Annual Report • Apr 7, 2014
Annual Report
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4SC ist ein innovatives, forschungs- und entwicklungsstarkes Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Planegg-Martinsried bei München.
Wir erforschen und entwickeln zielgerichtet wirkende, niedermolekulare Medikamente für die Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen in Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf und mit großem wirtschaftlichem Potenzial. Wir wollen damit den betroffenen Patienten Therapien mit verbesserter Wirksamkeit und Verträglichkeit für eine höhere Lebensqualität bieten und Werte für unsere Aktionäre, Partner und Mitarbeiter schaffen.
Unsere Produktpipeline umfasst vielversprechende Medikamentenprogramme in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung sowie in der Frühphasenforschung. Wir konzentrieren uns auf attraktive Forschungsfelder wie Epigenetik, Krebsstammzellen und weitere wichtige molekulare Signalmuster, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Krebs- und Autoimmunkrankheiten beitragen.
Durch Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen bringen wir unsere Programme auf dem Weg zur Marktzulassung voran und sichern so den wirtschaftlichen Erfolg. Zusätzlich stärken wir unser Geschäftsmodell durch Dienstleistungs- und Forschungskooperationen im Bereich der pharmazeutischen Frühphasenforschung.
4SC wurde im Jahr 1997 gegründet. Seit Dezember 2005 ist die 4SC AG im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt gelistet (ISIN DE0005753818).
Das Titelbild zeigt das Andocken des Krebswirkstoffs Resminostat an das HDAC-Zielmolekül. 4SC hat 2013 eine Fokussierung auf seine Hauptwerttreiber beschlossen. Im Zentrum steht die Entwicklung von Resminostat in der Indikation Leberkrebs.
Eine leistungsfähige Produktpipeline ist für ein Biotechnologieunternehmen wie 4SC ein wichtiger Erfolgsfaktor.
Unsere Produktpipeline umfasst derzeit vier Medikamentenkandidaten in der klinischen Entwicklung und mehrere Programme in frühen Forschungsphasen. Alle Wirkstoffprogramme dienen der Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen. Gemeinsam mit starken Partnern wollen wir diese auf dem Weg zur Marktzulassung voranbringen.
Im Unternehmenssegment Development, das in unserer Muttergesellschaft 4SC AG gebündelt ist, wird die klinische Entwicklung in Indikationen mit hohem medizinischem Bedarf voran getrieben. Im Unternehmenssegment Discovery & Collaborative Business arbeitet unsere Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH in attraktiven Forschungsfeldern an der Entdeckung und Erforschung von neuen Wirkstoffen.
Der aktuelle Hauptfokus von 4SC liegt auf der Entwicklung unseres Hauptwerttreibers Resminostat in der Indikation Leberkrebs.
Segment Discovery & Collaborative Business (4SC Discovery GmbH)
in Tausend €, wenn nicht anders angegeben
| 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | |||||
| Umsatzerlöse | 4.904 | 4.353 | 780 | 989 | 1.861 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -10.592 | -13.366 | -18.793 | -20.271 | -16.437 |
| Jahresergebnis | -10.525 | -13.217 | -19.071 | -20.075 | -16.107 |
| Eigenkapital (Jahresende) | 11.282 | 21.813 | 23.533 | 31.210 | 50.909 |
| Eigenkapitalquote (Jahresende) (in%) | 63,7 | 75,0 | 73,9 | 89,9 | 94,4 |
| Bilanzsumme (Jahresende) | 17.705 | 29.067 | 31.838 | 34.731 | 53.903 |
| Operativer monatlicher Finanzmittelverbrauch (im Durchschnitt)(1) | 597 | 1.260 | 1.072 | 1.501 | 1.255 |
| Kapitalmaßnahmen (netto) | 0 | 11.367 | 11.080 | 0 | 28.833 |
| Finanzmittelbestand (Jahresende) | 4.899 | 12.064 | 15.820 | 17.607 | 35.621 |
| 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | |
| Personal | |||||
| Anzahl Gesamtbeschäftigte (inkl. Vorstand) (Jahresende) | 73 | 86 | 96 | 94 | 91 |
| Anzahl Vollzeitmitarbeiter (inkl. Vorstand) (Jahresende) | 56 | 74 | 80 | 81 | 79 |
| 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | |
| 4SC-Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in €) | -0,21 | -0,29 | -0,46 | -0,52 | -0,54 |
| Anzahl ausgegebener Aktien (Jahresdurchschnitt, in Tausend) | 50.372 | 46.170 | 41.455 | 38.503 | 29.753 |
| Anteil frei handelbarer Aktien zum Bilanzstichtag gemäß Deutscher Börse (in %) | 30,3 | 30,0 | 26,4 | 19,4 | 19,0 |
| Jahreshoch (XETRA) (in €) | 2,20 | 3,04 | 4,89 | 3,51 | 3,50 |
| Jahrestief (XETRA) (in €) | 1,57 | 1,26 | 1,20 | 2,67 | 2,60 |
| Schlusskurs zum Bilanzstichtag (XETRA) (in €) | 1,60 | 2,03 | 1,23 | 3,51 | 2,96 |
| Marktkapitalisierung zum Bilanzstichtag (in T €) | 80.595 | 102.255 | 51.621 | 135.145 | 113.968 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (alle Börsen) (in Stück) | 37.115 | 56.713 | 43.221 | 14.449 | 9.211 |
(1) Berechnung: (Veränderung des Finanzmittelbestands zum Jahresende im Vergleich zum
Vorjahr + Einnahmen der Kapitalerhöhung) / 12
| Wesentliche Ereignisse 2013 | 6 |
|---|---|
| Brief an die Aktionäre | 8 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 12 |
| 4SC an der Börse | 18 |
| Imagekapitel | 22 |
| Geschäft, Rahmenbedingungen und Corporate Governance | 32 |
|---|---|
| Überblick über den Geschäftsverlauf | 48 |
| Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 58 |
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 63 |
| Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren | 64 |
| Chancen- und Risikobericht | 67 |
| Nachtragsbericht | 80 |
| Prognosebericht | 80 |
| Geschäftsverlauf der 4SC AG (zum Einzelabschluss nach HGB) | 84 |
| Konzernabschluss | 92 |
|---|---|
| Konzernanhang | 96 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 142 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 143 |
| Auszug aus dem Jahresabschluss | 144 |
| der 4SC AG (zum Einzelabschluss nach HGB) |
| Glossar | 146 |
|---|---|
| Finanzkalender | 151 |
| Impressum | 151 |
☞ 4SC hat 2013 die Entwicklungsstrategie überprüft und optimiert, die Produktpipeline fokussiert und die Unternehmens- und Personalstrukturen angepasst. Im Fokus steht die Entwicklung des Hauptwerttreibers Resminostat bei Leberkrebs. Die Forschungstochter 4SC Discovery weitete ihre Partnerschaften im Berichtsjahr erfolgreich aus. Nachfolgend die wichtigsten Ereignisse in Kürze:
4SC erhält eine "Notification of Allowance" f̈ur Resminostat in Europa und komplettiert damit den Patentschutz in allen wichtigen Pharmam̈arkten der Welt.
Die 4SC-Forschungstochter wird für das Biopharmaunternehmen BioNTech neue niedermolekulare Krebswirkstoffe identifizieren und optimieren.
4SC Discovery: Lizenzoptionsvereinbarung mit LEO Pharma geschlossen Gemeinsam soll eine neue Therapie für Psoriasis erforscht werden. 4SC Discovery erhält vorab 1 Mio. €, laufende Zahlungen zur Finanzierung der Forschung sowie erfolgsab-
hängige Zahlungen von bis zu 95 Mio. € und Umsatzbeteiligungen.
Dr. Ulrich Dauer legt sein Mandat als Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Vorstands der 4SC AG mit Ablauf des 31. M̈arz 2013 aus pers̈onlichen Gr̈unden nieder. Der Aufsichtsrat bestellt den langjährigen Finanzvorstand Enno Spillner mit Wirkung zum 1. April 2013 zum neuen Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der 4SC AG am 2. Mai 2013 stimmen die Aktionäre sämtlichen von der Verwaltung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit der notwendigen Mehrheit zu. In einer turnusmäßigen Neuwahl werden alle Mitglieder des Aufsichtsrats im Amt bestätigt. Des Weiteren erläutert der Vorstand gemäß § 92 Abs. 1 AktG pflichtgemäß den Aktionären den im März 2013 angezeigten Sachverhalt, dass nach HGB-Rechnungslegungsgrundsätzen bei der 4SC AG ein kumulierter Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist.
4SC: Fokussierung der Forschungs- und Entwicklungsstrategie beschlossen 4SC wird sich künftig auf die Entwicklung der Wirkstoffe mit dem größten Wertsteigerungspotenzial konzentrieren, insbesondere auf die Weiterentwicklung von Resminostat bei Leberkrebs. Im Gegenzug wird die Produktpipeline gestrafft und einzelne Forschungsund Entwicklungsprogramme nicht weitergeführt.
Resminostat: Yakult Honsha startet Phase-I/II-Studie bei Leberkrebs in Japan Der japanische Partner von 4SC untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat in Kombination mit Sorafenib als Erstlinientherapie bei Leberkrebs.
Die Phase-I-SHORE-Studie, in der Resminostat in Kombination mit der FOLFIRI-Chemotherapie bei Darmkrebs untersucht wurde, belegt die gute Verträglichkeit der Behandlung und erreicht alle gesetzten Studienziele.
Im Auftrag des belgischen Pharmakonzerns UCB werden 4SC Discovery und ihr Kooperationspartner CRELUX auf Basis der Technologieplattform i2c gemeinsam neue Wirkstoffe für die Behandlung von neurologischen Erkrankungen erforschen.
4SC beschließt die Anpassung der Unternehmens- und Personalstrukturen an die fokussierte Entwicklungsstrategie. Bis Jahresende soll die Mitarbeiterzahl um 15% reduziert und der Standort Überlingen-Bonndorf geschlossen werden.
In China wird das Stoffpatent für den epigenetischen Krebswirkstoff 4SC-202 erteilt, in Hongkong erfolgt eine Erteilungszusage. In den USA kann die Laufzeit des Patentschutzes mit der Patenterteilungszusage für bestimmte Salze von 4SC-202 verlängert werden.
In den abgeschlossenen Phase-II-Studien bei Leberkrebs (HCC) und im Hodgkin Lymphom führt eine erhöhte Ausprägung des Biomarkers ZFP64 zu einer Verdopplung des Patientenüberlebens. 4SC plant deshalb, ZFP64 in das angestrebte HCC-Studienprogramm aufzunehmen, um Resminostat als mögliche personalisierte Krebstherapie zu untersuchen.
Das österreichische Biotech-Unternehmen Panoptes Pharma erhält alle Patentrechte für eine von 4SC Discovery entdeckte präklinische Substanz mit der Zielindikation Uveitis. 4SC Discovery erhält einen 24,9%-Anteil an Panoptes Pharma und wird am möglichen künftigen Entwicklungserfolg teilhaben.
4SC Discovery: Forschungskooperation mit CRELUX und AiCuris gestartet Auf Basis ihrer gemeinsamen Technologieplattform i2c werden 4SC Discovery und CRELUX neue Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionskrankheiten im Auftrag von AiCuris erforschen.
Vorstandsvorsitzender (Chief Executive Officer/CEO & Chief Financial Officer/CFO) A. Dr. Daniel Vitt*
Diplom-Kaufmann, geboren 1970, Mitglied des Vorstands seit 2005
Zuständig für folgende Bereiche: Strategie & Business Development, Finanzen & Controlling, Recht, Qualitätssicherung, Personal, Einkauf, Investor Relations & Public Relations
Enno Spillner* C. Mitglied des Vorstands (Chief Scientific Officer/CSO) B.
Zuständig für folgende Bereiche: Forschung, Translationale Pharmakologie, Interne Serviceleistungen, Gewerbliche Schutzrechte, IT
Dr. Bernd Hentsch* Mitglied des Vorstands (Chief Development Officer/CDO)
Doktor der Biologie, geboren 1960 Mitglied des Vorstands seit 2008
Zuständig für folgende Bereiche: Produktentwicklung, Regulatory Affairs, Wirkstoffherstellung
an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
2013 war ein bewegtes und herausforderndes Jahr für die 4SC und ihre Aktionäre. In unseren Forschungs- und Entwicklungsprogrammen erzielten wir wichtige Fortschritte, vor allem bei der Entwicklung des Hauptwerttreibers Resminostat und unserer Forschungstochter 4SC Discovery GmbH. Aber wir haben 2013 auch wichtige Ziele nicht erreicht, die wir uns vorgenommen hatten. Die Verzögerungen bei der Suche nach einem Partner für Resminostat, eine Verlustmeldung infolge der Halbierung des Grundkapitals im März 2013 und schließlich der Rücktritt des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Dauer zum Ende des ersten Quartals 2013 haben die Bilanz des Jahres belastet.
In dem seit April 2013 unter meiner Führung stehenden Vorstand haben wir schnell und konsequent gehandelt. Wir trafen wichtige strukturelle Entscheidungen, um die im Unternehmen vorhandenen Werte zielorientiert voranzubringen und 4SC für seine künftigen Herausforderungen zu stärken. Wir haben die Unternehmensstrategie überprüft und optimiert sowie unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fokussiert und unsere Ressourcen insbesondere in der Verwaltung und in der Entwicklung angepasst. In diesem Zusammenhang reduzierten wir auch die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf spürbar und verbesserten die Kostenstrukturen. Durch diese harten aber wichtigen Entscheidungen sind wir in der Lage, uns nun auf die Projekte mit dem größten Wertpotenzial für 4SC zu konzentrieren und so die Unternehmensentwicklung zielgerichtet voranzutreiben. Die aktuellen Kennzahlen und operativen Fortschritte bestätigen unseren eingeschlagenen Weg.
Im Zentrum dieser fokussierten Strategie steht die Konzentration auf unseren Hauptwerttreiber, den epigenetischen Krebswirkstoff Resminostat. Diesen wollen wir in der hinsichtlich ihres Marktpotenzials sehr attraktiven Indikation Leberkrebs Schritt für Schritt gezielt bis zur Marktreife weiter entwickeln. Wir sind überzeugt, dass unser Wirkstoff das Potenzial zu einem ersten zugelassenen 4SC-Medikament hat.
Auf diesem Weg sind wir im Berichtsjahr vorangekommen. Nachdem wir bereits Ende 2012 aus einer Phase-IIa-Studie ermutigende Ergebnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat bei Leberkrebs berichtet haben, konnten wir dies 2013 mit zusätzlichen Daten unterfüttern. Mit ZFP64 haben wir einen neuen, potenziell prädiktiven Biomarker für die Behandlung mit Resminostat identifiziert. Bei den Patienten, die vor Behandlungsstart erhöhte ZFP64-Blutwerte aufwiesen, konnte das Gesamtüberleben unter der Behandlung mit Resminostat im Mittel verdoppelt werden. Wenn sich diese Hinweise bestätigen, wären wir damit in der Lage, schon im Vorfeld einer Therapie bei den Patienten zu testen, wie gut sie auf eine Behandlung mit Resminostat ansprechen werden. Dies ist ein zusätzlicher und wichtiger Schritt hin zur möglichen Anwendung des Wirkstoffs im Rahmen einer personalisierten Therapie. Diese Aussicht ist für uns eine große Motivation, unseren Weg konsequent fortzusetzen.
Zusätzliche Unterstützung erfuhr die Entwicklung von Resminostat durch Yakult Honsha. Unser japanischer Partner startete 2013 zwei Phase-I/II-Studien in den Indikationen Leberkrebs und nichtkleinzelliger Lungenkrebs in Japan. Zusätzlich
(i) Vorstand handelt schnell und konsequent
(ii)
Fokussierung und Fortschritte bei Resminostat
(iii) Yakult Honsha weitet Entwicklung aus
Frühphasenforschung erfolgreich ausgebaut
(i)
(ii) Konzernumsatz gesteigert, Ergebnis verbessert
(iv) Sicherstellung der Finanzierung hat oberste Priorität
läuft eine Phase-I-Studie bei Patienten mit soliden Tumoren in dieser Region, für die wir demnächst Ergebnisse von unserem Partner erwarten.
Unser zweites Standbein, die Frühphasen-Forschung und deren Kommerzialisierung, haben wir 2013 weiter erfolgreich ausgebaut. Unsere Tochter 4SC Discovery GmbH konnte sich bereits im zweiten Jahr ihrer operativen Tätigkeit selbst finanzieren und einen positiven Cashflow ausweisen. Die Strategie, mit namhaften Pharmapartnern wie der dänischen LEO Pharma oder der belgischen UCB sowie innovativen Biotechnologieunternehmen wie BioNTech, AiCuris oder Panoptes Pharma im Frühstadium der Medikamentenforschung zusammenzuarbeiten und damit kurzund mittelfristige Finanzierungsbeiträge und langfristiges Wertsteigerungspotenzial für den 4SC-Konzern zu generieren, ist bereits sehr erfolgreich.
Neben Resminostat haben wir mit 4SC-202 und 4SC-205 zwei weitere vielversprechende Krebswirkstoffe, deren klinische Entwicklung wir 2013 fortgesetzt haben. Vor allem unser zweiter epigenetischer Wirkstoff 4SC-202 verfügt als Wirkstoff gegen Krebsstammzellen nach unserer Einschätzung über ein großes Potenzial.
Wir haben im Berichtsjahr vor allem dank der Erfolge der 4SC Discovery GmbH unseren Konzernumsatz deutlich gesteigert und aufgrund von Kostensenkungen im Zuge der strategischen Fokussierung unser Ergebnis erheblich verbessert.
Die Zielvorgabe für 2014 ist definiert: Wir wollen die klinische Entwicklung von unserem Hauptwerttreiber Resminostat in der Indikation Leberkrebs sichern und diesen auf dem Weg zur Marktzulassung weiter vorantreiben. Im nächsten Schritt wollen wir die Wirksamkeit von Resminostat in der Kombinationsanwendung mit dem Krebsmedikament Sorafenib im Vergleich zum derzeitigen Behandlungsstandard, der Alleingabe von Sorafenib, untersuchen. Unser Hauptfokus liegt aktuell auf der Vorbereitung eines Phase-II/III-Studienprogramms in der Erstlinienbehandlung von Leberkrebs. Derzeit erstellen wir die Studienprotokolle, die wir anschließend mit den Zulassungsbehörden besprechen wollen. Parallel arbeiten wir an einer tragfähigen Finanzierung der Studie.
Bei 4SC-202 und 4SC-205 rechnen wir mit Ergebnissen der laufenden Phase-I-Studien im zweiten bzw. dritten Quartal 2014. Aber auch an der Sicherstellung der externen Weiterentwicklung von Vidofludimus, unserem Wirkstoff im Bereich Autoimmunerkrankungen, arbeiten wir intensiv weiter. Derzeit befinden wir uns in Gesprächen mit potenziellen Projekt- und Finanzierungspartnern, um die Finanzierung und die Durchführung einer geplanten Phase-IIb-Studie bei Morbus Crohn zu ermöglichen. Mit unserer Forschungstochter 4SC Discovery GmbH wollen wir – neben der erfolgreichen Fortführung der bestehenden Partnerschaften – neue Kooperationen starten.
Eine weitere große Aufgabe, an der wir mit Hochdruck arbeiten, ist die nachhaltige Sicherstellung der Finanzierung der Projekte sowie des Unternehmens insgesamt. Einen wichtigen ersten Schritt konnten wir im Februar 2014 mit der Zusage einer Finanzierungslinie von bis zu 15 Mio. € durch den US-amerikanischen Investor Yorkville erzielen.
10 an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
(i) Wir stellen uns den Herausforderungen
(ii) Erfahrenen Branchenexperten zur Unterstützung gewonnen
Meine Damen und Herren, es liegen noch Herausforderungen vor uns. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir diese meistern werden und das gesamte Unternehmen 4SC sowie unsere attraktiven Programme, allen voran Resminostat, auf dem Entwicklungsweg zur Marktreife erfolgreich voranbringen können.
Dies werden wir künftig in einem ebenfalls fokussierten, aber weiterhin starken Führungsteam tun. Unser Vorstandskollege Dr. Bernd Hentsch, bislang verantwortlich für die klinische Entwicklung bei 4SC, wird uns zum Ende des ersten Quartals 2014 verlassen. Ich danke Bernd Hentsch, der 4SC in Zukunft mit seiner Expertise im Entwicklungsbereich weiterhin als Berater zur Seite stehen wird, im Namen des Vorstands für seine langjährige engagierte Arbeit für 4SC. Sein Bereich wird zukünftig von unserem Forschungs- und Gründungsvorstand Dr. Daniel Vitt in Personalunion mit verantwortet. Operative und hochqualifizierte Unterstützung, insbesondere für den Bereich der weiteren Entwicklung von Resminostat, erhält Daniel Vitt durch unseren neuen externen Berater, Dr. med. Samson Fung. Herr Dr. Fung ist Onkologe und verfügt über langjährige Erfahrung und Expertise bei zahlreichen Pharma- und Biotechnologieunternehmen in der klinischen Früh- und Spätphasenentwicklung von Krebsmedikamenten, die er 4SC zunächst auf freiberuflicher Basis zur Verfügung stellt. Ich freue mich darauf, die anstehenden großen Aufgaben von 4SC in dem modifizierten Führungsteam gemeinsam, konstruktiv und erfolgreich anzugehen.
Ich danke all unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Aktionären herzlich für die Unterstützung in diesem für das Unternehmen anspruchsvollen Jahr. Bitte bleiben Sie uns auch für die anstehenden Aufgaben gewogen.
Mit freundlichen Grüßen Planegg-Martinsried, im März 2014
Enno Spillner Vorstandsvorsitzender
Weitere Aufsichtsmandate:
4SC hat im Geschäftsjahr 2013 seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fortgeführt. Der Vorstand hat, in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, eine Fokussierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine entsprechende Anpassung der Unternehmens- und Personalstrukturen beschlossen und entsprechend umgesetzt. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, sich prioritär auf die Entwicklung derjenigen Projekte zu konzentrieren, die das größte Wertsteigerungspotenzial für 4SC versprechen. Die Hauptaufgaben des Unternehmens im Berichtsjahr bestanden und bestehen weiterhin darin, zum einen die kurz- und mittelfristige Finanzierung des Unternehmens sicherzustellen sowie zum anderen die Weiterentwicklung des Leitwirkstoffs Resminostat in der Indikation fortgeschrittener Leberkrebs (HCC) auf dem Weg zur Marktreife zu sichern und operativ voranzutreiben. Ein erfolgreiches Jahr verzeichnete die 100%ige Konzernforschungstochter 4SC Discovery GmbH, die eine Reihe neuer Partnerschaften abschließen und erstmals einen positiven operativen Cashflow erzielen konnte.
Ein enger und kooperativer Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist die Basis für eine effiziente Aufsichtsratstätigkeit. Als Aufsichtsrat haben wir – wie es nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung unsere Aufgabe ist – den Vorstand bei seinen Führungsaufgaben im vergangenen Jahr regelmäßig beraten und überwacht sowie die Entwicklung des Unternehmens eng begleitet. Auch im Jahr 2013 gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Vorstand offen und konstruktiv. Alle unternehmensrelevanten Themen und zustimmungsbedürftigen oder strategischen Entscheidungen wurden stets intensiv erörtert und miteinander abgestimmt.
(i)
Kooperativer Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand
Im Geschäftsjahr 2013 gab es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse – auch nach der Neuwahl in der Hauptversammlung am 2. Mai 2013 – keine personellen Veränderungen. Für das Jahr 2013 gehörten dem Aufsichtsrat neben mir, Thomas Werner, als seinem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Kühn die weiteren Mitglieder Dr. Irina Antonijevic, Dr. Clemens Doppler, Helmut Jeggle und Dr. Manfred Rüdiger an.
Ende des ersten Quartals des Jahres 2013 gab es Veränderungen an der Vorstandsspitze. Am 6. März 2013 hat Dr. Ulrich Dauer sein Mandat als Vorstandsvorsitzender und als Mitglied des Vorstands der 4SC AG aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 31. März 2013 niedergelegt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich Herrn Dr. Dauer für seine langjährige engagierte Tätigkeit für das Unternehmen.
Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat Enno Spillner, seit 2005 bereits Finanzvorstand des Unternehmens, mit Wirkung zum 1. April 2013 auch zum Vorstandsvorsitzenden der 4SC AG berufen.
Der Vorstand informierte uns kontinuierlich, zeitnah und umfassend über wesentliche Entwicklungen und Veränderungen. Der Aufsichtsrat war somit stets und frühzeitig in alle maßgeblichen und unternehmensrelevanten Themen eingebunden.
In den Plenarsitzungen berichtete der Vorstand jeweils über die laufende Geschäftsentwicklung und erläuterte etwaige Abweichungen von Plänen und Zielen. Sämtliche uns vorgelegten Themen wurden von uns eingehend geprüft und hinterfragt sowie in der gebotenen Ausführlichkeit mit dem Vorstand diskutiert. Zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte wurden stets mit uns besprochen und uns sowohl innerhalb als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen zur Zustimmung vorgelegt.
Für darüber hinausgehende Prüfungsmaßnahmen – wie etwa die Einsichtnahme in die Unterlagen der Gesellschaft oder die Beauftragung von Sachverständigen – gab es aus Sicht des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 keinen Anlass.
In der Zeit zwischen den Aufsichtsratssitzungen informierte uns der Vorstand kontinuierlich durch monatliche schriftliche Finanzberichte, Telefonate und E-Mails. Beschlüsse wurden bei Bedarf auch im Umlaufverfahren – also ohne Zusammenkunft, sondern auf schriftlichem Wege – getroffen.
Der Aufsichtsrat kam im Jahr 2013 zu fünf Sitzungen zusammen. An diesen Zusammenkünften nahmen – mit zwei Ausnahmen – stets alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Kein Mitglied hat mehr als eine Sitzung versäumt.
Die beiden Hauptschwerpunkte unserer Sitzungen im Jahr 2013 bildeten die Frage der Sicherstellung der mittelfristigen Finanzierung des Unternehmens sowie die Suche nach geeigneten Partnern für den Leitwirkstoff Resminostat in einem strukturierten Business-Development-Prozess. Weiterhin beschäftigten wir uns im Jahresablauf intensiv mit der Fokussierung der Entwicklungsstrategie des Unternehmens und der dazugehörigen Anpassung der Unternehmens- und Personalstrukturen sowie mit Fragen der klinischen Weiterentwicklung des Leitwirkstoffs Resminostat in der Indikation Leberkrebs. Weitere Themen waren die Verlängerung der Bestellungen der Vorstandsmitglieder Spillner, Dr. Vitt und Dr. Hentsch sowie das Ausscheiden von Herrn Dr. Dauer.
(i) Veränderungen im Vorstand
(ii) Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit im Berichtsjahr
Die Schwerpunkte der ersten Aufsichtsratssitzung am 1. Februar 2013 bildeten die Diskussion um die künftige Besetzung des Vorstands der 4SC sowie der Stand der Business-Development-Aktivitäten zu Resminostat. Des Weiteren wurden der aktuelle Finanzausblick und sich hieraus ergebende bilanzielle Auswirkungen ausgiebig diskutiert.
In der zweiten Sitzung am 12. März 2013 beschäftigten wir uns mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2012 der Gesellschaft und der Billigung des Konzernabschlusses. In dieser Sitzung hat der Vorstand den Aufsichtsrat darüber informiert, dass nach pflichtgemäßem Ermessen nunmehr angenommen werden muss, dass nach HGB-Rechnungslegungsgrundsätzen bei der Gesellschaft ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist. Hierfür waren die im Geschäft der 4SC AG in der Medikamentenentwicklung aufgelaufenen planmäßigen operativen Verluste ursächlich. Weiterhin waren sich Aufsichtsrat und Vorstand einig, dass zu diesem Zeitpunkt nicht mehr davon auszugehen war, dass dieser Verlust durch Umsätze aus Lizenzierungsmaßnahmen oder anderen cash-wirksamen Maßnahmen zu verhindern war, worauf die Gesellschaft den Tatbestand unverzüglich per Ad-hoc-Mitteilung veröffentlichte.
Im Rahmen der Sitzung vom 2. Mai 2013 im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Es gab in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Gremien keine Änderungen. Darüber hinaus beschäftigten wir uns vorrangig mit der wertschöpfungsorientierten Fokussierung der Entwicklungsstrategie, insbesondere auf Resminostat als Erstlinientherapie von fortgeschrittenem Leberkrebs. Eine dazu vom Vorstand vorgeschlagene notwendige Kosten- und Personalrestrukturierung wurde in dieser Sitzung auch durch den Aufsichtsrat befürwortet.
Im Fokus der vierten Sitzung am 16. September 2013 standen die Nachbereitung der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, die aktuellen Optionen zu Resminostat und Vidofludimus sowie die Möglichkeiten zur weiteren Finanzierung des Unternehmens.
In der letzten turnusmäßigen Sitzung am 12. Dezember 2013 lag der Themenschwerpunkt auf den Business-Development-Aktivitäten zu Resminostat, Vidofludimus sowie 4SC-202. Zudem diskutierten und verabschiedeten wir die Budgets für die Jahre 2014 bis 2016 und erörterten, inwieweit die selbst gesteckten Ziele für 2013 erreicht wurden. Anschließend wurden unter anderem Fragen zur Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH, weitere Finanzierungsmöglichkeiten sowie Vorstandsvertragsthemen besprochen. In dieser Sitzung informierte uns Herr Jeggle, dass er zum 31. Dezember 2013 aus dem Prüfungsausschuss ausscheiden wird. Zugleich erklärte sich Herr Dr. Rüdiger bereit, zum 1. Januar 2014 diese Position im Prüfungsausschuss zu übernehmen. Um zukünftig eine noch engere Abstimmung zwischen der Tätigkeit von Vorstand und Aufsichtsrat zu ermöglichen, wurde in dieser Sitzung zudem beschlossen, die Zahl der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2014 von vier auf sechs zu erhöhen sowie diese Präsenzsitzungen durch sechs weitere Telefonkonferenzen bei Bedarf zu ergänzen.
Um die Effizienz unserer Arbeit weiter zu steigern, haben wir innerhalb des Aufsichtsrats der 4SC AG vier Ausschüsse gebildet: einen Prüfungsausschuss (Audit Committee), einen Personalausschuss (Human Resources Committee), einen Business-Development-Ausschuss (Business Development Committee) und einen Forschungsund Entwicklungsausschuss (Research & Development Committee).
(i) Aufsichtsrat befürwortet Fokussierungsstrategie
Der vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Nominierungsausschuss führt nach unserer Ansicht zu keiner weiteren Effizienzsteigerung, weshalb wir uns gegen seine Einführung entschieden haben und diese Funktion weiter im Gesamtaufsichtsrat wahrnehmen. Über Themen, die nur in den Ausschüssen behandelt wurden, berichteten die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen.
Der Prüfungsausschuss tagte im Jahr 2013 im Rahmen von sechs Telefonkonferenzen und drei Sitzungen, zum Teil im Beisein des bis zur Hauptversammlung 2013 zuständigen Wirtschaftsprüfers KPMG AG. Dabei erörterten die Ausschussmitglieder im Berichtsjahr vor allem Themen der Rechnungslegung, der Jahresabschlüsse sowie der Konzern-Zwischenberichte. Darüber hinaus gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 11. März 2013 eine Empfehlung für den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013: die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München. Des Weiteren beriet er über den konkreten Prüfungsauftrag an den neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013. In der Präsenzsitzung am 21. November 2013 besprachen die Mitglieder ausführlich das Budget für die Jahre 2014 bis 2016. Von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses war insbesondere sein Vorsitzender, Klaus Kühn, als unabhängiger Finanzexperte im Sinne von §§ 100 Abs. 5 und 107 Abs. 4 AktG zu qualifizieren, da er aufgrund seiner langjährigen beruflichen Erfahrung als ehemaliger Finanzvorstand der Bayer AG über die entsprechende Sachkenntnis verfügt.
Der Business-Development-Ausschuss tagte im Jahr 2013 fünf Mal im Rahmen von Telefonkonferenzen. Dabei ging es im Wesentlichen um den Stand der Business-Development-Aktivitäten zu den Entwicklungsprogrammen des Unternehmens, insbesondere Resminostat und Vidofludimus sowie um strategische Optionen und die weitere Finanzierung des Unternehmens.
Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr drei Mal telefonisch anlässlich Themen zur Vertragsverlängerung bzw. Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Der Forschungs- und Entwicklungsausschuss tagte im Jahr 2013 drei Mal im Rahmen einer Telefonkonferenz. Hierbei wurden insbesondere die Pläne zur Entwicklung von Resminostat besprochen.
Ergänzt wurde die Ausschussarbeit durch zahlreiche fernmündliche Gespräche der Ausschussmitglieder untereinander sowie bilaterale Gespräche zwischen Mitgliedern des Vorstands und dem jeweiligen Ausschussvorsitzenden.
Die ordentliche Hauptversammlung am 2. Mai 2013 wählte die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), 80335 München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013. Baker Tilly Roelfs prüfte den Einzelabschluss der 4SC AG und den Konzernabschluss 2013 nach deutschen (HGB) bzw. internationalen (IFRS) Rechnungslegungsstandards sowie den zusammengefassten Lagebericht und erteilte einen Bestätigungsvermerk in uneingeschränkter Form. Die Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers legte uns der Vorstand rechtzeitig vor unserer Sitzung am 13. März 2014 vor. Der Prüfungsausschuss erörterte die Informationen zu dem laufenden Einzelabschluss und zum Konzernabschluss vorab in einer Sitzung sowie zwei Telefonkonferenzen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand der 4SC AG und berichtete dem Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzung am 13. März
(i) Wirtschaftsprüfer erteilen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für Jahresabschluss 2013
2014 darüber. In dieser Sitzung diskutierte und prüfte der Aufsichtsrat die Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht. Die vom Vorstand im zusammengefassten Lagebericht getroffenen Einschätzungen stimmten mit den bisherigen Berichten des Vorstands an den Aufsichtsrat überein und entsprachen auch unserer eigenen Einschätzung. Der Abschlussprüfer berichtete dem Prüfungsausschuss und dem gesamten Aufsichtsrat über die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand zu weiteren Fragen Rede und Antwort.
Nach dieser eingehenden Prüfung und der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend erhob der Aufsichtsrat keine Einwände gegen die Abschlüsse und Lageberichte. Die Berichte entsprachen unserer Einschätzung nach den gesetzlichen Bestimmungen. Im Nachgang dazu schlossen wir uns dem Ergebnis der Jahresabschlussprüfung durch den Abschlussprüfer an und billigten die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse am 13. März 2014.
Der Jahresabschluss der 4SC AG wurde damit festgestellt und der 4SC-Konzernabschluss gebilligt.
Wir als Aufsichtsrat haben uns auch in diesem Geschäftsjahr mit den aktuellen Schwerpunkten des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) befasst. Die 4SC AG nimmt die Empfehlungen des Kodex sehr ernst und entspricht diesen mit wenigen Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben demgemäß in der aktuellen Entsprechenserklärung vom 24. Februar 2014 erklärt, den Empfehlungen des DCGK in seiner jeweils gültigen Fassung entsprochen zu haben, aktuell zu entsprechen und auch in Zukunft unter Berücksichtigung der in der Erklärung angegebenen Ausnahmen entsprechen zu wollen.
Da ein Teil der variablen Vergütung der aktuellen Vorstandsverträge keine maximal bemessbaren absoluten Höchstgrenzen aufweisen, haben Aufsichtsrat und Vorstand in der Sitzung vom 12. Dezember 2013 beschlossen, dazu in der aktuellen Entsprechenserklärung vom 24. Februar 2014 eine Nichtentsprechung zu erklären.
| Aufsichtsrat | Prüfungsausschuss (Audit Committee) |
Personalausschuss (HR Committee) |
Business-Development- Ausschuss (BD Committee) |
Forschungs- & Ent wicklungs-Ausschuss (R&D Committee) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Werner | V | V | V | M | |
| Klaus Kühn | SV | V | M | ||
| Dr. Irina Antonijevic | M | V | |||
| Dr. Clemens Doppler | M | M | M | ||
| Helmut Jeggle | M | M * | M | ||
| Dr. Manfred Rüdiger | M | * | M | M |
* Helmut Jeggle ist zum 31.12.2013 aus dem Prüfungsausschuss ausgeschieden. Seit 1.1.2014 ist Dr. Manfred Rüdiger Mitglied des Prüfungsausschuss.
V = Vorsitzender, SV = stellvertretender Vorsitzender, M = Mitglied
(i) Jahresabschlüsse gebilligt
Hoher Stellenwert der Corporate Governance
(ii)
Für weitere Informationen, auch im Hinblick auf die Details der Entsprechenserklärung, wird auf den Bericht zur Corporate Governance im Kapitel 1.2 des zusammengefassten Lageberichts der Gesellschaft für 2013 verwiesen. Dort kann auch die aktuelle Entsprechenserklärung eingesehen werden.
Die Frage nach potenziellen Interessenkonflikten wurde in jeder Plenarsitzung geprüft. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 sind keine Interessenkonflikte im Aufsichtsrat aufgetreten.
Die vom DCGK empfohlene Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit erfolgte auf der Grundlage eines eigens entwickelten Fragebogens, den die Aufsichtsratsmitglieder auszufüllen hatten. Die Ergebnisse wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 12. Februar 2014 diskutiert und die Effizienzprüfung für das Jahr 2013 final verabschiedet.
Im Geschäftsjahr 2013 setzte 4SC seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fort und arbeitete an wichtigen Finanzierungs- und Partneroptionen, um damit eine möglichst gute Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und seines klinischen Hauptprodukts Resminostat zu legen. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die sehr gute Arbeit und ihr hohes Engagement.
Planegg-Martinsried, im März 2014
Dr. Thomas Werner Vorsitzender des Aufsichtsrats
Effiziente Aufsichtsratstätigkeit
(i)
☞ Die 4SC-Aktie hat ein durchwachsenes Börsenjahr 2013 hinter sich. Trotz operativer Erfolge in den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen verlor die Aktie im Jahresverlauf insgesamt 23% und blieb, auch weil negative Nachrichten die Kursentwicklung belasteten, hinter den Vergleichsindices zurück. In einem weiterhin engen Markt mit im Jahresverlauf sinkenden Handelsumsätzen wurden die vorhandenen positiven Nachrichten des Unternehmens aus der Medikamentenentwicklung und der Frühphasenforschung stets nur kurzfristig honoriert. Die Aktionärsstruktur mit einer Reihe starker Ankerinvestoren blieb 2013 stabil. Die Investor-Relations-Aktivitäten wurden auf einem hohen Niveau weiter voran getrieben, um die 4SC-Kapitalmarktstory nach der 2013 vorgenommenen Fokussierung der Unternehmensstrategie im Dialog mit bestehenden und neuen, potenziellen Investoren zu verdeutlichen.
Die internationalen Kapitalmärkte profitierten auch 2013 stark von der expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. So konnte der MSCI World in 2013 um 21% zulegen. Die weltweiten Biotechmärkte konnten sich von der bereits guten allgemeinen Stimmung weiter positiv abkoppeln. Der für die 4SC-Aktie wichtige Vergleichsindex DAXsubsector Biotechnology (WKN 723801) der deutschen Biotechnologiebranche verzeichnete ein Plus von 33%. Der amerikanische Nasdaq Biotechnology Index (WKN 617026) markierte historische Höchststände und legte sogar um 62% zu.
Die Anteilsscheine von 4SC weisen hingegen für das Jahr 2013 mit einem Rückgang von 23% eine negative Performance aus. Die Hauptgründe waren im Wesentlichen ein Rückschlag aufgrund einer Verlustmeldung nach § 92 Abs. 1 AktG im ersten Quartal sowie ein schwaches Schlussquartal, in welchem der Aktienkurs bei wenig Nachrichtenfluss und somit geringen Kaufimpulsen in einem engen Markt um 16% zurückging. Zudem dürfte das Ausbleiben einer von Teilen des Marktes erhofften weiteren Pharmapartnerschaft zu Resminostat für Kaufzurückhaltung gesorgt haben. Die durchaus vorhandenen positiven Unternehmensmeldungen hingegen, insbesondere zu den Entwicklungsfortschritten mit Resminostat, konnten die Aktie zwar punktuell beflügeln, hatten aber keinen nachhaltigen Effekt auf die Börsenkursentwicklung von 4SC.
Die Aktie startete in das Jahr 2013 mit einem XETRA-Kurs von 2,09 € (2. Januar 2013) und gewann zunächst an Wert. Nach Meldungen zu einer Patenterteilung für Resminostat in Europa und Unternehmenspartnerschaften der 4SC Discovery GmbH stieg der Kurs auf den Jahreshöchststand von 2,20 € am 18. Februar 2013. Ein Rückschlag war die Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens am 12. März 2013, dass nach HGB-Rechnungslegungsgrundsätzen in Folge aufgelaufener Verluste im Zuge des operativen Geschäfts der Medikamentenentwicklung ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals (§ 92 Abs. 1 AktG) eingetreten war. Dieses Ereignis führte zu einer spürbaren Verunsicherung vor allem von Privatanlegern und zu einem Kursrückgang um über 20% innerhalb weniger Tage auf unter 1,60 €. Im weiteren Jahresverlauf
(i)
Positive Unternehmensmeldungen ohne nachhaltigen Effekt auf Kursentwicklung
(i) 4SC Aktie bildet Boden bei einem Kurs von 1,60 €
(ii) Großaktionäre mit stabilem Anteil pendelte die Aktie in einem engen Markt relativ volatil im Korridor zwischen 1,60 € und 2,10 €. Zwar stieg der Kurs, getrieben durch positive Nachrichten zu Resminostat zwischenzeitlich immer wieder an – beispielsweise am 3. Juni auf 2,14 € nach der Meldung positiver Phase-I-Daten bei Darmkrebs oder am 30. September auf 1,94 € nach der Veröffentlichung ermutigender Biomarkerdaten bei Leberkrebs. Aber Gewinnmitnahmen und fehlende nachhaltige Kaufimpulse führten bei niedrigen Handelsumsätzen wieder zu Kursrückgängen. Nach dem Jahrestiefststand bei 1,57 € am 27. Dezember 2013 schloss die Aktie am 30. Dezember 2013 mit 1,60 €. Die Marktkapitalisierung von 4SC nach XETRA sank damit innerhalb des Berichtsjahres von 105 Mio. € zur Jahreseröffnung am 2. Januar 2013 auf 81 Mio. € zum Jahresschluss. Insgesamt dreimal testete der Kurs 2013 die Marke von 1,60 € – aber sowohl im März, im Juli und zuletzt im Dezember nutzten Investoren dieses Kursniveau dazu, in die Aktie einzusteigen, sodass sich diese Marke im Jahresverlauf relativ stabil als Preisuntergrenze erwies.
Rückläufig entwickelte sich im Berichtsjahr das Handelsvolumen der 4SC-Aktie. Nachdem es zuletzt vier Jahre in Folge angestiegen war, sank das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen summiert über alle Handelsplätze inklusive Tradegate im Jahr 2013 auf 37.115 Aktien im Vergleich zu 55.567 Aktien im Vorjahr. Das Unternehmen verfügt weiterhin über mehrere verlässliche Ankerinvestoren, deren Anteile am Gesamtkapital nach Kenntnis des Unternehmens im Berichtsjahr nahezu stabil blieben. Neben dem Hauptaktionär Santo Holding haben FCP, DVCG/VCG, Heidelberg Capital sowie Roland Oetker die Meldeschwelle von 3% überschritten. Vorstand und Aufsichtsrat sind mit 1,2% am Unternehmen beteiligt.
| WKN | 575381 |
|---|---|
| ISIN | DE0005753818 |
| Börsenkürzel | VSC |
| Gattung der Aktien | Inhaberaktien |
| Anzahl der Aktien | 50.371.814 |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Handelsplatz | XETRA und alle deutschen Börsen |
| Designated Sponsors | Close Brothers Seydler Bank AG, |
| Donner & Reuschel Aktiengesellschaft | |
| Erster Handelstag | 15. Dezember 2005 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) (in €) | -0,21 |
| Anzahl ausgegebener Aktien (Jahresdurchschnitt) | 50.371.814 |
| Free Float (in %) | 30,3 |
| Jahreshoch (XETRA) (in €) | 2,20 |
| Jahrestief (XETRA) (in €) | 1,57 |
| Schlusskurs zum Bilanzstichtag (XETRA) (in €) | 1,60 |
| Täglicher Aktienumsatz (alle Handelsplätze, Jahresdurchschnitt) | 37.115 |
Nachdem das Management des Unternehmens im ersten Halbjahr 2013 im Zusammenhang mit dem Wechsel im Vorstandsvorsitz und der in der Folge durchgeführten strategischen Fokussierung und Restrukturierung des Unternehmens stark intern eingebunden war, intensivierte der Vorstand in der zweiten Jahreshälfte die Investor-Relations-Aktivitäten. Ziel war es die vorgenommene Fokussierung und Verschlankung des Unternehmens sowie die stärkere Ausrichtung auf die Hauptwerttreiber durch den aktiven Dialog mit Investoren, Analysten, Wirtschaft- und Finanzpresse und Kleinanlegern zu vermitteln, um die attraktive potenzielle Werthaltigkeit des Investments in die 4SC gegenüber bestehenden und möglichen neuen Investoren zu verdeutlichen.
Neben zahlreicher Investoren-Roadshows in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und den USA präsentierte sich 4SC im Jahr 2013 auf verschiedenen Investorenund Kapitalmarktkonferenzen, darunter:
Gemäß der Schätzung des Managements von 4SC zum 13.03.2014
| in Prozent | ||
|---|---|---|
| Santo Holding | 48,1 | |
| FCP | 9,6 | |
| DVCG/VCG | 6,1 | |
| HeidelbergCapital | 5,9 | |
| Roland Oetker (ROI) | 4,2 | |
| Gründer & Management | 1,2 | |
| Sonstige | 24,9 | |
| Gesamt | 100,0 |
(i)
Aktiver Dialog mit allen Stakeholdern
Verlässliche Analysten-Coverage
(i)
Die Aktie der 4SC AG wurde im Jahr 2013 von Analysten folgender Banken und Broker regelmäßig beobachtet und analysiert: Edison Research (London, Großbritannien), equinet (Frankfurt am Main), Kempen (Amsterdam, Niederlande) und M.M. Warburg (Hamburg).
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Unser fortgeschrittener Medikamentenkandidat, der epigenetische Krebswirkstoff Resminostat, hat im vergangenen Jahr einen weiteren Schritt auf dem langen Weg zur Marktreife gemacht. In klinischen Studien bei Patienten mit Leberkrebs und dem Hodgkin Lymphom sprachen diejenigen Patienten, die vor Behandlungsstart erhöhte Werte des Gens ZFP64 aufwiesen, gut auf Resminostat an. So konnten bei diesen Patienten die bereits zuvor gezeigten ermutigenden Therapieergebnisse verbessert werden. Mit der Identifizierung von ZFP64 als potentiellem Biomarker eröffnet sich die Möglichkeit eines künftigen Einsatzes in der personalisierten Krebstherapie. Obwohl Resminostat auch als Monotherapie durchaus Wirkung gezeigt hat, soll es insbesondere in Kombinationsanwendung mit anderen Krebstherapien in Richtung Marktzulassung weiterentwickelt werden. Denn herkömmliche Krebsmedikamente wie Chemotherapeutika stoßen aufgrund von Resistenzbildung häufig an die Grenzen ihrer Wirksamkeit. Resminostat kann dank seines einzigartigen Wirkprinzips diese Resistenzbildung verzögern oder verhindern.
Neue Arzneimittel gegen Krebs gelten als einer der wichtigsten Märkte im Gesundheitswesen. 60 Mrd. US-Dollar Umsatz im Jahr erzielen Pharmafirmen derzeit mit Krebsmedikamenten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2030 um weitere 50 Prozent zunehmen. Allein an Leberkrebs sterben 700.000 Menschen jährlich, Tendenz steigend. Derzeit gibt es mit Sorafenib nur ein einziges zugelassenes Medikament in dieser Indikation. Der nächste Entwicklungsschritt von Resminostat soll deshalb ein Studienprogramm bei fortgeschrittenem Leberkrebs sein, auf dessen Basis eine Marktzulassung beantragt werden kann. Im Erfolgsfall hat unser Wirkstoff aufgrund seiner Alleinstellungsmerkmale die Chance, allein in dieser Indikation Spitzenumsätze von bis zu einer Milliarde Euro im Jahr zu erzielen.
Große Pharmafirmen füllen ihre Produktpipeline verstärkt durch den Zukauf innovativer Wirkstoffe von kleineren Biotechnologieunternehmen oder sie übernehmen diese Firmen gleich ganz. 4SC hat mit Yakult Honsha, einem der Marktführer bei gastrointestinalen Krebstherapien in Japan, bereits seit 2011 einen starken Partner für die Entwicklung und Vermarktung von Resminostat in Japan. Yakult Honsha startete 2013 mit Resminostat eine klinische Phase-I/II-Studie in Leberkrebs und ist auch in anderen Indikationen aktiv. Für die Märkte außerhalb Japans arbeiten wir an weiteren Partnerschaften. Gemeinsam wollen wir damit unserer Vision näher kommen: dem ersten zugelassenen Medikament aus dem Hause 4SC.
a n u n s e r e a k t i o n ä r e z u s a m m e n g e f a s s t e r l a g e b e r i c h t f i n a n z b e r i c h t w e i t e r e i n f o r m a t i o n e n
Bestimmte Gene der menschlichen DNA sind für den Ausbruch von Krankheiten wie Krebs verantwortlich. Andere Gene wiederum sind dafür zuständig, dass sich der Körper eines Menschen erfolgreich gegen das Entstehen solcher Krankheiten wehren kann. Die entscheidende Frage ist also: Wie werden genetische Informationen abgelesen? Ist es möglich bestimmte Gene wie mit einem Lichtschalter an- oder auch abzuschalten? Antworten auf diese Fragen gibt die Epigenetik. Jedes Gen besitzt eine individuelle "Verpackung", die sich selbst bei Zwillingen mit identischer DNA unterscheiden kann. Diese bestimmt letztlich, ob der Inhalt eines Gens aktiviert wird oder nicht, ob eine Krankheit ausbricht oder der Mensch gesund bleibt. Mit unseren niedermolekularen epigenetischen Wirkstoffen wie Resminostat und 4SC-202 wollen wir den Krebs dort bekämpfen, wo konventionelle Medikamente an ihre Grenzen stoßen.
Die erfolgreiche Therapie von Krebs scheitert immer wieder an der Resistenzbildung von Tumorzellen. Auf permanenten Stress durch die Behandlung mit konventionellen Krebsmedikamenten reagieren diese häufig durch Abschottung. Die zu Beginn der Behandlung positive Wirkung wird dadurch verlangsamt oder ganz gestoppt. Wir müssen daher versuchen, Einfluss auf das Ablesen von Erbinformationen in der Zelle zu nehmen. Um die Tumorzellen für Wirkstoffe wieder zu sensitivieren und damit die Medikamentenwirkung aufrecht zu erhalten, verändern wir die "Verpackung" der verantwortlichen Gene. Die Forschung hat gezeigt, dass Tumorzellen in der Regel einen veränderten epigenetischen Code besitzen. Diesen gilt es umzuprogrammieren. Unsere Substanz Resminostat lässt bereits erste Erfolge bei der Lösung dieser Aufgabe erkennen, auch wenn der Weg lang ist.
Neben Resminostat gehört der epigenetische Krebswirkstoff 4SC-202 zu unseren spannendsten Entwicklungen. Der in Phase I der klinischen Entwicklung befindliche Wirkstoff hat ein einzigartiges Wirkprinzip. 4SC-202 blockiert Eigenschaften von Krebsstammzellen und soll so das spätere Wiederauftreten der Erkrankung verhindern. Damit bietet die Substanz großes Potenzial zur Therapie einer Vielzahl aggressiver Tumore. Auch unsere Tochter 4SC Discovery wird weitere innovative Wirkstoffe erforschen. Wir konzentrieren uns darauf, die Medikamente zielgerichtet und unter dem Aspekt der personalisierten Medizin zu entwickeln. Mit aussagefähigen Biomarkern, die bestimmte Patienteneigenschaften signifikant definieren, sollen bereits im Vorfeld der Behandlung geeignete Patienten ausgewählt werden. Der personalisierte Ansatz hilft, die Effizienz der Therapie zu erhöhen, das Risiko von Fehlbehandlungen zu reduzieren und die Gesundheitssysteme zu entlasten.
a n u n s e r e a k t i o n ä r e z u s a m m e n g e f a s s t e r l a g e b e r i c h t f i n a n z b e r i c h t w e i t e r e i n f o r m a t i o n e n
Der Kampf gegen den Krebs oder andere unheilbare Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam gelöst werden kann. Die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente ist aufwändig, langwierig und teuer. Ein Durchbruch würde große Hoffnung für Millionen von Patienten versprechen – und wirtschaftlichen Erfolg für 4SC. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung bewusst. Als börsennotiertes Unternehmen bieten wir unseren Aktionären die Möglichkeit, sich an dieser Aufgabe zu beteiligen. Als Arbeitgeber setzen wir auf Mitarbeiter mit besonderen Fähigkeiten und Engagement. Als Partner bieten wir Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Transparenz. Wir arbeiten hart daran, unsere Rolle in diesem Bündnis verantwortungsbewusster Menschen auszufüllen. Gemeinsam müssen wir versuchen, dem Krebs neue, besser wirksame sowie verträgliche Behandlungsoptionen entgegenzusetzen.
Die Mitarbeiter sind für 4SC ein wichtiger Erfolgsfaktor. Für die Entdeckung neuer Wirkstoffe und die erfolgreiche Weiterentwicklung zu wirksamen Medikamenten braucht man vor allem kluge und engagierte Köpfe. Dabei ist das erfolgreiche Zusammenspiel entscheidend. Wir fördern die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und setzen auf eine faire sowie motivierende Unternehmensführung. Gerade das vergangene Jahr hat durch die Fokussierung unserer Entwicklungstätigkeit auch zu harten Einschnitten geführt. Dies hat unseren Mitarbeitern viel Verständnis, Flexibilität und Teamgeist abgefordert. Jeder Einzelne hat gezeigt, dass die Aufgaben gemeinsam geschultert werden können.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit darf nicht an der Unternehmenspforte enden. Für 4SC ist die enge Vernetzung mit Partnern, Kunden und Forschungseinrichtungen unerlässlich. Gerade die Forschung in dynamischen Disziplinen wie der Epigenetik, den Krebsstammzellen oder der Personalisierung von Wirkstoffen ist ein breites wissenschaftliches Thema. Deshalb arbeiten wir mit unterschiedlichen Forschungsinstituten, Universitäten und medizinischen Zentren eng und konstruktiv zusammen. In Forschungskooperationen und Entwicklungspartnerschaften bringen wir gemeinsam mit anderen Unternehmen Medikamente von morgen voran. Die Ärzte in den Studienzentren und nicht zuletzt die Patienten schenken uns ihr Vertrauen und hoffen auf den Erfolg unserer Produkte – heute in unseren klinischen Studien und im Erfolgsfall eines Tages im klinischen Alltag. Dafür arbeiten wir.
a n u n s e r e a k t i o n ä r e z u s a m m e n g e f a s s t e r l a g e b e r i c h t f i n a n z b e r i c h t w e i t e r e i n f o r m a t i o n e n
Die Weichen sind gestellt. 4SC hat 2013 seine Entwicklungsstrategie überprüft und optimiert. Wir haben unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fokussiert und unsere Ressourcen in der Verwaltung und in der Entwicklung angepasst. Im Rahmen dessen wurde die Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf reduziert und die Kosten gesenkt. Durch diesen Schritt sind wir in der Lage, uns nun auf unsere Hauptwerttreiber zu konzentrieren und so die Unternehmensentwicklung zielgerichtet voranzutreiben. Die aktuellen Kennzahlen und operativen Fortschritte zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
4SC wird sich weiter auf den Werttreiber Resminostat konzentrieren. Hier streben wir nun den nächsten wichtigen Entwicklungsschritt an. Unter Einbeziehung unseres potenziellen Biomarkers ZFP64 wollen wir ein zulassungsrelevantes Studienprogramm durchführen. Hauptziel ist der Einsatz von Resminostat als personalisierte Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem Leberkrebs in Kombination mit dem heutigen Standardmedikament Sorafenib. Hier sind medizinischer Bedarf und Marktpotenzial besonders hoch. Aktuell bereiten wir die Studienpläne vor. Im Idealfall wollen wir, Unterstützung von Finanz- bzw. Entwicklungspartnern und Zustimmung von Zulassungsbehörden vorausgesetzt, ein Phase-II/III-Studienprogramm starten. In Japan werden wir unseren Partner Yakult Honsha bei der laufenden Entwicklung von Resminostat in Leberkrebs und anderen Indikationen weiterhin aktiv begleiten.
Um die Strategie zur Entwicklung und Marktvorbereitung von Resminostat optimal umzusetzen, wollen wir unser internationales Partnernetzwerk weiter ausbauen. Neue Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaften sind für andere Regionen und für weitere Produkte von 4SC angestrebt. Dieses Vorgehen soll es uns ermöglichen, die Entwicklungsarbeit zu verbessern und gleichzeitig das Risiko zu senken. Durch Vorab- und Meilensteinzahlungen, durch Erlöse aus Lizenzgeschäften und Umsatzbeteiligungen wollen wir den Cashflow nachhaltig stärken. Auch unsere Forschungstochter baut ihr Netzwerk aus. Die 4SC Discovery ist innovativ und hat ein breites Know-how in der Wirkstoffentdeckung. Basis der Forschungsarbeiten ist die gemeinsame i2c-Technologieplattform mit CRELUX. Gut vernetzt und Hand in Hand mit starken Partnern wie z.B. LEO Pharma, UCB und BioNTech forschen wir an neuen Wirkstoffen. Damit hat die 4SC Discovery bereits in ihrem zweiten operativen Geschäftsjahr einen positiven Cashflow erwirtschaftet. Dies kontinuierlich zu verbessern und damit unsere Frühphasenforschung in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu überführen, ist auch zukünftig unser erklärtes Ziel.
Geschäftsbericht 2013 4SC
| 1. | Geschäft, Rahmenbedingungen und Corporate | 32 |
|---|---|---|
| Governance | ||
| 1.1 | Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit | 32 |
| 1.2 | Bericht zur Corporate Governance | 33 |
| 1.2.1 Erklärung zur Unternehmensführung | 34 | |
| nach § 289a HGB | ||
| 1.2.2 Directors' Dealings, Aktionariat, Offenlegung | 38 | |
| und Kommunikation | ||
| 1.2.3 Vergütungsbericht der 4SC AG | 39 | |
| 1.2.4 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB | 42 | |
| sowie erläuternder Bericht | ||
| 1.3 | Forschungs- und Entwicklungsprozess | 45 |
| 1.4 | Unternehmensstrategie und Ziele | 47 |
| 2. | Überblick über den Geschäftsverlauf | 48 |
| 2.1 | Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und | 48 |
| Entwicklungen in der Pharma- und | ||
| Biotechnologiebranche | ||
| 2.2 | Wesentliche Ereignisse in den Forschungs | 50 |
| und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens | ||
| 2.2.1 Segment Development | 50 | |
| 2.2.2 Segment Discovery & Collaborative Business | 55 | |
| 2.3 | Wesentliche Ereignisse auf Konzernebene | 56 |
| 3. | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage | 58 |
| 3.1 | Ertragslage | 58 |
| 3.2 | Vermögenslage | 60 |
| 3.3 | Finanzlage | 62 |
| 3.4 | Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage | 63 |
| 6.2.7 Gesamtbeurteilung der Risikosituation | 78 | |
|---|---|---|
| 6.3 | Chancen von 4SC | 78 |
| 7. | Nachtragsbericht | 80 |
| 8. | Prognosebericht | 80 |
| 8.1 | Entwicklung des Umfelds | 80 |
| 8.2 | Unternehmensausblick | 81 |
| 9. | Geschäftsverlauf der 4SC AG | 84 |
| (zum Einzelabschluss nach HGB) | ||
| 9.1 | Ertragslage der 4SC AG nach HGB | 85 |
| 9.2 | Vermögenslage der 4SC AG nach HGB | 86 |
| 9.3 | Finanzlage der 4SC AG nach HGB | 87 |
| 9.4 | Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage | 87 |
| 9.5 | Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres | 88 |
| 9.6 | Risiken und Chancen | 88 |
| 9.7 | Prognosebericht (Ausblick) | 89 |
9.8 Veröffentlichung 89
Der 4SC-Konzern – im Folgenden "4SC", "das Unternehmen" oder "der Konzern" genannt – umfasst die 4SC AG als Konzernmuttergesellschaft sowie ihre 100%ige Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH.
Die 4SC AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Planegg-Martinsried im Landkreis München. Als Nachfolgegesellschaft der 1997 gegründeten 4SC GmbH wurde sie am 30. August 2000 in das Handelsregister eingetragen. Die Aktien der 4SC AG sind seit dem 15. Dezember 2005 im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.
Die 4SC Discovery GmbH, die ebenfalls in Planegg-Martinsried ansässig ist, wurde Ende 2011 gegründet und nahm ihre operative Geschäftstätigkeit am 1. Januar 2012 auf.
Sofern sich einzelne Angaben in diesem Bericht auf die Einzelgesellschaften 4SC AG oder 4SC Discovery GmbH beziehen, werden diese explizit als "4SC AG" oder "4SC Discovery GmbH" bezeichnet.
| 4SC AG | |
|---|---|
| Segment Development | |
| Vorstand: | |
| Enno Spillner (Vorstandsvorsitzender; Chief Executive Officer/CEO & Chief Financial Officer/CFO) | |
| Dr. Bernd Hentsch (Mitglied des Vorstands; Chief Development Officer/CDO) | |
| Dr. Daniel Vitt (Mitglied des Vorstands; Chief Scientific Officer/CSO) | |
| Strategie: | |
| – Klinische Entwicklung attraktiver Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen | |
| auf dem Weg zur Marktreife | |
| – Wachstum durch Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaften | |
| – Breite medizinische und pharmakologische Expertise | |
| 4SC DISCOVERY GMBH | |
| Segment Discovery & Collaborative Business | |
| Geschäftsführung: | |
| Dr. Daniel Vitt Dr. Stefan Strobl | |
| Strategie: | |
| – Umsätze aus Forschungsdienstleistungen und -kooperationen zur Stärkung des 4SC-Gescha?ftsmodells | |
| – Vermarktung der eigenen Medikamentenprogramme in frühen Forschungsphasen durch Partnerschaften | |
| – Erzeugung von Nachschub für die klinische Entwicklungspipeline des 4SC-Konzerns |
* Stand 13. März 2014
(i) Seit 2005 im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet
Innovative Therapie gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen
(i) Zukunftsträchtige Forschungsfelder
(ii) Suche nach neuen Medikamentenkandidaten beschleunigen
(iii)
Angewandte Corporate Governance
Die Produktpipeline des Konzerns, die durch ein umfangreiches Patentportfolio geschützt ist, umfasst mehrere Programme in verschiedenen klinischen Phasen der Medikamentenentwicklung sowie in der Frühphasenforschung. Im Fokus von 4SC stehen zukunftsträchtige Forschungsfelder wie die Epigenetik, Krebsstammzellen und weitere molekulare Signalmuster, die zur Entstehung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen beitragen. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Produkten und ihren Entwicklungsfortschritten im Geschäftsjahr 2013 befinden sich in den Kapiteln 1.3 (Forschungsund Entwicklungsprozess) und 2.2 (Wesentliche Ereignisse in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens) dieses zusammengefassten Lageberichts.
Darüber hinaus besitzt 4SC eine eigene, leistungsfähige Technologieplattform (4SCan®). Mit Hilfe dieser IT-gestützten Plattform können neue Wirkstoffe durch virtuelle Screening-Methoden identifiziert und optimiert werden. Die Suche nach neuen Medikamentenkandidaten kann dadurch schneller und kostengünstiger vorangetrieben werden. Dies ermöglicht es 4SC außerdem, andere Unternehmen bei ihren Forschungsaktivitäten als Kooperations- bzw. Dienstleistungspartner zu unterstützen.
Auf operativer Ebene agiert der Konzern in den beiden sich ergänzenden Segmenten "Discovery & Collaborative Business" und "Development". Im Segment "Discovery & Collaborative Business", das durch die 4SC Discovery GmbH repräsentiert wird, sind alle Aktivitäten in den frühen Phasen der Medikamentenforschung (Wirkstoffentdeckung und -optimierung) sowie deren Kommerzialisierung zusammengefasst. Das Leistungsspektrum des Segments "Development", das in der 4SC AG gebündelt ist, umfasst die späteren Phasen des pharmazeutischen Entwicklungsprozesses, d.h. die präklinische und klinische Weiterentwicklung der 4SC-Medikamentenkandidaten bis hin zur Marktzulassung.
Corporate Governance umfasst das gesamte System der verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle eines Unternehmens. Der 4SC-Konzern misst einer guten und transparenten Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei und fühlt sich in seinen Zielen, Werten und Prozessen dem Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet. In der Vorbereitungsphase des Konzernabschlusses 2013 haben sich Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens erneut mit den Vorgaben des Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 befasst.
4SC entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der überwiegenden Zahl der Empfehlungen und Anregungen. Nur in einzelnen Punkten hat sich das Unternehmen nach sorgfältiger Überlegung dazu entschieden, dem Kodex nicht zu folgen. Diese Ausnahmen beziehen sich weitestgehend auf Empfehlungen, die an Großkonzerne adressiert sind. Die einzelnen Abweichungspunkte werden in der nachfolgenden Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat explizit genannt und begründet.
Der Bericht zur Corporate Governance beschreibt die Grundsätze der Führungs- und Kontrollstruktur, der Unternehmensführung sowie die Rechte der Aktionäre der 4SC AG. Er berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält sämtliche Angaben und Erläuterungen, die nach § 315 Abs. 4 und § 289a des Handelsgesetzbuchs (HGB) erforderlich sind, sowie die Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG).
Vorstand und Aufsichtsrat haben zuletzt am 25. Februar 2013 eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Dieser Erklärung lag die Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 15. Mai 2012 zu Grunde. Die nunmehr geltende Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex datiert auf den 13. Mai 2013.
Vorstand und Aufsichtsrat der 4SC AG erklären gemäß § 161 AktG, dass die 4SC AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den nachfolgend genannten Ausnahmen entspricht und weiterhin entsprechen wird:
Nach § 76 Abs. 1 AktG leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Die Aufgabe des Aufsichtsrats besteht in der Mitwirkung an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie in der Beratung und Überwachung des Vorstands. Der Einfluss auf das operative Geschäft ist daher eher begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Daher ist auch in Zukunft nicht beabsichtigt, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen signifikanten Selbstbehalt in deren D&O-Versicherung zu vereinbaren.
Die Neufassung des Kodex vom 13. Mai 2013 enthält in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 S. 6 die Empfehlung, dass die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die variablen Vergütungsteile sollen ferner wie bisher auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 S. 7 des Kodex).
Die Vorstandsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands der 4SC AG sind am 24. Januar 2014 abgeändert worden. Zuvor enthielten sie in ihren Bonusregelungen zwar Begrenzungsmöglichkeiten für den Fall außerordentlicher Entwicklungen (vgl. Ziff. 4.2.3 Abs. 3 des Kodex i.d.F. vom 15. Mai 2012), allerdings teilweise keine feste, betragsmäßige Höchstgrenze. Die geänderten Vorstandsverträge enthalten nun jedoch betragsmäßige Höchstgrenzen sowohl insgesamt für die in den Vorstandsverträgen vorgesehene Vorstandsvergütung als auch hinsichtlich der einzelnen Bonusregelungen.
Auf der Grundlage der auf verbindlichen Hauptversammlungsbeschlüssen beruhenden Optionsprogramme sind allerdings in der Vergangenheit Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands gewährt worden. Die Möglichkeit zur Ausübung dieser Optionen setzt einen klar definierten Anstieg des Aktienkurses voraus; soweit eine Ausübungsmöglichkeit besteht, profitieren die Berechtigten der Aktienoptionsprogramme aber vom
(i)
Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen
(ii) Betragsmäßige Höchstgrenzen bei Vorstandsvergütung eingeführt
theoretisch unbegrenzten Kurssteigerungspotenzial der Aktien. Nach Überzeugung der 4SC AG sind diese Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ideal auf das Unternehmen zugeschnitten. Die Gesellschaft verzichtet daher im Rahmen der bestehenden Aktienoptionsprogramme bewusst auf die vom Kodex empfohlene Begrenzung sowie darauf, die Aktienoptionen auf Vergleichsparameter (zum Beispiel Aktienindizes) zu beziehen.
Nominierungsausschuss im Aufsichtsrat (Ziff. 5.3.3 des Kodex): Der Aufsichtsrat hat sich gegen die Etablierung eines Nominierungsausschusses entschieden. Nach Auffassung des Aufsichtsrats der 4SC AG bietet die zusätzliche Einsetzung eines solchen Nominierungsausschusses keine zusätzliche Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit. Der Aufsichtsrat belässt diese Funktion daher im Gesamtaufsichtsrat.
Vergütung in den Aufsichtsratsausschüssen (Ziff. 5.4.6 Abs. 1 des Kodex):
Eine Unterscheidung der Vergütung in den Aufsichtsratsausschüssen nach Mitgliedschaft und Vorsitz wird derzeit nicht vorgenommen. Die Praxis hat gezeigt, dass die Ausschussmitglieder Arbeit und Organisation zu etwa gleichen Teilen übernehmen.
Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 25. Februar 2013 hat die 4SC AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der alten Fassung vom 15. Mai 2012 mit Ausnahme der Ziffern 3.8 Abs. 3 (D&O-Versicherung für die Aufsichtsratsmitglieder), 4.2.3 Abs. 3 (Aktienoptionsprogramm für den Vorstand), 5.3.3 (Nominierungsausschuss im Aufsichtsrat) und 5.4.6 Abs. 1 (Vergütung in den Aufsichtsratsausschüssen) entsprochen. Die Gründe für die Ausnahmen ergeben sich aus den obigen Ausführungen.
Planegg-Martinsried, 24. Februar 2014
Enno Spillner Dr. Thomas Werner für den Vorstand für den Aufsichtsrat
Das Handeln der 4SC-Unternehmensführung ist bestimmt von einem fairen und respektvollen Umgang untereinander. In Anbetracht der überschaubaren Unternehmensgröße, die einen persönlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Partnern ermöglicht, sowie flacher Hierarchien und der Tatsache, dass es im Wesentlichen nur einen Unternehmensstandort gibt, reichen diese Maßstäbe für ein verantwortungsvolles Miteinander aus.
Führung und Überwachung des Unternehmens erfolgen in Übereinstimmung mit den deutschen Gesetzen, den gesellschaftlichen Normen und weitestgehend den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex.
(i) Bewusster Verzicht auf Nominierungsausschuss
(ii) Faires und respektvolles Miteinander Konstruktive Zusammenarbeit der Organe
(i)
(ii) Besetzung des Vorstands
Wie vom Aktiengesetz gefordert, wird die 4SC AG dual von Vorstand und Aufsichtsrat geführt. Beide Organe arbeiten eng und konstruktiv zusammen, um den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. So stimmt der Vorstand die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm auch deren Umsetzung. Zu diesem Zweck informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Strategie, der Geschäftsentwicklung, der Finanzen, der Risikolage, des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems. Falls erforderlich, informiert der Vorstand den Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen über wesentliche Ereignisse. Kurzfristig notwendige Entscheidungen werden bei Bedarf auch im Rahmen einer Telefonkonferenz getroffen und eventuelle Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.
Für maßgebliche Geschäftsvorfälle sind in der Geschäftsordnung des Vorstands Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats festgelegt. In einzelnen Fällen kann der Aufsichtsrat einen Geschäftsvorfall auch einem Zustimmungsvorbehalt unterstellen.
Der Vorstand der 4SC AG, dem aktuell Enno Spillner (Vorstandsvorsitzender; Chief Executive Officer/CEO und Chief Financial Officer/CFO), Dr. Bernd Hentsch (Mitglied des Vorstands; Chief Development Officer/CDO) sowie Dr. Daniel Vitt (Mitglied des Vorstands; Chief Scientific Officer/CSO) angehören, führt die Geschäfte eigenverantwortlich. Oberste Zielsetzung der Vorstandsarbeit ist dabei eine stabile Geschäftsentwicklung und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Die Vorstandsmitglieder ergänzen sich in ihren Fähigkeiten und Erfahrungen und arbeiten im Vorstand des Unternehmens bereits langjährig zusammen. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung bestimmt. Die Verteilung der Ressorts auf die einzelnen Personen ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan, der Bestandteil der Geschäftsordnung ist.
Enno Spillner wurde 2005 erstmals als Mitglied des Vorstands in der Funktion des Chief Financial Officers (CFO) der 4SC AG bestellt. Nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Chief Executive Officers (CEO) Dr. Ulrich Dauer mit Ablauf des 31. März 2013 wurde Herr Spillner mit Wirkung zum 1. April 2013 zusätzlich zum Vorstandsvorsitzenden (und CEO) ernannt. Seine aktuelle Bestellung läuft bis zum 31. März 2016. Sein Geschäftsbereich umfasst die Bereiche Strategie & Business Development, Finanzen & Controlling, Recht, Qualitätssicherung, Personal, Einkauf, Investor Relations & Public Relations sowie die Vertretung des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat.
Dr. Bernd Hentsch ist seit 2008 in der Funktion des Chief Development Officers (CDO) als Mitglied des Vorstands der 4SC AG bestellt. Seine aktuelle Bestellung läuft bis zum 31. März 2014. Sein Geschäftsbereich umfasst die Bereiche Produktentwicklung, Regulatory Affairs sowie Wirkstoffherstellung (CMC & GMP). Herr Dr. Hentsch soll der 4SC AG seine Entwicklungsexpertise nach dem 31. März 2014 als Berater weiterhin zur Verfügung stellen. Als Vorstandsmitglied scheidet er mit Wirkung zum 31. März 2014 aus.
Dr. Daniel Vitt ist Gründungsmitglied von 4SC und wurde erstmals im Jahr 2000 als Vorstandsmitglied (Chief Scientific Officer/CSO) der Gesellschaft bestellt. Seit 2012 ist er gleichzeitig auch Geschäftsführer der 4SC Discovery GmbH. Seine aktuelle Bestellung läuft bis zum 30. September 2016. Sein Geschäftsbereich umfasst die Bereiche Forschung, Translationale Pharmakologie, Interne Serviceleistungen, IT sowie Gewerbliche Schutzrechte. Herr Dr. Vitt wird ab dem 1. April 2014 auch die Funktion als Chief Development Officer (CDO) mit übernehmen.
Alle Vorstandsbereiche stimmen sich untereinander ab, beispielsweise in den Vorstandssitzungen, die in der Regel wöchentlich stattfinden. Entscheidungen des Gesamtvorstands werden mit der einfachen Mehrheit derjenigen Mitglieder getroffen, die an der Beschlussfassung teilnehmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag.
Der Aufsichtsrat bestand zum 31. Dezember 2013 aus sechs Mitgliedern, die von der Hauptversammlung 2013 alle im Amt bestätigt wurden. Vorsitzender ist Dr. Thomas Werner, stellvertretender Vorsitzender Klaus Kühn. Die weiteren Mitglieder sind Dr. Irina Antonijevic, Dr. Clemens Doppler, Helmut Jeggle und Dr. Manfred Rüdiger.
Um die Effizienz der Aufsichtsratsarbeit zu erhöhen, wurden vier Ausschüsse gebildet: der Prüfungsausschuss (Audit Committee), der Personalausschuss (Human Resources Committee), der Business-Development-Ausschuss (BD Committee) und der Forschungs- und Entwicklungsausschuss (R&D Committee). Alle Ausschüsse berichten dem Plenum regelmäßig über ihre Aktivitäten. Weitere Informationen dazu finden sich im Bericht des Aufsichtsrats im 4SC-Geschäftsbericht 2013.
Der Aufsichtsrat überprüfte zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 die Effizienz seiner Tätigkeit. Er kam dabei übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die Zusammenarbeit effizient verläuft. Die Verabschiedung dieses Ergebnisses erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 12. Februar 2014.
Ziele des Aufsichtsrats bezüglich seiner Zusammensetzung
Zum Jahresende 2010 hat der Aufsichtsrat erstmals beschlossen, konkrete Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung festzulegen. In der Sitzung vom 6. Dezember 2012 wurden diese Ziele aufgrund der Kodexanpassung vom Mai 2012 erneut diskutiert und in der Sitzung vom 1. Februar 2013 verabschiedet:
Bei künftigen Wahlvorschlägen wird weiterhin darauf geachtet, eine möglichst breite Palette an Expertise und relevanter Erfahrung im Aufsichtsrat der 4SC AG zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang beabsichtigt der Aufsichtsrat, den Anteil weiblicher Mitglieder im Rahmen der kommenden Neuwahlen beizubehalten bzw. zu steigern. Aufrechterhalten werden soll darüber hinaus der Fokus auf Erfahrung im internationalen Biotechnologie- und Pharmageschäft. Die gegenwärtigen Aufsichtsräte sind bzw. waren in der Vergangenheit international in der Biotechnologie- und Pharmabranche tätig, verfügen über entsprechende Netzwerke und kennen aus eigener Erfahrung sehr gut die Bedürfnisse dieses Sektors. Im Rahmen der Nachwahl von Aufsichtsratsmitgliedern im August 2012 ist es gelungen, mit Dr. Irina Antonijevic erstmals eine Frau für die Mitarbeit
Effiziente Aufsichtsratsarbeit
(i)
Breite Expertise und Diversivität im Aufsichtsrat
(ii)
im 4SC-Aufsichtsrat zu gewinnen. Des Weiteren wurde mit Klaus Kühn, dem ehemaligen Finanzvorstand der Bayer AG, ein ausgewiesener Finanzexperte in den Aufsichtsrat gewählt.
Der Aufsichtsrat der 4SC AG legt weiterhin Wert auf die Mischung verschiedener Qualifikationen im gesamten Gremium. Diese reichen von Kenntnissen im naturwissenschaftlichen und im Entwicklungsbereich über Erfahrung in der internationalen Geschäftsanbahnung sowie Lizenzierung bis hin zur Expertise in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollsystemen.
Den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex an unabhängige Aufsichtsratsmitglieder sowie der Vermeidung von Interessenkonflikten soll auch zukünftig weiter Rechnung getragen werden. Um dies zu gewährleisten, beabsichtigt der Aufsichtsrat, das Gremium dauerhaft mit mindestens drei unabhängigen Mitgliedern zu besetzen. Dieses Ziel ist derzeit bereits erreicht. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 1. Februar 2013 ist der Aufsichtsrat abschließend zu der Erkenntnis gekommen, dass derzeit fünf Mitglieder die Unabhängigkeitsdefinition des Kodex erfüllen.
Die auch in der Geschäftsordnung festgesetzte Altersgrenze bei Wahl von 75 Jahren wird weiterhin beachtet. Die Vorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl seiner Mitglieder werden sich nach wie vor am Interesse des Unternehmens orientieren.
Die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dazu verpflichtet, Geschäfte mit 4SC-Aktien zu veröffentlichen. Im Geschäftsjahr 2013 hat 4SC folgende Meldungen erhalten:
| Datum | Name, Funktion | Geschäftsart | Ort | Preis in € | Stückzahl Geschäftsvolumen in € | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 17.10.2013 | Dr. Manfred Rüdiger | Verkauf | XETRA | 1,75 | 10.000 | 17.500,00 |
| (Aufsichtsrat) | ||||||
| 18.10.2013 | Dr. Manfred Rüdiger | Verkauf | Frankfurt | 1,75 | 5.000 | 8.750,00 |
| (Aufsichtsrat) |
Die Hauptversammlung ist eines der zentralen Organe des Unternehmens. Sie fasst Beschlüsse zu maßgeblichen Angelegenheiten. Insbesondere obliegt ihr die Wahl des Abschlussprüfers, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie Beschlüsse über Satzungsänderungen oder kapitalverändernde Maßnahmen. Darüber hinaus legt der Vorstand der Hauptversammlung den Konzernabschluss vor.
Alle 4SC-Aktionäre haben auf der Hauptversammlung die Möglichkeit, mit den Vorständen über die neuesten Entwicklungen und Entscheidungen zu diskutieren, ihr Stimmrecht auszuüben und sich über das Unternehmen generell zu informieren. Für 4SC ist es eine Selbstverständlichkeit, allen Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte so einfach wie möglich zu machen. Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2014 wird das Unternehmen seinen Aktionären daher Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts zur Verfügung stellen, die auch während der Hauptversammlung erreichbar sind.
(i)
Qualifikation und Unabhängigkeit des Aufsichtsrats
(ii)
Nächste ordentliche Hauptversammlung am 9. Mai 2014
Angaben zu Beteiligungen, die für das Unternehmen nicht von untergeordneter Bedeutung sind, befinden sich in den Kapiteln 7.3 und 7.4 des IFRS-Konzernanhangs 2013.
Der Konzernabschluss von 4SC wird vom Vorstand nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der EU übernommen wurden, aufgestellt. Anschließend wird er vom Abschlussprüfer geprüft, vom Aufsichtsrat gebilligt und der Öffentlichkeit innerhalb einer Frist von 90 Tagen nach dem Geschäftsjahresende zugänglich gemacht.
Auch im Berichtsjahr 2013 wurden der Einzelabschluss der 4SC AG nach HGB und der IFRS-Konzernabschluss von 4SC vor ihrer Veröffentlichung vom Aufsichtsrat geprüft und festgestellt bzw. gebilligt. Darüber hinaus erörterte der Prüfungsausschuss im Berichtszeitraum auch die Zwischen- und Halbjahresfinanzberichte vor ihrer Veröffentlichung. Somit folgte 4SC auch hier den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Ziff. 7.1.2).
Um ihre Aktionäre möglichst schnell, gleichzeitig und umfassend zu informieren, veröffentlicht die 4SC AG alle relevanten Informationen auf der eigenen Internetseite www.4sc.de. Alle Berichte erscheinen auf Deutsch und auf Englisch innerhalb der vom Deutschen Corporate Governance Kodex und der Börsenordnung empfohlenen Fristen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen auf seiner Internetseite unter den Navigationspunkten "News & Media" bzw. "Investoren" alle Presse- bzw. Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG, den aktuellen Finanzkalender, Informationen rund um die Hauptversammlung sowie sonstige meldepflichtige Bekanntmachungen zur Verfügung.
Der Vergütungsbericht, der die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft erläutert, ist Bestandteil des Konzernlageberichts sowie des Berichts zur Corporate Governance. Die Vergütungssysteme des Unternehmens berücksichtigen die gesetzlichen Vorschriften und größtenteils die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Ziel der Vorstandsvergütung ist es, die persönliche Leistung – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens – angemessen zu entlohnen und eine Motivation für eine erfolgreiche Unternehmensführung zu schaffen. Dabei orientiert sich die Vergütung an branchen- und landesüblichen Standards.
Der Vorschlag für die Vorstandsvergütung wird vom Personalausschuss erarbeitet, dem Plenum des Aufsichtsrats vorgestellt und von diesem beschlossen. Die Vergütung wird jährlich durch den Aufsichtsrat überprüft.
Im Übrigen ist der Aufsichtsrat dazu berechtigt, die Bezüge des Vorstands insgesamt um einen angemessenen Betrag herabzusetzen, falls sich die Lage des Unternehmens so verschlechtern sollte, dass eine Weitergewährung dieser Vergütung nicht tragbar wäre.
(i) Transparente Komunikation
(ii) Vergütungssysteme folgen den Corporate Governance Vorgaben
Die jährliche Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus drei Komponenten:
Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt im Rahmen der neuen Dienstverträge im Jahr 2013 angepasst. Die Vorstandsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands der 4SC AG sind am 24. Januar 2014 dahingehend abgeändert worden, dass sie nun auch betragsmäßige Höchstgrenzen, sowohl insgesamt für die in den Vorstandsverträgen vorgesehene Festvergütung als auch hinsichtlich der einzelnen Bonusregelungen, enthalten.
Die Höhe der Festvergütung ist abhängig von der übertragenen Funktion und Verantwortung sowie von branchen- und marktüblichen Rahmenbedingungen, die sich vor allem an anderen börsennotierten Small- und Mid-Cap-Unternehmen aus der Biotechnologiebranche und aus verwandten Branchen (zum Beispiel MedTech) orientieren. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt.
Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem auf ein Jahr bemessenen Bonus I sowie einem langfristigen, auf drei Jahre bemessenen Bonus II zusammen. Im ersten Quartal 2013 hat der Aufsichtsrat zwei zusätzliche Bonusoptionen beschlossen, die an die Erreichung besonderer strategischer Unternehmensziele geknüpft sind.
Der erfolgsabhängige Bonus I wird vom Aufsichtsrat nach einer entsprechenden j̈ahrlichen Leistungsbeurteilung und nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Maßstab für den Bonus I sind die Geschäftsentwicklung der 4SC und der Erreichungsgrad vorab definierter individueller sowie allgemeiner Unternehmensziele. Diese Ziele betreffen unterschiedliche strategische Themen aus den Bereichen klinische Entwicklung, Business Development, Strategie, Investor Relations und allgemeines Management, die nach Prioritäten für die weitere Geschäftsentwicklung gewichtet werden.
Der Aufsichtsrat beschließt in seiner ersten Sitzung des folgenden Kalenderjahres über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus I ist zahlbar unmittelbar nach der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt.
Zusätzlich zur Grundvergütung und zum kurzfristigen Bonus I erhält jedes Vorstandsmitglied einen auf drei Jahre bemessenen langfristigen Gehaltsbestandteil (Bonus II), der eine nachhaltige Unternehmensentwicklung fördern soll. Der Bonus II basiert auf persönlichen und unternehmensspezifischen Zielen, die zu Beginn jedes Geschäftsjahres von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam festgelegt werden. Der Anspruch auf Zahlung des Bonus II hängt davon ab, dass diese Ziele im Rahmen einer auf drei Jahre festgelegten Periode erreicht werden. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt.
Der Aufsichtsrat entscheidet in seiner ersten Sitzung nach Ende der jeweiligen Zielerreichungsperiode über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus II ist zahlbar unmittelbar nach Beschlussfassung des Aufsichtsrats ̈uber die Zielerreichung der dreijährigen Zielerreichungsperiode.
(i) Branchenübliche Vergütung des Vorstands
(ii)
Erfolgsabhängige Bonusoptionen erweitert
Als weiteren variablen Bestandteil erhält der Vorstand einen Bonus III f̈ur den Fall, dass die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb veräußert. Die Bonuszahlungen sind in diesem Fall prozentual an den jeweiligen Veräußerungserlös geknüpft, jedoch in der Maximalsumme auf 2,5 Mio. € gedeckelt. Bei einer unvorhersehbaren Veränderung der Sachlage kann der Aufsichtsrat den Bonus III angemessen begrenzen.
Einen Bonus IV erhält der Vorstand dann, wenn es zu einer Lizenzvereinbarung des Hauptmedikamentenkandidaten Resminostat kommt. Die Bemessungsgrundlage für die Zahlungen stellen dabei die jeweiligen an die Gesellschaft zu leistenden Zahlungsflüsse bis zu einer möglichen Zulassung von Resminostat dar.
Der Bonus IV ist für jedes Vorstandsmitglied auf einen Betrag entsprechend dem Vierfachen der Grundvergütung gedeckelt.
Eventuelle Ansprüche aus Bonus III und IV werden zahlbar zwei Monate nach dem Datum, an dem bonusauslösende Zahlungen an die Gesellschaft geflossen sind.
Der Aufsichtsrat überprüft und entscheidet über die grundsätzliche Fortführung bzw. Änderung der Boni III und IV in einem Turnus von drei Jahren.
Als weitere Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung nutzt das Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, sogenannte ESOP (Employee Stock Option Programme), an denen sowohl der Vorstand als auch alle Mitarbeiter partizipieren. Im Rahmen dieser Programme wurden an die Vorstände im Jahr 2009 Aktienoptionen ausgegeben, die zum Bezug von 4SC-Aktien berechtigen. Detaillierte Informationen über den aktuellen Optionsbesitz sind im IFRS-Konzernanhang 2013 im Kapitel 10.1 aufgeführt.
Im Hinblick auf die Einhaltung der Kodexempfehlungen zur Managementvergütung wird auf die Anmerkungen im Kapitel Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, das sich innerhalb der Erklärung zur Unternehmensführung (Kapitel 1.2.1) dieses zusammengefassten Lageberichts befindet, verwiesen.
Insgesamt erhielt der Vorstand der 4SC AG im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 951 T €, wovon 87% auf fixe und 13% auf variable Bezüge entfielen. Darin enthalten sind auch Kosten, die mit der zum 31. März 2013 erfolgten, vorzeitigen Auflösung des Vertragsverhältnisses mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Dauer entstanden sind sowie entsprechende anteilige Gehaltsbestandteile. Eine detaillierte Aufstellung der individuellen Gehälter der Vorstandsmitglieder ist im IFRS-Konzernanhang 2013 im Kapitel 10.1 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.
Die aktuelle D&O-Versicherung der Gesellschaft für die Vorstände enthält seit dem 1. Juli 2010 den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt. Hinsichtlich der Einhaltung der Kodexempfehlungen zur D&O-Versicherung für Aufsichtsräte wird auf die Anmerkungen im Kapitel Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verwiesen, das sich innerhalb der Erklärung zur Unternehmensführung (Kapitel 1.2.1) dieses zusammenfassten Lageberichts befindet.
Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter und Vorstand
(i)
Die Vorstandsmitglieder der 4SC AG hielten zum 31. Dezember 2013 insgesamt 661.120 Aktienoptionen, die zum Bezug von 661.120 Aktien berechtigen. Zudem hielten sie 490.603 Aktien, also 0,97% aller Unternehmensanteile.
Aus Sicht der Gesellschaft sollte insbesondere das Interesse des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet sein. Deshalb hält 4SC eine Festvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für zielführend.
Die Vergütung des Aufsichtsrats beruht auf dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juni 2008.
Die jährliche Grundvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied beträgt 13 T €, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats die doppelte Vergütung erhält, sein Stellvertreter die 1,5-fache. Die Mitgliedschaft in Ausschüssen honoriert das Unternehmen mit 5 T € pro Ausschussmitgliedschaft, wobei – im Gegensatz zu den Empfehlungen des Kodex – nicht zwischen Vorsitz und Mitgliedschaft unterschieden wird, da die Ausschussarbeit in etwa zu gleichen Teilen auf alle Aufsichtsratsmitglieder verteilt ist.
Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 154 T €. Die Aufstellung über die individuelle Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist im Kapitel 10.2 des IFRS-Konzernanhangs 2013 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.
Die Aufsichtsratsmitglieder der 4SC AG hielten zum 31. Dezember 2013 insgesamt 28.593 Aktien und damit einen Anteil in Höhe von 0,06% des Unternehmens.
Das Grundkapital der Gesellschaft setzte sich zum 31. Dezember 2013 aus 50.371.814 auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zusammen, die über keine weiteren Rechte oder Vorzüge verfügen.
Es bestehen keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Wesentlicher Aktionär mit einem Stimmanteil von über 10% ist nach aktuellem Kenntnisstand der Gesellschaft nur die Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, mit circa 48,1% (gemäß Schätzung des Managements).
Aufsichtsratsvergütung nachhaltig ausgerichtet
(i)
(ii)
Keine Beschränkungen hinsichtlich Stimmrechten und Übertragung von Aktien
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnis verleihen.
Arbeitnehmer, die sich über einen direkten Aktienerwerb oder Mitarbeiterbeteiligungsprogramme am Unternehmen beteiligen, unterliegen keinerlei Stimmrechtsbindung.
85 AktG geregelt.
Gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung der 4SC AG in der Fassung vom 2. Mai 2013 besteht der 4SC-Vorstand aus mindestens einer Person, wobei der Aufsichtsrat die genaue Zahl der Mitglieder nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festlegt und ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden ernennen kann. Der Aufsichtsrat bestellt nach § 7 Abs. 1 der Satzung die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine mehrmalige Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Nur bei einer Bestellung auf weniger als fünf Jahre kann eine Verlängerung der Amtszeit ohne neuen Aufsichtsratsbeschluss erfolgen, wenn dadurch die gesamte Amtszeit nicht mehr als fünf Jahre beträgt. Gemäß § 7 Abs. 3 der Satzung erfolgen Abschluss, Abänderung oder Kündigung eines Anstellungsvertrags mit dem jeweiligen Vorstandsmitglied sowie ein Widerruf der Bestellung eines Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat.
Grundsätzlich ist für eine Änderung der Satzung nach § 179 AktG ein Beschluss der Hauptversammlung erforderlich. Gemäß § 13 der Satzung der 4SC AG ist der Aufsichtsrat jedoch dazu ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen.
Der Vorstand kann neue Aktien nur auf der Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben.
Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 7 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 1. Mai 2018 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 25.185.907,00 € gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 25.185.907 neuen Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, in § 5 Abs. 7 der Satzung näher beschriebenen, Fällen ausgeschlossen werden.
Der Vorstand ist durch den Hauptversammlungsbeschluss vom 6. August 2012 ermächtigt, bis zum 5. August 2017 einmalig oder mehrmalig Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen
Genehmigte und Bedingte Kapitalia
(i)
bzw. Kombinationen dieser Instrumente (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 60 Mio. € mit oder ohne Laufzeitbeschränkung gegen Bar- oder Sacheinlage näherer Maßgabe der genannten Ermächtigung zu begeben und für solche, von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen mit Zustimmung der Gesellschaft die Garantie zu übernehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, den Inhabern bzw. Gläubigern von aufgrund der vorgenannten Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf bis zu 7,5 Mio. Aktien zu gewähren nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen können auch eine Wandlungspflicht vorsehen. Hierzu ist das Grundkapital um bis zu 7,5 Mio. € bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital V, § 5 Abs. 6 der Satzung). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die neuen Schuldverschreibungen kann hierbei mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen nach näherer Maßgabe der Hauptversammlungsermächtigung ausgeschlossen werden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 114.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 114.000 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II, § 5 Abs. 2a der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Optionsrechten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 erteilten Ermächtigung zur Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe dieser Ermächtigung ausgegeben wurden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 88.314,00 € durch Ausgabe von bis zu 88.314 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital III, § 5 Abs. 3 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Optionsrechten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 28. Juli 2004 erteilten Ermächtigung zur Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe dieser Ermächtigung ausgegeben wurden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 305.133,00 € durch Ausgabe von bis zu 305.133 neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital IV, § 5 Abs. 3a der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Optionsrechten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 28. Juni 2006 erteilten Ermächtigung zur Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer etwaiger verbundener Unternehmen der Gesellschaft nach Maßgabe dieser Ermächtigung ausgegeben wurden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 1 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 1 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VI, § 5 Abs. 5 der Satzung). Das Bedingte Kapital VI dient ausschließlich der Erfüllung von Optionsrechten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 15. Juni 2009 erteilten Ermächtigung zur Gewährung
(i) Bedingte Kapitalia für Aktienoptionsprogramme von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer in- und ausländischen verbundenen Unternehmen nach Maßgabe dieser Ermächtigung ausgegeben wurden.
Es bestehen keine Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien und die Gesellschaft verfügt über keine eigenen Aktien.
Entschädigungsvereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind
Seit dem Neuabschluss der Vorstandsverträge in 2013 gelten folgende Regelungen: Im Fall eines Kontrollerwerbs im Sinne eines Anteilserwerbs von mehr als 50%
durch einen Aktionär, Dritten oder gemeinsam handelnde Personen oder zu einer wirtschaftlich vergleichbaren Transaktion und will sich die Gesellschaft in diesem Zusammenhang von dem Vorstand durch vorzeitige Vertragsauflösung trennen, ohne hierfür einen wichtigen Grund im Sinn des § 626 BGB zu haben, so erhält das Vorstandsmitglied eine Abfindung. Die Höhe der Abfindung entspricht der Summe der Gesamtvergütung (Grundvergütung, Bonus I und II sowie Nebenleistungen), die der Vorstand bis zum Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit erhalten hätte, mindestens aber für eine rechnerische Restlaufzeit von 15 Monaten.
Darüber hinaus wird dem Vorstandsmitglied für den Fall des Kontrollerwerbs ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht eingeräumt.
Des Weiteren sind die Regelungen zum Verfall von Aktienoptionen für die Vorstandsmitglieder aufgehoben. Das heißt, dass alle Aktienoptionen, die bis zum Trennungszeitpunkt an die Vorstandsmitglieder ausgegeben wurden, bei ihnen verbleiben, unabhängig von der Beendigung des Dienstverhältnisses.
Der pharmazeutische Forschungs- und Entwicklungsprozess beginnt bei 4SC typischerweise mit der Suche nach neuen Zielmolekülen und entsprechenden Wirkstoffen. Sobald das Zielmolekül gefunden ist, dem eine verursachende Rolle beim Auftreten einer Erkrankung zugeschrieben wird, kommt die unternehmenseigene, IT-basierte virtuelle Screening-Technologie zum Einsatz. Auf Basis einer effizienten Recherche in Datenbanken und Substanz-Bibliotheken, kann sie mit Hilfe eines besonderen Algorithmus geeignete Wirkstoffmoleküle, die die Aktivität oder die Funktionen des Zielmoleküls potenziell beeinflussen können, schnell und zielführend identifizieren. Im Anschluss werden die so identifizierten Wirkstoffkandidaten in einem mehrstufigen Prozess im Labor unter Mithilfe der IT-gestützten Technologieplattform weiter hinsichtlich ihrer chemischen, biologischen und pharmakologischen Eigenschaften optimiert. Am Ende der Frühphasenforschung steht die Auswahl eines geeigneten Wirkstoffkandidaten für die formale präklinische Entwicklung.
(i) Keine Entschädigungsvereinbarungen bei Kontrollwechsel
(ii)
Erfolgreiche Suche nach neuen Wirkstoffen
In präklinischen Tests – sowohl in Zellkultur- (in vitro) als auch in Krankheitsmodellen (in vivo) sowie in regulatorisch vorgeschriebenen Tierversuchen – wird der zukünftige Medikamentenkandidat auf Wirksamkeit und Unbedenklichkeit hin untersucht. Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die klinische Entwicklung beginnen, in der der Wirkstoff am Menschen erprobt wird.
In Phase I der klinischen Entwicklung wird der Wirkstoff erstmals bei wenigen – üblicherweise gesunden – Testpersonen angewendet. Im Gegensatz dazu werden die ersten Studien im Bereich Krebserkrankungen meist schon mit Patienten durchgeführt. Zielsetzung der Phase I ist eine erste Bewertung, wie der menschliche Körper auf das neue Medikament reagiert. Diese Bewertung beinhaltet eine Einschätzung zur Sicherheit und Verträglichkeit sowie zur Pharmakokinetik, welche die Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Wirkstoff im Körper unterliegt, beschreibt. Dazu zählen die Aufnahme des Wirkstoffs, seine Verteilung im Körper, sein biochemischer Um- und Abbau sowie seine Ausscheidung.
In der darauf folgenden Phase II wird der Wirkstoff an einer noch relativ kleinen Zahl von Patienten in einer ausgewählten Indikation getestet. Diese Phase soll einerseits einen ersten Nachweis der medizinischen Wirksamkeit des Präparats in einer genau definierten Patientengruppe liefern und es andererseits ermöglichen, eine sichere und potenziell wirksame Behandlungsdosis anhand der Dosis-Wirkungs-Beziehung zu bestimmen.
In der klinischen Phase III wird die Wirkung des Medikaments dann an einer größeren, statistisch relevanten Zahl von Patienten getestet. Die Phase III soll die entscheidenden, statistisch relevanten Daten für dessen Wirksamkeitsnachweis liefern und damit die Basis für einen Marktzulassungsantrag schaffen. Gleichzeitig werden in dieser Phase die Risiko-Nutzen-Abwägung, die Medikamentensicherheit sowie eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln genau analysiert.
Erst nach dem erfolgreichen Abschluss aller drei Phasen kann ein Antrag auf Marktzulassung des Medikaments gestellt werden. Nach der Zulassung kann möglicherweise noch ein weiterer Test (Phase IV) stattfinden. In diesem Prüfabschnitt werden dann z.B. seltene Neben- oder Wechselwirkungen eines Medikaments untersucht, die erst in großen Patientengruppen erkennbar werden.
Der gesamte Forschungs- und Entwicklungsprozess – von der Identifizierung der Zielmoleküle bis zur Marktzulassung des Medikaments – erfordert in der Regel einen Zeitraum von deutlich mehr als zehn Jahren.
Im Hinblick auf die fortgeschrittenen Phasen des Forschungs- und Entwicklungsprozesses strebt 4SC Lizenzpartnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen an, um die Entwicklung seiner Medikamentenkandidaten auf dem Weg zur Marktzulassung gemeinsam voranzutreiben.
Die klinische Produktpipeline des Konzerns, die im Vorjahr noch sechs Wirkstoffe umfasste, wurde im Berichtsjahr aktiv auf vier verringert, indem innerhalb der Pipeline eine strategische Priorisierung und Fokussierung vorgenommen wurde. Ziel dieser Maßnahmen ist die Bündelung der verfügbaren Ressourcen auf die Hauptwerttreiber.
Voraussetzungen für die klinische Entwicklung
(i)
(ii) Langwieriger Prozess der Medikamentenentwicklung 4SC-Werttreiber Resminostat für Leberkrebs
(ii) Weitere vielversprechende Krebswirkstoffe
(iii) Forschungspartnerschaften deutlich ausgebaut
(iv) Klinische Programme durch Partnerschaften zum Markt bringen
Der am weitesten fortgeschrittene 4SC-Medikamentenkandidat Resminostat soll gezielt in der Indikation Leberkrebs weiterentwickelt werden, nachdem das Unternehmen in dieser Indikation bereits eine Phase-IIa-Studie erfolgreich abgeschlossen hat. Speziell in diesem Anwendungsbereich sind sowohl der therapeutische Bedarf als auch das Marktpotenzial besonders hoch. 4SC hat des Weiteren klinische Studien mit Resminostat in den Indikationen Hodgkin Lymphom (Phase II) und Darmkrebs (Phase I) erfolgreich abgeschlossen. Der japanische Entwicklungspartner von 4SC, Yakult Honsha Co., Ltd., erprobt den Wirkstoff aktuell in zwei eigenen klinischen Phase-I/II-Studien in den Indikationen Leberkrebs sowie nichtkleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) in Japan. Im Rahmen dieser 2011 exklusiv für Japan vereinbarten Lizenzpartnerschaft hat 4SC eine Vorabzahlung in Höhe von 6 Mio. € erhalten und ist zum Erhalt weiterer erfolgsabhängiger Meilensteinzahlungen von bis zu 127 Mio. € sowie von Umsatzbeteiligungen im zweistelligen Prozentbereich berechtigt.
Neben Resminostat entwickelt 4SC die Krebswirkstoffe 4SC-202 und 4SC-205, die sich beide aktuell in klinischen Phase-I-Studien in hämatologischen (4SC-202) bzw. soliden Tumorindikationen (4SC-205) befinden. Vidofludimus, die Leitsubstanz des Unternehmens im Behandlungsfeld Autoimmunerkrankungen, hat eine Phase-IIa-Studie in chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen abgeschlossen. Entsprechend der strategischen Fokussierung beabsichtigt 4SC, hier den nächsten Entwicklungsschritt, eine Phase-IIb-Studie in der Indikation Morbus Crohn, nur in Zusammenarbeit mit externen Projekt- und Finanzierungspartnern zu betreiben.
In der Frühphasenforschung verfolgt 4SC mit seiner Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH eine Reihe von Wirkstoffprogrammen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf die Forschungsdisziplinen Epigenetik, Krebsstammzellen sowie weitere molekulare Signalmuster, die zur Entstehung von Krebs bzw. chronischen Entzündungserkrankungen beitragen. Drei dieser Programme wurden bereits in Partnerschaften mit anderen Pharma- bzw. Biotechnologieunternehmen überführt, um sie gemeinsam voranzubringen. Das Programm neuartiger TLR-Agonisten für die Krebsimmuntherapie wurde Ende 2012 an die Mainzer BioNTech AG lizensiert. Gemeinsam mit der dänischen LEO Pharma A/S wird seit 2013 ein von 4SC entdeckter entzündungshemmender Wirkstoff zur Modulation von Zytokinen (Botenstoffen) für die Behandlung von Psoriasis (Schuppenflechte) erforscht. Ein weiterer, von 4SC identifizierter anti-inflammatorischer Wirkstoff wird seit Mitte 2013 von der österreichischen Panoptes Pharma Ges.m.b.H. für den Einsatz im Bereich entzündlicher Augenkrankheiten wie Uveitis entwickelt.
4SC verfolgt das Ziel, seine Wirkstoffprogramme im Forschungs- und Entwicklungsprozess voranzubringen und damit Produktwerte zu generieren und den Wert des Unternehmens insgesamt zu steigern. Aus der Medikamentenforschung und -entwicklung sollen im Zeitablauf steigende Einnahmen durch Partnerschaften generiert werden, die 4SC auf mittlere und lange Sicht in die Lage versetzen sollen, sein operatives Geschäft zu finanzieren und sich zu einem nachhaltig profitablen Unternehmen zu entwickeln.
Im Segment "Development" werden Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen angestrebt. Diese sollen dazu beitragen, die verschiedenen klinischen Programme auf dem Weg zur Marktzulassung gezielt weiterzuentwickeln und damit Werte und Mittelzuflüsse für das Unternehmen
(i)
(i) Potenzial der Frühphasenforschung stärker nutzen
(ii)
Leistungsindikatoren des 4SC Konzerns
zu generieren. Auf diese Weise soll sowohl die Entwicklungsarbeit gestärkt als auch das Entwicklungsrisiko gesenkt werden. Vorab- und Meilensteinzahlungen der Kooperationspartner, Erlöse aus Lizenzgebühren sowie Umsatzbeteiligungen sollen nachhaltige Cashflows generieren, die einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung und zum Wachstum des Unternehmens leisten.
Im Segment "Discovery & Collaborative Business" sollen zum einen kontinuierliche Umsatz-, Ergebnis- und Finanzierungsbeiträge für den Konzern aus Dienstleistungen für und Forschungskooperationen mit Pharma- sowie Biotechnologieunternehmen im Bereich der Wirkstoffentdeckung realisiert werden. Darüber hinaus sollen die 4SCeigenen Programme, die sich in frühen Forschungsphasen befinden, in Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen eingebracht werden, um deren weitere Entwicklung zu beschleunigen und für den 4SC-Konzern zusätzliche Mittelzuflüsse und langfristige Wertsteigerungspotenziale zu generieren.
Wesentliche Steuerungsgrößen des Konzerns sind die Umsatzerlöse und die betrieblichen Aufwendungen, die regelmäßig überprüft werden. Insbesondere die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der einzelnen Projekte sind dabei ein wichtiger Indikator. Eine weitere wesentliche Finanzkennzahl ist der durchschnittliche monatliche Barmittelverbrauch. Das Verhältnis von Finanzmittelbestand und geplantem durchschnittlichem Barmittelverbrauch pro Monat ermöglicht eine Einschätzung, für welchen Zeitraum die vorhandenen liquiden Mittel voraussichtlich ausreichen werden.
Zur Steuerung des Unternehmens werden darüber hinaus weitere Leistungsindikatoren im Bereich der Forschung und Entwicklung herangezogen. So sind beispielsweise die klinischen Ergebnisse hinsichtlich Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit der Arzneimittelkandidaten, die sich in der Entwicklung befinden, in patientenbezogenen Indikatoren zusammengefasst. Maßstäbe für die Effizienz und den Erfolg dieser Prozesse sind unter anderem die Einhaltung von Zeit- und Kostenplänen sowie die Erfolge bei den klinischen Studien.
Laut den im Januar 2014 veröffentlichten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2013 um 3,0% gewachsen. Der erneute leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert (3,1%) ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: In der Eurozone belasteten insbesondere die anhaltende Staatsschuldenkrise und eine hohe Arbeitslosigkeit in einigen Volkswirtschaften die wirtschaftliche Entwicklung. Die Konjunktur in den USA wurde durch Einsparungen im Staatsetat geschwächt, obwohl eine Erholung der privaten Nachfrage, des Immobilienmarktes und des Finanzsektors eigentlich gute Voraussetzungen für größeres Wachstum geschaffen hatten.
Hinzu kam im Jahresverlauf eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik in den Schwellenländern, die dazu führte, dass die Wirtschaftsleistung dieser Volkswirtschaften im abgelaufenen Jahr nur noch um 4,7% (2012: 4,9%) anstieg. Die Konjunkturlokomotive China konnte mit einem Plus von 7,7% das Niveau des Jahres 2012 aber halten. Mit
einem Zuwachs von 1,3% (2012: 1,4%) entwickelte sich die Konjunktur in den Industrieländern deutlich langsamer, wobei die USA und Japan mit einem Plus von 1,9% (2012: 2,8%) bzw. 1,7% (2012: 1,4%) noch relativ gut abschnitten. Für die Eurozone ermittelte der IWF einen erneuten Konjunkturrückgang um 0,4% (2012: -0,7%). Speziell die von der Schuldenkrise betroffenen Staaten wie Italien (-1,8%) und Spanien (-1,2%) steckten weiterhin in der Rezession. Aufgrund eines schwächeren Außenhandels zeigte Deutschland ein nur moderates Wirtschaftswachstum von 0,5%, dies ist der schwächste Anstieg seit dem Rezessionsjahr 2009.
Das Börsenumfeld für Biotechtechnologiewerte hat sich im Verlauf des Berichtsjahres – insbesondere in Nordamerika – sehr positiv entwickelt. So überschritt beispielsweise der NASDAQ Biotechnology Index, einer der bedeutendsten Indizes für Biotechnologieaktien, Ende November 2013 erstmals die historische 2.300-Punkte-Marke und legte im Gesamtjahr um 62% zu. Auch der deutsche DAXsubsector Biotechnology Index konnte im Berichtsjahr ein deutliches Plus von 33% erzielen.
Für das freundliche Kapitalmarktumfeld spricht außerdem die Tatsache, dass nach Angaben des Branchendienstes BioCentury im abgelaufenen Jahr insgesamt 59 Börsengänge von Biotechnologieunternehmen stattfanden, die Emissionserlöse von insgesamt 15 Mrd. US-\$ einbrachten. Auch bei Kapitalerhöhungen über die Börse (Follow-on-Finanzierungen) fanden Unternehmen der Branche ein positives Umfeld vor, um sich zusätzliche liquide Mittel zu beschaffen. Im Jahresverlauf haben Biotechnologiefirmen in 139 Fällen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und dabei neue finanzielle Mittel mit einem Gesamtvolumen von rund 10 Mrd. US-\$ erhalten. Dabei wurden die guten Ergebnisse des Vorjahres noch einmal deutlich übertroffen (2012: 6,3 Mrd. US-\$ in 111 Kapitalerhöhungen).
Trotz eines stabilen Börsenumfelds für die Biotechnologieindustrie in Deutschland war die Finanzierungslage der Branche hierzulande im Berichtsjahr nach wie vor schwierig – speziell bei kleineren Unternehmen. Aktuelle Zahlen des Branchenverbands BIO Deutschland zeigen, dass die heimischen Biotechnologieunternehmen 2013 bei Venture-Capital-Finanzierungen und Kapitalerhöhungen über die Börse gegenüber dem Vorjahr zwar um ca. 20% zulegen konnten. Mit knapp 360 Mio. € in diesem Zeitraum akquirierten Finanzmitteln befand sich die Branche in Deutschland jedoch im Vergleich mit den USA weiterhin auf einem niedrigem Niveau.
Im Branchen- und Wettbewerbsumfeld von 4SC gab es im Berichtsjahr eine Reihe ermutigender Signale aus Sicht des 4SC-Konzerns. Im Bereich epigenetischer Krebsmedikamente und Histon-Deacetylase (HDAC-) Inhibitoren gab der Pharmakonzern Novartis im Dezember 2013 positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie mit seinem HDAC-Inhibitor Panobinostat in einer hämatologischen Tumorindikation bekannt. Wie 4SC setzte Novartis dabei auf eine Kombinationstherapie mit klassischen Krebsmedikamenten. Darüber hinaus hatte die US-Firma Syndax Pharmaceuticals Inc. im August 2013 den Start einer Phase-III-Studie in der Indikation Brustkrebs mit ihrem HDAC-Inhibitor Entinostat angekündigt, der ebenfalls in Kombination mit etablierten Krebsmedikamenten getestet werden soll.
In der Indikation Leberkrebs mussten Konkurrenten von 4SC im Berichtsjahr Rückschläge hinnehmen. So musste das US-amerikanische Biotechnologieunternehmen Arqule auf Anraten der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA die
(i) Gutes Branchenumfeld im Biotechbereich
(ii) Ermutigende Signale aus dem Marktumfeld Dosierung seiner Substanz Tivantinib in einer Zulassungsstudie bei Leberkrebs aufgrund von Nebenwirkungen um 50% reduzieren. Darüber hinaus verfehlten sowohl der Novartis-Wirkstoff Everolimus als auch die Transgene-Substanz Pexa-Vec ihre Studienziele in fortgeschrittenen klinischen Studien in der Zweitlinienbehandlung von fortgeschrittenem Leberkrebs.
Die Kerntätigkeit von 4SC ist die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente in den Hauptindikationsgebieten Krebs- und Autoimmunerkrankungen. Relevante Fortschritte bei den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind deshalb von zentraler Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Um dieses Ziel noch effizienter erreichen zu können, hat der Konzernvorstand im zweiten Quartal 2013 eine Fokussierung der Entwicklungsstrategie und der Unternehmensressourcen auf die Hauptwerttreiber beschlossen.
Im Rahmen der verabschiedeten Maßnahmen wurde die Produktpipeline von sechs auf vier klinische Entwicklungsprogramme verkleinert und zwei Projekte im Bereich der frühen Forschung eingestellt. Zudem wurde das Hauptaugenmerk gezielt auf die klinische Weiterentwicklung des Krebsmedikaments Resminostat in der Indikation fortgeschrittener Leberkrebs (HCC) gelegt, da in diesem Anwendungsbereich sowohl der medizinische Bedarf als auch das Marktpotenzial besonders hoch sind.
Das Segment "Development" beinhaltet die in der Konzernmuttergesellschaft 4SC AG angesiedelte klinische und präklinische Entwicklung der Medikamentenkandidaten von 4SC. Zum Ende des Berichtsjahres umfasste es die Wirkstoffkandidaten Resminostat, 4SC-202, 4SC-205 und Vidofludimus. Der Unternehmensbereich hat im Berichtsjahr die Entwicklung seiner Medikamentenkandidaten fortgesetzt.
Resminostat ist die Leitsubstanz des Unternehmens im Bereich der Krebsmedizin. Der in Tablettenform verabreichte Wirkstoff, ein HDAC-Inhibitor, besitzt einen innovativen epigenetischen Wirkmechanismus. Resminostat zielt auf eine erhöhte Lebenserwartung und verbesserte Lebensqualität für Krebspatienten. Der Wirkstoff kann das Tumorwachstum stoppen und zu einer Rückbildung von Tumoren führen. Darüber hinaus kann Resminostat eine Sensitivierung von Tumorzellen bewirken. Dadurch können bestimmte Toleranz- und Resistenzmechanismen, die Tumorzellen im Verlauf der Behandlung häufig gegen andere Krebsmedikamente entwickeln, unterdrückt bzw. umgekehrt werden. Durch eine Kombinationsbehandlung mit Resminostat soll deshalb die Wirksamkeit einer zuvor bzw. parallel angewandten Krebstherapie, die allein keine ausreichende Wirkung mehr zeigte, wiederhergestellt oder deutlich gesteigert werden und sich damit der Behandlungserfolg nachhaltig verbessern lassen.
(iii) Innovatives, epigenetisches Wirkprinzip von Resminostat
Fokussierung auf das Wesentliche
(i)
Resminostat ist bislang in einem breiten Entwicklungsprogramm klinisch erprobt worden: zum einen als Monotherapie in der Indikation Hodgkin Lymphom, zum anderen in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten in den Indikationen Leberkrebs, Darmkrebs sowie nichtkleinzelliger Lungenkrebs. Sowohl 4SC als auch der japanische Entwicklungspartner Yakult Honsha Co., Ltd. haben den Wirkstoff im Berichtsjahr insbesondere in der Hauptindikation Leberkrebs weiter vorangebracht.
Potenziell prädiktiver Biomarker ZFP64 in Phase-IIa-Studie identifiziert
Im Mai 2013 veröffentlichte 4SC erste Ergebnisse der ex-post vorgenommenen Biomarker-Analyse aus den zwei abgeschlossenen Phase-IIa-Studien mit Resminostat in den Indikationen Leberkrebs (HCC) (SHELTER-Studie) und Hodgkin Lymphom (HL) (SAPHIRE-Studie). In beiden Studien wurde der potenziell prädiktive Biomarker ZFP64 identifiziert, dessen Ausprägungsniveaus mit den Überlebenserwartungen der mit Resminostat behandelten Patienten korrelierten. Konkret erreichten Patienten, die vor dem Behandlungsstart höhere ZFP64-Werte im Blut aufwiesen, auch ein deutlich längeres Gesamtüberleben im Vergleich zu Patienten mit niedrigeren ZFP64-Werten.
Diese Erkenntnisse wurden im weiteren Jahresverlauf durch eine Detailanalyse untermauert. Deren Ergebnisse wurden im September 2013 auf zwei wissenschaftlichen Fachkonferenzen vorgestellt, der Jahrestagung der International Liver Cancer Association (ILCA) in Washington D.C. und dem European Cancer Congress (ECCO) in Amsterdam. Bei denjenigen HCC- bzw. HL-Patienten, die vor dem Behandlungsstart mit Resminostat höhere ZFP64-Blutwerte aufwiesen, verdoppelte sich das mediane Gesamtüberleben im Vergleich zu Patienten mit niedrigeren ZFP64-Werten in der ex-post vorgenommenen Biomarkeranalyse. Dabei wiesen rund 60% der HCC-Patienten und 65% der HL-Patienten vor dem Behandlungsbeginn erhöhte ZFP64-Werte auf. Diese Tatsache deutet auf einen prädiktiven Charakter von ZFP64 im Zusammenhang mit der Resminostat-Behandlung bei diesen Tumorindikationen hin. Das bedeutet, wenn sich diese Daten in weiteren Studien bestätigen lassen, könnte einerseits der Erfolg einer Behandlung mit Resminostat besser vorhergesagt und andererseits die Effizienz der Behandlung durch eine individuelle Patientenauswahl nachhaltig verbessert werden. ZFP64 soll in die nächsten klinischen Entwicklungsschritte von Resminostat, insbesondere in das geplante Phase-II/III-Studienprogramm in der Indikation Leberkrebs integriert werden, um ZFP64 als Biomarker zu validieren und im Erfolgsfall Resminostat als personalisierte Krebstherapie auf dem Weg in Richtung Marktzulassung weiter vorantreiben zu können. Bei Bestätigung des Biomarkers ZFP64 würde dies eine deutliche Aufwertung für Resminostat bedeuten.
Yakult Honsha startet klinische Phase-I/II-Studie in der Erstlinientherapie in Japan Der Pharmakonzern Yakult Honsha Co., Ltd., seit 2011 exklusiver Lizenz- und Entwicklungspartner von 4SC für Resminostat in Japan, startete im Mai 2013 eine klinische Phase-I/II-Studie mit Resminostat bei Leberkrebs (HCC) in Japan. Diese randomisierte Studie umfasst bis zu 164 Patienten und untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat in Kombination mit dem Krebsmedikament Sorafenib in der Erstlinientherapie im Vergleich zum derzeitigen Behandlungsstandard, der Sorafenib-Monotherapie.
(i)
Potenziell prädiktiver Biomarker erhöht Erfolgsaussichten von Resminostat
(i) Partner Yakult Honsha treibt Resminostat voran
Diese Studie ist für 4SC von großer strategischer Bedeutung: zum einen, da Leberkrebs in Japan besonders stark verbreitet ist und ein großes Marktpotenzial darstellt; zum anderen da die Erkenntnisse aus dieser Erstlinientherapie-Studie ebenfalls für das geplante Zulassungsprogramm von 4SC von Bedeutung sein können.
Auf Basis der positiven Ergebnisse der klinischen Phase-IIa-SHELTER-Studie mit Resminostat in Kombinationsanwendung mit dem Krebsmedikament Sorafenib bei Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC) und gestärkt durch die Mitte 2013 veröffentlichten Biomarkerdaten zur möglichen Rolle von ZFP64 bei HCC hat 4SC im Berichtsjahr mit der konkreten Vorbereitung eines pivotalen (d.h. zulassungsrelevanten) Entwicklungsprogramms von Resminostat in dieser Indikation begonnen. Der Herstellungsprozess des hierfür notwendigen klinischen Studienmaterials (Wirkstoffproduktion) wurde im Berichtsjahr weiter optimiert und der Wirkstoff in der benötigten Menge hergestellt. Danach wurden die Optimierungsarbeiten zur Wirkstoffformulierung für die Tablettenherstellung gestartet. Zudem wurde ein Dienstleistungspartner (Contract Research Organisation, CRO) ausgewählt, um gemeinsam mit 4SC die Studienprotokolle für das angestrebte Zulassungsprogramm zu erstellen.
Das Hauptaugenmerk von 4SC liegt auf dem Entwicklungsszenario in der HCC-Erstlinienbehandlung. Hier strebt das Unternehmen aktuell eine zulassungsrelevantes Phase-II/III-Studienprogramm an. Darin soll Resminostat in Kombination mit Sorafenib im Vergleich zur aktuellen Standardtherapie, der alleinigen Gabe von Sorafenib, bei Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC) getestet werden. Das kontrollierte, randomisierte Studienprogramm soll gemäß dem aktuellen Planungsstand aus einem vorgeschalteten kleineren Phase-II-Teil bestehen, dem ein größerer Phase-III-Teil folgen würde. Die Auswertung der Daten des Phase-II-Teils soll unter besonderer Beachtung des Biomarkers ZFP64 erfolgen, um eine Validierung des Biomarkers im Hinblick auf eine entsprechende Ausgestaltung des Studiendesigns des Phase-III-Teils zu ermöglichen. Zudem sollen diese Phase-II-Daten wichtige erste Aufschlüsse über die mögliche überlegene Wirksamkeit der Resminostat-Sorafenib-Kombination im Vergleich zur Sorafenib-Monotherapie geben und zudem in Verhandlungen mit potenziellen Pharmapartnern genutzt werden können. Die Studienprotokolle werden derzeit erstellt und sind im Folgenden mit den internationalen Gesundheitsbehörden abzustimmen, um bei Erfolg der Studien im Anschluss einen reibungslosen Zulassungsprozess zu ermöglichen.
Die Anwendung von Resminostat als HCC-Zweitlinientherapie stellt weiterhin eine attraktive, zusätzliche Entwicklungsoption für das Unternehmen dar.
Hinsichtlich der Finanzierung des geplanten Vorhabens intensivierte 4SC die Gespräche mit potenziellen regionalen und globalen Partnern und Investoren im Berichtsjahr und erweiterte die verfolgten Finanzierungsoptionen. Es ist das vorrangige Ziel von 4SC, insbesondere die Finanzierung des Phase-II-Teils des geplanten Studienprogramms im HCC-Erstlinienszenario sicherzustellen.
Auf der ASCO-Konferenz Anfang Juni 2013 in Chicago veröffentlichte 4SC positive Phase-I-Ergebnisse aus der klinischen Phase-I/II-SHORE-Studie von Resminostat in Kombinationsbehandlung mit der FOLFIRI-Chemotherapie bei Patienten mit
(i) Schritte des geplanten Entwicklungsprogramms mit Resminostat
(iii) Phase II-Teil: Validierung des Biomarkers
(ii)
(i)
Entwicklung bislang in vier kommerziell bedeutenden Indikationen
(iii) Weiterer attraktiver epigenetischer Wirkstoff fortgeschrittenem Darmkrebs (CRC). Resminostat zeigte sich in allen verabreichten Dosierungen als sicher und gut verträglich, was das gute Sicherheitsprofil des Wirkstoffs und seine breite Anwendbarkeit in Kombination mit etablierten Krebstherapien erneut unterstrich. Zudem zeigten sich ermutigende Hinweise auf die klinische Aktivität der Behandlung: Bei etwa 50% der Patienten konnte eine Stabilisierung der Tumorerkrankung über drei Monate und länger erzielt werden. Damit wurde das Ziel des Phase-I-Teils der SHORE-Studie erreicht. Im Zuge der strategischen Fokussierung der Ressourcen auf die weitere Entwicklung von Resminostat bei Leberkrebs beschloss der Vorstand von 4SC, in der Folge die ursprünglich geplante klinische Weiterentwicklung von Resminostat in einem Phase-II-Studienteil in der Indikation Darmkrebs zunächst nicht aktiv fortzusetzen.
Im Juli 2013 startete 4SCs japanischer Partner Yakult Honsha Co., Ltd. eine Phase-I/II-Studie mit Resminostat in der Indikation des nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) in Japan. Diese Studie umfasst bis zu 118 Patienten und untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Resminostat in Kombination mit dem Krebsmedikament Docetaxel. Nach Leberkrebs, Darmkrebs und dem Hodgkin Lymphom wurde die klinische Entwicklung von Resminostat damit bereits in einer vierten kommerziell bedeutenden Tumorindikation begonnen.
Bereits im Januar 2013 erhielt 4SC vom Europäischen Patentamt eine sog. "Intention to Grant"-Mitteilung für das Stoffpatent für Resminostat, welches im Verlauf des Berichtsjahres erteilt wurde. 4SC besitzt damit in allen wichtigen Pharmamärkten der Welt – darunter China, Europa, die USA, Indien, Russland, Japan und Südkorea – das wichtige Stoffpatent für seine Leitsubstanz.
4SC-202 ist der zweite epigenetische Krebswirkstoff von 4SC in der klinischen Entwicklung. Dieser Medikamentenkandidat ist ein selektiver Inhibitor (Hemmstoff) epigenetischer Zielmoleküle, der insbesondere auf die Enzyme LSD1 (KDM1A) und die Protein-Deacetylasen HDAC 1, 2 und 3 wirkt. 4SC-202 arbeitet mit einem innovativen Wirkprinzip und trifft so wichtige Mechanismen, die für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich gemacht werden. Insbesondere wirkt 4SC-202 gegen Tumorstammzellen und deckt damit ein attraktives Zukunftsfeld der Krebsmedizin ab. Über epigenetische Veränderungen beeinflusst der Wirkstoff zwei wichtige Signalübertragungswege von Zellen, den Hedgehog- und den WNT-Signalweg. Beide spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung, dem Wachstum und der Ausbreitung von Krebszellen. Da sich 4SC-202 aufgrund seiner Wirkweise sowie seiner chemischen Struktur deutlich von Resminostat und dessen möglichen therapeutischen Einsatzgebieten unterscheidet, ist der Wirkstoff eine ideale Ergänzung und Erweiterung der klinischen Produktpipeline von 4SC.
Im Berichtsjahr setzte das Unternehmen die offene klinische Phase-I-Studie (TOPAS-Studie) mit 4SC-202 bei Patienten mit fortgeschrittenen hämatologischen Tumoren fort.
Dabei wurden aufgrund der bislang beobachteten guten Verträglichkeit weitere unterschiedliche Dosierungen und Dosierungsschemata intensiv geprüft, um das bestmögliche Behandlungsschema für eine mögliche spätere Phase-II-Studie ermitteln zu können. Zudem zeigte der Wirkstoff bei einzelnen Patienten erste ermutigende Hinweise auf eine mögliche klinische Wirksamkeit sowie Anti-Tumor-Effekte.
Mitte Juli 2013 meldete 4SC, dass in China das Stoffpatent für 4SC-202 erteilt wurde und eine Erteilung in Hongkong unmittelbar bevorsteht. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen vom US-Patentamt – neben der Erteilung des Stoffpatents – auch eine Erteilungszusage für das Patent auf bestimmte Salze von 4SC-202, wodurch die Laufzeit des Patentschutzes für den Wirkstoff im weltweit größten Pharmamarkt deutlich verlängert werden kann.
4SC-205 ist ein Krebswirkstoff, den das Unternehmen derzeit an Patienten mit soliden Tumoren im fortgeschrittenen Stadium testet. Bei 4SC-205 handelt es sich um einen Zellteilungshemmer, der ein bestimmtes Eiweißmolekül – das Kinesin-Spindel-Protein Eg5 – beeinflusst. Dieses Eiweißmolekül spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung und somit auch beim Wachstum von Krebszellen. Zellteilungshemmer wie beispielsweise Taxol werden bereits seit längerer Zeit sehr erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt. Allerdings haben sie den Nachteil starker Nebenwirkungen, die aufgrund seines speziellen Wirkprinzips bei 4SC-205 in dieser Form nicht auftreten sollen. Nach Kenntnis des Unternehmens ist 4SC-205 darüber hinaus der weltweit einzige Eg5-Inhibitor in der klinischen Entwicklung, der oral verabreicht wird.
Nach den im Dezember 2012 veröffentlichten positiven Daten der klinischen Phase-I-AEGIS-Studie zur Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Biomarkern des Wirkstoffs bei Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren wurde die Studie im Berichtsjahr erweitert. Zielsetzung dieser Erweiterung ist die Erprobung zusätzlicher Dosierungsschemata, um die Basis einer möglichen Weiterentwicklung von 4SC-205 in einer späteren Phase-II-Studie zu prüfen bzw. zu optimieren. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls beschlossen, fortan mit Priorität Patienten mit einem bestimmten Krankheitsbild (Lungentumoren bzw. Lungenmetastasen) in die Studie aufzunehmen, da hier aufgrund vorliegender wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Anwendung dieses Wirkstoffs besonders vielversprechend sein könnte.
Die onkologischen Programme 4SC-203 (Phase-I-Studie an gesunden Probanden abgeschlossen) und 4SC-207 (präklinische Entwicklungsphase) wurden im Zuge der Mitte 2013 beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie eingestellt. Um das Potenzial ausschöpfen zu können, soll gegebenenfalls eine Auslizenzierung oder der Verkauf von 4SC-203 geprüft werden. Für diesen Wirkstoff könnte sich eine Anwendung für Psoriasis (Schuppenflechte) und/oder bei Juckreiz als Entwicklungsmöglichkeit für potenzielle Partner ergeben.
(ii)
4SC-202 gut patentrechtlich geschützt
(i)
Dritter Krebswirkstoff in der Pipeline
(iii) Weiteres Potenzial durch Auslizenzierung möglich
Vidofludimus ist ein oral verabreichter, niedermolekularer Wirkstoff zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen. Der Medikamentenkandidat hat in einer ersten klinischen Phase-IIa-Studie im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Inflammatory Bowel Disease, IBD) vielversprechende Ergebnisse gezeigt. Im Rahmen der 2013 beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie wird 4SC für die weitere Entwicklung von Vidofludimus keine eigenen Mittel mehr zur Verfügung stellen. Das Unternehmen steht derzeit in intensiver Verbindung mit potenziellen externen Projektpartnern, mit denen derzeit gemeinsam Investoren akquiriert werden sollen, um die geplante Phase-IIb-Studie in der Indikation Morbus Crohn realisieren zu können. Das Design dieser Studie wurde bereits mit internationalen Zulassungsbehörden abgestimmt.
Im Segment "Discovery & Collaborative Business" sind die Aktivitäten der Wirkstoffentdeckung und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung durch die 4SC Discovery GmbH gebündelt. Der Unternehmensbereich setzte im Berichtsjahr seine Anfang 2012 gestartete erfolgreiche Entwicklung fort. Aufgrund der Einnahmen aus Forschungskooperationen und Lizenzpartnerschaften mit Biotechnologie- und Pharmafirmen erreichte die 4SC Discovery GmbH im Jahr 2013 bereits einen operativen Finanzmittelzufluss.
Nach einer im Dezember 2012 eingegangenen Lizenzpartnerschaft in der Krebsimmuntherapie zwischen der 4SC Discovery GmbH und dem Mainzer Biopharmaunternehmen BioNTech AG meldete 4SC im Februar 2013 den Start einer weiteren umfassenden Forschungszusammenarbeit der beiden Unternehmen. Im Rahmen dieser zunächst auf drei Jahre angelegten Kooperation wird die 4SC Discovery GmbH neue niedermolekulare Krebswirkstoffe für definierte therapeutische Zielmoleküle identifizieren und für die BioNTech AG weiter optimieren. Als Vergütung erhält die 4SC Discovery GmbH ein aufwandsabhängiges Dienstleistungsentgelt sowie erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und eine Beteiligung am möglichen späteren Nettoumsatz der von der BioNTech AG weiterentwickelten und kommerzialisierten Produkte.
Im Februar 2013 hat die 4SC Discovery GmbH eine exklusive Forschungs- und Lizenzoptionsvereinbarung mit dem dänischen Pharmaunternehmen LEO Pharma A/S geschlossen. Beide Firmen werden gemeinsam einen von 4SC Discovery GmbH entdeckten oralen Wirkstoff zur Behandlung chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis (Schuppenflechte) erforschen, entwickeln und kommerzialisieren. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt die 4SC Discovery GmbH eine Vorabzahlung in Höhe von 1 Mio. € sowie aufwandsabhängige Zahlungen zur Finanzierung der laufenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Im Gegenzug erhielt die LEO Pharma A/S eine exklusive Option auf die Lizenzierung der weltweiten Rechte zur Vermarktung und Kommerzialisierung des Wirkstoffs. Macht LEO Pharma A/S von dieser Option
(i) Suche nach externen Projekt- und Finanzierungspartnern
(ii) 4SC Discovery GmbH erstmals Cash-positiv
(iii) Starken und innovativen Pharma-Partner gewonnen
Gebrauch, hat die 4SC Discovery GmbH Anspruch auf zusätzliche Options- und erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen von bis zu 95 Mio. € sowie auf Beteiligungen an den späteren Verkaufserlösen im bis zu zweistelligen Prozentbereich.
Aus der im Frühjahr 2012 initiierten strategischen Vertriebspartnerschaft mit dem Biotechnologieunternehmen CRELUX GmbH, Martinsried, die auf der gemeinsamen Forschungsplattform i2c ("idea to candidate") basiert und die wesentliche Elemente der Wertschöpfungskette der pharmazeutischen Frühphasenforschung abdeckt, resultierten im Berichtsjahr die beiden folgenden Forschungskooperationen:
Im Juni 2013 wurde eine Zusammenarbeit im Bereich der Frühphasenforschung mit dem belgischen Pharmaunternehmen UCB S.A. gestartet. Gegenstand der Kooperation ist die Entdeckung und Validierung neuer niedermolekularer Wirkstoffe zur Behandlung neurologischer Erkrankungen. Mit Hilfe der i2c-Plattform werden die 4SC Discovery GmbH und die CRELUX GmbH diese Wirkstoffe identifizieren und weiter optimieren, um qualitativ hochwertige Medikamentenkandidaten für die UCB S.A. zu gewinnen.
Im November 2013 begann die Forschungszusammenarbeit von 4SC Discovery GmbH und CRELUX GmbH mit der in Wuppertal ansässigen Biotechnologiefirma AiCuris GmbH & Co. KG. Ziel dieser Partnerschaft ist es, niedermolekulare Wirkstoffe für einen neuen Therapieansatz bei der Behandlung von Infektionskrankheiten zu identifizieren, zu validieren und zu optimieren.
Im September 2013 vereinbarte die 4SC Discovery GmbH mit dem jungen österreichischen Biotechnologieunternehmen Panoptes Pharma Ges.m.b.H. eine Patentübertragung für einen neuen, von 4SC Discovery GmbH entdeckten, präklinischen Wirkstoff mit entzündungshemmender Wirkung. Die Panoptes Pharma Ges.m.b.H. wird diese Substanz für einen therapeutischen Einsatz im Bereich entzündlicher Augenerkrankungen weiterentwickeln und im Erfolgsfall vermarkten. Als Gegenleistung für die Patentübertragung erhielt die 4SC Discovery GmbH einen 24,9%-Anteil an der Panoptes Pharma Ges.m.b.H. Sie hat darüber hinaus Ansprüche auf spätere erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen sowie auf eine Beteiligung an den Umsatzerlösen des Wirkstoffs. Außerdem hat die 4SC Discovery GmbH das Recht, die Substanz in den Therapiebereichen rheumatoide Arthritis und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen einzusetzen.
Auf Konzernebene erfolgten im Berichtsjahr – sowohl personell als auch in strategischer Hinsicht – wichtige Weichenstellungen.
Der Mitgründer und langjährige Vorstandsvorsitzende der 4SC AG, Dr. Ulrich Dauer, legte sein Mandat als Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens mit Ablauf des 31. März 2013 aus persönlichen Gründen nieder. Durch Beschluss des Aufsichtsrats wurde der Finanzvorstand Enno Spillner mit Wirkung zum 1. April 2013 zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Seit diesem Zeitpunkt übt Herr Spillner beide Funktionen in Personalunion aus.
(i) Forschungsplattform "idea to candidate" kommerzialisieren
(ii) Entzündungshemmender Wírkstoff entdeckt
(iii) Veränderungen im Vorstand
Am 12. März 2013 teilte das Unternehmen mit, dass nach HGB-Rechnungslegungsgrundsätzen bei der 4SC AG ein kumulierter Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist, der aus den planmäßig aufgelaufenen operativen Verlusten im Rahmen der Medikamentenentwicklung resultiert. Ein derartiger Verlust löst nach § 92 Abs. 1 AktG die gesetzliche Verpflichtung zur Einberufung einer Hauptversammlung aus, um den Aktionären diesen Sachverhalt anzuzeigen und die Lage der Gesellschaft entsprechend zu erörtern. Der Vorstand der 4SC AG ist dieser Pflicht im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens nachgekommen, die am 2. Mai 2013 stattfand.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der 4SC AG am 2. Mai 2013 stimmten die Aktionäre sämtlichen von der Verwaltung der Gesellschaft zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit der notwendigen Mehrheit zu. Unter anderem wurden in einer turnusmäßigen Aufsichtsratsneuwahl alle Organmitglieder im Amt bestätigt. In der nachfolgenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung blieben alle Funktionen, darunter der Vorsitz (Dr. Thomas Werner) und stellvertretende Vorsitz (Klaus Kühn) des Gremiums, sowie die Ausschüsse und deren Besetzung unverändert.
Im Mai 2013 hat das Management von 4SC eine Fokussierung der Entwicklungsstrategie beschlossen, deren Kern die Konzentration und Mittelverwendung auf diejenigen Produkte des Unternehmens ist, die das größte Wertsteigerungspotenzial für 4SC insgesamt aufweisen. Höchste Priorität erhält fortan die Weiterentwicklung des Hauptwirkstoffs Resminostat in der Indikation Leberkrebs (HCC). Im Rahmen der Fokussierung wurden andere Entwicklungsaktiviẗaten entsprechend zurückgefahren bzw. gestoppt. So wurden die Entwicklungsprogramme 4SC-203 und 4SC-207 sowie zwei frühe Forschungsprogramme eingestellt, was im Berichtsjahr zu einmaligen nicht-liquidiẗatswirksamen Abschreibungen in Höhe von 718 T € geführt hat.
Im Zusammenhang mit der neuen, fokussierten Entwicklungsstrategie wurden im Juni 2013 Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmens- und Kostenstrukturen bekannt gegeben. Diese Maßnahmen betrafen in erster Linie eine Anpassung der personellen Kapazitäten – vor allem in der präklinischen und der klinischen Forschung sowie in der Verwaltung – und die Schließung des Büros am Standort Überlingen-Bonndorf. Im Jahresverlauf wurde die Anzahl der Mitarbeiter dadurch um rund 15% gegenüber dem Stand per Ende Mai 2013 verringert, was sich ab dem Geschäftsjahr 2014, im Vergleich zur Situation vor den beschlossenen Maßnahmen, in einer Reduzierung der Personalaufwendungen im oberen sechsstelligen Euro-Bereich niederschlagen wird.
Aufsichtsrat erfährt breite Zustimmung
(i)
(ii) Strategische Fokussierung auf Hauptwerttreiber
(iii)
Zielgerichtete Maßnahmen zur Optimierung von Unternehmensund Kostenstrukturen
Der 4SC-Konzern, bestehend aus der 4SC AG und ihrer 100%igen Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH, berichtet für das Geschäftsjahr 2013, wie auch für die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2012, konsolidierte Zahlen. Der 4SC-Konzern berichtet seit Beginn 2012 in den beiden Geschäftssegmenten "Development" und "Discovery & Collaborative Business". Das Segment "Development" umfasst dabei die Entwicklungsprogramme Resminostat, 4SC-202 und 4SC-205 sowie Vidofludimus. Das Segment "Discovery & Collaborative Business" beinhaltet die Aktivitäten der Wirkstoffentdeckung und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung, insbesondere in Form des Servicegeschäfts und von Forschungskooperationen im Bereich Wirkstoffentdeckung und -optimierung.
Die Konzernumsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2013 auf 4.904 T € und konnten damit gegenüber dem Vorjahr (2012: 4.353 T €) um 13% gesteigert werden. Im Segment "Development" setzten sich die Umsätze wie folgt zusammen: aus der ratierlichen Auflösung des Umsatzabgrenzungspostens für die im Jahr 2011 geschlossene Partnerschaft mit Yakult Honsha Co. Ltd., Japan, für die Entwicklung von Resminostat in Höhe von 894 T € (2012: 894 T €) und aus Weiterbelastungen an Kooperationspartner der 4SC AG im Zusammenhang mit der Entwicklung und Durchführung der Wirkstoffproduktion in Höhe von 707 T € (2012: 502 T €).
| in Tausend Euro | ||
|---|---|---|
| 2013 | 2012 | |
| Umsatz | 4.904 | 4.353 |
| Betriebliche Aufwendungen | 15.530 | 17.749 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -10.592 | -13.366 |
| Konzernergebnis | -10.525 | -13.217 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | -0,21 | -0,29 |
Das Segment "Discovery & Collaborative Business" steuerte 2013 in seinem zweiten operativen Geschäftsjahr 67%, das entspricht 3.303 T € (2012: 2.957 T €), zum Konzernumsatz bei und erreicht damit eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 12%. Bereinigt um die einmaligen Umsätze in Höhe von 2.500 T € aufgrund der im vierten Quartal 2012 abgeschlossenen Lizenzvereinbarung mit der Mainzer BioNTech AG konnten die Umsatzerlöse im Bereich der Forschungskooperationen sogar um fast das Fünffache gesteigert werden. Aus dieser Forschungskooperation konnten 2013 1.279 T € als Umsätze realisiert werden. Weitere 1.772 T € der Segmentumsätze 2013 stammten aus der im ersten Quartal 2013 geschlossenen Lizenzvereinbarung sowie dem Forschungsvertrag mit der dänischen LEO Pharma A/S. Hiervon stammen 569 T € aus der ratierlichen Auflösung des Umsatzabgrenzungspostens, der für die Vorabzahlung von 1 Mio. € gebildet wurde. Somit konnten im Jahr 2013 insgesamt 2.734 T € Umsätze für Forschungskooperationen abgerechnet werden, während es im Jahr 2012 nur 457 T € waren.
(i) Konzernumsatz gesteigert
(ii)
Forschungskooperationen als Wachstumstreiber
| Umsatz nach Segmenten 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend Euro | in T € | in Prozent | Discovery & Collaborative Business | |
| 1.601 | 33 | Development | ||
| Development | ||||
| Discovery & Collaborative Business | 3.303 | 67 |
Die betrieblichen Aufwendungen setzten sich aus Umsatz-, Vertriebs-, Forschungsund Entwicklungskosten sowie Verwaltungskosten zusammen. Sie lagen im Jahr 2013 bei 15.530 T € – dies entspricht einem Rückgang von 13% gegenüber dem Vorjahr (2012: 17.749 T €). Dabei sind 12.278 T € (2012: 13.660 T €) dem Segment "Development" sowie 4.549 T € (2012: 5.554 T €) dem Segment "Discovery & Collaborative Business" zuzurechnen.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten konnten 2013 um 21% auf 10.243 T € im Vergleich zum Vorjahr (2012: 12.909 T €) reduziert werden; sie stellen mit 66% (2012: 73%) nach wie vor den wesentlichen Anteil an den betrieblichen Aufwendungen dar. Ausschlaggebend für den Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten ist die im Vergleich zum Vorjahr geringere Anzahl an noch laufenden klinischen Studien, was bei einzelnen Projekten zu deutlich reduzierten Fremdleistungen führte. Dem entgegen wirken die gestiegenen Vorbereitungsaufwendungen für das geplante zulassungsrelevante Studienprogramm mit Resminostat in der Indikation Leberkrebs. Hinzu kommen einmalige Wertminderungen in Höhe von 718 T € für aktivierte Patente in Folge der im zweiten Quartal 2013 beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie.
Die Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.310 T € und konnten damit im Vergleich zum Vorjahr (2012: 3.916 T €) um 15% gesenkt werden. Wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind die umgesetzten Kostensparmaßnahmen und Strukturanpassungen.
Die Vertriebskosten, die sich aus Aufwendungen für Business Development und Strategic Planning & Marketing zusammensetzten, konnten 2013 ebenfalls gesenkt werden. Sie beliefen sich auf 503 T € (2012: 597 T €) und liegen damit um 16% unter den Vorjahreskosten.
Die Umsatzkosten erhöhten sich um 351% auf 1.474 T € (2012: 327 T €). Hauptursache für den Zuwachs ist die Weiterführung des im Segment "Discovery & Collaborative Business" gebündelten Kooperationsgeschäfts, das im Gegenzug auch für die dort deutlich angestiegenen Umsatzerlöse verantwortlich ist.
in Tausend Euro
| 2013 2012 10.243 12.909 Forschungs- und Entwicklungskosten 3.310 3.916 Verwaltungskosten Vertriebskosten 503 597 1.474 327 Umsatzkosten |
|
|---|---|
| 15.530 17.749 Summe |
Kosteneffizienz gesteigert
(i)
Bedingt durch die Zunahme der Umsatzerlöse bei in Summe gesunkenen Kosten verbesserte sich 2013 das operative Konzernergebnis von 4SC um 21% auf -10.592 T € (2012: -13.366 T €). Das Segment "Development" wies dabei einen operativen Verlust von 9.457 T € aus, das Segment "Discovery & Collaborative Business" erzielte einen operativen Verlust in Höhe von 1.135 T €.
Das Finanzergebnis sank um 58% auf 67 T € (2012: 159 T €). Wesentlichste Faktoren hierfür waren das weiterhin rückläufige Zinsniveau am Kapitalmarkt sowie die geringeren zur Verfügung stehenden Finanzmittel, die im Vorjahresvergleich zu niedrigeren Finanzerträgen in Höhe von 58 T € (2012: 137 T €) geführt haben. Der Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen hat sich mit 27 T € gegenüber dem Vorjahr (2012: 33 T €) um 18% verringert. Kursdifferenzen konnten im Vorjahresvergleich um 18% gemindert werden und belasteten das Finanzergebnis mit 9 T € (2012: 11 T €).
Dem 4SC-Konzern entstand im Berichtszeitraum kein Aufwand aus laufenden Ertragsteuern (2012: 10 T €).
Der Konzernjahresfehlbetrag verringerte sich 2013 aufgrund der beschriebenen Entwicklungen – insbesondere der deutlich gestiegenen Umsatzerlöse sowie reduzierten betrieblichen Aufwendungen – um 20% auf -10.525 T € (2012: -13.217 T €).
Die durchschnittliche Aktienzahl erhöhte sich im Berichtsjahr auf 50.371.814 Aktien (2012: 46.170.059 Aktien) aufgrund der Mitte 2012 durchgeführten Kapitalerhöhung. Bei einem gleichzeitig verbesserten Konzernergebnis reduzierte sich der Verlust je Aktie damit auf 0,21 € (2012: Verlust von 0,29 €).
in Tausend Euro
| 2013 in T€ |
in Prozent | 2012 | in T€ in Prozent | |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 11.591 | 65 | 13.326 | 46 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.114 | 35 | 15.741 | 54 |
| Summe | 17.705 | 29.067 |
| 2013 | 2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | in Prozent | in T€ in Prozent | ||||
| Eigenkapital | 11.282 | 64 | 21.813 | 74 | ||
| Langfristige Schulden | 2.836 | 16 | 3.755 | 13 | ||
| Kurzfristige Schulden | 3.587 | 20 | 3.499 | 13 | ||
| Summe | 17.705 | 29.067 |
(ii) Verluste reduziert
(i)
Operatives Ergebnis deutlich verbessert
Geschäftsbericht 2013 4SC
Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich auf 11.591 T € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 13.326 T €). Wesentlicher Grund hierfür waren planmäßige ratierliche Abschreibungen der immateriellen und materiellen Vermögenswerte sowie einmalige Wertminderungen von drei Patenten im Zusammenhang mit der beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie in Höhe von 718 T €. Mit 10.651 T € waren dabei die immateriellen Vermögenswerte weiterhin der größte Bilanzposten innerhalb der langfristigen Vermögenswerte (31. Dezember 2012: 12.223 T €), gefolgt von den Sachanlagen mit 602 T € (31. Dezember 2012: 787 T €). Die Erhöhung der Finanzanlagen von 154 T € zum 31. Dezember 2012 auf 181 T € zum Bilanzstichtag resultierte aus Zuschreibungen auf die Beteiligung an der quattro research GmbH. Die im September 2013 eingegangene 24,9%ige Beteiligung am Stammkapital der Panoptes Pharma Ges.m.b.H., Wien (Österreich), die zum Abschluss des dritten Quartals 2013 noch in Höhe der geleisteten Einlage von 8 T € bilanziert worden war, wurden entsprechend der at equity Behandlung der Beteiligung zum Jahresende 2013 buchungstechnisch auf 0 T € abgewertet. Ursache hierfür waren die geplanten und für ein junges Biotechnologieunternehmen typischen Anlaufverluste bei Panoptes Pharma Ges.m.b.H., welche anteilsmäßig die von 4SC geleistete Stammeinlage überstiegen.
Der erwartungsgemäße Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte auf 6.114 T € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 15.741 T €) war im Wesentlichen bedingt durch die Minderung des Finanzmittelbestandes (bestehend aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den sonstigen finanziellen Vermögenswerten) auf 4.899 T € (31. Dezember 2012: 12.064 T €). Dies ist auf den Mittelabfluss infolge des operativen Verlusts von 4SC zurückzuführen. Die deutliche Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 346 T € (31. Dezember 2012: 3.084 T €) resultierte überwiegend aus der abgeschlossenen Lizenzvereinbarung mit der Mainzer BioNTech AG, deren Zahlung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 noch nicht fällig war.
Der Rückgang des Eigenkapitals auf 11.281 T € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 21.813 T €) ist vor allem auf das mit 10.525 T € (31. Dezember 2012: 13.217 T €) negative Konzernergebnis zurückzuführen. Der Bilanzverlust erhöhte sich daher auf 119.260 T € (31. Dezember 2012: 108.735 T €).
Die Eigenkapitalquote nahm um 11,3 Prozentpunkte auf 63,7% ab (31. Dezember 2012: 75,0%).
Die langfristigen Schulden, die wie im Jahr 2012 mehrheitlich aus der Umsatzabgrenzung im Zusammenhang mit der Partnerschaft mit Yakult Honsha Co., Ltd., Japan, bestehen, verringerten sich zum 31. Dezember 2013 um 24% auf 2.836 T € (31. Dezember 2012: 3.755 T €). Die kurzfristigen Schulden hingegen erhöhen sich leicht um 3% auf 3.587 T € am Ende des Berichtszeitraums (31. Dezember 2012: 3.499 T €). Sie bestehen im Wesentlichen aus den Sonstigen Schulden und Umsatzabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt 2.884 T € (31. Dezember 2012: 2.905 T €) und umfassen
Eigenkapital verlustbedingt reduziert
(ii)
(i) Bereinigung führt zu Abschreibungen mehrheitlich nicht abgerechnete externe Dienstleistungen sowie den kurzfristigen Anteil an der Umsatzabgrenzung in Höhe von 1.324 T €, wovon 894 T € ebenfalls im Zusammenhang mit der Partnerschaft mit Yakult Honsha Co., Ltd., Japan, stehen. Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten einen Anstieg auf 675 T € (31. Dezember 2012: 584 T €).
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 betrug 17.705 T € und war somit aufgrund der beschriebenen Sachverhalte um 39% niedriger als zum 31. Dezember 2012 (29.067 T €).
Der Mittelabfluss aus der betrieblichen Tätigkeit lag im Berichtszeitraum 2013 bei 6.985 T €. Die Differenz im Vergleich zu dem negativen Vorsteuerergebnis in Höhe von 10.525 T € resultiert aus folgenden Sachverhalten, die nicht-liquiditätswirksame Aufwandsposten beinhalten: Anpassungen für nicht zahlungswirksame Posten der Gesamtergebnisrechnung vor allem aufgrund von linearen Abschreibungen, einer Abwertung von erworbenen Patenten im Rahmen der im zweiten Quartal beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie, Aufwand aus Aktienoptionen und zahlungswirksamen Posten in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem entgegen wirken Cashflow-negative Veränderungen von Passiv-Bilanzposten, insbesondere die Reduktion des Umsatzabgrenzungspostens und der Sonstigen Schulden. Im Vergleichszeitraum 2012 betrugen die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit -15.174 T €, bei einem negativen Ergebnis vor Steuern von 13.207 T €.
Die Mittelzuflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen im Jahr 2013 in Summe 4.868 T € (2012: 3.063 T €). Dabei wurden 21 T € (2012: 51 T €) in immaterielle Vermögenswerte und 99 T € (2012: 50 T €) in Sachanlagen investiert. Die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Sachanlagen betrugen 9 T € (2012: 152 T €). Eine Investition in Höhe von 8 T € erfolgte durch die Einzahlung ins Grundkapital im Zuge der Beteiligung an der Wiener Firma Panoptes Pharma Ges.m.b.H. Aus dem Erwerb von Finanzinstrumenten in Höhe von 1.000 T € (2012: 5.988 T €) bei gleichzeitigem Mittelzufluss aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten über 5.988 T € (2012: 9.000 T €) resultierten saldiert weitere Mittelzuflüsse über 4.988 T € (2012: 3.012 T €).
Im Berichtszeitraum gab es keine Finanzierungsmaßnahme. Zur Vorbereitung einer nach der Berichtsperiode abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung über die Ausgabe von Wandelschuldanleihen mit YA Global Master SPV Ltd. (Yorkville) wurde jedoch in Rechtsberatung investiert. Dies ist daher direkt den Einzahlungen in die Kapitalrücklage zuzuordnen, sodass der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -59 T € betrug. Im Vorjahr wurde im Juli eine Kapitalerhöhung mit Nettozufluss in Höhe von 11.367 T € abgeschlossen.
(i) Bilanzsumme verringert
(ii) Operativer Cash-Verbrauch deutlich reduziert
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf 3.899 T € (31. Dezember 2012: 6.076 T €). Weitere Finanzmittel in Höhe von 1.000 T € (31. Dezember 2012: 5.988 T €) waren Ende 2013 in kurzfristigen festverzinslichen Wertpapieren angelegt. Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Gesellschaft somit über liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von insgesamt 4.899 T € (31. Dezember 2012: 12.064 T €).
Insbesondere aufgrund der Tatsachen, dass 4SC im Berichtszeitraum Kosteneinsparungen im Rahmen der Fokussierung seiner Entwicklungsstrategie erzielte und dass aufgrund des Auslaufens klinischer Studien die Entwicklungsaktivitäten im Vorjahresvergleich weiter zurückgingen, waren die Aufwendungen 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich niedriger. Die Umsatzerlöse konnten hingegen gesteigert werden. Dies steht im direkten Zusammenhang mit dem erfolgreichen Kooperationsgeschäft sowie dem Start von Lizenzpartnerschaften im Bereich der Frühphasenforschung des Konzerns durch das im Vorjahr neu gebildete Segment "Discovery & Collaborative Business". Entsprechend konnte der Jahresfehlbetrag 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 20% reduziert werden. Die Liquiditätsausstattung war innerhalb des Geschäftsjahres 2013 jederzeit hinreichend sichergestellt. Die Finanzierung der Programme war zu keiner Zeit gefährdet. Hierfür sorgten insbesondere die Mittelzuflüsse aus der im Vorjahr abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns verlief bis zur Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts auch im Geschäftsjahr 2014 planmäßig.
Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte der 4SC-Konzern 73 (31. Dezember 2012: 86) Mitarbeiter (inkl. Vorstand der 4SC AG und Geschäftsführung der 4SC Discovery GmbH), wobei der Anteil der Mitarbeiterinnen 53% ausmachte. Im Segment "Development" arbeiteten zum Jahresende 47, im Segment "Discovery & Collaborative Business" 26 Beschäftigte. Im Jahr 2013 waren durchschnittlich 81 Arbeitnehmer im 4SC-Konzern tätig, dies sind neun Personen weniger als im Vorjahr (90).
Das Unternehmen verfolgt eine ausgeglichene Personalpolitik und besetzt die jeweiligen Positionen mit den qualifiziertesten Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern. Um den Mitarbeitern eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bieten, unterstützt 4SC flexible Arbeitszeitmodelle. Zum 31. Dezember 2013 arbeiteten 26% (31. Dezember 2012: 22%) der Belegschaft in Teilzeit. Unter Berücksichtigung der Teilzeitbeschäftigten, der Kolleginnen bzw. Kollegen in Elternzeit sowie der Mitarbeiter, die im Zusammenhang mit der im zweiten Quartal 2013 beschlossenen Restrukturierung vor Ablauf ihres offiziellen Arbeitsvertrages freigestellt worden sind, beschäftigte 4SC zum 31. Dezember 2013 56 Vollzeitangestellte (Full Time Equivalents; FTEs), nach 74 FTEs zum 31. Dezember 2012. Zum Jahresende 2013 waren 72% (31. Dezember 2012: 69%) der FTEs im Bereich Forschung und Entwicklung und 28% (31. Dezember 2012: 31%) in den Bereichen Vertrieb, Administration und Verwaltung tätig.
Planmäßige Entwicklung in herausforderndem Geschäftsjahr 2013
(i)
(ii) Schwerpunkt der Mitarbeiter im Bereich F&E
Seit 2008 ist 4SC ein Ausbildungsbetrieb und bildete bis Februar 2014 einen Chemielaboranten aus, der nach bestandener Abschlussprüfung vom Unternehmen in einer Festanstellung übernommen wurde.
nach Bereichen, Stand: 31.12.
| 47 62 Forschung & Entwicklung |
|---|
| 24 21 Verwaltung & Vertrieb |
| IT 2 3 |
| 73 86 Summe |
4SC konnte die Personalkosten im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf 5.826 T € senken (2012: 6.118 T €). Grund hierfür ist in erster Linie der Rückgang der Belegschaft im vergangenen Jahr. Als Folge der im zweiten Quartal 2013 beschlossenen Restrukturierung zur Anpassung der Unternehmens- und Personalstruktur an die fokussierte Entwicklungsstrategie kam es zur betriebsbedingten Kündigung von insgesamt 13 Mitarbeitern. In 2013 ergaben die Sonderzahlungen für Abfindungen eine Summe von 144 T €. Aus der vorzeitigen Vertragsauflösung mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Dauer entstand der Gesellschaft ein einmaliger Aufwand. Nicht zahlungswirksame Aufwendungen für Aktienoptionsprogramme trugen 2013 53 T € zum Personalaufwand bei (2012: 130 T €).
Ein solides Portfolio an Schutzrechten ist für ein forschendes Biotechnologieunternehmen wie 4SC von entscheidender Bedeutung. Dieses kräftigt die Wettbewerbsposition der eigenen Entwicklungsprogramme auf dem Weg zur Marktreife und stützt damit den potenziellen künftigen Markterfolg. 4SC verfügt über ein leistungsfähiges Patentmanagement, welches das Patentportfolio 2013 weiter gestärkt und strategisch optimiert hat. Gleichzeitig beschloss das Unternehmen im vergangenen Jahr, den Fokus der Entwicklungsstrategie auf die Hauptwerttreiber zu legen und das Forschungs- und Entwicklungsportfolio insgesamt zu straffen. Daher wurde das Patentportfolio der aktiv weiter verfolgten Forschungs- und Entwicklungsprogramme gezielt ausgedehnt, während bedingt durch die Einstellung bestimmter Programme die entsprechenden Patente teilweise bewusst aufgegeben wurden. Des Weiteren erfolgte im Berichtsjahr die Übertragung eines umfangreichen Patentportfolios für einen Wirkstoff im Bereich der Augenheilkunde von der 4SC Discovery GmbH auf die Panoptes Pharma Ges.m.b.H., Wien/Österreich.
Infolge der genannten Faktoren erhöhte sich im Jahr 2013 die Gesamtzahl der weltweit erteilten Patente deutlich um 58% auf 355 (31. Dezember 2012: 224). Die Zahl der anhängigen Patentanmeldungen sank 2013 hingegen leicht auf 205 (31. Dezember
(ii) Gut geschützte Produktpipeline
(i)
Personalaufwand gesenkt
2012: 235) und auch die Zahl der Patentfamilien wurde im Vergleich zum Vorjahr von 34 (31. Dezember 2012) auf 28 reduziert. Zum Berichtsjahresende bestand das Patentportfolio im Segment "Development" aus 301 erteilten Patenten und 107 anhängigen Patentanmeldungen in insgesamt 18 Patentfamilien sowie aus 54 erteilten Patenten und 99 anhängigen Patentanmeldungen in insgesamt zehn Patentfamilien im Segment "Discovery & Collaborative Business".
4SC weitete 2013 den Patentschutz für Resminostat, den Leitwirkstoff im Bereich Krebs, weiter aus. Das wichtige Stoffpatent für Europa wurde erteilt. Für die Anwendungsform des Mesylatsalzes, für die im Erfolgsfall die klinische Zulassung von Resminostat beantragt werden soll, konnte zu den bereits erteilten Patenten in Europa und den USA auch das im Hinblick auf die Kooperation mit Yakult Honsha Co., Ltd. wichtige Patent in Japan gewonnen werden. Derzeit besitzt das Unternehmen in Summe 156 Resminostat betreffende Patente. Davon beziehen sich allein 57 Patente auf den Wirkstoff Resminostat, 37 davon sichern den Substanzschutz in einzelnen Vertrags- und Erstreckungsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens. Zudem besitzt 4SC die wichtigen Stoffpatente für Resminostat in den USA, China, Südkorea, Indien und Russland. Für Vidofludimus, den Leitwirkstoff im Anwendungsgebiet der Autoimmunerkrankungen, wurden bis zum Jahresende 2013 insgesamt 45 Patente erteilt, einschließlich der Vertrags- und Erstreckungsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens sowie USA, China, Südkorea, Indien und Russland. Auch für die jüngeren klinischen Krebswirkstoffe des Unternehmens, 4SC-202 und 4SC-205, wurde 2013 der Patentschutz in wichtigen Märkten ausgebaut. Für 4SC-202, neben Resminostat der zweite epigenetische Krebswirkstoff von 4SC, wurde im Berichtsjahr auch in China und Japan ein Patent erteilt, womit nun umfassender Patentschutz für die wichtigsten Märkte wie USA, Europa, Indien, Russland und Südkorea besteht. Für den oralen Zellteilungshemmer 4SC-205 wurde das Patentportfolio in 2013 ebenfalls durch die Patenterteilung in Japan und China vervollständigt.
Weitere Neuanmeldungen zum Schutz erfolgversprechender Projekte in frühen Forschungsphasen des Segments "Discovery & Collaborative Business" wurden eingereicht bzw. befinden sich weiterhin in der Prüfungsphase vor der internationalen Patentbehörde (WIPO). Für Patente der Entwicklungs- und Vermarktungspartnerschaft der 4SC Discovery GmbH mit LEO Pharma A/S zur Modulation von Zytokinen im Bereich entzündlicher Hauterkrankungen wurde nach abgeschlossener internationaler Prüfungsphase nun die nationale bzw. regionale Phase mit insgesamt 58 Patentanmeldungen in allen relevanten Märkten eingeleitet. Für das seit Ende 2012 mit der BioNTech AG verpartnerte Krebsimmuntherapie-Projekt wurde im Berichtsjahr ein Patent in Europa erteilt, welches aktuell in den Vertrags- und Erstreckungsstaaten des Europäischen Patentübereinkommens validiert wird.
Das Unternehmen bereitet derzeit sowohl im Segment "Discovery & Collaborative Business" als auch zur weiteren Stärkung der klinischen Anwendung von Resminostat
(i) Patentschutz für Resminostat gestärkt
(ii)
Neue Partnerschaften führen zu umfangreichen Patentanmeldungen und 4SC-202 im Segment "Development" die Einreichung neuer Patentanmeldungen vor. Neben den Patenten besitzt 4SC diverse Rechte an strategisch wichtigen Wort- und Wort-/Bildmarken.
Das umfassende Schutzrechtsportfolio von 4SC veranschaulicht die Forschungsund Innovationsstärke des Unternehmens, die durch eine vorausschauende Patentstrategie für die Entwicklung und spätere Kommerzialisierung zukünftiger Medikamente gestärkt wird.
Bei 4SC stellt das Thema unternehmerische Verantwortung eine wichtige Aufgabe dar. In diesem Zusammenhang haben die größtmögliche Sicherheit der Mitarbeiter und der Umweltschutz einen besonders hohen Stellenwert. Entsprechende Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele werden kontinuierlich in allen Prozessen implementiert, überprüft und optimiert.
Zur Erfüllung dieser Aufgaben wurde ein Arbeitssicherheitsausschuss etabliert, der sich aus zwei Sicherheitsbeauftragten, der Beauftragten für biologische Sicherheit und dem Betriebsarzt sowie der Sicherheitsfachkraft zusammensetzt. Beide zuletzt genannten Funktionen sind mit externen Fachkräften besetzt, durch die eine professionelle Beratung und Begutachtung des Unternehmens erfolgt. Konkret erfährt das Management von 4SC durch den Arbeitssicherheitsausschuss Unterstützung in allen Themen rund um die Arbeitssicherheit, die arbeitsmedizinische Vorsorge, den sicheren Umgang mit Gefahr- und Biostoffen sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Die Gefährdungsbeurteilung, die gemäß Arbeitsschutzgesetz zu erstellen ist, wird von einer darauf spezialisierten Firma regelmäßig durchgeführt. Alle Labormitarbeiter werden jährlich zum Umgang mit Gefahrstoffen unterwiesen – wie in der geltenden Gefahrstoffverordnung vorgeschrieben.
Neben den technischen und baulichen Voraussetzungen für den Umgang, die Lagerung und den Transport von Gefahr- und Biostoffen werden auch die personellen und organisatorischen Maßnahmen mit größter Gewissenhaftigkeit wahrgenommen. Zu den Voraussetzungen gehören etwa sicherheitstechnische Laboreinrichtungen, Schutzausrüstungen für Mitarbeiter, optimale Brandschutzvorrichtungen, biologische Sicherheitsbereiche sowie ein Radionuklidlabor. Sämtliche relevante Einrichtungen und Apparaturen werden in regelmäßigem Abstand überprüft, gewartet und verfügen über die nötigen behördlichen Genehmigungen. Auch das Abfallkonzept der 4SC leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Ein darauf spezialisiertes Unternehmen übernimmt die fachund umweltgerechte Entsorgung von Gefahrstoffabfällen.
Im vergangenen Jahr wurde eine Wägekabine installiert, eine neue technische Lösung in Form eines nach außen hin geschlossenen Systems. Diese dient dem Schutz der Mitarbeiter im Wägebereich Chemie. Dabei wurde der Fokus insbesondere darauf gerichtet, dass abführende Luftströme nicht als Störfaktoren die Genauigkeit des Wägeprozesses beeinflussen.
Die Arbeitssicherheitsorganisation des 4SC-Konzerns umfasst auch vollständig die 4SC Discovery GmbH. Durch die konsequente Ausarbeitung und Implementierung der organisatorischen und technischen Maßnahmen konnte 2013 die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle erneut auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden.
(i) Mitarbeitersicherheit wird groß geschrieben
Um wissenschaftlich notwendige Ziele zu erreichen und um den gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen, ist 4SC bei der Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente auf die Erhebung tierexperimenteller Daten angewiesen. Das Unternehmen ist bestrebt, Tierversuche auf das notwendige Minimum zu reduzieren und sofern möglich auf Alternativen zurückzugreifen, wie etwa Versuche in Zellkulturen. Sämtliche tierexperimentelle Arbeiten in 2013 fanden ausschließlich im Rahmen behördlich genehmigter Versuchsvorhaben statt und wurden stets durch einen externen Tierschutzbeauftragten überwacht.
Sorgfältig ausgewählte Auftragsforschungsorganisationen wurden für die Durchführung von Tierstudien und der klinischen Prüfungen am Menschen beauftragt. 4SC legt größten Wert auf die Einhaltung behördlicher Vorschriften sowie ethischer und wissenschaftlicher Qualitätsstandards.
4SC organisiert die Beschaffungs- und Logistikprozesse sowie die Lagerhaltung durch einen zentralen Einkauf. Diese etablierten Abläufe sind konkret definiert. Die enge Abstimmung des Einkaufs sowohl mit der Buchhaltung als auch mit den Forschungsund Entwicklungsabteilungen sichert den reibungslosen und kosteneffizienten Prozess von der Angebotseinholung bis zur Bezahlung der Rechnungen.
Um eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu vermeiden, greift der Konzern auf ein breites Netz von Lieferanten zurück. Die Bezugsquellen werden dabei nach den Kriterien Qualität, Preis und Verfügbarkeit der gewünschten Güter selektiert. Dank eingehender Verhandlungen konnte eine weitere Verbesserung von Lieferkonditionen und einzelnen Preisen – bei steigendem Einkaufsvolumen – erreicht werden. 4SC engagierte sich 2013 weiterhin im regionalen Einkaufsverbund der Biotech-Region München, um von günstigen Beschaffungskonditionen zu profitieren.
Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet 4SC mit diversen Dienstleistungsunternehmen zusammen, etwa auf den Gebieten Pharmakologie, Toxikologie, Metabolismus, Analytik, Herstellung, klinische Entwicklung, Pharmakovigilanz und Statistik. Bedingt durch die spezifischen Anforderungen des individuellen Projekts werden die jeweiligen Partner gewählt. Neben den zwingend erforderlichen regulatorischen Voraussetzungen sind die elementaren Auswahlkriterien hier Preis, Qualität, Termintreue sowie insbesondere die Expertise des Dienstleisters auf dem entsprechenden Gebiet.
Der 4SC-Konzern verfügt über ein aktives, systematisches Risikomanagement, mit dem Risiken minimiert und durch geeignete Maßnahmen eliminiert werden sollen. Die Geschäftsrisiken von 4SC liegen insbesondere in der Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen, in dem Schutz des geistigen Eigentums, in der Kooperation mit Partnern, in der Eigenkapitalerhaltung sowie in der mittel- und langfristigen Finanzierung des Konzerns. Diese Risiken müssen kontinuierlich geprüft und ggf. kontrolliert eingegangen werden, um die Chancen des Unternehmens bestmöglich zu nutzen.
(ii) Optimierte Beschaffung
(i) Hohe ethische Standards
4SC hat bereits im Jahr 2002 in Übereinstimmung mit dem KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) ein umfassendes, computergestütztes Risikomanagementsystem eingeführt. Dieses System ist zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und -überwachung.
Nach einem definierten Prozess werden die Risiken durch die Risikoverantwortlichen der verschiedenen Unternehmensbereiche hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen Schadenshöhe, des Zeitbezugs sowie der bestehenden und geplanten Gegensteuerungsmaßnahmen identifiziert, analysiert und bewertet. Die Risikoverantwortlichen informieren regelmäßig den Risikomanagementbeauftragten von 4SC, der dann wiederum das Management über den Status der Risiken in Kenntnis setzt. Auf dieser Basis entscheiden Vorstand und Aufsichtsrat, wie das Unternehmen mit den identifizierten Risiken umgeht.
Ergänzend zum Risikomanagementsystem ist im 4SC-Konzern ein internes Kontrollsystem (IKS) etabliert, das durch verschiedene Vorschriften wie Unterschriftenregelungen, gelenkte Vorgabe- und Nachweisdokumente wie Richtlinien (Policies), Standardarbeitsanweisungen (Standard Operating Procedures), Arbeitsanweisungen (Work Instructions), dem Vier-Augen-Prinzip, Stichprobenkontrollen, Selbstinspektionen, Mitarbeitertrainings und Notfallplanungen die Steuerung der Unternehmensaktivitäten sicherstellt.
Die Anwendung dieser Vorschriften ist für alle Unternehmensbereiche verpflichtend. Im Rahmen des 4SC-Qualitätsmanagements wird mit Vorgabedokumenten gearbeitet. Diese enthalten Forderungen an das Angebotsprodukt oder Anweisungen hinsichtlich auszuführender Tätigkeiten (z.B. das Erstellen von Stellen- und Funktionsbeschreibungen). Zudem werden Nachweisdokumente genutzt. Dabei handelt es sich um Aufzeichnungen bzw. Dokumente, die die erreichten Ergebnisse dokumentieren oder einen objektiven Nachweis ausgeführter Tätigkeiten bereitstellen, z.B. in Form eines Auditberichts.
Die konzernweite Unterschriftenregelung legt Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen und Rechnungen fest. Unterschieden wird hierbei nach der Höhe der Bestellung oder Rechnung, ob der Betrag budgetiert wurde und ob es sich bei dem Unterzeichnenden um einen Projektmitarbeiter, Projektleiter oder Vorstand bzw. die Geschäftsführung handelt.
Präklinische und klinische Projekte werden in regelmäßigen Projektmeetings – unter anderem den Joint Project Coordination Meetings (jPCM) – detailliert besprochen. Diese stellen eine enge Abstimmung der Forschung und Entwicklung untereinander sowie mit dem Vorstand sicher. Das jPCM findet in der Regel 14-tägig statt und umfasst die Vorstellung und Diskussion von jeweils einem Projekt aus dem Segment "Discovery & Collaborative Business" oder einem Projekt aus dem Segment "Development". Die Teilnehmer des jPCM sind der Vorstand, die Projektleiter beider Segmente, Vertreter der Bereiche "Business Development" und "Strategic Planning and Marketing" sowie die Verantwortlichen der Teilprojekte.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess stellt sicher, dass die Rechnungslegung einheitlich ist und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben und Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfolgt. Es
(i)
Identifizierung potenzieller Risiken als Basis für Risikovermeidung
(ii)
Intensive Teamarbeit für gemeinsamen Erfolg
beinhaltet Arbeitsanweisungen, die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips, Stichprobenkontrollen und Notfallplanungen. Durch kontinuierliche Weiterbildung stellt das Finanzteam sicher, dass alle gesetzlichen Anforderungen, die den Konzern betreffen, im Unternehmen sicher und vollumfänglich umgesetzt werden.
Die Kontrollen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und der Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung erfolgen vor allem durch automatisierte Prüfungen, wie z.B. Plausibilitätsprüfungen des Zahlenwerks und Systemzugangskontrollen auf Basis eines Berechtigungskonzepts sowie durch manuelle Checks, wie z.B. Abweichungs- und Trendanalysen auf Grundlage definierter Kennzahlen und Vergleiche mit Budgetzahlen. Regelmäßig werden Besprechungen und Analysen der wesentlichen Finanzkennzahlen in Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten durchgeführt.
Das Controlling-System des Konzerns stützt sich auf die drei Komponenten Planung, Überwachung und Berichterstattung. Unter Berücksichtigung der strategischen Geschäftsplanung erstellt 4SC Dreijahresbudgets für interne Steuerungs- und Kontrollzwecke – sowohl für den Konzern als auch für die Einzelfirmen 4SC AG und 4SC Discovery GmbH. Auf Basis dieser Pläne sowie der aktuellen Ist-Zahlen erhält der Vorstand monatlich die notwendigen Steuerungs- und Kontrollinformationen. Zusätzlich wird quartalsweise über die Geschäftsentwicklung, die Fortschritte in den Forschungs- und Entwicklungsprogrammen, die Aktivitäten in den Bereichen Personal, Public Relations & Investor Relations sowie über Patente als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren berichtet. Mit Hilfe dieser Steuerungsinstrumente sind der Vorstand und das Controlling in der Lage, Chancen und Risiken adäquat zu identifizieren, zu bewerten und zu adressieren.
Die Erstellung des IFRS-Abschlusses folgt einheitlichen Regeln. Die überschaubare Größe des Buchhaltungsteams stellt die einheitliche Darstellung gleicher Sachverhalte sicher. Im Enterprise-Resource-Planning-System sind konkret ausgestaltete Zugriffsregelungen definiert. Änderungen dieser Rechte bedürfen der Zustimmung der dafür zuständigen Vorstandsmitglieder. Dies stellt die Sicherheit der Buchungen und die entsprechenden Funktionstrennungen innerhalb des Systems sicher.
4SC ist verschiedenen Einzelrisiken ausgesetzt, die teilweise in Zusammenhang stehen und sich gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen können. Das Eintreten dieser Risiken kann, einzeln oder zusammen, mit dem Eintritt anderer Risiken bzw. anderer Umstände die Geschäftstätigkeit, das Erreichen wesentlicher Unternehmensziele und/oder die Refinanzierbarkeit der 4SC wesentlich beeinträchtigen oder verhindern sowie erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben. Dies könnte im schlechtesten Fall dazu führen, dass das Unternehmen gezwungen ist, in Liquidation zu gehen oder Insolvenz anzumelden.
Die Biotechnologiebranche ist durch kurze Technologiezyklen, lange Entwicklungszyklen sowie einen großen Investitionsbedarf für die klinische Forschung und Entwicklung bis zur Marktreife eines Produktes gekennzeichnet. 4SC ist dem Risiko ausgesetzt, dass neue Technologien auf den Markt kommen könnten, mit denen es gelingt, neue
(i) Steuerung und Kontrolle nach strengen Kriterien
(i) Pharmaindustrie wichtigster potenzieller Partner
Produkte in den vom Unternehmen adressierten Indikationen kostengünstiger oder schneller zu entwickeln und somit gegebenenfalls früher auf den Markt einzuführen oder die Zulassung der 4SC-Produkte ganz oder in Teilen zu verhindern.
Die Pharmaindustrie hat einen großen Bedarf, die eigenen Forschungs- und Entwicklungspipelines durch Einlizenzierung oder Erwerb innovativer Projekte von Biotechnologieunternehmen aufzufüllen. 4SC steht hier mit anderen Unternehmen in Konkurrenz, die sich mit der Medikamentenforschung und -entwicklung in gleichen oder ähnlichen Indikationen befassen. Die Konkurrenzsituation wird insbesondere durch die angestrebten Indikationsbereiche einerseits und die adressierten therapeutischen Zielstrukturen bzw. ausgewählten Wirkmechanismen andererseits bestimmt. Darüber hinaus nimmt die Bedeutung der Wettbewerber aus den "Emerging Markets" (Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika) zu. 4SC geht davon aus, dass sich der Wettbewerb in der Biotechnologiebranche insgesamt weiter verschärfen wird.
Es besteht das Risiko, dass Zulassungsbehörden Produkte von Wettbewerbern in gleichen Indikationen bevorzugt zulassen – sei es aufgrund ihrer möglicherweise besseren Wirksamkeit oder Verträglichkeit. Mögliche Folgen für die von 4SC entwickelten und zu lizenzierenden Produkte sind, dass sie gar nicht oder nur eingeschränkt zugelassen werden oder sich nicht ausreichend stark und lange am Markt etablieren können. Dies könnte dazu führen, dass 4SC keine Partnerschaften zur Lizenzierung der eigenen Wirkstoffe abschließen kann, oder dass es einem Kooperations- oder Lizenzpartner nicht gelingt, diese weiterzuentwickeln oder zu vermarkten. In einem solchen Fall erhielte 4SC künftig keine Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren oder Umsatzbeteiligungen aus den bestehenden und geplanten Lizenzverträgen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen.
Ferner unterliegt 4SC bei eingegangenen oder einzugehenden Lizenzpartnerschaften sowohl den deutschen steuerlichen Gesetzen als auch den jeweiligen Gesetzen des Ansässigkeitsstaates des Lizenzpartners. Dies kann zur Folge haben, dass 4SC im Ausland Steuern zahlt, die in Deutschland z.B. aufgrund ihrer Verlustsituation nicht oder nur teilweise anrechenbar sind (z.B. Quellensteuer). Dies kann nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Der Erfolg von 4SC ist von den verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen abhängig. Als produktorientiertes Biotechnologieunternehmen unterliegt das Unternehmen den Risiken der Medikamentenentwicklung. Diese sind aufgrund der langen Entwicklungszeit eines Wirkstoffs besonders ausgeprägt.
Typische Risiken sind:
(ii) Langwierige Produktentwicklung mit komplexen Rahmenbedingungen
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Zurzeit verfügt 4SC über mehrere Wirkstoffe, die sich in frühen Forschungsphasen bzw. in klinischen Entwicklungsphasen befinden. Aufgrund einer diversifizierten Produktpipeline können die Risiken bzw. die Abhängigkeit von einem einzelnen Wirkstoff reduziert werden, wobei nicht alle Produkte hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit als gleichgewichtet betrachtet werden können. Bisher vorliegende Studienergebnisse legen nahe, dass die Wirkstoffe, die sich derzeit in der klinischen Entwicklung befinden, sicher anwendbar und gut verträglich sind. Dennoch kann 4SC nicht ausschließen, dass in anstehenden Studien möglicherweise keine ausreichende Wirksamkeit am Patienten nachgewiesen wird, oder dass Nebenwirkungen auftreten, die als sicherheitsrelevant einzustufen sind. Solche Befunde können zu einer Verzögerung oder zum Abbruch der Entwicklung eines Wirkstoffes führen, was einen negativen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage und die Börsenbewertung von 4SC haben könnte.
Die Pharma- und Biotechnologiebranche ist mittel- und langfristig zu einem gewissen Grad abhängig von den Entwicklungen nationaler und internationaler Gesundheitssysteme. Die Gesundheitspolitik zielt zunehmend darauf ab, die Gesundheitskosten zu senken. So könnten sich derzeit zunehmend restriktivere Zulassungs- und Erstattungskonditionen nachteilig auf erzielbare Medikamentenpreise und damit auf Umsätze aus Medikamentenverkäufen bzw. auf Umsatzbeteiligungen auswirken. Hinzu kommt, dass die Gesundheitspolitik aufgrund der schwierigen ökonomischen Voraussetzungen in vielen Gesundheitssystemen zunehmend Einfluss auf die Zulassung und Vergütung neuer Medikamente nimmt, was sich nachteilig auf die Branche auswirken könnte. Krankenversicherungen und staatliche Institutionen erhöhen den Druck, die Medikamentenpreise zu senken. Mit komplexen Regelungen wird der Nutzen von Medikamenten gemessen, was zu einem höheren bürokratischen Aufwand und zu einer erschwerten Zulassung führt. Mit solchen Maßnahmen erhofft sich beispielsweise die deutsche Bundesregierung weiterhin erhebliche Einsparungen und/oder qualitative Verbesserungen im Gesundheitswesen. Für die pharmazeutischen Unternehmen bedeutet dies u.a., dass sie ihre Preise für Arzneimittel z.B. auf dem deutschen Markt nicht mehr nach eigenem Ermessen festlegen können. Dies kann sich nachteilig auf die Vergütungsstruktur und die Wirtschaftlichkeit einzelner Wirkstoffe auswirken. Folglich könnte es für pharmazeutische Unternehmen wirtschaftlich nicht mehr attraktiv sein, Produkte in einzelnen Märkten zur Zulassung zu bringen. Eine andere Konsequenz könnte sein, dass Produkte aufgrund der sich verschärfenden Zulassungsbedingungen gar nicht mehr zur Vermarktung zugelassen werden.
Die Geschäftstätigkeit von 4SC ist umfangreichen rechtlichen Regelungen und Kontrollen unterworfen. Die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte kann durch Verwaltungsverfahren beeinträchtigt werden, auf welche das Unternehmen nur begrenzten Einfluss hat. So ist 4SC beispielsweise von behördlichen Genehmigungen für die Durchführung klinischer Studien und für den Betrieb eigener Einrichtungen zur Durchführung von Forschungsarbeiten abhängig. Der Verlust, das Erlöschen oder der Entzug dieser Genehmigungen kann zu zeitlichen Verzögerungen bei der Weiterentwicklung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte von 4SC führen.
(i) Gesundheitssysteme im Umbruch
(i) Partnerschaften sind wichtiger Beitrag der Projektfinanzierung
Der 4SC-Konzern hat sich auf die Forschung und Entwicklung von niedermolekularen Medikamenten für die Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen spezialisiert. Zur Gewinnerzielung und eigenständigen Finanzierung muss das Unternehmen Umsatzerlöse – beispielsweise aus Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen oder Umsatzbeteiligungen aus Lizenzverträgen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie aus Forschungs- und Kooperationsverträgen – erzielen. Die bisher erzielten Umsätze sind hierfür noch nicht ausreichend. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung auch künftig notwendiger hoher Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird das Unternehmen zunächst weiterhin ein negatives Betriebsergebnis ausweisen. Um mittelfristig profitabel zu werden, ist 4SC auf den Abschluss entsprechender Vereinbarungen mit der Pharmaindustrie oder anderen Biotechnologieunternehmen angewiesen. Falls es 4SC nicht oder nur zu wirtschaftlich ungünstigen Konditionen gelingt, solche Partner zu gewinnen, kann dies die Entwicklung der jeweiligen Produkte verzögern und/oder zu geringeren Erlösen führen und somit die Werthaltigkeit des Projekts reduzieren. Auch eine Verzögerung bei Verhandlungen zu Entwicklungs- und Lizenzpartnerschaften in Bezug auf die eigenen Medikamentenprogramme stellt ein potenzielles Risiko dar. Für den Fall, dass 4SC für eine klinische Weiterentwicklung eines Produktes auf eine Partnerschaft oder Finanzierung angewiesen ist (z.B. bei sehr aufwändigen klinischen Studien, wie dem geplanten pivotalen Studienprogramm mit Resminostat in HCC), könnte sich die klinische Entwicklung dadurch verzögern. Auch der Erhalt möglicher Vorabzahlungen, die am Beginn einer solchen Partnerschaft angestrebt werden, könnte sich dadurch verzögern. Dies hätte entsprechend negative Auswirkungen auf die Finanz- und Liquiditätsplanung des Unternehmens zur Folge. Sollte es außerdem einem Kooperations- oder Lizenzpartner nicht gelingen, einen der Wirkstoffe weiterzuentwickeln, zuzulassen oder zu vermarkten, würde 4SC zukünftig möglicherweise keine Meilensteinzahlungen oder weitere Lizenzgebühren aus dieser Partnerschaft erhalten, was das Erreichen der mittelfristigen Profitabilität weiter hinauszögern oder gänzlich verhindern könnte.
Die 4SC hat bisher nur vereinzelt Produkte vermarktet und verfügt über keine Vertriebs- oder Vermarktungsstruktur. Um die Arzneimittel- und Produktkandidaten vermarkten zu können, ist die Gesellschaft auf die Kooperation mit anderen Unternehmen angewiesen. Die Umsätze der 4SC werden daher auch von der Leistungsfähigkeit ihrer Kooperationspartner abhängen. Die Gesellschaft kann zudem nur bedingt Einfluss auf diese Unternehmen ausüben. In der Regel wird die 4SC an den Umsätzen, die mit ihren Produkten erzielt werden, in Form von Lizenzgebühren und bedingten Zahlungen für das Erreichen von vorab definierten Zielvereinbarungen (Meilensteinzahlungen) teilhaben. Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, die erforderlichen Vertriebs- und Vermarktungskooperationen zu angemessenen Bedingungen zu vereinbaren bzw. sollten diese Kooperationen nicht den erwarteten Erfolg haben, oder bestehende Kooperationen beendet oder Bedingungen dieser Verträge geändert werden, so kann dies erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
Starke Partner als Voraussetzung für späteren Vermarktungserfolg der Wirkstoffe
haben. Sollte sich 4SC entscheiden, in bestimmten Regionen eine eigene Vertriebs- und Vermarktungsorganisation aufzubauen, kann dies mit erheblichen Kosten, Investitionen und Zeitaufwand verbunden sein. Zudem kann ein solcher Aufbau auf unvorhergesehene Schwierigkeiten stoßen oder ganz fehlschlagen. Dies könnte die Markteinführung der Produkte der Gesellschaft in diesen Regionen verzögern. Dadurch könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ebenfalls erheblich beeinträchtigt werden.
4SC erzielt derzeit einen Großteil der Umsätze aus Verträgen mit nur wenigen Kooperationspartnern, wobei LEO Pharma A/S, Dänemark, BioNTech AG, Mainz, und Yakult Honsha Co., Ltd., Japan, in 2013 über 90% der rechnerischen Umsätze darstellen. Sollten eine oder mehrere dieser wichtigen Partnerschaften gekündigt werden, Zahlungen aus diesen ausbleiben oder der angestrebte Abschluss neuer Partnerschaften ausbleiben, so hätte dies einen negativen Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. 4SC ist seit Anfang 2012 wieder dazu übergegangen, verstärkt Umsätze auch aus den Aktivitäten in den früheren Phasen der Wirkstoffforschung zu generieren. Dies geschieht insbesondere durch Forschungskooperationen und Lizenzpartnerschaften der Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH mit Pharma- und Biotechnologiefirmen in den Bereichen der Wirkstoffentdeckung und -optimierung. Gelingt es nicht, solche Kooperationspartner weiterhin zu finden, würde dies die angestrebte Umsatzentwicklung und damit auch die künftige Ertrags- und Finanzlage der Firma negativ beinträchtigen.
Die seit 2012 bestehende Forschungstochter 4SC Discovery GmbH konnte im Geschäftsjahr 2013 erstmals einen positiven operativen Cashflow erzielen und damit auch einen Beitrag zur Konzernfinanzierung leisten. Ziel der 4SC Discovery GmbH ist es, dies im folgenden Jahr zu stabilisieren und mittelfristig ein eigenständiges, wachsendes Geschäft aufzubauen, das sich weiter positiv auf das Konzernergebnis auswirkt. Sollte es nicht gelingen, ausreichend Erlöse aus bestehenden Kooperationen und Neugeschäft zu generieren, wäre die 4SC Discovery GmbH auf die Unterstützung durch die 4SC AG angewiesen, was wiederum die wirtschaftliche Lage des gesamten Konzerns negativ beeinflussen würde.
Eigene Technologien und Entwicklungen schützt 4SC durch Schutzrechte sowie durch umfassende Patent- und Lizenzstrategien. Es ist nicht auszuschließen, dass Dritte bereits im Stadium der Erteilung Einwände gegen Patentanmeldungen von 4SC erheben oder aber die Wirksamkeit der Patente anfechten. Es ist ebenfalls nicht auszuschließen, dass 4SC mit Dritten in Patentstreitigkeiten gerät. Jedes juristische Urteil gegen 4SC-Patente – meist vorab verbunden mit langwierigen und kostenintensiven Verfahren – kann die weitere Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen. Aktuell sind solche Einwände nicht gegeben bzw. 4SC nicht bekannt.
4SC Discovery GmbH bislang auf gutem Weg zur finanziellen Eigenständigkeit
(i)
4SC besitzt und betreibt derzeit keine Herstellungseinrichtungen zur Produktion pharmazeutischer Produkte, da sie über keine entsprechende behördliche Erlaubnis verfügt. Die Gesellschaft ist von Lohnherstellern (Contract Manufacturing Organisations, kurz CMOs) abhängig. Diese liefern den pharmazeutischen Wirkstoff für die Produkte von 4SC, stellen sie in klinischen und kommerziellen Mengen her und formulieren, optimieren und produzieren die Arzneimittelzubereitung. Diese Abhängigkeit von externen Lieferanten und Herstellern birgt für 4SC Risiken. Dies betrifft vor allem die fristgerechte Lieferung in ausreichender Menge und Qualität sowie die Einhaltung behördlicher Vorschriften und Qualitätssicherungsnormen. Ein Eintreten dieses Risikos könnte zu Verzögerungen oder zum Abbruch laufender klinischer Studien oder zur Verzögerung bzw. Verhinderung des Starts geplanter klinischer Studien mit entsprechenden Konsequenzen für die Entwicklung des jeweiligen Medikaments bzw. zu Umsatzeinbußen führen.
Außerdem ist 4SC bei der präklinischen und klinischen Entwicklung von Auftragsforschungsorganisationen (Contract Research Organisations, kurz CROs) abhängig. Sofern ein Kooperationspartner nicht mit der gebotenen Sorgfalt arbeitet, kann dies der Wirkstoffentwicklung von 4SC schaden – oder gar zum Abbruch der Studie führen. Zudem müssen auch die CROs behördliche Vorschriften und Qualitätssicherungsnormen einhalten, auf welche 4SC – trotz eines sorgfältigen Auswahlprozesses der CROs – im Rahmen der Umsetzung nur begrenzt Einfluss hat.
Für die Durchführung klinischer Studien wird eine ausreichend große Menge des jeweils benötigten Wirkstoffs zur Verabreichung an die Probanden bzw. Patienten in ausreichender Qualität benötigt. Ab dem Zeitpunkt der zulassungsrelevanten klinischen Prüfungsphase sollte daher ein Produktionsprozess etabliert sein, der es erlaubt den Wirkstoff für die klinischen Tests und die spätere mögliche Markteinführung in konstanter Qualität reproduzierbar herstellen zu können. Sollte es nicht oder nur mit zeitlicher Verzögerung gelingen, einen solchen Prozess zu etablieren, kann der Start einer klinischen Studie verzögert oder verhindert werden. Dies könnte entsprechend negative Auswirkungen auf den weiteren Entwicklungsprozess auf dem Weg zur gewünschten Markteinführung und folglich auf die Ertragskraft eines Medikamentenprogramms bzw. seine Kommerzialisierung haben.
Ein weiteres Risiko der Medikamentenentwicklung ist die Notwendigkeit, für klinische Studien eine ausreichende Zahl von geeigneten Probanden bzw. Patienten zu gewinnen. Aufgrund der komplexen medizinischen Gegebenheiten (z.B. Attraktivität der Studie, Studiendesign, Wettbewerbssituation, Patientenpopulation, Standorte) im Umfeld klinischer Studien kann es hierbei zu zeitlichen Verzögerungen kommen.
Zudem könnten klinische Studienzentren – beispielsweise aufgrund anderer laufender klinischer Studien oder auch aufgrund anhaltender Qualitätsmängel in ihrem internen Organisationsablauf – nicht in der Lage sein, eine genügend hohe Zahl an Patienten fristgerecht in die klinische Studie aufzunehmen. Dies kann die zeitliche Planung sowie
(i)
Zuverlässige Dienstleistungspartner für Medikamentenentwicklungsprozess wichtig
die Durchführung der Studien gefährden und zu Verzögerungen führen. Um den Studienverlauf voranzutreiben, kann 4SC daher gezwungen sein, zusätzliche klinische Zentren in die laufenden Studien einzuschließen, was zu einer erheblichen Kostensteigerung führen würde.
Zur Realisierung seiner Unternehmens- und Entwicklungsziele hat das Unternehmen mittel- bis langfristig einen anhaltend hohen Kapitalbedarf. Um diesen zu decken, muss es gelingen, genügend Einnahmen aus Lizenzvergaben oder Kooperationen zu generieren. Wenn jedoch die Kosten der Produktentwicklung diese Erträge übersteigen, ist die zusätzliche Aufnahme von Eigen- oder Fremdkapital notwendig, falls die eigenen Reserven nicht mehr ausreichend sind. Es ist nicht gewährleistet, dass 4SC die Finanzierung jeweils zeitgerecht, im erforderlichen Umfang, zu wirtschaftlich sinnvollen Konditionen oder überhaupt realisieren kann. Dies könnte dazu führen, dass 4SC in ihrer weiteren Entwicklung behindert wird und wichtige Investitionen, beispielsweise im Bereich der Forschung und Produktentwicklung, nicht tätigen kann bzw. gezwungen wird, die Entwicklung von einem oder mehreren Produkten einzustellen und somit die Produktpipeline zu verschmälern. So könnte das Unternehmen in der Wettbewerbsposition negativ beeinträchtigt werden sowie nachteiligen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage bis hin zu einer Insolvenz ausgesetzt sein.
Auf Basis des derzeitigen Finanzmittelbestands in Verbindung mit der aktuell prognostizierten weiteren Ausgaben- und Einnahmeplanung und der nach der Berichtsperiode abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung über Wandelschuldanleihen mit YA Global Master SPV Ltd. (Yorkville) ist das Unternehmen nun in der Lage, den Fortbestand der Geschäftstätigkeit über die nächsten zwölf Monate hinaus sichern zu können. Dennoch wird das Unternehmen, wenn keine ausreichenden Mittelzuflüsse durch Auslizenzierungen, Kooperationen oder Partnerschaften generiert werden können, weiterhin auf die Kapitalmärkte angewiesen sein, um bei Bedarf Eigen- und/oder Fremdkapital aufzunehmen. Dabei könnten angestrebte Kapitalmaßnahmen ganz oder teilweise scheitern, beispielsweise wegen eines schwierigen Marktumfelds. Sollte das Unternehmen keinen weiteren Zugang zu Finanzierungen erhalten, könnte dies die Fortführung der Unternehmung behindern oder vollständig verhindern und zur Liquidation oder Insolvenz von 4SC führen. Für den Fall, dass die Gesellschaft zusätzliches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien aufnimmt, kann dies zu einer Verwässerung des Aktienbestands der Altaktionäre führen.
Bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernlageberichts sind der 4SC AG – basierend auf § 21 WpHG in Verbindung mit § 25 WpHG – fünf Hauptaktionäre gemeldet, die die meldepflichtigen Grenzen überschritten haben. Diese Aktionäre halten zusammen über 73% des Grundkapitals und der Stimmrechte. Sie sind somit theoretisch in der Lage, beherrschenden Einfluss auf Hauptversammlungsbeschlüsse zu nehmen und unabhängig vom Abstimmungsverhalten der übrigen Aktionäre bedeutenden Einfluss auf alle wesentlichen Entscheidungen der 4SC AG, welche die zukünftigen Geschäfte von 4SC betreffen sowie auf die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats und damit auch mittelbar des Vorstands, zu nehmen.
Weitere Mittel für operative Entwicklungsaktivitäten nötig
(i)
Das Unternehmen legt freie liquide Mittel verzinslich an. Dabei investiert die Gesellschaft ausschließlich in sichere Anlageformen (Investment Grade) wie Tages- und Festgelder, Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen, die nur geringen Liquiditäts- und Ausfallrisiken unterliegen.
Geschäfte mit internationalen Partnern, bei denen vertragliche Zahlungsvereinbarungen auf eine andere Währung als den Euro lauten, bergen ein Währungsrisiko. Dieses Risiko umfasst den relativen Kursverfall oder Kursanstieg des Euros gegenüber diesen Währungen innerhalb des Zeitraums bis zur Tilgung der Schuld bzw. bis zur Erfüllung der Forderung. 4SC betreibt hierfür keine Sicherungsgeschäfte, sondern versucht auch eigene Verpflichtungen in Fremdwährungen zu begleichen, vornehmlich in US-Dollar, Britisches Pfund und Schweizer Franken. So wird das Risiko von Währungsschwankungen verringert.
Die 4SC AG ist noch nicht profitabel und erwirtschaftete in den zurückliegenden Geschäftsjahren jeweils ein negatives Betriebsergebnis. Aufgrund ausgeprägter Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen kumulieren sich diese Verluste über die Zeit zu einem hohen Verlustvortrag. Dieser wird gegen das bestehende Eigenkapital gerechnet. In dem Zeitpunkt, in dem trotz des Agios der ausgegebenen Aktien ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals nach handelsrechtlichen Grundsätzen festgestellt wird, verlangt § 92 Abs. 1 AktG die unverzügliche Einberufung einer Hauptversammlung. Dieses Risiko ist mit der Ad-Hoc-Mitteilung vom 12. März 2013 bereits eingetreten. Die entsprechende Verlustanzeige sowie die Durchführung der Hauptversammlung haben für die 4SC AG organisatorische und finanzielle Aufwendungen mit sich gebracht und hatten – insbesondere aufgrund der Verlustanzeige – negative Folgen für den Aktienkurs. Sollte die 4SC AG ihr Grundkapital beispielsweise im Rahmen einer Kapitalmaßnahme wieder stärken und im Laufe des weiteren Geschäftsbetriebs aufgrund der anhaltenden Verlustsituation erneut eine Grundkapitalhalbierung gemäß § 92 Abs. 1 AktG eintreten, würden diese Risiken erneut bestehen.
Wie im vorangegangenen Absatz beschrieben, wird der über die Zeit kumulierte Verlustvortrag gegen das bestehende Eigenkapital gerechnet, welches, sollten die Verlustvorträge nicht abgebaut oder neues Eigenkapital zugeführt werden, nach und nach weiter aufgezehrt werden könnte. Im negativsten Fall könnten die kumulierten Verluste das bestehende Eigenkapital vollständig auf null reduzieren bzw. negativ werden lassen, was faktisch zur buchhalterischen Überschuldung des Unternehmens und somit zu einem zwingenden Insolvenzantrag führen könnte, falls keine positive Fortführungsprognose vorliegt.
Die 4SC AG verfügt gemäß dem letzten vorliegenden Bescheid hinsichtlich der gesonderten Feststellung von verbleibenden Verlustvorträgen zum 31. Dezember 2012 über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 129.783 T € sowie über
(i)
Konservative Finanzanlagen und Sicherungsgeschäfte zur Risikominimierung
gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 128.954 T €. Seit dem Zeitraum nach dem 31. Dezember 2012, der bislang noch nicht steuerlich veranlagt ist, sind erhebliche weitere Verluste entstanden, so dass sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge voraussichtlich auf ca. 141.094 T € sowie die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge voraussichtlich auf ca. 140.265 T € zum 31.12.2013 erhöhen werden.
Zum 1. Januar 2008 wurde im Rahmen des Unternehmenssteuerreformgesetzes die in Bezug auf den Erhalt von kumulierten Verlustvorträgen für die Branche problematische Anwendung des § 8c KStG neu eingeführt. Die Übertragung von 25% bis zu 50% des Gezeichneten Kapitals kann innerhalb eines Fünfjahreszeitraums zu einem quotalen Wegfall, die Übertragung von mehr als 50% des Gezeichneten Kapitals zu einem vollständigen Wegfall steuerlicher Verlustvorträge führen. Im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes vom Sommer 2009 sowie des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 hat der Gesetzgeber Maßnahmen ergriffen, um Erleichterungen bei der Verlustabzugsbeschränkung zu ermöglichen. Diese entschärfen die beschriebene Problematik zwar partiell, eliminieren sie jedoch nicht vollständig. Hinzu kommt, dass durch laufende und anhängige Rechtsprechung sowie anhängige gesetzgeberische Verfahren auf nationaler und europäischer Ebene nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor hinsichtlich der geltenden Rechtslage besteht.
In den letzten Jahren ist es bei der 4SC AG zu teilweisen Wechseln bei den Anteilseignern, Kapitalerhöhungen und zur Beteiligung neuer Aktionäre gekommen. Dies ist auch in Zukunft möglich. Zugleich wurde neues Betriebsvermögen in signifikantem Umfang zugeführt. Der § 8c KStG könnte negative Auswirkungen auf das künftige Nachsteuerergebnis und das Eigenkapital von 4SC haben. Darum hält es 4SC für möglich, dass Finanzbehörden den Standpunkt einnehmen könnten, die jetzt bestehenden Verlustvorträge ganz oder teilweise künftig nicht mehr mit Gewinnen verrechnen zu dürfen. Dies würde beim Erreichen der Profitabilitätsgrenze das Nachsteuerergebnis der Gesellschaft erheblich negativ verändern und auch die Liquiditätsentwicklung negativ beeinflussen.
In der 4SC-Bilanz sind im Anlagevermögen aktivierte Vermögenswerte enthalten, beispielsweise in Form immaterieller Vermögensgegenstände und Patente von akquirierten oder übertragenen Entwicklungsprogrammen bzw. Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill), die einem inhärenten Werthaltigkeitsrisiko unterliegen. Wenn bei der regelmäßigen Überprüfung objektive Anzeichen einer mangelnden Werthaltigkeit vorliegen, die auf mögliche Ereignisse nach der Erstbewertung zurückzuführen sind oder wenn die Einstellung von Programmen beschlossen wird, ist der Vermögenswert abzuwerten. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von 4SC, weil derartige Abschreibungen ergebniswirksam auszuweisen sind.
Der Erfolg von 4SC hängt stark von den Führungskräften sowie qualifiziertem wissenschaftlichem und technischem Fachpersonal in Schlüsselpositionen ab. Viele dieser Mitarbeiter verfügen über einen großen Erfahrungsschatz und sind schwer zu ersetzen. Der Wettbewerb um Fachkräfte ist in der Biotechnologie- und Pharmabranche sehr
Zukünftige Steuerrechtsprechung als Unsicherheitsfaktor
(i)
(i) Fach- und Führungskräfte wichtig für Unternehmenserfolg intensiv. 4SC ist es bisher immer gelungen, die wichtigsten Positionen mit geeigneten Mitarbeitern zu angemessenen Konditionen zu besetzen. Sollte das Unternehmen jedoch Führungskräfte oder wissenschaftliches und technisches Fachpersonal in Schlüsselpositionen verlieren und nicht adäquat oder nur mit erheblicher Verzögerung oder mit erheblichen Such- und Akquisitionskosten ersetzen können, könnte sich dies nachteilig auf seine Wettbewerbsfähigkeit und/oder Ertragssituation auswirken.
Das Unternehmen ist im Rahmen seiner Tätigkeit vielfältigen Risiken in den Bereichen Gesellschafts-, Arbeits- und Steuerrecht, Patentrecht und sonstigem Recht ausgesetzt. Um diese auf ein Minimum zu reduzieren und um rechtlichen Fehlentscheidungen zusätzlich vorzubeugen, fällt das Management von 4SC viele seiner Entscheidungen nach Rücksprache mit externen und internen Experten, wie z.B. Fachanwälten.
Andere Risiken, die den Umweltschutz, die IT-Sicherheit, die Beschaffung sowie generelle Sicherheitsbestimmungen betreffen, werden als nicht signifikant eingeschätzt. 4SC hat organisatorische Vorkehrungen getroffen, um den entsprechenden Vorschriften nachzukommen und die internen Prozesse zu steuern.
Unter Abwägung aller genannten Risiken sind aus heutiger Sicht wenige Faktoren erkennbar, welche den kurzfristigen Fortbestand von 4SC im Geschäftsjahr 2014 gefährden könnten. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass trotz der identifizierten Risiken, die insbesondere mit der Wirkstoffentwicklung und deren Finanzierung verbunden sind, die Chancen überwiegen. Dank der diversifizierten und attraktiven Pipeline, seiner Fachkompetenz und bestehenden Partnerschaften im Bereich der Frühphasenforschung ist 4SC gut aufgestellt. Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2013 in Verbindung mit der aktuell prognostizierten weiteren Ausgaben- und Einnahmeplanung sowie die nach der Berichtsperiode abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über Wandelschuldanleihen sichern die weitere Finanzierung des Unternehmens über die nächsten zwölf Monate hinaus. Das Management geht davon aus, durch Partnerschaften weitere Liquiditätszuflüsse generieren zu können. Sollten sich die derzeit geplanten Annahmen hinsichtlich Liquiditätszuflüssen aus Kooperationen und Partnerschaften sowie aus potenziellen Finanzierungsmaßnahmen nicht ausreichend realisieren lassen, besteht vor dem Hintergrund der aktuellen Liquiditätsreichweite das Risiko einer potenziell nicht ausreichenden Finanzierung des Unternehmens. Somit wäre der Fortbestand des Unternehmens gefährdet, wenn nicht zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital eingeworben werden könnte.
Kurz- bis mittelfristig können verschiedene Produkte von 4SC wichtige Meilensteine in der Forschung und Entwicklung erreichen. Dies wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach positiv auswirken, sowohl auf die Bewertung der einzelnen Programme als auch auf den Gesamtwert der Gesellschaft. Dies gilt vor allem, wenn mit Wirkstoffen neue klinische Studien gestartet werden oder diese eine Studienphase erfolgreich abschließen.
(ii)
Liquiditätsrisiko soll durch weitere Partnerschaften gesenkt werden
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Potenzial durch Anwendung bestehender Wirkstoffe in neuen Indikationen
Forschungs- und Entwicklungsprogramme von 4SC haben in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass ein einzelner Wirkstoff für die Anwendung in verschiedenen Indikationen geeignet sein kann. Hierdurch kann die Produktpipeline vergrößert werden, der Wert des jeweiligen Projektes gesteigert werden und eine Risikodiversifizierung für 4SC entstehen. Ein Beispiel dafür ist der onkologische Wirkstoff Resminostat, der von 4SC und seinem Partner Yakult Honsha Co., Ltd. bislang insgesamt in vier verschiedenen Indikationen – Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC), Lymphdrüsenkrebs (Hodgkin Lymphom, HL), Darmkrebs (Kolorektales Karzinom, CRC) sowie nichtkleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) – im Rahmen klinischer Studien untersucht wurde bzw. wird.
4SC befindet sich in regelmäßigem und intensivem Austausch mit potenziellen Pharmapartnern. Pharmaunternehmen schließen Kooperationen und Lizenzpartnerschaften für neue Produkte heute in immer früheren Entwicklungsstadien ab. Mehrere Gründe tragen zu dieser Entwicklung bei. Einerseits laufen viele Patente zum Schutz bestehender Produkte aus, andererseits gab es bei Projektentwicklungen von Pharmafirmen diverse Fehlschläge. Partnerschaften zwischen Pharma- und Biotechnologieunternehmen werden darum zunehmend zugunsten der Biotechnologiebranche gestaltet. Von diesem Trend konnte 4SC bei der Lizenzvereinbarung mit Yakult Honsha Co., Ltd. für Resminostat profitieren. 4SC verfügt inzwischen vermehrt über Programme in den für Pharmaunternehmen interessanten Entwicklungsphasen. Derartige Partnerschaften können die Programme von 4SC zusätzlich validieren und – beispielsweise in Form von Lizenzeinnahmen, erhaltenen Vorab- und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen – das Geschäftsmodell des Unternehmens bestätigen sowie die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des Unternehmens stärken.
Mit Etablierung der 4SC Discovery GmbH Ende 2011 als 100%ige Tochter der 4SC AG wurde beabsichtigt, den Forschungsbereich zusätzlich für Forschungsdienstleistungen, Forschungskooperationen sowie Partnerschaften mit Produkten in der Forschungsphase gegenüber externen Partnern besser zu positionieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten 67% des Konzernumsatzes durch diese Tochtergesellschaft erwirtschaftet werden. Lassen sich einer oder mehrere dieser kommerziellen Aspekte weiterhin realisieren, kann dies die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage gegebenenfalls weiter spürbar stärken.
Neben der Einlizenzierung von Wirkstoffen haben Pharma- und Biotechnologieunternehmen zunehmend auch Interesse, ganze Unternehmen zu übernehmen, um so Zugang zu vielversprechenden Wirkstoffen und interessanten Technologien zu bekommen. Dies zeigt sich an einer sehr regen M&A-Tätigkeit in dieser Branche in den vergangenen Jahren. Die gezahlten Prämien gegenüber dem aktuellen Marktpreis sind meist signifikant. Davon könnten die Aktionäre der 4SC AG profitieren.
(ii)
(i)
Potenzielle Partnerschaften sollen Cashflow sichern und Produktwerte steigern
(iii)
Frühphasenforschung mit Kommerzialisierungspotenzial
Das sehr umfassende und gut positionierte Patentportfolio von 4SC kann zu zusätzlichen Lizenzeinnahmen führen, wenn Dritte im Rahmen ihrer eigenen Entwicklungen auf die Nutzung solcher Patentrechte angewiesen sind. Gewährt 4SC die Nutzung dieser Patentrechte, erhält das Unternehmen hierfür Lizenzgebühren und verbessert so die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft.
Im Februar 2014 hat 4SC mit der YA Global Master SPV Ltd. (Yorkville) eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach sich Yorkville zur Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von bis zu 15 Mio. € zu einem Ausgabepreis von 95% des Nominalbetrages verpflichtet hat. Gemäß dieser Vereinbarung die bis zum 31. Dezember 2016 läuft, kann 4SC Wandelschuldverschreibungen in Tranchen von 500 T € nach eigenem Ermessen begeben. Der Erlös leistet einen wichtigen Beitrag zu kurz- und mittelfristigen Finanzierung des Unternehmens sowie zur Finanzierung der operativen Vorbereitung der geplanten Spätphasen-Entwicklung für den Wirkstoff Resminostat in der Indikation Leberkrebs. Die erste Tranche in Form von Wandelschuldverschreibungen im Nominalbetrag von 500 T € wurde Anfang März 2014 erfolgreich begeben.
Vorstandsmitglied Dr. Bernd Hentsch wird mit Auslaufen seines Vertrags zum 31. März 2014 aus dem Unternehmen ausscheiden. Dr. Daniel Vitt, im 4SC-Vorstand bislang für die Bereiche Forschung und Technologie zuständig, wird den bislang von Herrn Dr. Hentsch verantworteten Bereich Entwicklung zukünftig in Personalunion mit verantworten. Herr Dr. Hentsch soll 4SC mit seiner Entwicklungsexpertise nach dem 31. März 2014 weiterhin als Berater zur Verfügung stehen.
Die folgenden Absätze enthalten Prognosen und Erwartungen über zukünftige Entwicklungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn Unsicherheiten eintreten oder wenn sich die Annahmen, die den zukunftsbezogenen Aussagen zugrunde liegen, als unzutreffend erweisen sollten.
Nach sechs Prognoseabsenkungen in Folge hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Erwartungen für die Entwicklung der Weltwirtschaft im Januar 2014 erstmals wieder nach oben korrigiert. Insbesondere aufgrund einer verbesserten ökonomischen Lage in den Industrienationen geht die Organisation jetzt von einem globalen Wachstum von 3,7% für das Jahr 2014 aus (2013: 3,0%). Die positive Entwicklung hänge jedoch vor allem davon ab, dass die Notenbanken ihre Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur nicht zu schnell auslaufen ließen.
Für die Gruppe der Schwellenländer prognostiziert der IWF für das laufende Jahr ein Plus von 5,1% (2013: 4,7%), wobei China mit 7,5% (2013: 7,7%) und Indien mit 5,4% (2013: 4,4%) einmal mehr die Spitzenpositionen einnehmen. Die Expansion in den Industrieländern beziffert der IWF mit 2,2% (2013: 1,3%). Besonders gut entwickelt
(i)
Wandelschuldverschreibung sorgt für finanzielle Entlastung
(ii)
Weitere Veränderung im Management
(iii) Wachstum der Weltwirtschaft soll anziehen
80 an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
sich dabei die US-Wirtschaft, die um 2,8% (2013: 1,9%) wachsen soll. Auch für die Eurozone wird – nach zwei Jahren der Rezession – wieder ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,0% (2013: -0,4%) erwartet. Getragen wird dieser Zuwachs in erster Linie von der deutschen Volkswirtschaft, die laut Prognose um 1,6% (2013: 0,5%) zulegen soll.
Die Chancen für eine weiterhin positive Entwicklung des Biotechnologiesektors sind nach Meinung der Experten gut. Nach dem rekordverdächtigen Jahr 2013 – sowohl im Hinblick auf Marktzulassungen und klinische Erfolge als auch an den Kapitalmärkten – könnte sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzen, wie die ersten Wochen des Jahres 2014 bereits gezeigt haben. Speziell in den USA, wo im abgelaufenen Jahr kräftig in Biotechnologieunternehmen investiert wurde, herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass die Branche inzwischen fundamental gesehen in einen neuen Produktzyklus eingetreten ist und damit die Basis für weiteres Wachstum in der Zukunft geschaffen hat.
So hat der Brancheninformationsdienst BioCentury zu Jahresbeginn ermittelt, dass im Jahresverlauf mindestens 46 Entscheidungen über Marktzulassungen anstehen. Darüber hinaus werden bei insgesamt 104 Medikamentenkandidaten zulassungsrelevante Meilensteine bzw. Phase-III-Studienergebnisse erwartet. Auf der Kapitalmarktseite hatten zu Jahresbeginn bereits 24 Biotechnologiefirmen Börsengänge angekündigt, wovon allein 16 an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ stattfinden sollen. Für das Gesamtjahr 2014 erwarten die Kapitalmarktteilnehmer eine Anzahl, die zwischen den Werten der Jahre 2012 (25 IPOs) und 2013 (59 IPOs) liegt.
Allerdings rechnen Investoren angesichts des hohen erreichten Bewertungsniveaus bei US-Biotech-Titeln mit einer Verlangsamung oder gar Rückschlägen in der Kapitalmarktentwicklung und wenden sich verstärkt unterbewerteten internationalen Titeln zu – eine Entwicklung, von der 4SC potenziell profitieren könnte.
Von deutlich größerem Optimismus als in den Vorjahren sind auch die Erwartungen der deutschen Biotechnologiebranche geprägt. Laut einer Umfrage, die der Branchenverband BIO Deutschland Mitte Januar 2014 veröffentlichte, schätzen die befragten Unternehmen sowohl ihre aktuelle als auch die zukünftige Geschäftslage positiver ein als noch vor Jahresfrist. Zum ersten Mal seit drei Jahren planen sie darüber hinaus, verstärkt Personal einzustellen. Zu dieser guten Stimmungslage hat sicherlich auch die Tatsache beigetragen, dass die deutschen Biotechnologieunternehmen im Jahr 2013 – trotz fehlender Börsengänge – Kapital in Höhe von insgesamt 360 Mio. € akquirieren konnten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um rund 20%. Dennoch dürfte die Finanzierungssituation vieler, insbesondere kleiner Unternehmen auch im laufenden Jahr angespannt bleiben.
Der 4SC-Konzern setzt im Geschäftsjahr 2014 weiterhin auf seine im Jahr 2013 fokussierte Forschungs- und Entwicklungsstrategie. Im Zentrum der Aktivitäten steht dabei die Weiterentwicklung derjenigen Projekte, die das größte Wertsteigerungspotenzial für das Unternehmen versprechen.
Mit Resminostat verfügt 4SC über ein Produkt mit großem therapeutischem und wirtschaftlichem Potenzial. Der Schwerpunkt der weiteren Entwicklung liegt zunächst auf der Kombinationsbehandlung mit dem Krebsmedikament Sorafenib in der Indikation
(i)
Rege Tätigkeit in den späten Entwicklungsphasen im Biotechmarkt erwartet
(ii) Klare Fokussierung auf Resminostat (i) Studienprogramm in HCC-Erstlinientherapie im Zentrum
(ii)
Finanzierung für Phase-II-Teil mit Resminostat bei Leberkrebs sicherstellen
(iii) Phase-I-Studie mit 4SC-202 zügig abschließen
Leberkrebs. Zusammen mit der im Mai 2013 vorgenommenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie hat das Unternehmen das vor einem Jahr an dieser Stelle kommunizierte Ziel, im Jahr 2013 eine Phase-III-Zulassungsstudie in der Zweitlinienbehandlung von Leberkrebs (HCC) mit der Unterstützung und Finanzierung eines Pharmapartners starten zu wollen, angepasst. 4SC strebt nun mit Priorität die Entwicklung von Resminostat in der HCC-Erstlinientherapie an. Aktuell plant das Unternehmen, ein Phase-II/III-Studienprogramm durchzuführen, um darin den Biomarker ZFP64 zu validieren und diesen anschließend zur gezielteren Selektierung der Patientenpopulation für den Phase-III-Teil einzusetzen. Dadurch könnte die Aussagekraft der Daten im Sinne einer biomarkerbasierten Patientenstratifizierung zusätzlich erhöht werden. Zudem können in diesem Entwicklungsszenario, insbesondere durch die Analyse nach dem Phase-II-Teil, Antworten auf Basis randomisiert-kontrollierter Daten auf die Frage der Wirksamkeit der Resminostat-Sorafenib-Kombination gegeben werden, die hinsichtlich der Gespräche mit potenziellen Pharmapartnern wichtig sind. Der Fokus liegt zunächst auf der Vorbereitung des Phase-II-Teils. Flankierend wird 4SC die Erkenntnisse aus der laufenden offenen, randomisierten Phase-I/II-Studie des japanischen Entwicklungspartners Yakult Honsha Co., Ltd. in der HCC-Erstlinientherapie in die Entwicklungspläne für Resminostat mit einbeziehen. Daneben wird 4SC auch den Einsatz von Resminostat in der HCC-Zweitlinientherapie als attraktive zusätzliche Entwicklungsoption im Blick behalten.
Aktuell arbeitet 4SC gemeinsam mit Dienstleistungspartnern an der Erstellung der Studienprotokolle sowie an der Prozessoptimierung der Wirkstoffformulierung für die Tablettenproduktion. Danach müssen die Studienpläne mit den Zulassungsbehörden diskutiert werden, um – nach Einarbeitung möglicher, von den Behörden geforderter Ergänzungen ins Studienprotokoll – anschließend die Durchführung des klinischen Studienprogramms beantragen zu können.
Parallel zu diesen operativen Vorbereitungen befindet sich 4SC weiter in Gesprächen mit potenziellen regionalen und globalen Partnern, um die Finanzierung des geplanten Studienprogramms, insbesondere des Phase-II-Teils des HCC-Erstlinienszenarios sicherzustellen. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Start des Studienprogramms erfolgen. Eine ausreichende Finanzierung vorausgesetzt, geht das Unternehmen derzeit davon aus, dass die Durchführung des Studienprogramms noch in diesem Jahr beantragt werden kann.
Mit 4SC-202 und 4SC-205 befinden sich zwei weitere innovative Krebswirkstoffe mit großem Potenzial in klinischen Phase-I-Tests. Aufgrund der guten Verträglichkeit des epigenetischen Wirkstoffs 4SC-202 konnten im Jahr 2013 in der Phase-I-Studie "TOPAS" bei Patienten mit fortgeschrittenen hämatologischen Tumoren zahlreiche neue Dosierungen und Dosisschemata getestet werden, wodurch sich die ursprünglich für Ende 2013 geplante Veröffentlichung erster Studiendaten verzögert hat. Auf der Basis des aktuellen Studienstands geht der Vorstand davon aus, dass erste Ergebnisse im zweiten Quartal des laufenden Jahres veröffentlicht werden können. Ähnliches gilt für die laufende Phase-I-AEGIS-Studie mit dem oralen Zellteilungshemmer 4SC-205. Dieser wird im Rahmen eines Ende 2012 neu eingeführten innovativen Dosisschemas verstärkt nur noch an Patienten mit einem besonderen Krankheitsbild (Lungentumoren bzw. Lungenmetastasen) erprobt. Diese Fokussierung ist aus klinisch-wissenschaftlicher Sicht vielversprechend, geht aber aufgrund der geringeren zur Verfügung stehenden Patientenzahl mit einer Verlangsamung bei der Rekrutierung im Vergleich zur ursprünglichen Planung einher. Das Unternehmen rechnet deshalb damit, dass die Rekrutierung
der letzten drei aktuell fehlenden Patienten im zweiten Quartal abgeschlossen werden kann und somit die Ergebnisse dieser Studie im dritten Quartal bekannt gegeben werden können.
Bei Vidofludimus, dem Hauptwirkstoff im Bereich Autoimmunerkrankungen, steht 4SC derzeit in intensiver Verbindung mit potenziellen externen Projektpartnern, mit denen gemeinsam Investoren akquiriert werden sollen. Mit deren Unterstützung soll die Weiterentwicklung dieses Medikamentenkandidaten – insbesondere eine Phase-IIb-Studie in der Indikation Morbus Crohn – realisiert werden.
Insgesamt strebt 4SC weitere Lizenzpartnerschaften mit Unternehmen aus der Pharma- und Biotechnologiebranche an, um die klinische Entwicklung der Produkte sicher zu stellen und weiter voranzutreiben. Dadurch sollen sowohl kurzfristige Mittelzuflüsse erzielt als auch das langfristige Wertpotenzial der Entwicklungsprogramme optimal ausgeschöpft werden.
Die Konzerntochter 4SC Discovery GmbH verfolgt neben dem Ausbau der bestehenden Partnerschaften mit CRELUX GmbH, LEO Pharma A/S und BioNTech AG das Ziel, weitere Forschungspartnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen abzuschließen, um im Vergleich zu 2013 ein Wachstum des Geschäfts zu erreichen und weiterhin einen Finanzierungsbeitrag zum 4SC-Konzern leisten zu können. Darüber hinaus beabsichtigt die 4SC Discovery GmbH, für ihre eigenen Forschungsprogramme Lizenzpartnerschaften im Frühphasenstadium (Early-Stage-Partnering-Deals) einzugehen. Neben der kurzfristigen Erzielung von Einnahmen aus Vorabzahlungen sollen dabei – über mögliche erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Umsatzbeteiligungen – auch langfristige Wertpotenziale für die 4SC geschaffen werden.
Der Finanzmittelbestand des 4SC-Konzerns summierte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2013 auf 4.899 T €. Basierend auf der aktuellen Kosten- und Umsatzplanung und der nach Ablauf der Berichtsperiode realisierten Wandelschuldverschreibungsvereinbarung mit YA Global Master SPV Ltd. (Yorkville) ist davon auszugehen, dass diese Mittel ausreichen, um die Finanzierung des Unternehmens über die nächsten zwölf Monate hinaus zu sichern, den Start weiterer klinischer Studien jedoch nicht mit eingeschlossen. Diese Prognose basiert auf den Annahmen, dass der durchschnittliche operative Barmittelverbrauch im Jahr 2014 in etwa auf 400 T € monatlich gemindert werden kann und die Forschungs- und Entwicklungsprogramme des Unternehmens weiter planmäßig verlaufen. Derzeit arbeitet das Unternehmen intensiv an einer Reihe von Optionen – wie beispielsweise die nach der Berichtsperiode abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über Wandelschuldanleihen mit YA Global Master SPV Ltd. (Yorkville) – um die Finanzierung der 4SC AG insgesamt und insbesondere die Sicherstellung der Weiterentwicklung der wesentlichen Vermögenswerte auch über die nächsten zwölf Monate hinaus sicherzustellen.
Kurz- und mittelfristig rechnet 4SC auch weiterhin mit einem negativen Ergebnis, wobei nach derzeitigem Stand die Forschungs- und Entwicklungskosten des Jahres 2014 – ohne Berücksichtigung weiterer klinischer Studien – deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Mit den erwarteten Ergebnisbeiträgen aus den Aktivitäten der 4SC Discovery GmbH sowie den Einsparungen im Personalbereich, die aus der im Jahr 2013 durchgeführten Restrukturierung resultieren, sollte sich das operative Jahres-Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahreswert weiter verbessern.
(i) 4SC Discovery sucht weitere starke Partner
(ii) Finanzierung für über zwölf Monate sichergestellt
Ab dem Start des geplanten pivotalen Studienprogramms mit Resminostat in der Indikation Leberkrebs ist aufgrund der damit verbundenen Aufwendungen von einem deutlichen Anstieg der Entwicklungskosten auszugehen, der dann auch den Barmittelverbrauch sowie den operativen Verlust wieder ansteigen ließe.
Bei der 4SC Discovery GmbH geht der Vorstand des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2014 davon aus, dass die Tochtergesellschaft aufgrund ihrer bislang guten operativen Entwicklung, die sich auch im bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres fortgesetzt hat, einen mindestens ausgeglichenen operativen Cashflow erzielen kann.
Nach der im dritten Quartal 2013 erfolgreich abgeschlossenen, wertschöpfungsorientierten Fokussierung der Unternehmensstrategie sieht sich 4SC aufgrund seiner vielversprechenden klinischen Entwicklungsprogramme, der kurz- und mittelfristig weiter zu erwartenden positiven klinischen Nachrichten sowie der in der 4SC Discovery GmbH gebündelten Stärke im Bereich der Frühphasenforschung inhaltlich und operativ gut für das Jahr 2014 und darüber hinaus positioniert. Die kurz- und mittelfristige Herausforderung bleibt die ausreichende Finanzierung, um die zügige und konsequente Weiterentwicklung der Entwicklungskandidaten sowie den Bestand der 4SC insgesamt sichern zu können.
Der Lagebericht der Konzernmuttergesellschaft 4SC AG und der Konzernlagebericht von 4SC für das Geschäftsjahr 2013 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Ergänzend zur Berichterstattung über den 4SC-Konzern erläutern wir die Entwicklung der 4SC AG. Der zusammengefasste Lagebericht umfasst damit grundsätzlich auch alle gesetzlich verpflichtenden Bestandteile für die 4SC AG.
Die 4SC AG ist das Mutterunternehmen des 4SC-Konzerns und hat ihren Sitz in Planegg-Martinsried. Sie arbeitet operativ im Bereich der klinischen Entwicklung von neuen Wirkstoffen und erzielte 2013 in diesem Geschäftsbereich 34% des Konzernumsatzes. Wesentliche Leitungsfunktionen des Gesamtkonzerns liegen in der Verantwortung des Vorstands der 4SC AG. Er legt unter anderem die Konzernstrategie fest, verteilt Ressourcen wie beispielsweise Investitionsmittel und verantwortet das Führungskräfteund das Finanzmanagement. Der Vorstand der 4SC AG bestimmt auch die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der 4SC AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns und werden im Kapitel 2 des zusammengefassten Lageberichts angegeben. Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die 4SC AG insgesamt 47 Mitarbeiter inklusive drei Vorstandsmitgliedern. Der Jahresabschluss der 4SC AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
(i)
Mittel- bis langfristige Finanzierung zur Fortentwicklung der Pipeline als Hauptziel
Erläuterungen zum Geschäftsverlauf und Einzelabschluss der Muttergesellschaft 4SC AG nach HGB
Die Umsatzerlöse der 4SC AG betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.601 T € und konnten damit gegenüber dem Vorjahr um 15% gesteigert werden (2012: 1.396 T €).
Die Umsätze setzten sich aus der ratierlichen Auflösung des Umsatzabgrenzungspostens für die im Jahr 2011 für Resminostat geschlossene Partnerschaft mit Yakult Honsha Co. Ltd., Japan, in Höhe von 894 T € (2012: 894 T €) und aus Weiterberechnungen von Entwicklungskosten und Wirkstofflieferungen an Kooperationspartner der 4SC AG in Höhe von 707 T € (2012: 502 T €) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der 4SC AG verringerten sich um 23% auf 1.541 T € (2012: 2.002 T €). In dieser Position sind im Wesentlichen die Erträge aus Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen – resultierend aus dem laufenden Verrechnungsverkehr an die 4SC Discovery GmbH, z.B. in Form von weiterbelasteten Personal- und Projektkosten – enthalten sowie Investitionszuschüsse und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Personalaufwand der 4SC AG liegt mit 4.272 T € um 4% unter Vorjahresniveau (2012: 4.469 T €). Grund hierfür ist die Anpassung der Personalstruktur im zweiten Quartal 2013.
Die Zunahme der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen auf 1.618 T € (2012: 1.473 T €) wurde zusätzlich zu den ratierlichen Abschreibungen durch die Sonderabschreibung von drei aktivierten Patenten über 718 T € beeinflusst.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der 4SC AG konnten um 35% auf 6.655 T € reduziert werden (2012: 10.248 T €). Die wesentlichen Posten sind Fremdarbeiten von externen und von verbundenen Unternehmen, Rechts- und Beratungskosten, Raumkosten sowie Kosten für Investor Relations. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus den im Berichtsjahr gesunkenen bezogenen Fremdleistungen aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Zahl laufender klinischer Studien und den anhaltenden Sparmaßnahmen.
Das Finanzergebnis der 4SC AG minderte sich auf 52 T € (2012: 230 T €) und resultiert aus geringeren Zinserträgen.
Aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, aufgrund dessen die 4SC AG seit diesem Berichtsjahr das Ergebnis der 4SC Discovery GmbH übernimmt, war ein Verlust über 1.959 T € zu verzeichnen.
(i) Erläuterungen zum HGB-Einzelabschluss der 4SC AG
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde auf -11.311 T € reduziert. Dies entspricht einer Verbesserung von 26% gegenüber dem Vorjahr (2012: -15.274 T €).
Im Berichtsjahr wurde kein außerordentliches Ergebnis erzielt. Das im Vorjahreszeitraum ausgewiesene außerordentliche Ergebnis in Höhe von 9.064 T € resultierte aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Zusammenhang mit der Sacheinlage in die 4SC Discovery GmbH.
Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen steigerte sich der Jahresfehlbetrag der 4SC AG um 5.091 T € auf 11.311 T € (2012: -6.220 T €). Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 104.406 T € beträgt der Bilanzverlust entsprechend 115.717 T €.
Das Anlagevermögen der 4SC AG verringerte sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr auf 18.708 T € (2012: 23.116 T €). Diese Verringerung resultiert im Wesentlichen aus den ratierlichen Abschreibungen des Anlagevermögens, der Abwertung von drei erworbenen Patenten sowie geringen Neuinvestitionen.
Der erwartungsgemäße Rückgang des Umlaufvermögens auf 4.928 T € zum Berichtsjahresende (31. Dezember 2012: 14.176 T €) war im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang des Finanzmittelbestands. Dieser umfasst die Positionen Wertpapiere sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. In Summe war in diesen beiden Posten – aufgrund des Verlustes aus dem operativen Geschäft der 4SC AG – ein Rückgang auf 4.224 T € (31. Dezember 2012: 11.932 T €) zu verzeichnen.
Die Minderung des Eigenkapitals auf 16.322 T € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 27.634 T €) resultierte aus dem negativen Jahresergebnis in Höhe von 11.311 T €. Der Bilanzverlust erhöhte sich entsprechend auf 115.717 T € (31. Dezember 2012: -104.406 T €).
Die Eigenkapitalquote reduzierte sich um 5,0 Prozentpunkte auf 68,7% (31. Dezember 2012: 73,7%) zum Bilanzstichtag.
Die Sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 18% auf 955 T € (2012: 1.171 T €). Dies lag vor allem an der geminderten Inanspruchnahme von wissenschaftlichen Fremdleistungen.
Die Verbindlichkeiten verringerten sich auf 6.464 T € zum 31. Dezember 2013 (31. Dezember 2012: 8.685 T €). Aufgrund des am 6. August 2012 rückwirkend zum
Erläuterungen zum HGB-Einzelabschluss der 4SC AG
(i)
Die Bilanzsumme der 4SC AG betrug zum 31. Dezember 2013 23.742 T € und war somit aufgrund der beschriebenen Sachverhalte um 37% niedriger als zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres (31. Dezember 2012: 37.501 T €).
Der Mittelabfluss aus der laufenden Tätigkeit der 4SC AG lag im Berichtszeitraum 2013 bei 10.497 T € (2012: -13.616 T €). Die Veränderung im Vergleich zu dem mit 11.311 T € (2012: -15.274 T €) negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultiert im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus zwei Sachverhalten, die sich entgegen wirken: zum einem aus der liquiditätsneutralen Abschreibung in Höhe von 1.618 T € und zum anderen aus der Veränderung des Working Capitals in Höhe von 805 T €.
Die Mittelzuflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen im Berichtsjahr 2.788 T € (2012: -2.826 T €). Der Verkauf von Finanzmittelanlagen generierte Mittelzuflüsse in Höhe von 2.825 T € (2012: 3.012 T €).
Im Berichtszeitraum erfolgten keine Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (2012: 12.605 T €).
Der Bestand des Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag betrug 2.224 T €. Weitere Gelder in Höhe von 2.000 T € waren in Wertpapieren angelegt. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2013 ein Finanzmittelbestand bei der 4SC AG in Höhe von 4.224 T € (31. Dezember 2012: 11.932 T €).
Wesentlicher Grund für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auslaufende klinische Studien. Durch die Fokussierung in der klinischen Entwicklung aber auch die Anpassung der Personalstrukturen konnten im Vergleich zum Vorjahr zusätzliche Aufwendungsrückgänge erzielt werden. Positiv wirkten sich ebenfalls die gestiegenen Erträge aus Entwicklungspartnerschaften sowie die sonstigen Erträge aus. Aufgrund der Verlustübernahme in Höhe von 1.959 T € aus dem Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrages mit der 4SC Discovery GmbH ergaben sich jedoch zusätzliche Aufwendungen. Betrachtet man das Vorjahr bereinigt um die außerordentlichen
(i) Erläuterungen zum HGB-Einzelabschluss der 4SC AG Erträge aus der Aufdeckung stiller Reserven über 9.064 T €, wurde der Jahresfehlbetrag um 26% bzw. 3.973 T € deutlich gemindert. Die Liquiditätsausstattung war innerhalb des Geschäftsjahres 2013 jederzeit hinreichend sichergestellt. Die Finanzierung der Programme war zu keiner Zeit gefährdet. Hierfür sorgten insbesondere die Mittelzuflüsse aus der im Vorjahr abgeschlossenen Kapitalerhöhung. Die wirtschaftliche Entwicklung der 4SC AG in 2013 und bis zur Aufstellung des Lageberichts im Geschäftsjahr 2014 verlief planmäßig.
Die Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres sind in Kapitel 7 des zusammengefassten Lageberichts des 4SC-Konzerns beschrieben.
Die Geschäftsentwicklung der 4SC AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des 4SC-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die 4SC AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Aus den Beziehungen zu den Beteiligungen und Tochtergesellschaften können zusätzlich aus gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsverhältnissen Belastungen resultieren. Die 4SC AG als Mutterunternehmen des 4SC-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem. Weitere Informationen hierzu finden sich im Kapitel 6.1 des zusammengefassten Lageberichts. Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems für die 4SC AG erfolgt ebenfalls im Kapitel 6.1.
Zusätzlich ergeben sich bei der 4SC AG noch die beiden folgenden Risiken:
Um mit der 4SC Discovery GmbH Anfang 2012 operativ tätig werden zu können, wurden wichtige materielle und immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere aus dem Bereich Forschung, von der 4SC AG per Sacheinlage in die 4SC Discovery GmbH eingebracht. Dabei wurden diese Vermögensgegenstände bei der 4SC Discovery GmbH aktiviert und entsprechend stille Reserven bei der 4SC AG in Höhe von 9.064 T € aufgedeckt. Zum Stichtag sind diese noch mit 6.474 T € anzusetzen.
Sollte es absehbar nicht gelingen, ausreichend Liquidität für die Weiterentwicklung dieser Produkte darzustellen und/oder die Vermarktbarkeit der Produkte nachzuweisen bzw. sollte die Weiterentwicklung dieser Produkte aus wissenschaftlichen oder technischen Gründen nicht umsetzbar sein, wären die aktivierten Posten auf ihre Werthaltigkeit hin erneut zu überprüfen und ggf. im Wert zu korrigieren. Diese Tatsache könnte erheblichen negativen Einfluss auf die Ertrags- und Vermögenslage der 4SC AG gemäß HGB haben.
Der zwischen der 4SC AG und der 4SC Discovery GmbH rückwirkend zum Beginn des Geschäftsjahres 2012 abgeschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) könnte durch bestimmte Ereignisse, z.B. wenn die Gesellschafterstruktur
(i) Erläuterungen zur Entwicklung der Einzelgesellschaft 4SC AG (nach HGB) der 4SC Discovery GmbH durch Hinzunahme neuer externer Gesellschafter verändert würde, vorzeitig beendet werden. Ein neuer BGAV könnte erst mit der nächsten Hauptversammlung steuerwirksam beschlossen werden, und es könnte sein, dass eine erneute Zustimmung durch die Hauptversammlung der 4SC AG nicht erfolgt. Dies könnte bedeuten, dass beide Gesellschaften auf Steuerebene nicht mehr konsolidiert werden dürfen, was sich wiederum negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaften auswirken könnte. Gleiches gilt auch für den Fall, dass z.B. ein neuer Gesellschafter der 4SC Discovery GmbH einen neuen BGAV nicht akzeptiert.
Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der 4SC AG für die kommenden beiden Jahre ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des 4SC-Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns, Kapitel 8.2 ausführlich beschrieben wird. Die 4SC AG beabsichtigt, durch den Abschluss von Partnerschaften in Form von Entwicklungskooperationen sowie Lizenzvereinbarungen für ihre klinischen Entwicklungsprogramme Liquiditätszuflüsse und steigende Umsätze zu generieren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten der 4SC AG werden nach derzeitigem Planungsstand für 2014 und 2015 – ohne Berücksichtigung weiterer klinischer Studien – unter dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Mit den erwarteten Einsparungen im Personalbereich, die aus der im Jahr 2013 durchgeführten Restrukturierung resultieren, sollte sich das operative Jahresergebnis für 2014 und 2015 gegenüber dem Vorjahreswert weiter verbessern. Ab dem Start des geplanten pivotalen Studienprogramms mit Resminostat in der Indikation Leberkrebs ist aufgrund der damit verbundenen Aufwendungen von einem deutlichen Anstieg der Entwicklungskosten auszugehen, der dann auch den Barmittelverbrauch sowie den operativen Verlust wieder ansteigen ließe. Insgesamt rechnet die 4SC AG nach wie vor kurz- und mittelfristig mit einem negativen Jahresergebnis, welches bei der 4SC AG für 2014 und 2015 etwas besser als im Berichtszeitraum sein kann.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 verfügte die 4SC AG über einen Finanzmittelbestand von 4.224 T €. Unter der Berücksichtigung der Aussagen im Konzernprognosebericht, Kapitel 8, und des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der 100%igen Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH ist auch die Finanzierung der Muttergesellschaft 4SC AG über die nächsten zwölf Monate hinaus sichergestellt. Der Vorstand der 4SC AG weist vorsorglich darauf hin, dass für den Fall, dass durch die geplanten operativen Einnahmen durch die 4SC AG oder die 4SC Discovery GmbH, insbesondere in Form von Kooperationen oder Partnerschaften, keine ausreichenden zusätzlichen Liquiditätszuflüsse generiert werden können, der darüber hinausgehende Kapitalbedarf durch die Aufnahme von weiterem Eigen- und/oder Fremdkapital zu decken wäre, um den mittel- und langfristigen Fortbestand der Gesellschaft zu sichern.
Als Muttergesellschaft des 4SC-Konzerns erwartet die 4SC AG, von der erwarteten positiven Entwicklung des 4SC-Konzerns im Jahr 2014 und darüber hinaus profitieren zu können.
Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und Aktiengesetzes erstellte Jahresabschluss der 4SC AG und der zusammengefasste Lagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
(i) Erläuterungen zur Entwicklung der Einzelgesellschaft 4SC AG (nach HGB)
| Konzernabschluss von 4SC | 92 | |||
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | ||||
| Konzernbilanz – AKTIVA | 92 93 |
|||
| Konzernbilanz – PASSIVA | 93 | |||
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 94 | |||
| Konzern-Eigenkapitalentwicklung | 95 | |||
| Konzernanhang von 4SC | 96 | |||
| 1. | Allgemeine Angaben | 96 | ||
| 1.1 | Mutterunternehmen | 96 | ||
| 1.2 | Konsolidierungskreis/einbezogene Unternehmen | 96 | ||
| 1.3 | Änderungen des Konsolidierungskreises | 97 | ||
| 1.4 | Freigabe des Abschlusses | 97 | ||
| 2. | Zusammenfassung der wesentlichen | 97 | ||
| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | ||||
| 2.1 | Grundlagen für die Aufstellung des | 97 | ||
| Konzernabschlusses | ||||
| 2.2 | Konsolidierungsgrundsätze | 98 | ||
| 2.3 | Auswirkungen der Anwendung neuer Standards | 98 | ||
| 2.4 | Wesentliche Bilanzierungs- und | 99 | ||
| Bewertungsmethoden | ||||
| 2.5 | Verwendung von Schätzwerten | 106 | ||
| 3. | Segmentberichterstattung | 107 |
| 4. | Erläuterungen zur Konzern | 109 |
|---|---|---|
| Gesamtergebnisrechnung | ||
| 4.1 | Umsatzerl̈ose | 109 |
| 4.2 | Personalkosten | 110 |
| 4.3 | Umsatzkosten | 110 |
| 4.4 | Vertriebskosten | 111 |
| 4.5 | Forschungs- und Entwicklungskosten | 111 |
| 4.6 | Verwaltungskosten | 112 |
| 4.7 | Sonstige Erträge | 112 |
| 4.8 | Abschreibungen | 112 |
| 4.9 | Finanzergebnis | 113 |
| 5. | Ertragsteuer, latente Steuern und | 114 |
| Quellensteuer | ||
| 6. | Ergebnis je Aktie | 116 |
| 7. | Erläuterungen zur Bilanz | 117 |
| 7.1 | Immaterielle Vermögenswerte | 117 |
| 7.2 | Sachanlagen | 119 |
| 7.3 | Nach der Equity-Methode bilanzierte | 120 |
| Finanzanlagen | ||
| 7.4 | Sonstige Finanzanlagen | 120 |
| 7.5 | Vorratsvermögen | 121 |
| 7.6 | Forderungen aus Lieferungen und | 121 |
| Leistungen | ||
| 7.7 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 121 |
| 7.8 | Zahlungsmittel und Zahlungsmittel | 122 |
| äquivalente | ||
| 7.9 | Steuererstattungsansprüche aus | 122 |
| Ertragsteuern | ||
| 7.10 | Sonstige Vermögenswerte | 123 |
| 7.11 | Eigenkapital | 123 |
| 7.12 | Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 125 |
| 7.13 | Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen |
126 |
| 7.14 | Sonstige Schulden und | 126 |
| Umsatzabgrenzungsposten | ||
| 7.15 | Sonstige Angaben zu den | 127 |
| Finanzinstrumenten | ||
| 7.16 | Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 131 |
| 8. | Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung | 132 |
|---|---|---|
| 9. | Aktienoptionsprogramm | 133 |
| 10. | Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat | 134 |
| 10.1 | Vorstand | 134 |
| 10.2 Aufsichtsrat | 136 | |
| 11. | Zusätzliche Angaben | 138 |
| 11.1 | Geschäfte mit nahe stehenden | 138 |
| Unternehmen und Personen | ||
| 11.2 | Corporate Governance Kodex gemäß § 285 Nr. 16 HGB |
139 |
| 11.3 | Mitteilungspflichtige Beteiligung gemäß | 139 |
| § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG | ||
| 11.4 | Honorare des Abschlussprüfers gemäß | 140 |
| § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB | ||
| 11.5 | Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB |
140 |
| 12. | Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres |
141 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 142 | |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 143 | |
| Auszug aus dem Jahresabschluss der 4SC AG (zum Einzelabschluss nach HGB) |
144 | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 144 | |
| Bilanz | 145 | |
| Glossar | 146 |
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 2013 | 2012 | |
| Umsatzerlöse | 4.1 | 4.904 | 4.353 |
| Umsatzkosten | 4.3 | -1.474 | -327 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.430 | 4.026 | |
| Vertriebskosten | 4.4 | -503 | -597 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 4.5 | -10.243 | -12.909 |
| Verwaltungskosten | 4.6 | -3.310 | -3.916 |
| Sonstige Erträge | 4.7 | 34 | 30 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -10.592 | -13.366 | |
| Finanzergebnis | |||
| Ergebnisanteile an Beteiligungen nach der Equity-Methode | 4.9 | 19 | 33 |
| Finanzerträge | 4.9 | 58 | 137 |
| Finanzaufwendungen | 4.9 | -10 | -11 |
| Finanzergebnis | 67 | 159 | |
| Ergebnis vor Steuern | -10.525 | -13.207 | |
| Aufwand aus Ertragsteuern | 5. | 0 | -10 |
| Jahresergebnis = Konzerngesamtergebnis | -10.525 | -13.217 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert; in €) | 6. | -0,21 | -0,29 |
| Siehe beigefügten Konzernanhang |
in Tausend Euro Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Sonstige Finanzanlagen Sonstige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Vorratsvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern Sonstige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte Bilanzsumme 12.223 13.326 3.084 5.988 6.076 15.741 29.067 10.651 602 181 0 157 11.591 23 346 1.000 3.899 73 773 6.114 17.705 7.1 7.2 7.3 7.4 7.10 7.5 7.6 7.7 7.8 7.9 7.10 Konzernanhang 31.12.2013 31.12.2012
Siehe beigefügten Konzernanhang
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 50.372 | 50.372 | |
| Agio | 78.355 | 78.414 | |
| Rücklagen | 1.815 | 1.762 | |
| Bilanzverlust | -119.260 | -108.735 | |
| Eigenkapital | 7.11 | 11.282 | 21.813 |
| Langfristige Schulden | |||
| Sonstige Schulden | 7.14 | 154 | 180 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 7.14 | 2.682 | 3.575 |
| Langfristige Schulden | 2.836 | 3.755 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 7.12 | 675 | 584 |
| Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen | 7.13 | 28 | 10 |
| Sonstige Schulden | 7.14 | 1.561 | 2.011 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 7.14 | 1.323 | 894 |
| Kurzfristige Schulden | 3.587 | 3.499 | |
| Bilanzsumme | 17.705 | 29.067 |
Siehe beigefügten Konzernanhang
22
127 444
in Tausend Euro -13.207 1.714 -158 130 -31 -2.969 -58 298 -121 -19 -45 28 -894 174 -11 -10 -15.174 -51 -50 10 142 -5.988 9.000 3.063 -10.525 1.873 -67 53 -23 -1 2.738 0 54 -324 91 18 0 -477 -463 74 -8 0 -6.987 -21 -99 10 -9 -1.000 5.988 4.869 4.8 8. 8. Konzernanhang 2013 2012 CASHFLOWS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT Ergebnis vor Steuern Anpassungen für Posten der Gesamtergebnisrechnung Abschreibungen Finanzergebnis Aktienoptionen Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen Veränderungen der Bilanzposten Vorratsvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegenüber Beteiligungen Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern Sonstige Vermögenswerte Schulden aus Lieferungen und Leistungen Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen Rückstellungen Sonstige Schulden Umsatzabgrenzungsposten Erhaltene Zinsen Gezahlte Zinsen Gezahlte Ertragsteuern CASHFLOWS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten Erwerb von Sachanlagen Verkauf von Sachanlagen Verkauf von Beteiligungen Erwerb von Finanzinvestitionen Verkauf von Finanzinvestitionen CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
3
2
8.404 2.963 11.367 -744 6.820 6.076 0 -59 -59 -2.177 6.076 3.899 8. CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT Einzahlungen aus der Erhöhung des Gezeichneten Kapitals Einzahlungen in das Agio CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode = ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM ENDE DER PERIODE
Siehe beigefügten Konzernanhang
Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 aufgestellt.
in Tausend Euro
| Rücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernanhang | Gezeichnetes Kapital |
Agio | Rücklage Aktienoptionen |
Gewinnrücklage | Bilanzverlust | Gesamt | |
| Saldo zum 01.01.2012 | 41.968 | 75.451 | 1.565 | 67 | -95.518 | 23.533 | |
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2006/2008) | 2 | 2 | |||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2009) | 119 | 119 | |||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2010) | 5 | 5 | |||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2011) | 4 | 4 | |||||
| Kapitalerhöhung 03.07.2012 | 7.11 | 8.404 | 2.963 | 11.367 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis 2012 | -13.217 | -13.217 | |||||
| Konzern-Jahresergebnis 2012 | -13.217 | -13.217 | |||||
| Saldo zum 31.12.2012 | 50.372 | 78.414 | 1.695 | 67 | -108.735 | 21.813 | |
| Saldo zum 01.01.2013 | 50.372 | 78.414 | 1.695 | 67 | -108.735 | 21.813 | |
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2009) | 47 | 47 | |||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2010) | 2 | 2 | |||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2011) | 4 | 4 | |||||
| Vorbereitende Aufwendungen für zukünftige | |||||||
| Kapitalerhöhungsmaßnahmen | -59 | -59 | |||||
| Konzern-Gesamtergebnis 2013 | -10.525 | -10.525 | |||||
| Konzern-Jahresergebnis 2013 | -10.525 | -10.525 | |||||
| Saldo zum 31.12.2013 | 50.372 | 78.355 | 1.748 | 67 | -119.260 | 11.282 | |
| Siehe beigefügten Konzernanhang |
Weitere Erläuterungen zu Bestandteilen und Entwicklung des Eigenkapitals finden sich im Konzernanhang unter Punkt "7.11 Eigenkapital".
zum 31. Dezember 2013
Der Konzernabschluss von 4SC umfasst die 4SC AG als Mutterunternehmen mit Sitz in 82152 Planegg-Martinsried, Am Klopferspitz 19a, die im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB Nr. 132917 eingetragen ist, und die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene 100%ige Tochtergesellschaft:
– 4SC Discovery GmbH, Planegg-Martinsried, Deutschland
Ein Handelsregisterauszug vom 28. Januar 2014 mit der letzten Eintragung vom 14. Mai 2013 lag vor. Es gilt die Satzung in der Fassung vom 2. Mai 2013.
Die Aktien der 4SC AG sind unter dem Börsenkürzel VSC, der Wertpapierkennnummer 575381 und der ISIN DE0005753818 im Prime Standard-Segment des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Gegenstand der 4SC AG ist die Identifizierung, Erforschung und Optimierung von Wirkstoffen sowie die Entwicklung, Anwendung und Vermarktung von Chemie-, Biotechnologie- und Computerverfahren.
Die 4SC AG ist berechtigt, alle Geschäfte vorzunehmen, die für die Erreichung des Gesellschaftszwecks dienlich sind und diesen fördern. Sie darf zu diesem Zweck auch andere Unternehmen im In- und Ausland gründen, erwerben oder sich an diesen beteiligen und deren Geschäftsführung übernehmen, Unternehmen oder Betriebe pachten, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge, abschließen sowie Zweigniederlassungen und Filialen im In- und Ausland errichten.
Die 4SC AG konsolidiert die 4SC Discovery GmbH (zusammen der Konzern bzw. 4SC) als verbundenes Unternehmen gemäß IAS 27.
Die 4SC Discovery GmbH wurde am 14. Dezember 2011 im Handelsregister München eingetragen und hat am 1. Januar 2012 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Geschäftszweck dieser Gesellschaft ist die Identifizierung, Erforschung und Optimierung neuer Wirkstoffe und Therapeutika sowohl in Form von Forschungsdienstleistungen als auch von eigenentwickelten Wirkstoffen sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Chemie-, Biotechnologie- und Computersimulationsverfahren für die Wirkstoffentwicklung. Die Gesellschaft ist in den Räumen der 4SC AG untergebracht. In Form einer Sachkapitalerhöhung wurden die materiellen und immateriellen Vermögenswerte der Forschungsaktivitäten der 4SC AG in die Tochtergesellschaft eingebracht. Dazu zählen unter anderem die Projekte und Produkte inklusive der zugehörigen Patentrechte, für die noch kein formeller Entwicklungskandidat (Early Development Candidate, EDC) benannt wurde sowie die 4SC-eigenen Modelling-, Screening- und Discovery-Technologien zur Wirkstoffentdeckung und -optimierung.
Darüber hinaus werden im vorliegenden Abschluss die folgenden Unternehmen berücksichtigt:
| Unternehmen / Sitz | Bewertet als | Bewertet gem. |
|---|---|---|
| Panoptes Pharma Ges.m.b.H., Wien, Österreich | assoziiertes Unternehmen | IAS 28 |
| quattro research GmbH, Planegg-Martinsried | assoziiertes Unternehmen | IAS 28 |
| Quiescence Technologies LLC, Melbourne, Florida, USA | Beteiligung | IAS 39 |
an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
Seit Juli 2013 hält die 4SC Discovery GmbH eine Beteiligung von 24,9% an der in Wien, Österreich, ansässigen Panoptes Pharma Ges.m.b.H. Die 4SC Discovery GmbH hat maßgeblichen, jedoch keinen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftspolitik der Gesellschaft, da sie nur eines von drei Beiratsmitgliedern stellt. Deshalb wird der Anteil an der Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen nach den Vorschriften des IAS 28 unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse des assoziierten Unternehmens und der 4SC Discovery GmbH stimmen überein.
Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 13. März 2014 zur Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, den Konzernabschluss nach erfolgter Freigabe durch den Vorstand zu ändern.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) – wie sie von der EU übernommen wurden – nach den Vorgaben des International Accounting Standards Boards (IASB) erstellt. Die Empfehlungen des Standing Interpretations Committees (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committees (IFRIC) wurden berücksichtigt. Dabei wurden alle von der Europäischen Kommission verabschiedeten IFRS und IFRIC berücksichtigt, noch nicht verabschiedete IFRS und IFRIC wurden dagegen noch nicht berücksichtigt. Vom IASB verabschiedete und von der EU übernommene neue Standards werden grundsätzlich ab dem Geschäftsjahr angewendet, ab dem die Anwendung verpflichtend ist.
Der Abschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung erstellt.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Der Präzisionsgrad, der bei der Darstellung verwendet wird, ist Tausend Euro (T €). Durch die angewendete kaufmännische Rundung können sich Differenzen zu den exakten Zahlen ergeben.
Die Konzernbilanz ist nach Fristigkeiten gegliedert, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Soweit zur Verbesserung der Darstellung Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst sind, werden sie im Konzernanhang erläutert.
4SC stuft Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig ein, wenn deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, wenn diese in erster Linie zu Handelszwecken gehalten werden oder wenn es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente handelt.
Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen den Konzerngesellschaften gegeneinander aufgerechnet.
Keine der vom IASB geänderten beziehungsweise neu verabschiedeten Standards, die verpflichtend im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 anzuwenden sind, haben Auswirkungen auf den Konzernabschluss von 4SC.
Das IASB hat kürzlich folgende, aus heutiger Sicht für 4SC relevante, neue beziehungsweise geänderte Standards verabschiedet. Da diese Standards jedoch nicht verpflichtend anzuwenden sind beziehungsweise eine Übernahme durch die EU noch aussteht, wurden sie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 nicht angewendet. Die neuen Standards beziehungsweise Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt für gewöhnlich nicht, auch wenn einzelne Standards dies zulassen.
| Standard | Titel | Inkrafttreten* | Voraussichtliche Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse |
|---|---|---|---|
| IFRS 10 | IFRS 10: Konzernabschlüsse | 01.01.2013; | Keine |
| IFRS 11 | IFRS 11: Gemeinsame Vereinbarungen | Verschiebung der | wesentlichen |
| IFRS 12 | IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | verpflichtenden | Auswirkungen |
| Änderungen an | IAS 27: Einzelabschlüsse | Anwendung auf | |
| IAS 27 | den 01.01.2014 | ||
| Änderungen an | IAS 28: Anteile an assoziierten Unternehmen | ||
| IAS 28 | und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| IFRS 9 | IFRS 9: Finanzinstrumente | 01.01.2015 | Nicht |
| verlässlich | |||
| abzuschätzen |
*: für Geschäftsjahre, die am oder nach dem Datum beginnen
Darüber hinaus sind weitere Standards und Interpretationen verabschiedet worden, die aus heutiger Sicht jedoch keine Relevanz für den Konzernabschluss haben.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 4SC hat die Bilanzierungsund Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle, sonstige Ereignisse und Bedingungen stetig angewendet.
Alle Posten einer Fremdwährungstransaktion werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem am jeweiligen Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs der Fremdwährung umgerechnet (IAS 21.21). Zu jedem Bilanzstichtag werden monetäre Posten in einer Fremdwährung entsprechend IAS 21.23 unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Nicht monetäre Posten dagegen, die zu historischen Anschaffungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen, die sich aus dem Umstand ergeben, dass monetäre Positionen zu einem anderen Kurs abgewickelt werden als dem, zu dem sie bei der erstmaligen Erfassung umgerechnet wurden, werden gemäß IAS 21.28 im Ergebnis der Berichtsperiode erfasst. Der Ausweis erfolgt im Finanzergebnis.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 bilanziert. Sie werden, sofern die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38.18 erfüllt sind, beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich der kumulierten linearen Abschreibung bzw. Wertminderungen.
Forschungskosten werden nach IAS 38.54 als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Aufgrund der bis zur Kommerzialisierung bestehenden Risiken sind bei 4SC die Voraussetzungen zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten nach IAS 38.57 jedoch nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden der immateriellen Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Der in der Konzernbilanz unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Verschmelzung der originären 4SC GmbH auf die 4SC AG im Jahr 2000. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zu Anschaffungskosten aktiviert und bis einschließlich des Geschäftsjahres 2004 linear basierend auf einer Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Für die Geschäftsjahre seit dem 1. Januar 2005 werden die Regelungen des IFRS 3 angewendet. Danach wird seit dem Geschäftsjahr 2005 die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts eingestellt und stattdessen der Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich auf Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft ("Impairment Test"). Ein Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer ist als der Buchwert des Vermögenswertes. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere Betrag aus Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Da der Geschäfts- oder Firmenwert keine unabhängigen Cashflows generiert, wird der erzielbare Betrag für jene zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert gehört oder der er sich am ehesten zuordnen lässt.
Die 4SC AG ordnet für diesen Impairment Test den Geschäfts- oder Firmenwert dem Projekt Vidofludimus als kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit zu. Für den Impairment Test wird der Nutzungswert des Projekts mit dem Buchwert des Geschäftsoder Firmenwerts verglichen. Zur Bestimmung des Nutzungswerts wird eine risikoadjustierte Cashflow-Prognose erstellt. Die ermittelten Cashflows werden mit einem risikoadjustierten und marktüblichen Zinssatz abgezinst. Wesentliche Einflussgrößen bei der Bestimmung der Erstellung der Cashflow-Prognose und damit Werttreiber für den Nutzungswert sind der Abzinsungsfaktor, die Markteintrittswahrscheinlichkeit und der potenzielle Marktanteil.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist gemäß IAS 38.118 im Anlagespiegel unter Punkt "7.1 Immaterielle Vermögenswerte" dargestellt.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um die kumulierten, linearen, planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt. IAS 36.6 definiert den erzielbaren Betrag als den höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswertes. Nutzungsdauer und Abschreibungsmethoden der Sachanlagen werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Instandhaltungen und Reparaturen werden aufwandswirksam erfasst, während Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen, welche die Ansatzkriterien für Vermögenswerte erfüllen, aktiviert werden. Gewinne aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen Erträgen, Verluste aus Anlagenabgängen innerhalb der jeweiligen Funktionsbereiche erfasst.
Die Entwicklung der Sachanlagen ist gemäß IAS 16.73 im Anlagespiegel unter Punkt "7.2 Sachanlagen" dargestellt.
Zum Bilanzstichtag ist 4SC über die 4SC AG an zwei Unternehmen beteiligt sowie über die 4SC Discovery GmbH an einem Unternehmen, die jeweils abhängig vom Grad des Einflusses der 4SC AG auf diese Beteiligung als assoziiertes Unternehmen gemäß IAS 28 oder als Finanzanlage gemäß IAS 39 ausgewiesen werden.
Anfang Januar 2004 erfolgte eine Ausgründung in eine eigenständige Gesellschaft, der quattro research GmbH, Planegg-Martinsried, an der die 4SC AG einen Gesellschaftsanteil von 48,8% hält. Die 4SC AG hat maßgeblichen, jedoch keinen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftspolitik der Gesellschaft, da sie nur eines von drei Beiratsmitgliedern stellt. Deshalb wird der Anteil an der Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen nach den Vorschriften des IAS 28 unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse des assoziierten Unternehmens und der 4SC AG stimmen überein.
Ende Dezember 2006 hat die 4SC AG die weltweiten Exklusivrechte an ihren QSB-Substanzen an die Quiescence Technologies LLC (vormals QuoNova LLC), Melbourne, Florida, USA, veräußert. Neben dem Verkaufserlös erhielt die 4SC AG eine Direktbeteiligung in Höhe von 10,0%. Die 4SC AG übt keinen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen aus: einerseits unterschreitet der Anteil an dem Beteiligungsunternehmen die 20%-Grenze deutlich, andererseits verfügt die Gesellschaft über keine Geschäftsvorfälle mit der Quiescence Technologies LLC und gehört nicht zum Geschäftsführungsgremium. Bei der Beteiligung handelt es sich somit um Wertpapiere, die nach IAS 39 als "Available-for-sale" zu kategorisieren sind. Die Bewertung erfolgt gemäß IAS 39.46 zum beizulegenden Zeitwert.
Anfang Juli 2013 hat die 4SC Discovery GmbH die weltweiten Exklusivrechte an ihrer Substanz SC53842 und deren Derivaten an die Panoptes Pharma Ges.m.b.H, Wien, Österreich veräußert. Diese Substanz soll im Bereich Augenerkrankungen von Panoptes entwickelt werden, kann aber auch in anderen Anwendungsgebieten, mit Ausnahme von entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) und Rheumatoider Arthritis (RA), für die die 4SC Discovery GmbH weiterhin die Rechte hält, Anwendung finden. Im Gegenzug erhielt die 4SC Discovery GmbH eine Direktbeteiligung in Höhe von 24,9% sowie Ansprüche auf spätere erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen und Beteiligungen an den Umsatzerlösen des Wirkstoffs. Sie hat keinen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftspolitik der Gesellschaft, da sie nur eines von drei Beiratsmitgliedern stellt. Deshalb wird der Anteil an der Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen nach den Vorschriften des IAS 28 unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. Der Bilanzstichtag sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse des assoziierten Unternehmens und der 4SC AG stimmen überein.
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungserlös gemäß IAS 2.9 bewertet. Die FIFO-Methode gemäß IAS 2.27 findet als Zuordnungsverfahren grundsätzlich Anwendung.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen angesetzt. Diese Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen beruhen auf der Einschätzung des Managements zur Einbringbarkeit bestimmter Kundenforderungen und werden vorgenommen, sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden.
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen werden zu Anschaffungskosten abzüglich einer Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten entsprechen dabei dem Stichtagswert der gegebenen Gegenleistung bzw. werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung erwartet wird.
Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen beruhen auf der Einschätzung des Managements über die Einbringbarkeit bestimmter Forderungen und werden vorgenommen, sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Konditionen eingehen werden.
Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39. Diese werden in Abhängigkeit des Einzelfalls wie folgt klassifiziert:
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte in Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.
Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, beinhalten Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet werden. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung werden nach IAS 39.55a erfolgswirksam erfasst.
Finanzinstrumente, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("Available-forsale") zuzuordnen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste – mit Ausnahme von Wertberichtigungen nach IAS 39.67 ff. – werden nach IAS 39.55b solange erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (Position Neubewertungsrücklage), bis der finanzielle Vermögenswert ausgebucht wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust im Ergebnis abgebildet. Die mittels der Effektivzinsmethode berechneten Zinsen werden dagegen direkt in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Diese Bewertung gilt auch im Falle der Beteiligungen an der Quiescence Technologies LLC, die nach IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" zu kategorisieren sind.
Finanzinstrumente, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" zuzuordnen sind, werden beim erstmaligen Ansatz gemäß IAS 39.43 zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb der Finanzinstrumente zuzuordnen sind, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt gemäß IAS 39.46b unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Regelmäßig, mindestens jedoch zu jedem Bilanzstichtag, werden die Buchwerte dieser finanziellen Vermögenswerte daraufhin überprüft, ob ein aktiver Markt vorhanden ist und ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ist eine signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwerts ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Dieser Aufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst.
Die Finanzinstrumente werden nach IAS 1.60 abhängig von der Restlaufzeit zum Bilanzstichtag in lang- und kurzfristige Vermögenswerte gegliedert. Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von mehr als einem Jahr werden als sonstige Finanzanlagen innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen. Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von weniger als einem Jahr werden, sofern sie nicht die Ansatzkriterien nach IAS 7.7 erfüllen, als sonstige finanzielle Vermögenswerte innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte ausgewiesen. Analog zu den Finanzinstrumenten im Sinne des IAS 39 werden Festgeldanlagen, die – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten haben, in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Sofern die finanziellen Vermögenswerte die Ansatzkriterien nach IAS 7.7 erfüllen, werden sie als Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.
Die sonstigen Vermögenswerte umfassen all die Forderungen, die nicht in einem eigenen Bilanzposten ausgewiesen werden. Sie werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung erwartet wird.
Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristig angelegte Termingelder. Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen andere kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen mit einer – gerechnet zum Erwerbszeitpunkt – Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten, die gleichzeitig nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Sie sind zum Nennwert angesetzt.
Die Bilanzierung von gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter und Vorstand erfolgt entsprechend den Vorschriften des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung". IFRS 2 verpflichtet die Gesellschaft, die geschätzten beizulegenden Zeitwerte von Aktienoptionen und anderen Vergünstigungen zum Bewertungsstichtag als Vergütungsaufwand über die Periode zu verteilen, in der die Mitarbeiter die mit der Gewährung in Zusammenhang stehenden Leistungen erbringen.
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen sind gemäß IAS 1.60 kurzfristige Schulden und werden demnach mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die dieser Schuld zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder erloschen ist.
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden werden gemäß IAS 37.14 gebildet, wenn aus einem Ereignis aus der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Nach IAS 37.11 können Rückstellungen dadurch von den abgegrenzten Schulden unterschieden werden, dass bei ihnen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts oder der Höhe der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen. Abgegrenzte Schulden werden als Teil der sonstigen Schulden ausgewiesen, wohingegen der Ausweis der Rückstellungen separat erfolgt.
Existiert bei einer Rückstellung eine Bandbreite möglicher Ereignisse, innerhalb derer die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Punkte gleich groß ist, wird gemäß IAS 37.39 der Mittelpunkt der Bandbreite verwendet.
Die sonstigen Schulden umfassen neben den abgegrenzten Schulden alle Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft, die nicht in einem eigenen Bilanzposten ausgewiesen werden. Sie werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Im Rahmen von abgeschlossenen Auslizenzierungsverträgen erhaltene und nicht rückzahlbare Vorabzahlungen werden, sofern nicht alle Kriterien der Umsatzrealisierung erfüllt sind, als Umsatzabgrenzungsposten ausgewiesen und entsprechend der voraussichtlichen Entwicklungsdauer der Produkte bzw. entsprechend dem Optionszeitraum ertragswirksam vereinnahmt.
Die tatsächlichen Steuerschulden aus Ertragsteuern für die laufende und für frühere Perioden sind nach IAS 12.12 in dem Umfang, in dem sie noch nicht bezahlt sind, als Schuld anzusetzen. Falls der auf die laufende oder frühere Periode entfallende und bereits bezahlte Betrag den für diese Periode geschuldeten Betrag übersteigt, so ist der Unterschiedsbetrag als Vermögenswert anzusetzen. Dabei werden die Erstattungsansprüche oder Schulden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zu Grunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuern werden entsprechend IAS 12 bilanziert. Sie werden auf Basis temporärer Unterschiede zwischen den IFRS- und Steuerbilanzansätzen der Vermögenswerte und Schulden gebildet. Dabei werden die Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder bereits angekündigte Steuersätze verwendet. Aktive latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste werden gemäß IAS 12.34 in Höhe der sich ergebenden latenten Steuerschuld bilanziert, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch zu realisieren. Gemäß IAS 1.56 dürfen latente Steueransprüche und -schulden nicht als kurzfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen werden.
Das Geschäftsmodell von 4SC zielt darauf ab, Umsätze aus Lizenzverträgen (je nach vertraglicher Ausgestaltung in Form von Vorabzahlungen, Meilensteinzahlungen, Kostenerstattungen im Rahmen einer Entwicklungskooperation und Umsatzbeteiligungen) zu generieren. Weitere Umsätze erschließt sich 4SC, indem die Technologieplattform und das Know-how im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen Partnern und Kunden aus der Pharma- und Biotechnologiebranche als Dienstleistungspaket über das Tochterunternehmen, die 4SC Discovery GmbH, zur Verfügung gestellt werden.
Vorabzahlungen (Upfront payments) fallen zu Beginn einer Kooperation als Vorauszahlung an. Die Umsatzrealisierung erfordert eine Untersuchung der Gesamtumstände und ist somit abhängig von der Ausgestaltung des jeweiligen Vertrages. Sind alle Kriterien gemäß IAS 18.14 ff. erfüllt, wird der Umsatz dann erfasst, wenn die Leistung erbracht sowie die wesentlichen Risiken des Eigentums an den Kunden übertragen wurden. Sofern einzelne Kriterien nicht erfüllt sind, werden die Vorabzahlungen als Umsatzabgrenzungsposten passiviert. Die Umsätze werden dann ratierlich über die Vertragslaufzeit, den geschätzten Entwicklungszeitraum oder entsprechend der Laufzeit von vereinbarten Optionen ertragswirksam erfasst.
Meilensteinzahlungen richten sich nach dem Erreichen von im Vorfeld vertraglich definierten Zielen. Deren Erreichen hängt von wesentlichen Voraussetzungen ab, sodass die daraus resultierenden Umsätze erst als solche gebucht werden, nachdem der Meilenstein vollständig erreicht und – sofern vereinbart – das Erreichen der vertraglichen Inhalte vom Geschäftspartner bestätigt wurde.
Umsatzbeteiligungen (Royalties) sind Erlöse, die aus dem Verkauf von Produkten bzw. Produktkandidaten resultieren, die aus Forschungsarbeiten im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen hervorgehen. Sie werden zu dem Zeitpunkt als Umsatzerlöse realisiert, zu dem der Kooperationspartner Außenumsätze erwirtschaftet, die zur Entstehung von Umsatzbeteiligungen führen. Werden Lizenzen für eine vertraglich definierte, zeitlich begrenzte Periode vergeben, werden die Einnahmen als Lizenzgebühren entsprechend abgegrenzt und ratierlich als Umsatzerlöse gebucht.
Werden Lizenzen unwiderruflich veräußert, werden die Einnahmen zum Zeitpunkt der Übertragung der Nutzungsrechte in voller Höhe als Umsatzerlöse gebucht, falls 4SC keine weiteren Verpflichtungen mehr hat.
Umsätze aus Kooperationsvereinbarungen werden für Forschungsleistungen abgerechnet, die im Rahmen der jeweiligen Kooperationsverträge erbracht werden. Diese Beträge werden im Allgemeinen entsprechend ihrem Dienstleistungscharakter auf Basis von Pauschalbeträgen pro abgerechnetem Wissenschaftler ("FTE") berechnet. Abrechnungen, die nach Erbringung der Dienstleistungen erfolgen, werden bis zur Bezahlung durch den Kunden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Vor Leistungserbringung eingehende Beträge werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und zu jedem Periodenstichtag gemäß dem sich aus dem Projekt-Controlling ergebenden, aktuellen Leistungsfortschritt ertragswirksam aufgelöst.
Als Umsatzkosten werden die den Umsatzerlösen direkt zurechenbaren Personal-, Material- und sonstigen Kosten ausgewiesen.
Folgende Kosten der jeweiligen funktionalen Bereiche werden als Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Verwaltungskosten erfasst:
Forschungskosten sind Kosten, die im Zusammenhang mit der planmäßigen Suche nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anfallen. Sie sind nach IAS 38.54 in der Periode als Aufwand zu erfassen, in der sie anfallen.
Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, die Forschungsergebnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Sie werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Bei 4SC sind die Voraussetzungen zur Aktivierung als immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 aufgrund der bis zur Kommerzialisierung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20.12 planmäßig in der Periode als Ertrag erfasst, in der die Aufwendungen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen, angefallen sind. Da es sich bei den Zuwendungen um Erstattungen für Forschungsaufwendungen handelt, werden diese mit den Forschungs- und Entwicklungskosten der betreffenden Periode saldiert und im Anhang separat erläutert.
Zu den sonstigen Erträgen gehören alle Erträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, soweit sie nicht in den Finanzerträgen ausgewiesen werden oder soweit es sich nicht um Erstattungen für Forschungsaufwendungen handelt. 4SC generiert Erträge im Wesentlichen durch Kostenerstattungen. Diese erfolgen – abhängig vom Einzelfall – entweder in Höhe der tatsächlichen Kosten oder zuzüglich einer Verwaltungspauschale.
Bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses musste der Vorstand einige Schätzungen und Ermessensentscheidungen treffen, die den ausgewiesenen Wert der Vermögenswerte und Schulden, die ausgewiesenen Werte von ungewissen Vermögenswerten und Eventualschulden zum Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge innerhalb der Berichtsperiode beeinflussen. Schätzungen und Ermessensentscheidungen werden kontinuierlich beurteilt und beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen zukünftiger Ereignisse, die unter den Umständen als angemessen gelten. Die Schätzungen und Annahmen von 4SC beziehen sich auf die Zukunft, die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Am Bilanzstichtag hat der Vorstand im Wesentlichen folgende zukunftsbezogenen Annahmen getroffen und folgende erhebliche Quellen an Schätzungsunsicherheiten identifiziert:
Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erforderte die Schätzung des Nutzungswerts auf Basis der voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und des angemessenen Abzinsungssatzes. Faktoren wie geringer als erwartete Umsätze und daraus resultierende niedrigere Nettozahlungsströme, aber auch Änderungen der Abzinsungsprozentsätze könnten auf die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowie letztendlich auf die Höhe der Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert wesentliche Auswirkungen haben.
Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen musste der Vorstand die Einbringbarkeit auf Basis der Bonität des Kunden einschätzen. Sich ändernde Bonitäten könnten zu einer Wertberichtigung der Forderung führen.
Der Vorstand musste abschätzen, ob die 4SC AG beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft quattro research GmbH ausübt und somit eine Konsolidierungspflicht entsprechend IAS 27 gegeben wäre. Der Vorstand ist zu der Entscheidung gelangt, dass die Voraussetzungen für eine Beherrschung der quattro research GmbH nicht vorliegen. Auch die Voraussetzungen für eine Konsolidierung der Gesellschaft als Zweckgesellschaft entsprechend SIC-12 sind nach Einschätzung des Vorstands nicht gegeben.
Auch in Bezug auf die Beteiligung an der Quiescence Technologies LLC musste der Grad der Einflussnahme der 4SC AG abgeschätzt werden. Hier ist der Vorstand zu der Entscheidung gelangt, dass zum 31. Dezember 2013 wie im Vorjahr weder ein beherrschender noch ein maßgeblicher Einfluss vorliegt und somit weder eine Konsolidierung noch eine Bewertung als "Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlage" in Frage kommen.
Ebenso musste abgeschätzt werden, ob die 4SC Discovery GmbH beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft Panoptes Pharma Ges.m.b.H. ausübt und somit eine Konsolidierungspflicht entsprechend IAS 27 gegeben wäre. Der Vorstand ist zu der Entscheidung gelangt, dass die Voraussetzungen für eine Beherrschung der Panoptes Pharma Ges.m.b.H. nicht vorliegen. Auch die Voraussetzungen für eine Konsolidierung der Gesellschaft als Zweckgesellschaft entsprechend SIC-12 sind nach Einschätzung des Vorstands nicht gegeben.
Die Bilanzierung von gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter und Vorstand erfolgt entsprechend den Vorschriften des IFRS 2. Der Vorstand musste dabei Schätzungen über die Anzahl der erwarteten ausübbaren Eigenkapitalinstrumente vornehmen. Abweichungen von diesen Schätzungen beeinflussen den im Eigenkapital ausgewiesenen Wert der Rücklage aus Aktienoptionen sowie den im Geschäftsjahr gebuchten Aufwand.
Die Segmentberichterstattung ist nach den Grundsätzen des IFRS 8 aufgestellt. Ein Geschäftssegment ist eine Teilaktivität der wirtschaftlichen Einheit (Konzern), die geschäftliche Aktivitäten betreibt, Umsätze und Erträge erwirtschaftet sowie Aufwendungen generiert. Der betriebliche Erfolg wird regelmäßig durch den Hauptentscheidungsträger des Unternehmens, in Person des Gesamtvorstandes der 4SC, überwacht. Definitionsgemäß sind für jedes Geschäftssegment eigenständige Finanzinformationen verfügbar.
Die Grundlage für die Segmentierung bilden die Managementstruktur des Konzerns und der Aufbau seiner internen Berichterstattung. Die Segmentergebnisse und das Segmentvermögen enthalten Bestandteile, die einem einzelnen Segment entweder direkt zugeordnet oder auf einer sachlogischen Basis auf die Segmente verteilt werden können.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde.
4SC grenzt seit dem 1. Januar 2012 das Segmentberichtsformat in Übereinstimmung mit seiner internen Steuerung (Management Approach) nach den beiden Geschäftssegmenten "Development" und "Discovery & Collaborative Business" ab. Im Folgenden werden die einzelnen Geschäftssegmente erläutert sowie deren Kerngeschäft bzw. Kernprojekte abgegrenzt.
Das Unternehmenssegment "Development" umfasst die klinische und präklinische Entwicklung der Medikamentenkandidaten aus der Produktpipeline des Konzerns, durch die Konzernmuttergesellschaft 4SC AG. Es umfasst derzeit die Entwicklungsprogramme Resminostat, 4SC-202, 4SC-205 und Vidofludimus.
Das Unternehmenssegment "Discovery & Collaborative Business" umfasst die in der 4SC Discovery GmbH gebündelten Aktivitäten der Wirkstoffentdeckung und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung, insbesondere in Form des Servicegeschäfts und Forschungskooperationen im Bereich Wirkstoffentdeckung und -optimierung.
Es wurden jeweils keine intersegmentären Umsatzerlöse erzielt. Die Segmentergebnisse stellen sich in der Übersicht wie folgt dar:
| in Tausend Euro | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Discovery & Collaborative |
||||||||||
| Development 2013 |
2012 | Business 2013 |
2012 | Nicht zugeordnet 2013 |
2012 | Konsolidierung 2013 |
2012 | Konzern 2013 |
2012 | |
| Umsatzerlöse (gesamt) | 1.601 | 1.396 | 3.303 | 2.957 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.904 | 4.353 |
| Umsatzerlöse extern | 1.601 | 1.396 | 3.303 | 2.957 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.904 | 4.353 |
| Umsatzerlöse intersegmentär | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Erträge | 1.220 | 1.331 | 111 | 164 | 0 | 0 | -1.297 | -1.465 | 34 | 30 |
| Betriebliche Aufwendungen | -12.278 | -13.660 | -4.549 | -5.554 | 0 | 0 | -1.297 | -1.465 | -15.530 | -17.749 |
| davon Forschungs- und | ||||||||||
| Entwicklungskosten | -8.479 | -9.290 | -2.606 | -4.618 | 0 | 0 | 842 | 999 | -10.243 | -12.909 |
| davon Umsatz-, Vertriebs | ||||||||||
| und Verwaltungskosten | -3.799 | -4.370 | -1.943 | -936 | 0 | 0 | 455 | 466 | -5.287 | -4.840 |
| Segmentergebnis | -9.457 | -10.933 | -1.135 | -2.433 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.592 | -13.366 |
| Finanzergebnis | -5 | -3 | 0 | -1 | 72 | 163 | 0 | 0 | 67 | 159 |
| Ergebnis vor Steuern | -9.462 | -10.936 | -1.135 | -2.434 | 72 | 163 | 0 | 0 | -10.525 | -13.207 |
| Aufwand aus Ertragsteuern | 0 | 0 | 0 | -10 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10 |
| Jahresergebnis | -9.462 | -10.936 | -1.135 | -2.444 | 72 | 163 | 0 | 0 | -10.525 | -13.217 |
| Bilanzposten & | ||||||||||
| Anlagevermögen | ||||||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 129 | 303 | 652 | 3.219 | 5.333 | 12.219 | 0 | 0 | 6.114 | 15.741 |
| Langfristige Vermögenswerte | 10.785 | 12.437 | 468 | 575 | 338 | 314 | 0 | 0 | 11.591 | 13.326 |
| Segmentaktiva Gesamt | 10.914 | 12.740 | 1.120 | 3.794 | 5.671 | 12.533 | 0 | 0 | 17.705 | 29.067 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.432 | 3.025 | 1.127 | 474 | 28 | 0 | 0 | 0 | 3.587 | 3.499 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.823 | 3.748 | 13 | 7 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.836 | 3.755 |
| Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.282 | 21.813 | 0 | 0 | 11.282 | 21.813 |
| Segmentpassiva Gesamt | 5.255 | 6.773 | 1.140 | 481 | 11.310 | 21.813 | 0 | 0 | 17.705 | 29.067 |
| Investitionen | 38 | 88 | 73 | 13 | 0 | 0 | 0 | 0 | 111 | 101 |
| Abschreibungen | 1.686 | 1.542 | 187 | 172 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.873 | 1.714 |
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Die externen Umsatzerlöse wurden zu 67% im Segment "Discovery & Collaborative Business" erwirtschaftet. Insgesamt 38% des Gesamtumsatzes wurde im Rahmen von Lizenz- und Forschungsvereinbarungen in Europa (ohne Deutschland) erzielt, überwiegend mit der dänischen LEO Pharma A/S. 29% des Gesamtumsatzes wurde in Deutschland erzielt, mehrheitlich mit der Mainzer BioNTech AG. Weitere 33% des Gesamtumsatzes wurden im Segment "Development" mit Yakult Honsha Co., Ltd., in Asien erzielt.
Der externe Umsatz in Höhe von 1.601 T € im Segment "Development" ist vollständig Yakult Honsha Co., Ltd., für Auslizensierungs- und Kooperationsvereinbarungen im Zusammenhang mit Resminostat zuzuordnen und wurde in Asien erzielt. Durch das Lizenzgewährungs- und Forschungskooperationsgeschäft ist die dänische LEO Pharma A/S mit 1.772 T € zum umsatzstärksten Einzelkunden des Segments "Discovery & Collaborative Business" geworden. Weitere 1.279 T € externer Umsatz ist dem Forschungskooperationsgeschäft mit der deutschen BioNTech AG zuzuordnen. Von den am 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen 78 T € auf die LEO Pharma A/S. Weitere 268 T € entfallen auf Forschungskooperationen, wobei 266 T € in deutschen Märkten und 2 T € in Asien erwirtschaftet wurden.
Geografischer Standort der gesamten langfristigen Vermögenswerte ist in Deutschland. In dem Posten "nicht zugeordnete kurzfristige Vermögenswerte" sind im Berichts-
jahr hauptsächlich liquide Mittel über 4.899 T € enthalten.
Die Konzernumsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr auf 4.904 T € (2012: 4.353 T €) gesteigert werden. Dabei steuerte das Segment "Discovery & Collaborative Business" 3.303 T € des Konzernumsatzes bei (2012: 2.957 T €). Davon sind 569 T € der ratierlichen Auflösung des Umsatzabgrenzungspostens für die in 2013 abgeschlossene Partnerschaft mit LEO Pharma A/S, Dänemark zuzuordnen. Hinzu kommen weitere 2.734 T € an Serviceumsätzen aus Forschungskooperationen.
Die Umsätze im Segment "Development" in Höhe von 1.601 T € (2012: 1.396 T €) setzten sich aus der ratierlichen Auflösung des Umsatzabgrenzungspostens für die im Jahr 2011 für Resminostat geschlossene Partnerschaft mit Yakult Honsha Co., Ltd., Japan, mit 894 T € (2012: 894 T €) sowie aus Weiterberechnungen von Entwicklungskosten und Wirkstofflieferungen ebenfalls an Yakult Honsha Co., Ltd., über 707 T € (2012: 502 T €) zusammen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Segmenten, nach Produkten und Dienstleistungen sowie nach geografischen Regionen kann der Segmentberichterstattung unter Kapitel 3 des Konzernanhangs entnommen werden.
| in Tausend Euro | |
|---|---|
| Mitarbeiter und Vorstand (Jahresdurchschnitt) | 81 | 90 | -10 |
|---|---|---|---|
| Personalkosten | 5.826 | 6.118 | -5 |
| Aktienoptionen | 53 | 130 | -59 |
| Soziale Abgaben | 904 | 895 | 1 |
| Gehälter | 4.869 | 5.093 | -4 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
Die Personalkosten des Unternehmens sanken 2013 um 5% auf 5.826 T € (2012: 6.118 T €). Hintergrund ist im Wesentlichen ein Rückgang der Belegschaft im Jahresverlauf von 90 im Jahresdurchschnitt 2012 auf durchschnittlich 81 in 2013, ausgelöst durch eine Mitte Juni beschlossene Anpassung der Personalstruktur, wobei erst zum Stichtag sämtliche davon betroffenen Anstellungsverhältnisse beendet wurden. Dadurch ergab sich ein einmaliger Aufwand aus Vertragsauflösungen über 144 T €. Des Weiteren wurden in zahlreichen Fällen, im Zuge von Kosteneinsparmaßnahmen, Stellen nach dem Ausscheiden von Beschäftigten nicht oder über interne Neupositionierungen besetzt. Hinzu kamen nur vereinzelte, geringe Gehaltssteigerungen im Berichtsjahr.
Im letzten Jahr wurden durch Gehaltsverzicht Beiträge zu Direktversicherungen von Mitarbeitern und Vorstand abgeführt. Diese Beiträge sind als beitragsorientierte Pläne zu klassifizieren und werden entsprechend IAS 19.44 erfasst und bewertet. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen zu beitragsorientierten Plänen beträgt im Berichtsjahr 204 T € (2012: 128 T €). Von dieser Gesamtsumme entfallen 45 T € (2012: 18 T €) auf Mitglieder des Vorstands. Zusätzlich wurden Beiträge an staatliche Sozialversicherungsträger in Höhe von 667 T € (2012: 727 T €) gezahlt.
Die an die Mitarbeiter und den Vorstand ausgegebenen Aktienoptionen wurden entsprechend den Vorschriften des IFRS 2 als Personalkosten ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der Personalkosten, der sich im Geschäftsjahr 2013 aus den Optionen ergab, beläuft sich auf 53 T € (2012: 130 T €), wovon 27 T € (2012: 79 T €) auf Mitglieder des Vorstands entfielen.
Der Ausweis der Personalkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend ihrer funktionalen Zugehörigkeit unter den Positionen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten.
in Tausend Euro
| Umsatzkosten | 1.474 | 327 | 351 | |
|---|---|---|---|---|
| Sonstiges | 19 | 2 | 850 | |
| Provision | 0 | 49 | -100 | |
| Patente | 73 | 0 | n/a | |
| Abschreibungen | 80 | 69 | 16 | |
| Material | 287 | 37 | 676 | |
| Externe Dienstleistungen | 328 | 88 | 273 | |
| Personal | 687 | 82 | 738 | |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
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Die Zunahme der Umsatzkosten von 327 T € in 2012 auf 1.474 T € im Berichtsjahr resultiert aus der Durchführung des im Segment "Discovery & Collaborative Business" gebündelten Kooperationsgeschäfts. Dies spiegelt sich in den Positionen Externe Dienstleistungen, Personal, Material und Patente deutlich wider.
in Tausend Euro
| Vertriebskosten | 503 | 597 | -16 |
|---|---|---|---|
| Sonstiges | 81 | 73 | 11 |
| Reisen und Tagungen | 56 | 94 | -40 |
| Personal | 146 | 168 | -13 |
| Rechtsberatung und sonstige Beratung | 220 | 262 | -16 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die Vertriebskosten, die sich aus den Bereichen Business Development und Strategic Planning & Marketing zusammensetzen, um 16% – von 597 T € auf 503 T €.
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| Personal | 3.379 | 4.001 | -16 |
| Externe Dienstleistungen | 3.129 | 5.107 | -39 |
| Abschreibungen | 1.687 | 1.503 | 12 |
| Patente | 824 | 839 | -2 |
| Miete und Mietnebenkosten | 701 | 740 | -5 |
| Material | 224 | 382 | -41 |
| Softwarelizenzen | 208 | 202 | 3 |
| Reisen und Tagungen | 94 | 182 | -48 |
| Sonstiges | 390 | 389 | 0 |
| Fördermittel (EU und BMBF) | -394 | -436 | -10 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 10.243 | 12.909 | -21 |
Eine Minderung von 12.909 T € in 2012 um 21% auf 10.243 T € in 2013 war bei den Forschungs- und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Hintergrund der Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr war im Wesentlichen die im Vergleich zum Vorjahr geringere Zahl laufender klinischer Studien bei jedoch gleichzeitig gestiegenen Vorbereitungsaufwendungen für die geplanten pivotale Studie mit Resminostat in der Indikation Leberkrebs. Hinzu kommen einmalige Wertminderungen in Höhe von 718 T €, aus der Mitte Juni beschlossenen Fokussierung der Entwicklungsstrategie.
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Personal | 1.614 | 1.869 | -14 |
| Investor Relations | 427 | 513 | -17 |
| Rechtsberatung und sonstige Beratung | 369 | 459 | -20 |
| Miete und Mietnebenkosten | 222 | 214 | 4 |
| Aufsichtsrat | 154 | 141 | 9 |
| Abschreibungen | 106 | 142 | -25 |
| Versicherungen, Gebühren, Beiträge | 95 | 125 | -24 |
| Reisen und Tagungen | 76 | 128 | -41 |
| Externe Dienstleistungen | 61 | 114 | -46 |
| Sonstiges | 186 | 211 | -12 |
| Verwaltungskosten | 3.310 | 3.916 | -15 |
Die Verwaltungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.310 T € – eine Reduktion um 15% im Vergleich zum Vorjahr (2012: 3.916 T €). Im Wesentlichen wirken hier die umgesetzten Kostensparmaßnahmen und die Strukturanpassungen.
in Tausend Euro
| Sonstige Erträge | 34 | 30 | 13 |
|---|---|---|---|
| Sonstiges | 8 | 7 | 14 |
| Untervermietung | 4 | 0 | n/a |
| Weiterberechnungen aus Forschungskooperation | 0 | 3 | -100 |
| Sonstige Weiterberechnungen | 5 | 5 | 0 |
| Versicherungsentschädigungen | 7 | 5 | 40 |
| Ertrag aus Anlageverkäufen | 10 | 10 | 0 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
Bei den sonstigen Erträgen war in 2013 (34 T €) im Vergleich zu 2012 (30 T €) nur eine leichte Steigerung von 13% zu verzeichnen.
in Tausend Euro
| Abschreibungen | 1.873 | 1.714 | 9 |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 280 | 311 | -10 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.593 | 1.403 | 14 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
Die Abschreibungen erhöhten sich um 9% von 1.714 T € in 2012 auf 1.872 T € in 2013. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte – die im Wesentlichen aus der Aktivierung der von Nycomed erworbenen Rechte und der Bildung eines Vermögenswertes zur Kundenbindung i.S.v. IAS 38 und der entsprechenden planmäßigen
Abschreibungen resultierten – wurden durch eine einmalige Wertminderung über 718 T € im Zusammenhang mit der Mitte Juni beschlossenen Fokussierung zusätzlich belastet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen reduzierten sich aufgrund nur geringer Neuinvestitionen.
Der Ausweis der Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter den Positionen Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten.
Das Finanzergebnis beinhaltet das Ergebnis aus der Bilanzierung der Anteile an assoziierten Unternehmen unter Anwendung der Equity-Methode. Hierbei handelt es sich um die Bewertung der Beteiligung an der quattro research GmbH und der Panoptes Pharma Ges.m.b.H. Nähere Erläuterungen dazu finden sich unter Punkt "7.3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen".
in Tausend Euro
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Anteil am Ergebnis der quattro research GmbH | 27 | 33 | -18 |
| Anteil am Ergebnis der Panoptes Pharma Ges.m.b.H. | -8 | n/a | n/a |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 19 | 33 | -42 |
Die im Finanzergebnis ausgewiesenen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Finanzerträge | 58 | 137 | -58 |
|---|---|---|---|
| Erfolgswirksame Bewertung der Wertpapiere | 1 | 2 | -50 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 4 | 6 | -33 |
| Verzinste Anlage der liquiden Mittel | 53 | 129 | -59 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| in Tausend Euro |
Gründe für den wiederholten Rückgang der Finanzerträge um mehr als 50% auf 58 T € in 2013 (2012: 137 T €) waren weiterhin das rückläufige Zinsniveau am Kapitalmarkt sowie die geringeren zur Verfügung stehenden Finanzmittel.
Die im Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 9 | 10 | -10 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1 | 1 | 0 |
| Finanzaufwendungen | 10 | 11 | -9 |
Die Gesellschaft hat seit Aufnahme der Geschäfte Verluste erwirtschaftet. Das Unternehmen erwartet, dass es in den kommenden Jahren aufgrund seiner Tätigkeit weitere Verluste und erst mittelfristig Gewinne erzielen wird.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
in Tausend Euro
| Ertragsteueraufwand (-) / -ertrag (+) | 0 | -10 | -100 |
|---|---|---|---|
| Latenter Steuerertrag | 0 | 0 | 0 |
| Laufender Steueraufwand | 0 | -10 | -100 |
| 2013 | 2012 Veränderung in % |
Der Ermittlung des effektiven Steuersatzes zur Berechnung der latenten Steuern lagen dabei folgende Annahmen zugrunde: Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich in Deutschland aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammen. Der Körperschaftsteuersatz in Deutschland beträgt aufgrund des Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008 seit dem 1. Januar 2008 15%. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein effektiver Steuersatz von 15,83% bei der Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) und von 10,5% bei der Gewerbesteuer angewendet. Der Gesamtsteuersatz ab dem 1. Januar 2013 beträgt somit wie im Vorjahr 26,33%.
Wie zum 31. Dezember 2012 werden zum 31. Dezember 2013 aktive Steuerlatenzen in Höhe der sich ergebenden latenten Steuerschulden angesetzt und in der Bilanz saldiert ausgewiesen, da sie derselben Steuerbehörde zuzurechnen sind. Infolgedessen stehen den passiven latenten Steuern von 83 T € aktive latente Steuern aus zu versteuernden temporären Differenzen in gleicher Höhe gegenüber.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 folgenden Bilanzposten zugeordnet:
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| Aktive und passive latente Steuern | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 75 | 90 | -17 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | -2 | 2 | 50 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | n/a |
| Sonstige Schulden | 10 | 10 | 0 |
| Aktive latente Steuern | -83 | -102 | 14 |
| Summe der aktiven und passiven latenten Steuern | 0 | 0 | 0 |
Die passiven latenten Steuern bei den Immateriellen Vermögenswerten entstehen aufgrund unterschiedlicher Ansatzkriterien für einen nach IFRS zu bildenden Vermögenswert aus Kundenbindung. Bei den Finanzanlagen resultieren sie aus der unterschiedlichen Bewertung der Beteiligung an der quattro research GmbH nach IFRS im Vergleich zum Steuerrecht. Bei den sonstigen Schulden entstehen sie aufgrund einzelner unterschiedlicher Ansatzkriterien für abgegrenzte Schulden nach IFRS und Steuerrecht.
Der Wert der steuerlichen Verluste, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch ausgewiesen wird, der aber gemäß IAS 12.81(e) anzugeben ist, stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
in Tausend Euro Steuerlicher Verlustvortrag Minderung für passive latente Steuern Effektiver Steuersatz (in %) Wert der steuerlichen Verlustvorträge 128.870 -387 26,33 33.830 139.742 -315 26,33 36.711 2013 2012
Der Berechnung liegt die Annahme zugrunde, dass die ab dem 1. Januar 2013 geltenden Steuersätze bei Realisierung des Werts der steuerlichen Verlustvorträge in Zukunft Gültigkeit haben werden und dass die Verlustvorträge von 4SC weiterhin vollständig angerechnet werden können.
Generell können Verlustvorträge unbegrenzt vorgetragen und zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen genutzt werden, wobei die Beschränkungen für die Nutzung von Verlustvorträgen in Bezug auf die §§ 8 Abs. 4 KStG und 8c KStG zu beachten sind. Die dort aufgeführten Kriterien – verschiedene Wechsel bei den Anteilseignern, Kapitalerhöhungen, Zugänge neuer Aktionäre, und Zuführung von neuem Betriebsvermögen in signifikantem Umfang – die zu einem anteiligen Wegfall der steuerlichen Verlustvorträge führen können, gab es innerhalb der letzten Jahre bei 4SC. Aufgrund herrschender Rechtsunsicherheit, die mit der Auslegung der Tatbestandsmerkmale in diesem Zusammenhang besteht, und der Haltung, welche die zuständigen Finanzbehörden einnehmen könnten, hält 4SC es für möglich, dass die jetzt bestehenden Verlustvorträge künftig nicht mehr zu einer Verrechnung mit Gewinnen herangezogen werden dürfen. 4SC wird sich jedoch auch weiterhin für die Anrechenbarkeit ihrer Verlustvorträge einsetzen.
Die Überleitung der erwarteten Ertragsteuer auf den effektiven Steueraufwand bzw. -ertrag stellt sich wie folgt dar:
in Tausend Euro
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -10.525 | -13.207 |
| Erwarteter Ertrag aus Steuern zum Steuersatz von 26,33% (2012: 26,33%) | 2.771 | 3.477 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesener Ertrag (+) / Aufwand (-) | 0 | -10 |
| Zu erklärende Differenz | 2.771 | 3.487 |
| Nichtansatz steuerlicher Verlustvorträge | 2.648 | 3.696 |
| Nicht-abzugsfähige Aufwendungen | 23 | 20 |
| Nicht anrechenbare ausländische Quellensteuer | 0 | 7 |
| Sonstige Differenzen | 100 | -236 |
| Summe Überleitungen | 2.771 | 3.487 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich nach IAS 33.9 ff. aus der Division des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses (Zähler) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in der Berichtsperiode im Umlauf gewesenen Aktien (Nenner).
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Zugrunde liegendes Jahresergebnis (in Tsd. €) | -10.525 | -13.217 |
| Zugrunde liegende durchschnittliche Aktienzahl (in Tsd.) | 50.372 | 46.170 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in €) | -0,21 | -0,29 |
Aufgrund der Verlustsituation von 4SC und der Gegebenheit, dass der Aktienkurs der 4SC AG derzeit den Ausübungspreis der Aktienoptionen unterschreitet, d.h. die Aktienoptionen "aus dem Geld" sind, wirken die begebenen Optionen nicht verwässernd. Damit entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Die Hauptversammlungen der Gesellschaft am 1. März 2001, am 28. Juli 2004, am 28. Juni 2006, am 29. Juni 2007, am 5. Juni 2008, am 15. Juni 2009, am 21. Juni 2010 und am 6. August 2012 haben beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft bedingt zu erhöhen. Durch die damit verbundene mögliche Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft oder die Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von noch zu begebenden Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen könnte das unverwässerte Ergebnis je Aktie in Zukunft potenziell verwässert werden. Details zu den Bedingten Kapitalia finden sich unter den Punkten "7.11 Eigenkapital" und "9. Aktienoptionsprogramm".
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte gemäß IAS 38.118 ist im Anlagespiegel dargestellt.
| in Tausend Euro | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzungs- | Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
| dauer von xx bis xx Jahre |
Stand | Stand | Stand | Stand | Stand | ||||||
| Stand am 01.01.2013 |
Zugänge 2013 |
Abgänge 2013 |
am 31.12.2013 |
am 01.01.2013 |
Zugänge 2013 |
Abgänge 2013 |
am 31.12.2013 |
am 31.12.2013 |
am 31.12.2012 |
||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Software und Patente | 2-20 | 14.209 | 1 | 0 | 14.210 | 4.115 | 1.513 | 0 | 5.628 | 8.582 | 10.094 |
| Kundenbindung | 5,75 | 460 | 20 | 0 | 480 | 117 | 80 | 0 | 197 | 283 | 343 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | n/a | 1.786 | 0 | 0 | 1.786 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1786 | 1.786 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 16.455 | 21 | 0 | 16.476 | 6.018 | 1.593 | 0 | 5.825 | 10.651 | 12.223 |
Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte wie folgt dar:
| in Tausend Euro | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzungs- | Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
| dauer von xx | Stand | Stand | Stand | Stand | Stand | ||||||
| bis xx Jahre | Stand am | Zugänge | Abgänge | am | am | Zugänge | Abgänge | am | am | am | |
| 01.01.2012 | 2012 | 2012 | 31.12.2012 | 01.01.2012 | 2012 | 2012 | 31.12.2012 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||||||
| Software und Patente | 2-20 | 14.764 | 51 | 606 | 14.209 | 3.387 | 1.334 | 606 | 4.115 | 10.094 | 11.377 |
| Kundenbindung | 6,75 | 460 | 0 | 0 | 460 | 49 | 68 | 0 | 117 | 343 | 411 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | n/a | 1.786 | 0 | 0 | 1.786 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.786 | 1.786 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 17.010 | 51 | 606 | 16.455 | 3.436 | 1.402 | 606 | 4.232 | 12.223 | 13.574 |
Mit Ausnahme des in der Bilanz erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts existieren keine immateriellen Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbegrenzt eingeschätzt wurde. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte existieren nicht.
In dem Betrag der Software und Patente sind drei wesentliche Patente mit Buchwerten zwischen 1.101 T € und 5.694 T € enthalten (Vorjahr: 1.191 T € bis 6.200 T €). Deren restliche Abschreibungsdauer liegt zwischen 11,25 Jahren und 13,17 Jahren (Vorjahr: 12,25 bis 14,17 Jahre).
Bei den Zugängen im Berichtsjahr handelt es sich im Wesentlichen um einen Vermögenswert aus Kundenbindung i.S.v. IAS 38. Bei dem Abgang handelt es sich um drei erworbene Patente, welche im Rahmen der Fokussierung auf die Werttreiber des Unternehmens abgewertet wurde.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Gesamtergebnisrechnung unter den Positionen Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten ausgewiesen.
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzkosten | 80 | 69 | 16 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 1.481 | 1.293 | 15 |
| Verwaltungskosten | 32 | 41 | -22 |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte | 1.593 | 1.403 | 14 |
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.786 | 1.786 | 0 |
Gemäß IAS 36.80 ff. wird keine Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte, sondern mindestens eine jährliche Werthaltigkeitsprüfung ("Impairment Test") für aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Der am Ende des Berichtsjahres durchgeführte Impairment Test ergab keine Notwendigkeit, den Wertansatz zum 31. Dezember 2013 zu korrigieren. Bei diesem Impairment Test wurde der Nutzungswert des Programmes Vidofludimus mit dem Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts verglichen. Der Nutzungswert wird im Wesentlichen durch die folgenden Einflussgrößen determiniert: Der Abzinsungsfaktor beträgt 14% (Vorjahr: 14%) und bestimmt, mit welchem Zinssatz künftige Cashflows diskontiert werden. Die Markteintrittswahrscheinlichkeit, die mit 18,0% (Vorjahr: 35,12%) angenommen wurde, hängt davon ab, in welcher Entwicklungsphase sich das Projekt befindet. Die maximal zu erwartenden Umsätze beruhen auf einer Abschätzung von 4SC und werden hauptsächlich von den zu erwartenden Marktanteilen, den künftigen Patientenzahlen und den zu erwartenden Umsätzen pro Patient beeinflusst. Die zu erwartenden Cashflows wurden für einen Zeitraum bis 2033 kalkuliert, basierend auf entsprechend langen Patentlaufzeiten sowie der Berücksichtigung einer Vermarktungsphase nach Ablauf des Patentschutzes.
Ein Wertberichtigungsbedarf auf den Geschäfts- oder Firmenwert der 4SC AG hat sich nicht ergeben.
Die Entwicklung der Sachanlagen gemäß IAS 16.73 ist im Anlagespiegel dargestellt.
Zu den Sachanlagen zählen die Büro-, die Labor-, die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, die IT-Ausstattung (Hardware) sowie Mietereinbauten.
| Sachanlagen | 1.924 | 99 | 24 | 1.999 | 1.138 | 280 | 20 | 1.398 | 602 | 787 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstiges | 0-5 | 147 | 20 | 20 | 147 | 131 | 35 | 20 | 146 | 1 | 16 |
| IT-Ausstattung | 3-13 | 405 | 19 | 0 | 424 | 332 | 41 | 0 | 373 | 51 | 73 |
| Sonstige BGA | 3-13 | 155 | 0 | 0 | 155 | 122 | 14 | 0 | 136 | 19 | 34 |
| Einbauten in fremde Grundstücke | 3,5-14 | 526 | 0 | 0 | 9.526 | 270 | 63 | 0 | 333 | 193 | 256 |
| Laborausstattung | 3-14 | 524 | 60 | 1 | 583 | 162 | 117 | 0 | 279 | 305 | 363 |
| Büroausstattung | 8-14 | 167 | 0 | 3 | 164 | 121 | 10 | 0 | 131 | 33 | 46 |
| Sachanlagen | |||||||||||
| Nutzungs- dauer von xx bis xx Jahre |
Stand am 01.01.2013 |
Anschaffungskosten Zugänge 2013 |
Abgänge 2013 |
Stand am 31.12.2013 |
Stand am 01.01.2013 |
Abschreibungen Zugänge 2013 |
Abgänge 2013 |
Stand am 31.12.2013 |
Buchwerte Stand am 31.12.2013 |
Stand am 31.12.2012 |
|
| in Tausend Euro |
* Die im Vorjahr dargestellten historischen Anschaffungskosten der Sachanlagen enthalten Vermögenswerte, die von der 4SC AG auf die 4SC Discovery GmbH im Geschäftsjahr 2012 übertragen wurden. Diese wurden im aktuellen Geschäftsjahr angepasst.
Im Vorjahr stellte sich die Entwicklung der Sachanlagen wie folgt dar:
| in Tausend Euro | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nutzungs- | Anschaffungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
| dauer von xx bis xx Jahre |
Stand am 01.01.2012 |
Zugänge 2012 |
Abgänge 2012 |
Stand am 31.12.2012 |
Stand am 01.01.2012 |
Zugänge 2012 |
Abgänge 2012 |
Stand am 31.12.2012 |
Stand am 31.12.2012 |
Stand am 31.12.2011 |
|
| Sachanlagen | |||||||||||
| Büroausstattung | 8-14 | 163 | 4 | 0 | 167 | 110 | 11 | 0 | 121 | 46 | 53 |
| Laborausstattung | 3-14 | 3.083 | 9 | 6 | 3.086 | 2.617 | 112 | 6 | 2.724 | 363 | 466 |
| Einbauten in fremde Grundstücke | 3,5-14 | 1.039 | 0 | 65 | 974 | 720 | 63 | 65 | 718 | 256 | 319 |
| Sonstige BGA | 3-13 | 215 | 9 | 34 | 190 | 158 | 16 | 18 | 156 | 34 | 57 |
| IT-Ausstattung | 3-13 | 706 | 1 | 167 | 540 | 582 | 52 | 167 | 467 | 73 | 124 |
| Sonstiges | 0-5 | 153 | 27 | 27 | 153 | 107 | 57 | 27 | 137 | 16 | 46 |
| Sachanlagen | 5.359 | 50 | 299 | 5.110 | 4.294 | 311 | 283 | 4.323 | 787 | 1.065 |
Bei den Zug̈angen im Berichtsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Ersatz- bzw. Erweiterungsinvestitionen in den verschiedenen Bereichen. Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestehen nicht.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden in der Gesamtergebnisrechnung ausschließlich unter den Positionen Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten ausgewiesen.
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 206 | 210 | -2 |
| Verwaltungskosten | 74 | 101 | -27 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | 280 | 311 | -10 |
Als nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlage werden die Anteile an der quattro research GmbH und der Panoptes Pharma Ges.m.b.H. klassifiziert. Die entsprechenden Kennzahlen der quattro research GmbH stellen sich zum 31. Dezember 2013 wie folgt dar:
in Tausend Euro
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.252 | 1.254 | 0 |
| Jahresergebnis | 56 | 68 | -18 |
| Bilanzsumme | 801 | 669 | 20 |
| Eigenkapital | 502 | 446 | 13 |
| Schulden | 299 | 223 | 34 |
Durch das positive Ergebnis der quattro research GmbH wird der Buchwert der Anteile der 4SC AG entsprechend erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 181 T € (31. Dezember 2012: 154 T €).
Die entsprechenden Kennzahlen der am 1. Juli 2013 gegründeten Panoptes Pharma Ges.m.b.H. stellen sich zum 31. Dezember 2013 wie folgt dar:
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 0 | n/a |
| Jahresergebnis | -379 | 0 | n/a |
| Bilanzsumme | 142 | 0 | n/a |
| Eigenkapital | 83 | 0 | n/a |
| Schulden | 59 | 0 | n/a |
Durch das negative Ergebnis der Panoptes Pharma Ges.m.b.H wird der Buchwert der Anteile der 4SC Discovery GmbH entsprechend gemindert und beträgt zum Bilanzstichtag 0 T€.
Unter diesem Bilanzposten werden die Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Darunter fällt die Beteiligung an der Quiescence Technologies LLC.
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| Beteiligung Quiescence Technologies LLC | 0 | 0 | n/a |
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 0 | n/a |
Die Beteiligung an der Quiescence Technologies LLC in Höhe von 10% wurde im Dezember 2006 eingegangen. Aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Situation der Quiescence Technologies LLC beträgt der Bilanzansatz jedoch unverändert 0 T €.
| in Tausend Euro | |
|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Verbrauchsmaterialien | 20 | 20 | 0 |
| Lösungsmittel | 3 | 2 | 50 |
| Chemikalien | 0 | 0 | n/a |
| Vorratsvermögen | 23 | 22 | 5 |
Das Vorratsvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 T €.
Im Berichtsjahr wurden Materialkosten über 520 T € (2012: 424 T €) als Aufwand erfasst. Diese wurden unterjährig zum Teil im Vorratsvermögen ausgewiesen, teilweise jedoch auch direkt auf den jeweiligen Projekten verbraucht und daher direkt im Aufwand erfasst.
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 346 | 3.084 | -89 |
|---|---|---|---|
| Import/Export | 1 | 0 | n/a |
| EU | 78 | 55 | 42 |
| Inland | 267 | 3.029 | -91 |
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| in Tausend Euro |
Zum 31. Dezember 2013 bestanden wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres keine Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IAS 39.63 f.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Forschungskooperationen mit der BioNTech AG und der LEO Pharma A/S. Alle Forderungen waren zum Bilanzstichtag noch nicht fällig und wurden vertragsgemäß im Januar bzw. Februar 2014 beglichen.
Unter diesem Bilanzposten werden Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 und Festgeldanlagen ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben, jedoch nicht den Zahlungsmittel̈aquivalenten zugewiesen werden.
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.000 | 5.988 | -83 |
|---|---|---|---|
| Festgeldanlagen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr | 0 | 0 | n/a |
| Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr | 1.000 | 5.988 | -83 |
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| in Tausend Euro |
Die Abnahme der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ergibt sich aufgrund von Verkäufen.
Die Konditionen der finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2013 sind wie folgt:
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| Buchwert | Gesamtlaufzeit in Monaten |
Zinssatz in % | |
| Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr | |||
| Deutsche Bank, Schuldscheindarlehen | 1.000 | 2 | 0,62 |
Unter diesem Bilanzposten werden Kassenbestand und Bankguthaben ausgewiesen. Darüber hinaus enthält die Position im Vorjahr Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 und Festgeldanlagen, die dazu dienen, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie haben eine ursprüngliche Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten und unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungen.
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.899 | 6.076 | -36 |
|---|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 1 | 0 |
| Bankguthaben | 2.896 | 6.075 | -52 |
| – mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten | 1.002 | 0 | n/a |
| Finanzinstrumente – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt | |||
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| in Tausend Euro |
4SC fließen Zinsen aus Festgeldern, Geldmarktfonds und Wertpapieren zu. Die Finanzinstitute sind verpflichtet, auf diese Zinsertr̈age Kapitalertragsteuer und Solidariẗatszuschlag einzubehalten. Da die Gesellschaft in den Gescḧaftsjahren 2013 und 2012 ein negatives Jahresergebnis verbuchte, besteht in Bezug auf die einbehaltenen Steuern ein Erstattungsanspruch.
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 73 | 127 | -43 |
|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| in Tausend Euro |
Die Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern zum 31. Dezember 2013 resultieren aus seitens des Finanzamts noch nicht erstatteten Kapitalertragsteuerforderungen für die Geschäftsjahre 2012 und 2013. Im Vorjahreswert waren Erstattungsansprüche für 2011 enthalten.
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 135 | 235 | -43 |
| Steuererstattungsansprüche | 207 | 0 | n/a |
| Mietkaution IZB West | 157 | 157 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen auf Fremdleistungen | 34 | 95 | -64 |
| Zuschüsse EU, BMBF, BMWi | 244 | 87 | 180 |
| Antizipative Zinsen | 1 | 17 | -94 |
| Forderungen aus Weiterbelastungen an Forschungskooperationen | 143 | 0 | n/a |
| Übrige | 9 | 15 | -40 |
| Sonstige Vermögenswerte | 930 | 606 | 53 |
Die sonstigen Vermögenswerte werden nach IAS 1.60 als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt.
| in Tausend Euro | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtforderung 31.12.2013 31.12.2012 |
davon langfristig 31.12.2013 31.12.2012 |
davon kurzfristig 31.12.2013 |
31.12.2012 | |||
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 135 | 235 | 0 | 2 | 135 | 233 |
| Steuererstattungsansprüche | 207 | 0 | 0 | 0 | 207 | 0 |
| Mietkaution IZB West | 157 | 157 | 157 | 157 | 0 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen auf Fremdleistungen | 34 | 95 | 0 | 0 | 34 | 95 |
| Zuschüsse EU, BMBF, BMWi | 244 | 87 | 0 | 0 | 244 | 87 |
| Antizipative Zinsen | 1 | 17 | 0 | 0 | 1 | 17 |
| Forderungen aus Weiterbelastungen an | ||||||
| Forschungskooperationen | 143 | 0 | 0 | 0 | 143 | 0 |
| Übrige | 9 | 15 | 0 | 3 | 9 | 12 |
| Sonstige Vermögenswerte | 930 | 606 | 157 | 162 | 773 | 444 |
Nach derzeitiger Kenntnislage bestehen keine Anhaltspunkte für Unsicherheiten über den Erhalt der Zuschüsse. Das Mietkautionskonto dient als Sicherheit zur Wahrung der Ansprüche des Vermieters.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen im Wesentlichen aus vorausbezahlten Rechnungen für Wartungsverträge, Online-Recherchen und Lizenzen. Die geleisteten Anzahlungen für Fremdleistungen bestehen aus Zahlungen für externe Dienstleistungen, die gemäß Vertrag vor der entsprechenden Leistungserbringung getätigt wurden.
Das Grundkapital der 4SC AG zum 31. Dezember 2013 beträgt 50.371.814,00 €. Es ist eingeteilt in 50.371.814 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Jede Aktie verbrieft einen anteiligen Betrag am Grundkapital der 4SC AG in Höhe von 1,00 € und gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Das derzeitige Grundkapital ist voll eingezahlt.
Die Aktien der 4SC AG sind in Globalurkunden ohne Gewinnanteilscheine verbrieft, die bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, als Wertpapiersammelbank hinterlegt worden sind. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils oder auf Einzelverbriefung von Aktien ist nach § 6 Abs. 3 der Satzung der 4SC AG ausgeschlossen.
Die Hauptversammlungen der Gesellschaft haben beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft wie folgt bedingt zu erhöhen:
| Höhe (T €) | Beschluss der HV am | Zweck |
|---|---|---|
| 114 | 28.06.2006/ | Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstandes und |
| 21.06.2010 | Arbeitnehmer der Gesellschaft mit einer Laufzeit von bis zu zehn | |
| Jahren ("ERSATZ-ESOP 2001") | ||
| 88 | 28.07.2004/ | Erfüllung von Optionsrechten von Mitgliedern des Vorstandes und |
| 21.06.2010 | Arbeitnehmern der Gesellschaft aus dem Aktienoptionsprogramm | |
| "ESOP 2004" | ||
| 305 | 28.06.2006/ | Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands und |
| 21.06.2010 | Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer etwaiger | |
| verbundener Unternehmen mit einer Laufzeit von bis zu zehn | ||
| Jahren ("ESOP 2006") | ||
| 7.500 | 06.08.2012 | Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger |
| von noch zu begebenden Wandel- und/oder Optionsschuldver | ||
| schreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuld | ||
| verschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) | ||
| 1.000 | 15.06.2009 | Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands und |
| Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer in- und ausländischen | ||
| verbundenen Unternehmen mit einer Laufzeit von bis zu zehn | ||
| Jahren ("ESOP 2009") | ||
In der Hauptversammlung vom 2. Mai 2013 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 1. Mai 2018 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 25.185.907,00 € gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 25.185.907 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/I).
Das Agio besteht aus Aufgeldern, die von Aktionären bei der Durchführung von Kapitalerhöhungen im Rahmen von Finanzierungsrunden einbezahlt wurden. Transaktionskosten aus einer Eigenkapitaltransaktion sind nach IAS 32.35 gemindert um alle damit verbundenen Ertragsteuervorteile als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren.
Der Bilanzposten Rücklagen setzt sich aus den folgenden Einzelpositionen zusammen: Die Rücklage ESOP in Höhe von 1.747 T € (Vorjahr 1.695 T €) entspricht dem Betrag der im Berichtsjahr und in Vorjahren ausgegebenen Aktienoptionen an Mitarbeiter und Vorstand, die entsprechend den Vorschriften des IFRS 2 bewertet werden. Die Ermittlung ist unter Punkt "9. Aktienoptionsprogramm" erläutert.
Die Gewinnrücklage blieb zum 31. Dezember 2013 mit 67 T € gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2012 unverändert.
Der Bilanzverlust in Höhe von 119.260 T € (Vorjahr: 108.735 T €) wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Da die Gesellschaft ein negatives Jahresergebnis erwirtschaftet, liegen die primären Ziele des Kapitalmanagements im Vorhalten ausreichend hoher liquider Reserven, um die zügige Weiterentwicklung der Produktpipeline und der Technologie ohne wesentliche Einschränkungen ermöglichen zu können, sowie im Erhalt bzw. der Stärkung des Eigenkapitals. Folglich muss ein Ansteigen des Bilanzverlusts und somit ein Abschmelzen des Eigenkapitals so gering wie möglich gehalten werden, ohne den Fortschritt der Programme einzuschränken. Das Management überwacht regelmäßig die Eigenkapitalquote und die Summe der unter dem Eigenkapital bilanzierten Posten. Um diese Ziele zu erreichen, ist ein sehr restriktiver Umgang mit den finanziellen Reserven Voraussetzung. Darüber hinaus gehört auch die Akquisition von weiteren liquiden Mitteln zu den zentralen Möglichkeiten, um diese Ziele zu realisieren. Dabei kann aufgrund des Entwicklungsstadiums sowie des Risikoprofils der Gesellschaft überwiegend nur auf die Einwerbung von Eigenkapital zurückgegriffen werden. Weiter ist es Ziel der Gesellschaft, Umsätze zu generieren, um so den Break-Even zu erreichen und die Verlustvorträge zu reduzieren.
Als Kapital insgesamt wird das Eigenkapital einschließlich der Verlustvorträge gemanagt. Im Wesentlichen bedingt durch das negative Jahresergebnis, hat sich das Eigenkapital von 21.813 T € zum 31. Dezember 2012 um 10.531 T € auf 11.282 T € zum 31. Dezember 2013 reduziert.
Während des Berichtsjahres wurde keine Veränderung der Strategie oder der Ziele in Bezug auf das Kapitalmanagement vorgenommen.
in Tausend Euro
Inland EU Drittland Schulden aus Lieferungen und Leistungen 26 -62 32 16 436 76 72 584 551 29 95 675 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung in %
Die Schulden aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 16%. Sie resultieren vor allem aus wissenschaftlichen Fremdleistungen und Patentdienstleistungen, aber auch aus zum Jahresende abgerechneten Rechts- und Besatzungsleistungen.
Die Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber der quattro research GmbH. Mit ihr besteht ein Vertrag über die Entwicklung, Pflege und Wartung einer Software. Ausgewiesen wird die Schuld aus der Dezember-Abrechnung in Höhe von 28 T € (31. Dezember 2012: 10 T €).
| Sonstige Schulden | 5.720 | 6.660 | -14 |
|---|---|---|---|
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 1 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 20 | -100 |
| Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit | 122 | 103 | 18 |
| Erhaltene Anzahlungen | 175 | 114 | 54 |
| Steuerschulden (Umsatzsteuer) | 0 | 286 | -100 |
| Abgegrenzte Schulden | 1.418 | 1.667 | -15 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 4.005 | 4.469 | -10 |
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % |
Die sonstigen Schulden werden nach IAS 1.60 als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt.
| Gesamtforderung davon langfristig |
davon kurzfristig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| Umsatzabgrenzungsposten | 4.005 | 4.469 | 2.682 | 3.575 | 1.323 | 894 |
| Abgegrenzte Schulden | 1.418 | 1.667 | 154 | 180 | 1.264 | 1.487 |
| Steuerschulden (Umsatzsteuer) | 0 | 286 | 0 | 0 | 0 | 286 |
| Erhaltene Anzahlungen | 175 | 114 | 0 | 0 | 175 | 114 |
| Schulden im Rahmen der sozialen Sicherheit | 122 | 103 | 0 | 0 | 122 | 103 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 20 | 0 | 0 | 0 | 20 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Sonstige Schulden | 5.720 | 6.660 | 2.836 | 3.755 | 2.884 | 2.905 |
Dabei setzen sich die abgegrenzten Schulden zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
in Tausend Euro
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 846 | 908 | -7 |
| Bonus an Vorstand & Geschäftsführung | 166 | 272 | -39 |
| Aufsichtsratsvergütung | 154 | 141 | 9 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 54 | 99 | -45 |
| Personalverbindlichkeiten | 135 | 95 | 42 |
| Renovierung IZB West | 40 | 38 | 5 |
| Berufsgenossenschaftsbeitrag | 9 | 21 | -57 |
| Sonstiges | 14 | 93 | -85 |
| Abgegrenzte Schulden | 1.418 | 1.667 | -15 |
an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
Der langfristige Anteil des Umsatzabgrenzungspostens resultiert aus den Schulden in Bezug auf die von Yakult Honsha Co., Ltd., Japan, gezahlte Vorabvergütung vom April 2011. Dieser wird zeitanteilig über den gesamten angenommenen Entwicklungszeitraum von Resminostat verteilt als Umsatz aufgelöst. Der kurzfristige Anteil des Umsatzabgrenzungsposten resultiert zu 894 T € aus den vorher erläuterten Schulden betreffend Yakult Honsha Co., Ltd., aber auch aus den Schulden aus der gezahlten Vorabvergütung vom Februar 2013 von LEO Pharma A/S, Dänemark, die über den Optionszeitraum verteilt als Umsatz aufgelöst wird. Die langfristigen, abgegrenzten Schulden resultieren aus langfristigen Boni für den Vorstand und den Geschäftsführer der Tochtergesellschaft sowie ausstehenden Rechnungen. Alle anderen abgegrenzten Schulden sind kurzfristig. Es bestehen in nur geringem Umfang Unsicherheiten über den Betrag der tatsächlichen Inanspruchnahme. Erstattungsansprüche gegenüber Dritten bestehen nicht.
in Tausend Euro
| Bewertungs- kategorie |
Bewertung zum 31.12.2013 |
Bewertung zum 31.12.2012 |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| nach IAS 39 | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LAR | 346 | 346 | 3.084 | 3.084 |
| Forderungen gegen Beteiligungen | LAR | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | LAR | 73 | 73 | 127 | 127 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | LAR | 157 | 157 | 162 | 162 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | LAR | 773 | 773 | 444 | 444 |
| Festgeldanlagen und Bankguthaben | LAR | 3.899 | 3.899 | 6.076 | 6.076 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete | AFVPL | 1.000 | 1.000 | 3.000 | 3.000 |
| finanzielle Vermögenswerte – zu Handelszwecken gehalten | |||||
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte | HTM | 0 | 0 | 2.988 | 2.988 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (Beteiligung Nexigen) | |||||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | AC | -675 | -675 | -584 | -584 |
| Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen | AC | -28 | -28 | -10 | -10 |
| Sonstige langfristige Schulden | AC | -154 | -154 | -180 | -180 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | AC | -2.682 | -2.682 | -2.011 | -2.011 |
| Summe | 2.709 | 2.709 | 13.096 | 13.096 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien | |||||
| gemäß IAS 39 | |||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete | AFVPL | 1.000 | 1.000 | 3.000 | 3.000 |
| finanzielle Vermögenswerte ("At fair value through | |||||
| profit or loss") | |||||
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | HTM | 0 | 0 | 2.988 | 2.988 |
| ("Held-to-maturity") | |||||
| Kredite und Forderungen ("Loans and Receivables") | LAR | 5.248 | 5.248 | 9.893 | 9.893 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 0 | 0 | 0 | 0 |
| ("Available-for-sale") | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten ("At amortized Cost") | AC | -3.539 | -3.539 | -2.785 | -2.785 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise den beizulegenden Zeitwert dar. Der Großteil der ausgewiesenen langfristigen sonstigen Vermögenswerte ist verzinslich, daher entsprechen Buchwert und Zeitwert einander. Hierbei handelte es sich um hinterlegte Sicherheitsleistungen (Kaution) an den Vermieter. Auch die ausgewiesenen Festgeldanlagen und Bankguthaben sind verzinslich; somit entspricht auch hier der Buchwert dem Zeitwert.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden originären Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden ("At fair value through profit or loss") bzw. als bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte ("Held-to-maturity") klassifiziert.
Bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Der Nachweis des Zeitwerts erfolgt über Kontoauszüge und Bankenbestätigungen zum Ende des Berichtsjahres. Bei Finanzinstrumenten, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" zuzuordnen sind, erfolgt die Folgebewertung gemäß IAS 39.46b unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der Nachweis erfolgt ebenso über Kontoauszüge und Bankenbestätigungen zum Ende des Berichtsjahres.
Bei der im Vorjahr ausgewiesenen Beteiligung an der Nexigen GmbH handelte es sich um Wertpapiere, die nach IAS 39 als "zur Veräußerung verfügbar" zu kategorisieren waren. In Vorjahr wurden die Anteile an dieser Beteiligung veräußert. Die Beteiligung an der Quiescence Technologies LLC, die ebenfalls als "zur Veräußerung verfügbar" zu kategorisieren ist, wird unverändert mit 0 T € ausgewiesen.
Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen und sonstige Schulden haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Somit entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vermögenswerte werden auf Basis dieser Bewertungskriterien laufend überprüft. Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften findet keine Anwendung.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden originären Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie die bestehenden Wertpapiere der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" werden gemäß IFRS 13.76ff dem Hierarchielevel 1 (notierte Preise in aktiven Märkten) und Hierarchielevel 2 (Vermögenswerte, die sich direkt beobachten lassen) zugeordnet. In 2013 wurde keine Übertragung zwischen den Hierarchieleveln der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen.
in Tausend Euro
in Tausend Euro
Das Nettoergebnis der Finanzinstrumente nach IAS 39 setzt sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| Zinsergebnis zum Zeitwert | Folgebewertung Währungs- |
Wert- umrechnung berichtigung |
Nettoer Abgang gebnis 2013 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit | ||||||
| wert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| ("At fair value through profit or loss") | ||||||
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene | ||||||
| Finanzinvestitionen ("Held-to-maturity") | 52 | 1 | 0 | 0 | 0 | 53 |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| ("Loans and Receivables") | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle | ||||||
| Vermögenswerte ("Available-for-sale") | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||
| ("Liabilities at amortized cost") | 0 | 0 | -9 | 0 | 0 | -9 |
| Summe | 52 | 1 | -6 | 0 | 0 | 47 |
Im Vorjahr setzte sich das Nettoergebnis der Finanzinstrumente nach IAS 39 wie folgt zusammen:
| Zinsergebnis zum Zeitwert | Folgebewertung Währungs- |
Wert- umrechnung berichtigung |
Nettoer Abgang gebnis 2012 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit | ||||||
| wert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| ("At fair value through profit or loss") | ||||||
| zu Handelszwecken gehalten | 20 | 0 | 0 | 0 | 0 | 20 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene | ||||||
| Finanzinvestitionen ("Held-to-maturity") | 61 | 1 | 0 | 0 | 0 | 62 |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| ("Loans and Receivables") | 47 | 0 | 6 | 0 | 0 | 53 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle | ||||||
| Vermögenswerte ("Available-for-sale") | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||
| ("Liabilities at amortized cost") | 0 | 0 | -10 | 0 | 0 | -10 |
| Summe | 128 | 1 | -4 | 0 | 0 | 125 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten im Sinne des IAS 39 werden im Finanzergebnis ausgewiesen, ebenso die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses.
4SC verfügt über liquide Reserven, die verzinst angelegt werden, solange diese Gelder nicht benötigt werden. Derzeit investiert 4SC ausschließlich in sichere Anlageformen – mit guter bis sehr guter Bonität – wie Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen, die nur unwesentlichen Liquiditäts- und Ausfallrisiken unterliegen. Ein Zinsrisiko ergibt sich bei diesen Wertpapieren nicht. Zum Bilanzstichtag haben alle angelegten Gelder kurze Fälligkeiten und würden damit auf Zinsänderungen nicht sensitiv reagieren.
Nähere Informationen dazu sind im Risiken- und Chancenbericht unter Abschnitt 6 des zusammengefassten Lageberichts enthalten.
4SC verfügt über finanzielle Verbindlichkeiten, d.h. über vertragliche Verpflichtungen, einer anderen Partei flüssige Mittel zu liefern. Diese werden in der Bilanz in den Posten Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen und sonstige Schulden ausgewiesen. Da die finanziellen Verbindlichkeiten überwiegend kurze Laufzeiten haben, unterliegen sie keinen Liquiditätsrisiken.
4SC schließt teilweise Geschäfte mit internationalen Geschäftspartnern ab, bei denen vertragliche Zahlungsvereinbarungen auf eine andere Währung als den Euro lauten. Aus diesem Grund unterliegt das Unternehmen in den Krediten und Forderungen ("Loans and Receivables") und den zu Anschaffungskosten bewerteten Schulden ("Liabilities at amortized cost") dem Währungsrisiko. Dieses Risiko umfasst den relativen Kursverfall oder Kursanstieg des Euros gegenüber diesen Währungen innerhalb des Zeitraums bis zur Tilgung der Schuld bzw. bis zur Erfüllung der Forderung.
4SC betreibt keine Sicherungsgeschäfte, sondern versucht, auch eigene Verbindlichkeiten in Fremdwährungen zu begleichen. So wird das Risiko von Währungsschwankungen verringert. Aus diesem Grund werden US-\$ gekauft, wenn der Kurs entsprechend günstig ist. Zum 31. Dezember 2013 besaß 4SC Bankkonten in US-\$ ohne Saldo (31. Dezember 2012: 0 T €).
Fremdwährungsschulden bestanden zum 31. Dezember 2013 lediglich in Höhe von umgerechnet 11 T € in US-\$, in Höhe von umgerechnet 10 T € in Schweizer Franken (CHF) und in Höhe von umgerechnet 1 T € in Britischen Pfund (GBP).
Unterschiedliche Wechselkurse und deren Auswirkungen auf Vermögenswerte und Schulden wurden in einer Sensitivitätsanalyse simuliert, um die daraus entstehenden ergebniswirksamen Effekte zu ermitteln. Ein Anstieg oder ein Rückgang des Euros um 10% gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte das Ergebnis zum 31. Dezember 2013 wie folgt beeinflusst:
| in Tausend Euro | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2013 | 31. Dezember 2012 | |||||
| Anstieg | Rückgang | Anstieg | Rückgang | |||
| Euro gegenüber US-\$ | -1 | 1 | -1 | 1 | ||
| Euro gegenüber Schweizer Franken | -1 | 1 | 0 | 0 | ||
| Euro gegenüber Britischem Pfund | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
130 an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
Bei unterjährig gleich bleibenden Währungskursen zwischen Euro und Fremdwährungen hätte sich das Ergebnis von 4SC nicht verändert (2012: unverändert).
Zusätzlich unterliegt 4SC in den Krediten und Forderungen ("Loans and Receivables") dem Risiko eines möglichen Forderungsausfalls. Der Konzern verfügt über Forderungen, die ganz oder teilweise verspätet oder gar nicht erfüllt werden könnten. Dies würde zu Wertberichtigungen auf die Forderungen führen und somit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Das maximale Ausfallrisiko von 4SC bei den Forderungen besteht im Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, d.h. zum Bilanzstichtag 346 T € (31.12.2012: 3.084 T €). Um dieses zu reduzieren, unterzieht die Gesellschaft ihre Geschäftsbeziehungen regelmäßig verschiedenen Prüfungsszenarien und betreibt intensive Kundenbeziehungen.
in Tausend Euro
Für die Folgejahre nach dem Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag für die Betriebs- und Geschäftsräume der 4SC AG. Dieser Vertrag wurde zum 2. November 2011 um weitere fünf Jahre verlängert und ist bis zum 31. Dezember 2016 befristet. Kaufoptionen bestehen nicht. In dem Mietvertrag sind Preisanpassungsklauseln vorhanden: Der monatliche Mietzins für die Büro- und Laborflächen einschließlich Gemeinschafts- und Funktionsflächen erhöhte sich für 2013 um 0,50 €/m² und erhöht sich in den folgenden Jahren um jeweils weitere 0,50 €/m². Der seit Januar 2009 angemietete Standort Überlingen-Bonndorf wurde zum 31.12.2013 gekündigt.
Finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Verträge in der Ausgestaltung eines Finanzierungsleasings liegen nicht vor.
Die aus den genannten Verträgen künftig zu leistenden Zahlungen stellen sich wie folgt dar:
| 2014 | 855 |
|---|---|
| 2015 | 875 |
| 2016 | 896 |
| ab 2017 | 0 |
| Summe | 2.626 |
Der in der Gesamtergebnisrechnung des Berichtsjahres enthaltene Aufwand aus den Mietverträgen beläuft sich auf 827 T € (2012: 856 T €). Der Aufwand aus Leasingverträgen im Jahr 2013 beträgt 51 T € (2012: 76 T €).
Über die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen hinaus bestehende finanzielle Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus wissenschaftlichen Serviceverträgen, einschließlich externer Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Durchführung der klinischen und präklinischen Studien. Die Verpflichtungen hieraus betragen bis zu 1.661 T € (2012: bis zu 2.587 T €), die Fälligkeit ist abhängig von den entsprechenden Studienfortschritten.
Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist in folgender Tabelle dargestellt.
| in Tausend Euro |
|---|
| ----------------- |
| 2013 | 2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit | -6.987 | -15.174 | 54 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit | 4.869 | 3.063 | 59 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | -59 | 11.367 | -101 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und | |||
| Zahlungsmitteläquivalente | -2.177 | -744 | -193 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu | 6.076 | 6.820 | -11 |
| Beginn der Periode | |||
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am | |||
| Ende der Periode | 3.899 | 6.076 | -36 |
Neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten verfügt 4SC über liquide Mittel, die zur besseren Verzinsung angelegt werden. Zum Bilanzstichtag bestanden Schuldscheindarlehen, zum 31. Dezember 2012 Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen. Diese Posten bilden zusammen den Finanzmittelbestand:
| in Tausend Euro | |
|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 Veränderung in % | ||
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 3.899 | 6.076 | -36 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.000 | 5.988 | -83 |
| Finanzmittelbestand | 4.899 | 12.064 | -59 |
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die bislang ausgegebenen Optionsprogramme und Tranchen sowie die Optionsbedingungen:
| Optionsprogramm | Tranche | Ausgabe | Bezugs preis |
Bezugsver hältnis1 |
ausge geben |
aus stehend 01.01.2013 |
ausgege ben 2013 |
verfallen 2013 |
ausgeübt 2013 |
aus stehend 31.12.2013 |
ausübbar 31.12.2013 |
max. be ziehbare Aktien 31.12.2013 |
Z eitwert |
kumu lierter Personal aufwand 2 |
Personal aufwand 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einheit | € | Tsd. | Tsd. | Tsd. | Tsd. | Tsd. | Tsd. | Tsd. | Tsd. | € | T € | T € | |||
| ESOP 2001 | 2001/1 | 31.03.01 | 9,60 | 2:1 | 74 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| ESOP 2001 | 2001/2 | 10.10.01 | 9,60 | 2:1 | 110 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| ESOP 2001 | 2002 | 30.06.02 | 12,00 | 2:1 | 120 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | N/A | 0 | 0 |
| ESOP 2001 | 2003 | 30.09.03 | 5,08 | 2:1 | 318 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0,74 | 52 | 0 |
| ESOP 2004 | 2004 | 30.09.04 | 4,24 | 2:1 | 122 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0,72 | 62 | 0 |
| ESOP 2004 | 2005 | 30.09.05 | 4,24 | 2:1 | 93 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0,71 | 53 | 0 |
| ESOP 2004 | 2006/1 | 30.05.06 | 4,53 | 2:1 | 26 | 26 | 0 | 26 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0,74 | 19 | 0 |
| ESOP 2006 | 2006/2 | 25.08.06 | 3,80 | 1:1 | 296 | 223 | 0 | 9 | 0 | 214 | 214 | 214 | 1,71 | 436 | 0 |
| ERSATZ-ESOP 2001 | 2006/3 | 25.08.06 | 3,80 | 1:1 | 166 | 101 | 0 | 18 | 0 | 83 | 83 | 83 | 1,54 | 183 | 0 |
| ESOP 2006 | 2007 | 26.11.07 | 3,65 | 1:1 | 9 | 9 | 0 | 1 | 0 | 8 | 8 | 8 | 1,49 | 14 | 0 |
| ESOP 2006 | 2008 | 22.08.08 | 3,45 | 1:1 | 43 | 41 | 0 | 0 | 0 | 41 | 41 | 41 | 1,50 | 62 | 0 |
| ESOP 2009 | 2009 | 26.11.09 | 3,29 | 1:1 | 888 | 792 | 0 | 23 | 0 | 769 | 769 | 769 | 1,04 | 829 | 47 |
| ESOP 2009 | 2010 | 26.11.10 | 3,09 | 1:1 | 18 | 14 | 0 | 2 | 0 | 12 | 10 | 12 | 0,77 | 12 | 1 |
| ESOP 2009 | 2011 | 30.11.11 | 1,44 | 1:1 | 18 | 17 | 0 | 0 | 0 | 17 | 8 | 17 | 0,65 | 10 | 4 |
| Gesamt | 2.301 | 1.223 | 0 | 79 | 0 | 1.144 | 1.133 | 1.144 | 1.732 | 52 | |||||
1: Bei den von der Kapitalherabsetzung im Dezember 2004 betroffenen Tranchen beträgt das Bezugsverhältnis 2:1
2: Der kumulierte Personalaufwand rechnet sich bis zum Ende der Sperrfrist
Für alle ausgegebenen Tranchen gilt, dass die Erfüllung bei Optionsausübung ausschließlich in Aktien erfolgt. Zur Erfüllung der Optionsrechte sind die Bedingten Kapitalia I bis IV sowie das Bedingte Kapital VI geschaffen worden.
Die Tranchen, die von 2001 bis einschließlich 30. Mai 2006 ausgegeben wurden, haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Die Hälfte dieser Optionsrechte darf frühestens drei Jahre nach Ausgabe der Option ausgeübt werden. Weitere 25% dürfen nach einem weiteren Jahr und die verbleibenden 25% nochmals nach einem weiteren Jahr ausgeübt werden. Die Optionen dürfen nur ausgeübt werden, wenn im Ausübungszeitraum der Wert der Aktie um mindestens 20% gegenüber dem Ausgabebetrag gestiegen ist.
Die Tranchen, die seit dem 25. August 2006 ausgegeben wurden, haben eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Hälfte der Optionsrechte der Programme "ESOP 2006" und "ESOP 2009" darf frühestens zwei Jahre nach Ausgabe der Option ausgeübt werden. Weitere 25% dürfen nach einem weiteren Jahr und die verbleibenden 25% nochmals nach einem weiteren Jahr ausgeübt werden. Für die Tranche "2006/3" gilt, dass 100% der Optionsrechte nach zwei Jahren ausgeübt werden dürfen. Bedingung für die Ausübung der Bezugsrechte ist, dass der maßgebliche Referenzkurs den Ausübungspreis um mehr als 1/240 je zwischen Tag der Ausgabe der Option und Beginn des jeweiligen Ausübungszeitraums abgelaufenen Monat übersteigt.
Die gewichtete durchschnittliche Vertragsrestlaufzeit aller ausstehenden Tranchen beläuft sich auf 5,04 Jahre. Die Bandbreite der Bezugspreise aller noch ausstehenden Tranchen reicht von 1,44 € bis 4,53 €.
Eine Darstellung der gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreise ist folgender Übersicht zu entnehmen:
Ausübungspreise (gewichtet, in Euro)
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Ausstehende Optionen per 01.01. | 3,43 | 3,47 |
| Neu im Berichtsjahr gewährte Optionen | – | – |
| Im Berichtsjahr verfallene Optionen | 3,87 | 3,93 |
| Ausstehende Optionen per 31.12. | 3,40 | 3,43 |
| Ausübbare Optionen per 31.12. | 3,42 | 3,50 |
Die Gesamtvergütung des Vorstands beläuft sich im Berichtsjahr auf 951 T € (2012: 928 T €). Von diesem Gesamtbetrag entfallen 45 T € (2012: 19 T €) auf beitragsorientierte Versorgungspläne gemäß IAS 19.7. Die in den Gesamtbezügen enthaltenen anteiligen Personalkosten aus Optionen belaufen sich im Berichtsjahr auf 27 T € (2012: 79 T €). Diese sind jedoch nicht zahlungswirksam.
Individualisiert nach einzelnen Vorstandsmitgliedern setzt sich die Gesamtvergütung im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| Vergütung in Tausend Euro | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fix | Variabel | Personalaufwand aus Optionen |
Gesamt | |||||
| 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | |
| Dr. Ulrich Dauer | 145 | 196 | 69 | 14 | 7 | 19 | 221 | 229 |
| Dr. Daniel Vitt | 190 | 186 | 8 | 34 | 7 | 19 | 205 | 239 |
| Dr. Bernd Hentsch | 218 | 194 | 16 | 28 | 7 | 22 | 241 | 244 |
| Dipl.-Kfm. Enno Spillner | 270 | 175 | 8 | 22 | 6 | 19 | 284 | 216 |
| Vorstandsvergütung | 823 | 751 | 101 | 98 | 27 | 79 | 951 | 928 |
Die nachfolgenden Übersichten zeigen die von Mitgliedern des Vorstands zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 gehaltenen Aktien und Aktienoptionen.
| Aktien in Stück | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktien 01.01.2013 |
Kauf | Verkauf | Aktien 31.12.2013 |
|
| Dr. Daniel Vitt | 416.803 | 0 | 0 | 416.803 |
| Dr. Bernd Hentsch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dipl.-Kfm. Enno Spillner | 73.800* | 0 | 0 | 73.800 |
| Anteilsbesitz | 490.603 | 0 | 0 | 490.603 |
*Davon wurden 3.800 Aktien in Q1.2013 aus einer nicht meldepflichtigen Anschaffung in Q4.2011 nachgemeldet.
| Aktienoptionen in Stück | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Optionen 01.01.2013 |
Zugänge | Verfall | Verkauf | Optionen 31.12.2013 |
Aktien maximal beziehbar |
|
| Dr. Daniel Vitt | 142.600 | 0 | 0 | 0 | 142.600 | 142.600 |
| Dr. Bernd Hentsch | 152.720 | 0 | 0 | 0 | 152.720 | 152.720 |
| Dipl.-Kfm. Enno Spillner | 249.200 | 0 | 26.000 | 0 | 223.200 | 223.200 |
| Anteilsbesitz | 544.520 | 0 | 26.000 | 0 | 518.520 | 518.520 |
Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands ausgegeben.
Zusätzlich zu der fixen Vergütung, die jeweils anteilig zum Monatsende gezahlt wird, bestanden zum 31. Dezember 2013 kurzfristig fällige Leistungen an den Vorstand in Höhe von 33 T €, resultierend aus einem Teil der variablen Vergütung.
Für die Vorstandsmitglieder Enno Spillner, Dr. Daniel Vitt und Dr. Bernd Hentsch wurde im Rahmen der Neuregelung der Vorstandsverträge im Jahr 2010 eine Vereinbarung getroffen, dass im Falle eines Kontrollerwerbs durch einen Dritten und einer in diesem Zusammenhang stehenden Ablösung für die Restlaufzeit des Vertrags die Bezüge (Fixgehalt plus Bonus I & II) vollständig ausbezahlt werden, mindestens aber für eine rechnerische Restlaufzeit von 15 Monaten. Des Weiteren sind im Falle des Kontrollerwerbs die Regelungen zum Verfall von Aktienoptionen für die Vorstandsmitglieder aufgehoben, d.h. alle an die Vorstandsmitglieder bis zum Trennungszeitpunkt ausgegebenen Aktienoptionen verbleiben den Vorstandsmitgliedern – unabhängig von der Beendigung des Dienstverhältnisses. Darüber hinaus bestehen keine Leistungen an die Vorstandsmitglieder nach Beendigung des Vertragsverhältnisses oder aus Anlass der Beendigung des Vertragsverhältnisses.
Die Mitglieder des Vorstands hatten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien und Aufsichtsräten:
Dr. Daniel Vitt
Dr. Bernd Hentsch und Enno Spillner übten zum Bilanzstichtag keine Funktionen in anderen Kontrollgremien und Aufsichtsräten aus.
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Berichtsjahr auf 154 T € (2012: 141 T €). Individualisiert nach einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern setzt sich die Vergütung im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| Beruf | Vergütung 2013 |
Vergütung 2012 |
|
| Dr. Jörg Neermann | Partner bei LSP Life Sciences | ||
| (Vorsitzender bis 31.05.2012) | Partners, München | 0 | 12 |
| Dr. Thomas Werner | Privatier | ||
| (stellv. Vorsitzender bis 13.06.2012, | |||
| Vorsitzender seit 13.06.2012) | 40 | 34 | |
| Klaus Kühn | Privatier | ||
| (seit 06.08.2012, stellv. Vorsitzender) | 29 | 12 | |
| Dr. Irina Antonijevic | Director Clinical Research MS and | ||
| (seit 06.08.2012) | Neurology bei Genzyme (Sanofi | ||
| Konzern), Cambridge, MA, USA | 18 | 7 | |
| Dr. Clemens Doppler | Partner & Geschäftsführer bei | ||
| HeidelbergCapital Asset Management | |||
| GmbH, Heidelberg | |||
| Geschäftsführer der HeidelbergCapital | |||
| General Partner GmbH, Heidelberg | 23 | 23 | |
| Günter Frankenne (bis 06.08.2012) | Geschäftsführender Inhaber der Firma | ||
| STRATCON Strategy Consultants, | |||
| Berg bei Neumarkt | 0 | 10 | |
| Helmut Jeggle | Head of Business Planning & Analyzing | ||
| der Athos Service GmbH, München | |||
| Geschäftsführer der AT Impf GmbH, | |||
| München | |||
| Geschäftsführer der AT Newtec GmbH, | |||
| München | |||
| Geschäftsführer der Apceth GmbH & | |||
| Co. KG, München | |||
| Geschäftsführer der Neuraxpharm | |||
| Holding GmbH, München | |||
| Geschäftsführer der Santo Venture | |||
| Capital GmbH, Holzkirchen | 22 | 23 | |
| Dr. Manfred Rüdiger | Venture Partner der LSP Life Sciences | ||
| (stellv. Vorsitzender vom 13.06.2012 | Partners, München | ||
| bis 06.08.2012) | CEO der Kiadis Pharma B.V., | ||
| Amsterdam, Niederlande | |||
| Managing Director der Kiadis Pharma | |||
| Canada, Inc., Saint-Laurent, Quebec, | |||
| Kanada | 22 | 20 | |
| Aufsichtsratsvergütung | 154 | 141 | |
Die nachfolgende Übersicht zeigt die von Mitgliedern des Aufsichtsrats zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 gehaltenen Aktien.
| Aktien in Stück | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktien 01.01.2013 |
Kauf | Verkauf | Aktien 31.12.2013 |
|
| Dr. Manfred Rüdiger | 20.000 | 0 | 15.000 | 5.000 |
| Dr. Clemens Doppler | 18.593 | 0 | 0 | 18.593 |
| Dr. Thomas Werner | 5.000 | 0 | 0 | 5.000 |
| Anteilsbesitz | 43.593 | 0 | 15.000 | 28.593 |
Die Aufsichtsratsmitglieder hatten zum Bilanzstichtag die folgenden Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien und Aufsichtsräten:
Dr. Thomas Werner:
Klaus Kühn:
Dr. Clemens Doppler
Helmut Jeggle
Dr. Irina Antonijevic und Dr. Manfred Rüdiger übten zum Bilanzstichtag keine Funktionen in anderen Kontrollgremien und Aufsichtsräten aus.
Im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 hat 4SC die nachfolgend dargestellten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Die 4SC AG unterhält Rechtsbeziehungen zur quattro research GmbH, an der sie seit deren Gründung Anfang 2004 eine Beteiligung in Höhe von 48,8% des Stammkapitals hält. Der bestehende Software-Service-Vertrag zwischen den Gesellschaften, aufgrund dessen die quattro research GmbH Leistungen zur Verbesserung, Weiterentwicklung, Benutzerunterstützung, Weiterbildung und Datenbankpflege bezüglich einer von 4SC erstellten Software zur Unterstützung der Forschungsaktivitäten erbringt, wurde per Ende 2011 aufgehoben. Ein neuer Vertrag mit günstigeren Konditionen für 4SC wurde im Januar 2012 abgeschlossen. Dieser Vertrag hatte im Geschäftsjahr 2013 ein Volumen von netto 144 T € (2012: 200 T €). Im Berichtszeitraum wurde des Weiteren eine Firewall von quattro research GmbH über 1 T € gekauft. Zum Bilanzstichtag bestanden Schulden gegenüber der quattro research GmbH aus dem genannten Vertrag in Höhe von 28 T € (31. Dezember 2012: 10 T €), die im Rahmen der vereinbarten Zahlungsfristen im Januar 2014 getilgt wurden.
Die DRB hat 4SC zwischen Oktober 2008 und 31. März 2012 im Zusammenhang mit der Optimierung der Beziehung zu privaten und institutionellen Investoren beraten. Seit 1. April 2012 ist DRB als Designated Sponsor von 4SC aktiv. Im Berichtsjahr entstanden 4SC hierdurch Aufwendungen in Höhe von 20 T € (2012: 22 T €). Der vom Dezember 2005 stammende Vertrag betreffend der von DRB übernommenen Funktion als Zahlungs- und Hinterlegungsstelle für die 4SC AG zu agieren, mit einem jährlichen Aufwand von 3 T € (2012: 3 T €) wurde zum 31. Oktober beendet. Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine Schulden gegenüber der DRB.
Einer der Vorstände der DRB, Marcus Vitt, ist ein Bruder des Vorstandsmitglied der 4SC AG, Dr. Daniel Vitt.
Die 4SC Discovery GmbH unterhält eine Rechtsbeziehung zur BioNTech AG, Mainz und deren Tochterunternehmen der Ribological GmbH, die beide zur Unternehmensgruppe der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen gehören. Am 17. Dezember 2012 wurde eine Lizenzpartnerschaft für TLR Agonisten abgeschlossen. Im Rahmen der Vereinbarung hatte 4SC Discovery GmbH von BioNTech AG eine Vorabzahlung in Höhe von 2,5 Mio. € erhalten sowie den Anspruch auf spätere erfolgsabhängige Zahlungen bei Erreichung bestimmter Absatzmeilensteine und auf Royalties. Des Weiteren wurde zum Jahresbeginn eine Dienstleistungspartnerschaft zu marktüblichen Konditionen gestartet, in der die 4SC Discovery GmbH im Auftrag von BioNTech AG neue niedermolekulare Krebswirkstoffe für definierte therapeutische Zielmoleküle identifiziert und für BioNTech AG weiter optimiert. Dieser Vertrag hatte im Geschäftsjahr 2013 ein
Volumen von netto 1.184 T € (2012: 0 T €) gegenüber der BioNTech AG und von netto 95 T € (2012: 140 T € aus einer vorherigen Kooperation) gegenüber der Ribological GmbH. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegenüber der BioNTech AG in Höhe von 170 T € (31. Dezember 2012: 2.500 T €) und ebenfalls Forderungen gegenüber der Ribological GmbH in Höhe von 9 T € (31. Dezember 2012: 45 T €), die bis Februar 2014 getilgt wurden.
Die 4SC Discovery GmbH unterhält eine Rechtsbeziehung zur AiCuris GmbH & Co. KG, Wuppertal, die ebenfalls zur Unternehmensgruppe der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen gehört. Im November 2013 wurde eine Zusammenarbeit zwischen der 4SC Discovery GmbH, der CRELUX GmbH, beide Planegg-Martinsried und der AiCuris GmbH & Co. KG, Wuppertal zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Gegenstand der Kooperation ist die Identifizierung und Validierung innovativer niedermolekularer Wirkstoffe, die auf pathogenspezifische Interaktionen bei Infektionskrankheiten abzielen. Dieser Vertrag hatte im Geschäftsjahr 2013 ein Volumen von netto 104 T € (2012: 2 T € aus einer vorherigen Kooperation). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber der AiCuris GmbH & Co. KG.
Darüber hinaus bestehen sonstige Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die im Berichtsjahr einzeln jedoch nicht mehr als 10 T € betragen haben und deren Gesamtvolumen pro Jahr voraussichtlich 10 T € nicht übersteigen wird. Zum 31. Dezember 2013 bestanden hieraus keine Schulden.
Am 25. Februar 2013 und am 24. Februar 2014 erklärten Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft gemäß § 161 AktG, den vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in ihrer Vollständigkeit mit einigen Ausnahmen zu entsprechen. Die Entsprechenserklärungen wurden jeweils am gleichen Tag auf der Website www.4sc.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Aktionäre der 4SC AG, die – auf der Basis der von der Gesellschaft gemäß § 21ff. WpHG erhaltenen Mitteilungen – mehr als 3% der Anteile an der Gesellschaft halten.
Dabei beziehen sich die genannten Zahlen immer auf die letzte publizierte Meldung. Der tatsächliche Stand zum 31. Dezember 2013 kann von diesen Werten jedoch abweichen.
| Anzeigende Gesellschaft | ||
|---|---|---|
| Bekannt- machungsdatum |
Stimmrechts anteil |
|
| HeidelbergCapital Private Equity Fund I GmbH & Co. KG, | ||
| HeidelbergCapital Asset Management GmbH, | ||
| Dr. Clemens Doppler & Prof. Dr. Martin Weiblen, München | 26.11.2009 | 7,66%1 |
| Deutsche Bank AG, Frankfurt/Main | ||
| Nordwestdeutscher Wohnungsbauträger GmbH, Frankfurt/Main | ||
| DBG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt/Main VCG Venture Capital | ||
| Gesellschaft mbH, München | 04.12.2009 | 8,55%1 |
| Roland Oetker, Deutschland | 16.02.2012 | 3,01%1 |
| First Capital Partner GmbH, Gräfelfing, | ||
| WE Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Gräfelfing, | ||
| WE Verwaltung GmbH, Gräfelfing, | ||
| Wolfgang Egger, Deutschland | 05.07.2012 | 9,91%1 |
| Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen | 09.07.2012 | 41,48%1 |
| 1: Gemäß Schätzung des Managements betragen die Anteile zum 31. Dezember 2013 wie folgt: – HeidelbergCapital Private Equity Fund I GmbH & Co. KG, München 5,86% – Deutsche Bank Aktiengesellschaft (DVCG/VCG), Frankfurt am Main 6,13% |
– Roland Oetker, Deutschland 4,19%
– First Capital Partner GmbH, Gräfelfing 9,57% – Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen 48,10%
Die ordentliche Hauptversammlung vom 2. Mai 2013 hat die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals: RölfsPartner AG), Nymphenburger Straße 3b, 80335 München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 bestellt. Das Vorjahr wurde durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfergesellschaft geprüft.
in Tausend Euro
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 60 | 106 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 16 | 51 |
| Sonstige Leistungen | 3 | 9 |
| Vom Abschlussprüfer berechnetes Gesamthonorar | 79 | 166 |
Für Abschlussprüfungsleistungen wurden im Geschäftsjahr 2013 60 T € erfasst (2012: 106 T €).
Für andere Bestätigungsleistungen fielen im Berichtsjahr 10 T € im Rahmen zweier Analytical Reviews sowie einer prüferischen Durchsicht für die Zwischenabschlüsse an (2012: 11 T €). Des Weiteren fielen darüber hinaus 6 T € für die Mittelprüfung im Zusammenhang mit dem EU-Förderprojekt "Gums & Joints" und die Erstellung des entsprechenden "Audit Certificates" an. Im Vorjahr wurden 40 T € für die Erstellung des "Comfort Letters" im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung gebucht. Diese wurden als Transaktionskosten mit direktem Abzug vom Eigenkapital bilanziert.
Sonstige Leistungen durch Baker Tilly Roelfs bestanden im Berichtsjahr aufgrund von schriftlichen Stellungnahmen im Kontext mit unterschiedlichen Finanzierungsmodellen in Höhe von 3 T €.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte) beträgt im Jahr 2013 ohne Vorstand der 4SC AG, Geschäftsführung der 4SC Discovery GmbH und Auszubildende 76 (2012: 84).
140 an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
Von den 76 Angestellten (ohne Vorstand, Geschäftsführung und Auszubildende) sind 57 in der Forschung und Entwicklung, 16 im Vertrieb und in der Verwaltung sowie drei Mitarbeiter im Bereich Informationstechnologie tätig. Im Vorjahr waren von den 84 Angestellten (ohne Vorstand und Auszubildende) 60 in der Forschung und Entwicklung, 21 im Vertrieb und in der Verwaltung sowie drei Mitarbeiter im Bereich Informationstechnologie tätig.
Darüber hinaus waren 2013 durchschnittlich drei Vorstände bei der 4SC AG (2012: 4), ein Geschäftsführer bei der 4SC Discovery GmbH (2012: 1) und ein Auszubildender (2012: 1) beschäftigt, sodass die durchschnittliche Gesamtbeschäftigtenzahl in 2013 bei 81 und in 2012 bei 90 lag. Auch in 2013 bildete die 4SC einen Chemielaboranten aus.
Darüber hinaus sind nach Ablauf des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 4SC AG haben.
Planegg-Martinsried, 13. März 2014 Der Vorstand:
Enno Spillner, Dr. Bernd Hentsch, Dr. Daniel Vitt,
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Wir haben dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 der 4SC AG, Planegg-Martinsried, Landkreis München den unter dem Datum vom 13. März 2014 in München unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der 4SC AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalrechnung, Konzern-Anhang sowie Segmentberichterstattung – und den zusammengefassten Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzern-Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands in den Abschnitten 6.2.4 "Kapitalmarktrisiken", Unterabschnitt "Weitere Finanzierung", 6.2.7 "Gesamtbeurteilung der Risikosituation", 8.2 "Unternehmensausblick", Unterabschnitt "Finanzprognose" und 9.7 "Prognosebericht (Ausblick)" des zusammengefassten Konzern-Lageberichts hin. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet ist, wenn sich die Annahmen hinsichtlich Liquiditätszuflüssen aus Kooperationen und Partnerschaften sowie aus
142 an unsere aktionäre zusammengefasster lagebericht finanzbericht weitere informationen
potenziellen Finanzierungsmaßnahmen nicht ausreichend realisieren lassen und keine zusätzlichen finanziellen Mittel in Form von Eigen- oder Fremdkapital eingeworben werden können."
Für Veröffentlichung oder die Weitergabe des Jahresabschlusses und / oder des zusammengefassten Konzern-Lageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Jahresabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.
München, den 13. März 2014
Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)
Stahl Hund Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Planegg-Martinsried, 13. März 2014
Der Vorstand:
Enno Spillner, Dr. Bernd Hentsch,
Dr. Daniel Vitt, Mitglied des Vorstands
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands
| in Tausend Euro | ||
|---|---|---|
| 2013 | 2012 | |
| Umsatzerlöse | 1.601 | 1.396 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.541 | 2.003 |
| Summe Umsatzerlöse & Erträge | 3.142 | 3.399 |
| Personalaufwand | -4.272 | -4.469 |
| Abschreibungen | -1.618 | -1.473 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.656 | -10.249 |
| Summe Aufwendungen | -12.546 | -16.191 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 53 | 231 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | 0 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1 | -1 |
| Summe Finanzergebnis | 52 | 230 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -9.352 | -12.562 |
| Außerordentliche Erträge | 0 | 9.064 |
| Summe außerordentliches Ergebnis | 0 | 9.064 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -1.959 | -2.712 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 0 | -10 |
| Jahresfehlbetrag | -11.311 | -6.220 |
| Verlustvortrag | -104.406 | -98.186 |
| Bilanzverlust | -115.717 | -104.406 |
| in Tausend Euro | ||
|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| AKTIVA | ||
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.582 | 10.094 |
| Sachanlagen | 142 | 212 |
| Finanzanlagen | 9.984 | 12.810 |
| Summe Anlagevermögen | 18.708 | 23.116 |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorratsvermögen | 0 | 0 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 704 | 2.244 |
| Wertpapiere | 2.000 | 6.000 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.224 | 5.932 |
| Summe Umlaufvermögen | 4.928 | 14.176 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 106 | 209 |
| Bilanzsumme | 23.742 | 37.501 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 50.372 | 50.372 |
| Kapitalrücklage | 81.668 | 81.668 |
| Bilanzverlust | -115.717 | -104.406 |
| Summe Eigenkapital | 16.322 | 27.634 |
| Rückstellungen | 955 | 1.170 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 505 | 419 |
| Übrige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten |
5.959 6.464 |
8.266 8.685 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 12 |
| Bilanzsumme | 23.742 | 37.501 |
Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der 4SC AG sind Auszüge aus dem vollständigen Jahresabschluss der 4SC AG. Dieser Jahresabschluss wurde von der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der vollständige Jahresabschluss der 4SC AG wird beim elektronischen Bundesanzeiger (eBanz) offengelegt. Der vollständige Jahresabschluss kann außerdem bei der 4SC AG, Investor Relations, Am Klopferspitz 19a, 82152 Planegg-Martinsried, angefordert werden.
Von 4SC entwickelte computerbasierte, virtuelle Hochdurchsatzscreening-Technologie zum simulierten Testen von großen Substanzdatenbanken. Dient der kosteneffizienten und schnellen Entdeckung und Optimierung neuer Wirkstoffe in der Pharmaforschung.
Finanzinstrumente der Kategorien "LAR" und "HTM" sind gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten.
Abkürzung für "Available-for-Sale", zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Abkürzung für "At fair value through profit or loss", finanzieller Vermögenswert oder finanzielle Verbindlichkeit, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird.
Bestandteil des bilanzierten Eigenkapitals. Besteht aus Aufgeldern, die von Aktionären bei der Durchführung von Kapitalerhöhungen im Rahmen von Finanzierungsrunden einbezahlt worden sind.
Substanz (Ligand), die einen bestimmten Botenstoff (z.B. ein Neurotransmitter) in seiner Wirkung imitiert, bzw. ersetzt. Dabei besetzt der Agonist den entsprechenden Rezeptor und aktiviert die Signaltransduktion in der Zelle und führt zu einem detektierbaren Effekt.
Aktiengesetz
Investor der einen signifikanten und in der Regel langfristig relativ stabilen Anteil am Unternehmen hält.
In der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist.
Wert oder Anzahl von Aktien, die die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft zur Emission möglicher Wandelanleihen oder Aktienoptionsprogramme vorab genehmigt hat.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Messbare Produkte von Organismen, die als Indikatoren für Krankheiten herangezogen werden können.
Umsetzung von Erkenntnissen aus der Biologie und der Biochemie in technische oder technisch nutzbare Elemente.
Als Blockbuster bezeichnet man ein auf dem Pharmamarkt besonders erfolgreiches Medikament, das – im Regelfall – jährlich einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar erzielt.
Kapitalfluss
Bezeichnet die medikamentöse Therapie von Krebserkrankungen oder Infektionen (antiinfektiöse Chemotherapie, auch antimikrobielle Chemotherapie).
Englische Abkürzung für "Contract Manufacturing Organisation" – Lohnhersteller.
Umfasst das gesamte System der verantwortungsvollen, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle eines Unternehmens.
Abkürzung von "Colorectal Cancer"; engl. für Darmkrebs.
Abkürzung für "Contract Research Organisation" – Auftragsforschungsorganisation zur Durchführung klinischer Studien.
Abkürzung für Directors and Officers-Versicherung (auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung). Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt.
Wertpapiergeschäfte des Managements (z.B. Vorstand und Aufsichtsrat) einer börsennotierten Gesellschaft. Die Transaktionen müssen durch die börsennotierte Gesellschaft veröffentlicht werden.
Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure. Biomolekül, das die genetische Information in einer Zelle enthält, und den Bauplan für die Proteine codiert.
Wirkstoff der, nach erfolgreichem Abschluss der pharmazeutischen Frühphasen-Forschung, in die formale präklinische Entwicklung gebracht werden kann.
Kinesin-Spindel-Protein, welches bei der Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen während der Zellteilung eine Funktion hat. Eine therapeutische Zielstruktur für die Entwicklung von anti-mitotischen Krebsmedikamenten, die auf die Inhibierung der Zellteilung von Tumorzellen abzielen und damit das weitere Tumorwachstum hemmen sollen.
Lizenzkauf, in der Regel in Form des Erwerbs der Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an einem Produkt, Wirkstoff oder Forschungs- und Entwicklungsprojekt.
Protein, das als Katalysator chemische Reaktionen in Zellen ermöglicht bzw. beschleunigt.
Spezialgebiet der Biologie. Befasst sich mit Zelleigenschaften, die auf Tochterzellen vererbt werden können, aber nicht in der DNA-Sequenz festgelegt sind. Dabei erfolgen Veränderungen an den Chromosomen, wodurch Abschnitte oder ganze Chromosomen in ihrer Aktivität beeinflusst werden.
Eine Methode zur Bilanzierung langfristiger Beteiligungen im Jahresabschluss einer Gesellschaft, die am stimmberechtigten Kapital einer anderen Gesellschaft beteiligt ist.
Planung des Einsatzes der im Unternehmen verfügbaren Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal).
Die erste Therapie, die nach einer Diagnosestellung eingeleitet wird.
Abkürzung für "Employee Stock Option Plan", d.h. Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter und Management.
Englische Abkürzung für "First In – First Out"; nach dem Prinzip "Als erster rein – Als erster raus".
Chemotherapie-Schema zur Behandlung von Darmkrebs, basierend auf dem Krebsmedikament Irinotecan.
Anschlussfinanzierung
Erste Stufe des pharmazeutischen Forschung- und Entwicklungprozesses. Umfasst in der Regel die Identifizierung einer therapeutischen Zielstruktur (Target) sowie die Wirkstoffidentifizierung und -optimierung. Endet mit der Auswahl eines geeigneten Wirkstoffkandidaten für die formale präklinische Entwicklung.
Abkürzung für "Full Time Equivalent"; auf Deutsch: Vollzeitäquivalent; Maßeinheit für die Arbeitszeit, die dem Gegenwert eines Vollzeitbeschäftigten entspricht.
Gastrointestinal Den Magen-Darm-Bereich betreffend.
Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA enthält.
(Zugelassenes Kapital) Wert oder die Anzahl von Aktien, die die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft zur Durchführung einer möglichen Kapitalerhöhung genehmigt hat.
Abkürzung für Histon Deacetylasen. Enzyme, die bei der Genregulierung eine wichtige Rolle spielen, indem sie Histone (Proteine, die im Zellkern die Erbinformation DNA verpacken) verändern. Sie regeln damit u.a. direkt die Transkription (d.h. das Ablesen) von genetischer Information und damit auch die epigenetische Modifizierung, d.h. ob bestimmte Geninformationen für den Organismus genutzt werden können oder nicht. Die Entwicklung von Hemmstoffen (Inhibitoren) der HDAC gilt als eine sinnvolle Strategie im Kampf gegen Krebs.
Das blutbildende System betreffend.
Ein Signalübertragungsweg, durch den Zellen auf äußere Signale reagieren können. Die Hemmung des Hedgehog-Signalweges ist ein neuartiges Therapieprinzip in der Behandlung bestimmter Krebsarten, unter anderem im Bereich der Krebsstammzellen. Hepatozelluläres Karzinom (HCC) Von den Hepatozyten des Lebergewebes ausgehender maligner Tumor, oft als "Leberkrebs" bezeichnet.
Handelsgesetzbuch
Enzym (HDAC), welches bei der Genregulierung eine wichtige Rolle spielt.
Bösartiger Tumor des Lymphsystems, der bspw. refräktär (unbeeinflussbar, unempfindlich) oder rezidiviert (wiederkehrend) sein kann.
Abkürzung für engl. "Held-to-maturity", bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere.
Die von den Unternehmen CRELUX GmbH und 4SC Discovery GmbH gebildete integrierte Technologieplattform i2c (idea to candidate – von der Idee zum Medikamentenkandidaten)
soll Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Lösungen und Technologien bieten, um im Bereich der Frühphasen-Forschung einen möglichst lückenlosen Weg von der Projektidee für ein neues Medikament bis hin zum präklinischen Entwicklungskandidaten zu gewährleisten.
Englische Abkürzung für "International Accounting Standards"; Internationale Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften.
Englische Abkürzung für "International Accounting Standards Board".
Englische Abkürzung für Inflammatory Bowel Disease – Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen; wiederkehrende (rezidivierende) oder kontinuierliche entzündliche Erkrankungen des Darms. Die beiden häufigsten Vertreter sind Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn.
Abkürzung für engl. "International Financial Reporting Interpretations Committee".
Englische Abkürzung für "International Financial Reporting Standards".
Behandlungsformen, bei denen das Immunsystem beeinflusst wird, z.B. zur Behandlung von Krebs- oder Autoimmunerkrankungen.
Jährliche oder anlassbezogene Werthaltigkeitsprüfung für aktivierte Geschäftsund Firmenwerte.
Krankheitsbild
Eine Entzündung hervorrufend.
Inhibitor Hemmstoff
Ankündigung der jeweiligen Behörde, ein Patent erteilen zu wollen. Siehe Notification of Allowanace.
Experimente, die in einer kontrollierten künstlichen Umgebung außerhalb des lebenden Organismus stattfinden, in der Regel im Reagenzglas.
Experimente, die in lebenden Organismen ablaufen, in der Regel im Tiermodell.
Joint Project Coordination Meeting. Regelmäßiges Treffen der Projektverantwortlichen bei wissenschaftlichen Projekten.
Forschungsstudien zur Medikamentenentwicklung, die an Probanden und Patienten durchgeführt werden.
CRC (siehe dort). Darmkrebs.
Behandlung einer Erkrankung mit zwei oder mehr Arzneistoffen.
Sog. Tumor initiierende Zellen (Tumor Initiating Cells). Können neue Tumore begründen und auf diese Weise das Wiederaufflammen der Erkrankung und die Bildung von Metastasen verursachen. Besitzen viele Eigenschaften von Stammzellen und werden deshalb auch Krebsstammzellen (Cancer Stem Cells) genannt.
Abkürzung für engl. "Loans and Receivables", Kredite und Forderungen.
Sammelbegriff für Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphgewebes.
Bestimmte Anwendungsform des Wirkstoffs Resminostat.
Alle chemischen Stoffwechselreaktionen in einem Organismus.
Ein Teilchen, das aus mindestens zwei Atomen zusammengesetzt ist.
Behandlung eines Patientien mit einem Medikament, das nur eine einzige Wirksubstanz enthält.
Autoimmunerkrankung des Darms.
Autoimmunerkrankung des Zentralnervensystems, bei der die Hülle der Nerven degeneriert; auch als Encephalomyelitis disseminata (ED) bezeichnet.
Unerwünschte, oft unspezifische Effekte, die ein Wirkstoff zusätzlich zu einer beabsichtigten Wirkung hat.
Erkrankung des Nervensystems.
Mit kleinem Molekülgewicht.
Erteilungsbescheid einer Patentbehörde zum Schutz des geistigen Eigentums, geht einer Patenterteilung voraus.
Lehre von den Tumorerkrankungen.
Eine bestimmte Gruppe von Patienten, die in der Regel bestimmte gemeinsame Merkmale aufweisen.
Räumliche und zeitliche Verteilung von Wirkstoffen durch die verschiedenen Gewebe des Organismus.
Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen Stoffen und Lebewesen.
An einer geringen Anzahl gesunder Probanden bzw. erkrankter Patienten unter strenger Kontrolle durchgeführte klinische Erprobung eines Wirkstoffs. Dient zur Untersuchung von Verträglichkeit, Pharmakokinetik, Verabreichungsform und sicherem Dosierungsbereich des Wirkstoffs.
An einer relativ geringen Anzahl erkrankter Patienten unter strenger Kontrolle durchgeführte klinische Studie zur Identifizierung kurzfristig auftretender Nebenwirkungen und Risiken eines Wirkstoffs. Bestimmung der Wirksamkeit des Wirkstoffs und eventuell auftretender Immunreaktionen dagegen.
Eine Phase-II-Studie mit Pilotcharakter und tendenziell geringerer Patientenzahl. Legt in der Regel den Schwerpunkt auf den Nachweis eines ersten Proof-of-Concept (Wirksamkeitsnachweis) des Wirkstoffs in einer kleinen Anzahl von Patienten.
Eine klinische Phase-II-Studie mit kontrollierten Studienbedingungen und tendenziell höherer Patientenzahl. Legt in der Regel den Schwerpunkt auf den Nachweis der Wirksamkeit eines untersuchten Wirkstoffs im Vergleich zu einer Kontrollbehandlung unter statistisch kontrollierten Bedingungen (z.B. Randomisierung).
An einer großen Anzahl erkrankter Patienten (einige hundert bis einige tausend) unter strenger Kontrolle durchgeführte klinische Studie zur Feststellung von Sicherheit, Effizienz und optimaler Dosierung eines Wirkstoffs unter realen Therapiebedingungen. Dient der Generierung klinischer Daten, auf deren Basis eine Marktzulassung des Wirkstoffs beantragt werden soll.
Zulassungsrelevante klinische Studie.
Ein Laborversuch eines neuen Medikamentenkandidaten oder eines neuen invasiven medizinischen Gerätes an Tieren, Organen oder Zellkulturen, der durchgeführt wird, um den Nachweis zu führen, dass eine klinische Studie gerechtfertigt ist.
Listing-Segment der Deutschen Börse mit weiteren Zulassungsfolgepflichten und klar definierten Transparenzanforderungen.
Freiwilliger, in der Regel gesunder Teilnehmer an einer klinischen Studie.
Siehe Histon-Deacetylasen.
Schuppenflechte
Englische Abkürzung für "Quorum Sensing Blocker: Substanzen", welche die interzelluläre Kommunikation von Bakterien unterbinden und damit die Ausbildung pathogener Eigenschaften verhindern sollen.
Abkürzung für Rheumatoide Arthritis (siehe dort).
Radioaktives Isotop eines Elements.
Arzneimittelzulassungsrelevante Angelegenheiten.
Widerstandsfähigkeit. Umstand, dass normalerweise wirksame Einflüsse, bspw. verabreichte Medikamente, nicht (mehr) wirken.
Autoimmunerkrankung des Bindegewebes, besonders der Gelenke.
Umsatzbeteiligungen; Entgelt für die Benutzung fremder Rechte an geistigem Eigentum. Royalties berechnen sich meist als bestimmter Prozentsatz der mit den Rechten an geistigem Eigentum erzielten Umsätze.
Test der biologischen Aktivität von Substanzen mit einem Assay.
Auch als (Re-)Sensitivierung bezeichnet. Dadurch sollen Tumorzellen von einem vormals drug-toleranten Status in den ursprünglichen, drug-sensitiven Status (zurück-)versetzt werden. Tumorzellen werden damit empfänglich
(sensitiv) gemacht für die Wirksamkeit eines Krebsmedikaments, auf das sie zuvor nicht mehr in ausreichendem Maße angesprochen haben.
Abkürzung für engl. "Standing Interpretations Committee".
Bezeichnet bestimmte wiederkehrende Informations- oder Signalübertragungswege in Zellen.
Übertragungsweg, durch den Zellen auf äußere Signale reagieren können oder durch den Informationen innerhalb von Zellen weitergegeben werden.
Schwellung oder Geschwulst. Beschreibung für eine feste (solide), örtlich umschriebene Zunahme von körpereigenem, reifem (differenziertem) oder unreifem (primitivem, undifferenziertem) Gewebe. Zu den soliden Tumoren zählen alle Tumor- und Krebsarten des Körpergewebes mit Ausnahme des Bluts, des Knochenmarks oder des lymphatischen Systems.
Abfolge von klinischen Studien
Der Prüfplan einer klinischen Studie, enthält die wichtigsten Merkmale des klinischen Forschungsvorhabens.
Medikament zur chemotherapeutischen Behandlung von soliden Tumoren. Greift die Spindelmaschinerie bei der Zellteilung an und hemmt so das Zellwachstum.
Toll-like Rezeptor: spezieller Rezeptor. Bezeichnet eine Struktur des sog. angeborenen Abwehrsystems. TLRs dienen der Erkennung von Strukturen, welche
ausschließlich auf oder in Krankheitserregern vorkommen, und steuern entsprechende Aktivierungen von Genen. Ein TLR-Agonist ist ein Wirkstoff, der die Funktionsweise des TLR verstärkt bzw. unterstützt.
Wissenschaftsbereich, der sich mit der Wirkung von giftigen Substanzen befasst, oder Substanzen auf giftige Wirkungen untersucht.
Forschungs- und Entwicklungsaktivität, deren Aufgabe es ist, präklinisch gewonnen Informationen und Daten in eine klinische Erwartung zu übersetzen. Diese Erwartung beeinflusst Entscheidungen des Unternehmens hinsichtlich klinischer Kandidatenauswahl und dem Design der frühen klinischen Phase-I-Studien.
Lat. Geschwulst, Schwellung. Eine Neubildung von Körpergewebe, die durch Fehlregulationen des Zellwachstums entsteht.
Eine schwerwiegende und chronische Entzündung des Auges bei der die Uvea, die mittlere Augenhaut, betroffen ist.
Finanzierung mit zumeist außerbörslichem Beteiligungskapital, auch Wagniskapital genannt.
Durch die Ausgabe neuer Aktien bspw. durch eine Kapitalerhöhung ohne Bezugsrecht verringert sich der Wert einer Aktie.
Eine Wandelschuldverschreibung (auch Wandelanleihe, engl. convertible bond)
ist ein von einer Gesellschaft ausgegebenes Wertpapier, das dem Inhaber das Recht einräumt, es während einer Wandlungsfrist zu vorher festgelegten Bedingungen in Aktien einzutauschen. Die Wandelschuldverschreibung ist in der Regel mit einem Nominalzins ausgestattet, kann aber auch als nicht-verzinsliches Wertpapier ausgestaltet werden.
Chemische Substanz, die Menschen zur Diagnose, Heilung, Abschwächung oder Vorbeugung einer Erkrankung verabreicht wird.
Eine Formulierung ist im pharmazeutischen Sinne die Bereitstellung eines Arzneimittels in einer Form, die die gewünschte Bioverfügbarkeit beim Patienten garantiert. Eine Formulierung kann beispielweise in gasförmigem Zustand (z.B. als Aerosol), in flüssigem Zustand (z.B. als Tropflösung), in halbfestem Zustand (z.B. Salbe) oder festem Zustand (z.B. Tablette) erfolgen.
Signalübertragungsweg, durch welchen Zellen auf äußere Signale reagieren können. Der Signalweg ist nach seinem Liganden ("WNT") benannt – dies ist ein Signalprotein, das eine wichtige Funktion bei der Entwicklung verschiedener tierischer/menschlicher Zellen einnimmt. Durch Mutationen zählt dieser Signalweg zu einer häufigen Ursache bei der Tumorentstehung.
Kleinste Einheit des Lebens, gekennzeichnet durch eigene Erbsubstanz, energieerzeugendes System, Vermehrungsfähigkeit und Erregbarkeit. Wird von einer Zellwand und/oder Zellmembran umschlossen.
Oft auch mit dem engl. Begriff "Target" bezeichnet. Spezifisches biologisches Molekül, z.B. ein Enzym oder ein Rezeptor, das eine wichtige Rolle in der Entstehung oder Entwicklung einer Krankheit spielt. Die meisten Wirkstoffe/Medikamente binden an den auch Target genannten Zielmolekülen und entfalten dadurch ihre therapeutische Aktivität.
Wenn die erste Therapie, die nach einer Diagnosestellung eingeleitet wurde (Erstlinientherapie), nicht anschlägt bzw. vom Patienten nicht vertragen wird, folgt die Zweitlinientherapie.
Botenstoff. Ein Zytokin ist ein Protein, das regulierende Funktionen für das Wachstum und die Differenzierung von Körperzellen hat.
| Konzern-Jahresfinanzbericht 2013 | 26. März 2014 |
|---|---|
| 3-Monats-Konzern-Finanzbericht (Q1/2014) | 8. Mai 2014 |
| Ordentliche Hauptversammlung, München | 9. Mai 2014 |
| Konzern-Halbjahresfinanzbericht 2014 (Q2/2014) | 7. August 2014 |
| 9-Monats-Konzern-Finanzbericht (Q3/2014) | 6. November 2014 |
| Analystenveranstaltung, Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt a.M. | 24.-26. November 2014 |
4SC AG, Am Klopferspitz 19a, 82152 Planegg-Martinsried
Jochen Orlowski Mail: [email protected] Telefon: +49-89-7007-630
Hardy Lahn (Lahn | Brand Consulting, Landsberg am Lech) www.bfgm.de
Anke Banaschewski (GFD – Gesellschaft für Finanzkommunikation mbH) www.gfd-finanzkommunikation.de
Frank Widmann, Wiesbaden www.frank-widmann.de
Am Klopferspitz 19a, 82152 Planegg-Martinsried Deutschland Telefon: +49-89-7007-630 Telefax: +49-89-7007-63-29 www.4sc.de
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