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Flughafen Wien AG

Annual Report Mar 26, 2009

744_10-k_2009-03-26_c671116a-d395-4340-b9f4-841ced38794e.pdf

Annual Report

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Das neue Handbuch von den Bestseller-Autoren von "How to Run an Airport" & "How to Grow"

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

V
eränderung
2008 in % 2007 2006
Gesamtumsatz 548,1 5,1 521,4 463,9
davon Airport 250,8 3,6 242,2 211,3
davon Handling 152,2 3,5 147,0 139,6
davon Non-Aviation 144,5 9,3 132,2 112,8
EBIT 133,3 10,7 120,3 103,7
EBIT-Margin (in %)1) 24,3 5,3 23,1 22,4
EBITDA 201,9 5,7 191,0 169,6
EBITDA-Margin (in %)2) 36,8 0,6 36,6 36,6
ROCE (in %)3) 8,4 -7,8 9,1 9,2
Konzernergebnis nach Minderheiten 91,1 4,0 87,7 76,8
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 148,4 -9,7 164,4 142,2
Eigenkapital 776,4 5,6 734,9 721,3
Bilanzsumme 1.735,3 11,2 1.560,9 1.448,7
Investitionen4) 298,1 53,8 193,8 207,2
Ertragsteuern 27,8 5,0 26,5 24,3
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt5) 4.266 4,4 4.087 3.834

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

MTOW (in Mio. Tonnen)6) 7,8 6,3 7,3 6,8
Gesamtpassagiere (in Mio.) 19,7 5,2 18,8 16,9
davon Transferpassagiere (in Mio.) 5,9 -0,9 6,0 5,7
Flugbewegungen 266.402 4,5 254.870 237.490
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 267.985 -1,6 272.362 265.778
Sitzladefaktor (in %)7) 68,2 -1,4 69,2 68,5

Börsentechnische Kennzahlen

Anzahl ausgegebener Aktien (in Mio.) 21 0,0 21 21
KGV (per 31.12.) 7,3 -61,4 18,9 20,4
Gewinn je Aktie (in €) 4,34 3,8 4,18 3,66
Dividende je Aktie (in €)8) 2,60 4,0 2,50 2,20
Dividenden-Rendite (per 31.12.; in %) 8,2 159,2 3,2 3,0
Pay-Out-Ratio (in % vom Jahresgewinn) 59,9 0,0 59,9 60,2
Marktkapitalisierung (per 31.12.; in € Mio.) 666,8 -59,8 1.659,0 1.562,4
Börsenkurs: Höchstwert (in €) 81,69 -1,0 82,50 76,35
Börsenkurs: Tiefstwert (in €) 26,00 -61,2 67,00 51,94
Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €) 31,75 -59,8 79,00 74,40
Marktgewichtung ATX (per 31.12.; in %) 2,1 14,1 1,8 1,5

1) EBIT-Margin (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 2) EBITDA-Margin (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 3) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed 4) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge und Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.) exklusive Vorstände und Geschäftsführer 6) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 7) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität 8) Berichtsjahr: Vorschlag an Hauptversammlung

Die Entwicklung des Flughafen Wien im Überblick

2006 2007 2008

0

2006 2007 2008 0

"Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet." — Thomas Alva Edison

how to keep cool

Tipps und Tricks, wie Sie und ihr teamgeist erfolge im Airport-Business erzielen

how to keep cool

Verantwortliche:

Mag. Christian Domany, Mag. Herbert Kaufmann, Ing. Gerhard Schmid (alle Vorstandsmitglieder der Flughafen Wien AG)

Herausgeber: Flughafen Wien AG, Abteilung Kommunikation/Investor Relations

Schwechat 2009 © Flughafen Wien AG, Wien. Alle Rechte vorbehalten.

Konzept und Beratung: BCA Mensalia Design: Rosebud, Inc. Illustrationen: Nicolas Mahler Fotografie: Roman Bönsch, Stephan Huger, Andreas Fitzner/viennapaint, Thomas Gamharter/Flughafen Wien AG, INDUSTRIEBILD Druck und Bindung: AV + Astoria Druckzentrum

Zu beziehen über: Flughafen Wien AG Postfach 1 A-1300 Wien-Flughafen www.viennaairport.com

Online-Ausgabe: http://gb2008.viennaairport.com

Erschienen im März 2009

Inhalt

Kommentar des Vorstands 8
Corporate Governance 14
M
anagement, Vorstand und Aufsichtsrat
14
Bericht des Aufsichtsrats 18
C
orporate-Governance-Bericht
20
Die Flughafen-Wien-Aktie 25
Die Flughafen-City 31
U
nternehmen Flughafen Wien
31
S
egmente des Flughafen Wien
32
F
lughafen als Tor zur Welt
36
Einmaleins des Flughafen-Geschäfts 38
W
ettbewerbsfähige Tarifpolitik
39
Die Erfolgsfaktoren des Flughafen Wien 42
Mitarbeiter 52
Strategie und Wachstum 59
Nachhaltige Unternehmensführung 67
Konzernlagebericht 74
G
esamtwirtschaftliches Umfeld
74
Verkehrsentwicklung 76
U
msatzentwicklung
79
Ertragslage 81
F
inanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur
87
I
nvestitionen
90
F
inanzinstrumente
92
Z
weigniederlassungen
92
R
isiken der zukünftigen Entwicklung
93
F
orschung und Entwicklung
96
U
mwelt- und Arbeitnehmerbelange
96
O
ffenlegung gemäß § 243a UG
B
97
P
rognosebericht
99
N
achtragsbericht
100
Segmentberichterstattung 116
A
irport
116
H
andling
118
N
on-Aviation
122
Konzernabschluss 2008 125
K
onzern-Gewinn- und Verlustrechnung
126
K
onzern-Bilanz
127
K
onzern-Geldflussrechnung
128
A
ufstellung der erfassten Gewinne und Verluste
129
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 130
K
onzern-Anhang
132
Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz 202
Bestätigungsvermerk 203
Glossar und Serviceangaben 205

Über dieses Buch und seinen Herausgeber

Die Finanzkrise, sinkende Börsenkurse und eine weltweite Rezession sorgen allerorts für Aufregung. Die Flughafen Wien AG nimmt als Herausgeber dieses Buchs diese Situation zum Anlass, bei ihren Aktionären, Kunden und Passagieren für Entspannung zu sorgen. Auch wenn die Dauer und Intension der aktuellen Wirtschaftskrise nicht prognostiziert werden können, wird der Flughafen Wien in gewohnter Manier alles daran setzen, seinen Erfolgskurs fortzusetzen. Vertrauen Sie auf den Teamgeist des Flughafen Wien, der als Hauptdarsteller durch dieses Buch führt.

Für einen Flughafenbetreiber gilt das Motto "Alles Gute kommt von unten". Das bedeutet, dass der Erfolg und das stetige Wachstum des Flughafen Wien auf dem vereinten Einsatz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ruhen. Dieser Teamgeist erfasst alle – den Mitarbeiter an der Gepäcksortieranlage ebenso wie die freundliche Dame am Empfang – und stellt den reibungslosen Betrieb und die hohe Zufriedenheit der Airlines und Passagiere sicher. Zudem bietet jede Krise auch Chancen, und langfristig gesehen wird der globale Luftverkehr weiter wachsen. Das Team des Flughafen Wien ist auf diese Herausforderungen bestens vorbereitet – kein Grund zur Beunruhigung!

Herausgeber dieses Buchs ist die Flughafen Wien AG. Als Entwickler, Errichter und Komplettbetreiber des Flughafen Wien bietet sie die gesamte damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungspalette an. Nach einem Anstieg um 5,2 Prozent wurden im Geschäftsjahr 2008 19,7 Millionen Passagiere gezählt. Das Wachstum des Flughafen Wien beruht auf seiner geografisch idealen Position inmitten Europas, auf seiner Drehscheiben-Funktion als Hub nach Osteuropa sowie in den Nahen und Mittleren Osten sowie nicht zuletzt auf dem dynamischen Wachstum der Low-Cost-Carrier. Im ersten Teil dieses Ratgebers zeigt der "Teamgeist", wie er den operativen Erfolg des Flughafen-Geschäfts sicherstellt. Im zweiten Teil wird aufgezeigt, wo die zukünftigen Herausforderungen – wie etwa der Kapazitätsausbau – liegen und wie der Flughafen Wien diesen begegnet. Im letzten Teil des Buchs wird die Arbeit des "Teamgeist" an Zahlen gemessen.

Zur besseren Orientierung und für den schnellen Überblick führen Sie die folgenden Symbole durch alle Kapitel:

Tipps und Tricks, wie der Teamgeist gefördert werden kann.

Kommentar des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2008 liegt hinter uns. Der Flughafen Wien konnte sich zwar nicht gänzlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entziehen, aber mit einem Plus von 5,2 Prozent wiederholt ein Passagierwachstum erzielen, das deutlich über dem gesamteuropäischen Durchschnitt liegt. Laut ACI – Major European Airports (Jänner bis Dezember 2008) beläuft sich der europäische Vergleichswert für 2008 auf -0,7 Prozent. Diese positive Entwicklung des Flughafen Wien spiegelt sich auch in einem sehr erfreulichen Geschäftsverlauf wider, weshalb wir unseren Aktionären den Geschäftsbericht 2008 unter dem Motto "How to keep cool" präsentieren. Wir sind für die vor uns liegenden Herausforderungen bestens gerüstet und arbeiten mit vollem Engagement am weiteren Wachstum des Flughafen Wien. Mit welchem Elan und Teamgeist wir das tun, sollen die Illustrationen des vorliegenden Berichts – auch in schwierigen Zeiten nicht ohne Augenzwinkern – veranschaulichen. Wesentlich für das optimale Funktionieren des Flughafen Wien sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Teamgeist und höchstem Einsatz auch dieses gesamtwirtschaftlich schwierige Jahr so erfolgreich gemeistert haben.

Durch die konsequente Verfolgung der drei wesentlichen strategischen Stoßrichtungen Osteuropa-, Mittel- und Langstrecken- sowie Low-Cost-Carrier-Verkehr konnte die positive Verkehrsentwicklung 2008 fortgesetzt werden. Die Passagieranzahl stieg um 5,2 Prozent auf 19,7 Millionen, wobei sich insbesondere die Destinationen Osteuropas mit einem Plus von 9,6 Prozent sowie jene in den Nahen und Mittleren Osten mit einem Anstieg von 6,3 Prozent überdurchschnittlich gut entwickelten. Das dynamische Wachstum der Low-Cost-Carrier führte zu einem Anstieg ihres Anteils am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien von 18,3 Prozent auf 23,3 Prozent. Das Höchstabfluggewicht stieg um 6,3 Prozent, die Flugbewegungen um 4,5 Prozent.

Trotz dieser Wachstumsraten und beschränkter Kapazitäten gelang es uns, die Qualitätsstandards auf hohem Niveau zu halten. Mit einer Mindestumsteigezeit von 25 bis 30 Minuten ist der Flughafen Wien nach wie vor führend im europäischen Raum. Die schon bislang ausgezeichnete Pünktlichkeitsrate konnte im Berichtsjahr um 1,9 Prozentpunkte verbessert werden. Auch hinter diesen Spitzenleistungen steht der Teamgeist, der unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindet. Einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor bildet unsere wettbewerbsfähige Tarifpolitik. Die Tarifanpassungen und Incentiveprogramme des Flughafen Wien verfolgen das Ziel, das Auslastungsrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Der Passagier-

Das Verkehrswachstum liegt mit 5,2 Prozent erneut über dem europäischen Durchschnitt.

tarif für Passagierflüge wurde 2008 um 1,04 Prozent abgesenkt, während der Landetarif mit -0,09 Prozent nahezu unverändert blieb. Zur Stärkung der Transfer-Funktion haben wir beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab Oktober 2007 bis Mai 2008 um € 0,55 auf € 8,76 pro abfliegenden Transferpassagier anzuheben. Ab Juni 2008 galt wieder die bisherige Refundierung von € 8,21. Auch der Bereich Handling entwickelte sich 2008 gut und konnte seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 89,9 Prozent (2007: 89,0 Prozent) steigern.

Um auch langfristig das hohe Qualitätsniveau halten zu können, ist die Erweiterung der bestehenden Terminalflächen notwendig. Mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink konnte ein Konzept realisiert werden, das flexibel auf die tatsächliche Verkehrsentwicklung reagiert und die "Design Capacity" auf 24 Millionen Passagiere anhebt – die reale Gesamtkapazität wird jedoch deutlich größer sein. Das bewährte One-Roof-Konzept wird durch den Anbau an die bestehenden Flughafengebäude fortgeführt. Bei der Durchführung dieser Terminalerweiterung traten aufgrund von vermehrten Behördenauflagen, einer Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, einer notwendig gewordenen Neuausrichtung der Projektorganisation und aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung, sowie der damit im Zusammenhang aufgetretenen Probleme sowie aufgrund der Steigerung von Preisen, Erhöhungen der ursprünglich veranschlagten Projektkosten und Verschiebungen des ursprünglich vorgesehenen Projektzeitplans ein. Nach Einschätzungen der Projektverantwortlichen können die bisher berichteten Gesamtkosten des Projekts sowie der bisher berichtete Termin der Fertigstellung und Inbetriebnahme nicht eingehalten werden. Auf Basis der vorliegenden Informationen gehen wir davon aus, dass das Projekt Skylink auch bei der nunmehr erwarteten Kostensteigerung kostendeckend geführt werden kann. Trotzdem wird das Projekt einer gesamtheitlichen Evaluierung unterzogen mit dem Ziel, eine den aktuellen Gegebenheiten angepasste, verfeinerte Aussage zu den Gesamtkosten des Projekts sowie des Fertigstellungs- und Inbetriebnahmetermins zu erhalten und Verbesserungsmaßnahmen im Projekt zu implementieren. Die Finanzierung ist neben den bestehenden Krediten auch durch verbindliche Finanzierungszusagen von mehreren Banken in Höhe von € 265 Mio. gesichert. Die Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale im neuen Terminalbereich – 33 Shops und 19 Gastronomiebetriebe – wurden 2008 abgeschlossen.

Weitere wichtige Investitionen im Berichtsjahr waren die Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.268 Pkw-Stellplätze und ein neues "Airport Logistic Center". Das Projekt "Neubau und Sanierung Office Park 3" wurde hingegen zurückgestellt. Die beschriebene Verkehrsentwicklung resultiert in einem Anstieg des Konzernumsatzes um 5,1 Prozent auf € 548,1 Mio. Mit einem Umsatzanteil von 45,8 Prozent (2007: 46,5 Prozent) bildet das Segment Airport zwar weiterhin das umsatzstärkste Segment, das größte Wachstum konnte jedoch im Segment Non-Aviation mit einer UmsatzsteiPlanen Sie vorausschauend und sichern Sie sich ausreichend Kapazitäten für zukünftiges Wachstum!

gerung von 9,3 Prozent erzielt werden. Bei einer Betriebsleistung in Höhe von € 561,3 Mio., einem Personalaufwand von € 220,2 Mio. sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 99,2 Mio. konnte ein EBITDA von € 201,9 Mio. erzielt werden, um 5,7 Prozent oder € 10,9 Mio. mehr als im Vorjahr. Das EBIT konnte unter anderem aufgrund gesunkener Abschreibungsaufwendungen um 10,7 Prozent auf € 133,3 Mio. verbessert werden. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von minus € 6,4 Mio. im Vorjahr auf minus € 14,3 Mio. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel mit € 119,0 Mio. um 4,4 Prozent höher aus als 2007. Nach Ertragsteuern in Höhe von € 27,8 Mio. beträgt das Periodenergebnis für das Berichtsjahr € 91,1 Mio. Im Einklang mit dieser positiven Geschäftsentwicklung schlagen wir der Hauptversammlung am 23. April 2009 eine Erhöhung der Dividende von € 2,50 auf € 2,60 je Aktie vor. Die Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2008 beläuft sich damit bei einem Jahresschlusskurs von € 31,8 auf 8,2 Prozent. Als Ergänzung zur optimalen Ausschöpfung aller Wachstumspotenziale am Flughafen Wien selbst, verfolgen wir das Ziel, neue standortunabhängige Geschäftsfelder zu erschließen. Im Juni des Berichtsjahres unterzeichnete der Flughafen Wien den Kaufvertrag für die Anteile von Penta Investments an der KSC Holding a.s. Nach der Übertragung der Anteile von Penta Investments an den Flughafen Wien hält der Flughafen Wien 81 Prozent der Anteile an der KSC

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid

Holding a.s. Der Anteil der RZB beträgt 19 Prozent. Das Passagieraufkommen verzeichnete einen Anstieg um 33,3 Prozent auf 590.919 Passagiere. Am Flughafen Malta hält ein Konsortium, an dem die Flughafen Wien AG beteiligt ist, 40 Prozent der Aktien, und etwas mehr als 10 Prozent werden von der Flughafen-Wien-Gruppe direkt gehalten. Im Berichtsjahr wurden in Malta mit 3.109.643 Passagieren um 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr gezählt. Nach einer Kapitalerhöhung hält der Flughafen Wien 25,15 Prozent an der Flughafen Friedrichshafen GmbH, die aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Abschwungs einen Passagierrückgang von 0,9 Prozent verzeichnen musste. Im Dezember 2008 wurde das Tenderverfahren für die Übernahme der Austrian Airlines abgeschlossen. Dieser Übernahme muss noch von der Europäischen Union zugestimmt werden. Im Konzept "Multi-Hub-Strategie" der Lufthansa ist vorgesehen, den Flughafen Wien weiterhin als Drehscheibe für Osteuropa beizubehalten.

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt sich auch negativ auf die Luftverkehrsbranche aus und führte in der zweiten Jahreshälfte 2008 weltweit zu rückläufigen Passagier- und Frachtzahlen sowie Flugzeugstilllegungen. Für 2009 ist mit weiteren Konsolidierungsvorgängen der Branche und einer Streckenbereinigung zu rechnen. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2009 einen Rückgang bei den Passagieren in Höhe von 5,0 Prozent sowie ein Minus von 4,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und bei den Flugbewegungen. Dieses Niveau würde jenem des Jahres 2007 entsprechen. Langfristig – für den Zeitraum bis 2020 – gehen wir von einer durchschnittlichen Wachstumsrate bei den Passagieren von 5,4 Prozent p.a. aus. Für das Jahr 2009 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von maximal € 443 Mio. geplant. Den Schwerpunkt bilden die Terminalerweiterung VIE-Skylink sowie Investitionen in Sicherheitssysteme und die Feuerwache. Die Ertragslage wird 2009 vom Rückgang des Verkehrsvolumens und durch den mit der regen Investitionstätigkeit verbundenen Anstieg der Abschreibungs- und Zinsaufwendungen beeinflusst werden.

Abschließend möchten wir unseren Aktionären und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen danken, das sie uns auch in volatilen Zeiten entgegenbringen. Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Erfolg des Flughafen Wien mit Teamgeist und überdurchschnittlichem Engagement auch in herausfordernden Zeiten fortsetzen.

Schwechat, 27. Februar 2009

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Für 2009 wird aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise ein Passagierrückgang von 5,0 Prozent prognostiziert sowie ein Minus von 4,0 Prozent beim MTOW und bei den Flugbewegungen.

Seien Sie absolut transparent!

Gesetze zu befolgen, muss eine Selbstverständlichkeit sein – aber gehen Sie einen Schritt weiter und bekennen Sie sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung!

Corporate Governance

In diesem Kapitel

  • Informationen zum Vorstand und Aufsichtsrat
  • Flughafen Wien AG erneuert Verpflichtungserklärung
  • Transparenz bei Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
  • Gleichbehandlung aller Aktionäre

Das Management

Der Vorstand der Flughafen Wien AG wurde vom Aufsichtsrat für die Periode vom 1. Oktober 2004 bis 30. September 2009 bestellt. Den Vorstandsmitgliedern sind – wie in nebenstehender Abbildung ersichtlich – die 15 Unternehmensbereiche zugeordnet.

Aufbauorganisation nach Tätigkeitsbereichen

Gesamtprokuristen

Direktor Ernest Eisner Dr. Johannes Freiler, MBA DI Werner Hackenberg MMag. Michael Höferer Mag. Franz Imlinger Michael Kochwalter Mag. Friedrich Lehr, MBA Direktor Karl Schleinzer Direktor Michael Tmej

Informationssysteme Dr. Andreas Singer

Technische Dienste Peter Niedl

Der Vorstand

Vorstandsmitglied Mag. Christian Domany

Jahrgang 1952, ab 1. Oktober 2004 bis 28. Februar 2009 Vorstandsmitglied der Flughafen Wien AG und für den Geschäftsbereich Immobilien und Center Management, die Fachbereiche Personal und Finanz- und Rechnungswesen sowie den Servicebereich Planung und Bau verantwortlich. Mag. Christian Domany ist mit 28. Februar 2009 einvernehmlich aus dem Unternehmen ausgetreten.

Vorstandsmitglied Ernest Gabmann

Jahrgang 1949, trat nach dem Besuch der Handelsschule in Wien in den Baustoff- und Mineralölhandel seines Vaters ein, wo er von 1984 bis zu seinem Eintritt in die Niederösterreichische Landesregierung als geschäftsführender Gesellschafter tätig war. 1983 wurde er Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, fünf Jahre später wurde er in den Niederösterreichischen Landtag gewählt und war unter anderem Landesrat für Wirtschaft, Technologie und Tourismus, ab 2004 war er Landeshauptmann-Stellvertreter in Niederösterreich. Am 1. März erfolgte seine Bestellung zum Vorstandsmitglied der Flughafen Wien AG, wo er die Agenden von Mag. Christian Domany übernimmt.

Vorstandsmitglied und Sprecher Mag. Herbert Kaufmann

Jahrgang 1949, arbeitete neben seinem Studium der Volkswirtschaft als Techniker bei verschiedenen in- und ausländischen Unternehmen. 1975 trat er bei der Arbeiterkammer Niederösterreich ein, wo er nur zwei Jahre später zum Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung und 1985 zum Direktor ernannt wurde. Er war unter anderem Abgeordneter zum niederösterreichischen Landtag und zum österreichischen Nationalrat. 1999 wurde er zum Vorstandsmitglied und Sprecher des Vorstands der Flughafen Wien AG bestellt. Zu seinem Verantwortungsbereich zählen die Airlineund Terminaldienste, das Generalsekretariat, die Kommunikation inklusive Investor Relations sowie Strategie und Controlling.

Vorstandsmitglied Ing. Gerhard Schmid

Jahrgang 1957, begann seine Karriere als Techniker bei der Böhler AG (Forschungszentrum Seibersdorf). 1979 wechselte er in die Magistratsabteilung 46 der Gemeinde Wien (Technische Verkehrsangelegenheiten); 1987 wurde er Leiter des Büros des damaligen Bürgermeisters Dr. Helmut Zilk. 1993 kam er zum Flughafen Wien in die Abteilung Revision, zu deren Leiter er 1995 bestellt wurde. 1997 wurde er zum Leiter der Technischen Dienste ernannt, zwei Jahre später rückte er in den Vorstand der Flughafen Wien AG auf. In seine Verantwortung fallen die Geschäftsbereiche Abfertigungsund Flughafendienste, die Informationssysteme, die Technischen Dienste, das Qualitätsmanagement, das Umweltcontrolling und die Revision.

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

Johannes Coreth, Generaldirektor-Stv. Niederösterreichische Versicherung (seit 9.5.1997)

Stellvertreter

KR Karl Samstag, Generaldirektor a.D. Bank Austria Creditanstalt AG (seit 22.4.2004) Dkfm. Alfred Reiter, Vorstandsvorsitzender Investkredit Bank AG i.R. (seit 11.5.2001)

Mitglieder (Kapitalvertreter)

Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor Raiffeisen-Holding NÖ-Wien reg. Gen.m.b.H. (seit 22.4.2004) Dr. Christoph Herbst, Rechtsanwalt (seit 25.4.2002) Dr. Franz Lauer, Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung AG i.R. (seit 7.5.1998) Hans-Jörgen Manstein, Manstein Zeitschriftenverlag GesmbH (seit 24.4.2003) KR Alfons Metzger, Metzger Realitäten Gruppe (seit 25.4.2002) KR Dr. Karl Skyba, Generaldirektor a.D. Wiener Stadtwerke Holding AG (seit 22.4.2004)

Vom Betriebsrat delegierte Mitglieder

Ing. Manfred Biegler, Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats Eduard Oettl, Angestelltenbetriebsrat1) Dieter Rozboril, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats Thomas Schäffer, Stv. Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrats

Karl Hromadka, Stv. Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats

Vertreter der Aufsichtsbehörde Ministerialrat Dr. Rolf A. Neidhart

Alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder sind bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 beschließt, bestellt.

Mitglieder des Präsidial- und

Personalausschusses

Johannes Coreth (Vorsitzender) KR Karl Samstag Dkfm. Alfred Reiter Ing. Manfred Biegler Dieter Rozboril

Mitglieder des Strategieausschusses

Johannes Coreth (Vorsitzender) KR Karl Samstag Dkfm. Alfred Reiter Dr. Christoph Herbst KR Alfons Metzger Ing. Manfred Biegler Dieter Rozboril Karl Hromadka

Mitglieder des Prüfungsausschusses

KR Karl Samstag (Vorsitzender) Johannes Coreth Dkfm. Alfred Reiter Mag. Erwin Hameseder Dr. Franz Lauer Ing. Manfred Biegler Dieter Rozboril Eduard Oettl

1) Bis 11. Februar 2009; Heinz Wessely, Arbeiterbetriebsrat ab 11. Februar 2009

Bericht des Aufsichtsrats

Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2008 acht Sitzungen abgehalten, und zwar am 20. Februar, 26. März, 29. April, 14. Mai, 20. August, 17. September, 17. November und 10. Dezember.

Weiters fanden sieben Sitzungen des Präsidial- und Personalausschusses, drei des Prüfungsausschusses und zwei des Strategieausschusses statt.

Die Ausschüsse behandelten die wesentlichen Fragen der Unternehmensentwicklung und -gestaltung, insbesondere die mittelfristige strategische Positionierung der Gesellschaft, die Fragen der Akquisition bzw. der Beteiligung an anderen Flughäfen, die Erweiterung der Infrastruktureinrichtungen am Standort sowie die aktuellsten Entwicklungen der nationalen und internationalen Luftfahrt, und berichteten darüber dem Aufsichtsratsplenum. Über die Entwicklung der Geschäfte und über die Lage der Konzerngesellschaften wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand laufend informiert. Der Aufsichtsrat war dadurch in der Lage, die Gebarung des Unternehmens ständig zu überprüfen und den Vorstand bei Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zu unterstützen.

Corporate Governance Kodex

Die Flughafen Wien AG hat sich mit einstimmigem Beschluss des Aufsichtsrats, der auf Antrag des Vorstands in der Sitzung am 2. April 2003 gefasst wurde, zur Einhaltung der Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex verpflichtet. Der Aufsichtsrat hat die darin festgelegten Kompetenzen und Verantwortungen wahrgenommen.

Abschlussprüfung

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, 1090 Wien, Porzellangasse 51, wurde in der 18. Hauptversammlung der Flughafen Wien AG zum Abschlussprüfer gewählt und mit der Prüfung beauftragt. Sie prüfte unter Einbeziehung des Lage- und des Konzern-Lageberichts den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und versah beide mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, erstellt nach den österreichischen Rechnungs-

legungsvorschriften, den Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde, sowie den Lageund den Konzern-Lagebericht über das Geschäftsjahr 2008 vor und berichtete eingehend und detailliert darüber.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der Prüfungsausschuss hat in seinen Sitzungen in Anwesenheit und mit Unterstützung des Abschlussprüfers den Jahres- und Konzernabschluss, den Lage- und Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2008 der Flughafen Wien AG sowie die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung des Managementletters sowie des Berichtes des Abschlussprüfers über das Risikomanagementsystem eingehend erörtert, geprüft und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Der Aufsichtsrat hat auf dieser Grundlage den Jahres- und Konzernabschluss geprüft.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Aufsichtsrat billigte in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Lagebericht des Geschäftsjahres 2008 der Flughafen Wien AG. Somit war der Jahresabschluss 2008 der Flughafen Wien AG festgestellt.

Gewinnverteilungsvorschlag

Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstands an, dass vom verteilungsfähigen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 von € 54.609.867,09 eine Dividende von € 2,60 je Aktie, das sind insgesamt € 54.600.000,00 ausgeschüttet und der verbleibende Rest von € 9.867,09 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Dank und Anerkennung

Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, den Führungskräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2008 geleistete Arbeit und spricht seine Anerkennung aus.

GD Stv. Johannes Coreth Vorsitzender des Aufsichtsrats

Schwechat, am 25. März 2009

Corporate-Governance-Bericht

Das oberste Ziel der Flughafen Wien AG bildet die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Bei der Erreichung dieses Ziels wird eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung gepflegt, die das Vertrauen der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter in das Unternehmen ebenso stärkt wie das der breiten Öffentlichkeit. Die Flughafen Wien AG orientiert sich neben dem Österreichischen Corporate Governance Kodex auch an anerkannten internationalen Standards.

Verpflichtungserklärung

Die Flughafen Wien AG erneuert hiermit das Bekenntnis zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom Juni 2007, das erstmals im März 2003 ausgesprochen wurde.

Comply-or-Explain-Regelungen

Die sogenannten Comply-or-Explain-Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex stellen Empfehlungen dar – werden sie nicht eingehalten, so ist dies zu begründen.

Die Flughafen Wien AG erfüllt alle diese Bestimmungen mit Ausnahme des Artikels 16 und begründet dies wie folgt: Ein Vorstandsvorsitzender wurde nicht bestellt, jedoch fungiert ein Mitglied als Sprecher, womit bei gemeinsamen Vorstandsangelegenheiten die interne wie auch externe Vertretung geregelt ist. Da sich der Vorstand zudem aus drei Mitgliedern zusammensetzt, ist eine Pattstellung bei Vorstandsbeschlüssen ausgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand agiert in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat, wobei sich beide Organe an den Prinzipien guter Corporate Governance mit dem Ziel der nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung orientieren. Im Jahr 2008 wurden in acht Aufsichtsratssitzungen relevante Themen und Fragestellungen behandelt. Im eingerichteten Präsidial- und Personalausschuss, Strategieausschuss und Prüfungsausschuss werden die jeweiligen Spezialfragen behandelt, um danach im Gesamtaufsichtsrat effizient diskutiert und gegebenenfalls beschlossen zu werden. Diese Ausschüsse trafen 2008 in Summe zwölf Mal zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind auf Seite 17 aufgelistet; Angaben zu ihrer Vergütung werden im Anhang zum Konzernjahresabschluss auf Seite 190 offengelegt, wobei gestaffelt nach Vorsitzendem, Vorsitzendenstellvertreter und einfachen Mitgliedern jährliche Vergütungen zusätzlich zum einheitlichen

Bekennen Sie sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung!

Sitzungsentgelt geleistet werden. Wie im Österreichischen Corporate Governance Kodex vorgesehen, hat der Aufsichtsrat Kriterien zur Feststellung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder definiert. Dieser Kriterienkatalog kann auf der Website ir.viennaairport.com unter dem Menüpunkt "Corporate Governance" eingesehen werden. Alle Aufsichtsräte der Flughafen Wien AG haben sich als unabhängig deklariert, womit den Regeln 39 und 53 des Kodex entsprochen wird.

Vorstandsvergütung

Die Vergütung des Vorstands beinhaltet neben einem fixen auch einen erfolgsabhängigen Bestandteil sowie Sachbezüge. Die variable Vergütung hängt vom Erreichen bestimmter Zielvorgaben ab, die jährlich zwischen Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Unternehmensziele neu vereinbart werden. Die individuelle Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf Seite 189 im Anhang zum Konzernabschluss angeführt. Zur Abdeckung der Pensionsansprüche des Vorstands, die sich auf Basis der fixen Bezüge in Anlehnung an ein sozialversicherungsrechtliches Schema errechnen, besteht eine Rückdeckungsversicherung. Die Vorstandsverträge wurden für die Dauer von fünf Jahren abgeschlossen. Liegt kein wichtiger Grund für eine vorzeitige Auflösung dieser Verträge vor, sind diese im Fall der Abberufung auszubezahlen. Daneben bestehen in Anlehnung an arbeitsrechtliche Schemata Abfertigungsansprüche. Besondere Vereinbarungen für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots liegen nicht vor. Aktienoptionen wurden keine erteilt.

Aufsichtsratsvertreter des Streubesitzes

Als Aufsichtsratsvertreter des Streubesitzes wurden in der 18. ordentlichen Hauptversammlung am 29. April 2008 Rechtsanwalt Dr. Christoph Herbst, Generaldirektor i.R. Dr. Franz Lauer, KR Alfons Metzger und, speziell als Vertreter der Kleinaktionäre, Hans-Jörgen Manstein gewählt.

Aktionärsstruktur und Stimmrechte

Die Aktien der Flughafen Wien AG sind ausschließlich auf Inhaber lautende Stammaktien. Offengelegt wurde der Syndikatsvertrag zwischen der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich. Eine Darstellung der wichtigsten Regelungen dieses Syndikatsvertrags ist im Lagebericht auf Seite 97 zu finden.

Veränderungen der Aktionärsstruktur werden – sofern sie die im Börsegesetz normierten Schwellen übersteigen – ordnungsgemäß veröffentlicht. Im § 13 der Satzung der Flughafen Wien AG sind die Ausübung der Stimmrechte sowie Wahlrechte derart geregelt, dass dem Prinzip "One Share – one Vote" Rechnung getragen wird. Die Satzung ist auf der Website ir.viennaairport.com unter dem Menüpunkt "Die Flughafen Wien Gruppe" im Unterpunkt "Satzungen" abrufbar.

Interne Revision und Risikomanagement

Die Abteilung Interne Revision untersteht direkt dem Vorstand und erstellt ein jährliches Revisionsprogramm sowie einen Tätigkeitsbericht für das vergangene Geschäftsjahr. Der Vorstand erörtert beide Dokumente jährlich mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird vom Abschlussprüfer auf Grundlage der vorgelegten Dokumente und der zur Verfügung gestellten Unterlagen beurteilt. Dieser Prüfbericht ergeht an den Vorstand und den Aufsichtsratsvorsitzenden und wird anschließend allen Aufsichtsratsmitgliedern präsentiert.

Externe Evaluierung

Eine externe Evaluierung zur Einhaltung der Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde für das Geschäftsjahr 2008 von der Univ.-Prof. DDr. Waldemar Jud Unternehmensforschungs GmbH durchgeführt. Das Ergebnis dieser Beurteilung ist auf ir.viennaairport.com unter dem Menüpunkt "Corporate Governance" abrufbar.

UGB-Abschluss

Der UGB-Abschluss der Flughafen Wien AG liegt am Sitz der Gesellschaft auf, kann per E-mail unter [email protected] oder telefonisch unter 01/7007/22826 angefordert werden und ist auf ir.viennaairport.com unter dem Menüpunkt "Publikationen" im Unterpunkt "Sonstige Publikationen" abrufbar.

Prüfen Sie interne Vorgänge – und lassen Sie diese auch extern bewerten!

Compliance-Regeln

Die Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) in der Fassung vom 1. November 2007 wurde vom Flughafen Wien in einer unternehmensinternen Richtlinie umgesetzt. Zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen wurden ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um Ad-hoc-Bereiche ergänzt werden. Erfasst werden alle im In- und Ausland tätigen Mitarbeiter und Organe der Flughafen Wien AG, aber auch externe Leistungserbringer, die Zugang zu Insiderinformationen erhalten. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert. Der Compliance-Verantwortliche der Flughafen Wien AG informiert jährlich den Aufsichtsrat, erstellt einen Tätigkeitsbericht und übermittelt diesen in geeigneter Weise an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA).

Ad-hoc-Publizität und Directors' Dealings

Der Ad-hoc-Publizität wird durch Einschaltungen auf der Website entsprochen. Für das Geschäftsjahr 2008 sind keine Kauf- oder Verkaufsvorgänge von Aktien der Flughafen Wien AG durch Organmitglieder oder Führungskräfte (Directors' Dealings), die nach den Bestimmungen des Börsegesetzes zu veröffentlichen sind, bekannt.

Überzeugen Sie von Ihren Stärken!

Stellen Sie eine optimale Erreichbarkeit sicher und bewerben Sie die Vorzüge Ihres Flughafens!

Die Flughafen-Wien-Aktie

In diesem Kapitel

  • Internationale Finanzkrise prägt Börsegeschehen
  • Erhöhung der Dividende um 4 Prozent auf € 2,60 je Aktie
  • Transparente und zeitgleiche Kommunikation an alle Interessengruppen

Entwicklung der Kapitalmärkte

Das Börsejahr 2008 war von massiven Kursverlusten an allen internationalen Börsen geprägt. Bereits 2007 bahnte sich ausgehend vom US-Immobilienmarkt eine globale Finanzmarktkrise an, die nach deutlichen Kursverlusten zu Jahresbeginn ihren Höhepunkt Mitte September fand. Innerhalb von nur zwei Monaten verloren die Aktien weltweit – gemessen am MSCI World Index – rund 40 Prozent ihres Werts. Nachdem die Wirtschaftspolitik mit Zinssenkungen sowie Banken- und Konjunkturpaketen auf die Situation reagiert hatte, kam es in den letzten Wochen des Jahres 2008 zu einer leichten Erholung der Kurse gegenüber den Jahrestiefstständen. Dennoch waren für 2008 insgesamt massive Verluste zu verzeichnen. Der Dow Jones Industrial (DJI) verlor 33,8 Prozent, der Eurostoxx 50 44,3 Prozent, und der Nikkei 225 ist im Jahresvergleich um 42,1 Prozent zurückgegangen. Die Emerging Markets haben sich schwächer als die etablierten Marktplätze entwickelt. Der Osteuropaindex CECE weist einen Rückgang um 53,5 Prozent auf.

Auch die Wiener Börse konnte sich der internationalen Finanzkrise nicht entziehen. Nach Rekorden in den Vorjahren entwickelten sich im abgelaufenen Jahr alle wichtigen Marktindikatoren rückläufig. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2008 musste der ATX massive Kursverluste hinnehmen. Im Gesamtjahr verlor der Leitindex der Wiener Börse 61,2 Prozent. Zudem war das Jahr 2008 von außergewöhnlich hohen Volatilitäten geprägt – sowohl der historisch größte Tagesverlust des ATX als auch der höchste Tagesgewinn fallen in das abgelaufene Jahr. Die Marktkapitalisierung aller an der Wiener Börse gelisteten Unternehmen sank nach einem Höchststand von € 157,9 Mrd. im Jahr 2007 auf € 51,4 Mrd.

Das Börsejahr 2008 wurde von der globalen Finanzkrise geprägt; der ATX in Wien verzeichnet ein Minus von 61,2 Prozent.

Die Aktie des Flughafen Wien folgt mit einem Minus von rund 60 Prozent dem ATX.

Performance der Flughafen-Wien-Aktie

Die Entwicklung der Aktie der Flughafen Wien AG war ebenfalls von den Turbulenzen am Kapitalmarkt geprägt und folgte mit einer negativen Jahresperformance von rund 60 Prozent der Kursentwicklung des ATX. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von € 2,60 pro Aktie errechnet sich zum Jahresschlusskurs eine Dividendenrendite von 8,2 Prozent (2007: 3,2%).

Der Börseumsatz der Flughafen-Wien-Aktie sank im Jahr 2008 um 19,2 Prozent auf € 1.251,2 Mio. (2007: € 1.547,7 Mio.). An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 22.045 (2007: 14.268) Kontrakte mit einem Volumen von rund € 147,4 Mio. (2007: € 108,4 Mio.) gehandelt. Gemessen an der Anzahl der gehandelten Kontrakte lag die Aktie damit an 9. (2007: 12.) Stelle. Die Gewichtung im ATX-Prime betrug per Jahresende 2,1 Prozent.

Kursentwicklung der Flughafen-Wien-Aktie Indexiert (1.1.2008=100)

Börsenotiz

Die Aktien der Flughafen Wien AG notieren seit 1992 an der Wiener Börse. Seit November 2000 unterteilt sich das Grundkapital der Gesellschaft von € 152.670.000 in 21.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Sie werden zu laufenden Kursen (Fließhandel) gehandelt und zählen zu den ATX (ATX-Prime)- wie auch ÖTOB (Österreichische Terminund Optionenbörse)-Basiswerten. Darüber hinaus sind sie im Freiverkehr der Börsen Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg platziert. Außerbörslich werden die Aktien seit Oktober 1994 in London über SEAQ international gehandelt. Ende 1994 wurde in den USA ein ADR-Programm eingerichtet, in dem eine Aktie der Flughafen Wien AG vier American Depository Receipts entspricht.

Wertpapierkürzel
Reuters VIEV.VI
Bloomberg FLUG
AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAA
Y

Informationen zur Flughafen-Wien-Aktie

2008 2007 2006 2005
Grundkapital in € Mio. 152,67 152,67 152,67 152,67
Anzahl der Stückaktien in Mio. 21 21 21 21
Kurs per 31.12. in € 31,75 79,00 74,40 60,49
Jahreshöchstkurs in € 81,69 82,50 76,35 61,20
Jahrestiefstkurs in € 26,00 67,00 51,94 49,10
Marktkapitalisierung per 31.12. in € Mio. 666,8 1.659,0 1.562,4 1.270,3
Gewinn je Aktie in € 4,34 4,18 3,66 3,54
KG
V1)
7,3 18,9 20,4 17,1
KCF
V1)
4,5 10,1 11,0 8,0
Dividenden-Rendite in %1) 8,2 3,2 3,0 3,3
Pay-out-Ratio in % 59,9 59,9 60,2 56,5

1) Kurs per Jahresende

Investor Relations

Um den Akteuren des Kapitalmarkts eine realistische Bewertung des Unternehmens zu ermöglichen, verfolgt der Flughafen Wien eine aktive und transparente Informationspolitik. Die aktuellen Entwicklungen werden detailliert und für alle Interessengruppen zeitgleich kommuniziert. Neben den Quartalsberichten erfolgt monatlich ein Rückblick auf die jüngste Verkehrsentwicklung. Regelmäßig erfolgen ausführliche Ergebnispräsentationen für Analysten und institutionelle Anleger, die auch auf der Website zur Verfügung stehen. Im Berichtsjahr wurde zudem auf zahlreichen Investorenkonferenzen – Paris, Mailand, Zürich, London, Dublin, USA, Kanada – über die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Folgende Finanzinstitutionen erstellten im Berichtsjahr Analysen zur Flughafen-Wien-Aktie: Berenberg Bank, Hamburg; Cheuvreux, Wien; Citibank, London; Dresdner Kleinwort, London; Deutsche Bank, London; HSBC, London; ERSTE Bank, Wien; JPMorgan, London; Macquarie Research, London; Raiffeisen Centrobank, Wien; Sal. Oppenheim, Frankfurt; UniCredit, Wien; WestLB, Düsseldorf.

Die Privataktionäre der Flughafen Wien AG hatten im November und Dezember Gelegenheit, den Flughafen Wien bei zwei ausführlichen Besichtigungen hautnah zu erleben. Darüber hinaus war der Flughafen Wien auch 2008 auf der Gewinn-Messe, der wichtigsten österreichischen Informationsveranstaltung für Privataktionäre, vertreten.

Verkehrsergebnisse 2009
März 15. April 2009
April 14. Mai 2009
Mai 10. Juni 2009
Juni 9. Juli 2009
Juli 13. August 2009
August 10. September 2009
September 14. Oktober 2009
Oktober 12. November 2009
November 10. Dezember 2009

Finanzkalender 2009

Hauptversammlung 23. April 2009
Ex-Dividendentag 28. April 2009
Dividenden-Zahltag 30. April 2009
1. Quartal 2009 26. Mai 2009
Halbjahresergebnis 2009 20. August 2009
1.–3. Quartal 2009 19. November 2009

Seien Sie absolut transparent gegenüber Ihren Investoren und überzeugen Sie sie gerade in schwierigen Zeiten vom Wachstumspotenzial Ihres Unternehmens!

Ansprechpartner

Robert Dusek Tel.: +43/1/7007/23126 E-Mail: [email protected] oder [email protected]

Zusatzinformationen

Weiterführende Informationen zum Flughafen Wien sowie eine interaktive Version dieses Geschäftsberichts finden Sie auf der Investor Relations Website unter ir.viennaairport.com. Durch Eintragung in das Aktionärsservice (beachten Sie dazu bitte die Antwortkarte am Ende dieses Geschäftsberichts) erhalten Sie regelmäßig alle schriftlichen Unternehmensinformationen.

Gewinnverteilungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2008 wurde mit einem verteilungsfähigen Bilanzgewinn von € 54.609.867,09 abgeschlossen. Der Vorstand der Flughafen Wien AG schlägt vor, dass vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 eine Dividende von € 2,60 je Aktie – das sind in Summe € 54.600.000,00 – ausgeschüttet und der verbleibende Rest in Höhe von € 9.867,09 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Der Vorstand der Flughafen Wien AG schlägt eine Dividende in Höhe von € 2,60 vor.

Schwechat, 27. Februar 2009 Der Vorstand

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

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Die Flughafen-City

In diesem Kapitel

  • Das Unternehmen und seine Segmente
  • Womit der Flughafen Wien sein Geld verdient
  • Die Erfolgsfaktoren des Flughafen Wien

Das Unternehmen Flughafen Wien

Die seit Juni 1992 an der Wiener Börse notierte Flughafen Wien AG bietet als Entwickler, Errichter und Komplettbetreiber des Flughafen Wien die gesamte damit im Zusammenhang stehende Dienstleistungspalette an. Begünstigt durch seine vorteilhafte geografische Lage im Zentrum Europas positioniert er sich als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den Destinationen Mittel- und Osteuropas. Eine wichtige Stütze seiner Wachstumsstrategie bilden die starke Nachfrage zu den Destinationen des Nahen und Mittleren Ostens sowie die anhaltende Dynamik der Low-Cost-Carrier.

Das Wachstum des Flughafen Wien stützt sich unter anderem auf die starke Nachfrage zu den Destinationen Mittel- und Osteuropas sowie auf die anhaltende Dynamik der Low-Cost-Carrier.

Eckdaten des Flughafen Wien

Bewohner Einzugsgebiet in Mio. rund 14
Geländefläche in km2 rund 10
Unternehmen am Standort rund 230
Airlines1) 75
Destinationen1) 187
Mitarbeiter Flughafen-Wien-Gruppe2) 4.266
Arbeitnehmer am Standort Flughafen3) rund 18.000
Passagiere in Mio. 19,7
Flugbewegungen 266.402
Gepäckstücke-Handling 17.371.496
Fracht (inkl. Trucking, in Tonnen) 267.985
Check-in-Schalter 134
Abstellpositionen in maximaler Belegung 85
davon Andockpositionen 20
Vermietbare Frachtfläche in m2 41.544
Vermietbare Bürofläche in m2 82.903
Verkaufsfläche Geschäfte in m2 7.212
Verkaufsfläche Gastronomie in m2 4.105
Parkplätze indoor 10.278
Parkplätze outdoor4) 13.128

3) VIE-Hochrechnung 4) inkl. Parkplätze Mazur

1) per 31.12.2008 2) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

31 Flughafen-City

Die drei operativen Segmente des Flughafen Wien

Segment Airport

Das Segment Airport deckt alle für einen Flughafenbetreiber typischen Dienstleistungen ab. Darunter fallen der laufende Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Das Segment Airport fungiert auch als Auftraggeber für das Ausbauprojekt VIE-Skylink, weshalb die damit verbundenen Investitionen in diesem Segment erfasst werden. Ebenso liegen die Verwaltung des VIP & Business Center und der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst in der Verantwortung des Segments wie die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Fluggesellschaften. Der strategische Schwerpunkt des Segments ruht auf der mittel- und langfristigen Sicherstellung einer ausreichenden Pisten- und Terminalkapazität. Der Segmentanteil am Gesamtumsatz des Konzerns betrug im Jahr 2008 45,8 Prozent (2007: 46,5%).

Segment Handling

Das Segment Handling zeichnet für alle im Zusammenhang mit der Abfertigung von Linien-, Charter- und General-Aviation-Flügen erbrachten Dienstleistungen verantwortlich. Hierzu zählen das Be- und Entladen der Luftfahrzeuge, der Transport von Passagieren, Crews und Cateringmaterial, aber auch die Kabinenreinigung sowie das Pushen und die Enteisung der Luftfahrzeuge. Zudem umfasst das Leistungsportfolio die Erstellung der Flugzeugdokumente inklusive Überwachungs- und Steuerungsleistungen, die Abfertigung von Luftfracht und Trucking, das Führen des Importlagers sowie die Bereiche Private Aircraft Handling, Betankung und Hangarierung von Luftfahrzeugen der General Aviation. Das Segment Handling positioniert sich als professioneller und wirtschaftlich erfolgreicher Komplettanbieter. Dank seiner qualifizierten Mitarbeiter, optimaler Arbeitsabläufe, der flexiblen Produkt- und Preispolitik und innovativen technologischen Lösungen garantiert das Segment ein hohes Qualitätsniveau und die im europäischen Vergleich hervorragenden Transferzeiten. Der Segmentanteil am Gesamtumsatz des Konzerns belief sich im Jahr 2008 auf 27,8 Prozent (2007: 28,2%).

Segment Non-Aviation

In den Verantwortungsbereich des Segments Non-Aviation fällt die Erbringung verschiedener Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb. Hierzu zählen die Bereiche Shopping, Gastronomie, Parkierung, Werbeflächen und Sicherheitsdienstleistungen ebenso wie die Entwicklung, Vermarktung und Vermietung von Immobilien, die Verkehrsanbindung, Haustechnik, das Baumanagement und Beratungsleistungen. Das Segment erbringt zudem Dienstleistungen in den Bereichen Telekommunikation, EDV sowie Ver- und Entsorgung für die rund 230 am Flughafen Wien ansässigen Unternehmen. Sein Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns betrug im Jahr 2008 26,4 Prozent (2007: 25,3%).

Tochtergesellschaften und Beteiligungen der Flughafen Wien AG

flughafen

  • Tochtergesellschaft (>50%)
  • Beteiligung (≤50%)
  • Indirekte Tochtergesellschaft/Beteiligung (>50%)
  • In Liquidation

Stand: 31.12.2008

34 Flughafen-City

Wien AG

Der Flughafen als Tor zur Welt

Der Flughafen Wien positioniert sich als modernes und attraktives Drehkreuz in die Welt. Hohe Standards, hervorragendes Service, eine moderne Infrastruktur und ein bedarfsgerechter, wohlüberlegter Ausbau der Kapazitäten ermöglichen dem Flughafen Wien, auch die zukünftigen Aufgaben zu meistern. Der Flughafen Wien versteht die Fluglinien als seine unmittelbaren Kunden und verfolgt das Ziel, diesen ein umfassendes Service zu wettbewerbsfähigen Preisen zu bieten. Mit dem breit gefächerten Leistungsportfolio der drei Segmente Airport, Handling und Non-Aviation kann der Flughafen Wien den Kunden umfassend konzertierte Produkte anbieten. Mehr zu den Erfolgsfaktoren des Flughafen Wien finden Sie ab Seite 42.

Steigende Bedeutung des Segments Non-Aviation

Die Flughafenbranche befindet sich weltweit in einem Wandel – die Bedeutung des Aviation-Geschäfts nimmt ab, dafür entwickelt sich der sogenannte Non-Aviation-Bereich zu einem wesentlichen Geschäftsfeld. Diese Entwicklung zeichnet sich auch am Flughafen Wien ab, denn die aufgrund des starken Passagierwachstums erforderlichen Ausbauten der Flughafenkapazitäten können nicht allein durch die Segmente Airport und Handling getragen werden. Neben dem Flughafenkunden "Airline" wird damit der Passagier in seiner Eigenschaft als Konsument zu einem wichtigen Kunden für den Flughafen Wien. Die Schaffung wettbewerbsfähiger und zielgruppengerechter Produkte im Bereich Retail, Parkierung und Vermarktung von Immobilien ist deshalb für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Flughafen Wien von entscheidender Bedeutung und ermöglicht eine operative Diversifikation.

Retail

Bei nahezu unverändertem Ausmaß der Geschäftsflächen in den Terminals konnten die Umsätze aus Shopping und Gastronomie um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Dazu haben einerseits das überdurchschnittliche Passagierwachstum und andererseits die Optimierung der Mietverträge beigetragen. Nach der Eröffnung des VIE-Skylink werden 52 neue Geschäftslokale – 33 Shops und 19 Gastronomiebetriebe – zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen wird nach Vollinbetriebnahme im ersten vollen Jahr insgesamt eine Summe von deutlich über € 40,0 Mio. p.a. erwartet.

Die Erlöse aus Parkierung stiegen um 18,4 Prozent.

Parkierung

Im Berichtsjahr wurde die Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.268 Pkw-Stellplätze planmäßig abgeschlossen; insgesamt stehen damit per Jahresende 10.278 Parkplätze in Parkhäusern und 8.128 Outdoor-Parkplätze zur

Gehen Sie mit der Zeit und setzen Sie auf das wachsende Non-Aviation-Geschäft!

Verfügung sowie 5.000 Stellplätze am Mazur Parkplatz. Die Erlöse aus der Parkierung stiegen um 18,4 Prozent. Als Alternative zur Anreise mit dem Pkw stehen auch öffentliche Verkehrsmittel wie der CAT zur Verfügung.

Immobilien

Mit der Eröffnung des Office Park 1 im Jahr 2004 wurden erstmals potenzielle Mieter angesprochen, deren Tätigkeit nicht im Zusammenhang mit dem Flughafen steht, die jedoch den Flughafen als attraktiven Standort schätzen. Office Park 1 und Office Park 2 sind nahezu vollständig vermietet. Das Projekt "Neubau und Sanierung Office Park 3" wurde derzeit zurückgestellt. Auch Büro- und Lagerflächen im Cargo Bereich werden vermietet. Nach der Modernisierung des Air Cargo Center wurde 2008 das neue Airport Logistic Center Nord 1 eröffnet.

Werbeflächen

Aufgrund der hohen Frequenz von Passagieren und Besuchern eignet sich das Gelände des Flughafen Wien hervorragend für den Einsatz von Leuchtkästen, "City Light"-Vitrinen, Transparenten, Promotionflächen und anderen Werbeobjekten. Die Erlöse aus der Werbeflächenvermarktung konnten durch die UEFA EURO™ 2008 und neue Standorte um rund 68 Prozent gesteigert werden.

Visitair Center

Das im Jahr 2007 eröffnete Besucherzentrum vermittelt auf unterhaltsame und spannende Weise das Kompetenzzentrum Flughafen Wien. Im Jahr 2008 wurde dieses Angebot von insgesamt 43.526 Besuchern genützt.

Die Erlöse aus der Werbeflächenvermarktung erhöhten sich um rund 68 Prozent.

Kleines Einmaleins des Flughafen-Geschäfts

Die wichtigsten Indikatoren für den Erfolg des Flughafen-Kerngeschäfts sind die Entwicklung des Passagieraufkommens, das Maximum Take-off Weight (Höchstabfluggewicht, MTOW) sowie die Anzahl der Flugbewegungen. Für jeden beförderten Passagier wird von der Fluggesellschaft ein vorgegebener Passagiertarif für den Flughafen eingehoben – die Passagieranzahl, wie auch die Höhe des Tarifs beeinflussen den Geschäftsverlauf des Flughafens unmittelbar. Das MTOW wird für jeden Flugzeugtyp vom Hersteller definiert und in der Berechnung des Landetarifs berücksichtigt. Die Anzahl der Flugbewegungen, als Summe aller Starts und Landungen, lässt einen Rückschluss auf die Auslastung der bestehenden Rollbahn- und Abstellkapazitäten am Vorfeld zu. Die für den Flughafen Wien optimale Kombination aus Passagieraufkommen, Maximum Takeoff Weight (MTOW) und Flugbewegungen sind ein hohes Wachstum des MTOW und der Passagieranzahl bei einem unterproportionalen Anstieg der Flugbewegungen und der damit einhergehenden effizienten Auslastung der Pistenkapazität. Beim bestehenden Pistensystem des Flughafen Wien sind bis zu 72 Flugbewegungen pro Stunde möglich.

Passagiere in Millionen

Maximum Take-off Weight in Mio. Tonnen

Flugbewegungen in Tausend

Achten Sie darauf, dass die Entwicklung der Passagieranzahl mit jener der Flugbewegungen und des Maximum Take-off Weights vernünftig korreliert!

Wettbewerbsfähige Tarifpolitik

Die jährlich vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) werden aufgrund der seit mehreren Jahren geltenden und zuletzt 2006 leicht veränderten Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab. Der Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturtarifs liegt das MTOW zugrunde; die Höhe des Fluggasttarifs und des landseitigen Infrastrukturtarifs wird durch die Zahl der Passagiere bestimmt. Für die Ermittlung des Infrastrukturtarifs Betankung ist die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff ausschlaggebend. Die höchstzulässige jährliche Tarifänderung errechnet sich aus der Inflationsrate verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Berechnung des Verkehrswachstums wird der Durchschnittswert aus dem Wachstum des vergangenen und des aktuellen Jahres herangezogen. Im Fall eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen gleicht die höchstzulässige Tarifänderung der Inflationsrate. Die daraus resultierenden Tarifänderungen für 2008 finden Sie auf Seite 78.

Zur Stärkung der Transfer-Funktion des Flughafen Wien wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab Oktober 2007 bis Mai 2008 um € 0,55 auf € 8,76 pro abfliegenden Transferpassagier anzuheben. Ab Juni 2008 galt wieder die bisherige Refundierung von € 8,21. Die weiteren Incentiveprogramme – der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive – zur Förderung der Hub-Funktion wurden fortgesetzt. Das Ziel dieser Tarifanpassungen und Incentiveprogramme war eine Kostensenkung bei den Fluglinien zu erreichen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern. Im europäischen Vergleich liegen die insgesamt eingehobenen Tarife des Flughafen Wien – rechnet man die Incentives mit ein – um -7 Prozent unter dem Durchschnitt.

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Die Erfolgsfaktoren des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien profitiert aufgrund seiner geografisch günstigen Lage vom wirtschaftlichen Aufholprozess der zentral- und osteuropäischen Länder. Sein Einzugsgebiet zählt rund 14 Millionen potenzielle Passagiere aus dem Osten Österreichs sowie Teilen Ungarns, Tschechiens, der Slowakei und Sloweniens. Auch als Transferflughafen spielt der Flughafen Wien eine große Rolle – jeder dritte Passagier stammt nicht aus der eigenen Catchment Area, sondern ist dem Transferaufkommen zuzuschreiben. Für den Flughafen Wien gilt es daher, seine Funktion als Transferdrehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa abzusichern sowie seine Hub-Funktion durch die Akquisition zusätzlicher Langstrecken-Destinationen zu stärken.

Catchment Area

Seit der Integration der östlichen Nachbarstaaten Österreichs in die Europäische Union umfasst die Catchment Area rund 14 Millionen Menschen. Mit dem wirtschaftlichen Aufholprozess dieser Region geht auch ein verstärktes Reiseaufkommen von und in diese Länder einher. Der Flughafen Wien profitiert dank seines dichten Netzes an Osteuropa-Destinationen und seiner geographischen Lage von dieser Entwicklung. Eine reibungslose Anreise wird durch ein engmaschiges Busnetz, das zahlreiche osteuropäische Städte direkt mit dem Flughafen verbindet, sowie über das Bahnetz via Wien ermöglicht. Mit intensiven Informations- und Marketingaktivitäten gilt es, das gesamte Potenzial dieses Einzugsgebiets voll auszuschöpfen.

Idealer Transferhub nach Osteuropa und in den Nahen und Mittleren Osten

Etwa ein Drittel der Passagiere nutzen den Flughafen Wien als Drehscheibe. Deshalb gilt es neben dem Ausbau der bestehenden Destinationen und Frequenzen, die Hub-Funktion des Flughafen Wien zwischen Ost und West zu stärken. Im Jahr 2008 konnte die Anzahl der Transferpassagiere mit 5,9 Millionen Passagieren nahezu stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Seine zentrale Lage und kurzen Umsteigezeiten ermöglichen den Transferpassagieren eine zum Teil wesentliche Zeitersparnis. Hinzu kommt, dass zu Spitzenzeiten eine große Anzahl an Verbindungen zu osteuropäischen Destinationen angeboten wird und somit ankommende Passagiere schnelle Anschlussverbindungen vorfinden. Nachstehende Abbildung zeigt z.B. die Zeitersparnis bei einem Flug von Peking zu unterschiedlichen osteuropäischen Städten, wenn man über Wien anstelle von München fliegt.

Etwa ein Drittel der Passagiere ist dem Transferaufkommen zuzuschreiben; 2008 wurden 5,9 Millionen Transferpassagiere gezählt.

44 Erfolgsfaktoren

Ost-West-Hub

Mit seinem Steckennetz von 48 Osteuropa-Destinationen liegt der Flughafen Wien sogar vor dem deutlich größeren Flughafen Frankfurt und bildet somit einen idealen internationalen Knotenpunkt in diese Regionen. Für Geschäftsreisende bildet die wirtschaftliche Dynamik dieser Region das entscheidende Reisemotiv, aber auch der Städtetourismus floriert und zieht Urlaubsgäste an. Das Passagieraufkommen in die Destinationen Osteuropas konnte im Berichtsjahr um 9,6 Prozent zulegen. Das Destinationsangebot nach Osteuropa wurde um Baia Mare, Bydgoszcz, Lodz, Nizhniy Novogorod und Sochi erweitert; die Destination Kaliningrad wird nicht mehr von Wien aus angeflogen.

Anzahl der Osteuropa-Destinationen
Flughafen 2008 2007 2006 2005 2004
Wien (VIE) 48 45 41 38 37
Frankfurt (FRA
)
40 37 37 41 38
München (MUC
)
33 30 29 34 25
Prag (PRG
)
31 30 29 28 24
Budapest (BUD
)
22 19 21 20 19
Zürich (ZRH
)
20 17 16 17 18

Quelle: Für einen internationalen Benchmark der Osteuropa-Destinationen wird eine Musterwoche (KW 46) der MAX OAG Data herangezogen. Diese ermöglicht eine größtmögliche Vergleichbarkeit zwischen den Flughäfen auf Basis einer Datenquelle.

Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens in den zentral- und osteuropäischen Raum

Veränderung
Destination 2008 2007 in %
1. Bukarest 190.792 148.310 28,6
2. M oskau 182.659 150.327 21,5
3. S ofia 154.285 128.482 20,1
4. W arschau 98.192 97.426 0,8
5. K iew 86.331 81.969 5,3
6. Belgrad 72.681 61.920 17,4
7. Z agreb 71.288 61.756 15,4
8. P rag 59.207 81.911 -27,7
9. P riština 54.910 55.005 -0,2
10. S arajevo 53.114 50.833 4,5

Mit seinem Steckennetz von 48 Osteuropa-Destinationen ist der Flughafen Wien europaweit führend.

Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens in den Nahen und Mittleren Osten

Veränderung
Destination 2008 2007 in %
1. Tel Aviv 131.421 127.891 2,8
2. D ubai 127.171 116.791 8,9
3. D oha 37.476 39.757 -5,7
4. D amaskus 35.496 34.197 3,8
5. Teheran (IKA
, THR
)
28.071 26.935 4,2
6. A mman 22.931 23.506 -2,4
7. Erbil 12.560 8.400 49,5
8. Jeddah 4.518 1.189 280,0
9. A bu Dhabi 4.515 4.978 -9,3
10. R iyadh 3.991 1.313 204,0

Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten konnte im Berichtsjahr um 6,3 Prozent zulegen. Neu in das Streckennetz aufgenommen wurden die Destinationen Bodrum, Dalaman und Sulaymaniyah.

Entwicklung des Linien-Passagieraufkommens – Langstrecke Veränderung Destination 2008 2007 in % 1. Bangkok 108.987 107.156 1,7

2. W ashington 83.964 82.823 1,4
3. Tokio 81.668 81.496 0,2
4. D elhi 69.227 73.598 -5,9
5. N ew York 66.496 66.684 -0,3
6. Toronto 59.835 56.098 6,7
7. P eking 55.087 68.486 -19,6
8. Taipei 46.631 47.085 -1,0
9. M umbai 44.735 50.763 -11,9
10. C hicago 39.577 30.034 31,8

Das Passagieraufkommen auf der Langstrecke verringerte sich um 4 Prozent. Dies ist vor allem auf Streckenoptimierungen des größten Kunden des Flughafen Wien zurückzuführen.

46 Erfolgsfaktoren

Transfergeschwindigkeit

Zur Absicherung der Hub-Funktion und um im Wettbewerb mit anderen Flughäfen bestehen zu können, sind kurze Boarding- bzw. Transferzeiten wichtig, da die Gesamtreisezeit häufig die Entscheidung für eine Reiseroute beeinflusst und ein wichtiges Auswahlkriterium in internationalen Ticket-Reservierungssystemen darstellt. Nach den Direktflügen weisen diese Systeme weitere Verbindungen gereiht nach ihrer Gesamtreisezeit aus, wodurch jene mit geringen Umsteigezeiten bevorzugt werden. Deshalb ist die im Europavergleich einzigartige Minimum Connecting Time von 25–30 Minuten des Flughafen Wien zu verteidigen. Ermöglicht wird der rasche Transfer vor allem durch das übersichtliche One-Roof-Konzept und das ausgezeichnete Leitsystem, das den Passagieren eine rasche Orientierung ermöglicht. Dieses Erfolgssystem wird auch bei der Terminalerweiterung VIE-Skylink fortgesetzt.

Sorgen Sie für bestmögliche Arbeitsbedingungen und optimieren Sie Ihre Prozesse, um rasche Transferzeiten zu garantieren!

Minimum Connecting Time in Europa1) in Minuten
Wien (VIE) 25–30
München (MUC
)
35
Zürich (ZRH
)
40
Kopenhagen (CPH
)
45
Frankfurt (FRA
)
45
Amsterdam (AMS
)
50
Brüssel (BRU
)
50
Paris (CDG
)
90
London (LHR
)
90

1) Quelle: OAG Worldwide Flight Guide

Darüber hinaus nimmt das Handling bei der Absicherung der kurzen Boarding- bzw. Transferzeiten eine zentrale Rolle ein. Nach den Investitionen in die Kapazitätserweiterung der Infrastruktur in den Vorjahren, wurde das Gepäckhandling auch 2008 konsequent optimiert. Darauf aufbauend wurde der Transfergepäckfluss innerhalb der Star Alliance Group verbessert – ein Beispiel dafür, wie die Kundenzufriedenheit der Airlines hinsichtlich Pünktlichkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit laufend sichergestellt wird. Mit dem Einsatz modernster Technologien wie dem Hub Control Center zur optimalen Steuerung von Transferströmen kann eine Pünktlichkeitsrate erzielt werden, die im europäischen Spitzenfeld liegt. Trotz ausbaubedingter Einschränkungen konnte die Pünktlichkeitsrate im Handling im Berichtsjahr mit 99,7 Prozent (2007:99,6%) geringfügig gesteigert werden.

Gepäckhandling

Jahr Gepäckstücke an/ab Spitzentage Gepäckstücke an/ab
2001 11.180.342 1.7.2001 51.600
2002 11.322.219 7.7.2002 51.940
2003 11.729.126 29.6.2003 51.660
2004 13.471.068 3.7.2004 60.670
2005 14.168.786 3.7.2005 63.792
2006 14.998.492 30.6.2006 69.146
2007 17.218.314 29.6.2007 73.548
2008 17.371.496 4.7.2008 70.490

Pünktlichkeit

Der Flughafen Wien zählt zu den pünktlichsten Flughäfen in Europa.

Dank der hervorragenden operativen Leistungen der Bereiche Handling und Sicherheit zählt der Flughafen Wien europaweit zu den pünktlichsten Flughäfen. Diese Tatsache führt auch zu guten Werten bei der Kundenzufriedenheit der Airlines.

Ranking der pünktlichsten Flughäfen

(mehr als 15 Minuten) in %
25,7
27,2
26,0
44,1
19,8
17,6
24,2
21,7
17,9
20,6
Verspätete Flüge
Amsterdam
Frankfurt
Kopenhagen
London Heathrow
Mailand Malpensa
München
Paris CDG
Rom
Wien
Zürich

Quelle: AEA 1. Quartal 2008

Sicherheitsstandards

Sicherheit nimmt auf einem Flughafen oberste Priorität ein. Der Flughafen Wien definiert unter "Security" alle relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um nationale und internationale Normen zu erfüllen. Für die damit verbundenen Dienstleistungen sind die Sicherheitszentrale und die Vienna International Airport Security Services GesmbH (VIAS) verantwortlich.

Die Sicherheitszentrale übernimmt die Zutrittskontrollen beim Betreten von Sicherheitsbereichen. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Services GesmbH (VIAS) ist im Rahmen eines unbefristeten Vertrags mit dem Bundesministerium für Inneres für die Personen- und Gepäckkontrollen am Flughafen Wien verantwortlich. Sämtliche Gepäckstücke und mitgeführte Gegenstände werden überprüft und durchleuchtet, die Verbindung von Person zu Gepäckstück wird verfolgt und gegenkontrolliert. Derzeit stehen dazu 46 Sicherheitskontrollstellen für Passagiere und 13 Checkpoints für die Mitarbeiterkontrollen zur Verfügung. Die Kontrolle des Reisegepäcks wird mittels eines vierstufigen Kontrollverfahrens durchgeführt, bei dem auch sechs Sprengstoffhunde zum Einsatz kommen, um das Einschleusen von Sprengstoffen zu verhindern. Zusätzlich erbringt die VIAS Leistungen im Bereich der Luftfahrzeugüberwachung und -durchsuchung, kontrolliert Reisedokumente und führt Sicherheitsschulungen durch. VIAS übernimmt auch die Betreuung von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität und transportierte im Jahr 2008 rund 88.500 Passagiere.

Mit der zuständigen Behörde, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), wurde hinsichtlich Fracht ein Verfahren entwickelt, das einen raschen Umschlag sicherstellt und alle nationalen und internationalen gesetzlichen Auflagen erfüllt. Zur Kontrolle der Luftfracht und -post unterhält VIAS Röntgengeräte und Sprengstoffspuren-Detektionsgeräte.

Der Umsatz aus Sicherheitsleistungen stieg um 2,8 Prozent auf € 31,6 Mio., die Anzahl der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter nahm trotz höherer Anforderungen und des höheren Passagierwachstums um nur 0,9 Prozent auf 922 Mitarbeiter zu.

Alle sicherheitsrelevanten Prozesse werden durch Audits bzw. Inspektionen von nationalen und internationalen Behörden (BMVIT, BMI-SID, TSA, IATA, ICAO, ECAC) und Airlines laufend überprüft. Im Berichtsjahr fanden acht derartige Überprüfungen statt, die keine nennenswerten Mängel aufdeckten.

46 Sicherheitskontrollen für Passagiere sowie 13 Checkpoints für Mitarbeiterkontrollen stehen zur Verfügung.

Diversifiziertes Kundenspektrum

Einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor des Flughafen Wien bildet die Vielfalt der angebotenen Destinationen. Um ein großes Streckennetz zu ermöglichen, ist die laufende Akquisition neuer Fluglinien erforderlich. Im Berichtsjahr flogen 75 Fluglinien in Summe 187 Liniendestinationen von Wien aus an. Mit einem Anteil von 49,6 Prozent des Passagieraufkommens (2007: 52,6%) ist die Austrian Airlines Gruppe nach wie vor der größte Kunde des Flughafen Wien; ihr Anteil hat jedoch stetig abgenommen und lag im Jahr 2000 noch bei 60 Prozent.

Ein ständig steigender Anteil des Verkehrswachstums ist den Low-Cost-Carrier zuzuschreiben, die im Berichtsjahr für 23,3 Prozent des Gesamtaufkommens verantwortlich waren. Mit einem Zuwachs von 33,5 Prozent auf rund 1,4 Millionen Passagiere nimmt NIKI den zweiten Rang nach Austrian ein. Es folgen Air Berlin, SkyEurope und Lufthansa. Auf Rang sechs platziert sich mit Germanwings wiederum ein Low-Cost-Carrier. In Summe werden von den Low-Cost-Carrier vom Flughafen Wien aus 35 Destinationen – vorwiegend westeuropäische Hauptstädte – mit durchschnittlich 380 Frequenzen bedient. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, gelten für Low-Cost-Carrier selbstverständlich die gleichen Tarifmodelle wie für Netzwerk-Carrier. Mit einem aktiven Airline-Marketing gilt es, die Attraktivität des Flughafen Wien gegenüber den Fluggesellschaften zu betonen. Der Flughafen Wien nahm auch 2008 an mehreren Airline-Konferenzen und Tourismusmessen teil und führte laufend Gespräche mit potenziellen Neukunden.

Anteil Anteil Veränderung
2008 in %1) 2007 in %1) in %
1. A ustrian Airlines Gruppe 9.786.179 49,6 9.871.431 52,6 -0,9
2. NIKI 1.379.819 7,0 1.033.343 5,5 33,5
3. A ir Berlin 1.327.916 6,7 1.257.972 6,7 5,6
4. S kyEurope 1.191.690 6,0 633.663 3,4 88,1
5. L ufthansa 1.032.026 5,2 1.004.106 5,3 2,8
6. G ermanwings 494.281 2,5 460.536 2,5 7,3
7. British Airways 318.044 1,6 337.564 1,8 -5,8
8. S wiss 316.165 1,6 315.731 1,7 0,1
9. A ir France 298.965 1,5 303.519 1,6 -1,5
10. KLM Royal Dutch Airlines 204.252 1,0 228.782 1,2 -10,7
Sonstige 3.397.952 17,3 3.321.821 17,7 +2,3
Gesamt 19.747.289 100,0 18.768.468 100,0 5,2
davon Low-Cost-Carrier 4.601.963 23,3 3.505.954 18,7 31,3

Passagieraufkommen nach Airlines

1) Anteil am Gesamtpassagieraufkommen

75 Fluglinien flogen 2008 in Summe 187 Liniendestinationen an.

Alles Gute kommt von unten!

Holen Sie die besten Köpfe in Ihr Team, denn sie garantieren den Erfolg Ihres Flughafens!

Mitarbeiter als zentraler Erfolgsfaktor

Mitarbeiterkennzahlen Veränderung
2008 in % 2007 2006
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 4.266 4,4 4.087 3.834
davon Arbeiter 3.119 3,0 3.027 2.821
davon Angestellte 1.147 8,2 1.060 1.013
Lehrlinge 36 24,1 29 28
Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter1) 6.624 -0,7 6.669 6.206
Durchschnittsalter in Jahren1) 38,6 -0,3 38,7 38,7
Betriebszugehörigkeit in Jahren1) 9,8 -1,0 9,9 9,9
Anteil Frauen in %1) 12,7 -3,1 13,1 12,5
Aufwendungen für Weiterbildung in €1) 1.072.000 32,5 809.000 641.000
Meldepflichtige Arbeitsunfälle1) 149 -7,5 161 154
Quote der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter 44,9 -11,3 50,6 49,7

1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2008 4.266 Mitarbeiter, wovon 3.278 Mitarbeiter der Flughafen Wien AG zuzuschreiben sind. Am gesamten Areal des Flughafen Wien sind mehr als 18.000 Personen beschäftigt. Aufgrund des wachstumsbedingten Mehrbedarfs und als Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr von der Flughafen-Wien-Gruppe 178 neue Mitarbeiter eingestellt. Davon entfallen 121 Aufnahmen auf das Segment Handling; in der Vienna International Airport Security Services GesmbH (VIAS), die dem Segment Non-Aviation zugeordnet wird, stieg trotz der strengeren Sicherheitsmaßnahmen der Personalstand um nur 0,9 Prozent auf 922 Mitarbeiter.

Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt nach Segmenten
2008 2007 Veränderung in %
Airport 399 378 5,5
Handling 2.210 2.089 5,8
Non-Aviation 1.503 1.465 2,6
Sonstiges 154 155 -1,0
Total 4.266 4.087 4,4

52 Mitarbeiter

Verbesserte Produktivität

Der Anstieg der Mitarbeiteranzahl verläuft deutlich unterproportional zur Entwicklung des Verkehrsaufkommens und des Gesamtumsatzes. Im Berichtsjahr sank die Kennzahl Verkehrseinheit pro Mitarbeiter der Flughafen Wien AG leicht um 0,7 Prozent auf 6.624 Einheiten; der Vergleichswert zur Umsatzentwicklung legte um 0,7 Prozent auf € 128.486 zu.

Leistungsorientierte Entlohnung

Zur Förderung der Motivation und Leistungsorientierung erhalten die Vorstandsmitglieder und die Mitarbeiter der ersten und zweiten Managementebene eine erfolgsabhängige Gehaltskomponente. Die Höhe dieser variablen Vergütung bemisst sich an der Erreichung finanzieller sowie qualitativer Ziele – so hängt etwa die Vergütung der Bereichsleiter vom Ergebnis der Kundenbefragung ab. Ein Aktienoptionsprogramm ist nicht eingerichtet. Im Geschäftsjahr 2008 wurden rund € 1.910.000 (2007: € 1.791.000) für außerordentliche Leistungen und das Erreichen vereinbarter Ziele an Mitarbeiter (exkl. Vorstand) ausbezahlt.

Mitarbeiterstiftung

Um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter der Flughafen Wien AG direkt am Unternehmenserfolg teilhaben, wurde im Jahr 2000 eine unabhängige Privatstiftung gegründet. Sie hält 10 Prozent der Aktien der Flughafen Wien AG und hat den Zweck, den Ertrag aus dieser Beteiligung im Jahr des Zuflusses an die Mitarbeiter der Flughafen Wien AG auszuschütten.

Im Berichtsjahr wurde – analog zur Dividendenausschüttung rückwirkend für das Geschäftsjahr 2007 – ein Betrag in Höhe von rund € 5,25 Mio. ausbezahlt, was pro Mitarbeiter 80,85 Prozent des durchschnittlichen Monatsgehalts entspricht. Die Aufteilung erfolgt entsprechend der jährlichen Bruttobasisbezüge. Der Stiftungsvorstand, der Beirat und der Stiftungsprüfer bilden die in der Satzung definierten und von der Flughafen Wien AG völlig unabhängig agierenden Organe der Mitarbeiterstiftung.

Unternehmensidentifikation und Motivation

Zusätzlich bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern zahlreiche freiwillige Leistungen, um ihre Bedürfnisse bestmöglich zu berücksichtigen. Der mehrfach prämierte Betriebskindergarten mit erweiterten Öffnungszeiten ermöglicht auch für Mitarbeiter im Schichtdienst eine hervorragende Betreuung ihrer Kinder.

Sowohl der City Airport Train (CAT) sowie zahlreiche Busverbindungen in die Umlandgemeinden können genutzt werden, um kostenlos an den Arbeitsplatz zu gelangen; für den Werkverkehr wurden 2008 € 758.000

aufgewendet. Die Essenszuschüsse beliefen sich auf insgesamt € 576.000. Zur Unterstützung der individuellen Altersvorsorge werden als Arbeitgeberanteil 2,5 Prozent des jeweiligen Monatsbezugs an eine betriebliche Pensionskasse bezahlt. Zudem erhalten die Mitarbeiter über Gruppenvereinbarungen bessere Konditionen bei zusätzlichen Kranken- und Unfallversicherungen sowie eine finanzielle Unterstützung. Die Flughafen Wien AG fördert einen Kultur- und Sportverein, der neben den unterschiedlichsten Sportarten Vergünstigungen für Freizeitangebote in der näheren Umgebung bzw. Konditionen für den Erwerb von Sportbekleidung bietet.

Fördern Sie die Unternehmensidentifikation Ihrer Mitarbeiter durch freiwillige Leistungen und laufende Information!

Zur Förderung der Identifikation mit dem Unternehmen erscheint vierteljährlich die Mitarbeiterzeitung "Blockzeit", die über Neuigkeiten aus dem Unternehmen und vom Standort berichtet. Da die Mitarbeiter ihren jeweiligen Arbeitsplatz am besten kennen, sind sie im Sinne eines ständigen Verbesserungsprozesses aufgerufen, ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Dazu wurde ein Ideenmanagement ins Leben gerufen, wo in regelmäßigen Kommissionssitzungen die eingereichten Vorschläge gemeinsam vom Betriebsrat, der Personalabteilung und einem Bereichsverantwortlichen bewertet werden.

Personalentwicklung

Das zentral organisierte Weiterbildungsprogramm geht einerseits auf die Ergebnisse des im Vorjahr durchgeführten Ausbildungsworkshops und andererseits auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Unternehmensbereiche ein. Daraus resultiert in Summe ein breit gefächertes Bildungsangebot, das im Intranet präsentiert wird und nach Rücksprache mit dem Vorgesetzten allen Mitarbeitern offen steht. In Summe beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung (ohne interne Aufwendungen) im Berichtsjahr auf € 1.072.000. An den insgesamt rund 100 Seminaren nahmen 1.219 Mitarbeiter teil.

Einen Schwerpunkt bilden Sprachkurse in Englisch und Slowakisch, EDV-Anwenderschulungen sowie Seminare zur Verbesserung der Sozialkompetenzen. Intensiviert wurde das Bildungsprogramm zur Verbesserung der Präsentationstechniken, der Kommunikation und des Zeit- und Selbstmanagements. Der Schwerpunkt beim VIE-Gesundheitsprojekt lag 2008 auf dem Thema Ernährung. In Zusammenarbeit mit der Ernährungsexpertin Mag. Sasha Walleczek wurden Workshops zum Thema "Optimale Ernährung im Berufsalltag" veranstaltet, an denen über 400 Mitarbeiter teilnahmen.

Lehrlingsausbildung

Im Jahresdurchschnitt standen bei der Flughafen Wien AG 2008 6 kaufmännische und 30 gewerbliche Lehrlinge in einem Ausbildungsverhältnis. Die Palette der Lehrberufe reicht vom Bürokaufmann über Elektrobetriebstechniker, Kfz-Techniker/Elektriker, Elektroanlagentechniker, Landmaschinentechniker, Sanitär/Klima/Lüftungstechniker bis hin zum Maschinenfertigungstechniker. Die Auszubildenden in den technischen Lehrberufen erhalten als Ergänzung zu ihrer theoretischen Ausbildung zusätzlichen Praxisunterricht in Spezialwerkstätten. Die dafür eingerichtete Lehrwerkstätte wurde heuer flächenmäßig fast verdoppelt und mit neuen, modernen Geräten ausgestattet. Die kaufmännischen Lehrlinge durchlaufen nach einem bewährten Rotationsprinzip während ihrer dreijährigen Lehrzeit die unterschiedlichsten Abteilungen, um das Unternehmen aus verschiedensten Perspektiven kennenzulernen und in seiner Komplexität zu verstehen.

Neben wöchentlichen Englischkursen, einem "Welcome Package" für die erste Arbeitswoche, EDV-Schulungen und regelmäßigen Weiterbildungsaktivitäten wurde den Lehrlingen wie schon im Vorjahr ein Einzelcoaching für Englisch angeboten, um stärker auf ihre individuellen Bedürfnisse und Leistungsniveaus eingehen zu können. Bereits zum fünften Mal fand heuer der "Leonardo da Vinci"-Austausch mit dem Flughafen München statt. Im Rahmen des von der EU geförderten Programms konnten vier österreichische gewerbliche Lehrlinge für drei Wochen Praxiserfahrungen im täg-

lichen Arbeitsablauf am Flughafen München sammeln. Fünf Kollegen aus München wurden im Gegenzug am Flughafen Wien in den Arbeitsalltag integriert.

Darüber hinaus engagierte sich die Flughafen Wien AG am österreichweiten "Tag der Lehre" sowie am "Wiener Töchtertag" und belegte bei der Lehrlingsausbildertrophy der Wirtschaftskammer Österreich, die den innovativsten Lehrlingsausbildungsbetrieb kürt, den ersten Platz in der Kategorie Transport und Verkehr. Auch dieses Jahr war die Flughafen Wien AG auf der Lehrlingsmesse Job Jet Fair vertreten, um qualifizierte Schüler über attraktive Berufsmöglichkeiten am Flughafen Wien zu informieren.

Internationale Trainee- und Austauschprogramme

Das im Jahr 2007 gestartete internationale Traineeprogramm wurde 2008 erfolgreich abgeschlossen. Alle sechs Teilnehmer wurden in ein Dienstverhältnis übernommen – fünf bei der Flughafen Wien AG, einer am Flughafen in Malta. Dort können sie ihre während des Traineeprogramms im gesamten Unternehmen und bei Auslandspraktika gesammelten Erfahrungen sinnvoll einsetzen.

Zur laufenden Weiterentwicklung aller Mitarbeiter innerhalb der Flughafen-Wien-Gruppe wurde im Jahr 2008 die grenzüberschreitende "Vienna Airport Academy" gegründet. Ihr Angebot umfasst drei Hauptprogramme: das internationale Trainee-Programm, internationale Workshops und Exchanges sowie das Airport Management Training Programme (AMTP), welches im September 2008 startete. Das sechs Module umfassende AMTP läuft über ein Jahr und bietet den Teilnehmern aus Košice, Friedrichshafen, Malta und Wien die Möglichkeit, ihr fachliches Know-how und akademisches Wissen sowie ihre Beziehungen innerhalb der Unternehmensgruppe gleichermaßen zu vertiefen. Im Berichtsjahr konnten 12 Malteser den Flughafen Wien im Rahmen des Austauschprogramms umfassend kennenlernen. Das Programm des Gegenaustausches ging mit sechs Teilnehmern in die nächste Runde. Die Teilnehmer lernten die Unternehmensstrukturen und Prozesse kennen, konnten so Verbesserungspotenziale identifizieren, und zusätzlich gelang es, internationale Perspektiven und den Blick für den Konzern zu schärfen.

Sicherheit am Arbeitsplatz und Gesundheitsvorsorge

Seit Jahren setzt die Flughafen Wien AG – dem Slogan "Sei g'scheit, pass auf" folgend – zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit. Nachdem sich Ende 2007 ein leichter Anstieg der meldepflichtigen Arbeitsunfälle abzeichnete, wurde die Initiative "Sicherheit an 1. Stelle – Safety Karl" zur verstärkten Bewusstseinsbildung für das Thema gestartet und während des gesamten Jahres 2008 fortgesetzt. Die Aktion umfasste

neben Workshops zur Ideensammlung vier Schwerpunktveranstaltungen, die über die wesentlichsten Unfalltypen, deren Ursachen sowie Abhilfen aufgeklärt haben.

Um die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit länger zu erhalten und dadurch Unfällen vorzubeugen, wurde die mobile Versorgung mit Gratisgetränken für Mitarbeiter, die körperlich schwere Tätigkeiten im Freien verrichten, eingeführt. Zahlreiche weitere Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern wurden bereits umgesetzt bzw. sind in Umsetzung. So werden Plakate gestaltet, um über flughafenspezifische Gefahren aufzuklären, die internen Medien berichten verstärkt über das Thema, und kleine Werbeartikel erinnern daran, den Tätigkeiten die jeweils notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Dank dieser umfassenden Maßnahmen konnte das Ziel, die meldepflichtigen Arbeitsunfälle zu reduzieren, erreicht werden – die Quote der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter sank um 11,3 Prozent auf 44,9.

Zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit können Zecken- und Grippeschutzimpfungen sowie Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Zudem wurden zwei "Nichtraucher-Seminare", zehn 16-stündige Erste-Hilfe-Kurse und sieben Refresher-Erste-Hilfe-Kurse, regelmäßige Arbeitsplatzbegehungen sowie – bei Bedarf – psychosoziale Betreuung angeboten. Bei lärmexponierten Mitarbeitern wurden Audiometrien (Messungen der frequenzabhängigen Hörempfindlichkeit) durchgeführt, und sie erhielten einen individuell angepassten Gehörschutz.

Dank einer verstärkten Bewusstseinsbildung für das Thema Sicherheit konnten die meldepflichtigen Arbeitsunfälle reduziert werden.

Zeigen Sie Ambitionen!

Nutzen Sie alle Wachstumschancen und sichern Sie sich dazu ausreichend und rechtzeitig Kapazitäten!

Strategie und Wachstum

In diesem Kapitel

  • Analyse der aktuellen und langfristigen Verkehrsentwicklung
  • Investitionen in den Kapazitätsausbau
  • Stabile Finanzstruktur und gesicherte Finanzierung

Passagierentwicklung über dem europäischen Durchschnitt

Für das Jahr 2008 verzeichnet der Flughafen Wien ein Passagierplus von 5,2 Prozent und liegt damit wiederholt über dem gesamteuropäischen Durchschnitt, der sich laut ACI – Major European Airports (Jänner – Dezember 2008) auf -0,7 Prozent beläuft. Die Flugbewegungen nahmen um 4,5 Prozent zu, das MTOW um 6,3 Prozent. Mit einem Passagierwachstum von 9,6 Prozent bei den Osteuropa-Destinationen konnte der Flughafen Wien seine Rolle als Ost-West-Drehscheibe weiter festigen. Auch das Verkehrsaufkommen in den Nahen und Mittleren Osten lag mit einem Plus von 6,3 Prozent über dem Durchschnitt. Die Low-Cost-Carrier konnten 2008 ihren Anteil am Verkehrsaufkommen von 18,7 Prozent auf 23,3 Prozent ausbauen.

Analyse der Verkehrsentwicklung Anzahl der Passagiere in Mio.

2000 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 2020

Wenngleich für das Gesamtjahr 2008 eine positive Verkehrsentwicklung ausgewiesen werden kann, zeigt die Passagierentwicklung des letzten Quartals deutlich, dass auch der Flughafen Wien sich nicht von der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entkoppeln kann. Der Flughafen Wien ist auf die damit verbundenen Herausforderungen gut vorbereitet, vier Wettbewerbsvorteile zeichnen ihn aus:

  • eine geografisch ideale Position als Drehkreuz für Osteuropa und den Nahen und Mittleren Osten,
  • eine hohe Dienstleistungsqualität als einer der pünktlichsten Umsteigeflughäfen Europas mit einer hervorragenden Mindestumsteigezeit von 25–30 Minuten,
  • ein attraktives Tarifmodell für Airlines durch das Transfer-Incentive-System sowie
  • ausreichende Kapazitäten am Boden, um für zukünftige Entwicklungen gerüstet zu sein.

Internationale Experten gehen langfristig von einer Erholung und einem weiteren Wachstum des Luftverkehrs aus. Vor diesem Hintergrund erwartet der Flughafen Wien bis 2020 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,4 Prozent. Um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein, wurde und wird die Flughafeninfrastruktur bedarfsorientiert ausgebaut.

Kapazitätsausbau am Flughafen Wien

Das bestehende System aus zwei sich kreuzenden Pisten ermöglicht derzeit maximal 72 Flugbewegungen in der Stunde. Aufgrund des für die nächsten Jahre prognostizierten Verkehrswachstums ist der Bau einer weiteren Piste notwendig, um die Position des Flughafen Wien als Wirtschafts- und Jobmotor abzusichern. Solche Investitionen sind langfristig – auf mehrere Jahrzehnte – zu sehen. Auch wenn es aufgrund der aktuellen Wirtschaftssituation kurzfristig zu einer Stagnation und rückläufigen Verkehrsentwicklung kommen sollte, wird auf lange Sicht die Luftverkehrsbranche ihren Wachstumskurs fortsetzen. Um von diesem profitieren zu können, gilt es vorausschauend zu planen und ausreichende Infrastrukturkapazitäten – insbesondere im Pistensystem – bereitzustellen. Somit wird die 3. Piste mittel- bis langfristig ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für den Standort Flughafen Wien und damit für die ganze Region sein.

Die Flughafen Wien AG hat am 1. März 2007 bei der zuständigen Behörde, dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, die Umweltverträglichkeitserklärung für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Mit einem erstinstanzlichen Bescheid wird aus heutiger Sicht Ende 2009 bis Anfang 2010 gerechnet. Bei Vorliegen des endgültigen Bescheids wird auch die Entscheidung über den Baubeginn fallen.

Planen Sie vorausschauend und sichern Sie sich ausreichend Kapazitäten für zukünftiges Wachstum!

Passagiere an/ab
51 3.714
52 3.922
54 3.901
54 3.864
60 4.378
61 4.763
63 5.002
67 5.338
70 5.702
Flugbewegungen

Entwicklung der Spitzenstunde1)

1) Stunde mit den meisten Flugbewegungen

Der langfristige Trend der Verkehrsentwicklung macht auch eine Erweiterung der bestehenden Terminalflächen notwendig, um das hohe Qualitätsniveau aufrecht erhalten und die behördlichen Auflagen zur Trennung des Schengen- und Non-Schengen-Betriebs erfüllen zu können. Mit der Terminalerweiterung VIE-Skylink wird ein Konzept realisiert, das flexibel auf die tatsächliche Verkehrsentwicklung reagieren kann und die "Design Capacity" auf 24 Millionen Passagiere anheben wird – die reale Gesamtkapazität wird jedoch deutlich größer sein. Durch den Anbau an die bestehenden Flughafengebäude wird das bewährte One-Roof-Konzept beibehalten. Die übersichtliche Gebäudekonfiguration unterstützt zudem die komplexen Transferbeziehungen zwischen Schengen- und Non-Schengen-Passagieren. Die Multifunktionalität des Piers und die kurzen Wege für den Passagier sichern die im europäischen Vergleich äußerst konkurrenzfähige Minimum Connecting Time von 25 bis 30 Minuten ab. In der ersten Ausbaustufe des VIE-Skylink wird ein Pier mit 17 gebäudenahen Flugzeugpositionen errichtet. Im Terminal selbst werden zusätzliche Check-in-Schalter, eine Gepäckförder- und -sortieranlage sowie Retail- und Gastronomieeinrichtungen entstehen.

Bei der Durchführung dieser Terminalerweiterung traten aufgrund von vermehrten Behördenauflagen, einer Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, einer notwendig gewordenen Neuausrichtung der Projektorganisation und aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung, sowie der damit im Zusammenhang aufgetretenen Probleme sowie aufgrund der Steigerung von Preisen, Erhöhungen der ursprünglich veranschlagten Projektkosten und Verschiebungen des ursprünglich vorgesehenen Projektzeitplans ein. Nach Einschätzungen der Projektverantwortlichen können die bisher berichteten Gesamtkosten des Projekts sowie der bisher berichtete Termin der Fertigstellung und Inbetriebnahme nicht eingehalten werden. Auf Basis der vorliegenden Informationen gehen wir davon aus, dass

das Projekt Skylink auch bei der nunmehr erwarteten Kostensteigerung kostendeckend geführt werden kann. Trotzdem wird das Projekt einer gesamtheitlichen Evaluierung unterzogen mit dem Ziel, eine den aktuellen Gegebenheiten angepasste, verfeinerte Aussage zu den Gesamtkosten des Projekts sowie des Fertigstellungs- und Inbetriebnahmetermins zu erhalten und Verbesserungsmaßnahmen im Projekt zu implementieren.

Die Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale im neuen Terminalbereich – 33 Shops und 19 Gastronomiebetriebe – wurden in der Berichtsperiode abgeschlossen. Die erwartete Mindestmiete im VIE-Skylink für ein volles Betriebsjahr wird 45 Prozent über den zu Beginn des Tenderverfahrens erwarteten Mieteinkünften liegen. Erreicht wurde diese Steigerung vor allem durch die Umgestaltung und Optimierung der Retailflächen. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen wird in Summe ein jährlicher Mieterlös von deutlich über € 40,0 Mio. erwartet.

2008 VIE-Skylink
Check-in-Schalter 134 +64
Pier-Positionen 20 +17
Gepäckausgabebänder 7 10
Shoppingfläche in m2 7.212 +1.450
Gastronomiefläche in m2 4.105 +1.243

Entwicklung der Kapazitäten

Weitere Investitionen im Geschäftsjahr 2008

Zur Erhöhung der Parkraumkapazitäten konnten 2008 mehrere Projekte abgeschlossen werden. Rechtzeitig zur UEFA EURO 2008™ wurde die Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.268 Stellplätze planmäßig abgeschlossen. Die Mitte 2007 erworbenen Mazur-Stellflächen standen 2008 erstmals ganzjährig zur Verfügung; der Kurzparkplatz K3 wurde im Dezember 2008 eröffnet. Zudem wurde der neue Busterminal fertiggestellt und die erste Baustufe des neuen "Bahnhof Flughafen" von den ÖBB in Betrieb genommen.

Im Bereich Cargo Nord wurden das neue "Airport Logistic Center Nord 1" als Superädifikat fertiggestellt. Das "Airport Logistic Center Nord 2", wo Kleinflächen für Logistikunternehmen zur Vermietung kommen wurde im Jänner 2009 in Betrieb genommen.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in € Mio.

Zukünftige Investitionen

Der Flughafen Wien ist bestrebt, sämtliche Wachstumsmöglichkeiten am Standort selbst auszuschöpfen – im Immobilienbereich ebenso wie in der Parkraumbewirtschaftung. Im Jahr 2008 wurden insgesamt € 298,1 Mio. investiert; für das Jahr 2009 sind Investitionen in Höhe von € 443,0 Mio. geplant. Unter Berücksichtigung der momentanen gesamtwirtschaftlichen Situation hat die Flughafen Wien AG die geplanten Investitionen für die Jahre 2009–2013 in verschiebbare und unverschiebbare Projekte unterteilt.

Investitionen 2009–2013

inkl. Landkäufe und Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen, ohne 3. Piste

in € Mio.
Terminals 309
Kernzonengestaltung 36
Sicherheit 58
Ersatzinvestitionen 62
Sonstiges 57
Summe nichtverschiebbare Projekte 522
Vorfelder, Rollwege 25
Kommerzielle Projekte (Office Park 3, Parkierung) 99
Ersatzinvestitionen 38
Sonstiges 80
Summe verschiebbare Projekte 242
Grundstücke 190
Summe 954

Wachstumschancen außerhalb des Standorts

Neben der optimalen Ausschöpfung der Wertschöpfungskette am Flughafen Wien selbst bildet das Erschließen neuer standortunabhängiger Geschäftsfelder einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Der Fokus dieser Ausrichtung liegt auf Flughafenprojekten. Jeder Expansionsschritt muss jedoch exakt formulierte Vorgaben erfüllen: Unternehmensbeteiligungen werden nur eingegangen, wenn eine strategische Einflussnahme und eine Steigerung des Unternehmenswerts sichergestellt werden können. Haftungs- und Finanzierungsrisiken müssen kalkulierbar sein und dürfen den Ausbau und die Absicherung des Wachstums am Standort Flughafen Wien nicht gefährden. Bei Beteiligungen an anderen Flughäfen gilt eine klare Länderpriorisierung mit Schwerpunkt Osteuropa. Bei Flughafenprojekten kommen nicht nur die Entwicklung und der Betrieb von Flughäfen, sondern auch die Erbringung branchenspezifischer Beratungsdienstleistungen in Betracht.

Aktuelle Flughafenbeteiligungen

Im Jahr 2006 wurden 66 Prozent der Aktien des Flughafen Košice an das Consortium TwoOne, das aus Flughafen Wien AG, Penta Investments und RZB besteht, übertragen. Im Juni des Berichtsjahres unterzeichnete der Flughafen Wien den Kaufvertrag für die Anteile von Penta Investments an der KSC Holding a.s. Nach der Übertragung der Anteile von Penta Investments an den Flughafen Wien hält der Flughafen Wien 81 Prozent der Anteile an der KSC Holding a.s. Der Anteil der RZB beträgt 19 Prozent. Am Flughafen Košice konnte das Verkehrsaufkommen im Berichtsjahr um 33,3 Prozent auf 590.919 Passagiere gesteigert werden. Am Flughafen Malta hält der Flughafen Wien über ein Konsortium 40 Prozent der

Aktien und etwas mehr als 10 Prozent direkt. Im Berichtsjahr wurden mit 3.109.643 Passagieren um 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr gezählt.

Im Jahr 2007 beteiligte sich die Flughafen Wien AG an der Flughafen Friedrichshafen GmbH und übernahm im Rahmen einer Kapitalerhöhung 25,15 Prozent der Anteile. Die Flughafen Wien AG wurde damit größter Einzelgesellschafter des viertgrößten Regionalflughafens Deutschlands. In Summe hält die öffentliche Hand nach wie vor die absolute Mehrheit. Im Berichtsjahr ist die Passagieranzahl aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Abschwungs um -0,9 Prozent auf 649.646 Passagiere gesunken.

Know-how-Transfer

Der Flughafen Wien bietet sein Know-how im Rahmen von branchenspezifischen Beratungsleistungen auch extern an. So bringt er sich beispielsweise über Technical Service Agreements beim Flughafen Malta in den Bereichen strategische Planung, Retail-Geschäft, Personalentwicklung, Kapazitätsmanagement sowie Airport- und Aviation-Marketing ein. Für zwei Projekte in Südindien besteht seit November 2007 ebenfalls ein Service-Agreement.

Finanzstruktur und Dividendenpolitik

Zur Erreichung des übergeordneten strategischen Ziels einer nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung ist eine ausgewogene Balance aus Wachstumsinvestitionen und Aktionärsvergütung notwendig. Mit einer Dividendenrendite von 8,2 Prozent per Jahresende zählt die Flughafen-Wien-Aktie zu den solidesten Investments der Wiener Börse.

Die massiven Investitionen der Vorjahre lösten eine strukturelle Bilanzveränderung aus. Beginnend mit dem Jahr 2005 kommen nunmehr auch Fremdfinanzierungen zum Einsatz. Per Jahresende 2008 wird ein Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) in Höhe von 65,3 Prozent nach 40,4 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote sank um 2,4 Prozentpunkte auf 44,7 Prozent.

Das aktive Management der Finanzverbindlichkeiten erfolgt nach strengen Kriterien und ermöglicht aufgrund der soliden Aufstellung des Flughafen Wien günstige Zinskonditionen und solide Finanzierungspartner. Ein Kredit der Europäischen Investment Bank über € 400 Mio. ist mit 4,5 Prozent fix verzinst und hat eine Gesamtlaufzeit von 25 Jahren. Darüber hinaus wurden Kredite in Höhe von € 64 Mio. mit einer Fixverzinsung von 4,0 Prozent in Anspruch genommen. Um die Spitzen des Investitionsprogramms abdecken zu können, hat die Flughafen Wien AG verbindliche Finanzierungszusagen von diversen Banken in Höhe von € 265 Mio.

Die solide Aufstellung des Flughafen Wien ermöglicht günstige Zinskonditionen; die Finanzierung von Spitzen im Investitionsprogramm ist gesichert.

Seien Sie ein zuverlässiger Partner!

Nehmen Sie die Bedürfnisse Ihrer Interessengruppen ernst – und denken Sie auch an zukünftige Generationen!

Nachhaltige Unternehmensführung

In diesem Kapitel

  • Der Flughafen als größter Arbeitgeber der Region
  • Umfangreiche Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz
  • Dialog mit den Anrainern zur Minimierung der Belastungen

Der Flughafen Wien verpflichtet sich zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Er versteht darunter die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts bei gleichzeitiger Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen aufgrund seiner Geschäftstätigkeit sowie die Berücksichtigung der Bedürfnisse seiner Mitarbeiter, der Anrainer und der Gesellschaft insgesamt.

Der Flughafen als Wirtschaftsmotor und Arbeitsplatz

Am Flughafen Wien arbeiten rund 18.000 Menschen – davon 4.266 Mitarbeiter der Flughafen-Wien-Gruppe. In Summe stellen die am Flughafen Wien ansässigen Unternehmen den größten Arbeitgeber im Osten Österreichs dar. Zusätzlich stehen rund 52.500 Arbeitsplätze und ein Umsatz von € 6,3 Milliarden in direktem Zusammenhang mit dem Flughafen. Studien belegen, dass eine Steigerung um eine Million Passagiere 1.000 neue Arbeitsplätze am Standort schafft. Die am Flughafen Wien befindlichen Unternehmen generieren 2 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung Österreichs. Durch die Osterweiterung der Europäischen Union rückte Wien – und damit auch der Flughafen – noch weiter in das Zentrum Europas und nimmt am wirtschaftlichen Aufholprozess der ost- und südosteuropäischen Länder teil.

Verantwortungsvolle Umweltpolitik

Der Flughafen Wien bekennt sich ausdrücklich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt. Basierend auf einem umfassenden Monitoring umweltrelevanter Daten werden Verbesserungsmaßnahmen definiert und in die täglichen Abläufe implementiert. Im Rahmen einer Studie, deren Ergebnisse im ersten Halbjahr 2009 vorliegen werden, werden anhand von internationalen Benchmarks Ansatzpunkte für weitere Entwicklungsschritte im Umweltbereich erarbeitet. Der schonende Umgang mit allen Ressourcen steht dabei im Mittelpunkt. Die Aktivitäten der Abteilung

In Summe stellen die am Flughafen Wien ansässigen Unternehmen den größten Arbeitgeber im Osten Österreichs dar.

Umweltcontrolling im Berichtsjahr waren im Wesentlichen von Fragestellungen aus dem Dialogforum und durch die Umweltverträglichkeitsprüfung für eine dritte Piste geprägt. Zudem wurden die Ergebnisse des im Jahr 2003 abgeschlossenen Mediations-Teilvertrags überwacht. Einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt stellten auch die Vorarbeiten für die Veröffentlichung der Flugspuren im Internet dar. Die sonstigen Ausgaben für Umweltschutz lagen im Jahr 2008 bei € 889.400 (2007: € 656.500).

Fluglärm und Nachtflugbewegungen

Das zentrale Umweltthema am Flughafen Wien ist der Fluglärm. Zum Interessenausgleich aller betroffenen Parteien werden im Rahmen des Vereins Dialogforum Flughafen Wien laufend Gespräche geführt. Die Fluggeräuschimmissionen von startenden und landenden Flugzeugen werden durch FANOMOS (Flight Track and Noise Monitoring System) gemessen. Im Jahr 2008 war als Ergänzung zu den 14 fixen Messstellen eine Steigerung der mobilen Messreihen von 45 auf 49 möglich. Die Ergebnisse dieser Messungen sind unter www.vie-umwelt.at abrufbar.

Der Anteil der Flugbewegungen zwischen 22.00 und 06.00 Uhr blieb im Berichtsjahr mit 6,8 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau – bedingt durch die generelle Zunahme der Flugbewegungen erhöhte sich der Absolutwert jedoch von 48 auf 49 Flugbewegungen pro Nacht. Wie im Mediationsverfahren vereinbart, wurde im Jahr 2008 die zweite Reduktion der Nachtflüge in der Zeit von 23:30 bis 5:30 Uhr durchgeführt. Bis zur Inbetriebnahme der 3. Piste soll eine stufenweise Reduktion auf 3.000 Flugbewegungen jährlich realisiert werden. Der Zielwert für 2008 von 4.971 Bewegungen wurde um 377 Bewegungen überschritten, die folglich 2009 eingespart werden sollen. Details zur Lärm- und Nachtflugsituation werden in einem Evaluierungsbericht enthalten sein, den der Verein Dialogforum Flughafen Wien im Juni 2009 veröffentlichen wird.

Lärmschutzprogramm

Das Lärmschutzprogramm ist Teil jener Maßnahmen, die im Mediationsvertrag vereinbart wurden. Das 1996 eingeführte freiwillige Fensterförderungsprogramm der Flughafen Wien AG wurde von rund 1.600 Haushalten in Anspruch genommen und 2006 durch das "Lärmschutzprogramm Flughafen Wien" abgelöst. Insgesamt profitieren davon 10.900 Haushalte in der Region. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich € 40 Mio. betragen, wobei € 35 Mio. direkt von der Flughafen Wien AG bezahlt werden; € 5 Mio. übernimmt der von der Flughafen Wien AG dotierte Umweltfonds.

Der Umweltfonds zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung der Region war eine der zentralen Forderungen von Nachbargemeinden und Bürgerinitiativen. Die Flughafen Wien AG zahlt pro ankommenden und abfliegenden Passagier, einschließlich der Transferpassagiere, € 0,20 in den Fonds ein; für in der Nacht ankommende Passagiere wird dieser Wert auf € 0,60 verdreifacht.

Ursprünglich war das Lärmschutzprogramm ausschließlich auf die in einem 3-Pisten-System betroffenen Siedlungsgebiete ausgelegt. 2007 einigten sich Umweltfondsbeirat, Dialogforum und Nachbarschaftsbeirat, auch die Zonen im derzeitigen 2-Pisten-System zu berücksichtigen. Dabei geht es um jene Siedlungsgebiete, die in einem 3-Pisten-System einer geringeren Belastung durch Fluglärm ausgesetzt sein werden, als das im derzeitigen 2-Pisten-System der Fall ist.

Seit November 2006 wurde das Lärmschutzprogramm an insgesamt acht Terminen vor zahlreichen Interessierten präsentiert; der vorläufig letzte Termin fand am 30. Oktober 2008 statt. Ende Oktober 2008 eröffnete die Firma Internorm Fenster GmbH in Fischamend einen Schauraum, der hauptsächlich dem Lärmschutzprogramm gewidmet ist. In den Gemeinden Klein-Neusiedl, Enzersdorf/Fischa, Margarethen am Moos und Zwölfaxing wurden die ersten Baumaßnahmen abgeschlossen. Für das Jahr 2009 ist der Start der Umsetzung in Groß Enzersdorf, Himberg, Fischamend und Gramatneusiedl geplant. In Rannersdorf, Schwechat, Schwadorf und Maria Ellend werden die Wohnbauten ab 2009 begutachtet.

Abfallmanagement

Alle Möglichkeiten einer effizienten Abfallbewirtschaftung – auch über die gesetzlichen Vorschriften hinaus – werden am Flughafen Wien voll ausgeschöpft. Im Rahmen der implementierten Entsorgungslogistik wird Abfall konsequent getrennt, entsprechend entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt. Alle Oberflächenwässer werden aufgefangen und zur Kläranlage geleitet; kontaminierte Abwässer werden getrennt entsorgt.

Nehmen Sie die Anliegen Ihrer Anrainer ernst!

Luftgütemessungen

Die Luftqualität am Flughafen wird laufend beobachtet. Die vom Flughafen Wien bereitgestellten Geräte sind Teil des Luftgütemessnetzes des Landes Niederösterreich und werden von der Abteilung Umweltschutz, Referat Luftgütemessung des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung betreut. Die Messergebnisse können unter www.numbis.at abgerufen werden; die Situation am Flughafen Wien entspricht jener von Randlagen in Großstädten.

Klimaschutz am Flughafen

Emissionsquellen klimarelevanter Gase stellen auf einem Flughafen nicht nur die Flugzeugtriebwerke, sondern auch die Fahrzeuge im Bodenverkehr sowie der Zubringer- und Frachtverkehr dar. Durch ein perfektes Zusammenspiel von Flughafenbetreiber, Fluglinien und Luftraummanagement konnten Abläufe verkürzt und Treibstoff sowie Abgase reduziert werden. Pipelines zur Anlieferung von Kerosin sowie die Beheizung der Flughafengebäude mit Fernwärme sparen tausende Lkw-Fahrten, reduzieren Emissionen und entlasten die Anrainer. Der Betrieb eines Flughafens erfordert einen umfangreichen Fuhrpark. Neben Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselantrieb werden am Flughafen Wien auch Elektroautos eingesetzt. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr 37 Erdgasfahrzeuge angeschafft, die auf dem Vorfeld zum Einsatz kommen. Durch den geringeren Verbrauch amortisieren sich deren höhere Anschaffungskosten schon nach einem Jahr. In einem nächsten Schritt werden sämtliche Personenkraftwagen in der Flugzeugabfertigung – rund 100 Fahrzeuge – durch Erdgasautos ersetzt.

Mit dem Zug zum Flug

Mit dem City Airport Train (CAT), der Ende 2008 sein fünfjähriges Jubiläum feierte, konnte eine wesentliche Verbesserung des Modal Splits zugunsten des öffentlichen Verkehrs erreicht werden. Der Anteil der Passagiere, die mit dem CAT anreisen, stieg von 6,2 Prozent im Jahr 2003 auf 9,0 Prozent im Berichtsjahr. In Summe kommen mehr als ein Drittel der Passagiere mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen.

Nutzen Sie alle Möglichkeiten, um einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten!

Optimierungen im Frachtverkehr

Um Emissionseinsparungen im Frachtverkehr zu erzielen, spielt die Beladung und Gewichtsverteilung im Flugzeug eine wichtige Rolle. Mit modernen Berechnungsverfahren wird die optimale Lage in der Luft definiert und so der Treibstoffverbrauch merklich gesenkt. Zur Vermeidung zusätzlicher Flüge wird auf freie Kapazitäten im Laderaum von Passagierflugzeugen zurückgegriffen.

Dialog zur 3. Piste

Das bestehende System aus zwei sich kreuzenden Pisten ermöglicht derzeit maximal 72 Flugbewegungen in der Stunde. Aufgrund des langfristig prognostizierten Verkehrswachstums ist der Bau einer weiteren Piste notwendig, um die Position des Flughafen Wien als Wirtschafts- und Jobmotor abzusichern. Die Flughafen Wien AG hat am 1. März 2007 bei der zuständigen Behörde, dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, die Umweltverträglichkeitserklärung für das Projekt Parallelpiste 11R/29L (3. Piste) eingebracht. Der erstinstanzliche Bescheid wird aus heutiger Sicht Ende 2009 bzw. Anfang 2010 erwartet. Mit dem Vorliegen des endgültigen Bescheids wird die Entscheidung über den Baubeginn gefällt.

Die geplante Lage der 3. Piste ist das Ergebnis ausführlicher Diskussionen im Mediationsverfahren Flughafen Wien. Die beteiligten Gruppen (Anrainergemeinden, Bürgerinitiativen, Austro Control etc.) haben diese Lage einvernehmlich als beste Variante im Sinne des Lärmschutzes erkannt. Zusätzlich wurde ein umfangreiches Paket an Maßnahmen geschnürt.

Dialogforum Flughafen Wien

Unmittelbar nach Abschluss des Mediationsverfahrens im Jahr 2005 wurde der Verein Dialogforum Flughafen Wien gegründet. Er hat zum Ziel, jene Themen zu behandeln, die im Verfahren nicht abgeschlossen werden konnten bzw. die aufgrund aktueller Entwicklungen neu entstehen. Der Evaluierungsbericht 2007 belegt, dass die im Mediationsverfahren und im Dialogforum vereinbarten Maßnahmen greifen. In diese Arbeit eingebunden sind Interessenvertreter aus dem gesamten Umkreis des Flughafens. Organisatorisch geschieht das über den erweiterten Vorstand, diverse Arbeitsgruppen und Arbeitskreise sowie über die Bezirkskonferenzen der Bezirke Gänserndorf, Bruck/Leitha, Wien Umgebung Süd sowie der Stadt Wien. Insgesamt sind Vertreter von mehr als 100 Gemeinden, der Länder Wien und Niederösterreich, der Umweltanwaltschaften beider Länder sowie zahlreicher örtlicher, regionaler und überregionaler Fluglärm-Bürgerinitiativen in diesen Prozess involviert. Rund 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben auf diesem Weg die Möglichkeit, an der Gestaltung des Flugverkehrs am und um den Flughafen Wien direkt oder indirekt mitzuarbeiten.

Das Dialogforum Flughafen Wien dokumentiert seine Tätigkeit in diversen Publikationen sowie auf der Website www.dialogforum.at und gilt mittlerweile als internationales Best-Practice-Beispiel für ein umfassendes Bürgerbeteiligungsverfahren.

Die geplante Lage der 3. Piste wurde als beste Variante im Sinne des Lärmschutzes erkannt.

Visitair Center

Im September 2007 eröffnete die Flughafen Wien AG ein Informationszentrum, in dem auch das Dialogforum Flughafen Wien seine Inhalte präsentiert. Das Visitair Center vermittelt auf unterhaltsame und spannende Weise das Kompetenzzentrum Flughafen Wien als Plattform für den Transfer von Menschen, Maschinen, Information, Kommunikation und Wissen. Im Jahr 2008 wurde dieses Angebot von insgesamt 43.526 Besuchern genützt.

Info-Telefon und weitere Informationen

Das Info-Telefon "Umwelt und Luftfahrt" ist ein wichtiger Baustein der Kommunikation mit der vom Flugverkehr betroffenen Bevölkerung.

Weiterführende Information finden Sie in der Broschüre "Umwelt und Luftfahrt", die 2008 gemeinsam von den österreichischen Luftfahrtunternehmen herausgegeben wurde. Details zu den Entwicklungen am Flughafen Wien können in der Publikation "Umwelt Aktuell", die zuletzt im Juni 2008 erschienen ist, nachgelesen werden. Zum Lärmschutzprogramm wurde 2008 ebenfalls eine neue Broschüre aufgelegt. Einen Überblick über das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet finden Sie auf Seite 208.

Sorgen Sie für eine stabile finanzielle Basis!

Sichern Sie die Ertragskraft Ihrer Investitionen und minimieren Sie Ihr Risikopotenzial!

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Geschäftsverlauf eines Flughafens wird von externen Faktoren wie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der internationalen Verflechtung seines Einzugsgebiets sowie von der privaten Kaufkraft und dem damit verbundenen Reiseverhalten wesentlich bestimmt.

Konjunkturentwicklung

Ausgelöst durch die globale Finanzkrise verzeichnete das Wachstum der Weltwirtschaft 2008 laut vorläufigen Daten des WIFO einen deutlichen Abschwung von etwa 5 Prozent in den Vorjahren auf 3 Prozent. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum ging von 2,6 Prozent in 2007 auf 1,2 Prozent zurück. Besonders stark war der Konjunktureinbruch in jenen Ländern, die von der Immobilien- und Finanzkrise besonders stark betroffen waren – vor allem Großbritannien, Irland und Spanien.

In Österreich ging das reale BIP-Wachstum von 3,1 Prozent im Vorjahr auf 2,0 Prozent zurück. Eine niedrigere Inflation erhöhte das reale Einkommen und stärkte den privaten Konsum, die hohe Exportabhängigkeit Österreichs wirkte hingegen negativ auf den Konjunkturverlauf ein.

Wachstumsraten BIP, Passagieranzahl und Fracht in Prozent

74 Konzernlagebericht

Auch die neuen EU-Mitgliedsstaaten in Ost- und Südosteuropa konnten sich der allgemeinen Abwärtsentwicklung nicht entziehen, mit 4,9 Prozent nach 6,2 Prozent im Vorjahr lag ihr durchschnittliches Wirtschaftswachstum aber auch 2008 deutlich über dem westeuropäischen Vergleichswert. In den USA konnten mehrere Zinssenkungen und Steuermaßnahmen die Auswirkungen der Finanzkrise nur eindämmen, der vorläufige Anstieg des BIP beläuft sich für 2008 auf rund 1,5 Prozent.

Der Vergleich der Entwicklung von Wirtschaftswachstum, Passagierzahl und Fracht zeigt eine verzögerte Korrelation dieser Indikatoren, vor allem das Frachtaufkommen war 2008 vom negativen wirtschaftlichen Umfeld geprägt.

Die Prognosen zur Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2009 sind verhalten, die Dauer und Intensität der aktuellen Wirtschaftskrise können kaum eingeschätzt werden. Für die Eurozone wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent prognostiziert, für die USA von 1,6 Prozent. Der wirtschaftliche Aufholprozess der osteuropäischen Länder wird voraussichtlich unterbrochen, für 2009 wird mit einem deutlich schwächeren Wachstum gerechnet.

Die österreichische Tourismuswirtschaft verzeichnete 2008 deutliche Steigerungsraten, aber auch in diesem Sektor wird für 2009 mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Im Jahr 2008 konnte die Anzahl der Nächtigungen jedoch um 4,2 Prozent auf 126,6 Mio. gesteigert werden. Hervorzuheben ist die positive Entwicklung der Nächtigungszahlen ost- und zentraleuropäischer Gäste, wie jene aus Tschechien (+27,8 Prozent), Polen (+33,9 Prozent) und Russland (+40,3 Prozent). Der Wiener Städtetourismus verzeichnete 2008 ein weiteres Rekordjahr – die Nächtigungen stiegen um 6,0 Prozent auf 10,2 Millionen (2007: 9,7 Mio.).

Europäische und österreichische Luftverkehrsentwicklung

Nach dem durch 9/11 verursachten Einbruch im Jahr 2001 verzeichnete der europäische Luftverkehr einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Die globale Finanzkrise, die Mitte 2007 ihren Ausgang nahm, wirkte sich jedoch zunehmend auch auf die Realwirtschaft aus und resultierte in einem leichten Rückgang des durchschnittlichen Passagieraufkommens in Europa. Das Passagieraufkommen des Flughafen Wien lag jedoch erneut deutlich über dem europäischen Durchschnitt.

Verkehrsentwicklung des Flughafen Wien

Der Flughafen Wien profitiert langfristig aufgrund seiner geografisch günstigen Lage vom wirtschaftlichen Aufholprozess der zentral- und osteuropäischen Länder, wobei dieser voraussichtlich unterbrochen wird. Sein Einzugsgebiet zählt rund 14 Millionen potenzielle Passagiere aus dem Osten Österreichs sowie Teilen Ungarns, Tschechiens, der Slowakei und Sloweniens.

Im Berichtsjahr konnte der Flughafen Wien die Anzahl der Passagiere um 5,2 Prozent auf 19,7 Millionen steigern, während im gesamteuropäischen Durchschnitt ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnet wurde. Das Höchstabfluggewicht stieg um 6,3 Prozent, die Flugbewegungen um 4,5 Prozent. Die umgeschlagene Gesamtfracht war mit 267.985 Tonnen um 1,6 Prozent niedriger als im Vorjahr; 187.303 Tonnen (-2,3 Prozent) dieses Volumens entfallen auf die Luftfracht. Das Gesamtaufkommen im Bereich Trucking erreichte das Vorjahresniveau, der Anteil des Flughafen Wien ging jedoch aufgrund des Markteintritts eines weiteren Anbieters von 80.573 Tonnen auf 69.456 Tonnen zurück.

Seine Position als führende Ost-West-Drehscheibe konnte der Flughafen Wien auch 2008 behaupten. Die vom Flughafen Wien aus angeflogenen 48 Osteuropa-Destinationen weisen in Summe ein Passagierplus von 9,6 Prozent aus. Einen Zuwachs von 6,3 Prozent verzeichnete das Aufkommen in den Nahen und Mittleren Osten. Die Low-Cost-Carrier lieferten auch 2008 wichtige Wachstumsimpulse und steigerten die Anzahl der beförderten Passagiere um 31,3 Prozent auf 4,6 Millionen. Damit beträgt ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen 23,3 Prozent nach 18,7 Prozent im Vorjahr.

Passagierentwicklung im Detail

Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Flughafen Wien von 75 Linienfluggesellschaften angeflogen, die in Summe mit 187 Liniendestinationen 96,5 Prozent des Gesamtpassagieraufkommens generierten. Das größte Passagieraufkommen verzeichnete die Destination Frankfurt mit 441.134 Fluggästen, gefolgt von London mit 411.599 und Paris mit 399.016 Passagieren. Bei den Osteuropa-Destinationen führt Bukarest die Reihung mit 190.792 Passagieren an, vor Moskau mit 182.659 und Sofia mit 154.285 Fluggästen. Auf der Langstrecke steht 2008 Bangkok mit 108.987 Fluggästen erneut an der Spitze, gefolgt von Washington mit 83.964 und Tokio mit 81.668 Passagieren.

Bei den Low-Cost-Carrier führt NIKI mit 1.379.819 Passagieren das Ranking an, gefolgt von Air Berlin mit 1.327.916 Fluggästen und SkyEurope mit 1.191.690 Passagieren. Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Flughafen Wien von acht Low-Cost-Gesellschaften regelmäßig angeflogen.

Trotz eines Rückgangs von 20,8 Prozent auf 59.129 Passagiere war Antalya auch 2008 die stärkste Destination im Charterverkehr, gefolgt von Hurghada (+27,0 Prozent) und mit deutlichem Abstand von Monastir und Sharm El Sheikh. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Charter und Linie) sank von 69,2 Prozent im Vorjahr auf 68,2 Prozent, wofür der Rückgang im Charterverkehr hauptverantwortlich war.

Entwicklung der Airlines am Flughafen Wien

Mit einem Anteil von 49,6 Prozent am Passagieraufkommen (2007: 52,6 Prozent) ist die Austrian Airlines Gruppe nach wie vor der größte Kunde des Flughafen Wien. Im Jahr 2000 betrug ihr Anteil noch 60 Prozent. Mit 7,0 Prozent am Gesamtpassagieraufkommen nimmt NIKI den zweiten Rang ein, gefolgt von Air Berlin mit 6,7 Prozent, SkyEurope mit 6,0 Prozent und Lufthansa mit 5,2 Prozent.

Tarif- und Incentive-Politik

Die am Flughafen Wien per 1.1.2008 vorgenommenen Anpassungen der Tarife (Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarif) wurden aufgrund der seit mehreren Jahren geltenden – und zuletzt 2006 leicht veränderten – Indexformel ermittelt und leiten sich aus dem Verkehrswachstum und der Inflationsrate ab.

Auch für den Tarifantrag per 1.1.2008 hat sich die Flughafen Wien AG entschlossen, die Absenkungen aus den passagierbezogenen Tarifen zur Gänze erlösneutral auf den Landetarif umzulegen, um den Fluggesellschaften eine kostengünstigere Tarifstruktur anzubieten und ihr Auslastungsrisiko vermehrt mitzutragen. Seit 1. Juli 2008 wird der sogenannte PRM-Tarif (Persons with reduced mobility) für die Beförderung von Personen mit eingeschränkter Mobilität in Höhe von € 0,34 pro abfliegenden Passagier eingehoben.

Per 1.1.2008 erfolgten nachstehende Änderungen:

Landetarif für Passagierflüge: -0,09%
Landetarif für Frachtflüge: -0,09%
Infrastrukturtarif Airside und Parking: -0,09%
Fluggasttarif: -1,04%
Infrastrukturtarif Landside: -1,04%
Infrastrukturtarif Betankung: +1,06%
PRM
-Tarif:
€ 0,34 pro abfliegenden Passagier (ab 1.7.2008)

Die Tarife der General Aviation wurden

gemäß Indexformel wie folgt angepasst:

Landetarif General Aviation: -0,09%
Fluggasttarif General Aviation: -1,04%
Infrastrukturtarif Betankung: +1,06%

Um die Transfer-Funktion des Flughafen Wien weiter zu stärken, wurde beschlossen, den seit mehreren Jahren gewährten Transfer-Incentive ab Oktober 2007 bis Mai 2008 um € 0,55 auf € 8,76 pro abfliegenden Transferpassagier anzuheben. Ab Juni 2008 betrug die Refundierung an jene Fluglinien, die die Hub-Funktion des Flughafen Wien mittragen, wieder € 8,21 pro abfliegenden Transferpassagier. Die weiteren Incentive-Programme, der Destinations- und Frequenz-Incentive sowie der Frequenzdichte-Incentive, wurden auch 2008 fortgesetzt.

Umsatzentwicklung

Wachstum in allen drei Segmenten

Die Steigerung der Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe im Geschäftsjahr 2008 um 5,1 Prozent auf € 548,1 Mio. verlief nahezu konform zum Passagierwachstum von 5,2 Prozent. Mit 45,8 Prozent (2007: 46,5 Prozent) lieferte das Segment Airport unverändert den größten Anteil am Konzernumsatz. Mit einer Umsatzsteigerung von 9,3 Prozent konnte im Berichtsjahr das Segment Non-Aviation das stärkste Wachstum verzeichnen und damit seinen Anteil am Konzernumsatz von 25,4 Prozent auf 26,4 Prozent erhöhen. Der Anteil des Segments Handling beläuft sich auf 27,8 Prozent nach 28,2 Prozent im Vorjahr.

Konzernumsatz 2008 nach Segmenten

Aufgrund der zuvor beschriebenen positiven Verkehrsentwicklung verzeichnete das Segment Airport einen Umsatzanstieg von 3,6 Prozent auf € 250,8 Mio.

Das Segment Handling erzielte im Geschäftsjahr 2008 trotz des anhaltend starken Wettbewerbs und des witterungsbedingten Rückgangs der Flugzeugenteisungsleistungen eine Umsatzsteigerung um 3,5 Prozent auf € 152,2 Mio. Zu dieser positiven Entwicklung trug vor allem der Anstieg der Abfertigungsvorgänge im Linien- und Charterverkehr um 5,5 Prozent bei. In den Bereichen Vorfeld- bzw. Frachtabfertigung konnten die Umsätze um 4,2 Prozent bzw. 3,5 Prozent erhöht und der durchschnittliche Marktanteil von 89,0 Prozent auf 89,8 Prozent gesteigert werden. Als neue Kunden wurden Skywork, Jade Cargo und Cargolux gewonnen. Die Low-Cost-Carrier SkyEurope und NIKI waren neben Air Berlin und Germanwings die Hauptwachstumstreiber.

Die positive Umsatzentwicklung des Segments Handling wurde zudem durch die Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH, die im Bereich General Aviation tätig ist, unterstützt. Mit rund 1.150 Flugbewegungen, die im Rahmen der UEFA EURO 2008™ abgewickelt wurden, konnte ein zusätzlicher Umsatz von rund € 1,5 Mio. generiert wer-

den. Im General-Aviation-Bereich konnten die Zahl der Flugbewegungen um 1,2 Prozent auf 26.343 und die Zahl der abgefertigten Passagiere um 11,5 Prozent erhöht werden. Im Bereich der Betankung von Luftfahrzeugen der allgemeinen Luftfahrt gelang eine Umsatzsteigerung um 6,0 Prozent. Im Teilbereich Private Aircraft Handling (Brokerage) sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent zurückgegangen, wofür primär die Finanzkrise verantwortlich war.

Das Segment Non-Aviation konnte mit einem Plus von 9,3 Prozent auf € 144,5 Mio. das stärkste Umsatzwachstum verzeichnen. Für diesen Anstieg sind wie im Vorjahr vor allem die Bereiche Parkierung, Retail, Werbeflächen sowie Vermietung verantwortlich. Die Umsatzerlöse aus der Parkierung wurden aufgrund von Preisanpassungen und höheren Kapazitäten um 18,4 Prozent auf € 32,2 Mio. gesteigert. Im Berichtsjahr wurde das Parkhaus 4 um 2.268 Stellplätze erweitert, der Kurzparkplatz K2 mit 118 Stellplätzen wurde geschlossen, und der K3 im Osten des Ankunftsgeländes mit 227 Stellplätzen wurde in Betrieb genommen. Am Parkplatz B konnten durch geringfügige Umbauten und eine optimierte Bodenmarkierung 95 Stellplätze für Car-Rental-Firmen geschaffen werden. Die Umsätze der im August des Vorjahres erworbenen Tochtergesellschaft Mazur Parkplatz GmbH, die über 5.000 Stellplätze verfügt, wurden erstmalig für das Gesamtjahr erfasst. Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Shopping- und Gastronomieflächen wurden um 9,5 Prozent auf € 26,3 Mio. gesteigert. Die originären Shopping- und Gastronomieumsätze verzeichneten ein Plus von 7,8 Prozent. Der Umsatz aus der Vermietung von Werbeflächen stieg infolge der UEFA EURO 2008™ und zusätzlicher Standorte um 67,7 Prozent auf € 6,1 Mio. Die Umsätze aus der sonstigen Vermietung konnten dank des Erwerbs des World Trade Center (nunmehr Office Park 3) und der Einnahmen aus dem Office Park 2 um 15,0 Prozent auf € 36,1 Mio. erhöht werden. Die Erlöse aus Sicherheitsleistungen verliefen mit € 34,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Entwicklung Konzernumsatz in € Mio.

Saisonalität des Flughafen-Geschäfts

Aufgrund der Urlaubssaison in Europa generiert der Flughafen Wien in der Regel im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Auch im Geschäftsjahr 2008 war das dritte Quartal mit einem Anteil am Jahresumsatz von 26,5 Prozent das stärkste Quartal, gefolgt vom zweiten Quartal mit 26,3 Prozent, da in diesen Perioden neue Fluglinien den

Verkehr aufgenommen haben sowie Frequenzerhöhungen und neue Destinationen – vorwiegend von Low-Cost-Carrier – durchgeführt bzw. angeflogen wurden.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung der Flughafen-Wien-Gruppe für das Geschäftsjahr 2008 lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Umsatzsteigerung in Höhe von 5,1 Prozent auf € 548,1 Mio.
  • Betriebsleistung plus 4,8 Prozent auf € 561,3 Mio.
  • Betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibungen plus 4,2 Prozent auf € 359,4 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) plus 5,7 Prozent auf € 201,9 Mio.
  • Abschreibungen minus 2,8 Prozent auf € 68,7 Mio.
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) plus 10,7 Prozent auf € 133,3 Mio.
  • Finanzergebnis minus € 7,9 Mio. auf minus € 14,3 Mio.
  • Ergebnis vor Steuern (EBT) plus 4,4 Prozent auf € 119,0 Mio.
  • Periodenergebnis vor Minderheiten plus 4,2 Prozent auf € 91,1 Mio.
  • Anteil der Flughafen Wien AG am Periodenergebnis plus € 3,5 Mio. auf € 91,1 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Geschäftsjahr 2008 um 7,5 Prozent auf € 13,2 Mio. zurück, weil im Vorjahr eine Rücklage für Währungsumrechnungen in Höhe von € 2,6 Mio. aufgrund der Kapitalrückführung einer slowakischen Tochtergesellschaft aufgelöst werden konnte. Die Erträge aus Anlagenverkäufen waren um € 0,5 Mio. geringer als im Vorjahr. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens haben sich die aktivierungspflichtigen Leistungen, die auch von der Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH für die Flughafen Wien AG erbracht wurden, um € 1,1 Mio. erhöht. In Summe wurde die Betriebsleistung um 4,8 Prozent auf € 561,3 Mio. gesteigert. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen waren mit € 40,0 Mio. um 8,1 Prozent höher als im Vorjahr. Die in dieser Position inkludierten Aufwendungen für Material und Energie stiegen um 14,4 Prozent auf € 35,6 Mio., wofür die Verteuerung bzw. ein höherer Verbrauch von Enteisungsmitteln, Treibstoffen und sonstigem Material verantwortlich waren. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen konnten aufgrund geringerer Vorleistungen für die Verkehrsabfertigung um € 1,5 Mio. auf € 4,4 Mio. gesenkt werden.

Entwicklung Betriebsaufwendungen (ohne Abschreibungen) in € Mio.

Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung wurde die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr um 4,4 Prozent auf 4.266 erhöht. Im Segment Airport waren durchschnittlich um 5,5 Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr beschäftigt, im Segment Handling um 5,8 Prozent und im Segment Non-Aviation um 2,6 Prozent. Der Personalaufwand war mit € 220,2 Mio. um lediglich 3,2 Prozent höher, weil im Vorjahr eine Rückstellung in Höhe von € 6,0 Mio. gebildet wurde. Diese Rückstellung wurde aufgrund von Zwischenergebnissen der Verhandlungen zu Kollektivvertragsumstellungen von Arbeitern und Angestellten gebildet. Diese Rückstellung wurde in der Berichtsperiode für die aus den Verhandlungen resultierenden Einmalzahlungen verwendet. Bereinigt um den Effekt der vorjährigen Dotierung und der Verwendung bzw. Auflösung in 2008 verzeichnete der Personalaufwand einen Anstieg um 9,1 Prozent, der auf die vermehrte Mitarbeiteranzahl sowie auf kollektivvertragliche Erhöhungen der Löhne und Gehälter zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) stiegen um 5,1 Prozent bzw. € 4,8 Mio. auf € 99,2 Mio. Die Erhöhung der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten um € 1,0 Mio. auf € 7,2 Mio. resultiert unter anderem aus Beratungsleistungen für Akquisitionsprojekte und Planungen. Die Position Marketing und Marktkommunikation in Höhe von € 27,7 Mio. (Vorjahr € 26,1 Mio.) beinhaltet überwiegend Werbebeiträge an Kunden. Die Versicherungsaufwendungen konnten im Berichtsjahr um € 0,2 Mio. auf € 3,8 Mio. gesenkt werden. Aufgrund von Indexanpassungen ist der Mietaufwand um € 0,9 Mio. auf € 9,8 Mio. gestiegen. Weiters wurden im Geschäftsjahr 2008 Dotierungen zur Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von € 3,4 Mio. (Vorjahr € 2,3 Mio.) vorgenommen.

Entwicklung EBITDA nach Segmenten in € Mio.

nicht zuordenbar: 2008: € -26,8 Mio., 2007: € -20,4 Mio., 2006: € -19,6 Mio.

Anteil der Segmente am EBITDA in %

2008 2007 2006
Airport 66,6% 69,3% 66,7%
Handling 11,0% 10,2% 11,5%
Non-Aviation 35,7% 31,3% 33,4%
nicht zuordenbar -13,4% -10,8% -11,6%

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen-Wien-Gruppe konnte im Berichtsjahr 2008 um 5,7 Prozent auf € 201,9 Mio. gesteigert werden. Den größten Beitrag zum Konzern-EBITDA hat das Segment Airport mit € 134,4 Mio. oder einem Anteil von 66,6 Prozent geliefert, gefolgt vom Segment Non-Aviation mit € 72,0 Mio. bzw. 35,7 Prozent. Das nicht zuordenbare negative EBITDA ist vor allem auf den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der Verwaltung zurückzuführen.

Trotz höherer Investitionen sind die Abschreibungen um € 2,0 Mio. auf € 68,7 Mio. gesunken, da im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 2,1 Mio. vorgenommen wurde.

Entwicklung Abschreibung und Investitionen in € Mio.

Ein gesteigertes EBITDA sowie geringere Abschreibungen ermöglichten 2008 eine Verbesserung des EBIT um 10,7 Prozent bzw. € 12,9 Mio. auf € 133,3 Mio. Der größte Anteil am EBIT entfällt mit € 97,3 Mio. auf das Segment Airport, gefolgt vom Segment Non-Aviation, das mit einer Steigerung von 38,5 Prozent auf € 48,8 Mio. den größten Zuwachs erzielen konnte. Im Segment Handling wurde das EBIT um 22,9 Prozent auf € 14,5 Mio. verbessert. Ein Vergleich der Anteile am Konzern-EBIT zeigt eine Verschiebung der Anteile vom Segment Airport zugunsten der Segmente Handling und Non-Aviation.

2008 Veränderung in % 2007 2006
Airport 97,3 3,4 94,1 75,7
Handling 14,5 22,9 11,8 12,8
Non-Aviation 48,8 38,5 35,2 35,2
nicht zuordenbar -27,3 31,3 -20,8 -20,0

Entwicklung EBIT nach Segmenten in € Mio.

Anteile der Segmente am Konzern-EBIT in %

2008 2007 2006
Airport 73,0% 78,2% 73,0%
Handling 10,9% 9,8% 12,3%
Non-Aviation 36,6% 29,3% 34,0%
nicht zuordenbar -20,5% -17,3% -19,3%

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 7,9 Mio. auf minus € 14,3 Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen: Die Zinserträge aus Wertpapieren sowie die sonstigen Zinserträge konnten in Summe um € 0,5 Mio. auf € 8,1 Mio. gesteigert werden. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der erfolgten Aktivierung von Bauzeitzinsen für Investitionsprojekte um € 0,8 Mio. auf € 13,8 Mio. gesunken. Es wurden direkt den Investitionen zuordenbare Zinszahlungen in Höhe von € 10,6 Mio. (Vorjahr € 6,1 Mio.) gemäß IFRS aktiviert, die den Zinsaufwand vermindern. Ohne Aktivierung der Bauzeitzinsen weist der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von € 20,8 Mio. auf € 24,4 Mio. auf. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf höhere Volumina, da der Großteil der langfristigen Finanzierungen zu fixen Konditionen abgeschlossen wurde.

Das sonstige Finanzergebnis (exklusive Beteiligungsergebnis at Equity) wird aufgrund von Abschreibungen von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 5,7 Mio. (Vorjahr € 3,9 Mio.) sowie Verlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 7,0 Mio. in Summe mit € 12,7 Mio. belastet. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgten und in den Zinserträgen ausgewiesenen Ausschüttungen dieser Wertpapiere in Höhe von € 4,6 Mio. reduziert sich der negative Effekt auf minus € 8,0 Mio. Die Abschreibung der Wertpapiere sowie das negative Ergebnis aus der Veräußerung von Wertpapieren resultieren aus der aktuellen Situation auf den Kapitalmärkten.

Das Ergebnis aus den at equity bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures beträgt € 3,9 Mio. (2007: € 4,0 Mio.). Die Beteiligung am Flughafen Malta lieferte einen Ergebnisbeitrag von € 2,4 Mio. und jene am Flughafen Košice von € 1,6 Mio. Aus der Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen resultiert ein Minus von € 0,3 Mio. Weiters entfallen € 0,1 Mio. auf die Beteiligung an der City Air Terminalbetriebsgesellschaft m.b.H sowie € 0,1 Mio. auf die Beteiligung an der Schedule Coordination Austria GmbH. In Summe konnte das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) um 4,4 Prozent auf € 119,0 Mio. verbessert werden. Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften sind nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich unterworfen. Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2008 beträgt 23,4 Prozent nach 23,3 Prozent im Vorjahr. Das Periodenergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um € 3,7 Mio. auf € 91,1 Mio. gesteigert werden und ist zur Gänze den Gesellschaftern der Muttergesellschaft Flughafen Wien AG zuzuordnen. Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von € 4,34 nach € 4,18 im Vorjahr.

Angaben zur Unternehmenssteuerung

Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen-Wien-Gruppe erfolgt mit Hilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kerngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld von Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die Flughafen-Wien-Gruppe bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "Profitables Wachstum" bewegt.

Die Ertragskennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe werden in starkem Umfang von der Entwicklung der Abschreibungsaufwendungen beeinflusst, die aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den Folgejahren ansteigen werden. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Margin, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2008 wird eine EBITDA-Margin von 36,8 Prozent nach 36,6 Prozent im Vorjahr ausgewiesen. Die Verteidigung dieser hohen Profitabilität ist das erklärte Ziel der Unternehmensführung.

Oberste Priorität nimmt auch die Absicherung einer soliden Finanzstruktur ein, um die Schuldentilgungsfähigkeit zu gewährleisten und die Unternehmenssubstanz nicht zu gefährden. Gemessen wird diese finanzielle Sicherheit an der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Netto-Finanzschulden zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Als Teil dieser Steuerungsgröße werden auch die Netto-Finanzverbindlichkeiten und die Eigenkapitalquote als wichtige Kenngrößen gegenüber Investoren, Analysten und Fremdkapitalgebern erörtert.

Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBIT-Margin vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax, ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Der Flughafen Wien will die vom Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremdund Eigenkapitalgeber übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz, der sich als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten errechnet (Weighted Average Cost of Capital, WACC).

2008 20071) 20061)
EBITDA
-Margin1)
36,8 36,6 36,6
EBIT-Margin1) 24,3 23,1 22,4
RO
E
12,1 12,0 11,3
ROC
E
8,4 9,1 9,2
ROS 36,8 36,6 36,6

Rentabilitätskennzahlen in %

1) angepasst (in den Vorjahren EBITDA bzw. EBIT/Betriebsleistung)

Wertschöpfungsrechnung in € Mio.
Herkunft 2008 Veränderung in % 2007 2006
Betriebsleistung 561,3 4,8 535,7 477,3
minus Vorleistung -207,9 7,5 -193,5 -165,7
Wertschöpfung 353,4 3,2 342,3 311,5
Verwendung
Mitarbeiter 215,4 3,2 208,6 193,7
Aktionäre 54,6 4,0 52,5 46,2
Unternehmen 36,5 3,9 35,2 30,6
Fremdkapitalgeber (Zinsen) 13,8 -5,7 14,6 11,5
Öffentliche Hand (Steuern) 33,1 4,7 31,6 28,8
Minderheitenanteile 0,0 -94,8 -0,2 0,8

Wertschöpfung 353,4 3,2 342,3 311,5

Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzfassung in € Mio.

Konzernergebnis 2008 Veränderung in % 2007 2006
Umsatzerlöse 548,1 5,1 521,4 463,9
Sonstige betriebliche Erträge 13,2 -7,5 14,3 13,4
Betriebsleistung 561,3 4,8 535,7 477,3
Betriebsaufwand ohne Abschreibungen 359,4 4,2 344,7 307,6
EBITDA 201,9 5,7 191,0 169,6
Abschreibungen 68,7 -2,8 70,6 66,0
EBIT 133,3 10,7 120,3 103,7
Finanzergebnis -14,3 124,2 -6,4 -1,8
EBT 119,0 4,4 114,0 101,9
Steuern 27,8 5,0 26,5 24,3
Periodenergebnis 91,1 4,2 87,5 77,6
davon Ergebnis Minderheiten 0,0 -94,8 -0,2 0,8
davon Ergebnis Muttergesellschaft 91,1 4,0 87,7 76,8
Gewinn je Aktie in € 4,34 3,8 4,18 3,66

Segmentergebnisse 2008, Kurzfassung in € Mio.

Gewinn- und
Verlustrechnung Airport Handling Non-Aviation nicht zuordenbar Konzern
Betriebsleistung 283,3 178,0 222,6 8,0 692,0
Betriebsaufwand 186,1 163,5 173,9 35,3 558,8
Ergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern 97,3 14,5 48,8 -27,3 133,3

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Anstieg der Bilanzsumme um 11,2 Prozent auf € 1.735,3 Mio.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen per 31.12.2008 ist mit € 1.564,3 Mio. um 17,3 Prozent höher als zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände ist um 36,5 Prozent auf € 12,7 Mio. gestiegen. Unverändert zum Vorjahr werden in dieser Position Firmenwerte in Höhe von € 4,4 Mio. erfasst. Die wesentlichen Zugänge des Berichtsjahres betreffen Stromnetznutzungsrechte sowie Softwarelizenzen. Diesen Zugängen stehen Abschreibungen in Höhe von € 1,8 Mio. gegenüber. Die Sachanlagen stellen zum Bilanzstichtag 2008 mit einem Buchwert von € 1.321,0 Mio. die größte Position des langfristigen Vermögens dar. Den Zugängen in Höhe von € 292,9 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 62,2 Mio. gegenüber. Der überwiegende Teil der Zugänge entfällt mit € 249,3 Mio. auf die Position geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau und betrifft die Terminalerweiterung. Weiters waren Zugänge in der Position Grundstücke und Gebäude in Höhe von € 18,5 Mio. zu verzeichnen, denen Abschreibungen in Höhe von € 20,6 Mio. gegenüberstehen. Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode konsolidiert werden, erhöhte sich überwiegend durch die Zuschreibungen in Höhe der anteiligen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von € 5,1 Mio.

Das kurzfristige Vermögen wurde 2008 um 24,7 Prozent auf € 171,0 Mio. reduziert, hauptverantwortlich für diese Entwicklung war der Rückgang der sonstigen Finanzanlagen um € 47,7 Mio. auf € 94,4 Mio. Im Geschäftsjahr 2008 waren aufgrund der Finanzmarktkrise Aufwendungen aus Werthaltigkeitsüberprüfungen in Höhe von € 5,7 Mio. notwendig. Verkäufen bzw. Tilgungen von Wertpapieren mit einem Buchwert in Höhe von € 103,9 Mio. stehen Zugänge in Höhe von € 62,2 Mio. gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf € 48,9 Mio., um 13,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erhöhung der sonstigen Forderungen ist auf den Anstieg der Forderungen gegenüber dem Finanzamt um € 8,4 Mio. auf € 9,9 Mio. zurückzuführen und betrifft unstrittige Vorsteuern aus Investitionen sowie Forderungen aus Ertragsteuern. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ging im Berichtsjahr um 77,3 Prozent auf € 6,6 Mio. zurück. Liquide Mittel in Höhe von € 62,2 Mio. wurden im Berichtsjahr in Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens veranlagt. Der Großteil der Wertpapiere ist zur Verbesserung der Konditionen der Refinanzierung bei inländischen Kreditinstituten verpfändet.

Vor allem aufgrund der Erhöhung des Sachanlagevermögens hat sich der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen im Vergleich zum Vorjahr von 85,5 Prozent auf 90,1 Prozent gesteigert. Die Bilanzsumme weist einen Anstieg von 11,2 Prozent auf € 1.735,3 Mio. auf.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 5,6 Prozent auf € 776,4 Mio. Dem Periodenergebnis in Höhe von € 91,1 Mio. steht die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von € 52,5 Mio. sowie ein Abgang aufgrund der Neubewertung von Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern in Höhe von € 5,2 Mio. gegenüber. Versicherungsmathematische Gewinne der Abfertigungsrückstellungen erhöhten das Eigenkapital um € 2,2 Mio. Die direkt im Eigenkapital erfassten Veränderungen der langfristigen Rückstellungen für die Mitarbeiterstiftung wirkten sich mit € 0,3 Mio. positiv auf das Eigenkapital aus. Die Währungsrücklage stieg aufgrund von Wechselkursdifferenzen um € 6,4 Mio. Aufgrund der Einführung des Euros in der Slowakei per 1.1.2009 und der Bindung der Maltesischen Lira an den Euro werden in Zukunft keine Wechselkursdifferenzen anfallen. Ausgelöst durch den investitionsbedingten Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ging die Eigenkapitalquote per Ende 2008 von 47,1 Prozent des Vorjahres auf 44,7 Prozent zurück.

Die Zunahme der langfristigen Schulden um € 18,9 Mio. auf € 626,7 Mio. stammt vorwiegend aus der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von € 22,4 Mio. zur Finanzierung des Erwerbs von zusätzlichen Anteilen an den slowakischen Tochtergesellschaften. Der langfristige Teil dieses Darlehens beträgt € 20,0 Mio. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds, der als Resultat des Mediationsverfahrens eingerichtet wurde, verringerten sich im Berichtszeitraum um € 2,1 Mio. auf € 8,4 Mio. Der langfristige Teil der Rückstellung für zukünftige Aufwendungen betreffend Mitarbeiterstiftung ging 2008 um € 1,2 Mio. auf € 1,4 Mio. zurück. Die Rückstellung für Abfertigungsansprüche wurde um 1,6 Prozent auf € 49,9 Mio. reduziert, jene für Pensionsverpflichtungen um € 1,8 Mio. auf € 17,1 Mio.

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 52,3 Prozent auf € 332,2 Mio. ist vorwiegend auf die Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 120,0 Mio. zurückzuführen, die der Finanzierung der Spitze des Investitionsprogramms dienen. Die Personalrückstellungen sind in Summe um € 5,6 Mio. geringer, die Rückstellungen für noch nicht fakturierte Investitionsleistungen um € 12,7 Mio. höher. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit € 61,6 Mio. um € 3,6 Mio. niedriger als zum Jahresende 2007. Der Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf € 42,3 Mio. resultiert aus dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern mit Put-Optionen.

Bilanzstruktur in € Mio.
Aktiva 2008 2007 2006
Langfristiges Vermögen 1.564,3 1.333,8 1.179,2
Kurzfristiges Vermögen 171,0 227,0 269,5
davon liquide Mittel 6,6 29,3 91,9
Bilanzsumme 1.735,3 1.560,9 1.448,7
Passiva
Eigenkapital 776,4 734,9 721,3
Langfristige Schulden 626,7 607,8 469,5
Kurzfristige Schulden 332,2 218,1 257,9

Bilanzsumme 1.735,3 1.560,9 1.448,7

Finanzkennzahlen in %

2008 2007 20061)
Nettoverschuldung in € Mio. 507,3 297,0 181,4
Anlagenintensität 90,1 85,4 81,0
Anlagendeckungsgrad 2 89,7 100,8 101,5
Eigenkapitalquote 44,7 47,1 49,8
Gearing 65,3 40,4 25,2
Working Capital in € Mio. -142,1 -162,3 -166,8

1) angepasst

Geldflussrechnung

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zur Vorperiode um € 16,0 Mio. auf € 148,4 Mio. gesunken. Der Erhöhung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um € 5,0 Mio. auf € 119,0 Mio. und der Abschreibungen auf € 74,2 Mio. (Vorjahr € 71,9 Mio.) stehen eine Senkung der Verbindlichkeiten um € 22,4 Mio. sowie ein Aufbau der Forderungen um € 11,5 Mio., wovon € 8,4 Mio. die Verrechnung gegenüber dem Finanzamt betreffen, gegenüber. Positiv wirkte sich der Anstieg der Rückstellungen um € 7,5 Mio. aus. Verluste aus dem Abgang von sonstigen Finanzanlagen in Höhe von € 6,9 Mio. wurden bei der Ermittlung des Netto-Geldflusses aus laufender Geschäftstätigkeit hinzugerechnet.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt für 2008 minus € 234,7 Mio. nach minus € 277,1 Mio. im Vorjahr. In der Berichtsperiode wurden Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von € 268,8 Mio. sowie für Finanzanlagen in Höhe von € 0,9 Mio. getätigt. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigen Wertpapieren belaufen sich auf € 97,0 Mio., die Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Wertpapieren auf € 62,2 Mio.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden eine Dividende von € 52,5 Mio. an die Gesellschafter ausbezahlt und € 24,0 Mio. an Minderheitsgesellschafter für den Erwerb von Anteilen geleistet. Zudem wurden kurz- und langfristige Darlehen in Höhe von € 140 Mio. aufgenommen. Daraus resultiert ein Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit von € 63,5 Mio. Inklusive der positiven Wirkung der Währungsumrechnung erfolgte ein Rückgang der liquiden Mittel gegenüber dem 31.12.2007 um € 22,7 Mio. auf € 6,6 Mio.

2008 Veränderung in % 2007 20061)
Flüssige Mittel per 1.1. 29,3 -68,1 91,9 23,2
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 148,4 -9,7 164,4 142,2
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit -234,7 -15,3 -277,1 -266,4
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 63,5 26,7 50,1 192,9
Währungsumrechnung 0,1 0,0 0,0
Endbestand der flüssigen Mittel 6,6 -77,3 29,3 91,9

Geldflussrechnung, Kurzfassung in € Mio.

1) angepasst

Investitionen

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachund Finanzanlagen um 48,4 Prozent auf € 299,0 Mio. erhöht. Auf das Sachanlagevermögen entfallen Investitionen in Höhe von € 292,9 Mio., auf immaterielle Vermögenswerte € 5,2 Mio. und auf das Finanzanlagevermögen € 0,9 Mio. Den Investitionsschwerpunkt bildete die Terminalerweiterung VIE-Skylink. Bei Vollbetrieb wird die "Design-Capacity" des Flughafen Wien bei 24 Millionen Passagieren liegen, wobei die reale Gesamtkapazität deutlich größer sein wird. Trotz des derzeitigen Rückgangs des Verkehrsaufkommens

gehen internationale Prognosen von einem mittelfristigen jährlichen Verkehrswachstum von 5,4 Prozent bis 2020 aus.

Bei der Durchführung dieser Terminalerweiterung traten aufgrund von vermehrten Behördenauflagen, einer Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, einer notwendig gewordenen Neuausrichtung der Projektorganisation und aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung, sowie der damit im Zusammenhang aufgetretenen Probleme sowie aufgrund der Steigerung von Preisen, Erhöhungen der ursprünglich veranschlagten Projektkosten und Verschiebungen des ursprünglich vorgesehenen Projektzeitplans ein. Nach Einschätzungen der Projektverantwortlichen können die bisher berichteten Gesamtkosten des Projekts sowie der bisher berichtete Termin der Fertigstellung und Inbetriebnahme nicht eingehalten werden. Auf Basis der vorliegenden Informationen gehen wir davon aus, dass das Projekt Skylink auch bei der nunmehr erwarteten Kostensteigerung kostendeckend geführt werden kann. Trotzdem wird das Projekt einer gesamtheitlichen Evaluierung unterzogen mit dem Ziel, eine den aktuellen Gegebenheiten angepasste, verfeinerte Aussage zu den Gesamtkosten des Projekts sowie des Fertigstellungs- und Inbetriebnahmetermins zu erhalten und Verbesserungsmaßnahmen im Projekt zu implementieren.

Die Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der 52 Geschäftslokale – 33 Shops und 19 Gastronomiebetriebe – im neuen Terminalbereich wurden in der Berichtsperiode abgeschlossen. Die erwartete Mindestmiete im Skylink für ein volles Betriebsjahr wird rund € 23,0 Mio. betragen und liegt damit 45 Prozent über den zu Beginn des Tenderverfahrens erwarteten Miteinkünften. Dies wurde vor allem durch die Umgestaltung und Optimierung der Retailflächen erreicht. Unter Berücksichtigung der Umsatzerlöse aus den bereits bestehenden Flächen erwarten wir insgesamt eine Summe von deutlich über € 40,0 Mio. p.a.

Weitere Investitionen betreffen die Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.268 Parkplätze, die neue Gepäcksortieranlage, die Vorfelderweiterung Nordost sowie die Investitionen in Sicherheitssysteme und die Feuerwache.

Verteilung der Investitionen in materielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach Segmenten in € Mio.

Die größten Zugänge 2008 in € Mio.

(inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen)

Immaterielle Vermögensgegenstände

Stromnetznutzungsrechte 4,8
Sachanlagen
Terminalerweiterung VIE-Skylink 163,4
Neuerrichtung Feuerwache und
Checkpoint 21,2
Gepäcksortieranlage 12,7
Parkhaus 4 Erweiterung 13,4
Vorplatz VIE-Skylink 8,4
Airport Logistic Center 7,7
Aktivierungen im Zusammenhang
mit 3. Piste 14,4
Erweiterung Vorfeld Nordost 5,6
Busgates Halle 3,8
Sicherheitssysteme 1,4

Die größten Zugänge 2007 in € Mio.

(inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen)

Sachanlagen

Terminalerweiterung VIE-Skylink 82,2
Office-Park 2 – AUA
Head Office
18,3
Erweiterung Vorfeld Nordost 15,7
Parkhaus 4 Erweiterung 12,5
Gepäcksortieranlage 12,0
Ausbau Bahnhof 7,2
Sicherheitssysteme 4,4
Enteisungsmittelbefüllungsanlage 2,5
Großraumvorfeldbusse 2,2

Finanzanlagen

Beteiligung am
Flughafen Friedrichshafen 7,7

Investitionen und Finanzierung in € Mio.

Investitionen 2008 Veränderung in % 2007 20061)
Immaterielles Anlagevermögen 5,2 466,5 0,9 2,0
Sachanlagevermögen 292,9 51,8 192,9 205,2
Finanzanlagevermögen 0,9 -87,9 7,7 45,2
Investitionen gesamt 299,0 48,4 201,5 252,4
Finanzierung
Netto-Geldfluss aus
laufender Geschäftstätigkeit 148,4 -9,7 164,4 142,2
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen 70,3 -0,7 70,8 66,9

1) angepasst

Finanzinstrumente

Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzern-Anhang erörtert.

Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr 2008 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Im Geschäftsjahr 2008 wurde das bestehende Risikomanagementsystem der Flughafen-Wien-Gruppe weiterentwickelt. Neben einer verbesserten Organisation und Kommunikation wurde die Struktur und Systematisierung der Prozesse optimiert. Risiken werden gemäß der Risikorichtlinie der Gesellschaft identifiziert, bewertet, überwacht und gesteuert. Zudem wurde eine umfassende Risikoinventarliste erstellt.

Das Risikomanagement der Flughafen-Wien-Gruppe ist in alle operativen und strategischen Geschäftsprozesse eingebunden. Verantwortlich hierfür zeichnen die Leiter der Geschäftsbereiche bzw. die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Beteiligungsmanagement, das Beteiligungs-Controlling und das Risikomanagement im Generalsekretariat der Flughafen Wien AG stehen beratend und überwachend zur Seite. Zur Minimierung von Schaden- und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen. Neben den bestehenden Kontrollsystemen und -instrumenten ist bei der Flughafen Wien AG eine Revisionsabteilung eingerichtet, die Geschäftsgebarungen und Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz überprüft. Damit etabliert der Vorstand die notwendigen Instrumente und Strukturen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr beziehungsweise Minimierung der Risiken setzen zu können. In laufenden Projekten sollen die bestehenden Systeme weiterentwickelt und evaluiert werden.

Verteidigung der starken Position als Ost-West-Hub

Die Positionierung als Ost-West-Hub ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Flughafen-Wien-Gruppe. Diese Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien wird in erster Linie vom Haupt-Airlinekunden, der Austrian Airlines Gruppe, genutzt. Diese konnte im Geschäftsjahr 2008 durch ihre engagierte "Focus East Expansion" nach Zentral- und Osteuropa Passagierzuwächse in Höhe von 6,2 Prozent verzeichnen. Der Flughafen Wien geht davon aus, dass die Austrian Airlines Gruppe auch unter einem neuen Eigentümer Lufthansa diese Strategie fortsetzen wird. Auch in Zukunft werden wir den Flughafen Wien noch stärker als führenden Ost-West-Hub im aufstrebenden mitteleuropäischen Wirtschaftsraum positionieren.

Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts Flughafen Wien

Chancen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder außerhalb des Standorts werden laufend evaluiert. Derartige Vorhaben werden nur realisiert, wenn sie den Unternehmenswert steigern und eine attraktive Dividendenpolitik unterstützen. Mit dem Erwerb zusätzlicher Anteile von Minderheitsgesellschaftern konnte 2008 die Beteiligung am Flughafen Košice aufgestockt werden. Weiters wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Projektgesellschaft gegründet, die sich für die Lizenz zum Betrieb des Flughafen Pulkovo (St. Petersburg) in Russland bewirbt. Die Flughafen-Wien-Gruppe ist mit 25 Prozent an dieser Projektgesellschaft beteiligt. Auch im Segment Non-Aviation werden Möglichkeiten zur Expansion im Bereich der Vermietung und Parkierung laufend evaluiert.

Investitionstätigkeit in Abhängigkeit zur Verkehrsentwicklung

Die Ausbaumaßnahmen des Flughafen Wien werden in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und dem erwarteten Verkehrsaufkommen realisiert. Auch bei der Planung der Terminalerweiterung VIE-Skylink wurden diese Kriterien berücksichtigt – wir gehen langfristig von einem weiteren Wachstum des Luftverkehrs aus. Dieses Wachstumspotenzial reduziert das wirtschaftliche Risiko dieses umfangreichen Investments, das eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazität gewährleistet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Investitionsprogramm der Flughafen-Wien-Gruppe wird mit langfristigen Fremdmitteln finanziert, die überwiegend fix verzinst werden. Zur Absicherung der Liquidität wurden zusätzliche Kreditlinien in Höhe von € 265 Mio. vertraglich vereinbart. Die hervorragende Bonität der Flughafen-Wien-Gruppe, die hohe Ertragskraft und eine solide Eigenkapitalquote von 44,7 Prozent gewährleisten die Finanzierung zukünftiger Ausbauvorhaben sowie allfälliger Airport-Akquisitionen. Detaillierte Angaben über die verwendeten Finanzinstrumente, Strategien und finanzwirtschaftlichen Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken finden sich unter den Anmerkungen (33) bis (35) im Konzern-Anhang.

Absatzmarktrisiken

Der Geschäftsverlauf des Flughafen Wien ist wesentlich von der weltweiten Entwicklung des Luftverkehrs und damit letztlich auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Die Gefahr, dass Terror, Krieg oder sonstige externe Schocks (z.B. SARS-Krankheit) einen Rückgang des Verkehrsaufkommens auslösen, kann von einem einzelnen Unternehmen nicht gebannt werden. Neben Notfallplänen leistet der Flughafen Wien mit hohen Qualitätsansprüchen im Bereich der Sicherheit und aktiver Öffentlichkeitsarbeit wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Das erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Operativ würde auf einen Rückgang des Verkehrsaufkommens je nach Intensität und Dauer sowohl mit einer flexiblen Kosten- und Preisgestaltung als auch mit einer entsprechenden Anpassung des Investitionsprogramms reagiert werden.

Trotz eines kontinuierlich rückläufigen Anteils an der Gesamtpassagieranzahl während der letzten Jahre ist die Austrian Airlines Gruppe nach wie vor der größte Kunde des Flughafen Wien. Ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier sowie die Netzwerkstrategie der Star Alliance, in der die Austrian Airlines Gruppe ein Partner ist, nimmt maßgeblich Einfluss auf den Geschäftserfolg der Flughafen-Wien-Gruppe. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen ständig beobachtet und analysiert. Die Auswirkungen einer Übernahme der Austrian Airlines Gruppe durch die Lufthansa sind insbesondere aufgrund der Konjunkturkrise derzeit schwer abschätzbar. Allerdings hat Lufthansa in Aussicht gestellt, im Rahmen eines Multi-Hub-Systems die Austrian Airlines weiterhin als Osteuropa-Carrier zu positionieren. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist bereits eine Streckenbereinigung sowie eine Reduktion des Flugplans der Austrian Airlines Gruppe zu verzeichnen.

Ein längerfristiger Rückgang des Verkehrsaufkommens sowie hohe Kerosinpreise könnten insbesondere bei den Low-Cost-Carrier Flugstreichungen und Streckenstilllegungen auslösen und ihre Liquidität negativ beeinflussen. Mit Marketingmaßnahmen sowie flexiblen Kosten- und Preisgestaltungsprogrammen, die allen Fluglinien gleichermaßen zukommen, wird diesem Absatzmarktrisiko entgegengewirkt. Durch Tarifabsenkungen und die Veränderungen des Tarifmodells leistet der Flughafen Wien einen Beitrag zur Reduktion des Auslastungsrisikos der Fluglinien. Attraktive Incentive-Programme fördern zudem die wichtigen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Verbindungen.

Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern (z.B. im Bereich Handling oder Sicherheitsdienstleistungen) wird durch maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards abgesichert.

Investitionsrisiko

Die Investitionsprojekte der Flughafen-Wien-Gruppe werden im Rahmen eines Masterplans definiert, der laufend adaptiert wird. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts; die laufende Risikokontrolle erfolgt durch ein fundiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projekt-Controllings. Besondere Herausforderungen stellen die Fertigstellung des extrem komplexen Projekts VIE-Skylink und die Umweltverträglichkeitsprüfung zur Errichtung einer dritten Piste dar. Bei der Durchführung dieser Terminalerweiterung traten aufgrund von vermehrten Behördenauflagen, einer Optimierung des Retail- und Gastronomiekonzepts, einer notwendig gewordenen Neuausrichtung der Projektorganisation und aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens und seiner gebäude- und sicherheitstechnischen Ausstattung, sowie der damit im Zusammenhang aufgetretenen Probleme sowie aufgrund der Steigerung von Preisen, Erhöhungen der ursprünglich veranschlagten Projektkosten und Verschiebungen des ursprünglich vorgesehenen Projektzeitplans ein. Nach Einschätzungen der Projektverantwortlichen können die bisher berichteten Gesamtkosten des Projekts sowie der bisher berichtete Termin der Fertigstellung und Inbetriebnahme nicht eingehalten werden. Auf Basis der vorliegenden Informationen gehen wir davon aus, dass das Projekt Skylink auch bei der nunmehr erwarteten Kostensteigerung kostendeckend geführt werden kann. Trotzdem wird das Projekt einer gesamtheitlichen Evaluierung unterzogen mit dem Ziel, eine den aktuellen Gegebenheiten angepasste, verfeinerte Aussage zu den Gesamtkosten des Projekts sowie des Fertigstellungs- und Inbetriebnahmetermins zu erhalten und Verbesserungsmaßnahmen im Projekt zu implementieren. Mit Hilfe des Dialogforums, das nach dem Ende des mehrjährigen Mediationsverfahrens eingerichtet wurde, wird die Einbindung der Interessengruppen sichergestellt.

Schadenrisiken

Zu den Schadenrisiken zählen Feuer und andere Ereignisse, die durch Naturgewalten, Unfälle oder Terror ausgelöst werden, sowie Diebstahl von Vermögenswerten. Neben entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen sowie Notfallplänen, die regelmäßig trainiert werden, sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt.

Rechtliche Risiken

Behördliche Auflagen können vor allem im Bereich Umweltschutz (z.B. Lärm, Emissionen) rechtliche Risiken auslösen. Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z.B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt.

Tarifänderungsanträge unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Der Flughafen Wien hat mit der Genehmigungsbehörde ein Indexmodell bis Ende 2009 vereinbart. Sollte es zu keiner Weiterführung kommen, gelten die Bestimmungen des Luftfahrtgesetzes.

Forschung und Entwicklung

Der Flughafen Wien betreibt als Dienstleistungsunternehmen keine Forschungsaktivitäten im engeren Sinne. Im Berichtsjahr wurden jedoch € 2,0 Mio. (2007: € 1,2 Mio.) in die Verbesserung einzelner Programmmodule der selbstentwickelten Flughafenbetriebssoftware investiert.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Der Flughafen Wien hat im Jahr 2008 € 889.400 (2007: € 656.500) in Umweltschutzmaßnahmen investiert. Neben Anstrengungen zur Optimierung des Abfallmanagements werden vor allem die Bereiche Lärm- und Schadstoffemission fokussiert, um die Beeinflussung des Umfelds möglichst gering zu halten. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 37 Erdgasfahrzeuge für die Flugzeugabfertigung am Vorfeld angeschafft; Ende November 2008 wurde eine CNG-Station am Gelände des Flughafen Wien zur Betankung dieser Fahrzeuge eröffnet. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Lärmschutzprogramms Flughafen sowie für das Dialogforum weitere Mittel aufgewendet. Das im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm löste im Jahr 2006 das bis dahin freiwillig angebotene Förderungsprogramm zum Einbau von Lärmschutzfenstern ab und hat zum Ziel, die Gesundheit und Wohnqualität der Anrainer zu bewahren. Es wurden Lärmobergrenzen für geschlossene Räume definiert. Wenn diese überschritten werden, schlägt ein Sachverständiger nach Begehung des Wohnobjekts geeignete Schallschutzmaßnahmen vor. Die Kosten dieser Maßnahmen werden – abhängig von der Fluglärmzone, in der sich das Objekt befindet – zum Teil bzw. zur Gänze von der Flughafen Wien AG übernommen. In der ersten Jahreshälfte 2008 wurde mit dem Start der baulichen Maßnahmen im Rahmen des Programms begonnen.

Im Berichtsjahr 2008 beschäftigte die Flughafen-Wien-Gruppe durchschnittlich 4.266 (2007: 4.087) Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber der Region. Der Anstieg der Belegschaft resultiert aus der positiven Entwicklung des Verkehrsaufkommens und ist vorwiegend dem Segment Handling zuzuschreiben. Den Mitarbeitern werden unterschiedliche, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Aus- und Weiterbildungsprogramme angeboten. Einen wichtigen Stellenwert nehmen die Themenbereiche Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsförderung ein. Die Ende 2007 leicht gestiegene

Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle pro 1.000 Mitarbeiter konnte durch die Initiative "Sicherheit am Arbeitsplatz" um 11,3 Prozent auf 44,9 reduziert werden. Das Spektrum der freiwillig angebotenen Sozialleistungen reicht vom betriebseigenen Kindergarten, kostenlosen Werkverkehr bis hin zu Unterstützungszahlungen für Zusatzunfall- und Zusatzkrankenversicherungen sowie Beiträgen in eine betriebliche Pensionskasse. Über eine Mitarbeiterstiftung partizipieren die Mitarbeiter an den Dividendenausschüttungen.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

1. Grundkapital und Aktienstückelung

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("One Share = one Vote").

2. Syndikatsvereinbarung

40 Prozent der Aktien werden von den zwei Kernaktionären Bundesland Niederösterreich (4,2 Millionen Stückaktien) und Stadt Wien (4,2 Millionen Stückaktien) in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 in seither unveränderter Fassung sieht die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.

3. Kapitalbeteiligungen an der Gesellschaft über 10 Prozent

Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20 Prozent sowie die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 10 Prozent am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine anderen Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10 Prozent bekannt.

4. Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien Mitar-

beiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.

6. Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats

Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

7. Aktienrückkauf und genehmigtes Kapital

Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.

8. Kontrollwechsel

Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) kann eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von € 400 Mio. vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d.h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Keinen Kontrollwechsel stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40 Prozent aber mehr als 30 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG ausübt.

9. Entschädigungsvereinbarungen bei öffentlichem Übernahmeangebot

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Prognosebericht

Auch wenn die Intensität und Dauer der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verlässlich eingeschätzt werden können, ist für 2009 mit einer deutlichen Abschwächung der Konjunktur zu rechnen. Die Entwicklung der Luftverkehrsbranche war bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 von rückläufigen Passagier- und Frachtzahlen sowie Flugzeugstilllegungen gekennzeichnet. Die Konsolidierungstendenz der Airlines wird auch im Jahr 2009 anhalten und zu Streckenbereinigungen führen.

Im Dezember 2008 wurde die Übernahme der Austrian Airlines Gruppe durch Lufthansa vorbehaltlich der Genehmigung durch die Europäische Kommission bekanntgegeben. Der Flughafen Wien steht dieser Marktkonsolidierung positiv gegenüber und arbeitet bereits seit vielen Jahren erfolgreich mit Lufthansa zusammen. Zudem hat Lufthansa in Aussicht gestellt, die Austrian Airlines Gruppe weiterhin im Rahmen eines Multi-Hub-Systems als Osteuropa-Carrier zu positionieren.

Im vierten Quartal 2008 musste auch der Flughafen Wien einen Rückgang der Verkehrszahlen melden. Dieser Trend hat sich im Jänner 2009 fortgesetzt. Die Anzahl der Passagiere sank im Vergleich zum Jänner des Vorjahres um 12,1 Prozent auf 1.155.452, die Flugbewegungen um 9,3 Prozent, das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 8,2 Prozent sowie die Fracht um 22,7 Prozent. Vor diesem Hintergrund prognostiziert die Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2009 einen Rückgang der Gesamtpassagiere in Höhe von 5,0 Prozent sowie ein Minus von 4,0 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) und bei den Bewegungen. Langfristig – für den Zeitraum bis 2020 – wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von 5,4 Prozent erwartet.

Für das Jahr 2009 sind Gesamtinvestitionen in Höhe von € 443,0 Mio. geplant. Den Schwerpunkt bilden Airport-Investitionen in Höhe von € 354,1 Mio., wovon der Großteil auf die Fertigstellung des VIE-Skylink entfällt. Zudem wird in Sicherheitssysteme und in die Erneuerung der Feuerwache investiert.

Nachtragsbericht

Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2009 ist bisher in allen Segmenten und an allen Standorten rückläufig. Der Hauptkunde, die Austrian Airlines Gruppe, hat zur Kostenreduktion die Bereinigung von Flugstrecken und Verringerung von Flugintervallen eingeleitet. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation einzelner Kunden wird deren Lage laufend beobachtet und evaluiert, um allenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können.

Trotz der rückläufigen Verkehrszahlen werden die umfangreichen Ausbaumaßnahmen am Standort Wien-Schwechat in erforderlichem Maße fortgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Kostenreduktionsprogramm eingeleitet. Dieses umfasst neben dem Abbau von Überstunden und der Reduktion von offenen Urlaubsguthaben auch eine Senkung der Sachkosten.

Am 20. Februar 2009 wurde Ernest Gabmann vom Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG mit Wirkung ab 1. März 2009 zum Vorstandsmitglied des Unternehmens bestellt. Er übernimmt die Bereiche, die gemäß der Geschäftsordnung dem Vorstandsmitglied Herrn Mag. Christian Domany zugeordnet sind.

Schwechat, am 27. Februar 2009

Der Vorstand

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Mit Teamgeist zum Erfolg

Für ein modernes Dienstleistungsunternehmen wie den Flughafen Wien sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein zentraler Erfolgsfaktor. Auf dem Engagement und tatkräftigen Einsatz der 4.266 Mitarbeiter der Flughafen-Wien-Gruppe ruht – neben anderen zum Teil externen Erfolgs- und Einflussfaktoren – die positive Entwicklung des Unternehmens. Gerade in herausfordernden Zeiten darf dieser Aspekt nicht außer Acht gelassen werden, denn nur durch unternehmensweiten Teamgeist und verstärkten Einsatz der gesamten Belegschaft kann der Flughafen Wien gestärkt aus der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Krise hervorgehen.

Teamgeist im Sinne von gemeinsam an einem Strang ziehen, bestimmt unseren operativen Alltag. Die im Europavergleich einzigartige Minimum Connecting Time sowie die hohe Pünktlichkeitsrate können nur durch das gute Zusammenspiel des Teams im Segment Handling gewährleistet werden. Auch die Mitarbeiter im Bereich Sicherheit leisten hier ihren Beitrag – optimale Abläufe garantieren höchste Sicherheitsstandards. Die Umsatzentwicklung spiegelt die steigende Bedeutung des Segments Non-Aviation wider, das 2008 den größten Zuwachs verzeichnen konnte. Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio des Segments reicht von Shopping und Gastronomie über die Parkierung bis hin zum Immobilienmanagement. Auch in diesen serviceorientierten Geschäftsfeldern spielt Teamgeist eine wichtige Rolle. Den reibungslosen Flugbetrieb stellen die Mitarbeiter des Segments Airport sicher. Sie sind unter anderem für den Betrieb und die laufende Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals verantwortlich. So unterschiedlich sich die Einsatzgebiete für den einzelnen Mitarbeiter auch gestalten, ein gemeinsames Ziel verbindet sie: den Erfolgskurs des Flughafen Wien auch unter geänderten Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren sicherzustellen.

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Segmentberichterstattung

Segment Airport

Die Tätigkeit des Segments Airport umfasst den Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen des Terminals, sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagierund Gepäckabfertigung sowie das Ausbauprojekt Terminalerweiterung VIE-Skylink. Der strategische Schwerpunkt liegt in der mittel- und langfristigen Sicherstellung einer ausreichenden Pisten- und Terminalkapazität.

2008 Veränderung in % 2007 2006
Umsatz 250,8 3,6 242,2 211,3
EBITDA 134,4 1,6 132,3 113,2
EBITDA
-Margin in %
48,2 - 49,1 47,4
Abschreibungen 37,2 -2,7 38,2 37,5
EBIT 97,3 3,4 94,1 75,7
EBIT-Margin in % 34,9 - 34,9 31,7
Segmentvermögen1) 1.026,2 25,3 818,8 755,8
Investitionen1) 245,3 77,4 138,2 141,4
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 399 5,5 378 382

Segment Airport im Überblick, Finanzwerte in € Mio.

1) angepasst

Entwicklung im Geschäftsjahr

Das Segment Airport ist mit einem Anteil von 45,8 Prozent am Gesamtumsatz 2008 unverändert das umsatzstärkste Segment der Flughafen-Wien-Gruppe. Der Umsatz setzt sich im Wesentlichen aus den Flughafentarifen (Lande-, Fluggast- und Infrastrukturtarif sowie den per 1. Juli 2008 eingeführten PRM-Tarif) zusammen und konnte dank der positiven Verkehrsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf € 250,8 Mio. gesteigert werden.

Die am Flughafen Wien eingehobenen Lande-, Fluggast-, Park- und Infrastrukturtarife unterliegen einer jährlichen Anpassung an das Verkehrswachstum und die Inflationsrate. Diese seit 2001 geltende Indexformel wurde 2006 von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde bis 31.12.2009 verlängert. Basierend auf diese Formel erfolgte per 1.1.2008 eine Absenkung des Landetarifs, des Parktarifs und des Infrastrukturtarifs Airside um 0,09 Prozent. Der Infrastrukturtarif Betankung wurde um 1,06 Prozent angehoben. Der Passagiertarif und der Infrastrukturtarif Landside wurden um 1,04 Prozent abgesenkt.

116 Segmentbericht

Mit € 97,3 Mio. erwirtschaftete das Segment Airport auch im Geschäftsjahr 2008 den größten Beitrag zum Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Die externen Betriebsaufwendungen konnten um 0,6 Prozent auf € 113,7 Mio. gesenkt werden. Die Erhöhung der Umsätze um 3,6 Prozent und die Senkung der externen Aufwendungen um 0,6 Prozent resultieren in einem Anstieg des Segment-EBIT um 3,4 Prozent auf € 97,3 Mio. Das EBITDA des Segments Airport verbesserte sich um 1,6 Prozent auf € 134,4 Mio., womit bei einem Umsatzwachstum von 3,6 Prozent die EBITDA-Marge um 0,9 Prozentpunkte auf 48,2 Prozent zurückging.

Umsatzstruktur des Segments Airport in %

Verkehrsentwicklung im Detail

Die dynamische Entwicklung der Low-Cost-Carrier sowie das höhere Verkehrsaufkommen nach Osteuropa und in den Nahen und Mittleren Osten waren verantwortlich für die positive Verkehrsentwicklung des Berichtsjahres. Mit einem Passagierwachstum von 5,2 Prozent auf 19.747.289 Passagiere wurde der europäische Durchschnitt von -0,7 Prozent erneut und deutlich übertroffen. Die Anzahl der Flugbewegungen war mit 266.402 Starts und Landungen um 4,5 Prozent höher als im Vorjahr. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg um 6,3 Prozent, während das Frachtaufkommen um 1,6 Prozent gesunken ist. Die Low-Cost-Carrier verzeichneten einen Anstieg um 31,3 Prozent auf 4.601.963 Passagiere, womit ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen des Flughafen Wien von 18,7 Prozent auf 23,3 Prozent anwuchs. Mit einem weiteren Ausbau des Streckennetzes auf 48 Osteuropa-Destinationen konnte der Flughafen Wien seine Spitzenrolle als Ost-West-Drehscheibe im europäischen Luftverkehr behaupten. Das Verkehrsaufkommen nach Osteuropa war um 9,6 Prozent höher als im Vorjahr, der Verkehr in den Nahen und Mittleren Osten konnte mit einem Plus von 6,3 Prozent ebenfalls wiederholt zulegen.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen im Segment Airport beliefen sich in der Berichtsperiode 2008 auf € 245,3 Mio. Die größten Investitionsprojekte bildeten die Terminalerweiterung VIE-Skylink (€ 163,4 Mio.), die Gepäcksortieranlage (€ 12,7 Mio.), Sicherheitssysteme (€ 1,4 Mio.), die Errichtung der neuen Feuerwache (€ 15,2 Mio.) sowie die Vorfelderweiterung Nordost (€ 5,6 Mio.).

Marketingaktivitäten im Jahr 2008

Ziel des Aviation-Marketings ist es, den Flughafen Wien als "den" Flughafen im Herzen Europas zu positionieren. Die Vermarktung als optimaler Ausgangs- und Zielpunkt für Urlaubsreisende sowie als effizientester Transferhub in Europa wurde 2008 konsequent fortgesetzt. Die aktive Akquisitionsstrategie wurde mit der Teilnahme an wichtigen Aviation-Konferenzen und -Messen sowie zahlreichen Gesprächen mit Airlines intensiviert. Parallel dazu wurden die Marketingaktivitäten in der Catchment Area des Flughafen Wien durch eine Werbekampagne verstärkt.

Ausblick

Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft wird eine deutliche Verlangsamung des weltweiten Wachstums in der Luftfahrtbranche prognostiziert. Die wirtschaftlich schwierige Situation der Low-Cost-Carrier und die Konsolidierungsmaßnahmen der Austrian Airlines Gruppe lassen einen Rückgang der Bewegungen und des Höchstabfluggewichts (MTOW) um 4,0% sowie der Gesamtpassagierentwicklung um 5,0% erwarten.

Segment Handling

Das Segment Handling positioniert sich als professioneller und wirtschaftlich erfolgreicher Komplettanbieter von Ground- und Fracht-Handling-Leistungen am Flughafen Wien. Innovative technologische Lösungen, qualifiziertes Personal, optimale Arbeitsabläufe sowie eine flexible Produkt- und Preispolitik garantieren hohe Qualität und im europäischen Vergleich hervorragende Transferzeiten.

2008 Veränderung in % 2007 2006
Umsatz 152,2 3,5 147,0 139,6
EBITDA 22,3 14,8 19,4 19,4
EBITDA
-Margin in %
12,6 - 11,4 12,0
Abschreibungen 7,8 2,4 7,6 6,7
EBIT 14,5 22,9 11,8 12,8
EBIT-Margin in % 8,2 - 6,9 7,9
Segmentvermögen1) 42,3 1,9 41,5 40,0
Investitionen1) 7,1 -40,9 12,1 7,7
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2.210 5,8 2.089 2.020

Segment Handling im Überblick, Finanzwerte in € Mio.

1) angepasst

Entwicklung im Geschäftsjahr

Das Segment Handling konnte die Umsatzerlöse 2008 um 3,5 Prozent auf € 152,2 Mio. erhöhen, was einem Anteil von 27,8 Prozent am Gesamtumsatz der Flughafen-Wien-Gruppe entspricht. Mit einem leichten Anstieg des durchschnittlichen Marktanteils von 89,0 Prozent auf 89,8 Prozent konnte sich das Segment Handling gegenüber dem Mitbewerber Fraport Ground Services Austria GmbH weiterhin sehr gut behaupten. In Summe wurden im Berichtsjahr 239.256 Flugbewegungen (+5,45%) im Linien- und Charterverkehr, 26.343 Bewegungen der General Aviation, 555.979 Tonnen (Gepäck in & out inklusive Transfer, Post, Cargo inklusive Trucking) und rund 17,4 Mio. Gepäckstücke gezählt. Bei den Abfertigungsvorgängen konnte die Austrian Airlines Gruppe aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten drei Quartalen ein Gesamtjahresplus von 1,1 Prozent erzielen. Mit 40,5 Prozent verzeichneten die Low-Cost-Carrier (Air Berlin, Germanwings, SkyEurope und NIKI) einen massiven Anstieg der Abfertigungsvorgänge und waren damit wie schon im Vorjahr der Hauptwachstumstreiber.

Kürzere Bodenzeiten, reduzierte Leistungspakete und anhaltender Preisdruck charakterisieren die Forderungen der Airlines – Vereinbarungen von Qualitätszielwerten in Form von Service Level Agreements gewinnen zunehmend an Bedeutung. Das Segment Handling unterstützt durch die Gewährleistung kurzer Umsteigezeiten und einer hohen Pünktlichkeitsquote erfolgreich die Hub-Funktion des Flughafen Wien und bietet allen Kunden wettbewerbsfähige Produkte und Qualität. Auf dieser Basis konnten bestehende Verträge verlängert sowie Verträge mit neuen Kunden – unter anderen Skywork, Jade Cargo und Cargolux – abgeschlossen werden.

Umsatzstruktur des Segments Handling in %

Im Bereich Fracht-Handling trat im zweiten Quartal 2008 mit Swissport ein zweiter Cargo-Handling-Anbieter in den Markt, der im Jahresdurchschnitt einen Marktanteil von 4,2 Prozent am Gesamtfrachtaufkommen einnahm. Airlines wie Lufthansa Cargo AG, Air France, Alitalia, KLM und CSA werden nunmehr im Trucking von Swissport, in der Luftfracht aber weiterhin vom VIE-Frachthandling abgefertigt. Das von VIE-Handling abgefertigte Frachtvolumen betrug 2008 256.759 Tonnen, davon entfielen 187.303 Tonnen (-2,3%) auf die Luftfracht; durch den Mitbewerb reduzierte sich das Trucking bei stagnierendem Gesamtaufkommen von 80.573 Tonnen im Vorjahr auf 69.456 Tonnen.

Während der Anteil der Austrian Airlines Gruppe aufgrund der Reduktion von Langstreckendestinationen ab Winterflugplan 2008 von 50,4 Prozent im Vorjahr auf rund 47 Prozent zurückging, konnte der Marktanteil der Korea-Traffic von 28 Prozent im Vorjahr auf 29,5 Prozent Mitte 2008 gesteigert werden. Auf den gesamten Far-East-Traffic entfallen 33,3 Prozent. Dieser Anstieg ist auf den Umschlag koreanischer Produkte wie Autoteile, Unterhaltungselektronik und Weißware von Korea in diverse Endfertigungsstätten in Osteuropa zurückzuführen. Aufgrund der globalen Wirtschaftssituation nahm das Aufkommen ab November deutlich ab.

Trotz weiteren Wachstums und erschwerter Arbeitsbedingungen aufgrund des Ausbaus konnte die Pünktlichkeitsrate mit 99,7 Prozent das Niveau des Vorjahres von 99,6 Prozent leicht übertreffen. Die auf Messdaten basierende laufende Überwachung von Handling-Prozessen und die vorausschauende Steuerung von Anschlussflügen über das Hub Control Center haben sich bewährt. Die Messdatenerfassung wurde deshalb 2008 schrittweise in einem Testbetrieb auf den Frachtbereich ausgedehnt. Die Luftfrachtsendungen werden mit Barcode-Scannern von der Übernahme bis zur Verbauung und Auslagerung verfolgt, was eine Serviceverbesserung sowie künftig Prozessoptimierungen ermöglichen soll.

Die positive Umsatzentwicklung wurde auch durch die Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling GmbH, die umfassende Serviceleistungen für alle Sparten der General Aviation anbietet, unterstützt. Die Zahl der Flugbewegungen im Bereich General Aviation stieg um 1,2 Prozent auf 26.343, die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg um 11,5 Prozent. Im Teilbereich Private Aircraft Handling (Brokerage) musste ein Umsatzrückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hingenommen werden, wofür primär der Rückgang um 47,3 Prozent im Charter-Segment verantwortlich war. Im Bereich Betankung von Luftfahrzeugen der Allgemeinen Luftfahrt konnten die Umsätze um 6 Prozent gesteigert werden, das Treibstoffvolumen verzeichnete einen Anstieg um 2 Prozent auf rund 18,2 Millionen Liter. Die Umsatzerlöse im Bereich Hangarierung erhöhten sich aufgrund der Vollauslastung der Hangarflächen um weniger als 1 Prozent und im Bereich Vermietung um 10 Prozent. Entscheidend für das gute Ergebnis der Vienna Aircraft Handling GmbH war die UEFA EURO 2008™ – mit rund 1.150 Bewegungen waren Umsatzerlöse in Höhe von etwa € 1,5 Mio. verbunden.

Der durchschnittliche Personalstand des Segments Handling stieg im Berichtsjahr um 5,8 Prozent auf 2.210 Mitarbeiter. Dies ist vor allem durch die hohen Wachstumsraten bei den Bewegungen in den Vorjahren und bis Mitte des Berichtsjahres begründet. Die Personalaufwendungen waren um 3,0 Prozent höher als im Vorjahr.

Bei einem EBIT von € 14,5 Mio. konnte die EBIT-Margin von 6,9 Prozent des Vorjahres auf 8,2 Prozent gesteigert werden. Die EBITDA-Margin wurde von 11,4 Prozent auf 12,6 Prozent verbessert.

Investitionen

Im Jahr 2008 wurden im Segment Handling Investitionen in Höhe von € 7,1 Mio. getätigt. Der Schwerpunkt lag auf Geräten und Fahrzeugen für den Abfertigungsbedarf wie Passagiertreppen und Luftfahrzeugschlepper. Investiert wurde auch in die Generalüberholung von acht Cateringfahrzeugen sowie in die Anschaffung von 36 Erdgasautos der Marke VW-Caddy, die am Vorfeld zum Einsatz kommen. Geplant ist, schrittweise sämtliche Personenkraftwagen der Flugzeugabfertigung auf Erdgasantrieb umzustellen, um die Schadstoffemissionen zu reduzieren und Kostenvorteile zu erzielen.

Ausblick

Für die nächsten Jahre ist mit einer Fortführung der bestehenden Regelungen für die Bodenabfertigung zu rechnen, weshalb im Bereich der Vorfeldabfertigung mit keinem zusätzlichen Konkurrenten gerechnet wird. Für das Jahr 2009 erwarten wir, bei einem Rückgang der Gesamtbewegungen um 4 Prozent den Marktanteil stabil bei knapp 90 Prozent halten zu können. Als Auswirkung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise und aufgrund der volatilen Passagiernachfrage wird es seitens der Fluglinien neben der Reduktion von Frequenzen zu kurzfristigen Streichungen von Flügen (Commercial Cancellations) kommen. Der Preisdruck wird nicht zuletzt auch durch den Konsolidierungsprozess der Austrian Airlines Gruppe steigen.

Für das Gesamtaufkommen im Frachtbereich rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang um rund 15 Prozent. Neben der Austrian Airlines Gruppe bleibt der Hauptgeschäftszweig der Korea-Verkehr mit Schwerpunkt Importe nach Osteuropa. Obwohl der Flughafen Wien bei der Luftfracht mit hoher Qualität und Schnelligkeit punkten kann, gehen wir aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation von einem Rückgang vor allem bei der Elektronikbranche und den Automobilzulieferern aus. Der Marktanteil von VIE-Cargo wird nach dem unterjährigen Markteintritt von Swissport auf etwa 94 Prozent sinken. Unter Berücksichtung dieser Rahmenbedingungen steht das Handling vor der Herausforderung, seine Kapazitäten möglichst schnell an die tatsächliche Entwicklung bei Bewegungen, Passagieren und Fracht anzupassen. Dazu werden Maßnahmen beim Personal in Form von Überstundenabbau, Reduktion der Resturlaube, kein Nachbesetzen bei natürlichen Abgängen und Ausschöpfen aller vorhandenen Synergien gesetzt; die Investitionen werden auf unverzichtbare Ersatzinvestitionen reduziert.

Segment Non-Aviation

Die Tätigkeit des Segments Non-Aviation umfasst die Erbringung zahlreicher Dienstleistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie, Parkierung, Werbeflächen, Sicherheitsdienstleistungen, Entwicklung und Vermarktung von Immobilien, Verkehrsanbindung, Haustechnik, Baumanagement und Beratungsleistungen.

2008 Veränderung in % 2007 2006
Umsatz 144,5 9,3 132,2 112,8
EBITDA 72,0 20,7 59,7 56,6
EBITDA
-Margin in %
33,4 - 30,7 32,8
Abschreibungen 23,3 -4,9 24,5 21,4
EBIT 48,8 38,4 35,2 35,2
EBIT-Margin in % 22,6 - 18,1 20,4
Segmentvermögen1) 438,9 5,6 415,4 373,0
Investitionen 45,1 4,7 43,1 54,1
durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 1.503 2,6 1.465 1.278

Segment Non-Aviation im Überblick, Finanzwerte in € Mio.

1) angepasst

Entwicklung im Geschäftsjahr

Im Berichtsjahr 2008 konnte das Segment Non-Aviation die externen Umsatzerlöse um 9,3 Prozent auf € 144,5 Mio. steigern, wobei wie im Vorjahr die Bereiche Parkierung, Retail, Werbeflächen und Vermietung den größten Wachstumsbeitrag lieferten. Der Anteil am Gesamtumsatz der Flughafen-Wien-Gruppe stieg von 25,3 Prozent im Vorjahr auf 26,4 Prozent. Trotz einer Erhöhung der Materialaufwendungen um 13,4 Prozent auf € 23,6 Mio. und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,8 Prozent auf € 37,8 Mio. konnte das EBIT um 38,4 Prozent auf € 48,8 Mio. gesteigert werden. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 22,6 Prozent nach 18,1 Prozent im Vorjahr. Der Anteil des Segments Non-Aviation am Konzern-EBIT beträgt 36,6 Prozent nach 29,3 Prozent im Vorjahr. Das EBITDA des Segments konnte um 20,7 Prozent auf € 72,0 Mio. gesteigert werden, die EBITDA-Marge von 30,7 Prozent auf 33,4 Prozent.

Im Bereich Parkierung konnte mit einem Plus von € 5,0 Mio. auf € 32,2 Mio. die größte Umsatzsteigerung verzeichnet werden. Zu dieser Entwicklung haben die Erweiterung des Parkhauses 4 um 2.268 Stellplätze, die Inbetriebnahme des Kurzparkplatzes K3 bei Stilllegung des Kurzparkplatzes K2 sowie die ganzjährige Einbeziehung der Umsätze der Mazur Parkplatz GmbH maßgeblich beigetragen. Die Anteile an der Mazur Parkplatz GmbH wurden in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2007 erworben. Für die Erhöhung der Umsätze aus der sonstigen Vermietung um 15,0 Prozent auf € 36,1 Mio. zeichnet vor allem die im Vergleich zum Vorjahr um 67,7% gesteigerte Vermietungsleistung bei den Werbeflächen verantwortlich. Die Umsatzerlöse aus dem Bereich Shopping und Gastronomie konnten im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 9,5 Prozent überproportional zum Passagieraufkommen wachsen und belaufen sich auf € 26,3 Mio. Die originären Umsätze der Shops und Gastronomiebetriebe erhöhten sich um 7,8 Prozent auf € 159,5 Mio. Im Bereich Sicherheitskontrolle, für den die 100-prozentige Tochtergesellschaft Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. verantwortlich ist, konnte der Umsatz auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Umsatzstruktur des Segments Non-Aviation in %

Shopping

2008 Veränderung in % 2007 2006
Verkaufsfläche in m2
(ohne Nebenflächen) 7.212 -1,7 7.333 7.218
Umsatz der Geschäfte in € Mio. 130,2 8,1 120,4 106,7
Erlös in € Mio. 21,1 8,0 19,6 16,5

Gastronomie

2008 Veränderung in % 2007 2006
Verkaufsfläche in m2
(ohne Nebenflächen) 4.105 1,8 4.034 3.981
Umsatz der Lokale in € Mio. 29,3 11,4 26,3 24,5
Erlös in € Mio. 5,2 15,6 4,5 4,0

Investitionen

Die Investitionsschwerpunkte des Segments Non-Aviation bildeten der Abschluss der Erweiterung des Parkhauses 4 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von € 25,3 Mio. (davon Zugang in der Berichtsperiode in Höhe von € 13,4 Mio.), Investitionen in die Infrastruktur (Vorplatz Terminal und Kurzparkplatz K3) in Höhe von € 8,4 Mio. sowie die Errichtung des "Airport Logistic Center Nord 2" (€ 7,7 Mio.), das im Jänner 2009 eröffnet wurde. Das Tenderverfahren für die Vergabe der 33 Shops und 19 Restaurants in der Terminalerweiterung VIE-Skylink wurde im Berichtsjahr abgeschlossen, und es erfolgt nun mit den Betreibern die Detailplanung dieser Flächen.

Ausblick

Den operativen Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2009 im Bereich Retail werden die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der neuen Geschäftsflächen im VIE-Skylink bilden. Nach der Erneuerung von Frachtanlagen und dem Ausbau der Büroimmobilien in den letzten Jahren werden weitere Projekte evaluiert. Im Bereich der Parkierung werden 2009 keine weiteren Ausbauten erfolgen; es startet jedoch die Planung weiterer Parkhäuser.

Konzernabschluss 2008 der Flughafen Wien AG

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 126
Konzern-Bilanz 127
Konzern-Geldflussrechnung 128
Aufstellung der erfassten Gewinne und Verluste 129
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 130
Konzern-Anhang 132
Grundlagen und Methoden 132
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 138
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 151
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 161
Sonstige Angaben 175
Konzernunternehmen 191
Beteiligungen der Flughafen Wien AG 192
Erklärung des Vorstands nach § 82 Börsegesetz 202
Bestätigungsvermerk 203

Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008

in T€ Anhang 2008 2007
Umsatzerlöse (1) 548.059,1 521.424,6
Sonstige betriebliche Erträge (2) 13.239,9 14.315,0
Betriebsleistung 561.299,1 535.739,6
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (3) -39.991,6 -37.007,7
Personalaufwand (4) -220.197,9 -213.365,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5) -99.196,2 -94.373,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) 201.913,4 190.992,5
Abschreibungen (6) -68.654,7 -70.648,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 133.258,7 120.343,9
Beteiligungsergebnis ohne at equity Unternehmen (8) 394,3 350,0
Zinsergebnis (9) -5.704,7 -7.017,7
Sonstiges Finanzergebnis (10) -12.914,4 -3.744,8
Finanzergebnis ohne at equity Unternehmen -18.224,8 -10.412,5
Beteiligungsergebnis at equity Unternehmen (7) 3.932,4 4.038,3
Finanzergebnis -14.292,4 -6.374,2
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 118.966,3 113.969,7
Ertragsteuern (11) -27.829,1 -26.515,0
Periodenergebnis 91.137,2 87.454,7
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 91.148,8 87.678,0
Minderheitsgesellschafter -11,6 -223,4
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück) (21) 21.000.000 21.000.000
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 4,34 4,18
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende je Aktie (in €) 2,60 2,50
Vorgeschlagene/ausbezahlte Dividende (in T€) 54.600,0 52.500,0

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2008

Aktiva

in T€ Anhang 31.12.2008 31.12.2007
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte (12) 12.715,7 9.318,1
Sachanlagen (13) 1.320.988,0 1.098.496,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 122.690,1 122.595,1
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (15) 104.790,1 99.704,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 3.075,6 2.528,0
Latente Steuerabgrenzung (11) 0,0 1.193,7
1.564.259,5 1.333.834,9
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (17) 3.535,9 3.378,2
Wertpapiere (18) 94.418,6 142.078,6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (19) 66.427,3 52.268,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (20) 6.642,8 29.293,0
171.024,6 227.018,6
Summe Aktiva 1.735.284,1 1.560.853,5
Passiva
in T€ Anhang 31.12.2008 31.12.2007
Eigenkapital
Grundkapital (21) 152.670,0 152.670,0
Kapitalrücklagen (22) 117.657,3 117.657,3
Sonstige Rücklagen (23) 5.726,8 -2.421,7
Einbehaltene Ergebnisse (24) 500.052,7 466.317,4
Minderheitenanteile (25) 277,5 711,8
776.384,3 734.934,8
Langfristige Schulden
Rückstellungen (26) 89.327,3 92.274,3
Finanzverbindlichkeiten (27) 488.198,2 468.191,9
Übrige Verbindlichkeiten (28) 43.693,9 47.366,9
Latente Steuerabgrenzung (11) 5.467,2 0,0
626.686,6 607.833,1
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen (29) 300,0 582,3
Übrige Rückstellungen (29) 107.854,2 100.768,8
Finanzverbindlichkeiten (27) 120.132,3 144,8
Lieferantenverbindlichkeiten (30) 61.579,9 65.172,9
Übrige Verbindlichkeiten (31) 42.346,8 51.416,8
332.213,1 218.085,6
Summe Passiva 1.735.284,1 1.560.853,5

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008

in T€ 2008 2007
Ergebnis vor Ertragsteuern 118.966,3 113.969,7
+ Abschreibungen / - Zuschreibungen auf das Anlagevermögen
(mit Finanzanlagen) 74.233,9 71.886,9
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.546,7 -89,1
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von sonstigen Finanzanlagen 6.868,3 0,0
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln -1.365,8 -1.412,9
- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -410,9 34,8
- Erhöhung / + Senkung Vorräte -157,7 -444,2
- Erhöhung / + Senkung Forderungen -11.531,9 34.749,5
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen 7.514,9 -10.862,9
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten -22.379,2 -10.298,3
Veränderung aus Währungsumrechnung -1.120,4 -1.674,0
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 173.164,2 195.859,7
- Zahlungen für Ertragsteuern -24.768,5 -31.446,3
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 148.395,7 164.413,3
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 114,0 7.314,7
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 15,0 13,4
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -268.783,1 -193.799,4
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang -929,6 -7.713,3
- Auszahlungen für Unternehmenserwerbe 0,0 -30.853,0
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 57,0 0,0
+ Einzahlungen aus Abgang sonstiger Finanzanlagen 97.044,1 0,0
- Auszahlungen für Wertpapiere -62.186,4 -52.099,2
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -234.669,1 -277.136,9
- Auszahlungen für die Bedienung des Eigenkapitals -52.500,0 -46.200,0
Veränderung Minderheitsgesellschafter -23.951,9 -7.528,1
Veränderung der Finanzverbindlichkeiten 139.993,8 103.874,0
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 63.541,8 50.145,8
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -22.731,5 -62.577,7
Veränderung aus Währungsumrechnung 81,4 1,8
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 29.293,0 91.868,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.642,8 29.293,0

Für zusätzliche Angaben siehe Anhang (32)

Aufstellung der erfassten Gewinne und Verluste

vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008

Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste (brutto)
Wertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren
direkt im Eigenkapital verrechnet
-257,7
ins Ergebnis der laufenden Periode umgebucht
0,0
Veränderung aus Währungsumrechnung
direkt im Eigenkapital verrechnet
6.412,8
Marktwertbewertung Minderheitenanteile Put-Option
-1.067,5
Erwerb Minderheitenanteile aus Put-Option
-4.131,0
2007
-10,8
2.550,6
-3.061,2
-7.411,3
0,0
Cash-Flow Hedge
-410,9
34,8
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
direkt im Eigenkapital verrechnet
2.996,4
1.951,9
Mitarbeiterstiftung
380,0
1.197,0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Posten
-676,9
-1.623,4
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste
3.245,1
-6.372,4
Periodenergebnis
91.137,2
87.454,7
Summe der erfassten Gewinne und Verluste
94.382,4
81.082,3
davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft
94.383,8
83.131,9
Minderheitsgesellschafter
-1,5
-2.049,6

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Available for
Grund- Kapital- Sale/AfS- Sicherungs-
Beträge in T€ kapital rücklagen Rücklage rücklage
Stand zum 1.1.2007 152.670,0 117.657,3 -1.905,4 0,0
Währungsumrechnung
Marktwertbewertung Minderheitenanteile Put-Option
Marktwertbewertung von Wertpapieren 1.904,7
Cash-Flow Hedge 26,1
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Mitarbeiterstiftung
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne
und Verluste 0,0 0,0 1.904,7 26,1
Periodenergebnis
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 0,0 0,0 1.904,7 26,1
Kapitalrückzahlung Minderheitenanteile
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2007 152.670,0 117.657,3 -0,7 26,1
Stand zum 1.1.2008 152.670,0 117.657,3 -0,7 26,1
Währungsumrechnung
Marktwertbewertung Minderheitenanteile Put-Option
Erwerb Minderheitenanteile aus Put-Option
Marktwertbewertung von Wertpapieren -193,3
Cash-Flow Hedge -308,2
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
Mitarbeiterstiftung
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne
und Verluste 0,0 0,0 -193,3 -308,2
Periodenergebnis
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 0,0 0,0 -193,3 -308,2
Kapitalrückzahlung Minderheitenanteile
Dividendenausschüttung
Stand zum 31.12.2008 152.670,0 117.657,3 -194,0 -282,1
Summe Währungs- Versicherungs-
Minderheiten Summe vor Einbehaltene sonstiger umrechnungs- mathematische
Gesamt anteile Minderheiten Ergebnisse Rücklagen rücklage Gewinne/Verluste
721.281,1 23.989,9 697.291,2 431.545,4 -4.581,5 2.465,1 -5.141,3
-3.061,2 -1.826,2 -1.234,9 -1.234,9 -1.234,9
-7.411,3 -7.411,3 -7.411,3 0,0
1.904,7 1.904,7 1.904,7
26,1 26,1 26,1
1.463,9 1.463,9 1.463,9 1.463,9
705,3 705,3 705,3 0,0
-6.372,4 -1.826,2 -4.546,2 -6.706,0 2.159,8 -1.234,9 1.463,9
87.454,7 -223,4 87.678,0 87.678,0
81.082,3 -2.049,6 83.131,9 80.972,0 2.159,8 -1.234,9 1.463,9
-21.228,6 -21.228,6 0,0
-46.200,0 -46.200,0 -46.200,0
734.934,8 711,8 734.223,0 466.317,4 -2.421,7 1.230,2 -3.677,4
734.934,8 711,8 734.223,0 466.317,4 -2.421,7 1.230,2 -3.677,4
6.412,8 10,1 6.402,6 6.402,6 6.402,6
-1.067,5 -1.067,5 -1.067,5 0,0
-4.131,0 -4.131,0 -4.131,0 0,0
-193,3 -193,3 -193,3
-308,2 -308,2 -308,2
2.247,3
285,0
2.247,3 2.247,3 2.247,3
285,0 285,0 0,0
3.245,1 10,1 3.235,0 -4.913,5 8.148,5 6.402,6 2.247,3
91.137,2 -11,6 91.148,8 91.148,8
94.382,4 -1,5 94.383,8 86.235,3 8.148,5 6.402,6 2.247,3
-432,8 -432,8 0,0
-52.500,0 -52.500,0 -52.500,0
776.384,3 277,5 776.106,8 500.052,7 5.726,8 7.632,9 -1.430,0

Konzern-Anhang

Grundlagen und Methoden

Angaben zum Unternehmen

Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien sowie den Flugplatz Vöslau-Kottingbrunn. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie mit § 245a UGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.

Anwendung von neuen und geänderten Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:

  • Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" betreffend Umgliederung finanzieller Vermögenswerte
  • IFRIC 11 "IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen"
  • IFRIC 14 "IAS 19 Obergrenze eines nach IAS 19 erfassten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Auswirkungen"

Aus der Anwendung neuer oder geänderter Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cash-Flows des Flughafen-Wien-Konzerns.

Die folgenden Standards und Interpretationen sind bereits veröffentlicht, waren jedoch noch nicht im Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden:

  • Überarbeitung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"
  • Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten"
  • Änderung des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS"
  • Änderung des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" betreffend kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen infolge Liquidation
  • Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" und des IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" betreffend Anschaffungskosten einer Tochtergesellschaft, eines Gemeinschaftsunternehmens oder eines assoziierten Unternehmens
  • Änderung des IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" betreffend Ausübungsbedingungen und Annullierungen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen

  • Überarbeitung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse"
  • IFRS 8 "Operative Segmente"
  • Änderung des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" betreffend zur Sicherung qualifizierte Instrumente
  • IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen"
  • IFRIC 13 "Kundentreueprogramme"
  • IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien"
  • IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"
  • IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer"
  • Klarstellung zum Inkrafttreten der Änderungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu "Reklassifizierung von Finanzinstrumenten"

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Anzuwenden ab dem 1. Juli 2008; bisher nicht von der EU in europäisches Recht übernommen

Die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten", die die zwingende Aktivierung von Fremdkapitalkosten bei Anschaffung oder Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten vorsieht, wird im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG bereits seit dem Geschäftsjahr 2006 durch Inanspruchnahme des Wahlrechts des derzeit anzuwendenden IAS 23 berücksichtigt. Die anderen Standards und Interpretationen wurden noch nicht angewandt. Die Auswirkungen von IFRS 8 werden derzeit untersucht. Aus der künftigen Anwendung der anderen vorstehenden Standards und Interpretationen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG ergeben. Dies hätte auch für die erstmalige Anwendung von IFRIC 12 und der Klarstellung zum Inkrafttreten der Änderungen an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu "Reklassifizierung von Finanzinstrumenten" im laufenden Geschäftsjahr gegolten, die bis zum Bilanzstichtag noch nicht von der EU übernommen wurden.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen (mit Ausnahme von sieben Tochterunternehmen und einem assoziierten Unternehmen). Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von uns beherrscht werden.

Die sieben Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0 Prozent (Vorjahr: unter 1,0 Prozent) des Konzernumsatzes.

Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinsame Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Flughafen Wien AG maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochter- noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

In den Konzernabschluss 2008 sind neben der Flughafen Wien AG zwölf inländische (Vorjahr: elf) und drei ausländische (Vorjahr: drei) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Die Minderheitenanteile an der KSC Holding a.s. werden als Verbindlichkeit ausgewiesen, da die Minderheitsgesellschafter über einen Anspruch auf Verkauf ihrer Anteile an die Flughafen Wien AG verfügen

(Put-Option). Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und vier ausländische Unternehmen (Vorjahr: vier) nach der Equity-Methode bewertet.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage zum Anhang angeführt.

Im Geschäftsjahr 2008 hat die Flughafen Wien AG zusätzliche 33,24 Prozent an den ausländischen Tochtergesellschaften BTS Holding, a.s. und KSC Holding, a.s. erworben. Daher beträgt der Kapitalanteil der Flughafen-Wien-Gruppe zum 31. Dezember 2008 80,95 Prozent. Die Kaufpreise in Höhe von T€ 661,0 für die Anteile an der BTS Holding, a.s. sowie in Höhe von T€ 22.372,8 für die KSC Holding, a.s. wurden als Transaktionen innerhalb der Gesellschaftersphäre behandelt und direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2008

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die folgende Gesellschaft erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

Erwerbs- Art der Anteil
Name der Gesellschaft zeitpunkt Konsolidierung am Kapital Bemerkung
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH 2.10.2008 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung

Die Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. hat am 2. Oktober 2008 die Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 35,0 gegründet. Der Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb und die Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie die Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.

Mit 1. Jänner 2009 wird auf der Grundlage eines Sacheinlage- und Einbringungsvertrages das dem Teilbetrieb "Flugplatz Vöslau" zugeordnete Vermögen der Flughafen Wien AG in die Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH eingebracht.

Im Geschäftsjahr 2008 fanden keine Entkonsolidierungen statt.

Änderungen des Konsolidierungskreises 2007

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die folgenden Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:

Erwerbs- Art der Anteil
Name der Gesellschaft zeitpunkt Konsolidierung am Kapital Bemerkung
Corvin WTC Airport Business Center
Vermietungs GmbH (nunmehr
Vienna Office Park 3 Betriebs
gesellschaft m.b.H.) 4.4.2007 Vollkonsolidierung 100,0% Erwerb
Vienna International Airport
Beteiligungsholding GmbH 21.4.2007 Vollkonsolidierung 100,0% Gründung
Mazur Parkplatz GmbH 1.8.2007 Vollkonsolidierung 100,0% Erwerb
Flughafen Friedrichshafen GmbH 25.5.2007 At-Equity 25,15% Erwerb

Die Flughafen-Wien-Gruppe erwarb am 4. April 2007 100,0 Prozent der Anteile an der Corvin WTC Airport Business Center Vermietungs GmbH, Wien (nunmehr Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H., Schwechat), für einen Kaufpreis in Höhe von T€ 27.104,4. Der Kaufpreis wurde mit Barmitteln beglichen. Das erworbene Unternehmen besitzt und betreibt das "World Trade Center"-Bürogebäude (nunmehr Office Park 3) am Flughafen Wien-Schwechat. Im Zuge der Kaufpreisaufteilung wurde das Bürogebäude in Höhe von T€ 5.591,1 an den beizulegenden Zeitwert angepasst sowie ein Firmenwert in Höhe von T€ 4.380,0 ermittelt, der im Wesentlichen auf das erwartete langfristige Entwicklungspotenzial des Office Park 3 zurückzuführen ist. Mit dem Erwerb der Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. sind Barmittel in Höhe von T€ 598,5 übernommen worden. Der konsolidierte Ergebnisbeitrag der Tochtergesellschaft seit dem Erwerb beträgt T€ 1.046,1. Wäre die Akquisition zum 1. Jänner 2007 erfolgt, würden die geschätzten konsolidierten Umsatzerlöse T€ 3.847,9 betragen sowie das geschätzte konsolidierte Periodenergebnis T€ 4.698,2 (inklusive außerordentliches Ergebnis in Höhe von T€ 3.610,1).

Zum 1. August 2007 hat die Flughafen Wien AG über ihre Konzerngesellschaft VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. 100 Prozent der Anteile an der Mazur Parkplatz GmbH, Schwechat, für einen Kaufpreis in Höhe von T€ 4.380,0 erworben. Der Kaufpreis wurde mit Barmitteln beglichen. Aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierte ein Firmenwert in Höhe von T€ 54,2; Barmittel in Höhe von T€ 32,9 wurden übernommen. Mit dem Erwerb der Gesellschaft wurden die Parkraumkapazitäten des Flughafen Wien um rund 5.000 Stellplätze erweitert. Der konsolidierte Ergebnisbeitrag der Tochtergesellschaft in den ersten fünf Monaten seit dem Erwerb beträgt T€ 30,3. Unter der Annahme, dass der Unternehmenszusammenschluss bereits zu Beginn des Geschäftsjahres stattgefunden hätte, würde der geschätzte Umsatzbeitrag T€ 1.330,0 und das geschätzte Periodenergebnis T€ 120,0 betragen.

Die folgenden Vermögenswerte und Schulden wurden im Rahmen der Akquisition von Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. sowie Mazur Parkplatz GmbH erworben:

Beizulegende Anpassung an Buchwerte
Zeitwerte zum beizulegende unmittelbar
in T€ Erwerbszeitpunkt Zeitwerte vor Erwerb
Immaterielle Vermögenswerte 14,3 0,0 14,3
Sachanlagen 27.635,9 5.591,1 22.044,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3,8 0,0 3,8
Vorräte 2,7 0,0 2,7
Forderungen und andere Vermögenswerte 212,6 0,0 212,6
Aktive latente Steuerabgrenzung 2.136,2 0,0 2.136,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 631,4 0,0 631,4
Finanzverbindlichkeiten -0,4 0,0 -0,4
Rückstellungen -147,9 0,0 -147,9
Verbindlichkeiten -2.040,6 0,0 -2.040,6
Passive latente Steuerabgrenzung -1.397,8 -1.397,8 0,0
Erworbenes Nettovermögen 27.050,2 4.193,3 22.856,9
Firmenwerte 4.434,2
Bar bezahlter Kaufpreis 31.484,4

Am 25. Mai 2007 wurde im Zuge einer Kapitalerhöhung ein Anteil von 25,15 Prozent an der Flughafen Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, erworben. Die Gesellschaft betreibt den Flughafen in Friedrichshafen. Der Kaufpreis inklusive aktivierter Nebenkosten in Höhe von T€ 191,2 beträgt T€ 7.691,2 und ist unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden die beim Flughafen Friedrichshafen bestehenden Kundenbeziehungen als ein im Beteiligungsansatz enthaltener immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Wertermittlung der Kundenbeziehungen erfolgte anhand der Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method"). Die Kundenbeziehungen sind mit einem anteiligen beizulegenden Zeitwert von T€ 212,3 bewertet. Der im Beteiligungsansatz enthaltene Firmenwert beträgt T€ 2.043,6.

Im Geschäftsjahr 2007 fanden keine Entkonsolidierungen statt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden unabhängig von der Beteiligungshöhe in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst.

Beim Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Unternehmen, die bereits als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem anteilig erworbenen Eigenkapital als Firmenwert angesetzt.

Minderheitenanteile am Reinvermögen der konsolidierten Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen, es sei denn, die Minderheitsgesellschafter verfügen über einen Anspruch auf Rückzahlung ihres Kapitalanteils oder auf Verkauf ihrer Anteile an die Muttergesellschaft. Minderheitenanteile bestehen aus dem Betrag solcher Anteile zum Tag des Unternehmenszusammenschlusses und dem Minderheitenanteil an den Änderungen des Eigenkapitals ab dem Zeitpunkt des Zusammenschlusses.

Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen und bleiben bis zu dem Zeitpunkt einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden – soweit wesentlich – eliminiert.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.

Berichtswährung und funktionale Währung der österreichischen Konzerngesellschaften ist der Euro. Funktionale Währung der ausländischen Tochtergesellschaften und der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen ist die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Abschlüsse der sich außerhalb der Euro-Zone befindlichen Gesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Im Rahmen dieser Methode werden die Posten des Eigenkapitals teilweise mit dem historischen Kurs, die übrigen Bilanzposten mit dem Bilanzstichtagskurs und die Aufwendungen und Erträge mit dem durchschnittlichen Jahreskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Währungsumrechnungsrücklage erfasst.

Die für die Umrechnung ausländischer Abschlüsse angewandten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro folgendermaßen entwickelt:

Jahres-
Stichtagskurs durchschnittskurs
1 EUR= 1 EUR=
31.12.2008 31.12.2007 2008 2007
Maltesische Lire (MTL) N/A1) 0,429 N/A1) 0,429
Slowakische Kronen (SKK)2) 30,13 33,58 31,13 33,77

1) Nachdem Malta per 1. Jänner 2008 den Euro eingeführt hat, entfällt die Umrechnung für dieses Jahr.

2) In der Slowakei wurde mit 1. Jänner 2009 im Zuge der bevorstehenden Euroumstellung der Umrechnungskurs mit 30,13 SKK/EUR fixiert.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Abschreibung für Wertminderungen vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und sind im Flughafen-Wien-Konzern unwesentlich. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht werden, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt sich in der Regel durch Berechnung des Nutzwerts nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF)-Methode. Diese DCF-Berechnungen basieren auf den vom Management genehmigten und auch für interne Zwecke verwendeten Finanzplänen für fünf Jahre (2009 bis 2013) und einer ewigen Rente (ab 2013). Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Zahlungsströme, die über den fünfjährigen Zeitraum hinausgehen, werden anhand langfristig erwarteter Wachstumsraten berechnet. Die risikoadäquaten Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt ("Weighted Average Cost of Capital").

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Betriebsgebäude 33,3
Sonstige Gebäude 10–50
Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder 20
Sonstige Grundstückseinrichtungen 7–20
Technische Anlagen und Maschinen 5–20
Fahrzeuge 5–10
Andere Anlagen, Betrieb- und Geschäftsausstattung 4–15

Der Flughafen-Wien-Konzern verfügt über keine langfristigen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte zu klassifizieren sind.

Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz (vor Steuern) berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken.

Vermietete und gemietete Vermögenswerte

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasingverhältnis trägt. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in dessen Bilanz angesetzt und nach den für den jeweiligen Vermögenswert einschlägigen Bilanzierungsvorschriften bewertet. In einem Operating Lease erfassen sowohl Leasinggeber als auch Leasingnehmer die Leasingraten erfolgswirksam.

Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in seiner Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem

niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen anzusetzen und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abzuschreiben. Zugleich wird in Höhe des Buchwerts des Leasinggegenstands eine Leasingverbindlichkeit angesetzt. Der Leasinggeber setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasingaufwendungen bzw. -erträge werden in Tilgungen der Leasingverbindlichkeit bzw. -forderung und in Finanzaufwendungen bzw. -erträge aufgeteilt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 33,3 bis 50 Jahren vorgenommen.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt.

Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis. Sämtliche sonstigen Veränderungen der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein von der Unternehmenszugehörigkeit abhängiger Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationstafeln "AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F.W. Pagler" zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.

Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder zum 31. Dezember 2008, 2007 und 2006 wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:

2008 2007 2006
Rechnungszinssatz 5,50% 4,75% 4,25%
Lohn- und Gehaltstrend 3,5% 3,5% 3,5%
Pensionstrend (nur für Pensionen) 1,5% 1,5% 1,5%
Erwarteter Veranlagungsertrag der Versicherung
(nur für Pensionen)1) 4,125% 4,125% 4,125%
Fluktuationsabschlag (gestaffelt) 0%–12% 0%–12% 0%–12%

1) Der erwartete Ertrag ergibt sich aus den Renditen des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit Ausnahme der Rückstellungen für Abfertigung, Pension und Jubiläumsgeld werden im Finanzergebnis erfasst.

Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln

Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse behandelt.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.

Originäre finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere)

Wertpapiere, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden in der Regel mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.

Finanzinvestitionen in Wertpapiere, die der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet werden, sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital (Marktwertbewertungsrücklage = AfS-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaftem und signifikantem Absinken des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe grundsätzlich erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.

Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die noch im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.

Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Erstbuchwert abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.

Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und, soweit wesentlich, wird die spätere Fälligkeit mittels Abzinsung berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.

Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen erhaltenem Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Derivative finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Der Flughafen-Wien-Konzern setzt einzelne derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung der aus Investitionen und Finanztransaktionen resultierenden Zinsänderungsrisiken ein.

Derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" einzustufen sind, werden bei Vertragsabschluss mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht in der Regel den Anschaffungskosten) angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen maßgebend und entsprechen bei gehandelten Derivaten dem Marktwert. Bei nicht börsegehandelten Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte oder Auflösungsangebote der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen. Für Zinsswaps entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den der Konzern bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Zinssätze und Zinsstrukturkurven berechnet. Die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt grundsätzlich ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer das derivative Finanzinstrument ist in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden.

Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten erfasst, negative in den übrigen Verbindlichkeiten.

Der Konzern wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 ("Hedge Accounting") zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen ("Cash-Flow Hedge") an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Mittels eines Cash-Flow Hedge werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten

Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Liegt ein Cash-Flow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst.

Die strengen Anforderungen des IAS 39 an die Anwendung des Hedge Accounting erfüllt der Flughafen-Wien-Konzern wie folgt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten) zukünftigen Transaktionen als auch die Messung der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht, die zwischen 80 Prozent und 125 Prozent liegen muss. Wird eine Sicherungsbeziehung ineffektiv, wird sie aufgelöst.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet. Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst. Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus At-Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden zum Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.

Ermessensbeurteilungen und Unsicherheiten bei Schätzungen

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zu Grunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.

Die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zum Erwerbszeitpunkt verbunden. Die Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen weisen einen Buchwert in Höhe von T€ 104.790,1 (Vorjahr: T€ 99.704,1) auf. Dies gilt insbesondere für solche Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements.

Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erforderlich. Immobilien werden durch Sachverständigengutachten bewertet. Ansatzfähige immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Da eine marktpreisorientierte Bewertung ("Market Approach") von immateriellen Vermögenswerten aufgrund mangelnder vergleichbarer Marktpreise meist nicht möglich ist, wird in der Regel ein kapitalwertorientiertes Verfahren ("Income Approach") herangezogen. Für die Bewertung von Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode ("Multiperiod Excess Earnings Method") angewandt. Hierbei wird der Barwert der Einkommensströme aus dem vorhandenen Kundenstamm ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Einkommens-

ströme erwirtschaftet, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse neben den operativen Kosten auch kalkulatorische Nutzungsentgelte für diese "unterstützenden" Vermögenswerte ("Contributory Asset Charges") berücksichtigt. Bei dieser Bewertung wird die Verringerung der geplanten Einkommensströme im Zeitablauf nach Maßgabe einer angemessenen Schrumpfungsrate ("Churn Rate") der Kunden beachtet.

Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 8.321,3, Vorjahr: T€ 4.883,7) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 4.394,4, Vorjahr: T€ 4.434,4), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.320.988,0, Vorjahr: T€ 1.098.496,0), als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 122.690,1, Vorjahr: T€ 122.595,1), sowie Vermögenswerten des Finanzanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 107.865,7, Vorjahr: T€ 102.232,1) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung vorgenommen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Der erzielbare Betrag von Vermögenswerten oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt, in die Annahmen des Managements über künftige Zahlungsströme, risikoadäquate Abzinsungssätze und angemessene Nutzungsdauern einfließen. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten künftigen Zahlungsströme sowie die Einschätzung, ob eine Wertminderung nicht nur vorübergehend eingetreten ist, sind folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruhen in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.

Der Flughafen-Wien-Konzern bildet Wertberichtigungen in Höhe von T€ 6.360,8 (Vorjahr: T€ 3.222,7) auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.

Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 77.675,8 (Vorjahr: T€ 80.024,3) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.

Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Schiedsgerichtsoder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 2.881,3 (Vorjahr: T€ 4.323,7) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen den mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.

Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimmter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 12.095,2 (Vorjahr: T€ 16.176,8) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.

Der Flughafen-Wien-Konzern weist nach dem primären Berichtsformat die Geschäftsbereiche Airport, Handling und Non-Aviation aus. Diese Segmente stellen strategische Geschäftsbereiche dar, die sich in ihren Produkten und Dienstleistungen, den Kundenprofilen sowie dem regulatorischen Umfeld unterscheiden. Als sekundäres Berichtsformat werden geografische Segmentinformationen dargestellt.

Airport

Das Segment Airport erbringt vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen,

des Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung inklusive des VIP-Centers und der VIP-Loungen. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen.

Handling

Das Segment Handling beschäftigt sich mit Servicedienstleistungen betreffend die Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren. Gemäß den EU-Richtlinien ist dieses Segment nicht dem Flughafenbetreiber (Flughafen Wien AG) alleine vorbehalten, sondern es können neben den Fluggesellschaften selbst auch Drittanbieter am Flughafen Wien ihre Handlingdienste anbieten. Seit Ende 2000 ist die deutsche Gesellschaft Fraport Ground Services Austria GmbH, früher VAS Flughafenbodenverkehrsdienste GmbH, am Flughafen Wien tätig. Im Bereich Fracht-Handling trat im zweiten Quartal 2008 mit der Swissport Cargo Services Austria GmbH ein weiterer Cargo-Handling-Anbieter in den Markt ein.

Non-Aviation

Das Segment Non-Aviation umfasst verschiedene Leistungen rund um den Flugbetrieb wie Shopping, Gastronomie, Parkierung, Sicherheitsdienstleistungen, Entwicklung und Vermarktung von Immobilien, Verkehrsanbindung, Haustechnik, Reinigung, Ver- und Entsorgung, Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen, Telekommunikation, Baumanagement sowie Beratungsleistungen.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten

Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen Wien beurteilt die Leistung der Segmente u.a. anhand des Betriebsergebnisses, dem EBIT. Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich zum Teil an den Selbstkosten orientieren, verrechnet. Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Vorräte. Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie wesentliche Rückstellungen. Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Segmentvermögen, Segmentschulden, Segmentinvestitionen sowie die Außenumsätze werden darüber hinaus im sekundären Berichtsformat nach Regionen gegliedert dargestellt. Die Zuordnung des Segmentvermögens, der Segmentinvestitionen und der Außenumsätze zu den Regionen erfolgt grundsätzlich nach dem Standort des betreffenden Vermögens.

Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Wesentlichen nicht direkt nur einem Segment zurechenbar. Insofern wird deren Anteil am Periodenergebnis und deren Buchwert bei den Segmentinformationen nicht angegeben.

Non
in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Airport Handling Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 250.801,5 152.190,5 144.531,3 547.523,3
Interne Segmentumsätze 28.044,9 25.456,8 71.356,8
Segmentumsätze 278.846,4 177.647,3 215.888,2
Sonstige externe Umsätze 535,8
Konzernumsatz 548.059,1
Segmentergebnis 97.251,4 14.505,9 48.765,2 160.522,5
Sonstiges (nicht zuordenbar) -27.263,8
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 133.258,7
Segmentabschreibungen 37.154,4 7.792,6 23.263,0 68.210,0
Sonstige (nicht zuordenbar) 444,7
Konzernabschreibungen 68.654,7
Segmentinvestitionen 245.280,7 7.131,2 45.132,5 297.544,4
Sonstige (nicht zuordenbar) 549,3
Konzerninvestitionen 298.093,7
Segmentvermögen 1.026.177,4 42.263,0 438.861,2 1.507.301,7
Sonstiges (nicht zuordenbar)1) 227.982,4
Konzernvermögen 1.735.284,1
Segmentschulden 91.652,9 65.602,4 125.191,8 282.447,2
Sonstige (nicht zuordenbar)1) 676.450,9
Konzernschulden 958.898,1
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 399 2.210 1.503 4.112
Sonstige (nicht zuordenbar) 154
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.266

Segmentangaben 2008 nach Geschäftsbereichen

1) Das nicht zuordenbare Konzernvermögen und die nicht zuordenbaren Konzernschulden betreffen im Wesentlichen Finanzanlagen, liquide Mittel, die latente Steuerabgrenzung, Finanzverbindlichkeiten, Steuerrückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Segmentangaben 2007 nach Geschäftsbereichen

Non
in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Airport Handling Aviation Konzern
Externe Segmentumsätze 242.165,2 146.984,5 132.178,3 521.328,0
Interne Segmentumsätze 27.068,6 23.152,9 62.548,9
Segmentumsätze 269.233,8 170.137,4 194.727,2
Sonstige externe Umsätze 96,6
Konzernumsatz 521.424,6
Segmentergebnis 94.088,8 11.804,6 35.222,5 141.116,0
Sonstiges (nicht zuordenbar) -20.772,1
Konzern-EBIT/Betriebsergebnis 120.343,9
Segmentabschreibungen 38.181,9 7.613,6 24.468,1 70.263,6
Sonstige (nicht zuordenbar) 385,0
Konzernabschreibungen 70.648,6
Segmentinvestitionen 138.231,7 12.060,6 43.101,6 193.393,9
Sonstige (nicht zuordenbar) 405,4
Konzerninvestitionen 193.799,4
Segmentvermögen 818.780,7 41.459,8 415.419,8 1.275.660,4
Sonstiges (nicht zuordenbar)1) 285.193,2
Konzernvermögen 1.560.853,5
Segmentschulden 94.172,4 69.744,6 123.768,6 287.685,7
Sonstige (nicht zuordenbar)1) 538.233,1
Konzernschulden 825.918,7
Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) 378 2.089 1.465 3.932
Sonstige (nicht zuordenbar) 155
Konzernmitarbeiter (Durchschnitt) 4.087

Segmentangaben 2008 nach Regionen

in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 547.296,7 762,4 0,0 548.059,1
EBIT 132.748,7 612,0 -102,0 133.258,7
Vermögen 1.639.694,4 48.196,1 47.393,5 1.735.284,1
Investitionen 298.093,7 0,0 0,0 298.093,7
Mitarbeiter (Durchschnitt) 4.266 0 0 4.266

Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den voll konsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2008 ein Ergebnis in Höhe von € 2,4 Mio. (Vorjahr: € 2,5 Mio.) und auf die Beteiligung am Flughafen Košice in Höhe von € 1,6 Mio. (Vorjahr: € 1,6 Mio.) Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.

Segmentangaben 2007 nach Regionen

in T€ (ausgenommen Mitarbeiter) Österreich Malta Slowakei Konzern
Außenumsätze 520.905,8 518,8 0,0 521.424,6
EBIT 121.922,7 199,7 -1.778,6 120.343,9
Vermögen 1.469.518,8 50.253,3 41.081,4 1.560.853,5
Investitionen 193.799,4 0,0 0,0 193.799,4
Mitarbeiter (Durchschnitt) 4.087 0 0 4.087

(2) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2008 2007
Aktivierte Eigenleistungen 7.466,3 6.340,3
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 59,6 560,5
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.069,6 2.170,9
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln 1.365,8 1.412,9
Erträge aus der Gewährung von Rechten 722,3 899,5
Erträge aus Versicherungsleistungen 95,9 42,8
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 30,5 13,2
Kursdifferenzen 0,0 2.491,3
Übrige 429,8 383,5
13.239,9 14.315,0

(3) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

in T€ 2008 2007
Material 19.589,7 16.718,5
Energie 16.044,8 14.435,7
Bezogene Leistungen 4.357,1 5.853,4
39.991,6 37.007,7

(4) Personalaufwand

in T€ 2008 2007
Löhne 100.605,6 97.149,9
Gehälter 60.060,8 59.783,2
Aufwendungen für Abfertigungen 7.800,2 6.680,1
davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse 1.137,8 889,8
Aufwendungen für Altersversorgung 3.289,8 2.973,1
davon Beiträge an Pensionskassen 1.889,6 1.658,3
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 45.758,1 45.102,4
Andere Personalaufwendungen 2.683,3 1.677,2
220.197,9 213.365,9

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalaufwand um 3,2 Prozent auf € 220,2 Mio. gestiegen. Im Personalaufwand des Geschäftjahres 2007 war eine Rückstellungsdotierung in Höhe von € 6,0 Mio. für Arbeiter und Angestellte im Zusammenhang mit den Zwischenergebnissen der Verhandlungen betreffend Kollektivvertragsumstellungen enthalten. Diese Rückstellung wurde in der Berichtsperiode für die aus den Verhandlungen resultierenden Einmalzahlungen verwendet. Bereinigt man den Personalaufwand des Vorjahres sowie des abgelaufenen Geschäftsjahres um die Dotierung bzw. Auflösung/ Verwendung dieser Rückstellung, so ergibt sich eine Steigerung des Personalaufwands um 9,1 Prozent, die einerseits auf den gestiegenen Personalstand sowie auf kollektivvertragliche Erhöhungen der Löhne und Gehälter zurückzuführen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 4.266 Mitarbeiter angestiegen. Im Segment Airport beträgt der Anstieg 5,5 Prozent (21 Mitarbeiter), im Segment Handling 5,8 Prozent (121 Mitarbeiter) und im Bereich Non-Aviation 2,6 Prozent (38 Mitarbeiter). In den Verwaltungsbereichen ist die Mitarbeiteranzahl um 1,0 Prozent (2 Mitarbeiter) zurückgegangen.

in T€ 2008 2007
Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) 412,6 300,2
Instandhaltungen 18.010,6 17.585,0
Fremdleistungen 14.173,6 12.304,7
Beratungsaufwand 7.197,5 6.166,1
Marketing und Marktkommunikation 27.732,3 26.122,9
Post- und Telekommunikation 1.754,9 1.786,6
Miet- und Pachtaufwendungen 9.828,2 8.946,0
Versicherungsaufwendungen 3.832,2 3.996,0
Reisen und Ausbildung 2.127,4 1.854,7
Schadenfälle 515,9 209,3
Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle 3.623,2 2.444,5
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 2.606,3 471,4
Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs 609,0 1.596,2
Andere betriebliche Aufwendungen 6.772,4 10.589,8
99.196,2 94.373,5

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Instandhaltungen beinhalten neben den laufenden Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie für Wartung der EDV-Anlagen auch Sanierungen von Pisten, Vorfeldern und Rollwegen.

Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation Systems", aus der Manipulation der Kofferkulis, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH zusammen.

Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.

Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.

(6) Abschreibungen
in T€ 2008 2007
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte
Planmäßige Abschreibungen 1.839,1 1.984,6
Abschreibungen infolge Wertminderung 0,0 2.086,5
1.839,1 4.071,1
Abschreibungen Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 66.815,6 66.577,5
68.654,7 70.648,6

Im Vorjahr wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 2.086,5 aufgrund eingeschränkter betrieblicher oder technischer Verwertbarkeit auf Basis einer Schätzung des erzielbaren Betrages in Form des beizulegenden Zeitwertes außerplanmäßig wertgemindert. Der Wertminderungsaufwand war dem Segment Non-Aviation zugeordnet.

(7) Beteiligungsergebnis der at equity bilanzierten Unternehmen
----------------------------------------------------------------- -- --
T€ 2008 2007
Zugänge aus Ergebnis 4.235,8 4.228,6
Abgänge aus Ergebnis -288,2 -182,6
Abschreibung identifizierte Vermögenswerte -15,3 -7,6
3.932,4 4.038,3

Im Geschäftsjahr wurde ein anteiliger Verlust in Höhe von T€ 122,4 (Vorjahr: T€ 0,0) nicht erfasst. Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt T€ 163,1 (Vorjahr: T€ 40,8).

(8) Beteiligungsergebnis ohne die at equity bilanzierten Unternehmen

in T€ 2008 2007
Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 0,0 224,0
Erträge aus Beteiligungen sonstiger Unternehmen 406,0 126,0
Aufwendungen aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen -11,7 0,0
Sonstiges Beteiligungsergebnis 394,3 350,0

(9) Zinsergebnis

in T€ 2008 2007
Zinsen und ähnliche Erträge 8.103,5 7.628,2
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.808,2 -14.645,9
-5.704,7 -7.017,7

(10) Sonstiges Finanzergebnis

in T€ 2008 2007
Bewertungsergebnis Wertpapiere 133,0 178,6
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren -7.001,3 0,0
Wertminderungen auf Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen -6.046,0 -3.923,4
-12.914,4 -3.744,8

Das sonstige Finanzergebnis wird aufgrund von Abschreibungen von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 5,7 Mio. (Vorjahr € 3,9 Mio.) sowie Verlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren im kurzfristigen Vermögen in Höhe von € 7,0 Mio. in Summe mit € 12,7 Mio. belastet. Diese Wertpapiere betreffen Anteile an Investmentfonds.

(11) Ertragsteuern

in T€ 2008 2007
Aufwand für laufende Ertragsteuern 21.874,1 23.120,3
Aperiodischer Aufwand für laufende Ertragsteuern -29,0 355,0
Veränderung latenter Steuern 5.983,9 3.039,7
27.829,1 26.515,0

Der Steueraufwand des Jahres 2008 von T€ 27.829,1 (Vorjahr: T€ 26.515,0) ist um T€ 1.912,5 (Vorjahr: T€ 1.977,4) geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 29.741,6 (Vorjahr: T€ 28.492,4), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 Prozent auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 118.966,3 (Vorjahr: T€ 113.969,7) ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

Steuerüberleitungsrechnung

in T€ 2008 2007
Ergebnis vor Ertragsteuern 118.966,3 113.969,7
Rechnerische Ertragsteuer 29.741,6 28.492,4
Steuerminderung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze -167,8 -138,3
Steuereffekte aus Kürzungen für lokale Steuer -1.916,9 -3.559,0
-2.084,8 -3.697,2
Steuermehrung aufgrund von
Anpassung an ausländische Steuersätze 25,4 145,0
Steuereffekte aus Hinzurechnungen für lokale Steuern 160,1 3,4
Änderung Konsolidierungskreis (Korrektur steuerliche Ergebnisse) 0,0 506,4
Permanente Differenzen 15,7 10,9
201,2 665,7
Ertragsteueraufwand der Periode 27.858,0 25.460,9
Aperiodischer Steueraufwand -29,0 355,0
Wertanpassungen aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge 0,0 699,1
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 27.829,1 26.515,0
Effektivsteuersatz 23,4% 23,3%

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus:

Steuerabgrenzung

in T€ 2008 2007
Aktive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 214,3 292,9
Finanzielle Vermögenswerte 537,9 728,2
Rückstellungen für Abfertigungen 2.535,6 3.423,8
Rückstellungen für Pensionen 1.283,0 1.667,0
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 689,8 791,3
Aktienübertragung in Stiftung 2.196,7 4.295,2
Sonstige Rückstellungen 2.615,6 3.070,4
Steuerliche Verlustvorträge 2.022,5 1.907,9
12.095,2 16.176,8
Passive latente Steuerabgrenzung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 16.379,8 13.016,0
Wertpapiere 48,0 671,1
Sonstige Vermögenswerte und Schulden 116,7 194,3
Steuerabgrenzung aus Konsolidierung 1.017,9 1.101,8
17.562,4 14.983,1
Summe Steuerabgrenzung (saldiert) -5.467,2 1.193,7

Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:

Entwicklung der aktiven Steuerabgrenzung
in T€ 2008 2007
Stand zum 1.1. 16.176,8 17.771,6
Änderung Konsolidierungskreis 0,0 2.136,2
Erfolgswirksame Veränderungen -3.237,4 -2.751,3
Erfolgsneutrale Veränderungen
Versicherungsmathematische Differenzen -749,1 -488,0
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen -95,0 -491,8
Summe erfolgsneutrale Veränderungen -844,1 -979,7
Stand zum 31.12. 12.095,2 16.176,8
Entwicklung der passiven Steuerabgrenzung
in T€
2008 2007
Stand zum 1.1. 14.983,1 12.650,3
Änderung Konsolidierungskreis 0,0 1.400,8
Erfolgswirksame Veränderungen
Erfolgswirksame Veränderungen 2.830,3 703,9
Erfolgswirksame Veränderungen Konzernbuchungen -83,8 -415,6
Summe erfolgswirksame Veränderungen 2.746,5 288,4
Erfolgsneutrale Veränderungen -167,2 643,6
Stand zum 31.12. 17.562,4 14.983,1

Bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde der in Österreich geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 32,5% und für die Slowakei 19%) berechnet.

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf die direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, Cash-flow Hedges, die Mitarbeiterstiftung sowie auf die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste.

Zum 31. Dezember 2008 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 699,2 (Vorjahr: T€ 699,2) nicht gebildet.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Langfristiges Vermögen

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Als immaterielle Vermögenswerte werden Firmenwerte, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Software sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.

Konzessionen Firmen
T€ und Rechte werte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2008
Nettobuchwert zum 1.1.2008 4.883,7 4.434,4 9.318,1
Zugänge 5.215,8 0,0 5.215,8
Umbuchungen 63,9 0,0 63,9
Abgänge -3,0 -40,0 -43,0
Abschreibungen -1.839,1 0,0 -1.839,1
Nettobuchwert zum 31.12.2008 8.321,3 4.394,4 12.715,7
Stand zum 31.12.2008
Anschaffungskosten 28.784,2 4.394,4 33.178,5
Kumulierte Abschreibungen -20.462,9 0,0 -20.462,9
Nettobuchwert 8.321,3 4.394,4 12.715,7
Konzessionen Firmen
T€ und Rechte werte Gesamt
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2007
Nettobuchwert zum 1.1.2007 6.141,2 0,0 6.141,2
Veränderung Konsolidierungskreis 14,3 4.434,4 4.448,7
Zugänge 920,8 0,0 920,8
Umbuchungen 1.904,6 0,0 1.904,6
Abgänge -26,2 0,0 -26,2
Abschreibungen -4.071,1 0,0 -4.071,1
Nettobuchwert zum 31.12.2007 4.883,7 4.434,4 9.318,1
Stand zum 31.12.2007
Anschaffungskosten 23.638,1 4.434,4 28.072,5
Kumulierte Abschreibungen -18.754,4 0,0 -18.754,4
Nettobuchwert 4.883,7 4.434,4 9.318,1

Die wesentlichen Zugänge des Berichtsjahres betreffen Stromnetznutzungsrechte sowie Softwarelizenzen. Im Geschäftsjahr 2008 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 1.961,8 (Vorjahr: T€ 1.286,1) für die Entwicklung einzelner Programm-Module der selbst entwickelten Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.

Andere
Technische Anlagen, Geleistete
Anlagen Betriebs- und Anzahlungen
Grundstücke und Geschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Gesamt
Entwicklung
vom 1.1. bis 31.12.2008
Nettobuchwert zum 1.1.2008 482.120,5 270.697,5 49.652,4 296.025,7 1.098.496,0
Zugänge 18.545,6 9.921,9 15.079,4 249.331,0 292.877,9
Umbuchungen 8.433,7 653,9 7,7 -14.683,9 -5.588,6
Abgänge -109,7 -74,4 -83,4 -2.350,2 -2.617,7
Abschreibungen -20.637,8 -26.330,6 -15.211,3 0,0 -62.179,7
Nettobuchwert
zum 31.12.2008 488.352,2 254.868,4 49.444,8 528.322,6 1.320.988,0
Stand zum 31.12.2008
Anschaffungskosten 747.733,0 630.455,0 175.057,0 528.837,4 2.082.082,5
Kumulierte Abschreibungen -259.380,8 -375.586,6 -125.612,2 -514,9 -761.094,6
Nettobuchwert 488.352,2 254.868,4 49.444,8 528.322,6 1.320.988,0
Andere
Technische Anlagen, Geleistete
Anlagen Betriebs-und Anzahlungen
Grundstücke und Geschäfts- und Anlagen
T€ und Bauten Maschinen ausstattung in Bau Gesamt
Entwicklung
vom 1.1. bis 31.12.2007
Nettobuchwert zum 1.1.2007 500.297,0 274.490,7 45.580,4 196.296,1 1.016.664,3
Änderung Konsolidierungskreis 4.357,8 0,0 25,4 0,0 4.383,3
Zugänge 5.172,4 21.217,8 20.161,4 126.983,1 173.534,7
Umbuchungen 717,8 1.265,8 228,6 -27.253,5 -25.041,3
Abgänge -6.834,9 -109,9 -254,6 0,0 -7.199,5
Abschreibungen -21.589,7 -26.166,8 -16.088,9 0,0 -63.845,4
Nettobuchwert
zum 31.12.2007 482.120,5 270.697,5 49.652,4 296.025,7 1.098.496,0
Stand zum 31.12.2007
Anschaffungskosten 721.569,0 624.391,7 166.505,8 296.540,6 1.809.007,0
Kumulierte Abschreibungen -239.448,5 -353.694,2 -116.853,4 -514,9 -710.511,0
Nettobuchwert 482.120,5 270.697,5 49.652,4 296.025,7 1.098.496,0

Im Geschäftsjahr 2008 wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 10.578,3 aktiviert

(Vorjahr: T€ 6.137,9). Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz betrug in der Berichtsperiode wie im Vorjahr 4,4 Prozent.

Die größten Zugänge im Geschäftsjahr 2008 und 2007 werden nachstehend, inklusive aktivierte Fremdkapitalzinsen, angeführt:

Im Segment Airport in T€ 2008
Terminalerweiterung VIE-Skylink 163.413,1
Feuerwache 15.178,8
Aktivierungen 3. Piste 14.435,7
Gepäcksortieranlage Skylink 12.729,6
Checkpoints Ost / West / GAC und Betriebsgebäude 6.051,5
Vorfelderweiterung Nordost 5.633,2
Sicherheitssysteme 1.364,5
Im Segment Handling in T€ 2008
Spezialfahrzeuge 4.426,1
Betriebsausstattung 2.422,9
Im Segment Non-Aviation in T€ 2008
Parkhaus 4 Erweiterung 13.392,1
Vorplatz VIE-Skylink 8.401,1
Sicherstellung Elektroversorgung 4.758,9
Airport Logistic Center Nord 7.746,6
Im Segment Airport in T€ 2007
Terminalerweiterung VIE-Skylink 82.179,2
Vorfelderweiterung Nordost 15.691,6
Gepäcksortieranlage 11.983,7
Ausbau Bahnhof Flughafen 7.175,0
Sicherheitssysteme 4.442,7
Grundstücke 1.582,6
Entwässerung Flugbetrieb 1.415,4
Im Segment Handling in T€ 2007
Großraumvorfeldbusse 2.227,5
Enteisungsmittelbefüllungsanlage 2.506,7
Enteisungsfahrzeuge 1.786,0
Im Segment Non-Aviation in T€ 2007
Office Park 2 – AUA Head Office 18.319,9
Parkhaus 4 Erweiterung 12.477,9
Kernzonengestaltung 1.896,9

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

in T€ 2008 2007
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.
Nettobuchwert zum 1.1. 122.595,1 59.594,1
Änderung Konsolidierungskreis 0,0 23.249,7
Zugänge 0,0 19.343,9
Umbuchungen 5.524,7 23.136,6
Abgänge -793,8 0,0
Abschreibungen -4.635,9 -2.729,3
Nettobuchwert zum 31.12. 122.690,1 122.595,1
Stand zum 31.12.
Anschaffungskosten 152.095,8 147.364,9
Kumulierte Abschreibungen -29.405,6 -24.769,8

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein zusätzlicher Teil des Speditionsgebäudes als Finanzinvestition gehaltene Immobilie identifiziert.

Nettobuchwert 122.690,1 122.595,1

in T€ 2008 2007
Mieteinnahmen 14.179,5 11.361,7
Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien 4.715,7 3.770,9
Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien 946,4 786,3

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen im Wesentlichen Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. Die betrieblichen Aufwendungen für zur Zeit nicht vermietete Immobilien sind durch notwendige Sanierungsarbeiten leer stehender Büroflächen im Office Park 3 bedingt.

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entspricht nach internen Wertermittlungen (auf Basis von Ertragswerten) zum Bilanzstichtag im Wesentlichen dem Buchwert.

(15) Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

in T€ 2008 2007
Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.
Nettobuchwert zum 1.1. 99.704,1 88.501,0
Währungsumrechnung 4.607,6 992,6
Zugänge aus Anteilserwerb 0,0 7.673,8
Zugänge aus Ergebnis 4.235,8 4.228,6
Abgänge aus Ergebnis -288,2 -182,6
Abschreibung identifizierte Vermögenswerte -15,3 -7,6
Dividendenausschüttung -3.453,9 -1.501,7
Nettobuchwert zum 31.12. 104.790,1 99.704,1

(Fortsetzung: (15) Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen) Stand zum 31.12.

Fortgeschriebene Anschaffungskosten 104.794,8 99.708,8
Kumulierte Wertanpassungen -4,7 -4,7
Nettobuchwert 104.790,1 99.704,1

(16) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Ausgereichte Darlehen und Forderungen 773,9 217,5
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available-for-Sale) 2.301,7 2.310,4
3.075,6 2.528,0

Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Societé Internationale Télécommunications Aeronautiques SC in Höhe von T€ 33,4 (Vorjahr: T€ 41,8), ein Darlehen an die Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H in Höhe von T€ 500,0 und den Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 98,8 (Vorjahr: T€ 84,4) sowie eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 141,7 (Vorjahr: T€ 91,3).

Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen längerfristig gehaltene Investmentfonds in Höhe von T€ 978,4 (Vorjahr: T€ 976,1) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.322,2 (Vorjahr: T€ 1.333,9), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden:

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (2008):

  • Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH
  • GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H.
  • "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH
  • Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H.
  • VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company, in Liquidation
  • VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H.
  • VIE Indien Projektentwicklung & Beteiligung GmbH

Anteile an nicht konsolidierten assoziierten Unternehmen (2008):

— OAO "Petroport-konzessii" Open Stock Company

Kurzfristiges Vermögen

(17) Vorräte

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Hilfs- und Betriebsstoffe 3.535,9 3.262,7
Geleistete Anzahlungen 0,0 115,5
3.535,9 3.378,2

Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb.

(18) Wertpapiere

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Investmentfonds 34.678,6 72.211,6
Rentenpapiere 59.740,0 69.867,0
94.418,6 142.078,6

Die Investmentfonds wurden der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet, während die Rentenpapiere als "Kredite und Forderungen" und als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert sind. Die zum 31. Dezember 2007 als "zu Handelszwecken gehalten" eingestuften Rentenpapiere wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr getilgt.

In der Berichtsperiode wurden die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Investmentfonds um T€ 5.674,0 (Vorjahr: T€ 3.923,4) erfolgswirksam im Wert gemindert, da die Wertminderungen dauerhaft waren.

Zum Stichtag sind Wertpapiere in Höhe von T€ 62.492,1 (Vorjahr T€ 72.211,6) zur Verbesserung der Konditionen zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 55.251,9 46.426,8
abzüglich Wertberichtigungen -6.360,8 -3.222,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto 48.891,0 43.204,2
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 266,2 268,2
Forderungen gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 0,1 0,1
Forderungen an Finanzamt 9.945,7 1.583,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.973,4 5.242,3
Abgrenzungsposten 2.350,8 1.970,0
66.427,3 52.268,8

(19) Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht

annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben.

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Kassenbestand 194,6 188,0
Guthaben bei Kreditinstituten 6.448,2 18.105,0
Kurzfristige Veranlagungen (Termingelder) 0,0 11.000,0
6.642,8 29.293,0

(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2008 bei 2,60 Prozent (Vorjahr: 2,94 Prozent). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.

Eigenkapital

(21) Grundkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien. Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2008 vorgeschlagene Dividende beträgt € 2,60 (Vorjahr: € 2,50) je Aktie.

(22) Kapitalrücklagen

Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.

(23) Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

(24) Einbehaltene Ergebnisse

Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31.12.2008 ausgewiesen ist.

Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Mitarbeiterstiftung

In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Am 30. November 2000 wurden 2.100.000 Stück Aktien (10% des Grundkapitals) rückgekauft. Die rückgekauften Aktien wurden am 20. Dezember 2000 (2.000.000 Stück) und am 2. Februar 2001 (100.000 Stück) in die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung eingebracht. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten.

Die Gewährung dieser aktienbasierten Vergütungen an die Mitarbeiter des Konzerns erfolgte vor Inkrafttreten des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Die Auswirkungen dieser Gewährung werden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. Abgesehen von der Übertragung der eigenen Aktien in den Jahren 2000 und 2001 resultieren die Auswirkungen aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungsverpflichtungen:

in T€ 2008 2007
Stand zum 1.1. 12.761,5 12.056,2
Teilauflösung Rückstellung für Stiftungsaufwand 380,0 1.197,0
Latente Steuern -95,0 -491,7
Stand zum 31.12. 13.046,4 12.761,5

(25) Minderheitenanteile

Die Minderheitenanteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die Minderheitenanteile zum Bilanzstichtag betreffen den Minderheitsgesellschafter RZB Holding GmbH an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s.

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Langfristige Schulden

(26) Langfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Abfertigungen 49.910,1 50.734,1
Pensionen 17.128,6 18.909,6
Jubiläumsgelder 10.637,1 10.380,6
Altersteilzeit 10.287,5 9.696,0
Stiftungsaufwendungen (langfristiger Anteil) 1.364,0 2.554,0
89.327,3 92.274,3

Rückstellungen für Abfertigungen

Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezuges.

Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Im Falle eines kollektivvertraglichen Abfertigungsüberhangs werden jedoch für diese Dienstnehmer Rückstellungen gebildet.

Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen

in T€ 2008 2007
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 50.734,1 53.372,9
Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 2,5
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 6.662,4 5.790,2
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische
Gewinne(-) / Verluste (+) -2.727,7 -2.180,8
Abfertigungszahlungen -4.758,7 -6.250,9
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 49.910,1 50.734,1

Der Personalaufwand enthält:

in T€ 2008 2007
Dienstzeitaufwand 3.529,4 3.569,2
Zinsaufwand 2.344,8 2.221,0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 788,2 0,0
Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand 6.662,4 5.790,2

Historische Information Abfertigungsrückstellung

in T€ 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 49.910,1 50.734,1
Erfahrungsbedingte Anpassungen (+) Gewinn / (-) Verlust -2.365,1 -1.216,4
In % des Barwerts der Verpflichtung (DBO) zum Periodenende -4,7 -2,4

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Rückstellungen für Pensionen

Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen wurden teilweise Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, welche gemäß IAS 19 Planvermögen darstellen. Der Rückstellungsbetrag wurde um diese Versicherungsansprüche verringert. Im Geschäftsjahr 2009 werden voraussichtlich € 0,1 Mio. in das Planvermögen eingezahlt werden.

Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100 Prozent der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an.

Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.

Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. September 1986 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan). Das Unternehmen leistet Beiträge in der Höhe von 2,5 Prozent des Monatsgrundbezuges, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraums von 5 Jahren ab Beginn des Zeitraums, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, jedoch spätestens nach 10 Dienstjahren, unverfallbar.

Überleitung der in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsrückstellung
in T€ 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 22.068,6 22.230,6
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. -4.940,0 -3.320,9
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. 17.128,6 18.909,6
Entwicklung des Barwerts der Verpflichtung (DBO)
in T€ 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 1.1. 22.230,6 21.891,3
Dienstzeitaufwand 364,4 399,8
Zinsaufwand 1.035,8 915,0
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische
Gewinne(-) / Verluste(+) -268,8 228,9
Pensionszahlungen -1.293,4 -1.204,4
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 22.068,6 22.230,6
Entwicklung des Planvermögens
in T€ 2008 2007
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 1.1. 3.320,9 3.192,1
Ertrag aus Planvermögen 85,7 128,8
Einzahlungen des Arbeitgebers 1.533,4 0,0
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert zum 31.12. 4.940,0 3.320,9

Das Planvermögen umfasst qualifizierte Rückdeckungsversicherungen.

Der Personalaufwand enthält

in T€ 2008 2007
Dienstzeitaufwand 364,4 399,8
Zinsaufwand 1.035,8 915,0
Ertrag aus Planvermögen -85,7 -128,8
Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand 1.314,5 1.186,0

Historische Information Pensionsverpflichtung

in T€ 2008 2007
Barwert (DBO) der Verpflichtungen zum 31.12. 22.068,6 22.230,6
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert -4.940,0 -3.320,9
Unterdeckung (+) / Überschuss (-) 17.128,6 18.909,6
Erfahrungsbedingte Anpassungen (+) Gewinn / (-) Verlust -570,3 -1.651,6
In % des Barwerts der Verpflichtung (DBO) zum Periodenende -2,6 -7,4
In % des Planvermögens am Periodenende -11,5 -49,7

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Den Mitarbeitern der österreichischen Gesellschaften gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.

Entwicklung der Rückstellung für Jubiläumsgelder

in T€ 2008 2007
Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 10.380,6 10.285,4
Erfolgswirksam erfasster Nettoaufwand 615,9 350,2
Jubiläumsgeldzahlungen -359,4 -255,0
Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen 10.637,1 10.380,6

Der Personalaufwand enthält

in T€ 2008 2007
Dienstzeitaufwand 717,0 706,3
Zinsaufwand 479,8 427,2
Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne(-)/Verluste (+) -580,9 -783,4
Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand 615,9 350,2

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt.

in T€ 1.1.2008 Verbrauch Neubildung 31.12.2008
Altersteilzeit 9.696,0 -2.545,5 3.137,0 10.287,5

Rückstellung für Stiftungsaufwand

Die Rückstellung für Stiftungsaufwand betrifft die kurz- und langfristigen Verpflichtungen zur Abdeckung der Steueraufwendungen der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Die Entwicklung der Rückstellung erfolgt ergebnisneutral gegen das Eigenkapital.

in T€ 1.1.2008 Verbrauch Auflösung 31.12.2008
Stiftungsaufwendungen 3.292,8 -718,5 -380,0 2.194,3
davon kurzfristig 738,8 830,3
davon langfristig 2.554,0 1.364,0

(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 120.132,3 144,8
Bankdarlehen langfristig 488.198,2 468.191,9
Finanzverbindlichkeiten 608.330,5 468.336,7

Die Aufnahme der Bankdarlehen erfolgte zur Finanzierung der umfangreichen Ausbauvorhaben am Flughafen Wien. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von € 22,4 Mio. bei der Österreichischen Kontrollbank zu festen sowie zu variablen Konditionen mit Laufzeit von 2009 bis 2016 aufgenommen. Wie im Vorjahr beträgt das Kreditvolumen bei der Europäischen Investitionsbank € 400,0 Mio. mit einer fixen Verzinsung beider Tranchen von durchschnittlich 4,5 Prozent. Diese Darlehen haben eine Laufzeit bis Juni 2031, wovon die ersten neun Jahre tilgungsfrei sind.

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Bis zu einem Jahr 120.132,3 144,8
Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 9.730,0 15.111,0
Mehr als fünf Jahre 478.468,2 453.080,9
608.330,5 468.336,7

Die Bankdarlehen weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen.

(28) Übrige langfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 1.585,7 1.422,5
Umweltfonds (langfristiger Teil) 8.373,3 10.478,6
Abgrenzungsposten 30.214,0 30.689,8
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 3.520,9 4.776,0
43.693,9 47.366,9

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren.

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertig gestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.

In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden konform der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.

Kurzfristige Schulden

(29) Kurzfristige Rückstellungen

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Nicht konsumierte Urlaube 14.194,7 12.991,8
Andere Personalansprüche 4.315,7 11.100,8
Ertragsteuern 300,0 582,3
Stiftungsaufwendungen 830,3 738,8
Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen 69.779,8 59.304,7
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 9.751,2 7.392,1
Sonstige übrige Rückstellungen 8.982,6 9.240,6
108.154,2 101.351,1

Entwicklung vom 1.1. bis 31.12.2008

in T€ 1.1.2008 Verbrauch Auflösung Neubildung 31.12.2008
Nicht konsumierte Urlaube 12.991,8 -8,7 0,0 1.211,6 14.194,7
Andere Personalansprüche 11.100,8 -7.498,9 -3.378,9 4.092,6 4.315,7
Ertragsteuern 582,3 -543,6 -38,7 300,0 300,0
Stiftungsaufwendungen 738,8 -718,5 0,0 810,0 830,3
Nicht fakturierte Lieferungen
und Leistungen 59.304,7 -22.472,3 -1.470,3 34.417,6 69.779,8
Nicht abgerechnete Ermäßigungen 7.392,1 -6.489,0 -534,8 9.382,9 9.751,2
Sonstige übrige Rückstellungen 9.240,6 -3.474,2 -853,1 4.069,3 8.982,6
101.351,1 -41.205,1 -6.275,8 54.284,0 108.154,2

Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden sowie für Leistungsprämien.

Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadenersatzforderungen, einer Rückstellung für Sicherheitsbeiträge und der Haftpflichtversicherung für das Jahr 2008 zusammen.

(30) Lieferantenverbindlichkeiten

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Gegenüber Dritten 56.529,6 61.444,7
Gegenüber verbundenen Unternehmen 5.050,1 3.728,0
Gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 0,2 0,1
61.579,9 65.172,9

(31) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2008 31.12.2007
Umweltfonds (kurzfristiger Teil) 9.199,2 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 1.502,6 1.659,8
Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.395,4 5.147,6
Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln 1.308,9 1.362,6
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 5.140,6 4.302,1
Kreditorische Debitoren 1.399,8 1.971,5
Abgrenzungsposten Löhne 6.635,1 6.404,0
Andere Abgrenzungsposten 2.381,7 2.064,7
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 7.700,0 26.620,4
Andere sonstige Verbindlichkeiten 1.683,4 1.884,1
42.346,8 51.416,8

Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern bestehen aufgrund einer Put-Option für die Minderheitsgesellschafter an der slowakischen Tochtergesellschaft KSC Holding a.s. zum Verkauf ihrer Anteile.

Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.

Aufgrund der erwarteten Auszahlungstermine erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfond von den langfristigen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Sonstige Angaben

(32) Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Fonds der flüssigen Mittel kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Davon entfallen T€ 7.738,5 (Vorjahr: T€ 8.041,4) auf Zinseneinzahlungen und T€ 22.158,6 (Vorjahr: T€ 18.638,1) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen T€ 3.859,9 (Vorjahr: T€ 1.881,7). Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Geldflussrechnung aus dem Erwerb von Tochterunternehmen im Vorjahr setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2007
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe -31.484,4
Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 631,4
-30.853,0

(33) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Forderungen, ausgereichte Darlehen und sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:

Buchwert
nach
davon
weder
wertge-
davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
2008 in T€ Wertberich-
tigungen
31.12.2008
mindert
noch
überfällig
bis
30
Tage
von
31 bis
90 Tage
von
91 bis
180 Tage
von
181 bis
mehr
als
360 Tage 360 Tage
Restlaufzeit bis 1 Jahr 54.200,5 37.539,7 6.363,2 4.334,5 763,5 766,9 437,8
Restlaufzeit über 1 Jahr 50.773,9 50.773,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 104.974,3 88.313,6 6.363,2 4.334,5 763,5 766,9 437,8
davon
Buchwert
nach
weder
wertge-
davon nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
2007 in T€ Wertberich-
tigungen
31.12.2007
mindert
noch
überfällig
bis
30
Tage
von
31 bis
90 Tage
von
91 bis
180 Tage
von
181 bis
360 Tage 360 Tage
mehr
als
Restlaufzeit bis 1 Jahr 47.660,1 39.092,8 3.689,0 3.375,8 298,3 26,1 0,0
Restlaufzeit über 1 Jahr 217,5 217,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 47.877,6 39.310,4 3.689,0 3.375,8 298,3 26,1 0,0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigung Wertberichtigung
2008 in T€ 1.1.2008 Veränderung1) 31.12.2008
Einzelwertberichtigungen 4.890,8 3.319,8 8.210,6
Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen 25,5 24,1 49,6
4.916,2 3.344,0 8.260,2
Wertberichtigung Wertberichtigung
2007 in T€ 1.1.2007 Veränderung1) 31.12.2007
Einzelwertberichtigungen 2.684,2 2.206,5 4.890,8
Pauschale (Einzel-)Wertberichtigungen 9,1 16,4 25,5
2.693,3 2.222,9 4.916,2

1) Saldo aus Zuführung, Auflösung und Verwendung

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2008 T€ 175,2 (Vorjahr: T€ 95,4).

Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:

Buchwert vor Pauschale Buchwert nach
Wertberich- Einzelwert- (Einzel)wert- Wertberich-
tigungen berichtigung berichtigung tigungen
2008 in T€ 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2008
Überfällig < 1 Jahr 3.992,2 3.607,8 48,2 336,2
Überfällig > 1 Jahr 5.260,2 4.603,0 1,3 655,9
Summe 9.252,4 8.210,8 49,5 992,1
Buchwert vor
Wertberich-
tigungen
Einzelwert-
berichtigung
Pauschale
(Einzel)wert-
berichtigung
Buchwert nach
Wertberich-
tigungen
2007 in T€ 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007
Überfällig < 1 Jahr 817,7 721,3 25,5 70,9
Überfällig > 1 Jahr 4.882,6 4.169,5 0,0 713,2
Summe 5.700,3 4.890,8 25,5 784,1

Finanzielle Verbindlichkeiten – Fälligkeitstermine

Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen Wien ersichtlich:

Brutto-
Cash-Flows
Buchwert Gesamt zum Cash-Flows
2008 in T€ 31.12.2008 31.12.2008 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Fix verzinste Bankdarlehen 581.903,9 921.606,8 148.217,5 112.719,8 660.669,4
Variabel verzinste Bankdarlehen 26.426,6 24.060,1 24.060,1 0,0 0,0
Lieferantenverbindlichkeiten 61.579,9 61.579,9 61.579,9 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 26.845,3 26.845,3 16.886,3 8.373,3 1.585,7
Derivative Verbindlichkeiten 376,1 406,3 158,6 247,7 0,0
Summe 250.902,2 121.340,9 662.255,2
Buchwert Brutto-
Cash-Flows
Gesamt zum
31.12.2007 31.12.2007 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
446.425,7 828.115,0 20.079,7 97.339,3 710.696,0
21.911,0 22.509,8 22.509,8 0,0 0,0
65.172,9 65.172,9 65.172,9 0,0 0,0
18.461,9 18.461,9 7.983,3 10.478,6 0,0
115.745,7 107.817,9 710.696,0
Cash-Flows

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2008 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten sind nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2008 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Wertansatz nach IAS 39

Zeitwerte nach Bewertungskategorien Fortgeführte Zeitwert Zeitwert

Bewertungs- Buchwert Nominalwert =
2008 in T€ kategorie 31.12.2008 Zeitwert
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 6.642,8 6.642,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 49.157,3
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 55.817,8
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 1.323,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 45.397,0
Passiva
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 61.579,9
Finanzverbindlichkeiten FLAC 608.330,5
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 26.845,3
Derivative finanzielle Schulden
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 376,1

Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale), HfT - Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held-for-Trading), Hedging – Sicherungsmaßnahmen FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost) Wertansatz nach IAS 39

Bewertungs- Buchwert Nominalwert =
2007 in T€ kategorie 31.12.2007 Zeitwert
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 29.293,0 29.293,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 43.204,2
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen LaR 4.572,3
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen (nicht konsolidiert) AfS 1.334,3
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere AfS 73.187,7
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere HfT 69.867,0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate mit Hedgebeziehung Hedging 34,8
Passiva
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 65.172,9
Finanzverbindlichkeiten FLAC 468.336,7
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 18.461,9

1) Da auf Grund von teilweise fehlenden Marktwerten der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist, werden hier vereinfachend die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

2) Aufgrund des hohen Anteils an langfristigen festverzinslichen Krediten und der im Jahr 2008 erheblich gestiegenen Risikoprämie bei Finanzierungen (credit spreads) ergab sich eine deutliche Abweichung der beizulegenden Zeitwerte von den fortgeführten Anschaffungskosten.

Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert Zeitwert Fortgeführte
Zeitwert erfolgs- erfolgs- Anschaffungs- Anschaffungs-
31.12.2008 wirksam neutral kosten kosten
6.642,8
49.157,3 49.157,3
55.817,81) 55.817,8
1.323,3 193,4 1.129,9
45.397,0 34.678,6 10.085,8 632,6
61.579,9 61.579,9
358.283,62) 608.330,5
26.845,3 26.845,3
376,1
Wertansatz nach IAS 39
Zeitwert Zeitwert Fortgeführte
Zeitwert erfolgs- erfolgs- Anschaffungs- Anschaffungs-
31.12.2007 wirksam neutral kosten kosten
29.293,0
43.204,2 43.204,2
4.572,3 4.572,3
192,7 1.141,6
1.334,3
73.187,7
72.211,6 343,5 632,6
69.867,0 69.867,0
34,8
65.172,9 65.172,9
425.233,9 468.336,7
18.461,9 18.461,9

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)" zugeordneten nicht konsolidierten Beteilungen sind nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar waren und die daher zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen annähernd die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit-Spread ermittelt.

zum zum Wäh-
Zeitwert Zeitwert rungs- Wert- Netto-
Aus erfolgs- erfolgs- umrech- berichti- Aus ergebnis
Zinsen wirksam neutral nungen gung Abgang 2008
491,6 1,0 492,6
1.809,8 -0,3 -3.591,1 -1.781,6
-5.685,7 -257,7 -7.001,3 -7.547,5
707,8 133,0 840,8
-12.821,9
90,8 -376,1 -285,3
-4.324,6 -5.685,7 -633,8 0,7 -3.591,1 -6.868,3 -21.102,9
finanzielle Vermögenswerte (AfS) 5.397,2
-12.821,9
Aus der Folgebewertung

Nettoergebnis nach Bewertungskriterien

Aus der Folgebewertung
zum zum Wäh-
Aus Zeitwert
erfolgs-
Zeitwert
erfolgs-
rungs-
umrech-
Wert-
berichti-
Aus Netto-
ergebnis
2007 in T€ Zinsen wirksam neutral nungen gung Abgang 2007
Barreserve 1.640,1 1.661,3 3.301,3
Kredite und Forderungen (LaR) 1.344,0 -22,2 -736,8 585,1
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte (AfS) 369,9 -3.923,4 2.539,6 -1.013,8
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente (HfT) 5.161,3 178,6 191,0 5.531,0
Finanzielle Schulden zu fort
geführten Anschaffungskosten
(FLAC) -13.637,3 0,3 -13.637,0
Hedging 34,8 34,8
Summe -5.121,9 -3.744,8 2.574,5 1.639,3 -736,8 191,0 -5.198,7

Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.

In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet sind, gehen sowohl Zins- als auch Marktwertbewertungseffekte ein.

Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 12.821,9 (Vorjahr: T€ 13.637,3) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch Zinserträge aus der Aktivierung von Fremdkapitalzinsen sowie die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert. Enthalten sind hierunter auch Zinserträge aus einem Zinsderivat, welches der Flughafen Wien in der Berichtsperiode im Rahmen eines Cash-Flow Hedge als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat.

Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2008 Bewertungsverluste von netto T€ 257,7 (Vorjahr: Bewertungsverluste von netto T€ 10,9) im Eigenkapital erfasst. Von den im Eigenkapital erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2008 keine Ergebnisse in die Gewinn- und Verlustrechnung transferiert (Vorjahr: Verluste von insgesamt T€ 2.550,6).

(34) Derivative Finanzinstrumente

Zinstauschvereinbarungen (Zinsswaps)

Im Vorjahr hat der Flughafen Wien zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos einer variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeit einen Receiver Zinsswap ("Empfange fix – zahle variabel") abgeschlossen. Als Grundgeschäft wurde die variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeit in Höhe des Nominalwerts des Zinsswap designiert. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen des variablen Zinssatzes ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen des Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, das variabel verzinsliche Bankdarlehen in eine festverzinsliche Finanzschuld zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung.

Strukturierte Zinsswaps 31.12.2008 31.12.2007
Nominalwerte in T€ 10.000,0 10.000,0
Beizulegender Zeitwert -376,1 34,8
Durchschnittlich empfangener Zinssatz 4,68% 4,68%
Durchschnittlich zu zahlender Zinssatz 3,76% 3,78%
Restlaufzeit in Jahren 3,9 4,9

Die Bewertung erfolgt zu Marktdaten des Bewertungsstichtags. Der Bewertung liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) zugrunde. Die durchschnittlich variablen Zinssätze, die während der Laufzeit der Zinstauschvereinbarungen wesentlichen Änderungen unterliegen können, entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen Zinssätzen.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Terms Match Method nach IAS 39.AG 108 ermittelt. Retrospektiv wird die Wirksamkeit zu jedem Bilanzstichtag mit einem Effektivitätstest nach der kumulativen Dollar-Offset-Methode überprüft. Dazu wird bei Grund- und Sicherungsgeschäft die Zahlungsstromänderungen ermittelt und zueinander ins Verhältnis gesetzt. Liegt der Quotient zwischen 80 Prozent und 125 Prozent, ist der Hedge effektiv. Die Sicherungsbeziehung war zum Abschlussstichtag effektiv. Aus der erfolgsneutralen Realisierung der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts resultiert im Geschäftsjahr 2008 ein in der Sicherungsrücklage erfasster Verlust von T€ 308,2 (Vorjahr: Gewinn von T€ 26,1).

(35) Risikomanagement

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken sowie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des

Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.

Liquiditätsrisiko

Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertpapiere (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.

Kreditrisiko

Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungs- und Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von zumindest A (S&P, Moody`s) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko resultierend aus Forderungsausfällen wird durch kurze Zahlungsfristen, dem Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie der vermehrten Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.

Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.

Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (33) dargestellt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längere Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.

Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury-Abteilung selektiv Zinsderivate ein, um die Zinsausstattung für die Finanzverbindlichkeiten der vom Management gewünschten Zusammensetzung anzupassen und so das Risiko sich ändernder Zinsen zu minimieren.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Zinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Zinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow Hedge zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapi-

tal und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

  • Zinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedge-Beziehungen gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
  • Zinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher (geringer) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um T€ 150,2 (Vorjahr: T€ 261,5) höher (geringer) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ 150,2 (Vorjahr: T€ 261,5) ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher (geringer) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtung von Steuerwirkungen um T€ 112,7 (Vorjahr: T€ 196,1) höher (geringer) gewesen.

Währungsrisiko

Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die nicht monetäre Posten sind, und bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.

Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.

Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.

Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und somit mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 behaftet.

Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als gering anzusehen und folglich wird auf eine quantitative Währungssensitivitätsanalyse verzichtet.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2008 und 2007 hatte der Flughafen-Wien-Konzern keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auf die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.

Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzern-Bilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing

wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Nettoverschuldung nicht mehr als 70 Prozent betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:

in T€ 2008 2007
Finanzschulden 608.330,5 468.336,7
- Liquide Mittel -6.642,8 -29.293,0
- Kurzfristige Wertpapiere -94.418,6 -142.078,6
= Netto-Finanzschulden 507.269,1 296.965,1
./. Buchwert Eigenkapital 776.384,3 734.934,8
= Gearing 65,3% 40,4%

Das Gearing erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Aufnahme von Fremdmitteln in Höhe von € 140,0 Mio. (Vorjahr: € 100,0 Mio.).

Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.

(36) Operating-Leasingverhältnisse

Flughafen Wien als Leasinggeber

In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).

in T€ 2008 20071)
In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen 122.899,9 116.807,3
davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen
(Umsatzmieten) 7.759,5 6.671,0
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 54.291,3 52.064,8
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 88.178,1 79.127,7
Länger als fünf Jahre 231.983,3 237.687,9

1) angepasst

Flughafen Wien als Leasingnehmer

Wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer auftritt, bestehen mit der HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH über die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien sowie mit der SITA Information Networking Computing Inc., USA, über die Anmietung von Betriebsund Geschäftsausstattung inklusive Betriebssoftware betreffend die Abfertigungsschalter in den Terminals. In der folgenden Tabelle werden die aus diesen Verträgen zu leistenden Mindestleasingzahlungen dargestellt:

in T€ 2008 2007
In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen 9.907,6 8.899,5
davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste
bedingte Mietzahlungen (Zins) 5.764,2 4.924,6
Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis zu einem Jahr 10.245,1 9.273,7
Länger als ein und bis zu fünf Jahren 37.871,0 37.043,5
Länger als fünf Jahre 102.303,6 97.059,7

Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.

(37) Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer, in Form von Nachstiftungen zu tragen.

Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 4.936,0 (Vorjahr: T€ 5.300,8).

Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 166,5 Mio. (Vorjahr: € 191,4 Mio.).

(38) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten jeweils 20 Prozent der Aktien an der Flughafen Wien AG. Beide haben aufgrund ihrer Beteiligungshöhe einen maßgeblichen Einfluss auf die Flughafen Wien AG und gelten daher als nahe stehende Unternehmen der Flughafen Wien AG. Sowohl mit dem Land Niederösterreich als auch mit der Stadt Wien wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen unterhalten.

Darüber hinaus sind alle verbundenen, gemeinschaftlich geführten und assoziierten Unternehmen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements und die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG nahe stehende Unternehmen oder Personen. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend der bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen.

Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2008 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 997,1 (Vorjahr: T€ 961,9) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 858,1 (Vorjahr: T€ 887,6).

Am 31. Dezember 2008 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen T€ 546,5 (Vorjahr: T€ 103,8). Die Wertberichtigungen für diesen Posten betragen T€ 372,0 (Vorjahr: T€ 0). Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen auf T€ 5.142,5 (Vorjahr: T€ 4.302,0).

Natürliche nahe stehende Personen

Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (39) entnommen werden.

(39) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt:

im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände, Geschäftsführer) 2008 2007
Arbeiter 3.119 3.027
Angestellte 1.146 1.060
4.266 4.087

Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 folgende Vergütungen:

2008 2008 2008 2008 2007
Erfolgs-
Fixe abhängige Sach- Gesamt- Gesamt
in T€ Bezüge Bezüge bezüge bezüge bezüge
Mag. Christian Domany 253,8 169,3 7,2 430,3 430,3
Mag. Herbert Kaufmann 253,8 169,3 7,5 430,5 430,5
Ing. Gerhard Schmid 253,8 169,3 7,5 430,5 430,5
761,4 507,8 22,1 1.291,4 1.291,4

Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management. Zur Abdeckung der Pensionsansprüche des Vorstands besteht eine Rückdeckungsversicherung.

Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.

Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 670,3 (Vorjahr: T€ 652,3).

Aufwendungen für Personen in Schlüsselpositionen

Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG

angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:

Leitende
Geschäftsjahr 2008 in T€ Aufsichtsräte Vorstände Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 167,8 1.291,4 1.650,9
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 501,5 61,8
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 2,6 14,3
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 0,0 40,7 64,1
Summe 167,8 1.836,2 1.791,1
Leitende
Geschäftsjahr 2007 in T€ Aufsichtsräte Vorstände Angestellte
Kurzfristig fällige Leistungen 110,0 1.462,3 1.410,5
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,0 517,1 47,4
Andere langfristig fällige Leistungen 0,0 2,5 8,6
Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses 0,0 38,7 55,3
Summe 110,0 2.020,6 1.521,9

(40) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2009 ist bisher in allen Segmenten und auf allen Standorten rückläufig. Der Hauptkunde, die Austrian Airlines Gruppe, hat zur Kostenreduktion die Bereinigung von Flugstrecken und eine Verringerung von Flugintervallen eingeleitet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2008 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

In der Slowakei wurde mit 1. Jänner 2009 im Zuge der bevorstehenden Euroumstellung der Umrechnungskurs mit 30,13 SKK/EUR fixiert.

Der Vorstand der Flughafen Wien AG hat den geprüften Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 am 20. Februar 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Schwechat, am 27. Februar 2009 Der Vorstand

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

190 Anhang

Konzernunternehmen der Flughafen Wien AG

Kurzzeichen gesellschaft
Ober
Land Konzern
Anteil
Konsolidie
rungsart
Gesellschaft
Flughafen Wien AG
VIE Österreich VK
Flughafen Wien Immobilienverwertungs
gesellschaft m.b.H. IVW VIE Österreich 100,0% VK
Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH LOAV VAH Österreich 100,0% VK
Mazur Parkplatz GmbH MAZU VIEL Österreich 100,0% VK
VIE International Beteiligungsmanagement
Gesellschaft m.b.H.
VINT VIAB Österreich 100,0% VK
VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. VIEL VIE Österreich 100,0% VK
VIE Office Park Errichtungs- und
Betriebsgesellschaft m.b.H.
VOPE VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. VAH VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Business Park Immobilienbesitz
gesellschaft m.b.H.
BPIB VIEL Österreich 100,0% VK
Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH VAI VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH VIAB VIE Österreich 100,0% VK
Vienna International Airport Security
Services Ges.m.b.H.
VIAS VIE Österreich 100,0% VK
Vienna Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. VWTC VIEL Österreich 100,0% VK
BTS Holding, a.s. BTSH VIE Slowakei 80,95% VK
KSC Holding, a.s. KSCH VIE Slowakei 80,95% VK
VIE (Malta) Limited VIE Malta VINT Malta 100,0% VK
Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. APBF VIE Österreich 25,0% EQ
City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. CAT VIE Österreich 50,1% EQ
SCA Schedule Coordination Austria GmbH SCA VIE Österreich 40,0% EQ
Flughafen Friedrichshafen GmbH FDH VINT Deutschland 25,15% EQ
Letisko Košice – Airport Košice, a.s. KSC KSCH Slowakei 66,0% EQ
Malta International Airport p.l.c. MIA VIE Malta Malta 10,1% EQ
Malta Mediterranean Link Consortium Limited
(Teilkonzern mit Malta International Airport p.l.c.)
MMLC VIE Malta Malta 57,1% EQ
GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. GETS VIAS Österreich 100,0% NK
"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und
Servicedienst GmbH
GET2 VIAS Österreich 51,0% NK
Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. SFS VIAS Österreich 100,0% NK
VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. SHOP VIE Österreich 100,0% NK
VIE Indien Projektentwicklung & Beteiligung GmbH VIND VINT Österreich 100,0% NK
Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International Ent
wicklungsbeteiligungsgesellschaft mbH, in Liquidation
VIE BBI VIE Deutschland 100,0% NK
OAO "Petroport-konzessii" Offene Aktiengesellschaft PETR VINT Russland 25,0% NK
VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited
Liability Company, in Liquidation
VIAS
Hellas
VIAS Griechen
land
100,0% NK

Erläuterung Konsolidierungsart:

VK = Vollkonsolidierung, EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode, NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit

Beteiligungen der Flughafen Wien AG

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.

1. Tochterunternehmen, die im Konzernabschluss in die Vollkonsolidierung einbezogen sind:

Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. (IVW)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern,
insbesondere Immobilien sowie der Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden am
Gelände der Flughafen Wien AG.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 112.156,7 112.228,8
Schulden 25.444,9 29.080,0
Eigenkapital 86.711,8 83.148,8
Umsatzerlöse 15.284,7 14.894,3
Periodenergebnis 7.200,0 4.387,4

Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH (LOAV)

Sitz 2540 Bad Vöslau
Kapitalanteil 100% VAH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und die Entwicklung des Flugplatzes Vöslau
sowie die Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen.
IFRS-Werte in T€ 20081)
Vermögenswerte 62,8
Schulden 35,3
Eigenkapital 27,5
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -7,5

1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2008 gegründet

Mazur Parkplatz GmbH (MAZU)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatz Mazur sowie Garagierung.
IFRS-Werte in T€ 2008 20071)
Vermögenswerte 4.752,4 4.577,5
Schulden 88,3 232,0
Eigenkapital 4.664,1 4.345,6
Umsatzerlöse 1.470,3 566,2
Periodenergebnis 318,6 -8,5

1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet; Erwerbszeitpunkt 1.8.2007

Vienna International Beteiligungsmanagement Gesellschaft m.b.H. (VINT)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesell
schaften für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projekt
management.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 59.641,9 56.074,8
Schulden 822,0 292,6
Eigenkapital 58.819,9 55.782,1
Umsatzerlöse 3.579,5 2.568,7
Periodenergebnis 3.037,8 159,0

VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIEL)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesell
schaften BPIB, VOPE, MAZUR und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf, der
Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 56.608,3 56.874,3
Schulden 8.248,5 8.435,0
Eigenkapital 48.359,8 48.439,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -79,6 -133,4

VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. (VOPE)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIEL
Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des
Office Park 2.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 47.095,6 48.395,1
Schulden 28.223,2 30.302,4
Eigenkapital 18.872,3 18.092,7
Umsatzerlöse 3.152,3 1.647,2
Periodenergebnis 779,6 903,9

Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm
für alle Sparten der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation
an. Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfül
lungsgehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahr
zeuge im Rahmen der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung).
IFRS-Werte in T€
2008
2007
Vermögenswerte 1.904,2 2.260,5
Schulden 1.814,2 2.149,7
Eigenkapital 90,0 110,9
Umsatzerlöse 15.467,5 15.006,8
Periodenergebnis 1.807,7 1.275,2

Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 99% VIEL, 1% IVW
Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 5.899,5 5.789,0
Schulden 1.105,1 629,1
Eigenkapital 4.794,5 5.159,9
Umsatzerlöse 7.166,6 6.540,8
Periodenergebnis -365,4 -345,4

Vienna Airport Infrastruktur Maintenance GmbH (VAI)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen am Elektroan
lagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor
gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer
Prägung und in der Installation elektrischer Infrastruktur.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 2.765,1 3.329,3
Schulden 937,7 1.492,1
Eigenkapital 1.827,5 1.837,2
Umsatzerlöse 6.952,7 6.928,7
Periodenergebnis 590,3 817,8

Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell

schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.

IFRS-Werte in T€ 2008 20071)
Vermögenswerte 55.461,3 55.454,2
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 55.461,3 55.454,2
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 7,1 -0,4

1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet

Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrol
len (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für
Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der
Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.).
Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibun
gen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 16.128,6 19.405,6
Schulden 7.293,4 11.227,6
Eigenkapital 8.835,3 8.178,0
Umsatzerlöse 36.177,1 34.134,9
Periodenergebnis 1.951,8 2.610,6

VIE Office Park 3 Betriebsgesellschaft m.b.H. (VWTC)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 99% VIEL, 1% BPIB
Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbe
sondere des Office Park 3.
IFRS-Werte in T€ 2008 20071)
Vermögenswerte 24.378,9 24.958,9
Schulden 1.796,8 1.995,2
Eigenkapital 22.582,1 22.963,7
Umsatzerlöse 1.983,0 3.847,9
Periodenergebnis -381,7 2.327,1

1) Gesamtes Geschäftsjahr 2007; Erwerbszeitpunkt 4.4.2007

BTS Holding a.s. (BTSH)

Sitz 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil 47,7% VIE, 33,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für
Flughäfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava
halten.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 1.476,2 1.374,7
Schulden 19,5 11,4
Eigenkapital 1.456,7 1.363,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -60,9 -427,1

KSC Holding a.s. (KSCH)

Sitz 811 03 Bratislava, Slowakei
Kapitalanteil 47,7% VIE, 33,3% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist neben der
Haltung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice die Erbringung von Bera
tungsleistungen.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 45.917,3 39.706,7
Schulden 5.623,9 4.994,7
Eigenkapital 40.293,4 34.711,9
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis 1.547,0 1.586,8

VIE (Malta) Limited (VIE Malta)

Sitz Malta
Kapitalanteil 99,8% VINT, 0,2% VIAB
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistun
gen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die at-equity-Bewer
tung des Teilkonzernabschlusses, bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium
Ltd. und Malta International Airport plc.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 48.196,1 50.253,3
Schulden 18.872,1 19.745,7
Eigenkapital 29.324,0 30.507,6
Umsatzerlöse 762,4 518,8

Periodenergebnis 2.316,5 2.020,7

2. Tochterunternehmen und Beteiligungen, die im Konzernabschluss nach der "Equity-Methode" konsolidiert sind:

Austro Port Boden- und Flugzeugabfertigungsges.m.b.H. (APBF)
Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 25% + 1 Anteil VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft ist im Bereich der Flughafen-Bodenab
fertigung am Flughafen Wien tätig.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 1.063,6 945,5
Schulden 1.828,1 1.106,7
Eigenkapital -764,5 -161,2
Umsatzerlöse 4.931,5 3.756,7
Periodenergebnis -484,3 29,6

City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. (CAT)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 50,1% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnver
kehrsunternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb
von Check In-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für
Flugpassagiere; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von
Verkehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 19.052,0 18.798,7
Schulden 5.860,7 5.829,4
Eigenkapital 13.191,3 12.969,3
Umsatzerlöse 8.633,1 7.826,4
Periodenergebnis 222,0 -246,1

SCA Schedule Coordination Austria GmbH (SCA)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 40% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Über
einstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzi
pien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und die Realisierung
von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit.
IFRS-Werte in T€
2008
2007
Vermögenswerte 698,3 548,9
Schulden 174,8 173,1
Eigenkapital 523,5 375,8
Umsatzerlöse 971,5 921,5

Periodenergebnis 169,7 171,4

Flughafen Friedrichshafen GmbH (FDH)

Sitz Friedrichshafen, Deutschland
Kapitalanteil 25,15% VINT
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Friedrichshafen.
IFRS-Werte in T€ 2008 20071)
Vermögenswerte 41.175,3 37.040,8
Schulden 21.443,7 18.108,8
Eigenkapital 19.731,6 18.932,1
Umsatzerlöse 10.149,2 9.767,0
Periodenergebnis -1.145,9 -216,2

1) Gesamtes Geschäftsjahr 2007; Erwerbszeitpunkt 25.5.2007

Letisko Košice – Airport Košice, a.s. (KSC)

Sitz Košice, Slowakei
Kapitalanteil 66% KSCH
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Košice.
IFRS-Werte in T€ 2007
Vermögenswerte 61.754,5
Schulden 4.015,2
Eigenkapital 57.739,3
Umsatzerlöse 7.655,3
Periodenergebnis 2.572,4

Malta International Airport plc. (MIA)

Sitz Malta
Kapitalanteil 10,1% VIE Malta, 40% MMLC
Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport.
IFRS-Werte in T€ 20081)
20072)
Vermögenswerte 122.926,8 120.455,1
Schulden 70.218,0 68.736,2
Eigenkapital 52.708,8 51.718,9
Umsatzerlöse 44.794,2 44.356,9
Periodenergebnis 8.972,6 8.923,5

1) Vorläufige Werte 2) An endgültige Werte angepasst

Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 2,50 (im Vorjahr umgerechnet: € 3,22).

Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. (MMLC)

Sitz Malta
Kapitalanteil 57,1% VIE Malta
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International
Airport.
IFRS-Werte in T€ 20081) 20072)
Vermögenswerte 149.347,2 143.474,4
Schulden 90.107,3 82.415,9
Eigenkapital 59.239,9 61.058,5
Umsatzerlöse 45.652,1 44.435,1
Periodenergebnis 2.276,3 3.128,5

1) Vorläufige Werte 2) An endgültige Werte angepasst

3. Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden1)

GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Serviceleis
tungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 1.003,7 697,9
Schulden 318,0 236,7
Eigenkapital 685,7 461,2
Umsatzerlöse 2.574,8 1.719,8
Periodenergebnis 224,6 140,8

1) Betragsangaben seit 2008 einheitlich nach UGB-Grundsätzen; Vorjahresbeträge wurden angepasst

"GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 51% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungs

gewerbes, Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc.

IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 3.401,0 2.569,7
Schulden 1.225,2 993,9
Eigenkapital 2.175,7 1.575,8
Umsatzerlöse 4.717,1 3.824,7
Periodenergebnis 599,9 533,4

Salzburger Flughafen Sicherheitsgesellschaft m.b.H. (SFS)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIAS
Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch
derzeit operativ nicht tätig.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 57,3 57,4
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 57,3 57,4
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -0,1 -1,6

VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. (SHOP)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von
Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland.
IFRS-Werte in T€ 2008 2007
Vermögenswerte 20,9 23,3
Schulden 0,0 0,0
Eigenkapital 20,9 23,3
Umsatzerlöse 0,0 0,0
Periodenergebnis -2,4 -4,7

VIE Indien Projektentwicklung & Beteiligung GmbH (VIND)

Sitz 1300 Flughafen Wien
Kapitalanteil 74% VINT, 26% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Akquisition internationaler Tochtergesellschaften und
Beteiligungen an Flughafen-Projekten, insbesondere in Indien.
IFRS-Werte in T€ 2008 20071)
Vermögenswerte 44,6 33,6
Schulden 7,4 0,4
Eigenkapital 37,1 33,2
Umsatzerlöse 23,9 0,0
Periodenergebnis 3,9 -1,8

1) Rumpfgeschäftsjahr, da 2007 gegründet

Flughafen Wien / Berlin-Brandenburg International

Entwicklungsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. (VIE BBI), in Liquidation

Sitz 12529 Schönefeld, Deutschland
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Die VIE BBI ist an der Entwicklungsgesellschaft BBIP
Berlin-Brandenburg International Partner GmbH & CoKG beteiligt, die für die Verfolgung
des Projekts "Flughafen Berlin" tätig war. Die Gesellschaft befindet sich seit September
2008 in Liquidation.
IFRS-Werte in T€ 2007
Vermögenswerte 2.870,8
Schulden 1.574,1
Eigenkapital 1.296,7
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -340,2

VIAS Hellas Security Air Transport Services Limited Liability Company (VIAS Hellas), in Liquidation

Sitz Athen, Griechenland
Kapitalanteil 100% VIE
Gegenstand des Unternehmens: Sicherheitsdienstleistungen für Flughäfen. Diese
Gesellschaft wurde zur Teilnahme der VIAS an den Ausschreibungen für Sicherheits
dienstleistungen auf griechischen Flughäfen gegründet.
IFRS-Werte in T€ 2005
Eigenkapital 11,7
Umsatzerlöse 0,0
Periodenergebnis -2,6

Erklärung des Vorstands

Nach § 82 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Schwechat, am 27. Februar 2009

Der Vorstand

Mag. Christian Domany Mag. Herbert Kaufmann Ing. Gerhard Schmid Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied Sprecher des Vorstands

Bestätigungsvermerk

(Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Flughafen Wien Aktiengesellschaft Schwechat

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Schwechat, am 27. Februar 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Glossar

Fachtermini

AEA: Association of European Airlines – Verband der europäischen Linienfluggesellschaften

Cargo Nord: Bereich nördlich der B9 bzw. des Austrian-Crew-Gebäudes; dort befinden sich das "Airport Logistic Center Nord 1" und das "Airport Logistic Center Nord 2", wo Kleinflächen für Logistikunternehmen zur Vermietung kommen

CAT: City Airport Train

Catchment Area: Geografische Region, innerhalb derer der Flughafen Wien binnen zweier Autostunden erreicht werden kann bzw. von der aus die Anfahrt kürzer ist als zu jedem anderen gleichrangigen Flughafen

Charter-Flug: Im Gegensatz zum Linienflug wird ein Charterflug nur gelegentlich betrieben; Reiseveranstalter kaufen Flugplätze ein

ECV Emittenten-Compliance-

Verordnung: Verordnung zur Etablierung von Grundsätzen für die Informationsweitergabe im Unternehmen sowie betreffend organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Insiderinformationsmissbrauch für Emittenten; mit 1. November 2007 in Kraft getreten

Flugbewegungen: Starts und Landungen

Fluglärmzone: Jener Bereich, in dem ein bestimmter Lärmpegel überschritten wird

General Aviation: Allgemeine Luftfahrt

Handling: Abfertigungsdienste für Luftfahrzeuge

Hold Baggage Screening (HBS): Jedes eingecheckte Gepäckstück, das in den Gepäckraum eines Flugzeugs (= engl. "hold") eingeladen werden soll, wird mittels X-ray-Kontrolle überprüft

Homecarrier: Heimische Fluggesellschaft

Hub: Drehscheibe im Luftverkehr

IATA: International Air Transport Association (Dachverband der Fluggesellschaften)

Incentive: Tarifpolitische Anreize wie der Destinations-, Frequenz- sowie der Frequenzdichte-Incentive zur Förderung der Aufnahme von Flugverbindungen sowie einer Frequenzverdichtung; Transfer-Incentive zur Förderung der Hub-Funktion

Low-Cost-Carrier: Billigfluglinie

Maximum Take-off Weight (MTOW):

Vom Hersteller für jeden Flugzeugtyp festgelegtes, maximal erlaubtes Startgewicht

Minimum Connecting Time: Kürzeste benötigte Zeit beim Umsteigevorgang auf einem Hub-Flughafen

One-Roof-Konzept: Bereitstellung aller Einrichtungen rund um den Flugbetrieb sowie der Verkehrsanbindung unter einem Dach

Private Aircraft: Luftfahrzeuge in Privatbesitz

Ramp Handling: Dienstleistungen in Zusammenhang mit Be-/Entladung, Gepäckabfertigung, Cateringtransport, Kabinenreinigung und Sanitärservice, Passagiertransport, Push-back, etc.

Trucking: Luftfracht, die auf Lkws transportiert wird (Luftfrachtersatzverkehr)

Turnaround(-Zeit): Zeit, die die Bodenabfertigung benötigt, um ein Flugzeug nach der Landung wieder startbereit zu machen

VIE-Skylink: Terminalerweiterung, die in Richtung Nordost an den bestehende Terminal 2 anschließt

Berechnung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen

EBIT nach Steuern: EBIT abzüglich zurechenbare Steuern vom Ertrag

EBITDA-Margin: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz

EBIT-Margin: EBIT / Umsatz

ROE (Return on Equity after Tax): Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital

ROCE (Return on Capital Employed after Tax): EBIT nach Steuern / durchschnittliches Capital Employed

ROS, Umsatzrendite (Return on Sales): EBIT / Umsatz

Anlagenintensität: Berechnung: Anlagevermögen / Gesamtvermögen

Anlagendeckungsgrad 2: (Eigenkapital + langfristige Schulden) / Anlagevermögen

Nettoverschuldung (Net debt): (Kurzund langfristige Finanzverbindlichkeiten) – liquide Mittel

Gearing (Verschuldungsgrad): Nettoverschuldung / Eigenkapital

Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Bilanzsumme

Capital Employed: Sachanlagevermögen + Immaterielle Vermögensgegenstände + langfristige Forderungen + Working Capital

Working Capital: Vorräte + Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - kurzfristige Steuerrückstellungen - übrige kurzfristige Rückstellungen - Lieferantenverbindlichkeiten - Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Weighted Average Cost of Capital

(WACC): Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten für Eigen- und Fremdkapital

Antwortkarte

Ja, ich möchte mich auch künftig über die Flughafen Wien AG informieren. Bitte senden Sie mir regelmäßig Ihre Aktionärsbriefe sowie Geschäftsberichte zu.

Ich ziehe es vor, aktuelle Informationen per E-mail zu erhalten.

Meine E-mail-Adresse lautet: @

  • Bitte laden Sie mich zu Ihren Unternehmensbesichtigungen bzw. Informationsveranstaltungen ein.
  • Bitte nehmen Sie meinen Namen aus der Aktionärsdatei. Ich habe kein weiteres Interesse an Informationen über die Flughafen Wien AG.

Name/Firma: Straße:

PLZ/Ort:

Postgebühr bezahlt Empfänger

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 A-1300 Wien-Flughafen Telefon: +43/1/7007/0 Telefax: +43/1/7007/23001 www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

Robert Dusek Telefon: +43/1/7007/23126 E-mail: [email protected]

Leitung Kommunikation

Michael Kochwalter Telefon: +43/1/7007-22300 E-mail: [email protected]

Externe Kommunikation

Peter Kleemann, MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Lärmschutzprogramm Flughafen Wien:

www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.drittepiste.viennaairport.com Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at

Disclaimer:

Dieser Geschäftsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 27. Februar 2009 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.

Die Online-Ausgabe des Geschäftsberichts 2008 des Flughafen Wien finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com unter: http://gb2008.viennaairport.com

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin) verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer beide Geschlechter.

Mit Teamspirit gestärkt aus der Krise

Die Krise ist in aller Munde – kaum ein Unternehmen kann sich den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entziehen. Gerade jetzt heißt es, kühlen Kopf zu bewahren und die richtigen Maßnahmen zu setzen.

Dieses Buch zeigt am Beispiel des Flughafen Wien, wie man den aktuellen Herausforderungen begegnet. Es werden die für den Erfolg eines Flughafens wesentlichen Faktoren beschrieben. Einen davon stellen – nach dem Motto "Alles Gute kommt von unten" – die Mitarbeiter dar. Dementsprechend stehen Maßnahmen zur Förderung des Teamgeists im Fokus dieses Buches.

Nach den beiden Bestsellern "How to Run an Airport" und "How to Grow" zeigt auch der dritte Band dieser Serie Einsteigern sehr anschaulich, wie das Flughafen-Geschäft funktioniert; er hat aber auch für Fortgeschrittene zahlreiche Tipps parat.

www.viennaairport.com

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