus nachhaltig dynamisch wachsenden Märkten speist.

Kapitalerhöhung

Im November 2021 hat va-Q-tec im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 8,5 Mio. Euro erzielt. Mit der Kapitalerhöhung gewinnt va-Q-tec mit der Lupus alpha Asset Management AG einen weiteren renommierten, langfristig orientierten Investor hinzu und erweitert so die Aktionärsbasis. Gleichzeitig wird dadurch die Eigenkapitalquote angesichts des starken Umsatz-Wachstums und der erhöhten Bilanzsumme in 2021 kurzfristig gestärkt sowie die Bilanz-Relationen verbessert.

2.2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter der va-Q-tec

Als Technologieunternehmen mit umfänglicher Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitenden und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeitenden sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Die Mitarbeitenden wurden im Berichtsjahr durch inner- und außerbetriebliche Bildungsmaßnahmen geschult. Schwerpunktthema war neben den entsprechenden funktionalen Schulungen der Mitarbeiten

den das übergreifende Thema Projektmanagement. va-Q-tec beschäftigt eine hohe Anzahl an Studierenden, besonders in Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 21 Werkstudenten bei der va-Q-tec beschäftigt (Vj.: 20). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Geschäftsjahr 2021 von 489 im Vorjahr um 102 auf 591. Unter Einbeziehung der Vorstände, Geschäftsführer, Auszubildenden und Praktikanten im Konzern stieg die Mitarbeiterzahl von 519 im Geschäftsjahr 2020 auf 625 in 2021.

2.2.4 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

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in TEUR 2021 2020 Δ 21 /​ 20
Umsatzerlöse 104.063 72.106 +44 %
Gesamterträge 122.531 84.132 +46 %
Materialaufwand -50.754 -32.751 +55 %
Rohergebnis 71.777 51.381 +40 %
Personalaufwand -33.082 -26.111 +27 %
Sonstiger betrieblicher Aufwand -19.996 -13.871 +44 %
EBITDA 18.699 11.399 +64 %
EBITDA-Marge an den Gesamterträgen 15 % 14 %
EBITDA-Marge am Umsatz 18 % 16 %
Abschreibungen -13.655 -12.299 +11 %
EBIT 5.044 -900 +660 %
Fair value Bewertung SUMTEQ 647 -100 %
Finanzergebnis -2.246 -1.259 +78 %
EBT 2.798 -1.512 +285 %

Die Auftragseingänge lagen im Geschäftsjahr 2021 insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau. Zum 31.12.2021 war die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr ebenfalls weiter erhöht, was den positiven Ausblick des Unternehmens unterstützt. Vor diesem Hintergrund konnte va-Q-tec die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 um 44 % auf 104.063 TEUR steigern. Das Umsatzwachstum wurde dabei aus allen drei Geschäftsbereichen gespeist.

Mit den Halbjahreszahlen hatte der Vorstand die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2021 im oberen Bereich einer Umsatzspanne von 90 Mio. EUR bis 100 Mio. EUR konkretisiert. Darüber hinaus erwartete das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 ein gegenüber 2020 im Verhältnis zum Umsatz überproportionales EBITDA-Wachstum. Diese konkretisierte Prognose wurde mit den endgültigen Zahlen hinsichtlich des Umsatzes deutlich übertroffen, in Bezug auf das absolute EBITDA-Wachstum erfüllt und hinsichtlich der EBITDA-Marge am unteren Ende erreicht.

Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) erzielte Umsätze in Höhe von 75.269 TEUR (Vj.: 49.363 TEUR), das UK-Segment (va-Q-tec UK) in Höhe von 37.597 TEUR (Vj.: 30.038 TEUR) und das sonstige Segment in Höhe von 20.973 TEUR (Vj.: 9.768 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2021 nahm der Umsatz mit Produkten (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen) um 3.729 TEUR von 18.303 TEUR auf 22.032 TEUR zu (+20 %). Im Bereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungen) stieg der Umsatz im Jahresvergleich von 19.520 TEUR um 16.859 TEUR auf 36.379 TEUR (+86 %). Mit Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungen) erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 44.090 TEUR gegenüber 32.657 TEUR im vorangegangenen Geschäftsjahr (+11.433 TEUR; +35 %).

Die Gesamterträge wuchsen im Berichtszeitraum leicht überproportional zum Umsatz um 46 % auf 122.531 TEUR (Vj.: 84.132 TEUR). Neben dem deutlich erhöhten Wert aus Bestandsveränderungen lag dies vor allem an den hierin enthaltenen Aktivierten Eigenleistungen i. H. v. 11.328 TEUR (Vj.: 6.379 TEUR), die sich im Berichtszeitraum vor allem aus der fortgeführten Expansion der eigenproduzierten Container- und Boxenflotten ergaben. Sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 4.294 TEUR (Vj.: 4.669 TEUR) resultierten zum größten Teil aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale-and-Lease-back Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entstand bis Ende 2018 beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG oder die va-Q-tec Ltd. (UK) an Leasinggesellschaften und anschließendem Finance-lease-back durch die britische Tochtergesellschaft und wird über einen Zeitraum von fünf Jahren aufgelöst (für weitere Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel "Sale-and-finance-leaseback Transaktionen" im Konzernanhang).

Der Aufwand für Material und bezogene Dienstleistungen stieg von 32.751 TEUR im Vorjahr um 55 % auf 50.754 TEUR. Der Anstieg ist vor allem auf die erhöhten Umsätze im Systemgeschäft sowie die Logistik-Kosten im "Serviced Rental" zurückzuführen. Wegen Corona-bedingt stark reduzierter Luftfracht-Kapazitäten erhöhte sich die Quote für Materialaufwand und bezogene Leistungen bezogen auf die Gesamterträge von 39 % in 2020 um zwei Prozentpunkte auf 41 % im Berichtszeitraum. Parallel dazu verringerte sich die Rohertragsquote in 2021 auf 59 % (Vj.: 61 %).

Die Personalaufwendungen stiegen in 2021 gegenüber dem Vorjahr von 26.111 TEUR um 6.971 TEUR auf 33.082 TEUR (+27%). Gemessen an den Gesamterträgen entspricht dies einer deutlich verminderten Quote von 27 % (Vj.: 31 %). Die absolute Zunahme ist neben üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen im Wesentlichen auf die im Durchschnitt zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 102 Personen gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen.

Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) stieg von 13.871 TEUR im Vorjahreszeitraum um 6.125 TEUR auf 19.996 TEUR in 2021 (+44 %). Gemessen an den Gesamterträgen resultiert daraus eine stabile und im Vergleich zum Vorjahr unveränderte SBA-Quote von 16 % (Vj.: 16 %). Negativ wirkten sich im dritten und vierten Quartal vor allem die erhöhten Frachtkosten, Beratungskosten für Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen in der Produktion sowie im Vergleich zum Vorjahr wieder stärkere Marketing- und Vertriebsaktivitäten aus. Bedingt durch das dynamische Unternehmenswachstum und das wachsende Vermietgeschäft mit Boxen weisen zudem die sonstigen Personalaufwendungen sowie Versicherungen und Beiträge einen Anstieg aus.

Insgesamt konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 11.399 TEUR im Vorjahr um 7.300 TEUR auf 18.699 TEUR gesteigert werden (+64 %). Dies entspricht einer leicht verbesserten EBITDA-Marge von 15 % in 2021 gegenüber 14 % in 2020, gemessen an den Gesamterträgen. Bezogen auf die Umsätze entspricht dies einer Verbesserung von 16 % in 2020 auf 18 % in 2021. Aufgrund der beschriebenen Effekte wurde die Prognose bezüglich der EBITDA-Marge nur am unteren Ende erfüllt. Bereinigt um den Saldo aus Fremdwährungserträgen und -aufwendungen wäre das EBITDA von 12.220 TEUR im Vorjahr um 5.734 TEUR auf 17.954 TEUR gewachsen (+47%). Dies entspräche einer um den Saldo aus Fremdwährungserträgen und -aufwendungen bereinigten EBITDA-Marge von konstant von 15 % in 2021 (2020: 15 %), gemessen an den Gesamterträgen. Bezogen auf die Umsätze entspräche dies einer Quote von gleichbleibend 17 % in 2021 (2020: 17 %).

Die Abschreibungen erhöhten sich angesichts der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Investitionstätigkeit um 11 % von 12.299 TEUR auf 13.655 TEUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug in 2021 5.044 TEUR. Gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr bedeutet dies eine deutliche EBIT-Verbesserung um 5.944 TEUR (Vj.: -900 TEUR). Bereinigt um den Saldo aus Fremdwährungserträgen und -aufwendungen wäre das EBIT von -79 TEUR im Vorjahr um 4.378 TEUR auf 4.299 TEUR gewachsen.

Das Finanzergebnis belief sich auf -2.246 TEUR nach -1.259 TEUR im Vorjahr und reflektiert die erhöhte Inanspruchnahme von Fremdkapital, vor allem in Form der im November 2020 platzierten Anleihe.

Für das Geschäftsjahr 2021 verbesserte sich das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 2.798 TEUR gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr (Vj.: -1.512 TEUR) stark und drehte ebenso wie das Nachsteuerergebnis 2.162 TEUR ggü. -1.435 TEUR im Vorjahr deutlich in den positiven Bereich.

Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)

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in TEUR falls nicht anders angegeben 2021 (IFRS) 2020 (IFRS) Δ 21 /​ 20
Umsatzerlöse 75.269 49.363 +52 %
EBITDA 6.705 1.718 +290 %
Eigenkapitalquote 45 % 46 % -1 %-Pkt.
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 528 440 +88

Im deutschen Berichtssegment (va-Q-tec AG) nahm der Umsatz von 49.363 TEUR im Vorjahr auf 75.269 TEUR in 2021 zu (+52 %). Das EBITDA stieg in 2021 um 290 % auf 6.705 TEUR (Vj.: 1.718 TEUR). Der Umsatz- und Ergebnisanstieg war vor allem auf gestiegene Verkäufe von eigenproduzierten Containern an die Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie das stark gewachsene Geschäft mit Systemen (Verkauf von Thermoverpackungen) im Zuge der Corona-Impfstofflogistik zurückzuführen. Die Mitarbeiteranzahl stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 88 auf 528 (Vj.: 440), vorwiegend in der Produktion in den Werken Würzburg und Kölleda.

Britisches Berichtssegment (va-Q-tec UK Ltd.)

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in TEUR falls nicht anders angegeben 2021 (IFRS) 2020 (IFRS) Δ 21 /​ 20
Umsatzerlöse 37.597 30.038 +25 %
EBITDA 15.327 11.348 +35 %
Eigenkapitalquote 31 % 26 % +5 %-Pkt.
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 58 49 +9

Das britische Berichtssegment umfasst im Wesentlichen die Vermietung von temperaturgeführten Containern für die globale Pharma-Industrie. Die Umsatzerlöse in diesem Segment stiegen von 30.038 TEUR im Vorjahr deutlich um 7.559 TEUR (+25 %) auf 37.597 TEUR in 2021. Einerseits profitierte das britische Berichtssegment von Impfstofflieferungen, andererseits musste es auch Corona-bedingt zunächst einen verzögerten

Anlauf von Neuprojekten hinnehmen, wodurch ein noch deutlicheres Wachstum verhindert wurde. Daneben bestellte ein großer Kunde vor dem Hintergrund deutlich reduzierter und verteuerter Luftfrachtkapazitäten statt Mietcontainern von va-Q-tec teilweise die große Einweglösung va-Q-pal SI aus dem Geschäftsbereich Systeme. Das EBITDA stieg in diesem Segment aufgrund des deutlichen Umsatzwachstums sowie unterproportionalen Kostensteigerungen durch optimierte Logistikprozesse trotz stark gesunkener und teurer Luftfrachtkapazitäten im Jahresvergleich um 35 % von 11.348 TEUR in 2020 auf 15.327 TEUR in 2021 an. Die Mitarbeiteranzahl stieg um 9 auf 58 (Vj.: 49).

Sonstiges Berichtssegment

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in TEUR falls nicht anders angegeben 2021 (IFRS) 2020 (IFRS) Δ 21 /​ 20
Umsatzerlöse 20.973 9.768 +115 %
EBITDA 1.196 -289 +314 %
Eigenkapitalquote -7 % -18 % -11 %-Pkt.
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 39 30 +9

Die Tochtergesellschaften in Indien, Brasilien, Singapur, Korea, der Schweiz, Japan, Uruguay und den USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, trugen ebenfalls deutlich zur Umsatzsteigerung im Konzern bei. Durch die Steigerung der Umsätze um 115 % erhöhte sich auch der unkonsolidierte Umsatzanteil signifikant von 11 % im Vorjahr in 2021 nahezu auf 16 %. Dieser speiste sich im Wesentlichen aus deutlich wachsenden Eigenumsätzen in den Regionen. Die Tochtergesellschaften in Korea, Japan und USA haben sich in diesem Jahr besonders erfreulich entwickelt. Alle Tochtergesellschaften im "Sonstigen Berichtssegment" sind außerordentlich wichtig für die lokale Präsenz, den Ausbau der regionalen Geschäftstätigkeit und die Wahrnehmung von va-Q-tec als verlässlicher globaler und regionaler Partner. Der Umsatz stieg um 11.205 TEUR von 9.768 TEUR im Vorjahr auf 20.973 TEUR in 2021 (+115 %). Das EBITDA lag bei 1.196 TEUR (Vj.: -289 TEUR, +314 %). Die Mitarbeiteranzahl stieg zum 31. Dezember 2021 auf 39 (Vj.: 30).

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Finanzierungsinstrumente werden fortlaufend bezüglich ihrer Struktur und Verzinsung optimiert. Insgesamt verfügt va-Q-tec zum 31. Dezember 2021 mit Bankguthaben zuzüglich offener Kreditlinien von mehr als 15,0 Mio. EUR über eine für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessene und gute Ausstattung mit Finanzmitteln.

Im November 2021 hat va-Q-tec im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts 325.498 neue, auf den Namen lautende Stückaktien zu 26,10 EUR pro Aktie platziert. Damit erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 13.089.502,00 EUR um 325.498,00 EUR (entsprechend knapp 2,5 % des Grundkapitals) auf 13.415.000,00 EUR. va-Q-tec erzielte dabei einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 8.495 TEUR. Die Barkapitalerhöhung ermöglicht va-Q-tec den zum jetzigen Zeitpunkt angemessenen Handlungsspielraum für zukünftige Investitionen, um das hohe Wachstum der Gesellschaft weiter voranzutreiben und gleichzeitig bei der starken Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in 2021 stabile Bilanzrelationen beizubehalten. Notwendige Investitionen in das starke organische Wachstum werden ab dem Geschäftsjahr 2022 nach aktuellem Planungsstand aus dem operativen Geschäft getätigt werden können.

Im Rahmen des bis 31. Dezember 2023 laufenden Multibank-Rahmenkreditvertrags hat die va-Q-tec AG den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung gestellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30 % sowie von Mindest-EBITDA-Werten verpflichtet. Zudem hat sich die Gesellschaft verpflichtet, für die Laufzeit der Anleihe eine Liquidität von 5.000 TEUR nicht zu unterschreiten. Darüber hinaus ist der Vorstand kontinuierlich in Gesprächen mit Banken und Finanzinstitutionen in Bezug auf kurz- und mittelfristige Fremdfinanzierungsinstrumente.

Liquidität

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in TEUR 2021 2020
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 3.280 7.405
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit -24.222 -11.819
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.571 14.124
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.324 9.644

Vor Änderungen im Working Capital erzielte va-Q-tec in 2021 nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Verbesserung des EBITDAs quasi eine Verdopplung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit von 13.333 TEUR gegenüber 6.745 TEUR in 2020 (+98 %).

Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit einschließlich der Änderungen im Working Capital belief sich in 2021 auf 3.280 TEUR und lag damit um 4.125 TEUR unter dem Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von 7.405 TEUR. Grund hierfür ist die deutliche Erhöhung des Working Capitals durch den umfassenden Lageraufbau zur Abwicklung des antizipierten internationalen Geschäfts und zur Nutzung der darin begründeten Umsatzchancen, insbesondere im zweiten Halbjahr. Darüber hinaus wurde aus Vorsichtsgründen Lagerbestand aufgebaut, um in Anbetracht der weltweiten Logistik- und Materialbeschaffungsthemen gegen etwaige Lieferausfälle und -verzögerungen abgesichert zu sein. Nicht zuletzt stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Einklang mit den Umsatzzuwächsen im Konzern signifikant an.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich von -11.819 TEUR im Vorjahreszeitraum auf -24.222 TEUR in 2021 und lag damit dehr deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Aus dem Erwerb von Sachanlagen resultiert ein Cashflow von -22.080 TEUR gegenüber -11.351 TEUR im Vorjahreszeitraum. Aufgrund der zu erwartenden Mehrnachfrage im Zuge der Corona-Pandemie war ein erhöhter Investitionsbedarf erkannt worden, der im laufenden Geschäftsjahr wieder normalisiert werden wird. Zwar bildeten vor allem die bereits in den Jahren 2017 und 2018 getätigten Investitionen die Basis für den Ausbau des Unternehmens in Richtung einer Umsatzgröße von 100 Mio. EUR und darüber hinaus. Gleichzeitig musste das Unternehmen in Erwartung des sehr starken Umsatzanstiegs in 2021 jedoch kurzfristig mehr in die Container-Flotte und die Erweiterung der Produktionskapazitäten investieren - auch für zukünftiges Umsatzwachstum. Die Erweiterungen der Produktionskapazitäten wurden darüber hinaus im Rahmen eines Förderprogramms staatlich bezuschusst.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 13.571 TEUR (Vj.: 14.124 TEUR) resultiert ganz wesentlich aus der im November 2021 durchgeführten Kapitalerhöhung und weiteren Finanzierungen der Containerflotte.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Aktiva

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 4.273 2.955
Sachanlagen 82.649 69.636
Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien 1.020 1.614
Aktivierte Vertragskosten 38 73
Finanzielle Vermögenswerte 4.972 3.503
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.298 1.056
Latente Steueransprüche 2.040 2.471
Summe langfristige Vermögenswerte 96.290 81.308
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 18.469 11.615
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.432 6.532
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.380 927
Steueransprüche 22 3
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 5.168 1.549
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.810 17.134
Zur Veräußerung gehaltene Langfristige Vermögenswerte 594
Summe kurzfristige Vermögenswerte 48.875 37.760
Bilanzsumme 145.165 119.068

Das Sachanlagevermögen ist zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 insgesamt von 69.636 TEUR um 13.013 TEUR auf 82.649 TEUR deutlich gestiegen. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte stieg zum 31. Dezember 2021 von 81.308 TEUR um 14.982 TEUR auf 96.290 TEUR. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Investitionen in Produktionskapazitäten und immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen. Im November 2021 wurde der Verkauf eines Teils der unter dem Posten "Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien" ausgewiesenen Grundstücke notariell beurkundet. Aufgrund noch fehlender Voraussetzungen für den Eigentumsübergang fand der Verkauf wirtschaftlich erst im Februar 2022 statt. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 wird dieser Teil der Grundstücke deshalb als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Das Vorratsvermögen nahm im Zuge des Umsatzwachstums um 6.854 TEUR auf 18.469 TEUR (Vj.: 11.615 TEUR) zu, was auch auf erhöhte Sicherheitsbestände, die Vorproduktion aufgrund Corona sowie die Ausstattung der Auslandsgesellschaften zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Zuge des Umsatzwachstums um 5.900 TEUR auf 12.432 TEUR zum 31. Dezember 2021 zu (31. Dezember 2020 : 6.532 TEUR). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen aufgrund von Forderungen gegenüber der Factoring-Gesellschaft, z.B. für Sicherheitseinbehalte, von 927 TEUR um 1.453 TEUR auf 2.380 TEUR zum 31. Dezember 2021 zu. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte erhöhte sich aus den oben genannten Gründen von 37.760 TEUR zum 31. Dezember 2020 auf 48.875 TEUR zum 31. Dezember 2021. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich von 17.134 TEUR um 7.324 TEUR auf 9.810 TEUR. Die Bilanzsumme nahm im gleichen Zeitraum von 119.068 TEUR auf 145.165 TEUR zum 31. Dezember 2021 aus den oben genannten Gründen deutlich zu.

Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in 2021 lag in den fortgeführten Investitionen in Produktionskapazitäten in Würzburg und Kölleda, dem Ausbau der Containerflotte für das globale Container-Vermietgeschäft und im Flottenaufbau der Thermo-Boxen, insbesondere mit Blick auf die sehr dynamische Nachfrage im TempChain-Bereich, nicht nur für Impfstoff-Logistik. Insgesamt wurden in Sachanlagen brutto 26.117 TEUR (Vj.: 12.433 TEUR) investiert, davon 7.061 TEUR in die Containerflotte (Vj.: 4.034 TEUR) und 2.703 TEUR in Immaterielle Vermögenswerte (Vj.: 1.853 TEUR).

Das Sachanlagevermögen ist netto nach Abschreibungen und anderen Bewegungen von 69.636 TEUR auf 82.649 TEUR deutlich gestiegen. Nachdem bereits in den Jahren 2017 und 2018 ein Großteil an Basis-Investitionen getätigt worden waren, waren im Zuge der erwarteten stark erhöhten Nachfrage in 2021 und darüber hinaus (Corona-Impfstofftransporte) zusätzliche Investitionen in neue Kapazitäten unumgänglich. Gleichzeitig konnten auch staatliche Förderprogramme zur Erweiterung des Standorts in Kölleda ausgenutzt werden.

Passiva

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 13.415 13.090
Eigene Anteile -54 -54
Kapitalrücklage 54.020 46.158
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 0 -42
Gewinnrücklage -15.734 -17.896
Summe Eigenkapital 51.647 41.256
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Rückstellungen 189 96
Anleihe 23.362 22.064
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.451 25.170
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.695 3.857
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.628 5.425
Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 56.325 56.612
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Rückstellungen 247 190
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.741 3.919
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.888 6.434
Vertragsverbindlichkeiten 189 40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.628 5.978
Steuerverbindlichkeiten 63 44
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 5.437 4.595
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 37.193 21.200
Bilanzsumme 145.165 119.068

Das Eigenkapital des Konzerns hat sich infolge des Konzernergebnisses und der Kapitalerhöhung um 10.391 TEUR auf 51.647 TEUR erhöht. Trotz der parallel sehr deutlich gestiegenen Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 36 % zum 31. Dezember 2021 (31.12.2020: 35 %). Der Wert liegt damit im Zielkorridor von 35 bis 40 %.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen vorwiegend aus Immobiliendarlehen, die mit 15- bis 20-jährigen Laufzeiten und fixen Zinskonditionen zum aktuell niedrigen Niveau abgeschlossen wurden. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich leicht von 25.170 TEUR insgesamt auf 23.451 TEUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen auch aufgrund der höheren kurzfristigen Anteile langfristiger Kredite gleichzeitig von 3.919 TEUR um 9.822 TEUR auf 13.741 TEUR zu.

Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen von 3.857 TEUR auf 4.695 TEUR zu. Innerhalb dieser Position erhöhten sich vor allem die Leasingverbindlichkeiten von 3.410 TEUR auf 4.341 TEUR. Die langfristigen sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten nahmen vor allem aufgrund der planmäßig auslaufenden Sonderposten für Containergewinne von 5.425 TEUR um 730 TEUR auf 4.695 TEUR ab. Von Förderbanken wurden im Berichtszeitraum Zuschüsse für Investitionen an die va-Q-tec in Höhe von 695 TEUR gezahlt (Vj.: 265 TEUR), hauptsächlich für den Ausbau des Standorts Kölleda. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen um 2.454 TEUR insgesamt von 6.434 TEUR auf 8.888 TEUR. Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich per Saldo um 842 TEUR auf 5.437 TEUR (31.12.2020: 4.595 TEUR). Innerhalb dieser Position reduzierte sich der Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne planmäßig um 702 TEUR, wohingegen sich u.a. die Verbindlichkeiten aus Steuern um 904 TEUR und die Verbindlichkeiten für Mitarbeiterboni und -tantiemen infolge der deutlich verbesserten Ergebnisse um 270 TEUR erhöhten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten mit 39.207 TEUR somit 27% der Bilanzsumme aus (31.12.2020: 33.051 TEUR, 28 %).

Das Volumen des Finance-Leasings reduzierte sich weiter von 3.956 TEUR im Geschäftsjahr 2020 um 1.940 TEUR auf 2.016 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 37.193 TEUR, entsprechend 26 % der Bilanzsumme (31.12.2020: 21.200 TEUR, 18 %). Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen des Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2021 56.325 TEUR und machten damit 39 % der Bilanzsumme aus (31.12.2020: 56.612 TEUR, 48 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 8.628 TEUR gegenüber 5.978 TEUR im Vorjahr.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

va-Q-tec blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück. Das hohe Wachstumstempo bei Umsatz und Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr insgesamt noch einmal beschleunigt und die Profitabilität, gemessen am EBIT und am EBT, weiter deutlich verbessert werden. Der Konzernumsatz wächst sehr stark und speist sich aus allen drei Geschäftsbereichen. Der Konzern konnte in hohem Maße an der Nachfrage nach qualifizierten Thermo-Transportlösungen für Corona-Impfstoffe partizipieren, deren Anteil am Gesamtumsatz 23 % beträgt (Vj.: 2 %). Auch diese deutlich erhöhte öffentliche Wahrnehmung von va-Q-tec als verlässlicher Partner für die Pharma- und Life-Science-Industrie führte zu einem kräftigen Wachstum. Die Kundennachfrage ist ungebrochen hoch und dies in einem Markt, der jährlich um gut 10 % wächst. va-Q-tec profitiert als Technologie- und Innovationsführer davon überproportional. Der Konzern setzt den Trend hin zu passiven, energieeffizienten und CO 2 -sparenden Thermotransport-Lösungen. Im Produktgeschäft (Verkauf von VIPs) profitiert va-Q-tec vom Trend hin zu mehr Energieeffizienz und setzt selbst Trends, z.B. mit besonders leistungsfähigen Dämmsystemen für Rohrleitungen und Anwendungen im Mobilitäts-Bereich.

Das EBITDA steigt erneut deutlich überproportional um 64 % auf 18.699 TEUR. Die EBITDA-Marge im Verhältnis zu den Umsätzen verbessert sich um zwei Prozentpunkte auf 18 %. Bereinigt um den Saldo aus Fremdwährungserträgen und -aufwendungen wäre das EBITDA von 12.220 TEUR im Vorjahr um 5.732 TEUR auf 17.954 TEUR gewachsen (+47 %), dies entspräche einer gleichbleibenden Quote von 17% zum Umsatz. Das EBIT fiel mit 5.044 TEUR sehr deutlich positiv aus. Das EBT lag mit 2.798 TEUR ebenfalls klar im positiven Bereich. Damit wurde die Profitabilität auf Ebene des EBIT und des EBT insgesamt signifikant verbessert.

2.3 PROGNOSEBERICHT

2.3.1 Ausblick

Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter Annahme der beschriebenen makroökonomischen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der erwähnten Marktforschungsinstitute untermauert, die bereits ein Wachstum im (unteren) zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe 2.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). Materielle Unsicherheiten hinsichtlich der Prognose resultieren aus etwaigen makroökonomischen Auswirkungen der aktuellen Situation in der Ukraine z.B. auf Energiepreise, die Supply Chain oder allgemein die Inflation etc. va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. Auch unter Berücksichtigung der unter 2.4.2. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder (z.B. last mile to the pharmacy, Nutzung der Mietcontainer für temperaturempfindliche Güter außerhalb der Pharmaindustrie, TempChain 4.0 Anwendungen, Bedürfnisse personalisierter Medikamente) und in geographischer Hinsicht (neue und weiterentwickelte Ländermärkte wie z.B. Lateinamerika , Indien).

Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2022 geht va-Q-tec von einem weiteren Umsatzwachstum auf eine Umsatz-Bandbreite von 115 Mio. EUR bis 122 Mio. EUR aus.

Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich ein gegenüber dem Vorjahr mittelstarkes und aufgrund operativer Skaleneffekte und eines veränderten Produktmixes mit einem wachsenden Anteil höhermargiger Produkte und Dienstleistungen relativ zum Umsatz überproportionales Wachstum. Aufgrund von möglichen Zusatzkosten und Unwägbarkeiten durch die aktuellen geopolitischen Verwerfungen (Ukraine-Krise) erwartet das Unternehmen vorsichtshalber eine gleichbleibende bis leicht steigende EBITDA-Marge gegenüber 2021.

Die Eigenkapitalquote wird im Geschäftsjahr 2022 nach Erwartung des Unternehmens konstant bleiben.

Die Mitarbeiteranzahl wird in 2022 im Zuge der internationalen Geschäftsausweitung nach Ansicht des Unternehmens leicht ansteigen.

Der Vorstand der va-Q-tec AG erwartet somit ins gesamt einen im Vergleich zu den Zielmärkten über proportional wachsenden Umsatz bei einer gegenüber 2021 stabiler bis leicht steigender EBITDA-Profitabilität.

2.3.2 Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich und geht der englischen Übersetzung des Dokuments vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen in der Formatierung zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht überwiegend die männliche Form verwendet. Die Information bezieht sich dennoch auf Personen jeglichen Geschlechts.

2.4 CHANCEN UND RISIKOBERICHT

2.4.1 Risikomanagement- und internes Kontrollsystem

Das Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:

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Risikobewusste Unternehmenskultur
Formalisiertes Risikomanagement-System
Internes Kontrollsystem

Verankerung des Risikobewusstseins in der Unternehmenskultur

Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. Es existiert ein Compliance Management-System, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungsausschuss über alle relevanten Compliance-Vorfälle.

Risikomanagementsystem

Risikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und /​ oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen ein sich stetig weiterentwickelndes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein, z.B. die bei der Erstellung der Risikoinventuren gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar. Im Rahmen der Sitzungen des Vorstandes, des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates sind die Entwicklungen beziehungsweise Veränderungen bestehender Risiken sowie das Auftreten neuer Risiken regelmäßig Thema der Konsultationen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Risikosituation wie im Vorjahr durch zwei Risikoinventuren stichtagsbezogen evaluiert. Auch dazwischen fand zwischen den Risikoverantwortlichen, den Risikomanagement Verantwortlichen, Vorstand und Aufsichtsrat ein regelmäßiger Austausch über die Risikosituation statt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 wurde das RMS darüber hinaus kontinuierlich weiterentwickelt.

Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Das Risikofrüherekennungssystems als Teil des RMS soll potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren und auch Risiken, die den Bestand des Unternehmens kumulativ bzw. in der Addition ihrer Einzelereignisse gefährden könnten, berücksichtigen. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile.

Dem RMS liegen ein Meldeprozess, zwei unterjährige Risikoinventuren sowie unterjährige Risikobewertungen zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden im va-Q-tec Konzern nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand des va-Q-tec Konzerns adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Da vor allem aufgrund der globalen Corona-Pandemie und in jüngster Zeit der Ukraine-Krise ein fortwährend hoher Fokus auf dem Bereich Risikomanagement liegt, haben wir im Berichtsjahr die Methodik zur Bewertung von Risiken bei va-Q-tec weiterentwickelt. Dies führte in erster Linie zu noch stärkeren Beobachtung von kumulativen Risiken. Das Risiko-Inventar wird demzufolge auch kumuliert bzw. im Verbund betrachtet, d. h. der zeitlich bzw. örtlich verbundene Eintritt mehrerer Risiken, die bei Einzelbetrachtung immateriell erscheinen, wird analysiert und die Wesentlichkeits-Grenze entsprechend fortentwickelt. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert.

Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzungen des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte (beispielsweise hinsichtlich Ad-hoc Kapitalmarktmitteilungen) einzuleiten sind. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem

va-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling-sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses (z.B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtete die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung. Das für dieses Jahr vereinbarte Revisionsgebiet wurde durch einen qualifizierten internen Mitarbeiter unterjährig durchgeführt.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Zur Erstellung der Einzel- und Konzernabschlüsse wird Standard-Konsolidierungssoftware genutzt. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden.

Der IFRS-Konzernabschluss wird auf Grundlage eines einheitlichen Berichtsformats, das von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellt wird, in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und zusätzlichen Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften und der va-Q-tec AG.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von externen Dienstleistern durchgeführt.

Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche, die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie (Konzern-) Rechnungslegung gewährleisten.

2.4.2 Risiken der Geschäftstätigkeit

va-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe

in EUR
Risikokennziffer
sehr gering 0 -50.000 1
gering 50.000 -500.000 4
mittel 500.000 -1.000.000 9
hoch 1.000.000 -5.000.000 16
sehr hoch > 5.000.000 25

Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema:

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Risikokennziffern Ausprägung des Risikos
0 - 5 Gering
5 - 15 Mittel
> 15 Hoch

Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt.

Risiken in der Wertschöpfungskette

Als Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten weltweit. Global Trade und Supply Chains anfällig für Störungen. Insofern könnte va-Q-tec dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen in der Lieferkette infolge globaler wirtschaftlicher und geopolitischer Dynamiken (einschließlich Inflation), extremer Ereignisse (einschließlich Pandemien und Kriegen wie aktuell in der Ukraine), von Cyber-Vorfällen oder finanzieller Schwierigkeiten von Lieferanten ausgesetzt sein, insbesondere wenn es nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Bezugsquellen oder Transportmöglichkeiten zu etablieren. Darüber hinaus ist der Konzern auf die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen angewiesen. Die weltweite Nachfrage, Verfügbarkeit und Preisgestaltung dieser Rohstoffe waren in letzter Zeit gerade vor dem Hintergrund der Situation in der Ukraine volatil, und wir gehen davon aus, dass sie auch in Zukunft, auch im Zuge stärkerer CO 2 -Bepreisung, schwanken werden. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2021 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Der Konzern verfügt über keine Produktionsstätten in der Ukraine und fertigt nahezu alle Produkte in Deutschland. Vorprodukte bzw. Rohstoffe werden nicht aus der Ukraine bezogen; die Kundenbasis in der Ukraine und Russland ist sehr klein. Wir erwarten insgesamt aus der aktuellen Situation in der Ukraine keine direkten materiellen Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb, weder auf der Umsatzseite noch was Störungen in der Wertschöpfungskette anbelangt.

Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten und spürbare Kosteninflation bei Vorpordukten und -dienstleistungen ein mittleres Risiko vor.

Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Solche Risiken können insbesondere auch aus extremen Wetterereignissen bzw. Naturkatastrophen infolge des Klimawandels und Pandemien herrühren. Der Konzern ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine signifikanten Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt.

Neben dem Ausfall von bestehenden Anlagen kann ein Risiko in der nicht ausreichenden Gesamtkapazität der Produktionsanlagen entstehen. Das starke Wachstum des Unternehmens bedingt neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen mit den bestehenden Anlagen auch eine frühzeitige und vorausschauende Investition in Kapazitätserweiterungen, da die benötigten Anlagen teilweise lange Lieferzeiten haben. Dennoch kann das Unternehmen von plötzlichen Marktentwicklungen überrascht werden und unter Umständen nicht alle Kundenaufträge zum Wunschtermin der Kunden erfüllen. Durch regelmäßige Ad-hoc-Berichterstattung über die Auftragsentwicklung zwischen den Vertriebsbereichen und dem Vorstand versucht das Unternehmen solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Diese können temporär zum Beispiel in erhöhten Sicherheitsbeständen, zusätzlichen Arbeitsschichten oder der Nutzung von weniger geeigneten Anlagen für die Produktion liegen, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten zu überbrücken. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls aus den oben genannten Gründen als gering, das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität nach den materiellen Wachstumsinvestitionen ebenfalls als gering ein.

Die Vermiet-Dienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d. h. für die Reinigungs-, Lagerungs- und Kühlungsprozesse, zum anderen die vorkonditionierten Container und Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein.

Personal-Risiken

Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Schlüsselmitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Der Konzern fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Das daraus entstehende Risiko wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.

Der Umsatz in 2022 fußt zu einem nicht unerheblichen Teil auf der Thermologistik für Corona-Impfstoffe. Sollte deren Produktion und Verteilung nicht (mehr) im erwarteten Umfang erfolgen bzw. sollte der Bedarf an interkontinentalen Transportlösungen z.B. aufgrund regionalisierter Produktion abnehmen, könnte dies materielle Auswirkungen auf die Umsatz und Ertragserwartungen der Gesellschaft haben.

va-Q-tec als stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Der Konzern hat eine Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung und Entwicklung nahezu abgeschlossen und passt sich darüber hinaus agil an die kurzfristigen Chancen im Zuge der Corona-Pandemie an. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung und unter Berücksichtigung ihrer Finanzierbarkeit entschieden. So werden wenig fundierte und /​ oder verfrühte Investitionen vermieden. Gleichzeitig entsteht bei einem deutlich höheren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Kundenverhältnis durch Nichteinhaltung von Lieferterminen, Lieferengpässen etc. und damit ebenfalls auf das betriebliche Ergebnis. Auch hier ist das Augenmaß und das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen durch die regelmäßige Abstimmung mit den Vertriebsbereichen ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Risikos, damit die Notwendigkeit für Kapazitätserweiterungen rechtzeitig erkannt wird und in den Vorstands- und Aufsichtsratsgremien frühzeitig über die erforderlichen Investitionen in die Produktionsanlagen und -gebäude entschieden wird. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein.

Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen oder ein Verlust von Marktanteilen erfolgen. Die bestehenden Wettbewerber, bekannte potenzielle Wettbewerber sowie die Markteintrittsbarrieren werden laufend beobachtet und die Strategien und Maßnahmen entsprechend adaptiert. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ", also am Einbauort, zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt der Konzern das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein.

Brexit

Um die va-Q-tec fortlaufend auf den mittlerweile vollzogenen Austritt Großbritanniens aus der EU einzustellen, wurde ein bereichs- und länderübergreifendes Brexit-Team gebildet. Gemeinsam mit operativen Einheiten der britischen Tochterunternehmen va-Q-tec Ltd., der übrigen Konzerngesellschaften, und mit Vertretern von Kunden und Logistikpartnern wurden und werden die Brexit-Folgen eruiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen in der Lieferkette entwickelt. Diese beinhalten zum Beispiel technische Erweiterungen in den konzernweiten ERP-Systemen, um auf erweiterte Zollanforderungen auch systemseitig reagieren zu können. Grundsätzlich werden weniger Umsätze in Britischem Pfund berechnet, als Kosten in Britischem Pfund anfallen. Bei einer Abwertung des Pfunds gegenüber dem Euro ergeben sich daher auch Chancen für va-Q-tec. Auch aus möglichen steuerlichen Vergünstigungen könnten für va-Q-tec Chancen entstehen. Insgesamt schätzt va-Q-tec das Brexit-Risiko folglich als gering ein.

Corona

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 ist va-Q-tec von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Die sehr dynamische Situation und ihre Konsequenzen sowie die unterschiedlichen Regelungen weltweit könnten va-Q-tec dem Risiko verschiedener negativer Effekte aussetzen. Zu den wichtigsten potenziellen Auswirkungen zählen unter anderem die Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie die Schließung von Büros und Produktionsstätten aufgrund von Corona-Fällen. Außerdem könnten die in einigen Ländern eingeführten Impf- und Teststandards unter anderem zum Verlust von Mitarbeitern führen. Auch Veranstaltungen und Messen, an denen va-Q-tec regelmäßig teilnimmt, sind von diesen Auswirkungen betroffen. Der Konzern könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit durch Einschränkungen der Lieferkette, Verzögerungen bei der Markteinführung bestimmter Produkte oder Produktlebenszyklen oder Veränderungen bei Installations- und Servicekapazitäten erleben. Weitere wichtige potenzielle Auswirkungen umfassen Umsatzrückgänge, beispielsweise aufgrund der Verschiebung von Investitionen, Umverteilungen staatlicher Förderungen oder finanzieller Schwierigkeiten unserer Kunden. Die Supply Chain von va-Q-tec ist im Gegensatz zu anderen Branchen weniger auf Just-in-Time-Prozesse ausgelegt. Kurzfristige Störungen der Lieferkette können so teilweise ausgeglichen werden. Nach Einschätzung der Konsequenzen betrachtet der Vorstand dieses Risiko differenziert und bewertet es unter Berücksichtigung bisher identifizierten Risiken und der Erfahrungen mit der Pandemie seit 2020 insgesamt als mittleres Risiko. Durch die Pandemie verursachte Zunahme der Medikamenten- und Impfstofflieferungen ergibt sich für va-Q-tec eine Chance auf steigende Nachfrage im Bereich Healthcare und Logistik. Somit verbleibt in der Gesamtschau ein mittleres Risiko aufgrund Corona (Corona). Die aktuelle Entwicklung und Restriktionen werden gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern fortlaufend intensiv beobachtet.

Konjunkturabhängige Zielmärkte

Insbesondere die Zielmärkte Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind.

Cybersicherheit

Wir beobachten eine weltweite kontinuierliche Zunahme von Bedrohungen der Cybersicherheit und ein höheres Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität, insbesondere während der Corona-Pandemie. Mit dem Geschäft im TempChain-Bereich sind die Produkte, Lösungen und Dienstleistungen von va-Q-tec einem besonderen Cyber-Risiko ausgesetzt. Die Anzahl und Kritikalität der Angriffe auf va-Q-tec haben sich jedoch nicht wesentlich verändert. va-Q-tec legt großen Wert auf die Cybersicherheit, um die Kunden und den Konzern selbst vor Cyberangriffen zu schützen. Deshalb wurde zentral in der va-Q-tec AG ein Maßnahmenpaket unter Einbeziehung eines externen Dienstleisters entwickelt, das alle relevanten Bereiche des Unternehmens einbezieht und Cybersecurity-Ressourcen, Fachwissen und Kompetenz in einem zentralen Team integriert. Zusätzlich zu den etablierten technischen und organisatorischen Kontrollen stärkt va-Q-tec kontinuierlich das Bewusstsein der Mitarbeiter, damit sie Angriffe frühzeitig erkennen und verbessert darauf reagieren können. Dies ist während der Corona-Pandemie besonders wichtig, da eine große Anzahl von Mitarbeitern weiterhin aus der Ferne arbeitet. Da Cybersicherheit eine gemeinsame Verantwortung aller beteiligten Parteien und verschiedener Interessengruppen ist, entwickelt va-Q-tec auch ständig die Fähigkeit weiter, sich vor Cyberangriffen zu schützen, wenn solche auftreten. Insgesamt schätzt der Vorstand das Risiko aus Cyber-Angriffen als mittel ein.

Einhaltung von Gesetzen und Compliance sowie rechtliche Risiken

Im Zusammenhang mit den weltweiten Geschäftsaktivitäten muss va-Q-tec die Einhaltung von Patent-, Kartell- und Wettbewerbsrecht, Antikorruptionsgesetzen, Datenschutzvorschriften und sonstigen Gesetzen wie z.B. steuer- und zollrechtlichen Vorschriften sicherstellen. Zur Einhaltung der Vorgaben hat der Konzern Compliance- , Beteiligungs- und Risikomanagementsysteme eingerichtet und in 2021 wesentlich fortentwickelt. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass wir mit diesen Systemen sämtliche Risiken in jeder Jurisdiktion vermeiden können. Risiken bestehen dabei beispielsweise in Form von zoll- und steuerrechtlichen Vorschriften in Verbindung mit neuen Tochtergesellschaften oder den globalen Mietdienstleistungen, aber auch hinsichtlich Produkthaftung und ähnlicher Sachverhalte. Auch ist va-Q-tec gelegentlich in Patentstreitigkeiten sowohl als Kläger als auch als Beklagter verwickelt. In Deutschland ist seit dem letzten Geschäftsjahr eine Patentrechtsstreitigkeit über die angebliche Verletzung eines Patents durch die va-Q-tec AG anhängig und der Klage wurde in der ersten Instanz stattgegeben. Auch wenn die va-Q-tec AG gegen das erstinstanzliche Urteil umgehend Berufung eingelegt hat und eine Nichtigkeitsklage gegen das betroffene Patent eingereicht hat, ist nicht vollkommen auszuschließen, dass die Gerichte letztendlich zugunsten des Klägers urteilen werden. All diese Risiken könnten materielle Konsequenzen zur Folge und negative Auswirkungen auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Zudem könnten sie zu straf- oder verwaltungsrechtlichen Bußgeldern, Schadensersatzansprüchen sowie Reputationsschäden führen. Folglich begegnen wir diesen Risiken fortwährend mit zielgerichteten Maßnahmen wie z.B. der Schulung unserer Mitarbeiter und einer regelmäßigen Berichterstattung in allen Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Insgesamt schätzt der Vorstand das Risiko aus Compliance-Vorfällen und rechtlichen Risiken als mittel ein.

Finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war und ist jederzeit gegeben. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") teilweise gesichert. Bei den kurzfristigen KontokorrentLinien ist der Konzern - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt.

va-Q-tec ist ein international aktives Unternehmen, dessen Aktiva, Verbindlichkeiten, Erträge, Kosten und Gewinne in unterschiedlichen Währungen anfallen, wobei der US Dollar (USD), das Britische Pfund (GBP), der Schweizer Franken (CHF) und der Südkoreanische Won (KRW) aktuell die wichtigsten Fremdwährungen darstellen. Die Währungsrisiken sind aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) auch im Zuge der Internationalisierung begrenzt. Signifikante Veränderungen der Wechselkurse könnten sich dennoch materiell auf die in Euro erfasste Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der va-Q-tec auswirken.

Die durch die Begebung der CHF-Anleihe in 2020 entstandenen Währungsrisiken wurden durch derivate Sicherungsgeschäfte (Cross-Currency-Swaps /​ CCS) für den Teil von 24 Mio. Schweizer Franken über die Laufzeit der Anleihe abgesichert. Die CCS eliminieren somit das aus den Zins- und Tilgungszahlungen resultierende EUR-CHF-Währungsrisiko für die gesamte Laufzeit der Anleihe für den besicherten Teil.

Insgesamt schätzt der Konzern die Risiken im finanziellen Bereich als mittel ein.

Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit gesichert und für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessen. Es bestanden zum Stichtag in komfortablem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien. Insgesamt schätzt der Vorstand das aktuelle Liquiditätsrisiko daher als gering ein.

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand aktuell keine einzelnen oder kumulierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

2.4.3 Chancen der künftigen Entwicklung

va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwendigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen vorteilhaft für va-Q-tec.

Die Corona-Krise führt die Bedeutung stabiler und sicherer Lieferketten eindrucksvoll vor Augen. Dies gilt im besonderen Maße für die Pharmaindustrie - setzt doch der Transport zahlreicher Medikamente verlässliche Transportlösungen mit stabilen Temperaturen voraus. Angesichts der wachsenden Wertschätzung für unsere temperaturkontrollierten Logistiklösungen erwarten wir daher auch nach Überwindung der Corona-Krise mittelfristig zusätzliche Nachfrageimpulse - insbesondere seitens der Pharmaindustrie.

Auch in den übrigen Zielmärkten nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden im Zielmarkt "Technik und Industrie" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen mittlerweile - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d. h. ihre Energieeffizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energieeffizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energieeffizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch im Massenmarkt Nachfrage finden. In 2021 hat va-Q-tec mit dem oben beschriebenen va-Q-patch-System in diesem Bereich eine weitere Innovation zur Marktreife geführt.

Neue Märkte

Seit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche, sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobilität verwiesen.

Im Bereich E-Commerce entwickeln Start-ups und große internationale Anbieter, auch aufgrund der Corona-bedingte Lockdown-Maßnahmen, aktuell beschleunigt neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel direkt an den Endverbraucher. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet.

Mit va-Q-med-Thermoboxen kann va-Q-tec eine sichere Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zu den Apotheken gewährleisten. Alleine in Deutschland gibt es knapp 20.000 Apotheken, die mit Transport- und Temperaturlogistik unter dem Stichwort "Good Distribution Practices" versorgt werden müssen. Mit der va-Q-med-Box hat va-Q-tec die Möglichkeit, die Zukunft der Apotheken- beziehungsweise Last-Mile-Logistik maßgeblich mitzugestalten. Hier bieten sich auch Chancen im Bereich der Logistik für Online-Apotheken.

In der personalisierten Medizin soll jeder Patient unter weitgehender Einbeziehung individueller Gegebenheiten, über die funktionale Krankheitsdiagnose hinaus, behandelt werden. Das schließt auch das fortlaufende Anpassen der Therapie an den Gesundungsfortschritt und genbasierte Medikamente ein. Solche Therapieformen werden zukünftig immer stärker an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig sind sie häufig sehr temperaturempfindlich. Für solche Medikamente sind die besonders temperaturstabilen und leistungsfähigen Thermoboxen- und -container von va-Q-tec besonders geeignet.

Bis dato kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Aktuell lässt sich aber in vielen Industrien ein Trend zu immer temperaturempfindlicheren Gütern und Herstellungsprozessen erkennen. Infolge ergeben sich Wachstumschancen aus der Erschließung neuer Anwendungsfelder mit va-Q-tec Technologien, wie beispielsweise Lebensmitteltransporte und in der opto-elektronischen Industrie.

Im Zielmarkt Mobilität bieten sich ebenfalls starke Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen. In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Dämm-Maßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO 2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen, wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Fahrzeughersteller und deren Zulieferer könnten aus Sicht von va-Q-tec durch Einsatz der Vakuumisolation die Reichweite der Fahrzeuge vergrößern. Die in 2021 abgeschlossene Partnerschaft mit Hutchinson im Bereich Mobilität unterstreicht die Relevanz dieser Themen für den Automotive- und Aerospace-Sektor.

Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen, wie z.B. durch das in 2021 fortgeführte RECOST-Projekt unterstrichen.

Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden.

Neuartige Leistungen und Angebote

Im Bereich der Produkte (Vakuumisolationspaneele) wurde an der Weiterentwicklung des bestehenden Portfolios sowie der Neuentwicklung einer Paneelklasse für mittelhohe und hohe Temperaturen gearbeitet. Neuartige Hochtemperatur-Paneele wie z.B. das in 2021 in den Markt eingeführte va-Q-steel können überall dort zum Einsatz kommen, wo einerseits Temperaturen bis ca. 400°C vorherrschen und andererseits sehr gut gedämmt werden muss, z.B. bei Öfen für Industrie und Lebensmittel. Mit solchen VIPs kann va-Q-tec den Markt für Hochtemperatur-Dämmung revolutionieren.

Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie stunden- oder teilweise tagelang warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCMs verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Im Gegensatz zu existierenden Systemen aus Styropor genügt va-Q-tray höchsten Hygiene- und Temperaturketten-Anforderungen, ist universell einsetzbar z.B. auch als portabler Kühlschrank, und lässt sich als kombinierbares System mit nicht isolierten Standard-Behältern nutzen. Neben den hygienischen Vorteilen ergibt sich daraus auch eine Kostenersparnis, weil auf zusätzliche gekühlte Fahrzeuge verzichtet werden kann.

Zukünftig wird die innovative Kombination aus Hardware und IT-Lösungen - Stichwort TempChain 4.0 - immer wichtiger werden. Solche neuen Leistungen und Angebote, bestehend aus intelligenten Boxen, Flottendaten-Management, Live Tracking von Temperaturdaten und Predictive Analysis im Bereich temperaturkontrollierter Transporte, können gegenüber Kunden mit einem Premium angeboten werden.

Klimawandel und CO 2

In Übereinstimmung mit dem globalen Klimaabkommen von Glasgow (COP 26) arbeitet va-Q-tec mit seiner VIP-Technologie darauf hin, die Reduzierung von CO 2 -Emissionen zu unterstützen. Dies gilt insbesondere für die Geschäftsaktivitäten der Kunden von va-Q-tec bzw. der Endverbraucher, deren CO 2 -Emissionen durch bessere thermische Energieeffizienz und Isolierung materiell reduziert werden kann. Der Übergang zu einer dekarbonisierten Wirtschaft ist daher eine Chance für va-Q-tec.

Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.

2.4.4 Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.

Im deutschen Berichtssegment wurden knapp 82 % der Verkäufe und ca. 97 % der Einkäufe in Euro abgewickelt. Im britischen Berichtssegment wurde ein Teil der Umsätze in USD erzielt. Die diesen Umsätzen zuzuordnenden Kosten fallen zu einem großen Teil ebenfalls in USD an. Infolgedessen besteht bezüglich des USD ein risikominderndes "natural hedging". Bei stärkeren Wechselkursschwankungen könnten dennoch signifikante Fremdwährungsverluste entstehen. Das verbleibende Währungsrisiko bezüglich des USD schätzt der Vorstand daher als mittel ein.

Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Der zur Absicherung der aus der CHF-Anleihe resultierenden Währungsrisiken der abgeschlossene Cross-Currency-Swap wird als Hedge-Accounting nach IFRS abgebildet. Die in 2018 aufgenommenen Immobilien-Darlehen wurden größtenteils mit über die Laufzeit fixen Zinssätzen auf Basis des aktuellen, niedrigen Zinsniveaus langfristig finanziert. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart.

Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Zur weiteren Verbesserung der Liquidität wurde das in 2019 in der va-Q-tec AG und in 2021 zusätzlich bei der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. implementierte Factoring auch in 2021 fortgeführt. Reverse Factoring wird derzeit bei nur wenigen Kunden mit marktüblich langen Forderungslaufzeiten (z.B. in Italien) betrieben.

Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält der Konzern keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzinstrumente" und "Risikomanagement" in den Kapiteln 4.4 und 4.6 des Konzernanhangs.

2.5 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN GEMÄSS §§289A UND 315A HGB

2.5.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.415.000,00 EUR eingeteilt in 13.415.000 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien (Vj.: 13.566). Für die Entwicklung der eigenen Anteile wird auch auf den Konzernanhang des vorliegenden Geschäftsberichts verwiesen.

2.5.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die im Aktienpool zusammengeschlossenen Gesellschafter haben sich dazu verpflichtet ihre Stimmrechte einheitlich auszuüben. Weitere aktuell gültige Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

2.5.3 Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Demzufolge sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen bekannt, deren Beteiligungen 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Name Land Anzahl der Aktien Anteil am Grundkapital
Aktienpool Familien Dr. Joachim Kuhn und Dr. Roland Caps DE 3.355.433 25,01 %
TOTAL 3.355.433 25,01 %

Regeln zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Nach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.

Regeln zu Änderungen der Satzung

Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt.

Vorstandsbefugnisse bezüglich Ausgabe und Rückkauf von Aktien

Die va-Q-tec AG verfügt über genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. August 2020 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 13. August 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 6.544.751,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/​1), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit Beschluss vom 10. November 2021 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre satzungsgemäß in einem Umfang von EUR 325.498,00 Gebrauch gemacht, was 325.498 Aktien entspricht. Im Anschluss an die Kapitalerhöhung hat der Aufsichtsrat die Satzung der va-Q-tec AG entsprechend angepasst. Demnach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 13. August 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 6.219.253 neue, auf den Namen lautende Stückaktien (Stammaktien) gegen Bar- und /​ oder Sacheinlage um bis zu insgesamt EUR 6.219.253 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020 /​ 1), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Gemäß §6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 6.500.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 6.500.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020/​1). Das bedingte Kapital 2020/​1 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten oder bei Erfüllung von Wandlungspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. August 2020 unter Tagesordnungspunkt 7 lit. b) ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen und/​oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen").

Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

2.6 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Corporate-Governance-Abschnitt als Teil des Geschäftsberichts umfasst neben relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie einer Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat auch die Entsprechungserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes. Der Corporate-Governance- Abschnitt nebst Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes steht auch im Internet unter www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations zur Verfügung.

2.7 ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER VA-Q-TEC AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

Die va-Q-tec AG ist das Mutterunternehmen des va-Q-tec-Konzerns und hat ihren Sitz in Würzburg. Die Geschäftstätigkeit der va-Q-tec AG umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen sowie die Steuerung des va-Q-tec-Konzerns. Am Standort in Würzburg befinden sich die Verwaltung sowie die Produktion kleinerer Produktions-Serien. Würzburg ist auch der Standort eines der TempChain-Service centers, über die Thermocontainer und -boxen vermietet werden. Darüber hinaus hat die va-Q-tec AG einen Produktionsstandort in Kölleda, Thüringen, an dem der größte Teil der Produkte des Konzerns hergestellt werden. Die va-Q-tec AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) auf. Sie ist der mit Abstand wesentlichste Bestandteil des va-Q-tec-Konzerns. Daher treffen die Ausführungen zu den Grundlagen des va-Q-tec-Konzerns und zu den Rahmenbedingungen des Wirtschaftsberichts überwiegend auch auf die va-Q-tec AG zu. Die va-Q-tec AG ist in das Steuerungssystem des va-Q-tec-Konzerns integriert. Dabei werden in der va-Q-tec AG alle drei Geschäftsbereiche Verkauf von VIPs, Vertrieb von Thermoboxen und -containern sowie die Vermietung von Thermoboxen abgedeckt. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der va-Q-tec AG entsprechen dem Konzern. Die Organisation, die Unternehmensstruktur, die Führungsverantwortung, die Strategie und die Finanzierungsstrategie entsprechen denen des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2021 gab es keine wesentlichen Veränderungen in der Organisation, der Unternehmensstruktur, der Führungsstruktur oder der Finanzierungsstrategie.

Geschäftsverlauf der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Der spezifische Geschäftsverlauf der va-Q-tec AG entspricht im Wesentlichen dem Verlauf des "Deutschen Segments" des va-Q-tec-Konzerns, der im Kapitel "Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns" dargestellt ist.

Der Geschäftsverlauf in 2021 war durch die Bewältigung der hohen Nachfrage nach TempChain-Transportlösungen, im Besonderen für Impfstofftransporte, geprägt. Darüber hinaus wuchs auch das Geschäft mit VIPs dynamisch. Die Produkte und Lösungen des Konzerns werden im Wesentlichen zentral an den beiden deutschen Produktionsstandorten durch die va-Q-tec AG gefertigt und über lokale Tochtergesellschaften vertrieben bzw. vermietet. Die Produktions- und Logistik-Kapazitäten der va-Q-tec AG wurden wie auch die gesamte Supply Chain nebst unterstützender Aktivitäten (IT, Marketing, Vertriebsabwicklung) in der Folge des rasanten Wachstums stark ausgebaut. Wesentlich für das Geschäft der va-Q-tec AG waren auch zusätzlich die Finanzierungsmaßnahmen, im Besonderen die Kapitalerhöhung, die in der AG zentral für alle Konzerngesellschaften durchgeführt worden sind.

Ertragslage der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Der Umsatz der va-Q-tec AG lag mit 77.616 TEUR um 52 % höher als im Vorjahr (Vj.: 50.975 TEUR) und auch die Betriebsleistung stieg mit 55 % bzw. 31.281 TEUR auf 87.923 TEUR gegenüber dem Vorjahr (Vj.: 56.642 TEUR), vor allem bedingt durch das dynamische Geschäft mit Transportlösungen für Corona-Impfstoffe und mehr Intercompany-Geschäfte, deutlich an.

In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 26.812 TEUR (Vj.: 14.516 TEUR) enthalten. Diese extreme Steigerung (+85 %) unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Tochtergesellschaften für die Gesamtentwicklung der va-Q-tec AG und auch für die Geschäftsentwicklung der deutschen Muttergesellschaft selbst.

Die aktivierten Eigenleistungen in der va-Q-tec AG haben sich im Geschäftsjahr 2021 wieder deutlich um 1.938 TEUR auf 4.492 TEUR (Vj.: 2.554 TEUR) erhöht.

Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr mit insgesamt 3.577 TEUR deutlich höher aus als im Vorjahr (940 TEUR). Hierin spiegelt sich die Erhöhung der Sicherheitsbestände bei der va-Q-tec AG und die Erhöhung der lokalen Bevorratung bei den Tochtergesellschaften als Reaktion auf die Fracht- und Logistik-Herausforderungen durch die Corona-Pandemie wider.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 2.173 TEUR im Vorjahr um 65 TEUR auf 2.238 TEUR in 2021 ist vor allem auf höhere Erträge aus Fremdwährungsdifferenzen mit 587 TEUR (Vj.: 63 TEUR) zurückzuführen. Wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Erträgen waren außerdem die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen mit 352 TEUR (Vj.: 393 TEUR) sowie Intercompany-Erlöse in Höhe von 921 TEUR (Vj.: 1.163 TEUR).

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen fiel mit 38.331 TEUR gegenüber dem Vorjahr (22.904 TEUR) deutlich höher aus und spiegelt neben dem Umsatzwachstum auch die gestiegenen Kosten für den Bestandsaufbau und die für die kurzfristige Kapazitätsausweitung benötigten Leiharbeiter wider. Die Quote hat sich gegenüber dem Vorjahresniveau dementsprechend auf 44 % der Betriebsleistung erhöht (Vj.: 40 %).

Da das Unternehmen kontinuierlich in neue Wachstumsbereiche investiert und das dynamische Wachstum operativ abbilden muss, haben sich auch in 2021 die Personalaufwendungen weiter erhöht, von 21.798 TEUR auf 27.545 TEUR (+5.747 TEUR). Damit stiegen die Personalkosten mit insgesamt 26 % gegenüber dem Vorjahr allerdings deutlich unterproportional zur Betriebsleistung, so dass die Personalkostenquote von 38 % im Vorjahr sehr deutlich auf 31 % im Geschäftsjahr gefallen ist.

Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 5.439 TEUR bzw. 52 % höher ausgefallen als im Vorjahr und betrug 15.880 TEUR (Vj.: 10.441 TEUR). Die nochmalige Verdoppelung der Transportkosten, die schon im Vorjahr den größten Posten innerhalb dieser Aufwendungen bildeten, trug neben hohen Beratungskosten für Effizienzverbesserungen und im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung am stärksten zu dieser Erhöhung bei. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Betriebsleistung ist mit 18 % im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr trotzdem konstant geblieben.

Insgesamt konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1.500 TEUR im Vorjahr um 4.667 TEUR auf 6.167 TEUR gesteigert werden (+311 %). Dies entspricht einer stark verbesserten EBITDA-Marge von 7 % in 2021 gegenüber 3 % in 2020, gemessen an der Betriebsleistung.

Die Abschreibungen sind entsprechend des starken Wachstums und der dafür nötigen erhöhten Investitionstätigkeit, beispielsweise in neue Gebäude und Anlagen, weiter gewachsen und erhöhten sich von 4.477 TEUR im Vorjahr um 1.354 TEUR auf 5.831 TEUR. Dies entspricht einer Quote von 7% der Betriebsleistung (Vj.: 8 %).

Das Finanzergebnis in Höhe von -1.304 TEUR ist deutlich höher ausgefallen als der Vorjahreswert (-587TEUR). In dem Anstieg der Zinsaufwendungen spiegelt sich die höhere Inanspruchnahme der kurzfristigen Linien sowie die Emission der CHF-Anleihe Ende 2020 wider.

Insgesamt konnte das operative Ergebnis bzw. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von -2.977 TEUR im Vorjahr um 3.313 TEUR auf 336 TEUR gesteigert werden. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 0,4 % in 2021 gegenüber -5,3 % in 2020, gemessen an den Gesamterträgen.

Aufgrund eines steuerlichen Verlusts im Geschäftsjahr 2021 ergibt sich kein Ertragsteueraufwand. Alle steuerlichen Verlustvorträge werden auf das Folgejahr fortgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete die va-Q-tec AG mit -967 TEUR eine sehr deutliche Verbesserung des EBT um 2.596 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (-3.564 TEUR), was im Wesentlichen auf die oben beschriebenen Effekte in der Betriebsleistung zurückzuführen ist.

Vermögenslage der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Die Vermögenslage der va-Q-tec AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 wie nachfolgend dargestellt: Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von 115.560 TEUR um 17.007 TEUR auf 132.567 TEUR. Das Anlagevermögen stieg um 16.162 TEUR auf 95.996 TEUR (2020: 79.834 TEUR). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg des Sachanlagevermögens sowie der Ausleihungen an Beteiligungsgesellschaften. Die Vorräte stiegen um 5.638 TEUR auf 16.587 TEUR (2020: 10.948 TEUR), hauptsächlich begründet durch die Erhöhung der Fertigerzeugnisse, um trotz der Corona-Situation eine hohe Verfügbarkeit der Produkte für Kunden zu gewährleisten sowie die Sicherung der Supply Chain angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 4.714 TEUR auf 16.724 TEUR (2020: 12.010 TEUR), hauptsächlich aufgrund des Umsatzanstiegs und höherer Steuerforderungen. Das Eigenkapital der va-Q-tec AG stieg im Wesentlichen infolge der Kapitalerhöhung um 7.347 TEUR auf 60.448 TEUR (2020: 53.102 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt damit trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme unverändert 46 %.

Im Geschäftsjahr 2021 investierte die va-Q-tec AG 22.788 TEUR in das Anlagevermögen (2020: 8.930 TEUR). Davon entfielen 2.598 TEUR auf immaterielle Vermögensgegenstände (2020: 1.646 TEUR), hauptsächlich Software, und 14.397 TEUR auf Sachanlagen (2020: 6.914 TEUR) im Wesentlichen Gebäude, Maschinen und Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtsjahr 2021 wurde vertraglich die Veräußerung eines Teils des Grundstücks am Heuchelhof mit einem Buchwert i. H. v. 594 TEUR vereinbart. Der Eigentumsübergang erfolgte allerdings erst im Geschäftsjahr 2022, nachdem alle Voraussetzungen für die Veräußerung erfüllt waren. Ansonsten gab es im Geschäftsjahr 2021 keine nennenswerten Veräußerungen von Anlagevermögen.

Finanzlage der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG ist auf die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für das starke eigene Wachstum und das Wachstum des Konzerns insgesamt ausgerichtet, für das die va-Q-tec AG den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf weltweit managt und sicherstellt. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Finanzierungsinstrumente werden fortlaufend bezüglich ihrer Struktur und Verzinsung optimiert. Für weitere Details wird auf die diesbezüglichen Ausführungen für den Konzern verwiesen.

Kapitalstruktur

Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Im November 2021 hat va-Q-tec im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts 325.498 neue, auf den Namen lautende Stückaktien zu 26,10 EUR pro Aktie platziert. Damit erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 13.089.502,00 EUR um 325.498,00 EUR (entsprechend knapp 2,5 % des Grundkapitals) auf 13.415.000,00 EUR. va-Q-tec erzielte dabei einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 8.495 TEUR. Die Barkapitalerhöhung ermöglicht va-Q-tec den zum jetzigen Zeitpunkt angemessenen Handlungsspielraum für zukünftige Investitionen, um das hohe Wachstum der Gesellschaft weiter voranzutreiben und gleichzeitig bei der starken Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in 2021 stabile Bilanzrelationen beizubehalten.

Langfristige Investitionen werden über Eigenkapital und langfristige Darlehen finanziert. Darüber hinaus besteht seit September 2016 mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag in Höhe von 11.000 TEUR, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Der Vertrag wurde zuletzt im November 2020 unter leicht veränderten Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31. Dezember 2023 befristet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machen mit 33.851 TEUR, 26 % (Vj.: 27.088 TEUR 23 %) der Bilanzsumme aus. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen 5.702 TEUR (Vj.: 3.097 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Im Geschäftsjahr 2021 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft i. H. v. 147 TEUR (Vj.: 740 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Verträge schreiben neben Grundschulden und anderen Sicherheiten jeweils eine Mindesteigenkapitalquote von 30 % vor. Im Rahmen des Multibankenvertrages hat die va-Q-tec den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung gestellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30 % sowie von Mindest- EBITDA-Werten verpflichtet. Diese Kennzahlen wurden wie im Vorjahr eingehalten. Zudem hat sich die Gesellschaft verpflichtet, für die Laufzeit der Anleihe eine freie Liquidität von 5.000 TEUR im Konzern nicht zu unterschreiten. Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind im Sonderposten für Zuwendungen abgegrenzt (4.133 TEUR; Vj.: 3.790 TEUR). Die Gesellschaft erhielt zwischen 2017 und 2020 von der Regierung von Unterfranken Investitionszuschüsse für die Investitionen am neuen Standort in Würzburg. Die Investitionszuschüsse dienten den baulichen Investitionen, Maschinen und Einrichtungen sowie der Gesamtinvestition für das Gebäude in Würzburg. Weiterhin hat die Gesellschaft von der Thüringischen Aufbaubank zwischen 2008 und 2021 verschiedene Investitionszuschüsse für die verschiedenen Bauabschnitte, Maschinen und Einrichtungen am Standort Kölleda erhalten. Sofern die Förderbedingungen, wie für die laufenden Projekte erwartet und für die ausgelaufenen Projekte geprüft und bestätigt, eingehalten werden, müssen die erhaltenen Zuschüsse nicht zurückgezahlt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.472 TEUR auf 5.894 TEUR erhöht (Vj.: 4.422 TEUR). Das entspricht 4 % der Bilanzsumme (Vj.: 4 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Töchter wurde auch in 2021 durch die AG mitfinanziert. Hierfür stellt die va-Q-tec AG den Tochtergesellschaften bei Bedarf finanzielle Mittel in Form von Eigenkapital oder Darlehen zur Verfügung. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2021 um 5.560 TEUR auf 12.063 TEUR gestiegen (Vj.: 6.502 TEUR). Gleichzeitig stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 9.631 TEUR auf 11.864 TEUR an. Es wird erwartet, dass in Zukunft anlassbezogen noch weitere Investitionen in die Tochtergesellschaften getätigt werden müssen, um das wirtschaftliche Potenzial der internationalen Expansion der Gruppe auszuschöpfen. Die SUMTEQ GmbH, Köln, hat sich ebenfalls planmäßig auf ihrem Weg zur Pilotierung und Markteinführung submicroporöser Schäume weiterentwickelt. Die va-Q-tec verspricht sich hieraus die Nutzung der neuen Materialien als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Die Beteiligung beträgt 15,0 %. Bestehende Ausleihungen an die Töchter bzw. die an den Töchtern gehaltenen Anteile sind aufgrund der Entwicklung in 2021 sowie auch der positiven Aussichten für 2022 und Folgejahre werthaltig. Zukünftige Ausleihungen sollten in dem Maße sinken, wie die Gesellschaften beginnen, Gewinne zu erwirtschaften. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften ist aus Liquiditätssicht für die va-Q-tec AG tragbar. Der weitere Ausbau der UK Containerflotte wurde auch in 2021 weitgehend über Leasinggesellschaften finanziert. Dabei wurden in 2021 u. a. Container durch die va-Q-tec AG an Leasingunternehmen weiterverkauft, als Mietkauf von diesen zurückgemietet und anschließend an die englische Tochtergesellschaft untervermietet. In 2021 wurden gegenüber Leasinggebern Garantieerklärungen auf Zahlungen in Höhe von 2.116 TEUR für die englische Tochter ausgegeben (Vj.: 4.768 TEUR). Zum Bilanzstichtag unterliegen kumulierte Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft in Höhe von 5.396 TEUR (Vj.: 6.050 TEUR) Garantieerklärungen durch die va-Q-tec AG.

Liquidität

Die Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2021 2020
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 596 -168
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit -22.789 -8.075
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 8.353 23.397
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -2.713 11.126

Der Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit lag mit 596 TEUR im Jahr 2021 leicht über dem Vorjahresniveau (2020: -168 TEUR), was sich u.a. durch das stark verbesserte Periodenergebnis begründet. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2021 betrug -22.789 TEUR (2020: Mittelabfluss -8.075 TEUR). Die Zahl reflektiert die hohe Investitionstätigkeit an den beiden Standorten in Würzburg und insbesondere in Kölleda, an denen die Produktionskapazitäten erheblich ausgeweitet wurden. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug in 2021 8.353 TEUR (2020: 23.397 TEUR) und beinhaltete vor allem die Einzahlung aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 8.495 TEUR. Im Vorjahr war der Wert von der erstmaligen Emission der Anleihe in der Schweiz geprägt.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9.480 TEUR auf 1.790 TEUR deutlich reduziert (Vj.: 11.270 TEUR). Die Cash-Bestände, verfügbare Kontokorrentlinien und weitere Finanzierungsoptionen ergeben für 2022, verglichen mit dem temporär sehr hohen Level in 2020, dennoch ein solides und für die Wachstumsphase angemessenes Liquiditätspolster für die va-Q-tec AG.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der va-Q-tec AG entsprechen denen des va-Q-tec-Konzerns, die im Kapitel "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" dargestellt sind. Am 31. 12. 2021 waren bei der va-Q-tec AG insgesamt 532 Mitarbeiter (2020: 456 Mitarbeiter) beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl lag im Geschäftsjahr 2021 bei 503 Mitarbeitern (2020: 415 Mitarbeiter).

Chancen und Risiken der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Die va-Q-tec AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der va-Q-tec AG-Konzern. Die va-Q-tec AG als Mutterunternehmen des va-Q-tec AG-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Erläuterungen dazu sowie quantitative Aussagen sind im Chancen und Risikobericht dargestellt.

Prognosebericht der Einzelgesellschaft va-Q-tec AG

Die voraussichtliche Geschäftsentwicklung der va-Q-tec AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Einflüssen wie die des Konzerns. Erläuterungen dazu sowie quantitative Aussagen sind im Kapitel "Prognosebericht des Konzerns" enthalten. Für das Geschäftsjahr 2021 rechnen wir für die va-Q-tec AG mit einem Umsatzwachstum von mindestens 10 % und rechnen mit einem EBITDA leicht über dem Vorjahresniveau.

3 KONZERNABSCHLUSS UND ANHANG DER VA-Q-TEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEUR Konzernanhang 2021 2020
Umsatzerlöse 7.1.1 104.063 72.106
Bestandsveränderungen 2.846 978
Aktivierte Eigenleistungen 7.1.2 11.328 6.379
Sonstige betriebliche Erträge 7.1.3 4.294 4.669
Gesamterträge 122.531 84.132
Materialaufwand 7.1.4 -50.754 -32.751
Rohergebnis 71.777 51.381
Personalaufwand 7.1.5 -33.082 -26.111
Sonstiger betrieblicher Aufwand 7.1.6 -19.996 -13.871
EBITDA 18.699 11.399
Abschreibungen 7.1.7 -13.655 -12.299
Operatives Ergebnis (EBIT) 5.044 -900
Ergebnis aus Fair Value Bewertung von Beteiligungen 7.1.8 - 647
Finanzerträge 6 12
Finanzaufwendungen -2.252 -1.271
Finanzergebnis 7.1.9 -2.246 -1.259
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.798 -1.512
Ertragsteuern 7.1.10 -636 77
Konzernergebnis 2.162 -1.435
Konzernergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist 2.162 -1.435
Konzernergebnis je Aktie - unverwässert /​ verwässert 7.1.11 0,16 -0,11

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in TEUR Konzernanhang 2021 2020
Konzernergebnis 2.162 -1.435
Sonstiges Konzernergebnis 7.2.2.1
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -145 129
Derivative Finanzinstrumente
Unrealisierte Gewinne /​ Verluste (vor Steuern) 271 -208
Steuern auf unrealisierte Gewinne /​ Verluste -84 63
Derivative Finanzinstrumente (nach Steuern) 187 -145
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung 42 -16
Konzerngesamtergebnis 2.204 -1.451
Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist 2.204 -1.451

KONZERNBILANZ

Aktiva

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in TEUR Konzernanhang 31.12.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 7.2.1.1 4.273 2.955
Sachanlagen 7.2.1.2 82.649 69.636
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.2.1.3 1.020 1.614
Vertragsvermögenswerte 7.2.1.8 38 73
Finanzielle Vermögenswerte 7.2.1.4 4.972 3.503
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 7.2.1.5 1.298 1.056
Latente Steueransprüche 7.1.11 2.040 2.471
Summe langfristige Vermögenswerte 96.290 81.308
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7.2.1.6 18.469 11.615
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.2.1.7 12.432 6.532
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 7.2.1.4 2.380 927
Steueransprüche 22 3
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 7.2.1.5 5.168 1.549
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.2.1.9 9.810 17.134
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 7.2.1.10 594
Summe kurzfristige Vermögenswerte 48.875 37.760
Bilanzsumme 145.165 119.068
Passiva
in TEUR Konzernanhang 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital 7.2.2.1
Gezeichnetes Kapital 13.415 13.090
Eigene Anteile -54 -54
Kapitalrücklage 54.020 46.158
Kumuliertes sonstiges Ergebnis 0 -42
Gewinnrücklage -15.734 -17.896
Summe Eigenkapital 51.647 41.256
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Rückstellungen 7.2.2.2 189 96
Verbindlichkeiten aus begebenen Anleihen 7.2.2.3 23.362 22.064
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.2.2.4 23.451 25.170
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.2.5 4.695 3.857
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.2.6 4.628 5.425
Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 56.325 56.612
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Rückstellungen 7.2.2.2 247 190
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.2.2.4 13.741 3.919
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.2.5 8.888 6.434
Vertragsverbindlichkeiten 7.2.2.7 189 40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.2.2.8 8.628 5.978
Steuerverbindlichkeiten 63 44
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.2.6 5.437 4.595
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 37.193 21.200
Bilanzsumme 145.165 119.068

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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in TEUR Anhang 7.3 2021 2020
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Konzernergebnis 2.162 -1.435
Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern 145 25
Gezahlte Ertragsteuern -23 -17
Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis 2.246 1.259
Gezahlte Zinsen -1.967 -1.147
Abschreibung auf Vertragsvermögenswerte 62 126
Nicht zahlungswirksame Erträge aus Fair Value Bewertung von Beteiligungen - -647
Abschreibungen 13.656 12.299
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 38 -518
Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte -5.338 -1.311
Erhöhung (Minderung) übrige Schulden 4.160 1.037
Erhöhung (Minderung) Rückstellungen 148 83
Sonstige zahlungsunwirksame Posten -1.956 -3.009
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital 13.333 6.745
Minderung (Erhöhung) von Vorräten -6.561 -981
Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -5.690 24
Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.198 1.617
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 3.280 7.405

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in TEUR 2021 2020
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -2.874 -1.257
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 759 830
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen -22.080 -11.351
Auszahlungen aus der Zunahme von Vertragsvermögenswerten -27 -41
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit -24.222 -11.819
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 8.495 -
Auszahlungen für mit der Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien verbundene Kosten -442 -
Einzahlungen aus Aufnahmen von Anleihen - 23.059
Auszahlungen für Transaktionskosten aus Aufnahme von Anleihen - -1.099
Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.149 13.328
Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -13.114 -18.413
Einzahlungen aus Investitionszulagen und -zuschüssen 428 265
Auszahlung für Schulden aus Leasingverträgen -2.945 -3.016
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.571 14.124
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor Wechselkursen -7.371 9.710
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47 -66
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -7.324 9.644
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 17.134 7.490
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 9.810 17.134

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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in TEUR Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage
01.01.2020 13.090 -54 46.158
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Konzernergebnis - - -
Konzerngesamtergebnis - - -
31.12.2020 13.090 -54 46.158
01.01.2021 13.090 -54 46.158
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Konzernergebnis - - -
Konzerngesamtergebnis - - -
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 325 - 8.170
Kosten in Verbindung mit der Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien - - -308
31.12.2021 13.415 -54 54.020

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in TEUR Gewinnrücklagen Rücklage für Währungsumrechnung Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis Derivative Finanzinstrumente Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist Summe Eigenkapital
01.01.2020 -16.461 -26 - 42.707 42.707
Konzernergebnis -1.435 - - -1.435 -1.435
Sonstiges Konzernergebnis - 129 -145 -16 -16
Konzerngesamtergebnis -1.435 129 -145 -1.451 -1.451
31.12.2020 -17.896 103 -145 41.256 41.256
01.01.2021 -17.896 103 -145 41.256 41.256
Konzernergebnis 2.162 - - 2.162 2.162
Sonstiges Konzernergebnis - -145 187 42 42
Konzerngesamtergebnis 2.162 -145 187 2.204 2.204
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien - - - 8.495 8.495
Kosten in Verbindung mit der Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien - - - -308 -308
31.12.2021 -15.734 -42 42 51.647 51.647

4 ALLGEMEINE ANGABEN

4.1 UNTERNEHMENSINFORMATIONEN

Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung - Vakuumisolations paneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität.

Der vorliegende Konzernabschluss der va-Q-tec für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2021 wurde am 23.03.2022 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

4.2 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG

Die va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. va-Q-tec erstellt den Konzernabschluss zum 31.12.2021 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC).

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert, der die im Austausch für den Vermögenswert entrichtete Gegenleistung darstellt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt werden muss.

Der beizulegende Zeitwert, welcher für bestimmte Angaben und Rechnungsmethoden zu bestimmen ist, ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet (Fair-Value-Hierarchie). Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

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Inputfaktoren der Stufe 1 sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die va-Q-tec am Bewertungsstichtag zugreifen kann.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Tausend Euro (TEUR), der funktionalen sowie Darstellungswährung von va-Q-tec, aufgestellt. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (TEUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen.

4.3 AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGS STANDARDS

Der va-Q-tec Konzern hat für sämtliche in seinem IFRS-Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewandt. Diese entsprechen den IFRS, wie sie verpflichtend in der EU im Geschäftsjahr 2021 anzuwenden waren.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Folgende neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die ab dem 01.01.2021 beginnen, verpflichtend geltend, und wurden von der Gesellschaft erstmalig angewandt.

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
Änderungen an IAS 39, IFRS 4, IFRS 7, IFRS 9 und IFRS 16 Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2 01.01.2021
Änderungen an IFRS 16 Covid-19-bedingte Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 01.04.2021

Sämtliche in der Tabelle dargestellten, neu anzuwendenden Rechnungslegungsmethoden hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen wurden sowohl vom IASB verabschiedet, als auch von der EU mit Inkrafttreten für nach dem 01.01.2022 beginnende Geschäftsjahre übernommen. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 Jährliche Verbesserungen der IFRS - Zyklus 2018-2020 01.01.2022
Änderungen an IFRS 3 Verweis auf Rahmenkonzept 2018 01.01.2022
Änderungen an IAS 16 Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022
Änderungen an IAS 37 Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung 01.01.2022
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023
Änderungen an IAS 1 und IFRS-Leitliniendokument 2 Angabe der Rechnungslegungsmethoden 01.01.2023
Änderungen an IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 01.01.2023

Alle aufgeführten Standards werden von der va-Q-tec erst ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung angewendet. Für das Geschäftsjahr 2022 werden sich gemäß den durchgeführten Analysen keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung ergeben.

Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen:

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 01.01.2023
Änderungen an IAS 12 Latente Steuern auf Vermögenswerte und Schulden aus einem einzigen Geschäftsvorfall 01.01.2023
Änderungen an IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und Vergleichsinformationen nach IFRS 9 01.01.2023

Mögliche Auswirkungen der noch nicht in geltendes EU-Recht übernommenen Standards oder Änderungen an Standards auf den Konzernabschluss der va-Q-tec werden derzeit geprüft.

4.4 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die sich auf ausgewiesene Beträge im Konzernabschluss auswirken, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die einen Effekt auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gibt es keine Erfahrungswerte, so dass es eine deutlich höhere Unsicherheit über die künftige Geschäftsentwicklung gibt, die die Annahmen und Schätzungen im Berichtszeitraum maßgeblich beeinflusst hat. Aufgrund der anhaltenden Situation geht der Vorstand davon aus, dass auch die künftigen Annahmen und Schätzungen von der Covid-19- Pandemie und zusätzlich von dem im Februar 2022 begonnenen Krieg Russlands gegen die Ukraine, dessen direkte und indirekte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der va-Q-tec AG ebenfalls noch nicht absehbar sind, beinflusst werden.

Die verwendeten Schätzungen und Annahmen sind in den Erläuterungen der einzelnen Bilanz- und GuV-Posten in Abschnitt 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen ergeben sich in den nachfolgend genannten Bereichen:

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Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenwerte und Sachanlagen inklusive der im Wege eines Finanzierungsleasings gemieteten Vermögenswerte.
Beurteilung der Leasinglaufzeit sowie die Bestimmung des maßgeblichen Diskontierungszinssatzes bei der bilanziellen Abbildung von Leasingverhältnissen und Beurteilung von Sale-and-leaseback-Vereinbarungen.
Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten auf Grundlage der Einschätzung erkennbarer Risiken.
Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.
Beurteilung der Ausbuchungskriterien von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen.
Schätzung marktgerechter Zinsstrukturkurven im Rahmen der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten.
Bestmögliche Schätzung des wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrags im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen.
Bestmögliche Schätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Erfüllungsbetrags im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung des Risikos aus Rechtsstreitigkeiten
Beurteilung der etwaigen Trennungspflicht und die Bewertung von eingebetteten Derivaten.
Erfassung von zusätzlichen Kosten in der Zeit der Anbahnung von Verträgen mit Kunden.
Ermittlung des erwarteten Kreditverlustes mittels des vereinfachten Verfahrens (Simplified Approach) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte.

5 KONSOLIDIERUNG

5.1 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis leitet sich aus der Anwendung von IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab. Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG zum 31.12.2021 wurden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:

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Name Sitz Kapitalanteil 31.12.2021 Kapitalanteil 31.12.2020
va-Q-tec Ltd. (UK) Rochester, UK 100 % 100 %
va-Q-tec Inc. (USA) East Rutherford, NJ, USA 100 % 100 %
va-Q-tec Ltd. (Korea) Joong-gu, Incheon, Republik Korea 100 % 100 %
va-Q-tec Switzerland AG (Schweiz) Zürich, Schweiz 100 % 100 %
va-Q-tec Japan G.K. (Japan) Tokyo, Japan 100 % 100 %
va-Q-tec Uruguay S.A. (Uruguay) Montevideo, Uruguay 100 % 100 %
va-Q-tec SG PTE. Ltd. (Singapore) Singapur 100 % 100 %
va-Q-tec India Ltd. (Indien) Neu-Delhi, Indien 100 % 0 %
va-Q-tec do Brasil Ltda. (Brasilien) Sao Paulo, Brasilien 100 % 0 %

Die va-Q-tec AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen den va-Q-tec Konzern. Im Hinblick auf wesentliche Finanzinformationen der Tochterunternehmen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

5.2 VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND SONSTIGE ERWERBE UND VERÄUSSERUNGEN

Im Dezember 2021 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in Neu-Delhi, Indien, gegründet. Mit der va-Q-tec India Ltd. soll eine stärkere lokale Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten in Indien hergestellt werden. Der neue Standort wird künftig als zentrale Drehscheibe für das Mietgeschäft der va-Q-tec und als Fulfillment-Station fungieren.

Des Weiteren hat die va-Q-tec im Dezember 2021 eine Tochtergesellschaft in Sao Paulo, Brasilien, gegründet. Mit der Gesellschaft va-Q-tec do Brasil Ltda. sollen die kommerziellen Aktivitäten in Südamerika gestärkt werden. Mit beiden Gesellschaften wurden bisher keine wesentlichen Umsätze getätigt, signifikante Ergebnisauswirkungen ergeben sich nicht.

Die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH von 15,00 % (Vj.: 15,00 %) und an der ING3D GmbH von 15,00 % (Vj.: 15,00 %) werden zum Fair Value in den Finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Es besteht kein maßgeblicher Einfluss auf die Gesellschaften durch die va-Q-tec AG.

5.3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Soweit erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen angepasst, um sie an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugleichen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind jeweils auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten der Gesellschaften zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaften wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist daher gegeben, wenn der Konzern variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mithilfe seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen.

Im va-Q-tec Konzern beruht die Beherrschungsmöglichkeit jeweils auf einer unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der va-Q-tec AG. Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konzernabschluss der va-Q-tec AG beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn diese nicht mehr besteht.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Da es sich bei sämtlichen Tochterunternehmen um selbst gegründete Gesellschaften handelt, haben sich aus der Erstkonsolidierung jeweils keine Unterschiedsbeträge ergeben.

Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden vollständig bereinigt. Dabei werden maßgebliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet sowie Zwischengewinne und -verluste eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf etwaige temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

5.4 FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung der va-Q-tec AG ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem der va-Q-tec Konzern tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Funktionale Währung der Tochtergesellschaften in den USA, Südkorea, Schweiz, Japan, Singapur und Indien ist jeweils die Landeswährung, da diese Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in den jeweiligen Märkten selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der britischen Tochtergesellschaft entspricht dem Euro. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaft in Uruguay entspricht dem US-Dollar.

In den Abschlüssen jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle in Fremdwährung mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden an jedem Abschlussstichtag mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet, es sei denn, die Umrechnungskurse während der Periode würden starken Schwankungen unterliegen. In diesem Fall würden die Umrechnungskurse zum Zeitpunkt der Transaktion Anwendung finden. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.

Die für die Umrechnung in Euro verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2021 31.12.2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Britisches Pfund 0,8403 0,8990 0,8600 0,8887
US-Dollar 1,1326 1,2271 1,1835 1,1396
Südkoreanischer Won 1.346,3800 1.336,0000 1.353,9181 1.344,3756
Schweizer Franken 1,0331 1,0802 1,0814 1,0702
Japanischer Yen 130,3800 126,4900 129,8548 121,7004
Singapur-Dollar 1,5279 1,6218 1,5896 1,5726

6 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

6.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden ausgewiesen, wenn ein Vermögenswert übertragen wird und der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt, ein Transaktionspreis vereinbart wurde oder ermittelt werden kann und wenn die Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Zahlungen für nicht zurückgelieferte Thermoboxen im Zusammenhang mit erbrachten Vermietdienstleistungen werden als Umsatzerlöse ausgewiesen. Von den Umsatzerlösen werden Rabatte, Boni, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit der Leistung stehende Steuern abgesetzt. Alle ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden dar.

Umsatzerlöse werden zum Transaktionspreis der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung erfasst und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu erhalten sind.

Die mit den Kunden branchenüblichen Zahlungsziele enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Gewährleistungsverpflichtungen aus Verträgen der Gesellschaft mit ihren Kunden stellen keine separaten Leistungsverpflichtungen dar und werden als Rückstellung erfasst.

Hinsichtlich der Eröffnungs- und Schlusssalden sowie Wertminderungen auf Forderungen aus Verträgen mit Kunden verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen und für die Aufteilung nach Regionen auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

Finanzergebnis

Im Posten Finanzergebnis ausgewiesene Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dabei findet die Effektivzinsmethode Anwendung.

Ertragsteuern

Der Aufwand aus Ertragsteuern stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Der zu versteuernde Gewinn unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ausgewiesenen Gewinn vor Steuern, da Ertrags- und Aufwandsposten, die in anderen Jahren zu versteuern oder abzugsfähig sind, sowie Posten, auf die grundsätzlich keine Steuern anfallen oder die grundsätzlich nicht abzugsfähig sind, hierin nicht enthalten sind.

Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit der in IAS 12 (Ertragsteuern) dargelegten bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst. Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Die Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, werden erwartungsgemäß innerhalb des Planungszeitraums von fünf Jahren genutzt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie denselben Steuerpflichtigen betreffen und gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Zum Ende des Geschäftsjahres waren wie im Vorjahr nur Stammaktien ausgegeben, sodass das Konzernergebnis nicht auf verschiedene Aktiengattungen aufzuteilen ist. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird nicht gesondert ausgewiesen, da zum 31.12.2021 wie im Vorjahr keine potentiell verwässernden Instrumente ausstehend waren.

6.2 KONZERNBILANZ

6.2.1 Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können.

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschungskosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben und, sobald es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt, auf möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Schätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Software 3 - 5 Jahre
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 6 Jahre

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Ein aus interner Entwicklung (oder der Entwicklungsphase eines internen Projekts) entstehender immaterieller Vermögenswert wird angesetzt, sofern die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 nachgewiesen werden können. Die aktivierten Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten.

Sachanlagen

Sachanlagen werden für Geschäftszwecke genutzt und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.

Sachanlagen werden gemäß der Nutzungsart und Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung stehen. Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen
Gebäude 33 - 40 Jahre
Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen 5 - 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
Produktionsanlagen 8 - 21 Jahre
Sonstige technische Anlagen und Maschinen 3 - 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
Containerflotte 5 Jahre
Boxenflotte 2 - 5 Jahre

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Sachanlagen auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft.

Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagenpostens entstehen, werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft.

Vertragsvermögenswerte

Die Vertragsvermögenswerte beinhalten Entwicklungskosten, die nicht bereits die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach anderen Standards erfüllen. Dabei handelt es sich vorwiegend um kundenspezifische Entwicklungen, die in der Zeit der Vertragsanbahnung erbracht werden, unmittelbar mit einem erwarteten Vertrag zusammenhängen und für die eine Wiedererlangung der dabei entstehenden Kosten erwartet wird. Zum einen fallen solche Kosten bei der Modifikation oder Qualifizierung von Produkten aus dem bestehenden Sortiment der Gesellschaft nach kundenspezifischen Anforderungen und zum anderen bei Implementierungen von Produkten oder Leistungen der va-Q-tec in die Prozesse der Kunden an. Zudem schaffen diese Kosten neue bzw. verbessern bestehende Ressourcen der Gesellschaft, die für die künftige Erfüllung von Leistungsverpflichtungen genutzt werden.

Zusätzliche Kosten für kundenspezifische Entwicklungen in der Zeit der Vertragsanbahnung, für die der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würden, werden sofort als Aufwand erfasst.

Die aktivierten Vertragsvermögenswerte werden gleichlaufend mit der Übertragung der Güter bzw. Dienstleistungen abgeschrieben, auf die sich die Vertragsvermögenswerte beziehen.

Werthaltigkeitstest

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht mehr erzielt werden kann. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird dabei auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für die vorgenommene Wertminderung, so erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den neuen erzielbaren Betrag. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

Leasingverhältnisse

Leasing

Als Leasingverhältnisse gelten alle Verträge, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Entgelt übertragen. Dies gilt auch für Verträge, bei denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Die va-Q-tec nutzt als Leasingnehmer insbesondere Immobilien und Fahrzeuge.

Konzern als Leasingnehmer

Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wurde bis zum 31.12.2018 beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenannte Finance Leases) oder dem Leasinggeber (sogenannte Operating Leases) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand gemäß IAS 17 zuzurechnen war.

Im Falle eines Operating Leasings wurden die Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte, die im Rahmen eines Finanzierungsleasings bilanziert wurden, wurden zu Beginn des Leasingvertrages mit dem niedrigeren Wert aus dem Barwert der Leasingzahlungen und dem Zeitwert des Leasinggegenstands und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und sonstiger kumulierter Wertminderungen berücksichtigt. Die Abschreibung erfolgte linear unter entsprechender Berücksichtigung eines Restwertes des Vermögenswertes. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden diskontiert unter den Finanzierungsverbindlichkeiten passiviert.

Seit dem 01.01.2019 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen im Sachanlagevermögen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:

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Feste Zahlungen, einschließlich defacto feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber noch zu leistender Leasinganreize,
variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,
erwartete Beträge, die aufgrund von Restwertgarantien voraussichtlich zu zahlen sind,
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn die Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird und
Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen angenommener Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.

Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz diskontiert. Der Zinssatz wird auf Basis des risikofreien Referenzzinssatzes unter Berücksichtigung der Laufzeit der Leasingverträge in der relevanten Konzernwährung (TEUR) zuzüglich eines dem Rating der va-Q-tec entsprechenden Risikoaufschlages ermittelt. Falls notwendig, erfolgen länder- und währungsspezifische Anpassungen des Basiszinssatzes. Der Risikoaufschlag ist konzernweit einheitlich ausgestaltet, da sich innerhalb des Konzernverbundes keine wesentlichen Unterschiede in Bezug auf das Kreditrisiko ergeben. Leasingspezifische Adjustierungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich, da beispielsweise vorliegende Besicherungen keinen materiellen Einfluss auf den Zinssatz haben. Änderungen der Leasingverhältnisse und Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen das Nutzungsrecht erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf Null reduziert ist oder diese aufgrund einer teilweisen bzw. vorzeitigen Beendigung des Leasingverhältnisses resultiert.

Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird korrespondierend zur Leasingverbindlichkeit aktiviert. Zu Beginn des Leasingverhältnisses entspricht der Wert des Nutzungsrechts dem Barwert der entsprechenden Leasingverbindlichkeit. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Konzern führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren zudem Werthaltigkeitsprüfungen durch.

Der Konzern macht von den Erleichterungsmöglichkeiten des IFRS 16 für Short Term Leases (Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten) sowie für Low-Value Vermögenswerte Gebrauch. Für die Low-Value Vermögenswerte wird ein Richtwert von 5 TEUR herangezogen. Zahlungen aus Leasingverpflichtungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten werden dem Wahlrecht entsprechend im Zahlungszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. va-Q-tec stellt außerdem entsprechend dem Wahlrecht des Standards die Leasing- und Servicekomponenten grundsätzlich nicht separat voneinander dar.

Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

Im Rahmen von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen hat der Konzern bis zum 31.12.2018 Container an Leasinggesellschaften verkauft und diese anschließend wieder zurück geleast. Durch die Rückmietung übernahm der Konzern wieder alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken und klassifizierte das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing. Die Umsatzerlöse aus diesen Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen wurden vollständig eliminiert. Da sämtliche Container in der gleichen Periode hergestellt und im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen zurückgeleast wurden, sind die diesbezüglichen Zugänge aus den aktivierten Eigenleistungen mit den betragsmäßig gleichen Abgängen saldiert in der Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Containerflotte im Sachanlagevermögen ausgewiesen worden. Die erstmalige Bewertung des Vermögenswerts aus Finanzierungsleasing erfolgte nach den allgemeinen Regeln des IAS 17 und führte zur Aktivierung des Leasinggegenstands und der korrespondierenden Verbindlichkeit.

Der Überschuss aus den va-Q-tec zufließenden finanziellen Mitteln (Verkaufspreis) und dem Buchwert bzw. den aktivierten Eigenleistungen der Container aus dem Verkauf durfte bei Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen nicht sofort erfolgswirksam erfasst werden, sondern wurde als passiver Sonderposten unter den nicht-finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Der Sonderposten wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses von 5 Jahren erfolgswirksam aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Auflösung des bestehenden Sonderpostens erfolgt bis zum 31.08.2023.

Seit dem 01.01.2019 ist im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswerts einen Verkauf darstellt. Wenn die Übertragung eines Vermögenswerts die in IFRS 15 festgelegten Anforderungen für die Bilanzierung als Verkauf nicht erfüllt, wird der Vermögenswert weiterhin bilanziert und die erhaltenen Erlöse als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 erfasst.

Konzern als Leasinggeber

Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverträgen auf. Dies betrifft die kurzfristige Vermietung von Containern und Boxen an Dritte, die in der Regel von kurzer Dauer ist. Im Zuge dieser Leasingverhältnisse erfolgt keine Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer, sodass die vermieteten Container und Boxen im Anlagevermögen ausgewiesen werden. Die Erlöse aus der Vermietung werden innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt. Erlöse aus der vorübergehenden Vermietung von nicht durchgehend durch das Unternehmen genutzten Räumlichkeiten werden in den sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten zugerechnet und Anschaffungspreisminderungen abgezogen. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Material- und Fertigungskosten sowie den produktionsbezogenen Anteil der fixen und variablen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur verlustfreien Bewertung werden u. a. Bewertungsabschläge aufgrund von Gängigkeiten vorgenommen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Der Konzern klassifiziert langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen als zur Veräußerung bestimmt, wenn der Buchwert überwiegend durch einen Verkauf und nicht durch eine fortgesetzte Nutzung realisiert wird. In diesem Fall werden die Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Unmittelbar vor der Klassifizierung als zur Veräußerung bestimmt werden die Vermögenswerte anhand der jeweils anzuwendenden Einzelregelungen auf einen Wertminderungsbedarf überprüft. Im Falle einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgt eine Wertaufholung; diese ist auf die zuvor für den Vermögenswert oder die Veräußerungsgruppe erfasste Wertminderung begrenzt.

Finanzinstrumente und finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Forderungen und Zahlungsmitteln zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach IFRS 9. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von Dritten zu erhalten. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den Kategorien nach IFRS 9.

Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte basieren zum einen auf der sogenannten Zahlungsstrombedingung (ausschließlich Zahlungsströme aus Zinsen und Kapitalrückzahlung) entsprechend der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme eines einzelnen finanziellen Vermögenswerts. Zum anderen hängen sie auch vom Geschäftsmodell ab, nach dem Portfolios finanzieller Vermögenswerte gesteuert werden. Das Geschäftsmodell von va-Q-tec zur Steuerung von Portfolios der finanziellen Vermögenswerte spiegelt wieder, wie das Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um seine Zahlungsströme zu generieren. In Abhängigkeit des Geschäftsmodells entstehen die Zahlungsströme durch die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides.

Auf Basis dieser Kriterien finden bei va-Q-tec für finanzielle Vermögenswerte folgende Bewertungskategorien Anwendung:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen sämtliche Vermögenswerte, deren vertragliche Bestimmungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag im Einklang mit der Zahlungsstrombedingung des IFRS 9 darstellen, sofern diese Vermögenswerte mit der Absicht gehalten werden, die über ihre jeweilige Laufzeit erwarteten vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Die Zugangsbewertung dieser Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zum Fair Value. Dieser entspricht regelmäßig dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt. Die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt anhand der Effektivzinsmethode.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen sämtliche finanziellen Vermögenswerte, deren Zahlungsströme durch Verkauf vereinnahmt werden oder nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen in Übereinstimmung mit der in IFRS 9 etablierten Zahlungsstrombedingung darstellen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie einschließlich derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Der aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, es sei denn, das Derivat wird als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting) und ist als solches wirksam. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde jeweils keine Sicherungsgeschäfte für finanzielle Vermögenswerte getätigt.

Einzelne finanzielle Vermögenswerte werden nach IFRS 9 zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, wird eine aufwandswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen und auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden aufgrund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wertgeminderte Forderungen werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich bewertet werden. Zudem wird entsprechend IFRS 9 der vereinfachte Ansatz für die Bestimmung der erwarteten Kreditverluste bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet und erwartete Kreditverluste über die jeweilige Gesamtlaufzeit der Forderungen als Wertminderung berücksichtigt. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz auch für Vertragsvermögenswerte an.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Ein Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.

6.2.2 Passiva

Eigenkapital

Als Eigenkapital werden Geld- und Sacheinlagen definiert, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Transaktionskosten sind Kosten, welche ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Diese werden unter Berücksichtigung sämtlicher Steuereffekte von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht. Die Entwicklung des Eigenkapitals des va-Q-tec- Konzerns ist für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Eigene Anteile

va-Q-tec bilanziert die in 2016 erstmals erworbenen eigenen Anteile nach der sogenannten cost method, wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen werden.

Anteilsbasierte Vergütungen

Das Unternehmen hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer. Weitere Informationen zu anteilsbasierten Vergütungen im va-Q-tec Konzern sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Sie werden ertragswirksam in den Perioden erfasst, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen trägt, welche durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als nicht-finanzielle Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Die Auflösung erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag auf Grundlage der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes. In 2021 hat die va-Q-tec AG Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Anschaffung langfristiger Vermögenswerte i. H. v. 428 TEUR (Vj.: 265 TEUR) erhalten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt und die Höhe dieser Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. In die Bewertung der Rückstellungen fließen sämtliche maßgeblichen Kostenfaktoren ein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, zum Bilanzstichtag mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Wenn zu erwarten ist, dass der zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung sowie einer Schätzung der zukünftigen Gewährleistungsfälle.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden - gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bewertet.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken werden bestimmte derivative Finanzinstrumente festen, in Fremdwährung vereinbarten Verpflichtungen als Sicherungsinstrument zugeordnet, um das damit verbundene Risiko abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Wert als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert. Der nach IFRS 9 ermittelte effektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) designiert sind und die Vorraussetzungen zur Bilanzierung als Teil einer Sicherungsbeziehung erfüllen, wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Ein eventuell ermittelter ineffektiver Teil der Veränderung wird erfolgswirksam gebucht. Der im Eigenkapital bilanzierte Betrag wird in der Periode in der Konzern-Gewinn- und- Verlustrechnung erfasst, in der das Grundgeschäft erfolgswirksam wird bzw. stattfindet.

7 ERLÄUTERUNGEN

7.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7.1.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

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in TEUR 2021 2020
Produkte 22.032 18.303
Systeme 36.379 19.520
Dienstleistungen 44.090 32.657
Sonstige 1.562 1.626
Gesamt Konzern 104.063 72.106

Das Produktgeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Vakuumisolationspaneelen und Wärmespeicherkomponenten. Diese Produkte werden in folgende Branchen verkauft: Healthcare & Logistik, Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Der Umsatz entwickelte sich mit einer Steigerung um 20 % gegenüber der Vorjahresbasis dynamisch und setzte insbesondere in der ersten Jahreshälfte den Trend aus dem dritten und vierten Quartal 2020 fort. Grund hierfür waren vor allem die starke Nachfrage nach energieeffizienten Kühl- und Gefriergeräten sowie die Markteinführung neuer Produkte, wie z.B. vakuumisolierte Leitungsrohre.

Das Systemgeschäft umfasst den Vertrieb von thermischen Verpackungen, die an Unternehmen aus der Healthcare & Logistik-Branche verkauft werden. Der enorme Anstieg des Umsatzes im Bereich Systeme von 86 % wurde im Geschäftsjahr sehr stark durch den Verkauf von Boxen und der zum Kauf verfügbaren Container-Variante (va-Q-pal) für die Distribution von Corona-Impfstoffen und anderen temperatursensiblen Produkten beinflusst.

Das Geschäft mit Dienstleistungen umfasst das Vermietungsgeschäft von Containern und Boxen für den Transport von temperatursensiblen Gütern, mehrheitlich für Produkte aus der Pharma- und Biotech-Branche, aber auch für die Halbleiter-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie. Gegenüber dem Vorjahr konnte die positive Umsatzentwicklung mit einer Steigerung um 35 % sehr erfolgreich fortgeführt werden. Insgesamt profitierte va-Q-tec dabei auch von der starken Beteiligung an der weltweiten Impfstoff-Distribution, aber auch die weitere Verbreiterung der Kundenbasis und die stark gestiegene Anzahl an Vermietungen kleiner Thermoboxen für Transporte "auf der letzten Meile" trugen zum Umsatzwachstum bei. Sonstige Umsatzerlöse werden durch thermische Beratung und staatlich geförderte Forschungsprojekte erzielt.

Gegenüber dem Vorjahr konnte die dynamische Entwicklung in den drei wesentlichen Bereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen mit einem Umsatzwachstum von 44 % fortgeführt werden. Die bereits im ersten Halbjahr 2021 erkennbare hohe Wachstumsdynamik, angeführt von einem Umsatzwachstum im Produktbereich um 61 %, konnte im zweiten Halbjahr durch Wachstum vor allem in den Bereichen Systeme und Dienstleistungen noch einmal beschleunigt werden. In den Umsatzerlösen des Bereichs Dienstleistungen sind auch Kompensationszahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 672 TEUR (Vj.: 543 TEUR) enthalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

7.1.2 Aktivierte Eigenleistungen

Die nachfolgende Tabelle illustriert die Entwicklung der aktivierten Eigenleistungen in den Geschäftsjahren 2021 und 2020. Aufgrund der weiteren Expansion des Container- und Boxenvermietgeschäfts sowie der Covid-19 bedingten, erhöhten Nachfrage nach diesen Dienstleistungen wurde das Investitionsvolumen in diesem Bereich in Form eines signifikanten Ausbaus der beiden Mietflotten wieder erhöht.

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in TEUR 2021 2020
Aktivierte Eigenleistungen aus Aufbau Containerflotte 6.960 3.827
Aktivierte Eigenleistungen aus Aufbau Mietboxenflotte 2.688 1.101
Sonstige aktivierte Eigenleistungen 1.680 1.451
Gesamt Konzern 11.328 6.379

Von den im Jahr 2021 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten i. H. v. 3.653 TEUR (Vj.: 2.694 TEUR) erfüllen 358 TEUR (Vj.: 359 TEUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS und werden in den sonstigen aktivierten Eigenleistungen ausgewiesen. Die übrigen Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in den entsprechenden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, überwiegend im Personal aufwand, erfasst. Weitere aktivierte Eigenleistungen entstehen aus der Aktivierung selbst erstellter Software und den Eigenleistungen bei Bau und Inbetriebnahme neuer Maschinen und Anlagen.

7.1.3 Sonstige betriebliche Erträge

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in TEUR 2021 2020
Auflösung Sonderposten aus Container Sale-and-Leaseback Transaktionen 1.651 2.397
Kursgewinne 1.167 512
Erträge aus Untermiet-/​ Leasingverhältnissen 441 232
Auflösung Sonderposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 413 487
Erträge aus privater Nutzung von Dienstfahrzeugen 171 160
Aperiodische Erträge 99 263
Gewinne aus Anlagenverkäufen 87 287
Sonstige Erträge 265 331
Gesamt Konzern 4.294 4.669

Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 4.294 TEUR (Vj.: 4.669 TEUR) resultierten vorrangig aus planmäßigen und kontinuierlichen Auflösungen des Sonderpostens aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen, Kursgewinnen, Erträgen aus der Vermietung von Gebäudeteilen und Grundstücksflächen in Würzburg, Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie aus Erträgen aus der Erstattung für die private Nutzung von Dienstfahrzeugen, Gewinnen aus Anlagenverkäufen und aperiodischen Erträgen. In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Erträge aus Einspeisevergütungen von Photovoltaikanlagen in Höhe von 21 TEUR (Vj.: 23 TEUR) sowie Erträge aus der Erstattung von Versicherungen in Höhe von 15 TEUR (Vj.: 0 TEUR) ausgewiesen.

7.1.4 Materialaufwand

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in TEUR 2021 2020
Aufwand für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 31.430 19.645
Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.324 13.106
Gesamt Konzern 50.754 32.751

Der Materialaufwand einschließlich der Aufwendungen für bezogene Leistungen stieg aufgrund der signifikanten Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie der aktivierten Eigenleistungen leicht überproportional zu den Gesamterträgen von 32.751 TEUR auf 50.754 TEUR (+55 %), was zu einer Erhöhung der Materialaufwands-Quote um 2 %-Punkte auf 41 % führt (Vj.: 39 %). Der Materialaufwand beinhaltet neben Kosten für Rohmaterialien und für bezogene Leistungen insbesondere Logistikdienstleistungen im Container-Rental-Geschäft. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingvereinbarungen von 64 TEUR (Vj.: 32 TEUR) ausgewiesen.

7.1.5 Personalaufwand

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Personalaufwendungen in den Geschäftsjahren 2021 und 2020:

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in TEUR 2021 2020
Löhne und Gehälter 27.682 21.984
Soziale Abgaben 5.400 4.127
Gesamt Konzern 33.082 26.111

Der Personalaufwand veränderte sich absolut von 26.111 TEUR im Vorjahr auf 33.082 TEUR im Berichtszeitraum 2021; die prozentuale Steigerung um 27 % lag damit deutlich unter dem Anstieg der Gesamterträge, wodurch die Personalaufwandsquote um 4 %-Punkte auf 27 % gesunken ist. Der absolute Anstieg ist vor allem auf wachstumsbedingte Neueinstellungen in der va-Q-tec AG in der Produktion, höhere Boni und Tantiemen auf Basis der im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Ergebnisse sowie Gehaltsannualisierungen von Personaleinstellungen aus 2020 zurückzuführen. Die sozialen Abgaben enthalten im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Für Mitarbeiter in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der va-Q-tec-Konzern in Höhe eines im Berichtszeitraum gültigen Beitragssatzes von 9,3 % (Vj.: 9,3 %) (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die geleisteten Beiträge betrugen im Berichtsjahr 1.815 TEUR (Vj.: 1.426 TEUR). Zusätzlich leistet die va-Q-tec AG im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter Zuschüsse zu Direktversicherungen i. H. v. 126 TEUR (Vj.: 120 TEUR). Darüber hinaus besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan in den Tochtergesellschaften UK, Korea, Japan und Singapur. In der englischen Gesellschaft wurden Beiträge in Höhe von 85 TEUR (Vj.: 82 TEUR), in der US-amerikanischen Gesellschaft 46 TEUR (Vj.: 32 TEUR), in der koreanischen Gesellschaft 17 TEUR (Vj.: 18 TEUR), in der japanischen Gesellschaft 30 TEUR (Vj.: 24 TEUR) und in der singapurischen Gesellschaft 32 TEUR (Vj.: 26 TEUR) aufwandswirksam erfasst. Für die Vorstandsmitglieder bestehen darüber hinaus seit 2014 beitragsorientierte Leistungszusagen, für die im Berichtsjahr 16 TEUR (Vj.: 18 TEUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt wurden. Insgesamt wurden somit Aufwendungen zu beitragsorientierten Pensionsplänen i. H. v. 2.167 TEUR (Vj.: 1.746 TEUR) erfasst. Die Löhne und Gehälter enthalten für das Geschäftsjahr 2021 erneut keine Kosten aus der Gewährung von Optionen an Mitarbeiter (Vj.: 0 TEUR). Für weitere Erläuterungen zu anteilsbasierter Vergütung verweisen wir auf Kapitel 8.3.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsjahren 2021 und 2020 stellt sich wie folgt dar:

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2021 2020
Männliche Beschäftigte 425 352
Weibliche Beschäftigte 166 137
Gesamt Konzern 591 489

Die Anzahl der Mitarbeiter einschließlich Vorständen, Geschäftsführern, Auszubildenden und Praktikanten beträgt 625 (Vj: 519).

7.1.6 Sonstiger betrieblicher Aufwand

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in TEUR 2021 2020
Frachten 5.352 2.436
Rechts-, Patent- und Beratungskosten 4.526 3.053
Marketing und Vertrieb 1.902 1.182
Reparatur und Instandhaltung 1.818 1.430
Mieten, Leasing und Gebäudenebenkosten 1.442 1.035
IT und sonstige Bürokosten 1.139 812
Sonstiger Personalaufwand 1.008 514
Versicherungen und Beiträge 919 695
Kursverluste 422 1.333
Laborbedarf 273 109
Vergütung des Aufsichtsrats 221 161
Abfallentsorgung 204 138
Sonstige Aufwendungen 770 973
Gesamt Konzern 19.996 13.871

Der sonstige betriebliche Aufwand verzeichnet im Berichtszeitraum 2021 eine Erhöhung um 44 % auf 19.996 TEUR (Vj.: 13.871 TEUR). Grund hierfür waren im Wesentlichen die sowohl durch das Umsatzwachstum, aber vor allem auch durch die infolge der Pandemie stark erhöhten Preise für Luft- und Seefracht enorm gestiegenen Frachtkosten, Beratungskosten u.a. für Effizienz- und Produktivitätsverbesserungen in der Produktion sowie im Vergleich zum Vorjahr wieder stärkere Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Bedingt durch das dynamische Unternehmenswachstum und das wachsende Vermietgeschäft mit Boxen weisen zudem der sonstige Personalaufwand sowie Versicherungen und Beiträge einen Anstieg aus. Gegenläufig entwickelten sich die Kursverluste aus Fremdwährung, da sich der Währungskurs des US-Dollars erholen konnte. Im Posten Mieten, Leasing und Gebäudenebenkosten werden Aufwendungen aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten i. H. v. 254 TEUR (Vj.: 93 TEUR) sowie für Low-Value Vermögenswerte i. H. v. 5 TEUR (Vj.: 2 TEUR) ausgewiesen. In den sonstigen Aufwendungen sind unter anderem aperiodische Aufwendungen von 109 TEUR (Vj.: 84 TEUR) und Aufwendungen aus Anlagenabgängen von 40 TEUR (Vj.: 231 TEUR) ausgewiesen.

7.1.7 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßige Abschreibungen i. H. v. 13.655 TEUR (Vj.: 12.299 TEUR) vorgenommen. Die darin enthaltenen Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 4.936 TEUR (Vj.: 5.878 TEUR). Es gab in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen oder Zuschreibungen.

7.1.8 Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung von Beteiligungen

Die va-Q-tec hält jeweils 15,00 % der Anteile an den nicht börsennotierten Gesellschaften Sumteq GmbH und ING 3D GmbH. Für die Anteile an den beiden Beteiligungen liegen keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vor. Ausgehend von Bewertungen im Rahmen von in Verhandlung stehenden Kapitalmaßnahmen, einhergehend mit vorgenommenen Bewertungen (Stufe 2 nach IFRS 13) ergibt sich kein zu berücksichtigender wesentlicher Effekt.

7.1.9 Finanzergebnis

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in TEUR 2021 2020
Erträge aus derivativen Finanzinstrumente (ohne Sicherungsbeziehung) 6 12
Finanzerträge 6 12
Zinsaufwendungen -2.094 -1.058
Zinsen aus Leasing -158 -213
Finanzaufwendungen -2.252 -1.271
Finanzergebnis -2.246 -1.259

Die Erhöhung der Zinsaufwendungen ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr angefallenen Zinsen auf die im November 2020 begebene Anleihe zurückzuführen.

7.1.10 Ertragsteuern

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in TEUR 2021 2020
Tatsächlicher Steueraufwand (Steuerertrag) 146 25
Laufende Periode 142 34
Vorperioden 4 -9
Latenter Steueraufwand (Steuerertrag) 490 -102
Gesamt Konzern 636 -77

Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Die steuerliche Überleitungsrechnung erläutert den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand, der sich aus dem IFRS-Konzernergebnis (vor Ertragsteuern) durch Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 30,3 % (Vj.: 30,3 %) ergibt. Der verwendete Ertragsteuersatz entspricht jeweils dem durchschnittlichen inländischen Steuersatz der va-Q-tec AG, der sich aus der Körperschaftsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer zusammensetzt.

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in TEUR 2021 2020
Konzernergebnis vor Steuern 2.798 -1.511
Ertragssteuersatz 30,3 % 30,3 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand (Steuerertrag) 847 -457
Steuerfreie Erträge -184 -214
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 110 62
Wertberichtigung und nicht aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge 347 1.092
Gewinn/​Verlust des laufenden Jahres, für die keine latente Steuer angesetzt wurde (IAS 12.15b) 144 -59
Effekte Steuersatzänderung -179 -75
Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen -45 -506
Perdiodenfremde Ertragssteuern -4 9
Abweichende ausländische Steuersätze -392 59
Sonstige Effekte -8 12
Ausgewiesener Steueraufwand (Steuerertrag) 636 -77

Der Betrag der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

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2021 2020
in TEUR vor Steuern latente Steuern nach Steuern vor Steuern latente Steuern nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
In der Kapitalrücklage verrechnete Eigenkaptialtransaktionskosten -442 134 -308 - - -
Anteilige Erstattungen von Eigenkapitaltransaktionskosten durch Aktionären - - - - - -
Effekt auf die Kapitalrücklage -442 134 -308 - - -

Die nachfolgende Übersicht gibt an, welchen Bilanzpositionen die aktiven und passiven latenten Steuern zuzuordnen sind:

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in TEUR Aktive latente Steuer 31.12.2021 Passive latente Steuer 31.12.2021
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte - 782
Sachanlagen 2.613 1.288
Vertragsvermögenswerte - 11
Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen - -
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 18 56
Vorräte 328 34
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle finanzielle Vermögenswerte - -
PASSIVA
Langfristige Rückstellungen - -
Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 5
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 189 -
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 289 129
Kurzfristige Rückstellungen 105 7
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 119 -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 293 -
Verlustvorträge 403 -
Summe latente Steuern vor Saldierung 4.357 2.317
Saldierung -2.317
Bilanzausweis 2.040

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in TEUR Aktive latente Steuer 31.12.2020 Passive latente Steuer 31.12.2020
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte - 732
Sachanlagen 1.321 550
Vertragsvermögenswerte - 22
Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen - -
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - 44
Vorräte 249 23
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle finanzielle Vermögenswerte - -
PASSIVA
Langfristige Rückstellungen - -
Langfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 4
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 218 -
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 593 120
Kurzfristige Rückstellungen 62 2
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 135 -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 509 -
Verlustvorträge 883 -
Summe latente Steuern vor Saldierung 3.970 1.499
Saldierung -1.499
Bilanzausweis 2.471

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Dabei werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Von den aktiven latenten Steuern entfallen 1.426 TEUR (Vj.: 883 TEUR) auf Einzelgesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste erlitten haben. Insbesondere in der Produktionsgesellschaft (va-Q-tec AG) als auch im Container-Service Geschäft (va-Q-tec Ltd. (UK)) werden umfangreiche Investitionen in Personal, Technologie und Kapazität getätigt, die die notwendige Basis für Wachstum bieten. Mittelfristig wird von einer dauerhaften Profitabilität ausgegangen, bei der die latenten Steueransprüche genutzt werden können.

Zum 31.12.2021 erhöhten sich die steuerlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden, auf 15.898 TEUR (Vj.: 12.920 TEUR). Diese steuerlichen Verlustvorträge verteilen sich auf die Tochtergesellschaften in Uruguay und Singapur, den USA sowie die deutsche Muttergesellschaft. In 2021 wurden in der Tochtergesellschaft in UK aufgrund des im Geschäftsjahr erzielten Gewinns sämtliche steuerlichen Verlustvorträge aufgebraucht. Trotz eines signifikanten Gewinns der Tochtergesellschaft in UK vor Steuer ergaben sich aufgrund von der britischen Regierung im Rahmen des Brexits beschlossener steuerlicher Sonderabschreibungen auf Investitionen lediglich Ertragssteuern von 23 TEUR. Unter Berücksichtigung der Auflösung der aktiven latenten Steuern von Verlustvorträgen von 350 TEUR resultieren aus den steuerlichen Sonderabschreibungen passive latente Steuern in Höhe von 815 TEUR (Vj.: 0 TEUR).

Die steuerlichen Verlustvorträge in sämtlichen Gesellschaften sind unbegrenzt nutzbar.

7.1.11 Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie wird im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ausgewiesen, da sich zur Zeit keine verwässernden Aktienoptionen der va-Q-tec im Umlauf befinden.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:

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Ergebnis je Aktie 2021 2020
Konzernergebnis (in TEUR) 2.162 -1.435
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien 13.109.824 13.075.936
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,16 -0,11

Gewichteter Durchschnitt der Aktien

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in Aktien 2021 2020
Ausgegebene Aktien zum 1. Januar 13.075.936 13.075.936
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien in November 2021 33.888 -
Auswirkung aus Erwerb eigener Anteile - -
Auswirkung der Ausübung von Aktienoptionen - -
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert /​ verwässert) zum 31. Dezember 13.109.824 13.075.936

Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital unter 4.2.2.1.

7.2 BILANZ

7.2.1 Aktiva

7.2.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 2.007 - 1.553 - 50 3.510
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 3.989 - 881 - 397 4.473
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 49 - 268 - - 317
Summe Immaterielle Vermögenswerte 6.045 - 2.702 - 447 8.300

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 1.174 - 315 - 50 1.439
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 1.916 - 1.069 - 397 2.588
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - - - - - -
Summe Immaterielle Vermögenswerte 3.090 - 1.384 - 447 4.027

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
--- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 2.071 833
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 1.885 2.073
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 317 49
Summe Immaterielle Vermögenswerte 4.273 2.955

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 1.593 - 414 - - 2.007
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 2.599 - 1.390 - - 3.989
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - - 49 - - 49
Summe Immaterielle Vermögenswerte 4.192 - 1.853 - - 6.045

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 919 - 255 - - 1.174
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 1.040 - 876 - - 1.916
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - - - - - -
Summe Immaterielle Vermögenswerte 1.959 - 1.131 - - 3.090

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
--- --- ---
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 833 674
2. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 2.073 1.559
3. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 49 -
Summe Immaterielle Vermögenswerte 2.955 2.233

Die Zugänge der Position Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten aktivierte Eigenleistungen aus Produkt- und Softwareentwicklungen.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

7.2.1.2 Sachanlagevermögen

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 40.093 170 6.840 546 134 47.515
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.043 2 2.894 171 12 27.098
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.229 86 5.466 11 2.201 16.591
4. Containerflotte 33.257 - 7.061 - 3.172 37.146
5. Anlagen im Bau 3.606 - 3.856 -728 - 6.734
Summe Sachanlagevermögen 114.228 258 26.117 - 5.519 135.084

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 4.165 55 1.789 - 60 5.949
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.389 - 1.988 3 12 13.368
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.948 39 2.649 -3 1.318 8.315
4. Containerflotte 22.090 - 5.845 - 3.132 24.803
5. Anlagen im Bau - - - - - -
Summe Sachanlagevermögen 44.592 94 12.271 - 4.522 52.435

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
--- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 41.566 35.928
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.730 12.654
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.276 6.281
4. Containerflotte 12.343 11.167
5. Anlagen im Bau 6.734 3.606
Summe Sachanlagevermögen 82.649 69.636

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 38.140 -96 1.638 634 223 40.093
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.036 - 952 2.062 7 24.043
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.905 -65 2.923 232 766 13.229
4. Containerflotte 29.609 1 4.034 - 387 33.257
5. Anlagen im Bau 3.656 - 2.886 -2.928 8 3.606
Summe Sachanlagevermögen 103.346 -160 12.433 - 1.391 114.228

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 3.135 -38 1.201 6 139 4.165
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.639 - 1.756 1 7 11.389
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.496 -24 2.041 -7 558 6.948
4. Containerflotte 16.197 - 6.170 - 277 22.090
5. Anlagen im Bau - - - - - -
Summe Sachanlagevermögen 34.467 -62 11.168 - 981 44.592

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
--- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 35.928 35.005
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.654 11.397
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.281 5.409
4. Containerflotte 11.167 13.412
5. Anlagen im Bau 3.606 3.656
Summe Sachanlagevermögen 69.636 68.879

Die Zugänge des Sachanlagevermögens resultieren in erster Linie aus der Investition in den weiteren Ausbau der Containerflotte und in den Flottenaufbau der Thermo-Boxen für das weltweite Vermietgeschäft sowie in die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Würzburg und in Kölleda. Die Zusammensetzung der in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechte sowie die Entwicklung der Nutzungsrechte im Berichtszeitraum können der folgenden Tabelle entnommen werden:

Anlagespiegel - Nutzungsrechte

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 1.791 166 3.601 - 134 5.424
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.359 - - - - 1.359
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.952 14 690 - 542 2.114
4. Containerflotte 24.594 - - - 3.006 21.588
Summe Sachanlagevermögen 29.696 180 4.291 - 3.682 30.485

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 873 54 751 - 60 1.618
2. Technische Anlagen und Maschinen 448 - 129 - - 577
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 810 10 605 - 415 1.010
4. Containerflotte 19.178 - 3.451 - 3.006 19.623
Summe Sachanlagevermögen 21.309 64 4.936 - 3.481 22.828

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
--- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 3.806 918
2. Technische Anlagen und Maschinen 782 911
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.104 1.142
4. Containerflotte 1.965 5.416
Summe Sachanlagevermögen 7.657 8.387

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 1.520 -96 590 - 223 1.791
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.356 - 3 - - 1.359
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.632 -2 490 - 168 1.952
4. Containerflotte 24.662 - - - 68 24.594
Summe Sachanlagevermögen 29.170 -98 1.083 - 459 29.696

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 508 -39 543 - 139 873
2. Technische Anlagen und Maschinen 318 - 130 - 448
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 461 -2 505 - 153 810
4. Containerflotte 14.462 - 4.700 - -15 19.178
Summe Sachanlagevermögen 15.749 -41 5.878 277 21.309

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
--- --- ---
1. Grundstücke und Gebäude 918 1.012
2. Technische Anlagen und Maschinen 911 1.038
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.142 1.171
4. Containerflotte 5.416 10.200
Summe Sachanlagevermögen 8.387 13.421

In den Nutzungsrechten sind Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ausgewiesen, die zum 31.12.2021 mit einem Nettobuchwert i. H. v. 1.965 TEUR (Vj.: 5.416 TEUR) auf die Containerflotte entfallen. In den technischen Anlagen und Maschinen sind weitere Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing-Vereinbarungen mit einem Nettobuchwert zum 31.12.2021 von 782 TEUR (Vj.: 911 TEUR) enthalten.

Zum Bilanzstichtag haben sich die Anlagen im Bau in Folge des hohen Investitonsvolumens 2021 und vieler weit fortgeschrittener, aber zum Stichtag noch nicht abgeschlossener Investitionsprogramme auf 6.734 TEUR (Vj.: 3.606 TEUR) erhöht.

Folgende Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden:

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Sämtliche Gebäude und Grundstücke in Kölleda dienen als Sicherheiten (Grundschuld von 6.672 TEUR) für langfristige Bankdarlehen.
Die Immobilie AN33 in Würzburg dient mit einer Grundschuld von 14.300 TEUR als Sicherheit für drei langfristige Bankdarlehen.
Das Gebäude und die Grundstücke "Heuchelhof" in Würzburg dienen mit einer Grundschuld in Höhe von 4.280 TEUR als Sicherheit für zwei langfristige Bankdarlehen.
Die Photovoltaik-Anlage sowie eine Produktionsanlage am Standort Kölleda mit einem Buchwert von 782 TEUR (Vj.: 911 TEUR) dienen als Sicherheiten für die Finanzierung der Bank bzw. der Leasinggesellschaft. Von den übrigen technischen Anlagen und Maschinen der Gesellschaft dient ein Anteil mit einem Buchwert von 9.414 TEUR

(Vj.: 9.235 TEUR) als Sicherheit für langfristige Bankdarlehen.
Aus der Kategorie "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" dienen Vermögenswerte i. H. v. 1.126 TEUR (Vj.: 1.101 TEUR) als Sicherheiten für langfristige Bankdarlehen der Gesellschaft.
Das sich am Standort Würzburg befindende Blockheizkraftwerk mit einem Buchwert in Höhe von 527 TEUR (Vj.: 587 TEUR) wurde als Sicherheit für die langfristige Finanzierung der Bank übereignet.
Die Containerflotte aus Sale-and-finance-leaseback- und Mietkauf-Transaktionen dient den Leasinggesellschaften als Sicherheit für die von ihnen gewährten Finanzierungen.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

7.2.1.3 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
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Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.614 - - - 594 1.020

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2021 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021
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Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - - - - -

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
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Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.020 1.614

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
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Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.614 - - - - 1.614

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2020 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - - - - -

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
--- --- ---
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.614 1.614

Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort eine integrierte Produktions- und Verwaltungsstätte bauen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres größeres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude in der Alfred-Nobel-Str. 33 in Würzburg erworben, um diese für die Zusammenlegung der Würzburger Standorte zu einer Management-, Technologie- und Logistikzentrale zu nutzen. Die Zusammenlegung der Würzburger Standorte wurde in 2018 abgeschlossen.

Die in 2016 erworbenen, unbebauten Grundstücke werden zum 31.12. entgegen der ursprünglichen Planung zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten, da noch nicht feststeht, welcher künftigen Nutzung die Grundstücke zugeführt werden. Im November 2021 wurde jedoch der Verkauf eines Teils der Grundstücke notariell beurkundet. Aufgrund noch fehlender Voraussetzungen für den Eigentumsübergang fand der Verkauf wirtschaftlich erst im Februar 2022 statt. Zum Stichtag 31.12.2021 wird dieser Teil der Grundstücke deshalb als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter den kurzfristigen Vermögenswerten (siehe Kapitel 7.2.1.10) ausgewiesen. Die übrigen Grundstücke werden zum Stichtag weiterhin im Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" mit dem verbleibenden Buchwert von 1.020 TEUR ausgewiesen. Aufgrund des erzielten Preises für die verkauften Teilgrundstücke und vertraglicher Vereinbarungen mit der Stadt Würzburg hinsichtlich Rückkauf- und Weiterveräußerungsoptionen entspricht der Fair Value der verbleibenden Grundstücke einem Wert von 1.179 TEUR. Der Fair Value der als Finanzinsvestionen gehaltenen Immobilien bemisst sich aufgrund der zeitnahen Transaktion nach der Hierarchiestufe 2 im Sinne des IFRS 13.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum entsprechend nicht vorgenommen.

7.2.1.4 Langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2021
Beteiligungen 3.300 - 3.300
Debitorische Kreditoren - 65 65
Kautionen 296 81 377
Derivate 1.150 0 1.150
Forderungen aus Factoring Vereinbarungen 0 1.606 1.606
Übrige 226 628 854
Gesamt Konzern 4.972 2.380 7.352

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2020
Beteiligungen 3.300 - 3.300
Debitorische Kreditoren - 85 85
Kautionen 177 20 197
Forderungen aus Factoring Vereinbarungen 0 476 476
Übrige 26 346 372
Gesamt Konzern 3.503 927 4.430

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zum 31.12.2021 die zum Fair Value bilanzierten Beteiligungen an der SUMTEQ GmbH in Höhe von 3.000 TEUR (Vj.: 3.000 TEUR) sowie der ING3D GmbH in Höhe von 300 TEUR (Vj.: 300 TEUR).

Die übrigen finanziellen Vermögenswerte enthalten die positiven Marktwerte aus Cross-Currency-Swaps zur Absicherung der Währungsrisiken in Verbindung der in Schweizer Franken begegebenen Anleihe in Höhe von 1.150 TEUR (Vj.: negative Marktwerte in Höhe von 137 TEUR), Sicherungseinbehalte und verpfändete Bankkonten im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen (s.a. 4.2.1.7) in Höhe von 1.606 TEUR (Vj. 476 TEUR) sowie ein Mietkautionskonto für die Vermietung von Gebäudeteilen und Grundstücksflächen in Höhe von 200 TEUR (Vj.: 0 TEUR).

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.

7.2.1.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2021
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 979 - 979
Geleistetet Anzahlungen auf Vorräte - 8 8
Forderungen aus Umsatzsteuer - 4.551 4.551
Aktive Rechnungsabgrenzung 224 502 726
Übrige 95 107 202
Gesamt Konzern 1.298 5.168 6.466

sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2020
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 808 - 808
Geleistetet Anzahlungen auf Vorräte - 82 82
Forderungen aus Umsatzsteuer - 928 928
Forderungen aus Förderanträgen - 3 3
Aktive Rechnungsabgrenzung 157 395 552
Übrige 91 141 232
Gesamt Konzern 1.056 1.549 2.605

Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten vor allem Forderungen aus Umsatzsteuer gegenüber Steuerbehörden, die aufgrund der sehr starken Geschäftsaktivitäten im vierten Quartal 2021 und hoher Ansprüche der britischen Tochtergesellschaft gegenüber deutschen Steuerbehörden, die seit dem BREXIT deutlich längere Zeiträume bis zur Erstattung in Anspruch nehmen, zum Stichtag außergewöhnlich hoch ausfallen. Daneben handelt es sich vor allem um geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte, aktive Rechnungsabgrenzung sowie Ansprüche auf Rückerstattung der Energiesteuer.

7.2.1.6 Vorräte

Der Bestand der Vorräte hat sich wegen der gestiegenen Geschäftstätigkeit der va-Q-tec und der pandemie-bedingten Erhöhung der Sicherheitsbestände insgesamt um 6.854 TEUR erhöht (Vj.: 939 TEUR).

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.476 4.408
Unfertige Erzeugnisse 206 358
Fertige Erzeugnisse und Waren 11.787 6.849
Gesamt Konzern 18.469 11.615

In den Vorräten sind zum 31.12.2021 Wertminderungen i. H. v. 483 TEUR (Vj.: 681 TEUR) berücksichtigt. Die Veränderungen der Wertberichtigungen wurden jeweils erfolgswirksam in den Bestandsveränderungen erfasst. Wertaufholungen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Ein Teil des Vorratsvermögens dient als Sicherheit für die Kreditlinien im Rahmen des Multibanken-Vertrags. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt zum 31.12.2021 1.745 TEUR (Vj.: 1.069 TEUR).

7.2.1.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der deutlich gestiegenen Umsätze um 5.900 TEUR von 6.532 TEUR auf 12.432 TEUR gestiegen.

Falls ein Ausfallrisiko eines Kunden besteht, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beurteilung der Höhe des Risikos erfolgt durch den jeweiligen Geschäftsbereichsleiter auf Basis einer Einzelfallanalyse.

Zudem werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Anwendung des vereinfachten Modells der erwarteten Kreditverluste für Forderungen gemäß des IFRS 9 wertberichtigt.

Entwicklung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in TEUR 2021 2020
Stand 01.01. 162 171
Verbrauch 30 -
Auflösung 13 92
Zuführung 27 83
Stand 31.12. 146 162

43 TEUR (Vj.: 86) der dargestellten Wertminderungen sind Wertminderungen auf Forderungen, die auf Einzelsachverhalte zurückzuführen sind. Erwartete Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 103 TEUR (Vj.: 76 TEUR).

Die va-Q-tec hat im Rahmen des Factoringsprogramms der deutschen Muttergesellschaft sowie der englischen Tochtergesellschaft zum 31.12.2021 zudem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert von 6.996 TEUR (Vj.: 2.893 TEUR) an Dritte auf Basis von Factoring-Vereinbarungen veräußert, zu denen keine wesentlichen Chancen und Risiken für die Gruppe verbleiben. Somit wurden diese Forderungen gemäß IFRS 9.3.2.6 (a) ausgebucht. Vorübergehende Sicherungseinbehalte und verpfändete Bankkonten werden einheitlich als sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2021 in Höhe von 1.606 TEUR (Vj.: 476 TEUR) ausgewiesen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert näherungsweise dem Buchwert.

Für weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Kapitel 7. 4) und zum Risikomanagement (Kapitel 7.6).

7.2.1.8 Vertragsvermögenswerte

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Vertragsvermögenswerte neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Vertragskosten (Vertragserfüllungskosten) wie folgt bilanziert:

Vertragsvermögenswerte

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Vertragsvermögenswerte 38 73

Die Abschreibungen auf Vertragsvermögenswerte betrug im Berichtszeitraum 2021 62 TEUR (Vj.: 126 TEUR). Anzeichen für eine Wertminderung der aktivierten Vermögenswerte lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Aufgrund der geringen einzelfallbezogenen Sachverhalte ist keine Wertberichtigung aufgrund wesentlicher erwarteter Kreditverluste zu bilden gewesen.

7.2.1.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

Zahlungsmittel

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Gesamt Konzern 9.810 17.134

7.2.1.10 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Im November 2021 wurde der Verkauf eines Teils der bisher "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" (Grundstücke) zum Preis von insgesamt 759 TEUR notariell beurkundet. Aufgrund noch fehlender Voraussetzungen für den Eigentumsübergang fand der Verkauf wirtschaftlich erst im Februar 2022 statt. Zum Stichtag 31.12.2021 wird dieser Teil der Grundstücke, welche im Segment va-Q-Tec AG beinhaltet sind, deshalb als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

7.2.2 Passiva

7.2.2.1 Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind in der "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt. Die Bestandteile des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtergebnisrechnung aggregiert dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG wurde im Berichtszeitraum 2021 um 325 TEUR bzw. 325.498 Aktien erhöht und beträgt nach der Kapitalerhöhung 13.415 TEUR, eingeteilt in 13.415.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag daher 13.401.434 Aktien.

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in TEUR Anzahl der Aktien Nominalwert
Stammaktien 13.415.000 13.415
Stand 31.12.2021 13.415.000 13.415
Stammaktien 13.089.502 13.090
Stand 31.12.2020 13.089.502 13.090

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14.08.2020 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 13.08.2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 6.544.751 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/​1), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von diesem Recht hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im November 2021 teilweise Gebrauch gemacht und das Grundkapital um insgesamt 325.498 neue, auf den Namen lautende Stückaktien (Stammaktien) bzw. 325 TEUR erhöht. Im Anschluss an die Kapitalerhöhung hat der Aufsichtsrat die Satzung der va-Q-tec AG entsprechend angepasst. Demnach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis einschließlich zum 13.08.2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt 6.219.253 neue, auf den Namen lautende Stückaktien (Stammaktien) gegen Bar- und/​oder Sacheinlage um bis zu insgesamt EUR 6.219.253 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/​1), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Gemäß §6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 6.500.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 6.500.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020/​1). Das bedingte Kapital 2020/​1 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten oder bei Erfüllung von Wandlungspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14.08.2020 unter Tagesordnungspunkt 7 lit. b) ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen und /​ oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen").

Eigene Anteile

Die eigenen Anteile haben sich in 2021 nicht verändert und die Anzahl liegt weiterhin bei 13.566 Aktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen und Sacheinlagen von Aktionären. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage 54.020 TEUR (Vj.: 46.158 TEUR).

Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Das kumulierte sonstige Konzernergebnis enthält die Rücklage aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

7.2.2.2 Langfristige und kurzfristige Rückstellungen

Weiterhin sind die effektiven Anteile von Sicherungsbeziehungen sowie die korrespondierenden latenten Steuern im Rahmen der Bilanzierung von Cash-flow-Hedges erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die kumulierten Ergebnisvorträge, die Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Anwendung von IFRS sowie den Anteil an dem Konzernergebnis der Periode, welcher den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist.

Rückstellungen

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in TEUR Gewährleistungen Archivierung Prozess kosten Sonstiges Gesamt
Stand 01.01.2021 20 17 182 67 286
Zuführung 13 - 133 193 339
Inanspruchname 16 - 6 10 32
Auflösung - - 156 - 156
Stand 31.12.2021 17 17 153 249 436
Langfristig 17 17 - 155 189
Kurzfristig - - 153 94 247

Rückstellungen

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in TEUR Gewährleistungen Archivierung Prozess kosten Sonstiges Gesamt
Stand 01.01.2020 20 17 72 94 203
Zuführung 2 - 136 32 170
Inanspruchname 2 - - 16 18
Auflösung - - 26 43 69
Stand 31.12.2020 20 17 182 67 286
Langfristig 20 17 - 59 96
Kurzfristig - - 182 8 190

Die Prozesskostenrückstellungen beinhalten die erwarteten Kosten aus laufenden und drohenden Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Produktverkäufen an Kunden und Rückstelllungen für offene Dienstleistungen von Lieferanten.

Auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde unter Wesentlichkeitsaspekten verzichtet.

7.2.2.3 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten aus begebenen Anleihen

Im November 2020 hat die va-Q-tec eine Anleihe mit einem Nominalvolumen von 25 Mio. Schweizer Franken begeben. Die Anleihe wird mit einem Kupon in Höhe von 3,75 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Das Unternehmen hat die Anleihe am Handelstag zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Die Anleihe wird zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die Währungsrisiken hat die va-Q-tec mit derivaten Sicherungsgeschäften (Cross-Currency-Swaps /​ CCS) für den Teil von 24 Mio. Schweizer Franken über die Laufzeit der Anleihe abgesichert. Die CCS eliminieren somit das aus den Zins- und Tilgungszahlungen resultierende EUR-CHF-Währungsrisiko für die gesamte Laufzeit der Anleihe für den besicherten Teil. Für diese Sicherungsgeschäfte wendet die Gesellschaft Hedge-Accounting nach IFRS 9 an. Die wesentlichen Parameter der Währungsswaps stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR Nominalbetrag

TCHF
Nominalbetrag

TEUR
Laufzeitbeginn von Laufzeitende bis Zinssatz

CHF
Zinssatz

EUR
Grundgeschäft 24.000 22.218 30.11.2020 30.11.2025 3,75 %
CCS 1 12.000 11.059 01.12.2020 30.11.2025 4,06 %
CCS 2 12.000 11.074 01.12.2020 30.11.2025 4,07 %

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in TEUR Sicherungskurs CHF /​

EUR
Grundgeschäft
CCS 1 1,08505
CCS 2 1,08360

Die vereinbarten CCS orientieren sich in ihrer Ausgestaltung direkt an dem Grundgeschäft. Laufzeit, Zinszahlungstermine und Nominalvolumen sind deckungsgleich.

Die Anleihe dient weiteren Investitionen in die Container- und Boxenflotten, der planmäßigen Refinanzierung bestehender Finanzschulden sowie allgemeinen Finanzierungszwecken.

7.2.2.4 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus langfristigen Investitionsdarlehen zur Finanzierung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie aus kurzfristigen Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens.

Die langfristigen Investitionsdarlehen sind besichert durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen. Die langfristigen Darlehen haben überwiegend Laufzeiten zwischen 15 und 20 Jahren mit fixer Verzinsung. Das Risiko aus variablen Verzinsungen von Darlehen wurde zum Teil durch Zinsswaps abgesichert. Hedge Accounting nach IFRS 9 wird dabei nicht angewandt.

Der bestehende Multibankenvertrag der va-Q-tec AG mit den Hausbanken wurde zuletzt im November 2020 unter vergleichbaren Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2023 befristet. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien der Muttergesellschaft ab. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Kreditrisiken im Risikomanagement (Kapitel 7.6).

Das Vorratsvermögen der va-Q-tec AG dient als Sicherheit für die Kreditlinien. Außerdem hat sich das Unternehmen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30 % sowie von Mindest-EBITDA-Werten verpflichtet.

7.2.2.5 Sonstige finanzielle langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2021
Leasingverbindlichkeiten 4.341 2.698 7.039
Derivative Finanzinstrumente 1 - 1
Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen - 5.323 5.323
Abgegrenzte externe Jahresabschlusskosten - 137 137
Kreditorische Debitoren - 472 472
Übrige 353 258 611
Gesamt Konzern 4.695 8.888 13.583

Finanzielle Verbindlichkeiten

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2020
Leasingverbindlichkeiten 3.410 2.635 6.045
Derivative Finanzinstrumente 144 - 144
Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen - 3.403 3.403
Abgegrenzte externe Jahresabschlusskosten - 87 87
Kreditorische Debitoren - 173 173
Übrige 303 136 439
Gesamt Konzern 3.857 6.434 10.291

Die Leasingverbindlichkeiten resultieren vor allem aus Leasingvereinbarungen zur Finanzierung der Containerflotte der englischen Tochtergesellschaft, welche bis Ende 2018 im Wesentlichen über Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen finanziert wurden, sowie zur Finanzierung von Produktionsanlagen an den Standorten Kölleda und Würzburg. Weiterhin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen über Büro- und Lagerräumlichkeiten sowie über Firmen- und

Dienstfahrzeuge. Die geleasten Vermögenswerte werden im Anlagevermögen als Nutzungsrechte ausgewiesen.

Die derivativen Finanzinstrumente beinhalten die negativen Marktwerte aus Zinsswaps zur Absicherung variabel verzinster langfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 1 TEUR (Vj.: 7 TEUR).

7.2.2.6 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2021
Sonderposten für Zuwendungen 4.388 463 4.851
Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne 213 949 1.162
Boni und Tantiemen Mitarbeiter - 1.319 1.319
Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub - 294 294
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 543 543
Verbindlichkeit aus sonstigen Steuern - 445 445
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer - 789 789
Andere sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 27 635 662
Sonstige Personalverbindlichkeiten - 222 222
Verbindlichkeit aus Sozialversicherung - 139 139
Übrige 27 274 301
Gesamt Konzern 4.628 5.437 10.065

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in TEUR Langfristig Kurzfristig Stand am 31.12.2020
Sonderposten für Zuwendungen 4.185 385 4.570
Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne 1.162 1.651 2.813
Boni und Tantiemen Mitarbeiter - 1.049 1.049
Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub - 297 297
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 335 335
Verbindlichkeit aus sonstigen Steuern - 265 265
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer - 65 65
Andere sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 78 548 626
Sonstige Personalverbindlichkeiten - 250 250
Verbindlichkeit aus Sozialversicherung - 128 128
Übrige 78 170 248
Gesamt Konzern 5.425 4.595 10.020

Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Gesellschaft erhielt zwischen 2017 und 2021 von der Regierung von Unterfranken Investitionszuschüsse für die Investitionen am neuen Standort in Würzburg. Die Investitionszuschüsse dienten den baulichen Investitionen, Maschinen und Einrichtungen sowie der Gesamtinvestition für das Gebäude in Würzburg. Weiterhin hat die Gesellschaft von der Thüringischen Aufbaubank zwischen 2008 und 2021 Investitionszuschüsse für die verschiedenen Bauabschnitte, Maschinen und Einrichtungen am Standort Kölleda erhalten. Sofern die Förderungsbedingungen, wie erwartet, eingehalten werden, sind diese Zuwendungen nicht zurückzuerstatten.

Sonderposten für Zuwendungen

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in TEUR 2021 2020
Stand 01.01. 4.570 4.094
Zuführung 694 961
Auflösung 413 485
Stand 31.12. 4.851 4.570
- davon langfirstig 4.388 4.185
- davon kurzfristig 463 385

Sonderposten für abgegrenzte Gewinne aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

Bis zum 31.12.2018 wurden Container, welche im Rahmen der Containerflotte eingesetzt werden, im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen veräußert. Die beim Containerverkauf über die Herstellungskosten hinaus entstandenen Gewinne wurden als passivischer Sonderposten abgegrenzt. Dieser Sonderposten wird bis Ende 2023 über die jeweilige fünfjährige Nutzungsdauer der Container im sonstigen betrieblichen Ertrag aufgelöst. Mit Anwendung des neuen Standards zu Bilanzierung von Leasingverhältnissen IFRS 16 entstehen seit dem 1.1.2019 keine Gewinne mehr, die als passiver Sonderposten abgegrenzt werden.

7.2.2.7 Vertragsverbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Verpflichtungen aus Verträgen mit Kunden wie folgt bilanziert:

Vertragsverbindlichkeiten

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Vertragsverbindlichkeiten 189 40

Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten insbesondere Verpflichtungen aus erhaltenen Anzahlungen sowie Rückstellungen für Kundenboni.

7.2.2.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

7.3 KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der va-Q-tec im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben, nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und nicht verfügungsbeschränkt sind.

Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der lnvestitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit umfassen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten sowie Abgänge bzw. Zugänge im Sachanlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Immobilien- und Anlagenfinanzierung, die Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Ein- und Auszahlungen aufgrund von Finanzierungsleasing ausgewiesen. In separaten Positionen innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit werden im Vorjahr die Zahlungsmittelzuflüsse aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen sowie aus erhaltenen Investitionszulagen und -zuschüssen gezeigt.

Demgegenüber wird ausgehend vom Konzernergebnis der Mittelzufluss und -abfluss aus betrieblicher Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Konzernergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen, latente Steuern, die Auflösung der Sonderposten, die Bewertung von Finanzinstrumenten und Veränderungen der Rückstellungen, korrigiert. Zudem werden die Veränderungen der übrigen Vermögenswerte und Schulden sowie des Working Capitals ergänzt.

Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

Überleitungsrechnung von Schulden aus Finanzierungstätigkeit nach IAS 7

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Buchwert 31.12.2020 Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen
in TEUR Wechselkursveränderungen Bewertungsänderungen
--- --- --- --- ---
Anleihen 22.064 - 1.055 -
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 29.089 8.035 - -
Leasingverbindlichkeiten 6.045 -2.946 115 -
Finanzschulden 57.198 5.089 1.170 -

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Zahlungsunwirksame Veränderungen Buchwert 31.12.2021
in TEUR Sonstige Änderungen
--- --- ---
Anleihen 243 23.362
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 68 37.192
Leasingverbindlichkeiten 3.825 7.039
Finanzschulden 4.136 67.593

Überleitungsrechnung von Schulden aus Finanzierungstätigkeit nach IAS 7

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Buchwert 31.12.2019 Zahlungswirksame Veränderungen Zahlungsunwirksame Veränderungen
in TEUR Wechselkursveränderungen Bewertungsänderungen
--- --- --- --- ---
Anleihen - 21.961 84 -
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 34.244 -5.085 - -
Leasingverbindlichkeiten 8.137 -3.026 -48 -
Finanzschulden 42.381 13.850 36 -

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Zahlungsunwirksame Veränderungen Buchwert 31.12.2020
in TEUR Sonstige Änderungen
--- --- ---
Anleihen 19 22.064
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -70 29.089
Leasingverbindlichkeiten 982 6.045
Finanzschulden 931 57.198

7.4 FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9. Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen.

Eine Definition der Stufen der Fair-Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2 "Grundlagen der Abschlusserstellung". Die Zuordnungen zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie.

Werte nach Bewertungskategorien zum 31.12.2021

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Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen
in TEUR fortgeführte Anschaffungskosten 31.12.2021 Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 31.12.2021 Stufe 1 Stufe 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen FVtPL 3.300 3.300 3.300
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 5.715 5.715
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVtPL 6.717 6.717 6.717
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
davon derivative Finanzinstrumente mit Hedging Beziehung FVtOCI 1.150 1.150 1.150
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 2.902 2.902
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 9.810 9.810
Summe 18.427 11.167 29.594
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen AC 23.362 24.731 24.731
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 37.192 37.870 37.870
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 8.628 8.628
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung FVtPL 1 1 1
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 6.732 6.725 6.725
Summe 75.914 1 77.954

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Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen
in TEUR Stufe 3
--- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
davon derivative Finanzinstrumente mit Hedging Beziehung
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Summe

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9

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in TEUR Buchwert Beizulegender Zeitwert
Amortised Cost (asset) AC 18.427 18.427
At fair value through OCI (asset) FVtOCI 1.150 1.150
At fair value through P&L (asset) FVtPL 10.017 10.017
Amortised Cost (liability) AC 75.914 77.953
At fair value through P&L (liability) FVtPL 1 1

Werte nach Bewertungskategorien zum 31.12.2020

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Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen
in TEUR fortgeführte Anschaffungskosten 31.12.2020 Beizulegender Zeitwert 31.12.2020 31.12.2020 Stufe 1 Stufe 2
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen FVtPL 3.300 3.300 3.300
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 1.873 1.873
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVtPL 4.659 4.659 4.659
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AC 1.130 1.125
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 17.134 17.134
Summe 20.137 7.959 28.091
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen AC 22.064 23.552 23.552
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 29.089 29.760 29.760
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 5.978 5.978
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente mit Hedging Beziehung FVtOCI 137 137 137
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung FVtPL 7 7 7
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 4.142 4.133 4.133
Summe 61.273 144 63.567

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in TEUR Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten
Anleihen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
davon derivative Finanzinstrumente mit Hedging Beziehung
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Summe

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9

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in TEUR Buchwert Beizulegender Zeitwert
Amortised Cost (asset) AC 20.137 20.132
At fair value through P&L (asset) FVtPL 7.959 7.959
Amortised Cost (liability) AC 61.273 63.423
At fair value through OCI (liability) FVtOCI 137 137
At fair value through P&L (liability) FVtPL 7 7

Der beizulegende Zeitwert der durch die va-Q-tec AG emittierten Anleihe wird auf Basis des notierten, unangepassten Preises auf einem aktiven Markt ermittelt und ist daher der Bewertungsstufe 1 zugeordnet.

Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt zu marktüblichen Zinsen am Bilanzstichtag. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Beteiligungen an der SUMTEQ GmbH und an der ING3D GmbH zum 31.12.2021 erfolgte auf Basis von naheliegenden Transaktionen sowie auf in Verhandlung stehenden Kapitalmaßnahmen dieser Gesellschaften und somit auf Basis beobachtbarer Marktpreise (Bewertungsstufe 2).

Bei den der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden. Der der Bewertungsstufe 2 zugeordnete beizulegende Wert der Cross-Currency-Swaps wird auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden aktuelle Referenzkurse der Europäischen Zentralbank ermittelt. Dies erfolgt unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit der Kontrakte im Vergleich zum kontrahierenden Devisenkurs.

7.5 NETTOERGEBNIS DER FINANZINSTRUMENTE

Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:

Nettoergebnisse 2021 aus

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Kategorie nach IFRS 9 /​ IFRS 16

in TEUR
Zinsertrag Zinsaufwand Wertberichtigungen Folgebewertung zum Fair Value Währungsumrechnung
Amortised Cost (asset) - - - - 819
At fair value through P&L (assets) - - - - -
Amortised Cost (liability) - -1.966 - - -40
At fair value through P&L (liability) - - 6 -42
IFRS 16 - -263 - - -
Sonstiges - -23 - - 9
Summe - -2.252 - 6 746

Nettoergebnisse 2020 aus

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Kategorie nach IFRS 9 /​ IFRS 16

in TEUR
Zinsertrag Zinsaufwand Wertberichtigungen Folgebewertung zum Fair Value Währungsumrechnung
Amortised Cost (asset) - - - - -771
At fair value through P&L (assets) - - - 647 -
Amortised Cost (liability) - -888 - - -16
At fair value through P&L (liability) - - - 12 -
IFRS 16 - -383 - - 0
Sonstiges - 0 - - -34
Summe - -1.271 - 659 -821

7.6 RISIKOMANAGEMENT

va-Q-tec ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter anderem Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Im Einzelfall wird Hedge Accounting nach IFRS 9 angewandt, um Ergebnisschwankungen aus Marktwerveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten zu vermeiden.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht.

Kreditrisiken

Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem va-Q-tec Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, u. a. bei derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.

Das Kreditausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste ("Expected-loss-Modell") für sämtliche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente erfasst.

Grundsätzlich sieht IFRS 9 hierfür ein dreistufiges Verfahren vor. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für den Großteil der finanziellen Vermögenswerte, einschließlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente beinhalten, wird das vereinfachte Verfahren angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste immer über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt.

Aufgrund der Anwendung des vereinfachten Verfahrens ergeben sich folgende Ausfallrisikoklassifizierungen für die finanziellen Vermögenswerte:

Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte 2021

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in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Risikostufe 1 - - 2.380 9.810
Risikostufe 2 12.535 38 1.671 -
Risikostufe 3 43 - - -
Summe 12.578 38 4.051 9.810

Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte 2020

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in TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Risikostufe 1 - - 927 17.134
Risikostufe 2 6.617 73 203 -
Risikostufe 3 77 - - -
Summe 6.694 73 1.130 17.134

Bei Vorliegen entsprechender einzelfallbezogener Umstände und Risikoindikationen werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Es werden sowohl vergangenheitsbezogene Daten, zum Beispiel historische Ausfallquoten, als auch zukunftsbezogene Informationen, zum Beispiel individuelle und makroökonomische Gegebenheiten, in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen einbezogen. Die Bestimmung der Ausfallquoten erfolgt auf Basis einer Wertberichtigungsmatrix unter Bezugnahme auf historische Ausfälle und eine Analyse weiterer Faktoren.

Der Ausfall eines Kontrahenten führt zur Wertberichtigung sämtlicher offenen Positionen mit dem Kontrahenten. Hierbei wird der Ausfall auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, zum Beispiel bei auffälligen Veränderungen des Zahlungsverhaltens oder Insolvenzanmeldung. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist, zum Beispiel nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder in Abhängigkeit anderer lokalrechtlicher Gegebenheiten.

Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen bemessen nach IFRS 9 in Höhe der erwarteten Kreditverluste von 103 TEUR (Vj.: 76 TEUR) gebildet. Die Werthaltigkeit der nicht überfälligen Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und die Bonität der Kunden zurückgeführt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass va-Q-tec seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden sowohl durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzt va-Q-tec entsprechende Liquiditätsplanungsinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag waren keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Es bestanden in ausreichendem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien.

Spezifische Liquiditätsrisiken des Konzerns ergeben sich aus dem verhältnismäßig hohen Anteil einzelner Großkunden, mit denen keine Langzeitverträge bestehen und den damit zusammenhängenden theoretischen Ausfall- oder Abwanderungsrisiken dieser Kunden, sowie aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Covenants und gegenüber Förderinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Förderbedingungen. Diese potenziellen Liquiditätsrisiken werden durch gezielte kommerzielle, finanzielle und organisatorische Maßnahmen durch das Management gesteuert.

Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Rückzahlungsbeträge (einschließlich angenommener, zukünftig zu leistender Zinsen) zur jeweils angegebenen Fälligkeit:

2021 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeit

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Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in TEUR Anleihe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Leasing Derivative Finanzinstrumente Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
--- --- --- --- --- --- ---
2022 866 8.658 2.880 - 6.542 8.628
2023 866 9.910 1.728 - - -
2024 866 4.454 823 - - -
2025 23.968 2.545 696 - - -
2026 - 1.684 540 - - -
2027 und später - 13.356 669 - - -
Summe 31.12.2021 26.566 40.607 7.336 - 6.542 8.628

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in TEUR Gesamt
2022 27.574
2023 12.504
2024 6.143
2025 27.209
2026 2.224
2027 und später 14.025
Summe 31.12.2021 89.679

2020 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeit

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Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in TEUR Anleihe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Leasing Derivative Finanzinstrumente Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
--- --- --- --- --- --- ---
2021 865 6.411 2.755 4 4.107 5.973
2022 865 5.847 2.198 - - -
2023 865 1.857 1.001 - - -
2024 865 2.404 243 - - -
2025 23.924 1.310 46 - - -
2026 und später - 14.663 - - - -
Summe 31.12.2020 27.384 32.492 6.243 4 4.107 5.973

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in TEUR Gesamt
2021 20.115
2022 8.910
2023 3.723
2024 3.512
2025 25.280
2026 und später 14.663
Summe 31.12.2020 76.203

Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite der va-Q-tec gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Grundstücke und Gebäude am Standort Kölleda und am Hauptquartier in Würzburg, Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, sowie Sicherheiten für Finanzierungsleasing in Form von Produktionsanlagen. Darüberhinaus sind Container der englischen Tochtergesellschaft, welche im Rahmen der Containerflotte vermietet werden, als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Die im Rahmen des Multibankenvertrags in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien sind zum Bilanzstichtag durch das Vorratsvermögen besichert. Die va-Q-tec AG hat sich darüber hinaus zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote und Mindest-EBITDA-Werten verpflichtet. Im Rahmen der 2020 begebenen Anleihe hat sich die va-Q-tec AG ebenfalls zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote verpflichtet.

Währungsrisiken

Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die va-Q-tec ist diesem Risiko vor allem aus ihrer Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und /​ oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichende Währung lauten) ausgesetzt. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, sichert die va-Q-tec ausgewählte Wechselkursrisiken mit Devisentermingeschäften ab.

Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Kosten in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.

Die folgende Sensitivitätsanalyse legt den USD, das GBP, den CHF, den SGD und den KRW als wesentliche Fremdwährung für den va-Q-tec Konzern zugrunde. Die Analyse bezieht sich jeweils auf den Stand der zum 31.12.2021 bestehenden Forderungen, liquiden Mittel und Verbindlichkeiten in USD, GBP, CHF, SGD und KRW. Es wurden die Effekte auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet, die sich aus dem simulierten USD-Kurs, GBP-Kurs, CHF-Kurs, SGD-Kurs und KRW-Kurs zum Stichtag ergeben.

Es ergeben sich folgende Währungsszenarien:

2021 | Eigenkapitalveränderung erfolgswirksam

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in TEUR USD GBP CHF KRW SGD Summe
+ 100 Basispunkte 542 0 -9 65 89 687
- 100 Basispunkte -662 0 11 -80 -109 -840

2020 | Eigenkapitalveränderung erfolgswirksam

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in TEUR USD GBP CHF KRW SGD Summe
+ 100 Basispunkte 255 25 40 28 46 394
- 100 Basispunkte -311 -31 -49 -35 -57 -483

Ausgehend von der Bewertung zum 31.12.2021 wurde eine Sensitivitätsanalyse zur Ermittlung der Eigenkapitalveränderung bei einer parallelen Verschiebung der Fremdwährungsbewertung des Schweizer Franken um jeweils 100 Basispunkte für den besicherten Teil der Anleihe und die damit verbundenen Sicherungsgeschäfte durchgeführt. Eine Aufwertung des CHF gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte würde ohne Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften das Sonstige Ergebnis erfolgsneutral um 3.691TEUR mindern. Eine Abwertung des CHF gegenüber dem EUR würde das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfolgsneutral um 1.018 TEUR erhöhen.

Zinsrisiken

Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen und Kontokorrentlinien. Der Konzern steuert in geringem Umfang sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch den Einsatz von Zinsderivaten in Form von Zinsswaps auf langfristige Darlehen, wobei kein Hedge Accounting angewendet wird.

Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Die folgende Sensitivitätsanalyse bezieht sowohl Auswirkungen auf das Zinsergebnis aufgrund der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzinstrumente als auch Wertänderungen der abgeschlossenen Zinsswaps ein. Es wurden die Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet.

Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 47 TEUR niedriger (Vj.: 6 TEUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 47 TEUR niedriger (Vj.: 6 TEUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 45 TEUR höher (Vj.: 1 TEUR höher) und das Konzerneigenkapital um 45 TEUR höher (Vj.: 1 TEUR höher) gewesen.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der va-Q-tec ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor.

Die va-Q-tec überwacht ihr Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote ist hierbei eine wichtige Kennzahl. Der Vorstand hat als mittelfristiges Ziel einen Korridor für die Eigenkapitalquote zwischen 35 und 40 % definiert. Die Eigenkapitalquote sank im Geschäftsjahr 2021 aufgrund des sehr starken Wachstums und der damit zusammenhängenden, sehr deutlichen Ausweitung der Bilanzsumme zeitweilig deutlich unter die angestrebte Quote. Durch die Kapitalerhöhung im November 2021 wurde das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme wieder deutlich erhöht und betrug zum Bilanzstichtag 36 % (Vj.: 35 %). Damit erfüllte sie zum Jahresende 2021 wieder das vom Vorstand gesetzte Ziel. Nach aktuellen Plänen ist davon auszugehen, dass die Eigenkapitalquote des Unternehmens in den kommenden Jahren im beschriebenen Korridor von 35 bis 40 % bleiben wird.

Mit der Begebung der Anleihe und dem verlängerten Multibankenvertrag in 2020 sowie mit der Kapitalerhöhung im November 2021 hat die va-Q-tec AG eine solide Liquiditätsbasis für die Geschäftsplanung der nächsten Jahre geschaffen.

Zum 31.12.2021 unterlagen Finanzverbindlichkeiten der Muttergesellschaft va-Q-tec AG i. H. v. 174 TEUR (Vj.: 598 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Covenant-Regelungen der langfristigen Darlehen schreiben neben Grundschulden und anderen Sicherheiten jeweils eine Mindesteigenkapitalquote von 30 % vor. Diese Kennzahl wurde eingehalten. Im Rahmen des Multibankenvertrages hat die va-Q-tec den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung gestellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30 % sowie von Mindest-EBITDA-Werten verpflichtet. Finanzverbindlichkeiten der va-Q-tec Ltd. (UK) aus Finanzierungsleasing und Darlehen i. H. v. 5.396 TEUR per 31.12.2021 (Vj.: 6.055 TEUR) unterliegen einer Covenant-Regelung in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec Ltd. (UK). Diese Covenant-Regelung schreibt ein bilanzielles Eigenkapital von mindestens 2.500 TEUR zum Bilanzstichtag vor. Wie im Vorjahr wurde dieser Covenant zum Bilanzstichtag erfüllt. Zudem hat sich die Gesellschaft verpflichtet, für die Laufzeit der Anleihe eine Liquidität von 5.000 TEUR nicht zu unterschreiten. Zum Bilanzstichtag beträgt die kurzfristig verfügbare Liquidität unter Berücksichtigung der nicht in Anspruch genommenen Kontokorrentlinie 15.258 TEUR (Vj.: 27.992 TEUR) und erfüllt damit die abgegebene Verpflichtungserklärung.

8 SONSTIGE ANGABEN

8.1 SEGMENTINFORMATIONEN

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Berichtssegmenten "va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.

Die Aktivitäten des deutschen und britischen Berichtssegments sind unverändert zum Vorjahr. In der Schweiz wird ein Fulfillment Center (Temperieren und Reinigen von Mietboxen) betrieben. Die koreanische Tochtergesellschaft erbringt neben Einkaufs- und Verkaufsdienstleistungen auch selbstständige Dritt-Umsätze für den Konzern. Die Tochtergesellschaften in den USA, Uruguay, Singapur und Japan erbringen neben Verkaufsdienstleistungen selbstständige Dritt-Umsätze. Die neu gegründeten Tochtergesellschaften in Brasilien und Indien haben im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine wesentlichen Geschäftsaktivitäten beigetragen.

Die Berichterstattung und -steuerung der einzelnen Segmente bei der va-Q-tec erfolgt unmittelbar nach IFRS. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.

Ausgehend von der Gesamtsumme der Berichtssegmente werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen berücksichtigt.

Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2021

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in TEUR va-Q-tec AG IFRS va-Q-tec Ltd. (UK) IFRS Sonstige IFRS Gesamtsumme Geschäftsbereiche Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 48.457 36.079 19.527 104.063 - 104.063
Innenumsatz 26.812 1.518 1.446 29.776 -29.776 -
Gesamtumsatz 75.269 37.597 20.973 133.839 -29.776 104.063
Zeitpunktbezogen 70.598 - 16.105 86.703 -26.730 59.973
Zeitraumbezogen 4.671 37.597 4.868 47.136 -3.046 44.090
Gesamterträge 87.399 38.289 21.061 146.749 -24.218 122.531
Materialaufwand -38.171 -14.951 -13.399 -66.521 15.767 -50.754
Personalaufwand -27.545 -3.798 -2.800 -34.143 1.061 -33.082
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14.978 -4.213 -3.666 -22.857 2.861 -19.996
EBITDA 6.705 15.327 1.196 23.228 -4.529 18.699
Abschreibungen -6.338 -8.788 -920 -16.046 2.391 -13.655
EBIT 367 6.539 276 7.182 -2.138 5.044
Finanzerträge 392 - - 392 -386 6
Finanzaufwendungen -1.990 -559 -89 -2.638 386 -2.252
EBT -1.231 5.980 187 4.936 -2.138 2.798
Investitionen per 31.12.2021 17.364 14.226 3.372 34.962 -5.972 28.990
Vermögen 31.12.2021 133.584 38.741 16.280 188.605 -43.440 145.165
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2021 68.700 23.967 4.037 96.704 -9.782 86.922
Schulden 31.12.2021 73.751 26.613 17.370 117.734 -24.216 93.518
Mitarbeiter 1 528 58 39 625 - 625

1 Die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet Vorstände, Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten (2021: 34, Vj: 30).

2 Langfristige Vermögenswerte betreffen ausschließlich Sachanlagevermögen und Immaterielle Vermögenswerte

Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2020

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in TEUR va-Q-tec AG IFRS va-Q-tec Ltd. (UK) IFRS Sonstige IFRS Gesamtsumme Geschäftsbereiche Konsolidierung Konzern
Außenumsatz 34.847 28.776 8.483 72.106 - 72.106
Innenumsatz 14.516 1.262 1.285 17.063 -17.063 -
Gesamtumsatz 49.363 30.038 9.768 89.169 -17.063 72.106
Zeitpunktbezogen 46.719 - 7.228 53.947 -14.497 39.450
Zeitraumbezogen 2.644 30.038 2.540 35.222 -2.566 32.656
Gesamterträge 56.698 30.918 9.831 97.447 -13.315 84.132
Materialaufwand -22.879 -12.386 -6.067 -41.332 8.581 -32.751
Personalaufwand -21.797 -3.100 -2.125 -27.022 911 -26.111
Sonstiger betrieblicher Aufwand -10.304 -4.084 -1.928 -16.316 2.445 -13.871
EBITDA 1.718 11.348 -289 12.777 -1.378 11.399
Abschreibungen -4.889 -8.131 -618 -13.638 1.339 -12.299
EBIT -3.171 3.217 -907 -861 -39 -900
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen - - - - 647 647
Finanzerträge 271 - - 271 -259 12
Finanzaufwendungen -916 -562 -52 -1.530 259 -1.271
EBT -3.816 2.655 -959 -2.120 608 -1.512
Investitionen per 31.12.2020 8.849 8.282 963 18.094 -3.812 14.282
Vermögen 31.12.2020 115.812 27.936 6.776 150.524 -31.456 119.068
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2020 58.684 18.660 1.529 78.873 -6.282 72.591
Schulden 31.12.2020 62.989 20.598 7.984 91.571 -13.758 77.813
Mitarbeiter 1 440 49 30 519 - 519

1 Die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet Vorstände, Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten (2020: 30).

2 Langfristige Vermögenswerte betreffen ausschließlich Sachanlagevermögen und Immaterielle Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2021 gab es bei der va-Q-tec AG wie im Vorjahr keinen Kunden, dessen Umsatzanteil über 10 % am Gesamt-Konzernumsatz lag.

Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:

Umsatzerlöse - Regionen

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in TEUR 2021 2020
Deutschland 23.768 20.923
Übrige Europäische Union 24.892 20.699
Andere 55.403 30.484
Gesamt Konzern 104.063 72.106

Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten ersichtlich.

Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und isoliert verkaufte Wärmespeicherkomponenten) wurden im Geschäftsjahr Umsätze i. H. v. 22.032 TEUR (Vj.: 18.303 TEUR) erzielt. Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im Geschäftsjahr Umsätze i. H. v. 36.379 TEUR (Vj.: 19.520 TEUR) erzielen. Aus Dienstleistungen resultierten im Geschäftsjahr Umsätze i. H. v. 44.090 TEUR (Vj.: 32.657 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 1.562 TEUR (Vj.: 1.626 TEUR).

8.2 EVENTUALVERPFLICHTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Abnahmeverpflichtungen und Marketingkosten resultieren.

Die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Eventualverpflichtungen)

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in TEUR 31.12.2021 31.12.2020
Gesamt Konzern 13.506 10.246
Fällig innerhalb eines Jahres 12.208 7.627
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 1.298 2.619
Fällig später als fünf Jahre - -

Außerdem besteht eine Avallinie in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 24 TEUR) mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet.

va-Q-tec ist regelmäßig in Patentstreitigkeiten sowohl als Kläger als auch als Beklagter verwickelt. In Deutschland ist seit dem letzten Geschäftsjahr eine Patentrechtsstreitigkeit über die angebliche Verletzung eines Patents durch die va-Q-tec AG anhängig. Im Februar 2022 wurde der Klage in der ersten Instanz stattgegeben. Die va-Q-tec AG hat gegen das erstinstanzliche Urteil umgehend Berufung eingelegt. Zuvor hatte die va-Q-tec AG schon eine Nichtigkeitsklage gegen das betroffene Patent angestrengt, das zu Beginn 2023 ausläuft.

Vor dem Hintergrund sowohl der bereits anhängigen Berufung gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Gerichts als auch der Nichtigkeitsklage gegen das Patent ist die va-Q-tec AG der Auffassung, dass die vermeintlich patentverletzende Technologie gegen keine gültigen Patentansprüche verstößt. Daher hat die va-Q-tec AG in dieser Angelegenheit in ihrem Abschluss keine Rückstellung gebildet und dem Risiko der Höhe nach keinen Wert beigemessen, wird ihre Einschätzung jedoch in regelmäßigen Abständen und in Abhängigkeit von den weiteren Entwicklungen in den Gerichtsverfahren überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Das im Dezember 2017 eingeführte Aktienkaufprogramm für va-Q-tec-Mitarbeiter, das die Erstattung eines Teils des gezahlten Preises für nachweislich erworbene va-Q-tec-Aktien vorsieht, führte 2021 zu Auszahlungen in Höhe von 16 TEUR (Vj.: 2 TEUR). Das Programm wurde bis zum 31.12.2022 verlängert, was auch in 2022 in geringem Umfang zu Eventualverbindlichkeiten führt. Das Aktienkauf-Programm "va-Q-share" der va-Q-Tec AG ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten Zusatzleistungen für Mitarbeiter der Gesellschaft mit einzelvertraglichen Zielvereinbarungen. Das Programm va-Q-share Plus schafft einen langfristig angelegten Anreiz für die Teilnehmer, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Zu diesem Zweck wird den Teilnehmern dieses Programms ein monetärer Zuschuss zum selbständigen Erwerb von Aktien der Gesellschaft am Markt gewährt. Aus dem Programm resultieren keine wesentlichen Auswirkungen bzw. Zahlungsverpflichtungen.

8.3 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

va-Q-tec hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer.

8.4 NAHESTEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gemäß IAS 24 sind die Existenz von, Geschäftsvorfälle mit, sowie ausstehende Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie nahestehenden Personen anzugeben. Die va-Q-tec AG ist oberstes Konzernunternehmen.

Als nahestehende Personen in der va-Q-tec Gruppe gelten grundsätzlich Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen einschließlich deren nahe Familienangehörige. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich zusammen aus den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG sowie den Geschäftsführern der ausländischen Tochtergesellschaften in Korea und UK.

Als nahestehende Unternehmen in der va-Q-tec Gruppe gelten solche Unternehmen oder Personenvereinigungen, auf die die va-Q-tec AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einfluss ausüben können, oder die ihrerseits auf va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss ausüben können.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

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Vorstand
Dr. Joachim Kuhn seit 01.04.2001
Stefan Döhmen seit 01.07.2017

Aufsichtsrat

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Dr. Gerald Hommel Vorsitzender seit 27.06.2014
Dr. Barbara Ooms-Gnauck Stellv. Vorsitzende seit 27.06.2014
Winfried Klar seit 20.03.2013
Uwe Krämer seit 01.10.2015
Dr. Eberhard Kroth seit 20.03.2013
Dr. Burkhard Wichert seit 21.05.2021

Geschäftsführer der Tochtergesellschaften in UK, Korea und Japan

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Insook Yoo - va-Q-tec Ltd. (Korea) seit 07.07.2011
Insook Yoo - va-Q-tec G.K. (Japan) seit 05.04.2017
Sven Larsen - va-Q-tec Ltd. (UK) seit 01.01.2017
Roland Rappl - vom 01.03.2018
va-Q-tec Ltd. (UK) bis 31.12.2021

Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf die va-Q-tec AG

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Aktienpool Familien Dr. Joachim Kuhn und Dr. Roland Caps Anteil am Grundkapital: 25,0 %

Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

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in TEUR 2021 2020
kurzfristig fällige Leistungen 1.616 1.574
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 25 25
Gesamtvergütung des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe 1.641 1.599

Vergütung des Vorstands

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in TEUR 2021 2020
Kurzfristig fällige Leistungen 652 720
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 17 16
Gesamtvergütung des Vorstands 669 736

Der Vorstand wurde in 2021 mit einem Gesamtwert i. H. v. 669 TEUR vergütet (Vj.: 736 TEUR). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i. H. v. 523 TEUR (Vj.: 470 TEUR), erfolgsabhängiger einjähriger variabler Vergütung i. H. v. 130 TEUR (Vj.: 41 TEUR), mehrjähriger variabler Vergütung i. H. v. 0 TEUR (Vj.: 209 TEUR) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 17 TEUR (Vj.: 16 TEUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Für weitere Informationen zur Vorstandsvergütung verweisen wir auf den Vergütungsbericht auf der Investor-Relations-Website im Bereich Corporate Governance.

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.

Im Juli 2021 wurden das Vorstandsmitglied und die va-Q-tec AG darüber informiert, dass von der Thüringer Aufbaubank aus der 2011 vom Vorstandsmitglied ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG gegenüber der Bank abgegebenen, persönlichen Bürgschaft i. H. v. 200 TEUR nach beanstandungsloser Prüfung des Förderprojekts und Ablauf der Zweckbinde- und Überwachungsfristen keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

Für das Geschäftsjahr 2021 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von 220 TEUR (Vj.: 161 TEUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Zusätzlich wurden Beratungsleistungen i. H.v. 35 TEUR (Vj.: 44 TEUR) vergütet, die insbesondere im Rahmen des Power 20+-Programms bzw. im Zusammenhang mit der Finanzierung der va-Q-tec AG beauftragt und erbracht wurden.

Zum 31.12.2021 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i. H. v. 156 TEUR (zum 31.12.2020: 108 TEUR).

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstandes, Gründer und Mitglieder des Aufsichtsrates hielten zum Ende des Geschäftsjahres 2021 folgende direkte Beteiligungen am Grundkapital der va-Q-tec AG:

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Aktionär Anzahl der Aktien 2021 Anzahl der Aktien 2020
CEO und Gründerfamilien 3.355.433 3.496.044
CFO und Aufsichtsrat 58.281 58.281

Übrige Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2021 wurden nur in extrem geringem Umfang Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Die Umsätze mit der SUMTEQ GmbH beliefen sich dabei auf 1 TEUR. Von der ING3D wurden Waren im Wert von 2 TEUR bezogen.

8.5 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem 31.12.2021 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse mit einer wesentlichen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eingetreten. Allerdings sind die Folgen des am 24.02.2022 begonnenen Kriegs Russlands gegen die Ukraine noch schwer einzuschätzen. Die direkten Folgen sind für die va-Q-tec AG eher als gering einzustufen, da es weder mit Russland noch mit der Ukraine signifikante Kunden- oder Lieferbeziehungen gibt. Indirekt können sich aber die Unsicherheit durch den Krieg in Europa, die Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und Russlands Gegenmaßnahmen, die offenen Fragen hinsichtlich der Versorgung Deutschlands mit Gas und sonstiger Energie sowie die Supply Chain-Risiken durch Unterbrechungen bei Produkt- und Materiallieferungen aus den beiden vom Krieg betroffenen Ländern sowie weitere indirekte Folgen zumindest temporär negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der va-Q-tec auswirken.

8.6 ANGABEN ZU ABSCHLUSSPRÜFERHONORAREN

Das Honorar des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg für Dienstleistungen i. H. v. 189 TEUR (Vj.: 218 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2021 2020
Abschlussprüfung (davon aperiodisch: 7 TEUR, Vj.: 29 TEUR) 134 148
Sonstige Bestätigungsleistungen 32 39
Steuerberatungsleistungen (davon aperiodisch: 0 TEUR, Vj.: 2 TEUR) 23 19
Sonstige Leistungen 0 12
Gesamt Konzern 189 218

Die sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen die Prüfung des Vergütungsberichts (nach § 162 AktG) und ansonsten Bestätigungsleistungen gegenüber Fördermittelgebern bzw. projektfinanzierenden Kreditinstituten hinsichtlich der Einhaltung von Zweckbindungsvorgaben. Die Steuerberatungsleistungen umfassen die jährliche Steuerdeklaration für das Geschäftsjahr 2020 sowie die Begleitung einer steuerlichen Betriebsprüfung und umsatzsteuerliche Themen.

8.7 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE-GOVERNANCE-KODEX

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite www.va-q-tec.com im Bereich Investor Relations abrufbar unter:

https:/​/​ir.va-q-tec.com/​websites/​vaqtec/​German/​ 530/​erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html

Würzburg, den 23.03.2022

va-Q-tec AG

Ihr Vorstand

Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstands

Stefan Döhmen, Finanzvorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Würzburg, den 23.03.2022

Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstands

Stefan Döhmen, Finanzvorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die va-Q-tec AG, Würzburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der va-Q-tec AG, Würzburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom

1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht des va-Q-tec Konzerns und der va-Q-tec AG, Würzburg, (kurz: zusammengefasster Lagebericht) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im zusammengefassten Lagebericht haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte zusammengefassten Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war der im Folgenden dargestellte Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung am bedeutsamsten.

Periodengerechte Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden

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Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Im Geschäftsjahr hat der va-Q-tec Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 104.063 TEUR (Vj. 72.106 TEUR) realisiert. Dies entspricht einem Anstieg auf Konzernebene von 44%, wozu der Bereich Systeme (Verkauf von thermischen Transportbehältern) mit einer Zunahme von 86% auf 36.379 TEUR (Vj. 19.520 TEUR) überproportional beitrug. Die Umsätze des va-Q-tec Konzerns sind heterogen und umfassen den Verkauf von thermischen Transportbehältern (Systeme), Vakuumisolationspaneele und thermischen Energiespeicherkomponenten (Produkte) sowie die kurzfristige Vermietung von auftragsspezifisch vortemperierten Transportbehältern aus einer Vielzahl von weltweit verteilten Netzwerkstationen (Dienstleistungen). Hinzu kommen Beratungs- und Serviceleistungen, die sowohl Bestandteil des Verkaufs- als auch des Vermietungsgeschäfts sein können. Angesichts des Volumenwachstums sowie der Heterogenität und Komplexität der Geschäftsvorfälle sind angemessen ausgestaltete Prozesse und darin implementierte Kontrollen für eine periodengerechte Umsatzrealisierung erforderlich und bedürfen einer besonderen Befassung in der Prüfung.

Aus unserer Sicht war die periodengerechte Umsatzrealisierung vor diesem Hintergrund im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

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Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die implementierten Prozesse für das Verkaufs- und Vermietungsgeschäft konzernweit analysiert. Dabei haben wir konzernweite Kontrollmechanismen zur periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse im Verkaufsprozess identifiziert, risikoorientiert deren Angemessenheit beurteilt und Funktionsprüfungen durchgeführt. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt und eine Auswahl an Umsatztransaktionen sowohl unterjährig als auch kurz vor und nach dem Bilanzstichtag im Hinblick auf die zutreffende Erfassung untersucht. Zum Nachweis des Vorhandenseins der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und damit der Realisierung der Umsatzerlöse haben wir für eine Auswahl von Kunden Saldenbestätigungen eingeholt bzw. korrespondierende Zahlungseingange oder weiterführende Dokumente gewürdigt. Unsere Auswahl bestimmten wir risikoorientiert anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen. Zusätzlich haben wir die Einhaltung der Berichterstattungserfordernisse nach IFRS 15 im Konzernanhang nachvollzogen.

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Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den Angaben verweisen wir auf den Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang. Die Angaben zu den Umsatzerlösen und Forderungen finden sich in den Abschnitten "Umsatzerlöse" und "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" des Konzernanhangs.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

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die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird,
den Bericht des Aufsichtsrats,
die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und der inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, auf die im zusammengefassten Lagebericht als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen wird, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angabenunangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach §315e Abs 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß §317Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "vaQtec_​KA_​ESEF_​2021.zip" (SHA256-Hashwert: cf6d9b2cfa817a6f3e0abaad6c c41b590dc66a140506fd2cedf2e605b6c49e29) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des §328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des §328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 21. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2014, davon sechs Geschäftsjahre, während derer das Unternehmen ununterbrochen die Definition als Unternehmen von öffentlichem Interesse i.S.d. § 316a Satz 1 HGB erfüllte, als Konzernabschlussprüfer der va-Q-tec AG, Würzburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Rattler.

Nürnberg, den 28. März 2022

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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

gez. Fehlauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Rattler, Wirtschaftsprüfer

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FINANZKALENDER

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10.05.2022 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
02.06.2022 Hauptversammlung
11.08.2022 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
10.11.2022 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q3)

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