Interim Report • Jun 16, 2025
Interim Report
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Finanzbericht: 36405589
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, liebe Mitarbeitende der LS telcom AG,
im letzten Geschäftsjahr haben wir angekündigt, unser Unternehmen effizienter aufzustellen sowie unsere Vertriebsanstrengungen nochmals zu intensivieren. Im ersten Geschäftshalbjahr 2024/2025 konnten wir bereits deutliche Erfolge erzielen. So haben wir wichtige Aufträge sichern können. Im Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 ist der Auftragsbestand um 28 % bzw. um EUR 8,7 Mio. auf EUR 40,1 Mio. zum Stichtag Ende März 2025 gestiegen. Bereits im zweiten Geschäftshalbjahr erwarten wir aus den neu gewonnen Aufträgen erste Umsatzbeiträge. Gleichzeitig haben wir wesentliche Fortschritte in unserer Kostenstruktur erreichen können, indem wir die Zahl der Fremddienstleister reduziert und die Personalaufwendungen optimiert haben.
Die Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 spiegelt im Wesentlichen die weiterhin zurückhaltende Investitionsbereitschaft bei unserem klassischen Kundenkreis der Behörden und Ministerien wider. Unsere Unternehmensgruppe erzielte mit EUR 17,7 Mio. einen stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das EBITDA konnte von EUR 1,3 Mio. auf EUR 2,0 Mio. gesteigert werden. Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von EUR -1,4 Mio. auf EUR -0,6 Mio. Die Ergebnisverbesserungen sind insbesondere auf unsere Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen.
Bereits im letzten Geschäftsjahr haben wir unser Produktportfolio und unsere vertrieblichen Aktivitäten noch stärker in Richtung militärische Funkfrequenz-Verwaltung ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf integrierten Lösungen zur Planung, Analyse und Koordinierung von Funkinfrastrukturen. Ergänzt wird das Portfolio durch standardisierte und kundenspezifische Systeme der elektronischen Kampfführung (ESM/ECM) zur Funkaufklärung und Abwehr funktechnischer Bedrohungen - auch mit mobilen und drohnengestützten Plattformen. Für die Spektrumkoordination wird die militärische Software mySPECTRA for Defense eingesetzt.
Dies hat sich bereits ausbezahlt. So ist es uns gelungen, zwei bedeutende Aufträge im Mittleren Osten mit einem Volumen von rund EUR 6 Mio. im Bereich elektronischer Kriegsführung zu gewinnen. LS telcom liefert Software und Hardware zur elektronischen Aufklärung und elektronischen Abwehr von Drohnen.
Zudem haben wir mehrere, vielversprechende Projekte im Bereich Verteidigung in der Pipeline, bei denen wir zuversichtlich sind, sie in den nächsten Monaten zum Abschluss zu bringen.
Auch im zivilen Bereich konnten wir Erfolge erzielen. So konnte die bewährte Partnerschaft mit dem Amsterdamer Flughafen Schiphol durch den Abschluss eines neuen, langfristigen Vertrags über Spektrum-ManagementServices erfolgreich fortgesetzt werden. Rückenwind für unser Geschäft erwarten wir mittelfristig auch aus der angekündigten Investitionsinitiative in Infrastruktur und Verteidigung der Bundesregierung. Unsere Technologien und Produkte sind die Basis für digitale Kommunikation, Frequenzmanagement und Funküberwachung im zivilen Bereich sowie der elektronischen Kriegsführung im Bereich Verteidigung.
Mit dem stark gestiegenen Auftragsbestand sowie unseren Maßnahmen zur Kostensenkung sind wir zuversichtlich, dass im zweiten Geschäftshalbjahr 2024/2025 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten Umsatz und Ergebnis steigen sollten.
Wir bestätigen unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2024/2025, einen Umsatz zwischen EUR 41,0 Mio. und EUR 46,0 Mio. sowie ein EBIT in dem Korridor von EUR 0,8 Mio. und EUR 1,9 Mio. zu erzielen.
Wir bedanken uns bei unseren Aktionären für ihr Vertrauen, bei unseren Kunden dafür, uns auch in diesen komplexen Zeiten treu geblieben zu sein und bei unseren Mitarbeitenden für ihren überaus engagierten Einsatz.
Im Juni 2025
Der Vorstand der LS telcom AG
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| Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
Die LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit Hauptsitz in Lichtenau (Baden) ist führender Anbieter von Softwarelösungen und -systemen für die effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten. Dabei ist LS telcom als "one-stop-shop" Anbieter positioniert, so dass Kunden zusätzlich zur Software integrierte Systeme und Hardware-Lösungen beziehen können. Zudem nutzt LS telcom ihre Expertise im Bereich Spektrum-Management sowie in der drahtlosen Kommunikation und bietet umfassende Beratungsdienstleistungen an.
Die Lösungen der LS telcom Firmengruppe sowie ihre umfassende Fachkompetenz können über nahezu alle Branchen und Anwendungsgebiete eingesetzt werden. Zu den klassischen Kunden gehören Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien. Mit Fortschreiten der Digitalisierung haben sich die Einsatzfelder um ein Vielfaches erhöht: Militär, Sicherheitsbehörden, Industrie, Krankenhäuser, Flughäfen, Transport und Verkehr sowie viele weitere Branchen.
Zum Produktportfolio und den Anwendungen gehören insbesondere voll integrierte Frequenzmanagement- und Funküberwachungs-Lösungen, optimale Planung von Funknetzen, Minimierung von Funkstörungen, Implementierung und Optimierung von Netzen sowie Sendersysteme in standardisierten Containerlösungen ebenso wie technische Analyse- und Planungs-Software oder kompetente Beratung in Strategie- und Umsetzungsfragen.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben.
Zum LS telcom Konzern gehören Tochtergesellschaften und Beteiligungen in allen wesentlichen Märkten, u. a. in Australien, Frankreich, Großbritannien, Indien, Kanada, Südafrika, in den USA und im Mittleren Osten.
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2024 - 31.03.2025 | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2023 - 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 17.705 | 17.570 |
| EBITDA | 1.996 | 1.267 |
| EBIT | -639 | -1.374 |
| EBT | -833 | -1.623 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | -1.402 | 1.837 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2.130 | -2.917 |
| Konzern-Periodenergebnis (nach Minderheitenanteile) | -1.078 | -1.996 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) (nach Minderheitenanteile) | -0,19 | -0,34 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 33 | 34 |
| Mitarbeiteranzahl zum Stichtag | 285 | 295 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2025 | Konzern-Jahresabschluss zum 30.09.2024 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.399 | 11.509 |
| Geschäfts- und Firmenwert | 5.218 | 5.115 |
| Sachanlagen | 4.589 | 4.930 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 350 | 293 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 16 | 16 |
| Latente Steuern | 869 | 859 |
| 22.441 | 22.722 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 1.267 | 1.317 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 10.457 | 9.029 |
| Liquide Mittel | 2.049 | 7.080 |
| Ertragsteuerforderungen | 8 | 15 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 2.787 | 992 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 35 | 13 |
| 16.603 | 18.446 | |
| Summe Vermögenswerte | 39.044 | 41.168 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 31.03.2025 | Konzern-Jahresabschluss zum 30.09.2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 5.817 | 5.817 |
| Kapitalrücklage | 7.644 | 7.644 |
| Gewinnrücklagen | -129 | -129 |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -661 | -632 |
| Konzern-Bilanzgewinn | 473 | 1.551 |
| Eigene Anteile | -49 | -49 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -97 | 115 |
| Summe Eigenkapital | 12.998 | 14.317 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Rückstellungen | 255 | 255 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.012 | 10.532 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 33 | 259 |
| Latente Steuern | 3.796 | 3.509 |
| 14.096 | 14.555 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Steuerrückstellungen | 50 | 92 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 36 | 67 |
| Erhaltene Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten | 2.325 | 1.329 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.864 | 2.433 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.281 | 1.832 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.394 | 6.543 |
| 11.950 | 12.296 | |
| Summe Schulden | 26.046 | 26.851 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 39.044 | 41.168 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2024 - 31.03.2025 | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2023 - 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 17.705 | 17.570 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 583 | 408 |
| Erhöhung des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen | -192 | -8 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.963 | 2.255 |
| Gesamtleistung | 20.059 | 20.225 |
| Materialaufwand | 3.327 | 3.629 |
| Personalaufwand | 11.696 | 12.084 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens | 2.635 | 2.641 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.040 | 3.245 |
| Betriebsergebnis | -639 | -1.374 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 58 | -24 |
| Zinserträge | 46 | 7 |
| Zinsaufwendungen | 298 | 232 |
| Finanzergebnis | -194 | -249 |
| Ergebnis vor Steuern | -833 | -1.623 |
| Ertragsteuern | 445 | 338 |
| Periodenergebnis | -1.278 | -1.961 |
| Währungsdifferenzen | -41 | -63 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -41 | -63 |
| Summe Gesamtergebnis der Periode | -1.319 | -2.024 |
| Zurechnung des Periodenergebnisses | ||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -200 | 35 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -1.078 | -1.996 |
| -1.278 | -1.961 | |
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | ||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -212 | 26 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | -1.107 | -2.050 |
| -1.319 | -2.024 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert) in EUR | -0,19 | -0,34 |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert /verwässert) in Tsd. Stück | 5.793 | 5.793 |
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| in TEUR | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2024 - 31.03.2025 | Halbjahresfinanzbericht 01.10.2023 - 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | -1.278 | -1.961 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 2.395 | 2.404 |
| + Abschreibungen auf Nutzungsrechte nach IFRS 16 | 240 | 237 |
| +/- Zunahme/Abnahme Rückstellungen | 17 | 0 |
| -/+ Zunahme/Abnahme aktive latente Steuern | -9 | -32 |
| +/- Zunahme/Abnahme passive latente Steuern | 282 | 298 |
| +/- Gezahlte Ertragsteuern abzüglich erhaltene Ertragsteuern | 87 | 123 |
| -/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -1.583 | -954 |
| -/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -9 | 0 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva | -3.027 | -1.396 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva | 1.483 | 3.118 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -1.402 | 1.837 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 9 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -2.185 | -2.924 |
| + Erhaltene Zinsen | 46 | 7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.130 | -2.917 |
| - Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -231 | -239 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 6.930 |
| - Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten | -988 | -1.758 |
| - Gezahlte Zinsen | -257 | -101 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1.476 | 4.832 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -5.008 | 3.752 |
| +/- Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -23 | -37 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.079 | 4.926 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.048 | 8.641 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Rücklage aus Währungsumrechnung | Eigene Anteile | KonzernBilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2023 | 5.817 | 7.644 | -129 | -536 | -49 | 5.151 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -54 | 0 | -1.996 |
| Ausschüttung an Aktionäre | ||||||
| Stand am 31.03.2024 | 5.817 | 7.644 | -129 | -590 | -49 | 3.155 |
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| in TEUR | Summe | Anteile fremder Gesellschafter | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2023 | 17.898 | 78 | 17.976 |
| Gesamtergebnis | -2.050 | 26 | -2.024 |
| Ausschüttung an Aktionäre | |||
| Stand am 31.03.2024 | 15.848 | 104 | 15.952 |
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| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Rücklage aus Währungsumrechnung | Eigene Anteile | KonzernBilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2024 | 5.817 | 7.644 | -129 | -632 | -49 | 1.551 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | -29 | 0 | -1.078 |
| Ausschüttung an Aktionäre | ||||||
| Stand am 31.03.2025 | 5.817 | 7.644 | -129 | -661 | -49 | 473 |
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| in TEUR | Summe | Anteile fremder Gesellschafter | Konzern Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.10.2024 | 14.202 | 115 | 14.317 |
| Gesamtergebnis | -1.107 | -212 | -1.319 |
| Ausschüttung an Aktionäre | |||
| Stand am 31.03.2025 | 13.095 | -97 | 12.998 |
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" vom 01.10.2024 bis zum 31.03.2025 erstellt und umfasst die Zahlenangaben zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit Vergleichsangaben für den relevanten Vorjahreszeitraum.
Der Bericht basiert auf den Rechnungslegungsgrundsätzen nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Es wurden grundsätzlich dieselben Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden wie im letzten KonzernAbschluss verwendet.
Aus den Änderungen der IFRS ergeben sich für das Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen.
Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern entspricht der im vorangegangenen Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Gegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergab sich keine Änderung im Konsolidierungskreis.
Die Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die auch im letzten Jahresabschluss angewandt wurde.
Da dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es werden hier lediglich spezielle Erläuterungen zu den Positionen gegeben, die wesentliche Änderungen der Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss ausweisen.
Die langfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2024 um TEUR 281 auf TEUR 22.441 gesunken. Dies beruht im Wesentlichen auf dem durch Abschreibungen bedingten Rückgang der Sachanlagen und dem Rückgang der immateriellen Vermögenswerte.
Gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese Position um TEUR 50 auf TEUR 1.267 gesunken. Während die Vorräte für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die geleisteten Anzahlungen insgesamt um TEUR 145 gestiegen sind, haben die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um TEUR 195 abgenommen.
Der Wert dieser Position (TEUR 4.969) ist gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr (TEUR 5.540) um TEUR 571 zurückgegangen.
Die liquiden Mittel betragen per 31.03.2025 TEUR 2.049 und liegen damit um TEUR 5.031 unter dem Wert per 30.09.2024. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt gemäß der Kapitalflussrechnung TEUR 2.048, da hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen finanziellen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die Entwicklung dieser Bilanzposition wird im nachfolgenden Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des Finanzmittelfonds" näher erläutert.
Dieser Bilanzposten (TEUR 2.787) ist um TEUR 1.795 gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 992) gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus kurzfristigen Steuerforderungen.
Diese Position stellt die langfristigen Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und Leasingverträgen dar und ist um TEUR 520 auf TEUR 10.012 gesunken. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist der gesunkene langfristige Anteil eines Liquiditätskredites.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen i. H. von insgesamt TEUR 86 sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 159) aufgrund des Verbrauchs von Provisionsrückstellungen von Fremddienstleistern sowie des Verbrauchs von Steuerrückstellungen um TEUR 73 gesunken.
Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 1.108 sind um TEUR 188 höher als zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres (TEUR 920 zum 30.09.2024).
Diese Position zeigt nach IFRS 15 die Vertragsverbindlichkeiten, welche um TEUR 808 auf TEUR 1.217 gestiegen sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtszeitraum von TEUR 2.433 auf TEUR 1.864 gesunken.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten i. H. von TEUR 1.281 enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil aus Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Die Abnahme zum Vorjahr ist im Wesentlichen verursacht durch den Rückgang des kurzfristigen Anteils der Bankdarlehen um TEUR 488.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 6.394) sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss um TEUR 149 gesunken. Das liegt vor allem am Rückgang der kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten.
Da dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es sind insofern keine weiteren Erläuterungen notwendig.
Bezüglich der Positionen, die wesentliche Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich aufzeigen, wird auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im nachfolgenden Zwischenlagebericht verwiesen.
Insgesamt bleibt das Marktumfeld in den Kernmärkten der LS telcom herausfordernd, da durch die geopolitische Zeitenwende staatliche Budgets Richtung Innere Sicherheit und Verteidigung gelenkt werden. Zudem befindet sich die wirtschaftliche Dynamik insbesondere in europäischen Märkten weiterhin auf einem niedrigem Niveau. Zusätzlich wurden in den Monaten vor der Bundestagswahl in Deutschland keine wichtigen BudgetEntscheidungen mehr getroffen.
In diesem Umfeld konnte sich LS telcom vergleichsweise gut behaupten und den Auftragsbestand gegenüber dem Stichtag 30.09.2024 deutlich um 28 % auf EUR 40,1 Mio. steigern.
So konnten zwei neue Aufträge aus der Golfregion im Bereich Electronic Warfare gewonnen werden. Die Lösungen von LS telcom werden insbesondere zur elektronischen Aufklärung und Abwehr eingesetzt. Das gesamte Auftragsvolumen beider Projekte beläuft sich auf über sechs Millionen Euro.
Mit dem langjährigen Bestandskunden Schiphol Nederland B.V. (SNBV) konnte ein langfristiger Folgevertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren inklusiver Verlängerungsoption abgeschlossen werden.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 spiegelt sich die gute Auftragsentwicklung noch nicht im Umsatz wider. Der Umsatz war im Wesentlichen vom vergleichsweise niedrigen Auftragsbestand zum Stichtag 30.09.2024 geprägt. Entsprechend waren in den ersten sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres die Umsatzerlöse der LS telcom Gruppe nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lagen bei TEUR 17.705 (i. V. TEUR 17.570).
Das EBIT verbesserte sich durch Kostensenkungsmaßnahmen wie der deutliche Abbau der Fremddienstleister und die Anpassung der Personalkapazitäten auf TEUR ‑639 gegenüber TEUR ‑1.374 im Vorjahreszeitraum.
In der Berichtsperiode waren die Umsätze der drei Segmente nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Kernsegment "Softwaresysteme" war ein leichter Anstieg um 2 % zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse des Segments setzen sich aus wiederkehrenden Wartungserlösen sowie Software-Projektumsätzen für bestehende und neue Projekte zusammen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 lagen die Wartungserlöse mit TEUR 7.203 auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatzbeitrag des Segments Softwaresysteme lag bei 65 % nach 64 % im Vorjahreszeitraum.
Das Segment "Dienstleistungen" konnte die Umsätze leicht auf TEUR 3.656 steigern und erzielte damit rund 21 % (i. V. 21 %) des Konzern-Halbjahresumsatzes.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ca. 14 % zum Gesamtumsatz bei, im Vorjahr lag der Umsatzanteil des Geschäftssegments bei 15 %.
Auf der Ebene der einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die Umsatz- und EBIT-Verteilung wie folgt dar:
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| in TEUR | Umsatz Halbjahresfinanzbericht 01.10.2024 - 31.03.2025 | Umsatz Halbjahresfinanzbericht 01.10.2023 - 31.03.2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Hardwarenahe Systeme | 2.570 | 2.639 | -3% |
| Dienstleistungen | 3.656 | 3.647 | 0% |
| Softwaresysteme | 11.479 | 11.284 | 2% |
| Insgesamt | 17.705 | 17.570 | 0% |
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| in TEUR | EBIT Halbjahresfinanzbericht 01.10.2024 - 31.03.2025 | EBIT Halbjahresfinanzbericht 01.10.2023 - 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Hardwarenahe Systeme | -589 | 195 |
| Dienstleistungen | 318 | 218 |
| Softwaresysteme | -368 | -1.787 |
| Insgesamt | -639 | -1.374 |
In den ausländischen Märkten wurden im Berichtszeitraum rund 88 % des Konzernumsatzes erzielt. Die Region Europa trug 19 % zu den Konzernerlösen bei, 69 % verteilen sich auf die restlichen Regionen.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme. Der Umsatz ging leicht um 3 % auf TEUR 2.570 zurück. Das EBIT des Segments lag bei TEUR ‑589 (im Vergleich zu TEUR 195 im Vorjahr).
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Der Umsatz des Segments "Dienstleistungen" war gegenüber der Vergleichsperiode nahezu unverändert bei TEUR 3.656. Dabei konnte das Segment-EBIT deutlich von TEUR 318 gesteigert werden (i. V. TEUR 218).
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus unterschiedlichsten Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte. Der Umsatz des Segments erhöhte sich leicht um 2 % auf TEUR 11.479. Das EBIT des Segments verbesserte sich auf TEUR -368 nach TEUR -1.787 in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023/2024.
Zum 31.03.2025 beschäftigte der LS telcom Konzern weltweit 285 Mitarbeitende (als Vollzeitäquivalent gerechnet), gegenüber 288 Mitarbeitenden zum Stichtag 30.09.2024.
Der Umsatz der LS telcom Gruppe lag im Berichtszeitraum mit TEUR 17.705 (i. V. EUR TEUR 17.570) auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Damit war auch die Gesamtleistung mit TEUR 20.059 (i. V. TEUR 20.225) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Die Entwicklung des Umsatzes und der Gesamtleistung ist weiterhin auf eine zurückhaltende Investitionstätigkeit in wichtigen Märkten und insbesondere auf Behörden und Ministerien zurückzuführen. Infolge geopolitischer Spannungen beobachtet LS telcom die Priorisierung von Investitionen in die Bereiche Verteidigung und Innere Sicherheit.
Die Erlöse aus Wartungsumsätzen lagen mit TEUR 7.203 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Wartungserlöse haben wiederkehrenden Charakter und sind damit eine wichtige Säule in der Umsatzentwicklung.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei TEUR 583 gegenüber TEUR 408 im Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2024/2025 lagen die aktivierten Eigenleistungen bei TEUR 1.963 (i. V. TEUR 2.255). Die aktivierten Eigenleistungen spiegeln hauptsächlich den Anteil der weiteren Entwicklungsaufwendungen für das mySPECTRA-Softwaresystem speziell Richtung Militäranwendungen und Flugnavigation wider.
Der Materialaufwand reduzierte sich von TEUR 3.629 im ersten Halbjahr 2023/2024 um 8 % auf TEUR 3.327 in der Berichtsperiode. Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für bezogene Leistungen und Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zusammen. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich vorwiegend um Aufwendungen für Fremddienstleister.
In der Berichtsperiode hat LS telcom den Einsatz der Fremddienstleister deutlich reduziert. Entsprechend gingen die Aufwendungen für bezogene Leistungen aufgrund der durchgeführten Einsparungen um 18 % auf TEUR 2.372 (i. V. TEUR 2.887) zurück.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen aufgrund von materialintensiver Projekte um 29 % auf TEUR 955 (i. V. TEUR 742).
Der Personalaufwand weist mit TEUR 11.696 (i. V. TEUR 12.084) gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 3 % aus, was auf einen Rückgang des durchschnittlichen Personalbestands auf 285 Mitarbeitende (i. V. 295 Mitarbeitende) zurückzuführen ist.
Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum bei TEUR 2.635 (i. V. TEUR 2.641).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 3.040) reduzierten sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (i. V. TEUR 3.245) um 6 %. Im Vorjahr schlugen hier hohe nicht-cashwirksame Währungsverluste aus der Konzern-Konsolidierung in Höhe von TEUR 118 zu Buche.
Das Finanzergebnis lag bei TEUR ‑194 (i. V. TEUR ‑249). Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen verbesserte sich um TEUR 82 auf TEUR 58.
Die Ertragsteuern liegen mit TEUR 445 unter dem Vorjahresniveau (i. V. TEUR 338). Der wesentliche Anteil dieser Position kommt mit TEUR 272 aus den passiven latenten Steuern.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBIT) im ersten Halbjahr 2024/2025 von TEUR ‑1.374 auf TEUR ‑639. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf Einsparungen bei den Fremddienstleistern und den Personalkosten zurückzuführen.
Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen beträgt TEUR ‑1.078 (i. V. TEUR ‑1.996), entsprechend einem Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) von EUR ‑0,19 (i. V. EUR ‑0,34).
Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2024/2025 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.185 (i. V.
TEUR 2.924) getätigt. Darin enthalten sind neben aktivierten Eigenleistungen auch Erhaltungs- und Neuinvestitionen in Sachanlagen sowie Nutzungsrechte nach IFRS 16.
Gegenüber dem Bilanzstichtag 30.09.2024 ist die Bilanzsumme zum Stichtag 31.03.2025 um 5,2 % bzw. um TEUR 2.124 auf TEUR 39.044 (30.09.2024: TEUR 41.168) gesunken. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die liquiden Mittel zurückzuführen, die von TEUR 7.080 (Stichtag 30.09.2024) auf TEUR 2.049 zurückgegangen sind. Der Rückgang der liquiden Mittel ist hauptsächlich auf Stichtagseffekte sowie der Tilgung von Darlehen zurückzuführen.
Das langfristige Vermögen sank leicht um TEUR 281 auf TEUR 22.441 (30.09.2024: TEUR 22.722) und entsprach 57,5 % des Gesamtvermögens (30.09.2024: 55,0 %). Die aktivierten Entwicklungskosten lagen bei TEUR 10.810 und die Sachanlagen bei TEUR 4.589.
Das kurzfristige Vermögen lag zum Stichtag 31.03.2025 bei TEUR 16.603 und reflektierte 42,5 % des Gesamtvermögens. Der Rückgang um 10 % bzw. um TEUR 1.843 gegenüber dem Stichtag 30.09.2024 ist durch den Rückgang der liquiden Mittel verursacht.
Zum Stichtag der Berichtsperiode lag das Eigenkapital der LS telcom Gruppe bei TEUR 12.998 und damit TEUR 1.319 unter dem Wert in Höhe von TEUR 14.317 zum 30.09.2024, bedingt durch das negative Ergebnis der Berichtsperiode. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich entsprechend leicht von 34,8 % auf 33,3 %.
Die langfristigen Verbindlichkeiten gingen leicht von TEUR 14.555 auf TEUR 14.096 zum Stichtag 31.03.2025 zurück, im Wesentlichen durch den Rückgang der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.532 auf TEUR 10.012. Die langfristigen Verbindlichkeiten entsprachen 36,1 % der Bilanzsumme (30.09.2024: 35,6 %).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen um 2,8 % bzw. um TEUR 346 auf TEUR 11.950 zurück. Damit betrug der Anteil an der Bilanzsumme 30,6 %. (30.09.2024: 29,9 %).
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit verringerte sich in der Berichtsperiode auf TEUR ‑1.402 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (TEUR 1.837).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei TEUR ‑2.130 (i. V. TEUR ‑2.917), im Wesentlichen getrieben von Investitionen in die weitere Entwicklung der mySPECTRA Plattform-Komponenten.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich von TEUR 4.832 im Vorjahreszeitraum auf TEUR ‑1.476 in der Berichtsperiode, im Wesentlichen durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens im Vorjahr.
Damit reduzierte sich der Finanzmittelfonds von TEUR 7.079 zu Beginn der Periode auf TEUR 2.048 zum Ende der Periode. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf Stichtagseffekte und die Rückzahlung eines Darlehens zurückzuführen.
Hinsichtlich der für den LS telcom Konzern einschlägigen Risiken für die künftige Entwicklung und des im Konzern umgesetzten Risikomanagements wird auf die Ausführungen im letzten Geschäftsbericht 2023/2024 verwiesen.
Nach aktuellem Kenntnisstand, des vergleichsweisen guten Auftragsbestands von EUR 40,10 Mio. und basierend auf den bereits im Konzern getroffenen Vorkehrungen, geht das Management davon aus, dass im zweiten Geschäftshalbjahr die Umsatzerlöse im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres steigen werden. Die erwarteten steigenden Umsätze in Kombination mit einem strikten Kostenmanagement sollten im zweiten Geschäftshalbjahr 2024/2025 auch zu einem deutlich verbesserten EBIT führen.
Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage und der damit verbundenen Priorisierung staatlicher Investitionen im militärischen Bereich sowie infolge der schwachen wirtschaftlichen Dynamik in wichtigen Absatzmärkten der LS telcom Gruppe bleibt das Risiko, dass Umsätze aus bestehenden Aufträgen nicht vollständig im erwarteten Umfang realisiert werden können und potenzielle Aufträge nicht im erwarteten Umfang oder Zeitraum vergeben werden.
In der Summe bestehen nach Einschätzung des Vorstands derzeit keine Risiken, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des LS telcom Konzerns akut gefährden könnten.
Es treffen die im Geschäftsbericht 2023/2024 zu den Chancen der künftigen Entwicklung gemachten Ausführungen unverändert zu.
Trotz der aktuellen Unsicherheiten für das Investitionsverhalten von Behörden und Ministerien in Funkkommunikations- und Frequenz-Managementsystemen, bewertet der Vorstand die Chancen für die künftige Entwicklung des Konzerns weiterhin als sehr gut. Es ist dabei entscheidend, die LS telcom Gruppe auf die beobachteten Veränderungen zu positionieren, da neue Koalitionen sowohl auf Länderebene als auch bei potenziellen Geschäftspartnern entstehen. Dazu gehören beispielsweise die kostensenkende Entwicklungsabteilung in Indien, sowie lokale kleine Zentren bei wichtigen Kundengruppen, um dem "Buy Local" Gedanken und den Sicherheitsbedürfnissen dieser Kunden gerecht zu werden. Dies erfordert an manchen Stellen Anfangsinvestitionen, speziell auch durch die Anstellung lokal sicherheitsüberprüften Personals, was jedoch eine notwendige Voraussetzung ist, um lokal Kunden bedienen zu können.
Derzeit findet eine erhebliche Umschichtung der Budgets in Europa und im Nahen Osten statt, weg von rein zivilen Projekten hin zu gemischten oder rein militärischen Projekten. Es war daher wichtig, bereits Lösungen parat zu haben, die nun an die erweiterten Anforderungen im strategischen und taktischen Bereich angepasst werden. Das betrifft insbesondere den Sektor der Frequenzplanungs- und Verwaltungssoftware. Darüber hinaus bietet auch die softwareunterstützte und KI-verstärkte Hardwareseite viele neue Möglichkeiten.
Der Vorstand sieht insbesondere die folgenden drei Wachstumstreiber für die zukünftige Geschäftsentwicklung:
Erstens: LS telcom erwartet weiterhin, dass Regulierungsbehörden und Ministerien im Bereich Telekommunikation trotz der derzeitigen Budgetrestriktionen und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung ihre klassischen Systeme zum Management von Funkfrequenzen und -spektrum, aufgrund der zunehmenden Komplexität und der steigenden Nachfrage nach Spektrumkapazitäten, mittel- und langfristig digitalisieren und durch moderne Software-Systeme ersetzen werden. Mit mySPECTRA hat LS telcom ein weltweit führendes und modernes System hierfür entwickelt. Mit weltweit mehreren hundert Bestandskunden geht LS telcom davon aus, von dem anstehenden Ersatz- und Upgrade-Zyklus in hohem Maße profitieren zu können, wenn auch mit einem größeren zeitlichen Versatz als ursprünglich angenommen.
Zweitens: Die Lösungen von LS telcom sind branchenübergreifend einsetzbar. Gleichzeitig werden Funkfrequenzen und Spektrum-Management-Lösungen in immer mehr Anwendungsbereichen benötigt: Industrie, Logistik, Infrastruktur, Sicherheitsbehörden, um nur einige zu nennen. Daher geht der Vorstand davon aus, zunehmend Projekte außerhalb der klassischen Kernmärkte der LS telcom Gruppe gewinnen zu können. Damit werden die Umsatzbasis verbreitert und neue Wachstumsbereiche erschlossen.
Drittens: Die neue geopolitische Lage hat zu einem deutlichen Anstieg der Budgets für Verteidigung und Militär geführt. Funkfrequenz- und Frequenz-Management spielt dabei eine bedeutende Rolle, so dass Armeen im Feld sicher kommunizieren können. Kurzfristig erwartet LS telcom in diesem Bereich eine deutlich steigende Nachfrage. LS telcom hat rechtzeitig ihr Produktportfolio und ihre Lösungen in diesem Bereich weiter ausgebaut und vertieft und geht davon aus, von dem Investitionszyklus im militärischen Bereich erheblich profitieren zu können.
In der Vergangenheit hatte LS telcom eine hohe Abhängigkeit von Großprojekten. Mit der zunehmenden Erschließung von Vertikalmärkten geht LS telcom davon aus, ihre Abhängigkeit von solchen Großprojekten reduzieren zu können.
Eine zusätzliche tragende Säule für das zukünftige Wachstum stellen die wiederkehrenden Erlöse, insbesondere aus Wartungsverträgen, dar. Im ersten Halbjahr trugen die wiederkehrenden Erlöse wieder stabil zu den Umsatzerlösen des Segments Softwaresysteme bei. Der Vorstand geht davon aus, in den nächsten Jahren den Anteil der wiederkehrenden Erlöse sukzessive steigern zu können.
Der derzeit im Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand, aus dem sich ab dem Berichtsstichtag neuer Umsatz generieren lässt, beträgt insgesamt EUR 40,1 Mio. (i. V. EUR 34,3 Mio.). Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen sich daraus in den verbleibenden zwei Quartalen des Geschäftsjahres noch Umsatzerlöse von EUR 16,3 Mio. (i. V. EUR 15,5 Mio.) erwirtschaften. Darüber hinaus liegen der LS telcom großvolumige Anfragen und potenzielle Zuschläge vor, die im zweiten Halbjahr zu Vertragsunterzeichnungen und darauf folgend zu Umsatzrealisierungen führen sollten.
Unter Berücksichtigung dieser Erwartungen bestätigt der Vorstand die Prognose für das Geschäftsjahr 2024/2025, einen Umsatz in dem Korridor von EUR 41,0 Mio. bis EUR 46,0 Mio. und ein Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) in der Bandbreite von TEUR 800 bis EUR 1,9 Mio. zu erzielen.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe.
Im ersten Halbjahr 2024/2025 bzw. 2023/2024 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
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| in TEUR 01.10.2024 - 31.03.2025 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 27 | 0 | 27 |
| Materialaufwand | 55 | 0 | 55 |
| Sonstige Aufwendungen | 2 | 103 | 105 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 15 | 15 |
| Forderungen | 11 | 0 | 11 |
| Verbindlichkeiten | 8 | 0 | 8 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 11 | 11 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 57 | 57 |
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| in TEUR 01.10.2023 - 31.03.2024 | Assoziierte Unternehmen | Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 82 | 0 | 82 |
| Materialaufwand | 104 | 0 | 104 |
| Sonstige Aufwendungen | 4 | 102 | 105 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 14 | 14 |
| Forderungen | 86 | 0 | 86 |
| Verbindlichkeiten | 5 | 0 | 5 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 11 | 11 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 29 | 29 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
Mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung am 20.03.2025 hat das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Hans-Peter Burghof sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. Mit der Neuwahl wurde bei der Hauptversammlung Herr Mario Lebherz zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt.
Beim Vorstand haben sich keine personellen Änderungen ergeben.
Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen gehalten werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen:
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| Zahl der Aktien | 31.03.2025 | 31.03.2024 |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Dr. Georg Schöne | 1.234.843 | 1.234.843 |
| Dipl.-Ing. Roland Götz | 4.148 | 4.148 |
| Aufsichtsrat | ||
| Dr. Winfried Holtermüller | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Winfried Lieber | 100 | 100 |
| Paul de Schrijver | 5.773 | 5.773 |
| Mario Lebherz | 500 | keine Angabe |
| Prof. Dr. Hans-Peter Burghof (bis 20.03.2025) | 0 | 0 |
Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 16. Juni 2025
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Dr. Georg Schöne | Dipl.-Ing. Roland Götz |
Hinweis
Dieser Finanzbericht enthält Aussagen und Informationen der LS telcom Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind an Formulierungen wie "planen", "erwarten", "beabsichtigen", "anstreben", "werden", "einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein" oder ähnlichen Begriffen zu erkennen. Derartige Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und derzeitigen Erwartung getroffen und können von der tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch negativ mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl national als auch international, Änderungen der politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen, Änderungen des Investitionsverhaltens in den für die LS telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten, Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen, Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren Faktoren. LS telcom übernimmt über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu korrigieren bzw. zu aktualisieren.
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| Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2024/2025 | Anfang Dezember 2025 |
| Geschäftsbericht 2024/2025 | 31. Dezember 2025 |
| Ordentliche Hauptversammlung in Lichtenau | 12. März 2026 |
Dr. Georg Schöne
CEO
Dipl.-Ing. Roland Götz
COO
Luisa Schlenker
Investor Relations
LS telcom AG
Im Gewerbegebiet 31-33
D-77839 Lichtenau
Tel.: +49 (0) 7227 9535 600
Fax: +49 (0) 7227 9535 605
E-Mail: [email protected]
Sitz der Gesellschaft: Lichtenau (Baden) Registergericht: Mannheim (HRB 211164) Wertpapierkennnummer ISIN: DE0005754402
Bildnachweis: iStock.com; LS telcom AG, Lichtenau
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