Annual Report • Aug 26, 2022
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
Finanzbericht: 32074136

die EnviTec Biogas AG hat auch im Geschäftsjahr 2021 ihren profitablen Wachstumspfad fortgesetzt. Das Thema erneuerbare Energien ist während des vergangenen Geschäftsjahres und insbesondere zu Beginn des Jahres 2022 noch einmal stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Zuletzt hat die EU-Kommission einen Plan vorgestellt, um unabhängiger von russischen Gasimporten zu werden. Die Bundesregierung hat den erneuerbaren Energien im Rahmen ihres Osterpakets, das auch eine weitere EEG-Reform beinhaltet, dabei eine entscheidende Rolle zugewiesen. Von Seiten des Aufsichtsrats möchten wir daher mit Nachdruck darauf hinweisen, dass Biogas gemeinsam mit weiteren, sauberen Energieträgern dazu geeignet ist, eine unabhängige Energieversorgung hierzulande sicherzustellen. Experten gehen davon aus, dass die Biogas-Bestandsanlagen bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung mittelfristig bis zu einem Drittel der gesamten russischen Gasimporte ersetzen könnten.
Der Geschäftsbereich Eigenbetrieb hat nach wie vor den größten Umsatzanteil im Konzern. Im Geschäftsjahr 2021 wurde trotz massiver Umbau-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Getrieben durch die hohen Stromhandelspreise lag der Segmentumsatz mit 150,7 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr. Aufgrund der hohen Kosten, insbesondere durch die neu erworbene Anlage in Güstrow, ging das operative Ergebnis mit 18,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Die eigenbetriebenen Anlagen bleiben nach wie vor der wesentliche Ergebnis- und Cashflow-Treiber der Gruppe.
Im Anlagenbau (inkl. Holding) konnte sich EnviTec im Geschäftsjahr 2021 abermals steigern und erstmals ein deutlich positives Ergebnis erzielen, was maßgeblicher Treiber für das hervorragende Ergebnis der Gruppe im Berichtszeitraum war. Da mehrere Projekte erfolgreich schlussgerechnet wurden, stieg der Umsatz um 66,5 % auf 70,1 Mio. Euro. Das EBIT erreichte starke 8,6 Mio. Euro.
Im Bereich Service war im Berichtszeitraum eine gute Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Der Umsatz erhöhte sich hier um 4,1 % auf 41,6 Mio. Euro. Das operative Segmentergebnis befand sich mit -4,4 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Dieser Umstand ist insbesondere auf die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Gesellschaften aus dem Segment Eigenbetrieb sowie Anlagenbau im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene zurückzuführen. Das heißt, dass Kosten, insbesondere der Materialaufwand, im Service Segment verbleiben, aber die Umsatzerlöse mit Gesellschaften aus den vorgenannten Segmenten aufgrund von Konsolidierung nicht mehr enthalten sind. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments deutlich positiv.
Insgesamt wurde auf Konzernebene eine hervorragende Performance erzielt. So legten die Umsätze um 36,5 % auf 262,4 Mio. Euro zu. Auch die Gesamtleistung im Konzern verbesserte sich deutlich und erreichte mit einem Wachstum von 21,5 % auf 275,8 Mio. Euro einen erneuten Rekordwert. Auf der anderen Seite erhöhten sich die Materialkosten, insbesondere im Segment Eigenbetrieb, aufgrund gestiegener Stromhandelspreise sowie die Personalkosten durch die höhere Mitarbeiteranzahl. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen für die neu erworbene Anlage in Güstrow sowie weitere Eigenbetriebsanlagen führten zusätzlich zu einem Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands auf 28,5 Mio. Euro.
Dennoch wurde das Rekord-EBITDA aus dem Vorjahr, gestützt durch das ertragsstarke Geschäft im Eigenbetrieb, das anhaltend positive Segmentergebnis im Service (vor Konsolidierung um interne Umsätze) sowie die in diesem Geschäftsjahr sehr gute Entwicklung im Anlagenbau, abermals übertroffen und lag bei 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss stieg von 12,3 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2021 liegt bei 1,14 Euro (Vorjahr: 0,83 Euro). Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG schlagen aufgrund der guten Ergebnisentwicklung vor, für das Geschäftsjahr 2021 erneut eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie auszuschütten.
Mit Blick auf die weitere Marktentwicklung und den dafür entscheidenden politischen Rahmen gilt es zu differenzieren. Während momentan diskutierte Regelungen in Bezug auf die Beschleunigung der Energiewende nach unserer Auffassung weiterhin nicht ausreichen, sind die Bedingungen für Biomethan deutlich günstiger. Die EU-Kommission setzt in ihrem neu vorgestellten REPowerEU-Plan auf deutlich höhere Volumina, um die Energiewende zu beschleunigen. Im Rahmen der momentan diskutierten 10. Reform des EEG sollen die Ausschreibungsmengen für Biomethan ab 2023 auf 600 MW pro Jahr erhöht werden. In Deutschland wurde Anfang 2022 mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausminderungsquoten (THG) außerdem die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umgesetzt. Mit dem Erwerb der größten Biogasaufbereitungsanlage Deutschlands bei Güstrow zeigen wir, dass wir aktiv in nachhaltige Zukunftsmärkte investieren. Nach Produktionsstart werden wir dort rund 9.600 Tonnen Bio-LNG pro Jahr für den Verkehrssektor herstellen.
Operativ ist EnviTec erfolgreich in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Wie andere Akteure am Markt spürt selbstverständlich auch die Unternehmensgruppe das gestiegene Preisniveau bei Rohstoffen, kann dies aber durch ausreichend gefüllte Lager teilweise abfedern. Auch die nach wie vor gestörten Lieferketten werden mit besonderem Augenmerk beobachtet, führen bislang aber nicht zu nachhaltigen Beeinträchtigungen. EnviTec sieht für das laufende Geschäftsjahr weiter steigende Investitionen, um insbesondere Opportunitäten in Wachstumsmärkten wie der Biokraftstoffproduktion zu nutzen.
Insgesamt ist das EnviTec-Management mit Rückenwind aus 2021 gestartet und trotz der nach wie vor herrschenden Widrigkeiten an den Märkten vorsichtig optimistisch und rechnet auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 mit einer erneut leicht steigenden Gesamtleistung (oder Umsatz). Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) wird erwartet, eine Bandbreite von 27-30 Mio. Euro zu erreichen.
Als Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2021 im Rahmen unserer Tätigkeit alle uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2021 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert.
Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2021 zu vier ordentlichen Sitzungen am 12. Mai, 6. Juli, 28. September und 14. Dezember zusammen. In allen Sitzungen war der Aufsichtsrat in Gesamtheit, in einem Fall per Video zugeschaltet, anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas.
Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden:
scrollen
| ― | die aktuelle Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf das Unternehmen und die Märkte |
| ― | Abschlussprüfung 2020 |
| ― | Investitionsentscheidungen für Anlagen zur Herstellung von Bio-LNG |
| ― | Gegenüberstellung zentraler und dezentraler Verflüssigungsanlagen |
| ― | Kooperationen im Bio-LNG Markt |
| ― | Analyse des Auftragsbestands im Anlagenbau |
| ― | Vorstellung der internationalen Vertriebsaktivitäten und -strategie im Anlagenbau |
| ― | Vorstellung THG-Quotenmarkt |
| ― | Vorstellung des US-Geschäfts |
| ― | die Planungen für das Jahr 2022 |
Auf der Hauptversammlung am 6. Juli 2021 wählten die Aktionäre die Kohl & Zerhusen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Steinfeld, zum Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfungsauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Kohl & Zerhusen GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG und den Konzernlagebericht. Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, konnte die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 erneut die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahrnehmen und auf eine Prüfung des Jahresabschlusses der EnviTec Biogas AG verzichten. Das Unternehmen hat jedoch den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, einer freiwilligen Prüfung unterzogen.
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben Lagebericht, Abschlüsse und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2022 von uns intensiv geprüft. An der Sitzung am 13. Mai 2022 nahm neben dem Vorstand und Aufsichtsrat auch der Abschlussprüfer der Kohl & Zerhusen GmbH teil. Der Abschlussprüfer erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete ergänzende Fragen des Aufsichtsrats. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Kohl & Zerhusen GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Jahres-, Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG ist damit festgestellt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.
Die EnviTec-Belegschaft ist im vergangenen Jahr stark gewachsen. Wir möchten sowohl unseren altbewährten als auch neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der EnviTec-Gruppe nachdrücklich danken. Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben Sie großes Engagement gezeigt und uns gemeinsam als Team weiter vorangebracht. Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, möchten wir ebenfalls für Ihren kontinuierlichen Zuspruch unseren Dank aussprechen. Wir sehen EnviTec als führenden, integrierten Biogas-Allrounder weiterhin sehr gut aufgestellt, um an der Transformation hin zu sauberen Energien entscheidend mitzuwirken.
Wir freuen uns, dass Sie uns auf unserem Weg begleiten. Bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen.
Lohne den 13.Mai 2022
Tobias Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die EnviTec Biogas AG nimmt gemäß § 326 HGB für das Geschäftsjahr 2021 die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahr und verzichtet auf die Erstellung und Offenlegung eines Lageberichtes. Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der AG einbezogen ist, enthält keinen zusammengefassten Lagebericht der AG und des Konzerns, sondern es wird nur auf Konzernebene berichtet.
Der EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogas- und Biomethanproduzenten in Deutschland.
Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen weltweit in 16 Ländern (inkl. Deutschland) vertreten.
Die Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Das Konzernmutterunternehmen fungiert als Holding, das Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften.
Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Zuletzt konzentrierte sich EnviTec dabei vermehrt auf die Produktion von Biomethan. Zukünftig soll als nächster Veredelungsschritt die Herstellung des fortschrittlichen Biokraftstoffs in Form von Bio-LNG (Liquefied Natural Gas = Flüssigbiogas) vorangetrieben werden. Der Betrieb der Anlagen geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, beschafft die Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen und den technischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung.
Im Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Als Biogas-Allrounder kennen wir alle Prozesse der Biogaserzeugung im Detail und unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst das Angebot die regelmäßige Begehung einer Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturkostenrisikos an.
Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Energieversorger. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogasproduktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kW. Neben Großanlagen bietet EnviTec zudem ein Kompaktanlagenkonzept an, das unter der Bezeichnung "EnviFarm Compact"-Anlage vermarktet wird. Mit EnviThan verfügt das Unternehmen zudem über eine hocheffiziente, innovative Technologie zur Biogasaufbereitung. Das aufbereitete Biomethan kann direkt in das Erdgasnetz eingespeist, im Wärme- oder Industriebereich eingesetzt oder als umweltfreundliche Kraftstoffalternative (Bio-LNG oder CNG - Compressed Natural Gas) verwendet werden. Daneben beschäftigt sich EnviTec mit der Entwicklung von Photovoltaik-Projekten.
Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits über 700 Biogas- und Gasaufbereitungsanlagen in 17 Ländern errichtet. Die aktuell wichtigsten geographischen Märkte der Gruppe sind neben dem Hauptmarkt Deutschland das europäische Ausland, die USA und China. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Mittelfristig wollen wir durch die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte die Abhängigkeit von den jeweiligen Förderbedingungen verringern und einen wachsenden Anteil des Konzernergebnisses nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum haben wir definiert:
scrollen
| Konzernstruktur EnviTec Biogas | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EIGENBETRIEB | SERVICE | ANLAGENBAU | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DEUTSCHLAND | INTERNATIONAL | DEUTSCHLAND | INTERNATIONAL | DEUTSCHLAND | INTERNATIONAL |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG* | Second Biogas Operating Holding, s.r.l.* | EnviTec Service GmbH | EnviTec Biogas Service UK Ltd. | EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG | EnviTec Nederland BV |
| EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG* | EnviTec Biogas s.r.l. | EnviTec France SARL | |||
| Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG* | Biogas Operating Holding, s.r.l.* | EnviTec Service s.r.o. | EnviTec Biogas UK Ltd. | ||
| Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG* | EnviTec Service ApS | EnviTec Biogas USA, Inc. | |||
| EnviTec Energy GmbH & Co. KG | und weitere Auslandsvertriebsgesellschaften | ||||
| Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG* |
* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen, Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang
EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut und erwirtschaftet heute in diesem Geschäftsbereich den höchsten Umsatzanteil im Konzern. In Deutschland setzt EnviTec vor allem auf die Optimierung der Bestandsanlagen und einen selektiven Kapazitätsausbau. Zielsetzung ist es weiterhin, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. Die gesicherten Einspeisevergütungen der von EnviTec betriebenen Biogasanlagen laufen beginnend in 2025 bis 2035 aus. Mit der in 2021 in Kraft getretenen 9. EEG-Novelle wurde eine Anschlussförderung für Bestandsanlagen geschaffen, die es ermöglicht, den Bestand teilweise fortzuführen.
Daneben will EnviTec in die Produktion fortschrittlicher Biokraftstoffe einsteigen. So wurde im Geschäftsjahr 2021 unter anderem der Bioenergie-Park Güstrow mit der deutschlandweit größten Biogasanlage erworben.
EnviTec beobachtet weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. Auch der nachgelagerte Servicebereich gewinnt im Rahmen der internationalen Expansion weiter an Bedeutung. Ziel ist es, den Anlagenbau und den nachgelagerten Servicebereich auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu betreiben und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Steigende Bedeutung erhalten dabei neben der Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biomethan die Umstellung bestehender Anlagen.
Der Geschäftsbereich Service hat in den vergangenen Jahren für EnviTec deutlich an Bedeutung gewonnen. Dieser Expansionsprozess soll fortgeführt werden. Erklärtes strategisches Ziel ist der Ausbau des Angebots. Dazu gehören der Ausbau der biologischen und technischen Services im europäischen Ausland und die Erweiterung des Angebots für Fremdanlagen. Zudem soll das Servicegeschäft, u.a. auch durch strategische Partnerschaften, sukzessive auf neue Technologien ausgeweitet werden.
Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung der EnviTec Biogas innerhalb der Branche gefestigt und unser Kernprodukt Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Zudem setzt EnviTec in Kooperation mit etablierten Herstellern auf die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten von Biogas. So wird bereits heute in mehreren von EnviTec errichteten Anlagen Bio-LNG sowie Bio-CNG (Compressed Natural Gas aus Biogas) für den Verkehrssektor hergestellt.
Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz/Gesamtleistung und Eigenkapitalrentabilität. Als wichtigste Steuerungskennzahl stellt EnviTec seit dem Geschäftsjahr 2020 auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) ab. Im Gegensatz zum operativen Ergebnis (EBIT) berücksichtigt das EBT auch die Ergebnisse aus at-Equity-Beteiligungen sowie das primär aus dem Zinsmanagement für diese Gesellschaften resultierende Finanzergebnis. Dadurch ist eine höhere Aussagekraft über die Geschäftsentwicklung gegeben. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.
Die EnviTec Biogas-Unternehmensgruppe zeichnet sich zudem durch hohe Qualitätsstandards aus. Seit 2016 ist das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Service GmbH gemäß ISO 9001:2015 organisiert. Anfang 2021 erfolgte die turnusmäßige Rezertifizierung, nun erstmals auch für die italienische Servicetochter. Ausgezeichnete Qualität wird auch der französischen Niederlassung von EnviTec mit dem französischen Qualimetha-Siegel bescheinigt, für das das Tochterunternehmen zertifiziert wurde.
Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Technologien zur Steigerung der Gasausbeute, an der Optimierung unseres Qualitätsmanagements sowie an der Erforschung möglicher alternativer Substrate. Weitere Schwerpunkte unserer F&E-Aktivitäten sind die Herstellung biogenen Wasserstoffes und die Thermodruckhydrolyse zum Biomasseaufschluss.
Unsere Eigenbetriebsanlagen sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. Neue Verfahren und Technologien erproben wir direkt in der Praxis in unseren Eigenbetriebsanlagen oder aber in enger Kooperation mit Herstellern und Kunden aus dem Servicesegment.
Im Bereich der Gasaufbereitung erforschen bzw. erproben wir gemeinsam mit einem Hersteller laufend neue Membrantypen, um die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu steigern. Die Technik hat so in den vergangenen Jahren eine stetige Weiterentwicklung erfahren.
EnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neue Projekte werden direkt in den Geschäftsbereichen und in Kooperation mit Herstellern und Kunden vorangetrieben. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf rund 499 TEuro (Vorjahr: 300 TEuro).
Die Weltwirtschaft verzeichnete 2021 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 6,1 % gegenüber-3,1 % im Vorjahr. Nach Angaben der Experten ist die Entwicklung vor allem auf die Erholungseffekte nach der Corona-Pandemie zurückzuführen, die im Jahr 2020 zu einer erheblichen Rezession geführt hatte. In den Industriestaaten stieg das Bruttoinlandsprodukt auf 5,2 % (Vorjahr: -4,5 %). In den Schwellen- und Entwicklungsländern betrug die Wirtschaftsleistung 6,8 % nach -2,0 % im Jahr 2020. Auch das Wachstum in den Ländern der Eurozone legte 2021 um 5,3 % zu (Vorjahr: -6,4 %). In den für EnviTec wichtigen Märkten Frankreich und den USA stieg das Bruttoinlandsprodukt deutlich um 7,0 % bzw. 5,7 %. Dagegen verzeichnete die Wirtschaft in Deutschland mit einem Wachstum von 2,8 % nur ein leichtes Plus (Vorjahr: -4,6 %).
Der aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient dann zur Einspeisung ins Erdgasnetz. Zudem kann das Biomethan als CO 2-armer Treibstoff insbesondere im Verkehrssektor eingesetzt werden. Dass dies sinnvoll und notwendig wäre, belegt eine vom Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES GmbH herausgegebene Untersuchung. Demnach weist Biomethan eindeutig die beste Treibhausgasbilanz auf. Als nachhaltiger gasförmiger (Bio-CNG) oder flüssiger (Bio-LNG) Treibstoff können bereits heute mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart und gleichzeitig fast 100 % der gesundheitsschädigenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden. Darüber hinaus ergeben sich für den Einsatz von Biomethan im Mobilitätssektorsogar negative THG-Emissionen, sofern Gutschriften gemäß der europäischen Gesetzgebung (RED II) berücksichtigt werden. Diese Gutschriften resultieren aus der Emissionsvermeidung in der Landwirtschaft durch Nutzung von Reststoffen in der Biogasanlage.
Im Jahr 2021 kam es auf den Rohstoff-Märkten zu neuen Preisrekorden. Der deutsche Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) erreichte nach dem Abwärtstrend im Vorjahr im Berichtszeitraum Höchststände. Im Dezember lag der Index mit durchschnittlich 162 Punkten deutlich über dem Stand des Vorjahres von 124 Punkten. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 zogen die Preise, zum Beispiel für den wichtigen Input-Stoff Mais, als Folge des Krieges in der Ukraine noch einmal deutlich an.
Trotz der allgemein großen Unsicherheit auf den Beschaffungsmärkten profitiert EnviTec jedoch weiterhin von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe durch langfristige Lieferverträge, einer hohen Lagerbevorratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben. Aufgrund der insgesamt guten Ergebnisse der landwirtschaftlichen Partner im Erntejahr 2021 ist noch mindestens bis in das Jahr 2023 von einer komfortablen Rohstoffversorgung auszugehen.
Der Gesamtausstoß an Treibhausgasen ist in Deutschland nach Daten des Umweltbundesamtes im Jahr 2021 um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Entwicklung verdeutlicht die zunehmend wichtigere Rolle anderer Energieträger wie Bioenergie.
Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber spielen dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Anfang 2021 traten im Rahmen einer EEG-Reform neue Förderbedingungen für Ökostrom in Kraft. Das Ausbauziel 2030 liegt seitdem bei 8,4 GW. Außerdem hat der Gesetzgeber das jährliche Ausschreibungsvolumen auf 600 MW für Biomasse-Anlagen festgelegt.
Für 2021 prognostiziert der Deutsche Fachverband Biogas einen Netto-Zubau von 60 Biogasanlagen. Im Vorjahr war der Bestand um 97 Anlagen gestiegen. Die für 2021 prognostizierte arbeitsrelevante Leistung blieb mit 3.793 MW auf Vorjahresniveau. Der Fachverband Biogas rechnet außerdem damit, dass zum Jahresende 2021 9.692 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von 5.787 MW (inklusive Überbauung) in Deutschland betrieben wurden. Das entspricht einer Stromproduktion von 33,23 TWh oder 9,49 Mio. mit Biogasversorgten Haushalten. Der Anteil von Biogas an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland lag laut Daten des Statistischen Bundsamts im Gesamtjahr 2021 bei 5,8 % (2020: 6,0 %).
Im November 2020 trat außerdem das Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude (GEG) in Kraft. Es dient der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, die dazu verpflichtet, seit 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Für Bauten der öffentlichen Hand gilt diese Pflicht bereits seit 2019. Demnach muss der Energiebedarf jedes Gebäudes sehr gering sein und soll zu wesentlichen Teilen aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
Seit 1. Januar 2022 schreibt auch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausminderungsquote (THG) eine Steigerung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor vor. Mit dem THG hat der Gesetzgeber die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umgesetzt. Demnach muss der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch im Verkehrssektor bis 2030 bei mind. 14 % liegen. In Deutschland will die Regierung die Quote deutlich übertreffen und gibt eine kontinuierliche Steigerung der THG-Minderungspflicht von 25 % im Jahr 2030 vor.
Im März 2022 hat die Europäische Kommission ihren REPowerEU-Plan vorgestellt. Dieser zeigt auf, wie es Europa gelingen kann, deutlich vor 2030 von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig zu werden. Dabei betont die EU, dass die neue geopolitische Situation und die Lage auf den Energiemärkten entscheidende Maßnahmen zur Beschleunigung der Energiewende erfordern. Um Gasimporte zu substituieren, setzt die EU-Kommission unter anderem auf höhere Volumina an Biomethan.
Auch die aktuell diskutierte 10. Reform des EEG im Rahmen des so genannten Osterpakets soll dafür sorgen, die Energiewende zu beschleunigen und wird voraussichtlich Anfang 2023 in Kraft treten. Für den Biogas-Sektor sieht es unter anderem eine Fokussierung der Biomassenutzung auf hochflexible Spitzenlastkraftwerke vor. Die Ausschreibungsmengen für Biomasse sollen laut dem Gesetzesentwurf stufenweise reduziert und die für Biomethan ab 2023 auf 600 MW pro Jahr erhöht werden.
Während die Rahmenbedingungen für Biomethan also auf europäischer Ebene als günstig einzustufen sind, reichen die aktuell vorgeschlagenen Regelungen in Bezug auf die Beschleunigung der Energiewende in Deutschland nach Ansicht von EnviTec Biogas jedoch weiterhin nicht aus. Klimaschutzpotenziale fortschrittlicher Kraftstoffe biogenen Ursprungs sollten gehoben werden und Marktakteure Investitions- und Planungssicherheit erhalten. Zudem wird aus Sicht der Biogasbranche auch gegen das Prinzip der Technologieneutralität gegenüber den verfügbaren erneuerbaren Kraftstoffoptionen und Antriebstechnologien zugunsten der Elektromobilität verstoßen, obwohl Biogas nachweislich die beste Treibhausgasbilanz besitzt.
Im Jahr 2019 betrug der Anteil von Biomethan am Kraftstoffverbrauch nur 0,1 %, so die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR. Würden jedoch die heute zur Verfügung stehenden Biomethanmengen und die erschließbaren Biomethanpotenziale genutzt, so könnten damit bis zu 18 Millionen Mittelklasse-PKW - das sind mehr als ein Drittel des derzeitigen PKW-Bestandes -betrieben werden. Das ergab die Klimabilanz-Studie des Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und des Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES GmbH.
Auf den internationalen Märkten ist Bio-LNG derzeit vor allem im Schwerlastbereich auf dem Vormarsch. In Nordamerika, Teilen von Europa und China bilden Bio-LNG und Bio-CNG einen strategischen Grundpfeiler für die umweltfreundliche und wettbewerbsfähige Logistik von morgen und werden bereits erfolgreich als Kraftstoff genutzt.
EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt und erwirtschaftet heute in allen Unternehmenssegmenten maßgebliche Umsätze in internationalen Märkten.
In Europa gehört Frankreich weiterhin zu den dynamischsten Ländern der Branche. Der französische Staat treibt die Produktion und den Verbrauch Erneuerbarer Energien voran. Der Anteil Erneuerbarer Energien soll 2030 im Endverbrauch bei 33 % liegen. Laut Daten der European Biogas Association befanden sich allein in der ersten Jahreshälfte 2021 81 neue Anlagen und 950 einzelne Projekte mit einer Gesamtkapazität von 22,6 TWh im Jahr in der Entwicklung.
Der US-amerikanische Biogasmarkt birgt großes Potenzial und stellt für EnviTec einen der wichtigsten Märkte dar. Die Regierung Biden verfolgt eine ambitionierte Klimaschutzpolitik. Das Finanzpaket "Build Back Better" sollte den Umbau zu einer umweltfreundlichen US-Wirtschaft vorantreiben. Es sah unter anderem eine Halbierung der Treibhausgase bis 2050 und Investitionen in Höhe von etwa 500 Milliarden Euro für Erneuerbare Energien vor. Eine Umsetzung des Klimapakets scheiterte bisher jedoch. EnviTec setzt derzeit vier Biogas-Projekte in den Vereinigten Staaten um, sechs weitere sind für das Jahr 2022 bereits in Planung.
Die Biogas-Nutzung in Dänemark hat 2021 weiter zugelegt und sogar einen Rekordwert erreicht. Sie entsprach bereits fast 25 % des gesamten Energieverbrauchs in Dänemark. 2020 lag die Quote noch bei 21 %. Der sich in Staatseigentum befindende Netzbetreiber Energinet rechnet damit, dass Biogas bis 2030 etwa 75 % der Gasproduktion decken wird. 2034 soll die Biogas-Produktion dann sogar die gesamte Nachfrage Dänemarks decken.
China bietet mit seinem ambitionierten Plan, als weltweit größter CO 2-Emittent umweltfreundlicher zu werden, ein enormes Marktpotenzial für Erneuerbare Energien. So sieht der jüngste, mittlerweile 13. Entwicklungsplan der chinesischen Regierung mehr als 3.000 große Biogasanlagen für den Einsatz von Biogas in ganz China vor.
Die chinesische Regierung stellte im Oktober 2021 außerdem einen neuen Aktionsplan "Action plan for reaching carbon dioxide peak before 2030" vor. Demnach soll der Anteil nicht-fossiler Energien am gesamten Energieverbrauch Chinas im Jahr 2025 bei 20 % liegen. Bis 2030 sollen es dann 25 % sein. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission will gemeinsam mit dem chinesischen Finanzministerium und der Nationalen Energiebehörde 2,5 Milliarden chinesische Yuan - umgerechnet gut 360 Mio. Euro - für die Stromerzeugung aus Biomasse zur Verfügung zu stellen.
In Großbritannien kündigte die Regierung im Oktober 2021 ihre Net-Zero-Strategie zur Erreichung der Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen an. Demnach soll bis 2050 der Anteil fossiler Energien auf null gesetzt werden.
Italien ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Biomethan in Europa. In einer Erhebung der European Biogas Association gehen Experten davon aus, dass Italien künftig zu einem der führenden Länder in Europa im Bereich Bio-LNG werden könnte. Insgesamt wurden in Italien vier Bio-LNG-Anlagen in Betrieb genommen, 32 befanden sich im Bau und sollen bis 2023 betriebsbereit sein.
Der EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau tätig. Im Geschäftsjahr 2021 lieferte der Eigenbetrieb mit einer Quote von 57,4 % (Vorjahr: 57,3 %) weiterhin den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil des Bereichs Service sank von 20,8 % auf 15,9 %. Der Anteil des Anlagenbaus (inkl. Holding) erhöhte sich von 21,9 % auf 26,7 %. Die in diesem Abschnitt und in der Ertragslage dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt.
scrollen
| UMSATZANTEILE SEGMENTE | |
|---|---|
| EIGENBETRIEB | 57,4 % |
| SERVICE | 15,9 % |
| ANLAGEBAU | 26,7 % |
Trotz massiver Umbau-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten hat der Eigenbetrieb erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Der Segmentumsatz lag mit 150,7 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 110,2 Mio. Euro). Treiber waren insbesondere die hohen Stromhandelspreise. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 2,8 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). Die Gesamtleistung verbesserte sich um 32,3 % auf 153,5 Mio. Euro. Der Materialaufwand, der neben den Kosten für den Bezug von Inputstoffen auch den Stromeinkauf umfasst, stieg entsprechend stark von 68,4 Mio. Euro auf 101,8 Mio. Euro.
Wegen außerordentlicher Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen für die neu erworbene Anlage in Güstrow sowie weitere Eigenbetriebsanlagen erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 47,7 % auf 13,3 Mio. Euro. Insgesamt ging das operative Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht zurück auf 18,8 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro). Folglich lag die EBIT-Marge bei 12,5 %. Die eigenbetriebenen Anlagen waren auf Basis einer nach wie vor starken, operativen Performance der wesentliche Ergebnis- und Cashflow-Treiber in der Gruppe.
Die Zahl der von EnviTec betriebenen Anlagen stieg im Geschäftsjahr auf 89 (Vorjahr: 88). Die Leistung der Eigenanlagen stieg von 68,4 MW auf 77,8 MW. Davon waren 53,9 MW vollkonsolidiert (Vorjahr: 46,3 MW) und 23,9 MW at-Equity bewertet (Vorjahr: 22,1 MW). 8 Anlagen mit einer Leistung von 8,7 MW werden im Ausland betrieben (Vorjahr 7,0 MW), die übrigen 81 Anlagen mit einer Leistung von 69,1 MW werden in Deutschland betrieben.
scrollen
| UMSATZ EIGENBETRIEB | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 110,2 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 150,7 Mio. EUR |
Im Bereich Service war im Berichtszeitraum eine gute Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte im Service weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie Dänemark, Frankreich und die USA. Mehr als 500 Anlagenbetreiber weltweit vertrauen mittlerweile auf die Erfahrung von EnviTec. Eine wichtige Rolle spielt im Segment Service das Partner- und Dienstleistungsangebot.
Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Segmentumsatz um 4,1 % auf 41,6 Mio. Euro. Darüber hinaus erhöhte sich der Bestand um 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 61 Tsd. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro). Insgesamt verbesserte sich die Gesamtleistung um 2,0 Mio. Euro auf 43,7 Mio. Euro.
Insgesamt wurden in Deutschland im biologischen Service Ende 2021 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 72 MW und 10 MW äquivalent (EnviThan) (Vorjahr: 73 MW / 7 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 268 und 12,6 MW äquivalent (EnviThan) (Vorjahr: 267 MW / 12,6 MW) betreut. Im Ausland betreute die EnviTec Gruppe Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 202 MW (Vorjahr: 189 MW), davon 150 MW (Vorjahr: 143 MW) im technischen und 52 MW (Vorjahr: 46 MW) im biologischen Bereich.
Wegen des allgemein gestiegenen Preisniveaus erhöhten sich die Materialkosten um 13,5 % auf 35,9 Mio. Euro. Der Personalaufwand stieg leicht auf 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro). Alles in allem lag das operative Segmentergebnis (EBIT) mit -4,4 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres (2020: -2,5 Mio. Euro). Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass das negative Segmentergebnis durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Gesellschaften aus den Segmenten des Eigenbetrieb und des Anlagenbau in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären ist. Das heißt, dass Kosten, insbesondere der Materialaufwand, im Service Segment verbleiben, aber die Umsatzerlöse mit Gesellschaften aus den vorgenannten Segmenten, aufgrund von Konsolidierung, nicht mehr enthalten sind. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments nach wie vor deutlich positiv.
scrollen
| UMSATZ SERVICE | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 40,0 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 41,6 Mio. EUR |
Im Anlagenbau konnte EnviTec seine Produktivität im Berichtszeitraum deutlich steigern. Die dynamische Entwicklung in dem Geschäftsbereich war maßgeblicher Treiber für das hervorragende Ergebnis der Gruppe im Geschäftsjahr 2021. Die für die Gesellschaft weiterhin wichtigste Region ist Frankeich. Zunehmend an Bedeutung gewinnt außerdem der US-amerikanische Markt, der über ein außerordentliches Potenzial verfügt. Hier befinden sich derzeit vier Biogas-Projekte in den Vereinigten Staaten in der Umsetzung, sechs weitere sind für das Jahr 2022 bereits in Planung.
Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres tätigte EnviTec eine vielversprechende Investition in Güstrow.
In der von EnviTec gebauten deutschlandweit größten Biogasanlage soll ab dem ersten Quartal 2023 die Produktion starten. Dort sollen 9.600 Tonnen Bio-LNG pro Jahr für den Verkehrssektor hergestellt werden. Im Frühsommer 2021 wurde außerdem die bereits dritte von EnviTec realisierte Biomethanaufbereitungsanlage EnviThan in Estland in Betrieb genommen. Die errichteten Anlagen sollen einen wichtigen Beitrag zur Umstellung des estnischen öffentlichen Nahverkehrs leisten. Auch im dänischen Högholt errichtete die Gesellschaft im Kundenauftrag eine hochmoderne EnviThan-Anlage. Durch Bauweise und Technik bietet diese eine maßgeschneiderte Lösung für die Verwertung unterschiedlichster Inputstoffe. In 2021 erweiterte EnviTec die Einspeiseleistung für Biomethan dort auf 2.400 NrnVh. Anfang des Jahres 2022 nahm EnviTec darüber hinaus die insgesamt sechste bzw. siebte Biogas-Anlage in China in Betrieb. Die achte Anlage nahe der Stadt Tunliu ist bereits fertig geplant und wird voraussichtlich im Juni 2022 in Betrieb genommen.
EnviTec erzielte im Berichtszeitraum im Segment Anlagenbau (inkl. Holding) ein Umsatzwachstum von 66,5 % auf 70,1 Mio. Euro. Trotz einer hohen Anzahl von Projekten welche erfolgreich schlussgerechnet wurden, stieg der Bestand der unfertigen Erzeugnisse um 2,4 Mio. Euro an (Vorjahr: 25,4 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die auch im Bau befindliche Anlagen über die Bestandsveränderungen berücksichtigt, legte von 69,2 Mio. Euro auf 78,6 Mio. Euro zu. Die Materialkosten sanken um 9,6 % auf 45,8 Mio. Euro, die Personalkosten stiegen wegen des Personalaufbaus um 2,0 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro. Insgesamt lag das Segmentergebnis (EBIT) bei 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro), womit die Gesellschaft erstmals seit mehreren Jahren in diesem Segment ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaftete.
Insgesamt waren Ende 2021 von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 502 MW (Vorjahr: 484 MW) am Netz.
scrollen
| UMSATZ ANLAGENBAU (INKL. HOLDING) | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 42,1 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 70,1 Mio. EUR |
Der Auftragsbestand im Anlagenbau summierte sich per Ende Dezember 2021 auf 169,6 Mio. Euro. Davon sind 112,2 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Mit 148,2 Mio. Euro entfällt der Großteil des Auftragsbestands auf die internationalen Biogas-Märkte. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, den USA, Dänemark und China. Weitere wichtige Märkte sind Estland und Griechenland. Gegenüber Jahresende 2021 stieg der Auftragsbestand um 19,4 % auf 169,6 Mio. Euro an (31. Dezember 2020: 142,1 Mio. Euro).
EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. Rund 87,4 % der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 93 %). Die übrigen Aufträge entfallen auf den Eigenbetrieb.
scrollen
| AUFTRAGSENTWICKLUNG ANLAGENBAU | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 142,1 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 169,6 Mio. EUR |
Durch die Wertschätzung unserer Mitarbeiter und die Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale schaffen wir Zukunftsperspektiven für jeden Einzelnen und steigern die Werthaltigkeit der Gruppe als Ganzes. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital und die Basis für den Erfolg der EnviTec Biogas Gruppe. Auch im zweiten von der Corona-Pandemie geprägten Geschäftsjahr setzte die Gesellschaft auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen wie zum Beispiel Homeoffice, Hygienesektoren und Schichtbetrieb. Dank der guten operativen Entwicklung war EnviTec zu keiner Zeit auf Kurzarbeit oder andere staatlichen Hilfsprogramme angewiesen.
Im Berichtszeitraum stieg die Zahl der Mitarbeiter von 477 auf 518 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2021. Im Segment Anlagenbau wurde die Zahl der Beschäftigten aufgrund der sehr guten Auslastung von 112 auf 139 erhöht. Im Eigenbetrieb stieg die Zahl der Mitarbeiter von 146 Mitarbeiter auf 163 Mitarbeiter. Im Service-Segment sank die Mitarbeiterzahl leicht von 170 auf 166. In der Holdinggesellschaft, der EnviTec Biogas AG, waren 50 Beschäftigte zu verzeichnen (Vorjahr: 49). Der wesentliche Teil war mit 402 Beschäftigten weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr: 372). An den Auslandsstandorten waren zum Stichtag 116 Mitarbeiter für EnviTec Biogas im Einsatz (Vorjahr: 105).
scrollen
| MITARBEITER ENVITEC KONZERN | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 477 |
| 31.12.2021 | 518 |
scrollen
| MITARBEITERSTRUKTUR | |
|---|---|
| SERVICE | 166 |
| EIGENBETRIEB | 163 |
| ANLAGENBAU | 139 |
| HOLDING | 50 |
Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Zudem ermöglicht EnviTec jungen Menschen mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium den Einstieg in die Berufswelt. Dazu kooperiert das Unternehmen mit der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta (PHWT).
Für das Geschäftsjahr 2021 weist die EnviTec Gruppe eine sehr positive Entwicklung auf, mit der die ursprünglich prognostizierte Erwartung klar übertroffen wurde. So war die Geschäftsführung anfangs davon ausgegangen, dass eine leicht steigende Gesamtleistung (oder Umsatz) sowie ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in der Bandbreite von 17 Mio. Euro bis 19 Mio. Euro erzielt wird. Per Ad-hoc-Mitteilung vom 1. Februar 2022 wurde diese Prognose nach oben korrigiert. Der Vorstand rechnete sodann mit einem EBT in der Bandbreite von 20 Mio. Euro bis 22 Mio. Euro. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die besser als erwartete operative Entwicklung in den Segmenten Anlagenbau und Eigenbetrieb das Ergebnis deutlich positiv beeinflussen wird. Mit den nun vorgelegten Geschäftszahlen übertrifft die Gesellschaft die angepasste Prognose leicht.
scrollen
| UMSATZ KONZERN | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 192,3 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 262,4 Mio. EUR |
Größtes Segment des Konzerns ist nach wie vor der Eigenbetrieb. Hier legte der Umsatz um 36,7 % auf 150,7 Mio. Euro zu. Die Gesamtleistung erhöhte sich ebenfalls deutlich auf 153,5 Mio. Euro (Vorjahr: 116,0 Mio. Euro). Im Service-Bereich stiegen die Umsätze um 4,1 % auf 41,6 Mio. Euro (Vorjahr: 40,0 Mio. Euro). Die Gesamtleistung verbesserte sich um 2,0 Mio. Euro auf 43,7 Mio. Euro (Vorjahr: 41,7 Mio. Euro). Besonders gut entwickelte sich das Segment Anlagenbau (inkl. Holding), wo die Umsätze um 66,5 % auf 70,1 Mio. Euro anzogen. Die Gesamtleistung lag bei 78,6 Mio. Euro gegenüber 69,2 Mio. Euro im Vorjahr.
Die sehr gute Entwicklung auf Segmentebene führte zu einem Anstieg der Konzernumsätze um 36,5 % auf 262,4 Mio. Euro (Vorjahr: 192,3 Mio. Euro). Auch die Konzerngesamtleistung, die zusätzlich den Wert der noch im Bau befindlichen Projekte erfasst, stieg deutlich und erzielte mit einem Wachstum von 21,5 % einen erneuten Rekordwert von 275,8 Mio. Euro.
In Deutschland betrugen die erzielten Umsätze im Geschäftsjahr 164,3 Mio. Euro (Vorjahr: 122,8 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz stieg auf 98,1 Mio. Euro gegenüber 69,5 Mio. Euro im Vorjahr. Den größten Anteil am Auslandsumsatz hatten Frankreich und Italien. Die dort realisierten Umsätze betrugen im Berichtszeitraum 54,7 Mio. Euro respektive 20,8 Mio. Euro.
Der Materialaufwand ist der wesentliche Aufwandsposten des EnviTec Biogas Konzerns. Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich dieser Posten auf Konzernebene um 21,8 % auf 183,5 Mio. Euro. Entscheidender Treiber hierfür war das Segment Eigenbetrieb, wo sich der Materialaufwand aufgrund gestiegener Stromhandelspreise deutlich verteuerte. Das Rohergebnis legte aufgrund der stark gestiegenen Gesamtleistung um 21,0 % auf 92,3 Mio. Euro zu. Der Personalaufwand erhöhte sich wegen der gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern im Konzern auf 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: 22,9 Mio. Euro). Die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz betrug 9,9 % (Vorjahr: 11,9 %). Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Quote 9,5 % (Vorjahr: 10,1 %). Die Abschreibungen reduzierten sich im Berichtszeitraum auf 14,7 Mio. Euro gegenüber 15,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der sonstige betriebliche Aufwand, der sich u.a. aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammensetzt, erhöhte sich um 33,4 % auf 28,5 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf außerordentliche Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen für die neu erworbene Anlage in Güstrow sowie weitere Eigenbetriebsanlagen zurückzuführen.
Der EnviTec Gruppe ist es auch im Geschäftsjahr 2021 gelungen, ihr profitables Wachstum fortzusetzen. Gestützt wird das sehr gute operative Ergebnis durch das ertragsstarke Geschäft im Eigenbetrieb, das anhaltend positive Segmentergebnis im Service (vor Konsolidierung um interne Umsätze) sowie die in diesem Geschäftsjahr sehr gute Entwicklung im Anlagenbau.
Mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 37,8 Mio. Euro wurde der Rekordwert des Vorjahres abermals übertroffen (2020: 32,1 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 16,7 Mio. Euro auf 23,0 Mio. Euro deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge lag bei 8,8 % (Vorjahr: 8,7 %). Der Zinsaufwand sank im Geschäftsjahr 2021 von 1,5 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro. Die Zinserträge sanken von 0,7 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Finanzergebnis per Saldo von -0,6 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro). Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Beteiligungen betrug 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro).
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen 0,5 Mio. Euro nach 0,6 Mio. Euro in 2020. Insgesamt erwirtschaftete die EnviTec Gruppe ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 23,3 Mio. Euro, womit das Vorjahresergebnis von 17,2 Mio. Euro deutlich übertroffen wurde. Der Ertragssteueraufwand stieg auf 6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro).
Aus den genannten Entwicklungen resultierte ein erneuter, deutlicher Anstieg des Konzernjahresüberschusses von 12,3 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2021 beträgt 1,14 Euro (Vorjahr: 0,83 Euro).
Im Einzelabschluss der AG betrug der Bilanzgewinn 100,9 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2021 erneut eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie auszuschütten.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 betrug die Bilanzsumme des EnviTec Konzerns 252,8 Mio. Euro, was einem Anstieg um 14,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 2,9 % auf 118,9 Mio. Euro. Dabei kam es zu einem Anstieg der immateriellen Vermögenswerte von 7,5 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro, der im Wesentlichen auf Investitionen im Segment Eigenbetrieb zurückzuführen ist.
Der Wert der Sachanlagen verringerte sich leicht auf 80,2 Mio. Euro gegenüber 81,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2020. Größte Position unter den Sachanlagen sind die Technischen Anlagen und Maschinen, die von 47,8 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro zurückgingen. Gegenläufig entwickelten sich die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Diese stiegen von 0,8 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro. Bei den Finanzanlagen erhöhte sich der Wert der at-Equity bewerteten Beteiligungen durch Investitionen im Segment Eigenbetrieb um 18,4 % auf 15,1 Mio. Euro. Die sonstigen Ausleihungen stiegen von 7,4 Mio. Euro auf 8,1 Mio. Euro und die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, blieben mit 6,0 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Insgesamt lag der Wert der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag bei 29,7 Mio. Euro gegenüber 26,5 Mio. Euro zum Ende des Jahres 2020.
Das Umlaufvermögen stieg um 10,0 % auf 129,2 Mio. Euro. Insbesondere die Vorräte erhöhten sich deutlich von 53,2 Mio. Euro auf 64,5 Mio. Euro. Maßgeblich war der Zuwachs bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, deren Wert von 47,7 Mio. Euro auf 54,9 Mio. Euro zulegte und im Wesentlichen auf den Aufbau von Vorräten im Eigenbetrieb zurückzuführen ist. Auch die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen stiegen abzüglich erhaltener Anzahlungen von 1,1 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 44,9 Mio. Euro zum Bilanzstichtag unter dem Vorjahresniveau (31. Dezember 2020: 49,5 Mio. Euro).
Auf der Passivseite verfügt die Gesellschaft nach wie vor über eine komfortable Eigenkapitalausstattung in Höhe von 134,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahresstichtag bliebt die Position mit einem Zuwachs von 0,7 % nahezu unverändert.
Darüber hinaus wurde ein Passivtausch durchgeführt, wodurch ein Großteil der Kapitalrücklage in den Bilanzgewinn überführt wurde. Die Umwandlung der Kapitalrücklage war bereits auf der ordentlichen Hauptversammlung 2020 vom 7. Juli 2020 beschlossen worden. So verfügte die Gesellschaft ausweislich ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 über gebundene Kapitalrücklagen gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB in Höhe von € 89.328.633,67. Diese stammten im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft vom 12. Juli 2007 eingenommenen Agio, d.h. der Differenz zwischen dem Ausgabebetrag der Aktien und dem auf das Grundkapital geleisteten Betrag. Die Umwandlung wurde beschlossen, da gebundene Kapitalrücklagen die Investitionsmöglichkeiten im Kerngeschäft limitieren und die hohen Cash-Rückflüsse insbesondere aus dem Eigenbetrieb nutzbar gemacht werden sollen. Die Umwandlung wurde in einem zweistufigen Verfahren mit einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien mit anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung durchgeführt. Daraus resultiert nun ein Bilanzgewinn in Höhe von 102,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro).
Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich auf 103,3 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 91,6 Mio. Euro). Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich um 16,0 % auf 47,8 Mio. Euro reduziert wurden, stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 16,1 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, nahmen von 1,7 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro deutlich zu. Zum Bilanzstichtag 2021 stiegen außerdem die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf 14,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 5,7 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich deutlich von 10,6 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Die Rückstellungen betrugen 11,2 Mio. Euro gegenüber 9,1 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag.
Trotz gestiegener Bilanzsumme verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag mit 53,0 % eine nach wie vor komfortable Eigenkapitalquote (31. Dezember 2020: 55,8 %). Damit besitzt das Unternehmen ein gutes Fundament, um seine erfolgreiche Expansion auf den internationalen Biogasmärkten fortzusetzen.
Die Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen beliefen sich in 2021 auf 15,2 Mio. Euro nach 8,0 Mio. Euro im Vorjahr. Wie schon in den Jahren zuvor entfielen die Investitionen im Wesentlichen auf das Segment Eigenbetrieb. Für 2022 rechnet EnviTec mit steigenden Investitionen.
scrollen
| INVESTITIONEN KONZERN | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 8,0 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 15,2 Mio. EUR |
Zum Bilanzstichtag standen liquide Mittel in Höhe von 19,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 36,3 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 20,8 Mio. Euro (Vorjahr: 20,7 Mio. Euro) vollständig. Außerdem standen EnviTec Biogas zum 31.12.2021 nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 8,5 Mio. Euro zur Verfügung.
scrollen
| LIQUIDITÄT KONZERN | |
|---|---|
| 31.12.2020 | 14,8 Mio. EUR |
| 31.12.2021 | 19,8 Mio. EUR |
Der Netto-Cashflow im EnviTec Konzern bewegte sich mit 37,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (27,5 Mio. Euro). Bei einem ebenfalls gestiegenem Brutto-Cashflow führte die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu einer höheren Betriebsmittelbindung. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit erhöhte sich deutlich auf 12,9 Mio. Euro. Der Abfluss aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum sank deutlich von 28,8 Mio. Euro auf 19,7 Mio. Euro, aufgrund der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 26,2 Mio. Euro bei Dividendenzahlung in Höhe von 14,9 Mio. Euro und Tilgungen von Finanzmitteln in Höhe von 28,8 Mio. Euro.
Das Mutterunternehmen des Konzerns, die EnviTec Biogas AG, Lohne, hält 150.000 eigene Aktien der Gesellschaft. Wir verweisen auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang gemäß § 315 Abs. 2 Satz 2 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 2 AktG.
Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.
Die EU-Richtlinie RED II und die deutsche Umsetzung im Rahmen des THG-Gesetzes haben zu einer spürbaren Zunahme der Nachfrage nach fortschrittlichen Biokraftstoffen geführt. Auch weltweit steigt die Energienachfrage. Ausgelöst durch die russische Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission im März 2022 außerdem ihren REPowerEU-Plan vorgestellt. Er beinhaltet Vorschläge, wie Europa deutlich vor 2030 von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig werden kann. In den letzten fünf Jahren importierte Deutschland etwa 53 % seines durchschnittlichen jährlichen Gasverbrauchs in Höhe von gut 914 TWh aus Russland. Im Rahmen einer Diversifizierung der Gasversorgung sieht der REPowerEU-Plan der Europäischen Kommission auch eine wichtige Rolle für Biomethan vor. Experten gehen davon aus, dass die Bestandsanlagen in Deutschland bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung kurzfristig bis zu 132 TWh Gas im Jahr erzeugen könnten. Mittelfristig seien sogar 160 TWh möglich. Das entspricht etwa einem Drittel der russischen Gasimporte. Daraus ergeben sich perspektivisch große Wachstumspotenziale für die Biogas-Branche.
Biogas dient als gründ- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, und ist ein flexibler und verlässlicher Strom- und Wärmelieferant. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Viel Potenzial verspricht künftig auch die Verwendung als CO 2-armer Kraftstoff (Bio-CNG oder Bio-LNG). Der Alleskönner Biomethan kann dabei in allen Verbrauchssektoren, insbesondere aber im Verkehrs- und Wärmebereich, in denen bislang keine befriedigenden Beiträge zur CO 2-Reduzierung erzielt wurden, einen nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.
Dies kommt auch dem Geschäft von EnviTec zugute. Durch die Übernahme des Bioenergie-Parks Güstrow hat sich EnviTec bereits eine vorteilhafte Position im Bereich der Aufbereitung von Bio-LNG für den Verkehrssektor gesichert. Ab dem ersten Quartal 2023 soll dort die Produktion von 9.600 Tonnen Bio-LNG pro Jahr möglich werden. Weltweit wird EnviTec durch die gezielte Fortsetzung der Internationalisierung in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten versuchen, seine Marktposition auszubauen und zu stärken. Für den Neubau von Anlagen ergeben sich Chancen in etablierten Märkten wie Frankreich, Dänemark, Italien und Großbritannien. Außerhalb Europas sind die USA und China die attraktivsten Märkte.
In bereits etablierten Märkten bieten sich zusätzliche Chancen, wenn Mitbewerber auf kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen nicht adäquat reagieren können oder dem herrschenden Wettbewerb nicht gewachsen sind. EnviTec eröffnen sich dadurch insbesondere im Bereich Service und bei der Um- und Aufrüstung bestehender Anlagen sowie im Bereich Eigenbetrieb punktuell Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden und Marktanteile. In Deutschland und Europa sieht EnviTec Biogas zudem in der Nutzung und dem weiteren Ausbau der bestehenden Gasinfrastruktur im Verkehrssektor eine enorme Chance.
Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas insbesondere in einer weiteren Internationalisierung der Geschäftstätigkeit. Zusätzliche Chancen auf den internationalen Biogasmärkten sollen weiterhin wahrgenommen werden. Im Fokus stehen dabei zum einen Märkte, in denen der Ausbau von Anlagen zur Biogasherstellung bzw. -aufbereitung voranschreitet und EnviTec als führender Anlagenbauer von dieser allgemeinen Entwicklung profitieren kann.
Darüber hinaus sieht EnviTec vor allem in den USA große Wachstumschancen. Das Unternehmen setzt derzeit vier Biogas-Projekte in den Vereinigten Staaten um, sechs weitere sind für das Jahr 2022 bereits in Planung. Anfang des Jahres 2022 nahm EnviTec außerdem die insgesamt sechste bzw. siebte Biogas-Anlage in China in Betrieb. Die achte Anlage nahe der Stadt Tunliu ist bereits fertig geplant und wird voraussichtlich im Juni 2022 in Betrieb genommen.
In technischer Hinsicht bieten sich Wachstumschancen für EnviTec vor allem im Bereich des Bio-LNG-Markts. Bio-LNG wird vor allem für mittlere und schwere Lkw, die längere Strecken zurücklegen müssen, eingesetzt. Durch die Übernahme des Bioenergie-Parks Güstrow und die Gründung eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien GmbH hat sich EnviTec hier bereits in eine aussichtsreiche Stellung gebracht. Auch bestehende Anlagen in Eigenbetrieb sollen sukzessive auf die Produktion von Bio-LNG umgestellt werden.
Leistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Vermarktung. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität.
In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen, um bei Bedarf entsprechend gegensteuern zu können. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.
EnviTec ist ein international tätiges Unternehmen. Es bewegt sich in einem Marktumfeld, das sich dynamisch verändert. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischer Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. EnviTec passt daher das Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.
Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:
scrollen
| ― | Die Entwicklung und die Umsetzung des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung, |
| ― | die Sicherstellung der Liquidität. |
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken beschrieben, die den Unternehmenswert und die Geschäftsentwicklung potenziell gefährden könnten.
Mehrere Entwicklungen haben zuletzt Probleme auf den Beschaffungsmärkten ausgelöst. Schon seit Beginn der Corona-Pandemie herrscht hier eine angespannte Lage. Der Krieg in der Ukraine und Lockdowns in China haben diese noch einmal verschärft. Auch künftig könnten sich Beschaffungsrisiken ergeben, die sich für EnviTec insbesondere auf den Bau der Biogasanlagen auswirken könnten. Die hierfür erforderlichen Komponenten bezieht EnviTec zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen. Auch die Preise könnten weiter steigen. 2021 lag die Inflationsrate in Deutschland bereits bei 3,1 %. Für das Jahr 2022 prognostiziert das Statistische Bundesamt sogar 7,3 %. Auf den Rohstoffmärkten sind die Preise, insbesondere auch infolge des Kriegs in der Ukraine, ebenfalls stark gestiegen. EnviTec beugt diesen Entwicklungen durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.
Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben und hohe Lagerbestände reduziert.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Beschaffungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt im Eigenbetrieb aufgrund steigender Rohstoffpreise sowie im Anlagebau durch aktuell bereits gestörte Lieferketten wahrscheinlich sind. Die potenziellen Auswirkungen auf den Konzern bewertet EnviTec im Eigenbetrieb und im Anlagenbau als moderat.
Potenzielle Risiken für EnviTec können weiterhin auch aus restriktiven Zugangs- und Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemiebekämpfung bei grenzüberschreitenden Geschäftsabläufen erwachsen. Zwar haben die meisten Länder weltweit ihre Maßnahmen zuletzt gelockert. Einige Länder, in denen EnviTec aktiv ist, allen voran China, verfolgen jedoch weiterhin eine restriktive Corona-Politik. Dies betrifft im Wesentlichen die dadurch eingeschränkte Reisetätigkeit von Mitarbeitern im Anlagen- und Servicebereich, sowie von Zulieferern und Subunternehmern. Dadurch können sich Verzögerungen im Bauablauf und bei Wartungsaufträgen ergeben. Bisher war trotz wiederholter Lockdown-Maßnahmen nur eine moderate Beeinflussung des Geschäftsablaufs gegeben. Von einem Ende der Beschränkungen weltweit kann aber weiterhin nicht mit Sicherheit ausgegangen werden.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Risiken aus der Corona-Pandemiebekämpfung als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein.
Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland an erster Stelle das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union und in einigen Ländern außerhalb der EU.
Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken.
Aufgrund der Anpassungen des im Jahr 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen. Daran wird nach Ansicht von EnviTec auch die im Rahmen des sogenannten Osterpakets diskutierte EEG-Reform für das Jahr 2023 nichts ändern. Der Biogasmarkt nimmt darin nur einen relativ unbedeutenden Teil ein. Die Regelungen, die getroffen wurden, sind darüber hinaus unattraktiv ausgestaltet. Insgesamt ergeben sich auch dadurch keine günstigeren Rahmenbedingungen. EnviTec konzentriert sich im Anlagenbau daher primär auf ausländische Wachstumsmärkte.
Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.
EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können.
In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen und kontinuierlichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück.
Bestehende Währungsrisiken wurden durch Devisentermingeschäfte abgesichert (siehe "Währungsrisiken"). Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein.
Die Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Personalrisiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat.
Bestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Wettbewerbsrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären.
Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit technologische Risiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären.
Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Bei der Vermarktung und dem Verkauf von aus Biogas erzeugtem Strom und Gas geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit das Auftrags- und Absatzrisiko als strategisches Risiko, dessen Eintritt unwahrscheinlich ist. Zudem werden die potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt. Insgesamt sieht EnviTec im Auftrags- und Absatzmanagement keine wesentlichen Risiken.
Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert und in der Organisation umgesetzt wurden. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll-Systeme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.
Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit Geschäften der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien und in den USA entstehen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.
Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in den USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 4,7 Mio. USD abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge von Tochterunternehmen abgesichert.
Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Währungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt aufgrund der konservativen Hedgingstrategie unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt moderat wären.
Alle langfristigen Verbindlichkeiten des EnviTec-Konzerns sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen.
Im April musste der IWF seine Wachstumsprognose für das Jahr 2022 deutlich nach unten anpassen.
Ursprünglich waren die Analysten des IWF von einem Wirtschaftswachstum von 4,4 % ausgegangen. Im April korrigierten sie ihre Prognose auf nun 3,6 %. Grund hierfür ist vor allem der Krieg in der Ukraine. Dabei ist Europa besonders betroffen: In der Eurozone erwartet der IWF nur noch 2,8 % Wachstum im Jahr 2022. Das entspricht einem Minus von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zur Januar-Prognose. In den Industrieländern wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,3 % erwartet. In Deutschland soll die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 lediglich um 2,1 % zulegen. Für die Schwellenländer korrigierte der IWF seine Wachstumsprognose ebenfalls nach unten - von 4,8 % auf 3,8 %.
EnviTec Biogas forderte in der Vergangenheit, insbesondere nachdem die 9. EEG-Novelle in Kraft getreten war, immer wieder Nachbesserungen für den Biogas-Sektor. Die geltenden Regelungen schafften zwar für Bestandsanlagen auskömmliche Anschlussvergütungen und neue Anreize für die Anlagenflexibilisierung - allerdings nicht im ursprünglich vorgesehenen und gewünschten Umfang. Auch der aktuell diskutierte Entwurf für die 10. EEG-Novelle, die 2023 in Kraft treten soll, bringt aus Sicht von EnviTec Biogas nur partielle Chancen für den Biogas-Sektor.
Auf europäischer Ebene könnte vor allem der RePowerEU-Plan der Europäischen Kommission neue Anreize schaffen. Er beinhaltet Vorschläge, wie Europa deutlich vor 2030 von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig werden kann. In den letzten fünf Jahren importierte Deutschland etwa 53 % seines durchschnittlichen jährlichen Gasverbrauchs in Höhe von gut 914 TWh aus Russland. Im Rahmen einer Diversifizierung der Gasversorgung sieht der REPowerEU-Plan der Europäischen Kommission auch eine wichtige Rolle für Biomethan vor. Experten gehen davon aus, dass die Bestandsanlagen in Deutschland bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung kurzfristig bis zu 132 TWh Gas im Jahr erzeugen könnten. Mittelfristig seien sogar 160 TWh möglich. Das entspricht etwa einem Drittel der russischen Gasimporte. Daraus ergeben sich perspektivisch große Wachstumspotenziale für die Biogas-Branche.
In den internationalen Märkten sind die Rahmenbedingungen, insbesondere für den Anlagenbau weiterhin deutlich attraktiver. Länder wie Frankreich oder die USA auf einzelstaatlicher Ebene treiben die Energiewende konsequent voran. Weitere dynamische Märkte sind China, Italien, Dänemark sowie aktuell süd- und osteuropäische Staaten wie Griechenland und Estland.
Die EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit strategische Weitsicht bewiesen und kann nun auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen. Ziel ist dabei, in allen Segmenten eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. Gleichzeitig will das Unternehmen mittel- bis langfristig, einen wachsenden Anteil des Konzernergebnisses nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Auch Anwendungen und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern und Produkten außerhalb der Biogasbranche werden verfolgt, so beispielsweise die Errichtung von Photovoltaik-Projekten. Dank eines weiterhin niedrigen Zinsniveaus, hoher Strompreise und reduzierter Preise für Solarmodule sind in Deutschland Photovoltaik-Kraftwerke ab einer bestimmten Größenordnung aktuell auch ohne staatliche Förderung marktfähig. Zudem setzt EnviTec Biogas vermehrt auf die Produktion von Bio-LNG. So plant das Unternehmen im Rahmen eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien GmbH die Errichtung einer Bio-LNG-Verflüssigungsanlage. Ab dem 1. Quartal 2023 soll außerdem im neu erworbenen Energiepark Güstrow die Produktion von 9.600 Tonnen Bio-LNG pro Jahr für den Verkehrssektor möglich werden. Nach abgeschlossenem Umbau ist damit ein zusätzliches Umsatzpotenzial in zweistelliger Millionenhöhe verbunden.
Das Geschäftsjahr 2022 ist bisher sehr erfolgreich verlaufen. Insbesondere im Anlagenbau ist die Auslastung sehr hoch. Und auch der Service und der Eigenbetrieb sind sehr zufriedenstellend in das Jahr gestartet. Herausfordernd sind gleichwohl die Lieferkettenproblematiken sowie der starke Preisanstieg für Rohstoffe und Anlagengüter.
Im Anlagenbau ergeben sich in Deutschland aktuell nur punktuelle Chancen aus der Flexibilisierung von Anlagen sowie der Umstellung auf Gasaufbereitungen. Demgegenüber wird EnviTec auch im laufenden Jahr von den positiven Rahmenbedingungen in den internationalen Märkten profitieren. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Entwicklung im Anlagenbau sehr dynamisch. Mit einem Auftragsbestand in Höhe von 169,6 Mio. Euro (Vorjahr: 142,1 Mio. Euro) per Ende 2021 ist der Bereich trotz einer Vielzahl von Neueinstellungen derzeit voll ausgelastet, so dass Gesamtleistung/ Umsatz von 2021 erneut deutlich übertroffen werden wird. Das Segmentergebnis (EBT) dürfte sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Die konkrete Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung wird von der Entwicklung der Corona-Pandemie, der Lieferkettenproblematik sowie wie in den Vorjahren davon abhängen, wie viele Projekte im Anlagenbau gemäß HGB zum Jahresende über die Bestandsveränderung berücksichtigt und wie viele Projekte schlussgerechnet werden können.
Im cashflow-starken Eigenbetrieb liegt der Fokus von EnviTec im Geschäftsjahr 2022 weiterhin auf der Optimierung und Modernisierung des Anlagenportfolios. Trotz zuletzt stark gestiegener Rohstoffpreise geht EnviTec Biogas auf Basis hoher Warenbestände und langfristiger Lieferverträge davon aus, im laufenden Geschäftsjahr im Segment Eigenbetrieb bei Umsatz und Ergebnis (EBT) das Vorjahresniveau zu übertreffen. Die Bereiche Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung werden dabei ebenfalls einen positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern.
Im Geschäftsfeld Service erwartet EnviTec im laufenden Geschäftsjahr ein verstärktes Interesse für Flexibilisierungs- und Repoweringmaßnahmen. Daher wird für das Geschäftsjahr 2022 im Servicebereich insgesamt eine Gesamtleistung (oder Umsatz) und ein Ergebnis (EBT) auf gleichbleibendem bis leicht steigendem Niveau prognostiziert.
Auf Konzernebene wird im Geschäftsjahr 2022 auf Basis der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten eine erneut steigende Gesamtleistung (oder Umsatz) prognostiziert. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet der EnviTec-Vorstand eine Bandbreite von 27-30 Mio. Euro zu erreichen. Ausschlaggebend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele wird der Verlauf der Corona-Pandemie, die Auswirkungen des Ukrainekrieges sowie der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein.
Ausdrücklicher Dank von Seiten des Vorstands und Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeitern der EnviTec Gruppe, denn ihr individueller Einsatz macht den kontinuierlichen Erfolg des Unternehmens erst möglich.
Lohne den 13. Mai 2022
Der Vorstand der EnviTec Biogas AG
Olaf von Lehmden
Jörg Fischer
Jürgen Tenbrink
Aktiva
scrollen
| 31.12.2021 in EUR |
31.12.2020 in TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 522.090,08 | 588 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 8.281.381,87 | 6.755 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 138.990,93 | 109 |
| 8.942.462,88 | 7.452 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.020.084,48 | 24.026 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 43.430.159,07 | 47.751 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.406.280,63 | 9.009 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.384.811,42 | 769 |
| 80.241.335,60 | 81.555 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen | 15.130.328,44 | 12.780 |
| 2. Beteiligungen | 465.619,19 | 335 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.986.665,54 | 5.979 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 8.123.065,53 | 7.413 |
| 29.705.678,70 | 26.506 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 54.907.263,07 | 47.725 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 57.123.471,90 | 53.577 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen | -51.909.997,22 | -52.526 |
| 5.213.474,68 | 1.052 | |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 1.156.793,64 | 1.297 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 3.268.140,36 | 3.163 |
| 64.545.671,75 | 53.236 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.427.000,82 | 29.375 |
| 2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.953.541,74 | 6.527 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 16.477.910,04 | 13.581 |
| 44.858.452,60 | 49.483 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 19.813.033,49 | 14.788 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.632.930,71 | 2.682 |
| D. Aktive latente Steuern | 2.026.018,48 | 2.861 |
| 252.765.584,21 | 238.564 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2021 in EUR |
31.12.2020 in TEUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.000.000,00 | 15.000 |
| abzüglich eigene Anteile | -150.000,00 | - 150 |
| Ausgegebenes Kapital | 14.850.000,00 | 14.850 |
| II. Kapitalrücklage | 4.328.633,67 | 89.329 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 10.150.000,00 | 10.150 |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | -288.033,91 | - 219 |
| V. Bilanzgewinn | 102.416.115,48 | 15.555 |
| VI. Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz | 2.611.929,59 | 3.472 |
| 134.068.644,83 | 133.136 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 2.973.696,81 | 1.652 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 8.190.139,58 | 7.430 |
| - | 11.163.836,39 | 9.082 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 47.799.684,65 | 56.912 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14.453.452,43 | 5.655 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19.323.525,34 | 16.071 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.504.597,93 | 1.686 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter | 328.792,76 | 673 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| davon aus Steuern: 6.385.282,48 EUR (Vorjahr: 4.635 TEUR) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 191.104,93 EUR (Vorjahr: 189 TEUR) | 16.906.379,42 | 10.616 |
| 103.316.432,53 | 91.613 | |
| D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 4.216.670,46 | 4.733 |
| 252.765.584,21 | 238.564 |
scrollen
| 2021 in EUR |
2020 in TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 262.366.704,09 | 192.273 |
| 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 3.607.446,26 | 25.424 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| davon aus Währungsdifferenzen 26.814,34 EUR (Vorjahr: 46 TEUR) | 9.817.789,98 | 9.279 |
| Gesamtleistung | 275.791.940,33 | 226.976 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 149.944.134,34 | 124.263 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 33.535.122,20 | 26.424 |
| 183.479.256,54 | 150.687 | |
| Rohergebnis | 92.312.683,79 | 76.289 |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 21.238.788,06 | 18.717 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 4.847.094,76 | 4.175 |
| davon für Altersversorgung: 44.366,14 EUR (Vorjahr: 60 TEUR) | ||
| 26.085.882,82 | 22.892 | |
| 6. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 14.547.464,60 | 15.197 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 192.000,00 | 140 |
| 14.739.464,60 | 15.337 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| davon aus Währungsumrechnung: 44.890,39 EUR (Vorjahr: 179 TEUR) | 28.470.094,08 | 21.335 |
| EBIT | 23.017.242,29 | 16.725 |
| 8. Ergebnis aus Equity Beteiligungen | 1.379.558,90 | 1.926 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 594.344,33 | 682 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 491.000,00 | 641 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.206.436,88 | 1.540 |
| Ergebnis vor Steuern | 23.293.708,64 | 17.151 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| davon latente Steuern: 835.337,72 EUR (Vorjahr: 1.124 TEUR) | 6.013.713,63 | 4.396 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 17.279.995,01 | 12.755 |
| 14. Sonstige Steuern | 410.686,52 | 419 |
| 15. Konzernjahresüberschuss | 16.869.308,49 | 12.337 |
| 16. Gewinnvortrag | 15.554.612,16 | 19.857 |
| 17. Ausschüttung | -14.850.000,00 | - 14.850 |
| 18. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 85.000.000,00 | 0 |
| 19. Konzernfremden zuzurechnender Gewinn | 1.097.019,01 | 1.606 |
| 20. Erfolgsneutrale Auf-/Abstockung | 939.213,84 | - 183 |
| 21. Konzernbilanzgewinn | 102.416.115,48 | 15.555 |
scrollen
| 2021 in EUR |
2020 in EUR |
|
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 15.772.289 | 10.730.132 |
| Ertragsteueraufwand | 6.013.714 | 4.396.260 |
| Zinsergebnis | 612.093 | 858.399 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus at-Equity-bilanzierten Unternehmen | -1.379.559 | -1.891.015 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -2.429.479 | -1.376.543 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 14.547.465 | 15.197.265 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 491.000 | 641.175 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen | 2.081.506 | -1.007.450 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | -1.154.304 | -67.157 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Anlagenabgängen | -105.908 | -1.266.185 |
| Brutto Cashflow | 34.448.817 | 26.214.880 |
| Zunahme der Vorräte | -11.309.658 | -5.500.709 |
| Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.878.451 | 1.843.170 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.252.796 | 3.375.269 |
| Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva | 6.884.243 | 1.793.035 |
| Zunahme der sonstigen Forderungen sowie anderer Aktiva | -1.791.906 | -2.645.037 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 990.923 | 2.457.071 |
| Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Netto Cashflow) | 37.353.666 | 27.537.679 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 4.988.837 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 597.006 | 2.148.532 |
| Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte | -2.834.147 | -732.295 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -12.380.980 | -7.246.757 |
| Auszahlungen für Investitionen in at-Equity-Beteiligungen | -2.472.250 | -366.667 |
| Einzahlungen aufgrund von Änderungen im Konsolidierungskreis | 2.324.000 | 58.238 |
| Auszahlungen aufgrund von Änderungen im Konsolidierungskreis | -12.908 | -1.671.934 |
| Einzahlungen aus Entnahmen/Abgang at-Equity Beteiligungen | 1.306.500 | 3.030.520 |
| Veräußerungserlös für den Verkauf vollkonsolidierte Tochterunternehmen | 0 | 42.157 |
| Zinseinnahmen | 594.344 | 681.540 |
| Abfluss/Zufluss aus investiver Tätigkeit | -12.878.435 | 932.170 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 26.200.000 | 21.550.000 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -28.834.020 | -33.240.004 |
| Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -14.850.000 | -14.850.000 |
| Auszahlungen an andere Gesellschafter | -980.777 | -758.900 |
| Zinsausgaben | -1.206.437 | -1.539.939 |
| Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -19.671.234 | -28.838.843 |
| Zahlungswirksame Veränderungen gesamt | 4.803.997 | -368.993 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. | 7.686.410 | 8.055.403 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. | 12.490.407 | 7.686.410 |
Zu weiteren Erläuterungen der Kapitalflussrechnung wird auf Gliederungspunkt 6 im Anhang verwiesen.
scrollen
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Rücklagen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in EUR | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Summe | Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital am 01.01.2020 | 15.000.000 | -150.000 | 14.850.000 | 89.328.634 | 0 | 89.328.634 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 07.07.2020 | 85.000.000 | 0 | 85.000.000 | -85.000.000 | 0 | -85.000.000 |
| Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 07.07.2020 | -85.000.000 | 0 | -85.000.000 | 0 | 85.000.000 | 85.000.000 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale Abstockung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapital am 31.12.2020 | 15.000.000 | -150.000 | 14.850.000 | 4.328.634 | 85.000.000 | 89.328.634 |
| Eigenkapital am 01.01.2021 | 15.000.000 | -150.000 | 14.850.000 | 4.328.634 | 85.000.000 | 89.328.634 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale Aufstockung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | -85.000.000 | -85.000.000 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapital am 31.12.2021 | 15.000.000 | -150.000 | 14.850.000 | 4.328.634 | 0 | 4.328.634 |
scrollen
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||||
|---|---|---|---|---|
| Rücklagen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in EUR | Andere Gewinnrücklagen | Summe | Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | Gewinnvortrag |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital am 01.01.2020 | 10.150.000 | 99.478.634 | -373.868 | 13.959.361 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 154.370 | 0 |
| Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Abstockung | 0 | 0 | 0 | -182.932 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 5.898.051 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapital am 31.12.2020 | 10.150.000 | 99.478.634 | -219.498 | 4.824.481 |
| Eigenkapital am 01.01.2021 | 10.150.000 | 99.478.634 | -219.498 | 4.824.481 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -68.536 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Aufstockung | 0 | 0 | 0 | 939.214 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0 | -85.000.000 | 0 | 85.000.000 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 10.730.132 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapital am 31.12.2021 | 10.150.000 | 14.478.634 | -288.034 | 86.643.827 |
scrollen
| Eigenkapital des Mutterunternehmens | ||
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| in EUR | Konzernjahresüberschuss | Summe |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital am 01.01.2020 | 5.898.052 | 133.812.180 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 154.370 |
| Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 |
| Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Abstockung | 0 | -182.932 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | -5.898.051 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 10.730.132 | 10.730.132 |
| Eigenkapital am 31.12.2020 | 10.730.133 | 129.663.750 |
| Eigenkapital am 01.01.2021 | 10.730.133 | 129.663.750 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | -68.536 |
| Ausschüttung | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Aufstockung | 0 | 939.214 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0 | 0 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | -10.730.132 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 15.772.289 | 15.772.289 |
| Eigenkapital am 31.12.2021 | 15.772.290 | 131.456.717 |
scrollen
| Nicht beherrschende Anteile | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis | Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust | Summe | Konzerneigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital am 01.01.2020 | -615.191 | 3.104.551 | 2.489.360 | 136.301.540 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | -806.256 | 0 | -806.256 | -806.256 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 154.370 |
| Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 07.07.2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Abstockung | 182.932 | 0 | 182.932 | 0 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 1.606.421 | 1.606.421 | 12.336.553 |
| Eigenkapital am 31.12.2020 | -1.238.515 | 4.710.972 | 3.472.458 | 133.136.207 |
| Eigenkapital am 01.01.2021 | -1.238.515 | 4.710.972 | 3.472.458 | 133.136.207 |
| Minderheitenanteil Eigenkapital | -1.018.334 | 0 | -1.018.334 | -1.018.334 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -68.536 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | -14.850.000 |
| Erfolgsneutrale Aufstockung | -939.214 | 0 | -939.214 | 0 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umgliederung in Gewinn-/Verlustvortrag | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 1.097.019 | 1.097.019 | 16.869.308 |
| Eigenkapital am 31.12.2021 | -3.196.063 | 5.807.991 | 2.611.929 | 134.068.645 |
Die EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, dessen Unternehmenszweck neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften, auch der Betrieb von eigenen Biogasanlagen, der technische und biologische Service, die Vermarktung von Strom sowie der Kauf und Verkauf von Beteiligungen ist.
Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 31. Dezember 2021 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt.
Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten worden.
Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 wie folgt entwickelt:
scrollen
| Inland | Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen | |||
| 31.12.2020 | 83 | 22 | 105 |
| Zugänge von Tochterunternehmen | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge von Tochterunternehmen | 0 | 1 | 1 |
| 31.12.2021 | 83 | 21 | 104 |
scrollen
| Inland | Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| At-Equity bewertete Unternehmen | |||
| 31.12.2020 | 51 | 7 | 58 |
| Zugänge von at-Equity bewerteten Unternehmen | 1 | 1 | 2 |
| Abgänge von at-Equity bewerteten Unternehmen | 1 | 0 | 1 |
| 31.12.2021 | 51 | 8 | 59 |
Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 163 (31.12.2020: 163) Unternehmen, von denen 104 (31.12.2020: 105) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden.
Die vollkonsolidierte Gesellschaft Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne, wurde zum 30. November 2021 umbenannt und heißt nun EnviTec BioLNG GmbH, Lohne. Am 22. November 2021 hat die EnviTec BioLNG GmbH gemeinsam mit einem Partner die BALANCE EnviTec Bio-LNG GmbH, Ahrensfelde, gegründet. Hieran hält die EnviTec BioLNG GmbH 49% der Anteile.
Mit Vertrag vom 27. Oktober 2021 wurden darüber hinaus die restlichen Anteile in Höhe von 25 % an der Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne, erworben. Diese Gesellschaft wird weiterhin vollkonsolidiert.
Des Weiteren hat die EnviTec Service GmbH mit Kaufvertrag vom 7. September 2021 die restlichen Anteile in Höhe von 15 % an der EnviTec Biogas Service s.r.o., Velke Mezirici/Tschechien, erworben. Diese Gesellschaft wird weiterhin vollkonsolidiert.
Neu als at-Equity Beteiligung wird seit Januar 2021 die MEV Biomethane SAS, Frankreich, ausgewiesen.
Aufgrund von Liquidation wurde im Geschäftsjahr die bisher vollkonsolidierte Gesellschaft Urbana Biogas Soc. a.r.l., Verona/Italien, entkonsolidiert.
Bei der OxFa GmbH, Scheßlitz, wurde im Jahr 2021 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, an der die EnviTec Biogas AG nicht teilgenommen hat. Die Beteiligungsquote hat sich hierdurch auf 10,2% verringert und die Gesellschaft wird per 31.12.2021 nicht mehr at-Equity bewertet.
Des Weiteren hat die Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG folgende nicht operativ tätige Gesellschaften gegründet:
scrollen
| ― | ET Friesoyther Agrar GmbH & Co. KG, Lohne |
| ― | Friesoyther Agrar 2 GmbH & Co. KG, Lohne |
| ― | ET Wesermarsch GmbH & Co. KG, Lohne |
Auf die Einbeziehung dieser drei Gesellschaften wird gem. § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.
Weiterhin wurden aus Wesentlichkeitsgründen die EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien, sowie die LZ Biogas GmbH & Co. KG, Lohne, gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Folgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:
scrollen
| Name und Sitz der Gesellschaft | Konzernanteil in % |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis in EUR |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EnviTec Service GmbH, Lohne | 100 | 100 | 11.635.000 | 11.635.000 | 0 | 0 |
| Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 28.220.380 | 29.755.931 | 1.224.448 | 3.306.318 |
| Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 60.050 | 57.202 | 2.848 | 2.838 |
| EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande | 100 | 100 | -162.668 | -166.286 | 3.618 | 54.105 |
| EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland | 100 | 100 | 791.376 | 621.575 | 169.801 | 175.446 |
| EnviTec Italia GmbH, Lohne | 100 | 100 | -839.591 | -839.591 | 0 | 0 |
| EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 2.452.516 | 1.129.100 | 1.323.416 | 520.395 |
| EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 51.252 | 47.209 | 4.044 | 2.732 |
| Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 1.838.382 | 1.473.765 | 364.617 | 451.516 |
| Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam | 93,85 | 93,85 | 226.862 | 166.329 | 135.533 | 197.481 |
| Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam | 100 | 100 | 3.283.386 | 3.255.140 | 678.246 | 661.649 |
| Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 3.176.605 | 3.035.162 | 341.443 | 258.269 |
| Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 3.082.193 | 3.013.516 | 268.678 | 353.547 |
| EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 98,6 | 98,6 | 8.535.419 | 7.370.499 | 2.301.920 | 1.536.435 |
| EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne | 98,6 | 98,6 | 52,097 | 50.471 | 1.626 | 1.663 |
| Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg | 100 | 100 | 591.721 | 497.443 | 94.277 | 200.537 |
| Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg | 100 | 100 | 110.140 | 105.624 | 4.516 | 2.853 |
| Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt | 100 | 100 | 119.134 | 82.426 | 36.708 | -277.237 |
| Biogas Ruest GmbH, Ruest | 100 | 100 | 92.203 | 10.149 | 82.054 | -30.229 |
| EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 28.861.942 | 21.537.731 | 724.210 | 1.649.967 |
| Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.133.910 | 623.251 | 510.659 | 484.604 |
| Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 3.254 | -147.944 | 151.198 | -447.859 |
| Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne | 87,5 | 87,5 | 6.240.823 | 5.279.805 | 1.661.018 | 1.114.735 |
| Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne | 87,4 | 87,4 | 185.447 | 178.511 | 6.936 | 6.875 |
| Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel | 100 | 100 | 402.174 | 357.663 | 144.511 | 183.254 |
| Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel | 100 | 100 | 45.603 | 41.516 | 4.088 | 2.647 |
| Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen | 79 | 79 | 540.262 | 380.063 | 160.199 | -57.622 |
| Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen | 79 | 79 | 48.011 | 46.446 | 1.564 | 1.583 |
| Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 75 | 75 | 1.099.483 | 1.116.153 | 283.330 | 298.284 |
| Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.515.892 | 2.269.643 | 246.249 | 223.452 |
| Biogas Operating Holding s.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 3.736.139 | 3.985.932 | -249.793 | -114.785 |
| Schio Biogas Soc. a.r.l., Verona /Italien | 100 | 100 | 2.263.111 | 1.882.550 | 380.561 | -29.590 |
| Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.466.578 | 2.247.790 | 218.787 | 220.847 |
| Merlara Biogas Soc. a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.772.498 | 2.612.848 | 159.650 | 353.424 |
| A3 Water Solutions GmbH, Saerbeck | 85 | 85 | 431.783 | 346.971 | 84.813 | 240.931 |
| MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Lohne | 100 | 100 | 176.409 | 170.988 | 5.421 | -25.626 |
| Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme | 70 | 70 | 2.669.065 | 2.181.451 | 562.614 | 303.528 |
| Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme | 70 | 70 | 61.915 | 59.822 | 2.093 | 2.658 |
| Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/ Wümme | 70 | 70 | 555.588 | 326.956 | 228.633 | 254.020 |
| Second Biogas Operating Holding s.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 12.571.929 | 13.645.794 | 730.601 | 448.929 |
| Envitec France sarl, Pledran/Frankreich | 100 | 100 | 2.060.244 | -107.882 | 2.168.125 | -566.352 |
| Envitec Biogas UK Ltd., Rugeley/Großbritannien | 100 | 100 | -959.861 | -617.310 | -286.670 | -263.197 |
| Biogas Nordholz GmbH, Minden | 60 | 60 | 609.629 | 587.976 | 21.653 | 63.695 |
| Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Kleinmühlingen | 100 | 100 | 351.469 | 221.161 | 129.308 | 86.813 |
| Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde | 100 | 100 | 24.908 | 146.850 | -121.943 | 44.766 |
| Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde | 100 | 100 | 44.326 | 42.652 | 1.675 | 1.609 |
| Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf | 100 | 100 | 370.857 | 1.388.179 | -1.017.322 | 554.127 |
| Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 91 | 91 | 4.859.468 | 4.588.009 | 271.459 | -115.504 |
| Fünfte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne | 91 | 91 | 59.497 | 53.941 | 5.555 | 5.726 |
| Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -286.808 | -633.152 | -103.656 | 80.593 |
| Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 30.786 | 29.252 | 1.534 | 1.722 |
| Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne | 90 | 90 | 199.158 | 250.650 | -51.492 | 113.074 |
| Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Wiefelstede | 100 | 100 | 30.725 | 29.055 | 1.670 | 1.722 |
| Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.277.235 | 1.024.009 | 253.226 | 113.652 |
| Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 48.419 | 46.105 | 2.315 | 2.394 |
| Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 29.489 | 28.900 | 589 | 671 |
| Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 582.111 | 445.443 | 136.668 | -228.423 |
| Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 84 | 84 | -31.282 | -25.141 | -6.141 | 9.747 |
| Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 433.583 | 624.880 | -191.297 | -91.056 |
| Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.166 | 38.524 | 1.642 | 1.722 |
| EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester/USA | 100 | 100 | -2.451.439 | -2.501.556 | 230.909 | -148.879 |
| EnviTec Biogas s.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.849.754 | 3.010.339 | -160.585 | 206.629 |
| EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley/Großbritannien | 100 | 100 | 909.195 | 611.577 | 252.842 | 249.318 |
| EnviTec BioLNG GmbH, Lohne (vormals Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne) | 100 | 100 | 2.559.789 | 107.865 | 1.924 | 3.227 |
| EnviTec Biogas Service s.r.o., Velke Mezirici/Tschechien | 100 | 85 | 672.456 | 2.068.308 | 541.782 | 535.767 |
| EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne | 75 | 75 | 159.109 | 127.800 | 31.309 | 50.243 |
| Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben | 90 | 90 | 612.148 | 1.033.923 | -21.775 | 238.629 |
| Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben | 90 | 90 | 47.596 | 45.978 | 1.617 | 1.590 |
| Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne | 90,6 | 90,6 | 571.948 | 1.181.307 | -209.360 | 309.937 |
| Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne | 90,6 | 90,6 | 48.646 | 46.975 | 1.672 | 1.626 |
| Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne | 64,8 | 64,8 | 1.456.567 | 1.049.521 | 407.045 | 359.533 |
| Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne | 64,8 | 64,8 | 48.377 | 46.804 | 1.573 | 1.722 |
| RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne | 64,6 | 64,6 | 1.259.076 | 1.131.709 | 527.368 | 567.127 |
| RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne | 64,6 | 64,6 | 49.414 | 47.772 | 1.643 | 1.581 |
| Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard | 94 | 94 | 866.970 | 732.846 | 134.124 | 154.421 |
| Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard | 94 | 94 | 47.448 | 45.823 | 1.625 | 1.621 |
| Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 702.213 | 468.625 | 233.588 | 123.986 |
| Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne | 87,5 | 87,5 | 460.785 | 519.004 | 141.781 | 255.023 |
| Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne | 87,5 | 87,5 | 50.028 | 48.423 | 1.605 | 1.589 |
| Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -54.085 | -36.061 | -18.024 | 25.092 |
| Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.613 | 39.133 | 1.480 | 1.485 |
| Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst | 100 | 100 | 6.821.655 | 5.967.098 | 1.604.557 | -405.980 |
| EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck | 100 | 100 | 30.540.943 | 21.840.448 | 8.700.494 | 5.512.110 |
| EnviTec Anlagenbau Verwaltungs GmbH, Saerbeck | 100 | 100 | 37.632 | 36.026 | 1.605 | 1.660 |
| Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 75 | 4.815.968 | 4.276.877 | 539.091 | 1.973.601 |
| Biogas Neuburg Steinhausen Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 75 | 32.121 | 30.795 | 1.327 | 1.418 |
| Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne | 94 | 94 | -149.597 | -88.024 | -61.573 | 142.537 |
| Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne | 94 | 94 | 46.846 | 45.217 | 1.629 | 1.543 |
| Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 100 | 100 | 636.868 | 397.800 | 239.068 | 198.699 |
| Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 54,4 | 54,4 | 714.951 | 490.405 | 224.546 | 208.589 |
| Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 60,5 | 60,5 | 838.519 | 638.847 | 199.672 | 218.259 |
| Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.712.035 | 1.308.313 | 603.722 | 218.421 |
| Biogas Horst GmbH & Co. KG, Lohne | 90 | 90 | 3.410 | -110.323 | 113.733 | 122.721 |
| Biogas Horst Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.099 | 38.396 | 1.704 | 1.626 |
| EnviTec Service ApS, Silkeborg/Dänemark | 100 | 100 | 305.389 | 140.530 | 164.859 | 57.341 |
| EnviTec Biogas China Ltd., Peking/China | 60 | 60 | 42.208 | 44.781 | -6.808 | -45.752 |
| Biogas Petersberg GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -476.765 | -76.476 | -400.288 | -49.292 |
| Biogas Petersberg Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 26.389 | 24.719 | 1.669 | 769 |
| Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Lohne | 94 | 94 | 1.216.590 | 1.027.364 | 305.101 | 340.189 |
| EnviTec Bioenergie Güstrow GmbH, Güstrow | 100 | 100 | 4.067.043 | 40.296 | -973.253 | -2.675 |
| EnviTec Iberica S. L., Bilbao/Spanien | 100 | 100 | NA | NA | NA | NA |
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:
scrollen
| Konzernanteil in % |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis in EUR |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EnviTec Biogas Del-Kelet kft., Ungarn * | 51,14 | 51,14 | NA | NA | NA | NA |
| EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien | 50 | 50 | NA | NA | NA | NA |
| EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 1.178.637 | 870.747 | 307.890 | 281.430 |
| EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs-GmbH, Lohne | 50 | 50 | 31.216 | 30.371 | 844 | 898 |
| Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 2.076.748 | 2.118.217 | 828.531 | 706.584 |
| Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 49.043 | 47.289 | 1.754 | 1.628 |
| Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 447.213 | 445.665 | 101.548 | 10.706 |
| Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne | 50 | 50 | 50.303 | 48.711 | 1.591 | 1.470 |
| Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim | 50 | 50 | -432.681 | -375.033 | -57.648 | -126.725 |
| Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim | 50 | 50 | 44.493 | 42.895 | 1.598 | 1.636 |
| Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar | 50 | 50 | 808.910 | 670.585 | 388.324 | 457.980 |
| Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar | 50 | 50 | 46.033 | 44.476 | 1.557 | 1.555 |
| Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve | 50 | 50 | 83.162 | 56.586 | 26.576 | -19.750 |
| Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve | 50 | 50 | 42.234 | 40.750 | 1.484 | 1.426 |
| Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 1.396.125 | 1.935.110 | -288.986 | 378.458 |
| Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 41.267 | 39.764 | 1.503 | 1.468 |
| Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter | 49 | 49 | 454.316 | 407.601 | 46.714 | 159.286 |
| Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter | 49 | 49 | 42.830 | 41.729 | 1.102 | 1.499 |
| Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf | 30 | 30 | NA | NA | NA | NA |
| Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf | 30 | 30 | NA | NA | NA | NA |
| Rentech Bioenergas S.A., Athen/Griechenland | 21 | 21 | NA | NA | NA | NA |
| Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen | 50 | 50 | 1.301.678 | 1.311.577 | 290.101 | 294.047 |
| Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen | 50 | 50 | 44.902 | 43.215 | 1.687 | 1.709 |
| Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve | 50 | 50 | 219.614 | 215.706 | 3.908 | 27.073 |
| Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve | 50 | 50 | 43.376 | 41.718 | 1.659 | 1.599 |
| Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow | 50 | 50 | 2.159.697 | 1.836.950 | 322.746 | 62.773 |
| Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow | 50 | 50 | 43.568 | 41.791 | 1.776 | 1.672 |
| Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal | 50 | 50 | 973.338 | 978.870 | -5.532 | 332.802 |
| Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal | 50 | 50 | 37.977 | 36.943 | 1.035 | 1.082 |
| Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde | 49 | 49 | 983.944 | 747.403 | 236.541 | 256.577 |
| Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde | 49 | 49 | 48.538 | 46.692 | 1.847 | 1.935 |
| Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel | 50 | 50 | 568.358 | 597.030 | 171.327 | -8.583 |
| Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel | 50 | 50 | 43.801 | 42.253 | 1.548 | 1.411 |
| Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 125.205 | 436.851 | -311.646 | 211.774 |
| Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 40.951 | 39.355 | 1.595 | 1.565 |
| Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen | 50 | 50 | 548.381 | 413.191 | 135.190 | 96.213 |
| Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen | 50 | 50 | 43.963 | 42.375 | 1.588 | 1.626 |
| Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben | 49 | 49 | 485.475 | 678.647 | -193.172 | 214.443 |
| Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben | 49 | 49 | 43.005 | 41.870 | 1.136 | 1.747 |
| Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn | 50 | 50 | -1.299.066 | -1.325.014 | 25.948 | 109.804 |
| Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn | 50 | 50 | 42.611 | 41.108 | 1.503 | 1.492 |
| Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 618.125 | 541.213 | 76.912 | 160.227 |
| Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Lohne | 49 | 49 | 28.206 | 26.646 | 1.560 | 1.722 |
| Biogas Talge GmbH & Co. KG, Lohne | 49 | 49 | 419.846 | 270.070 | 149.776 | -146.344 |
| Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Wiefelstede | 49 | 49 | 33.094 | -96.737 | 129.831 | 119.061 |
| Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck | 33,33 | 33,33 | NA | NA | 164.051 | 127.369 |
| Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 740.902 | 645.502 | 295.400 | 187.616 |
| Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 38.084 | 36.665 | 1.419 | 1.402 |
| Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 1.207.840 | 1.026.338 | 181.502 | 234.152 |
| Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 37.413 | 36.018 | 1.395 | 1.379 |
| Alternativ-Energie Priborn GmbH & Co. KG, Priborn | 50 | 50 | 557.409 | 529.921 | 27.488 | 61.013 |
| Alternativ-Energie Priborn Verwaltungs GmbH, Priborn | 50 | 50 | 45.876 | 45.370 | 506 | 402 |
| Biogas Passin GmbH & Co. KG, Klein Belitz | 50 | 50 | 472.512 | 399.118 | 153.394 | -26.371 |
| Biogas Passin Verwaltungs GmbH, Klein Belitz | 50 | 50 | 28.667 | 26.609 | 2.058 | 1.163 |
| OxFa GmbH, Scheßlitz | 10,2 | 25,1 | NA | NA | NA | NA |
| Zweite Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG | 46,5 | 46,5 | 655.573 | 482.434 | 173.139 | 160.802 |
| Methaisne Energie Vertes SAS, Courbevoie/Frankreich | 33,33 | 33,33 | NA | 501.494 | -731.539 | -35.561 |
| BALANCE EnviTec Bio-LNG GmbH, Ahrensfelde | 49 | 0 | 5.005.743 | 0 | -19.257 | 0 |
| MEV Biomethane SAS, Courbevoie/Frankreich | 33,33 | 0 | NA | 0 | NA | 0 |
* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft. trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.
EnviTec hält keine Beteiligungen mit über 20% der Anteile von Gesellschaften, die nicht vollkonsolidiert oder at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machen im Geschäftsjahr 2021 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB sowie des § 264b HGB Gebrauch.
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne
Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Kleinmühlingen
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde
Biogas Thomasburg GmbH & Co, KG, Lohne
Biogas Hirl GmbH & Co, KG, Bresegard
RePro Beber GmbH & Co, KG, Lohne
Biogas Nieheim GmbH & Co, KG, Lohne
Biogas Wanzleben GmbH & Co, KG, Wanzleben
Biogas Angern GmbH & Co, KG, Lohne
Biogas Osterburg GmbH & Co, KG, Lohne
EnviTec Anlagenbau GmbH & Co, KG, Saerbeck
Biogas Reinsfeld GmbH & Co, KG, Lohne
Biogas Forst GmbH & Co, KG, Forst
Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne
Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne
Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow
Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow
Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow
Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Horst GmbH & Co. KG, Lohne
EnviTec Service GmbH, Lohne
EnviTec Italia GmbH, Lohne
Biogas Petersberg GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Lohne
Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.
Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.
Mit Ausnahme der EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert wurde (siehe 2.1), stellen alle Tochtergesellschaften ihre Einzelabschlüsse auf den 31. Dezember eines Jahres auf.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB verrechnet.
Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet.
Zwischenergebnisse gemäß § 304 HGB aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.
Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Zum 31.12.2021 wurden keine entsprechenden Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.
Der Konzernabschluss ist nach den allgemeinen Regelungen der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, den Regelungen für Konzernabschlüsse nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie den at-Equity bewerteten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.
Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögensgegenstände und Schulden der in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-Equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen aus überzahlten Projekten in den Bilanzposten "Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" innerhalb der Passiva umgegliedert. In den Vorjahren wurden diese unter dem Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Hierbei wurde nun auch das Vorjahr entsprechend angepasst.
Ansonsten wurden gegenüber dem Vorjahr die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden nicht geändert.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste.
Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen.
Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:
scrollen
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Gebäude | 20 bis 40 Jahre |
| Andere Baulichkeiten | 10 bis 20 Jahre |
| Technische Anlagen | 6 bis 20 Jahre |
| Maschinen und Apparate | 6 bis 12 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 11 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 bis 8 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 7 Jahre |
Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB-Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.
Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.
Latente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.
Die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.
Im Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzernbilanz gemacht.
Die Posten des Anlagevermögens haben sich wie folgt entwickelt:
scrollen
| Stand 01.01.2021 | Zugänge 2021 | Abgänge 2021 | Umbuchungen 2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 01.01.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.892.431 | 226.218 | 0 | 0 | 6.118.649 | 5.304.438 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.380.633 | 2.578.387 | 0 | 0 | 15.959.020 | 6.625.978 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 109.449 | 29.542 | 0 | 0 | 138.991 | 0 |
| 19.382.513 | 2.834.147 | 0 | 0 | 22.216.660 | 11.930.416 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 43.571.958 | 3.164.201 | 144.346 | 39.330 | 46.631.142 | 19.546.452 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 142.097.838 | 4.523.297 | 6.357 | 37.634 | 146.652.412 | 94.346.456 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.618.007 | 2.989.665 | 1.566.644 | 2.775 | 28.043.803 | 17.608.607 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.178.193 | 1.703.818 | 8.118 | -79.738 | 2.794.155 | 409.343 |
| 213.465.996 | 12.380.980 | 1.725.464 | 0 | 224.121.513 | 131.910.858 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen | 13.584.426 | 3.851.809 | 1.374.109 | -127.500 | 15.934.626 | 804.297 |
| 2. Beteiligungen | 335.119 | 3.000 | 0 | 127.500 | 465.619 | 0 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 7.311.655 | 1.529.000 | 1.030.000 | 0 | 7.810.655 | 1.332.990 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 13.081.021 | 1.380.501 | 669.960 | 0 | 13.791.562 | 5.668.496 |
| 34.312.221 | 6.764.310 | 3.074.069 | 0 | 38.002.462 | 7.805.784 | |
| 267.160.731 | 21.979.437 | 4.799.533 | 0 | 284.340.635 | 151.647.058 |
scrollen
| Zugänge | Abgänge 2021 | Zuschreibungen 2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Abschreibungen | Buchwerte | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 292.121 | 0 | 0 | 5.596.559 | 522.090 | 587.993 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.051.660 | 0 | 0 | 7.677.638 | 8.281.382 | 6.754.655 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 138.991 | 109.449 |
| 1.343.781 | 0 | 0 | 13.274.197 | 8.942.463 | 7.452.097 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.074.980 | 10.374 | 0 | 21.611.058 | 25.020.084 | 24.025.507 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 10.190.158 | 0 | 1.314.361 | 103.222.253 | 43.430.160 | 47.751.382 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.252.907 | 1.223.991 | 0 | 18.637.523 | 9.406.280 | 9.009.400 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 409.343 | 2.384.811 | 768.849 |
| 14.518.045 | 1.234.365 | 1.314.361 | 143.880.178 | 80.241.336 | 81.555.138 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 804.297 | 15.130.328 | 12.780.129 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 465.619 | 335.119 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 491.000 | 0 | 0 | 1.823.990 | 5.986.666 | 5.978.666 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 5.668.496 | 8.123.066 | 7.412.524 |
| 491.000 | 0 | 0 | 8.296.784 | 29.705.679 | 26.506.438 | |
| 16.352.826 | 1.234.365 | 1.314.361 | 165.451.158 | 118.889.477 | 115.513.673 |
Planmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 1.052 vorgenommen worden.
Die sonstigen Vermögensgestände enthalten Forderungen auf die Erstattung von Vorsteuern und geleisteter Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 9.246 (Vorjahr: TEUR 5.885) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden aufgenommene Disagien in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 32) ausgewiesen.
Neben Disagien werden im Wesentlichen Zahlungen für Bearbeitungsgebühren von Darlehen, Pacht und Erbbauzins sowie Versicherungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag abgegrenzt.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von zeitlichen Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge.
Der Bewertung wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe von 28,08% zugrunde gelegt (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25% für die Gewerbesteuer). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 350%.
scrollen
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | VÄ | |
|---|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | |||
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.027 | 1.736 | -709 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.848 | 1.483 | 365 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 518 | 947 | -429 |
| 3.393 | 4.166 | -773 | |
| Latente Steuerschulden | |||
| Unfertige Erzeugnisse | 1.311 | 1.240 | 71 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 56 | 65 | -9 |
| 1.367 | 1.305 | 62 |
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000,00 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.
scrollen
| TEUR | |
|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 16.869 |
| Gewinnvortrag zum 1. Januar 2021 | 15.555 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | -14.850 |
| Konzernfremden zustehender Gewinn | -1.097 |
| Erfolgsneutrale Aufstockung | 939 |
| Erträge aus der Entnahme der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Bilanzgewinn | 85.000 |
| Konzern-Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 | 102.416 |
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
| Restlaufzeit unter 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| EUR | 31.12.2021 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 20.767.875,44 | 26.158.712,98 | 873.096,23 | 47.799.684,65 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 14.453.452,43 | 0,00 | 0,00 | 14.453.452,43 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19.323.525,34 | 0,00 | 0,00 | 19.323.525,34 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.504.597,93 | 0,00 | 0,00 | 4.504.597,93 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | 328.792,76 | 0,00 | 0,00 | 328.792,76 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.906.379,42 | 0,00 | 0,00 | 16.906.379,42 |
| 76.284.623,32 | 26.158.712,98 | 873.096,23 | 103.316.432,53 | |
| davon aus Steuern | 6.385.282,48 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 191.104,93 | |||
| EUR | 31.12.2020 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 20.661.553,02 | 31.646.611,18 | 4.604.196,12 | 56.912.360,32 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 5.654.948,05 | 0,00 | 0,00 | 5.654.948,05 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.070.729,85 | 0,00 | 0,00 | 16.070.729,85 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.686.237,76 | 0,00 | 0,00 | 1.686.237,76 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | 672.980,17 | 0,00 | 0,00 | 672.980,17 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.615.732,71 | 0,00 | 0,00 | 10.615.732,71 |
| 55.362.181,56 | 31.646.611,18 | 4.604.196,12 | 91.612.988,86 | |
| davon aus Steuern | 4.634.945,88 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 189.253,27 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 37.375 durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Der Buchwert des als Sicherheit gewährten Sachanlagevermögens beträgt TEUR 39.330.
Währungsrisiken
Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Diese werden zur Absicherung einzelner Forderungen oder Verbindlichkeiten oder für eine Gruppe von Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet. Grundgeschäfte werden betragsmäßig in gleicher Höhe und in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte gesichert. Die einzelnen Hedge Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft.
Zum 31.12.2021 waren Devisentermingeschäfte mit einem Wert von TUSD 4.710 abgeschlossen.
Im Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.
Die Umsatzerlöse verteilen sich nach der Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung folgendermaßen auf Tätigkeitsbereiche und geographische Märkte:
scrollen
| in TEUR | Tätigkeitsbereiche | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagenbau* | Service | Eigenbetrieb | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geographischer Markt | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 1.790 | 1.204 | 27.357 | 26.605 | 135.126 | 94.941 |
| Italien | 0 | 0 | 5.233 | 5.755 | 15.533 | 15.260 |
| Großbritannien | -10 | 500 | 1.995 | 1.761 | 0 | 0 |
| Tschechien | 0 | 0 | 5.033 | 3.892 | 0 | 0 |
| Frankreich | 54.670 | 23.776 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dänemark | 7.842 | 11.750 | 1.392 | 1.263 | 0 | 0 |
| USA | 716 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| China | 63 | 112 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Griechenland | 2.023 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Estland | 1.584 | 3.227 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige | 1.428 | 1.521 | 592 | 702 | 0 | 0 |
| 70.106 | 42.094 | 41.602 | 39.978 | 150.659 | 110.201 |
scrollen
| in TEUR | Tätigkeitsbereiche | |
|---|---|---|
| gesamt | ||
| --- | --- | --- |
| Geographischer Markt | 2021 | 2020 |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 164.273 | 122.750 |
| Italien | 20.766 | 21.015 |
| Großbritannien | 1.985 | 2.261 |
| Tschechien | 5.033 | 3.892 |
| Frankreich | 54.670 | 23.776 |
| Dänemark | 9.234 | 13.013 |
| USA | 716 | 0 |
| China | 63 | 112 |
| Griechenland | 2.023 | 4 |
| Estland | 1.584 | 3.227 |
| Übrige | 2.020 | 2.223 |
| 262.367 | 192.273 |
* inkl. Umsätze der Holding
Die Abschreibungen im Konzernabschluss 2021 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.052.
Aufgrund der positiven Entwicklung des Biomethanpreises und positiver Vertragsabschlüsse bei einem vollkonsolidierten Tochterunternehmen konnte die wirtschaftliche Nutzung wieder gewährleistet werden, sodass eine Zuschreibung in Höhe von 1.314 TEUR vorgenommen wurde.
Die Finanzmittelfonds zu Beginn und am Ende der Kapitalflussrechnung entsprechen dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (TEUR 19.813) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 7.323).
Zugänge an liquiden Mitteln durch Unternehmenserwerbe sind im Geschäftsjahr durch eine nachträgliche Kaufpreiszahlung aus dem Verkauf von Anteilen in Vorjahren in Höhe von TEUR 2.324 zugeflossen. Dagegen standen Abflüsse von liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 12.381 für Investitionen in Sachanlagen, verursacht im Wesentlichen durch Investitionen in die Anlage in Güstrow sowie TEUR 2.472 für Investitionen in at-Equity bewertete Beteiligungen für ein Joint Venture.
Die Einzahlungen aus Entnahmen von at-Equity Beteiligungen betreffen Entnahmen (TEUR 1.307), welche keine Auswirkungen auf die Beteiligungsstruktur haben.
Von den liquiden Mitteln unterliegen zum Stichtag 31. Dezember 2021 TEUR 2.179 (Vorjahr: TEUR 2.204) Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich um Reserveguthaben, deren Ansparung sich als Verpflichtung aus diversen Fremdfinanzierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen ergibt.
Der Konzern hat sich gegenüber der DKB in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 311) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.
Zudem hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 200) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.
Zudem besteht für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen eine Bürgschaft aus Konzernsicht zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.
Weiterhin hat sich der Konzern für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150) verbürgt. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.
Ansonsten besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.
Außerdem besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 125). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50 %.
Ferner wurde aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Kreissparkasse Steinfurt zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr. TEUR 225) vergeben. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50 %.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
scrollen
| Gesamt | Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| aus Miet- und Pachtverträgen | 1.299 | 137 | 511 | 651 |
| aus Bestellobligo | 5.812 | 5.812 | 0 | 0 |
| aus Lizenzverträgen | 248 | 83 | 165 | 0 |
| aus Leasingverträgen | 7 | 5 | 2 | 0 |
| Gesamt | 7.366 | 6.037 | 678 | 651 |
Darüber hinaus bestehen bei den Eigenbetrieben vereinzelt weitere Miet- und Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung.
Durch die Invasion Russlands in der Ukraine sind die Strom- und Gaspreise in 2022 nochmals gestiegen, wodurch sich das Handelsvolumen im Energy-Bereich erhöht. Außerdem könnte hierdurch die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, wozu auch Biogas zählt, steigen.
Gleichzeitig bestehen aufgrund des oben genannten Ereignisses aber auch Risiken hinsichtlich der Beschaffungsketten sowie aufgrund von steigender Inflation.
Für weitere Informationen wird auf den Lagebericht verwiesen.
Für die erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers, Kohl & Zerhusen GmbH, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
scrollen
| 2021 in TEUR |
|
|---|---|
| Abschlussprüfungskosten | 100 |
| Steuerberatungskosten | 149 |
| Gesamt | 249 |
Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Bei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren durchschnittlich in 2021 weltweit beschäftigt:
scrollen
| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeiter | 43 | 43 |
| Angestellte | 475 | 434 |
| Gesamt | 518 | 477 |
Vorstand
Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,
Sprecher des Vorstands (CEO)
seit 1. Juli 2007
Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,
Vorstand Finanzen (CFO)
seit 1. Juli 2007
Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt,
Vorstand Technik (CTO)
seit 1. Juli 2010
Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
scrollen
| ― | Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts |
| ― | Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns und persönlichen Zielerreichungen |
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.
Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Jahr 2021 folgende Vergütungen an:
scrollen
| in EUR | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Grundvergütung | 427.625 | 427.625 |
| Variable Vergütung | 356.500 | 188.391 |
| Sonstige Bezüge * | 38.965 | 44.563 |
| Gesamt | 823.090 | 660.579 |
* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O Versicherung
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
scrollen
| ― | Herr Kaufmann Tobias Schulz (Vorsitzender) Geschäftsführender Gesellschafter der SCHULZ Systemtechnik GmbH, Visbek Aufsichtsratsmitglied Boom Software AG, Leibnitz (Österreich) |
| ― | Herr Kaufmann Michael Böging Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek |
| ― | Herr Kaufmann Franz-Josef Holzenkamp (stellvertretender Vorsitzender) Landwirtschaftlicher Unternehmer, Aufsichtsratsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG, Aufsichtsratsmitglied LVM Krankenversicherungs-AG, Aufsichtsratsmitglied LVM Lebensversicherungs-AG, Aufsichtsratsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G, Präsident des Deutschen Raiffeisenverband e.V. (DRV) |
Im Geschäftsjahr 2021 erhält der Aufsichtsrat keine festen Vergütungen für die Tätigkeit bei der EnviTec Biogas AG (Vorjahr: EUR 0).
Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: EUR 0).
Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 von insgesamt EUR 100.879.084,57 in Höhe von EUR 14.850.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stockaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 86.029.084,57 auf neue Rechnung vorzutragen.
Olaf von Lehmden
Jürgen Tenbrink
Jörg Fischer
An die EnviTec Biogas AG
Wir haben den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
scrollen
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 13. Mai 2022
Kohl & Zerhusen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gez. Michael Kohl, Wirtschaftsprüfer
Gez. ppa. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer
Aktiva
scrollen
| A. Anlagevermögen | 31.12.2021 in EUR |
31.12.2020 in EUR |
|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.415,00 | 11 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 138.990,93 | 109 |
| 143.405,93 | 121 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.715.829,81 | 2.876 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 128.561,00 | 137 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 686.384,05 | 627 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 15.058,25 | 5 |
| 3.545.833,11 | 3.644 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 103.553.563,39 | 95.304 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 30.685.995,06 | 18.166 |
| 3. Beteiligungen | 608.670,27 | 599 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.986.665,54 | 5.979 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 8.070.894,91 | 7.381 |
| 148.905.789,17 | 127.427 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 749.078,45 | 954 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 33.737.355,87 | 27.347 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.713.947,30 | 5.008 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 518.022,75 | 2.354 |
| 38.718.404,37 | 35.663 | |
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 31.428,82 | 14 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 129.066,48 | 137 |
| 191.473.927,88 | 167.006 | |
| Passiva | ||
| A. Eigenkapital | 31.12.2021 in EUR |
31.12.2020 in TEUR |
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.000.000,00 | 15.000 |
| Abzüglich Nennbetrag eigener Anteile | -150.000,00 | - 150 |
| Ausgegebenes Kapital | 14.850.000,00 | 14.850 |
| II. Kapitalrücklage | 4.328.633,67 | 89.329 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 10.150.000,00 | 10.150 |
| IV. Bilanzgewinn | 100.879.084,57 | 23.722 |
| 130.207.718,24 | 138.051 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.378.715,00 | 559 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 875.124,26 | 708 |
| 2.253.839,26 | 1.268 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 20.458.017,73 | 21.621 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 175.198,58 | 84 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 30.508.431,19 | 3.788 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | ||
| davon aus Steuern: 87.634,64 EUR (Vorjahr: 26.233,33 EUR) | 6.827.522,88 | 296 |
| 57.969.170,38 | 25.788 | |
| D. Passive latente Steuern | 1.043.200,00 | 1.899 |
| 191.473.927,88 | 167.006 |
scrollen
| 2021 in EUR |
2020 in TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 4.518.499,73 | 3.282 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| davon aus Währungsdifferenzen: 244,26 EUR (Vorjahr: 87,57 EUR) | 3.513.730,83 | 431 |
| Gesamtleistung | 8.032.230,56 | 3.712 |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 1.949.165,04 | 1.674 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 251.709,36 | 241 |
| davon für Altersversorgung: 9.467,16 EUR (Vorjahr: 9.473,42 EUR) | ||
| 2.200.874,40 | 1.914 | |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 380.115,60 | 383 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| davon aus Währungsdifferenzen: 209,52 EUR (Vorjahr: 185,29 EUR) | 6.312.555,06 | 3.397 |
| 6. Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: 9.204.340,58 EUR (Vorjahr: 6.125.724,82 EUR) | 9.204.340,58 | 6.126 |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: 626.143,00 EUR (Vorjahr: 772.153,32 EUR) | 971.283,60 | 1.183 |
| 8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 491.000,00 | 984 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon an verbundenen Unternehmen: 176.262,92 EUR (Vorjahr: 32.726,65 EUR) | 464.711,27 | 363 |
| 10. Verluste aus Gewinnabführung | 2.323,87 | 3 |
| 11. Ergebnis vor Steuern | 8.356.274,54 | 3.977 |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.253.850,50 | 1.303 |
| davon latente Steuern: -856.200,00 EUR (Vorjahr: 127.900,00 EUR) | ||
| 13. Ergebnis nach Steuern | 7.102.424,04 | 2.674 |
| 14. Sonstige Steuern | 95.524,98 | 235 |
| 15. Jahresüberschuss | 7.006.899,06 | 2.438 |
Firma: EnviTec Biogas AG
Sitz: Lohne
Registergericht: Amtsgericht Oldenburg
Nummer beim Handelsregister: HRB 201466
Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden.
Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gern. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode.
Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2021 wurden nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben.
Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.
Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.
Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.
Die in dem Posten Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2021 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt.
Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt (siehe nächste Seite):
scrollen
| Stand 01.01.2021 | Zugänge 2021 | Abgänge/Tilgung 2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 01.01.2021 | Zugänge 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenwerte | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 768.409,52 | 0,00 | 0,00 | 768.409,52 | 757.347,52 | 6.647,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 109.449,08 | 29.541,85 | 0,00 | 138.990,93 | 0,00 | 0,00 |
| 877.858,60 | 29.541,85 | 0,00 | 907.400,45 | 757.347,52 | 6.647,00 | |
| II. Sachanlagen | - | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.394.517,24 | 2.860,96 | 0,00 | 5.397.378,20 | 2.518.645,43 | 162.902,96 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 192.390,30 | 0,00 | 0,00 | 192.390,30 | 55.513,30 | 8.316,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.128.618,49 | 287.689,64 | 496.999,64 | 2.919.308,49 | 2.501.652,44 | 202.249,64 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.583,00 | 10.475,25 | 0,00 | 15.058,25 | 0,00 | 0,00 |
| 8.720.109,03 | 301.025,85 | 496.999,64 | 8.524.135,24 | 5.075.811,17 | 373.468,60 | |
| III. Finanzanlagen | - | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 95.980.897,38 | 9.950.000,00 | 1.700.000,00 | 104.230.897,38 | 677.333,99 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 18.508.778,19 | 17.139.514,21 | 4.619.297,34 | 31.028.995,06 | 343.000,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 1.402.968,72 | 10.000,00 | 0,00 | 1.412.968,72 | 804.298,45 | 0,00 |
| 4. Ausleihen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 7.342.588,19 | 1.529.000,00 | 1.030.000,00 | 7.841.588,19 | 1.363.922,65 | 491.000,00 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 13.049.239,97 | 1.360.110,33 | 669.959,50 | 13.739.390,80 | 5.668.495,89 | 0,00 |
| 136.284.472,45 | 29.988.624,54 | 8.019.256,84 | 158.253.840,15 | 8.857.050,98 | 491.000,00 | |
| 145.882.440,08 | 30.319.192,24 | 8.516.256,48 | 167.685.375,84 | 14.690.209,67 | 871.115,60 |
scrollen
| Abgänge 2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen | Buchwerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenwerte | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 763.994,52 | 4.415,00 | 11.062,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 138.990,93 | 109.449,08 |
| 0,00 | 763.994,52 | 143.405,93 | 120.511,08 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 2.681.548,39 | 2.715.829,81 | 2.875.871,81 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 63.829,30 | 128.561,00 | 136.877,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 470.977,64 | 2.232.924,44 | 686.384,05 | 626.966,05 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 15.058,25 | 4.583,00 |
| 470.977,64 | 4.978.302,13 | 3.545.833,11 | 3.644.297,86 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 677.333,99 | 103.553.563,39 | 95.303.563,39 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 343.000,00 | 30.685.995,06 | 18.165.778,19 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 804.298,45 | 608.670,27 | 598.670,27 |
| 4. Ausleihen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 1.854.922,65 | 5.986.665,54 | 5.978.665,54 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 5.668.495,89 | 8.070.894,91 | 7.380.744,08 |
| 0,00 | 9.348.050,98 | 148.905.789,17 | 127.427.421,47 | |
| 470.977,64 | 15.090.347,63 | 152.595.028,21 | 131.192.230,41 |
scrollen
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände per 31.12.2021 mit einer Restlaufzeit von | unter einem Jahr in EUR |
über einem Jahr in EUR |
Gesamt in EUR |
|---|---|---|---|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 749.078,45 | 0,00 | 749.078,45 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 33.737.355,87 | 0,00 | 33.737.355,87 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3.713.947,30 | 0,00 | 3.713.947,30 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 518.022,75 | 0,00 | 518.022,75 |
| Gesamt | 38.718.404,37 | 0,00 | 38.718.404,37 |
scrollen
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände per 31.12.2020 mit einer Restlaufzeit von | unter einem Jahr in EUR |
über einem Jahr in EUR |
Gesamt in EUR |
|---|---|---|---|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 954.200,41 | 0,00 | 954.200,41 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 27.347.381,62 | 0,00 | 27.347.381,62 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.007.662,88 | 0,00 | 5.007.662,88 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.353.517,70 | 0,00 | 2.353.517,70 |
| Gesamt | 35.662.762,61 | 0,00 | 35.662.762,61 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
scrollen
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Lieferungs- und Leistungsverkehr | 781 | 664 |
| Beteiligungserträge | 19.018 | 14.931 |
| Verrechnungskonten | 1.320 | 355 |
| Darlehensforderungen | 12.618 | 11.397 |
| Gesamt | 33.737 | 27.347 |
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus:
scrollen
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Lieferungs- und Leistungsverkehr | 53 | 82 |
| Darlehensforderungen | 3.661 | 4.926 |
| Gesamt | 3.714 | 5.008 |
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.
Im Berichtsjahr 2021 wurde ein Passivtausch durchgeführt, wodurch ein Großteil der Kapitalrücklage in den Bilanzgewinn überführt wurde. Die Umwandlung der Kapitalrücklage war bereits auf der ordentlichen Hauptversammlung 2020 vom 7. Juli 2020 beschlossen worden. So verfügte die Gesellschaft ausweislich ihres Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 über gebundene Kapitalrücklagen gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB in Höhe von € 89.328.633,67. Diese stammten im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft vom 12. Juli 2007 eingenommenen Agio, d.h. der Differenz zwischen dem Ausgabebetrag der Aktien und dem auf das Grundkapital geleisteten Betrag. Die Umwandlung wurde beschlossen, da gebundene Kapitalrücklagen die Investitionsmöglichkeiten im Kerngeschäft limitieren und die hohen Cash-Rückflüsse insbesondere aus dem Eigenbetrieb nutzbar gemacht werden sollen. Die Umwandlung wurde in einem zweistufigen Verfahren mit einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien mit anschließender ordentlicher Kapitalherabsetzung durchgeführt. Daraus resultiert nun ein Bilanzgewinn in Höhe von 100,9 Mio. Euro (Vorjahr: 23,7 Mio. Euro).
scrollen
| TEUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss | 7.007 |
| Gewinnvortrag zum1.Januar2021 | 23.722 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | -14.850 |
| Erträge aus der Entnahme der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zur Erhöhung des Grundkapitals | 85.000 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 | 100.879 |
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 256) sowie sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 452).
Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2021 gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit wie folgt:
scrollen
| Restlaufzeit zum 31.12.2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| unter einem Jahr in EUR |
ein bis fünf Jahre in EUR |
über fünf Jahre in EUR |
Gesamt in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 13.280.911,11 | 6.870.675,89 | 306.430,73 | 20.458.017,73 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 175.198,58 | 0,00 | 0,00 | 175.198,58 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 30.508.431,19 | 0,00 | 0,00 | 30.508.431,19 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 6.827.522,88 | 0,00 | 0,00 | 6.827.522,88 |
| Gesamt | 50.792.063,76 | 6.870.675,89 | 306.430,73 | 57.969.170,38 |
Im Vorjahr hatten die Verbindlichkeiten folgende Restlaufzeiten:
scrollen
| Restlaufzeit zum 31.12.200 | ||||
|---|---|---|---|---|
| unter einem Jahr in EUR |
ein bis fünf Jahre in EUR |
über fünf Jahre in EUR |
Gesamt in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.968.623,56 | 8.119.280,00 | 1.533.176,61 | 21.621.080,17 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 83.566,72 | 0,00 | 0,00 | 83.566,72 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.787.863,86 | 0,00 | 0,00 | 3.787.863,86 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 295.605,30 | 0,00 | 0,00 | 295.605,30 |
| Gesamt | 16.135.659,44 | 8.119.280,00 | 1.533.176,61 | 25.788.116,05 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 10.959.538 (Vorjahr: EUR 12.324) durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr TEUR 2.250) abgesichert. Weiterhin haftet hierfür das Grundstück einer 100%igen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.000.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
scrollen
| 31.12.2021 TEUR |
31.12.2020 TEUR |
|
|---|---|---|
| Lieferungs- und Leistungsverkehr | 108 | 390 |
| Verlustübernahme | 21 | 18 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 30.379 | 3.380 |
| Gesamt | 30.508 | 3.788 |
Der gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 1.043.200,00 (Vorjahr: EUR 1.899.400,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz.
Zum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 9.815.086,63 (Vorjahr: EUR 11.358.598,92).
Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:
scrollen
| Bürgschaftsnehmer | Sicherungszweck | Sicherungsbetrag in EUR |
|---|---|---|
| Biogas Elm GmbH & Co. KG | Sicherung aller Forderungen der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde | 150.000,00 |
| Biogas Heilemann GmbH & Co. KG | Sicherung aller Forderungen der Landessparkasse zu Oldenburg | 640.695,10 |
| EnviTec Service GmbH | Sicherung aller Forderung der Landessparkasse zu Oldenburg | 922.800,00 |
| Biogas Friedland GmbH & Co. KG | Sicherung bestimmter Forderungen der Bremer Landesbank | 726.356,25 |
| Biogas Passin GmbH & Co. KG | Sicherung bestimmter Forderungen der Deutsche Kreditbank | 207.333,28 |
| Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co.KG | Sicherung bestimmter Forderungen der IKB Deutsche Industriebank | 2.096.762,00 |
| Biogas Forst GmbH & Co. KG | Sicherung bestimmter Forderungen der Oldenburgischen Landesbank | 4.846.140,00 |
| Saergas GmbH & Co. KG | Sicherung bestimmter Forderungen der KSK Steinfurt | 225.000,00 |
Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
scrollen
| Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt in EUR |
bis zu 1 Jahr in EUR |
1 bis 5 Jahre in EUR |
mehr als 5 Jahre in EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| aus Mietverträgen | 52 | 3 | 11 | 38 |
| aus Lizenzverträgen | 248 | 83 | 165 | 0 |
| aus Leasingverträgen | 7 | 5 | 2 | 0 |
| Gesamt | 307 | 91 | 178 | 38 |
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Die Umsätze im Geschäftsjahr 2021 entfallen in Höhe von TEUR 4.517 (Vorjahr: TEUR 3.159) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 123) auf Lieferungen und Leistungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet. Lieferungen und Leistungen an und im Drittlandsgebiet sind in 2021 keine (Vorjahr: TEUR 0) erfolgt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2021 entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.075 (Vorjahr TEUR 66). Der verbleibende Betrag setzt sich aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 72), Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 274) sowie sonstigen Positionen in Höhe von 366 TEUR (Vorjahr TEUR 19) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2021 entfallen in Höhe von TEUR 1.143 (Vorjahr: TEUR 1.351) auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 3.989 (Vorjahr: TEUR 455) auf Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 1.181 (Vorjahr: TEUR 1.591) auf Betriebskosten.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis vor Steuern mit einem Betrag von TEUR 1.254 (Vorjahr: TEUR 1.303) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuernachzahlungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR -270) enthalten.
Zum Vorstand sind bestellt:
Olaf von Lehmden (Vorsitzender),
Chief Executive Officer, Lohne
Jörg Fischer,
Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof
Jürgen Tenbrink,
Chief Technical Officer, Steinfurt,
Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
scrollen
| 2021 in EUR |
2020 in EUR |
|
|---|---|---|
| Grundvergütung | 427.625 | 427.625 |
| Variable Vergütung | 356.500 | 188.391 |
| Sonstige Bezüge | 38.965 | 44.563 |
| 823.090 | 660.579 |
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.
Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
scrollen
| ― | Tobias Schulz (Vorsitzender), Geschäftsführender Gesellschafter der Schulz Systemtechnik GmbH, Visbek Aufsichtsratsmitglied Boom Software AG, Leibnitz (Österreich) |
| ― | Michael Böging, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek |
| ― | Franz-Josef Holzenkamp, Landwirtschaftlicher Unternehmer Aufsichtsratsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG Aufsichtsratsmitglied LVM Krankenversicherungs AG Aufsichtsratsmitglied LVM Lebensversicherungs AG Aufsichtsratsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster e.G. Präsident des Deutschen Raiffeisenverband e.V. (DRV) |
Im Geschäftsjahr 2021 erhält der Aufsichtsrat keine feste Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG. (Vorjahr: EUR 0).
Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: TEUR 0).
Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse.
Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03.
scrollen
| Name und Sitz der Gesellschaft | Konzernanteil in % |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis in EUR |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EnviTec Service GmbH, Lohne | 100 | 100 | 11.635.000 | 11.635.000 | 0 | 0 |
| Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 28.220.380 | 29.755.931 | 1.224.448 | 3.306.318 |
| Zweite EnviTecVerwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 60.050 | 57.202 | 2.848 | 2.838 |
| EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande | 100 | 100 | -162.668 | -166.286 | 3.618 | 54.105 |
| EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland | 100 | 100 | 791.376 | 621.575 | 169.801 | 175.446 |
| EnviTec Italia GmbH, Lohne | 100 | 100 | -839.591 | -839.591 | 0 | 0 |
| EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 2.452.516 | 1.129.100 | 1.323.416 | 520.395 |
| EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 51.252 | 47.209 | 4.044 | 2.732 |
| Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 1.838.382 | 1.473.765 | 364.617 | 451.516 |
| Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam | 93,85 | 93,85 | 226.862 | 166.329 | 135.533 | 197.481 |
| Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH &Co. KG, Anklam | 100 | 100 | 3.283.386 | 3.255.140 | 678.246 | 661.649 |
| Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 3.176.605 | 3.035.162 | 341.443 | 258.269 |
| Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l.,Verona/Italien | 100 | 100 | 3.082.193 | 3.013.516 | 268.678 | 353.547 |
| EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 98,6 | 98,6 | 8.535.419 | 7.370.499 | 2.301.920 | 1.536.435 |
| EnviTecVerwaltungs GmbH, Lohne | 98,6 | 98,6 | 52,097 | 50.471 | 1.626 | 1.663 |
| Biogas Falkenberg GmbH &Co. KG, Falkenberg | 100 | 100 | 591.721 | 497.443 | 94.277 | 200.537 |
| Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg | 100 | 100 | 110.140 | 105.624 | 4.516 | 2.853 |
| Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt | 100 | 100 | 119.134 | 82.426 | 36.708 | -277.237 |
| Biogas Ruest GmbH, Ruest | 100 | 100 | 92.203 | 10.149 | 82.054 | -30.229 |
| EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 28.861.942 | 21.537.731 | 724.210 | 1.649.967 |
| Biogas Herzberg GmbH &Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.133.910 | 623.251 | 510.659 | 484.604 |
| Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 3.254 | -147.944 | 151.198 | -447.859 |
| Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne | 87,5 | 87,5 | 6.240.823 | 5.279.805 | 1.661.018 | 1.114.735 |
| Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne | 87,4 | 87,4 | 185.447 | 178.511 | 6.936 | 6.875 |
| Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel | 100 | 100 | 402.174 | 357.663 | 144.511 | 183.254 |
| Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel | 100 | 100 | 45.603 | 41.516 | 4.088 | 2.647 |
| Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen | 79 | 79 | 540.262 | 380.063 | 160.199 | -57.622 |
| Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen | 79 | 79 | 48.011 | 46.446 | 1.564 | 1.583 |
| Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 75 | 75 | 1.099.483 | 1.116.153 | 283.330 | 298.284 |
| Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.515.892 | 2.269.643 | 246.249 | 223.452 |
| Biogas Operating Holding s.r.L, Verona/Italien | 100 | 100 | 3.736.139 | 3.985.932 | -249.793 | -114.785 |
| Schio Biogas Soc. a.r.l., Verona /Italien | 100 | 100 | 2.263.111 | 1.882.550 | 380.561 | -29.590 |
| Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.466.578 | 2.247.790 | 218.787 | 220.847 |
| Merlara Biogas Soc. a.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.772.498 | 2.612.848 | 159.650 | 353.424 |
| A3 Water Solutions GmbH, Saerbeck | 85 | 85 | 431.783 | 346.971 | 84.813 | 240.931 |
| MMF MaxFIow Membran Filtration GmbH, Lohne | 100 | 100 | 176.409 | 170.988 | 5.421 | -25.626 |
| Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme | 70 | 70 | 2.669.065 | 2.181.451 | 562.614 | 303.528 |
| Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme | 70 | 70 | 61.915 | 59.822 | 2.093 | 2.658 |
| Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/ Wümme | 70 | 70 | 555.588 | 326.956 | 228.633 | 254.020 |
| Second Biogas Operating Holding s.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 12.571.929 | 13.645.794 | 730.601 | 448.929 |
| Envitec France sarl, Pledran/Frankreich | 100 | 100 | 2.060.244 | -107.882 | 2.168.125 | -566.352 |
| Envitec Biogas UK Ltd., Rugeley/Großbritannien | 100 | 100 | -959.861 | -617.310 | -286.670 | -263.197 |
| Biogas Nordholz GmbH, Minden | 60 | 60 | 609.629 | 587.976 | 21.653 | 63.695 |
| Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Kleinmühlingen | 100 | 100 | 351.469 | 221.161 | 129.308 | 86.813 |
| Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde | 100 | 100 | 24.908 | 146.850 | -121.943 | 44.766 |
| Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde | 100 | 100 | 44.326 | 42.652 | 1.675 | 1.609 |
| Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf | 100 | 100 | 370.857 | 1.388.179 | -1.017.322 | 554.127 |
| Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 91 | 91 | 4.859.468 | 4.588.009 | 271.459 | -115.504 |
| Fünfte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne | 91 | 91 | 59.497 | 53.941 | 5.555 | 5.726 |
| Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -286.808 | -633.152 | -103.656 | 80.593 |
| Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 30.786 | 29.252 | 1.534 | 1.722 |
| Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne | 90 | 90 | 199.158 | 250.650 | -51.492 | 113.074 |
| Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Wiefelstede | 100 | 100 | 30.725 | 29.055 | 1.670 | 1.722 |
| Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.277.235 | 1.024.009 | 253.226 | 113.652 |
| Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 48.419 | 46.105 | 2.315 | 2.394 |
| Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 29.489 | 28.900 | 589 | 671 |
| Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 582.111 | 445.443 | 136.668 | -228.423 |
| Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne | 84 | 84 | -31.282 | -25.141 | -6.141 | 9.747 |
| Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 433.583 | 624.880 | -191.297 | -91.056 |
| Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.166 | 38.524 | 1.642 | 1.722 |
| EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester/USA | 100 | 100 | -2.451.439 | -2.501.556 | 230.909 | -148.879 |
| EnviTec Biogas s.r.l., Verona/Italien | 100 | 100 | 2.849.754 | 3.010.339 | -160.585 | 206.629 |
| EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley/Großbritannien | 100 | 100 | 909.195 | 611.577 | 252.842 | 249.318 |
| EnviTec BioLNG GmbH, Lohne (vormals Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne) | 100 | 100 | 2.559.789 | 107.865 | 1.924 | 3.227 |
| EnviTec Biogas Service s.r.o., Velke Mezirici/Tschechien | 100 | 85 | 672.456 | 2.068.308 | 541.782 | 535.767 |
| EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne | 75 | 75 | 159.109 | 127.800 | 31.309 | 50.243 |
| Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben | 90 | 90 | 612.148 | 1.033.923 | -21.775 | 238.629 |
| Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben | 90 | 90 | 47.596 | 45.978 | 1.617 | 1.590 |
| Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne | 90,6 | 90,6 | 571.948 | 1.181.307 | -209.360 | 309.937 |
| Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne | 90,6 | 90,6 | 48.646 | 46.975 | 1.672 | 1.626 |
| Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne | 64,8 | 64,8 | 1.456.567 | 1.049.521 | 407.045 | 359.533 |
| Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne | 64,8 | 64,8 | 48.377 | 46.804 | 1.573 | 1.722 |
| RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne | 64,6 | 64,6 | 1.259.076 | 1.131.709 | 527.368 | 567.127 |
| RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne | 64,6 | 64,6 | 49.414 | 47.772 | 1.643 | 1.581 |
| Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard | 94 | 94 | 866.970 | 732.846 | 134.124 | 154.421 |
| Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard | 94 | 94 | 47.448 | 45.823 | 1.625 | 1.621 |
| Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 702.213 | 468.625 | 233.588 | 123.986 |
| Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne | 87,5 | 87,5 | 460.785 | 519.004 | 141.781 | 255.023 |
| Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne | 87,5 | 87,5 | 50.028 | 48.423 | 1.605 | 1.589 |
| Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -54.085 | -36.061 | -18.024 | 25.092 |
| Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.613 | 39.133 | 1.480 | 1.485 |
| Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst | 100 | 100 | 6.821.655 | 5.967.098 | 1.604.557 | -405.980 |
| EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck | 100 | 100 | 30.540.943 | 21.840.448 | 8.700.494 | 5.512.110 |
| EnviTec Anlagenbau Verwaltungs GmbH, Saerbeck | 100 | 100 | 37.632 | 36.026 | 1.605 | 1.660 |
| Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 75 | 4.815.968 | 4.276.877 | 539.091 | 1.973.601 |
| Biogas Neuburg Steinhausen Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 75 | 32.121 | 30.795 | 1.327 | 1.418 |
| Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne | 94 | 94 | -149.597 | -88.024 | -61.573 | 142.537 |
| Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne | 94 | 94 | 46.846 | 45.217 | 1.629 | 1.543 |
| Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 100 | 100 | 636.868 | 397.800 | 239.068 | 198.699 |
| Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 54,4 | 54,4 | 714.951 | 490.405 | 224.546 | 208.589 |
| Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow | 60,5 | 60,5 | 838.519 | 638.847 | 199.672 | 218.259 |
| Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | 1.712.035 | 1.308.313 | 603.722 | 218.421 |
| Biogas Horst GmbH & Co. KG, Lohne | 90 | 90 | 3.410 | -110.323 | 113.733 | 122.721 |
| Biogas Horst Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 40.099 | 38.396 | 1.704 | 1.626 |
| EnviTec Service ApS, Silkeborg/Dänemark | 100 | 100 | 305.389 | 140.530 | 164.859 | 57.341 |
| EnviTec Biogas China Ltd., Peking/China | 60 | 60 | 42.208 | 44.781 | -6.808 | -45.752 |
| Biogas Petersberg GmbH & Co. KG, Lohne | 100 | 100 | -476.765 | -76.476 | -400.288 | -49.292 |
| Biogas Petersberg Verwaltungs GmbH, Lohne | 100 | 100 | 26.389 | 24.719 | 1.669 | 769 |
| Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Lohne | 94 | 94 | 1.216.590 | 1.027.364 | 305.101 | 340.189 |
| EnviTec Bioenergie Güstrow GmbH, Güstrow | 100 | 100 | 4.067.043 | 40.296 | -973.253 | -2.675 |
| EnviTec Iberica S. L., Bilbao/Spanien | 100 | 100 | NA | NA | NA | NA |
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:
scrollen
| Name und Sitz der Gesellschaft | Konzernanteil in % |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis in EUR |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EnviTec Biogas Del-Kelet kft., Ungarn * | 51,14 | 51,14 | NA | NA | NA | NA |
| EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien | 50 | 50 | NA | NA | NA | NA |
| EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 1.178.637 | 870.747 | 307.890 | 281.430 |
| EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs-GmbH, Lohne | 50 | 50 | 31.216 | 30.371 | 844 | 898 |
| Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 2.076.748 | 2.118.217 | 828.531 | 706.584 |
| Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 49.043 | 47.289 | 1.754 | 1.628 |
| Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 447.213 | 445.665 | 101.548 | 10.706 |
| Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne | 50 | 50 | 50.303 | 48.711 | 1.591 | 1.470 |
| Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim | 50 | 50 | -432.681 | -375.033 | -57.648 | -126.725 |
| Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim | 50 | 50 | 44.493 | 42.895 | 1.598 | 1.636 |
| Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar | 50 | 50 | 808.910 | 670.585 | 388.324 | 457.980 |
| Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar | 50 | 50 | 46.033 | 44.476 | 1.557 | 1.555 |
| Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve | 50 | 50 | 83.162 | 56.586 | 26.576 | -19.750 |
| Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve | 50 | 50 | 42.234 | 40.750 | 1.484 | 1.426 |
| Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 1.396.125 | 1.935.110 | -288.986 | 378.458 |
| Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 41.267 | 39.764 | 1.503 | 1.468 |
| Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter | 49 | 49 | 454.316 | 407.601 | 46.714 | 159.286 |
| Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter | 49 | 49 | 42.830 | 41.729 | 1.102 | 1.499 |
| Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf | 30 | 30 | NA | NA | NA | NA |
| Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf | 30 | 30 | NA | NA | NA | NA |
| Rentech Bioenergas S.A., Athen/Griechenland | 21 | 21 | NA | NA | NA | NA |
| Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen | 50 | 50 | 1.301.678 | 1.311.577 | 290.101 | 294.047 |
| Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen | 50 | 50 | 44.902 | 43.215 | 1.687 | 1.709 |
| Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve | 50 | 50 | 219.614 | 215.706 | 3.908 | 27.073 |
| Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve | 50 | 50 | 43.376 | 41.718 | 1.659 | 1.599 |
| Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow | 50 | 50 | 2.159.697 | 1.836.950 | 322.746 | 62.773 |
| Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow | 50 | 50 | 43.568 | 41.791 | 1.776 | 1.672 |
| Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal | 50 | 50 | 973.338 | 978.870 | -5.532 | 332.802 |
| Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal | 50 | 50 | 37.977 | 36.943 | 1.035 | 1.082 |
| Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde | 49 | 49 | 983.944 | 747.403 | 236.541 | 256.577 |
| Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde | 49 | 49 | 48.538 | 46.692 | 1.847 | 1.935 |
| Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel | 50 | 50 | 568.358 | 597.030 | 171.327 | -8.583 |
| Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel | 50 | 50 | 43.801 | 42.253 | 1.548 | 1.411 |
| Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 125.205 | 436.851 | -311.646 | 211.774 |
| Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne | 50 | 50 | 40.951 | 39.355 | 1.595 | 1.565 |
| Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen | 50 | 50 | 548.381 | 413.191 | 135.190 | 96.213 |
| Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen | 50 | 50 | 43.963 | 42.375 | 1.588 | 1.626 |
| Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben | 49 | 49 | 485.475 | 678.647 | -193.172 | 214.443 |
| Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben | 49 | 49 | 43.005 | 41.870 | 1.136 | 1.747 |
| Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn | 50 | 50 | -1.299.066 | -1.325.014 | 25.948 | 109.804 |
| Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn | 50 | 50 | 42.611 | 41.108 | 1.503 | 1.492 |
| Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Lohne | 50 | 50 | 618.125 | 541.213 | 76.912 | 160.227 |
| Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Lohne | 49 | 49 | 28.206 | 26.646 | 1.560 | 1.722 |
| Biogas Talge GmbH & Co. KG, Lohne | 49 | 49 | 419.846 | 270.070 | 149.776 | -146.344 |
| Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Wiefelstede | 49 | 49 | 33.094 | -96.737 | 129.831 | 119.061 |
| Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck | 33,33 | 33,33 | NA | NA | 164.051 | 127.369 |
| Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 740.902 | 645.502 | 295.400 | 187.616 |
| Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 38.084 | 36.665 | 1.419 | 1.402 |
| Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 1.207.840 | 1.026.338 | 181.502 | 234.152 |
| Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin | 50 | 50 | 37.413 | 36.018 | 1.395 | 1.379 |
| Alternativ-Energie Priborn GmbH & Co. KG, Priborn | 50 | 50 | 557.409 | 529.921 | 27.488 | 61.013 |
| Alternativ-Energie Priborn Verwaltungs GmbH, Priborn | 50 | 50 | 45.876 | 45.370 | 506 | 402 |
| Biogas Passin GmbH & Co. KG, Klein Belitz | 50 | 50 | 472.512 | 399.118 | 153.394 | -26.371 |
| Biogas Passin Verwaltungs GmbH, Klein Belitz | 50 | 50 | 28.667 | 26.609 | 2.058 | 1.163 |
| OxFa GmbH, Scheßlitz | 10,2 | 25,1 | NA | NA | NA | NA |
| Zweite Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG | 46,5 | 46,5 | 655.573 | 482.434 | 173.139 | 160.802 |
| Methaisne Energie Vertes SAS, Courbevoie/Frankreich | 33,33 | 33,33 | NA | 501.494 | -731.539 | -35.561 |
| BALANCE EnviTec Bio-LNG GmbH, Ahrensfelde | 49 | 0 | 5.005.743 | 0 | -19.257 | 0 |
| MEV Biomethane SAS, Courbevoie/Frankreich | 33,33 | 0 | NA | 0 | NA | 0 |
* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft. trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer in 2021 betrug 50 Personen und teilt sich wie folgt auf:
scrollen
| 2021 | |
|---|---|
| gewerbliche Mitarbeiter | 22 |
| Angestellte | 28 |
| Gesamt | 50 |
Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich.
Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021 von insgesamt EUR 100.879.084,57 in Höhe von EUR 14.850.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stockaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 86.029.084,57 auf neue Rechnung vorzutragen.
Olaf von Lehmden
Jürgen Tenbrink
Jörg Fischer
An die EnviTec Biogas AG
Wir haben den Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-ja-o-lb-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 13. Mai 2022
Kohl & Zerhusen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gez. Michael Kohl, Wirtschaftsprüfer
Gez. ppa. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.