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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Oct 14, 2009

756_ir_2009-10-14_594bb785-02ce-47e8-a8b0-dfe3faf2f93d.pdf

Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Halbjahr 2009

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen International Konzern
Monetäre Werte in € Millionen
2009 Veränderung 2008
Erfolgsrechnung 1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
Zinsüberschuss 1.496 -0,1 % 1.498
Kreditrisikovorsorgen -969 380,9 % -201
Provisionsüberschuss 585 -16,8 % 703
Handelsergebnis 119 29,0 % 92
Verwaltungsaufwendungen -1.143 -8,5 % -1.250
Periodenüberschuss vor Steuern 154 -81,7 % 843
Periodenüberschuss nach Steuern 119 -81,6 % 646
Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) 78 -86,2 % 566
Bilanz 30.6. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 7.181 -20,5 % 9.038
Forderungen an Kunden 53.512 -7,6 % 57.902
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.610 -13,7 % 26.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 42.276 -4,4 % 44.206
Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) 6.215 -4,7 % 6.518
Bilanzsumme 77.862 -8,8 % 85.397
Kennzahlen 1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
Return on Equity vor Steuern 4,9 % -20,6 PP 25,5 %
Return on Equity nach Steuern 3,8 % -15,8 PP 19,6 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 2,9 % -16,7 PP 19,6 %
Cost/Income Ratio 51,6 % -3,2 PP 54,8 %
Return on Assets vor Steuern 0,38 % -1,83 PP 2,21 %
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 3,36 % 2,64 PP 0,72 %
Risk/Earnings Ratio 64,7 % 51,3 PP 13,4 %
Bankspezifische Kennzahlen1 30.6. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 54.701 -9,4 % 60.388
Gesamte Eigenmittel 6.950 -0,6 % 6.992
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.345 -7,3 % 5.767
Überdeckungsquote 30,0 % 8,8 PP 21,2 %
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko2 10,4 % 0,7 PP 9,7 %
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt2 8,5 % 0,4 PP 8,1 %
Eigenmittelquote 10,4 % 0,7 PP 9,7 %
Aktienkennzahlen 30.6. 30.6.
Gewinn je Aktie in € 0,51 -3,17 € 3,68
Kurs in € 24,75 -69,5 % 81,17
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 29,82 -72,9 % 110,20
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 13,00 -84,0 % 81,17
Anzahl der Aktien in Millionen 154,67 154,67
Marktkapitalisierung 3.828 -69,5 % 12.554
Ressourcen 30.6. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 59.711 -5,8 % 63.376
Geschäftsstellen 3.167 -2,0 % 3.231

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International ist Teil des RZB-Konzerns und unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.

2 Ohne Berücksichtigung der im Juli 2009 beschlossenen Emissionen, deren Anrechnung erst im dritten Quartal 2009 erfolgen wird. Unter Einrechnung der Emissionen ergäbe sich eine Kernkapitalquote, Kreditrisiko von 12,7 Prozent bzw. Kernkapitalquote gesamt von 10,4 Prozent.

Inhaltsverzeichnis

Raiffeisen International im Überblick 3
Aktie der Raiffeisen International 4
Geschäftsentwicklung 7
Gesamtwirtschaftliches Umfeld 7
Finanz- und Ergebnisentwicklung 9
Positionen der Erfolgsrechnung im Detail 11
Bilanzentwicklung 15
Ausblick 21
Segmentberichte 22
Regionale Segmente 22
Geschäftsbereiche 36
Konzernabschluss 40
Erfolgsrechnung 40
Erfolgsentwicklung 41
Bilanz 42
Eigenkapitalentwicklung 43
Anhang 48
Finanzkalender/Impressum/Disclaimer 68

Raiffeisen International im Überblick

Die Raiffeisen International ist eine der führenden Bankengruppen in Zentral- und Osteuropa. Zum Ende der Berichtsperiode umfasste sie 15 Banken und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen in 17 Märkten. In 6 davon rangieren die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den Top-3-Banken des Landes. In ihren knapp 3.200 Geschäftsstellen betreuten zum 30. Juni 2009 fast 60.000 Mitarbeiter rund 15 Millionen Kunden.

Daten per 30. Juni 2009 Bilanzsumme
in € Millionen
Veränderung1 Geschäfts
stellen
Mitarbeiter
Albanien 1.937 -5,4 % 104 1.385
Belarus 1.346 -18,2 % 100 2.134
Bosnien und Herzegowina 2.385 -0,4 % 103 1.710
Bulgarien 4.246 -10,9 % 200 3.350
Kasachstan 76 -21,7 % 1 19
Kosovo 612 2,4 % 50 714
Kroatien 5.728 -4,3 % 83 2.265
Polen 6.145 -13,6 % 124 3.053
Rumänien (inkl. Moldau) 6.363 -3,0 % 562 6.612
Russland 12.476 -16,6 % 229 9.185
Serbien 2.691 -7,6 % 104 2.167
Slowakei 9.407 -14,3 % 155 3.659
Slowenien 1.486 -1,5 % 16 348
Tschechische Republik 7.227 0,4 % 111 2.710
Ukraine 5.579 -11,2 % 1.048 16.422
Ungarn 9.375 -2,0 % 177 3.601
Zwischensumme 77.077 -8,9 % 3.167 59.334
Sonstige/Konsolidierung 785 377
Summe Raiffeisen International 77.862 -8,8 % 3.167 59.711

Märkte der Raiffeisen International

1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2008. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.

Die Raiffeisen International-Aktie notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse und ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem DJ Euro Stoxx, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält rund 70 Prozent der Raiffeisen International-Aktien. Mit einer Bilanzsumme von € 157 Milliarden zum 31. März 2009 ist die RZB Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Aktie der Raiffeisen International

Seitwärtsbewegung nach positivem Quartalsstart

Weltweit erholten sich die Kurse auf den Aktienmärkten mit Beginn des zweiten Quartals 2009 zum Teil deutlich. Auch die Aktie der Raiffeisen International startete zunächst positiv ins zweite Quartal. Günstig wirkte sich dabei das freundlichere Marktumfeld aus, das sowohl vom erfolgreichen Abschneiden von US-Banken bei Stresstests als auch unerwartet starken Quartalszahlen von US-Unternehmen geprägt war. Die beiden Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im April und Mai um jeweils 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent bzw. 1 Prozent wurden ebenfalls positiv vom Markt aufgenommen. Vor diesem Hintergrund stieg auch die Raiffeisen International-Aktie von € 21,21 am 31. März auf € 29,20 am 14. April 2009.

In weiterer Folge bewirkten jedoch unterschiedliche positive und negative Einflussfaktoren, dass die Aktie der Raiffeisen International im zweiten Quartal insgesamt nur eine Seitwärtsbewegung verzeichnete. Belastend wirkte vor allem eine besorgniserregende Prognose des Internationalen Währungsfonds im April, nach der mit einer noch tieferen Rezession als während der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre zu rechnen sei, sowie der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Eurozone seit Beginn der diesbezüglichen Aufzeichnungen. Dem standen unerwartet solide Arbeitsmarktdaten aus den USA sowie gute Nachrichten über den US-amerikanischen Immobilienmarkt sowie Produktionserweiterungen in China gegenüber.

Kursentwicklung seit 25. April 2005 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Widersprüchliche Wirtschaftsdaten

Die Erholung der Aktienmärkte war begleitet von der Veröffentlichung widersprüchlicher Wirtschaftsdaten. Während der Internationale Währungsfonds in der bereits erwähnten Prognose noch ein sehr ungünstiges Szenario vorhersagte, hellte sich die Stimmung in der zweiten Junihälfte wieder auf. Spekulationen, der Tiefpunkt der Rezession sei durchschritten, verschafften Bankaktien eine Erholung.

Nur kurz darauf verschärfte jedoch die Weltbank ihre negative Prognose vom März 2009 mit der Aussage, der weltweite Wachstumsrückgang werde noch einschneidender sein, als bisher angenommen. Nach den Kursgewinnen der Periode März bis Mai gaben Banktitel daraufhin einen Teil der

erzielten Gewinne wieder ab. Dieser Entwicklung konnte sich auch die Raiffeisen International-Aktie nicht entziehen und fiel von ihrem Quartalshöchstkurs von € 29,82 Anfang Juni auf € 22,77 am 23. Juni. Zum 30. Juni 2009 schloss sie mit € 24,75, was einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Quartalsanfang entspricht.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2009 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks

Kommunikation mit institutionellen Kapitalmarktteilnehmern

Gerade in einem schwierigen Marktumfeld hat die aktive Kommunikation mit dem Kapitalmarkt für die Raiffeisen International hohe Priorität. Deshalb nahm sie auch im zweiten Quartal 2009 wieder an mehreren Investorenkonferenzen teil. So hielt der Finanzvorstand Mitte April auf einer Konferenz im österreichischen Zürs eine Präsentation und führte diverse Kleingruppen- und Einzelgespräche.

Ebenfalls im April stand die Raiffeisen International auf einer Kapitalmarktveranstaltung in Paris für Gruppengespräche und persönliche Gespräche mit Investoren zur Verfügung. Des Weiteren nahmen Finanzvorstand und Investor Relations an einem Investorentag in Zürich teil, auf den auch eine Telefonkonferenz folgte.

Hauptversammlung als Event für Privatanleger

Während Investorenkonferenzen in der Regel institutionelle Anleger ansprechen, ist die Hauptversammlung auch für Private eine Möglichkeit, sich vom Management unmittelbar informieren zu lassen. Am 9. Juni 2009 kamen rund 800 Teilnehmer – vorwiegend Privataktionäre – zu diesem Aktionärstreffen in Wien, das damit zu einem der bestbesuchten der österreichischen Kapitalmarktgeschichte zählte.

Die Hauptversammlung verabschiedete einen Vorratsbeschluss, der den Vorstand ermächtigt, innerhalb von 5 Jahren Genussrechte mit Eigenkapitalcharakter im Volumen von bis zu € 2 Milliarden auszugeben. Zudem beschloss sie für das Geschäftsjahr 2008 eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von € 0,93 je Aktie. Die live über das Internet übertragenen Präsentationen der

Vorstände sind nach wie vor unter www.ri.co.at Investor Relations Veranstaltungen Hauptversammlung 2009 verfügbar.

Aktienkennzahlen

€ 24,75
€ 29,82 /€ 21,23
€ 0,51
€ 3,83 Milliarden
387.466 Stück
€ 609 Millionen
Rund 30 %

Details zur Aktie

ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RIBH (Wiener Börse)
RIBH AV (Bloomberg)
RIBH.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) € 32,50
Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) € 104,00
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2009 154.667.500

Investor Relations-Kontakt

E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen International Bank-Holding AG, Investor Relations Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich

Geschäftsentwicklung

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Wirtschaftliche Talsohle zeichnet sich ab

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft erreichten im ersten Halbjahr 2009 ihren vorläufigen Höhepunkt. So lag das reale BIP der Eurozone im ersten Quartal um rund 4,8 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch wenn das BIP im zweiten Quartal 2009 im Quartalsvergleich wahrscheinlich bereits deutlich weniger stark schrumpfte als in den zwei Vorquartalen, dürfte der Rückgang im Jahresvergleich die 5-Prozent-Marke übertreffen.

Die globale Rezession schlug im ersten Quartal 2009 auch auf die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas durch. Die Nachfrage nach Exporten aus der Region ging deutlich zurück, die Direktinvestitionen sanken, das Kreditwachstum kühlte stark ab, und die Refinanzierung der kurzfristigen Auslandsverschuldung stellte die Länder vor zum Teil große Herausforderungen. In der Folge brach die Industrieproduktion gegenüber dem Vorjahr um teilweise mehr als 20 Prozent ein. Mittlerweile wird erwartet, dass das BIP in Zentral- und Osteuropa 2009 im Schnitt ähnlich stark zurückgehen wird wie in der Eurozone. Die Prognosen sind dabei jedoch von Land zu Land sehr unterschiedlich. So reichte die Bandbreite im ersten Quartal dieses Jahres von einem realen BIP-Zuwachs von 0,8 Prozent in Polen bis zu einem Rückgang von 20 Prozent in der Ukraine.

Die Stabilisierung verschiedener Frühindikatoren – wenngleich auf tiefem Niveau – und in einigen Fällen sogar eine echte Trendumkehr im zweiten Quartal lieferten erste Hinweise auf ein mögliches Ende der Talfahrt der Weltwirtschaft. Diese Hoffnungen führten zu einer spürbaren Erholung auf den globalen Aktienmärkten und stützten indirekt auch den Finanzmarkt in CEE, vor allem die Währungen. Die jüngsten Daten zur Industrieproduktion scheinen auch zu bestätigen, dass die Talsohle des Wirtschaftsabschwungs in CEE erreicht ist.

Allerdings erscheint es noch zu früh für eine Entwarnung, da die Rezession der exportorientierten verarbeitenden Industrie auf den Dienstleistungssektor überzugreifen droht. Auch die Arbeitslosenraten, die sich gewöhnlich zeitversetzt zum Konjunkturverlauf entwickeln, werden im Lauf des Jahres wohl weiter ansteigen. Zudem könnte die landwirtschaftliche Ernte, die in einigen CEE-Ländern noch eine wesentlich größere wirtschaftliche Rolle spielt als in Westeuropa, witterungsbedingt schlechter ausfallen als im Vorjahr.

Unterstützung durch IWF und EU stabilisiert Finanzmärkte

Anfang November 2008 waren die Ukraine und Ungarn die ersten Länder, die finanzielle Unterstützung des IWF in Anspruch nahmen. Gegen Ende Dezember folgte Lettland, und in der ersten Hälfte 2009 kamen weitere CEE-Länder hinzu. Für ihre Mitgliedsstaaten stockte die EU die IWF-Hilfspakete zusätzlich auf. Sowohl die schnelle, weitreichende und auch pragmatische Unterstützung des IWF als auch die Bereitschaft und Fähigkeit der EU, ihren in Bedrängnis geratenen Mitgliedern beizustehen, stärkte das Vertrauen in die nationalen Währungen. Beim G-20-Gipfel Anfang April 2009 in London wurde durch die Verdreifachung der IWF-Ressourcen auf US-Dollar 750 Milliarden und die Verdoppelung der EU-Finanzhilfe für CEE auf € 50 Milliarden der entscheidende Kraftakt vollzogen. Dazu lancierte die Weltbank gemeinsam mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) einen Unterstützungsplan in Höhe von € 24,5 Milliarden für Zentral- und Osteuropa.

All diese Maßnahmen trugen zur Hoffnung des Markts bei, dass in absehbarer Zukunft alle CEE-Länder zur Bedienung ihrer Schulden imstande sein werden. Dies führte zu einer erheblichen Reduktion der Risikoaufschläge sowie zu einer Stabilisierung, vielfach sogar zu einer Erholung der Wechselkurse. Allerdings enthalten die Vereinbarungen der begünstigten Länder mit dem IWF auch die Verpflichtung, die Budgetdefizite in bestimmten Grenzen zu halten. Angesichts des erwartet hohen wirtschaftlichen Rückgangs wird die Einhaltung dieser Defizitvorgaben zunehmend schwierig, sodass einige der Ziele wohl neu verhandelt werden müssen. Damit würde der Spielraum für Konjunkturpakete in den zentralund osteuropäischen Volkswirtschaften mit wenigen Ausnahmen sehr beschränkt. Dies könnte sich mittel- bis langfristig zwar als vorteilhaft erweisen, stellt jedoch für 2009 einen weiteren Faktor dar, der die wirtschaftlichen Aussichten trübt.

Schwierige Ausgangslage für Finanzsektor

Die rückläufige Produktion sowie steigende Arbeitslosenraten werden auch zu einer Zunahme bei den Wertberichtigungen führen. Dies trifft in besonderem Maß auf Länder zu, in denen eine Währungsabwertung mit einem hohen Anteil an Fremdwährungskrediten zusammentrifft, also etwa die Ukraine oder Ungarn. Dagegen werden andere Länder wie Polen, die Tschechische Republik und die Slowakei voraussichtlich besser abschneiden. Tendenziell positiv ist die Stabilisierung und teilweise Erholung der Wechselkurse im zweiten Quartal zu bewerten.

Das Wachstum der Gesamtaktiva von Banken kühlte sich in der zweiten Jahreshälfte 2008 deutlich ab. Aufgrund weiterhin knapper und teurer externer Finanzierungen dürfte sich diese Entwicklung im ersten Halbjahr 2009 fortgesetzt und teilweise noch verschärft haben. Dazu trug auch die Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe von Fremdwährungskrediten bei. 2008 war der Rückgang des Kreditwachstums in jenen Ländern weniger stark ausgeprägt, in denen das Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen ausgeglichen war oder zugunsten der Einlagen ausfiel. Insgesamt gewann das Einlagengeschäft, das in den vergangenen Jahren weniger stark im Blickpunkt gestanden hatte, zunehmend an Bedeutung.

Finanz- und Ergebnisentwicklung

Operatives Ergebnis wächst um 4 Prozent

Im Gegensatz zur weltweit schwachen bzw. rezessiven Wirtschaftslage entwickelte sich das operative Ergebnis der Raiffeisen International positiv und stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 4 Prozent auf € 1.072 Millionen. Der Zinsüberschuss hielt sich auf Euro-Basis trotz deutlich höherer Kosten für Kundeneinlagen und langfristige institutionelle Refinanzierungen auf Vorjahresniveau. Das Provisionsergebnis ging um 17 Prozent zurück. Währungsturbulenzen reduzierten hier das Volumen bei den Devisentransaktionen, die In- und Auslandsüberweisungen stagnierten und im Wertpapiergeschäft zeigten die Kunden aufgrund des unsicheren Marktumfelds Zurückhaltung. Gut entwickelte sich das Handelsergebnis, dessen Zuwachs um 29 Prozent primär aus zinsbezogenen Transaktionen resultierte. Intensivierte Kostensenkungsprogramme trugen zu einer um 3,2 Prozentpunkte verbesserten Cost/Income Ratio bei.

Steigende Kreditrisikovorsorgen drücken Konzernergebnis

Die Folgen der Rezession wie rückläufige Nachfrage und steigende Arbeitslosenraten hatten sich bereits im ersten Quartal 2009 in einer deutlichen Erhöhung der Kreditrisikovorsorgen widergespiegelt. Dies setzte sich auch im zweiten Quartal fort. Ein weiterer Einflussfaktor waren die Währungsabwertungen, die insbesondere bei Fremdwährungskrediten zu einem Anstieg der Überfälligkeiten führten. Im ersten Halbjahr 2009 wurden Nettodotierungen an Kreditrisikovorsorgen von insgesamt € 969 Millionen vorgenommen. Davon waren vor allem die Ukraine, Russland und Ungarn betroffen. Die Non-Performing Loan Ratio (das ist der Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) stieg im Vergleich zum Jahresende 2008 um 3,7 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent. Setzt man die Non-Performing Loans ins Verhältnis zum Gesamtkreditrisikovolumen (Forderungen, Wertpapiere sowie außerbilanzmäßige Positionen), ergibt sich ein Wert von 4,1 Prozent.

Aufgrund dieses hohen Kreditrisikovorsorgebedarfs erwirtschaftete die Raiffeisen International im ersten Halbjahr 2009 einen Konzern-Periodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von € 78 Millionen. Dies bedeutet gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres ein Minus von € 488 Millionen oder 86 Prozent.

In den Märkten der Raiffeisen International zeigte sich insofern ein nahezu einheitliches Bild, als in allen Segmenten ein starker Rückgang im Konzernergebnis zu verzeichnen war: Mit Abstand am stärksten betroffen war das Segment GUS Sonstige, in dem das Konzernergebnis als Folge der massiven Währungsabwertung in der Ukraine und deren Auswirkungen auf das Kreditgeschäft von plus € 88 Millionen auf minus € 37 Millionen drehte. Auch das Segment Russland erfuhr aufgrund gestiegener Kreditrisikovorsorgen deutliche Einbußen im Konzernergebnis und ging von € 120 Millionen auf € 21 Millionen zurück. Ebenso fiel das Konzernergebnis in Zentraleuropa und Südosteuropa, und zwar um 63 Prozent bzw. 54 Prozent.

Cost/Income Ratio verbessert sich um 3,2 Prozentpunkte

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 9 Prozent oder € 107 Millionen auf € 1.143 Millionen. Die positive Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen erklärt sich einerseits durch Kostenoptimierungen und andererseits durch die Währungsabwertungen in den CEE-Ländern im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Die Betriebserträge waren waren trotz starker Währungsabwertungen in einigen CEE-Ländern mit nur minus 3 Prozent leicht rückläufig. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich dementsprechend gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres (54,8 Prozent) um 3,2 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent für das erste Halbjahr 2009. Zum Jahresende 2008 war sie noch bei 54,0 Prozent gelegen.

Der Personalstand sank gegenüber dem Jahresende 2008 um 3.665 Personen auf 59.711. In nahezu allen Netzwerkbanken erfolgte dabei eine Reduktion der Mitarbeiter. Die größten Rückgänge wurden in der Ukraine (946), Russland (1.091) sowie Bulgarien (358) verzeichnet, wobei der Abbau in Russland und Bulgarien durch natürliche Fluktuation erzielt wurde. Da die Reduktionen überwiegend ab dem vierten Quartal 2008 begonnen hatten, nahm die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres jedoch um 3 Prozent zu.

Return on Equity bei 5 Prozent

Das vor allem durch die stark gestiegenen Kreditrisikovorsorgen belastete Ergebnis wirkte sich auf die Rentabilitätskennzahlen aus. So lag der Return on Equity vor Steuern bei 4,9 Prozent und somit weit unter dem Niveau der Vergleichsperiode (25,5 Prozent). Das der Berechnung zugrundeliegende durchschnittliche Eigenkapital sank währungsbedingt um 5 Prozent auf € 6,2 Milliarden.

Der Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) fiel auf 2,9 Prozent im Berichtszeitraum, während er in der Vergleichsperiode noch 19,6 Prozent betragen hatte. Der Gewinn je Aktie sank im ersten Halbjahr 2009 auf € 0,51nach € 3,68 in der Vergleichsperiode.

Bilanzsumme sinkt um 9 Prozent

Die Währungsabwertungen, die seit dem Ende des dritten Quartals 2008 massiv einsetzten und somit die Entwicklung der Bilanzsumme stark beeinflussten, setzten sich im ersten Halbjahr 2009 zwar fort, zeigten jedoch weitaus geringere Dynamik: Seit Jahresbeginn verzeichnete die Konzernbilanzsumme einen Rückgang um 9 Prozent oder € 7,5 Milliarden auf € 77,9 Milliarden, von dem rund ein Drittel auf Währungseffekte zurückzuführen ist.

Eine größere Auswirkung auf den Rückgang der Bilanzsumme hatten die Maßnahmen zur Reduktion und Stabilisierung der Kreditportfolios. Eine deutliche Abnahme ergab sich bei den Forderungen an Kunden (minus 8 Prozent oder € 4,4 Milliarden auf € 53,5 Milliarden) sowie bei den Forderungen an Kreditinstitute (minus 21 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 7,2 Milliarden).

Passivseitig verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 4 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 42,3 Milliarden. Ausschlaggebend für diese Abflüsse bei den Einlagen waren der konjunkturelle Einbruch in den CEE-Ländern und der gestiegene Wettbewerb um die Kundeneinlagen. Da die Einlagen vor der Währungsumstellung in der Slowakei per 1. Jänner 2009 deutlich angestiegen

waren, reduzierten sie sich erwartungsgemäß im ersten Halbjahr wieder. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen konzernweit um 14 Prozent oder € 3,6 Milliarden auf € 22,6 Milliarden ab.

Währungsabwertungen belasten Eigenkapital

Die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise führten im letzten Quartal 2008 in einigen CEE-Ländern zu teils massiven Abwertungen der lokalen Währungen, die entsprechende Bewertungsverluste im Eigenkapital der Raiffeisen International verursachten. Im ersten Halbjahr 2009 wurden weitere leichte Wechselkursrückgänge beim polnischen Zloty, beim russischen Rubel und beim rumänischen Leu verzeichnet. Einige Währungen erholten sich im zweiten Quartal jedoch wieder, sodass die Währungsdifferenzen seit April 2009 mit € 126 Millionen positiv ausfielen. Im ersten Quartal 2009 war das Eigenkapital noch mit minus € 370 Millionen belastet gewesen. Insgesamt lag der Bewertungsverlust für das erste Halbjahr 2009 damit bei € 244 Millionen.

Positionen der Erfolgsrechnung im Detail

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
Veränderung 1.1.–30.6.
2008
1.1.–30.6.
2007
Zinsüberschuss 1.496 -0,1 % 1.498 1.079
Provisionsüberschuss 585 -16,8 % 703 572
Handelsergebnis 119 29,0 % 92 79
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 - -11 21
Betriebserträge 2.215 -2,9 % 2.281 1.751
Personalaufwand -544 -11,1 % -612 -492
Sachaufwand -480 -7,9 % -521 -406
Abschreibungen -120 2,0 % -117 -105
Verwaltungsaufwendungen -1.143 -8,5 % -1.250 -1.003
Betriebsergebnis 1.072 3,9% 1.031 748

Operatives Ergebnis im Periodenvergleich

Betriebserträge

Die Betriebserträge betrugen im ersten Halbjahr 2009 € 2.215 Millionen und verringerten sich damit gegenüber der Vergleichsperiode um € 66 Millionen. Der Zinsüberschuss – mit € 1.496 Millionen nach wie vor die wichtigste Ertragskomponente – blieb dabei stabil. Er war geprägt von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise in Form von volatilen Währungen und höheren Refinanzierungskosten sowie geringer werdenden Zinsmargen. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine signifikanten Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Der Zinsüberschuss ging zwar nur leicht um 0,1 Prozent zurück, blieb damit aber unter dem Anstieg der durchschnittlichen Bilanzsumme von 6 Prozent. Dadurch fiel auch die Nettozinsspanne (gerechnet auf die durchschnittliche Bilanzsumme) gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 um 23 Basispunkte auf 3,70 Prozent.

Die Zinserträge aus Forderungen an Kreditinstitute waren aufgrund laufender Anpassungen der Marktzinssätze stark rückläufig (minus 53 Prozent). Die Zinserträge aus Forderungen an Kunden stiegen hingegen um 9,3 Prozent, während sich die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 20 Prozent erhöhten. Auf Segmentebene zeigte Russland eine Verbesserung des Zinsüberschusses um € 63 Millionen, Zentraleuropa eine Verringerung um € 37 Millionen, während Südosteuropa und GUS Sonstige nahezu unverändert blieben.

Der Provisionsüberschuss sank um 17 Prozent oder € 118 Millionen auf € 585 Millionen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang waren geringe Volumina bei Devisentransaktionen und im Zahlungsverkehr. So fielen die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft um 24 Prozent auf € 167 Millionen. Der Zahlungsverkehr erfuhr eine ähnliche Entwicklung und ging um 16 Prozent zurück. Am stärksten fielen die Erlöse aus dem Zahlungsverkehr in der Ukraine. In der Slowakei fielen aufgrund der Euro-Umstellung geringere Erlöse an. Die aufgrund der Marktsituation schwächeren Umsätze aus dem Wertpapiergeschäft resultierten in einem Ertragsminus von 31 Prozent, überwiegend aus Ungarn. Den höchsten prozentuellen Rückgang verzeichneten die Einnahmen aus Invest-

Struktur der Betriebserträge

ment- und Pensionsfonds mit 44 Prozent (minus € 9 Millionen), speziell in der Slowakei und Kroatien. Die Erlöse aus der Vermittlung von Finanzprodukten verdoppelten sich auf € 14 Millionen.

Das Handelsergebnis verbesserte sich um 29 Prozent auf € 119 Millionen. Insbesondere bei den zinsbezogenen Geschäften wurden die Bewertungsverluste, die aufgrund der Zinsschwankungen zum Jahresende 2008 noch zu geringeren Buchwerten geführt hatten, zum Teil wieder aufgeholt. Besonders stark fielen die Zuwächse in der Slowakei (plus € 25 Millionen) und in Russland (plus € 13 Millionen) aus.

Das Ergebnis aus währungsbezogenen Geschäften verzeichnete hingegen einen Rückgang um € 37 Millionen auf € 52 Millionen. Im Wesentlichen trugen Russland und die Slowakei mit minus € 46 Millionen zu dieser Reduktion bei. Dem standen Gewinne aus währungsbezogenen Geschäften in Belarus und Rumänien gegenüber.

Die sonstigen Betriebserträge stiegen um € 27 Millionen auf € 16 Millionen. Einerseits legte das Ergebnis aus dem Operating Leasing um € 5 Millionen zu, andererseits drehte das Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen von minus € 15 Millionen auf plus € 6 Millionen. Hauptgründe dafür waren die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in der Ukraine und in Rumänien. Die Nettoerlöse aus bankfremden Tätigkeiten verringerten sich um € 7 Millionen.

Trotz positiver Entwicklungen im Handelsergebnis sanken die Betriebserträge im Geschäftsbereich Treasury um € 90 Millionen, weil höhere Refinanzierungskosten den Zinsüberschuss drückten. Im Geschäftsbereich Corporate Customers sanken die Betriebserträge um € 62 Millionen. Verantwortlich war dafür vor allem, dass der Provisionsüberschuss aufgrund eines geringeren Transaktionsvolumens um € 60 Millionen zurückging. Der Geschäftsbereich Retail Customers verzeichnete ein ähnliches Bild.

Regional betrachtet zeigte das Segment Russland mit € 53 Millionen den höchsten Zuwachs bei den Betriebserträgen. Leichte Anstiege verzeichneten die Segmente GUS Sonstige mit € 4 Millionen und Südosteuropa mit € 2 Millionen. Dagegen verbuchte Zentraleuropa einen Rückgang der Betriebserträge um € 82 Millionen. In allen Segmenten führte der erhöhte Wettbewerb zu einer Verschlechterung der Konditionen für Kundeneinlagen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 107 Millionen oder 9 Prozent auf € 1.143 Millionen, während die Betriebserträge nur um 3 Prozent zurückgingen. Damit verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 3,2 Prozentpunkte auf 51,6 Prozent.

Die positive Entwicklung der Verwaltungsaufwendungen erklärt sich einerseits durch Kostenoptimierungen und andererseits durch die Währungsabwertungen in den CEE-Ländern im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Mit 48 Prozent nahm der Personalaufwand den größten Anteil an den Verwaltungsaufwendungen ein. Er verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 11 Prozent oder € 68 Millionen

Struktur der Verwaltungsaufwendungen

auf € 544 Millionen. Er setzte sich zu 76 Prozent aus Löhnen und Gehältern, zu 21 Prozent aus gesetzlichen Sozialabgaben und zu 3 Prozent aus freiwilligem Personalaufwand zusammen.

Die Raiffeisen International beschäftigte im ersten Halbjahr 2009 durchschnittlich 61.969 Mitarbeiter. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres bedeutet dies einen Zuwachs um 3 Prozent oder 1.733 Mitarbeiter. Den höchsten Anstieg verzeichnete Südosteuropa mit einem Plus von 1.408 Mitarbeitern oder 8 Prozent. In Russland stieg die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 547 oder 6 Prozent, in Zentraleuropa stieg sie um 576 oder 4 Prozent, während sie in der Region GUS Sonstige um 875 Mitarbeiter oder 4 Prozent fiel.

Verglichen mit dem Stand zu Jahresende 2008 reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2009 allerdings um 6

Prozent auf 59.711. Da die Reduktion der Mitarbeiterzahl überwiegend im zweiten Quartal 2009 erfolgte, spiegelt sie sich noch nicht zur Gänze in einem entsprechenden Rückgang der Personalaufwendungen wider.

Der Sachaufwand sank um 8 Prozent oder € 41 Millionen auf € 480 Millionen. Die größten Aufwandsposten waren der Raumaufwand mit € 154 Millionen (plus 10 Prozent) und der IT-Aufwand mit € 73 Millionen (plus 9 Prozent). Der Rückgang des Sachaufwands beruht vor allem auf Kostensenkungen beim Reiseaufwand (minus 37 Prozent), Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus 37 Prozent), Büroaufwand (minus 22 Prozent) und Rechts- und Beratungsaufwand (minus 14 Prozent). Nach Ländern betrachtet stellt sich die Kürzung des Sachaufwands exemplarisch wie folgt dar: Albanien minus 30 Prozent, Slowenien minus 23 Prozent, Ukraine minus 22 Prozent, Polen minus 17 Prozent, Serbien minus 12 Prozent und Russland minus 8 Prozent.

Zum 30. Juni 2009 belief sich die Anzahl der Geschäftsstellen auf 3.167. Dies bedeutet einen Zugang von netto 90 Geschäftsstellen im Vergleich zum 30. Juni 2008. Die Neueröffnungen erfolgten überwiegend in Südosteuropa (156), insbesondere in Rumänien (92) und Bulgarien (21). Im Segment GUS Sonstige ging die Zahl durch weitere Standortoptimierungen per Saldo um 86 Geschäftsstellen zurück. Dabei wurden in der Ukraine 96 Geschäftsstellen geschlossen. Seit Jahresbeginn 2009 wurde die Zahl der Geschäftsstellen auf Konzernebene im Zuge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen per Saldo um insgesamt 64 zurückgenommen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 2 Prozent auf € 120 Millionen, wovon € 73 Millionen auf Sachanlagen, € 32 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 15 Millionen auf Vermögenswerte aus Operating-Leasinggeschäften entfielen.

Im Berichtszeitraum wurden konzernweit € 216 Millionen investiert. In eigene Sachanlagen flossen davon 61 Prozent (€ 131 Millionen). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen 27 Prozent, die zum überwiegenden Teil Software-Systeme betrafen. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.

Konzern-Periodenüberschuss

1.1.–30.6. Veränderung 1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008 2007
Betriebsergebnis 1.072 3,9 % 1.031 749
Kreditrisikovorsorgen -969 380,9 % -201 -153
Sonstige Ergebnisse 50 300,7 % 13 11
Periodenüberschuss vor Steuern 154 -81,7 % 843 607
Steuern vom Einkommen und Ertrag -35 -82,3 % -196 -130
Periodenüberschuss nach Steuern 119 -81,6 % 646 477
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -41 -49,2 % -81 -76
Konzern-Periodenüberschuss 78 -86,2 % 566 401

Entwicklung des Konzernüberschusses im Periodenvergleich

Die Entwicklung des Konzern-Periodenüberschusses war stark durch die Kreditrisikovorsorgen beeinflusst, deren Nettodotierungen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 381 Prozent oder € 768 Millionen auf € 969 Millionen stiegen. Davon entfielen 85 Prozent auf Einzelwertberichtungen. Aufgrund der ansteigenden Überfälligkeiten und Problemkredite wurden vor allem in Russland mit € 225 Millionen und in der Ukraine mit € 258 Millionen Einzelwertberichtigungen gebildet. In Zentraleuropa war Ungarn mit Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 83 Millionen am stärksten betroffen. In Südosteuropa wurden die höchsten Vorsorgen in Rumänien und Kroatien dotiert. Die Portfolio-Wertberichtigungen stiegen in geringerem Ausmaß um netto € 151 Millionen.

In Russland betrafen die Dotierungen der Kreditrisikovorsorgen zu zwei Dritteln den Bereich Corporate Customers und zu einem Drittel Retail-Kunden. Umgekehrt verlief die Entwicklung im Segment GUS Sonstige: Zwei Drittel der Vorsorgen fielen hier im Bereich Retail-Kunden an, der Rest entfiel auf den Geschäftsbereich mit Firmenkunden.

Die derzeit wirtschaftlich ungünstige Situation zeigt sich in der Risk/Earnings Ratio, dem Verhältnis der Kreditrisikovorsorgen zum Zinsüberschuss, die zum Ende des ersten Halbjahres 2009 für den Konzern 64,7 Prozent betrug. Sie stieg gegenüber dem Jahresende um 40,6 Prozentpunkte.

Die sonstigen Ergebnisse verbesserten sich gegenüber der Vorperiode um € 37 Millionen auf € 50 Millionen. Darin enthalten sind das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Anstieg um € 11 Millionen), das Ergebnis aus Finanzinvestitionen (plus € 32 Millionen) und das Ergebnis aus Endkonsoldierungen (minus € 6 Millionen).

Der Grund für die Verbesserung des Ergebnisses aus derivativen Finanzinstrumenten lag in der Anwendung des Cash-Flow Hedge Accounting in der russischen Netzwerkbank. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten waren Zinsswaps abgeschlossen worden, deren Marktwertänderungen nunmehr erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt wurden, da nur der ineffektive Teil des Cash-Flow Hedge die Erfolgsrechnung belastet.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte sich von minus € 1 Million auf plus € 31 Millionen. Im ersten Halbjahr 2008 waren aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus Bewertungsverluste von zum Zeitwert bewerteten Wertpapieren in Höhe von € 14 Millionen verbucht worden, während im ersten Halbjahr 2009 aufgrund günstigerer Marktbedingungen Bewertungsgewinne von zuvor abgeschriebenen Wertpapieren in Höhe von € 30 Millionen erzielt wurden.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag fielen analog zum Periodenüberschuss vor Steuern um 82 Prozent oder € 162 Millionen auf € 35 Millionen. Die Steuerquote lag mit 22,6 Prozent leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode (23,3 Prozent).

Der Periodenüberschuss nach Steuern verringerte sich von € 646 Millionen auf € 119 Millionen. Der Anteil anderer Gesellschafter am Erfolg – das ist das Ergebnis der an den diversen Konzerneinheiten beteiligten Minderheitsaktionäre – halbierte sich nahezu und belief sich auf € 41 Millionen. Der Anteil anderer Gesellschafter stieg im Vergleich zum ersten Quartal um € 26 Millionen, weil Konzerneinheiten mit Minderheitsanteilen im zweiten Quartal 2009 höhere Ergebnisse generierten.

Der Konzern-Periodenüberschuss sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 86 Prozent oder € 488 Millionen auf € 78 Millionen. Auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien verteilt, ergibt sich daraus ein Gewinn je Aktie von € 0,51. Dies stellt verglichen mit der Vorjahresperiode einen Rückgang von € 3,17 dar.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der Raiffeisen International betrug zum 30. Juni 2009 € 77,9 Milliarden. Im Vergleich zum Jahresende 2008 ist dies ein Rückgang um € 7,5 Milliarden oder 9 Prozent. Einerseits bewirkten die Währungsabwertungen in den CEE-Ländern eine Abnahme der Bilanzsumme, andererseits gingen rezessionsbedingt die Kreditvergaben zurück. Die schon im vierten Quartal 2008 verzeichneten massiven Währungsabwertungen setzten sich im ersten Halbjahr 2009 fort, allerdings mit weitaus schwächerer Dynamik. Am stärksten bei den Stichtagskursen betroffen waren der belarussische Rubel (minus 29 Prozent), der polnische Zloty (minus 7 Prozent), der russische Rubel (minus

6 Prozent) und der rumänische Leu (minus 5 Prozent). Konsolidierungskreisänderungen hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme.

Aktiva

Die Aktivseite der Bilanz dominieren weiterhin die Forderungen an Kunden. Gegenüber dem Jahresultimo 2008 gingen diese zwar um 8 Prozent zurück, ihr Anteil an der Bilanzsumme nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen blieb jedoch mit 66 Prozent unverändert. Der Rückgang bezog sich zum Großteil (€ 3,2 Milliarden) auf Kredite an Firmenkunden. Die Kredite an Privatkunden verringerten sich um € 1,2 Milliarden. Regional waren alle Segmente vom Rückgang betroffen, allen voran Russland. Das Verhältnis Kundenkredite zu Kundeneinlagen verbesserte sich um 4 Prozentpunkte auf 127 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal 2009 bedeutet dies sogar eine Verbesserung um 9 Prozentpunkte.

Infolge des schwierigen konjunkturellen Umfelds mussten konzernweit die Kreditrisikovorsorgen ange-

hoben werden. Der Stand an Kreditrisikovorsorgen erhöhte sich zum 30. Juni 2009 gegenüber dem Jahresultimo um 52 Prozent auf € 2,5 Milliarden.

Die Forderungen an Kreditinstitute fielen um 21 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 7,2 Milliarden, womit deren Anteil an den Bilanzaktiva um 2 Prozentpunkte auf 9 Prozent sank. Ausschlaggebend war der Rückgang der Einlagen bei Zentralbanken, die sich um 55 Prozent oder € 2,0 Milliarden, insbesondere in Zentraleuropa, verringerten. Die Veranlagungen bei international tätigen Geschäftsbanken zeigten einen leichten Anstieg auf € 5,5 Milliarden.

Die Wertpapierveranlagungen stiegen gegenüber dem Jahresende 2008 um 9 Prozent oder € 0,8 Milliarden auf € 9,7 Milliarden, ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich dadurch um 2 Prozentpunkte auf 12 Prozent. Dieser Anstieg ist vor allem auf

Veranlagungen in Schuldtiteln öffentlicher Stellen zurückzuführen.

Die übrigen Aktiva verringerten sich um 11 Prozent oder € 1,3 Milliarden auf € 9,9 Milliarden. Ihr Anteil blieb mit 13 Prozent unverändert auf Vorjahresniveau. Vom Rückgang entfielen € 0,9 Milliarden auf eine Reduktion der Barreserven.

Passiva

Die Passivseite der Bilanz wird mit einem Anteil von 54 Prozent von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dominiert. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging auf 29 Prozent zurück, die Eigenmittel stiegen auf 10 Prozent und die übrigen Passiva nahmen 7 Prozent an der Bilanzsumme ein.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen im Vergleich zum Jahresende 2008 um 4 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 42,3 Milliarden zurück. Die Rückgänge wurden in allen CEE-Ländern verzeichnet, am stärksten betroffen war jedoch Südosteuropa. Während die Einlagen im Firmenkun-

Struktur der Bilanzpassiva

dengeschäft um 13 Prozent oder € 2,3 Milliarden abnahmen, stiegen sie im Retail-Geschäft um

2 Prozent oder € 0,6 Milliarden. Die Termin- und Sichteinlagen fielen um 5 bzw. 4 Prozent auf € 41,1 Milliarden, die Spareinlagen legten um 21 Prozent auf € 1,2 Milliarden zu.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich seit Jahresbeginn um 14 Prozent oder € 3,6 Milliarden auf € 22,6 Milliarden. Die Rückgänge wurden bei langfristigen Finanzierungen (minus € 1,9 Milliarden) und im Geldmarktgeschäft (minus € 1,7 Milliarden) verzeichnet.

Infolge von Tilgungen gingen die verbrieften Verbindlichkeiten, also Refinanzierungen über den Kapitalmarkt im Rahmen von Fremdkapitalemissionen, um € 0,6 Milliarden zurück und beliefen sich zum 30. Juni 2009 auf € 2,8 Milliarden.

Der Anteil der Eigenmittel – bestehend aus Eigen- und Nachrangkapital – stieg um einen Prozentpunkt auf 10 Prozent. Während

das Nachrangkapital gegenüber dem Jahresende 2008 um 5 Prozent zunahm, lag das Eigenkapital um 5 Prozent oder € 0,3 Milliarden unter dem Vergleichswert.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International einschließlich des Konzern-Periodenergebnisses und der Fremdanteile belief sich zum 30. Juni 2009 auf € 6.215 Millionen und lag damit um € 303 Millionen oder 5 Prozent unter dem Wert zum Jahresultimo 2008.

Das eingezahlte Kapital blieb mit € 3.035 Millionen unverändert. Die Gewinnrücklagen wurden vor allem durch die bereits erwähnten Währungsdifferenzen beeinflusst. Während im ersten Quartal 2009 noch Währungsdifferenzen in Höhe von € 370 Millionen verbucht worden waren, brachte das zweite Quartal wieder Aufwertungen in Höhe von € 126 Millionen. Die Auswirkungen auf das Eigenkapital im gesamten ersten Halbjahr 2009 betrugen daher € 244 Millionen.

Im Juni 2009 beschloss die Hauptversammlung der Raiffeisen International eine Dividendenausschüttung für das Jahr 2008 in Höhe von € 0,93 je Aktie, das ergibt wie im Vorjahr eine Ausschüttungssumme für die in Umlauf befindlichen Aktien von € 143 Millionen. Die übrigen Gewinnausschüttungen von € 42 Millionen entfallen auf Minderheitsgesellschafter der Konzerneinheiten.

Eigenmittel gemäß BWG

Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG fielen im Berichtszeitraum nur leicht um € 42 Millionen auf € 6.950 Millionen. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, da er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.

Das Kernkapital (Tier 1) verzeichnete einen Rückgang um € 165 Millionen auf € 5.695 Millionen. Dieser war in erster Linie auf das angespannte Währungsumfeld vor allem beim polnischen Zloty (minus 7 Prozent) und dem russischen Rubel (minus 6 Prozent) zurückzuführen. Demgegenüber entspannte sich die Situation in der Ukraine und der Tschechischen Republik mit einem Währungsplus von 1 bzw. 4 Prozent.

Die ergänzenden Eigenmittel (Tier 2) stiegen um € 138 Millionen auf € 1.185 Millionen. Eine Laufzeitverlängerung durch die International Finance Corporation für die ukrainische VAT Raiffeisen Bank

Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses

Aval und die daraus resultierende höhere Anrechenbarkeit des Nachrangkapitals und neu begebenes Nachrangkapital für diese und die Raiffeisen Bank Zrt. in Ungarn waren wesentliche Gründe für die Steigerung.

Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) fiel aufgrund von Tilgungen um € 16 Millionen auf € 97 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein aufgrund von Währungsabwertungen und Rückführungen des Geschäftsvolumens um € 422 Millionen auf € 5.345 Millionen gesunkenes Eigenmittelerfordernis gegenüber. Die Eigenmittelüberdeckung (berechnet gemäß BWG) betrug 30,0 Prozent

oder € 1.605 Millionen, das ist eine Verbesserung um 9 Prozentpunkte. Das Eigenmittelerfordernis besteht im Einzelnen aus jenem für das Kreditrisiko (€ 4.376 Millionen), für das Marktrisiko (€ 108 Millionen), für das operationelle Risiko (€ 481 Millionen) und für die offenen Devisenpositionen (€ 380 Millionen).

Die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko verbesserte sich zum Quartalsende um 0,7 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent. Die Kernkapitalquote bezogen auf das gesamte Risiko verbesserte sich ebenfalls und stand bei 8,5 Prozent. Die Eigenmittelquote erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent.

Kernkapitalstärkung im Juli

Mitte Juli 2009 beschloss die Raiffeisen International die Stärkung ihres Kernkapitals um € 1,25 Milliarden im Rahmen von zwei Emissionen, die vollständig von der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG gezeichnet wurden: Eine Emission in Höhe von € 600 Millionen erfolgte in Form von Genussrechten mit Eigenkapitalcharakter, eine weitere von € 650 Millionen als hybrides Tier 1-Kapital.

Hochgerechnet auf die Daten zum 30. Juni 2009 würde sich die Kernkapitalquote (Tier 1) gesamt von 8,5 Prozent auf 10,4 Prozent verbessern (nur pro forma, da eine Anrechnung des Emissionserlöses erst im dritten Quartal erfolgt). Die Kernkapitalquote (Tier 1) bezogen auf das Kreditrisiko würde zum Stichtag von 10,4 Prozent auf 12,7 Prozent steigen. Der Emissionserlös dient vor allem einer weiteren Stärkung der Kapitalbasis der Netzwerkbanken.

Bei beiden Emissionen ist die Rückzahlung mit dem Nominale des Emissionsbetrags begrenzt, sodass der Zeichner nicht am Substanzwachstum der Raiffeisen International partizipiert; dadurch ergibt sich auch keine Verwässerung der bestehenden Aktionäre.

Risikomanagement

Die Fähigkeit der Raiffeisen International, die Risiken aus ihrer Geschäftstätigkeit umfassend zu erfassen und zu messen sowie sie zeitnah zu überwachen und zu steuern, ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des Konzerns. Das Risikomanagement greift dabei aktiv den sich veränderten Marktbedingungen voraus, um mögliche Verluste aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns zu begrenzen und die Risiko-/Ertragssituation zu optimieren. Die Risikosteuerung der Raiffeisen International ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang und das professionelle Management für Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken und für operationelle Risiken sicherzustellen.

Aktuelle Risikomanagementinitiativen

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit und im Zusammenhang mit dem Aufbau und der anschließenden Etablierung von Finanzprodukten und -dienstleistungen in Zentral- und Osteuropa ist die Bankengruppe der Raiffeisen International den einleitend angeführten Risiken ausgesetzt. Mehrere Länder der CEE-Region zeigen sich im Vergleich zu entwickelten Märkten stärker durch die Eintrübung des weltwirtschaftlichen Umfelds beeinträchtigt, bedingt auch durch lokale Probleme und Währungsabwertungen in einzelnen Staaten. Dies schlägt sich in der Raiffeisen International insbesondere in erhöhten Kosten für Risikovorsorgen und in Differenzen bei der Umrechnung von Eigenkapitalbestandteilen von konsolidierten Unternehmen nieder.

Aufgrund der laufend durchgeführten Analysen und Szenariosimulationen und der eingeleiteten Maßnahmen ist das Risikomanagement der Raiffeisen International auf die Effekte des Konjunkturrückgangs in Zentral- und Osteuropa gut vorbereitet.

Als ein Ergebnis wurden insbesondere die Kreditvergaberichtlinien weiter angepasst und in der Kreditpolitik verstärkt Augenmerk auf eine Reduktion der Blankolimits, eine Absenkung der Belehnungsgrenzen und eine Erhöhung der Mindestanforderungen hinsichtlich der Kreditbedienungskapazität gelegt. Weiters wurde das Länderlimitmodell ergänzt, mit dem basierend auf makroökonomischen Modellen und Expertenschätzungen aktiv die Kreditvergabe in unterschiedlichen Ländern, Wirtschaftszweigen oder Produkttypen gesteuert wird und dabei unerwünschte Risikokonzentrationen vermieden werden.

Schließlich wurden noch die Kapazitäten für die kreditbegleitende Kontrolle und Überwachung (Monitoring) verstärkt. Dazu zählen das Frühwarnsystem, mit dem potenziell ausfallgefährdete Kunden identifiziert werden, das Pre-Workout zur aktiven Vermeidung von Kreditausfällen (z.B. durch Geschäftsmodellanpassungen bei Kreditkunden oder eine Verbesserung der Kreditbesicherung) und die Workout-Abteilungen, in denen umfangreiche Ressourcen zur Schuldeneintreibung und Sicherheitenverwertung bereitstehen, damit bei Kreditausfällen hohe Recovery Rates erreicht werden. Im Retail-Kundensegment wurde der Mahnprozess für Privatkunden und Kleinbetriebe ("Early", "Late" und "Recovery") optimiert ("Collections Excellence"-Progamm).

Kapitaladäquanz (Basel II)

Als eine weitere Aktivität stand im Risikomanagement in der Berichtsperiode die Anwendung von Basel II im ganzen Konzern im Vordergrund. Die Raiffeisen International Bank-Holding unterliegt zwar selbst nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute verpflichtend, weil sie in der Gesamtberechnung des RZB-Konzerns enthalten sind. In der Raiffeisen International werden die Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke verwendet.

Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik und Ungarn erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken im Jahr 2008 die Genehmigung, das Kreditrisiko von Corporates, Banken und Sovereigns nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern anzuwenden. Seitens der Aufsichtsbehörden wurde die Anwendung des IRB-Ansatzes ab Juli 2009 auch für die Netzwerkbank in Rumänien genehmigt. Für die Raiffeisen International ergibt sich aus der Anwendung des IRB-Ansatzes der Vorteil, dass Portfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können. Die Aufsichtsbehörde honoriert diesen Ansatz in der Regel mit geringeren Eigenkapitalerfordernissen im Vergleich zum Standardansatz. Um die Kapitaleffizienz weiter zu erhöhen, wurden spezielle Prozessoptimierungsprojekte und strikte Zielvorgaben für den regulatorischen Kapitalverbrauch einzelner Konzerneinheiten implementiert.

Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko wird mittels Standardansatz berechnet. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Die notwendigen Schlüsselannahmen für die Zinsbindung werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.

Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die Raiffeisen International derzeit eine Kombination des Standardansatzes mit einem zeitlich befristeten Basisindikatoransatz. Seit 1. Jänner 2009 kommt in der Raiffeisenbank Austria d.d., in Kroatien nun der Standardansatz zur Anwendung, der Basisindikatoransatz wird damit im Wesentlichen nur mehr in der Netzwerkbank in der Ukraine verwendet. Aufgrund der Größe der Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine ist es notwendig, einen mehrjährigen Implementierungsprozess analog zu anderen Einheiten der Raiffeisen International zu durchlaufen.

Ausblick

In den vergangenen Monaten kamen vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise vermehrt Bedenken über die wirtschaftliche Stabilität und Bonität einiger Länder der CEE-Region sowie der dort tätigen Finanzinstitute auf. Diese Bedenken wurden durch die teils deutlichen Währungsschwankungen gegenüber dem Euro noch verstärkt und beeinflussen auch unser Geschäft erheblich. Ungeachtet dessen bieten die Länder Zentral- und Osteuropas für Finanzinstitute interessante Perspektiven und langfristig attraktive Geschäftsmöglichkeiten, die auf dem Aufholbedarf gegenüber den westeuropäischen Ländern beruhen. Davon sind wir weiter überzeugt und sehen die Region CEE nach wie vor als unseren Kernmarkt an. Da sich – wie schon in der Vergangenheit – auch künftig nicht alle Märkte gleich entwickeln werden, betrachten wir unsere Präsenz mit einem großen Filialnetz in 17 Märkten in CEE als Stärke.

Aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds ist es uns derzeit nicht möglich, einen verlässlichen und seriösen Ausblick zur Geschäftsentwicklung zu geben. Seit kurzem mehren sich jedoch die Anzeichen, dass sich nach dem dramatischen Konjunktureinbruch eine Bodenbildung abzeichnen könnte. Hierzu dürften die zahlreichen stabilisierenden Maßnahmen von staatlicher Seite und supranationalen Institutionen wie dem IWF beigetragen haben. Infolgedessen baute sich die extreme Verunsicherung der Marktteilnehmer wieder ab und die Wechselkurse in den CEE-Ländern stabilisierten sich. Nach unserer Einschätzung werden die Länder Zentral- und Osteuropas nach Abflauen der mit der globalen Wirtschaftskrise verbundenen Unsicherheiten wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Segmentberichte

Regionale Segmente

Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten der Raiffeisen International dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten lassen sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Gewinn nach Steuern sowie Segmentvermögen.

Zum 30. Juni 2009 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.

Südosteuropa

Zu Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung zu Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern auch in diesem Land erfasst.

Russland

Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.

GUS Sonstige

Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.

Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den auch für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen – einerseits innerhalb der IFRS und andererseits zwischen den IFRS und den in den einzelnen Ländern jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards – sowie abweichende Konsolidierungskreise zugrunde liegen können.

Segmentüberblick

Im ersten Halbjahr verzeichneten alle Segmente der Raiffeisen International einen Ergebnisrückgang. Durch ein in allen Regionen verschlechtertes Kreditumfeld und dem daraus resultierenden Anstieg der Kreditrisikovorsorgen wurde das Ergebnis stark belastet.

Die Region Südosteuropa erzielte mit € 129 Millionen den höchsten Periodenüberschuss vor Steuern aller Segmente. Das Ergebnis basierte auf einem guten operativen Betriebsertrag, der auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode lag. Gestiegene Kreditrisikovorsorgen belasteten jedoch das Ergebnis erheblich. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 2 Prozent.

Die Region Zentraleuropa erwirtschaftete mit € 118 Millionen den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Insgesamt ging das operative Geschäft um 10 Prozent zurück, das Handelsergebnis nahm jedoch zu und leistete einen positiven Beitrag zum gesamten Ergebnis. Die Bilanzaktiva blieben auf dem Niveau des Vorjahres.

In Russland sank das Vorsteuerergebnis trotz eines starken Zuwachses von 13 Prozent im operativen Geschäft. Die erhöhten Kreditrisikovorsorgen belasteten das Ergebnis erheblich und drückten den Periodenüberschuss vor Steuern auf € 29 Millionen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresvergleich um 5 Prozent.

In der Region GUS Sonstige war das Vorsteuerergebnis mit € 48 Millionen erstmals negativ, obwohl sich das operative Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres hielt. Der Periodenüberschuss wurde durch Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 261 Millionen stark belastet. Die Bilanzaktiva des Segments waren im Jahresvergleich rückläufig (minus 13 Prozent).

Bei den Konzernaktiva dominierte Zentraleuropa weiterhin mit einem Anteil von 44 Prozent. Der zweitgrößte Anteil entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 31 Prozent, gefolgt von Russland mit 16 Prozent und GUS Sonstige mit 9 Prozent.

Anteil der Segmente am Periodenüberschuss vor Steuern

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
Veränderung 1.1.–30.6.
2008
Zinsüberschuss 464 -7,3 % 501
davon laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 1
Kreditrisikovorsorgen -229 201,8 % -76
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 235 -44,6 % 425
Provisionsüberschuss 200 -25,9 % 270
Handelsergebnis 58 48,9 % 39
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 5 107,9 % 2
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 22 -9
Verwaltungsaufwendungen -400 -12,8 % -459
davon Personalaufwand -189 -16,9 % -227
davon Sachaufwand -174 -7,9 % -189
davon Abschreibungen -37 -12,0 % -42
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2 -70,2 % -8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 -98,7 % 6
Periodenüberschuss vor Steuern 118 -55,8 % 267
Steuern vom Einkommen und Ertrag -27 -49,4 % -54
Periodenüberschuss nach Steuern 91 -57,5 % 213
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -32 -43,6 % -57
Konzern-Periodenüberschuss 58 -62,5 % 156
Anteil am Ergebnis vor Steuern 52 % 20,7 PP 31 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 49 % 17,3 PP 32 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.943 -11,9 % 24.919
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.004 -11,3 % 2.259
Summe Aktiva1 33.615 0,2 % 33.543
Verbindlichkeiten1 31.243 0,0 % 31.238
Risk/Earnings Ratio 49,3 % 34,2 PP 15,1 %
Cost/Income Ratio 55,6 % -1,6 PP 57,2 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.445 -10,9 % 2.744
Return on Equity vor Steuern 9,6 % -9,8 PP 19,5 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 6,7 % -8,1 PP 14,8 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.871 4,3 % 13.295
Mitarbeiter zum Stichtag 13.371 -1,3 % 13.551
Geschäftsstellen1 583 6,8 % 546

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

Das Ergebnis in der Region Zentraleuropa sank in der Berichtsperiode deutlich unter jenes der Vergleichsperiode: Der Periodenüberschuss vor Steuern ging durch erhöhte Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen und den rückläufigen Provisionsüberschuss um 56 Prozent oder € 149 Millionen auf € 118 Millionen zurück. Der Return on Equity vor Steuern für Zentraleuropa sank um 9,8 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent.

Der Zinsüberschuss ging um 7 Prozent auf € 464 Millionen zurück. Erhöhte Refinanzierungskosten bei Kundeneinlagen – überwiegend in der polnischen Konzerneinheit – und ergebnismindernde Währungseffekte in der ungarischen Konzerneinheit führten zu diesem Rückgang. Die Aktiva des Konzerns in Zentraleuropa wuchsen leicht um 0,2 Prozent. Die Nettozinsspanne verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 42 Basispunkte auf 2,71 Prozent deutlich. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 12 Prozent von € 24,9 Milliarden auf € 21,9 Milliarden. Diese Verringerung beruhte neben Währungseffekten auf der teilweisen Einführung des IRB-Ansatzes in Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik im Dezember 2008.

Die Nettodotierung von Kreditrisikovorsorgen stieg um 202 Prozent auf € 229 Millionen. Dieser Zuwachs ging hauptsächlich auf Dotierungen in Ungarn zurück. Die Dotierungen von Portfolio-Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Krediten an Privatkunden stiegen deutlich, wofür ebenfalls überwiegend die ungarischen Konzerneinheiten verantwortlich waren. Die Einzelwertberichtigungen wurden in allen Ländern der Region mit Ausnahme Ungarns in einem ähnlichen Ausmaß erhöht. In Ungarn war aufgrund der starken Abwertung des Forint im ersten Halbjahr 2009 der Anstieg der Einzelwertberichtigungen wesentlich höher. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 2,6 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent.

Der Provisionsüberschuss der Region verringerte sich um 26 Prozent oder € 70 Millionen auf € 200 Millionen. Wesentlichen Anteil daran hatte das Devisen- und Valutengeschäft, das um 39 Prozent auf € 70 Millionen abnahm. Die Hauptgründe für diesen Rückgang waren eine Reduktion der Kundenmargen im Devisengeschäft in Polen, die Euro-Einführung in der Slowakei sowie geringere Erträge aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts mit Fremdwährungskrediten in Ungarn. Das Ergebnis des Zahlungsverkehrs und der Kontodienstleistungen war in allen Ländern der Region rückläufig und zeigte für das Segment Zentraleuropa insgesamt einen Rückgang um 18 Prozent auf € 81 Millionen.

Das Handelsergebnis der Region Zentraleuropa betrug € 58 Millionen und lag damit um 49 Prozent über dem Wert der Vergleichsperiode. Aus dem währungsbezogenen Geschäft wurde dabei ein Ergebnis von € 31 Millionen erzielt, zu denen Ungarn einen wesentlichen Beitrag leistete. Im zinsbezogenen Geschäft verbuchte die Region ein Ergebnis von € 25 Millionen, das hauptsächlich durch Bewertungsgewinne bei Zinsswap-Transaktionen in der Slowakei entstand.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug € 5 Millionen und stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in der Tschechischen Republik, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen wurden.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 22 Millionen. Es setzte sich aus dem Erlös des konzerninternen Verkaufs einer Gesellschaft in der Slowakei, der durch die Konsolidierung im Konzernergebnis neutralisiert wurde, und den Bewertungsgewinnen von Wertpapieren in allen Konzerneinheiten der Region zusammen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 13 Prozent oder € 59 Millionen auf € 400 Millionen zurück. Dieser Rückgang resultierte überwiegend aus dem deutlich niedrigeren Personalaufwand von € 189 Millionen (minus 17 Prozent). Der durchschnittliche Personalstand erhöhte sich im Jahresabstand um 4 Prozent auf 13.871. Der sonstige Verwaltungsaufwand sank im Periodenvergleich um 8 Prozent auf € 174 Millionen, die Abschreibungen reduzierten sich um € 5 Millionen auf € 37 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen erhöhte sich im Jahresabstand um 7 Prozent oder 37 auf 583. Dieser Zugang erfolgte zu einem wesentlichen Teil in Ungarn (plus 18 Geschäftsstellen). Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 55,6 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug minus € 2 Millionen und setzte sich im Wesentlichen aus sonstigem, nicht ertragsabhängigem Steueraufwand in den ungarischen und slowakischen Konzerneinheiten zusammen. Das operative Leasinggeschäft leistete einen positiven Beitrag von € 4 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 49 Prozent auf € 27 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 58 Millionen.

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
Veränderung 1.1.–30.6
2008
Zinsüberschuss 443 -1,3 % 449
Kreditrisikovorsorgen -227 302,5 % -56
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 216 -44,9 % 393
Provisionsüberschuss 200 -9,0 % 220
Handelsergebnis 56 99,9 % 28
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -3 0
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 8 -1
Verwaltungsaufwendungen -362 -0,4 % -363
davon Personalaufwand -157 -1,3 % -160
davon Sachaufwand -157 -2,9 % -161
davon Abschreibungen -48 12,9 % -42
Sonstiges betriebliches Ergebnis 14 -1,9 % 14
Periodenüberschuss vor Steuern 129 -55,4 % 290
Steuern vom Einkommen und Ertrag -22 -53,1 % -46
Periodenüberschuss nach Steuern 108 -55,9 % 244
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -2 -85,9 % -14
Konzern-Periodenüberschuss 106 -54,0 % 230
Anteil am Ergebnis vor Steuern 57 % 23,0 PP 34 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 58 % 21,9 PP 36 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 17.163 -5,2 % 18.105
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 1.553 -3,0 % 1.601
Summe Aktiva1 23.937 -1,7 % 24.355
Verbindlichkeiten1 21.202 -2,6 % 21.770
Risk/Earnings Ratio 51,2 % 38,6 PP 12,6 %
Cost/Income Ratio 50,7 % -0,3 PP 51,1 %
Durchschnittliches Eigenkapital 1.966 -3,9 % 2.045
Return on Equity vor Steuern 13,2 % -15,2 PP 28,4 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 12,1 % -13,1 PP 25,2 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 18.918 8,0 % 17.510
Mitarbeiter zum Stichtag 18.203 18.209
Geschäftsstellen1 1.206 14,9 % 1.050

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

In Südosteuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern mit € 129 Millionen um 55 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode 2008 von € 290 Millionen. Ein wesentlicher Faktor für diesen Rückgang waren die stark erhöhten Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen. Dadurch sank der Return on Equity vor Steuern um 15,2 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent.

Der Zinsüberschuss in der Region sank – überwiegend durch erhöhte Refinanzierungskosten bei Kundeneinlagen in Rumänien – um 1 Prozent oder € 6 Millionen auf € 443 Millionen. Die Bilanzaktiva sanken um 2 Prozent auf € 23,9 Milliarden. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 17 Basispunkte auf 3,61 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva sanken um 5 Prozent, von € 18,1 Milliarden auf € 17,2 Milliarden.

Ausgehend von einem niedrigen Niveau stieg die Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen um € 171 Millionen auf € 227 Millionen. Dieser Zuwachs ging vor allem auf Dotierungen zu Einzelwertberichtigungen zurück, die sich vorwiegend in den rumänischen und kroatischen Konzerneinheiten durch Dotierungen für Kredite an Privatkunden erhöhten. Die Portfolio-Wertberichtigungen wurden in nahezu allen Konzerneinheiten der Region dotiert. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 3,5 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent zu.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 200 Millionen um 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dazu lieferte der Zahlungsverkehr einen Beitrag von € 84 Millionen, der damit um 5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres lag. Das Devisen- und Valutengeschäft sank um 17 Prozent auf € 39 Millionen. Weitere € 37 Millionen generierte das Kredit- und Garantiegeschäft. Den absolut betrachtet größten Rückgang in der Region verbuchte die weiterhin provisionsstärkste Konzerneinheit in Rumänien (minus € 22 Millionen).

Eine positive Entwicklung verzeichnete in der Region Südosteuropa das Handelsergebnis. In Summe legte es um € 28 Millionen auf € 56 Millionen zu. Das währungsbezogene Geschäft übertraf mit € 41 Millionen den Wert der Vergleichsperiode 2008 deutlich, was überwiegend auf den Beitrag der rumänischen Konzerneinheit zurückzuführen war. Beim zinsbezogenen Geschäft war ein Gewinn von € 15 Millionen zu verbuchen, zu dem die albanische Konzerneinheit einen hohen Beitrag von € 7 Millionen leistete.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 3 Millionen und beruhte auf Bewertungsverlusten aus im IFRS-Abschluss nicht ansetzbaren Absicherungsgeschäften durch sonstige Derivate, die zur Minimierung von Zinsrisiken abgeschlossen wurden. Dementsprechend waren die Bewertungsänderungen in der Erfolgsrechnung darzustellen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 8 Millionen. Nach einem negativen Ergebnis in der Vergleichsperiode wurde dieser Anstieg durch Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren vor allem in Rumänien bewirkt.

Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit insgesamt € 362 Millionen auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei sanken die Personalaufwendungen um € 3 Millionen auf € 157 Millionen, während sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter gegenüber der Vergleichsperiode um 8 Prozent oder 1.408 auf 18.918 erhöhte. Trotz einer Ausweitung des Geschäftsstellennetzes lagen die sonstigen Verwaltungsaufwendungen mit € 157 Millionen um 3 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode. Die Abschreibungen, meist für Filialinvestitionen, erhöhten sich um 13 Prozent auf € 48 Millionen. Ausgehend von 1.050 Geschäftsstellen am Ende der Vergleichsperiode stieg deren Anzahl um

15 Prozent auf 1.206, womit Südosteuropa, überwiegend durch die starke Filialnetzausweitung in Rumänien (plus 92 Filialen), den höchsten Zuwachs aller Segmente aufwies. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich geringfügig um 0,3 Prozentpunkte auf 50,7 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis blieb im Vergleich zur Vorjahresperiode fast unverändert auf € 14 Millionen. Neben kleineren Aufwandsposten steuerten dazu die Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in der Berichtsperiode € 19 Millionen bei.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 53 Prozent auf € 22 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten betrug € 106 Millionen.

Russland

1.1.–30.6. Veränderung 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 373 20,2 % 311
Kreditrisikovorsorgen -252 >500,0 % -37
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 122 -55,5 % 273
Provisionsüberschuss 99 5,9 % 93
Handelsergebnis -20 1
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 17 237,1 % 5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 2 -79,6 % 8
Verwaltungsaufwendungen -192 -8,9 % -211
davon Personalaufwand -91 -8,9 % -100
davon Sachaufwand -86 -12,7 % -99
davon Abschreibungen -16 19,3 % -13
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2 -4
Periodenüberschuss vor Steuern 29 -82,4 % 166
Steuern vom Einkommen und Ertrag -6 -86,9 % -46
Periodenüberschuss nach Steuern 23 -80,7 % 120
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg
-2 490,3 % 0
Konzern-Periodenüberschuss 21 - 82,3 % 120
Anteil am Ergebnis vor Steuern 13 % -6,5 PP 19 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 13 % -5,3 PP 18 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 9.014 -8,6 % 9.866
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 839 -8,1 % 913
Summe Aktiva1 12.476 -4,7 % 13.086
Verbindlichkeiten1 10.999 -7,3 % 11.865
Risk/Earnings Ratio 67,4 % 55,4 PP 12,0 %
Cost/Income Ratio 42,4 % -10,3 PP 52,7 %
Durchschnittliches Eigenkapital 1.086 -5,2 % 1.146
Return on Equity vor Steuern 5,4 % -23,6 PP 29,0 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 3,9 % -17,1 PP 21,0 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.799 5,9 % 9.252
Mitarbeiter zum Stichtag 9.185 -4,2 % 9.592

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

In Russland sank der Periodenüberschuss vor Steuern trotz des vergleichsweise hohen Anstiegs des Zinsüberschusses um 82 Prozent oder € 137 Millionen auf € 29 Millionen. Grund dafür waren wie in den anderen Segmenten die Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern sank dadurch um 23,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent.

Der Zuwachs des Zinsüberschusses gegenüber der Vergleichsperiode um 20 Prozent oder € 62 Millionen auf € 373 Millionen beruhte zum größten Teil auf einer aktivseitigen Margenverbesserung. Die Bilanzaktiva sanken um 5 Prozent oder € 0,6 Milliarden auf € 12,5 Milliarden. Die Nettozinsspanne verbesserte sich deutlich um 53 Basispunkte auf 5,39 Prozent.

Die Kreditrisikoaktiva sanken um 9 Prozent auf € 9,0 Milliarden und damit etwas stärker als die Bilanzaktiva, die um 5 Prozent zurückgingen. Dieser Unterschied erklärt sich vor allem dadurch, dass die im Jahresabstand gestiegenen Positionen, die bei der Nationalbank gehalten werden, niedriger zu gewichten sind.

Die Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen vervielfachte sich von € 37 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 252 Millionen in der Berichtsperiode. Maßgeblich dafür verantwortlich waren Einzelwertberichtigungen im Ausmaß von € 213 Millionen, die überwiegend Kredite an Firmenkunden betrafen. Die Dotierungen von Portfolio-Wertberichtigungen waren etwas niedriger als in der Vergleichsperiode. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg um 5,6 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete einen Anstieg um 6 Prozent oder € 6 Millionen auf € 99 Millionen. Der Zahlungsverkehr steuerte € 35 Millionen bei (minus 13 Prozent). Die Erträge aus dem Devisen- und Valutengeschäft nahmen gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 32 Prozent auf € 33 Millionen zu. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft verdoppelte sich fast auf € 14 Millionen.

Das Handelsergebnis sank von € 1 Million in der Vergleichsperiode auf minus € 20 Millionen im ersten Halbjahr 2009. Dies resultierte überwiegend aus der niedrigeren Bewertung diverser Devisentermingeschäfte infolge geänderter Terminkurse. Das zinsbezogene Geschäft brachte hingegen einen Ertrag von € 22 Millionen, der aufgrund der rückläufigen Zinsentwicklung großteils auf Bewertungsgewinnen bei festverzinslichen Wertpapieren basierte.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode € 17 Millionen. Es beruhte im Wesentlichen auf einem Bewertungsergebnis aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug in Russland € 2 Millionen. Aus der Tilgung von Held-to-Maturity-Wertpapieren stammte ein Verlust von € 2 Millionen, während sich Bewertungsgewinne des zu Marktwerten bilanzierten Wertpapierbestands mit € 4 Millionen positiv auswirkten.

Die Verwaltungsaufwendungen sanken aufgrund von Kostenreduktion und Währungseffekten um 9 Prozent oder € 19 Millionen auf € 192 Millionen. Die Personalaufwendungen gingen dabei um 9 Prozent oder € 9 Millionen auf € 91 Millionen zurück, während die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern in der Region gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent oder 547 auf 9.799 anstieg. Die sonstigen administrativen Aufwendungen sanken um 13 Prozent oder € 13 Millionen auf € 86 Millionen. Die Abschreibungen stiegen um € 3 Millionen auf € 16 Millionen. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich um 10,3 Prozentpunkte auf 42,4 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments blieb mit € 2 Millionen über dem Niveau der Vergleichsperiode 2008. Für diese Verbesserung verantwortlich waren hauptsächlich die geringeren Aufwendungen für nicht ertragsabhängige Steuern.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sanken gegenüber der Vergleichsperiode um 87 Prozent auf € 6 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten reduzierte sich um 82 Prozent auf € 21 Millionen.

GUS Sonstige

1.1.–30.6. Veränderung 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008
Zinsüberschuss 249 1,7 % 244
Kreditrisikovorsorgen -261 >500,0 % -32
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen -12 212
Provisionsüberschuss 83 -28,5 % 116
Handelsergebnis 24 494,6 % 4
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten 1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 12 >500,0 % 2
Verwaltungsaufwendungen -155 -15,8 % -185
davon Personalaufwand -83 -17,3 % -101
davon Sachaufwand -54 -17,0 % -65
davon Abschreibungen -18 -3,8 % -19
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 -11
Periodenüberschuss vor Steuern -48 138
Steuern vom Einkommen und Ertrag 12 -42
Periodenüberschuss nach Steuern -36 96
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -1 -86,5 % -8
Konzern-Periodenüberschuss -37 88
Anteil am Ergebnis vor Steuern -21 % -37,2 PP 16 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern -20 % -33,8 PP 14 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 6.738 -1,4 % 6.832
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 605 -1,9 % 616
Summe Aktiva1 7.001 -12,5 % 8.000
Verbindlichkeiten1 6.100 -12,8 % 6.998
Risk/Earnings Ratio 105,0 % 92,0 PP 13,1 %
Cost/Income Ratio 43,7 % -8,6 PP 52,3 %
Durchschnittliches Eigenkapital 764 -3,9 % 795
Return on Equity vor Steuern 34,7 %
Konzern-Return on Equity (nach Minderheiten) 24,4 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 19.038 -4,4 % 19.913
Mitarbeiter zum Stichtag 18.575 -8,0 % 20.186
Geschäftsstellen1 1.149 -6,8 % 1.235

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

Der Periodenüberschuss vor Steuern dieses Segments ging in der Berichtsperiode um € 186 Millionen auf minus € 48 Millionen zurück. Hauptgründe für diesen Ergebnisrückgang waren die sehr hohen Dotierungen von Kreditrisikovorsorgen sowie Währungsabwertungen, die sich in diesem Segment besonders stark auswirkten.

Der Zinsüberschuss des Segments GUS Sonstige stieg um 2 Prozent oder € 5 Millionen auf € 249 Millionen. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 13 Prozent oder € 1 Milliarde auf € 7,0 Milliarden. Die Nettozinsspanne erhöhte sich um 28 Basispunkte auf 6,56 Prozent leicht.

Während die Bilanzsumme um 13 Prozent zurückging, sanken die Kreditrisikoaktiva (gemäß Basel II) lediglich um 1 Prozent auf € 6,7 Milliarden. Das hohe Volumen überfälliger Kredite wirkte sich in der Berechnung durch eine höhere Risikogewichtung aus.

Die Nettodotierung der Kreditrisikovorsorgen stieg von € 32 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 261 Millionen in der Berichtsperiode. Diese Erhöhung betraf umfangreiche Einzelwertberichtigungen im Zusammenhang mit Krediten an Privatkunden in der Ukraine. Portfolio-Wertberichtigungen wurden nur in geringem Ausmaß gebildet. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio des Segments stieg um 12,2 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent, dabei lag dieser in der Ukraine bei 18,2 Prozent und in Belarus bei 2,5 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete konjunktur-, aber auch währungsbedingt einen Rückgang um € 33 Millionen auf € 83 Millionen. Den wichtigsten Beitrag zum Ergebnis lieferte der Zahlungsverkehr mit € 56 Millionen. Das Devisen- und Valutengeschäft steuerte € 25 Millionen bei.

Das Handelsergebnis wuchs von € 4 Millionen auf € 24 Millionen und resultierte fast zur Gänze aus dem währungsbezogenen Geschäft. Der Großteil davon stammte aus Bewertungsgewinnen im Zusammenhang mit einer strategischen Währungsposition in Belarus. Das zinsbezogene Geschäft brachte einen Ertrag von € 4 Millionen, der in der Ukraine erzielt wurde.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode € 1 Million. Es wurde in der kasachischen Leasinggesellschaft gebucht.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 12 Millionen. Positiv wirkten sich die Bewertungsgewinne des zu Marktwerten bilanzierten Wertpapierbestands aus, die in der ukrainischen Konzerntochter anfielen.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen insgesamt um 16 Prozent oder € 30 Millionen auf € 155 Millionen zurück. Die Personalaufwendungen reduzierten sich dabei um 17 Prozent oder € 18 Millionen auf € 83 Millionen und auch die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in der Region ging gegenüber der Vergleichsperiode um 4 Prozent oder 875 Mitarbeiter auf 19.038 zurück.

Die sonstigen administrativen Aufwendungen sanken um 17 Prozent oder € 11 Millionen auf € 54 Millionen, was mit der Reduktion der Geschäftsstellen in der Ukraine (minus 96 Geschäftsstellen) in Zusammenhang stand. Die Abschreibungen betrugen € 18 Millionen und lagen damit um 4 Prozent unter jenen der Vergleichsperiode 2008. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich deutlich um 8,6 Prozentpunkte auf 43,7 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug € 1 Million.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag drehten aufgrund der Bildung von aktiven latenten Steuern von minus € 42 Millionen in der Vergleichsperiode auf einen positiven Wert von € 12 Millionen. Das Ergebnis nach Steuern und Minderheiten verringerte sich auf minus € 37 Millionen.

Geschäftsbereiche

Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:

  • Corporate Customers
  • Retail Customers
  • Treasury
  • Participations and Other

Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.

Geschäftsbereichsüberblick
----------------------------
1.1.–30.6.2009 Corporate Retail Treasury Participations Gesamt
in € Millionen Customers Customers and Other
Zinsüberschuss 521 868 -9 116 1.496
Kreditrisikovorsorgen -386 -579 -1 -3 -969
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 136 288 -10 113 527
Provisionsüberschuss 191 388 1 4 585
Handelsergebnis -8 126 119
Ergebnis aus derivativen 6 13 19
Finanzinstrumenten
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -1 27 5 31
Verwaltungsaufwendungen -220 -813 -43 -67 -1.143
Sonstiges betriebliches Ergebnis 21 7 -12 16
Periodenüberschuss vor Steuern 126 -130 115 42 154
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 27.704 17.337 5.920 3.740 54.701
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.380 1.661 995 309 5.345
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.825 48.488 1.480 2.176 61.969
Cost/Income Ratio 30,2 % 64,4 % 36,3 % 51,6 %
Durchschnittliches Eigenkapital 3.207 1.956 687 395 6.245
Return on Equity vor Steuern 7,8 % 33,6 % 4,9 %
1.1.–30.6.2008
in € Millionen
Corporate
Customers
Retail
Customers
Treasury Participations
and Other
Gesamt
Zinsüberschuss 512 860 122 3 1.498
Kreditrisikovorsorgen -45 -155 -2 -201
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 467 706 122 1 1.296
Provisionsüberschuss 251 448 6 -2 703
Handelsergebnis 8 2 81 1 92
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten 7 7
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -1 -12 12 -1
Verwaltungsaufwendungen -258 -875 -50 -67 -1.250
Sonstiges betriebliches Ergebnis 16 7 0 -34 -11
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 6 6
Periodenüberschuss vor Steuern 484 288 155 -84 843
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 31.417 17.626 6.290 4.060 59.394
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.666 1.665 938 319 5.587
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.306 47.555 1.448 1.928 60.236
Cost/Income Ratio 32,8 % 66,4 % 23,8 % 54,8 %

Return on Equity vor Steuern 28,4 % 28,1 % 43,2 % – 25,5 %

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

Corporate Customers

Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode einen Ergebnisrückgang. Der Periodenüberschuss vor Steuern sank um 74 Prozent auf € 126 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war der deutliche Anstieg der Nettodotierungen von Kreditrisikovorsorgen auf nunmehr € 386 Millionen. Dieser wurde überwiegend durch Dotierungen in der russischen Konzerneinheit verursacht, die eine starke geschäftliche Ausrichtung auf Firmenkunden aufweist.

Die operativen Betriebserträge blieben nur um 8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. In Summe sanken sie von € 787 Millionen auf € 726 Millionen. Der Zinsüberschuss legte mit € 521 Millionen um 2 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode zu. Verantwortlich für diesen Anstieg war unter anderem der Beitrag der russischen Konzerneinheit, wo die höheren Risikokosten zum Teil durch Margensteigerungen ausgeglichen wurden. Der Provisionsüberschuss hingegen verzeichnete einen Rückgang um 24 Prozent auf € 191 Millionen, der überwiegend auf den konjunkturbedingten Geschäftsrückgang in den russischen und rumänischen Konzerneinheiten zurückzuführen war.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 15 Prozent auf € 220 Millionen zurück. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,6 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 31 Prozent auf € 21 Millionen. Den größten Beitrag leistete weiterhin das Geschäftsfeld Operating Leasing in Kroatien mit € 11 Millionen.

Die Risikoaktiva für das Kreditrisiko erreichten € 27,7 Milliarden. Dies bedeutet gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode 2008 einen starken Rückgang um 12 Prozent, der überwiegend durch die Reduktion von außerbilanziellen Posten verursacht wurde.

Der Return on Equity vor Steuern sank aufgrund des Rückgangs im Ergebnis um 20,6 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent.

Retail Customers

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers blieb wie im Vorquartal negativ und betrug im ersten Halbjahr minus € 130 Millionen. In der Vergleichsperiode 2008 war ein Gewinn von € 288 Millionen erzielt worden. Durch die verschlechterte Risikolage wurde eine wesentlich höhere Nettodotierung von Kreditrisikovorsorgen auf € 579 Millionen notwendig, die den Ergebnisrückgang verursachte. Eine massive Erhöhung der Kreditrisikovorsorgen wurde primär in den ukrainischen, russischen und ungarischen Konzerneinheiten vorgenommen, in denen das Privatkundengeschäft einen großen Anteil am Gesamtgeschäft hat.

Die Betriebserträge aus diesem Geschäftsbereich waren mit € 1.263 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode um 4 Prozent rückläufig. Der Zinsüberschuss stieg um 1 Prozent auf € 868 Millionen. Der Provisionsüberschuss sank um 14 Prozent auf € 388 Millionen, hauptsächlich durch den Geschäftsrückgang an provisionswirksamem Geschäft in der ukrainischen Konzerneinheit begründet.

In der Berichtsperiode sanken die Verwaltungsaufwendungen überwiegend währungsbedingt um 7 Prozent auf € 813 Millionen, womit sich die Cost/Income Ratio um 2,0 Prozentpunkte auf 64,4 Prozent weiter verbesserte.

Die Kreditrisikoaktiva sanken im Jahresabstand um 2 Prozent und betrugen zum Ende der Berichtsperiode € 17,3 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern war aufgrund des Verlusts negativ.

Treasury

Der Geschäftsbereich Treasury erzielte einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 115 Millionen und verzeichnete damit gegenüber der Vergleichsperiode einen Rückgang von 26 Prozent. Das Ergebnis wurde trotz des starken Rückgangs des Zinsüberschusses durch ein um 57 Prozent verbessertes Handelsergebnis erreicht.

Der Zinsüberschuss reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode überwiegend durch höhere Refinanzierungskosten, gestiegene Kosten für die Mindestreserve und geringere Erträge aus den veranlagten Liquiditätsüberschüssen.

Das Handelsergebnis betrug € 127 Millionen und wurde in hohem Ausmaß durch währungsbezogene Transaktionen in Rumänien sowie durch die Aufwertung des Wertpapierbestands, der überwiegend im letzten Quartal 2008 abgewertet worden war, beeinflusst.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten stieg deutlich auf € 13 Millionen, wobei die Bewertung des Zinsswaps in Russland den überwiegenden Beitrag leistete.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen war mit € 27 Millionen im Gegensatz zur Vergleichsperiode positiv. Es resultierte großteils aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren in der ukrainischen Konzerneinheit.

Die Verwaltungsaufwendungen wurden im Periodenvergleich um 13 Prozent reduziert. Die Betriebserträge wiesen einen vergleichsweise starken Rückgang um 43 Prozent auf € 119 Millionen aus. Folglich erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 12,6 Prozentpunkte auf 36,3 Prozent.

Die Kreditrisikoaktiva sanken um 6 Prozent auf € 5,9 Milliarden.

Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs sank wegen des Rückgangs im Periodenüberschuss um 9,7 Prozentpunke auf 33,6 Prozent.

Participations and Other

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other verbesserte sich auf € 42 Millionen. Das Ergebnis war hauptsächlich deshalb positiv, weil es die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals enthält, die durch das hohe Zinsniveau in CEE im Berichtszeitraum stark stiegen.

Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten enthält der Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die im Periodenvergleich stabil blieben. Diese verbleiben in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.

Konzernabschluss (Zwischenbericht zum 30. Juni 2009)

Erfolgsrechnung

Anhang 1.1.–30.6. Veränderung 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008
Zinserträge 2.969,5 5,1 % 2.825,0
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0,5 -49,7 % 1,0
Zinsaufwendungen -1.474,2 11,0 % -1.328,4
Zinsüberschuss
(2)
1.495,8 -0,1 % 1.497,6
Kreditrisikovorsorgen
(3)
-968,5 380,9 % -201,4
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 527,3 -59,3 % 1.296,2
Provisionserträge 694,2 -15,8 % 824,2
Provisionsaufwendungen -109,4 -9,8 % -121,3
(4)
Provisionsüberschuss
584,8 -16,8 % 702,9
Handelsergebnis
(5)
118,9 29,0 % 92,2
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
(6)
19,0 156,9 % 7,4
Ergebnis aus Finanzinvestitionen
(7)
31,3 -0,7
Verwaltungsaufwendungen
(8)
-1.143,1 -8,5 % -1.249,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis
(9)
15,5 -11,2
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 -98,3 % 5,8
Periodenüberschuss vor Steuern 153,8 -81,7 % 842,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag -34,7 -82,3 % -196,3
Periodenüberschuss nach Steuern 119,1 -81,6 % 646,4
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -41,0 -49,2 % -80,7
Konzern-Periodenüberschuss 78,1 -86,2 % 565,7
in € 1.1.–30.6.
2009
Veränderung 1.1.–30.6.
2008
Gewinn je Aktie 0,51 -3,17 3,68

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2009 waren dies 153,7 Millionen, zum 30. Juni 2008 waren es 153,6 Millionen.

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Erfolgsentwicklung

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q3/2008 Q4/2008 Q1/2009 Q2/2009
Zinsüberschuss 844,1 890,3 767,1 728,7
Kreditrisikovorsorgen -164,2 -414,8 -445,2 -523,3
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 679,9 475,6 321,9 205,4
Provisionsüberschuss 394,9 398,6 293,7 291,1
Handelsergebnis 35,2 40,3 45,6 73,3
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -6,3 -21,0 -4,9 23,9
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 10,8 -35,8 -2,9 34,2
Verwaltungsaufwendungen -689,7 -693,5 -573,6 -569,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -6,4 1,8 3,7 11,8
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -0,2 2,2 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 418,3 168,1 83,6 70,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -99,3 -55,3 -19,9 -14,8
Periodenüberschuss nach Steuern 319,0 112,8 63,7 55,4
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -23,2 7,7 -7,5 -33,5
Konzern-Periodenüberschuss 295,8 120,5 56,2 21,9
in € Millionen Q3/2007 Q4/2007 Q1/2008 Q2/2008
Zinsüberschuss 625,0 715,1 711,1 786,5
Kreditrisikovorsorgen -88,8 -114,9 -93,0 -108,3
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 536,2 600,2 618,1 678,1
Provisionsüberschuss 322,8 354,8 330,9 372,0
Handelsergebnis 41,4 7,1 37,6 54,6
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -26,3 -8,0 -36,7 44,1
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -2,9 0,8 -1,5 0,9
Verwaltungsaufwendungen -535,0 -646,3 -584,4 -665,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2,5 -23,5 5,8 -17,0
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 13,1 -0,9 5,8
Periodenüberschuss vor Steuern 346,8 284,2 369,6 473,1
Steuern vom Einkommen und Ertrag -87,2 -47,4 -90,2 -106,0
Periodenüberschuss nach Steuern 259,6 236,8 279,4 367,1
Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg -35,3 -21,3 -24,9 -55,8
Konzern-Periodenüberschuss 224,3 215,6 254,4 311,3

Bilanz

Aktiva
in € Millionen
Anhang 30.6.
2009
Veränderung 31.12.
2008
Barreserve 6.228 -12,6 % 7.130
Forderungen an Kreditinstitute (11,30) 7.181 -20,5 % 9.038
Forderungen an Kunden (12,30) 53.512 -7,6 % 57.902
Kreditrisikovorsorgen (13) -2.497 52,1 % -1.641
Handelsaktiva (14,30) 3.172 -15,7 % 3.763
Derivative Finanzinstrumente (15,30) 589 -31,9 % 865
Wertpapiere und Beteiligungen (16,30) 6.566 27,8 % 5.137
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen (30) 3 18,7 % 3
Immaterielle Vermögenswerte (17) 941 -1,2 % 952
Sachanlagen (18) 1.272 0,7 % 1.264
Sonstige Aktiva (19,30) 895 -9,1 % 985
Aktiva gesamt 77.862 -8,8 % 85.397
Passiva
in € Millionen
Anhang 30.6.
2009
Veränderung 31.12.
2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20,30) 22.610 -13,7 % 26.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21,30) 42.276 -4,4 % 44.206
Verbriefte Verbindlichkeiten (22,30) 2.827 -16,7 % 3.393
Rückstellungen (23,30) 330 -24,4 % 437
Handelspassiva (24,30) 724 -50,4 % 1.460
Derivative Finanzinstrumente (25,30) 351 -57,8 % 832
Sonstige Passiva (26,30) 757 16,1 % 653
Nachrangkapital (27,30) 1.772 5,2 % 1.684
Eigenkapital (28) 6.215 -4,7 % 6.518
Konzern-Eigenkapital 5.178 12,2 % 4.613
Konzern-Periodenüberschuss 78 -92,1 % 982
Anteile anderer Gesellschafter 959 3,9 % 923
Passiva gesamt 77.862 -8,8 % 85.397

Eigenkapitalentwicklung

in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2008 469 2.588 1.929 841 795 6.622
Kapitaleinzahlungen 53 53
Gewinnthesaurierung 698 -698
Dividendenzahlungen -143 -39 -181
Umfassendes Ergebnis 87 566 134 787
Eigene Aktien/Share Incentive
Program -1 -24 1 -24
Sonstige Veränderungen -11 -11
Eigenkapital 30.6.2008 468 2.564 2.704 566 944 7.246
in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2009 469 2.568 1.577 982 923 6.518
Gewinnthesaurierung 839 -839
Dividendenzahlungen -143 -42 -185
Umfassendes Ergebnis -240 78 47 -115
Eigene Aktien/Share Incentive
Program
-1 -1
Sonstige Veränderungen -33 31 -2
Eigenkapital 30.6.2009 469 2.567 2.143 78 959 6.215

Umfassendes Ergebnis

Konzern-Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter
in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Konzern-Periodenüberschuss 78 566 41 81
Währungsdifferenzen -232 100 6 52
Capital Hedge -18 -21
Cash-Flow Hedge 9 -6
Bewertungsänderungen zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller Vermögenswerte
3 21 1
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
-2 -7
Umfassendes Ergebnis -162 653 47 134

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 7.130 3.664
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit -7 -561
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -492 -79
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -98 -97
Effekte aus Wechselkursänderungen -306 29
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 6.228 2.956

Segmentberichterstattung

Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:

Zentraleuropa

Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn

Südosteuropa

Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Moldau, Rumänien und Serbien

  • Russland
  • GUS Sonstige Belarus, Kasachstan und Ukraine

Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung, aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.

1.1.–30.6.2009 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 464,2 443,2 373,5 248,5 -33,7 1.495,8
Kreditrisikovorsorgen -228,8 -226,9 -251,7 -261,0 -968,5
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 235,3 216,3 121,8 -12,5 -33,7 527,3
Provisionsüberschuss 200,2 200,3 99,0 82,7 2,6 584,8
Handelsergebnis 58,3 55,7 -19,7 23,9 0,8 118,9
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten
4,6 -2,7 17,5 0,8 -1,2 19,0
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 21,8 7,6 1,7 11,7 -11,5 31,3
Verwaltungsaufwendungen -400,2 -361,7 -192,4 -155,4 -33,5 -1.143,1
davon Personalaufwand -188,9 -157,4 -90,7 -83,1 -23,7 -543,8
davon Sachaufwand -174,4 -156,6 -86,1 -54,2 -8,4 -479,8
davon Abschreibungen -36,9 -47,7 -15,6 -18,0 -1,4 -119,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis -2,3 13,9 1,5 0,5 2,1 15,5
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0,1 0,1
Periodenüberschuss vor Steuern 117,8 129,3 29,3 -48,3 -74,5 153,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -27,2 -21,7 -6,0 12,1 8,1 -34,7
Periodenüberschuss nach Steuern 90,6 107,7 23,3 -36,2 -66,4 119,1
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
-32,3 -1,9 -2,0 -1,1 -3,7 -41,0
Konzern-Periodenüberschuss 58,4 105,7 21,3 -37,3 -70,1 78,1
Anteil am Ergebnis vor Steuern 51,6 % 56,7 % 12,8 % -21,2 % 100,0 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 48,9 % 58,1 % 12,6 % -19,5 % 100,0 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 21.943 17.163 9.014 6.738 -156 54.701
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.004 1.553 839 605 344 5.345
Summe Aktiva1 33.615 23.937 12.476 7.001 833 77.862
Verbindlichkeiten1 31.243 21.202 10.999 6.100 2.104 71.648
Risk/Earnings Ratio 49,3 % 51,2 % 67,4 % 105,0 % 64,7 %
Cost/Income Ratio 55,6 % 50,7 % 42,4 % 43,7 % 51,6 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.445 1.966 1.086 764 -17 6.245
Return on Equity vor Steuern 9,6 % 13,2 % 5,4 % 4,9 %
Konzern-Return on Equity (nach
Minderheiten)
6,7 % 12,1 % 3,9 % 2,9 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.871 18.918 9.799 19.038 343 61.969
Geschäftsstellen1 583 1.206 229 1.149 3.167

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

1.1.–30.6.2008 Zentral Südost Russland GUS Überleitung Gesamt
in € Millionen europa europa Sonstige
Zinsüberschuss 500,8 448,9 310,7 244,3 -7,2 1.497,6
Kreditrisikovorsorgen -75,8 -56,4 -37,3 -31,9 -201,4
Zinsüberschuss nach
Kreditrisikovorsorgen 424,9 392,6 273,5 212,4 -7,2 1.296,2
Provisionsüberschuss 270,2 220,0 93,4 115,7 3,5 702,9
Handelsergebnis 39,1 27,9 0,6 4,0 20,6 92,2
Ergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten
2,2 0,2 5,2 -0,2 7,4
Ergebnis aus Finanzinvestitionen -9,0 -1,5 8,3 1,5 0,0 - 0,7
Verwaltungsaufwendungen -458,7 -363,1 -211,2 -184,6 -32,4 -1.249,9
davon Personalaufwand -227,4 -159,5 -99,5 -100,5 -24,6 -611,5
davon Sachaufwand -189,4 -161,3 -98,6 -65,3 -6,5 -521,2
davon Abschreibungen -41,9 -42,3 -13,1 -18,7 -1,2 -117,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis -7,9 14,1 -3,6 -11,0 -2,9 -11,2
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 5,8 5,8
Periodenüberschuss vor Steuern 266,9 290,1 166,2 138,1 -18,6 842,7
Steuern vom Einkommen und Ertrag -53,8 -46,2 -45,8 -41,8 -8,6 -196,3
Periodenüberschuss nach Steuern 213,0 243,9 120,4 96,3 -27,2 646,4
Anteile anderer Gesellschafter am
Erfolg
-57,3 -13,8 -0,3 -8,3 -1,1 -80,7
Konzern-Periodenüberschuss 155,8 230,1 120,1 88,0 -28,3 565,7
Anteil am Ergebnis vor Steuern 31,0 % 33,7 % 19,3 % 16,0 % 100,0 %
Anteil am Ergebnis nach Steuern 31,6 % 36,2 % 17,9 % 14,3 % 100,0 %
Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 24.919 18.105 9.866 6.832 -327 59.394
Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 2.259 1.601 913 616 198 5.587
Summe Aktiva1 33.543 24.355 13.086 8.000 1.716 80.699
Verbindlichkeiten1 31.238 21.770 11.865 6.998 1.582 73.453
Risk/Earnings Ratio 15,1 % 12,6 % 12,0 % 13,1 % 13,4 %
Cost/Income Ratio 57,2 % 51,1 % 52,7 % 52,3 % 54,8 %
Durchschnittliches Eigenkapital 2.744 2.045 1.146 795 - 129 6.601
Return on Equity vor Steuern 19,5 % 28,4 % 29,0 % 34,7 % 25,5 %
Konzern-Return on Equity (nach
Minderheiten)
14,8 % 25,2 % 21,0 % 24,4 % 19,6 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 13.295 17.510 9.252 19.913 266 60.236
Geschäftsstellen1 546 1.050 246 1.235 3.077

1 Stichtagswerte zum 30. Juni

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt. Der vorliegende ungeprüfte Zwischenbericht zum 30. Juni 2009 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2008.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.6.2009 31.12.2008 30.6.2009 31.12.2008
Stand Beginn der Periode 131 121 1 3
In der Berichtsperiode erstmals einbezogen 3 19
In der Berichtsperiode ausgeschieden -7 -2
In der Berichtsperiode verschmolzen -2
Stand Ende der Periode 134 131 1 1

Die folgenden Unternehmen wurden erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Anteil Stichtag Grund
ACB Ponava, s.r.o., Prag (CZ) 34,5 % 1.3. Wesentlichkeit
Regional Card Processing Center s.r.o., Bratislava (SK) 63,0 % 1.1. Gründung
Raiffeisen Leasing Kosovo LLC, Prishtina (RS) 92,5 % 1.1. Gründung

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten des Handelsbestands
299,1 -201,7
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
141,9 31,4
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 5,5 14,8
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 1.693,6 2.426,0
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
86,2 78,6
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-1.463,6 -1.326,4
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 3,2 79,5
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) -69,5 291,9
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -542,6 -551,4
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 153,8 842,7

(2) Zinsüberschuss

1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008
Zinserträge 2.963,4 2.818,3
aus Forderungen an Kreditinstitute 130,3 278,6
aus Forderungen an Kunden 2.393,6 2.189,7
aus Wertpapieren 199,3 122,0
aus Leasingforderungen 145,2 157,8
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 94,9 70,2
Laufende Erträge aus Anteilsbesitz 2,5 3,4
Zinsähnliche Erträge 3,6 3,3
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 2.969,5 2.825,0
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0,5 1,0
Zinsaufwendungen -1.471,4 -1.324,8
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -499,9 -495,4
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -861,7 -715,8
für verbriefte Verbindlichkeiten -67,5 -69,0
für Nachrangkapital -42,3 -44,6
Zinsähnliche Aufwendungen -2,9 -3,6
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -1.474,2 -1.328,4
Zinsüberschuss 1.495,8 1.497,6

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Einzelwertberichtigungen -819,2 -132,6
Zuführung zu Risikovorsorgen -967,9 -236,4
Auflösung von Risikovorsorgen 163,6 122,2
Direktabschreibungen -25,6 -27,1
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 10,7 8,7
Portfolio-Wertberichtigungen -151,0 -68,8
Zuführung zu Risikovorsorgen -309,0 -157,3
Auflösung von Risikovorsorgen 158,1 88,5
Erlöse aus dem Verkauf von Krediten 1,7
Gesamt -968,5 -201,4

(4) Provisionsüberschuss

1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
in € Millionen 2009 2008
Zahlungsverkehr 257,0 305,0
Kreditbearbeitung und Avalgeschäft 95,5 92,0
Wertpapiergeschäft 15,8 22,7
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 167,3 221,4
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 11,4 20,5
Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten 13,7 6,6
Kreditderivatgeschäft -0,8 -0,6
Sonstige Bankdienstleistungen 24,9 35,3
Gesamt 584,8 702,9

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Zinsbezogenes Geschäft 65,4 11,5
Währungsbezogenes Geschäft 51,7 89,0
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 1,3 -8,5
Sonstiges Geschäft 0,4 0,2
Gesamt 118,9 92,2

(6) Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 3,6 0,5
Ergebnis aus Kreditderivaten -1,1 -0,3
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 16,4 7,2
Gesamt 19,0 7,4

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -1,5
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity -1,5
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 2,7 11,8
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -0,1 -0,1
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 2,8 11,9
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren 30,1 -12,5
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 29,8 -13,7
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 0,3 1,2
Gesamt 31,3 -0,7

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
2009 2008
Personalaufwand -543,8 -611,5
Sachaufwand -479,8 -521,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -119,5 -117,2
Gesamt -1.143,1 -1.249,9

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.–30.6.
2009
1.1.–30.6.
2008
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 67,0 97,2
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -63,7 -86,8
Ergebnis aus Vermittlung von Dienstleistungen 1,0 1,0
Ergebnis aus Investment Property 1,5 1,5
Ergebnis aus Operating Leasing 21,6 17,1
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -2,3 -1,4
Sonstige Steuern -26,3 -26,5
Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge 3,6
Ergebnis aus Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen 6,3 -14,8
Sonstige betriebliche Erträge 24,4 8,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14,0 -10,8
Gesamt 15,5 -11,2

Erläuterungen zur Bilanz

(10) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.
2009
31.12.
2008
Handelsaktiva 3.729 4.611
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
3.198 2.042
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 54 56
Kredite und Forderungen 65.289 73.373
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 3.272 3.018
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 32 17
Sonstige Aktiva 2.288 2.280
Aktiva gesamt 77.862 85.397

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst ausschließlich die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Anteile an at-equity bewerteten und sonstigen verbundenen Unternehmen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.
2009
31.12.
2008
Handelspassiva 1.033 2.241
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 70.242 76.150
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 42 51
Rückstellungen 330 437
Eigenkapital 6.215 6.518
Passiva gesamt 77.862 85.397

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(11) Forderungen an Kreditinstitute

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Giro- und Clearinggeschäft 1.162 1.643
Geldmarktgeschäft 5.258 4.348
Kredite an Banken 753 3.009
Angekaufte Forderungen 3 2
Leasingforderungen 3 4
Forderungspapiere 1 32
Gesamt 7.181 9.038

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 771 2.454
Südosteuropa 942 1.043
Russland 495 535
GUS Sonstige 389 302
Österreich 3.156 3.125
Sonstige 1.428 1.580
Gesamt 7.181 9.038

Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentralbanken 1.651 3.664
Geschäftsbanken 5.525 5.355
Multilaterale Entwicklungsbanken 5 19
Gesamt 7.181 9.038

(12) Forderungen an Kunden

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Kreditgeschäft 24.460 27.885
Geldmarktgeschäft 7.629 8.033
Hypothekarforderungen 17.464 17.249
Angekaufte Forderungen 403 724
Leasingforderungen 3.553 4.009
Forderungspapiere 3 3
Gesamt 53.512 57.902

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

Gesamt 53.512 57.902
Sonstige 33 41
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.576 2.868
Retail-Kunden – Privatpersonen 18.363 19.268
Kommerzkunden – Small Business 4.469 5.057
Kommerzkunden – Großkunden 26.918 29.564
Öffentlicher Sektor 1.153 1.104
in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 23.817 24.621
Südosteuropa 12.458 12.934
Russland 7.078 8.819
GUS Sonstige 5.940 6.602
Österreich 23 24
Sonstige 4.196 4.904
Gesamt 53.512 57.902

(13) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Öffentlicher Sektor 5 2
Kreditinstitute 6 4
Kommerzkunden – Großkunden 1.040 686
Kommerzkunden – Small Business 254 166
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.012 669
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 180 114
Gesamt 2.497 1.641

Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:

in € Millionen Stand
1.1.2009
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführun
1
gen
Auflösungen Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.6.2009
Einzelwertberichtigungen 1.112 983 -164 -76 -27 1.828
Zentraleuropa 450 272 -99 -38 -5 580
Südosteuropa 239 218 -50 -23 384
Russland 223 225 -12 -6 -12 418
GUS Sonstige 200 268 -3 -9 -10 446
Portfolio
Wertberichtigungen 599 309 -158 -12 738
Zentraleuropa 166 108 -50 2 226
Südosteuropa 148 85 -28 -9 196
Russland 150 57 -18 -9 180
GUS Sonstige 135 59 -62 4 136
Gesamt 1.711 1.292 -322 -76 -39 2.566

1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

2 Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

30.6.2009 Buchwert Einzelwert
berichti
Portfolio
Wertberich
Netto
Buchwert
Einzelwert
berichtigte
Fair Value
in € Millionen gungen tigungen Aktiva
Kreditinstitute 7.181 6 7.175 27 7.175
Öffentlicher Sektor 1.153 5 1.148 14 1.121
Kommerzkunden –
Großkunden 26.918 828 212 25.878 2.603 26.335
Kommerzkunden –
Small Business 4.469 204 50 4.215 538 4.378
Retail-Kunden –
Privatpersonen 18.363 616 396 17.351 1.259 18.212
Retail-Kunden –
Klein- und Mittelbetriebe 2.576 123 57 2.396 268 2.506
Sonstige 33 33 33
Gesamt 60.693 1.782 715 58.196 4.708 59.761

Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Asset-Klassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:

31.12.2008
in € Millionen
Buchwert Einzelwert
berichti
gungen
Portfolio
Wertberich
tigungen
Netto
Buchwert
Einzelwert
berichtigte
Aktiva
Fair Value
Kreditinstitute 9.038 4 9.034 16 10.308
Öffentlicher Sektor 1.104 2 1.102 6 1.087
Kommerzkunden –
Großkunden 29.564 507 179 28.879 1.428 29.111
Kommerzkunden –
Small Business 5.057 118 48 4.890 304 4.950
Retail-Kunden –
Privatpersonen 19.268 368 301 18.599 501 18.880
Retail-Kunden –
Klein- und Mittelbetriebe 2.868 75 39 2.754 129 2.841
Sonstige 41 41 41
Gesamt 66.940 1.074 567 65.299 2.384 67.218

(14) Handelsaktiva

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.219 2.231
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 21 37
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 932 1.495
Gesamt 3.172 3.763

(15) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge 32 17
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 2 5
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 555 843
Gesamt 589 865

(16) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 6.257 4.952
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 183 67
Unternehmensanteile 126 118
Gesamt 6.566 5.137

(17) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Firmenwerte 595 610
Software 224 217
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 122 125
Gesamt 941 952

(18) Sachanlagen

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 501 496
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 9 11
Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 522 532
Vermietete Leasinganlagen 240 225
Gesamt 1.272 1.264

(19) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Steuerforderungen 197 156
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 36 40
Rechnungsabgrenzungsposten 234 253
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 91 163
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 141 141
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 6 4
Umlaufvermögen 50 78
Übrige Aktiva 140 150
Gesamt 895 985

(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Giro- und Clearinggeschäft 777 741
Geldmarktgeschäft 4.261 5.960
Langfristige Finanzierungen 17.572 19.512
Gesamt 22.610 26.213

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 1.611 1.609
Südosteuropa 1.107 556
Russland 62 1.333
GUS Sonstige 82 180
Österreich 14.183 15.144
Sonstige 5.565 7.390
Gesamt 22.610 26.213

Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentralbanken 694 1.330
Geschäftsbanken 21.364 24.328
Multilaterale Entwicklungsbanken 552 555
Gesamt 22.610 26.213

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Sichteinlagen 15.558 16.243
Termineinlagen 25.566 27.011
Spareinlagen 1.152 952
Gesamt 42.276 44.206

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich gemäß Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Öffentlicher Sektor 2.031 2.238
Kommerzkunden – Großkunden 13.592 15.343
Kommerzkunden – Small Business 2.490 3.084
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.784 20.327
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.020 2.908
Sonstige 359 304
Gesamt 42.276 44.206

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Zentraleuropa 19.970 20.432
Südosteuropa 11.765 13.143
Russland 5.192 5.834
GUS Sonstige 2.836 2.985
Österreich 297 259
Sonstige 2.216 1.552
Gesamt 42.276 44.206

(22) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Begebene Schuldverschreibungen 2.208 2.630
Begebene Geldmarktpapiere 8
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 619 755
Gesamt 2.827 3.393

(23) Rückstellungen

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Steuern 53 108
Garantien und Bürgschaften 70 69
Offene Rechtsfälle 38 41
Unverbrauchter Urlaub 29 32
Bonuszahlungen 92 138
Sonstige 48 49
Gesamt 330 437

(24) Handelspassiva

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 702 1.449
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 22 11
Gesamt 724 1.460

(25) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
5 1
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow
Hedge
37 50
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 2
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 309 779
Gesamt 351 832

(26) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 80 67
Rechnungsabgrenzungsposten 105 175
Dividendenverbindlichkeiten 1 8
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 351 195
Übrige Passiva 220 207
Gesamt 757 653

(27) Nachrangkapital

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Hybrides Kapital 501 503
Nachrangige Verbindlichkeiten 971 1.089
Ergänzungskapital 300 92
Gesamt 1.772 1.684

(28) Eigenkapital

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Konzern-Eigenkapital 5.178 4.613
Gezeichnetes Kapital 469 469
Kapitalrücklagen 2.567 2.568
Gewinnrücklagen 2.143 1.577
Konzern-Periodenüberschuss 78 982
Anteile anderer Gesellschafter 959 923
Gesamt 6.215 6.518

Sonstige Erläuterungen

(29) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Eventualverpflichtungen 4.721 5.052
Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 4.956 6.343

Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 6.018 Millionen (2008: € 6.847 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.

(30) Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:

30.6.2009 Mutterunter
nehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 2.470 9 1
Forderungen an Kunden 154 15 24
Handelsaktiva 108
Wertpapiere und Beteiligungen 2 72 54
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
3
Sonstige Aktiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
337 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
13.227 1.369 117
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 42 3 8
Verbriefte Verbindlichkeiten 23
Rückstellungen 5
Handelspassiva 131
Sonstige Passiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
125 2 2
Nachrangkapital 934 588
Gegebene Garantien 371 3
Erhaltene Garantien 249 1
31.12.2008 Mutterunter
nehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 2.690 1 50
Forderungen an Kunden 126 13 38
Handelsaktiva 204 9
Wertpapiere und Beteiligungen 5 62 51
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
3
Sonstige Aktiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
298 1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
13.961 1.934 83 119
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6 38 2 9
Verbriefte Verbindlichkeiten 25
Rückstellungen 6
Handelspassiva 282
Sonstige Passiva (inkl. derivative
Finanzinstrumente)
277 1 3
Nachrangkapital 844 591
Gegebene Garantien 250 6
Erhaltene Garantien 327 1

(31) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.

Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Eingezahltes Kapital 3.035 3.037
Erwirtschaftetes Kapital1 1.428 1.546
Anteile anderer Gesellschafter1 964 1.005
Hybrides Kapital 500 500
Immaterielle Vermögenswerte -228
Kernkapital (Tier 1-Kapital) 5.695 5.860
Abzugsposten vom Kernkapital -13 -14
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 5.683 5.846
Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 1 Z 5 BWG 91 91
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 24 58
Langfristiges nachrangiges Kapital 1.070 897
Ergänzende Eigenmittel (Tier 2-Kapital) 1.185 1.046
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -13 -12
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 1.172 1.034
Abzugsposten Versicherungen -1 -1
Zur Umwidmung in Tier 3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier 2-Kapital 97 112
Gesamte Eigenmittel 6.950 6.992
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.345 5.767
Eigenmittelüberschuss 1.605 1.225
Überdeckungsquote 30,0 % 21,2 %
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 10,4 % 9,7 %
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 8,5 % 8,1 %
Eigenmittelquote 10,4 % 9,7 %

1 Zum Jahresende 2008 war ein Betrag von € 46 Millionen fälschlicherweise den Anteilen anderer Gesellschafter statt dem erwirtschafteten Kapital zugeordnet worden. Mittlerweile wurde dies korrigiert. Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 54.701 60.388
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß §§
22a bis 22h BWG 4.376 4.831
Standardansatz 3.593 4.053
Auf internen Ratings basierender Ansatz 783 778
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und
Waren 108 152
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 380 343
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 481 440
Gesamteigenmittelerfordernis 5.345 5.767

Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Asset-Klassen stellt sich wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2009 31.12.2008
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 44.907 50.665
Zentralstaaten und Zentralbanken 4.122 3.927
Regionale Gebietskörperschaften 354 498
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 67 53
Multilaterale Entwicklungsbanken 28 28
Kreditinstitute 1.432 1.824
Unternehmen (Kommerzkunden) 23.953 28.438
Retail-Kunden (inklusive Klein- und Mittelbetriebe) 12.566 13.586
Investmentfondsanteile 49 69
Sonstige Posten 2.337 2.241
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Basis-IRB-Ansatz 9.794 9.723
Kreditinstitute 489 384
Unternehmen (Kommerzkunden) 9.211 9.334
Beteiligungspositionen 94 4
Gesamt 54.701 60.388

(32) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
2009 2008
Zentraleuropa 13.871 13.295
Südosteuropa 18.918 17.510
Russland 9.799 9.252
GUS Sonstige 19.038 19.913
Österreich 340 266
Übrige 3
Gesamt 61.969 60.236

(33) Erklärung des Vorstands zum Zwischenbericht

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Der Vorstand

Dr. Herbert Stepic Mag. Martin Grüll Aris Bogdaneris, MA

Dkfm. Rainer Franz Mag. Peter Lennkh Mag. Heinz Wiedner

(34) Angaben zur Prüfung und prüferischen Durchsicht

Der Zwischenbericht 1. Halbjahr 2009 der Raiffeisen International Bank-Holding AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (§ 87 Abs. 3 Satz 3 BörseG).

Finanzkalender 2009 und 2010

29. Oktober 2009 Finanzkalender/Impressum/Disclai
Beginn der Quiet Period
mer
12. November 2009
Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call
23. Februar 2010 Beginn der Quiet Period
23. März 2010 Geschäftsbericht 2009, Analystenkonferenz, Conference Call
27. April 2010 Beginn der Quiet Period
11. Mai 2010 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
8. Juni 2010 Hauptversammlung
16. Juni 2010 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
29. Juli 2010 Beginn der Quiet Period
12. August 2010 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
28. Oktober 2010 Beginn der Quiet Period
11. November 2010 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Impressum

Medieninhaber: Raiffeisen International Bank-Holding AG, Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Investor Relations Redaktionsschluss: 7. August 2009 Herstellungsort: Wien Internet: www.ri.co.at Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

Anfragen an Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Internet: www.ri.co.at Public Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828

Disclaimer

Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen International zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

Wir haben diesen Zwischenbericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungs- oder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Zwischenbericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Der Zwischenbericht in englischer Sprache ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.

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