Annual Report • May 8, 2024
Annual Report
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Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023


Bericht des Aufsichtsrats
Konzernabschluss: Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen der Entwicklungen des Angriffskrieges auf die Ukraine, des Nahostkonflikts und der Herausforderungen aus den Rahmenbedingungen der Finanzdienstleistungsbranche.
Der Aufsichtsrat hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung der capsensixx AG sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir standen und stehen im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand der Gesellschaft. Wir haben uns vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen sowie durch zusätzliche schriftliche und mündliche Berichte über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie über die aktuelle Geschäftspolitik, das Risikomanage- mentsystem und die Risikosituation unterrichten lassen. Dies geschah regelmäßig, zeitnah und umfassend. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und rechtzeitig eingebunden.
Im Berichtszeitraum fanden in regelmäßigen Abständen insgesamt elf Sitzungen des Aufsichtsrats in Präsenz oder als Video- oder Telefonkonferenz statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. An allen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats vollständig teilgenommen.
Hierbei hat der Aufsichtsrat die Geschäftslage der Gesellschaft, die strategische Ausrichtung sowie die Entwicklungschancen und Geschäftsrisiken eingehend mit dem Vorstand beraten. Den Maßnahmen, die nach Satzung und/oder Gesetz der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Personen besteht, wurden keine Ausschüsse gebildet. Im Lauf des Geschäftsjahres 2023 hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit den folgenden Sachverhalten befasst:
Die Organisationsstruktur des Unternehmens war Inhalt mehrerer Sitzungen. Vorstand und Aufsichtsrat haben darüber beraten, wie sich die Einnahmen steigern lassen und die Effizienz erhöht werden kann. Der Aufsichtsrat billigte einstimmig die Berichte des Vorstandes zu den angefallenen Geschäftsvorfällen. In der AR-Sitzung im Dezember 2023 hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, Constantin Stürner mit Wirkung zum 15.02.2024 in den Vorstand der capsensixx AG bis Februar 2027 zu bestellen.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Juni 2023 in Frankfurt wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022 entlastet und die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Die Hauptversammlung hat der Satzungsänderung zur Ermöglichung einer virtuellen Hauptversammlung und einer Anpassung der Satzung, damit die Abhaltung der ordentlichen Hauptversammlung innerhalb der ersten acht Monate des Geschäftsjahres erfolgen kann, zugestimmt. Für alle Beschlüsse lag die Zustimmung jeweils bei mehr als 99% der abgegebenen gültigen Stimmen.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Oktober 2023 in Frankfurt wurde ein Beschluss zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien gefasst. Die Hauptversammlung hat dem Beschluss mit mehr als 99% der abgegebenen Stimmen zugestimmt.
Der gemäß den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der capsensixx AG und der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurden von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat bei seiner Bilanzsitzung vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung einschließlich seiner Unabhängigkeit. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Vorstand, Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Den Kunden und Aktionären der capsensixx AG dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen.
Frankfurt, 08. Mai 2024
Rudolf Locker
capsensixx AG,
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

4. Erklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG
Im Geschäftsjahr 2023 erstellt der capsensixx AG Konzern (kurz "cpx Konzern") einen zusammengefassten Lagebericht für die Gruppe und für die Konzernmutter, capsensixx AG (kurz "cpx"). Die cpx bündelt als Muttergesellschaft wesentliche unternehmerische Aufgaben des Konzerns, sodass die Chancen und Risiken der cpx und der Gruppe weitestgehend identisch sind.
Die capsensixx AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard (ISIN DE000A2G9M17) notiert.
Die Gesellschaft gilt daher nach § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft wendet die Vorschriften für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften i.S.d. § 264d HGB an.
Die cpx hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eine Holdinggesellschaft mit unmittelbaren beziehungsweise mittelbaren Beteiligungen im In- und Ausland. Sie hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 Anteile an Unternehmen, die Finanzdienstleistungen (Axxion S.A. / Oaklet GmbH) erbringen, gehalten.
Der cpx Konzern konzentriert sich auf verschiedene Produkte und Dienstleistungen innerhalb der Finanzindustrie und bietet "Financial Administration as a Service" an.
Der cpx Konzern teilt sich zum 31. Dezember 2023 in zwei Segmente mit folgenden Tätigkeitsschwerpunkten auf:
Diese Segmentierung richtet sich nach den operativen Geschäftsfeldern. Die cpx ist die Konzernmuttergesellschaft und gehört als Holdinggesellschaft keinem Segment an.
Weitere Einzelheiten erläutern wir im Wirtschaftsbericht, sowie im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht.
Der zusammengefasste Lagebericht und der Abschluss der cpx und des cpx Konzerns werden nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt.
Die cpx erzielt als Holdinggesellschaft hauptsächlich Erträge im Zusammenhang mit dem Halten von Anteilen an verbundenen Unternehmen, sodass die Beteiligungserträge eine wesentliche Steuerungsgröße für die cpx darstellt.
Der cpx Konzern veröffentlicht zusätzlich zu den durch die geltenden Rechnungslegungsstandards geforderten Angaben und Kennzahlen alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures = APM), die diesen Regulierungen nicht unterliegen und für die es keinen allgemein akzeptierten Berichtsstandard gibt. Der cpx Konzern ermittelt die APM mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Leistungskennzahlen im Zeitablauf bzw. im Branchenvergleich zu ermöglichen. Dies erfolgt durch bestimmte Anpassungen der nach den geltenden Rechnungslegungsstandards aufgestellten Bilanz- oder Gewinn- und Verlustrechnungsposten. Die Anpassungen können dabei aus unterschiedlichen Berechnungs- und Bewertungsmethoden, uneinheitlichen Geschäftsaktivitäten sowie Sondereffekten resultieren, die sich auf die Aussagekraft dieser Posten auswirken. Die so ermittelten alternativen Leistungskennzahlen gelten für alle Perioden und werden sowohl intern zur Steuerung des Geschäfts als auch extern zur Beurteilung der Leistung des Unternehmens durch Analysten, Investoren und Ratingagenturen eingesetzt.
Der cpx Konzern ermittelt folgende APM:
Das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) steht für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen. Diese Erfolgskennzahl neutralisiert neben dem Finanzergebnis auch verzerrende Effekte auf die operative Geschäftstätigkeit, die aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und Bewertungsspielräumen resultieren. Das EBITDA wird auf Basis des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit (vor Ertragsteuern) zuzüglich der in der Periode erfolgswirksam erfassten Abschreibungen und Wertminderungen bzw. abzüglich der Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren, sowie der Hinzurechnung der Zinsaufwendungen und des Abzugs der Zinserträge ermittelt.
Überleitungsrechnung EBITDA
Ergebnis normale Geschäftstätigkeit (vor Ertragsteuern)
Die Assets under Administration (AuA) basieren auf stichtagsbezogenen Daten zum administrierten Gesamtvolumen des Geschäftsbereiches Funds Management, Administration & Accounting. Auf Basis der Entwicklung des Gesamtvolumens lassen sich Prognosen für die laufenden Einnahmen und die Entwicklung des Geschäftsbereiches ableiten. In diese Entwicklung fließen sowohl marktbedingte Veränderungen (Kursgewinne und -verluste) als auch Mittelzu- oder -abflüsse ein.
Nicht-finanzielle Leistungskennziffern spielten im Geschäftsjahr 2023 keine Rolle.
Die Weltwirtschaft hat auch im Jahr 2023 weiter an Schwung verloren. Nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 wurde eine deutliche Verlangsamung der Weltkonjunktur über den Sommer beobachtet. Diese resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen, welche vor allem die Wohnungsbauinvestitionen hemmen. Als weiterer dämpfender Faktor wird die verhaltene Entwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, ausgemacht. Sind kurzfristig geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Corona-Pandemie die wesentlichen Faktoren, so dürften auf mittlere Sicht die schwache Produktivitätsentwicklung, geringes Tempo bei Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung wachstumshemmend wirken. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beitragen.
Lieferkettenschwierigkeiten sind weitgehend durch neue Probleme abgelöst. Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen. Darüber hinaus haben die nach der Pandemie eingetretene Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die erhöhte Unsicherheit über die künftige geoökonomische Lage zu einer Investitionszurückhaltung geführt.
Diese Entwicklungen hatten zur Folge, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3 % gesunken ist.
Die Rahmenbedingungen in der Finanzdienstleistungsbranche sind im Vergleich zum Vorjahr nochmals schwieriger geworden. Insbesondere der anhaltende Ausbau der Regulierungsmaßnahmen erfordert zunehmend Kapazitäten und bedeutet damit einen deutlich höheren Aufwand. Zusätzlich sorgen disruptive Technologien für anhaltenden Margen- und Wettbewerbsdruck in der Branche.
Für die cpx gingen wir im Vorjahr vor dem Hintergrund einer erwarteten leichten konjunkturellen Erholung und der Geschäftsentwicklung unter Einfluss des Krieges in der Ukraine davon aus, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Dies konnte bei höheren sonstigen betrieblichen Erträgen und höheren Erträgen aus Beteiligungen erreicht werden. Der Jahresüberschuss ist um TEUR 2.502 auf T€ 3.993 (Vorjahr: TEUR 1.491) gestiegen.
Insgesamt ist die Lage der cpx aufgrund des positiven Ergebnisses als gut zu bezeichnen.
Für den cpx Konzern waren wir im Vorjahr vor dem Hintergrund der weltweiten unsicheren Wirtschaftslage und der Geschäftsentwicklung unter Einfluss des Krieges in der Ukraine davon ausgegangen, dass für die APM (EBITDA, AuA) von einem leichten Anstieg zwischen 2 - 5 % auszugehen ist. Die AuA haben sich im Geschäftsjahr 2023 um 8,8% erhöht und damit den erwarteten Anstieg der AuA um 2 - 5 % übertroffen. Das EBITDA ist im Geschäftsjahr 2023 um 16,0 % von TEUR 10.286 auf TEUR 8.638 gesunken und hat somit den erwarteten Anstieg um 2 - 5 % verfehlt.
Insgesamt ist die Lage des cpx Konzerns trotz des Rückgangs des EBITDA, jedoch aufgrund der positiven Entwicklung der AuA als gut zu bezeichnen.
Die nachfolgenden Erläuterungen sind im Zusammenhang mit dem Abschluss der cpx zu sehen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung des cpx Konzerns gibt einen vollständigen Überblick für 2023.
Die Assets under Administration haben sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 11,3 Mrd. (per 31. Dezember 2022) auf EUR 12,3 Mrd. (per 31. Dezember 2023) erhöht, was einen Anstieg um 8,8 % bedeutet. Das EBITDA wird mit TEUR 8.638 (Vorjahr: TEUR 10.286) ausgewiesen.
Die Provisionserlöse sind mit TEUR 126.952 im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 119.751)
gestiegen. Die Provisionsaufwendungen zeigten ebenfalls einen Anstieg um TEUR 5.925 auf TEUR 97.349 (Vorjahr: TEUR 91.424). Damit konnte der Nettoumsatz um 4,5 % auf TEUR 29.603 (Vorjahr: TEUR 28.327) gesteigert werden. Der Personalaufwand wird im Jahr 2023 mit TEUR 13.777 (Vorjahr: TEUR 11.821) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf TEUR 1.707 (Vorjahr: TEUR 788). Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf TEUR 9.090 (Vorjahr: TEUR 7.006). Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.693, wohingegen diese im Vorjahr mit TEUR 1.524 ausgewiesen wurden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern 2023 wird mit TEUR 7.789 (Vorjahr: TEUR 8.627) ausgewiesen. Das auf Anteilseigner entfallende Ergebnis wird mit TEUR 2.946 (Vorjahr: TEUR 2.845) ausgewiesen.
Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten basiert auf dem "Management Approach". Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium ("Chief Operating Decision Maker"). Im Konzern ist der Vorstand der cpx verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt als oberstes Führungsgremium im Sinne des IFRS 8.
Diese Aufteilung richtet sich nach den operativen Geschäftsfeldern.
Das Segment Fondsverwaltung beinhaltet die Axxion S.A. (einschließlich ihrer luxemburgischen Tochtergesellschaften navAXX S.A. sowie IT4Funds S.A. und ihrer deutschen Tochtergesellschaft Axxion Deutschland Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen). Das Segment erzielte im Jahr 2023 Netto-Provisionserlöse in Höhe von TEUR 26.524 (Vorjahr: TEUR 23.488). Durch die Umsetzung der gestiegenen aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sind die Personalkosten (2023: TEUR 10.671; 2022 TEUR 9.046) im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Das Segmentergebnis wird für das Jahr 2023 mit TEUR 6.075 (Vorjahr: TEUR 7.153) ausgewiesen. Das EBITDA im Segment ist von TEUR 6.569 auf TEUR 5.045 gesunken.
Die Assets under Administration haben sich im Geschäftsjahr 2023 von EUR 11,3 Mrd. (per 31. Dezember 2022) auf EUR 12,3 Mrd. (per 31. Dezember 2023) erhöht, was einen Anstieg um 8,8% bedeutet.
Zum Segment Verbriefung gehört die Oaklet GmbH zusammen mit ihrer luxemburgischen Tochtergesellschaft Oaklet S.A. Das Segment erzielte im Jahr 2023 Netto-Provisionserlöse in Höhe von TEUR 5.674 (Vorjahr: TEUR 5.696). Die Personalkosten (2023: TEUR 3.106; Vorjahr: TEUR 2.775) sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Segmentergebnis wird für das Jahr 2023 mit TEUR 1.793 (Vorjahr: TEUR 2.028) ausgewiesen. Das EBITDA im Segment hat sich somit von TEUR 2.083 auf TEUR 1.445 verringert.
Alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Absicherungen von Fremdwährungen auf Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden nicht eingesetzt.
Das Eigenkapital hat sich von TEUR 24.735 auf TEUR 24.325 verringert. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,6 % (Vorjahr: 55,9 %).
Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 48.063 (Vorjahr: TEUR 44.228) erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte werden mit TEUR 9.380 (Vorjahr: TEUR 7.534) ausgewiesen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich auf TEUR 38.683 (Vorjahr: TEUR 36.693) erhöht. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 15.436 (Vorjahr: TEUR 10.695).
Auf der Passivseite werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 13.055 (Vorjahr: TEUR 9.762) ausgewiesen.
Der cpx Konzern weist zum 31. Dezember 2023 Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.743 (Vorjahr: TEUR 18.459) und Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 5.870 (Vorjahr: TEUR 5.238) aus. Er hat damit ausreichende Liquiditätspuffer und war jederzeit in der Lage seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die cpx erzielt als Holdinggesellschaft hauptsächlich Erträge im Zusammenhang mit dem Halten von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betrugen im aktuellen Geschäftsjahr TEUR 4.186 (Vorjahr TEUR 2.000). Der Jahresüberschuss ist um TEUR 722 auf TEUR 2.213 (Vorjahr: TEUR 1.491) gestiegen.
Der Personalaufwand betrug TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0), da die cpx auch im Jahr 2023 keine Mitarbeiter beschäftigte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 523) ausgewiesen. Laufende Erträge aus Beteiligungen setzen sich aus den Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2022 der UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 0), der Axxion S.A. in Höhe von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 2.000) sowie der Oaklet GmbH in Höhe von TEUR 1.686 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen.
Aus Sicht des Managements ist die Entwicklung der Ertragslage der cpx als positiv zu bewerten.
Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in Euro. Absicherungen von Nettopositionen in Fremdwährung für Fremdwährungsverbindlichkeiten werden nicht eingesetzt, da zum 31.12.2023 keine Positionen in Fremdwährung bestanden.
Das Grundkapital ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 3.430.000 auf EUR 3.090.000 gesunken. Grund hierfür war die Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 3.430.000 um EUR 340.000 auf EUR 3.090.000 durch Einziehung von 340.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 je Aktie, die die Gesellschaft erworben hat. Die Einziehung wurde im September 2023 durchgeführt. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 im Rahmen eines Rückkaufangebots 100.000 Stück capsensixx AG Aktien für EUR 15,40 je Aktie erworben. Die Aktien wurden der capsensixx AG im Dezember 2023 gutgeschrieben. Damit ist im Jahr 2023 der Anteil der Aktien am Grundkapital von EUR 340.000,00 auf EUR 100.000,00 gesunken und entspricht 3,24%.
Das Eigenkapital hat sich mit TEUR 9.410 gegenüber TEUR 6.957 im Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 97,4 % (Vorjahr: 96,9 %).
Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 9.661 (Vorjahr: TEUR 7.179) erhöht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen um TEUR 1.016 auf TEUR 4.016 (Vorjahr: TEUR 3.000). Außerdem sind in den Finanzanlagen Beteiligungen in Höhe von TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 1.730) zurückgegangen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang einer Kaufpreisforderung im Rahmen der Veräußerung der coraixx in Höhe von TEUR 1.730, die im Jahr 2023 fällig wurde. Das Bankguthaben hat sich im Berichtsjahr auf TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 1.810) vermindert. Der Bestand an Wertpapieren in Höhe von TEUR 2.662 hat sich gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 637) erhöht.
Die cpx hat ausreichende Liquiditätspuffer und war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Auf der Passivseite werden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 179) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 42) ausgewiesen.
Aus Sicht des Managements ist die Entwicklung der Eigenkapitalquote sowie die allgemeine Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage der cpx als positiv zu bewerten.
Die Hauptversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2022.
Der Hauptversammlung wurde der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022 zu Erörterung vorgelegt.
Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt.
Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2023 endete die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Gregor Langer und Rudolf Locker. Diese wurden erneut zu Aufsichtsratsmitgliedern gewählt. Die Amtszeit endet damit mit der Beendigung der Hauptversammlung im Geschäftsjahr 2028.
Aus unseren Finanzinstrumenten sind wir (begrenzt) den folgenden Hauptrisiken ausgesetzt: Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktrisiko (einschließlich Währungsrisiko und Zinsänderungsrisiko). Daher haben wir Richtlinien und Verfahren zur Messung, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung von Risiken implementiert, die regelmäßig vom Vorstand überprüft werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Überwachung unseres Risikomanagements. Dieses unterscheidet vier Risikokategorien: strategisch, operativ, Reporting / Finanzen und Compliance. Die periodische Berichterstattung in Bezug auf die vier Risikokategorien erfolgt zu folgenden Punkten:
Wir haben ein Drei-Stufen-Modell eingeführt, um unser Risiko zu steuern:
Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen.
Daher ist vom Vorstand sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder eines fehlerhaften Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das interne Kontrollsystem und das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass durch das implementierte interne Kontrollsystem Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausgeschlossen werden können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit geboten wird.
Wir haben umfassende Maßnahmen getroffen, die sicherstellen, dass die Rechnungslegung des cpx Konzerns den einschlägigen Gesetzen und Normen entspricht. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen in Bezug auf die IFRS-Bilanzierung und deren Auswirkungen auf unsere Finanzabschlüsse. Unser internes Kontrollsystem sieht sowohl präventive als auch nachträglich aufdeckende Kontrollen vor. Hierzu gehören IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Einrichtung von Funktionstrennungen (Vier-Augen-Prinzip), Zugriffsregelungen in unseren Softwaresystemen sowie weitere Überwachungstätigkeiten im Tagesgeschäft.
Die Abteilung Group Accounting verantwortet die Aktualität, Einheitlichkeit sowie Anwendung der einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Diese Richtlinien sowie der Abschlussterminkalender bilden die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Nach diesem erstellen wir die Abschlüsse für alle cpx Konzernunternehmen, teilweise mit Unterstützung externer Dienstleister.
Darüber hinaus nehmen wir zur bilanziellen Beurteilung komplexer Einzelsachverhalte, wie zum Beispiel der Durchführung von Kaufpreisallokationen bei Unternehmenserwerben, die Unterstützung externer Dienstleister in Anspruch.
Neben den dargestellten Risiken in Verbindung mit den Geschäftsaktivitäten unserer Tochtergesellschaften unterliegt cpx den nachfolgend dargestellten Risikoklassen.
Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Kontrahent seinen Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder einem Kundenvertrag nicht nachkommt, was zu einem finanziellen Verlust führt. Kreditrisiken bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die von uns gehaltenen liquiden Mittel werden im Wesentlichen bei Banken gehalten, die von Standard & Poor's Rating Services oder Fitch Ratings Ltd. mit "BBB" oder höher eingestuft werden. Kurzfristige Vermögenswerte bestanden zum Stichtag des 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 38.683 (Vorjahr: TEUR 36.693). Diese setzten sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 15.436), Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.743, Wertpapieren (TEUR 5.870), Steuererstattungsansprüchen (TEUR 730) und sonstigen Forderungen (TEUR 2.903).
Den Kreditrisiken werden aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden sowohl für Kreditrisken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für Kreditrisken aus Guthaben bei Kreditinstituten als gering eingestuft.
Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko einer Geldknappheit und das Risiko, dass wir Schwierigkeiten haben, unseren Verpflichtungen im Zusammenhang mit unseren finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen. Wir überwachen unser Risiko einer Mittelknappheit anhand einer wiederkehrenden Liquiditätsplanung. Außerdem wird jeweils im Dezember eine Cash-Flow-Prognose für die nächsten zwölf Monate erstellt. Das Bankguthaben per Stichtag des 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 13.743 (Vorjahr: TEUR 18.459). Unsere Tochtergesellschaften erstellen eigene Cashflow-Prognosen und werden vom Vorstand konsolidiert. Es bestehen aktuell konzerninterne Kreditlinien, die sich die capsensixx AG und die PEH Wertpapier AG wechselseitig gewähren. Kreditlinien durch Kreditinstitute bestehen zum Stichtag nicht. Der Vorstand überwacht die rollierenden Prognosen unserer Liquiditätsanforderungen sowie unsere tatsächliche Liquiditätsposition, um sicherzustellen, dass wir über ausreichende liquide Mittel verfügen, um den operativen Bedarf zu decken. Wir halten die Beträge, die für das Working-Capital-Management erforderlich sind, und der Vorstand bestimmt die bestmögliche Verwendung von überschüssigen liquiden Mitteln (Rückzahlung von Krediten, Einlagen usw.).
Dem Liquiditätsrisiko wird aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden als gering eingestuft.
Das Marktrisiko resultiert aus der Unsicherheit über Veränderungen von Marktpreisen und Marktkursen und den zwischen ihnen bestehenden Korrelationen und Volatilitäten. Das Marktpreisrisiko im engeren Sinne ist die Gefahr eines Verlusts, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Das Marktliquiditätsrisiko ist die Gefahr eines Verlusts, der aufgrund nachteiliger Veränderungen der Marktliquidität – zum Beispiel durch Marktstörungen – eintreten kann. Marktpreisrisiken entstehen bei cpx in geringem Umfang durch die Aktivitäten im Liquiditätsmanagement. Im Bestand befindliche Wertpapiere können durch Marktpreisschwankungen einem Kursrisiko ausgesetzt sein. Über eine ständige Überwachung und Bewertung des Portfolios werden mögliche Ergebnisauswirkungen starker Kursschwankungen frühzeitig adressiert. So stellen wir zeitnahe Reaktionen auf Marktveränderungen sicher. Der Ausweis der Eigenkapitalanforderungen für Marktrisiken ist für die cpx nicht relevant. Es bestehen im Wesentlichen keine Fremdwährungs- und Warenpositionsrisiken. Die Barwertveränderungen aller Positionen im Verhältnis zu den Eigenmitteln werden kontinuierlich abgebildet. Die Simulation erfolgt automatisiert über alle Positionen. Die dabei ermittelten Wertveränderungen blieben im Berichtszeitraum stets unter der Schwelle von 5 % der Eigenmittel. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken.
Dem Marktrisiko wird aus unserer Sicht angemessene Rechnung getragen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial werden als gering eingestuft.
Auch die Geschäftsentwicklung der cpx wird durch Risiken beeinflusst. Dies ist vorstehend dargestellt. Durch unsere Systeme und ein umfangreiches Reporting stellen wir die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung unserer Risiken der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Die gelieferten Informationen stellen die Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen zeitnah sicher.
Sowohl die cpx als auch der gesamte cpx Konzern haben sich im Jahr 2023 im Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt.
Bestandsgefährdende Risiken waren und sind unter Berücksichtigung unserer prognostizierten Geschäftsentwicklung nicht gegeben.
Auch bei möglichen Störungen ist ein geregelter Geschäftsbetrieb gesichert. Über unsere Risikoüberwachungs- und -steuerungssysteme und die konsequente Ausrichtung unseres Geschäftsmodells an der Risikotragfähigkeit können wir gewährleisten, dass die im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken mit entsprechendem Risikokapital unterlegt sind. Die Wirksamkeit unseres Risikomanagements und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch externe Prüfer und durch die Interne Revision turnusmäßig überprüft. Das Risikomanagement- und Controllingsystem wird insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität unseres Geschäfts stets weiterentwickelt.
Die dargestellten Risiken und solche, die uns noch nicht bekannt sind oder bis zum jetzigen Zeitpunkt als unwesentlich eingeschätzt wurden, könnten einen negativen Einfluss auf unsere im Ausblick abgegebenen Prognosen haben.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, als auch der jüngste Nahost-Konflikt und deren wirtschaftliche Auswirkungen stellen weiterhin den größten Unsicherheitsfaktor für die Prognose dar. Es wird angenommen, dass es infolge dieser Entwicklungen nicht zu verschärften wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften im Euro-Raum im Prognosehorizont kommen wird. Jedoch ist davon auszugehen, dass es unabhängig vom weiteren Verlauf des Krieges auf absehbare Zeit keine Normalisierung der Handelsbeziehungen zu Russland geben und das Sanktionsregime der Europäischen Union bestehen bleiben werden.
Die Inflation sinkt nur langsam von dem sehr hohen Niveau, jedoch wird mittelfristig ein weiterer Rückgang erwartet. In den USA wird die Erreichbarkeit der 2 %-Inflationsmarke für Mitte 2024, für Europa gegen Ende 2024 erwartet. Auch der Internationalen Währungsfonds (IWF) oder der OECD prognostizieren, dass sich die Weltwirtschaft verlangsamt, wobei die Inflation gegenüber dem Mehrjahreshoch des letzten Jahres zurückgeht. Der IWF sieht die Inflationsraten von 6,9 % in 2023 auf 5,8 % in 2024 sinken, wobei die meisten Länder nicht vor 2025 in die Nähe der Zielmarken ihrer Zentralbanken kämen. Auch die OECD erwartet im Jahresmittel 2024 weder in den USA noch in der Eurozone eine Inflationsrate von kleiner gleich 2 %.
Hinsichtlich des Wachstums des Welthandels erwartet der IWF einen Anstieg auf 3,5 % für 2024. Damit läge des Handelswachstum deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 2000–2019 von 4,9 %. Außerdem soll vor allem aufgrund der nachlassenden Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen das globale Wachstum laut der Prognose des IWF in 2024 auf 2,9 % sinken.
Bei der Verbraucherpreisinflation ist mit einem Rückgang auf 3,0 % im Jahr 2024 zu rechnen. Vor dem Hintergrund eines anziehenden Lohnwachstums dürften die Realeinkommen dann wieder deutlich steigen. Die leichte konjunkturelle Verbesserung des außenwirtschaftlichen Umfelds dürfte die Warenexporte stützen. Die weiterhin erhöhte Inflation, verschlechterte Finanzierungsbedingungen sowie Fachkräfteengpässe verhindern allerdings einen starken Aufschwung. Vor diesem Hintergrund ist im Jahr 2024 mit einem Wachstum des BIP von 0,2 % zu rechnen.
Die Unsicherheit der privaten und institutionellen Anleger in Bezug auf die Neuregelungen durch die neuen gesetzlichen Regelungen, die allgemeine Marktentwicklung und über den weiteren Verlauf des Angriffskrieges auf die Ukraine als auch der jüngste Nahost-Konflikt könnten zu unterschiedlichen Reaktionen führen. Im festverzinslichen Bereich rechnen wir auf absehbare Zeit weiterhin mit relativ niedrigen Renditen. Das birgt die große Gefahr einer "schleichenden Enteignung", weshalb wir die Anlageklasse "Aktien" auch für das vor uns liegende Anlegerjahr 2024 favorisieren. Sie dienen, trotz temporärer Kursschwankungen, durch den unternehmerischen Beteiligungsansatz der langfristigen Vermögenssicherung / Vermögenssteigerung. Hierin liegen auch Chancen für die weitere Entwicklung der cpx, soweit sie von Provisionserlösen durch eine weitere konjunkturelle Erholung durchsteigende Aktienkurse profitieren kann.
Voraussetzung dafür ist, dass sich der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine mit Russland als auch der jüngste Nahost-Konflikt nicht weiter ausweitet und die daraus bereits jetzt resultierenden negativen Auswirkungen auf die betroffenen Menschen möglichst schnell beendet werden. Die weiteren Auswirkungen auf die Finanz- und Kapitalmärkte sind jedoch noch ungewiss.
Daneben verweisen wir auch auf den Nachtragsbericht im Anhang zum Konzernabschluss.
Der Ausblick der cpx wird weiterhin von Trends und Einflussfaktoren geprägt sein, die wir hier beschrieben und dargestellt haben. Davon wird auch das Ergebnispotenzial für 2024 bestimmt werden.
Unsere wirtschaftliche Entwicklung 2024 hängt in hohem Maße davon ab, wie sich die internationalen Kapitalmärkte entwickeln werden. Sollte es erneut zu stärkeren Turbulenzen an den Finanz- und Kapitalmärkten kommen, würden sich jedoch entsprechend negative Auswirkungen auf die Finanzdienstleistungsbranche und auch auf unser Unternehmen nicht ausschließen lassen. Der Krieg in der Ukraine, der Nahostkonflikt sowie die noch relativ hohe Inflation führen derzeit auch weiterhin dazu, dass die Volkswirtschaften erneute massive Einschränkungen verkraften müssen. Vor diesem Hintergrund ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichtes noch nicht absehbar, welche Folgen sich daraus für die Entwicklung der Volkswirtschaften und der internationalen Finanzmärkte im Jahresverlauf 2024 ergeben werden. Hierdurch könnten Änderungen im Anlageverhalten der Investoren entstehen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2024 in weiterer Folge belasten würden. Die konkrete Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2024 ist zurzeit noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar.
Cpx konnte sich in diesen besonderen Zeiten gut an die Lage anpassen und geht trotz der Unsicherheiten jedoch aufgrund einer erwarteten leichten konjunkturellen Erholung und der bisherigen Geschäftsentwicklung unter Einfluss der verschiedenen Faktoren wiederum davon aus, ein positives Ergebnis zu erwirtschaften.
Für den cpx Konzern planen wir aus den gleichen Gründen mit einem leichten Anstieg der APM (EBITDA, AuA) zwischen je 2 – 5 %. Wir werden auch künftig die Entwicklung von Chancen und Risiken des Konzerns und der Gesellschaft fortlaufend kritisch prüfen.
Voraussetzung für die voraussichtliche Entwicklung ist, dass sich der Ukrainekrieg und der Nahostkonflikt nicht weiter ausweiten und die daraus bereits jetzt resultierenden negativen Auswirkungen auf die Menschen möglichst schnell beendet werden. Die Gesellschaft selbst ist bis auf die Auswirkungen auf die AuA nicht unmittelbar von den Implikationen des Krieges betroffen.
Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Erneute Verwerfungen an den Finanzmärkten, politische Entwicklungen und andere äußere Ereignisse sind nicht vorhersehbar – auf die damit zusammenhängende Prognoseunsicherheit ist hinzuweisen.
Das Segment "Fondsverwaltung" will wie auch im Vorjahr organisch wachsen, indem neue Kunden und Nettozuflüsse generiert werden. Aufgrund ihrer Fähigkeit, in Deutschland domizilierte Fonds zu verwalten, und der (absoluten) Wachstumsrate deutscher Fonds im Vergleich zu Luxemburger Fonds, bleibt Deutschland eine wichtige Wachstumsregion für das Segment. Da sich die Fondsindustrie in Luxemburg in der Konsolidierung befindet, bietet das Segment seine BackOffice-Dienstleistungen extern für Fondsverwaltungsgesellschaften und -verwalter an. Vor dem Hintergrund der weltweiten unsicheren Wirtschaftslage, infolge des Russland-Ukraine-Krieges und des Nahostkonflikts erwarten wir dennoch einen leichten Anstieg des EBITDA und der AuA zwischen je 2 – 5 % aus dem Segment im Geschäftsjahr 2024.
Im Segment "Verbriefung" wurden im Vorjahr neue Projekte gestartet, um das Angebot zu verbessern und neue Kunden anzusprechen. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir, vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, infolge des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonfliktsund der damit einhergehenden Entwicklung an den Kapitalmärkten, einen leichten Anstieg des EBITDA zwischen je 2 – 5 %.
Die capsensixx AG war im Geschäftsjahr 2023 ein von der PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der capsensixx AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der cpx, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch nicht benachteiligt wurde. Im Jahr 2023 wurden darüber hinaus keine Maßnahmen getroffen bzw. unterlassen.
Zur Vornahme von Satzungsänderungen bedarf es eines Hauptversammlungsbeschlusses. Sofern das Gesetz nicht zwingend etwas anderes vorschreibt, ist die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen gemäß § 17 Abs. 2 Satz 1 der Satzung der Gesellschaft ausreichend. Darüber hinaus gilt gemäß § 17 Abs. 2 Satz 2 der Satzung, dass in den Fällen, in denen das Gesetz eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erfordert, die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch das Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist.
Wir verweisen ferner auf Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Anhang zum Konzernabschluss.
Die Erklärung wurde von der cpx vollständig abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (https:// www.capsensixx.de/berichte/) öffentlich zugänglich gemacht.
Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024
Martin Stürner Constantin Stürner
Vorstand Vorstand
Der nach § 162 AktG vorgeschriebene Vergütungsbericht wurde von der capsensixx AG erstellt und auf der Homepage der Gesellschaft (https://www.capsensixx.de/berichte/) zugänglich gemacht.
Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024
Martin Stürner Constantin Stürner
Vorstand Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024
Martin Stürner Constantin Stürner Vorstand Vorstand
| in T€ | Anhang angabe |
01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| Provisionserträge | B.1 | 126.952 | 119.751 |
| Provisionsaufwendungen | B.2 | -97.349 | -91.424 |
| Netto-Provisionsergebnis | 29.603 | 28.327 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | B.3 | 1.707 | 788 |
| Finanzerträge | 1.017 | 253 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -174 | -388 | |
| Finanzergebnis | B.4 | 843 | -135 |
| Löhne und Gehälter | -12.055 | -10.336 | |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und | -1.722 | -1.485 | |
| Unterstützung | |||
| Personalaufwand | B.5 | -13.777 | -11.821 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | B.6 | -9.090 | -7.006 |
| Abschreibungen Ergebnis aus At-Equity bewerteten Beteiligungen |
B.7 B.8 |
-1.693 195 |
-1.524 - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.789 | 8.627 | |
| Ertragsteueraufwendungen | B.9 | -2.205 | -2.505 |
| Periodenergebnis | 5.584 | 6.123 | |
| Das Periodenergebnis entfällt auf: | |||
| Anteilseigner | 2.946 | 2.845 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.638 | 3.277 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmen zuzurechnende Ergebnis |
B.10 | 0,96 | 0,92 |
| Ergebnis je Aktie | |||
| bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmen zuzurechnende Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen |
0,96 | 0,92 |
| in T€ | Anhang angabe |
01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 5.584 | 6.123 | |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis für die Periode, abzüglich Steuern | - | - | |
| Gesamtergebnis für die Periode | 5.584 | 6.123 | |
| Gesamtergebnis entfällt auf: | |||
| Anteilseigner | 2.946 | 2.845 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.638 | 3.277 |
| in T€ | Anhang | ||
|---|---|---|---|
| AKTIVA | angabe | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | C.1 | 1.446 | 1.580 |
| Sachanlagen | C.2 | 6.840 | 5.698 |
| Nach At-Equity bilanzierte Finanzanlagen | C.3 | 846 | - |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | C.4 | 235 | 232 |
| Aktive latente Steuern | C.15 | 13 | 24 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 9.380 | 7.534 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C.5 | 15.436 | 10.695 |
| Steuerforderungen | 730 | 145 | |
| Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte | C.6 | 5.870 | 5.238 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | C.7 | 2.903 | 2.156 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | C.8 | 13.743 | 18.459 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 38.683 | 36.693 | |
| Summe Aktiva | 48.063 | 44.228 |
| In T€ | Anhang | ||
|---|---|---|---|
| PASSIVA | angabe | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | C.9 | 3.090 | 3.430 |
| Rücklagen für eigene Anteile | C.9 | -1.540 | -4.798 |
| Kapitalrücklage | C.9 | 4.848 | 4.848 |
| Gewinnrücklage | C.9 | 9.968 | 11.404 |
| Auf die Eigentümer der PEH entfallendes Kapital und Rücklagen |
16.366 | 14.884 | |
| Nicht beherrschende Anteile | C.9 | 7.959 | 9.852 |
| Eigenkapital | 24.325 | 24.735 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Leasingverbindlichkeiten | C.10 | 4.919 | 4.390 |
| Langfristige Rückstellungen | C.11 | 769 | 544 |
| Summe langfristige Schulden | 5.688 | 4.934 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | C.13 | 13.055 | 9.762 |
| Leasingverbindlichkeiten | C.10 | 1.148 | 898 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1 | 1 | |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | C.14 | 3.344 | 2.636 |
| Steuerverbindlichkeiten | C.12 | 502 | 1.227 |
| Kurzfristige Rückstellungen | C.11 | - | 34 |
| Summe kurzfristige Schulden | 18.050 | 14.558 | |
| Summe Schulden | 23.738 | 19.492 | |
| Summe Passiva | 48.063 | 44.228 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Kapital | Nicht | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Gezeichnetes Kapital |
Rücklagen für eigene Anteile |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Eigenkapital | beherr schende Anteile |
Summe Eigenkapital |
| Stand 01.01.2022 | 3.430 | -4.798 | 4.848 | 8.558 | 12.039 | 8.574 | 20.613 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 2.845 | 2.845 | 3.277 | 6.123 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | 2.845 | 2.845 | 3.277 | 6.123 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - | -2.000 | -2.000 | |
| Stand 31.12.2022 | 3.430 | -4.798 | 4.848 | 11.404 | 14.884 | 9.852 | 24.735 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Kapital | Nicht | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Gezeichnetes Kapital |
Rücklagen für eigene Anteile |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Eigenkapital | beherr schende Anteile |
Summe Eigenkapital |
| Stand 01.01.2023 | 3.430 | -4.798 | 4.848 | 11.404 | 14.884 | 9.852 | 24.735 |
| Periodenergebnis | - | - | - | 2.946 | 2.946 | 2.638 | 5.584 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | 2.946 | 2.946 | 2.638 | 5.584 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | - | - | -3.439 | -3.439 |
| Kapitalherabsetzung | -340 | 340 | - | - | - | - | - |
| Erwerb eigener Anteile | - | 2.918 | - | -4.458 | -1.540 | - | -1.540 |
| Veränderung der Beteiligungen an Tochtergesellschaften |
- | - | - | 76 | 76 | -1.091 | -1.016 |
| Stand 31.12.2023 | 3.090 | -1.540 | 4.848 | 9.968 | 16.366 | 7.959 | 24.325 |
| in T€ | Anhang angabe |
2023 | 2022 |
|---|---|---|---|
| 1. Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.789 | 8.627 | |
| Anpassungen: | |||
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagenvermögens | 1.693 | 1.524 | |
| Finanzergebnis Sonstige zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle |
-843 -2 |
135 - |
|
| Veränderungen der operativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten: |
|||
| Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und geleisteten Anzahlungen |
-5.488 | 60.585 | |
| Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen sowie sonstiger Passiva |
4.023 | -60.312 | |
| Zunahme/(Abnahme) der Rückstellungen | 191 | 151 | |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | -195 | - | |
| Gezahlte Zinsen | -69 | -73 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3.504 | -1.727 | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 3.592 | 8.911 | |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -275 | -651 | |
| Auszahlungen für Sachanlagen | -634 | -337 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren | -3.283 | -305 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | - | 25 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten |
1 | - | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 1.293 | 57 | |
| Auszahlungen für Kauf von langfr. Finanzvermögenswerten | -4 | -0 | |
| Einzahlungen aus der Rückzahlung von Krediten | 148 | 20 | |
| Erhaltene Dividenden | 116 | 37 | |
| Erhaltene Zinsen | 334 | - | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -2.317 | -1.153 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
|---|---|---|
| Auszahlungen zum Erwerb von eigenen Anteilen | -1.540 | - |
| Tilgungsanteil von Leasingzahlungen | -1.012 | -905 |
| An nicht beherrschende Anteile von Tochterunternehmen gezahlte Dividenden |
-3.439 | -2.000 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Zuwendungen | - | -4 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -5.991 | -2.909 |
| Nettozunahme/(-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
-4.715 | 4.849 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. | 18.459 | 13.610 |
| Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. | 13.743 | 18.459 |
A.5. Änderungen von Rechnungslegungsmethoden und veröffentlichte und noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards
Die capsensixx AG ("capsensixx" oder "der Konzern") ist eine Holdinggesellschaft mit unmittelbaren beziehungsweise mittelbaren Beteiligungen im In- und Ausland. Der satzungsmäßige Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von Anteilen an Unternehmen im In-/Ausland, die Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen, Softwareentwicklungen und sonstige Dienstleistungen aller Art erbringen außer staatlich genehmigungspflichtige Geschäfte.
Die capsensixx ist eine nach deutschem Recht gegründete Aktiengesellschaft und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 110258 eingetragen. Der satzungsmäßige Sitz der Gesellschaft ist in Frankfurt am Main, Deutschland und die Geschäftsanschrift lautet Bettinastraße 57-59, 60325 Frankfurt am Main, Deutschland. Die capsensixx wurde am 10. November 2017 gegründet. Mit Einbringungsvertrag vom 28. März 2018 hat die PEH Wertpapier AG das Grundkapital durch Sacheinlage der Anteile an der Axxion S.A. und an der Oaklet GmbH erhöht. Seit dem 8. Juni 2022 ist die Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im General Standard (ISIN DE000A2G9M17) notiert.
Die capsensixx wird in den Konzernabschluss der PEH Wertpapier AG einbezogen. Der Sitz der PEH Wertpapier AG ist in der Bettinastraße 57-59, Frankfurt am Main. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Die capsensixx stellt als kapitalmarktorientiertes Unternehmen einen Konzernabschluss in Übereinstimmung mit § 315e Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") auf, wie sie die Europäische Union fordert. Der vorliegende Konzernabschluss steht im Einklang mit den IFRS und berücksichtigte alle für am 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen ("IFRS IC") wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht gemäß §§ 315-315d HGB sowie um zusätzliche Erläuterungen gemäß § 315e Abs. 1 HGB ergänzt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und für die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Beträge werden – soweit erforderlich - kaufmännisch gerundet; ist die erste wegfallende Ziffer eine fünf oder größer, erfolgt eine Aufrundung, ansonsten eine Abrundung. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich Rundungsdifferenzen ergeben und sich dadurch einzelne Werte in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht exakt die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
Der Vorstand gab den Konzernabschluss am 08. Mai 2024 zur Veröffentlichung frei.
Der Konzernabschluss umfasst die capsensixx und ihre Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023. Eine Beherrschung liegt vor, wenn der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen hat und er seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen auch dazu einsetzen kann, diese Renditen zu beeinflussen. Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
• die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen (d. h., der Konzern hat aufgrund derzeit bestehender Rechte die Möglichkeit, diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, die einen wesentlichen Einfluss auf dessen Rendite haben)
Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Zur Unterstützung dieser Annahme und wenn der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen besitzt, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens, das während des Berichtszeitraums erworben oder veräußert wurde, werden ab dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Tag, an dem die Beherrschung endet, im Konzernabschluss erfasst.
Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Ergebnisses werden Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet, selbst wenn dies zu einem negativen Saldo der nicht beherrschenden Anteile führt. Bei Bedarf werden Anpassungen an den Abschlüssen von Tochterunternehmen vorgenommen, um deren Rechnungslegungsmethoden denen des Konzerns anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte und Schulden, Eigenkapital, Erträge und Aufwendungen sowie Cashflows aus Geschäftsvorfällen, die zwischen Konzernunternehmen stattfinden, werden bei der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Im Berichtsjahr wurden neben der capsensixx die folgenden wesentlichen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Anteilsbesitz):
| Name | Haupttätigkeit | Sitz | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Oaklet GmbH | Erbringen von Finanzdienstleistungen |
Frankfurt, Deutschland |
60,75% | 53,86% |
| Oaklet S.A. | Erbringen von Finanzdienstleistungen |
Wasserbillig, Luxemburg |
60,75% | 53,86% |
| Axxion S.A. | Erbringen von Finanzdienstleistungen |
Grevenmacher, Luxemburg |
50,01% | 50,01% |
| navAXX S.A. | Erbringen von Finanzdienstleistungen |
Grevenmacher, Luxemburg |
50,01% | 50,01% |
| IT4Funds S.A. | Erbringen von Finanzdienstleistungen |
Grevenmacher, Luxemburg |
50,01% | 0,00% |
| Axxion Deutschland InvAG | Anlage und Verwaltung eigener Mittel |
Frankfurt, Deutschland |
50,01% | 50,01% |
Assoziierte Unternehmen sind alle Unternehmen, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung bzw. gemeinschaftliche Führung ausübt. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn der Konzern zwischen 20% und 50% der Stimmrechte hält.
Im Berichtsjahr wurde folgendes assoziiertes Unternehmen mithilfe der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:
| Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Haupttätigkeit | Sitz | 2023 | 2022 |
| UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) |
Halten und Verwalten von Beteiligungen |
Frankfurt, Deutschland |
50,00% | 0,00% |
Nicht beherrschende Anteile werden entsprechend ihrer Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Verpflichtungen (inkl. Eventualschulden) ausgewiesen. Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
Im Folgenden werden zusammengefasste Finanzinformationen zu jedem Tochterunternehmen aufgeführt, bei dem nicht beherrschende Anteile bestehen, die für den Konzern wesentlich sind. Die Beträge verstehen sich vor konzerninternen Eliminierungen.
| Axxion Teilkonzern | Oaklet Teilkonzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 26.420 | 23.477 | 7.346 | 9.037 |
| Langfristige Vermögenswerte | 7.678 | 6.596 | 314 | 395 |
| Vermögenswerte gesamt | 34.100 | 30.072 | 7.660 | 9.432 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 16.696 | 12.944 | 1.103 | 1.393 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 5.656 | 4.839 | 32 | 96 |
| Verbindlichkeiten gesamt | 22.352 | 17.782 | 1.134 | 1.489 |
| Kumulierte nicht beherrschende Anteile |
5.931 | 6.188 | 2.043 | 3.664 |
| Axxion Teilkonzern | Oaklet Teilkonzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Provisionserträge | 121.211 | 114.000 | 5.762 | 5.769 |
| Periodenergebnis | 4.457 | 5.271 | 1.207 | 1.391 |
| Gesamtergebnis | 4.457 | 5.271 | 1.207 | 1.391 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis |
2.244 | 3.613 | 409 | 642 |
| An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividenden |
2.500 | 2.000 | 939 | - |
| Axxion Teilkonzern | Oaklet Teilkonzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit |
4.738 | 7.410 | -243 | 1.767 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit |
-648 | -1.221 | 143 | 11 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit |
-5.872 | -4.776 | -2.765 | -133 |
| Netto-Zunahme/(Abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
-1.782 | 1.413 | -2.865 | 1.644 |

Die UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) verfolgt den Geschäftszweck des Haltens und Verwaltens von Beteiligungen an anderen Unternehmen und ergänzt somit das Geschäftsfeld der cpx. Dies ist eine strategische Beteiligung für den Konzern.
Die nachstehende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über das assoziierte Unternehmen, das für den Konzern wesentlich ist. Die Angaben bilden die im Abschluss des relevanten assoziierten Unternehmens dargestellten Beträge ab.
| UF Beteiligungs UG | |
|---|---|
| in T€ | 31.12.2023 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 103 |
| Langfristige Vermögenswerte | 776 |
| Vermögenswerte gesamt | 879 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 4 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | - |
| Verbindlichkeiten gesamt | 4 |
| UF Beteiligungs UG | |
| in T€ | 2023 |
| Erträge aus Beteiligungen | 394 |
| Periodenergebnis | 391 |
| Gesamtergebnis | 391 |
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde.
Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.
Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichenden Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jener nicht beobachtbaren Inputfaktoren möglichst gering zu halten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Bemessungshierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
Bei Vermögenswerten und Schulden, die im Abschluss auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.
Um die Angabepflichten für die beizulegenden Zeitwerte zu erfüllen, hat der Konzern Klassen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der oben erläuterten Bemessungshierarchie festgelegt.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Fremdwährungstransaktionen werden von Konzernunternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Geschäftsvorfall erstmals ansetzbar ist, mit dem jeweils gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet.
Der Konzern ist in den Bereichen Funds Management, Adminstration & Accounting (Fondsverwaltung) und Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung) tätig.
Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die jeweilige Leistungsverpflichtung erfüllt ist, d.h. die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Dies ist erfüllt, wenn der Kunde die Möglichkeit hat, den Vermögenswert zu nutzen und im Wesentlichen sämtliche verbleibenden wirtschaftlichen Vorteile aus dem Vermögenswert erhält (zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum).
Der Konzern erbringt im Wesentlichen Dienstleistungen im Rahmen von Fondsadministration, Fondsbuchhaltung sowie Verbriefungen. Die entsprechenden Erlöse hieraus sind im Wesentlichen zeitraumbezogen zu realisieren, da dem Kunden der Nutzen aus der Dienstleistung gleichzeitig zufließt, während diese erbracht wird. Bei Dienstleistungen wird eine lineare Umsatzlegung als Abbildung des Leistungsfortschrittes als geeignet angesehen, weil dem Kunden der Nutzen aus der Dienstleistung im Rahmen der Fondadministration, Fondsbuchhaltung sowie Verbriefungen über die Vertragslaufzeit gleichermaßen zufließt. In der Regel sind die Zahlungen monatlich zu erbringen. Lediglich im Falle von separaten Beratungsleistungen liegen teilweise zeitpunktbezogene Dienstleistungen vor, deren Umsatzrealisierung erst nach vollständiger Erbringung und Abnahme der Dienstleistung erfolgt. Die Bestimmung des Transaktionspreises ist von der zu erwartenden Gegenleistung des Kunden für die zu erbringende Leistung abhängig. Variable Gegenleistungen, bspw. in Form von Performancegebühren, werden mittels der Erwartungswertmethode ermittelt. Weiterhin wird beurteilt, ob es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner signifikanten Stornierung von Erlösen kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird davon ausgegangen, dass die variable Gegenleistung so lange vollständig begrenzt ist, bis der tatsächliche Bewertungsstichtag eintritt und die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Konzern prüft, ob vertragliche Vereinbarungen bestehen, die eigenständige Leistungsverpflichtungen darstellen, auf die ein Teil des Transaktionspreises zu allokieren ist. Zum Vertragsbeginn beurteilt die Gruppe alle zugesagten Dienstleistungen und identifiziert die Leistungsverpflichtung.
Regelmäßig stellen die einzelnen Leistungszusagen des Konzerns (bspw. Portfolioverwaltung, Risikomanagement, Zentralverwaltung, Tätigkeit als Register- und Transferstelle) nur eine einzige Leistungsverpflichtung dar, da die Kunden aus den einzelnen Leistungszusagen zwar regelmäßig gesondert oder zusammen mit anderen, für ihn jederzeit verfügbaren Ressourcen einen Nutzen ziehen kann. Diese Zusagen des Unternehmens sind aber nicht von anderen Zusagen aus dem Vertrag trennbar, d.h. im Vertragskontext eigenständig abgrenzbar, da diese in hohem Maße voneinander abhängig sind und der Konzern seine Verpflichtung zur Anlagenverwaltung inkl. der Erfüllung aller relevanten (rechtlichen) Anforderungen, nur durch Erbringung dieser Tätigkeiten in Summe erbringen kann.
Einzelne Leistungszusagen stellen separate Leistungsverpflichtungen oder eine Reihe von separaten Leistungsverpflichtungen dar, bspw. im Falle von separaten Beratungsleistungen oder Set-up Fees.
Soweit für Verträge des Konzerns von Verträgen mit ausschließlich einer Leistungsverpflichtung ausgegangen werden kann, wird der Transaktionspreis, welcher auf die jeweilige Leistungsverpflichtung entfällt, als Umsatz erfasst, sobald die entsprechende Leistungsverpflichtung erfüllt ist. Da die Leistungsverpflichtungen i.d.R. deutlich kürzer als ein Jahr sind, wird auf eine Darstellung der zum Stichtag offenen Verpflichtungen im Anhang verzichtet. Dies ist darin begründet, dass die abgeschlossenen Dienstleistungsverpflichtungen fast ausschließlich kurzfristig kündbar sind und somit keine langfristigen durchsetzbaren Rechte und Pflichten bestehen.
Grundsätzlich ist zu unterscheiden, ob eine Leistungsverpflichtung darin besteht, selbst die entsprechende Dienstleistung zu erbringen (sodass der Konzern als Prinzipal auftritt) oder, ob diese darin besteht eine andere Partei mit der Erbringung der Dienstleistung zu beauftragen (sodass der Konzern als Agent auftritt). Der Konzern ist befugt in seiner Rolle als Verwaltungsgesellschaft für diverse Fonds sich für die Erfüllung der damit einhergehenden Verpflichtungen selbst Dienstleistern zu bedienen.
Der Konzern ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass er bei seinen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da er üblicherweise die Verfügungsgewalt über die Dienstleistungen innehat, bevor diese auf den Kunden übergehen. Dies ist weiterhin darin begründet, dass der Konzern Dienstleistungen zwar auslagern kann, jedoch für etwaige Fehler des Dienstleiters gegenüber dem Kunden der Gesellschaft gleichermaßen haftet wie für eigene Fehler. Darüber hinaus ist die Gesellschaft befugt einem eingesetzten Dienstleister Weisungen zu erteilen und in dessen Tätigkeiten einzugreifen sowie den Preis festzulegen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Bilanzposten Sachanlagen bilanzierten Leasingverhältnissen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen. Informationen zu Leasingverhältnissen können dem Abschnitt D.4. entnommen werden. Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
| In Jahren | Minimum | Maximum |
|---|---|---|
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 | 8 |
| Nutzungsrecht Leasing (IFRS 16) | 1 | 6 |
| In Jahren | Nutzungsdauer | Amortisationssatz in % |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 8 | 13 - 50 |
Die Abschreibungen sowie Wertminderungen werden in der GuV-Position Abschreibungen erfasst. Die Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Die Abschreibungsdauern betragen für:
| In Jahren | Minimum | Maximum |
|---|---|---|
| EDV-Software | 3 | 5 |
| EDV-Lizenzen | 3 | 5 |
| Kundenverträge | 5 | 5 |
| In Jahren | Nutzungsdauer | Amortisationssatz in % |
|---|---|---|
| EDV-Software | 3 bis 5 | 20 - 33 |
| EDV-Lizenzen | 3 bis 5 | 20 - 33 |
| Kundenverträge | 5 | 20 |
Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können.
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.
In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Für die Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer (inkl. Geschäfts- oder Firmenwert) wird der erzielbare Betrag unabhängig von Anhaltspunkten einmal jährlich ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows.
Als Diskontierungszinssatz für die Berechnung des Nutzungswerts wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Units) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Aus Unternehmenserwerben resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte werden den Cash Generating Units zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Cash Generating Units (CGU) stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Derzeit stellen die rechtlichen Einheiten einzelne CGUs dar. Der erzielbare Betrag einer Cash Generating Unit, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthält, wird regelmäßig jährlich zum Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.
Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Wertberichtigung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis von Cash Generating Units ermittelt, die einen Geschäfts- oder Firmenwert enthalten, werden zunächst die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird der Rest der Wertminderung proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.
Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten. Wertaufholungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht zulässig.
Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen erfasst.
Der Posten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" in der Bilanz umfasst den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige hoch liquide Einlagen mit einer Laufzeit von maximal drei Monaten, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Risiko von Wertschwankungen unterliegen.
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente die oben definierten Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentkredite, da diese integrale Bestandteile der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns sind.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Hierzu gehören grundsätzlich einerseits originäre Finanzinstrumente und andererseits derivative Finanzinstrumente. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf finanzieller Vermögenswerte wird bei der capsensixx zum Erfüllungstag angesetzt bzw. ausgebucht.
Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, werden hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind, addiert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.
Im Sinne des IFRS 9 gilt der Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows, widerspiegelt. Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft:
Für den Konzern sind die Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten" und "FVTPL" von Relevanz.
Der Konzern bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen und Guthaben bei Kreditinstituten in der Form von Bar- und Sichteinlagen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als zum FVTPL klassifiziert und entsprechend bewertet.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Nettogewinne und verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Die Gruppe der zum FVTPL bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält im Wesentlichen Investmentfondsanteile, verschiedene Zertifikate sowie Genussrechte.
Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht zum FVTPL bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (ECL). Die Höhe der Verlusterfassung sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen sich dabei anhand der Zuordnung des Instruments in die folgenden Stufen:
In Stufe 1 sind grundsätzlich alle Instrumente bei Zugang einzuordnen. Falls sich das Kreditrisiko eines Instruments zum Abschlussstichtag signifikant erhöht, erfolgt ein Transfer in Stufe 2. In Stufe 3 werden Finanzinstrumente aufgenommen, sobald ein zusätzlich objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt. Anzeichen auf Wertminderung werden laufend überwacht und ausgewertet, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können. Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten, berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen beruhen. Der Konzern nimmt grundsätzlich an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Die Beurteilung erfolgt für jedes Finanzinstrument individuell.
Objektive Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtig ist, umfassen die folgenden beobachtbaren Daten:
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert des Vermögenswerts abgezogen. Der Konzern wendet zur Ermittlung des erwarteten Kreditausfalls für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IFRS 9 den vereinfachten Ansatz zur Ermittlung der Risikovorsorge ("expected credit loss model") an, wonach der Kreditausfall auf Basis der Gesamtlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes berechnet wird. Generell gilt im capsensixx-Konzern, dass bei Forderungen die mehr als 90 Tage überfällig, von einem Ausfall ausgegangen wird. Anzeichen auf Wertminderung werden laufend überwacht und ausgewertet, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können.
Zur Schätzung der erwarteten Kreditverluste im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat der Konzern – basierend auf historischen Daten und den Erwartungen für die Zukunft (forward-looking information) eine Vorsorgematrix definiert. Die Bestimmung des Anpassungsfaktors für zukunftsgerichtete Informationen wird zu jedem Abschlussstichtag durch das Management überprüft und angepasst. Hierzu werden u.a. Informationen zur Konjunkturentwicklung zur Entwicklung der Höhe und zur Fälligkeit der einzelnen Forderungsbestände im Vergleich zum historischen Durchschnitt herangezogen und innerhalb der Branche verifiziert. Im Geschäftsjahr waren keine Anpassungen erforderlich. Eine Differenzierung der Forderungsbestände wird derzeit als nicht notwendig erachtet.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der Equity-Methode werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. In der Folge erhöht oder verringert sich der Buchwert der Anteile entsprechend dem Anteil der capsensixx am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens. Der Anteil der capsensixx am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens wird im Gewinn und Verlust und der Anteil an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens wird im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst. Von assoziierten Unternehmen erhaltene Dividenden werden als Verminderung des Buchwerts der Beteiligung bilanziert.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (financial liabilities measured at amortised cost, FLAC) oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (financial liabilities at fair value through profit or loss, FVTPL) klassifiziert. Die Kategorisierung als FVTPL erfolgt grundsätzlich, wenn diese als zu Handelszwecken gehalten eingestuft werden, es sich um Derivate handelt oder die Verbindlichkeiten im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden.
Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten im Konzern wurden als FLAC bewertet eingestuft und bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verbindlichkeit des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.
Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, wenn der Eintritt wahrscheinlich ist und die Schätzung der Höhe hinreichend zuverlässig möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist.
Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern hieraus ein wesentlicher Effekt entsteht.
Verpflichtungen, die dem Grunde nach feststehen und bei denen hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Fälligkeit lediglich unwesentliche Restunsicherheiten bestehen, etwa weil der Auftragnehmer diese noch nicht endgültig abgerechnet hat, werden als abgegrenzte Schulden ausgewiesen.
Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS- und Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge gebildet. Der Berechnung liegen, die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde, die zum Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nur in dem Maße angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen.
Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt gegen das Eigenkapital gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Der Konzern ist nur als Leasingnehmer tätig. Der Konzern least verschiedene Vermögenswerte, darunter Immobilien und Fahrzeuge.
Bei Abschluss eines Vertrags stellt der Konzern fest, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts (oder der Vermögenswerte) für eine bestimmte Zeit im Austausch für eine Gegenleistung überträgt. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts überträgt, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zu Grunde.
Bei Abschluss oder Neubeurteilung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, hat der Konzern entschieden, von der Trennung von Nichtleasingkomponenten für alle Leasingverhältnisse abzusehen.
Der Konzern erfasst am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet. Diese ergeben sich aus dem Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um etwaige Leasingzahlungen vor oder zum Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses, zuzüglich etwaiger anfänglich anfallender direkter Kosten und einer Schätzung der Kosten für Abbau, Beseitigung, oder Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet und abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.
Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern von Vermögenswerten mit Nutzungsrecht werden auf der gleichen Grundlage wie die von Sachanlagen bestimmt. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.
Am Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem im Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, falls dieser Satz nicht ohne Weiteres
bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Im Allgemeinen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz.
Der Konzern bestimmt seinen Grenzkapitalfremdzinssatz auf Grundlage eines am Laufzeitadäquaten, am Markt verfügbaren Zinssatzes für Schuldner mittlerer Bonität mit einem Aufschlag für das Ausfallrisiko ermittelt.
Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Neubewertung erfolgt, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Änderung des Index oder des Zinssatzes ändern, oder wenn sich die Schätzung des Konzerns hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn der Konzern seine Einschätzung ändert, ob eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird. Wenn eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungswerts vorgenommen oder der Anpassungsbetrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null reduziert wurde.
Der Konzern weist in der Bilanz Nutzungsrechte als separaten Bilanzposten in den Sachanlagen und kurzfristige sowie langfristige Leasingverbindlichkeiten als eigenen Bilanzposten aus.
Einige Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die bis zu einem Jahr vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Nach Möglichkeit strebt der Konzern beim Abschluss neuer Leasingverhältnisse die Aufnahme von Verlängerungsoptionen an, um operative Flexibilität zu gewährleisten. Die Verlängerungsoptionen sind nur von der capsensixx und nicht vom Leasinggeber ausübbar. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. Die capsensixx bestimmt erneut, ob die Ausübung einer Verlängerungsoption hinreichend sicher ist, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine signifikante Änderung von Umständen, dass bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt, eintritt.
Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von höchstens 12 Monaten und für Leasingverhältnisse von geringem Wert (z.B. Büroausstattung) nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden auswirken. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und ggf. angepasst.
Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zu Grunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten:
Der Konzern erhält für seine Leistungen im Bereich der Fondsverwaltung teilweise zusätzlich variable Gebühren als Performancegebühren. Die Performancegebühren werden in der Ausprägung als High-Watermark oder Hurdle Rate in Abhängigkeit von der Wertentwicklung des betreuten Investmentfonds in der Regel am Jahresende gezahlt. In der Ausprägung High-Watermark wird eine zusätzliche Performancegebühr nur dann ausgezahlt, wenn der um Ausschüttungen bereinigte Anteilspreis am Jahresende einen neuen Höchststand erreicht hat.
In der Ausprägung Hurdle Rate wird eine Performancefee dann fällig, wenn der um Ausschüttungen bereinigte Anteilspreis eine vorher festgelegte Marke überschreitet. In beiden Ausprägungen ist die Zahlung einer Performancegebühr von der Entwicklung der im Fonds befindlichen Wertpapieren abhängig und damit auch unter Umständen großen Schwankungen unterworfen. Daher verzichtet der Konzern auf die Schätzung von etwaigen Performancegebühren, sondern erfasst diese erst am Tag ihres Entstehens (Ende der Abrechnungsperiode des Fonds).
Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich sofern irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte eingetreten ist. Dafür ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Annahmen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 war durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen deutlich in Stocken geraten. Die Weltkonjunktur hat sich unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit abgeschwächt. Die capsensixx konnte dagegen keine signifikanten Auswirkungen feststellen, die zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes geführt hätten. Die Einschätzung unterliegt allerdings Unsicherheiten. Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine hinreichend verlässlichen Aussagen darüber getroffen werden, wie die wirtschaftliche Erholung verläuft oder welche dauerhaften strukturellen Auswirkungen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine nach sich zieht.
Zu jedem Bilanzstichtag hat der capsensixx-Konzern einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage oder eines sonstigen immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung des diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Branchen, in denen der Konzern tätig ist und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.
Die capsensixx konnte - auch in Bezug auf den Russland-Ukraine-Konflikt - keine signifikanten Auswirkungen feststellen, die als Indikator für eine Wertminderung gewertet werden müssten.
Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.
Die Konzernunternehmen der capsensixx sind in einigen Fällen Parteien in Rechtsstreitigkeiten involviert. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden interne und externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt das Management die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage oder die formale Geltendmachung eines Anspruchs gegen Unternehmen der capsensixx Gruppe oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Sofern Marktpreise an aktiven Märkten für Finanzinstrumente quotiert und veröffentlich sind, werden diese verwendet. Ein Markt wird dann als aktiv angesehen, wenn Transaktionen für den jeweiligen Vermögenswert oder die jeweilige Verbindlichkeit in ausreichender Frequenz und in ausreichendem Umfang stattfinden, sodass Preisinformationen fortlaufend zur Verfügung stehen. Sofern keine notierten Preise auf einem aktiven Markt existieren, verwendet der Konzern Bewertungstechniken, die die Verwendung relevanter, beobachtbarer Inputfaktoren maximieren und die Verwendung nicht beobachtbarer Inputfaktoren minimieren. In die verwendete Bewertungstechnik fließen alle Faktoren ein, die die Marktteilnehmer bei der Preisfindung einer solchen Transaktion berücksichtigen würden. Die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Marktkonditionen (z.B. Zinssätze, Devisenkurse, Warenpreise) werden unter Verwendung der Mittelkurse berechnet. Dabei werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Model (z.B. Optionspreismodell, DCF-Verfahren) berechnet.
Der Konzern hat ein Kontrollrahmenkonzept hinsichtlich der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte festgelegt. Das Konzernrechnungswesen hat die allgemeine Verantwortung für die Überwachung aller wesentlichen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert, einschließlich der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3, und berichtet direkt an den Vorstand.
Das Konzernrechnungswesen führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Brokern oder Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft das Konzernrechnungswesen die von den Dritten erlangten Nachweise für die Schlussfolgerung, dass derartige Bewertungen die Anforderungen der IFRS erfüllen, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, der diese Bewertungen zuzuordnen sind.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt der Vorstand sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist.
Für das Berichtsjahr 2023 waren die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden:
| Standard | Änderungen |
|---|---|
| IFRS 17 | Änderungen an IFRS 17 - Versicherungsverträge |
| IAS 8 | Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen |
| IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 | Angaben von Rechnungslegungsmethoden |
| IAS 12 | Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzelnen Transaktion |
| IFRS 17 | Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen |
| IAS 12 | Internationale Steuerreform - Pillar II Model |
Änderungen aus den Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der capsensixx.
Verschiedene neue und geänderte Rechnungslegungsstandard sowie Interpretationen wurden bereits vom IASB veröffentlicht, treten jedoch erst in späteren Berichtsperioden in Kraft und wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet. Der Konzern beabsichtigt auch weiterhin nicht, diese vorzeitig anzuwenden:

| Standard | Änderungen | Wirksam ab | EU Endorsement Status |
|---|---|---|---|
| IFRS 16 | Leasingverbindlichkeiten in einer Sale-und-Leaseback-Transaktion |
1. Januar 2024 | Bestätigt |
| IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants |
1. Januar 2024 | Bestätigt |
| IAS 7 und IFRS 7 |
Angaben: Reverse-Factoring Vereinbarungen |
1. Januar 2024 | Noch nicht bestätigt |
| IAS 21 | Mangelnde Umtauschbarkeit einer Währung |
1. Januar 2025 | Noch nicht bestätigt |
| IFRS 18 | Darstellung und Offenlegung in Finanzberichten |
1. Januar 2027 | Noch nicht bestätigt |
Die capsensixx erwartet von den Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf ihren Konzernabschluss.
Die Provisionserträge werden ausschließlich aus Verträgen mit Kunden generiert und resultieren aus Dienstleistungen der Segmente Funds Management, Adminstration & Accounting (Fondsverwaltung) und Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung).
Die Provisionserlöse werden jeweils in dem Land generiert, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat und werden dementsprechend zugeordnet.
Die Provisionserträge gliedern sich nach Segmenten wie folgt:
| 2023 | Fonds | Konso | ||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | verwaltung | Verbriefung | lidierung | Gesamt |
| Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung | ||||
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt | - | - | - | - |
| Über einen Zeitraum | 124.055 | 5.762 | -2.864 | 126.952 |
| Gesamt | 124.055 | 5.762 | -2.864 | 126.952 |
| Geografische Märkte | ||||
| Deutschland | - | 4.391 | - | 4.391 |
| Luxemburg | 124.055 | 1.371 | -2.864 | 122.562 |
| Gesamt | 124.055 | 5.762 | -2.864 | 126.952 |
| Erträge | ||||
| Mit fremden Dritten | 124.190 | 5.762 | - | 126.952 |
| Mit anderen Segmenten | 2.864 | - | -2.864 | - |
| Gesamt | 124.055 | 5.762 | -2.864 | 126.952 |
Im Vorjahr gliederten sich die Provisionserträge nach Segmenten wie folgt:
| 2022 | Fonds | Konso | ||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | verwaltung | Verbriefung | lidierung | Gesamt |
| Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung | ||||
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt | - | - | - | - |
| Über einen Zeitraum | 115.250 | 5.769 | -1.268 | 119.751 |
| Gesamt | 115.250 | 5.769 | -1.268 | 119.751 |
| Geografische Märkte | ||||
| Deutschland | - | 4.388 | - | 4.388 |
| Luxemburg | 115.250 | 1.381 | -1.268 | 115.363 |
| Gesamt | 115.250 | 5.769 | -1.268 | 119.751 |
| Erträge | ||||
| Mit fremden Dritten | 113.982 | 5.769 | - | 119.751 |
| Segmentintern | 1.268 | - | -1.268 | - |
| Gesamt | 115.250 | 5.769 | -1.268 | 119.751 |
Der Provisionsaufwand beträgt 2023 T€ 97.349 (2022: T€ 91.424) und beinhaltet vor allem Vermögensverwaltungsgebühren für externe Portfolio Manager in Höhe von T€ 79.593 (2022: T€ 75.801), Provisionen in Höhe von T€ 11.674 (2022: T€ 11.849) und Performancegebühren in Höhe von T€ 3.374 (2022: T€ 1.527).
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Auslagenerstattung | 880 | - |
| Erträge aus Entschädigungszahlungen | 162 | 449 |
| Erträge aus Sachbezügen | 58 | 61 |
| Sonstige Mieterträge | 4 | 4 |
| Versicherungsentschädigungen | 54 | 6 |
| Erträge aus Zuwendungen öffentlicher Hand | 49 | - |
| Sonstige | 499 | 269 |
| Gesamt | 1.707 | 788 |
Die Position "Sonstige" enthält im Wesentlichen Erträge aus Erstattungen von gezahlten Löhnen.
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 744 | 182 |
| Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren | 31 | 17 |
| Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren | 196 | 26 |
| Sonstiges | 47 | 29 |
| Finanzerträge | 1.017 | 253 |
| Zinsaufwand | -2 | -13 |
| Zinsaufwand Leasing | -67 | -73 |
| Aufwendungen aus der Bewertung von Wertpapieren | -95 | -296 |
| Sonstiges | -10 | -6 |
| Finanzaufwendungen | -174 | -388 |
| Finanzergebnis | 843 | -135 |
Der Personalaufwand betrug in 2023 T€ 13.777 (Vorjahr: T€ 11.821). Der Konzern hat im Geschäftsjahr Aufwand aus Beiträgen aus beitragsorientierten Plänen in Form von Zahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung in Höhe von T€ 1.000 (Vorjahr: T€ 935) erfasst.
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 12.055 | 10.336 |
| Soziale Abgaben | 1.722 | 1.485 |
| Gesamt | 13.777 | 11.821 |
Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Verwaltungskosten Fonds | 2.157 | 1.843 |
| Betriebsbedarf | 1.157 | 1.346 |
| Raumkosten und Instandhaltung | 1.021 | 890 |
| Rechts-, Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten | 1.810 | 1.497 |
| Werbekosten, Public Relations | 428 | 360 |
| Zahlungen an Bloomberg | 457 | 321 |
| Reisekosten und Auslagen | 98 | 83 |
| Versicherungen, Beiträge | 287 | 229 |
| Sonstige personalbezogene Kosten | 114 | 188 |
| Nicht abziehbare Vorsteuer | 1.173 | -55 |
| Wertberichtigungen sonstige Forderungen | 112 | 68 |
| Sonstige | 275 | 237 |
| Gesamt | 9.090 | 7.006 |
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte |
411 | 299 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 250 | 298 |
| Planmäßige Abschreibung Nutzungsrecht | 1.032 | 928 |
| Gesamt | 1.693 | 1.524 |
Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss der UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) | 391 | -5 |
| Beteiligungsquote (in %) | 50,00% | 0,00% |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 195 | - |
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 2.194 | 2.547 |
| Steuern für das laufende Jahr | 2.183 | 2.553 |
| Steuern für Vorjahre | 10 | -6 |
| Latente Steuern | 11 | -42 |
| Ertragsteueraufwendungen | 2.205 | 2.505 |
Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wird auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15,00% (Vorjahr: 15,00%) und darauf ein Solidaritätssatz von 5,50% (Vorjahr: 5,50%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Die Gewerbesteuer wird aufgrund des Steuermessbetrags mit einem Hundertsatz (Hebesatz) festgesetzt und erhoben, der von der Gemeinde zu bestimmen ist.
Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der Gewerbesteuerhebesatz für die Stadt Frankfurt am Main 460,00%. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ergibt sich für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 16,10% (Vorjahr: 16,10%), sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von rund 32% (Vorjahr: 32%) resultiert.
Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand (Steuerertrag) und dem Produkt aus dem bilanziellen Ergebnis vor Steuern und dem anzuwendenden Steuersatz
Die nachfolgende Tabelle stellt die Beziehung zwischen den aus dem Ergebnis vor Steuern abgeleiteten Ertragsteuern und den in der Ergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern dar (Überleitungsrechnung).
| in T€ | 01.01.2023 - 31.12.2023 |
01.01.2022 - 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.789 | 8.627 |
| Zu erwartender Steueraufwand/(-ertrag) | 2.487 | 2.755 |
| Steuereffekt aus nichtabzugsfähigen Aufwendungen | 260 | 166 |
| Abweichende Steuersätze von ausländischen Tochtergesellschaften | -453 | -435 |
| Sonstiges | -99 | 25 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag laufendes Jahr | 2.195 | 2.511 |
| Steuererstattung Vorjahre | 10 | -6 |
| Ertragsteuern | 2.206 | 2.505 |
Zum Bilanzstichtag wurden keine aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Es haben zum Bilanzstichtag körperschaft- und gewerbesteuerliche Verluste bestanden, für welcher kein latenter Steueranspruch aktiviert worden ist. Davon entfielen auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge T€ 3.119 (Vorjahr: T€ 3.050) und auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge T€ 3.094 (Vorjahr: T€ 3.038). Die steuerlichen Verluste können unbegrenzt vorgetragen werden.
Das auf die Anteilseigner entfallende Ergebnis 2023 beträgt T€ 2.946 (Vorjahr: T€ 2.845). Im Jahr 2023 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 3.079.286 Stück (Vorjahr: 3.090.000). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Erwerb von 100.000 eigenen Anteilen im November 2023. Im Geschäftsjahr und in der Vergleichsperiode gibt es keine Positionen, die einen verwässernden Effekt auf die Berechnung des Ergebnisses je Aktie haben.
| in €/Aktien in Stück | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Periodengewinn/-verlust (Anteil auf Gesellschafter entfallend) | 2.946 | 2.845 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien (Stück) |
3.085 | 3.090 |
| Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien (Stück) |
3.085 | 3.090 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) | 0,96 | 0,92 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (€) | 0,96 | 0,92 |
Die capsensixx AG plant für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 0,35 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten und 83,6 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Anlagespiegel für immaterielle Vermögensgegenengstände ergibt sich auf nachfolgender Tabelle für das Geschäftsjahr 2023:
| in T€ | Bruttowert 01.01.2023 |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 587 | - | - | 587 |
| EDV-Software | 5.488 | 185 | - | 5.673 |
| Anzahlungen | 1 | - | -1 | - |
| Schutzrechte | - | 90 | - | 90 |
| Summe | 6.077 | 275 | -1 | 6.350 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttowert 01.01.2023 |
Zugänge | Bruttowert 31.12.2023 |
Buchwert 31.12.2023 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | 587 |
| EDV-Software | 4.497 | 404 | 4.901 | 772 |
| Anzahlungen | - | - | - | |
| Schutzrechte | - | 3 | 3 | 87 |
| Summe | 4.497 | 407 | 4.904 | 1.446 |
Der Anlagespiegel für das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttowert 01.01.2022 |
Umgliede rungen |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2022 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 587 | - | - | - | 587 |
| EDV-Software | 4.837 | - | 651 | - | 5.488 |
| Anzahlungen | - | 1 | - | - | 1 |
| Summe | 5.425 | 1 | 651 | - | 6.077 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttowert 01.01.2022 |
Zugänge | Bruttowert 31.12.2022 |
Buchwert 31.12.2022 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | 587 |
| EDV-Software | 4.198 | 299 | 4.497 | 992 |
| Anzahlungen | - | - | - | 1 |
| Summe | 4.198 | 299 | 4.497 | 1.580 |
Durch den Erwerb der Oaklet GmbH ist ein Geschäfts- und Firmenwert von T€ 544 entstanden. Aus dem Erwerb der Oaklet S.A. von der Oaklet GmbH zum 1. Juli 2015 ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 44 entstanden.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist dem Segment "Verbriefung" zugeordnet:
| Cash Generating Unit in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Oaklet GmbH, Frankfurt am Main | 587 | 587 |
| Summe | 587 | 587 |
Die Bestimmung des erzielbaren Betrags dieser CGU erfolgt grundsätzlich durch Ermittlung der Nutzungswerte mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und vom Management der capsensixx genehmigten Dreijahresplanung der CGU verwendet. Die Cashflows jenseits der Dreijahresperiode werden grundsätzlich auf Grundlage des letzten Planjahres ermittelt. Für die ewige Rente erfolgt die Abzinsung der erzielten Cashflows unter Berücksichtigung eines Wachstumsabschlags von 1,0% (Vorjahr: 1,0%). Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 2,75% (Vorjahr: 2,00%), auf Risikozuschlägen für Eigenkapital von 10,53%-Punkten (Vorjahr: 9,40%) und für Fremdkapital von 2,75% (Vorjahr: 1,34%). Darüber hinaus wird individuell für die CGU ein aus der jeweiligen Peer-Group abgeleiteter Beta-Faktor in Höhe von 0,98 (Vorjahr: 0,94) sowie die Kapitalstruktur der Peer-Group berücksichtigt.
Zur Diskontierung der Cashflows wurden für die CGU ein gewichteter Kapitalkostenkostensatz (WACC) i.H.v. 10,09% (im Vorjahr 9,02%) zugrunde gelegt.
Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags der jeweiligen CGU wurde auf den Nutzungswert abgestellt. Zu ihrer Ermittlung wurden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen.
Die wesentlichen Annahmen beruhen auf einer Kombination aus internen und externen Quellen (insb. externe Marktstudien). Die wesentlichen Annahmen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsleitung und stellen sich wie folgt dar:
Auf Basis der durchgeführten Wertminderungstests, dem die vom Management der Gesellschaft vorgelegten Planungsrechnungen zugrunde liegen, ergaben sich keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte der CGUs. Auch eine mögliche Änderung einer wesentlichen Annahme würde keine Wertminderung verursachen, was aus Sensitivitätsanalysen hervorgeht.
Anzahlungen wurden im Vorjahr für den Erwerb und die externe Entwicklung von Softwarelizenzen für ein Reporting Tool sowie für eine Archivierungssoftware und die Implementierung dieser Software in die vorhandene Softwareumgebung getätigt. Siehe zur Entwicklung der Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte den Anlagespiegel.
Das Sachanlagevermögen beinhaltet zum 31.12.2023 im Wesentlichen die Nutzungsrechte aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 5.992 (Vorjahr: T€ 5.232), Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 756 (Vorjahr: T€ 429) sowie Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 38) und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: T€ 0).
| in T€ | Bruttowert 01.01.2023 |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.300 | 557 | -1 | 2.856 |
| Einbauten in fremde Grundstücke |
1.285 | 22 | - | 1.307 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
- | 55 | - | 55 |
| Nutzungswerte aus Leasing |
8.531 | 1.792 | 2 | 10.326 |
| Summe | 12.116 | 2.426 | 1 | 14.544 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttowert 01.01.2023 |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2023 |
Buchwert 31.12.2023 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.871 | 230 | -1 | 2.100 | 756 |
| Einbauten in fremde Grundstücke |
1.247 | 23 | - | 1.270 | 37 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
- | - | - | - | 55 |
| Nutzungswerte aus Leasing |
3.300 | 1.034 | - | 4.334 | 5.992 |
| Summe | 6.418 | 1.287 | -1 | 7.704 | 6.840 |
| in T€ | Bruttowert 01.01.2022 |
Umgliede rungen |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.052 | -4 | 327 | -76 | 2.300 |
| Einbauten in fremde Grundstücke |
1.276 | - | 9 | - | 1.285 |
| Nutzungswerte aus Leasing |
8.200 | - | 331 | - | 8.531 |
| Summe | 11.528 | -4 | 668 | -76 | 12.116 |
| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Bruttowert 01.01.2022 |
Zugänge | Abgänge | Bruttowert 31.12.2022 |
Buchwert 31.12.2022 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.716 | 206 | -51 | 1.871 | 429 |
| Einbauten in fremde Grundstücke |
1.157 | 90 | - | 1.247 | 38 |
| Nutzungswerte aus Leasing |
2.364 | 936 | - | 3.300 | 5.232 |
| Summe | 5.237 | 1.232 | -51 | 6.418 | 5.698 |
Der Buchwert an der at-equity bewerteten Beteiligung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 735 | - |
| - Ausgezahlte Dividende | -85 | - |
| + Anteil am Gewinn und Verlust | 195 | - |
| At-Equity bewertete Beteiligung | 846 | - |
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Mietkautionen | 218 | 214 |
| Sonstige | 17 | 17 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 235 | 232 |
Am 31.12.2023 beträgt der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 15.436 (Vorjahr: T€ 10.695). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich. Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr (wie im Vorjahr). Es bestehen keine wesentlichen, überfälligen Forderungen. Im Berichtsjahr haben sich bei der Gesellschaft Forderungsausfälle in Höhe von T€ 112 (Vorjahr: T€ 68) ergeben. Auf Basis der Altersstruktur der Forderungen und der Erfahrungen der Vergangenheit rechnet die Gesellschaft am Bilanzstichtag nicht mit weiteren Forderungsausfällen. Details zum Kreditrisiko können der Anhangangabe D.3. entnommen werden.
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Investmentfondsanteile | 2.979 | 965 |
| Genussrecht | 2.508 | 2.089 |
| Zertifikate | 369 | 306 |
| Kaufpreisforderung coraixx | - | 1.730 |
| Darlehen UF Beteiligungs UG | - | 148 |
| Sonstiges | 15 | 1 |
| Gesamt | 5.870 | 5.238 |
Unter dem Posten werden 2023 in Höhe von T€ 3.077 (Vorjahr: T€ 950) börsennotierte Investmentfondsanteile und Zertifikate ausgewiesen. Bei T€ 272 (Vorjahr: T€ 321) handelt es sich um einen Spezialfonds, dessen Fondsanteile bei der Register- und Transferstelle verwahrt werden.
Bei Wertpapieren von T€ 2.508 (Vorjahr: T€ 2.089) handelt es sich um ein Genussrecht, das nicht an einer Börse gehandelt wird. Bei Wertpapieren von T€ 369 (2022: T€ 306) handelt es sich um Zertifikate, die an der Börse gehandelt werden. Zum Bilanzstichtag bestehen, ebenso wie im Vorjahr, keine Wertpapiere in Fremdwährungen.
Die Kaufpreisforderung ist im Rahmen der Veräußerung der coraixx im Dezember 2019 entstanden und wurde zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderung wurde in Form eines langfristigen Darlehens an den Erwerber ausgegeben. Das Darlehen mit einem Nominalvolumen von T€ 1.750 ist durch erstrangige Verpfändung von Unternehmensanteilen besichert. Das Darlehen war am 1. Januar 2023 fällig.
Das Darlehen an die UF Beteiligungs UG, Frankfurt am Main war am 31. Januar 2023 fällig und wurde für den Erwerb von Oaklet-Anteilen an nicht beherrschende Anteilseigner in den Jahren 2014 und 2016 gewährt. Details zu den Finanzinstrumenten können dem Abschnitt D.3. entnommen werden.
Mit vertraglicher Vereinbarung vom 29. Dezember 2022 erfolgte durch die capsensixx AG der Erwerb der bislang als Sicherheit gewährten Unternehmensanteile der Oaklet GmbH vom Darlehensnehmer unter Anrechnung auf die Rückzahlung der Darlehensverbindlichkeit mit Wirkung zum 2. Januar 2023.
Der Kaufpreis für die Anteile an der Oaklet GmbH sowie der UF Beteiligungs UG wurden somit gemäß dem Anteils- und Übertragungsvertrag nicht durch unmittelbare Zahlung, sondern durch die beschriebene Anrechnung beglichen.
In den sonstigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Forderungen aus verauslagten Kosten, Steuerforderungen sowie Rechnungsabgrenzungsposten enthalten.
Der Posten beinhaltet Einlagen bei Kreditinstituten mit einer Höhe von T€ 13.743 (Vorjahr: T€ 18.459), die täglich fällig sind. Beträge in Höhe von T€ 8 (Vorjahr: T€ 16) sind auf ein USD-Bankkonto zurückzuführen.
Die capsensixx verfolgt mit ihrem Kapitalmanagement das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu stärken und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das buchhalterische Eigenkapital des Konzerns fungiert hierbei jedoch lediglich als passives Steuerungskriterium, während das EBITDA als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden.
Die Zusammensetzung des Eigenkapitals und die Entwicklung der Eigenkapitalbestandteile sowie der im Umlauf befindlichen Aktienanzahl der capsensixx-Gruppe sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Das Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt € 3.090.000 (Vorjahr: € 3.430.000) und ist eingeteilt in 3.090.000 (Vorjahr: 3.430.000) Stückaktien zu je € 1,00. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 340.000 eigene Aktien eingezogen und weitere 100.000 eigene Aktien erworben. Zum 31.12.2023 hält sie insgesamt 100.000 Stück eigene Anteile (zu Anschaffungskosten von T€ 1.540). Die eigenen Anteile betragen insgesamt 3,24% (Vorjahr: 9,91%) des Grundkapitals. Der Marktwert der eigenen Anteile beträgt zum 31.12.2023 T€ 1.620 (Vorjahr: T€ 5.406).
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. März 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 20. März 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt € 1.550.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. In 2023 hat der Vorstand von der ihm erteilten Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals keinen Gebrauch gemacht. Somit beträgt das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag T€ 0.
Die gesetzlichen Rücklagen betragen zum 31.12.2023 wie im Vorjahr T€ 13.
Die Rücklage für die eigenen Anteile des Unternehmens umfasst die Anschaffungskosten der vom Konzern gehaltenen Anteile des Unternehmens. Am 31.12.2023 hielt der Konzern unverändert insgesamt 180.143 Stück eigene Aktien (zu Anschaffungskosten von T€ 3.465).
Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen T€ 4.919 (Vorjahr: T€ 4.390). Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen T€ 1.148 (Vorjahr: T€ 898).
Die Position umfasst langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 769 (Vorjahr: T€ 578) aus Risiken der Fondverwaltung sowie aus der Aufbewahrungspflicht.
| in T€ | Risiken aus Fonds verwaltung |
Belastende Verträge |
Aufbewah rungspflicht |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2023 | 541 | 34 | 3 | 578 |
| Zuführung | 247 | 3 | - | 250 |
| Auflösung | -22 | -37 | - | -59 |
| 31.12.2023 | 766 | - | 3 | 769 |
| kurzfristig | - | - | - | - |
| langfristig | 766 | - | 3 | 769 |
| Gesamt | 766 | - | 3 | 769 |
| in T€ | Risiken aus Fonds verwaltung |
Belastende Verträge |
Aufbewah rungspflicht |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2022 | 424 | - | 3 | 427 |
| Zuführung | 189 | 34 | - | 223 |
| 31.12.2022 | 541 | 34 | 3 | 578 |
| kurzfristig langfristig |
- 541 |
34 - |
- 3 |
34 544 |
| Gesamt | 541 | 34 | 3 | 578 |
Bei einer Vielzahl von verwalteten Fonds übt Axxion die Funktion des Asset-Managers aus. Das hauptsächliche und unmittelbar eintretende Risiko aus dieser Tätigkeit resultiert aus der Nichtbeachtung von gesetzlichen oder prospektualen Anlagegrenzen und aus Fehlern bei der Ordererteilung. Diese können durch menschliche Fehler, falsche Stammdaten im Datenhaushalt, der Zulieferung von fehlerhaften Daten, die zu Prüfungszwecken verwendet werden oder dem Versagen von Prüfungssystemen oder einer Kombination dieser Faktoren ausgelöst werden. Aufgrund der häufig großen Ordervolumen können hier je nach Kursveränderung der zugrundeliegenden Investitionsziele in kurzer Zeit hohe Verluste entstehen.
Die Rückstellung war bedingt durch drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.
Die Rückstellung enthält Verpflichtungen für die Aufbewahrung von Belegen, Handelsbriefen und -büchern sowie Jahresabschlüssen bzw. die Dokumentation bestimmter Geschäftsvorfälle.
Der Bilanzposten enthält laufende Ertragssteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 502 (Vorjahr: T€ 1.227).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am 31.12.2023 T€ 13.055 (Vorjahr: T€ 9.762). Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb von 3 Monaten fällig.
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialversicherung |
662 | 529 |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 621 | 415 |
| Verbindlichkeiten für: | ||
| Tantiemen | 576 | 522 |
| Ausstehende Rechnungen | 198 | 190 |
| Jahresabschluss-/ Prüfungs-/ Beratungskosten | 324 | 301 |
| ausstehender Urlaub und sonstige Personalkosten | 777 | 679 |
| Gesamt | 3.344 | 2.636 |
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| kurzfristig | 3.344 | 2.636 |
| langfristig | - | - |
Gesamt 3.344 2.636
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Zusammensetzung der latenten Steueransprüche in der Bilanz für jede Art von temporären Unterschieden:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | 1.650 | 1.443 |
| Aktive latente Steuern vor Saldierung | 1.650 | 1.443 |
| Saldierung | -1.637 | -1.419 |
| Aktive latente Steuern nach Saldierung | 13 | 24 |
Die Änderungen der latenten Steuern sind im Berichtsjahr und im Vorjahr jeweils erfolgswirksam erfasst worden.
Zusammensetzung der latenten Steuerschulden in der Bilanz für jede Art von temporären Unterschieden:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte | 1.629 | 1.419 |
| Finanzinstrumente | 9 | - |
| Passive latente Steuern vor Saldierung | 1.638 | 1.419 |
| Saldierung | -1.638 | -1.419 |
| Passive latente Steuern nach Saldierung | - | - |
Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 118 Mitarbeiter beschäftigt, im Vorjahr waren es 119. Diese unterteilen sich nach Gruppen wie folgt:
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 118 | 119 |
| Davon in den Segmenten | ||
| Fondsverwaltung | 98 | 96 |
| Verbriefung | 20 | 23 |
| Funktionen im Segment Fondsverwaltung | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Front Office | 20 | 18 |
| Back Office | 78 | 78 |
| Gesamt | 98 | 96 |
| Funktionen im Segment Verbriefung | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
| Front Office | - | 2 |
| Back Office | 20 | 21 |
| Gesamt | 20 | 23 |
Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten , einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige unwesentliche finanzielle Forderungen sowie andere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und sind in der folgenden Tabelle nicht enthalten. Deren Buchwert ist ein angemessener Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes. Es sind ebenso keine Angaben zum Zeitwert von Leasingverbindlichkeiten enthalten.
| 31.12.2023 | Beizulegender Zeitwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
||||||
| Kaufpreisforderung coraixx | AC | - | - | - | ||
| Darlehen UF Beteiligungs UG | AC | - | - | - | ||
| Wertpapiere | ||||||
| Investmentfondsanteile | FVTPL | 2.979 | 2.979 | 2.979 | ||
| Genussrechte | FVTPL | 2.508 | 2.508 | 2.508 | ||
| Zertifikate | FVTPL | 369 | 369 | 369 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
AC | 13.055 | ||||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 6.068 | ||||
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten |
AC | 1 |
| 31.12.2022 | Beizulegender Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Kategorie | Buchwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
|||||||
| Kaufpreisforderung coraixx | AC | 1.730 | 1.730 | 1.730 | |||
| Darlehen UF Beteiligungs UG | AC | 148 | 148 | 148 | |||
| Wertpapiere | |||||||
| Investmentfondsanteile | FVTPL | 965 | 965 | 965 | |||
| Genussrechte | FVTPL | 2.089 | 2.089 | 2.089 | |||
| Zertifikate | FVTPL | 306 | 306 | 306 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
AC | 9.762 | |||||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 5.288 | |||||
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten |
AC | 1 |
Das Finanzinstrument in der Stufe 2 umfasst Genussrechte an einer Beteiligungsgesellschaft. Die Genussrechte beinhalten schuldrechtliche Beteiligungen und werden auf Basis der erwarteten Ausschüttungen bewertet.
Die Kaufpreisforderung der coraixx war durch Verpfändung von Geschäftsanteilen an der Oaklet GmbH und UF Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt) abgesichert. Mit vertraglicher Vereinbarung vom 29. Dezember 2022 und mit Wirkung zum 2. Januar 2023 wurden diese Anteile von der capsensixx AG erworben. Der Kaufpreis für die Anteile wurde nicht durch unmittelbare Zahlung, sondern durch Anrechnung auf die Rückzahlung der Kaufpreisforderung beglichen.
Es erfolgten im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Umgruppierungen zwischen den Stufen 1 und 2.

Die capsensixx Gruppe hat folgende Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erzielt:
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertet werden |
565 | -87 |
| Finanziellen Vermögenswerte die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
-112 | -68 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
- | - |
| Summe | 454 | -154 |
Es haben sich folgende Änderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit ergeben:
| in T€ | 01.01.2023 | Tilgung | Neue Leasing verhältnisse |
Abgang | Umglie derung |
31.12.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten |
898 | -1.012 | 297 | - | 966 | 1.148 |
| Davon langfristige Leasingverbindlichkeiten |
4.390 | - | 1.495 | - | -966 | 4.919 |
| Gesamt | 5.288 | -1.012 | 1.792 | - | - | 6.068 |
| in T€ | 01.01.2022 | Tilgung | Neue Leasing verhältnisse |
Abgang | Umglie derung |
31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten |
861 | -905 | 44 | - | 898 | 898 |
| Davon langfristige Leasingverbindlichkeiten |
5.005 | - | 283 | - | -898 | 4.390 |
| Gesamt | 5.866 | -905 | 327 | - | - | 5.288 |
Der Konzern stuft gezahlte Zinsen im Zusammenhang mit den Leasingverbindlichkeiten als Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit ein.
Der capsensixx-Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus flüssige Mittel und kurzfristig fällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Schulden) mit dem Ziel, die Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit des Konzerns und die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur auf Monatsbasis.
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Buchmäßiges Eigenkapital | 24.325 | 24.735 |
| + Liquiditätskonten | 13.743 | 18.459 |
| + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.436 | 10.695 |
| ./. kurzfristige Verbindlichkeiten | -18.050 | -14.558 |
| Gesamt | 35.454 | 39.331 |
Als flüssige Mittel sieht die Gesellschaft die täglich fälligen Bankguthaben an. Bei den Verbindlichkeiten werden alle kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten berücksichtigt.
Der capsensixx-Konzern unterliegt folgenden finanziellen Risiken, die im Einzelnen wie folgt gesteuert werden:
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Der Konzern steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse.
Da die finanziellen Verpflichtungen der capsensixx aus der laufenden Geschäftstätigkeit kurzfristig zu begleichen sind, ist es für die capsensixx von zentraler Bedeutung, jederzeit über eine ausreichende Liquidität zu verfügen, um den finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Die capsensixx begegnet dem Liquiditätsrisiko durch zeitnahe Fakturierung, regelmäßige Überwachung und Bewertung der offenen Forderungen inkl. der Durchführung des Mahnwesens. Die Geschäftsleitung ermittelt durch eine Liquiditätsplanung den voraussichtlichen lang-, mittel- und kurzfristigen Liquiditätsbedarf. Mögliche Konzentrationen werden identifiziert und durch ausreichende Diversifikation der Refinanzierungsquellen und der Liquiditätspuffer begrenzt. Das Management erwartet, dass der Konzern seine finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
Nachfolgend werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 aufgeführt. Hierbei handelt es sich um nicht diskontierte Zahlungsströme:
| 31.12.2023 | 0-6 Monate | 6 Monate bis 1 Jahr |
1-5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|||||
| Leasingverbindlichkeiten | 622 | 593 | 4.325 | 736 | 6.276 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
13.055 | - | - | - | 13.055 |
| Summe | 13.678 | 593 | 4.325 | 736 | 19.331 |
Die vertraglichen undiskontierten Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2022 | 0-6 Monate | 6 Monate bis 1 Jahr |
1-5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|||||
| Leasingverbindlichkeiten | 481 | 478 | 3.246 | 1.302 | 5.507 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
9.762 | - | - | - | 9.762 |
| Summe | 10.244 | 478 | 3.246 | 1.302 | 15.269 |

Das Kreditrisiko bzw. das Adressausfallrisiko der capsensixx besteht darin, dass ihr ein finanzieller Schaden zugefügt werden könnte, wenn ein Schuldner seine Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in vollem Umfang erfüllt. Diese Finanzinstrumente, bei denen der Schuldner grundsätzlich ausfallen könnte, sind bilanziell in der Position flüssigen Mittel in der Form von Bar- und Sichteinlagen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Wertpapieren sowie in den kurz- und langfristigen finanziellen Forderungen enthalten. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.
Nach den Vorschriften des IFRS 9 müssen Wertberichtigungen in der Höhe der erwarteten Kreditverluste für Finanzinstrumente die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gebildet werden.
Flüssige Mittel bestehen in der Form von täglich fälligen Bar- und Sichteinlagen bei deutschen und luxemburgischen Banken. Diese sind durch einen Einlagensicherungsfonds gesichert, weshalb von der Bildung einer Risikovorsorge abgesehen wird.
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Basis einer Wertberichtigungsmatrix wie in Abschnitt A.3. beschrieben, berechnet. Auf Basis der Einschätzung des Managements von historisch sehr geringen Ausfallwahrscheinlichkeiten konnte von einer Bildung in 2023 und 2022 abgesehen werden. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese offenen Posten.
Konzentrationen von Risiken werden vermieden, indem die Gesellschaft Risikoeinstufungen für ihre Geschäftspartner vornimmt und Adresslimits für Produkte, Konditionen des Engagements und andere Faktoren vorgibt, die nicht überschritten werden dürfen.
Marktrisiken können grundsätzlich aus Währungskursrisiken, Zinsrisiken oder anderen Preisrisiken bestehen.
Wesentliche Länderrisiken bestehen nicht, da sich die Forderungen hauptsächlich auf in der
Bundesrepublik Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg ansässige Adressen beschränken. Der Konzern ist Währungsrisiken daher nur in äußerst geringem Umfang ausgesetzt.
Für den Konzern besteht das Marktrisiko hauptsächlich darin, dass finanzielle Vermögenswerte durch geänderte Marktpreise nicht in der erwarteten Höhe zu Zahlungsmittelzuflüssen führen. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung des Treasury und eine monatliche Berichterstattung an das Management. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.
Die Gesellschaft unterliegt dem Risiko von schwankenden Börsenkursen. Sinkende Börsenkurse haben tendenziell sinkende Kundenforderungen zur Folge, da die von der Gesellschaft erzielten Provisionserträge meist vom verwalteten Volumen abhängig sind. Dies wiederum wird durch sinkende Börsenkurse beeinflusst.
Daneben werden bei sinkenden Börsenkursen auch die beizulegenden Werte der von der Gesellschaft gehaltenen Wertpapiere und Genussrechte sinken. Als gegenläufigen Effekt zu den sinkenden Provisionseinnahmen sinken die von der Gesellschaft zu zahlenden Provisionsaufwendungen, da auch diese von Börsenkursen abhängig sind.
Die capsensixx hat per 31.12.2023 Assets under Management (AuA) i.H.v. 12,3 Mrd. € (Vorjahr: 11,3 Mrd. €). Daraus resultieren derzeit T€ 29.603 (Vorjahr: T€ 28.327) Nettoprovisionserlöse, was einer Nettomarge von 0,24% (Vorjahr: 0,25%) entspricht. Würden sich die AuA zukünftig in Folge von Kursveränderungen um 10% verändern, würde dies die Nettoprovisionserlöse in Höhe von T€ 2.962 beeinflussen. Bei einer Erhöhung / Verminderung der Börsenkurse um 10%, würde sich hinsichtlich der durch den Konzern gehaltenen Wertpapiere eine Auswirkung in Höhe von T€ + 308 / T€ - 308 (Vorjahr: T€ + 95 / T€ - 95) auf das Ergebnis und Eigenkapital des Konzerns ergeben.
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte | ||
| Davon Raum- und Stellplatz | 5.912 | 5.126 |
| Davon Kfz | 80 | 107 |
| Nutzungsrechte gesamt | 5.992 | 5.234 |
Die Zugänge an Nutzungsrechten im Jahr 2023 betrugen T€ 1.792 (Vorjahr: T€ 331).
| in T€ | 31.12.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | ||
| Davon kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 1.148 | 898 |
| Davon langfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.919 | 4.390 |
| Leasingverbindlichkeiten gesamt | 6.068 | 5.288 |
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Abschreibungen für Nutzungsrechte | ||
| Raum- und Stellplatz | 946 | 842 |
| Kfz | 86 | 86 |
| Gesamte Abschreibung | 1.032 | 928 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | 67 | 73 |
| Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (IFRS 16.6) | 57 | - |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge | 124 | 73 |
| Summe | 1.157 | 1.000 |
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen beliefen sich 2023 auf T€ 1.080 (Vorjahr: T€ 978).
Die Muttergesellschaft der capsensixx ist die PEH Wertpapier AG. Die capsensixx wird in den Konzernabschluss der PEH Wertpapier AG einbezogen, die gleichzeitig den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen bildet, dem die Gesellschaft als Tochterunternehmen angehört.
Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen im Konzern zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Im Rahmen dieser Geschäftsbeziehungen bieten wir die gleichen Dienstleistungen, die wir unseren Kunden im Allgemeinen erbringen.
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen nehmen Positionen in anderen Unternehmen ein, infolge derer sie maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik dieser Unternehmen haben.
| Werte der Geschäftsvorfälle |
||
|---|---|---|
| in T€ | 2023 | 2022 |
| PEH Wertpapier AG | 1.190 | 1.258 |
| Erträge aus Bestandscourtagen | 163 | 208 |
| Erträge aus gewährten Darlehen | 37 | - |
| Erträge aus IT-Dienstleistungen | 93 | 94 |
| Sonstige Dienstleistungen | 10 | 8 |
| Überlassung von Geschäftsräumen | 65 | 65 |
| Aufwendungen für Ausgabeaufschläge, Bestandscourtagen, Fondsmanagementleistungen |
821 | 882 |
| PEH Vermögensmanagement GmbH | 180 | 177 |
| Erträge aus IT-Dienstleistungen | 88 | 88 |
| Sonstige Dienstleistungen | 5 | 17 |
| Aufwendungen für Ausgabeaufschläge, Bestandscourtagen, Fondsmanagementleistungen |
87 | 72 |
| Gesamt | 1.370 | 1.435 |

Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Rudolf Locker, Schmitten, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Vorsitzender und unabhängiger Finanzexperte (Aufsichtsratsvorsitzender: btu beraterpartner Holding AG Steuerberatungsgesellschaft, Oberursel; PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main; Aufsichtsratsmitglied der PEH Wertpapier AG Österreich i.A., Wien, Österreich).
Gregor Langer, Kelkheim, Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main; PEH Wertpapier AG, Österreich i.A., Wien, Österreich).
Prof. Dr. Hermann Wagner, Frankfurt am Main, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater (Aufsichtsratsvorsitzender: Aareal Bank AG, Wiesbaden, Aufsichtsratsmitglied: Squadra Immobilien GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main; PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main).
In 2023 wurde eine Vergütung für den Aufsichtsrat i. H. v. T€ 40 (Vorjahr: T€ 40) bezahlt.
Martin Stürner, Frankfurt am Main, Kaufmann, Vorsitzender, einzelvertretungsbefugt. (Verwaltungsratsvorsitzender Axxion S.A., Grevenmacher, Luxemburg; Aufsichtsratsvorsitzender: Axxion Deutschland Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt am Main).
Constantin Stürner, Frankfurt am Main, Vorstandsmitglied (seit 15.02.2024). (Chief Operating Officer der PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main).
Die aktiven Vorstandsmitglieder der capsensixx haben kurzfristig fällige Leistungen zur Wahrung ihrer Aufgaben in der capsensixx in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) erhalten.

Es bestehen zum 31.12.2023 folgende Stimmrechtsanteile von nahestehenden Personen und Unternehmen an der capsensixx AG (soweit der capsensixx Mitteilungen vorliegen):
| Stimmrechtsanteil | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Name/Firma | Direkt gehalten |
Zurechnung | Gesamt | ||
| PEH Wertpapier AG, Frankfurt am Main | 89,26% | 89,26% |
| in T€ | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 83 | 70 |
| Andere Bestätigungsleistungen | - | - |
| Sonstige Leistungen | - | - |
| Gesamt | 83 | 70 |
Die als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses belaufen sich in 2023 auf T€ 83 (Vorjahr: T€ 70).
Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten basiert auf dem "Managementansatz". Danach erfolgt die externe Segmentberichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an die verantwortliche Unternehmensinstanz ("Chief Operating Decision Maker"). Im Konzern ist der Vorstand der capsensixx verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente und gilt entsprechend als verantwortliche Unternehmensinstanz.
Die capsensixx berichtet über zwei operative Segmente, die entsprechend der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, Marken, Vertriebswege und Kundenprofile eigenständig von segmentverantwortlichen Gremien geführt werden. Die capsensixx als Holding Gesellschaft ist selbst kein Teil eines Segments.
Die Geschäftsleitung hat sich dabei entschieden, die Segmente grundsätzlich nach der Art der erbrachten Dienstleistungen voneinander abzugrenzen. Hierzu werden die Dienstleistungen Fondsadministration und Verbriefung unterschieden.
Die Zusammensetzung der Segmente sowie deren Ergebnisentwicklung wird regelmäßig vom Vorstand der capsensixx überprüft, analysiert und kontrolliert und es werden ggfls. notwendigen Anpassungsmaßnahmen beschlossen.
Die Unternehmen des Segments Fondsadministration sind die Axxion S.A. inkl. navAXX S.A., IT4Funds S.A. und Axxion InvAG.
Das Segment Capital Markets & Corporate Services (Verbriefung) umfasst Beratungsleistungen im Bereich Financial Engineering, Verbriefungen und als regulierter Corporate Service Provider stellt er Direktoren- und Verwaltungsdienste für Firmenkunden in Luxemburg. Die Unternehmen Oaklet GmbH inklusive Oaklet S.A. bilden das Segment "Verbriefung".
Die beiden Segmente Fondsverwaltung und Verbriefung erbringen Dienstleistungen der Finanzbranche.
In 2023 existiert ein Großkunde (Vorjahr: zwei Großkunden), welche jeweils ein Volumen von mehr als 10% des Gesamtumsatzes ausgemacht haben. Es handelt sich dabei um Kunden mit einem Betrag von insgesamt T€ 21.097 (2022: T€ 31.067), die dem Segment "Fondsverwaltung" zuzurechnen sind.
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der capsensixx liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zu Grunde. Die capsensixx beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des EBITDA.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die den Segmenten zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zu den Segmentschulden alle kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten sowie wesentliche Rückstellungen. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
| 2023 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Fond verwaltung |
Verbriefung | Summe | Anpassung | Gesamt |
| Finanzergebnis | 2.541 | 529 | 3.071 | -2.227 | 843 |
| Finanzerträge | 2.668 | 531 | 3.200 | -2.182 | 1.017 |
| davon Zinserträge | 258 | 437 | 695 | 48 | 744 |
| Finanzaufwendungen | -127 | -2 | -129 | -45 | -174 |
| davon Zinsaufwendungen | -67 | -2 | -69 | - | -69 |
| Netto-Provisionserlöse | 26.524 | 5.674 | 32.198 | -2.595 | 29.603 |
| Mit fremden Dritten | 23.929 | 5.674 | 29.603 | - | 29.603 |
| mit anderen Segmenten | 2.595 | - | 2.595 | -2.595 | - |
| Segmentaufwendungen | - | ||||
| Personalaufwendungen | -10.671 | -3.106 | -13.777 | - | -13.777 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.681 | 106 | 1.786 | -79 | 1.707 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen |
-12.489 | -1.228 | -13.717 | 4.627 | -9.090 |
| Abschreibungen | -1.511 | -181 | -1.693 | - | -1.693 |
| Ergebnis aus at-equity Beteiligung |
- | - | - | 195 | 195 |
| Segmentergebnis | 6.075 | 1.793 | 7.868 | -79 | 7.789 |
| Ertragsteueraufwendungen | -1.618 | -586 | -2.204 | -1 | -2.205 |
| EBITDA | 5.045 | 1.445 | 6.490 | 2.148 | 8.638 |
| in T€ | Fond verwaltung |
Verbriefung | Summe | Anpassung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||||
| 01.01.2023 | 30.083 | 9.432 | 39.515 | 4.712 | 44.228 |
| 31.12.2023 | 34.913 | 7.660 | 42.573 | 5.490 | 48.063 |
| Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten Nach der Equity-Methode |
2.601 | 100 | 2.701 | - | 2.701 |
| bilanzierte Finanzanlagen Schulden |
- | - | - | 846 | 846 |
| 01.01.2023 | 17.793 | 1.489 | 19.281 | 211 | 19.492 |
| 31.12.2023 | 22.166 | 1.134 | 23.300 | 438 | 23.738 |
| 2022 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Fond verwaltung |
Verbriefung | Summe | Anpassung | Gesamt |
| Finanzergebnis | 1.953 | 101 | 2.053 | -2.188 | -135 |
| Finanzerträge | 2.042 | 207 | 2.249 | -1.995 | 253 |
| davon Zinserträge | 12 | 169 | 182 | - | 182 |
| Finanzaufwendungen | -89 | -106 | -195 | -193 | -388 |
| davon Zinsaufwendungen | -83 | -3 | -86 | - | -86 |
| Netto-Provisionserlöse | 23.488 | 5.696 | 29.184 | -858 | 28.327 |
| Mit fremden Dritten | 22.630 | 5.696 | 28.327 | - | 28.327 |
| mit anderen Segmenten | 858 | - | 858 | -858 | - |
| Segmentaufwendungen | - | ||||
| Personalaufwendungen | -9.046 | -2.775 | -11.821 | - | -11.821 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.380 | 48 | 1.428 | -640 | 788 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen |
-9.253 | -886 | -10.139 | 3.132 | -7.006 |
| Abschreibungen | -1.368 | -156 | -1.524 | - | -1.524 |
| Segmentergebnis | 7.153 | 2.028 | 9.181 | -554 | 8.627 |
| Ertragsteueraufwendungen | -1.882 | -637 | -2.519 | 14 | -2.505 |
| EBITDA | 6.569 | 2.083 | 8.652 | 1.634 | 10.286 |
| in T€ | Fond verwaltung |
Verbriefung | Summe | Anpassung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||||
| 01.01.2022 | 90.407 | 8.215 | 98.622 | 1.675 | 100.297 |
| 31.12.2022 | 30.083 | 9.432 | 39.515 | 4.712 | 44.228 |
| Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
1.252 - |
67 - |
1.319 - |
- - |
1.319 - |
| Schulden 01.01.2022 |
79.388 | 1.663 | 81.051 | -1.366 | 30.795 |
| 31.12.2022 | 17.793 | 1.489 | 19.281 | 211 | 19.492 |
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
Die capsensixx AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und jeweils auf ihrer Homepage dauerhaft unter "Investor Relations" öffentlich zugänglich gemacht (https:// www.capsensixx.de/berichte/).
Frankfurt am Main, 08. Mai 2024
Vorstand Vorstand
Martin Stürner Constantin Stürner
An die capsensixx AG, Frankfurt am Main
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der capsensixx AG, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft.
Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) der capsensixx AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht er-streckt sich nicht auf den Inhalt der unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Be-standteile des zusammengefassten Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSS-PRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europa-rechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Wir haben den folgenden Sachverhalt als den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist:
Die in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 im Posten "Finanzinstrumente und sonstige finanziellen Vermögenswerte" ausgewiesenen Genussrechte betragen TEUR 2.508 (Vorjahr TEUR 2.089) und damit 5,2 % (Vorjahr 4,7 %) der Bilanzsumme. Die Genussrechte werden gemäß IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (fair value through profit or loss) bilanziert.
Die Ermittlung des jeweiligen beizulegenden Zeitwerts ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, der Diskontierungssätze sowie weiterer Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben der capsensixx AG zu dem im Posten "Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesenen und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Genussrecht sind in den Abschnitten "A.3. Grundlagen der Bilanzierung und Bewertung" im Unterabschnitt "Finanzielle Vermögenswerte", "A.4. Schätzungen und Ermessensausübungen" im Unterabschnitt "Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes", "C.6. Finanzinstrumente und sonstige
finanzielle Vermögenswerte" sowie "D.3. Finanzinstrumente" des Konzernanhangs enthalten.
Im Rahmen unseres Prüfungsansatzes haben wir zunächst eine Risikoeinschätzung in Bezug auf die von der Gesellschaft ausgewiesenen Genussrechte vorgenommen. Auf Basis dieser Risikoeinschätzung haben wir uns im Rahmen der Prüfungshandlungen zum internen Kontrollsystem zu-nächst ein Verständnis über den Bewertungsprozess zur Ermittlung des beizulegenden Werts verschafft.
Anschließend haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen zur Angemessenheit des Bewertungsmodells sowie der wesentlichen Bewertungsparameter und -annahmen vorgenommen.
Dabei haben wir die zur Bewertung herangezogenen Unterlagen, insbesondere die bei der Ermittlung der vertraglich fixierten Zahlungsströme verwendeten Inputparameter mit dem zugrundeliegenden Vertrag abgeglichen. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der durchgeführten Bewertung geprüft.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische

Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich an-gesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "capsensixx_AG_KA_2023.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen der IDW Qualitätsmanagementstandards, die die International Standards on Quality Management des IAASB umsetzen, angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Konzernabschlussprüfer der capsensixx AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht — auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen — sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Tobias Bordt.
Frankfurt am Main, 13. Mai 2024
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Schmidt gez. Bordt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 08. Mai 2024
Vorstand Vorstand
Martin Stürner Constantin Stürner
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