Quarterly Report • Apr 22, 2009
Quarterly Report
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Jahresfinanzbericht 2008
Die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten verschärften sich 2008 deutlich. Die daraus resultierenden Unsicherheiten führten zu einem Vertrauensverlust zwischen den Banken und zu Liquiditätsengpässen auf dem Interbankenmarkt. Die Notenbanken setzten eine Reihe von Liquidität steuernden Maßnahmen, konnten die Spannungen auf den Finanzmärkten bis Jahresende aber nicht nachhaltig verringern.
Die Geldmarktzinsen haben sich 2008 deutlich von den Leitzinsen entfernt. Traditionelle Geldmarktindikatoren (Euribor, Libor) spiegeln nicht mehr die wahren Handelsverhältnisse wider. Auf den Anleihemärkten stiegen die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen von schlechter eingestuften Emittenten deutlich an. Insgesamt sind die Verwerfungen auf den Finanzmärkten einer der Hauptgründe für die zuletzt deutlich pessimistischeren Konjunkturaussichten.
Die deutsche Hypo Real Estate muss hohe Verluste durch die Immobilienkrise zugeben, der deutsche Aktienindex DAX fällt auf deutlich unter 7.000 Punkte. Die Anleger werden beruhigt, die Krise sei nicht nachhaltig.
EZB-Präsident Trichet warnt erstmals vor Gefahren für die Konjunktur im Euroraum. In den USA spricht Notenbankchef Bernanke von bedeutenden Risiken für die Wirtschaftslage, es könne zu weiteren Problemen im Finanzsektor kommen. Der US-Kongress bewilligt USD 150 Mrd. für ein Konjunkturprogramm.
Die erste größere Bank in den USA muss aufgeben: Bear Stearns erhält staatliche Unterstützung und wird an JP Morgan verkauft. Die Notenbanken stellen in einer koordinierten Aktion den Finanzinstituten weltweit Liquiditätshilfen zur Verfügung.
Die meisten Banken und viele Unternehmen präsentieren enttäuschende Ergebnisse für das erste Quartal. FED-Chef Bernanke schließt eine Rezession nicht mehr aus.
Der stark steigende Ölpreis (erstmals über USD 130 je Barrel) belastet die angeschlagene Wirtschaft. Im Euroraum ist es für die Unternehmen aufgrund der Liquiditätsprobleme der Banken bereits deutlich schwieriger, Kredite zu erhalten.
Gerüchte über Probleme der Investmentbank Lehman Brothers tauchen auf, der Dow Jones rutscht unter die psychologisch wichtige Grenze von 12.000 Punkten, vor allem Bankenwerte sind an der New York Stock Exchange weiter unter Druck geraten. Mit 4 % erreicht die Inflation im Euroraum einen Rekordwert, die EZB kündigt eine mögliche Erhöhung der Leitzinsen an.
Die US-Notenbank stellt für die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac USD 25 Mrd. zur Verfügung, der Baufinanzierer IndyMac ist pleite. Unerwartet schlechte Konjunkturdaten des ersten Halbjahres lassen die Börsenkurse weiter abrutschen.
Die Automobilhersteller in Europa und den USA veröffentlichen Gewinnwarnungen. Amerikas Bankenkrise schlägt endgültig weltweit auf die Börsen durch, die Milliardenverluste von Lehman Brothers drücken auf die Stimmung der Investoren.
Lehman Brothers ist bankrott, Merril Lynch muss von der Bank of America übernommen werden, Fannie Mae und Freddie Mac werden verstaatlicht. Die weltgrößte Versicherung AIG benötigt USD 85 Mrd. Finanzhilfe. Belgien, die Niederlande und Luxemburg verstaatlichen den Finanzkonzern Fortis, eine Gruppe deutscher Banken rettet die Hypo Real Estate.
Die US-Regierung kündigt an, USD 700 Mrd. für den Finanzsektor zur Verfügung zu stellen. Trotzdem brechen weltweit die Aktienkurse weiter ein, Finanztitel sind am stärksten betroffen. Mehrere Länder stehen vor der Zahlungsunfähigkeit, der Internationale Währungsfonds unterstützt Island, Ungarn und die Ukraine, die EZB hilft Dänemark. Die deutsche Regierung stellt erstmals eine staatliche Garantie für private Spareinlagen in Aussicht.
Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal so stark geschrumpft wie seit sieben Jahren nicht mehr, die drei großen Automobilhersteller General Motors, Ford und Chrysler benötigen Staatshilfe, um den Konkurs zu vermeiden. Die chinesische Regierung schnürt ein Konjunkturpaket von umgerechnet fast A 500 Mrd.
Die Prognosen für die Weltwirtschaftsentwicklung 2009 werden zunehmend pessimistisch, die Weltbank befürchtet "die schwerste Rezession seit 80 Jahren".
Im Jahr 2008 verlangsamte sich das Wachstum der Weltwirtschaft auf unter 3 % nach 5 % in den Jahren 2006 und 2007. In den USA gelang es der Fiskalpolitik noch, durch Stimulierungsmaßnahmen ein Wachstum von 1,3 % zu erreichen. Davon profitierte in erster Linie der Konsum, die Exportwirtschaft gewann durch die außergewöhnliche Schwäche des US-Dollar an Dynamik. Die japanische Wirtschaft konnte 2008 nur noch um 0,5 % zulegen, auch die bisher durch ein robustes Wachstum geprägten Schwellenländer standen unter dem Einfluss der Finanzkrise. Daneben schlug sich in Russland auch der Verfall des Ölpreises im letzten Quartal 2008 nieder, in China das Erlahmen der Auslandsnachfrage nach Konsumgütern. Der weltweite Abschwung bewirkte auch in Europa eine Rezession: In den EU 27-Ländern halbierte sich das BIP-Wachstum 2008 auf 1,4 %, im Euroraum ging das Wachstum von 2,6 % auf 1,0 % zurück.
Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2008 ein Wachstum, das mit 1,8 % deutlich über dem Durchschnittswert des Euroraumes lag. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von der weiterhin robusten Exportwirtschaft (+ 3,6 %) und der Investitionsnachfrage (+ 1,9 %). Mit einem Plus von 1,0 % entwickelte sich der private Konsum hingegen nur moderat.
Für 2009 wird eine deutliche Eintrübung der österreichischen Konjunktur erwartet. Mit einem prognostizierten BIP-Rückgang von 0,5 % (WIFO) bzw. 0,1 % (IHS) sollte sich die Entwicklung aber dennoch fester zeigen als jene des Euroraumes. In den drei großen Wirtschaftsräumen wird für 2009 mit einem deutlichen Schrumpfen der Wirtschaft gerechnet: in den USA um 1,7 %, im Euroraum und Japan um jeweils 1,2 %. Die durchschnittliche Wachstumsrate in den zentral- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten soll 2009 mit 2,5 % deutlich unter dem Wert der Vorjahre, aber immer noch klar im Plus liegen.
Die US-amerikanische Notenbank FED reduzierte die Leitzinsen im Laufe des Jahres 2008 in sieben Schritten um insgesamt 4,25 Prozentpunkte, um damit die angeschlagene Wirtschaft zu stimulieren. Zuletzt wurden die Leitzinsen am 16. Dezember 2008 auf den historischen Tiefststand von 0,00 % – 0,25 % gesenkt.
Die EZB verfolgte im Euroraum vorerst eine gegensätzliche Zinspolitik und erhöhte den Leitzinssatz im Juli 2008 von 4,00 % auf 4,25 %. Mit dieser Anhebung entsprach sie ihrer vordringlichen Aufgabe, der zunehmenden Inflation entgegenzuwirken. In der Folge senkte aber auch die EZB die Leitzinsen in drei Schritten: am 8. Oktober auf 3,75 %, am 6. November auf 3,25 % und am 4. Dezember 2008 auf 2,50 %.
| Entwicklung der Leitzinsen | USD | EUR | |
|---|---|---|---|
| 01.01. – 21.01. | 4,25 % | 01.01. – 02.07. | 4,00 % |
| 22.01. – 29.01. | 3,50 % | 03.07. – 07.10. | 4,25 % |
| 30.01. – 17.03. | 3,00 % | 08.10. – 05.11. | 3,75 % |
| 18.03. – 28.04. | 2,25 % | 06.11. – 03.12. | 3,25 % |
| 29.04. – 07.10. | 2,00 % | 04.12. – 31.12. | 2,50 % |
| 08.10. – 27.10. | 1,50 % | ||
| 28.10. – 15.12. | 1,00 % | ||
| 16.12. – 31.12. | 0,00 % – 0,25 % |
Die markanten Leitzinssenkungen zeigten erst im vierten Quartal 2008 deutliche Auswirkungen auf die Zinssätze auf dem Geld- und Kapitalmarkt. Die monatlichen Durchschnittswerte der 3-Monats-Sätze stiegen bis Oktober/November an (der Euribor auf 5,11 %, der USD-Libor auf 4,06 %), gingen im Dezember-Durchschnitt aber wieder auf 3,29 % bzw. 1,83 % zurück. Die 10-Jahres-Swap-Sätze erreichten ihre Höchstwerte bereits im Juni (USD-Swap 4,78 %) bzw. Juli 2008 (EUR-Swap 4,98 %), auch sie verloren bis Jahresende wieder merklich (USD 2,70 %, EUR 3,76 %).
Der Zinsabstand zwischen dem Euroraum und den USA vergrößerte sich 2008 deutlich. Beim 3-Monats-Geld betrug die Differenz zu Jahresbeginn 0,56 Prozentpunkte (Euribor 4,48 %, US-Libor 3,92 %), beim 10-Jahres-SWAP sogar nur 0,13 Prozentpunkte (EUR 4,46 %, USD 4,33 %). Bis Jahresende stieg der Abstand auf 1,46 bzw. 1,06 Prozentpunkte merklich an. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, verlief im Jahr 2008 sowohl in den USA als auch im Euroraum weiterhin relativ flach.
Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war etwa bis Jahresmitte 2008 von einer deutlichen Aufwertung des Euro geprägt, der vor allem gegenüber dem US-Dollar stark an Wert gewann. Nach einem Euro/USD-Kurs von 1,47 im Jänner-Durchschnitt stieg der Kurs auf einen Höchststand von 1,58 im Juli und ging dann bis November auf 1,27 zurück, ehe er sich nach der letzten deutlichen Senkung der US-Leitzinsen im Dezember bei 1,34 einpendelte. Ähnlich war auch die Entwicklung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken (Höchstwert im Mai bei 1,62; Tiefstwert im November bei 1,52) und dem japanischen Yen (im Juli bei 186,45; im Dezember bei 122,51). Gegenläufig war die Entwicklung gegenüber der tschechischen Krone und dem ungarischen Forinth: Hier wurden die Tiefstwerte im Juli erreicht (23,33 bzw. 231,82), bis Jahresende erholte sich der Euro gegenüber beiden Währungen wieder (26,12 bzw. 265,32).
Für 2009 erwartet das Management der Oberbank AG einen etwas schwächeren Euro. Es wird für Ende 2009 mit einem Euro/USD-Kurs von 1,20 gerechnet, möglicherweise sogar leicht darunter. Der Kurs zum Franken wird bei rund 1,40 und zum Yen bei 120 gesehen. Gegenüber Forinth und Krone dürfte der Euro nur geringfügig an Wert verlieren.
Die Entwicklung an den internationalen Börsen war 2008 von teilweise drastischen Kurseinbrüchen gekennzeichnet. Vor allem Finanztitel, aber auch viele andere Unternehmenswerte verloren das Vertrauen der Anleger und gerieten massiv unter Druck. Der MSCI-Weltindex ging auf Eurobasis im Vergleich zum Vorjahr um 35 % zurück, ebenso der Dow Jones (USA). Der S&P 500 (USA) fiel um 39 %, der japanische Nikkei um 42 %. Auch der Euro-Stoxx 50 (- 44 %) und der deutsche DAX (- 40 %) verzeichneten deutliche Rückgänge.
Die Geschäfts- und Ertragslage der österreichischen Banken waren in den ersten drei Quartalen 2008 stark von der Liquiditäts- und Vertrauenskrise geprägt. Aufgrund der weit verbreiteten Unsicherheit parkten viele Banken Gelder kurzfristig bei der EZB, wodurch diese Liquidität dem Markt fehlte. Für die Unternehmen und Privaten wurde es daher vor allem ab der Jahresmitte zunehmend schwieriger, ausreichende Kreditfinanzierungen zu erhalten. Deutlich gestiegen sind hingegen die Primäreinlagen, weil viele Kunden Wertpapierveranlagungen reduziert und wieder in herkömmliche Sparformen umgeschichtet haben.
Die Bilanzsumme aller österreichischen Banken ist im Jahresabstand um 22,4 % auf A 1.071,1 Mrd. gestiegen. Aktivseitig trugen zu diesem Wachstum in erster Linie die Zuwächse der Kredite an Banken (um 73,6 % auf A 221,4 Mrd.) bei, die Kredite an inländische Nichtbanken (Private und Unternehmen) erhöhten sich um 6,2 % auf A 300,0 Mrd. wesentlich weniger stark. Auf der Passivseite war bei den Spar-, Sicht- und Termineinlagen ein Anstieg um 8,8 % auf A 270,2 Mrd. zu verzeichnen, die gesamten Primäreinlagen (Gesamteinlagen von Nichtbanken und eigene Emissionen) konnten sogar um 13,4 % auf A 414,5 Mrd. verbessert werden. Das gesamte Betriebsergebnis aller österreichischen Banken ging vom dritten Quartal 2007 zum dritten Quartal 2008 um 5,0 % auf A 4,6 Mrd. zurück. Die Steigerung des Nettozinsertrages um 11,4 % auf A 6,0 Mrd. konnte den Rückgang im Provisionsergebnis um 9,1 % auf A 3,2 Mrd. (vor allem im Wertpapierbereich), den negativen Saldo der Erträge aus Finanzgeschäften von A - 0,3 Mrd. (nach A + 0,3 Mrd. 2007) und die um 5,1 % auf A 8,3 Mrd. relativ deutlich gewachsenen Betriebsaufwendungen nicht ausgleichen. Für das Gesamtjahr 2008 erwarteten die österreichischen Banken deutliche Einbußen beim gemeinsamen Jahresüberschuss nach Steuern um knapp 20 % auf A 3,6 Mrd.
Um den Folgen der Finanzkrise für die heimischen Banken entgegenzuwirken, beschloss der österreichische Nationalrat im Oktober 2008 ein Hilfspaket im Ausmaß von A 100 Mrd. Davon entfallen A 10 Mrd. auf eine unbeschränkte Garantie der privaten Spareinlagen, um das Anlegervertrauen wieder zu stärken. Weitere A 15 Mrd. stehen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis der Banken bereit. Insgesamt A 75 Mrd. sind für die Stärkung der Bankenliquidität vorgesehen, davon A 10 Mrd. Garantien für Zwischenbankkredite und A 65 Mrd. staatliche Garantien für Bankenemissionen.
Den indirekten Einflüssen der Finanzmarktturbulenzen konnte sich 2008 auch die Oberbank nicht entziehen. Vor allem die Refinanzierung auf dem Interbankenmarkt ist schwieriger geworden. Aufgrund des Überschusses der Kundeneinlagen über das Kreditvolumen entstanden daraus aber keine Liquiditätsprobleme. Im Firmenkundengeschäft haben die vorerst noch gute Konjunktur, die ungebrochene Investitionstätigkeit und die starke Exportorientierung der heimischen Unternehmen dazu beigetragen, dass die Bank ihr Finanzierungsvolumen wiederholt steigern konnte.
Im Privatkundengeschäft hat die Verunsicherung der Anleger in Folge der Subprime-Krise dazu geführt, dass Spar-, Sicht- und Termineinlagen an Bedeutung gewonnen haben, wodurch ein Anstieg der Primärmittel von über 13 % erzielt wurde. Die Oberbank-Aktien konnten sich dem vor allem für Finanztitel negativen Sog weitgehend entziehen. Sie erwiesen sich mit einem nur moderaten Kursrückgang von 10 % sowohl gegenüber dem ATX als auch gegenüber dem europäischen Index für Bankaktien, dem DJ Euro Stoxx Banks, als überdurchschnittlich stabil.
Ein Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 und die Folgejahre veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach österreichischem Recht.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2008 neben der Oberbank AG 19 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH (100 %), die Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o. (95 %), die Oberbank Leasing KIKA, s.r.o. (100 %), die Ober Lizing Inprox Misk Kft. (100 %), die OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH (100 %), die Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH (100 %), die Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach (Komplementär), die Oberbank Hybrid 1 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 2 GmbH (100 %).
Die Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH wurde im Geschäftsjahr in die Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH umfirmiert. Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 20 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 71 dieses Geschäftsberichtes.
weitere leichte Verbesserung der Ertragslage ausweisen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 0,9 % auf A 114,0 Mio., der Konzernjahresüberschuss um 2,5 % auf A 105,0 Mio. Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach IFRS in Mio. B 2008 Veränderung 2007 2006
Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2008 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes eine
| Zinsergebnis | 300,7 | 8,9 % | 276,2 | 241,2 |
|---|---|---|---|---|
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -67,8 | -0,9 % | -68,4 | -56,3 |
| Provisionsergebnis | 97,8 | -3,9 % | 101,8 | 94,9 |
| Handelsergebnis | 7,7 | 2,6 % | 7,5 | 6,8 |
| Verwaltungsaufwand | -199,8 | -1,7 % | -203,2 | -193,8 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -24,6 | > -100,0 % | -0,9 | 0,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 114,0 | 0,9 % | 112,9 | 93,5 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -8,5 | -18,4 % | -10,4 | -10,3 |
| Fremdanteil am Jahresüberschuss | -0,5 | – | 0,0 | 0,0 |
| Konzernjahresüberschuss | 105,0 | 2,5 % | 102,5 | 83,2 |
Das Zinsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2008 um 8,9 % auf A 300,7 Mio. verbessert werden. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf das um 15,5 % auf A 225,1 Mio. gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft, der Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen ist um 7,0 % auf A 75,6 Mio. zurückgegangen.
Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken wurde eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39 gebildet. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet.
Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2008 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 67,8 Mio. nach A 68,4 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Rückgang der Wertberichtigungsquote von 0,79 % auf 0,72 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.
Das Provisionsergebnis ging im Geschäftsjahr 2008 um 3,9 % auf A 97,8 Mio. zurück. Die guten Ergebnisse im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft konnten die aufgrund der internationalen Finanz- und Börsenkrise rückläufigen Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft nicht zur Gänze ausgleichen.
Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jene aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2008 konnte das Handelsergebnis in Summe um 2,6 % auf A 7,7 Mio. verbessert werden. Einem Rückgang der Bewertungs- und Veräußerungsgewinne im Wertpapierbereich steht ein deutlicher Anstieg der Gewinne vor allem im Devisen- und Valutenbereich gegenüber.
Trotz der fortgeführten Expansion in den Wachstumsmärkten der Oberbank konnten die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % auf A 199,8 Mio. reduziert werden. Die Personalaufwendungen gingen trotz der Ausweitung des Mitarbeiterstandes (plus 104 Personen) um 4,7 % auf A 114,9 Mio. zurück, da Sondereffekte aus dem Vorjahr entfallen sind (Anpassung der Sterbetafeln). Die Sachaufwendungen nahmen um lediglich 1,6 % auf A 66,0 Mio. zu, obwohl im Zuge der Expansion höhere Mietaufwendungen zu tätigen waren und auch die Leistungsverrechnung der Drei-Banken-EDV Gesellschaft höher als in 2007 war. Vorwiegend bedingt durch höhere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern (Erhöhung der Sachanlagen im Operate Leasing) nahmen die Abschreibungsaufwendungen um 6,9 % auf A 18,8 Mio. zu. Trotz der Ausweitung des Filialnetzes um acht Standorte und der Aufstockung des Personalstandes konnte die Kosten-Ertrags-Relation im Vergleich zum Vorjahr von 52,8 % auf 52,4 % verbessert werden.
Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und Handelsergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2008 um 13,2 % auf A 206,4 Mio. gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 0,9 % höherer Jahresüberschuss vor Steuern von A 114,0 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 8,5 Mio. um 18,4 % niedriger als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 105,5 Mio., womit der Vorjahreswert um 2,9 % übertroffen wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von A 0,5 Mio., damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern A 105,0 Mio.
Nach dem Aktiensplit im Verhältnis 1:3 vom Sommer 2008 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG 27.090.000 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr A 3,91 nach A 3,82 im Jahr davor.
Komponenten der Ergebnisveränderung 2008 in Mio. B
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2008 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt A 50,0 Mio. Nach Rücklagendotation von A 36,5 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,1 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 13,6 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird eine Dividende in Höhe von A 0,50 je anspruchsberechtigter Aktie auf das Grundkapital von A 81,3 Mio. vorgeschlagen. Die Ausschüttung ergibt daher bei 27.090.000 Stück Aktien einen Betrag von A 13.545.000. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 43,0 auf neue Rechnung vorzutragen.
| Unternehmenskennzahlen nach IFRS | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Betriebsergebnisquote | 1,40 % | 1,32 % | 1,17 % |
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 12,83 % | 13,21 % | 12,37 % |
| Return on Equity nach Steuern | 11,82 % | 11,99 % | 11,01 % |
| Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) | 52,36 % | 52,84 % | 56,40 % |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 22,54 % | 24,76 % | 23,40 % |
| Gesamtkapitalquote | 12,90 % | 12,83 % | 12,74 % |
| Kernkapitalquote | 8,27 % | 7,15 % | 7,08 % |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie in A | 3,91 | 3,82 | 3,21 |
Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – stieg im Jahr 2008 von 1,32 % um 0,08 Prozentpunkte auf 1,40 %, womit ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.
Aufgrund des im Vergleich zum Jahresüberschuss überproportional stark gestiegenen Eigenkapitals reduzierte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber dem Jahr 2007 leicht von 13,21 % auf 12,83 %, der RoE nach Steuern von 11,99 % auf 11,82 %. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie erhöhte sich trotz der Emission von 30.000 Stück Stammaktien von A 3,82 des Vorjahres auf A 3,91. Aufgrund des leichten Rückganges der Verwaltungsaufwendungen konnte die Cost-Income-Ratio im Jahr 2008 auf 52,36 % reduziert werden. Die Risk-Earning-Ratio hat sich von 24,76 % auf 22,54 % verbessert. Die Gesamtkapitalquote stieg von 12,83 % auf 12,90 %, die Kernkapitalquote von 7,15 % auf 8,27 %.
Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2008 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 6,9 % auf A 15.314,0 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.
Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen 2008 um 11,6 % auf A 2.296,0 Mio. kräftig an, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 14,4 % auf 15,0 % zunahm. Die Forderungen an Kunden konnten 2008 um 8,8 % auf A 9.460,6 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden mit A 6.175,4 nur um 1,6 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 25,4 % auf A 3.285,2 Mio. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist rund A 148 Mio. den Privatkrediten und rund A 615 Mio. den Firmenkrediten zu. Auch im Leasing konnte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt werden: Die Forderungen des Leasing-Teilkonzerns an Kunden erhöhten sich 2008 um 28,7 % auf A 1.242 Mio.
Struktur der Bilanzaktiva in Mrd. B
Der Anstieg der Risikovorsorgen um 9,3 % auf A 216,5 Mio. ergibt sich aufgrund der Differenzen aus Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.
Die Finanzanlagen blieben 2008 mit A 3.003,9 (+ 0,5 %) annähernd auf Vorjahresniveau. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value A 346,4 Mio., Vermögenswerte Available for Sale A 941,4 Mio., Vermögenswerte Held to Maturity A 1.315,1 Mio. sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen A 401,0 Mio.
In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva gingen vor allem aufgrund des geringeren Volumens festverzinslicher Schuldverschreibungen im Handelsbestand um 55,7 % auf A 33,5 Mio. zurück. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich um 3,1 % auf A 8,2 Mio., vorwiegend bedingt durch die Abschreibung des Kundenstocks der von der Sparkasse Mühlviertel West erworbenen Filialen. Aufgrund der Erhöhung bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immo-
bilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 19,3 % auf A 216,1 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die um 76,5 % auf A 381,8 Mio. zulegte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2008 um 8,0 % auf A 3.707,9 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten im Berichtsjahr deutlich geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 13,3 % auf A 10.016,7 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 13,6 % auf A 8.119,2 Mio. zu. Durch die angespannte Situation an den internationalen Börsen gewannen die traditionellen Sparformen im Jahr 2008 weiter an Bedeutung. Der Spareinlagenstand nahm um 13,9 % auf A 3.301,9 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten um 13,5 % auf A 4.817,4 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 7,4 % auf A 1.218,3 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 21,2 % auf A 679,1 Mio. zu. Die leichte Steigerung des Eigenkapitals um 0,5 % auf A 894,1 Mio. erklärt sich vorwiegend durch die Ausgabe von 30.000 neuen Aktien im Zuge der Mitarbeiterbeteiligungsaktion.
| Struktur des Primärmittelaufkommens in % | ||
|---|---|---|
| Nachrangkapital1 | 6,8 % | 1 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten2 | 12,2 % | 2 |
| Spareinlagen3 | 32,9 % | |
| Sicht- und Termineinlagen4 | 48,1 % | 4 |
| 3 |
In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 6,7 % auf A 334,0 Mio. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (A 208,5 Mio.) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (A 95,1 Mio.) zusammen.
Die sonstigen Passiva nahmen um 39,8 % auf A 361,4 Mio. zu. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
Struktur der Bilanzpassiva in Mrd. B
| Refinanzierung in Mio. B | 2008 | Veränderung | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.301,9 | 13,9 % | 2.899,2 | 2.633,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.817,4 | 13,5 % | 4.245,6 | 3.477,2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.218,3 | 7,4 % | 1.134,7 | 1.004,8 |
| Nachrangkapital | 679,1 | 21,2 % | 560,1 | 489,9 |
| Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital | 10.016,7 | 13,3 % | 8.839,6 | 7.605,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.707,9 | -8,0 % | 4.030,3 | 4.269,2 |
| Summe | 13.724,6 | 6,6 % | 12.869,9 | 11.874,6 |
| Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B | 2008 | Veränderung | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | 81,1 | 7,3 % | 75,6 | 75,3 |
| Kapitalrücklagen | 140,8 | -1,3 % | 142,7 | 138,9 |
| Gewinnrücklagen | 642,8 | 0,3 % | 641,0 | 586,7 |
| Unversteuerte Rücklagen | 26,3 | -4,4 % | 27,5 | 28,1 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1,9 | 0,0 % | 1,9 | 1,9 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1,3 | 62,5 % | 0,8 | 0,8 |
| Bilanzielles Eigenkapital | 894,1 | 0,5 % | 889,5 | 831,7 |
| Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG | 1.286,1 | -0,6 % | 1.293,6 | 1.204,6 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 824,7 | 14,5 % | 720,5 | 669,4 |
| Eigenmittelerfordernis | 849,6 | 5,1 % | 808,4 | 758,5 |
| Überdeckungsquote in Prozentpunkten | 4,90 | 0,07 %-P. | 4,83 | 4,70 |
| Bemessungsgrundlage der Eigenmittel | 9.970,2 | -1,1 % | 10.079,1 | 9.457,6 |
| Eigenmittelquote in % | 12,90 | 0,07 %-P. | 12,83 | 12,74 |
| hievon Kernkapitalquote in % | 8,27 | 1,12 %-P. | 7,15 | 7,08 |
Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2008 um 0,5 % auf A 894,1 Mio. leicht an. Das Grundkapital erhöhte sich um 7,3 % auf A 81,1 Mio., in erster Linie durch die Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien, die für die Beteiligung der Mitarbeiter verwendet wurden, und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von A 0,60 je Aktie im Zuge des Aktiensplits.
Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen A 1.286,1 Mio. zum 31. Dezember 2008 gegenüber A 1.293,6 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 849,6 Mio. betrug demnach A 436,5 Mio. und liegt damit um 4,9 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2008 stieg damit einhergehend von 12,83 % auf 12,90 %, die Kernkapitalquote von 7,15 % auf 8,27 %.
Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt zum 31. Dezember 2008 A 81.270.000 und ist unterteilt in 24.090.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie.
In der 128. ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2008 wurden ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 sowie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Dadurch erhöhte sich der Anteil der einzelnen Aktie am Grundkapital von rund A 8,40 auf A 9,00. Nach Durchführung des Aktiensplits entfällt damit auf jede Stückaktie ein anteiliger Betrag am Grundkapital von A 3,00. Die Aktionäre der Oberbank AG erhielten im Zuge des Aktiensplits zusätzlich zu jeder gehaltenen Aktie zwei weitere Aktien.
Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden.
Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.
Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält zum Stichtag 31. Dezember 2008 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der Bank Austria (UniCredit). Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 4,04 %. Die restlichen 26,26 % des Grundkapitals stehen im Streubesitz.
Neben den per Gesetz definierten bestehen keine weiteren Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Die bewusste Übernahme von kalkulierbaren Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG als Muttergesellschaft ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie wie auch für das Risikomanagement und -controlling im Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Situation in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnisund Volumenentwicklung ab.
Die Risikostrategie der Oberbank baut auf der regionalen Verankerung auf und erlaubt nur die Übernahme aus eigenen Kräften bewältigbarer Risiken. Damit ist die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder stets gewährleistet und der Erhalt der Eigenmittel gesichert. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall- und Marktrisiko im Handelsbuch sowie im Bankbuch und für operationelle Risiken. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.
Auch in der globalen Finanzkrise hat sich das Risikomanagement der Oberbank bewährt. Die Finanzkrise – einhergehend mit einer Vertrauenskrise zwischen den Banken – bewirkte auf der Kapitalmarktseite eine starke Credit-Spread-Ausweitung bei nahezu allen Banken und Unternehmen, bis hin zu einigen westlichen Staaten, sodass neben den Aktienkursen (soweit börsenotiert) auch die Kurse der Anleihen dieser Institutionen erheblich unter Druck gesetzt wurden. Der Rückgang der Börsenkurse für Aktien und Anleihen wirkte sich im Berichtsjahr bei der Oberbank in einem erhöhten ergebniswirksamen Abwertungsbedarf bei Wertpapieren sowie in einem Rückgang der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 aus.
In diesem schwierigen Marktumfeld bewährten sich die breite Aufstellung der Oberbank bei den Primäreinlagen, die kräftige Eigenkapitalposition sowie die gute Refinanzierungsmöglichkeit bei der Zentralbank, die übrigens nie voll in Anspruch genommen wurde, und sicherten die gute Liquiditätsposition der Oberbank.
Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Steuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder-, Abwicklungs- und Gegenparteirisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.
Die Strategie im Kreditgeschäft beruht auf dem Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Gesamtrisikotragfähigkeit des Unternehmens. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten stehen Sicherheiten im regionalen Einzugsbereich der Bank im Vordergrund. Fremdwährungskredite sollen einen Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens nicht überschreiten. Darüber hinaus wird auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente geachtet. Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement der Oberbank AG die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand.
Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln des internen Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild von der Bonität des Kunden liefern. Zulässig sind nur Geschäfte, die transparent und beurteilbar sind.
Als Maßstab für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Dieses Ratingsystem wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der Finanzmarktaufsicht geforderten Stresstests für die Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Problembehaftete Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens abgearbeitet.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formalen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB (Internal Rating-Based)-Basisansatzes zu erarbeiten. Die für das Jahr 2008 vorgesehenen Projektschritte wurden wie geplant umgesetzt und ein erfolgreicher Abschluss des Gesamtprojektes per Ende 2009 ist weitgehend abgesichert. Im Geschäftsjahr 2010 sollte von der Finanzmarktaufsicht die Genehmigung für die Oberbank zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.
2007 2008
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Ohne erkennbares Ausfallrisiko | 14.621,3 | 14.027,2 |
| Anmerkungsbedürftig | 373,7 | 314,0 |
| Notleidend | 247,1 | 201,0 |
| Uneinbringlich | 4,1 | 6,0 |
| Summe | 15.246,2 | 14.548,2 |
*) Die Gliederung enthält: Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und gemäß § 22 Abs. 4 in Verbindung mit Anlage 1 zu § 22 BWG gewichtete außerbilanzmäßige Geschäfte in der Oberbank AG.
Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgen aufgrund von externen Ratings.
Die notleidenden Forderungen an Kunden erhöhten sich von A 209,8 Mio. im Vorjahr auf A 266,6 Mio. im Berichtsjahr. (Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden in dieser Position die Non Performing Loans nach der Ausfalldefinition gemäß Basel-II-IRB-Ansatz dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert).
Die Kreditrisikostruktur ist von der Marktfunktion organisatorisch bis auf Vorstandsebene durchgehend getrennt. Kundenrating, Sicherheiten und Laufzeiten bilden die Basis einer Portfolioanalyse und führen gegebenenfalls zu Maßnahmen zur Risikobegrenzung.
Unter Beteiligungsrisiko werden potenzielle Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten verstanden. Die Steuerung wird mittels quantitativer Methoden vorgenommen. Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften der Oberbank als traditionelle Anteilswerte, weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen insbesondere im Bereich der Equity-Finanzierungen eingegangen werden, sind bereits im Vorfeld Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischer Ausrichtung und der Rechtssituation zu erhalten. In einem eigenen Handbuch wurden die erforderlichen Prozesse definiert, die beim Eingehen von Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Kategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee abgewickelt.
Unter bewusster Inkaufnahme eines gesteuerten Risikos sollen Zusatzerträge vorwiegend im Zinsbereich erwirtschaftet werden. Eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in langfristige Zinsbindungen dient ebenfalls diesem Ziel. Das aus Zinsänderungsrisiken entstehende Zusatzeigenmittelerfordernis soll 15 % der Eigenmittel nicht überschreiten.
Unter Wahrung einer konservativen Risiko-Ertrags-Relation werden Aktien, Anleihenpositionen, Devisen und Geldpositionen zum Erzielen von Handelserträgen gehandelt. Derivative Instrumente werden zu Hedge- als auch zu Handelszwecken eingesetzt.
Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limite, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.
Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch sowie der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Meldung des Eigenmittelerfordernisses im Handelsbuch sowie des gesamten FX-Risikos der Bank gemäß Kapitaladäquanz-Richtlinie erfolgt derzeit auf Basis der Standard-Laufzeitbandmethode.
Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt die Steuerung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management(APM)-Komitees. Dieses Komitee berät sich monatlich; die Mitglieder bilden der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kreditmanagement, Sekretariat und Revision.
Mit dem Bankgeschäft sind operationelle Risiken untrennbar verbunden. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen (unvorhersehbare Ereignisse wie Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt). Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.
In der Abteilung Revision sind ein Operational Risk Manager und ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Expertenforum arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden. Dieser Prozess basiert auf den eigenen historischen Daten, die in der dafür konzipierten GuV-Aufwands-Datenbank erfasst werden und genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen sollen.
Primäre Zielsetzung ist die Deckung der Forderungen an Nichtbanken durch Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird unter Wahrung einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur für eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur gesorgt. Eine Ergänzung erfolgt durch ausreichende zentralbankfähige Assets.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank erfolgt durch das APM-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften ressortieren zur Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zwischen den zuständigen Bereichen wird gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Im Berichtsjahr 2008 lag die Oberbank jederzeit und deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.
Als sonstige Risiken sind die Geschäfts-, Rechts- und Reputationsrisiken sowie strategische Risiken zu verstehen.
Für 2009 wird von allen Prognoseinstituten für die drei großen Wirtschaftsräume EU, USA und Japan ein negatives BIP-Wachstum erwartet. Das Wachstum in den zentral- und osteuropäischen EU-Ländern wird 2009 unter dem Wert der Vorjahre, aber immer noch klar im Plus liegen. Für Österreich wird ein BIP-Rückgang von 0,5 % (WIFO) bzw. 0,1 % (IHS) prognostiziert. Der Euro wird 2009 etwas schwächer als im letzten Jahr gesehen, an den Börsen ist weiterhin mit hohen Volatilitäten zu rechnen. Das Zinsniveau wird sowohl im kurz- als auch im langfristigen Bereich unter den Vorjahreswerten liegen.
Das wirtschaftliche und politische Umfeld in Österreich sowie die Entwicklung der Weltwirtschaft und der globalen Finanzmärkte haben einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Dienstleistungen und Finanzprodukten, die von der Oberbank AG entwickelt und angeboten werden.
Seit Mitte des Jahres 2007 kam es im Zuge des Verfalls der Immobilienpreise in den USA und in Großbritannien zu einer Neubewertung von Kreditrisiken durch die Marktteilnehmer mit weltweiten negativen Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
Die Dauer und die weiteren Folgen der Finanzkrise sind in ihrem Umfang noch nicht abschätzbar. Risiken bestehen aber insbesondere in einer erhöhten Volatilität und einer Ausweitung der Credit Spreads der Märkte und damit verbundenen Liquiditätsengpässen auf den weltweiten Finanzmärkten.
Insgesamt geht die Oberbank davon aus, dass das wirtschaftliche Umfeld für Österreichs Unternehmen deutlich schwieriger sein wird als im abgelaufenen Jahr. Die zuletzt deutlich gesunkenen Zinsen, der Verfall der Energie- bzw. Rohölpreise, die damit rückläufige Inflation und der zuletzt wieder stärkere US-Dollar sind aber Faktoren, die die Konjunktur im Euroraum stützen können.
Im Firmenkundengeschäft wird die Oberbank als Bank der Industrie und des Mittelstandes auch 2009 ihrem Hauptauftrag nachkommen und die Unternehmen mit Finanzierungen versorgen. Sowohl im Kredit- als auch im Leasingbereich erwartet das Management weitere Zuwächse. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das qualitative Wachstum, das heißt auf die Absicherung bzw. den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, gelegt.
Im Privatkundengeschäft wird die Gewinnung von Spar- und anderen Einlagen auch zukünftig die Basis einer gesunden Liquiditäts- und Refinanzierungssituation sichern. Die Oberbank will die Primäreinlagen 2009 in allen in- und ausländischen Regionen weiter deutlich steigern. Im Segment Financial Markets erwartet der Vorstand aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes einen deutlichen Rückgang bei den Erträgen aus Beteiligungen. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft wird der bisher eingeschlagene konservative Weg fortgesetzt.
Die starke Eigen- bzw. Kernkapitalausstattung der Oberbank sowie ein sorgsamer Umgang mit bankgeschäftlichen Risiken gewährleisten, das Banken-Hilfspaket zur Eigenkapitalstärkung nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Mit dem Markteintritt in der Slowakei wird der Expansionskurs konsequent fortgeführt. Die Eröffnung einer Filiale in Bratislava bedeutet, dass die Oberbank ihre Kunden ab 2009 in fünf Ländern als Vollbank begleitet.
Insgesamt wird die Oberbank auch 2009 eine konservative und vorsichtige Geschäftspolitik verfolgen und auf zentrale Werte wie Sicherheit, Stabilität und Nachhaltigkeit setzen.
Das Zinsgeschäft wird auch 2009 eine wesentliche Säule der Ertragsentwicklung sein. Bei den Erträgen aus Beteiligungen rechnet die Oberbank mit einem Rückgang im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Die weiterhin zu erwartende Volatilität an den Börsen wird auch einen Einfluss auf Bewertungen auslösen. Im Dienstleistungsgeschäft gilt es ebenfalls die Entwicklung vor allem im Wertpapierbereich genau zu beobachten, wobei sich aus heutiger Sicht keine verlässlichen Prognosen zur Börsenentwicklung abgeben lassen. Die Betriebsaufwendungen werden in Summe etwa gleich stark steigen wie die Erträge. Beim Personalaufwand erwartet das Management eine leichte Erhöhung, der Sachaufwand und die Abschreibungen werden in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben. Im Kreditrisiko rechnet die Oberbank aufgrund des konjunkturellen Umfeldes mit einer im Vergleich zu den letzten Jahren stärkeren Zunahme.
Die schwierigen Rahmenbedingungen erlauben keine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2009. Der Vorstand der Oberbank wird aber alles daran setzen, die negativen Auswirkungen der geänderten Rahmenbedingungen auf den Geschäftserfolg zu minimieren. Auch für das herausfordernde Geschäftsjahr 2009 werden ein Betriebsergebnis und ein Jahresüberschuss in einer Höhe angestrebt, die es der Oberbank erlauben, der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten und im Wege der Rücklagendotation zur Steigerung des Unternehmenswertes für die Aktionäre beizutragen.
Linz, am 24. Februar 2009
Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender
Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
Konzernabschluss 2008 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
| Konzernrechnung | 30 | |
|---|---|---|
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 30 | |
| Bilanz zum 31. Dezember 2008 | 31 | |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 32 | |
| Geldflussrechnung | 34 | |
| Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss | 37 | |
| Einleitung | 37 | |
| 1) Konsolidierungskreis der Oberbank | 37 | |
| 2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze | 37 | |
| Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 46 | |
| 3) Zinsergebnis | 46 | |
| 4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 46 | |
| 5) Provisionsergebnis | 46 | |
| 6) Handelsergebnis | 47 | |
| 7) Verwaltungsaufwand | 47 | |
| 8) Sonstiger betrieblicher Erfolg | 47 | |
| 9) Ertragsteuern | 48 | |
| 10) Ergebnis je Aktie | 48 | |
| Details zur Bilanz | 49 | |
| 11) Barreserve | 49 | |
| 12) Forderungen an Kreditinstitute | 49 | |
| 13) Forderungen an Kunden | 49 | |
| 14) Risikovorsorgen | 50 | |
| 15) Handelsaktiva | 50 | |
| 16) Finanzanlagen | 50 | |
| 17) Immaterielle Anlagevermögenswerte | 51 | |
| 18) Sachanlagen | 51 | |
| 19) Sonstige Aktiva | 52 | |
| 20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 52 | |
| 21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 53 | |
| 22) Verbriefte Verbindlichkeiten | 53 | |
| 23) Rückstellungen | 53 | |
| 24) Sonstige Passiva | 54 | |
| 25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | 54 | |
| 26) Nachrangkapital | 55 | |
| 27) Eigenkapital | 55 | |
| 28) Anlagenspiegel | 56 |
| 29) Fair Value von Finanzinstrumenten | 58 | |
|---|---|---|
| 30) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen | 60 | |
| 31) Segmentberichterstattung | 61 | |
| 32) Zinslose Aktiva | 63 | |
| 33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 63 | |
| 34) Nachrangige Vermögensgegenstände | 63 | |
| 35) Fremdwährungsvolumina | 63 | |
| 36) Treuhandvermögen | 63 | |
| 37) Echte Pensionsgeschäfte | 63 | |
| 38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | 63 | |
| 39) Unternehmen des Konsolidierungskreises | 64 | |
| Risikobericht | 67 | |
| 40) Gesamtrisikomanagement | 67 | |
| 41) Adressenausfallrisiko | 70 | |
| 42) Beteiligungsrisiko | 73 | |
| 43) Marktrisiko | 73 | |
| 44) Operationelle Risiken | 76 | |
| 45) Liquiditätsrisiko | 77 | |
| 46) Sonstige Risiken | 78 | |
| 47) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick | 79 | |
| 48) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte | 80 | |
| 49) Patronatserklärungen für Beteiligungen | 81 | |
| Informationen aufgrund österreichischen Rechts | 82 | |
| 50) Konzerneigenkapital | 82 | |
| 51) Personal | 82 | |
| 52) Wertpapieraufgliederung nach BWG | 82 | |
| 53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis | 83 | |
| 54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG | 84 | |
| 55) Beteiligungsliste gemäß UGB | 85 |
| 2008 in E 1.000 |
2007 in E 1.000 |
Veränd. in E 1.000 |
Veränd. in % |
||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | (3) | 717.061 | 613.665 | 103.396 | 16,8 |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3) | -491.991 | -418.794 | -73.197 | 17,5 |
| 3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | (3) | 75.593 | 81.299 | -5.706 | -7,0 |
| Zinsergebnis | (3) | 300.663 | 276.170 | 24.493 | 8,9 |
| 4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | (4) | -67.778 | -68.385 | 607 | -0,9 |
| 5. Provisionserträge | (5) | 107.713 | 113.178 | -5.465 | -4,8 |
| 6. Provisionsaufwendungen | (5) | -9.890 | -11.405 | 1.515 | -13,3 |
| Provisionsergebnis | (5) | 97.823 | 101.773 | -3.950 | -3,9 |
| 7. Handelsergebnis | (6) | 7.694 | 7.501 | 193 | 2,6 |
| 8. Verwaltungsaufwand | (7) | -199.762 | -203.182 | 3.420 | -1,7 |
| 9. Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | -24.634 | -936 | -23.698 | >-100,0 |
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | (8) | -24.773 | 1.136 | -25.909 | >-100,0 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | (8) | -434 | -9.296 | 8.862 | -95,3 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | (8) | 3.372 | -29 | 3.401 | >100,0 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | -2.799 | 7.253 | -10.052 | >-100,0 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 114.006 | 112.941 | 1.065 | 0,9 | |
| 10. Steuern vom Einkommen und Ertrag | (9) | -8.516 | -10.430 | 1.914 | -18,4 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 105.490 | 102.511 | 2.979 | 2,9 | |
| 11. Fremdanteil am Jahresüberschuss | -456 | 0 | -456 | >-100,0 | |
| Konzernjahresüberschuss | 105.034 | 102.511 | 2.523 | 2,5 | |
| Kennzahlen | 2008 | 2007 | |||
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 52,36 | 52,84 | |||
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 12,83 | 13,21 | |||
| RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % | 11,82 | 11,99 | |||
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % | 22,54 | 24,76 | |||
| Ergebnis pro Aktie in A | 3,91 | 3,82* | |||
* Der Vorjahreswert wurde aufgrund des im dritten Quartal 2008 vorgenommenen Aktiensplits im Verhältnis 1:3 angepasst. Der Vorjahreswert vor Aktiensplit betrug B 11,46.
| Aktiva | 31.12.2008 in E 1.000 |
31.12.2007 in E 1.000 |
Veränd. in E 1.000 |
Veränd. in % |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Barreserve | (11) | 130.380 | 303.946 | -173.566 | -57,1 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | (12) | 2.295.958 | 2.058.046 | 237.912 | 11,6 |
| 3. Forderungen an Kunden | (13) | 9.460.623 | 8.697.157 | 763.466 | 8,8 |
| 4. Risikovorsorgen | (14) | -216.518 | -198.132 | -18.386 | 9,3 |
| 5. Handelsaktiva | (15) | 33.530 | 75.691 | -42.161 | -55,7 |
| 6. Finanzanlagen | (16) | 3.003.888 | 2.988.165 | 15.723 | 0,5 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | (16) | 346.358 | 359.170 | -12.812 | -3,6 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | (16) | 941.419 | 1.048.998 | -107.579 | -10,3 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | (16) | 1.315.068 | 1.189.489 | 125.579 | 10,6 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | (16) | 401.043 | 390.508 | 10.535 | 2,7 |
| 7. Immaterielles Anlagevermögen | (17) | 8.233 | 8.495 | -262 | -3,1 |
| 8. Sachanlagen | (18) | 216.133 | 181.127 | 35.006 | 19,3 |
| a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18) | 82.076 | 48.117 | 33.959 | 70,6 |
| b) Sonstige Sachanlagen | (18) | 134.057 | 133.010 | 1.047 | 0,8 |
| 9. Sonstige Aktiva | (19) | 381.761 | 216.275 | 165.486 | 76,5 |
| a) Steueransprüche | (19) | 38.344 | 23.048 | 15.296 | 66,4 |
| b) Sonstige | (19) | 343.417 | 193.227 | 150.190 | 77,7 |
| Summe Aktiva | 15.313.988 | 14.330.770 | 983.218 | 6,9 | |
| Passiva | |||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20) | 3.707.857 | 4.030.316 | -322.459 | -8,0 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21) | 8.119.236 | 7.144.751 | 974.485 | 13,6 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | (22) | 1.218.332 | 1.134.696 | 83.636 | 7,4 |
| 4. Rückstellungen | (23) | 333.987 | 312.929 | 21.058 | 6,7 |
| 5. Sonstige Passiva | (24) | 361.366 | 258.482 | 102.884 | 39,8 |
| a) Handelspassiva | (25) | 10.325 | 8.601 | 1.724 | 20,0 |
| b) Steuerschulden | (24) | 6.118 | 3.520 | 2.598 | 73,8 |
| c) Sonstige | (24) | 344.923 | 246.361 | 98.562 | 40,0 |
| 6. Nachrangkapital | (26) | 679.091 | 560.135 | 118.956 | 21,2 |
| 7. Eigenkapital | (27) | 894.119 | 889.461 | 4.658 | 0,5 |
| a) Eigenanteil | (27) | 892.812 | 888.655 | 4.157 | 0,5 |
| b) Minderheitenanteil | (27) | 1.307 | 806 | 501 | 62,2 |
| Summe Passiva | 15.313.988 | 14.330.770 | 983.218 | 6,9 |
| in E 1.000 |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklagen |
Gewinn- rücklagen |
Währungs- ausgleichs- posten |
Bewertungs- rücklagen gem. IAS 39 |
Eigenkapital ohne Fremdanteile |
Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2007 | 75.359 | 138.902 | 567.713 | 436 | 48.510 | 830.920 | 769 | 831.689 |
| Konzernjahresüberschuss | 102.511 | 102.511 | 102.511 | |||||
| Dividendenausschüttung | -13.376 | -13.376 | -13.376 | |||||
| Kapitalerhöhung | 337 | 4.063 | 4.400 | 4.400 | ||||
| Veränderung Währungsausgleichsposten | 157 | 157 | 157 | |||||
| Erwerb eigener Aktien | -131 | -252 | -383 | -383 | ||||
| Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | -897 | -897 | -897 | |||||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | -34.677 | -34.677 | 37 | -34.640 | ||||
| hievon Eigenkapitalveränderungen | ||||||||
| assoziierter Unternehmen | -34.669 | -34.669 | -34.669 | |||||
| Stand am 31.12.2007 | 75.565 | 142.713 | 622.171 | 593 | 47.613 | 888.655 | 806 | 889.461 |
| Stand am 01.01.2008 | 75.565 | 142.713 | 622.171 | 593 | 47.613 | 888.655 | 806 | 889.461 |
| Konzernjahresüberschuss | 105.034 | 105.034 | 456 | 105.490 | ||||
| Dividendenausschüttung | -13.405 | -13.405 | -13.405 | |||||
| Kapitalerhöhung | 5.549 | -1.990 | 3.559 | 3.559 | ||||
| Veränderung Währungsausgleichsposten | -364 | -364 | -364 | |||||
| Erwerb eigener Aktien | -6 | 29 | 23 | 23 | ||||
| Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen IAS 39 | -54.613 | -54.613 | -54.613 | |||||
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | -36.077 | -36.077 | 45 | -36.032 | ||||
| hievon Eigenkapitalveränderungen | ||||||||
| assoziierter Unternehmen | -36.215 | -36.215 | -36.215 | |||||
| Stand am 31.12.2008 | 81.108 | 140.752 | 677.723 | 229 | -7.000 | 892.812 | 1.307 | 894.119 |
| in E 1.000 |
2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten | ||
| Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) | -72.817 | -1.196 |
| Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden | 18.204 | 299 |
| Direkt im Eigenkapital erfasst | -54.613 | -897 |
| Konzernjahresüberschuss | 105.034 | 102.511 |
| Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten | 50.421 | 101.614 |
| Anteile im Eigenbesitz | 50.421 | 101.614 |
| Anteile im Fremdbesitz | 0 | 0 |
| Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | ||
| Gewinne | 4.121 | 19.816 |
| Verluste | -56.529 | -7.577 |
| Aus dem Eigenkapital entfernt | -2.205 | -13.137 |
| Gesamt | -54.613 | -897 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 105.034 | 102.511 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung | ||
| auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen | 43.064 | 16.759 |
| Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen | 21.058 | 4.203 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | -14.340 | -14.938 |
| Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen | ||
| und immateriellen Vermögensgegenständen | -333 | -774 |
| Zwischensumme | 154.483 | 107.761 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | -193.684 | 44.318 |
| Forderungen an Kunden | -764.391 | -560.140 |
| Handelsaktiva | 41.919 | 32.040 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | 219.993 | -146.080 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | -61.467 | -897 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -367.577 | -290.868 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 942.617 | 1.021.496 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 67.279 | 119.591 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | -1.891 | -18.358 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 37.281 | 308.863 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 37.281 | 308.863 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von | ||
| Finanzanlagen | 393.212 | 211.137 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | 1.817 | 3.708 |
| Mittelabfluss für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | -552.925 | -317.488 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | -54.817 | -64.200 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -212.713 | -166.843 |
| Kapitalerhöhung | 3.559 | 4.400 |
| Dividendenzahlungen | -13.405 | -13.376 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit | 102.765 | 57.873 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 92.919 | 48.897 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 303.946 | 148.446 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 37.281 | 308.863 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -212.713 | -166.843 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 92.919 | 48.897 |
| Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen | -90.689 | -35.574 |
| Effekte aus der Änderung von Wechselkursen | -364 | 157 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 130.380 | 303.946 |
| Erhaltene Zinsen | 714.898 | 577.615 |
| Erhaltene Dividenden | 35.727 | 30.042 |
| Gezahlte Zinsen | -492.748 | -393.301 |
| Ertragsteuerzahlungen | -16.820 | -20.798 |
Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.
| Operative Geschäftstätigkeit |
Investitions- tätigkeit |
Finanzierungs- tätigkeit |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 2008 | 663.824 | 51.074 | 0 | 714.898 |
| 2007 | 533.655 | 43.960 | 0 | 577.615 | |
| Erhaltene Dividenden | 2008 | 2.142 | 33.585 | 0 | 35.727 |
| 2007 | 5.230 | 24.812 | 0 | 30.042 | |
| Gezahlte Zinsen | 2008 | -461.140 | 0 | -31.608 | -492.748 |
| 2007 | -365.977 | 0 | -27.324 | -393.301 | |
| Gezahlte Dividenden | 2008 | 0 | 0 | -13.405 | -13.405 |
| 2007 | 0 | 0 | -13.376 | -13.376 | |
| Ertragsteuerzahlungen | 2008 | -11.954 | -12.769 | 7.902 | -16.820 |
| 2007 | -16.639 | -10.990 | 6.831 | -20.798 |
Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Hauptplatz 10 – 11. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.
Die Genehmigung des Abschlusses 2008 und die Freigabe zur Veröffentlichung erfolgten am 27. März 2009.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2008 neben der Oberbank AG 19 inländische und 19 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Berichtsjahr um die Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH (100 %), die Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o. (95 %), die Oberbank Leasing KIKA, s.r.o. (100 %), die Ober Lizing Inprox Misk Kft. (100 %), die OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH (100 %), die Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH (100 %), die Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach (Komplementär), die Oberbank Hybrid 1 GmbH (100 %) sowie um die Oberbank Hybrid 2 GmbH (100 %).
Die Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH wurde im Geschäftsjahr in die Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH umfirmiert.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 26 Tochterunternehmen und 20 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IAS 1 Revised, IFRS 8, IFRIC 13, Änderungen an IAS 1, 2, 23, 27, 32 und an IFRS 2), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern die Standards schon untersucht wurden, werden keine Änderungen in materieller Hinsicht erwartet. IFRS 1 Revised, IFRS 3 Revised, IFRIC 12, IFRIC 15, IFRIC 16, IFRIC 17 und Änderungen an IAS 39, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.
Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten
werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.
Mit 10. Juni 2008 wurden 100 % der Anteile an der Ober Lizing Inprox Misk Kft., Budapest, erworben. Daraus resultierten Anschaffungskosten in der Höhe von TA 12. Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt betrug TA 8,6. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gesellschaft Sachanlagen in der Höhe von TA 2.133,4, Forderungen im Ausmaß von TA 424,0 und Verbindlichkeiten von TA 2.548,8. Das Unternehmen hat einen Jahresüberschuss von TA 0,2 zum Konzernergebnis beigetragen. Die in den Konzernabschluss eingeflossenen Vermögensgegenstände betrugen TA 2.224,7.
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.
Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.
Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.
Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger
Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft haben wir Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gem. IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.
Alle im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Aktiva werden den HtM (Held to Maturity)- und AfS (Available for Sale)-Beständen zugeordnet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden.
Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Im Ergebnis 2008 sind bei den finanziellen Vermögenswerten AfS Impairment-Abschreibungen in der Höhe von TA 10.453 enthalten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen von der Kategorie AfS in der Höhe von TA 113.664 in die Kategorie HtM statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist. Die Differenz zum Börsekurswert betrug TA 2.690.
Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer:
| Bankbetrieblich genützte Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 Jahre |
| Standard-Software | 4 Jahre |
Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.
In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.
Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf A 75.973.557,69. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgte ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf A 81.270.000,00 erhöhten.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 24.090.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2008 der Oberbank AG eine Dividende von A 0,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 13.545.000,00), wobei A 71.736,72 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 36.490.151,20 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 42.975,75 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 9.809.469 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.
Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.
Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.
Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.
Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 3) Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus | ||
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 609.640 | 510.007 |
| Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 3.576 | 6.529 |
| Sonstigen Beteiligungen | 2.108 | 2.090 |
| Verbundenen Unternehmen | 1.198 | 809 |
| Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen | 100.539 | 94.230 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 717.061 | 613.665 |
| Zinsaufwendungen für Einlagen | -414.441 | -350.594 |
| Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten | -45.966 | -42.275 |
| Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten | -31.584 | -25.925 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -491.991 | -418.794 |
| Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | 75.593 | 81.299 |
| Zinsergebnis | 300.663 | 276.170 |
| Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 696.126 (Vorjahr TA 596.227). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzi elle Verbindlichkeiten beläuft sich auf TA 440.121 (Vorjahr TA 378.449). 4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft |
||
| Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 90.397 | 92.865 |
| Direktabschreibungen | 3.463 | 5.212 |
| Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -23.481 | -26.951 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | -2.601 | -2.741 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 67.778 | 68.385 |
| 5) Provisionsergebnis | ||
| Zahlungsverkehr | 31.722 | 29.868 |
| Wertpapiergeschäft | 34.417 | 44.191 |
| Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft | 14.533 | 11.303 |
| Kreditgeschäft | 14.714 | 14.097 |
| Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft | 2.437 | 2.314 |
| Provisionsergebnis | 97.823 | 101.773 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 6) Handelsergebnis | ||
| Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften | -2.865 | -186 |
| Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft | 6.186 | 4.294 |
| Gewinne/Verluste aus Derivaten | 4.373 | 3.393 |
| Handelsergebnis | 7.694 | 7.501 |
| 7) Verwaltungsaufwand | ||
| Personalaufwand | 114.943 | 120.646 |
| hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kasse | 274 | 197 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | 66.026 | 64.959 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 18.793 | 17.577 |
| Verwaltungsaufwand | 199.762 | 203.182 |
| 8) Sonstiger betrieblicher Erfolg | ||
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | -24.773 | 1.136 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | -434 | -9.296 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | 3.372 | -29 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | -2.799 | 7.253 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -24.634 | -936 |
Im sonstigen betrieblichen Erfolg sind im Geschäftsjahr 2008 Impairments in Höhe von A 10,5 Mio. enthalten.
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 9) Ertragsteuern | ||
| Laufender Ertragsteueraufwand | 5.608 | 18.800 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) | 2.908 | -8.370 |
| Ertragsteuern | 8.516 | 10.430 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 114.006 | 112.941 |
| Errechneter Steueraufwand 25 % | 28.502 | 28.235 |
| Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen | -8.678 | -6.455 |
| Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen | -11.688 | -15.171 |
| Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre | 704 | 1.358 |
| Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen | -3.538 | -2.768 |
| Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand | 3.102 | 4.657 |
| Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen | 112 | 574 |
| Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 8.516 | 10.430 |
| Effektiver Steuersatz | 7,47 % | 9,23 % |
| 10) Ergebnis je Aktie | ||
| Aktienanzahl per 31.12. | 27.090.000 | 9.000.000 |
| Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien | 26.889.294 | 8.943.337 |
| Konzernjahresüberschuss | 105.034 | 102.511 |
| Ergebnis je Aktie in D | 3,91 | 3,82 |
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe. Der Vorjahreswert wurde aufgrund des im dritten Quartal 2008 vorgenommenen Aktiensplits im Verhältnis 1:3 angepasst. Der ursprüngliche Wert betrug D 11,46.
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 11) Barreserve | ||
| Kassenbestand | 64.490 | 68.945 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 65.890 | 235.001 |
| Barreserve | 130.380 | 303.946 |
| 12) Forderungen an Kreditinstitute | ||
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 1.248.119 | 782.425 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 1.047.839 | 1.275.621 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.058.046 |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 95.735 | 193.972 |
| Bis 3 Monate | 1.702.409 | 1.236.957 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 324.806 | 386.892 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 153.008 | 213.915 |
| Über 5 Jahre | 20.000 | 26.310 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.058.046 |
| 13) Forderungen an Kunden | ||
| Forderungen an inländische Kunden | 6.175.396 | 6.077.374 |
| Forderungen an ausländische Kunden | 3.285.227 | 2.619.783 |
| Forderungen an Kunden | 9.460.623 | 8.697.157 |
| Forderungen an Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 511.267 | 465.699 |
| Bis 3 Monate | 1.406.453 | 1.274.456 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.231.991 | 1.243.490 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 2.413.053 | 1.912.422 |
| Über 5 Jahre | 3.897.859 | 3.801.090 |
| Forderungen an Kunden | 9.460.623 | 8.697.157 |
| Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 65.697 | 51.483 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 206.341 | 155.589 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 627.015 | 469.690 |
| Über 5 Jahre | 276.995 | 288.057 |
| Summe | 1.176.048 | 964.819 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Nicht realisierte Finanzerträge | ||
| Bis 3 Monate | 12.099 | 9.216 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 32.208 | 25.369 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 93.564 | 74.836 |
| Über 5 Jahre | 75.850 | 63.626 |
| Summe | 213.721 | 173.047 |
| Nettoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 53.598 | 42.267 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 174.133 | 130.220 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 533.451 | 394.854 |
| Über 5 Jahre | 201.145 | 224.431 |
| Summe | 962.327 | 791.772 |
| Kumulierte Wertberichtigungen | 2.775 | 2.509 |
| 14) Risikovorsorgen | ||
| Siehe Seiten 134 und 135 | ||
| 15) Handelsaktiva | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 18.932 | 59.918 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 3.977 | 9.135 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 407 | 0 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 10.214 | 6.638 |
| Sonstige Geschäfte | 0 | 0 |
| Handelsaktiva | 33.530 | 75.691 |
| 16) Finanzanlagen | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 2.128.390 | 2.153.294 |
| Nicht börsenotiert | 38.894 | 52.475 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsenotiert | 39.225 | 73.784 |
| Nicht börsenotiert | 136.769 | 188.091 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Beteiligungen/Anteile | ||
| An verbundenen Unternehmen | 204.715 | 83.410 |
| An at Equity bewerteten Unternehmen | ||
| - Kreditinstituten | 152.983 | 153.700 |
| - Nicht-Kreditinstituten | 248.059 | 236.808 |
| An sonstigen Beteiligungen | ||
| - Kreditinstituten | 27.055 | 28.618 |
| - Nicht-Kreditinstituten | 27.798 | 17.985 |
| Finanzanlagen | 3.003.888 | 2.988.165 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | 346.358 | 359.170 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | 941.419 | 1.048.998 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | 1.315.068 | 1.189.489 |
| d) Anteile an at-Equity-Unternehmen | 401.043 | 390.508 |
| Finanzanlagen | 3.003.888 | 2.988.165 |
| 17) Immaterielle Anlagevermögenswerte | ||
| Nutzungs- und Mietrechte | 2.160 | 1.009 |
| Individual-Software | 3.044 | 2.441 |
| Sonstiges immaterielles Anlagevermögen | 229 | 110 |
| Kundenstock | 2.800 | 4.935 |
| Immaterielle Anlagevermögenswerte | 8.233 | 8.495 |
| 18) Sachanlagen | ||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 82.076 | 48.117 |
| Grundstücke und Gebäude | 74.804 | 78.452 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 44.690 | 41.568 |
| Sonstige Sachanlagen | 14.563 | 12.990 |
| Sachanlagen | 216.133 | 181.127 |
| Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 82.076 (Vorjahr TA 48.117); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 83.442 (Vorjahr TA 49.291). Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind größtenteils noch ungenützt. Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr TA 846, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive |
Abschreibungen) betrugen TA 423.
| Künftige Mindestleasingzahlungen | ||
|---|---|---|
| Bis 3 Monate | 1.495 | 924 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 4.358 | 2.756 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 15.022 | 11.403 |
| Über 5 Jahre | 14.715 | 15.297 |
| Summe | 35.590 | 30.380 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 19) Sonstige Aktiva | ||
| Latente Steuerforderungen | 38.344 | 23.048 |
| Sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten |
341.981 1.436 |
192.339 888 |
| Sonstige Aktiva | 381.761 | 216.275 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 38.344 | 23.048 |
| Latente Steuerforderungen | 38.344 | 23.048 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | ||
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 17.006 | 15.628 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | -830 | 1.760 |
| hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten | -857 | 1.723 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | -2.916 | -18.987 |
| Beteiligungen | 638 | 217 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | -287 | -242 |
| Sonstige Aktiva | -26.146 | -8.190 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 3.539 | -366 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | -5.380 | -4.596 |
| Sonstige Passiva | 30.471 | 14.157 |
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen | 24.601 | 26.574 |
| Sonstige Rückstellungen | -6.576 | -5.350 |
| Nachrangkapital | 202 | -725 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 4.022 | 3.168 |
| Aktive Steuerabgrenzungen | 38.344 | 23.048 |
| 20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Inländischen Kreditinstituten | 1.897.031 | 2.204.211 |
| Ausländischen Kreditinstituten | 1.810.826 | 1.826.105 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.707.857 | 4.030.316 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 544.267 | 382.402 |
| Bis 3 Monate | 2.441.807 | 2.762.844 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 399.757 | 461.936 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 209.075 | 280.637 |
| Über 5 Jahre | 112.951 | 142.497 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.707.857 | 4.030.316 |
| 21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Spareinlagen 3.301.878 2.899.166 Sonstige 4.817.358 4.245.585 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.119.236 7.144.751 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen Täglich fällig 2.472.249 2.392.964 Bis 3 Monate 2.472.086 2.466.240 Über 3 Monate bis 1 Jahr 2.822.060 2.095.758 Über 1 Jahr bis 5 Jahre 213.719 141.605 Über 5 Jahre 139.122 48.184 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 8.119.236 7.144.751 22) Verbriefte Verbindlichkeiten Begebene Schuldverschreibungen 907.752 818.053 Andere verbriefte Verbindlichkeiten 310.580 316.643 Verbriefte Verbindlichkeiten 1.218.332 1.134.696 Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen Bis 3 Monate 89.658 33.449 Über 3 Monate bis 1 Jahr 65.263 123.725 Über 1 Jahr bis 5 Jahre 740.453 700.347 Über 5 Jahre 322.958 277.175 Verbriefte Verbindlichkeiten 1.218.332 1.134.696 23) Rückstellungen Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 208.540 213.387 Sonstige Rückstellungen 125.447 99.542 Rückstellungen 333.987 312.929 Jubiläumsgeldrückstellung 8.981 8.670 Rückstellungen für das Kreditgeschäft 95.093 80.368 Sonstige Rückstellungen 21.373 10.504 |
2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Sonstige Rückstellungen | 125.447 | 99.542 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen | ||
| Rückstellung zum 1.1. | 213.387 | 202.431 |
| Zuweisung Abfertigungsrückstellung | 1.208 | 1.416 |
| Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung | -6.055 | 9.540 |
| Rückstellung zum 31.12. | 208.540 | 213.387 |
| Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | ||
| Rückstellung zum 1.1. | 222.057 | 210.820 |
| + Dienstzeitaufwand |
3.885 | 3.982 |
| + Zinsaufwand |
8.017 | 7.461 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr |
-9.950 | -8.683 |
| -/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | 591 | -1.093 |
| +/- Übrige Veränderungen | -7.079 | 9.570 |
| Rückstellung zum 31.12. | 217.521 | 222.057 |
Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Die übrigen Veränderungen in Höhe von TA - 7.079 betreffen die Auflösung der Rückstellung aus der Erhöhung der Sterbetafeln. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Zuführung im Geschäftsjahr 2009 zu den Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von rund A 2 Mio. gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2006 TA 210.820 bzw. für das Geschäftsjahr 2005 TA 192.196.
| Jubiläumsgeld- | Rückst. für das | Sonstige | |
|---|---|---|---|
| Entwicklung der sonstigen Rückstellungen | rückstellung | Kreditgeschäft | Rückstellungen |
| Stand zum 1.1. | 8.670 | 80.368 | 10.504 |
| Zuweisung | 311 | 24.036 | 11.751 |
| Verbrauch/Währungsdifferenz | 4.630 | 174 | |
| Auflösung | 4.681 | 708 | |
| Stand zum 31.12. | 8.981 | 95.093 | 21.373 |
| Handelspassiva | 10.325 | 8.601 |
|---|---|---|
| Steuerschulden | 6.118 | 3.520 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 290.665 | 198.657 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 54.258 | 47.704 |
| Sonstige Passiva | 361.366 | 258.482 |
| 25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 51 | 0 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 10.257 | 7.689 |
| Sonstige Geschäfte | 17 | 912 |
| Handelspassiva | 10.325 | 8.601 |
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| 26) Nachrangkapital | ||
| Begebene nachrangige Schuldverschreibungen | 10.799 | 10.094 |
| Ergänzungskapital | 608.826 | 550.041 |
| Hybridkapital | 59.466 | 0 |
| Nachrangkapital | 679.091 | 560.135 |
| Nachrangkapital nach Fristen | ||
| Bis 3 Monate | 12.848 | 12.296 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 33.653 | 28.134 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 234.435 | 200.001 |
| Über 5 Jahre | 398.155 | 319.704 |
| Nachrangkapital | 679.091 | 560.135 |
| 27) Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 81.107 | 75.565 |
| Kapitalrücklagen | 140.752 | 142.713 |
| Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) | 642.760 | 640.973 |
| Unversteuerte Rücklagen | 26.321 | 27.532 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1.872 | 1.872 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1.307 | 806 |
| Eigenkapital | 894.119 | 889.461 |
| Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | ||
| In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. | 26.989.788 | 8.958.969 |
| Ausgabe neuer Aktien | 90.000 | 40.000 |
| Kauf eigener Aktien | -1.087.464 | -154.588 |
| Verkauf eigener Aktien | 1.087.263 | 152.215 |
| In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. | 27.079.587 | 8.996.596 |
| Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand | 10.413 | 3.404 |
| Ausgegebene Aktien per 31.12. | 27.090.000 | 9.000.000 |
Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,5 Mio. (Vorjahr A 0,5 Mio.). Bei der Ermittlung der im Umlauf befindlichen Aktien bzw. bei der Ausgabe neuer Aktien, bei Käufen und Verkäufen wurde für das gesamte Geschäftsjahr der im Juli 2008 durchgeführte Aktiensplit im Verhältnis 1:3 berücksichtigt.
| Immaterielle Anlage- vermögenswerte |
Sachanlagen | Hievon als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2008 | 25.612 | 340.748 | 49.141 |
| Währungsdifferenzen | -120 | 179 | 0 |
| Zugänge | 2.907 | 51.910 | 34.382 |
| Abgänge | 70 | 10.068 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen | 20.096 | 166.636 | 1.447 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 8.233 | 216.133 | 82.076 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 8.495 | 181.127 | 48.117 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 3.116 | 15.677 | 423 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2008 | 87.307 | 441.657 |
| Zugänge | 123.654 | 10.677 |
| Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 10.534 |
| Abgänge | 421 | 827 |
| Kumulierte Abschreibungen | 5.825 | 6.146 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 204.715 | 455.895 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 83.410 | 437.112 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 1.928 | 1.600 |
Durch den Verkauf von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen, deren Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 1.006. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 828 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 178.
| HtM Buchwert/ Fair Value*) |
FV/PL Buchwert/ Fair Value*) |
HB Buchwert/ Fair Value*) |
AfS Buchwert/ Fair Value*) |
L&R/Liabilities Buchwert/ Fair Value*) |
Sonstige Buchwert/ Fair Value*) |
Summe Buchwert/ Fair Value*) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 29) Fair Value von Finanzinstrumenten per 31.12.2008 |
|||||||
| Barreserve | 130.380 | 130.380 | |||||
| 130.380 | 130.380 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.295.958 | |||||
| 2.300.245 | 2.300.245 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 72.851 | 25.227 | 9.362.545 | 9.460.623 | |||
| 72.851 | 25.227 | 9.413.739 | 9.511.817 | ||||
| Risikovorsorgen | -216.518 | -216.518 | |||||
| -216.518 | -216.518 | ||||||
| Handelsaktiva | 33.530 | 33.530 | |||||
| 33.530 | 33.530 | ||||||
| Finanzanlagen | 1.315.068 | 346.358 | 941.419 | 401.043 | 3.003.888 | ||
| 1.261.582 | 346.358 | 941.419 | 360.246 | 2.909.605 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.233 | 8.233 | |||||
| 8.233 | 8.233 | ||||||
| Sachanlagen | 216.133 | 216.133 | |||||
| 237.327 | 237.327 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 381.761 | 381.761 | |||||
| 381.761 | 381.761 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 1.315.068 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.441.985 | 1.137.550 | 15.313.988 |
| 1.261.582 | 419.209 | 33.530 | 966.646 | 11.497.466 | 1.117.947 | 15.296.380 | |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 126.678 | 3.581.179 | 3.707.857 | ||||
| 126.678 | 3.583.268 | 3.709.946 | |||||
| Verbindlichkeiten ggü. Kunden | 144.752 | 7.974.484 | 8.119.236 | ||||
| 144.752 | 8.011.492 | 8.156.244 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 775.320 | 443.012 | 1.218.332 | ||||
| 775.320 | 429.108 | 1.204.428 | |||||
| Rückstellungen | 333.987 | 333.987 | |||||
| 333.987 | 333.987 | ||||||
| Sonstige Passiva | 10.325 | 351.041 | 361.366 | ||||
| 10.325 | 351.041 | 361.366 | |||||
| Nachrangkapital | 177.458 | 501.633 | 679.091 | ||||
| 177.458 | 498.407 | 675.865 | |||||
| Kapital | 894.119 | 894.119 | |||||
| 894.119 | 894.119 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.500.308 | 1.579.147 | 15.313.988 |
| 0 | 1.224.208 | 10.325 | 0 | 12.522.275 | 1.579.147 | 15.335.955 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| HtM Buchwert/ |
FV/PL Buchwert/ |
HB Buchwert/ |
AfS Buchwert/ |
L&R/Liabilities Buchwert/ |
Sonstige Buchwert/ |
Summe Buchwert/ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value*) | Fair Value*) | Fair Value*) | Fair Value*) | Fair Value*) | Fair Value*) | Fair Value*) | |
| per 31.12.2007 | |||||||
| Barreserve | 303.946 | 303.946 | |||||
| 303.946 | 303.946 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.058.046 | 2.058.046 | |||||
| 2.057.334 | 2.057.334 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 90.199 | 15.944 | 8.591.014 | 8.697.157 | |||
| 90.199 | 15.944 | 8.568.046 | 8.674.189 | ||||
| Risikovorsorgen | -198.132 | -198.132 | |||||
| -198.132 | -198.132 | ||||||
| Handelsaktiva | 75.691 | 75.691 | |||||
| 75.691 | 75.691 | ||||||
| Finanzanlagen | 1.189.489 | 359.170 | 1.048.998 | 390.508 | 2.988.165 | ||
| 1.167.083 | 359.170 | 1.048.998 | 802.918 | 3.378.169 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8.495 | 8.495 | |||||
| 8.495 | 8.495 | ||||||
| Sachanlagen | 181.127 | 181.127 | |||||
| 199.269 | 199.269 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 216.275 | 216.275 | |||||
| 216.275 | 216.275 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 1.189.489 | 449.369 | 75.691 | 1.064.942 | 10.450.928 | 1.100.351 | 14.330.770 |
| 1.167.083 | 449.369 | 75.691 | 1.064.942 | 10.427.248 | 1.530.903 | 14.715.236 | |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 144.399 | 3.885.917 | 4.030.316 | ||||
| 144.399 | 3.876.543 | 4.020.942 | |||||
| Verbindlichkeiten ggü. Kunden | 159.378 | 6.985.373 | 7.144.751 | ||||
| 159.378 | 6.977.642 | 7.137.020 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 678.262 | 456.434 | 1.134.696 | ||||
| 678.262 | 453.630 | 1.131.892 | |||||
| Rückstellungen | 312.929 | 312.929 | |||||
| 312.929 | 312.929 | ||||||
| Sonstige Passiva | 8.601 | 249.881 | 258.482 | ||||
| 8.601 | 249.881 | 258.482 | |||||
| Nachrangkapital | 150.472 | 409.663 | 560.135 | ||||
| 150.472 | 403.849 | 554.321 | |||||
| Kapital | 889.461 | 889.461 | |||||
| 889.461 | 889.461 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 1.132.511 | 8.601 | 0 | 11.737.387 | 1.452.271 | 14.330.770 |
| 0 | 1.132.511 | 8.601 | 0 | 11.711.664 | 1.452.271 | 14.305.047 |
Für finanzielle Vermögensgegenstände und finanzielle Verbindlichkeiten, für die ein Börsekurs verfügbar ist, wird dieser als Fair Value herangezogen. Ist ein Börsekurs nicht vorhanden, entspricht der Fair Value den fortgeführten Anschaffungskosten. Ist bei Anwendung der Fair-Value-Option ein Börsekurs nicht verfügbar, wird als Fair Value der Barwert herangezogen. Dieser wird ebenfalls bei den Loans and Receivables und Liabilities als Fair Value verwendet. Bei Sachanlagen entspricht der Fair Value dem Verkehrswert. Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 50.726 (Vorjahr TA 52.333) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 47.263 (Vorjahr TA 47.121) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 3.463 (Vorjahr TA 5.212) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 6.195 (Vorjahr TA 2.419). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 481 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt TA 3.776, während bei den Forderungen keine nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung eintrat.
Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TD 2.317,0 (Vorjahr TD 3.811,1). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TD 1.480,7 (Vorjahr TD 1.188,8). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TD 592,0 (Vorjahr TD 503,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden TD 1.306,5 (Vorjahr TD 1.215,2) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TD 1.108,6 (Vorjahr TD 2.199,9). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TD 147,0 (Vorjahr TD 168,9). Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahestehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.
| Assoziierte Unternehmen | Tochterunternehmen | |
|---|---|---|
| Geschäftsvorfälle | ||
| Finanzierungen | 197.258 | 47.772 |
| Bürgschaften/Sicherheiten | 1.627 | 2.000 |
| Ausstehende Salden | ||
| Forderungen | 225.099 | 91.518 |
| Forderungen Vorjahr | 220.568 | 54.064 |
| Verbindlichkeiten | 57.494 | 67.221 |
| Verbindlichkeiten Vorjahr | 158.572 | 53.758 |
| Bürgschaften/Garantien | 22.079 | 2.013 |
| Bürgschaften/Garantien Vorjahr | 24.226 | 19 |
| Ertragsposten | ||
| Zinsen | 5.954 | 5.269 |
| Provisionen | 301 | 5 |
| Aufwendungen | ||
| Zinsen | 10.904 | 384 |
| Provisionen | 0 | 0 |
Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot ausgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 90.000 Stück (unter Berücksichtigung des im Juli 2008 durchgeführten Aktiensplits im Verhältnis 1:3).
Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.
In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:
Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2008 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.
| Privat | Firmen | Financial Markets |
Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 68.167 | 137.295 | 95.201 | 300.663 | |
| hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen | 75.593 | 75.593 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -10.264 | -34.846 | -22.668 | -67.778 | |
| Provisionsergebnis | 48.271 | 49.552 | 97.823 | ||
| Handelsergebnis | 1.436 | 6.258 | 7.694 | ||
| Verwaltungsaufwand | -84.194 | -93.445 | -4.886 | -17.237 | -199.762 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | -1.405 | 1.838 | -27.359 | 2.292 | -24.634 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 20.575 | 61.830 | 46.546 | -14.945 | 114.006 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.133.335 | 7.351.184 | 3.232.528 | 11.717.047 | |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 85.957 | 557.545 | 245.169 | 888.671 | |
| RoE vor Steuern | 23,9 % | 11,1 % | 19,0 % | 12,8 % | |
| Cost-Income-Ratio | 73,2 % | 49,2 % | 6,6 % | 52,4 % | |
| Barreserve | 130.380 | 130.380 | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 2.295.958 | 2.295.958 | |||
| Forderungen an Kunden | 1.967.527 | 7.493.096 | 9.460.623 | ||
| Risikovorsorgen | -47.921 | -164.068 | -4.529 | -216.518 | |
| Handelsaktiva | 33.530 | 33.530 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 3.003.888 | 606.127 | 3.610.015 | ||
| Segmentvermögen | 1.919.606 | 7.329.028 | 5.459.227 | 606.127 | 15.313.988 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.707.857 | 3.707.857 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.649.180 | 3.470.056 | 8.119.236 | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.218.332 | 1.218.332 | |||
| Handelspassiva | 10.325 | 10.325 | |||
| Eigen- und Nachrangkapital | 152.169 | 987.020 | 434.021 | 1.573.210 | |
| Sonstige Schulden | 685.028 | 685.028 | |||
| Segmentschulden | 4.801.349 | 4.457.076 | 5.370.535 | 685.028 | 15.313.988 |
| Abschreibungen | 6.116 | 8.775 | 387 | 3.515 | 18.793 |
Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.
| 32) Zinslose Aktiva | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 8.298 | 5.575 |
| Forderungen an Kunden | 255.312 | 204.212 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 3.006 | 0 |
| Beteiligungen (inkl. Anteilen an verbundenen Unternehmen) | 0 | 0 |
| Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden die Non Performing Loans nach der Ausfalldefinition gemäß Basel-II-IRB-Ansatz dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert. | ||
| 33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | ||
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 20.804 | 17.883 |
| Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen | 129.865 | 27.002 |
| Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte | 22.465 | 22.491 |
| Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie | 84.302 | 144.988 |
| Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB | 579.338 | 429.251 |
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 836.774 | 641.615 |
| Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen. | ||
| 34) Nachrangige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 0 | 12 |
| Forderungen an Kunden | 13.097 | 3.440 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 23.125 | 44.170 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 36.222 | 47.622 |
| 35) Fremdwährungsvolumina | ||
| Aktiva | 1.880.785 | 2.061.994 |
| Passiva | 1.873.614 | 2.056.249 |
| 36) Treuhandvermögen | ||
| Treuhandkredite | 269.836 | 254.892 |
| Treuhandbeteiligungen | 96 | 96 |
| Treuhandvermögen | 269.932 | 254.988 |
| 37) Echte Pensionsgeschäfte | ||
| Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen | 714 | 0 |
| 38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | ||
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) | 1.487.028 | 1.451.304 |
| Eventualverbindlichkeiten | 1.487.028 | 1.451.304 |
| Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften | 74.882 | 75.005 |
| Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 616.162 | 812.914 |
| Kreditrisiken | 691.044 | 887.919 |
Konzernmuttergesellschaft
OBERBANK AG, Linz
| Vollkonsolidierte Unternehmen | Anteil in % |
|---|---|
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis | 100,00 |
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz | 95,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 75,00 |
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing JAF Holz s.r.o., Prag |
95,00 |
| Oberbank Leasing KIKA s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 94,00 |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting | 100,00 |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest | 100,00 |
| POWER TOWER GmbH, Linz | 99,00 |
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien | 100,00 |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | 50,00 |
| At Equity bewertete assoziierte Unternehmen | |
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | 40,00 |
| voestalpine AG, Linz | 7,64 |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | 13,22 |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | 18,47 |
| Anteil in % |
|---|
| 100,00 |
| 73,07 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 51,00 |
| 58,87 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
| 100,00 |
Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 360.246. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 28.952.595 | 26.081.618 |
| Schulden | 23.741.392 | 21.604.770 |
| Erlöse | 12.633.008 | 8.781.615 |
| Periodengewinne/-verluste | 943.209 | 957.736 |
Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.
Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.
Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 282.869 | 162.181 |
| Schulden | 137.251 | 82.518 |
| Erlöse | 69.742 | 63.366 |
| Periodengewinne/-verluste | 3.667 | 5.229 |
Die bewusste Übernahme von kalkulierbaren Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie sowie für das Risikomanagement als auch für das Risikocontrolling im Oberbank-Konzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen der Bank und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnis- und Volumensentwicklung ab.
Die internationale Finanzkrise im Jahr 2008 mit all ihren Auswirkungen ging auch an der Oberbank nicht spurlos vorüber. Die Finanzkrise – einhergehend mit einer Vertrauenskrise zwischen den Banken – bewirkte auf der Kapitalmarktseite eine starke Credit-Spread-Ausweitung bei nahezu allen Banken und Unternehmen, bis hin zu einigen westlichen Staaten, sodass neben den Akienkursen (soweit börsenotiert) auch die Kurse der Anleihen dieser Institutionen erheblich unter Druck gesetzt wurden.
Auch die Zinssätze in der unterjährigen Zwischenbanken-Refinanzierung stiegen im Oktober und November 2008, einhergehend mit einer für manche Banken gefährlichen Liquiditätsverknappung, stark an. Erst die Senkung der Notenbanken-Refinanzierungssätze – beginnend schon vor Jahresende 2008 – bewirkten eine nennenswerte Entspannung bei den Zwischenbanken-Refinanzierungssätzen.
Der Rückgang der Börsenkurse für Aktien und Anleihen wirkte sich im Berichtsjahr bei der Oberbank in einem höheren ergebniswirksamen Wertpapierabwertungsbedarf sowie in einem Rückgang der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 aus.
Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung der bewusst eingegangenen Risiken (durch Vergabe von Risikolimiten an die operativen Einheiten) sowie ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Die Risikostrategie der Oberbank AG orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Finanzinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung ausreichender Eigenmittel als soliden Risikopolster in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken.
Insgesamt verfügt die Oberbank AG über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Darüber hinaus sind Großkreditrisiken in der ALPEN-LÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2008 über einen Deckungsfonds von A 163 Mio. für die 3 Banken Gruppe verfügt (gegenüber A 137,4 Mio. im Vorjahr).
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.
Den Anforderungen der Bankenaufsicht im Hinblick auf das im ICAAP geforderte qualitative Risikomanagement wurde durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) schon bisher Rechnung getragen und durch die Erstellung eines Risikohandbuches ergänzt.
Das APM-Komitee wird von dem für den Bereich Risikomanagement zuständigen Vorstandsmitglied geleitet. Es verantwortet und koordiniert die zentrale Risikosteuerung und das Bilanzstrukturmanagement, die Liquiditätsstrategie sowie die Primärmittel- und Eigenkapitalstrategie der Oberbank AG. Es beachtet den Gleichlauf sämtlicher Risiken der Bank (jene möglichen nachteiligen Folgen, die sich aus Konzentrationen und Wechselwirkungen gleichartiger oder verschiedenartiger Risikoarten ergeben können). Im Rahmen des Gesamtbankrisikomanagements nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel auf die einzelnen Risikokomponenten der Bank vor. Diese Eigenmittelallokation in Form von Risikolimiten ist vom Gesamtvorstand zu genehmigen.
Für das Liquiditätsrisiko sowie für die sonstigen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputations- sowie strategische und sonstige Risiken) ist durch einen Eigenmittel-Risikopuffer vorgesorgt.
Die für alle Risikopositionen der Oberbank AG und des Oberbank-Konzerns aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindesteigenmittel wurden im gesamten Berichtsjahr eingehalten bzw. wesentlich überschritten.
Zuständigkeit für das Management in den einzelnen Risiko-Kategorien:
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kreditmanagement zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.
Das Marktrisiko im Bankbuch (außer Fremdwährungsrisiko) liegt im Verantwortungsbereich des APM-Komitees und für das Marktrisiko im Handelsbuch (als auch Fremdwährungsrisiko im Bankbuch) ist die Abteilung Global Financial Markets (GFM) zuständig.
Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.
Für das Management der operationellen Risiken wurde ein Gremium zur permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert.
Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements, weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.
Das Risikocontrolling erfolgt in einer vom Management der Risiken unabhängigen eigenen Gruppe in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.
Die Risikomanagement-Zuständigkeit für alle Tochtergesellschaften als auch für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen. Auch die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG für die in- und ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert, sodass in den rechtlich selbständigen Geschäftseinheiten und in den ausländischen Bankfilialen nur geringfügige Währungs- und Zinsänderungsrisiken entstehen können.
Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.
Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist Bestandteil der Risikosteuerung, wobei nicht geschlossene derivative Instrumente nur in geringem Umfang gehalten werden.
Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder-, Abwicklungsrisiko und das Gegenparteirisiko auch das Adressenrisiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Risikotragfähigkeit der Bank. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Kleinund Mittelbetrieben. Bei den hypothekarisch besicherten Krediten stehen Sicherheiten im regionalen Einzugsbereich der Bank im Vordergrund. Fremdwährungskredite sollen einen Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens nicht überschreiten. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten.
Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.
Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln des Oberbank-Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild über die Bonität des Kunden liefern. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings obliegt der Abteilung Kreditmanagement. Die allgemeinen Grundsätze für die Beurteilung der Bonität der Kunden sowie für die Kreditentscheidung sind in einem internen Regelwerk festgehalten, welches laufend anhand der neuesten Entwicklungen angepasst wird. Im Sinne des Vier-Augen-Prinzips erfolgt eine organisatorische Trennung der Kreditrisikofunktion von der Kundenfunktion. Die dem Markt zugeordneten Einheiten initiieren Geschäfte und nehmen eine erste Beurteilung des Risikos vor. Den operativen Risikomanagement-Einheiten obliegt es, die Bonitätsprüfung und Ratingeinstufung sowie die Kreditentscheidung selbst zu treffen oder eine Empfehlung an den Risikokompetenzträger abzugeben. Die Trennung von Markt und Marktfolge ist damit eindeutig gegeben.
Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Das derzeitige Rating wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Jeder Kreditkunde der Oberbank AG wird durch eine operative Risikomanagement-Einheit geratet. Es ist zumindest einmal jährlich eine Bonitätsanalyse durchzuführen und dem Kompetenzträger vorzulegen. Das Kundenrating bildet die Basis für die Portfolioanalyse des Oberbank-Konzerns. In die Überlegungen der Portfoliosteuerung fließen zusätzlich die Bewertung der Sicherheiten und die Laufzeiten mit ein. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der FMA geforderten Stresstests für die Fremdwährungs-und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Die problembehafteten Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb der Bank mit den für diese Aufgaben ausgebildeten Mitarbeitern abgearbeitet.
Auf Basis der Ermittlung von hauseigenen Ausfallswahrscheinlichkeiten wurde einerseits die Voraussetzung für ein verbessertes Riskpricing für Kredite und andererseits für die Ermittlung des ökonomischen Risikos aus dem Adressenausfallrisiko für die Gesamtbank-Risikosteuerung geschaffen. Darüber hinaus dienen diese Ausfallwahrscheinlichkeiten auch als Voraussetzung für die Berechnung und Meldung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, das die Oberbank in Zukunft auf der Grundlage des Internal-Rating-Based-Approach (IRB-Basisansatz) melden will. In einem ersten Schritt wird seit Beginn 2008 der Eigenmittelbedarf für das Kreditrisiko auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes ermittelt und gemeldet.
Im Jahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes zu erarbeiten. Ab Mitte 2010 sollte für das Institut auch von der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Genehmigung zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.
Das interne Kundenrating-Verfahren wurde im Rahmen des laufenden Basel-II-IRB-Projektes neu evaluiert. Die auf Basis statistischer Methoden ermittelten Ausfallergebnisse bilden die Grundlage für eine Anpassung der Ratingindikatoren bzw. -parameter und tragen im Zusammenhang mit einer adaptierten Gewichtung der Ratingkriterien zu einer weiteren Qualitätsverbesserung des gesamten Kundenratings bei.
2007 2008
Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgt aufgrund von externen Ratings. In den Bonitätsklassen AA bis A3 sind die als sehr gut bis gut beurteilten und in den Klassen B1 bis C1 die mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Risikoklassen enthalten. Der Risikoklasse C2 sind die ausfallgefährdeten einschließlich der als überfällig klassifizierten Forderungen zugeordnet. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 148,6 Mio. (Vorjahr A 56,3 Mio.) an nicht wertgeminderten Forderungen. In der Risikoklasse D1 sind die wertgeminderten und notleidenden Forderungen enthalten. Die uneinbringlichen Forderungen werden der Klasse D2 zugeordnet.
Die Aktivposten der zehn größten Forderungen an Nichtbankenkunden sind dem besten Drittel der internen Risikoeinstufung zugeordnet und nehmen 7,6 % der gesamten Forderungen an Nichtbanken ein. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an Bund, Länder oder sonstige öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Forderungen an Industrie- und Handelsunternehmen. Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze. Risikokonzentrationen in regionaler Hinsicht sind nicht gegeben und auch eine branchenmäßige Risikokonzentration ist nicht vorhanden.
| in E 1.000 | Stand 1.1.2008 |
Wechselkurs- änderung |
Zuführungen | Verbrauch | Auflösungen | Stand 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bonitätsrisiken | 140.186 | 95 | 47.262 | -26.206 | -16.729 | 144.608 |
| Länderrisiken | 225 | 4.500 | -135 | 4.590 | ||
| Pauschale Einzelvorsorgen | 4.275 | 906 | -54 | 5.127 | ||
| Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 | 51.560 | 10.629 | 62.189 | |||
| Zinswertberichtigungen | 1.886 | -1.882 | 4 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft1) | 198.132 | 95 | 63.297 | -26.206 | -18.800 | 216.518 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 80.368 | 24.036 | -4.630 | -4.681 | 95.093 | |
| Gesamtsumme Risikovorsorgen | 278.500 | 95 | 87.333 | -30.836 | -23.481 | 311.611 |
1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.
| Entwicklung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2008 (GuV-Darstellung) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in E 1.000 | 2008 | 2007 | |||||
| Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 87.333 | 88.953 | |||||
| Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -23.481 | -26.951 | |||||
| Direktabschreibungen von Forderungen | 3.463 | 5.212 | |||||
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | -2.601 | -2.741 | |||||
| Überleitung aus der Quotenkonsolidierung | 3.064 | 3.912 | |||||
| Gesamt | 67.778 | 68.385 |
In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 6.559 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist.
Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus der Summe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz und beläuft sich auf A 14.577 Mio. (Vorjahr A 13.630 Mio.). Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in der Höhe von A 4.971 Mio. (Vorjahr A 4.474 Mio.), davon für wertberichtigte und überfällige Forderungen A 230,6 Mio. (Vorjahr A 170,4 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 18.875 (Vorjahr TA 13.103) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Sämtliche erfolgswirksamen Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.
Als Beteiligungsrisiko werden die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten bezeichnet. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie die Immobiliengesellschaften als traditionelle Anteilswerte; weiters die Beteiligungen an der voestalpine AG und an der Energie AG (indirekt über die Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH) sowie Beteiligungen an Private Equity-Gesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen insbesondere im Bereich der Equity-Finanzierungen eingegangen werden, sind bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets (Handelsbuchpositionen) oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee (Bankbuchpositionen) gemanagt.
Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limite, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.
Unter Wahrung einer konservativen Risiko-Ertrags-Relation werden Aktien, Anleihenpositionen, Devisen und Geldpositionen zum Erzielen von Handelserträgen gehandelt. Derivative Instrumente werden zu Hedge- als auch zu Handelszwecken eingesetzt. Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch und darüber hinaus der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Ermittlung des Marktrisikos im Handelsbuch sowie des FX-Risikos im Bankbuch zur Eigenmittelmeldung an die Aufsichtsbehörde erfolgt derzeit auf Basis der Kapitaladäquanzrichtlinie mit der Standard-Laufzeitbandmethode.
Kapitaladäquanz Monatswerte 2008 – Eigenmittelunterlegung für das Handelsbuch in Mio. B
Zinsrisiko Aktienkursrisiko FX-Risiko
Für interne Zwecke wird das Risiko im Handelsbuch auch auf der Grundlage des Value-at-Risk-Ansatzes (mit dem dazu erforderlichen Backtesting) ermittelt. Das Prinzip des Value-at-Risk ist die Beschreibung eines potenziellen Verlustes aufgrund statistisch zu erwartender Veränderungen von Marktparametern. Die Berechnung der Value-at-Risk-Werte sowie das tägliche Reporting an die zuständigen Stellen erfolgen durch das Risikocontrolling. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt mit Kovarianzmodell auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Marktdaten werden aus der Historie von einem Jahr (von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt) gewonnen.
Das Management des FX-Risikos für den gesamten Oberbank-Konzern (für Bankbuch und Handelsbuch) erfolgt durch die Abteilung Global Financial Markets.
Wie aus der oben dargestellten Grafik mit den Risiko-Ergebnissen aus der Kapitaladäquanz-Meldung für das Marktrisiko im Handelsbuch ersichtlich ist, resultiert aus offenen Devisenpositionen der Bank kein wesentliches Risiko.
Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kreditmanagement, Firmenkunden-Finanzierung, Sekretariat und Revision.
Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Zusatzerträge zu lukrieren. Insbesondere wird zur Erzielung von zusätzlichen Zinsergebnissen aus der Fristentransformation eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in Positionen mit längerfristiger Zinsbindung verfolgt. Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der gesetzten Risikolimite Veranlagungen, die aufgrund der Zinsmeinung (diese wird im Haus von einer eigenen Finanzmarkt-Prognoserunde festgelegt) einen Erfolg versprechen.
Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps sowie Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und Capital-at-Risk-Darstellung) zur Anwendung. Diese letztgenannte Risikoermittlung Capital-at-Risk basiert auf den der Kapitaladäquanz (KAD) zugrunde liegenden Annahmen für die Veränderung des Zinsniveaus. Wegen langsamerer Reaktionsmöglichkeit (Haltedauer-Annahme 30 Tage gegenüber zehn Tagen im Handelsbuch) errechnet sich aber ein höheres Zinsänderungsrisiko. Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus der Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt).
Die Analysen und Darstellungen erfolgen unter Einbeziehung aller festen und variablen Zinspositionen einerseits und der langfristig gebundenen, unverzinslichen Aktiv- und Passivpositionen (Sachanlagevermögen, Beteiligungen sowie langfristige Rückstellungen und Eigenkapital) andererseits auf der Grundlage der Festlegungen in einem internen Zinsbindungshandbuch.
In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde (gemäß Basel II, Säule 2 und Säule 3) vorgesehen. Zu diesem Zweck fordert die Aufsichtsbehörde quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis eines Zinsenshifts von 200 Basispunkten von den Banken ein. Das auf diese Weise ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt 8,0 % der vorhandenen Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 und liegt damit weit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.
| Zinsrisiko Bankbuch im Verhältnis der Eigenmittel 2008 (gemäß OeNB- Zinsrisikostatistik) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wert in Mio. E | März 08 | Juni 08 | Sept. 08 | Dez. 08 | |||
| Eigenmittel ohne Tier III | 1.230 | 1.317 | 1.180 | 1.268 | |||
| Risiko gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik | 81 | 114 | 111 | 98 | |||
| Risiko in % der Eigenmittel | 6,62 % | 8,65 % | 9,45 % | 8,00 % |
Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus derivativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgendes Zinsänderungsrisiko:
| Barwertänderung je Währung in Mio. E |
Gesamt | Bis 3 Monate |
3 Monate bis 1 Jahr |
1-3 Jahre |
3-5 Jahre |
5-7 Jahre |
7-10 Jahre |
Über 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettoposition EUR | 90,8 | 3,0 | -17,7 | 15,3 | 19,2 | 9,5 | 28,6 | 32,9 |
| Nettoposition USD | 5,7 | -0,2 | 0,5 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 1,9 | 3,0 |
| Nettoposition Sonstige | 1,9 | 1,2 | 0,0 | 0,1 | 0,2 | 0,1 | 0,2 | 0,0 |
(Zuordnung der Positionen laut oben beschriebenem internem Zinsbindungshandbuch)
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind operationelle Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen: Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliches Versagen bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.
In der Abteilung Revision sind ein Operational-Risk-Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden, basierend auf den eigenen historischen Daten aus der zu diesem Zweck eingerichteten GuV-Aufwands-Datenbank. Diese Datenbank soll genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich bringen und damit eine detaillierte sowie effiziente Ursachenanalyse zur künftigen Vermeidung derartiger Fehler ermöglichen.
Für den Bereich der IT-Prozesse wurden Qualitätsanforderungen nach internationalen Standards definiert, welche ständig durch unabhängige Prüfer überwacht werden. Adressaten der Ergebnisanalysen aus dem operationellen Risiko sind der Vorstand und die jeweils prozessverantwortlichen Mitarbeiter. Die Meldung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko gemäß Basel II erfolgt ab 2008 auf der Grundlage des Standardansatzes (Eigenmittelbedarf wird auf Basis der durchschnittlichen Erträge in den einzelnen Geschäftsfeldern der Bank mit den aufsichtsrechtlich festgesetzten Prozentsätzen ermittelt).
Primäre Zielsetzung ist die Deckung von Forderungen an Nichtbanken durch Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird unter Wahrung einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur für eine diversifizierte Refinanzierungsstruktur gesorgt und durch ausreichende zentralbankfähige Assets ergänzt.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. In Ausübung der Managementfunktion für die strategische Liquidität verfolgt das APM-Komitee als Zielsetzung die weitere und nachhaltige Verbesserung der Primärmittelposition.
Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften sind Aufgabe der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling ist gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Darüber hinaus wurde eine Liquiditäts-Notfallorganisation eingerichtet, in der die für den Bedarfsfall erforderlichen Schritte festgehalten sind.
Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gilt die Liquidität eines Institutes als gesichert, wenn die gewichteten Zahlungsmittel die während dieses Zahlungszeitraumes abrufbaren gewichteten Zahlungsverpflichtungen abdecken.
Auch in den vergangenen Monaten, die aufgrund der Immobilienkrise in den USA und der durch die Finanzmarktkrise hervorgerufenen globalen Vertrauenskrise zwischen den Banken von einer sehr angespannten Liquiditätssituation geprägt waren, erfolgte nur eine geringfügige Ausnutzung des gut dotierten Pfanddepots bei der Zentralbank.
Die Oberbank hat die aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditäts-Kennzahlen im Berichtsjahr 2008 jederzeit eingehalten bzw. deutlich übertroffen.
Die Vorsorge für unvorhersehbaren, erhöhten Liquiditätsbedarf bzw. eine kurzfristige Liquiditätsbeschaffung ist durch folgende Optionen gewährleistet: Außer der Ausnutzung von offenen Refinanzierungslinien bei anderen Banken sowie der Inanspruchnahme des OeNB-Refinanzierungsrahmens auf Basis des Pfanddepots kann ein eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf relativ kurzfristig aus dem Verkauf von nicht im Pfanddepot befindlichen börsenotierten Wertpapieren gedeckt werden. Bis auf den Spitzenausgleich wird das Liquiditätsrisiko auch für die ausländischen Geschäftseinheiten und für die Leasing-Konzerngesellschaften in der Abteilung Global Financial Markets der Oberbank AG gemanagt.
| Täglich fällig |
Bis 3 Monate |
3 Monate bis 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
Über 5 Jahre |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 163 | 1.653 | 326 | 151 | 20 | ||||
| 0 | 4.424 | 630 | 2.668 | 2.157 | ||||
| 0 | 178 | 254 | 1.125 | 922 | ||||
| 0 | 35 | 122 | 636 | 755 | ||||
| 0 | 124 | 131 | 489 | 167 | ||||
| 0 | 19 | 0 | 0 | 0 | ||||
| 0 | 838 | 258 | 45 | 0 | ||||
| 163 | 7.093 | 1.467 | 3.988 | 3.099 | ||||
| 1.277 | 2.213 | 69 | 75 | 130 | ||||
| 0 | 5.257 | 2.838 | 324 | 196 | ||||
| 0 | 74 | 104 | 1.139 | 651 | ||||
| 0 | 841 | 257 | 45 | 0 | ||||
| 1.277 | 8.386 | 3.268 | 1.583 | 977 | ||||
Mehr als 55 % der Forderung sind innerhalb eines Jahres fällig (ohne Berücksichtigung der derivativen Instrumente 52 %).
In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, für die (inkl. Liquiditätsrisiko) kein jeweils eigener Eigenmittelansatz vorgesehen ist, sondern die durch einen pauschalen Eigenmittelpolster gedeckt sein sollen. In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:
Als Geschäftsrisiken werden die Risiken bezeichnet, die aus unerwarteten Ergebnisschwankungen wegen geänderter Rahmenbedingungen resultieren (z.B. geringere Erträge, die keine Aufwandskürzung im gleichen Ausmaß ermöglichen, oder veränderte Wettbewerbsverhältnisse sowie geändertes Kundenverhalten und Folgen des technischen Fortschritts).
Reputationsrisiken entstehen aus Ergebniseinbrüchen bzw. aus Verlusten, die aus einer Rufschädigung der Bank in der Öffentlichkeit resultieren können. Reputationsrisiken sind die Auswirkung von EDV-Fehlern oder -Ausfällen sowie aus sonstigen, von Mitarbeitern oder von technischen Fehlern verursachten Schäden und sind damit als Folgen aus dem operationellen Risiko zu sehen. Die genaue Beachtung der vorgegebenen Prozesse und Arbeitsanweisungen zur Vermeidung von menschlichen Fehlern soll derartige Risiken verhindern helfen.
Rechtsrisiken umfassen das Risiko von Verlusten, die sich aus der nachteiligen Veränderung bestehender gesetzlicher Regelungen oder deren Auslegung ergeben können. Diese Rechtsrisiken können durch die Verwendung international anerkannter Standardverträge sowie durch rechtliche Gutachten verhindert bzw. eingeschränkt werden.
Strategische Risiken resultieren daraus, dass langfristige Unternehmensziele auf Basis der zugrunde liegenden Geschäftsannahmen sowie wegen geänderter Rahmenbedingungen verfehlt wurden. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung dieser Risiken kann durch ständige Beobachtung der Marktverhältnisse und Wettbewerbsbedingungen sowie durch eine rollierende strategische Planung mit laufender Anpassung an das Marktumfeld erzielt werden.
Sämtliche wesentliche Risiken sind adäquat gemessen und gesteuert. Die Oberbank AG entwickelt die angewandten Verfahren der Risikoabbildung und -steuerung stets weiter. Die Projekte zur Umsetzung der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen – Basel-II-Standardansatz, MSK und ICAAP – sind abgeschlossen. Der Eigenmittelbedarf der Bank wird seit Beginn 2008 auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes ermittelt und an die Aufsichtsbehörde gemeldet. Das im Jahr 2007 begonnene Projekt zur Umsetzung der Anforderungen für den Basel-II-IRB-Basisansatz, das mit Unterstützung eines Beratungsunternehmens abgearbeitet wird, ist voll auf Plan. Die Oberbank strebt die Genehmigung zur Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes ab Mitte 2010 an.
Das derzeit eingesetzte Ratingverfahren ist schon jetzt ein wesentliches Element für ein effizientes Risikomanagement. Die ratingorientierte Bepreisung der Kredite und die Verrechnung von Stan dardrisiko- und Eigenmittelkosten für den Vertrieb haben schon bisher eine wesentliche Verbesserung der Kreditqualität und nebenbei eine Verbesserung der Kreditbesicherung sowie gleichzeitig eine Verringerung der Forderungsverluste bewirkt.
Im Marktrisikobereich ist die Oberbank AG traditionell durch geringe Risikopositionen gekennzeichnet, was sich in einer geringen Allokation von Eigenmitteln niederschlägt. Sämtliche Steuerungssysteme werden erfolgreich auch in den neuen Märkten etabliert, sodass auch Risiken auf Auslandsmärkten prompt identifiziert und gesteuert werden können.
| Nominalbeträge | 2008 | 2007 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Nominale | Marktwerte | Nominale | Marktwerte | |||||
| in F 1.000 | Bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | Positiv | Negativ | Gesamt | Positiv | Negativ |
| Zinssatzverträge | |||||||||
| Zinssatzoptionen | |||||||||
| Kauf | 8.633 | 204.981 | 33.259 | 246.873 | 5.086 | 310.382 | 2.117 | ||
| Verkauf | 9.233 | 199.395 | 33.763 | 242.391 | -5.154 | 348.417 | -2.181 | ||
| Forward Rate Agreement | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | |||||||||
| Swaptions | |||||||||
| Kauf | 10.500 | -889 | |||||||
| Verkauf | 10.500 | 889 | |||||||
| Zinsswaps | |||||||||
| Kauf | 114.124 | 950.861 | 293.155 | 1.358.140 | 36.733 | -39.375 | 1.394.324 | 13.660 | -40.502 |
| Verkauf | 50.400 | 364.741 | 88.000 | 503.141 | 7.171 | -13.886 | 567.917 | 6.911 | -3.133 |
| Anleiheoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 60.000 | 60.000 | -17 | 80.000 | -912 | ||||
| Futureoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Anleihefutures | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 75.300 | 635 | -170 | ||||||
| Wechselkursverträge | |||||||||
| Währungsoptionen | |||||||||
| Kauf | 178.316 | 42.228 | 8.436 | 228.980 | 49.372 | 377.719 | 16.336 | ||
| Verkauf | 180.048 | 42.228 | 8.436 | 230.712 | -49.858 | 377.411 | -16.354 | ||
| Währungsswaps | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Devisentermingeschäfte | 16.783 | 9.065 | 25.848 | 37.710 | -38.356 | 21.975 | 16.563 | -20.870 | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||||
| Aktienoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 1.780 | -1.780 | 3.296 | -3.296 | |||||
| Warenverträge | |||||||||
| Warenoptionen | |||||||||
| Kauf | 1.712 | 633 | |||||||
| Verkauf | 1.712 | -633 |
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBOR bzw. LIBOR-Sätze; Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisenund Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von Reuters oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.
Die Oberbank AG trägt Sorge dafür, dass folgende Gesellschaften jederzeit ihre vertraglichen Verbindlichkeiten voll erfüllen können:
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz
Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 744,4 Mio. (Vorjahr A 704,3 Mio.), hievon Grundkapital A 81,3 Mio. (Vorjahr A 75,7 Mio.). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich Bilanzgewinn, freie Gewinnrücklage sowie nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2008 wäre maximal ein Betrag in Höhe von A 293,0 Mio. ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt A 13,6 Mio.
Im Oberbank-Konzern waren 2008 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 1.983 | 1.879 |
| Arbeiter | 21 | 22 |
| Gesamtkapazität | 2.004 | 1.901 |
| Nicht börsenotiert |
Börse- notiert |
Wie AV bewertet |
Andere Bewertung |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 87.345 | 2.193.571 | 1.377.468 | 903.448 | 2.280.916 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 136.373 | 39.616 | 14.130 | 161.859 | 175.989 |
| Beteiligungen | 59.282 | 165.739 | 225.021 | 0 | 225.021 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 422.703 | 0 | 422.703 | 0 | 422.703 |
| 705.703 | 2.398.926 | 2.039.322 | 1.065.307 | 3.104.629 |
| Zusammensetzung | 2008 | 20071) | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kernkapital | ||||
| Grundkapital | 81.270 | 75.721 | 5.549 | 7,3 |
| Eigene Aktien im Bestand | -449 | -489 | 40 | -8,2 |
| Offene Rücklagen | 649.510 | 615.010 | 34.500 | 5,6 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.357 | 1.298 | 59 | 4,5 |
| Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung | 1.273 | -151 | 1.424 | >100,0 |
| Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung | 40.072 | 36.873 | 3.199 | 8,7 |
| Hybridkapital | 59.000 | 0 | 59.000 | |
| Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter | -7.346 | -7.721 | 375 | -4,9 |
| Summe Kernkapital (Tier I) | 824.687 | 720.541 | 104.146 | 14,5 |
| Kernkapitalquote | 8,27 % | 7,15 % | 1,12 %-P. | 15,7 |
| 2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | ||||
| Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen | 471.851 | 429.913 | 41.938 | 9,8 |
| Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) | 0 | 151.186 | -151.186 | -100,0 |
| Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) | 37.346 | 37.194 | 152 | 0,4 |
| Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | 509.197 | 618.293 | -109.096 | -17,6 |
| 3. TIER-III-Kapital | ||||
| Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als | ||||
| TIER II anrechenbare nachrangige Anleihen | 1.742 | 3.593 | -1.851 | -51,5 |
| Summe TIER-III-Kapital | 1.742 | 3.593 | -1.851 | -51,5 |
| 4. Abzugsposten | ||||
| Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung | -49.546 | -48.796 | -750 | 1,5 |
| Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung | 0 | 0 | 0 | 0,0 |
| Eigenmittel insgesamt | 1.286.080 | 1.293.631 | -7.551 | -0,6 |
| hievon Eigenmittel gem. § 23 (14) Z.7 BWG | 1.742 | 3.593 | -1.851 | -51,5 |
| Eigenmittelquote | 12,90 % | 12,83 % | 0,07 %-P. | 0,5 |
1) Ermittlung unter Anwendung der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen des BWG in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl.I Nr.48/2006.
| Eigenmittelerfordernisse | 2008 | 20071) | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| Kreditrisiko gem. § 22 (2) BWG | 797.235 | 804.799 | -7.564 | -0,9 |
| Handelsbuch gem. § 22o Abs. 2 BWG | 1.742 | 3.593 | -1.851 | -51,5 |
| Operationelles Risiko gem. § 22k BWG | 50.634 | 0 | 50.634 | |
| Qualifizierte Beteiligungen gem. § 29 (4) BWG | 0 | 0 | 0 | 0,0 |
| Eigenmittelerfordernis insgesamt | 849.611 | 808.392 | 41.219 | 5,1 |
| Freie Eigenmittel | 436.469 | 485.239 | -48.770 | -10,1 |
| Basis für Ermittlung der Haftrücklage und Quotenberechnung | ||||
| Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 (2) BWG | 9.965.439 | 10.059.989 | -94.550 | -0,9 |
| Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuchs gem. § 22o Z1,3,6 BWG | 4.762 | 19.096 | -14.334 | -75,1 |
| Bemessungsgrundlage insgesamt | 9.970.201 | 10.079.085 | -108.884 | -1,1 |
1) Ermittlung unter Anwendung der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Bestimmungen des BWG in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl.I Nr.48/2006.
Im Geschäftsjahr 2009 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 149,2 Mio. fällig. Zum 31. Dezember 2008 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 667.333 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5 /8 % bis 8 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2009 bis 2019 bzw. zwei Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 31.608 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. Dezember 2008 insgesamt A 852,1 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 23,1 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 829,0 Mio. Das Leasingvolumen betrug per 31.Dezember 2008 A 962,3 Mio.
Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2008 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:
| Konsoli- dierungs- |
Unmittel- | Kapitalanteil5) Gesamt |
Eigen- kapital3) |
Ergebnis des letzten Geschäfts- |
Jahres | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsunternehmen | methode K*) | bar in % | in % | in TE | jahres in TE4) | abschluss |
| a) Direkte Beteiligungen | ||||||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | Q | 50,00 | 50,00 | 2.569 | 0 | 2008 |
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| BKS Bank AG, Klagenfurt | E | 18,47 | 20,25 | 263.988 | 22.299 | 2007 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien6) | N | 24,85 | 24,85 | |||
| COBB Beteiligungen und Leasing | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Wien6) | N | 20,25 | 20,25 | |||
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz | N | 40,00 | 40,00 | |||
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | E | 40,00 | 40,00 | 19.336 | 1.436 | 2008 |
| GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg1) 6) | N | 58,87 | 58,87 | |||
| GAIN CAPITAL Participations II SA SICAR, Luxemburg6) | N | 32,38 | 32,38 | |||
| Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein6) | N | 32,62 | 32,62 | |||
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und | ||||||
| Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien1) 6) | N | 73,07 | 73,07 | |||
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 100,00 | 35 | 2 | 2008 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 100,00 | 45 | 22 | 2008 |
| "LA" Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting1) | V | 6,00 | 100,00 | 2.081 | 11 | 2008 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz1) 2) | V | 100,00 | 100,00 | 209.364 | 4.669 | 2008 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag1) | V | 10,00 | 100,00 | 1.570 | 35 | 2008 |
| Oberbank Leasing KIKA s.r.o., Prag1) | V | 10,00 | 100,00 | 7 | -1 | 2008 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava1) | V | 0,10 | 100,00 | 1.476 | -729 | 2008 |
| Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest1) | V | 1,00 | 100,00 | 385 | -172 | 2008 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest1) | V | 1,00 | 100,00 | 288 | -1.104 | 2008 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest1) | V | 1,00 | 100,00 | -289 | -531 | 2008 |
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava1) 6) | N | 15,00 | 100,00 | |||
| ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis1) 6) ˇ |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SG" Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SP" Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 |
| Beteiligungsunternehmen | Konsoli- dierungs- methode K*) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil5) Gesamt in % |
Eigen- kapital3) in TE |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres in TE4) |
Jahres abschluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz1) 6) "VB" Gebäudeerrichtungs- und |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz6) | N | 20,57 | 20,57 | |||
| b) Indirekte Beteiligungen | ||||||
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz6) | N | 50,00 | ||||
| B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien6) | N | 33,33 | ||||
| CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien6) | N | 25,00 | ||||
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien6) | N | 29,14 | ||||
| GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien1) 6) | N | 51,00 | ||||
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und | ||||||
| Assanierung reg. Genossenschaft m.b.H., Linz6) | N | 38,96 | ||||
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1) | V | 75,00 | 137 | 68 | 2008 | |
| Kontext Druckerei GmbH, Linz6) | N | 25,20 | ||||
| Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien6) | N | 24,90 | ||||
| Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl Paura6) | N | 49,36 | ||||
| MY Fünf Handels GmbH, Wien6) | N | 50,00 | ||||
| Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis1) | V | 100,00 | 14.998 | 188 | 2008 | |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | -19 | 2008 | |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | -1 | 2008 | |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | -14 | 2008 | |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz1) | V | 95,00 | 1.281 | 33 | 2008 | |
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H. Linz1) | V | 100,00 | 741 | 211 | 2008 | |
| Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | -159 | 2008 | |
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz1) V | 100,00 | 168 | 59 | 2008 | ||
| Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag1) | V | 100,00 | 18.373 | 30 | 2008 | |
| Oberbank Leasing JAF HOLZ s.r.o., Prag1) | V | 95,00 | 3.345 | 54 | 2008 | |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 5.181 | 240 | 2008 | |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | 112 | 2008 | |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | 45 | 2008 | |
| Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz2) 6) N | 100,00 | |||||
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | 22 | 2008 | |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting1) | V | 100,00 | 4.865 | 1.766 | 2008 |
| Beteiligungsunternehmen | Konsoli- dierungs- methode K*) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil5) Gesamt in % |
Eigen- kapital3) in TE |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres in TE4) |
Jahres abschluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting1) | V | 6,00 | 598 | 32 | 2008 | |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest1) | V | 100,00 | 8 | 0 | 2008 | |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH | ||||||
| Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting1) | V | 6,00 | 15 | 5 | 2008 | |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) | V | 94,00 | 1.000 | 102 | 2008 | |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) | V | 100,00 | 27 | 316 | 2008 | |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1) | V | 100,00 | 30 | -1 | 2008 | |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting1) | V | 100,00 | 16 | 12 | 2008 | |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting1) | V | 100,00 | 25 | -1 | 2008 | |
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1) | V | 100,00 | 35 | -277 | 2008 | |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Pipe and Pile International S.A., Luxemburg6) | N | 20,00 | ||||
| POWER TOWER GmbH, Linz1) | V | 99,00 | 70 | 2 | 2008 | |
| SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun6) | N | 48,00 | ||||
| "ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1) 6) | N | 100,00 | ||||
| Techno-Z-Braunau Technologiezentrum Ges.m.b.H., Braunau6) | N | 40,00 | ||||
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien1) | V | 100,00 | 158.963 | 1.746 | 2008 | |
| VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz6) | N | 23,22 | ||||
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz6) | N | 40,00 | ||||
| Wohnwert GmbH, Salzburg1) 6) | N | 100,00 | ||||
K* Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss
V = Vollkonsolidierung
Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at Equity"
N = Gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen
1) Verbundenes Unternehmen
2) Ergebnisabführungsvertrag 3) Einschließlich unversteuerter Rücklagen
4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB
5) Mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet
6) Von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Linz, am 24. Februar 2009
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Martha Kloibmüller Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| Werte in 1.000 EUR | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern |
130.368 | 303.936 |
| 2. | Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind: |
391.305 | 751.253 |
| 3. | Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig b) sonstige Forderungen |
2.318.704 59.584 2.259.121 |
2.109.649 165.646 1.944.002 |
| 4. | Forderungen an Kunden | 9.191.045 | 8.537.546 |
| 5. | Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere a) von öffentlichen Emittenten b) von anderen Emittenten |
1.802.266 0 1.802.266 |
1.491.131 14.201 1.476.930 |
| darunter: eigene Schuldverschreibungen |
56.488 | 23.494 | |
| 6. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 175.989 | 208.150 |
| 7. | Beteiligungen darunter: |
225.021 | 216.772 |
| an Kreditinstituten | 56.509 | 58.073 | |
| 8. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 422.703 | 102.955 |
| 9. | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 7.346 | 7.721 |
| 10. | Sachanlagen | 107.692 | 110.543 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden |
66.169 | 69.762 | |
| 11. | Eigene Aktien | 449 | 0 |
| darunter: Stück |
10 | 3 | |
| 12. | Sonstige Vermögensgegenstände | 98.549 | 66.470 |
| 13. | Rechnungsabgrenzungsposten | 6.130 | 5.213 |
| Summe der Aktiva | 14.877.569 | 13.911.828 | |
| 1. | Posten unter der Bilanz: Auslandsaktiva |
5.911.687 | 5.523.931 |
| Werte in 1.000 EUR | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) täglich fällig b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
3.736.551 585.870 3.150.681 |
4.025.001 420.512 3.604.489 |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen darunter: aa) täglich fällig |
8.136.410 3.298.881 327.901 |
7.165.017 2.899.788 311.667 |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist b) sonstige Verbindlichkeiten darunter: aa) täglich fällig |
2.970.980 4.837.529 2.161.735 |
2.588.121 4.265.229 2.109.855 |
|
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.675.793 | 2.155.374 | |
| 3. | Verbriefte Verbindlichkeiten a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten |
1.301.054 979.906 321.148 |
1.189.712 852.309 337.403 |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 73.307 | 67.884 |
| 5. | Rechnungsabgrenzungsposten | 10.621 | 10.344 |
| 6. | Rückstellungen a) Rückstellungen für Abfertigungen b) Rückstellungen für Pensionen c) Steuerrückstellungen d) sonstige |
207.927 27.336 120.513 0 60.078 |
192.199 26.557 118.420 0 47.222 |
| 7. | Nachrangige Verbindlichkeiten | 10.000 | 10.000 |
| 8. | Ergänzungskapital | 657.333 | 547.420 |
| 9. | Gezeichnetes Kapital | 81.270 | 75.721 |
| 10. | Kapitalrücklagen (gebundene) | 141.040 | 143.030 |
| 11. | Gewinnrücklagen a) gesetzliche Rücklage b) andere Rücklagen darunter: Rücklagen für eigene Anteile |
284.900 5.523 279.377 449 |
247.200 5.523 241.677 489 |
| 12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG |
196.700 | 196.700 |
|---|---|---|
| 13. Bilanzgewinn |
13.588 | 13.520 |
| 14. unversteuerte Rücklagen | 26.870 | 28.079 |
| a) Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
26.870 | 28.079 |
| b) sonstige unversteuerte Rücklagen |
0 | 0 |
| Summe der Passiva | 14.877.569 | 13.911.828 |
| Posten unter der Bilanz: | ||
| 1. Eventualverbindlichkeiten |
1.490.068 | 1.497.171 |
| darunter: | ||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der | ||
| Bestellungen v. Sicherheiten | 1.490.068 | 1.497.171 |
| 2. Kreditrisiken |
1.317.616 | 1.189.072 |
| darunter: | ||
| Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften | 74.882 | 75.005 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften |
269.932 | 254.988 |
| 4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG |
1.269.459 | 1.256.299 |
| darunter: | ||
| Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG | 1.742 | 3.593 |
| 5. Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG |
797.361 | 812.058 |
| darunter: | ||
| erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG | 795.619 | 808.465 |
| 6. Auslandspassiva |
3.623.152 | 3.262.327 |
| Werte in EUR 1.000 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| 1. | Zinsen und ähnliche Erträge | 692.285 | 589.506 |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren |
100.712 | 95.507 | |
| 2. | - Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -488.601 | -417.111 |
| I. | NETTOZINSERTRAG | 203.684 | 172.395 |
| 3. | Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten |
40.461 | 32.963 |
| und nicht festverzinslichen Wertpapieren | 3.637 | 6.591 | |
| b) Erträge aus Beteiligungen c) Erträge aus Anteilen an verbundenen |
30.952 | 22.704 | |
| Unternehmen | 5.872 | 3.669 | |
| 4. | Provisionserträge | 107.247 | 112.827 |
| 5. | - Provisionsaufwendungen | -9.541 | -11.113 |
| Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen | 97.705 | 101.714 | |
| 6. | Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 4.786 | 8.945 |
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 5.859 | 4.783 |
| II. | BETRIEBSERTRÄGE | 352.497 | 320.799 |
| 8. | - Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -177.975 | -171.441 |
| a) Personalaufwand |
-116.202 | -110.438 | |
| darunter: aa) Löhne und Gehälter |
-82.994 | -77.036 | |
| bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige |
|||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -21.093 | -19.755 | |
| cc) sonstiger Sozialaufwand |
-2.623 | -2.030 | |
| dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung |
-9.040 | -8.533 | |
| ee) Dotierung der Pensionsrückstellung | 3.011 | 2 | |
| ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
-3.463 | -3.086 | |
| b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) |
-61.773 | -61.003 | |
| 9. | - Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 | ||
| enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen) | -15.042 | -15.241 | |
| 10. | - Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.248 | -1.653 |
| III. | BETRIEBSAUFWENDUNGEN | -202.266 | -188.335 |
| IV. | BETRIEBSERGEBNIS | 150.231 | 132.464 |
| Werte in EUR 1.000 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| IV. | BETRIEBSERGEBNIS | 150.231 | 132.464 |
| 11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Forderungen und Wertpapieren |
-95.486 | -56.355 | |
| 13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen |
-1.853 | -2.456 | |
| V. | ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN | ||
| GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 52.893 | 73.653 | |
| 15. | - Steuern vom Einkommen und Ertrag | -2.765 | -17.042 |
| 16. | - Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen | -164 | -247 |
| VI. | JAHRESÜBERSCHUSS | 49.963 | 56.364 |
| 17. | - Rücklagenbewegung | -36.490 | -43.042 |
| darunter: Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG |
0 | 7.600 | |
| VII. | JAHRESGEWINN | 13.473 | 13.322 |
| 18. | Gewinnvortrag/Verlustvortrag | 115 | 198 |
| VIII. | BILANZGEWINN | 13.588 | 13.520 |
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes vom 30. Juli 1993 aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.
Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.
Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.
Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.
Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.
Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.
sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.
Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20% jährlich abgeschrieben.
Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.
Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.
Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 58,7% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.
Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 65 Jahren.
Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).
Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht.
Es besteht keine Unterdeckung.
(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben)
Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten):
| € 3.030,4 Mio (3.211,3 Mio) |
|---|
| € 2.172,2 Mio (1.466,4 Mio) |
| € 1.934,3 Mio (1.672,3 Mio) |
| € 3.814,2 Mio (3.599,0 Mio) |
in Höhe von € 1.360,9 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.
Im Geschäftsjahr 2009 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 302,5 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten im Nominale von T€ 20.179,7 enthalten.
Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten):
| bis 3 Monate | € 5.009,6 Mio | (5.239,9 Mio) | |
|---|---|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | € 3.270,6 Mio | (2.682,8 Mio) | |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | € 1.221,3 Mio | (1.110,9 Mio) | |
| mehr als 5 Jahre | € | 596,9 Mio | (504,1 Mio) |
Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:
Zum 31.12.2008 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.
Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 667.333,3 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5/8% bis 8% und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2009 bis 2019 bzw. zwei Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 31.608,3 geleistet.
Im Geschäftsjahr 2009 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 149,2 Mio fällig.
Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:
Aktiva € 1.605,0 Mio (1.957,4 Mio)
Passiva € 1.841,1 Mio (1.994,7 Mio)
Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:
| Oberbank AG in Mio € | |||
|---|---|---|---|
| Wie Anlagevermögen bewertet: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
1.071,0 14,1 |
(893,8) (14,2) |
|
| Wie Umlaufvermögen bewertet: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
697,2 25,0 |
(572,4) (44,9) |
|
| Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.12.2008 insgesamt € � 852,1 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gem. § 2 Z 34 lit. d) und auf sonstige Finanzinstrumente |
€ 23,1 Mio € 829,0 Mio |
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| Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: | - (-) |
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| Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte: Kaufkontrakte € 1.291,3 Mio Verkaufkontrakte € 1.288,4 Mio |
(€ 920,2 Mio) (€ 924,0 Mio) |
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| Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB (siehe IFRS-Konzernabschluss/Risikobericht, Punkt 47) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte Finanzprodukte (per 31.12.2008) |
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| Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt: | |||
| 20.804,1 als Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen |
|---|
| 129.864,7 als Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen |
| 22.465,1 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte |
| 84.301,9 als Sicherstellung für die Euroclear-Kreditlinie |
| 579.338,2 im Tier I Pfanddepot der OeNB |
Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG. Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.
| Angestellte | 1.831 | (1.741) |
|---|---|---|
| Arbeiter 21 | (22) |
betrugen zum 31.12.2008 T€ 2.317,0 (T€ 3.811,1), hievon T€ 90,3 (T€ 145,6) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 5.648,9 (T€ 6.468,1).
- der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) 1.293,4 (1.848,1) - der anderen Arbeitnehmer: 13.302,4 (14.730,8)
T€
| und Herstellungs- Anschaffungs |
Abschreibungen | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| kosten am | Währungs- | kumulierte | Buchwert | Buchwert | des | |||||
| 01.01.08 | Zugänge | Umbuchungen | differenzen | Abgänge | Zuschreibungen | Abschreibungen | 31.12.08 | 31.12.07 | Geschäftsjahres | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| und Stellen öffentlicher Schuldtitel |
||||||||||
| Wertpapiere ähnliche |
321.767 | 59.000 | 0 | 0 | 23.439 1 |
626 | -464 | 7 258.41 |
323.393 | 74 |
| Kreditinstitute an Forderungen |
9 33.61 |
71 | 0 | 0 | 8.974 | 40 | 5 -11 |
24.871 | 31.838 | 0 |
| Kunden an Forderungen |
0.255 1 |
0 | 0 | 0 | 0.255 1 |
0 | 0 | 0 | 0.255 1 |
0 |
| und Schuldverschreibungen |
||||||||||
| Wertpapiere andere festverzinsliche |
923.255 | 359.524 | 0 | 0 | 94.035 1 |
87 5.1 |
-248 | 80 1.094.1 |
3.298 91 |
30 |
| nicht andere und Aktien |
||||||||||
| Wertpapiere festverzinsliche |
4.311 1 |
0 | 0 | 0 | 82 1 |
0 | 0 | 30 4.1 1 |
4.247 1 |
0 |
| Beteiligungen | 9 221.31 |
0.677 1 |
0 | 0 | 828 | 0 | 46 6.1 |
225.021 | 6.772 21 |
1.600 |
| verbundenen an Anteile |
||||||||||
| men Unterneh |
06.233 1 |
9.748 31 |
0 | 0 | 0 | 0 | 3.279 | 422.703 | 02.955 1 |
0 |
| mögens Ver materielle m I |
||||||||||
| gegenstände | 21 9.1 1 |
2.747 | 0 | 20 -1 |
70 | 0 | 4.332 1 |
7.346 | 7.721 | 3.069 |
| Sachanlagen | 265.788 | 0.327 1 |
0 | -91 | 9.533 | 0 | 58.799 1 |
07.692 1 |
0.543 11 |
11.974 |
| 5.668 1.91 |
762.094 | 0 | -211 | 4 347.31 |
5.853 | 81.729 1 |
54.360 2.1 |
1.731.022 | 6.746 1 |
98
Der Vorstand der Oberbank AG erklärt, dass
Die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder bestätigen gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG als gesetzliche Vertreter der Oberbank,
Linz, am 24. Februar 2009 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender
Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
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