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3U Holding AG Annual Report 2011

Mar 30, 2012

3_10-k_2012-03-30_636292ef-ab12-49b2-9dfa-e8ab9ea5e2ba.pdf

Annual Report

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3U HOLDING AG Geschäftsbericht 2011

Konzernergebnisse im Überblick

3U Konzern (IFRS) Jahresvergleich
1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Umsatz (in Mio. EUR) 77,27 82,40
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) (in Mio. EUR) 28,47 6,42
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) (in Mio. EUR) 25,55 –1,60
EBT (Ergebnis vor Steuern) (in Mio. EUR) 26,32 –1,69
Konzernergebnis (in Mio. EUR) 26,64 5,83
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (unverwässert) (in EUR) –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (verwässert) (in EUR) –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten (unverwässert) (in EUR) 0,75 0,18
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten (verwässert) (in EUR) 0,68 0,18
Ergebnis je Aktie gesamt (unverwässert) (in EUR) 0,70 0,15
Ergebnis je Aktie gesamt (verwässert) (in EUR) 0,64 0,15
Eigenkapitalquote (in %) 82,49 51,67
3U Konzern (IFRS) Quartalsvergleich
1. 10.–31. 12.
2011
1. 10.–31. 12.
2010
Umsatz (in Mio. EUR) 16,58 20,08
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) (in Mio. EUR) –2,49 –0,79
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) (in Mio. EUR) –2,31 –3,03
EBT (Ergebnis vor Steuern) (in Mio. EUR) –2,36 –3,33
Konzernergebnis (in Mio. EUR) –2,00 3,43
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (unverwässert) (in EUR) –0,06 –0,07
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (verwässert) (in EUR) –0,06 –0,07
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten (unverwässert) (in EUR) 0,03 0,16
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten (verwässert) (in EUR) 0,02 0,16
Ergebnis je Aktie gesamt (unverwässert) (in EUR) –0,04 0,09
Ergebnis je Aktie gesamt (verwässert) (in EUR) –0,04 0,09
Eigenkapitalquote (in %) 82,49 51,67

Inhalt 1

2 An unsere Aktionäre

  • 2 Brief an unsere Aktionäre
  • 7 Bericht des Aufsichtsrats
  • 10 Corporate Governance Bericht
  • 12 Die 3U Aktie

17 Konzernlagebericht

  • 18 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
  • 23 Darstellung des Geschäftsverlaufs
  • 46 Risiko- und Chancenmanagement
  • 54 Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres
  • 55 Prognosebericht

59 Konzernabschluss

  • 60 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 (IFRS)
  • 62 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
  • 65 Gesamtergebnisrechnung
  • 66 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
  • 68 Kapitalflussrechnung (IFRS)
  • 70 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011
  • 132 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2011 (IFRS)
  • 134 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010 (IFRS)
  • 136 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 137 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • 139 Weitere Informationen
  • 140 Finanzkalender
  • 141 Kontakt
  • 142 Glossar
  • 144 Impressum
  • 144 Disclaimer
  • 145 3U Konzern

Brief an unsere Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Jahr 2011 war ein bewegtes Jahr, das unser Unternehmen, wie viele andere auch, erneut vor große Herausforderungen gestellt hat. Die Schuldenkrise in den USA und in Europa führte zu einem erheblichen Vertrauensverlust sowohl in Bezug auf die Problemlösungskompetenz der Politik als auch in die des "freien" Marktes. Die Kapitalmarktverwerfungen waren genauso groß wie nach der Lehman-Pleite und dauern auch im neuen Jahr an.

In Deutschland leitete die Regierung nach der Katastrophe in Fukushima eine Energiewende ein: Die Rahmenbedingungen für die gesamte deutsche Energieerzeugung haben sich fundamental verändert. Wir befinden uns auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter, in dem Erneuerbare Energien immer wichtiger werden.

Mit unserer bereits 2007/2008 erarbeiteten und seither konsequent verfolgten Strategie haben wir die richtigen Weichen gestellt. Durch die Energiewende wurde unser Kurs nun bestätigt: Damals wurde der Beschluss gefasst, die 3U HOLDING AG von einer telekommunikationslastigen Unternehmensgruppe hin zu einer breiter diversifizierten Beteiligungs-Holding mit einem Schwerpunkt Erneuerbare Energien zu entwickeln. Diesen Transformationsprozess haben wir in 2011 erfolgreich vorangetrieben und eine Reihe strategischer und operativer Meilensteine erreicht.

Verkauf der LambdaNet führt zu Ergebnissprung und Umsatzrückgang

Die Unternehmenskennzahlen des Jahres 2011 werden maßgeblich durch den Verkauf der LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals: LambdaNet Communications Deutschland AG, im Folgenden LambdaNet) geprägt. Am 19. Mai 2011 teilte 3U mit, dass die LambdaNet inklusive der österreichischen und tschechischen Töchter an die euNetworks GmbH, eine Tochter der euNetworks Group Limited, verkauft worden waren. Diese Transaktion wurde zum 31. Mai 2011 abgeschlossen. Im Rahmen dieser Transaktion flossen 3U liquide Mittel in Höhe von rund EUR 27 Mio. zu, die sich aus dem Verkaufspreis und einer ersten Teilrückzahlung der Verbindlichkeiten zusammensetzen. Es wurde darüber hinaus vereinbart, dass die restlichen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7,8 Mio. zzgl. Zinsen in den nächsten fünf Jahren zurückgeführt werden.

Der Konzernumsatz ging im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,13 Mio. auf EUR 77,27 Mio. zurück. Der Umsatzanstieg im Segment Erneuerbare Energien konnte dabei den Umsatzausfall im nicht fortgeführten Segment Breitband/IP sowie den Umsatzrückgang im Segment Telefonie nur teilweise kompensieren.

Das EBITDA in 2011 hat sich vor allem durch diese Transaktion deutlich verbessert und liegt bei EUR 28,47 Mio. nach EUR 6,42 Mio. im Vorjahreszeitraum. Auch das Ergebnis konnte sehr stark gesteigert werden und fiel mit EUR 26,64 Mio. um 457 % höher aus als im Vorjahr (EUR 5,83 Mio.).

Der Vorstand der 3U HOLDING AG (von links): Christoph Hellrung, Michael Schmidt und Andreas Odenbreit

Strategische Weiterentwicklung konsequent vorangetrieben

Für die Zukunft des 3U Konzerns sind wir aus guten Gründen zuversichtlich. Mit unseren Konzern-Gesellschaften haben wir interessante Nischenmärkte besetzt. Mit einer Eigenkapitalquote von rund 82,5 % sind wir außerordentlich solide finanziert und haben angesichts unserer finanziellen Ressourcen alle Möglichkeiten, in die von uns als attraktiv bewerteten Geschäftsfelder angemessen zu investieren. Der Vorstand wird weiterhin sich ergebende Chancen gründlich analysieren, die Handlungsmöglichkeiten sorgfältig abwägen und gemeinsam mit dem Management die Kernpunkte für die strategische Weiterentwicklung festlegen.

  • Das Segment Telefonie wird auch zukünftig maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Es ist uns in der Vergangenheit gelungen, in einem insgesamt schrumpfenden Markt aussichtsreiche Gelegenheiten zu identifizieren und zu besetzen und damit attraktive Margen zu verdienen. So haben wir am 10. Februar 2011 mit der Triast GmbH und der Younip Telecom GmbH zwei neue Konzerngesellschaften in diesem Segment gegründet.
  • Im Segment Services haben wir in 2011 die Grundlagen geschaffen, ab dem Jahr 2012 nennenswerte externe Umsätze zu erzielen. Während 2011 nahezu alle Umsätze in diesem Segment noch konzernintern generiert wurden, sollen externe Umsätze in 2012 schon rund ein Viertel der Gesamtumsätze ausmachen und 2013 soll dieser Anteil auf nahezu 50 % steigen. Neben den von diesem Segment erbrachten Beratungsdienstleistungen soll vor allem auch das Geschäftsfeld Cloud Computing für diese Entwicklung verantwortlich sein.

Der 3U Konzern baut das Segment Erneuerbare Energien weiter aus. Es ist das erklärte Ziel von 3U sich zukünftig noch breiter im Bereich Erneuerbare Energien aufzustellen und unsere Produkt- und Dienstleistungspalette kontinuierlich zu erweitern. In diesem Zusammenhang haben wir eine Fünf-Säulen-Strategie entwickelt, die auf den Pfeilern Produktion, Handel, Service und zunehmend auch auf Beratung/Planung und Projektentwicklung fußt. Das hierfür notwendige Know-how wurde in den vergangenen Quartalen sowohl intern aufgebaut als auch durch ein starkes Partnernetzwerk gesichert. Die derzeitigen Rahmen bedingungen für Photovoltaik-Anlagen werden sich mit der EEG-Novelle stark verändern. Große PV-Projekte werden zukünftig noch schwieriger zu realisieren sein. Entsprechend verhalten sind die Aussichten für das PV-Projektentwicklungsgeschäft, sobald das neue EEG in Kraft tritt.

Darüber hinaus wurde eine Reihe neuer Gesellschaften gegründet: Mit einem chinesischen Partner wurde ein Joint Venture- Vertrag über die Errichtung der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. in Tianjin, China, abgeschlossen. Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, Produktion und der Verkauf von Solarkollektoren und Solarspeichern. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., Sanhe, China, die ebenfalls gemeinsam mit einem chinesischen Partner im vierten Quartal 2011 gegründet wurde. Der geschlossene Joint-Venture-Vertrag tritt erst nach Genehmigung durch die zuständige chinesische Genehmigungsbehörde in Kraft. Im Juni wurde die Selfio GmbH gegründet, ein Online-Händler mit Produkten der Bereiche Heizung und Sanitär, insbesondere mit Modulen und Komponenten zur regenerativen Energie- und Wärmegewinnung, -speicherung und -versorgung. Die ebenfalls im Juni gegründete 3U SOLAR (PTY) Ltd. mit Sitz in Johannesburg, Südafrika, soll als Vertriebsgesellschaft für Systemkomponenten aus dem Bereich Erneuerbare Energien tätig werden. Mit dem Geschäftszweck des Baus und der Montage von Heizungs- und Lüftungsanlagen, insbesondere der Installation und Wartung von Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung, wurde im September die 3U SOLAR Service GmbH mit Sitz in Marburg gegründet.

Auch 2012 werden neue Konzerngesellschaften hinzukommen. Im Januar 2012 erfolgte die Gründung der ClimaLevel Energie systeme GmbH, einem Anbieter eines außergewöhnlichen Fußboden-Systems, das die Funktionen Heizen, Kühlen und Lüften erfüllt.

3U HOLDING AG investiert in Solarprojekt

Einen weiteren Meilenstein in ihrer Entwicklung gab die 3U HOLDING AG im vierten Quartal 2011 bekannt, als sie berichtete, dass sie in den Bereich Projektierung expandiert und einen ersten Solarpark errichtet. Der in Adelebsen, Niedersachsen, entstehende Solarpark wird auf einer ca. 26 Hektar großen, ehemaligen Industriefläche umgesetzt und eine Kapazität von rund 10 MWp haben. Mit der Liegenschaft wurde ebenfalls 27.000 m2 vermietbare Hallenfläche erworben. Die Photovoltaikmodule werden sowohl auf den Dach flächen der Hallen als auch auf den Freiflächen installiert.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Standort Adelebsen beträgt über EUR 20 Mio. Die Finanzierung dieses Projekts erfolgte bisher durch eigene Mittel, mittelfristig wird eine attraktive Fremdfinanzierung angestrebt.

Die Belegung der Dachflächen wurde im November 2011 begonnen und rechtzeitig zum Jahresende erfolgte die technische Inbetrieb nahme. Mit der technischen Inbetriebnahme der 1,1-MWp-Aufdach-PV-Anlage sicherte sich 3U noch den garantierten Einspeise vergütungssatz des Jahres 2011. Die Belegung der Freilandfläche wurde Ende Februar begonnen. Mit der technischen Inbetriebnahme wird für die Freilandanlage der zum 1. Januar 2012 geltende Einspeisevergütungssatz gemäß EEG über 20 Jahre garantiert.

Aktienkurs hinkt der erfreulichen Unternehmensentwicklung hinterher

Unsere Erfolge spiegeln sich noch nicht ausreichend in unserem Aktienkurs wider. Auch wenn wir in 2011 einen moderaten Kursanstieg von rund 15 %* sahen und damit die 3U Aktie eine bessere Performance aufwies als die Marktindizes, sind wir mit der aktuellen Unternehmensbewertung durch die Börse keineswegs zufrieden.

Am 30. Juni 2011 beschloss der Vorstand auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, ab dem 1. Juli 2011 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Über die Verwendung der zurückgekauften Aktien ist noch nicht entschieden worden.

Veränderungen im Vorstand

Am 8. März 2012 erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Finanzvorstand Michael Göbel nach schwerer Krankheit verstorben ist. Wir werden diesen Freund und Weggefährten in seiner menschlichen und liebenswerten Art vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Am 14. März hat der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG Herrn Christoph Hellrung, den langjährigen Finanzvorstand verschiedener Tochtergesellschaften des 3U Konzerns, zum Nachfolger in das Amt des Finanzvorstandes berufen. Ebenfalls wurde am selben Tage der bisherige Interimsvorstand Herr Andreas Odenbreit vom Aufsichtsrat als weiteres reguläres Vorstandsmitglied in den Ressorts Recht und Personal bestätigt.

Aussichten für das Jahr 2012 positiv

Sehr geehrte Aktionäre, auch für das Jahr 2012 haben wir uns sehr viel vorgenommen. Abgesehen vom Segment Telefonie verfolgen wir in den beiden anderen Segmenten eine Wachstumsstrategie. Während wir im Bereich Erneuerbare Energien unser Ziel verfolgen, unser (Dienst-)Leistungsportfolio rund um die Gebäudeinfrastruktur zu verbreitern, setzen wir im Bereich Services neben Consulting-Dienstleistungen vor allem auch auf den Ausbau des Themas Cloud Computing. Wir haben in den letzten Jahren erheblich in dieses Thema investiert, da wir davon ausgehen, dass es sich bei Cloud Computing um einen sehr attraktiven Wachstumsmarkt handelt. Wir werden sowohl in die bestehenden Konzerngesellschaften investieren, als auch weitere Beteiligungen eingehen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir den 3U Konzern gut positioniert haben, um die sich ergebenden wirtschaftlichen Chancen, insbesondere auch die, die aus der Energiewende resultieren, für weiteres profitables Wachstum zu nutzen. Oberstes Ziel dabei bleibt es, für unsere Aktionäre Werte zu schaffen und diese daran zu beteiligen.

Nach dem erfreulichen Geschäftsergebnis des Jahres 2011 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im Mai 2012 vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von EUR 0,03 je Stückaktie auszuschütten.

Wir sind sicherlich auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel angekommen. Für das Geschäftsjahr 2012 sind wir auf Basis des Vorgenannten jedoch optimistisch, unsere Ziele erreichen zu können.

Für Ihr in uns gesetztes Vertrauen im Geschäftsjahr 2011 danken wir Ihnen und freuen uns darauf, auch die nächsten Meilensteine mit Ihnen gemeinsam zu erreichen. Begleiten Sie uns weiter auf diesem Weg.

Marburg, 30. März 2012

Der Vorstand

6

Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auch im Berichtsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei haben wir uns von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Wir hatten stets ausreichend Gelegenheit, uns mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorlagen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Insbesondere sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, haben wir unser Votum abgegeben. In begründeten Fällen wurden auch außerhalb der Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen Umlauf verfahren gefasst.

Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat war in der ersten Jahreshälfte die zukünftige Entwicklung des Segments Breitband/IP, insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung der LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals: LambdaNet Communications Deutschland AG, im Folgenden LambdaNet) und die Abstimmung mit dem Vorstand im Zusammenhang mit dem Verkauf der LambdaNet. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Aufbau der neuen Segmente Erneuerbare Energien und Services. Hier wurde der Aufsichtsrat insbesondere in die Pläne und Maßnahmen im Photovoltaik-Bereich und — für den Bereich der Services dem Cloud-Computing eingebunden.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Corporate-Governance-Themen, insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrates ebenso wie Personalfragen einschließlich der Anstellungsverträge des Vorstands.

Wie schon in der Vergangenheit hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens befasst. Wesentlicher Gegenstand der Diskussion im Aufsichtsrat war weiter die fortlaufende und detaillierte Unterrichtung über die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie über die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und definierten Zielen ausführlich erläutern.

Das Risikomanagement des Unternehmens war Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Sitzungen und Teilnahme

Im Geschäftsjahr 2011 haben insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen (7. Februar, 31. März, 26. Mai, 8. August, 27. Oktober sowie am 16. Dezember) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert.

Corporate Governance

Am 23. März 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechens erklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenfalls dort einzusehen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Der Aufsichtsrat hatte Andreas Odenbreit wegen der Erkrankung des Finanzvorstands Michael Göbel am 26. Mai 2011 interimistisch zum Vorstand der Gesellschaft berufen.

Am 8. März 2012 erreichte uns die Nachricht, dass Michael Göbel nach schwerer Krankheit verstorben ist. Entsprechend war es unsere traurige Pflicht einen Nachfolger zu berufen.

Am 14. März hat der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG Herrn Christoph Hellrung, den langjährigen Finanzvorstand verschiedener Tochtergesellschaften des 3U Konzerns, zum Nachfolger in das Amt des Finanzvorstandes berufen. Ebenfalls wurde am selben Tage der bisherige Interimsvorstand Herr Andreas Odenbreit vom Aufsichtsrat als weiteres reguläres Vorstandsmitglied in den Ressorts Recht und Personal bestätigt.

Veränderungen im Aufsichtsrat haben sich in 2011 nicht ergeben.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2011

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 26. Mai 2011 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungs berichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 30. März 2012 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahres abschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte für die 3U HOLDING AG und den Konzern eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschluss prüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

9

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Marburg, 30. März 2012

Der Aufsichtsrat

Ralf Thoenes Vorsitzender

10 Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gilt seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Mai 2010 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG befassen sich fortlaufend mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und haben beschlossen, den Empfehlungen weitgehend zu entsprechen.

Die 3U HOLDING AG hat die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung zuletzt am 23. März 2012 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden.

Abweichungen von den Empfehlungen

Selbstbehalt D&O-Versicherung

Die D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können.

Diversity

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen.

Vorstandsvergütung

Der Aufsichtsrat hat ein Cap für an Vorstände zu zahlende Abfindungen (maximal zwei Jahresgehälter) in den Vorstandsverträgen nicht vorgesehen, da die Verträge lediglich eine begrenzte Laufzeit von drei Jahren haben. Dementsprechend ergibt sich die mit Ziffer 4.2.3 beabsichtigte Begrenzung des möglichen Abfindungsanspruches eines Vorstands bereits aus der Natur der Vorstands verträge.

Diversity von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht.

11

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht.

Vergütungsbericht

Ausführungen zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht des Konzernlageberichts, der sowohl Teil des Konzernlageberichts als auch Teil zu dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist.

Die 3U Aktie

12

Die 3U Aktie im Überblick

International Securities Identification Number (ISIN) DE0005167902
Wertpapierkennnummer (WKN) 516790
Börsenkürzel UUU
Transparenzlevel Prime Standard
Designated Sponsor BankM — Repräsentanz der biw Bank
für Investments und Wertpapiere AG
Erstnotiz 26. November 1999
Grundkapital in EUR zum 31. Dezember 2011 EUR 39.237.786,00
Anzahl der Aktien zum 31. Dezember 2011 39.237.786
Börsenkurs zum Jahresende 2011* EUR 0,75
Höchstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011* EUR 0,98 (25. und 26. Mai 2011)
Tiefstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011* EUR 0,56 (15. März 2011)
Marktkapitalisierung am 31. Dezember 2011 EUR 29.428.339,50
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) per 31. Dezember 2011 EUR 0,70

*Auf Xetra

Das Börsenjahr 2011 entwickelte sich in den beiden Jahreshälften sehr unterschiedlich. Begonnen hatte es mit Nachrichten über Wachstumsraten, wie es sie seit beinahe 20 Jahren in Deutschland nicht gegeben hatte. Selbst die Einbrüche an den Aktienmärkten aufgrund der dramatischen Ereignisse in Japan rund um das Reaktorunglück in Fukushima waren nur von kurzer Dauer. Es herrschte Zuversicht, dass die Staatsschuldenkrise beherrschbar sei und an den Börsen stiegen die Kurse. Doch im Sommer wandelte sich das Bild rasch als die Schulden krise zum überragenden Thema wurde und die Aktienkurse massiv nachgaben.

Die Aktie der 3U HOLDING AG eröffnete das Geschäftsjahr 2011 mit einem Einstiegskurs von EUR 0,68. Ab Mitte Januar stieg der Aktien kurs, der nach der LambdaNet-Verkaufsmeldung zu einem vorläufigen Höchststand von EUR 0,98 im Mai führte. Anschließend vollzog der Kurs eine Seitwärtsbewegung, ehe die Schuldenkrise europäischer Staaten sowie der USA im weiteren Jahresverlauf dafür sorgte, dass die internationalen Aktienmärkte vermehrt unter Druck gerieten und sich auch die Aktie der 3U HOLDING AG nicht von der insgesamt negativen Grundstimmung freimachen konnte.

Der Referenzindex Prime All Share Index schwankte im Jahresverlauf zwischen 10 % Kursanstieg und 25 % Kursverlust und beendete das Jahr 2011 mit einem Verlust von rund 15 %. Volatiler, jedoch auch mit einer deutlich besseren Performance präsentierte sich die 3U Aktie im gleichen Zeitraum. Geprägt durch die Nachrichten bezüglich des Verkaufs der LambdaNet und des Ausbaus des Bereichs Erneuerbare Energien konnte die 3U Aktie zum Jahresende ein Kursplus von 15 % verbuchen. Berücksichtigt man darüber hinaus die in 2011 für das Geschäftsjahr 2010 ausgeschüttete steuerfreie Dividende von EUR 0,02 pro Aktie, so ergibt sich für 2011 eine Rendite von ca. 18 %.

Aktienkurs

Kursverlauf der 3U Aktie* vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 im Vergleich zum Prime All Share Index

Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2011 besaßen die Organmitglieder folgende voll stimm- und dividendenberechtigte Aktien:

Vorstand
Michael Schmidt (Sprecher des Vorstands) 8.999.995 Aktien
Michael Göbel 8.500 Aktien
Andreas Odenbreit 20.500 Aktien
Vorstand gesamt 9.028.995 Aktien
Aufsichtsrat
Ralf Thoenes (Vorsitzender) 0 Aktien
Gerd Simon (stellvertretender Vorsitzender) 10.000 Aktien
Stefan Thies 0 Aktien
Aufsichtsrat gesamt 10.000 Aktien
Nahestehende Personen
Roland Thieme (Geschäftsführer von Beteiligungen im Segment Telefonie) 1.971.232 Aktien
Nahestehende Personen gesamt
1.971.232 Aktien
Eigene Aktien der 3U HOLDING AG
Bestand eigene Aktien 3.923.770 Aktien

Investor Relations

Der Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen die Bekanntheit der 3U HOLDING AG am Kapital markt weiter fördern. Die 3U Aktie soll als langfristig attraktives Investment wahrgenommen werden. Wir werden die Entwicklung der Gesellschaft und unsere Strategie kontinuierlich, offen und verlässlich vermitteln, um das Vertrauen der Investoren weiter zu stärken und eine faire Bewertung am Kapitalmarkt zu erreichen.

In zahlreichen Veranstaltungen für institutionelle Investoren, aber auch für private Einzelaktionäre, haben wir deshalb auch im vergangenen Geschäftsjahr zeitnah über den Geschäftsverlauf informiert, über die Attraktivität unserer Aktie berichtet und unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorgestellt. Mit den wesentlichen Aktionären besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog. In den Gesprächen mit unseren Investoren wurde deutlich, dass die Entwicklung der 3U HOLDING AG mit Interesse verfolgt wird, aber immer noch Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und insbesondere den Aussichten für die Segmente Erneuerbare Energien und Services besteht.

Die Liquidität der Aktie ist im Verhältnis zur Marktkapitalisierung weiterhin überdurchschnittlich hoch. Die Anzahl der im Tagesdurchschnitt in Frankfurt gehandelten 3U Aktien erhöhte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % auf rund 100.000 Stück, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2010 täglich durchschnittlich rund 90.000 3U Aktien gehandelt wurden.

Zum Ende des zweiten Quartals beschloss der Vorstand zur Stabilisierung der Aktionärsstruktur das niedrige Kursniveau zu nutzen, um auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Das Aktienrückkaufprogramm stand unter Führung der BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere, die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt der einzelnen Rückkäufe unabhängig und unbeeinflusst von der 3U HOLDING AG traf. Der durchschnittliche Kaufpreis für die Aktien betrug EUR 0,84121; insgesamt wurden für den Rückkauf EUR 3.308.976,40 aufgewendet. Die Aktien stehen der Gesellschaft z. B. als Akquisitionsmittel im Rahmen von Unternehmenstransaktionen zur Verfügung.

Über die Verwendung der zurückgekauften Aktien ist noch nicht entschieden worden. Daher können diese Aktien zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Nach dem erfreulichen Geschäftsergebnis des Jahres 2011 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im Mai 2012 vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von EUR 0,03 je Stückaktie auszuschütten. Auch zukünftig sollen die Aktionäre am Unternehmenserfolg durch Dividendenausschüttungen angemessen beteiligt werden.

Konzernlagebericht 17

  • Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen 18
  • Darstellung des Geschäftsverlaufs 23
  • Risiko- und Chancenmanagement 46
  • Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres 54
  • Prognosebericht 55

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes

Nach der konjunkturellen Erholung im Jahr 2010 hat sich die weltwirtschaftliche Expansion zu Beginn des Jahres 2011 zunächst fortgesetzt. Im ersten Halbjahr erhöhte sich das preisbereinigte globale Bruttoinlandsprodukt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (DeStatis) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 %. Getragen wurde das Wachstum dabei vor allem durch die positive Entwicklung in den asiatischen Schwellenländern. Ab Jahresmitte 2011 trübten sich die konjunkturellen Aussichten jedoch deutlich ein, als zeitgleich in den USA um die Ausweitung der Obergrenze für öffentliche Schulden und in der Europäischen Union im Rahmen der Staatsschuldenkrise um ein neues Hilfspaket für Griechenland sowie eine Reform des Rettungsfonds zur Stützung von EU-Mitgliedsländern gerungen wurde. Belastend wirkte sich zudem der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise aus. Vor diesem Hintergrund prognostizierten die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute den sogenannten fortgeschrittenen Volkswirtschaften für das Gesamtjahr 2011 lediglich noch ein Wachstum von 1,4 %. Für die Weltwirtschaft insgesamt erwarteten die Institute nunmehr im gleichen Zeitraum einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,6 %, gestützt durch das anhaltende Wachstum in den Schwellenländern Asiens, Lateinamerikas und Mittel- und Osteuropas.

Deutschland befand sich bis zur Jahresmitte 2011 in einem konjunkturellen Aufschwung, der insbesondere von der kräftigen Ausweitung des Außenhandels und einer hohen Investitionsbereitschaft der Unternehmen getrieben wurde. Die private Konsumnachfrage, die seit Anfang 2010 kontinuierlich gestiegen war, entwickelte sich im zweiten Quartal 2011 hingegen nur noch verhalten. Verantwortlich hierfür waren Unsicherheiten im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise sowie ein zunehmender Inflationsdruck. Für die zweite Jahreshälfte 2011 prognostizierte das Herbstgutachten der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute (Ifo Institut, IfW, IWH, RWI) eine gegenläufige Entwicklung: Während die Exporte aufgrund der schwachen Konjunktur in wesentlichen Abnehmerländern voraussichtlich deutlich an Dynamik verlieren sollten, sollte die private Konsumnachfrage von gestiegenen Nettolöhnen profitieren. Insgesamt erwarteten die Institute aufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung zu Jahresbeginn 2011 für das Gesamtjahr eine Zunahme des realen Bruttoinlandsproduktes um 2,9 %.

Entwicklung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland

Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2011 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2011 um 2,7 % unter dem Niveau des Jahres 2010.

Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2011 um 2,4 % preiswerter als 2010. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 %.

Laut einer Studie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2011 ist die TK-Branche im sechsten Jahr in Folge geschrumpft. Auch wenn die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland in 2011 weniger stark zurückgegangen sind als in den Vorjahren, so ist erneut ein Minus von 0,8 % zu verzeichnen.

Von diesen Umsätzen in Höhe von rund EUR 60,3 Mrd. (Vorjahr: EUR 60,8 Mrd.) entfallen EUR 32,6 Mrd. (EUR –0,3 Mrd.) auf den Festnetz- und EUR 23,9 Mrd. (EUR –0,3 Mrd.) auf den Mobilfunkmarkt. Ursächlich hierfür sind trotz zunehmender Marktpenetration und deutlich steigender Mobilfunknutzung — für den Endkunden durchaus erfreulich — weiter sinkende Endkundenpreise.

Die Deutsche Telekom bleibt in dem um rund 1 % rückläufigen TK-Festnetzmarkt mit 53 % Umsatzanteil der marktbeherrschende Anbieter, obwohl das ehemalige Staatsunternehmen in 2011 voraussichtlich EUR 0,8 Mrd. weniger Umsatz im Festnetzgeschäft erzielt haben wird als noch ein Jahr zuvor. So verzeichnet die Deutsche Telekom zum Beispiel bei den Komplettanschlüssen im Jahr 2011 schätzungsweise einen Rückgang um 1,4 Mio. — ein ähnlicher Rückgang wie im Vorjahr (–1,5 Mio.). Die Wettbewerber verlieren bei den klassischen Anschlüssen 0,2 Mio., können jedoch bei Anschlüssen mit TV-Breitbandkabel und entbündeltem DSL (VoiP) um 0,6 Mio. respektive 0,9 Mio. zulegen.

Nachdem die Investitionen in Sachanlagen 2010 etwas zurückgegangen waren, stiegen sie in der TK-Branche im Jahr 2011 wieder auf rund EUR 6,1 Mrd. (2010: EUR 6,0 Mrd.). Die Wettbewerber der Deutsche Telekom tragen mit EUR 3,6 Mrd. erneut mehr als die Hälfte (59 %) des Investments und bleiben damit Treiber von Innovationen. Seit der Marktliberalisierung haben sie in Deutschland EUR 51,9 Mrd. investiert.

Nach den Rückgängen in den vergangen Jahren geht der VATM davon aus, dass die Umsätze im Gesamtmarkt auch im Jahr 2012 weiter schrumpfen werden; jedoch mit höchstens 1 % weniger als in den Vorjahren.

Entwicklung des Marktes für Festnetz-Telefonie in Deutschland

Die Kunden der Wettbewerber telefonieren von Jahr zu Jahr mehr. Waren es 2010 noch 397 Mio. Minuten im Festnetz täglich, sind es dieses Jahr 404 Mio. Minuten. Der Anteil von Call-by-Call und Preselection sank zwar in 2011 aufgrund der immer stärkeren Nutzung von Komplettanschlüssen anderer Wettbewerber und von Telefonie-Flatrates; dennoch machen Betreibervor- und Betreiberauswahl immer noch fast ein Sechstel der Wettbewerber-Minuten aus. Das sind fast 66 Mio. Minuten täglich. Nach Ansicht des VATM wird eine Vielzahl der Kunden der Deutsche Telekom auch mittelfristig auf diese Variante der Netzbetreiberauswahl zurückgreifen.

g p g Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in Deutschland nach Verbindungsminuten (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mio. Minuten pro Tag)

Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen

Entwicklung des Marktes Services

Das Spektrum des Produktportfolios im Dienstleistungsbereich der 3U geht von der Software-Entwicklung über Consulting-Dienstleistungen bis hin zur Entwicklung von Vertriebs- und Vermarktungsstrategien und deren Umsetzung.

Während für die zukünftige Entwicklung des IT-Marktes Prognosen renommierter Forschungseinrichtungen vorliegen, fällt allein schon die Abgrenzung des Marktes für Unternehmensberatung und Vertriebs- und Vermarktungsstrategien außerordentlich schwer.

Forrester Research erwartet in seiner aktuellen Studie "Global Tech Market Outlook For 2012 And 2013", dass der Markt für IT-Güter und -Services in den Jahren 2012 und 2013 zwei Veränderungen durchmachen wird. Zum einen werde es bedingt durch die Finanzmarktprobleme in Europa und in den USA zu einer Abschwächung der Ausgaben für IT kommen. Zum anderen werde es einen Umstieg bei den Ausgaben und Investitionen geben: weg von alten Technologien wie Servern, PC, Routern, ERP-Software und hin zu neuen Entwicklungen, wie z. B. mobile Geräte, SaaS-basierte Apps für die Zusammenarbeit und analytische Software. Das Wachstum der Industrie wird voraussichtlich im Jahr 2012 fünf Prozent und im Jahr 2013 acht Prozent betragen.

Cloud und Smart Computing werden den Software-Markt wachsen lassen. Auch Software-as-a-Service (SaaS) wird insbesondere im Bereich Personal-, Anbieter- oder Performancemanagement eine wesentlich größere Rolle als bisher spielen.

Entwicklung des Zukunftsmarktes Regenerative Energien

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80 % erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz — EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll.

Sowohl in Europa als auch in allen anderen großen Wirtschaftsregionen (insbesondere USA und China) wird der Ausbau Erneuerbarer-Energien-Kapazitäten zunehmend vorangetrieben. Vor allem auch in Deutschland wächst die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor. Dies äußert sich nicht nur in zunehmenden Investitionen in Anlagen und Produktionskapazitäten, sondern ebenso in einem anhaltenden Anstieg der Beschäftigung in diesem Bereich. Jedoch entwickelt sich die Branche alles andere als homogen. Die größten Probleme haben die PV-Modul-Hersteller, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Sie leiden unter den gewaltigen Überkapazitäten, die zum einen von den enormen Investitionen in Produktionsanlagen vor allem in China herrühren und zum anderen aufgrund des Nachfrageausfalls der Mittelmeerstaaten, die ihre Förderprogramme im Zuge der Staatsschuldenkrise innerhalb kürzester Zeit zusammengestrichen haben. Deutsche Unternehmen, die noch vor wenigen Quartalen zu den Weltmarktführern gehörten, kämpfen heute ums Überleben. Mit ähnlichen Problemen sind auch die Anlagenbauer für Windenergie und Biomasse konfrontiert.

Ganz anders verhält es sich für Projektgesellschaften, die Erneuerbare Energien-Projekte verwirklichen. Sofern geeignete Orte für einen Standort identifiziert werden können und die Finanzierung sichergestellt ist, sind viele Erneuerbare Energien-Projekte heute lukrativer als je zuvor. Dies zeigte sich besonders eindrucksvoll im Dezember 2011: Allein in Deutschland wurden PV-Anlagen mit einer Energieerzeugungskapazität von mehr als 3.000 MWp installiert. Dies ist deutlich mehr als die Bundesregierung antizipiert hatte. Um dem Ziel eines Zubaus innerhalb eines Korridors von 2.500 bis 3.500 Megawatt pro Jahr (2012 und 2013) näher zu kommen, wird die Solarförderung nach dem im Gesetzgebungsverfahren befindlichen EEG 2012 deutlich schneller und stärker gekürzt, als dies noch im EEG 2011 vorgesehen war.

Die erneuerbaren Energien konnten ihren Beitrag zur deutschen Energieversorgung in 2011 kräftig steigern. Dies bestätigen erste vorläufige Abschätzungen, die die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik (AGEE-Stat) für das Bundesumweltministerium vorgenommen hat. Insbesondere bei der Stromerzeugung machten die erneuerbaren Energien einen Sprung auf einen Anteil von rund 20 % am Stromverbrauch — im Vorjahr waren es lediglich rund 17 %. Ausgehend von einem Anteil von 6,4 % am gesamten Stromverbrauch im Jahr 2000 hat sich ihr Anteil bis zum Jahr 2011 etwa verdreifacht.

Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Mobilität) konnten die erneuerbaren Energien ihre Bedeutung ebenfalls weiter steigern: von 11,3 % im Jahr 2010 auf nunmehr rund 12 % — rund dreimal so viel wie noch vor zehn Jahren.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland hat weiterhin auch erhebliche Wachstums- und Arbeitsplatzeffekte. Das zeigt eine mehrjährige Studie, die ein Team renommierter Forschungsinstitute unter Federführung der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) zwischen 2008 und 2011 für das Bundesumweltministerium (BMU) durchgeführt hat. Demnach stieg der gesamte Beschäftigungsbeitrag der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2010 auf rund 367.000 Personen an. Dies ist deutlich mehr als eine Verdoppelung gegenüber 2004 (rund 160.000 Arbeitsplätze).

Entwicklung des Finanzmarktes

Das Börsenjahr 2011 schien an die positive Performance der Jahre 2009 und 2010 anzuknüpfen, ehe die Naturkatastrophe in Japan mit der anschließenden Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima zu einem starken Rückgang der Indizes führte. Die Aktienmärkte erfuhren jedoch Unterstützung von guten Unternehmensergebnissen und der am Markt vorhandenen hohen Liquidität bis die Märkte durch die sich zuspitzende Staatsschuldenkrise zunehmend verunsichert wurden. Während die Anleger sich von Schuldtiteln einiger Peripheriestaaten des Euro-Raums schnellstens trennen wollten und dadurch die Zinssätze in den betroffenen Ländern stark anstiegen, profitierte Deutschland von dieser Fluchtbewegung durch historisch niedrige Zinssätze.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sich die Entwicklung am Kapitalmarkt mit hoher Volatilität vollzog und von den Meldungen über die Schulden-/Euro-Krise und den Urteilen der Rating-Agenturen beeinflusst wurde.

Die 3U HOLDING AG blieb von den negativen Auswirkungen der Finanzkrise verschont, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in festverzinsliche kurzfristige Anlagen investiert hat. Gleichzeitig führt das sehr niedrige Zinsniveaus zu aktuell geringen Zinseinnahmen.

Während Unternehmen mit geringerer Bonität erhebliche Schwierigkeiten haben, Finanzierungszusagen von Banken zu erhalten, gilt dies weniger für Unternehmen mit einer komfortablen Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung wie der 3U HOLDING AG. Es ist daher geplant, bei Investitionen in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder auch Fremdkapital einzusetzen.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahrs 2011 im Überblick

Telefonie

Gründung der Younip Telecom GmbH

Am 10. Februar 2011 wurde die Younip Telecom GmbH gegründet. Das Unternehmen ist ein Telekommunikationsdienstleister mit eigener Netzinfrastruktur. Als Serviceprovider bietet Younip Telecom eine umfassende Palette netzbasierter Dienstleistungen im Bereich Telekommunikation an. Auf Basis einer modernen und performanten Netzinfrastruktur sollen innovative Produkte vor allem im Bereich VoIP offeriert werden.

Gründung der Triast GmbH

Ebenfalls am 10. Februar 2011 wurde mit der Triast GmbH ein neuer Telekommunikationsanbieter für die internationale Zusammenschaltung mit anderen Netzbetreibern zwecks Austauschs von internationalem Sprach- und Datenverkehr gegründet. Grundlage bilden Services wie VoIP, IP-Dienste und klassische TDM-Dienste.

Breitband/IP

Verkauf der LambdaNet

Am 19. Mai 2011 teilte die 3U HOLDING AG mit, dass sie ihre Tochtergesellschaft LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals: LambdaNet Communications Deutschland AG, im Folgenden LambdaNet) inkl. der österreichischen und tschechischen Töchter an die euNetworks GmbH, eine Tochter der euNetworks Group Limited, verkauft. Die Transaktion wurde am 31. Mai 2011 abgeschlossen. Im Rahmen dieser Transaktion flossen 3U liquide Mittel in Höhe von rund EUR 27,4 Mio. zu, die sich aus dem Verkaufspreis, einer nachträglichen Kaufpreisanpassung und einer ersten Teilrückzahlung der von LambdaNet gegenüber der 3U HOLDING AG bestehenden Darlehensverbindlichkeit zusammensetzen. Es wurde darüber hinaus vereinbart, dass die restliche Darlehens verbindlichkeit in Höhe von EUR 7,8 Mio. zzgl. Zinsen in den nächsten fünf Jahren zurückgeführt werden. Die zweite Rück zahlungsrate ist für den 30. April 2012 vereinbart.

Aus der Entkonsolidierung der Aktivitäten im Segment Breitband/IP resultiert ein einmaliger Ergebnisbeitrag von rund EUR 27 Mio. Auf der anderen Seite verliert der 3U Konzern zukünftig erhebliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge.

Auf das Segment Breitband/IP entfiel im Geschäftsjahr 2010 ein Umsatz von EUR 34,98 Mio. und ein EBITDA in Höhe von EUR 9,67 Mio. Für das Geschäftsjahr 2011 war ein Umsatz von EUR 37,07 Mio. und ein EBITDA in Höhe von EUR 10,14 Mio. geplant. In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011 erzielte das Segment Breitband/IP einen Umsatz von EUR 13,95 Mio. und ein EBITDA von EUR 30,94 Mio. (inkl. einmaliger Ergebnisbeitrag).

Services

3U investiert in Cloud Computing

Cloud Computing ist unbestritten einer der Megatrends in der IT-Welt. Immer mehr Unternehmen verzichten darauf, einen Teil ihrer IT-Landschaft selbst zu betreiben und ziehen es vor, bei einem oder mehreren Anbietern diese Dienste nachzufragen. Die Konzern-Tochter SEGAL Systems GmbH hat sich schon sehr frühzeitig mit dem Thema Cloud Computing auseinandergesetzt und ihre personellen Ressourcen kontinuierlich ausgebaut. Seit dem 8. November 2011 ist der 3U Konzern auf dem Business Apps Portal der 1&1 Internet AG mit eigenen Produkten vertreten. Darüber hinaus werden diese Business Apps auch über die eigene Webseite www.weclapp.com vertrieben.

Erneuerbare Energien

Neues Geschäftsfeld: Photovoltaikmodule-Handel

3U hatte im März 2011 mit der Canadian Solar Inc., einem der weltweit größten und renommiertesten Hersteller von Solarmodulen, einen Rahmenvertrag über den Einkauf von Photovoltaikmodulen (PV-Module) unterschrieben. Dieser Rahmenvertrag beinhaltete ein Einkaufsvolumen für PV-Module mit einer elektrischen Leistung in Höhe von 25 Megawatt Peak (MWp). Parallel wurde mit einer Berliner Handels- und Projektgesellschaft ein Rahmenvertrag zur Abnahme von PV-Modulen abgeschlossen. Da sich das Unternehmen zum Jahresende mit der Bezahlung und Abholung von PV-Modulen in Höhe von rund EUR 6,4 Mio. in Verzug befand, ist 3U hinsichtlich des Verkaufs dieser Teilmenge vom Kaufvertrag zurückgetreten.

3U investiert in Solarprojekt

Im vierten Quartal gab 3U bekannt, dass sie in den Bereich Projektierung expandiert und einen ersten Solarpark errichtet. Der in Adelebsen, Niedersachsen, entstehende Solarpark wird auf einer ca. 26 Hektar großen, ehemaligen Industrie fläche umgesetzt und eine Kapazität von rund 10 MWp haben. Mit der Liegenschaft wurden ebenfalls 27.000 m2 vermietbare Hallenfläche erworben.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Standort Adelebsen beträgt über EUR 20 Mio. Die Finanzierung dieses Projekts erfolgte bisher durch eigene Mittel, mittelfristig ist geplant, diese durch eine Fremdkapitalfinanzierung von rund 80 % zu ersetzen.

Die Belegung der Dachflächen wurde im November 2011 begonnen und rechtzeitig zum Jahresende wurde die technische Inbetrieb nahme vorgenommen. Durch die technische Inbetriebnahme der 1,1-MWp-Aufdach-PV-Anlage sicherte sich 3U den Einspeisevergütungssatz nach dem EEG auf der Grundlage des Jahres 2011. Die Belegung der Freilandfläche wurde im ersten Quartal 2012 begonnen und soll bis zum Ende des ersten Halbjahrs 2012 abgeschlossen sein.

Zwei Joint Ventures in China

In 2011 wurden mit chinesischen Partnern zwei Joint Ventures in China gegründet. Geschäftszweck der Gesellschaften ist die Entwicklung, Produktion und der Verkauf von Solarkollektoren und Solarspeichern sowie Forschung, Entwicklung und Vertrieb sonstiger Produkte aus dem Bereich Erneuerbare Energien sowohl für Europa als auch für den chinesischen Markt.

Gründung der 3U SOLAR Service GmbH

Mit dem im vierten Quartal 2011 vorgenommenen Aufbau eines eigenen Service-Bereichs im Segment Erneuerbare Energien reagierte 3U auf die wachsende Nachfrage nach Installations- und Monteurdienstleistungen sowohl bei konzerninternen Projekten als auch bei Kunden der 3U SOLAR System handel AG und der Selfio GmbH.

Sonstiges

Im Berichtszeitraum sind zwei Aktienrückkaufprogramme durchgeführt worden:

Aktienrückkaufprogramm 1 und Einziehung eigener Aktien

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 15. Juli 2010 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 entschieden, bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das Aktienrückkaufprogramm über die Börse begann am 19. Juli 2010 und endete am 21. Januar 2011. Zum 21. Januar 2011 waren 3.117.500 Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 0,7338 erworben worden.

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte am 30. Mai 2011 die Entscheidung getroffen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufs über die Börse bis zum 21. Januar 2011 erworbenen 3.117.500 zusammen mit den der Gesellschaft aus einem Vergleich zugeflossenen 1.242.240 Aktien, insgesamt 4.359.740 eigene Aktien, einzuziehen. Die Eintragung der Kapitalherabsetzung in das Handelsregister erfolgte am 24. Juni 2011. Das begebene Grundkapital setzt sich seitdem zusammen aus 39.237.786 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie.

Aktienrückkaufprogramm 2

Zum Ende des zweiten Quartals 2011 beschloss der Vorstand auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, u. a. zur Stabilisierung der Aktionärsstruktur und um konzernfremden Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen 3U Aktien anbieten zu können, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786. Das Aktienrückkaufprogramm stand unter Führung der BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere, die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt der einzelnen Rückkäufe unabhängig und unbeeinflusst von der 3U HOLDING AG traf. Der durchschnittliche Kaufpreis für die Aktien betrug EUR 0,84121; insgesamt wurden für den Rückkauf EUR 3.308.976,40 aufgewendet. Die Aktien stehen der Gesellschaft z. B. als Akquisitionsmittel im Rahmen von Unternehmenstransaktionen zur Verfügung.

Über die Verwendung der zurückgekauften Aktien ist noch nicht entschieden worden. Daher können diese Aktien zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Ertragslage

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,13 Mio. von EUR 82,40 Mio. auf EUR 77,27 Mio. deutlich zurückgegangen. Hierfür zeichnet vor allem der Umsatzwegfall im nicht fortgeführten Segment Breitband/IP verantwortlich, auf das im zweiten Halbjahr 2010 noch ein Umsatz von EUR 17,12 Mio. entfallen war. Gleichzeitig konnten die Umsätze in den fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum erheblich gesteigert werden, und zwar um 33,5 % von EUR 47,42 Mio. auf EUR 63,32 Mio. Dabei konnte das Segment Erneuerbare Energien den Umsatzrückgang aus dem Segment Telefonie mehr als kompensieren.

Die Ertragslage des Gesamtjahres 2011 wird maßgeblich durch den Verkauf der LambdaNet bestimmt. Am 19. Mai 2011 teilte die 3U HOLDING AG mit, dass sie ihre Tochtergesellschaft LambdaNet inkl. der österreichischen und tschechischen Töchter an die euNetworks GmbH, eine Tochter der euNetworks Group Limited, verkauft. Die Transaktion wurde zum 31. Mai 2011 abgeschlossen. Aus dem Verkauf der LambdaNet resultierte ein einmaliger Ergebnisbeitrag von rund EUR 27,43 Mio.

Belastend auf die Ertragslage wirkte sich vor allem im zweiten Halbjahr die sehr schwierige Lage auf dem Photovoltaik-Markt aus. Das Segment Erneuer bare Energien musste sich nicht nur den Herausforderungen durch die extrem hohe Volatilität der Modul-Preise und den enormen Preisrückgängen stellen, sondern wurde zusätzlich durch die Insolvenzmeldung eines wichtigen Handels partners im vierten Quartal belastet. Dies beides hatte zur Folge, dass PV-Module teilweise deutlich unter Einkaufspreisen verkauft werden mussten, was eine entsprechende Ergebnisbelastung nach sich zog.

Die Schadenersatzforderungen gegen unseren Vertragspartner in Höhe von EUR 2,2 Mio. mussten vollständig wertberichtigt werden, da diesbezüglich von der Zahlungsunfähigkeit des Vertragspartners auszugehen ist.

Der Personalaufwand ist aufgrund einer geringeren Mitarbeiterzahl um rund 9 % zurückgegangen. Gleichwohl ergibt sich eine deutliche Verschiebung innerhalb der Segmente. Während im Segment Telefonie die Personalkosten um knapp 39 % reduziert wurden, führte der starke Anstieg der Mitarbeiterzahl in den Zukunftsbereichen IT (Services) und vor allem Erneuerbare Energien zu einem Anstieg von 42,3 %* resp. 194,7 %*. Die Personalkosten innerhalb der Holding stiegen um 18 % (bei einem Zuwachs der Mitarbeiter anzahl im Jahresdurchschnitt von 36,4 %)*.

Das EBITDA hat sich vor allem auch durch den Sondereffekt des LambdaNet-Verkaufs in 2011 deutlich verbessert und lag bei EUR 28,47 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 6,42 Mio.). Die Summe der Abschreibungen reduzierte sich durch die Nichtfortführung des Bereichs Breitband/IP um über EUR 3,85 Mio. Das Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 861; nicht zuletzt aufgrund der liquiden Mittel, die im Rahmen der LambdaNet-Transaktion der 3U zugeflossen sind.

Während in 2010 die gute Geschäftsentwicklung der LambdaNet dazu führte, dass aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von EUR 7,2 Mio. ausgewiesen wurden, weist der Konzern für 2011 eine Steuerbelastung in Höhe von TEUR –780 aus. Dieser resultiert mit TEUR 443 aus laufenden Ertragsteuern sowie mit TEUR 337 aus latenten Steuern.

*Basis: Vollzeitbeschäftigte

In der Folge liegt das Ergebnis in 2011 mit EUR 26,64 Mio. knapp EUR 20 Mio. über dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 (EUR 5,83 Mio.).

Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Services und Erneuerbare Energien sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Durch den Verkauf der gesamten Aktivitäten im Bereich Breitband/IP wird dieses Segment in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den nicht fortgeführten Aktivitäten gezeigt.

Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag — soweit Organschaftsverhältnisse bestehen — vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — 3U Konzern in EUR Mio.

*Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter

Fortgeführte Aktivitäten

Segment Telefonie

Vor dem Hintergrund eines sehr intensiven Wettbewerbsumfelds und damit einhergehenden weiteren Umsatzrückgängen bleibt das Segment Telefonie weiterhin sehr profitabel. Trotz des starken Umsatzrückgangs konnte das Ergebnisniveau in 2011 stabilisiert werden. Hierzu haben eine Reihe von Maßnahmen beigetragen. So konnten synergetische Potenziale durch die Zentralisierung der Funktionsbereiche Vertrieb und Rechnungswesen in 2011 gehoben werden und führten zu einer Entlastung bei den Personalkosten. Trotzdem weist der Rückgang des Umsatzanteils am Gesamtkonzernumsatz auf die zurück gehende Bedeutung des Segments für den Gesamtkonzern und den kontinuierlichen Wandel im Konzern hin.

Der Umsatz im Segment Telefonie sank im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 von EUR 44,37 Mio. auf EUR 37,50 Mio., gleichzeitig war jedoch seit Jahresmitte wieder ein Umsatzanstieg zu verzeichnen. Das Marktumfeld bleibt jedoch sehr schwierig, da weiterhin eine ausgeprägte Konkurrenzsituation besteht und der Markt des offenen Call-by-Call auch weiterhin schrumpfen wird.

Aufgrund der konsequenten Margenfokussierung mit Hilfe des kontinuierlich weiterentwickelten Tarifmanagementsystems ist es jedoch gelungen, das EBITDA von EUR 3,68 Mio. um EUR 1,51 Mio. auf EUR 5,19 Mio. zu steigern. Die Margenverbesserung wurde durch ein um EUR 0,24 Mio. geringeres Finanzergebnis und durch höhere Steueraufwendungen von EUR 1,26 Mio. mehr als aufgezehrt. Das Ergebnis stieg von EUR 4,67 Mio. um EUR 0,01 Mio. auf EUR 4,68 Mio.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment Telefonie in EUR Mio.

*Segmentergebnis vor Ergebnisabführung

Segment Services

Das Segment Services umfasst die Vertriebs- und Vermarktungsressourcen, die konzernweit für mehrere Konzerngesellschaften eingesetzt werden und die zukünftig verstärkt extern vermarktet werden sollen, sowie die Bereiche Unternehmensberatung, IT-Beratung und -Entwicklung.

Die in diesem Segment ausgewiesenen Umsätze des Jahres 2011 von EUR 4,34 Mio. (Vorjahr: EUR 3,36 Mio.) wurden überwiegend konzernintern generiert. In 2011 wurde vor allem der Bereich IT personell verstärkt, um das Thema Cloud Computing erfolgreich voranzutreiben. Cloud Computing ermöglicht die Realisierung von Kostenvorteilen gegenüber konventionellen Systemen, vor allem auch dann, wenn sich beispielsweise die Bezahlung nach der Dauer der Nutzung des Dienstes richtet und der Dienst nur gelegentlich genutzt wird. Dadurch lassen sich in erheblichen Maße lokale Ressourcen einsparen. Zunehmend wird diese Ressourcen effizienz auch in Verbindung mit der nachhaltigen Nutzung von IKT-Systemen gebracht. Das EBITDA lag — trotz des Umsatzanstiegs — bei EUR –0,32 Mio. (Vorjahr: EUR –0,20 Mio.). Hierzu haben insbesondere höhere Personalaufwendungen (EUR 0,86 Mio.) sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (EUR 0,31 Mio.) beigetragen. Das Ergebnis war mit EUR –0,37 Mio. (Vorjahr: EUR –0,23 Mio.) negativ. Dies resultiert aus den nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten im IT-Bereich in Höhe von EUR 1,36 Mio. (Vorjahr: EUR 1,41 Mio.), die notwendig sind, um die Produkte zur Marktreife zu entwickeln. In den Bereichen Vertrieb und Unternehmensberatung wurden hingegen leicht positive Ergebnisse erreicht.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment Services in EUR Mio.

*Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter

Segment Erneuerbare Energien

Das Segment Erneuerbare Energien umfasst nahezu alle Aktivitäten — mit Ausnahme des Solar-Kraftwerk-Projekts und anderer interner Planungsleistungen — der 3U im Bereich Erneuerbaren Energien. Der Handel mit solarer Systemtechnik schließt thermische Solaranlagen zur solaren Wärmeerzeugung, Regelung, Wärmespeicherung und Wärmeverteilung sowie Photovoltaik-Systeme ein. Das Leistungsspektrum reicht von Systemlösungen für Einfamilienhäuser bis hin zu solaren Großanlagen. Außerdem beinhaltet dieses Segment die Entwicklung, Produktion und den Handel von Produkten der Elektroindustrie und Umwelttechnikgütern, u. a. für thermische Solaranlagen und Anlagen zur Stromerzeugung aus Wärme.

Im Segment Erneuerbare Energien führte die Erweiterung des Produktportfolios u. a. um Photovoltaikangebote zu einem deutlichen Umsatzanstieg. Die 3U hatte im März 2011 mit einer Berliner Handels- und Projektgesellschaft einen Rahmenvertrag zur Abnahme von PV-Modulen mit einem Auftragswert von bis zu EUR 18,5 Mio. für das Jahr 2011 abgeschlossen. Im Quartalsbericht 3/2011 wurde bereits darauf hingewiesen, dass aufgrund der aufgetretenen Turbulenzen im PV-Modul-Markt diese Gesellschaft ihren vertraglichen Verpflichtungen wahrscheinlich nicht in vollem Umfang nachkommen wird. Da sich dieses Unternehmen zum Jahresende 2011 mit der Bezahlung und Abholung von PV-Modulen in Höhe von rund EUR 6,4 Mio. in Verzug befand, war die 3U hinsichtlich des Verkaufs dieser Teilmenge vom Kaufvertrag zurückgetreten. In diesem Zusammenhang entstanden Mehraufwendungen; so konnten die Module teilweise nur unter Einstandspreisen verkauft werden. Der vertraglichen Verpflichtung, den Differenzbetrag zu erstatten, wird das zwischenzeitlich zur Insolvenz angemeldete Unternehmen wahrscheinlich nicht nachkommen können. Daher wurden im Berichtsjahr die Forderungen in voller Höhe abgeschrieben.

Die 3U musste sich im Segment Erneuerbare Energien nicht nur den Herausforderungen durch die Insolvenzmeldung dieses wichtigen Handelspartners stellen, sondern war zusätzlich belastet durch die extrem hohe Volatilität der Modul-Preise verbunden mit Preisrückgängen. Beides hatte zur Folge, dass PV-Module teilweise unter Einkaufspreisen verkauft werden mussten, was eine entsprechende Ergebnisbelastung nach sich zog.

Entsprechend verzeichnete das Segment Erneuerbare Energien zwar einen deutlichen Umsatzanstieg auf EUR 25,04 Mio. (Vorjahr: EUR 2,72 Mio.) in 2011, doch aufgrund der beschriebenen Umstände und des deutlich erhöhten Personalaufwands um EUR 1,08 Mio. erzielte das Segment Erneuerbare Energien ein EBITDA von EUR –3,40 Mio. (Vorjahr: EUR –0,97 Mio.). Neben höheren Abschreibungen um EUR 0,1 Mio. wurde das Ergebnis auch durch ein um EUR 0,4 Mio. schlechteres Finanzergebnis belastet, so dass ein Verlust von EUR –2,93 Mio. (Vorjahr: EUR –0,76 Mio.) erzielt wurde.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment Erneuerbare Energien in EUR Mio.

Holding/Konsolidierung

Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten, Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Solar-Kraftwerk und anderen Planungsleistungen als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Die Konsolidierungsbuchungen im Zusammenhang mit den nicht fortgeführten Aktivitäten wurden abweichend von der Segmentberichterstattung den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet.

Für die Verwirklichung des SKW-Projekts und anderer Planungsleistungen wurden erhebliche personelle Ressourcen in einem Kompetenz-Team aufgebaut. Diese werden sich vor allem mittelfristig bezahlt machen, wenn diese Expertise sowohl bei SKW als auch bei anderen Erneuerbare-Energien-Projekten, die an Dritte vermarktet werden, zum Einsatz kommt. Da es nicht geplant ist, dass die Holding selbst im Bereich Erneuerbare Energien operativ tätig wird, werden diese Ressourcen zu diesem Zeitpunkt Einheiten im Segment Erneuerbare Energien werden.

Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR –3,57 Mio. (Vorjahr: EUR –3,02 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 0,07 Mio. (Vorjahr: EUR 0,02 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR –3,65 Mio. (Vorjahr: EUR –3,05 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen.

Das EBITDA beträgt EUR –3,94 Mio. (Vorjahr: –5,76 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 2,81 Mio. (Vorjahr: EUR 2,26 Mio.) und sonstigen betrieblichen Erlösen in Höhe von EUR 2,53 Mio. (Vorjahr: EUR 0,95 Mio.) beeinflusst. Bei den Personalkosten ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen als auch die des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt der größte Anteil auf Rechts- und Beratungskosten mit EUR 1,02 Mio. (Vorjahr: EUR 0,80 Mio.), auf die Intercompany-Weiterberechnung der Gehälter mit EUR 0,35 Mio. (Vorjahr: EUR 0,20 Mio.) und auf die Aufsichtsratsvergütung mit EUR 0,15 Mio. (Vorjahr: EUR 0,17 Mio.).

Das Ergebnis ist mit EUR –3,07 Mio. zwar immer noch negativ, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr mit EUR –4,77 Mio. um EUR 1,70 Mio. verbessert. Ausgehend vom EBITDA haben geringere Abschreibungen und ein besseres Finanzergebnis zu einem positiven Ergebniseffekt beigetragen, der zum großen Teil durch höhere Steueraufwendungen (Vorjahr: Steuererträge) aufgezehrt wurde.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Holding/Konsolidierung in EUR Mio.

*Konzernergebnis Holding/Konsolidierung vor Ergebnisabführung

Nicht fortgeführte Aktivitäten

Segment Breitband/IP

Das Segment Breitband/IP setzte sich aus der LambdaNet Communications Deutschland GmbH (LambdaNet Communications Deutschland AG, im Folgenden LambdaNet), deren Tochtergesellschaften und der Exacor GmbH zusammen. Nach dem Verkauf der LambdaNet zum 31. Mai 2011 wird dieses Segment nunmehr als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Der aus der Entkonsolidierung der Aktivitäten resultierende Ertrag wird dem Segment Breitband/IP zugeordnet und damit den nicht fortgeführten Aktivitäten. Die auf die nicht fortgeführten Aktivitäten entfallenden Konsolidierungsbuchungen wurden abweichend von der Segmentberichterstattung den nicht fortgeführten Aktivitäten zugewiesen.

Darüber hinaus wird die Vergleichbarkeit zu den in der Vergangenheit veröffentlichten Quartalszahlen dadurch erschwert, dass die Umsatz- und Ertragszahlen für das zweite Quartal 2011 nur mit den Monaten April und Mai 2011 in den Konzernabschluss einfließen.

Das Segment Breitband/IP erzielte in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von EUR 13,95 Mio. Der Umsatz war damit um EUR 21,03 Mio. geringer als in 2010 (Gesamtjahr 2010: EUR 34,98 Mio.). Das EBITDA lag mit EUR 30,94 Mio. um EUR 21,27 Mio. höher als im gesamten Vorjahr 2010. Hierfür ist vor allem der Entkonsolidierungseffekt aufgrund des Verkaufs der LambdaNet verantwortlich. Ohne den Entkonsolidierungseffekt ergibt sich für die ersten fünf Monate 2011 ein EBITDA von EUR 3,57 Mio. (gesamtes Vorjahr 2010: EUR 9,67 Mio.). Das Ergebnis fiel mit EUR 28,34 Mio. ebenfalls durch den Verkauf sehr viel höher aus als im Vergleichszeitraum des Jahres 2010, in dem ein Ergebnis von EUR 6,93 Mio. zu verzeichnen war. Für den Zeitraum von Januar bis Mai 2011 weist das Segment ohne den Entkonsolidierungseffekt ein Ergebnis von EUR 1,27 Mio. auf.

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment Breitband/IP in EUR Mio.

***Nachträgliche Kaufpreisanpassung LambdaNet

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der 3U HOLDING AG änderte sich im zweiten Quartal 2011 durch den Verkauf der LambdaNet deutlich. Dem Konzern sind im Rahmen des Verkaufs der Aktivitäten im Bereich Breitband/IP liquide Mittel in Höhe von EUR 27,43 Mio. (EUR 25,00 Mio. Verkaufspreis, EUR 0,43 Mio. Kaufpreisanpassung sowie EUR 2,00 Mio. Rückführung von Verbindlichkeiten der LambdaNet gegen über 3U) im zweiten bzw. vierten Quartal 2011 zugeflossen. Die restliche bestehende Darlehensverbindlichkeit in Höhe von EUR 7,8 Mio. zzgl. Zinsen wird in den kommenden fünf Jahren getilgt.

Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, der Volksbank Mittelhessen und der IKB Deutsche Industriebank AG an.

Gegenüber dem 31. Dezember 2010 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2011 um EUR 4,23 Mio. von EUR 29,14 Mio. auf EUR 33,37 Mio. erhöht.

Nachdem sich die liquiden Mittel zum 30. Juni 2011 durch den Verkauf der LambdaNet sehr stark erhöht hatten, wurde ein Teil dieser liquiden Mittel u.a. für die Finanzierung der PV-Aktivitäten des Konzerns als auch für den Rückkauf von 3,92 Mio. Aktien aufgewendet. Darüber hinaus haben die Investitionen — vor allem in die neue Konzernzentrale und den Aufbau neuer Geschäftsbereiche — zum darauf folgenden Rückgang der liquiden Mittel beigetragen. Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine außerordentlich solide Eigenkapitalquote. Diese hatte sich schon seit dem Jahr 2005 kontinuierlich verbessert und erhöhte sich sprunghaft um über 30 Prozentpunkte nach dem Verkauf der LambdaNet. Per 31. Dezember 2011 lag die Eigenkapitalquote bei 82,49 % nach 51,67 % per 31. Dezember 2010. Dies entspricht einer Steigerung der Eigenkapitalquote von 30,82 Prozentpunkten.

Entwicklung der Eigenkapitalquote (in %)

Überblick Bilanzpositionen 31. 12. 2011 31. 12. 2010
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 26.121 34,6 25.420 32,6
Latente Steuern 352 0,5 5.621 7,2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0,0 98 0,1
Geleistete Vorauszahlungen — langfristig 562 0,7 667 0,9
Langfristige Vermögenswerte 27.035 35,8 31.806 40,8
Umlaufvermögen 48.350 64,1 44.562 57,1
Geleistete Vorauszahlungen — kurzfristig 94 0,1 1.631 2,1
Kurzfristige Vermögenswerte 48.444 64,2 46.193 59,2
Aktiva 75.479 100,0 77.999 100,0
Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG 63.091 83,6 40.527 52,0
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter –826 –1,1 –222 –0,3
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.302 3,0 16.524 21,2
Langfristige Passiva 64.567 85,5 56.829 72,9
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 10.912 14,5 21.170 27,1
Kurzfristige Passiva 10.912 14,5 21.170 27,1
Passiva 75.479 100,0 77.999 100,0

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2011 belief sich auf EUR 75,48 Mio. (Vorjahr: EUR 78,00 Mio.) und ist damit EUR 2,52 Mio. geringer als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2010 liegen im Wesentlichen in der Nichtfortführung des Segments Breitband/IP. Zum 31. Mai 2011 sind durch den Verkauf der Aktivitäten dieses Bereichs Vermögens werte in Höhe von EUR 28,60 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 30,21 Mio.) und Schulden in Höhe von EUR 30,58 Mio. (31. Dezember 2010: EUR 34,13 Mio.) entfallen. Außerdem entstand ein Entkonsolidierungserfolg in Höhe von EUR 27,37 Mio., der sich im Eigenkapital des Konzerns niederschlägt und im Wesentlichen zur Verbesserung der Eigenkapitalposition der Aktionäre der 3U HOLDING AG von EUR 40,53 Mio. auf EUR 63,09 Mio. beigetragen hat.

Das Anlagevermögen der fortgeführten Aktivitäten in Höhe von EUR 26,12 Mio. enthält neben den immateriellen Vermögensgegenständen (EUR 0,82 Mio.) und den Sachanlagen (EUR 16,17 Mio.) Finanzanlagen in Höhe von EUR 9,13 Mio. Diese Finanzanlagen bestehen mit EUR 7,8 Mio. (zzgl. Zinsen) aus einem Darlehen gegenüber der ehemaligen Tochtergesellschaft LambdaNet, welches jährlich in Teilbeträgen getilgt wird.

Ferner haben sich innerhalb der langfristigen Vermögenswerte die latenten Steuern (auf Verlustvorträge) insbesondere durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Breitband/IP um EUR 5,27 Mio. verringert.

Dem Konzern sind im Rahmen des Verkaufs der Aktivitäten im Bereich Breitband/IP liquide Mittel in Höhe von EUR 27,43 Mio. (EUR 25,00 Mio. Verkaufspreis, EUR 0,43 Mio. Kaufpreisanpassung sowie EUR 2,00 Mio. Rückführung von Verbindlichkeiten der LambdaNet gegen über 3U) im zweiten bzw. vierten Quartal 2011 zugeflossen. Das Umlaufvermögen zum 31. Dezember 2011 von EUR 48,44 Mio. setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den liquiden Mitteln mit EUR 33,37 Mio., den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit EUR 9,29 Mio. und dem Vorratsbestand von EUR 2,38 Mio.

Auf der Passivseite haben sich neben der deutlichen Veränderung im Eigenkapital durch die Nichtfortführung des Bereichs Breitband/IP erhebliche Reduzierungen bei den Rückstellungen und Verbindlichkeiten ergeben, die vor allem mit dem Wegfall der Leasing verbindlichkeiten und Rückbauverpflichtungen der nicht fortgeführten Aktivitäten im Zusammenhang stehen.

Am 30. Mai 2011 beschloss der Vorstand der 3U HOLDING AG unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 4.359.740 erworbene Stückaktien einzuziehen und das Grundkapital entsprechend herabzusetzen. Da bereits zum 31. Dezember 2010 eigene Anteile in Höhe von TEUR 4.142 vom Eigenkapital abgesetzt wurden, hatte dies nur geringe Auswirkungen. Die 3.923.770 Aktien, die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms, das am 1. Juli 2011 begann und am 25. Oktober 2011 beendet wurde, erworben wurden und die sich weiterhin im Eigentum von 3U befinden, werden ebenfalls vom Eigenkapital abgezogen.

Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR –2,96 Mio. (Vorjahr: EUR 3,52 Mio.). Wesentliche Ursache hierfür ist neben dem Abbau von Verbindlichkeiten (kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) auch der Abgang des Anlagevermögens der LambdaNet.

Der hohe Ausweis des Cashflows aus der Investitionstätigkeit von EUR 12,59 Mio. (Vorjahr: EUR –4,80 Mio.) hängt mit dem Verkauf der LambdaNet zusammen.

Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR –5,40 Mio. (Vorjahr: EUR –2,95 Mio.) liegt vor allem im Rückkauf eigener Aktien und der diesjährigen Dividendenzahlung begründet. Im Vorjahr war darüber hinaus auch ein sehr günstiger langfristiger Kredit zur Finanzierung der 3U Liegenschaft aufgenommen worden.

Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben.

Kapitalflussrechnung (in TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Cashflow 4.230 –4.230
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit –2.961 3.522
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 12.588 –4.798
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –5.397 –2.954
Wechselkursbedingte Änderungen 0 –3
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen 0 86
Veränderungen der flüssigen Mittel 4.230 –4.147
Flüssige Mittel am Jahresanfang* 29.142 33.289
Flüssige Mittel am Jahresende* 33.372 29.142

*Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder in Höhe von EUR 1,5 Mio.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt positiv. Die Umsätze im Segment Telefonie und Services entsprachen im Wesentlichen der zu Jahresanfang aufgestellten Planung, während das Segment Erneuerbare Energien nicht die zum Jahresanfang 2011 kommunizierten Umsatzziele erreichte.

Bei den Ergebniszahlen gab es teilweise deutliche Abweichungen von der ursprünglich aufgestellten Planung. Während das EBITDA und das Ergebnis im Segment Telefonie positiv überraschen konnten, fielen die Ergebnisse im Segment Services etwas schlechter aus als geplant. Die Ergebnisbeiträge im Segment Erneuerbare Energien sind im Geschäftsjahr durch die außerordentlich schwierigen Bedingungen im Photovoltaik-Markt geprägt. Erschwerend hinzu kam die Insolvenz eines wichtigen Vertragspartners. Insgesamt ist das erzielte EBITDA und Ergebnis im Segment Erneuerbare Energien enttäuschend.

Die Umsatz- und Ergebnisziele im veräußerten Segment Breitband/IP wurden bis zum Verkauf im Mai 2011 im Großen und Ganzen erreicht.

Der 3U Konzern ist aufgrund seiner soliden Finanz- und Vermögenslage in einer starken Position, um sich erfolgreich weiter entwickeln zu können.

Investitionen/Desinvestitionen

In 2011 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen in Höhe von EUR 11,44 Mio. (Vorjahr: EUR 5,54 Mio.) getätigt.

Im Segment Telefonie wurden EUR 0,13 Mio. (Vorjahr: EUR 0,04 Mio.) investiert. Im nicht fortgeführten Segment Breitband/IP wurden bis Mai 2011 Investitionen in Höhe von EUR 0,77 Mio. (gesamtes Vorjahr: EUR 1,43 Mio.) getätigt. Die Investitionen in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien betrugen EUR 0,07 Mio. resp. EUR 7,95 Mio. nach EUR 0,17 Mio. bzw. EUR 0,50 Mio. im Vergleichs zeitraum 2010. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen der Holding in Höhe von EUR 2,51 Mio. im Berichtsjahr 2011 (Vorjahr: EUR 3,40 Mio.) sind überwiegend in die Konzernzentrale am Unternehmenssitz in Marburg sowie in den Ausbau der neuen Geschäftsfelder geflossen.

Für das Geschäftsjahr 2012 sind insgesamt Investitionen in Höhe von rund EUR 15,3 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,3 Mio. im Segment Telefonie, EUR 0,3 Mio. im Segment Services, EUR 13,5 Mio. im Segment Erneuerbare Energien und EUR 1,2 Mio. bei der Holding investiert werden. Darüber hinaus plant der Konzern auch in weitere Erneuerbare- Energien-Projekte (z. B. SKW, Solar-Projekte etc.) zu investieren. Die Investitionssumme für ein einzelnes Projekt kann dabei einen zweistelligen Millionenbereich erreichen.

Entwicklung der Investitionen in EUR Mio. per 31. Dezember*

*Bis inkl. 2007 waren die Bereiche Services und Holding im Segment Telefonie zusammengefasst.

Mitarbeiter*

Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 151 Mitarbeiter (Vorjahr: 162). Im Jahresdurchschnitt waren es 147 (Vorjahr: 159). Die Mitarbeiteranzahl in 2011 hat sich nur moderat verringert, während sich innerhalb der Segmente deutliche Veränderungen ergeben haben. In 2010 waren in den Segmenten Breitband/IP und Telefonie noch über 50 % der Mitarbeiter beschäftigt; in 2011 liegt dieser Wert nach dem Wegfall des Segments Breitband/IP nur noch bei durchschnittlich 22 % bzw. 10 % zum Jahresultimo. Während der Rückgang im Segment Breitband/IP durch die Nichtfortführung des Segments begründet ist, kommt der Rückgang im Segment Telefonie maßgeblich dadurch zustande, dass in 2010 Vertriebsmitarbeiter in das Segment Services und Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen in die Holding gewechselt sind. So zeigt sich auch in der Mitarbeiter-Entwicklung die wachsende Bedeutung der Zukunftsbereiche Services und Erneuerbare Energien.

0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 Januar bis Dezember 2010: 159 Mitarbeiter Januar bis Dezember 2011: 147 Mitarbeiter Telefonie Breitband/IP Services Erneuerbare Energien Holding 29 57 21 40 14 11 57 36 29

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:

Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Es sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3U HOLDING AG und ihrer Beteiligungsunternehmen, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Daher hat ihre Identifikation mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele höchste Priorität.

Die Potenziale der Mitarbeiter werden unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter durch entsprechende Programme.

*Vollzeitäquivalente (inkl. Vorstand)

Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen

Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i. V. m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.

Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 39.237.786 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.

Name Funktion Stückzahl Prozent
Michael Schmidt (Vorstand) 8.999.995 Aktien 22,94 %
Michael Göbel (Vorstand) 8.500 Aktien 0,02 %
Andreas Odenbreit (Vorstand) 20.500 Aktien 0,05 %
Gerd Simon (Aufsichtsrat) 10.000 Aktien 0,03 %
Bestand eigene Aktien 3.923.770 Aktien 10,00 %

Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2011 wie folgt beteiligt:

Hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen am Kapital der 3U HOLDING AG, die 10 % übersteigen, sind uns in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 keine Meldungen zugegangen.

Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. August 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage soweit der Nennbetrag der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weder insgesamt zehn vom Hundert des am 28. August 2009 vorhandenen Grundkapitals übersteigt noch der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet; 2. sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen; 3. für Spitzenbeträge. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.684.224,00, eingeteilt in bis zu 4.684.224 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. August 2010 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Zum Ende des zweiten Quartals beschloss der Vorstand auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf dient allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 19. August 2010 vorgesehenen Zwecken. Die BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere wurde mit der Durchführung beauftragt.

Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00.

Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen.

Aktiengeschäfte

Nach Maßgabe des § 15a WpHG haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine entsprechenden Geschäfte gemeldet.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat mit Datum vom 23. März 2012 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" allgemein zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist zugleich Teil des Corporate Governance Berichts.

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind.

Vergütung des Vorstands

Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Der Aufsichtsrat hat die Überprüfung des Vergütungssystems der 3U HOLDING AG insbesondere vor dem Hintergrund des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vorgenommen. Die folgenden Ausführungen zur Vorstandsvergütung gelten nicht für den interimistisch berufenen Vorstand Andreas Odenbreit.

Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest.

Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern.

Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U HOLDING AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wird die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren bewerten und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrates zu zahlen.

Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstandes auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen.

Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. § 84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund wider rufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung.

Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen.

Name Fixe Vergütung
in TEUR
Variable Vergütung
in TEUR
Abfindung
in TEUR
Vergütung gesamt
in TEUR
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Michael Schmidt 308 311 300 300 0 0 608 611
Oliver Zimmermann
(Finanzvorstand bis 1.3.2010)
0 54 0 13 0 470 0 537
Michael Göbel
(Finanzvorstand seit 1.3.2010)
153 128 85 35 0 0 238 163
Andreas Odenbreit*
(Interimsvorstand seit 26.5.2011)
65 0 17 0 0 0 82 0
Summe 526 493 402** 348 0 470 928 1.311

*Andreas Odenbreit erhält keine Vergütung für seine Vorstandstätigkeit, sondern bezieht sein Gehalt entsprechend seinem Anstellungsvertrag. **In Höhe von TEUR 125 bereits in 2011 gezahlt, der Restbetrag in Höhe von TEUR 277 ist kurzfristig fällig (bei maximaler variabler Vergütung).

Aktienoptionsplan 2011

Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.

Angaben zu Aktienoptionen zum 31. Dezember 2011 in Stück:

Name Funktion Aktienoptionen
Michael Schmidt Vorstand 200.000 Stück
Michael Göbel Vorstand 200.000 Stück
Andreas Odenbreit Vorstand 0 Stück*

*Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten.

Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG ist berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen von der 3U HOLDING AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält.

Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer.

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2011 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 84). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Jahr 2010 keine erfolgsabhängige Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG. Die im Geschäftsjahr 2010 gebildete Rückstellung wurde vollständig aufgelöst. Die Werte in untenstehender Tabelle sind entsprechend angepasst worden. Für 2011 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 90 zurückgestellt.

Name Fixe
Vergütung
in TEUR
Sitzungs-
gelder
in TEUR
Erfolgsabhängige
Vergütung
in TEUR
Vergütung
gesamt
in TEUR
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Ralf Thoenes (Vorsitzender
des Aufsichtsrates)
10 10 15 20 40 0 65 30
Gerd Simon 8 8 15 20 30 0 53 28
Peter Coch (bis 19.8.2010) 0 3 0 13 0 0 0 16
Stefan Thies (seit 19.8.2010) 5 2 15 8 20 0 40 10
Summe 23 23 45 61 90 0 158 84

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 22) erhalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5), 3U TELECOM GmbH TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 7), 010017 Telecom GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2), LambdaNet Communications Deutschland AG TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6), SEGAL Systems GmbH TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und 3U SOLAR Systemhandel AG TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0).

Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme

Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.

Aktienoptionsplan 2011

Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte sind:

  • Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
  • Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG)
  • Gruppe 3: Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG)

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):

Gruppe 1: 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen
Gruppe 2: 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen
Gruppe 3: 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen
Gesamt: 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen

Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %. Der Fair Value der in 2011 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist mit EUR 0,17 ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von EUR 0,66 im Zugangszeitpunkt, einem Ausübungspreis von EUR 1,00, einer erwarteten Volatilität von 39,7 % (Quelle: Bloomberg) und einem risikofreien Zinssatz von 2,85 % sowie einer erwarteten Dividendenrendite von 0 %. Die Bewertung erfolgte als European Option und die Volatilität wurde aus den historischen Volatilitäten abgeleitet. Andere Ausstattungsmerkmale sind in die Bewertung nicht eingeflossen.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 582.500 verfallen.

46 Risiko- und Chancenmanagement

Das unternehmensinterne Steuerungssystem

Aufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko- und Chancenmanagement-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung.

Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen, an Zielsetzungen für EBITDA und an budgetierten Cashflows im Monatsvergleich für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand von prozentualen Veränderungen. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäfts bereichsleitern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.

Das Geschäftsmodell der 3U HOLDING AG

Die 3U HOLDING AG ist eine börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft, die eine Drei-Säulen-Strategie verfolgt. Neben dem traditionellen Segment Telefonie wurden in den vergangenen Jahren die beiden Säulen Services sowie Erneuerbare Energien aufgebaut. Diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben, so dass auch zukünftig der Investitionsfokus auf organisches Wachstum des Segments Services und vor allem auf jungen und innovativen Wachstumsunternehmen mit einem Schwerpunkt im Bereich Erneuerbare Energien liegen wird.

Die Innovativen Technologien sollen herausragend und überzeugend sein und einen substanziellen, zu verteidigenden Technologieund Wettbewerbsvorteil besitzen. Sie sollen einen ausgeprägten Kundennutzen und besondere Alleinstellungsmerkmale entwickeln können und ein klar identifizierbares Marktpotenzial aufweisen.

Jedes Investment soll Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment bieten, der in einem vielversprechenden Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business Plan basiert. Der 3U Konzern investiert vor allem in organisches Wachstum und verfolgt darüber hinaus auch eine langfristig orientierte "Buy-and-Build"-Strategie.

"3U-RICH"-System

Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten eines unternehmerischen Erfolges ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risiko- und Chancenmanagement-System mit dem Namen "3U-RICH". Dieses konzernweite Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften, von denen potenzielle entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen für den Konzern ausgehen können. Daher sind die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen Risiken ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das "3U-RICH"-System wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden.

Das "3U-RICH"-System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem.

Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungs prozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält.

Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht.

Formulierung einer Risikomanagement-Strategie

Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Hierbei steht ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken im Vordergrund.

Verantwortungs- und Reportingkonzept

Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter des Konzerns ist angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoeigner. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind.

Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG konnten die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf die Effektivität und die Effizienz des Systems weiter optimiert werden. Diese Software unterstützt sowohl die Risikoeigner als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften.

Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch den zentralen Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns ebenfalls unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware r2c ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoeignern über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf veränderten Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen.

Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im "3U-RICH"-System sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3, S. 2 AktG systematisch ausführt.

Methodik des Risikomanagement-Systems

In dem "3U-RICH"-System werden in mehreren Risikoinventuren bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Risiken des 3U Konzerns so vollständig und so ökonomisch sinnvoll wie möglich erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu erkennen. Das dadurch entstandene Risikoportfolio des 3U Konzerns basiert auf der Einschätzung von möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten verschiedenster Szenarien. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Risikoindikatoren mit Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Diese ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoeigner und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen.

Darüber hinaus wird in dem Tochterunternehmen SEGAL Systems GmbH im Rahmen des Standards ISO 27001, nach dem das Unternehmen zertifiziert ist, mindestens einmal jährlich eine zusätzliche Risikoinventur mit dem Schwerpunkt der Informations sicherheit durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern

Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten.

Die Risiken in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien waren im Berichtsjahr 2011 maßgeblich für das Risikomanagement im 3U Konzern. In den Risikoinventuren wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Aber auch neue Risiken und Risiko szenarien wurden identifiziert und bewertet. Besonders deutlich wurde dies in den neugegründeten Gesellschaften des Konzerns.

Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen in allen Segmenten

Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören überwiegend operative Risiken. Sie konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse.

Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen u.a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern.

Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines aktiven Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet.

Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem auch dadurch, dass er das Informationssicherheitsmanagementsystem seiner Tochtergesellschaft SEGAL Systems konsequent an der ISO 27001 ausrichtet und dies erneut im Jahr 2011 durch den TÜV Süd erfolgreich zertifizieren ließ.

In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiter führung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitar-

beiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen betreffen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche aufgrund von Beteiligung und Übernahmen ihrer Gesellschaft durch die 3U neu in den Konzern integriert wurden. Nach außen repräsentiert die Unternehmenskultur die Ausrichtung auf den Kunden sowie die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Gesellschaft.

Um die Konzernziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert wurden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale und horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grund lagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richt linien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden.

Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufrieden heit.

Compliance Management

Das Compliance Management ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können, wurde das Compliance Management weiter optimiert, um die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern. So wurden Ende 2011 ein Wertemanagementsystem, ein "whistle-blowing"-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen im Compliance Management durch den Vorstand verabschiedet. Im Rahmen der Risiko inventuren wurden und werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern über die Bedeutung dieser Maßnahmen geschult.

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Segment Telefonie

In diesem Segment ist der wichtigste Sektor der Call-by-Call-Markt. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d. R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Callby-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice Over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Wie sich das novellierte Telekommunikationsgesetz, das u. a. Call-By-Call-Anbieter verpflichtet, die Minutenpreise vor jedem Gespräch mitzuteilen, auf das Segment Telefonie auswirken wird, kann heute noch nicht vollständig abgesehen werden. Darin besteht sowohl ein Risiko als auch eine Chance. Das Risiko ergibt sich aus der vollständigen Kostenkontrolle für den Kunden, der dadurch den Anbieter für seine Gespräche auswählen wird, der ihm das beste Preis- Leistungs verhältnis bietet. Die Chance besteht darin, dass alle Marktteilnehmer im Call-by-Call-Geschäft dieser Verpflichtung nachkommen müssen und die teilweise erheblichen Tarifunterschiede für den Kunden transparent werden. Die Telefongesellschaften innerhalb der 3U HOLDING AG könnten aufgrund ihrer fortschrittlichen technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse Vorteile gegenüber Mitbewerbern realisieren. Eine Verschiebung der Marktanteile ist ebenso möglich wie sinkende Umsätze und/oder Margen. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang in der Branche begegnet das Segment Telefonie unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem und einer konsequenten Ergebnisorientierung.

Segment Services

Dieses Segment umfasst die Aktivitäten der 3U DYNAMICS GmbH, der RISIMA Consulting GmbH und der SEGAL Systems GmbH.

Die Gesellschaften dieses Segmentes bewegen sich in einem Sektor, der von einem starken Wettbewerb geprägt ist. Wir sehen aber ein erhebliches Marktpotenzial in den eigenentwickelten innovativen Anwendungen, die bereits erfolgreich im Konzern implementiert sind.

Die SEGAL Systems GmbH konnte 2011 ihr hohes technisches und organisatorisch-personelles Know-how im Rahmen der erfolg reichen Zertifizierung durch den TÜV Süd gemäß dem internationalen Standard ISO 27001 unter Beweis stellen.

Die 3U DYNAMICS und die RISIMA Consulting waren überwiegend in internen Aufgaben und Projekten eingebunden, so dass sich Umsätze mit Dritten nur eingeschränkt realisieren ließen.

Segment Erneuerbare Energien

Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden.

Der nationale und internationale Ausbau der erneuerbaren Energien wird allen Erwartungen zufolge deutlich ansteigen. Steigende Energiepreise aufgrund wachsender Nachfrage bei gleichzeitig sinkenden Ressourcen und die zunehmend sichtbar werdenden Auswirkungen des Klimawandels haben die Akzeptanz für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in der deutschen Bevölkerung ansteigen lassen. Der 3U Konzern hat mit Tochtergesellschaften in dem Segment Erneuerbare Energien verdeutlicht, dass er an diesem Wachstum partizipieren und in diese Technologien investieren will. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben 2011 zur Verunsicherung der Verbraucher beigetragen. Dennoch lassen sich keine Anzeichen für einen grundsätzlichen Rückgang in der Nachfrage nach erneuerbaren Energien erkennen. Durch die Entwicklung innovativer Produkte in diesem Segment, wie beispielsweise das Konzept "Solarkraftwerk", welches auf dem Firmengelände größtenteils realisiert ist, wird der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, ergreifen. Die Realisierung solcher Groß-Projekte beinhaltet auch gesetzliche und regulatorische Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch die Beauftragung externer Planungsbüros. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Eine besondere Rolle innerhalb des Segments Erneuerbare Energien nehmen die Photovoltaikaktivitäten ein. Der PV-Markt ist durch Überkapazitäten und damit einhergehendem Preisverfall gekennzeichnet bei gleichzeitig verhältnismäßig geringen Margen. Die Volatilität der Modulpreise ist sehr hoch. Mit seinem Projektgeschäft ist 3U ebenfalls von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit Zurückhaltung, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen.

Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufsund Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert.

Beteiligungen

Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die konjunkturelle Entwicklung haben einen erheblichen Einfluss auf das Beteiligungsgeschäft. Bei einer Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen wird Unternehmen ein höherer Wert zugestanden. Dadurch ergeben sich verbesserte Exit-Szenarien. Bei einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen vergrößert sich die Anzahl derjenigen Unternehmen, die zu günstigen Konditionen zum Verkauf stehen. Ein Vorteil im Vergleich zu den Wettbewerbern im Markt stellt sich für 3U dadurch dar, dass Finanzierungen aufgrund der sehr guten Eigenkapitalquote im Zusammenhang mit einer guten Liquiditätslage einfacher zu realisieren sind.

Finanzrisiken

Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.

Ein wesentliches Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen wesentlichen Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d.h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten.

Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung.

Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicher zu stellen, unter Berücksichtigung möglicher Risiken. Grundlagen, die dies gewährleisten sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Steuerberater. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen ("Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch den Bereich Risikomanagement anhand definierter Kennzahlen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen.

Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen.

Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungs legungs prozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammenwirken von Risiko- und Compliancemanagement und internes Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert.

Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert.

Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten.

Segment Breitband/IP

Bis zum Verkauf der LambdaNet zum 31. Mai 2011 waren die Identifizierung, Bewertung und Steuerung deren Risiken im Risiko managementsystem der 3U integriert.

Gesamteinschätzung der Risikosituation

Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen und Umstände derzeit weder entwicklungsbeeinträchtigende noch bestandsgefährdende Risiken vor, die den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können. Unser "3U-RICH"-System ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen.

Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres

Telefonie

Der am 27. Oktober 2011 vom Bundestag in zweiter und dritter Lesung beratenen und verabschiedeten TKG-Novelle stimmte der Bundesrat im November nicht zu, sondern rief den Vermittlungsausschuss an. Am 8. Februar 2012 einigten sich Bundestag und Bundesrat auf das neue TKG, das zum 1. März 2012 in Kraft getreten ist. Für den 3U Konzern ist die Preisansagepflicht im Call-by-Call dabei die wesentlichste Änderung. Der gesamte Call-by-Call-Markt ist dadurch in Bewegung gekommen und die Marktanteile verschieben sich derzeit. Wie sich diese Vorgaben langfristig auswirken werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.

Services

Die SEGAL Systems GmbH konzentriert sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Softwarelösungen für die Cloud. Der Vertrieb der selbst entwickelten Business Apps erfolgt seit dem ersten Quartal 2012 sowohl über eine Kooperation mit dem Business Apps-Portal der 1&1 Internet AG als auch über das eigene Vertriebsportal www.weclapp.com. Entsprechend wird mit steigenden externen Umsätzen ab der zweiten Jahreshälfte 2012 gerechnet.

Erneuerbare Energien

Am 27. Januar 2012 wurde mit einem langjährigen Branchenexperten die ClimaLevel Energiesysteme GmbH gegründet. An diesem Unternehmen mit Sitz in Köln ist die 3U HOLDING AG zu 75 % beteiligt. Die ClimaLevel bietet ein außergewöhnliches Fußboden-System an, das die Funktionen Heizen, Kühlen und Lüften optimal kombiniert. Für 2012 rechnet der Vorstand nur mit einem sehr geringen positiven Beitrag zur Konzernertragslage.

Am 23. Februar 2012 haben Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Röttgen eine gemeinsame Position der Bundesregierung zur Photovoltaikvergütung und zur EU-Energieeffizienzrichtlinie vorgelegt. Die EEG-Novelle befindet sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren. Auch wenn derzeit noch nicht genau feststeht wie hoch und wann die geplante Förderkürzung in Kraft tritt, so ist absehbar, dass die Förderung deutlich schneller sinkt als nach dem aktuellen EEG vorgesehen. Die EEG-Novelle wird voraussichtlich keinen Einfluss auf den Solarpark Adelebsen haben; jedoch die Renditeerwartungen für zukünftige Solarprojekte deutlich reduzieren. Gegen das Votum der Opposition hat der Bundestag am 29. März 2012 den Gesetzentwurf der Regierungsparteien zur Änderung des EEG (insbesondere Strom aus solarer Strahlungsenergie) angenommen.

3U HOLDING AG

Am 8. März 2012 erreichte das Unternehmen die traurige Nachricht, dass der Finanzvorstand Michael Göbel nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG berief am 14. März 2012 Herrn Christoph Hellrung, den langjährigen Finanzvorstand verschiedener Tochtergesellschaften des 3U Konzerns, zum Nachfolger in das Amt des Finanzvorstandes. Mit Beschluss am selben Tag wurde der bisherige Interimsvorstand Herr Andreas Odenbreit vom Aufsichtsrat als weiteres ordentliches Vorstandsmitglied mit den Ressorts Recht und Personal bestätigt.

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Prognosebericht

Konjunkturausblick

Das weltwirtschaftliche Expansionstempo hat sich in den zurückliegenden Monaten verlangsamt. Nach den Umfrageergebnissen, die durch das ifo-Institut ermittelt wurden, hat sich das Weltwirtschaftsklima in allen großen Wirtschaftsräumen verschlechtert. Der Stimmungseinbruch reflektiert die im Herbst 2011 drastisch gestiegene Unsicherheit bezüglich des Ausblicks für die Weltwirtschaft. Die Verunsicherung dürfte 2012 einer der zentralen Belastungsfaktoren für die Konjunktur sein.

Die Verunsicherung ist das Ergebnis mehrerer, sich teilweise gegenseitig verstärkender Faktoren. So ist der massive Stimmungseinbruch der privaten Wirtschaftsakteure nicht zuletzt auf die Erfolglosigkeit der bisherigen Ansätze zur nachhaltigen Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum zurückzuführen. Die damit zunehmende Gefahr, dass die Schuldenkrise in eine europaweite Banken- und Wirtschaftskrise ausartet, die auch andere Regionen der Welt schwer belastet, ließ die Volatilität auf den Finanzmärkten rasant zunehmen. Zur Beunruhigung trägt auch bei, dass die Fähigkeit der Wirtschaftspolitik zur Bekämpfung neuerlicher Krisen in der Mehrzahl der Industrieländer nur noch sehr begrenzt ist. So macht die vielerorts hohe Staatsverschuldung die Implementierung umfangreicher Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors oder zur Stimulierung der Konjunktur nahezu unmöglich. Zudem liegen aktuell die Leitzinsen in fast allen fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf einem sehr niedrigen Niveau, was den Spielraum der dortigen Zentralbanken stark einschränkt.

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt bis zuletzt deutlich gestiegen. Der ifo Geschäftsklimaindex und andere Frühindikatoren zeigen jedoch an, dass der deutschen Konjunktur ein Abschwung bevorsteht. Maßgeblich hierfür sind die sich abschwächende Weltwirtschaft und die europäische Schuldenkrise. Unter der Annahme, dass sich die Eurokrise nicht weiter verschärft und sich insbesondere Italien weiter am Markt finanzieren kann, dürfte eine Rezession in Deutschland vermieden werden. Dennoch wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2012 voraussichtlich um 0,4 % zunehmen.

Im Jahresdurchschnitt 2012 erwartet das ifo-Institut, dass die Erwerbstätigkeit um 210.000 Personen oder 0,5 % steigen dürfte. Die Zahl der Arbeitslosen wird, auch aufgrund von demografischen Faktoren, im Jahresdurchschnitt voraussichtlich um 140.000 auf rund 2,8 Mio. Personen zurückgehen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,7 %. Im Gefolge der schwächeren Konjunktur wird sich das Tempo des Preisauftriebs abschwächen; im Jahresdurchschnitt 2012 ist mit einer Inflationsrate von 1,8 % zu rechnen.

Ausblick Telefonie

Seit dem Jahr 2005 sind die Umsätze im Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland rückläufig. Diese Entwicklung basiert auf starken Umsatzrückgängen im Festnetzbereich und moderaten Rückgängen im Mobilfunkmarkt. Damit herrscht in der Telekommunikationsbranche ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist.

Wegen der starken Schwankungen des Call-by-Call-Marktes ist eine mittelfristige Marktprognose schwierig. Der Vorstand rechnet für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung und insgesamt mit einer erhöhten Volatilität des relevanten Marktes.

Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Segment Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Jedoch gestaltet sich das Marktumfeld zunehmend schwieriger, so dass in diesem Bereich weiterhin mit rückläufigen Umsätzen und damit einhergehend geringeren Erträgen zu rechnen ist.

Ausblick Services

Die Dienstleistungen des Segments Services werden 2012 noch mehrheitlich konzernintern in Anspruch genommen; jedoch soll ab 2013 nahezu die Hälfte der Umsätze dieses Segments extern generiert werden. Vor allem mit den Themen Cloud Computing und Unternehmens beratung werden externe Kunden adressiert. Marktexperten bescheinigen den jeweiligen Dienstleistungsangeboten IT-Services, Consulting-Dienstleistungen sowie Marketing- und Vertriebsunterstützung gute Wachstumsaussichten. Der Vorstand geht ebenfalls von einem Wachstum des Segments Services aus, was sich in steigenden Umsätzen und positiven Ergebnissen ab 2013 zeigen soll.

Ausblick Erneuerbare Energien

Die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Mit dem Segment Erneuerbare Energien profitiert der Konzern zunehmend von dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung. Der Konzern wird sich zukünftig noch breiter in diesem Feld aufstellen und seine Produkt- und Dienstleistungspalette kontinuierlich erweitern. Daher ist der Vorstand von einem starken Wachstum dieses Segments überzeugt und rechnet 2012 erstmals mit einem positiven Ergebnis, da sich dieses Segment im Übergang von der Aufbau- zur Ausbauphase befindet. Für 2013 rechnet der Vorstand mit einem vergleichbaren Verlauf.

Strategische Ausrichtung

Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität sowohl bei den neuen Segmenten als auch bei dem etablierten Segment Telefonie im Vordergrund. Der Konzern setzt insbesondere auf die Entwicklung des Segments Erneuerbare Energien. Die Eigenkapitalausstattung, die vorhandene Liquidität sowie die Ertragskraft des Segments Telefonie bilden die Grundlage für einen erfolgreichen Auf- und Ausbau des Segments Erneuerbare Energien. Ergänzend hierzu wird der Konzern seine strategische Fokussierung auf Infrastrukturdienstleistungen fortsetzen. Es ist das Ziel, möglichst viele Dienstleistungen rund um die Infrastruktur von Gebäuden zukünftig anzubieten.

Ausblick 3U Konzern

Der 3U Konzern befindet sich mitten in einem Transformationsprozess. Während vor zwei Jahren die Segmente Telefonie und Breitband/IP noch rund 97 % des Konzernumsatzes ausmachten, wird das Segment Telefonie 2012 nur noch rund 50 % zum Gesamt umsatz beisteuern. Zwangsläufig unterliegt die Prognosequalität damit dem Einfluss der sehr dynamischen Entwicklung der einzelnen Bereiche.

Dies vorausgeschickt, rechnet der Vorstand der 3U HOLDING AG für das Geschäftsjahr 2012 im Konzern mit Umsätzen zwischen EUR 62 und 72 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 2 und 3 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0,5 und 1,5 Mio.

Für 2013 rechnet der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 70 Mio. und EUR 80 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 5 Mio. und EUR 7 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0,5 und 2 Mio.

Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Aufbauend auf dem erfolgreichen operativen Geschäft der bestehenden Segmente werden sich durch organisches Wachstum sowie durch Akquisitionen gute Chancen ergeben, eine überdurchschnittliche Kurs-Performance zu erzielen. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Marburg, im März 2012

Der Vorstand

Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit

Konzernabschluss 59

  • 60 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 (IFRS)
  • 62 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
  • 65 Gesamtergebnisrechnung
  • 66 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
  • 68 Kapitalflussrechnung (IFRS)
  • 70 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011
  • 132 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2011 (IFRS)
  • 134 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010 (IFRS)
  • 136 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 137 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

60 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011 (IFRS)

Aktiva
3U Konzern (in TEUR) Konzernanhang 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Langfristige Vermögenswerte 27.035 31.806
Immaterielle Vermögenswerte [2.3.7] [2.3.8] [6.1.1] 824 1.299
Sachanlagen [2.3.9] [6.1.2] 16.169 23.172
Finanzanlagen [6.1.3] 9.128 949
Latente Steuern [6.2] 352 5.621
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 98
Geleistete Vorauszahlungen — langfristig 562 667
Kurzfristige Vermögenswerte 48.444 46.193
Vorräte [2.3.14] [6.3] 2.380 1.247
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [2.3.11] [6.4] [6.13] 9.287 11.284
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [6.5] 3.311 2.889
Liquide Mittel [2.3.11] [6.6] [6.13] 33.372 29.142
Geleistete Vorauszahlungen — kurzfristig 94 1.631
Aktiva gesamt 75.479 77.999*
Passiva
3U Konzern (in TEUR)
Konzernanhang 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Eigenkapital [6.7] 62.265 40.305
Gezeichnetes Kapital
(bedingtes Kapital TEUR 4.684 Vorjahr : TEUR 4.560)
[6.7.1] 39.238 43.598
Kapitalrücklage 24.269 23.307
Eigene Anteile [2.3.18] [6.7.2] –3.301 –4.142
Gewinnrücklage 692 1.450
Ausgleichsposten Währungsdifferenz 1 –18
Ergebnisvortrag –24.452 –29.499
Konzernergebnis 26.644 5.831
Summe Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG 63.091 40.527
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter [6.7.4] –826 –222
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.302 16.524
Langfristige Rückstellungen [2.3.15] [6.11] 144 4.956
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [6.8] 2.026 2.138
Langfristige Leasingverbindlichkeiten [2.3.12] [6.1.4] [6.8] 0 8.205
Latente Steuern [6.2] 132 0
Erhaltene Vorauszahlungen — langfristig 0 1.225
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 10.912 21.170
Kurzfristige Rückstellungen [2.3.15] [6.11] 971 795
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten [6.10] 278 675
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [2.3.11] [6.9] [6.13] 5.965 10.144
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten [2.3.12] [6.1.4] [6.8] 0 2.528
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [2.3.11] [6.10] [6.13] 3.698 6.459
Erhaltene Vorauszahlungen — kurzfristig [6.12] 0 569
Passiva gesamt 75.479 77.999*

*Davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten TEUR 34.128

62 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)

3U Konzern (in TEUR) Konzernanhang Geschäftsjahr 1. 1.–31. 12. 2011
Fort-
geführte
Aktivitäten
Nicht fort-
geführte
Aktivitäten
Konzern
Umsatzerlöse [2.3.1] [5.1] 63.315 13.952 77.267
Andere Erträge [5.2] 5.415 27.531 32.946
Bestandsveränderung
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
[5.3] 164 0 164
Andere aktivierte Eigenleistungen [5.4] 45 0 45
Materialaufwand [5.5] –48.304 –8.010 –56.314
Rohergebnis 20.635 33.473 54.108
Personalaufwand [5.6] –9.614 –1.415 –11.029
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5.7] –13.493 –1.120 –14.613
EBITDA –2.472 30.938 28.466
Abschreibungen [2.3.9] [5.8] –787 –2.133 –2.920
EBIT –3.259 28.805 25.546
Finanzergebnis [2.3.4] [2.3.5] [5.9] 1.203 –429 774
EBT –2.056 28.376 26.320
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [2.3.6] [5.10] –743 –37 –780
Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender
Gesellschafter
–2.799 28.339 25.540
Periodenergebnis –2.799 28.339 25.540
Davon auf Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter entfallend
–1.104 0 –1.104
Davon Konzernergebnis –1.695 28.339 26.644
3U Konzern (in TEUR) Konzernanhang Geschäftsjahr 1. 1.–31. 12. 2010
Fort-
geführte
Aktivitäten
Nicht fort-
geführte
Aktivitäten
Konzern
Umsatzerlöse [2.3.1] [5.1] 47.420 34.983 82.403
Andere Erträge [5.2] 2.988 1.878 4.866
Bestandsveränderung
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
[5.3] 45 0 45
Andere aktivierte Eigenleistungen [5.4] 201 0 201
Materialaufwand [5.5] –35.017 –19.237 –54.254
Rohergebnis 15.637 17.624 33.261
Personalaufwand [5.6] –7.932 –4.010 –11.942
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5.7] –10.953 –3.947 –14.900
EBITDA –3.248 9.667 6.419
Abschreibungen [2.3.9] [5.8] –2.037 –5.984 –8.021
EBIT –5.285 3.683 –1.602
Finanzergebnis [2.3.4] [2.3.5] [5.9] 1.323 –1.410 –87
EBT –3.962 2.273 –1.689
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [2.3.6] [5.10] 2.542 4.656 7.198
Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender
Gesellschafter
–1.420 6.929 5.509
Periodenergebnis –1.420 6.929 5.509
Davon auf Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter entfallend
–322 0 –322
Davon Konzernergebnis –1.098 6.929 5.831
3U Konzern Konzernanhang Geschäftsjahr
1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Anzahl der Aktien (in Stück)
Stand 1. Januar 39.450.485 43.597.526
Rückkauf eigener Anteile im Juli 2010 –151.526
Rückkauf eigener Anteile im August 2010 –964.692
Rückkauf eigener Anteile im September 2010 –211.795
Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2010 –116.434
Rückkauf eigener Anteile im November 2010 –962.654
Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2010 –497.700
Rückfluss aus Vergleich OneTel (27. 12. 2010) –1.242.240
Rückkauf eigener Anteile im Januar 2011 –212.699
Rückkauf eigener Anteile im Juli 2011 –1.172.745
Rückkauf eigener Anteile im August 2011 –1.143.583
Rückkauf eigener Anteile im September 2011 –1.116.388
Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2011 –491.054
Stand 31. Dezember 35.314.016 39.450.485
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis* 38.007.009 39.237.786
Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen** 3.685.000
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis 41.692.009 39.237.786
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] 0,75 0,18
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] 0,68 0,18
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] 0,70 0,15
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] 0,64 0,15

*Anpassung 2010 aufgrund vereinfachter Kapitalherabsetzung

**Zum 31. Dezember 2010 bestand kein Aktienoptionsprogramm

Gesamtergebnisrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2011

3U Konzern (in TEUR) 1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Ergebnis nach Steuern 25.540 5.509
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 26.644 5.831
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend –1.104 –322
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen
Währungsdifferenzen 1 –6
Ertragsteuern 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags
(Währungsdifferenzen)
1 –6
Gesamtes Periodenergebnis 25.541 5.503
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 26.645 5.825
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend –1.104 –322

66 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)

3U Konzern (in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Eigene
Anteile
Gewinn-
rücklage
Rücklage für
Währungs
differenzen
Stand 1. 1. 2010 46.842 21.499 –1.436 0 –12
Umbuchung Ergebnis 2009 0 0 0 0 0
Kapitalherabsetzung
um 3.244.714 Stückaktien
–3.244 1.808 1.436 0 0
Nachträgliche Anpassung
Anschaffungskosten
business combination
0 0 –2.000 1.450 0
Erwerb eigener Aktien in 2010 0 0 –2.142 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 –6
Zugang Anteile nicht beherr
schender Gesellschafter
aus Erstkonsolidierung
0 0 0 0 0
Stand 31. 12. 2010 43.598 23.307 –4.142 1.450 –18
3U Konzern (in TEUR) Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Eigene
Anteile
Gewinn-
rücklage
Rücklage für
Währungs
differenzen
Stand 1. 1. 2011 43.598 23.307 –4.142 1.450 –18
Umbuchung Ergebnis 2010 0 0 0 0 0
Dividendenauszahlung
für das Geschäftsjahr 2010
0 0 0 0 0
Kapitalherabsetzung
um 4.359.740 Stückaktien
–4.360 830 4.288 –758 0
Aktienoptionsplan 2011 0 132 0 0 0
Erwerb eigener Aktien in 2011 0 0 –3.447 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 1
Veränderungen
Konsolidierungskreis
0 0 0 0 18
Stand 31. 12. 2011 39.238 24.269 –3.301 692 1
Ergebnis-
vortrag
Periodenergebnis
der Aktionäre der
3U HOLDING AG
Eigenkapital der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
–29.536 37 37.394 14 37.408
37 –37 0 0 0
0 0 0 0 0
0 0 –550 0 –550
0 0 –2.142 0 –2.142
0 5.831 5.825 –322 5.503
0 0 0 86 86
–29.499 5.831 40.527 –222 40.305
Ergebnis-
vortrag
Periodenergebnis
der Aktionäre der
3U HOLDING AG
Eigenkapital der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Anteile nicht
beherrschender
Gesellschafter
Summe
Eigenkapital
–29.499 5.831 40.527 –222 40.305
5.831 – 5.831 0 0 0
–784 0 –784 0 –784
0 0 0 0 0
0 0 132 0 132
0 0 –3.447 0 –3.447
0 26.644 26.645 –1.104 25.541
0 0 18 500 518
–24.452 26.644 63.091 –826 62.265

68 Kapitalflussrechnung (IFRS)

3U Konzern (in TEUR) Konzernanhang
[Ziffer 2.2.3 und 7]
1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Periodenergebnis 25.540 5.509
+/– Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.920 8.147
+/– Zunahme/Abnahme der Rückstellungen und Wertberichtigungen 407 –3.431
–/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens –27.369 –14
–/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte
und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
–2.680 –834
+/– Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –272 2.384
+/– Veränderung sonstige Forderungen –1.711 684
+/– Veränderung sonstige Verbindlichkeiten –889 –1.093
+/– Veränderung vorausgezahlte und erhaltene Anzahlungen 454 311
+/– Veränderung Steuerforderungen/-schulden inkl. latente Steuern 1.078 –6.640
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen –439 –1.502
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit* –2.961 3.522
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 79 215
– Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen –11.315 –5.335
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des immateriellen Anlagevermögens
0 550
– Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen –121 –182
+ Einzahlungen aus Gewinnausschüttungen assoziierter Unternehmen 653 0
– Auszahlungen aus Zugängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens –2.444 –25
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2.000 0
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten
23.699 0
+ Einzahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen
und sonstigen Geschäftseinheiten
37 –20
Cashflow aus der Investitionstätigkeit* 12.588 –4.798
Übertrag 9.627 –1.276

*Siehe folgende Seite

3U Konzern (in TEUR) Konzernanhang
[Ziffer 2.2.3 und 7]
1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Übertrag 9.627 –1.276
– Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
– Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter
(Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen,
andere Ausschüttungen) –4.231 –2.142
+ Einzahlung aus der Begebung von Anleihen
und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten
0 1.624
– Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten –112 0
– Tilgung Leasingverbindlichkeiten –1.054 –2.436
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit* –5.397 –2.954
Summe der Cashflows 4.230 –4.230
+/– Verfügungsbeschränkungen im Finanzmittelfonds 0 –1.500
+/– Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 –3
+/– Konsolidierungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 0 86
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 27.642 33.289
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.872 27.642
Gesamte Veränderung des Finanzmittelfonds 4.230 –5.647

*Davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten:

Cashflow (in TEUR) Konzernanhang
[Ziffer 2.2.3 und 7]
1. 1.–31. 12.
2011
1. 1.–31. 12.
2010
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 3.543 5.545
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 22.939 –1.350
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit –3.363 –4.437

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

1 Allgemeine Angaben über den Konzern

Die 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der 3U und ihrer Tochtergesellschaften umfasst auch die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen im Segment Telefonie. Darüber hinaus hat die 3U ihre Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und Dienstleistungen ausgebaut. Diese werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und Services dargestellt.

Die Anschrift der Gesellschaft lautet : Frauenbergstraße 31–33, 35039 Marburg

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2011 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) — den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2011 anzuwendenden IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) angewendet. Der Konzern abschluss enthält alle Informationen, die gemäß den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß § 315a HGB aufgestellt und werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/– einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.

Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in einzelnen Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2011 nach IFRS erforderlich waren, wurden durchgeführt.

Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

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Neu angewandte Rechnungslegungsverlautbarungen

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3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2011 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden.

Erstmalig angewendet wurden die folgenden Standards

  • Änderung an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" (1. Juli 2010)*
  • Überarbeitung IAS 24 "Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" (1. Januar 2011)*
  • Änderungen an IAS 32 "Klassifizierung von Bezugsrechten" (1. Februar 2010)*
  • Änderungen an IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" (1. Januar 2011)*
  • Änderungen an IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" (1. Juli 2010)*
  • Verbesserung verschiedener IFRS (AIP 2010) (veröffentlicht 6. Mai 2010) (1. Januar 2011)*

Aus der Erstanwendung dieser Standards haben sich nach Einschätzung des Vorstands keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht überführten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von 3U bislang noch nicht angewendet:

Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente; Angaben" (Veröffentlichung am 7. Oktober 2010; anzuwenden für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Juli 2011 beginnen)

Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft.

Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U.

Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch nicht in EU-Recht überführt wurden.

  • IFRS 9 "Financial Instruments" (1. Januar 2015)*
  • IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" (1. Januar 2013)*
  • IFRS 11 "Joint Agreements" (1. Januar 2013)*
  • IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" (1. Januar 2013)*
  • IFRS 13 "Fair Value Measurement" (1. Januar 2013)*
  • IAS 27 "Separate Financial Statements" (1. Januar 2013)*
  • IAS 28 "Investments in Associates an Joint Ventures" (1. Januar 2013)*
  • Amendments to IAS 12, IFRS 1, IAS 1, IFRS 7, IFRS 32 und IAS 19 (1. Januar 2013 bzw. 1. Januar 2014)*
  • IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Place of a Surface Mine" (1. Januar 2013)*

Diese Standards und die Änderungen von Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den 3U Konzernabschluss haben.

2.2 Grundsätze der Konsolidierung

2.2.1 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

In dem für das Geschäftsjahr 2011 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG 19 (Vorjahr : 17) in- und aus ländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Hierbei werden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. An die Stelle der Anschaffungskosten treten dabei die Vermögenswerte und Schulden sowie die Eventualschulden des Tochterunternehmens, die unter Beachtung der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens mit ihren beizulegenden Werten (Fair Values) angesetzt werden. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Werten der identifizierten Vermögenswerte und Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.

Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungs verhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non controlling interests) zustehende Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen.

Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertrag steuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Konzerns darstellt.

Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses assoziierten Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn 3U ist entsprechende Verpflichtungen eingegangen.

2.2.2 Fremdwährungsumrechnung

Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.

Devisenmittelkurs
am Bilanzstichtag (1 EUR in
Fremdwährungseinheiten)
Jahresdurchschnittskurs
(1 EUR in
Fremdwährungseinheiten)
2011 2010 2011 2010
Währung CHF 1,2168 1,2465 1,2331 1,3827
Währung CNY 8,2253 8,7351 9,0010 8,9703
Währung CZK 25,680 25,2353 24,5537 25,2650
Währung DKK 7,4333 7,4542 7,4505 7,4545
Währung USD 1,2949 1,3252 1,3943 1,3253
Währung ZAR 10,5132 8,7868 10,0623 9,6960

Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar :

Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich im Saldo Verluste aus Wechselkursänderungen bei Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 1).

2.2.3 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert.

2.2.4 Verwendung von Schätzwerten und Annahmen

Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse.

Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

2.2.5 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden.

2.3 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

2.3.1 Grundzüge der Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse in den Segmenten Telefonie und Breitband/IP resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik sowie Transport-, Internet- und VPN-Lösungen.

Die gegenüber Dritten erwirtschafteten Umsatzerlöse im Segment Services resultieren aus IT-Dienstleistungen, Beratungs leistungen im Bereich Marketing und Vertrieb und Beratungsleistungen im Bereich Risiko- und Geschäftsprozess management.

Im Segment Erneuerbare Energien wurden die externen Umsätze mit der Vermarktung von solaren Heiz- und Kühlsystemen, der Herstellung und dem Vertrieb von Solarröhrenkollektoren und dem Handel mit Photovoltaik-Modulen erwirtschaftet.

Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen.

Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt. Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

2.3.2 Gesamtkosten

Die Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten.

2.3.3 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2011 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 1,4 Mio. im Konzern entstanden. Die ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen stehen im Zusammenhang mit der Errichtung des SKW sowie dem Solarpark Adelebsen.

2.3.4 Zinserträge

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden.

2.3.5 Zinsaufwendungen

Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden seit dem Geschäftsjahr 2009 Zinsaufwendungen für Vermögenswerte, deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als Teil der Herstellungskosten aktiviert.

Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden.

2.3.6 Ertragsteuern

Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist.

Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzern- und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.

2.3.7 Geschäfts- oder Firmenwert

Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.13 verwiesen.

2.3.8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen.

Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Kundenstämme werden dagegen linear über acht Jahre abgeschrieben.

Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen werden über zehn Jahre abgeschrieben.

Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.13 verwiesen.

2.3.9 Sachanlagen

Sachanlagen werden in der IFRS-Bilanz auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungs nebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten werden seit dem Geschäftsjahr 2009 in die Kosten der Anlagegüter einbezogen.

Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet :

Gebäude 25—35 Jahre
Betriebsausstattung 4 Jahre
Geschäftsausstattung 3—13 Jahre
Vermittlungstechnik 5 Jahre
Übertragungstechnik 5—8 Jahre
Mietereinbauten Laufzeit des Mietvertrages

Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich — gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten — setzt 3U diese Komponenten einzeln an und schreibt diese ab.

Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.12 verwiesen.

2.3.10 Fremdkapitalkosten

Seit dem 1. Januar 2009 werden Fremdkapitalkosten (lAS 23), die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert. Die 3U HOLDING AG bezieht Zinsen und Finanzierungskosten aus Finanzierungsleasingverhältnissen in die Fremdkapitalkosten ein. Im Geschäftsjahr 2011 waren keine Fremdkapitalkosten direkt zurechenbar.

2.3.11 Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögens werte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erst maligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanz investition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigen kapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 waren keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Bestand.

Abweichend hiervon wird die Beteiligung an myFairPartner Limited nicht zum Zeitwert bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungs kosten, abzüglich der möglichen Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt.

In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt.

Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Liquide Mittel

Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmittel äquivalente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die teilweise als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet.

Wertminderungen bei Finanzinstrumenten

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen — nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus — getätigt.

Ausbuchung

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

2.3.12 Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS 17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig.

Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen gezeigt.

Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer.

2.3.13 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert im Wesentlichen auf folgenden Annahmen :

Risikoloser Zins : 2,75 %
Marktrisikoprämie : 5,00 %
Beta-Faktor : 0,80
Eigenkapitalkosten: 6,75 %

Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben. Das Management ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäfts gebiets, dem der Goodwill zugeordnet ist, getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.

Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst.

Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

2.3.14 Vorräte

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich im Rahmen der Einzelbewertung oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

2.3.15 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.3.16 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 ("Income Taxes") für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft.

Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.

2.3.17 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet.

2.3.18 Erwerb eigener Aktien

Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment).

2.3.19 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapital instrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigen.

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben, von denen 582.500 zum Bilanzstichtag verfallen sind. Der Aktienoptionsplan hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.

Zum 31. Dezember 2011 liegt der Aktienkurs (Basiswert der Option) mit EUR 0,75 je Aktie deutlich unterhalb des Ausübungspreises von EUR 1,00 je Aktie. Die aus der Vergangenheit abgeleitete Volatilität des Aktienkurses führt dazu, dass der beizulegende Zeitwert der Option zum Bilanzstichtag EUR 0,17 ist.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

2.3.20 Vergleichszahlen

Soweit erforderlich, werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweis änderungen wiederherzustellen.

3 Konsolidierungskreis

Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:

Firma Sitz Land Gezeichnetes
Kapital
Anteil der
3U HOLDING
AG**
Ergebnis des
Geschäfts
jahres 2011***
010017 Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % 975.106,25 EUR
3U DYNAMICS GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 60 % 56.571,72 EUR
3U MOBILE GmbH* Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % –8.548,66 EUR
3U SOLAR Service GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % –4.264,36 EUR
3U SOLAR Systemhandel AG* Marburg Deutschland 50.000 EUR 74,998 % –3.216.775,71 EUR
3U TELECOM GmbH Marburg Deutschland 1.000.000 EUR 100 % –1.009.141,87 EUR
3U TELECOM GmbH Wien Österreich 250.000 EUR 100 % 235.890,57 EUR
Discount Telecom S&V GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % 2.490.434,61 EUR
EuroSun
Vacuum-Solar-Systems GmbH* Marburg Deutschland 26.000 EUR 74,996 % –652.426,94 EUR
Exacor GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % 3.201,03 EUR
fon4U Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % 938.851,18 EUR
LineCall Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % 443.000,64 EUR
OneTel
Telecommunication GmbH*
Marburg Deutschland 3.025.000 EUR 100 % 1.030.404,67 EUR
RISIMA Consulting GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 80 % 8.248,66 EUR
SEGAL Systems GmbH* Marburg Deutschland 25.000 EUR 74,996 % –533.020,46 EUR
Selfio GmbH Bad Honnef Deutschland 1.250.000 EUR 60 % –57.144,09 EUR
Solarpark Adelebsen GmbH* Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % –2.364,18 EUR
Triast GmbH Kreuzlingen Schweiz 20.000 CHF 100 % –8.138,11 CHF
Younip Telecom GmbH* Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 % –90.068,94 EUR

Die 3U SOLAR (PTY) Ltd., Johannesburg/Südafrika hat Ihren Geschäftsbetrieb erst Ende des Jahres 2011 aufgenommen. Eine Einbeziehung im Rahmen der Vollkonsolidierung würde den Informationsgehalt des Abschlusses nicht beeinflussen. Die Auswirkung des Verzichts auf die Vollkonsolidierung bedeutet eine Verringerung des Konzernumsatzes um 0,0 % und eine Reduzierung des Konzernergebnisses vor Steuern um 0,0 %. Aus diesem Grunde hat man im Geschäftsjahr 2011 auf die Vollkonsolidierung der 3U SOLAR (PTY) Ltd. verzichtet und einen Ansatz mit den Anschaffungskosten gewählt.

*Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich der Darlehenstilgung aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung und/oder einer Patronatserklärung seitens der Muttergesellschaft **An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt

***IFRS-Ergebnis vor Ergebnisabführung

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Gegenüber dem 31. Dezember 2010 haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben :

Am 10. Februar 2011 wurde die Triast GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet. Geschäftszweck ist die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen sowie die Entwicklung von Software und Technologie im Bereich der Energie gewinnung und -umwandlung.

Ebenfalls am 10. Februar 2011 wurde die neue Teilnehmernetzbetreibergesellschaft Younip Telecom GmbH gegründet. Mit dieser 100%igen Tochtergesellschaft, die vornehmlich den Markt für Calling-Card-Kunden im Visier hat, besetzt der Konzern eine weitere Nische im Telekommunikationsmarkt.

Im Juni 2010 teilte die 3U HOLDING AG mit, dass wesentliche Teile der bisherigen Verträge über angemietete Strecken des Glasfaser-Backbones der LambdaNet Ende 2011 auslaufen. Daher wurde dieses Glasfasernetz neu ausgeschrieben. Die am 18. Februar 2011 gegründete Exacor GmbH hatte als Ziel die Realisierung eines Glasfasernetzes, mit dem sich geänderte Anforderungen des Marktes sowie Anforderungen resultierend aus dem Einsatz neuer Technologien langfristig kosteneffizient abbilden lassen. Mit dem Verkauf der LambdaNet Communications Deutschland AG wird dieses Konzept nicht weiter verfolgt; die Gesellschaft ist inaktiv.

Mit der Beijing Yongdong Brilliant Heat-pipe Solar Energy Technology Co. Ltd., Peking/China, wurde ein Joint Venture-Vertrag über die Errichtung der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd., Tianjin/China, abgeschlossen. Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, Produktion und der Verkauf von Solarkollektoren und Solarspeichern. Nach Erteilung der Genehmigung des Gewerbebetriebs wurde am 3. Mai 2011 und am 11. Oktober 2011 das anteilige Eigenkapital mit je EUR 100.000 zu 100 % eingezahlt.

Am 19. Mai 2011 hat die 3U HOLDING AG mit der euNetworks GmbH, Frankfurt am Main, einen Kaufvertrag über die Veräußerung sämtlicher von der 3U HOLDING AG gehaltenen Aktien an der LambdaNet Communications Deutschland AG unterzeichnet. Gemäß Kaufvertrag erfolgte der Übergang der Aktien am 31. Mai 2011. Entsprechend erfolgte an diesem Tag die Entkonsolidierung der LambdaNet Communications Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften in Österreich und Tschechien.

Am 6. Juni 2011 wurde die Selfio GmbH mit Sitz in Bad Honnef gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Produkten der Bereiche Heizung und Sanitär, insbesondere mit Modulen und Komponenten zur regenerativen Energie- und Wärmegewinnung, -speicherung und -versorgung. Die 3U ist zu 60 % an der Gesellschaft beteiligt.

Im Rahmen der Neugründung wurde ein bestehender Geschäftsbetrieb im Wege der Sacheinlage in die Selfio GmbH eingebracht. Aus der in diesem Zusammenhang durchgeführten Kaufpreisallokation resultiert ein immaterieller Vermögenswert für den eingebrachten "Onlineshop" in Höhe von TEUR 465, ein Firmenwert in Höhe von TEUR 170 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 135.

Mit Datum vom 14. Juni 2011 wurde die 3U SOLAR (PTY) Ltd. mit Sitz in Johannesburg, Südafrika in das Register in Pretoria eingetragen. Die 3U ist zu 100 % an der Gesellschaft, die als Vertriebsgesellschaft für Systemkomponenten aus dem Bereich Erneuerbare Energien tätig werden soll, beteiligt.

Mit dem Geschäftszweck des Baus und der Montage von Heizungs- und Lüftungsanlagen, insbesondere der Installation und Wartung von Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung, wurde am 30. September 2011 die 3U SOLAR Service GmbH mit Sitz in Marburg gegründet. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der 3U SOLAR Systemhandel AG.

Zum 31. Dezember 2011 werden neben der 3U HOLDING AG 19 (31. Dezember 2010 : 17) in- und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Joint Ventures

Im Rahmen der Bewertung nach der "at equity"-Methode einbezogene Unternehmen:

Firma Sitz Land Gezeichnetes
Kapital
Anteil der
3U HOLDING
AG
Ergebnis des
Geschäfts
jahres 2011*
Spider Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 50 % 1.628.938,58 EUR
Tianjin EuroSun
Solarenergy Technology Co. Ltd.
Tianjin China 300.000 EUR 66,67 % ** EUR

*Im Inland vor Ergebnisabführung

**Im Zeitpukt der Konzernabschlusserstellung lag das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 noch nicht vor.

Aufgrund von Regelungen im Gesellschaftsvertrag der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. kann die 3U trotz Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft keinen beherrschenden Einfluss ausüben.

Darüber hinaus wurde gemeinsam mit der Beijing Xinke Solar Energy Technology Ltd., Beijing, China ein Joint-Venture-Vertrag über die Gründung der Joint-Venture-Beteiligung Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., Sanhe, China unterzeichnet. Der geschlossene Vertrag tritt erst nach Genehmigung durch die zuständige chinesische Genehmigungsbehörde in Kraft. Die Einlage gemäß dem geschlossenen und noch nicht genehmigten Joint-Venture-Vertrag für den übernommenen 51%igen Anteil an dem Joint Venture beträgt TEUR 215.

Übrige Beteiligungen

Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Aufgrund fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Gesellschaft wird diese unter den übrigen Beteiligungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.

Firma Sitz Land Gezeichnetes
Kapital
Anteil der
3U HOLDING
AG
Ergebnis des
Geschäfts
jahres 2010*
myFairPartner Limited London Großbritannien 10.000 GBP 20 % –424.558,00 GBP

*Im Inland vor Ergebnisabführung

Entkonsolidierung der nicht fortgeführten Aktivitäten des Segmentes Breitband/IP

Mit Datum vom 31. Mai 2011 hat die 3U HOLDING AG ihren 100%igen Anteil an der Tochtergesellschaft LambdaNet Communications Deutschland AG veräußert. Mit der Veräußerung der Gesellschaft werden keine Aktivitäten in dem Segment Breitband/IP fortgeführt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Ergebnisse (ohne die darauf entfallenden Konsolidierungsbuchungen) der nicht fortgeführten Aktivitäten stellten sich folgendermaßen dar :

(In TEUR) 1. 1. 2011–31. 5. 2011
Erträge 14.114
Betriebliche Aufwendungen –12.678
Zinsergebnis –429
Gewinn/Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern 1.007
Zurechenbarer Ertragsteueraufwand –37
Jahresergebnis 970
Vom Jahresergebnis sind dem Konzern zuzurechnen 970

Die Netto-Cashflows der nicht fortgeführten Aktivitäten im Jahr 2011 bis zur Beendigung der Zugehörigkeit zum Konsolidierungskreis betragen TEUR 23.119.

Aus der Entkonsolidierung der nicht fortgeführten Aktivitäten entstand ein Entkonsolidierungserfolg in Höhe von TEUR 27.369, der sich wie folgt ermittelt.

(In TEUR) 31. 5. 2011
Immaterielle Vermögensgegenstände 741
Sachanlagevermögen 15.829
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.461
Sonstige Vermögenswerte 6.839
Bankguthaben und Kassenbestand 1.726
Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten 28.596
Rückstellungen 5.178
Leasingverbindlichkeiten 9.679
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.928
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 11.797
Schulden des Tochterunternehmens bei Ausscheiden 30.582
Nettovermögen des Tochterunternehmens –1.986
Veräußerungserlös* 25.383
Entkonsolidierungserfolg (Gewinn) 27.369

Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten beträgt demnach insgesamt TEUR 28.339.

*Im Veräußerungserlös ist eine Kaufpreisanpassung zu Gunsten der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 425 sowie Veräußerungskosten in Höhe von TEUR 42 enthalten.

Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segementberichterstattung der 3U HOLDING AG auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segment-Identifikation ab.

Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten.

Der internen Berichterstattung folgend weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Breitband/IP, Services, Erneuerbare Energien sowie zusätzlich den Bereich Holding/Konsolidierung aus.

Das Segment Telefonie, welches die Produkte Call-by-Call, Preselection, Mehrwertdienste und Terminierungsleistungen im Wholesale-Bereich umfasst, beinhaltet sämtliche Aktivitäten des ursprünglichen Basisgeschäftes Telefonie der 3U.

Darüber hinaus verfügte 3U über das Segment Breitband/IP, legal zusammengefasst in der LambdaNet. Mit dem Verkauf der LambdaNet zum 31. Mai 2011 wird dieses Segment nicht fortgeführt.

Im Segment Erneuerbare Energien werden alle Aktivitäten dieses Bereiches zusammengefasst. Es besteht aus der Entwicklung, der Produktion, dem Handel und dem Betrieb von Komponenten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Heizungsund Lüftungstechnik.

Das Segment Services umfasst Dienstleistungen in den Bereichen IT-Service/Systementwicklung, Vertrieb und Consulting.

Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl die Holding-Aktivitäten inkl. der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Solar-Kraftwerks (SKW) sowie die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen zusammengefasst.

Erstmals zum 31. Dezember 2010 erfolgt der Ausweis in der Segmentberichterstattung nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der Holding-Ebene erfolgt.

Eine ausführliche Beschreibung der Segmente und ihrer Entwicklung findet sich im Konzernlagebericht unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs.

Segmentberichterstattung
1. 1.–31. 12. 2011 (in TEUR)
Telefonie Services Erneuer-
bare
Energien
Zwischen-
summe
Holding/
Konsoli
dierung
Konzern
Gesamter Umsatz 45.003 4.536 25.319 58.918 –3.573 71.285
Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) –7.502 –193 –275 –7.970 0 –7.970
Segmentumsatz 37.501 4.343 25.044 66.888 –3.573 63.315
Sonstige betriebliche Erträge 2.212 88 2.407 4.707 708 5.415
Bestandsveränderung 0 0 164 164 0 164
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 11 11 34 45
Materialaufwand –23.935 –47 –24.341 –48.323 19 –48.304
Rohergebnis 15.778 4.384 3.285 23.447 –2.812 20.635
Personalaufwand –1.243 –3.721 –1.845 –6.809 –2.805 –9.614
Sonstige betriebliche Aufwendungen –9.341 –988 –4.841 –15.170 1.677 –13.493
EBITDA 5.194 –325 –3.401 1.468 –3.940 –2.472
Abschreibungen –292 –113 –124 –529 –258 –787
EBIT 4.902 –438 –3.525 939 –4.198 –3.259
Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern –3.259
Finanzergebnis 1.203
Davon : Ergebnis der "at equity" einbezogenen Unternehmen* 531
Ertragsteuern –743
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten –2.799
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten 28.339
Periodenergebnis 25.540
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 26.644
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend –1.104

*Die Buchwerte der "at equity" bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2011 TEUR 1.027 und werden dem Bereich Holding zugeordnet

Segmentberichterstattung
1. 1.–31. 12. 2010 (in TEUR)
Telefonie Services Erneuer-
bare
Energien
Zwischen-
summe
Holding/
Konsoli
dierung
Konzern
Gesamter Umsatz 54.954 3.501 2.723 39.710 –3.024 58.154
Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) –10.589 –145 0 –10.734 0 –10.734
Segmentumsatz 44.365 3.356 2.723 50.444 –3.024 47.420
Sonstige betriebliche Erträge 2.783 50 189 3.022 –34 2.988
Bestandsveränderung 0 0 45 45 0 45
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 28 28 173 201
Materialaufwand –32.469 –67 –2.489 –35.025 8 –35.017
Rohergebnis 14.679 3.339 496 18.514 –2.877 15.637
Personalaufwand –2.042 –2.865 –764 –5.671 –2.261 –7.932
Sonstige betriebliche Aufwendungen –8.959 –678 –699 –10.336 –617 –10.953
EBITDA 3.678 –204 –967 2.507 –5.755 –3.248
Abschreibungen –285 –102 –25 –412 –1.625 –2.037
EBIT 3.393 –306 –992 2.095 –7.380 –5.285
Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern –5.285
Finanzergebnis 1.323
Davon : Ergebnis der "at equity" einbezogenen Unternehmen* 949
Ertragsteuern 2.542
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten –1.420
6.929
Periodenergebnis 5.509
Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend 5.831
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend –322

*Die Buchwerte der "at equity" bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2010 TEUR 1.155 und werden dem Bereich Holding zugeordnet

Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments die Umsatzerlöse und das kon solidierte Segmentergebnis vor Finanzierungen und Ertragsteuern fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind.

In der Spalte Konzern ist unterhalb des EBIT die Überleitung zum Konzernergebnis enthalten. Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie dem Ergebnis der nach der "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmen zusammen. Die Zinserträge resultieren aus der Anlage von liquiden Mitteln, welche nicht den Segmenten zuzuordnen sind. Die Ertragssteuern sind ebenfalls nicht im Segmentergebnis enthalten, da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet werden kann.

Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen (alle Beträge in TEUR):

Cashflow-Kenngrößen 2011 (in TEUR) Tele-
fonie
Breit-
band/
IP*
Services Erneuer-
bare
Energien
Holding/
Konsoli
dierung
Konzern
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 284 3.543 –1.076 –7.074 1.362 –2.961
Cashflow aus Investitionstätigkeit 522 22.939 –73 –8.370 –2.430 12.588
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 328 –3.363 1.120 15.706 –19.188 –5.397
Cashflow-Kenngrößen 2010 (in TEUR) Tele-
fonie
Breit-
band/
IP*
Services Erneuer-
bare
Energien
Holding/
Konsoli
dierung
Konzern
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit –1.831 5.545 794 671 –1.657 3.522
Cashflow aus Investitionstätigkeit 107 –1.350 –169 –499 –2.887 –4.798
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –961 –4.437 –332 –142 2.918 –2.954

*Nicht fortgeführte Aktivitäten

Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet.

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Vermögenswerte
Segment Telefonie 14.613 12.015
Segment Breitband/IP (nicht fortgeführte Aktivitäten) 0 28.018
Segment Services 479 310
Segment Erneuerbare Energien 14.215 2.082
Holding/Konsolidierung 12.800 6.432
Summe Segmentvermögen 42.107 48.857
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 33.372 29.142
Summe konsolidierte Vermögenswerte 75.479 77.999
Schulden
Segment Telefonie 13.477 12.328
Segment Breitband/IP (nicht fortgeführte Aktivitäten) 0 34.128
Segment Services 1.770 757
Segment Erneuerbare Energien 19.182 3.135
Holding/Konsolidierung –21.215 –12.654
Summe Segmentschulden 13.214 37.694
Überleitung (Eigenkapital/Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) 62.265 40.305
Summe konsolidierte Schulden/Eigenkapital 75.479 77.999

Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Tele kommunikationsdienstleistungen zwischen den Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen wird bzw. wurde dabei die Preisvergleichs methode für den Bereich Breitband/IP angewandt und um gruppenspezifische Effekte ergänzt. In den übrigen Bereichen kommt im Wesentlichen die Cost-Plus-Methode zur Anwendung. Verwaltungsleistungen werden als Kosten umlage berechnet.

Langfristige Vermögenswerte sind ausschließlich im Inland gelegen.

(In TEUR) Abschreibungen Investitionen
2011 2010 2011 2010
Segment Telefonie 292 285 131 37
Segment Breitband/IP (nicht fortgeführte Aktivitäten) 1.834 6.700 769 1.430
Segment Services 113 102 73 170
Segment Erneuerbare Energien 124 25 7.954 499
Holding/Konsolidierung 557 909 2.508 3.401
Summe 2.920 8.021 11.435 5.537

Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen

(In TEUR) 2011 2010
Fortgeführte Aktivitäten
Bereiche des Segments Telefonie
Davon Open-Call-by-Call 18.044 21.728
Davon reg. Call-by-Call/Preselection 754 1.155
Davon Wholesale/Mehrwertdienste 18.333 20.846
Davon Sonstige 370 636
Summe Segment Telefonie 37.501 44.365
Bereiche des Segments Services
Davon IT-Service/Systementwicklung 2.076 1.786
Davon Vertriebsdienstleistungen 1.974 1.325
Davon Consulting 293 245
Summe Segment Services 4.343 3.356
Bereiche des Segments Erneuerbare Energien
Davon Photovoltaik 19.179 960
Davon Solarthermie 1.994 1.763
Davon Sonstige 3.871 0
Summe Segment Erneuerbare Energien 25.044 2.723
Nicht fortgeführte Aktivitäten
Bereiche des Segments Breitband/IP*
Davon Bandbreite/Wellenlänge 2.834 8.465
Davon Colocation 2.878 6.622
Davon InternetTransit/DSL-Gate 2.219 6.257
Davon DataLink/ViPNet 6.307 14.574
Davon Sonstige 339 860
Summe Segment Breitband/IP 14.577 36.778

*In 2011 für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai (Werte vor Konsolidierung)

Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Erneuerbare Energien mit dem größten Kunden einen Umsatz von insgesamt 16,5 % der Gesamtumsatzerlöse realisiert. Im Segment Telefonie wurde mit den beiden größten Kunden ein Umsatz von 5,7 % bzw. 2,9 % erzielt.

Geografische Informationen zu den Umsatzerlösen

(In TEUR) 2011 2010
Fortgeführte Aktivitäten
Telefonie 37.501 44.365
Davon Inland 36.007 43.540
Davon Ausland 1.494 825
Services 4.343 3.356
Davon Inland 4.343 3.321
Davon Ausland 0 35
Erneuerbare Energien 25.044 2.723
Davon Inland 20.750 1.601
Davon Ausland 4.294 1.122
Nicht fortgeführte Aktivitäten
Breitband/IP* 14.577 36.778
Davon Inland 14.002 34.459
Davon Ausland 575 2.319

*In 2011 für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai (Werte vor Konsolidierung)

5 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.

5.1 Umsatzerlöse

Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen.

Die aus der Tätigkeit als Dienstleistungsanbieter im Segment Services erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Dienstleistungen.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb solarer Heizsysteme ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch die Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der jeweiligen Leistung.

Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche in der Segmentberichterstattung dargestellt sind.

Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen

(In TEUR) 2011 2010
Fortgeführte Aktivitäten
Bereiche des Segments Telefonie
Davon Open-Call-by-Call 18.044 21.728
Davon reg. Call-by-Call/Preselection 754 1.155
Davon Wholesale/Mehrwertdienste 18.333 20.846
Davon Sonstige 370 636
Summe Segment Telefonie 37.501 44.365
Bereiche des Segments Services
Davon IT-Service/Systementwicklung 2.076 1.786
Davon Vertriebsdienstleistungen 1.974 1.325
Davon Consulting 293 245
Summe Segment Services 4.343 3.356
Bereiche des Segments Erneuerbare Energien
Davon Photovoltaik 19.179 960
Davon Solarthermie 1.994 1.763
Davon Sonstige 3.871 0
Summe Segment Erneuerbare Energien 25.044 2.723
Nicht fortgeführte Aktivitäten
Bereiche des Segments Breitband/IP*
Davon Bandbreite/Wellenlänge 2.834 8.465
Davon Colocation 2.878 6.622
Davon InternetTransit/DSL-Gate 2.219 6.257
Davon DataLink/ViPNet 6.307 14.574
Davon Sonstige 339 860
Summe Segment Breitband/IP 14.577 36.778

*In 2011 für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai (Werte vor Konsolidierung)

Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Erneuerbare Energien mit dem größten Kunden einen Umsatz von insgesamt 16,5 % der Gesamtumsatzerlöse realisiert. Im Segment Telefonie wurde mit den beiden größten Kunden ein Umsatz von 5,7 % bzw. 2,9 % erzielt.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 2011 2010
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.083 1.415
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 14
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 9 107
Erträge aus der Verminderung von Wertberichtigungen 435 914
Periodenfremde Erträge 1.073 1.525
Übrige betriebliche Erträge 783 891
Entkonsolidierungserfolge 27.369 0
Erträge aus Schadenersatzforderungen 2.194 0
Summe 32.946 4.866

5.3 Bestandsveränderungen

Die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 45) umfassen unfertige Erzeugnisse im Segment Erneuerbare Energien.

5.4 Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 201) und betreffen im Wesentlichen Planung und Entwicklungsleistungen im Bereich Erneuerbare Energien.

5.5 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren zusammen:

(In TEUR) 2011 2010
Verbindungsleistungen 19.575 28.266
Netzwerkkosten 11.439 22.376
Kosten für ICAS 943 1.058
Materialaufwand/Wareneinsatz Erneuerbare Energien 24.009 2.489
Übriger Materialaufwand 16 65
Aufwendungen für bezogene Leistungen 332 0
Summe 56.314 54.254

5.6 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 2011 2010
Löhne und Gehälter 9.491 10.545
Sozialabgaben 1.303 1.294
Übriger Personalaufwand 235 103
Gesamt 11.029 11.942

Im übrigen Personalaufwand sind Aufwendungen für den Aktienoptionsplan 2011 in Höhe von TEUR 132 enthalten.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Basis: Vollzeitbeschäftigung) betrug:

Segment 2011 2010
Telefonie 14 29
Breitband/IP 11 57
Services 57 40
Erneuerbare Energien 36 12
Holding 29 21
Gesamt 147 159

Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Segment Telefonie betrug insgesamt TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 144), der Aufwand für das Segment Breitband/IP betrug TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 289), der Aufwand für das Segment Services betrug TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 178), der Aufwand für das Segment Erneuerbare Energien betrug TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 39) und für die Holding TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 81).

5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:

(In TEUR) 2011 2010
Mietaufwand 700 1.126
Fahrzeug- und Reisekosten 921 918
Werbe- und Bewirtungskosten sowie Verkaufsprovisionen 1.367 1.315
Versicherungen 132 143
Rechts- und Beratungskosten 1.328 667
Instandhaltung 340 965
Forderungsverluste 483 1.074
Wertberichtigungen und Forderungen 5.618 1.270
Periodenfremde Aufwendungen 247 2.216
Telefonkosten/Porto 880 1.314
Übrige betriebliche Aufwendungen 2.597 3.892
Gesamt 14.613 14.900

Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) entstanden.

5.8 Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 2.920 (Vorjahr: TEUR 8.021). Der Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschreibungen im Segment Breitband/IP und dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich ab dem 1. Juni 2011.

5.9 Finanzergebnis

In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Ergebnisse der nach "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmen ausgewiesen.

(In TEUR) 2011 2010
Erträge aus Abgängen von Anteilen an verbundene Unternehmen 0 12
Zinsen und ähnliche Erträge 797 779
Zinserträge 797 791
Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten –554 –1.609
Zinsaufwendungen –554 –1.609
Ergebnis der nach "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmen 531 949
Nachträgliche Aufwendungen aus der Veräußerung von Beteiligungen 0 –218
Gesamt 774 –87

5.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuer abgrenzungen ausgewiesen.

(In TEUR) 2011 2010
Laufende Ertragsteueraufwendungen 443 –1.310
Latente Steuern 337 –5.888
Gesamt 780 –7.198

Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2011 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Die Gewerbe ertragsteuer betrug in 2011 in Marburg ca. 13 % des Gewerbeertrages.

Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich 25 %, für die Schweiz 21 % und für die Tschechische Republik 19 %.

Der Ertragsteuersatz im Konzern (Muttergesellschaft) beträgt wie im Vorjahr 28,775 % (rund 29 %).

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der OneTel Telecommunication GmbH, der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außer ordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der OneTel Telecommunication GmbH wurde mit Ablauf des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2010 gekündigt.

Im laufenden Steueraufwand des Geschäftsjahres 2011 sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 57 für latente Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten.

Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Abstimmung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss:

2011
TEUR
2011
%
2010
TEUR
2010
%
Ergebnis vor Steuern 26.320 100,0 –1.689 100,0
Ertragsteuersatz (28,775 %; Vorjahr: 29 %)*
Rechnerischer Steueraufwand/-ertrag 7.574 28,8 –490 29,0
Steuerfreie Einnahmen/nicht abziehbare Ausgaben –286 –1,1 25 –1,5
Effekte aus Wertberichtigung latenter Steuern/
Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge
1.509 5,7 –4.420 261,6
Effekt aus Steuersatzdifferenzen
ausländischer Steuerhoheiten
52 0,2 39 –2,3
Abweichungen aus unterschiedlichen
Gewerbesteuerhebesätzen
9 0,0 46 –2,7
Minderung des laufenden Steueraufwandes
aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter
steuerlicher Verlustvorträge 0 0,0 –797 47,2
Aperiodische Steuereffekte –83 –0,3 –1.614 95,5
Entkonsolidierungseffekt Segment Breitband/IP –8.008 –30,4 0 0,0
Übrige 13 0,0 13 –0,8
Gesamt 780 3,0 –7.198 426,1

*Im Vorjahr wurde mit dem gerundeten Wert von 29 % gerechnet

5.11 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle Aktienoptionen ausgeübt werden. Dabei erfolgte eine rückwirkende Anpassung der Anzahl der Aktien aufgrund der in 2011 durchgeführten vereinfachten Kapitalherabsetzung.

Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

2011 2010
Basis für das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie
(auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil
am Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in TEUR) –1.695 –1.098
Basis für das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie
(auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil
am Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in TEUR) 28.339 6.929
Gesamt Konzern 26.644 5.831
Anzahl der Aktien (in Stück)
Stand 1. Januar 39.450.485 43.597.526
Rückkauf eigener Anteile im Juli 2010 –151.526
Rückkauf eigener Anteile im August 2010 –964.692
Rückkauf eigener Anteile im September 2010 –211.795
Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2010 –116.434
Rückkauf eigener Anteile im November 2010 –962.654
Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2010 –497.700
Rückfluss aus Vergleich OneTel (27. 12. 2010) –1.242.240
Rückkauf eigener Anteile im Januar 2011 –212.699
Rückkauf eigener Anteile im Juli 2011 –1.172.745
Rückkauf eigener Anteile im August 2011 –1.143.583
Rückkauf eigener Anteile im September 2011 –1.116.388
Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2011 –491.054
Stand 31. Dezember 35.314.016 39.450.485
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis* 38.007.009 39.237.786
Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen** 3.685.000
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis 41.692.009 39.237.786
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] –0,04 –0,03
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] 0,75 0,18
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] 0,68 0,18
Ergebnis je Aktie
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) [5.11] 0,70 0,15
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) [5.11] 0,64 0,15

*Anpassung 2010 aufgrund vereinfachter Kapitalherabsetzung

**Zum 31. Dezember 2010 bestand kein Aktienoptionsprogramm

6 Angaben zur Konzernbilanz

6.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel gesondert dargestellt.

6.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 654 352
Firmenwert 170 0
Kundenstamm 0 946
Gesamt 824 1.299

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT- Technik.

Wir verweisen zu den Abschreibungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Mit der Veräußerung des Segmentes Breitband/IP wurde der diesem Segment zugeschriebene Kundenstamm entkonsolidiert.

Aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Sacheinlage bei der Selfio GmbH resultiert ein Firmenwert, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern laufend überprüft wird. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 2.3.13.

6.1.2 Sachanlagevermögen

Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.

Die 3U hat in 2009 mit dem Bau ihrer neuen Konzernzentrale begonnen. Die Hauptgebäude sind fertig gestellt und wurden aktiviert. Die noch nicht fertig gestellten Ausbaustufen wurden als Anlagen im Bau bilanziert.

Die Fremdkapitalzinsen für das Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale wurden während der Bauphase mit einem Betrag von TEUR 53 aktiviert.

6.1.3 Finanzanlagen Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen:

Zum 31. Dezember 2011 wurden die Spider Telecom GmbH, Marburg und die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd., Tianjin, China, nach der Equity-Methode bilanziert. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für diese Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

Spider Telecom GmbH

Spider Telecom GmbH (in TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Summe Vermögenswerte 1.674 2.784
Summe Schulden 20 94
Umsatzerlöse 3.050 2.983
Gewinn/Verlust nach Steuern 1.629 1.953

Der Wertansatz hat sich wie folgt entwickelt:

Stand am 31. 12. 2010: TEUR 949
Vereinnahmte Gewinnausschüttung: TEUR –653
Anteiliges Jahresergebnis: TEUR +531
Stand am 31. 12. 2011: TEUR 827

Bilanzstichtag der Spider Telecom GmbH ist der 31. Dezember 2011.

Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd.

Die Gesellschaft hat Ende 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen und wird daher mit dem anteiligen Eigenkapital von TEUR 200 ausgewiesen.

Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit des assoziierten Unternehmens, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschuss tilgungen an den Anteilseigner zu transferieren.

Übrige Beteiligungen

myFairPartner Limited

Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Die Bewertung erfolgte zur fortgeführten Anschaffungs kosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.

Ausleihungen

Bei den Ausleihungen in Höhe von TEUR 7.885 (Vorjahr: TEUR 0) handelt es sich um ein Darlehen an die LambdaNet Communi cations Deutschland GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland AG), das vereinbarungsgemäß bis zum 30. April 2016 läuft und jährlich zu tilgen ist.

6.1.4 Finanzierungsleasing

Im 3U Konzern wurden im Segment Breitband/IP langfristige Leasingverträge für Glasfasernetze aktiviert und im Posten "Technische Anlagen und Maschinen" ausgewiesen. Mit dem Verkauf der LambdaNet sind diese Leasingverträge entfallen.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden in der Bilanz als kurz- bzw. langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten aus Finance-Leasing-Vereinbarungen stellten sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:

(In TEUR) Nominalwert 31. 12. 2010
Abzüglich
Abzinsungs-
betrag
Barwert
Mindest
leasing
zahlungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.709 2.181 2.528
Restlaufzeit 1–5 Jahre 7.900 2.492 5.408
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 3.364 567 2.797
Gesamt 15.973 5.240 10.733

6.1.5 Operating Leasing

Im 3U Konzern bestehen Verträge im Rahmen von Operating Leasing im Wesentlichen für Kfz-Leasing und Leasing von technischen Büroausstattungen. Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 772. Von diesem Betrag sind TEUR 370 innerhalb eines Jahres und TEUR 402 innerhalb von zwei bis vier Jahren fällig.

6.2 Latente Steuern

Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 berechnet.

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0 136 0 304
Sachanlagen 0 291 15 115
Finanzanlagen 0 12 0 0
Forderungen 0 0 38 0
Sonstige Aktiva 31 0 49 0
Rückstellungen 27 0 520 0
Verbindlichkeiten 64 0 0 1
Sonstige Passiva 0 122 439 0
Verlustvorträge 659 0 4.981 0
Zwischensumme 780 560 6.041 420
Saldierung 428 428 420 420
Gesamt 352 132 5.621 0

Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 420) saldiert.

Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 10.877 (Vorjahr: TEUR 61.448) für Körperschaftsteuer bzw. TEUR 10.782 (Vorjahr: TEUR 50.295) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die Verlustvorträge bei den im Aufbau befindlichen Gesellschaften. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) wurden aus Werthaltigkeitsgründen keine latenten Steuern aktiviert.

6.3 Vorräte

Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 67 0
Unfertige Erzeugnisse 209 45
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.101 1.201
Geleistete Anzahlung auf Vorräte 3 1
Gesamt 2.380 1.247

Mit dem Nettoveräußerungswert sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt worden. Wertaufholungszuschreibungen sind weder im Jahr 2011 noch im Jahr 2010 erfolgt. Eine Sicherungsübereignung von Vorräten besteht zum Bilanzstichtag nicht.

6.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 17.243 14.744
Wertberichtigungen –7.956 –3.460
Gesamt 9.287 11.284

In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind oder mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann.

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kredit risikos, da der Kundenbestand bei den nicht wertberichtigten Forderungen breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.971 (Vorjahr: TEUR 1.997) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, die älter als ein Jahr sind bzw. mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese in der Regel bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben.

6.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Forderungen aus Steuererstattungen 1.301 1.296
Kautionen 214 30
Sonstiges 1.796 1.563
Gesamt 3.311 2.889

In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wie folgt enthalten:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Sonstige Forderungen 691 38
Wertberichtigungen –38 –38
Gesamt 653 0

Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.4 verwiesen.

6.6 Liquide Mittel

Der Posten Liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände, mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.4 verwiesen.

6.7 Eigenkapital

6.7.1 Gezeichnetes Kapital

Der Vorstand hatte am 30. Mai 2011 beschlossen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufs über die Börse bis zum 21. Januar 2011 erworbenen 3.117.500 zusammen mit den der Gesellschaft aus einem Vergleich zugeflossenen 1.242.240 Aktien, insgesamt 4.359.740 eigene Aktien, einzuziehen. Die Eintragung der Kapitalherabsetzung in das Handelsregister erfolgte am 24. Juni 2011. Das begebene Grundkapital setzt sich seitdem zusammen aus 39.237.786 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesamtanzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr mit der Kapitalherabsetzung geändert.

Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.

Genehmigtes Kapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 28. August 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. August 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 4.684.224,00. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptions programms 2011 wurden bis zum 30. November 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 waren davon 582.500 verfallen. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1,00. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren und letztmalig nach fünf Jahren seit Ausgabe der Optionsrechte erfolgen.

Rücklagen

Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2011 eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 24.269 (Vorjahr: TEUR 23.307), eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von TEUR –3.301 (Vorjahr: TEUR –4.142) sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 692 (Vorjahr: TEUR 1.450).

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 24.269 (Vorjahr: TEUR 23.307) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien der 3U HOLDING AG (TEUR 21.499). Des Weiteren wurden in den Jahren 2010 und 2011 die Unter-pari-Beträge aus dem Rückkauf eigener Anteile, welche für Kapitalherabsetzungen verwendet wurden (TEUR 145, Vorjahr: TEUR 1.808) der Kapital rücklage zugeführt. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hat in 2011 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 132 geführt.

Die Rücklage für eigene Anteile hat sich wie folgt entwickelt:

(In TEUR) 2011 2010
Stand 1. Januar 4.142 1.436
Kapitalherabsetzung 2010 0 –1.436
Nachträgliche Anpassung der Anschaffungskosten "business combination" 0 2.000
Erwerb eigene Anteile 2010/2011 146 2.142
Kapitalherabsetzung 2011 –4.288 0
Erwerb eigene Anteile 2011 3.447 0
Stand 31. Dezember 3.447 4.142

Im Rahmen der nachträglichen Kaufpreisanpassung "business combination" wurden in 2010 TEUR 1.450 den Gewinnrücklagen zugeführt. Die Gewinnrücklage hat sich in 2011 aufgrund der Kapitalherabsetzung durch Einziehung der eigenen Anteile um TEUR 758 vermindert. Es handelt sich hier um die im Rahmen einer Kaufpreisanpassung zurückerhaltenen eigenen Aktien.

Dividendenzahlungen

Gemäß Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,02 EUR je gewinnbezugsberechtigtem Anteil für das Geschäftsjahr 2010 in 2011 ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag beläuft sich insgesamt auf TEUR 785.

Für das Geschäftsjahr 2011 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, je gewinnbezugsberechtigtem Anteil 0,03 EUR auszuschütten. Die gesamte Dividendenauszahlung würde gemäß diesem Vorschlag TEUR 1.059 betragen.

6.7.2 Aktienrückkaufprogramme

Im Berichtszeitraum sind zwei Aktienrückkaufprogramme durchgeführt worden.

Aktienrückkaufprogramm 1:

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Juni 2010 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 beschlossen, bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf diente allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2009 vorgesehenen Zwecken.

Die BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere wurde beauftragt, maximal bis zu Stück 4.684.224 Aktien der Gesellschaft gemäß den Handelsbedingungen der Art. 4 bis 6 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 (EG-VO) an der Börse zurückzukaufen. Der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) durfte den Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse am Handelstag vor dem Rückerwerb nicht um mehr als 10 % über- bzw. 25 % unterschreiten. Darüber hinaus durften Aktien gemäß Art. 5 Abs. 1 EG-VO nicht zu einem Kurs erworben werden, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher gewesen sein) über dem des zu damaligen höchsten unabhängigen Angebots an der Börse, an welcher der Kauf stattfindet, lag.

Pro Handelstag durften gemäß Art. 5 Abs. 2 EG-VO nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an welcher der Kauf erfolgte, erworben werden. Der durchschnittliche Tagesumsatz war vom durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen der letzten zwanzig Börsentage vor dem Kauftermin abzuleiten.

Das Aktienrückkaufprogramm über die Börse begann am 19. Juli 2010 und endete am 21. Januar 2011.

Zum 21. Januar 2011 waren 3.117.500 Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 0,7338 erworben worden.

Zusätzlich waren der 3U HOLDING AG am 30. Dezember 2010 1.242.240 Aktien zugeflossen, die ihr im Rahmen eines Vergleich zugesprochen worden waren. Deshalb hielt die 3U HOLDING AG am 21. Januar 2011 4.359.740 Stückaktien als eigene Anteile; das entsprach 10,00 % des Grundkapitals der Gesellschaft.

Aktienrückkauf 2:

Zum Ende des zweiten Quartals 2011 hatte der Vorstand beschlossen auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf diente allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 19. August 2010 vorgesehenen Zwecken. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00.

Das Aktienrückkaufprogramm stand ebenfalls unter Führung der BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere. Der durchschnittliche Kaufpreis für die Aktien betrug EUR 0,84121; insgesamt wurden für den Rückkauf EUR 3.308.976,40 aufgewendet.

6.7.3 Mitarbeiterbeteiligungsprogamm

Aktienoptionsplan 2011 Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte sind:

  • Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
  • Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG)
  • Gruppe 3: Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG)

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):

Gruppe 1: 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen Gruppe 2: 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen Gruppe 3: 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen Gesamt: 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen

Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %. Der Fair Value der in 2011 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist mit EUR 0,17 ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von EUR 0,66 im Zugangszeitpunkt, einem Ausübungspreis von EUR 1,00, einer erwarteten Volatilität von 39,7 % (Quelle: Bloomberg) und einem risikofreien Zinssatz von 2,85 % sowie einer erwarteten Dividendenrendite von 0 %. Die Bewertung erfolgte als European Option und die Volatilität wurde aus den historischen Volatilitäten abgeleitet. Andere Ausstattungsmerkmale sind in die Bewertung nicht eingeflossen.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 582.500 verfallen.

6.7.4 Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Die Kapitalanteile fremder Gesellschafter betragen TEUR –826 (Vorjahr: TEUR –222).

6.8 Finanzverbindlichkeiten

Bei den Finanzverbindlichkeiten handelte es sich um ein langfristiges Baudarlehen.

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.026 2.138
Leasingverbindlichkeiten 0 10.733
Gesamt 2.026 12.871

Der Zinssatz beträgt 3,85 % mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen ist über Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert.

Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 3,0 Mio., die per 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern besichert.

6.9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

6.10 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Sozialversicherungsbeiträge 0 24
Sonstige Steuern 1.309 1.341
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.654 4.407
Lohn- und Gehaltsverrechnung 5 8
Sonstige Verbindlichkeiten 730 679
Ertragsteuern 278 675
Gesamt 3.976 7.134

Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Personalverpflichtungen.

6.11 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2010
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Rückbauverpflichtungen 0 144 0 4.956
Prozessrisiken 655 0 531 0
Übrige 316 0 264 0
Gesamt 971 144 795 4.956

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

(In TEUR) Stand
1. 1. 2011
Inan-
spruch-
nahme
Auflösung Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Zuführung Stand
31. 12. 2011
Rückbauverpflichtungen 4.956 0 16 –4.827 31 144
Prozessrisiken 531 0 154 –20 298 655
Übrige 264 24 46 –7 129 316
Gesamt 5.751 24 216 –4.854 458 1.115

Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten bezüglich Carrierleistungen. Mit einer Inanspruchnahme ist im Geschäftsjahr 2012 zu rechnen.

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Mit einem Abfluss ist im ersten Halbjahr 2012 zu rechnen.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten. Mit der Veräußerung des Segmentes Breitband/IP sind diese im Wesentlichen entfallen.

6.12 Erhaltene Vorauszahlungen

Der Posten betrifft Umsatzabgrenzungen aus der Vereinnahmung von Vorauszahlungen für Bestellungen, Netzmieten und Ähnliches.

6.13 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8

2011 (in TEUR) Aus-
leihungen
Liquide Mittel Forderungen
aus
Lieferungen
u. Leistungen
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
Kredite und Forderungen 7.885 33.372 9.287 2.619 0
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertet werden
0 0 0 0 11.966
Gesamt 7.885 33.372 9.287 2.619 11.966
2010 (in TEUR) Aus-
leihungen
Liquide Mittel Forderungen
aus
Lieferungen
u. Leistungen
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
Kredite und Forderungen 0 29.142 11.284 2.888 0
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zu fortgeführten Anschaf
fungskosten bewertet werden
0 0 0 0 29.473
Gesamt 0 29.142 11.284 2.888 29.473

Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen, liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente bzw. deren marktübliche Verzinsung.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.026 (Vorjahr: TEUR 10.342) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.940 (Vorjahr: TEUR 19.131).

Die Nettoverluste einschließlich Veränderung von Wertberichtigung aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 5.789 (Vorjahr: TEUR 1.213).

6.14 Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Innerhalb eines Jahres 415 17.143
Zwischen ein und fünf Jahren 441 16.431
Nach fünf Jahren 90 5.032
Gesamt 946 38.606

Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 1.546).

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Für die eigene Kreditlinie der 3U besteht eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten).

Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 11. November 2011 hat die 3U HOLDING AG ein Grundstück in Adelebsen erworben. Aufgrund verschiedener vertraglicher Zusagen, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht realisiert wurden, ist der Kaufvertrag in 2011 noch nicht zur Durchführung gelangt. Aus dem Kaufvertrag selbst ergibt sich eine Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 4.967.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss zweier Leasingverträge zwischen der LambdaNet und der Südleasing GmbH hatte die 3U HOLDING AG zugunsten der Südleasing GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben. Gemäß Kaufvertrag vom 19. Mai 2011 zwischen der euNetworks GmbH und 3U HOLDING AG wird die euNetworks mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, dass die 3U HOLDING AG aus dieser Bürgschaft entlassen wird. Bis zum Tage der Aufstellung des Konzernabschlusses bestand die Bürgschaft jedoch unverändert fort.

6.15 Rechtsstreitigkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Deshalb wurden per 31. Dezember 2011 Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von TEUR 655 (Vorjahr: TEUR 531) gebildet.

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation und Energie versorgung werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Konkrete Risiken bestehen derzeit aus Änderungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) und des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG).

7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Finanzmittelfonds setzen sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen.

(In TEUR) 31. 12. 2011 31. 12. 2010
Festgelder 8.522 8.012
Guthaben bei Banken und Kassenbestände 24.850 21.130
Liquide Mittel gesamt 33.372 29.142
Abzüglich als Sicherheit hinterlegte Festgelder 1.500 1.500
Finanzmittelfonds 31.872 27.642

Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt.

Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelabfluss/-zufluss in Höhe von TEUR –2.961 (Vorjahr: TEUR 3.522).

Der Cashflow der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 12.588 (Vorjahr: TEUR –4.798) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR –5.397 (Vorjahr: TEUR –2.954).

In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondszunahme in Höhe von TEUR 4.230 (im Vorjahr Abnahme in Höhe von TEUR 4.147).

Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 33.372 (Vorjahr: TEUR 29.142) unterliegen insgesamt TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) einer Verfügungsbeschränkung. Diese werden offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, so dass der Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird.

Den im Geschäftsjahr 2011 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 799 (Vorjahr: TEUR 770) stehen Zinszahlungen — insbesondere für den Zinsanteil aus den Leasingverträgen zum Glasfasernetz — in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 1.401) gegen über.

Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von EUR 0,02 je Aktie an die Anteilseigner ausgezahlt/ausgeschüttet.

Für den Verkauf/Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 25.462 (Vorjahr: TEUR 0) zugeflossen und TEUR 1.726 (Vorjahr: TEUR 19) abgeflossen. Die Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden vollständig in liquiden Mitteln geleistet bzw. erhalten.

Die Finanzmittelzu- und -abflüsse setzen sich wie folgt zusammen:

(In TEUR) Zufluss Abfluss Saldo
Erwerb 37 0 37
Verkauf 25.425 1.726 23.699
Gesamt 25.462 1.762 23.736

In 2011 sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 443 gezahlt worden (Vorjahr: Vereinnahmung von TEUR 2.753).

8 Sonstige Angaben

8.1 Kapitalmanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2011 und 2010:

31. 12. 2011 31. 12. 2010 Veränderung
Eigenkapital in TEUR 62.265 40.305 21.960
Eigenkapital in % vom Gesamtkapital 82,49 % 51,67 % 30,82 %-Punkte
Fremdkapital in TEUR 13.214 37.694 –24.480
Fremdkapital in % vom Gesamtkapital 17,51 % 48,33 % –30,82 %-Punkte
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) in TEUR 75.479 77.999 –2.520

Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Minderheitenanteile. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten.

8.2 Finanzrisiken

Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Im Rahmen des zunehmenden Auslandsgeschäftes, insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien, ist der 3U Konzern verstärkt Währungsrisiken ausgesetzt, die einen entsprechen den Einfluss haben können. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Im 3U Konzern bestanden zum 31. Dezember 2011 keine derivativen Finanz instrumente.

Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen.

Fremdwährungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in Euro. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben für den Konzern jedoch an Bedeutung gewonnen, so dass grundsätzlich Fremd währungs risiken bestehen. Im Berichtsjahr wurde keine Absicherung der Währungsrisiken durch Derivate durchgeführt.

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2011 entfällt auf die Aktivitäten des Segments Telefonie und lautet wie folgt:

Vermögen: TEUR 109 Schulden: TEUR 944

Ausfallrisiko

Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Trans aktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.

Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt.

Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt.

Liquiditäts-/Refinanzierungsrisiko

Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich, und damit unverändert zum Vorjahr darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr.

Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). 3U erwartet, dass es seine sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital aufrecht zu erhalten.

Zinsänderungsrisiko

Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Daher wurde auf Sensitivitätsanalysen i. S. d. IFRS 7.40 verzichtet.

Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht.

8.3 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die 3U HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Hierbei handelt es sich um die Spider Telecom GmbH und die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen nahestehenden Unternehmen. Sie wurden zu Bedingungen vorgenommen, die unter den Konzernunternehmen üblich sind. Kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 0).

Im Geschäftsjahr 2011 resultieren aus diesen Geschäftsbeziehungen Erträge in Höhe von TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 202). Aufwendungen sind dem Konzern nicht entstanden.

Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen betreffen die RZ Solartechnik. Es handelt sich im Wesentlichen um Lieferund Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen wurden. Im Geschäftsjahr 2011 betrifft dies Erträge in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 82) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 86). Zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 standen kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 46) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 77).

Sonstige Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur in unbedeutendem Umfang und ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Gegenüber der myFairPartner Limited besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38), die vollständig wertberichtigt ist.

Aus dem Joint-Venture-Vertrag über die Gründung der Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., Sanhe, China besteht eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von TEUR 216.

Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Michael Schmidt Lahntal
Sprecher des Vorstands der 3U HOLDING AG
Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover
(bis 31. Mai 2011)
Vorstand der 3U SOLAR Systemhandel AG (seit 29. Juni 2011)
Michael Göbel Staufenberg
Vorstand Finanzen der 3U HOLDING AG (seit 1. März 2010)
Andreas Odenbreit Marburg
Interimsvorstand der 3U HOLDING AG (seit 26. Mai 2011)
Aufsichtsratsmitglied der 3U SOLAR Systemhandel AG

Die in 2011 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 1.311).

In der variablen Vergütung 2011 sind die maximal mögliche variable Vergütung für 2011 von TEUR 300 (Michael Schmidt), TEUR 85 (Michael Göbel) bzw. TEUR 17 (Andreas Odenbreit) enthalten.

Name Fixe Vergütung
Variable Vergütung
in TEUR
in TEUR
Abfindung
in TEUR
Vergütung gesamt
in TEUR
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Michael Schmidt 308 311 300 300 0 0 608 611
Oliver Zimmermann
(Finanzvorstand bis 1.3.2010)
0 54 0 13 0 470 0 537
Michael Göbel
(Finanzvorstand seit 1.3.2010)
153 128 85 35 0 0 238 163
Andreas Odenbreit*
(Interimsvorstand seit 26.5.2011)
65 0 17 0 0 0 82 0
Summe 526 493 402** 348 0 470 928 1.311

*Andreas Odenbreit erhält keine Vergütung für seine Vorstandstätigkeit, sondern bezieht sein Gehalt entsprechend seinem Anstellungsvertrag.

**In Höhe von TEUR 125 bereits in 2011 gezahlt, der Restbetrag in Höhe von TEUR 277 ist kurzfristig fällig (bei maximaler variabler Vergütung).

In dem Geschäftsjahr 2011 wurden an die Mitglieder des Vorstands die nachfolgenden Aktienoptionen ausgegeben.

Name Funktion Aktienoptionen 2011
Michael Schmidt Vorstand 200.000 Stück
Michael Göbel Vorstand 200.000 Stück
Andreas Odenbreit Interimsvorstand 0 Stück*

*Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U HOLDING AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.

Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2011 in Stück:

Name Funktion Aktien Aktienoptionen 2011
Anzahl Anzahl Wert in EUR*
Michael Schmidt Vorstand 8.999.995 200.000 34.000
Michael Göbel Vorstand 8.500 200.000 34.000
Andreas Odenbreit Interimsvorstand 20.500 200.000 34.000
Gerd Simon Aufsichtsrat 10.000 0 0

* Wert zum Gewährungszeitpunkt

Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt.

In 2011 sind TEUR 132 als Personalaufwand für Aktienoptionen erfasst worden.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:

Ralf Thoenes Düsseldorf
Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf
Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG
Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover (bis 31. Mai 2011)
Aufsichtsratsvorsitzender der 3U SOLAR Systemhandel AG, Marburg
Gerd Simon Bad Homburg vor der Höhe
Diplom-Wirtschaftsingenieur
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG
Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main
Stefan Thies Heinsberg
Diplom-Kaufmann und Steuerberater
Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2011 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 84). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Jahr 2010 keine erfolgsabhängige Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG. Die im Geschäftsjahr 2010 gebildete Rückstellung wurde vollständig aufgelöst. Die Werte in untenstehender Tabelle sind entsprechend angepasst worden. Für 2011 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 90 zurückgestellt.

Name
Fixe
Vergütung
in TEUR
Sitzungs-
gelder
in TEUR
Erfolgsabhängige
Vergütung
in TEUR
Vergütung
gesamt
in TEUR
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Ralf Thoenes (Vorsitzender
des Aufsichtsrates)
10 10 15 20 40 0 65 30
Gerd Simon 8 8 15 20 30 0 53 28
Peter Coch (bis 19.8.2010) 0 3 0 13 0 0 0 16
Stefan Thies (seit 19.8.2010) 5 2 15 8 20 0 40 10
Summe 23 23 45 61 90 0 158 84

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 22) erhalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5), 3U TELECOM GmbH TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 7), 010017 Telecom GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2), LambdaNet Communications Deutschland AG TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6), SEGAL Systems GmbH TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und 3U SOLAR Systemhandel AG TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt.

8.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zu den Angaben zu wesentlichen Ereignissen nach Beendigung des Geschäftsjahres verweisen wir auf den Abschnitt "Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres" im Konzernlagebericht.

8.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2011:

TEUR 353 (Vorjahr: TEUR 313)
TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 0)
TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 9)
TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 95)
TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 417)

8.6 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

8.7 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Michael Schmidt, Flachspfuhl 11, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 9. Dezember 2010 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mit geteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 26. Oktober 2010 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 20,64 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Roland Thieme, Alte Hute 2–4, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mit geteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 7,68 % und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen.

Weitere Angaben

Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

  • 010017 Telecom GmbH, Marburg 3U TELECOM GmbH, Marburg Discount Telecom S&V GmbH, Marburg
  • fon4U Telecom GmbH, Marburg LineCall Telecom GmbH, Marburg OneTel Telecommunication GmbH, Marburg

Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 30. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.

Marburg, den 30. März 2012

Der Vorstand

Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit

132 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2011 (IFRS)

3U Konzern (in TEUR)
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
1.1.2011
Zugänge Umbuchungen Abgänge Konzernkreis-
verän-
derungen
Stand
31.12.2011
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
15.061 118 0 0 –11.339 3.840
2. Kundenstamm 11.031 0 0 0 –11.031 0
3. Firmenwert 344 3 0 0 170 517
Summe Immaterielle Vermögenswerte 26.436 121 0 0 –22.200 4.357
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
4.135 1.042 160 0 0 5.337
2. Technische Anlagen und Maschinen 125.889 912 2 126 –120.581 6.096
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.630 130 0 13 –2.043 1.704
4. Anlagen im Bau 811 9.231 –162 0 –32 9.848
Summe Sachanlagen 134.465 11.315 0 139 –122.656 22.985
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.156 947 0 653 0 1.450
2. Ausleihungen 0 9.885 0 2.000 0 7.885
Summe Finanzanlagen 1.156 10.832 0 2.653 0 9.335
Summe Anlagevermögen 162.057 22.268 0 2.792 –144.856 36.677
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
1.1.2011
Zugänge Abgänge Konzernkreis-
verän-
derungen
Stand
31.12.2011
Stand
31.12.2011
Stand
31.12.2010
14.709 188 0 –11.711 3.186 654 352
10.084 299 0 –10.383 0 0 947
344 3 0 0 347 170 0
25.137 490 0 –22.094 3.533 824 1.299
197 155 0 0 352 4.985 3.938
108.056 2.122 53 –104.837 5.288 808 17.833
3.040 153 7 –2.010 1.176 528 590
0 0 0 0 0 9.848 811
111.293 2.430 60 –106.847 6.816 16.169 23.172
207 0 0 0 207 1.243 949
0 0 0 0 0 7.885 0
207 0 0 0 207 9.128 949
136.637 2.920 60 –128.941 10.556 26.121 25.420

134 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2010 (IFRS)

3U Konzern (in TEUR) Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
1.1.2010
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2010
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
15.010 192 141 0 15.061
2. Kundenstamm 11.031 0 0 0 11.031
3. Firmenwert 8.970 10 8.636 0 344
Summe Immaterielle Vermögenswerte 35.011 202 8.777 0 26.436
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
695 2.194 43 1.289 4.135
2. Technische Anlagen und Maschinen 124.100 1.875 205 119 125.889
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.540 409 319 0 3.630
4. Anlagen im Bau 1.404 857 42 –1.408 811
Summe Sachanlagen 129.739 5.335 609 0 134.465
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 182 974 0 0 1.156
Summe Finanzanlagen 182 974 0 0 1.156
Summe Anlagevermögen 164.932 6.511 9.386 0 162.057
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
1.1.2010
Abschreibungen
des Geschäfts-
jahres
Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2010
Stand
31.12.2010
Stand
31.12.2009
14.672 178 141 0 14.709 352 338
9.368 716 0 0 10.084 947 1.663
8.420 10 8.086 0 344 0 550
32.460 904 8.227 0 25.137 1.299 2.551
147 76 26 0 197 3.938 548
101.401 6.884 148 –81 108.056 17.833 22.699
3.119 156 235 0 3.040 590 421
0 0 0 0 0 811 1.404
104.667 7.116 408 –81 111.293 23.172 25.072
0 207 0 0 207 949 182
0 207 0 0 207 949 182
137.127 8.227 8.636 –81 136.637 25.420 27.805

136 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y WpHG i.V.m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Marburg, den 30. März 2012

Der Vorstand

Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

137

Wir haben den von der 3U HOLDING AG, Marburg, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzern lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern abschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 30. März 2012

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz Theis Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen 139

140 Finanzkalender
141 Kontakt
142 Glossar
144 Impressum
144 Disclaimer
145 3U Konzern

140 Finanzkalender

  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 1/2012 15. Mai 2012
  • • Hauptversammlung 31. Mai 2012 in Marburg
  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 2/2012 15. August 2012
  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 3/2012 12. November 2012
  • • Analystenkonferenz (auf dem Eigenkapitalforum) 12. bis 14. November 2012 in Frankfurt am Main

Kontakt

Hausanschrift 3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31–33 35039 Marburg

Postanschrift 3U HOLDING AG Postfach 22 60 35010 Marburg

Investor Relations Peter Alex Tel.: +49 (0) 6421 999-1200 Fax: +49 (0) 6421 999-1222 [email protected] www.3u.net

142 Glossar

Cashflow

Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung).

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z. B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bank verbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividenden zahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktien gesellschaften fördern.

EBIT

Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes).

EBITDA

Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

EBT

Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes).

Eigenkapitalquote

Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad).

Entsprechenserklärung

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Ergebnis je Aktie

Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stamm aktien dividiert.

Erneuerbare Energien

Sammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie, Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Geothermie.

Free Float Aktien im Streubesitz.

Holding

Der Begriff Holding (Kurzform für Holding gesell schaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen.

IFRS

International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze)

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditäts orien tierte Teil des Rechnungswesens.

Es handelt sich hierbei um die wert mäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt.

Konsolidierung

Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z. B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzern bilanz.

Konsolidierungskreis

Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Latente Steuern

Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist.

Marktkapitalisierung

Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens.

Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/ Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/ sinkenden Aktienkursen führen.

SKW Solarkraftwerk

Risikomanagement

Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzu setzen.

Impressum Disclaimer

Herausgeber 3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31–33 35039 Marburg

Fotos

felies & heinrich I architekten & ingenieure, Dransfeld (Titel, Seite 16); J. Laackman, PSL-Studios-Marburg (Seite 3); Shutterstock Images LLC (Seite 58); Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 138)

Schrift Interstate von Tobias Frere-Jones (Hersteller: The Font Bureau)

Papier Galaxi Keramik (Hersteller: M-real Zanders)

Druck Schott CAD Layout GmbH, Lahntal

© 2012 3U HOLDING AG, Marburg Printed in Germany

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe "davon ausgehen", "annehmen", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können", "planen", "projizieren", "sollte" und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen.

Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z. B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließ lich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge, Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind.

3U Konzern

3U HOLDING AG Telefonie Services Erneuerbare Energien 010017 Telecom GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Marburg, Deutschland Discount Telecom S&V GmbH Marburg, Deutschland LineCall Telecom GmbH Marburg, Deutschland Spider Telecom GmbH* Marburg, Deutschland Triast GmbH Kreuzlingen, Schweiz Younip Telecom GmbH Marburg, Deutschland 3U MOBILE GmbH Marburg, Deutschland OneTel Telecommunication GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Wien, Österreich 3U DYNAMICS GmbH Marburg, Deutschland myFairPartner Limited London, Großbritannien RISIMA Consulting GmbH Marburg, Deutschland SEGAL Systems GmbH Marburg, Deutschland EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH Marburg, Deutschland Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd.* Tianjin, China Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. Sanhe, China Selfio GmbH Bad Honnef, Deutschland 3U SOLAR Systemhandel AG Marburg, Deutschland 3U SOLAR Service GmbH Marburg, Deutschland 3U SOLAR (PTY) Ltd. Johannesburg, Südafrika *"At equity" einbezogene Beteiligungen **Vormals: 3U Solarkraft Friedrichstraße GmbH Exacor GmbH Marburg, Deutschland fon4U Telecom GmbH Marburg, Deutschland Solarpark Adelebsen GmbH** Marburg, Deutschland

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