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2G Energy AG — Audit Report / Information 2011
Apr 24, 2012
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Audit Report / Information
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Kennzahlen
| Ertragslage | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Konzernjahresüberschuss | 13.602 | 6.471 |
| Betriebsergebnis | 19.415 | 9.688 |
| Finanzergebnis | 65 | -290 |
| Konzernjahresüberschuss vor Abschreibungen, Zins aufwand und Ertragsteuern (EBITDA) |
20.843 | 10.524 |
| Konzernjahresüberschuss vor Zinsergebnis und |
||
| Ertragsteuern (EBIT) | 19.499 | 9.670 |
| Rentabilität in % | ||
| Umsatzrentabilität | 11,8 | 10,5 |
| Eigenkapitalrentabilität | 35,6 | 26,3 |
| Gesamtkapitalrentabilität | 23,4 | 19,6 |
| Aufwands-/Ertragsstruktur | ||
| Umsatz | 167.321 | 91.855 |
| Veränderung in % | 82,2 | 79,7 |
| Betriebsleistung | 176.828 | 98.647 |
| Materialaufwand Materialintensität in % |
132.851 75,3 |
75.173 76,7 |
| Personalaufwand Mitarbeiter im Ø Personalintensität in % |
11.746 237 6,7 |
7.319 168 7,5 |
| Abschreibungen | 1.338 | 854 |
| Ertragsteuern | 5.878 | 2.926 |
| Finanzlage | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Bilanzsumme | 84.206 | 49.353 |
| Vermögensstruktur | ||
| Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweite rung des Geschäftsbetriebs |
0 | 109 |
| Anlagevermögen Sachanlagenintensität |
14.791 9,9 |
11.702 10,7 |
| Umlaufvermögen Umschlagshäufigkeit |
68.770 | 37.185 |
Vorräte |
8,9 | 6,5 |
Forderungen |
8,2 | 5,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 344 | 159 |
| Aktive latente Steuern | 302 | 198 |
| Kapitalstruktur | ||
| Eigenkapital | 38.177 | 24.574 |
| Eigenkapitalquote in % | 45,3 | 49,8 |
| Working Capital Finanzierung |
25.307 | 14.906 |
| Investitionen in Anlagen | 4.054 | 2.592 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus | ||
| laufender Geschäftstätigkeit | 24.648 | 402 |
| Investitionstätigkeit | -4.244 | -1.691 |
| Finanzierungstätigkeit | 473 | 3.537 |
| Veränderung Liquidität | 20.877 | 2.248 |
Inhalt
| Vorwort 4 | |
|---|---|
| Die 2G Aktie 8 | |
| Bericht des Aufsichtsrats 12 | |
| Geschäftsjahr 2011 | |
| Konzernlagebericht der 2G Energy AG 14 |
|
| Konzernbilanz der 2G Energy AG 28 |
|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der 2G Energy AG 30 |
|
| Konzernanhang der 2G Energy AG 32 |
|
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 48 |
|
| Impressum 49 | |
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
im Geschäftsjahr 2011 ist die 2G Energy AG erneut deutlich gewachsen und hat ihre Marktanteile weiter ausgebaut. Mit einem Umsatz von 167,3 Mio. Euro und einem erneut überproportional gestiegenen operativen Ergebnis (EBIT) von 19,5 Mio. Euro können wir auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte zurückblicken. Der Umsatz konnte zwischen den Jahren 2009 und 2011 um 227 Prozent, das operative Ergebnis um 396 Prozent gesteigert werden.
Der Blick auf diese Erfolge erfüllt uns insbesondere mit Stolz, da wir trotz der enormen Ausweitung der Produktionskapazitäten und der deutlichen Personalaufstockung die Ergebnisqualität nie aus den Augen verloren haben und diese beständig verbessern konnten. Seit 2009 stieg unsere EBIT-Marge, bezogen auf den Umsatz, kontinuierlich, von anfangs 7,6 Prozent auf zuletzt 11,8 Prozent im letzten Jahr. Noch besser zu werden, bleibt trotzdem unser erklärtes Ziel für die kommenden Jahre. Wir werden oft nach den Gründen für diesen Erfolg gefragt. Für uns liegen diese klar auf der Hand. Das ist einmal unser junges und engagiertes Team, unsere Technologien, die uns im Markt durch einen erhöhten Kundennutzen ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen, und nicht zuletzt unsere Börsenpräsenz, die uns ermöglichte und ermöglicht, in die Ausweitung unseres Geschäfts zu investieren.
Es kommt auf die richtigen Weichenstellungen an
Entscheidend ist jedoch, dass wir die Weichen für unsere Zukunft richtig stellen. Wir wollen langfristig ein nachhaltiges und solides Wachstum zeigen und sind nicht getrieben davon, dieses für kurzfristige Erfolge aus den Augen zu verlieren. Dabei wollen wir die Chancen, die im jungen und stark wachsenden Markt der Kraft-Wärme-Kopplung zu erwarten sind, zu unseren Gunsten nutzen, auch wenn es dazu in einigen Ländern eines etwas längeren Atems bedarf.
Vorausschauend haben wir in den letzten Jahren die Produktionskapazitäten ausgebaut und dabei auch immer auf eine ausreichende Reserve für
weiteres Wachstum geachtet. Gleichzeitig wurden nachhaltige technologische Entwicklungen und der Schritt in viele neue Auslandsmärkte vorangetrieben. So konnten wir uns in wenigen Jahren von einem Handwerksbetrieb zu einem innovativen Industrieunternehmen entwickeln. Dabei war es immer unser Bemühen, die Vorteile beider Unternehmensformen zu verbinden: solide finanziert mit flachen Strukturen und einer regionalen Verbundenheit, Hand in Hand mit strukturierten Prozessen und einer internationalen Ausrichtung.
Das laufende Geschäftsjahr 2012 steht im Zeichen, das Unternehmen insgesamt auf die kommenden Jahre vorzubereiten und mit weiterem Wachstum 2G zu einem Global Player zu machen. Unsere Vision ist, dass unser Unternehmen eine feste Größe im weltweiten Markt der Kraft-Wärme Kopplung wird und auch bleibt. Dabei ist uns bewusst, dass diese Ziele nicht kurzfristig zu erreichen sind und noch sehr viel Engagement erfordern werden.
In den vergangenen Jahren kam der überwiegende Teil der Nachfrage nach 2G Anlagen aus dem Inland. Insbesondere im Jahr 2011 verzeichneten wir einen regelrechten Ansturm auf Biogasanlagen für den deutschen Markt, bedingt durch die Änderung des EEG zum 01.01.2012. So war für uns klar, dass dieser Vorzieheffekt einen nachhaltigen Einfluss auf die Nachfragesituation des laufenden Jahres haben wird. Bereits frühzeitig lag unser Fokus darauf, durch Internationalisierung unabhängiger von nationalen Märkten zu werden. Die Richtigkeit dieser Strategie zeigt uns aktuell eine steigende Nachfrage aus dem Ausland, sowohl für Biogas als auch für Erdgas.
Strategisch standen 2011 die Auslandsexpansion…
2G hat im abgelaufenen Jahr seine Position im internationalen Markt gezielt ausgebaut. Neben der spanischen Vertriebsgesellschaft wurden neue Tochtergesellschaften in Italien, England und Polen ins Leben gerufen sowie Verbindungsbüros in der Türkei und Frankreich eingerichtet. Parallel dazu konnten die jeweiligen nationalen Vertriebs- und Serviceteams aufgebaut werden. In den USA wurde der Unternehmensteil an der Vertriebsgesellschaft 2G Cenergy Power Systems
Der Vorstand: Christian Grotholt (Mitte), Ludger Holtkamp (links) und Peter J. Bergsteiner.
Technologies Inc. von 24 auf 49 Prozent aufgestockt und die Gründung der 2G Manufacturing Inc., einer eigenen Produktionsgesellschaft mit Sitz in Florida, vorbereitet. Aktuell ist, nach der Gründung der Gesellschaft im Februar 2012, der Aufbau der eigenen Produktion für den nordamerikanischen Raum in vollem Gang. Bereits im Juni dieses Jahres soll die erste 2G Anlage "Made in USA" an den Kunden geliefert werden. Hier geht es um die Präsenz in einem stark wachsenden und aussichtsreichen Markt anfänglich in Nordamerika, aber langfristig sehen wir auch große Absatzmöglichkeiten in Zentral- und Südamerika. Bereits im Geschäftsjahr 2011 war die 2G Cenergy Inc. mit einem Auftragseingang von 21 Mio. US-Dollar sehr erfolgreich unterwegs und wir gehen davon aus, dass dies erst der Startschuss ist.
Insgesamt betrachtet ist unsere Auslandsexpansion erheblich voran geschritten, was sich auch in Bestellungen aus Ländern, in denen wir bislang noch nicht vertreten waren, zeigt. Aber auch aus Regionen, in denen bereits 2G Anlagen laufen, treffen neue Bestellungen ein. Anfang dieses Jahres konnten wir einen Vertrag über den Vertrieb von 2G Anlagen in Russland abschließen. Um in dieser, aufgrund niedriger Gas- und hoher Strompreise, ebenfalls hochattraktiven Region zeitnah präsent zu sein, ist für uns die Einbeziehung einer erfahrenen russischen Vertriebsgesellschaft die aussichtsreichste Lösung.
Bei der ganzen Auslandsexpansion nicht unerwähnt bleiben sollen aber auch unsere deutschen Niederlassungen, im Süden in Amerang bei München und im Norden in Hamburg. Der Einsatz der Mitarbeiter vor Ort hat nicht unwesentlich zum Erfolg des Jahres 2011 beigetragen. Insgesamt ist das dezentrale Konzept so erfolgreich, dass noch in diesem Jahr zwei neue Niederlassungen folgen sollen, eine für den Südwesten Deutschlands und eine im Umland von Berlin. Dezentralität bringt nicht nur Vorteile bei der Energieversorgung sondern auch beim Vertrieb und dem Service von 2G.
…und technologische Entwicklungen im Vordergrund
2G war immer schon bewusst, dass die Technologieführerschaft der beste Weg ist, um sich vom Wettbewerb abgrenzen zu können. Schon seit der Gründung sind der technologische Fortschritt und die Weiterentwicklung unserer Produkte ein erklärtes Ziel. Viele Entwicklungen waren anfangs nicht mehr als Visionen, wurden aber immer mehr zur Realität. Antrieb für uns ist stets der Kundennutzen und die Umweltfreundlichkeit, denn über sie definiert sich die Wahrnehmung unseres Unternehmens, die Abgrenzung zum Wettbewerb und schlussendlich der Unternehmenserfolg. Deshalb ist Forschung & Entwicklung ein zentrales Element der Unternehmensstrategie und schafft den notwendigen Vorsprung. Unsere BHKW lassen sich nicht nur mit Erdgas und Biogas, sondern auch mit anderen Schwachgasen wie Deponie-, Klär- oder Grubengas betreiben, sind also extrem vielseitig einsetzbar. Sogar Synthesegas oder Wasserstoffanwendungen sind denkbar.
Der Kundennutzen bestimmt sich entscheidend durch die Effizienz der Anlagen. So arbeitet unsere Baureihe mit den derzeit höchsten verfügbaren elektrischen Wirkungsgraden bei ebenfalls ausgezeichneter Wärmenutzung. Den jüngsten Erfolg unserer Entwicklungsarbeit und unserer führenden technologischen Position im Bereich der Gasmotoren bis 500 kW elektrischer Leistung haben wir zuletzt auf der Hannover Messe im April 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. Maßstäbe setzt seitdem unser neuestes 6-Zylinder Modul der Baureihe, der 406, mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 42,5 Prozent. Der hier zum Einsatz kommende Gasmotor wurde in den letzten zweieinhalb Jahren von unserer Tochtergesellschaft, der 2G Drives GmbH, konzipiert und zeichnet sich durch eine noch effizientere Verbrennung und deutlich verringerte Wärmeverluste aus.
Höhere Wirkungsgrade führen beim Endkunden unmittelbar zu einer spürbaren Senkung beim Primärenergieeinsatz bei konstanter Leistungsabgabe. Deshalb laufen unsere Entwicklungsarbeiten zur Optimierung der Gasmotoren auch weiterhin auf Hochtouren. 2G hat das klare Ziel, die technologisch führende Position zu behalten und weiter auszubauen.
Das Erfolgsrezept ist also, den Kunden und seine Belange in den Mittelpunkt zu stellen. Das gilt auch für die Zeit nach der Inbetriebnahme einer Anlage, wenn unser dezentral organisiertes Servicenetzwerk eine schnelle und direkte Unterstützung bei Wartung und Störungen bietet. Ein Angebot, das von vielen Kunden in Form langlaufender Vollwartungsverträge in Anspruch genommen wird, was die kontinuierlich steigenden Umsatzerlöse aus Servicedienstleistungen belegen.
Im Geschäftsverlauf 2012 werden sich einige bewusste Veränderungen zeigen
Im ersten Quartal 2012 hat 2G den Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 11,9 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro deutlich ausgeweitet und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 0,8 Mio. Euro nach 0,4 Mio. Euro im Vorjahr erzielt. Der Auftragsbestand liegt zugleich jedoch mit 61,1 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 67,0 Mio. Euro. Das bestätigt uns darin, dass 2012 ein Jahr sein wird, das wir bewusst als Jahr der strategischen Weichenstellungen nutzen können, um noch unabhängiger von nationalen Gegebenheiten zu werden. Andererseits verändert sich unser Geschäft auch zunehmend. So sind die Vorlaufzeiten bis zum Abschluss eines Neuauftrages deutlich gestiegen. Genehmigungsverfahren in anderen Ländern, Ausschreibungen lukrativer Aufträge oder die Vergabe von Projekten im wachsenden Erdgasgeschäft dauern wesentlich länger, als wir es noch von deutschen Biogasprojekten gewohnt sind. Der Erfolg unserer Arbeit stellt sich deshalb oftmals erst mit einer erheblichen Zeitverzögerung ein. Das sind die Gründe, warum eine Planung auf Jahressicht zwischenzeitlich mit großen Unsicherheiten behaftet ist, uns aber nicht von den Zielvorgaben für die kommenden Jahre abweichen lässt.
Das gesamte 2G Team ist deshalb unverändert mit allen Kräften darauf konzentriert, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Entscheidend ist hierbei nach den Jahren stürmischen Wachstums, im laufenden Geschäftsjahr 2012 die Positionierung auf allen Märkten zu stärken und Technologien weiterzuentwickeln. Darüber hinaus werden die innerbetrieblichen Abläufe und die Produktionskapazitäten auf das Wachstum der kommenden Jahre ausgerichtet. Hier liegt in ruhigeren Zeiten
die große Chance, durch Optimierung und Innovation gestärkt in die Zukunft zu gehen.
Bereits im laufenden Geschäftsjahr 2012 profitieren wir von der stärkeren Diversifizierung. Der rückläufigen Nachfrage des deutschen Biogasmarktes begegnen wir mit einem wachsenden Umsatz bei Erdgas KWK-Anlagen, Anwendungen für weitere Gase und der Auslandsexpansion. Erfolgreich unterwegs ist 2G auch bei der Erweiterung des Vertriebsnetzes. So konnten wir im Februar 2012 eine Kooperation mit der HOCHTIEF Energy Management, einem Unternehmen der HOCHTIEF Solutions AG, sowie der Augsburger Leasing AG vermelden. Erfolgreich waren wir im ersten Quartal des Jahres, wie bereits erwähnt, bei der Suche nach einem Vertriebspartner für Russland.
Mit Blick über den kurzfristigen Horizont hinaus bleibt unser Ziel, ab 2015 jährlich 1.500 Anlagen abzusetzen. Dies würde einer Verdoppelung der Produktion gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 entsprechen.
Wir werden mittlerweile ganz anders wahrgenommen
Für unsere Aktie, die schon eine gute Kursentwicklung gezeigt hat, erhoffen wir uns langfristig weiteres Potential. Noch vor 2 Jahren war 2G kaum auf dem Radarschirm der Fonds, Versicherungen und großer Vermögensverwalter vertreten. Viele Gespräche und die Kurs- und Umsatzentwicklung der 2G Aktie haben aber gezeigt, dass sich die Wahrnehmung unseres Unternehmens sehr positiv verändert hat.
Nun wollen wir den Kurszuwachs der letzten Jahre mit einer direkten Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg verbinden. Erstmals für das Geschäftsjahr 2011 planen wir, eine Dividende auszuschütten. Unseren Aktionären werden wir deshalb zur Hauptversammlung im August vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,37 Euro je Aktie zu zahlen. Dieser Vorschlag soll den ersten Schritt zu einer langfristig angelegten Dividendenpolitik darstellen. Wir gehen davon aus, dass unsere Dividendenpolitik mittelfristig zu einer hohen Stabilität im Kursverlauf beitragen wird und neue Anlegerkreise anspricht.
Eine andere Form der Wahrnehmung erfahren wir auch bei Kunden, Lieferanten, unseren Geschäftspartnern und den Mitbewerbern. Wir haben das Wachstum der letzten Jahre gebraucht, um eine Unternehmensgröße zu erreichen, mit welcher wir anerkannt und ernst genommen werden. Aus die ser Position heraus ist es wesentlich leichter, unser Geschäft im In- und Ausland weiter voranzutreiben.
Ein herzlicher Dank an alle, die unseren Erfolg ermöglichen und begleiten
Am Anfang stand die Überzeugung, dass die Kraft-Wärme-Kopplung eine große Zukunft hat. Wir hatten zudem klare Vorstellungen über die technologische Entwicklung und die Einsatzgebiete. Die ersten Jahre nach der Unternehmensgründung haben dem damals noch kleinen Team enorm viel abverlangt und selbstverständlich kam auch das Quäntchen Glück dazu.
Unser Team ist auch heute noch der Motor unseres Wachstums und Erfolgs. Dabei ist der persönliche Einsatz jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters entscheidend. Unserer Belegschaft gilt deswegen ein besonders herzlicher Dank. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre das alles nicht möglich gewesen.
Unser Dank gilt aber auch unseren Aktionären und Geschäftspartnern. Sie haben uns über die letzten Jahre unterstützt und eng begleitet. Bleiben Sie weiter dabei und lassen Sie uns gemeinsam unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen. Wir sind uns sicher, die kommenden Jahre werden ebenfalls herausfordernd, spannend und ertragreich!
Heek, im Mai 2012 2G Energy AG
Mit freundlichen Grüßen
Christian Grotholt Vorstandsvorsitzender
Die 2G Aktie
Weiter auf Wachstumskurs
Nach einem Kursanstieg von 41,7 % im Vorjahr hat die 2G Aktie im Geschäftsjahr 2011 eine noch bessere Performance an den Tag gelegt. Sie notierte Anfang Januar bei 11,55 Euro und schloss am letzten Handelstag des Jahres 2011 bei 24,10 Euro, dies entspricht einem Anstieg von 108,7 %. Der Jahrestiefstkurs lag bei 10,70 Euro im Februar und die höchste Notierung bei 27,07 Euro im Oktober 2011.
Positiv aus Sicht der Investoren war jedoch nicht nur der Kursverlauf. Lebhaft zeigte sich die 2G Aktie auch im Börsenhandel mit durchschnittlich 18.923 (Vj: 20.498) Aktien pro Tag bei einem Spitzenwert von 109.812 (Vj: 185.256) gehandelten Stück Anfang August 2011. Insgesamt lag das Handelsvolumen in 2011 bei 4.863.256 Aktien (Vj: 5.254.362) – und diese Zahlen berücksichtigen nur das Handelsvolumen auf Xetra, der elektronischen Handelsplattform – darüber hinaus wurden die 2G Papiere auch auf dem Frankfurter Parkett rege gehandelt. Während das Handelsvolumen in Stück um 7,4 % unter dem Vorjahreswert lag, wurde es in Euro betrachtet vor dem Hintergrund des deutlich höheren Kurses maßgeblich ausgeweitet.
Die starke Kursentwicklung zeigt sich auch in der Marktkapitalisierung. Demnach hat die Börse 2G am Jahresanfang mit 51,2 Mio. Euro, beim Jahreshöchststand mit 119,9 Mio. Euro und zum Jahresende 2011 mit 94,1 Mio. Euro bewertet.
Im allgemein schwierigen Kapitalmarktumfeld war 2G Outperformer
Das Börsenjahr 2011 war geprägt von den Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum und zeigte dementsprechend nach einer in der ersten Jahreshälfte noch optimistischen Stimmung eine deutliche Eintrübung. Anfang Juli brachen die Märkte dramatisch ein, schlechte Nachrichten in Zusammenhang mit der Stabilitäts- und Schuldenkrise in Europa führten zu volatilen Märkten und zunehmend zu Kursverlusten. Der Dax, zu Jahresbeginn noch bei 6.989 Punkten, verlor bis zum Jahresende rund 16 % seines anfänglichen Wertes, ebenso mussten MDAX, SDAX und TecDAX deutliche Rückschläge verbuchen. Im Entry Standard entwickelten sich sowohl der Kursindex mit minus 35 % als auch der Entry All Share Index mit minus 19 % negativ. Von diesem Umfeld konnte sich die 2G Ak-
Quelle: www.finanzen.net
tie mit ihrer Kursentwicklung positiv abheben und zählte im Jahresverlauf zu den stärksten Aktien auf dem deutschen Kurszettel.
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur bleibt im Berichtsjahr unverändert. 41,1 % des Grundkapitals der 2G befinden sich nach wie vor im Freefloat, wozu neben vielen privaten Aktionären auch verstärkt institutionelle Anleger zählen. Die übrigen Anteile in Höhe von 58,9 % werden von den beiden Firmengründern Ludger Gausling und Christian Grotholt, den beiden "G" gehalten. Als Vorstandsvorsitzender der 2G Energy AG hat Christian Grotholt deshalb nicht nur die langfristige Unternehmensentwicklung, sondern auch eine positive Performance der Aktie fest im Blick.
Veränderte Wahrnehmung in den Medien
Die Berichterstattung über 2G hat deutlich zugenommen. Einige auflagenstarke Börsenzeitschriften berichten schon seit längerem regelmäßig über die Unternehmensentwicklung, während andere maßgebliche Finanzmarktpublikationen erstmals auf 2G aufmerksam wurden und über das Unternehmen berichteten. In vielen Fällen begegnete man 2G zunächst mit Erstaunen, da die betreffenden Journalisten erst durch das rasante Wachstum auf das Unternehmen aufmerksam wurden.
Die Grundlage für eine positive Zusammenarbeit, sowohl mit den Journalisten als auch den Investoren, ist und bleibt eine offene und transparente Informationspolitik, die bewusst über die Anforderungen des Entry Standard hinaus geht und
permanent weiterentwickelt wird. Während beispielsweise erst ab dem nächsten Jahr eine umfangreiche Halbjahresberichterstattung für Entry-Standard Unternehmen gefordert wird, ist diese bei 2G schon seit dem Jahr 2007 gelebte Praxis. Auch zu den Quartalszahlen nimmt 2G regelmäßig Stellung.
Bewertungen der Analysten führten stets zu neuen Kurszielen
2G wird kontinuierlich von Analysten der Warburg Research GmbH, eines Unternehmens der Warburg Gruppe, bewertet. Im Berichtsjahr 2011 bestätigte Warburg Research die positive Entwicklung der 2G Aktie und bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit mehrfachen Anhebungen des Kursziels von zunächst 17,00 Euro bis auf 35,00 Euro. Besonders positiv bewerteten die Analysten, dass das starke Umsatzwachstum von 2G nicht zu Lasten der Profitabilität ging, sondern diese sogar nochmals gesteigert werden konnte.
Auch die Analysten der First Berlin Equity Research GmbH bewerteten die Entwicklung von 2G deutlich positiv und bestätigten zuletzt Anfang Dezember 2011 ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 33,00 Euro, die Anfang 2012 zuerst auf 35,00 Euro und später nochmals auf 39,00 Euro angehoben wurde.
| WKN/ISIN | A0HL8N / DE000A0HL8N9 | ||
|---|---|---|---|
| Marktsegment | Entry Standard (Open Market) | ||
| 2011 | 2010 | ||
| Grundkapital in EUR |
4.430.000 | 4.430.000 | |
| Höchstkurs in EUR |
27,07 | 14,09 | |
| Tiefstkurs in EUR |
10,70 | 7,10 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR |
2,98 | 1,46 | |
| KGV zum 31.12. |
8,1 | 8,2 |
Im neuen Geschäftsjahr 2012 hielt der starke Trend zunächst an
Im laufenden Geschäftsjahr 2012 setzte sich die sehr positive Kursentwicklung der 2G Aktie rasant fort, vor allem im ersten Quartal. So stieg die Aktie von 24,67 Euro zu Jahresbeginn bis auf den bisherigen Höchststand von 40,30 Euro Anfang April.
Die positive Entwicklung der 2G Aktie wurde untermauert durch Meldungen zu der erfolgreichen Expansion in das Ausland, der Ausweitung des Vertriebsnetzes, dem Ausbau der Produktionskapazitäten am Stammsitz und auch in den USA sowie den Umsatz- und Ergebnissteigerungen im ersten Quartal. Im Rahmen schwächerer Börsen bei wieder auflebenden Sorgen um einen Verbleib Griechenlands im Euro, die Entwicklung anderer südeuropäischer Länder sowie die Folgen der Wahl in Frankreich geriet auch die 2G Aktie im April und Mai unter Druck. Getreu dem Motto "alte Höchststände sind dazu da, diese zu übertreffen" werden das Unternehmen und die Geschäftsleitung versuchen, ihren Beitrag zu einem stabilen Aktienkurs zu leisten.
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat der 2G Energy AG hat die Arbeit des Vorstands auch im Geschäftsjahr 2011 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der 2G Energy AG, insbesondere auch über die allgemeine Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat war in allen Entscheidungen eingebunden, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren.
Im Geschäftsjahr 2011 fanden unter Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 110 Abs. 3 Satz 2 AktG drei Aufsichtsratssitzungen statt und zwar am 9. Februar, 6. Juni und 21. Juli. An diesen Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Die Bildung von Ausschüssen war nicht erforderlich. In diesen Aufsichtsratssitzungen wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter Teilnahme des Vorstands anhand der Berichte und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich erörtert.
Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informiert.
So war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle Geschäftslage und Geschäftsvorgänge von größerer Bedeutung der 2G Energy AG informiert. Damit hat der Aufsichtsrat der 2G Energy AG sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen.
Beratungsschwerpunkte
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 9. Februar 2011 waren unter anderem der Erwerb eines weiteren bebauten Grundstücks in Heek für den Ausbau des Servicebereiches.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 6. Juni 2011 waren insbesondere die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 und die Umfirmierung in 2G Energy AG. In dieser Aufsichtsratssitzung wurden zugleich der Jahresabschluss 2010 und der Konzernabschluss 2010 festgestellt und die ordentliche Hauptversammlung 2011 vorbereitet.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 21. Juli 2011 waren die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr, die Errichtung einer weiteren Halle mit 3.000 qm in Heek sowie die Expansion in England und Polen durch Gründung der 2G Energy Ltd, UK, und der 2G Polska Sp. z o.o., Polen, die weitere Expansion in den USA durch die Aufstockung der Beteiligung an der 2G Cenergy Power Systems Technologies Inc. sowie die Errichtung einer eigenen Produktionsgesellschaft in den USA. Die letztgenannten Punkte waren auch Gegenstand von gesonderten Beschlussfassungen am 1. September (Gründung 2G Energy Ltd, UK und 2G Polska Sp. z o.o., Polen) und 18. November 2011 (Aufstockung der Beteiligung an der 2G Cenergy Power Systems Technologies Inc.).
Jahresabschluss 2011
Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der 2G Energy AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die von der Hauptversammlung am 21. Juli 2011 zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Regensburg, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der 2G Energy AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und auch für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.
Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 29. Mai 2012. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 20.915.816,41 Euro bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 9.150.786,17 Euro und einem Jahresüberschuss in Höhe von 11.765.030,24 Euro eine Dividende in Höhe von 1.639.100,00 Euro, d. h. 0,37 Euro je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz für das Unternehmen.
Heek, im Mai 2012
Der Aufsichtsrat
Dr. Lukas Lenz Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernlagebericht der 2G Energy AG
A. Der 2G Konzern
Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur
Die 2G Energy AG Unternehmensgruppe ist ein führender Anbieter von Anlagen zur dezentralen Energieversorgung. Das Unternehmen bietet mit der Entwicklung, der Produktion und Installation von Blockheizkraftwerken (BHKW) ganzheitliche Lösungen im wachsenden Markt der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Umfassende Servicedienstleistungen runden das Angebot ab. Die Produktpalette umfasst KWK-Anlagen im Bereich von 1 bis 4.000 kWh elektrischer Leistung, für den Betrieb mit Erdgas, Biogas oder anderen Schwachgasen. Alle Anlagen arbeiten hocheffizient, ressourcenschonend und mindern oder neutralisieren CO2 Emissionen bei der Energieerzeugung. Bislang versorgen rund 2.400 2G Anlagen in 20 Ländern Menschen mit Wärme und elektrischer Energie. 2G ist mit elf Tochtergesellschaften, Repräsentanzen oder Beteiligungen in sieben Ländern vertreten und liefert seine Produkte an eine Vielzahl von Geschäftspartnern und Kunden in der ganzen Welt.
Die 2G Energy AG (vormals 2G Bio-Energietechnik AG) ist eine Holding, die unter ihrem Dach zum Bilanzstichtag sieben Gesellschaften und ein assoziiertes Unternehmen vereint.
Die wesentliche operativ tätige Gesellschaft ist die 2G Energietechnik GmbH mit Sitz am Unternehmensstandort in Heek, im westlichen Münsterland. Das Unternehmen vereint die Planung, den Vertrieb, die Produktion und die Installation der 2G Anlagen. Servicedienstleistungen rund um KWK-Anlagen werden von ihr zentral gesteuert und koordiniert. Außerdem unterhält die 2G GmbH in Amerang bei München und in Hamburg zwei unselbstständige Niederlassungen in Deutschland sowie ein Verbindungsbüro in Istanbul, Türkei.
Die 2G Drives GmbH ist ebenfalls am Standort Heek beheimatet und beschäftigt sich mit der Forschung und Entwicklung rund um die 2G Produktpalette. Im Wesentlichen konzentriert sie sich auf die Optimierung der Gasmotoren, um mit einem erhöhten Kundennutzen Wettbewerbsvorteile für 2G zu schaffen. Dabei sind die sehr hohen Wirkungsgrade der eigenentwickelten Produkte ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg von 2G. Mit je
10 Prozent an der Gesellschaft beteiligt sind zwei namhafte Experten auf dem Gebiet der Gasmotorenentwicklung.
Die 2G Home GmbH hat ihren Geschäftssitz ebenfalls am Standort Heek. Mit ihrem Kernprodukt, dem "Whispergen", einem 1 kW Mini-BHKW für Einfamilienhäuser, versucht das Unternehmen die KWK-Technologie auch für den Endverbraucher attraktiv zu machen.
International hat der 2G Konzern seine Präsenz im vergangenen, aber auch im laufenden Jahr weiter ausbauen können. So wurden neben der bereits existierenden Auslandstochter 2G Solutions S.L. (vormals 2G Iberica S.L.) mit der 2G Italia Srl mit Sitz in Verona, Italien, der 2G Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Bielsko-Biala, Polen, der 2G Energy Ltd. mit Sitz in Frodsham, Großbritannien, und einem unselbstständigen Verbindungsbüro in Istanbul, Türkei, weitere internationale Vertriebs- und Servicegesellschaften ins Leben gerufen. Gegen Ende des Jahres wurde ebenfalls die Beteiligung an der 2G Cenergy Power Systems Technologies Inc. auf insgesamt 49 % erhöht. Dass 2G auch weiterhin stark auf das internationale Geschäft setzt, zeigt sich durch die Neugründung einer eigenen Pro duktionsgesellschaft, der 2G Manufacturing Inc., in den USA im laufenden Jahr. Die Gesellschaft mit Sitz in St. Augustin, Florida, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der 2G Energy AG. Der französische Markt wird von der 2G Solutions S.L. mit einem Verbindungsbüro in Rennes betreut. Damit ist die spanische Tochtergesellschaft zukünftig für den spanischen, portugiesischen und den französischen Markt verantwortlich.
B. Wirtschaftliches Umfeld
Gesamtwirtschafliche Situation
Das globale Wirtschaftswachstum wurde durch die Schwellen- und Entwicklungsländer getrieben
Auch wenn die Wirtschaft in Deutschland noch einmal um 3 % gewachsen ist, ließen insbesondere in Europa die Wachstumsimpulse in Folge der Staatsschulden- und Eurokrise nach, weil staatliche Stimuli für die Wirtschaft zurückgefahren wurden. Die private Nachfrage konnte dies nicht kompensieren, auch weil sich Verbraucher angesichts der Schuldenmisere, des Erdbebens im März in Japan sowie des "Arabischen Frühlings" im Nahen Osten und nördlichen Afrika auf Risiken und Turbulenzen einstellten.
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Industrieländer in 2011 um 1,6 %, nach einem Anstieg um 3,2 % im Vorjahr. Das weltweite BIP stieg laut IWF im Jahr 2011 um 3,8 % an. Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartete für ihre 34 Mitgliedsländer einen BIP-Anstieg im Jahr 2011 um 1,9 %. Beide Institutionen gehen somit davon aus, dass nicht die Industrieländer, sondern die Schwellen- und Entwicklungsländer das Wachstum der Weltwirtschaft getrieben haben.
Branchenentwicklung
KWK 2011 mit Rückenwind
Die "Energiewende" verschaffte 2011 auch der KWK Rückenwind. So wurden einige wichtige KWK-politische Entscheidungen getroffen: Neben einer Novellierung des EEG in 2011 hatte die Bundesregierung auch beschlossen, dass es nach der planmäßigen Zwischenüberprüfung eine "Weiterentwicklung" des KWK-Gesetzes geben wird. Diese Weiterentwicklung verschob sich aber immer weiter in die Zukunft und soll im Laufe des Jahres 2012 verabschiedet werden.
Aufgrund der zu erwartenden Veränderungen des EEG 2012 erlebte die Biogasbranche einen bisher noch nie dagewesenen Nachfrageansturm. Ab der Jahresmitte kamen die meisten Unternehmen der Branche an ihre Kapazitätsgrenzen und mussten Aufträge ablehnen. Dass es, trotz eines nicht schlechten, aber deutlich komplizierteren EEG 2012, zu Vorzieheffekten in 2011 und zu einem damit einhergehenden Nachfrageeinbruch in 2012 kommen würde, prognostizierten alle Fachverbände.
Das Jahr im Überblick
2G fährt Rekordjahr ein
Für den 2G Konzern war das Geschäftsjahr 2011 das bislang beste in der Unternehmensgeschichte. Mit knapp 700 produzierten Anlagen stellte das Unternehmen deutlich mehr Blockheizkraftwerke als in den Vorjahren her. Damit wurde ein weiterer Meilenstein auf dem Weg, sich zu einem der führenden Hersteller für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu entwickeln, gelegt. Um auch das internationale Geschäft weiter zu stärken und mit 2G Produkten und Dienstleistungen in noch mehr Ländern weltweit präsent zu sein, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Tochtergesellschaften, in Italien, Großbritannien und in Polen, und Verbindungsbüros der 2G Energietechnik GmbH in der Türkei und in Frankreich gegründet. Die verstärkte Repräsentanz in diesen Ländern soll sich in Zukunft nicht nur im Umsatz, sondern auch in der verstärkten Unabhängigkeit von einzelnen nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen niederschlagen.
Auch im Bereich der Servicedienstleistungen rund um KWK-Anlagen konnte der Wachstumskurs der Vorjahre weiter fortgesetzt werden. In diesem Bereich stellt jede verkaufte Anlage ein langfristiges wiederkehrendes Umsatzpotential dar.
C. Ertragslage
Neue Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis
Umsatz
Starkes Umsatzwachstum von 82 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr
Die Diskussion über die Energieversorgung der Zukunft und die eingeleitete Trendwende in der Atompolitik wirkten sich sehr positiv auf die Geschäftsentwicklung des 2G Konzerns im Jahr 2011 aus. Umsatz und Ergebnis stiegen deutlich stärker als noch Anfang 2011 geplant. So musste die Unternehmensleitung im Laufe des Jahres zweimal kurz hintereinander die Erwartungen nach oben korrigieren, um dann, vor allem im vierten Quartal, nochmals erheblich besser als erwartet abschließen zu können. Die Umsatzerlöse des 2G Konzerns übertrafen im Geschäftsjahr 2011 das Vorjahresniveau deutlich und waren mit 167,3 Mio. Euro um rund 82 % höher als in 2010 (Vj. 91,9 Mio. Euro).
Verteilung der Umsatzerlöse
Sonderkonjunktur beflügelt Inlandsabsatz
Regional wuchs vor allem der Absatz in Deutschland mit der durch die verabschiedeten Änderungen im EEG 2012 beflügelten Sonderkonjunktur am stärksten. Hierbei wurden allerdings bei den Kunden auch Vorzieheffekte ausgelöst, die den Absatz auf dem deutschen Markt im laufenden Jahr wesentlich beeinflussen werden. Insgesamt wurden 90,4 % der Anlagen in Deutschland verkauft, lediglich 9,6 % kamen aus dem Ausland. Der aktuelle Auftragsbestand dagegen zeigt sich mit einem wesentlich höheren Auslandsanteil von rund 41 %.
Konzernergebnis
EBIT verdoppelt, EBIT-Marge plangemäß weiter verbessert
Im Jahr 2011 erzielte der 2G Konzern ein Rekordergebnis und konnte das Ergebnis vor Steuern
und Zinsen (EBIT) auf 19,5 Mio. Euro steigern und damit zu den 9,7 Mio. Euro des Vorjahres mehr als verdoppeln. Die Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen wurde dabei wie geplant von 10,5 % im Jahr 2010 auf 11,8 % im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert. Im Berichtsjahr stiegen die Kosten im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional an. So konnte der Materialaufwand bereits mehrere Jahre in Folge prozentual gesenkt werden und betrug im Berichtsjahr 75,3 % gemessen an der Gesamtleistung im Vergleich zu 76,7 % in 2010. In absoluten Zahlen erhöhte er sich im Vergleich zu 2010 von 75,2 Mio. Euro auf 132,9 Mio. Euro. Bedingt durch den erhöhten Personalstand stiegen auch die Personalkosten von 7,3 Mio. Euro in 2010 auf 11,7 Mio. Euro im Berichtsjahr; der prozentuale Anteil gemessen an der Gesamtleistung konnte jedoch ebenfalls von 7,5 % auf 6,6 % weiter reduziert werden. Im Zuge der Ausweitung des Umsatzvolumens und der weiteren Internationalisierung stiegen auch der Vertriebsaufwand und die Betriebs- und Verwaltungskosten weiter an. Die Vertriebsaufwendungen wurden im Jahr 2011 mit gesamt 3,4 Mio. Euro im Vergleich zu 1,6 Mio. Euro im Vorjahr leicht mehr als verdoppelt, eine Folge des stark gestiegenen Aufwandes zur Erreichung des Jahresumsatzes. Die Betriebskosten erhöhten sich auf 2,3 Mio. Euro im Vergleich zu 1,4 Mio. Euro im Jahr 2010, die Verwaltungskosten stiegen nur marginal von 1,2 auf 1,4 Mio. Euro. Sowohl Betriebs- als auch Verwaltungskosten waren im Vergleich zu der Gesamtleistung ebenfalls rückläufig. So reduzierte sich der Anteil der Betriebskosten an der Gesamtleistung von 1,4 % auf 1,3 % und der Verwaltungskosten von 1,2 % auf 0,8 % im Vergleich zum Jahr 2010; ein Zeichen für die schlanken Strukturen und das hohe Kostenbewusstsein des Unternehmens auch in Zeiten hohen Wachstums.
Nach Finanzergebnis und Ertragsteuern verbleibt ein Konzernjahresüberschuss von 13,6 Mio. Euro (Vj. 6,5 Mio. Euro). Ein respektabler Zuwachs von 110 % im Vergleich zum Vorjahr.
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Aktionäre partizipieren am Erfolg
Die 2G Energy AG weist für das Jahr 2011 nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Bilanzgewinn in Höhe von 20.915.816,41 Euro aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,37 Euro je Aktie vor. Bezogen auf die am 31. Dezember 2011 dividendenberechtigten Aktien entspricht die Bardividende einer Ausschüttungssumme von 1.639.100,00 Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Damit sichert sich das Unternehmen die finanziellen Mittel für die Fortführung der Wachstumsstrategie in den kommenden Jahren.
D. Finanzlage
Cashflow aus operativer Tätigkeit deutlich gesteigert
Das Finanzmanagement des 2G Konzerns konzentriert sich auf die Sicherstellung der Liquidität aller Gesellschaften des Gesamtkonzerns. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2011 auf 24,6 Mio. Euro (Vj. 0,4 Mio. Euro) und erreicht 14,7 % vom Umsatz (Vj. 0,4 %). Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zu- und Abflüsse der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nach Arten der Geschäftstätigkeit:
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Periodenergebnis | 13.602 | 6.471 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 1.344 | 854 |
| Veränderung der Rückstellungen | 9.784 | 2.352 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -89 | -5 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 0 | 48 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 9 | 19 |
| Veränderung der Vorräte | -4.716 | -9.187 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-6.421 | -6.658 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis tungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
11.135 | 6.507 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 24.648 | 402 |
Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 4,2 Mio. Euro (Vj. 1,7 Mio. Euro), der wesentlich durch weitere Investitionen in Sachanlagen (3,8 Mio. Euro) und Software (0,2 Mio. Euro) begründet ist.
Aus dem Erwerb von Gesellschaftsanteilen an der 2G Cenergy Inc. resultierte ein zusätzlicher Mittelabfluss in Höhe von 0,2 Mio. Euro.
Der Free Cashflow als Differenz zwischen Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus investiver Tätigkeit stieg von minus 1,3 Mio. Euro im Vorjahr um 21,7 Mio. Euro auf 20,4 Mio. Euro im Berichtsjahr an.
Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2011 eine zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit von 20,9 Mio. Euro (Vj. 2,2 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung der sonstigen Veränderungen der Zahlungsmittel ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Finanzmittelfonds von 25,3 Mio. Euro (Vj. 4,5 Mio. Euro).
Die Liquidität in Form von Bankguthaben zum 31. Dezember 2011 belief sich auf 25,6 Mio. Euro (Vj. 4,9 Mio. Euro) und ist ein Zeichen der sehr soliden finanziellen Ausstattung des Unternehmens. Zu berücksichtigen bleibt jedoch, dass es sich dabei um eine reine Stichtagsbetrachtung handelt und bedingt durch das starke Jahresendgeschäft die Liquidität überproportional angestiegen ist. Trotzdem ist der 2G Konzern auch für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren gerüstet und sollte dieses ohne die weitere Aufnahme von Fremdmitteln selbst schultern können. Lediglich langfristige Investitionen, beispielsweise der Neubau weiterer Produktionsflächen, werden auch in Zukunft über fristenkongruente und zinsgünstige Finanzkredite finanziert.
E. Vermögenslage
Solide Bilanzstruktur als Basis für weiteren Wachstumskurs
Die Bilanzsumme des 2G Konzerns zum 31. Dezember 2011 betrug 84,2 Mio. Euro. Sie lag damit um rund 35 Mio. Euro bzw. 71 % über dem Vorjahreswert. Mit einem Anteil von 14,8 Mio.
Euro oder 17,6 % fließt das Anlagevermögen in die Bilanzsumme ein. Dieses teilt sich auf in das Sachanlagevermögen, das sind Betriebsgebäude und Grundstücke am Standort Heek, sowie technische Anlagen und die Geschäfts- und Betriebsausstattung. Unter die immateriellen Vermögensgegenstände fallen vor allem der Geschäfts- und Firmenwert der im Rahmen der Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften. Die Veränderungen des Sachanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr bezogen sich im Wesentlichen auf die Investitionen in zusätzliche Gebäude und Grundstücke am Standort Heek (0,9 Mio. Euro) sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,8 Mio. Euro).
Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zu 2010 von 75,3 % auf 81,7 % erhöht. Wesentlich verantwortlich für diese Zunahme ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung (4,9 Mio. Euro), der Vorräte (4,7 Mio. Euro) und der liquiden Mittel (20,7 Mio. Euro).
Die Erhöhung auf der Passivseite ist dem sehr guten Konzernergebnis zuzurechnen (13,6 Mio. Euro). In Folge stieg das Eigenkapital von 24,6 Mio. Euro in 2010 auf 38,2 Mio. Euro für 2011. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2011 betrug 45,3 % und hat sich damit im Vergleich zum 31. Dezember 2010 (49,8 %) durch die Ausweitung der Bilanzsumme um 4,5 Prozentpunkte reduziert.
Parallel dazu entwickelten sich die Rückstellungen von 5,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Der Anstieg der Rückstellungen steht im direkten Zusammenhang mit der Umsatzausweitung und dem starken Jahresendgeschäft. Die größten Positionen entfallen dabei auf Steuerrückstellungen (3,2 Mio. Euro), Rückstellungen für Gewährleistung (4,1 Mio. Euro), Rückstellungen für ausstehende Restarbeiten und Rechnungen (6,5 Mio. Euro).
Bei den Verbindlichkeiten erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen (8,9 Mio. Euro) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13,4 Mio. Euro) ebenfalls im Zuge der Geschäftsausweitung und des starken Jahresendgeschäfts.
F. Nichtfinanzielle Leitungsindikatoren
Investitionen
Konstante Investitionsquote
Im Jahr 2011 investierte der 2G Konzern insgesamt 3,8 Mio. Euro in Sachanlagen, einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. Euro (Vj. 2,3 Mio. Euro). Damit betrug die auf die Gesamterlöse bezogene Investitionsquote 2011 insgesamt 2,2 % gegenüber 2,3 % im Vorjahreszeitraum.
Forschung und Entwicklung
Zukunftsperspektiven durch Innovationen
Im Bereich der KWK-Anlagen steht 2G immer mehr für Innovationen, welche die entscheidenden Grundlagen für das Wachstum legen. Hohe Effizienz und Langlebigkeit bei den Produkten sind das Erfolgsrezept des Unternehmens. Als Technologiekonzern ist Forschung & Entwicklung ein Kernbereich der Unternehmensaktivitäten. Die dafür zuständige Unternehmensgesellschaft, die 2G Drives GmbH, hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Forschung in Eigenentwicklungen der 2G Gruppe weiter forciert. Neben der Produktreihe, die bereits in einer weiteren Optimierungsstufe verfügbar ist, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die neue Serie am Markt eingeführt. Dabei handelt es sich um besonders kompakte BHKW im Leistungsbereich von 50 - 150 kW elektrischer Leistung für den Betrieb mit Biogas. Parallel dazu wurde mit dem neuentwickelten CRM-System, einem softwaregestützten Leistungspaket mit Fernzugriff und optimierter Fernüberwachung, ein weiterer Schritt zu einem verbesserten Kundennutzen und einer höheren Kundenbindung geschaffen. Um diese Aktivitäten professionell zu betreiben, konnte im letzten Jahr ein neuer Motorenprüfstand in Betrieb genommen werden, der höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Auch in Zukunft bleibt das erklärte Ziel, einen noch höheren Kundennutzen zu schaffen und mit einer weiteren Steigerung des elektrischen und thermischen Wirkungsgrades Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen. In den
kommenden Jahren wird das Unternehmen sein Produktportfolio kontinuierlich weiter ausbauen, um sich mit den Eigenentwicklungen vom Wettbewerb abzuheben. Mit dem Geschäftsführer Herrn Grewe und den Gesellschaftern Herrn Dr. Herdin und Herrn Egger verfügt die 2G Drives GmbH über eine hohe Fachkompetenz im Bereich der Gasmotorenentwicklung. Die beiden Letztgenannten sind als Minderheitengesellschafter fest in die Unternehmensstruktur eingebunden. Konzernweit betrachtet, investierte der 2G Konzern im Jahr 2011 rund 0,3 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung (Vj. 0,5 Mio. Euro).
Umweltschutz und Arbeitssicherheit
2G betreibt aktiv Umweltschutz
Als ein Unternehmen, dessen Produkte dem aktiven Schutz der Umwelt und des Menschen dienen sollen, ist es Ziel, auch im wirtschaftlichen Handeln die Umwelt und den Menschen in den Vordergrund zu stellen. Daher ist es zwingend erforderlich, alle geltenden Arbeitsplatzsicherheits-, Umwelt- und Abfallmanagementbestimmungen konsequent einzuhalten. Regelmäßige Schulungen, Ausbildungen und Unterweisungen der Arbeitsschutzbeauftragten und der Mitarbeiter dienen der Umsetzung. Begehungen, Gefährdungsbeurteilungen und Kontrollmessungen sichern die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen.
Dass 2G den Schutz der Umwelt zu einem erklärten Ziel gemacht hat, zeigt sich auch am Standort Heek. Dort betreibt die 2G Energietechnik GmbH selbst fünf KWK-Anlagen in vier verschiedenen Gebäuden, um die Produktion, den Servicebereich und die Büros umweltfreundlich und CO2 reduziert mit Wärme und Strom zu versorgen und so auch aktiv einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.
Auftragslage und Entwicklung von Kosten und Preisen
Solider Auftragsbestand
Auch in das Jahr 2012 ist 2G mit einem soliden Auftragsbestand gestartet. So vermeldete das Unternehmen am 27. April einen Auftragsbestand von rund 50 Mio. Euro. Dabei hervorzuheben ist der, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich höhere Auslandsanteil.
Die Entwicklung der Verkaufspreise zeigte sich, bis auf eine leichte Erhöhung der Preise für Anlagen im großen Leistungsbereich, stabil. Auf der Beschaffungsseite waren die Preise leicht rückläufig; einerseits bedingt durch eine leichte Entspannung auf den Rohstoffmärkten, anderseits durch zunehmende Einkaufsvorteile im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung des abgelaufenen Jahres.
Mitarbeiter
Attraktiver Arbeitgeber
Das Engagement und die Motivation der 2G Mitarbeiter sind eine wesentliche Komponente für den Unternehmenserfolg. Daher will das Unternehmen auch in Zukunft die passenden Talente für 2G gewinnen und langfristig binden. An Schulen und Hochschulen wirbt 2G engagiert um die besten Köpfe und positioniert sich am Bewerbermarkt als attraktiver Arbeitgeber. Zukünftiger Bedarf wird systematisch durch den Aufbau von Nachwuchskräften aus den eigenen Reihen gesichert. Auch Qualifizieren und Fördern sind feste Bestandteile der Personalstrategie bei 2G, denn das Unternehmen kann sich nur in dem Maße entwickeln, wie sich seine Mitarbeiter weiterentwickeln.
Zum 31. Dezember 2011 waren in der 2G Gruppe 84 Mitarbeiter mehr beschäftigt als am 31. Dezember 2010. Wesentliche Ursachen hierfür waren die Ausweitung der Produktion und die Zunahme der Dienstleistungen rund um die 2G Produkte. Insgesamt beschäftigte der Konzern zum 31.12.2011 303 Mitarbeiter, davon 30 in Teilzeit. Die Verteilung auf die einzelnen Konzerngesellschaften ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
| Mitarbeiter | |
|---|---|
| 2G Energietechnik GmbH | 261 |
| 2G Home GmbH | 7 |
| 2G Drives GmbH | 20 |
| 2G Iberica S.L. | 4 |
| 2G Italia Srl | 7 |
| 2G Polska Sp. z o.o. | 2 |
| 2G Energy Ltd. | 2 |
| 2G Konzern | 303 |
Investition in die Mitarbeiter von morgen
2G bildet jedes Jahr gezielt Nachwuchskräfte für den eigenen Bedarf aus. Damit sichert sich das Unternehmen nicht nur das Wachstum von morgen. Es stellt sich zudem seiner gesellschaftlichen Verantwortung, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen. Alle Ausbilder und Ausbildungsverantwortlichen bei 2G setzen sich mit großem Engagement dafür ein, dass die Auszubildenden und dualen Studenten die bestmögliche Vorbereitung auf ihr späteres Berufsleben erhalten. So wurden im vergangenen Jahr 8 neue Auszubildende in 4 unterschiedlichen Berufsbildern eingestellt. Insgesamt befanden sich im vergangenen Jahr 19 Mitarbeiter in ihrer beruflichen Ausbildung. Im Berichtsjahr konnte zudem allen ausgelernten Auszubildenden ein Übernahmevertrag angeboten werden. Im Rahmen der weiteren Internationalisierung bietet 2G seinen Mitarbeitern auch oftmals die Möglichkeit, dauerhaft oder für einen befristeten Zeitraum, bei eigenen Auslandstöchtern tätig zu werden, um so die interne Kommunikation und Vernetzung und damit den 2G Spirit zu stärken.
G. Unternehmerische Verantwortung
Risikobericht
Risiken sind ein fester Bestandteil jeden unternehmerischen Handelns. Ziel des Risikomanagements von 2G ist es, Risiken früh zu erkennen und sie mit entsprechenden Maßnahmen zu minimieren. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind der Unternehmensleitung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des 2G Konzerns gefährden könnten.
Risiko- und Chancenmanagement
2G nimmt am globalen Geschäftsleben teil und ist dabei einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. Mit Hilfe der Risikomanagementaktivitäten sollen Risiken frühzeitig erkannt, bewertet, gesteuert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen minimiert werden.
Im unternehmensweiten Risikomanagementprozess sind der Vorstand, die Geschäftsführer aller 2G Gesellschaften und die zuständigen Abteilungsleiter als Risikoverantwortliche definiert. Diese Risikoverantwortlichen bewerten in regelmäßigen Abständen die von ihnen betreuten Bereiche und ihre Risikosituation neu und melden identifizierte Risiken an ein zentrales Risikomanagement. Die Bewertung aller Risiken erfolgt dabei anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres möglichen wirtschaftlichen Einflusses. Aufbauend auf diesen Informationen wird das aktuelle Risikoportfolio des Konzerns und der Einzelgesellschaften ermittelt und der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt. Signifikante Veränderungen der Einschätzung bereits bekannter Risiken sowie neue signifikante Risiken werden unverzüglich berichtet.
Geschäftsbezogene Risiken
Gesamterlöse und Ergebnis des 2G Konzerns stützen sich auf eine Vielzahl von weltweiten Märkten und unterschiedlichen 2G Produkten in verschiedenen Leistungsklassen und Anwendungsgebieten. Diese Diversifikation soll zu einer Risikominderung beitragen, da sich die internationalen Märkte in ihrer Struktur und ihren Konjunkturzyklen unterscheiden. Sie ist auch Ausdruck der 2G Strategie, ein international agierendes und von nationalen Gesetzgebungen unabhängiges Unternehmen zu werden. 2G integriert dabei sein Risikomanagement auch in die Prozesse einer nachhaltigen Geschäftsplanung. Mögliche negative Entwicklungen, beispielsweise Änderungen der Kundennachfrage oder geänderte politische und rechtliche Rahmenbedingungen, werden im Risikobericht beschrieben und bewertet. Somit können bei von der Planung abweichenden Ereignissen frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Diese Analyse hat ebenfalls Einfluss auf Investitions- und Expansionsvorhaben.
Politische und regulatorische Risiken
Als international operierendes Unternehmen sieht sich 2G politischen und regulatorischen Veränderungen in vielen Ländern und Märkten ausgesetzt. 2011 setzte nach Fukushima mit dem Bekenntnis zum Atomausstieg in vielen Ländern ein Trend zur aktiven Förderung von alternativen und erneuerbaren Energien ein, der aber bedingt durch die Euro-Krise und eine damit einhergehende kränkelnde Wirtschaft in einigen Ländern wieder ins Stocken kam. Die Unsicherheiten in den gesetzlichen Bestimmungen zur Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen können die Rentabilität der 2G Produkte negativ beeinflussen, sowie den Erfolg von Markterschließungen und den Absatz von Neuanlagen verzögern oder gar gefährden. Eine enge Kommunikation mit Entscheidungsträgern in der Politik und aktive Maßnahmen zur Aufklärung über die Vorteile der KWK-Technologie dienen als Maßnahme zur präventiven Risikoabwehr. Die Destabilisierung politischer Systeme und die mögliche Errichtung von Handelsschranken können ebenso wie währungspolitische Veränderungen zu Absatzproblemen in bestimmten Ländern und Regionen führen. Durch Diversifikation hinsichtlich der regionalen Absatzmärkte sollte eine Abschwächung potenzieller negativer Auswirkungen möglich sein.
Risiken der Forschung und Entwicklung
Innovation ist von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie von 2G, mit dem Ziel sich von den Mitbewerbern abzugrenzen. Das Risiko, dass sich Forschungs- und Entwicklungsprojekte verzögern können, erwartete Budgets überschritten oder anvisierte Ziele nicht erreicht werden, ist damit latent vorhanden. Laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden aus diesem Grund permanent überwacht, regelmäßig diskutiert und gegebenenfalls neu ausgerichtet. Entscheidungen – etwa bei Investitionen in neue Technologien – werden so getroffen, dass Risiken so gering wie möglich gehalten werden.
Risiken der Qualität und Verfügbarkeit von Produkten
2G ist als Hersteller komplexer technischer Anlagen auch Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Laufende Qualitätskontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette minimieren diese Risiken. Dies beginnt bei der Qualifikation unserer Lieferanten und setzt sich fort mit umfassenden Qualitätsanforderungen für eingesetzte Materialen und Halbfertigprodukte sowie mit langfristigen strategischen Kooperationen bei Vorprodukten.
Finanzrisiken
2G sieht sich als international tätiges Unternehmen verschiedenen Finanzrisiken ausgesetzt. Dabei handelt es sich vor allem um Liquiditäts-, Ausfallund Marktpreisrisiken.
Um den eigenen Fortbestand zu sichern, muss ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt seine fälligen Verpflichtungen aus operativer und finanzieller Tätigkeit erfüllen können. Zur Reduzierung potentieller Liquiditätsrisiken steuert 2G daher die Liquidität im gesamten Konzern zentral über die 2G Energietechnik GmbH in Heek.
Ausfallrisiken können sowohl im Zusammenhang mit finanziellen Anlagen, Kreditaufnahmen und Finanzierungszusagen als auch bei operativen Forderungen entstehen. Die Auswirkungen der Finanzkrise im Euro-Raum bringt weiterhin ein erhöhtes Ausfallrisiko mit sich. 2G überprüft daher alle Positionen gegenüber Kunden und Handelspartnern in den einzelnen Ländern kritisch und trifft, sofern erforderlich, die Vorsorge für die Ausfallrisiken. 2G minimiert diese Risiken durch seine aktiv gelebte Anzahlungspolitik. Wesentliche Finanztransaktionen mit Kreditrisiko werden nur in geringem Umfang und ausschließlich mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Darüber hinaus verfügt die 2G Gruppe über eine ausgezeichnete Liquidität, welche die Abhängigkeit von Kreditgebern deutlich reduziert. Trotzdem kann dadurch der Ausfall einzelner Handelspartner, auch bei hervorragender Bonitätseinstufung, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Bislang war innerhalb der 2G Gruppe der Euro die maßgebliche Währung. Mit wenigen geringfügigen Ausnahmen erfolgten sowohl die Fakturierung als auch der Warenbezug ohne nennenswerte Währungsrisiken.
Durch die zunehmende internationale Präsenz und Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Währungs- und Zinsregionen ist das Unternehmen in Zukunft zwangsläufig auch Währungs- und Zinsrisiken unterworfen. 2G wird durch seine globale Konzernstruktur und die damit verbundenen Finanzgeschäfte und operativen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie erwarteten zukünftigen Zahlungsströme aus Umsätzen und Kosten in Fremdwährung von diesen Marktpreisrisiken ebenfalls betroffen sein. 2G plant, eventuell entstehende Währungsrisiken beziehungsweise Finanzierungskosten zu minimieren, die durch Wechselkurs- oder Zinsschwankungen bedingt sind. Finanzgeschäfte, operative Außenstände und Verpflichtungen sollen im Wesentlichen konservativ kursgesichert werden.
2G ist ebenfalls Risiken aus Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Dazu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbsund Kartellrecht, Patentrecht und Umweltschutz gehören. Als forschendes Technologieunternehmen besitzt 2G ein wachsendes Portfolio an gewerblichen Schutzrechten wie Patenten und Marken. Diese können zum Ziel von Angriffen und Verletzungen werden.
Generell ist 2G bestrebt, alle rechtlichen Risiken möglichst gering zu halten und zu kontrollieren.
Soweit es möglich und sinnvoll ist, begrenzt das Unternehmen Haftungs- und Schadensrisiken durch Versicherungsschutz, dessen Art und Umfang fortlaufend den aktuellen Anforderungen angepasst wird.
Risiken im Personalbereich
Der zukünftige Erfolg und das zukünftige Wachstum aller 2G Unternehmen werden maßgeblich von ihren Mitarbeitern beeinflusst. Demzufolge sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens, in denen 2G tätig ist, entscheidend für den Erfolg.
Die für 2G relevanten regionalen Bewerbermärkte sind durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der Wettbewerb verstärkt sich zusätzlich durch die Knappheit qualifizierter Fachkräfte in den Bereichen, in denen 2G tätig ist, sowie durch demografische Herausforderungen in den globalen Märkten. Eine der höchsten Prioritäten des Unternehmens ist demzufolge die Beschaffung, Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten innerhalb des Unternehmens. 2G engagiert sich sehr stark, den eigenen Mitarbeiterstamm weiter fortzubilden und Fachkräfte bereits ausbildungsbegleitend zu rekrutieren.
IT-Risiken
IT-Risiken mit Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis entstehen, wenn Informationen nicht verfügbar oder fehlerhaft sind, ungewünscht veröffentlicht werden oder die abgebildeten Prozesse zu unflexibel, zu aufwendig oder gesetzeswidrig in IT-Systemen umgesetzt sind. Sicherheitslücken oder unzureichende Notfallplanungen können schnell zu Vorfällen werden, die das gesamte Unternehmen betreffen.
Datenschutzverstöße aufgrund fehlerhafter Berechtigungsvergabe können eine negative Außenwirkung haben. Die wachsende Abhängigkeit von der IT sowie die zunehmende Vernetzung der IT-Landschaften erfordern hohe Aufwendungen für deren Weiterentwicklung und Wartung. Mit zunehmender Komplexität der IT-Landschaft steigen zwar die effiziente Abwicklung und Abbildung, aber auch die potenziellen Risiken.
Wesentliche Risiko-Szenarien für 2G stellen der Ausfall zentraler IT-Systeme, die Veröffentlichung von vertraulichen Daten aus Forschung und Entwicklung und der Geschäftsentwicklung sowie die Manipulation von IT-Systemen dar.
Risikominimierungsstrategie
Durch die redundante Auslegung von technischen Komponenten, Netzwerken und Standorten sowie eine geeignete Notfallvorsorge gewährleistet 2G die erforderliche Verfügbarkeit seiner geschäftsnotwendigen Systeme und den jederzeitigen Zugriff auf alle relevanten Daten. Mit geeigneten organisatorischen und technischen Vorkehrungen für Zugangskontrolle, Zugriffsrechte, Viren- und Datenschutz lassen sich diese Risiken weiter einschränken. Ein dezidierter Prozess stellt sicher, dass IT-Risiken evaluiert und angemessene Maßnahmen umgesetzt werden. Basierend auf diesen getroffenen Maßnahmen kann man davon ausgehen, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden IT-Risiko-Vorfalls gering ist.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
2G als produzierendes Unternehmen ist Risiken von möglichen Schäden an Menschen, Gütern und Image ausgesetzt. Audits, Beratungen und Schulungen zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz minimieren diese Risiken für Mensch und Umwelt. Sicherheitsbeauftragte kontrollieren diese Risiken sowohl an den eigenen Standorten als auch auf den Baustellen unserer Kunden zur Sicherung des Unternehmens. Die Einhaltung der hohen technischen Standards, strenger Verhaltensregeln und aller rechtlichen Vorgaben im Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sorgen so für den Erhalt von Unternehmenswerten.
H. Prognosebericht
Prognostizierte weltweite gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für das Jahr 2012 von einer Zunahme des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,3 % aus, für die Industrieländer soll die Steigerung 1,2 % betragen. Industrienationen mit guten wirtschaftlichen Verbindungen nach Asien sollten sich der Einschätzung zufolge 2012 am besten entwickeln. Die Staatsschuldenkrise der EU stellt eine Bedrohung für die Weltwirtschaft dar, die Euro-Zone selbst komme 2012, laut IWF, in eine schwache Rezession.
Für Entwicklungs- und Schwellenländer erwartet der IWF ein BIP-Wachstum von 5,4 %. Dass die Erwartungen für Schwellenländer (Emerging Markets) wieder rückläufig sind, begründet der IWF u. a. mit der aktuellen Situation in Europa wie auch mit einer schwächeren Binnennachfrage. Für das Jahr 2013 prognostiziert der IWF ein weltweites Wachstum von 3,9 %. Für die Industrieländer wird im Jahr 2013 mit einem Wachstum des BIP von 1,9 % gerechnet.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kommt für die kommenden Jahre zu dem Schluss, dass das Wachstum der gesamten Weltwirtschaft gemessen am BIP weiter mehrheitlich von den Schwellen- und Entwicklungsländern und nicht von ihren Mitgliedsstaaten gestützt wird.
Für ihre Mitgliedsstaaten prognostiziert die OECD für das Jahr 2012 ein um 1,6 % steigendes BIP und für 2013 eine Zunahme um 2,3 %. Sollte sich die Euro-Krise jedoch verschärfen und die Wirtschaft in den USA sich schlechter entwickeln, müssten die oben genannten Zahlen nach unten korrigiert werden. Im Falle dieses Szenarios würde das BIP der USA um 1,8 % (2012) und 0,1 % (2013) schrumpfen; für die Euro-Zone würde ein Rückgang des BIP um 2,1 % (2012) und 2,3 % (2013) erwartet. Bei einem schnellen Eindämmen der Euro-Krise käme es zu einer wesentlich besseren BIP-Entwicklung: in den USA würde es um 2,8 % (2012) bzw. 3,4 % (2013) zunehmen und im Euro-Raum um 1,3 % (2012) bzw. 3,3 % (2013) steigen.
Dabei kommen der IWF, die OECD und auch Datamonitor zu ähnlichen Prognosen für 2012 und untermauern diese Annahmen über die bevorstehenden Entwicklungen.
Die von 2G vorgelegte Prognose versucht auch die Unwägbarkeiten und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie in einzelnen Märkten soweit als möglich zu berücksichtigen.
Umsatz- und Ergebnisprognose für den 2G Konzern
2G verfügt über ein umfangreiches Risiko- und Chancenmanagement, das im Risikobericht beschrieben ist. Bezogen auf den hier dargestellten Prognosezeitraum von zwei Jahren zeigen sich im Wesentlichen geschäftsbezogene Chancen und Risiken. Durch eine weiter angestrebte Diversifizierung durch die Erweiterung der Leistungsbandbreite und die fortschreitende Internationalisierung sollten sich Chancen ausbauen und Risiken einschränken lassen.
Alle Prognosen für 2G berücksichtigen die Risiko- und Chancenabwägungen des Unternehmens nach Maßgabe der operativen Planung und mittelfristigen Annahmen. Mögliche andere Sondereffekte, wie beispielsweise einschneidende Änderungen der einzelnen nationalen Gesetzgebungen, sind und können dagegen nicht enthalten sein.
Die Prognosen gehen von einer moderaten Energie- und Rohstoffpreisentwicklung sowie von steigenden Personalkosten aus. Obwohl 2G global tätig ist, ist die Gesamtgruppe im abgelaufenen Jahr nur geringen Wechselkursrisiken ausgesetzt gewesen. Erst im letzten Drittel des Jahres ist dies mit Gründung der britischen und der polnischen Tochtergesellschaften der Fall.
Für 2G soll 2012 ein Jahr der Weichenstellungen werden. Es wird aktiv genutzt werden, das Unternehmen solide zu positionieren und seine Strukturen und Prozesse dem Wachstum der letzten Jahre und dem geänderten Marktumfeld anzupassen. Noch internationaler und gleichmäßig fokussiert auf das Erd- und Biogasgeschäft möchte 2G den Weg in die weitere Zukunft gehen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts verzeichnet das Unternehmen eine anziehende Nachfrage nach 2G Anlagen für Erdgasanwendungen aus dem In- und Ausland. Auch Anlagen für Sondergase, wie Klär- und Deponiegas, werden häufiger angefragt als noch in den Vorjahren. Interesse für Biogasanlagen kommt dagegen mehr aus dem Ausland als aus Deutschland. Hier ist der Vorzieheffekt des Vorjahres durch die Änderung des EEG zum 01.01.2012 deutlich spürbar. Trotz dieser gestiegenen Wahrnehmung von 2G weltweit zeigt sich, dass durch die Änderung des Kundenstammes hin zum Erdgasbereich, zwischen Angebot und Auftragserteilung eine größere Zeitspanne liegt als beim Biogasanwender. Vor allem Aufträge bei kommunalen Institutionen werden verstärkt über Ausschreibungen erteilt, deren Vergabe im Regelfall einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die Auslandsmärkte, in denen 2G aktiv vertreten ist, entwickeln sich erfreulich, aber ebenso nur schrittweise. Die Erfahrungen der Vergangenheit, wie beispielsweise in den USA, zeigen, dass diese Märkte erst eine gewisse Anlaufzeit benötigen, um einen nennenswerten Absatzmarkt aufbauen zu können. Dann jedoch können sie auch so ein hervorragendes Potential entwickeln wie der amerikanische Markt. Für diesen wird aktuell eine eigene Produktion aufgebaut, um die in den kommenden Jahren erwartete Nachfrage direkt vor Ort bedienen zu können. Zusätzlich belasten in einigen Ländern zeitintensive und langwierige behördliche Genehmigungsverfahren oftmals ein schnelleres Wachstum.
Zusammengefasst geht die Unternehmensleitung konservativ für das Jahr 2012 eher von leicht rückläufigen Umsatzerlösen aus. Diese Schätzung beruht auf den obengenannten Erkenntnissen und der Erwartung, dass alle eingeleiteten Maßnahmen erst in den Jahren 2013 bis 2015 voll zum Tragen kommen werden. Gleichzeitig wird das laufende Jahr bereits intensiv genutzt, alle Strukturen und Prozesse an die Größe des Unternehmens und das mittelfristig geplante weitere Wachstum anzupassen. Für das Jahr 2013 erwartet die Unternehmensleitung die Umsatzhöhe des Jahres 2011 zu erreichen oder sogar leicht zu übertreffen. Die Unternehmensleitung geht für 2012 von ähnlicher EBIT-Marge im Vergleich zu 2011 aus. Für die Folgezeit wird mittelfristig eine weitere Steigerung der EBIT-Marge angestrebt.
Die tatsächlichen Ergebnisse des 2G Konzerns können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der hier angesprochenen oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Planungsannahmen als unzutreffend erweisen.
Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 13. Februar 2012 wurde mit der HOCHTIEF Energy Management und der Augsburger Leasing AG ein Kooperationsvertrag für eine leistungsstarke Full Service Lösung für die mobile und dezentrale Stromerzeugung abgeschlossen. Im Rahmen des Kooperationsvertrags übernimmt die Unternehmenstochter 2G Energietechnik GmbH die Produktion leistungsstarker, mobiler Blockheizkraftwerke in Containerbauweise. HOCHTIEF Energy Management plant, errichtet und betreibt als Energie Contractor die Anlagen, die Augsburger Leasing AG ist der Finanzierungspartner. Mit der neuartigen Lösung werden die Kunden in die Lage versetzt, zukünftig ihren Strom bedarfsgerecht direkt vor Ort zu produzieren. Das neue Geschäftsmodell bietet den Kunden eine optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Lösung, niedrigere Energiekosten und eine erhöhte Planungssicherheit.
Am 19. März 2012 vermeldete das Unternehmen die Gründung einer Produktionsgesellschaft in den USA. Die 100%ige Tochtergesellschaft 2G Manufacturing Inc. mit Sitz in St. Augustine, Florida, wird zukünftig die Produktion von 2G Produkten für den nordamerikanischen Raum übernehmen. Bereits im Juli dieses Jahres soll die erste amerikanische Anlage fertiggestellt und bereit zur Auslieferung sein. Ziel ist es, den wichtigen amerikanischen Markt bedarfsgerecht zu bedienen, die Transportkosten signifikant zu senken und unabhängiger von Währungskursschwankungen zu werden. Den Vertrieb dieser 2G Anlagen "Made in USA" übernimmt, wie gehabt, die 2G Cenergy Inc., deren Sitz sich ebenfalls in Florida befindet.
Am 25. April 2012 konnte mit der russischen Gesellschaft Elevel Ingenieur SAO ein Vertrag zur Vertriebsunterstützung in der russischen Republik abgeschlossen werden. 2G sieht in Russland einen sehr attraktiven Markt der Zukunft für KWK-Anlagen.
Heek, den 26. Mai 2012
Ludger Holtkamp Mitglied des Vorstands Christian Grotholt Vorstandsvorsitzender
Peter J. Bergsteiner Mitglied des Vorstands
Konzernbilanz der 2G Energy AG
| Aktiva | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und | |||
| Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 0,00 | 109.046,00 | |
| B. Anlagevermögen | |||
| ı. | Immaterielle Wirtschaftsgüter | ||
| 1.) | Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- | ||
| rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an | |||
| solchen Rechten und Werten | 451.885,11 | 366.507,20 | |
| 2.) | Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen |
5.636.598,02 0,00 |
6.000.063,19 |
| 3.) | 6.088.483,13 | 0,00 6.366.570,39 |
|
| П. | Sachanlagen | ||
| 1.) | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | ||
| einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.415.720,79 | 2.568.460,76 | |
| 2.) | Technische Anlagen und Maschinen | 444.715,95 | 356.192,07 |
| 3.) | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.481.684,08 | 1.262.685,97 |
| 4.) | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 1.109.158,16 |
| Ш. | 8.342.120,82 | 5.296.496,96 | |
| 1.) | Finanzanlagen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen |
343.161,16 | 20.201,65 |
| 2.) | Sonstige Beteiligungen | 14.000,00 | 10.000,00 |
| 3.) | Wertpapiere des Anlagevermögens | 3.632,00 | 9.040,00 |
| 360.793,16 | 39.241,65 | ||
| Summe Anlagevermögen | 14.791.397,11 | 11.702.309,00 | |
| L. | C. Umlaufvermögen Vorräte |
||
| 1.) | Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 15.734.212,00 | 10.731.376,62 |
| 2.) | Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 20.516.720,09 | 11.821.617,58 |
| 3.) | Fertige Erzeugnisse und Waren | 629.018,26 | 368.889,41 |
| 4.) | Geleistete Anzahlungen | 1.745.073,22 | 238.131,54 |
| 5.) | Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | $-19.784.481,74$ | $-9.035.883,13$ |
| 18.840.541,83 | 14.124.132,02 | ||
| Π. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1.) | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.503.172,93 | 15.594.946,80 |
| 2.) | Forderungen gegen Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 234.754,97 | 15.372,00 | |
| 3.) | Sonstige Vermögensgegenstände | 3.275.686,09 24.013.613,99 |
2.270.887,22 17.881.206,02 |
| Ш. | Wertpapiere | ||
| Sonstige Wertpapiere | 295.247,77 | 295.247,77 | |
| V. | |||
| Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten |
25.620.313,28 | 4.883.968,34 | |
| Summe Umlaufvermögen | 68.769.716,87 | 37.184.554,14 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 343.815,27 | 158.744,51 | |
| E. Aktive latente Steuern | 301.516,69 | 198.172,68 |
| Passiva | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR. | ||
| A. Eigenkapital | |||
| ı. | Gezeichnetes Kapital | 4.430.000,00 | 4.430.000,00 |
| Π. | Kapitalrücklage | 11.235.300,00 | 11.235.300,00 |
| Ш. | Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung | 220,59 | 0,00 |
| IV. | Konzernbilanzgewinn | 22.050.839,79 | 8.856.699,38 |
| IV. | Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter |
460.217,66 | 52.259,33 |
| Summe Eigenkapital | 38.176.578,04 | 24.574.258,71 | |
| B. Rückstellungen | |||
| 1.) | Steuerrückstellungen | 3.243.519,40 | 1.430.083,89 |
| 2.) | Sonstige Rückstellungen | 11.898.749,78 | 3.928.288,98 |
| 15.142.269,18 | 5.358.372,87 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1.) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.301.397,54 | 2.969.260,49 |
| 2.) | Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 8.948.942,97 | 4.307.699,94 |
| 3.) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.393.057,57 | 9.725.309,37 |
| 4.) | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein | ||
| Beteilungsverhältnis besteht | 8.566,82 | 0,00 | |
| 5.) | Sonstige Verbindlichkeiten | 5.235.633,82 | 2.417.924,95 |
| 30.887.598.72 | 19.420.194,75 | ||
| Summe | 84.206.445.94 | 49.352.826.33 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der 2G Energy AG
| 01.01. bis 31.12.2011 | 01.01. bis 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr EUR | Vorjahr EUR | |
| Umsatzerlöse | 167.321.218,16 | 91.854.834,19 |
| + Erhöhung des Bestands an unfertigen | ||
| und fertigen Leistungen | 9.071.335,42 | 6.132.764,04 |
| + Andere aktivierte Eigenleistungen | 20.000,00 | 48.495,00 |
| + Sonstige betriebliche Erträge | 415.478,64 | 610.705,05 |
| Gesamtleistung | 176.828.032,22 | 98.646.798,28 |
| - Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 110.677.219,96 | 64.682.967,28 |
| und für bezogene Waren | 22.173.529,28 | 10.489.905,07 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 132.850.749,24 | 75.172.872,35 |
| - Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 9.755.954,08 | 6.110.925,55 |
| b) Soziale Abgaben | 1.989.564,78 | 1.208.311,15 |
| 11.745.518,86 | 7.319.236,70 | |
| - Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- | ||
| stände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.338.402,64 | 854.342,88 |
| - Sonstige betriebliche Aufwendungen | 11.444.401.92 | 5.590.107,59 |
| 19.448.959,56 | 9.710.238,76 | |
| + Erträge aus Beteiligungen an assoziierten | ||
| Unternehmen | 89.300,87 | 0,00 |
| + Erträge aus sonstigen Beteiligungen | 1.000,00 | 1.000,00 |
| + Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 238.008,79 | 28.367,02 |
| - Aufwendungen aus Beteiligungen an | ||
| assoziierten Unternehmen | 0,00 | 47.677,81 |
| - Abschreibungen auf Finanzanlagen und | ||
| auf Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.408,00 | 0,00 |
| - Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 257.548,80 | 271.837,09 |
| 65.352.86 | 290.147,88 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 19.514.312,42 | 9.420.090,88 |
| - Steuern vom Einkommen und Ertrag | 5.877.649,70 | 2.926.454,38 |
| davon aus latenten Steuern: EUR 136.057,52 | ||
| (Vj. EUR -10.604,18) | ||
| - Sonstige Steuern | 34.563,98 | 22.206,33 |
| 5.912.213,68 | 2.948.660,71 | |
| Konzernjahresüberschuss | 13.602.098,74 | 6.471.430,17 |
| - Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn | 407.958,33 | 75.587,46 |
| Konzerngewinn | 13.194.140,41 | 6.395.842,71 |
| Erwirtschaftetes Konzernergebnis | 8.856.699,38 | 2.460.856,67 |
| Konzernbilanzgewinn | 22.050.839,79 | 8.856.699,38 |
Konzernanhang der 2G Energy AG
A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
1. Grundsätzliche Angaben
Die 2G Energy AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr im Entry Standard der Deutschen Börse AG gehandelt und damit nicht an einem organisierten Markt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) eingetragen und hat ihren Sitz in 48619 Heek, Benzstraße 3.
2. Geschäftszweig
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften betreiben im Wesentlichen die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken und anderen Anlagen zur Gewinnung bzw. effizienten Nutzung elektrischer Energie sowie mit Blockheizkraftwerken verbundene Serviceleistungen. Ein Tochterunternehmen ist mit der Optimierung von Gasmotoren bzw. der Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb betraut.
3. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der 2G Energy AG zum 31. Dezember 2011 wurde gem. §§ 290 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Regelungen der Satzung aufgestellt.
Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die Regelungen gemäß § 290 ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung.
Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in Euro bzw. TEUR. Die Umrechnung von Bilanzposten von ausländischen Gesellschaften erfolgt zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag. Positionen des Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
B. Konsolidierungsmethoden
1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes
In dem Konzernabschluss der 2G Energy AG (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse enthalten:
| Tochtergesellschaft | Anteil in % |
Nennkapital in EUR |
Eigenkapital in EUR |
Jahres ergebnis in EUR |
Erstkon solidierung |
Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| zwei-G Energietechnik GmbH, Heek, Deutschland |
100,00 | 1.000.000 | 2.832.297 | 0 | 30.06.2007 | 31.12.2011 |
| 2G Italia Srl Via Niccolò Machiavelli 10 37030 Lavagno (Verona) Italien |
100,00 | 10.000 | 125.782 | 115.782 | 15.03.2011 | 31.12.2011 |
| 2G Energy Ltd., Evan House Sutton Quays Business Park Runcorn WA7 3 HD Frodsham, England |
100,00 | 116 | -40.418 | -38.969 | 19.09.2011 | 31.12.2011 |
| 2G Polska Sp. z o.o. 43-300 Bielsko-Biała ul. Piekarska 86/18 Polen |
100,00 | 1.146 | -20.181 | -23.111 | 07.11.2011 | 31.12.2011 |
| 2G Home GmbH, Heek, Deutschland |
90,00 | 125.000 | 71.116 | 185.111 | 31.12.2007 | 31.12.2011 |
| 2G Bio-Energietechnik Ibe rica Energy Efficiency S.L., Vic, Spanien |
90,00 | 3.006 | 84.994 | 266.562 | 31.01.2008 | 31.12.2011 |
| 2G Drives GmbH, Heek, Deutschland |
80,00 | 25.000 | 2.223.033 | 1.877.533 | 24.03.2010 | 31.12.2011 |
| CENERGY Power Systems Technologies Inc., 569 Saratoga Street, Orange Park, FL 32073 - USA |
49,00 | 268.120 | 607.431 | 494.476 | 18.11.2009 | 31.12.2011 |
Gegenstand der Tochterunternehmen zwei-G Energietechnik GmbH, 2G Italia Srl, 2G Energy Ltd., 2G Polska Sp. z o.o., 2G Home GmbH sowie 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L. ist die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken, Handel mit Komponenten für Blockheizkraftwerke sowie die mit Blockheizkraftwerken verbundenen Serviceleistungen.
Gegenstand des Tochterunternehmens 2G Drives GmbH ist die Optimierung von Gasmotoren bzw. die Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb.
Sämtliche Gesellschaften – bis auf die CENERGY Power Systems Technologies Inc. – sind aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte der Muttergesellschaft als Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Die CENERGY Power Systems Technologies Inc. wird "at equity" in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.
Bestätigungsvermerk
2. Angewandte Konsolidierungsmethoden
Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Unternehmen
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der 2G Energy AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember erstellt.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Länge der Abschreibungsdauer ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen.
Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.
Schuldenkonsolidierung
Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit es sich um eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Berichtsjahr sind geringe Aufrechnungsdifferenzen zu verzeichnen.
Behandlung von Zwischenergebnissen
Die Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgt gem. § 304 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, mit einem Betrag anzusetzen, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden.
Die Berichtigung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um die positiven bzw. negativen Erfolgsbeiträge aus konzerninternen Transaktionen erfolgt im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 HGB.
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außerhalb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die Konsolidierungsmaßnahmen umfassen ausschließlich Eliminierungen.
Equity-Bewertung
Die Bewertung nach der Equity Methode ist vorzunehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterunternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei Beteiligungen an Unternehmen ein solcher maßgeblicher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung "at equity" durchzuführen.
Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet. Die Equity Bewertung wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs in den Konzernabschluss vorgenommen.
C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
1. Bilanzierungsmethoden
Die Einzelabschlüsse der 2G Energy AG und der Tochtergesellschaften sowie der assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
2. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Die Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes wurden im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
3. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
4. Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt.
5. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Finanzanlagevermögens über dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr vorliegen, ist gem. § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Zuschreibung vorzunehmen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet.
6. Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet werden können, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt.
Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Soweit erhaltene Anzahlungen den Wert der unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht übersteigen, werden sie projektbezogen mit den unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen in Höhe des Rückzahlungsbetrags verrechnet.
7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV Konzernanhang
8. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die sonstigen Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
9. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert bewertet.
10. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
11. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.
12. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.
14. Latente Steuern
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sind nicht verrechnet worden. Für die Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen ist. Latente Steuern sind hierauf nicht zu berechnen (DRS 18 TZ. 25).
15. Währungsumrechnung
Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, denen auf fremde Währung lautende Beträge zu Grunde liegen, werden mit dem jeweiligen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. zum Stichtagskurs unter Beachtung des Niederstwertprinzips umgerechnet.
D. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Von der Möglichkeit, Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu aktivieren, wurde im Geschäftsjahr 2008 Gebrauch gemacht. Gem. Artikel 67 Abs. 5 EGHGB wurde das Wahlrecht zur Fortführung der Bilanzierungshilfe im Vorjahr in Anspruch genommen. Die 2G Home GmbH hat Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes – insbesondere den Vertrieb von Kleinanlagen (Whispergen) – aktiviert.
Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 109.046,00 Euro vorgenommen. Die Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.
2. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Anlagenspiegel. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird direkt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
3. Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (343 TEuro), sonstigen Beteiligungen (14 TEuro) sowie Wertpapieren des Anlagevermögens (4 TEuro) zusammen.
Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens wurde gemäß § 253 Abs. 4 HGB eine Abschreibung (5 TEuro) auf den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert vorgenommen.
Die Zunahme der "at equity" bewerteten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen resultiert neben der Ergebnisveränderung aus dem im Berichtsjahr erfolgten Zukauf von weiteren 24 % der 2G CENERGY Power Systems Technologies Inc. für 234 TEuro auf insgesamt 49 %. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 312 Abs. 1 HGB in Höhe von vorläufig 88 TEuro ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht endgültig ermittelbar und wird daher gemäß § 312 Abs. 3 Satz 2 HGB in den darauf folgenden zwölf Monaten angepasst.
4. Vorratsvermögen
Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 18.841 TEuro. Es beinhaltet neben den Roh-, Hilfsund Betriebsstoffen (15.734 TEuro), unfertige Erzeugnisse (20.517 TEuro), fertige Erzeugnisse und Waren (629 TEuro) und geleistete Anzahlungen (1.745 TEuro).
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (-19.784 TEuro) wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.491 TEuro und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 137 TEuro gebildet. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als ein Jahr, mit Ausnahme sonstiger Vermögensgegenstände in Höhe von 1 TEuro.
6. Rechnungsabgrenzungsposten
Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Disagio in Höhe von 33 Euro ausgewiesen.
7. Aktive latente Steuern
Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 302 TEuro resultieren aus den steuerlichen Verlustvorträgen bei der 2G Energy Ltd. und der 2G Polska Sp. z o.o. sowie den eliminierten Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2011 und temporären Differenzen beim Mutterunternehmen.
Es wird davon ausgegangen, dass die mit den Verlustvorträgen verbundenen Steuervorteile mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in den nächsten beiden Geschäftsjahren realisiert werden können.
Passive latente Steuern waren zum 31. Dezember 2011 nicht zu verzeichnen.
8. Konzerneigenkapital
Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals in der Periode vom 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.
Im Berichtsjahr steht den Gesellschaftern ein Betrag in Höhe von 20.916 TEuro für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. Gesetzliche und satzungsmäßige Ausschüttungssperren wurden zum Bilanzstichtag soweit notwendig beachtet.
9. Gezeichnetes Kapital
Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Grundkapital 4.430.000 Euro.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 auf 3.530.000 Euro erhöht und war in 3.530.000 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro eingeteilt.
Im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500.000 Euro gegen Sacheinlage durch die Ausgabe von 500.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen.
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV
Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 02.09.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 01.09.2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einoder mehrmalig um bis zu insgesamt 2.215.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).
Weiterhin wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ermächtigt. Das Grundkapital kann um 1.765 TEuro erhöht werden. Dies dient der Gewährung von Options- und Wandlungsrechten an Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. -genussscheinen.
Mit Beschluss des Vorstandes vom 04.05.2010 und der Bestimmung des Aufsichtsrates wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 400.000 Euro auf 4.430.000 Euro durch Ausgabe von 400.000 Euro neuer Aktien von je 1,00 Euro zum Ausgangspreis von 9,15 Euro je Aktie erhöht.
10. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von 11.235.300 Euro resultiert im Wesentlichen aus den Agien der in
den Jahren 2007 und 2010 durchgeführten Kapitalerhöhungen der 2G Energy AG. Die Kapitalrücklage hat sich im laufenden Geschäftsjahr nicht verändert.
11. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| TEUR | |
|---|---|
| Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen / |
|
| ausstehende Rechnungen | 6.490 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 4.132 |
| Personalverpflichtungen | 840 |
| Jahresabschlussarbeiten | 146 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 236 |
| Hauptversammlung / Geschäftsbericht | 32 |
| Archivierung von Geschäftsunterlagen | 23 |
12. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Restlaufzeiten, in EUR | Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
3.301.397,54 | 884.144,50 | 1.860.053,54 | 557.199,50 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
8.948.942,97 | 8.948.942,97 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
13.393.057,57 | 13.393.057,57 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Un ternehmen, mit denen ein Beteili gungsverhältnis besteht |
8.566,82 | 8.566,82 | 0,00 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
5.235.633,82 3.991.701,37 49.136,64 |
5.085.633,82 3.991.701,37 49.136,64 |
150.000,00 0,00 0,00 |
0,00 0,00 0,00 |
| Summe Verbindlichkeiten | 30.887.598,72 | 28.320.345,68 | 2.010.053,54 | 557.199,50 |
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsvereinbarungen durch Sicherungsübereignung des entsprechenden Sachanlagevermögens sowie Grundschuldeintragungen abgesichert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind durch entsprechende Vorauszahlungsbürgschaften und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Eigentumsvorbehalt der Lieferanten gesichert.
E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
2. Umsatzerlöse
Aufgliederung der Umsatzerlöse
| in TEUR | Inland | Ausland | Gesamt |
|---|---|---|---|
| BHKW | 130.414 | 14.819 | 145.233 |
| Service | 11.582 | 1.902 | 13.484 |
| After Sales | 8.326 | 278 | 8.604 |
| Summe | 150.322 | 16.999 | 167.321 |
3. Latente Steuern
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Sachverhalte erfasst:
| EUR | |
|---|---|
| Latente Steueraufwendungen | 159.870,10 |
| Latente Steuererträge | 295.927,64 |
| Davon entfallen auf Verlust vorträge (Saldo) |
141.246,00 |
Im Geschäftsjahr 2008 wurden passive latente Steuern aufgrund der Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Höhe von 72.927,89 Euro gebildet. Im Berichtsjahr wurden die verbleibenden passiven latenten Steuern in Höhe von 32.713,51 Euro gem. § 282 a.F. HGB vollständig aufgelöst.
Aufgrund der positiven Entwicklung der 2G Home GmbH im Geschäftsjahr 2011 waren in Vorjahren aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge vollständig in Höhe von 104.497,80 Euro aufzulösen. Auch für die 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L. waren aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2011 die in Vorjahren bilanzierten aktiven latenten Steuern vollständig aufzulösen. Der Auflösungsbetrag beläuft sich auf 55.372,30 Euro.
Durch die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2011 war eine Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 157.721,82 Euro erforderlich. Gleichzeitig wurden die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von 38.302,58 Euro aufgelöst.
F. Sonstige Angaben
1. Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide Mittel und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von 276.352,54 Euro.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtsjahr 24.648 TEuro (Vorjahr: 402 TEuro). Er beinhaltet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen sowie die Veränderungen der Rückstellungen und des Working Capital.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -4.244 TEuro (Vorjahr: -1.691 TEuro). Er beinhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 4.292 TEuro auch die Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. 48 TEuro. Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV
Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 473 TEuro (Vorjahr: 3.537 TEuro). Er beinhaltet neben Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten in Höhe von 2.763 TEuro lediglich Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten in Höhe von -2.291 TEuro.
2. Mitteilungen gem. § 20 AktG
Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gausling haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil der Aktien der 2G Energy AG gehört.
Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 dem elektronischen Bundesanzeiger mitgeteilt.
3. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 50 TEuro.
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht zu rechnen.
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Verträge in folgender Höhe:
| In EUR | 2012 | 2013 - 2015 |
|---|---|---|
| Betreuungsverträge | 68.300,00 | |
| Mietverträge | 37.200,00 | 111.600,00 |
| Leasingverträge | 133.576,00 | 123.895,00 |
5. Forderungen gegen Vorstände
Gegenüber einem Vorstand bestehen Forderungen in Höhe von 236,33 Euro. Die Verzinsung erfolgte im Berichtsjahr mit 2,21 %. Es handelt sich hierbei um Verrechnungskonten.
6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 HGB gliederte sich wie folgt:
| Mitarbeiter | |
|---|---|
| Arbeiter | 124 |
| Angestellte | 85 |
| Teilzeitbeschäftigte | 28 |
| Mitarbeiter gesamt | 237 |
Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Tochtergesellschaften.
7. Vorstand
Der Vorstand setzt sich aktuell wie folgt zusammen:
| Zeitraum | |
|---|---|
| Herr Dipl.-Ing. Christian Grotholt | seit dem |
| Kaufmann, Heek | 17.07.2007 |
| Herr Ludger Holtkamp | seit dem |
| Kaufmann, Heek | 17.07.2007 |
| Herr Peter J. Bergsteiner | seit dem |
| Betriebswirt, Heek | 01.01.2011 |
8. Aufsichtsrat
Während des Berichtsjahres waren die folgenden Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt:
| Zeitraum | |
|---|---|
| Dr. Lukas Lenz | |
| (Vorsitzender) | seit dem |
| Rechtsanwalt, Hamburg | 17.07.2007 |
| Gerhard Temminghoff | |
| (stellv. Vorsitzender) | seit dem |
| Landwirtschaftsmeister, Vreden | 17.07.2007 |
| Wiebe Hofstra | |
| Senior Manager van der Wiel | seit dem |
| Holding BV, Drachten/NL | 17.07.2007 |
9. Ergebnisverwendung
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung folgenden Gewinnverwendungsvorschlag zur Abstimmung vorzulegen:
Aus dem nach deutschem Handelsrecht aufgestellten Jahresabschluss der 2G Energy AG ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 20.915.816,41 Euro bestehend aus einem Jahresüberschuss in Höhe von 11.765.030,24 Euro und dem Gewinnvortrag in Höhe von 9.150.786,17 Euro wird eine Dividende von 0,37 Euro je Aktie ausgeschüttet. Bezogen auf die am 31. Dezember 2011 dividendenberechtigten Aktien entspricht die Bardividende einer Ausschüttungssumme von 1.639.100,00 Euro. Der Restbetrag wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
10. Bezüge der Organe
Für die Bezüge des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr 583 TEuro und für die Bezüge des Aufsichtsrates 20 TEuro aufgewendet.
11. Honorar des Abschlussprüfers
Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 86,4 TEuro und beinhaltet Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 77,4 TEuro und sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von 9 TEuro.
12. Befreiungsvorschriften
Hinsichtlich der Aufstellungspflicht des Lageberichts sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft zwei-G-Energietechnik GmbH, Heek wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
Heek, 26. Mai 2012
2G Energy AG
Ludger Holtkamp Christian Grotholt Vorstandsvorsitzender
Peter J. Bergsteiner Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV
Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Anlagespiegel
| Brutto buchwert |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Brutto buchwert |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | 01.01. - 31.12.2011 |
01.01. - 31.12.2011 |
01.01. - 31.12.2011 |
31.12. 2011 | |
| I. Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweite rung des Geschäftsbetriebs |
218.092,97 | 0,00 | 218.092,97 | 0,00 | 0,00 |
| II. Immaterielle Vermögens gegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen |
|||||
| Rechten und Werten 2. Geschäfts- oder Firmenwert 3. Geleistete Anzahlungen |
442.547,24 7.269.303,32 0,00 7.711.850,56 |
224.901,32 0,00 0,00 224.901,32 |
995,00 0,00 0,00 995,00 |
0,00 0,00 0,00 0,00 |
666.453,56 7.269.303,32 0,00 7.935.756,88 |
| III. Sachanlagen 1. Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten, einschließ lich der Bauten auf frem den Grundstücken 2. Technische Anlagen und |
2.677.060,77 | 937.397,78 | 0,00 | 1.045.914,90 | 4.660.373,45 |
| Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
502.251,08 1.992.400,71 1.109.158,16 6.280.870,72 |
120.087,39 2.771.834,71 0,00 3.829.319,88 |
0,00 178.571,97 0,00 178.571,97 |
0,00 63.243,26 -1.109.158,16 0,00 |
622.338,47 4.648.906,71 0,00 9.931.618,63 |
| IV. Finanzanlagen 1. Beteiligungen an assozi ierten Unternehmen 2. Beteiligungen 3. Wertpapiere des Anlage vermögens |
67.879,45 10.000,00 28.496,00 106.375,45 |
233.658,65 4.000,00 0,00 237.658,65 |
0,00 0,00 0,00 0,00 |
0,00 0,00 0,00 0,00 |
301.538,10 14.000,00 28.496,00 344.034,10 |
| 14.317.189,70 | 4.291.879,85 | 397.659,94 | 0,00 | 18.211.409,61 |
| Netto buchwert |
Netto buchwert |
Summe AfA |
AfA-Abgänge | Zuschrei bungen |
AfA | AfA Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 01.01.2011 | 31.12.2011 | 01.01. - 31.12.2011 |
01.01. - 31.12.2011 |
01.01. - 31.12.2011 |
01.01.2011 |
| 0,00 | 109.046,00 | 0,00 | 218.092,97 | 0,00 | 109.046,00 | 109.046,97 |
| 451.885,11 | 366.507,20 | 214.568,45 | 994,00 | 0,00 | 139.522,41 | 76.040,04 |
| 5.636.598,02 | 6.000.063,19 | 1.632.705,30 | 0,00 | 0,00 | 363.465,17 | 1.269.240,13 |
| 0,00 6.088.483,13 |
0,00 6.366.570,39 |
0,00 1.847.273,75 |
0,00 994,00 |
0,00 0,00 |
0,00 502.987,58 |
0,00 1.345.280,17 |
| 4.415.720,79 | 2.568.460,76 | 244.652,66 | 0,00 | 0,00 | 136.052,65 | 108.600,01 |
| 444.715,95 | 356.192,07 | 177.622,52 | 0,00 | 0,00 | 31.563,51 | 146.059,01 |
| 3.481.684,08 | 1.262.685,97 | 1.167.222,63 | 121.245,01 | 0,00 | 558.752,90 | 729.714,74 |
| 0,00 8.342.120,82 |
1.109.158,16 5.296.496,96 |
0,00 1.589.497,81 |
0,00 121.245,01 |
0,00 0,00 |
0,00 726.369,06 |
0,00 984.373,76 |
| 343.161,16 14.000,00 |
20.201,65 10.000,00 |
-41.623,07 0,00 |
0,00 0,00 |
89.300,87 0,00 |
0,00 0,00 |
47.677,80 0,00 |
| 3.632,00 360.793,16 |
9.040,00 39.241,65 |
24.864,00 -16.759,07 |
0,00 0,00 |
0,00 89.300,87 |
5.408,00 5.408,00 |
19.456,00 67.133,80 |
| 14.791.397,11 | 11.811.355,00 | 3.420.012,49 | 340.331,98 | 89.300,87 | 1.343.810,64 | 2.505.834,70 |
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV
Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Konzernkapitalflussrechnung
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 1. Periodenergebnis |
13.602.098,74 | 6.471.430,18 |
| 2. ± Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 1.343.810,64 | 854.342,88 |
| 3. ± Veränderung der Rückstellungen | 9.783.896,32 | 2.352.178,48 |
| 4. ± Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -89.300,87 | -4.800,00 |
| 5. ± Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 0,00 | 47.677,81 |
| 6. ± Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 9.433,17 | 19.496,48 |
| 7. ± Veränderungen der Vorräte | -4.716.409,81 | -9.186.676,76 |
| 8. ± Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-6.420.822,74 | -6.657.823,52 |
| 9. ± Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen |
11.135.266,94 | 6.506.668,56 |
| sind | ||
| 10. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operative cash flow) |
24.647.972,39 | 402.494,11 |
| 11. + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 47.894,79 | 21.851,92 |
| 12. – Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-224.901,32 | -334.740,66 |
| 13. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-3.829.319,88 | -2.257.502,67 |
| 14. – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen |
-4.000,00 | 0,00 |
| 15. – Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen |
-233.658,65 | 0,00 |
| 16. – Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition |
0,00 | 878.910,20 |
| 17. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (investive cash flow) |
-4.243.985,06 | -1.691.481,21 |
| 18. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0,00 | 3.665.000,00 |
| 19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 2.763.284,74 | 0,00 |
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 21. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (finance cash flow) |
472.509,52 | 3.536.839,40 |
| 22. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10, 17 und 20) |
20.876.496,85 | 2.247.852,29 |
| 23. + Währungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes |
220,57 | 0,00 |
| 24. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.467.243,33 | 2.219.391,03 |
| 25. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 25.343.960,74 | 4.467.243,33 |
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV Konzernanhang
Bestätigungsvermerk
Konzerneigenkapitalentwicklung
| Eigenkapitalentwicklung | Mutterunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|
| 2G Energy AG Konzern in EUR |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklagen | Ausgleichs posten aus der Fremdwährungs umrechnung |
Übriges kumuliertes Konzernergebnis |
| Stand per 01.01.2010 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 0,00 | 6.375,40 |
| Kapitalerhöhung 2G Bio-Energietechnik AG |
400.000,00 | |||
| Einlage in die Kapitalrücklage | 3.260.000,00 | |||
| Änderungen des Konsolidierungskreises |
||||
| Konzernjahresüberschuss per 31.12.2010 |
||||
| Stand per 31.12.2010 | 4.430.000,00 | 11.235.300,00 | 0,00 | 6.375,40 |
| Stand per 01.01.2011 | 4.430.000,00 | 11.235.300,00 | 0,00 | 6.375,40 |
| Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen |
220,59 | |||
| Konzernjahresüberschuss per 31.12.2011 |
||||
| Stand per 31.12.2011 | 4.430.000,00 | 11.235.300,00 | 220,59 | 6.375,40 |
| Konzerneigenkapital | Minderheitsgesellschafter | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe | Auf Minderheiten entfallendes erwirtschaftetes Kon zernergebnis |
Minderheiten kapital |
Summe | Erwirtschaftetes Konzernergebnis |
|
| 14.437.828,52 | -28.328,15 | -28.319,57 | -8,58 | 14.466.156,67 | 2.454.481,27 |
| 400.000,00 | 0,00 | 400.000,00 | |||
| 3.260.000,00 | 0,00 | 3.260.000,00 | |||
| 5.000,00 | 5.000,00 | 5.000,00 | 0,00 | ||
| 6.471.430,19 | 75.587,47 | 75.587,47 | 6.395.842,71 | 6.395.842,71 | |
| 24.574.258,71 | 52.259,32 | 47.267,90 | 4.991,42 | 24.521.999,38 | 8.850.323,98 |
| 24.574.258,71 | 52.259,32 | 47.267,90 | 4.991,42 | 24.521.999,38 | 8.850.323,98 |
| 220,59 | 0,00 | 220,59 | |||
| 13.602.098,75 | 407.958,33 | 407.958,33 | 13.194.140,41 | 13.194.140,41 | |
| 38.176.578,04 | 460.217,66 | 455.226,23 | 4.991,42 | 37.716.360,38 | 22.044.464,39 |
Konzernlagebericht Konzernbilanz Konzern GuV Konzernanhang Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der 2G Energy AG (vormals: 2G Bio-Energietechnik AG), Heek, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 26. Mai 2012
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Leupold
Schmid
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber
2G Energy AG Benzstraße 3 48619 Heek Telefon +49 (0) 2568 9347-0 www.2-g.de [email protected]
Gestaltung
Holl Kommunikation www.holl-kommunikation.de
Druck
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