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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report May 14, 2009

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Quarterly Report

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Bericht zum 1. Quartal 2009

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen International-Konzern
Monetäre Werte in € Millionen
2009 Veränderung 2008
Erfolgsrechnung 1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
Zinsüberschuss 767 7,9 % 711
Kreditrisikovorsorgen -445 378,5 % -93
Provisionsüberschuss 294 -11,2 % 331
Handelsergebnis 46 21,3 % 38
Verwaltungsaufwendungen -574 -1,9 % -584
Periodenüberschuss vor Steuern 84 -77,4 % 370
Periodenüberschuss nach Steuern 64 -77,2 % 279
Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) 56 -77,9 % 254
Bilanz 31.3. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 7.012 -22,4 % 9.038
Forderungen an Kunden 55.662 -3,9 % 57.902
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.965 -4,8 % 26.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 40.936 -7,4 % 44.206
Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) 6.216 -4,6 % 6.518
Bilanzsumme 79.883 -6,5 % 85.397
Kennzahlen 1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
Return on Equity vor Steuern 5,3 % -17,2 PP 22,5 %
Return on Equity nach Steuern 4,1 % -13,0 PP 17,0 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 4,2 % -13,5 PP 17,7 %
Cost/Income Ratio 51,7 % -2,1 PP 53,8 %
Return on Assets vor Steuern 0,40 % -1,59 PP 1,99 %
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 3,01 % 2,27 PP 0,74 %
Risk/Earnings Ratio 58,0 % 45,0 PP 13,1 %
Bankspezifische Kennzahlen1 31.3. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 58.068 -3,8 % 60.388
Gesamte Eigenmittel 6.608 -5,5 % 6.992
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.582 -3,2 % 5.767
Überdeckungsquote 18,4 % -2,8 PP 21,2 %
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 9,2 % -0,5 PP 9,7 %
Kernkapitalquote (Tier 1),gesamt 7,7 % -0,4 PP 8,1 %
Eigenmittelquote 9,5 % -0,2 PP 9,7 %
Aktienkennzahlen 31.3. 31.3.
Gewinn je Aktie in € 0,37 -1,28 € 1,65
Kurs in € 21,21 -75,4 % 86,35
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 25,00 -75,6 % 102,31
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 13,00 -82,4 % 74,00
Anzahl der Aktien in Millionen 154,67 154,67
Marktkapitalisierung 3.280 -75,4 % 13.356
Ressourcen 31.3. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 61.891 -2,3 % 63.376
Geschäftsstellen 3.208 -0,7 % 3.231

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International ist Teil des RZB-Konzerns und unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.

Inhaltsverzeichnis

Raiffeisen International im Überblick 3
Aktie der Raiffeisen International 4
Geschäftsentwicklung 7
Gesamtwirtschaftliches Umfeld 7
Finanz- und Ergebnisentwicklung 8
Positionen der Erfolgrechnung im Detail 10
Bilanzentwicklung 14
Ausblick 18
Segmentberichte 20
Regionale Segmente 20
Geschäftsbereiche 33
Konzernabschluss 37
Erfolgsrechnung 37
Erfolgsentwicklung 38
Bilanz 39
Eigenkapitalentwicklung 40
Anhang 44

Finanzkalender/Impressum/Disclaimer 64

Raiffeisen International im Überblick

Zur Raiffeisen International gehörten Ende des ersten Quartals 2009 15 Banken sowie zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen. Mit insgesamt 3.208 Geschäftsstellen nimmt der Konzern seit Jahren eine führende Stellung in Zentral- und Osteuropa ein. Dies wird auch an den Top-Marktpositionen einiger Netzwerkbanken ersichtlich: In 7 Märkten rangierten die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den ersten drei Banken des Landes. Zum 31. März 2009 waren knapp 62.000 Mitarbeiter für 14,9 Millionen Kunden tätig.

Daten per 31. März 2009 Bilanzsumme
in € Millionen
Veränderung1 Geschäfts
stellen
Mitarbeiter
Albanien 1.891 -7,7 % 103 1.431
Belarus 1.478 -10,2 % 100 2.158
Bosnien und Herzegowina 2.407 0,5 % 104 1.744
Bulgarien 4.330 -9,1 % 198 3.456
Kasachstan 98 0,9 % 1 23
Kosovo 594 -0,7 % 50 729
Kroatien 5.761 -3,7 % 79 2.306
Polen 6.475 -8,9 % 121 3.217
Rumänien (inkl. Moldau) 6.785 3,4 % 562 6.762
Russland 14.126 -5,5 % 235 9.900
Serbien 2.678 -8,1 % 104 2.171
Slowakei 9.302 -15,2 % 160 3.846
Slowenien 1.476 -2,2 % 16 347
Tschechische Republik 6.809 -5,4 % 110 2.715
Ukraine 6.141 -2,3 % 1.087 16.920
Ungarn 8.769 -8,4 % 178 3.805
Zwischensumme 79.118 -6,5 % 3.208 61.530
Sonstige/Konsolidierung 765 361
Summe Raiffeisen International 79.883 -6,5 % 3.208 61.891

Märkte der Raiffeisen International

1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2008. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.

Die Raiffeisen International-Aktie notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Sie ist unter anderem im ATX sowie in verschiedenen Dow-Jones-Indizes, etwa dem DJ Euro Stoxx Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist mit rund 70 Prozent der Aktien Mehrheitseigentümerin der Raiffeisen International. Die restlichen Aktien befinden sich im Streubesitz. Mit einer Bilanzsumme von € 157 Milliarden zum 31. Dezember 2008 ist die RZB Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs.

Aktie der Raiffeisen International

Deutliche Kursverluste an den Weltbörsen

Der Jahresanfang 2009 war von einem anhaltenden Abwärtstrend an den internationalen Börsen gekennzeichnet. Die seit 2007 herrschende Finanzkrise, die mittlerweile auch die Realwirtschaft zahlreicher Staaten erfasst hatte, ließ die Aktienkurse an den Weltbörsen in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 erneut deutlich fallen. So verlor der DJ Euro Stoxx Banks im ersten Quartal 2009 weitere 18 Prozent. Selbst Leitzinssenkungen der EZB bis auf ein Niveau von 1,25 Prozent im ersten Quartal 2009 konnten die europäischen Märkte kaum positiv beeinflussen. Vielmehr beeinträchtigten schlechte Konjunkturdaten und steigende Arbeitslosenzahlen sowie Verstaatlichungspläne vor allem in den USA die Finanzmärkte weltweit.

Einen positiven Effekt hatte Mitte Februar die Zusicherung der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20), Banken von derartigen Forderungen zu befreien. Eine leichte Markterholung bewirkten weiters die Ankündigungen von umfassenden Konjunkturpaketen in zahlreichen Ländern sowie einer Beteiligung des Privatsektors am Aufkauf toxischer Banken-Assets durch die US-Regierung im März. In der Folge erholten sich die Aktienkurse gegen Ende des ersten Quartals 2009 sichtbar und nährten vereinzelt die Hoffnung, dass die Talsohle erreicht sein könnte.

Erholung ab Mitte Februar

Die Angst vor weiteren Verlusten bei US-Banken setzte besonders Bankaktien unter Druck, die Skepsis gegenüber Zentral- und Osteuropa belastete die Aktie der Raiffeisen International zusätzlich. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine intensivierte die Vorbehalte gegenüber CEE zu Beginn des Jahres. Entsprechend fiel der Kurs der Raiffeisen International im Einklang mit dem Markt bis zu einem Allzeittief am 17. Februar, als die Aktie mit € 13 schloss. Dieser Abwärtstrend wird vor allem vor dem Hintergrund der gesamten Kursentwicklung seit dem Börsegang der Raiffeisen International im April 2005 in folgender Grafik ersichtlich.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Bereits am 19. Februar 2009 legte die Aktie aufgrund der Veröffentlichung sehr positiver vorläufiger Ergebniszahlen für das Jahr 2008 um mehr als 12 Prozent zu. Bis zum Quartalsende nahm die Raiffeisen International-Aktie im Zug der allgemeinen Markterholung weiter auf € 21,21 zu. Gegenüber dem Quartalsbeginn bedeutet dies einen Anstieg um 10 Prozent. Zum Redaktionsschluss am 11. Mai 2009 lag die Aktie der Raiffeisen International nach weiterer Erholung bei € 29,50 und damit um 53 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Diese positive Entwicklung ist insbesondere folgender Grafik, die den Kursverlauf seit Beginn des Jahres 2009 zeigt, zu entnehmen.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2009 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Um jegliche Bevorzugung einzelner Investoren oder Analysten zu vermeiden, hält sich die Raiffeisen International an eine vierwöchige Quiet Period vor Veröffentlichung des Geschäftsberichts, in der keine Investoren- bzw. Analystengespräche stattfinden. Dennoch misst sie einer aktiven Kapitalmarktkommunikation gerade in einem schwierigen Marktumfeld besonders große Bedeutung bei. Deshalb publizierte sie angesichts des unsicheren Marktumfelds noch in der Quiet Period Mitte Februar ein vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2008.

Am Tag der Publikation des Geschäftsberichts – dem 26. März 2009 – veranstaltete die Raiffeisen International vormittags eine Analystenkonferenz. Nachmittags nutzten außerdem knapp 120 Mitglieder der Financial Community die Möglichkeit, im Rahmen einer Telefonkonferenz direkt vom Vorstand ausführliche Informationen sowie Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Ebenfalls noch im März nahm die Raiffeisen International an einer der größten Investorenkonferenzen in London teil. Der Finanzvorstand hielt nicht nur eine Präsentation mit anschließender Fragenrunde vor über 350 Teilnehmern, sondern führte auch mehrere Kleingruppengepräche mit insgesamt rund 45 Investoren.

Nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2008 sprachen sich die Analysten der 22 Häuser mit Coverage von Raiffeisen International zu 24 Prozent für einen Kauf und zu 29 Prozent für ein Halten der Raiffeisen International-Aktie aus. Die restlichen Analystenempfehlungen lauteten auf Verkauf.

Aktienkennzahlen

Kurs zum 31. März 2009 € 21,21
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im ersten Quartal 2009 € 25,00/€ 13,00
Gewinn je Aktie für das erste Quartal 2009 € 0,37
Marktkapitalisierung zum 31. März 2009 € 3,28 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2009 439.066 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2009 € 458 Millionen
Streubesitz zum 31. März 2009 Rund 30 %

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RIBH (Wiener Börse)
RIBH AV (Bloomberg)
RIBH.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) € 32,50
Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) € 104,00
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2009 154.667.500

Investor Relations-Kontakt

E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen International Bank-Holding AG, Investor Relations Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich

Geschäftsentwicklung

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Globale Rezession erreicht Zentral- und Osteuropa

Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Finanzkrise erreichten im ersten Quartal 2009 ihren vorläufigen Höhepunkt. Das reale Bruttoinlandsprodukt der Eurozone dürfte im Jahresvergleich in den ersten drei Monaten 2009 um rund 4 Prozent zurückgegangen sein. Für das vierte Quartal 2008 war bereits ein Rückgang von 1,4 Prozent und selbst für das Gesamtjahr 2008 nur ein Wachstum von 0,7 Prozent zu verzeichnen gewesen. Im Jahr 2007 dagegen war das reale BIP der Eurozone noch um 2,6 Prozent gewachsen. Die globale Rezession erreichte im ersten Quartal 2009 auch die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas. Die Nachfrage nach Exporten aus diesen Ländern ging stark zurück, Direktinvestitionen sanken und die Industrieproduktion brach teilweise im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent ein. Auch das Kreditwachstum kühlte stark ab und die Refinanzierung der kurzfristigen Auslandsverschuldung stellte die Länder zum Teil vor große Herausforderungen. Mittlerweile wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt der Region im Durchschnitt ähnlich stark fallen wird wie jenes der Eurozone, wobei die Prognosen für die einzelnen Länder sehr unterschiedlich ausfallen. Vom Wirtschaftsabschwung besonders stark betroffen scheinen die Ukraine und Russland, die vor allem unter dem Verfall der Rohstoffpreise und der Stahlnachfrage leiden, sowie Ungarn wegen seines hohen Budgetdefizits.

Internationales wirtschaftliches Umfeld stark disinflationär

Das derzeitige wirtschaftliche Umfeld einer globalen Rezession wirkt stark disinflationär. In den ersten Monaten des Jahres zeichnete sich in den meisten CEE-Ländern ein Rückgang der durchschnittlichen Inflationsraten ab. Dies betrifft vor allem die neuen zentraleuropäischen EU-Mitgliedstaaten sowie die südosteuropäischen Länder, während in Russland und der Ukraine die Währungsabwertung zu Jahresbeginn einen stärkeren Rückgang der Inflationsraten noch verhinderte.

Unterstützung durch IWF und EU stabilisiert Finanzmärkte

Spekulationen und Kapitalabflüsse zwangen Ungarn und die Ukraine bereits 2008 dazu, finanzielle Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch zu nehmen. Im Fall Ungarns schloss sich die EU dem IWF-Paket mit zusätzlichen finanziellen Mitteln an. Dies unterstrich, dass die EU willens und in der Lage ist, den stärker verwundbaren neuen Mitgliedsstaaten in einer finanziellen Notlage zur Seite zu stehen. Die rasche und pragmatische Unterstützung einer steigenden Anzahl von CEE-Ländern durch den IWF, die EU und internationale Finanzinstitutionen wie die Weltbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie die Europäische Investitionsbank (EIB) wirkte sich in hohem Maß stabilisierend auf die Finanzmärkte der Region aus. Besonders die Stabilisierung der Währungen, die sich gegen Ende des ersten Quartals 2009 abzeichnete, ist eine wesentliche Voraussetzung, um eine weitere Verschärfung der Krise zu verhindern.

Schwierige Ausgangslage auch für den Finanzsektor

Die rückläufige Produktion sowie steigende Arbeitslosenraten werden auch zu einem Anstieg der Rückstellungen für überfällige Kredite führen, vor allem durch die Kombination von Währungsabwertung und einem hohen Anteil an Fremdwährungskrediten in Ländern wie der Ukraine, Rumänien oder Ungarn. Andere Länder wie Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei dürften dagegen deutlich besser abschneiden. Das Volumen der Gesamtaktiva der Banken reduzierte sich in der zweiten Jahreshälfte 2008 deutlich. Aufgrund der weiterhin knappen und teuren externen Finanzierungen dürfte sich dies im ersten Quartal 2009 fortgesetzt und teilweise noch verschärft haben. Dazu trägt auch die Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe von Fremdwährungskrediten bei. Im Jahr 2008 war der Rückgang des Kreditwachstums in jenen Ländern weniger stark ausgeprägt gewesen, in denen das Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen ausgeglichen war oder zugunsten der Einlagen ausfiel. In Folge gewann das Einlagengeschäft, das in den vergangenen Jahren weniger stark im Blickpunkt gestanden hatte, zunehmend an Bedeutung.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Operatives Ergebnis steigt trotz Krise um 7 Prozent

Trotz eines allgemein negativen Umfelds stieg das operative Ergebnis gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres zwar um 7 Prozent, lag aber deutlich unter dem dritten und vierten Quartal 2008 (minus 7 bzw. minus 16 Prozent). Ausschlaggebend dafür war der deutlich erhöhte Refinanzierungsaufwand, der einerseits durch verstärkte Anstrengungen zur Bindung von Kundeneinlagen, anderseits durch gestiegene Kosten für langfristige institutionelle Refinanzierungen beeinflusst war. Auf Euro-Basis wuchs der Zinsüberschuss daher gegenüber dem Vorjahr nur um 8 Prozent oder € 56 Millionen. Die Währungsturbulenzen hatten weiters zur Folge, dass das provisionsgenerierende Volumen bei Devisentransaktionen sowie bei In- und Auslandsüberweisungen stagnierte; auch Provisionen aus Wertpapiergeschäften und aus Investmentfonds reduzierten sich nachfragebedingt um knapp die Hälfte. Der Provisionsüberschuss fiel daher um 11 Prozent oder € 37 Millionen.

Konzern-Periodenüberschuss durch hohe Kreditrisikovorsorgen belastet

Als Folge des wirtschaftlichen Abschwungs und der Währungssituation ergab sich im ersten Quartal 2009 eine deutliche Steigerung der überfälligen Kredite, speziell bei Fremdwährungskrediten, wodurch die Kreditrisikovorsorgen stark angehoben werden mussten. Die Neudotierung an Kreditrisikovorsorgen stieg um 379 Prozent oder € 352 Millionen auf € 445 Millionen. Die Überfälligkeiten betrafen vornehmlich die Ukraine, Russland, Ungarn sowie Serbien. Der Anteil der überfälligen Kredite am Kreditbestand (Non-Performing Loan Ratio) stieg im Vergleich zum Jahresende 2008 um 1,7 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent.

Die Entwicklung bei den Kreditrisikovorsorgen war der wesentliche Grund für den Rückgang des Konzern-Periodenüberschusses (nach Steuern und Minderheiten) von € 254 Millionen im ersten Quartal 2008 auf € 56 Millionen im Berichtszeitraum.

Die Situation ist in allen Regionen, in denen die Raiffeisen International aktiv ist, ähnlich. Der Rückgang zeigt sich daher in allen Segmenten deutlich: Die massive Währungsabwertung in der Ukraine hatte zur Folge, dass im Segment GUS Sonstige der stärkste Rückgang zu verzeichnen war, sodass das Segmentergebnis nach Minderheiten leicht negativ ausfiel. Starke Rückgänge wiesen auch Russland (minus 73 Prozent), Zentraleuropa (minus 66 Prozent) sowie Südosteuropa (minus 54 Prozent) auf.

Cost/Income Ratio unter 52 Prozent

Das mit Beginn der Krise intensivierte Kostensenkungsprogramm zeigte bis März erste Auswirkungen, wenngleich die Werte durch die Wechselkurse etwas beeinflusst sind: Die Verwaltungsaufwendungen fielen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 11 Millionen auf € 574 Millionen.

Der Personalstand sank gegenüber dem Jahresende 2008 um 1.485 Personen auf 61.891. Diese Reduktion der Mitarbeiteranzahl erfolgte insbesondere in der Ukraine (448), Russland (376) sowie Bulgarien (252), wobei in Russland und Bulgarien natürliche Abgänge nicht nachbesetzt wurden. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres nahm die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter hingegen um 6 Prozent zu.

Aufgrund der um 2 Prozent leicht gestiegenen Betriebserträge erreichte die Cost/Income Ratio mit 51,7 Prozent einen um 2,1 Prozentpunkte besseren Wert gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2008 hatte die Kennziffer bei 54,0 Prozent gelegen.

Return on Equity knapp über 5 Prozent

Das stark gesunkene Ergebnis spiegelt sich auch im Return on Equity wider, der vor Steuern mit 5,3 Prozent deutlich unter dem Niveau der Vergleichsperiode (22,5 Prozent) blieb. Das der Berechnung zugrundeliegende durchschnittliche Eigenkapital fiel aufgrund von Währungsdifferenzen um 3 Prozent auf € 6,3 Milliarden.

Mit 4,2 Prozent lag der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) ebenfalls weit unter den vergangenen Werten, Ende März 2008 hatte er noch 17,7 Prozent betragen. Der Gewinn je Aktie für die Periode von Anfang Jänner bis Ende März 2009 fiel ebenfalls, und zwar um € 1,28 auf € 0,37.

Bilanzsumme sinkt um mehr als 6 Prozent

Die seit Ende des dritten Quartals 2008 aufgetretenen Währungsabwertungen hatten auch großen Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme der Raiffeisen International: Seit Jahresbeginn nahm diese um mehr als 6 Prozent oder € 5,5 Milliarden auf € 79,9 Milliarden ab, rund zwei Drittel dieses Rückgangs sind den Währungseffekten zuzurechnen.

Neben den Währungseffekten wirkten sich aber auch Maßnahmen zur Reduktion und Stabilisierung der Kreditportfolios aus. Die stärksten Rückgänge ergaben sich bei den Forderungen an Kunden (minus 4 Prozent oder € 2,2 Milliarden) sowie bei den Forderungen an Kreditinstitute (minus 22 Prozent oder € 2,0 Milliarden) aufgrund der sich leicht entspannenden Liquiditätssituation bei Geldaufnahmen mit kurzen Laufzeiten.

Auf der Passivseite waren die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit 7 Prozent oder € 3,3 Milliarden rückläufig, was sich mit Ausnahme weniger Konzerneinheiten überwiegend auf die Währungsabwertungen zurückführen lässt. Ausschlaggebend für Abflüsse bei den Einlagen waren der Wettbewerb um die Kundeneinlagen und die schlechtere Konjunktur in den CEE-Ländern. In der Slowakei war mit dem Übergang zum Euro ein Sonderfaktor für den hohen Stand an Einlagen zum Jahresende 2008

verantwortlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fielen um 5 Prozent oder € 1,2 Milliarden, was im Zusammenhang mit der oben genannten Liquiditätssituation steht.

Währungsbedingte Belastungen des Eigenkapitals

Die durch die internationale Finanzkrise ausgelösten Turbulenzen auf den Weltmärkten hatten sich in Zentral- und Osteuropa im vierten Quartal 2008 zunächst durch erhebliche Währungsabwertungen einiger CEE-Währungen ausgewirkt. Die Raiffeisen International war davon 2008 durch Bewertungsverluste im Eigenkapital betroffen. Wechselkursrückgänge beim russischen Rubel, beim polnischen Zloty sowie beim ungarischen Forint belasteten das Eigenkapital der Raiffeisen International im ersten Quartal 2009 um weitere rund € 370 Millionen. Die Abwertungsdynamik ließ zum Ende des ersten Quartals nach. Zu Beginn des zweiten Quartals erholten sich einige Währungen und dieser positive Trend setzte sich bis zum Redaktionsschluss fort.

Positionen der Erfolgsrechnung im Detail

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
Veränderung 1.1.–31.3.
2008
1.1.–31.3.
2007
Zinsüberschuss 767 7,9 % 711 505
Provisionsüberschuss 294 -11,2 % 331 275
Handelsergebnis 46 21,3 % 38 36
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 -35,7 % 6 17
Betriebserträge 1.110 2,3 % 1.086 833
Personalaufwand -275 -6,9 % -294 -234
Sachaufwand -238 2,3 % -234 -191
Abschreibungen -61 7,0 % -57 -51
Verwaltungsaufwendungen -574 -1,8 % -585 -477
Betriebsergebnis 536 7,1 % 501 356

Operatives Ergebnis im Periodenvergleich

Betriebserträge

Die Betriebserträge stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 24 Millionen auf € 1,1 Milliarden. Für diesen relativ geringen Anstieg waren nicht nur die Währungseffekte verantwortlich, sondern auch eine Reihe von Auswirkungen der globalen Finanzkrise, insbesondere deutlich erhöhte Refinanzierungsaufwendungen. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine signifikanten Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Die wichtigste Ertragskomponente blieb auch 2009 der Zinsüberschuss, der gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 8 Prozent von € 711 Millionen auf € 767 Millionen wuchs. Aufgrund der erhöhten Refinanzierungskosten lag der Anstieg damit unter jenem der durchschnittlichen Bilanzsumme in Höhe von 11 Prozent. Die Nettozinsspanne des Konzerns fiel daher erstmals nach einer

langen Periode des Wachstums gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 12 Basispunkte auf 3,71 Prozent.

Die stärkste Veränderung der Betriebserträge ergab sich im Geschäftsbereich Treasury mit minus 45 Prozent auf € 57 Millionen, was durch die marktbedingten Zusatzkosten bei Refinanzierungen und im Aktiv-/Passiv-Management verursacht wurde. Positiv veränderte sich der Geschäftsbereich Corporate Customers mit einem Anstieg von 2 Prozent auf € 685 Millionen. Aus regionaler Sicht verzeichnete das Segment Russland mit 40 Prozent den höchsten Zuwachs, während in Südosteuropa (plus 2 Prozent) und Zentraleuropa (minus 3 Prozent) unterdurchschnittliche Werte erzielt wurden. In diesen Segmenten führte der erhöhte Wettbewerb zu Verzerrungen bei den Konditionen von Kundeneinlagen.

Der Wirtschaftsabschwung und die Währungsturbulenzen lasteten auch auf dem Provisionsüberschuss, der um 11 Prozent auf € 294 Millionen fiel. Die geringeren Volumina bei Devisentransaktionen (in der Slowakei, in Ungarn und Polen) sowie im Zahlungsverkehr (deutlich vor allem in der Ukraine, in Russland und Polen) führten zu einer Verringerung der Provisionserträge. In der Slowakei kam mit der Euro-Einführung noch ein Sondereffekt hinzu. Die Rückgänge der Erträge aus dem Zahlungsverkehr lagen bei 13 Prozent, jene aus dem Devisen- und Valutengeschäft bei 8 Prozent. Die aufgrund der Marktsituation geringeren Umsätze beim Wertpapiergeschäft fielen mit minus 45 Prozent – überwiegend aus Zentraleuropa stammend – noch deutlicher aus. Am höchsten war der Rückgang mit 51 Prozent bei den Einnahmen aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds, speziell in der Slowakei und in Kroatien. Der Rückgang des Provisionsüberschusses fiel im Geschäftsbereich Corporate Customers mit 15 Prozent deutlicher aus, als bei den Retail Customers mit 10 Prozent.

Struktur der Betriebserträge

Besser entwickelte sich das Handelsergebnis und lag mit € 46 Millionen um 21 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Insbesondere bei den zinsbezogenen Geschäften wurden die Bewertungsverluste, die aufgrund der Zinsschwankungen noch zu geringeren Buchwerten am Jahresende 2008 geführt hatten, teilweise wieder aufgeholt. Der Ertrag aus diesen Geschäften stieg von minus € 11 Millionen im ersten Quartal 2008 auf € 36 Millionen. Besonders stark fiel der Zuwachs in Russland (plus € 18 Millionen) und in der Slowakei (plus € 16 Millionen) aus. Im Gegensatz dazu nahm das Ergebnis aus währungsbezogenen Geschäften um € 43 Millionen auf € 11 Millionen ab. Der Rückgang erfolgte im Wesentlichen in Russland. Andererseits erzielten Belarus und Rumänien deutliche Ergebniszuwächse aus dem währungsbezogenen Geschäft.

Die übrigen Betriebserträge fielen um € 2 Millionen auf € 4 Millionen. Dieser Rückgang war in erster Linie auf einen Sondereffekt im

Vorjahr zurückzuführen, als durch die Einbeziehung eines rumänischen Tochterunternehmens € 4 Millionen an Erstkonsolidierungseffekten durch die erfolgswirksame Auflösung passiver Unterschiedsbeträge enthalten waren. Der Ergebnisbeitrag aus dem Operating-Leasing, vor allem aus Südosteuropa, wuchs um € 2 Millionen auf € 11 Millionen. Der Nettoerlös aus bankfremden Tätigkeiten büßte dagegen € 2 Millionen ein.

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 11 Millionen oder 2 Prozent auf € 574 Millionen, während die Betriebserträge gegenüber der Vorjahresperiode um 2 Prozent anstiegen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich daher um 2,1 Prozentpunkte auf 51,7 Prozent.

Der Personalaufwand machte mit 48 Prozent den größten Anteil an den Verwaltungsaufwendungen aus. Dieser sank gegenüber der

Vergleichsperiode des Vorjahres um 7 Prozent oder € 20 Millionen auf € 275 Millionen. Er setzte sich zu 76 Prozent aus Löhnen und Gehältern, zu 21 Prozent aus gesetzlichen Sozialabgaben und zu 3 Prozent aus freiwilligem Personalaufwand zusammen. Aufgrund der massiven Währungsabwertungen in CEE zeigten die Verwaltungsaufwendungen einen leichten Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Durchschnittskurse fielen gegenüber dem ersten Quartal 2008 bei der ukrainischen Hryvna um 34 Prozent, beim polnischen Zloty um 26 Prozent, beim russischen Rubel um 22 Prozent, beim ungarischen Forint um 13 Prozent sowie beim rumänischen Leu und beim serbischen Dinar um jeweils 13 Prozent.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im ersten Quartal 2009 auf 62.880 Mitarbeiter. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres bedeutete dies einen Zuwachs um 6 Prozent oder 3.445 Mitarbeiter. Dabei verzeichnete Südosteuropa mit einem Plus von 1.994 Mitarbeitern oder 12 Prozent den höchsten Anstieg. In Zentraleuropa wuchs die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 1.036 oder 8 Prozent, in Russland stieg sie um 859 oder 9 Prozent, während sie in der Region GUS Sonstige um 501 oder 3 Prozent zurückging.

Im Gegensatz zum Personalaufwand verzeichnete der Sachaufwand einen Anstieg um 2 Prozent oder € 5 Millionen auf € 238 Millionen. Die größten Aufwandsposten stellten der Raumaufwand mit € 81 Millionen (plus 23 Prozent), der IT-Aufwand mit € 34 Millionen (plus 14 Prozent) sowie der Rechts- und Beratungsaufwand mit € 20 Millionen (minus 9 Prozent) dar. In Russland stieg der Sachaufwand mit 28 Prozent am stärksten, was auf erhöhte Mietaufwendungen zurückzuführen war.

Die Anzahl der Geschäftsstellen belief sich per Quartalsende auf 3.208. Dies bedeutet einen Zugang von netto 174 Geschäftsstellen gegenüber der Vergleichsperiode 2008. Die Neueröffnungen erfolgten überwiegend in Südosteuropa (195), insbesondere in Rumänien (109) und Bulgarien (39). Im Segment GUS Sonstige ging durch weitere Standortoptimierungen die Zahl per Saldo um 50 Geschäftsstellen zurück. Dabei wurden in der Ukraine 63 Geschäftsstellen geschlossen. Seit Jahresbeginn 2009 wurden insgesamt in der Raiffeisen International infolge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen per Saldo 23 Geschäftsstellen geschlossen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 7 Prozent auf € 61 Millionen, wovon € 38 Millionen auf Sachanlagen, € 16 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 7 Millionen auf Vermögenswerte aus Operating-Leasinggeschäften entfielen. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen von insgesamt € 97 Millionen getätigt. Der Anteil der Investitionen in eigene Sachanlagen lag bei 70 Prozent (€ 68 Millionen) und bei immateriellen Vermögenswerten, insbesondere Software-Systemen, bei 19 Prozent (€ 18 Millionen). Der Rest entfiel auf Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts.

Konzern-Periodenüberschuss

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
Veränderung 1.1.–31.3.
2008
1.1.–31.3.
2007
Betriebsergebnis 536 7,1 % 501 356
Kreditrisikovorsorgen -445 378,5 % -93 -76
Sonstige Ergebnisse -8 -79,9 % -38 12
Periodenüberschuss vor Steuern 84 -77,4 % 370 292
Steuern vom Einkommen und Ertrag -20 -77,9 % -90 -62
Periodenüberschuss nach Steuern 64 -77,2 % 279 231
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -8 -69,9 % -25 -38
Konzern-Periodenüberschuss 56 -77,9 % 254 193

Entwicklung des Konzernüberschusses im Periodenvergleich

Die Neudotierung der Kreditrisikovorsorgen stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 379 Prozent oder € 352 Millionen auf € 445 Millionen. In Zentraleuropa gab es Nettozuführungen zu Einzelwertberichtigungen von € 81 Millionen, das ist eine Steigerung von 152 Prozent. Dabei fielen die Dotierungen in Ungarn mit einem Betrag von € 37 Millionen am höchsten aus. Im Segment GUS Sonstige wurden Vorsorgen in Höhe von € 91 Millionen neu gebildet. In Russland ergab sich eine Neudotierung in Höhe von € 51 Millionen. Während im Segment GUS Sonstige der wesentliche Anstieg aus dem Retail-Geschäft stammte, betraf die Neudotierung in Russland sowohl Retail-Kunden als auch Großkunden. In Südosteuropa wurden im ersten Quartal 2009 Vorsorgen in der Höhe von € 78 Millionen getroffen. Dies ist überwiegend auf Neudotierungen bei Retail-Kunden in Rumänien und bei Firmenkunden in Kroatien zurückzuführen.

Die Dotierung der Portfolio-Wertberichtigungen ergab netto € 145 Millionen, davon wurden in Russland, der Ukraine und in Ungarn die höchsten Zuführungen verbucht.

Die Risk/Earnings Ratio für den Konzern betrug 58,0 Prozent, sie stieg gegenüber dem Vorjahr um 33,9 Prozentpunkte. Zwei Drittel aller Vorsorgen wurden für Retail-Kunden gebildet, der Rest fiel im Bereich Corporate Customers an.

Das sonstige Ergebnis von minus € 8 Millionen setzte sich aus dem Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (minus € 5 Millionen) und dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen (minus € 3 Millionen) zusammen. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2008 um € 32 Millionen. Der Grund dafür lag in der Anwendung des Cash-Flow Hedge Accounting in der russischen Netzwerkbank. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten wurden Zinsswaps abgeschlossen, deren Marktwertänderungen erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt wurden, da nur der ineffektive Teil des Cash-Flow Hedge die Erfolgsrechnung belastet.

Verglichen mit der Vorjahresperiode blieb das Ergebnis aus Finanzinvestitionen nahezu unverändert. Die darin enthaltenen Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus held-to-maturity und erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapieren beliefen sich auf minus € 3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entwickelten sich analog zum Periodenüberschuss vor Steuern. Sie fielen um 78 Prozent oder € 70 Millionen auf € 20 Millionen. Die Steuerquote lag daher mit 23,8 Prozent auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Nach Abzug der Steuern ergab sich ein Periodenüberschuss von € 64 Millionen, was ein Minus von € 216 Millionen bedeutete. Die Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg stellen das Ergebnis der an diversen Konzerneinheiten beteiligten Minderheitsaktionäre dar. Auf diese entfielen in der Berichtsperiode € 8 Millionen vom Periodenergebnis nach Steuern.

Der den Aktionären der Raiffeisen International zurechenbare Konzern-Periodenüberschuss fiel um 78 Prozent oder € 198 Millionen auf € 56 Millionen. Auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien verteilt, ergibt sich daraus ein Gewinn je Aktie von € 0,37. Dies stellt verglichen mit der Vorjahresperiode einen Rückgang von € 1,28 dar.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme erreichte zum 31. März 2009 € 79,9 Milliarden. Damit lag sie um 6,5 Prozent oder € 5,5 Milliarden unter dem Niveau zum Jahresende 2008. Der Rückgang resultierte zum überwiegenden Teil aus Währungsabwertungen. Die schon im vierten Quartal 2008 verzeichneten massiven Währungsabwertungen setzten sich in abgeschwächter Form auch im ersten Quartal 2009 fort. Betroffen waren vor allem der ungarische Forint (minus 16 Prozent), der polnische Zloty (minus 13 Prozent) sowie der russische Rubel (minus 9 Prozent). Rund zwei Drittel des Rückgangs der Bilanzsumme sind auf Währungseffekte zurückzuführen. Konsolidierungskreisänderungen hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.

Aktiva

Aktivseitig wird die Bilanzsumme in der Raiffeisen International weiterhin von den Forderungen an Kunden dominiert. Auch wenn diese mit 4 Prozent oder € 2,2 Milliarden gegenüber dem Jahresultimo

Struktur der Bilanzaktiva

rückläufig waren, so nahmen sie nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen weiterhin einen Anteil von 67 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) an den Bilanzaktiva ein. Der Rückgang resultierte mit € 1,6 Milliarden aus Kreditvergaben an Firmenkunden und mit € 0,7 Milliarden aus Kreditvergaben an Privatkunden. Dem stand ein leichter Zuwachs bei Kreditvergaben an den öffentlichen Sektor gegenüber. Das Verhältnis Kundenkredite zu Kundeneinlagen erhöhte sich um 5 Prozentpunkte auf 136 Prozent.

Der Bestand an Kreditrisikovorsorgen belief sich zum 31. März 2009 auf € 2,0 Milliarden. Aufgrund der weiterhin ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden im ersten Quartal konzernweit Neudotierungen in Höhe von € 0,4 Milliarden vorgenommen. Die Vorsorgen für Kreditausfälle erhöhten sich somit um 22 Prozent gegenüber dem Jahresende 2008.

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich zum Quartalsende auf € 7,0 Milliarden. Das bedeutete einen Rückgang von 22 Prozent oder € 2,0 Milliarden gegenüber dem Wert zum Jahresende 2008. Während die Einlagen bei Zentralbanken um 62 Prozent oder € 2,3 Milliarden insbesondere in Zentraleuropa stark reduziert wurden, stiegen die Veranlagungen bei international tätigen Geschäftsbanken um 5 Prozent oder € 0,3 Milliarden an. Der Anteil an den Bilanzaktiva nahm um zwei Prozentpunkte auf 9 Prozent ab.

Das gesamte Volumen an Wertpapieren blieb mit € 8,8 Milliarden nahezu unverändert gegenüber dem Jahresende 2008. Von diesem Portfolio waren 81 Prozent oder € 7,1 Milliarden in festverzinsliche Wertpapiere veranlagt. Der Anteil der Wertpapiere an der Bilanzsumme stieg jedoch auf 11 Prozent.

Die übrigen Aktiva beliefen sich auf € 10,4 Milliarden. Der Anteil blieb mit 13 Prozent auf Vorjahresniveau.

Passiva

Die Passivstruktur des Konzerns zeigte zum 31. März 2009 verglichen mit dem Jahresende 2008 ein nahezu unverändertes Bild. Mit einem Anteil von 51 Prozent war sie von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dominiert, der Anteil gab dabei um 1 Prozentpunkt nach. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben konstant bei 31 Prozent, der Rest entfiel auf Eigenmittel (10 Prozent) sowie übrige Passiva (8 Prozent).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sanken im Vergleich zum Jahresende 2008 um 7 Prozent oder € 3,3 Milliarden auf € 40,9 Milliarden. Von den Rückgängen betroffen waren alle CEE-Regionen. Die höchsten Einbußen wurden im Firmenkundengeschäft mit 15 Prozent oder € 2,8 Milliarden verzeichnet. Das Retail-Geschäft hingegen blieb mit € 23,2 Milliarden auf dem Jahresendniveau. Die Termin- und Sichteinlagen fielen um 8 bzw. 7 Prozent auf € 40,0 Milliarden, während die Spareinlagen mit einem Plus von 2 Prozent leicht zulegten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen seit Jahresbeginn um 5 Prozent oder € 1,2

Struktur der Bilanzpassiva

Milliarden auf € 25,0 Milliarden zurück. Der überwiegende Teil des Rückgangs entfiel mit € 0,9 Milliarden auf langfristige Finanzierungen.

Die verbrieften Verbindlichkeiten, also Refinanzierungen über den Kapitalmarkt im Rahmen von Fremdkapitalemissionen, nahmen aufgrund von Tilgungen um 13 Prozent oder € 0,4 Milliarden ab.

Der Anteil der Eigenmittel – bestehend aus Eigen- und Nachrangkapital – an der Bilanzsumme stieg geringfügig auf 10 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Das Nachrangkapital stieg um 2 Prozent gegenüber dem Jahresende 2008, während das Eigenkapital um 5 Prozent oder € 0,3 Milliarden zurückging.

Eigenkapital

Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken.

Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International einschließlich des Konzern-Periodenergebnisses und der Fremdanteile erreichte zum 31. März 2009 € 6.216 Millionen. Damit lag es um € 302 Millionen unter dem Wert zum Jahresende 2008. Durch Währungsabwertungen wurde das Eigenkapital mit € 370 Millionen belastet. Die stärksten Auswirkungen ergaben sich dabei durch die Währungsabwertungen in Ungarn, Polen und Russland.

Die für das Geschäftsjahr 2008 vorgeschlagene Dividende von € 0,93 je Aktie – in Summe € 144 Millionen – wurde im ersten Quartal noch nicht vom Eigenkapital abgezogen, weil dieser Dividendenvorschlag noch von der Hauptversammlung der Raiffeisen International am 9. Juni 2009 genehmigt werden muss.

Die pro-forma-aufsichtsrechtlichen Eigenmittel verringerten sich um 5 Prozent oder € 384 Millionen auf € 6.608 Millionen. Nicht enthalten ist darin der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, da er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf. Das Kernkapital (Tier 1) verringerte sich um € 479 Millionen auf € 5.381 Millionen. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den Währungsabwertungen in Ungarn, Polen und Russland.

Aufgrund einer Laufzeitverlängerung des der ukrainischen Netzwerkbank durch die International Finance Corporation zur Verfügung gestellten Nachrangkapitals und eines durch die RZB gezeichneten Nachrangkapitals an die Raiffeisen Bank in Ungarn stiegen die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) um € 118 Millionen auf € 1.164 Millionen. Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) fiel aufgrund von Tilgungen um € 22 Millionen auf € 90 Millionen.

Den vorhandenen Eigenmitteln steht ein um € 185 Millionen gesunkenes pro-forma-aufsichtsrechtliches Eigenmittelerfordernis von € 5.582 Millionen gegenüber. Daraus resultiert eine Überdeckung von 18 Prozent oder € 1.027 Millionen.

Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

Das Eigenmittelerfordernis besteht im Einzelnen aus dem für das Kreditrisiko (€ 4.646 Millionen), für das Marktrisiko (€ 106 Millionen), für das operationelle Risiko (€ 474 Millionen) und für die offenen Devisenpositionen (€ 356 Millionen).

Die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko fiel im Vergleich zum Jahresultimo um 0,5 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent. Bezogen auf das gesamte Risiko betrug die Quote 7,7 Prozent, gegenüber 8,1 Prozent zum Jahresende 2008. Die Eigenmittelquote reduzierte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent.

Risikomanagement

Kreditinstitute sind als aktive Teilnehmer an Geschäften in den weltweiten Finanzmärkten naturgemäß auch deren Risiken ausgesetzt. Die Fähigkeit der Raiffeisen International, diese Risiken umfassend zu erfassen und zu messen, sowie sie zeitnah zu überwachen und zu steuern, ist daher ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Um den langfristigen Erfolg des Konzerns in den Zielmärkten zu ermöglichen, ist das Risikomanagement der Raiffeisen International darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang und das professionelle Management für Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken und für operationelle Risiken sicher zu stellen.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und im Zusammenhang mit dem Aufbau und der anschließenden Etablierung von Finanzprodukten und -dienstleistungen in Zentral- und Osteuropa ist die Bankengruppe der Raiffeisen International allen einleitend angeführten Risiken ausgesetzt. Im Vergleich zu entwickelten Märkten zeigen sich mehrere Länder der CEE-Region stärker durch die Eintrübung des weltwirtschaftlichen Umfelds beeinträchtigt, unter anderem aufgrund von lokalen Problemen und Währungsabwertungen in einzelnen Staaten. In der Raiffeisen International schlägt sich dies insbesondere in erhöhten Kosten für Risikovorsorgen und in negativen Auswirkungen bei der Umrechnung von Eigenkapitalbestandteilen von konsolidierten Unternehmen nieder.

Aufgrund der laufend durchgeführten Portfolioanalysen und Szenariosimulationen ist das Risikomanagement der Raiffeisen International auf die Effekte des erwarteten Konjunkturrückgangs in Zentral- und Osteuropa gut vorbereitet. Als ein Ergebnis wurden insbesondere die Kreditvergaberichtlinien weiter angepasst und in der Kreditpolitik verstärktes Augenmerk auf eine Reduktion der Blankolimits, eine Absenkung der Belehnungsgrenzen, eine Erhöhung der Mindestanforderungen hinsichtlich der Kreditrückführungskapazität sowie auf eine generelle Intensivierung der kreditbegleitenden Kontrolle und Überwachung (Monitoring) gelegt.

Die Anwendung von Basel II im ganzen Konzern stand im Risikomanagement in der Berichtsperiode weiterhin im Vordergrund. Als Tochterkonzern der RZB unterliegt die Raiffeisen International selbst zwar nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute verpflichtend, und da die Ergebnisse in den RZB-Konzern einfließen, werden sie für interne Steuerungs- und Informationszwecke verwendet.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird dabei vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik und in Ungarn erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken im Jahr 2008 die Genehmigung, das Kreditrisiko von Corporates, Banken und Sovereigns nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Für die Raiffeisen International ergibt sich aus der Anwendung des IRB-Ansatzes der Vorteil, dass Portfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können. Die Aufsichtsbehörden honoriert diesen Ansatz in der Regel mit geringeren Eigenkapitalerfordernissen im Vergleich zum Standardansatz. Die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses gemäß Basel II für risikogewichtete Aktiva im Non-Retail-Segment erfolgt dabei zentral in Wien. In der zentralen Konzernlösung wird die Eigenmittelberechnung für sämtliche Einheiten der Raiffeisen International mit Hilfe einer standardisierten Risikomanagement-Software durchgeführt. Hierzu sind die unterschiedlichen Wahlrechte der jeweiligen lokalen Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden parametrisiert und kommen entsprechend zur Anwendung.

Auch im Retail-Bereich werden diese Konzepte im Head Office entwickelt, die laufende Berechnung wird hier jedoch von den lokalen Einheiten durchgeführt und die Ergebnisse werden dann in das zentrale Data-Warehouse nach Wien übermittelt.

Zur Berechnung der erforderlichen Eigenmittel des Handelsbuchs wird die Standardmethode herangezogen. Für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderungen in Prozent der Eigenmittel. Notwendige Schlüsselannahmen für Fristigkeiten werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die Raiffeisen International derzeit eine Kombination des Standardansatzes mit einem zeitlich befristeten Basisindikatoransatz. Seit 1. Jänner 2009 kommt in der Raiffeisenbank Austria d.d., Zagreb, nun der Standardansatz zur Anwendung, der Basisindikatoransatz wird damit im Wesentlichen in der Raiffeisen Bank Aval verwendet. Aufgrund der Größe der Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine ist es notwendig, einen mehrjährigen Implementierungsprozess analog zu anderen Einheiten der Raiffeisen International zu durchlaufen.

Ausblick

In den vergangenen Monaten kamen vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise vermehrt Bedenken über die wirtschaftliche Stabilität und Bonität einiger Länder der CEE-Region sowie der dort tätigen Finanzinstitute auf. Diese Bedenken wurden durch die teils deutlichen Währungsschwankungen gegenüber dem Euro noch verstärkt und beeinflussen auch unser Geschäft erheblich. Ungeachtet dessen bieten die Länder Zentral- und Osteuropas für Finanzinstitute interessante Perspektiven und langfristig attraktive Geschäftsmöglichkeiten, die auf dem Aufholbedarf gegenüber den westeuropäischen Ländern beruhen. Davon sind wir weiter überzeugt und sehen die Region CEE nach wie vor als unseren Kernmarkt an. Da sich – wie schon in der Vergangenheit – auch künftig nicht alle Märkte gleich entwickeln werden, betrachten wir unsere Präsenz mit einem großen Filialnetz in 17 Märkten in CEE als Stärke.

Wir gehen davon aus, dass das Geschäft mit Firmenkunden auch 2009 den größten Beitrag zum Vorsteuerergebnis leistet. Für das laufende Jahr planen wir im Geschäftsfeld Corporate Customers eine Fortsetzung unseres Geschäftsmodells, das auf der ganzheitlichen Betreuung und Beratung von Hausbankkunden beruht. Ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten soll auf dem nicht zinstragenden Geschäft, etwa dem weiteren Ausbau unserer starken Position im Cash Management, liegen.

Für das Geschäftsfeld Retail Customers planen wir, die Vorteile unseres großen Geschäftsstellennetzes zu nutzen. Trotz der schwierigen Marktbedingungen setzen wir uns das Ziel, die Produktpalette auszubauen und geschäftsfeldspezifische Angebote zu entwickeln. Schwerpunkte sollen dabei der Ausbau der Versicherungsvermittlung, des Angebots an provisionsbasierten Produkten im Kreditgeschäft sowie des Geschäfts mit vermögenden Privatkunden sein. Zur Stärkung der Produktdurchdringung bei unseren Zielgruppen beabsichtigen wir außerdem Investitionen in EDV-gestützte Systeme für das Kundenbeziehungsmanagement.

Nach mehreren Jahren starken Wachstums in der Kreditvergabe an Kunden soll im laufenden Geschäftsjahr der Fokus auf einer Verstärkung des aktiven Kreditportfolio- und Risikomanagements liegen. Für das Jahr 2009 kalkulieren wir mit einem ähnlichen Niveau der Kredite an Kunden wie im Vorjahr. Kundeneinlagen rückten angesichts der ungünstigen Rahmenbedingungen für andere Refinanzierungsformen verstärkt in den Fokus. Vor diesem Hintergrund setzen wir unsere Anstrengungen zur Gewinnung von Kundeneinlagen im Geschäftsjahr 2009 weiter fort.

Ferner ergriffen wir für das Jahr 2009 eine Reihe von Maßnahmen zur Dämpfung des aus dem Wachstum der vergangenen Jahre resultierenden Kostenanstiegs. Die Verwaltungsaufwendungen sollen sich dadurch etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Auch die Zahl der Filialen soll per Saldo auf Vorjahresniveau gehalten werden, wobei Optimierungen unter Rentabilitätsgesichtspunkten verstärktes Augenmerk gilt.

Segmentberichte

Regionale Segmente

Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten (Cash Generating Unit – CGU) dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent bestimmter Kenngrößen; dies sind die Betriebserträge, der Gewinn nach Steuern sowie das Segmentvermögen.

Zum 31. März 2009 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.

Südosteuropa

Zu Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung zu Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern auch in diesem Land erfasst.

Russland

Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.

Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den auch für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen sowie abweichende Redaktionszeitpunkte zugrunde liegen können.

Segmentüberblick

Im ersten Quartal verzeichneten alle Segmente der Raiffeisen International einen Ergebnisrückgang, der im Wesentlichen eine Folge höherer Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen darstellte. Überwiegend für diesen Anstieg verantwortlich war das verschlechterte Kreditumfeld in allen Regionen.

Die Region Südosteuropa erzielte mit € 56 Millionen von allen Segmenten den höchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Das Ergebnis basierte auf leicht erhöhten Zinsüberschüssen und einem guten Handelsergebnis. Gestiegene Kreditrisikovorsorgen belasteten das Ergebnis erheblich. Die Bilanzaktiva wuchsen im Jahresabstand um 6 Prozent. Die Region steuerte 45 Prozent zum gesamten Periodenüberschuss vor Steuern bei und lag damit um 12 Prozentpunkte über dem Vergleichswert der Vorperiode.

Die Region Zentraleuropa erwirtschaftete mit € 46 Millionen den zweitgrößten Periodenüberschuss vor Steuern. Das gestiegene Handelsergebnis leistete einen positiven Beitrag zum gesamten Ergebnis. Die Entwicklung des Zinsüberschusses lag auf dem Niveau des Vorjahres, während der Provisionsüberschuss rückläufig war. Der Beitrag Zentraleuropas zum Periodenüberschuss vor Steuern betrug 38 Prozent und lag damit um 8 Prozentpunkte über dem Wert der Vergleichsperiode. Die Bilanzaktiva wuchsen im Jahresvergleich um 8 Prozent.

In Russland sank das Vorsteuerergebnis trotz starker Zuwächse beim Zinsüberschuss auf € 20 Millionen. Sowohl die erhöhten Kreditvorsorgen als auch das negative Handelsergebnis beeinflussten das Ergebnis. Damit gab der Ergebnisbeitrag des Segments um 2 Prozentpunkte auf 16 Prozent leicht nach. Die Bilanzaktiva des Segments legten im Jahresvergleich um 3 Prozent zu.

In der Region GUS Sonstige ging das Vorsteuerergebnis auf € 1 Million zurück, obwohl es durch Zuwächse bei Zinsüberschuss und Handelsergebnis positiv beeinflusst wurde. Der Ergebnisbeitrag des Segments sank um 18 Prozentpunkte auf 1 Prozent. Hervorgerufen wurde diese überproportionale Verringerung des Segmentanteils durch Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 126 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Jahresvergleich um 6 Prozent.

Bei den Konzernaktiva dominierte Zentraleuropa weiterhin mit einem Anteil von 41 Prozent. Der zweitgrößte Anteil entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 31 Prozent, gefolgt von Russland mit 18 Prozent und GUS Sonstige mit 10 Prozent.

Anteil der Segmente am Periodenüberschuss vor Steuern

Zentraleuropa

Anteil der Segmente an den Aktiva

Zentraleuropa

1.1.–31.3. Veränderung 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 231 -2,6 % 237
davon laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 1
Kreditrisikovorsorgen -105 155,3 % -41
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 126 -35,8 % 196
Provisionsüberschuss 100 -25,9 % 135
Handelsergebnis 32 >500,0 % 4
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 1 -2
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -10 2
Verwaltungsaufwendungen -203 -5,7 % -215
davon Personalaufwand -97 -9,2 % -107
davon Sachaufwand -86 -0,8 % -87
davon Abschreibungen -19 -8,1 % -21
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 -4
Periodenüberschuss vor Steuern 46 -60,2 % 116
Steuern vom Einkommen und Ertrag -11 -56,4 % -25
Periodenüberschuss nach Steuern 35 -61,2 % 91
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -12 -47,6 % -24
Konzern-Periodenüberschuss 23 -66,0 % 68
Anteil am Ergebnis vor Steuern 38 % 8 PP 30 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 37 % 7 PP 30 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.322 -2,2 % 22.814
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.025 -2,6 % 2.080
Summe Aktiva1 32.805 8,2 % 30.320
Verbindlichkeiten1 30.523 8,3 % 28.186
Risk/Earnings Ratio 45,5 % 28,2 PP 17,4 %
Cost/Income Ratio 55,7 % -2,0 PP 57,7 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.434 -10,4 % 2.717
Return on Equity vor Steuern 7,6 % -9,5 PP 17,1 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 14.079 7,9 % 13.043
Geschäftsstellen1 584 7,2 % 545

1 Stichtagswerte zum 31. März

In der Berichtsperiode sank das Ergebnis in der Region Zentraleuropa deutlich unter jenes der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss vor Steuern ging um 60 Prozent oder € 70 Millionen auf € 46 Millionen zurück. Die erhöhten Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen und der rückläufige Provisionsüberschuss bewirkten diesen Ergebnisrückgang. Dadurch sank der Return on Equity vor Steuern für Zentraleuropa um 9,5 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent.

Der Zinsüberschuss ging um 3 Prozent auf € 231 Millionen zurück. Erhöhte Refinanzierungskosten – überwiegend in der polnischen Konzerneinheit – führten zu diesem Rückgang. Die Aktiva des Konzerns in Zentraleuropa wuchsen um 8 Prozent. Die Nettozinsspanne verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode deutlich um 53 Basispunkte und betrug 2,68 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 2 Prozent von € 22,8 Milliarden auf € 22,3 Milliarden. Diese Verringerung beruhte neben Währungseffekten auf der teilweisen Einführung des IRB-Ansatzes in Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik im Dezember 2008.

Die Neudotierung von Kreditrisikovorsorgen stieg um 155 Prozent auf € 105 Millionen. Diese Steigerung ging hauptsächlich auf Dotierungen in Ungarn zurück. Die Dotierungen von Portfolio-Wertberichtigungen stiegen deutlich, wofür hauptsächlich die ungarischen Konzerneinheiten verantwortlich waren. Die Einzelwertberichtigungen wurden in allen Ländern der Region in einem ähnlichem Ausmaß erhöht. Die Risk/Earnings Ratio verschlechterte sich damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 28,2 Prozentpunkte auf 45,5 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 127 Basispunkte auf 3,94 Prozent.

Der Provisionsüberschuss der Region verringerte sich um 26 Prozent oder € 35 Millionen auf € 100 Millionen. Wesentlichen Anteil an diesem Rückgang hatte das Devisen- und Valutengeschäft, das um 38 Prozent auf € 36 Millionen sank. Die Hauptgründe für diesen Rückgang waren reduzierte Kundenmargen im Devisengeschäft aufgrund der Euro-Einführung in der Slowakei und verringerte Erträge aufgrund reduzierten Neugeschäfts, vor allem in Fremdwährung. Das Ergebnis des Zahlungsverkehrs und der Kontodienstleistungen ging in fast allen Ländern der Region zurück, wobei das Ergebnis des Segments Zentraleuropa insgesamt um 15 Prozent auf € 41 Millionen sank.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa lag mit € 32 Millionen deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode. Aus dem währungsbezogenen Geschäft wurde ein Ergebnis von € 18 Millionen erzielt, ein wesentlicher Beitrag stammte dabei aus Ungarn. Die Region verbuchte beim zinsbezogenen Geschäft einen Gewinn von € 13 Millionen, der hauptsächlich durch Bewertungsgewinne bei Zinsswap-Transaktionen in der Slowakei entstand.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug minus € 10 Millionen. Dies ist vor allem auf Bewertungsverluste von Wertpapieren in der Tschechischen Republik zurückzuführen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 6 Prozent oder € 12 Millionen auf € 203 Millionen zurück. Der verzeichnete Rückgang resultierte überwiegend aus dem – aufgrund des Wegfalls variabler Gehaltsbestandteile sowie durch Währungseffekte – deutlich niedrigeren Personalaufwand, der nunmehr € 97 Millionen betrug (minus 9 Prozent). Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich um 8 Prozent auf 14.079. Der sonstige Verwaltungsaufwand blieb im Periodenvergleich nahezu unverändert und betrug € 86 Millionen. Die Abschreibungen sanken um € 2 Millionen und erreichten einen Wert von € 19 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen erhöhte sich im Jahresabstand um 7 Prozent oder 39 auf 584. Dieser Zugang erfolgte zu einem wesentlichen Teil

in Ungarn (plus 20 Geschäftsstellen). Die Cost/Income Ratio der Region verbessere sich um 2,0 Prozentpunkte auf 55,7 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug € 0,9 Millionen und setzte sich im Wesentlichen aus sonstigem, nicht ertragsabhängigem Steueraufwand in den ungarischen und slowakischen Konzerneinheiten zusammen. Das operative Leasinggeschäft leistete einen positiven Beitrag von € 2 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 56 Prozent und beliefen sich auf € 11 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 23 Millionen.

Südosteuropa

1.1.–31.3. Veränderung 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 217 1,6 % 214
Kreditrisikovorsorgen -112 300,8 % -28
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 105 -43,5 % 186
Provisionsüberschuss 100 -1,3 % 101
Handelsergebnis 24 169,7 % 9
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -3 281,2 % -1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 2 -3
Verwaltungsaufwendungen -180 4,8 % -171
davon Personalaufwand -79 2,7 % -77
davon Sachaufwand -76 2,7 % -74
davon Abschreibungen -24 20,4 % -20
Sonstiges betriebliches Ergebnis 8 -20,8 % 10
Periodenüberschuss vor Steuern 56 -57,1 % 130
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10 -51,8 % -21
Periodenüberschuss nach Steuern 46 -58,1 % 109
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg 2 -5
Konzern-Periodenüberschuss 48 -54,4 % 104
Anteil am Ergebnis vor Steuern 45 % 12 PP 33 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 48 % 12 PP 36 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 18.410 10,4 % 16.679
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.653 11,1 % 1.488
Summe Aktiva1 24.421 5,6 % 23.119
Verbindlichkeiten1 21.726 4,8 % 20.740
Risk/Earnings Ratio 51,6 % 38,5 PP 13,1 %
Cost/Income Ratio 51,6 % 0,2 PP 51,4 %
Durchschnittliches Eigenkapital 1.982 -3,5 % 2.054
Return on Equity vor Steuern 11,3 % -14,0 PP 25,3 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 19.123 11,6 % 17.129
Geschäftsstellen1 1.200 19,4 % 1.005

1 Stichtagswerte zum 31. März

In Südosteuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern mit € 56 Millionen um 57 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode 2008 von € 130 Millionen. Ein wesentlicher Faktor für diesen Rückgang waren die stark erhöhten Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen. Dadurch sank der Return on Equity vor Steuern um 14,0 Prozentpunkte auf 11,3 Prozent.

Der Zinsüberschuss in der Region erhöhte sich um 2 Prozent oder € 3 Millionen auf € 217 Millionen, während die Bilanzaktiva um 6 Prozent auf € 24,4 Milliarden stiegen. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 24 Basispunkte auf 3,50 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva nahmen um 10 Prozent zu, von zuvor € 16,7 Milliarden auf € 18,4 Milliarden.

Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau stieg die Dotierung der Kreditrisikovorsorgen um € 84 Millionen auf € 112 Millionen. Dieser Zuwachs ging vor allem auf Neudotierungen zu Einzelwertberichtigungen zurück. Diese erhöhten sich vorwiegend durch Dotierungen für Kredite an Privatkunden der rumänischen Konzerneinheit und für einige Firmenkunden in Kroatien. Portfolio-Wertberichtigungen wurden in nahezu allen Konzerneinheiten der Region dotiert. Die Risk/Earnings Ratio stieg auf 51,6 Prozent (plus 38,5 Prozentpunkte). Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 250 Basispunkte auf 4,16 Prozent zu.

Der Provisionsüberschuss blieb mit € 100 Millionen in etwa auf Vorjahresniveau. Der Zahlungsverkehr lieferte dazu einen Beitrag von € 35 Millionen, das Devisen- und Valutengeschäft blieb unverändert und steuerte € 21 Millionen bei. Weitere € 21 Millionen generierte das Kredit- und Garantiegeschäft. Den relativ größten Rückgang in der Region verbuchten die Konzerneinheiten in Rumänien und Serbien.

Eine positive Entwicklung verzeichnete das Handelsergebnis in der Region Südosteuropa. In Summe legte es um € 15 Millionen auf € 24 Millionen zu. Das währungsbezogene Geschäft übertraf mit € 22 Millionen deutlich den Wert der Vergleichsperiode 2008. Beim zinsbezogenen Geschäft war ein Gewinn von € 3 Millionen zu verbuchen, im aktienbezogenen Geschäft ergaben sich, speziell durch Positionen in Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina, Verluste von € 1 Million.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 3 Millionen und beruhte auf Bewertungsverlusten aus im IFRS-Abschluss nicht ansetzbaren Absicherungsgeschäften durch sonstige Derivate, die zur Minimierung des Zinsrisikos des Kreditportfolios in der Konzerneinheit im Kosovo abgeschlossen wurden, wodurch die Bewertungsänderungen in der Erfolgsrechnung darzustellen sind.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 2 Millionen. Nach einem negativen Ergebnis in der Vergleichsperiode wurde dieser Anstieg durch Gewinne aus der Bewertung von Wertpapieren in Rumänien bewirkt.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich insgesamt um 5 Prozent auf € 180 Millionen. Die Personalaufwendungen wuchsen leicht um € 2 Millionen auf € 79 Millionen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent oder 1.994 auf 19.123. Trotz einer Ausweitung des Geschäftsstellennetzes lagen die sonstigen Verwaltungsaufwendungen mit € 76 Millionen lediglich um 3 Prozent über jenen in der Vergleichsperiode. Die Abschreibungen, meist für Filialinvestitionen, erhöhten sich auf € 24 Millionen. Ausgehend von 1.005 Geschäftsstellen am Ende der Vergleichsperiode stieg deren Anzahl um 19 Prozent auf 1.200, womit Südosteuropa, überwiegend durch die starke Filialnetz-Ausweitung in Rumänien, den höchsten Zuwachs aller Segmente aufwies. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich geringfügig um 0,2 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 2 Millionen und betrug € 8 Millionen. Neben kleineren Aufwandsposten steuerten dazu vor allem die Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in der Berichtsperiode € 9 Millionen bei.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 52 Prozent und beliefen sich auf € 10 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 48 Millionen.

Russland

1.1.–31.3. Veränderung 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 209 40,3 % 149
Kreditrisikovorsorgen -110 >500,0 % -16
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 100 -25,1 % 133
Provisionsüberschuss 51 17,6 % 43
Handelsergebnis -28 24
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -4 -89,7 % -34
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 2
Verwaltungsaufwendungen -100 7,6 % -93
davon Personalaufwand -44 -11,0 % -49
davon Sachaufwand -48 27,7 % -38
davon Abschreibungen -8 33,4 % -6
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -65,9 % -2
Periodenüberschuss vor Steuern 20 -71,7 % 70
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6 -67,1 % -19
Periodenüberschuss nach Steuern 14 -73,5 % 51
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg 0 0
Konzern-Periodenüberschuss 14 -73,1 % 51
Anteil am Ergebnis vor Steuern 16 % -2 PP 18 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 14 % -3 PP 17 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 10.003 6,7 % 9.372
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 906 5,1 % 861
Summe Aktiva1 14.126 3,0 % 13.714
Verbindlichkeiten1 12.676 1,1 % 12.536
Risk/Earnings Ratio 52,5 % 41,5 PP 11,0 %
Cost/Income Ratio 43,1 % -0,2 PP 43,3 %
Durchschnittliches Eigenkapital 1.038 -11,2 % 1.169
Return on Equity vor Steuern 7,7% -16,4 PP 24,1%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 10.091 9,3 % 9.232
Geschäftsstellen1 236 -4,1 % 246

1 Stichtagswerte zum 31. März

In Russland sank der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode um 72 Prozent oder € 51 Millionen auf € 20 Millionen. Trotz des verglichen mit dem restlichen Konzern wesentlich höheren Anstiegs des Zinsüberschusses belasteten die Kreditrisikovorsorgen das Ergebnis maßgeblich. Der Return on Equity vor Steuern sank demzufolge um 16,4 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent.

Der Zinsüberschuss der Region entwickelte sich mit einem Plus von 40 Prozent oder € 60 Millionen auf € 209 Millionen deutlich dynamischer als die Bilanzaktiva, die um 3 Prozent oder € 0,4 Milliarden auf € 14,1 Milliarden zulegten. Ein wesentlicher Grund dafür war die deutlich verbesserte Nettozinsspanne, die um 115 Basispunkte auf 5,76 Prozent anstieg.

Die Kreditrisikoaktiva nahmen um 7 Prozent auf € 10,0 Milliarden zu und damit etwas stärker als die Bilanzaktiva. Hauptverantwortlich dafür war die deutliche Erhöhung der außerbilanziellen Posten.

Die Dotierung der Kreditrisikovorsorgen stieg von € 16 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 110 Millionen in der Berichtsperiode. Diese Erhöhung ging auf Portfolio-Wertberichtigungen im Ausmaß von € 57 Millionen zurück. Der Anstieg der Einzelwertberichtigungen stand überwiegend mit Krediten an Firmenkunden in Zusammenhang. Die Risk/Earnings Ratio erhöhte sich um 41,5 Prozentpunkte auf 52,5 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio legte um 117 Basispunkte auf 3,34 Prozent zu.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Anstieg um 18 Prozent oder € 8 Millionen auf € 51 Millionen. Der Zahlungsverkehr steuerte € 18 Millionen bei. Das Devisen- und Valutengeschäft verdoppelte sich gegenüber der Vergleichsperiode 2008 und steuerte € 20 Millionen bei.

Das Handelsergebnis sank von € 24 Millionen in der Vergleichsperiode auf minus € 28 Millionen im ersten Quartal 2009. Dies resultierte überwiegend aus US-Dollar-Positionen, die aus Makro-Hedging-Zwecken eingegangen worden waren. Das zinsbezogene Geschäft brachte hingegen einen Gewinn von € 20 Millionen, der großteils auf Bewertungsgewinnen bei festverzinslichen Wertpapieren basierte, was durch die rückläufige Zinsentwicklung verursacht worden war.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode minus € 4 Millionen. Es beruhte im Wesentlichen auf einem Bewertungsergebnis aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen wurden.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug in Russland € 2 Millionen. Aus der Tilgung von Held-to-Maturity-Wertpapieren stammte ein Verlust von € 2 Millionen. Positiv wirkten sich hingegen die Bewertungsgewinne des zu Marktwerten bilanzierten Wertpapierbestands mit € 4 Millionen aus.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 8 Prozent oder € 7 Millionen auf € 100 Millionen. Die Personalaufwendungen gingen dabei um 11 Prozent oder € 5 Millionen auf € 44 Millionen zurück. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern in der Region wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 9 Prozent oder 859 auf 10.091. Die sonstigen administrativen Aufwendungen stiegen um 28 Prozent oder € 10 Millionen auf € 48 Millionen, wofür hauptsächlich die deutliche Erhöhung der Mietaufwendungen verantwortlich war. Die Abschreibungen stiegen um € 2 Millionen auf € 8 Millionen. Die Cost/Income Ratio der Region blieb fast unverändert bei 43,1 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments blieb mit minus € 1 Million über dem Niveau der Vergleichsperiode 2008. Für dieses Ergebnis waren hauptsächlich die Aufwendungen für nicht ertragsabhängige Steuern verantwortlich.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 67 Prozent und beliefen sich auf € 6 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten lag bei € 14 Millionen, was einen Rückgang von 75 Prozent bedeutete.

GUS Sonstige

1.1.–31.3. Veränderung 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 126 6,8 % 118
Kreditrisikovorsorgen -118 >500,0 % -7
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 8 -92,9 % 110
Provisionsüberschuss 43 -12,9 % 50
Handelsergebnis 23 >500,0 % 3
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 4 0
Verwaltungsaufwendungen -78 -14,2 % -91
davon Personalaufwand -43 -13,7 % -50
davon Sachaufwand -26 -17,5 % -31
davon Abschreibungen -9 -5,5 % -10
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 19,0 % 1
Periodenüberschuss vor Steuern 1 -98,5 % 73
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 -98,4 % -22
Periodenüberschuss nach Steuern 1 -98,5 % 51
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -4 -1,9 % -4
Konzern-Periodenüberschuss -3 47
Anteil am Ergebnis vor Steuern 1 % -18 PP 19 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 1 % -16 PP 17 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 7.500 6,3 % 7.055
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 668 5,4 % 634
Summe Aktiva1 7.715 5,5 % 7.310
Verbindlichkeiten1 6.724 5,4 % 6.378
Risk/Earnings Ratio 93,8 % 87,6 PP 6,2 %
Cost/Income Ratio 40,4 % -12,7 PP 53,1 %
Durchschnittliches Eigenkapital 850 4,7 % 812
Return on Equity vor Steuern 0,5 % -35,4 PP 35,9 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 19.279 -2,5 % 19.780
Geschäftsstellen1 1.188 -4,0 % 1.238

1 Stichtagswerte zum 31. März

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments ging in der Berichtsperiode um € 72 Millionen auf € 1 Million zurück. Dieser Ergebnisrückgang resultierte aus sehr hohen Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen. Besonders stark wirkten sich in diesem Segment Währungsschwankungen (massive Abwertung der ukrainischen Hryvna, im Durchschnittskurs um 34 Prozent) aus. Der Return on Equity sank demzufolge um 35,4 Prozentpunkte auf 0,5 Prozent.

Der Zinsüberschuss des Segments GUS Sonstige wuchs um 7 Prozent oder € 8 Millionen auf € 126 Millionen. Die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand um 6 Prozent oder € 0,4 Milliarden auf € 7,7 Milliarden zu. Die Nettozinsspanne verringerte sich leicht um 3 Basispunkte auf 6,38 Prozent.

Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich im Einklang mit den Bilanzaktiva um 6 Prozent auf € 7,5 Milliarden.

Die Dotierung der Kreditrisikovorsorgen stieg von € 7 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 118 Millionen in der Berichtsperiode. Diese Erhöhung betraf sowohl umfangreiche Einzelwertberichtigungen im Zusammenhang mit Krediten an Privatkunden in der Ukraine, als auch die Portfolio-Wertberichtigungen. Die Risk/Earnings Ratio erhöhte sich um 87,6 Prozentpunkte auf 93,8 Prozent. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 740 Basispunkte auf 10,5 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete währungsbedingt einen Rückgang um € 7 Millionen auf € 43 Millionen. Den wichtigsten Beitrag lieferte der Zahlungsverkehr mit € 27 Millionen. Das Devisen- und Valutengeschäft steuerte € 16 Millionen bei.

Das Handelsergebnis wuchs von € 3 Millionen auf € 23 Millionen. Dieses Ergebnis resultierte fast zur Gänze aus dem währungsbezogenen Geschäft. Der Großteil davon stammte aus Bewertungsgewinnen aus einer strategischen Währungsposition in Belarus. Das zinsbezogene Geschäft brachte einen Ertrag von € 1 Million.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 4 Millionen. Positiv wirkten sich die Bewertungsgewinne des zu Marktwerten bilanzierten Wertpapierbestands aus, die überwiegend in der ukrainischen Konzerntochter anfielen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen insgesamt um 14 Prozent oder € 13 Millionen auf € 78 Millionen zurück. Die Personalaufwendungen reduzierten sich dabei um 14 Prozent oder € 7 Millionen auf € 43 Millionen. Die Region wies eine durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern von 19.279 aus, das bedeutet eine Verringerung um 3 Prozent oder 501 Mitarbeiter gegenüber der Vergleichsperiode. Die sonstigen administrativen Aufwendungen sanken um 18 Prozent oder € 5 Millionen auf € 26 Millionen, was mit der Reduktion der Geschäftsstellen in der Ukraine (minus 63 Geschäftsstellen) in Zusammenhang stand. Die Abschreibungen blieben mit € 9 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode 2008. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich deutlich um 12,7 Prozentpunkte auf 40,4 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments blieb mit € 1 Million unverändert gegenüber der Vergleichsperiode.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode analog zum Rückgang des Periodenüberschusses um 98 Prozent und beliefen sich auf € 0,3 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten verringerte sich auf minus € 3 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Treasury
  • Participations and Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.

1.1.–31.3.2009 Corporate Retail Treasury Participations Gesamt
in € Millionen Customers Customers and Other
Zinsüberschuss 275 428 10 54 767
Kreditrisikovorsorgen -151 -295 -0 1 -445
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 124 133 10 54 321,9
Provisionsüberschuss 99 192 -0 3 294
Handelsergebnis 0 0 47 -2 46
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -5 -5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -1 -2 0 -3
Verwaltungsaufwendungen -113 -409 -23 -29 -574
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 3 -10 4
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 121 -80 28 15 84
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 30.098 17.828 6.240 3.903 58.068
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.573 1.692 986 331 5.582
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.881 49.223 1.586 2.190 62.880
Cost/Income Ratio 29,2 % 65,6 % 39,8 % 66,7 % 51,7 %
Durchschnittliches Eigenkapital 3.249 1.958 696 383 6.287
Return on Equity vor Steuern 14,9 % -16,4 % 15,8 % 16,0 % 5,3 %

Geschäftsbereichsüberblick

1.1.–31.3.2008
in € Millionen
Corporate
Customers
Retail
Customers
Treasury Participations
and Other
Gesamt
Zinsüberschuss 252 404 65 -11 711
Kreditrisikovorsorgen -26 -67 -0 -0 -93
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 226 338 65 -11,0 618
Provisionsüberschuss 116 212 2 1 331
Handelsergebnis 2 1 36 -1 38
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 0 -9 -28 -37
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -1 -1 1 -1
Verwaltungsaufwendungen -122 -412 -26 -24 -584
Sonstiges betriebliches Ergebnis 7 3 -0 -4 6
Ergebnis aus Endkonsolidierungen
Periodenüberschuss vor Steuern 227 132 49 -39 370
Risikoaktiva, (Kreditrisiko) 30.154 15.241 6.011 4.219 55.625
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.565 1.469 893 331 5.257
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.163 46.902 1.446 1.924 59.435
Cost/Income Ratio 32,4 % 66,5 % 25,3 % 53,8 %
Durchschnittliches Eigenkapital 3.292 2.052 717 511 6.572
Return on Equity vor Steuern 27,6 % 25,8 % 27,2 % 22,5 %

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen Ergebnisrückgang. Der Periodenüberschuss vor Steuern sank um 47 Prozent auf € 121 Millionen.

Das operative Geschäft entwickelte sich weiterhin positiv. In Summe erhöhten sich die Betriebserträge des Geschäftsbereichs um 2 Prozent von € 377 Millionen auf € 385 Millionen. Der Zinsüberschuss legte mit € 275 Millionen um 9 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode zu, der Provisionsüberschuss hingegen verzeichnete einen Rückgang um 15 Prozent auf € 99 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich um 8 Prozent auf € 113 Millionen, womit sich die Cost/Income Ratio um 3 Prozentpunkte auf 29,2 Prozent verbesserte. Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 49 Prozent auf € 11 Millionen, wobei das Geschäftsfeld Operating Leasing mit € 5 Millionen den größten Beitrag leistete.

Die Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich deutlich auf nunmehr € 151 Millionen. Die Erhöhung ist überwiegend auf die Dotierungen in Russland zurückzuführen.

Die Risikoaktiva für das Kreditrisiko erreichten € 30,1 Milliarden, was gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode 2008 einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent bedeutet.

Der Return on Equity vor Steuern sank aufgrund des Rückgangs im Ergebnis um 12,7 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent.

Retail Customers

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers drehte sich gegenüber der Vergleichsperiode ins Negative und betrug minus € 80 Millionen. Im Vorjahr war ein Gewinn von € 133 Millionen erzielt worden.

Die Betriebserträge aus diesem Geschäftsbereich blieben mit € 623 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Zinsüberschuss stieg um 6 Prozent auf € 428 Millionen. Der Provisionsüberschuss war rückläufig und sank um 10 Prozent auf € 192 Millionen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 1 Prozent leicht zurück. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 1 Prozentpunkt auf 65,6 Prozent.

Für den Ergebnisrückgang war die wesentlich erhöhte Dotierung von Kreditrisikovorsorgen auf nunmehr € 295 Millionen verantwortlich. Zu dieser massiven Erhöhung führten die in der Ukraine vorgenommenen Einzelwertberichtigungen.

Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 17 Prozent und betrugen zum Ende der Berichtsperiode € 17,8 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern war aufgrund des Verlusts negativ.

Treasury

Der Geschäftsbereich Treasury erzielte einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 28 Millionen (minus 44 Prozent). Das Ergebnis wurde trotz des Rückgangs des Zinsüberschusses durch ein um 30 Prozent verbessertes Handelsergebnis und die Reduktion der Verwaltungsaufwendungen erreicht. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 5 Millionen.

Der Verlust aus Finanzinvestitionen betrug € 2 Millionen und resultierte aus der Abwertung von Wertpapieren.

Die Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich positiv und verringerten sich im Periodenvergleich um 13 Prozent. Die Betriebserträge wiesen eine gegenläufige Entwicklung auf und sanken um 45 Prozent auf € 57 Millionen. Folglich erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 14,6 Prozentpunkte auf 39,8 Prozent.

Die Kreditrisikoaktiva stiegen um 4 Prozent auf € 6,2 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs reduzierte sich wegen des Rückgangs im Periodenüberschuss um 11,4 Prozentpunke auf 15,8 Prozent.

Participations and Other

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode auf € 15 Millionen. Das Ergebnis ist hauptsächlich deshalb stark positiv, weil es die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals enthält, die durch das hohe Zinsniveau in CEE im Berichtszeitraum stark stiegen.

Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten enthält der Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung. Diese verbleiben in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernabschluss (Zwischenbericht zum 31. März 2009)

Erfolgsrechnung

Anhang
in € Millionen
1.1.–31.3.
2009
Veränderung 1.1.–31.3.
2008
Zinserträge 1.546,0 14,7 % 1.347,5
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0,3 -36,4 % 0,5
Zinsaufwendungen -779,2 22,3 % -636,9
(2)
Zinsüberschuss
767,1 7,9 % 711,1
Kreditrisikovorsorgen
(3)
-445,2 378,5 % -93,0
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 321,9 -47,9 % 618,1
Provisionserträge 348,4 -9,7 % 386,0
Provisionsaufwendungen -54,7 -0,9 % -55,2
(4)
Provisionsüberschuss
293,7 -11,2 % 330,8
Handelsergebnis
(5)
45,6 21,3 % 37,5
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
(6)
-4,9 -86,7 % -36,7
Ergebnis aus Finanzinvestitionen
(7)
-2,9 88,8 % -1,5
Verwaltungsaufwendungen
(8)
-573,6 -1,9 % -584,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis
(9)
3,7 -35,7 % 5,8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 -
Periodenüberschuss vor Steuern 83,6 -77,4 % 369,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -19,9 -77,9 % -90,2
Periodenüberschuss nach Steuern 63,7 -77,2 % 279,4
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -7,5 -69,9 % -24,9
Konzern-Periodenüberschuss 56,2 -77,9 % 254,4
in € 1.1.–31.3.
2009
Veränderung 1.1.–31.3.
2008
Gewinn je Aktie 0,37 -1,28 1,65

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 31. März 2009 waren dies 153,6 Millionen, zum 31. März 2008 waren es 153,9 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q2/2008 Q3/2008 Q4/2008 Q1/2009
Zinsüberschuss 786,5 844,1 890,3 767,1
Kreditrisikovorsorgen -108,3 -164,2 -414,8 -445,2
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 678,1 679,9 475,6 321,9
Provisionsüberschuss 372,0 394,9 398,6 293,7
Handelsergebnis 54,6 35,2 40,3 45,6
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 44,1 -6,3 -21,0 -4,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 0,9 10,8 -35,8 -2,9
Verwaltungsaufwendungen -665,5 -689,7 -693,5 -573,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis -17,0 -6,4 1,8 3,7
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 5,8 -0,2 2,2 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 473,1 418,3 168,1 83,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -106,0 -99,3 -55,3 -19,9
Periodenüberschuss nach Steuern 367,1 319,0 112,8 63,7
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -55,8 -23,2 7,7 -7,5
Konzern-Periodenüberschuss 311,3 295,8 120,5 56,2
in € Millionen Q2/2007 Q3/2007 Q4/2007 Q1/2008
Zinsüberschuss 573,8 625,0 715,1 711,1
Kreditrisikovorsorgen -77,3 -88,8 -114,9 -93,0
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 496,4 536,2 600,2 618,1
Provisionsüberschuss 297,2 322,8 354,8 330,8
Handelsergebnis 43,7 41,4 7,1 37,5
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 6,8 -26,3 -8,0 -36,7
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -8,0 -2,9 0,8 -1,5
Verwaltungsaufwendungen -526,2 -535,0 -646,3 -584,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3,9 -2,5 -23,5 5,8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,2 13,1 -0,9
Periodenüberschuss vor Steuern 314,1 346,8 284,2 369,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -67,9 -87,2 -47,4 -90,2
Periodenüberschuss nach Steuern 246,3 259,6 236,8 279,4
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -37,4 -35,3 -21,3 -24,9

Bilanz

Aktiva
in € Millionen
Anhang 31.3.
2009
Veränderung 31.12.
2008
Barreserve 6.507 -8,7 % 7.130
Forderungen an Kreditinstitute (11,30) 7.012 -22,4 % 9.038
Forderungen an Kunden (12,30) 55.662 -3,9 % 57.902
Kreditrisikovorsorgen (13) -2.007 22,3 % -1.641
Handelsaktiva (14,30) 3.505 -6,9 % 3.763
Derivative Finanzinstrumente (15,30) 808 -6,6 % 865
Wertpapiere und Beteiligungen (16,30) 5.280 2,8 % 5.137
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen (30) 3 18,7 % 3
Immaterielle Vermögenswerte (17) 934 -1,9 % 952
Sachanlagen (18) 1.241 -1,8 % 1.264
Sonstige Aktiva (19,30) 938 -4,7 % 985
Aktiva gesamt 79.883 -6,5 % 85.397
Passiva
in € Millionen
Anhang 31.3.
2009
Veränderung 31.12.
2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20,30) 24.965 -4,8 % 26.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21,30) 40.936 -7,4 % 44.206
Verbriefte Verbindlichkeiten (22,30) 2.949 -13,1 % 3.393
Rückstellungen (23,30) 379 -13,2 % 437
Handelspassiva (24,30) 1.161 -20,5 % 1.460
Derivative Finanzinstrumente (25,30) 740 -11,0 % 832
Sonstige Passiva (26,30) 817 25,1 % 653
Nachrangkapital (27,30) 1.720 2,1 % 1.684
Eigenkapital (28) 6.216 -4,6 % 6.518
Konzern-Eigenkapital 5.263 14,1 % 4.613
Konzern-Periodenüberschuss 56 -94,3 % 982
Anteile anderer Gesellschafter 897 -2,8 % 923
Passiva gesamt 79.883 -6,5 % 85.397

Eigenkapitalentwicklung

in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2008 469 2.588 1.929 841 795 6.622
Kapitaleinzahlungen 52 52
Gewinnthesaurierung 841 -841
Dividendenzahlungen -4 -4
Umfassendes Ergebnis -102 254 32 184
Eigene Aktien/Share Incentive
Program -1 -26 -27
Sonstige Veränderungen 17 2 19
Eigenkapital 31.3.2008 468 2.562 2.686 254 877 6.846
in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2009 469 2.568 1.577 982 923 6.518
Gewinnthesaurierung 982 -982
Dividendenzahlungen -2 -2
Umfassendes Ergebnis -338 56 -24 -306
Eigene Aktien/Share Incentive
Program
-1 -1
Sonstige Veränderungen 7 7
Eigenkapital 31.3.2009 469 2.567 2.227 56 897 6.216

Umfassendes Ergebnis

Konzern-Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter
in € Millionen 1.1.–
31.3.2009
1.1.–
31.3.2008
1.1.–
31.3.2009
1.1.–
31.3.2008
Konzern-Periodenüberschuss 56 254 8 25
Währungsdifferenzen -337 -142 -32 6
Capital Hedge -1 52
Cash-Flow Hedge -2 -12 1
Bewertungsänderungen zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller Vermögenswerte
2
Umfassendes Ergebnis -282 152 -24 32

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 7.130 3.664
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -544 -866
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 304 -78
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 33 41
Effekte aus Wechselkursänderungen -417 -57
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 6.507 2.704

Segmentberichterstattung

Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn

  • Südosteuropa Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Moldau, Rumänien und Serbien
  • Russland
  • GUS Sonstige Belarus, Kasachstan und Ukraine

Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung, aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.

1.1.–31.3.2009 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 231,4 217,4 209,4 125,5 -16,7 767,1
Kreditrisikovorsorgen -105,4 -112,3 -109,9 -117,7 -445,2
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 126,1 105,2 99,5 7,8 -16,7 321,9
Provisionsüberschuss 99,6 99,6 50,5 43,3 0,7 293,7
Handelsergebnis 32,1 23,5 -27,9 23,3 -5,5 45,6
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten
0,6 -2,6 -3,6 0,1 0,6 -4,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -10,3 2,1 1,6 3,7 0,0 -2,9
Verwaltungsaufwendungen -202,7 -179,6 -99,7 -77,9 -13,8 -573,6
davon Personalaufwand -97,4 -79,1 -43,5 -43,0 -11,7 -274,6
davon Sachaufwand -86,2 -76,3 -48,4 -26,0 -1,4 -238,3
davon Abschreibungen -19,1 -24,2 -7,8 -9,0 -0,7 -60,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0,9 7,6 -0,7 0,8 -4,8 3,7
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 46,3 55,8 19,9 1,1 -39,5 83,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10,9 -10,3 -6,3 -0,3 7,9 -19,9
Periodenüberschuss nach Steuern 35,4 45,5 13,6 0,7 -31,5 63,7
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
-12,5 2,0 0,1 -4,0 6,8 -7,5
Konzern-Periodenüberschuss 23,0 47,5 13,7 -3,3 -24,7 56,2
Anteil am Ergebnis vor Steuern 37,6 % 45,3 % 16,2 % 0,9 % 100,0 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 37,2 % 47,8 % 14,2 % 0,8 % 100,0 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 22.322 18.410 10.003 7.500 -166 58.068
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.025 1.653 906 668 330 5.582
Summe Aktiva1 32.805 24.421 14.126 7.715 817 79.883
Verbindlichkeiten1 30.523 21.726 12.676 6.724 2.018 73.667
Risk/Earnings Ratio 45,5 % 51,6 % 52,5 % 93,8 % 58,0 %
Cost/Income Ratio 55,7 % 51,6 % 43,1 % 40,4 % 51,7 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.434 1.982 1.038 850 -17 6.287
Return on Equity vor Steuern 7,6 % 11,3 % 7,7 % 0,5 % 5,3 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 14.079 19.123 10.091 19.279 308 62.880
Geschäftsstellen1 584 1.200 236 1.188 3.208

1 Stichtagswerte zum 31. März

1.1.–31.3.2008 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 237,5 214,0 149,3 117,5 -7,3 711,1
Kreditrisikovorsorgen -41,3 -28,0 -16,4 -7,2 -0,1 -93,0
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 196,2 186,0 132,9 110,3 -7,4 618,1
Provisionsüberschuss 134,5 100,9 43,0 49,7 2,8 330,8
Handelsergebnis 4,2 8,7 23,7 3,0 -2,0 37,5
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten -1,8 -0,7 -34,5 0,2 -36,7
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 1,8 -3,3 -1,5
Verwaltungsaufwendungen -215,0 -171,3 -92,6 -90,8 -14,8 -584,4
davon Personalaufwand -107,3 -77,0 -48,9 -49,8 -11,2 -294,1
davon Sachaufwand -86,9 -74,3 -37,9 -31,5 -3,0 -233,6
davon Abschreibungen -20,7 -20,1 -5,8 -9,5 -0,5 -56,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis -3,6 9,6 -2,0 0,6 1,2 5,8
Periodenüberschuss vor Steuern 116,4 129,9 70,4 72,9 -20,0 369,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -25,0 -21,3 -19,3 -22,0 -2,8 -90,2
Periodenüberschuss nach Steuern 91,4 108,7 51,1 50,9 -22,7 279,4
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg -23,8 -4,5 -0,2 -4,1 7,6 -24,9
Konzern-Periodenüberschuss 67,6 104,2 51,0 46,8 -15,1 254,4
Anteil am Ergebnis vor Steuern 29,9 % 33,4 % 18,1 % 18,7 % 100,0 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 30,2 % 36,0 % 16,9 % 16,8 % 100,0 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)11 22.814 16.679 9.372 7.055 -296 55.625
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.080 1.488 861 634 194 5.257
Summe Aktiva1 30.320 23.119 13.714 7.310 2.009 76.472
Verbindlichkeiten1 28.186 20.740 12.536 6.378 1.784 69.626
Risk/Earnings Ratio 17,4 % 13,1 % 11,0 % 6,2 % 13,1 %
Cost/Income Ratio 57,7 % 51,4 % 43,3 % 53,1 % 53,8 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.717 2.054 1.169 812 -180 6.572
Return on Equity vor Steuern 17,1 % 25,3 % 24,1 % 35,9 % 22,5 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.043 17.129 9.232 19.780 251 59.435
Geschäftsstellen1 545 1.005 246 1.238 3.034

1 Stichtagswerte zum 31. März

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und der auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt. Der vorliegende ungeprüfte Zwischenbericht zum 31. März 2009 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2008 angewendet.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 31.3.2009 31.12.2008 31.3.2009 31.12.2008
Stand Beginn der Periode 131 121 1 3
In der Berichtsperiode erstmals einbezogen 3 19
In der Berichtsperiode ausgeschieden -7 -2
In der Berichtsperiode verschmolzen -2
Stand Ende der Periode 134 131 1 1

Die folgenden Unternehmen wurden erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Anteil Stichtag Grund
ACB Ponava, s.r.o., Prag (CZ) 34,5 % 1.3. Wesentlichkeit
Regional Card Processing Center s.r.o., Bratislava (SK) 63,0 % 1.1. Gründung
Raiffeisen Leasing Kosovo LLC, Prishtina (RS) 92,5 % 1.1. Gründung

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten des Handelsbestands
256,4 -159,5
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
52,8 18,5
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0,3 0,7
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 950,9 1.160,4
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
42,2 37,9
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-772,1 -636,1
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 2,9 34,6
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) -173,7 160,4
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -276,1 -247,3
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 83,6 369,6

(2) Zinsüberschuss

1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zinserträge 1.543,1 1.346,2
aus Forderungen an Kreditinstitute 76,7 130,0
aus Forderungen an Kunden 1.245,4 1.048,1
aus Wertpapieren 98,0 58,7
aus Leasingforderungen 78,2 74,7
aus derivativen Finanzinstrumenten (non-trading), netto 44,9 34,7
Laufende Erträge aus Anteilsbesitz -0,1 0,0
Zinsähnliche Erträge 3,0 1,3
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 1.546,0 1.347,5
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0,3 0,5
Zinsaufwendungen -777,8 -635,1
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -279,2 -244,2
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -443,4 -336,1
für verbriefte Verbindlichkeiten -32,4 -31,9
für Nachrangkapital -22,8 -22,9
Zinsähnliche Aufwendungen -1,4 -1,7
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -779,2 -636,9
Zinsüberschuss 767,1 711,1

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Einzelwertberichtigungen -300,1 -76,9
Zuführung zu Risikovorsorgen -396,5 -135,2
Auflösung von Risikovorsorgen 102,9 61,4
Direktabschreibungen -11,6 -7,3
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 5,1 4,2
Portfolio-Wertberichtigungen -145,1 -16,2
Zuführung zu Risikovorsorgen -199,6 -73,9
Auflösung von Risikovorsorgen 54,5 57,7
Gesamt -445,2 -93,0

(4) Provisionsüberschuss

1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Zahlungsverkehr 125,8 145,3
Kreditbearbeitung und Avalgeschäft 46,3 42,6
Wertpapiergeschäft 6,1 11,1
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 92,0 100,5
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 5,1 10,5
Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten 6,0 3,9
Kreditderivatgeschäft -0,6 -0,2
Sonstige Bankdienstleistungen 13,0 17,1
Gesamt 293,7 330,8

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Zinsbezogenes Geschäft 36,0 -10,7
Währungsbezogenes Geschäft 10,5 53,5
Aktien-/indexbezogenes Geschäft -1,0 -5,4
Sonstiges Geschäft 0,1 0,1
Gesamt 45,6 37,5

(6) Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 3,1
Ergebnis aus Kreditderivaten 0,3 0,1
Ergebnis aus sonstigen Derivaten -8,3 -36,8
Gesamt -4,9 -36,7

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -1,5
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -1,5
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 0,7
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen 0,7
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere -1,4 -2,2
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren -1,8 -0,1
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 0,4 -2,1
Gesamt -2,9 -1,5

(8) Verwaltungsaufwendungen

1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
in € Millionen 2009 2008
Personalaufwand -274,6 -294,1
Sachaufwand -238,3 -233,6
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -60,7 -56,7
Gesamt -573,6 -584,4

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.–31.3.
2009
1.1.–31.3.
2008
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 39,1 39,2
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -39,2 -36,7
Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen 1,0 -0,4
Ergebnis aus Investment Property 0,7 0,8
Ergebnis aus Operating Leasing 10,6 8,1
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -0,4 -0,1
Sonstige Steuern -12,5 -12,1
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 3,6
Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen 1,3 0,6
Sonstige betriebliche Erträge 8,3 5,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5,2 -3,1
Gesamt 3,7 5,8

Erläuterungen zur Bilanz

(10) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.
2009
31.12.
2008
Handelsaktiva 4.283 4.611
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
2.695 2.042
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 51 56
Kredite und Forderungen 68.079 73.373
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 2.507 3.018
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 29 17
Sonstige Aktiva 2.239 2.280
Aktiva gesamt 79.883 85.397

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst ausschließlich die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Anteile an at-equity bewerteten und sonstigen verbundenen Unternehmen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.
2009
31.12.
2008
Handelspassiva 1.844 2.241
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 71.386 76.150
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 57 51
Rückstellungen 379 437
Eigenkapital 6.216 6.518
Passiva gesamt 79.883 85.397

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(11) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Giro- und Clearinggeschäft 1.794 1.643
Geldmarktgeschäft 3.668 4.348
Kredite an Banken 1.543 3.009
Angekaufte Forderungen 2 2
Leasingforderungen 4 4
Forderungspapiere 1 32
Gesamt 7.012 9.038

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 508 2.454
Südosteuropa 996 1.043
Russland 475 535
GUS Sonstige 316 302
Österreich 2.954 3.125
Sonstige 1.763 1.580
Gesamt 7.012 9.038

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentralbanken 1.390 3.664
Geschäftsbanken 5.607 5.355
Multilaterale Entwicklungsbanken 15 19
Gesamt 7.012 9.038

(12) Forderungen an Kunden

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Kreditgeschäft 25.989 27.885
Geldmarktgeschäft 8.039 8.033
Hypothekarforderungen 17.434 17.249
Angekaufte Forderungen 443 724
Leasingforderungen 3.754 4.009
Forderungspapiere 3 3
Gesamt 55.662 57.902

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Öffentlicher Sektor 1.173 1.104
Kommerzkunden – Großkunden 28.235 29.564
Kommerzkunden – Small Business 4.785 5.057
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.755 19.268
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.676 2.868
Sonstige 38 41
Gesamt 55.662 57.902

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 23.767 24.621
Südosteuropa 12.788 12.934
Russland 7.915 8.819
GUS Sonstige 6.633 6.602
Österreich 22 24
Sonstige 4.537 4.904
Gesamt 55.662 57.902

(13) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Öffentlicher Sektor 4 2
Kreditinstitute 6 4
Kommerzkunden – Großkunden 787 686
Kommerzkunden – Small Business 209 166
Retail-Kunden – Privatpersonen 853 669
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 148 114
Gesamt 2.007 1.641

Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:

in € Millionen Stand
1.1.2009
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zu
führungen1
Auf
lösungen
Ver
brauch2
Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.3.2009
Einzelwertberichtigungen 1.112 403 -103 -19 -37 1.356
Zentraleuropa 450 138 -57 -8 -29 494
Südosteuropa 239 104 -26 -8 -3 306
Russland 223 68 -18 -1 -18 254
GUS Sonstige 200 93 -2 -2 13 302
Portfolio
Wertberichtigungen 599 199 -54 -19 725
Zentraleuropa 166 54 -30 -8 182
Südosteuropa 148 43 -8 -4 179
Russland 150 64 -5 -13 196
GUS Sonstige 135 38 -11 6 168
Gesamt 1.711 602 -157 -19 -56 2.081

1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

31.3.2009 Buchwert Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
Buchwert
Einzelwert
berichtigte
Fair value
in € Millionen gungen tigungen Aktiva
Kreditinstitute 7.012 6 7.006 23 7.006
Öffentlicher Sektor 1.173 4 1.169 10 1.150
Kommerzkunden –
Großkunden 28.235 585 202 27.448 1.805 27.842
Kommerzkunden –
Small Business 4.785 163 46 4.576 432 4.655
Retail-Kunden –
Privatpersonen 18.755 455 398 17.902 882 18.417
Retail-Kunden –
Klein- und Mittelbetriebe 2.676 96 52 2.528 208 2.596
Sonstige 38 38 38
Gesamt 62.674 1.309 698 60.667 3.360 61.704

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:

31.12.2008
in € Millionen
Buchwert Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
Buchwert
Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Fair value
Kreditinstitute 9.038 4 9.034 16 10.308
Öffentlicher Sektor 1.104 2 1.102 6 1.087
Kommerzkunden –
Großkunden 29.564 507 179 28.879 1.428 29.111
Kommerzkunden –
Small Business 5.057 118 48 4.890 304 4.950
Retail-Kunden –
Privatpersonen 19.268 368 301 18.599 501 18.880
Retail-Kunden –
Klein- und Mittelbetriebe 2.868 75 39 2.754 129 2.841
Sonstige 41 41 41
Gesamt 66.940 1.074 567 65.299 2.384 67.218

(14) Handelsaktiva

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.049 2.231
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 26 37
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 1.430 1.495
Gesamt 3.505 3.763

(15) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 29 17
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 4 5
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 775 843
Gesamt 808 865

(16) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 5.110 4.952
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 58 67
Unternehmensanteile 112 118
Gesamt 5.280 5.137

(17) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Firmenwerte 599 610
Software 206 217
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 129 125
Gesamt 934 952

(18) Sachanlagen

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 487 496
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 10 11
Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 516 532
Vermietete Leasinganlagen 228 225
Gesamt 1.241 1.264

(19) Sonstige Aktiva

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Steuerforderungen 162 156
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 66 40
Rechnungsabgrenzungsposten 229 253
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 150 163
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 116 141
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 4 4
Umlaufvermögen 52 78
Übrige Aktiva 159 150
Gesamt 938 985

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Giro- und Clearinggeschäft 893 741
Geldmarktgeschäft 5.509 5.960
Langfristige Finanzierungen 18.563 19.512
Gesamt 24.965 26.213

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 1.663 1.609
Südosteuropa 967 556
Russland 1.024 1.333
GUS Sonstige 120 180
Österreich 14.910 15.144
Sonstige 6.281 7.390
Gesamt 24.965 26.213

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentralbanken 1.444 1.330
Geschäftsbanken 22.952 24.328
Multilaterale Entwicklungsbanken 569 555
Gesamt 24.965 26.213

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Sichteinlagen 15.165 16.243
Termineinlagen 24.804 27.011
Spareinlagen 967 952
Gesamt 40.936 44.206

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich gemäß Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Öffentlicher Sektor 1.676 2.238
Kommerzkunden – Großkunden 13.084 15.343
Kommerzkunden – Small Business 2.542 3.084
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.184 20.327
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.978 2.908
Sonstige 472 304
Gesamt 40.936 44.206

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 18.704 20.432
Südosteuropa 11.862 13.143
Russland 5.247 5.834
GUS Sonstige 2.879 2.985
Österreich 278 259
Sonstige 1.966 1.552
Gesamt 40.936 44.206

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Begebene Schuldverschreibungen 2.351 2.630
Begebene Geldmarktpapiere 14 8
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 584 755
Gesamt 2.949 3.393

(23) Rückstellungen

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Steuern 63 108
Garantien und Bürgschaften 74 69
Offene Rechtsfälle 39 41
Unverbrauchter Urlaub 33 32
Bonuszahlungen 118 138
Sonstige 52 47
Gesamt 379 437

(24) Handelspassiva

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.160 1.449
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 1 11
Gesamt 1.161 1.460

(25) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
5 1
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash Flow
Hedge
52 50
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 2
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 683 779
Gesamt 740 832

(26) Sonstige Passiva

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 62 67
Rechnungsabgrenzungsposten 123 175
Dividendenverbindlichkeiten 1 8
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 372 195
Übrige Passiva 259 207
Gesamt 817 653

(27) Nachrangkapital

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Hybrides Kapital 510 503
Nachrangige Verbindlichkeiten 896 1.089
Ergänzungskapital 314 92
Gesamt 1.720 1.684

(28) Eigenkapital

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Konzern-Eigenkapital 5.263 4.613
Gezeichnetes Kapital 469 469
Kapitalrücklagen 2.567 2.568
Gewinnrücklagen 2.227 1.577
Konzern-Periodenüberschuss 56 982
Anteile anderer Gesellschafter 897 923
Gesamt 6.216 6.518

Sonstige Erläuterungen

(29) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Eventualverpflichtungen 4.642 5.052
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 5.386 6.343

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 6.213 Millionen (2008: € 6.847 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(30) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils mit marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Diese Informationen sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weitere Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:

31.3.2009 Mutterunter
nehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 2.371 6 43
Forderungen an Kunden 138 14 22
Handelsaktiva 219 5
Wertpapiere und Beteiligungen 4 61 51
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
3
Sonstige Aktiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
327 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
13.575 1.902 121
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2 40 3 7
Verbriefte Verbindlichkeiten 23
Rückstellungen 10
Handelspassiva 223 1
Sonstige Passiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
238 1 2
Nachrangkapital 867 596
Gegebene Garantien 235
Erhaltene Garantien 262 1
31.12.2008 Mutterunter
nehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 2.690 1 50
Forderungen an Kunden 126 13 38
Handelsaktiva 204 9
Wertpapiere und Beteiligungen 5 62 51
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
3
Sonstige Aktiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
298 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
13.961 1.934 83 119
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6 38 2 9
Verbriefte Verbindlichkeiten 25
Rückstellungen 6
Handelspassiva 282
Sonstige Passiva(inkl. derivative
Finanzinstrumente) 277 1 3
Nachrangkapital 844 591
Gegebene Garantien 250 6
Erhaltene Garantien 327 1

(31) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.

Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Eingezahltes Kapital 3.036 3.037
Erwirtschaftetes Kapital1 1.122 1.546
Anteile anderer Gesellschafter1 936 1.005
Hybrides Kapital 500 500
Immaterielle Vermögenswerte -213 -228
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 5.381 5.860
Abzugsposten vom Kernkapital -13 -14
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 5.367 5.846
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 91 91
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 57 58
Langfristiges nachrangiges Kapital 1.016 897
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 1.164 1.046
Abzugsposten von den ergänzenden Eigenmitteln -13 -14
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 1.151 1.032
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital 90 112
Gesamte Eigenmittel 6.608 6.992
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.582 5.767
Eigenmittelüberschuss 1.027 1.225
Überdeckungsquote 18,4 % 21,2 %
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 9,2 % 9,7 %
Kernkapitalquote (Tier 1), inkl. Markt- und operationelles Risiko 7,7 % 8,1 %
Eigenmittelquote 9,5 % 9,7 %

1 Zum Jahresende 2008 war ein Betrag von € 46 Millionen fälschlicherweise den Anteilen anderer Gesellschafter statt dem Erwirtschafteten Kapital zugeordnet worden. Mittlerweile wurde dies korrigiert. Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 58.068 60.388
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§
22a bis 22h BWG 4.646 4.831
Standardansatz 3.845 4.053
Auf internen Ratings basierender Ansatz 801 778
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und
Waren 106 152
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 356 343
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 474 440
Gesamteigenmittelerfordernis 5.582 5.767

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2009 31.12.2008
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 48.057 50.665
Zentralstaaten und Zentralbanken 3.885 3.927
Regionale Gebietskörperschaften 484 498
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 50 53
Multilaterale Entwicklungsbanken 28 28
Kreditinstitute 1.686 1.824
Unternehmen (Kommerzkunden) 26.315 28.438
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 13.372 13.586
Investmentfondsanteile 41 69
Verbriefungspositionen 4
Sonstige Posten 2.193 2.241
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Basis-IRB-Ansatz 10.011 9.723
Kreditinstitute 478 384
Unternehmen (Kommerzkunden) 9.452 9.334
Beteiligungspositionen 81 4
Gesamt 58.068 60.388

(32) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

1.1.–31.3. 1.1.–31.3.
Vollzeitäquivalente 2009 2008
Zentraleuropa 14.079 13.043
Südosteuropa 19.123 17.129
Russland 10.091 9.232
GUS Sonstige 19.279 19.780
Österreich 308 251
Gesamt 62.880 59.435

Finanzkalender 2009

14. Mai 2009 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
9. Juni 2009 Hauptversammlung
17. Juni 2009 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
30. Juli 2009 Beginn der Quiet Period
13. August 2009 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
29. Oktober 2009 Beginn der Quiet Period
12. November 2009 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Impressum

Medieninhaber: Raiffeisen International Bank-Holding AG, Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Investor Relations Redaktionsschluss: 11. Mai 2009 Herstellungsort: Wien Internet: www.ri.co.at Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Internet: www.ri.co.at Public Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828

Disclaimer

Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen International zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

Wir haben diesen Zwischenbericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs- oder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Zwischenbericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Der Zwischenbericht in englischer Sprache ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.

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