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2G Energy AG — Annual Report 2009
Apr 24, 2010
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2009
Kennzahlen
| Ertragslage | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Konzernjahresüberschuss | ||
| (Vj.-Fehlbetrag) | 2.508 | -610 |
| Betriebsergebnis | 3.896 | -636 |
| Finanzergebnis | -140 | -54 |
| Konzernjahresüberschuss (Vj.-Fehlbetrag) vor Abschrei bungen, Zinsergebnis und Steuern (EBDITDA) |
4.624 | -53 |
| Konzernjahresüberschuss (Vj.-Fehlbetrag) vor Zins ergebnis und Steuern (EBIT) |
3.895 | -658 |
| Rentabilität in % | ||
| Umsatzrentabilität | 7,7 | -3,0 |
| Eigenkapitalrentabilität | 17,4 | -5,1 |
| Gesamtkapitalrentabilität | 13,0 | -3,1 |
| Aufwands-/Ertragsstruktur | ||
| Umsatz | 51.120 | 21.201 |
| Veränderung in % | 141,1 | 3,3 |
| Betriebsleistung | 53.363 | 24.265 |
| Materialaufwand | 41.625 | 19.766 |
| Materialintensität | 78,2 | 83,3 |
| Personalaufwand | 4.181 | 2.779 |
| Mitarbeiter im Ø | 127 | 60 |
| Personalintensität Personalaufwand |
7,9 | 11,7 |
| je Mitarbeiter | 32,9 | 46,3 |
| Abschreibungen | 729 | 605 |
| Ertragsteuern | 1.248 | -80 |
| Finanzwirtschaftliche Lage | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Bilanzsumme | 30.183 | 20.827 |
| Vermögensstruktur | ||
| Aufwendungen für die Ingang | ||
| setzung und Erweiterung | ||
| des Geschäftsbetriebs | 164 | 243 |
| Anlagevermögen | 9.994 | 7.879 |
| Sachanlagenintensität | 11,5 | 5,3 |
| Umlaufvermögen | 19.685 | 12.176 |
| Umschlagshäufigkeit | ||
Vorräte |
10,4 | 7,9 |
Forderungen |
4,7 | 4,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 115 | 180 |
| Aktive latente Steuern | 225 | 349 |
| Kapitalstruktur | ||
| Eigenkapital | 14.438 | 11.934 |
| Eigenkapitalquote in % | 47,8 | 57,3 |
| Working Capital 1) | 6.426 | 5.963 |
| Finanzierung | ||
| Investitionen in Anlagen | 2.774 | 708 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 |
| Innenfinanzierungsgrad in % | 1 | 3 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus | ||
| laufender Geschäftstätigkeit | 1.465 | 12 |
| Investitionstätigkeit | -2.650 | 432 |
| Finanzierungstätigkeit | -83 | 2.586 |
| Veränderung Liquidität | -1.268 | 3.031 |
1) Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital
Inhalt
| Vorwort 4 | |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrats 6 |
Geschäftsjahr 2009
| Konzernbilanz der 2G Bio-Energietechnik AG 8 |
|---|
| Konzerngewinn- und -verlustrechnung der 2G Bio-Energietechnik AG 10 |
| Konzernanhang der 2G Bio-Energietechnik AG 12 |
| Konzernlagebericht der 2G Bio-Energietechnik AG 28 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 42 |
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2009 hat die 2G Bio-Energietechnik AG ein stürmisches Wachstum verzeichnet und die Grundlagen für eine auch zukünftig sehr positive Unternehmensentwicklung geschaffen. Mit einem Umsatzanstieg von 21,2 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR und einem operativen Ergebnis (EBIT) von fast 3,9 Mio. EUR nach -0,6 Mio. EUR im Vorjahr konnten wir Rekordwerte aufstellen und eindrucksvoll belegen, dass die 2G richtig positioniert ist. Die Entwicklung des Aktienkurses und ein sehr deutlicher, nachhaltiger Anstieg der Umsätze an den Börsen spiegeln den Unternehmenserfolg wider.
Wir setzen Visionen um
Bereits im letzten Jahr haben wir an dieser Stelle betont, dass die 2G in einem äußerst spannenden Markt tätig ist, der noch über ein immenses Potential verfügt. Mit dem erzielten Wachstum hat sich die Richtigkeit dieser Aussage bestätigt. Viel wichtiger aber ist, dass wir mit vielen verschiedenen Maßnahmen das Unternehmen auf eine spannende Zukunft ausgerichtet haben.
Technologische Innovationen wurden vorangetrieben, der Vertrieb ausgebaut und ebenso wie der Service internationalisiert, ein neuer Firmensitz mit erheblich vergrößerten Flächen fertig gestellt, das Personal verdoppelt und unsere Positionen auf wichtigen Auslandsmärkten gestärkt. Mit unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern, denen wir durch das sehr hohe Tempo und einen enormen Arbeitsdruck vieles abverlangt haben, hat die 2G damit viel mehr erreicht, als aus den bloßen Abschlusszahlen 2009 ersichtlich ist.
2G ist einer der Technologieführer der Branche und wird über die deutschen Grenzen hinaus zunehmend auch im Ausland wahr- und ernstgenommen. Die Produktpalette umfasst mehr als 70 verschiedene Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, in welchen sowohl Bio-, Klär-, Deponie- und Grubengas als auch Erdgas zum Einsatz kommen. Uns zeichnet ein professioneller Service, eine sorgfältige Verarbeitung hochwertiger Materialien in standardisierten Bauteilen und das Erreichen weit überdurchschnittlicher Wirkungsgrade und Anlagenverfügbarkeit aus. Hier ermöglichen Alleinstellungsmerkmale unseren Kunden spürbar höhere Renditen. In diese Position sind wir nicht zufällig
gelangt, sondern wir mussten uns diese in mehr als 10 Jahren hart erarbeiten. Erfahrung bildet demnach die Grundlage unseres Erfolgs, welcher sich aus einer konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie ergibt.
2G baut schon wieder
Nun stehen weitere Herausforderungen an, zu denen unter anderem der Neubau einer weiteren Produktionsund Lagerhalle und eine erhebliche Erweiterung der Fertigungstiefe zählen. Die bestehenden Flächen sind seit dem Bezug im September 2009 im Zweischichtbetrieb ausgelastet und der Auftragseingang ist unverändert erfreulich hoch. Demnach war die Entscheidung zum Neubau Ende 2008 absolut richtig, die Betriebsleistung des vierten Quartals 2009 hätte sonst nicht erreicht werden können. Dass wir in diesem Zeitraum praktisch auch das Ergebnis des gesamten Geschäftsjahres erwirtschafteten, ist darin begründet, dass der deutlich höhere Ausstoß zu einer Fixkostendegression und verbesserten Einkaufsbedingungen führte.
Um das Unternehmenswachstum auf einer soliden finanziellen Grundlage fortführen zu können, haben wir im Mai 2010 eine Bar-Kapitalerhöhung um 400.000 Aktien zu 9,15 EUR je Aktie durchgeführt. In einem durch die Griechenlandkrise erheblich beeinträchtigten Kapitalmarktumfeld gelang uns in kürzester Zeit eine vollständige Platzierung bei ausgesuchten institutionellen Investoren. Zu diesen neuen Aktionären zählen namhafte Versicherungsunternehmen und Fondsgesellschaften, was uns schon mit einem gewissen Stolz erfüllt. Der Streubesitz ist infolge der erfolgreichen Kapitalerhöhung auf 35,1 % gestiegen und diese Erhöhung unserer Liquidität im Börsenhandel stellt wiederum einen wichtigen Schritt aus Sicht der Investoren dar. Unsere Botschaft kommt also unverändert an! Die eingeworbenen Mittel in Höhe von brutto 3,7 Mio. EUR werden wir zur Unterlegung des Neubaus in einer Größe von rund 1.500 m² und der Schaffung weiterer Lagerflächen einsetzen. Überdies haben wir uns die Option auf den Erwerb einer weiteren Grundstücksfläche von ca. 12.500 m² einräumen lassen. Darüber hinaus investieren wir weiter in Forschung und Entwicklung, um die Schaffung weiterer Alleinstellungsmerkmale zu realisieren und unsere Position im Wettbewerb erneut zu stärken.
Diese vielen großen Vorhaben erfordern eine sichere finanzielle Grundlage. Wir achten hierbei nicht nur auf die Kosten, sondern natürlich auch auf unsere Liquidität. Um die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft auch in Zukunft zu sichern, die geplante Produktionshallenerweiterung realisieren zu können und den erhöhten Finanzierungsbedarf sicher zu stellen, schlagen wir unseren Aktionären auf der anstehenden Hauptversammlung deshalb vor, den Gewinn des Geschäftsjahres 2009 auf neue Rechnung vorzutragen.
Die erfolgreiche Strategie wird beibehalten
2G verfügt über eine klare Strategie für die nächsten Jahre. Zu den wesentlichen Punkten zählen die Erhöhung der Fertigungstiefe und das Sichern und Ausbauen der Alleinstellungsmerkmale durch eine weitere Verbesserung der Wirkungsgrade der BHKW-Produkte, die Auslandsexpansion, ein steigender Umsatzanteil beim Vertrieb Erdgas betriebener BHKW-Module, überproportionales Wachstum des Bereichs Service und das Erreichen eines erheblichen Marktanteils unserer Kleinanlagen für Ein- bis Zweifamilienhäuser. Wir stellen unser Geschäftsmodell so auf wesentlich breitere Beine, schaffen Unabhängigkeit von nationalen gesetzlichen Regelungen und steigern die Margen.
Hierbei besteht eine hervorragende politische und gesetzliche Grundlage in vielen Ländern. BHKW-Anlagen stellen einen wichtigen Eckpfeiler der zukünftigen Energieversorgung dar. So ist festgeschrieben, dass die KWK-Technik bis zum Jahr 2020 25 % des deutschen Strombedarfs abdecken soll. Vergleichbare Ziele verfolgt die Europäische Union, die den Anteil der Erneuerbaren bis 2020 auf 20 % steigern will. Der 2G kommt dabei stark entgegen, dass insbesondere die Anlagen mit kleiner und mittlerer Leistung überdurchschnittlich gefördert werden. Darüber hinaus können wir den Effizienzvorteil von BHKW-Anwendungen gegenüber der herkömmlichen zentralen elektrischen Energieerzeugung zunehmend auf den Auslandsmärkten adressieren. Dort ist das Interesse gerade an der führenden deutschen Technologie sehr hoch, weshalb die 2G beispielsweise in den USA, Kanada, Japan und Europa Vertriebs- und Servicepartner durch Kooperationsvereinbarungen oder Beteiligungen an sich gebunden hat.
Der Vorstand: Christian Grotholt (rechts) und Ludger Holtkamp.
Wir bleiben auf Rekordkurs
Mit einem Auftragsbestand von 26 Mio. EUR zum Bilanzstichtag (Vj. 13 Mio. EUR), der bis zum Ende des ersten Quartals weiter deutlich auf über 32 Mio. EUR angestiegen ist, den vielfältigen Vorhaben zur weiteren Expansion im In- und Ausland und technischen Innovationen verfügen wir über eine hervorragende Grundlage für ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Wir gehen deshalb sowohl für das laufende als auch das kommende Geschäftsjahr davon aus, Ihnen neue Rekordabschlüsse präsentieren zu können.
Unsere Mitarbeiter sowie auch die Vertriebs- und Servicepartner unterstützen mit einem sehr hohen persönlichen Einsatz die Unternehmensziele von 2G. Deshalb freuen wir uns auf die vor uns liegende, spannende Zukunft und hoffen, dass Sie uns als Aktionäre der Gesellschaft noch lange begleiten.
Heek, im Mai 2010 2G Bio-Energietechnik AG
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Grotholt Ludger Holtkamp Vorstandsvorsitzender Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik AG hat die Arbeit des Vorstands auch im Geschäftsjahr 2009 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der 2G Bio-Energietechnik AG, insbesondere auch über die allgemeine Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat war in allen Entschei dun gen eingebunden, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden unter Inanspruchnahme der Erleichterungen nach § 110 Abs. 3 Satz 2 AktG drei Aufsichtsratssitzungen statt, und zwar am 30. Juni, 27. August und 2. Dezember. An diesen Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Die Bildung von Ausschüssen war nicht erforderlich. In diesen Aufsichtsratssitzungen wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter Teilnahme des Vorstands anhand der Berichte und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich erörtert.
Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informiert.
So war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle Geschäftslage der 2G Bio-Energietechnik AG und Geschäftsvorgänge von größerer Bedeutung informiert. Damit hat der Aufsichtsrat der 2G Bio-Energietechnik AG sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen.
Beratungsschwerpunkte
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 30. Juni waren insbesondere die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008, die Auslandsaktivitäten in Spanien, Italien und Großbritannien, die Optimierung der MAN-Motoren, die Personalentwicklung sowie die Verlagerung der Produktion in die neuen Hallen. In dieser Aufsichtsratssitzung wurden zugleich der Jahresabschluss 2008 und der Konzernabschluss 2008 festgestellt und die ordentliche Hauptversammlung 2009 vorbereitet.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 27. August waren die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft im ersten Halbjahr, insbesondere die positive Entwicklung des Auftragsbestandes sowie die Entwicklung der Auslandsniederlassung in Spanien, der Stand der Lieferungen der "WhisperGen"-Geräte sowie Veränderungen in der Organisationsstruktur.
Wichtige Themen der Aufsichtsratssitzung vom 2. Dezember waren die Entwicklung im Geschäftsjahr 2009, die geplante Geschäftsentwicklung für 2010 sowie die Geschäftsaktivitäten in den USA über die Beteiligung an der CENERGY Power Systems Technologies Inc. und die Bündelung der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der 2G Drives GmbH unter Beteiligung namhafter Forscher auf dem Gebiet der Motorentechnik.
Jahresabschluss 2009
Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der 2G Bio-Energietechnik AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die von der Hauptversammlung am 27. August 2009 zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Regensburg, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der 2G Bio-Energietechnik AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtete und auch für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand, ausführlich besprochen.
Den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Daher stimmte der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 31. Mai 2010. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.614.215,07, bestehend aus einem Verlustvortrag in Höhe von EUR 718.889,54 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.333.104,61, auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz für das Unternehmen.
Heek, im Mai 2010
Der Aufsichtsrat Dr. Lukas Lenz Vorsitzender des Aufsichtsrats
Konzernbilanz der 2G Bio-Energietechnik AG
| Aktiva EUR EUR A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 163.569,00 243.092,97 B. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.048,45 41.903,70 2.) Geschäfts- oder Firmenwert 6.363.528,36 6.726.993,53 3.) Geleistete Anzahlungen 47.000,00 0,00 6.443.576,81 6.768.897,23 II. Sachanlagen 1.) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.359.578,11 200.752,11 einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 283.932,31 87.981,55 2.) Technische Anlagen und Maschinen 824.905,07 559.161,77 3.) Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.) Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 247.117,33 3.468.415,49 1.095.012,76 III. Finanzanlagen 1.) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 67.879,45 0,00 2.) Sonstige Beteiligungen 10.000,00 10.000,00 3.) Wertpapiere des Anlagevermögens 4.240,00 5.296,00 82.119,45 15.296,00 Summe Anlagevermögen 9.994.111,75 7.879.205,99 C. Umlaufvermögen I. Vorräte 1.) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.578.066,37 1.140.292,43 2.) Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.432.947,55 3.186.196,41 3.) Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 20.330,93 4.) Geleistete Anzahlungen 264.415,11 248.056,63 |
|---|
| 5.) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -4.337.973,77 -1.913.162,97 |
| 4.937.455,26 2.681.713,43 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
| 10.891.509,36 4.458.888,71 1.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| 348.069,28 169.060,71 2.) Sonstige Vermögensgegenstände |
| 11.239.578,64 4.627.949,42 |
| III. Wertpapiere |
| 1.174.157,97 1.295.436,36 1.) Sonstige Wertpapiere |
| 1.174.157,97 1.295.436,36 |
| IV. Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten |
| 2.333.643,66 3.569.889,00 1.) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.333.643,66 3.569.889,00 |
| Summe Umlaufvermögen 19.684.895,53 12.174.988,21 |
| D. Aktive latente Steuern 225.134,05 349.128,92 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten 115.587,00 180.153,00 |
| Summe 30.183.237,33 20.826.569,09 |
| Passiva | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| A. Kapital | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | 4.030.000,00 | 4.030.000,00 |
| II. | Kapitalrücklage | 7.975.300,00 | 7.975.300,00 |
| III. | Konzernbilanzverlust/-gewinn | 2.460.856,67 | -72.803,01 |
| IV. | Ausgleichsposten | ||
| für Anteile anderer Gesellschafter | - 28.328,15 14.437.828,52 |
1.382,65 11.933.879,64 |
|
| B. Rückstellungen | |||
| 1.) | Steuerrückstellungen | 1.038.672,63 | 72.927,89 |
| 2.) | Sonstige Rückstellungen | 1.967.521,76 3.006.194,39 |
974.743,44 1.047.671,33 |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1.) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| - langfristige | 2.680.696,08 | 2.763.826,51 | |
| 2.) | - kurzfristige Erhaltene Anzahlungen |
114.252,63 2.093.170,27 |
82.231,51 1.073.907,08 |
| 3.) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.936.486,56 | 3.494.254,07 |
| 4.) | Sonstige Verbindlichkeiten | 1.914.608,88 | 430.798,95 |
| - davon aus Steuern | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | _______ 12.739.214,42 |
______ 7.845.018,12 |
|
| Summe | 30.183.237,33 | 20.826.569,09 |
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk
Konzerngewinn- und -verlustrechnung der 2G Bio-Energietechnik AG
| 01.01. bis 31.12.2009 | 01.01. bis 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Umsatzerlöse | 51.120.295,26 | 21.201.389,50 |
| +/- Bestandsveränderungen der fertigen | ||
| und unfertigen Erzeugnisse Gesamtleistung |
2.099.661,26 53.219.956,52 |
2.513.695,84 23.715.085,34 |
| + Sonstige betriebliche Erträge | 143.315,88 | 550.480,24 |
| 53.363.272,40 | 24.265.565,58 | |
| - Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und |
||
| für bezogene Waren | 35.928.523,55 | 17.723.901,57 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.696.503,28 | 2.042.479,86 |
| 41.625.026,83 | 19.766.381,43 | |
| - Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 3.511.147,20 | 2.350.269,18 |
| b) Soziale Abgaben | 670.339,28 | 428.460,63 |
| 4.181.486,48 | 2.778.729,81 | |
| - Abschreibungen auf | ||
| a) Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs | 79.523,97 | 0,00 |
| b) Immaterielle Wirtschaftsgüter | 376.206,17 | 379.684,27 |
| c) Sachanlagen d) Geringwertige Wirtschaftsgüter |
273.200,58 0,00 |
210.949,87 14.146,15 |
| 728.930,72 | 604.780,29 | |
| - Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) Betriebskosten | 784.370,60 | 618.921,35 |
| b) Verwaltungskosten | 631.154,52 | 498.992,14 |
| c) Vertriebskosten | 663.308,65 | 516.298,47 |
| d) Sonstige andere betriebliche Aufwendungen | 837.487,75 | 109.446,16 |
| 2.916.321,52 | 1.743.658,12 | |
| + Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 32.020,42 | 18.684,41 |
| - Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere | ||
| des Anlagevermögens | 1.056,00 | 23.200,00 |
| - Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 170.660,78 139.696,36 |
50.356,29 54.871,88 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.771.810,49 | -682.855,95 |
| - Steuern vom Einkommen und Ertrag | 1.248.364,62 | 80.345,04 |
| - Sonstige Steuern | 15.400,94 | 7.489,67 |
| Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag | 2.508.044,93 | -610.000,58 |
| auf andere Gesellschafter entfallender Verlust/Gewinn | 25.614,75 | -1.691,83 |
| Konzernergebnis | 2.533.659,68 | -611.692,41 |
| erwirtschaftetes Konzernergebnis | - 72.803,01 | 538.889,40 |
| Konzernbilanzgewinn/-verlust | 2.460.856,67 | -72.803,01 |
Konzernanhang der 2G Bio-Energietechnik AG
A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
1. Grundsätzliche Angaben
Die 2G Bio-Energietechnik AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr im Entry Standard der Deutschen Börse AG gehandelt und damit nicht an einem organisierten Markt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Coesfeld (HRB Nr. 11081) eingetragen und hat ihren Sitz in 48619 Heek, Benzstraße 3.
2. Geschäftszweig
Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften betreiben im Wesentlichen die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken und anderen Anlagen zur Gewinnung bzw. effizienten Nutzung elektrischer Energie sowie mit Blockheizkraftwerken verbundene Serviceleistungen.
3. Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG zum 31. Dezember 2009 wurde gem. §§ 290 ff. HGB nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Regelungen der Satzung aufgestellt.
Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die Regelungen gemäß § 290 ff. HGB für Konzernabschlüsse Anwendung.
Die funktionale Währung des Konzerns ist der EUR. Alle Betragsangaben erfolgen deshalb in EUR bzw. TEUR.
Die Umrechnung von Bilanzposten von ausländischen Gesellschaften erfolgt zu den entsprechenden Kursen am Bilanzstichtag. Positionen des Eigenkapitals werden zu historischen Kursen umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
B. Konsolidierungsmethoden
1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes
In dem Konzernabschluss der 2G Bio-Energietechnik AG (Mutterunternehmen) sind folgende Abschlüsse enthalten:
| Tochtergesellschaft | Anteil in % |
Nennkapital in EUR |
Eigenkapital in EUR |
Jahres ergebnis in EUR |
Erstkon solidierung |
Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2G Energietechnik GmbH, Heek, Deutschland |
100,00 | 1.000.000 | 2.832.297 | 0 | 30.06.2007 | 31.12.2009 |
| 2G Home GmbH, Heek, Deutschland; vormals AEM Engineering GmbH, Heek |
90,00 | 125.000 | - 311.772,98 | - 278.084,92 | 31.12.2007 | 31.12.2009 |
| 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L., Vic, Spanien |
90,00 | 3.006 | -147.571,81 | - 87.768,56 | 31.01.2008 | 31.12.2009 |
| CENERGY Power Systems Technologies Inc., 569 Saratoga Street, Orange Park, FL 32073 - USA* |
25,00 | 268.120 | 268.120 | 0 | 18.11.2009 | 31.12.2009 |
* Im Geschäftsjahr 2009 wurden 25 % der Anteile an der CENERGY Power Systems Technologies Inc., 569 Saratoga Street, Orange Park, FL 32073, USA mit Vertrag vom 18. November 2009 erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Erwerbszeitpunkt.
Gegenstand der Tochterunternehmen ist die Planung und Errichtung von Blockheizkraftwerken, Handel mit Komponenten für Blockheizkraftwerke sowie die mit Blockheizkraftwerken verbundenen Serviceleistungen.
Sämtliche Gesellschaften – bis auf die CENERGY Power Systems Technologies Inc. – sind aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte der Muttergesellschaft als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einzubeziehen.
Die CENERGY Power Systems Technologies Inc. wird at equity in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen.
2. Angewandte Konsolidierungsmethoden
Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Unternehmen
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der 2G Bio-Energietechnik AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Abschlüsse sind auf den Stichtag 31. Dezember erstellt.
Kapitalkonsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Dabei werden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Ebene der Tochterunternehmen sämtliche Bilanzpositionen zu Zeitwerten angesetzt. Danach werden die Anschaffungskosten der Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital verrechnet. Der danach verbleibende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (Geschäfts- oder Firmenwert) wird aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 2 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben.
Nicht der Gesellschaft gehörende Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter der Position "Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.
Schuldenkonsolidierung
Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gem. § 303 Abs. 1 HGB. Hiernach sind Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk
zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zu eliminieren. Aufrechnungsdifferenzen im Zusammenhang mit der Schuldenkonsolidierung wurden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit es sich um eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr handelt, ansonsten ergebnisneutral. Im Berichtsjahr sind keine Aufrechnungsdifferenzen zu verzeichnen.
Behandlung von Zwischenergebnissen
Im Berichtsjahr unterbleibt gem. § 304 Abs. 2 HGB eine Eliminierung von Zwischenergebnissen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.
Aufwands- und Ertragskonsolidierung
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gem. § 305 Abs. 1 HGB. Sie hat den Zweck, dass in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Art und Höhe nur die Aufwendungen und Erträge abzubilden sind, die aus Geschäftsbeziehungen mit außerhalb des Konzerns stehenden Dritten resultieren. Die Konsolidierungsmaßnahmen umfassen ausschließlich Eliminierungen.
Equity-Bewertung
Die Bewertung nach der Equity-Methode ist vorzunehmen, wenn ein Unternehmen als assoziiertes Unternehmen aufzufassen ist. Dies bedeutet, dass das Mutterunternehmen einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Tochterunternehmens ausüben kann. Nach § 311 HGB ist bei Beteiligungen an Unternehmen ein solcher maßgeblicher Einfluss zu vermuten und somit eine Bewertung "at equity" durchzuführen.
Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet. Die Equity-Bewertung wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs in dem Konzernabschluss vorgenommen.
C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
1. Bilanzierungsmethoden
Die Einzelabschlüsse der 2G Bio-Energietechnik AG und der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die einbezogenen Jahresabschlüsse werden unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.
2. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Die Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen gem. § 282 HGB vorgenommen.
3. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
4. Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt.
Für die abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR betragen, wurde entsprechend der steuerlichen Vorschriften ein Sammelposten gebildet und entsprechend der gesetzlichen Regelung aufgelöst.
5. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen des Finanzanlagevermögens über dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, so wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital gemäß § 312 HGB bewertet.
6. Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie der Fertigung zugerechnet werden können, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt.
Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Geleistete Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Soweit erhaltene Anzahlungen den Wert der unfertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen nicht übersteigen, werden sie projektbezogen mit den unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen in Höhe des Rückzahlungsbetrags verrechnet.
7. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
8. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die sonstigen Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern erforderlich wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
9. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nominalwert bewertet.
10. Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
11. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie latente Steuerverbindlichkeiten.
12. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt.
14. Latente Steuern
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sind nicht verrechnet worden. Für die Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein durchschnittlicher Konzernsteuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
Aus der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung vorgenommenen Verrechnung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen ist. Latente Steuern sind hierauf nicht zu berechnen (DRS 20 TZ. 18).
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht
Bestätigungsvermerk
15. Währungsumrechnung
Posten des Jahres- bzw. Konzernabschlusses, denen auf fremde Währung lautende Beträge zu Grunde liegen, werden mit dem jeweiligen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. zum Stichtagskurs unter Beachtung des Niederstwertprinzips umgerechnet. Im Berichtsjahr sind keine Vorgänge zur Währungsumrechnung vorhanden.
D. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
Von der Möglichkeit, Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Bei der 2G Energietechnik GmbH handelt es sich um Aufwendungen für die Erweiterung des Geschäftsbetriebes durch den Aufbau neuer Vertriebsnetze insbesondere in Süddeutschland, England und Russland. Die 2G Home GmbH hat Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes – insbesondere dem Vertrieb von Kleinanlagen (WhisperGen) – aktiviert.
Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 79.523,97 EUR vorgenommen. Die Ausschüttungssperre gemäß § 269 HGB wurde beachtet. Die Entwicklung der Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.
2. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Anlagenspiegel.
3. Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen setzt sich aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (68 TEUR), sonstigen Beteiligungen (10 TEUR) sowie Wertpapieren des Anlagevermögens (4 TEUR) zusammen.
Auf die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von 1 TEUR vorgenommen.
4. Vorratsvermögen
Das Vorratsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 4.937 TEUR. Es beinhaltet neben den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (3.578 TEUR), unfertige Erzeugnisse (5.433 TEUR) und geleistete Anzahlungen (264 TEUR).
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (- 4.338 TEUR) wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von dem Posten Vorräte abgesetzt.
5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 459 TEUR und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 86 TEUR gebildet. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt nicht mehr als ein Jahr, mit Ausnahme sonstiger Vermögensgegenstände in Höhe von 12 TEUR.
6. Rechnungsabgrenzungsposten
Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Disagio in Höhe von 92 TEUR ausgewiesen.
7. Aktive latente Steuern
Die latenten Steuerforderungen in Höhe von 225 TEUR resultieren aus dem steuerlichen Verlustvortrag bei der 2G Home GmbH sowie der 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L. per 31. Dezember 2009.
Es wird davon ausgegangen, dass die mit den Verlustvorträgen verbundenen Steuervorteile mit hinreichender Wahrscheinlichkeit im kommenden Geschäftsjahr 2010 realisiert werden können.
Eine Saldierung der aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern wurde nicht vorgenommen.
8. Konzerneigenkapital
Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals in der Periode vom 01. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Konzerneigenkapitalspiegel.
Ein zur Ausschüttung an Gesellschafter zur Verfügung stehender Betrag besteht im Berichtsjahr in Höhe von 2.614 TEUR. Gesetzliche und satzungsmäßige Ausschüttungssperren wurden zum Bilanzstichtag beachtet, insbesondere die Ausschüttungssperre gem. § 269 HGB.
9. Gezeichnetes Kapital
Zum Ende des Geschäftsjahres beträgt das Grundkapital 4.030.000 EUR.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde vor der außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 auf 3.530.000 EUR erhöht und war in 3.530.000 nennwertlose Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR eingeteilt.
Im Zuge einer außerordentlichen Hauptversammlung am 09. Juli 2007 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500.000,00 EUR gegen Sacheinlage durch die Ausgabe von 500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen.
Für das genehmigte Kapital ist der Vorstand durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 09. Juli 2007 ermächtigt, in der Zeit vom 01. August 2007 bis zum 09. Juli 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig um insgesamt 2.015 TEUR durch Ausgabe von bis zu 2.015.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.
Weiterhin wurde der Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ermächtigt. Das Grundkapital kann um 1.765 TEUR erhöht werden. Dies dient der Gewährung von Options- und Wandlungsrechten an Inhaber von Options-, und/oder Wandelschuldverschreibungen bzw. -genussscheinen.
10. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von 7.975.300,00 EUR resultiert im Wesentlichen aus dem Agio von einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung der 2G Bio-Energietechnik AG. Die Kapitalrücklage hat sich im laufenden Geschäftsjahr nicht verändert.
11. Passive latente Steuern
Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Bildung passiver latenter Steuern steht mit der Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Verbindung. Da in den Folgejahren die Steuerbilanz entsprechend einen höheren Gewinn ausweisen wird, wurden zum 31.12.2008 latente Steuerrückstellungen in Höhe von 73 TEUR gebildet. Im Berichtsjahr wurden anteilige Steuerlatenzen in Höhe von 24 TEUR aufgelöst.
12. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| TEUR | |
|---|---|
| Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen / ausstehende Rechnungen |
945 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 519 |
| Personalverpflichtungen | 338 |
| Jahresabschlussarbeiten | 84 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 50 |
| Hauptversammlung / Geschäftsbericht | 21 |
| Sonstige | 11 |
Gewinn und Verlust Anhang
Lagebericht Bestätigungsvermerk
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Restlaufzeiten, in TEUR | Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
2.794.948,71 | 309.680,71 | 566.508,00 | 1.918.760,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
2.093.170,27 | 2.093.170,27 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
5.936.486,56 | 5.936.486,56 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
1.914.608,88 1.595.161,81 10.367,18 |
1.914.608,88 1.595.161,81 10.367,18 |
0 0 0 |
0 0 0 |
| Summe Verbindlichkeiten | 12.739.214,42 | 10.253.946,42 | 566.508,00 | 1.918.760,00 |
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gemäß den Sicherungsvereinbarungen durch Sicherungsübereignung des entsprechenden Sachanlagevermögens sowie Grundschuldeintragungen abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte der Lieferanten gesichert.
E. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung
1. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
2. Umsatzerlöse
Hinsichtlich der Aufteilung der Umsatzerlöse gem. § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB für das Geschäftsjahr 2009 verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Lagebericht.
3. Latente Steuern
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Sachverhalte erfasst:
| EUR | |
|---|---|
| Latente Steueraufwendungen | 217.343,64 |
| Latente Steuererträge | 117.205,96 |
| Davon entfallen auf Verlustvorträge (Saldo) |
123.994,87 |
Im Geschäftsjahr 2008 wurden passive latente Steuern aufgrund der Aktivierung von Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs in Höhe von 72.927,89 EUR gebildet. Im Berichtsjahr ist aufgrund der Abschreibung gem. § 282 HGB eine anteilige Auflösung der passiven latenten Steuern in Höhe von 23.857,19 EUR erforderlich.
F. Sonstige Angaben
1. Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst ausschließlich liquide Mittel und Bankguthaben abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten in Höhe von 114.252,63 EUR.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtsjahr 1.465 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Er beinhaltet neben dem Periodenergebnis die Abschreibungen sowie die Veränderungen der Rückstellung und des Working Capital.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -2.650 TEUR (Vorjahr: 432 TEUR). Er beinhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 2.773 TEUR auch die Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 2 TEUR sowie Einzahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 121 TEUR.
2. Mitteilungen gem. § 20 AktG
Herr Christian Grotholt und Herr Ludger Gausling haben der Gesellschaft gem. § 20 AktG mitgeteilt, dass ihnen je mehr als der vierte Teil der Aktien der 2G Bio-Energietechnik AG gehört.
Beide Mitteilungen wurden am 30. Juli 2007 im elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
3. Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB für eigene Verbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2009 für Gewährleistungsverträge in Höhe von 1.497 TEUR (davon aus Gewährleistungsbürgschaften in Höhe von 121 TEUR und Vorauszahlungsbürgschaften von 1.376 TEUR) sowie sonstige Haftungsverhältnisse in Höhe von 50 TEUR.
4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für Verträge in folgender Höhe:
| 2010 | 2011-2014 | 2015 ff. | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Investitionsvorhaben | 100.000,00 | ||
| Zahlstellen- und Anmeldestellendienst | 2.500,00 | ||
| Designated Sponsor-Vertrag | 15.000,00 | ||
| Listingbetreuungsvertrag | 7.000,00 | ||
| Beratungsvertrag UBJ | 28.800,00 | ||
| Mietvertrag | 84.426,12 | 36.000,00 | 36.000,00 |
| Leasingverträge | 47.074,80 | 61.622,30 | 0,00 |
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk
5. Kredite an Geschäftsführer
Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer wurden Kredite in Höhe von 18.167,15 EUR gewährt. Die Verzinsung erfolgte im Berichtsjahr mit 2,87 %. Es handelt sich hierbei um Verrechnungskonten.
6. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach § 267 HGB gliederte sich wie folgt:
| Arbeiter | 67 |
|---|---|
| Angestellte | 46 |
| Teilzeitbeschäftigte | 14 |
| Mitarbeiter gesamt | 127 |
Es handelt sich hierbei um Arbeitnehmer der Tochtergesellschaften 2G Energietechnik GmbH, der 2G Home GmbH sowie der 2G Bio-Energietechnik Iberica Energy Efficiency S.L.
7. Vorstand
Der Vorstand setzte sich im letzten Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
| Zeitraum | |
|---|---|
| Herr Dipl.-Ing. Christian Grotholt, | |
| Kaufmann, Heek | seit dem 17.06.2007 |
| Herr Ludger Holtkamp, | |
| Kaufmann, Heek | seit dem 17.06.2007 |
8. Aufsichtsrat
Während des Berichtsjahres waren die folgenden Personen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestellt:
Zeitraum Dr. Lukas Lenz (Vorsitzender) Rechtsanwalt, Hamburg seit dem 17.07.2007 Gerhard Temminghoff (stellv. Vorsitzender) Landwirtschaftsmeister, Vreden seit dem 17.07.2007 Wiebe Hofstra Senior Manager van der Wiel Holding BV, Drachten/NL seit dem 17.07.2007
9. Ergebnisverwendung
Es wird vorgeschlagen, den Konzernbilanzgewinn in Höhe von 2.460.856,67 EUR, bestehend aus einem Verlustvortrag in Höhe von 72.803,01 EUR und einem Konzerngewinn in Höhe von 2.533.659,68 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.
10. Bezüge der Organe
Für die Bezüge des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr 379 TEUR und für die Bezüge des Aufsichtsrates 20 TEUR aufgewendet.
11. Honorar des Abschlussprüfers
Die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers. Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 53 TEUR und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
Heek, im Mai 2010 2G Bio-Energietechnik AG
Christian Grotholt Ludger Holtkamp Vorstandsvorsitzender Vorstand
Gewinn und Verlust
Anhang Lagebericht
Bestätigungsvermerk
Anlagespiegel
| Brutto buchwert |
Zugänge | Abgänge | Brutto buchwert |
|
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 01.01. - 31.12.2009 |
01.01. - 31.12.2009 |
31.12.2009 | |
| I. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
243.092,97 | 0,00 | 0,00 | 243.092,97 |
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2. Geschäfts- oder Firmenwert 3. Geleistete Anzahlungen |
78.339,50 7.269.303,32 0,00 |
4.020,00 0,00 47.000,00 |
7.289,92 0,00 0,00 |
75.069,58 7.269.303,32 0,00 |
| 7.347.642,82 | 51.020,00 | 7.289,92 | 7.344.372,90 | |
| III. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf |
||||
| fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und |
206.023,49 | 1.937.333,35 | 0,00 | 2.390.474,17 |
| Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs |
169.595,65 | 231.045,00 | 0,00 | 400.640,65 |
| und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen |
950.917,93 | 486.542,71 | 31.737,30 | 1.405.723,34 |
| und Anlagen im Bau | 247.117,33 1.573.654,40 |
0,00 2.654.921,06 |
0,00 31.737,30 |
0,00 4.196.838,16 |
| IV. Finanzanlagen 1. Beteiligungen an assoziierten |
||||
| Unternehmen 2. Sonstige Beteiligungen |
0,00 10.000,00 |
67.879,45 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 28.496,00 38.496,00 |
0,00 67.879,45 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
| 9.202.886,19 | 2.773.820,51 | 39.027,22 | 11.784.304,03 |
| AfA Gesamt |
AfA | AfA-Abgänge | Summe AfA |
Netto buchwert |
Netto buchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2009 | 01.01. - 31.12.2009 |
01.01. - 31.12.2009 |
31.12.2009 | 01.01.2009 | 31.12.2009 |
| 0,00 | 79.523,97 | 0,00 | 79.523,97 | 243.092,97 | 163.569,00 |
| 36.435,80 542.309,79 47.000,00 625.745,59 |
12.872,25 363.465,17 0,00 376.337,42 |
7.286,92 0,00 0,00 7.286,92 |
42.021,13 905.774,96 0,00 947.796,09 |
41.903,70 6.726.993,53 0,00 6.768.897,23 |
33.048,45 6.363.528,36 47.000,00 6.443.576,81 |
| 5.271,38 | 25.624,68 | 0,00 | 30.896,06 | 200.752,11 | 2.359.578,11 |
| 81.614,10 | 35.094,24 | 0,00 | 116.708,34 | 87.981,55 | 283.932,31 |
| 391.756,16 | 212.350,41 | 23.288,30 | 580.818,27 | 559.161,77 | 824.905,07 |
| 0,00 478.641,64 |
0,00 273.069,33 |
0,00 23.288,30 |
0,00 728.422,67 |
247.117,33 1.095.012,76 |
0,00 3.468.415,49 |
| 67.879,45 10.000,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 0,00 |
0,00 10.000,00 |
67.879,45 10.000,00 |
| 28.496,00 106.375,45 |
1.056,00 1.056,00 |
0,00 0,00 |
24.256,00 24.256,00 |
5.296,00 15.296,00 |
4.240,00 82.119,45 |
| 1.210.762,68 | 729.986,72 | 30.575,22 | 1.779.998,73 | 8.122.298,96 | 10.157.680,75 |
Gewinn und Verlust
Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk
Konzernkapitalflussrechnung der 2G Bio-Energietechnik AG
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 1. Periodenergebnis |
2.508.044,93 | -610.000,59 |
| 2. ± Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 728.930,72 | 604.780,29 |
| 3. ± Veränderung der Rückstellungen | 1.958.523,06 | -212.109,59 |
| 4. ± Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | -4.096,05 | -243.092,97 |
| 5. ± Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 7.071,03 | 37.489,03 |
| 6. ± Veränderungen der Vorräte | -2.255.741,83 | -1.247.247,89 |
| 7. ± Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investi tions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-6.423.068,35 | 748.736,26 |
| 8. ± Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investi tions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
4.945.305,61 | 933.697,90 |
| 9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operative cash flow) |
1.464.969,12 | 12.252,44 |
| 10. + Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 2.436,97 | 9.299,97 |
| 11. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -2.654.921,06 | -697.420,78 |
| 12. – Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-51.020,00 | -10.393,80 |
| 13. – Auszahlungen aus dem Erwerb von assoziierten Unternehmen |
-67.879,45 | 0,00 |
| 14. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rah men der kurzfristigen Finanzdisposition |
121.278,39 | 1.626.107,00 |
| 15. – Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition |
0,00 | -495.262,24 |
| 16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (investive cash flow) |
-2.650.105,15 | 432.330,15 |
| 17. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 0,00 | 2.630.000,00 |
| 18. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten | -83.130,43 | -43.566,46 |
| 19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (finance cash flow) |
-83.130,43 | 2.586.433,54 |
| 20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittel fonds (Summe aus 9., 16. und 19.) |
-1.268.266,46 | 3.031.016,13 |
| 21. +Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 3.487.657,49 | 456.641,36 |
| 22. =Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 2.219.391,03 | 3.487.657,49 |
24
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk
Konzerneigenkapitalentwicklung
| Eigenkapitalentwicklung | Mutterunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|
| 2G Bio-Energietechnik AG Konzern in EUR |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklagen | Übriges kumuliertes Konzernergebnis |
Erwirtschaftetes Konzernergebnis |
| Stand per 01.01.2008 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | 532.514,00 |
| Konzernjahresfehlbetrag per 31.12.2008 |
-611.692,41 | |||
| Stand per 31.12.2008 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | -79.178,41 |
| Stand per 31.12.2009 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | -79.178,41 |
| Übrige Veränderungen | ||||
| Konzernjahresüberschuss per 31.12.2009 |
2.533.659,68 | |||
| Stand per 31.12.2009 | 4.030.000,00 | 7.975.300,00 | 6.375,40 | 2.454.481,27 |
| Minderheitsgesellschafter | Konzerneigenkapital | |||
|---|---|---|---|---|
| Summe | Minderheiten kapital |
Auf Minderheiten entfallendes erwirtschaftetes Konzernergebnis |
Summe | |
| 12.544.189,40 | -309,18 | 0,00 | -309,18 | 12.543.880,22 |
| -611.692,41 | 1.691,83 | 1.691,83 | -610.000,58 | |
| 11.932.496,99 | -309,18 | 1.691,83 | 1.382,65 | 11.933.879,64 |
| 11.932.496,99 | -309,18 | 1.691,83 | 1.382,65 | 11.933.879,64 |
| 0,00 | 300,60 | -4.396,65 | -4.096,05 | -4.096,05 |
| 2.533.659,68 | -25.614,75 | -25.614,75 | 2.508.044,93 | |
| 14.466.156,67 | -8,58 | -28.319,57 | -28.328,15 | 14.437.828,25 |
Konzernlagebericht der 2G Bio-Energietechnik AG
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit
Die 2G Bio-Energietechnik AG ("2G AG") ist eine Holding, der zum Bilanzstichtag 31.12.2009 drei Tochtergesellschaften und ein assoziiertes Unternehmen angehören. Nachfolgend eine Übersicht zur aktuellen Beteiligungsstruktur des 2G Konzerns ("2G"):
Die wesentliche operative Gesellschaft ist die 2G Energietechnik GmbH in Heek ("2G GmbH"). Mittlerweile ist 2G einer der führenden Anbieter von ganzheitlichen Lösungen zur dezentralen Energieversorgung. 2G bietet mit der Entwicklung, der Produktion, der Installation und dem Service von Blockheizkraftwerken ganzheitliche Lösungen im wachsenden Markt der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. 2G hat bereits mehr als 950 KWK-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 193 MW installiert und genießt heute als einer der Technologieführer der Branche bundesweit Anerkennung. Auch international wird die 2G Gruppe als Anbieter mit Alleinstellungsmerkmalen immer mehr wahrgenommen.
Vor dem Hintergrund der drohenden Klimaerwärmung und steigender Energiepreise sieht 2G im dezentralen Einsatz gasförmiger Energieträger wie Erdgas, Biogas, Klärgas und Deponiegas zur Strom- und Wärmeproduktion eine große Zukunft. Dank dem Knowhow aus mehr als zehn Jahren Erfahrung und der sorgfältigen Verarbeitung standardisierter Bauteile, hochwertiger Materialien und einem professionellen Service erzielt die 2G exzellente Wirkungsgrade und eine Anlagenverfügbarkeit deutlich über 95 %.
Aufgrund des Bekanntheitsgrades und der Qualität der Leistungen konnte 2G gute Geschäftsbeziehungen zu verschiedenen Biogasanlagenbauern, Fachplanern, Energieversorgern, Energiedienstleistern und anderen Kundengruppen aufbauen bzw. weiter intensivieren.
Auch private Haushalte profitieren von dem Leistungsspektrum von 2G Home, da 2G die gesamte Bandbreite von 1 - 2.400 kW Leistung abdeckt. Die Produktpalette umfasst zum Teil eigene BHKW-Anlagen, zum Teil zugekaufte Produkte. Es wurden die Hersteller sondiert, die mit ihren Produkten sowohl hinsichtlich ihrer Technologien als auch in puncto Effizienz und Preis-Leistungs-Verhältnis weltweit führend sind.
Im Einzelnen:
- • Gasmotorenbetriebene BHKW-Module
- • Wärmenutzung
- • Gasreinigung und -trocknung
- • Netzanbindung
- • Abgasbehandlungssysteme
- • Service, Wartung und Instandhaltung
Die strategische Ausrichtung der nächsten Jahre wird einen Schwerpunkt auf die Produktion von BHKW-Modulen, insbesondere der Produktfamilie mit verbesserten Wirkungsgraden und eine Kostenreduzierung für Service legen. Außerdem sollen die Vertriebs- und Serviceaktivitäten national und international weiter gestärkt werden, allen voran in Zentral- und Osteuropa und auf dem amerikanischen Kontinent. Bereits äußerst margenstark sind unsere Kompaktblockheizkraftwerke "G-Box 50" (25-50 kW), eine Beistelllösung in der Objektversorgung von Krankenhäusern und Verwaltungen bis hin zu Werkstätten oder Fabriken, sowie unsere Kleinanlagen (1 kW) für Ein- und Zweifamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser, so dass wir deren Absatz weiter forcieren wollen. 2G strebt weiterhin die Unabhängigkeit von nationalen gesetzlichen Regelungen an. Dabei ist die Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten ins Ausland eine klare strategische Zielrichtung. Die Entwicklung des steigenden Auslandsanteils lässt sich anhand der Umsatzerlöse der 2G AG sehr gut darstellen:
| 2007 | 2008 | 2009 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | EUR | EUR | EUR |
| Inland | 18.936 | 18.266 | 44.617 |
| Ausland | 1.593 | 2.935 | 6.503* |
| Summe | 20.529 | 21.201 | 51.120 |
* Darin sind auch Umsatzerlöse auf Anlagen im Ausland enthalten, die über Anlagenbauer im Inland abgewickelt wurden.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird mit einem weiteren Anstieg des Auslandsanteils an der Gesamtleistung gerechnet.
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die Folgen der Finanzkrise waren auch 2009 für die Entwicklung der Realwirtschaft prägend, die weltweit um 2,2 % sank. Besonders die Konjunktur der westlichen Industrieländer ließ nach. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Industrienation, den USA, sank beispielsweise um 2,5 %, wohingegen viele der sogenannten Schwellenländer weiter gewachsen sind. Hervorzuheben ist insbesondere die Volksrepublik China, deren BIP um 8,7 % gestiegen ist. Einem noch größeren volkswirtschaftlichen Schaden begegneten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer mit Hilfe von Konjunkturprogrammen, die zusammen ein Volumen von 3 Billionen EUR umfassten. Die Zentralbanken unterstützen außerdem die Liquiditätsversorgung der Banken durch die Absenkung des Leitzinses, der in den USA und Japan auf 0,2 % bzw. 0,1 % zurückgenommen wurde, und die Bereitstellung einer erheblichen Liquidität.
Die Aktienindizes erholten sich deswegen nach einem schwachen ersten Quartal ab Mitte März des Berichtsjahres wieder. Nur zögerlich gingen hingegen die Wirkungen staatlicher Stützungsmaßnahmen auf die Realwirtschaft über.
Europa und Deutschland
Die Europäische Union (EU) blieb ebenfalls nicht von der Rezession verschont. Das BIP der Mitgliedsstaaten ist um 4,1 % gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins auf 1,0 %, um die Liquiditätsversorgung zu stärken und Investitionen zu fördern. Dieser lag damit nur knapp über der Inflationsrate von 0,9 % zum Jahresende. Im EU-Raum war 2009 eine höhere Arbeitslosigkeit (+10 %) zu verzeichnen. Besonders betroffen waren Spanien, Island und Irland, deren wirtschaftlicher Erfolg im Wesentlichen auf den infolge der Krise eingebrochenen Finanz- und Immobilienmärkten fußte. Die Situation Griechenlands ist noch angespannter. Der Staat überschritt mit einem Haushaltsdefizit von 12,7 % des nationalen BIP die gemäß EU-Stabilitätspakt maximal erlaubten 3 % deutlich. Dies hatte eine Abstufung der Bonität durch verschiedene Ratingagenturen zur Folge. Der griechische Staat bedroht aufgrund seiner Zahlungsunfähigkeit das Stabilitätsgefüge der gesamten Europäischen Wirtschaftsunion und gefährdet damit gleichzeitig den Euro. Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland war ebenfalls rückläufig. Das BIP ging – insbesondere wegen des schwachen Außenhandels – in 2009 um 5 % zurück. Die Exporte gaben um 14,7 % nach, wohingegen die Importe um 8,9 % eingebrochen sind, mit der Folge, dass China offiziell Exportweltmeister wurde. Die deutsche Wirtschaft konnte sich im internationalen Vergleich 2009 wegen der hohen Exportabhängigkeit nicht behaupten und schrumpfte stärker als der EU-Durchschnitt. Von den wichtigen Industrieländern ist lediglich das BIP Japans noch stärker zurückgegangen.
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht
Bestätigungsvermerk
Die Binnennachfrage in Deutschland blieb stabil, was zum größten Teil staatlichen Konjunkturstützen zuzuschreiben gewesen ist. Die Umweltprämie stimulierte zum Beispiel den Absatz für Neuwagen. Die privaten Konsumausgaben konnten dadurch um 0,4 % gesteigert werden. Dies steht jedoch in keinem Verhältnis zu den staatlichen Konsumausgaben, die sich im Vergleich zu 2008 um 2,7 Prozentpunkte erhöhten. Nur eine robuste Binnennachfrage in Verbindung mit der staatlich subventionierten Kurzarbeit stabilisierte auch den Arbeitsmarkt. Ende des Jahres 2009 galten 3,3 Mio. Personen als erwerbslos. Das Kurzarbeitergeld hatte allerdings eine Senkung der Bruttolöhne um 0,5 % zur Folge.
Wir haben unsere Prognosen unter Berücksichtigung der aktuellen Einschätzung externer Institutionen erstellt. Zu diesen gehören unter anderem Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen.
In den Planungen des 2G-Konzerns werden identifizierte Potenziale fortlaufend berücksichtigt, um eintretende Marktchancen zeitnah nutzen zu können. Diese ergeben sich vor allem daraus, dass wir neue Märkte erschließen, neue und zusätzliche Produkte entwickeln und technische Innovationen umsetzen.
Entwicklung der Branche
Die deutsche Politik hat sich durch die im Juni 2008 verabschiedeten Inhalte des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) und des KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) eindeutig zur Kraft-Wärme-Kopplung bekannt und bestätigt damit, dass BHKW-Anlagen einer der wichtigen Eckpfeiler der zukünftigen Energieversorgung sein werden. So wurde beispielsweise im KWKG festgeschrieben, dass bis zum Jahr 2020 25 % des deutschen Strombedarfes durch die KWK-Technik abgedeckt werden sollen. Die deutschen Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien stehen im Kontext der aktuellen Ziele der Europäischen Union, die den Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch bis 2020 auf 20 % erhöhen will. Im Juni 2009 trat die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen in Kraft. Damit ist einem europaweiten Vorgehen der Weg geebnet und dieses wird zukünftig auch den europäischen Markt für Kraft-Wärme-Kopplung noch weiter beleben.
Aus Sicht der 2G ist zudem sehr positiv, dass die Einspeisevergütungen für Strom aus Biomasse, insbesondere für Anlagen mit mittlerer und kleiner Leistung, deutlich erhöht wurden, denn gerade in diesem Bereich verfügt das Unternehmen über eine hohe Fertigungstiefe und Alleinstellungsmerkmale. Darüber hinaus werden durch das KWKG nun kleine Anlagen bis 50 kW sehr stark gefördert. Passend zu diesem sehr interessanten Marktsegment führt die 2G GmbH ihre G-Box in die Serienfertigung.
Das direkte Branchenumfeld profitiert insofern sehr stark von den positiven gesetzlichen Regelungen, aber auch von einem wachsenden Umweltbewusstsein und der zunehmenden Erkenntnis, dass der Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung zu einer sehr hohen Energieeffizienz führt. So liegt der Gesamtwirkungsgrad eines Blockheizkraftwerks bei 90 %, während bei der herkömmlichen zentralen elektrischen Energieversorgung lediglich 38 % erzielt werden. Bei der innovativen G-Box 50 der 2G GmbH beträgt der Wirkungsgrad bis zu 103 % durch die Brennwertnutzung im Abgas.
Gerade durch diesen Effizienzvorteil gewinnen die BHKW-Anwendungen auch in den ausländischen Zielmärkten immer mehr an Bedeutung. Durch den geringen Primärenergieverbrauch werden nicht nur CO2 -Emissionen im erheblichen Umfang eingespart, sondern auch Kosten bei der Deckung des Stromund Wärmebedarfs stark reduziert. Unabhängig davon werden immer öfter BHKW-Anwendungen vorgeschrieben, um anfallende Klärgase oder auch Deponiegase nicht mehr einfach nur abzufackeln, sondern energetisch zu nutzen. In Südamerika oder auch in Osteuropa bestehen zum Teil auch Möglichkeiten, sich die vermiedenen Treibhausgasemissionen durch CDM oder auch JI Projekt Anerkennungen zertifizieren zu lassen.
Das im Vergleich zu den Marktbegleitern starke Umsatzwachstum und das deutlich verbesserte Ergebnis der 2G Gruppe sind auf die Wirkungsgradvorteile der 2G Entwicklungen und die damit verbundene höhere Wirtschaftlichkeit für die Anwender zurückzuführen. Zu benennen ist außerdem die Ausweitung und Intensivierung der Vertriebstätigkeit im Sektor der mit Erdgas betriebenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.
Einschätzung der Unternehmensleitung
Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2009 unterstrich die Erwartungen des Vorstands, im Vergleich zum Vorjahr ein erhebliches Umsatz- und Ergebniswachstum anzustreben. Im ersten Halbjahr 2009 konnten Umsatzerlöse von 9.608 TEUR erzielt werden. Das operative Ergebnis (EBIT) war annähernd ausgeglichen.
Die Planungen für Umsatz und Ergebnis für das erste Halbjahr 2009 konnten aufgrund höherer Auslastungsgrade und steigender Nachfrage vollständig eingehalten werden und haben die Erwartungen sogar übertroffen. Im zweiten Halbjahr 2009 konnten Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich gesteigert werden, was einem außergewöhnlich starken vierten Quartal 2009 zu verdanken ist. Insgesamt war das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 das beste in der Unternehmensgeschichte und überstieg unsere eigenen Erwartungen deutlich. Begründet ist das hervorragende Ergebnis durch die Produkteinführung des und die Produktionsexpansionen (neue Produktionshalle und Zweischichtbetrieb) und einen auf diese Weise deutlich erhöhten Output, der zu Fixkostendegression und verbesserten Einkaufsbedingungen führte. Die gesetzgeberische Sicherheit, fortschreitende Internationalisierung und die unvermindert stark anhaltende Nachfrage nach BHKW in Deutschland ließen die 2G Gruppe im Geschäftsjahr 2009 so erfolgreich sein.
WhisperGen
Gewinn und Verlust Anhang
Lagebericht Bestätigungsvermerk
B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der 2G hat sich im Geschäftsjahr 2009 insgesamt positiv entwickelt; sie ist weiterhin von der Entwicklung der 2G GmbH maßgeblich geprägt.
Ertragslage
Die verkürzt dargestellte Gewinn- und Verlustrechnung des 2G Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| Wert in EUR | 2009 | % | 2008 | % | +/- |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse Bestandsveränderungen |
51.120.295 2.099.661 |
96,05 3,95 |
21.201.390 2.513.696 |
89,40 10,60 |
29.918.905 -414.035 |
| Gesamtleistung | 53.219.957 | 100,00 | 23.715.085 | 100,00 | 29.504.872 |
| Sonstige betriebliche | |||||
| Erträge | 143.316 | 0,27 | 550.480 | 2,32 | -407.164 |
| Materialaufwand | 41.625.027 | 78,21 | 19.766.381 | 83,35 | -21.858.646 |
| Personalaufwand | 4.181.486 | 7,86 | 2.778.730 | 11,72 | -1.402.756 |
| Abschreibungen | 728.931 | 1,37 | 604.780 | 2,55 | -124.151 |
| Sonstige betriebliche | |||||
| Aufwendungen: | |||||
| - Betriebskosten | 784.371 | 1,47 | 618.921 | 2,61 | -165.450 |
| - Verwaltungskosten | 631.155 | 1,19 | 498.992 | 2,10 | -132.163 |
| - Vertriebskosten | 663.309 | 1,25 | 516.298 | 2,18 | -147.011 |
| - Sonstige Aufwendungen | 837.488 | 1,57 | 109.446 | 0,46 | -728.042 |
| Betriebliche Steuern | 15.401 | 0,03 | 7.490 | 0,03 | -7.911 |
| EBIT | 3.896.106 | 7,32 | -635.474 | -2,68 | 4.531.580 |
| Finanzergebnis | -139.696 | -0,26 | -54.872 | -0,23 | -84.824 |
| Ertragsteuern | -1.248.365 | -2,35 | 80.345 | 0,34 | -1.328.710 |
| Jahresergebnis | 2.508.045 | 4,71 | -610.001 | -2,57 | 3.118.046 |
Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 51.120 TEUR. Im Vorjahr wurde ein Umsatz von 21.201 TEUR erzielt. Die Fertigstellung zahlreicher Projekte zum Jahresende führte zu einer Gesamtleistung der 2G von 53.219 TEUR. Der Rohertrag I liegt bei 11.595 TEUR. Hieraus ergibt sich ein prozentualer Rohertrag von 21,81 %.
Die Personalkosten der 2G liegen bei 4.181 TEUR. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Wachstum der 2G GmbH sowie der 2G Home GmbH und den damit verbundenen Aufgaben im Bereich der Steuerung des Unternehmens. Im Jahr 2009 konnten neben Neueinstellungen im Bereich der Produktion wiederum mehrere Know-how-Träger für das Unternehmen gewonnen werden. Die Personalintensität im 2G Konzern entspricht gerundet 7,86 %.
In den Bereichen der Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sind absolute Kostensteigerungen zu erkennen. Der Anstieg der Betriebskosten ist im Wesentlichen auf die Aufstockung des Fuhrparks und den damit verbundenen erhöhten Fahrzeugaufwendungen zurückzuführen. Des Weiteren sind absolute Kostensteigerungen im Bereich der Verwaltungskosten zu verzeichnen, die im Wesentlichen auf erhöhte
Telefon- und Postaufwendungen sowie freiwillige soziale Aufwendungen zurückzuführen sind. Die Aufstockung im Vertriebsbereich hat zwangsläufig auch erhöhte Vertriebskosten nach sich gezogen. Insbesondere sind hier die erhöhten Aufwendungen für Reisetätigkeiten sowie Marketing und Messen anzusprechen. Des Weiteren spiegelt sich der Anstieg des Auslandsanteils an den Umsätzen auch bei den Ausgangsfrachten wider.
Nach Abzug aller Betriebsaufwendungen verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.508 TEUR (Vorjahr -610 TEUR). Das Ergebnis ist gemäß HGB und den Richtlinien des "Deutschen Rechnungslegung Standard" (DRS) mit den Abschreibungen auf den Firmenwert der einbezogenen 2G GmbH sowie der 2G Home GmbH belastet. Diese Abschreibung beträgt insgesamt 363 TEUR.
Es ergibt sich ein EBIT von 3.895 TEUR. Die EBIT-Marge lag in 2009 bei 7,32 %. Betrachtet man jedoch ausgehend vom Zwischen-Konzern-Abschluss vom 30.06.2009 das zweite Halbjahr 2009 isoliert, ergibt sich ein EBIT von 4.024 TEUR. Die EBIT-Marge für das zweite Halbjahr liegt bei 9,87 %. Dieses Ergebnis kann vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2009 als zufriedenstellend betrachtet werden.
Verändert um das Zinsergebnis in Höhe von -140 TEUR ergibt sich ein EBT in Höhe von 3.756 TEUR. Ausschließlich für das zweite Halbjahr ergibt sich ein EBT von 3.935 TEUR.
Finanzlage
Durch eine adäquate Kapitalstruktur ist es das Ziel der 2G, im Rahmen des Finanzmanagements die Liquidität zu sichern und finanzwirtschaftliche Risiken zu minimieren sowie Kapitalkosten zu begrenzen.
Zur Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der 2G wurde eine Kapitalflussrechnung gemäß den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) erstellt, die zeigt, wie sich die Zahlungsmittel (Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten) im Berichtszeitraum durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Gewinn und Verlust Anhang
Lagebericht Bestätigungsvermerk
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 1.465 TEUR. Er stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Periodenergebnis | 2.508 | -610 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 729 | 605 |
| Veränderung der Rückstellungen | 1.959 | -212 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -4 | -243 |
| Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen | 7 | 37 |
| Veränderungen der Vorräte | -2.256 | -1.247 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs tätigkeit zuzuordnen sind |
-6.423 | 749 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzie rungstätigkeit zuzuordnen sind |
4.945 | 934 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.465 | 12 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -2.650 TEUR. Er beinhaltet neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (2.773 TEUR), Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens (2 TEUR) sowie Einzahlungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition (121 TEUR).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf -83 TEUR. Es handelt sich ausschließlich um Auszahlungen für die planmäßige Tilgung von Kreditverbindlichkeiten.
Die Liquiditätslage der 2G war im Berichtsjahr zu keiner Zeit angespannt. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag 2.219 TEUR. Die Verminderung des Finanzmittelfonds ist im Wesentlichen auf die Mittelbindung im Bereich des Working Capital einerseits und der Auszahlungen für Investitionen andererseits zurückzuführen.
Die 2G rechnet damit, auch künftig ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Vermögens- und Kapitalstruktur spiegeln die solide Struktur der Unternehmensfinanzierung wider.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2009 planmäßig zurückgeführt.
Ersatzinvestitionen konnten wie in den Vorjahren nahezu ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert werden. Der Neubau des Betriebs- und Verwaltungsgebäudes durch die 2G Bio-Energietechnik AG hingegen erfolgte fristenkongruent durch die Aufnahme langfristiger Finanzkredite.
Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sieht 2G eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der 2G stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 31.12.2009 | % | 31.12.2008 | % | +/- | |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||||
| Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
163.569 | 0,54 | 243.093 | 1,17 | -79.524 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen |
6.443.577 3.468.415 82.119 9.994.167 |
21,19 11,65 0,27 33,11 |
6.768.897 1.095.013 15.296 7.879.206 |
32,50 5,26 0,07 37,83 |
625.320 2.373.403 66.823 2.114.906 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse/Waren Geleistete Anzahlungen Erhaltene Anzahlungen Lieferantenforderungen Sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere Flüssige Mittel |
3.578.066 5.432.948 0 264.415 -4.337.974 10.891.509 348.069 1.174.158 2.333.644 19.684.836 |
11,85 18,00 0,00 0,88 -14,37 36,08 1,15 3,89 7,73 65,22 |
1.140.292 3.186.196 20.331 248.057 -1.913.163 4.458.889 169.061 1.295.436 3.569.889 12.174.988 |
5,48 15,30 0,10 1,19 -9,19 21,41 0,81 6,22 17,14 58,46 |
2.437.774 2.246.751 -20.331 16.358 -2.424.811 6.432.621 179.009 -121.278 -1.236.245 7.509.847 |
| Aktive latente Steuern | 225.134 | 0,75 | 349.129 | 1.68 | -123.995 |
| Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme |
115.587 30.183.237 |
0,38 100,00 |
180.153 20.826.569 |
0,87 100,00 |
-64.566 9.356.668 |
Die Bilanzsumme der 2G belief sich zum Bilanzstichtag auf 30.183 TEUR.
An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31. Dezember 2009 einen Anteil von 33,11 %. Maßgeblichen Anteil hieran haben die immateriellen Vermögensgegenstände mit 6.443 TEUR. Sie beinhalten im Wesentlichen den im Rahmen der Konsolidierung entstehenden Geschäfts- und Firmenwert der einbezogenen Tochterunternehmen.
Das Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 19.685 TEUR. Dies entspricht einem prozentualen Anteil an der Bilanzsumme von 65,22 %.
Der Vorratsbereich betrug zum Bilanzstichtag 4.937 TEUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (3.578 TEUR) sowie den mit den unfertigen Erzeugnissen (5.433 TEUR) in Verbindung stehenden geleisteten Anzahlungen (264
TEUR) abzüglich der aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen (-4.338 TEUR).
Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.
Aufgrund bestehender Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr grundsätzlich jederzeit sichergestellt.
Wie in den vergangenen Jahren war es zur termingerechten Bereitstellung der zur Fertigung benötigten Einsatzstoffe erforderlich, in einem gewissen Umfang Lagerhaltung zu betreiben. Aufgrund der stark angestiegenen Anzahl abgewickelter Projekte war ein temporärer Anstieg der Bestände an Roh-, Hilfs-
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht
Bestätigungsvermerk
und Betriebsstoffen im Vergleich zum Vorjahr nicht vermeidbar.
Der Umsatzanstieg hat zu einem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 10.892 TEUR geführt. Aufgrund des Abschlusses zahlreicher Projekte im Dezember 2009 stieg der Forderungsbestand temporär um 6.433 TEUR.
Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen 3.508 TEUR. Gegenüber dem Vorjahr ist hier ein Rückgang um 1.357 TEUR zu verzeichnen.
| Die Kapitalstruktur des 2G Konzerns stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2009 | % | 31.12.2008 | % | +/- | |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||||
| Grundkapital | 4.030.000 | 13,35 | 4.030.000 | 19,35 | 0 |
| Kapitalrücklage | 7.975.300 | 26,42 | 7.975.300 | 38,29 | 0 |
| Konzernbilanzgewinn | 2.460.857 | 8,15 | -72.803 | -0,35 | 2.533.660 |
| Ausgleichsposten Anteile | |||||
| anderer Gesellschafter | -28.328 | -0,09 | 1.383 | 0,01 | -29.711 |
| 14.437.829 | 47,83 | 11.933.880 | 57,30 | 2.503.949 | |
| Steuerrückstellungen | 1.038.673 | 3,44 | 72.928 | 0,35 | 965.745 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.967.522 | 6,52 | 974.743 | 4,68 | 992.778 |
| 3.006.195 | 9,96 | 1.047.671 | 5,03 | 1.958.524 | |
| Bankverbindlichkeiten | 2.794.949 | 9,26 | 2.846.058 | 13,67 | -51.109 |
| Erhaltene Anzahlungen | 2.093.170 | 6,93 | 1.073.907 | 5,16 | 1.019.263 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 5.936.487 | 19,67 | 3.494.254 | 16,78 | 2.442.232 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.914.609 | 6,34 | 430.799 | 2,07 | 1.483.810 |
| 12.739.214 | 42,21 | 7.845.018 | 37,67 | 4.894.196 | |
| Bilanzsumme | 30.183.237 | 100,00 | 20.826.569 | 100,00 | 9.356.668 |
Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 47,83 % gekennzeichnet. Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 4.030 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
43,9 % der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital und 1,9 % auf mittelfristiges Fremdkapital. Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital decken mit 16.357 TEUR das Anlagevermögen jetzt zu 163,66 %.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesent-
lichen die ausstehenden Eingangsrechnungen sowie Restarbeiten an fertig gestellten Anlagen (945 TEUR), Gewährleistungsrückstellungen (519 TEUR), Personalrückstellungen (338 TEUR) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (84 TEUR).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 5.936 TEUR. Dies entspricht einem Anteil von 19,67 %. Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 1.915 TEUR und sind im Wesentlichen auf Steuerzahlungen im Bereich der Umsatzsteuer zurückzuführen.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die Auftragslage der 2G GmbH in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 und somit die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf rund 4 Mio. EUR (Vorjahr: 4 Mio. EUR). In Folge eines Auftragseingangs für Neuanlagen von ca. 15,9 Mio. EUR in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Auftragsbestand auf rund 32,4 Mio. EUR zum Ende des ersten Quartals 2010. Die stetigen Bemühungen hinsichtlich der Steigerung des Auslandsanteils spiegeln sich in einem Auslands-Auftragsbestand von 11 Mio. EUR wider.
Auch die 2G Home GmbH hat im Jahr 2010 weitere Auftragseingänge zu verzeichnen. Für die laufende Serienproduktion des "WhisperGen" sind bereits zahlreiche Vorbestellungen – unter anderem von namhaften Energieversorgern – zu verzeichnen. Somit wird 2G Home aller Voraussicht nach zum ersten Mal positiv zum 2G Gruppenergebnis beitragen.
In Spanien entwickelt sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage auch der Markt für BHKW weiter verhalten. Bedingt durch äußerst positive Rahmenbedingungen für Kraft-Wärme-Kopplung hält die 2G Gruppe an der Erschließung des spanischen Marktes fest. Aufgrund des Lean-Cost-Managements wird auch in 2010 ein neutrales Gesamtergebnis der 2G Iberica S.L. erwartet.
In den USA werden durch die gesellschaftsrechtliche Beteiligung an der CENERGY bereits in 2010 erste Umsätze erzielt werden. Aufgrund der sehr professionellen Aufstellung gehen wir von einem Umsatz von 2-3 Mio. EUR aus.
C. Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 483 TEUR. Im Durchschnitt waren fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Die größten Anteile wurden für die Wirkungsgradoptimierung der Verbrennungsmotoren und die Weiterentwicklung der G-Box aufgewendet.
In Relation zu den Vergleichszeiträumen in der Vergangenheit sieht die 2G Gruppe in den erzielten F & E Ergebnissen und weiter zu erforschenden Produktinnovationen einen der wichtigen Grundbausteine des zukünftigen Erfolges. Nur durch die Erhöhung des Kundennutzens mit der Hilfe einer höheren Wirtschaftlichkeit des 2G Produktportfolios im Vergleich zu Geräten und Einheiten von Marktbegleitern ist ein margenstarkes Wachstum sicherzustellen. Der finanzielle Aufwand konnte durch die Zusammenarbeit mit den Herren Dr. Herdin und Egger stark begrenzt werden, da die 2G Gruppe an den Erfahrungen dieser weltweit anerkannten Gasmotorenexperten partizipiert.
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten erfolgen zusätzlich durch die Kooperation mit Technischen Hochschulen sowie dem Einsatz von Diplomanden und Bacheloranden bei der 2G, die zurzeit ihre Abschlussarbeit bei 2G verfassen.
Die Weiter- bzw. Neuentwicklung bestehender Produkte und Konzepte ist das erklärte Ziel der Aktivitäten im Bereich der Forschung und Entwicklung.
D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Zahl der Mitarbeiter der 2G GmbH von 56 um 109 % auf 117 Personen erhöht, darunter 12 Teilzeitkräfte. Bei der 2G Home GmbH waren zum Bilanzstichtag sieben Mitarbeiter beschäftigt. Die 2G Iberica S.L. beschäftigte zum Bilanzstichtag drei Mitarbeiter. Auf Konzernebene waren somit 127 Personen beschäftigt.
Der Personalaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4.181 TEUR. Hiervon entfallen 379 TEUR auf die 2G AG, 3.434 TEUR auf die 2G GmbH, 253 TEUR auf die 2G Home GmbH und 115 TEUR auf die 2G Iberica S.L.
Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in beträchtlichem Umfang Maßnahmen zur Aus- und
Gewinn und Verlust Anhang Lagebericht
Bestätigungsvermerk
Weiterbildung unserer Mitarbeiter durchgeführt. Ein Schwerpunkt unserer Personalarbeit war auch im Berichtsjahr die Ausbildung junger bzw. neuer Mitarbeiter, die Aus- und Weiterbildung des Servicepersonals und die Schulung von Vertriebsmitarbeitern.
E. Risikobericht
Risikomanagementziele und -methoden
Die Gesellschaft ist in ihrem täglichen Geschäft sowohl Risiken als auch Chancen ausgesetzt. Insbesondere das wirtschaftliche, politische und legislative Umfeld kann die Unternehmensleistung beeinträchtigen. Damit diese Risiken beherrscht und dabei die Chancen genutzt werden können, verfügt die Gesellschaft über ein Risikomanagementsystem. Das Risk Management berücksichtigt hierbei ausdrücklich, dass das rasante Wachstum der 2G spezielle Organisationsstrukturen, Führungsmethoden und Kontrollsysteme erfordert.
In erster Linie hat das Risikomanagementsystem die Aufgabe, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken, um diese bewerten und beherrschen zu können. Wesentliche Bestandteile unseres Risikomanagementsystems sind daher unser internes Überwachungssystem sowie das Controlling- und Frühwarnsystem. Unser Unternehmen verfügt damit über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Risiken wirksam entgegenzusteuern. Über allem steht die Maßgabe, dass die Gesellschaft nur solche Risiken eingeht, die nach Ansicht der Unternehmensleitung im Rahmen der Wertschöpfung unvermeidbar sind.
Identifizierte Risiken
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken
Im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit können Preisänderungs-, Liquiditäts- und Bonitätsrisiken grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit durch ein stetig erweitertes Forderungs- und Risikomanagementsystem erheblich reduziert wird.
Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken
Die konjunkturelle Entwicklung sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen die bedeutendsten gesamtwirtschaftlichen Risiken für das
Unternehmen dar und können das Erreichen der Umsatz- bzw. Ergebnisziele gefährden.
Der Erfolg der Kunden der 2G und damit auch der Gesellschaft selbst hängt stark von der umlagefinanzierten Einspeisevergütung (vgl. EEG) ab, bei der der Staat die erzeugte Elektrizität subventioniert. Verschlechterungen der Konditionen in den Zielländern können erhebliche Nachfrageänderungen zur Folge haben.
Diesem Risiko begegnet der 2G Konzern wie folgt:
- • Ausbau der Internationalisierung zur Streuung des Risikos
- • Verbreiterung der technologischen Ausrichtung des 2G Konzerns nicht nur auf nachwachsende Rohstoffe, sondern auch auf biologische Abfallstoffe
- • Erschließung von Absatzpotentialen im Bereich der Erdgasnutzung
- • Mitwirkung in Fachverbänden, Zusammenarbeit mit öffentlichen Trägern, etc.
Überdies besteht die Gefahr, dass aufgrund gestiegener Pachtpreise beziehungsweise Substratpreise die Rentabilität neu installierter Biogasanlagen sinkt. Eine sinkende Wirtschaftlichkeit führt folgend auch zu einer geringeren Nachfrage und damit zu Umsatzminderungen. Diesem Risiko begegnet der 2G Konzern mit einer permanenten Optimierung des elektrischen Wirkungsgrades der BHKW-Anlagen zur Reduzierung der benötigten Rohstoffmengen. So wird die Wirtschaftlichkeit der Anlagen stets optimiert und damit ihre Attraktivität für den Kunden gesteigert.
Das steile Wachstum der Branche lockt auch neue Wettbewerber auf den Markt, weswegen 2G auch weiterhin in die Forschung und Entwicklung investiert, um die Position als Technologieführer im Bereich der kleinen und mittelgroßen Anlagen auszubauen.
Beschaffungsmarktrisiken
Risiken bezüglich Liefertreue, Qualität und sonstiger Kosten entstehen mit der regelmäßigen Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Hier setzt 2G auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten, gute Rahmenbedingungen und eine langjährige Zusammenarbeit.
Produktrisiken
In den Zukunftsbranchen der regenerativen Energien hängt der wirtschaftliche Erfolg maßgeblich von der Innovationskraft eines Unternehmens ab. Deswegen arbeitet die 2G mit namhaften OEM-Vertragspartnern zusammen und setzt ausschließlich hochwertige Produktkomponenten ein.
Durch das Modifizieren der Thermodynamik der Verbrennungsmotoren erzielte 2G eine elektrische Wirkungsgradsteigerung bis 2,3 %. Der höhere Kundennutzen wird sich weiter national als auch international positiv auf Umsatz und Ergebnis auswirken. Die Risiken sind durch die exklusive Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Herdin und Herrn Egger (ehem. Entwickler bei Jenbacher) als gering zu bewerten. Das weltweit anerkannte Gasmotorenfachwissen wurde hierbei umgesetzt und die bereits gewonnenen Erkenntnisse patentrechtlich von 2G abgesichert.
Investitions- und Finanzierungsrisiken
Mit der Gründung eigener Auslandsniederlassungen wie im spanischen Iberica S.L. oder dem Eingehen von strategischen Beteiligungen wie an der CENERGY in den USA wird die 2G vermehrt mit länderspezifischen Normen und Gegebenheiten konfrontiert. Hierbei muss das Risiko einkalkuliert werden, dass erhoffte Synergien und Gewinne nur zögerlich eintreten und vorläufige Anlaufverluste das Ergebnis des Konzerns negativ beeinflussen können.
Risiken durch Fehlinvestitionen aus Sachanlageinvestitionen können durch eine einheitliche Investitionsrechnung weitestgehend vermieden werden.
Es besteht aus heutiger Sicht – Stand Mai 2010 – kein Anhaltspunkt für Finanzierungsrisiken. Hierbei unterstützt das Debitorenmanagement konsequent die Liquiditätssteuerung des Unternehmens.
Personalrisiken
Im Rahmen steigenden Wettbewerbs, zunehmenden Unternehmenswachstums und mit Fortschreiten der Technologiestandards kommt qualifiziertem Personal eine immer wichtigere Rolle zu. Durch eine gezielte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und intern sowie extern veranstaltete Events sichert sich 2G die fachliche Kompetenz des Personals.
IT-Risiken
Im IT-Bereich besteht die Gefahr, von einem System beziehungsweise einem Systemanbieter abhängig zu werden. Ein Systemausfall hätte dann schwerwiegende Folgen für das gesamte Unternehmen. Für dieses Risiko wurden bereits zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, wie unter anderem eine Zutrittskontrolle oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme und Datenspiegelungen. Außerdem werden die aktuellsten Firewallsysteme und Virenscanner eingesetzt.
Bestandsgefährdende Risiken
Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen. Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.
Zusammenfassung und Bewertung des Gesamtrisikos
Die Risikolage des Konzerns entspricht im Wesentlichen der Situation des Vorjahres. Der gesamte Risk Management Prozess beinhaltet die Risikoidentifikation, ein Controlling- und Frühwarnsystem, die Risikosteuerung sowie Planungs- und Kontrollinstrumente.
Nach der festen Überzeugung des Vorstands verfügt die 2G Bio-Energietechnik AG über eine klar definierte Risikostrategie sowie ein permanentes und systematisches Risikomanagement.
F. Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken
Konjunkturausblick und Marktchancen
Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint sehr schwierig. Jedoch sprechen immer mehr Indizien für eine mittelfristige wirtschaftliche Stromproduktion mittels KWK-Technik unabhängig von Subventionen. Die Wirtschaftlichkeit des Betriebs von BHKW-Anlagen hängt wesentlich von der Differenz zwischen Gas- und Strompreis ab. Bei hohen Preisen für elektrische Energie und niedrigen Preisen für Gas lässt sich die Kraft-Wärme-Kopplung besonders lukrativ betreiben.
Gewinn und Verlust Anhang
Lagebericht Bestätigungsvermerk
Zukünftig ist zu erwarten, dass die Preise für Elektrizität aufgrund folgender Sachverhalte stark steigen werden:
- • Kosten durch Modernisierung des bestehenden Kraftwerksparkes
- • Kosten durch die Ergänzung von CCS Technologien bei Großkraftwerken
- • Kosten durch den Kauf von CO2 -Emissions-Zertifikaten
- • Kosten durch den Kapazitätsausbau von Übertragungsnetzen
Hingegen diesem prognostizierten, überdurchschnittlichen Preisanstieg für Elektroenergie wird sich unserer Einschätzung nach der Preisanstieg für Erdgas bedeutend moderater gestalten, weil auch durch den konjunkturellen Abnahmerückgang sich mehr und mehr die Ölpreisbindung des Erdgases löst und nicht zuletzt auch neue wirtschaftliche Explorationsverfahren erprobt sind, um aus Öl-Schiefer-Gestein Erdgas zu gewinnen. Exxon Mobil hat im Dezember 2009 ca. 31 Mrd. Dollar für den Kauf der Rechte an dieser Technik investiert. Die positive Abschätzung der Zukunftsträchtigkeit dieser Technik aus Konzernsicht wurde dadurch untermauert.
Bevor jedoch diese "natürliche Wirtschaftlichkeit" eintritt, sind insbesondere in den nächsten 2 Jahren für die nationale Absatzmöglichkeit des Produktportfolios von 2G die Inhalte des EEG und des KWKG von hoher Bedeutung. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise bleibt jedoch im Hinblick auf die eher restriktive Vergabe von Kreditmitteln seitens der Kreditinstitute abzuwarten, ob sich angestrebte Realisierungen von geplanten Projekten kurzfristig umsetzen lassen.
Geschäftsstrategie
Der 2G Konzern fokussiert sich in den kommenden Jahren auf die wachstumsstarken und innovationsgetriebenen Bereiche:
- • Weiterer Ausbau der Produktfamilie mit optimierten Wirkungsgraden der eingesetzten Gasmotoren durch weitere Erhöhung der Fertigungstiefe.
-
• Weitere Erarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen durch Erhöhung der Anlageneffizienz und Reduzierung der Kosten für Wartung und Instandhaltung.
-
• Weiterer Ausbau des Geschäftsbereichs Service.
- • Weiterer Ausbau der Vertriebs- und Serviceaktivitäten national und international, insbesondere in Zentral- und Osteuropa und auf dem amerikanischen Kontinent.
- • Margenstarkes Kompaktblockheizkraftwerk "G-Box 50" mit 25-50 kW als Beistelllösung in der Objektversorgung von Krankenhäusern, Verwaltungen bis hin zu Werkstätten oder Fabriken.
- • Margenstarkes Angebot von Kleinanlagen 1 kW für Ein- und Zweifamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser, begünstigt durch die Einführung des Energiepasses.
- • Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen zur Sicherung des hohen Qualitätsstandards, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg der 2G Produkte bildet.
Die strategische Ausrichtung auf diese attraktiven Märkte, die zunehmende Internationalisierung vorwiegend in Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika und die Konzentration auf die Kernkompetenzen ermöglichen Investitionen in Wachstumsfelder und innovative Technologien. Es wird beabsichtigt, führende Rollen einzunehmen bzw. die vorhandenen starken Marktpositionen auszubauen.
Zusätzlich werden auch weiterhin Anstrengungen zur Kosteneinsparung und Effizienzverbesserung fortgesetzt, um den Unternehmenswert weiter nachhaltig zu steigern.
Umsatz- und Ergebnisprognose für den 2G Konzern
Die Entwicklung der letzten Monate hat am Beispiel Griechenlands gezeigt, welche erheblichen und kaum vorhersehbaren Einflüsse auf die Kapitalmärkte und folgend auf die Konjunktur unverändert möglich sind. Insofern steht jede Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung unter dem Vorbehalt, dass erhebliche Unsicherheiten über die Zins-, Währungs- und Konjunkturentwicklung bestehen. Hierbei handelt es sich um unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken, die jede Prognose erschweren.
Auf Basis der erweiterten Produktions- und Lagerflächen, der Erfahrungen mit einem Mehrschichtbetrieb, des weiter steigenden Auftragsbestands, der wachsenden Bedeutung unseres Auslandsgeschäfts und innovativer, neuer Produkte gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2010 trotz aller Unwägbarkeiten von erneut deutlich steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Für das Geschäftsjahr 2010 erwarten wir Umsatzerlöse zwischen 70 und 80 Mio. EUR bei einem im Vergleich zum Vorjahr gesteigerten EBIT. Für 2011 wird ebenso mit signifikanten Umsatzsteigerungen gerechnet.
Zudem sehen wir weiterhin wesentliche Chancen beim Vertrieb erdgasbetriebener BHKW, der Intensivierung bestehender strategischer Kooperationen zu großen Energieversorgern, der weiteren Auslandsexpansion und der Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen durch technische Innovationen. Ein hoher Auftragsbestand von über 26 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31.12.2009 (Vj. 13 Mio. EUR) bei einem unverändert erfreulich hohen Auftragseingang im ersten Quartal 2010 bietet der 2G hierbei eine sehr gute Absicherung für das weitere Wachstum. Darüber hinaus haben wir mit ersten Auslieferungen des WhisperGen über unsere Tochter 2G Home GmbH begonnen, den sehr großen Markt der Ein- und Zweifamilienhäuser zu adressieren.
Wir verfolgen aber selbstverständlich nicht nur das Ziel eines weiter steigenden Umsatzes und wachsender Marktanteile, sondern wollen auch unsere Ergebniskennziffern spürbar verbessern. Eine zunehmende Fertigungstiefe in einer standardisierten Produktion wird hierbei ganz erheblich zu einer höheren Umsatzmarge beitragen. Darüber hinaus werden sich erstmals im Geschäftsjahr 2010 die hohen Vorleistungen in den Aufbau der 2G Home bezahlt machen, wir rechnen hier mit einem erfreulichen Ergebnisbeitrag zum Konzernerfolg.
Unsere Investitionen werden im Geschäftsjahr 2010 auf einem hohen Niveau fortgeführt. So planen wir konkret, unterlegt durch die Anfang Mai erfolgreich durchgeführte Stärkung unseres Eigenkapitals, einen weiteren Ausbau der Produktions- und Lagerflächen durch den Neubau einer weiteren Halle am Unternehmensstandort in Heek durchzuführen. Um auch für zukünftiges Wachstum gewappnet zu sein, besteht eine Option auf den Erwerb von zusätzlichen 12.500 m2 Land, die an den bestehenden Produktionsstandort mit direkter Autobahnanbindung angrenzen.
Mittelfristig setzen wir uns das Ziel, zunehmend auch den Anteil an Erdgas zu erhöhen, welches ein weiteres Wachstumspotential darstellt und Unabhängigkeit von dem Einsatz von Biogas schafft. Wir wollen der führende Anbieter von BHKW im mittleren Leistungsbereich national wie international werden.
Durch deutlich steigende Umsatzanteile des Serviceund Wartungsgeschäfts werden wir unser Geschäftsmodell weiter verbreitern. Denn jede verkaufte Neuanlange schafft Potential für das After Sales-Geschäft, dem wir zukünftig ein zunehmendes Gewicht beimessen.
G. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, wird nachfolgend berichtet:
- • Die 2G Bio-Energietechnik AG hat im März 2010 die Tochtergesellschaft 2G Drives GmbH gegründet, an welcher sie 80 % der Anteile hält. Die weiteren 20 % am Kapital halten anerkannte Fachleute für Kraft-Wärme-Kopplung, um diese so an das Unternehmen binden zu können.
- • Anfang Mai 2010 konnte die 2G Bio-Energie technik AG den erfolgreichen Abschluss einer Kapitalerhöhung vermelden. Durch die Platzierung von 400.000 Aktien bei ausgesuchten institutionellen Investoren zu einem Preis von 9,15 EUR je Aktie erhöht sich das Grundkapital der Gesellschaft von 4.030.000 EUR auf 4.430.000 EUR. Der Nettoemissionserlös wird zur Unterlegung des weiteren Ausbaus der Produktions- und Lagerkapazitäten am Standort Heek verwendet.
Weitere Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen können, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Heek, im Mai 2010 2G Bio-Energietechnik AG
Vorstand Vorstand
Christian Grotholt Ludger Holtkamp
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die 2G Bio-Energietechnik AG, Heek:
Wir haben den von der 2G Bio-Energietechnik AG, Heek, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 19. Mai 2010
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Kraus Kästner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber
2G Bio-Energietechnik AG Benzstraße 3 48619 Heek Telefon +49 (0) 2568 9347-0 www.2-g.de [email protected]
Gestaltung Holl Kommunikation www.holl-kommunikation.de
Druck Lensing Druck www.lensing-druck.de