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Delticom AG

Quarterly Report Aug 14, 2024

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 34814365

Delticom AG

Hannover

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Weltwirtschaft

Nachdem die Weltwirtschaft gegen Ende 2023 an Fahrt verloren hatte, zog sie in den ersten Monaten des laufenden Jahres wieder an. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nahm das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2024 in moderatem Tempo zu. Hierbei haben sich die zuvor ausgeprägten Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik verringert. Während sich die Expansion in den Vereinigten Staaten merklich verlangsamt hat, wuchs die Wirtschaft in Europa stärker als von Experten erwartet. In den Schwellenländern zeigte sich ein deutlich beschleunigtes Expansionstempo im Wesentlichen bedingt durch den Zuwachs der Produktion in China um 1,6 % im Vergleich zum Vorquartal. Auch in Indien und den Schwellenländern Südostasiens legte die Produktion zumeist deutlich zu. Für das zweite Quartal 2024 erwarten Experten eine weitere, spürbare Ausweitung der globalen Produktion.

Eurozone

Nach einer andauernden Phase einer nahezu stagnierenden Wirtschaftsleitung konnte die Konjunktur im Euroraum im ersten Quartal des laufenden Jahres ein moderates Wachstum um 0,3 % verzeichnen. Der Anstieg fällt damit höher aus als von Experten prognostiziert. Es wird davon ausgegangen, dass die günstige Witterung die Bautätigkeit begünstigte und die Konjunktur entsprechend vorübergehend angeschoben wurde. Zudem hatten der Außenbeitrag und die steigenden Ausgaben der privaten Haushalte für einen positiven Impuls gesorgt.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich zu Jahresbeginn leicht belebt und konnte im ersten Quartal 2024 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % gegenüber dem Vorjahrquartal verzeichnen. Wachstumsimpulse gingen hier witterungsbedingt insbesondere von den Bauinvestitionen sowie dem Außenhandel aus. Dämpfend wirkten allerdings die schwachen privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie die rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen. Für das zweite Quartal erwarten Experten einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 % im Vergleich zum Vorquartal. Die schwache, konjunkturelle Dynamik spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Zwar lag die Arbeitslosenquote im Juni unverändert zum Vormonat bei 5,8 %, die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Mai allerdings um 4.000 Personen, saisonbereinigt sogar um 19.000 Menschen. Damit fiel die Frühjahrsbelebung wie in den zurückliegenden Monaten auch zum Ende des ersten Halbjahres schwach aus.

Branchenspezifische Entwicklungen

Reifenhandel

Das Ersatzreifengeschäft in Deutschland konnte auf Halbjahressicht seine leichte Erholung von 2023 fortsetzen. Marktexperten gehen in ersten Schätzungen davon aus, dass hierzulande in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt rund 3 % mehr Pkw-Reifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt wurden. Während im Sommerreifengeschäft kein Wachstum gegenüber Vorjahr verzeichnet werden konnte, stieg die Nachfrage nach Ganzjahresreifen um rund 9 %. Der Absatz im Geschäft mit Winterreifen fiel im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2023 um 3 % geringer aus.

Onlinehandel

Gemäß dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e. V. (bevh) bestätigten sich zur Jahresmitte die ersten positiven Signale des Jahresanfangs. Wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres noch ein moderates Minus im Umsatz im E-Commerce von 2,6 % auf 18,9 Mrd. € gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal verzeichnet, schlug von April bis Juni ein kleines Umsatzplus von 0,2 % auf 19,215 Mrd. € und damit das erste Marktwachstum seit zwei Jahren zu Buche. Insgesamt lag der Umsatz im E-Commerce in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hierzulande damit um 1,2 % unter dem Vorjahr.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Umsatz

Konzern

Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Onlineverkauf von Ersatzreifen für Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen komplettieren das Produktangebot.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 212 Mio. €, ein Anstieg um 7,2 % nach 198 Mio. € im H1 2023. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2023 war das bisherige Shopgeschäft durch Plattformgeschäft ergänzt worden. Die Gesellschaft stellt hierbei die technische Infrastruktur und ihr Vertriebs- und Prozess-Know-how zur Verfügung, um externen Dritten den Online-Warenabsatz an private und gewerbliche Endkunden der Delticom zu ermöglichen und realisiert für die entsprechenden Umsatzanteile die Provisionserträge. Das Bruttowarenvolumen beläuft sich im H1 2024 auf 259 Mio. € (H1 2023: 244 Mio. €, +6,1 %).

Saisonalität

Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Halbjahresumsätze.

Umsatzentwicklung pro Halbjahr, in Mio. €

Q1

Insgesamt erzielte die Delticom-Gruppe im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 97 Mio. € (Q1 2023: 78 Mio. €, +24,0 %). Angesichts sommerlicher Temperaturen bereits im Februar und im März konnten gute Ab- und Vorverkäufe im Geschäft mit privaten und gewerblichen Endkunden realisiert werden. Das Bruttowarenvolumen belief sich für das Q1 2024 auf 119 Mio. € (Q1 2023: 96,2 Mio. €, +23,8 %).

Q2

Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 115 Mio. €, ein Rückgang um 3,7 % gegenüber Vorjahr (Q2 2023: 120 Mio. €). Aufgrund der wetterbedingt ins Q1 vorgezogenen Nachfrage fiel der Umsatz im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich geringer aus. Im Q2 2023 hatte sich der Start in das Umrüstgeschäft in das zweite Quartal verschoben. Das Bruttowarenvolumen für das zweite Quartal beläuft sich auf 139 Mio. € (Q2 2023: 148 Mio. €, -5,5 %).

Regionale Verteilung

Das Unternehmen ist weltweit in 68 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 177 Mio. € (H1 2023: 164 Mio. €, +7,8 %) erzielt. Auf die Nicht-EU-Länder entfiel in H1 2024 ein Umsatz von 35 Mio. € (H1 2023: 33 Mio. €, +4,2 %).

Umsatz nach Regionen in Tsd. €

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H1'24 % +% H1'23 % +%
Umsatz 211.970 100,0 7,2 197.687 100,0 -10,0
Regionen
Länder der EU 177.107 83,6 7,8 164.219 83,1 -9,0
Nicht-EU-Länder 34.863 16,4 4,2 33.469 16,9 -14,8

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H1'22 %
Umsatz 219.725 100,0
Regionen
Länder der EU 180.422 82,1
Nicht-EU-Länder 39.303 17,9

Kundenzahlen

Bei den nachfolgend dargestellten Kundenzahlen handelt es sich um die Kundenzahlen in unserem Kerngeschäft - dem Onlinehandel mit Reifen in Europa. In den ersten sechs Monaten 2024 haben 271 Tausend Bestandskunden (H1 2023: 253 Tausend, +7,2 %) zum wiederholten Mal Reifen in einem der Onlineshops der Delticom-Gruppe gekauft. Die Bestandskunden werden nur einmal im Berichtszeitraum gezählt, unabhängig von der Anzahl der in diesem Zeitraum getätigten Käufe.

Die Anzahl der im H1 2024 in Europa gewonnenen Neukunden beträgt 306 Tausend (H1 2023: 351 Tausend, -12,9 %). Seit Unternehmensgründung haben damit mehr als 19 Mio. Kunden in unseren Onlineshops eingekauft. Auf Halbjahressicht liegt die Anzahl der aktiven Käufer (Neukunden und Wiederkäufer) um 4,5 % unter dem Vergleichszeitraum.

Wesentliche Aufwandsposten

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren (vorwiegend Reifen) erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 156 Mio. € (H1 2023: 152 Mio. €, +2,3 %). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) belief sich im H1 2024 auf 73,6 % (H1 2023: 77,1 %). Die Verbesserung der Materialaufwandsquote resultiert vornehmlich aus einem veränderten Vertriebsmix.

Personalaufwand

Im Durchschnitt beschäftigte das Unternehmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 167 Mitarbeiter (H1 2023: 169). Zum Stichtag 30.06.2024 waren insgesamt 164 Mitarbeiter für die Gruppe tätig (30.06.2023: 168). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 7,0 Mio. € (H1 2023: 7,4 Mio. €, -5,8 %). Der Rückgang im Vorjahresvergleich geht im Wesentlichen mit der Reduzierung des Personalbestands einher. Zudem war im Januar 2023 eine Inflationsausgleichsprämie an die Mitarbeiter ausgezahlt worden. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) belief sich im H1 2024 auf 3,3 % (H1 2023: 3,7 %).

Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 5,0 Mio. € nach 3,6 Mio. € im H1 2023 (+37,8 %). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Nutzungsrechte, welche sich sowohl aus der Anmietung weiterer Büroflächen als auch durch Mieterhöhungen für Lagerflächen begründen.

Transportkosten

Größte Einzelposition innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten. Sie beliefen sich im Berichtszeitraum auf 20,4 Mio. € nach 16,5 Mio. € im Vergleichszeitraum (+23,6 %). Der Anstieg geht im Wesentlichen sowohl mit dem höheren Geschäftsvolumen als auch mit dem Ländermix im Um-

satz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf 9,6 % (H1 2023: 8,3 %).

Kosten der Lagerhaltung

Die Lagerhaltungskosten betrugen 5,8 Mio. € im Berichtszeitraum, nach 4,6 Mio. € im H1 2023. Der Anstieg um 25,9 % ist zum einen auf die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2024 und zum anderen auf Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Umzug des Lagerstandorts in Hannover zurückzuführen. Die Kosten der Lagerhaltung im Verhältnis zum Umsatz betrugen 2,8 % (H1 2023: 2,3 %).

Mieten und

Betriebskosten

Die Mieten und Betriebskosten betrugen im Berichtszeitraum 1,7 Mio. € nach 2,3 Mio. € im H1 2023. Im Vorjahr hatten indexindizierte Mieterhöhungen unterjährig zu einem höheren Aufwand geführt. Die Nutzungsrechte wurden im zweiten Halbjahr 2023 auf Basis der gestiegenen Mietverpflichtungen entsprechend angepasst. Der höhere Aufwand im H1 2023 bedingt sich somit durch einen unterjährigen zeitlichen Versatz. Im laufenden Berichtsjahr werden die Mietaufwendungen direkt um den IFRS 16 Effekt über die Nutzungsrechte gemindert.

Marketing

Im Berichtszeitraum wurden 6,0 Mio. € (H1 2023: 6,6 Mio. €) für Marketing aufgewendet. Der Rückgang um 8,8 % resultiert vornehmlich aus den bereits in 2023 eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung der Marketingaktivitäten. Der Marketingaufwand im Verhältnis zum Umsatz betrug 2,8 % (H1 2023: 3,3 %).

Finanzen und Recht

Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Mio. €, nach 3,6 Mio. € im Vorjahr (-23,9 %). Im März 2023 war der Konsortialkreditvertrag planmäßig verlängert worden. Im Vorjahresvergleich fallen die Rechtsberatungskosten entsprechend geringer aus.

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Das Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum eine Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) von 26,4 %, nach 22,9 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Anstieg geht im Wesentlichen mit einem veränderten Sales-Mix und der im Vorjahresvergleich veränderten Mechanik zur Steuerung der Abverkäufe einher.

Sonstige betriebliche

Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Berichtszeitraum um 40,1 % auf 10,4 Mio. € (H1 2023: 17,4 Mio. €). Der Rückgang resultiert zu einem guten Teil aus dem planmäßigen Wegfall der im ersten Halbjahr 2023 erzielten Erträge aus Projektgeschäften. Aus dem operativen Geschäft heraus werden regelmäßig Marketingzuschüsse, Erlöse aus Transportverlusten und sonstige Erlöse erzielt. Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge auch Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,3 Mio. € (H1 2023: 2,7 Mio. €, -13,4 %). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Sie beliefen sich im H1 2024 insgesamt auf 2,4 Mio. € (H1 2023: 2,5 Mio. €). Es ergibt sich für den Berichtszeitraum entsprechend ein Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten in Höhe von -33,4 Tsd. € (H1 2023: 162,4 Tsd. €).

Rohertrag

Der Rohertrag für den Berichtszeitraum belief sich auf 66,4 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 62,7 Mio. € (+6,0 %). Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 222 Mio. € (H1 2023: 215 Mio. €) betrug der Rohertrag 29,9 % (H1 2023: 29,1 %).

EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für das zweite Quartal fällt mit 7,2 Mio. € (Q2 2023: 7,5 Mio. €, -4,8 %) deutlich höher aus als im Vorquartal (Q1 2024: 0,6 Mio. €, Q1 2023: -0,7 Mio. €). Das EBITDA beläuft sich im Berichtszeitraum insgesamt auf 7,8 Mio. € (H1 2023: 6,8 Mio. €, +15,2 %). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,7 % (H1 2023: 3,4 %). Das operative EBITDA nach Herausrechnung der Kosten im Zusammenhang mit der Refinanzierung beläuft sich im Berichtszeitraum auf 8,0 Mio. €, nach 7,2 Mio. € im Vergleichszeitraum.

EBITDA

pro Halbjahr, in Mio. €

EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Mio. € nach 3,2 Mio. € im H1 2023 (-10,8 %). Die Umsatzrendite (EBIT in Prozent vom Umsatz) beträgt 1,3 % (H1 2023: 1,6 %). Für das zweite Quartal ergibt sich ein EBIT in Höhe von 4,4 Mio. € (Q2 2023: 6,1 Mio. €, -27,8 %) nach -1,6 Mio. € im Q1 2024 (Q1 2023: -2,9 Mio. €).

Finanzergebnis

Der Finanzertrag belief sich für die ersten sechs Monate auf 117 Tsd. € (H1 2023: 521 Tsd. €). Der Finanzaufwand betrug 1,3 Mio. € (H1 2023: 1,4 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2023 war ein Aufzinsungseffekt aus seinerzeit bestehenden Projektforderungen realisiert worden. Das Finanzergebnis fällt mit -1,1 Mio. € etwas schlechter aus als im Vorjahr (H1 2023: -0,8 Mio. €).

Ertragsteuern

Das Steuerergebnis für die ersten sechs Monate belief sich auf -1,6 Mio. € (H1 2023: -0,8 Mio. €). Im H1 2024 ist ein periodenfremder Steueraufwand in Höhe von rund 1,1 Mio. € enthalten.

Konzernergebnis

Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 61,4 Tsd. €, nach einem Vorjahreswert von 1,5 Mio. € (-96,0 %). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,00 € (H1 2023: 0,10 €).

Die Tabelle Verkürzte GuV fasst wesentliche Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.

Verkürzte GuV

in Tsd. €

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H1'24 % +% H1'23 % +%
Umsatz 211.970 100,0 7,2 197.687 100,0 -10,0
Sonstige betriebliche Erträge 10.401 4,9 -40,1 17.374 8,8 -9,6
Gesamtleistung 222.370 104,9 3,4 215.061 108,8 -10,0
Materialaufwand -155.944 -73,6 2,3 -152.384 -77,1 -11,9
Rohertrag 66.426 31,3 6,0 62.677 31,7 -4,9
Personalaufwand -6.971 -3,3 -5,8 -7.404 -3,7 4,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -51.649 -24,4 6,5 -48.495 -24,5 -2,9
EBITDA 7.806 3,7 15,2 6.778 3,4 -23,5
Abschreibungen -4.994 -2,4 37,8 -3.624 -1,8 -20,9
EBIT 2.812 1,3 -10,8 3.153 1,6 -26,4
Finanzergebnis (netto) -1.148 -0,5 38,4 -830 -0,4 1430,9
EBT 1.663 0,8 -28,4 2.324 1,2 -45,1
Ertragsteuern -1.602 -0,8 105,2 -781 -0,4 -43,9
Konzernergebnis 61 0,0 -96,0 1.543 0,8 -45,7

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H1'22 %
Umsatz 219.725 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 19.219 8,7
Gesamtleistung 238.944 108,7
Materialaufwand -173.052 -78,8
Rohertrag 65.892 30,0
Personalaufwand -7.093 -3,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -49.934 -22,7
EBITDA 8.865 4,0
Abschreibungen -4.580 -2,1
EBIT 4.286 2,0
Finanzergebnis (netto) -54 -0,0
EBT 4.231 1,9
Ertragsteuern -1.393 -0,6
Konzernergebnis 2.839 1,3

Finanz- und Vermögenslage

Bilanz

Zum Stichtag 30.06.2024 betrug die Bilanzsumme 233,5 Mio. € (31.12.2023: 191,6 Mio. €, 30.06.2023: 235,5 Mio. €).

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen belief sich zum Stichtag 30.06.2024 auf 98,3 Mio. € (31.12.2023: 94,1 Mio. €). Der Anstieg um 4,2 Mio. € seit Jahresbeginn resultiert im Wesentlichen aus den Investitionen in die Lagerinfrastruktur.

Vorräte

Größter Posten im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang haben sich die Bestände im Rahmen der saisonalen Bevorratung um 39,4 Mio. € auf 80,6 Mio. € erhöht (31.12.2023: 41,2 Mio. €). Im Stichtagsvergleich fallen die Vorräte um 1,4 Mio. € niedriger aus (30.06.2023: 82,0 Mio. €). Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 30.06.2024 auf 34,5 % (31.12.2023: 21,5 %, 30.06.2023: 34,8 %).

Forderungen und sonstige

Vermögenswerte

Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve, allerdings sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Die kurzfristigen Forderungen beliefen sich auf 37,9 Mio. € (31.12.2023: 34,2 Mio. €, 30.06.2023: 32,5 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 21,9 Mio. € um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31.12.2023: 17,2 Mio. €, 30.06.2023: 17,1 Mio. €). Der Anstieg im Stichtagsvergleich 30.06. resultiert im Wesentlichen aus dem Geschäft mit gewerblichen Endkunden und den gewährten Zahlungszielen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden seit Jahresanfang von 61,5 Mio. € um 25,9 Mio. € auf 87,4 Mio. € ausgeweitet. Im Stichtagsvergleich fallen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,1 Mio. € niedriger aus (30.06.2023: 89,4 Mio. €). Der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme betrug 37,4 % (31.12.2023: 32,1 %, 30.06.2023: 38,0 %).

Verkürzte Konzernbilanz in Tsd. €

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30.06.24 % +% 31.12.23 % 30.06.23
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 111.273 47,7 2,2 108.910 56,9 118.547
Anlagevermögen 98.319 42,1 4,5 94.128 49,1 95.404
sonstige Vermögenswerte 12.953 5,5 -12,4 14.782 7,7 23.143
Kurzfristige Vermögenswerte 122.187 52,3 47,8 82.648 43,1 116.966
Vorräte 80.596 34,5 95,5 41.224 21,5 81.981
Forderungen 37.919 16,2 11,0 34.170 17,8 32.515
Liquidität 3.672 1,6 -49,4 7.253 3,8 2.470
Bilanzsumme 233.460 100,0 21,9 191.558 100,0 235.513
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 96.268 41,2 2,7 93.769 49,0 93.396
Eigenkapital 48.028 20,6 0,8 47.635 24,9 41.296
langfristige Schulden 48.240 20,7 4,6 46.134 24,1 52.101
Rückstellungen 33 0,0 58,0 21 0,0 21
Verbindlichkeiten 48.207 20,6 4,5 46.113 24,1 51.080
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0 0,0 0,0 0 0,0 1.000
Kurzfristige Schulden 137.191 58,8 40,3 97.788 51,0 142.117
Rückstellungen 6.630 2,8 -4,5 6.941 3,6 3.199
Verbindlichkeiten 130.562 55,9 43,7 90.848 47,4 138.918
Bilanzsumme 233.460 100,0 21,9 191.558 100,0 235.513

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%
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 50,3
Anlagevermögen 40,5
sonstige Vermögenswerte 9,8
Kurzfristige Vermögenswerte 49,7
Vorräte 34,8
Forderungen 13,8
Liquidität 1,0
Bilanzsumme 100,0
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 39,7
Eigenkapital 17,5
langfristige Schulden 22,1
Rückstellungen 0,0
Verbindlichkeiten 21,7
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,4
Kurzfristige Schulden 60,3
Rückstellungen 1,4
Verbindlichkeiten 59,0
Bilanzsumme 100,0

Liquidität

Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 30.06.2024 auf 3,7 Mio. € (31.12.2023: 7,3 Mio. €, 30.06.2023: 2,5 Mio. €). Die Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) belief sich zum Stichtag 30.06.2024 auf -24,8 Mio. € (31.12.2023: -2,2 Mio. €, 30.06.2023: -31,7 Mio. €). Die Verbesserung im Stichtagsvergleich resultiert im Wesentlichen aus der verringerten Kreditlinienbeanspruchung. Die kurzfristigen Finanzschulden beinhalten neben der Beanspruchung der Kreditlinien zudem auch den Kurzfristanteil der Leasingverpflichtungen aus den langfristigen Mietverhältnissen in Höhe von 7,6 Mio. € (31.12.2023: 9,4 Mio. €, 30.06.2023: 8,8 Mio. €).

Eigenkapital

Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 48,0 Mio. € (31.12.2023: 47,6 Mio. €, 30.06.2023: 41,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote des Konzerns beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 20,6 % (31.12.2023: 24,9 %, 30.06.2023: 17,5 %).

Cashflow

Laufende Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für H1 2024 betrug -21,5 Mio. € (H1 2023: -0,9 Mio. €). Die Veränderung im Vorjahresvergleich resultiert vornehmlich aus dem Working Capital. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden seit Jahresbeginn weniger stark ausgeweitet als im Vorjahresvergleich. Gleichzeitig ist die Winterbevorratung gegenüber dem Vorjahr zeitlich um einige Wochen vorgezogen. Zur Vorfinanzierung des Bestandsaufbaus wurden die bestehenden Kreditlinien in Anspruch genommen.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im H1 2024 auf 2,9 Mio. € (H1 2023: 1,6 Mio. €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Ausstattungsinvestitionen in unsere Läger. Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 0,2 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (H1 2023: 0,5 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug folglich -3,2 Mio. € (H1 2023: -2,2 Mio. €).

Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum insgesamt 21,1 Mio. € (H1 2023: 2,6 Mio. €). Zum Jahresende 2023 bestanden keine kurzfristigen Finanzschulden gegenüber Banken. Seit Jahresbeginn stieg im Zusammenhang mit dem Lagerbestandsaufbau die Nutzung der Kreditlinien auf 20,8 Mio. €. Ferner wurden im Berichtszeitraum ein Mittelfrist-Darlehen und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 5,6 Mio. € (H1 2023: 10,1 Mio. €) zurückgeführt.

Organisation

Konzernstruktur

Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2024 vollkonsolidiert sind:

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Tochtergesellschaft Status
All you need GmbH, Hannover (Deutschland) in Liquidation
Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) aktiv
Delticom TOV, Lwiw (Ukraine) in Liquidation
Delticom Russland OOO, Moskau (Russland) in Liquidation
Delticom Ltd., Witney (Großbritannien) aktiv
DeltiLog GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
DS Road GmbH, Pratteln (Schweiz) aktiv
Extor GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) aktiv
Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Tirendo GmbH, Berlin (Deutschland) aktiv
TyresNET GmbH, München (Deutschland) aktiv

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Risiko- und Chancenbericht

Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Darstellungen zum Risikomanagement und eine Liste wesentlicher Einzelrisiken und -chancen finden sich im zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Gegenüber der Darstellung im zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 hat sich die Risiko- und Chancenposition nicht wesentlich geändert.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Weltwirtschaft

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet für das laufende Jahr mit einer Fortsetzung der moderaten Expansion der globalen Konjunktur. Die Perspektiven für den privaten Konsum haben sich angesichts nicht mehr fallender oder sogar steigender Reallöhne vor dem Hintergrund einer nachlassenden Inflation und anziehender Vergütungen verbessert. Risiken sehen die Experten in der weiterhin restriktiv ausgerichteten Geldpolitik sowie den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Eine Zuspitzung von Handelskonflikten könnte sich dämpfend auf die weltwirtschaftliche Aktivität auswirken. Insgesamt geht das IfW für das laufende Jahr von einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,2 % aus. Gegenüber der Einschätzung aus März wurde die Prognose damit um 0,4 %-Punkte erhöht.

Eurozone

Die Konjunkturschwäche im Euroraum soll im Jahresverlauf allmählich überwunden werden. Experten gehen davon aus, dass der private Konsum wieder an Schwung gewinnen wird, da die real verfügbaren Einkommen angesichts einer guten Arbeitsmarktlage, deutlich gestiegenen Löhnen und gleichzeitig verringertem Preisauftrieb merklich zunehmen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass sich die Finanzierungsbedingungen mit der erwarteten Lockerung der geldpolitischen Zügel verbessern. Nicht zuletzt sollen auch vom außenwirtschaftlichen Umfeld wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität ausgehen. Risiken sehen die Experten angesichts einer erhöhten politischen Unsicherheit vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Europawahl. Alles in allem veranschlagen die Experten des IfW für den Euroraum einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,9 % im Gesamtjahr.

Deutschland

Im Verlauf des Jahres bleibt die wirtschaftliche Aktivität hierzulande moderat aufwärtsgerichtet. Gemäß den Experten des IfW werden die dämpfenden Faktoren wie eine restriktive Geldpolitik und die Nachwehen der Energiekrise allmählich abflauen. Zudem soll mit der leichten Belebung der Absatzmärkte auch das Auslandsgeschäft weiter Fahrt aufnehmen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik bleibt allerdings aus. Zum einen befindet sich das Geschäfts- und Konsumklima weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Zum anderen wird der Expansionsspielraum zusehends durch strukturelle Hemmnisse - darunter nicht zuletzt den demografischen Wandel - begrenzt. Die Experten des IfW rechnen für 2024 insgesamt mit einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 0,2 %.

Branchenspezifische Entwicklungen

Reifenhandel

Zwar hat sich die Erholung der Ersatzreifennachfrage von 2023 in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres in Deutschland, dem größten Einzelmarkt in Europa, insgesamt fortgesetzt, ob dieser Trend anhalten wird, bleibt allerdings abzuwarten und hängt auch von den konjunkturellen Rahmenbedingungen ab.

E-Commerce

In ihrer Prognose zu Jahresbeginn sind der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e. V. (bevh) und das EHI Retail Institute von einem Ende des Abwärtstrends im Jahresverlauf und einem Umsatzzuwachs im heimischen E-Commerce von 2,0 % im Gesamtjahr ausgegangen. Wenngleich auf Halbjahressicht der Umsatz im E-Commerce noch um 1,2 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert lag, konnte im zweiten Quartal allerdings bereits ein kleines Umsatzplus von 0,2 % im Vorjahresvergleich verzeichnet werden. Angesichts aktueller Unsicherheitsfaktoren hinsichtlich politischer Destabilisierung und geopolitischer Konflikte rechnen die Experten derzeit noch nicht mit einem Ende der Konsumkrise. Vor diesem Hintergrund bleibt die weitere Entwicklung daher abzuwarten.

Umsatz

Die Gesellschaft plant für den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr weiterhin eine Spanne von 450 Mio. € bis 470 Mio. € und hält somit an der Prognose aus März 2024 fest. Aktuell wird weder von einer Belebung noch von einer Verschlechterung der Marktbedingungen ausgegangen. Auch wenn Experten für 2024 weiterhin prognostizieren, dass die Konjunkturschwäche in Europa allmählich überwunden wird, bleiben nach Ablauf der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres nach wie vor konjunkturelle und geopolitische Risiken bestehen. Wir gehen wie gehabt davon aus, dass sich das starke Wintergeschäft 2023 in diesem Jahr nicht wiederholen wird. Die Geschäftsentwicklung auf Gesamtjahressicht wird wie in den vergangenen Jahren maßgeblich vom Verlauf des vierten Quartals abhängig sein.

EBITDA

Für das operative EBITDA im Gesamtjahr strebt das Management in Abhängigkeit vom Umsatz nach wie vor eine Spanne von 19 Mio. € bis 21 Mio. € an.

Neukunden

Auf Halbjahressicht war die Anzahl neugewonnener Kunden im Vorjahresvergleich rückläufig. Zum jetzigen Zeitpunkt rechnen wir unverändert damit, auf Gesamtjahressicht mindestens so viele Neukunden wie im Geschäftsjahr 2023 von unseren Produkt- und Leistungsangeboten überzeugen zu können.

Wiederkäufer

Für das erste Halbjahr 2024 zeigte sich ein Anstieg um 7,2 % bei den Bestandskunden im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund des mehrjährigen Ersatzzyklus sind wir zuversichtlich, einen Teil der über die letzten Jahre gewonnenen Neukunden in den kommenden Monaten als Wiederkäufer in unseren Shops begrüßen zu können.

Liquidität

Entsprechend unserer Umsatz- und Liquiditätsplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Monaten den Lageraufbau bzw. -abbau gestalten. Die engmaschige Steuerung des Working Capital Managements wird weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen. Für das laufende Jahr planen wir unverändert mit einem positiven Free Cashflow im mittleren einstelligen Millionenbereich.

Konzernzwischenabschluss

der Delticom AG, Hannover, für den Zeitraum vom 01. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tausend € 01.01.2024 - 30.06.2024 01.01.2023 - 30.06.2023
Umsatz 211.970 197.687
Sonstige betriebliche Erträge 10.401 17.374
Gesamtleistung 222.370 215.061
Materialaufwand -155.944 -152.384
Rohertrag 66.426 62.677
Personalaufwand -6.971 -7.404
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen -4.994 -3.624
Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen -1.436 -1.027
Sonstige betriebliche Aufwendungen -50.213 -47.468
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 2.812 3.153
Finanzaufwand -1.265 -1.350
Finanzertrag 117 521
Finanzergebnis (netto) -1.148 -830
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 1.663 2.324
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.602 -781
Konzernergebnis 61 1.543
davon entfallen auf:
Gesellschafter des Mutterunternehmens 61 1.543
unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,00 0,10
verwässertes Ergebnis je Aktie 0,00 0,10

Verkürzte Konzerngesamtergebnisrechnung

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01.01.2024 01.01.2023
in Tausend € - 30.06.2024 - 30.06.2023
Konzernergebnis 61 1.543
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres
Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen 338 94
Wertänderung, die künftig über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden
Veränderungen aus der Währungsumrechnung 2 94
Veränderungen aus der Neubewertungsrücklage 336 0
Gesamtergebnis der Periode 399 1.637
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 399 1.637

Verkürzte Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend € 30.06.2024 31.12.2023
Langfristige Vermögenswerte 111.273 108.910
Immaterielle Vermögenswerte 37.098 37.255
Nutzungsrechte 47.833 46.103
Sachanlagen 13.387 10.769
Finanzanlagen 2 2
Latente Steueransprüche 9.081 10.665
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.872 4.117
Kurzfristige Vermögenswerte 122.187 82.648
Vorräte 80.596 41.224
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.858 17.214
Sonstige Vermögenswerte 16.006 16.901
Ertragsteuerforderungen 55 55
Flüssige Mittel 3.672 7.253
Summe Vermögenswerte 233.460 191.558

Passiva

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in Tausend € 30.06.2024 31.12.2023
Eigenkapital 48.028 47.635
Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG 48.028 47.635
Gezeichnetes Kapital 14.793 14.805
Kapitalrücklage 19.051 19.070
Aktienoptionsprogramm 177 151
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 43 -295
Gewinnrücklagen 0 0
Konzernbilanzgewinn 13.965 13.903
Summe Schulden 185.431 143.923
Langfristige Schulden 48.240 46.134
Langfristige Finanzschulden 48.207 46.113
Sonstige langfristige Rückstellungen 33 21
Kurzfristige Schulden 137.191 97.788
Kurzfristige Finanzschulden 28.459 9.429
Kurzfristige Rückstellungen 4.417 4.865
Vertragsverbindlichkeiten 3.976 4.028
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 87.350 61.478
Steuerverpflichtungen 2.213 2.076
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.777 15.913
Summe Eigenkapital und Schulden 233.460 191.558

Verkürzte Konzernkapitalflussrechnung

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in Tausend € 01.01.2024 -30.06.2024 01.01.2023 -30.06.2023
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 2.812 3.153
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen 4.994 3.624
Veränderung der Rückstellungen -448 -1.304
Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen -67 0
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 1.087 4.155
Veränderung der Vorräte -39.372 -38.641
Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der -10.394 1.349
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der 21.047 28.019
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
Erhaltene Zinsen 117 127
Gezahlte Zinsen -1.265 -1.350
Gezahlte Ertragsteuern -29 -22
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -21.519 -890
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.948 -1.647
Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte -206 -539
Cashflow aus Investitionstätigkeit -3.154 -2.186
Zahlungen für den Erwerb eigener Anteile -32 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 26.728 12.636
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -5.605 -10.073
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 21.091 2.563
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands -1 -1
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.253 2.984
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -3.582 -513
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.672 2.470

Verkürzte Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Aktien optionsplan Währungsumrechnungsrücklage Neubewertungsrück-lage Gewinnrücklagen
Stand am 1. Januar 2023 14.831 47.667 272 -406 0 200
Aktienoptionen -11
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 94
Gesamtergebnis nach Steuern 94
Stand am 30. Juni 2023 14.831 47.667 261 -312 0 200
Stand am 1. Januar 2024 14.805 19.070 151 -295 0 0
Rückkauf von eigenen Aktien -12 -20
Aktienoptionen 26
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2 336
Gesamtergebnis nach Steuern 2 336
Stand am 30. Juni 2024 14.793 19.051 177 -293 336 0

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in Tausend € Konzernbilanz gewinn/​-verlust Summe Anteile in Fremdbesitz Summe Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2023 -22.893 39.670 0 39.670
Aktienoptionen -11 0 -11
Konzernergebnis 1.543 1.543 0 1.543
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 94 0 94
Gesamtergebnis nach Steuern 1.543 1.637 0 1.637
Stand am 30. Juni 2023 -21.350 41.296 0 41.296
Stand am 1. Januar 2024 13.903 47.635 0 47.635
Rückkauf von eigenen Aktien -32 0 -32
Aktienoptionen 26 0 26
Konzernergebnis 61 61 0 61
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 338 0 338
Gesamtergebnis nach Steuern 61 399 0 399
Stand am 30. Juni 2024 13.965 48.028 0 48.028

Ausgewählte erläuternde Konzernanhangangaben der Delticom AG

Berichtsunternehmen

Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover mit der Registernummer HRB58026 eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.

Delticom ist Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Kompletträder. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst rund 600 Marken und über 80.000 Reifenmodelle für Pkw und Motorräder sowie Kompletträder. Kunden können die bestellten Produkte zur Montage auch zu einem der europaweit rund 30.000 Werkstattpartner der Delticom AG schicken lassen.

Ausführliche Informationen über das Berichtsunternehmen sind im zusammengefassten (Konzern-)Lagebericht des Geschäftsberichts 2023 im Abschnitt Geschäftstätigkeit sowie im Abschnitt Organisation dargestellt.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Zahl der Mitarbeiter

Vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024 waren im Durchschnitt 167 Arbeitnehmer beschäftigt.

Saisonale Effekte

In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Weil die meisten Autofahrer ihre Winterreifen bereits mit dem ersten Schneefall und damit in den letzten Monaten eines Jahres kaufen, fällt das erste Quartal eines Jahres meist etwas schwächer aus als das vierte Quartal des Vorjahres. Das zweite Jahresviertel dagegen gibt sich traditionell umsatzstark: Oft sind die Temperaturen im April und Mai schon vergleichsweise hoch und das teils angenehm warme Wetter führt bei vielen Pkw-Fahrern zum Kauf neuer Sommerreifen.

Das dritte Quartal schließlich flacht typischerweise wieder etwas ab: Im Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft wird der Absatz etwas schwächer. In den meisten Ländern Europas zeigt sich das letzte Quartal dann meist auch als das umsatzstärkste. In der dunklen Jahreszeit werden die Straßenverhältnisse schwieriger, die Bremswege verlängern sich - und vielen Autofahrern wird die Notwendigkeit neuer Reifen ganz direkt bewusst. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich.

Grundlagen der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum 01.01.2024 - 30.06.2024 (nachfolgend auch "Zwischenabschluss" genannt) wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Dabei wurden alle am Abschlussstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS-Standards und IFRIC, insbesondere IAS 34 (Zwischenberichterstattung), berücksichtigt.

Nach IAS 34 sind in einem Zwischenfinanzbericht mindestens folgende Angaben erforderlich:

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eine verkürzte Bilanz (Bilanz)
entweder (a), eine verkürzte Gesamtergebnisrechnung oder (b), eine verkürzte Gesamtergebnisrechnung und eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung
eine verkürzte Aufstellung der Veränderungen des Eigenkapitals
eine verkürzte Kapitalflussrechnung
ausgewählte Erläuterungen

Der Konzernzwischenabschluss nach IAS 34 enthält nicht alle für einen Konzernabschluss notwendigen Erläuterungen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31.12.2023 zu sehen. Der Geschäftsbericht 2023, der den Konzernabschluss zum 31.12.2023 enthält, steht auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations bzw. unter nachfolgendem Link zum Download bereit: https:/​/​www.delti.com/​de/​investor-relations/​berichte-prasentationen/​

Der beizulegende Zeitwert der vorhandenen Finanzinstrumente entspricht bei sämtlichen Bilanzposten näherungsweise dem Buchwert. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" in Höhe von 165 Tsd. € (31.12.2023: 0 Tsd. €) sowie der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten" in Höhe von 419 Tsd. € (31.12.2023: 946 Tsd. €) sind in der Fair Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet. Fair Values der Hierarchiestufe 3 liegen wie in Vorjahren nicht vor. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte wurden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.

Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten für Zahlungen entspricht der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert. Die Ertragsteuern der Gewinn- und -Verlustrechnung werden im Konzernzwischenabschluss nach IAS 34.30c mittels einer Steuerquote ermittelt und beinhalten im Wesentlichen Steueraufwendungen aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern.

Konsolidierungskreis und Grundsätze

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft acht inländische und fünf ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Konzernzwischenabschluss vollkonsolidiert wurden.

Die folgenden Unternehmen wurden im laufenden Geschäftsjahr voll konsolidiert:

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Tochtergesellschaft Status
All you need GmbH, Hannover (Deutschland) in Liquidation
Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien) aktiv
Delticom TOV, Lwiw (Ukraine) in Liquidation
Delticom Russland OOO, Moskau (Russland) in Liquidation
Delticom Ltd., Witney (Großbritannien) aktiv
DeltiLog GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
DS Road GmbH, Pratteln (Schweiz) aktiv
Extor GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Giga GmbH, Hamburg (Deutschland) aktiv
Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Ringway GmbH, Hannover (Deutschland) aktiv
Tirendo GmbH, Berlin (Deutschland) aktiv
TyresNET GmbH, München (Deutschland) aktiv

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2023 haben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben.

Änderungen wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im vorliegenden Konzernzwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsgrundsätze entsprechen denen des Konzernabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2023. Nähere Einzelheiten hierzu sind aus dem Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023 zu entnehmen.

Die erstmals zum 01.01.2024 verpflichtend anzuwendenden Vorschriften hatten keinen Einfluss auf die Bilanzierung und Bewertung innerhalb des Delticom-Konzerns. Die zum 30.06.2024 herausgegebenen und in EU-Recht übernommenen IFRS sind erst in späteren Berichtsperioden als dem kalendergleichen Geschäftshalbjahr verpflichtend anzuwenden, sofern von einem Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung kein Gebrauch gemacht wurde.

Ausnahme bildete die Bewertung der Grundstücke und Gebäude. Hier wurde in 2024 eine Umstellung von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten hin zur Neubewertung der Vermögenswerte vorgenommen. Aus dieser Neubewertung ergab sich eine Erhöhung der Buchwerte der Grundstücke und Gebäude um 499 Tsd. €. Die Anpassung der Bewertung wird in der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital unter Berücksichtigung der latenten Steuern von 163 Tsd. € dargestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Kapitalflussrechnung

Detaillierte Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung und der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Kapitel Geschäftsverlauf und Ertragslage im Konzernzwischenlagebericht. Das Kapitel Finanz- und Vermögenslage enthält weitere Informationen zur Bilanz sowie zur Kapitalflussrechnung.

Die Mehrheit der Verkaufsverträge (und die daraus resultierenden Umsatzerlöse) bestehen zwischen Delticom und privaten Endkunden. Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen, der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf dem E-Commerce. Die Umsätze werden nach geografischen Regionen in die Länder der EU und Nicht-EU-Länder kategorisiert. Aufgrund der kurzen Zahlungsziele und eines umfassenden Monitorings ist eine Kategorisierung des Zahlungsausfallrisikos nicht erforderlich. Die verkauften E-Commerce-Produkte führen vertragsseitig zu eindeutig identifizierbaren Leistungsverpflichtungen.

Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung, einschließlich der Erläuterungen erheblicher Ereignisse und Geschäftsvorfälle, erfolgen in der Darstellung der Ertragslage des Konzernzwischenlagerberichts.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich die Erlöse aus Warenlieferungen an Kunden für den Zeitraum vom 01.01.2024 bis 30.06.2024, hiervon 98.550 Tsd. € (H1 2023: 97.316 Tsd. €) Umsatzerlöse im Inland. Im Vorjahr wurde das bisherige Shopgeschäft durch Plattformgeschäft ergänzt. Hierdurch kommt es zu einer Verlagerung des Shopumsatzes auf die Plattform. Entsprechend werden für den verlagerten Umsatzanteil Provisionserträge realisiert. Die Verlagerung von Teilen des Shopumsatzes hat keine nachteilige Auswirkung auf die Profitabilität der Gesellschaft.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:

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in Tausend € HJ'24 HJ'23
Ausgangsfrachten 20.367 16.477
Lagerhandlingkosten 5.831 4.633
Gebühren Kreditkarten 1.598 1.386
Externe Werbekosten 5.977 6.553
Operations-Center 5.662 5.774
Mieten und Betriebskosten 1.692 2.267
Finanzen und Recht 2.759 3.625
IT und Telekommunikation 1.159 1.153
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 2.363 2.529
Übrige 2.804 3.071
Summe 50.213 47.468

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten periodenfremde originäre und latente Steueraufwendungen in Höhe von 152 Tsd. € bzw. 907 Tsd. €.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,00 € (H1 2023: 0,10 €).

Erläuterungen zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 61.355,02 € (H1 2023: 1.542.678,66 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 14.813.735 Stück (H1 2023: 14.831.361 Stück) ermittelt.

Im Berichtszeitraum wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Die Wartezeit beträgt bei allen gewährten Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Grundsätzlich müssen sämtliche ausgegebenen Aktien für die Berechnung des verwässerten EPS berücksichtigt werden, sofern die Aktienoptionen einen verwässernden Effekt haben. Dieser liegt vor, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien unter dem durchschnittlichen Marktpreis der im Umlauf befindlichen Stammaktien in der Betrachtungsperiode liegt. Es besteht ein Verwässerungseffekt im H1 2024 in Höhe von 395.067 Stammaktien, der jedoch zu keiner Veränderung des Ergebnisses je Aktie von 0,00 € führt.

Dividende

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurde keine Dividende gezahlt (Vorjahr: 0 €).

Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG (Kategorie Personen in Schlüsselpositionen) sowie die Binder GmbH und Prüfer GmbH (Kategorie Maßgeblicher Einfluss auf das berichtende Unternehmen). Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualschulden und -forderungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum 31.12.2023.

Eventualschulden und -forderungen bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Angabe gemäß § 115 Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Auf der Webseite https:/​/​www.delti.com/​de/​investor-relations/​corporate-governance/​entspre-chungserklaerung/​ finden sich die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Hannover, den 14.08.2024

(Der Vorstand)

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Delticom AG

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Konzernbilanz, verkürzter Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Konzerngesamtergebnisrechnung, verkürzter Konzernkapitalflussrechnung, verkürzter Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Delticom AG, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Bremen, den 14. August 2024

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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gez. Sabath (Wirtschaftsprüfer) gez. Zypress (Wirtschaftsprüfer)

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