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2G Energy AG — Annual Report 2010
Jan 2, 2012
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Annual Report
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Publication
2G energy AG
Heek
Konzenabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Konzernlagebericht
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Das Unternehmen – Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur
Die 2G Bio-Energietechnik AG und deren Tochtergesellschaften sind fokussiert auf die Planung, Errichtung und den Service von Anlagen zur Gewinnung und dem energieeffizienten Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im Bio- oder Erdgasbetrieb. Die Produktpalette von 2G umfasst dezentrale KWK-Anlagen für den Gasbetrieb in einem Leistungsbereich von 1- 2.400 kW. 2G Anlagen können sowohl mit Erdgas, als auch mit Bio-, Klär- oder Deponiegas hocheffizient und ressourcenschonend sowohl Wärme als auch Strom produzieren.
Auch im Jahr 2010 hat das Unternehmen seine Wahrnehmung und seinen guten Ruf im Inland und im Ausland weiter gesteigert. So konnten bislang rund 1.500 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 220 MW weltweit in Betrieb genommen werden. Diese Reputation im Markt wird 2G nutzen, die Vorteile einer dezentralen Energieversorgung und besonders der Kraft-Wärme-Kopplung weiter publik zu machen.
Der Konzern besteht aus der 2G Bio-Energietechnik AG (2G AG), einer Holding, die zum Bilanzstichtag, dem 31.12.2010, insgesamt vier Tochtergesellschaften und ein assoziiertes Unternehmen unter ihrem Dach vereint. Nach Abschluss des Bilanzstichtags ist mit der 2G Italia Srl. (2G Italia) eine weitere Vertriebs- und Servicegesellschaft mit Sitz in Verona, Italien, hinzugekommen. Die Konzernstruktur stellt sich aktuell wie folgt dar:
| 2G Bio Energietechnik AG | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 100 % | 90 % | 80 % | 90 % | 100 % | 25 % |
| 2G GmbH, Heek | 2G Home GmbH, Heek | 2G Drives GmbH, Heek | 2G Iberica S.L. | 2G Italia Srl. | Cenergy Power Systems Technologies Inc., USA |
| Operativ tätige Tochtergesellschaft in Deutschland, Gründung 1995 | Dezentrale Energieerzeugung zur Strom- und Wärmeproduktion, Serviceleistungen für Privatkunden, Gründung 1999 | Entwicklung und Optimierung von Motoren, Gündung 2010 | Vertriebs- und Servicegesellschaft für Spanien, Gründung 2008 | Vertriebs- und Servicegesellschaft in Italien, Gründung 2011 | Beteiligung mit exklusiven Vertriebs- und Servicerechten, Gründung 2009 |
Wesentliche operative Gesellschaft ist die 2G Energietechnik GmbH (2G GmbH) mit Sitz in Heek. Hier haben die Planung, die Produktion und die bundesweite Koordination der Serviceleistungen ihren Standort. In Deutschland unterhält die 2G GmbH noch weitere unselbstständige Niederlassungen und Geschäftsverbindungen zu Servicepartnern.
Die 2010 neugegründete 2G Drives GmbH beschäftigt sich ebenfalls am Standort Heek mit der Motorenentwicklung zur Effizienzsteigerung und dem weiteren Aufbau einer eigenen Produktfamilie. Am Unternehmen sind als Gesellschafter zwei renommierte Wissenschaftler aus dem Bereich der Gasmotorenentwicklung mit jeweils 10 Prozent der Gesellschaftanteile beteiligt, um so ihr Fachwissen für das Unternehmen langfristig zu sichern.
Die 2G Home GmbH (2G Home) hat ihren Geschäftssitz ebenfalls am Standort Heek. Das Unternehmen vertreibt ein Mini-BHKW, den „Whispergen“, mit einer Leistung von 1kW für Anwendungen im Ein- und kleineren Mehrfamilienhausbereich.
Im Jahr 2010 wurde die weitere internationale Ausrichtung des Konzerns vorangetrieben. So konnten einige Absatzmärkte neu oder weiter erschlossen werden. Der Konzern unterhält mit der 2G Iberica S.L. in Spanien und der im Februar 2011 gegründeten 2G Italia Srl. in Italien eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften im Ausland. Der nordamerikanische Raum wird mit der Cenergy Power Systems Technologies Inc. mit Sitz in Florida abgedeckt, an der 2G eine 25-prozentige Beteiligung hält. Aufgrund der forcierten Auslandsstrategie konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Aufträge aus dem Ausland gewonnen werden. Exemplarisch zu erwähnen sind hier Bestellungen aus den USA, Italien, der Tschechischen Republik und Japan. Die weiter steigende Auslandsnachfrage sollte das Unternehmen noch unabhängiger von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung machen. Trotzdem bleibt auch Deutschland ein wichtiger Markt für hocheffiziente dezentrale Energieversorgungskonzepte, wobei neben dem Biogasbereich auch der Einsatz von Erdgas immer mehr an Attraktivität gewinnt.
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Nach dem Krisenjahr 2009 konnte sich die Weltwirtschaft 2010 deutlich erholen. Die weltweite Wirtschaftsleistung stieg um rund 4,5 Prozentpunkte. Der Internationale Währungsfonds IWF schätzt, dass sich der Welthandel um ca. 11,5 Prozent ausgeweitet hat und damit wieder auf Vorkrisenniveau liegt. Insbesondere die sogenannten Schwellenländer leisteten einen hohen Beitrag zur Belebung der konjunkturellen Entwicklung. Allen voran die Länder China, mit einem Wachstum von 10 Prozent, gefolgt von Indien mit 9,8 und Brasilien mit 7,5 Prozent sind als Stabilisatoren in der Zeit der Krise zu nennen und konnten den Export vieler Länder und Unternehmen beflügeln. Die Zentralbanken verfolgten weltweit eine expansive Geldpolitik und senkten die Leitzinsen auf historische Tiefstwerte. Überdurchschnittlich hohe Staatsausgaben unterstützten die Konjunktur zusätzlich. An den internationalen Aktienmärkten führten die positiven Wirtschaftsdaten zu steigenden Aktienkursen, höheren Rohstoffpreisen und sinkenden Zinsen. Vorübergehend sorgte die Überschuldungssituation einiger Länder aus dem Euroraum allerdings für erhebliche Nervosität auf den internationalen Finanzmärkten.
Europa und Deutschland
Die wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der Europäischen Union (EU) verlief uneinheitlich. Während Deutschland als Motor der positiven wirtschaftlichen Entwicklung fungierte, erholten sich andere Euroländer nur in überschaubarem Maße. Insbesondere Staaten wie Griechenland und Irland hatten mit ihrer hohen Staatsverschuldung zu kämpfen. Dies führte zu einer Abstufung durch Ratingagenturen und der Zinsaufwand für Staatsanleihen der beiden Länder stieg beträchtlich. Der Euro war aus diesem Grund teilweise starken Schwankungen ausgesetzt. Einzig der ins Leben gerufene europäische Rettungsschirm für überschuldete Mitgliedsstaaten konnte die Märkte wieder beruhigen. Die stark variierenden Entwicklungen in den einzelnen europäischen Staaten führten zu einer unterdurchschnittlichen wirtschaftlichen Erholung von 1,5 Prozent. Der Leitzins blieb mit 1,0 Prozent stabil.
Deutschland wuchs im Jahr 2010 prozentual deutlich stärker als der restliche Euroraum und verzeichnete den höchsten Wachstumswert seit der Wiedervereinigung. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,6 Prozent, trägt Deutschland damit nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit einem Anteil von 27 Prozent zum BIP der Eurozone bei. Dies ist insbesondere den Exporten zu verdanken, die aufgrund der Erholung der Investitionskonjunktur vor allem in den Schwellenländern stark anzogen. Aber auch die Reformen der vergangenen Jahre und die Lohnzurückhaltung der Tarifparteien leisteten ihren Beitrag und steigerten die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Hinzu kam neben dem historisch hohen Export auch eine wachsende Binnennachfrage. Das deutsche Konsumklima konnte sich deutlich aufhellen (Vgl. Börsen Zeitung vom 24.11.2010, Deutschland im Kaufrausch). In diesem Zuge reduzierte sich auch die Arbeitslosenzahl in Deutschland auf knapp 3 Millionen Erwerbslose.
Entwicklung der Branche
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erlebte im Jahr 2010 einen stabilen Aufschwung. Im April 2011 erhöhte der Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) seine Produktionsprognose für das laufende Geschäftsjahr von 10 auf 14 Prozent. Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau stellt sich ebenfalls sehr positiv dar. Die im Februar gemeldeten Zahlen des VDMA belegen, dass die Inlandsaufträge im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent steigen konnten und damit auf einem ähnlich hohen Niveau wie die Auslandsaufträge mit einem Plus von 37 Prozent lagen.
Die Bundesrepublik fördert intensiv die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen und hat sich national wie international verpflichtet erhebliche Anstrengungen zur Verringerung der CO2-Emissionen vorzunehmen. So trug im Jahr 2009 die Verabschiedung von Gesetzen, wie dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und dem KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz), einen erheblichen Teil zum Erfolg der erneuerbaren Energien und auch zum Erfolg der Kraft-Wärme-Kopplung bei. Nachdem in der Vergangenheit die Liberalisierung des Energiemarktes zu einem deutlichen Rückgang der Strompreise geführt hatte, regte der nicht unerhebliche Anstieg der Strompreise in jüngster Zeit die Investitionsbereitschaft bei den erneuerbaren Energien und der KWK wieder an. Die beschriebene Marktsituation ist nicht nur für Deutschland typisch. Auch in den anderen europäischen Märkten, zum Beispiel in Italien, das über ein sehr hohes Niveau bei der Einspeisevergütung verfügt, sind ähnliche Entwicklungen zu verzeichnen. Neben dem Klima- und Ressourcenschutz kommt auch dem Thema Versorgungssicherheit als Motiv eine große Bedeutung zu, um in die eigene dezentrale Energieerzeugung zu investieren.
2G konnte insgesamt vom wirtschaftlichen Aufschwung, den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa, einem gestiegenen Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, aber auch von der hohen Energieeffizienz beim Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung profitieren. Steigende Strompreise und Unsicherheiten hinsichtlich der Abhängigkeit von Energielieferanten weltweit förderten die günstigen Voraussetzungen zusätzlich.
Die Perspektiven für die Unternehmen der Bereiche Bioenergie und Kraft-Wärme-Kopplung sind auch weiterhin sehr aussichtsreich. Der Energiemix zur Stromerzeugung in Europa wird sich nach Angaben des VDMA bis 2030 drastisch verändern. So soll nahezu 50 Prozent der Stromproduktion aus erneuerbarer Energie kommen. Der Anteil dezentraler Anlagen soll ebenfalls deutlich zunehmen. Insbesondere die hohen Kosten für den Netzausbau und
-unterhalt sowie wachsende Flexibilitätsanforderungen begünstigen an dieser Stelle steuerbare dezentrale Anlagen, die mit Biomasse, aber auch mit Erdgas betrieben werden können.
Stromproduktion bis 2030
Diese Entwicklung könnte sich mit Blick auf die derzeitige Energiedebatte noch beschleunigen. Die durch die Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima ausgelöste jüngste Diskussion um Kernenergie und einen beschleunigten Ausstieg aus dieser Technologie erhöhen die Chancen und Perspektiven alternativer Energiequellen beträchtlich. Der Druck auf die Politik, insbesondere in Deutschland, ist stark und es wird mit einer Gesetzgebung gerechnet, welche die erneuerbaren Energien weiter fördert. Langfristig sollte der Umbau der Energieversorgung auch für die Unternehmen der Bioenergie und Kraft-Wärme-Kopplung hervorragende Zukunftschancen bieten. KWK kann die gesamte Bandbreite der Energieerzeugung abbilden, hocheffizient von fossil bis erneuerbar (Vgl: http://www.vdma.org/wps/portal/Home/de/Verband/VDMA_Presse/Pressemitteilungen/komm_A_20110404_BD_PI_HannoverMesse?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/connect/vdma/Home/de/Verband/VDMA_Presse/Pressemitteilungen/komm_A_20110404_BD_PI_HannoverMesse).
2G wird sich dieses Umdenken in der Gesellschaft zu Nutze machen, indem sie die positiven Aspekte der KWK für den Energiemix der Zukunft aktiv einbringen wird. Sowohl im Bio-, als auch im Erdgasbereich geht 2G auch in Deutschland von einem weiteren dynamischen Wachstum aus. Der 2G Konzern konnte sich im abgelaufenen Jahr hinsichtlich Umsatz- und Ergebniszuwächsen vom unmittelbaren Wettbewerb im Branchenumfeld absetzen. Dies ist im großen Maße auf die hohe Qualität der 2G Produkte zurückzuführen. Die 2G-Entwicklungen erzielen einen höheren Wirkungsgrad und sind aus Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten für die Anwender deutlich attraktiver als vergleichbare Anlagen. Die 2G Gruppe hat zudem ihre Vertriebsaktivitäten im Sektor der mit Erdgas ressourcenschonend betriebenen KWK-Anlagen weiter ausgeweitet und intensiviert.
B. Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage
Darstellung der Ertragslage
Umsatz
Mit einem konsolidierten Konzernumsatz in Höhe von 91,9 Mio. Euro war das Jahr 2010 das bisher umsatzstärkste in der Unternehmensgeschichte. Im Vorjahr konnten Umsatzerlöse in Höhe von 51,1 Mio. Euro erzielt werden. Mit einem Umsatzzuwachs von knapp 80 Prozent zum Vorjahr konnten sogar die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Die Gesamtleistung, diese umfasst, neben dem Umsatz, die zum Jahresende ganz oder teilweise abgearbeiteten noch nicht schlussgerechneten Aufträge, belief sich auf insgesamt 98,0 Mio. Euro. Auch der Rohertrag I, der sich aus der Gesamtleistung abzüglich des Materialaufwands ergibt, konnte im Vergleich zum Vorjahr überproportional auf 22,9 Mio. Euro verbessert werden (2009: 11,6 Mio. Euro).
Verteilung der Umsatzerlöse
Die Internationalisierungsstrategie des 2G Konzerns trägt erste Früchte und soll in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden. So konnte im Geschäftsjahr 2010 rund 15,5 Prozent des stark gestiegenen Konzernumsatzes mit ausländischen Kunden erzielt werden (Vorjahr: 12,7 Prozent). Nicht in die Zahl für das abgelaufenen Geschäftsjahr eingeflossen sind in Deutschland verkaufte Anlagen mit Standort im Ausland.
Ergebnis
Das dynamische Wachstum führte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch zu einer höchst erfreulichen Verbesserung des Ergebnisses. So erzielte 2G konzernweit ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro). Daraus ergibt sich eine weitere Steigerung der EBIT-Marge auf Umsatzbasis von 7,6 Prozent auf 10,5 Prozent für das Jahr 2010. Der Jahresüberschuss auf Konzernebene verbesserte sich von 2,5 Mio. Euro in 2009 auf knapp 6,5 Mio. Euro in 2010. Einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis lieferten neben der 2G Energietechnik auch die Tochtergesellschaften 2G Home und die 2G Drives.
Gleichzeitig konnten im Jahr 2010 sowohl die Materialeinsatzquote, als auch die Personalintensität weiter gesenkt werden. Hierbei spielten Skaleneffekte und ein Fortschreiten der Standardisierungsprozesse in der Produktion eine maßgebliche Rolle. So erhöhte sich der Materialeinsatz absolut betrachtet zwar von 36,5 Mio. Euro in 2009 auf 66,0 Mio. Euro in 2010, gemessen an der Gesamtleistung des Konzerns bedeutet dies aber prozentual einen Rückgang von 78,2 Prozent in 2009 auf 76,7 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr. Im gleichen Zeitraum konnte die Personalintensität von 7,9 Prozent (2009: absolut 4,2 Mio. Euro) auf 7,5 Prozent (2010: absolut 7,3 Mio. Euro) gesenkt werden. Der Vertriebsaufwand erhöhte sich im Zuge der weiteren Internationalisierung und der Intensivierung der Präsenz am nationalen Markt von 0,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,6 Mio. Euro für 2010. Das gestiegene Geschäftsvolumen spiegelt sich in der Erhöhung der Betriebs- und Verwaltungskosten wider. Beide Positionen zusammengefasst stiegen von 1,4 Mio. Euro in 2009 auf 2,6 Mio. Euro in 2010.
Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2010 ist durch die Abschreibungen auf den Firmenwert der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen zusätzlich belastet. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in 2010 betrugen insgesamt 0,4 Mio. Euro.
Nach Abzug aller Betriebsaufwendungen verbleibt ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 6,5 Mio. Euro, ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um immerhin 158,0 Prozent (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro).
Darstellung der Finanzlage
2G betreibt ein konzernweites aktives Finanzmanagement und steuert und überwacht die Liquidität aller Konzerngesellschaften. Wichtigstes Ziel ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit aller 2G Unternehmen zu gewährleisten. Ein hoher Bestand an liquiden Mitteln verbessert die Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit des 2G Konzerns. Gleichzeitig werden die Kapitalkosten so gering wie möglich gehalten.
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug zum 31.12.2010 0,4 Mio. Euro. Eine Tatsache, die zeigt, dass das Wachstum des letzten Jahres ohne die Zuführung zusätzlicher Mittel von außen erarbeitet werden konnte. Die Zusammensetzung des operativen Cash Flow stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 6.471 | 2.508 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 854 | 729 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.352 | 1.959 |
| sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -5 | 0 |
| sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 48 | -4 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 19 | 7 |
| Veränderungen der Vorräte | -9.187 | -2.256 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -6.658 | -6.423 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 6.507 | 4.945 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 402 | 1.465 |
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -1,7 Mio. Euro. Wesentliche Positionen waren neben den Investitionen ins Sachanlagevermögen (2,3 Mio. Euro), überwiegend für den Bau neuer Produktionskapazitäten, Investitionen in immaterielles Anlagevermögen (0,3 Mio. Euro), vor allem getrieben durch die Einführung einer neuen ERP-Software zur Unternehmenssteuerung und Auszahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (0,9 Mio. Euro).
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in 2010 auf insgesamt 3,5 Mio. Euro. Neben den Auszahlungen für die planmäßige Tilgung von Kreditverbindlichkeiten (0,1 Mio. Euro) beinhaltet dieser die Einzahlung der Eigenkapitalzuführungen im Rahmen der im Mai 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung (3,7 Mio. Euro).
Insgesamt betrachtet war die Liquiditätslage im Berichtszeitraum stets ausgewogen und zu keiner Zeit angespannt. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum 31.12.2010 auf rund 4,5 Mio. Euro im Vergleich zu 2,2 Mio. Euro zum 31.12.2009.
Der 2G Konzern ist solide finanziert und operativ, ohne die Aufnahme von Fremdmitteln, jederzeit zahlungsfähig. Lediglich für den im November 2010 fertiggestellten Neubau einer weiteren Produktionshalle wurden langfristige, fristenkongruente Finanzkredite in Anspruch genommen.
Darstellung der Vermögenslage
Im Jahresverlauf erhöhte sich die Bilanzsumme des 2G Konzerns und betrug zum Abschluss des Berichtsjahrs 49,4 Mio. Euro (Vorjahr: 30,2 Mio. Euro).
Auf der Aktivseite ist die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen bedingt durch eine Erhöhung des Working Capital in Folge der Ausweitung des Geschäftsvolumens. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich durch die Ausweitung der Produktion und die Kapazitätserweiterungen am Standort Heek (5,3 Mio. Euro; Vorjahr: 3,5 Mio. Euro). Die immateriellen Vermögensgegenstände, das sind im Wesentlichen der Geschäfts- und Firmenwert, der im Rahmen der Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen, beliefen sich auf 6,0 Mio. Euro.
Mit einem Anteil von 75 Prozent oder absolut betrachtet 37,2 Mio. Euro fließt das Umlaufvermögen in die Bilanzsumme ein (Vorjahr: 19,7 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen deutlich gestiegenen Vorratsbestand zurückzuführen. Die stetig steigende Anzahl an neu akquirierten Projekten, die Ersatzteilvorhaltung für Servicearbeiten und das weiter zu erwartende Wachstum machen eine höhere Lagerhaltung unabdingbar. Langfristig ist jedoch geplant durch eine weitere Optimierung der Vorratshaltung das gebundene Kapital zu reduzieren. Im abgelaufenen Jahr haben bestehende Liefervereinbarungen eine termingerechte Versorgung mit allen erforderlichen Betriebsstoffen jederzeit sichergestellt. Bei den unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 11,8 Mio. Euro handelt es sich um noch nicht abgeschlossene, aber teilweise fertiggestellte Projekte, die im Geschäftsjahr 2011 fertiggestellt und in die Umsatzerlöse einfließen werden.
In Abzug gebracht werden müssen dabei die aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 9,0 Mio. Euro.
Da eine Vielzahl an Projekten im Laufe des Monats Dezember abgeschlossen werden konnte, erhöhte sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwar absolut betrachtet im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mio. Euro auf 15,6 Mio. Euro zum 31.12.2010. Durch das verbesserte Debitorenmanagement fiel der Anstieg im Verhältnis zur Umsatzsteigerung aber wesentlich geringer aus.
Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 4,9 Mio. Euro. Die Betrachtung der verfügbaren liquiden Mittel ist rein stichtagsbezogen und kann bedingt durch den Abschluss vieler Projekte zum Jahresende unterjährig nochmals deutlich höher ausfallen.
Auf der Passivseite weist der Konzern ein Eigenkapital in Höhe von 24,6 Mio. Euro aus. Mit einer Eigenkapitalquote von knapp 50 Prozent ist das Unternehmen im bundesdeutschen Durchschnitt mehr als solide aufgestellt. Das Grundkapital stieg, bedingt durch eine im Mai 2010 durchgeführte Kapitalerhöhung, um 0,4 Mio. Euro auf 4,43 Mio. Euro.
Die Rückstellungen erhöhten sich zum 31.12.2010 auf 5,4 Mio. Euro (31.12.2009: 3,0 Mio. Euro). Neben den Steuerrückstellungen (1,4 Mio. Euro), erhöhten sich im Zusammenhang mit der Umsatzausweitung die Gewährleistungsrückstellungen (1,5 Mio. Euro) und die Rückstellungen für ausstehende Restarbeiten und ausstehenden Rechnungen (1,7 Mio. Euro). Ein weiterer Anteil fiel mit 0,5 Mio. Euro auf die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bleiben prozentual betrachtet nahezu unverändert zum Vorjahr, erhöhten sich aber absolut zum Bilanzstichtag von 6,0 Mio. Euro zum 31.12.2009 auf 9,7 Mio. Euro zum 31.12.2010.
C. Nichtfianzielle Leistungsindikatoren
Investitionen
Im Jahr 2010 war das Investitionsvolumen mit 2,7 Mio. Euro für den Gesamtkonzern im Vergleich zu 2009 konstant. Konzentriert hat sich die Investitionstätigkeit vor allem auf den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Heek. So konnte neben einer neuerstellten Produktionshalle ebenfalls zusätzliche Lagerfläche Ende November 2010 der Nutzung übergeben werden. Weitere Investitionen in Höhe von 0,3 Mio. Euro flossen in die Anschaffung und Einführung eines leistungsfähigen ERP Systems, um für das künftig geplante Wachstum gerüstet zu sein.
Forschung und Entwicklung
Mit Gründung der 2G Drives im März des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die gesamte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in die neugeschaffene Gesellschaft überführt. Wie bereits unter der Regie der 2G GmbH konzentriert sich die Entwicklungstätigkeit auf die eigene agenitor® Baureihe. Entscheidendes Entwicklungsziel ist mit einer weiteren Steigerung des elektrischen und thermischen Wirkungsgrads, über mehrere Leistungsstufen hinweg, einen erhöhten Kundennutzen zu schaffen. Dieser kann, durch eine optimierte Wirtschaftlichkeit, langfristig einen Wettbewerbsvorteil schaffen und sichern, was sich positiv auf das Unternehmenswachstum der Zukunft auswirken wird. Mit dem Geschäftsführer Frank Grewe, Herrn Dr. Herdin und Herrn Dr. Egger verfügt die 2G Drives GmbH über hohe Fachkompetenz im Bereich der Gasmotorenentwicklung und -optimierung. Die beiden Letztgenannten sind als Minderheitengesellschafter fest in die Unternehmensstruktur eingebunden, um ihre internationale Erfahrung langfristig zum Vorteil des 2G Konzerns nutzen zu können. Konzernweit betrachtet flossen, wie im Vorjahr, ca. 0,5 Mio. Euro in die Entwicklungsarbeit.
Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Der 2G Konzern betreibt Maschinenbau und technische Fertigung von Großanlagen. Dieses bringt schon durch den Umstand des Umgangs mit Werkzeugen und technischen Hilfsmitteln Risiken für Mensch und Umwelt mit sich. Daher ist es zwingend erforderlich, alle geltenden Arbeitsplatzsicherheits-, Umwelt- und Abfallmanagementbestimmungen aufs Strengste einzuhalten.
An jedem einzelnen Standort des 2G Konzerns achten, zum Wohle und Schutz der Gesundheit aller Mitarbeiter und der Umwelt, speziell geschulte Arbeitssicherheitsbeauftragte auf die Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen. Die Einhaltung der jeweilig geltenden Vorschriften wird in regelmäßigen Abständen an allen Unternehmensstandorten einer Überprüfung unterzogen.
Auftragslage und Entwicklung von Kosten und Preisen
Die ständig steigende Nachfrage nach Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und 2G Produkten setzt sich auch im laufenden Geschäftsjahr weiter fort. Indikator hierfür ist der gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Auftragseingang. So vermeldete das Unternehmen Ende des ersten Quartals 2011 einen Auftragsbestand von 203 Anlagen mit einem Gesamtvolumen von rund 45 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro). Aktuell erhöhte er sich erneut auf 292 Anlagen mit einem Gesamtvolumen von rund 67 Mio. Euro.
Die Verkaufspreise blieben im Jahresverlauf stabil bzw. konnten bei einigen wenigen Modellen leicht angehoben werden. Eine Ende des Jahres durchgeführte Preiserhöhung wird sich erst im Laufe des Jahres bemerkbar machen.
Auf der Beschaffungsseite konnten Skaleneffekte und ein nochmals verbessertes Einkaufsmanagement die moderat gestiegenen Preise bei Rohstoffen, wie Kupfer oder Kunststoffen, überkompensieren. Ein weiterer Anstieg der Beschaffungspreise im laufenden Jahr sollte von den angehobenen Verkaufspreisen aufgefangen werden.
Mitarbeiter
Zum Stichtag, dem 31.12.2010, beschäftigten die 2G Konzerngesellschaften insgesamt 219 Mitarbeiter, davon waren 7 in Teilzeit. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2009: 127 Mitarbeiter) ist auf das starke Wachstum und den weiteren Ausbau des Konzerns zurückzuführen. Die Verteilung zum 31.12.2010 stellt sich wie folgt dar:
| Unternehmen | Anzahl Mitarbeiter |
|---|---|
| 2G Drives GmbH | 13 |
| 2G Home GmbH | 8 |
| 2G Iberica S.L. | 2 |
| 2G Energietechnik GmbH | 196 |
2G legt hohen Wert auf eine aktive Personalarbeit und betreibt intensiv die Aus- und Weiterbildung von eigenem Produktions-, Service- und Vertriebspersonal durch Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen. Aber auch die Mitarbeiter in den administrativen Bereichen werden auf die steigenden Anforderungen in ihren Aufgabenbereichen in regelmäßigen Abständen vorbereitet. Der 2G Konzern erfreut sich als Ausbildungsbetrieb einer ständig wachsenden Beliebtheit und nimmt damit nicht nur seine gesellschaftliche Aufgabe wahr, sondern schafft sich ebenfalls einen gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm für die Zukunft. So befanden sich zum Ende des Geschäftsjahres 16 Mitarbeiter in ihrer beruflichen Ausbildung. Praktikanten und Bacheloranden, überwiegend aus technischen Berufen, verstärken das Team zusätzlich und werden oftmals anschließend in Festanstellung übernommen.
Risikomanagement und internes Steuerungssystem
Das Risikomanagement im 2G Konzern steht für eine aktive Steuerung aller Chancen und Risiken und ist daher ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsprozesse und internen Entscheidungen.
Für die Früherkennung unternehmensgefährdender Risiken, sowie für eine geeignete Gegensteuerung ist dieses Element unabdingbar. Benannte Risikobeauftragte, die Abteilungsleiter und der Vorstand sind aktiv und passiv in das System eingebunden und werden in regelmäßigen Abständen oder im Bedarfsfall zeitnah und umfassend informiert.
Als dynamischer Prozess unterliegt das Risikomanagement einer permanenten Kontrolle und somit einer kontinuierlichen Verbesserung seiner Effizienz, damit alle identifizierten Risikofelder einer kontinuierlichen Beobachtung unterliegen.
Zur Überwachung der Geschäftstätigkeit ist ein Steuerungssystem installiert. Dabei werden einerseits Planungen und Zielvorgaben definiert und diese andererseits über einen Soll-Ist-Vergleich in regelmäßigen Abständen überwacht. Damit können zeitnah gegebenenfalls geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. In dieses System sind alle Konzerngesellschaften gleichermaßen eingeschlossen.
D. Risikobericht
Identifizierte Kernrisiken
Branchen- und Wettbewerbsrisiko
Neben der konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft ist der Markt für KWK-Anlagen stark von nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Eine Verschlechterung oder gar der Wegfall staatlicher Förderungen von erzeugtem Strom könnte einen Nachfragerückgang nach KWK-Anlagen und 2G Produkten nach sich ziehen. 2G begegnet diesem Risiko mit dem verstärkten Ausbau der Präsenz in internationalen Märkten und einer Verbreiterung des Vertriebs von erdgasbetriebenen BHKWs. Aber auch das steigende Geschäft mit Servicedienstleistungen kann zur Stabilisierung beitragen.
Auf dem Markt der Kraft-Wärme-Kopplung herrscht ein reger Wettbewerb, an dem zahlreiche mittelständische Unternehmen partizipieren. Um für eine - in anderen Bereichen der regenerativen Energien bereits eingetretene - Marktkonsolidierung gerüstet zu sein, setzt 2G vermehrt auf eigene Technologien mit hohem Kundennutzen. Im stetig steigenden Wettbewerb sollen leistungsoptimierte Aggregate einen Vorsprung vor Mitbewerbern sichern und ausbauen.
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko
Im Rahmen des Kerngeschäfts des 2G Konzerns können Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf das Erreichen von Unternehmenszielen haben. Das Einzelfallrisiko wird durch ein aktives und deutlich verbessertes Bonitäts- und Debitorenmanagement minimiert. Ebenso wird auf eine ausgewogene und breite Kundenstruktur geachtet. Der aktive Vertrieb von Erdgas BHKWs wird ebenfalls mit einer deutlich breiteren Kundenbasis für weitere Stabilität sorgen.
Insgesamt betrachtet besteht keine Einzelkundenbeziehung, deren Wegfall zu einer existenziellen Bestandsgefährdung führen könnte.
Beschaffungsmarktrisiken
Bei ständig wachsenden Umsätzen können sich Risiken bei der zeitnahen und qualitätskonformen Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ergeben. Zur Vermeidung dieser Risiken baut 2G auf eine sorgfältig ausgewählte und breite Lieferantenbasis. Mit den meisten Lieferanten von Kernkomponenten bestehen bereits langjährige und intensive Geschäftsbeziehungen und Lieferverträge. Änderungsrisiken bei einzelnen Rohstoffpreisen können meist zeitnah an die Kunden weitergegeben werden.
Personalrisiken
Bedingt durch das enorme Wachstum und den ständig steigenden Anforderungen des Marktes sind alle Konzerngesellschaften auf engagierte und qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Die gezielte Aus- und Weiterbildung und die Beschäftigung von Praktikanten und befristeten Aushilfskräften sind für das Unternehmen ein Instrument, um auch personaltechnisch für das künftige Wachstum gerüstet zu sein. Durch eine Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber, können nicht nur neue Mitarbeiter gewonnen, sondern auch die Mitarbeiterbindung erhöht werden. 2G setzt hier auf die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze und die individuelle Förderung der einzelnen Mitarbeiter.
Weitere nicht wesentliche Restrisiken
Investitions- und Finanzierungsrisiken
Aufgrund der aktuellen soliden Finanzsituation und des niedrigen Anteils an Fremdkapital wurden diese Risiken derzeit als nicht wesentlich identifiziert.
IT Risiken
Der komplexe Planungs- und Produktionsprozess, sowie die regelmäßige Wartung der Anlagen im Feld bedürfen eines leistungsfähigen EDV Systems. Dieser Anforderung wurde im Jahr 2010 mit der Einführung eines modernen ERP-Systems Rechnung getragen. Gleichzeitig ist das Unternehmen durch mehrere aktive Sicherungssysteme vor ungewollten Datenverlust und –zugriffen geschützt.
Zusammenfassung und Risikobewertung
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts waren keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich. Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass alle Risiken, die die Entwicklung des Konzerns beeinträchtigen könnten identifiziert sind und einer ausreichenden Beobachtung unterliegen.
E. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Berichtszeitraums:
30. März 2011: Gründung der Tochtergesellschaft 2G Italia Srl.
Aufgrund der starken Nachfrage aus Italien, gründet 2G die Tochtergesellschaft 2G Italia Srl.
Mit der Neugründung soll der lokale Vertrieb und Service gestärkt werden.
09. Februar 2011: erster Großauftrag aus den USA
Cenergy Power Systems Inc., die amerikanische Vertriebsgesellschaft, meldet den ersten Großauftrag für die Vereinigten Staaten mit einem Volumen von rund 2,4 Mio. USD.
18. Januar 2011: 2G beruft Finanzvorstand und schafft eigenen Service-Standort
2G verstärkt sein Team mit einem Finanzvorstand und erwirbt eine Immobilie zum weiteren Ausbau des Servicebereichs.
F. Prognosebericht
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
Allgemeiner Konjunkturausblick
Experten erwarten für 2011 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 1,25 Prozent. Ängste vor einem Krisenszenario wie 2009 sind in den Hintergrund getreten. Für Deutschland sagen Forschungsinstitute und die Bundesregierung ein BIP-Wachstum von 2,0 Prozent bis 3,2 Prozent voraus, 2012 soll sich der Anstieg abschwächen und zwischen 1,3 Prozent und 1,8 Prozent liegen. Deutschland bietet mit seinem aussichtsreichen Exportgeschäft, sinkenden Arbeitslosenzahlen, sowie einem wachsenden Privatkonsum beste Voraussetzungen, dass der Aufschwung hierzulande fortgeführt wird.
Marktentwicklung und Geschäftsstrategie
KWK-Anlagen werden im zukünftigen Energiemix mittelfristig eine bedeutende Position einnehmen. Die Erd- und Biogas betriebenen Anlagen eignen sich bestens für den Lastausgleich der erneuerbaren Energien und liefern Prozess- und Heizwärme für Haushalte, öffentliche Einrichtungen und die Industrie, wodurch sie hohe Gesamtwirkungsgrade erreichen können. Für Deutschland ist der starke Ausbau der erneuerbaren Energien vor allem für die lokale Wertschöpfung nicht nur wirtschaftlich hoch rentabel, sondern verspricht mit einem ausgewogener Mix an erneuerbaren Energien, Speicherung und KWK-Anlagen die Basis der künftigen Energiesicherheit.
Wie bereits in den Vorjahren, treibt 2G die eingeschlagene Geschäftsstrategie weiter voran:
| • | Schaffung von „Intellectual Property“ durch eigenentwickelte Aggregate mit verbessertem Wirkungsgrad, auch im größeren Leistungsbereich bis 600 kW und einem damit verbundenen höheren Kundennutzen und dem Vorteil weiterer Alleinstellungsmerkmale; |
| • | Konzentration auf Produktion, Vertrieb von BHKW Modulen und auf den Service an BHKW Anlagen; |
| • | Ausbau der Vertriebsaktivitäten im nationalen und internationalen Umfeld, in Märkte mit hoher Förderung der aus KWK gewonnenen elektrischen Energie, aber auch in Märkte mit Nutzung für den reinen Eigenbedarf; |
| • | Ausbau der Servicedienstleistungen Hand in Hand mit den steigenden Absatzzahlen für 2G Anlagen; |
| • | Weiterer Ausbau der Wertschöpfung durch eine erhöhte Fertigungstiefe, fortschreitende Standardisierung innerhalb der Produktion und Optimierung der Prozessabläufe im Service; |
| • | Weiterer Ausbau der im Laufe der letzten Jahre geschaffenen starken Marktposition. |
Prognose der weiteren Geschäftsentwicklung
Unter dem Eindruck des dynamischen Wachstums des abgelaufenen Jahres und der stabilen Nachfrage, geht die Unternehmensleitung auch für das laufende Jahr von einem steigenden Absatz von 2G Produkten aus. Gemeinsam mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten sollte das Umsatzwachstum der letzten Jahre ungehindert weiter fortgesetzt werden können. Eine Umsatzausweitung um 25 bis 30 Prozent zum Vorjahr erscheint aus heutiger Sicht für das Jahr 2011 realistisch. Beim Ergebnis sollten Skaleneffekte, eine weitere Standardisierung der Produktion und der stetige Ausbau der Serviceleistungen nochmals zu einem, im Vergleich zum Umsatz, leicht höheren Zuwachs führen. Für das Jahr 2012 geht die Unternehmensleitung aus heutiger Sicht davon aus, dass im Falle von sich verschlechternden nationalen Rahmenbedingungen das Vorjahresniveau unter Umständen unterschritten werden kann.
Seit den Ereignissen in Japan stellt sich die nationale Energiestrategie anders da. Es wurde aufgezeigt, dass Restrisiken beim Betrieb von Kernkraftwerken bestehen, die es unmöglich machen langfristig an dieser Energieumwandlung festzuhalten. Es sind also kurz- und langfristig Alternativen gefragt. Bei der notwendigen Neugestaltung der Energieversorgung wird die KWK eine maßgebliche Rolle spielen, sodass auch mittelfristig national wie international ein Marktwachstum stattfinden wird. Keine andere Kraftwerksart kann durch nur wenige Modifikationen sowohl mit fossilen, als auch mit regenerativen Primärenergieträgern befeuert werden. Auch können, durch die dezentrale Anordnung der Kraftwerke, Übertragungsnetze entlastet werden, da der Bedarf an Elektrizität und Wärme direkt vor Ort abgedeckt werden kann. Diese zusätzlichen positiven Alleinstellungsmerkmale zeigen die Zukunftsfähigkeit dieser sicheren Versorgungseinheiten auf. Aber auch die Stromgestehungskosten liegen mit denen von Windkraftanlagen fast gleichauf. Dadurch können, volkswirtschaftlich sinnvoll, KWK-Anlagen nach Bedarf, die bei den volatilen Energiequellen Windkraft und Photovoltaik fehlenden, Energiemengen zur Verfügung stellen.
Viele der in den letzten Jahren angestoßenen strategischen Neupositionierungen tragen bereits erste Früchte. Insbesondere der Geschäftsverlauf in den USA entwickelt sich äußerst positiv. 2G geht davon aus, dass bereits in 2012 eine Fertigung für Containeranlagen lokal in den USA etabliert werden kann, um bislang anfallende Transportkosten zu reduzieren.
Die Absatzmärkte des 2G Konzerns unterliegen konjunkturellen Schwankungen, die sich nicht immer Hand in Hand mit der allgemeinen Konjunktur entwickeln. Neben der allgemeinen Innovationskraft innerhalb der Energiebranche, sind es auch die verschiedenen nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen und das spezifische Verbraucherverhalten, welche direkten Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen können.
Die 2G Gruppe wird insbesondere durch die Erhöhung der Fertigungstiefe und durch die Konzentration auf die agenitor® Baureihe mittelfristig stark an Marge gewinnen können.
So geht die Unternehmensleitung davon aus, dass die Akzeptanz der 2G Produkte und Dienstleistungen auf den nationalen und internationalen Märkten dazu führen wird, dass das Ziel eines profitablen Wachstums auch in den kommenden Jahren erreicht werden kann.
Heek, im Mai 2011
gez. Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender
gez. Ludger Holtkamp, Mitglied des Vorstands
gez. Peter J. Bergsteiner, Mitglied des Vorstands
Konzernbilanz
Aktiva
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 109.046,00 | 163.569,00 |
| B. Anlagevermögen | 11.702.309,00 | 9.994.111,75 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.366.570,39 | 6.443.576,81 |
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 366.507,20 | 33.048,45 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 6.000.063,19 | 6.363.528,36 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 47.000,00 |
| II. Sachanlagen | 5.296.496,96 | 3.468.415,49 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.568.460,76 | 2.359.578,11 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 356.192,07 | 283.932,31 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.262.685,97 | 824.905,07 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.109.158,16 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen | 39.241,65 | 82.119,45 |
| 1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 20.201,65 | 67.879,45 |
| 2. sonstige Beteiligungen | 10.000,00 | 10.000,00 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 9.040,00 | 4.240,00 |
| C. Umlaufvermögen | 37.184.554,14 | 19.684.835,53 |
| I. Vorräte | 14.124.132,02 | 4.937.455,26 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.731.376,62 | 3.578.066,37 |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 11.821.617,58 | 5.432.947,55 |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 368.889,41 | 0,00 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 238.131,54 | 264.415,11 |
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -9.035.883,13 | -4.337.973,77 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 17.881.206,01 | 11.239.578,64 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.594.946,80 | 10.891.509,36 |
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 15.372,00 | 0,00 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 2.270.887,21 | 348.069,28 |
| III. Wertpapiere | 295.247,77 | 1.174.157,97 |
| 1. sonstige Wertpapiere | 295.247,77 | 1.174.157,97 |
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.883.968,34 | 2.333.643,66 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 158.744,51 | 115.587,00 |
| E. Aktive latente Steuern | 198.172,68 | 225.134,05 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 49.352.826,33 | 30.183.237,33 |
| Passiva | ||
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
| A. Kapital | 24.574.258,71 | 14.437.828,52 |
| I. gezeichnetes Kapital | 4.430.000,00 | 4.030.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 11.235.300,00 | 7.975.300,00 |
| III. Konzernbilanzgewinn | 8.856.699,38 | 2.460.856,67 |
| IV. Ausgleichsposten Anteile anderer Gesellschafter | 52.259,33 | -28.328,15 |
| B. Rückstellungen | 5.358.372,87 | 3.006.194,39 |
| 1. Steuerrückstellungen | 1.430.083,89 | 1.038.672,63 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 3.928.288,98 | 1.967.521,76 |
| C. Verbindlichkeiten | 19.420.194,75 | 12.739.214,42 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.969.260,49 | 2.794.948,71 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.307.699,94 | 2.093.170,27 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.725.309,37 | 5.936.486,56 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 2.417.924,95 | 1.914.608,88 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 49.352.826,33 | 30.183.237,33 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2010 - 31.12.2010 EUR |
1.1.2009 - 31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 91.854.834,19 | 51.120.295,26 |
| 2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 6.132.764,04 | 2.099.661,26 |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 48.495,00 | 0,00 |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 610.705,05 | 143.315,88 |
| 5. Materialaufwand | 75.172.872,35 | 41.625.026,83 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 64.682.967,28 | 35.928.523,55 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.489.905,07 | 5.696.503,28 |
| 6. Personalaufwand | 7.319.236,70 | 4.181.486,48 |
| a) Löhne und Gehälter | 6.110.925,55 | 3.511.147,20 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.208.311,15 | 670.339,28 |
| 7. Abschreibungen | 854.342,88 | 728.930,72 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 854.342,88 | 728.930,72 |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.590.107,59 | 2.916.321,52 |
| 9. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 47.677,81 | 0,00 |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 1.000,00 | 0,00 |
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 28.367,02 | 32.020,42 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 1.056,00 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 271.837,09 | 170.660,78 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 9.420.090,88 | 3.771.810,49 |
| 15. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 2.926.454,38 | 1.248.364,62 |
| 16. sonstige Steuern | 22.206,33 | 15.400,94 |
| 17. Konzernjahresüberschuss | 6.471.430,17 | 2.508.044,93 |
| 1.1.2010 - 31.12.2010 EUR |
1.1.2009 - 31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| 17. Konzernjahresüberschuss | 6.471.430,17 | 2.508.044,93 |
| 18. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn/Verlust | -75.587,46 | 25.614,75 |
| 19. Konzerngewinn | 6.395.842,71 | 2.533.659,68 |
| 20. erwirtschaftetes Konzernergebnis | 2.460.856,67 | -72.803,01 |
| 21. Konzernbilanzgewinn | 8.856.699,38 | 2.460.856,67 |
Konzernkapitalflussrechnung
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| 1. Periodenergebnis | 6.471.430,18 € | 2.508.044,93 |
| 2. ± Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 854.342,88 € | 728.930,72 |
| 3. ± Veränderung der Rückstellungen | 2.352.178,48 € | 1.958.523,06 € |
| 4. ± sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -4.800,00 € | 0,00 € |
| 5. ± sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 47.677,81 € | – 4.096,05 € |
| 6. ± Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 19.496,48 € | 7.071,03 € |
| 7. ± Veränderungen der Vorräte | – 9.186.676,76 € | – 2.255.741,83 € |
| 8. ± Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | – 6.657.823,52 € | – 6.423.068,35 € |
| 9. ± Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 6.506.668,56 € | 4.945.305,61 € |
| 10. = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| (operative cash flow) | 402.494,11 € | 1.464.969,12 € |
| 11. Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 21.851,92 € | 2.436,97 € |
| 12. – Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | 334.740,66 € | 51.020,00 € |
| 13. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | 2.257.502,67 € | 2.654.921,06 € |
| 14. – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0,00 € | 67.879,45 € |
| 15. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | 878.910,20 € | 121.278,39 € |
| 16. = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (investive cash flow) | – 1.691.481,21 € | – 2.650.105,15 € |
| 17. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 3.665.000,00 € | 0,00 € |
| 18. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten | 128.160,60 € | 83.130,43 € |
| 19. = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (finance cash flow) | 3.536.839,40 € | – 83.130,43 € |
| 20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 10., 17. und 20.) | 2.247.852,29 € | – 1.268.266,46 € |
| 21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.219.391,03 € | 3.487.657,49 € |
| 22. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.467.243,33 € | 2.219.391,03 € |
Konzerneigenkapitalspiegel
| Eigenkapitalentwicklung | Mutterunternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2G Bio-Energietechnik AG Konzern in EURO |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrück- lagen | übriges kumuliertes Konzernergebnis | erwirtschaftetes Konzernergebnis | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand per 01.01.2009 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | -79.178,41 | 11.932.496,99 |
| Übrige Veränderungen | 0,00 | ||||
| Konzernjahresüberschuss | |||||
| per 31.12.2009 | 2.533.659,68 | 2.533.659,68 | |||
| Stand per 31.12.2009 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | 2.454.481,27 | 14.466.156,67 |
| Stand per 01.01.2010 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | 2.454.481,27 | 14.466.156,67 |
| Kapitalerhöhung 2G Bio- | |||||
| Energietechnik AG | 400.000,00 | 400.000,00 | |||
| Einlage in die | |||||
| Kapitalrücklage | 3.260.000,00 | 3.260.000,00 | |||
| Änderungen des | |||||
| Konsolidierungskreises | 0,00 | ||||
| Konzernjahresüberschuss | |||||
| per 31.12.2010 | 6.395.842,71 | 6.395.842,71 | |||
| Stand per 31.12.2010 | 4.430.000,00 | 11.235.300,00 | 6.375,40 | 8.850.323,98 | 24.521.999,38 |
| Eigenkapitalentwicklung | Minderheitsgesellschafter | Konzerneigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|
| 2G Bio-Energietechnik AG Konzern in EURO |
Minderheiten- kapital | auf Minderheiten entfallendes erwirtschaftetes Konzernergebnis | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand per 01.01.2009 | -309,18 | 1.691,83 | 1.382,65 | 11.933.879,64 |
| Übrige Veränderungen | 300,60 | -4.396,65 | -4.096,05 | -4.096,05 |
| Konzernjahresüberschuss | ||||
| per 31.12.2009 | -25.614,75 | -25.614,75 | 2.508.044,93 | |
| Stand per 31.12.2009 | -8,58 | -28.319,57 | -28.328,15 | 14.437.828,52 |
| Stand per 01.01.2010 | -8,58 | -28.319,57 | -28.328,15 | 14.437.828,52 |
| Kapitalerhöhung 2G Bio- | ||||
| Energietechnik AG | 0,00 | 400.000,00 | ||
| Einlage in die | ||||
| Kapitalrücklage | 0,00 | 3.260.000,00 | ||
| Änderungen des | ||||
| Konsolidierungskreises | 5.000,00 | 5.000,00 | 5.000,00 | |
| Konzernjahresüberschuss | ||||
| per 31.12.2010 | 75.587,47 | 75.587,47 | 6.471.430,19 | |
| Stand per 31.12.2010 | 4.991,42 | 47.267,90 | 52.259,33 | 24.574.258,71 |
Konzernanhang
A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
1. Grundsätzliche Angaben
Die 2G Bio-Energietechnik AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr im Entry Standard der Deutschen Börse AG gehandelt und damit nicht an einem organisierten Markt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) eingetragen und hat Ihren Sitz in 48619 Heek, Benzstraße 3.
2. Geschäftszweig
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften betreiben im Wesentlichen die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken und anderen Anlagen zur Gewinnung bzw. effizienten Nutzung elektrischer Energie sowie mit Blockheizkraftwerken verbundene Serviceleistungen. Ein Tochterunternehmen ist mit der Optimierung von Gasmotoren bzw. der Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb betraut.
3. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG zum 31. Dezember 2010 wurde gem. §§ 290 ff. HGB, nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Regelungen der Satzung aufgestellt.
Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.
Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen gemäß § 290 ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung.
Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in Euro bzw. TEuro. Die Umrechnung von Bilanzposten von ausländischen Gesellschaften erfolgt zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag. Positionen des Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
B. Konsolidierungsmethoden
1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes
In dem Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse enthalten:
| Tochergesellschaft | Anteil in % |
Nennkapital in Euro |
Eigenkapital in Euro |
Jahresergebnis in Euro |
Erstkonsolidierung | Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| zwei-G Energietechnik GmbH, Heek, Deutschland | 100,00 | 1.000.000 | 2.832.297 | 0 | 30.06.2007 | 31.12.210 |
| 2G Home GmbH, Heek, Deutschland; vormals AEM Engineering GmbH, Heek | 90,00 | 125.000 | ./. 113.995 | 197.777 | 31.12.2007 | 31.12.2010 |
| 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L., Vic, Spanien | 90,00 | 3.006 | ./. 181.568 | ./. 34.072 | 31.01.2008 | 31.12.2010 |
| 2G Drives GmbH, Heek, Deutschland | 80,00 | 25.000 | 345.500 | 320.500 | 24.03.2010 | 31.12.2010 |
| CENERGY Power Systems Technologies Inc., 569 Saratoga Street, Orange Park, FL 32073 - USA | 25,00 | 268.120 | -25.282 | ./. 293.402 | 18.11.2009 | 31.12.2010 |
Gegenstand der Tochterunternehmen zwei-G Energietechnik GmbH, 2G Home GmbH sowie 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L. ist die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken, Handel mit Komponenten für Blockheizkraftwerke sowie die mit Blockheizkraftwerken verbundenen Serviceleistungen.
Gegenstand des Tochterunternehmens 2G Drives GmbH ist die Optimierung von Gasmotoren bzw. der Herstellung von Otto-Gas-Motoren und deren Vertrieb betraut.
Sämtliche Gesellschaften – bis auf die CENERGY Power Systems Technologies Inc. - sind aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte der Muttergesellschaft als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Die CENERGY Power Systems Technologies Inc. wird at Equity in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.
2. Angewandte Konsolidierungsmethoden
Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Unternehmen
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der 2G Bio-Energietechnik AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember erstellt.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß
§ 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Länge der Abschreibungsdauer ergibt sich aus dem Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen.
Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position „Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter“ ausgewiesen.
Schuldenkonsolidierung
Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit es sich um eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Berichtsjahr sind keine Aufrechnungsdifferenzen zu verzeichnen.
Behandlung von Zwischenergebnissen
Die Eliminierung von Zwischenergebnissen erfolgt gem. § 304 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, mit einem Betrag anzusetzen, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden.
Die Berichtigung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um die positiven bzw. negativen Erfolgsbeiträge aus konzerninternen Transaktionen erfolgt im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gem. § 305 HGB.
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außerhalb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die Konsolidierungsmaßnahmen umfassen ausschließlich Eliminierungen.
Equity-Bewertung
Die Bewertung nach der Equity-Methode ist vorzunehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterunternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei Beteiligungen an Unternehmen ein solcher maßgeblicher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung „at equity“ durchzuführen.
Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet. Die Equity Bewertung wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs in den Konzernabschluss vorgenommen.
C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
1. Bilanzierungsmethoden
Die Einzelabschlüsse der 2G Bio-Energietechnik AG und der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
2. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des
Geschäftsbetriebs
Die Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen gem. § 282 HGB a.F. vorgenommen.
3. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
4. Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt.
5. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Finanzanlagevermögens über dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr vorliegen, ist gem. § 253 Abs. 5 S. 1 HGB eine Zuschreibung vorzunehmen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet.
6. Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkostenkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet werden können, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt.
Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Soweit erhaltene Anzahlungen den Wert der unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht übersteigen, werden sie projektbezogen mit den unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen in Höhe des Rückzahlungsbetrags verrechnet.
7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
8. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die sonstigen Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
9. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert bewertet.
10. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
11. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern sowie latente Steuerverbindlichkeiten.
12. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.
14. Latente Steuern
Latente Steuerforderungen und –verbindlichkeiten sind nicht verrechnet worden. Für die Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 30% zugrunde gelegt.
Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen ist. Latente Steuern sind hierauf nicht zu berechnen (DRS 18 TZ. 25).
15. Währungsumrechnung
Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, denen auf fremde Währung lautende Beträge zu Grunde liegen, werden mit dem jeweiligen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. zum Stichtagskurs unter Beachtung des Niederstwertprinzips umgerechnet.
D. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des
Geschäftsbetriebs
Von der Möglichkeit, Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu aktivieren, wurde im Geschäftsjahr 2008 Gebrauch gemacht. Gem. Artikel 67 Abs. 5 EGHGB wird das Wahlrecht zur Fortführung der Bilanzierungshilfe in Anspruch genommen. Die 2G Home GmbH hat Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes - insbesondere dem Vertrieb von Kleinanlagen (Wispergen) - aktiviert.
Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 54.523,00 Euro vorgenommen. Die Ausschüttungssperre gemäß § 269 HGB a.F. wurde beachtet.
Die Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.
2. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Anlagenspiegel.
Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.
3. Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (21 TEuro), sonstigen Beteiligungen (10 TEuro) sowie Wertpapieren des Anlagevermögens (9 TEuro) zusammen.
Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens wurde gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB eine Zuschreibung (5 TEuro) auf den am Abschlussstichtag beizulegenden Wert vorgenommen.
4. Vorratsvermögen
Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 14.124 TEuro. Es beinhaltet neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (10.731 TEuro), unfertige Erzeugnisse (11.822 TEuro), fertige Erzeugnisse und Waren (369 TEuro) und geleistete Anzahlungen (238 TEuro).
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (./. 9.036 TEuro) wurden gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 474 TEuro und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 133 TEuro gebildet. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als ein Jahr, mit Ausnahme sonstiger Vermögensgegenstände in Höhe von 11 TEuro.
6. Rechnungsabgrenzungsposten
Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Disagio in Höhe von
233 Euro ausgewiesen.
7. Aktive latente Steuern
Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 198 TEuro resultieren aus dem steuerlichen Verlustvorträgen bei der 2G Home GmbH und 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L. sowie den eliminierten Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2010.
Es wird davon ausgegangen, dass die mit den Verlustvorträgen verbundenen Steuervorteile mit hinreichender Wahrscheinlichkeit in den nächsten beiden Geschäftsjahren realisiert werden können.
Eine Saldierung der aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern wurde nicht vorgenommen.
8. Konzerneigenkapital
Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals in der Periode vom
01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.
Im Berichtsjahr steht den Gesellschaftern ein Betrag Höhe von 8.549 TEuro für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. Gesetzliche und satzungsmäßige Ausschüttungssperren wurden zum Bilanzstichtag beachtet, insbesondere die Ausschüttungssperren gemäß § 268 Abs. 8 sowie § 269 HGB a.F..
9. Gezeichnetes Kapital
Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Grundkapital 4.430.000 Euro.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 auf 3.530.000 Euro erhöht und war in 3.530.000 Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro eingeteilt.
Im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500.000 Euro gegen Sacheinlage durch die Ausgabe von 500.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 02.09.2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 01.09.2015 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig um bis zu insgesamt 2.215.000,00 € durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).
Weiterhin wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ermächtigt. Das Grundkapital kann um 1.765 TEuro erhöht werden. Dies dient der Gewährung von Options- und Wandlungsrechten an Inhaber von Options-, und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. –genussscheinen.
Mit Beschluss des Vorstandes vom 04.05.2010 und der Bestimmung des Aufsichtsrates wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 400.000 Euro auf 4.430.000 Euro durch Ausgabe von 400.000 Euro neuer Aktien von je 1,00 Euro zum Ausgangspreis von 9,15 Euro je Aktie erhöht.
10. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von 11.235.300 Euro resultiert im Wesentlichen aus den Agien der in den Jahren 2007 und 2010 durchgeführten Kapitalerhöhungen der 2G Bio-Energietechnik AG. Die Kapitalrücklage hat sich im laufenden Geschäftsjahr um 3.260 TEuro erhöht.
11. Passive latente Steuern
Die steuerlichen Wertansätze entsprechen nicht den handelsrechtlichen Wertansätzen. Die Bildung passiver latenter Steuern steht mit der Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Verbindung. Daher wurden zum 31.12.2008 latente Steuerrückstellungen in Höhe von 73 TEuro gebildet. Im Berichtsjahr wurden anteilige Steuerlatenzen in Höhe von 16 TEuro aufgelöst. Damit ergibt sich ein Bestand von passiven latenten Steuern von 33 TEUR.
12. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| TEuro | |
|---|---|
| Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen / ausstehende Rechnungen | 1.653 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 1.491 |
| Personalverpflichtungen | 516 |
| Jahresabschlussarbeiten | 127 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 88 |
| Hauptversammlung / Geschäftsbericht | 27 |
| Archivierung von Geschäftsunterlagen | 26 |
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Restlaufzeiten, in TEUR |
Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.969.260,49 | 671.501,03 | 1.021.273,19 | 1.276.486,27 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.307.699,94 | 4.307.699,94 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.725.309,37 | 9.725.309,37 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.417.924,95 | 2.214.374,95 | 203.550,000 | 0 |
| davon aus Steuern | 189.150,93 | 189.150,93 | 0 | 0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2.658,96 | 2.658,96 | 0 | 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 19.420.194,75 | 16.918.885,29 | 1.224.823,19 | 1.276.486,27 |
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsvereinbarungen durch Sicherungsübereignung des entsprechenden Sachanlagevermögens sowie Grundschuldeintragungen abgesichert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind durch entsprechende Vorauszahlungsbürgschaften und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert.
E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
2. Umsatzerlöse
Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse gem. § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2010 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Lagebericht.
3. Latente Steuern
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Sachverhalte erfasst:
| Euro | |
|---|---|
| Latente Steueraufwendungen | 75.462,90 |
| Latente Steuererträge | 64.858,72 |
| Davon entfallen auf Verlustvorträge (Saldo) | 65.263,95 |
Im Geschäftsjahr 2008 wurden passive latente Steuern aufgrund der Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Höhe von 72.927,89 Euro gebildet. In Berichtsjahr ist aufgrund der Abschreibung gem. § 282 a.F. HGB eine anteilige Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von 16.357,19 Euro erforderlich.
Aufgrund der positiven Entwicklung der 2G Home GmbH im Geschäftsjahr 2010 waren in Vorjahren aktivierte latente Steuern auf Verlustvorträge anteilig in Höhe von 75.462,90 Euro aufzulösen.
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2010 anhaltenden Verlustsituation der 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L waren aktive latente Steuern auf in Höhe von 10.198,95 Euro zu bilden. Zudem führte die Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen per 31. Dezember 2010 zu einer Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 38.302,58 Euro.
F. Sonstige Angaben
1. Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide Mittel und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von 416.725,01 Euro.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtsjahr 402 TEuro (Vorjahr: 1.465 TEuro). Er beinhaltet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen sowie die Veränderungen der Rückstellung und des Working Capital.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -1.691 TEuro (Vorjahr: -2.650 TEuro). Er beinhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 2.664 TEuro auch die Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. 22 TEuro sowie Auszahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 879 TEuro.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 3.537 TEuro (Vorjahr: -83 TEuro). Er beinhaltet neben Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen in Höhe von 3.665 TEuro lediglich Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten in Höhe von -128 TEuro.
2. Mitteilungen gem. § 20 AktG
Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gausling haben der Gesellschaft gem.
§ 20 AktG mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil der Aktien der 2G Bio-Energietechnik AG gehört.
Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
3. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für eigene Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2010 für Gewährleistungsverträge in Höhe von 4.152 TEuro (davon aus Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von 688 TEuro und Vorauszahlungsbürgschaften von 3.464 TEuro) sowie sonstige Haftungsverhältnisse in Höhe von 50 TEuro.
Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht zu rechnen.
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für Verträge in folgender Höhe:
| 2010 | 2011-2014 | |
|---|---|---|
| Investitionsvorhaben | 100.000,00 € | |
| Leasingvertrag | 7.423,16 € | 18.845,93 € |
| Zahlstellen- und Anmeldestellendienst | 2.500,00 € | |
| Designated Sponsor-Vertrag | 30.000,00 € | |
| Listingbetreuungsvertrag | 7.000,00 € | |
| Beratungsvertrag UBJ | 28.800,00 € | |
| Mietvertrag | 61.193,95 € | |
| Leasingverträge | 88.253,00 € | 388.123,06 € |
5. Kredite an Geschäftsführer
Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer wurden Kredite in Höhe von 19.509,10 € gewährt. Die Verzinsung erfolgte im Berichtsjahr mit 2,21 %. Es handelt sich hierbei um Verrechnungskonten.
6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres
beschäftigten Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 HGB gliederte sich wie folgt:
| Arbeiter | 85 |
| Angestellte | 64 |
| Teilzeitbeschäftigte | 19 |
| Mitarbeiter gesamt | 168 |
Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Tochtergesellschaften zwei-G-Energietechnik GmbH, der 2G Home GmbH sowie der 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L sowie der 2G Drives GmbH.
7. Vorstand
Der Vorstand setzt sich im letzten Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
| Zeitraum | |
|---|---|
| Herr Dipl.-Ing. Christian Grotholt Kaufmann, Heek | seit dem 17.06.2007 |
| Herr Ludger Holtkamp Kaufmann, Heek | seit dem 17.06.2007 |
| Herr Peter J. Bergsteiner Betriebswirt, Heek | seit dem 01.01.2011 |
8. Aufsichtsrat
Während des Berichtsjahres waren die folgenden Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt:
| Zeitraum | |
|---|---|
| Dr. Lukas Lenz (Vorsitzender) Jurist, Hamburg | seit dem 17.07.2007 |
| Gerhard Temminghoff (stellv. Vorsitzender) Landwirtschaftsmeister, Vreden | seit dem 17.07.2007 |
| Wiebe Hofstra senior manager van der Wiel Holding BV, Drachten/NL | seit dem 17.07.2007 |
9. Ergebnisverwendung
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung folgenden Gewinnverwendungsvorschlag zur Abstimmung vorzulegen:
Der in dem nach deutschem Handelsrecht aufgestellten Jahresabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG ausgewiesene Bilanzgewinn bestehend aus einem Jahresüberschuss in Höhe von 6.536.571,10 € und dem Gewinnvortrag in Höhe von 2.614.215,07 € wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
10. Bezüge der Organe
Für die Bezüge des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr 379 TEuro und für die Bezüge des Aufsichtsrates 20 TEuro aufgewendet.
11. Honorar des Abschlussprüfers
Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 67 TEuro und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
11. Befreiungsvorschriften
Hinsichtlich der Aufstellungspflicht des Lageberichts der Tochtergesellschaft zwei-G-Energietechnik GmbH, Heek wird die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
Heek, im Mai 2011
2G Bio-Energietechnik AG
gez. Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender
gez. Ludger Holtkamp, Mitglied des Vorstands
gez. Peter Bergsteiner, Mitglied des Vorstands
Konzernanlagespiegel
| Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2010 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Umbuchungen Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 218.092,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 75.069,58 | 334.740,66 | 14.263,00 | 47.000,00 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.269.203,32 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| geleistete Anzahlungen | 47.000,00 | 0,00 | 0,00 | -47.000,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 7.391.272,90 | 334.740,66 | 14.263,00 | 0,00 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.390.474,17 | 286.586,60 | 0,00 | 0,00 |
| technische Anlagen und Maschinen | 400.640,65 | 102.633,00 | 1.022,57 | 0,00 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.405.724,34 | 759.123,91 | 172.447,54 | 0,00 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 1.109.158,16 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 4.196.839,16 | 2.257.501,67 | 173.470,11 | 0,00 |
| Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 67.879,45 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| sonstige Beteiligungen | 10.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 28.496,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 106.375,45 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Anlagevermögen | 11.694.487,51 | 2.592.242,33 | 187.733,11 | 0,00 |
| kumulierte Abschreibungen 31.12.2010 Euro |
Zuschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Buchwert 31.12.2010 Euro |
Abschreibungen Geschäftsjahr Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 109.046,97 | 0,00 | 109.046,00 | 54.523,00 |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 76.040,04 | 0,00 | 366.507,20 | 48.276,91 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.269.140,13 | 0,00 | 6.000.063,19 | 363.465,17 |
| geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 1.345.180,17 | 0,00 | 6.366.570,39 | 411.742,08 |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 108.600,01 | 0,00 | 2.568.460,76 | 77.703,95 |
| technische Anlagen und Maschinen | 146.059,01 | 0,00 | 356.192,07 | 30.372,24 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 729.714,74 | 0,00 | 1.262.685,97 | 280.001,61 |
| geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 1.109.158,16 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 984.373,76 | 0,00 | 5.296.496,96 | 388.077,80 |
| Finanzanlagen | ||||
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 47.677,80 | 0,00 | 20.201,65 | 47.677,80 |
| sonstige Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 10.000,00 | 0,00 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 24.256,00 | 4.800,00 | 9.040,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 71.933,80 | 4.800,00 | 39.241,65 | 47.677,80 |
| Summe Anlagevermögen | 2.401.487,73 | 4.800,00 | 11.702.309,00 | 847.497,68 |
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen,
sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik AG hat die Arbeit des Vorstands auch im Geschäftsjahr 2010 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der 2G Bio-Energietechnik AG, insbesondere auch über die allgemeine Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat war in allen Entscheidungen eingebunden, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren.
Im Geschäftsjahr 2010 fanden unter Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 110 Abs. 3 Satz 2 AktG zwei Aufsichtsratssitzungen statt, und zwar am 31. Mai und 2. September. An diesen Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Die Bildung von Ausschüssen war nicht erforderlich. In diesen Aufsichtsratssitzungen wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter Teilnahme des Vorstands anhand der Berichte und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich erörtert.
Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informiert.
So war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle Geschäftslage und Geschäftsvorgänge von größerer Bedeutung der 2G Bio-Energietechnik AG informiert. Damit hat der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik AG sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen.
Beratungsschwerpunkte
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 31. Mai waren insbesondere die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009, insbesondere auch in den einzelnen Tochtergesellschaften, die Kooperation mit CENERGY Power Systems Technologies Inc. und die Bündelung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der 2G Drives GmbH unter Beteiligung namhafter Forscher auf dem Gebiet der Motorentechnik, die im Mai durchgeführte Kapitalerhöhung, die Erweiterung des Vorstands sowie die weitere Personalentwicklung. In dieser Aufsichtsratssitzung wurden zugleich der Jahresabschluss 2009 und der Konzernabschluss 2009 festgestellt und die ordentliche Hauptversammlung 2010 vorbereitet.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 2. September waren die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr, der Erwerb eines Nachbargrundstücks zur Errichtung einer weiteren Halle sowie die Softwareumstellung auf Navision.
Jahresabschluss 2010
Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 der 2G Bio-Energietechnik AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die von der Hauptversammlung am 2. September 2010 zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Regensburg, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 der 2G Bio-Energietechnik AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und auch für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.
Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 07. Juni 2011. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.150.786,17, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.614.215,07 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.536.571,10, auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz für das Unternehmen.
Heek, im Juni 2011
Der Aufsichtsrat
gez. Dr. Lukas Lenz, Vorsitzender des Aufsichtsrats
sonstige Berichtsbestandteile
Der Jahresabschluss 2010 ist am 07.06.2011 durch den Aufsichtsrat gebilligt worden.
Der Jahresabschluss ist durch Beschluss des Hauptversammlung vom 21.07.2011 genehmigt worden.
Bestätigungsvermerk
An die 2G Bio-Energietechnik AG, Heek
Wir haben den von der 2G Bio-Energietechnik AG, Heek, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflußrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 26. Mai 2011
**Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
gez. Wambach, Wirtschaftsprüfer
gez. Ferdinand, Wirtschaftsprüfer