Annual Report • Dec 24, 2024
Annual Report
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Smart Spectrum Solutions
Spektrum-Management | Spektrum-Monitoring | Funknetzplanung | Dienstleistungen

[^0]
[^0]: ${ }^{1}$ ) International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsregeln)
Auftragseingang (EUR Mio.)
Auftragsbestand (EUR Mio.)


Umsatz 2023/24 nach Segmenten
Umsatz-Veränderung EBIT

Softwaresysteme
(1) -17\% EUR -2,4 Mio.
Hardwarenahe Systeme
(1) -12\% EUR -0,3 Mio.
Dienstleistungen
(2) +12\% EUR 0,4 Mio.
Umsatz Softwaresysteme (EUR Mio.)

Softwaresysteme
Umsatzaufteilung

Wiederkehrend / Wartung
07 // Vorwort des Vorstands
11 // Bericht des Aufsichtsrats
15 // Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht
15 // I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
15 // A. Konzernstruktur
16 // B. Geschäftsmodell des Konzerns
17 // C. Leitung und Kontrolle
18 // D. Markt und Wettbewerb
23 // E. Unternehmensstrategie, Steuerung des Unternehmens und Unternehmensziele
26 // II. WIRTSCHAFTSBERICHT
26 // A. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
28 // B. Geschäft und Rahmenbedingungen
32 // C. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LS telcom Konzerns
35 // D. Erläuterung zum Einzelabschluss der LS telcom AG nach HGB
38 // III. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
38 // A. Risikobericht
47 // B. Chancenbericht
49 // C. Prognosebericht
50 // IV. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 315A ABS. 1 HGB
53 // V. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN
53 // VI. (KONZERN-)ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
54 // Versicherung der gesetzlichen Vertreter
55 // Die LS telcom-Aktie
57 // Corporate Governance Bericht 2024
59 // Mehrjährige Kennzahlenübersicht
61 // Jahresabschluss
61 // Konzern-Abschluss gemäß IFRS
61 // Konzern-Bilanz
63 // Konzern-Gesamtergebnisrechnung
64 // Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
65 // Konzern-Kapitalflussrechnung
67 // Konzern-Anhang
117 // Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers zum Konzern-Abschluss
125 // Jahresabschluss gemäß HGB
125 // Bilanz
127 // Gewinn-und-Verlust-Rechnung
129 // Entwicklung des Anlagevermögens
131 // Anhang
142 // Versicherung der gesetzlichen Vertreter
143 // Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers zum Jahresabschluss
149 // Ansprechpartner und Termine
LS telcom ist mit ihren integrierten Softwaresystemen zur effizienten Nutzung des Funkspektrums in allen Funkdiensten, Überwachung des laufenden Funkbetriebs sowie Planung des Einsatzes von Funkspektrum weltweit führender Anbieter. Mit ihren Technologien gewährleistet die Gruppe den störungsfreien und sicheren Betrieb von Funknetzen.
Historisch kommen LS telcoms integrierte Soft-ware- und Hardwaresysteme insbesondere bei Regulierungsbehörden und TelekommunikationsMinisterien zum Einsatz. Typische Aufgabenfelder der Produkte sind dabei das SpektrumManagement, das Monitoring der Frequenzen, die optimale Planung, Implementierung sowie Optimierung der Funknetze, die Minimierung von Funkstörungen
sowie die Erschließung geeigneter Funkstandorte.
LS telcoms Technologien und Produktlösungen sind universell ausgelegt. Sie lassen sich daher branchenübergreifend einsetzen.
Neue Technologien und Anwendungen wie 5G, Machine-to-Machine, vernetzte Fahrzeuge, intelligente Verkehrssysteme oder künstliche Intelligenz vervielfachen die Einsatzmöglichkeiten von Funknetzen. Dadurch haben sich für LS telcom außergewöhnliche Wachstumschancen in vertikalen Märkten ergeben. In den letzten Jahren ist es der Gruppe gelungen, neue Kunden in den Bereichen Logistik, Transport, Flughäfen, Krankenhäuser, Sicherheitsbehörden und in der Industrie zu gewinnen.
Funkspektrum ist eine knappe und begrenzte Ressource. Mit der steigenden Anzahl an Einsatzmöglichkeiten gewinnt die ressourcenschonende und effiziente Verwendung des Funkspektrums eine noch höhere und systemkritische Bedeutung. Mit ihren Lösungen garantiert die LS telcom, dass vorhandene Spektrum-Kapazitäten effizient und schonend verwendet werden können.
Die LS telcom AG wurde 1992 als L\&S Hochfrequenztechnik GmbH gegründet und blickt auf eine über 30-jährige Erfolgsgeschichte in der Entwicklung und Bereitstellung innovativer Lösungen für Spektrummanagement und Funknetzplanung zurück. In den zurückliegenden dreißig Jahren wurden über 1.000 Projekte in über 100 Ländern erfolgreich durchgeführt.
Basis des Erfolgs sind die technologisch führenden Produkte der Gruppe, für die seit 2003 mehr als 1.400 Entwicklerjahre aufgewendet wurden. Damit sieht LS telcom ihre Expertise und technologische Kompetenz für Spektrum-Management Lösungen als weltweit führend an. Die Gruppe ist hervorragend positioniert, um von den globalen Megatrends digitale Transformation, vielfältige Einsatzmöglichkeiten von intelligenten und smarten Funknetzen sowie die stetig steigende Nachfrage nach Funkspektrum-Kapazitäten im hohen Maße partizipieren zu können.
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, liebe Mitarbeitende der LS telcom,
das Geschäftsjahr 2023/2024 hat weder Ihre noch unsere Erwartungen erfüllen können. Ein erheblich negatives EBIT statt eines moderat positiven Ergebnisses stand nicht auf dem erwarteten Plan und spiegelt die Auswirkungen von Projektverschiebungen und einer schwachen Nachfrage durch öffentliche Auftraggeber wider. Mehrere sicher erwartete, teilweise sogar zugesagte Projekte verzögerten sich erheblich. Zeitgleich kam es zu Verzögerungen bei laufenden Projekten, die in großen Teilen durch fehlende IT-Infrastruktur auf Kundenseite verursacht wurden. Bis zuletzt hatte eine gute Chance bestanden, das angestrebte Ergebnis noch zu erreichen, da mehrere margenstarke und bereits zugesagte Projekte mit Lizenzverkäufen zu erwarten waren. Leider konnten wir dieses Ziel letztlich nicht erreichen, wie Sie unserer Meldung im September entnehmen konnten.
Trotz der Notwendigkeit, unsere ursprüngliche Prognose anzupassen, konnten wir wichtige Akzente setzen. Besonders erfreulich war die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent, wo wir nicht nur neue Projekte gewinnen, sondern auch bestehende Kundenbeziehungen weiter ausbauen konnten. Ebenso stärkte unser wachsendes Engagement im Verteidigungsbereich unsere strategische Position in einem wichtigen Zukunftsmarkt.
Die Weiterentwicklung unserer Produkte, insbesondere der mySPECTRA-Plattform, bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor. Diese weltweit führende Lösung für Spektrum-Management hat das Potenzial, die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung und der steigenden Nachfrage nach effizienten Funklösungen zu bewältigen. Gleichzeitig setzen wir auf wiederkehrende Umsätze aus Wartungsverträgen, die nicht nur eine stabile Ertragsbasis schaffen, sondern auch unsere Kundenbindung langfristig stärken. Dieser Umsatz ist auch im vergangenen Geschäftsjahr erneut angestiegen.
Im Sektor Dienstleistungen, der als einziges Segment mit einem positiven EBIT punkten konnte, gelang uns im Laufe des Jahres die Entwicklung einer SolutionPartnerschaft bei Industrial 5G mit Siemens. Wir haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um
gemein-sam die Private 5G Wireless Technologie von Siemens für vielfältige Einsatzbereiche und sektorübergreifende Anwendungen bereitzustellen. Ziel der Kooperation ist es, insbesondere Industriekunden ein umfassendes und leistungsfähiges Angebot für private 5G-Anwendungen anzubieten. Dieser Vertrag ist kurz nach Ende des Geschäftsjahrs in Kraft getreten. Davon versprechen wir uns einen zusätzlichen Impuls für die nächsten Jahre bei unseren 5G-Aktivitäten und somit höhere Umsätze in diesem Bereich.
Bei den Hardwarenahen Lösungen konnte im vergangen Jahr der geplante Umsatz nicht erreicht werden, da unter anderem aufgrund sehr aufwändiger und langwieriger behördlicher Prüfverfahren einige Exporte nicht durchgeführt werden konnten und sich somit der Umsatz ins Folgejahr verschoben hat.
Insgesamt befinden wir uns durch die weltweite Ausrichtung in einem zunehmend komplexeren Marktumfeld. Protektionismus und Embargos, gekoppelt mit zunehmender Notwendigkeit, je nach Land auch nicht exportbeschränkte Güter bei der Ausfuhrkontrolle vorzustellen, verlangsamen zumindest alle Prozesse erheblich. Gleichzeitig müssen wir uns darauf einstellen, dass mittelfristig weniger Märkte zugänglich sein könnten. Um dieser Entwicklung zu begegnen, verfolgen wir eine Parallelstrategie. Einerseits die notwendigen Innovationen schnell voranzutreiben, andererseits aber auch Kosten dauerhaft einzusparen. Bereits seit einiger Zeit verlagern wir Entwicklungskapazitäten an Standorte mit wettbewerbsfähigeren Lohnniveaus. Im Gegenzug besetzten wir in Ländern wie Deutschland, Frankreich und Kanada nur essentielle Stellen bei Fluktuationen nach. Gegebenenfalls muss dieser Prozess noch intensiviert werden.
Momentan arbeiten wir daneben an der Optimierung weiterer Faktoren, die das Ergebnis auf der Softwareseite aktuell noch belasten. Nachdem die mySPECTRA-Basis fertig entwickelt ist, wollen wir die Verschmelzung mit anderen bestehenden Softwareteilen angehen, um schneller lieferfähig und effizienter zu werden.
Ein weiteres Ziel zur Kostenreduktion ist die Optimierung unserer Entwicklungsprozesse, die wir konse-
quent vorantreiben werden. Die Einbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird für uns eine Schlüsselrolle spielen, um Entwicklungszyklen zu beschleunigen, potenzielle Fehler frühzeitig zu erkennen und innovative Lösungen effizienter umzusetzen. Parallel dazu werden wir unsere Abläufe standardisieren und verbessern, um Effizienzgewinne zu erzielen. Klare Prozesse und optimierte Workflows werden wir implementieren, um Reibungsverluste zu minimieren und die globale Zusammenarbeit unserer weltweiten Teams zu stärken. Dies wird uns dabei helfen, unsere Innovationskraft nachhaltig zu steigern, unsere Produktivität zu maximieren und unsere führende Position im Wettbewerb zu sichern.
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2024/2025 erwarten wir ein Umsatzwachstum auf EUR 41,0 Mio. bis EUR 46,0 Mio. und ein Betriebsergebnis (EBIT) zwischen TEUR 800 und EUR 1,9 Mio. Die Basis dafür bildet ein stabiler Auftragsbestand, der zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bei EUR 31,4 Mio. lag. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds sind wir überzeugt, dass wir mit unserer Innovationskraft und unserer klaren strategischen Ausrichtung die richtigen Grundlagen für nachhaltiges Wachstum geschaffen haben.
Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden, deren Engagement und Expertise die Grundlage unseres Erfolgs bilden. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Aktionärinnen und Aktionären für Ihr Vertrauen und bei unseren Geschäftspartnern für Ihre anhaltende Unterstützung. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die LS telcom AG weiter stärken und erfolgreich in die Zukunft führen.
Im Dezember 2024
Der Vorstand der LS telcom AG

Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz

Spektrum-Ressourcen sind knapp und werden durch technologische Innovationen immer stärker nachgefragt. Unsere Software sorgt für Ressourcenschonenden Einsatz der vorhandenen Spektrum-Kapazitäten und garantiert den sicheren, unterbrechungsfreien Betrieb von mobilen Funkanwendungen.
Wir beschleunigen die Digitale Transformation. Mit unseren Lösungen werden Innovationen wie Internet of Things, Machine-to-Machine, künstliche Intelligenz, smarte und intelligente Netze ermöglicht.
Angesichts der zunehmenden Anzahl globaler Konflikte wird das Wirtschaften international tätiger Konzerne immer anspruchsvoller. Auf Kundenseite herrschen Verunsicherung, zunehmende finanzielle Engpässe und Investitionszurückhaltung; Auftragserteilungen ziehen sich mit ungewohnter Häufigkeit immer mehr in die Länge. Die Steuerung eines Konzerns stellt dessen Management vor immer größere Herausforderungen.
LS telcom hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023/2024, welches am 30.09.2024 geendet hat, die verschärften Rahmenbedingungen des globalen Wettbewerbs ebenfalls deutlich zu spüren bekommen. Die ursprüngliche Umsatz- und Ergebnisprognose musste vor Geschäftsjahresende nach unten korrigiert werden.
Die nach Ausbruch des Ukraine-Konflikts galoppierende Inflation bekamen die EU-Länder zwar inzwischen in den Griff. Die übrigen Probleme haben sich im zurückliegenden Geschäftsjahr jedoch eher verschärft als abgeschwächt.
Dennoch besteht für LS telcom keine Veranlassung zu übertriebenem Pessimismus. Das Management ist zuversichtlich, dass die zum zurückliegenden Geschäftsjahresende zu verzeichnenden Auftrags- und Umsatzverschiebungen sich in überschaubarer Zeit auflösen und zu buchungsfähigen Umsatzerlösen und Erträgen führen werden. Die Expertise von LS telcom im Bereich des Spektrum Managements ist weltweit anerkannt, und wir werden auch weiterhin aktiv in unsere Produkte investieren, damit unsere Kunden technologisch immer ganz vorn sind.
Auch die neuen Geschäftsfelder, insbesondere im Si-cherheits- und Verteidigungswesen, senden inzwischen sehr erfolgversprechende Signale aus. Es spricht alles dafür, dass es LS telcom sehr zeitnah gelingen wird, in diesen neuen Geschäftsfeldern nachhaltig Fuß zu fassen. Die wachsende militärische Bedrohungslage macht Kundeninvestitionen in diesen Geschäftsfeldern unabdingbar.
Angesichts der kriselnden Weltwirtschaftslage bewegen sich insbesondere kleinere Unternehmen wie die LS telcom AG inzwischen schon seit Jahren ununter-
brochen in stürmischem Fahrwasser. Dennoch investiert die Gesellschaft auch weiterhin in die Skalierbarkeit und weitere Professionalisierung ihrer Produkte. Die Kombination dieser Faktoren hat klaren Einfluss auf die Profitabilität der Gesellschaft, und wir sind uns des Umstands bewusst, dass die Geduld, aber auch die Zuversicht unserer Aktionäre gefordert ist.
Auch das zurückliegende Geschäftsjahr 2023/2024 vollzog sich unter verschärften Rahmenbedingungen infolge militärischer Konflikte, Planungsunsicherheiten bei zahlreichen Kunden und immer neuer, in der derzeitigen Häufung seit Jahrzehnten nicht mehr erlebter Krisenherde.
LS telcom hat auch im zurückliegenden Wirtschaftsjahr den Herausforderungen standgehalten, auch wenn die ursprüngliche Umsatz- und Ergebnisprognose während des Geschäftsjahres wesentlich zurückgefahren werden musste.
Die Gesellschaft hat auch weiterhin alle Gelegenheiten genutzt, in neuen Geschäftsfeldern verstärkt Fuß zu fassen, für die die technischen Voraussetzungen in der Vergangenheit geschaffen wurden. Dies betrifft insbesondere das Gebiet des Militärwesens, in welchem noch erhebliches künftiges Wachstum schlummert. Die neue mySPECTRA-Software-Generation etabliert sich zunehmend bei vielen Kunden des LS telcom-Konzerns und entwickelt sich immer mehr zum führenden technologischen Branchenstandard.
Die Digitalisierung ist nach der Corona-Pandemie bei den meisten Kunden inzwischen deutlich fortgeschritten, so dass trotz der Finanznot insbesondere der öffentlichen Kassen mit einem beständig wachsenden Bedarf an den innovativen Softwareprodukten von LS telcom gerechnet werden kann.
Der Sicherheitsmobilfunk, das Internet der Dinge, Industrie 4.0, lokale Campusnetze und weitere innovative Wachstumstreiber haben ihr Umsatz- und Ertragspotenzial für LS telcom noch lange nicht ausgeschöpft. Die Investitionszurückhaltung auf Kundenseite wird mit voranschreitender Zeit zwangsläufig sukzessive abgebaut werden, wofür ein Stück weit schon die schiere Notwendigkeit sorgen wird, die technologisch innovativsten Produkte anzuschaffen.
Das Aufsichtsgremium hat die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben verantwortungsvoll wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet, insbesondere bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder und in weiteren strategischen Fragen. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar, umfassend und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei naturgemäß die Bewältigung der andauernden Herausforderungen, die Sicherstellung der Liquidität des Konzerns und die Akquisition weiterer zukunftsweisender Projekte. Das Risikomanagement und das Risikocontrolling nahmen im zurückliegenden Geschäftsjahr naturgemäß erneut erhebliche Aufmerksamkeit in Anspruch, und auch an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Konzern-Strategie war der Aufsichtsrat während des gesamten Geschäftsjahrs aktiv beteiligt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahres ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt.
In seinen Sitzungen vom 29.11.2023, 11.12.2023, 23.02.2024, 22.05.2024, 20.08.2024, vom 28.11.2024 zur Erörterung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer sowie vom 12.12.2024 zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses (Bilanzsitzung) hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Die Sitzungen fanden teilweise in Form digitaler Videokonferenzen statt. Als Präsenzsitzungen wurden die Sitzungen vom 29.11.2023, 22.05.2024 und 20.08.2024 am Sitz der Gesellschaft abgehalten.
Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende monatliche Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, das Risikocontrolling, den Stand der Akquisition von in Verhandlungen befindlichen Aufträgen und den Zielerreichungsgrad der Geschäftsplanung - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung und Tragweite informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig und intensiv, auch außerhalb förmlicher
Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend erörtert, vom Aufsichtsratsgremium verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.
Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats haben lückenlos an allen Sitzungen und internen Beratungen des Aufsichtsgremiums teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Überprüfung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen. Die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Risikofrühwarn-Systems des LS telcom Konzerns wurde, wie auch in den Vorjahren, im Auftrag des Aufsichtsrats im Rahmen der zurückliegenden Abschlussprüfung und Konzern-Abschlussprüfung 2023/2024 vom Abschlussprüfer und Konzern-Abschlussprüfer - ohne Beanstandungen überprüft.
Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen bzw. in Videokonferenzen und im schriftlichen Umlaufverfahren ausführlich behandelt.
Das Kontrollgremium hat in seiner Bilanzsitzung vom 12.12.2024 den Jahresabschluss des Berichtsjahres nach § 172 Satz 1 AktG festgestellt und den KonzernAbschluss gebilligt. Die Unternehmensplanung 2024/2025 wurde vom Aufsichtsrat durch Beschlussfassung im Umlaufverfahren am 27.11.2024 nach ausgiebiger interner Beratung verabschiedet.
Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
die Absicherung und der weitere Ausbau der technologischen Weltmarktführerschaft des Konzerns
das Risikomanagement, das Risikocontrolling und die strategische Finanzplanung.
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Empfehlung D. 13 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Rahmen einer gründlichen Analyse durch Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 12.12.2024 eine Selbstbeurteilung der Wirksamkeit seiner Aufgabenerfüllung vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesem schnell, kompetent, unkompliziert und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.
Der Jahresabschluss, der Konzern-Abschluss sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht der LS telcom AG, jeweils zum 30.09.2024, wurden durch die Baker Tilly GmbH \& Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Testat versehen.
Der Jahresabschluss, der Konzern-Abschluss sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht der LS telcom AG und die jeweiligen Prüfungsberichte der Abschlussprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Die Abschlussprüfer haben im Rahmen der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 12.12.2024 ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Schon zuvor hatte der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzung vom 28.11.2024 unter Einbeziehung des Vorstands eine gründliche Analyse und Diskussion der Prüfungsberichte für den AG-Einzelabschluss der LS telcom AG nach HGB sowie für den Konzern Abschluss nach IFRS vorgenommen.
Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über jegliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat die Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit den Abschlussprüfern vereinbart, dass diese ihn informieren und im Prüfungsbericht
vermerken, wenn sie bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollten, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.
Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen und sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits umfassend und detailliert Rechenschaft abgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat im Anschluss daran die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers durch Beschluss vom 28.11.2024 festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzern-Abschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der LS telcom AG umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt.
Auch für die weltweit für LS telcom tätigen Mitarbeitenden war das zurückliegende Geschäftsjahr eine große Herausforderung. Für ihren vorbildlichen Einsatz spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitenden der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen großen Dank und seine Anerkennung aus.
Das Engagement, die Durchsetzungskraft und die Kreativität unserer Mitarbeitenden sind und bleiben unser wichtigstes Kapital, auf das wir auch in Zukunft bauen können.
Stuttgart/Lichtenau, den 16. Dezember 2024

Dr. Winfried Holtermüller Rechtsanwalt
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG

Abdeckung aller Bereiche des Funk-Spektrum-Ökosystems: Software, Hardware, Beratung \& Professional Services, Integrierte Systeme.

Die Lösungen der LS telcom können in nahezu allen Industrien, Behörden, Ministerien und Branchen sowie für eine Vielzahl unterschiedlicher Applikationen eingesetzt werden.

Wir haben ein globales Netzwerk an Tochterunternehmen, Joint Ventures und Partnerschaften, um in unseren wichtigsten Märkten lokal präsent zu sein.

Unsere Produkte lassen sich universell einsetzen. Neben den traditionellen Kunden aus dem öffentlichen Sektor erhöhen wir den Kundenbestand in neuen Zielmärkten.

Basis des weltweiten Erfolgs der LS telcom Gruppe ist ihre TechnologieFührerschaft für Spektrum-Management Softwaresysteme. Die Wahrung und der Ausbau unseres unerreichten Technologievorsprungs steht im Mittelpunkt unseres Handelns.

LS telcom baut kontinuierlich den Anteil der Wartungsverträge aus und steigert damit die wiederkehrenden Erlöse stetig.
I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Die LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft.
Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2024 an der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, an der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, an der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, an der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, an der LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/ Australien, an der Colibrex GmbH, Rheinmünster, und an der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, an denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils $100 \%$ der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen an der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien, mit $90 \%$, an der Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore) in Beirut/Libanon, mit $90 \%$, an der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit $51 \%$, an der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, mit $49 \%$, an der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit $40 \%$, an der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, mit $48 \%$ sowie an der Bietergemeinschaft LS telcom AG \& FSP-services GmbH, Lichtenau, mit $50 \%$.
Die LS telcom AG unterhält zudem Niederlassungen in Dresden und Budapest.
Im Folgenden werden die Geschäftstätigkeiten wichtiger Tochtergesellschaften beschrieben.
Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Systemlösungen und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika. Daneben erbringt die LS telcom Limited eigene Softwareanpassungs- und Entwicklungsleistungen, für die Unternehmensgruppe.
Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient primär den französischsprachigen Markt mit Kundenschwerpunkten bei Funkfrequenzadministrationen in Frankreich und Afrika. Neben den Projektund Vertriebsaufgaben hat die LS telcom SAS eine eigene Softwareentwicklung, die, koordiniert durch die LS telcom AG, den Standard mySPECTRAevo weiterentwickelt und Projektanpassungen vornimmt.
Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Planungs- und Ingenieursleistungen in Afrika und unterstützt zudem die Realisierung von Hardwareprojekten, den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat in den vergangenen Jahren einen Geschäftszweig für den Aufbau sowie die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert. Sie führt entsprechende Messkampagnen sowohl im südlichen Afrika als auch in den USA durch.
Die Vision2Comm GmbH mit Sitz in Lichtenau konzentriert sich auf innovative Funkmess- und Monitoringlösungen als Dienstleistung („as-a-Service"). Darüber hinaus bietet sie Beratungsleistungen im Bereich der professionellen Funkkommunikation sowie Projekte zur Integration und Umsetzung von Funkanlagen an. Der Hauptfokus der Vision2Comm liegt auf Nutzern von Funkfrequenzen in sogenannten Vertikalmärkten.
Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster vermarktet vor allem neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu entwicklungstechnisch eng mit dem hardwarebasierten Geschäftsfeld der LS telcom AG sowie auf der operativen Seite mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen. Colibrex identifiziert und bearbeitet Märkte, strukturiert die Dienstleistungen und übernimmt das Produkt-Management und die Abstimmung mit den Entwicklungspartnern für die Entwicklung neuer Produkte.
Die RadioSoft Inc. mit Sitz in Clarkesville, Georgia/USA, ist spezialisiert auf Koordinierungs- und Fre-
quenzzuweisungsdienste für Vertikalmärkte, Behörden und Rundfunknetzbetreiber. Ergänzend dazu bietet das Unternehmen Dienstleistungen in der Funknetzplanung für Rundfunk- und Landmobilfunkstationen an. Zudem vermarktet RadioSoft in den USA das Produktportfolio der LS telcom Gruppe, das teils speziell für den US-amerikanischen Markt angepasst wurde. Dieses umfasst insbesondere Messdienstleistungen, Funkplanungslösungen und Funkmesssysteme.
Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich und vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG. Das Spektrum-Beratungsteam von LS telcom UK Ltd. verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Regulierungsbehörden und Organisationen sowie einer Reihe von Frequenznutzern und erbringt weltweit Spektrum-Consulting und Trainings-Dienstleistungen mit globaler Perspektive.
Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC in Dubai beträgt unverändert $49 \%$, wobei LS telcom im Geschäftsjahr 2015/2016 mit einem davon abweichenden $60 \%$ Anteil an den Stimmrechten die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im KonzernAbschluss seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Von dieser Beteiligung aus erfolgt auch der maßgebliche Vertrieb der LS telcom-Produkte in den gesamten arabischsprachigen Raum und die zugehörige lokale Projektunterstützung.
Die LS telcom Australia Pty Ltd mit Sitz in Sydney/Australien wurde als $100 \%$ Tochter der LS telcom AG im Geschäftsjahr 2018/2019 gegründet und kümmert sich um die Betreuung der bestehenden Kundenprojekte in Australien sowie die Weiterentwicklung der Geschäfte mit LS telcom-Produkten in Australien, Neuseeland und den Pazifik-Staaten.
Die LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, mit Sitz in Mumbai/Indien, wurde im Geschäftsjahr 2020/2021 gegründet. Sie erbringt bisher im Wesentlichen Dienstleistungen im Bereich der Web- und Mobile-App-Entwicklung. Einzelne Teilgruppen arbeiten dezidiert Produkten oder Projekten zu. Außerdem betreibt die LS Spectrum Solutions Pvt Ltd die Vermarktung und den Vertrieb des bestehenden Produktportfolios der LS telcom auf dem indischen Subkontinent und die Lokalisierung der Produkte für den Markt. Die LS telcom AG ist mit $90 \%$ an der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd beteiligt.
Die Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore) mit Sitz in Beirut/Libanon wurde zum 01.10.2021 gegründet. Die LS telcom AG ist mit $90 \%$ an der Tochter im Libanon beteiligt. Wesentliche Aufgabe der Gesellschaft ist die Betreuung der Kunden im Mittleren Osten und Mittelmeeranrainerstaaten und Softwareanpassungen für diesen Markt.
An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von $40 \%$. Die NG Networks Co., Ltd. entwickelt eigene Softwareprodukte die für den chinesischen Markt optimiert sind. NG Networks hat außerdem die Vertriebsrechte für bestimmte LS telcom Produkte im Chinesischen Raum. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss „at equity" bilanziert.
An der SlivaCom d.o.o. mit Sitz in Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, hält die LS telcom AG einen Anteil von $48 \%$. Die SlivaCom d.o.o. wurde im Mai 2021 gegründet. Sie erbringt für die LS telcom AG Hard- und Software-Entwicklungsdienstleistungen und stellt einen Messplatz für Antennenmessungen zur Verfügung. Neben der Entwicklung neuer Antennensysteme für die LS telcom AG erbringt SlivaCom auch Messdienstleistungen im Auftrag der LStelcom AG. Die SlivaCom d.o.o. wird im IFRS-Konzern-Abschluss „at equity" bilanziert.
In den folgenden Abschnitten stehen die Begriffe LS telcom oder LS telcom Gruppe für den LS telcom Konzern. Passagen, die sich explizit auf die Einzelgesellschaft der AG beziehen, werden mit LS telcom AG bezeichnet.
LS telcom ist weltweit ein führender Anbieter von integrierten Softwarelösungen für die effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Dazu gehören insbesondere das Management und die Überwachung des Funkfrequenzspektrums sowie die Planung der entsprechenden Funknetze. Darüber hinaus ist LS telcom als „one-stop-shop"-Anbieter positioniert und bietet neben dem Kerngeschäft der Softwaresysteme zusätzlich Hardware-Lösungen, Planungs- und Beratungsdienstleistungen sowie integrierte Systeme an.
Im Kerngeschäft realisiert LS telcom Projekte, um die Softwarelösungen in die Systeme des Kunden implementieren und zu integrieren. Dabei erzielt LS telcom Lizenzerlöse, Beratungshonorare, Umsätze mit Hardware sowie Erlöse mit Wartungsverträgen.
In einer zunehmend digital vernetzten Welt optimiert LS telcom die Frequenzverwaltung und -nutzung und stellt sicher, dass alle Frequenznutzer maximal von Funkdiensten profitieren. Die Positionierung als „one-stop-shop"-Anbieter zeigt sich insbesondere darin, dass LS telcom mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums abdeckt.
Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenzressource, die Planung von zuverlässigen, hochverfügbaren, sicheren und kosteneffizienten Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt.
Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom nach eigener Einschätzung in einem Markt mit vielversprechenden Wachstumsoptionen.
Funkfrequenzen zur drahtlosen Übertragung von Sprache und Daten werden beispielsweise von Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, Richtfunk, Satellitenverbindungen und für die funkbasierte Steuerung von Geräten, Maschinen und Anlagen im sogenannten „Internet of Things" genutzt.
Weltweit - in Industrieländern ebenso wie in aufstrebenden Volkswirtschaften - führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation zu stetigem Ausbau der Netze und damit zu einer kontinuierlichen Verknappung des freien Funkspektrums. Treiber dieser Entwicklungen ist insbesondere die Einführung neuer leistungsfähigerer Funktechnologien. Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb nach Einschätzung der LS telcom immer wichtiger.
Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Regulierungsbehörden, Funknetzbetreiber und die Nutzer des Funkspektrums nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung.
Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Kommunikationskomponenten, die modernste Technologien wie dynamischen Spektrumszugang nutzen, also die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen selektieren, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund.
Mit der flächendeckenden Nutzung von Frequenzen und Technologien in nahezu allen Lebensbereichen wächst der Druck, einen störungsfreien und gesicherten Betrieb zu gewährleisten. Dies fördert den Einsatz engmaschiger Messtechnik, insbesondere an kritischen Infrastrukturen (KRITIS) wie Flughäfen und Bahnhöfen, sowie für systemrelevante Anwendungen. Eine umfassende Überwachung und Absicherung dieser sensiblen Bereiche ist entscheidend, um Ausfälle und Störungen zu vermeiden.
Das standardisierte Produktportfolio der LS telcom kann für nahezu jede Funklösung und in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu Da-ten-, Sicherheits-, TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab.
Die LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes unter Berücksichtigung der Belange aller relevanten Stakeholder wie Aktionäre, Arbeitnehmer, Lieferanten, Kunden, Dienstleister und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Zudem strebt der Vorstand an, die externen Effekte auf Umwelt und Gesellschaft zu minimieren.
Der Vorstand besteht aus zwei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der
Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Konzerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er übt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG wurde von der Hauptversammlung am 07.03.2024 von drei auf vier Mitglieder erweitert. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen.
Die Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können. Da die Lösungen der LS telcom branchenübergreifend eingesetzt werden können, werden sie verstärkt auch von Behörden der inneren Sicherheit, Verteidigung, Verkehrs-, Trans-port-, Versorgungs- und Industrieunternehmen nachgefragt, die als professionelle Anwender von Funksystemen in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile erzielen können.
LS telcom ist weltweit aktiv. Die internationale Kundschaft der Unternehmensgruppe legt neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen ge-
wünschten Lösung auch großen Wert auf eine weitergehende, langfristige Unterstützung in den Bereichen Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. Somit sind in der Regel die Beziehungen der LS telcom zu ihren Kunden langfristig ausgerichtet.
Um die Nähe zu Kunden sicherzustellen, unterhält LS telcom in den wichtigsten Märkten über Tochtergesellschaften oder Beteiligungen eine eigene lokale Präsenz.
Die Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource „Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien.
Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch den Einsatz entsprechender intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und Funkstörungen im Betrieb der Netze zu vermeiden.
Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für die Softwarelösungen, HardwareProdukte, Beratungsleistungen, Systeminstallationen und integrierte Software- und Hardware-Systeme von LS telcom entschieden haben.
Die Landesverteidigung hat in den letzten Jahren wieder ein verstärktes Interesse erfahren, einerseits befeuert durch die plötzlich massiv aufgeflammten Kriege, andererseits aber auch durch die fortschreitende Ausbildung von einzelnen Machtblöcken und Einflusssystemen. Das Sicherheitsbedürfnis ist heute gerade in westlichen Kulturen viel höher als vor fünf
Jahren noch. Davon profitieren die nationalen Streitkräfte, nachdem gerade in Europa über etwa 20 Jahre diese Strukturen massiv ausgedünnt worden waren.
Schon seit Ende der 90er Jahre bedient die LS telcom AG Kunden aus dem Verteidigungsbereich mit ihren Produkten. Dies sind zum einen Lösungen zur eigenständigen Planung und Frequenzverwaltung derer Funkspektren, da das Militär oftmals sehr große Frequenzblöcke besitzt und diese aufgrund der nötigen Geheimhaltung nicht von zivilen Behörden verwalten lassen kann.
Außerdem bedient LS telcom ausgewählte militärische Kunden mit kombinierten Hard-/Softwarelösungen für sogenannte EMSO (Electromagnetic Spectrum Operations). Das sind einerseits auf den spezifischen Bedarf angepasste Messsysteme z. B. zur Grenzüberwachung oder dem Schutz von Kasernenanlagen, aber auch Systeme, die beispielsweise Kommunikation zwischen mobilen Einheiten oder mit Drohnen unterbinden können.
Professionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie Industrieunternehmen.
Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt.
Funknetzbetreiber optimieren mit den Software- und Hardware-Lösungen von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze. Ziel dabei ist stets, den Aufbau möglichst wirtschaftlich und innerhalb kürzester Zeit bei gleichzeitiger Maximierung der Verfügbarkeits- und Versorgungsziele durchzuführen.
Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen.
LS telcom hat spezielle Softwarepakete und Messtechnik (u. a. drohnenbasiert) entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Zudem vermarktet und integriert LS telcom Systemtechnik für Rundfunk und Mobilfunk von etablierten H erstellern. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen diese Lösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein.
Zu den Kunden zählen „klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP).
Die Softwareprodukte der LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Dedizierte Hardwareprodukte, vor allem Mess-, Monitoring- und Ortungssysteme, unterstützen die Kunden bei der Kontrolle und Sicherstellung der Einhaltung der entsprechenden Nutzungsregularien des Radiospektrums.
Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungs- und Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt.
Servicedienstleistungen, wie Unterstützung bei der Neubeantragung und Erneuerung von Funklizenzen für Einzelpersonen und Firmen oder der Sicherstellung der notwendigen spektralen Reinheit für die Funkinfrastruktur an Kommunikations-H otspots, runden das Portfolio ab.
Die Softwarelösungen sind auf die Bedürfnisse der einzelnen Kundengruppen oder Nutzungen zugeschnitten bzw. können entsprechend konfiguriert werden. Speziell sind es Lösungen für zivile und militärische Regulierungsbehörden, für Funknetzbetreiber und einige Vertikalmärkte. Daneben gibt es Firmware für messtechnische Anwendungen in Geräten und Drohnen.
Im Vordergrund steht immer der Systemgedanke, so dass der Kunde mit einzelnen Komponenten beginnen kann und es ihm leicht fällt weitere Komponenten mit einzubinden.
Idealerweise wird das beim Spektrum-Management durch die Integrationsplattform mySPECTRA erledigt, die eine vollständige Einbindung mehrerer Tools erlaubt und mit anderen über vorhandene Schnittstellen oder APIs kommuniziert.
In der Messtechnik ist das verbindende Element die Plattform LS OBSERVER, die das Zusammenspiel aller angebotenen Hardwarelösungen wie kompakte Nodesysteme, Peiler (Ortungssysteme) und Drohnen organisiert.
LS telcom bietet nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer.
LS telcom sieht eine ihrer Kernkompetenzen im Bereich Hochfrequenztechnik und in der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte Know-how in diesen Bereichen nutzt LS telcom, um innovative und leistungsstarke Programme umzusetzen, laufend Anpassungen an aktuelle Bedarfe und Trends durch ein Team von Spezialisten aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern vorzunehmen.
Für Spektrum-Regulierungsaufgaben bietet die Software von LS telcom bereits seit 1995 mit der Plattform SPECTRAplus, dem darauf noch teileweise basierenden direkten Nachfolgersystem mySPECTRAevo und dem vollständig neu entwickelten, cloudbasierten mySPECTRAcloud ein vollautomatisiertes Workflow- und Dokumenten-Manage-ment-System an. Damit kann das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden.
Zusätzlich können Interferenzbetrachtungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung, Erweiterung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie die Genehmigung und Zuweisung von Frequenzen und Frequenzbündeln auf dieser Grundlage sind im Standardpaket von LS telcom enthaltene Prozesse.
Die SPECTRA-Pakete decken zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordi-
nierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab.
Die zur Ablösung der Legacy-Komponente SPECTRAplus und für neue Anwendungen vorgesehenen mySPECTRA-Produkte wurden in den letzten Geschäftsjahren mit enormem wirtschaftlichem Aufwand entwickelt und stellen je nach Ausprägung eine komplett neue technische Plattform dar. Neue Systeme werden bereits seit mehreren Jahren nur noch auf dieser Technologie verkauft. Sie ermöglicht das Arbeiten in einer modernen, webbasierten Umgebung und unterstützt bei Bedarf auch für Behörden noch neue Arbeitsformen, wie den Betrieb in einer Cloud. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch große Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge und zur finanziellen Optimierung ihrer Frequenznutzung diese speziellen Softwarelösungen der LS telcom. Durch die Nutzung webbasierter Anwendungen wird die digitale Transformation hin zu eGovernment speziell bei öffentlichen Behörden unterstützt.
Soweit Kunden dies aufgrund ihrer Policy einsetzen dürfen, bietet LS telcom in der neuen mySPECTRAwelt inzwischen auch KI-gestützte Assistenten an, beispielsweise um die Suche in Handbüchern zu vereinfachen oder große Datenmengen effizient zu analysieren.
Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versor-gungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt daneben die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen.
Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Nahund Weitverkehrsnetze per Richtfunk oder PMP-Technologien, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren können und beispielsweise bei Zugangsnetzen, zur Anbindung von Mobilfunk-Basisstationen oder Überbrückung der „letzten Meile", verwendet werden. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt,
welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird.
Im Folgenden werden die wichtigsten Softwarelösungen der LS telcom kurz beschrieben:
mySPECTRA ist die neue Softwareplattform für Spektrum-Managementanwendungen in jeglicher Ausprägung. Dabei wurden auf der identischen Oberflächentechnologie zwei Varianten entwickelt. Einerseits das im Vergleich zur Legacy-Anwendung SPECTRAplus in Konfigurierbarkeit, Integrierbarkeit und Erweiterungsmöglichkeiten deutlich erweiterte mySPECTRAcloud. Es stellt auf Basis eines hohen Standardisierungsgrades kundenspezifische Einstellungen und Konfigurationen über Parameter zur Verfügung, womit ein Großteil der aufwendigen kundenspezifischen Programmierarbeiten entfallen können. Das System ist automatisiert und als Microserviceapplikation klassisch webbasiert. Es kann komplett über eine Cloud-Plattform im WEB oder als PrivateCloud beim Kunden betrieben werden. Gleichzeitig sind je nach Kundenwunsch auch hybride Lösungen möglich. Um die gestellten Anforderungen umfänglich zu realisieren, mussten an einigen Stellen Kompatibilitäten mit der klassischen Lösung aufgegeben werden.
Um dem Rechnung zu tragen, wurde andererseits als einfache Upgradeoption für bestehende Kunden die hochkompatible Variante mySPECTRAevo aus der neuen Plattform abgeleitet. Sie nutzt noch Elemente der früheren Plattform SPECTRAplus, um die Kompatibilität zu gewährleisten, ist aber in Usability und Optik der Schwesterapplikation mySPECTRAcloud extrem ähnlich, wodurch zusätzlicher Entwicklungsaufwand begrenzt werden konnte.
mySPECTRA for Defense basiert auf mySPECTRAcloud und ist für den Einsatz im Verteidigungssektor konzipiert. Mittels eingebundener weiterer Softwarekomponenten von LS telcom kann es für taktisches Frequenzmanagement, strategisches Spektrum-Management, elektronische Abwehr und Planungen eingesetzt werden.
CHIRplus_BC ist bereits seit den 90er Jahren der weltweite Marktführer für den Bereich Radio- und TVÜbertragung sowie für die optimierte Frequenznutzung und wird für eine große Nutzercommunity permanent weiterentwickelt.
CHIRplus_TC unterstützt Betreiber von Funknetzen dabei, ihre Standorte zu planen und zu optimieren und ist in diversen Generationsschritten bereits seit mehr als 25 Jahren am Markt. Die unterstützen Technolo-
gien reichen von Mobilfunk über Betriebsfunk bis hin zu Netzen für das Internet der Dinge.
LS OBSERVER CMS ist ein Teil des gesamten LS OBSERVER Konzepts, das aus Messhardware sowie der Steuerungs- und Analysesoftware besteht. Mit LS OBSERVER CMS lässt sich das Frequenz-Spektrum effizient überwachen, Messauswertungen über den Standort einer Störungsquelle sogar für vergangene Zeiträume durchführen und strukturierte Analysen umsetzen. Es besteht aus einer zentralen Einheit, die mit beliebig weltweit verteilten Messeinheiten, sogenannten Sensoren, verbunden ist. Dabei unterstützt LS OBSERVER CMS nicht nur die von LS telcom hergestellten Sensoren, sondern kann auch als universelle Schnittstelle zu verschiedenen Sensoren anderer Hersteller betrieben werden.
SpectrumMap ist ein cloudbasiertes Big-Data-System, das Daten von Überwachungs- und MonitoringGeräten sammelt und mit den Informationen zu Sendereigenschaften aus der SPECTRA-Datenbank zu einer einzigartigen, zeitabhängigen Sicht der Spektrallandschaft auf einer digitalen Karte verschneidet.
Der Bereich Dienstleistungen umfasst das Beratungsund Professional Service-Geschäft der LS telcom. Dabei nutzt LS telcom ihr vorhandenes Wissen auf dem Gebiet des Funkspektrums, der Netzplanung und des Netzaufbaus und verlängert ihre Wertschöpfungskette um Beratungs- und Ingenieursdienstleistungen. Bei den durchgeführten Kunden-Projekten handelt es sich oftmals um unabhängige, d. h. vom Kerngeschäft der Software-Services losgelöste Aktivitäten.
Einer der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist aus Sicht von LS telcom deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten System-, Versorgungsund Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl von geeigneten Sendestandorten.
Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzin-
frastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS tel-com-Experten. Redundanzkonzepte, soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann.
Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Spektrum-Consulting für internationale Interessenverbände, Ministerien und Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implemen-tierungs- und Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich zukünftiger Frequenznutzungskonzepte, der Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum.
Die „LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcomSoftware in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß SeminarKalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der „LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden. Ein zunehmender Teil der Kurse wird auch als Online-Seminar webbasiert angeboten. Das Online-Angebot wird wegen der weltweiten Reisezurückhaltung nach Covid und zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks mittlerweile auch gut von den Kunden angenommen.
Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen baut der LS telcom Konzern sein Produktportfolio um hardwarenahe Systeme beständig weiter aus. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und -Knowhow als auch Hardwarekomponenten mit ein.
Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem Geschäft mit Spektrum-Management-Softwaresystemen, Planungstools und Planungsdienstleistungen adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem früheren rein „immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.
Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich das Geschäftsfeld „Monitoring Hardware Systeme" mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrum-Nutzung. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um in der riesigen Datenmenge die wirklich relevanten Ereignisse zielgerichtet entdecken zu können. Ein Produkt in diesem Umfeld ist das Ortungssystem „DF Time Travel®", das Signale aus dem gesamten Spektrum aus allen Richtungen nahezu gleichzeitig erfasst und diese Information abspeichert. Damit lässt sich für jedes erfasste Signal, auch solche aus der Vergangenheit, eine Richtung ermitteln und mit mehreren dieser Ortungsstationen eine Ortsbestimmung für solche Signale durchführen. Mittels der mit künstlicher Intelligenz optimierten Methode SmartAVD werden die notwendigen Datenreduktionen in der Analyse von Funksignalen effizient umgesetzt.
Des Weiteren wurden neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen entwickelt, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen. LS telcom hat damit begonnen, diese Lösungen mit selbst entwickelten Komponenten der künstlichen Intelligenz zu bestücken, um so Genauigkeit, Geschwindigkeit und Vielfalt der Messmöglichkeiten weiter zu steigern.
Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren, Grenzen und sicherheitsrelevante Einrichtungen besser zu schützen und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten ergänzt LS telcom die herkömmlichen Messverfahren und -produkte sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme. In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend den besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installationsund Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender und andere Funknetze erweitert.
Die Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Im Bereich Softwaresysteme für Spektrum-Manage-ment-Lösungen sieht sich LS telcom als globaler Marktführer. Im Dienstleistungsbereich ist der Wettbewerb nach Einschätzung der LS telcom eher lokal geprägt. Beim hardwarelastigen Bereich der Messsysteme sticht insbesondere die Rohde \& SchwarzGruppe hervor, die für LS telcom Wettbewerber und Partner zugleich sind. Der Wettbewerb in den vertikalen Märkten (Industrie, Transport und Verkehr, öffentliche Sicherheit etc.) ist sehr fragmentiert - sowohl aus regionaler/nationaler als auch portfoliospezifischer Perspektive.
Ziel des LS telcom Konzerns ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete - aus Sicht des Managements sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente, nachhaltige Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen. Zudem ist das unternehmerische Handeln der LS telcom auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittelund langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des EBIT.
Um die definierten Ziele zu erreichen, verfolgt der Konzern folgende Strategie:
Kundenzufriedenheit und eine enge Kundenbindung sind zentrale Bausteine unserer Unternehmensstrategie. Zufriedene Kunden fördern nicht nur eine starke Markenloyalität, sondern bilden auch die Grundlage für Empfehlungen und langfristige Geschäftsbeziehungen. Diese äußern sich in Form von Wartungsvereinbarungen, Rahmenverträgen, Folgeaufträgen oder dem Erwerb zusätzlicher Produkte.
Ein funktionierendes Qualitätsmanagement ist ein entscheidendes Steuerungselement, um die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu gewährleisten. Unsere
Unternehmensziele im Bereich der Qualität sind im Qualitätshandbuch festgelegt und werden durch kontinuierliche Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2015 konsequent umgesetzt. Diese Prozesse stellen sicher, dass wir Produkte und Dienstleistungen anbieten, die den höchstmöglichen Nutzen für unsere Kunden bieten.
Ein weiteres zentrales Element unserer Kundenstrategie ist die Sicherheit und Verfügbarkeit der Kundendaten. Mit der im Oktober 2023 erfolgreich erlangten Zertifizierung nach ISO 27001, dem internationalen Standard für Informationssicherheitsmanagement, haben wir ein starkes Signal für unsere Kunden gesetzt. Diese Zertifizierung zeigt, dass wir höchsten Wert auf Datenschutz und Informationssicherheit legen und Risiken wie Datenverlust oder unbefugten Zu griff konsequent minimieren. Sie stärkt das Vertrauen unserer Kunden und ist ein wichtiges Kriterium in vielen Ausschreibungen, insbesondere in sicherheitskritischen Branchen.
Neben diesen Aspekten zeigt die Pflege enger Kundenbeziehungen einen weiteren Schwerpunkt unserer Strategie. Die jährlich stattfindende UserGroup ist hierfür ein Beispiel: Ein Event, bei dem sich unsere Kunden treffen, um unsere Softwarelösungen zu diskutieren, Feedback zu geben und neue Ideen einzubringen. Dieses Event fördert den Austausch, stärkt die Kundenbindung und treibt gemeinsame Innovationen voran.
Die hohe Qualität und Nachhaltigkeit dieser Kundenbeziehungen spiegelt sich in unseren wiederkehrenden Umsätzen wider. Neben Lizenz- und Projekterlösen erzielt die LS telcom Gruppe einen hohen Anteil an Wartungsumsätzen, die in der Berichtsperiode mehr als $63 \%$ des Segmentumsatzes im Bereich Softwarelösungen ausmachten. Wir sind bestrebt, diesen Anteil weiter zu steigern und unseren Kundenstamm durch exzellente Services sowie innovative Veranstaltungen langfristig an unser Unternehmen zu binden.
Die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden ist die Grundlage für unsere Fähigkeit, langfristig die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen. Engagierte und motivierte Mitarbeitende tragen entscheidend zu unserem Unternehmenserfolg bei, weshalb ihre Bedürfnisse und ihr Wohlbefinden eine zentrale Rolle in unserer Unternehmensstrategie spielen.
Ein sicherer und gesunder Arbeitsplatz ist eine zentrale Grundlage für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeitenden. Ergänzend zu den gesetzliche vorgeschriebenen Maßnahmen fördern wir die körperliche und mentale Gesundheit unserer Mitarbeitenden durch Programme wie unternehmenseigene Sportgruppen, „Job-Rad-Leasing", Gesundheitstage, Impfangebote und Team-Events.
Wir bieten unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit zum Home Office, sofern dies mit der jeweiligen Tätigkeit vereinbar ist. Diese Flexibilität unterstützt nicht nur die Work-Life-Balance, sondern wird im Einklang mit unseren Unternehmenszielen so gestaltet, dass sie sowohl die Bedürfnisse der Mitarbeitenden als auch die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Unternehmens fördert. Damit stellen wir sicher, dass die Arbeitsweise optimal auf unsere strategischen Anforderungen abgestimmt ist.
Unser Unternehmen fördert die berufliche Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden. Mit gezielten Schulungen und fachlichen Qualifizierungen unterstützen wir sie dabei, ihre Kompetenzen auszubauen und aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. So stärken wir nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern auch die Innovationskraft unseres Unternehmens.
Die Förderung einer offenen und kooperativen Unternehmenskultur ist uns wichtig. Durch Team-Events und gemeinsame Aktivitäten stärken wir den Zusammenhalt und die Identifikation der Mitarbeitenden mit unserem Unternehmen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir betrachten es als unsere Verpflichtung gegenüber der Umwelt, ebenso wie als ein zentrales Anliegen unserer Kunden und Anleger, eine nachhaltige Strategie konsequent umzusetzen. Sowohl beim Einsatz von Materialien als auch von Rohstoffen und Energie setzen wir auf ressourcenschonende und effiziente Prozesse.
Die LS telcom ist für die Einführung und Anwendung eines Umweltmanagementsystems nach der international anerkannten Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Kern des Umweltmanagementsystems ist die Betrachtung der sogenannten Umweltaspekte, d. h. in welcher Form wirkt die Geschäftstätigkeit der LS telcom auf die Umwelt ein. Dies sind im Wesentlichen der Verbrauch elektrischer Energie (IT-Infrastruktur, Klimatisierung), Raumheizung und Reisetätigkeiten
im Rahmen von Vertriebsaktivitäten und zur Projektabwicklung.
Ein weiteres wichtiges Ziel des Unternehmens ist es, die Profitabilität des Konzerns nachhaltig zu steigern. Als wichtigste Steuerungsgröße für die Profitabilität verwendet LS telcom, wie bereits zu Beginn des Abschnitts erläutert, das EBIT auf Konzernebene.
Zu diesem Zweck wurden in den vergangenen Jahren und teilweise bis heute einige unserer Kernprodukte insbesondere unsere SPECTRA-Softwarelösung verjüngt und konfigurationsfähiger gestaltet. Das neue Software-System wird unter der Bezeichnung mySPECTRAcloud und mySPECTRAevo vermarktet. Mit mySPECTRA erwarten wir über die Zeit eine Verschiebung der Projektanforderungen weg von angepassten Lösungen hin zu Standardprodukten. mySPECTRA ist eine vollständig überarbeitete Lösung - einsatzfähig in der Cloud, on-premise oder hybrid. Kunden können Spezifikationen selbst in Funktionen umsetzen oder von Beratern unserer Gruppe umsetzen lassen, ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand im Entwicklungsbereich. mySPECTRA lässt sich mit gängigen, kostengünstigen DatenbankLösungen wie PostgreSQL verwenden.
Inzwischen ist das Projekt großteils umgesetzt. Bei einer zweistelligen Zahl von Kunden konnte die Lösung bereits erfolgreich implementiert werden.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden die Unternehmensfinanzen und das EBIT weiterhin durch Entwicklungsaufwendungen für mySPECTRA belastet, allerdings in deutlich geringerem Umfang als in den Vorjahren. Dennoch wirken sich diese Kosten, auch weil nicht alle Aufwände als Entwicklungsleistungen aktiviert werden können, negativ auf das EBIT aus.
Das übergeordnete Ziel ist es, durch die Verlagerung von Projekten hin zu Standardprodukten einen langfristig positiven Effekt auf die Profitabilität zu erzielen. Mit ihrer neuen Produktwelt strebt die LS telcom an, den projektbezogenen Programmieraufwand signifikant zugunsten von Low-Code-Lösungen zu reduzieren. Nach Einschätzung des Managements wird diese Entwicklung insbesondere durch die wachsende Notwendigkeit zur Digitalisierung vorangetrieben, die auf Kundenseite einen Upgrade-Zyklus auslösen dürfte.
Um die Kostenstruktur zu verbessern, wurden in den letzten Jahren „offshore"-Tochtergesellschaften, beispielsweise in Indien, gegründet. Wesentlicher
Schwerpunkt ist dabei jeweils die Softwareentwicklung.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung und den Ausbau unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Funkkommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen, aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungsund Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.
Diese Entwicklung soll künftig gezielt und mit Augenmaß fortgeführt werden, um der Gesellschaft weiteres Wachstum in ihren traditionellen Zielmärkten zu ermöglichen. Dabei liegt der Fokus auf einer möglichst effizienten Nutzung der bereits für den Kernmarkt getätigten Investitionen. In diesem Zusammenhang umfassen verwandte Märkte neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil, wie beispielsweise vertikale Märkte oder nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich. Ebenso sollen bestehende Kunden durch die Einführung neuer Produkte angesprochen werden, die die vorhandenen Systemlösungen sinnvoll ergänzen - etwa Funküberwachungssysteme zur Durchsetzung von Lizenzbedingungen und zur Störungsbeseitigung.
Erklärtes Ziel der Unternehmensgruppe ist es, insbesondere die Kundenbasis in den Vertikalmärkten (Verteidigung, öffentliche Sicherheit, Transport, Industrie, Versorgungsunternehmen) zu erweitern. Bei diesen Kunden spielt das Funkspektrum eine zunehmend zentrale Rolle und rückt nun im Rahmen der Digitalisierung, steigender Sicherheitsanforderungen, Industrie 4.0 sowie des Internets der Dinge mit zunehmender, hochsicherer Maschine-zu-Maschine-Kommunikation immer stärker in den Fokus.
Angesichts der geopolitischen Lage wird ein starker Fokus auf das Kundensegment Verteidigung und innere Sicherheit gelegt, da hier eine strukturell steigende Nachfrage erwartet wird. Regierungen priorisieren die nationale Sicherheit und betrachten Militärausgaben als essenziell, um Bedrohungen abzuwehren, die Souveränität zu schützen und die Stabilität ihres Landes zu gewährleisten. In Krisenzeiten neigen politische Entscheidungsträger dazu, zivile Angelegenheiten wie die Frequenzverwaltung als weniger dringlich oder strategisch weniger bedeutend für die
Gesamtstrategie des Landes einzustufen. Dies führt zu einer geringeren Allokation von Ressourcen für zivile Zwecke.
Eingeschränkte Budgets im zivilen Bereich führen zu einem verstärkten Margendruck. Im Gegensatz dazu ist der militärische Bereich dank hoher verfügbarer Budgets weniger von Sparzwängen betroffen, wodurch der Fokus auf Qualität und Leistungsfähigkeit der Produkte liegt, anstatt auf dem günstigsten Preis. Zudem können hier aufgrund der Dringlichkeit Entscheidungen deutlich schneller getroffen werden.
Mit weitgehend replizierbaren Lösungen bestehend aus der Kombination bereits entwickelter Produkte und Services sprechen wir eine Vielzahl von Kunden einer Branche an und wollen mit diesem Schritt eine deutliche Verbreiterung des Kundestamms erreichen.
Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich stetig die Anforderungen an die eingesetzten technologischen Lösungen.
LS telcom sieht sich als Technologie- und Marktführer bei Softwaresystemen. Um diese Position aufrechterhalten und ausbauen zu können, investiert LS telcom jährlich einen hohen Anteil ihrer Wertschöpfung und ihres Umsatzes in die Entwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Die Gesellschaft geht davon aus, zukünftig weiter in einem adäquaten Umfang in Produkte und Technologien zu investieren. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio sinnvoll durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom zu steigern. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der technologisch sehr anspruchsvollen Kundenbasis in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.
Die Steuerung des LS telcom Konzerns basiert auf einem systematischen Managementansatz, der auf die Sicherstellung von Wachstum, Effizienz und langfristiger Stabilität ausgerichtet ist. Dabei werden zentrale finanzielle und operative Leistungsindikatoren herangezogen, um die Geschäftsentwicklung zu planen,
überwachen und analysieren. Zu den wichtigsten Steuerungsgrößen zählen:
Diese Steuerungsgrößen ermöglichen es, die Geschäftsentwicklung sowohl auf Ebene des Mutterunternehmens als auch auf Konzernebene zu bewerten und zu lenken.
Diese Leistungsgrößen sind die wesentlichen Treiber für die Umsatzentwicklung und langfristige Sicherstellung von Profitabilität. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen.
In seiner Veröffentlichung im Oktober 2024 - „World Economic Outlook" prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 ein Wachstum der globalen Wirtschaft von 3,2 \%1 nachdem das Wachstum des globalen Outputs im Jahr 2023 bei 3,3 \% lag ${ }^{2}$. Damit liegen die Erwartungen an das globale Wachstum unter dem historischen Pfad. In der Zeitspanne 2000 bis 2019 ist der globale Output durchschnittlich um 3,8 \% pro Jahr gewachsen ${ }^{3}$.
Insgesamt sind die Erwartungen für das globale Wachstum ${ }^{4}$ im Vergleich zu den Projektionen im April 2024 unverändert. Allerdings gab es Verschiebungen zwischen den einzelnen Regionen und Ländern. Währung die Wachstumserwartungen für die USA erhöht wurden, sind sie für den Euroraum, für den Mittleren Osten, Zentralasien und für die Region Sub-Sahara gesenkt worden ${ }^{5}$.
Für die entwickelten Volkswirtschaften wird 2024 ein Wachstum von 1,8, \% erwartet, nachdem die Gruppe 2023 ein Wachstum von 1,7 \% verzeichnete. Dabei ist das Wachstums-Momentum in den USA mit 2,8 \% am höchsten und in Deutschland mit einem erwarteten Wachstum der Wirtschaft von 0,0 \% am schwächsten ${ }^{6}$.
In den aufstrebenden Volkswirtschaften wird im Jahr 2024 ein Wachstum von 4,2 \% erwartet, nach dem die Ländergruppe im Jahr 2023 ein Wachstum von 4,4 \% erzielte ${ }^{7}$.
Nach dem IWF ist der globale Kampf gegen die Inflation gewonnen. Nachdem im Jahresverlauf 2023 in der Spitze die globale Inflationsrate bei 9,4 \% lag, geht
[^0]
[^0]: ${ }^{1}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Foreword, xii
${ }^{2}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 10
${ }^{3}$ IWF, World Economic Navigating Global Divergences, Oct 2023, Foreword, xiii
${ }^{4}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Executive Summary, xiv
${ }^{5}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Executive Summary, xiv
${ }^{6}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 10
${ }^{7}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 10
der IWF davon aus, dass global in 2025 die Inflation eine Rate von 3,5 \% erreichen sollte ${ }^{8}$.
Die Jahresdurchschnittsraten für die Inflation sind deutlich gefallen. So erwartet der IWF, dass die globale Inflation von einer durchschnittlichen Rate im Jahr 2023 in Höhe von 6,7 \% auf 5,8 \% im Jahr 2024 fallen sollte ${ }^{9}$.
Mögliche Risiken für die Entwicklung der globalen Wirtschaft sieht der IWF insbesondere darin, dass (1) die Geldpolitik doch stärker die Konjunktur bremst, (2) die Finanzmärkte erneut eine restriktivere Geldpolitik einpreisen, (3) die Schuldensituation der Staaten sich verschärft, (4) der schwache Immobilienmarkt in China die Konjunktursituation dort verschlechtert, (5) die Preise für Rohstoffe durch geopolitische Spannungen oder andere Schocks wieder steigen ${ }^{10}$.
Gemäß dem IWF hat der Euroraum mit einer Rate von 0,4 \% in 2023 den Tiefpunkt im Wirtschaftswachstum erreicht. Für das Jahr 2024 wird ein Output-Wachstum von 0,8 \% erwartet, etwas schwächer als noch bei der Prognose im April.
Spanien hebt sich mit einem Wachstum von 2,9 \% hervor. Italien profitiert von verschiedenen Förderprogrammen in der EU und sollte mit einer Rate von 0,7\% in 2024 wachsen. Während in Frankreich ein Wachstum von 1,1 \% erwartet wird, sieht der IWF mit einer Wachstumserwartung von 0,0 \% für Deutschland weiterhin eine ausgeprägte Schwächephase ${ }^{11}$.
Nach dem Herbstgutachten vom September 2024 des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hat sich im Euroraum der moderate Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion fortgesetzt. Die Wirtschaft des Euroraums expandierte demnach um 0,3 \%. Dabei
erholte sich der Dienstleistungssektor, während die Industrieproduktion weiter zurückgegangen ist ${ }^{12}$.
Das Tempo der Expansion unterscheidet sich dabei zwischen den Ländern erheblich. Die Wirtschaft expandierte insbesondere in Ländern, in denen der Tourismus eine wichtige Rolle spielt ${ }^{13}$.
Das Kieler Institut kommt zu dem Schluss, dass eine deutliche Belebung der Konjunktur im Euroraum und außerhalb des Euroraums derzeit nicht in Sicht ist ${ }^{14}$. So wird für die Europäische Union ein BIP-Wachstum von 1,0 \% im Jahr 2024 erwartet. Dabei geht das Institut in Deutschland von einem leichten Rückgang in Höhe von $-0,1 \%$ aus. Das BIP-Wachstum wird in Italien mit 0,8 \%, in Frankreich mit 1,0\% und in Spanien mit 2,4 \% erwartet ${ }^{15}$.
In ihrer Gemeinschaftsdiagnose vom Herbst 2024 analysieren die teilnehmenden Institute, dass die deutsche Wirtschaft seit zwei Jahren auf der Stelle tritt ${ }^{16}$. Die festgestellte ausgeprägte Schwächephase hat nicht nur konjunkturelle Ursachen. Nach der Gemeinschaftsdiagnose haben dies die Dekarbonisierung, der demographische Wandel und der stärkere Wettbewerb aus China ausgelöst, die die langfristigen Wachstumsaussichten dämpfen ${ }^{17}$.
Seit 2018 ist die Produktion in Deutschland um über $12 \%$ gesunken ${ }^{18}$.
Für das Jahr 2024 erwarten die teilnehmenden Institute ein BIP-Wachstum von $-0,1 \%$, was nochmals einer Korrektur nach unten entspricht. Im Frühjahr wurde noch ein leichtes Wachstum von 0,1 \% erwartet. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 5,7 \% auf 6,0 \% steigen. Für den Anstieg der Verbraucherpreise wird ein deutlicher Rückgang auf 2,2 \% erwartet ${ }^{19}$.
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[^0]: ${ }^{8}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Foreword Foreword xii
${ }^{9}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Executive Summary xiv
${ }^{10}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, Executive Summary xiv
${ }^{11}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 9-10
${ }^{12}$ Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2024, S. 17
${ }^{13}$ Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2024, S. 18
${ }^{14}$ Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2024, S. 22
${ }^{15}$ Kieler Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte, September 2024, S. 23
${ }^{16}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2024, S. 32
${ }^{17}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2024, S. 32
${ }^{18}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2024, S. 32
${ }^{19}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Herbst 2024, S. 35
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 der Auftragseingang von EUR 29,80 Mio. auf EUR 32,75 Mio. gesteigert werden. Der „Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuprojekt-Vertragswerten mit Kunden, Abrufen aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen. Für den Auftragsbestand ergab sich zum Erstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses ein Wert von EUR 31,39 Mio. (i. V. EUR 36,05 Mio.).
Die Auftrags- und Absatzentwicklung war im Wesentlichen von den folgenden Treibern beeinflusst:
Öffentliche Kunden in Europa hielten sich mit der Vergabe von Neu- und Folgeprojekten im Bereich Spektrum-Management bedingt durch die angespannte konjunkturelle Situation zurück.
Gleichzeitig führte die geopolitische Lage dazu, dass es LS telcom gelungen ist, sich vielversprechend im Bereich Verteidigung zu positionieren. Derzeit befinden wir uns in konkreten Verhandlungen mit Auftraggebern aus dem militärischen Bereich. Jedoch sind Entscheidungen zur Auftragsvergabe aufgrund langer Prozessketten selten schnell. Als weiteres beschränkendes Element kommt bei diesen Aufträgen die fast immer notwendige Exportfreigabe durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hinzu.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnte die LS telcom Gruppe erhebliche Vertriebserfolge auf dem afrikanischen Kontinent verbuchen, Projekte durchführen und neue Projekte hinzugewinnen.
Wie bereits im Jahr 2023 war die Spectrum Week mit der LS-USERgroup und dem Spectrum Summit auch im Jahr 2024 ein vertriebliches Highlight. Die mehrtägige Veranstaltung in Lichtenau zog zahlreiche Kunden sowie renommierte internationale Experten an. Der Spectrum Summit, ein global anerkanntes Fachforum, das 2024 bereits zum 28. Mal stattfand, bot eine erstklassige Plattform für den Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Innovationen im Bereich Frequenzmanagement. Dieses Event stärkte nicht nur unsere Kundenbeziehungen, sondern auch unsere Reputation als führender Anbieter in der Branche.
Insgesamt konnte der LS telcom Konzern die ursprünglichen Ziele für das Geschäftsjahr 2023/2024 nicht erreichen. Am 16.09.2024 musste die Prognose, einen Umsatz von EUR 41,0 bis EUR 45,0 Mio. zu erzielen, auf eine Spanne von EUR 35,5 bis EUR 39,9 Mio. angepasst werden. Beim EBIT hat LS telcom die ursprüngliche Erwartung von EUR 0,5 bis EUR 1,2 Mio. auf einen Korridor von EUR -1,9 bis EUR -3,2 Mio. gesenkt.
Wesentlicher Treiber für die Anpassung der ursprünglichen Prognose waren Verzögerungen von gleich mehreren großen, bereits zugesagten margenstarken Software-Projekten.
Zudem kam es bei einem großen laufenden SoftwareProjekt wiederholt zu Verzögerungen in der Auftragsabwicklung, da kundenseitig die notwendige IT-Umgebung nicht vollumfänglich vorhanden war.
Das abgelaufene Geschäftsjahr konnte schließlich im Rahmen der revidierten Erwartungen abgeschlossen werden.
Der Konzernumsatz lag bei EUR 36,90 Mio., was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von $12 \%$ entspricht (i. V. EUR 41,71 Mio.). Im Einklang mit dem Umsatz ging die Gesamtleistung ebenfalls um $12 \%$ auf EUR 42,71 Mio. (Geschäftsjahr 2022/2023: EUR 48,61 Mio.) zurück.
Auf Basis des rückläufigen Umsatzes erzielte LS telcom ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von EUR -2,29 Mio. im Geschäftsjahr 2022/2023 erwirtschaftete LS telcom noch ein positives EBIT von EUR 1,03 Mio.
Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) verzeichnete ebenfalls einen Rückgang auf EUR -3,60 Mio. gegenüber TEUR -213 im Vorjahr.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Projektverschiebungen wurde die Geschäftsentwicklung von einer schwachen Nachfrage seitens öffentlichen Auftraggebern in Europa und sehr langen Entscheidungsprozessen bei öffentlichen Auftraggebern aus dem Bereich Verteidigung negativ beeinflusst. Diese negativen Entwicklungen konnten durch eine erfreuliche Nachfrage insbesondere in afrikanischen Ländern, nicht vollständig kompensiert werden.
Der Umsatzrückgang von EUR 41,71 Mio. im Vorjahr auf EUR 36,90 Mio. in der Berichtsperiode ist im Wesentlichen auf das Segment Softwaresysteme zurückzuführen.
Bedingt durch die erläuterten Projektverschiebungen reduzierte sich der Umsatz im Segment Softwaresysteme um $17 \%$ auf EUR 23,37 Mio. (i. V. EUR 28,20 Mio.). Damit lag der Umsatzanteil des Segments am Konzernumsatz bei $63 \%$, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von fünf Prozentpunkten entspricht (i. V. 68 \%).
Auch das Segment Hardwarenahe Systeme, das geschäftsimmanent hohen Volatilitäten ausgesetzt ist, verzeichnete in der Berichtsperiode einen Umsatzrückgang um $12 \%$ auf EUR 5,81 Mio. (i. V. EUR 6,58 Mio.). Der Anteil am Konzernumsatz lag bei $16 \%$.
Das Segment Dienstleistungen verzeichnete hingegen eine positive Entwicklung, die auf die gesteigerte Inanspruchnahme von Planungs- und Beratungsleistungen zurückzuführen ist. Der Segmentumsatz konnte um $12 \%$ auf EUR 7,72 Mio. gesteigert werden, was einem Anteil am Konzernumsatz von $21 \%$ entspricht.
In der Berichtsperiode erzielte LS telcom mit 12 Kunden rund $50 \%$ der Umsatzerlöse, während die andere Hälfte sich auf 796 Kunden verteilt hat. Die Vergleichswerte im Vorjahreszeitraum lagen bei 11 Kunden mit einem Umsatzbeitrag von rund $50 \%$, mit 653
Kunden wurde die andere Hälfte des Konzernumsatzes erzielt.
Wie bereits dargestellt, lag das EBIT im Geschäftsjahr 2023/2024 bei EUR -2,29 Mio. nach EUR 1,03 Mio. im Vorjahr. Verantwortlich für die negative Entwicklung des Betriebsergebnisses ist vornehmlich die schwache Umsatzentwicklung. Kosteneinsparungen insbesondere bei Fremddienstleistern konnten den negativen Umsatzeffekt nicht kompensieren.
Die Aufwendungen für die Fremddienstleister sind im Materialaufwand abgebildet. Der Materialaufwand reduzierte sich in der Berichtsperiode um $25 \%$ auf EUR 8,41 Mio. (i. V. EUR 11,23 Mio.). Der Aufwand für bezogene Leistungen („Fremddienstleister") ging sogar um $37 \%$ auf EUR 5,37 Mio. zurück (i. V. EUR 8,46 Mio.).
Der Personalaufwand stieg moderat um $2 \%$ auf EUR 23,92 Mio. (i. V. EUR 23,37 Mio.). Zu diesem lediglich geringen Anstieg trugen insbesondere zwei Faktoren bei: die Verlagerung von Entwicklungsleistungen aus Hochlohnländern in Regionen mit niedrigeren Lohn- und Gehaltsstrukturen sowie die gesteigerte Produktivität der Entwicklerteams.
Zudem sind im Konzern-EBIT negative Währungseffekte inkludiert, insbesondere getrieben durch die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. In der Berichtsperiode lag der negative Währungseffekt netto bei TEUR 334 (i. V. TEUR 694).
Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten „Softwaresysteme", „Hardwarenahe Systeme" und „Dienstleistungen" wie folgt auf:
| ETEUR | Umsatz (i. $2023 / 2024$ |
Umsatz (i. $2022 / 2023$ |
Veränderung | EBIS (i. $2023 / 2024$ |
EBIS (i. $2022 / 2023$ |
|---|---|---|---|---|---|
| Softwaresysteme | 23.365 | 28.201 | $-17 \%$ | $-2.337$ | 491 |
| Hardwarenahe Systeme | 5.807 | 6.580 | $-12 \%$ | $-321$ | 160 |
| Dienstleistungen | 7.725 | 6.927 | $12 \%$ | 365 | 379 |
| Insgesamt | 36.897 | 41.708 | $-12 \%$ | $-2.293$ | 1.030 |
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:
Das Segment „Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen
(Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungspro-
dukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Das Segment „Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In „Hardwarenahe Systeme" fließen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise die Installation und Inbetriebnahme ganzer Senderstationen.
2019/2020 - 2023/2024
in Mio. EUR

Unter „Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Be-ratungs-, Planungs-, Ingenieurs- und Trainingsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Softwareoder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem Nutzer von Funkfrequenzspektrum aus den vertikalen Märkten, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient.
Der Geschäftsverlauf wurde, wie in der Vergangenheit stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, das heißt mit Kunden, mit denen im Geschäftsjahr erstmalig Projekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2023/2024 ca. 5 \% (i. V. $13 \%$ ) der Umsatzerlöse erwirtschaften.
Umsatz-Entwicklung 2019/2020 - 2023/2024
in Mio. EUR

Umsatzverteilung nach Regionen

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse lag im Berichtszeitraum bei ca. $87 \%$ (i. V. $90 \%$ ) und unterstreicht damit erneut die Bedeutung der Auslandsmärkte für die Entwicklung der LS telcom Gruppe.
Im Inland konnten 13 \% der Konzernerlöse (i. V. 10 \%) erwirtschaftet werden.
Der Umsatz im restlichen Europa lag bei $21 \%$ der Konzernerlöse. Die restlichen Regionen erwirtschafteten $66 \%$ des Konzernumsatzes (dabei Afrika mit 19 \%, Nord- und Südamerika mit 21 \%, Asien/Pazifik mit $17 \%$ und der Mittlere Osten mit $9 \%$ ).
Der Umsatz des strategischen Kernsegments der LS telcom Gruppe „Softwaresysteme" reduzierte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr um 17 \% auf EUR 23,37 Mio. (i. V. EUR 28,20 Mio.). Der Umsatzanteil des Segments am Konzernumsatz ging von $68 \%$ im Vorjahr auf $63 \%$ in der Berichtsperiode 2023/2024 zurück. Neben Projektverschiebungen ist die schwache Umsatzentwicklung auch eine Folge der schwachen Nachfrage öffentlicher Auftraggeber. Eine Ausnahme bildeten einige afrikanische Länder, in denen deutliche Umsatzzuwächse erzielt werden konnten.
Das EBIT im Segment Softwaresysteme lag im Geschäftsjahr 2023/2024 bei EUR-2,34 Mio., nach TEUR 491 im Vorjahr.
Der Umsatz des Segments Hardwarenahe Systeme ging gegenüber dem Vorjahr um $12 \%$ auf EUR 5,81 Mio. (i. V. EUR 6,58 Mio.) zurück. Der Umsatzanteil am Konzernumsatz lag bei $16 \%$ (i. V. $16 \%$ ).
Das EBIT reduzierte sich von TEUR 160 im Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR-321 im Geschäftsjahr 2023/2024.
Das Berichtssegment „Dienstleistungen" konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen erfreulichen Umsatzanstieg von $12 \%$ auf EUR 7,73 Mio. (i. V. EUR 6,93 Mio.) verzeichnen. Auch der Anteil dieses Segments am Konzernumsatz stieg von 17 \% im Vorjahr auf 21 \% im Geschäftsjahr 2023/2024.
Das EBIT mit TEUR 365 lag auf dem Niveau des Vorjahres 2022/2023 (i. V. TEUR 379).
Zum Stichtag 30. September 2024 waren im Konzern insgesamt 288 (i. V. 286) Mitarbeitende (Vollzeitäquivalent) beschäftigt.
Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde der Mitarbeiterstamm der LS telcom AG reduziert, während in Ländern mit niedrigeren Einkommensniveaus die Anzahl der Mitarbeitenden gezielt erhöht wurde. Die Erweiterung der Entwicklungskapazitäten im Ausland ermöglichte es, die Reduktion der Belegschaft im Mutterkonzern sowie eine signifikante Verringerung des Einsatzes von Fremddienstleistern auszugleichen.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich in der Berichtsperiode der durchschnittliche Personalbestand (Jahresmittelwert) von 279 Mitarbeitenden auf 291 Mitarbeitende (als Vollzeitäquivalent gerechnet). Dieser Anstieg resultiert insbesondere daraus, dass Mitarbeitende, die im Vorjahr eingetreten sind, im Geschäftsjahr 2023/2024 erstmals über das gesamte Jahr hinweg in der Durchschnittsstatistik erfasst wurden. Darüber hinaus trugen auch Neueinstellungen im Libanon, die zum Oktober 2023 wirksam wurden, zu diesem Anstieg bei.
Um sich den technologischen Trends zu stellen sowie auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, investiert die LS telcom Gruppe erheblich in die Entwicklung neuer Produkte, insbesondere in die webbasierte Spektrum-Management-Lösung mySPECTRA. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lagen die Aufwendungen für kundenunabhängige Produktentwicklungen bei EUR 7,6 Mio. (i. V. EUR 9,2 Mio.). Davon wurden EUR 4,43 Mio. (i. V. EUR 5,55 Mio.) als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen. Entsprechend wurden EUR 3,1 Mio. als Entwicklungsaufwendungen und damit ergebniswirksam erfasst.
Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsprojekte lagen bei EUR 4,6 Mio. (i. V. EUR 3,8 Mio.), welche planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 144 (i. V. TEUR 0) enthalten.
Die LS telcom-Aktie eröffnete das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Kurs von EUR 3,92 und schloss am 30. September 2024 bei EUR 3,24. Ihren Höchststand erreichte die Aktie im März 2024 mit EUR 4,56 bevor der Kurs im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres fiel und im Juni 2024 ein Tief von EUR 2,78 hatte.
Die Marktkapitalisierung lag zum 30. September 2024 bei EUR 18,85 Mio., nachdem sie sich zum Geschäftsjahresbeginn auf EUR 22,80 Mio. belief. Dies entspricht einem Kursverlust von -17,35 \%.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen betrug 1.858 LS telcom-Aktien (i. V. 2.020) mit einem Gegenwert von EUR 6.595 (i. V. EUR 10.463), was einem Rückgang des Handelsvolumens um 8,02 \% entspricht.
Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres unverändert im „General Standard" notiert. Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem (XETRA) der Frankfurter Wertpapierbörse.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte die LS telcom Gruppe einen Konzernumsatz von EUR 36,90 Mio. gegenüber EUR 41,71 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von $12 \%$. Zwar lag der berichtete Umsatz innerhalb des am 16. September via ad-hoc veröffentlichten neuen Prognosekorridors (EUR 35,5 Mio. bis EUR 39,9 Mio.), jedoch konnten die ursprünglichen Zielsetzungen, einen Umsatz von EUR 41,0 Mio. bis EUR 45,0 Mio. erzielen zu wollen, nicht erreicht werden. Für die Verfehlung der ursprünglichen Ziele waren Verschiebungen, von hochmargigen Softwareprojekten (Für weitere Ausführungen: Kapitel B 2. „Umsatz- und EBIT-Entwicklung") sowie kundenseitige Verlangsamungen in einem wesentlichen Projekt verantwortlich.
Die Wartungserlöse entwickelten sich positiv und konnten um $4 \%$ auf EUR 14,8 Mio. gesteigert werden. Wartungserlöse haben eine hohe Bedeutung, da sie in der Regel wiederkehrend sind und nicht den Schwankungen des Projektgeschäfts ausgesetzt sind.
Die Gesamtleistung der LS telcom Gruppe reduzierte sich in der Berichtsperiode von EUR 48,61 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 42,71 Mio. Die Gesamtleistung berechnet sich aus den Umsatzerlösen zuzüglich der betrieblichen Erträge (TEUR 940; i. V. EUR 1,47 Mio.), den aktivierten Eigenleistungen (EUR 4,46 Mio.; i. V. EUR 5,55 Mio.) sowie den Bestandsveränderungen (TEUR 414; i. V. TEUR -122).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungseffekte in Höhe von TEUR 211 (i. V.TEUR 738) enthalten. Zudem enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Anteil in Höhe von TEUR 40 (i. V. TEUR 341) aus einem Verbrauch von Drohverlusten und Nachlaufkosten.
Der Materialaufwand verringerte sich um $25 \%$ auf EUR 8,41 Mio. (i. V. EUR 11,23 Mio.). Wesentlicher Treiber für den Rückgang war der deutlich gesunkene Aufwand für bezogene Leistungen bedingt durch den Rückgang der Inanspruchnahme von Fremddienstleistungen in der Projektabwicklung. Die Aufwendungen für bezogene Waren stiegen von EUR 2,77 Mio. auf EUR 3,03 Mio., was einem Anstieg gegenüber der Vorjahresperiode von $10 \%$ entspricht.
Der Personalaufwand erhöhte sich leicht um $2 \%$ auf EUR 23,92 Mio. (i. V. EUR 23,37 Mio.). Die Entwicklung war im Wesentlichen durch die Verringerung des Personalbestands in Hochlohnländern (insbesondere Deutschland) und die gleichzeitige Erhöhung der Mitarbeitenden an Standorten mit deutlich niedrigeren Lohn- und Gehaltsstrukturen geprägt.
Der Abschreibungsaufwand lag in der Berichtsperiode bei EUR 5,77 Mio. und damit um $13 \%$ über dem Wert des Vorjahres (EUR 5,12 Mio.). Ursache hierfür sind im Wesentlichen die Abschreibungen für aktivierbare Eigenleistungen. In Höhe von TEUR 144 ist eine Sonderabschreibung enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um $12 \%$ auf EUR 6,91 Mio. (i. V. EUR 7,86 Mio.). Wesentlicher Unterschied gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich durch den Rückgang der Währungsverluste um TEUR 887.
Das Betriebsergebnis (EBIT) des LS telcom Konzerns lag damit für das Geschäftsjahr bei EUR -2,29 Mio. (i. V. EUR 1,03 Mio.).
Das Finanzergebnis lag bei TEUR -429 (i. V. TEUR -328). In der Berichtsperiode ergab sich ein positiver Ergebnisbeitrag aus der „at equity"-Methode bilanzierten Minderheitenbeteiligungen von TEUR 48 (i. V. TEUR -65). Der Zinsaufwand stieg um TEUR 220 auf TEUR 506 (i. V. TEUR 286). Der Zinsertrag stieg leicht auf TEUR 29 (i. V. TEUR 23).
Unter dem Strich ergab sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von EUR -3,58 Mio. (i. V. TEUR -135) nach Zurechnung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 22).
Das Ergebnis je Aktie beläuft sich bei einem Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG von EUR -3,60 Mio. (i. V. TEUR -213) damit auf EUR -0,62 (i. V. EUR -0,04).
Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2024 weist eine Bilanzsumme von EUR 41,17 Mio. (i. V. EUR 41,20 Mio.) aus. Das Eigenkapital lag bei EUR 14,32 Mio. (i. V. EUR 17,98 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 34,8 \% (i. V. 43,6 \%). Der Rückgang der Eigenkapitalquote um nahezu neun Prozentpunkte ist im Wesentlichen auf das negative Konzernergebnis zurückzuführen, wodurch sich das Eigenkaptal um EUR 3,66 Mio. reduzierte. Zudem
haben sich die Verbindlichkeiten um in etwa den gleichen Betrag erhöht.
Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit EUR 22,72 Mio. gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss (EUR 22,79 Mio.) nahezu unverändert. Damit entsprach das langfristige Vermögen zum Stichtag 30.09.2024 unverändert $55 \%$ des Gesamtvermögens (i. V. $55 \%$ ).
Die immateriellen Vermögenswerte sanken während des Geschäftsjahres aufgrund von Abschreibungen sowie einer Sonderabschreibung in Höhe von TEUR 144 um TEUR 238 auf EUR 11,51 Mio.
Der Wert des Sachanlagevermögens von EUR 4,93 Mio. ist gegenüber dem 30. September 2023 um 10 \% gestiegen (i. V. EUR 4,48 Mio.). Die Erhöhung ergab sich durch Investitionen in Betriebsund Geschäftsausstattung.
Die Verringerung der Geschäfts- oder Firmenwerte um TEUR 236 war rein währungsbedingt. Zum Stichtag 30.09.2024 lagen die Geschäfts- oder Firmenwerte bei EUR 5,12 Mio.
Der Wert der nach der Equity Methode bewerteten Beteiligungen erhöhte sich während des Geschäftsjahres um TEUR 46 auf TEUR 293 (i. V. TEUR 247).
Die aktiven latenten Steuern verringerten sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 96.
Das kurzfristige Vermögen lag zum Stichtag 30.09.2024 bei EUR 18,45 Mio. (i. V. EUR 18,41 Mio.) und entsprach wie im Vorjahr $45 \%$ des Gesamtvermögens.
Der Wert der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen (TEUR 829) lag über dem Wert zum Ende des letzten Geschäftsjahres (TEUR 404). Grund hierfür sind mehrere Großprojekte deren Abrechnung und deren Lieferung bzw. Leistung noch nicht in diesem Geschäftsjahr erfolgt ist.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sind gegenüber dem
Stichtag 30.09.2023 von EUR 11,37 Mio. um EUR 2,34 Mio. auf EUR 9,03 Mio. zum Stichtag 30.09.2024 gesunken. Der Rückgang ist auf das geringere Geschäftsvolumen zurückzuführen.
Für Projekte, welche der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung unterliegen, werden gemäß IFRS 15 Vertragsvermögenswerte ausgewiesen.
Zum 30. September 2024 verfügte der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 7,08 Mio., was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,15 Mio. entspricht (Wert zum Stichtag 30.09.2023: EUR 4,93 Mio.). Die Erhöhung der liquiden Mittel ist vorwiegend auf eine Darlehensaufnahme in Höhe von EUR 7,0 Mio. zurückzuführen, der laufende Tilgungen im Berichtsjahr in Höhe von EUR 3,59 Mio. gegenüberstehen.
Diese Posten sind mit TEUR 992 zum Stichtag 30.09.2024 im Vergleich zum Vorjahr (EUR 1,04 Mio.) leicht gesunken und enthalten vor allem Steuererstattungsansprüche und Vorauszahlungen für Wartung und Fremdleistungen.
Zum Stichtag 30.09.2024 lag das Eigenkapital des Konzerns bei EUR 14,32 Mio. gegenüber EUR 17,98 Mio. zum Stichtag 30.09.2023. Entsprechend ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 34,8 \%. Der Wert des Vorjahres lag bei 43,6 \%.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des Radio-Soft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2024 betrug insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Die eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als „Eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet.
Die langfristigen Schulden haben sich von EUR 9,05 Mio. zum Stichtag 30.09.2023 auf EUR 14,56 Mio. zum Stichtag 30.09.2024 erhöht. Wesentlicher Grund für die Erhöhung der langfristigen Schulden sind die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten, die von EUR 4,69 Mio. zum Stichtag 30.09.2023 auf EUR 10,53 Mio. zum Stichtag 30.09.2024 gestiegen sind.
Die passiven latenten Steuern lagen zum Ende der Berichtsperiode bei EUR 3,51 Mio. (i. V. EUR 3,07 Mio.).
Unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden die langfristigen Teile der Leasingverpflichtungen mit TEUR 676 (i. V. TEUR 210) und die L-Bank Darlehen mit einem Gesamtwert von EUR 9,86 Mio. (i. V. EUR 4,48 Mio.) erfasst.
Die kurzfristigen Schulden sind von EUR 14,17 Mio. auf EUR 12,30 Mio. gesunken. Der Hauptgrund dafür ist der Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von EUR 3,95 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,83 Mio.
Die LS telcom AG hat im Geschäftsjahr 2020/2021 ein zinsgünstiges Darlehen der KfW aus dem Programm „Unternehmerkredit", das im Rahmen der Sondermaßnahme „Corona-Hilfe für Unternehmen" durch das Maßnahmenpaket der Bundesregierung anlässlich der Corona-Pandemie unterstützt wurde, aufgenommen. Das Darlehen betrug ursprünglich EUR 7,90 Mio. und belief sich am 30. September 2024 auf EUR 1,48 Mio., hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 und ist mit 1,00 \% p.a. zu verzinsen. Die Tilgung erfolgt in 16 vierteljährlichen Raten und begann am 30. September 2021.
Im Geschäftsjahr 2022/2023 nahm die LS telcom AG außerdem ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm „Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. auf. Das Darlehen ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen und wird mit 4,24 \% p.a. verzinst. Die erste Tilgung beginnt am 30.06.2025. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2031 und dient der Betriebsmittelfinanzierung.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die LS telcom AG über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm
„Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 7,0 Mio. aufgenommen. Der Zinssatz ist mit 4,5 \% p.a. für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der Betriebsmittelfinanzierung. Die Tilgung des Darlehens beginnt am 30.06.2026 und hat eine Laufzeit bis 31.03.2032. Es ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen. Der Vertrag beinhaltet als Besicherung eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Bedingungen der L-Bank Liquiditätsdarlehen verpflichten den Konzern zur Einhaltung von zwei Finanzkennzahlen (Covenants), der Mindest-Eigenkapitalquote und dem Netto-Verschuldungsgrad. Berechnungsbasis ist der vom Wirtschaftsprüfer testierte Konzernjahresabschluss. Eine Verletzung dieser Kennzahlen kann ein außerordentliches Kündigungsrecht des Kreditgebers auslösen. Zum 30.09.2024 wurde eine Kennzahl nicht eingehalten. Mit dem Kreditgeber wurde infolgedessen eine Waiver-Vereinbarung geschlossen, dass die Nichteinhaltung der Financial Covenants per 30.09.2024 geduldet werden und hieraus keine Rechte hergeleitet werden. Darüber hinaus wurde für den nächsten Überprüfungszeitpunkt 30.09.2025 eine moderate Absenkung der einzuhaltenden Mindest-Eigenmittelquote vereinbart.
Beim Finanzmittelfond ergab sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres ein Anstieg um EUR 2,15 Mio. auf EUR 7,08 Mio.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 659 auf EUR 5,74 Mio. verbessert. Die positive Entwicklung des operativen Cashflows geht auf ein verbessertes Cash-Management zurück. So haben Kunden ausstehende Zahlungen im Vergleich zu früheren Perioden schneller bezahlt. Zudem wurden vereinbarte Vorauszahlungen kundenseitig schneller beglichen.
Im Geschäftsjahr wurden TEUR 255 weniger investiert als im Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR -5,99 Mio. enthält als wesentlichen Investitionsposten EUR 4,45 Mio. (i. V. EUR 5,55 Mio.) an Investitionen in Entwicklungsprojekte.
Die Finanzierungstätigkeit zeigt einen Cashflow in Höhe von EUR 2,43 Mio. (i. V. TEUR -350) und wurde bestimmt von der Aufnahme des Darlehens der LBank aus dem Programm „Liquiditätskredit". Dem gegenüber standen die Tilgungen von bestehenden Finanzkrediten. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden
EUR 3,59 Mio. (i. V. EUR 2,64 Mio.) für Tilgungen von Krediten aufgewendet.
Ergänzend zur Berichterstattung des LS telcom Konzerns erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der LS telcom AG.
Wie bei der Prognose-Korrektur im September 2024 dargelegt, konnte die LS telcom ihre zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 gesetzten Ziele nicht erreichen. Das hatte auch die LS telcom AG betroffen, deren ursprüngliche Erwartung von einem leicht positiven EBIT nicht zu erreichen war.
Die LS telcom AG als Einzelgesellschaft erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von EUR 25,02 Mio. in der Berichtsperiode 2023/2024. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von $14 \%$ gegenüber dem Vorjahr 2022/2023 (i. V. EUR 29,19 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei EUR -4,47 Mio. (i. V. TEUR -979).
Die wesentliche Ursache für den Umsatzrückgang sind Verschiebungen mehrerer, margenstarker Softwareprojekte.
In der Berichtsperiode wurden rund $50 \%$ der Umsatzerlöse mit 13 Kunden (i. V. 7 Kunden) erzielt. Die andere Hälfte des Umsatzes wurde mit 190 Kunden (i. V. 158 Kunden) erwirtschaftet.
Wie im Geschäftsjahr 2022/2023 hatte die LS telcom AG auch in der Berichtsperiode 2023/2024 einen zentralen Fokus auf der Entwicklung des mySPECTRA Softwaresystems gelegt. Insgesamt verursachten diese zukunftsgerichteten, internen Entwicklungsprojekte einen Materialaufwand in Höhe von EUR 2,5 Mio. (i. V. EUR 4,3 Mio.) sowie einen Personalaufwand von EUR 5,1 Mio. (i. V. EUR 4,9 Mio.).
Parallel mit der Umsatzentwicklung ging die Gesamtleistung um $17 \%$ auf EUR 26,86 Mio. zurück (i. V. EUR 32,35 Mio.). Die Gesamtleistung ist wie folgt definiert: zum Umsatz werden folgende Positionen hinzu gerechnet: Bestandsveränderungen (EUR 1,25 Mio.), andere aktivierte Eigenleistungen (TEUR 25) sowie sonstige betrieblichen Erträge (TEUR 565).
Das Finanzergebnis lag bei TEUR-205 (i. V. TEUR-912) sowie der Jahresfehlbetrag bei EUR -4,74 Mio. (i. V. EUR -1,87 Mio.).
Der Auftragseingang, der mit externen Kunden erzielt wurde, ging gegenüber dem Vorjahr um $4 \%$ auf EUR 13,59 Mio. (i. V. EUR 14,17 Mio.) zurück. Der „Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuvertragswerten mit Kunden, Abrufen aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen.
Der Umsatz der LS telcom AG ging gegenüber dem Vorjahr (EUR 29,19 Mio.) um 14 \% auf EUR 25,02 Mio. zurück.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 565 (i. V. EUR 1,01 Mio.) führten zusammen mit den anderen aktivierten Eigenleistungen (TEUR 25) und mit den Bestandsveränderungen in Höhe von EUR 1,25 Mio. (i. V. EUR 2,15 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 17 \% geringeren Gesamtleistung von EUR 26,86 Mio. (i. V. EUR 32,35 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Währungsgewinnen sowie Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen.
Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 10,72 Mio. um 15 \% geringer aus als im Vorjahr (EUR 12,58 Mio.).
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen aufgrund materialintensiver Projekte von EUR 1,70 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,94 Mio. an. Der Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich im Vorjahresvergleich infolge des geringeren Einsatzes von Fremddienstleistern von EUR 10,88 Mio. auf EUR 8,78 Mio.
Der Personalaufwand stieg in der Berichtsperiode leicht von EUR 15,21 Mio. auf EUR 15,36 Mio. Dieser Anstieg ist auf eine höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf (182; i. V. 180) zurückzuführen, obwohl sich die Anzahl der Beschäftigten im Laufe des Jahres reduziert hat. Darüber hinaus ergibt sich der Anstieg teilweise aus einer geänderten Darstellungsweise in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Abschreibungen lagen mit TEUR 530 um 27 \% unter dem Wert des Vorjahres (i. V. TEUR 730).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 4,73 Mio. nahezu auf dem Wert des Geschäftsjahres 2022/2023 (EUR 4,81 Mio.).
Die Einsparungen bei Fremddienstleistern konnten die Effekte aus dem Umsatzrückgang nicht kompensieren. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von EUR -4,47 Mio. (i. V. TEUR -979).
Das Finanzergebnis weist insgesamt einen Verbesserung von TEUR 706 aus. Im Vorjahr schlug ein Forderungsverzicht auf Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe TEUR 850 zu buche. Die Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen liegen mit TEUR 257 über dem Vorjahreswert (TEUR 204).
Das Unternehmen hatte 2018/2019 beschlossen, in seinem Jahresabschluss von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ausweis aktiver latenter Steuern aus den steuerlichen Verlustvorträgen, die gemäß der Mittelfristplanung des Unternehmens in den kommenden Jahren mit den erwarteten Unternehmensgewinnen zu verrechnen sind, Gebrauch zu machen. Im Vorjahr wurden die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge von TEUR 500 auf TEUR 537 erhöht. Im Geschäftsjahr erfolgte keine zusätzliche Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge.
Im Jahresergebnis weist das Unternehmen für das Berichtsjahr einen Fehlbetrag von EUR -4,74 Mio. aus (i. V. Fehlbetrag von EUR -1,87 Mio.). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR-0,82 (i. V. EUR -0,32).
Zum Stichtag 30. September 2024 lag die Bilanzsumme bei EUR 31,37 Mio. (i. V. EUR 31,99 Mio.) und das Eigenkapital bei EUR 6,70 Mio. (i. V. EUR 11,45 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 21,4 \% (i. V. 35,8 \%).
Der Wert des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte sank gegenüber dem Stichtag 30. September 2023 von EUR 4,27 Mio. auf einen Wert von EUR 4,10 Mio. zum Bilanzstichtag 30. September 2024. Im Berichtsjahr waren keine wesentlichen Investitionen erforderlich.
Der Wert der Finanzanlagen lag bei EUR 10,03 Mio. und damit TEUR 513 unter dem Wert des Vorjahres (EUR 10,54 Mio.). Die Differenz entspricht ausschließlich dem Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Ausleihungen betreffen RadioSoft Inc. (EUR 4,50 Mio.) und stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs sowie die Colibrex GmbH (EUR 1,17 Mio.) mit Ausleihungen
zum Aufbau ihres Geschäfts. Darlehensnehmer war auch die LS telcom UK Ltd. (TEUR 514). Die Ausleihungen sind von den Tochterunternehmen an die LS telcom AG zurückzuzahlen.
Der Bestand an fertigen und unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 3,34 Mio. auf EUR 4,59 Mio. angestiegen. Der überwiegende Anteil an den Vorratsposten wurde durch verschiedene Projekte in Europa bestimmt. In Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 20) sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte geleistet worden.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,26 Mio.) sind gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 1,67 Mio.) um 35 \% gestiegen. Die Forderungen bestanden überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.
Im Vorjahresvergleich verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um $34 \%$ auf EUR 4,88 Mio. Die Verbundforderungen enthielten als größte Posten Forderungen gegen die Tochterunternehmen LST Middle East FZ-LLC, LS telcom SAS und LS telcom Australia Pty Ltd für die Erbringung von Subunternehmerleistungen.
Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des Radio-Soft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2024 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).
Der Nennwert der eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum 30. September 2024 verfügte die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 3,83 Mio. (i. V. EUR 2,91 Mio.). Der Zahlungsmittelbestand nahm somit um TEUR 922 zu.
Zur Abfederung der durch die Corona-Pandemie erwarteten negativen Auswirkungen auf das Unternehmen, hat sich die LS telcom AG bereits ab Beginn der Pandemie um den Erhalt von Finanzhilfen bemüht.
Dem Unternehmen wurde ein Darlehen von EUR 7,9 Mio. gewährt, das half, in der Pandemie die Finanzierung und Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Das Darlehen der KfW aus dem Programm „Unternehmerkredit" im Rahmen der Sondermaßnahme "Corona-Hilfe für Unternehmen" wurde durch das Maßnahmenpaket der Bundesregierung anlässlich der Corona-Pandemie unterstützt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025 und ist mit 1,00 \% p.a. zu verzinsen. Die Tilgung erfolgt in 16 vierteljährlichen Raten und begann am 30. September 2021.
Im Geschäftsjahr 2022/2023 nahm die LS telcom AG ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm „Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. auf. Das Darlehen ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen und wird mit 4,24 \% p.a. verzinst. Die erste Tilgung beginnt am 30.06.2025. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2031 und dient der Betriebsmittelfinanzierung.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat die LS telcom AG über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm „Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 7,0 Mio. aufgenommen. Der Zinssatz ist mit 4,5 \% p.a. für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der Betriebsmittelfinanzierung. Die Tilgung des Darlehens beginnt am 30.06.2026 und hat eine Laufzeit bis 31.03.2032. Es ist in 24 vierteljährlichen Raten zu tilgen. Der Vertrag beinhaltet als Besicherung eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Durch die im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit generierten Zahlungsmittelzuflüsse sowie die Finanzierung über Bankdarlehen verfügt die Gesellschaft über ausreichend finanzielle Mittel, um ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Die sonstigen Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr mit EUR 2,26 Mio. um 17 \% unter dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,71 Mio.). Der größte Posten entfiel wie im Jahr zuvor auf die Personalrückstellungen, die jedoch aufgrund geringerer Tantiemenrückstellungen und Rückstellungen für Umsatzbeteiligungen um TEUR 325 auf EUR 485 Mio. rückläufig waren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit EUR 11,48 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 8,08 Mio.). Hinter diesem Posten verbergen sich die beiden zuvor erwähnten KfW-Darlehen sowie die Darlehen der L-Bank (siehe Abschnitt „Flüssige Mittel").
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind während des Geschäftsjahres von EUR 3,77 Mio. auf EUR 4,41 Mio. angestiegen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 1,15 Mio.) lagen zu Ende des Geschäftsjahres geringfügig über dem Wert des Vorjahres (EUR 1,04 Mio.).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen mit EUR 2,09 Mio. über denen zum Vorjahresende (EUR 1,64 Mio.). Abgerechnet wurden hier unterschiedliche Service- und Entwicklungsleistungen sowie Wartungsarbeiten, die die Tochtergesellschaften für die LS telcom AG erbringen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Geschäftsjahres (TEUR 227) unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 267).
Dieser Posten hat sich geringfügig um 3 \% vom Vorjahreswert EUR 2,74 Mio. auf EUR 2,83 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres erhöht.
Die Zahl der vollzeitäquivalenten Mitarbeitenden in der LS telcom AG betrug zum 30. September 2024 163 (i. V. 171). Damit reduzierte sich der Personalbestand im Jahresverlauf um 8 vollzeitäquivalente Mitarbeitende.
Zum 30. September 2024 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 173 (i. V. 182) Mitarbeitende beschäftigt.
Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 7,6 Mio. (i. V. EUR 9,2 Mio.) als Aufwand erfasst.
Im neuen Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet der Vorstand für das Unternehmen ein leicht positives Ergebnis (EBIT) sowie einen moderaten Anstieg des Umsatzes.
Hier wird zudem auf das entsprechende Kapitel „Risiko-, Chancen- und Prognosebericht" des Konzerns verwiesen, da die Chancen und Risiken der Aktiengesellschaft eng mit denjenigen des Konzerns verbunden sind.
Um die sich ergebenden Chancen zur Erreichung der Unternehmensziele erfolgreich und unternehmerisch nutzen zu können, geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein. Der Erfolg der LS telcom Gruppe hängt daher entscheidend davon ab, dass Risiken frühzeitig erkannt und professionell bewältigt werden.
Um Risiken schnell identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, hat LS telcom ein umfangreiches, einheitliches RisikomanagementSystem entwickelt. In dem System sind die vorhandenen Maßnahmen und Organisationsstrukturen zur Risikosteuerung zusammengefasst.
Die Konzernleitung hat folgende Vorgaben an das Risikomanagement-System definiert:
In einem ersten Schritt werden die definierten und erkannten Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewertet. Im zweiten Schritt werden die bewerteten Risiken in die drei Klassen „zu beobachtende", „zu überwachende" und „zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.
Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert.
Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde eine Risi-komanagement-Beauftragte benannt.
Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.
Neben den quartalsweisen Gesamtrisikoberichten werden neu auftretende Risiken, die von der Risiko-management-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von aktuellen Berichten und Auswertungen an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz. Neben der Rechnungslegung sind auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests sowie Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden.
Ziele der von uns eingerichteten Methoden und Prozesse sind insbesondere Risiken rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, sowie das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern.
Zudem sollen mit dem installierten IKS die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens und die Einhaltung der internen Vorgaben sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet werden.
Das System wird durch weitere wichtige Säulen abgerundet. Für alle wesentlichen Vorgänge im Konzern ist das Vier-Augen-Prinzip verpflichtend. In für den Konzern wesentlichen Bereichen gelten definierte Prozesse. Alle Konzerngesellschaften unterliegen einem zentralen Controlling.
Darüber hinaus soll das System dazu beitragen, diejenigen Risiken rechtzeitig antizipieren zu können, die die strategischen oder operativen Maßnahmen bzw. Wert- und Wachstumspotenziale beinträchtigen können.
Zudem tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.
Das im Konzern etablierte IKS basiert auf den folgenden Prinzipien:
Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess, verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt.
Zielgerichtete Information: Mitarbeitende werden auf Augenhöhe behandelt und erhalten Zugang zu allen Informationen, die für die tägliche Arbeit oder das Verständnis des Betriebs oder der Gesamtaufgabe sinnvoll und notwendig sind. Allerdings ist der Informationszugang so strukturiert, dass definierte Gruppen nur Zugang auf Ihren Verantwortungsbereich bekommen (Need to Know-Konzept). Dadurch kann dem unkontrollierten Abwandern von Information entgegengewirkt werden.
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme, weitgehend auf der Basis eines zentralen CRM-Systems sowie zusätzlicher Hilfswerkzeuge wie LUCANET und Jira.
Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeitenden der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand bzw. die zuständigen Personen der zweiten Führungsebene der LS telcom AG kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System sowie der Zahlenbasis in Lucanet verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitenden soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.
Der LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten.
Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.
Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellen IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher.
Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.
Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäBig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.
Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG verantwortet.
Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten ITSysteme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts ist aus Sicht des Vorstands die Gesamtrisikosituation im Konzern unter Kontrolle und damit der Bestand des Konzerns gesichert.
Mit einem Umsatzanteil von 87 \% in der Berichtsperiode 2023/2024 außerhalb Deutschlands ist LS telcom auf offene Märkte und internationale Handelsbeziehungen angewiesen.
Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sowie durch die zunehmenden Spannungen zwischen China und den USA sind die Risiken für Handelsbeschränkungen, Zölle und Exportverbote deutlich gestiegen. Durch die veränderte geopolitische Lage zeichnen sich „Blockbildungen" entlang verschiedener politischer Systeme ab, mit den eher freiheitlich orientierten Staaten wie beispielsweise den USA, den Ländern der Europäischen Union und den weiteren
Ländern wie Australien und Kanada auf der einen Seite ab. Auf der anderen Seite intensivieren eher autoritäre Staaten wie Russland, China, Nordkorea und Iran ihre Zusammenarbeit.
Wie bereits ausgeführt, können nach Einschätzung des Vorstands solche „Blockbildungen" zu Schutzzöllen, ja sogar zum kompletten Ausschluss von Produkten (Exportbeschränkungen), die in einem der Teilmärkte entstanden sind oder dort entwickelt wurden, führen. Als Folge müssten Produkte oft mehrfach entwickelt und gepflegt werden, um in den einzelnen Märkten voll umfänglich präsent zu sein. Durch die verteilten Entwicklungsressourcen der LS telcom kann das zwar geleistet werden, führt jedoch zu zusätzlichen Aufwendungen und Verzögerungen. Im Fall von Exportbeschränkungen ist es möglich, dass ganze Lösungen nicht exportiert werden dürfen, wie aktuell im Fall von Russland zu sehen ist.
Die geopolitische Risikosituation hat sich nicht nur durch den Krieg in der Ukraine und die dadurch beschleunigte Blockbildung verändert. Mit dem Sieg von Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA besteht das Risiko, dass Handelskonflikte innerhalb des „Blocks" der freiheitlichen Staaten zunehmen könnten, insbesondere in der Einführung von gegenseitigen Zöllen. Eine solche Entwicklung könnte sich zusätzlich negativ auf die Absatzchancen der LS telcom auswirken.
Darüber hinaus könnte eine monatelange politische Unsicherheit in Deutschland, von wem eine zukünftige Regierung geführt wird und wie diese sich positioniert, insgesamt zumindest kurzfristig negative Effekte auf die Investitionsbereitschaft von Behörden für neue Funkspektrum-Projekte haben.
Weltweit sind die Inflationsraten im Jahr 2024 deutlich gesunken. Falls die geopolitische veränderte Situation tatsächlich zu weiter steigenden Handelshemmnissen führen sollte, könnte dies wieder preiserhöhende Effekte haben und zu angespannten Lieferketten führen.
Infolgedessen können Unternehmen aus den von der LS telcom Gruppe vertikal adressierten Märkten ihre Nachfrage nach innovativen Spektrum- und Funklösungen reduzieren, mit entsprechenden negativen Effekten auf die LS telcom. Die Auftragslage insbesondere seitens Behörden und Ministerien ist bereits herausfordernd. Steigende Handelshemmnisse könnten die Budgets von Behörden und Ministerien im Telekommunikationsbereich weiter reduzieren.
Schließlich beschleunigen die geopolitischen Effekte durch Steigerung der Energie- und damit auch der Transportpreise die Inflation.
Geopolitische Entwicklungen könnten durch preistreibende Effekte die Inputkosten der LS telcom insbesondere im Bereich Personal, Logistik und Material erhöhen. Durch die langen Zyklen bei Projekten mit öffentlichen Auftraggebern könnten die potenziellen Kostensteigerungen nur mit einem erheblichen Zeitverzug weitergegeben werden.
LS telcom geht insgesamt davon aus, dass durch ihre geografische Diversifizierung die Risiken aus einer sich verstärkenden Blockbildung sowie aus zunehmenden geopolitischen Risiken beherrschbar sind, und der Bestand der Gesellschaft damit nicht gefährdet ist.
Neben geopolitischen Risiken bestehen weiterhin Abhängigkeiten von der Verfügbarkeit ausreichender Liquidität, qualifizierten Mitarbeitenden und externen Dienstleistern. Die Geschäftstätigkeit erfordert erhebliche Vorfinanzierungen für großvolumige und langlaufende Projekte, weshalb ein verlässlicher Zugriff auf liquide Mittel essenziell ist. Gleichzeitig bleibt die Bindung von hochspezialisierten Fachkräften sowie die Steuerung externer Ressourcen von zentraler Bedeutung für die Erfüllung der Projektanforderungen.
Die LS telcom hat effiziente Steuerungs- und Überwachungsmechanismen etabliert, um die identifizierten Risiken zu begrenzen und aktiv zu managen. Dabei bleibt zu beachten, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bieten können. Systematische Fehler, menschliche Irrtümer oder unerwartete Veränderungen externer Variablen können zu Verzögerungen oder Fehlentscheidungen führen.
Zusammenfassend sieht der Vorstand die LS telcom AG trotz der beschriebenen Herausforderungen gut positioniert, um ihre Marktchancen zu nutzen und langfristig erfolgreich zu agieren. Der Bestand der Gesellschaft ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.
In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.
Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen, sehr hohen und kritischen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:

Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden fünf Kategorien quantifiziert:


Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert.
Die Märkte, in denen die LS telcom Gruppe agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen. Dieser Zustand ist einerseits ein Risiko, falls es LS telcom nicht gelingt, die Herausforderungen des Wandels positiv zu gestalten. Andererseits ist es ein wesentliches Verkaufsargument für unsere Software-Wartungsverträge. Aufgrund unserer Größe
im Vergleich zu den Nischen-Mitbewerbern sehen wir in den meisten Marktsegmenten den Vorteil überwiegen, da LS telcom einen dominant größeren Betrag in Forschung und Entwicklung investieren kann als kleinere Mitbewerber.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos sehen wir weiterhin bei „mittel". Die möglichen finanziellen Risiken sind bei „sehr hoch" eingestuft, was eine Gesamtrisikobewertung als „überwachen" bedeutet.
Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung, wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten, sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Neben diesen Aspekten spielt auch die Sicherheit von Kunden- und Mitarbeiterdaten eine übergeordnete Rolle und der Verlust dieser Daten kann neben einem Reputationsschaden auch erhebliche Folgekosten mit sich führen.
Im vergangenen Geschäftsjahr hat die LS telcom AG die Zertifizierung nach dem internationalen Standard ISO 27001 erfolgreich erlangt. Damit wurde der Nachweis erbracht, dass ein umfassendes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) implementiert wurde, welches systematisch Risiken adressiert und ein hohes Sicherheitsniveau gewährleistet. Diese Maßnahmen stärken nicht nur den Schutz kritischer Daten und Prozesse, sondern schaffen auch eine Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsstandards.
Trotz umfangreich getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten Informationssicherheitsvorfälle auftreten, die erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des LS telcom Konzerns haben können.
Deshalb sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit weiterhin mit „mittel" bewertet als sinnvoll an, auch wenn sich die getroffenen Maßnahmen innerhalb dieser Stufe deutlich mindernd ausgewirkt haben. Die finanziellen Auswirkungen können als „sehr hoch" angesetzt werden. Damit ergibt sich eine Gesamtrisikoeinschätzung von „überwachen".
87 \% ihrer Umsatzerlöse erzielt die LS telcom Gruppe auf ihren globalen Absatzmärkten und außerhalb Deutschlands. Daher unterhält LS telcom eine Vielzahl an internationalen Standorten und Beteiligungen.
Aus dieser internationalen Aufstellung der Gruppe resultieren verschiedene Risiken, insbesondere aus der deutlich höheren Komplexität. Die internationalen Standorte müssen gesteuert, weiterentwickelt und überwacht werden. Hierfür nutzt LS telcom die oben beschriebene Steuerungssysteme sowie darüber hinaus gehende Controlling-Ansätze. Finanzielle Risiken aus der Internationalisierung entstehen insbesondere dann, wenn es der Gruppe nicht gelingt, veränderte Rahmenbedingungen zeitnah zu erkennen und gegenzusteuern.
Im Libanon unterhält die LS telcom einen Entwicklungsstandort. Aufgrund der Eskalation zwischen der im Libanon operierenden Hisbollah und Israel hat sich dort die Sicherheitslage deutlich verschlechtert. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts konnte durch verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise Verlagerung des Personals an andere Standorte, der Betrieb sichergestellt werden. Eine weitere Eskalation könnte dazu führen, dass der Betrieb davon negativ beeinflusst wird.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos aus der Internationalisierung schätzen wir weiterhin als „hoch" ein. Die möglichen finanziellen Risiken sind bei „sehr hoch" eingestuft, was den Verbleib der Gesamtrisikobewertung als „wesentlich" bedeutet.
Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr 2024/2025 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr, Pandemie etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das
Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Ge schäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile in US-Dollar, kanadischem Dollar, australischem Dollar und südafrikanischem Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich im Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Risiken").
In Bezug auf diese Projektrisiken hat LS telcom Maßnahmen ergriffen, Projektverzögerungen durch entsprechende „Fernwirkverfahren", wie webbasierte Schulungen und Projekt-Meetings, Schulung von lokalen Partnerunternehmen für vor Ort Unterstützung und ggf. Durchführung von Reparaturen, Fernzugriffe auf Kundensysteme, soweit wie möglich zu minimieren. Eine Abhängigkeit von vor Ort auszuübenden Tätigkeiten ist jedoch insbesondere in Projekten, bei denen Messsysteme beim Kunden installiert werden müssen, stets gegeben. Damit materialisiert sich in solchen Fällen auch nahezu sicher das Risiko, Projektverzögerungen bei der Implementierung zu erleiden, wenn so, wie während der Corona-Pandemie, erhebliche Reiserestriktionen gelten.
Die Einstufung dieses Risikos sehen wir in der Gesamtsicht als mit „wesentlich" weiterhin als sachgerecht bewertet an.
Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte für Netzbetreiber (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) wird auch im Geschäftsjahr 2024/2025 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte, trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld, nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoBen.
Auch nach der Bewältigung der Covid-19-Pandemie wird der Trend zum verteilten, mobilen Arbeiten die Relevanz einer sehr guten Breitbandversorgung, auch über drahtlose Kommunikationstechnologien, essenziell wichtig für das Funktionieren der Wirtschaft und
der Verwaltung eines Staates sein. Insofern könnte man erwarten, dass sich das Absatzrisiko reduzieren sollte. Viele Regierungen der Welt haben äußerst hohe Geldsummen zur Abfederung der Pandemiefolgen für die Wirtschaft eingesetzt und damit die staatlichen Haushalte stark belastet. Zusätzlich werden die Budgets öffentlicher Haushalte durch geo-politische Konflikte massiv belastet. Dies könnte in manchen Ländern zu künftigen Budgetkürzungen und eher verhaltener Investitionspolitik führen und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinträchtigen.
Aufgrund aktuell laufender und avisierter Beschaffungsverfahren und Projektanbahnungen, belassen wir dieses Risiko unverändert in seiner Bewertung.
Die LS telcom AG sieht sich in einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld einem starken Preisdruck und intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Die angespannte konjunkturelle Lage in Europa sowie die veränderte geopolitische Situation haben die Prioritäten öffentlicher Haushalte, insbesondere in Richtung Verteidigung, verschoben. Dies führt zu verzögerten Projektvergaben, geringeren Auftragsvolumina und einem verstärkten Preiswettbewerb. Besonders Behörden und Industriepartner weltweit stehen unter zunehmendem finanziellen Druck, was die Margen und die finanzielle Flexibilität des Unternehmens beeinflusst.
Der intensivere Wettbewerb wird zusätzlich durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer, insbesondere Startups im Bereich Drohnentechnologie und Verteidigung, angefacht. Auch im traditionellen Segment von Spektrum-Managementsystemen und spezialisierter Hardware bleiben die Wettbewerbssituationen herausfordernd. Einige Wettbewerber reagieren auf die unsichere Marktsituation mit aggressiven Preisnachlässen, um Projekte teilweise selbst unter Verlusten zu sichern, was den Druck auf die LS telcom AG erhöht.
Trotz dieser Herausforderungen sieht sich die LS telcom aufgrund ihrer langjährigen Beziehungen zu über tausend aktuellen und historischen Kunden, ihrer technologischen Kompetenz und ihrer globalen Präsenz gut positioniert. Die breite Produktbasis und solide Liquiditätslage haben es ermöglicht, bisher erfolgreich auf die Marktveränderungen zu reagieren. Das Unternehmen setzt verstärkt auf kosteneffiziente Produktionsmethoden sowie die Weiterentwicklung seiner Produkt- und Servicepalette, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Gleichwohl können anhaltende Preiskämpfe und die zunehmende Wettbewerbsdynamik langfristig Umsätze und Margen belasten. Die Risiken aus dem intensiven Marktumfeld bleiben daher erheblich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird weiterhin als „mittel" bewertet, während die finanziellen Auswirkungen unverändert als „kritisch" eingeschätzt werden. Insgesamt ergibt sich ein Risiko, das aktiv überwacht wird, um frühzeitig geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Der Erfolg der LS telcom AG als Technologiekonzern hängt maßgeblich davon ab, hochqualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen, weiterzuentwickeln, zu halten und effizient einzusetzen. Im Wettbewerb um Talente steht das Unternehmen mit internationalen und nationalen Konkurrenten aus den Bereichen Software, IT, Künstliche Intelligenz, Rüstung und Telekommunikation. Besonders in spezialisierten Bereichen bleibt der Fachkräftemangel eine Herausforderung. Ein Risiko ergibt sich daraus, dass hochqualifizierte Fachkräfte eher geneigt sein könnten, bei multinationalen Konzernen tätig zu werden, was die Rekrutierung weiter erschwert. Zudem könnte LS telcom dazu gezwungen sein, Gehälter in Schlüsselpositionen deutlich zu erhöhen, um Leistungsträger zu halten oder neue zu gewinnen.
Ein weiteres Risiko besteht im effizienten Einsatz der vorhandenen Personalressourcen. Die Steuerung und Planung müssen sicherstellen, dass die Qualifikationen des bestehenden Personals optimal auf die Anforderungen laufender und zukünftiger Projekte abgestimmt sind. Ineffizienzen im Personaleinsatz könnten Verzögerungen oder Mehraufwände bei Projekten nach sich ziehen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Abstimmungsprobleme und unterschiedliche Arbeitsweisen in geografisch verteilten Teams zu Koordinationsschwierigkeiten führen, die Produktivität und Motivation beeinträchtigen können.
Insgesamt ergeben sich die Personalrisiken aus fehlendem qualifiziertem Personal, steigenden Personalkosten und einem ineffizienten Einsatz der bestehenden Ressourcen. Diese Risiken könnten sich negativ auf die Innovationsfähigkeit, die Projektumsetzung und die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als „mittel" bewertet, die finanziellen Auswirkungen mit „sehr hoch", woraus eine Gesamtbewertung als „überwachen" resultiert.
Die globalen Lieferketten haben sich nach den Herausforderungen der letzten Jahre weitgehend stabilisiert, dennoch bleiben Risiken bestehen. Geopolitische Konflikte könnten die Verfügbarkeit spezifischer Komponenten oder Materialien erneut einschränken. Insbesondere durch neue Handelshemmnisse, wie Exportkontrollen oder Schutzzölle, könnten plötzliche Preissteigerungen auftreten, die Kostenstrukturen belasten. Logistische Herausforderungen, beispielsweise durch neue Regularien, Verzögerungen in der Transportkette oder spezifische Anforderungen an Verpackung und Dokumentation, stellen ein weiteres Risiko dar.
LS telcom begegnet diesen Herausforderungen durch eine proaktive Beschaffungsstrategie und langfristige Verträge mit wesentlichen Lieferanten. Dies reduziert potenzielle Engpässe, bindet jedoch zusätzliche Liquidität und birgt das Risiko erhöhter Lagerkosten.
Wir halten die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos für „mittel". Finanzielle Auswirkungen werden aktuell mit "sehr hoch" bewertet. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung von "wesentlich".
In den letzten Jahren haben mehrere Ereignisse zu globalen Marktverwerfungen geführt: Covid-19-Pandemie, Ukraine-Krieg, explodierende Energiekosten. Man darf davon ausgehen, dass Staaten in Krisenzeiten einerseits weniger investieren, andererseits ein "we first"- Denken vorherrscht, um die eigene Wirtschaft zu fördern bzw. zu erhalten. Hier wird zudem oftmals stark die Eigentümerschaft bewertet, wodurch unsere Tochtergesellschaften mit hohem LS telcom Besitzanteil benachteiligt werden können. Ähnliche Wirkungen haben teilweise plötzliche starke Veränderungen von Energiepreisen, egal welcher Rohstoff (Öl, Gas, Strom) dabei die dominante Rolle spielt. Auch daraus resultierende starke Verschiebungen der Währungsparitäten haben einen signifikanten Einfluss auf das Kauf- und Zahlungsverhalten unserer Kunden und damit letztlich auf unser Geschäft. Der Ukraine-Krieg bringt hier zusätzliche Unsicherheiten und Risiken mit sich.
Die immensen Steigerungen der Staatsausgaben in den letzten Jahren könnten bei vielen Kunden auch zu einer nun nachfolgenden Investitionszurückhaltung führen. Insbesondere könnten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden, wie Ministerien und Regulierungsbehörden, durch die direkten
Auswirkungen dieser Krisen oder auch deren Nachwirkungen (z. B. erhöhte Verschuldung durch Pandemie und Ukraine-Krieg) unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, was sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG hätte. Währungsschwankungen als mittelbare Folgen dieser Krisen würden nicht nur das direkte Preis- und Währungsrisiko im Rahmen der finanzwirtschaftlichen Risiken erhöhen, sondern könnten auch dazu führen, dass geplante oder auch laufende Projekte nicht mehr finanzierbar sind und Beschaffungen oder Projektimplementierungen verschoben werden müssen.
Die Produkte der LS telcom AG wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und die Produkte absetzbar sein. Allerdings können anhaltende Budgetkürzungen und überhöhte Schulden dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre für das Geschäft der LS telcom sehr nachteilig.
Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin mit „sehr hoch" ein und belassen die Gesamtbeurteilung dieses Risikos auf „wesentlich".
Naturkatastrophen haben in den letzten Jahren auch in Regionen, in denen LS telcom Niederlassungen oder Kunden hat, erheblich an Schadenshöhe zugenommen und werden daher als Einzelrisiko bewertet. Das können einerseits Erdbeben, Überschwemmungen oder lokale Großfeuerereignisse sein, diese speziell auch in Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung, andererseits rechnen wir hierzu ebenfalls pandemische Situationen wie die Covid-19 Krise oder die Ebola-Ausbrüche in Afrika vor einigen Jahren. Tendenzen solcher Ereignisse werden vom Risikomanagementsystem des Konzerns schon im frühen Stadium überwacht und dem Vorstand auch ad-hoc berichtet, da oft nur wenige Tage für eine sinnvolle Reaktion verbleiben.
Die Risiken werden dadurch kontrolliert, dass Aufgaben, wo möglich, über mehr als eine Einheit verteilt werden, so dass bei einem Großereignis üblicher-
weise nicht ein gesamtes Projektteam insgesamt ausfällt. Inzwischen konnte eine durch alle Einheiten praktizierte mobile Arbeitskultur entwickelt werden, die diese Risiken zusammen mit Betriebsausfallversicherungen beherrschbar erscheinen lässt. Teil dieser Strategie ist es ebenfalls, mehr Teile unserer Serverinfrastruktur auf sichere Cloud-Anbieter zu verlagern. Hier vertrauen wir aber nur auf DSGVO konforme, international gefestigte Partner mit örtlich diversifizierter Backupstrategie.
Wir stufen daher die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risikogruppe Naturkatastrophen mit „gering" ein, die finanziellen Auswirkungen als „sehr hoch" und beurteilen das Risiko in seiner Gesamteinschätzung als zu beobachtendes Risiko.
Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken, Zinsen), Aus-fall- und Liquiditätsrisiken. Aufgrund der internationalen Geschäftstätigkeit sind insbesondere Schwankungen bei Währungen wie dem US-Dollar, südafrikanischen Rand, australischen und kanadischen Dollar im Verhältnis zum Euro von Bedeutung.
Die LS telcom-Gruppe ist Währungsschwankungen ausgesetzt, die durch kalkulatorische Maßnahmen und vertragsgestaltende Ansätze in Projektverträgen größtenteils eingegrenzt werden können. In Einzelfällen werden Sicherungsgeschäfte genutzt, allerdings wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 davon abgesehen, da langlaufende Projekte nur mit hohen Aufschlägen abgesichert werden konnten. Stattdessen werden möglichst viele Leistungen direkt in der Projektwährung eingekauft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird weiterhin als „hoch" bewertet, die Gesamtbewertung bleibt auf der Stufe „wesentlich".
Das Risiko von Zahlungsausfällen bleibt gering, da der LS telcom Konzern überwiegend mit Kunden hervorragender Bonität arbeitet. Verlängerte Zahlungsfristen und eine leichte Zunahme von Zahlungsausfällen könnten künftig auftreten, insbesondere in Ländern mit niedrigerer Bonität. Dennoch blieb die Bonität der Kunden im vergangenen Jahr stabil. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als „mittel" eingestuft, mit einer Gesamtbewertung auf der Stufe „wesentlich".
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Die Bedingungen der L-Bank Liquiditätsdarlehen verpflichten den Konzern zur Einhaltung von zwei Finanzkennzahlen (Covenants), der Mindest-Eigenkapitalquote und dem Netto-Verschuldungsgrad. Eine Verletzung dieser Kennzahlen kann ein außerordentliches Kündigungsrecht des Kreditgebers auslösen. Zum 30.09.2024 wurde eine Kennzahl nicht eingehalten. Mit dem Kreditgeber wurde infolgedessen eine Waiver-Vereinbarung geschlossen, dass die Nichteinhaltung der Financial Covenants per 30.09.2024 geduldet und hieraus keine Rechte hergeleitet werden. Durch die stets offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken und der geschlossenen Vereinbarung mit dem Kreditgeber besteht derzeit aus Sicht von LS telcom keine erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit für das Risiko.
Die Zinssätze sind in den letzten Jahren im Niveau angestiegen, so dass eine erneute Fremdfinanzierung die Profitabilität stärker belasten würde. Für die bestehenden Finanzierungen wurden über die Laufzeit feste Zinssätze vereinbart.
Angesichts der moderat positiven Geschäftsaussichten und der verfügbaren Finanzmittel wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos weiterhin als "mittel" eingestuft, wodurch es in der Gesamtbewertung auf der Stufe „überwachen" verbleibt.
Die LS telcom Gruppe steht vor vielfältigen Chancen, die sich aus aktuellen technologischen Entwicklungen, geopolitischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung ergeben. Durch die strategische Ausrichtung auf innovative Lösungen und die Erschließung neuer Märkte positioniert sich das Unternehmen, um von diesen Trends zu profitieren.
In den letzten Jahren haben sich die Einsatzmöglichkeiten von Funktechnologien durch Entwicklungen wie das Internet der Dinge (IoT), Machine-to-MachineKommunikation, Industrie 4.0 und Smart Cities erheblich erweitert. Diese Fortschritte haben die Nachfrage nach Funkspektrum-Kapazitäten deutlich erhöht. Da
das Funkspektrum jedoch eine begrenzte Ressource ist, sind Technologien und Systeme erforderlich, die eine effiziente und ressourcenschonende Nutzung ermöglichen. Die Förderung der gemeinsamen Nutzung von Funkfrequenzen ist dabei ein zentraler Ansatz, um den steigenden Bedarf zu decken und gleichzeitig schädliche Störungen zu vermeiden.
Die innovativen Systemlösungen von LS telcom ermöglichen eine präzise, effiziente und nachhaltige Verwaltung des Funkspektrums. Dies trägt zur optimalen Nutzung dieser knappen Ressource bei und schafft sehr gute Absatzchancen für die LS telcom Gruppe.
Die weltweite geopolitische Lage ist durch anhaltende Konflikte, regionale Spannungen und verschärfte Sicherheitsbedrohungen geprägt. Neben dem Krieg in der Ukraine tragen auch Spannungen in anderen Regionen - etwa in Asien-Pazifik, im Nahen Osten und in Osteuropa - zu einem steigenden Bedarf an Verteidigungstechnologien und sicherheitsrelevanten Lösungen bei. Diese Entwicklungen führen vielerorts zu einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben und einer stärkeren Fokussierung auf technologische Modernisierung. Die LS telcom Gruppe hat Produkte und Lösungen für Funkspektrum-Management im Portfolio (z. B. SPECTRAmil) sowie Lösungen zur elektronischen Abwehr via Funk-Lösungen (z. B. Drohnenabwehr, elektronischer Ortungsschutz). Durch die gezielte Adressierung des militärischen Marktes könnte die LS telcom AG ihre Marktposition in diesem wachstumsstarken Segment erheblich stärken.
Die Systemlösungen, Produkte und Dienstleistungen von LS telcom sind universell konzipiert und können Anwendung in nahezu allen Funkbereichen und Branchen finden. In den vergangenen Jahren konnte LS telcom erfolgreich neue Kunden außerhalb der Kernmärkte Behörden und Ministerien im Telekommunikationsumfeld gewinnen, insbesondere aus den Bereichen öffentliche Sicherheit, kritische Infrastrukturen (KRITIS), Transport \& Verkehr, Öl \& Gas, Industrie sowie Versorgungsunternehmen.
Der dort steigende Bedarf an sicherer, hochverfügbarer Kommunikation und teilweise bereits gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen sollten die Absatzchancen und das Marktpotential der LS telcom Gruppe deutlich erhöhen.
So konnte unmittelbar nach Ende des Geschäftsjahres eine Solution-Partnerschaft mit der Siemens AG bei Industrial 5G eingegangen werden, um gemeinsam die Private 5G Wireless Technologie von Siemens, für vielfältige Einsatzbereiche und sektorübergreifende Anwendungen bereitzustellen. Ziel der Kooperation ist es, insbesondere Industriekunden ein umfassendes und leistungsfähiges Angebot für private 5G-Anwendungen anzubieten.
Regulierungsbehörden und zuständige Ministerien sehen sich einer zunehmenden Komplexität in der Verwaltung und in der Überwachung des Funkspektrums ausgesetzt. Mit bestehenden und installierten Systemen lassen sich aus Sicht der LS telcom die anstehenden Aufgaben und der damit verbundene komplexe Arbeitsaufwand kaum mehr bewältigen. Daher könnte aus Sicht von LS telcom die Notwendigkeit zur Einführung moderner, digitaler Systeme einen Schub bei digitalen Systemen bzw. bei der digitalen Transformation auslösen und Regulierungsbehörden sowie zuständige Ministerien zu einer Modernisierung ihrer bestehenden Systeme veranlassen. LS telcom hat in den letzten Jahren erhebliche Ressourcen in der Entwicklung ihrer mySPECTRA-Plattform eingesetzt, die ideal auf die Bedürfnisse der Behörden zugeschnitten ist.
Bei mySPECTRA handelt es sich um eine komplett neu entwickelte Software-Plattform zur Verwaltung und Überwachung des Funkspektrums. Aus Sicht von LS telcom ist die Plattform in ihrem Einsatzgebiet weltweit führend. Sie ist vollständig web- und cloudbasiert. Sie kann in Cloud-, hybriden und in On-Premise-Umgebungen zum Einsatz kommen. Ihr Vorteil ist, dass Kunden Spezifikationen selbst in Funktionen umsetzen können oder von Beratern unserer Gruppe umsetzen lassen, ohne zusätzlichen Anpassungsaufwand im Entwicklungsbereich zu haben. Für LS telcom sollte sich ein positiver EBIT-Margen-Effekt ergeben. Mit mySPECTRA entfällt ein Großteil der individuellen, projektbezogenen Programmierarbeiten, mit entsprechenden positiven Effekten auf die Profitabilität.
Ein Großteil der Kunden von LS telcom, die Softwaresysteme beziehen, sind LS telcom langfristig verbunden, da sie nach Abschluss eines Projekts Wartungsverträge für z. B. Software-Updates und Weiterentwicklungen abschließen. Bei webbasierten Systemen ist das fast zwingend notwendig, da die andauernde Evolution der Sicherheitslücken und ein regelmäßiges Updaten der Software schon aus Risikogesichtspunkten unerlässlich ist. Die daraus generierten Umsätze sind jährlich wiederkehrend. Bezogen auf den Umsatz des Segments Softwaresysteme liegt der Anteil der wiederkehrenden Umsatzerlöse derzeit bei rund 63 \%. Trotz einiger Abgänge und Reduktionen in den letzten Jahren, wie speziell in Russland, gelang es erneut, den die Umsatzerlöse aus Wartungsverträgen zu steigern. Hier erwartet LS telcom auch für die nächsten Jahre moderat weiter steigende Einnahmen.
Der Vorstand ist überzeugt, dass die strategische Ausrichtung des Konzerns und seiner Produkte auf die genannten Geschäftsfelder und Themen richtig ist. Die seit mehreren Jahren getätigten hohen Investitionen und Vorleistungen in Produktentwicklungen und Markterschließungsmaßnahmen, die die Finanzzahlen der vergangenen Geschäftsjahre teilweise stark belastet haben, sollten sich künftig für die gesamte Firmengruppe auszahlen. Das Produktangebot des Konzerns ist auf die aktuellen und absehbaren Marktanforderungen abgestimmt und wird kontinuierlich mit hoher Innovationskraft weiterentwickelt. Der Vorstand sieht den Konzern damit gut aufgestellt und zweifelt nicht an dessen mittel- und langfristigem Erfolg.
Die zeitlichen Unsicherheiten bei Vergabeentscheidungen auf politischer Ebene sind aufgrund unterschiedlicher Prioritäten unvermeidbar. Genau hier ist der Ansatz unserer Vertikalmarktstrategie, neben den Wartungsverträgen eine weitere Risikoverteilung auf viele Projekte zu erreichen.
Betrachtet man die einzelnen Segmente, ergeben sich folgende Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung:
Die LS telcom AG verzeichnet sowohl national als auch international eine stabile und wachsende Nachfrage nach ihren Dienstleistungen. Insbesondere in vertikalen Märkten konnten in den letzten Jahren stei-
gende Umsätze erzielt werden. Innovative "as-a-service"-Konzepte stoßen bei Kunden auf zunehmende Akzeptanz. Zudem bestehen weiterhin gute Geschäftsmöglichkeiten im Bereich hochwertiger technischer Strategieberatung sowie im Spektrum-Consulting für nationale und internationale Organisationen und Global Players.
Das Kerngeschäft der LS telcom, insbesondere die Bereitstellung von Systemlösungen für die Frequenzverwaltung und das Spektrum-Management, bietet weiterhin signifikante Wachstumschancen. Der aktuelle Trend in diesem Bereich bewegt sich hin zu stärker integrierten Systemen und hochautomatisierten, webbasierten Diensten. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) optimiert LS telcom seine Produkte kontinuierlich, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem stärken erfolgreiche Referenzprojekte im Bereich des e-Licensing für Regulierungsbehörden die Wettbewerbsposition des Unternehmens in diesem Kundensegment.
Sowohl im bestehenden Kundenstamm aus Behörden und Ministerien als auch in den jüngst verstärkt adressierten Märkten der Inneren Sicherheit, KRITISUnternehmen und Verteidigung rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Diese aus Messtechnik und Software einschließlich künstlicher Intelligenz geformten Produkte bieten zunehmend gute Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere die Kombination der Messtechnik mit den bestehenden Softwaresystemen und den skalierbaren Dienstleistungen bieten hervorragende Möglichkeiten das Geschäft weiter auszubauen.
Der Vorstands ist überzeugt, dass die LS telcom AG durch ihre strategische Ausrichtung und kontinuierliche Innovationskraft gut positioniert ist, um den aktuellen und zukünftigen Marktanforderungen gerecht zu werden Die LS telcom Gruppe bietet innovative Lösungen für das effiziente Management des begrenzten Funkspektrums, adressiert die steigende Nachfrage in sicherheitsrelevanten Bereichen und unterstützt die digitale Transformation von Regulierungsbehörden. Mit der mySPECTRA-Plattform und einem Fokus auf wiederkehrende Umsätze aus Wartungsverträgen ist das Unternehmen gut positioniert, um
zukünftige Chancen zu nutzen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem Gutachten vom Herbst 2024 davon aus, dass die globale Wirtschaft im Jahr 2025 um 3,2 \% wachsen dürfte. Damit erwartet der IFW ein stabiles BIPWachstum gegenüber 202420.
Den globalen Kampf gegen die Inflation sieht der IFW als weitgehend gewonnen an ${ }^{21}$. Bis zum Jahresende 2025 erwartet der IWF eine weiter rückläufige globale Inflation auf 3,5 \%. Die Rate würde damit unter dem durchschnittlichen Niveau von 3,6 \% in den Jahren 2000 bis 2019 fallen ${ }^{22}$.
Für die BIP-Wachstumsprognose sieht der IWF allerdings eine Reihe von erheblichen Risiken: Stärker werdende protektionistische Maßnahmen, eine anhaltende Immobilienkrise in China, eskalierende regionale Konflikte, eine Rückkehr volatiler Finanzmärkte mit negativen Effekten auf die Schuldensituation der Staaten ${ }^{23}$.
Insgesamt empfiehlt der IWF, dass Staaten einen Fokus auf ihre Fiskalpolitik legen, so dass die öffentliche Verschuldung beherrschbar bleibt ${ }^{24}$.
Nicht nur für das globale Output-Wachstum erwartet der IWF ein konstantes Niveau im Vergleich zu 2024. Auch für die einzelnen Ländergruppen sieht der IWF im Jahr 2025 unveränderte BIP-Wachstumsraten. So wird für die Gruppe der entwickelten Länder (unter anderem USA, Japan, Großbritannien, Australien, Kanada, Euroraum) ein BIP-Wachstum von 1,8 \% erwartet. Die USA sollten weiterhin ein robustes Wachstum zeigen, allerdings mit 2,2 \% etwas niedriger als in 2024 (2,8 \%). Für den Euroraum wird eine leichte Beschleunigung des BIP-Wachstums erwartet, von 0,8 \% in 2024 auf 1,2 \% im Jahr 2025.
Für die sich entwickelnden Länder prognostiziert der IWF ein BIP-Wachstum von 4,2 \% im Jahr 2025. Indien wird weiter als eine der am stärksten wachsenden
[^0]
[^0]: ${ }^{20}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, foreword, xiii
${ }^{21}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, foreword, xii
${ }^{22}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, foreword, xii
${ }^{23}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, foreword, xii
${ }^{24}$ IWF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, executive summary, xiv
Volkswirtschaften gesehen, mit einem BIP-Wachstum von 6,5 $\%^{25}$.
Wie bereits erläutert, rechnet der IWF im Euroraum mit einer leichten Belebung des Output-Wachstums, allerdings auf niedrigem Niveau. So soll nach den Berechnungen des IFW das Wachstum von 0,8 \% im Jahr 2024 auf 1,2 \% im Jahr 2025 steigen ${ }^{26}$.
In dem Herbstgutachten vom September 2024 hellen sich gemäß dem Kieler Institut für Weltwirtschaft die Perspektiven für Europa etwas auf. Auf Basis der Lockerung der Geldpolitik, steigender Konsum- und Investitionsausgaben erwartet das Institut ein BIPWachstum für die Europäische Union von 1,4 \%.
Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose erwartet in ihrem Gutachten vom Herbst 2024 für Deutschland im Jahr 2025 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 $\%{ }^{27}$ nach -0,1 \% im Jahr 2024.
Insgesamt rechnet die Projektgruppe für Deutschland mit keiner schwungvollen Erholung, da die strukturellen Anpassungsprozesse andauern und die konjunkturellen Hemmnisse sich nur allmählich auflösen.
Die konjunkturelle Schwächephase schlägt sich auch am Arbeitsmarkt nieder. Auch im Jahr 2026 wird mit einer Arbeitslosenrate von 6,0 \% gerechnet ${ }^{28}$.
Risiken werden weiterhin in den strukturellen Anpassungsprozessen gesehen, die das Produktionspotential erst einmal reduzieren sollten. Zusätzlich wirken die politischen Unsicherheiten in Deutschland dämpfend auf Investitionsentscheidungen ${ }^{29}$.
Auf Konzern-Ebene erwartet das Management für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz in der Bandbreite von EUR 41,0 bis 46,0 Mio. und einem Korridor für das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 800 bis EUR 1,9 Mio.
In der Prognose sind insbesondere folgende Überlegungen und Ausgangssituationen berücksichtigt worden.
Der vertraglich gesicherte und nicht bearbeitete Auftragsbestand im Konzern lag zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bei EUR 31,4 Mio. (i. V. EUR 36,1 Mio.). Unbefristet laufende Wartungsverträge sind dabei lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt worden.
Der Auftragsbestand setzt sich sowohl aus noch abzuarbeitenden Projektverträgen als auch aus wiederkehrendem Geschäft (bspw. Wartungsverträge) zusammen.
Insgesamt geht der Vorstand auch im Geschäftsjahr 2024/2025 von einem herausfordernden Umfeld bei öffentlichen Auftraggebern insbesondere in Europa aus.
Die Prognose wurde auf Basis den zum Zeitpunkt der Berichterstellung bekannten Informationen und Daten erstellt. Unerwartete zukünftige Ereignisse, wie beispielsweise eine sich erneut verschärfende Inflation, erneute Lieferkettenunterbrechungen oder ein plötzlicher konjunktureller Einbruch könnten sich negativ auf die in der Prognose unterstellten Annahmen auswirken.
Das Grundkapital betrug zum 30. September 2024 5817000. Es ist eingeteilt in 5817000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.
[^0]
[^0]: ${ }^{25}$ IMF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 9 - 10
${ }^{26}$ IMF, World Economic Outlook, Policy Pivot, Rising Threats, Oct 2024, p. 9 - 10
${ }^{27}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch, Konjunktur und Wachstum schwach, S. 37 - 39
${ }^{28}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch, Konjunktur und Wachstum schwach, S. 37 - 39
${ }^{29}$ Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, Deutsche Wirtschaft im Umbruch, Konjunktur und Wachstum schwach, S. 37 - 39
Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.
Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden die folgenden Beteiligungen mit über $10 \%$ der Stimmrechte:
| Beteiligte Person oder Gesellschaft |
Anzahl an Stimm- rechten |
Anteile an Stimm- rechten |
|---|---|---|
| Dr. Georg Schöne | 1.234 .843 | $21,23 \% * * *$ |
| Dr. Manfred Lebherz | 1.155 .083 | $19,86 \% *$ |
| LBO Asset Management GmbH, Augsburg** |
1.085 .000 | $18,65 \% *$ |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.
Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.
Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die
Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 10. März 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. März 2027 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen („Genehmigtes Kapital 2022").
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals $10 \%$ des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von $10 \%$ des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind. Auf die $10 \%$-Grenze sind ferner Aktien anzurechnen, für die aufgrund von Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder -genussrechten, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Options- oder Wandlungsrecht, eine Options- oder Wandlungspflicht oder zugunsten der Gesellschaft ein Aktienlieferungsrecht besteht;
bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der LS telcom AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien), wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 5 \% des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Von den vorstehend erteilten Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand nur in solchem Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 20 \% des Grundkapitals nicht überschreitet (20 \%-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals bis zu seiner Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 20 \%-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital 2022 festzulegen.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 07. März 2024 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) und deren Verwendung einschließlich der Verwendung unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:
a) Der Vorstand wird bis zum 6. März 2029 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien von bis zu insgesamt $10 \%$ des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den $\S \S 71$ a AktG ff. zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als $10 \%$ des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb ist nur zulässig, (i) wenn die Gesellschaft im
Zeitpunkt des Erwerbs eine Rücklage in Höhe der Aufwendungen für den Erwerb bilden könnte, ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern, die nicht zur Zahlung an die Aktionäre verwandt werden darf und (ii) wenn auf die Aktien der Ausgabebetrag voll geleistet ist. Der Erwerb darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien erfolgen.
Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als $10 \%$ überschreiten und um nicht mehr als $10 \%$ unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
Der Vorstand wird aber bis zum 6. März 2029 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;
um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
c) Der Vorstand wird weiter bis zum 6. März 2029 ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen
Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mit-
gliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt.
Die (Konzern-)Erklärung zur Unternehmensführung ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten „Die LS telcom AG" - „Investor Relations" - „Corporate Governance" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.
Lichtenau, 12. Dezember 2024
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne
Dipl.-Ing. Roland Götz
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 12. Dezember 2024
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Während des Geschäftsjahres 2023/2024 war die LS telcom-Aktie unverändert im Handelssegment „General Standard" des geregelten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Die LS telcom-Aktie eröffnete das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Kurs von EUR 3,92 und schloss am 30. September 2024 bei einem Wert von EUR 3,24. Ihren Höchststand erreichte die Aktie im März 2024 mit EUR 4,56, bevor der Kurs im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres fiel und im Juni 2024 ein Minimum von EUR 2,78 hatte.
Die Marktkapitalisierung lag zum 30. September 2024 bei EUR 18.847.080 nachdem sie sich zum Geschäftsjahresbeginn auf EUR 22.802.640 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa -17,35 \%.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen betrug 1.858 LS telcom-Aktien (i. V. 2.020) mit einem Gegenwert von EUR 6.595 (i. V. EUR 10.463), was einem Rückgang des Handelsvolumens um -8,02 \% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.
| Sie LS telcom-Aktie im Überblick ${ }^{1)}$ | Wert |
| Börsenkürzel: | LSX |
| Wertpapier-Kennnummer (WKN): | 575440 |
| International Securities Identification Number (ISIN): | DE 0005754402 |
| Handelssegment | General Standard |
| Notierungsaufnahme | 15. März 2001 |
| Aktienanzahl | 5.817 .000 Stück |
| Frei handelbare Aktien ${ }^{2)}$ | 27,74\% |
| Gattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Startkurs am 01.10.2023 | €3,92 |
| Schlusskurs am 30.09.2024 | €3,24 |
| Höchstkurs | €4,56 |
| Tiefstkurs | €2,78 |
| Marktkapitalisierung zum 30.09.2024 | €18.847.080,00 |
${ }^{1)}$ Alle Börsenkurse und Berechnungen basieren auf Schlusskursen des elektronischen Handelssystems Xetra im Zeitraum vom 01.10.2023 - 30.09.2024
${ }^{2)}$ Frei handelbare Aktien, die zum 30.09.2024 nicht von einem Investor mit mehr als $3 \%$ Aktienanteil gehalten wurden und sich auch nicht im Eigenbesitz der LS telcom AG befinden.
Kursverlauf der LS telcom Aktie in EUR

Von den insgesamt 5.817.000 Aktien der LS telcom AG befinden sich zum 30. September 2024 21,23 \% im Besitz des Vorstands und Firmenmitbegründers Dr. Georg Schöne. Im Februar 2024 hatte Dr. Schöne mitgeteilt, dass sich sein Anteil aufgrund einer Schenkung an Familienangehörige verändert habe.
Zum Stichtag 30. September 2024 hielt die LS telcom AG zudem 0,41 \% der eigenen Aktien.
Zum Stichtag 30. September 2024 kontrollierten Dr. Manfred Lebherz, ehemaliger Vorstand und Mitbegründer der LS telcom AG (letzte Stimmrechtsmitteilung: 19,86 \%), sowie die LBO Asset Management GmbH (ehemals ShapeQ GmbH, letzte Stimmrechtsmitteilung: 18,65 \%) jeweils mehr als 15 \% der Stimmrechte. Frau Christiane Weispfenning hielt mehr als 5 \% der Stimmrechte (letzte Stimmrechtsmitteilung: 8,92 \%), während Frau Elke Schöne mit 3,19 \% mehr als 3 \% der Stimmrechte an der LS telcom AG hielt.
Damit waren zum 30.09.2024 27,74 \% der Aktien frei handelbar.

Am 7. März 2024 fand die 24. Ordentliche Hauptversammlung der LS telcom AG in Lichtenau statt. Die Versammlung wurde in virtueller Form durchgeführt.
Allen Tagesordnungspunkten wurde zugestimmt. Neben den Entlastungen der Vorstände und Aufsichtsräte umfassten die Beschlüsse die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und deren Verwendung einschließlich der Verwendung unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre sowie die Beschlussfassung über die Billigung des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2022/2023.
Die Hauptversammlung stimmte zudem der Satzungsänderung zur Erweiterung des Aufsichtsrats von drei auf vier Mitglieder zu. Herr Prof. Dr. Winfried Lieber und Herr Paul de Schrijver wurden von der Hauptversammlung als neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Herr Prof. Dr. Werner Wiesbeck legte sein Amt als Aufsichtsratsmitglied nieder.
Um Anleger, Analysten und die Öffentlichkeit zeitnah mit wichtigen Neuigkeiten zu LS telcom zu versorgen, bietet unsere Investor Relations-Abteilung einen AboService an. Nach einmaliger Registrierung bekommen die Teilnehmer dann die Informationen direkt per E-Mail zugeschickt. Anmelden können sich Interessenten für diesen Dienst mithilfe des Online-Formulars auf unserer Homepage www.LStelcom.com.
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen.
Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der „Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern. Vor diesem Hintergrund berichten wir über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten „Die LS telcom AG" - „Investor Relations" - „Corporate Governance".
Nach § 161 Abs. 1 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen (§ 161 Abs. 2 AktG).
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 28.11.2024 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 28.04.2022 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 29.11.2023 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2024 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft nach § 161 Abs. 2 AktG dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen.
Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2024, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 28.04.2022, hat folgenden Wortlaut:
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Reihenfolge der Aufzählung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:
Zu Empfehlung B.2: Vorstand und Aufsichtsrat sorgen gemeinsam für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat hält hierbei jedoch Diskretion für das oberste Gebot und erachtet es deshalb als schädlich, hierüber in der jährlichen Erklärung zur Unternehmensführung Bericht zu erstatten.
Zu Empfehlung C.7: Ein Mitglied des Aufsichtsrats gehört dem Gremium seit mehr als zwölf Jahren an. Dies beeinträchtigt jedoch nicht dessen Unabhängigkeit.
Zu den Empfehlungen D. 2 bis D. 4 und D.10: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus vier Mitgliedern. Ausschüsse können deshalb sinnvollerweise nicht gebildet werden. Alle vier Mitglieder des Aufsichtsrats bilden somit den Prüfungsausschuss.
Zu Empfehlung D.6: Aufsichtsratssitzungen ohne den Vorstand werden auch weiterhin von Zeit zu Zeit stattfinden. Der Aufsichtsrat ist jedoch entschieden der Meinung, dass es zur umfassenden und sachgerechten Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats unverzichtbar ist, regelmäßig unter Einbeziehung des Vorstands und nicht, wie im Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen, ohne den Vorstand zu tagen. Personalangelegenheiten des Vorstands werden hingegen auch weiterhin regelmäßig in Abwesenheit des Vorstands erörtert werden, jedoch begleitet von gründlichen Einzelgesprächen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem entsprechenden Vorstandsmitglied und einer lückenlosen Einbindung aller übrigen Aufsichtsratsmitglieder in den Vorgang.
Zu Empfehlung F. 2 und F.3: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen.
Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 29.11.2023 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28.04.2022 entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 28. November 2024
Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG Für den Vorstand der LS telcom AG
gez. Dr. Winfried Holtermüller, gez. Dr. Georg Schöne
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sprecher des Vorstands
| LS telcom Konzern-Ergebnisse im Lösertück nach 1988 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2016/2017 | 2017/2018 | 2018/2019 | 2019/2020 | ||
| Ertragsdaten | |||||
| Umsatz | in TEUR | 27.589 | 27.621 | 32.329 | 25.803 |
| Exportquote | in \% | 90,3 | 88,6 | 85,6 | 85,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) | in TEUR | $-1.509$ | 2.161 | 6.499 | 2.169 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | in TEUR | $-4.965$ | $-1.709$ | 2.441 | $-2.691$ |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | in TEUR | $-5.103$ | $-1.930$ | 2.371 | $-3.034$ |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG | in TEUR | $-4.533$ | $-1.996$ | 1.925 | $-2.192$ |
| Finanzdaten | |||||
| Investitionen gesamt | in TEUR | 4.002 | 3.546 | 2.883 | 4.037 |
| Abschreibungen gesamt | in TEUR | 3.456 | 3.870 | 4.058 | 4.860 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | in TEUR | $-5.126$ | $-319$ | 628 | 9.618 |
| Bilanzdaten | |||||
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Wertpapiere des Umlaufvermögens) | in TEUR | 1.981 | 1.662 | 2.282 | 11.781 |
| Bilanzsumme | in TEUR | 33.532 | 33.042 | 34.321 | 39.623 |
| Eigenkapital | in TEUR | 16.509 | 16.845 | 18.423 | 16.138 |
| Eigenkapitalquote | in \% | 49,2 | 51,0 | 53,7 | 40,7 |
| Kennzahlen Aktie | |||||
| Ergebnis je Aktie | in EUR | $-0,85$ | $-0,37$ | 0,33 | $-0,38$ |
| Börsenkurs zum Geschäftsjahresende (30.09.) | in EUR | 5,87 | 5,20 | 7,70 | 4,86 |
| Jahreshoch/-tief (Schlusskurs) | in EUR | 7,50 / 5,84 | 7,15 / 5,00 | 8,05 / 4,40 | 7,60 / 3,10 |
| Anzahl der Aktien | 5.335.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | |
| Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Schlusskurs 30.09.) | in TEUR | 31.316 | 30.248 | 44.791 | 28.271 |
| Liquidität je Aktie | in EUR | 0,37 | 0,29 | 0,39 | 2,03 |
| Mitarbeiter | |||||
| Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende (30.09.) | 262 | 245 | 221 | 224 | |
| Personalaufwand | in TEUR | 19.898 | 18.888 | 18.212 | 17.949 |
| 30.00.2011 | 30.11.2022 | 30.27.2023 | 30.30.2024 | Differenz absolut GJ 2023 / 2024 31.02.27/2024 | Differenz relativ in 3 GJ 2023 / 2024 31.02.27/2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.585 | 47.271 | 41.708 | 36.897 | $-4.811$ | $-11,5$ |
| 87,2 | 89,0 | 90,0 | 87,0 | $-3,0$ | |
| 6.074 | 8.719 | 6.146 | 3.472 | $-2.674$ | $-43,5$ |
| 1.143 | 3.088 | 1.030 | $-2.293$ | $-3.323$ | $-322,6$ |
| 1.112 | 2.671 | 702 | $-2.722$ | $-3.424$ | $-487,7$ |
| $-113$ | 1.983 | $-213$ | $-3.600$ | $-3.387$ | $-1.590,1$ |
| 4.469 | 5.547 | 6.241 | 5.986 | $-255$ | $-4,1$ |
| 4.931 | 5.631 | 5.117 | 5.765 | 648 | 12,7 |
| $-428$ | $-4.913$ | $-1.513$ | 2.185 | 3.698 | 244,4 |
| 11.411 | 6.753 | 4.927 | 7.080 | 2.153 | 43,7 |
| 44.491 | 41.908 | 41.200 | 41.168 | $-32$ | $-0,1$ |
| 16.367 | 18.340 | 17.976 | 14.317 | $-3.659$ | $-20,4$ |
| 36,8 | 43,8 | 43,6 | 34,8 | $-8,8$ | |
| $-0,02$ | 0,34 | $-0,04$ | $-0,62$ | $-0,58$ | $-1.450,0$ |
| 6,85 | 4,80 | 3,92 | 3,24 | $-0,68$ | $-17,3$ |
| 9,20 / 4,22 | 7,40 / 4,57 | 6,10 / 3,80 | 4,56 / 2,78 | ||
| 5.817.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | 5.817.000 | ||
| 39.846 | 27.922 | 22.803 | 18.847 | $-3.956$ | $-17,3$ |
| 1,96 | 1,16 | 0,85 | 1,22 | 0,37 | 43,5 |
| 253 | 275 | 286 | 288 | 2 | 0,7 |
| 19.460 | 21.858 | 23.372 | 23.920 | 548 | 2,3 |
Konzern-Bilanz (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 30. September 2024
| Aktiva | |||
|---|---|---|---|
| h TEUR | Erläuterung | 30.09.2024 | 30.09.2023 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | D.3. | 11.509 | 11.747 |
| Geschäfts- und Firmenwert | D.4. | 5.115 | 5.351 |
| Sachanlagen | D.5. | 4.930 | 4.476 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | D.7. | 293 | 247 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | D.8. | 16 | 15 |
| Latente Steuern | D.9. | 859 | 955 |
| 22.722 | 22.791 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | D.10. | 1.317 | 1.013 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | D.11. | 9.029 | 11.371 |
| Liquide Mittel | D.13. | 7.080 | 4.927 |
| Ertragsteuerforderungen | D.14. | 15 | 27 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | D.15. | 992 | 1.044 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | D.16. | 13 | 27 |
| 18.446 | 18.409 | ||
| Summe Vermögenswerte | 41.168 | 41.200 |
Passiva

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau,
für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens
| In TEUR | Gezeich- netes Kapital |
Capital- rück- lage |
Gewinn- rück- lage |
Rücklage aus Währungs- umrechnungs- |
Eigene Anteile |
Konzern Bilanz- newind |
Summe | TEUR | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022/2023 | |||||||||
| Stand am 01.10.2022 | 5.817 | 7.644 | $-129$ | $-359$ | $-49$ | 5.365 | 18.289 | 51 | 18.340 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | $-178$ | 0 | $-213$ | $-391$ | 27 | $-364$ |
| Stand am 30.09.2023 | 5.817 | 7.644 | $-129$ | $-536$ | $-49$ | 5.151 | 17.898 | 78 | 17.976 |
| 2023/2024 | |||||||||
| Stand am 01.10.2023 | 5.817 | 7.644 | $-129$ | $-536$ | $-49$ | 5.151 | 17.898 | 78 | 17.976 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | $-96$ | 0 | $-3.600$ | $-3.696$ | 37 | $-3.659$ |
| Stand am 30.09.2024 | 5.817 | 7.644 | $-129$ | $-632$ | $-49$ | 1.551 | 14.202 | 115 | 14.317 |
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2023/2024

Konzern-Abschluss 66
Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz Im Gewerbegebiet 31-33 in 77839 Lichtenau, Deutschland, ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.
Die LS telcom AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzern-Abschluss zum 30. September 2024 auf, welcher die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften umfasst.
Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2024 sowie den KonzernLagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 am 12. Dezember 2024 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzern-Abschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.
Der Konzern-Abschluss der LS telcom AG zum 30. September 2024 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum 30. September 2024 anzuwenden sind, erstellt.
Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committee und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt.
Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der LS telcom AG.
Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben auf Tausend Euro (TEUR).
Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315e HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.
Dem Konzern-Abschluss liegen wie im Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Folgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2023/2024 erstmalig verpflichtend anzuwenden:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| IFRS 17 und Amend. IFRS 17 |
Versicherungsverträge, Vergleichsinformationen über finanzielle Vermögenswerte | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 1 IFRS Practice Statement 2 |
Angaben zu Rechnungslegungsmethoden | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 8 | Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 12 | Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus einer Einzeltransaktion | 1. Januar 2023 |
| Amend. IAS 12 | Bilanzierung latenter Steuern -Pillar Two Model Rules | 1. Januar 2023 |
Aus der Anwendung dieser neuen Standards und Interpretationen haben sich keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss ergeben.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
|---|---|---|
| EU-Endorsement bis 30. September 2024 erfolgt | ||
| Amend. IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig | 1. Januar 2024 |
| Amend. IFRS 16 | Leasingverbindlichkeiten bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen | 1. Januar 2024 |
| Amend. IAS 7, IFRS 7 |
Zusätzliche Angaben zu Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten | 1. Januar 2024 |
| Standard / Interpretation | Anzuwenden ab Geschäftsjahr |
|
| EU-Endorsement noch ausstehend (Stand 30. September 2024) | ||
| Amend. IAS 21 | Währungsrechnung bei fehlender Umtauschbarkeit ("Lack of Exchangeability") | 1. Januar 2025 |
| Amend. IFRS9, IFRS 7 |
Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten | 1. Januar 2026 |
| IFRS 18 | Darstellung and Angaben im Abschluss | 1. Januar 2027 |
| IFRS19 | Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben | 1. Januar 2027 |
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Eine frühere Anwendung hätte nach aktueller Einschätzung keine wesentlichen Auswirkungen auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt. Auch die übrigen neuen bzw. überarbeiteten Standards werden nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Im Mai 2023 wurde eine weitere Änderung zu IAS 12 veröffentlicht. Mit der Änderung wurde eine vorübergehende Ausnahme der Anforderung eingeführt, Informationen über latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten mit der globalen Mindestbesteuerung (Pillar II) zu erfassen und offenzulegen. Von dieser Ausnahme wurde Gebrauch gemacht (vgl. D9).
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen auswirken.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen und Vertragsvermögenswerten sowie Vertragsverbindlichkeiten und von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden ggfs. nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzern-Abschluss einbezogen, ab dem die LS telcom AG das Unternehmen gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die LS telcom AG aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die positiven oder negativen variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen LS telcom AG nicht mehr besteht.
In den Konzern-Abschluss sind gemäß IFRS 10 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden:
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil am Kapital in \% | Eigenkapital | Jahresergebnis | Hauptgeschäfts- tätigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada |
CAD | 1.829 .000 | 100 | 1.671 .775 | 242.938 | Vertrieb/Entwicklung |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | 66.110 | 10.918 | Dienstleistung/ Vertrieb |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich |
EUR | 100.000 | 100 | 913.536 | 127.456 | Vertrieb/Entwicklung |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika | ZAR | 153 | 51 | 14.582 .830 | $-5.578 .900$ | Consulting/Vertrieb/ Produktion |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster/Deutschland |
EUR | 25.000 | 100 | $-1.381 .336$ | $-325.552$ | Vertrieb/Entwicklung/ Produktion |
| LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich |
GBP | 1.000 | 100 | $-567.199$ | 132.577 | Vertrieb/ Dienstleistung |
| RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA |
USD | 1.001 | 100 | $-92.142$ | $-344.385$ | Vertrieb/Dienstleistung/ Entwicklung |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | AED | 200.000 | 49 | $-2.840 .356$ | 665.081 | Vertrieb/Entwicklung |
| LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien | AUD | 100 | 100 | $-164.292$ | 412.995 | Vertrieb/ Dienstleistung |
| LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien | INR | 5.000 .000 | 90 | 22.193 .978 | 3.808 .787 | Entwicklung |
| Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore), Beirut/Libanon | USD | 20.000 | 90 | 1.053 .514 | 392.003 | Entwicklung |
Die LST Middle East FZ-LLC wird aufgrund des seit Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016 vom Kapitalanteil abweichenden $60 \%$-igen Anteils an Stimmrechten der LS telcom AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben keine Änderungen im Konsolidierungskreis stattgefunden.
In den Konzern-Abschluss wurden zum 30. September 2024 folgende assoziierte Unternehmen und Joint Ventures einbezogen:
| Name und Sitz | Währung | Gezeichnetes Kapital | Anteil an Kapital in \% | Eigenkapital | Jahresergebnis | Hauptgeschäfts- tätigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China |
RMB | 1.447 .548 | 40 | 4.718 .056 | 1.386 .441 | Vertrieb/Entwicklung |
| Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika | ZAR | 1.000 | 49 | 353.760 | 20.368 | Consulting/Vertrieb/ Produktion |
| Bietergemeinschaft LS telcom AG \& FSP-services GmbH, Lichtenau/Deutschland | EUR | 0 | 50 | 0 | 0 | Consulting |
| SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina |
BAM | 20.000 | 48 | $-10.003$ | $-46.139$ | Entwicklung/ Produktion |
Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2024 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte in der Vergangenheit nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.
Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung von Minderheitenanteilen bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften werden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Die Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips, sofern nicht spezifische Anforderungen einen Ansatz zum Fair Value vorschreiben.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwerten des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte der jeweiligen Segmente, die als niedrigste Ebene für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs), zusammengefasst. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
a) Transaktionen
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft.
Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der KonzernGesamtergebnisrechnung unter dem Posten „Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter dem Posten „Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
b) Umrechnung der Jahresabschlüsse
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als „foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden monetärer Posten zum Stichtagskurs, nicht monetärer Posten sowie das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:
| Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| $2023 / 2024$ | $2022 / 2023$ | $30.09 .2024$ | $30.09 .2022$ | ||
| Land | Währung | EUR 1,00« | EUR 1,00« | EUR 1,00« | EUR 1,00« |
| Australien | AUD | 1,6445 | 1,6036 | 1,6166 | 1,6339 |
| Kanada | CAD | 1,4752 | 1,4396 | 1,5133 | 1,4227 |
| Südafrika | ZAR | 20,102 | 19,408 | 19,226 | 19,981 |
| USA | USD | 1,0842 | 1,0678 | 1,1196 | 1,0594 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8552 | 0,8706 | 0,8354 | 0,8646 |
| Vereinigte Arabische | |||||
| Emirate | AED | 3,9823 | 3,9233 | 4,0899 | 3,8835 |
| China | RMB | 7,8116 | 7,5322 | 7,8276 | 7,7218 |
| Bosnien und Herzegowina | BAM | 1,9558 | 1,9558 | 1,9558 | 1,9558 |
| Indien | INR | 90,3942 | 87,8981 | 93,8130 | 88,0165 |
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte zum Abschlussstichtag können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| In TEUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2022$ | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Rechte und Lizenzen | 623 | 707 | |||
| Entwicklungskosten | 10.886 | 11.040 | |||
| 11.509 | 11.747 |
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

Investitionen wurden im Wesentlichen für aktivierbare Eigenleistungen getätigt.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die drei bis acht Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäBige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) wurden im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine erfasst.
Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die
technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen.
Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den in Rechnung gestellten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Die bilanzierten Entwicklungsprojekte (EUR 47,67 Mio., i. V. EUR 45,34 Mio.) werden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte (EUR 2,63 Mio., i. V. EUR 5,52 Mio.) werden auf technische Realisierbarkeit geprüft. Die bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekte mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von EUR 45,05 Mio. (i. V. EUR 39,82 Mio.) und einem Nettobuchwert von EUR 8,26 Mio. (i. V. EUR 5,52 Mio.) werden auf Indikatoren für eine Wertminderung getestet und bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr wurden aufgrund erforderlicher technischer Veränderungen Nachbesserungen notwendig, die sich auf die erzielbaren Erlöse des Segments Softwaresysteme negativ auswirken. Somit wurden im Geschäftsjahr TEUR 144 (i. V. TEUR 0) ergebniswirksame außerplanmäßige Wertkorrekturen auf bereits abgeschlossene Entwicklungsprojekte vorgenommen.
Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert.
Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von EUR 3,14 Mio. (i. V. EUR 3,74 Mio.) sofort als Aufwand erfasst.
4. Geschäfts- und Firmenwert
Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes zum Abschlussstichtag stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Stand Geschäftsjahresbeginn | 5.351 | 5.707 |
| Währungsanpassungen | $\cdot 236$ | $\cdot 356$ |
| Stand Geschäftsjahresende | 5.115 | 5.351 |
Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 662), der LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 889), der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (EUR 3,41 Mio.), und der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE (TEUR 158).
Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 480 (i. V. TEUR 490), dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 629 (i. V. TEUR 679) sowie dem Segment Softwaresysteme mit EUR 4,01 Mio. (i. V. EUR 4,18 Mio.) zugeordnet. Der erzielbare Betrag des Segments Softwaresysteme beträgt EUR 30,36 Mio. (i. V. EUR 30,09 Mio.), des Segments Dienstleistungen EUR 4,68 Mio. und des Segments Hardwarenahe Systeme EUR 5,60 EUR.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.
Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der jeweiligen Segmente, als der niedrigsten Ebene für die Cashflows separat identifiziert werden können (Zahlungsmittel generierende Einheit; CGUs), zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Bei der Berechnung der ewigen Rente werden, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, wie im Vorjahr, die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 \% extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Grundlage der Prognosen in Lagebericht und Anhang ist die vom Vorstand aufgestellte und durch den Aufsichtsrat bestätigte Planung.
Die Firmenwerte und durchschnittlichen Wachstumswerte auf Segmentbasis können folgender Tabelle entnommen werden:
| Segment | Geschäfts- und Firmenwerte in TEUR |
Umsatzwachstum in \% |
EBIT-Veränderung in \% |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Planjahr 2024/2025 |
2025/2026 - 2028/2029 |
Planjahr 2024/2025 |
2025/2026 - 2028/2029 |
||
| Softwaresysteme | 4.006 | $22 \%$ | $4 \%$ | $146 \%$ | $38 \%$ |
| Hardwarenahe Systeme | 480 | $41 \%$ | $5 \%$ | $125 \%$ | $92 \%$ |
| Dienstleistung | 629 | $-4 \%$ | $5 \%$ | $-32 \%$ | $44 \%$ |
Die Firmenwerte und durchschnittlichen Wachstumswerte auf Segmentbasis für das Vorjahr können der folgenden Tabelle entnommen werden:
| Segment | Geschäfts- und Firmenwerte in TEUR |
Umsatzwachstum in \% |
EBIT-Veränderung in \% |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Planjahr 2023/2024 |
2024/2025- 2027/2028 |
Planjahr 2023/2024 |
2024/2025- 2027/2028 |
||
| Softwaresysteme | 4.182 | $3 \%$ | $5 \%$ | $3 \%$ | $66 \%$ |
| Hardwarenahe Systeme | 490 | $33 \%$ | $4 \%$ | $10 \%$ | $47 \%$ |
| Dienstleistung | 679 | $-1 \%$ | $5 \%$ | $-7 \%$ | $32 \%$ |
Die verwendeten Gesamtkapitalkostensätze vor Steuern wurden auf Basis von spezifischen Daten einer Peer Group börsennotierter Unternehmen ermittelt. Aufgrund der unterschiedlichen Risikoprofile der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen diese CGU-spezifischen Gesamtkapitalkostensätze vor Steuern bei 10,5 \% (i. V. 10,0 \%) für das Segment Softwaresysteme, bei 11,8 \% (i. V. 12,1 \%) für das Segment Dienstleistung und bei 12,8 \% (i. V. 10,7 \%) für das Segment Hardwarenahe Systeme.
Bei allen Segmenten hätte sich bei Veränderung der EBIT-Prognose um -10 \% bzw. einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt kein Abwertungsbedarf ergeben.
Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.
Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer.
Die Buchwerte der Sachanlagen zum Abschlussstichtag können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | 30.09.2024 | 30.09.2025 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 3.531 | 3.377 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.333 | 1.099 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 66 | 0 |
| 4.930 | 4.476 |
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er auf Letzteren abgeschrieben. Zuschreibungen, die notwendig sind sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, nicht.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der anderen Anlagen, Geschäfts- und Betriebsausstattung betragen ein bis 15 Jahre. Bei den Bauten auf Grundstücken liegen die Nutzungsdauern bei bis zu 35 Jahren.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als „Sonstige betriebliche Erträge" oder „Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.
Seit dem 1. Oktober 2019 wendet die LS telcom AG den Standard IFRS 16 an. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Erläuterungen unter nachfolgendem Abschnitt D. 20 .
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 dann zum Fair Value erfasst, wenn mit hinreichender Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung gewährt wird und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.
Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig im Gewinn und Verlust der Periode zu erfassen, in der auch die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwand angesetzt werden. Im Vorjahr wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand für Innovationsprojekte in Höhe von TEUR 40 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In diesem Geschäftsjahr sind keine Zuwendungen der öffentlichen Hand gewährt worden.
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China, Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika, der Bietergemeinschaft LS telcom AG \& FSP-services GmbH, Lichtenau, und der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina. Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China. Zahlen der Beteiligung Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika, sowie der SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina, werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung - sowohl einzeln als auch kumuliert - für den KonzernAbschluss nicht aufgeführt. Ebenso werden die Zahlen der Bietergemeinschaft LS telcom AG \& FSP-services GmbH nicht aufgeführt, da sowohl das Nettoreinvermögen sowie das Jahresergebnis EUR 0 betragen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 \% dar.
Zusammengefasste Finanzinformationen für das assoziierte Unternehmen NG Networks Co., Ltd., auf Basis von 100 Prozent:
| in TEUR AKTIVA |
20.09 .2024 | 20.09 .2023 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögensgegenstände |
17 | 68 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände |
1.565 | 1.372 |
| Summe | 1.582 | 1.440 |
| in TEUR PASSIVA |
20.09 .2024 | 20.09 .2023 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 603 | 431 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten |
979 | 1.009 |
| Summe | 1.582 | 1.440 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung der NG Networks Co., Ltd.
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.365 | 1.290 |
| Ergebnis | 177 | -200 |
Der Buchwert der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung kann aus der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2023 |
|---|---|---|
| Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens nach Währungsanpassungen | 717 | 562 |
| Beteiligungsquote des Konzerns | $40 \%$ | $40 \%$ |
| Buchwert der Konzernbeteiligung an der NG Networks Co., Ltd. | 287 | 225 |
Die Entwicklung der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| In TEUR | |
|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |
| Stand zum 01.10.2022 | 15 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 |
| Stand zum 30.09.2023 | 15 |
| Zugänge | 1 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Währungsanpassungen | 0 |
| Stand zum 30.09.2024 | 16 |
Ausgewiesen werden Ausleihungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr an assoziierte Unternehmen.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Buchwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden, sofern nötig, durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Latente Steuern werden nach der „liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Aufgrund der Unterschreitung der Anwendungsgrenze von EUR 750 Mio. Konzernumsatz, die vom IASB im Mai 2023 in der veröffentlichten Änderungen an IAS 12 im Rahmen von Pillar II festgelegt wurde, werden keine latenten Steuern in Bezug auf Ertragssteuern der Pillar II Regeln ausgewiesen und keine diesbezüglichen Informationen angegeben.
Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann.
Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in
dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um $28 \%$ (i. V. $28 \%$ ), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, um 26,5 \% (i. V. 26,5 \%), bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, um 25 \% (i. V. $25 \%$ ), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, um 27 \% (i. V. 27 \%) bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, um 25 \% (i. V. 19 \%), bei RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, um 25,74 \% (i. V. 25,74 \%), bei der LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/Indien um 25,17 \% (i. V. 25,17 \%) sowie bei der LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien um 30 \% (i. V. 30 \%). Es sind die ab 2024 gültigen Steuersätze berücksichtigt.
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 1.918 | 2.068 |
| Währungseffekte | 28 | 107 |
| Zunahme | 0 | 0 |
| Abnahme | 86 | 257 |
| Stand am 30.09. | 1.860 | 1.918 |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | $-1.001$ | $-963$ |
| Stand am 30.09. | 859 | 955 |
| in TEUR | 30.09.2024 | 30.09.2023 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.136 | 1.050 |
| Anlagevermögen | 262 | 247 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 222 | 252 |
| Vertragsvermögenswerte | 45 | 53 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 222 | 197 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | $-97$ | 54 |
| Langfristige Rückstellungen | 70 | 65 |
| 1.860 | 1.918 | |
| Verrechnung mit passiven latenten Steuern | $-1.001$ | $-963$ |
| 859 | 955 |
Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 537), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 70), LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 220), LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien (TEUR 170), LS of South Africa Radio
Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika (TEUR 112) und RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 26). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.
Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich, Südafrika und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über zehn bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre bzw. unbegrenzt genutzt werden.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von fünf Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Basis für die Beurteilung ist die vom Vorstand aufgestellte und durch den Aufsichtsrat bestätigte Planung. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 19,76 Mio. (i. V. EUR 14,94 Mio.) keine aktiven latenten Steuern gebildet.
Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Über fünf Jahre | 4.292 | 0 |
| Über zwanzig Jahre | 0 | 5.951 |
| Unbefristet | 15.472 | 8.991 |
| $\mathbf{1 9 . 7 6 4}$ | $\mathbf{1 4 . 9 4 2}$ |
Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Steuervorteile aus Verlustvorträgen wird vor dem Hintergrund der aktuellen Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet.
Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und realisierbaren Nettoveräußerungswerten bilanziert. Dabei wird bei den Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen von gewogenen Durchschnittspreisen ausgegangen. Soweit erforderlich, werden Gängigkeits- und Altersabschläge vorgenommen. Die unfertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind. In den Vorräten sind unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 829 (i. V. TEUR 404) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 487 (i. V. TEUR 589) sowie geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 20) enthalten.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.522 | 8.370 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.489 | 2.975 |
| Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | 18 | 26 |
| $\mathbf{9 . 0 2 9}$ | $\mathbf{1 1 . 3 7 1}$ |
Die Forderungen sind zum Transaktionspreis erstbewertet und zu fortgeführten Anschaffungskosten folgebewertet. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen und Wertminderungen gemäß dem vereinfachten Wertminderungsmodell nach IFRS 9 in ausreichender Höhe berücksichtigt.
Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen nach IFRS 9 waren im Berichtsjahr keine (i. V. TEUR 153) zu verzeichnen.
Erträge aus der Auflösung der Wertminderungen nach IFRS 9 waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 120 (i. V. TEUR 58) zu verzeichnen (H.1.).
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter „Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. „Sonstige betriebliche Erträge" in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Forderungen werden ausgebucht, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden.
Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet.
Zum 30.09.2024 dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6,84 Mio. durch eine Globalzession in Form einer Forderungsabtretung der Besicherung eines im Geschäftsjahr 2023/2024 abgeschlossenen Bankkredits. Für weitere Informationen zu dem Bankkredit verweisen wir auf die Erläuterungen in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (D. 19). Im Vorjahr unterlagen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einer Forderungsabtretung.
Ein Vertragsvermögenswert ist der Rechtsanspruch des Konzerns auf eine Gegenleistung für von ihm an den Kunden übertragene Güter und Dienstleistungen, sofern dieser Anspruch nicht allein an den Zeitablauf geknüpft ist. Jeder unbedingte Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung wird gesondert als Forderung ausgewiesen. Die Vertragsvermögenswerte sind um erhaltene Anzahlungen gemindert.
Es wird regelmäßig überprüft, ob ein Vertragsvermögenswert im Wert gemindert ist. Wertberichtigungen auf die Vertragsvermögenswerte wurden im Berichtsjahr in Höhe von in TEUR 455 (i. V. TEUR 282) vorgenommen.
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IFRS 9 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten.
Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl aus den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch aus dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. In Abhängigkeit der Ausprägung dieser Bedingungen ergibt sich die Folgebewertung:
Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Die Buchwerte der Finanzinstrumente stellen einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 6 | 104 |
| Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten | 7.074 | 4.823 |
| 7.080 | 4.927 |
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Zum 30. September 2024 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von EUR 2,95 Mio. (i. V. EUR 2,45 Mio.), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren.
Die Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Steuern vorn Einkommen und vorn Ertrag | 15 | 27 |
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuererstattungsansprüche | 351 | 344 |
| Übrige Forderungen | 155 | 98 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 486 | 602 |
| 992 | 1.044 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Fremdleistungen, Wartung sowie Softwarenutzung. In den übrigen Forderungen sind überwiegend geleistete Anzahlungen sowie Kautionen enthalten.
16. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
| 00.002024 | 00.002025 | |
| Sonstige | 13 | 27 |
| 13 | 27 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Vorschüsse in Höhe von TEUR 13 (i. V. TEUR 9). Zum 30.09.2024 entfallen keine (i. V. TEUR 18) sonstige Forderungen auf diese Position.
Das Eigenkapital beträgt zum 30.09.2024 EUR 14,32 Mio. und verzeichnete einen Rückgang um EUR 3,66 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 17,98 Mio.). Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.817.000,00 und ist in 5.817.000 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.793.000 (i. V. 5.793.000).
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. März 2022 dazu ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. März 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen.
Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.
Die Gewinnrücklagen beinhalten Rücklagen für eigene Anteile in Höhe von TEUR 49 sowie andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 129. Die Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht verändert.
Der Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse.
Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung, durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist.
Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde am 07. März 2024 wirksam und gilt bis zum 06. März 2029. Die Gesellschaft wird im Rahmen der gesetzlichen Grenzen ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt $10 \%$ des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns bezieht sich auf das Eigenkapital laut Konzern-Bilanz und umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur.
Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor.
Es handelt sich um Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bestehen. Die Leistungsverpflichtungen werden bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses beim Eintritt in den Ruhestand in Form einer Einmalzahlung fällig, wobei sich die individuelle Leistungshöhe insbesondere nach dem Gehaltsniveau sowie der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen bemisst. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Eintritt in den Ruhestand verfällt der Anspruch des Arbeitnehmers.
Die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) sowie unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehaltstrends und biometrischer Rechnungsgrundlagen bewertet.
Die Verpflichtung des Unternehmens aus leistungsorientierten Plänen bei der LS telcom SAS beträgt zum 30.09.2024 TEUR 255 (i. V. TEUR 234).
| in TEUR | $2023 / 2024$ | $2022 / 2025$ |
|---|---|---|
| Anfangsbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 234 | 231 |
| Dienstzeitaufwand | 10 | 40 |
| Lebenserwartung | 12 | 0 |
| Zinsaufwand Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Neubewertung |
0 | -24 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung des Zinssatzes |
-1 | -13 |
| Endbestand der leistungsorientierten Verpflichtung | 255 | 234 |
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zum 30. September 2024 zugrunde gelegt wurden, sind ein Abzinsungszinssatz von 3,4 \% (i. V. 3,7\%) sowie eine erwartete prozentuale Gehaltssteigerung von 1,0 \% (i. V. 2,0 \%). Die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten sowie die Wahrscheinlichkeiten eines vorzeitigen Austritts des Arbeitnehmers aus dem Unternehmen basieren auf landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.
Die mit den leistungsorientierten Versorgungsplänen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die finanziellen Risiken wie Marktpreisrisiken, durch welche der Rechnungszinsfuß beeinflusst werden kann, sowie Inflationsrisiken, die Auswirkungen auf den Gehaltstrend haben können.
Zur Ermittlung des Verpflichtungsumfangs werden zum jeweiligen Bilanzstichtag der Rechnungszins anhand von aktuellen Kapitalmarktdaten sowie langfristigen Trendannahmen für die zu erwartenden Gehaltssteigerungen nach dem Prinzip der bestmöglichen Schätzung festgelegt. Der Berechnung des Anwartschaftsbarwertes der Verpflichtung liegen die vorgenannten Annahmen zugrunde.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz sowie die erwartete Gehaltserhöhung. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind.
Wenn der Abzinsungssatz um 100 Basispunkte steigt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 20 (i. V. um TEUR 18) vermindern. Wenn der Abzinsungssatz um 100 Basispunkte sinkt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 23 (i. V. um TEUR 21) erhöhen. Wenn die erwartete Gehaltserhöhung um $1 \%$ höher ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 25 (i. V. um TEUR 19) erhöhen. Wenn die erwartete Gehaltserhöhung um 1 \% niedriger ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um TEUR 22 (i. V. um TEUR 18) vermindern.
Es handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2024 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.856 | 4.476 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 676 | 210 |
| $\mathbf{1 0 . 5 3 2}$ | $\mathbf{4 . 6 8 6}$ |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von EUR 4,91 Mio. gesichert. Siehe hierzu auch bei „Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D. 26.).
Der Konzern hat am 8. Mai 2020 über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Förderdarlehen im Rahmen des KfW Sonderprogramms 2020 über EUR 7,90 Mio. erhalten. Der Zinssatz von 1,00\% p.a. ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der Unterstützung der Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie. Das Darlehen wurde am 25. Mai 2020 in voller Höhe ausgezahlt. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand wurde zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. In Höhe von TEUR 6 besteht eine passive Rechnungsabgrenzung für die Zinsvergünstigung.
Des Weiteren wurde dem Konzern am 27. April 2023 ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm „Liquiditätskredit" in Höhe von EUR 3,0 Mio. gewährt. Der Zinssatz von 4,24 \% p.a. ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Das Darlehen dient der Betriebsmittelfinanzierung und wurde am 25. Mai 2023 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden
Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Am 26.03.2024 hat der Konzern über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ein Darlehen der L-Bank aus dem Programm Liquiditätskredit in Höhe von EUR 7,0 Mio. aufgenommen. Der Zinssatz ist mit 4,5 \% p.a. für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der Betriebsmittelfinanzierung. Das Darlehen wurde zum 28.03.2024 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das Darlehen wurde zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Der Vertrag beinhaltet als Besicherung im Rahmen einer Globalzession eine Forderungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEUR 174 besteht eine passive Rechnungsabgrenzung für die Zinsvergünstigung.
Die Bedingungen der L-Bank Liquiditätsdarlehen verpflichten den Konzern zur Einhaltung von zwei Finanzkennzahlen (Covenants), der Mindest-Eigenmittelquote und dem Netto-Verschuldungsgrad. Berechnungsbasis ist der vom Wirtschaftsprüfer testierte Konzernjahresabschluss. Eine Verletzung dieser Kennzahlen kann ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber auslösen. Zum 30.09.2024 wurde eine Kennzahl nicht eingehalten. Mit dem Kreditgeber wurde infolgedessen eine Waiver-Vereinbarung geschlossen, dass die Nichteinhaltung der Financial Covenants per 30.09.2024 geduldet werden und hieraus keine Rechte hergeleitet werden. Darüber hinaus wurde für den nächsten Überprüfungszeitpunkt 30.09.2025 eine moderate Absenkung der einzuhaltenden Mindest-Eigenmittelquote vereinbart.
Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob die Definition eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16 erfüllt ist. Der Konzern ist ausschließlich als Leasingnehmer und nicht als Leasinggeber tätig. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit.
Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ergeben sich aus dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, sowie den entstandenen anfänglichen direkten Kosten und den vom Leasinggeber gewährten Mietanreizen. In der Folge wird das Nutzungsrecht linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Nichtleasing- und Leasingkomponenten werden grundsätzlich nicht getrennt voneinander bilanziert.
Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeit bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen umfassen ausschließlich feste Leasingzahlungen. Bei der Berechnung des Barwerts bei Gebäudeleasingverhältnissen wird der zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns jeweils geltende Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers verwendet, der sich bei den derzeit bilanzierten Gebäudeleasingverhältnissen aufgrund des aktuellen Marktzinses auf 4,15 \% (vorher 2,0 \%) beläuft. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert, d. h. die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlung aufgeteilt. Der Zinsanteil wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Unter die Leasingverhältnisse fallen insbesondere Gebäudeleasingverhältnisse sowie Sachanlagenleasingverhältnisse.
Die Leasingverbindlichkeiten werden je nach Fälligkeit unter den langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Das Wahlrecht, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) und für Leasingverhältnisse für Vermögenswerte von geringem Wert kein Nutzungsrecht und keine Leasingverbindlichkeit anzusetzen, wird ausgeübt. Vermögenswerte von geringem Wert sind im Konzern jene Leasinggegenstände mit einem Anschaffungsneuwert von bis zu TEUR 5. Diesbezügliche Leasingaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzt.
IFRS 16 wird nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet.
In der Bilanz werden nachfolgend aufgeführte Posten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen ausgewiesen:
| in TEUR | Buchwert nach IFRS 16 30.09.2024 | Buchwert nach IFRS 16 30.09.2023 |
|---|---|---|
| Nutzungsrechte an | ||
| Software (Erläuterung D. 3.) | 16 | 0 |
| Geschäftsbauten (Erläuterung D. 5.) | 662 | 373 |
| PKW (Erläuterung D. 5.) | 116 | 47 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Erläuterung D. 5.) | 80 | 5 |
| Computerzubehör (Erläuterung D. 5.) | 163 | 118 |
| 1.037 | 543 | |
| Leasingverbindlichkeiten | ||
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten (Erläuterung D. 26.) | 386 | 348 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten (Erläuterung D. 19.) | 676 | 210 |
| 1.062 | 558 |
Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres betrugen TEUR 976 (I. V. TEUR 127). Die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte betrugen TEUR 476 (i. V. TEUR 472).
Die Gesamtergebnisrechnung zeigt folgende Beträge im Zusammenhang mit den Leasingverhältnissen:
| in TEUR | 30.09.2024 | 30.09.2023 |
|---|---|---|
| Abschreibung auf Nutzungsrechte | ||
| Software | 3 | 0 |
| Geschäftsbauten | 357 | 374 |
| PKW | 50 | 41 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15 | 15 |
| Computerzubehör | 51 | 42 |
| Gesamtt | 476 | 472 |
| Zinsaufwendungen | 22 | 12 |
| Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Vermögenswerten | 107 | 119 |
| Aufwendungen im Zusammenhang mit geringwertigen Wirtschaftsgütern | 1 | 1 |
Verlängerungsoptionen werden in der Laufzeit berücksichtigt, wenn der Konzern mit hinreichender Sicherheit von einer Verlängerungsoption des Leasingsverhältnisses Gebrauch machen wird. Die Laufzeit eines Leasingverhältnisses wird angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt wird, die in der ursprünglichen Einschätzung nicht berücksichtigt war.
Der Konzern mietet verschiedene Bürogebäude sowie Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von ein bis neun Jahren abgeschlossen, können
jedoch Verlängerungsoptionen enthalten. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden bei der Bestimmung der Laufzeit dann berücksichtigt, wenn die Ausübung der Optionen als hinreichend sicher beurteilt wird. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten am Bereitstellungsdatum werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen bzw. Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Eine Neubeurteilung der ursprünglich getroffenen Einschätzung erfolgt dann, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt und wenn dies die bisherige Beurteilung beeinflussen kann, sofern das wesentliche Ereignis oder die Änderung der Umstände im Einflussbereich des Leasingnehmers liegt. Die Beurteilung wird spätestens überprüft, wenn eine Verlängerungs- oder Kündigungsoption tatsächlich ausgeübt (oder nicht ausgeübt) wird. Die Leasingverträge enthalten keine Kreditbedingungen, jedoch dürfen geleaste Vermögenswerte nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden.
Es handelt sich in Höhe von TEUR 259 (i. V. TEUR 779) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden.
Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Stand am 01.10. (vor Verrechnung) | 4.034 | 3.857 |
| Währungseffekte | -21 | -60 |
| Zunahme | 497 | 237 |
| Abnahme | 0 | 0 |
| 4.510 | 4.034 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.001 | -963 |
| Stand am 30.09. | 3.509 | 3.071 |
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Posten zu passiven latenten Steuern:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2023 |
|---|---|---|
| Entwicklungskosten | 3.119 | 3.108 |
| Anlagevermögen | 218 | 181 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 4 |
| Vertragsvermögenswerte | 1.082 | 697 |
| Sonstige langfristige Vermögensgegenstände | 71 | 71 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -52 | -93 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 67 | 66 |
| 4.510 | 4.034 | |
| Verrechnung mit aktiven latenten Steuern | -1.001 | -963 |
| 3.509 | 3.071 |
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.
Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst.
Über die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:
| in TEUR | $\begin{gathered} \text { Starn } \ 30.09 .2024 \end{gathered}$ | Währungs- differenzell |
Verbrucht | Auflösung | Zuführung | $\begin{gathered} \text { Starn } \ 30.09 .2024 \end{gathered}$ |
| Steuerrückstellungen | 209 | -10 | 202 | 0 | 95 | 92 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||||
| Personal | 53 | 0 | 22 | 31 | 26 | 26 |
| Ausstehende Rechnungen | 222 | 0 | 217 | 5 | 15 | 15 |
| Übrige | 75 | 0 | 44 | 5 | 0 | 26 |
| $\mathbf{3 5 0}$ | 0 | $\mathbf{2 8 3}$ | 41 | 41 | 67 | |
| Gesamt | $\mathbf{5 5 9}$ | -10 | $\mathbf{4 8 5}$ | 41 | 136 | 159 |
Zum 30.09.2024 liegen keine Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen vor.
Die auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2023 |
|---|---|---|
| Vertragsverbindlichkeiten | 409 | 392 |
| Sonstige erhaltene Anzahlungen | 920 | 406 |
| 1.329 | 798 |
Aus im Vorjahr passivierten erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 599 Umsatzerlöse realisiert (i. V. EUR 1,23 Mio.).
Erhaltene Anzahlungen auf Vertragsvermögenswerte werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit dem Posten Vertragsvermögenswerte saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Konzerns, einem Kunden Güter oder Dienstleistung zu übertragen, für die er von diesem eine Gegenleistung empfangen (bzw. noch zu empfangen) hat. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatz erfasst, sobald der Konzern die vertraglichen Leistungen erfüllt.
Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2025$ |
|---|---|---|
| Gesamtbetrag der erhaltenen Zahlungen | 4.285 | 3.369 |
| davon mit Vertragsvermögenswerten saldiert | 2.956 | 2.571 |
| 1.329 | 798 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2025$ |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritten | 2.433 | 2.298 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen | 0 | 99 |
| 2.433 | 2.397 |
Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
Sie setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2025$ |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 386 | 348 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.445 | 3.596 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 1 | 1 |
| 1.832 | 3.945 |
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen die nach IFRS 16 aktivierten Leasing-Verhältnisse (siehe B. Rechnungslegungsgrundsätze). In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von EUR 4,91 Mio.gesichert. Siehe hierzu auch bei „Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D. 19.).
Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2023$ |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 497 | 547 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 182 | 172 |
| Personalverpflichtungen | 2.808 | 3.158 |
| Abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen | 3.037 | 2.580 |
| Übrige sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 19 | 16 |
| $\mathbf{6 . 5 4 3}$ | $\mathbf{6 . 4 7 3}$ |
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IFRS 15. Umsätze für Produktverkäufe werden mit Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden realisiert.
Der Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden liegen die folgenden fünf Stufen zugrunde:
Der Umsatzrealisierung liegt eine Aufteilung des Transaktionspreises aus dem Kundenvertrag auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise einzelner Leistungsverpflichtungen zugrunde. Der Transaktionspreis wird um erwartete Rabatte und andere ähnliche Abzüge wie Skonti gekürzt.
Sämtliche Projekte werden auf Basis des fünf Stufen Modells bei einem Auftragsvolumen über einem bestimmten Schwellenwert einzeln untersucht und in Abhängigkeit von den individualvertraglichen Regelungen sowie der Rechtslage im jeweiligen für die Vertragsbedingungen relevanten Land beurteilt, ob die eigenständigen Leistungsverpflichtungen zeitraum- oder zeitpunktbezogen zu realisieren sind. Projekte unterhalb des Schwellenwerts werden als unwesentlich eingestuft und wie Projekte, die innerhalb eines Geschäftsjahres erfüllt werden, zeitpunktbezogen realisiert. Im Allgemeinen ist dies der Zeitpunkt des Übergangs von Chancen und Risiken nach Maßgabe der vereinbarten Incoterms. Die Zahlungsbedingungen
sehen dabei typischerweise Zahlungsziele von 30 Tagen vor, mit einzelnen Kunden bestehen gesondert vereinbarte Fälligkeiten, die ebenfalls im kurzfristigen Bereich liegen. Es bestehen keine variablen Gegenleistungen.
Umsätze aus Wartungsgeschäften werden mit Erbringung der Leistungen (z.B. Upgrades, technischer Support und Telefon-Support) zeitraumbezogen erfasst.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur „Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 14,8 Mio. (i. V. EUR 14,2 Mio.) Wartungserlöse und mit EUR 22,1 Mio. (i. V. EUR 27,5 Mio.) Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen.
Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades von Projekten die zeitraumbezogen realisiert werden, bemisst sich anhand der bisher auf den Kunden übertragenen Güter und Dienstleistung, die sich im Wesentlichen anhand der bereits erbrachten Leistung, den erreichten Leistungszielen oder den gelieferten Einheiten berechnen lassen. Der zu realisierende Umsatzanteil wird dabei durch das bisher erbrachte Leistungsvolumen im Verhältnis zu den verbleibenden zugesagten Gütern und Dienstleistungen bemessen (Output-orientierte Methode).
Mit der Output-orientierten Methode lassen sich die Fertigstellungsgrade für die Projekte der LS telcom am zuverlässigsten messen, weil sich das erreichte Leistungsziel anhand der einzelnen Arbeitspakete genau ermitteln lässt.
Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in Höhe von EUR 15,7 Mio. (i. V. EUR 16,9 Mio.) zeitraumbezogen und in Höhe von EUR 21,2 Mio. (i. V. EUR 24,8 Mio.) zeitpunktbezogen realisiert.
3. Sonstige betriebliche Erträge
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Währungsgewinne | 211 | 738 |
| Verbrauch von Drohverlusten und Nachlaufkosten | 40 | 341 |
| Auflösung von Rückstellungen | 41 | 31 |
| Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 309 | 84 |
| Investitionszuschüsse | 0 | 67 |
| Erträge aus aufgelösten Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | 120 | 58 |
| Sonstige Erträge | 219 | 153 |
| $\mathbf{9 4 0}$ | $\mathbf{1 . 4 7 2}$ |
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge aus Ausbuchung von Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen Auflösungen aus Personalrückstellungen.
4. Aktivierte Eigenleistungen
Sie beinhalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware (vgl. D.3).
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen für abgeschlossene Entwicklungsprojekte | 1.806 | 430 |
| Aktivierte Eigenleistungen in Entwicklung | 2.652 | 5.124 |
| 4.458 | 5.554 |
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Waren | 3.033 | 2.767 |
| Aufwendungen für Fremdleistungen | 5.374 | 8.463 |
| 8.407 | 11.230 |
Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 20.315 | 20.015 |
| Soziale Abgaben | 3.605 | 3.357 |
| 23.920 | 23.372 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (FTE) | 291 | 279 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 308 | 296 |
| davon in Teilzeit | 49 | 50 |
| davon in Vollzeit | 259 | 246 |
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibung von Sachanlagen | 1.068 | 1.267 |
| Planmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten | 4.553 | 3.850 |
| Außerplanmäßige Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten | 144 | 0 |
| Summe Abschreibungsaufwand | 5.765 | 5.117 |
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Vertriebs- und Reisekosten | 1.965 | 1.989 |
| Kursverluste | 544 | 1.432 |
| Reparatur- und Instandhaltungskosten | 541 | 557 |
| Verwaltungskosten | 856 | 786 |
| Rechts- und Beratungskosten | 936 | 626 |
| Wertminderungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 88 | 153 |
| Gebäude- und Grundstückskosten | 464 | 518 |
| Versicherungen und Beiträge | 304 | 288 |
| Nebenkosten des Geldverkehrs | 131 | 100 |
| Börsen-, Abschluss- und Prüfungskosten | 338 | 324 |
| Freiwillige Sozialleistungen und Fortbildungskosten | 212 | 530 |
| Aufsichtsratsvergütung | 102 | 92 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 429 | 468 |
| 6.910 | 7.863 |
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 48 | -65 |
| Zinserträge | 29 | 23 |
| Zinsaufwendungen | 506 | 286 |
| $\mathbf{- 4 2 9}$ | $\mathbf{- 3 2 8}$ |
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd., (TEUR 64) und der SlivaCom d.o.o. (TEUR -16).
Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.
Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen. Aus den Leasingverbindlichkeiten resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 22.
Die Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Aufwand (i. V. Aufwand) aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | $2023 / 2024$ | $2022 / 2023$ |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 331 | 556 |
| Latente Steuern | 525 | 281 |
| $\mathbf{8 5 6}$ | $\mathbf{8 3 7}$ |
Der Aufwand (i. V. Aufwand) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | $2023 / 2024$ | $2022 / 2023$ |
|---|---|---|
| Veränderung der Unterschiede nationale Handels- und Steuerbilanz | 4 | 12 |
| IFRS-Anpassungen | ||
| Leasing | $-13$ | 24 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -86 | 112 |
| Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung | 1 | -8 |
| Entwicklungskosten | -21 | 482 |
| Langfristige Rückstellungen | -5 | 11 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 145 | -107 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0 | -6 |
| Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen | 0 | 23 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 33 | -126 |
| Vertragsvermögenswerte | 409 | 9 |
| Anpassung Fremdwährungsforderungen | 0 | -145 |
| Unterschiede aus Anlagevermögen | 58 | 0 |
| 525 | 281 |
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand bzw. -ertrag und dem rechnerischen Steueraufwand bzw. -ertrag, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von $28 \%$ (i. V. $28 \%$ ) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2021/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern | $-2.722$ | 702 |
| Rechnerischer Steueraufwand (28\%) | $-762$ | 196 |
| Nicht angesetzte Verluste des Geschäftsjahres | 1.488 | 154 |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | 35 | 205 |
| Auflösung Wertberichtigung auf Aktivierung von Verlustvorträgen | 0 | $-4$ |
| Verbrauch Verlustvorträge | $-27$ | $-135$ |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 83 | 16 |
| Steuerfreie Einnahmen | $-21$ | 18 |
| Ausländische Quellensteuer | 188 | 289 |
| Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 30 | 4 |
| Unterschiedliche Steuersätze | $-129$ | $-144$ |
| Unterschiede aus Schuldenerlass | 0 | 235 |
| Sonstiges | $-29$ | 3 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 856 | 837 |
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag $28 \%$ und errechnet sich wie folgt:
| Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von $360 \%$ | $12,6 \%$ |
|---|---|
| Körperschaftsteuer (15\% vom Gewinn nach Gewerbesteuer) | $15,0 \%$ |
| Solidaritätszuschlag (5,5\% der Körperschaftsteuer) | $0,8 \%$ |
| Tarifbelastung | $28,4 \%$ |
| Gerundet | $28 \%$ |
Zur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.793.000 (i. V. 5.793.000). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf EUR -3,60 Mio. (i. V. TEUR -213). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie (unverwässert) von EUR -0,62 (i. V. EUR -0,04). Verwässernde Effekte liegen nicht vor.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.
Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2025 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 7.080 | 4.927 |
| Kontokorrentkredite | $-1$ | $-1$ |
| 7.079 | 4.926 |
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.26.).
Die Überleitungsrechnung zur Veränderung von Finanzverbindlichkeiten gem. IAS 7 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 30.09 .2023 | Zahlungswirksam | Nicht zahlun | 30.09 .2024 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.073 | 3.336 | $-108$ | 11.301 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 558 | $-465$ | 969 | 1.062 |
| Gesamt | 8.632 | 2.871 | 861 | 12.364 |
| in TEUR | 30.09 .2023 | Zahlungswirksam, $\star$ | Nicht zahlun | 30.09 .2024 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.667 | 334 | 72 | 8.073 |
| Kontokorrentkredite gegenüber Kreditinstituten | 2 | $-1$ | 0 | 1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 938 | $-476$ | 96 | 558 |
| Gesamt | 8.607 | $-143$ | 168 | 8.632 |
*) Die Darstellung der Überleitungsrechnung zur Veränderung von Finanzverbindlichkeiten war im Geschäftsjahr 2022/2023 um EUR 2,97 Mio. zu niedrig ausgewiesen. In diesem Geschäftsjahr wurde die
Tabelle des Vorjahres mit den korrigierten Werten veröffentlicht, daher ergeben sich Abweichung zum Vorjahresbericht.
Der LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, als die für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortliche Unternehmensinstanz, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in „Hardwarenahe Systeme", „Dienstleistungen" und „Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaBen charakterisiert werden:
Das Segment „Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In „Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sen-der- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.
Unter „Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trai-nings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektren, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen.
Das Segment „Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Wartungsgeschäft und das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.
Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2024 |
Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitern | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 5.807 | 7.725 | 23.365 | 0 | 36.897 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 126 | 136 | 678 | 0 | 940 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 25 | 0 | 4.433 | 0 | 4.458 |
| Investitionen | 462 | 290 | 5.312 | 71 | 6.135 |
| Materialaufwand | 2.576 | 2.689 | 3.142 | 0 | 8.407 |
| Personalaufwand | 2.282 | 3.070 | 18.568 | 0 | 23.920 |
| Abschreibungen | 350 | 200 | 5.215 | 0 | 5.765 |
| Segmentergebnis | $-321$ | 365 | $-2.337$ | 0 | $-2.293$ |
| Vermögenswerte des Segments | 3.751 | 4.918 | 31.331 | 1.168 | 41.168 |
| Schulden des Segments | 1.945 | 2.550 | 16.246 | 6.110 | 26.851 |
| in TEUR Geschäftsjahr zum 30.09.2024 |
Hardwarenahe Systeme | Dienstleistungen | Softwaresysteme | Überleitern | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit externen Kunden | 6.580 | 6.927 | 28.201 | 0 | 41.708 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 184 | 128 | 1.160 | 0 | 1.472 |
| Aktivierbare Eigenleistungen | 0 | 0 | 5.554 | 0 | 5.554 |
| Investitionen | 145 | 95 | 5.979 | 10 | 6.229 |
| Materialaufwand | 2.800 | 1.938 | 6.492 | 0 | 11.230 |
| Personalaufwand | 2.118 | 3.013 | 18.241 | 0 | 23.372 |
| Abschreibungen | 626 | 163 | 4.328 | 0 | 5.117 |
| Segmentergebnis | 160 | 379 | 491 | 0 | 1.030 |
| Vermögenswerte des Segments | 3.660 | 5.075 | 31.238 | 1.227 | 41.200 |
| Schulden des Segments | 1.436 | 1.992 | 12.261 | 7.535 | 23.224 |
Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen. Die Umsatzerlöse und die Materialaufwendungen sind direkt zuordenbar, indirekt zuordenbare Aufwendungen, wie der allgemeine Anteil der Personalaufwendungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, werden nach vordefinierten Umlageschlüsseln auf die Segmente verteilt. Für die Ermittlung der Umlageschlüssel werden die jeweiligen Umsätze und die Anzahl der Mitarbeiter herangezogen. Die Zuordnung der Vermögenswerte und Schulden auf die Segmente erfolgt anhand der jeweiligen Anzahl an Mitarbeitern.
Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen, wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt.
Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt.
Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten.
Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Im Geschäftsjahr wurde ein Wertminderungsaufwand aus Pauschalwertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen für das Segment Softwaresysteme in Höhe von TEUR 17 (i. V. TEUR 46), für das Segment Dienstleistungen ein Ertrag aus aufgelösten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 29 (i. V. Aufwand in Höhe von TEUR 12) sowie für das Segment Hardwarenahe Systeme ein Ertrag in Höhe von TEUR 20 (i. V. Aufwand in Höhe von TEUR 8) erfasst. Im Segment Softwaresysteme wurden in Höhe von TEUR 144 (i. V. TEUR 0) ergebniswirksame außerplanmäßige Wertkorrekturen auf bereits abgeschlossene Entwicklungsprojekte vorgenommen.
Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragssteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden.
Die Segmentschulden betreffen insbesondere langfristige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns - anhand der Größen kurzfristige finanzielle Verpflichtungen und Leasingverbindlichkeiten sowie den Steuerrückstellungen.
Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR Außen- umsatz |
Inland | Eismann | Mittlere Partei |
Asien/ Politik |
Afrika | Nord- und Süde- umsi |
Gezorgd |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023/2024 | 4.747 | 7.638 | 3.331 | 6.355 | 7.164 | 7.662 | 36.897 |
| 2022/2023 | 4.294 | 9.471 | 3.927 | 9.495 | 6.382 | 8.139 | 41.708 |
Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat 1 Kunde mit EUR 3,84 Mio. (i. V. 1 Kunde mit EUR 4,19 Mio.) $10 \%$ oder mehr zum Konzern-Umsatz beigetragen. Dieser Kunde ist dem Segment Softwaresysteme zuzuordnen.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| in TEUR Langfristige Vermögenswerte |
$30.09 .3030$ | $30.09 .3037$ |
|---|---|---|
| Inland | 14.875 | 14.994 |
| Europa | 972 | 1.096 |
| Afrika | 285 | 182 |
| Nordamerika | 4.928 | 5.147 |
| Mittlerer Osten | 101 | 125 |
| Australien | 288 | 26 |
| Asien | 121 | 19 |
| 21.570 | 21.589 |
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- oder Firmenwert, die Sachanlagen sowie die sonstigen langfristigen Vermögenswerte.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IFRS 9 und der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:
| in TEUR | Bilanzposten 30.09.2024 | Buchwerte Finanzinstrumente zum Fair Value bewertet | Buchwerte übrige | |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 16 | 0 | 16 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.540 | 0 | 5.540 | 0 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.489 | 0 | 3.489 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 13 | 0 | 13 | 0 |
| Zahlungsmittel | 7.080 | 0 | 7.080 | 0 |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.532 | 0 | 10.532 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.433 | 0 | 2.433 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 409 | 0 | 409 | 0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.832 | 0 | 1.832 | 0 |
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten zwei Liquiditätsdarlehen der L-Bank aus dem Programm Liquiditätskredit in Höhe von EUR 9,86 Mio. (i. V. TEUR EUR 3,00 Mio.). Im Vorjahr beinhalteten die langfristigen Verbindlichkeiten noch ein Förderdarlehen im Rahmen des KfW Sonderprogramms 2020 in Höhe von EUR 1,48 Mio.
Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet:

Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 die folgenden Werte:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2023 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Vermögenswerte) | 16.138 | 16.341 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schulden) | 15.206 | 8.421 |
Das in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 3020.2024 | 3020.2023 |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IFRS 9) | $-175$ | $-22$ |
| $-175$ | $-22$ |
In der Nettoposition sind Auflösungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 0) sowie aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge in Höhe von TEUR 82 (i. V. TEUR 0) enthalten.
Zugeführt wurden TEUR 0 (i. V. TEUR 153). Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen nach IFRS 9 in Höhe von TEUR 120 (i. V. TEUR 58) enthalten.
Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR Zinsergebnis zur Finanzinstrumenten |
$2023 / 2024$ | $2022 / 2023$ |
|---|---|---|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | -477 | -263 |
| -477 | -263 |
Der LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht.
Die LS telcom AG beurteilt auf zukunftsgerichteter Basis die mit ihren Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, verbundenen erwarteten Verluste. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos, jedoch kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 3).
Bei der Beurteilung, ob es seit erstmaliger Erfassung zu einer signifikanten Erhöhung des Ausfallsrisikos kam, berücksichtigt die LS telcom AG sowohl qualitative als auch quantitative Informationen, die verfügbar und entscheidungsrelevant sind, eine solche Beurteilung zu unterstützen. Dies beinhaltet sowohl historische als auch zukünftige Informationen. Folgende Faktoren werden bei der Einstufung des Ausfallrisikos berücksichtigt.
Unabhängig von der oben beschriebenen Beurteilung, wird im Fall eines Rückstands vertraglich vereinbarter Zahlungen von mehr als 30 Tagen von einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos ausgegangen, sofern keine verfügbaren und entscheidungsrelevanten Informationen das Gegenteil besagen. Der Konzern überwacht in regelmäßigen Abständen, ob die genannten Kriterien bei der Beurteilung des Ausfallrisikos weiterhin angemessen sind und passt diese, sofern nicht mehr zutreffend, entsprechend an.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten wendet die LS telcom AG den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz an, nach dem für alle Instrumente unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Das bedeutet, es erfolgt eine pauschale Zuordnung zu Stufe 2 bei Zugang und ein Transfer in Stufe 3, soweit objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen. Eine Zuordnung zu Stufe 1 ist untersagt.
Objektive Hinweise für eine Wertminderung können in folgenden Situationen bestehen:
Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte.
Zur Bemessung der erwarteten Verluste werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte auf Basis der Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf historischen Ausfällen sowie aktuellen und zukunftsorientierten Informationen zu makroökonomischen Faktoren, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Zudem wurden die Risiken, die das projektspezifische Geschäftsmodell sowie die Geschäftstätigkeit im Ausland, berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte eine Neubewertung der erwarteten Verlustraten.
Auf dieser Grundlage wurde die Wertminderung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wie folgt ermittelt:
Altersstruktur der nicht gemäß Stufe 3 wertgeminderten Forderungen und Vertragsvermögenswerte
| in TEUR Altersstruktur Forderungen und Vertragsvermögenswerte 30.09.2024 |
Bruttge buchwert | Erwartete Verlustrate |
Wertminderung |
|---|---|---|---|
| nicht überfällig oder bis 30 Tage überfällig | 7.440 | $1 \%$ | 74 |
| 31 bis 120 Tage überfällig | 438 | $5 \%$ | 22 |
| 121 bis 180 Tage überfällig | 13 | $10 \%$ | 1 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 205 | $10 \%$ | 21 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 539 | $20 \%$ | 108 |
| Summe | 8.635 | 226 |
| in TEUR Altersstruktur Forderungen und Vertragsvermögenswerte 30.09.2023 |
Bruttge buchwert | Erwartete Verlustrate |
Wertminderung |
|---|---|---|---|
| nicht überfällig oder bis 30 Tage überfällig | 7.456 | $1 \%$ | 75 |
| 31 bis 120 Tage überfällig | 1.737 | $5 \%$ | 87 |
| 121 bis 180 Tage überfällig | 462 | $10 \%$ | 46 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 248 | $30 \%$ | 74 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 161 | $40 \%$ | 64 |
| Summe | 10.064 | 346 |
Die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | Stufe2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|
| Stand zum 30.09.2022 gemäß IFRS 9 ermittelt | 284 | 1.157 | 1.441 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | $-58$ | 0 | $-58$ |
| Neu gebildete Wertberichtigungen | 153 | 0 | 153 |
| Transfer von Stufe 2 zu 3 | 0 | 0 | 0 |
| Transfer von Stufe 3 zu 2 | 0 | 0 | 0 |
| Aufgrund von Uneinbringlichkeit während des Geschäftsjahres abgeschriebene Beträge | 0 | 0 | 0 |
| Währung | $-33$ | $-83$ | $-116$ |
| Stand zum 30.09.2023 gemäß IFRS 9 ermittelt | 346 | 1.074 | 1.420 |
| Nicht in Anspruch genommene, aufgelöste Beträge | $-120$ | 0 | $-120$ |
| Neu gebildete Wertberichtigungen | 0 | 0 | 0 |
| Transfer von Stufe 2 zu 3 | 0 | 0 | 0 |
| Transfer von Stufe 3 zu 2 | 0 | 0 | 0 |
| Aufgrund von Uneinbringlichkeit während des Geschäftsjahres abgeschriebene Beträge | 0 | $-82$ | $-82$ |
| Währung | 0 | 27 | 27 |
| Stand zum 30.09.2024 gemäß IFRS 9 ermittelt | 226 | 1.019 | 1.245 |
Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom AG verbleibt.
Das Ausfallrisiko aus Zahlungsmitteln sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist gering und es werden keine Kreditverluste erwartet, da die Vertragsparteien Banken mit ausgezeichneten Kreditratings von internationalen Kreditratingagenturen sind.
Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Im Rahmen der Liquiditätsversorgung besteht bei zwei L-Bank Darlehen in Höhe von EUR 9,86 Mio. die Verpflichtung zur Einhaltung zwei Finanzkennzahlen (Covenants), der Mindest-Eigenmittelquote und des Netto-Verschuldungsgrad. Berechnungsbasis ist der testierte Konzernjahresabschluss, die Überwachung dieser Kennzahlen findet jedoch monatlich statt. Zum 30.09.2024 liegt eine Kennzahl unter den Vorgaben des Kreditgebers. Mit dem Kreditgeber wurde eine Waiver-Vereinbarung geschlossen, dass die Nichteinhaltung der Financial Covenants per 30.09.2024 geduldet werden und hieraus keine Rechte hergeleitet werden. Darüber hinaus wurde für den nächsten Überprüfungszeitpunkt 30.09.2025 eine moderate Absenkung der einzuhaltenden Mindest-Eigenmittelquote vereinbart.
Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen ohne Diskontierung auf die am 30. September 2024 (Vorjahr 30. September 2023) bestehenden Finanzverbindlichkeiten:
| in TEUR 2023/2024 |
Cashflow 2025 |
Cashflow 2025 - 2030 |
Cashflow 2031 fP |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.433 | 0 | 0 | 2.433 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.20.) | 418 | 699 | 0 | 1.117 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.19.) | 0 | 9.404 | 2.073 | 11.477 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.26.) | 1.930 | 0 | 0 | 1.930 |
| 4.781 | 10.103 | 2.073 | 16.957 |
| in TEUR 2022/2023 |
Cashflow 2024 |
Cashflow 2025 - 2030 |
Cashflow 2030 fP |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.397 | 0 | 0 | 2.397 |
| Leasingverbindlichkeiten (D.20.) | 392 | 224 | 0 | 616 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (D.19.) | 0 | 4.172 | 778 | 4.950 |
| Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (D.26.) | 3.755 | 0 | 0 | 3.755 |
| 6.544 | 4.396 | 778 | 11.718 |
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
ca) Währungsrisiko
Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2024 |
Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Buchwerk | Forderungen aus Vertragsvermögens wertet | Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 4.362 | 3.799 | 2.039 | 10 | $-2.433$ | 7.777 |
| CAD | 269 | 76 | 97 | 0 | 0 | 442 |
| THB | 0 | 21 | 0 | 0 | 0 | 21 |
| ZAR | 46 | 17 | 0 | 8 | 0 | 71 |
| USD | 840 | 393 | 0 | 0 | 0 | 1.233 |
| CFA | 0 | 0 | 999 | 0 | 0 | 999 |
| GBP | 190 | 62 | 0 | 0 | 0 | 252 |
| SAR | 70 | 0 | 0 | 0 | 0 | 70 |
| QAR | 0 | 447 | 0 | 0 | 0 | 447 |
| AED | 20 | 551 | 44 | 0 | 0 | 615 |
| AUD | 1.160 | $-3$ | 310 | 0 | 0 | 1.467 |
| INR | 118 | 0 | 0 | 0 | 0 | 118 |
| OMR | 0 | 151 | 0 | 0 | 0 | 151 |
| Sonstige | 5 | 8 | 0 | 0 | 0 | 13 |
| Summe | 7.080 | 5.522 | 3.489 | 18 | $-2.433$ | 13.676 |
| in TEUR Währungsrisiken 50:00 50:00 |
Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Sochswert | Forderungen aus Vertragsvermögens werten | Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete Beschlagnage | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2.558 | 4.877 | 1.811 | 0 | $-2.396$ | 6.850 |
| CAD | 178 | 322 | 57 | 0 | 0 | 557 |
| THB | 0 | 19 | 0 | 0 | 0 | 19 |
| ZAR | 34 | 138 | 0 | 26 | 0 | 198 |
| USD | 1.153 | 1.031 | 33 | 0 | 0 | 2.217 |
| CFA | 0 | 0 | 151 | 0 | 0 | 151 |
| GBP | 106 | 99 | 49 | 0 | 0 | 254 |
| SAR | 132 | 67 | 0 | 0 | 0 | 199 |
| AED | 3 | 469 | 0 | 0 | 0 | 472 |
| AUD | 622 | 1.189 | 874 | 0 | 0 | 2.685 |
| INR | 121 | 0 | 0 | 0 | 0 | 121 |
| OMR | 0 | 159 | 0 | 0 | 0 | 159 |
| HUF | 11 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 |
| Sonstige | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| Summe | 4.927 | 8.370 | 2.975 | 26 | $-2.396$ | 13.902 |
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen, die in der Tabelle aufgeführt sind, um 10 \% gegenüber dem Euro hätte das Jahresergebnis um TEUR 590 (i. V. TEUR 705) verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 \% gegenüber dem Euro hätte das Jahresergebnis um TEUR -590 (i. V. TEUR -705) verschlechtert.
Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich bei den wesentlichen Währungen wie folgt zusammen:
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2024 |
CAD | SAR | USR | GBF | INR | AGB | ASB | OMR | CPA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anstieg von 10 \% gegenüber dem Euro | 44 | 45 | 123 | 25 | 12 | 147 | 62 | 15 | 100 |
| Rückgang von 10 \% gegenüber dem Euro | $-44$ | $-45$ | $-123$ | $-25$ | $-12$ | $-147$ | $-62$ | $-15$ | $-100$ |
| in TEUR Währungsrisiken 30.09.2023 |
CAD | ZAR | USR | GBF | SAR | AGB | ASB | OMR | CPA |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anstieg von 10 \% gegenüber dem Euro | 56 | 20 | 222 | 25 | 20 | 269 | 47 | 16 | 15 |
| Rückgang von 10 \% gegenüber dem Euro | $-56$ | $-20$ | $-222$ | $-25$ | $-20$ | $-269$ | $-47$ | $-16$ | $-15$ |
cb) Zinsrisiken
Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfallbzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2024 bei einer Zinsänderung um + 100 Basispunkte um TEUR 3 (i. V. TEUR 3) erhöhen.
cc) Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage.
Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2024 und 30. September 2023 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen.
Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung:
| in TEUR | 30.09 .2024 | 30.09 .2023 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 113 | 88 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 8 | 5 |
| 121 | 93 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 29 nahestehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.3.).
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assozierten Unternehmen der Gruppe.
Im Geschäftsjahr 2023/2024 bzw. 2022/2023 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
| in TEUR 2022/2023 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 112 | 0 | 112 |
| Materialaufwand | 179 | 0 | 179 |
| Sonstige Aufwendungen | 9 | 224 | 233 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 31 | 31 |
| Forderungen | 11 | 0 | 11 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 29 | 29 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 14 | 14 |
| in TEUR 2022/2023 |
Assoziierte Unternehmen |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8 | 0 | 8 |
| Materialaufwand | 256 | 0 | 256 |
| Sonstige Aufwendungen | 8 | 214 | 223 |
| bezahlte Leasingraten nach IFRS 16 | 0 | 28 | 28 |
| Verbindlichkeiten | 99 | 0 | 99 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 0 | 27 | 27 |
| Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 | 0 | 38 | 38 |
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart.
| in TEUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 171 | 149 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Gesamthonorar | 171 | 149 |
Die Abschlussprüfungsleistungen betrafen Aufwendungen für die Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses der Gesellschaft.
Die Baker Tilly GmbH \& Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 07. März 2024 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 gewählt.
Am 29. November 2023 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vorstand der LS telcom AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermö-gens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender) (bis 07. März 2024)
Prof. Dr. Hans-Peter Burghof
(Professor für Betriebswirtschaftslehre), Stuttgart
Prof. Dr. Winfried Lieber
(Rektor der Universität Offenburg a. D.), Ohlsbach (seit 07. März 2024)
Paul de Schrijver
(Consultant und Finanzvorstand Inetum Realdolmen Belgium), Gent (seit 18. März 2024)
Herr Paul de Schrijver ist Vorsitzender des Verwaltungsrats bei FLOWSPARKS N.V.
Darüber hinaus üben die Mitglieder des Aufsichtsrats keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Georg Schöne
(Sprecher und Vorstand Forschung \& Entwicklung, Personal, Finanzen und Controlling, Investor Relations und Finanzkommunikation, Administration, Rechtswesen, IT, Vertrieb und strategische Entwicklung, Hardwarenahe Systeme und Softwaresysteme, CEO), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Dienstleistungen, Consulting and Engineering Services, Marketing und Public Relations, Business Development, strategische Entwicklung und Vertrieb Dienstleistungen und Vertikalmärkte, COO), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 611 (i. V. TEUR 804) erfasst. Davon betreffen TEUR 611 (i. V. TEUR 609) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 0 (i. V. TEUR 195) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile.
Bei den variablen Vergütungsanteilen handelt es sich um eine kurzfristige Erfolgsvergütung, die sich an den erzielten Planzielen bemisst.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023/2024 Bezüge in Höhe von TEUR 102 (i. V. TEUR 92).
Herr Dr. Georg Schöne hält zum Bilanzstichtag 1.234.843 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 5.873 Aktien.
Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen in unserem separaten Vergütungsbericht.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.
Für die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Bilanzverlust der Gesellschaft beträgt EUR 8,36 Mio.
Lichtenau, 12. Dezember 2024
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
An die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau
Wir haben den Konzernabschluss der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2024, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Die in Abschnitt VI des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EUAPrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzern und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a.) Sachverhalt und Problemstellung
b.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c.) Verweis auf weitere Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch den Vorstand sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
b) Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden und die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden sind. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können.
c) Die Angaben des Konzerns zu den Werthaltigkeitstests sind im Wesentlichen in den Abschnitten D. 1 Anschaffungskostenprinzip* und D.4. „Geschäfts- und Firmenwert" des Konzernanhangs enthalten.
2. Umsatzrealisierung aus Großprojekten
a) Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 hat der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von EUR 36,9 Mio. erwirtschaftet. Diese resultieren überwiegend aus der Bereitstellung von „Softwaresysteme" sowie „Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" und deren Wartung. Umsatzerlöse
werden gemäß IFRS 15 realisiert, wenn der Kunde eine verwertbare Leistung erhalten hat und die Vereinnahmung der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Die Leistungserbringung kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen. Für Leistungen, die im Rahmen von Großprojekten zeitraumbezogen erbracht werden, ist Umsatz für den bis zum Stichtag bewirkten Anteil der Leistung zu realisieren.
Projekte werden bei Abschluss des Kundenvertrages für Zwecke der IFRS Rechnungslegung beurteilt. Ergebnis der Beurteilung ist die Bestätigung der Anwendbarkeit des IFRS 15, die Definition der vereinbarten selbständigen Leistungsverpflichtungen samt Transaktionspreisallokation sowie die Bestimmung, ob die Leistung zeitraum- oder zeitpunktbezogen erfolgt. Im Rahmen der Abschlusserstellungstätigkeiten schätzt der verantwortliche Projektleiter den Fertigstellungsgrad aller selbständigen Leistungsverpflichtungen. Durch Anwendung des Fertigstellungsgrads auf den jeweiligen allokierten Transaktionspreis wird der zu realisierende Umsatz geschätzt.
Aufgrund der notwendigen individuellen Beurteilung des sachgerechten Zeitpunkts der Umsatzrealisierung sowie des bei Großprojekten wesentlichen Betrags einzelner Teilleistungen ist das Risiko wesentlicher Fehler bezüglich der Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Aufgrund der besonderen Bedeutung der zutreffenden Umsatzrealisierung aus Großprojekten haben wir aufbauend auf unsere Systemprüfung, die Darstellung von Großprojekten aussagebezogen geprüft. Wir haben anhand der Projektdokumentation für das Geschäftsjahr 2023/2024 einzelne Projekte durch Kombination aus Zufallsstichproben sowie bewusster Auswahl unter Berücksichtigung eines hohen Abdeckungsgrades der bewussten Auswahl ausgewählt. Für jedes Stichprobenelement haben wir die Beurteilung des Projekts vor dem Hintergrund des IFRS 15 gewürdigt. Wir haben die Konsistenz mit der vertraglichen Grundlage und die Existenz einschlägiger Leistungsnachweise als Basis des Eigentums- bzw. Gefahrenübergangs geprüft. Ergänzend haben wir zur Beurteilung der Leistungserbringung bzw. -abgrenzung Gespräche mit den jeweiligen Projektverantwortlichen bzw. den gesetzlichen Vertretern geführt. Unsere Überzeugung, dass die LS telcom Aktiengesellschaft ihre Projekte in Einklang mit dem IFRS 15 beurteilt und bilanziert, stützt sich auf diese Prüfung.
c) Die Angaben der LS telcom Aktiengesellschaft zur erfolgten Umsatzrealisierung sind in den Abschnitten E.2. und G. des Konzernanhangs wiedergegeben.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der in Abschnitt VI des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefasste Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Wir haben gemäß §317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei „LS_AG_KA-2024-09.30-de.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als „ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat („ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach diesen Vorschriften erstreckt sich unsere Prüfung zudem nicht auf die in der Anlage genannten von der Gesellschaft freiwillig vorgenommenen Auszeichnungen der einzelnen Konzernanhangangaben.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden „Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Wir geben zudem kein Prüfungsurteil zu den in der Anlage genannten von der Gesellschaft freiwillig vorgenommenen Auszeichnungen der einzelnen Konzernanhangangaben ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt „Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-
Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. März 2024 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 als Konzernabschlussprüfer der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Manuel Prinz.
Stuttgart, den 12. Dezember 2024
Baker Tilly GmbH \& Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
Manuel Prinz Jürgen Bechtold
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Bilanz der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau zum 30. September 2024
| LETTIA b. EUR |
Stand am 30.09.2024 | Stand am 30.09.2024 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten | $\begin{array}{r} 64.178,10 \ 64.178,10 \end{array}$ | $\begin{array}{r} 81.208,93 \ 81.208,93 \end{array}$ |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 3.401.994,08 | 3.588.362,31 |
| 2. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 563.209,77 | 601.778,32 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 66.455,26 | 0,00 |
| 4.031.659,11 | 4.190.140,63 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.701.151,10 | 3.701.151,10 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 6.188.051,33 | 6.701.084,21 |
| 3. Beteiligungen | 120.268,43 | 120.268,43 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 15.707,28 | 15.426,54 |
| 10.025.178,14 | 10.537.930,28 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 486.808,07 | 588.770,10 |
| 2. Unfertige Leistungen | 4.532.842,78 | 3.311.442,96 |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 59.279,04 | 32.158,48 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 521,07 | 20.119,37 |
| 5.079.450,96 | 3.952.490,91 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.255.699,11 | 1.668.594,23 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.877.569,42 | 7.388.500,07 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 10.514,08 | 237,94 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 217.068,10 | 177.291,72 |
| 7.360.850,71 | 9.234.623,96 | |
| III. Flüssige Mittel | 3.832.973,45 | 2.910.085,20 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 386.709,73 | 490.882,06 |
| D. Aktive latente Steuern | 588.359,01 | 595.759,08 |
| 31.369.359,21 | 31.993.121,05 |
| FALSVA h EUR |
Stand am 30.09.2024 |
Stand am 30.09.2024 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | $5.817 .000,00$ | $5.817 .000,00$ |
| Nennbetrag der eigenen Anteile | $-24.000,00$ | $-24.000,00$ |
| Ausgegebenes Kapital | $5.793 .000,00$ | $5.793 .000,00$ |
| II. Kapitalrücklage | $8.982 .927,28$ | $8.982 .927,28$ |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 285.582,79 | 285.582,79 |
| IV. Bilanzverlust | $-8.359 .986,21$ | $-3.614 .988,76$ |
| 6.701.523,86 | 11.446.521,31 | |
| B. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 2.259.529,38 | 2.714.009,95 |
| 2.259.529,38 | 2.714.009,95 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.481.250,00 | 8.075.000,00 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | $4.410 .337,72$ | $3.768 .524,42$ |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | $1.148 .274,16$ | $1.039 .992,74$ |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.092.451,68 | $1.643 .533,16$ |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
222.109,83 | 295.360,36 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 227.081,12 | 266.644,07 |
| 19.581.504,51 | 15.089.054,75 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.826.801,46 | 2.743.535,04 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau für die Zeit vom 01. Oktober bis zum 30. September 2024
| S. EUR | 2023/2024 | 2022/2023 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 25.023.002,73 | 29.189.311,00 |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen | $1.248 .520,38$ | $2.150 .442,57$ |
| 3. Andere aktivierbare Eigenleistungen | $25.181,20$ | 0,00 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | $564.645,01$ | $1.014 .109,04$ |
| 26.861.349,32 | 32.353.862,61 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | $1.941 .617,04$ | $1.702 .052,03$ |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | $8.775 .321,04$ | $10.881 .046,59$ |
| 10.716.938,08 | 12.583.098,62 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | $13.032 .776,53$ | $13.047 .826,94$ |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | $2.329 .507,12$ | $2.161 .635,56$ |
| 15.362.283,65 | 15.209.462,50 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | $529.943,30$ | $730.328,43$ |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | $4.725 .999,93$ | $4.810 .427,24$ |
| $-4.473 .815,64$ | $-979.454,18$ | |
| 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | $257.439,12$ | $204.473,85$ |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | $10.854,86$ | 579,00 |
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | $850.000,00$ |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $473.791,42$ | $266.556,05$ |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | $52.242,97$ | $-37.286,88$ |
| $-257.740,41$ | $-874.216,32$ | |
| 14. Ergebnis nach Steuern | $-4.731 .556,05$ | $-1.853 .670,50$ |
| 15. Sonstige Steuern | $13.441,40$ | $13.758,06$ |
| 16. Jahresfehlbetrag | $-4.744 .997,45$ | $-1.867 .428,56$ |
| 17. Verlustvortrag | $-3.614 .988,76$ | $-1.747 .560,20$ |
| 18. Bilanzverlust | $-8.359 .986,21$ | $-3.614 .988,76$ |
Jahresabschluss 128


Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der LS telcom AG, Lichtenau (Amtsgericht Mannheim, HRB 211164), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen ein und 35 Jahren.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt bei Anteilen an verbundenen Unternehmen mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode und bei Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter Beachtung der erwarteten künftigen Zahlungsströme auf Basis einer 5-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen war im Berichtsjahr keine Abschreibung auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert erforderlich.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren Zeitwert.
Die unfertigen Leistungen und die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 \% gebildet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt $28 \%$. Für die Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge wurden aus Vorsichtsgründen Risikoabschläge für Projektrisiken vorgenommen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB aktiviert.
Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1 a HGB von dem Posten „Gezeichnetes Kapital" abgesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Ak-tiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 4.877.569,42 (i. V. EUR 7.388.500,07) auf den Lieferund Leistungsverkehr.
Zum 30.09.2024 bestehen in Höhe von EUR 10.514,08 (i. V. EUR 237,94) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
In den Forderungen sind keine Werte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 17.473,93 (i. V. EUR 3.483,48) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Es sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2.800,00 (i. V. EUR 0,00) rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden. In diesem Geschäftsjahr betreffen keine (i. V. EUR 17.751,00) sonstigen Vermögensgegenstände Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Zum 30.09.2024 dienen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 6.835.103,01 durch eine Globalzession in Form von einer Forderungsabtretung der Besicherung eines im Geschäftsjahr 2023/2024 abgeschlossenen Bankkredits. Im Vorjahr unterlagen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einer Forderungsabtretung.
Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die aktiven latenten Steuern sind in Höhe von EUR 537.000,00 (i. V. EUR 537.000,00) auf steuerliche Verlustvorträge. Die aktiven latenten Steuern Höhe von EUR 62.765,64 (i. V. EUR 64.976,69) sowie die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 11.406,63 (i. V. EUR 6.217,61), die auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen zurückzuführen sind, setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.833,03 | $2.954,80$ |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | $18.303,42$ | 0,00 |
| Liquide Mittel | 0,00 | 27,83 |
| Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen | 0,00 | $8.424,00$ |
| Rückstellungen | $35.629,20$ | 0,00 |
| Steuerliche Verlustvorträge | $537.000,00$ | 0,00 |
| $\mathbf{5 9 9 . 7 6 5 , 6 5}$ | $\mathbf{1 1 . 4 0 6 , 6 3}$ |
Es erfolgte eine Verrechnung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern:
| in EUR | 50.09.2023 | Veränderung | 50.09.2023 |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | $601.976,69$ | $-2.211,05$ | $599.765,64$ |
| Passive latente Steuern | $6.217,61$ | $5.189,02$ | $11.406,63$ |
| Saldierte Steuerlatenzen | $595.759,08$ | $-7.400,07$ | $588.359,01$ |
Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über einen nicht genutzten körperschaftssteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von EUR 13.924.014,84 und einen nicht genutzten gewerbesteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von EUR 14.306.121,92 zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.817.000,00 und ist in 5.817.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie eingeteilt.
Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.793.000 (i. V. 5.793.000).
Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr keine eigenen Aktien erworben oder veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:
| Aktienkäufe | Stück | Anteil am Grundkapital in EUR | Anteil am Grundkapital in \% | Erwerbs-/ Verkanlagend |
|---|---|---|---|---|
| August 2008 | 6.004 | 6.004,00 | 0,1 | spätere Akquisition |
| September 2008 | 26.160 | 26.160,00 | 0,45 | spätere Akquisition |
| Oktober 2008 | 47.595 | 47.595,00 | 0,82 | spätere Akquisition |
| November 2008 | 34.441 | 34.441,00 | 0,59 | spätere Akquisition |
| Dezember 2008 | 22.269 | 22.269,00 | 0,38 | spätere Akquisition |
| Januar 2009 | 15.731 | 15.731,00 | 0,27 | spätere Akquisition |
| Februar 2009 | 2.550 | 2.550,00 | 0,04 | spätere Akquisition |
| Juli 2011 | 5.970 | 5.970,00 | 0,1 | spätere Akquisition |
| August 2011 | 4.080 | 4.080,00 | 0,07 | spätere Akquisition |
| November 2011 | 5.500 | 5.500,00 | 0,09 | spätere Akquisition |
| Dezember 2011 | 3.700 | 3.700,00 | 0,06 | spätere Akquisition |
| Juni 2014 | $-150.000$ | $-150.000,00$ | $-2,58$ | Akquisition |
| 24.000 | 24.000,00 | 0,41 |
Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Eine weitere Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile wurde am 07. März 2024 wirksam und gilt bis zum 06. März 2029.
Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. März 2022 dazu ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. März 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.908.500,00 zu erhöhen.
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
| In EUR | Ausgegebenen Kapital |
Kapital- Rücklage |
Gewinn- Rücklage |
Bilanzverlust | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 30.09.2023 | $5.793 .000,00$ | $8.982 .927,28$ | $285.582,79$ | $-3.614 .988,76$ | $11.446 .521,31$ |
| Jahresfehlbetrag | 0,00 | 0,00 | 0,00 | $-4.744 .997,45$ | $-4.744 .997,45$ |
| Stand am 30.09.2024 | $5.793 .000,00$ | $8.982 .927,28$ | $285.582,79$ | $-8.359 .986,21$ | $6.701 .523,86$ |
Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von EUR 588.359,01 einer Ausschüttungssperre.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR 1.702.356,07, i. V. EUR 2.237.766,13), für Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 195.319,00, i. V. EUR 179.980,00) und für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 223.333,80, i. V. EUR 142.849,76).
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2024 setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr | davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.731 .250,00 | 9.750 .000,00 | 6.083 .338,00 | 3.666 .662,00 | 11.481 .250,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 4.410 .337,72 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.410 .337,72 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.148 .274,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.148 .274,16 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.092 .451,68 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.092 .451,68 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 222.109,83 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 222.109,83 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 227.081,12 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 227.081,12 |
| 9.831 .504,51 | 9.750 .000,00 | 6.083 .338,00 | 3.666 .662,00 | 19.581 .504,51 |
Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | Restlaufzeit unter 1 Jahr | Restlaufzeit über 1 Jahr | davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
davon Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.593 .750,00 | 4.481 .250,00 | 3.731 .250,00 | 750.000,00 | 8.075 .000,00 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.768 .524,42 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.768 .524,42 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.039 .992,74 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.039 .992,74 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.643 .533,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.643 .533,16 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 295.360,36 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 295.360,36 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 266.644,07 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 266.644,07 |
| 10.607 .804,75 | 4.481 .250,00 | 3.731 .250,00 | 750.000,00 | 15.089 .054,75 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte in Höhe von EUR 4.911.300,00 gesichert.
Die Bedingungen von zwei aufgenommen L-Bank Liquiditätsdarlehen verpflichten den Konzern zur Einhaltung von zwei Finanzkennzahlen (Covenants), der Mindest-Eigenmittelquote und dem Netto-Verschuldungsgrad. Berechnungsbasis ist
der vom Wirtschaftsprüfer testierte Konzernjahresabschluss. Eine Verletzung dieser Kennzahlen kann ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber auslösen. Zum 30.09.2024 wurde eine Kennzahl nicht eingehalten. Mit dem Kreditgeber wurde infolgedessen eine Waiver-Vereinbarung geschlossen, dass die Nichteinhaltung der Financial Covenants per 30.09.2024 geduldet werden und hieraus keine Rechte hergeleitet werden. Darüber hinaus wurde für den nächsten Überprüfungszeitpunkt 30.09.2025 eine moderate Absenkung der einzuhaltenden Mindest-Eigenmittelquote vereinbart.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen in Höhe von EUR 1.152.612,33 (i. V. EUR 1.152.612,33) Anzahlungen von verbundenen Unternehmen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 2.092.451,68 (i. V. EUR 1.643.533,16) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in diesem Geschäftsjahr keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (i. V. EUR 99.052,88) enthalten. In Höhe von EUR 222.109,83 (i. V. EUR 196.307,48) entfallen die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, auf Anzahlungen auf Bestellungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | $30.09 .2024$ | $30.09 .2025$ |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | $147.889,99$ | $158.233,16$ |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | $48.965,62$ | $48.275,16$ |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | $30.225,51$ | $60.135,75$ |
| $227.081,12$ | $266.644,07$ |
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
| in EUR | $2023 / 2024$ |
|---|---|
| Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen | $8.579 .522,60$ |
| Softwaresysteme | $16.443 .480,13$ |
| $25.023 .002,73$ |
Dabei werden 18,0 \% der Umsätze im Inland (EUR 4.499.509,68), 37,6 \% im europäischen Ausland (EUR 9.408.284,46) und 44,4 \% (EUR 11.115.208,59) im übrigen Ausland erzielt.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 279.503,58 (i. V. EUR 81.101,84) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 109.048,16 (i. V. EUR 399.557,30) enthalten. Davon entfallen auf unrealisierte Erträge EUR 45.760,93 (i. V. EUR 9.742,47). In diesem Geschäftsjahr entfallen keine sonstigen betrieblichen Erträge auf Zuwendungen der öffentlichen Hand (i. V. EUR 40.302,15).
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 33.996,00 (i. V. EUR 38.129,48) ausgewiesen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten sowie Börsenkosten aus Vorjahren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 222.349,72 (i. V. EUR 707.226,96). Davon entfallen auf unrealisierte Aufwendungen EUR 71.875,23 (i. V. EUR 111.292,23).
In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 257.158,38 (i. V. EUR 204.198,85) von verbundenen Unternehmen, sowie Zinsen in Höhe von EUR 280,74 (i. V. EUR 275,00) von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.
Im Vorjahr wurde gegenüber der LS telcom SAS ein Forderungsverzicht in Höhe von EUR 850.000,00 erklärt. Dies führte zu einem entsprechenden Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen. In diesem Jahr wurde gegenüber keinem Tochterunternehmen ein Forderungsverzicht erklärt, der sich in dieser Position niederschlägt.
In diesem Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine Zinsen und ähnliche Aufwendungen für verbundene Unternehmen, ebenso keine sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge von verbundenen Unternehmen, angefallen.
In Deutschland wurde in 2023 das Mindeststeuergesetz (MinStG) verabschiedet, welches der Umsetzung der Richtlinie der (EU) 2022/25234 zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung dient, die auf den von der OECD veröffentlichten Leitlinien (Pillar II) basiert. Das MinStG sieht eine verpflichtende Ausnahme vom Ansatz und der Bewertung latenter Steuern vor, die sich aus der Anwendung des MinStG oder entsprechender ausländischer Mindeststeuergesetze ergeben. Die Ausnahme entspricht der in den internationalen Rechnungslegungsstandards in IAS 12.
Die Gesellschaft wendet diese Ausnahmeregelung an. Derzeit prüft die LS telcom AG, ob die ausländische Tochterunternehmen ggf. künftig der Mindestbesteuerung unterliegen könnten. Nach derzeitigem Stand der Analyse, geht die LS telcom AG davon aus, dass sich aus der Anwendung dieser Regelungen in diesem Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen sowohl auf die Konzernsteuerquote des nach dem IFRS aufgestellten Konzernabschlusses als auch die Steuerquote des Einzelabschlusses nach HGB ergeben werden.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind EUR 38,99 periodenfremde Erträge sowie in Höhe von EUR 870,40 periodenfremde Aufwendungen enthalten. Im Vorjahr beinhalteten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine periodenfremde Beträge.
Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind EUR 7.400,07 latenter Steueraufwand (i. V. EUR 8.893,22) und kein latenter Steuerertrag (i. V. EUR 69.205,09) enthalten.
Im Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine außergewöhnlichen Aufwendungen oder Erträge angefallen.
Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
| Name und Sitz | Beteiligungs- quote in\% |
Währung | Wechselkurs | Eigenkapital | Jahres- ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada | 100 | TCAD | 1,513 | 1.688 | 187 |
| Vision2Comm GmbH, Lichtenau | 100 | TEUR | 98 | 45 | |
| LS telcom SAS, Paris/Frankreich | 100 | TEUR | 351 | $-2$ | |
| LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika |
51 | TZAR | 19,226 | 14.610 | $-5.745$ |
| NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China | 40 | TRMB | 7,828 | 4.718 | 1.386 |
| Colibrex GmbH, Rheinmünster | 100 | TEUR | $-1.381$ | $-326$ | |
| LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate |
49 | TAED | 4,090 | $-2.591$ | 540 |
| LS telcom UK Ltd., London/ Vereinigtes Königreich | 100 | TGBP | 0,835 | $-566$ | $-133$ |
| RadioSoft Inc., Clarkesville/USA | 100 | TUSD | 1,120 | $-90$ | $-346$ |
| LS telcom Australia Pty Ltd, Sydney/Australien | 100 | TAUD | 1,617 | $-143$ | 404 |
| Bietergemeinschaft LS telcom AG \& FSP services GmbH, Lichtenau |
50 | TEUR | 0 | 0 | |
| LS Spectrum Solutions Pvt Ltd, Mumbai/India | 90 | TINR | 93,813 | 22.472 | 4.066 |
| SlivaCom d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina | 48 | TBAM | 1,956 | $-10$ | $-46$ |
| Smart Spectrum Solutions Providers S.A.L (Offshore), Beirut/Libanon |
90 | TUSD | 1,120 | 1.054 | 392 |
| Radio Telecommunications Services (Pty) Ltd., Honeydew/Südafrika |
25 | TZAR | 19,226 | 375 | $-20$ |
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 182. Davon sind im Durchschnitt 34 Mitarbeitende in Teilzeit und 148 Mitarbeitende in Vollzeit beschäftigt.
Für ein Tochterunternehmen wurde eine Patronats- und Garantieerklärung abgegeben, nach welcher die Gesellschaft für die fälligen Verbindlichkeiten des Tochterunternehmens für einen bestimmten Zeitraum einsteht. Auf Basis der wirtschaftlichen Lage des betroffenen Tochterunternehmens im Aufstellungszeitraum geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von dem Hauptschuldner erfüllt werden können. Das Risiko für eine Inanspruchnahme aus dem aufgeführten Haftungsverhältnis wird als gering eingeschätzt. Die Verbindlichkeiten des Tochterunternehmens belaufen sich zum 30. September 2024 auf EUR 292.300,42.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | in EUR |
|---|---|
| Fällig 01.10.2024 - 30.09.2025 | 152.274,13 |
| Fällig 01.10.2025 - 30.09.2029 | 267.930,73 |
| Fällig ab 01.10.2029 und später | 0,00 |
| Gesamt | $420.204,86$ |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Winfried Holtermüller
(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)
Prof. Dr. Werner Wiesbeck
(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender) (bis 07. März 2024)
Prof. Dr. Hans-Peter Burghof
(Professor für Betriebswirtschaftslehre), Stuttgart
Prof. Dr. Winfried Lieber
(Rektor der Hochschule Offenburg a. D.), Ohlsbach (seit 07. März 2024)
Paul de Schrijver
(Consultant und Finanzvorstand Inetum Realdolmen Belgium), Gent (seit 18. März 2024)
Herr Paul der Schrijver ist Vorsitzender des Verwaltungsrats bei FLOWSPARKS N.V.
Darüber hinaus üben die Mitglieder des Aufsichtsrats keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.
Dem Vorstand gehören an die Herren:
Dr. Georg Schöne
(Sprecher und Vorstand Forschung \& Entwicklung, Personal, Finanzen und Controlling, Investor Relations und Finanzkommunikation, Administration, Rechtswesen, IT, Vertrieb und strategische Entwicklung, Hardwarenahe Systeme und Softwaresysteme, CEO), Lichtenau
Dipl.-Ing. Roland Götz
(Vorstand Dienstleistungen, Consulting and Engineering Services, Marketing und Public Relations, Business Development, strategische Entwicklung und Vertrieb, Dienstleistungen und Vertikalmärkte, COO), Rheinmünster
Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt EUR 610.542,87 (i. V. EUR 803.821,02) erfasst. Davon betreffen die gesamten EUR 610.542,87 (i. V. EUR 608.821,02) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen. In diesem Geschäftsjahr entfällt kein Anteil der Vorstandsvergütung (i. V. EUR 195.000,00) auf die variablen erfolgsbezogenen Vergütungsanteile.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023/2024 Bezüge in Höhe von EUR 102.377,50 (i. V. EUR 92.373,06).
Herr Dr. Georg Schöne hält zum Bilanzstichtag 1.234.843 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 5.873 Aktien.
Einzelheiten zu den Vergütungen des Vorstands und Aufsichtsrats enthält der separate Vergütungsbericht der LS telcom AG.
| in EUR | $2023 / 2024$ |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | $170.506,04$ |
| Steuerberatungsleistungen | 0,00 |
| Sonstige Leistungen | 0,00 |
| Gesamthonorar | $170.506,04$ |
Die Abschlussprüfungsleistungen betrafen Aufwendungen für die Prüfung des Jahres- und Konzern-Abschlusses der Gesellschaft.
Die Baker Tilly GmbH \& Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung am 07. März 2024 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 gewählt.
Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.
7. Mitteilung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Zum 30. September 2024 lagen uns nach § 33 Abs. 1 WpHG folgende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären aufgrund des Erwerbs oder Verkaufs von Aktien bezüglich der Überschreitung der Meldeschwellen von 3\%, 5\%, 10\%, 15\%, $20 \%, 25 \%$ und $30 \%$ vor.
a) Mitteilungen im Geschäftsjahr 2023/2024
Mitteilung vom 11. Juni 2024
„Simon Haindl meldet, dass sein Anteil an Aktien der LS telcom AG der LBO Asset Management GmbH am 11.06.2024 die Meldeschwellen berührt hat. Der Stimmrechtsanteil hat an diesem Tag 18,65 \% betragen."
Mitteilung vom 01. Februar 2024
„Frau Elke Schöne teilt am 06.02.2024 mit, dass ihr Anteil an Aktien der LS telcom AG aufgrund der Annahme einer Schenkung am 01.02.2024 die Meldeschwelle von $3 \%$ überschritten hat und ab sofort 3,19 \% beträgt."
Mitteilung vom 01. Februar 2024
„Herr Dr. Georg Schöne teilt am 05.02.2024 mit, dass sein Anteil an Aktien der LS telcom AG aufgrund einer Schenkung an Familienangehörige am 01.02.2024 die Meldeschwelle von $25 \%$ unterschritten hat und ab sofort 21,23 \% beträgt."
b) Mitteilung vom 06. Juni 2023
„Frau Christiane Weispfenning teilt am 16.08.2023 mit, dass ihr Anteil an Aktien am 06.06.2023 8,92 \% betragen hat."
c) Mitteilung vom 10. März 2023
„Die ShapeQ GmbH teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 10.03.2023 die Schwelle von $15 \%$ der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 18,37 \% beträgt."
d) Mitteilung vom 10. März 2023
„Die Axxion S.A. teilt mit, dass ihr Anteil an Aktien am 10.03.2023 die Schwellen von $5 \%$ und $3 \%$ der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,86 \% beträgt."
e) Korrekturmitteilung vom 05. Dezember 2022
„Herr Manfred Lebherz korrigiert seine Mitteilung gem. §§ 33 ff. WpHG vom 01.12.2022."
„Dr. Manfred Lebherz teilt mit, dass sein Anteil an Aktien am 01.12.2022 die Schwelle von $25 \%$ und $20 \%$ der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 19,86 \% beträgt."
Alle der Gesellschaft zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind über die Internet-Seite der Gesellschaft einsehbar.
Am 29. November 2023 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2024 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beträgt EUR 3.614.988,76. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen
Lichtenau, 12. Dezember 2024
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Lichtenau, 12. Dezember 2024
LS telcom Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Georg Schöne Dipl-Ing. Roland Götz
An die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau
Wir haben den Jahresabschluss der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft. Die in Abschnitt VI des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzern und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitere Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
a) Die Gesellschaft weist zum 30. September 2024 Finanzanlagen in Höhe von EUR 10,0 Mio. aus. Diese beinhalten im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3,7 Mio. sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 6,2 Mio. Die Finanzanlagen werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (sog. Impairment Test) unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen sind regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme sowie die Ertragsplanungen der Gesellschaften, denen der jeweilige Bilanzansatz zuzuordnen ist.
Zur Ableitung des Wertes der Beteiligungen werden die ermittelten Cash Flows mit den nach den Capital Asset Pricing Model (CAPM) ermittelten Kapitalisierungszinssätzen diskontiert. Den Bewertungen liegen die verabschiedeten Planungsrechnungen der einzelnen Gesellschaften für die auf den Bilanzstichtag folgenden fünf Geschäftsjahre zugrunde.
Als Ergebnis dieser Impairment Tests kam es im Berichtsjahr zu keinen Zu- oder Abschreibungen von Beteiligungen oder Ausleihungen. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und der Ertragsplanungen durch den Vorstand sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.
b) Wir haben uns davon überzeugt, dass die verwendeten Bewertungsverfahren und -modelle methodisch angemessen und üblich sowie rechnerisch im Wesentlichen richtig sind und dass die Modelle im vorliegenden Fall zu einer im Wesentlichen sachgerechten Ableitung der Aktivwerte führen. Darüber hinaus haben wir uns davon überzeugt, dass die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden sind.
Mit der Kenntnis, dass bereits kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die Ableitung des Kapitalisierungszinssatzes haben wir rechnerisch nachvollzogen und geprüft.
Darüber hinaus haben wir die Plausibilität der zugrunde liegenden Planungen beurteilt. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt.
c) Die Angaben der Gesellschaft zu den Werthaltigkeitstests sind in den Kapiteln „A. Rechnungslegungsgrundsätze" sowie „B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung" im Abschnitt II.4. des Anhangs enthalten.
2. Umsatzrealisierung aus Großprojekten
a) Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 25,0 Mio. erwirtschaftet. Diese resultieren überwiegend aus der Bereitstellung von Softwaresystemen (EUR 16,4 Mio.) sowie von hardwarenahen Systemen und Dienstleistungen und deren Wartung (EUR 8,6 Mio.). Umsatzerlöse werden nach Übertragung des Eigentums bzw. nach Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert. Während die Übertragung einzelner dinglicher Vermögensgegenstände mittels Kaufvertrag und die Erbringung von Wartung mittels Dienstleistungsvertrag keine erhöhten Herausforderungen für die Bestimmung des Realisierungszeitpunkts bedeuten, erfordern Leistungen, die im Rahmen von Großprojekten erbracht werden, diesbezüglich besondere Aufmerksamkeit. Aufgrund der notwendigen individuellen Beurteilung des sachgerechten Zeitpunkts der Umsatzrealisierung sowie des bei Großprojekten wesentlichen Betrags einzelner Teilleistungen ist das Risiko wesentlicher Fehler bezüglich der Umsatzrealisierung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Aufgrund der besonderen Bedeutung der zutreffenden Umsatzrealisierung aus Großprojekten haben wir, aufbauend auf unserer Systemprüfung, die Darstellung von Großprojekten aussagebezogen geprüft. Wir haben anhand der Projektdokumentation für das Geschäftsjahr 2023/2024 einzelne Projekte durch Kombination aus Zufallsstichproben sowie bewusster Auswahl unter Berücksichtigung eines hohen Abdeckungsgrades der bewussten Auswahl ausgewählt. Für jedes Stichprobenelement haben wir die Konsistenz mit der vertraglichen Grundlage und die Existenz einschlägiger Leistungsnachweise als Basis des Eigentums- bzw. Gefahrenübergangs geprüft. Ergänzend haben wir zur Beurteilung der Leistungserbringung bzw. -abgrenzung Gespräche mit den jeweiligen Projektverantwortlichen bzw. den gesetzlichen Vertretern geführt. Unsere Überzeugung, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen stetig abgeleitet und hinreichend dokumentiert sind und die Umsatzrealisierung ordnungsgemäß erfolgt, stützt sich auf diese Prüfung.
c) Die Angaben der Gesellschaft zur erfolgten Umsatzrealisierung sind im Abschnitt 1. „Umsatzerlöse" des Kapitels B. II. „Gewinn-und-Verlust-Rechnung" des Anhangs sowie im Abschnitt 2. „Unternehmenssituation" des Kapitels A. „Geschäft und Rahmenbedingungen" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex und die Bestandteile der in Abschnitt VI. des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei „LS_AG_JA_2024-09-30-de.xhtml" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als „ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat („ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden „Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) angewendet.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. März 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021/2022 als Abschlussprüfer der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Manuel Prinz.
Stuttgart, den 12. Dezember 2024
Baker Tilly GmbH \& Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
Manuel Prinz
Wirtschaftsprüfer
Jürgen Bechtold
Wirtschaftsprüfer
Dr. Georg Schöne
CEO
Dipl.-Ing. Roland Götz
COO
Luisa Schlenker
Investor Relations
LS telcom AG
Im Gewerbegebiet 31-33
D-77839 Lichtenau
Tel.: +49 (0) 72279535600
Fax: +49 (0) 72279535605
E-Mail: [email protected]
Hauptversammlung in 77839 Lichtenau
20.03.2025
Halbjahresbericht (zum 31.03.2025)
30.06.2025
Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2024/2025
Dezember 2025
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