Quarterly Report • Aug 21, 2007
Quarterly Report
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Einerseits könnten die Zahlen noch besser sein.
Bericht zum 1. Halbjahr 2007
| Ertragskennzahlen | 1-6/2006 | 1-6/2007 | Vdg. in % | Ultimo 2006 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 1.011,9 | 1.227,3 | +21 | 2.225,0 |
| EBITDA | in Mio. € | 196,9 | 256,6 | +30 | 471,9 |
| EBIT | in Mio. € | 116,8 | 166,6 | +43 | 299,6 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 103,9 | 171,6 | +65 | 277,3 |
| Ergebnis nach Steuern 1) | in Mio. € | 81,1 | 140,1 | +73 | 218,3 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 1,09 | 1,70 | +56 | 2,95 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 2) | in € | 1,09 | 1,57 | +44 | 3,02 |
| Free Cash-flow 3) | in Mio. € | 15,0 | 76,0 | >100 | 272,1 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 46,3 | 55,2 | +19 | 100,2 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 255,8 | 95,3 | -63 | 430,2 |
| Mitarbeiter 4) | 13.107 | 14.296 | +9 | 13.639 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2006 | 30.6.2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 5) | in Mio. € | 1.591,4 | 2.129,2 | +34 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 1.159,8 | 900,2 | -22 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.598,2 | 2.735,8 | +5 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 3.674,3 | 4.054,5 | +10 |
| Gearing | in % | 72,9 | 42,3 | - |
| Börsekennzahlen | 1-12/2006 | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 45,00 | 58,06 | +29 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 32,11 | 41,90 | +30 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 45,00 | 54,70 | +22 |
| Gewichtete Aktienanzahl 6) | in Tsd. | 73.309 | 73.197 | - |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 3.337,6 | 4.057,0 | +22 |
| Geschäftsbereiche 1-6/2007 in Mio. € und % |
Zentral- Osteuropa 7) |
Zentral- Westeuropa |
Nord- Westeuropa 7) |
USA | Beteiligungen und Sonstiges 8) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 427,6 | (+58 %) | 221,3 | (+14 %) | 440,8 | (+13 %) | 165,9 | (-3 %) | -28,3 | (-86 %) |
| EBITDA | 126,8 | (>100 %) | 36,5 | (-2 %) | 89,5 | (+10 %) | 18,8 | (-41 %) | -15,0 | (-72 %) |
| EBIT | 96,2 | (>100 %) | 16,8 | (-18 %) | 60,9 | (+13 %) | 11,1 | (-54 %) | -18,4 | (-74 %) |
| Gesamtinvestitionen | 45,6 | (-34 %) | 14,5 | (-52 %) | 48,1 | (-44 %) | 40,0 | (-66 %) | 2,3 | (>100 %) |
| Capital Employed | 661,9 | (+5 %) | 492,5 | (+15 %) | 1.099,1 | (+7 %) | 470,5 | (+8 %) | 11,8 | (-46 %) |
| Mitarbeiter 4) | 5.302 | (+10 %) | 2.422 | (+23 %) | 3.972 | (+2 %) | 2.430 | (+9 %) | 170 | (-2 %) |
1) vor Anteilen in Fremdbesitz und Hybridkapitalzahlungen
2) vor Firmenwertabschreibungen und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge; im Q1 2007: 10,1 Mio. € Buchgewinn aus Verkauf Wertpapiere 3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode
5) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz und Hybridkapital
6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
7) aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen und die Vergleichszahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst
8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Nach einem hervorragenden Start im ersten Quartal 2007, freue ich mich Ihnen nunmehr auch über ein starkes erstes Halbjahr berichten zu können: Der Konzernumsatz ist in den ersten sechs Monaten um 21 % auf 1.227,3 Mio. €, das EBITDA um 30 % auf 256,6 Mio. € und das EBIT um 43 % auf 166,6 Mio. € gestiegen. Motor dieser erfreulichen Entwicklung war neben der günstigen Witterung zu Jahresbeginn die anhaltend starke Bautätigkeit in weiten Teilen Europas, insbesondere in Zentral-Osteuropa. In dieser Region haben wir im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 58 % auf 427,6 Mio. € und einen EBITDA-Zuwachs von 130 % auf 126,8 Mio. € erwirtschaftet. Aufgrund des starken Wachstums stieg auch die Bedeutung dieses Segments für die Wienerberger Gruppe auf einen Umsatzanteil von 35 % und einen EBITDA-Anteil von 49 %. Trotz des anhaltend schwachen amerikanischen Wohnbaus und einer enttäuschenden Neubauentwicklung in Deutschland verzeichneten wir in Folge deutlicher Absatzsteigerungen in Zentral-Osteuropa und Nord-Westeuropa sowie höherer Preise auch im zweiten Quartal zweistellige Zuwachsraten.
Für das zweite Halbjahr gehe ich von einer Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus, auch wenn die Wachstumsraten nicht so hoch ausfallen werden, wie in den ersten sechs Monaten. Wesentliche Beiträge werden dabei die zuletzt getätigten Akquisitionen leisten, allen voran das englische Ziegelunternehmen Baggeridge Brick, von dem wir Mitte des Jahres beinahe 100 % der Aktien übernommen haben. Ziel ist es, möglichst rasch mit der Integration zu beginnen, um die erwarteten Synergien realisieren zu können. Zusätzlich eröffnet uns Baggeridge aufgrund der Rohstoffreserven auch für die kommenden Jahre Wachstumschancen am größten europäischen Vormauerziegelmarkt. Weiters haben wir mit dem Erwerb von Arriscraft, Kanadas führendem Kunststeinproduzenten, und dem damit einhergehenden Markteintritt in Kanada einen weiteren wichtigen Expansionsschritt gesetzt. Das Unternehmen betreibt zwei Werke in Kanada und eines in den USA und verfügt über einen Kalksteinbruch im Südwesten Ontarios. Arriscraft ist verstärkt im Nicht-Wohnbau tätig, welcher aktuell sowohl in den USA als auch in Kanada wächst. Die Akquisition von Arriscraft bietet Wienerberger Potenzial für Kosten- und Umsatzsynergien, insbesondere durch die Nutzung des eigenen Direktvertriebsnetzes in den USA und als Basis für neue Bolt-on Projekte.
In diesem Jahr werden wir unser erfolgreiches Wachstumsprogramm mit einem Volumen von rund 500 Mio. € fortsetzen. Ein Teil davon entfällt auf die Akquisitionen von Arriscraft und Baggeridge, mehr als 250 Mio. € investieren wir in Bolt-on Projekte. Darüber hinaus geben wir rund 120 Mio. € für laufende Instandhaltung aus. Die Finanzierung der in diesem Jahr vorgesehenen Projekte haben wir durch Begebung einer Hybrid-Anleihe im Februar 2007 mit einem Volumen von 500 Mio. € sichergestellt.
Ich rechne mit guter Nachfrage im Großteil Europas, während für den Wohnbau in den USA und Deutschland derzeit keine Erholung in Sicht ist. Aufgrund der hervorragenden ersten beiden Quartale sowie des optimistischen Ausblicks für das zweite Halbjahr – vor allem in Zentral-Osteuropa – werden wir im Gesamtjahr deutliche Ergebnissteigerungen ausweisen. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, das EBITDA und den bereinigten Gewinn je Aktie in 2007 um zumindest 15 % steigern zu können.
Wolfgang Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Positiver Ausblick für das zweite Halbjahr
Weiteres Wachstumspotenzial durch Akquisitionen in Großbritannien und Kanada
Rund 500 Mio. € an Wachstumsinvestitionen im Jahr 2007 geplant
Deutliche Ergebnissteigerungen für das Gesamtjahr erwartet
Wienerberger konnte im ersten Halbjahr 2007 erneut stark wachsen. Der Konzernumsatz stieg um 21 % auf 1.227,3 Mio. € und das EBITDA um 30 % auf 256,6 Mio. €. Treiber dieser Entwicklung war neben der günstigen Witterung zu Jahresbeginn die anhaltend starke Bautätigkeit in weiten Teilen Europas, insbesondere in Zentral-Osteuropa. 13 % des Umsatzwachstums im ersten Halbjahr sind auf Mengen- und 8 % auf Preiseffekte zurückzuführen.
Umsatzzuwächse wurden in allen Segmenten Europas erwirtschaftet, die größte Steigerung erzielte Zentral-Osteuropa mit +58 % auf 427,6 Mio. € insbesondere aufgrund der starken Nachfrage in dieser Region. Die gute Umsatzentwicklung in Nord-Westeuropa (+13 % auf 440,8 Mio. €) war eine Folge des Mengenwachstums in den wichtigsten Märkten Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien. Am französischen Markt konnte der Hintermauerziegel trotz einer leichten Abschwächung im Wohnungsneubau weitere Marktanteile gewinnen, in Belgien hat die starke Bautätigkeit zu Absatzsteigerungen im Hinter- und Vormauerziegelbereich geführt. In Zentral-Westeuropa haben die Konsolidierungseffekte der vier im vergangenen Jahr in Deutschland erworbenen Werke sowie Exporte von Deutschland nach Polen und in die Benelux Staaten zu einem Umsatzanstieg von 14 % auf 221,3 Mio. € beigetragen. In den USA konnte der Umsatz in Dollar durch die Konsolidierung von Robinson Brick leicht gesteigert werden, in Euro war er jedoch aufgrund von negativen Fremdwährungseffekten leicht rückläufig (-3 % auf 165,9 Mio. €).
Bei voller Kapazitätsauslastung insbesondere in Zentral-Osteuropa sowie höheren Preisen stieg das Konzern-EBITDA um 30 % auf 256,6 Mio. €. Grundlage dieser Entwicklung waren auch hier die Segmente Zentral-Osteuropa mit +130 % auf 126,8 Mio. € und Nord-Westeuropa mit +10 % auf 89,5 Mio. €. In Zentral-Westeuropa konnte zwar durch Exporte die Kapazitätsauslastung erhöht werden, jedoch waren die Ergebnisse aufgrund der höheren Frachtkosten leicht rückläufig (EBITDA -2 % auf 36,5 Mio. €). In den USA haben Leerkosten aufgrund geringerer Kapazitätsauslastungen sowie negative Wechselkurseffekte das EBITDA belastet (-41 % auf 18,8 Mio. €).
Als Folge der starken operativen Ergebnisse (EBIT +43 % auf 166,6 Mio. €) ist auch das Ergebnis vor Steuern um 65 % auf 171,6 Mio. € gestiegen. Zusätzlich positiv wirkte die Verbesserung des Finanzergebnisses von -12,9 auf +5,1 Mio. € durch einen Buchgewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren von 10,1 Mio. € sowie gestiegenen Beteiligungserträgen (Pipelife und Tondach Gleinstätten). Das Ergebnis nach Steuern stieg um 73 % auf 140,1 Mio. €, da durch die steuerliche Absetzbarkeit des Hybridkupons auch die Steuerquote rückläufig war. Desweiteren werden die Zinsen auf das Hybridkapital gemäß IFRS nicht im Finanzergebnis berücksichtigt, sondern vom Ergebnis nach Steuern abgezogen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie konnte um 44 % von 1,09 auf 1,57 € zulegen. Die Anzahl der gewichteten Aktien betrug im ersten Halbjahr 73,2 Mio. Stück.
Der Free Cash-flow hat sich sehr positiv entwickelt und erreichte im ersten Halbjahr 76,0 Mio. € nach 15,0 Mio. € in 2006. Der Cash-flow aus dem Ergebnis lag mit 233,5 Mio. € um 59 % über dem Vorjahr. Der operative Cash-flow konnte von 53,3 Mio. auf 117,7 Mio. € signifikant verbessert werden. Trotz des sehr guten operativen Geschäftsverlaufes wurden in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Belgien und vor allem in den USA die Lagerbestände deutlich erhöht, was sowohl auf Akquisitionen als auch auf den Geschäftsverlauf zurückzuführen war. Der Zahlungsmittelabfluss aus Gesamtinvestitionen von insgesamt 150,5 Mio. € resultierte mit 55,2 Mio. € aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 95,3 Mio. € aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Mit 30.6. ist der Kaufpreis von 97,9 Mio. € für die zu diesem Zeitpunkt
gehaltenen 67,4 % an Baggeridge Brick plc (bis zum Abschluss der Transaktion im dritten Quartal) unter den Übrigen Finanzanlagen ausgewiesen. An die Aktionäre der Wienerberger AG wurden im Mai 94,9 Mio. € als Dividende ausgezahlt.
Der Mittelzufluss durch das im Februar 2007 begebene Hybridkapital konnte den saisonal bedingten Anstieg der Forderungen, die Dividendenzahlung sowie die getätigten Investitionen mehr als kompensieren, sodass sich die Nettoverschuldung um 22 % auf 900,2 Mio. € verringerte. Das Konzerneigenkapital ist in Folge der Begebung des Hybridkapitals und des hohen Jahresüberschusses trotz der gezahlten Dividende sowie negativer Währungsumrechnungseffekte um 34 % auf 2.129,2 Mio. € gestiegen. Das Gearing hat sich seit dem 31.12.2006 aufgrund derselben Effekte von 72,9 auf 42,3 % deutlich verringert und wird zum Jahresende voraussichtlich bei rund 45 % liegen. Darin berücksichtigt sind bereits der Kauf der Assets von Arriscraft International Income Fund (rund 71 Mio. €) sowie die Übernahme von 100 % der Anteile an Baggeridge Brick (rund 150 Mio. €).
Im zweiten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 15 % auf 720,0 Mio. € und das EBITDA um 22 % auf 172,8 Mio. €. In Zentral-Osteuropa konnten alle Länder mit Ausnahme von Österreich, Kroatien und Bosnien deutlich zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Ergebnis erwirtschaften.Auch Semmelrock und Bramac profitierten von der starken Bautätigkeit in dieser Region und verzeichneten außergewöhnlich starke Wachstumsraten. In Zentral-Westeuropa wurde das Umsatzwachstum im zweiten Quartal insbesondere durch einen Rückgang des deutschen Wohnungsneubaus gebremst. Das EBITDA war durch die hohen Frachtkosten für Exporte aus Deutschland und leicht gestiegene Leerkosten in der Schweiz belastet (vorübergehende Stilllegung einer Produktionslinie aufgrund höherer Lagerbestände bei Dachziegel). Die Umsatz- und Ergebniszuwächse in Nord-Westeuropa sind auf die starke Nachfrage insbesondere in Belgien und den Niederlanden zurückzuführen. In den USA blieb der Umsatz aufgrund der Konsolidierungseffekte zwar auf Vorjahresniveau, das Ergebnis wurde jedoch durch Leerkosten nach der temporären Schließung von einigen Produktionslinien belastet.
| Umsatz in Mio. € | 4-6/2006 | 4-6/2007 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa 1) | 196,2 | 271,1 | +38 |
| Zentral-Westeuropa | 131,7 | 134,0 | +2 |
| Nord-Westeuropa 1) | 218,6 | 241,4 | +10 |
| USA | 91,6 | 92,4 | +1 |
| Beteiligungen und Sonstiges 2) | -10,1 | -18,9 | -87 |
| Wienerberger Gruppe | 628,0 | 720,0 | +15 |
| EBITDA in Mio. € | 4-6/2006 | 4-6/2007 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa 1) | 45,5 | 87,3 | +92 |
| Zentral-Westeuropa | 33,1 | 29,8 | -10 |
| Nord-Westeuropa 1) | 48,9 | 52,1 | +7 |
| USA | 17,5 | 12,1 | -31 |
| Beteiligungen und Sonstiges 2) | -3,7 | -8,5 | >100 |
| Wienerberger Gruppe | 141,3 | 172,8 | +22 |
1) aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen und die Vergleichszahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst
| 2) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Zentral-Osteuropa konnte nach den starken ersten drei Monaten des Geschäftsjahres auch im zweiten Quartal hohe Zuwächse im Umsatz und Ergebnis erzielen. Mit 35 % Anteil am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 49 % vom EBITDA der Gruppe.
Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 427,6 Mio. € um 58 % und das EBITDA mit 126,8 Mio. € um 130 % über jenem des Vorjahres. Dies war einerseits auf die günstige Witterung zu Jahresbeginn, insbesondere aber auf den boomenden Baumarkt und die daraus resultierende starke Nachfrage in dieser Region zurückzuführen. In Polen haben die Baubeginne in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um mehr als 50 % zugelegt und auch Tschechien konnte vom bereits hohen Niveau weiter wachsen. Ungarn profitierte bei stabiler Entwicklung im Wohnungsneubau von Exporten nach Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine sowie von einer Verschiebung im Produktmix zu höherwertigen Ziegeln. Auch Rumänien und Bulgarien, wo die Nachfrage nach Ziegel noch zu einem Teil über Importe aus Ungarn befriedigt wird, konnten weiter stark zulegen. Ebenso profitierten Semmelrock und Bramac von der positiven Marktentwicklung in Zentral-Osteuropa und realisierten ebenfalls ein deutlich zweistelliges Mengenwachstum. Die außerordentlich starke Ertragsentwicklung in diesem Segment resultiert aus den umgesetzten Preiserhöhungen und der maximalen Auslastung unserer Produktionskapazitäten.
Wienerberger hat aufgrund der starken Nachfrage in diesen Märkten mehrere stillgelegte Werke reaktiviert. In Polen wurden seit Jahresbeginn drei kleine Ziegelwerke wieder in Betrieb genommen und die Errichtung eines neuen sowie der Ausbau von zwei weiteren Werken vorbereitet. Die Produktion im Werk Kunin in Tschechien ist im Juni wieder aufgenommen worden. Die Inbetriebnahme des ersten bulgarischen Wienerberger Werkes in Lukovit ist für Ende des Sommers, jene des rumänischen Werkes Triteni Cluj bis Ende des Jahres geplant. In Russland befindet sich das Werk Kiprewo, welches letzten Herbst in Betrieb genommen wurde, in der Optimierungsphase. Die Fertigstellung des zweiten Standortes in Kazan ist für Sommer 2008 geplant.
Für die kommenden Monate bleibt der Ausblick positiv. Wir erwarten eine anhaltend starke Nachfrage in Polen, Tschechien, Rumänien und Bulgarien sowie Mengenwachstum in Ungarn über Exporte in die angrenzenden Märkte. Trotz steigender Energiekosten rechnen wir aufgrund des höheren Preisniveaus auch im zweiten Halbjahr mit Ergebnissteigerungen, aber geringeren Wachstumsraten als im ersten Halbjahr 2007.
| Zentral-Osteuropa | 1-6/2006 1) | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 270,5 | 427,6 | +58 |
| EBITDA | in Mio. € | 55,1 | 126,8 | >100 |
| EBIT | in Mio. € | 28,7 | 96,2 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 69,5 | 45,6 | -34 |
| Capital Employed | in Mio. € | 632,3 | 661,9 | +5 |
| Mitarbeiter | 4.835 | 5.302 | +10 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.789 | 2.219 | +24 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m2 | 2,92 | 4,47 | +53 |
| Absatz Betondachsteine 2) | in Mio. m2 | 7,07 | 9,22 | +30 |
1) aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen und die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst
2) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt
H1 Umsatz nach Bereichen
1 Zentral-Osteuropa: 35 % 2 Zentral-Westeuropa: 18 % 3 Nord-Westeuropa: 36 % 4 USA: 13 % 5 Beteiligungen und Sonstiges: -2 %
H1 EBITDA nach Bereichen
1 Zentral-Osteuropa: 49 %
2 Zentral-Westeuropa: 14 %
3 Nord-Westeuropa: 35 % 4 USA: 7 %
5 Beteiligungen und Sonstiges: -5 %
In Zentral-Westeuropa ist der Umsatz um 14 % auf 221,3 Mio. € gestiegen, während das EBITDA mit -2 % auf 36,5 Mio. € leicht rückläufig war. Zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen haben vor allem die Konsolidierungseffekte der vier im letzten Jahr erworbenen Werke in Deutschland und die Verbesserung im deutschen Dachziegelbereich. Durch den relativ starken Anstieg der Exporte aus Deutschland insbesondere nach Polen und Benelux konnte zwar die Kapazitätsauslastung in Deutschland erhöht werden, jedoch waren die Ergebnisse aufgrund der hohen Frachtkosten rückläufig. In der Schweiz und in Italien blieben die Umsätze auf dem guten Niveau des Vorjahres, während die Erträge leicht zurückgingen. Das Segment erreichte einen Anteil von 18 % am Umsatz und 14 % am EBITDA der Gruppe.
Der Wohnungsneubau hat sich in Deutschland nach einem guten ersten Quartal, welcher einerseits auf verspätete Fertigstellungen aus dem Jahr 2006 und andererseits auf die günstige Witterung zu Jahresbeginn zurückzuführen war, im zweiten Quartal sehr enttäuschend entwickelt. Für das Gesamtjahr wird bei den Baufertigstellungen mit einem Rückgang auf unter 200.000 – und damit auf ein historisches Tief – gerechnet. Der für die Dachziegelsparte wichtige deutsche Renovierungsmarkt – rund 65 % der Dachziegel gehen in dieses Segment – sollte in etwa auf Vorjahresniveau liegen.
In Italien und der Schweiz ist im zweiten Quartal 2007 ausgehend vom hohen Niveau der Vorjahre die erwartete leichte Abschwächung am Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser eingetreten, die sich in einem leichten Absatzrückgang bei Hintermauerziegel niederschlug. Für das zweite Halbjahr ist eine Fortsetzung dieses Trends in beiden Ländern zu erwarten. Preisanpassungen wurden in Deutschland bei Dachziegel und in der Schweiz bei Hintermauer- und Dachziegel umgesetzt. Die Margen in der Schweiz waren aufgrund des höheren Anteils an Handelswaren sowie Leerkosten leicht rückläufig.
| Zentral-Westeuropa | 1-6/2006 | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 193,8 | 221,3 | +14 |
| EBITDA | in Mio. € | 37,1 | 36,5 | -2 |
| EBIT | in Mio. € | 20,4 | 16,8 | -18 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 29,9 | 14,5 | -52 |
| Capital Employed | in Mio. € | 428,5 | 492,5 | +15 |
| Mitarbeiter | 1.968 | 2.422 | +23 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 880 | 823 | -7 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 74 | 61 | -18 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 2,63 | 3,96 | +51 |
Nord-Westeuropa
Das Segment Nord-Westeuropa verbesserte in den ersten sechs Monaten den Umsatz um 13 % auf 440,8 Mio. € und das EBITDA um 10 % auf 89,5 Mio. €. Die gute Umsatzentwicklung war eine Folge des Mengenwachstums in allen Produktbereichen sowie leichter Preissteigerungen. Das Segment erwirtschaftete 36 % vom Umsatz und 35 % vom EBITDA der Gruppe.
In Belgien kam es in den ersten sechs Monaten durch die starke Wohnbautätigkeit zu deutlichen Absatzzuwächsen bei Hinter- und Vormauerziegel. Als Folge der gestiegenen Energiekosten wurden zu Jahresbeginn die Preise in allen Produktgruppen angepasst. In Frankreich hat sich der Ein- und Zweifamilienhausbau vom Rekordniveau des Vorjahres leicht abgeschwächt.
Umsatzsteigerung durch Konsolidierungseffekte in Deutschland und Exporte
Deutschland: weiterer Rückgang der Baufertigstellungen bis Jahresende und stabiler Renovierungsmarkt erwartet
Leichte Abschwächung im Wohnungsneubau für Schweiz und Italien erwartet
Nord-Westeuropa mit Mengenwachstum in allen Produktbereichen
Starke Wohnbaumärkte in Nord-Westeuropa
Positiver Ausblick für Nord-Westeuropa für das zweite Halbjahr
Bolt-on Projekte und Akquisitionen für weiteres Wachstum in den Niederlanden und Großbritannien Dennoch konnte dank der Investitionen der letzten Jahre im Hintermauer- und Dachziegelbereich sowie der günstigen Witterung zu Jahresbeginn in allen Produktgruppen zweistelliges Mengenwachstum erzielt werden. In den Niederlanden wurden mit starken Umsatz- und Ergebniszuwächsen die Erwartungen übertroffen, obwohl Verzögerungen bei Baugenehmigungen sowie Engpässe bei Facharbeitskräften ein noch besseres Absatzwachstum verhindert haben. Als Folge der erworbenen Pflasterklinkeraktivitäten stiegen in den Niederlanden die Handelswarenumsätze an, wodurch die Margen leicht rückläufig waren. In Großbritannien konnten durch Preiserhöhungen die Ergebnisse weiter gesteigert werden.
Der Ausblick für Nord-Westeuropa bleibt auch für das zweite Halbjahr positiv. In Frankreich gehen wir trotz einer leichten Abschwächung des Wohnungsneubaus von einer steigenden Nachfrage in allen Produktgruppen insbesondere aber bei Hintermauerziegel (Trend von Beton zu Hintermauerziegel setzt sich fort) aus. In den Niederlanden wird aufgrund eines leichten Anstiegs im Wohnungsneubau und Renovierungsmarkt mit weiteren Absatzzuwächsen auch im zweiten Halbjahr gerechnet. Konsolidierungseffekte ergeben sich im zweiten Halbjahr aus der Übernahme des niederländischen Pflasterklinkerproduzenten Korevaar und in Großbritannien durch die Konsolidierung der mit 1.7. 2007 übernommenen Baggeridge Brick. In Belgien dürfte der Wohnungsneubau mit Mitte des Jahres den Zenit erreicht haben, und es ist mit einer leichten Abschwächung bis Jahresende zu rechnen.
Wienerberger führte ihre Bolt-on Wachstumsstrategie auch in Nord-Westeuropa konsequent fort. In Frankreich befinden sich derzeit zwei Dachziegelproduktionslinien (Lantenne, Seltz) sowie ein Hintermauerziegelwerk (Angervilliers) in der Anlaufphase. Die Akquisition von Korevaar, dem drittgrößten Pflasterklinkerproduzenten in den Niederlanden, bietet Potenzial für Synergien und ist die Basis für eine weitere Ausweitung der Kapazitäten in diesem Wachstumssegment. Baggeridge eröffnet uns aufgrund von Synergien und bedeutenden Rohstoffreserven auch für die kommenden Jahre erhebliche Wachstumschancen in Großbritannien, dem größten europäischen Vormauerziegelmarkt.
| Nord-Westeuropa | 1-6/2006 1) | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 391,2 | 440,8 | +13 |
| EBITDA | in Mio. € | 81,6 | 89,5 | +10 |
| EBIT | in Mio. € | 54,1 | 60,9 | +13 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 85,7 | 48,1 | -44 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.023,6 | 1.099,1 | +7 |
| Mitarbeiter | 3.907 | 3.972 | +2 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 561 | 621 | +11 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 804 | 823 | +2 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 5,86 | 6,15 | +5 |
1) aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen und die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden entsprechend angepasst
USA
Anhaltende Marktschwäche im US-Wohnbau führt zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen
Der Wohnbau in den USA war in der gesamten Berichtsperiode stark rückläufig. Trotz der Beiträge aus der Erstkonsolidierung von Robinson Brick ging der Umsatz (auch aufgrund des schwächeren Dollars) um 3 % auf 165,9 Mio. € und das EBITDA um 41 % auf 18,8 Mio. € zurück. Der schwache Durchschnittskurs des Dollars belastete im Rahmen der Konsolidierung den Umsatz mit 13,3 Mio. € und das EBITDA mit 1,5 Mio. €. Als Reaktion auf die anhaltende Marktschwäche wurden vorübergehend einige Produktionslinien stillgelegt. Die aufgrund geringerer Kapazitätsauslastungen steigenden Leerkosten haben das Ergebnis in den ersten sechs Monaten belastet. Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnten im Berichtszeitraum die Preise stabil gehalten werden. Die USA erwirtschafteten aufgrund des Umsatz- und Ergebnisrückganges nur mehr 13 % vom Umsatz und 7 % vom EBITDA der Gruppe.
Ende Juli (Closing) hat Wienerberger die operativen Gesellschaften von Arriscraft, Kanadas führendem Kunststeinproduzenten, erworben und mit dem Eintritt in den kanadischen Markt einen weiteren wichtigen Expansionsschritt gesetzt. Das Unternehmen betreibt neben dem Standort Cambridge, Werke in St. Étienne des Grès in Quebec, Kanada, und Fort Valley, Georgia, USA und verfügt darüber hinaus über Rohstoffreserven durch einen Steinbruch im Südwesten Ontarios. Arriscraft ist auch im Nicht-Wohnbau tätig, welcher derzeit sowohl in den USA als auch in Kanada wächst. Die Akquisition von Arriscraft bietet Wienerberger erhebliches Potenzial für Kosten- und Umsatzsynergien, insbesondere durch die Nutzung des eigenen Direktvertriebsnetzes in den USA und als Basis für neue Bolt-on Projekte.
Von der NAHB (National Association of Home Builders) wird derzeit für das Gesamtjahr ein Rückgang der Housing Starts um weitere 20 % auf 1,45 Mio. Einheiten prognostiziert. Aufgrund der Überkapazitäten am Markt und der hohen Lagerbestände an Ziegel rechnen wir für das zweite Halbjahr mit steigendem Druck auf die Preise. Dennoch ist für das Gesamtjahr aufgrund der Konsolidierung von Arriscraft auch in Nordamerika von Umsatzwachstum auszugehen.
| USA | 1-6/2006 | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 171,6 | 165,9 | -3 |
| EBITDA | in Mio. € | 31,8 | 18,8 | -41 |
| EBIT | in Mio. € | 24,2 | 11,1 | -54 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 116,1 | 40,0 | -66 |
| Capital Employed | in Mio. € | 434,3 | 470,5 | +8 |
| Mitarbeiter | 2.224 | 2.430 | +9 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 604 | 486 | -20 |
NAHB prognostiziert für das Gesamtjahr einen Rückgang von 20 % bei den Housing Starts
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr anrechenbaren Kosten sowie die Nicht-Kernaktivitäten der Gruppe (insbesondere Immobilien). Der Umsatz des Bereiches ging aufgrund des Verkaufs eines Ofenkachelwerkes um 39 % auf 5,9 Mio. € zurück. Das EBITDA war zusätzlich belastet mit höheren Holdingskosten und ging um 72 % auf -15,0 Mio. € zurück. Die 50 % Beteiligung an Pipelife wird at-equity konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Bereiches nicht enthalten. Das Unternehmen konnte in den ersten sechs Monaten Umsätze und Ergebnisse weiter steigern.
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | 1-6/2006 | 1-6/2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 9,7 | 5,9 | -39 |
| EBITDA | in Mio. € | -8,7 | -15,0 | -72 |
| EBIT | in Mio. € | -10,6 | -18,4 | -74 |
| Capital Employed | in Mio. € | 21,9 | 11,8 | -46 |
| Mitarbeiter | 173 | 170 | -2 |
1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten
| in TEUR | 4-6/2007 | 4-6/2006 | 1-6/2007 | 1-6/2006 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 719.993 | 627.953 | 1.227.320 | 1.011.899 |
| Herstellungskosten | -432.498 | -384.527 | -760.128 | -642.553 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 287.495 | 243.426 | 467.192 | 369.346 |
| Vertriebskosten | -120.409 | -110.857 | -223.256 | -197.770 |
| Verwaltungskosten | -37.406 | -34.474 | -70.972 | -64.178 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.326 | -8.017 | -19.547 | -13.002 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7.079 | 10.698 | 13.133 | 22.440 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Operatives Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten | 127.433 | 100.776 | 166.550 | 116.836 |
| Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nicht-wiederkehrende Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten | 127.433 | 100.776 | 166.550 | 116.836 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | 10.514 | 7.447 | 13.996 | 9.392 |
| Zinsergebnis | -11.081 | -10.693 | -22.339 | -22.539 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 2.618 | -146 | 13.439 | 234 |
| Finanzergebnis | 2.051 | -3.392 | 5.096 | -12.913 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 129.484 | 97.384 | 171.646 | 103.923 |
| Ertragsteuern | -22.680 | -21.183 | -31.534 | -22.795 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 106.804 | 76.201 | 140.112 | 81.128 |
| davon Ergebnis der Minderheiten | 2.228 | 1.711 | 2.594 | 987 |
| davon vorgesehener Anteil für Hybridkapitalbesitzer | 8.125 | 0 | 12.729 | 0 |
| davon verfügbares Ergebnis für Aktionäre | 96.451 | 74.490 | 124.789 | 80.141 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) | 1,32 | 1,01 | 1,57 | 1,09 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,31 | 1,01 | 1,70 | 1,09 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,32 | 1,01 | 1,70 | 1,09 |
| Segmentberichterstattung | Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2007 in TEUR |
Zentral- Osteuropa 1) |
Zentral- Westeuropa |
Nord- Westeuropa 1) |
USA | Beteiligungen und Sonstiges 2) |
Eliminie- rungen |
Wienerberger Gruppe |
| Umsatz | 427.577 | 221.310 | 440.773 | 165.921 | 5.939 | -34.200 | 1.227.320 |
| EBITDA | 126.770 | 36.513 | 89.479 | 18.837 | -14.962 | 256.637 | |
| EBIT | 96.234 | 16.788 | 60.899 | 11.072 | -18.443 | 166.550 | |
| Gesamtinvestitionen | 45.579 | 14.475 | 48.139 | 39.971 | 2.360 | 150.524 | |
| Capital Employed | 661.911 | 492.462 | 1.099.097 | 470.453 | 11.915 | 2.735.838 | |
| Mitarbeiter | 5.302 | 2.422 | 3.972 | 2.430 | 170 | 14.296 | |
| 1-6/2006 | |||||||
| Umsatz | 270.453 | 193.782 | 391.177 | 171.552 | 9.745 | -24.810 | 1.011.899 |
| EBITDA | 55.148 | 37.076 | 81.551 | 31.814 | -8.641 | 196.948 | |
| EBIT | 28.684 | 20.411 | 54.120 | 24.183 | -10.562 | 116.836 | |
| Gesamtinvestitionen | 69.499 | 29.914 | 85.710 | 116.098 | 1.176 | -295 | 302.102 |
| Capital Employed | 632.302 | 428.519 | 1.023.601 | 434.343 | 21.919 | 2.540.684 | |
| Mitarbeiter | 4.835 | 1.968 | 3.907 | 2.224 | 173 | 13.107 |
1) aufgrund organisatorischer Änderungen werden Finnland und die baltischen Staaten seit 1. Jänner 2007 im Segment Zentral-Osteuropa (davor: Nord-Westeuropa) ausgewiesen und die Vergleichszahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst
2) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten
| in TEUR | 30.6.2007 | 31.12.2006 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 648.155 | 637.346 |
| Sachanlagen | 1.756.151 | 1.712.395 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 27.120 | 28.773 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 136.056 | 129.389 |
| Übrige Finanzanlagen | 157.503 | 23.652 |
| Latente Steuern | 64.955 | 61.442 |
| Langfristiges Vermögen | 2.789.940 | 2.592.997 |
| Vorräte | 550.934 | 509.843 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 340.349 | 222.325 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 81.784 | 91.678 |
| Wertpapiere | 64.307 | 63.958 |
| Zahlungsmittel | 227.231 | 193.531 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.264.605 | 1.081.335 |
| Summe Aktiva | 4.054.545 | 3.674.332 |
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 74.168 | 74.168 |
| Kapitalrücklagen | 415.052 | 415.052 |
| Hybridkapital | 500.000 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 1.220.811 | 1.174.075 |
| Eigene Anteile | -34.365 | -30.269 |
| Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | -76.042 | -69.019 |
| Anteile in Fremdbesitz | 29.599 | 27.436 |
| Eigenkapital | 2.129.223 | 1.591.443 |
| Personalrückstellungen | 72.427 | 73.024 |
| Latente Steuerrückstellungen | 122.692 | 110.569 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 60.553 | 58.090 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 911.821 | 798.128 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 48.442 | 48.278 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.215.935 | 1.088.089 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 48.763 | 46.425 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 279.891 | 606.613 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 196.976 | 200.328 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 183.757 | 141.434 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 709.387 | 994.800 |
| Summe Passiva | 4.054.545 | 3.674.332 |
| in TEUR | Konzern | Minderheiten | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2007 | 1.564.007 | 27.436 | 1.591.443 |
| Konzernergebnis bzw. Minderheitenergebnis | 137.518 | 2.594 | 140.112 |
| Dividendenauszahlungen | -94.923 | -788 | -95.711 |
| Währungsumrechnung | -6.730 | 336 | -6.394 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen | -293 | 0 | -293 |
| Hedging Reserven | 12.924 | 21 | 12.945 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 492.911 | 0 | 492.911 |
| Zugang/Abgang Minderheitenanteil | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung eigener Anteile | -4.096 | 0 | -4.096 |
| Aufwand Aktienoptionspläne | 1.359 | 0 | 1.359 |
| Übrige Veränderungen | -3.053 | 0 | -3.053 |
| Stand 30.6.2007 | 2.099.624 | 29.599 | 2.129.223 |
| in TEUR | 1-6/2007 | 1-6/2006 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 171.646 | 103.923 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 90.087 | 80.112 |
| Nicht-wiederkehrende Abschreibungen aus Restrukturierungen | 0 | 0 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -83 | -1.800 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 13.897 | 3.834 |
| Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen | -13.996 | -9.369 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -539 | -2.940 |
| Zinsergebnis | 22.339 | 22.539 |
| Gezahlte Zinsen | -46.909 | -44.926 |
| Erhaltene Zinsen | 17.480 | 14.240 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -20.422 | -18.804 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 233.500 | 146.809 |
| Veränderungen Vorräte | -36.934 | -1.643 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -109.192 | -114.666 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -6.384 | 10.493 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 36.823 | 19.522 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -102 | -7.185 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 117.711 | 53.330 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 3.230 | 10.616 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -128.643 | -148.983 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Veränderung Wertpapiere |
-136.882 13.126 |
-2.838 219 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -21.881 | -153.119 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 0 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -271.050 | -294.105 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 113.693 | -123.818 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | -319.632 | 472.248 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -94.923 | -86.415 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen | -788 | -522 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 3.087 | 0 |
| Kapitalerhöhung Wienerberger AG | 492.911 | 0 |
| Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen | 6.243 | 4.561 |
| Erwerb eigener Aktien | -13.392 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 187.199 | 266.054 |
| Veränderung des Zahlungsmittelbestandes | 33.860 | 25.279 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand | -160 | 1.072 |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 193.531 | 219.876 |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 227.231 | 246.227 |
Der Zwischenbericht zum 30.6.2007 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2006 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2006, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung. Aufgrund organisatorischer Änderungen werden im Unterschied zum Vorjahr die Tochtergesellschaften in Finnland und den baltischen Staaten im Segment Zentral-Osteuropa statt wie bisher in Nord-Westeuropa ausgewiesen. Die Vergleichszahlen der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Mit Wirkung zum 1.1.2007 wurden die übrigen 65 % an Modern Concrete, einem Ziegelfachhändler in den USA sowie 100 % an einem Baustoffhandelsunternehmen in den Niederlanden erworben und vollkonsolidiert. Ein weiteres holländisches Baustoffhandelsunternehmen wurde mit Stichtag 1.4.2007 übernommen und erstkonsolidiert. Erstmals einbezogen wurde mit 1.4.2007 Briqueterie Bar Frères, ein Vormauerziegelwerk in Frankreich. Nicht mehr im Konzernabschluss enthalten ist die mit 31.12.2006 verkaufte Wienerberger Ofenkachel GmbH & Co KG.
Wienerberger konnte im Rahmen des laufenden Übernahmeangebots bis zum Stichtag 30.6.2007 67,4 % an Baggeridge Brick PLC zu einem Preis von bis zu 247 Pence je Aktie erwerben. Baggeridge ist mit 5 Werken der viertgrößte Ziegelhersteller Großbritanniens. Im vorliegenden Quartalsabschluss ist der Kaufpreis für Baggeridge in den Übrigen Finanzanlagen (97.867 TEUR) ausgewiesen. In den kommenden Finanzberichten wird Baggeridge mit Stichtag 1.7.2007 (Kontrollübergang) vollkonsolidiert. Weiters ist die mit Stichtag 30.6.2007 erworbene Korevaar als Beteiligung im Finanzanlagevermögen ausgewiesen und wird ab 1.7.2007 vollkonsolidiert. Im Vergleichszeitraum 1.1.2006 bis 30.6.2006 waren die Biegonice Gruppe mit zwei Werken in Polen (Konsolidierung ab 1.2.2006), Bogen mit einem Dachziegelwerk in Deutschland (Konsolidierung ab 1.5.2006), ein Hintermauerziegelwerk im Großraum Gent, Belgien (Konsolidierung ab 1.5.2006) und die Robinson Gruppe mit einem Vormauerziegelwerk, drei Betonsteinfabriken sowie mehreren Vertriebsniederlassungen im Westen der USA (Erwerbszeitpunkt 13.6.2006) nur zum Teil, ein Dachziegelwerk (Jungmeier) in Deutschland, ein Ziegelwerk in Österreich, und die tschechische Colorbeton a.s. mit drei Produktionsstätten nicht enthalten. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises erhöhten für den Zeitraum 1.1.2007 bis 30.6.2007 anteilig den Umsatz mit 48.657 TEUR und das EBITDA mit 1.781 TEUR.
Am 27. Mai 2007 hat Wienerberger mit Arriscraft International Income Fund, Kanadas führendem Kunststeinproduzenten, eine Vereinbarung über den Erwerb der operativen Gesellschaften dieses Fonds durch ihre amerikanische Tochtergesellschaft General Shale unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt 107 Mio. CAD (71 Mio. EUR). In einer außerordentlichen Hauptversammlung der Anteilseigner am 17. Juli wurde dem Verkauf mehrheitlich zugestimmt. Arriscraft betreibt zwei Kunststeinfabriken und einen Steinbruch in Kanada sowie eine Kunststeinfabrik in den USA. Der Abschluss der Transaktion erfolgte am 20. Juli 2007. Auswirkungen auf den vorliegenden Abschluss ergaben sich daher keine.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Die Wienerberger AG hat mit Wirkung zum 9.2.2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,50 % begeben. Die Auszahlung des Hybridkupons kann von der Gesellschaft ausgesetzt werden. Ausgefallene Kupons müssen jedoch innerhalb von 12 Monaten ab der nächsten Dividendenausschüttung nachgeholt werden. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Kündigung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz. Da dieses Instrument die IFRS-Kriterien von Eigenkapital erfüllt, wurde die Hybrid-Anleihe als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen. Folgerichtig werden die hierfür zu zahlenden Kupons nicht im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio von in Summe 7.089 TEUR wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Im 1. Halbjahr 2007 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 12.729 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,17 EUR.
Der Konzernumsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 um 21 % auf 1.227.320 TEUR gestiegen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 256.637 TEUR um 30 % über dem Vorjahreswert von 196.948 TEUR. Per 30.6.2007 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 74.167.796. Zum Stichtag wurden 894.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die gewichteten Aktien für den Zeitraum 1.1.2007 bis 30.6.2007 betragen 73.196.628.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis von 233.500 TEUR lag im ersten Quartal um 59 % über dem Vorjahr. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen von insgesamt 150.524 TEUR resultierte mit 55.246 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 95.278 TEUR aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Die Kaufpreise für die Beteiligungen an Baggeridge und Korevaar wurden demgemäß als Investition in das Finanzanlagevermögen ausgewiesen. In den kommenden Abschlüssen werden dann sowohl der Kaufpreis der Beteiligung als auch die übernommenen Schulden in der Position Netto-Auszahlung für Unternehmensakquisitionen ausgewiesen. Im Gegensatz zu sonstigen Investitionen ins Finanzanlagevermögen wurden diese Beteiligungen auch bei der Berechnung des Free Cash-flows nicht berücksichtigt.
Die im ersten Halbjahr getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 143.524 TEUR. Der aufgrund der Investitionen, des saisonal bedingten Forderungs- und Lageraufbaus, der Dividendenausschüttung und dem Erwerb eigener Aktien verursachte Anstieg der Nettoverschuldung wurde durch Begebung der Hybrid-Anleihe, die als Eigenkapital verbucht wurde, überkompensiert, sodass es zu einer Verringerung der Nettoverschuldung um 259.576 TEUR kam. Negative erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen in den ersten sechs Monaten 2007 in Höhe von 6.687 TEUR resultieren vor allem aus den USA und Tschechien. Im Zeitraum vom 12.3.07 bis zum 21.3.07 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 300.000 Stück eigene Aktien um 13.392 TEUR zur Bedienung des Aktienoptionsplans angeschafft. Dieser Eigenkapitalverminderung steht eine Erhöhung der Hedging Reserve von 12.945 TEUR, ein Mittelzufluss aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen durch berechtigte Manager von 6.243 TEUR und ein Mittelzufluss aufgrund der Begebung der Hybrid-Anleihe von 492.911 TEUR gegenüber. Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Konzerneigenkapital um 140.112 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr werden Forderungen aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber Konzernunternehmen und Forderungen aus Darlehensbeziehungen in der Position Wertpapiere ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.
Nach bestem Wissen und Gewissen erklärt der Vorstand der Wienerberger AG hiermit, dass der ungeprüfte Halbjahresfinanzbericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 21. August 2007
W. Reithofer H. Scheuch W. Van Riet J. Windisch
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand, mit derzeit insgesamt 253 Werken in 26 Ländern und 5 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus.Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Optimierung im Westen.
1 Vormauerziegel
Anzahl der Standorte
| 21. August 2007 | Halbjahresabschluss 2007: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
|---|---|
| 22. August 2007 | Halbjahresabschluss 2007: Analystenkonferenz in London |
| 14. November 2007 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2007 |
| 15./16. November 2007 | Capital Markets Day 2007 |
| 14. Februar 2008 | Vorläufige Ergebnisse 2007 |
| 26. März 2008 | Jahresabschluss 2007: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 27. März 2008 | Jahresabschluss 2007: Analystenkonferenz in London |
| 06. Mai 2008 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2008 |
| 09. Mai 2008 | 139. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 19. August 2008 | Halbjahresabschluss 2008: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 20. August 2008 | Halbjahresabschluss 2008: Analystenkonferenz in London |
| 12. November 2008 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2008 |
| Investor Relations Officer | Thomas Melzer |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 (1) 601 92-463 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Reuters | WBSV.VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2006: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
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