Quarterly Report • Nov 12, 2008
Quarterly Report
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| Ertragskennzahlen | 1- 9/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | Ultimo 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 1.889,3 | 1.926,8 | +2 | 2.477,3 |
| EBITDA 1) | in Mio. € | 424,1 | 364,7 | -14 | 551,2 |
| EBIT 1) | in Mio. € | 284,3 | 212,4 | -25 | 353,1 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 287,7 | 160,9 | -44 | 358,4 |
| Ergebnis nach Steuern 2) | in Mio. € | 235,4 | 133,0 | -44 | 295,8 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 2,87 | 1,28 | -55 | 3,46 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 3) | in € | 2,74 | 1,65 | -40 | 3,46 |
| Free Cash-flow 4) | in Mio. € | 207,0 | 122,2 | -41 | 293,8 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 82,5 | 71,7 | -13 | 120,2 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 415,5 | 282,2 | -32 | 525,4 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2007 | 30.9.2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 5) | in Mio. € | 2.672,7 | 2.669,1 | 0 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 566,8 | 897,0 | +58 |
| Capital Employed | in Mio. € | 3.060,2 | 3.371,4 | +10 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 4.329,9 | 4.637,7 | +7 |
| Gearing | in % | 21,2 | 33,6 | - |
| Mitarbeiter 6) | 14.785 | 15.448 | +4 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 58,06 | 39,02 | -33 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 32,84 | 15,15 | -54 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 37,93 | 18,98 | -50 |
| Gewichtete Aktienzahl 7) | in Tsd. | 75.491 | 82.915 | +10 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 3.184,1 | 1.593,3 | -50 |
| Geschäftsbereiche 1- 9/2008 | Zentral- | Zentral- | Nord- | Beteiligungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € und % | Osteuropa | Westeuropa | Westeuropa | Nordamerika | und Sonstiges 8) | |||||
| Umsatz | 716,1 | (+10 %) | 340,1 | (-2 %) | 720,4 | (+7 %) | 183,4 | (-29 %) | -33,2 | (+21 %) |
| EBITDA 1) | 209,2 | (0 %) | 36,3 | (-44 %) | 125,0 | (-13 %) | 12,8 | (-56 %) | -18,6 | (+17 %) |
| EBIT 1) | 158,0 | (-3 %) | 8,2 | (-76 %) | 70,1 | (-28 %) | -2,3 (<-100 %) | -21,6 | (+19 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 137,2 | (+65 %) | 26,4 | (+26 %) | 139,5 | (-46 %) | 33,9 | (-74 %) | 16,9 (>100 %) | |
| Capital Employed | 871,5 | (+26 %) | 524,8 | (+9 %) | 1.395,0 | (+8 %) | 569,2 | (+6 %) | 10,9 | (-11 %) |
| Mitarbeiter 6) | 5.871 | (+9 %) | 2.404 | (-1 %) | 4.861 | (+18 %) | 2.092 | (-17 %) | 220 | (+29 %) |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) vor Anteilen in Fremdbesitz und anteiligem Hybridkupon
3) vor Firmenwertabschreibungen, Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen; nach Hybridkupon
4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
5) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz und Hybridkapital
6) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode
7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Die Finanzkrise hat im Jahr 2008 auf Europa übergegriffen und vor allem in den letzten Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung der makroökonomischen Rahmenbedingungen geführt. Während in Osteuropa die Bautätigkeit noch auf gutem Niveau geblieben ist, ging die Baukonjunktur in den meisten westeuropäischen Märkten zurück, und auch in den USA fielen die Baubeginne wesentlich stärker als noch Anfang 2008 prognostiziert. In diesem schwierigen Marktumfeld ist es der Wienerberger in den ersten neun Monaten gelungen, den Umsatz um 2 % auf 1.926,8 Mio. € zu steigern. Absatzrückgänge, eine flexiblere Preispolitik, Kosteninflation, die nicht zur Gänze weitergegeben werden konnte sowie Stillstands- und Leerkosten haben zu einem Rückgang im operativen EBITDA vor Restrukturierungskosten von 14 % auf 364,7 Mio. € geführt.
In den letzten Monaten hat die Finanzkrise immer stärker auf die Realwirtschaft übergegriffen. Den Verlust von Arbeitsplätzen im Industrie- sowie Finanzsektor sehe ich als Vorläufer einer weltweiten Krise, die letztlich alle Wirtschaftsbereiche erfassen wird. Daher befürchte ich für 2009 eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auch in Osteuropa zeigen sich nun deutliche Anzeichen einer bevorstehenden Abschwächung. Für das Gesamtjahr gehe ich von einem Rückgang im operativen EBITDA (vor Restrukturierungskosten) von 15 % aus, bei einer deutlicheren als der erwarteten Verschlechterung des Marktumfeldes auch etwas höher (bis -20 %).
Liquidität hat in diesen unsicheren Zeiten oberste Priorität. Wir haben unsere Strategie an das geänderte Marktumfeld angepasst, Wachstumsprojekte verschoben und die Maximierung unserer Cash-flows zur Erhaltung der gesunden finanziellen Basis und Liquidität als wichtigstes Ziel definiert. Zentrale Aufgabe ist es die Fixkosten möglichst rasch den Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen. Bereits im Sommer wurde mit einem umfassenden Programm zur Optimierung unseres Werksnetzes begonnen. Insgesamt werden in diesem Jahr 27 vorwiegend ältere Werke stillgelegt bzw. eingemottet und elf Produktionslinien temporär den Betrieb einstellen. Unsere Lieferfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt, da die Produktion auf andere Werke verlagert wurde. Zusätzlich wurde ein umfassendes Kostensenkungsprogramm zur Reduktion der Verwaltungsund Vertriebskosten eingeleitet. Ein Großteil des Programms wurde bereits frühzeitig umgesetzt. In Summe sind davon beinahe 1.400 Mitarbeiter der Wienerberger betroffen. Die Kosten für Werksstilllegungen betrugen bisher rund 30 Mio. €, davon 19 Mio. € Restrukturierungskosten und 11 Mio. € Sonderabschreibungen. Weiters sind im Sinne eines aktiven Working Capital Managements umfangreiche Werksstillstände in der Winterperiode geplant. Zusätzliche Maßnahmen, die wir bei einer weiteren Verschlechterung der Märkte rasch umsetzen werden, sind vorbereitet.
Für Instandhaltung sind im Jahr 2008 100 Mio. € und für bereits gestartete Wachstumsprojekte maximal 450 Mio. € vorgesehen. 2009 werden die laufenden Investitionen auf 80 Mio. € (ca. 40 % der Abschreibungen) beschränkt und nur mehr bereits begonnene Wachstumsprojekte fertig gestellt, wofür nicht mehr als 100 Mio. € geplant sind. Ziel ist es, die Nettoverschuldung, von derzeit 897 Mio. € zu reduzieren. Mit Ende September verfügten wir über liquide Mittel von 180 Mio. € sowie über unausgenützte kommittierte Finanzierungslinien von 290 Mio. €. Demgegenüber liegt unser Refinanzierungsbedarf bis Ende 2010 bei ca. 475 Mio. €. Aus dem Free Cashflow planen wir eine Dividende abhängig von der weiteren Wirtschaftsentwicklung auszuschütten und die verbleibenden Mittel zur Stärkung unserer Kapitalbasis und als Liquiditätsvorsorge zu verwenden. Aufgrund der gesunden Kapitalstruktur ist die Wienerberger gut gerüstet, um die Krise zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen.
Wolfgang Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Maximierung der Cashflows als oberste Priorität
Finanzierung bis Ende 2010 bereits gesichert
in % von 100
EBITDA Q1 - Q3 in Mio. €
Wienerberger erwirtschaftete in einem sich ständig verschlechternden wirtschaftlichen Umfeld in den ersten neun Monaten mit 1.926,8 Mio. € einen um 2 % höheren Konzernumsatz als im Jahr zuvor. Hauptträger des Umsatzwachstums war Zentral-Osteuropa, welches in der Berichtsperiode um 10 % zulegen konnte, während in Zentral-Westeuropa der Umsatz mit -2 % leicht und in Nordamerika mit -29 % deutlich rückläufig war. In Nord-Westeuropa erhöhte sich der Umsatz dank der Konsolidierung von Baggeridge und Sandtoft sowie leichten Steigerungen in Belgien, den Niederlanden und Frankreich um 7 %. Der Umsatz wurde mit -17,6 Mio. € aus negativen Fremdwährungseffekten insbesondere aus dem US-Dollar und dem britischen Pfund belastet.
Das EBITDA vor Restrukturierungskosten ging in den ersten neun Monaten um 14 % bzw. 59,4 Mio. € auf 364,7 Mio. € zurück. Die schwache Nachfrage in drei für uns wichtigen Märkten – den USA, Großbritannien und Deutschland – hat das EBITDA vor allem aufgrund der Mehrkosten aus einer niedrigeren Kapazitätsauslastung mit rund 61 Mio. € (exklusive Akquisitionen) belastet. In den USA fiel die Zahl der Baubeginne wesentlich stärker als noch Anfang 2008 erwartet, und in Deutschland war ein weiterer Rückgang bei Baubewilligungen vom historischen Tiefststand 2007 zu verzeichnen. In der Folge ging das EBITDA vor Restrukturierungskosten im Segment Nordamerika um 56 % auf 12,8 Mio. € und im Segment Zentral-Westeuropa um 44 % auf 36,3 Mio. € zurück. Die Ergebnisverminderung in Nord-Westeuropa, wo ein EBITDA von 125,0 Mio. € nach 143,2 Mio. € im Vorjahr erzielt wurde, ist beinahe zur Gänze auf den Einbruch des britischen Marktes zurückzuführen. Im Segment Zentral-Osteuropa konnte das EBITDA auf dem sehr guten Vorjahresniveau gehalten werden.
Aufgrund der sich zunehmend verschlechternden makroökonomischen Rahmenbedingungen wurde bereits im Juli ein umfassendes Optimierungsprogramm, welches die Stilllegung von kleineren alten Werken vorsah, eingeleitet. Mit der Schließung von 16 Werken in den letzten Monaten wurde bereits ein Großteil des Programms umgesetzt (insgesamt werden in diesem Jahr 27 Werke stillgelegt bzw. eingemottet und elf Produktionslinien temporär den Betrieb einstellen). Die daraus resultierenden Kosten beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 30,8 Mio. €, wovon 19,6 Mio. an zahlungswirksamen Kosten und 11,2 Mio. € an Sonderabschreibungen angefallen sind. Diese stammen hauptsächlich aus in Großbritannien, Deutschland und den USA umgesetzten Maßnahmen. Bis Jahresende erwarten wir noch rund 20 Mio. € an Kosten aus diesem Programm (davon 10 Mio. € Ausgaben und 10 Mio. € Sonderabschreibungen) und somit für das Gesamtjahr rund 50 Mio. € an Restrukturierungskosten.
Als Folge der rückläufigen operativen Ergebnisse ging das Konzern-EBIT nach Restrukturierungsaufwendungen in den ersten neun Monaten um 36 % auf 181,6 Mio. € zurück. Das Finanzergebnis betrug -20,7 Mio. € nach 3,4 Mio. € im Vorjahr, in dem ein Buchgewinn aus Wertpapierverkäufen von 10 Mio. € enthalten ist. Die Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen verminderte sich auf 16,7 Mio. € in 2008 nach 21,5 Mio. € im Vorjahr, da Pipelife aufgrund von strukturellen Anpassungen Ertragsrückgänge zu verzeichnen hatte. Zudem schlägt sich die erfolgswirksame Bewertung von Sicherungsgeschäften mit -6,8 Mio. € im sonstigen Finanzergebnis nieder. Das Ergebnis nach Steuern sank auf 133,0 Mio. € und liegt somit um 44 % unter dem Vorjahreswert von 235,4 Mio. €. Die Steuerquote war mit 17,3 % unter dem Vorjahresniveau von 18,2 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,65 € um 40 % unter dem Vorjahreswert von 2,74 €. Die Anzahl der gewichteten Aktien betrug in den ersten neun Monaten 82,9 Mio. Stück.
Die Wienerberger erzielte in den ersten neun Monaten 2008 einen Cash-flow aus dem Ergebnis von 305,0 Mio. € nach 359,8 Mio. € im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf ein niedrigeres Betriebsergebnis sowie Restrukturierungskosten zurückzuführen. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag aufgrund gestiegener Vorräte sowie höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 175,1 Mio. € um 106,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 281,9 Mio. €. Der Zahlungsmittelabfluss aus Gesamtinvestitionen belief sich auf insgesamt 353,9 Mio. €, wobei 71,7 Mio. € für Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen ausgegeben wurden und 282,2 Mio. € in Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen flossen. Im Februar wurde ein Hybridkupon von 32,5 Mio. € gezahlt, im Mai eine Dividende von 120,1 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet.
In der Berichtsperiode blieb das Konzerneigenkapital mit 2.669,1 Mio. € in etwa auf dem Stand zu Jahresbeginn, wobei der Periodenüberschuss der ersten neun Monate und positive Fremdwährungsdifferenzen das Eigenkapital stärkten. Demgegenüber stehen Eigenkapitalminderungen durch die Zahlung der Dividende, des Hybridkupons und den Erwerb eigener Aktien. Die Nettoverschuldung von 871,0 Mio. € zum Halbjahr 2008 hat sich bis zum 30.9.2008 nur leicht auf 897,0 Mio. € erhöht (entspricht einem Gearing von 33,6 %). Oberste Ziele der Wienerberger sind die Erhaltung der Liquidität und der gesunden Kapitalbasis sowie die Reduktion der Nettoverschuldung. Wienerberger verfügt mit Ende September über liquide Mittel von 180 Mio. € sowie über unausgenützte kommittierte Finanzierungslinien von 290 Mio. €, welchen ein Refinanzierungsbedarf bis Ende 2010 von rund 475 Mio. € gegenübersteht.
Der Konzernumsatz wurde im dritten Quartal mit 663,2 Mio. € auf Vorjahresniveau gehalten, während das EBITDA vor Restrukturierungen um 23 % auf 129,1 Mio. € zurückging. Zentral-Osteuropa konnte mit einem Umsatzwachstum von beachtlichen 17 % als einzige Region noch zulegen, während in allen anderen Segmenten die Umsätze in den Monaten Juli bis September zurückgingen. Die Ergebnisrückgänge erklären sich aus einem schwächeren Wohnungsneubau und damit einer niedrigeren Nachfrage, insbesondere in Großbritannien, Deutschland und den USA. Zusätzlich haben eine flexiblere Preispolitik vor allem in Italien, Tschechien und der Slowakei sowie eine höhere Kosteninflation die Ergebnisse in Zentral-Westeuropa und Zentral-Osteuropa belastet.
| Umsatz in Mio. € | 7-9/2007 | 7-9/2008 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa | 223,8 | 261,4 | +17 |
| Zentral-Westeuropa | 125,0 | 122,7 | -2 |
| Nord-Westeuropa | 234,1 | 226,3 | -3 |
| Nordamerika | 92,8 | 63,4 | -32 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | -13,7 | -10,6 | +23 |
| Wienerberger Gruppe | 662,0 | 663,2 | 0 |
| EBITDA 2) in Mio. € | 7-9/2007 | 7-9/2008 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Zentral-Osteuropa | 82,2 | 73,8 | -10 |
| Zentral-Westeuropa | 28,9 | 18,4 | -36 |
| Nord-Westeuropa | 53,7 | 35,3 | -34 |
| Nordamerika | 10,0 | 5,3 | -47 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | -7,3 | -3,7 | +49 |
| Wienerberger Gruppe | 167,5 | 129,1 | -23 |
1) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze
in diesem Segment
Rückgang in den Cashflows in Folge der rückläufigen operativen Ergebnisse
Liquiditätsvorsorge und Erhaltung der gesunden Kapitalbasis als oberste Prioritäten in Zeiten der Unsicherheit
Zentral-Osteuropa konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2008 um 10 % auf 716,1 Mio. € weiter steigern, während das Ergebnis mit einem EBITDA vor Restrukturierungen von 209,2 Mio. € auf Höhe des Vorjahres gehalten wurde. Die Marge in diesem Segment blieb mit 29,2 % auf gutem Niveau, war aber aufgrund der höheren Kosteninflation, die nicht zur Gänze über Preisanpassungen ausgeglichen werden konnte, rückläufig. Mit 37 % Anteil am Konzernumsatz erwirtschaftete das Segment 57 % vom EBITDA der Gruppe.
Polen zeigte nach der guten Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auch im dritten Quartal Mengenwachstum. In Bulgarien und Rumänien, wo im Herbst letzten Jahres neue Kapazitäten in Betrieb genommen wurden, erzielte Wienerberger deutliche Absatzsteigerungen, während sich in Russland die Marktdynamik im letzten Monat abschwächte. Die zunehmende Verschärfung der Budgetkrise in Ungarn hat zu einem Rückgang im Wohnungsneubau und folglich auch der Nachfrage nach Ziegel geführt. In Tschechien und der Slowakei konnten durch Flexibilisierung der Preise und Verkaufsaktionen Importe aus Deutschland merkbar zurückgedrängt werden. Insgesamt waren aber in den ersten neun Monaten die Absätze in beiden Märkten rückläufig und führten auch aufgrund der höheren Kosteninflation zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen. Bei Semmelrock und Bramac wurden in der Berichtsperiode die Umsätze und Ergebnisse bei leicht rückläufigen Margen weiter gesteigert.
Bis Ende des Jahres erwarten wir für das Segment leichtes Umsatzwachstum ausgehend von Mengensteigerungen in Polen, Bulgarien und Rumänien, die Absatzrückgänge in Ungarn, Tschechien und der Slowakei kompensieren sollten. Aufgrund inflationsbedingt höherer Herstellkosten, insbesondere durch Energiepreissteigerungen in der ersten Jahreshälfte sowie der flexibleren Preispolitik in Tschechien und der Slowakei in den letzten Monaten, sind ausgehend vom sehr hohen Niveau leicht rückläufige Ergebnisse in der Region zu erwarten. Die im Sommer beschlossenen Optimierungsmaßnahmen im Werksnetz wurden umgesetzt und sechs alte kleinere Werke in Polen, Tschechien und Ungarn planmäßig vom Markt genommen. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation in Ungarn und der daraus resultierenden Marktschwäche wird noch in diesem Jahr ein weiteres Werk eingemottet. Für das Jahr 2009 gehen wir davon aus, dass auch in Zentral-Osteuropa die Folgen der Finanzkrise spürbar werden und zu einem rückläufigen Wohnungsneubau in der Region führen werden. Jedoch sollte sich Wienerberger besser als der Markt entwickeln, da einerseits das für uns wichtige Segment – der Einfamilienhausbau – in geringerem Ausmaß betroffen sein sollte und andererseits auch der Ziegel, insbesondere im höherwertigen Produktsegment in einigen Ländern, weiter Marktanteile gewinnt.
| Zentral-Osteuropa | 1- 9/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 651,4 | 716,1 | +10 |
| EBITDA 1) | in Mio. € | 209,0 | 209,2 | 0 |
| EBIT 1) | in Mio. € | 162,1 | 158,0 | -3 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 83,2 | 137,2 | +65 |
| Capital Employed | in Mio. € | 694,3 | 871,5 | +26 |
| Mitarbeiter | 5.390 | 5.871 | +9 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 3.104 | 3.199 | +3 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m² | 7,23 | 7,29 | +1 |
| Absatz Betondachsteine 2) | in Mio. m² | 14,99 | 15,58 | +4 |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt
1 Zentral-Osteuropa: 37 % 2 Zentral-Westeuropa: 18 %
3 Nord-Westeuropa: 37 %
4 Nordamerika: 10 %
5 Beteiligungen und Sonstiges: -2 %
1 Zentral-Osteuropa: 57 %
2 Zentral-Westeuropa: 10 %
3 Nord-Westeuropa: 34 %
4 Nordamerika: 4 % 5 Beteiligungen und Sonstiges: -5 %
Für das Gesamtjahr weitere Umsatzsteigerung bei leichtem Ergebnisrückgang erwartet
In Zentral-Westeuropa ging der Umsatz in den ersten neun Monaten mit -2 % auf 340,1 Mio. € nur leicht zurück, während sich das EBITDA mit 36,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr beinahe halbierte. Hauptursachen sind einerseits die enttäuschende Entwicklung des deutschen Ein- und Zweifamilienhausbaus sowie der zunehmende Preisdruck bei Ziegel in einem rückläufigen Markt in Italien. Das Segment erreichte einen Anteil von 18 % am Umsatz und 10 % am EBITDA der Gruppe.
Der Wohnungsneubau hat sich in Deutschland auch im Jahr 2008 schwach entwickelt. Nach einem historischen Tiefststand im Jahr 2007 gingen die Baubewilligungen auch in diesem Jahr noch weiter zurück. Auch der für die Dachziegelsparte wichtige deutsche Renovierungsmarkt – 65 % der deutschen Dachziegel gehen in dieses Segment – brachte keine positiven Impulse. Allerdings konnte Wienerberger Marktrückgänge bei Dachziegel durch Marktanteilsgewinne mit neuen Produkten (Dachziegel mit Sturmfixsystem) nahezu ausgleichen und die Absatzmenge bei Dachziegel auf Vorjahresniveau halten. Mengenzuwächse aus Vormauerziegel stammen in erster Linie aus der Konsolidierung der im Jahr 2007 erworbenen Bockhorner Klinkerwerke. Stillstände zu Jahresbeginn aufgrund hoher Lagerbestände sowie niedrigere Kapazitätsauslastung führten zu Ergebnisrückgängen. Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms werden vier Werke geschlossen. Weiters sind zur Kontrolle des Working Capital umfangreiche Werksstillstände in der Winterperiode geplant.
In Italien, wo der Wohnungsneubau seit Jahresbeginn rückläufig ist, hat sich der zunehmende Preisdruck bei Ziegel merklich negativ auf die Erträge ausgewirkt. In der Schweiz sind bei einem sich abschwächenden Ein- und Zweifamilienhausbau Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben.
Für das Gesamtjahr erwarten wir für Zentral-Westeuropa aufgrund der schwachen Märkte eine deutliche Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr. Zusätzliche Belastung kommt von Stillstands- und Leerkosten in Deutschland und einem niedrigeren Erlösniveau in Italien. Trotz positiver Struktureffekte aus der Restrukturierung gehen wir mit gedämpften Umsatz- und Ergebniserwartungen aufgrund der schlechten Konjunkturaussichten in den Ländern in das Jahr 2009.
| 1- 9/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 346,3 | 340,1 | -2 |
| in Mio. € | 65,4 | 36,3 | -44 |
| in Mio. € | 34,8 | 8,2 | -76 |
| in Mio. € | 20,9 | 26,4 | +26 |
| in Mio. € | 480,5 | 524,8 | +9 |
| 2.424 | 2.404 | -1 | |
| in Mio. NF | 1.253 | 1.243 | -1 |
| in Mio. WF | 96 | 109 | +14 |
| in Mio. m² | 6,82 | 6,73 | -1 |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
Ergebnisrückgang im Segment Zentral-Westeuropa aufgrund schwacher Märkte
Deutschland: enttäuschende Entwicklung bei Baufertigstellungen
Abschwächung vom hohen Niveau im Wohnungsneubau in der Schweiz und in Italien
Deutliche Ergebnisverschlechterung im Segment für das Gesamtjahr erwartet
Umsatzzuwächse in Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien bei rückläufigen Margen
Das Segment Nord-Westeuropa verbesserte in den ersten neun Monaten den Umsatz um 7 % auf 720,4 Mio. €, während sich das EBITDA um 13 % auf 125,0 Mio. € verschlechterte. Negative Fremdwährungseffekte aus dem britischen Pfund belasteten den Umsatz mit 22,5 Mio. € und das EBITDA mit 2,2 Mio. €. In Belgien, den Niederlanden und Frankreich wurden leichte Umsatzsteigerungen erzielt, und der Einbruch im britischen Wohnungsneubau konnte durch die Konsolidierung von Baggeridge und Sandtoft ausgeglichen werden. Hohe Kosteninflation insbesondere durch höhere Energiepreise im ersten Halbjahr sowie geringe Kapazitätsauslastung in Großbritannien haben jedoch zu einem Rückgang der Margen in diesem Segment geführt. Nord-Westeuropa erwirtschaftete 37 % vom Umsatz und 34 % vom EBITDA der Gruppe.
In Belgien blieben die Wohnbautätigkeit und der Renovierungsmarkt in den ersten neun Monaten unverändert auf hohem Niveau. Aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Optimierungsmaßnahmen im Werksnetz konnte bei leicht steigenden Umsätzen und Ergebnissen das Margenniveau des Vorjahres trotz steigender Kosten gehalten werden. In Frankreich haben sich die Folgen der Finanzkrise im dritten Quartal zunehmend negativ auf die schon zuvor rückläufige Wohnbautätigkeit ausgewirkt. Durch Marktanteilsgewinne bei Hintermauerziegel gegenüber Beton sowie einem stabilen Renovierungsmarkt konnte Wienerberger entgegen dem Trend die Umsätze leicht steigern, während die Erträge aufgrund höherer Energiepreise leicht zurückgingen. In den Niederlanden wurde in einem stabilen Ziegelmarkt Umsatzwachstum insbesondere aufgrund von Mengenzuwächsen bei Pflasterklinker realisiert, während die Margen durch gestiegene Handelswarenumsätze leicht rückläufig waren. In Großbritannien konnte Wienerberger trotz des Einbruchs im Wohnungsneubau Mitte April aufgrund der Integration von Baggeridge und Sandtoft den Umsatz steigern, jedoch wurde das Ergebnis durch deutliche Absatzrückgänge und eine geringere Kapazitätsauslastung belastet.
Für 2008 rechnen wir im Segment Nord-Westeuropa bei leichten Umsatzzuwächsen mit rückläufigen Ergebnissen. In der Region werden in diesem Jahr insgesamt zwölf Werke geschlossen bzw. eingemottet, davon mehr als die Hälfte in Großbritannien. Zusätzlich sind insbesondere am britischen Markt umfangreiche Stillstände in der Winterperiode geplant, um die Lagerbestände zu kontrollieren. Für 2009 erwarten wir einen weiteren Rückgang des Wohnungsneubaus sowohl in Großbritannien als auch der Märkte in Kontinentaleuropa.
| Nord-Westeuropa | 1-9/2007 | 1-9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 674,9 | 720,4 | +7 |
| EBITDA 1) | in Mio. € | 143,2 | 125,0 | -13 |
| EBIT 1) | in Mio. € | 97,9 | 70,1 | -28 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 258,8 | 139,5 | -46 |
| Capital Employed | in Mio. € | 1.285,8 | 1.395,0 | +8 |
| Mitarbeiter | 4.127 | 4.861 | +18 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 899 | 893 | -1 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 1.310 | 1.243 | -5 |
| Absatz Tondachziegel 2) | in Mio. m² | 9,80 | 13,10 | +34 |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) Absatz Tondachziegel inkl. Zubehörprodukte
Der Wohnbau in den USA war auch im dritten Quartal stark rückläufig. Trotz der Beiträge aus der Erstkonsolidierung von Arriscraft (Kanada) ging der Umsatz in den ersten neun Monaten auch aufgrund des schwächeren Dollars um 29 % auf 183,4 Mio. € und das EBITDA um 56 % auf 12,8 Mio. € zurück. Negative Fremdwährungseffekte aus dem US-Dollar belasteten den Umsatz mit 21,3 Mio. € und das EBITDA mit 0,7 Mio. €. Deutliche Absatzrückgänge in den USA und daraus resultierende Leerkosten aufgrund geringerer Auslastung der Werke haben zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen geführt. Trotz des schwierigen Marktumfeldes und zunehmenden Preisdrucks konnten im Berichtszeitraum die Durchschnittspreise stabil gehalten werden. Arriscraft, der kanadische Kunststeinproduzent, der rund die Hälfte des Umsatzes im Nichtwohnbau erzielt, hat sich in den ersten neun Monaten gut entwickelt und die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr steigern können. Die USA erwirtschafteten 10 % vom Umsatz und 4 % vom EBITDA der Gruppe.
Wohnungsneubau in den USA weiterhin stark rückläufig
NAHB prognostiziert für das Gesamtjahr einen Rückgang von rund 30 %
bei Baubeginnen
Als Reaktion auf die anhaltende Marktschwäche wurden nach den umfangreichen Schließungen in den Jahren 2006 und 2007 in diesem Jahr noch zwei Werke stillgelegt sowie im Verwaltungs- und Vertriebsbereich umfangreiche Einsparungsmaßnahmen umgesetzt. Zwei weitere Werksschließungen in den USA durchgeführt
Die NAHB (National Association of Home Builders) hat im Oktober die Prognose für das Gesamtjahr auf 936.000 Baubeginne erneut nach unten korrigiert, was einem Rückgang von rund 30 % für das Jahr 2008 bedeuten würde. Der Gesamtbestand an unfertigen Häusern lag im September bei 1,2 Mio. (davon nur 400.000 Häuser Neubauten) und entspricht bei Zugrundelegung des derzeitigen Nachfrageniveaus einer Bedarfsdeckung von 10,5 Monaten. Daher gehen wir von einem weiterhin sehr schwachen Marktumfeld für die nächsten 12 Monate aus. Bis Jahresende rechnen wir mit weiteren Absatzrückgängen im Segment Nordamerika.
| Nordamerika | 1- 9/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 258,7 | 183,4 | -29 |
| EBITDA 1) | in Mio. € | 28,8 | 12,8 | -56 |
| EBIT 1) | in Mio. € | 16,2 | -2,3 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 132,2 | 33,9 | -74 |
| Capital Employed | in Mio. € | 535,4 | 569,2 | +6 |
| Mitarbeiter | 2.520 | 2.092 | -17 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 725 | 439 | -39 |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr anrechenbaren Kosten, die Ziegelaktivitäten in Indien sowie die Nicht-Kernaktivitäten der Gruppe (insbesondere Immobilien). Der Umsatz stieg um 17 % auf 10,8 Mio. €, das EBITDA um 17 % auf -18,6 Mio. €. Die 50 % Beteiligung an Pipelife wird nach der Equity-Methode konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Bereichs nicht enthalten.
| Beteiligungen und Sonstiges 2) | 1- 9/2007 | 1- 9/2008 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 9,2 | 10,8 | +17 |
| EBITDA 1) | in Mio. € | -22,3 | -18,6 | +17 |
| EBIT 1) | in Mio. € | -26,7 | -21,6 | +19 |
| Capital Employed | in Mio. € | 12,2 | 10,9 | -11 |
| Mitarbeiter | 171 | 220 | +29 |
Pipelife ist in diesem Segment at-equity konsolidiert
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten
| in TEUR | 7-9/2008 | 7-9/2007 | 1-9/2008 | 1-9/2007 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 663.144 | 662.000 | 1.926.786 | 1.889.320 |
| Herstellkosten | -424.930 | -390.886 | -1.233.093 | -1.151.014 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 238.214 | 271.114 | 693.693 | 738.306 |
| Vertriebskosten | -123.211 | -117.926 | -361.846 | -341.182 |
| Verwaltungskosten | -36.609 | -38.906 | -114.412 | -109.878 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.447 | -9.579 | -28.843 | -29.126 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.494 | 13.081 | 23.829 | 26.214 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Operatives Betriebsergebnis vor Restrukturierungen | 76.441 | 117.784 | 212.421 | 284.334 |
| Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen | -25.030 | 0 | -30.832 | 0 |
| Betriebsergebnis nach Restrukturierungen | 51.411 | 117.784 | 181.589 | 284.334 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen | 6.763 | 7.515 | 16.719 | 21.511 |
| Zinsertrag | 11.766 | 8.971 | 36.368 | 32.444 |
| Zinsaufwand | -22.660 | -21.330 | -67.233 | -67.142 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -4.333 | 3.119 | -6.513 | 16.558 |
| Finanzergebnis | -8.464 | -1.725 | -20.659 | 3.371 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 42.947 | 116.059 | 160.930 | 287.705 |
| Ertragsteuern | -8.554 | -20.777 | -27.900 | -52.311 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 34.393 | 95.282 | 133.030 | 235.394 |
| davon Ergebnis der Minderheiten | 456 | 1.512 | 2.316 | 4.106 |
| davon vorgesehener Anteil für Hybridkapitalbesitzer | 8.170 | 8.125 | 24.331 | 20.854 |
| davon verfügbares Ergebnis für Aktionäre | 25.767 | 85.645 | 106.383 | 210.434 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) | 0,61 | 1,17 | 1,65 | 2,74 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,31 | 1,17 | 1,28 | 2,87 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,31 | 1,17 | 1,28 | 2,87 |
| Segmentberichterstattung | Konzern- | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-9/2008 in TEUR |
Zentral- Osteuropa |
Zentral- Westeuropa |
Nord- Westeuropa |
Nord- amerika |
Beteiligungen und Sonstiges 2) |
Eliminie- rungen |
Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 712.568 | 320.152 | 709.221 | 183.350 | 416 | 1.925.707 | |
| Innenumsatz | 3.516 | 19.946 | 11.153 | 0 | 10.370 | -43.906 | 1.079 |
| Umsatz gesamt | 716.084 | 340.098 | 720.374 | 183.350 | 10.786 | -43.906 | 1.926.786 |
| EBITDA 1) | 209.221 | 36.273 | 125.006 | 12.802 | -18.618 | 364.684 | |
| EBIT 1) | 157.974 | 8.171 | 70.067 | -2.323 | -21.468 | 212.421 | |
| Gesamtinvestitionen | 137.226 | 26.432 | 139.538 | 33.911 | 16.792 | 353.899 | |
| Capital Employed | 871.487 | 524.830 | 1.395.049 | 569.162 | 10.887 | 3.371.415 | |
| Mitarbeiter | 5.871 | 2.404 | 4.861 | 2.092 | 220 | 15.448 | |
| 1-9/2007 | |||||||
| Außenumsatz | 643.891 | 322.955 | 662.191 | 258.722 | 298 | 1.888.057 | |
| Innenumsatz | 7.522 | 23.319 | 12.698 | 0 | 8.884 | -51.159 | 1.264 |
| Umsatz gesamt | 651.413 | 346.274 | 674.889 | 258.722 | 9.181 | -51.159 | 1.889.320 |
| EBITDA 1) | 208.974 | 65.352 | 143.247 | 28.755 | -22.264 | 424.064 | |
| EBIT 1) | 162.106 | 34.798 | 97.892 | 16.201 | -26.663 | 284.334 | |
| Gesamtinvestitionen | 83.181 | 20.861 | 258.845 | 132.158 | 2.987 | 498.032 | |
| Capital Employed | 694.283 | 480.484 | 1.285.800 | 535.361 | 12.234 | 3.008.162 | |
| Mitarbeiter | 5.390 | 2.424 | 4.127 | 2.520 | 171 | 14.632 |
1) vor Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen
2) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten
| in TEUR | 30.9.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 794.858 | 764.160 |
| Sachanlagen | 2.106.186 | 1.945.827 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 28.622 | 26.511 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 168.328 | 150.002 |
| Übrige Finanzanlagen | 26.243 | 29.253 |
| Latente Steuern | 45.247 | 45.379 |
| Langfristiges Vermögen | 3.169.484 | 2.961.132 |
| Vorräte | 754.519 | 669.761 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 331.308 | 211.006 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 124.168 | 105.757 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 78.528 | 88.830 |
| Zahlungsmittel | 179.669 | 293.373 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.468.192 | 1.368.727 |
| Summe Aktiva | 4.637.676 | 4.329.859 |
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 83.948 | 83.948 |
| Kapitalrücklagen | 829.327 | 829.408 |
| Hybridkapital | 492.896 | 492.896 |
| Gewinnrücklagen | 1.384.685 | 1.407.720 |
| Eigene Anteile | -40.697 | -31.379 |
| Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | -108.357 | -135.877 |
| Anteile in Fremdbesitz | 27.319 | 25.993 |
| Eigenkapital | 2.669.121 | 2.672.709 |
| Personalrückstellungen | 72.245 | 76.210 |
| Latente Steuerrückstellungen | 147.607 | 125.045 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 69.329 | 64.653 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 934.258 | 819.092 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 49.053 | 45.685 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.272.492 | 1.130.685 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 62.385 | 47.513 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 220.956 | 129.871 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 201.194 | 186.405 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 211.528 | 162.676 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 696.063 | 526.465 |
| Summe Passiva | 4.637.676 | 4.329.859 |
| Entwicklung des Eigenkapitals | ||
|---|---|---|
| -------------------------------------- | -- | -- |
| Entwicklung des Eigenkapitals | 2008 | 2007 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Konzern | Minderheiten | Gesamt | Konzern | Minderheiten | Gesamt |
| Stand 1.1. | 2.646.716 | 25.993 | 2.672.709 | 1.564.007 | 27.436 | 1.591.443 |
| Konzernergebnis bzw. Minderheitenergebnis | 130.714 | 2.316 | 133.030 | 231.288 | 4.106 | 235.394 |
| Dividendenauszahlungen bzw. Hybridkupon | -152.609 | -1.854 | -154.463 | -94.923 | -1.236 | -96.159 |
| Währungsumrechnung | 25.951 | 1.171 | 27.122 | -2.847 | 198 | -2.649 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen | 1.569 | 0 | 1.569 | -293 | 0 | -293 |
| Hedging Reserven | -2.325 | 2 | -2.323 | -10.047 | 21 | -10.026 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 0 | 4.515 | 4.515 | 492.896 | 0 | 492.896 |
| Zugang/Abgang Minderheitenanteil | 0 | -4.824 | -4.824 | 0 | 1.135 | 1.135 |
| Veränderung eigener Anteile | -9.318 | 0 | -9.318 | -1.146 | 0 | -1.146 |
| Aufwand Aktienoptionspläne | 1.495 | 0 | 1.495 | 2.198 | 0 | 2.198 |
| Übrige Veränderungen | -391 | 0 | -391 | -4.174 | 0 | -4.174 |
| Stand 30.9. | 2.641.802 | 27.319 | 2.669.121 | 2.176.959 | 31.660 | 2.208.619 |
| in TEUR | 1-9/2008 | 1-9/2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 160.930 | 287.705 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 152.263 | 139.730 |
| Abschreibungen aus Restrukturierungen | 11.179 | 0 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -37 | -74 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 19.333 | -6.661 |
| Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen | -16.719 | -21.511 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -4.059 | -2.954 |
| Zinsergebnis | 30.865 | 34.698 |
| Gezahlte Zinsen | -66.898 | -60.463 |
| Erhaltene Zinsen | 34.141 | 26.200 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -16.023 | -36.836 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 304.975 | 359.834 |
| Veränderungen Vorräte | -74.490 | -78.062 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -111.307 | -70.250 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.640 | -17.640 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 32.588 | 49.508 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | 14.671 | 38.466 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 175.077 | 281.856 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 20.283 | 12.029 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -260.864 | -211.834 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -7.153 | -2.883 |
| Veränderung Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.657 | -1.425 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -93.035 0 |
-286.198 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -335.112 | -490.311 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 117.097 | 87.660 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 92.977 | -264.960 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -120.109 | -94.923 |
| Gezahlter Kupon Hybridkapital | -32.500 | 0 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen | -2.330 | -1.236 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 0 | 3.086 |
| Kapitalerhöhung Wienerberger AG (Hybridkapital) | 0 | 492.896 |
| Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen | 0 | 8.072 |
| Erwerb eigener Aktien | -9.318 | -13.392 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 45.817 | 217.203 |
| Veränderung des Zahlungsmittelbestandes | -114.218 | 8.748 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand | 514 | -27 |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 293.373 | 193.531 |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 179.669 | 202.252 |
Der Zwischenbericht zum 30.9.2008 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2007 werden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2007, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt. Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Mit Wirkung vom 1.1.2008 wurde der Pflasterklinkerhersteller Bockhorner Klinker in Deutschland sowie die Ende des Jahres erworbene IGM Backa Nova in Serbien vollkonsolidiert. Am 11.1.2008 hat Wienerberger Sandtoft, den drittgrößten Dachziegelhersteller Großbritanniens, erworben und mit diesem Stichtag vollkonsolidiert. Der Erwerb von rund 74 % erfolgte dabei gegen Barabfindung, die restlichen Anteile können durch die Ausübung einer den Verkäufern gewährten Verkaufsoption an Wienerberger verkauft werden. Der Ausweis dieser Option erfolgt unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, der Anteil der Minderheiten am Ergebnis wird daher im Zinsaufwand ausgewiesen. Mit Anfang des Berichtsjahres wurden die Ziegelaktivitäten von Wienerberger in Indien durch die Erstkonsolidierung der Wienerberger Brick Industry Private Limited erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. In Vorbereitung eines ersten Werksstandortes in Litauen wurde über die mit 1.6.2008 erstkonsolidierte Wienerberger Statybine Keramika ein Grundstück erworben.
Im Vergleichszeitraum 1.1.2007 bis 30.9.2007 waren die mit 1.4.2007 erstkonsolidierte französische Briqueterie Bar Frères, das niederländische Baustoffhandelsunternehmen Bos en Vermeer B.V. (Konsolidierung ab 1.7.2007), Baggeridge PLC in Großbritannien und Korevaar in den Niederlanden (beide konsolidiert ab 1.7.2007) sowie die kanadische Arriscraft International (konsolidiert ab 20.7.2007) nur teilweise, das italienische Ziegelwerk RIL Laterizi S.p.a. (konsolidiert ab 1.12.2007) und die mit 31.12.2007 erstkonsolidierte österreichische Salzburger Ziegelwerk GmbH & Co KG im Konsolidierungskreis nicht enthalten. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises erhöhten für den Zeitraum vom 1.1.2008 bis 30.9.2008 anteilig den Umsatz mit 108.155 TEUR und das EBITDA mit 12.936 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Die Wienerberger AG hat mit Wirkung vom 9.2.2008 den Kupon in Höhe von 32.500 TEUR für das im Vorjahr begebene Hybridkapital ausbezahlt. Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung folgerichtig in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die angefallenen Begebungskosten und das Disagio wurden von den Gewinnrücklagen in Abzug gebracht. Für die ersten neun Monate des Jahres 2008 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 24.330 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,29 EUR.
Der Konzernumsatz konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2 % auf 1.926.786 TEUR gesteigert werden. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und vor Restrukturierungskosten lag mit 364.684 TEUR um 14 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 424.064 TEUR.
Insgesamt belaufen sich die im Ergebnis ausgewiesenen Restrukturierungskosten auf 30.832 TEUR, wobei 11.179 TEUR auf Sonderabschreibungen und 19.653 TEUR auf ausgabenwirksame Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen entfallen. Der Großteil dieser Kosten entfällt auf Sozialpläne und die Kosten für die permanente oder vorübergehende Stilllegung von Werken. Das operative Betriebsergebnis nach Restrukturierungen und Sonderabschreibungen beläuft sich somit auf 181.589 TEUR im Vergleich zu 284.334 TEUR im Vorjahr, was einem Rückgang von 36 % entspricht.
Per 30.9.2008 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 83.947.689. Zum Stichtag wurden 1.113.603 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2008 bis 30.9.2008 auf 82.915.442 Stück.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis von 304.975 TEUR lag in den ersten neun Monaten um 15 % unter dem Wert des Vorjahres, der durch einen Einmalertrag aus einem Wertpapierverkauf in Höhe von 10.007 TEUR beeinflusst war. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen und Akquisitionen von insgesamt 353.899 TEUR resultierte mit 71.706 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 282.193 TEUR aus Werksneubauten, Werkserweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen).
Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 260.864 TEUR. Die Nettoverschuldung stieg insbesondere durch die Auszahlung des Hybridkupons von 32.500 TEUR im Februar, einer Dividende von 120.109 TEUR im Mai und die Investitionstätigkeit um 330.257 TEUR auf nunmehr 897.017 TEUR. Positive erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 28.690 TEUR resultierten in den ersten neun Monaten vor allem aus Polen, Tschechien und den USA. Diese wurden teilweise durch negative Differenzen in Großbritannien kompensiert. Die Hedging Reserve verminderte sich um 2.323 TEUR; im Eigenkapital erfasste Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren belaufen sich auf -338 TEUR. Im Zeitraum vom 4.3.2008 bis zum 28.3.2008 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 300.000 Stück eigene Aktien um 9.318 TEUR zur Bedienung des Aktienoptionsplans erworben. Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 133.030 TEUR.
Im Dezember 2006 führte das deutsche Bundeskartellamt Untersuchungen in den Niederlassungen aller großen Tondachziegelproduzenten mit Sitz in Deutschland durch. Die Ermittlungen erfolgten aufgrund des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen und umfassten auch die Koramic Dachprodukte GmbH & Co KG, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Wienerberger AG in Deutschland. Wienerberger hat Grund zur Annahme, dass die Kartellbehörde noch im Jahr 2008 eine Entscheidung treffen wird. Eine Rückstellung zum 30.9.2008 wurde nicht gebildet, da der Ausgang des Verfahrens sowie die möglichen Auswirkungen daraus zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden können.
Nach bestem Wissen und Gewissen erklärt der Vorstand der Wienerberger AG hiermit, dass der ungeprüfte Quartalsbericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.
Der Vorstand der Wienerberger AG Wien, 12. November 2008
W. Reithofer H. Scheuch W. Van Riet J. Windisch
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand – mit derzeit insgesamt 245 Werken in 26 Ländern und 5 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus. Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Optimierung im Westen.
| 12. November 2008 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2008 |
|---|---|
| 20./21. November 2008 | Capital Markets Day 2008 in Kortrijk, Belgien (abgesagt) |
| 24. Jänner 2009 | Beginn der Quiet Period |
| 12. Februar 2009 | Vorläufige Ergebnisse 2008 |
| 03. März 2009 | Beginn der Quiet Period |
| 24. März 2009 | Jahresabschluss 2008: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 25. März 2009 | Jahresabschluss 2008: Analystenkonferenz in London |
| 20. April 2009 | Beginn der Quiet Period |
| 06. Mai 2009 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2009 |
| 14. Mai 2009 | 140. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 19. Mai 2009 | Ex-Tag für Dividende 2008 |
| 20. Mai 2009 | 1. Auszahlungstag für Dividende 2008 |
| 20. Juli 2009 | Beginn der Quiet Period |
| 18. August 2009 | Halbjahresabschluss 2009: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 19. August 2009 | Halbjahresabschluss 2009: Analystenkonferenz in London |
| 12. Oktober 2009 | Beginn der Quiet Period |
| 06. November 2009 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2009 |
| Investor Relations Officer | Barbara Braunöck |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 (1) 601 92-463 |
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