Interim / Quarterly Report • Aug 10, 2017
Interim / Quarterly Report
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Der vorliegende Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 beinhaltet den Konzern-Zwischenlagebericht und den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss der 4SC AG G, 4SC-Konzern" oder "4SC") zum 30. Juni 2017, ergänzt um eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Er sollte zusammen mit dem 4SC-Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2016 und der Zwischenmitteilung zum 31. März 2017 gelesen werden.
Der vorliegende Bericht enthält bestimmte zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die im Geschäftsbericht 2016 im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" sowie ergänzend im Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 ohne Anspruch auf Vollständigkeit beschrieben werden. Diese Risiken und Unsicherheiten entziehen sich in vielen Fällen der Kontrolle von 4SC und können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsbezogenen Aussagen in Erwägung gezogen werden. 4SC übernimmt ausdrücklich keine Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, zu aktualisieren oder zu revidieren.
Das biopharmazeutische Unternehmen 4SC entwickelt niedermolekulare Medikamente, die Krebskrankheiten mit hohem medizinischen Bedarf bekämpfen. Diese Medikamente sollen den Patienten innovative Behandlungsmöglichkeiten bieten, die besser verträglich und wirksamer sind als bestehende Therapien und eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Die Pipeline des Unternehmens ist durch ein umfangreiches Patentportfolio geschützt und umfasst vielversprechende Produkte in verschiedenen Phasen der präklinischen und klinischen Entwicklung. Die Hauptprodukte des Unternehmens sind Resminostat, 4SC-202 und 4SC-208.
4SC geht für künftiges Wachstum und Wertsteigerung Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen ein und wird zugelassene Medikamente in ausgewählten Regionen schließlich auch selbst vermarkten. Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und beschäftigte am 30. Juni 2017 insgesamt 45 Mitarbeiter. 4SC ist seit Dezember 2005 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Eine detaillierte Beschreibung von 4SC und seiner Entwicklungsaktivitäten findet sich im Abschnitt "Zusammengefasster Lagebericht" des Geschäftsberichts 2016 auf Seite 25 ff. Der vorliegende Halbjahresbericht fasst die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in den ersten sechs Monaten 2017 und danach zusammen. Bezüglich der in diesem Zeitraum veröffentlichten Ad-hoc- und Pressemeldungen wird auf das"Media Center" im Bereich"Investoren & Medien" auf der 4SC-Homepage unter www.4SC.de verwiesen.
Im Hl 2017 verzeichneten die Branchenindizes NASDAQ Biotechnology und DAXsubsector Biotechnology ansehnliche Zuwachsraten von +17% bzw. +19%. Hauptursächlich hierfür waren eine Reihe von positiven klinischen Katalysatoren. Dem Brancheninformationsdienst BioCentury zufolge sind in H1 2017 weltweit 36 Unternehmen an die Börse gegangen, was gegenüber 35 Börsengängen im Vergleichszeitraum 2016 ein nahezu unverändertes Niveau darstellt. Die Emissionserlöse lagen bei insgesamt 2,3 Mrd. US-$ und damit etwa um 25% über der Vergleichszahl von 1,8 Mrd. US-$ von H1 2016. Durch Kapitalerhöhungen konnten weitere 8,8 Mrd. US-$ generiert werden, mehr als doppelt so viel wie die in H1 2016 eingesammelten 3,9 Mrd. US-$.
Der deutschen Investmentbank FCF zufolge gab es in H1 2017 im europäischen Biotechnologiesektor sechs Börsengänge mit Emissionserlösen von insgesamt 309 Mio. US-$. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 mit 23 Börsengängen europäischer Biotechnologieunternehmen ist dies deutlich weniger als die Hälfte. Darüber hinaus konnten europäische biopharmazeutische Unternehmen gemäß einer Datenanalyse von GlobalData durch Kapitalerhöhungen 871 Mio. US-$ an Mitteln beschaffen, ebenfalls weniger als die Hälfte der im Geschäftsjahr 2016 eingesammelten 2,1 Mrd. US-$. Während in H1 2017 keine Börsengänge deutscher Biotechnologieunternehmen stattfanden, konnten dem Datenlieferanten GlobalData zufolge einige Unternehmen erfolgreiche Folgeemissionen platzieren, unter anderem Medigene (22,6 Mio. US-$), MagForce (5,6 Mio. US-$) und CytoTools (1,5 Mio. US-$).
In H1 2017 fokussierte 4SC seine Entwicklungsaktivitäten weiterhin auf die eigenen innovativen Medikamentenkandidaten im Bereich der Krebstherapien: die klinischen Kandidaten Resminostat und 4SC-202 sowie den präklinischen Wirkstoff 4SC-208.
Resminostat wird oral verabreicht und hemmt Tumorwachstum und -ausbreitung, führt zum Tumorrückgang und verstärkt die körpereigene Immunantwort gegen Krebs. Resminostat wurde bisher bei Patienten in einer Reihe fortgeschrittener Krebserkrankungen untersucht und hat sich dabei als gut verträglich erwiesen. Erste positive Ergebnisse zur Wirksamkeit von Resminostat haben sich bereits in Monotherapie bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom gezeigt sowie in Kombination mit der Standardtherapie Sorafenib bei ausgewählten Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC). Aktuell wird Resminostat im Rahmen der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie RESMAIN beim kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL) sowie in einer Phase-II-Studie des 4SC-Kooperationspartners Yakult Honsha Co, Ltd. (Yakult Honsha) bei Bauchspeicheldrüsen- und Gallengangkrebs untersucht.
4SC hat die zulassungsrelevante RESMAIN-Studie in CTCL im Jahr 2016 gestartet. RESMAIN ist eine in Europa durchgeführte randomiserte, doppelt verblindete, Placebo-kontrollierte klinische Phase-II-Studie und untersucht das Potenzial von Resminostat als Erhaltungstherapie, die das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten mit fortgeschrittenem CTCL verzögern oder verhindern soll, die zuvor von einer systemischen Therapie profitiert haben. 4SC legte Anfang 2016 das endgültige Studiendesign entsprechend dem "Scientific Advice" der europäischen Arzneimittelbehörde EMA fest, und im Dezember 2016 erfolgte der Einschluss des ersten Patienten. Die Studie soll mit insgesamt 150 Patienten in etwa 50 Studienzentren in elf europäischen Ländern und möglicherweise in Japan durchgeführt werden. Die Eröffnung der Studienzentren und der Einschluss der Patienten verlaufen nach Plan.
Im Januar 2017 wurden die vollständigen Ergebnisse einer von Yakult Honsha durchgeführten Phase-II-Studie mit Resminostat in Kombination mit der Standardtherapie Sorafenib als Erstlinien-therapie in HCC bekanntgegeben. Basierend auf diesen Ergebnissen prüft 4SC derzeit die Weiterentwicklung von Resminostat in der Indikation HCC mit einer kleinen Anzahl potenzieller Partner mit Fokus auf China und ggf. anderen ausgewählten asiatischen Ländern, in denen die Erkrankung im weltweiten Vergleich besonders häufig auftritt.
Im Juni 2017 präsentierte 4SC aktuelle Forschungsergebnisse beim Cancer Immunotherapy and Combinations Symposium im Rahmen des World Preclinical Congress in Boston, USA, und zeigte Daten aus einem präklinischem Modell, nach denen Resminostat die Interaktion der "natürlichen Killerzellen" des Immunsystems mit Krebszellen erhöht. Damit konnte der Wirkmechanismus des Medikaments weiter verdeutlicht werden.
4SC-202 ist ein oral verabreichter niedermolekularer Wirkstoff zur Behandlung von Krebs mit einem einzigartigen epigenetischen Wirkmechanismus. Er hemmt sowohl Histon-Deacetylase-Proteine der Klasse 1 als auch die Lysin-spezifische Demethylase (LSD1), die beide eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Signalwegen in Krebszellen spielen.
4SC-202 wurde in einer Phase-I-Studie mit 24 meist intensiv vorbehandelten Patienten mit verschiedenen weit fortgeschrittenen Blutkrebsarten untersucht und hat sich dabei als gut verträglich erwiesen. Mit einer 28 Monate anhaltenden vollständigen und einer 8 Monate anhaltenden teilweisen Remission wurden bereits vielversprechende Anzeichen auf Wirksamkeit beobachtet.
Präklinische Untersuchungen deuten stark darauf hin, dass 4SC-202 die Tumor-gerichtete Immunantwort verstärkt und dass die Kombination von 4SC-202 mit Checkpoint-Inhibitoren besser gegen Krebs wirkt als die Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren allein. Auf dieser Basis hat 4SC in H1 2017 die Vorbereitungen für zwei weitere Phase-II-Studien begonnen, SENSITIZE und EMERGE. Die SENSITIZE-Studie soll den Wirkstoff 4SC-202 in Kombination mit einem PD-1 Antikörper zur Behandlung von Patienten mit Melanom untersucht, die nicht auf PD-1 Antikörper ansprechen. In der EMERGE-Studie soll 4SC-202 auch in Kombination mit einem immun-onkologischen Wirkstoff, einem PD-L1 Antikörper, zur Behandlung von gastrointestinalen Tumoren geprüft werden. Der Start beider Studien ist für H2 2017 geplant.
Daten aus präklinischen in vivo Modellen belegen die Wirksamkeit von 4SC-208 bei der Hemmung des Hedgehog/GLI-Signalwegs. Die Hemmung dieses Signalwegs hat sich als hochwirksame Strategie herausgestellt, um Krebsstammzellen daran zu hindern, Tumorgewebe zu bilden, und um die Entwicklung, Verbreitung und das Überleben von Tumoren zu hemmen. Bisher verfügbare Hedge-hog-Blocker greifen noch vor dem Transkriptionsfaktor GLI in den Signalweg ein, während 4SC-208 auf Höhe von GLI hemmt. Der Wirkstoff ist daher potenziell in der Lage, das bei den derzeit verfügbaren Inhibitoren beobachtete Wiederauftreten eines Tumors und Rückfälle zu verhindern.
4SC ist überzeugt davon, dass 4SC-208 ein vielversprechender Medikamentenkandidat ist und hat das fortgeschrittene Basalzellkarzinom (BCC) als mögliche erste Zielindikation ausgemacht. Bei BCC ist die Fehlregulation des Hedgehog/GLI-Signalwegs bei etwa 95% verantwortlich für die Tumorentstehung. Zudem würde eine gute Tumorzugänglichkeit die Durchführung fortlaufender Biopsien zur Bestätigung des Wirkmechanismus von 4SC-208 ermöglichen. Die formelle präklinische Untersuchung von 4SC-208 hat in H1 2017 begonnen und soll 2018 beendet werden. Unmittelbar darauf ist eine klinische Studie der Phase-I geplant.
Zwischen Ende Juni und Anfang Juli 2017 führte 4SC eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch und erzielte dadurch Bruttoerlöse in Höhe von ca. 41 Mio. €. Insgesamt 11.681.867 angebotene Aktien wurden zu einem Zeichnungspreis von 3,50 € je Aktie zum wesentlichen Teil an die bestehenden Aktionäre und in einer nachfolgenden Platzierung der verbleibenden Aktien (sog. Rump Shares) an mehrere neue institutionelle Anleger ausgegeben. Infolge der Transaktion erhöhte sich das Grundkapital von zuvor 18.966.646 € bzw. 18.966.646 Aktien auf 30.648.513 € bzw. 30.648.513 Aktien.
Zum 30. Juni 2017 waren im 4SC-Konzern einschließlich des 4SC-Vorstands insgesamt 45 Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2016: 49). Der Anteil des weiblichen Personals hat sich zum 30. Juni 2017 mit 64% gegenüber Ende 2016 nicht signifikant verändert.
Im H1 2017 arbeiteten durchschnittlich 47 Personen (Headcount) im 4SC-Konzern (H1 2016: 64). Durch Teilzeitbeschäftigte und die Mitarbeiter in Elternzeit lag die Zahl der Vollzeitäquivalente zum 30. Juni 2017 bei 39 (Full Time Equivalents, FTEs), im Vergleich zu 44 FTEs zum 31. Dezember 2016. Hiervon arbeiteten zum Ende des ersten Halbjahres 2017 71% (31. Dezember 2016: 70%) im Bereich Forschung und Entwicklung, die restlichen 29% (31. Dezember 2016: 30%) in den Bereichen Business Development und Verwaltung.
Der 4SC-Konzern, bestehend aus der 4SC AG und der hundertprozentigen Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH (4SC Discovery), weist konsolidierte Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 sowie die Vergleichsperiode des Geschäftsjahres 2016 aus. Im Gegensatz zu den Vorjahren beschränkt sich die Beschreibung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Berichtszeitraum auf die wichtigsten/wesentlichen Ereignisse.
Im Q2 2017 stiegen die Konzernumsatzerlöse um 39% auf 614 T€ (Q2 2016: 442 T€), und in H1 2017 stiegen die Umsatzerlöse um 10% auf 936 T€ (H1 2016: 854 T€). Sowohl in Q2 2017 als auch in H1 2017 wurden die Umsatzerlöse hauptsächlich durch die Erfassung von Umsatzabgrenzungsposten für erhaltene Vorauszahlungen von den Kooperationspartnern Yakult Hon-sha und Guangzhou LingSheng Pharma Tech Co., Ltd. (Link Health) beeinflusst. Zudem erhielt 4SC in Q2 2017 eine Meilensteinzahlung von Link Health.
Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Verwaltungskosten, beliefen sich in Q2 2017 auf 2.891 T€ (Q2 2016: 4.976 T€) und in H1 2017 auf 6.599 T€ (H1 2016: 8.556 T€). Im Vergleich zum Vorjahr fielen die betrieblichen Aufwendungen damit um 42% (Q2) bzw. 23% (H1) niedriger aus, was auf die verstärkte Konzentration von 4SC auf die Kernprodukte sowie die Veräußerung des operativen Geschäfts der 4SC Discovery GmbH (4SC Discovery) im April 2016 zurückzuführen war.
In Q2 2017 lagen die Forschungs- und Entwicklungskosten bei 2.172 T€ (4.006 T€ in Q2 2016) und in H1 2017 bei 5.037 T€ (6.386 T€ in H1 2016). Die Forschungs- und Entwicklungskosten machen damit weiterhin den Großteil der Aufwendungen aus.
Die Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten gingen in Q2 2017 auf 719 T€ (Q2 2016: 970 T€) und in H1 2017 auf 1.562 T€ (H1 2016: 2.170 T€) zurück.
Bedingt durch die Veräußerung der wesentlichen Teile der operativen Wirtschaftsgüter der Tochter 4SC Discovery an die BioNTech Small Molecules GmbH war bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in H1 2017 ein erheblicher Rückgang auf 76 T€ zu verzeichnen (H1 2016: 1.001 T€).
Der Periodenverlust verringerte sich in Q2 2017 um 35% auf 2.295 T€ (Q2 2016: 3.534 T€) und ging in H1 2017 um 15% auf 5.613 T€ zurück (H1 2016: 6.639 T€).
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 6.685 T€ (31. Dezember 2016: 7.096 T€) und bestehen im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 6.094 T€ (31. Dezember 2016: 6.499 T€).
Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen zum 30. Juni 2017 auf 5.485 T€ zurück (31. Dezember 2016: 11.959 T€), was auf den geringeren Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 4.638 T€ zurückzuführen ist (31. Dezember 2016: 10.048 T€).
Der Rückgang des Eigenkapitals von 15.273 T€ zum 31. Dezember 2016 auf 9.373 T€ zum 30. Juni 2017 ergibt sich im Wesentlichen durch den Periodenverlust von 5.613 T€. Dadurch erhöhte sich der Bilanzverlust von 149.350 T€ zum Ende 2016 auf 154.963 T€ zum 30. Juni 2017. Darüber hinaus wurde durch die Transaktionskosten im Zusammenhang mit der in Q3 2017 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung die Kapitalrücklage reduziert. Infolgedessen sank die Eigenkapitalquote von 80,2% zum Ende 2016 auf 77,0% zum Ende von H1 2017.
Die langfristigen Schulden gingen zum 30. Juni 2017 um 8% auf 482 T€ zurück (31. Dezember 2016: 525 T€).
Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich wie erwartet um 29% auf 2.315 T€ (31. Dezember 2016: 3.257 T€). In dieser Position enthalten sind die Schulden aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 735 T€ (31. Dezember 2016: 834 T€), Umsatzabgrenzungen in Höhe von 545 T€ (31. Dezember 2016: 992 T€) sowie sonstige Schulden in Höhe von 1.035 T€ (31. Dezember 2016: 1.431 T€).
Der Mittelabfluss aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich in H1 2017 auf -5.426 T€ (H1 2016: -8.037 T€), was den Periodenverlust von 5.613 T€ widerspiegelt (H1 2016: Nettoverlust von 6.639 T€).
In H1 2017 betrug der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit Null € (H1 2016: Mittelabfluss von 1.500 T€). Der negative Cashflow im Vorjahr war auf die Rückzahlung der Restschuld im Zusammenhang mit dem Darlehen der Santo Holding (Deutschland) GmbH zurückzuführen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 4.638 T€ (31. Dezember 2016: 11.333 T€). Der durchschnittliche monatliche operative Finanzmittelabfluss lag im 1. Halbjahr 2017 bei 902 T€ (H1 2016: 1.243 T€).
Für eine ausführliche Beschreibung der im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehenden Risiken und Chancen sowie des computergestützten Risikomanagement- und Controlling-Systems des Unternehmens wird auf die Seiten 46 bis 58 des Geschäftsberichts 2016 verwiesen. Im Vergleich zu Ende März, als der Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht wurde, haben sich die Risiken von 4SC in Bezug auf eine ausreichende Eigenkapitaldeckung durch eine im Juli 2017 erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung, die einen Bruttoerlös von ca. 41 Mio. € erzielte, wesentlich verringert. Auf der Grundlage der aktuellen Mittelausstattung und Planung kann 4SC nun seine Entwicklungsstrategie für Resminostat, 4SC-202 und 4SC-208 bis ins Jahr 2020 finanzieren. Darüber hinaus ist die Risiko- und Chancenlage weitgehend unverändert geblieben. Der Eintritt der im Geschäftsbericht beschriebenen Risiken könnte einzeln oder in Kombination einen negativen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von 4SC haben.
Hinsichtlich der Entwicklung der Biotechnologiebranche ist der Brancheninformationsdienst BioCentury relativ optimistisch, da Anleger von einem reduzierten Risiko für drastische Preissenkungsmaßnahmen in den USA ausgehen sowie von einem vernünftigen Bewertungsniveau und einer großen Bandbreite an erwarteten wichtigen Nachrichten. Dies kann dazu führen, dass ein breiteres Investorenspektrum Geld in die Branche investiert.
4SC fokussiert seine Entwicklungsstrategie weiterhin auf seine wichtigsten Medikamentenkandidaten Resminostat, 4SC-202 und 4SC-208. Siehe Abschnitt 1.2.1 ("Medikamentenentwicklung") für weitere Informationen zu diesen Kandidaten.
Bei Resminostat setzt 4SC die derzeit nach Plan verlaufende Rekrutierung von Patienten für die laufende zulassungsrelevante RESMAIN-Studie fort. Nach wie vor werden erste Ergebnisse in H1 2019 erwartet. Falls sich diese als positiv erweisen, plant 4SC für das Medikament Zulassungsanträge in Europa, den USA und möglicherweise in Japan einzureichen.
4SC wird in H2 2017 zwei weitere Phase-II-Studien mit 4SC-202 starten - SENSITIZE und EMERGE. In der Phase-II-Studie SENSITIZE wird 4SC-202, in Kombination mit einem PD-1 Antikörper zur Behandlung von Patienten mit Melanom untersucht, die nicht auf die Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren ansprechen. Erste Ergebnisse der Studie erwartet 4SC in H2 2018. In der Phase-II-Studie EMERGE soll 4SC-202 auch in Kombination mit einem PD-L1 Antikörper zur Behandlung von Mikrosatelliten-stabilen gastrointestinalen Tumoren untersucht werden. Diese Tumore sind für etwa 80% der Darmkrebsarten verantwortlich. 4SC rechnet damit, dass erste Ergebnisse hierzu in 2019 verfügbar sein werden.
Und schließlich wird 4SC-208 weiterhin bis 2018 die formelle präklinische Entwicklung durchlaufen. Diese Studien sollen die Vorbereitung einer klinischen Studie der Phase I/II ermöglichen, die 4SC unmittelbar danach beginnen will.
Zusätzlich plant 4SC weitere Lizenzabkommen mit biopharmazeutischen Unternehmen, um die Weiterentwicklung und Kommerzialisierung seiner nicht strategisch relevanten Produkte sicherzustellen und um die Liquiditätslage zu verbessern.
Zum Ende von H1 2017 verfügte der 4SC-Konzern über einen Finanzmittelbestand von 4.638 T€. Unter Berücksichtigung der Erlöse aus der Barkapitalerhöhung im Juli 2017 von brutto ca. 41 Mio. € sowie der aktuellen Finanzplanung und der avisierten operativen Tätigkeiten nimmt der Vorstand von 4SC eine Anpassung der bestehenden Gesamtjahresprognose 2017 für den durchschnittlichen monatlichen Barmittelverbrauch von 600 T€ bis 1.400 T€ auf 1.000 T€ bis 1.400 T€ vor. Zudem geht der Vorstand davon aus, dass der verfügbare Finanzmittelbestand bis ins Jahr 2020 ausreichend sein dürfte.
Planegg-Martinsried, den 7. August 2017
Dr. Jason Loveridge
Alleinvorstand
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| in Tausend Euro, wenn nicht anders angegeben | Q2 2017 | Q2 2016 | 6M 2017 | 6M 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 614 | 442 | 936 | 854 |
| Umsatzkosten | -23 | -59 | -90 | -152 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 591 | 383 | 846 | 702 |
| Vertriebskosten | -83 | -125 | -158 | -212 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.172 | -4.006 | -5.037 | -6.386 |
| Verwaltungskosten | -613 | -786 | -1.314 | -1.806 |
| Sonstige Erträge | 11 | 969 | 76 | 1.001 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -2.266 | -3.565 | -5.587 | -6.701 |
| Finanzergebnis | ||||
| Ergebnisanteile an Beteiligungen nach der Equity-Methode | 0 | 93 | 0 | 135 |
| Finanzerträge | 4 | 10 | 16 | 28 |
| Finanzaufwendungen | 0 | -11 | -9 | -40 |
| Finanzergebnis | 4 | 92 | 7 | 123 |
| Ergebnis vor Steuern | -2.262 | -3.473 | -5.580 | -6.578 |
| Ertragsteuern | -33 | -61 | -33 | -61 |
| Periodenergebnis = Konzern-Gesamtergebnis | -2.295 | -3.534 | -5.613 | -6.639 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert; in €) | -0,12 | -0,19 | -0,30 | -0,35 |
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| in Tausend Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.094 | 6.499 |
| Sachanlagen | 211 | 222 |
| Geleistete Anzahlungen | 279 | 275 |
| Sonstige Vermögenswerte | 101 | 100 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 6.685 | 7.096 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 355 | 95 |
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 1.285 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.638 | 10.048 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 23 | 13 |
| Sonstige Vermögenswerte | 469 | 518 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 5.485 | 11.959 |
| Bilanzsumme | 12.170 | 19.055 |
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| in Tausend Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 18.967 | 18.967 |
| Agio | 143.335 | 143.829 |
| Rücklagen | 2.034 | 1.827 |
| Bilanzverlust | -154.963 | -149.350 |
| Summe Eigenkapital | 9.373 | 15.273 |
| Langfristige Schulden | ||
| Umsatzabgrenzungsposten | 443 | 493 |
| Sonstige Schulden | 39 | 32 |
| Summe langfristige Schulden | 482 | 525 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 735 | 834 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 545 | 992 |
| Sonstige Schulden | 1.035 | 1.431 |
| Summe kurzfristige Schulden | 2.315 | 3.257 |
| Bilanzsumme | 12.170 | 19.055 |
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| in Tausend Euro | 6M 2017 | 6M 2016 |
|---|---|---|
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | -5.580 | -6.639 |
| Anpassungen für Posten der Gesamtergebnisrechnung | ||
| Abschreibungen | 430 | 480 |
| Finanzergebnis | -6 | -108 |
| Aktienoptionen | 207 | 0 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen | -60 | -496 |
| Veränderungen der Bilanzposten | ||
| Vorratsvermögen | 0 | 15 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -260 | -612 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0 | 3 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | -10 | -12 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.334 | -145 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | -99 | 59 |
| Umsatzabgrenzungsposten | -496 | 59 |
| Sonstige Schulden | -884 | -91 |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 7 |
| Gezahlte Zinsen | -3 | -557 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 0* | 0* |
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit | -5.426 | -8.037 |
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | 0 | -60 |
| Erwerb von Sachanlagen | -23 | -13 |
| Erlöse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten | 0 | 382 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen | 39 | 269 |
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | 16 | 578 |
| Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Tilgung von Gesellschafterdarlehen | 0 | -1.500 |
| Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | -1.500 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -5.410 | -8.959 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 10.048 | 21.476 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 4.638 | 12.517 |
* Die Quellensteuer bezüglich der ausgelösten Meilensteinzahlungen von Guangzhou LingSheng Pharma Tech Co., Ltd. (Link Health) in H1 2017 und H1 2016 wurden erst bei Fälligkeit zu Beginn von Q3 2017 bzw. Q3 2016 gezahlt.
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| Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend Euro | Gezeichnetes Kapital |
Agio | Aktien- optionen |
Gewinn- rücklage |
Bilanz- verlust |
Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Saldo zum 01.01.2016 | 18.967 | 143.829 | 1.749 | 67 | -138.184 | 26.428 |
| Konsolidiertes Gesamtergebnis 6M 2016 | -6.639 | -6.639 | ||||
| Konsolidiertes Periodenergebnis 6M 2016 | -6.639 | -6.639 | ||||
| Saldo zum 30.06.2016 | 18.967 | 143.829 | 1.749 | 67 | -144.823 | 19.789 |
| Saldo zum 01.01.2017 | 18.967 | 143.829 | 1.760 | 67 | -149.350 | 15.273 |
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2016/2016)* | 207 | 207 | ||||
| Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Aufwendungen | -494 | -494 | ||||
| Konsolidiertes Gesamtergebnis 6M 2017 | -5.613 | -5.613 | ||||
| Konsolidiertes Periodenergebnis 6M 2017 | -5.613 | -5.613 | ||||
| Saldo zum 30.06.2017 | 18.967 | 143.335 | 1.967 | 67 | -154.963 | 9.373 |
* ESOP: Employee Share Option Program.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie von der EU übernommen wurden - unter Berücksichtigung des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nach den Vorgaben des International Accounting Standards Boards (IASB) erstellt. Die Empfehlungen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt. Vom IASB verabschiedete und von der EU übernommene neue Standards werden grundsätzlich ab dem Geschäftsjahr angewendet, ab dem die Anwendung verpflichtend ist.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2017 umfasst neben der in Planegg-Martinsried ansässigen 4SC AG auch die 100%ige Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH, Planegg-Martinsried (zusammen "4SC-Konzern" oder "4SC"), im Wege der Vollkonsolidierung. Darüber hinaus werden im vorliegenden Abschluss die folgenden Unternehmen berücksichtigt:
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| Unternehmen / Sitz | Bewertet als | Bewertet gemäß |
|---|---|---|
| Panoptes Pharma Ges.m.b.H., Wien, Österreich | assoziiertes Unternehmen | IAS 28 |
Der Konzern-Zwischenbericht wurde durch den Vorstand am 7. August 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. Die gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (in der Fassung vom 2. Februar 2017) empfohlene Erörterung des Zwischenberichts zwischen Prüfungsausschuss und Vorstand fand am 26. Juli 2017 in Form einer Telefonkonferenz statt.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die durch den Vorstand getroffenen Ermessensentscheidungen (Schätzungen) entsprechen im Wesentlichen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich nach IAS 33.9 ff. aus der Division des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses (Zähler) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien (Nenner).
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| Q2 2017 | Q2 2016 | 6M 2017 | 6M 2016 | |
|---|---|---|---|---|
| Zugrundeliegendes Periodenergebnis (in T€) | -2.295 | -3.534 | -5.613 | -6.639 |
| Zugrundeliegende durchschnittliche Aktienzahl (in Tausend) | 18.967 | 18.967 | 18.967 | 18.967 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in €) | -0,12 | -0,19 | -0,30 | -0,35 |
Aufgrund der Verlustsituation der 4SC AG wirken die begebenen Optionen nicht verwässernd.
Damit entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
4SC verfügt über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die weiteren sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Form von Schuldscheindarlehen, die zum 31.12.2016 ausgewiesenen wurden, sind in Q2 2017 aufgelöst worden. Diese Posten bilden zusammen den Finanzmittelbestand:
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| in Tausend Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 | 30.06.2016 |
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 4.638 | 10.048 | 12.517 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 1.285 | 1.281 |
| Finanzmittelbestand | 4.638* | 11.333 | 13.798 |
* Die aktuelle Liquiditätsposition der Gesellschaft hat sich mit der erfolgreichen Durchführung der Kapitalmaßnahme im Juli 2017 mit einem Bruttoemissionserlös von ca. 41 Mio. € deutlich verbessert.
In H1 2017 fanden keine meldepflichtigen Transaktionen nach Art. 19 MMVO mit Aktien oder Optionen durch ein Organmitglied statt.
Die nachfolgenden Übersichten zeigen die von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats zum Quartalsstichtag 30. Juni 2017 gehaltenen Aktien und Aktienoptionen.
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| Aktien in Stück | Aktien 01.01.2017 |
Kauf | Verkauf | Aktien 30.06.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Clemens Doppler | 3.719 | 0 | 0 | 3.719 |
| Prof. Dr. Helga Rübsamen- Schaeff | 2.000 | 0 | 0 | 2.000 |
| Dr. Manfred Rüdiger | 1.500 | 0 | 0 | 1.500 |
| Aktienbesitz Aufsichtsrat | 7.219 | 0 | 0 | 7.219 |
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| Aktienoptionen in Stück | Optionen 01.01.2017 |
Zugänge | Verfall | Ausübung | Optionen = maximale Aktienzahl 30.06.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | |||||
| Dr. Jason Loveridge | 300.000 | 0 | 0 | 0 | 300.000 |
| Aktienoptionen Vorstand | 300.000 | 0 | 0 | 0 | 300.000 |
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 hat 4SC die nachfolgend dargestellten wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Die 4SC Discovery GmbH unterhält eine Rechtsbeziehung zur BioNTech AG, Mainz und deren Tochterunternehmen BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH (vormals: Ribological GmbH) und der in Q2 2016 neu gegründeten BioNTech Small Molecules GmbH, die alle zur Unternehmensgruppe der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen - dem Hauptaktionär der 4SC AG - gehören.
Zum Stichtag 30. Juni 2017 bestanden Forderungen gegenüber der BioNTech Small Molecules GmbH in Höhe von 4 T€ (31. Dezember 2016: 50 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber der BioNTech Small Molecules GmbH beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 6 T€ (31. Dezember 2016 4 T€). Sowohl gegenüber der BioNTech AG und der BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH bestanden zum Stichtag weder Forderungen noch Verbindlichkeiten (31. Dezember 2016: Null €).
Darüber hinaus bestehen sonstige Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im Berichtshalbjahr einzeln jedoch nicht mehr als 10 T€ betragen haben und deren Gesamtvolumen pro Jahr voraussichtlich 10 T€ nicht übersteigen wird. Zum 30. Juni 2017 bestanden hieraus keine Schulden.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss sowie der Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2017 wurden einer prüferischen Durchsicht durch die Baker Tilly GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unterzogen.
Am 6. Juli 2017 schloss 4SC eine am 12. Juni 2017 beschlossene Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von ca. 41 Mio. € ab. Die 11.681.867 neuen Aktien wurden am 11. Juli 2017 im Handelsregister eingetragen; der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse begann am 13. Juli 2017. Weitere Informationen zu dieser Transaktion finden Sie in Abschnitt 1.2.2 des Konzern-Zwischenlageberichts ("Wichtige Ereignisse auf Konzernebene").
Im Einklang mit seiner erklärten Strategie zur Mo-netarisierung nicht strategisch relevanter Produkte gab 4SC am 18. Juli 2017 die Unterzeichnung eines exklusiven, weltweiten Lizenzvertrags mit Maruho Co., Ltd. (Maruho) für präklinische Wirkstoffe zur Hemmung des Ionenkanals Kv1.3 bekannt. Im Rahmen des Vertrags hat 4SC Anspruch auf Voraus- und Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 103 Mio. € zuzüglich weiterer kommerzieller Meilensteinzahlungen von bis zu 105 Mio. € sowie Umsatzbeteiligungen im einstelligen Prozentbereich.
Am 1. August 2017 gab 4SC zudem die Erteilung eines US-Stoffpatents für eine Gruppe von Molekülen einschließlich 4SC-208 bekannt. 4SC-208 ist der aktuell in der vorklinischen Entwicklung befindliche vielversprechende Hedgehog/GLI-Signalweg-Inhibitor des Unternehmens. Das Patent sichert 4SC bis 2033 Exklusivität im US-Markt.
An die 4SCAG, Planegg-Martinsried, Landkreis München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Konzern-Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der 4SC AG, Planegg-Martinsried, Landkreis München, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Konzern-Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichtes nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichtes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, 7. August 2017
Baker Tilly GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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| Stahl | Hund |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
"Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des 4SC-Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des 4SC-Kon-zerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des 4SC-Konzerns beschrieben sind."
Planegg-Martinsried, 7. August 2017
Dr. Jason Loveridge
Alleinvorstand
10. August 2017
4SC AG, Fraunhoferstrasse 22, 82152 Planegg-Martinsried, Deutschland
Mehr Informationen über 4SC einschließlich seiner Produkte und Entwicklungsprogramme finden sich auf der Homepage www.4SC.de. Ebenfalls verfügbar sind dort:
| ― | Details zur am 6. Juli 2017 abgeschlossenen Barkapitalerhöhung über brutto 41 Mio. € |
| ― | Frühere Berichte zu Entwicklung und Ausblick von 4SC |
| ― | Audiomitschnitte von Telefonkonferenzen |
| ― | Präsentationen |
| ― | Allgemeine Informationen für Investoren |
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| Wolfgang Güssgen | Dr. Anna Niedl |
| Fon: +49 89 700763-73 | Fon: +49 89 700763-66 |
| E-Mail: [email protected] | E-Mail: [email protected] |
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