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3U Holding AG Annual Report 2007

Apr 30, 2008

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2007

Konzernergebnisse im Überblick

3U Konzern (IFRS) Jahresvergleich
1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten (in Mio. €) 75,70* 87,70*
EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
(in Mio. €) 3,09* –0,14*
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
(in Mio. €) 2,15* –3,91*
EBT aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Steuern)
(in Mio. €) 4,16* 0,42*
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
aus fortgeführten Aktivitäten
(in Mio. €) 4,18* 0,65*
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (in Mio. €) –2,50* –4,49*
Gesamtergebnis pro Aktie (unverwässert) (in €) 0,04* –0,08*
Gesamtergebnis pro Aktie (verwässert) (in €) 0,03* –0,08*
Eigenkapitalquote (in %) 42,08* 38,51*
3U Konzern (IFRS) Quartalsvergleich
4. Quartal
2007
4. Quartal
2006
Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten (in Mio. €) 18,39* 20,27*
EBITDA aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
(in Mio. €) 1,56* –0,16*
EBIT aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
(in Mio. €) 1,35* 0,16*
EBT aus fortgeführten Aktivitäten
(Ergebnis vor Steuern)
(in Mio. €) 3,02* –1,51*
Quartalsüberschuss/-fehlbetrag
aus fortgeführten Aktivitäten
(in Mio. €) 3,11* –0,38*
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (in Mio. €) 0,56* –4,49*
Gesamtergebnis pro Aktie (unverwässert) (in €) 0,01* –0,05*
Gesamtergebnis pro Aktie (verwässert) (in €) 0,01* –0,05*
Eigenkapitalquote (in %) 42,08* 38,51*

*Die Vorjahresvergleichszahlen wurden hinsichtlich der nicht fortgeführten Aktivitäten angepasst.

Die Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT wurden für 2006 um den einmaligen positiven Sondereffekt der Fondserträge in Höhe von 2,51 Mio. € sowie um die negativen Sondereffekte aus Entkonsolidierungen in Höhe von 0,25 Mio. €, Prozessrisikenanpassungen bei den Rückstellungen in Höhe von 0,70 Mio. € und um einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung in Höhe von 0,37 Mio. € bereinigt. Für 2007 wurden die Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT um den positiven Sondereffekt der Fondserträge in Höhe von 1,38 Mio. € bereinigt.

Inhalt 1

2 An unsere Aktionäre

  • 2 Brief an unsere Aktionäre
  • 5 Bericht des Aufsichtsrats
  • 8 Corporate Governance Bericht
  • 21 Die 3U Aktie

25 Konzernlagebericht

  • 26 Einleitung
  • 27 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
  • 31 Darstellung des Geschäftsverlaufs
  • 38 Risikobericht
  • 45 Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres
  • 46 Prognosebericht

49 Konzernabschluss

  • 50 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 (IFRS)
  • 52 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
  • 54 Kapitalflussrechnung (IFRS)
  • 56 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
  • 58 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2007 (IFRS)
  • 60 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2006 (IFRS)
  • 62 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007
  • 127 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 128 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

129 Weitere Informationen

  • 130 Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien
  • 132 Finanzkalender
  • 133 Kontakt
  • 134 Glossar
  • 136 Impressum
  • 136 Disclaimer
  • 137 3U Konzern

2 Brief an unsere Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2007 war von der Neuausrichtung des 3U Konzerns geprägt.

Hauptversammlung beschließt strategische Neuausrichtung

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 15. Januar 2007 wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit verabschiedet. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, die Telekommunikations dienstleistungen auszugliedern und auf die neu zu gründende Tochtergesellschaft 3U TELECOM GmbH zu übertragen, das Unternehmen in 3U HOLDING AG umzufirmieren und als Management- und Beteiligungs gesellschaft strategisch neu auszurichten.

Gegen die Tagesordnungspunkte eingereichte Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen wurden im Dezember 2007 durch Prozessvergleiche beendet. Mit der Eintragung der Beschlüsse in das Handelsregister am 29. Dezember 2007 ist der Geschäftsbereich Telekommunikationsdienstleistungen auf die neu gegründete 100%ige Tochter 3U TELECOM GmbH übergegangen.

Verkauf der LambdaNet

Im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung wurde im Juni 2007 beschlossen, die LambdaNet Communications Deutschland AG zu veräußern. Die LambdaNet wurde im April 2004 übernommen und in Folge zu einem der führenden Anbieter von Übertragungsnetzlösungen für Telekommunikationsunternehmen, Internet Service Provider und Geschäftskunden aufgebaut. Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren dauerten per Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 weiterhin an.

Signifikante Ergebnisverbesserung

Der Blick auf die Geschäftsentwicklung zeigt, dass wir die operativen Ergebnisse in den fortzuführenden Geschäftsbereichen dank konsequenter Ergebnisorientierung signifikant verbessern und die Erwartungen sogar übertreffen konnten. Im Geschäftsjahr 2007 ging der Umsatz wie erwartet um 13,68 % von 87,70 Mio. € im Vorjahr auf 75,70 Mio. € zurück. Die Umsätze zum Verkauf stehender Unternehmen fließen dabei nicht in die ausgewiesenen Umsatzerlöse mit ein. Das EBITDA stieg gegenüber 2006 um 3,23 Mio. € auf 3,09 Mio. € nach einem EBITDA-Verlust von 0,14 Mio. € im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern stieg von 0,42 Mio. € in 2006 auf 4,16 Mio. € in 2007. Das Konzernergebnis zeigte sich ebenfalls deutlich verbessert. Die 3U HOLDING AG erzielte einen Jahresüberschuss 2007 von 1,67 Mio. € nachdem in 2006 noch ein Verlust von 3,84 Mio. € angefallen war.

Der Vorstand der 3U HOLDING AG (von links): Oliver Zimmermann und Michael Schmidt

Verkleinerung des Vorstandes

Per 31. Dezember 2007 ist Herr Roland Thieme planmäßig aus dem Vorstand der 3U HOLDING AG ausgeschieden, da dieser zukünftig nur noch mit zwei Personen besetzt sein soll. Als Geschäftsführer aller Festnetztelefonie-Beteiligungen bleibt Herr Thieme nicht nur weiter operativ tätig, er besitzt zudem Prokura für die 3U HOLDING AG und bestimmt als Aufsichtsratsmitglied bei LambdaNet die Geschäftsentwicklung entscheidend mit.

Gute Positionierung im Segment Festnetztelefonie

Das Management der 3U HOLDING AG hat in einem durch massiven Wettbewerb und Preisverfall gekennzeichneten Markt adäquate Maßnahmen getroffen, um im Segment Festnetztelefonie operativ gewinnbringend arbeiten zu können. Erklärtes Ziel ist es, unser Ergebnis trotz des schwierigen Marktumfeldes weiter zu steigern und den größtenteils defizitären Angeboten der Wettbewerber zur Kundengewinnung gewinnbringend entgegenzutreten. Unsere Tochtergesellschaften sehen sich dafür im Call-by-Call- und Wholesale-Geschäft mit ihrer Mehrmarkenstrategie, konsequentem Tarifmanagement und einer breiten Zielgruppe sehr gut positioniert.

Umsetzung der Aktionärsbeschlüsse

4

Durch die Eintragung aller Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung in das Handelsregister am 29. Dezember 2007 kann der Vorstand nun die Neuausrichtung als Management- und Beteiligungs gesellschaft umsetzen. Die neue 3U HOLDING AG wird ihren Schwerpunkt dabei auf die Bereiche innovative Technologien und Unternehmenssanierungen legen. Nicht zuletzt durch die Erfahrungen aus den Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen innerhalb des 3U Konzerns in den vergangenen Jahren ist unsere Gesellschaft für das Beteiligungsgeschäft sehr gut aufgestellt. Die Identifikation der zukünftigen Investments erfolgt über persönliche Kontakte und die Anbindung an ein breites Experten-Netzwerk. Im Laufe des Geschäftsjahres 2008 sollen erste Beteiligungen eingegangen werden. Die bestehende Vermögenssituation sowie die schlanke Kostenstruktur schaffen die finanzielle Basis für eine erfolgreiche Tätigkeit im Beteiligungsgeschäft.

Ziel der Aktivitäten des Vorstands ist es, den Unternehmenswert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter, nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen sollte sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln.

Für Ihr Vertrauen bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich.

Marburg, im April 2008

Der Vorstand

Michael Schmidt Oliver Zimmermann

Bericht des Aufsichtsrats 5

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig und regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat war die Vorbereitung des Verkaufs der LambdaNet Communications Deutschland AG, der im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der globalen Bankenkrise nicht realisiert werden konnte. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Anfechtungsprozesse im Zusammenhang mit der am 15. Januar 2007 beschlossenen Ausgliederung sowie deren vergleichsweise Beendigung.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Corporate-Governance-Themen, insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrates ebenso wie Personalfragen einschließlich der Verlängerung von Bestellung und Anstellungsverträgen des Vorstands. Wie schon in der Vergangenheit hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens befasst. Wesentlicher Gegenstand der Diskussion im Aufsichtsrat war weiter die fortlaufende und detaillierte Unterrichtung über die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie über die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und definierten Zielen erläutern.

Das Risikomanagement des Unternehmens war Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte Gesellschaft. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Sitzungen und Teilnahme

6

Im Geschäftsjahr 2007 haben insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen (am 28. März 2007, 25. April 2007, 16. Mai 2007, 27. Juni 2007, 4. Juli 2007, 7. August 2007, 28. August 2007, 29. Oktober 2007, 12. November 2007 sowie am 28. Dezember 2007) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Sowohl Herr Hubertus Kestler, der den Aufsichtsratsvorsitz bis zum 6. August 2007 innehatte, als auch ich selbst standen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und haben uns über den Gang der Geschäfte sowie die wichtigen Ereignisse informiert.

Corporate Governance

Am 31. Dezember 2007 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die im Geschäftsbericht auf Seite 8 wiedergegeben ist. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Im Berichtszeitraum haben sich personelle Veränderungen in den Gremien ergeben.

Am 6. August 2007 hat Herr Hubertus Kestler sein Aufsichtsratsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Niederlegung erfolgte aus persönlichen Gründen und im Einvernehmen mit der Gesellschaft. Für ihn wurde Herr Dipl.-Betriebswirt Peter Coch mit Beschluss des Amtsgerichts Marburg vom 7. August 2007 gemäß § 104 Abs. 1 AktG in den Aufsichtsrat bestellt. Gemäß der Empfehlung in Ziffer 5.4.3 S. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll an die Stelle der gerichtlichen Bestellung eine Wahl durch die Hauptversammlung 2008 treten.

Herr Roland Thieme ist mit Ablauf des 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern der Gremien für ihre engagierte und erfolgreiche Tätigkeit im Interesse des Unternehmens.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2007

Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt, wurde durch die Hauptversammlung am 28. August 2007 zum Abschlussprüfer gewählt und ist vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 wurden von dem Abschlussprüfer geprüft und sind jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und wurden in der Bilanzsitzung am 25. April 2008 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschluss prüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss, die Lageberichte für die 3U HOLDING AG und den Konzern, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 gebilligt; sie sind damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Marburg, im April 2008 Der Aufsichtsrat

Ralf Thoenes Vorsitzender

8 Corporate Governance Bericht

Den Deutschen Corporate Governance Kodex gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Juni 2007 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt den Deutschen Corporate Governance Kodex. Er ist im Interesse der Unternehmen und der Investoren.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben sich im Jahr 2007 — wie auch in den Jahren zuvor mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex intensiv befasst und beschlossen, dass den Empfehlungen weitgehend entsprochen wird.

Die 3U HOLDING AG hat die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung zuletzt am 31. Dezember 2007 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden.

Abweichung von den Empfehlungen

D&O-Versicherung

Die 3U HOLDING AG verzichtet auf einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Haftpflichtversicherung) für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, wie ihn der Deutsche Corporate Governance Kodex in Ziffer 3.8 empfiehlt. Die 3U HOLDING AG ist grundsätzlich nicht der Ansicht, dass die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein, mit der die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt verbessert werden kann.

Zusammensetzung Vorstand

Der Vorstand der 3U HOLDING AG besteht aus zwei Personen. Die 3U HOLDING AG ist der Auffassung, dass es nicht erforderlich ist, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher hat (vgl. Ziffer 4.2.1 DCGK).

Aktienoptionsplan

Der 3U Aktienoptionsplan 2003 weicht insoweit von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in Ziffer 4.2.3 ab, als er als Erfolgsziel einen 15%igen Aufschlag auf den Basispreis vorsieht. Aufgrund des allgemein schwierigen Marktumfeldes ist die 3U HOLDING AG der Auffassung, dass eine 15%ige Steigerung des Aktienkurses ein anspruchsvolles Erfolgsziel ist. Eine weitere Abweichung besteht darin, dass keine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen vereinbart wurde. Die 3U HOLDING AG ist der Ansicht, dass aufgrund der relativ geringen Anzahl der ausgegebenen Aktienoptionen selbst bei einer äußerst positiven Kursentwicklung sich die hieraus ergebenden Gewinne für

die Mitarbeiter im Verhältnis zur jeweiligen Grundvergütung in einem maßvollen Rahmen bewegen würden. Der Vereinbarung einer Begrenzungsmöglichkeit bedurfte es daher nicht.

Information der Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat in der Vergangenheit die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert. Die entsprechenden Informationen über die Grundzüge des Vergütungssystems konnten die Aktionäre dem Vergütungsbericht als Teil des Geschäftsberichts 2006 entnehmen. Zukünftig wird der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung entsprechend informieren.

Altersgrenzen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziffern 5.1.2 und 5.4.1 die Festlegung von Alters grenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Dieser Empfehlung wird nicht entsprochen. Sie stellt nach Ansicht der 3U HOLDING AG eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre dar, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen. Der Aufsichtsrat wäre mit der Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder bei der Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder ebenfalls eingeschränkt. Die 3U HOLDING AG vertritt hierzu die Ansicht, dass die Einführung einer starren Altersgrenze kein geeignetes Auswahlkriterium ist, um einen optimalen Bewerber zu finden. Vielmehr sollte die persönliche Qualifikation und Erfahrung des Bewerbers im Vordergrund stehen.

Veröffentlichung Zwischenberichte

Nach Ziffer 7.2.1 sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Die 3U HOLDING AG weicht beginnend mit dem Zwischenbericht für das erste Quartal 2007 von dieser Empfehlung ab. Sie hält die Vorgabe der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse, die eine Veröffentlichung innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums vorsieht, für ausreichend und angemessen, um die Aktionäre und Investoren der Gesellschaft über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu informieren.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Vergütung des Vorstands

Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Ferner haben die Mitarbeiter des Vorstands Nebenleistungen erhalten, die im Wesentlichen aus Versicherungsleistungen, der Privatnutzung der Firmen-Pkw, Zuschüssen zu Rentenund Krankenversicherung sowie Gebührenerstattungen bestehen. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente) bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Für die variable Vergütung wurden als Erfolgsziele einheitliche Gruppenziele, wie z. B. Umsatz des 3U Konzerns und EBITDA, sowie Individualziele für die einzelnen Vorstandsressorts festgelegt.

Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen (Komponente mit langfristiger Anreizwirkung) im Rahmen der Aktienoptionspläne 2003 und 2004/2005 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Aktienoptionspläne 2003 und 2004/2005 verweisen wir auf die Ausführungen im unten stehenden Abschnitt "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".

Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen erteilt.

Zahlungen an aktive Vorstandsmitglieder

Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen. Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

Name Fixe Vergütung
in T€
Variable Vergütung
in T€
in T€ Vergütung gesamt
2007 2006 2007 2006 2007 2006
Michael Schmidt 231 186 53 6 284 192
Roland Thieme 201 201 0 12 201 213
Oliver Zimmermann
(ab 1. 10. 2006)
226 58 80 0 306 58
Berth Hausmann
(bis 30. 9. 2006)
0 232 0 23 0 255
Summe 658 677 133 41 791 718

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen von der 3U HOLDING AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".

Ehemalige Mitglieder des Vorstands

Ehemalige Mitglieder des Vorstands erhielten Bezüge im Berichtsjahr in Höhe von 300 T€ (Vorjahr: 265 T€).

Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

Für die Vorstandsmitglieder Michael Schmidt und Roland Thieme wurde vereinbart, dass im Falle des Ausscheidens das feste Jahresgehalt und die Tantieme pro rata temporis für die Dauer von sechs Monaten nach dem Ausscheiden fortgezahlt werden. Die Vereinbarung gilt für das Ausscheiden des Vorstands mitglieds aus den aktiven Diensten der Gesellschaft a) durch Tod; b) im Falle dauernder Arbeitsunfähigkeit; c) weil ihm die Gesellschaft weder die Verlängerung des bisherigen Anstellungsvertrages noch den Abschluss eines neuen Anstellungsvertrages zu mindestens gleich günstigen Bedingungen angeboten hat, ohne dass ein vom Vorstandsmitglied verschuldeter wichtiger Grund vorliegt; oder d) am Ende des Jahres, in dem das Vorstandsmitglied sein 65. Lebensjahr vollendet hat. Im Falle des Todes erfolgt die Zahlung an die Hinterbliebenen. Im Falle der Kündigung des Vertrages bzw. der Abberufung aus wichtigem Grund besteht kein Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von 5.000,00 €, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütung erhält.

Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von 1.000,00 € je 0,01 € Dividende, die über 0,05 € je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 1.000,00 € je 100.000,00 € Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden 50.000,00 € für seinen Stellvertreter 37.500,00 € und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder 25.000,00 €. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von 2.500,00 €. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer.

Einzelheiten der im Geschäftsjahr 2007 gezahlten Vergütungen (netto) ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

Name Fixe Vergütung
in T€
Sitzungsgelder
in T€
2007 2006 2007 2006
Hubertus Kestler (bis 6. 8. 2007) 7 10 13 39
Ralf Thoenes 9 8 28 36
Gerd Simon 6 5 33 25
Peter Coch (seit 7. 8. 2007) 2 0 13 0
Summe 24 23 87 100

Die Rechtsanwaltssozietät KMO Kestler Mielert Otto, deren Partner Herr Hubertus Kestler ist, der bis zum 6. August 2007 der Aufsichtsratsvorsitzende der 3U HOLDING AG war, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Bera tungsleistungen für den 3U Konzern in Höhe von insgesamt 162.557 € erbracht (davon 108.498 € nach dem 6. August 2007) bzw. noch für den Leistungszeitraum 2006 abgerechnet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG 106.692 € (davon 106.692 € nach dem 6. August 2007), OneTel Telecommunication GmbH 36.834 € (davon 1.465 € nach dem 6. August 2007), LambdaNet Communications Deutschland AG 19.031 € (davon 341 € nach dem 6. August 2007).

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der neue Aufsichts rats vorsitzende Herr Ralf Thoenes (zuvor stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt 25.373 € erhalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG 7.922 €, 3U TELECOM GmbH 7.736 €, fon4U Telecom GmbH 5.308 €, LambdaNet Communications Deutschland AG 4.407 €.

Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme

Aktienoptionsplan 2003

Mit Beschluss vom 15. Mai 2003 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 4.560.000,00 € (912.000,00 € vor Aktiensplit vom 6. Juli 2004) zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 20. August 2003 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan für das Jahr 2003 aufgelegt. Der Aktienoptionsplan 2003 hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte sind:

  • Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), soweit die Mitglieder der Geschäftsführungen der in- und ausländischen Unternehmen nicht der Gruppe 2 zuzuordnen sind,
  • Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft und in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG) in Schlüsselpositionen auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. der jeweiligen Geschäftsführung (Führungskräfte und/oder Mitarbeiter mit Schlüsselfunktionen),
  • Gruppe 3: alle übrigen Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), soweit keine Einordnung in Gruppe 4 erfolgt,
  • Gruppe 4: Auszubildende und/oder Teilzeitkräfte bzw. vergleichbare Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG).

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2003 wurden insgesamt 866.250 Aktienoptionen (173.250 Aktienoptionen vor Aktiensplit) ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:

  • Gruppe 1: 455.980 Aktienoptionen (91.196 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 2: 228.000 Aktienoptionen (45.600 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 3: 136.770 Aktienoptionen (27.354 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 4: 45.500 Aktienoptionen (9.100 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gesamt: 866.250 Aktienoptionen (173.250 Aktienoptionen vor Aktiensplit)

Der Fair Value der im Jahr 2003 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist auf 0,90 € ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von 2,23 €, einem Ausübungspreis von 2,70 €, einer erwarteten Volatilität von 51 % und einem risikofreien Zinssatz von 3,5 %.

Der Aktienoptionsplan 2003 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist seit dem 21. August 2005 und nur bis zum 20. August 2008 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordent lichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Basispreis zuzüglich eines Aufschlags von 15 % als Erfolgsziel. Basispreis ist der Preis, der sich aus dem Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor dem Tag ergibt, an welchem die Beschlussfassung über die Ausgabe der Optionsrechte erfolgt. Der Ausübungspreis beträgt demnach 2,70 € (13,48 € vor Aktiensplit) je Aktie.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Aktienoptionsplan 2004/2005

Mit Beschluss vom 15. Mai 2003 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 4.560.000,00 € (912.000,00 € vor Aktiensplit vom 6. Juli 2004) zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 9. März 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2004/2005 aufgelegt. Der Aktienoptionsplan hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte sind:

Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), soweit die Mitglieder der Geschäftsführungen der in- und ausländischen Unternehmen nicht der Gruppe 2 zuzuordnen sind,

  • Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft und in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG) in Schlüsselpositionen auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. der jeweiligen Geschäftsführung (Führungskräfte und/oder Mitarbeiter mit Schlüsselfunktionen),
  • Gruppe 3: alle übrigen Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), soweit keine Einordnung in Gruppe 4 erfolgt,
  • Gruppe 4: Auszubildende und/oder Teilzeitkräfte bzw. vergleichbare Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG).

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004/2005 wurden insgesamt 2.206.000 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:

  • Gruppe 1: 870.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 2: 765.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 3: 546.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 4: 25.000 Aktienoptionen
  • Gesamt: 2.206.000 Aktienoptionen

Der Fair Value der im Jahr 2005 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist auf 0,51 € ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von 0,98 €, einem Ausübungspreis von 1,06 €, einer erwarteten Volatilität von 61 % und einem risikofreien Zinssatz von 3,0 %.

Der Aktienoptionsplan 2004/2005 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist frühestens seit dem 9. März 2007 und nur bis zum 9. März 2010 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordent lichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäfts berichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Basispreis zuzüglich eines Aufschlags von 15 % als Erfolgsziel. Basispreis ist der Preis, der sich aus dem Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor dem Tag ergibt, an welchem die Beschlussfassung über die Ausgabe der Optionsrechte erfolgt. Der Ausübungspreis beträgt demnach 1,06 € je Aktie.

Als relatives Erfolgsziel muss sich die Aktie der Gesellschaft seit dem Erwerb der Optionsrechte bis zum Ausübungstag an zehn aufeinander folgenden Tagen besser entwickelt haben als der TecDAX. Darüber hinaus wurde ein Cap in Höhe eines Bruttojahresgehalts vereinbart.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Name Funktion Aktienoptionen
Aktienoptionen
2003
2004/2005
Anzahl Wert in €* Anzahl Wert in €*
Michael Schmidt Vorstand 124.360 111.924 165.000 84.150
Roland Thieme Vorstand 124.360 111.924 165.000 84.150

Angaben zu Aktienoptionen von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2007 in Stück

*Wert zum Gewährungszeitpunkt

Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt. Der auf die Geschäftsjahre 2007 und 2006 entfallende Aufwand ist in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesen.

Name Funktion Aufwand für Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung in T€
2007 2006
Michael Schmidt Vorstand 7 42
Roland Thieme Vorstand 7 42
Berth Hausmann (bis 30. 9. 2006) Vorstand 0 42
Burkhard von Ehren (bis 31. 12. 2005) Vorstand 0 42
Summe 14 168

Zum 31. Dezember 2007 sind alle ausstehenden Optionen ausübbar.

Übernahmerechtliche Angaben nach §315 Abs. 4 HGB i.V.m. §120 Abs. 3 Satz 2 AktG

Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i. V. m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.

Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 46.842.240 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.

Am Kapital sind wie folgt beteiligt:
Michael Schmidt (Vorstand) 17,72 %
Roland Thieme (Vorstand) 5,35 %
Oliver Zimmermann (Vorstand) 0,13 %
Hubertus Kestler (Aufsichtsratsvorsitzender bis 6. August 2007) 0,28 %
Gerd Simon (Aufsichtsrat) 0,02 %

Hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen am Kapital der 3U HOLDING AG, die 10 % übersteigen, sind uns in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 keine Meldungen zugegangen.

Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 12. Mai 2009 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 23.421.120,00 € zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage soweit der Nennbetrag der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weder insgesamt zehn vom Hundert des am 13. Mai 2004 vorhandenen Grundkapitals übersteigt noch der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet; 2. sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen; 3. für Spitzenbeträge. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.

Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.560.000,00 €, eingeteilt in bis zu 4.560.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 15. Mai 2003 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2007 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 27. Februar 2009 ermächtigt, Aktien der Gesellschaft zu den gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von 4.684.224 Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 4.684.224,00 € beschränkt. Von dieser Ermächtigung wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen.

Aktiengeschäfte

Nach Maßgabe des § 15a WpHG haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 5.000,00 € bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden folgende im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommene Geschäfte gemeldet:

Handelstag Name Funktion Kauf/
Verkauf
Stückzahl Kurs/Preis
in €
8. 1. 2007 Hubertus Kestler Aufsichtsrats-
vorsitzender
(bis 6. 8. 2007)
Kauf 30.000 0,61
7. 12. 2007 Oliver Zimmermann Vorstand Kauf 34.584 0,72

Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Besitz von Aktien

Folgende Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder besitzen Aktien der 3U HOLDING AG (Stand: 31. Dezember 2007):

Name Funktion Stückzahl
Michael Schmidt Vorstand 8.299.995
Roland Thieme Vorstand 2.508.330
Oliver Zimmermann Vorstand 59.584
Hubertus Kestler (Stand: 6. 8. 2007) Aufsichtsratsvorsitzender (bis 6. 8. 2007) 130.000
Gerd Simon Aufsichtsrat 10.000

Marburg und Düsseldorf, den 25. April 2008

3U HOLDING AG Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Die 3U Aktie

Die 3U Aktie im Überblick

International Securities Identification Number (ISIN) DE0005167902
Wertpapierkennnummer (WKN) 516790
Börsenkürzel UUU
Handelssegment Prime Standard
Designated Sponsor AXG Investmentbank AG
Erstnotiz 26. November 1999
Zugelassenes Kapital in EUR 51.402.240,00 €
Zugelassenes Kapital in Stück 51.402.240
Grundkapital in EUR 46.842.240,00 €
Grundkapital in Stück 46.842.240
Börsenkurs am 28. Dezember 2007* 0,78 €
Höchstkurs im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007* 1,11 € (16. Juli 2007)
Tiefstkurs im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007* 0,59 € (11. und 17. Mai 2007)
Anzahl der Aktien 46.842.240
Marktkapitalisierung am 31. Dezember 2007 36.536.947,20 €
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) 0,04 €

Im Geschäftsjahr 2007 konnte der Kurs der 3U Aktie deutlich zulegen und den Technology-All-Share-Index outperformen. Auf Jahresbasis verteuerte sich der Aktienkurs von 0,62 € auf 0,78 €. Das entspricht einem Wertzuwachs von 25,81 %. Der Technology-All-Share-Index legte im Vergleichszeitraum um 21,57 % zu. Ausgelöst durch zahlreiche Kaufempfehlungen namhafter Börsenbriefe und Magazine stieg die 3U Aktie, begleitet mit hohen Umsätzen an den deutschen Börsen, im Juli 2007 bis auf 1,11 €. Ein Grund des gestiegenen Interesses an der 3U HOLDING AG war die aktive Investor-Relations- und Pressearbeit der Gesellschaft. Die Marktkapitalisierung betrug zum 31. Dezember 2007 rund 36,54 Mio. €, das sind 9,37 Mio. € mehr im Vergleich zum 31. Dezember 2006.

Im Berichtsjahr wurden an den deutschen Börsen insgesamt 54.096.734 Aktien der 3U HOLDING AG gehandelt. Zum Vorjahreszeitraum hat sich der Umsatz damit mehr als verzwanzigfacht (2.699.920 gehandelte Aktien im Jahr 2006). Dies entspricht einem durchschnittlichen Handelsvolumen von 4,51 Mio. Aktien pro Monat.

*Tagesschlusskurs Xetra

Aktienkurs

Kursverlauf der 3U Aktie* im Vergleich zum Technology-All-Share-Index

*Tagesschlusskurs Xetra

Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2007 besaßen die Organmitglieder folgende voll stimm- und dividendenberechtigte Aktien:

Vorstand
Michael Schmidt 8.299.995 Aktien
Roland Thieme 2.508.330 Aktien
Oliver Zimmermann 59.584 Aktien
Vorstand gesamt 10.867.909 Aktien
Aufsichtsrat
Ralf Thoenes (Vorsitzender) 0 Aktien
Gerd Simon (stellvertretender Vorsitzender) 10.000 Aktien
Peter Coch 0 Aktien
Aufsichtsrat gesamt 10.000 Aktien
Oliver Zimmermann 0,13 %
Michael Schmidt 17,72 %
Gerd Simon 0,02 %
Free Float 76,78 %

Roland Thieme 5,35 %

Investor Relations

Die 3U HOLDING AG hat die Investor-Relations-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2007 deutlich verstärkt. Im Hinblick auf das gestiegene Interesse an der Aktie der 3U HOLDING AG wurde der aktive Dialog mit Investoren, Privatanlegern und Analysten intensiviert.

Die hohe Transparenz in der breiten Kapitalmarkt-Kommunikation wurde im Berichtsjahr durch acht Ad-hoc-Mitteilungen und drei Corporate News sichergestellt.

Der Vorstand erwartet, dass durch die erfolgte strategische Neuausrichtung das Interesse an der Aktie der 3U HOLDING AG weiter zunehmen wird und sich dies auch in einem steigenden Unternehmenswert manifestiert.

Konzernlagebericht

  • 26 Einleitung
  • 27 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
  • 31 Darstellung des Geschäftsverlaufs
  • 38 Risikobericht
  • 45 Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres
  • 46 Prognosebericht

26 Einleitung

Das Geschäftsjahr 2007 war von der Neuausrichtung der Unternehmenstätigkeit geprägt. Der 3U Konzern stand vor der Herausforderung, sich vor dem Hintergrund begrenzter Wachstumschancen im Telekommunikationsmarkt neu auszurichten, um eine nachhaltigere Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund haben die Aktionäre auf den Hauptversammlungen im Januar und August 2007 ihre Zustimmung zur Umgestaltung der 3U TELECOM AG in eine Management- und Beteiligungsgesellschaft gegeben. Seit 31. Oktober 2007 firmiert das Unternehmen nun unter 3U HOLDING AG. Das Telekommunikationsgeschäft wurde mit Wirkung zum 15. Januar 2007 in die 3U TELECOM GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft, ausgegliedert. Die Ausgliederung wurde durch die außerordentliche Hauptversammlung am 15. Januar 2007 beschlossen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2007 im Jahresdurchschnitt um real 2,5 % über dem Vorjahresniveau.

Der kräftige Anstieg der Unternehmensinvestitionen wirkte sich auch 2007 positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Bis zum Jahresende sank die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt auf 3,51 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um rund 590.000 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Im gleichen Zeitraum ging die Arbeitslosenquote von 9,8 % auf 8,4 % zurück. Mit über 40 Mio. Erwerbstätigen wurde im Herbst 2007 ein historischer Höchststand erreicht.

Dennoch erwies sich der private Verbrauch im Berichtsjahr als Schwachpunkt der deutschen Wirtschaft. Verantwortlich hierfür war neben den Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln vor allem die kräftige Anhebung des Mehrwertsteuersatzes von 16 % auf 19 % zu Jahresbeginn, die zu einer spürbaren Dämpfung der Konsumneigung führte. Obwohl sich der private Verbrauch im Jahresverlauf wieder erholte, konnte er insgesamt den Wert des Vorjahres nicht erreichen und war preisbereinigt um 0,3 % rückläufig.

Die Bundesregierung geht in ihrem Jahreswirtschaftsbericht von einem weiteren Wirtschaftswachstum von 1,7 % aus.

Entwicklung des Marktes für Festnetztelefonie

In einer Marktstudie auf Basis einer Befragung der Mitgliedsunternehmen prognostizierten der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und die Dialog Consult GmbH für das Jahr 2007 auf dem deutschen Markt Umsätze mit Telekommunikationsdiensten von ca. 63,4 Mrd. €, d. h. 2,8 % weniger als im Vorjahr. Entgegen diesem Trend war nach der Studie mit einem Anstieg des Umsatzes der Wettbewerber der Deutsche Telekom AG (DTAG) im Festnetz um 4,5 % zu rechnen, was vor allem durch das Wachstum bei den Breitbandanschlüssen und den Komplettanschlüssen zu begründen ist. Im Festnetzbereich ist die DTAG auf Basis einer Umsatzschätzung für 2007 mit einem Marktanteil von über 60 % weiterhin marktbeherrschend.

Die Wertschöpfung (Anteil des Festnetzumsatzes der Wettbewerber — korrigiert um den Wholesale-Umsatz der DTAG — am Gesamtumsatz Festnetz) der Wettbewerber der DTAG im Bereich Festnetz stieg nach Angaben des VATM und der Dialog Consult GmbH kontinuierlich. Hat die Wertschöpfungsquote der Wettbewerber im Jahr 2005 noch bei 22,5 % gelegen, so ist sie im Jahr 2007 auf 26,7 % gestiegen. Fast drei Viertel der Wertschöpfung sind somit aber immer noch bei der DTAG verblieben. Grund dafür sind die nach wie vor enormen Vorleistungen, die die Wettbewerber bei der DTAG beziehen.

Die Höhe der Investitionen der Telekommunikationsanbieter in Netztechnik und Netzinfrastruktur betrug seit dem Jahr 2003 jährlich zwischen 5,4 Mrd. € und 6,3 Mrd. €. Für das vergangene Jahr prognostizierte die Studie Investitionen in Höhe von 5,9 Mrd. €, wobei voraussichtlich die Hälfte der Investitionen Wettbewerbs unternehmen der DTAG zuzuordnen ist.

Die Zahl der Mitarbeiter ist bei diesen Wettbewerbsunternehmen nahezu konstant geblieben. Die ca. 51.000 Beschäftigten in diesem Bereich (Vollzeitäquivalente) haben dabei einen durchschnittlichen Umsatz in Höhe von schätzungsweise rund 0,65 Mio. € pro Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) erwirtschaftet. Im Vergleich dazu erwirtschafteten die Beteiligungen der 3U HOLDING AG einen durchschnittlichen Umsatz pro Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) von ca. 1,35 Mio. € und liegen damit mehr als doppelt so hoch wie die anderen Wettbewerber der DTAG. Die DTAG kommt auf einen Wert von ca. 0,206 Mio. € pro Mitarbeiter.

Im Bereich Festnetz war im Jahr 2007 laut VATM und Dialog Consult GmbH mit einer deutlichen Zunahme der Sprachminuten bei Komplettanschlüssen (physikalischer Anschluss bei einem Wettbewerber) zu rechnen. Im Call-by-Call-Bereich blieben die Sprachminuten auf hohem Niveau relativ konstant, bei Preselection waren sie hingegen stark rückläufig. Bei rund 375 Mio. Sprachminuten pro Tag stellen sich die Marktanteile wie folgt dar: Die Komplettanschlüsse kommen mit 179 Mio. Sprachminuten auf einen Marktanteil von 47,7 % (Vorjahr: 36,9 %), der Bereich Call-by-Call kommt auf 143 Mio. Sprachminuten mit einem Marktanteil von 38,2 % (Vorjahr: 43,5 %) während Preselection mit 53 Mio. Sprachminuten nur noch einen Marktanteil von 14,1 % (Vorjahr: 19,6 %) erreicht.

Eine Call-by-Call-Nummer ist die fünf- oder sechsstellige Vorwahl vor der Vorwahl, die nur von einem Festnetzanschluss der T-Com möglich ist. Die Zuteilung einer Call-by-Call-Nummer erfolgt durch die Bundesnetzagentur. Jede Netzbetreiberkennzahl (Call-by-Call-Vorwahl) benötigt eine eigene juristische Person.

Zwar wächst der Call-by-Call-Markt nicht mehr; er nimmt aber im Telekommunikationsmarkt im Zuge der aktuell vorherrschenden Themen wie Flatrates, DSL und VoIP eine unterschätzte Nischenstellung ein. Kaum ein Produkt im Telekommunikationsbereich ermöglicht mit einem klar umgrenzten Aufwand so schnell den Break-Even wie Call-by-Call. Der Verdrängungswettbewerb wird jedoch weiter zunehmen. Darüber hinaus führen fallende Preise im Mobilfunk zu einer weiter sinkenden Nutzung des Festnetzes.

Entwicklung des Breitband/IP-Marktes

Die zum Verkauf stehende Beteiligung LambdaNet Communciations Deutschland AG ist in drei Kunden segmenten aktiv:

  • Netzbetreiber, also Anbieter von mobilen und festnetzbasierten Sprachdiensten sowie lokale, nationale und internationale Mietleitungsanbieter
  • Internet Service Provider
  • Geschäftskunden

Im Kundensegment der Netzbetreiber ist insgesamt eine Stagnation festzustellen. Die fortschreitende Konsolidierung in diesem Markt hat einen Rückgang der Nachfrage nach Bandbreite zur Folge. Große Netzbetreiber haben zum Teil inzwischen so hohe Bandbreitenbedarfe, dass sich die Investition in eigene Infrastruktur lohnt. Zudem herrscht in diesem Segment weiterhin Preisverfall. Wachstumspotenzial ergibt sich hier in den Produkten Co-Location (Vermietung von Technikstellflächen) und Local-Access-Management für Netzbetreiber.

Internet Service Provider nutzen die Dienste der LambdaNet, um Datenkommunikationsdienste für Endkunden bereitzustellen. Die immer größer werdende Abdeckung mit hochbitratigen Technologien wie DSL und UMTS im Endkundenmarkt lassen das abgewickelte Datenvolumen weiter ansteigen. Neue Anwendungen wie Voice-over-IP tragen zu dieser Entwicklung bei. Dem entgegen steht ein Preisverfall bei Endkunden angeboten, der letztendlich auch die Vorproduktpreise beeinflusst. Insgesamt ist mit einem stabilen oder leicht steigenden Umsatzpotenzial zu rechnen.

Im Bereich der Datenkommunikationslösungen von Geschäftskunden wird von einem stark steigenden Marktvolumen ausgegangen. Einer Studie von Frost & Sullivan zufolge wird der Markt für IP-VPN-Dienste in dem Zeitraum von 2004 bis 2008 um 213 % wachsen. Geschäftskunden stellen in zunehmendem Maße ihre konventionellen Kommunikationslösungen auf moderne IP-basierte Virtuelle Private Netze (VPN) um. Die Vorteile dieser Technologie aus Kundensicht liegen in der weltweiten Erreichbarkeit, Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Erweiterbarkeit. LambdaNet trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem die VPN-Services konsequent weiterentwickelt und vermarktet werden.

Entwicklung des Finanzmarktes

Nach dem Finanzstabilitätsbericht 2007 der Deutschen Bundesbank gibt es ausgehend von Problemen am Markt für zweitklassige Hypothekenkredite in den USA (Subprime Mortgages) seit Jahresmitte 2007 erhebliche Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten. Für das globale Finanzsystem ist dies eine ernsthafte Belastungsprobe. Eine umfassende Neubewertung von Kreditrisiken, die sich in erster Linie auf den Märkten für strukturierte Wertpapiere vollzieht, hat zu einer derartigen Belastung des Vertrauens unter den Marktteilnehmern geführt, dass die Verteilung der vorhandenen Liquidität am Geldmarkt auch angesichts eines erhöhten eigenen Liquiditätsbedarfs von Banken nur noch eingeschränkt funktioniert.

An den internationalen Unternehmenskreditmärkten hat der Anstieg der Risikoprämien eine längere Phase außerordentlich günstiger Finanzierungsbedingungen beendet (vgl. Geschäftsbericht 2007 der Deutschen Bundesbank).

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Szenarien und der Unsicherheiten an den Aktienmärkten hat die 3U HOLDING AG ihre seit Sommer 2006 gehaltenen Investmentfondsanteile im November 2007 veräußert und Buchgewinne realisiert. Die frei gewordenen Gelder wurden in festverzinslichen Anlagen angelegt.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die wichtigsten Ereignisse im Geschäftsjahr 2007 im Überblick

• Neuausrichtung

Am 15. Januar 2007 fand eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Wichtigste Tagesordnungspunkte waren die Vorschläge zur Ausgliederung und Übertragung der Telekommunikationsdienstleistungen auf die neu zu gründende 100%ige Tochtergesellschaft 3U TELECOM GmbH, die Umfirmierung in 3U HOLDING AG und die strategische Neuausrichtung als Management- und Beteiligungsgesellschaft. Die Aktionäre stimmten mit einer Mehrheit von über 99 % allen Vorschlägen des Vorstands und Aufsichtsrats zu.

Gegen sämtliche Tagesordnungspunkte der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. Januar 2007 wurden sechs Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen beim Landgericht Frankfurt am Main eingereicht.

Im Dezember 2007 wurden die Rechtsstreitigkeiten mit den Anfechtungsklägern durch Prozessvergleich beendet. Auf dieser Grundlage haben die Gesellschaft und die klagenden Aktionäre die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen einvernehmlich für erledigt erklärt. Darüber hinaus wurden die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen die Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlung am 15. Januar 2007 zurückgenommen. Mit der Eintragung der Beschlüsse in das Handelsregister am 29. Dezember 2007 ist rückwirkend zum 15. Januar 2007 das wirtschaftliche Eigentum an den übertragenen Vermögens gegenständen und Schulden auf die neugegründete 3U TELECOM GmbH übergegangen. Aus Vereinfachungsund Wesentlichkeitsgründen wurde die Ausgliederung mit Wirkung zum 1. Januar 2007 vollzogen.

• Umfirmierung in 3U HOLDING AG

Mit der am 31. Oktober 2007 erfolgten Eintragung in das Handelsregister firmiert die 3U TELECOM AG unter dem neuen Namen 3U HOLDING AG. Die Namensänderung ist Ausdruck der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens.

• Start des Verkaufsprozesses der LambdaNet

Im Juni 2007 wurde beschlossen, im Rahmen der Neupositionierung als Management- und Beteiligungs holding die Anteile an der LambdaNet Communications Deutschland AG zu veräußern. Nach Übernahme der LambdaNet im April 2004 und dem erfolgreichen Aufbau zu einem der führenden Anbieter von Übertragungsnetzlösungen für Telekommunikationsunternehmen, Internet Service Provider und Geschäftskunden soll der Verkauf nun aus strategischen Gründen erfolgen. Aufgrund der vorgenommenen Fokussierung auf das Call-by-Call- und Wholesale-Geschäft ist die LambdaNet nicht mehr betriebsnotwendig. Die Verhandlungen mit potenziellen Investoren werden fortgeführt.

• Verkauf der französischen Tochtergesellschaft

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 wurde die französische Tochtergesellschaft 3U TELECOM SARL veräußert.

• Wechsel im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Hubertus Kestler, hat am 6. August 2007 sein Amt aus persönlichen Gründen und im Einvernehmen mit der Gesellschaft niedergelegt. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Herr Dipl.-Betriebswirt Peter Coch bestellt. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist der bisherige stellvertretende Vorsitzende Herr Ralf Thoenes. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde Herr Gerd Simon gewählt.

Ertragslage

Konzern

Der Geschäftsbereich Breitband/IP sowie die Gesellschaften in den USA und Österreich des Segments Festnetztelefonie stehen zum Verkauf. Der Abschluss der Verkaufsverhandlungen wird bis Mitte 2008 erwartet. Diese Geschäftsbereiche werden als nicht fortgeführte Aktivitäten und die Ergebnisse der aufzugebenden Geschäftsbereiche retrospektiv als Saldogröße ausgewiesen.

Der Konzernumsatz per 31. Dezember 2007 resultiert dementsprechend alleine aus dem angestammten Bereich Festnetztelefonie in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2007 ging der Umsatz in der Festnetztelefonie vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung erwartungsgemäß um 13,68 % auf 75,70 Mio. € zurück (Vorjahr: 87,70 Mio. €). Im vierten Quartal 2007* wurden Umsatzerlöse in Höhe von 18,39 Mio. € erzielt (viertes Quartal 2006: 20,27 Mio. €).

Dank konsequenter Ergebnisorientierung haben sich die Ergebniszahlen aus den fortgeführten Geschäfts bereichen deutlich verbessert und die Erwartungen übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,23 Mio. € auf 3,09 Mio. €. Im vierten Quartal 2007* betrug das EBITDA 1,56 Mio. € (viertes Quartal 2006: –0,16 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern (EBT) stieg von 0,42 Mio. € in 2006 auf 4,16 Mio. € in 2007. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten stieg von 0,65 Mio. € in 2006 auf 4,18 Mio. € in 2007.

Diese deutlichen Verbesserungen im Ergebnis sind auf mehrere Effekte zurückzuführen. Innerhalb der Umsatzkosten ist es gelungen durch die Optimierung der Rechnungsstellung eine Senkung der Post- und Fakturakosten zu erreichen. Des Weiteren konnten die Netzkosten durch bessere Ausnutzung der Ressourcen bei gleichzeitiger mengen- und kostenmäßiger Reduzierung der angemieteten Netzleitungen gesenkt werden.

Der Rückgang der Vertriebskosten gegenüber dem Vorjahr ist einerseits auf den im Vorjahr durch die Einstellung des indirekten Vertriebs bedingten Personalabbau zurückzuführen. Darüberhinaus konnten die Forderungsverluste durch ein verbessertes Forderungsmanagement deutlich reduziert werden.

Die rückläufige Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, niedrigere Erträge aus Wertpapier verkäufen des Anlagevermögens sowie im Vorjahr enthaltene positive Effekte aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr u. a. von hohen Zuführungen zu Rückstellungen für Prozessrisiken sowie negativen Effekten aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen geprägt.

*Quartalszahlen und Werte des EBITDA wurden durch den Abschlussprüfer nicht geprüft.

Die nicht fortgeführten Aktivitäten belasten das Ergebnis mit einem Verlust in Höhe von 2,50 Mio. € (Vorjahr: –4,49 Mio. €) und erzielten einen Umsatz von 41,85 Mio. € (Vorjahr: 44,77 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1,48 Mio. € (Vorjahr: 6,98 Mio. €). Laufende Aufwendungen von 45,51 Mio. € (Vorjahr: 56,06 Mio. €) und Steuern von 0,32 Mio. € (Vorjahr: 0,18 Mio. €) führen zu vorgenanntem Ergebnis. Die Verbesserung ist überwiegend auf den Ansatz der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zum niedrigeren Buchwert zurückzuführen, während im Vorjahresergebnis hohe laufende Abschreibungen enthalten waren.

Insgesamt zeigt sich das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Der Jahresüberschuss 2007 erhöhte sich um 5,51 Mio. € auf 1,67 Mio. € (Vorjahr: –3,84 Mio. €).

Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — 3U Konzern (fortgeführte Aktivitäten) in Mio. €*

*Geprüft wurden durch den Abschlussprüfer die Jahreswerte. Die Quartalszahlen und die Werte des EBITDA wurden nicht geprüft. Die Vergleichszahlen (Umsatz, EBITDA und Ergebnis) der Vorperioden wurden hinsichtlich der nicht fortgeführten Aktivitäten angepasst. Die Ergebnisgröße EBITDA wurde für 2006 um den einmaligen positiven Sondereffekt der Fondserträge in Höhe von 0,31 Mio. € (viertes Quartal 2006) sowie um die negativen Sondereffekte aus Entkonsolidierungen in Höhe von 0,25 Mio. € (erstes bis viertes Quartal 2006), Prozessrisikenanpassungen bei den Rückstellungen in Höhe von 0,70 Mio. € (viertes Quartal 2006) und um einmalige Sondereffekte im Zusammenhang mit der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung in Höhe von 0,37 Mio. € (viertes Quartal 2006) bereinigt. Für das Geschäftsjahr 2007 wurde die Ergebnisgröße EBITDA um den positiven Sondereffekt der Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 1,38 Mio. € (viertes Quartal 2007) bereinigt.

Vermögens- und Finanzlage

Als Resultat der Abgrenzung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte haben sich die Bilanzrelationen deutlich verändert. Darüber hinaus ist eine Umschichtung von langfristigen Anlagen zu kurzfristigen liquiden Mitteln erfolgt. Entsprechende Vergleiche mit vorherigen Betrachtungszeiträumen sind deshalb nur eingeschränkt aussagekräftig.

In der Darstellung unverändert geblieben ist die Eigenkapitalquote. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Stabilität des Unternehmens. Im Vergleich zum 31. Dezember 2006 (38,51 %) hat sich die Eigenkapitalquote der 3U HOLDING AG mit 42,08 % weiter verbessert. Dies ist insbesondere auf die Bilanzverkürzung durch weiterhin hohe Abschreibungen zurückzuführen.

Per 31. Dezember 2007 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel gegenüber gleichem Stichtag 2006 (38,83 Mio. €) durch die Klassifizierung der Finanzmittel der LambdaNet als zur Veräußerung gehalten um 3,9 Mio. € auf 34,45 Mio. € reduziert. Berücksichtigt man die den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordneten Finanzmittel, sind die liquiden und liquiditätsnahen Mittel im Geschäftsjahr trotz weiterer Tilgungsleistungen in Höhe von 5,43 Mio. € nur moderat von 38,83 Mio. € auf 38,54 Mio. € zurückgegangen.

Die Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember 2007 auf 99,92 Mio. € (Vorjahr: 107,42 Mio. €). Mit 3,8 Mio. € (31. Dezember 2006: 74,68 Mio. €) hatten die langfristigen Vermögenswerte einen Anteil von 3,8 % an der Bilanzsumme. Die kurzfristigen Vermögenswerte hatten mit 96,12 Mio. € (31. Dezember 2006: 32,74 Mio. €) einen Anteil von 96,20 %. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten beliefen sich auf 0,10 Mio. € (31. Dezember 2006: 32,79 Mio. €). Der Rückgang entfällt auf die Rückführung dieser Verbindlichkeiten und den Ausweis von zur Veräußerung gehaltenen, im Vorjahr langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

(In T€) LambdaNet
Communications
Deutschland AG
3U TELECOM
Inc.
USA
3U TELECOM
GmbH
Österreich
Aufzugebende Vermögenswerte 50.063 748 538
Aufzugebende Schulden 41.930 559 454

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden gliedern sich wie folgt auf:

Der operative Cashflow des Konzerns stieg in 2007 — überwiegend bedingt durch die Verbesserung des Konzernergebnisses — gegenüber dem Vorjahr um 3,09 Mio. € auf 8,32 Mio. €. Der Cashflow aus der Investitions tätigkeit ist durch die Umschichtung der Finanzanlagen beeinflusst. Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Investitionen in die Netzinfrastruktur. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der planmäßigen Tilgung von Verbindlichkeiten in den aufzugebenden Geschäftsbereichen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt positiv. Unsere Ertragsziele im Segment Festnetztelefonie haben wir im Geschäftsjahr 2007 nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Im Segment Breitband/IP wurden die Ertragsziele dagegen verfehlt. Der 3U Konzern ist jedoch aufgrund seiner soliden Finanz- und Vermögenslage in einer starken Position, um sich erfolgreich weiter entwickeln zu können.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2007 wurden im Segment Festnetztelefonie 1,5 Mio. € in Vermittlungs- und Übertragungs technik investiert, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen.

Im zum Verkauf stehenden Segment Breitband/IP wurden 2,9 Mio. € in die Anpassung der Netzkapazität, in neue Anlagen zur Anschaltung von Kunden sowie die Erweiterung der Technikflächen investiert.

Mitarbeiter

Der 3U Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2007 159 Mitarbeiter (147 per 31. Dezember 2006).

Die Zahl der Mitarbeiter im Segment Festnetztelefonie ist mit 62 Mitarbeitern gegenüber 2006 (62 per 31. Dezember 2006) konstant geblieben.

Bedingt durch die Einstellung des indirekten Vertriebs im Geschäftsjahr 2006 reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt von 94 im Geschäftsjahr 2006 um 32 auf 62 im Geschäftsjahr 2007.

Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert. In den Jahren 2003 und 2005 wurden im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen Aktienoptionen an die Mitarbeiter ausgegeben.

Im zum Verkauf stehenden Geschäftsbereich USA des Segmentes Festnetztelefonie waren zum Stichtag 31. Dezember 2007 drei Mitarbeiter beschäftigt (per 31. Dezember 2006: drei Mitarbeiter). Im ebenfalls zum Verkauf stehenden Geschäftsbereich Österreich sind keine Mitarbeiter beschäftigt.

Im Segment Breitband/IP erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter von 82 zum 31. Dezember 2006 auf 95 Arbeitskräfte zum 31. Dezember 2007. Im Jahresdurchschnitt waren 90 Mitarbeiter (Vorjahr: 89 Mitarbeiter) beschäftigt.

Mitarbeiterstruktur 2007* des fortgeführten Segments Festnetztelefonie

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Qualifikation der Mitarbeiter: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3U HOLDING AG und ihrer Beteiligungsunternehmen sind ein wesentlicher Teil des Kapitals. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.

Effizienz der Geschäftsprozesse: Die 3U HOLDING AG entwickelt gemeinsam mit ihren Beteiligungs unternehmen die internen Prozesse weiter, sowohl im Hinblick auf die Nutzung von Synergien in der Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften als auch unter den Aspekten der Kosteneffizienz und Qualitätssteigerung in allen wesentlichen Bereichen.

38 Risikobericht

Grundlage des "3U-RICH"-Systems

Die Risikopolitik der 3U HOLDING AG legt das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist daher eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten, indem bestehende und potenzielle Risiken vermieden bzw. minimiert, zugleich aber sich eröffnende Chancen wahrgenommen werden. Um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und um — unterstützt durch eine erhöhte Risikotransparenz sowie ein erhöhtes Risikobewusstsein — eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen, hat der Vorstand ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risiko- und Chancenmanagement-System mit dem Namen "3U-RICH" eingeführt. Dieses konzernweite Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften, von denen potenzielle bestandsgefährdende Entwicklungen für den Konzern ausgehen können. Daher ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken sowie der risikobewusste Umgang damit ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem hoch dynamischen Marktumfeld.

Formulierung einer Risikomanagement-Strategie

Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagement vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet. Insgesamt zielt die Risikostrategie auf die Position eines kontrolliert handelnden Unternehmens, das Risiken aufgrund der damit verbundenen Gewinnchancen bewusst und kontrolliert eingeht. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglicht.

Rollen-, Verantwortungs- und Reportingkonzept

Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagement-Systems obliegt dem Vorstand der 3U HOLDING AG. Dieser wird regelmäßig durch den zentralen Risikomanager im Rahmen eines standardisierten Monats- und Quartals-Reportings sowie eines möglichen ad-hoc-Eskalationsprozesses über die aktuelle Risikosituation informiert. Der Vorstand entscheidet über die Vorlagen aus dem Risiko management und veranlasst ggf. Maßnahmen, basierend auf veränderten Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er den Aufsichtsrat.

Die Effizienz der Prozesse im "3U-RICH"-System sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien werden regelmäßig durch den Aufsichtsrat begutachtet.

Methodik des Risikomanagement-Systems

In diesem System werden in einer Risikoinventur die Risiken der Holding und deren Tochtergesellschaften so vollständig und so ökonomisch sinnvoll wie möglich erfasst, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühestmöglich zu erkennen. Das dadurch entstandene Risikoportfolio des 3U Konzerns basiert auf der Einschätzung von möglicher Schadenshöhe oder negativer Abweichung und Eintrittswahrscheinlichkeiten verschiedenster Szenarien. Das eigens entwickelte "3U-RICH"-Handbuch beschreibt die dafür allgemein -

gültigen aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen des Risiko- und Chancenmanagement-Systems und sensibilisiert darüber hinaus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich eventueller Risiken. Es beschreibt alle Regelungen und Maßnahmen zur Risikoidentifizierung, -analyse, -bewertung, -begrenzung und -steuerung sowie das Überwachungssystem, das ein rechtzeitiges Erkennen möglicher Unternehmensrisiken und die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Darüber hinaus hilft das "3U-RICH"-System, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen.

Da potenzielle Risiken in allen Unternehmenszweigen, somit auch in allen Tochtergesellschaften, des 3U Konzerns auftreten können, erstreckt sich das Risikomanagement-System auf alle Bereiche und Abteilungen.

Das "3U-RICH"-Überwachungssystem entspricht den Anforderungen der Gesetze und internationalen Verpflichtungen, wie sie im Aktiengesetz (AktG), im Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und in Basel II formuliert sind.

Frühwarnsystem

Für die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten Risiken werden Risikoindikatoren festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung dieser Risiken zu ermöglichen. Diese ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoeigner und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen.

Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern

Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Unternehmensbereichen genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten. Diese Risiken werden auch zukünftig von Bedeutung sein. Die Erfahrungen aus den zurückliegenden Risiko inventuren bestätigen diesen Trend. Lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert.

Markt- und Branchenrisiken

Da der 3U Konzern bislang einzig im Bereich Telekommunikation investiert ist, ist auch das laufende Geschäftsjahr von den speziellen Wettbewerbsrisiken der Branche betroffen. Der wichtigste Sektor unserer Beteiligungen ist der Call-by-Call-Markt. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk kann zu sinkenden Erträgen führen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Sinkende regulierte Terminierungspreise bei Gesprächen zum Mobilfunk können die Umsätze und Margen belasten.

Die DTAG verliert pro Jahr ca. 2,5 Mio. Anschlüsse, wodurch das Potenzial für das Call-by-Call-Geschäft sinkt.

Festnetz-Flatrates können Call-by-Call für innerdeutsches Festnetz unnötig machen. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche Gespräche zum Mobilnetz beinhalten. Ein potenzielles Risiko besteht auch durch die Technologien Voice Over IP (VoIP) und Triple Play, da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten.

Operative Risiken — Festnetztelefonie

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich auf mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Prozessfähigkeit.

Die Dienstleistungen der derzeitigen Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG basieren auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Durchführung kritischer Bereiche und Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau.

Einen entscheidenden Beitrag zur Unternehmensentwicklung des 3U Konzerns leisten die hoch qualifizierten Mitarbeiter. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen eines Unternehmens könnte das Erreichen der Unternehmens ziele gefährden. Durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem, interne und externe Schulungsmaßnahmen und Aktienoptionsprogramme erreichen wir eine hohe Loyalität und Verbundenheit unserer qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Auch nach außen repräsentiert die Unternehmenskultur die Ausrichtung auf den Kunden sowie die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Gesellschaft.

Um die Unternehmensziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen des Unternehmens abgestimmt sein. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effektiv sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden.

Operative Risiken — Breitband/IP

Auch im zur Veräußerung stehenden Bereich Breitband/IP agiert der 3U Konzern in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt. Die aggressive Preispolitik von Wettbewerbern könnte sich negativ auf die erzielbaren Margen und Marktanteile auswirken. Wesentliche Kunden dieses Bereichs könnten aus strategischen oder ökonomischen Gründen eigene Netzinfrastruktur aufbauen. Sollte der Bereich im 3U Konzern verbleiben, könnten hieraus rückläufige Umsatzerlöse resultieren. Diese Möglichkeit ist in den mittel- und langfristigen Planungen des Vorstands in einem als realistisch eingeschätzten Umfang enthalten. Das Risiko des Verlustes von bedeutenden Kunden im Netzbetreiber-Segment soll durch verstärktes Umsatzwachstum in anderen Kundensegmenten kompensiert werden.

Auch im Segment Breitband/IP liegt ein hoher Fokus auf abgestimmten Geschäftsprozessen. Im Geschäftsjahr 2007 konnte die Tochtergesellschaft LambdaNet Communications Deutschland AG in Hannover ihre Prozessfähigkeit im Rahmen der erfolgreichen Zertifizierung gemäß ISO 27001 unter Beweis stellen.

Finanzrisiken

Die 3U HOLDING AG ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.

Ein wesentliches Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen wesentlichen Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Darüber hinaus zählen der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten.

Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht.

Risiken aus der Regulierung

Der deutsche Telekommunikationsmarkt unterliegt in Teilen der staatlichen Regulierung. Damit verbunden sind umfassende behördliche Eingriffsbefugnisse in die Preisgestaltung. Nach dem Telekommunikationsgesetz (TKG) kann die Bundesnetzagentur Unternehmen, die auf einzelnen Märkten über eine "beträchtliche Markt macht" verfügen, Verpflichtungen bezüglich ihrer auf diesem Markt angebotenen Leistungen auferlegen. Hieraus ist der 3U TELECOM GmbH ein Risiko entstanden.

Die 3U TELECOM GmbH bezahlt für die Anrufzustellung in die deutschen Mobilfunknetze sog. Terminierungs entgelte. Diese sind entweder an den Mobilfunknetzbetreiber selbst oder an andere Carrier zu entrichten, über deren Netze die Anrufzustellung erfolgt. Bis in das Jahr 2006 unterlagen die hierfür fälligen Entgelte nicht der Regulierung und waren vertraglich vereinbart.

Mit Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 hat die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) festgestellt, dass die deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile Deutschland GmbH, Vodafone D2 GmbH, E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG und O2 (Germany) GmbH & Co. OHG marktbeherrschend im Hinblick auf die Terminierung in ihre eigenen Netze sind, und die Terminierungsentgelte der Ex-Ante-Genehmigungspflicht unterliegen. Auf Grundlage dieser Entscheidung hat die BNetzA in der Folge durch Entgeltverfügungen geringere Terminierungsentgelte festgesetzt, als die Mobilfunknetzbetreiber zuvor mit ihren Vertragspartnern vereinbart hatten.

Die Mobilfunknetzbetreiber haben die Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 gerichtlich angegriffen. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 2. April 2008 die Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 bestätigt.

Die angefochtenen Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 stellen die Anordnungsgründe für die anschließenden Entgeltgenehmigungen dar. Hätten die Revisionsurteile die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln bestätigt, so wären die Entgeltverfügungen durch Wegfall der Anordnungsgründe rechtswidrig geworden. Die rechtswidrigen Entgeltverfügungen hätten daraufhin von der BNetzA auch mit Wirkung für die Vergangenheit aufgehoben werden können.

Hierdurch wäre den Mobilfunknetzbetreibern die Möglichkeit eröffnet worden, höhere als die regulierten Entgelte auch für die Vergangenheit zu verlangen. Die regulierten Entgelte bildeten trotz der gerichtlichen Überprüfung die Grundlage für die Abrechnungen mit den Mobilfunknetzbetreibern, da die Klagen gegen die Regulierungsverfügungen keine aufschiebende Wirkung hatten. Die 3U TELECOM GmbH hatte gegenüber ihren Wholesale-Partnern und Endkunden die Preise für die Terminierung in die Mobilfunknetze ebenfalls gesenkt. Dabei wurden die niedrigeren Preise gegenüber Wholesale-Partnern unter den Vorbehalt einer Nachberechnung bei entsprechendem Verfahrensausgang gestellt. Eine Nachberechnung gegenüber eigenen Endkunden wäre jedoch nicht möglich gewesen.

Der Vorstand hat dieses Risiko durch den Ausweis von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 3,70 Mio. € berücksichtigt; mangels anderweitiger verlässlicher Schätzungen der Höhe einer etwaigen Verpflichtung wurde dafür das Maximalrisiko zu Grunde gelegt. Für mögliche Nachbelastungen an Kunden der 3U wurden Eventualforderungen in Höhe von 0,9 Mio. € berücksichtigt. Das Risiko der Durchsetzbarkeit und Werthaltigkeit dieser Ansprüche und Forderungen wurde durch einen Abschlag in Höhe von 30 % angesetzt.

Mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. April 2008 ist das genannte Risiko entfallen. Der Vorstand rechnet nicht mehr mit Nachbelastungen höherer vertraglich vereinbarter Entgelte seitens der nun regulierten Vertragspartner. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts hat wertbegründenden Charakter. Daher bleibt der Ausweis der Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum 31. Dezember 2007 bestehen. Risiken aus der Regulierung werden für den 3U Konzern auch weiterhin bestehen. Konkrete Risiken sind derzeit jedoch nicht absehbar.

Sonstige Risiken

Der Bereich Breitband/IP steht seit dem zweiten Quartal 2007 aus strategischen Gründen zum Verkauf. Aufgrund der im Segment Festnetztelefonie Mitte 2006 vorgenommenen Fokussierung auf das Call-by-Callund Wholesale-Geschäft ist dieser Bereich künftig nicht mehr betriebsnotwendig. Ziel der andauernden Verkaufsverhandlungen ist es, einen langfristig orientierten Investor für diesen Bereich zu gewinnen, der die erfolgreiche Geschäftstätigkeit fortsetzt und weiter ausbaut. Nach dem Verkauf werden die im Bereich Festnetztelefonie tätigen Beteiligungen des 3U Konzerns die Netzinfrastruktur von LambdaNet für Call-by-Callund Wholesale-Dienste weiter nutzen. Hierfür bestehen langfristige und kosteneffiziente Verträge mit der

LambdaNet. Ein Verkauf konnte noch nicht realisiert werden. Sollte wider Erwarten des Vorstands der Verkaufsprozess nicht erfolgreich abgewickelt werden können, so wären bei Fortführung der Aktivitäten die seit dem zweiten Halbjahr 2007 unterlassenen laufenden Abschreibungen für Wertverzehr in Höhe von rund 3,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2008 nachzuholen.

Darüber hinaus wäre durch die planmäßige Rückführung von Kreditlinien der LambdaNet im Geschäftsjahr 2008 mit einem Liquiditätsabfluss im 3U Konzern in Höhe von 4,2 Mio. € zu rechnen.

Finanzrisiken

Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns wird künftig das Management der Finanzanlagen an Bedeutung gewinnen. Neben den unter dem Segment Telekommunikation genannten Risikofeldern sind hier die mit Investitionsentscheidungen verbundenen Risiken von hoher Bedeutung. Durch den Einsatz von Investitionskriterien wird der mögliche Eintritt dieses Risikos minimiert.

  • Bei Investments in innovative Technologien müssen diese herausragend und überzeugend sein und einen substanziellen, zu verteidigenden Technologie- und Wettbewerbsvorteil besitzen. Sie müssen einen ausgeprägten Kundennutzen und Alleinstellungsmerkmale entwickeln können und ein klar identifizierbares Marktpotenzial aufweisen.
  • Bei Investments in zu sanierende Unternehmen liegt der Schwerpunkt auf mittelständischen Unternehmen in produktionsorientierten Bereichen und industrienahen Dienstleistungen.
  • Jedes Investment muss Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment bieten, der im Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business-Plan basiert.
  • Allen Investments gemein müssen die Zielunternehmen über eine intakte Substanz, wie beispielsweise Produkte, Kundenbasis oder Know-how verfügen. Sie müssen deutliches Verbesserungspotenzial in den Prozessen und der Organisation aufweisen und das Potenzial haben, nach einer Neuausrichtung eine sichere Marktstellung zu erreichen und nachhaltige Cashflows und Gewinne zu erwirtschaften.
  • Die Exit-Perspektive soll zwischen vier und fünf Jahren liegen. Alternativ kommt auch eine langfristig orientierte "Buy-and-Build"-Strategie in Betracht.

Ausbau des "3U-RICH"-Systems

Die 3U HOLDING AG arbeitet aktuell bereits an der Umsetzung der 8. EU-Richtlinie (EU-SOX), um diese auf die speziellen Bedürfnisse der neuen Geschäftstätigkeit als Management- und Beteiligungsgesellschaft auszurichten und in Folge in das "3U-RICH"-System zu implementieren.

Chancen für die 3U HOLDING AG

Mit der strategischen Neuausrichtung als Management- und Beteiligungsgesellschaft sind die Weichen gestellt, um attraktive Renditen zu erwirtschaften und den Wert des Unternehmens weiter zu steigern.

Bei einem erfolgreichen Verkauf der LambdaNet fließen dem 3U Konzern weitere finanzielle Mittel zu, welche das Unternehmen in die Lage versetzen werden, erfolgreich als Beteiligungsgesellschaft agieren zu können.

Im Segment Festnetztelefonie hat es der 3U Konzern verstanden, in einem schwierigen Branchenumfeld die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine stabile, ergebnisorientierte Basis zu schaffen.

Die konsequente Ergebnisorientierung verbunden mit der Realisierung von Ergebnispotenzialen in den Bereichen Wholesale und Premiumdienste, insbesondere aber im Bereich Call-by-Call, trägt Früchte. Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres untermauern dies.

Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahren soll die 3U HOLDING AG zu einer profilierten, erfolgreichen Beteiligungsgesellschaft mit einem entsprechend risikogestreuten Beteiligungsportfolio entwickelt werden.

Gesamteinschätzung der Risikosituation

Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen und Umstände derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können. Unser "3U-RICH"-System ermöglicht das frühzeitige Erkennen von denkbaren Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen.

Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres

Neuordnung des Vorstandes

Zum 31. Dezember 2007 ist Herr Roland Thieme planmäßig aus dem Vorstand der 3U HOLDING AG ausgeschieden, da dieser zukünftig nur noch mit zwei Personen besetzt sein soll. Als Geschäftsführer aller Festnetztelefonie-Beteiligungen bleibt Herr Thieme nicht nur weiter operativ tätig, er besitzt zudem Prokura für die 3U HOLDING AG und bestimmt als Aufsichtsratsmitglied bei LambdaNet die Geschäftsentwicklung entscheidend mit.

Eventualverbindlichkeiten und -forderungen

Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. April 2008 sind die in der Risikoberichterstattung (Risiken aus der Regulierung) aufgeführten Eventualverbindlichkeiten und -forderungen in Zusammenhang mit den dort genannten Regulierungsverfügungen der BNetzA entfallen. Wir verweisen auf die Ausführungen zu den Risiken aus der Regulierung.

46 Prognosebericht

Konjunkturausblick

Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken wird die Konjunktur in Deutschland nach den Boomjahren 2006 und 2007 etwas an Schwung verlieren. Die deutsche Wirtschaft wird 2008 und 2009 mit Raten von 1,6 bzw. 1,8 % wachsen.

Weiterhin positiv verlaufen wird die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Der Bankenverband geht von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahl um etwa 0,4 Mio. aus.

Angesichts des jüngsten Schubs bei den Energie- und Nahrungsmittelpreisen wird die Inflationsrate nur langsam sinken. Im Jahresdurchschnitt erwartet der Bankenverband mit 2,2 % einen ähnlich hohen Wert wie im Durchschnitt des vergangenen Jahres.

Unter der Annahme stabilitätsorientierter Lohnabschlüsse wird für den privaten Konsum 2008 und 2009 mit Zuwachsraten von 1,4 bzw. 1,6 % gerechnet. Damit bleibt der Verbrauch der privaten Haushalte zwar leicht hinter der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurück, dennoch sind dies die stärksten Zuwachsraten seit dem Jahr 2001.

Ausblick Telekommunikation

Der Verdrängungswettbewerb nimmt weiter zu. Durch den massiven Wettbewerb wird der Preisverfall im Markt zunehmend forciert. Das weitere Mengenwachstum wird nicht ausreichen, um die Umsätze und Gewinne vieler Unternehmen weiter signifikant steigen zu lassen.

Das Geschäftsjahr 2008 steht für die Beteiligungen der 3U HOLDING AG weiter im Kontext der Konsolidierung auf profitable Geschäftsbereiche wie Call-by-Call und Wholesale/Resale. Ziel ist die Steigerung des Ergebnisses innerhalb eines schwierigen Marktumfelds und größtenteils defizitärer Angebote der Wettbewerber zur Kundengewinnung. Die Tochtergesellschaften sehen sich im Call-by-Call-Geschäft mit ihrer Mehrmarkenstrategie und einer großen Nutzerschaft jedoch sehr gut positioniert, um unter den schwierigen Marktbedingungen auch längerfristig bestehen zu können. Durch konsequentes Tarifmanagement können in einem rückläufigen Markt auch im Geschäftsjahr 2008 Anteile auf Kosten der Wettbewerber hinzugewonnen werden.

Zukünftige Wachstumspotenziale durch strategische Neuausrichtung

Durch die Neuausrichtung als Management- und Beteiligungsholding hat sich die Strategie der 3U HOLDING AG grundlegend verändert. Nachhaltige operative Profitabilität steht sowohl bei zukünftigen potenziellen Beteiligungen wie auch bei bestehenden Tochtergesellschaften aus dem Bereich Telekommunikation im Vordergrund.

Die neue 3U HOLDING AG wird ihren Schwerpunkt im wachstumsstarken aber auch wettbewerbsintensiven Management- und Beteiligungsgeschäft auf die Bereiche innovative Technologien und Unternehmens sanierungen legen. Auch aufgrund der Erfahrungen der in den beiden vergangenen Jahren im 3U Konzern vorgenommenen Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen ist die Gesellschaft für das Beteiligungsgeschäft sehr gut aufgestellt. Über eigene Kontakte und Möglichkeiten des Vorstands sowie die Anbindung an ein breites Experten-Netzwerk werden zukünftige Investments identifiziert. Im Laufe des Jahres 2008 sollen erste Beteiligungen eingegangen werden. Die bestehende Vermögenssituation und die schlanke Kostenstruktur schaffen den finanziellen Hintergrund, um im Beteiligungsgeschäft erfolgreich agieren zu können.

Im Bereich Unternehmenssanierungen stehen Not leidende Unternehmen und solche mit Potenzial für eine bessere Entwicklung im Blickpunkt des Interesses der 3U HOLDING AG. Durch eine Restrukturierung solcher Unternehmen und der damit verbundenen Rückführung in die Profitabilität sind die Aussichten für eine signifikante Wertsteigerung dieser Beteiligungen beträchtlich.

Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre soll die 3U HOLDING AG zu einer profilierten, erfolgreichen Beteiligungsgesellschaft mit einem entsprechend risikogestreuten Beteiligungsportfolio entwickelt werden.

Verkauf der LambdaNet

Im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung wurde im Juni 2007 beschlossen, die LambdaNet Communications Deutschland AG zu veräußern. Die Krise an den Finanzmärkten hat einen adäquaten Verkaufsabschluss jedoch bislang verzögert. Derzeit vorliegende Kaufangebote liegen über dem Beteiligungsbuchwert der LambdaNet. Die weitere Finanzierung der LambdaNet ist im Finanzplan der 3U HOLDING AG für 2008 enthalten und abgesichert. Die laufenden Gespräche mit interessierten Investoren werden fortgeführt, mit dem Ziel, den Verkauf der LambdaNet in 2008 zu einem adäquaten Preis zu vollziehen.

Ausblick 3U HOLDING AG

Der Blick auf die Geschäftsentwicklung zeigt, dass die 3U HOLDING AG die operativen Ergebnisse in den fortgeführten Geschäftsbereichen dank konsequenter Ergebnisorientierung signifikant verbessern und die Erwartungen sogar übertreffen konnte.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklung des Call-by-Call-Marktes rechnet der Vorstand für die aktuell im Segment Festnetztelefonie zusammengefassten Beteiligungen der 3U HOLDING AG in 2008 mit einem externen Umsatz von 67,5 Mio. €, was einem Umsatzrückgang gegenüber 2007 von rund 11 % entspricht. Geprägt ist diese Entwicklung von weiter rückläufigen Umsätzen im Bereich Call-by-Call bei

gleichzeitiger Steigerung der Umsätze in den Bereichen Wholesale und Mehrwertdiensten. Für die fortzuführenden Geschäftsbereiche wird mit einem Jahresergebnis von 1,5 Mio. € und einem EBITDA von 1,4 Mio. € gerechnet. Trotz der Volatilität des Call-by-Call-Marktes ist für das Geschäftsjahr 2008 eine Prognose möglich. Die mittelfristige Marktentwicklung ist dagegen schwieriger abzuschätzen. Der Vorstand der 3U HOLDING AG rechnet dennoch für das Geschäftsjahr 2009 mit einer positiven Entwicklung, sieht jedoch aufgrund der Volatilität des relevanten Marktes die Möglichkeit eintretender negativer Markteinflüsse.

Mit dem Schwerpunkt auf innovative Technologien und Unternehmenssanierungen werden im Geschäftsjahr 2008 erste Beteiligungen eingegangen. Diese werden künftig, so sie nicht der Telekommunikation zuzuordnen sind, in separaten Segmenten ausgewiesen. Hier eine Prognose abzugeben wäre verfrüht.

Ziel aller Aktivitäten ist es, den Unternehmenswert des 3U Konzerns für die Aktionäre aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich im positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Aufbauend auf dem zwischenzeitlich stabilisierten operativen Geschäft der Tochtergesellschaften im Segment Festnetztelefonie werden sich durch die Akquisition weiterer Beteiligungen gute Chancen ergeben, eine überdurchschnittliche Kurs-Performance zu erzielen.

Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Marburg, im April 2008

Der Vorstand

Michael Schmidt Oliver Zimmermann

Konzernabschluss

  • 50 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 (IFRS)
  • 52 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
  • 54 Kapitalflussrechnung (IFRS)
  • 56 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
  • 58 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2007 (IFRS)
  • 60 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2006 (IFRS)
  • 62 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007
  • 127 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 128 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

50 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007 (IFRS)

Aktiva
3U Konzern (in T€) Konzernanhang 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Langfristige Vermögenswerte 3.806 74.679
Immaterielle Vermögenswerte [2.3.7] [2.3.8] [6.1.1] 950 8.010
Sachanlagen [2.3.9] [6.1.2] 1.940 38.880
Finanzanlagen* [6.1.3] 64 24.948
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 683
Vorausgezahlte Netzmieten — langfristig 852 2.158
Kurzfristige Vermögenswerte 96.115 32.738
Vorräte 0 102
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [2.3.10] [6.3] [6.12] 9.305 13.603
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [2.3.11] [6.4] 1.015 2.287
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte [2.3.10] [6.12] 2.000 0
Liquide Mittel [2.3.10] [6.5] [6.12] 32.446 13.979
Vorausgezahlte Netzmieten — kurzfristig 0 2.767
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
(Veräußerungsgruppen) [2.3.20] [7] 51.349 0
Aktiva gesamt 99.921 107.417
Passiva
3U Konzern (in T€)
Konzernanhang 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Eigenkapital [6.6] 42.043 41.365
Gezeichnetes Kapital
(bedingtes Kapital 4.560 T€; Vorjahr: 4.560 T€) [6.6.1] 46.842 46.842
Kapitalrücklage 21.499 21.379
Neubewertungsrücklage [6.6.3] 0 1.115
Ergebnisvortrag –27.989 –24.133
Jahresergebnis 1.641 –3.856
Ausgleichsposten Währungsdifferenz –9 –7
Summe Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG 41.984 41.340
Minderheitenanteile [6.6.4] 59 25
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 103 32.788
Langfristige Rückstellungen [2.3.15] [6.10] 103 4.642
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [6.7] 0 10.137
Langfristige Leasingverbindlichkeiten [6.7] 0 17.879
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 5
Erhaltene Netzmieten — langfristig [6.11] 0 125
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 57.775 33.264
Kurzfristige Rückstellungen [6.10] 1.416 2.973
Kurzfristige Steuerrückstellungen aus Ertragssteuern 2.150 2.025
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [6.7] 0 3.870
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [2.3.10] [6.8] [6.12] 9.998 18.424
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten [6.7] 0 2.041
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [2.3.10] [6.9] [6.12] 1.268 1.276
Erhaltene Netzmieten — kurzfristig [6.11] 0 2.655
Zur Veräußerung gehaltene Schulden (Veräußerungsgruppen) [2.3.20] [7] 42.943 0
Passiva gesamt 99.921 107.417

52 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)

3U Konzern (in T€) Konzernanhang Geschäftsjahr
1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Umsatzerlöse [2.3.1] [5.1] 75.703 87.702
Umsatzkosten [2.3.2] [5.2] –64.125 –78.069
Bruttoergebnis vom Umsatz 11.578 9.633
Vertriebskosten [5.3] –1.828 –4.710
Verwaltungskosten und allgemeine Kosten [5.4] –8.474 –9.098
Sonstige betriebliche Erträge [5.5] 2.971 7.478
Sonstige betriebliche Aufwendungen [5.5] –721 –3.267
Abschreibungen auf Kundenstämme/Firmenwerte [2.3.7] [2.3.14] 0 –155
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen und Steuern 3.526 –119
Zinserträge [2.3.1] [5.7] 840 866
Zinsaufwendungen [2.3.5] [5.7] –177 –331
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen [2.2.1] [6.1.3] –31 6
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragssteuern 4.158 422
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [2.3.6] [5.8] 17 229
Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Minderheitenanteilen 4.175 651
Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten [7] –2.501 –4.491
Jahresergebnis 1.674 –3.840
Vom Jahresergebnis entfallen auf Minderheitsgesellschafter 33 16
Vom Jahresergebnis entfallen auf Aktionäre der 3U HOLDING AG 1.641 –3.856
3U Konzern (in T€) Konzernanhang Geschäftsjahr
1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in €) [5.9] 0,09 0,01
Ergebnis je Aktie, verwässert (in €) [5.9] 0,08 0,01
Ergebnis je Aktie gesamt
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in €) [5.9] 0,04 –0,08
Ergebnis je Aktie, verwässert (in €) [5.9] 0,03 –0,08
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in €) [5.9] –0,05 –0,09
Ergebnis je Aktie, verwässert (in €) [5.9] –0,05 –0,09

54 Kapitalflussrechnung (IFRS)

3U Konzern (in T€)
[Konzernanhang Ziffer 8]
1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Jahresergebnis 1.641 –3.856
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.878 16.805
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen und Wertberichtigungen 199 –1.729
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens –1.668 –2.556
Zunahme/Abnahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 932 3.108
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –1.264 –5.001
Veränderung sonstige Forderungen 1.543 1.195
Veränderung sonstige Verbindlichkeiten –1.236 –3.535
Veränderung vorausgezahlte und erhaltene Netzmieten 294 81
Ertragssteuerzahlungen –39 46
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 23 658
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit* 8.303 5.216
Davon: Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten
2.467 3.320
Davon: Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
aus nicht fortgeführten Aktivitäten 5.836 1.896
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 29 19
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen –4.398 –4.323
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 43
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen –203 –370
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 26.078 25.854
Auszahlungen aus Zugängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens –1.730 –23.554
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 19.776 –2.331
Davon: Cashflow aus der Investitionstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten
22.128 867
Davon: Cashflow aus der Investitionstätigkeit
aus nicht fortgeführten Aktivitäten
–2.352 –3.198
Übertrag 28.079 2.855

*Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind Zinszahlungen in Höhe von 144 T€ (Vorjahr: 330 T€) enthalten.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind erhaltene Zinsen in Höhe von 477 T€ (Vorjahr: 499 T€) enthalten.

3U Konzern (in T€) Konzernanhang 1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Übertrag 28.079 2.855
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten –3.678 –3.644
Tilgung Leasingverbindlichkeiten –1.752 –381
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –5.430 –4.025
Davon: Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten 0 0
Davon: Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
aus nicht fortgeführten Aktivitäten
–5.430 –4.025
Erhöhung/Reduzierung der liquiden Mittel 22.649 –1.140
Zahlungsmittelveränderung aus Änderung des Konsolidierungskreises –79 –159
Liquide Mittel zu Beginn der Periode aus fortgeführten Aktivitäten 7.930 3.902
Liquide Mittel zu Beginn der Periode aus nicht fortgeführten Aktivitäten 6.049 11.376
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 13.979 15.278
Liquide Mittel am Ende der Periode aus fortgeführten Aktivitäten 32.446 7.930
Liquide Mittel am Ende der Periode aus nicht fortgeführten Aktivitäten 4.103 6.049
Liquide Mittel am Ende der Periode [2.3.12] 36.549 13.979

56 Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)

3U Konzern (in T€) Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Rücklage für
Währungs-
differenzen
Neubewertungs
rücklage
Stand 1. 1. 2006 46.842 20.901 –11 2.213
Konzernergebnis 0 0 0 0
Aktienoptionen 0 478 0 0
Neubewertung Wertpapiere 0 0 0 –1.098
Erfolgsneutrale Änderungen 0 0 4 0
Stand 31. 12. 2006 46.842 21.379 –7 1.115
3U Konzern (in T€) Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Rücklage für
Währungs-
differenzen
Neubewertungs
rücklage
Stand 1. 1. 2007 46.842 21.379 –7 1.115
Konzernergebnis* 0 0 0 0
Aktienoptionen 0 120 0 0
Neubewertung Wertpapiere 0 0 0 593
Erträge aus dem Abgang
von Wertpapieren
0 0 0 –1.708
Erfolgsneutrale Änderungen 0 0 –2 0
Stand 31. 12. 2007 46.842 21.499 –9 0

*Davon –2.501 T€ aus nicht fortgeführten Aktivitäten

Ergebnis-
vortrag
Ergebnis der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Eigenkapital der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Minderheiten-
anteil
Summe
Eigenkapital
–24.133 0 45.812 9 45.821
0 –3.856 –3.856 16 –3.840
0 0 478 0 478
0 0 –1.098 0 –1.098
0 0 4 0 4
–24.133 –3.856 41.340 25 41.365
Ergebnis-
vortrag
Ergebnis der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Eigenkapital der
Aktionäre der
3U HOLDING AG
Minderheiten-
anteil
Summe
Eigenkapital
–27.989 0 41.340 25 41.365
0 1.641 1.641 34 1.675
0 0 120 0 120
0 0 593 0 593
0 0 –1.708 0 –1.708
0 0 –2 0 –2
–27.989 1.641 41.984 59 42.043

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2007 (IFRS)

58

3U Konzern (in T€) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand
1. 1. 2007
Zugänge Abgänge* Umbuchungen Stand
31. 12. 2007
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
8.987 190 5.457 28 3.747
2. Kundenstamm 13.990 0 11.031 0 2.959
3. Firmenwert 8.970 0 334 0 8.636
Summe Immaterielle Vermögenswerte 31.947 190 16.822 28 15.342
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
976 8 9 105 1.080
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.575 1.809 65.249 –13 5.122
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.981 95 984 –47 1.045
4. Anlagen im Bau 1.563 70 1.560 –73 0
Summe Sachanlagen 73.095 1.982 67.802 –28 7.247
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 96 0 32 0 64
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 16.852 0 16.852 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 8.000 0 8.000 0 0
Summe Finanzanlagen 24.948 0 24.884 0 64
Summe Anlagevermögen 129.990 2.172 109.508 0 22.653

*Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden, und andere Abgänge

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
1. 1. 2007
Zugänge* Abgänge** Umbuchungen Stand
31. 12. 2007
Stand
31. 12. 2007
Stand
31. 12. 2006
6.609 924 4.196 10 3.347 400 2.378
8.908 1.004 6.953 0 2.959 0 5.082
8.420 0 334 0 8.086 550 550
23.937 1.928 11.483 10 14.392 950 8.010
142 29 1 102 272 808 834
32.630 5.702 34.053 –77 4.202 920 35.945
1.443 219 794 –35 833 212 538
0 0 0 0 0 0 1.563
34.215 5.950 34.848 –10 5.307 1.940 38.880
0 0 0 0 0 64 96
0 0 0 0 0 0 16.852
0 0 0 0 0 0 8.000
0 0 0 0 0 64 24.948
58.152 7.878 46.331 0 19.699 2.954 71.838

*Abschreibungen des Geschäftsjahres

**Abschreibungen auf Vermögenswerte, die zur Veräußerung gehalten werden, und andere Abgänge

60 Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2006 (IFRS)

3U Konzern (in T€) Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand
1. 1. 2006
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
31. 12. 2006
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten 8.655 370 43 5 8.987
2. Kundenstamm 13.990 0 0 0 13.990
3. Firmenwert 8.970 0 0 0 8.970
Summe Immaterielle Vermögenswerte 31.615 370 43 5 31.947
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
968 8 0 0 976
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.870 2.654 2.972 23 68.575
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.901 155 75 0 1.981
4. Anlagen im Bau 85 1.506 0 –28 1.563
Summe Sachanlagen 71.824 4.323 3.047 –5 73.095
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 90 6 0 0 96
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 24.906 16.852 24.906 0 16.852
3. Sonstige Ausleihungen 0 8.000 0 0 8.000
Summe Finanzanlagen 24.996 24.858 24.906 0 24.948
Summe Anlagevermögen 128.435 29.551 27.996 0 129.990
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
1. 1. 2006
Zugänge* Abgänge Umbuchungen Stand
31. 12. 2006
Stand
31. 12. 2006
Stand
31. 12. 2005
4.971 1.667 29 0 6.609 2.378 3.684
5.112 3.796 0 0 8.908 5.082 8.878
8.420 0 0 0 8.420 550 550
18.503 5.463 29 0 23.937 8.010 13.112
114 28 0 0 142 834 854
23.364 10.937 1.671 0 32.630 35.945 45.506
1.098 377 32 0 1.443 538 803
0 0 0 0 0 1.563 85
24.576 11.342 1.703 0 34.215 38.880 47.248
0 0 0 0 0 96 90
0 0 0 0 0 16.852 24.906
0 0 0 0 0 8.000 0
0 0 0 0 0 24.948 24.996
43.079 16.805 1.732 0 58.152 71.838 85.356

*Abschreibungen des Geschäftsjahres

62 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007

1 Allgemeine Angaben über den Konzern

Die 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist 1999 durch formwechselnde Umwandlung aus der 3U Telekommunikation GmbH, Eschborn (vormals Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 47870), entstanden. Im Geschäftsjahr 2003 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Marburg verlegt. Seither wird sie im dortigen Handelsregister unter HRB 4680 geführt.

Am 31. Oktober 2007 wurde der Name der Gesellschaft auf Basis des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. August 2007 von 3U TELECOM AG in 3U HOLDING AG geändert. Gemäß dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. Januar 2007 wurde am 29. Dezember 2006 der Gegenstand des Unternehmens auf die Verwaltung von eigenem Vermögen, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Erbringung von Geschäftsführungs- und Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsunternehmen und Dritte geändert. Die bis zu diesem Zeitpunkt bei der 3U HOLDING AG geführten Geschäftsbereiche wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2007 an die 3U TELECOM GmbH ausgegliedert.

Die Geschäftstätigkeit der 3U HOLDING AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Vermögensverwaltung und die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen in den Segmenten Festnetztelefonie und Breitband/IP.

Die Anschrift des eingetragenen Sitzes der Gesellschaft lautet: Neue Kasseler Straße 62 F, 35039 Marburg.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2007 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) — den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie von der EU-Kommission verabschiedet — aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2007 anzuwendenden IFRS beachtet. Die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde gemäß § 315a HGB aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (T€) und wurden auf volle T€ gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/– einer Einheit (€, %, usw.) auftreten.

Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in wesentlichen Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2007 nach IFRS erforderlich waren, wurden durchgeführt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Neu angewendete Standards

3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2007 in Kraft waren. Außerdem wandte das Unternehmen die folgenden Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen schon vorzeitig an:

IFRS 8 Operating Segments. IFRS 8 ersetzt IAS 14, Segment Reporting. Dieser Standard verlangt von den Unternehmen die Berichterstattung über finanzielle und beschreibende Informationen bezüglich ihrer berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente sind operative Segmente oder Zusammenfassungen von operativen Segmenten, die bestimmte Kriterien erfüllen. Operative Segmente sind die Komponenten eines Unternehmens, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind, die das

oberste Führungsgremium des Unternehmens (Chief Operating Decision Maker) regelmäßig überprüft, um den Geschäftserfolg zu beurteilen und zu entscheiden, wie Ressourcen zu verteilen sind. Im Allgemeinen müssen Finanzinformationen auf der Basis der internen Steuerung berichtet werden. Durch sie kann das Führungsgremium den Geschäftserfolg der operativen Segmente beurteilen und entscheiden, wie die Ressourcen auf die operativen Segmente zu verteilen sind. IFRS 8 ist für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. 3U hat sich für eine vorzeitige Anwendung von IFRS 8, beginnend mit dem ersten Quartal 2007, entschieden. Betreffend der Auswirkung verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

Im August 2005 hat das IASB den Standard IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. IFRS 7 ersetzt IAS 30 "Disclosures in the Financial Statements of Banks and Similar Financial Institutions" sowie Teile des IAS 32 "Financial Instruments: Disclosures and Presentation", die sich auf Angabepflichten beziehen. Der neue Standard fordert Informationen zur Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Unternehmen. IFRS 7 enthält auch neue Anforderungen hinsichtlich der qualitativen und quantitativen Berichterstattung über Risiken, die mit Finanzinstrumenten verbunden sind. Der neue Standard IFRS 7, der für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen, erweitert den Berichtsumfang von Finanzinstrumenten.

Die im August 2005 veröffentlichte Änderung von IAS 1 ist erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Aus dieser Änderung resultieren neue Angabepflichten, die es den Abschlussadressaten ermöglichen sollen, die Ziele, Methoden und Prozesse zum Kapitalmanagement zu beurteilen. Es haben sich aus der erstmaligen Anwendung der Änderung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im November 2005 veröffentlichte das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) die Interpretation IFRIC 7, "Applying the Restatement Approach under IAS 29 Reporting in Hyperinflationary Economies". Im Mai 2006 hat die Europäische Union IFRIC 7 in europäisches Recht übernommen. In IFRIC 7 ist geregelt, dass in der Periode, in der das Land, dessen Währung die funktionale Währung des bilanzierenden Unternehmens darstellt, zu einem Hochinflationsland wird, das Unternehmen die Vorschriften von IAS 29 so anwenden muss, als sei das Land schon immer ein Hochinflationsland gewesen. Dies hat zur Folge, dass nicht monetäre Posten, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden, ab dem Tag rückwirkend zu korrigieren sind, ab dem diese Posten erstmalig angesetzt wurden; bei anderen nicht monetären Posten werden die Anpassungen ab dem Tag vorgenommen, an dem die berichtigten Buchwerte für die betreffenden Posten festgestellt wurden. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im Januar 2006 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 8 "Scope of IFRS 2" zum Anwendungs bereich des die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütung regelnden IFRS 2. Durch die Interpretation wird klargestellt, dass IFRS 2 auf Vereinbarungen anzuwenden ist, bei denen das Unternehmen anteilsmäßige Vergütungen für keine oder inadäquate Gegenleistungen leistet. IFRIC 8 ist erstmals für Geschäftsjahre

anzuwenden, die am oder nach dem 1. Mai 2006 beginnen. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im März 2006 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate". Im September 2006 hat die Europäische Union IFRIC 9 in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation klärt bestimmte Aspekte der Behandlung eingebetteter Derivate gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und beantwortet die Frage, ob die Einschätzung, dass ein eingebettetes Derivat gesondert vom Basisvertrag zu bilanzieren ist, nur zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder laufend erforderlich ist. Nach IFRIC 9 ist eine erneute Beurteilung unzulässig, es sei denn, die an den Vertrag anknüpfenden Zahlungsströme werden durch eine Änderung der Vertragsbedingungen signifikant verändert. In diesem Fall ist eine erneute Beurteilung geboten. Die Regelungen von IFRIC 9 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im August 2006 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 10 "Interim Financial Reporting and Impairment". Mit der Interpretation wird auf Fragestellungen bezüglich außerplanmäßiger Abschreibungen im Zusammenspiel von IAS 34 (Zwischenberichterstattung), IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) bzw. IAS 39 (Finanzinstrumente) eingegangen. IFRIC 10 stellt nun klar, dass Wertminderungen des Goodwills und bestimmter Finanzinstrumente, für die gemäß IAS 39 ein Zuschreibungsverbot besteht, zu einem späteren Berichtstermin nicht rückgängig gemacht werden dürfen. IFRIC 10 ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2006 beginnen. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Noch nicht angewandte neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB hat im September 2007 eine überarbeitete Version des IAS 1 "Presentation of Financial Statements" herausgegeben. Nach der Neuregelung sind sämtliche nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapital veränderungen entweder in einem einzelnen "statement of comprehensive income" oder in zwei getrennten Berichtskomponenten mit einer zuvor aus dem statement of comprehensive income separierten Gewinnund Verlustrechnung darzustellen. Die neue Fassung des IAS 1 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine Anwendung ist erstmals für das jeweilige Jahr der Inkraftsetzung beabsichtigt. Aus der Anwendung dieses Standards werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im März 2007 hat das IASB den überarbeiteten IAS 23 Fremdkapitalkosten veröffentlicht. Der Hauptunterschied zur vorherigen Version des IAS 23 ist die Aufhebung des Wahlrechts der sofortigen Erfassung als Aufwand solcher Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit Vermögenswerten stehen, die einen erheblichen Zeitraum benötigen, um in einen betriebsbereiten Zustand versetzt zu werden. Die neue Fassung des IAS 23 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Eine Anwendung ist erstmals für das jeweilige Jahr der Inkraftsetzung beabsichtigt. Aus der Anwendung dieses Standards werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Im November 2006 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 11 "Group and Treasury Share Transactions". IFRIC 11 befasst sich mit spezifischen Ausgestaltungen von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen und diskutiert deren jeweilige Zuordnung zu den equity-settled bzw. cash-settled transactions. Nach IFRIC 11 ist die Gewährung von Optionen auf Aktien des Mutterunternehmens an Mitarbeiter einer Tochtergesellschaft im Jahresabschluss dieser Tochtergesellschaft als cash-settled transaction anzusehen, wenn nicht das Mutterunternehmen, sondern die Tochtergesellschaft die Aktienoptionen gewährt. IFRIC 11 ist retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Eine Anwendung ist erstmals für das jeweilige Jahr der Inkraftsetzung beabsichtigt. Aus der Anwendung dieser Interpretation werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

Das IFRIC hat im November 2006 die Interpretation IFRIC 12 "Service Concession Arrangements" veröffentlicht. Der Anwendungsbereich von IFRIC 12 beschränkt sich auf die Bilanzierung von Dienstleistungslizenzen und behandelt ausschließlich Vereinbarungen mit öffentlichen Lizenzgebern. IFRIC 12 ist für Geschäftsjahre verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Eine Anwendung ist erstmals für das jeweilige Jahr der Inkraftsetzung beabsichtigt. Aus der Anwendung dieser Interpretation werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows von 3U ergeben.

2.2 Grundsätze der Konsolidierung

2.2.1 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

In dem für das Geschäftsjahr 2007 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG zwölf (Vorjahr: 16) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Hierbei werden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. An die Stelle der Anschaffungskosten treten dabei die Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens, die unter Beachtung der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens mit ihren beizulegenden Werten (Fair Values) angesetzt werden. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Werten der identifizierten Vermögenswerte und Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.

Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Minderheitsgesellschaftern zustehende Beträge werden in der Konzernbilanz im Eigenkapital getrennt ausgewiesen.

Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist. Wir verweisen auf "3 Konsolidierungskreis".

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragssteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Es liegen im 3U Konzern keine eliminierungspflichtigen Zwischenergebnisse vor.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein bestehender Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet.

Alle Tochterunternehmen, die von der 3U HOLDING AG gemäß IAS 27 direkt oder indirekt beherrscht werden, sind in den Konzernabschluss einbezogen.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Konzerns darstellt.

Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert.

In den Konzernabschluss wird die CityDial GmbH, Deutschland, als einziges assoziiertes Unternehmen einbezogen.

2.2.2 Fremdwährungsumrechnung

Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögens werte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.

(1 € in Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
(1 € in
Fremdwährungseinheiten) Fremdwährungseinheiten)
2007 2006 2007 2006
Währung USD 1,4762 1,3193 1,3703 1,2558
Währung CZK 26,620 27,495 27,803 28,368

Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:

2.2.3 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochter unternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden.

2.2.4 Verwendung von Schätzwerten und Annahmen

Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren, besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse.

Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.

Die 3U stuft die Vermögenswerte und Schulden der LambdaNet Communications Deutschland AG, der 3U TELECOM GmbH, Österreich, und 3U TELECOM Inc., USA, als zur Veräußerung bestimmt ein und weist diese in der Bilanz separat aus. Das Management geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die erwarteten Verkaufserlöse abzgl. der Veräußerungskosten mindestens die Buchwerte der Gesellschaften abdecken.

Im Geschäftsjahr 2007 hat das Management seine bisherige Schätzung zur Nutzung von Sachanlagevermögen geändert. Für Infrastrukturbauten und Systemtechnik des Segments Breitband/IP wurde bislang eine Nutzungsdauer von durchschnittlich acht Jahren zu Grunde gelegt. Zum überwiegenden Teil würde die Nutzung im Geschäftsjahr 2008 enden. Da jedoch eine wirtschaftliche Nutzung des Anlagevermögens weit über das Geschäftsjahr 2008 hinaus möglich ist, wurden die zugrundeliegenden Nutzungsdauern auf die weitere wirtschaftliche Nutzungsdauer verlängert. Die Auswirkungen der Nutzungsdauerverlängerungen würden im Ergebnis zu einem positiven Effekt in Höhe von 3.176 T€ durch geringere Abschreibungen in 2007 führen. Da jedoch die LambdaNet nach IFRS 5 als zum Verkauf bestimmt bilanziert wird, wurden im zweiten Halbjahr 2007 keine Abschreibungen berücksichtigt. Für den Fall, dass die geplante Veräußerung des Segments Breitband/IP nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann, wären im Geschäftsjahr 2008 die laufenden Abschreibungen des zweiten Halbjahres 2007 in Höhe von 3,4 Mio. € nachzuholen. Die Änderung der Nutzungsdauern wird sich hierbei in Höhe von 498 T€ abschreibungsmindernd, in den folgenden sieben Jahren abschreibungserhöhend auswirken.

2.3 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

2.3.1 Grundzüge der Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik sowie Transport-, Internet- und VPN-Lösungen.

Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen.

Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt. Umsatzerlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Im Geschäftsbereich Mehrwertdienste werden Telekommunikationsdienstleistungen um eine weitere Dienstleistung ergänzt und beide Dienste gegenüber dem Endkunden abgerechnet. Am meisten verbreitet sind von Dritten erbrachte Telefonmehrwertdienste, bei denen ein Telefongespräch über spezielle Servicerufnummern verbunden wird. Die zusätzliche Dienstleistung wird über die Verbindungsgebühren abgerechnet. Diese Nummern eignen sich insbesondere für Dienstleistungen, die über das Telefon erbracht werden können und nach Gesprächsdauer berechnet werden, wie etwa Support, Auskunfts- oder Beratungsdienstleistungen. Im 3U Konzern werden im Rahmen der Mehrwertdienste entsprechende (Sonder-)Rufnummern geschaltet, betrieben und weitervermittelt und die daraus resultierenden Entgelte auf Basis des angefallenen Minutenvolumens monatlich gegenüber den Kunden und Lieferanten abgerechnet. Darüber hinaus werden mit dem aus dem Geschäftsbereich Call by Call generierten Gesprächsvolumen bilaterale Geschäftsmodelle mit Lieferanten realisiert (Ein- und Verkauf von Telefonminuten). Die Umsätze werden auf Basis der Abrechnung der Telefongespräche mit der Deutsche Telekom AG (DTAG) realisiert. Diese rechnet die Gespräche mit dem Endkunden ab. Mit den Anbietern der Mehrwertdienste hat 3U überwiegend minutenabhängige Vergütungen vereinbart, die ebenfalls auf der Grundlage der Abrechnung der DTAG gutgeschrieben werden.

Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden.

2.3.2 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten der im Berichtsjahr abgesetzten Produkte und Dienstleistungen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material- und Personalkosten, auch die zurechenbaren Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen.

2.3.3 Fremdkapitalkosten

Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden Zinsaufwendungen in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie entstehen.

2.3.4 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden im Zeitpunkt des Anfallens ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss die 3U über die Absicht und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Bislang sind keine Entwicklungskosten angefallen.

2.3.5 Zinsaufwendungen

Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden.

2.3.6 Ertragssteuern

Als Ertragssteuern werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen.

Die laufenden Steuern enthalten auch Steuernachzahlungen und -erstattungen, die vorangegangenen Perioden zuzurechnen sind.

2.3.7 Geschäfts- oder Firmenwert

Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf dessen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen.

Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Kundenstämme werden linear über acht Jahre abgeschrieben.

Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.

2.3.9 Sachanlagen

Sachanlagen werden in der IFRS-Bilanz auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungskosten und kumulierte Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:

Gebäude 33 Jahre
Betriebsausstattung 4 Jahre
Geschäftsausstattung 3—8 Jahre
Vermittlungstechnik 5 Jahre
Übertragungstechnik 5—8 Jahre
Mietereinbauten Laufzeit des Mietvertrages

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft sowie erforderlichenfalls angepasst.

Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.13 verwiesen.

2.3.10 Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden unter dem Bilanzposten kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Schuldscheindarlehen gehalten. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt.

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Liquide Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und werden mit dem Nennbetrag oder dem am Stichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt und zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Wertminderungen bei Finanzinstrumenten

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen sowie bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts.

Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen — nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus — getätigt.

Ausbuchung

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

2.3.11 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, falls sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt. Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden nach IAS 21.23 erfolgswirksam erfasst.

2.3.12 Liquide Mittel

Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgesetzten Anschaffungskosten bewertet.

Darin enthalten sind Festgelder, die teilweise als Sicherheiten hinterlegt sind.

2.3.13 Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS 17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig.

Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.

Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer.

2.3.14 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte

3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert im Wesentlichen auf folgenden Annahmen:

Risikoloser Zins: 4,06 %
Marktrisikoprämie: 7,14 %
Beta-Faktor: 0,79
Kapitalisierungszinssatz: 9,2 %

Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben.

Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst.

Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es ist jedoch höchstens bis zu dem Betrag zuzuschreiben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

2.3.15 Rückstellungen

Die Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann.

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und wenn die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig schätzbar ist. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.3.16 Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 ("Income Taxes") für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der Konzernbilanz gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft.

Aktive latente Steuern auf Vorteile aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen kann.

Die latenten Steuern werden in Übereinstimmung mit IAS 12.47 auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragssteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.

2.3.17 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich.

2.3.18 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigen.

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden, zu überprüfen. Die Auswirkungen der Änderungen der ursprünglichen Schätzungen sind, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam zu erfassen, mit entsprechender Anpassung der Rücklage für Leistungen an Arbeitnehmer mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die oben genannte Methode wird auf die anteilsbasierten Vergütungen mit einem Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente angewendet.

Der beizulegende Zeitwert wurde mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zur Optionspreisermittlung bestimmt. Die Laufzeit wurde basierend auf der bestmöglichen Schätzung des Vorstands entsprechend angesetzt, um den Besonderheiten der Mitarbeiteroptionen, der Nicht-Übertragbarkeit, Ausgabebeschränkungen und verhaltensbedingten Vergütungen bei der Bewertung gerecht zu werden.

2.3.19 Vergleichszahlen

Soweit erforderlich, werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen.

2.3.20 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden (Veräußerungsgruppen) Langfristige Vermögenswerte und Schulden oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Der Vorstand muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass dies zum Ansatz eines abgeschlossenen Veräußerungsvorgangs grundsätzlich innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung führen wird. Langfristige Vermögenswerte (und Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Hinsichtlich nicht fortgeführter Aktivitäten verweisen wir auf die Erläuterungen unter Punkt 7.

3 Konsolidierungskreis

Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:

Firma Sitz Land Gezeichnetes
Kapital
Anteil der
3U HOLDING AG
010017 Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 %
010060 Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 %
3U TELECOM GmbH Marburg Deutschland 1.000.000 EUR 100 %
3U TELECOM GmbH Wien Österreich 250.000 EUR 100 %
3U TELECOM INC. Henderson (NV) USA 0 USD 70 %
Discount Telecom S&V GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 %
fon4U Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 %
LambdaNet Communications Deutschland AG Hannover Deutschland 7.300.000 EUR 100 %
LambdaNet Communications Austria GmbH Wien Österreich 35.000 EUR 100 %
LambdaNet Communications s.r.o. Mestec Kralove Tschechien 100.000 CZK 100 %
LineCall Telecom GmbH Marburg Deutschland 25.000 EUR 100 %
OneTel Telecommunication GmbH Marburg Deutschland 3.025.000 EUR 100 %

Im Rahmen der Bewertung nach der Equity-Methode einbezogenes Unternehmen:

Firma Sitz Land Gezeichnetes
Kapital
Anteil der
3U HOLDING AG
CityDial GmbH Meckenheim Deutschland 150.000 EUR 50 %

Entkonsolidierung der 3U TELECOM SARL, Frankreich

Am 30. November 2006 schloss der Konzern eine Verkaufsvereinbarung über die Veräußerung der 3U TELECOM SARL, Frankreich, ab, die Telekommunikationsdienstleistungen im Bereich Festnetz in Frankreich betreibt. Die Veräußerung wurde im Zusammenhang mit der grundlegenden Restrukturierung des Konzerns durchgeführt. Die Entkonsolidierung wurde zum 1. Januar 2007 vollzogen, da ab diesem Zeitpunkt die Gesellschaft nicht mehr durch 3U HOLDING AG beherrscht wurde.

Aus der Entkonsolidierung der 3U TELECOM SARL, Frankreich, entstand ein Buchverlust von 143 T€, der sich wie folgt ermittelt:

(In T€) 1. 1. 2007
Immaterielle Vermögenswerte 64
Finanzanlagen 1.274
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73
Sonstige Forderungen 93
Sonstige Vermögenswerte 115
Bankguthaben und Kassenbestand 79
Vermögenswerte des Tochterunternehmens bei Ausscheiden 1.698
Rückstellungen 21
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 5
Schulden des Tochterunternehmens bei Ausscheiden 101
Nettovermögen des Tochterunternehmens 1.597
Veräußerungserlös 1.454
Entkonsolidierungserfolg –143

Aufgrund gebildeter Drohverlustrückstellungen im Jahr 2006 ist die Entkonsolidierung im Jahr 2007 ergebnisneutral.

Die 3U weist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 das Segment Festnetztelefonie aus. Dieses umfasst die Produkte Call-by-Call, Preselection, Mehrwertdienste und Terminierungsleistungen im Wholesale-Bereich.

Darüber hinaus betreibt 3U auch das Segment Breitband/IP. Aufgrund der Fokussierung auf das Call-by-Callund Wholesale-Geschäft im Segment Festnetztelefonie zählt das Segment Breitband/IP, legal zusammengefasst in der LambdaNet Communications Deutschland AG (im Folgenden auch LambdaNet) nicht mehr zum Kerngeschäft des 3U Konzerns. Aus strategischen Gründen wurde deshalb in 2007 beschlossen, die LambdaNet zu verkaufen. Daher wird das Segment Breitband/IP als zum Verkauf bestimmt ausgewiesen.

Durch den geplanten Verkauf der Tochtergesellschaften 3U TELECOM GmbH, Österreich, und 3U TELECOM Inc., USA, werden diese als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Sie wurden bislang im Segment Festnetztelefonie geführt.

Segmentumsatzerlöse und Segmentergebnisse

Segmentberichterstattung 2007 (Angaben in T€)

Außen-
umsatz*
Innen-
umsatz*
Gesamter
Umsatz*
Umsatz-
kosten*
Ergebnis
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Festnetztelefonie 102.800 952 103.752 –91.147 3.526
Überleitung Abschluss
Segmentinterne Konsolidierungen –27.097 –952 –28.049 27.022
Zinserträge 840
Zinsaufwendungen –177
Ergebnis at equity bewertete
Unternehmen
–31
Summe operatives Geschäft
(Ergebnis vor Ertragssteuern
in der Spalte Ergebnis) 75.703 0 75.703 –64.125 4.158
Steuern 17
Zum Verkauf bestimmter Geschäftsbereich
Breitband/IP 33.175 1.196 34.371 –28.537 –2.669
Zum Verkauf bestimmte Aktivitäten
des Segmentes Festnetztelefonie 5.057 2.419 7.476 –6.735 168
Summe zum Verkauf bestimmte
Geschäftsbereiche/Aktivitäten 38.232 3.615 41.847 –35.272 –2.501
3U HOLDING Konzern 1.674

*Bei den Angaben zu den fortgeführten Geschäftsbereichen handelt es sich um konsolidierte Werte, bei den Angaben der zum Verkauf bestimmten Geschäftsbereiche/Aktivitäten handelt es sich um nicht konsolidierte Angaben.

Segmentberichterstattung 2006 (Angaben in T€)

Außen-
umsatz*
Innen-
umsatz*
Gesamter
Umsatz*
Umsatz-
kosten*
Ergebnis
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Festnetztelefonie 122.271 311 122.582 –111.094 –119
Überleitung Abschluss
Konzerninterne Konsolidierungen –34.569 –311 –34.880 33.025
Zinserträge 866
Zinsaufwendungen –331
Ergebnis at equity bewertete
Unternehmen
6
Summe operatives Geschäft
(Ergebnis vor Ertragssteuern
in der Spalte Ergebnis) 87.702 0 87.702 –78.069 422
Steuern 229
Zum Verkauf bestimmter Geschäftsbereich
Breitband/IP 35.899 1.281 37.180 –35.808 –4.934
Zum Verkauf bestimmte Aktivitäten
des Segmentes Festnetztelefonie
5.761 1.826 7.587 –6.532 443
Summe zum Verkauf bestimmte
Geschäftsbereiche/Aktivitäten 41.660 3.107 44.767 –42.340 –4.491
3U HOLDING Konzern –3.840

*Bei den Angaben zu den fortgeführten Geschäftsbereichen handelt es sich um konsolidierte Werte, bei den Angaben der zum Verkauf bestimmten Geschäftsbereiche/Aktivitäten handelt es sich um nicht konsolidierte Angaben.

Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments die Umsatzerlöse und das konsolidierte Segmentergebnis vor Finanzierungen und Ertragssteuern fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind. Die in der Segmentdarstellung ausgewiesenen Zinserträge und Zinsaufwendungen sind fast ausschließlich der 3U HOLDING AG zuzuordnen, weshalb auf eine weitergehende Zuordnung auf das Segment Festnetztelefonie verzichtet wurde. Im Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs Breitband/IP sind Zinsaufwendungen in Höhe von 2.517 T€ (Vorjahr: 2.803 T€) und Zinserträge in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 279 T€) enthalten.

In der Position Überleitung Abschluss weist der 3U Konzern Themen aus, die definitionsgemäß nicht Bestandteile des Segmentergebnisses sind. Unter den Konsolidierungen werden die Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten des operativen Geschäfts eliminiert. Die Zinserträge resultieren aus der Anlage von liquiden Mitteln, welche nicht den Segmenten zuzuordnen sind. Die Zinsaufwendungen basieren im Wesentlichen auf Steuerzahlungen. Die Ertragssteuern sind ebenfalls nicht im Segmentergebnis enthalten, da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet werden kann.

Die Werte in der Zeile Summe operatives Geschäft entsprechen den Werten der Konzerngewinnund -verlustrechnung aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragssteuern.

Festnetz-
telefonie
Breitband/IP
zum
Verkauf
bestimmt
Festnetz
telefonie
zum Verkauf
bestimmt
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2.467 5.581 255
Cashflow aus Investitionstätigkeit 22.128 –2.288 –64
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 –5.430 0

Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen (alle Beträge in T€):

Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten, beobachtet der Vorstand die materiellen, immateriellen und finanziellen Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde den berichtspflichtigen Segmenten zugeordnet.

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Vermögenswerte
Fortgeführtes Segment
Festnetztelefonie 19.830 29.918
Zur Veräußerung bestimmtes Segment Breitband/IP
Nicht fortgeführte Aktivitäten des Segmentes Breitband/IP 50.063 51.367
Zur Veräußerung bestimmte Aktivitäten des Segmentes Festnetztelefonie
Nicht fortgeführte Aktivitäten des Segmentes Festnetztelefonie 1.286 1.184
Summe Segmentvermögen 71.179 82.469
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 28.742 24.948
Summe konsolidierte Vermögenswerte 99.921 107.417
Schulden
Fortgeführtes Segment
Festnetztelefonie 14.935 18.040
Zur Veräußerung bestimmtes Segment Breitband/IP
Nicht fortgeführte Aktivitäten des Segmentes Breitband/IP 41.930 47.131
Zur Veräußerung bestimmte Aktivitäten des Segmentes Festnetztelefonie
Nicht fortgeführte Aktivitäten des Segmentes Festnetztelefonie 1.013 881
Summe Segmentschulden 57.878 66.052
Überleitung (Eigenkapital) 42.043 41.365
Summe konsolidierte Schulden/Eigenkapital 99.921 107.417

Die at equity bewertete Beteiligung an der CityDial GmbH und die Festgelder (im Vorjahr Anteile an Fondsvermögen) werden keinem Segment zugerechnet.

Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Es gab keine unterschiedliche Handhabung zwischen den Geschäftsbereichen, jedoch unterliegen die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden (Veräußerungsgruppen) seit Beschluss des Veräußerungsplans und mit Beginn der Durchführung des Plans der Bewertung nach IFRS 5. Erlöse zwischen den Geschäftsbereichen werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart würden. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet.

(In T€) Abschreibungen Investitionen
2007 2006 2007 2006
Fortgeführtes Segment
Festnetztelefonie 926 1.359 –1.659 –1.436
Zur Veräußerung bestimmtes Segment
Breitband/IP
Nicht fortgeführte Aktivitäten
des Segmentes Breitband/IP
6.896 15.407 –2.878 –3.208
Zur Veräußerung bestimmte Aktivitäten
des Segmentes Festnetztelefonie
Nicht fortgeführte Aktivitäten
des Segmentes Festnetztelefonie
57 39 –64 –49

Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen

(In T€) 2007 2006
Bereiche des fortgeführten Segments Festnetztelefonie
Davon Open-Call-by-Call 42.634 40.867
Davon Call-by-Call 3.395 6.263
Davon Preselection 1.830 4.599
Davon Mehrwertdienste 1.889 408
Davon Wholesale 24.475 32.241
Sonstige 1.480 3.324
Summe Segment Festnetztelefonie 75.703 87.702
Bereiche des nicht fortgeführten Segments Breitband/IP
Davon Netzbetreiber 21.261 24.954
Davon ISP 6491 6.275
Davon Geschäftskunden 6.619 5.952
Summe aufgegebenes Segment Breitband/IP 34.371 37.180

Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem einzelnen Kunden einen Umsatz von insgesamt 10,9 % der Gesamtumsatzerlöse realisiert. Dieser Umsatz wurde im Geschäftsbereich Festnetztelefonie erwirtschaftet. Darüber hinaus gibt es weitere Kunden im Bereich der Festnetztelefonie, mit denen umfangreiche Umsatzerlöse realisiert werden. Der jeweilige Umsatz ist jedoch jeweils deutlich unter 10 % der Gesamtumsatzerlöse.

Geografische Informationen

(In T€) 2007 2006
Festnetztelefonie 75.703 87.702
Davon Inland 75.538 86.125
Davon Europa 82 375
Davon USA 83 1.202

5 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen.

5.2 Umsatzkosten

Die Umsatzkosten enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Originierungs- und Terminierungsleistungen, Bereitstellungsentgelte für Interconnectionanschlüsse und Mietleitungen, anteilige Personalkosten, Kosten für Vermittlungs- und Übertragungstechnik, dem Umsatzprozess dienende EDV- und Geschäftsausstattung, Abschreibungen auf Lizenzen, anteilige Fahrzeug- und Reisekosten, Mietaufwendungen für die Standorte (PoP, PoI oder Technikstandorte), Telefonaufwendungen sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und sonstige Kosten.

5.3 Vertriebskosten

Zu den Marketing- und Vertriebsaufwendungen gehören neben den Aufwendungen für Personal auch Werbeaufwendungen wie z. B. Werbedrucksachen, Aufwendungen für Messen und Firmenpräsentationen sowie Forderungsverluste.

5.4 Verwaltungskosten und allgemeine Kosten

Zu den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen zählen neben den Kosten des im Verwaltungsbereich tätigen Personals auch anteilige Personalkosten des Vorstands, Rechts- und Beratungskosten, Fakturierungs- und Inkassokosten, Softwarewartung und Raummiete.

5.5 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (2.971 T€) sind folgende Posten enthalten:

(In T€) 2007 2006
Effekt aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen 0 1.415
Auflösung von Rückstellungen 308 798
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 10 59
Erträge aus Mahngebühren 204 687
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlagevermögens 1.381 2.511
Sonstige Erträge 731 1.903
Erträge aus Sachbezügen 97 105
Ertrag aus Forderungsverzicht 240 0
Gesamt 2.971 7.478

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (721 T€) sind folgende Posten enthalten:

(In T€) 2007 2006
Effekte aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen 0 1.524
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 0 10
Rückstellungsbildung, soweit nicht den Funktionskosten zuzuordnen 172 1.043
Sonstige Kosten 273 690
Veränderung aus der Darstellung Held for Sale 107 0
Forderungsverluste 169 0
Gesamt 721 3.267

Forschungs- und Entwicklungskosten sind nicht angefallen.

5.6 Zusätzliche Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Personalkosten

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:

2007 2006
Vertrieb 48 49
Verwaltung 23 25
Operations/IT 53 72
Technik/Systementwicklung 32 37
Gesamt 156 183

Davon im Geschäftsjahr 2007 90 Mitarbeiter im zur Veräußerung bestimmten Segment Breitband/IP.

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

(In T€) 2007 2006
Löhne und Gehälter 9.447 10.532
Sozialabgaben 1.326 1.559
Aufwendungen für Altersversorgung/Unterstützung 54 91
Gesamt 10.827 12.182

Davon im Geschäftsjahr 2007 Personalaufwand in Höhe von 6.561 T€ im bisherigen Segment Breitband/IP.

Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Segment Festnetztelefonie betrug insgesamt 258 T€, der Aufwand für die LambdaNet betrug 425 T€.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 7.909 T€ (Vorjahr: 16.805 T€) und werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Der Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der Aufgabe des Segments Breitband/IP und der zur Veräußerung klassifizierten Aktivitäten des Segments Festnetztelefonie in Österreich und USA.

5.7 Zinserträge, ähnliche Erträge und Zinsaufwendungen

In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Vereinnahmung des im Eigenkapital erfassten Gewinns bei Abgang von als zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten (327 T€, Vorjahr: 359 T€) ausgewiesen.

(In T€) 2007 2006
Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens 327 359
Sonstige Zinserträge 513 507
Zinserträge 840 866
Zinsaufwendungen aus Ausleihungen 0 –32
Zinsaufwendungen für Rückbaukosten –2 –1
Zinsaufwendungen Kontokorrent –114 –12
Sonstige Finanzaufwendungen –61 –280
Zinsaufwendungen –177 –331
Gesamt 663 535

5.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragssteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern aus Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

(In T€) 2007 2006
Laufende Ertragssteueraufwendungen –17 –229
Latente Steuern 0 0
Gesamt (Ertrag) –17 –229

Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. In den Jahren 2006 und 2007 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Die Gewerbeertragssteuer betrug in den Jahren 2006 und 2007 ca. 19 % des steuerpflichtigen Einkommens und war bei der Ermittlung des körperschaftsteuerlichen Einkommens abzugsfähig. Für Deutschland wurde damit ein kombinierter Ertragssteuersatz von 38 % angewendet.

Der oben genannte Gesamtsteuersatz wird sich infolge der deutschen Unternehmenssteuerreform ab 2008 auf 32 % reduzieren. Hierbei wirkt sich im Wesentlichen die Absenkung des Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 15 % und die Reduzierung der Gewerbesteuer auf 16 % aus. Die Steuersatzreduzierung wurde bereits bei der Ermittlung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten der deutschen Gesellschaften berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der OneTel Telecommunication GmbH, der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Erebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen.

Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt mit Ausnahme der USA 38 %. In den USA wurde ein Steuersatz von 33 % zugrunde gelegt.

Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Abstimmung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss:

2007 2007 2006 2006
T€ % T€ %
Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern
4.158 100,0 422 100,0
Konzernsteuersatz (38 %)
Rechnerischer
Steuerertrag/-aufwand
1.580 38,0 160 38,0
Steuerfreie Einnahmen/
nicht abziehbare Ausgaben
–729 –17,4 –639 –151,4
Minderung des latenten
Steueraufwandes aufgrund
der Nutzung bisher
nicht berücksichtigter
steuerlicher Verluste
–1.040 –25,0 262 62,1
Effekte aus der
Steuersatzänderung
171 4,1 0 0
Steuerbe- und -entlastungen
aus aperiodischen Effekten
und Vorjahren
mit diesjähriger Auswirkung –17 –0,4 0 0
Übrige 18 0,4 –12 –2,8
Gesamt (Ertrag) –17 –0,4 –229 –54,3

5.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle Aktienoptionen ausgeübt wurden.

Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

2007 2006
Ergebnis (in T€) 1.641 –3.856
Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Gesellschafter
des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Periodenergebnis)
1.641 –3.856
Basis für das verwässerte Ergebnis je Aktie 1.641 –3.856
Anzahl der Aktien (in Stück) 46.842.240 46.842.240
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das
unverwässerte Ergebnis je Aktie
46.842.240 46.842.240
Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien:
Optionen 2.520.750 2.520.750
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien
für das verwässerte Ergebnis
49.362.990 49.362.990
Ermittlung Ergebnis je Aktie (in €)
Ergebnis je Aktie unverwässert (in €) 0,04 –0,08
Ergebnis je Aktie verwässert (in €) 0,03 –0,08
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in €) 0,09 0,01
Ergebnis je Aktie, verwässert (in €) 0,08 0,01
Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in €) –0,05 –0,09
Ergebnis je Aktie, verwässert (in €) –0,05 –0,09

6 Angaben zur Konzernbilanz

6.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel gesondert dargestellt.

6.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
400 2.378
Kundenstamm 0 5.082
Firmenwert 550 550
Gesamt 950 8.010

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in den Umsatzkosten erfasst.

Aus der Erstkonsolidierung der 90%-Beteiligung an der LambdaNet zum 1. April 2004 entstand ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von 8.746 T€, der als Kundenstamm aktiviert und über acht Jahre abgeschrieben wird. Die Bewertung des gesamten Kundenstammes der LambdaNet erfolgte auf Grundlage von Multiplikatoren auf Basis vergleichbarer Transaktionen. Per 31. Dezember 2004 hat die 3U HOLDING AG die verbleibenden Anteile an der LambdaNet übernommen. Der sich dadurch ergebende aktivische Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung beträgt 1.624 T€. Auch er wurde als Kundenstamm klassifiziert und wird planmäßig über acht Jahre abgeschrieben.

Aufgrund der Bilanzierung der LambdaNet als "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (Veräußerungs gruppen)" wurde der niedrigere Buchwert des Kundenstammes (4.078 T€) zum 1. Juli 2007 umgegliedert. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt keine weitere planmäßige Abschreibung des Kundenstammes.

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der OneTel Telecommunication GmbH wurde zum Zwecke der Wertminderungsprüfung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit OneTel Telecommunication GmbH zugeordnet.

Der erzielbare Betrag dieser Einheit wurde mithilfe der Nutzungswertberechnung auf Grundlage von Cashflow-Prognosen aus von der Geschäftsführung bewilligten Finanzbudgets für den Zeitraum von drei Jahren und einem Abzinsungssatz von 9,2 % p. a. (2006: 11,2 % p. a.) bestimmt. Es wurden hierbei keine Wachstumsraten zugrunde gelegt. Der Vorstand hat eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt; er ist der Ansicht, dass auch bei Änderung der Grundannahmen im Rahmen realistischer Szenarien der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt. Demnach entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 2.3.14.

6.1.2 Sachanlagevermögen

Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.

6.1.3 Finanzanlagen

Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (available-for-sale)

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Beizulegender Zeitwert 0 24.852

Die Wertpapiere des Vorjahres stellten Finanzinvestitionen in Anleihen und börsennotierte Anteilspapiere dar, die dem Konzern Erträge aus Dividendeneinnahmen, Zinseinnahmen und Handelsgewinne ermöglichen sollten. Sie hatten keine feste Fälligkeit und teilweise keinen festen Zinssatz. Die 3U hat im abgelaufenen Geschäftsjahr sämtliche Fondsanteile veräußert und die freie Liquidität in Fest- und Tagesgelder angelegt.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Zum 31. Dezember 2007 war die CityDial GmbH, Meckenheim, das einzige Unternehmen, das nach der Equity-Methode bilanziert wurde. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für diese nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung stellen sich wie folgt dar:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Summe Vermögenswerte 110 182
Summe Schulden 18 28
Umsatzerlöse 41 102
Gewinn/Verlust nach Steuern -62 6

Der Wertansatz hat sich wie folgt entwickelt:

Stand am 1. 1. 2007: 96 T€
Anteiliges Jahresergebnis: –32 T€
Stand am 31. 12. 2007: 64 T€

Bilanzstichtag der CityDial GmbH ist der 31. Dezember 2007.

Es bestehen keine nicht erfassten Anteile an den Verlusten der CityDial GmbH. Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit des assoziierten Unternehmens, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner zu transferieren.

6.2 Latente Steuern

Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeits methode gemäß IAS 12 berechnet. Für Deutschland wurde der kombinierte Ertragssteuersatz von 32 % angewandt. Der verwendete Steuersatz beträgt für die USA 33 % und für Österreich 25 %.

Im Geschäftsjahr 2007 wurde auf Basis aktualisierter Businesspläne eine Neueinschätzung der künftigen Realisierbarkeit der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge vorgenommen. Aufgrund erwarteter zukünftiger Gewinne in einzelnen Tochtergesellschaften mit denen eine steuerliche Organschaft besteht, geht die Gesellschaft von einer teilweisen Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge aus. Aus diesem Grund wurden aktive latente Steuern auf werthaltige Verlustvorträge bei der Muttergesellschaft gebildet.

Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 912 T€ saldiert. Die passiven latenten Steuern entfallen in voller Höhe auf die Rückstellungen.

Die Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt 70.549 T€ (Vorjahr: 71.046 T€) für Körperschaftsteuer bzw. 63.145 T€ (Vorjahr: 65.933 T€) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die LambdaNet. Sämtliche Verlustvorträge entfallen auf das Inland.

6.3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 11.850 20.793
Wertberichtigungen –2.545 –7.190
Gesamt 9.305 13.603

In Abhängigkeit zur Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als zwei Jahre oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als zwei Jahre sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann.

Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinaus gehende Risikovorsorge notwendig ist.

In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 276 T€ (Vorjahr: 4.883 T€) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben.

6.4 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Forderungen aus Steuererstattungen 696 1.332
Kostenfreier IP-Transit 0 123
Kautionen 32 243
Festgeld für Avale 0 20
Darlehen ehemalige Mitarbeiter 381 381
Wertberichtigungen auf Darlehen –219 –219
Sonstiges 125 407
Gesamt 1.015 2.287

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betreffen Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.3 verwiesen.

6.5 Liquide Mittel

Der Posten Liquide Mittel beinhaltet Bargeld und kurzfristige Einlagen, mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.3 verwiesen.

6.6 Eigenkapital

6.6.1 Gezeichnetes Kapital

Das begebene Grundkapital setzt sich zusammen aus 46.842.240 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesamtanzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch.

Genehmigtes Kapital

Im Rahmen der Hauptversammlung am 13. Mai 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 12. Mai 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 23.421.120,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von 4.560.000,00 €. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft.

6.6.2 Mitarbeiterbeteiligungsprogamme

Aktienoptionsplan 2003

Mit Beschluss vom 15. Mai 2003 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 4.560.000,00 € (912.000,00 € vor Aktiensplit vom 6. Juli 2004) zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 20. August 2003 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan für das Jahr 2003 aufgelegt. Der Aktienoptionsplan 2003 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist frühestens am 21. August 2005 und nur bis zum 20. August 2008 ausgeübt werden.

Bezugsberechtigte sind:

  • Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), soweit die Mitglieder der Geschäftsführungen der in- und ausländischen Unternehmen nicht der Gruppe 2 zuzuordnen sind,
  • Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft und in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG) in Schlüsselpositionen auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. der jeweiligen Geschäftsführung (Führungskräfte und/oder Mitarbeiter mit Schlüsselfunktionen),
  • Gruppe 3: alle übrigen Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), soweit keine Einordnung in Gruppe 4 erfolgt,
  • Gruppe 4: Auszubildende und/oder Teilzeitkräfte bzw. vergleichbare Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG).

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2003 wurden insgesamt 866.250 Aktienoptionen (173.250 Aktienoptionen vor Aktiensplit) ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:

  • Gruppe 1: 455.980 Aktienoptionen (91.196 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 2: 228.000 Aktienoptionen (45.600 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 3: 136.770 Aktienoptionen (27.354 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gruppe 4: 45.500 Aktienoptionen (9.100 Aktienoptionen vor Aktiensplit)
  • Gesamt: 866.250 Aktienoptionen (173.250 Aktienoptionen vor Aktiensplit)

Der Ausübungspreis beträgt 2,70 €.

Der Fair Value der in 2003 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist auf 0,90 € ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von 2,23 €, einem Ausübungspreis von 2,70 €, einer erwarteten Volatilität von 51 % (Quelle: Bloomberg) und einem risikofreien Zinssatz von 3,5 %.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Basispreis zuzüglich eines Aufschlags von 15 % als Erfolgsziel. Basispreis ist der Preis, der sich aus dem Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor dem Tag ergibt, an welchem die Beschlussfassung über die Ausgabe der Optionsrechte erfolgt. Der Ausübungspreis beträgt demnach 2,70 € je Aktie.

Insgesamt wurden aus dem Aktienoptionsplan 2003 für das Geschäftsjahr 2007 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) als Personalaufwand erfasst.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 866.250 Optionen waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 und 31. Dezember 2007 insgesamt 99.530 Optionen verfallen. Im Rahmen dieses Programms wurden keine Neuzusagen getroffen.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine Optionen aus diesem Programm ausgeübt.

Aktienoptionsplan 2004/2005

Am 9. März 2005 hatte der Vorstand zuletzt beschlossen, ein zweites Aktienoptionsprogramm aufzulegen. Der Aktienoptionsplan 2004/2005 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist frühestens am 9. März 2007 und nur bis zum 9. März 2010 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden.

Der Aktienoptionsplan 2004/2005 hat folgende Eckpunkte: Hinsichtlich der Einteilung der Bezugsberechtigten wird auf den Aktienoptionsplan 2003 verwiesen.

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004/2005 wurden insgesamt 2.206.000 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:

  • Gruppe 1: 870.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 2: 765.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 3: 546.000 Aktienoptionen
  • Gruppe 4: 25.000 Aktienoptionen
  • Gesamt: 2.206.000 Aktienoptionen

Der Ausübungspreis beträgt 1,06 €.

Der Fair Value der in 2005 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist auf 0,51 € ermittelt worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen beruhen auf einem Aktienkurs von 0,98 €, einem Ausübungspreis von 1,06 €, einer erwarteten Volatilität von 61 % (Quelle: Bloomberg) und einem risikofreien Zinssatz von 3,0 %.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entspricht dem Basispreis zuzüglich eines Aufschlags von 15 % als Erfolgsziel. Basispreis ist der Preis, der sich aus dem Durchschnitt der an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor dem Tag ergibt, an welchem die Beschlussfassung über die Ausgabe der Optionsrechte erfolgt. Der Ausübungspreis beträgt demnach 1,06 € je Aktie.

Als relatives Erfolgsziel muss sich die Aktie der Gesellschaft seit dem Erwerb der Optionsrechte bis zum Ausübungstag an zehn aufeinander folgenden Tagen besser entwickelt haben als der TecDAX. Darüber hinaus wurde ein Cap in Höhe eines Bruttojahresgehalts vereinbart.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Insgesamt wurden aus dem Aktienoptionsplan 2004/2005 für das Geschäftsjahr 2007 120 T€ (Vorjahr: 478 T€) als Personalaufwand erfasst. Hierbei wurde eine Fluktuationsquote von 15 % berücksichtigt.

Die Bandbreite der Ausübungspreise erstreckt sich von 1,06 € bis 2,70 €. Der gewichtete Ausübungspreis beträgt 1,52 €.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 2.206.000 Optionen waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 insgesamt 146.500 und zum 31. Dezember 2007 insgesamt 344.500 Optionen verfallen. Im Rahmen dieses Programms wurden keine Neuzusagen getroffen. Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine Optionen aus diesem Programm ausgeübt.

6.6.3 Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage resultierte aus der Bewertung der Fonds zu Zeitwerten und den erfolgsneutral verrechneten passiven latenten Steuern aus der Zuschreibung der Wertpapiere. Bei Veräußerung von neubewerteten Finanzinvestitionen wird der auf diese entfallende Anteil der Neubewertungsrücklage realisiert und erfolgswirksam erfasst. Im Berichtsjahr erfolgte die Veräußerung der Fonds.

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Stand zum Beginn des Jahres 1.115 2.213
Erhöhung/Reduzierung aus Neubewertung
von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
593 –1.098
Bei Verkauf in die GuV überführter Gewinn –1.708 0
Stand am Ende des Jahres 0 1.115

6.6.4 Minderheitenanteile

Die Kapitalanteile fremder Gesellschafter betragen 59 T€ (Vorjahr: 25 T€).

6.7 Finanzverbindlichkeiten

Bei den Finanzverbindlichkeiten handelte es sich im Vorjahr im Wesentlichen um Dispositionskredite und Leasingverbindlichkeiten.

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 14.007
Leasingverbindlichkeiten 0 19.920
Gesamt 0 33.927

Durch die Klassifizierung der Vermögenswerte und Schulden der LambdaNet als "Zur Veräußerung gehalten" wurden die betreffenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasingverbindlichkeiten umgegliedert. Wir verweisen auf die Angaben unter Punkt 7.

Der Zinssatz beträgt 3-Monats-Euribor +2,5 % mit einer Laufzeit bis zum 1. Oktober 2009. Das Darlehen ist über die Verpfändung von Termingeld mit einem Beleihungswert von 3,0 Mio. € besichert. Der Tilgungsverlauf ist wie folgt: 4.935 T€ (2008) und 5.245 T€ (2009).

Darüber hinaus sind eigene Kreditlinien für das Segment Festnetztelefonie mit 4,3 Mio. € besichert.

6.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

6.9 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Sozialversicherungsbeiträge 0 95
Sonstige Steuern 661 185
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 525 578
Lohn- und Gehaltsverrechnung 26 127
Sonstige Verbindlichkeiten 56 291
Gesamt 1.268 1.276

Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Personalverpflichtungen.

6.10 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2007 31. 12. 2006 31. 12. 2006
Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig
Steuerrückstellungen 2.150 0 2.025 0
Rückbauverpflichtungen 0 103 0 4.642
Prozessrisiken 1.223 0 1.228 0
Personalrückstellungen 28 0 577 0
Übrige 165 0 1.168 0
Gesamt 3.566 103 4.998 4.642

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

(In T€) Stand
1. 1. 2007
Auf-
zinsung
Umbuch-
ungen
Inanspruch-
nahme
Zuführung Auflösung Stand
31. 12. 2007
Steuerrückstellungen 2.025 98 0 0 27 0 2.150
Rückbau
verpflichtungen
4.642 0 –4.539 0 0 0 103
Prozessrisiken 1.228 0 0 –5 0 0 1.223
Personal
rückstellungen
577 0 0 –570 28 –7 28
Übrige 1.168 0 –608 –259 165 –301 165
Gesamt 9.640 98 –5.147 –834 220 –308 3.669

Die Rückstellungen im Personalbereich aus Vorjahren wurden zur Abdeckung von Abfindungen gebildet. Im Vorjahr enthaltene Beträge wurden in diesem Jahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Umbuchungen betreffen Umgliederungen in "Zur Veräußerung gehaltene Schulden".

6.11 Erhaltene Netzmieten

Der Posten betrifft Umsatzabgrenzungen aus der Vereinnahmung von Netzmieten.

6.12 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

2006 (in T€) Liquide Mittel Forderungen
aus
Lieferungen
u. Leistungen
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
Kredite und Forderungen 13.979 13.603 0 0
Bis zur Endfälligkeit
gehaltene Vermögenswerte
0 0 8.000 0
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum Restbuchwert
bewertet werden
0 0 0 19.699
Gesamt 13.979 13.603 8.000 19.699

Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8

2007 (in T€) Liquide Mittel Forderungen
aus
Lieferungen
u. Leistungen
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Verbindlich
keiten
Kredite und Forderungen 32.446 9.305 0 0
Bis zur Endfälligkeit
gehaltene Vermögenswerte
0 0 2.000 0
Finanzielle Verbindlichkeiten,
die zum Restbuchwert
bewertete werden
0 0 0 11.266
Gesamt 32.466 9.305 2.000 11.266

Der beizulegende Zeitwert von liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

6.13 Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

(In T€) 31. 12. 2007 31. 12. 2006
Innerhalb eines Jahres 3.865 3.938
Zwischen ein und fünf Jahren 7.831 10.608
Nach fünf Jahren 906 1.135
Gesamt 12.602 15.681

Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt 145 T€ (Vorjahr: 44 T€).

Die Mietverträge betreffen Büroräume, Technikflächen, Glasfasernetzstrecken und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren. Die Mietleasingzahlungen in 2007 betragen 3.290 T€. Die Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar:

Als Sicherheit für Kreditlinien der LambdaNet sind Festgelder in Höhe von 3,00 Mio. € hinterlegt. Darüber hinaus besteht eine Garantie der 3U HOLDING AG über den gesamten ausstehenden Darlehensbetrag. Der Darlehensbetrag per 31. Dezember 2007 beträgt 10,18 Mio. €. Für eigene Kreditlinien der 3U besteht eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von 4,3 Mio. €, da diese als Sicherheiten hinterlegt sind.

Die 3U HOLDING AG hat gegenüber der Telekom Austria für die 3U TELECOM GmbH, Wien, eine Patronatserklärung für finanzielle Verpflichtungen bis zu einer Gesamthöhe von 80.000 €, begrenzt bis zum 31. Dezember 2008, abgegeben. Gegenüber der Mobilkom Austria hat die 3U HOLDING AG für die 3U TELECOM GmbH, Wien, eine Patronatserklärung für finanzielle Verpflichtungen bis zu einer Gesamthöhe von 52.627 €, begrenzt bis zum 31. Dezember 2008, abgegeben.

6.14 Rechtsstreitigkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren, besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Deshalb wurden per 31. Dezember 2007 Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von 1.223 T€ gebildet über bestehende Rechtsstreite mit einem maximalen Gesamtrisiko von 1.505 T€.

Die 3U TELECOM GmbH bezahlt für die Anrufzustellung in die deutschen Mobilfunknetze sog. Terminierungs entgelte. Diese sind entweder an den Mobilfunknetzbetreiber selbst oder an andere Carrier zu entrichten,

über deren Netze die Anrufzustellung erfolgt. Bis in das Jahr 2006 unterlagen die hierfür fälligen Entgelte nicht der Regulierung und waren vertraglich vereinbart.

Mit Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 hat die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) festgestellt, dass die deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile Deutschland GmbH, Vodafone D2 GmbH, E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG und O2 (Germany) GmbH & Co. OHG marktbeherrschend im Hinblick auf die Terminierung in ihre eigenen Netze sind, und die Terminierungsentgelte der Ex-Ante-Genehmigungspflicht unterliegen. Auf Grundlage dieser Entscheidung hat die BNetzA in der Folge durch Entgeltverfügungen geringere Terminierungsentgelte festgesetzt, als die Mobilfunknetzbetreiber zuvor mit ihren Vertragspartnern vereinbart hatten.

Die Mobilfunknetzbetreiber haben die Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 gerichtlich angegriffen. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 2. April 2008 die Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 bestätigt.

Die angefochtenen Regulierungsverfügungen vom 30. August 2006 stellen die Anordnungsgründe für die anschließenden Entgeltgenehmigungen dar. Hätten die Revisionsurteile die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Köln bestätigt, so wären die Entgeltverfügungen durch Wegfall der Anordnungsgründe rechtswidrig geworden. Die rechtswidrigen Entgeltverfügungen hätten daraufhin von der BNetzA auch mit Wirkung für die Vergangenheit aufgehoben werden können.

Hierdurch wäre den Mobilfunknetzbetreibern die Möglichkeit eröffnet worden, höhere als die regulierten Entgelte auch für die Vergangenheit zu verlangen.

Der Vorstand hat dieses Risiko durch den Ausweis von Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 3,70 Mio. € berücksichtigt; mangels anderweitiger verlässlicher Schätzungen der Höhe einer etwaigen Verpflichtung wurde dafür das Maximalrisiko zu Grunde gelegt. Für mögliche Nachbelastungen an Kunden der 3U wurden Eventualforderungen in Höhe von 0,9 Mio. € berücksichtigt. Das Risiko der Durchsetzbarkeit und Werthaltigkeit dieser Ansprüche und Forderungen wurde durch einen Abschlag in Höhe von 30 % angesetzt.

Mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. April 2008 ist das genannte Risiko entfallen. Der Vorstand rechnet nicht mehr mit Nachbelastungen höherer vertraglich vereinbarter Entgelte seitens der nun regulierten Vertragspartner. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts hat wertbegründenden Charakter. Daher bleibt der Ausweis der Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum 31. Dezember 2007 bestehen. Risiken aus der Regulierung werden für den 3U Konzern auch weiterhin bestehen. Konkrete Risiken sind derzeit jedoch nicht absehbar.

110

7 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden (Veräußerungsgruppen) sowie nicht fortgeführte Aktivitäten

7.1 Plan zur Veräußerung der LambdaNet Communications Deutschland AG

Am 21. Juni 2007 gab der Vorstand seine Absicht bekannt, die Tochtergesellschaft LambdaNet Communications Deutschland AG zu veräußern. LambdaNet ist im Segment Breitband/IP tätig. Die geplante Veräußerung erfolgt im Zuge der Neuausrichtung des 3U Konzerns. 3U bemüht sich aktiv um einen Käufer für die LambdaNet und hofft, den Verkauf bis Mitte 2008 abschließen zu können.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten, dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzurechnenden Ergebniskomponenten sind nachstehend aufgeführt. Die Vergleichsangaben hinsichtlich des Ergebnisses sowie der Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurden angepasst, um die in der laufenden Geschäftsperiode als aufgegeben klassifizierten Geschäftsbereiche zu berücksichtigen.

Gewinn- und Verlustrechnung (in T€) 1. 1.– 31. 12.
2007
1. 1.– 31. 12.
2006
Umsatz 34.371 37.180
Sonstige betriebliche Erträge 1.445 6.838
Laufende Aufwendungen –38.250 –48.950
Ergebnis vor Steuern –2.434 –4.932
Steuern –235 –2
Ergebnis gesamt –2.669 –4.934

Bei einem Ausweis als fortgeführte Aktivitäten wären im zweiten Halbjahr 2007 laufende Abschreibungen für den Wertverzehr des Anlagevermögens in Höhe von 3,4 Mio. € angefallen. Sollte wider Erwarten des Vorstands der Verkaufsprozess nicht erfolgreich abgewickelt werden können, sind diese Abschreibungen im Geschäftsjahr 2008 nachzuholen.

Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (in T€) 2007 2006
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 5.581 2.369
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit –2.288 –3.189
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit –5.430 –4.025
Nettozahlungsströme gesamt –2.137 –4.845
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (in T€) 31. 12. 2007
Sachanlagen 16.926
Aktivierte Leasinggüter 17.697
Sonstige langfristige Vermögenswerte 6.237
Kurzfristige Vermögenswerte 9.203
Gesamt 50.063
Zur Veräußerung gehaltene Schulden (in T€) 31. 12. 2007
Passivierte langfristige Leasingverbindlichkeiten 16.010
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 5.236
Passivierte kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 2.158
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 18.526
Gesamt 41.930

Im aufgegebenen Geschäftsbereich werden langfristige Leasingverträge für die Glasfasernetze in Höhe von 17.697 T€ (Vorjahr: 17.321 T€) aktiviert. Den Leasingverträgen liegt eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von durchschnittlich 10 bis 15 Jahren zugrunde. Die zugrunde gelegten Zinssätze reichen von 6,53 % bis 8,58 %. Alle Leasingverhältnisse basieren auf fest vereinbarten Raten. Es wurden keine Vereinbarungen über Eventualmietzahlungen getroffen. Alle Leasingverpflichtungen lauten in Euro.

Darüber hinaus entfallen 4.078 T€ der sonstigen langfristigen Vermögenswerte auf den aktivierten Kundenstamm. Auf den Kundenstamm wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007 Abschreibungen in Höhe von 1.004 T€ vorgenommen.

Abschreibungen, die im Verlust aus dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich enthalten sind, belaufen sich auf 6.917 T€ für das erste Halbjahr 2007.

Die Klassifizierung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte erfolgte zum niedrigeren Buchwert am 1. Juli 2007.

(In T€) 31. 12. 2007
Nominalwert Abzüglich
Abzinsungs-
betrag
Barwert
Mindest
leasingraten
Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.207 1.049 2.158
Restlaufzeit 1– 5 Jahre 11.872 2.881 8.991
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 8.371 1.352 7.019
Gesamt 23.450 5.282 18.168

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten aus Finance-Leasing-Vereinbarungen stellen sich wie folgt dar:

(In T€) Nominalwert 31. 12. 2006
Abzüglich
Abzinsungs-
betrag
Barwert
Mindest
leasingraten
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.759 668 2.091
Restlaufzeit 1– 5 Jahre 12.386 2.848 9.538
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 10.565 2.274 8.291
Gesamt 25.710 5.790 19.920

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen entspricht annähernd dem Buchwert.

Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln sind teilweise Bestandteil der Leasingverträge.

Die Fasernetzmietverträge mit dem Lieferanten GasLINE enthalten Preisanpassungsklauseln. Zu den halbjährlichen Zahlungsterminen werden die Beträge einem Eskalationsfaktor unterworfen. Dieser berechnet sich im Falle der Mietzahlungen nach dem Erzeugerpreisindex für Industriegüter, im Falle der Wartungsentgelte nach einem Lohnkostenindex. Die aufwandswirksamen Zahlungen im Geschäftsjahr 2007 betragen 2.776 T€.

Hinsichtlich der Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen und deren entsprechenden Barwerten wird auf den Punkt 6.13 "Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen.

Für den Bankenkredit der LambdaNet wurde sämtliches technisches Equipment und Büroausstattung sicherungsübereignet. Diese hatten per 31. Dezember 2007 einen Buchwert von 14.249 T€.

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10.330 T€.

7.2 Nicht fortgeführte Aktivitäten des Segments Festnetztelefonie

Im Zuge der Neuausrichtung des Konzerns ist der Vorstand in Verkaufsverhandlungen bezüglich der Anteile an 3U USA und Österreich eingetreten. Mit dem Abschluss der Verkaufsverhandlungen wird bis Mitte 2008 gerechnet. Die Klassifizierung nach IFRS 5 erfolgte zum 31. Dezember 2007.

7.2.1 3U TELECOM Inc., USA

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten, den aufgegebenen Aktivitäten zuzurechnenden Ergebniskomponenten sind nachstehend aufgeführt. Die Vergleichsangaben hinsichtlich des Ergebnisses sowie der Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurden angepasst, um die in der laufenden Geschäftsperiode als aufgegeben klassifizierten Geschäftsbereiche zu berücksichtigen.

Gewinn- und Verlustrechnung (in T€) 1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Umsatz 4.552 4.776
Sonstige betriebliche Erträge 28 109
Laufende Aufwendungen –4.400 –4.576
Ergebnis vor Steuern 180 309
Steuern –69 –85
Ergebnis gesamt 111 224
Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (in T€) 2007 2006
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 96 –505
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit –64 –3
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Nettozahlungsströme gesamt 32 –508
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (in T€) 31. 12. 2007
Sachanlagen 86
Sonstige langfristige Vermögenswerte 52
Kurzfristige Vermögenswerte 610
Gesamt 748
Zur Veräußerung gehaltene Schulden (in T€) 31. 12. 2007
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 559
Gesamt 559

Die 3U rechnet damit, dass der Veräußerungsvorgang im zweiten Quartal 2008 abgeschlossen sein wird.

Abschreibungen, die im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten sind, belaufen sich auf 35 T€.

7.2.2 3U TELECOM GmbH, Österreich

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten, dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzurechnenden Ergebniskomponenten sind nachstehend aufgeführt. Die Vergleichsangaben hinsichtlich des Ergebnisses sowie der Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurden angepasst, um die in der laufenden Geschäftsperiode als aufgegeben klassifizierten Geschäftsbereiche zu berücksichtigen.

Gewinn- und Verlustrechnung (in T€) 1. 1.–31. 12.
2007
1. 1.–31. 12.
2006
Umsatz 2.924 2.810
Sonstige betriebliche Erträge 6 34
Laufende Aufwendungen –2.859 –2.529
Ergebnis vor Steuern 71 315
Steuern –14 –96
Ergebnis gesamt 57 219
Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (in T€) 2007 2006
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 159 32
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit 0 –6
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit 0 0
Nettozahlungsströme gesamt 159 26
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (in T€) 31. 12. 2007
Sachanlagen 6
Sonstige langfristige Vermögenswerte 88
Kurzfristige Vermögenswerte 444
Gesamt 538
Zur Veräußerung gehaltene Schulden (in T€) 31. 12. 2007
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 454
Gesamt 454

Die 3U rechnet damit, dass der Veräußerungsvorgang im zweiten Quartal 2008 abgeschlossen sein wird.

Abschreibungen, die im Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten sind, belaufen sich auf 1 T€.

8 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen.

Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt.

Nach der Bereinigung von zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen und Zinsaufwendungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelzufluss aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 2.467 T€ (Vorjahr: 3.320 T€).

Der Cashflow der Investitionstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt 22.128 T€ (Vorjahr: 867 T€) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt 0 T€ (Vorjahr: 0 T€).

In Summe ergibt sich eine Finanzmittelfondszunahme in Höhe von 22.649 T€ (vor Änderung des Konsolidierungskreises).

Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von 36.549 T€ unterliegen insgesamt 7.300 T€ einer Verfügungsbeschränkung.

9 Sonstige Angaben

9.1 Kapitalmanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2007 und 2006:

31. 12. 2007 31. 12. 2006 Veränderung
Eigenkapital in T€ 42.043 41.365 678
Eigenkapital in % vom Gesamtkapital 42,08 % 38,51 % 3,57 %-Punkte
Fremdkapital in T€ 57.878 66.052 –8.174
Fremdkapital in % vom Gesamtkapital 57,92 % 61,49 % –3,57 %-Punkte
Gesamtkapital (Eigenkapital plus
Fremdkapital) in T€ 99.921 107.417 –7.496

Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Minderheitenanteile. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten.

9.2 Finanzrisiken

Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Währungs-, Zinsänderungsund Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Im 3U Konzern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen.

Fremdwährungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in Euro. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung sind für den Konzern von untergeordneter Bedeutung, sodass kein nennenswertes Fremdwährungsrisiko besteht. Im Berichtsjahr war keine Absicherung der Währungsrisiken durch Derivate erforderlich.

Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2007 entfällt auf nicht fortgeführte Aktivitäten des Segments Festnetztelefonie und lautet wie folgt:

Vermögen: 748 T€
Schulden: 559 T€

Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des USD ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern erstklassiger Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.

Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt.

Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt.

Liquiditäts-/Refinanzierungsrisiko

Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich, und damit unverändert zum Vorjahr darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr.

Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,3 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €). 3U erwartet, dass es seine sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital aufrecht zu erhalten.

Zinsänderungsrisiko

Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht.

9.3 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Michael Schmidt Lahntal
Vorstand Technik der 3U HOLDING AG
Roland Thieme Lahntal
Vorstand Technischer Service der 3U HOLDING AG (bis zum 31. Dezember 2007)
Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Aufsichtsratsmitglied der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover
Oliver Zimmermann Berlin
Vorstand Finanzen der 3U HOLDING AG

Die in 2007 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 791 T€ (Vorjahr: 718 T€). Ehemalige Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 300 T€ (Vorjahr: 265 T€).

Name Fixe
Vergütung
Variable
Vergütung
in T€ in T€
Michael Schmidt 231 53
Roland Thieme (bis zum 31. 12. 2007) 201
Oliver Zimmermann 226 80

In den Geschäftsjahren 2006 und 2007 wurden an die Mitglieder des Vorstands keine Aktienoptionen ausgegeben.

Für die Vorstandsmitglieder Michael Schmidt und Roland Thieme wurde vereinbart, dass im Falle des Ausscheidens das feste Jahresgehalt und die Tantieme pro rata temporis für die Dauer von sechs Monaten nach dem Ausscheiden fortgezahlt werden. Die Vereinbarung gilt für das Ausscheiden des Vorstandsmitglieds aus den aktiven Diensten der Gesellschaft a) durch Tod; b) im Falle dauernder Arbeitsunfähigkeit; c) weil ihm die Gesellschaft weder die Verlängerung des bisherigen Anstellungsvertrages noch den Abschluss einen neuen Anstellungsvertrages zu mindestens gleich günstigen Bedingungen angeboten hat, ohne dass ein vom Vorstandsmitglied verschuldeter wichtiger Grund vorliegt oder d) am Endes des Jahres, in dem das Vorstandsmitglied sein 65. Lebensjahr vollendet hat. Im Falle des Todes erfolgt die Zahlung an die Hinterbliebenen. Im Falle der Kündigung des Vertrages bzw. Abberufung aus wichtigem Grund besteht kein Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge.

Darüber hinaus sind Aufwendungen für Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung in Höhe von 14 T€ (Vorjahr: 168 T€) entstanden.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U HOLDING AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.

Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2006 befristete, nunmehr bis ins Geschäftsjahr 2008 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von 17 T€. Das im Vorjahr an das Vorstandsmitglied Roland Thieme ausgezahlte Darlehen über 371 T€ wurde 2007 zurückgezahlt. Das Darlehen wurde mit 4,5 % p. a. verzinst.

Name Aktien Aktienoptionen
2003
Aktienoptionen
2004/2005
Anzahl Wert in €* Anzahl Wert in €*
Michael Schmidt
(Vorstand)
8.299.995 124.360 111.924 165.000 84.150
Roland Thieme
(Vorstand)
2.508.330 124.360 111.924 165.000 84.150
Oliver Zimmermann
(Vorstand)
59.584
Hubertus Kestler
(Aufsichtsrat bis 6. 8. 2007)
130.000
Gerd Simon
(Aufsichtsrat)
10.000

Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2007 in Stück:

*Wert zum Gewährungszeitpunkt

Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt. Der auf die Geschäftsjahre 2007 und 2006 entfallende Aufwand ist in der nachfolgenden Tabelle ausgewiesen.

Name Funktion Aufwand für Komponenten mit
langfristiger Anreizwirkung in T€
2007 2006
Michael Schmidt Vorstand 7 42
Roland Thieme Vorstand 7 42
Berth Hausmann (bis 30. 9. 2006) Vorstand 0 42
Burkhard von Ehren (bis 31. 12. 2005) Vorstand 0 42
Summe 14 168

Zum 31. Dezember 2007 sind alle ausstehenden Optionen ausübbar.

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:

Hubertus Kestler Frankfurt am Main
Rechtsanwalt und Notar in der Sozietät KMO Kestler Mielert Otto in Frankfurt am Main
Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG bis 6. August 2007
Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover
bis 6. August 2007
Aufsichtsratsmitglied der AXG Investmentbank AG, Frankfurt am Main
seit 25. Juni 2007
Ralf Thoenes Düsseldorf
Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG
bis zum 6. August 2007, danach Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover
bis zum 10. August 2007, danach Aufsichtsratsvorsitzender
Gerd Simon Bad Homburg vor der Höhe
Diplom-Wirtschaftsingenieur
Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG,
ab 7. August 2007 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate:
Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main
Aufsichtsratsmitglied der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover;
seit 10. August 2007 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Peter Coch Frankfurt am Main
Diplom-Betriebswirt
Bestellung zum Aufsichtsrat am 7. August 2007
Name Fixe Vergütung
in T€
Sitzungsgelder
in T€
Hubertus Kestler (bis 6. 8. 2008) 7 13
Ralf Thoenes 9 28
Gerd Simon 6 33
Peter Coch 2 13

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2007 betrugen 111 T€ (davon 111 T€ für die 3U HOLDING AG, Vorjahr: 123 T€)

Bezüge für Dienstleistungen von Aufsichtsratsmitgliedern über die satzungsgemäß festgelegten Aufsichtsratsvergütungen hinaus betragen insgesamt 188 T€ und setzen sich wie folgt zusammen:

Hubertus Kestler (KMO Kestler Mielert Otto): Rechtsberatung 163 T€
Ralf Thoenes (Altenburger): Rechtsberatung 25 T€

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Lagebericht dargestellt.

9.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. April 2008 sind die unter 6.14 aufgeführten Eventualverbindlichkeiten und -forderungen in Zusammenhang mit den Regulierungsverfügungen der BNetzA entfallen. Wir verweisen auf die Ausführungen unter 6.14.

9.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Geschäftsjahr 2007: Gesetzliche Jahresabschlussprüfung 170 T€ Sonstige Leistungen 2 T€

Gesamt 172 T€

9.6 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

9.7 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Michael Schmidt, Flachspfuhl 11, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 19,19 % und damit mehr als 15 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen.

Herr Roland Thieme, Alte Hute 2–4, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 7,68 % und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen.

Weitere Angaben

Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

  • 3U TELECOM GmbH, Marburg
  • OneTel Telecommunication GmbH, Marburg
  • Discount Telecom S&V GmbH, Marburg
  • 010017 Telecom GmbH, Marburg
  • fon4U Telecom GmbH, Marburg
  • LineCall Telecom GmbH, Marburg

Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung

Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 22. April 2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Marburg, den 25. April 2008

Der Vorstand

Michael Schmidt Oliver Zimmermann

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

127

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Marburg, den 25. April 2008

Der Vorstand

Michael Schmidt Oliver Zimmermann

128 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der 3U HOLDING AG (bis 31. Oktober 2007: 3U TELECOM AG) aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern abschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 25. April 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wagenseil Riedmann

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

  • 130 Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien
  • 132 Finanzkalender
  • 133 Kontakt
  • 134 Glossar
  • 136 Impressum
  • 136 Disclaimer
  • 137 3U Konzern

130 Mitgliedschaften in anderen Kontrollgremien

Mandate des Vorstands

Roland Thieme Konzernintern:

Aufsichtsratsmitglied der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover

Mandate des Aufsichtsrats

Hubertus Kestler

Konzernintern:

Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover (bis 6. August 2007) Extern:

Aufsichtsratsmitglied der AXG Investmentbank AG, Frankfurt am Main (seit 25. Juni 2007)

Gerd Simon

Konzernintern:

Aufsichtsratsmitglied der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 10. August 2007)

Extern:

Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main

Ralf Thoenes

Konzernintern:

Aufsichtsratsmitglied der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bis 10. August 2007, Aufsichtsratsvorsitzender seit 10. August 2007)

132 Finanzkalender

  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 1/2008 27. Mai 2008
  • • Hauptversammlung 2008 6. August 2008
  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 2/2008 26. August 2008
  • • Veröffentlichung Quartalsbericht 3/2008 25. November 2008
  • • Analystenkonferenz Dezember 2008

Kontakt 133

Hausanschrift 3U HOLDING AG Neue Kasseler Straße 62F 35039 Marburg

Postanschrift 3U HOLDING AG Postfach 22 60 35010 Marburg

Investor Relations Tel.: +49 6421 999-1200 Fax: +49 6421 999-1998 [email protected]

Tel.: +49 6421 999-1020 Fax: +49 6421 999-1111

[email protected] www.3u.net

134 Glossar

Break Even Gewinnschwelle.

Cashflow

Kennzahl zur Beurteilung der Finanzund Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung).

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z. B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bank verbindlichkeiten und Zinsverbindlich keiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/ -herabsetzungen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

EBIT

Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes).

EBITDA

Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).

EBT

Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes).

Eigenkapitalquote

Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad).

Eigenkapitalrendite (Return on Equity — ROE) Verhältnis aus Jahresüberschuss und eingesetztem Eigenkapital.

Entsprechenserklärung

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Ergebnis je Aktie

Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stamm aktien dividiert.

Free Float Aktien im Streubesitz.

Holding

Der Begriff Holding (Kurzform für Holding gesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen.

IFRS

International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze)

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditäts orientierte Teil des Rechnungswesens.

Es handelt sich hierbei um die wert mäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt.

Konsolidierung

Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z. B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzern bilanz.

Konsolidierungskreis

Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Latente Steuern

Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuen für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist.

Marktkapitalisierung Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens. Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/sinkenden Aktienkursen führen.

Return on Invest (RoI) Steuerungskennzahl bei Investitions entscheidungen. Er berücksichtigt neben dem Anschaffungswert die mit dem Objekt künftig zu erzielende Rendite.

Risikomanagement Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.

Umsatzrendite Finanzkennzahl. Sie gibt das Verhältnis von Jahresüberschuss zu Umsatzerlösen an.

136 Impressum Disclaimer

Herausgeber 3U HOLDING AG Neue Kasseler Straße 62F 35039 Marburg

Fotos Shutterstock (Titel) fr financial relations (Seite 3)

Schrift Interstate von Tobias Frere-Jones (Hersteller: The Font Bureau)

Papier Galaxi Keramik (Hersteller: M-real Zanders)

Druck Schott CAD Layout GmbH, Lahntal

© 2008 3U HOLDING AG, Marburg Printed in Germany

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe "davon ausgehen", "annehmen", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können", "planen", "projizieren", "sollte" und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen.

Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z. B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließ lich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge, Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind.

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