Interim Report • Aug 10, 2022
Interim Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
Finanzbericht: 31160483

"Auf dem Weg der nachhaltigen Gesundung ist LEONI im zweiten Quartal gut vorangekommen - und das in einem unverändert fordernden Marktumfeld. Nicht zuletzt haben wir wie angekündigt die Gespräche über die Kompensation der Kostensteigerungen bei Rohmaterialien sowie der Auswirkungen der volatilen Produktabrufe mit unseren Kunden erfolgreich weitergeführt. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit unseren Konsortialbanken in den vergangenen Wochen wesentliche Fortschritte gemacht, die Finanzierung von LEONI für die kommenden Jahre abzusichern."
Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender der LEONI AG
scrollen
| ― | Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche 1, d.h. ohne Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM), sank im zweiten Quartal um 9 Prozent und im ersten Halbjahr um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund von Konsolidierungseffekten durch weitere Teilverkäufe, insbesondere der Business Group Industrial Solutions (BG IN); Kerngeschäft mit Bordnetzsystemen (WSD) wuchs trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen durch Krieg in der Ukraine und angespannte Lieferketten in der Automobilindustrie im zweiten Quartal um 8 Prozent und im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 879 Mio. € bzw. 1.734 Mio. € |
| ― | EBIT vor Sondereffekten 2 der fortgeführten Geschäftsbereiche im zweiten Quartal bei 14 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 13 Mio. €) und im Halbjahr bei -30 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 13 Mio. €); Division WSD steigerte EBIT vor Sondereffekten im zweiten Quartal auf 11 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 4 Mio. €) u.a. aufgrund von mit Kunden getroffenen Vereinbarungen über Kostenerstattungen im zweiten Quartal, die Mehrbelastungen durch volatile Kundenabrufe aus dem ersten und zweiten Quartal zunehmend ausgleichen |
| ― | Free Cashflow (FCF) der fortgeführten Geschäftsbereiche im zweiten Quartal bei -92 Mio. € ist im Wesentlichen belastet durch Working-Capital-Aufbau; FCF im ersten Halbjahr bei 62 Mio. €, getrieben durch Abschluss des Verkaufs der BG IN im ersten Quartal |
1 Nach dem im Mai 2022 vereinbarten Verkauf des Geschäfts mit Automobil-Standard- und -Spezialkabeln, gebündelt in der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM), wird dieser Bereich ab diesem Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich in der Berichterstattung des Konzerns aufgeführt; das fortgeführte Geschäft umfasst im Wesentlichen den Bereich Bordnetze mit der Division WSD; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst
2 Veränderte Definition gegenüber Vorjahr, siehe Seite 4 des Konzernzwischenlageberichts.
scrollen
| ― | Anfang Juli hat sich die LEONI AG mit ihren Konsortialbanken grundsätzlich auf ein Refinanzierungskonzept verständigt, das die weitere Finanzierung über das Jahr 2022 hinaus sicherstellt |
| ― | WCS Carve-Out: Vereinbarung über Verkauf der WCS-Einheit BG AM mit Stark Corporation Public Company Limited unterzeichnet, wie am 23. Mai 2022 verkündet |
| ― | Prognosefähigkeit weiterhin wesentlich beeinträchtigt; Ausblick unverändert gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 |
in Mio. €
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Veränderung | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse fortgeführte Geschäftsbereiche | 933 | 1.020 | -8,5% | 1.886 | 2.096 | -10,0% |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fortgeführte Geschäftsbereiche | 30 | 42 | -28,6% | 121 | 113 | 7,1% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fortgeführte Geschäftsbereiche | -6 | -1 | >-100% | 44 | 23 | 91,3% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aufgegebener Geschäftsbereich | 4 | 26 | -84,6% | 29 | 54 | -46,3% |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereffekten fortgeführte Geschäftsbereiche 1 | 14 | 13 | 7,7% | -30 | 13 | >-100% |
| Konzernergebnis | -47 | -9 | >-100% | 0 | 19 | >-100% |
| Ergebnis je Aktie fortgeführte Geschäftsbereiche (€) | -1,55 | -0,82 | -89,0% | -0,56 | -0,72 | 22,2% |
| Free Cashflow fortgeführte Geschäftsbereiche 2 | -92 | -21 | >-100% | 62 | -97 | >100% |
| Investitionen fortgeführte Geschäftsbereiche | 34 | 32 | 6,3% | 61 | 78 | -21,8% |
| Eigenkapitalquote (%) | 7,9 | 7,9 | -- | 7,9 | 7,9 | -- |
| Mitarbeiter 30.06. (Anzahl) | 94.761 | 101.734 | -6,9% | 94.761 | 101.734 | -6,9% |
scrollen
| ― | Am 23. Mai 2022 unterzeichnete die LEONI AG eine Vereinbarung mit der Stark Corporation Public Company Limited über den Verkauf der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM). Die verkauften Aktivitäten erzielten im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatzvolumen von rund 1,3 Mrd. € und wurden mit einem Unternehmenswert von 560 Mio. € bewertet. Der erwartete Mittelzufluss nach Abzug u.a. von Finanzverbindlichkeiten und Pensionslasten liegt bei deutlich über 400 Mio. € und wird sich entsprechend positiv auf den Free Cashflow auswirken. Der Vollzug des Verkaufs unterliegt verschiedenen Vollzugsbedingungen, unter anderem den erforderlichen Fusionskontroll- und Investitionskontrollfreigaben, deren Erteilung innerhalb von sechs Monaten erwartet wird. Der Vollzug der Transaktion bedarf außerdem der Zustimmung der Finanzierungspartner der LEONI-Gruppe. Die Aktivitäten der BG AM werden im vorliegenden Halbjahresfinanzbericht als aufgegebener Geschäftsbereich behandelt und nicht mehr in die Kommentierung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung einbezogen. In der Bilanz wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der BG AM in die Position "zur Veräußerung gehalten" umgegliedert. |
| ― | Am 20. Januar 2022 wurde der Verkauf wesentlicher Bestandteile des in der Business Group Industrial Solutions (BG IN) gebündelten Industriegeschäfts der Wire & Cable Solutions Division an die BizLink Holding Inc. abgeschlossen. Die im Oktober 2021 vereinbarte Transaktion stand noch unter dem Vorbehalt verschiedener Vollzugsbedingungen, die inzwischen erfüllt sind. Die verkauften Aktivitäten wurden mit einem Unternehmenswert (Enterprise Value) von rund 450 Mio. € bewertet und erzielten im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatzvolumen von rund 510 Mio. €. Der mit dem Vollzug realisierte Mittelzufluss liegt nach Abzug unter anderem von Finanzverbindlichkeiten und Pensionslasten bei rund 314 Mio. € und wird zur Stärkung der Liquidität eingesetzt. Der erzielte Gewinn von rund 125 Mio. € ist im berichteten EBIT des Konzerns ausgewiesen. |
| ― | Der Ende Februar 2022 ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine führte kurzfristig zu Liefer-, Produktions- und Umsatzausfällen in den westukrainischen Standorten in Stryj und Kolomyja . Insbesondere dank des außerordentlichen Einsatzes der Beschäftigten an beiden Standorten konnte die Fertigung in weiten Teilen zügig wieder aufgenommen werden. Aktuell werden alle Kundenbedarfe gedeckt. Vorsorglich und unterstützend werden Kapazitäten an anderen LEONI-Standorten dupliziert. Im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine fielen bis Ende Juni 2022 Sonderkosten in Höhe 21 Mio. € an, um die das EBIT vor Sondereffekten bereinigt ist. Neben diesen direkt erfassbaren Sondereffekten etwa durch Wertberichtigungen verursacht die Produktion unter Kriegsbedingungen auch Effizienzverluste, die jedoch nicht bereinigt werden und somit das EBIT vor Sondereffekten belasten. |
1 Die Kennzahl stellt die Bereinigung des EBIT um außergewöhnliche Einmaleffekte dar, um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Perioden und Interpretation der operativen Ertragskraft zu ermöglichen. Als Sondereffekte werden ab dem Geschäftsjahr 2022 Effekte aus der Refinanzierung des Konzerns, aus Restrukturierungsmaßnahmen, aus M&A-Transaktionen sowie Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg klassifiziert.
2 Vorjahreswert sachgerecht angepasst aufgrund Reklassifizierung von an Factoring-Partner verpfändeten Bankkonten in Höhe von 363 T€ (2. Quartal) bzw. 773 T€ (Halbjahr).
scrollen
| ― | Im April 2022 wurde der Verkauf der LEONI Fiber Optics Gesellschaften und der j-plasma GmbH im Rahmen eines Management-Buy-outs an die Weinert Industries AG abgeschlossen. Die im Dezember 2021 vereinbarte Transaktion stand noch unter dem Vorbehalt verschiedener Vollzugsbedingungen, die inzwischen erfüllt sind. |
| ― | Im Juli 2022 verständigte sich die LEONI AG mit ihren Konsortialbanken grundsätzlich über ein Refinanzierungskonzept, das die weitere Finanzierung bis Ende 2025 sicherstellen soll. |
| ― | Die LEONI AG wird vor diesem Hintergrund voraussichtlich Ende 2022 bzw. Anfang 2023 eine Kombination aus einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital sowie der Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe umsetzen, bei der Aktien bzw. Bezugsrechte und -pflichten auf Aktien im Volumen von bis zu 50 Prozent des Grundkapitals ausgegeben werden. Weitere Details zu dieser Eigenkapitaltransaktion enthält der Anhang. |
| ― | Zum 1. Februar 2022 verstärkte die LEONI AG ihren Vorstand mit Dr. Ursula Biernert als Chief Human Resources Officer (CHRO) und Arbeitsdirektorin sowie Ingo Spengler als Chief Operations Officer (COO). Zum 1. April 2022 trat Dr. Harald Nippel seine Position als Chief Financial Officer (CFO) an. Er folgte auf Ingrid Jägering, die LEONI zum 31. März 2022 verlassen hat, und arbeitete bereits seit 1. Februar 2022 bei LEONI, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. |
| ― | Am 24. Mai 2022 wählte die Hauptversammlung der LEONI AG satzungs- und turnusgemäß sechs neue Anteilseignervertreter* * *innen in den Aufsichtsrat. Wie vorgeschlagen zogen Günther Apfalter, Tom Graf, Dr. Ulla Reisch, Klaus Rinnerberger, Karin Sonnenmoser und Dr. Lorenz Zwingmann in das Gremium ein. Bereits im April hatten die betrieblichen Wahlen für die Arbeitnehmervertreter*innen stattgefunden. Gewählt wurden hier: Mark Dischner, Martin Hering, Sina Maier, Angela Rappl, Franz Spieß und Carolin Geist. Auf seiner konstituierenden Sitzung am 25. Mai 2022 wählte der Aufsichtsrat Klaus Rinnerberger zum neuen Vorsitzenden und Franz Spieß zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums. |
| ― | Anfang 2022 wurde mit der Umsetzung des neuen Performance- und Strategieprogramms ValuePlus begonnen, das auf das 2021 erfolgreich abgeschlossene Programm VALUE 21 aufbaut. Im Rahmen von ValuePlus soll das Geschäftsmodell der Wiring Systems Division geschärft werden, um die führende Position von LEONI weiter auszubauen und die Marktchancen der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie künftig noch besser nutzen und in profitables, cashflow-starkes Geschäft überführen zu können. |
scrollen
| ― | Globale Konjunktur nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) durch Ukraine-Krieg stark beeinträchtigt; Angriffskrieg führt neben humanitärer Katastrophe zu erheblichen politischen und ökonomischen Verwerfungen: geringeres Wirtschaftswachstum, steigende Inflation sowie Verschärfung der coronabedingten Rohstoff-, Rohmaterial- und Transportengpässe (World Economic Outlook, Juli 2022) |
| ― | Internationale Automobilmärkte 2022 laut VDA (Verband der Automobilindustrie) weiterhin durch eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten wie Halbleitern gekennzeichnet; Krieg in der Ukraine sowie hohe Preisdynamik in den USA und Europa belasten zusätzlich; durchwachsene Entwicklung im ersten Halbjahr: PkwAbsatz in Europa 14 Prozent unter Vorjahr, in China 4 Prozent im Plus; Light-Vehicle-Markt in den USA 18 Prozent im Minus |
| ― | Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den ersten sechs Monaten 2022 IHS Global Insight zufolge im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode weltweit um 3 Prozent gesunken; Rückgang in der EMEA-Region um 9 Prozent und in Asien um 3 Prozent steht Zuwachs in Amerika um 4 Prozent gegenüber |
scrollen
| ― | Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche 1 (ohne BG AM) im zweiten Quartal um 9 Prozent und im ersten Halbjahr um 10 Prozent unter Vorjahr, im Wesentlichen durch Änderung im Konsolidierungskreis aufgrund von Teilverkäufen (im Wesentlichen BG IN) |
| ― | Umsatz im Kerngeschäft Bordnetzsysteme (WSD) trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen im zweiten Quartal um 8 Prozent und im ersten Halbjahr um 4 Prozent gestiegen |
| ― | EBIT vor Sondereffekten der fortgeführten Bereiche im zweiten Quartal bei 14 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) und im ersten Halbjahr bei -30 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €), Rückgang vor allem verursacht durch den Entfall des Ergebnisbeitrags der BG IN sowie gestiegene Rohmaterial- und Logistikkosten; im zweiten Quartal erste positive Ergebniseffekte aus mit Kunden getroffenen Vereinbarungen über Kompensation von Kostensteigerungen für Mehrbelastungen durch volatile Kundenabrufe; jedoch auch weiterhin Effizienzverluste wegen anhaltend hoher Volatilität der Abrufe infolge von globalen Lieferketten-Störungen auf Kundenseite |
| ― | Free Cashflow (FCF) der fortgeführten Geschäftsbereiche im zweiten Quartal bei -92 Mio. € (Vorjahr: -21 Mio. €) ist im Wesentlichen belastet durch Working-Capital-Aufbau sowie durch operative Entwicklung des EBIT; FCF im ersten Halbjahr bei 62 Mio. € (Vorjahr: -97 Mio. €), darin positiver Effekt des BG IN-Verkaufs von 278 Mio. € enthalten |
| ― | Ausblick wegen weiterhin wesentlich beeinträchtigter Prognosefähigkeit unverändert gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 |
1 Nach dem im Mai 2022 vereinbarten Verkauf des Geschäfts mit Automobil-Standard- und -Spezialkabeln, gebündelt in der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM), wird dieser Bereich ab diesem Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich in der Berichterstattung des Konzerns aufgeführt; das fortgeführte Geschäft umfasst im Wesentlichen den Bereich Bordnetze mit der Division WSD; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz fortgeführte Geschäftsbereiche Vorjahr | 1.020 | 2.096 | ||
| Organische Veränderung | 7 | 0,7% | -10 | -0,5% |
| Effekte aus | ||||
| Konsolidierungskreisveränderungen | -151 | -14,8% | -291 | -13,9% |
| Währungsumrechnungseffekt | 25 | 2,5% | 45 | 2,1% |
| Kupferpreiseffekt | 33 | 3,2% | 45 | 2,1% |
| Umsatz fortgeführte Geschäftsbereiche laufendes Jahr | 933 | -8,5% | 1.886 | -10,0% |
| Umsatz aufgegebener Geschäftsbereich laufendes Jahr | 318 | 627 | ||
| Umsatz Konzern | 1.252 | 2.513 |
scrollen
| ― | Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche (ohne BG AM) im zweiten Quartal 9 Prozent und im ersten Halbjahr 10 Prozent unter Vorjahr, im Wesentlichen beeinflusst durch die Veräußerung des BG INGeschäfts; im zweiten Quartal organisches Wachstum trotz anhaltender Engpässe bei Halbleitern, einer kriegsbedingt zeitweise reduzierten Produktion in der Ukraine und indirekter Effekte aus reduzierten Abrufen der Kunden wegen Störungen in den globalen Lieferketten und der Lockdowns in China; aufgrund dieser Faktoren im ersten Halbjahr negative organische Veränderung; positive Auswirkungen aus gestiegenem Kupferpreis und Währungsumrechnung |
| ― | Umsatz des aufgegebenen Geschäftsbereichs im ersten Halbjahr 2021 bei 553 Mio. € und im zweiten Quartal 2021 bei 276 Mio. € |
| ― | Umsatzrückgang im Konzern um 5 Prozent im EMEA-Raum, um 2 Prozent in Amerika und um 13 Prozent in Asien |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT fortgeführte Geschäftsbereiche vor Sondereffekten 1 | 14 | 13 | -30 | 13 |
| Mergers & Acquisitions | -13 | -8 | 109 | 15 |
| Restrukturierung | -2 | -4 | -6 | -1 |
| Refinanzierung | -4 | -2 | -8 | -5 |
| Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine | -1 | 0 | -21 | 0 |
| EBIT fortgeführte Geschäftsbereiche | -6 | -1 | 44 | 23 |
| EBIT aufgegebener Geschäftsbereich laufendes Jahr | 4 | 26 | 29 | 54 |
| EBIT Konzern | -2 | 25 | 73 | 76 |
scrollen
| ― | EBIT vor Sondereffekten der fortgeführten Geschäftsbereiche im zweiten Quartal mit 14 Mio. € auf Vorjahresniveau, im ersten Halbjahr bei -30 Mio. € und damit deutlich unter Vorjahr; neben dem anteiligen Entfall des Ergebnisbeitrags der BG IN erhebliche Belastungen aufgrund gestiegener Rohmaterial- und Logistikkosten, die noch nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten; zudem weiterhin Effizienzverluste wegen anhaltend hoher Volatilität der Abrufe infolge globaler Lieferkettenstörungen auf Kundenseite insbesondere bei Halbleitern und neuer Lockdowns in China; im zweiten Quartal erste positive Ergebniseffekte aus mit Kunden getroffenen Vereinbarungen über Kompensation der Volatilitätsmehrkosten |
| ― | Sondereffekte beinhalten im ersten Halbjahr hauptsächlich Erträge aus dem Vollzug der Veräußerung der BG IN, Kosten in Bezug auf die Refinanzierung sowie Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standorts Brake; Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine betreffen vor allem Wertberichtigungen von Produktionsvermögen |
1 Die Kennzahl stellt die Bereinigung des EBIT um außergewöhnliche Einmaleffekte dar, um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen den Perioden und Interpretation der operativen Ertragskraft zu ermöglichen. Als Sondereffekte werden ab dem Geschäftsjahr 2022 Effekte aus der Refinanzierung des Konzerns, aus Restrukturierungsmaßnahmen, aus M&A-Transaktionen sowie Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg klassifiziert.
scrollen
| ― | Umsatzkosten der fortgeführten Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr von Kostensteigerungen geprägt, die teilweise durch Kundenvereinbarungen über Kostenerstattungen für Mehrbelastungen ausgeglichen wurden, daher unterproportional zum Geschäftsvolumen um 5 Prozent gesunken, Bruttoergebnis von 288 Mio. € auf 171 Mio. € verringert; Vertriebskosten vor allem infolge veränderter Strukturen durch WCS-Teilverkäufe überproportional um 29 Prozent reduziert, sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 150 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Vollzug der Veräußerung der BG IN; sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €) durch im Vorjahr enthaltene Entkonsolidierungseffekte um 10 Mio. € geringer; schwächerer Geschäftsverlauf des Joint Ventures Langfang, vor allem bedingt durch Lockdowns in China, führt zu verringertem Ergebnis aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen von 15 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €) |
| ― | EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr bei 44 Mio. € (Vorjahr: 23 Mio. €); Finanzaufwendungen nahezu unverändert bei 28 Mio. €; hohe Steuerbelastung von 35 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) im Wesentlichen aufgrund Wertberichtigung aktiver latenter Steuern infolge der Unterzeichnung einer Vereinbarung über den Verkauf der BG AM; Ergebnis nach Steuern bei -18 Mio. € (Vorjahr: -23 Mio. €) |
| ― | Konzernergebnis (inkl. BG AM) von 0 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €). Davon entfielen -18 Mio. € auf die fortgeführten Geschäftsbereiche |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 1 | 2022 | 2021 1 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fortgeführte Geschäftsbereiche | -62 | 5 | -152 | -40 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit fortgeführte Geschäftsebereiche | -30 | -27 | 214 | -57 |
| Free Cashflow fortgeführte Geschäftsbereiche | -92 | -21 | 62 | -97 |
| Free Cashflow aufgegebener Geschäftsbereich | -29 | 11 | -77 | -14 |
| Free Cashflow Konzern | -121 | -11 | -16 | -111 |
scrollen
| ― | Free Cashflow der fortgeführten Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr bei 62 Mio. € (Vorjahr: -97 Mio. €), insbesondere positiv beeinflusst durch den Verkauf der BG IN mit Effekt von 278 Mio. €; gegenläufige Effekte im Wesentlichen aus dem Working-Capital-Aufbau sowie aus operativer Entwicklung des EBIT |
| ― | Deutlicher Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr, im Wesentlichen aufgrund ausgeprägteren saisonalen Effekten, Working-Capital-Aufbau sowie durch operative Entwicklung des EBIT |
| ― | Fortgeführte Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr mit positivem Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Vorjahr: Mittelabfluss), hauptsächlich geprägt durch Mittelzufluss aus dem Verkauf der BG IN; bereinigt um diesen Sondereffekt höherer Mittelabfluss für Investitionstätigkeit als im Vorjahr |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zugang ohne Nutzungsrechte (IFRS 16) fortgeführte Geschäftsbereiche | 32 | 27 | 56 | 58 |
| Zugang von Nutzungsrechten (IFRS 16) fortgeführte Geschäftsbereiche | 2 | 5 | 5 | 20 |
| Investitionen (Zugang an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten) fortgeführte Geschäftsbereiche | 34 | 32 | 61 | 78 |
scrollen
| ― | Gesamtinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte der fortgeführten Geschäftsbereiche mit 61 Mio. € deutlich unter Vorjahr, davon 51 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €) im Unternehmensbereich WSD und 8 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) im fortgeführten Unternehmensbereich WCS |
| ― | Investitionen ohne den Zugang von Nutzungsrechten (IFRS 16) der fortgeführten Geschäftsbereiche auf Vorjahresniveau; diese beinhalten insbesondere Kapazitätsausbau und -anpassung für neue Kundenprojekte sowie erste vorsorgliche Duplizierung von ukrainischen Produktionslinien an anderen Standorten |
1 Vorjahreswert sachgerecht angepasst aufgrund Reklassifizierung von an Factoring-Partner verpfändeten Bankkonten in Höhe von 363 T€ (2. Quartal) bzw. 773 T€ (Halbjahr).
(in Mio. €)
scrollen
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 172 | 165 |
| Kurzfristige Finanzschulden | -1.029 | -580 |
| Langfristige Finanzschulden | -511 | -1.019 |
| Nettofinanzschulden | -1.368 | -1.434 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" enthalten | 28 | 7 |
| Finanzschulden in "Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten" enthalten | -121 | -113 |
| Nettofinanzschulden inklusive in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten" enthaltene Positionen | -1.461 | -1.540 |
scrollen
| ― | Nettofinanzschulden in Höhe von 1.368 Mio. € zum Stichtag 30. Juni 2022 (31.12.2021: 1.434 Mio. €); Rückgang im Vergleich zum Jahresende 2021 im Wesentlichen auf Tilgungen in Höhe von 131 Mio. € im Zusammenhang mit Carve-Out Aktivitäten zurückzuführen; gegenläufiger Effekt aus weiterer Inanspruchnahme eines bestehenden Konsortialkredits in Höhe von 120 Mio. € (RCF I) |
| ― | Frei verfügbare Liquidität 1 des LEONI-Konzerns belief sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 auf 324 Mio. € (31.12.2021: 412 Mio. €), davon 200 Mio. € Barmittel und 123 Mio. € freie Kreditlinien; zum Bilanzstichtag sind bereits Avale in Höhe von 54 Mio. € (31.12.2021: 54 Mio. €) abgezogen; die Entwicklung der frei verfügbaren Liquidität ist im Wesentlichen beeinflusst durch weiterer Inanspruchnahme von bestehenden Konsortialkrediten in Höhe von 120 Mio. € (RCF I), Tilgungen von bestehenden Konsortialkrediten in Höhe von 94 Mio. € (RCF II und RCF III) und die fristgerechte Rückzahlung von Schuldscheindarlehen in Höhe von 45 Mio. € |
| ― | Zu den Risiken aus Liquidität und Finanzierung siehe Kapitel Risiko- und Chancenbericht |
scrollen
| ― | LEONI-Konzernbilanz zum Stichtag 30. Juni 2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 4 Prozent auf 3.316 Mio. € verkürzt; Umgliederung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der BG AM in "zur Veräußerung gehalten"; vor allem deshalb auf der Aktivseite Reduzierung des Sachanlagevermögens um 28 Prozent auf 911 Mio. €, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 19 Prozent auf 319 Mio. €, der Vorräte um 24 Prozent auf 358 Mio. € sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 16 Prozent auf 76 Mio. € sowie auf der Passivseite Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 23 Prozent auf 570 Mio. € |
| ― | Im Gegenzug Anstieg der Positionen "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" von 415 Mio. € auf 827 Mio. € sowie "Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten" von 261 Mio. € auf 432 Mio. €; zum 31. Dezember 2021 hatten diese noch die umgegliederten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der BG IN sowie der Fiber Optics-Gesellschaften beinhaltet, deren Veräußerung im ersten Halbjahr 2022 vollzogen wurde |
| ― | Weitere bedeutende Veränderungen der kurzfristigen Vertragsvermögenswerte von 112 Mio. € auf 144 Mio. € im Zuge der Geschäftsausweitung der WSD; Rückgang der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 53 Mio. € auf 26 Mio. € im Wesentlichen durch Dividendenausschüttung des Joint Ventures Langfang |
1 Inklusive in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten" enthaltener Positionen
scrollen
| ― | Weitere bedeutende Veränderungen bei Finanzschulden aufgrund von im Geschäftsjahr 2023 anstehender Rückzahlung des RCF I Konsortialkredites und folglich Umklassifizierung von lang- auf kurzfristig. Kurzfristige Finanzschulden deshalb von 580 Mio. € auf 1.029 Mio. € erhöht; dagegen langfristige Finanzschulden von 1.019 Mio. € auf 511 Mio. € verringert; sonstige finanzielle Verbindlichkeiten hauptsächlich infolge reduzierter Factoring-Volumina um 56 Prozent auf 30 Mio. € vermindert; Rückgang der Pensionsrückstellungen aufgrund stark veränderter Marktzinssätze um 42 Prozent auf 72 Mio. € |
| ― | Eigenkapital durch verbessertes kumuliertes sonstiges Ergebnis, insbesondere wegen versicherungsmathematischer Gewinne, um 15 Prozent auf 264 Mio. € gewachsen; Eigenkapitalquote damit von 6,7 Prozent auf 7,9 Prozent verbessert |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Vorjahr | 816 | 1.661 | ||
| Organische Veränderung | 15 | 1,8% | 2 | 0,1% |
| Währungsumrechnungseffekt | 22 | 2,7% | 40 | 2,4% |
| Kupferpreiseffekt | 26 | 3,2% | 31 | 1,9% |
| Umsatz laufendes Jahr | 879 | 7,7% | 1.734 | 4,4% |
scrollen
| ― | Umsatz im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr trotz anhaltender Belastung durch volatile Abrufe aufgrund von Störungen in den globalen Lieferketten auf Kundenseite - insbesondere bei Halbleitern - und neuer Lockdowns in China sowie einer kriegsbedingt zeitweise reduzierten Produktion in der Ukraine leicht über Vorjahresniveau; neben organischem Wachstum positive Effekte aus Kupferpreissteigerungen und Währungsumrechnungen |
| ― | Umsatzplus von 9 Prozent in Amerika und von 6 Prozent im EMEA-Raum steht im ersten Halbjahr Rückgang um 14 Prozent in Asien gegenüber |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT vor Sondereffekten | 11 | 4 | -31 | -10 |
| Mergers & Acquisitions | 0 | -2 | -3 | -3 |
| Restrukturierung | -2 | -2 | -8 | -4 |
| Refinanzierung | -3 | -1 | -5 | -3 |
| Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine | -1 | 0 | -21 | 0 |
| EBIT | 5 | -1 | -68 | -19 |
scrollen
| ― | Erste positive Ergebniseffekte im zweiten Quartal aus mit Kunden getroffenen Vereinbarungen über Kompensation der Kostensteigerungen, EBIT vor Sondereffekten in diesem Zeitraum verbessert; deutliche Verringerung des EBIT vor Sondereffekten im ersten Halbjahr; operativ erhebliche Ergebnisbelastungen aufgrund gestiegener Rohmaterial- und Logistikkosten, die noch nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten; zusätzlich weiterhin Effizienzverluste aus reduzierten Kundenabrufen wegen der Halbleiterkrise, neuer Lockdowns in China sowie fehlender Teile anderer Automobilzulieferer aus der Ukraine; |
| ― | Wesentliche Sondereffekte des ersten Halbjahres: Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standorts Brake sowie anteilige Kosten für die Refinanzierung des Konzerns; Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine betreffen im Wesentlichen Wertberichtigungen von Produktionsvermögen |
scrollen
| ― | Sichere Belieferung der Kunden trotz Ukraine-Kriegs und hoher Volatilität der Abrufe wegen Störungen in den Wertschöpfungsketten und daraus folgenden Produktionsunterbrechungen und -änderungen auf Abnehmerseite |
| ― | Beginn der Duplizierung ukrainischer Produktionskapazitäten im weltweiten Produktionsnetzwerk von LEONI, insbesondere in Osteuropa und Nordafrika |
| ― | Steigende Rohmaterial- und Logistikkosten weiterhin eine Herausforderung; Lösungen zur Weitergabe der Mehrkosten über Preissteigerungen werden bereits mit den Kunden verhandelt |
| ― | Im ersten Halbjahr Auftragseingang mit erwartetem Projektvolumen von 1,7 Mrd. € (Vorjahr: 0,7 Mrd. €), davon 0,8 Mrd. € E-Mobility-Projekte (Vorjahr: 0,1 Mrd. €); erwartetes Projektvolumen bezogen auf die Gesamtlaufzeit per 30. Juni 2022 bei 22,2 Mrd. € (31.12.2021: 21,0 Mrd. €), davon 7,0 Mrd. € (31.12.2021: 5,8 Mrd. €) E-Mobility-Projekte |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | in % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz fortgeführte Geschäftsbereiche Vorjahr | 204 | 436 | ||
| Organische Veränderung | -8 | -3,9% | -12 | -2,9% |
| Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen | -151 | -74,0% | -291 | -66,7% |
| Währungsumrechnungseffekt | 2 | 1,0% | 5 | 1,1% |
| Kupferpreiseffekt | 7 | 3,4% | 14 | 3,2% |
| Umsatz fortgeführte Geschäftsbereiche | ||||
| laufendes Jahr | 55 | -73,0% | 152 | -65,1% |
| Umsatz aufgegebener Geschäftsbereich laufendes Jahr | 318 | 627 | ||
| Umsatz laufendes Jahr | 373 | 779 |
scrollen
| ― | Fortgeführte Geschäftsbereiche durch den Verkauf der BG AM deutlich verkleinert |
| ― | Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr jeweils gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert; hauptsächlich getrieben durch die Portfoliobereinigung, unter anderem den Verkauf der BG IN |
(in Mio. €)
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT fortgeführte Geschäftsbereiche vor Sondereffekten | 3 | 10 | -1 | 22 |
| Mergers & Acquisitions | 38 | -7 | 162 | 18 |
| Restrukturierung | 0 | -2 | 2 | 3 |
| Refinanzierung | -1 | 0 | -3 | -1 |
| EBIT fortgeführte Geschäftsbereiche | 39 | 1 | 160 | 42 |
| EBIT aufgegebener Geschäftsbereich | 4 | 26 | 29 | 54 |
| EBIT | 43 | 27 | 190 | 95 |
scrollen
| ― | Deutliche Verringerung des EBIT vor Sondereffekten der fortgeführten Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr; über den anteiligen Entfall des Ergebnisbeitrags der BG IN und weiterer verkaufter Einheiten hinaus beeinträchtigt durch erheblich gestiegene Rohmaterial- und Logistikkosten, die nur teilweise an Kunden weitergegeben werden konnten |
| ― | Wesentliche Sondereffekte im ersten Halbjahr: Erträge aus dem Vollzug der Veräußerung der BG IN im Jahr 2022 sowie der LEONI Schweiz und Kerpen im Vorjahr; Erlös aus dem internen Verkauf der Dachmarke an die Konzernmutter - Konsolidierung auf Konzernebene |
scrollen
| ― | Verkauf wesentlicher Bestandteile des in der Business Group Industrial Solutions gebündelten Industriegeschäfts (BG IN) zu Beginn des Jahres sowie der LEONI Fiber Optics Gesellschaften Anfang des zweiten Quartals |
| ― | Unterzeichnung einer Verkaufsvereinbarung für die Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM) im zweiten Quartal |
Zu den Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Textziffer 14 "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.
Zu den Ereignissen nach Bilanzstichtag verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Textziffer 16 "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben zum verkürzten Konzernzwischenbericht.
scrollen
| ― | Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts- sowie unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, relevante Chancen und die Ausgestaltung unseres Risiko- und Chancenmanagementsystems sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht 2021 beschrieben. |
| ― | Die im Lagebericht 2021 beschriebene Risikosituation im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine hat sich fortentwickelt. Durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket konnten bisher langfristige Produktionsausfälle bei LEONI und damit bei Kunden vermieden werden. Die Planung zur Duplizierung der Produktion außerhalb der Ukraine sind vorangeschritten und die finanzielle Beteiligung der Kunden sichergestellt. Dennoch bestehen weiterhin die Risiken von größeren Lieferausfällen auf der Beschaffungsseite, längerfristigen Produktionsausfällen, der Zerstörung von Vermögenswerten und damit Umsatzausfällen sowie negativen Auswirkungen auf die Kundenabrufe, wenn sich das Kriegsgeschehen verändert. |
| ― | Die risikomitigierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der mittelfristigen Liquidität wurden seit 2020 planmäßig umgesetzt; das im zweiten Quartal 2022 aktualisierte Restrukturierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6, das im Entwurf vorliegt und nunmehr auch die Effekte aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine beinhaltet, geht von der Durchfinanzierung von LEONI mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Refinanzierung aus. |
| ― | Unvorhersehbare Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen (Halbleitermangel, Verzögerungen bei der Teilelieferung aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise), können zu weiteren negativen Abweichungen von der Planung führen. Wenn diese weit über die Planungsprämissen hinausgehen oder gleichzeitig andere negative Liquiditätseffekte eintreten, stellen sie ein bestandsgefährdendes Liquiditätsrisiko in Analogie zu § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar. |
| ― | Der Vorstand hat, neben den im Restrukturierungskonzept enthaltenen Maßnahmen, weitere operative Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Liquidität insbesondere im Zusammenhang mit den Risiken aufgrund des Kriegs in der Ukraine (Duplizierung der Produktion in anderen Ländern bei Kostenübernahme durch die Kunden) eingeleitet und überwacht diese regelmäßig. |
| ― | Zusätzlich zu den operativen Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Liquidität hat der Vorstand insbesondere mit den durchgeführten, bereits vereinbarten und geplanten WCS-(Teil-)Verkäufen Maßnahmen eingeleitet, die die Liquidität verbessern und die Refinanzierungsfähigkeit kurz- und mittelfristig herstellen. Die zu erwartenden Nettoerlöse aus der am 23. Mai 2022 bekanntgegebenen Veräußerung der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM) sollen bis zu einem Gesamtbetrag von 442 Mio. € zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten der LEONI-Gruppe verwendet werden. |
| ― | Mit dem Ende der Laufzeit wesentlicher Kredite besteht spätestens Ende 2022 die Notwendigkeit einer Refinanzierung. Mit der Adhoc Meldung vom 6. Juli 2022 wurde bekanntgegeben, dass die Fälligkeiten der aktuell ab Ende des Jahres 2022 fällig werdenden Finanzierungsinstrumente grundsätzlich bis Ende 2025 verlängert werden sollen. Das Refinanzierungskonzept führt bei planmäßiger Umsetzung insgesamt zu einer Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten um voraussichtlich 574 Mio. €, wobei hiervon 442 Mio. € aus der Rückführung von Verbindlichkeiten mit Mitteln aus dem BG AM-Verkauf und voraussichtlich 132 Mio. € aus der Umstrukturierung der verbleibenden RCF I-Forderungen resultieren. Die Finanzierungskosten sollen auf ein einheitliches Niveau für sämtliche Finanzierungstranchen angepasst und moderat erhöht werden. Bis zur Rückzahlung der umstrukturierten Kreditlinien soll keine Dividende ausgeschüttet werden. Die vier Konsortialbanken unter der im Jahre 2018 vereinbarten revolvierenden Kreditlinie der Gesellschaft (RCF I) erhalten die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil ihrer Darlehen, der nicht aus den Erlösen der BG AM-Veräußerung getilgt wird, in Höhe von voraussichtlich insgesamt 132 Mio. € in Eigenkapitalinstrumente umzuwandeln bzw. diesbezüglich aus Zuflüssen aus einer Eigenkapitaltransaktion vorzeitige Rückführung zu suchen. Die LEONI AG wird vor diesem Hintergrund voraussichtlich Ende 2022 bzw. Anfang 2023 eine Kombination aus einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital sowie der Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe umsetzen, bei der Aktien bzw. Bezugsrechte und -pflichten auf Aktien im Volumen von bis zu 50 Prozent des Grundkapitals ausgegeben werden (Eigenkapitaltransaktion). Im Übrigen steht das Refinanzierungskonzept unter dem Vorbehalt der Einigung auf die detaillierte Dokumentation der Refinanzierungsbedingungen sowie der Zustimmung der Gremien der beteiligten Finanzierungspartner und des Aufsichtsrats der LEONI AG. Zudem sind die Gläubiger der von LEONI ausgegebenen Schuldscheine, in die mit den Konsortialbanken abgestimmte Prolongationsstruktur einzubeziehen. Solange das Refinanzierungskonzept nicht vertraglich umgesetzt ist, die verschiedenen Vollzugsbedingungen für den Verkauf der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM) noch nicht erfüllt sind und die Zustimmung der Finanzierungspartner der LEONI-Gruppe noch nicht gewährt wurden, besteht weiterhin das bestandsgefährdende Finanzierungsrisiko für die Fähigkeit von LEONI zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit in Analogie zu § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. |
| ― | Der Vorstand schätzt die Erfolgsaussichten der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen, insbesondere zur Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen (Halbleitermangel, Verzögerungen bei der Teilelieferung aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise) und des Finanzierungsrisikos Ende 2022, nach jetzigem Kenntnisstand und unter der Unsicherheit der beschriebenen Herausforderungen im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung, die Liquiditätssituation von LEONI sowie die Fortführung der Unternehmenstätigkeit, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als gegeben ein. |
scrollen
| ― | Internationaler Währungsfonds (IWF) senkt erwartetes globales Wirtschaftswachstum 2022 auf 3,2 Prozent (World Economic Outlook, Juli 2022, April-Prognose: 3,6 Prozent); BIP-Plus in Industrieländern voraussichtlich bei 2,5 Prozent, in Schwellen- und Entwicklungsländern bei 3,6 Prozent; Prognose von außergewöhnlich hoher Unsicherheit gekennzeichnet; potenzielle Risiken laut IWF vor allem durch Ausweitung des Ukraine-Kriegs und wechselseitige Sanktionen, anhaltende Lockdowns in China, neue ansteckendere Covid-19-Varianten sowie steigende Rohstoff- und Energiepreise |
| ― | Am 20. Juni 2022 korrigierte der VDA (Verband der Automobilindustrie) Weltmarktprognose für 2022 nach unten und erwartet nun Rückgang des globalen Pkw- und Light Vehicle-Marktvolumens um 1 Prozent auf rund 70 Mio. Einheiten (bisher +1 Prozent); Absatz reduziert sich in den USA voraussichtlich um 1 Prozent (bisher +2 Prozent) und in China durch Lockdowns um 2 Prozent (bisher +2 Prozent); für Europa prognostiziert VDA wegen Lieferschwierigkeiten Stagnation (bisher +3 Prozent) |
| ― | Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen soll laut IHS Global Insight 2022 weltweit um 4 Prozent zunehmen, stärkster Zuwachs in Amerika (+12 Prozent) gefolgt von der EMEA-Region (+5 Prozent) und Asien (+1 Prozent); weiterhin überdurchschnittlich hohe Steigerung von global 41 Prozent bei der Fertigung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben; Produktion schwerer Nutzfahrzeuge dürfte weltweit um 8 Prozent sinken; Wachstum in Amerika stehen Rückgänge in Asien und der EMEA-Region gegenüber |
scrollen
| ― | Der Vorstand sieht den LEONI-Konzern weiterhin einem außerordentlich volatilen Umfeld ausgesetzt, das durch die anhaltende Versorgungskrise bei Halbleitern und anderen Materialien, starke inflationäre Tendenzen sowie die weiterhin großen Unsicherheiten vor allem aus dem Ukraine-Krieg bestimmt ist. Ebenso bestehen weiterhin Unsicherheiten durch coronabedingte Störungen globaler Lieferketten und Ausfälle in der Automobilproduktion, wie es sich aktuell insbesondere in China zeigt. Darüber hinaus erschwert auch der grundsätzlich hohe und zuletzt stark schwankende Kupferpreis eine Prognose |
| ― | Der Ende Februar 2022 ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt als gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit über die künftige Geschäftsentwicklung dar, weshalb insbesondere die finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2022 weiterhin nicht verlässlich quantifizierbar sind. Insbesondere kann der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wo LEONI die westukrainischen Standorte Stryj und Kolomyja betreibt, weiterhin zu Liefer-, Produktions- und Umsatzausfällen führen. Es besteht das Risiko von höheren Kosten und einem weiteren Verlust von Vermögenswerten etwa infolge von Zerstörung oder durch die Störung des internationalen Zahlungsverkehrs. Dies kann sich weiterhin negativ auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage auswirken. Für weitere Ausführungen wird auf den zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 verwiesen |
| ― | Damit ist die Prognosefähigkeit zurzeit weiterhin wesentlich beeinträchtigt und die im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 veröffentlichte Prognose hat unverändert Bestand. Diese umfasst den aktuellen Konsolidierungskreis und somit die fortgeführten Geschäftsbereiche sowie den aufgegebenen Geschäftsbereich. Der Vorstand verfolgt fortlaufend insbesondere die branchenspezifische Entwicklung, etwa die Produktionsplanungen der Automobilhersteller und die Lage und den Kriegsverlauf in der Ukraine und wird eine neue Prognose veröffentlichen, sobald sich eine hinreichend stabile Entwicklung absehen lässt |
in Tausend €, ausgenommen Angaben zu Aktien
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 933.429 | 1.019.793 | 1.886.241 | 2.096.410 |
| Umsatzkosten | -833.070 | -879.577 | -1.715.414 | -1.808.021 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 100.359 | 140.216 | 170.827 | 288.389 |
| Vertriebskosten | -33.969 | -46.848 | -71.572 | -101.459 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -63.578 | -68.169 | -136.875 | -130.803 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -33.087 | -31.524 | -69.401 | -64.497 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 25.433 | 3.699 | 149.763 | 33.178 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.290 | -8.612 | -13.401 | -22.656 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 11.205 | 10.728 | 14.528 | 20.352 |
| EBIT | -5.927 | -510 | 43.869 | 22.504 |
| Finanzerträge | 405 | -503 | 676 | -156 |
| Finanzaufwendungen | -13.395 | -13.404 | -27.554 | -26.887 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 0 | 0 | 0 | 105 |
| Ergebnis vor Steuern | -18.917 | -14.417 | 16.991 | -4.434 |
| Ertragsteuern | -31.883 | -12.447 | -35.433 | -18.970 |
| Ergebnis nach Steuern fortgeführte Geschäftsbereiche | -50.800 | -26.864 | -18.442 | -23.404 |
| Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich | 3.452 | 18.256 | 18.374 | 42.580 |
| Konzernfehlbetrag/-überschuss | -47.348 | -8.608 | -68 | 19.176 |
| davon: Anteilseigner des Mutterunternehmens | -47.410 | -8.740 | -289 | 18.889 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 62 | 132 | 221 | 287 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | ||||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -1,55 | -0,82 | -0,56 | -0,72 |
| aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 0,11 | 0,56 | 0,56 | 1,30 |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert und verwässert) | 32.669.000 | 32.669.000 | 32.669.000 | 32.669.000 |
Nach dem im Mai 2022 vereinbarten Verkauf des Geschäfts mit Automobil-Standard- und -Spezialkabeln, gebündelt in der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM), wird dieser Bereich ab diesem Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich in der Berichterstattung des Konzerns aufgeführt; das fortgeführte Geschäft umfasst im Wesentlichen den Bereich Bordnetze mit der Division WSD; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
in Tausend €
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernfehlbetrag/-überschuss | -47.348 | -8.608 | -68 | |||
| Sonstiges Ergebnis | ||||||
| Nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 20.649 | 8.249 | 39.965 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die nicht umgegliedert werden | -3.572 | -1.640 | -3.435 | |||
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||||||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | ||||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | -4.269 | 5.614 | -3.115 | |||
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -48 | 0 | -9.048 | |||
| Summe Differenzen aus der Währungsumrechnung | -4.317 | 5.614 | -12.163 | |||
| Cashflow Hedges | ||||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 5.888 | 5.027 | 10.890 | |||
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 2.040 | -2.847 | 963 | |||
| Summe Cashflow Hedges | 7.928 | 2.180 | 11.853 | |||
| Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbaren Posten, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | 86 | -480 | 724 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die umgegliedert werden | 467 | -216 | -1.098 | |||
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 21.241 | - | 13.707 | 35.846 | ||
| Gesamtergebnis | -26.107 | - | 5.099 | 35.778 | ||
| Anteilseigner des davon: Mutterunternehmens | -26.169 | 4.967 | 35.557 | |||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 62 | 132 | 221 |
scrollen
| 1. Halbjahr | ||
|---|---|---|
| 2021 | ||
| --- | --- | --- |
| Konzernfehlbetrag/-überschuss | 19.176 | |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 30.399 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die nicht umgegliedert werden | -2.235 | |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | ||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 9.156 | |
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -36.358 | |
| Summe Differenzen aus der Währungsumrechnung | -27.202 | |
| Cashflow Hedges | ||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 3.872 | |
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | -4.413 | |
| Summe Cashflow Hedges | -541 | |
| Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbaren Posten, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | 1.217 | |
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die umgegliedert werden | 509 | |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 2.147 | |
| Gesamtergebnis | 21.323 | |
| Anteilseigner des davon: Mutterunternehmens | 21.038 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 285 |
in Tausend €
scrollen
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 171.717 | 164.635 1 | 203.773 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 319.196 | 392.718 | 453.477 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 76.126 | 91.073 1 | 87.029 1 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 166.790 | 133.757 | 189.137 |
| Ertragsteuerforderungen | 10.486 | 15.458 | 6.968 |
| Vorräte | 357.789 | 470.015 | 541.420 |
| Vertragsvermögenswerte | 144.138 | 111.636 | 133.438 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 826.903 | 415.043 | 353.534 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 2.073.145 | 1.794.335 | 1.968.776 |
| Sachanlagevermögen | 910.763 | 1.271.416 | 1.265.625 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 29.042 | 38.147 | 44.009 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 68.722 | 68.722 | 70.908 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 25.836 | 53.416 | 31.069 |
| Vertragsvermögenswerte | 70.750 | 69.485 | 84.268 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 12.775 | 13.595 | 8.653 |
| Latente Steuern | 36.771 | 54.515 | 68.097 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 87.809 | 85.479 | 90.374 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 1.242.468 | 1.654.775 | 1.663.003 |
| Summe AKTIVA | 3.315.613 | 3.449.110 | 3.631.779 |
scrollen
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten | 1.028.735 | 579.679 | 96.127 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 570.391 | 739.919 | 787.720 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 30.059 | 67.934 | 39.107 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 19.284 | 24.691 | 27.275 |
| Kurzfristige andere Verbindlichkeiten | 220.447 | 207.498 | 212.558 |
| Rückstellungen | 56.592 | 67.326 | 71.588 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 431.680 | 260.761 | 244.352 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.357.188 | 1.947.808 | 1.478.727 |
| Langfristige Finanzschulden | 511.233 | 1.018.837 | 1.574.794 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 17.133 | 9.396 | 16.422 |
| Langfristige andere Verbindlichkeiten | 16.024 | 15.774 | 13.545 |
| Pensionsrückstellungen | 71.567 | 123.223 | 128.254 |
| Sonstige Rückstellungen | 56.794 | 76.305 | 109.307 |
| Latente Steuern | 22.141 | 28.355 | 23.442 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 694.892 | 1.271.890 | 1.865.764 |
| Gezeichnetes Kapital | 32.669 | 32.669 | 32.669 |
| Bedingtes Kapital i.H. von 6.534 TEUR (Vorjahr 6.534 TEUR) | |||
| Kapitalrücklage | 290.887 | 290.887 | 290.887 |
| Gewinnrücklagen | -5.719 | -5.430 | 61.181 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -54.304 | -90.150 | -99.266 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 263.533 | 227.976 | 285.471 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 1.436 | 1.817 |
| Summe Eigenkapital | 263.533 | 229.412 | 287.288 |
| Summe PASSIVA | 3.315.613 | 3.449.110 | 3.631.779 |
1 Vorjahreswert sachgerecht angepasst aufgrund Reklassifizierung von an Factoring-Partner verpfändeten Bankkonten in Höhe von 5.459 T€ bzw. 5.822 T€
in Tausend €
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern fortgeführte Geschäftsbereiche | -50.800 | -26.864 | -18.442 | -23.404 |
| Überleitung zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: Ertragsteuern | 31.877 | 12.431 | 35.426 | 18.905 |
| Zinsergebnis | 13.229 | 12.665 | 25.892 | 25.665 |
| Dividendenerträge | 0 | 0 | 0 | -105 |
| Abschreibungen | 35.509 | 42.831 | 76.911 | 90.918 |
| Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten und zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 5.240 | -3.311 | 14.011 | 4.078 |
| Zahlungsunwirksames Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -11.205 | -10.728 | -14.528 | -20.352 |
| Ergebnis aus Anlagenabgängen | -4.564 | 672 | -7.467 | 860 |
| Entkonsolidierungseffekt | 2.479 | 9.935 | -122.680 | -21.680 |
| Veränderung der betrieblichen Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Veränderung der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte | -38.847 | 87.663 1 | -56.631 | 6.133 1 |
| Veränderung der Vorräte | -15.255 | -30.692 | -75.298 | -98.001 |
| Veränderungen der sonstigen Vermögenswerte | -55.023 | -42.164 | -94.286 | -49.844 |
| Veränderung der Restrukturierungsrückstellungen | -1.121 | -1.074 | -623 | -12.253 |
| Veränderung der sonstigen Rückstellungen | -8.576 | -3.182 | -15.649 | -6.445 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 24.760 | -55.379 | 96.933 | 29.115 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -11.086 | -8.063 | -17.141 | -4.319 |
| Erhaltene Dividendenzahlungen | 21.566 | 20.665 | 21.566 | 20.770 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fortgeführte Geschäftsbereiche | -61.817 | 5.405 | -152.006 | -39.959 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereich | -16.255 | 17.293 | -55.667 | -145 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -78.072 | 22.698 1 | -207.673 | -40.104 1 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -2.409 | -725 | -8.344 | -3.927 |
| Investitionen in Sachanlagevermögen | -28.499 | -26.442 | -60.174 | -61.023 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 | 20 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagevermögen | 1.960 | 24 | 5.634 | 364 |
| Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten | 1 | 0 | 2 | 1 |
| Erlöse aus dem Verkauf eines Geschäftsbetriebes/von Tochterunternehmen abzüglich abgegebener Finanzmittel | -1.508 | 469 | 276.533 | 7.566 |
| davon: Verkaufserlöse 315.485 T€ (Vorjahr: 15.207 T€) | ||||
| davon: Abgegebene Finanzmittel 38.952 T€ (Vorjahr: 7.641 T€) | ||||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit fortgeführte Geschäftsbereiche | -30.455 | -26.674 | 213.651 | -56.999 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereich | -12.535 | -6.786 | -21.721 | -13.644 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -42.990 | -33.460 | 191.930 | -70.643 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 69.979 | 71.898 | 136.256 | 193.489 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -17.998 | -12.572 | -82.378 | -35.346 |
| Gezahlte Zinsen | -4.090 | -11.697 | -17.473 | -21.827 |
| Erhaltene Zinsen | 526 | 296 | 760 | 410 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführte Geschäftsbereiche | 48.417 | 47.925 | 37.165 | 136.726 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereich | -2.750 | -4.874 | -1.267 | -7.470 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 45.667 | 43.051 | 35.898 | 129.256 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -75.395 | 32.289 1 | 20.155 | 18.509 1 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 7.123 | 477 | 8.090 | 3.448 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 268.429 | 180.084 | 171.912 | 190.893 |
| davon in der Bilanz in der Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" enthalten | 2.636 | 0 | 7.277 | 8.453 |
| davon in der Bilanz in Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten | 265.793 | 180.084 | 164.635 | 182.440 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 200.157 | 212.850 1 | 200.157 | 212.850 1 |
| davon in der Bilanz in der Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" enthalten | 28.440 | 9.077 | 28.440 | 9.077 |
| davon in der Bilanz in Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" enthalten | 171.717 | 203.773 1 | 171.717 | 203.773 1 |
1 Vorjahreswert sachgerecht angepasst aufgrund Reklassifizierung von an Factoring-Partner verpfändeten Bankkonten in Höhe von 773 T€ (Halbjahr), bzw.363 T€ (2. Quartal).
Nach dem im Mai 2022 vereinbarten Verkauf des Geschäfts mit Automobil-Standard- und -Spezialkabeln, gebündelt in der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM), wird dieser Bereich ab diesem Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich in der Berichterstattung des Konzerns aufgeführt; das fortgeführte Geschäft umfasst im Wesentlichen den Bereich Bordnetze mit der Division WSD; die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
1 Vorjahreswert sachgerecht angepasst aufgrund Reklassifizierung von an Factoring-Partner verpfändeten Bankkonten in Höhe von 773 T€ (Halbjahr), bzw.363 T€ (2. Quartal).
in Tausend €
scrollen
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Differenz aus der Währungsumrechnung | Cashflow Hedges | Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | 32.669 | 290.887 | 42.292 | 46.955 | 3.014 | -151.384 |
| Konzern Überschuss | 18.889 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -25.983 | -32 | 28.164 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||||
| 30. Juni 2021 | 32.669 | 290.887 | 61.181 | 20.972 | 2.982 | -123.220 |
| 1. Januar 2022 | 32.669 | 290.887 | -5.430 | 29.718 | -763 | -119.105 |
| Konzernfehlbetrag | -289 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -11.439 | 10.755 | 36.530 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||||
| 30. Juni 2022 | 32.669 | 290.887 | -5.719 | 18.279 | 9.992 | -82.575 |
scrollen
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||
|---|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile ohne beherrschen den Einfluss | Summe | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | 264.433 | 1.532 | 265.965 |
| Konzern Überschuss | 18.889 | 287 | 19.176 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.149 | -2 | 2.147 |
| Gesamtergebnis | 21.038 | 285 | 21.323 |
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0 | 0 | |
| 30. Juni 2021 | 285.471 | 1.817 | 287.288 |
| 1. Januar 2022 | 227.976 | 1.436 | 229.412 |
| Konzernfehlbetrag | -289 | 221 | -68 |
| Sonstiges Ergebnis | 35.846 | 0 | 35.846 |
| Gesamtergebnis | 35.557 | 221 | 35.778 |
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | -1.657 | -1.657 | |
| 30. Juni 2022 | 263.533 | 0 | 263.533 |
Dieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union angewendet wird, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. LEONI erstellt und veröffentlicht den verkürzten Konzernzwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022 wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen. Die quartalsbezogenen Informationen, die in diesem Zwischenabschluss dargestellt werden, sind ergänzend und wurden nicht der prüferischen Durchsicht durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen.
In unserem Geschäftsbericht 2021 sind die Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts- sowie unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben können, die wesentlichen Chancen und die Ausgestaltung unseres Risiko- und Chancenmanagementsystems beschrieben.
Die risikomitigierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der mittelfristigen Liquidität wurden seit 2020 planmäßig umgesetzt; das im zweiten Quartal 2022 aktualisierte Restrukturierungskonzept in Anlehnung an IDW S 6, das im Entwurf vorliegt, geht von der Durchfinanzierung von LEONI mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Refinanzierung aus. Unvorhersehbare Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen (Halbleitermangel, Verzögerungen bei der Teilelieferung aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise), können zu weiteren negativen Abweichungen von der Budget- und Mittelfristplanung führen. Wenn diese weit über die Planungsprämissen hinausgehen oder gleichzeitig andere negative Liquiditätseffekte eintreten, stellen sie ein bestandsgefährdendes Liquiditätsrisiko in Analogie zu § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB dar. Der Vorstand hat, neben den im Restrukturierungskonzept enthaltenen Maßnahmen, weitere operative Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Liquidität insbesondere im Zusammenhang mit den Risiken aufgrund des Kriegs in der Ukraine (Duplizierung der Produktion in anderen Ländern bei Kostenübernahme durch die Kunden) eingeleitet und überwacht diese regelmäßig. Zusätzlich hat der Vorstand, insbesondere mit den durchgeführten, bereits vereinbarten und geplanten WCS-(Teil-) Verkäufen, Maßnahmen eingeleitet, die die Liquidität verbessern und die Refinanzierungsfähigkeit kurz- und mittelfristig herstellen. Mit dem Ende der Laufzeit wesentlicher Kredite besteht spätestens Ende 2022 die Notwendigkeit einer Refinanzierung. Im Juli 2022 verständigte sich die LEONI AG mit ihren Konsortialbanken grundsätzlich über ein Refinanzierungskonzept, das die weitere Finanzierung über das Jahr 2022 hinaus sicherstellen soll. Die LEONI AG wird vor diesem Hintergrund voraussichtlich Ende 2022 bzw. Anfang 2023 eine Kombination aus einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital sowie der Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe umsetzen, bei der Aktien bzw. Bezugsrechte und -pflichten auf Aktien im Volumen von bis zu 50 Prozent des Grundkapitals ausgegeben werden (für weiterführende Details siehe Textziffer 16 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Solange das Refinanzierungskonzept nicht vertraglich umgesetzt ist, die verschiedenen Vollzugsbedingungen für den Verkauf der Business Group Automotive Cable Solutions (BG AM) noch nicht erfüllt sind und die Zustimmung der Finanzierungspartner der LEONI-Gruppe noch nicht gewährt wurden, besteht weiterhin das bestandsgefährdende Finanzierungsrisiko für die Fähigkeit von LEONI zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit in Analogie zu § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. Der Vorstand schätzt die Erfolgsaussichten der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen, insbesondere zur Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Ukraine-Kriegs und der dadurch geänderten Rahmenbedingungen (Halbleiterkrise, Verzögerungen bei der Teilelieferung aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise) und des Finanzierungsrisikos Ende 2022, nach jetzigem Kenntnisstand und unter der Unsicherheit der beschriebenen Herausforderungen im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung, die Liquiditätssituation von LEONI sowie die Fortführung der Unternehmenstätigkeit, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als gegeben ein (für weiterführende Details siehe Konzernzwischenlagebericht 2022, Risiko- und Chancenbericht).
Am 23. Mai 2022 unterzeichnete die LEONI AG eine Vereinbarung mit der Stark Corporation Public Company Limited über den Verkauf der BG AM. Die Aktivitäten der BG AM werden als aufgegebener Geschäftsbereich behandelt und sind entsprechend in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Kapitalflussrechnung dargestellt.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand am 3. August 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.
Die angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen denen des Konzernjahresabschlusses 2021 und wurden dort im Konzernanhang beschrieben.
Zuwendungen der Kunden für die Duplizierung der Produktionskapazitäten in der Ukraine an anderen Standorten fallen aufgrund ihres wirtschaftlichen Charakters nicht unter die Bilanzierungsvorgaben des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden", sondern werden in analoger Anwendung von IAS 20 bilanziert. Sie werden bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden regelmäßig in den Perioden ergebniswirksam erfasst, in denen die entsprechenden Aufwendungen anfallen. Auf Investitionen bezogene Zuwendungen werden passivisch abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der korrespondierenden Vermögenswerte ergebniswirksam aufgelöst. In beiden Fällen findet die Ertragserfassung im entsprechenden Aufwandsposten statt. Zum 30. Juni 2022 enthalten die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten bereits vereinnahmte Zahlungen der Kunden in Höhe von 41 Mio. €. Bis zum 30. Juni 2022 wurden 12 Mio. € ergebniswirksam saldiert in den Herstellungskosten erfasst.
Aus den im Konzernjahresabschluss 2021 dargestellten Änderungen an den Rechnungslegungsvorschriften IFRS 3: "Verweis auf das Rahmenkonzept", IAS 37: "Belastende Verträge - Kosten der Erfüllung eines Vertrages", IAS 16: "Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung" und den jährlichen Verbesserungen an den IFRS der Jahre 2018-2020 ergaben sich wie erwartet keine Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung.
Für das Geschäftsjahr 2022 liegt darüber hinaus keine Erstanwendungspflicht für große Standards oder Gesetzesänderungen vor. Detailänderungen wirken sich nicht wesentlich auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem Grund nicht näher erläutert.
Aus den im Konzernjahresabschluss 2021 dargestellten Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften, die erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, anzuwenden sind, ergeben sich voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung.
Bei der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und die Angabe von Eventualverpflichtungen sowie auf die Aufwendungen und Erträge auswirken. Die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnte jedoch in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen aufgrund der Covid-19-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine sowie der derzeit bestehenden Halbleiterkrise unterliegen durch die derzeit unabsehbaren weltweiten Folgen einer erhöhten Unsicherheit. Unvorhersehbare Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen sowie dem Krieg in der Ukraine (Halbleitermangel, Verzögerungen bei der Teilelieferung aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise), können zu weiteren negativen Abweichungen von der Planung führen. Der Angriffskrieg in der Ukraine führt neben humanitärer Katastrophe zu erheblichen politischen und ökonomischen Verwerfungen, die sich ebenfalls auf die Unsicherheit von Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auswirken können. Eine Ausweitung des Ukraine-Kriegs und wechselseitige Sanktionen, anhaltende Lockdowns in China, neue ansteckendere Covid-19-Varianten sowie steigende Rohstoff- und Energiepreise sind potenzielle Risiken, die zu außergewöhnlich hoher Unsicherheit führen. Grundsätzlich basieren die Schätzungen und Ermessensentscheidungen auf der vom Internationalen Währungsfonds (IWF) gestützten Annahme, dass weltweit mit einem gegenüber dem Vorjahr reduzierten Wachstumstempo für 2022 zu rechnen ist. Die Prognose zum erwarteten globalen Wirtschaftswachstum wurde zum Juli 2022 nochmals gesenkt. Der Vorstand sieht den LEONI-Konzern weiterhin einem außerordentlich volatilen Umfeld ausgesetzt, das durch die anhaltende Versorgungskrise bei Halbleitern und anderen Materialien, starke inflationäre Tendenzen sowie die weiterhin großen Unsicherheiten vor allem aus dem Ukraine-Krieg bestimmt ist. Ebenso bestehen weiterhin Unsicherheiten durch coronabedingte Störungen globaler Lieferketten und Ausfälle in der Automobilproduktion, wie es sich aktuell insbesondere in China zeigt. Darüber hinaus erschwert auch der grundsätzlich hohe und zuletzt stark schwankende Kupferpreis eine Prognose. Der Ende Februar 2022 ausgebrochene Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt als gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit über die künftige Geschäftsentwicklung dar, weshalb insbesondere die finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2022 weiterhin nicht verlässlich quantifizierbar sind. Insbesondere kann der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wo LEONI die westukrainischen Standorte Stryj und Kolomyja betreibt, weiterhin zu Liefer-, Produktions- und Umsatzausfällen führen. Es besteht das Risiko von höheren Kosten und einem weiteren Verlust von Vermögenswerten etwa infolge von Zerstörung oder durch die Störung des internationalen Zahlungsverkehrs. Dies kann sich weiterhin negativ auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage auswirken. Für weitere Ausführungen wird auf den Geschäftsbericht 2021 verwiesen. Damit ist die Prognosefähigkeit zurzeit weiterhin wesentlich beeinträchtigt und die am 14. März 2022 veröffentlichte Prognose hat unverändert Bestand. Der Vorstand verfolgt fortlaufend insbesondere die branchenspezifische Entwicklung, etwa die Produktionsplanungen der Automobilhersteller und die Lage und den Kriegsverlauf in der Ukraine und wird eine neue Prognose veröffentlichen, sobald sich eine hinreichend stabile Entwicklung absehen lässt. Für die mittelfristige Perspektive wird im Jahr 2023 eine weitere sukzessive Markterholung erwartet, die insbesondere durch ein Wachstum im Bereich Elektromobilität getrieben wird. Langfristig geht der Vorstand von einer vollständigen Markterholung aus. Für weitere Ausführungen wird auf den Geschäftsbericht 2021 verwiesen.
Zusammenfassend können diese Faktoren zu unplanmäßigen Umsatzausfällen, unerwarteten Ergebnis- und Liquiditätseffekten sowie zu negativen Auswirkungen auf den Free Cashflow führen. Auswirkungen können sich weiterhin aus Zinsanpassungen im In- und Ausland, aus volatilen Fremdwährungskursen, Zahlungsausfällen, sich verändernden Umsatzerlös- und Kostenstrukturen oder unsicheren Prognosen hinsichtlich der Höhe und dem Zeitpunkt von Zahlungsflüssen ergeben. Diese Faktoren können sich auf beizulegende Zeitwerte und Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Höhe und Zeitpunkt der Ergebnisrealisierung sowie die Zahlungsflüsse auswirken. Insofern können negative Abweichungen von den unterstellten Annahmen Wertminderungen für Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. andere langfristige Vermögenswerte erforderlich machen.
Bei der Aktualisierung der im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses getroffenen abschlussrelevanten Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung auf dem seinerzeit vorhandenen Wissensstand berücksichtigt.
Neben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7, hat und beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.
Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtszeitraum durch den Verkauf der wesentlichen Bestandteile des in der Business Group Industrial Solutions (BG IN) gebündelten Industriegeschäfts der Wire & Cable Solutions Division und den Verkauf der Fiber Optics Gesellschaften verändert. Die Anzahl der konsolidierten Tochterunternehmen nahm hierdurch von 72 auf 58 ab. Details hierzu finden sich im folgenden Abschnitt.
Am 20. Januar 2022 wurde der Verkauf wesentlicher Bestandteile des in der Business Group Industrial Solutions gebündelten Industriegeschäfts der Wire & Cable Solutions Division an die BizLink Holding Inc. abgeschlossen. Mit dem Vollzug der Veräußerung schieden die zwölf betroffenen Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, da zu diesem Zeitpunkt auch die Beherrschung über die Unternehmen auf den Erwerber überging. Die vom Erwerber zu erbringende Gegenleistung betrug 313.996 T€. Aus dem Verkauf realisierte der Konzern einen Ertrag in Höhe von insgesamt 125.159 T€, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten ist. Der Ertrag beinhaltet einen Währungsgewinn in Höhe von 9.000 T€, der im Entkonsolidierungszeitpunkt aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde.
Folgende Übersicht zeigt die im Entkonsolidierungszeitpunkt abgegangenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten inklusive des im ersten Halbjahr 2022 erfassten Ergebniseffekts:
in Tausend €
scrollen
| Bei Verkauf abgegangen in 2022 | |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 192.293 |
| Vorräte | 122.625 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 11.654 |
| Sachanlagevermögen | 133.209 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 14.250 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 54.358 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 10.234 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 35.955 |
| Abgegangene Vermögenswerte | 574.577 |
| Finanzschulden | 199.529 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 93.217 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 37.210 |
| Rückstellungen | 40.964 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 5.819 |
| Abgegangene Verbindlichkeiten | 376.740 |
| Nettovermögen | 197.837 |
| Erhaltene Gegenleistung | 313.996 |
| Abgegangenes Nettovermögen | -197.837 |
| Abgehendes OCI | 9.000 |
| Ergebniseffekt | 125.159 |
LEONI verkaufte mit Vollzug am 30. April 2022 die Gesellschaften LEONI Fiber Optics GmbH, LEONI Fiber Optics, Inc. und j-plasma GmbH, die dem Wire & Cable Solutions Segment zugeordnet waren. Die Tochterunternehmen schieden am Tag des Verkaufs aus dem Konsolidierungskreis aus, da zu diesem Zeitpunkt auch die Beherrschung über die Unternehmen auf den Erwerber überging. Die vom Erwerber zu erbringende Gegenleistung betrug 1.489 T€ und beinhaltet eine Kaufpreisforderung in Höhe von 1.101 T€ aufgrund einer vertraglich vereinbarten Earn-out Klausel. Aus dem Verkauf realisierte der Konzern einen Verlust in Höhe von insgesamt -2.479 T€. Der Verlust beinhaltet einen gegenläufigen Währungsgewinn in Höhe von 48 T€, der im Entkonsolidierungszeitpunkt aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde und als Bestandteil des Gesamtverlusts aus der Transaktion im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen ist.
Folgende Übersicht zeigt die im Entkonsolidierungszeitpunkt abgegangenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten inklusive des im ersten Halbjahr 2022 erfassten Ergebniseffekts:
in Tausend €
scrollen
| Bei Verkauf abgegangen in 2022 | |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 7.481 |
| Vorräte | 12.586 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.469 |
| Sachanlagevermögen | 8.987 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 609 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1.314 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 2.997 |
| Abgegangene Vermögenswerte | 35.444 |
| Finanzschulden | 7.200 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 8.147 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 13.306 |
| Rückstellungen | 2.418 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 356 |
| Abgegangene Verbindlichkeiten | 31.428 |
| Nettovermögen | 4.016 |
| Erhaltene Gegenleistung | 1.489 |
| Abgegangenes Nettovermögen | -4.016 |
| Abgehendes OCI | 48 |
| Ergebniseffekt | -2.479 |
Im Mai 2022 erfolgte die Unterzeichnung einer bindenden Vereinbarung über den Verkauf der j-fiber GmbH, die dem Wire & Cable Solutions Segment zugeordnet ist. Der Vollzug des Verkaufs ist im 3. Quartal 2022 geplant, steht aber noch unter Vorbehalt verschiedener Vollzugsbedingungen wie z.B. der Freigabe durch die Kartellbehörden.
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden ab Erfüllung der Kriterien als zur Veräußerung gehalten dargestellt und betrugen zum 30. Juni 2022 13.264 T€ bzw. 4.762 T€. Zudem wurde auf die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte durch eine Werthaltigkeitsprüfung eine Wertminderung in Höhe von 5.599 T€ erfasst, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist, so dass das zur Veräußerung gehaltene Nettovermögen zum 30. Juni 2022 2.903 T€ beträgt. Folgende Übersicht zeigt die Buchwerte der Hauptgruppen:
scrollen
| in Tausend € | 30.06.2022 |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.001 |
| Vorräte | 3.234 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 786 |
| Sachanlagevermögen | 2.812 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3.431 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 13.264 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 484 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.226 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 268 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 33 |
| Langfristige Finanzschulden | 2.338 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 29 |
| Langfristige Rückstellungen | 384 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 4.762 |
| Zur Veräußerung gehaltenes Nettovermögen | 8.502 |
| Wertminderung | -5.599 |
| In der Konzernbilanz enthaltenes zur Veräußerung gehaltenes Nettovermögen | 2.903 |
Im Mai 2022 kündigte LEONI den Verkauf der Business Group Automotive Cable Solutions, die dem Wire & Cable Solutions Segment zugeordnet ist, an. Die Kriterien einer Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten waren ab Ende Mai 2022 mit der Unterzeichnung des Veräußerungsvertrags mit dem strategischen Investor STARK Corporation Public Company Limited erfüllt. Da es sich bei dem Verkaufsobjekt um einen für LEONI wesentlichen Geschäftsbereich handelt, erfolgt eine entsprechende Einstufung als aufgegebener Geschäftsbereich. LEONI erachtet einen Vollzug der Veräußerung im Laufe des Geschäftsjahres 2022 als höchstwahrscheinlich.
LEONI bewertet das in dem aufgegebenen Geschäftsbereich gebündelte Geschäft mit Automobil-Standard- und -Spezialkabeln zum Buchwert, der unter dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten liegt. Mit Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten wurde die planmäßige Abschreibung auf die Vermögenswerte innerhalb des aufgegebenen Geschäftsbereichs eingestellt. Die Ergebnisse und Zahlungsflüsse der BG AM sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Konzern-Kapitalflussrechnung für alle berichteten Zeiträume vergleichbar als aufgegebener Geschäftsbereich dargestellt.
in Tausend €
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 318.119 | 276.221 | 626.968 | 552.667 |
| Umsatzkosten | -282.648 | -226.334 | -547.646 | -450.368 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 35.471 | 49.887 | 79.322 | 102.299 |
| Vertriebskosten | -14.019 | -12.259 | -27.722 | -24.919 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -13.463 | -13.776 | -25.390 | -28.123 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.161 | -1.092 | -2.521 | -3.232 |
| Sonstige betriebliche Erträge | -1.752 | 3.357 | 6.361 | 8.316 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -707 | -423 | -734 | -788 |
| EBIT | 4.369 | 25.694 | 29.316 | 53.552 |
| Finanzerträge | 98 | 182 | 218 | 996 |
| Finanzaufwendungen | -3.178 | -3.005 | -6.257 | -5.666 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.289 | 22.871 | 23.277 | 48.881 |
| Ertragsteuern | 2.162 | -4.615 | -4.903 | -6.302 |
| Ergebnis nach Steuern aufgegebener Geschäftsbereich | 3.450 | 18.256 | 18.374 | 42.580 |
Bei der Eliminierung der Leistungsbeziehungen aus den Transaktionen zwischen der BG AM und den fortgeführten Geschäftsbereichen des Konzerns erfolgte eine vollständige Zuordnung der Eliminierungsbuchungen zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich.
In den sechs Monaten bis 30. Juni 2022 betrugen die im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Erträge, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfielen, 26.099 T€.
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden ab Erfüllung der Kriterien als zur Veräußerung gehalten dargestellt und betrugen zum 30. Juni 2022 819.237 T€ bzw. 426.918 T€. Folgende Übersicht zeigt die Buchwerte der Hauptgruppen:
scrollen
| in Tausend € | 30.06.2022 |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 157.251 |
| Vorräte | 215.861 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 74.909 |
| Sachanlagevermögen | 352.759 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9.056 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 9.401 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 819.237 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 93.100 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 238.538 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 37.107 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2.498 |
| Langfristige Finanzschulden | 25.483 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 7.995 |
| Langfristige Rückstellungen | 22.197 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 426.918 |
| In der Konzernbilanz enthaltenes zur Veräußerung gehaltenes Nettovermögen | 392.319 |
Die BG AM finanzierte sich im ersten Halbjahr 2022 mit Zahlungsmittelzuflüssen in Höhe von 88.233 T€ konzernintern. Die fortgeführten Geschäftsbereiche haben für diese konzerninterne Finanzierung an die BG AM im Wesentlichen externe Darlehen im ersten Halbjahr 2022 aufgenommen, die im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche ausgewiesen sind.
Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente. Detaillierte Informationen zu den Segmenten finden sich im Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022 sowie im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021. Die Berichterstattung von Betriebsergebnissen an die verantwortliche Unternehmensinstanz erfolgt unabhängig von der Klassifizierung der BG AM als aufgegebener Geschäftsbereich weiterhin anhand der beiden Divisionen WSD und WCS. Demnach erfolgt die Angabe der Segmentinformationen zum 30. Juni 2022 weiterhin anhand dieser beiden Segmente.
Der Erlös von 50 Mio. € aus dem internen Verkauf der Dachmarke an die Konzernmutter wurde auf Konzernebene konsolidiert. Der Ertrag aus dem Verkauf der BG IN wurde dem Teilkonzern WCS zugeordnet.
Die Segmentinformationen stellten sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:
in Tausend €, außer Mitarbeiter
scrollen
| 2. Quartal | 1. Halbjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | Veränderung in % | 2022 | 2021 | Veränderung in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wiring Systems | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 878.728 | 815.738 | 7,7% | 1.734.746 | 1.661.178 | 4,4% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 90 | 197 | -54,1% | 263 | 315 | -16,5% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 878.637 | 815.541 | 7,7% | 1.734.484 | 1.660.863 | 4,4% |
| EBIT | 4.862 | -1.172 | > 100,0% | -67.644 | -19.498 | >- 100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | 0,6% | -0,1% | --- | -3,9% | -1,2% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten | 10.596 | 3.611 | > 100,0% | -31.123 | -9.772 | >- 100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | 1,2% | 0,4% | --- | -1,8% | -0,6% | --- |
| Mitarbeiter | 90.470 | 93.790 | -3,5% | 90.470 | 93.790 | -3,5% |
| Wire & Cable Solutions | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 438.084 | 544.408 | -19,5% | 910.327 | 1.115.719 | -18,4% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 65.174 | 63.935 | 1,9% | 131.601 | 127.505 | 3,2% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 372.911 | 480.473 | -22,4% | 778.726 | 988.214 | -21,2% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | 54.792 | 204.251 | -73,2% | 151.757 | 435.547 | -65,2% |
| EBIT | 43.329 | 26.568 | 63,1% | 189.662 | 95.130 | 99,4% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | 38.960 | 874 | > 100,0% | 160.346 | 41.578 | > 100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | 11,6% | 5,5% | --- | 24,4% | 9,6% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten | 8.439 | 35.401 | -76,2% | 31.929 | 76.676 | -58,4% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | 2.853 | 9.571 | -70,2% | -502 | 22.304 | >- 100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | 2,3% | 7,4% | --- | 4,1% | 7,8% | --- |
| Mitarbeiter | 4.079 | 7.728 | -47,2% | 4.079 | 7.728 | -47,2% |
| Konsolidierung/LEONI AG | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | -65.264 | -64.132 | -1,8% | -131.864 | -127.820 | -3,2% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 65.264 | 64.132 | 1,8% | 131.864 | 127.820 | 3,2% |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | -49.748 | -212 | --- | -48.832 | 425 | --- |
| EBIT vor Sondereffekten | 251 | -212 | --- | 1.170 | 425 | --- |
| Mitarbeiter | 212 | 216 | -1,9% | 212 | 216 | -1,9% |
| Konzern | ||||||
| Umsatzerlöse, brutto | 1.251.548 | 1.296.014 | -3,4% | 2.513.209 | 2.649.077 | -5,1% |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 1.251.548 | 1.296.014 | -3,4% | 2.513.209 | 2.649.077 | -5,1% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | 933.429 | 1.019.793 | -8,5% | 1.886.241 | 2.096.410 | -10,0% |
| EBIT | -1.557 | 25.184 | >- 100,0% | 73.185 | 76.056 | -3,8% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | -5.927 | -510 | >- 100,0% | 43.869 | 22.504 | 94,9% |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | -0,1% | 1,9% | --- | 2,9% | 2,9% | --- |
| EBIT vor Sondereffekten | 19.286 | 38.800 | -50,3% | 1.976 | 67.329 | -97,1% |
| davon fortgeführte Geschäftsbereiche | 13.700 | 13.182 | 3,9% | -30.458 | 12.956 | >- 100,0% |
| in % vom Konzernaußenumsatz | 1,5% | 3,0% | --- | 0,1% | 2,5% | --- |
| Mitarbeiter | 94.761 | 101.734 | -6,9% | 94.761 | 101.734 | -6,9% |
in Tausend €
scrollen
| Konzern | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 819.923 | 973.167 |
| Übertragung über einen bestimmten Zeitraum | 1.066.319 | 1.123.243 |
| davon Entwicklungsleistungen | 20.464 | 17.937 |
| davon kundenindividuelle Produkte | 1.045.855 | 1.105.306 |
| Umsatzerlöse | 1.886.241 | 2.096.410 |
scrollen
| Wiring Systems | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 668.165 | 537.620 |
| Übertragung über einen bestimmten Zeitraum | 1.066.319 | 1.123.243 |
| davon Entwicklungsleistungen | 20.464 | 17.937 |
| davon kundenindividuelle Produkte | 1.045.855 | 1.105.306 |
| Umsatzerlöse | 1.734.484 | 1.660.863 |
scrollen
| Wire & Cable Solutions | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt | 151.757 | 435.547 |
| Umsatzerlöse | 151.757 | 435.547 |
Der Halbjahresumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche lag bei 1.886 Mio. € (Vorjahr: 2.096 Mio. €) und damit 10 Prozent unter dem Vorjahr.
Im Umsatz der Division Wire & Cable Solutions des ersten Halbjahres 2021 sind Umsätze für Einheiten enthalten, die Anfang des Jahres 2022 veräußert wurden. Die daraus resultierende Umsatzminderung im laufenden Jahr konnte teilweise durch das Wachstum der Division Wiring Systems kompensiert werden. Der aufgegebene Geschäftsbereich BG AM erzielte im ersten Halbjahr Umsatzerlöse in Höhe von 627 Mio. € (Vorjahr 553 Mio. €). Diese wurden vollständig zeitpunktbezogen realisiert.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen nahm von 23 Mio. € im ersten Halbjahr des Vorjahres (die im Folgenden mit "Vorjahr" bezeichneten Angaben beziehen sich jeweils auf das erste Halbjahr des Vorjahres) auf 44 Mio. € im ersten Halbjahr 2022 zu. Insbesondere trug der Veräußerungsgewinn der BG IN in Höhe von 125 Mio. € zum positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei. Das um Sondereffekte korrigierte EBIT aus fortgeführten Geschäftsbereichen (für weitere Details siehe Konzernzwischenlagebericht) verringerte sich um 43 Mio. € auf -30 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €). Wesentliche Treiber waren insbesondere der anteilige Entfall des Ergebnisbeitrags der BG IN, welcher im Vorjahr noch mit sechs Monaten gegenüber knapp einem Monat im aktuellen Geschäftsjahr berücksichtigt war, sowie erhebliche Belastungen aufgrund gestiegener Rohmaterial- und Logistikkosten, die noch nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten.
Die Umsatzkosten aus fortgeführten Geschäftsbereichen sanken im ersten Halbjahr 2022 um 5 Prozent und damit unterproportional zum Umsatz. Der Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch den Entfall der anteiligen Umsatzkosten der BG IN und der LEONI Schweiz AG. Gegenläufig wirkten unter anderem höhere Aufwendungen für Material und außerplanmäßige Wertberichtigungen von Vermögenswerten in Höhe von 19 Mio. € im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Das Bruttoergebnis verringerte sich von 288 Mio. € auf 171 Mio. €.
Die Vertriebskosten nahmen unter anderem aufgrund des anteiligen Entfalls der BG IN und der LEONI Schweiz AG sowie geringerer Wertberichtigungen um 30 Mio. € auf 72 Mio. € ab. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich in den ersten sechs Monaten um 5 Prozent auf 137 Mio. €. Dies ist vor allem auf gestiegenen IT-Aufwendungen, Kosten im Zusammenhang mit dem WCS Carve-Out sowie Restrukturierungsaufwand zurückzuführen. Dem entgegen stand im Wesentlichen der anteilige Entfall der BG IN. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich um 5 Mio. € auf 69 Mio. €. Ein Anstieg um 117 Mio. € auf 150 Mio. € war bei den sonstigen betrieblichen Erträgen zu verzeichnen. Wesentlich wirkte sich hier der Veräußerungsgewinn der BG IN in Höhe von 125 Mio. € aus. Im Vorjahreszeitraum waren unter anderem Erlöse im Zusammenhang mit dem Verkauf der LEONI Schweiz AG enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich insbesondere durch Währungseffekte um 9 Mio. € auf 13 Mio. €. Gegenläufig ist in dieser Position eine außerplanmäßige Wertberichtigung in Höhe von 6 Mio. € im Zusammenhang mit den Portfoliomaßnahmen in Bezug auf die j-fiber GmbH enthalten. Im Vorjahr war unter anderem der Verlust aus dem Verkauf der Geschäftsbereiche Datenkommunikation und Compound aus der LEONI Kerpen GmbH in Höhe von 9 Mio. € berücksichtigt. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, das im
Wesentlichen von unserem Joint Venture in Langfang, China, stammt, nahm von 20 Mio. € in 2021 auf 15 Mio. € im ersten Halbjahr 2022 ab. Begründet ist dies unter anderem durch die eingeschränkte Produktion von unserem chinesischen Joint Venture im ersten Quartal 2022 aufgrund der Corona-Pandemie.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 35.433 T€ (Vorjahr: 18.970 T€) enthielten in Höhe von 23.547 T€ (Vorjahr: 26.958 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 11.886 T€ (Vorjahr: -7.988 T€ Steuerertrag) latenten Steueraufwand, der auf Bilanzpostenunterschiede sowie die Veränderung von Verlustvorträgen und Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern zurückzuführen war.
Die Steuerquote betrug 209 Prozent (Vorjahr: -428 Prozent). Die Steuerquote war im Wesentlichen auf den Nicht-Ansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste sowie die Bildung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Bilanzpostenunterschiede zurückzuführen. Aufgrund des geplanten Verkaufs der BG AM und des dadurch verursachten Ausscheidens einer Konzerngesellschaft aus der Steuergruppe in den USA, wurden bei dieser Gesellschaft Wertberichtigungen auf latente Steuern um 12.623 T€ erhöht. Gegenläufig führte die Veräußerung der BG IN zu einem weitgehend steuerfreien Gewinn.
Im Folgenden ist die nach Anlageklassen gegliederte Entwicklung der Nutzungsrechte im Berichtsjahr sowie deren Bestand zum Stichtag dargestellt:
in Tausend €
scrollen
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen- und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwert 1. Januar 2021 | 239.522 | 19.667 | 12.497 | 271.686 |
| Anschaffungskosten 1. Januar 2021 | 297.406 | 28.747 | 22.425 | 348.578 |
| Währungsunterschiede | 5.512 | 725 | 191 | 6.428 |
| Zugänge | 16.646 | 1.491 | 2.995 | 21.132 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 35.461 | 907 | 2.939 | 39.307 |
| Abgang | 6.967 | 432 | 2.290 | 9.689 |
| 30. Juni 2021 | 348.058 | 31.438 | 26.260 | 327.142 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2021 | 57.884 | 9.080 | 9.928 | 76.892 |
| Währungsunterschiede | 1.253 | 256 | 65 | 1.574 |
| Zugang Abschreibungen | 17.264 | 3.123 | 3.461 | 23.848 |
| Zugang Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 9.887 | 377 | 1.411 | 11.675 |
| Abgang | 3.815 | 462 | 2.258 | 6.535 |
| 30. Juni 2021 | 82.473 | 12.374 | 12.607 | 84.104 |
| Nettobuchwert 30. Juni 2021 | 265.585 | 19.064 | 13.653 | 243.038 |
| Nettobuchwert 1. Januar 2022 | 220.186 | 15.788 | 8.612 | 244.586 |
| Anschaffungskosten 1. Januar 2022 | 297.331 | 30.729 | 20.610 | 348.670 |
| Währungsunterschiede | 8.281 | 274 | 187 | 8.742 |
| Zugänge | 12.259 | 370 | 1.889 | 14.518 |
| Abgang Konsolidierungskreis | 40.717 | 1.047 | 3.915 | 45.679 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -1.538 | 349 | 1.951 | 762 |
| Abgang | 19.303 | 326 | 2.804 | 22.433 |
| 30. Juni 2022 | 259.389 | 29.651 | 14.016 | 303.056 |
| Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 2021 | 77.145 | 14.941 | 11.998 | 104.084 |
| Währungsunterschiede | 2.648 | 145 | 110 | 2.903 |
| Zugang Abschreibungen | 17.285 | 3.220 | 2.814 | 23.319 |
| Zugang Wertminderungen | 38 | 40 | 99 | 177 |
| Abgang Konsolidierungskreis | 13.654 | 504 | 2.117 | 16.275 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -4.664 | 173 | 1.322 | -3.169 |
| Abgang | 13.666 | 324 | 2.654 | 16.644 |
| 30. Juni 2022 | 74.460 | 17.345 | 8.928 | 100.733 |
| Nettobuchwert 30. Juni 2022 | 184.929 | 12.306 | 5.088 | 202.323 |
Die unter den Finanzschulden erfassten Leasingverbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
in Tausend €
scrollen
| 2022 | |
|---|---|
| Buchwert 1. Januar | 248.554 |
| Zugänge | 14.086 |
| Abgang Konsolidierungskreis | -29.745 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | -3.860 |
| Aufzinsung | 4.840 |
| Tilgung (Auszahlungsbetrag inklusive Zinszahlung) | -30.806 |
| Buchwert 30. Juni | 203.069 |
| davon kurzfristig | 36.613 |
| davon langfristig | 166.456 |
Der Rückgang an Nutzungsrechten sowie der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf der wesentlichen Bestandteile des in der BG IN gebündelten Industriegeschäfts und dem Verkauf der Fiber Optics Gesellschaften, sowie der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten der BG AM und der j-fiber GmbH.
Die Pensionsrückstellungen zum 30. Juni 2022 beliefen sich auf 71.567 T€ und waren somit im Verhältnis zum Stand 31. Dezember 2021 um 51.656 T€ oder rund 42 Prozent gemindert. Ursächlich hierfür waren neben der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten in Höhe von 9 Mio. € die deutlich gestiegenen Abzinsungssätze in Großbritannien mit 3,85 % (31.12.2021: 1,94 %) und in Deutschland mit 3,32 % (31.12.2021: 1,23 %). Zudem wirkten sich gegenläufige Effekte aus der Berücksichtigung eines höheren Rententrends bzw. durchzuführender Rentenanpassungen in Deutschland aus sowie eine Minderung des Planvermögens in Großbritannien aufgrund geringerer Erträge des Anlageportfolios.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 24. Mai 2022 wurde der Vorstand ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 23. Mai 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt bis zu 16.334.500,00 € durch die Ausgabe von insgesamt bis zu 16.334.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022). Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, insgesamt oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe an am Gewinn teil. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend festlegen, dass die neuen Aktien vom Beginn eines bereits abgelaufenen Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teilnehmen. Grundsätzlich sind die neuen Stückaktien den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Im Januar 2022 haben im Zuge von Ermittlungen des Bundeskartellamts (BKartA) gegen verschiedene Kabelhersteller und weitere branchennahe Gesellschaften auch an Standorten der LEONI-Gruppe Durchsuchungen stattgefunden. Grund für die Durchsuchungen ist der Verdacht, dass Kabelhersteller die Berechnung branchenüblicher Metallzuschläge in Deutschland miteinander koordiniert haben sollen. LEONI kooperiert mit den Behörden und prüft die Vorwürfe. Da sich das BKartA-Verfahren in einem sehr frühen Stadium befindet, kann derzeit noch keine Aussage über dessen Ausgang getroffen werden. Insgesamt kommen wir bei einer Bewertung auf Basis des derzeitigen Stands der Ermittlungen weiterhin zu der Einschätzung, dass die Verurteilung zur Zahlung einer Geldbuße möglich, aber nicht wahrscheinlich ist.
Die Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 30. Juni 2022 insgesamt 1.539.968 T€ (31.12.2021: 1.598.516 T€). Der Rückgang der Finanzschulden ist vor allem auf die oben beschriebenen Carve-Out Aktivitäten zurückzuführen. Insgesamt wurden daraus Tilgungen in Höhe von 131 Mio. € verzeichnet. Gegenläufig erhöhte sich die Inanspruchnahme eines bestehenden Konsortialkredits (RCF I mit einem verfügbaren Gesamtvolumen von 750 Mio. € und Fälligkeit Mitte 2023) um 120 Mio. € auf 645 Mio. €. Das verfügbare Volumen dieses Konsortialkredits betrug zum 30. Juni 2022 105 Mio. €. Die Ausnutzung des Konsortialkredits RCF II (mit festem Fälligkeitstermin Ende 2022) blieb im ersten Halbjahr 2022 konstant bei 146 Mio. €, wovon 83 Mio. € den aufgegebenen Geschäftsbereich betreffen und 63 Mio. € den fortgeführten Geschäftsbereichen zuzuordnen sind. Das verfügbare Volumen dieses Darlehens betrug zum 30. Juni 2022 insgesamt 21 Mio. € und entfällt komplett auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Der RCF III (mit festem Fälligkeitstermin Ende 2022) wurde zum 30. Juni 2022 in Höhe von 324 Mio. € und somit in voller Höhe in Anspruch genommen. Dieser Kredit wird zu 90 Prozent durch die Bundesregierung und die Landesregierungen von Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Corona-Hilfsmaßnahmen abgesichert (Bund-Länder-Großbürgschaft im Zusammenhang mit den Folgen der Covid-19-Pandemie).
Da die in Anspruch genommenen Kreditlinien (RCF I - III) innerhalb der nächsten 12 Monate fällig werden, wurden diese nun komplett in der Bilanz zum 30. Juni 2022 unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2021 wurden die Kreditlinien des RCF I auf Grund ihrer Fälligkeit noch unter den langfristigen Finanzschulden gezeigt. Mit dem Ende der Laufzeit wesentlicher Kredite besteht spätestens Ende 2022 die Notwendigkeit einer Refinanzierung. Die Fälligkeiten sollen grundsätzlich bis Ende 2025 verlängert werden. Weitere Details zum Refinanzierungskonzept können der Textziffer 16 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag entnommen werden.
Die Finanzschulden enthielten zum 30. Juni 2022 zudem Schuldscheindarlehen in Höhe von 356 Mio. €. Diese sind im Wesentlichen in den Jahren 2023 und 2024 zur Rückzahlung fällig. Im ersten Halbjahr 2022 wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von 45 Mio. € getilgt. Auch die Schuldscheindarlehen werden voraussichtlich Gegenstand des Refinanzierungskonzepts sein.
Die Leasingverbindlichkeiten beliefen sich am 30. Juni 2022 auf insgesamt 203.068 T€ (31.12.2021: 248.554 T€). Weitere Leasingverbindlichkeiten sind für den aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von 33.806 in dem Bilanzposten "Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten" enthalten.
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, die zum 30. Juni 2022 und zum 31. Dezember 2021 im Konzern bestanden. Die in der Spalte "Buchwert 30.06.2022" gezeigten Beträge können von denen in den anderen Spalten einer Zeile abweichen, da in den anderen Spalten alle Finanzinstrumente enthalten sind, auch solche, die in der Bilanz als Teil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs gemäß IFRS 5 in separaten Bilanzposten gezeigt werden. Weitere Erläuterungen hierzu finden sich in der Textziffer 3 "Veräußerungen von Tochterunternehmen, zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie aufgegebene Geschäftsbereiche".
in Tausend €
scrollen
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 |
Buchwert 30.06.2022 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value 30.06.2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 171.717 | 200.157 | 200.157 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 227.164 | 387.416 | 387.416 | ||
| Sonstige finanzielle Forderungen | AC | 78.727 | 97.506 | 97.032 | ||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 88.506 | 92.032 | 92.032 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 73 | 73 | 73 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 3.478 | 3.478 | 3.478 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 6.623 | 6.623 | 0 | 6.623 | |
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 570.391 | 810.155 | 810.155 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 980.649 | 1.068.248 | 1.068.143 | ||
| Schuldscheindarlehen | AC | 356.178 | 356.178 | 346.134 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 33.090 | 36.535 | 36.535 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 203.069 | 236.875 | n/a | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 10.352 | 10.352 | 10.352 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 3.822 | 3.822 | 3.822 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 685.079 | 685.079 | 685.079 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 92.057 | 95.583 | 95.583 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 2.271.116 | 2.271.116 | 2.260.967 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 10.352 | 10.352 | 10.352 |
scrollen
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert 31.12.2021 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam | Fair Value 31.12.2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 164.635 | 171.912 | 171.912 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 321.926 | 366.790 | 366.790 | ||
| Sonstige finanzielle Forderungen | AC | 100.299 | 106.508 | 106.508 | ||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 70.792 | 70.792 | 70.792 | ||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVTPL | 73 | 73 | 73 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 1.524 | 1.524 | 1.524 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 2.771 | 2.771 | 2.771 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 739.919 | 799.973 | 799.973 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 949.924 | 1.033.465 | 1.033.370 | ||
| Schuldscheindarlehen | AC | 399.967 | 399.967 | 389.790 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 62.142 | 65.422 | 65.422 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | n/a | 248.554 | 278.500 | n/a | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 10.647 | 10.647 | 10.647 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 4.613 | 4.613 | 4.613 | ||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 645.210 | 645.210 | 645.210 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 72.389 | 72.389 | 72.389 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | AC | 2.298.827 | 2.298.827 | 2.288.555 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | FVTPL | 10.647 | 10.647 | 10.647 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Factoring) sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zum 30. Juni 2022 keine (31.12.2021: 9.872 T€) Bankguthaben, die an Factoringpartner verpfändet und somit für LEONI nicht verfügbar sind.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen finanziellen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und unter Berücksichtigung der konzernspezifischen Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 2 zuzuordnen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen, am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. abschläge bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze und Volatilitäten verwendet.
Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen Finanzinstrumente als auch ihre Zuordnung zu den Hierachiestufen:
in Tausend €
scrollen
| 30.06.2022 | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3) |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | 92.032 | 92.032 | ||
| Beteiligungen | 73 | 73 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 3.478 | 3.478 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 6.623 | 6.623 | ||
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 10.352 | 10.352 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.822 | 3.822 |
scrollen
| 31.12.2021 | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3) |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zum Verkauf bestimmte finanzielle Vermögenswerte | 70.792 | 70.792 | ||
| Beteiligungen | 73 | 73 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 52 | 1.472 | 1.524 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.771 | 2.771 | ||
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 10.647 | 10.647 | ||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.613 | 4.613 |
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen Stufen statt.
LEONI unterhält mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 7.951 T€ (Vorjahr: 8.780 T€) erlöst. Forderungen gegenüber diesen Unternehmen bestanden in Höhe von 37.001 T€ (31.12.2021: 13.983 T€), wobei diese Dividenden in Höhe von 21.566 T€ (31.12.2021: 0 T€) enthielten. Die Erlöse und Forderungen wurden im Wesentlichen aus der Geschäftsbeziehung mit dem chinesischen Joint-Venture in Langfang generiert. Gegenüber einem assoziierten Unternehmen bestand eine Forderung aus Darlehen in Höhe von 3.430 T€ (31.12.2021: 3.453 T€).
Zum 1. Februar 2022 verstärkte die LEONI AG ihren Vorstand: in das Führungsgremium zogen Frau Dr. Ursula Biernert als Chief Human Resources Officer (CHRO) und Arbeitsdirektorin sowie Herr Ingo Spengler als Chief Operations Officer (COO) ein. Am 27. Januar wurde außerdem bekannt gegeben, dass Herr Dr. Harald Nippel zum 1. April 2022 als Chief Financial Officer (CFO) bestellt wird. Er folgt auf Frau Ingrid Jägering, die LEONI zum 31. März 2022 verlassen hat. Der promovierte Wirtschaftsingenieur trat bereits zum 1. Februar bei LEONI ein, um einen optimalen Übergang zu ermöglichen. Neben der weiteren Stabilisierung des Unternehmens und der Fokussierung auf das Automotive-Geschäft, wird das neu aufgestellte Vorstandsgremium die Entwicklung von LEONI zum Systempartner seiner Kunden für das Bordnetz der Zukunft konsequent vorantreiben.
Der Aufsichtsrat der LEONI AG hat im Rahmen der turnusmäßigen Neubestellung auf seiner konstituierenden Sitzung am 25. Mai Herrn Klaus Rinnerberger zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und löst somit Herrn Dr. Klaus Probst als Aufsichtsratsvorsitzenden ab.
Im Rahmen der Hauptversammlung der LEONI AG wurden fünf weitere Mitglieder als Anteilseignervertreter und -vertreterinnen neu in den Aufsichtsrat gewählt. Wie vorgeschlagen zogen Günther Apfalter, Tom Graf, Dr. Ulla Reisch, Karin Sonnenmoser und Dr. Lorenz Zwingmann in das Gremium ein. Auf der Seite der Arbeitnehmervertreter und -vertreterinnen wurden bei betrieblichen Wahlen neu in den Aufsichtsrat gewählt: Martin Hering, Sina Maier, Angela Rappl und Carolin Geist.
Im Juli 2022 verständigte sich die LEONI AG mit ihren Konsortialbanken grundsätzlich über ein Refinanzierungskonzept, das die weitere Finanzierung über das Jahr 2022 hinaus sicherstellen soll. Das Konzept sieht vor, die bislang ab Ende 2022 fällig werdenden Finanzierungsinstrumente grundsätzlich bis Ende 2025 zu verlängern, wobei die Finanzierungskosten moderat erhöht und auf ein einheitliches Niveau für sämtliche Tranchen angepasst werden. Die Nettoerlöse aus der Veräußerung der BG AM von bis zu 442 Mio. € sollen zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten verwendet werden. Zudem erhalten vier Konsortialbanken die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil ihrer darüberhinausgehenden Darlehen in Höhe von voraussichtlich 132 Mio. € in Eigenkapitalinstrumente umzuwandeln bzw. diesbezüglich aus Zuflüssen aus einer Eigenkapitaltransaktion vorzeitige Rückführung zu suchen, wodurch die Bilanz des LEONIKonzerns um diesen Betrag entlastet wird. Das Restrukturierungskonzept führt damit zu einer Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten um voraussichtlich insgesamt 574 Mio. €. Es steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung verschiedener Gremien. Zudem sind die Gläubiger der von LEONI ausgegebenen Schuldscheine, in die mit den Konsortialbanken abgestimmte Prolongationsstruktur, einzubeziehen. Bis zur Rückzahlung der umstrukturierten Kreditlinien wird LEONI keine Dividende ausbezahlen.
Nach Abschluss der Berichtsperiode ergaben sich bis zur Unterzeichnung dieses Berichts keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LEONI-Konzerns.
Nürnberg, den 3. August 2022
Der Vorstand
scrollen
| Aldo Kamper | Dr. Ursula Biernert | Dr. Harald Nippel | Ingo Spengler |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Nürnberg, den 3. August 2022
Der Vorstand
scrollen
| Aldo Kamper | Dr. Ursula Biernert | Dr. Harald Nippel | Ingo Spengler |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der LEONI AG, Nürnberg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der LEONI AG, Nürnberg, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir auf Abschnitt "Grundlagen" der ausgewählten erläuternden Anhangangaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss sowie die Risikoberichterstattung im Konzernzwischenlagebericht im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" hin. Dort bezeichnen die gesetzlichen Vertreter die Unsicherheiten der zukünftigen Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sowie dem Krieg in der Ukraine und den dadurch geänderten Rahmenbedingungen (insbesondere Halbleitermangel, Verzögerungen bei Teilelieferungen aus China, anhaltende Volatilität bei Kundenabrufen, gestiegene Rohstoff- und Transportpreise), sowie das Auslaufen wesentlicher Teile der derzeitigen Finanzierung zum Ende des Geschäftsjahres 2022 als bestandsgefährdende Risiken für den LEONI-Konzern. Zur Sicherstellung der Refinanzierbarkeit zum Ende des Geschäftsjahres 2022 und zur Sicherstellung der Liquidität ist nach den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter die vertragliche Umsetzung des Refinanzierungskonzeptes einschließlich der Erfüllung der entsprechenden Zustimmungsvorbehalte sowie die zeitgerechte und erfolgreiche Umsetzung weiterer geplanter Maßnahmen, insbesondere der Vollzug des Verkaufs des Geschäftsbereichs mit Automotive Cable Solutions der Division Wire & Cable Solutions, notwendig. Wie im verkürzten Konzernzwischenabschluss und im Konzernzwischenlagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen wesentlicher Unsicherheiten hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die bestandsgefährde Risiken im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen.
Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die im verkürzten Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht separat dargestellten quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf beziehenden Erläuterungen nicht Gegenstand unserer prüferischen Durchsicht waren.
Nürnberg, den 3. August 2022
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
scrollen
| (Alexander Hofmann) | (Sebastian Kiesewetter) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Derartige Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die LEONI nicht kontrollieren und präzise einschätzen kann. Sollten Unwägbarkeiten eintreten oder Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von diesen Aussagen abweichen. LEONI übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse nach der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts anzupassen.
Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen, Grafiken und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben etc.) auftreten.
Finanzpublikationen stehen für Sie im Internet unter www.leoni.com zur Verfügung.
scrollen
| Quartalsmitteilung 3. Quartal 2022 | 15. November 2022 |
scrollen
| Investor Relations | ||
| Rolf Becker | +49 911 2023-134 | [email protected] |
| Media Relations | ||
| Gregor le Claire | +49 911 2023-226 | [email protected] |
LEONI AG • Marienstraße 7 • 90402 Nürnberg
www.leoni.com
Have a question? We'll get back to you promptly.