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Zumtobel Group AG

Quarterly Report Dec 10, 2007

770_ir_2007-12-10_79a29d7e-b0b8-41c1-ad0a-bfed10d15b87.pdf

Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht der Zumtobel AG

  1. Mai bis 31. Oktober 2007

Überblick zum zweiten Quartal

Deutliche Verbesserung in den drei wichtigsten Performance-Kennzahlen

  • 6,8% Umsatzwachstum im saisonal wichtigen zweiten Quartal (1. August bis 31. Oktober 2007) auf 343,0Mio EUR

  • Erfreuliche Wachstumsdynamik in Europa: 10,7% Umsatzanstieg im größten Absatzmarkt

  • Bereinigtes EBIT steigt um 16,9% auf 42,5 Mio EUR

  • EBIT-Marge um 110 Basispunkte auf 12,4% verbessert

  • Deutliche Verbesserung des Working Capital

  • Kumuliertes erstes Halbjahr (1. Mai 2007 bis 31. Oktober 2007): Umsatz 666,1 Mio EUR, Umsatzrendite 11,4%

Kennzahlen

in Mio EUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Veränder
ung in %
1.
Halbjahr
2007/08
1.
Halbjahr
2006/07*
Veränder
ung in %
Gesamt
vorjahr
2006/07
Umsatzerlöse 343,0 321,1 6,8 666,1 625,6 6,5 1.234,0
Bereinigtes EBITDA 51,9 47,2 9,9 95,3 86,8 9,8 154,1
in % vom Umsatz 15,1 14,7 14,3 13,9 12,5
Bereinigtes EBIT 42,5 36,3 16,9 75,7 66,5 13,9 112,3
in % vom Umsatz 12,4 11,3 11,4 10,6 9,1
Periodenergebnis 29,9 35,8 -16,4 55,1 63,4 -13,2 103,6
in % vom Umsatz 8,7 11,1 8,3 10,1 8,4
Bilanzsumme 1.160,8 1.121,0 3,6 1.145,4
Eigenkapital 475,5 433,6 9,7 441,6
Eigenkapitalquote in % 41,0 38,7 38,6
Nettoverbindlichkeiten 183,3 242,3 -24,4 185,7
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 95,2 93,9 1,5 173,8
ROCE in % 18,7 16,3 17,3
Investitionen 12,3 13,1 -5,7 22,5 23,7 -5,2 54,3
in % vom Umsatz 3,6 4,1 3,4 3,8 4,4
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) 7.353,9 7.358,0 -0,1 7.480,0

Saisonaler Geschäftsverlauf

Umsatz (Mio EUR)

Bereinigtes EBIT

Erläuterungen: ROCE (return on capital employed)

Bereinigtes EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragssteuern und Abschreibungen bereinigt um Sondereffekte

Bereinigtes EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern bereinigt um Sondereffekte

Gesamtkapitalrendite auf Basis bereinigtes EBIT (12 Monate rollierend) in Prozent vom durchschnittlichen Capital Employed (= Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Rückstellungen für Ertragssteuern - übrige Rückstellungen - übrige Verbindlichkeiten) aus vier Quartalen

*Anmerkung Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden an die Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst (siehe Konzernzwischenabschluss).

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

nach dem vielversprechenden Start ins erste Quartal konnte die Zumtobel Gruppe im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 bei Wachstum und Profitabilität sogar weiter zulegen: Der Konzernumsatz verbesserte sich um 6,8%, das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sogar um rund 17%.

Für das erste Halbjahr ergibt sich somit ein Umsatz von 666,1 Mio EUR (+6,5%). Das bereinigte EBIT stieg um rund 14% gegenüber dem Vorjahr auf 75,7 Mio. Die Rentabilität verbesserte sich um 80 Basispunkte deutlich und erreichte 11,4% vom Umsatz.

Wesentlichen Beitrag hierzu leistete die positive Entwicklung in unseren etablierten europäischen Kernmärkten, allen voran Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.

Im zweiten Quartal näherten sich die Wachstumsraten in unseren beiden Divisionen wie erwartet an: Die Zumtobel Lighting Division mit den Marken Zumtobel und Thorn steigerte die Umsatzerlöse um rund 6,2% auf 256,8 Mio EUR. Die TridonicAtco Division erreichte im Komponentengeschäft einen Umsatzzuwachs von 7,1% auf 104,0 Mio EUR. Das Geschäft mit LED und LED-basierten Lichtlösungen wuchs auch im zweiten Quartal um mehr als 80%, so dass im ersten Halbjahr ein Umsatz von 17,5 Mio EUR erzielt wurde.

Energieeffizienz als Wachstumstreiber

Die aktuelle Diskussion zu Energieeffizienz erweist sich zunehmend als Wachstumsimpuls für die Zumtobel Gruppe. So besteht im Bereich Licht das größte Energieeinsparungspotential in den professionellen Lichtanwendungen für Büros, Industrie sowie der Außenbeleuchtung. Die Produkte, Lichtlösungen und Dienstleistungen der Zumtobel Marken helfen mit innovativen Technologien wie LED und intelligenten Lichtmanagement-Systemen diese Einsparpotentiale zu heben. Neben der Energieeinsparung ist auch die Qualität der Beleuchtung von zentraler Bedeutung. Es ist unser Ziel, eine Balance aus effizientem Ressourceneinsatz und einer optimalen Lichtqualität zu erreichen, um damit wirklich nachhaltige Lichtlösungen zu schaffen. Mit dem Zumtobel Group Award hat der Konzern eine auch öffentlich sichtbare Plattform geschaffen, um sein Engagement für Nachhaltigkeit zu verstetigen. Der mit 140 Tsd. EUR dotierte Preis wurde erstmals im September 2007 im Rahmen einer vielbeachteten Veranstaltung für Kunden und Partner des Unternehmens verliehen.

Renditeziel von 10% EBIT-Marge

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bleiben wir optimistisch und bestätigen für das Gesamtjahr ein Wachstumsziel von mindestens 6%. Aufgrund der Weihnachts- und Winterpause in der Bauindustrie erwarten wir im dritten Quartal im Vergleich zu den beiden ersten Quartalen saisonal typisch ein niedrigeres Umsatzniveau und geringere aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum dennoch verbesserte EBIT-Margen. Für das Gesamtjahr halten wir an unserem Renditeziel von 10% EBIT-Marge fest.

Für das Folgejahr bleibt abzuwarten, ob die Turbulenzen am Kapitalmarkt länger anhaltende Auswirkungen auf die Konjunkturentwicklung haben werden. Für unser Geschäft sehen die Rahmenbedingungen im kommerziellen Hochbau in Europa angesichts der verstärkten Nachfrage nach energieeffizienten Lichtlösungen nach wie vor positiv aus.

Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Dr. Andreas J. Ludwig Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil

Dr. Andreas Ludwig

Thomas Spitzenpfeil

Die Zumtobel Aktie

Im Berichtszeitraum 1. August bis 31. Oktober 2007 konnten die meisten Börsenindizes weltweit einen Teil der deutlichen Kursrückgänge wieder wettmachen, die aufgrund der Finanzmarktkrise im Juli 2007 zu verzeichnen waren. Auch der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index) verzeichnete einen Kursanstieg von rund 4%.

Die Zumtobel Aktie war zunächst kaum in Mitleidenschaft gezogen worden und entwickelte sich im Berichtszeitraum mit einem Kursanstieg von rund 6% deutlich besser als der ATX. Nach einem leichten Kursrückgang auf ein Kurstief von 25,7 € am 16. August und der darauffolgenden Kurserholung scheiterte die Aktie kurz vor Ende der Berichtsperiode mit 29,75 € noch knapp an der 30-Euro-Marke. Am 2. August 2007 erfolgte erstmals seit dem Börsengang die Ausschüttung einer Dividende durch die Zumtobel AG in Höhe von 0,50 €. Inklusive dieser Ausschüttung lag die 12-Monatsperformance der Aktie bei mehr als 50%. Zum Vergleich: Der ATX zeigt mit plus 18% seit Ende Oktober 2006 einen deutlich geringeren Kursanstieg.

Anfang November überwogen an den Kapitalmärkten erneut Sorgen bezüglich der Auswirkungen der Finanzmarktkrise. Besonders die Kurse von kleinen und mittelgrossen Börsentiteln gerieten weltweit deutlich unter Druck. Der ATX brach zwischenzeitlich um rund 15% ein, konnte sich aber bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts Anfang Dezember 2007 wieder teilweise erholen. Auch für die Zumtobel Aktie verlief der November sehr lebhaft: Nach dem Durchbruch der 30-Euro-Marke und einem Allzeithoch von 32,51 Euro fiel der Kurs in weniger als zwei Wochen auf 23,80 Euro. Seit dem stieg der Kurs wieder stetig um rund 12% auf 26,59 EUR (Schlusskurs 05. Dezember) an.

Die Aktionärsstruktur hat sich nicht wesentlich verändert, 66% der Anteile liegen im Streubesitz, die Familie Zumtobel hält weiterhin etwa 34 %.

E ntwicklung der Zumtobel Aktie

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im 1. Halbjahr

Schlusskurs 30.04.07 € 26,80 Währung EUR
Schlusskurs 31.10.07 € 29,50 ISIN AT0000837307
Performance 1. Halbjahr 10,1% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Performance seit IPO 43,9% Marktsegment Prime Market
Marktkapitalisierung am 31.10.07 1,32 Mrd € Reuters Symbol ZUMV.VI
Höchstkurs am 03.07.07 € 30,28 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 124.191 Datastream O:ZAG
Streubesitz 66% Anzahl der Aktien 44.704.344
Währung FUR
ISIN AT0000837307
Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktsegment Prime Market
Reuters Symbol ZUMV.VI
Bloomberg Symbol ZAG AV
Datastream O:7AG
Anzahl der Aktien 44.704.344

Konzernlagebericht

Globale Wachstumsdynamik verlangsamt sich,

gewerblicher Bausektor in Europa weiterhin robust

Nach Angaben der wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute werden die jüngsten Finanzmarktturbulenzen einen dämpfenden Effekt auf das globale Wirtschaftswachstum haben. So hält der Internationale Währungsfonds (IWF) zwar an seiner Wachstumsprognose von plus 5,2% für 2007 fest, hat jedoch seine Prognose für 2008 deutlich nach unten korrigiert. Die Aufwärtsentwicklung in 2007 wird von der hohen Wachstumsdynamik in den Schwellenländern gestützt. Für China (+11,5%) und Indien (+8,9%), aber auch für die zentralund osteuropäischen Staaten (+5,8%) wird ein unverändert hohes Wachstum erwartet. Leicht herabgestuft wurden die Erwartungen für 2007 dagegen für die traditionellen Industrienationen. So kann der Euroraum nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Wirtschaftswachstum von 2,6% erwarten. Für Deutschland taxieren die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute das Konjunkturwachstum ebenfalls auf 2,6%. Die USA dürften dagegen deutlich stärker unter den Kapitalmarktturbulenzen leiden. Für das Wachstum des US-Sozialprodukts hat die OECD, bedingt durch die Belastungen aus der dortigen Immobilienkrise, ihre Prognosen auf 1,9% reduziert.

Euroconstruct dagegen bleibt für den gewerblichen Bausektor in Europa – ganz im Gegensatz zum Wohnbausektor, der deutlich herabgestuft wurde – optimistisch und hat im aktuellen November-Gutachten die Wachstumsprogonse in den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) für die Jahre 2007 (+0,6 Prozentpunkte auf 3,6%) und 2008 (+0,5 Prozentpunkte auf 3,0%) sogar angehoben. Erst für 2009 wurde dagegen eine vorsichtigere Schätzung abgegeben (-0,4 Prozentpunkte auf 2,1%).

Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2007

Ende Mai 2007 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Leuchtenwerks im Westen Sydneys und mit Wirkung zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 auch der Verkauf der alten Liegenschaft am Standort Smithfield. Damit ist die Zusammenführung der beiden bisherigen Leuchtenfertigungsstätten als wesentlicher Meilenstein des Restrukturierungsprojekts in Australien abgeschlossen.

Nach Baubeginn im Juli 2007 und wetterbedingt rund vier Wochen verzögerter Grundsteinlegung im September 2007 ist der Werksneubau in Spennymoor (Großbritannien) derzeit in der Rohbauphase. Die Verlagerung des Betriebs in die neue Fabrik soll in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres 2008 beginnen. Für die mit dem Neubau verbundenen Rationalisierungsmaßnahmen wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 0,9 Mio EUR im wesentlichen für Abfindungszahlungen als Sondereffekte zurückgestellt. Der Verkauf der aufzugebenden bisherigen Liegenschaft ist für 2008 geplant.

Euroconstruct weiter optimistisch für gewerblichen Bausektor

Restrukturierungsprojekt Australien vollständig abgeschlossen

Immobilienprojekt "LITE": Neubau in Spennymoor schreitet voran

Expansion in Wachstumsmärkten

Um an der überproportionalen Wachstumsdynamik in Indien, dem elftgrößten Lichtmarkt der Welt zu partizipieren, wurde mit Wirkung zum Mai 2007 die Beteiligung an der Thorn India Pvt. Ltd. von 10% auf zunächst 70% erhöht. Die Vertriebsorganisation mit über 40 Mitarbeitern lieferte im ersten Halbjahr einen Umsatzbeitrag von rund 3,5 Mio EUR.

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2007 wurde der bisherige Vertriebspartner in Ungarn übernommen. Mit den bestehenden 10 Mitarbeitern sollen künftig unter der Firmierung Zumtobel Lighting Kft die Wachstumspotentiale im ungarischen Markt verstärkt genutzt und die Geschäftstätigkeit von derzeit rund 5 Mio EUR Jahresumsatz weiter ausgebaut werden.

Als weiterer Baustein zum Ausbau des Regionalvertriebs wurde per 5. Dezember 2007 eine Beteiligung an der Lightmakers A/S erworben, dem bisherigen Zumtobel-Vertriebspartner in Dänemark.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Zwischenabschlussstichtag Oktober 2007 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Umsatzentwicklung

Umsatzwachstum im ersten Halbjahr +6,5% Im ersten Halbjahr (1. Mai 2007 bis 31. Oktober 2007) des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 konnte der Umsatz um 6,5% auf 666,1 Mio EUR (Vorjahr 625,6 Mio EUR) gesteigert werden. Dabei erreichte der Umsatz im zweiten Quartal (1. August 2007 bis 31. Oktober 2007) sogar einen Anstieg um 6,8% bzw. 343,0 Mio EUR. Einerseits war das Wachstum durch Währungstranslationseffekte aus der starken Aufwertung des Euro vor allem gegenüber dem Amerikanischen Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF) und Britischem Pfund (GBP) belastet. Andererseits wurden diese durch positive Preiseffekte bei Magnetikprodukten, die stark mit der Kupferpreisentwicklung korrelieren, mehr als ausgeglichen.

Umsatzentwicklung

Wachstum in den Divisionen

Die Zumtobel Lighting Division konnte während des zweiten Quartals das Umsatzwachstum weiter steigern (+6,3%) und erreichte zum ersten Halbjahr 492,7 Mio EUR Umsatz (+5,2%). In der TridonicAtco Division setzte sich der technologische Substitutionstrend von magnetischen zu elektronischen Vorschaltgeräten als zusätzlicher Wachstumstreiber weiter fort. Das Wachstum in der TridonicAtco Division ging mit dem sich abschwächenden Kupfereffekt wie erwartet zurück und erreichte 7,1%.

in Mio EUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Veränder
ung in %
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07*
Veränder
ung in %
Zumtobel Lighting Division 256,8 241,6 6,3 492,7 468,4 5,2
TridonicAtco Division 104,0 97,1 7,1 209,0 192,5 8,6
Sonstige und Konsolidierung -17,7 -17,6 0,2 -35,6 -35,2 1,0
Zumtobel Group 343,0 321,1 6,8 666,1 625,6 6,5

Im Bereich der LED-Technologie bestätigt sich die zunehmende Bedeutung für professionelle Lichtlösungen: Im ersten Quartal war mit dem Stadioncenter in Wien das bislang größte LED-Projekt der Zumtobel Gruppe realisiert worden, im zweiten Quartal konnten verschiedene renommierte Architekturprojekte in Europa realisiert und wiederum ein Wachstum von über 80% erreicht werden. So ergibt sich nach dem ersten Halbjahr im Bereich LED ein Umsatz von 17,5 Mio EUR (Vorjahreszeitraum 9,6 Mio EUR).

LED-Technologie auf Wachstumskurs

Das erste Halbjahr war geprägt vom starken Wachstum in Europa, dem für die Zumtobel Gruppe wichtigsten Wirtschaftsraum, in dem 81% des Konzernumsatzes erzielt wurden.

Regionale Umsatzverteilung 2. Quartal
2007/08
1. Halbjahr 2007/08
Wachstum
+- in %
Wachstum
+- in %
Umsatzerlöse
in Mio EUR
in % vom
Konzern
D/A/CH 11,7 7,0 162,4 24,4
Osteuropa 12,0 6,7 35,6 5,3
Nordeuropa 14,5 6,5 52,1 7,8
Westeuropa 7,1 11,4 223,6 33,6
Südeuropa 16,7 15,1 68,3 10,3
Europa 10,7 9,7 542,1 81,4
Asien -14,5 -9,3 43,0 6,4
Australien und Neuseeland 6,3 2,8 57,2 8,6
Amerika -22,4 -14,8 18,4 2,8
Rest -16,3 -20,3 5,5 0,8
Gesamt 6,8 6,5 666,1 100,0

In den deutschsprachigen Ländern (D/A/CH-Region) gelang allen voran Deutschland ein überdurchschnittlich gutes zweites Quartal. In Österreich trugen aus dem ersten Quartal verschobene Projekte zum starken Wachstum bei. Auch die Schweiz konnte, trotz belastender Abwertungseffekte beim Schweizer Franken (rund minus 5% im ersten Halbjahr) ein gutes zweites Quartal verzeichnen.

Nordeuropa konnte im zweiten Quartal erfreuliche zweistellige Wachstumsraten zeigen. Wesentlich hat dazu, wie erwartet, die Trendumkehr in Norwegen beigetragen.

Das starke Wachstum in Westeuropa ist vor allem getragen von der Erholung der Marke Thorn in Großbritannien/Irland. Unter neuem Management konnte man den Rückgang des letzten Jahres wieder aufholen. Zweistelliger Zuwachs konnte auch in Frankreich insbesondere bei öffentlichen Aufträgen für Straßenbeleuchtungsprojekte erreicht werden.

Weiterhin positiv waren die Zuwachsraten in Südeuropa, vor allem durch Umsatzausweitung der Tridonic-Atco Division in Italien und der Türkei.

Über 10% Wachstum in Europa in Q2

In Osteuropa hatten Verschiebungen einiger größerer Projekte im ersten Quartal noch zu rückläufiger Geschäftsentwicklung geführt. Durch die zwischenzeitliche Realisierung dieser Projekte wurde im zweiten Quartal wieder ein deutlicher Zuwachs erreicht.

In Asien konnten die aus Großprojekten resultierenden Umsatzzuwächse des Vorjahres bislang nicht wiederholt werden. Dennoch lassen die Projektvorschau und der Auftragsbestand für das zweite Halbjahr eine deutliche Erholung erwarten.

In Amerika belastet zusätzlich zur nun ersichtlichen Marktschwäche die Abwertung des Amerikanischen Dollar (USD), der im Berichtszeitraum gegenüber der Vorjahresperiode um über 7% verloren hat, die Umsatzentwicklung. Im Vorjahreszeitraum hatten zudem zwei große Büroprojekte in New York die Vergleichsbasis auf ein relativ hohes Niveau gelegt. Für das relativ kleine US-Geschäft kann auch bis zum Jahresende keine nennenswerte Erholung erwartet werden.

Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr

  • Bereinigte EBIT-Marge erreicht 11,4%

  • Bruttoergebnismarge steigt auf 38,6%

  • Personalkostenquote sinkt um 30 Basispunkte trotz Tarifanstieg

  • Verbessertes Finanzergebnis

  • Vergleichbares Periodenergebnis wächst um 30%

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Veränder
ung in %
1.
Halbjahr
2007/08
1.
Halbjahr
2006/07*
Veränder
ung in %
Umsatzerlöse 343,0 321,1 6,8 666,1 625,6 6,5
Kosten der umgesetzten Leistungen -208,8 -197,6 5,6 -409,3 -385,7 6,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 134,3 123,5 8,7 256,8 240,0 7,0
in % vom Umsatz 39,1 38,5 38,6 38,4
Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstige
Aufwendungen ohne Sondereffekte
-91,8 -87,2 5,3 -181,1 -173,4 4,4
Bereinigtes EBIT 42,5 36,3 16,9 75,7 66,5 13,9
in % vom Umsatz 12,4 11,3 11,4 10,6
Sondereffekte -0,5 -1,3 -65,6 -1,1 -1,2 -10,8
EBIT 42,0 35,0 20,1 74,7 65,3 14,3
Finanzergebnis -7,6 -2,9 <-100 -12,3 -14,1 -13,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 34,4 32,0 7,4 62,4 51,2 21,9
Ertragsteuern -4,3 -5,0 -13,6 -7,2 2,8 <-100
Periodenergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,2 8,7 <-100 -0,2 9,4 <-100
Periodenergebnis 29,9 35,8 -16,4 55,1 63,4 -13,2
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar
29,8 35,6 -16,2 54,7 63,2 -13,4
Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR) 0,67 0,80 -16,3 1,23 1,44 -14,5

Bereinigte EBIT-Marge

erreicht 11,4%

Das bereinigte EBIT erreichte im ersten Halbjahr 75,7 Mio EUR. Dies bedeutet ein Plus von 13,9% gegenüber 66,5 Mio EUR im Vorjahreszeitraum und eine Rendite von 11,4% vom Umsatz (plus 80 Basispunkte). Im zweiten Quartal verbesserte sich die Rendite um 110 Basispunkte auf 12,4% vom Umsatz, absolut stieg das bereinigte EBIT um 16,9% auf 42,5 Mio EUR (Vorjahreszeitraum 36,3 Mio EUR).

Entwicklung bereinigtes EBIT (in Mio EUR)

Die Verbesserung im Bruttoergebnis wurde vor allem durch zusätzliche Deckungsbeiträge aus dem Mehrumsatz erreicht. Einen geringen positiven Beitrag leistete der Nettokupfereffekt (0,8 Mio EUR aus den genannten Verkaufspreiserhöhungen bei Magnetikprodukten abzüglich Materialpreiserhöhungen bei Kupfer), der sich im zweiten Quartal wie erwartet weiter abgeschwächt hat.

Die um Kupfereffekte bereinigten Kosten der umgesetzten Leistung (Herstellkosten) haben sich um 2 Mio EUR verbessert. Ein Bestandteil der positiven Entwicklung bei den Herstellkosten war die Senkung der Personalkostenquote auf 14,7% (minus 30 Basispunkte). Die deutlichen Tariflohnerhöhungen konnten durch weiterhin erfolgreiche Effizienz- und Kostensenkungsprogramme überkompensiert werden.

Die Materialkostenquote stieg im ersten Halbjahr an, neben dem separat dargestellten Kupfereffekt insbesondere infolge von Preiserhöhungen bei Aluminium und Stahl. Vor allem geringere Abschreibungen und positive Währungseffekte konnten diese Belastungen mehr als ausgleichen.

Die Bruttoergebnismarge erhöhte sich nach einer leichten Verschlechterung im ersten Quartal im zweiten Quartal deutlich, so dass nach dem ersten Halbjahr 38,6% vom Umsatz erreicht wurde (Vorjahr 38,4%).

Wesentlicher Treiber für den Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten waren die deutlichen Tariflohnerhöhungen von rund 3%, gestiegene Transportkosten, sowie der Aufbau von Vertriebsmitarbeitern zur Unterstützung des weiteren Wachstums.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/08 waren insgesamt Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio EUR aus Sondereffekten zu verbuchen. Diese resultieren aus Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Immobilienprojekt "Lite" (geplante Werksverlagerung Spennymoor und zusätzliche Verlagerungskosten in Australien) sowie Veräußerungserlösen aus Liegenschaftsverkäufen in Deutschland und Australien. Darüber hinaus waren sonstige Wertminderungen in Höhe von 2,5 Mio EUR im Aufwand zu erfassen. Dabei handelte es sich um Bereinigungen in den debitorischen Kreditoren einer chinesischen Gesellschaft der Zumtobel Lighting Division, die sich als nicht werthaltig erwiesen haben. Die Sondereffekte im Vorjahreszeitraum in Höhe von 1,2 Mio EUR waren großteils Aufwendungen für das Immobilienprojekt "Lite".

Zur Darstellung des operativen Erfolgs wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Personalkostenquote sinkt um 30 Basispunkte trotz Tariflohnanstieg

Bruttoergebnismarge steigt auf 38,6%

Fixkostenanstieg aufgrund Tariflohnerhöhung

Sondereffekte im Betriebsergebnis

Zumtobel AG 1. Mai bis 31. Oktober 2007

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
Veränder
ung in %
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07*
Veränder
ung in %
Berichtetes EBIT 42,0 35,0 20,1 74,7 65,3 14,3
davon Sondereffekte -0,5 -1,3 -65,6 -1,1 -1,2 -10,8
Bereinigtes EBIT 42,5 36,3 16,9 75,7 66,5 13,9
in % vom Umsatz 12,4 11,3 11,4 10,6

Verbessertes Finanzergebnis

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/08 hat sich das Finanzergebnis gegenüber der Vorjahresperiode um 1,8 Mio EUR verbessert. Vorfälligkeitskosten aus einer vorzeitigen Darlehensrückzahlung belasteten den Zinsaufwand mit 0,1 Mio EUR (Vorjahreszeitraum 2,3 Mio EUR). Bei den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen schlugen sich trotz weiter gesunkenem Zinsaufwand für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen (IAS 19), die starken Schwankungen an den Devisenmärkten mit negativen Marktwertänderungen bei den devisenbezogenen Finanzinstrumenten nieder.

Finanzergebnis in Mio EUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Veränder
ung in %
1.
Halbjahr
2007/08
1.
Halbjahr
2006/07*
Veränder
ung in %
Zinsertrag 1,1 0,6 81,1 1,9 1,1 78,1
Zinsaufwand -5,7 -5,3 8,5 -11,3 -13,6 -16,9
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -3,9 1,1 <-100 -4,8 -2,8 74,7
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen 0,9 0,7 37,6 2,0 1,1 71,7
Finanzergebnis -7,6 -2,9 <-100 -12,3 -14,1 -13,3

Der Steueraufwand im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres betrug 7,2 Mio EUR. In der Vergleichsperiode des Vorjahres dagegen fiel das Steuerergebnis positiv aus (2,8 Mio EUR), da als steuerlicher Sondereffekt positive Bewertungsänderungen bei latenten Steuern infolge des Börsengangs im Ausmaß von 11,7 Mio EUR ertragswirksam wurden.

Vergleicht man das Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2007/08 (55,1 Mio EUR) mit einem um das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen (Verkauf des Airfield-Geschäfts) und oben genannten Steuereffekt bereinigten Periodenergebnis des Vorjahres von 43,0Mio EUR, bedeutet dies eine Ergebnisverbesserung um rund 30%. Vergleichbares Periodenergebnis wächst um 30%

Cashflow und Vermögenslage

Während im ersten Quartal ein saisonal bedingter Aufbau von Working Capital erfolgte, konnte – anders als im Vorjahr – im Verlauf des zweiten Quartals durch Anstrengungen beim Working Capital Management (weitere Reduzierung der Lagerbestände und Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten) wieder ein leichter Rückgang erreicht werden. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies in den ersten 6 Monaten einen um 17,3 Mio EUR geringeren Mittelabflusses. Positive Entwicklung im Working Capital

Gemessen in Prozent vom Umsatz (auf Basis rollierender 12-Monatsumsätze) konnte damit eine signifikante Reduzierung des Working Capital auf 22,7% per 31. Oktober 2007 erreicht werden (Vorjahr 24,8%).

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Durch den Wegfall der im Vorjahr getätigten Auszahlungen von Rückstellungen in Höhe von 12,9 Mio EUR wurde der Cashflow aus dem operativen Geschäft zusätzlich entlastet und erreichte im ersten Halbjahr 53,2 Mio EUR (Vorjahreszeitraum 20,0 Mio EUR).

Die Mittelabflüsse für Anlagenzugänge (23,0 Mio EUR) haben sich im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum verändert, wohingegen aus Immobilientransaktionen und Finanzanlagen Liquidität in Summe von 11,9 Mio EUR (Vorjahr –1,1 Mio EUR) freigesetzt wurde.

Der Freie Cashflow verbesserte sich um 50,2 Mio EUR auf 42,6 Mio EUR. Hieraus wurden Dividendenzahlungen (22,5 Mio EUR) sowie eine Sondertilgung (14,0 Mio EUR) auf langfristige Finanzschulden geleistet, so dass sich die Nettoverbindlichkeiten seit dem 30. April 2007 geringfügig auf 183,3 Mio EUR verringerten.

Bilanzkennzahlen

in Mio EUR 31. Oktober
2007
31. Oktober
2006*
30. April
2007
Bilanzsumme 1.160,8 1.121,0 1.145,4
Nettoverbindlichkeiten 183,3 242,3 185,7
Eigenkapital 475,5 433,6 441,6
Eigenkapitalquote in % 41,0 38,7 38,6
Verschuldungsgrad in % 38,5 55,9 42,1
Durchschnittliches Capital Employed 650,1 631,8 647,4
Investitionen 22,5 23,7 54,3
Working Capital 289,9 299,6 253,7
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 22,7 24,8 20,6

Erläuterungen:

Verschuldungsgrad Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital

Capital Employed Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - Rückstellungen für Ertragssteuern - übrige Rückstellungen - übrige Verbindlichkeiten

Working Capital Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – erhaltene Anzahlungen

Trotz der Dividendenzahlung erhöhte sich die Eigenkapitalquote weiter auf 41,0%, auch der Verschuldungsgrad (Gearing) wurde weiter reduziert und liegt zum 31. Oktober 2007 bei 38,5%.

Weiter verbesserte Finanzierungsstruktur

Ausblick: Weiterhin optimistisch

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2007/08 bleiben wir trotz der Turbulenzen am Kapitalmarkt optimistisch und gehen von mindestens 6% Wachstum für das Gesamtjahr aus. Die Anhebung der Euroconstruct-Schätzungen zum gewerblichen Hochbau für 2007 und 2008 bestätigt unsere Einschätzung eines unverändert günstigen Umfeldes in Europa. Die Projektanfragen sind weiterhin dynamisch und wie erwartet gewinnt das Thema energieeffizienter Beleuchtung bei Architekten, Designern und Lichtplanern deutlich an Bedeutung. Die LED-Technologie etabliert sich in unseren professionellen Anwendungsbereichen, so dass wir hier auch im zweiten Halbjahr anhaltend hohes Wachstum erwarten. Aufgrund des im Vergleich zu den beiden ersten Quartalen saisonal typischen Umsatzrückgangs während des dritten Quartals verringert sich auch die EBIT-Marge im Verlauf des zweiten Halbjahres, wird jedoch deutlich über dem Vorjahr liegen. Für das Gesamtjahr halten wir deshalb an unserem Renditeziel von 10% EBIT-Marge fest. Für das Geschäftsjahr 2008/09 bleibt abzuwarten, ob die Turbulenzen am Kapitalmarkt länger anhaltende Auswirkungen auf die Konjunktur und den gewerblichen Hochbau haben werden. Da die Lichtindustrie neben der Baukonjunktur jedoch zusätzliche Wachstumsimpulse aus den Themen Energieeffizienz und LED erfährt, erwarten wir für 2008/09 ein Wachstum von 2-3 Prozentpunkten über dem Wachstum des gewerblichen Hochbaus. Dornbirn, Dezember 2007 6% Wachstumsziel für 2007/08 Renditeziel von 10% EBIT-Marge

Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h.

Zahlen und Fakten

19%

des weltweiten Stromverbrauchs werden für Beleuchtung verwendet. Das entspricht 1.900 Mio Tonnen CO2 pro Jahr.

69%

des weltweiten Stromverbrauchs für Beleuchtung entfallen auf die Bereiche Büro, Industrie und Außenbeleuchtung.

31% auf Licht im Wohnraum.

Quelle: Internationale Energieagentur

ENERGIEEFFIZIENZ – Wachstumschance für die Zumtobel Gruppe

Die öffentliche Diskussion zu Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein wichtiger Wachstumstreiber für die Zumtobel Gruppe. Denn im Bereich professionelle Beleuchtung lässt sich ein enormes Einsparungspotential erschließen. Dafür sind alle Marken des Lichtkonzerns hervorragend aufgestellt: Innovative Technologien, intelligente Produkte und Systeme sowie optimale Planung und Beratung sind der Schlüssel zu energieeffizienten Beleuchtungslösungen. Zudem wird die Nachfragedynamik auch durch strengere gesetzliche Vorgaben belebt.

Strategisches Ziel der Zumtobel Marken ist es, eine Balance zwischen Energieeffizienz und den menschlichen Bedürfnissen an gute Beleuchtung zu schaffen. Denn im Mittelpunkt einer Beleuchtungslösung steht immer der Mensch.

›› Nur wenn wir die Balance schaffen aus effizientem Ressourceneinsatz und einer optimalen Lichtqualität, erreichen wir wirklich nachhaltige Lichtlösungen. Dies ist neben der Innovationsführerschaft eine weitere Differenzierung unserer Marken und damit eine wesentliche Säule unseres zukünftigen Erfolgs. ‹‹

Andreas Ludwig, CEO Zumtobel Group

Potential durch Modernisierung

  • 60% der künstlichen Beleuchtung in Europa sind ineffizient.
  • 75% der Büro- und Industriebeleuchtung in Europa sind ineffizient.
  • 30% aller Straßenbeleuchtungen in Europa sind älter als 20 Jahre mit einer Technologie von 1960.

Quelle: CELMA, ZVEI

WOZU BRAUCHEN WIR LICHT?

Visuelle Funktion

Zum guten Sehen braucht der

Mensch ein Mindestmaß an Licht. Es gibt Sicherheit, Orientierung und ermöglicht fehlerfreies Arbeiten.

Emotionale Empfindung

Licht kann gezielt eingesetzt werden, um die Konzentration und Motivation des Menschen zu fördern. Helligkeit, Farbe, Lichtverteilung und –dynamik prägen das Wohlbefinden des Menschen.

Biologische Funktion

Gutes Licht wirkt sich auf die Gesundheit des Menschen aus. Licht steuert die biologische Uhr des Menschen und regelt den Wach-Schlaf-Rhythmus.

ENERGIEEFFIZIENZ ÜBER DIE GESAMTE WERTSCHÖPFUNGSKETTE

LED

LEDs erzeugen bereits heute fünfmal soviel Licht als eine Glühlampe bei gleichem Energieeinsatz. Durch den breiten Einsatz von LED könnte bis zum Jahr 2025 laut der amerikanischen Energieagentur weltweit der Energieverbrauch durch Beleuchtung um 50% reduziert werden.

Vorschaltgeräte

Elektronische Vorschaltgeräte zeichnen sich durch ihren minimierten Energieverbrauch aus. Aufgrund ihrer Einzeladressierung und Dimmbarkeit werden sie als Basiskomponenten in Lichtmanagement-Systemen benötigt.

XED

Die hochleistungsfähigen LEDs von LEXEDIS zeichnen sich durch ihre hohe Energieeffizienz und Langlebigkeit aus. Sie haben die derzeit kleinsten Abmessungen am Markt. Die "powerXED" wurde im BMW Museum in München erfolgreich eingesetzt. Ein neues Highlight der XED-Familie ist "nanoXED", die bereits heute eine Lichtleistung von 60 lm/Watt liefert.

Seit Januar 2003 wurden knapp 1.200km TALEXX-Ketten von TRIDONIC.ATCO installiert. Die LED-Module werden überwiegend in der Leuchtwerbung anstelle der herkömmlichen Leuchtstofflampen installiert. Die Energieeinsparung liegt bei 75%. Der CO2-Counter auf der TRIDONIC.ATCO Homepage zählt die Wirkung der bereits installierten TALEXX-Ketten: Mehr als 85.000 Tonnen CO2 wurden bereits eingespart.

CorridorFUNCTION

Besonders in Parkgaragen und Flurbereichen schreiben Sicherheitsnormen Licht rund um die Uhr vor. Bei der CorridorFUNCTION von TRIDONIC.ATCO werden digital dimmbare Vorschaltgeräte mit einem Präsenzdetektor ausgestattet. Bei Anwesenheit von Personen steht sofort Licht in hoher Beleuchtungsstärke zur Verfügung. Der Energieverbrauch reduziert sich um 30%.

XITEC

Der neue Xitec-Prozessor von TRIDONIC. ATCO ist die technische Grundlage für eine neue Generation innovativer Vorschaltgeräte. Xitec bildet die Voraussetzung für intelligentes Lampen- und Lichtmanagement. Innovative Funktionen, wie beispielsweise das "SMART heating concept" gewährleisten einen energieeffizienten Betrieb.

Leuchten

Leuchten mit hohen Wirkungsgraden sind besonders energieeffizient, da das Licht dorthin gelenkt wird, wo es benötigt wird. Der Wirkungsgrad hängt unter anderem von der Bauform sowie den lichtlenkenden Materialen ab. Auch die Integration von Lichtsensoren und Präsenzdetektoren in eine Leuchte reduzieren den Energieverbrauch.

MILDES LICHT IV

Die innovative Mikroprismen-Optik wird bei der Leuchte MILDES LICHT IV von ZUMTOBEL eingesetzt. Der Wirkungsgrad wurde im Vergleich zu einer Schlitzblech-Diffusoroptik um 20% auf 80% verbessert. Dadurch wird eine Energieeinsparung von 16% erreicht und gleichzeitig die Lichtqualität verbessert.

Intelligentes Lichtmanagement

Durch intelligentes Lichtmanagement lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 80% senken. Die Energieeinsparung wird durch eine optimale Kombination aus tageslichtabhängiger Steuerung, Lichtlenk-Jalousien, Präsenzdetektoren, Zeitmanagement und Wartungskontrolle erzielt. Ein Raum oder auch ein Gebäude kann somit flexibel und mit hoher Lichtqualität beleuchtet werden.

Deutsches Historisches Museum, Berlin, D

Im Deutschen Historischen Museum wurde die bisher komplexeste LUXMATE Professional-Anlage im Museumsbereich mit knapp 5.900 Einzeladressen realisiert. Für eine optimale Ausleuchtung sorgen SLOTLIGHT Lichtkanäle und SPIRIT Sonderstrahler von ZUMTOBEL. Ohne Lichtmanagement würde die Beleuchtungslösung ca. 30% mehr Energie verbrauchen.

CINQUELINE

vorher nachher

Im Verwaltungszentrum von Gateshead, UK, wurden die alten Leuchten von 1980 gegen energieeffiziente CINQUELINE Sonderleuchten von THORN ausgetauscht. In diese wurden Lichtsensoren und Präsenzdetektoren integriert. Es wird eine Energieeinsparung von 68% erzielt und die Beleuchtungsqualität im Büro erheblich verbessert.

Royal Museum of Fine Arts, Antwerpen, BE

Die Beleuchtung der Museumsfassade wurde durch eine LED-Lichtlösung von THORN ersetzt. Einzelne Zonen der Fassade werden gezielt beleuchtet. Die gesamte Außenbeleuchtung ist in ein LUXMATE Lichtmanagement-System eingebunden. Insgesamt wurde im Vergleich zur bisherigen Beleuchtung der Energieverbrauch um 50% gesenkt.

DIE ANTWORT UNSERER MARKEN

Performance, Efficiency, Comfort

Veränderte Arbeitsbedingungen und Aufgaben sowie sich ändernde Lichtanforderungen beeinflussen das Lichtdesign. Darüber hinaus soll Beleuchtung umweltfreundlich und gesundheitsfördernd sein sowie Sicherheit geben. Ein Beleuchtungskonzept, das diesen verschiedenen Kriterien entspricht, besteht bei THORN aus den drei Faktoren: Performance (Leistung), Efficiency (Effizienz) & Comfort (Komfort). Dabei steht Leistung für beste visuelle

Wirkung, Effizienz für eine Reduzierung des Energieverbrauchs und Abfalls sowie Komfort für den Menschen. Ziel des PEC-Programms ist es, durch eine optimale Beleuchtungslösung die Lebensqualität zu verbessern im Innen- wie im Außenbereich. Die PEC-Methode kommt in allen Anwendungsbereichen vom kleinen Büroraum bis hin zur Stadion- oder Straßenbeleuchtung zum Einsatz.

Humanergy Balance

"Humanergy Balance" ist der spezifische Ansatz von ZUMTOBEL, hohe Lichtqualität für den Menschen und energieeffiziente Lichtlösungen in Balance zu bringen. Die Ansprüche an eine optimale Beleuchtungslösung sind sehr

vielfältig. Licht hat nicht nur eine rein visuelle Funktion. Licht, Lichtfarbe und –dynamik wirken sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen aus. Optimale Energieeffizienz ist eine weitere zentrale Anforderung an eine innovative wie wirtschaftliche Lichtlösung. Mit einem effizienten Einsatz der Ressourcen trägt ZUMTOBEL der Verantwortung gegenüber der Umwelt Rechnung und leistet einen Beitrag zur CO2-Einsparung. Unterstützt wird das Humanergy Balance-Konzept durch die Software VIVALDI. Damit können unterschiedliche Lichtstimmungen visualisiert und der Energiebedarf sowie die CO2-Emissionen ermittelt werden.

Ecolution

Für wie TRIDONIC.ATCO ist der Schutz der Umwelt ein wichtiger Wettbewerbsfaktor geworden und bietet enorme Chancen. Mit

"Ecolution" gibt TRIDONICATCO den Begriffen Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ein Motto, das als ganzheitlicher Ansatz alle Bereiche berücksichtigt. Jede Produktgruppe bietet eine Reihe von Argumenten für Nachhaltigkeit. Zum Beispiel können durch dimmbare Vorschaltgeräte in Kombination mit Sensoren und Steuerungselementen bis zu 80% Energie eingespart werden. Auch der LED-Bereich leistet einen wertvollen Beitrag zur Ressourcenschonung dank seiner ausgezeichneten Gesamtenergieeffizienz. Darüber hinaus werden durch die umweltfreundliche Produktion in der Nähe des Kunden lange Transporte vermieden. TRIDONIC.ATCO ist an drei Standorten nach ISO 14.001 zertifiziert.

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Veränderung
in %
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07*
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 343.039 321.083 6,8 666.100 625.621 6,5
Kosten der umgesetzten Leistungen –208.757 –197.594 5,6 –409.253 –385.653 6,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 134.282 123.489 8,7 256.847 239.968 7,0
in % vom Umsatz 39,1 38,5 38,6 38,4
Vertriebskosten –72.768 –67.852 7,2 –145.734 –137.801 5,8
Verwaltungskosten –19.520 –20.016 –2,5 –37.300 –38.941 –4,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 –643 <100 875 2.113 –58,6
davon Sondereffekte –460 –1.338 –65,6 –1.056 –1.184 –10,8
Betriebsergebnis 42.005 34.978 20,1 74.688 65.339 14,3
in % vom Umsatz 12,2 10,9 11,2 10,4
Zinsaufwand –5.716 –5.269 8,5 –11.277 –13.575 –16,9
Zinsertrag 1.083 598 81,1 1.886 1.059 78,1
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge –3.881 1.070 <100 –4.830 –2.765 74,7
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen 919 668 37,6 1.951 1.136 71,7
Finanzergebnis –7.595 –2.933 >100 –12.270 –14.145 –13,3
in % vom Umsatz –2,2 –0,9 –1,8 –2,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 34.410 32.045 7,4 62.418 51.194 21,9
Ertragsteuern –4.308 –4.988 –13,6 –7.172 2.831 <100
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 30.102 27.057 11,3 55.246 54.025 2,3
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen –195 8.708 <100 –195 9.363 <100
Periodenergebnis 29.907 35.765 –16,4 55.051 63.388 –13,2
in % vom Umsatz 8,7 11,1 8,3 10,1
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar
107 194 –44,8 302 168 79,8
davon den Anteilseignern des
Mutterunternehmens zuordenbar
29.800 35.571 –16,2 54.749 63.219 –13,4
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert -
Durchschnitt (in 1000 Stk.)
44.486 44.210 44.486 43.963
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) -
Durchschnitt (in 1000 Stk.)
247 290 247 290
Anzahl ausstehender Aktien verwässert -
Durchschnitt (in 1000 Stk.)
44.733 44.500 44.733 44.253
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,67 0,80 1,23 1,44
Ergebnis je Aktie verwässert 0,67 0,80 1,22 1,43
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden
Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,67 0,61 1,24 1,23
Ergebnis je Aktie verwässert 0,67 0,60 1,23 1,22

* Die Vergleichszahlen der Vorperiode wurden aufgrund Änderungen von Bilanzierungsmethoden angepasst und sind im folgenden Dokument mit " * " gekennzeichnet. Weitere Informationen sind im Anhang unter "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" zu finden.

Bilanz

in TEUR 31. Oktober 2007 in % 30. April 2007 in %
Firmenwerte 278.967 24,0 278.468 24,3
Immaterielle Vermögenswerte 34.265 3,0 30.884 2,7
Sachanlagen 201.666 17,4 196.451 17,2
Anteile an assoziierten Unternehmen 8.488 0,7 7.164 0,6
Finanzanlagen 23.012 2,0 26.828 2,3
Übrige Forderungen & Vermögensgegenstände 6.937 0,6 7.179 0,6
Latente Steuern 34.190 2,9 35.157 3,1
Langfristiges Vermögen 587.525 50,6 582.131 50,8
Vorräte 178.555 15,4 174.908 15,3
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 246.623 21,3 228.766 20,0
Übrige Forderungen & Vermögensgegenstände 22.430 1,9 29.169 2,5
Wertpapiere 1.449 0,1 644 0,1
Liquide Mittel 124.206 10,7 126.486 11,0
Zur Veräußerung bestimmte Anlagen 0 0,0 3.275 0,3
Kurzfristiges Vermögen 573.263 49,4 563.248 49,2
VERMÖGEN 1.160.788 100,0 1.145.379 100,0
Grundkapital 111.761 9,6 111.761 9,8
Kapitalrücklagen 355.673 30,6 354.143 30,9
Gewinnrücklagen –48.403 –4,1 –129.074 –11,3
Periodenergebnis 54.749 4,7 103.193 9,0
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 473.780 40,8 440.023 38,4
Kapital der Minderheitengesellschafter 1.757 0,2 1.567 0,1
Eigenkapital 475.537 41,0 441.590 38,5
Rückstellungen für Pensionen 54.368 4,7 55.317 4,8
Rückstellungen für Abfertigungen 29.664 2,6 28.962 2,5
Übrige Rückstellungen 11.331 1,0 11.679 1,1
Finanzschulden 296.139 25,5 303.287 26,5
Übrige Verbindlichkeiten 1.005 0,1 1.036 0,1
Latente Steuern 9.347 0,7 9.632 0,8
Langfristige Schulden 401.854 34,6 409.913 35,8
Rückstellungen für Ertragsteuern 39.742 3,4 35.875 3,1
Übrige Rückstellungen 17.030 1,5 16.306 1,4
Finanzschulden 11.318 1,0 8.906 0,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 124.381 10,7 140.387 12,3
Übrige Verbindlichkeiten 90.926 7,8 92.402 8,1
Kurzfristige Schulden 283.397 24,4 293.876 25,7
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.160.788 100,0 1.145.379 100,0

Kapitalflussrechnung

in TEUR 1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 74.494 74.856
Abschreibungen und Amortisierungen 19.531 20.265
Sonstige unbare Bewegungen 1.204 7.167
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 0 –8.437
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 95.229 93.851
Vorräte –5.832 –22.297
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen –22.412 –30.552
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen –15.316 –13.564
Erhaltene Anzahlungen 1.471 7.004
Veränderung des Working Capital –42.089 –59.409
Langfristige Rückstellungen 862 –320
Kurzfristige Rückstellungen 749 –12.904
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen & Verbindlichkeiten 2.845 796
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen 4.456 –12.428
Bezahlte Steuern –4.429 –2.038
Cashflow aus dem operativen Geschäft 53.167 19.976
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 7.520 –1.406
Auszahlungen für Anlagenzugänge –22.502 –23.731
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen 4.374 279
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 0 –2.803
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –10.608 –27.661
FREIER CASHFLOW 42.559 –7.685
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden –14.473 –147.316
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 261 –866
Kapitalerhöhungen 0 148.742
Dividenden –22.487 –50
Aktienrückkauf 0 –13.857
Bezahlte Zinsen –8.930 –12.649
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –45.890 –25.130
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand –900 535
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES –4.231 –32.280
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 118.970 97.373
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 114.739 65.093
Veränderung –4.231 –32.280

Eigenkapitalveränderungsrechnung

1. Halbjahr 2007/08

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2007 111.761 354.143 –129.074 103.193 440.023 1.567 441.590
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 103.193 –103.193 0 0 0
+/- Periodenergebnis 0 0 0 54.749 54.749 302 55.051
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 1.530 0 0 1.530 0 1.530
+/- Dividenden 0 0 –22.280 0 –22.280 –207 –22.487
+/- Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 0 0 –2.420 0 –2.420 –63 –2.483
+/- Erfolgsneutrales Hedge Accounting 0 0 –264 0 –264 0 –264
+/- Aktienoptionen - Dotierung 0 0 2.442 0 2.442 1 2.443
+/- Sukzessiver Unternehmenserwerb 0 0 0 0 0 157 157
31. Oktober 2007 111.761 355.673 –48.403 54.749 473.780 1.757 475.537

1. Halbjahr 2006/07*

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2006 92.023 232.452 –190.662 49.128 182.941 4.836 187.777
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 49.128 –49.128 0 0 0
+/- Periodenergebnis 0 0 0 63.219 63.219 168 63.387
+/- Kapitalerhöhungen 19.738 142.110 0 0 161.848 0 161.848
+/- Transaktionskosten 0 –9.829 0 0 –9.829 0 –9.829
+/- Aktienrückkauf 0 –13.857 0 0 –13.857 0 –13.857
+/- Dividenden 0 0 0 0 0 –50 –50
+/- Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 0 0 645 0 645 –42 603
+/- Erfolgsneutrales Hedge Accounting 0 0 –2.739 0 –2.739 0 –2.739
+/- Aktienoptionen 0 0 10.501 0 10.501 0 10.501
31. Oktober 2006 111.761 350.876 –133.127 63.219 392.729 4.912 397.641

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (SORIE)

in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07*
Periodenergebnis 55.051 63.388
Hedge Accounting -352 -3.652
Latente Steuern 88 913
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge -264 -2.739
Summe 54.787 60.649
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 54.485 60.481
Minderheitenanteil 302 168

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31. Oktober 2007 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, welches die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Oktober 2007 sind unverändert geblieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf den Konzernabschluss zum 30. April 2007 verwiesen.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

"Forschungs- und Entwicklungskosten" stellen erstmals in der Gewinn- und Verlustrechnung 2006/07 keinen eigenen Funktionsbereich mehr dar. "Entwicklungskosten sind den "Kosten der umgesetzten Leistungen", "Forschungskosten" den "Vertriebskosten" zugeordnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Vorperiode (1. Halbjahr 2006/07 und 2. Quartal 2006/07) wurde entsprechend angepasst. Das im IAS 19 eingeräumte Wahlrecht, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in der Periode ihres Anfallens erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen, wurde erstmals zum 30. April 2007 für Pensions- und Abfertigungsrückstellungen angewandt. Die noch nicht realisierten versicherungsmathematischen Verluste wurden in voller Höhe in den Rückstellungen erfasst. Die Eigenkapitalsveränderungsrechnung der Vorperiode wurde angepasst. In der Segmentberichterstattung gemäß IAS 14 erfolgte erstmals zum 30. April 2007 der Ausweis der Liegenschaften entsprechend der wirtschaftlichen Nutzung im jeweiligen Teilkonzern. Die Segmentberichterstattung der Vorperiode wurde entsprechend adaptiert. Weitere Informationen sind im Konzernabschluss zum 30. April 2007 zu finden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss fließen alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen ein, die von der Zumtobel AG kontrolliert werden.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises stellt sich für die Zwischenperiode wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll quotal at equity Summe
30. April 2007 95 1 4 100
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 5 0 0 5
Im Berichtsjahr fusioniert / liquidiert 5 0 0 5
31. Oktober 2007 95 1 4 100

Per 1. Oktober 2007 wurde der Geschäftszweig Leuchtenhandel vom bisherigen Vertriebspartner in Ungarn um TEUR 677 durch die neu gegründete Zumtobel Lighting Kft., Ungarn erworben. Es wurde kein Firmenwert angesetzt. Vom Kaufpreis wurden TEUR 477 im Oktober 2007 bezahlt. Der Restbetrag ist in jährlichen Raten bis Juni 2010 zu tilgen. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Oktober 2007 einen Gewinn in Höhe von TEUR 35.

Zum 1. August 2007 wurde die Furiae Raiffeisen-Immobilien GmbH, Wien und deren Tochtergesellschaft Raiffeisen Lux S.r.l., Rumänien, welche die Eigentümerin des Fabrikgebäudes in Rumänien ist, erstkonsolidiert. Der im Periodenergebnis des zweiten Quartals 2007/08 enthaltene Verlust beläuft sich auf TEUR 19.

Die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Zumtobel AG, erwarb um TEUR 307 einen Anteil von 100 % an der my-tronic Ledon GmbH, Deutschland. Es ist kein Firmenwert entstanden. Der im Periodenergebnis des ersten Halbjahrs 2007/08 enthaltene Verlust beträgt TEUR 254.

Zum 30. April 2007 erwarb Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 60 % an der Thorn Lighting India Private Ltd um TEUR 867. Die Kontrolle wurde im 1. Quartal 2007/08 übernommen. Der Anteil an der Thorn Lighting India Private Ltd. erhöhte sich dadurch auf 70 %. Es besteht eine Option im Jahr 2010 die restlichen 30 % zu erwerben. In diesem Zusammenhang entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 499. Im ersten Halbjahr 2007/08 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von TEUR 89.

Im Mai 2007 erfolgte die Fusionierung der neuseeländischen Auckland Transformer Company Ltd. mit der TridonicAtco NZ Limited. Ebenfalls im Mai 2007 wurde Luxmate WSW GmbH, Deutschland mit Zumtobel Lighting GmbH & Co KG, Deutschland fusioniert.

Folgende Gesellschaften wurden im 1. Quartal 2007/08 liquidiert:

  • Thorn Lighting Manufacturing Industries Sdn. Bdn, Malaysien

  • Thorn Lighting (Philippines) Inc., Philippinen

  • Thorn Lighting Holdings Ltd., Großbritannien

Die Auswirkungen aus den Konsolidierungskreisänderungen sind aus Konzernsicht unwesentlich.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zur Vorperiode.

Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt durch Division des Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zum Zwischenabschlussstichtag.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie basiert auf der Annahme der Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm (SOP/MSP). Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mitberücksichtigt.

Saisonalität

Saisonal bedingt sind die beiden ersten Quartale des Geschäftsjahres umsatzstärker als das zweite Halbjahr; dabei liegt insbesondere das 3. Quartal wesentlich unter dem Durchschnitt. Diese Verteilung resultiert aus der Abhängigkeit des Konzerns von der Entwicklung der Bautätigkeit und deren saisonaler Verteilung im Jahresverlauf.

Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen, Vertriebs-, Verwaltungskosten und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

1. Halbjahr 2007/08

Sonstiges
Kosten der umgesetzten Vertriebs Verwaltungs betriebliches
in TEUR Leistungen kosten kosten Ergebnis Summe
Materialaufwand –281.652 –2.800 –177 –4 –284.633
Personalaufwand –98.170 –72.364 –23.068 –48 –193.650
Abschreibungen –15.913 –2.779 –839 0 –19.531
Sonstiger Aufwand –26.355 –65.754 –16.067 –1.116 –109.292
Aktivierte Eigenleistungen 6.156 3 205 0 6.364
Interne Verrechnung 2.871 –4.529 1.659 –1 0
Summe Sonstige Aufwände –413.063 –148.223 –38.287 –1.169 –600.742
Sonstige Erträge 3.810 2.489 987 2.044 9.330
Summe –409.253 –145.734 –37.300 875 –591.412

1. Halbjahr 2006/07*

Sonstiges
Kosten der umgesetzten Vertriebs Verwaltungs betriebliches
in TEUR Leistungen kosten kosten Ergebnis Summe
Materialaufwand –259.567 –2.141 –346 –6 –262.060
Personalaufwand –93.749 –69.380 –23.164 –97 –186.390
Abschreibungen –16.520 –2.890 –1.018 163 –20.265
Sonstiger Aufwand –26.352 –61.964 –16.837 –1.037 –106.190
Aktivierte Eigenleistungen 6.216 71 0 0 6.287
Interne Verrechnung 3.320 –3.716 607 –29 182
Summe Sonstige Aufwände –386.652 –140.020 –40.758 –1.006 –568.436
Sonstige Erträge 999 2.219 1.817 3.119 8.154
Summe –385.653 –137.801 –38.941 2.113 –560.282

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 14.241 (VJ TEUR 11.748) enthalten. In der Periode wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 5.824 (VJ TEUR 5.422) aktiviert, die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 1.908 (VJ TEUR 1.297).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
Förderungen der öffentlichen Hand 101 –16 1.154 359
Lizenzeinnahmen 536 807 823 2.187
Sondereffekte –460 –1.338 –1.056 –1.184
Wertminderungen von (-) / Zuschreibungen zu (+) Anlagevermögen 0 0 0 167
Sonstige Wertminderungen –2.450 0 –2.450 0
Restrukturierungen –1.084 416 –2.060 403
Veräußerungsgewinne / -verluste 3.074 –1.754 3.454 –1.754
Sonstiges –166 –96 –46 751
Summe 11 –643 875 2.113

Unter den Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Bei den sonstigen Wertminderungen handelt es sich um Bereinigungen in den debitorischen Kreditoren einer chinesischen Gesellschaft der Zumtobel Lighting Division, die sich als nicht werthaltig erwiesen haben.

In der Zeile Restrukturierungen sind Aufwendungen für einen Sozialplan in Großbritannien ausgewiesen. Der Neubau der Fabrik in Spennymoor führt zu einer Rationalisierung und Straffung der Produktion. In diesem Zusammenhang waren erste sozialplanpflichtige Personalmaßnahmen nötig (TEUR 934). Außerdem sind in dieser Position Aufwendungen im Zusammenhang mit dem im ersten Halbjahr erfolgten Umzug in das neue Werk Wetherhill Park in Australien ausgewiesen (TEUR 886).

Der Veräußerungsgewinn resultiert aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Smithfield, Australien (TEUR 3.074) und aus einer im Rahmen des Immobilienprojekts "Lite" veräußerten Immobilie in Lindau, Deutschland (TEUR 380).

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

2. Quartal 2. Quartal 1. Halbjahr 1. Halbjahr
in TEUR 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen –485 –1.041 –1.109 –2.079
Fremdwährungsergebnis –1.869 1.104 –495 1.914
Marktbewertung von Finanzinstrumenten –1.527 1.007 –3.058 –2.585
Wertminderungen von Finanzaktiven 0 0 –360 –15
Veräußerungsgewinne / -verluste 0 0 192 0
Summe –3.881 1.070 –4.830 –2.765

Das Fremdwährungsergebnis des ersten Halbjahres beinhaltet realisierte Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 288 (davon im 2. Quartal 2007/08 TEUR 229) und unrealisierte Fremdwährungsverluste aus Bewertungen in Höhe von TEUR 207 (davon im 2. Quartal 2007/08 TEUR 1.640).

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Ertragsteuern

Der latente Steueraufwand resultiert aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen in Großbritannien sowie aus Steuersatzänderungen in Deutschland und Großbritannien. Der Ertrag aus latenten Steuern des Vorjahres resultiert im Wesentlichen aus der teilweisen Auflösung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen von österreichischen Gesellschaften, die in Folge des Börsengangs möglich war.

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
Laufende Steuern –3.150 –4.886 –6.472 –8.767
Latente Steuern –1.158 –102 –700 11.598
Summe –4.308 –4.988 –7.172 2.831

Erläuterungen zur Bilanz

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zum Bilanzstichtag April 2007.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände resultierend aus Entwicklungsprojekten.

Sachanlagen

Der Anstieg bei den Sachanlagen resultiert vor allem aus dem Zugang bei den Fabrikgebäuden aus der Erstkonsolidierung der rumänischen Gesellschaften (TEUR 6.455). Die regelmäßig durchzuführende Überprüfung der Nutzungsdauern hat in einigen Gesellschaften im ersten Halbjahr 2007/08 zu einer partiellen Veränderung der Nutzungsdauern geführt.

Finanzanlagen

Die langfristigen Finanzanlagen reduzierten sich durch die Veräußerung der Wandelanleihe der kanadischen TIR Systems Ltd. um TEUR 3.314 sowie durch die Rückführung der aus dem Geschäftsjahr 2005/06 stammenden Kaufpreisforderung (TEUR 1.500) aus dem Verkauf des Werkzeugbaus.

Finanzschulden

Der Rückgang bei den langfristigen Finanzschulden ist auf eine vorzeitige Rückzahlung eines Teiles des Akquisitionskredites (TEUR 13.953) zurückzuführen. Im Gegenzug erhöhten sich die Finanzschulden um TEUR 6.635 aus der Übernahme von langfristigen Bankverbindlichkeiten im Rahmen der Erstkonsolidierung der rumänischen Gesellschaften.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft hat sich durch Verbesserungen im Working Capital Management gegenüber dem Vorjahr positiver entwickelt. Der in der Vorperiode gezeigte Cashabfluss bei den kurzfristigen Rückstellungen steht im Zusammenhang mit dem Börsengang des letzten Geschäftsjahres und den Auszahlungen aus Restrukturierungsrückstellungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet den Verkauf von Liegenschaften in Deutschland (Lindau TEUR 690) und Australien (Smithfield TEUR 6.817) als auch den Verkauf der TIR Systems Ltd. Wandelanleihe (TEUR 3.506). Die aus der Veräußerung des Teilbereichs "Werkzeugbau" verbleibende Kaufpreisforderung von TEUR 1.500 wurde per Juli 2007 beglichen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet die im August erfolgte Dividendenausschüttung (TEUR 22.280) sowie die Tilgung des Akquisitionskredites in Höhe von TEUR 13.953.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 31. Oktober 2007 30. April 2007
Liquide Mittel 124.206 126.486
nicht frei verfügbar –2.610 –2.885
Sichteinlagen und Sonstige –6.857 –4.631
Finanzmittelfonds 114.739 118.970

Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Dividende

In der Hauptversammlung am 26. Juli 2007 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,50 EUR je Aktie beschlossen. Am 2. August 2007 wurden TEUR 22.280 an die Aktionäre der Zumtobel AG ausgeschüttet.

Aktienoptionsprogramm und Aktienrückkauf

Rücklage eigene Aktien

in TEUR Summe
30. April 2007 –10.590
Aktienrückkauf 0
Ausübungen 1.530
31. Oktober 2007 –9.060

Im ersten Halbjahr 2007/08 wurden 191.771 Aktienoptionen ausgeübt. Der von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 1.530 (durchschnittlich EUR 8,00 pro Aktie).

Rücklage Aktienoptionen
in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2007 11.960 393 12.353
Erfolgswirksame Zuführung 1.921 522 2.443
31. Oktober 2007 13.881 915 14.796

Die Zuführung beim SOP betrifft die für das Geschäftsjahr 2007/08 zu gewährenden Optionen in Höhe von 271.787 Stück mit einem gesamten Marktpreis von TEUR 3.842, welcher über das Wirtschaftjahr aliquot verteilt wird.

Die Zuführung beim MSP betrifft einerseits die im Geschäftsjahr 2007/08 zu gewährenden Optionen in Höhe von 448.208 Stück (MSPI/Tranche 2 und MSPII/Tranche 1), andererseits die gewährten Optionen (MSPI/Tranche 1) aus dem Geschäftsjahr 2006/07 zu 50 %. Das Bewertungsergebnis der neu gewährten Optionen wird wieder über zwei Jahre abgegrenzt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Zwischenabschlussstichtag Oktober 2007 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern bestehen folgende Eventualverbindlichkeiten, welche die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllen:

in TEUR 31. Oktober 2007 30. April 2007
Garantien und Gewährleistungsfälle 817 1.767
Prozesse / Rechtsstreitigkeiten 2.858 2.858
Leasing 1.000 5.000
Bankgarantien 8.372 8.451
Summe 13.047 18.076

Die Garantien und Gewährleistungen betreffen die Gesellschaft in Frankreich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Als weiterer Baustein zum Ausbau des Regionalvertriebs wurde per 5. Dezember 2007 eine Beteiligung an der Lightmakers A/S, dem bisherigen Zumtobel-Vertriebspartner in Dänemark, erworben.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Segmentberichterstattung

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus den Teilkonzernen "Zumtobel Lighting Division" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "TridonicAtco Division" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten).

Als Segmentvermögen und –schulden wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuordenbares Vermögen und Schulden und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Sonstige und Konsolidierung" ausgewiesen.

Die Länderverteilung auf die Regionen ist wie folgt:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Osteuropa: Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Baltikum
Nordeuropa: Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island
Westeuropa: Großbritannien, Benelux, Frankreich
Südeuropa: Italien, Spanien, Griechenland, Türkei
Amerika: Nord- und Südamerika
Asien: Länder des fernen und mittleren Ostens
Rest: Afrika

In der Region Europa sowie auf Gesamtkonzernebene wurden im Rahmen der Konsolidierung verschiedene Vermögenswerte wie beispielsweise Firmenwerte ausgewiesen, die sich den darunterliegenden Regionen nicht eindeutig zuordnen lassen.

Zumtobel Lighting Division TridonicAtco Division
Sonstige und Konsolidierung
Konzern
in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
Nettoumsätze 256.750 241.623 103.960 97.104 –17.671 –17.644 343.039 321.083
Außenerlöse 256.875 242.035 85.704 79.511 460 –463 343.039 321.083
Innenerlöse –125 –412 18.256 16.926 –18.131 –17.181 0 0
Betriebsergebnis 30.510 22.117 12.499 10.361 –1.004 2.500 42.005 34.978
Investitionen 7.322 6.072 4.945 5.581 50 1.403 12.317 13.056
Abschreibungen –6.106 –5.956 –4.596 –4.566 1.236 –240 –9.466 –10.763

Segment Geschäftsbereiche 2. Quartal

Segment Geschäftsbereiche 1. Halbjahr

Zumtobel Lighting Division TridonicAtco Division Sonstige und Konsolidierung Konzern
in TEUR 1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
Nettoumsätze 492.680 468.376 209.003 192.490 –35.583 –35.245 666.100 625.621
Außenerlöse 492.936 468.335 172.532 157.348 632 –62 666.100 625.621
Innenerlöse –255 41 36.471 35.142 –36.216 –35.183 0 0
Betriebsergebnis 51.752 43.333 24.842 20.659 –1.906 1.347 74.688 65.339
Investitionen 13.855 11.876 8.528 9.852 119 2.003 22.502 23.731
Abschreibungen –12.153 –12.043 –9.822 –9.362 2.443 1.140 –19.531 –20.265
31. Oktober
2007
30. April
2007
31. Oktober
2007
30. April
2007
31. Oktober
2007
30. April
2007
31. Oktober
2007
30. April
2007
Vermögen 746.619 728.292 245.048 242.104 169.121 174.983 1.160.788 1.145.379
Schulden 282.718 293.825 90.644 102.283 311.889 307.681 685.251 703.789
Außenerlöse Vermögen Investitionen
in TEUR 2. Quartal
2007/08
2. Quartal
2006/07
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
31. Oktober
2007
30. April
2007
1. Halbjahr
2007/08
1. Halbjahr
2006/07
D/A/CH 86.598 77.515 162.430 151.844 408.022 393.566 13.952 17.893
Osteuropa 21.441 19.151 35.630 33.388 21.402 9.753 985 503
Nordeuropa 29.336 25.627 52.093 48.907 28.845 29.162 496 326
Westeuropa 110.293 102.938 223.638 200.702 181.341 178.887 4.237 2.659
Südeuropa 31.564 27.042 68.302 59.348 20.408 19.917 17 81
Europa 279.232 252.273 542.093 494.189 660.018 631.285 19.687 21.462
Asien 22.468 26.294 42.952 47.362 36.736 39.449 701 589
Australien & Neuseeland 30.235 28.442 57.185 55.616 77.148 71.405 1.883 1.476
Amerika 8.565 11.042 18.384 21.570 13.648 14.472 231 204
Rest 2.538 3.032 5.486 6.884 0 0 0 0
Sonstige & Konsolidierung 0 0 0 0 373.238 388.768 0 0
Summe 343.039 321.083 666.100 625.621 1.160.788 1.145.379 22.502 23.731

Segment Regionen

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Börsegesetz

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards für Zwischenberichterstattung (IAS 34) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 31. Oktober 2007 sowie der Konzernlagebericht vermitteln im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen.

Dornbirn, am 6. Dezember 2007

Der Vorstand

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h.

Bericht über die prüferische Durchsicht

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

zum 31. Oktober 2007 einer prüferischen Durchsicht ("Review") unterzogen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Oktober 2007, die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die zum 31. Oktober 2007 endende Periode sowie eine verkürzte Darstellung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstigen Anhangangaben.

Für den Inhalt und die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, ist der Vorstand der Gesellschaft verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 Abs 2 UGB sinngemäß zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze sowie der International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das im Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Ergebnis der prüferischen Durchsicht

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 6. Dezember 2007

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mag. Thomas Smrekar e.h., DDr. Martin Wagner e.h. Wirtschaftsprüfer

Service

Finanzterminplan

Quartalsbericht (1. Mai 2007– 31. Januar 2008) 18. März 2008 Capital Markets Day 09. April 2008 Bilanzergebnis 2007/08 07. Juli 2008 Hauptversammlung 29. Juli 2008 Ex-Dividenden Tag 31. Juli 2008 Dividenden Zahltag 04. August 2008

Kontaktinformation

Christian Hogenmüller Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-506 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

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Geschäftsbericht

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Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Corporate Communications, Astrid Kühn-Ulrich Koordination: Verena Stättner Koordination Finanzen: Christian Hogenmüller, Christa Pfeiffer Übersetzung: Donna Schiller Titelmotiv: Erde bei Nacht Copyright: Zumtobel AG 2007

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Quartalsbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Quartalsbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Die Erde bei Nacht

Lichtglocken entstehen überall dort, wo viel Energie für Beleuchtung verbraucht wird. Sie entstehen auch durch nicht bedarfsgerechte Beleuchtung, die einen Teil des erzeugten Lichts direkt oder indirekt durch Reflexion und Streuung in die Umwelt abgibt. Der Himmel hellt sich künstlich auf. Besonders in hochentwickelten Ländern erkennt man über Ballungsgebieten helle Lichtzentren. Europa und Nordamerika sowie Teile Asiens sind hell erleuchtet im Gegensatz zu Afrika, das größtenteils im Dunkeln liegt.

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