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Oberbank AG

Quarterly Report Apr 22, 2009

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Quarterly Report

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Jahresfinanzbericht 2008

Anhaltende Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten

Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten verschärften sich 2008 deutlich. Die daraus resultierenden Unsicherheiten führten zu einem Vertrauensverlust zwischen den Banken und zu Liquiditätsengpässen auf dem Interbankenmarkt. Die Notenbanken setzten eine Reihe von Liquidität steuernden Maßnahmen, konnten die Spannungen auf den Finanzmärkten bis Jahresende aber nicht nachhaltig verringern.

Die Geldmarktzinsen haben sich 2008 deutlich von den Leitzinsen entfernt. Traditionelle Geldmarktindikatoren (Euribor, Libor) spiegeln nicht mehr die wahren Handelsverhältnisse wider. Auf den Anleihemärkten stiegen die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen von schlechter eingestuften Emittenten deutlich an. Insgesamt sind die Verwerfungen auf den Finanzmärkten einer der Hauptgründe für die zuletzt deutlich pessimistischeren Konjunkturaussichten.

Eine kurze Chronologie der Ereignisse

Jänner 2008

Die deutsche Hypo Real Estate muss hohe Verluste durch die Immobilienkrise zugeben, der deutsche Aktienindex DAX fällt auf deutlich unter 7.000 Punkte. Die Anleger werden beruhigt, die Krise sei nicht nachhaltig.

Februar 2008

EZB-Präsident Trichet warnt erstmals vor Gefahren für die Konjunktur im Euroraum. In den USA spricht Notenbankchef Bernanke von bedeutenden Risiken für die Wirtschaftslage, es könne zu weiteren Problemen im Finanzsektor kommen. Der US-Kongress bewilligt USD 150 Mrd. für ein Konjunkturprogramm.

März 2008

Die erste größere Bank in den USA muss aufgeben: Bear Stearns erhält staatliche Unterstützung und wird an JP Morgan verkauft. Die Notenbanken stellen in einer koordinierten Aktion den Finanzinstituten weltweit Liquiditätshilfen zur Verfügung.

April 2008

Die meisten Banken und viele Unternehmen präsentieren enttäuschende Ergebnisse für das erste Quartal. FED-Chef Bernanke schließt eine Rezession nicht mehr aus.

Mai 2008

Der stark steigende Ölpreis (erstmals über USD 130 je Barrel) belastet die angeschlagene Wirtschaft. Im Euroraum ist es für die Unternehmen aufgrund der Liquiditätsprobleme der Banken bereits deutlich schwieriger, Kredite zu erhalten.

Juni 2008

Gerüchte über Probleme der Investmentbank Lehman Brothers tauchen auf, der Dow Jones rutscht unter die psychologisch wichtige Grenze von 12.000 Punkten, vor allem Bankenwerte sind an der New York Stock Exchange weiter unter Druck geraten. Mit 4 % erreicht die Inflation im Euroraum einen Rekordwert, die EZB kündigt eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen an.

Juli 2008

Die US-Notenbank stellt für die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac USD 25 Mrd. zur Verfügung, der Baufinanzierer IndyMac ist pleite. Unerwartet schlechte Konjunkturdaten des ersten Halbjahres lassen die Börsenkurse weiter abrutschen.

August 2008

Die Automobilhersteller in Europa und den USA veröffentlichen Gewinnwarnungen. Amerikas Bankenkrise schlägt endgültig weltweit auf die Börsen durch, die Milliardenverluste von Lehman Brothers drücken auf die Stimmung der Investoren.

September 2008

Lehman Brothers ist bankrott, Merril Lynch muss von der Bank of America übernommen werden, Fannie Mae und Freddie Mac werden verstaatlicht. Die weltgrößte Versicherung AIG benötigt USD 85 Mrd. Finanzhilfe. Belgien, die Niederlande und Luxemburg verstaatlichen den Finanzkonzern Fortis, eine Gruppe deutscher Banken rettet die Hypo Real Estate.

Oktober 2008

Die US-Regierung kündigt an, USD 700 Mrd. für den Finanzsektor zur Verfügung zu stellen. Trotzdem brechen weltweit die Aktienkurse weiter ein, Finanztitel sind am stärksten betroffen. Mehrere Länder stehen vor der Zahlungsunfähigkeit, der Internationale Währungsfonds unterstützt Island, Ungarn und die Ukraine, die EZB hilft Dänemark. Die deutsche Regierung stellt erstmals eine staatliche Garantie für private Spareinlagen in Aussicht.

November 2008

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark geschrumpft wie seit sieben Jahren nicht mehr, die drei großen Automobilhersteller General Motors, Ford und Chrysler benötigen Staatshilfe, um den Konkurs zu vermeiden. Die chinesische Regierung schnürt ein Konjunkturpaket von umgerechnet fast A 500 Mrd.

Dezember 2008

Die Prognosen für die Weltwirtschaftsentwicklung 2009 werden zunehmend pessimistisch, die Weltbank befürchtet "die schwerste Rezession seit 80 Jahren".

Wirtschaftswachstum bricht weltweit ein

Österreich weiterhin besser als EU-Durchschnitt

Im Jahr 2008 verlangsamte sich das Wachstum der Weltwirtschaft auf unter 3 % nach 5 % in den Jahren 2006 und 2007. In den USA gelang es der Fiskalpolitik noch, durch Stimulierungsmaßnahmen ein Wachstum von 1,3 % zu erreichen. Davon profitierte in erster Linie der Konsum, die Exportwirtschaft gewann durch die außergewöhnliche Schwäche des US-Dollar an Dynamik. Die japanische Wirtschaft konnte 2008 nur noch um 0,5 % zulegen, auch die bisher durch ein robustes Wachstum geprägten Schwellenländer standen unter dem Einfluss der Finanzkrise. Daneben schlug sich in Russland auch der Verfall des Ölpreises im letzten Quartal 2008 nieder, in China das Erlahmen der Auslandsnachfrage nach Konsumgütern. Der weltweite Abschwung bewirkte auch in Europa eine Rezession: In den EU 27-Ländern halbierte sich das BIP-Wachstum 2008 auf 1,4 %, im Euroraum ging das Wachstum von 2,6 % auf 1,0 % zurück.

BIP-Wachstum in %

Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2008 ein Wachstum, das mit 1,8 % deutlich über dem Durchschnittswert des Euroraumes lag. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von der weiterhin robusten Exportwirtschaft (+ 3,6 %) und der Investitionsnachfrage (+ 1,9 %). Mit einem Plus von 1,0 % entwickelte sich der private Konsum hingegen nur moderat.

Für 2009 wird eine deutliche Eintrübung der österreichischen Konjunktur erwartet. Mit einem prognostizierten BIP-Rückgang von 0,5 % (WIFO) bzw. 0,1 % (IHS) sollte sich die Entwicklung aber dennoch fester zeigen als jene des Euroraumes. In den drei großen Wirtschaftsräumen wird für 2009 mit einem deutlichen Schrumpfen der Wirtschaft gerechnet: in den USA um 1,7 %, im Euroraum und Japan um jeweils 1,2 %. Die durchschnittliche Wachstumsrate in den zentral- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten soll 2009 mit 2,5 % deutlich unter dem Wert der Vorjahre, aber immer noch klar im Plus liegen.

Komponenten der Nachfrage in Österreich, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Sinkendes Zinsniveau in Europa und den USA

Die US-amerikanische Notenbank FED reduzierte die Leitzinsen im Laufe des Jahres 2008 in sieben Schritten um insgesamt 4,25 Prozentpunkte, um damit die angeschlagene Wirtschaft zu stimulieren. Zuletzt wurden die Leitzinsen am 16. Dezember 2008 auf den historischen Tiefststand von 0,00 % – 0,25 % gesenkt.

Die EZB verfolgte im Euroraum vorerst eine gegensätzliche Zinspolitik und erhöhte den Leitzinssatz im Juli 2008 von 4,00 % auf 4,25 %. Mit dieser Anhebung entsprach sie ihrer vordringlichen Aufgabe, der zunehmenden Inflation entgegenzuwirken. In der Folge senkte aber auch die EZB die Leitzinsen in drei Schritten: am 8. Oktober auf 3,75 %, am 6. November auf 3,25 % und am 4. Dezember 2008 auf 2,50 %.

Entwicklung der Leitzinsen USD EUR
01.01. – 21.01. 4,25 % 01.01. – 02.07. 4,00 %
22.01. – 29.01. 3,50 % 03.07. – 07.10. 4,25 %
30.01. – 17.03. 3,00 % 08.10. – 05.11. 3,75 %
18.03. – 28.04. 2,25 % 06.11. – 03.12. 3,25 %
29.04. – 07.10. 2,00 % 04.12. – 31.12. 2,50 %
08.10. – 27.10. 1,50 %
28.10. – 15.12. 1,00 %
16.12. – 31.12. 0,00 % – 0,25 %

Die markanten Leitzinssenkungen zeigten erst im vierten Quartal 2008 deutliche Auswirkungen auf die Zinssätze auf dem Geld- und Kapitalmarkt. Die monatlichen Durchschnittswerte der 3-Monats-Sätze stiegen bis Oktober/November an (der Euribor auf 5,11 %, der USD-Libor auf 4,06 %), gingen im Dezember-Durchschnitt aber wieder auf 3,29 % bzw. 1,83 % zurück. Die 10-Jahres-Swap-Sätze erreichten ihre Höchstwerte bereits im Juni (USD-Swap 4,78 %) bzw. Juli 2008 (EUR-Swap 4,98 %), auch sie verloren bis Jahresende wieder merklich (USD 2,70 %, EUR 3,76 %).

Der Zinsabstand zwischen dem Euroraum und den USA vergrößerte sich 2008 deutlich. Beim 3-Monats-Geld betrug die Differenz zu Jahresbeginn 0,56 Prozentpunkte (Euribor 4,48 %, US-Libor 3,92 %), beim 10-Jahres-SWAP sogar nur 0,13 Prozentpunkte (EUR 4,46 %, USD 4,33 %). Bis Jahresende stieg der Abstand auf 1,46 bzw. 1,06 Prozentpunkte merklich an. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, verlief im Jahr 2008 sowohl in den USA als auch im Euroraum weiterhin relativ flach.

Währungsentwicklungen

Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war etwa bis Jahresmitte 2008 von einer deutlichen Aufwertung des Euro geprägt, der vor allem gegenüber dem US-Dollar stark an Wert gewann. Nach einem Euro/USD-Kurs von 1,47 im Jänner-Durchschnitt stieg der Kurs auf einen Höchststand von 1,58 im Juli und ging dann bis November auf 1,27 zurück, ehe er sich nach der letzten deutlichen Senkung der US-Leitzinsen im Dezember bei 1,34 einpendelte. Ähnlich war auch die Entwicklung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken (Höchstwert im Mai bei 1,62; Tiefstwert im November bei 1,52) und dem japanischen Yen (im Juli bei 186,45; im Dezember bei 122,51). Gegenläufig war die Entwicklung gegenüber der tschechischen Krone und dem ungarischen Forinth: Hier wurden die Tiefstwerte im Juli erreicht (23,33 bzw. 231,82), bis Jahresende erholte sich der Euro gegenüber beiden Währungen wieder (26,12 bzw. 265,32).

Für 2009 erwartet das Management der Oberbank AG einen etwas schwächeren Euro. Es wird für Ende 2009 mit einem Euro/USD-Kurs von 1,20 gerechnet, möglicherweise sogar leicht darunter. Der Kurs zum Franken wird bei rund 1,40 und zum Yen bei 120 gesehen. Gegenüber Forinth und Krone dürfte der Euro nur geringfügig an Wert verlieren.

Hohe Volatilität an den Börsen

Die Entwicklung an den internationalen Börsen war 2008 von teilweise drastischen Kurseinbrüchen gekennzeichnet. Vor allem Finanztitel, aber auch viele andere Unternehmenswerte verloren das Vertrauen der Anleger und gerieten massiv unter Druck. Der MSCI-Weltindex ging auf Eurobasis im Vergleich zum Vorjahr um 35 % zurück, ebenso der Dow Jones (USA). Der S&P 500 (USA) fiel um 39 %, der japanische Nikkei um 42 %. Auch der Euro-Stoxx 50 (- 44 %) und der deutsche DAX (- 40 %) verzeichneten deutliche Rückgänge.

Entwicklung

Die Geschäfts- und Ertragslage der österreichischen Banken waren in den ersten drei Quartalen 2008 stark von der Liquiditäts- und Vertrauenskrise geprägt. Aufgrund der weit verbreiteten Unsicherheit parkten viele Banken Gelder kurzfristig bei der EZB, wodurch diese Liquidität dem Markt fehlte. Für die Unternehmen und Privaten wurde es daher vor allem ab der Jahresmitte zunehmend schwieriger, ausreichende Kreditfinanzierungen zu erhalten. Deutlich gestiegen sind hingegen die Primäreinlagen, weil viele Kunden Wertpapierveranlagungen reduziert und wieder in herkömmliche Sparformen umgeschichtet haben.

Ausweitung des Geschäftsvolumens, rückläufige Ergebnisentwicklung Wertpapiergeschäft prägt Ertragslage der Banken

Die Bilanzsumme aller österreichischen Banken ist im Jahresabstand um 22,4 % auf A 1.071,1 Mrd. gestiegen. Aktivseitig trugen zu diesem Wachstum in erster Linie die Zuwächse der Kredite an Banken (um 73,6 % auf A 221,4 Mrd.) bei, die Kredite an inländische Nichtbanken (Private und Unternehmen) erhöhten sich um 6,2 % auf A 300,0 Mrd. wesentlich weniger stark. Auf der Passivseite war bei den Spar-, Sicht- und Termineinlagen ein Anstieg um 8,8 % auf A 270,2 Mrd. zu verzeichnen, die gesamten Primäreinlagen (Gesamteinlagen von Nichtbanken und eigene Emissionen) konnten sogar um 13,4 % auf A 414,5 Mrd. verbessert werden. Das gesamte Betriebsergebnis aller österreichischen Banken ging vom dritten Quartal 2007 zum dritten Quartal 2008 um 5,0 % auf A 4,6 Mrd. zurück. Die Steigerung des Nettozinsertrages um 11,4 % auf A 6,0 Mrd. konnte den Rückgang im Provisionsergebnis um 9,1 % auf A 3,2 Mrd. (vor allem im Wertpapierbereich), den negativen Saldo der Erträge aus Finanzgeschäften von A - 0,3 Mrd. (nach A + 0,3 Mrd. 2007) und die um 5,1 % auf A 8,3 Mrd. relativ deutlich gewachsenen Betriebsaufwendungen nicht ausgleichen. Für das Gesamtjahr 2008 erwarteten die österreichischen Banken deutliche Einbußen beim gemeinsamen Jahresüberschuss nach Steuern um knapp 20 % auf A 3,6 Mrd.

Marktanteil der Oberbank bei Krediten und Primäreinlagen in %

Konzernlagebericht Österreichischer Bankensektor

"Österreich-Paket": D 100 Mrd. für die Banken

Um den Folgen der Finanzkrise für die heimischen Banken entgegenzuwirken, beschloss der österreichische Nationalrat im Oktober 2008 ein Hilfspaket im Ausmaß von A 100 Mrd. Davon entfallen A 10 Mrd. auf eine unbeschränkte Garantie der privaten Spareinlagen, um das Anlegervertrauen wieder zu stärken. Weitere A 15 Mrd. stehen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der Banken bereit. Insgesamt A 75 Mrd. sind für die Stärkung der Bankenliquidität vorgesehen, davon A 10 Mrd. Garantien für Zwischenbankkredite und A 65 Mrd. staatliche Garantien für Bankenemissionen.

Auswirkungen des Umfeldes auf die Oberbank

Den indirekten Einflüssen der Finanzmarktturbulenzen konnte sich 2008 auch die Oberbank nicht entziehen. Vor allem die Refinanzierung auf dem Interbankenmarkt ist schwieriger geworden. Aufgrund des Überschusses der Kundeneinlagen über das Kreditvolumen entstanden daraus aber keine Liquiditätsprobleme. Im Firmenkundengeschäft haben die vorerst noch gute Konjunktur, die ungebrochene Investitionstätigkeit und die starke Exportorientierung der heimischen Unternehmen dazu beigetragen, dass die Bank ihr Finanzierungsvolumen wiederholt steigern konnte.

Im Privatkundengeschäft hat die Verunsicherung der Anleger in Folge der Subprime-Krise dazu geführt, dass Spar-, Sicht- und Termineinlagen an Bedeutung gewonnen haben, wodurch ein Anstieg der Primärmittel von über 13 % erzielt wurde. Die Oberbank-Aktien konnten sich dem vor allem für Finanztitel negativen Sog weitgehend entziehen. Sie erwiesen sich mit einem nur moderaten Kursrückgang von 10 % sowohl gegenüber dem ATX als auch gegenüber dem europäischen Index für Bankaktien, dem DJ Euro Stoxx Banks, als überdurchschnittlich stabil.

Ein Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 und die Folgejahre veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach österreichischem Recht.

Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2008 neben der Oberbank AG 19 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH (100 %), die Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o. (95 %), die Oberbank Leasing KIKA, s.r.o. (100 %), die Ober Lizing Inprox Misk Kft. (100 %), die OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH (100 %), die Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH (100 %), die Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach (Komplementär), die Oberbank Hybrid 1 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 2 GmbH (100 %).

Die Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH wurde im Geschäftsjahr in die Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH umfirmiert. Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 20 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.

Gliederung der Segmente

Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 71 dieses Geschäftsberichtes.

Konzernlagebericht Ergebnisentwicklung

weitere leichte Verbesserung der Ertragslage ausweisen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 0,9 % auf A 114,0 Mio., der Konzernjahresüberschuss um 2,5 % auf A 105,0 Mio. Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS in Mio. B 2008 Veränderung 2007 2006

Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2008 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine

Zinsergebnis 300,7 8,9 % 276,2 241,2
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -67,8 -0,9 % -68,4 -56,3
Provisionsergebnis 97,8 -3,9 % 101,8 94,9
Handelsergebnis 7,7 2,6 % 7,5 6,8
Verwaltungsaufwand -199,8 -1,7 % -203,2 -193,8
Sonstiger betrieblicher Aufwand -24,6 > -100,0 % -0,9 0,7
Jahresüberschuss vor Steuern 114,0 0,9 % 112,9 93,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8,5 -18,4 % -10,4 -10,3
Fremdanteil am Jahresüberschuss -0,5 0,0 0,0
Konzernjahresüberschuss 105,0 2,5 % 102,5 83,2

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2008 um 8,9 % auf A 300,7 Mio. verbessert werden. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf das um 15,5 % auf A 225,1 Mio. gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft, der Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen ist um 7,0 % auf A 75,6 Mio. zurückgegangen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Wertberichtigungsquote weiter gesenkt

Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken wurde eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39 gebildet. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet.

Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2008 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 67,8 Mio. nach A 68,4 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Rückgang der Wertberichtigungsquote von 0,79 % auf 0,72 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.

Provisionsergebnis

Rückgänge im Wertpapiergeschäft prägen Provisionsgeschäft

Das Provisionsergebnis ging im Geschäftsjahr 2008 um 3,9 % auf A 97,8 Mio. zurück. Die guten Ergebnisse im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft konnten die aufgrund der internationalen Finanz- und Börsenkrise rückläufigen Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft nicht zur Gänze ausgleichen.

Entwicklung und Struktur des Provisionsergebnisses in Mio. B

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jene aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2008 konnte das Handelsergebnis in Summe um 2,6 % auf A 7,7 Mio. verbessert werden. Einem Rückgang der Bewertungs- und Veräußerungsgewinne im Wertpapierbereich steht ein deutlicher Anstieg der Gewinne vor allem im Devisen- und Valutenbereich gegenüber.

Verwaltungsaufwendungen

Leichter Rückgang trotz Fortsetzung der Expansion

Trotz der fortgeführten Expansion in den Wachstumsmärkten der Oberbank konnten die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf A 199,8 Mio. reduziert werden. Die Personalaufwendungen gingen trotz der Ausweitung des Mitarbeiterstandes (plus 104 Personen) um 4,7 % auf A 114,9 Mio. zurück, da Sondereffekte aus dem Vorjahr entfallen sind (Anpassung der Sterbetafeln). Die Sachaufwendungen nahmen um lediglich 1,6 % auf A 66,0 Mio. zu, obwohl im Zuge der Expansion höhere Mietaufwendungen zu tätigen waren und auch die Leistungsverrechnung der Drei-Banken-EDV Gesellschaft höher als in 2007 war. Vorwiegend bedingt durch höhere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern (Erhöhung der Sachanlagen im Operate Leasing) nahmen die Abschreibungsaufwendungen um 6,9 % auf A 18,8 Mio. zu. Trotz der Ausweitung des Filialnetzes um acht Standorte und der Aufstockung des Personalstandes konnte die Kosten-Ertrags-Relation im Vergleich zum Vorjahr von 52,8 % auf 52,4 % verbessert werden.

Entwicklung und Struktur des Verwaltungsaufwandes in Mio. B

Konzernlagebericht Ergebnisentwicklung

Ertragskraft verbessert

Weiterer Zuwachs beim Ergebnis vor und nach Steuern

Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und Handelsergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2008 um 13,2 % auf A 206,4 Mio. gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 0,9 % höherer Jahresüberschuss vor Steuern von A 114,0 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 8,5 Mio. um 18,4 % niedriger als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 105,5 Mio., womit der Vorjahreswert um 2,9 % übertroffen wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von A 0,5 Mio., damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern A 105,0 Mio.

Nach dem Aktiensplit im Verhältnis 1:3 vom Sommer 2008 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG 27.090.000 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr A 3,91 nach A 3,82 im Jahr davor.

Komponenten der Ergebnisveränderung 2008 in Mio. B

Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2008 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 50,0 Mio. Nach Rücklagendotation von A 36,5 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,1 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 13,6 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auf das Grundkapital von A 81,3 Mio. vorgeschlagen. Die Ausschüttung ergibt daher bei 27.090.000 Stück Aktien einen Betrag von A 13.545.000. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 43,0 auf neue Rechnung vorzutragen.

Analyse wichtiger Steuerungskennzahlen

Unternehmenskennzahlen nach IFRS 2008 2007 2006
Betriebsergebnisquote 1,40 % 1,32 % 1,17 %
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 12,83 % 13,21 % 12,37 %
Return on Equity nach Steuern 11,82 % 11,99 % 11,01 %
Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) 52,36 % 52,84 % 56,40 %
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 22,54 % 24,76 % 23,40 %
Gesamtkapitalquote 12,90 % 12,83 % 12,74 %
Kernkapitalquote 8,27 % 7,15 % 7,08 %
IFRS-Ergebnis pro Aktie in A 3,91 3,82 3,21

Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – stieg im Jahr 2008 von 1,32 % um 0,08 Prozentpunkte auf 1,40 %, womit ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.

Aufgrund des im Vergleich zum Jahresüberschuss überproportional stark gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber dem Jahr 2007 leicht von 13,21 % auf 12,83 %, der RoE nach Steuern von 11,99 % auf 11,82 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie erhöhte sich trotz der Emission von 30.000 Stück Stammaktien von A 3,82 des Vorjahres auf A 3,91. Aufgrund des leichten Rückganges der Verwaltungsaufwendungen konnte die Cost-Income-Ratio im Jahr 2008 auf 52,36 % reduziert werden. Die Risk-Earning-Ratio hat sich von 24,76 % auf 22,54 % verbessert. Die Gesamtkapitalquote stieg von 12,83 % auf 12,90 %, die Kernkapitalquote von 7,15 % auf 8,27 %.

Konzernlagebericht Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2008 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 6,9 % auf A 15.314,0 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.

Bilanzaktiva

Überdurchschnittlicher Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen 2008 um 11,6 % auf A 2.296,0 Mio. kräftig an, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 14,4 % auf 15,0 % zunahm. Die Forderungen an Kunden konnten 2008 um 8,8 % auf A 9.460,6 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden mit A 6.175,4 nur um 1,6 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 25,4 % auf A 3.285,2 Mio. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist rund A 148 Mio. den Privatkrediten und rund A 615 Mio. den Firmenkrediten zu. Auch im Leasing konnte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt werden: Die Forderungen des Leasing-Teilkonzerns an Kunden erhöhten sich 2008 um 28,7 % auf A 1.242 Mio.

Struktur der Bilanzaktiva in Mrd. B

Der Anstieg der Risikovorsorgen um 9,3 % auf A 216,5 Mio. ergibt sich aufgrund der Differenzen aus Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.

Die Finanzanlagen blieben 2008 mit A 3.003,9 (+ 0,5 %) annähernd auf Vorjahresniveau. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value A 346,4 Mio., Vermögenswerte Available for Sale A 941,4 Mio., Vermögenswerte Held to Maturity A 1.315,1 Mio. sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen A 401,0 Mio.

In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva gingen vor allem aufgrund des geringeren Volumens festverzinslicher Schuldverschreibungen im Handelsbestand um 55,7 % auf A 33,5 Mio. zurück. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich um 3,1 % auf A 8,2 Mio., vorwiegend bedingt durch die Abschreibung des Kundenstocks der von der Sparkasse Mühlviertel West erworbenen Filialen. Aufgrund der Erhöhung bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immo-

Konzernlagebericht Vermögens- und Finanzlage

bilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 19,3 % auf A 216,1 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die um 76,5 % auf A 381,8 Mio. zulegte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Bilanzpassiva

Starkes Primäreinlagenwachstum sichert Liquidität

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2008 um 8,0 % auf A 3.707,9 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten im Berichtsjahr deutlich geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 13,3 % auf A 10.016,7 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 13,6 % auf A 8.119,2 Mio. zu. Durch die angespannte Situation an den internationalen Börsen gewannen die traditionellen Sparformen im Jahr 2008 weiter an Bedeutung. Der Spareinlagenstand nahm um 13,9 % auf A 3.301,9 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,5 % auf A 4.817,4 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 7,4 % auf A 1.218,3 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 21,2 % auf A 679,1 Mio. zu. Die leichte Steigerung des Eigenkapitals um 0,5 % auf A 894,1 Mio. erklärt sich vorwiegend durch die Ausgabe von 30.000 neuen Aktien im Zuge der Mitarbeiterbeteiligungsaktion.

Struktur des Primärmittelaufkommens in %
Nachrangkapital1 6,8 % 1
Verbriefte Verbindlichkeiten2 12,2 % 2
Spareinlagen3 32,9 %
Sicht- und Termineinlagen4 48,1 % 4
3

Konzernlagebericht Vermögens- und Finanzlage

In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 6,7 % auf A 334,0 Mio. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (A 208,5 Mio.) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (A 95,1 Mio.) zusammen.

Die sonstigen Passiva nahmen um 39,8 % auf A 361,4 Mio. zu. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Struktur der Bilanzpassiva in Mrd. B

Refinanzierung in Mio. B 2008 Veränderung 2007 2006
Spareinlagen 3.301,9 13,9 % 2.899,2 2.633,5
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.817,4 13,5 % 4.245,6 3.477,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.218,3 7,4 % 1.134,7 1.004,8
Nachrangkapital 679,1 21,2 % 560,1 489,9
Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital 10.016,7 13,3 % 8.839,6 7.605,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.707,9 -8,0 % 4.030,3 4.269,2
Summe 13.724,6 6,6 % 12.869,9 11.874,6
Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B 2008 Veränderung 2007 2006
Grundkapital 81,1 7,3 % 75,6 75,3
Kapitalrücklagen 140,8 -1,3 % 142,7 138,9
Gewinnrücklagen 642,8 0,3 % 641,0 586,7
Unversteuerte Rücklagen 26,3 -4,4 % 27,5 28,1
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 0,0 % 1,9 1,9
Anteile im Fremdbesitz 1,3 62,5 % 0,8 0,8
Bilanzielles Eigenkapital 894,1 0,5 % 889,5 831,7
Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG 1.286,1 -0,6 % 1.293,6 1.204,6
hievon Kernkapital (Tier I) 824,7 14,5 % 720,5 669,4
Eigenmittelerfordernis 849,6 5,1 % 808,4 758,5
Überdeckungsquote in Prozentpunkten 4,90 0,07 %-P. 4,83 4,70
Bemessungsgrundlage der Eigenmittel 9.970,2 -1,1 % 10.079,1 9.457,6
Eigenmittelquote in % 12,90 0,07 %-P. 12,83 12,74
hievon Kernkapitalquote in % 8,27 1,12 %-P. 7,15 7,08

Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2008 um 0,5 % auf A 894,1 Mio. leicht an. Das Grundkapital erhöhte sich um 7,3 % auf A 81,1 Mio., in erster Linie durch die Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien, die für die Beteiligung der Mitarbeiter verwendet wurden, und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von A 0,60 je Aktie im Zuge des Aktiensplits.

Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen A 1.286,1 Mio. zum 31. Dezember 2008 gegenüber A 1.293,6 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 849,6 Mio. betrug demnach A 436,5 Mio. und liegt damit um 4,9 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2008 stieg damit einhergehend von 12,83 % auf 12,90 %, die Kernkapitalquote von 7,15 % auf 8,27 %.

Konzernlagebericht Offenlegung gemäß § 243a UGB

Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital

Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt zum 31. Dezember 2008 A 81.270.000 und ist unterteilt in 24.090.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie.

In der 128. ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2008 wurden ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 sowie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Dadurch erhöhte sich der Anteil der einzelnen Aktie am Grundkapital von rund A 8,40 auf A 9,00. Nach Durchführung des Aktiensplits entfällt damit auf jede Stückaktie ein anteiliger Betrag am Grundkapital von A 3,00. Die Aktionäre der Oberbank AG erhielten im Zuge des Aktiensplits zusätzlich zu jeder gehaltenen Aktie zwei weitere Aktien.

Aktienrückkauf

Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden.

Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.

Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung

Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält zum Stichtag 31. Dezember 2008 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der Bank Austria (UniCredit). Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 4,04 %. Die restlichen 26,26 % des Grundkapitals stehen im Streubesitz.

Organbestellung und Kontrollwechsel

Neben den per Gesetz definierten bestehen keine weiteren Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Gesamtrisikomanagement

Die bewusste Übernahme von kalkulierbaren Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG als Muttergesellschaft ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie wie auch für das Risikomanagement und -controlling im Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Situation in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnisund Volumenentwicklung ab.

Die Risikostrategie der Oberbank baut auf der regionalen Verankerung auf und erlaubt nur die Übernahme aus eigenen Kräften bewältigbarer Risiken. Damit ist die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder stets gewährleistet und der Erhalt der Eigenmittel gesichert. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall- und Marktrisiko im Handelsbuch sowie im Bankbuch und für operationelle Risiken. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

Auch in der globalen Finanzkrise hat sich das Risikomanagement der Oberbank bewährt. Die Finanzkrise – einhergehend mit einer Vertrauenskrise zwischen den Banken – bewirkte auf der Kapitalmarktseite eine starke Credit-Spread-Ausweitung bei nahezu allen Banken und Unternehmen, bis hin zu einigen westlichen Staaten, sodass neben den Aktienkursen (soweit börsenotiert) auch die Kurse der Anleihen dieser Institutionen erheblich unter Druck gesetzt wurden. Der Rückgang der Börsenkurse für Aktien und Anleihen wirkte sich im Berichtsjahr bei der Oberbank in einem erhöhten ergebniswirksamen Abwertungsbedarf bei Wertpapieren sowie in einem Rückgang der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 aus.

In diesem schwierigen Marktumfeld bewährten sich die breite Aufstellung der Oberbank bei den Primäreinlagen, die kräftige Eigenkapitalposition sowie die gute Refinanzierungsmöglichkeit bei der Zentralbank, die übrigens nie voll in Anspruch genommen wurde, und sicherten die gute Liquiditätsposition der Oberbank.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Steuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder-, Abwicklungs- und Gegenparteirisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft beruht auf dem Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Gesamtrisikotragfähigkeit des Unternehmens. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten stehen Sicherheiten im regionalen Einzugsbereich der Bank im Vordergrund. Fremdwährungskredite sollen einen Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens nicht überschreiten. Darüber hinaus wird auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente geachtet. Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement der Oberbank AG die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand.

Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln des internen Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild von der Bonität des Kunden liefern. Zulässig sind nur Geschäfte, die transparent und beurteilbar sind.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maßstab für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Dieses Ratingsystem wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der Finanzmarktaufsicht geforderten Stresstests für die Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Problembehaftete Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens abgearbeitet.

Projekt IRB

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formalen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB (Internal Rating-Based)-Basisansatzes zu erarbeiten. Die für das Jahr 2008 vorgesehenen Projektschritte wurden wie geplant umgesetzt und ein erfolgreicher Abschluss des Gesamtprojektes per Ende 2009 ist weitgehend abgesichert. Im Geschäftsjahr 2010 sollte von der Finanzmarktaufsicht die Genehmigung für die Oberbank zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

Verteilung des Kundenobligos inklusive Haftungen, ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten

Gliederung der Kredite und Haftungen in Risikokategorien in Mio. B

2007 2008

Gliederung der Kredite in Risikokategorien gemäß § 63 BWGin Mio. B (Oberbank AG)*)

2008 2007
Ohne erkennbares Ausfallrisiko 14.621,3 14.027,2
Anmerkungsbedürftig 373,7 314,0
Notleidend 247,1 201,0
Uneinbringlich 4,1 6,0
Summe 15.246,2 14.548,2

*) Die Gliederung enthält: Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und gemäß § 22 Abs. 4 in Verbindung mit Anlage 1 zu § 22 BWG gewichtete außerbilanzmäßige Geschäfte in der Oberbank AG.

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgen aufgrund von externen Ratings.

Zinslose Forderungen an Kunden im Oberbank-Konzernabschluss

Die notleidenden Forderungen an Kunden erhöhten sich von A 209,8 Mio. im Vorjahr auf A 266,6 Mio. im Berichtsjahr. (Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden in dieser Position die Non Performing Loans nach der Ausfalldefinition gemäß Basel-II-IRB-Ansatz dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert).

Kreditrisikosteuerung

Die Kreditrisikostruktur ist von der Marktfunktion organisatorisch bis auf Vorstandsebene durchgehend getrennt. Kundenrating, Sicherheiten und Laufzeiten bilden die Basis einer Portfolioanalyse und führen gegebenenfalls zu Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Beteiligungsrisiko

Unter Beteiligungsrisiko werden potenzielle Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten verstanden. Die Steuerung wird mittels quantitativer Methoden vorgenommen. Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften der Oberbank als traditionelle Anteilswerte, weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen insbesondere im Bereich der Equity-Finanzierungen eingegangen werden, sind bereits im Vorfeld Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischer Ausrichtung und der Rechtssituation zu erhalten. In einem eigenen Handbuch wurden die erforderlichen Prozesse definiert, die beim Eingehen von Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Kategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee abgewickelt.

Bankbuchstrategie

Unter bewusster Inkaufnahme eines gesteuerten Risikos sollen Zusatzerträge vorwiegend im Zinsbereich erwirtschaftet werden. Eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in langfristige Zinsbindungen dient ebenfalls diesem Ziel. Das aus Zinsänderungsrisiken entstehende Zusatzeigenmittelerfordernis soll 15 % der Eigenmittel nicht überschreiten.

Handelsstrategie

Unter Wahrung einer konservativen Risiko-Ertrags-Relation werden Aktien, Anleihenpositionen, Devisen und Geldpositionen zum Erzielen von Handelserträgen gehandelt. Derivative Instrumente werden zu Hedge- als auch zu Handelszwecken eingesetzt.

Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limite, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

Marktrisiko im Handelsbuch

Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch sowie der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Meldung des Eigenmittelerfordernisses im Handelsbuch sowie des gesamten FX-Risikos der Bank gemäß Kapitaladäquanz-Richtlinie erfolgt derzeit auf Basis der Standard-Laufzeitbandmethode.

Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management(APM)-Komitees. Dieses Komitee berät sich monatlich; die Mitglieder bilden der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kreditmanagement, Sekretariat und Revision.

Operationelle Risiken

Mit dem Bankgeschäft sind operationelle Risiken untrennbar verbunden. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen (unvorhersehbare Ereignisse wie Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt). Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision sind ein Operational Risk Manager und ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Expertenforum arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden. Dieser Prozess basiert auf den eigenen historischen Daten, die in der dafür konzipierten GuV-Aufwands-Datenbank erfasst werden und genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen sollen.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsstrategie

Primäre Zielsetzung ist die Deckung der Forderungen an Nichtbanken durch Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird unter Wahrung einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur für eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur gesorgt. Eine Ergänzung erfolgt durch ausreichende zentralbankfähige Assets.

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank erfolgt durch das APM-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften ressortieren zur Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zwischen den zuständigen Bereichen wird gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Im Berichtsjahr 2008 lag die Oberbank jederzeit und deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.

Sonstige Risiken

Als sonstige Risiken sind die Geschäfts-, Rechts- und Reputationsrisiken sowie strategische Risiken zu verstehen.

Schwierige externe Rahmenbedingungen

Negatives Wirtschaftswachstum in der EU, den USA und Japan

Für 2009 wird von allen Prognoseinstituten für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein negatives BIP-Wachstum erwartet. Das Wachstum in den zentral- und osteuropäischen EU-Ländern wird 2009 unter dem Wert der Vorjahre, aber immer noch klar im Plus liegen. Für Österreich wird ein BIP-Rückgang von 0,5 % (WIFO) bzw. 0,1 % (IHS) prognostiziert. Der Euro wird 2009 etwas schwächer als im letzten Jahr gesehen, an den Börsen ist weiterhin mit hohen Volatilitäten zu rechnen. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich unter den Vorjahreswerten liegen.

Das wirtschaftliche und politische Umfeld in Österreich sowie die Entwicklung der Weltwirtschaft und der globalen Finanzmärkte haben einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Dienstleistungen und Finanzprodukten, die von der Oberbank AG entwickelt und angeboten werden.

Seit Mitte des Jahres 2007 kam es im Zuge des Verfalls der Immobilienpreise in den USA und in Großbritannien zu einer Neubewertung von Kreditrisiken durch die Marktteilnehmer mit weltweiten negativen Auswirkungen auf die Finanzmärkte.

Die Dauer und die weiteren Folgen der Finanzkrise sind in ihrem Umfang noch nicht abschätzbar. Risiken bestehen aber insbesondere in einer erhöhten Volatilität und einer Ausweitung der Credit Spreads der Märkte und damit verbundenen Liquiditätsengpässen auf den weltweiten Finanzmärkten.

Insgesamt geht die Oberbank davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen deutlich schwieriger sein wird als im abgelaufenen Jahr. Die zuletzt deutlich gesunkenen Zinsen, der Verfall der Energie- bzw. Rohölpreise, die damit rückläufige Inflation und der zuletzt wieder stärkere US-Dollar sind aber Faktoren, die die Konjunktur im Euroraum stützen können.

Geschäftliche Schwerpunkte der Oberbank

Starkes Primärmittelaufkommen sichert weiterhin die Finanzierungstätigkeit

Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank als Bank der Industrie und des Mittelstandes auch 2009 ihrem Hauptauftrag nachkommen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Sowohl im Kredit- als auch im Leasingbereich erwartet das Management weitere Zuwächse. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das qualitative Wachstum, das heißt auf die Absicherung bzw. den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, gelegt.

Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Spar- und anderen Einlagen auch zukünftig die Basis einer gesunden Liquiditäts- und Refinanzierungssituation sichern. Die Oberbank will die Primäreinlagen 2009 in allen in- und ausländischen Regionen weiter deutlich steigern. Im Segment Financial Markets erwartet der Vorstand aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes einen deutlichen Rückgang bei den Erträgen aus Beteiligungen. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft wird der bisher eingeschlagene konservative Weg fortgesetzt.

Die starke Eigen- bzw. Kernkapitalausstattung der Oberbank sowie ein sorgsamer Umgang mit bankgeschäftlichen Risiken gewährleisten, das Banken-Hilfspaket zur Eigenkapitalstärkung nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Mit dem Markteintritt in der Slowakei wird der Expansionskurs konsequent fortgeführt. Die Eröffnung einer Filiale in Bratislava bedeutet, dass die Oberbank ihre Kunden ab 2009 in fünf Ländern als Vollbank begleitet.

Insgesamt wird die Oberbank auch 2009 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf zentrale Werte wie Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit setzen.

Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009

Das Zinsgeschäft wird auch 2009 eine wesentliche Säule der Ertragsentwicklung sein. Bei den Erträgen aus Beteiligungen rechnet die Oberbank mit einem Rückgang im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Die weiterhin zu erwartende Volatilität an den Börsen wird auch einen Einfluss auf Bewertungen auslösen. Im Dienstleistungsgeschäft gilt es ebenfalls die Entwicklung vor allem im Wertpapierbereich genau zu beobachten, wobei sich aus heutiger Sicht keine verlässlichen Prognosen zur Börsenentwicklung abgeben lassen. Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa gleich stark steigen wie die Erträge. Beim Personalaufwand erwartet das Management eine leichte Erhöhung, der Sachaufwand und die Abschreibungen werden in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben. Im Kreditrisiko rechnet die Oberbank aufgrund des konjunkturellen Umfeldes mit einer im Vergleich zu den letzten Jahren stärkeren Zunahme.

Die schwierigen Rahmenbedingungen erlauben keine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2009. Der Vorstand der Oberbank wird aber alles daran setzen, die negativen Auswirkungen der geänderten Rahmenbedingungen auf den Geschäftserfolg zu minimieren. Auch für das herausfordernde Geschäftsjahr 2009 werden ein Betriebsergebnis und ein Jahresüberschuss in einer Höhe angestrebt, die es der Oberbank erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten und im Wege der Rücklagendotation zur Steigerung des Unternehmenswertes für die Aktionäre beizutragen.

Linz, am 24. Februar 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Konzernabschluss

Konzernabschluss 2008 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Konzernrechnung 30
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 30
Bilanz zum 31. Dezember 2008 31
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 32
Geldflussrechnung 34
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss 37
Einleitung 37
1) Konsolidierungskreis der Oberbank 37
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze 37
Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung 46
3) Zinsergebnis 46
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 46
5) Provisionsergebnis 46
6) Handelsergebnis 47
7) Verwaltungsaufwand 47
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg 47
9) Ertragsteuern 48
10) Ergebnis je Aktie 48
Details zur Bilanz 49
11) Barreserve 49
12) Forderungen an Kreditinstitute 49
13) Forderungen an Kunden 49
14) Risikovorsorgen 50
15) Handelsaktiva 50
16) Finanzanlagen 50
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte 51
18) Sachanlagen 51
19) Sonstige Aktiva 52
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 53
22) Verbriefte Verbindlichkeiten 53
23) Rückstellungen 53
24) Sonstige Passiva 54
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 54
26) Nachrangkapital 55
27) Eigenkapital 55
28) Anlagenspiegel 56
29) Fair Value von Finanzinstrumenten 58
30) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen 60
31) Segmentberichterstattung 61
32) Zinslose Aktiva 63
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 63
34) Nachrangige Vermögensgegenstände 63
35) Fremdwährungsvolumina 63
36) Treuhandvermögen 63
37) Echte Pensionsgeschäfte 63
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 63
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises 64
Risikobericht 67
40) Gesamtrisikomanagement 67
41) Adressenausfallrisiko 70
42) Beteiligungsrisiko 73
43) Marktrisiko 73
44) Operationelle Risiken 76
45) Liquiditätsrisiko 77
46) Sonstige Risiken 78
47) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick 79
48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte 80
49) Patronatserklärungen für Beteiligungen 81
Informationen aufgrund österreichischen Rechts 82
50) Konzerneigenkapital 82
51) Personal 82
52) Wertpapieraufgliederung nach BWG 82
53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis 83
54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG 84
55) Beteiligungsliste gemäß UGB 85

Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2008

2008
in E 1.000
2007
in E 1.000
Veränd.
in E 1.000
Veränd.
in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (3) 717.061 613.665 103.396 16,8
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3) -491.991 -418.794 -73.197 17,5
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (3) 75.593 81.299 -5.706 -7,0
Zinsergebnis (3) 300.663 276.170 24.493 8,9
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (4) -67.778 -68.385 607 -0,9
5. Provisionserträge (5) 107.713 113.178 -5.465 -4,8
6. Provisionsaufwendungen (5) -9.890 -11.405 1.515 -13,3
Provisionsergebnis (5) 97.823 101.773 -3.950 -3,9
7. Handelsergebnis (6) 7.694 7.501 193 2,6
8. Verwaltungsaufwand (7) -199.762 -203.182 3.420 -1,7
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) -24.634 -936 -23.698 >-100,0
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL (8) -24.773 1.136 -25.909 >-100,0
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS (8) -434 -9.296 8.862 -95,3
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM (8) 3.372 -29 3.401 >100,0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) -2.799 7.253 -10.052 >-100,0
Jahresüberschuss vor Steuern 114.006 112.941 1.065 0,9
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (9) -8.516 -10.430 1.914 -18,4
Jahresüberschuss nach Steuern 105.490 102.511 2.979 2,9
11. Fremdanteil am Jahresüberschuss -456 0 -456 >-100,0
Konzernjahresüberschuss 105.034 102.511 2.523 2,5
Kennzahlen 2008 2007
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 52,36 52,84
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 12,83 13,21
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 11,82 11,99
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % 22,54 24,76
Ergebnis pro Aktie in A 3,91 3,82*

* Der Vorjahreswert wurde aufgrund des im dritten Quartal 2008 vorgenommenen Aktiensplits im Verhältnis 1:3 angepasst. Der Vorjahreswert vor Aktiensplit betrug B 11,46.

Bilanz zum 31.12.2008

Aktiva 31.12.2008
in E 1.000
31.12.2007
in E 1.000
Veränd.
in E 1.000
Veränd.
in %
1. Barreserve (11) 130.380 303.946 -173.566 -57,1
2. Forderungen an Kreditinstitute (12) 2.295.958 2.058.046 237.912 11,6
3. Forderungen an Kunden (13) 9.460.623 8.697.157 763.466 8,8
4. Risikovorsorgen (14) -216.518 -198.132 -18.386 9,3
5. Handelsaktiva (15) 33.530 75.691 -42.161 -55,7
6. Finanzanlagen (16) 3.003.888 2.988.165 15.723 0,5
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL (16) 346.358 359.170 -12.812 -3,6
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS (16) 941.419 1.048.998 -107.579 -10,3
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM (16) 1.315.068 1.189.489 125.579 10,6
d) Anteile an at-Equity-Unternehmen (16) 401.043 390.508 10.535 2,7
7. Immaterielles Anlagevermögen (17) 8.233 8.495 -262 -3,1
8. Sachanlagen (18) 216.133 181.127 35.006 19,3
a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) 82.076 48.117 33.959 70,6
b) Sonstige Sachanlagen (18) 134.057 133.010 1.047 0,8
9. Sonstige Aktiva (19) 381.761 216.275 165.486 76,5
a) Steueransprüche (19) 38.344 23.048 15.296 66,4
b) Sonstige (19) 343.417 193.227 150.190 77,7
Summe Aktiva 15.313.988 14.330.770 983.218 6,9
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 3.707.857 4.030.316 -322.459 -8,0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 8.119.236 7.144.751 974.485 13,6
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 1.218.332 1.134.696 83.636 7,4
4. Rückstellungen (23) 333.987 312.929 21.058 6,7
5. Sonstige Passiva (24) 361.366 258.482 102.884 39,8
a) Handelspassiva (25) 10.325 8.601 1.724 20,0
b) Steuerschulden (24) 6.118 3.520 2.598 73,8
c) Sonstige (24) 344.923 246.361 98.562 40,0
6. Nachrangkapital (26) 679.091 560.135 118.956 21,2
7. Eigenkapital (27) 894.119 889.461 4.658 0,5
a) Eigenanteil (27) 892.812 888.655 4.157 0,5
b) Minderheitenanteil (27) 1.307 806 501 62,2
Summe Passiva 15.313.988 14.330.770 983.218 6,9

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2008

in E
1.000
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Währungs-
ausgleichs-
posten
Bewertungs-
rücklagen
gem. IAS 39
Eigenkapital
ohne
Fremdanteile
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
Stand am 01.01.2007 75.359 138.902 567.713 436 48.510 830.920 769 831.689
Konzernjahresüberschuss 102.511 102.511 102.511
Dividendenausschüttung -13.376 -13.376 -13.376
Kapitalerhöhung 337 4.063 4.400 4.400
Veränderung Währungsausgleichsposten 157 157 157
Erwerb eigener Aktien -131 -252 -383 -383
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 -897 -897 -897
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen -34.677 -34.677 37 -34.640
hievon Eigenkapitalveränderungen
assoziierter Unternehmen -34.669 -34.669 -34.669
Stand am 31.12.2007 75.565 142.713 622.171 593 47.613 888.655 806 889.461
Stand am 01.01.2008 75.565 142.713 622.171 593 47.613 888.655 806 889.461
Konzernjahresüberschuss 105.034 105.034 456 105.490
Dividendenausschüttung -13.405 -13.405 -13.405
Kapitalerhöhung 5.549 -1.990 3.559 3.559
Veränderung Währungsausgleichsposten -364 -364 -364
Erwerb eigener Aktien -6 29 23 23
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 -54.613 -54.613 -54.613
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen -36.077 -36.077 45 -36.032
hievon Eigenkapitalveränderungen
assoziierter Unternehmen -36.215 -36.215 -36.215
Stand am 31.12.2008 81.108 140.752 677.723 229 -7.000 892.812 1.307 894.119

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2008

in E
1.000
2008 2007
Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten
Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) -72.817 -1.196
Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden 18.204 299
Direkt im Eigenkapital erfasst -54.613 -897
Konzernjahresüberschuss 105.034 102.511
Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten 50.421 101.614
Anteile im Eigenbesitz 50.421 101.614
Anteile im Fremdbesitz 0 0
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
Gewinne 4.121 19.816
Verluste -56.529 -7.577
Aus dem Eigenkapital entfernt -2.205 -13.137
Gesamt -54.613 -897

Geldflussrechnung (in D 1.000)

2008 2007
Konzernjahresüberschuss 105.034 102.511
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung
auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen 43.064 16.759
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen 21.058 4.203
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten -14.340 -14.938
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen -333 -774
Zwischensumme 154.483 107.761
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute -193.684 44.318
Forderungen an Kunden -764.391 -560.140
Handelsaktiva 41.919 32.040
Sonstiges Umlaufvermögen 219.993 -146.080
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit -61.467 -897
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -367.577 -290.868
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 942.617 1.021.496
Verbriefte Verbindlichkeiten 67.279 119.591
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit -1.891 -18.358
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 37.281 308.863

Geldflussrechnung (in D 1.000)

2008 2007
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 37.281 308.863
Mittelzufluss aus der Veräußerung von
Finanzanlagen 393.212 211.137
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 1.817 3.708
Mittelabfluss für den Erwerb von
Finanzanlagen -552.925 -317.488
Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen -54.817 -64.200
Cashflow aus Investitionstätigkeit -212.713 -166.843
Kapitalerhöhung 3.559 4.400
Dividendenzahlungen -13.405 -13.376
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit 102.765 57.873
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 92.919 48.897
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 303.946 148.446
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 37.281 308.863
Cashflow aus Investitionstätigkeit -212.713 -166.843
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 92.919 48.897
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen -90.689 -35.574
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen -364 157
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 130.380 303.946
Erhaltene Zinsen 714.898 577.615
Erhaltene Dividenden 35.727 30.042
Gezahlte Zinsen -492.748 -393.301
Ertragsteuerzahlungen -16.820 -20.798

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.

Aufgliederung Zinsen, Dividenden und Ertragsteuerzahlungen

Operative
Geschäftstätigkeit
Investitions-
tätigkeit
Finanzierungs-
tätigkeit
Summe
Erhaltene Zinsen 2008 663.824 51.074 0 714.898
2007 533.655 43.960 0 577.615
Erhaltene Dividenden 2008 2.142 33.585 0 35.727
2007 5.230 24.812 0 30.042
Gezahlte Zinsen 2008 -461.140 0 -31.608 -492.748
2007 -365.977 0 -27.324 -393.301
Gezahlte Dividenden 2008 0 0 -13.405 -13.405
2007 0 0 -13.376 -13.376
Ertragsteuerzahlungen 2008 -11.954 -12.769 7.902 -16.820
2007 -16.639 -10.990 6.831 -20.798

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss

Einleitung

Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Hauptplatz 10 – 11. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.

Die Genehmigung des Abschlusses 2008 und die Freigabe zur Veröffentlichung erfolgten am 27. März 2009.

1) Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2008 neben der Oberbank AG 19 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Berichtsjahr um die Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH (100 %), die Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o. (95 %), die Oberbank Leasing KIKA, s.r.o. (100 %), die Ober Lizing Inprox Misk Kft. (100 %), die OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH (100 %), die Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH (100 %), die Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach (Komplementär), die Oberbank Hybrid 1 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 2 GmbH (100 %).

Die Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH wurde im Geschäftsjahr in die Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH umfirmiert.

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 20 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.

2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze

Angewandte IAS bzw. IFRS

Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IAS 1 Revised, IFRS 8, IFRIC 13, Änderungen an IAS 1, 2, 23, 27, 32 und an IFRS 2), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Standards schon untersucht wurden, werden keine Änderungen in materieller Hinsicht erwartet. IFRS 1 Revised, IFRS 3 Revised, IFRIC 12, IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 17 und Änderungen an IAS 39, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten

werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.

Unternehmenserwerbe

Mit 10. Juni 2008 wurden 100 % der Anteile an der Ober Lizing Inprox Misk Kft., Budapest, erworben. Daraus resultierten Anschaffungskosten in der Höhe von TA 12. Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt betrug TA 8,6. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gesellschaft Sachanlagen in der Höhe von TA 2.133,4, Forderungen im Ausmaß von TA 424,0 und Verbindlichkeiten von TA 2.548,8. Das Unternehmen hat einen Jahresüberschuss von TA 0,2 zum Konzernergebnis beigetragen. Die in den Konzernabschluss eingeflossenen Vermögensgegenstände betrugen TA 2.224,7.

Währungsumrechnung und Konzernwährung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Handelsaktiva

Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.

Derivate

Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.

Leasing

Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Risikovorsorgen

Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger

Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft haben wir Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gem. IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

Finanzanlagen

Alle im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Aktiva werden den HtM (Held to Maturity)- und AfS (Available for Sale)-Beständen zugeordnet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden.

Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.

Im Ergebnis 2008 sind bei den finanziellen Vermögenswerten AfS Impairment-Abschreibungen in der Höhe von TA 10.453 enthalten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen von der Kategorie AfS in der Höhe von TA 113.664 in die Kategorie HtM statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist. Die Differenz zum Börsekurswert betrug TA 2.690.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.

In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer:

Bankbetrieblich genützte Gebäude 10 bis 50 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre
Standard-Software 4 Jahre

Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Steuerabgrenzung

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.

Handelspassiva

In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.

Rückstellungen

a) Personalrückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:

  • Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 4,0 % (Vorjahr 4,0 %)
  • Gehaltserhöhungen von 4,0 % (Vorjahr 4,0 %) und Pensionserhöhungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %)
  • Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 60 Jahren

Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.

b) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf A 75.973.557,69. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgte ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf A 81.270.000,00 erhöhten.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.090.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2008 der Oberbank AG eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 13.545.000,00), wobei A 71.736,72 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 36.490.151,20 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 42.975,75 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 9.809.469 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Sonstige Passiva

Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.

Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.

Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in D 1.000)

2008 2007
3) Zinsergebnis
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 609.640 510.007
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.576 6.529
Sonstigen Beteiligungen 2.108 2.090
Verbundenen Unternehmen 1.198 809
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 100.539 94.230
Zinsen und ähnliche Erträge 717.061 613.665
Zinsaufwendungen für Einlagen -414.441 -350.594
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten -45.966 -42.275
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten -31.584 -25.925
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -491.991 -418.794
Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen 75.593 81.299
Zinsergebnis 300.663 276.170
Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 696.126 (Vorjahr TA 596.227). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzi
elle Verbindlichkeiten beläuft sich auf TA 440.121 (Vorjahr TA 378.449).
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 90.397 92.865
Direktabschreibungen 3.463 5.212
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -23.481 -26.951
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.601 -2.741
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 67.778 68.385
5) Provisionsergebnis
Zahlungsverkehr 31.722 29.868
Wertpapiergeschäft 34.417 44.191
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 14.533 11.303
Kreditgeschäft 14.714 14.097
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 2.437 2.314
Provisionsergebnis 97.823 101.773

Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in D 1.000)

2008 2007
6) Handelsergebnis
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften -2.865 -186
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 6.186 4.294
Gewinne/Verluste aus Derivaten 4.373 3.393
Handelsergebnis 7.694 7.501
7) Verwaltungsaufwand
Personalaufwand 114.943 120.646
hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kasse 274 197
Andere Verwaltungsaufwendungen 66.026 64.959
Abschreibungen und Wertberichtigungen 18.793 17.577
Verwaltungsaufwand 199.762 203.182
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL -24.773 1.136
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS -434 -9.296
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM 3.372 -29
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg -2.799 7.253
Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen -24.634 -936

Im sonstigen betrieblichen Erfolg sind im Geschäftsjahr 2008 Impairments in Höhe von A 10,5 Mio. enthalten.

Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in D 1.000)

2008 2007
9) Ertragsteuern
Laufender Ertragsteueraufwand 5.608 18.800
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 2.908 -8.370
Ertragsteuern 8.516 10.430
Jahresüberschuss vor Steuern 114.006 112.941
Errechneter Steueraufwand 25 % 28.502 28.235
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen -8.678 -6.455
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen -11.688 -15.171
Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre 704 1.358
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen -3.538 -2.768
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 3.102 4.657
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen 112 574
Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 8.516 10.430
Effektiver Steuersatz 7,47 % 9,23 %
10) Ergebnis je Aktie
Aktienanzahl per 31.12. 27.090.000 9.000.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 26.889.294 8.943.337
Konzernjahresüberschuss 105.034 102.511
Ergebnis je Aktie in D 3,91 3,82

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe. Der Vorjahreswert wurde aufgrund des im dritten Quartal 2008 vorgenommenen Aktiensplits im Verhältnis 1:3 angepasst. Der ursprüngliche Wert betrug D 11,46.

Details zur Bilanz (in D 1.000)

2008 2007
11) Barreserve
Kassenbestand 64.490 68.945
Guthaben bei Zentralnotenbanken 65.890 235.001
Barreserve 130.380 303.946
12) Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an inländische Kreditinstitute 1.248.119 782.425
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 1.047.839 1.275.621
Forderungen an Kreditinstitute 2.295.958 2.058.046
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
Täglich fällig 95.735 193.972
Bis 3 Monate 1.702.409 1.236.957
Über 3 Monate bis 1 Jahr 324.806 386.892
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 153.008 213.915
Über 5 Jahre 20.000 26.310
Forderungen an Kreditinstitute 2.295.958 2.058.046
13) Forderungen an Kunden
Forderungen an inländische Kunden 6.175.396 6.077.374
Forderungen an ausländische Kunden 3.285.227 2.619.783
Forderungen an Kunden 9.460.623 8.697.157
Forderungen an Kunden nach Fristen
Täglich fällig 511.267 465.699
Bis 3 Monate 1.406.453 1.274.456
Über 3 Monate bis 1 Jahr 1.231.991 1.243.490
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 2.413.053 1.912.422
Über 5 Jahre 3.897.859 3.801.090
Forderungen an Kunden 9.460.623 8.697.157
Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 65.697 51.483
3 Monate bis 1 Jahr 206.341 155.589
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 627.015 469.690
Über 5 Jahre 276.995 288.057
Summe 1.176.048 964.819

Details zur Bilanz (in D 1.000)

2008 2007
Nicht realisierte Finanzerträge
Bis 3 Monate 12.099 9.216
3 Monate bis 1 Jahr 32.208 25.369
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 93.564 74.836
Über 5 Jahre 75.850 63.626
Summe 213.721 173.047
Nettoinvestitionswerte
Bis 3 Monate 53.598 42.267
3 Monate bis 1 Jahr 174.133 130.220
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 533.451 394.854
Über 5 Jahre 201.145 224.431
Summe 962.327 791.772
Kumulierte Wertberichtigungen 2.775 2.509
14) Risikovorsorgen
Siehe Seiten 134 und 135
15) Handelsaktiva
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 18.932 59.918
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 3.977 9.135
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 407 0
Zinsbezogene Geschäfte 10.214 6.638
Sonstige Geschäfte 0 0
Handelsaktiva 33.530 75.691
16) Finanzanlagen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 2.128.390 2.153.294
Nicht börsenotiert 38.894 52.475
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 39.225 73.784
Nicht börsenotiert 136.769 188.091

Details zur Bilanz (in D 1.000)

2008 2007
Beteiligungen/Anteile
An verbundenen Unternehmen 204.715 83.410
An at Equity bewerteten Unternehmen
- Kreditinstituten 152.983 153.700
- Nicht-Kreditinstituten 248.059 236.808
An sonstigen Beteiligungen
- Kreditinstituten 27.055 28.618
- Nicht-Kreditinstituten 27.798 17.985
Finanzanlagen 3.003.888 2.988.165
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 346.358 359.170
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS 941.419 1.048.998
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM 1.315.068 1.189.489
d) Anteile an at-Equity-Unternehmen 401.043 390.508
Finanzanlagen 3.003.888 2.988.165
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte
Nutzungs- und Mietrechte 2.160 1.009
Individual-Software 3.044 2.441
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 229 110
Kundenstock 2.800 4.935
Immaterielle Anlagevermögenswerte 8.233 8.495
18) Sachanlagen
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 82.076 48.117
Grundstücke und Gebäude 74.804 78.452
Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.690 41.568
Sonstige Sachanlagen 14.563 12.990
Sachanlagen 216.133 181.127
Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 82.076 (Vorjahr TA 48.117); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 83.442 (Vorjahr TA 49.291). Die
als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind größtenteils noch ungenützt. Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr TA 846, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive

Leasinggeschäft (Operating Leasing)

Abschreibungen) betrugen TA 423.

Künftige Mindestleasingzahlungen
Bis 3 Monate 1.495 924
3 Monate bis 1 Jahr 4.358 2.756
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 15.022 11.403
Über 5 Jahre 14.715 15.297
Summe 35.590 30.380
2008 2007
19) Sonstige Aktiva
Latente Steuerforderungen 38.344 23.048
Sonstige Vermögensgegenstände
Rechnungsabgrenzungsposten
341.981
1.436
192.339
888
Sonstige Aktiva 381.761 216.275
Aktive Steuerabgrenzungen 38.344 23.048
Latente Steuerforderungen 38.344 23.048
Aktive Steuerabgrenzungen
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 17.006 15.628
Festverzinsliche Wertpapiere -830 1.760
hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten -857 1.723
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -2.916 -18.987
Beteiligungen 638 217
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -287 -242
Sonstige Aktiva -26.146 -8.190
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 3.539 -366
Verbriefte Verbindlichkeiten -5.380 -4.596
Sonstige Passiva 30.471 14.157
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 24.601 26.574
Sonstige Rückstellungen -6.576 -5.350
Nachrangkapital 202 -725
Steuerliche Verlustvorträge 4.022 3.168
Aktive Steuerabgrenzungen 38.344 23.048
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber
Inländischen Kreditinstituten 1.897.031 2.204.211
Ausländischen Kreditinstituten 1.810.826 1.826.105
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.707.857 4.030.316
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
Täglich fällig 544.267 382.402
Bis 3 Monate 2.441.807 2.762.844
Über 3 Monate bis 1 Jahr 399.757 461.936
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 209.075 280.637
Über 5 Jahre 112.951 142.497
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.707.857 4.030.316

Details zur Bilanz (in D 1.000)

21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Spareinlagen
3.301.878
2.899.166
Sonstige
4.817.358
4.245.585
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
8.119.236
7.144.751
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
Täglich fällig
2.472.249
2.392.964
Bis 3 Monate
2.472.086
2.466.240
Über 3 Monate bis 1 Jahr
2.822.060
2.095.758
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
213.719
141.605
Über 5 Jahre
139.122
48.184
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
8.119.236
7.144.751
22) Verbriefte Verbindlichkeiten
Begebene Schuldverschreibungen
907.752
818.053
Andere verbriefte Verbindlichkeiten
310.580
316.643
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.218.332
1.134.696
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
Bis 3 Monate
89.658
33.449
Über 3 Monate bis 1 Jahr
65.263
123.725
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
740.453
700.347
Über 5 Jahre
322.958
277.175
Verbriefte Verbindlichkeiten
1.218.332
1.134.696
23) Rückstellungen
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung
208.540
213.387
Sonstige Rückstellungen
125.447
99.542
Rückstellungen
333.987
312.929
Jubiläumsgeldrückstellung
8.981
8.670
Rückstellungen für das Kreditgeschäft
95.093
80.368
Sonstige Rückstellungen
21.373
10.504
2008 2007
Sonstige Rückstellungen 125.447 99.542
2008 2007
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen
Rückstellung zum 1.1. 213.387 202.431
Zuweisung Abfertigungsrückstellung 1.208 1.416
Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung -6.055 9.540
Rückstellung zum 31.12. 208.540 213.387
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellung zum 1.1. 222.057 210.820
+
Dienstzeitaufwand
3.885 3.982
+
Zinsaufwand
8.017 7.461
-
Zahlungen im Berichtsjahr
-9.950 -8.683
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 591 -1.093
+/- Übrige Veränderungen -7.079 9.570
Rückstellung zum 31.12. 217.521 222.057

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Die übrigen Veränderungen in Höhe von TA - 7.079 betreffen die Auflösung der Rückstellung aus der Erhöhung der Sterbetafeln. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Zuführung im Geschäftsjahr 2009 zu den Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von rund A 2 Mio. gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2006 TA 210.820 bzw. für das Geschäftsjahr 2005 TA 192.196.

Jubiläumsgeld- Rückst. für das Sonstige
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen rückstellung Kreditgeschäft Rückstellungen
Stand zum 1.1. 8.670 80.368 10.504
Zuweisung 311 24.036 11.751
Verbrauch/Währungsdifferenz 4.630 174
Auflösung 4.681 708
Stand zum 31.12. 8.981 95.093 21.373

24) Sonstige Passiva

Handelspassiva 10.325 8.601
Steuerschulden 6.118 3.520
Sonstige Verbindlichkeiten 290.665 198.657
Rechnungsabgrenzungsposten 54.258 47.704
Sonstige Passiva 361.366 258.482
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva)
Währungsbezogene Geschäfte 51 0
Zinsbezogene Geschäfte 10.257 7.689
Sonstige Geschäfte 17 912
Handelspassiva 10.325 8.601

Details zur Bilanz (in D 1.000)

2008 2007
26) Nachrangkapital
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 10.799 10.094
Ergänzungskapital 608.826 550.041
Hybridkapital 59.466 0
Nachrangkapital 679.091 560.135
Nachrangkapital nach Fristen
Bis 3 Monate 12.848 12.296
Über 3 Monate bis 1 Jahr 33.653 28.134
Über 1 Jahr bis 5 Jahre 234.435 200.001
Über 5 Jahre 398.155 319.704
Nachrangkapital 679.091 560.135
27) Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 81.107 75.565
Kapitalrücklagen 140.752 142.713
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 642.760 640.973
Unversteuerte Rücklagen 26.321 27.532
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Anteile im Fremdbesitz 1.307 806
Eigenkapital 894.119 889.461
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück)
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 26.989.788 8.958.969
Ausgabe neuer Aktien 90.000 40.000
Kauf eigener Aktien -1.087.464 -154.588
Verkauf eigener Aktien 1.087.263 152.215
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 27.079.587 8.996.596
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 10.413 3.404
Ausgegebene Aktien per 31.12. 27.090.000 9.000.000

Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,5 Mio. (Vorjahr A 0,5 Mio.). Bei der Ermittlung der im Umlauf befindlichen Aktien bzw. bei der Ausgabe neuer Aktien, bei Käufen und Verkäufen wurde für das gesamte Geschäftsjahr der im Juli 2008 durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis 1:3 berücksichtigt.

28) Anlagenspiegel

Entwicklung Immaterielle Anlagevermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Anlage-
vermögenswerte
Sachanlagen Hievon als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2008 25.612 340.748 49.141
Währungsdifferenzen -120 179 0
Zugänge 2.907 51.910 34.382
Abgänge 70 10.068 0
Kumulierte Abschreibungen 20.096 166.636 1.447
Buchwerte 31.12.2008 8.233 216.133 82.076
Buchwerte 31.12.2007 8.495 181.127 48.117
Abschreibungen im Geschäftsjahr 3.116 15.677 423

Entwicklung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2008 87.307 441.657
Zugänge 123.654 10.677
Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 10.534
Abgänge 421 827
Kumulierte Abschreibungen 5.825 6.146
Buchwerte 31.12.2008 204.715 455.895
Buchwerte 31.12.2007 83.410 437.112
Abschreibungen im Geschäftsjahr 1.928 1.600

Durch den Verkauf von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen, deren Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 1.006. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 828 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 178.

HtM
Buchwert/
Fair Value*)
FV/PL
Buchwert/
Fair Value*)
HB
Buchwert/
Fair Value*)
AfS
Buchwert/
Fair Value*)
L&R/Liabilities
Buchwert/
Fair Value*)
Sonstige
Buchwert/
Fair Value*)
Summe
Buchwert/
Fair Value*)
29) Fair Value von Finanzinstrumenten
per 31.12.2008
Barreserve 130.380 130.380
130.380 130.380
Forderungen an Kreditinstitute 2.295.958 2.295.958
2.300.245 2.300.245
Forderungen an Kunden 72.851 25.227 9.362.545 9.460.623
72.851 25.227 9.413.739 9.511.817
Risikovorsorgen -216.518 -216.518
-216.518 -216.518
Handelsaktiva 33.530 33.530
33.530 33.530
Finanzanlagen 1.315.068 346.358 941.419 401.043 3.003.888
1.261.582 346.358 941.419 360.246 2.909.605
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.233 8.233
8.233 8.233
Sachanlagen 216.133 216.133
237.327 237.327
Sonstige Aktiva 381.761 381.761
381.761 381.761
Summe Bilanzaktiva 1.315.068 419.209 33.530 966.646 11.441.985 1.137.550 15.313.988
1.261.582 419.209 33.530 966.646 11.497.466 1.117.947 15.296.380
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 126.678 3.581.179 3.707.857
126.678 3.583.268 3.709.946
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 144.752 7.974.484 8.119.236
144.752 8.011.492 8.156.244
Verbriefte Verbindlichkeiten 775.320 443.012 1.218.332
775.320 429.108 1.204.428
Rückstellungen 333.987 333.987
333.987 333.987
Sonstige Passiva 10.325 351.041 361.366
10.325 351.041 361.366
Nachrangkapital 177.458 501.633 679.091
177.458 498.407 675.865
Kapital 894.119 894.119
894.119 894.119
Summe Bilanzpassiva 0 1.224.208 10.325 0 12.500.308 1.579.147 15.313.988
0 1.224.208 10.325 0 12.522.275 1.579.147 15.335.955

*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.

Details zur Bilanz (in D 1.000)

HtM
Buchwert/
FV/PL
Buchwert/
HB
Buchwert/
AfS
Buchwert/
L&R/Liabilities
Buchwert/
Sonstige
Buchwert/
Summe
Buchwert/
Fair Value*) Fair Value*) Fair Value*) Fair Value*) Fair Value*) Fair Value*) Fair Value*)
per 31.12.2007
Barreserve 303.946 303.946
303.946 303.946
Forderungen an Kreditinstitute 2.058.046 2.058.046
2.057.334 2.057.334
Forderungen an Kunden 90.199 15.944 8.591.014 8.697.157
90.199 15.944 8.568.046 8.674.189
Risikovorsorgen -198.132 -198.132
-198.132 -198.132
Handelsaktiva 75.691 75.691
75.691 75.691
Finanzanlagen 1.189.489 359.170 1.048.998 390.508 2.988.165
1.167.083 359.170 1.048.998 802.918 3.378.169
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.495 8.495
8.495 8.495
Sachanlagen 181.127 181.127
199.269 199.269
Sonstige Aktiva 216.275 216.275
216.275 216.275
Summe Bilanzaktiva 1.189.489 449.369 75.691 1.064.942 10.450.928 1.100.351 14.330.770
1.167.083 449.369 75.691 1.064.942 10.427.248 1.530.903 14.715.236
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 144.399 3.885.917 4.030.316
144.399 3.876.543 4.020.942
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 159.378 6.985.373 7.144.751
159.378 6.977.642 7.137.020
Verbriefte Verbindlichkeiten 678.262 456.434 1.134.696
678.262 453.630 1.131.892
Rückstellungen 312.929 312.929
312.929 312.929
Sonstige Passiva 8.601 249.881 258.482
8.601 249.881 258.482
Nachrangkapital 150.472 409.663 560.135
150.472 403.849 554.321
Kapital 889.461 889.461
889.461 889.461
Summe Bilanzpassiva 0 1.132.511 8.601 0 11.737.387 1.452.271 14.330.770
0 1.132.511 8.601 0 11.711.664 1.452.271 14.305.047

Für finanzielle Vermögensgegenstände und finanzielle Verbindlichkeiten, für die ein Börsekurs verfügbar ist, wird dieser als Fair Value herangezogen. Ist ein Börsekurs nicht vorhanden, entspricht der Fair Value den fortgeführten Anschaffungskosten. Ist bei Anwendung der Fair-Value-Option ein Börsekurs nicht verfügbar, wird als Fair Value der Barwert herangezogen. Dieser wird ebenfalls bei den Loans and Receivables und Liabilities als Fair Value verwendet. Bei Sachanlagen entspricht der Fair Value dem Verkehrswert. Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 50.726 (Vorjahr TA 52.333) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 47.263 (Vorjahr TA 47.121) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 3.463 (Vorjahr TA 5.212) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 6.195 (Vorjahr TA 2.419). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 481 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt TA 3.776, während bei den Forderungen keine nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung eintrat.

30) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TD 2.317,0 (Vorjahr TD 3.811,1). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TD 1.480,7 (Vorjahr TD 1.188,8). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TD 592,0 (Vorjahr TD 503,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden TD 1.306,5 (Vorjahr TD 1.215,2) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TD 1.108,6 (Vorjahr TD 2.199,9). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.

Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TD 147,0 (Vorjahr TD 168,9). Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahestehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Assoziierte Unternehmen Tochterunternehmen
Geschäftsvorfälle
Finanzierungen 197.258 47.772
Bürgschaften/Sicherheiten 1.627 2.000
Ausstehende Salden
Forderungen 225.099 91.518
Forderungen Vorjahr 220.568 54.064
Verbindlichkeiten 57.494 67.221
Verbindlichkeiten Vorjahr 158.572 53.758
Bürgschaften/Garantien 22.079 2.013
Bürgschaften/Garantien Vorjahr 24.226 19
Ertragsposten
Zinsen 5.954 5.269
Provisionen 301 5
Aufwendungen
Zinsen 10.904 384
Provisionen 0 0

Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot ausgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 90.000 Stück (unter Berücksichtigung des im Juli 2008 durchgeführten Aktiensplits im Verhältnis 1:3).

31) Segmentberichterstattung

Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.

In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:

  • Verantwortung für den Unternehmensbereich Privatkunden
  • Der Unternehmensbereich Firmenkunden umfasst im Wesentlichen das Firmenkundengeschäft sowie das Ergebnis aus 35 Leasing-Gesellschaften
  • Der Unternehmensbereich Financial Markets umfasst die Handelstätigkeit, die Eigenpositionen der Bank, Positionen, die als Market Maker eingegangen werden, das Strukturergebnis der Bank, Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie das Ergebnis der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELL-SCHAFT m.b.H.
  • Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten sowie jene Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden können, erfasst

Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2008 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.

Segmentberichterstattung Kerngeschäftsbereiche

Privat Firmen Financial
Markets
Sonstige Summe
Zinsergebnis 68.167 137.295 95.201 300.663
hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen 75.593 75.593
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -10.264 -34.846 -22.668 -67.778
Provisionsergebnis 48.271 49.552 97.823
Handelsergebnis 1.436 6.258 7.694
Verwaltungsaufwand -84.194 -93.445 -4.886 -17.237 -199.762
Sonstiger betrieblicher Erfolg -1.405 1.838 -27.359 2.292 -24.634
Jahresüberschuss vor Steuern 20.575 61.830 46.546 -14.945 114.006
Ø risikogewichtete Aktiva 1.133.335 7.351.184 3.232.528 11.717.047
Ø zugeordnetes Eigenkapital 85.957 557.545 245.169 888.671
RoE vor Steuern 23,9 % 11,1 % 19,0 % 12,8 %
Cost-Income-Ratio 73,2 % 49,2 % 6,6 % 52,4 %
Barreserve 130.380 130.380
Forderungen an Kreditinstitute 2.295.958 2.295.958
Forderungen an Kunden 1.967.527 7.493.096 9.460.623
Risikovorsorgen -47.921 -164.068 -4.529 -216.518
Handelsaktiva 33.530 33.530
Sonstige Vermögenswerte 3.003.888 606.127 3.610.015
Segmentvermögen 1.919.606 7.329.028 5.459.227 606.127 15.313.988
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.707.857 3.707.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4.649.180 3.470.056 8.119.236
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.218.332 1.218.332
Handelspassiva 10.325 10.325
Eigen- und Nachrangkapital 152.169 987.020 434.021 1.573.210
Sonstige Schulden 685.028 685.028
Segmentschulden 4.801.349 4.457.076 5.370.535 685.028 15.313.988
Abschreibungen 6.116 8.775 387 3.515 18.793

Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

32) Zinslose Aktiva 2008 2007
Forderungen an Kreditinstitute 8.298 5.575
Forderungen an Kunden 255.312 204.212
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.006 0
Beteiligungen (inkl. Anteilen an verbundenen Unternehmen) 0 0
Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden die Non Performing Loans nach der Ausfalldefinition gemäß Basel-II-IRB-Ansatz dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert.
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 20.804 17.883
Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen 129.865 27.002
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte 22.465 22.491
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 84.302 144.988
Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB 579.338 429.251
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 836.774 641.615
Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.
34) Nachrangige Vermögensgegenstände
Forderungen an Kreditinstitute 0 12
Forderungen an Kunden 13.097 3.440
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 23.125 44.170
Nachrangige Vermögensgegenstände 36.222 47.622
35) Fremdwährungsvolumina
Aktiva 1.880.785 2.061.994
Passiva 1.873.614 2.056.249
36) Treuhandvermögen
Treuhandkredite 269.836 254.892
Treuhandbeteiligungen 96 96
Treuhandvermögen 269.932 254.988
37) Echte Pensionsgeschäfte
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen 714 0
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.487.028 1.451.304
Eventualverbindlichkeiten 1.487.028 1.451.304
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 74.882 75.005
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 616.162 812.914
Kreditrisiken 691.044 887.919

39) Unternehmen des Konsolidierungskreises

Konzernmuttergesellschaft

OBERBANK AG, Linz

Vollkonsolidierte Unternehmen Anteil in %
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Immo Truck gAG, Budapest 100,00
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 100,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 100,00
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 75,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz
s.r.o., Prag
95,00
Oberbank Leasing KIKA s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 99,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 100,00
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Quotenkonsolidierte Unternehmen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
At Equity bewertete assoziierte Unternehmen
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz 40,00
voestalpine AG, Linz 7,64
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,22
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,47

Nicht konsolidierte Unternehmen

Anteil in %
100,00
73,07
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
51,00
58,87
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00

Nicht konsolidierte Unternehmen B. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Anteil in % "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 50,00 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00 B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien 33,33 Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00 Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 24,85 CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 25,00 Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 29,14 DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00 GAIN CAPITAL Participations II SA SICAR, Luxemburg 32,38 Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62 GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung reg. Genossenschaft m.b.H, Linz 38,96 Kontext Druckerei GmbH, Linz 25,20 Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 24,90 Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura 49,36 MY Fünf Handels GmbH, Wien 50,00 SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 48,00 Techno-Z-Braunau Technologiezentrum Ges.m.b.H., Braunau 40,00 Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 20,00 COBB Beteiligungen und Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien 20,25 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 20,57 VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz 23,22

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 360.246. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:

2008 2007
Vermögensgegenstände 28.952.595 26.081.618
Schulden 23.741.392 21.604.770
Erlöse 12.633.008 8.781.615
Periodengewinne/-verluste 943.209 957.736

Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.

Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.

Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:

2008 2007
Vermögensgegenstände 282.869 162.181
Schulden 137.251 82.518
Erlöse 69.742 63.366
Periodengewinne/-verluste 3.667 5.229

40) Gesamtrisikomanagement

Die bewusste Übernahme von kalkulierbaren Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie sowie für das Risikomanagement als auch für das Risikocontrolling im Oberbank-Konzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen der Bank und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnis- und Volumensentwicklung ab.

Die internationale Finanzkrise im Jahr 2008 mit all ihren Auswirkungen ging auch an der Oberbank nicht spurlos vorüber. Die Finanzkrise – einhergehend mit einer Vertrauenskrise zwischen den Banken – bewirkte auf der Kapitalmarktseite eine starke Credit-Spread-Ausweitung bei nahezu allen Banken und Unternehmen, bis hin zu einigen westlichen Staaten, sodass neben den Akienkursen (soweit börsenotiert) auch die Kurse der Anleihen dieser Institutionen erheblich unter Druck gesetzt wurden.

Auch die Zinssätze in der unterjährigen Zwischenbanken-Refinanzierung stiegen im Oktober und November 2008, einhergehend mit einer für manche Banken gefährlichen Liquiditätsverknappung, stark an. Erst die Senkung der Notenbanken-Refinanzierungssätze – beginnend schon vor Jahresende 2008 – bewirkten eine nennenswerte Entspannung bei den Zwischenbanken-Refinanzierungssätzen.

Der Rückgang der Börsenkurse für Aktien und Anleihen wirkte sich im Berichtsjahr bei der Oberbank in einem höheren ergebniswirksamen Wertpapierabwertungsbedarf sowie in einem Rückgang der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 aus.

Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung der bewusst eingegangenen Risiken (durch Vergabe von Risikolimiten an die operativen Einheiten) sowie ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Die Risikostrategie der Oberbank AG orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Finanzinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung ausreichender Eigenmittel als soliden Risikopolster in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken.

Insgesamt verfügt die Oberbank AG über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Darüber hinaus sind Großkreditrisiken in der ALPEN-LÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2008 über einen Deckungsfonds von A 163 Mio. für die 3 Banken Gruppe verfügt (gegenüber A 137,4 Mio. im Vorjahr).

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

ICAAP-Umsetzung

Den Anforderungen der Bankenaufsicht im Hinblick auf das im ICAAP geforderte qualitative Risikomanagement wurde durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) schon bisher Rechnung getragen und durch die Erstellung eines Risikohandbuches ergänzt.

Das APM-Komitee wird von dem für den Bereich Risikomanagement zuständigen Vorstandsmitglied geleitet. Es verantwortet und koordiniert die zentrale Risikosteuerung und das Bilanzstrukturmanagement, die Liquiditätsstrategie sowie die Primärmittel- und Eigenkapitalstrategie der Oberbank AG. Es beachtet den Gleichlauf sämtlicher Risiken der Bank (jene möglichen nachteiligen Folgen, die sich aus Konzentrationen und Wechselwirkungen gleichartiger oder verschiedenartiger Risikoarten ergeben können). Im Rahmen des Gesamtbankrisikomanagements nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel auf die einzelnen Risikokomponenten der Bank vor. Diese Eigenmittelallokation in Form von Risikolimiten ist vom Gesamtvorstand zu genehmigen.

Eigenmittelbedarf-Limite werden für die folgenden Risiko-Komponenten angesetzt:

  • • Kreditrisiko (derzeit noch auf Basis des regulatorischen Eigenmittelbedarfes gemäß Basel-II-Stan dardansatz)
  • • Beteiligungsrisiko (auf der Grundlage des einfachen Gewichtungsansatzes gemäß Basel-II-IRB-Basisansatz)
  • • Marktrisiko im Handelsbuch (auf Basis der intern berechneten Value-at-Risk-Methode)
  • • Marktrisiko im Bankbuch (Capital-at-Risk-Ansatz auf der Grundlage der Kapitaladäquanzmethode für das Handelsbuch – mit einem auf 30 Tage Haltedauer hochkalibrierten Risikoergebnis; für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt)
  • • Operationelles Risiko (Eigenmittel-Limit auf regulatorischer Ermittlungsbasis)

Für das Liquiditätsrisiko sowie für die sonstigen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputations- sowie strategische und sonstige Risiken) ist durch einen Eigenmittel-Risikopuffer vorgesorgt.

Die für alle Risikopositionen der Oberbank AG und des Oberbank-Konzerns aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindesteigenmittel wurden im gesamten Berichtsjahr eingehalten bzw. wesentlich überschritten.

Zuständigkeit für das Management in den einzelnen Risiko-Kategorien:

Adressenausfallrisiko

Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kreditmanagement zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.

Marktrisiko

Das Marktrisiko im Bankbuch (außer Fremdwährungsrisiko) liegt im Verantwortungsbereich des APM-Komitees und für das Marktrisiko im Handelsbuch (als auch Fremdwährungsrisiko im Bankbuch) ist die Abteilung Global Financial Markets (GFM) zuständig.

Liquiditätsrisiko

Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.

Operationelles Risiko

Für das Management der operationellen Risiken wurde ein Gremium zur permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert.

Internes Kontrollsystem

Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements, weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.

Risikocontrolling

Das Risikocontrolling erfolgt in einer vom Management der Risiken unabhängigen eigenen Gruppe in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

Zuständigkeit für das Risikomanagement im Konzern

Die Risikomanagement-Zuständigkeit für alle Tochtergesellschaften als auch für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen. Auch die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG für die in- und ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert, sodass in den rechtlich selbständigen Geschäftseinheiten und in den ausländischen Bankfilialen nur geringfügige Währungs- und Zinsänderungsrisiken entstehen können.

Risikobericht an den Aufsichtsrat

Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.

Einsatz von derivativen Instrumenten

Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist Bestandteil der Risikosteuerung, wobei nicht geschlossene derivative Instrumente nur in geringem Umfang gehalten werden.

41) Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder-, Abwicklungsrisiko und das Gegenparteirisiko auch das Adressenrisiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

a) Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Risikotragfähigkeit der Bank. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Kleinund Mittelbetrieben. Bei den hypothekarisch besicherten Krediten stehen Sicherheiten im regionalen Einzugsbereich der Bank im Vordergrund. Fremdwährungskredite sollen einen Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens nicht überschreiten. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten.

Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.

b) Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln des Oberbank-Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild über die Bonität des Kunden liefern. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings obliegt der Abteilung Kreditmanagement. Die allgemeinen Grundsätze für die Beurteilung der Bonität der Kunden sowie für die Kreditentscheidung sind in einem internen Regelwerk festgehalten, welches laufend anhand der neuesten Entwicklungen angepasst wird. Im Sinne des Vier-Augen-Prinzips erfolgt eine organisatorische Trennung der Kreditrisikofunktion von der Kundenfunktion. Die dem Markt zugeordneten Einheiten initiieren Geschäfte und nehmen eine erste Beurteilung des Risikos vor. Den operativen Risikomanagement-Einheiten obliegt es, die Bonitätsprüfung und Ratingeinstufung sowie die Kreditentscheidung selbst zu treffen oder eine Empfehlung an den Risikokompetenzträger abzugeben. Die Trennung von Markt und Marktfolge ist damit eindeutig gegeben.

c) Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Das derzeitige Rating wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Jeder Kreditkunde der Oberbank AG wird durch eine operative Risikomanagement-Einheit geratet. Es ist zumindest einmal jährlich eine Bonitätsanalyse durchzuführen und dem Kompetenzträger vorzulegen. Das Kundenrating bildet die Basis für die Portfolioanalyse des Oberbank-Konzerns. In die Überlegungen der Portfoliosteuerung fließen zusätzlich die Bewertung der Sicherheiten und die Laufzeiten mit ein. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der FMA geforderten Stresstests für die Fremdwährungs-und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Die problembehafteten Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb der Bank mit den für diese Aufgaben ausgebildeten Mitarbeitern abgearbeitet.

Auf Basis der Ermittlung von hauseigenen Ausfallswahrscheinlichkeiten wurde einerseits die Voraussetzung für ein verbessertes Riskpricing für Kredite und andererseits für die Ermittlung des ökonomischen Risikos aus dem Adressenausfallrisiko für die Gesamtbank-Risikosteuerung geschaffen. Darüber hinaus dienen diese Ausfallwahrscheinlichkeiten auch als Voraussetzung für die Berechnung und Meldung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, das die Oberbank in Zukunft auf der Grundlage des Internal-Rating-Based-Approach (IRB-Basisansatz) melden will. In einem ersten Schritt wird seit Beginn 2008 der Eigenmittelbedarf für das Kreditrisiko auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes ermittelt und gemeldet.

Im Jahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes zu erarbeiten. Ab Mitte 2010 sollte für das Institut auch von der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Genehmigung zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

Das interne Kundenrating-Verfahren wurde im Rahmen des laufenden Basel-II-IRB-Projektes neu evaluiert. Die auf Basis statistischer Methoden ermittelten Ausfallergebnisse bilden die Grundlage für eine Anpassung der Ratingindikatoren bzw. -parameter und tragen im Zusammenhang mit einer adaptierten Gewichtung der Ratingkriterien zu einer weiteren Qualitätsverbesserung des gesamten Kundenratings bei.

d) Verteilung Kundenobligo inklusive Haftungen (ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten) in Mio. B

2007 2008

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgt aufgrund von externen Ratings. In den Bonitätsklassen AA bis A3 sind die als sehr gut bis gut beurteilten und in den Klassen B1 bis C1 die mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Risikoklassen enthalten. Der Risikoklasse C2 sind die ausfallgefährdeten einschließlich der als überfällig klassifizierten Forderungen zugeordnet. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 148,6 Mio. (Vorjahr A 56,3 Mio.) an nicht wertgeminderten Forderungen. In der Risikoklasse D1 sind die wertgeminderten und notleidenden Forderungen enthalten. Die uneinbringlichen Forderungen werden der Klasse D2 zugeordnet.

e) Kredit-Risikokonzentrationen

Die Aktivposten der zehn größten Forderungen an Nichtbankenkunden sind dem besten Drittel der internen Risikoeinstufung zugeordnet und nehmen 7,6 % der gesamten Forderungen an Nichtbanken ein. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an Bund, Länder oder sonstige öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Forderungen an Industrie- und Handelsunternehmen. Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze. Risikokonzentrationen in regionaler Hinsicht sind nicht gegeben und auch eine branchenmäßige Risikokonzentration ist nicht vorhanden.

Entwicklung der Risikovorsorge im Jahr 2008 (Bilanzdarstellung)

in E 1.000 Stand
1.1.2008
Wechselkurs-
änderung
Zuführungen Verbrauch Auflösungen Stand
31.12.2008
Bonitätsrisiken 140.186 95 47.262 -26.206 -16.729 144.608
Länderrisiken 225 4.500 -135 4.590
Pauschale Einzelvorsorgen 4.275 906 -54 5.127
Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 51.560 10.629 62.189
Zinswertberichtigungen 1.886 -1.882 4
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft1) 198.132 95 63.297 -26.206 -18.800 216.518
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 80.368 24.036 -4.630 -4.681 95.093
Gesamtsumme Risikovorsorgen 278.500 95 87.333 -30.836 -23.481 311.611

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.

Entwicklung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2008 (GuV-Darstellung)
in E 1.000 2008 2007
Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 87.333 88.953
Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -23.481 -26.951
Direktabschreibungen von Forderungen 3.463 5.212
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.601 -2.741
Überleitung aus der Quotenkonsolidierung 3.064 3.912
Gesamt 67.778 68.385

In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 6.559 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist.

Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus der Summe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz und beläuft sich auf A 14.577 Mio. (Vorjahr A 13.630 Mio.). Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in der Höhe von A 4.971 Mio. (Vorjahr A 4.474 Mio.), davon für wertberichtigte und überfällige Forderungen A 230,6 Mio. (Vorjahr A 170,4 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 18.875 (Vorjahr TA 13.103) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Sämtliche erfolgswirksamen Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.

42) Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko werden die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten bezeichnet. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften als traditionelle Anteilswerte; weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen insbesondere im Bereich der Equity-Finanzierungen eingegangen werden, sind bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

43) Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets (Handelsbuchpositionen) oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (Bankbuchpositionen) gemanagt.

a) Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limite, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

b) Marktrisiko im Handelsbuch

Handelsstrategie

Unter Wahrung einer konservativen Risiko-Ertrags-Relation werden Aktien, Anleihenpositionen, Devisen und Geldpositionen zum Erzielen von Handelserträgen gehandelt. Derivative Instrumente werden zu Hedge- als auch zu Handelszwecken eingesetzt. Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch und darüber hinaus der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Ermittlung des Marktrisikos im Handelsbuch sowie des FX-Risikos im Bankbuch zur Eigenmittelmeldung an die Aufsichtsbehörde erfolgt derzeit auf Basis der Kapitaladäquanzrichtlinie mit der Standard-Laufzeitbandmethode.

Kapitaladäquanz Monatswerte 2008 – Eigenmittelunterlegung für das Handelsbuch in Mio. B

Zinsrisiko Aktienkursrisiko FX-Risiko

Für interne Zwecke wird das Risiko im Handelsbuch auch auf der Grundlage des Value-at-Risk-Ansatzes (mit dem dazu erforderlichen Backtesting) ermittelt. Das Prinzip des Value-at-Risk ist die Beschreibung eines potenziellen Verlustes aufgrund statistisch zu erwartender Veränderungen von Marktparametern. Die Berechnung der Value-at-Risk-Werte sowie das tägliche Reporting an die zuständigen Stellen erfolgen durch das Risikocontrolling. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt mit Kovarianzmodell auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Marktdaten werden aus der Historie von einem Jahr (von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt) gewonnen.

Risiko aus offenen Devisenpositionen

Das Management des FX-Risikos für den gesamten Oberbank-Konzern (für Bankbuch und Handelsbuch) erfolgt durch die Abteilung Global Financial Markets.

Wie aus der oben dargestellten Grafik mit den Risiko-Ergebnissen aus der Kapitaladäquanz-Meldung für das Marktrisiko im Handelsbuch ersichtlich ist, resultiert aus offenen Devisenpositionen der Bank kein wesentliches Risiko.

c) Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kreditmanagement, Firmenkunden-Finanzierung, Sekretariat und Revision.

Veranlagungsstrategie im Bankbuch

Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Zusatzerträge zu lukrieren. Insbesondere wird zur Erzielung von zusätzlichen Zinsergebnissen aus der Fristentransformation eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in Positionen mit längerfristiger Zinsbindung verfolgt. Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der gesetzten Risikolimite Veranlagungen, die aufgrund der Zinsmeinung (diese wird im Haus von einer eigenen Finanzmarkt-Prognoserunde festgelegt) einen Erfolg versprechen.

Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps sowie Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und Capital-at-Risk-Darstellung) zur Anwendung. Diese letztgenannte Risikoermittlung Capital-at-Risk basiert auf den der Kapitaladäquanz (KAD) zugrunde liegenden Annahmen für die Veränderung des Zinsniveaus. Wegen langsamerer Reaktionsmöglichkeit (Haltedauer-Annahme 30 Tage gegenüber zehn Tagen im Handelsbuch) errechnet sich aber ein höheres Zinsänderungsrisiko. Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus der Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt).

Die Analysen und Darstellungen erfolgen unter Einbeziehung aller festen und variablen Zinspositionen einerseits und der langfristig gebundenen, unverzinslichen Aktiv- und Passivpositionen (Sachanlagevermögen, Beteiligungen sowie langfristige Rückstellungen und Eigenkapital) andererseits auf der Grundlage der Festlegungen in einem internen Zinsbindungshandbuch.

In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde (gemäß Basel II, Säule 2 und Säule 3) vorgesehen. Zu diesem Zweck fordert die Aufsichtsbehörde quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis eines Zinsenshifts von 200 Basispunkten von den Banken ein. Das auf diese Weise ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt 8,0 % der vorhandenen Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 und liegt damit weit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.

Zinsrisiko Bankbuch im Verhältnis der Eigenmittel 2008 (gemäß OeNB- Zinsrisikostatistik)
Wert in Mio. E März 08 Juni 08 Sept. 08 Dez. 08
Eigenmittel ohne Tier III 1.230 1.317 1.180 1.268
Risiko gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik 81 114 111 98
Risiko in % der Eigenmittel 6,62 % 8,65 % 9,45 % 8,00 %

Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus derivativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgendes Zinsänderungsrisiko:

Hypothetische Barwertänderungen per 31.12.2008 (gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik)

Barwertänderung je
Währung in Mio. E
Gesamt Bis 3
Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1-3
Jahre
3-5
Jahre
5-7
Jahre
7-10
Jahre
Über 10
Jahre
Nettoposition EUR 90,8 3,0 -17,7 15,3 19,2 9,5 28,6 32,9
Nettoposition USD 5,7 -0,2 0,5 0,4 0,0 0,0 1,9 3,0
Nettoposition Sonstige 1,9 1,2 0,0 0,1 0,2 0,1 0,2 0,0

(Zuordnung der Positionen laut oben beschriebenem internem Zinsbindungshandbuch)

44) Operationelle Risiken

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind operationelle Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen: Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision sind ein Operational-Risk-Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden, basierend auf den eigenen historischen Daten aus der zu diesem Zweck eingerichteten GuV-Aufwands-Datenbank. Diese Datenbank soll genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich bringen und damit eine detaillierte sowie effiziente Ursachenanalyse zur künftigen Vermeidung derartiger Fehler ermöglichen.

Für den Bereich der IT-Prozesse wurden Qualitätsanforderungen nach internationalen Standards definiert, welche ständig durch unabhängige Prüfer überwacht werden. Adressaten der Ergebnisanalysen aus dem operationellen Risiko sind der Vorstand und die jeweils prozessverantwortlichen Mitarbeiter. Die Meldung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko gemäß Basel II erfolgt ab 2008 auf der Grundlage des Standardansatzes (Eigenmittelbedarf wird auf Basis der durchschnittlichen Erträge in den einzelnen Geschäftsfeldern der Bank mit den aufsichtsrechtlich festgesetzten Prozentsätzen ermittelt).

45) Liquiditätsrisiko

Liquiditätsstrategie

Primäre Zielsetzung ist die Deckung von Forderungen an Nichtbanken durch Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird unter Wahrung einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur für eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur gesorgt und durch ausreichende zentralbankfähige Assets ergänzt.

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. In Ausübung der Managementfunktion für die strategische Liquidität verfolgt das APM-Komitee als Zielsetzung die weitere und nachhaltige Verbesserung der Primärmittelposition.

Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften sind Aufgabe der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling ist gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Darüber hinaus wurde eine Liquiditäts-Notfallorganisation eingerichtet, in der die für den Bedarfsfall erforderlichen Schritte festgehalten sind.

Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gilt die Liquidität eines Institutes als gesichert, wenn die gewichteten Zahlungsmittel die während dieses Zahlungszeitraumes abrufbaren gewichteten Zahlungsverpflichtungen abdecken.

Auch in den vergangenen Monaten, die aufgrund der Immobilienkrise in den USA und der durch die Finanzmarktkrise hervorgerufenen globalen Vertrauenskrise zwischen den Banken von einer sehr angespannten Liquiditätssituation geprägt waren, erfolgte nur eine geringfügige Ausnutzung des gut dotierten Pfanddepots bei der Zentralbank.

Die Oberbank hat die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditäts-Kennzahlen im Berichtsjahr 2008 jederzeit eingehalten bzw. deutlich übertroffen.

Die Vorsorge für unvorhersehbaren, erhöhten Liquiditätsbedarf bzw. eine kurzfristige Liquiditätsbeschaffung ist durch folgende Optionen gewährleistet: Außer der Ausnutzung von offenen Refinanzierungslinien bei anderen Banken sowie der Inanspruchnahme des OeNB-Refinanzierungsrahmens auf Basis des Pfanddepots kann ein eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf relativ kurzfristig aus dem Verkauf von nicht im Pfanddepot befindlichen börsenotierten Wertpapieren gedeckt werden. Bis auf den Spitzenausgleich wird das Liquiditätsrisiko auch für die ausländischen Geschäftseinheiten und für die Leasing-Konzerngesellschaften in der Abteilung Global Financial Markets der Oberbank AG gemanagt.

Kapitalbindungsrestlaufzeiten für alle Währungen mit Werten per 31.12.2008

Täglich
fällig
Bis 3
Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 bis 5
Jahre
Über 5
Jahre
163 1.653 326 151 20
0 4.424 630 2.668 2.157
0 178 254 1.125 922
0 35 122 636 755
0 124 131 489 167
0 19 0 0 0
0 838 258 45 0
163 7.093 1.467 3.988 3.099
1.277 2.213 69 75 130
0 5.257 2.838 324 196
0 74 104 1.139 651
0 841 257 45 0
1.277 8.386 3.268 1.583 977

Mehr als 55 % der Forderung sind innerhalb eines Jahres fällig (ohne Berücksichtigung der derivativen Instrumente 52 %).

46) Sonstige Risiken

In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, für die (inkl. Liquiditätsrisiko) kein jeweils eigener Eigenmittelansatz vorgesehen ist, sondern die durch einen pauschalen Eigenmittelpolster gedeckt sein sollen. In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:

Als Geschäftsrisiken werden die Risiken bezeichnet, die aus unerwarteten Ergebnisschwankungen wegen geänderter Rahmenbedingungen resultieren (z.B. geringere Erträge, die keine Aufwandskürzung im gleichen Ausmaß ermöglichen, oder veränderte Wettbewerbsverhältnisse sowie geändertes Kundenverhalten und Folgen des technischen Fortschritts).

Reputationsrisiken entstehen aus Ergebniseinbrüchen bzw. aus Verlusten, die aus einer Rufschädigung der Bank in der Öffentlichkeit resultieren können. Reputationsrisiken sind die Auswirkung von EDV-Fehlern oder -Ausfällen sowie aus sonstigen, von Mitarbeitern oder von technischen Fehlern verursachten Schäden und sind damit als Folgen aus dem operationellen Risiko zu sehen. Die genaue Beachtung der vorgegebenen Prozesse und Arbeitsanweisungen zur Vermeidung von menschlichen Fehlern soll derartige Risiken verhindern helfen.

Rechtsrisiken umfassen das Risiko von Verlusten, die sich aus der nachteiligen Veränderung bestehender gesetzlicher Regelungen oder deren Auslegung ergeben können. Diese Rechtsrisiken können durch die Verwendung international anerkannter Standardverträge sowie durch rechtliche Gutachten verhindert bzw. eingeschränkt werden.

Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen sowie wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.

47) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick

Sämtliche wesentliche Risiken sind adäquat gemessen und gesteuert. Die Oberbank AG entwickelt die angewandten Verfahren der Risikoabbildung und -steuerung stets weiter. Die Projekte zur Umsetzung der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen – Basel-II-Standardansatz, MSK und ICAAP – sind abgeschlossen. Der Eigenmittelbedarf der Bank wird seit Beginn 2008 auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes ermittelt und an die Aufsichtsbehörde gemeldet. Das im Jahr 2007 begonnene Projekt zur Umsetzung der Anforderungen für den Basel-II-IRB-Basisansatz, das mit Unterstützung eines Beratungsunternehmens abgearbeitet wird, ist voll auf Plan. Die Oberbank strebt die Genehmigung zur Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes ab Mitte 2010 an.

Das derzeit eingesetzte Ratingverfahren ist schon jetzt ein wesentliches Element für ein effizientes Risikomanagement. Die ratingorientierte Bepreisung der Kredite und die Verrechnung von Stan dardrisiko- und Eigenmittelkosten für den Vertrieb haben schon bisher eine wesentliche Verbesserung der Kreditqualität und nebenbei eine Verbesserung der Kreditbesicherung sowie gleichzeitig eine Verringerung der Forderungsverluste bewirkt.

Im Marktrisikobereich ist die Oberbank AG traditionell durch geringe Risikopositionen gekennzeichnet, was sich in einer geringen Allokation von Eigenmitteln niederschlägt. Sämtliche Steuerungssysteme werden erfolgreich auch in den neuen Märkten etabliert, sodass auch Risiken auf Auslandsmärkten prompt identifiziert und gesteuert werden können.

Nominalbeträge 2008 2007
Restlaufzeit Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in F 1.000 Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt Positiv Negativ Gesamt Positiv Negativ
Zinssatzverträge
Zinssatzoptionen
Kauf 8.633 204.981 33.259 246.873 5.086 310.382 2.117
Verkauf 9.233 199.395 33.763 242.391 -5.154 348.417 -2.181
Forward Rate Agreement
Kauf
Verkauf
Swaptions
Kauf 10.500 -889
Verkauf 10.500 889
Zinsswaps
Kauf 114.124 950.861 293.155 1.358.140 36.733 -39.375 1.394.324 13.660 -40.502
Verkauf 50.400 364.741 88.000 503.141 7.171 -13.886 567.917 6.911 -3.133
Anleiheoptionen
Kauf
Verkauf 60.000 60.000 -17 80.000 -912
Futureoptionen
Kauf
Anleihefutures
Kauf
Verkauf 75.300 635 -170
Wechselkursverträge
Währungsoptionen
Kauf 178.316 42.228 8.436 228.980 49.372 377.719 16.336
Verkauf 180.048 42.228 8.436 230.712 -49.858 377.411 -16.354
Währungsswaps
Kauf
Devisentermingeschäfte 16.783 9.065 25.848 37.710 -38.356 21.975 16.563 -20.870
Wertpapierbezogene Geschäfte
Aktienoptionen
Kauf
Verkauf 1.780 -1.780 3.296 -3.296
Warenverträge
Warenoptionen
Kauf 1.712 633
Verkauf 1.712 -633

48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivater Finanzprodukte (per 31.12.2008 und Vorjahreswerte)

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBOR bzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisenund Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von Reuters oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.

49) Patronatserklärungen für Beteiligungen

Die Oberbank AG trägt Sorge dafür, dass folgende Gesellschaften jederzeit ihre vertraglichen Verbindlichkeiten voll erfüllen können:

Leasinggesellschaften

OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis

Sonstige Finanzierungsgesellschaften

Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz

Immobiliengesellschaften

»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz

50) Konzerneigenkapital

Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 744,4 Mio. (Vorjahr A 704,3 Mio.), hievon Grundkapital A 81,3 Mio. (Vorjahr A 75,7 Mio.). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich Bilanzgewinn, freie Gewinnrücklage sowie nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2008 wäre maximal ein Betrag in Höhe von A 293,0 Mio. ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt A 13,6 Mio.

51) Personal

Im Oberbank-Konzern waren 2008 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:

2008 2007
Angestellte 1.983 1.879
Arbeiter 21 22
Gesamtkapazität 2.004 1.901

52) Wertpapieraufgliederung nach BWG in B 1.000

Nicht
börsenotiert
Börse-
notiert
Wie AV
bewertet
Andere
Bewertung
Gesamt
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 87.345 2.193.571 1.377.468 903.448 2.280.916
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 136.373 39.616 14.130 161.859 175.989
Beteiligungen 59.282 165.739 225.021 0 225.021
Anteile an verbundenen Unternehmen 422.703 0 422.703 0 422.703
705.703 2.398.926 2.039.322 1.065.307 3.104.629

53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in B 1.000

Zusammensetzung 2008 20071) Veränd. +/- %
1. Kernkapital
Grundkapital 81.270 75.721 5.549 7,3
Eigene Aktien im Bestand -449 -489 40 -8,2
Offene Rücklagen 649.510 615.010 34.500 5,6
Anteile anderer Gesellschafter 1.357 1.298 59 4,5
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 1.273 -151 1.424 >100,0
Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung 40.072 36.873 3.199 8,7
Hybridkapital 59.000 0 59.000
Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter -7.346 -7.721 375 -4,9
Summe Kernkapital (Tier I) 824.687 720.541 104.146 14,5
Kernkapitalquote 8,27 % 7,15 % 1,12 %-P. 15,7
2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II)
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 471.851 429.913 41.938 9,8
Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) 0 151.186 -151.186 -100,0
Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) 37.346 37.194 152 0,4
Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) 509.197 618.293 -109.096 -17,6
3. TIER-III-Kapital
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als
TIER II anrechenbare nachrangige Anleihen 1.742 3.593 -1.851 -51,5
Summe TIER-III-Kapital 1.742 3.593 -1.851 -51,5
4. Abzugsposten
Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung -49.546 -48.796 -750 1,5
Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung 0 0 0 0,0
Eigenmittel insgesamt 1.286.080 1.293.631 -7.551 -0,6
hievon Eigenmittel gem. § 23 (14) Z.7 BWG 1.742 3.593 -1.851 -51,5
Eigenmittelquote 12,90 % 12,83 % 0,07 %-P. 0,5

1) Ermittlung unter Anwendung der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen des BWG in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl.I Nr.48/2006.

Eigenmittelerfordernisse 2008 20071) Veränd. +/- %
Kreditrisiko gem. § 22 (2) BWG 797.235 804.799 -7.564 -0,9
Handelsbuch gem. § 22o Abs. 2 BWG 1.742 3.593 -1.851 -51,5
Operationelles Risiko gem. § 22k BWG 50.634 0 50.634
Qualifizierte Beteiligungen gem. § 29 (4) BWG 0 0 0 0,0
Eigenmittelerfordernis insgesamt 849.611 808.392 41.219 5,1
Freie Eigenmittel 436.469 485.239 -48.770 -10,1
Basis für Ermittlung der Haftrücklage und Quotenberechnung
Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 (2) BWG 9.965.439 10.059.989 -94.550 -0,9
Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuchs gem. § 22o Z1,3,6 BWG 4.762 19.096 -14.334 -75,1
Bemessungsgrundlage insgesamt 9.970.201 10.079.085 -108.884 -1,1

1) Ermittlung unter Anwendung der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen des BWG in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl.I Nr.48/2006.

54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG

Im Geschäftsjahr 2009 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 149,2 Mio. fällig. Zum 31. Dezember 2008 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 667.333 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5 /8 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2009 bis 2019 bzw. zwei Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 31.608 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. Dezember 2008 insgesamt A 852,1 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 23,1 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 829,0 Mio. Das Leasingvolumen betrug per 31.Dezember 2008 A 962,3 Mio.

55) Beteiligungsliste gemäß UGB

Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2008 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:

Konsoli-
dierungs-
Unmittel- Kapitalanteil5)
Gesamt
Eigen-
kapital3)
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
Jahres
Beteiligungsunternehmen methode K*) bar in % in % in TE jahres in TE4) abschluss
a) Direkte Beteiligungen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 2.569 0 2008
"AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
BKS Bank AG, Klagenfurt E 18,47 20,25 263.988 22.299 2007
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz6) N 40,00 40,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 2) 6) N 100,00 100,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien6) N 24,85 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing
Gesellschaft m.b.H., Wien6) N 20,25 20,25
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz N 40,00 40,00
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz E 40,00 40,00 19.336 1.436 2008
GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg1) 6) N 58,87 58,87
GAIN CAPITAL Participations II SA SICAR, Luxemburg6) N 32,38 32,38
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein6) N 32,62 32,62
"Gesfö" Gemeinnützige Bau- und
Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien1) 6) N 73,07 73,07
Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz1) V 100,00 100,00 35 2 2008
Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz1) V 100,00 100,00 45 22 2008
"LA" Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz1) 6) N 100,00 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting1) V 6,00 100,00 2.081 11 2008
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz1) 2) V 100,00 100,00 209.364 4.669 2008
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag1) V 10,00 100,00 1.570 35 2008
Oberbank Leasing KIKA s.r.o., Prag1) V 10,00 100,00 7 -1 2008
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava1) V 0,10 100,00 1.476 -729 2008
Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 2) 6) N 100,00 100,00
Oberbank PE Holding GmbH, Linz1) 6) N 100,00 100,00
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest1) V 1,00 100,00 385 -172 2008
Ober Immo Truck gAG, Budapest1) V 1,00 100,00 288 -1.104 2008
Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest1) V 1,00 100,00 -289 -531 2008
OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava1) 6) N 15,00 100,00
ˇ
Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis1) 6)
ˇ
N 100,00 100,00
"SG" Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
"SP" Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
Beteiligungsunternehmen Konsoli-
dierungs-
methode K*)
Unmittel-
bar in %
Kapitalanteil5)
Gesamt
in %
Eigen-
kapital3)
in TE
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
jahres in TE4)
Jahres
abschluss
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz1) 6)
"VB" Gebäudeerrichtungs- und
N 100,00 100,00
Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00 100,00
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz6) N 20,57 20,57
b) Indirekte Beteiligungen
"ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz6) N 50,00
B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien6) N 33,33
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien6) N 25,00
Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien6) N 29,14
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien1) 6) N 51,00
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und
Assanierung reg. Genossenschaft m.b.H., Linz6) N 38,96
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1) V 75,00 137 68 2008
Kontext Druckerei GmbH, Linz6) N 25,20
Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien6) N 24,90
Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl Paura6) N 49,36
MY Fünf Handels GmbH, Wien6) N 50,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis1) V 100,00 14.998 188 2008
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz1) 6) N 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 -19 2008
Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 -1 2008
Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 -14 2008
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz1) V 95,00 1.281 33 2008
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H. Linz1) V 100,00 741 211 2008
Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz1) 6) N 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 -159 2008
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz1) V 100,00 168 59 2008
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag1) V 100,00 18.373 30 2008
Oberbank Leasing JAF HOLZ s.r.o., Prag1) V 95,00 3.345 54 2008
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 5.181 240 2008
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 112 2008
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 45 2008
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz2) 6) N 100,00
Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz1) 6) N 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 22 2008
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz1) 6) N 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting1) V 100,00 4.865 1.766 2008
Beteiligungsunternehmen Konsoli-
dierungs-
methode K*)
Unmittel-
bar in %
Kapitalanteil5)
Gesamt
in %
Eigen-
kapital3)
in TE
Ergebnis
des letzten
Geschäfts-
jahres in TE4)
Jahres
abschluss
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting1) V 6,00 598 32 2008
Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest1) V 100,00 8 0 2008
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH
Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting1) V 6,00 15 5 2008
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) V 94,00 1.000 102 2008
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) V 100,00 27 316 2008
OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) V 100,00 30 -1 2008
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting1) V 100,00 16 12 2008
Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting1) V 100,00 25 -1 2008
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1) V 100,00 35 -277 2008
Opportunity Beteiligungs AG, Linz1) 6) N 100,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg6) N 20,00
POWER TOWER GmbH, Linz1) V 99,00 70 2 2008
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun6) N 48,00
"ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 6) N 100,00
Techno-Z-Braunau Technologiezentrum Ges.m.b.H., Braunau6) N 40,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien1) V 100,00 158.963 1.746 2008
VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz6) N 23,22
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz6) N 40,00
Wohnwert GmbH, Salzburg1) 6) N 100,00

K* Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss

V = Vollkonsolidierung

Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at Equity"

N = Gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen

1) Verbundenes Unternehmen

2) Ergebnisabführungsvertrag 3) Einschließlich unversteuerter Rücklagen

4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB

5) Mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet

6) Von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht

Konzernabschluss Bestätigungsvermerk Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Linz, am 24. Februar 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Martha Kloibmüller Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2008

AKTIVA

Werte in 1.000 EUR 2008 2007
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und
Postgiroämtern
130.368 303.936
2. Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind:
391.305 751.253
3. Forderungen an Kreditinstitute
a)
täglich fällig
b)
sonstige Forderungen
2.318.704
59.584
2.259.121
2.109.649
165.646
1.944.002
4. Forderungen an Kunden 9.191.045 8.537.546
5. Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere
a)
von öffentlichen Emittenten
b)
von anderen Emittenten
1.802.266
0
1.802.266
1.491.131
14.201
1.476.930
darunter:
eigene Schuldverschreibungen
56.488 23.494
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 175.989 208.150
7. Beteiligungen
darunter:
225.021 216.772
an Kreditinstituten 56.509 58.073
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 422.703 102.955
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 7.346 7.721
10. Sachanlagen 107.692 110.543
darunter:
Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen
seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden
66.169 69.762
11. Eigene Aktien 449 0
darunter:
Stück
10 3
12. Sonstige Vermögensgegenstände 98.549 66.470
13. Rechnungsabgrenzungsposten 6.130 5.213
Summe der Aktiva 14.877.569 13.911.828
1. Posten unter der Bilanz:
Auslandsaktiva
5.911.687 5.523.931

PASSIVA

Werte in 1.000 EUR 2008 2007
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a)
täglich fällig
b)
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
3.736.551
585.870
3.150.681
4.025.001
420.512
3.604.489
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a)
Spareinlagen
darunter:
aa) täglich fällig
8.136.410
3.298.881
327.901
7.165.017
2.899.788
311.667
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
b)
sonstige Verbindlichkeiten
darunter:
aa) täglich fällig
2.970.980
4.837.529
2.161.735
2.588.121
4.265.229
2.109.855
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.675.793 2.155.374
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a)
begebene Schuldverschreibungen
b)
andere verbriefte Verbindlichkeiten
1.301.054
979.906
321.148
1.189.712
852.309
337.403
4. Sonstige Verbindlichkeiten 73.307 67.884
5. Rechnungsabgrenzungsposten 10.621 10.344
6. Rückstellungen
a)
Rückstellungen für Abfertigungen
b)
Rückstellungen für Pensionen
c)
Steuerrückstellungen
d)
sonstige
207.927
27.336
120.513
0
60.078
192.199
26.557
118.420
0
47.222
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 10.000 10.000
8. Ergänzungskapital 657.333 547.420
9. Gezeichnetes Kapital 81.270 75.721
10. Kapitalrücklagen (gebundene) 141.040 143.030
11. Gewinnrücklagen
a)
gesetzliche Rücklage
b)
andere Rücklagen
darunter:
Rücklagen für eigene Anteile
284.900
5.523
279.377
449
247.200
5.523
241.677
489
12.
Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG
196.700 196.700
13.
Bilanzgewinn
13.588 13.520
14. unversteuerte Rücklagen 26.870 28.079
a)
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
26.870 28.079
b)
sonstige unversteuerte Rücklagen
0 0
Summe der Passiva 14.877.569 13.911.828
Posten unter der Bilanz:
1.
Eventualverbindlichkeiten
1.490.068 1.497.171
darunter:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der
Bestellungen v. Sicherheiten 1.490.068 1.497.171
2.
Kreditrisiken
1.317.616 1.189.072
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften 74.882 75.005
3.
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
269.932 254.988
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG
1.269.459 1.256.299
darunter:
Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG 1.742 3.593
5.
Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG
797.361 812.058
darunter:
erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG 795.619 808.465
6.
Auslandspassiva
3.623.152 3.262.327

Oberbank AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008

Werte in EUR 1.000 2008 2007
1. Zinsen und ähnliche Erträge 692.285 589.506
darunter:
aus festverzinslichen Wertpapieren
100.712 95.507
2. - Zinsen und ähnliche Aufwendungen -488.601 -417.111
I. NETTOZINSERTRAG 203.684 172.395
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a)
Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
40.461 32.963
und nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.637 6.591
b)
Erträge aus Beteiligungen
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen
30.952 22.704
Unternehmen 5.872 3.669
4. Provisionserträge 107.247 112.827
5. - Provisionsaufwendungen -9.541 -11.113
Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen 97.705 101.714
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 4.786 8.945
7. Sonstige betriebliche Erträge 5.859 4.783
II. BETRIEBSERTRÄGE 352.497 320.799
8. - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -177.975 -171.441
a)
Personalaufwand
-116.202 -110.438
darunter:
aa) Löhne und Gehälter
-82.994 -77.036
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale
Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -21.093 -19.755
cc)
sonstiger Sozialaufwand
-2.623 -2.030
dd) Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung
-9.040 -8.533
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 3.011 2
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-3.463 -3.086
b)
sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-61.773 -61.003
9. - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen) -15.042 -15.241
10. - Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.248 -1.653
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -202.266 -188.335
IV. BETRIEBSERGEBNIS 150.231 132.464
Werte in EUR 1.000 2008 2007
IV. BETRIEBSERGEBNIS 150.231 132.464
11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Forderungen und Wertpapieren
-95.486 -56.355
13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen
bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen
-1.853 -2.456
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 52.893 73.653
15. - Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.765 -17.042
16. - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen -164 -247
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 49.963 56.364
17. - Rücklagenbewegung -36.490 -43.042
darunter:
Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG
0 7.600
VII. JAHRESGEWINN 13.473 13.322
18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 115 198
VIII. BILANZGEWINN 13.588 13.520

ANWENDUNG DER UNTERNEHMENSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes vom 30. Juli 1993 aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bewertung der Aktiva und Passiva in Fremdwährung

Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.

Bewertung der Wertpapiere

Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.

Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.

Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.

Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.

Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20% jährlich abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.

Agio/Disagio sowie Begebungsprovisionen

Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.

Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Rückstellungen

Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 58,7% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.

Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 65 Jahren.

Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).

Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht.

Es besteht keine Unterdeckung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben)

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten):

€ 3.030,4 Mio
(3.211,3 Mio)
€ 2.172,2 Mio
(1.466,4 Mio)
€ 1.934,3 Mio
(1.672,3 Mio)
€ 3.814,2 Mio
(3.599,0 Mio)

Dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmete Wertpapiere

in Höhe von € 1.360,9 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.

Im Geschäftsjahr 2009 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 302,5 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten im Nominale von T€ 20.179,7 enthalten.

Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten):

bis 3 Monate € 5.009,6 Mio (5.239,9 Mio)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr € 3.270,6 Mio (2.682,8 Mio)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre € 1.221,3 Mio (1.110,9 Mio)
mehr als 5 Jahre 596,9 Mio (504,1 Mio)

Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:

Zum 31.12.2008 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 667.333,3 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5/8% bis 8% und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2009 bis 2019 bzw. zwei Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 31.608,3 geleistet.

Begebene Schuldverschreibungen

Im Geschäftsjahr 2009 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 149,2 Mio fällig.

Ergänzende Angaben

Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:

Aktiva € 1.605,0 Mio (1.957,4 Mio)

Passiva € 1.841,1 Mio (1.994,7 Mio)

Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.

Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:

Oberbank AG in Mio €
Wie Anlagevermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
1.071,0
14,1
(893,8)
(14,2)
Wie Umlaufvermögen bewertet:
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
697,2
25,0
(572,4)
(44,9)
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG.
Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.12.2008 insgesamt

� 852,1 Mio.
Davon entfallen auf Wertpapiere gem. § 2 Z 34 lit. d)
und auf sonstige Finanzinstrumente
€ 23,1 Mio
€ 829,0 Mio
Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: -
(-)
Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte:
Kaufkontrakte
€ 1.291,3 Mio
Verkaufkontrakte
€ 1.288,4 Mio
(€ 920,2 Mio)
(€ 924,0 Mio)
Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB (siehe IFRS-Konzernabschluss/Risikobericht, Punkt 47)
Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte Finanzprodukte (per 31.12.2008)
Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:
20.804,1 als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen
129.864,7 als Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen
22.465,1 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte
84.301,9 als Sicherstellung für die Euroclear-Kreditlinie
579.338,2 im Tier I Pfanddepot der OeNB

Steuerliche Verhältnisse

Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG. Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.

Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.

PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER (§ 239 UGB)

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Angestellte 1.831 (1.741)
Arbeiter 21 (22)

Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährten Kredite

betrugen zum 31.12.2008 T€ 2.317,0 (T€ 3.811,1), hievon T€ 90,3 (T€ 145,6) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 5.648,9 (T€ 6.468,1).

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

- der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) 1.293,4 (1.848,1) - der anderen Arbeitnehmer: 13.302,4 (14.730,8)

T€

Oberbank AG Anlagespiegel zum 31. Dezember 2008

und Herstellungs-
Anschaffungs
Abschreibungen
kosten am Währungs- kumulierte Buchwert Buchwert des
01.01.08 Zugänge Umbuchungen differenzen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen 31.12.08 31.12.07 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
und
Stellen
öffentlicher
Schuldtitel
Wertpapiere
ähnliche
321.767 59.000 0 0 23.439
1
626 -464 7
258.41
323.393 74
Kreditinstitute
an
Forderungen
9
33.61
71 0 0 8.974 40 5
-11
24.871 31.838 0
Kunden
an
Forderungen
0.255
1
0 0 0 0.255
1
0 0 0 0.255
1
0
und
Schuldverschreibungen
Wertpapiere
andere festverzinsliche
923.255 359.524 0 0 94.035
1
87
5.1
-248 80
1.094.1
3.298
91
30
nicht
andere
und
Aktien
Wertpapiere
festverzinsliche
4.311
1
0 0 0 82
1
0 0 30
4.1
1
4.247
1
0
Beteiligungen 9
221.31
0.677
1
0 0 828 0 46
6.1
225.021 6.772
21
1.600
verbundenen
an
Anteile
men
Unterneh
06.233
1
9.748
31
0 0 0 0 3.279 422.703 02.955
1
0
mögens
Ver
materielle
m
I
gegenstände 21
9.1
1
2.747 0 20
-1
70 0 4.332
1
7.346 7.721 3.069
Sachanlagen 265.788 0.327
1
0 -91 9.533 0 58.799
1
07.692
1
0.543
11
11.974
5.668
1.91
762.094 0 -211 4
347.31
5.853 81.729
1
54.360
2.1
1.731.022 6.746
1

98

Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG

Der Vorstand der Oberbank AG erklärt, dass

  • • der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden ist und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Oberbank-Konzerns vermittelt.
  • • der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Oberbank-Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder bestätigen gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG als gesetzliche Vertreter der Oberbank,

  • dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Einzel- und der Konzernjahresabschluss ihres Wissens nach ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermitteln;
  • dass der Einzel- und der Konzernjahresabschluss den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Oberbank AG und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellen, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass sie die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreiben.

Linz, am 24. Februar 2009 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

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